Keitag, 5. März 195 187. Jahrgang Schärssie Zurückweisung in der berliner presse Jan Menschen aus jedem Gebiet e I Lebens sein. Neuyork, 4. März. (DNB.) Der für seine Deutschfeindlichkeit sattsam bekannte jüdische Ober- bürgermeister von Neuyork Laguardia, dessen Reden schon mehrfach nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt unliebsames Aufsehen erregten, hat sich wieder einmal bewogen gefühlt, eine Rede zu halten, die eine Spitzenleistung aus dem Gebiet verlogen st er Hetze dar- stellt. Vor rund 1000 Frauen der Frauenabteilung des amerikanischen jüdischen Kongresses entblödete sich der jüdische Maulheld nicht. Deutschland zu beschuldigen. dah es versuche, den Weltfrieden zu stören. In dem für die Weltausstellung vorgeschlagenen Gebäude der Vereinigten Staaten werde er eine Schreckenskammer einrichten, in der als Höhepunkt die Figur jenes ..braunhemdigen Fanatikers" gezeigt werde, der jetzt den Weltfrieden bedrohe. davon Gebrauch macht, haben schon ähnliche Vor- älle aus früherer Zeit gezeigt. Wenn sich Laguardia erdreistet, das Oberhaupt eines 70-Millionen-Vol- kes derartig zu beleidigen, wie es jetzt geschehen isr, so muß er zum wenigsten moralisch verurteilt werden, da es tatsächlich nicht erfolgen kann. Joden- alls ist seine neue Hetzrede das Unerhörteste, was ich dieser Oberbürgermeister bisher geleistet hat. Deutschland soll den Weltfrieden stören? Nein! Solche jüdischen Hetzreden stürzen die Welt in die Katastrophe. Das wollen ja diese Kreise, um dabei ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die dumme Anpöbelei eines ausländischen Staatsoberhauptes darf in Washington nicht überhört werden. Wir erwarten also entsprechende Maß- London, 5. März. (DNB. Funkspruch.) Die von Deutschland und Italien ergriffenen bevölkerungspolitischen Maßnahmen finden in der englischen Presse starke Beachtung, da England sich vor die Lösung ähnlicher Fragen gestellt sieht. „Daily Mail" weist auf die Abnahme der Geburtenziffern in den meisten europäischen Staaten hin. Wenn dieser Abnahme nicht Einhalt geboten werde, dann sei die gesamte westliche Zivilisation vom Zusammenbruch bedro h t. Das Bevölkerungsproblem sei für das britische Reich von gewaltiger Bedeutung. Wenn keine Maßnahmen ergriffen würden, dann werde die englische Bevölkerung in hundert Jahren auf die Hälfte des jetzigen Standes gesunken sein. Das Ergebnis werde ein gewaltiger Mangel an waffenfähigen Männern und überhaupt ' " " t des nationalen erklärte, die Aussprache habe gezeigt, daß im Unterhaus die Notwendigkeit der Aufrüstung allgemein anerkannt werde. Auf Zwischenrufe erklärte Chamberlain: „Wir haben unter der Völ- kerbundssatzung keinerlei Verpflichtung, mit unseren Militärkräften andere Länder zu unterstützen, die das Opfer eines Angriffes sein mögen. Die Opposition versucht immer, mehr aus der Völkerbundssatzung herauslesen, als darin steht. Das Schlagwort „kollektive Das Deutschtum Aeuyorls protestiert. Annahme von Anzeigen fiu die Mittl^snummer bis 81 /.Uhr des Wrmitta gs Grundpreise für 1 mri.fyjir für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text« anzeigen von70mm Breite bORpf..Platzoorschrift nach vorh Dereinbg.25^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: regeln." Die „Nachtausgabe" erklärt unter der Ueberschrift „Der Lümmel": „Der sogenannte Oberbürgermeister von Neuyork, Laguardia, der in Wirklichkeit nur der Auftraggeber übelster jüdischer Geschäftemacher der größten Stadt der Vereinigten Staaten ist, hat sich seit 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung und wegen seiner Geschäfte mit der jüdischen Unterwelt Neuyorks an die Spitze der Hetze gegen das nationalsozialistische Deutschland gestellt. Sein Schuldkonto bei seiner ununterbrochenen Tätigkeit gegen den Frieden ist außerordentlich groß. Er hat vielfach Deutschen, die sich in den Vereinigten Staaten betätigen wollen, einfach die Erlaubnis zur Eröffnung eines Gewerbebetriebes verweigert, nur mit der Begründung, daß es sich um Männer aus dem Reiche des Nationalfozmlls- mus handele. Sein Deutschenhaß geht soweit, daß er, nachdem der Bau einer Neuyorker Brücke einem deutschen Konsortium übertragen war, den Auftrag rückgängig machte mit der schriftlichen Begründung, daß die einzige Ware, die man aus dem Lande Adolf Hitlers importieren könne, der haß fei. Laguardia hat für die Störung des Weltfriedens schon in seiner bisherigen Tätigkeit so viel beigetragen, daß die für die Politik der Vereinigten Staaten verantwortlichen Männer jeden Anlaß haben, die neueste Hetze gegen Deutschland endlich mit einem scharfen Vorgehen gegen diesen Mann zu beantworten. Lagurdia steht im Dienst jener geschäftigen jüdischen Kreise, die nur durch einen neuen Krieg verdienen wollen. Es ist selbstverständlich, daß das deutsche Volk die Beleidigung des Führers durch einen Mann in einer äußerlich so j maßgebenden Stelle nicht hinnehmen kann." politisches Gangstertum oes jüdischen Bürgermeisters von Neuyork Sicherheit" wird ständig dahin ausgelegt, als ob, wenn England die kollektive Sicherheit unterstütze, es sich viele Rüstungen ersparen könnte. Meiner Meinung nach aber bedeutet dies nicht einen Rückgang an Rüstungen, sondern einen Zuwachs." Die Rüstung, so sagte Chamberlain, gelte nur der eigenen Sicherheit, und England werde froh fein, bei Aufrechterhaltung der eigenen Sicherheit den Rüstungsstand herabsetzen zu können. Er glaube aber nicht, daß eine allgemeine Abrüstungs- maßnahme erwartet werden könne, solange eines der reichsten Länder der Welt „abgerüstet" habe, weil dieses Land dann nichts für die Abrüstung der aOberen würde anbieten können. Daher sei nach seiner Meinung, die englische Aufrüstung ein Vorläufer für die endgültige Abrüstung. England und die Gefahr des Bolkstodes Amtlicher deutscher Protest. Eine Aeutzerung des Staatssekretärs Hüll. Washington, 4.März. (DNB.) Nachdem in Vertretung des abwesenden deutschen Botschafters Botschaftsrats Thomsen im Staatsdepartement gegen die unverschämten Aeußerungen Laguardias energisch protestiert hatte, wurde Staatssekretär hüll von Journalisten über den Stand der Angelegenheit befragt, hüll erklärte, er werde sofort feststellen lassen, ob die Zeitungsmeldung den Tatsachen entspreche. Selbstverständlich sei es bedauerlich, wenn ein Bürger der Vereinigten Staaten, gleichgültig, was er über die Innenpolitik eines anderen Landes denke, Aeußerungen tue, die als Beleidigung der Regierung des anderen Landes ausgelegt werden müßten, hüll wird sich, wie verlautet, alsbald mit Laguardia in Verbindung setzen. Die Amtszeit L a - auardias läuft Ende dieses Jahres ab. Da er nicht der demokratischen Partei angehört, also auf die Unterstützung durch Roosevelts Parieimaschine nicht rechnen kann, so versucht er offenbar außer den Stimmen seiner republikanischen Parteigenossen möglichst a l l e j u d i sch en Stimmen für sich einzufangen Die em achste Mechode dabei erscheint ihm offenbar, sich Unverschämtheiten gegen den Führer d^ Deutschen Reiches zu erlauben. Typisch jüdisch! Erichen« tägltd), nutzer Sonntage und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Monatr-Sezuyrprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.9b Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach* richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranksurt am Blain 11086 Englands Ausrüstung dient der eigenen Sicherheit Neville Chamberlain zum Abschluß der Mstungsdebatte. Mr haben längere Zeit v,m Oberbürgermeister i der Stadt Neuyork nichts mehr gehört. Vielleicht 1 war ihm nach dem Flaggenzwischenfall auf der 1 „Bremen" von Washington aus zu verstehen ge- ■ geben worden, daß es sich für den Bürgermeister der größten Stabt der Welt nicht zieme, sich dem Deutschen Reich gegenüber wie ein Flegel zu benehmen. Aber diese Zurückhaltung scheinen ihm feine jüdischen Glaubensgenossen übel genommen zu haben. Sie haben ihn doch nicht ohne Grund zum Ehrenvorsitzenden der jüdischen Boykottliga von Neuyork gemacht. So hat Laguardia also erneut ein Lebenszeichen von sich gegeben, das genau so ausgefallen ist, wie man es von diesem jüdischen Hetzapostel erwarten mußte. Laguardia hat ja schon mehr als einmal seine amtlichen Stellungen'in unerhörter Weise dazu benutzt, um seinen Haß gegen das deutsche Volk und seinen Führer sich austoben zu lassen. So hat er jüdisch-kommunistische Demonstrationen gegen deutsche Schiffe, die die Reichsflagge führten entfacht und durch die Entziehung des Gewerbescheines für einen Reichsdeutschen den deutsch-amerikanischen Handelsvertrag skrupellos verletzt. Was er sich nun abM an unverschämten Beleidigungen des deutschen Volkes und seines Staatsoberhauptes geleistet hat, übersteigt alles, was von diesem üblen Burschen bis jetzt an Deutschenhetze bekannt geworden ist. Eines der größten Kulturvölker der Welt, wie das deutsche, kann es sich nicht länger gefallen lassen, wie hier ein jüdischer Maulheld es sich her aus- nimmt, das deutsche Staatsoberhaupt anzupobeln und die Völker gegeneinander zu hetzen. Denn daß hier wiederum ein Subjekt immer der gleichen jüdisch-kommunistischen Kreise an der Arbeit ist, um den Weltfrieden zu stören, muß nun auch jenen einleuchten, die solche internationale Verhetzung bisher stets zu bagatellisieren suchten. Deutschland jedenfalls ist nicht gewillt, diese unverschämten Angriffe auf das Reich und seinen Führer sich länger gefallen zu lassen. Das Weiße Haus in Washington wird endlich ernstlich mit sich zu Rate gehen müssen, wie es diese Quertreibereien eines jüdisch-kommunistischen Klüngels unterbinden will, der unter Anführung des Oberbürgermeisters der größten Stadt der Vereinigten Staaten ständig darauf aus ist, die Friedenspolitik der amerikanischen Regierung durch skrupellose Hetze zu sabotieren, weil am Ende einer derartigen Wühlerei stets das für die internationale Judenschaft so gewinnbringende Kriegsgeschäft steht. Will sich das Volk der Vereinigten Staaten, dessen Parlament soeben erst durch die Annahme des Neutralitätsgesetzes sich zu einer Politik des Friedens und der Nichteinmischung in die Angelegenheiten fremder Völker bekannt hat, noch länger der Gefahr aussetzen, von einer skrupellosen jüdisch-kommunistischen Clique in einen Konflikt hineingehetzt zu werden, der keinem der beteiligten Völker willkommen fern kann? L- London, 4. März. (DNB.) In der dritten Lesung des Gesetzes über die Rüstungsanleihe billigte Winston Churchill als alter Rustungs- apostel das neue Wehrprogramm natürlich rückhaltlos. Er malte gewohnheitsgemäß die europäische Lage in düsteren Farben und sparte auch hinsichtlich der Wiederaufrüstung Deutschlands nicht mit Uebertreibungen. Als die besten Garantien für die Sicherheit Englands bezeichnete er gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich in Form eines Verteidigungsbündnisses gegen unprooozierte Angriffe. Die konservative Abgeordnete Lady Astor bedauerte, daß England in der Außenpolitik Frankreich gefolgt sei. Der Völkerbund sei von europäischen Mächten z u p 0 l i t i s ch e n Z w e ck e n mißbraucht worden und von keiner Macht mehr als von Frankreich. Wenn England die Fehler in der Welt hätte beseitigen können, so wurde, wie die Abgeordnete meinte, Deutschland heute noch im Völkerbund sein und die Dinge würden viel besser stehen. Daran sei England aber stets von Frankreich gehindert worden. Man spreche von Deutschland immer als von dem „großen Angreifer". Der wirkliche Uebelftanb aber sei der, daß England viel zu sehr den Fußtapfen Frankreichs gefolgt fei. Gchatzkanzler Neville Chamberlain eignung der Bauern hat große Gemeinwirtschaften geschaffen, die nichts mit der allrussischen Dorf- Verfassung zu tun haben. Es ist indessen wenig wahrscheinlich, daß in den nächsten Jahren diese sozialen Pläne Nehrus in Indien eine Rolle spielen, zumal sich zunächst einmal alles um den politischen Machtkampf drehen wird. Die indischen Nationalisten (die Kongreßpartei) sind zwar bei den Wahlen als Sieger hervorgegangen, aber es ist noch nicht zu übersehen, wieweit die Kongreßpartei einig ist, wieweit sie überhaupt über starke partei- bildende Kräfte verfügt. Kongreßpartei nennen sich die Nationalisten, weil sie Jahr für Jahr „National» kongresse" einberufen, also ein Vorgang, der sich als parteibildende Kraft nicht deuten läßt. Nehru hat durch Wort und Schrift immer schärfer zum Ausdruck gebracht, daß die von England gewährte Verfassung für Indien nicht als Abschlagszahlung, sondern als Kampfmittel benutzt werden soll. Für Nehru und seine Anhänger gibt es alsa keine Verfasfung in dem Sinne, um mit dem Vize- liche Hetzrede. Es ist unglaublich, so heißt es in dem Telegramm, daß der Bürgermeister einer amerikanischen Stadt, die sich bei der Durchführung ihrer Ausgaben stark auf bie Mitarbeit des deutschen Elements stützt, sich erfrecht, das Oberhaupt einer befreundeten Nation zu besudeln und zu verleumden. Die Hetzrede Laguardias stellt eine schwere Beleidigung der deutschstämmigen Bürgerdes ganzen Landes dar, und diese sind nicht gewillt, diese Beleidigung aufnehmen. „ . _ So hat sich für England der Verruf ausgewirkt, der von den indischen Nationalisten über die englischen Erzeugnisse verhängt wurde, um durch diesen Druck das Verfassungswerk für Indien zu beschleunigen. Immer wieder muß es Bewunderung erregen, wie es die englische Staatskunst versteht, gewandt und geschickt in der Anwendung kolonialpolitischer Formen zu fein, um so Baustein auf Baustein in das Massenwerk des Imperiums einzufügen. Daß die englische Regierung im Kriege Indien und Aegypten eine Verfassung zusicherte, die an die Unabhängigkeit herankommen sollte, war außer politischen und wirtschaftlichen, vornehmlich durch religiöse Rücksichten begründet. Das Der- fassungswerk für Indien war und ist nicht so einfach, was sich in der Hauptsache aus der für europäische Begriffe fast unvorstellbaren Unausgeglichenheit des Landes und der Bevölkerung erklärt. Das gilt schon für die Bevölkerungsdichte, die bis zu 300 je Geviertkilometer anfteigt; das gilt für klimatische Verhältnisse: das gilt für die Bewässerung; das gilt endlich für die sozialen und religiösen Gegensätze. Wenn aus dieser Unausgeglichenheit eine nationale Bewegung sich entwickeln konnte, eine Bewegung, die immer schärfer auf die völlige Unabhängigkeit los- teuert, so läßt sich das nur aus der Sonderheit Indiens erklären. Das auch erklärt, warum aus dieser Bewegung Männer hervorgegangen sind, die wieder selbst Gegensätze sind, wie Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru. Gandhi zog aus, um Salz aus dem Meere zu schöpfen, um mit dem Spinnrad die Urform wirtschaftlicher Arbeit in Indien wieder aufzunehmen. Für Gandhi ist der untätige Widerstand die Hauptsache, miä Gandhi auch aus sozialem Gerechtigkeitsgefühl her- aus die Frage der „Unberührbaren zu lösen sucht. Ganz anders Nehru, der heute an der Spitze der indischen Nationalisten steht und nach dem Siege der Kongreßpartei bei den Wahlen wohl die Persönlichkeit sein wird, die für Indien Schicksal bedeuten kann. Nehm hat 1936 eine Selbstbiographie veröffentlicht, die in England ebensoviel beachtet und gelesen wird, wie vor Jahren das berühmte Buch über die „Verlorene Herrschaft". Merkwürdig, wie sich auch in Nehm Gegensätze offenbaren, sowohl in politischer, als auch in sozialer Hinsicht. Wenn er auf der einen Seite die Erneuerung Indiens, sowie die nationale Befriedung von sozialistischen und kommunistischen Gedanken und Auffassungen erwartet, so läßt sich auf der anderen Seite nur schwer damit decken, daß Nehm selbst für Indien und für die indische Bevölkerung eine Stärkung und Untermauerung des Eigentumsbegriffs erreichen will. Jedenfalls glaubt Nehm, durch eine Neuverteilung des Landbesitzes, durch Schaffung von Kleinbetrieben die ungeheure besitzlose Masse der Bevölkerung seßhaft machen und befrieden zu können. Aber gerade das steht im Gegensatz zum Kommunismus, wie er sich im Räte-Rußland durchgewirkt hat, denn die Ent- B e r l i n, 4. März. (DNB.) Die Berliner Abendblätter weisen die in ihrer jüdischen Unverschämtheit nicht mehr zu überbietende Rede des „Ober- > bürgermeisters" von Neuyork, Laguardia, scharf zurück. Die Blätter bringen ausführliche Beschreibungen der Tätigkeit dieses ehemaligen Ganoven, der jetzt mit seinen Hetzerbanden Neuyork beherrscht, und verlangen von Washington endlich ein Einschreiten gegen diesen notorischen Friedensstörer und Dölkerverhetzer. Der „Angriff" schreibt: „Don Fiorella H. Laguardia, dem Oberbürgermeister von Neuyork, hat die deutsche Oesfentlichkeit schon öfters Kenntnis nehmen müssen. Seine Amtstätigkeit in Neuyork bestand seit viereinhalb Jahren hauptsächlich darin, jüdischen Boykottkomitee5 vorzusitzen und Deutschland zu beschimpfen. Die Schimpforgie vor den 1000 jüdischen Dirnen, die er sich von der Straße geholt hat, um ein applaudierendes Publikum zu haben, setzt aber allem die Krone auf. In feinem beschränkten Kaschemmenoerstand kann der jüdische Hetzapostel allerdings nicht ahnen, was es bedeutet, den Führer eines 70-Millionen-Volkes zu beschimpfen. Immerhin aber sollte man doch meinen, daß das Weiße Haus in Washington so viel Macht besitzt, um hochgetarnten Zuhältern zu verbieten, ihre Gemeinheiten statt einer, nun gleich 1000 Frauen zu erzählen. Im eigenen Land aber haben die Regierungsmänner scheinbar Angst vor den Revolvern der Neuyorker Unterwelt, die Oberrichter der Stadt ausgepfiffen haben und lassen den Judenlümmel schimpfen wie es ihm seine kräftige Phantasie souffliert. Wir haben allerdings nicht vor, in die Gosse hinabzusteigen, aus der Laguardia seine Schimpfwörter holt. Für heute genügt es, daß ein Zuhälter wie Laguardia Oberbürgermeister der größten Stadt Amerikas sein kann. Ein Mann, der als Dolmetscher aus Ellis Island von 1906 bis 1909 unzähligen Einwanderern erst dann die Einwanderungserlaubnis verschaffte, nachdem er sie : zuerst sexuell erpreßte, regiert in Amerika acht [ Millionen Menschen mit dem Terror der Revolver- unb Knüppelgarden seine Ganoven-Freunde. Neuyork, das mit drei Millionen Juden, noch dazu von solchem Kaliber wie ein Laguardia, gestraft ist, kann uns nur von ganzem Herzen leid tun." Die „Deutsche Allgemeine Zeitung nimmt wie folgt Stellung: „Laguardia ist Oberbürgermeister von Neuyork, immerhin eine Stellung, die gewisse Verpflichtungen auferlegt. Wie er Kronjuwel Indien. Von Or. 3. Eyssen. So lange es ein allbritrsches Reich gibt, so lange wirb bas Kaiserreich Indien die Achse sein, um die sich auch die britische Politik bewegt. Was immer die Sorge um die Machtstellung und um die Verbindungsstraße im Mittelmeer bedeutet, was die Schlüsselstellung am Suezkanal angeht ober die Befestigung von Sinaapore, bas alles zielt aul Indien. Daß das Kaiserreich Indien, die Provinzen und die Fürstentümer 7,5 Millionen Geviertkilometer umfaßt mit einer Bevölkerung von rund 400 Millionen, die eine jährliche Wachstumsschnelle von 4 Millionen aufzeigt, das wissen mir Es ist auch bekannt, was Indien für das allbritische Reich finanziell und wirtschaftlich bedeutet, wobei nicht nur der Außenhandel in Frage kommt, sondern vielmehr die beträchtlichen Summen, die England aus der Verwaltung sowie aus der wirtschaftlichen Ausbeutung bezieht. Hier sind schon Wandlungen festzustellen, die gewiß noch keine Lockerung des Gefüges ausmachen, die aber doch zeigen, daß Englands überragende Stellung in Indien doch nicht mehr unerschüttert ist. Vor dem Kriege kam die Gesamteinfuhr Indiens zu 65 v. H. aus England, während im Vergleich dazu auf Deutschland etwa 7 v. H., auf Japan 2,6 v. H. entfielen. Dies Verhältnis hat sich bis 1936 in der Weise verschoben, daß die Gesamteinfuhr aus England nur noch 38 v. H. ausmacht; die Einfuhr aus Japan 16,3 v.H., die Einfuhr aus Deutschland 9,2 v. H. Auf der anderen Seite hat zwar der Anteil Englands an der Ausfuhr Indiens etwas zugenommen, beträgt indessen nicht viel mehr als 31 0. H., während Japan und die Vereinigten Staaten in von Jahr zu Jahr wachsendem Maße die indische Ausfuhr _ _ Stellen-., Vereins-, gemein« General-Anzeiger für Gberheffen UW vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfilalsvuch- und Sleindnrckerel R. Lange in Gießen. §christlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabschiusse -taffei b Neuyork, 4. März. (DNB.) Die Bereinigten deutschen Gesellschaften von Grotz- Neuyork haben am Mittwoch an den jüdischen Oberbürgermeister Laguardia ein Telegramm gesandt. Sie protestieren darin schärfste ns gegen dessen unverschämte deutschseind-' hinzunehmen. Br. 54 (Erstes Blatt . - - - - Giessener Anzeiger * Der spanische Gtaatschef mit Familie g en m es also ab, ob die unglückseligen Bewohner Ma- über die körperliche Ertüchtigung, brids verhungern müssen oder wenigstens mit den! ♦ es in der Note, hätten den Zweck, Ruhestörun- ---in Spanisch-Marokko yervorzurufen, damit so Frage der Jugend. Besondere Anteilnahme fanden seine Ausführungen über die Maßnahmen der 5)3. auf sozialem und berufserzieherischem Gebiet und vom Obersten Bundesgericht für nichtig erklärt worden. Man könne das Land nicht mit einem dreispännigen Gespann pflügen, wenn ein Pferd sich hinlege oder Seitensprünge mache. „Ein Drittel der Nation ist unterernährt, schlecht gekleidet und verfügt über schlechte, unzureichende Wohnungen: tausende von Bauern sind voller Sorgen, ob die Preise des nächsten Jahres ausreichen, daß sie ihre Hypothekenzmsen zahlen können; Tausende von Frauen und Männern arbeiten für ungenügenden Lohn in den Fabriken; Tausende von schulpflichtigen Kindern arbeiten in Bergwerken und Spinnereien; Streiks kosten uns Millionen von Dollars; Frühjahrsüberschwemmungen bedrohen unsere Flußtäler, Staubstürme beginnen ihre Zerstörungsarbeit. Wenn wir das Vertrauen des Volkes rechtfertigen wollen, so müssen wir sofort stellung von Friede und Ruhe in Marokko übertragen haben." „Da Friede und Ruhe in unmittelbarer Gefahr schweben — zum großen Schaden für das dem Protektorat unterstellte Volk und mit entsprechenden Auswirkungen für den Frieden Europas und den Status quo im westlichen RNttelmeer — sieht sich die spanische Rationalregierung veranlaßt, sich an die Signatarmächte der Algeciras-Akte zu wenden, auf der trotz späterer Verträge das internationale Regime ruht, damit sie in aller Eite eine internationale Kommission ernennen, die die spanische Zone besuchen, an Ort und Stelle die Ruhe und den Frieden, die im spanischen Protektoratsgebiet herrschen, feststellen und sich v o n d e n a n g e - führten Machenschaften überzeugen soll. Damit soll vermieden werden, daß im französischen Protektoratsgebiet und in der Tanger-Zone jene Manöver durch kommunistische Politik auf dem Wege über ähnlich geartete Regierungen den Weltfrieden bedrohen." Die Rote schließt: „Wir zweifeln nicht daran, daß der Londoner Richtern- m i s ch u n g s a u s s ch u ß, der sich so sehr sur den europäischen Frieden interessiert, sofort Maßnahmen treffen wird, um solchen verbrecherischen Manöver» zu steuern, die dem Zweck der Anwesenheit Frankreichs in Marokko und den Vereinbarungen zur Richteinmischung in spanische Angelegenheiten entgegengesetzt sind." amtliche Stellen von Französisch-Marokko unter dem Vorwand der Wiederherstellung der Ordnung und der Vermeidung eines Uebergreifens der Gefahr auf französische Stämme in die spanische Zone einmarschieren lassen könnten, wodurch die internationalen Verträge verletzt und eine gefährliche Lage für den Frieden Europas geschaffen werden würde Die Note fährt fort: „Nachdem verschiedene Versuche einer Ruhestörung an der Loyalität des Marokkovolkes und seiner Behörden gegenüber Spanien gescheitert sind, verstärken sich in diesen Tagen die Manöver zur Hervorrufung eines Aufstandes unter den spanischen Stämmen. Es werden heimlich Waffen konzentriert. Gleichzeitig sind französische Militärkonzentrationen an der Grenze der Protektoratsgebiete festzustellen, womit unter den eingeborenen Grenzstämmen ein Zustand der Unruhe geschaffen wird." Die spanische Nationalreaierung erklärt dann: „Wenn wir auch eine entsprechende Antwort auf jeden Angriffsversuch im Gebiete des marokkanischen Protektorats bereit haben, so stellen wir jedoch fest, daß die Haltung der amtlichen Stellen der französischen Volksfront eine flagrante Verletzung von Gei st und Buchstaben der Verträge vom 30. März und 27. November 1912 darstellt, die Frankreich und Spanien die HerAmerika braucht eine starke Zeniralregiernng Roosevelt am Jahrestage seines Amtsantritts. Salamanca, 4. März. (DNB.) Die spanische Nationalregierung hat an die Signatarmächte der Algeciras-Akte eine Note gerichtet, in der sie auf Machenschaften an der Grenze von Französisch- und Spanisch- Marokko hinweist. Diese Machenschaften, so heißt Aus den Aussagen von Ueberläufern geht hervor, daß man in Madrid nur noch mit Erlaubnis von drei verschiedenen „Behörden" überhaupt Lebensmittel bekommen kann Diele „Behörden" find der Hauswart, der „Bürgerrat" und der poli- tische Kommissar des betreffenden Stadtteils. Ohne die schriftliche Genehmigung dieser drei bolschewistischen Stellen ist jeder Einkauf von Nahrungsmitteln unmöglich, und von ihrer „Gnade" hängt kümmerlichen noch zur Verteilung gelangenden Lebensmitteln bis zur Befreiung der Stadt vegetieren können. An der Madrider Front bemerkten nationale Truppen, daß ein Parlamentär unter dem Schutz einer weißen Flagge auf sie zulief. Der Unterhändler kündigte an, daß bolschewistische Milizen beabsichtigten, in das nationale Lager überzulaufen. 400 Mann trafen kurz darauf vollkommen bewaffnet bei den Nationalen ein. Sie erzählten, daß sie erst kürzlich mobilisiert worden seien. Kleine politische Ttacbncbten Der Führer und Reichskanzler sandte an die am 21. Jahrestage der Erstürmung der Panzerfeste Douaumont in Berlin versammelten Douaumont-Stürmer das nachstehende Telegramm: „Ihnen und den anderen aus Anlaß des Jahrestages der Erstürmung in Berlin versammelten Douaumont-Stürmern danke ich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße, oie ich im Gedenken an diese kühne Waffentat und in kameradschaftlicher Verbundenheit herzlich erwidere." ♦ Auf Einladung des Reichskriegsministeriums sprach der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, zu den Abteilungschefs und dem Offizierskorps. Er schilderte die Organisation der Hitler-Jugend, befaßte sich mit der Entwicklung des jugendlichen Menschen und der religiösen Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, spricht am 20. März 1937 in der Festhalle zu Frankfurt a. M., wo vom 7. bis 21. März im Bachsaal die Leistungsschau der HI. stattfindet. Der Bund Deutscher Reichszollbeamten, die ehemals größte Zollbeamtenorganisation Deutschlands, hat sich a u f g e l ö st. Seine Mitglieder sind dem Reichsbund der Deutschen Beamten e. 93. einzeln beigetreten. Als Zeichen des Bekenntnisses zur Einheit der Beamtenschaft sowie als Ausdruck ihres Vertrauens zur nationalsozialistischen Führung der Beamten wurde das Vermögen des Bundes dem Reichsbeamtenführer Neef durch den Reichshauptstellenleiter Pg. M e h - l i n g zur Verfügung gestellt. Der „F r i d e r i c u s"- F i l m, der auf Drängen gewisser Kreise der Vaterländischen Front und des legitimistischen Anhanges in Wien vom Spielplan abgesetzt werden mußte und Anlaß zu einer wilden Pressepolemik der österreichischen Blätter gebildet hatte, wurde in gekürzter Fassung nach Begutachtung durch den Filmbeirat zur Äuffüyrung wieder zugelassen. Auf Grund der Londoner Stadtratswahlen kann es als sicher gelten, daß die Labour-Party in der Stadtverwaltung Londons drei weitere Jahre am Ruder bleiben wird. Die Labour-Party hat 54, die konservative städtische Reformpartei hingegen nur 40 Sitze erhalten. Im alten Stadtrat waren 69 Labour-Abgeordnete und 55 Abgeordnete der städtischen Reformpartei. Die restlichen 30 Ergebnisse werden erst am Freitag bekannt werden. Eine Aufnahme des nationalspanischen Staatschess General Franco mit seiner Gattin und seiner Tochter. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die spanische Aationalregierung protestiert gegen Machenschaften an der Grenze Marokkos Eine Note an die Signatarmächte der Algeciras-Akte. könig und seinen Gouverneuren gemeinsam zu arbeiten, sondern das, was bei den Wahlen als Barlament in den einzelnen Provinzen auf den child gehoben worden ist, soll dazu dienen, die englische Herrschaft zu untergraben. Indessen, es ist immer englischer Brauch gewesen, gepjöe, nach Indien als Vizekönige Männer zu Prtöpu, die nicht nur anpassungsfähig sind, sondern auch Fingerspitzengefühl für das haben, was in Indien möglich und nicht möglich ist. Der Vizekönig, der zu der Zeit in Delhi regierte, als es sich darum handelte, die Grundlagen für das Verfassungswerk zu schaffen, nämlich Lord I r v i n , hat immer wieder darauf hingewiesen, daß die ganze Arbeit dazu bestimmt ist, Indien mit dem Britischen Reich unlösbar zu verzahnen. Die Erklärung dafür, daß außer der Labour-Regierung, die sich dazu verpflichtet hatte, auch die National- Regieruna sowohl unter Macdonald, wie unter Baldwin das Verfassungswerk für Indien vorwärts getrieben haben, wird wohl darin zu suchen sein, daß in Indien eine Verlagerung der Gewichte möglich ist, mit der die englische Regierung rechnet und fertig werden zu können glaubt. Diese Verlagerung besteht darin, daß die Unausgeglichenheit des Landes eine st raffe Zügelführung erfordert, keine Diktatur, aber einen harten Imperialismus. Wir sehen heute schon, daß sich die Wahlen auf die elf Provinzen beschränkt haben, daß es ferner nur ein geringer Teil der Bevölkerung ist, der das Wahlrecht erhalten hat. Endlich aber die Kongreßpartei, die das ganze Land in die Wirbel der Erneuerung drängen will, ist nicht nur taktisch, sondern auch grundsätzlich gespalten. Dem Feuerkopf Nehru stehen andere Männer gegenüber, die bereit sind, mit der englischen Regierung zu arbeiten, angeblich deshalb, um durch diese Taktik die englische Herrschaft aus den Angeln zu heben. Ueber das alles sind die Engländer sehr gut unterrichtet, wissen auch, welche Gegenzüge notwendig sind. Für die englische Herrschaft kommt vornehmlich in Betracht, daß der Gegensatz zwischen Hindus und Mohammedanern unüberbrückbar ist, deshalb also auch ausgespielt werden kann. Eine Lockerung der englischen Herrschaft würde zu Bürgerkriegen führen, wie in China. In China ist Marschall Tschiangkaischek ursprünglich von kommunistischen Auffassungen ausgegangen, um dann erleben zu müssen, daß sich mit Moskau wohl ein Reich zugrunde, aber nicht aufrichten läßt. Wie wenig die englische Regierung daran denkt, das Verfassunhswerk und damit Indien den Nationalisten zu überlassen, geht schon daraus hervor, daß sich London sowohl die Außenpolitik wie die Verfügung über die Wehrmacht vorbehalten hat. Es ist wenig Aussicht vorhanden, daß in absehbarer Zeit die Verwaltung ausgewechselt werden kann, d. h. daß die englischen Beamten etwa indischen Beamten das Feld räumen. Der Verwaltungsdienst sowohl wie der Militärdienst verschlingen beträchtliche Summen, die bisher wenigstens fast ohne Ausnahme aus England gefloßen sind. Im Zuge der englischen Aufrüstung ist ja vorgesehen, neue Flugplätze anzulegen, sowie die Luftwaffe zu verstärken; was indessen nicht nur für England selbst gilt, sondern vor allem der Sicherung seiner wichtigsten Kolonien. Außer in Singapore, das beträchtliche Seekräfte aufnehmen kann, werden wir wohl sehr bald erfahren, daß große Flugplätze auf dem Wege nach Indien und in Indien selbst in Ausführung sind. Die Kolonialpolitik Englands rechnet das Flugzeug heute zu der sichersten Waffe für die Verteidigung des all- britifchen Reichs. Englands Heer gleichfalls beträchtlich verstörst. Der neue Voranschlag von rund einer Milliarde RM. London, 4. März. (DNB.) Der Haushaltsvoranschlag für die Armee für das Jahr 1937/38 stellt sich auf 63,1 Millionen Pfund (757,2 Millionen Reichsmark-, also um 7 Millionen Pfund höher als im Vorjahr. Der Voranschlag für 1936/37 ist um 6,6 Millionen Pfund durch Nachtragshaushalte erhöht worden, so daß die tatsächliche Erhöhung gegenüber 1936 13,839 Millionen Pfund Sterling beträgt. Der Kriegsminister beabsichtigt, noch rund 19 Millionen Pfund (228 Millionen Reichsmark) anzufordern für Ausrüstung und Fabrikanlagen. Die Gesamtausgaben für die Armee werden sich somit auf 82,2 Millionen Pfund (986,4 Millionen Reichsmark) stellen, die höchste seit 16 Jahren. Die Stärke der regulären Armee wird mit 168 900 Mann angegeben, gegenüber 158 400 im Vorjahre und 168 400 im Jayre 1914. Die Vermehrung des Personals wird besonders auf die Errichtung von vier neuen Jnfanteriebatail- Ionen, die Vergrößerung des Tankkorps und der Luftabwehr zurückgeführt. Mehrere Regimenter werden noch mechanisiert werden, darunter fünf Kavallerieregimenter. Bei der Feldartillerie hofft man die Mechanisierung beenden zu können. Für den Neubau von 14 Munitionsfabriken sind insgesamt rund 16,2 Millionen Pfund vorgesehen (rund 10 Millionen mehr als im Vorjahre). Die Armeereserve, die 121 900 Mann Ende 1936 betrug, wird auf 131 500 Mann erhöht. Ferner steht eine Ersatzreserve von 21130 Mann zur Verfügung. Die K r i e g s st ä r k e der englischen Armee stellt sich also auf rund 300 000 Mann, wobei die ,Heimatarmee" von rund 141000 Mann nicht berechnet ist, von der indischen Armee und den Armeen der Dominien völlig zu schweigen. Der bolschewistischen Tyrannei entronnen. Zivil und Milizen laufen über. Toledo, 5. März. (DNB. Funkspruch.) In Toledo trafen 50 Zivilisten mit Frauen und Kindern ein, die die nationalen Linien an der Toledo-Front überschritten hatten. Sie erklärten, daß sie das Leben in den von den Bolschewisten terrorisierten Dörfern nicht mehr länger aushalten konnten. Die Bolschewisten „beschlagnahmten" sämtliche Nahrungsmittel und ließen der Zivilbevölkerung nicht einmal das allernotwendigste zum Leben. Washinaton, 5. März. (DNB. Funkspr.) Am 4. März 1933 trat Roosevelt sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten an. Zur Erinnerung an diesen Tag versammelten sich die Parteigenossen Roosevelts in allen Städten der Vereinigten Staaten, um den Wahlsieg zu feiern. Roosevelt hielt eine Rundfunkrede, in der er u. a. ausführte, daß der 4. März 1933 den Tod einer Aera und die Geburt einer neuen Epoche bedeutete. Er beabsichtige, im Januar 1941 zurückzutreten, aber er wolle seinem Nachfolger bann ein Land übergeben, das wohlhabend fei, im Frieden mit der Außenwelt lebe und klares Verständnis für die Machtbefugnisse habe, mit denen es für die Wohlfahrt des ganzen Landes sorgen könne. Das Land brauche eine starke Zentralregierung und die Möglichkeiten, tiefgreifende nationale Probleme , bald zu lösen. Alle bisherigen Maßnahmen feien handeln. Generalmajor Tbomsen. Zu seinem 70. Geburtstage am 10 März. Generaloberst Göring, der Schöpfer der neuen Luftwaffe, hat an dem neuen Reichsluftfahrtmini' fterium eine Reihe von Reliefs anbringen lassen, in denen große deutsche Soldaten dargestellt sind. In diesen Darstellungen findet sich auch das Relief des Generalmajors Thomsen, dem die deutsche Luftwaffe im Weltkriege ungemein viel zu verdanken hat. Thomsen, der als Oberst Chef des General st abes beim Kommandeur der Flieger war, hat im Dritten Reich noch eine nachträgliche Ehrung erhalten, indem er, der heute seines Augenlichts beraubt ist, zum Generalmajor ernannt wurde. Seine Kriegserfahrungen hat dieser selbstlose Offizier auch der neuen Luftwaffe zur Verfügung gestellt, und es ist deshalb nicht mehr als recht und billig, dieses Mannes an feinem siebzigsten Geburtstage zu gedenken, den er am 10. März 1937 feiert. Wer die Tätigkeit und die Erfolge des Generals Thomsen würdigen will, der muß sich daran erinnern, daß wir nur mit schwachen fliegerischen Kräften in den Krieg eintraten, und daß um die Jahreswende 1914/15 die Ungleichheit im Luftkampf allmählich eine schwere Krisis unserer Fliegertruppe herbeiführte. Frankreich erntete damals die Früchte einer zielbewußten Vorarbeit für die Kriegsaufgaben der Luftwaffe. Die französischen Kampfflugzeuge brachten unseren Aufklärungsflugzeugen so schwere Verluste bei, daß die Durchführung von Fernerkundungen, ja sogar von taktischer Nahauf- Körung zur Seltenheit wurde. In seiner Geschichte der Luftwaffe hat Oberst FreiherrvonBülow auf diese Dinge eindringlich hingewiesen. Gegen Ausgang des Winters 1914/15 begann die deutsche Fliegertruppe sich wieder vom Tiefstand ihrer Unterlegenheit gegenüber dem Feinde zu erheben. Vielfache Erfahrungen auf taktischem und technischem Gebiet hatten die Grundlagen für eine umfassende Umgruppierung der Fliegertruppe geschaffen. So kam dann endlich Mitte März die dringend erforderlich gewordene Reorganisation der Luftstreitkräfte zur Durchfüh- rung. An die Spitze dieser Luftstreitkräfte wurde als Feldslugchef der damalige Major Thomsen berufen, der wie kein zweiter geeignet war, diese außerordentlich schwere Aufgabe zu übernehmen. Ihm zur Seite stand als beratender Fachmann Major Siegert. Dem harmonischen Zusammenklang dieser zwei Männer hat H. A r n b t in seiner Festschrift zu Ehren bes zwanzigsten ©rünbungs- tages der Fliegertruppe trefflichen Ausdruck verliehen: „Thomsen, mit den Gedankengängen des Großen Generalstabes hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Flugwesens vertraut, und durchdrungen von der Bedeutung und Zukunft der neuen Waffe, ging sogleich mit starker Hand, ungewöhnlicher Schaffenskraft und organisatorischem Weitblick an die Arbeit, um im Frieden Versäumtes nachzuholen. An Siegert, dem alten Friedensflieger vom Straßburger Bataillon fand er eine wundervolle Ergänzung. Phantasie auf der einen, nüchternes Wägen auf der anderen Seite, formten nun die Waffe, die dem Krieg ein neues Gepräge geben sollte." Beiden Männern verdankt die Fliegertruppe in der gleichen Weise ihr Entwicklung. Dem neuen Feldflugchef stand eine riesige Aufgabe bevor. Er mußte zuerst eine völlige Neugliederung sämtlicher Fliegerverbände in Front und Heimat vornehmen, ferner war eine scharfe Aufgabentrennung der Fliegerwaffe in Aufklärung und Kampf durchzuführen und endlich mußte der erforderliche Nachschub sicher- gestellt werben. Die neue Luftwaffe wuchs im Laufe des Krieges immer mehr an, ihre Aufgaben und ihre Bedeutung steigerten sich. Das sprunghafte Anwachsen der Fliegertruppe hatte in dem immer weit vorausdenkenben Feldflugchef bereits Ende 1915 ben Plan heranreifen lassen, sämtliche zur Luftwaffe gehörigen Formationen in erweitertem Rahmen zu einem Wehrmachtsteil neben Heer und Marine, zu einer selbständigen deutschen Luftmacht zusammenzuschließen. Die Oberste Heeresleitung verhielt sich diesem umstürzlerischen Gedanken gegenüber vorläufig ablehnend. Thomsen aber hielt an seiner Idee fest und legte ein umfassendes Reorganisationsprogramm vor, das bann auch angenommen würbe. Am 8. Oktober 1916 erging bie Allerhöchste Kabinettsorder, baß alle Luftoerbände in einer Dienststelle zu vereinigen wären. An die Spitze ber nunmehr geeinigten Militärluftfahrt trat ein „Kommandierender General der Luft- ftreitfräfte" in ber Person bes Generalleutnants von Hoeppner, ihm zur Seite als „Chef bes Generalstabes" der bisherige Feldflugchef Oberst Tbomsen. Aus bie-fer Darstellung ist schon zu ersehen, daß Thomsens Gedanken über den Krieg hinaus i n ber neuen Luftwaffe eine neue Ausprägung erfahren haben. Die Luftwaffe ist dritter selbständiger Wehrmachtsteil geworden, so wie es Thomsen im Weltkriege vorgeschwebt hatte. Auf Grund der damaligen Erfahrungen ist weiter gebaut worden, und so hat auch der General Thomsen, wie an seinem 70. Geburtstage festgestellt werden darf, an der Schöpfung der neuen Luftwaffe feinen ideellen und praktischen Anteil. Das wiedererstarkte Deutschland wird ihm dafür stets dankbar sein. Kommunalpolil'sche Schulung. Nationalsozialistisches Beamtentum in den Gemeinden. NSG. Im Gebäude der bisherigen Gauführerschule in Frankfurt a. M. wurde die kommunal- politische Schule des Gaues Hessen-Nassau durch den Gauleiter eröffnet. Bürgermeister Linder wies darauf hin, daß in 56 Lehrgängen bisher bereits 1750 Teilnehmer die Schulung des Amtes durchlaufen haben und dankte dem Gauleiter, dessen Maßnahmen die Einrichtung bes Schulungsbetriebes unb nun auch das neue Heim verwirklichten. Gauleiter Sprenger wies auf die Bindung ber Perfonalpolitik an die bestimmende En Scheidung ber Partei hin. Durch biese Tatsache, bie in ber Reichsgemeindeorbnung rechtlich verankert ist, hat der Nationalsozialismus heute auch die Führung in den Gemeinden. Dabei muß stets jene Wechselwirkung bedacht werden, nach der Die Partei in der Bevölkerung für die Resonanz der Maßnahmen ber Verwaltung zu sorgen, die Verwaltung aber auf die berechtigten Forderungen des praktischen Lebens Rücksicht zu nehmen hat. Besonders in dieser Hinsicht ist die Schulung der Beamten zu Männern des nationalsozialistischen Geistes und Handelns von ungemeiner Bedeutung. Die Nachwuchsschulung hat die Aufgabe, den Begriff des „Verwaltungsbeamten von Gottes Gnaden" durch das Vorbild des Nationalsozialisten zu ersetzen, der nicht im toten Buchstaben, wohl aber im tätigen Leben des Volkes seine Grundlage sieht. In solchem Geiste wird auch die kommunalpolitische Schule den Willen des Führers erfüllen. Bürgermeister Linder versicherte, daß die Verwaltungsbeamten stets die Verbindung zum Leben sucken werden. Der Erfolg der Kommunalpolitik in unserem Gau äußere sich in der Tatsache, daß im Lande Hessen 90 v. $). der Gemeinden ausgeglichene Haushalte besitzen. Wenn 1933 die Situation ein genau umgekehrtes Verhältnis vorwies, so erkennen wir daran nicht nur den Erfolg, sondern auch die Pflicht, weiterhin für das notwendige geistige Rüstzeug zu sorgen. wurden an den ersten beiden Volkstagen einmal 10 000 und einmal 12 000 Besucher mehr gezählt als an den gleichen Dolkstagen des Vorjahres! Gewaltig ist auch oas Interesse und der Besuch aus dem Ausland: Waren es bisher hauptsächlich ausländische Pressevertreter und Fachleute, die von der größten Automobilschau Europas angezogen wurden, so sind es nun schon große Gruppen aus unseren Nachbarländern, einige auch aus Uebersee, die zahlreich nach Berlin kamen. Der Veranstalter konnte bisher 3750 ausländische Gäste begrüßen. Ausfallend stark ist in diesem Jahr das große Interesse und die Besucherzahl von Frankreich mit 28 Autoindustriellen an der Spitze. Diesem äußeren Erfolg entspricht auch das geschäftliche Ergebnis. Soweit es sich bisher übersehen läßt, haben zahlreiche Fabriken so viele Aufträge erhalten, Daß ihre Fabrikation auf lange Sicht vollkommen gedeckt ist. Manche Aussteller erklären, daß sie seit zehn Jahren keine so großen Abschlüsse mehr getätigt haben, wie bei der diesjährigen Ausstellung. Besonders auffallend ist das große Geschäftsinteresse desAuslandes,die getätigten Ausfuhrabschlüsse erreichen noch nie dagewesene Ziffern. Wie sieht es in derWirtschast aus? Die Geschäftstätigkeit auf der Leipziger Technischen Messe hat am Donnerstag den Höhepunkt erreicht. Dom frühen Morgen an setzte an sämtlichen Ständen die Abschlußtätigkeit ein. Den Hauptteil dsr ausländischen Käufer stellen nach wie vor Großbritannien und Frankreich, dann folgen Südosteuropa, Polen, Italien und Skandinavien. Jetzt tätigen auch die Besucher aus den überseeischen Ländern, besonders auch Südamerika und Ostasien, in größerem Umfange Bestellungen. Ihr Interesse erstreckt sich vor allem auf die Baumesse und die Werkzeugmaschinen- und P h o t o m e s s e. Bei den Maschinenfabriken wurde durch die Menge der Aufträge die Grenze der Leitungsfähigkeit erreicht, weshalb weitere Bestellungen abgelehnt werden müssen. Auch die Photomesse latte sehr erhebliche Verkäufe zu buchen. An Ausländern waren hier besonders Franzosen und Engländer am Markt. In der Innenstadt war das Geschäft weiter recht lebhaft. Die Meßgruppe für Sport- artikel, Möbel und .Textilien hatte bis zum letzten Augenblick ein so flottes Geschäft, daß kein Aussteller darauf verfiel, etwa vorzeitig einzupacken. Auf der M ö b e l m e s s e liegen die Umsätze schätzungsweise um 40 v. H. über dem Vorjahr: die Aussteller erwarten auf Grund des außerordentlich lebhaften Interesses ausländischer Besucher eine gute Nachwirkung auf dos Exportgeschäft. Den größten Anteil an den Verkäufen dürften die Polstermöbel, den geringsten die Korbmöbel hoben. Die Aussteller sind im allgemeinen sehr zufrieden. Anstelle der technischen Spielereien, die in früheren Jahren als Neuheiten auftauchten, wurde diesmal eine Reihe praktischer technischer Einrichtungen gezeigt, die im Gegensatz zu früher auch an qualitativ guten Möbeln angebracht war. Auch in der Sportartikelmesse wurde ein Fortschritt gegenüber dem Vorjahre festgestellt, der neben der Rolle des Sportes in der körperlichen Betätigung der Jugend vor ollem auch der Werbewirkung der Olympischen Spiele zugeschrieben wird. Man nimmt in Ausstellerkreisen an, daß die Umsätze diesmal etwa 20 v. H. größer waren, als zur letzten Frühjahrsmesse. Die Nachfrage erstreckte sich vor allem auf Lederartikel und Bekleidungsgegenstände. Auf der Textil- und Bekleidungsmesse machte sich starkes Kaufinteresse bemerkbar, das sich z. B. auf Strickwaren und Lederbekleidung, auf Sport- und Oberhemden, aber auch auf Teppiche, Damen-Oberkleidung und Strümpfe bezog. Die vergangenen Tage führten nicht nur dazu, eine schöne Zahl von Auslandbestellungen hereinzubrinaen, sondern auch zu zahlreichen neuen Geschäftsverbindungen mit dem Auslande. Durchweg wurden auskömmliche Preise gefordert und bewilligt, wenn auch das Ausland gelegentlich zu drücken versuchte. Die Zahl der Besucher war ebenso wie die der Aussteller noch stärker angestiegen als bisher. Gegen 8000 Aussteller 1936 wurden dieses Mal 8900 gezählt. Davon waren 914 Ausländer gegen 500 1936. Unter den 250 000 Besuchern wurden 3 3 0 0 0 Ausländer gezählt. Diese friedliche wirtschaftliche Verbindung auf der Leipziger Messe zwischen Vertretern fast aller Länder der Erde zeigte deutlicher als es wohlklingende Worte zu tun vermögen, den letzten und tiefsten Sinn des Wirtschaftslebens nach deutscher Auffassung: Friedliche Zusammenarbeit zwischen den Völkern. Die Internationale Automobil- und Motorradaus st ellung stellt einen gewaltigen Fortschritt nicht nur für die Motorisierung Deutschlands und einen durchweg glänzenden Erfolg für die Aussteller, sondern auch einen starken Impuls für das ganze deutsche Wirtschaftsleben dar. Der diesjährige Termin der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung ist schon deshalb besonders günstig, weil er sich mit dem der Leipziger Mustermesse ergänzt, so daß diese beiden großen deutschen Ausstellungen sich gegenseitig dadurch sehr belebten, daß sehr viele Automobilausstellungsbesucher auch einen Abstecher nach Leipzig machten und umgekehrt viele Gäste der Leipziger Messe die Gelegenheit benutzten, auch die Autoschau zu besichtigen. Schon lange vor Beginn der Ausstellung waren fast sämtliche Berliner Hotels bis auf das letzte Zimmer und auf den letzten Platz ausver- kauft. Die gleiche Belebung wirkte sich auf das gesamte Berliner Gaststättengewerbe sowie sämtliche Vergnügungsstätten usw. aus. Gewaltige Ausmaße nahm der Verkehr an: Bisher wurden allein 176 Sonderzüge aus dem Reich und aus dem Ausland durchgeführt, die teilweise Besetzungen bis zu 1200 Personen aufwiesen. Außerdem kamen noch 279 Omnibusse mit einer Durchschnittszahl von 32 Fahrgästen und Tausende von Personenkraftwagen und Krafträdern. Hieraus erklärt sich auch der gewaltige Besuch der Ausstellung. Bisher wurden 560 000 Besucher gezählt, wobei zu bemerken ist, daß durch die eingeschalteten Käufertage mit erhöhtem Eintrittspreis der Besuch absichtlich gedrückt wurde, um dem ernsten Interessenten Gelegenheit zu geben, die Fahrzeuge genau zu besichtigen. Niemand hätte es für möglich gehalten, daß die vorjährige Besucherzahl noch überboten werden könnte; und trotzdem Zur ersten Röstwoche des Gebieies Heffen-Aaffau Von Äannführer Stänke, Schulungsleiier des Gebieies Heffen-Naffau. NSG. Im Monat März gibt die Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau den Erweis für ihre Gestaltungs- und Leistungskraft. In einer großen Ausstellung bringt sie die Schau dessen, was deutsche Jugend heute bereits vermag. Zugleich findet sie sich in der Rüdesheimer Jugendherberge zu einem kulturpolitischen Arbeitslager zusammen, um die Träger der Kultur- und Schulungsarbeit des gesamten Gebietes für die kommenden Arbeiten mit neuem Wissen zu versehen. Wir haben für diese Form des Lagers kein besseres Wort als „R üstwoch e" finden können. Ausgehend von der Erkenntnis, daß das Lager nicht die Studierstube und das Erlebnis in der Gemeinschaft nicht den Fleiß des Einzelnen ersetzen darf, bemühen wir uns, die Träger der praktischen Arbeit in die Nähe der Männer aus Kunst und Wissenschaft zu bringen, die berufen sind, an einer neuen Kulturgesinnung entscheidend und bestimmend mitzuwirken. Zugleich sprechen wir damit wieder die Totalität aus, die maßgeblich ist innerhalb unferetf gesamten Erziehung und auch auf den einzelnen Sachgebieten Geltung haben muß. Wir wollen also nicht „aus- rid)ten'>, wir wollen auch nicht geistig uniformieren, sondern dem einzelnen das zuteil werden lassen, was er auf Grund seiner Anlagen bewältigen kann und für die praktische Arbeit notwendig braucht. Die Wahl unserer Mitarbeiter mag zeigen wie ernst und groß das Bemühen um Klarheit und Eindeutigkeit ist, wie wir uns auch bewußt von der schönen Rede und Phrase absetzen, um im Dienste der Mannschaft auch die geistige Zucht zu pflegen. Nun wird die Frage kommen: Darf es ein Anliegen der Hitler-Jugend sein, sich um große kulturpolitische Fragen, und überhaupt um wissenschaftliche Fragen zu mühen? Wie notwendig diese ernste Beschäftigung ist, wixd nur der vollauf begreifen und verstehen, der selbst einmal in einer Formation gestanden hat und vor allem nur der, der die Sorge um diese Dinge innerhalb nationalsozialistischer Einheiten kennt.' Wir wollen aus dem HJ.-Führer keinen Wissenschaftler, wohl aber einen Wissenden machen, lieber Kundgebung und Aufmärsche hinaus brauchen wir das Lager, das sich der ernsten und auch schwierigsten Fragen des Volkslebens annimmt. Wir wollen hier nicht experimentieren und keine „Lösungen" erfinden, wir wollen den G e i ft aufgeschlossener und bereiter machen. Und nicht zuletzt ist es ein dringendes Erfordernis, daß Führer, die draußen „an der Front" im angespannten Dienst stehen, von Zeit zu Zeit gestärkt werden in der Gewißheit, daß das Ringen um die Werte und Zeugnisse deutschen Geistes nicht ihn allein bewegt, sondern zutiefst alle lebendigen und aktiven Kräfte erfaßt. Sodann ist es nötig, daß die Träger der Schu- lungs- und Kulturarbeit innerhalb unseres Gebietes einmal ihre scheinbar kleine Arbeit in Beziehung stellen zu dem, was uns Köpfe aus Wissenschaft und Kunst sagten bzw. noch zu sagen haben. Wir wollen rüsten, wir wollen unsere Führer fähiger machen und sie in dem Bewußtsein stärken, daß die Erhärtung und Erhöhung unserer geistigen Arbeit nötiger ist denn je zuvor. Wir haben den Auftrag wenngleich nichts Endgültiges, so doch Entscheidendes für die Zeit zu sagen, und stehen im Dienste einer Idee, die wir gestalten wollen. Kinobegeisterung in Südamerika. Deutsche Wertarbeit seht sich durch. - Ununterbrochen Programmwechsel. Bewunderung für unsere Wochenschauen. Der deutsche Diplom-Ingenieur Kogl (Klangfilm) ist monatelang kreuz und quer durch alle Länder Südamerikas gereift, um die südamerikanischen Filmverhältnisse zu studieren und nach Möglichkeit die Länder unter der Tropensonne mehr und mehr für die deutsche F i l m i n d u st ri e zu erschließen. Soeben nach Berlin zurückgekehrt, gibt er ein anschauliches Bild davon, was er gesehen, erlebt und erfahren hat. Es muß vorausgesetzt werden, daß der gesamte südamerikanische Filmmarkt zunächst einmal von der Filmindustrie der Bereinigten Staaten beherrscht wurde und zum großen Teil noch fast ausschließlich beherrscht wird. Die deutsche Filmindustrie hatte also von vornherein in Südamerika Pionierarbeit zu leisten. Es ging darum, die Filmtheaterbesitzer von der Güte und Leistungsfähigkeit deutscher Apparaturen und Projektoren zu überzeugen. Wenn 1936 dann in nennenswertem Maße deutsche große Apparaturen für Tonfilm, kleinere Apparaturen in einer Reihe von repräsentativen südamerikanischen Kinos eingebaut werden konnten, so ist das ein Zeichen für die Güte deutscher 3ni)u ft rie arbeit. In Südamerika gibt es weit über hundert Kinos, die bis jetzt mit deutschen Tonfilmapparaten ausgerüstet sind, während die deutschen Projektoren — anerkannt' als die besten der Welt! — teilweise den südamerikanischen Markt, so in Brasilien, vollständig beherrschen. Genau wie die technische Industrie kämpft auch die deutsche Filmproouktion selbst um den süd- amerikanischen Markt. Hier sind die Verhältnisse schon schwieriger; einmal, weil die Südamerikaner fast ausschließlich den reinen Unterhaltungsfilm bevorzugen, und dann, weil Filme mit einkopierten Titeln ziemlich schwer absetzbar sind. Auch ist die Zahl der Filmtheater, die sich in den Händen der großen amerikanischen Filmherstellungsfirmen befinden, außerordentlich hoch. Um ein Beispiel zu nehmen: In Chile, das keine nationale Filmproduktion besitzt, beläuft sieh der Anteil der europäischen Filme auf rund 30 vis 35 v. H., von denen wiederum 10 bis 15 v. H. deutsche Filme sind. Die aufgeführten deutschen Filme sind in erster Linie Lustspiele und Operetten. Man muß die Kinoverhältnisse in Südamerika betrachten, um sich ein umfassendes Bild machen zu können. Das kinofreudigste Land Südamerikas ist Argentinien. Es gibt in Buenos Aires ein richtiges Ktnoviertel. Da liegt Haus an Haus ein Kino, da tanken Nacht für Nacht die Reklamefeuer der Kinos über den Straßen, da gibt es drei Hauptfilm e in einem Programm. Dan kann man hintereinander Clark Gable in einem, Dolores bei R i o in einem zweiten und Greta Garbo in einem dritten abendfüllenden Film sehen. Wenn man um neun Uhr ins Kino geht, kommt man zwischen zwölf und eins wieder heraus. Es gibt auch international gemischte Programme, einen deutschen, einen französischen, einen amerikanischen Film. Es gibt keine Serienvorführungen, sondern ununterbrochen Programmwechsel — bis zu siebenmal in einer Woche! In den meisten südamerikanischen Ländern gibt es Parkett und Galerie. Die Preise im Parkett sind gleich, ob einer in der ersten oder in der dreißigsten Reihe sitzt. In Santiago de Chile gibt es allein neun große Kinos mit 1500 bis 2000 Plätzen in jedem Kino. Die zweite Galerie, eine Art zweiter Rang, hat nicht immer hölzerne Klappstühle, sondern oft einfach nur Stufen, auf denen dann so viel Besucher sitzen können, wie eben Platz finden. Die zweite Galerie forgt auch meist für „Kino im Ki n o". Wenn der Film reißt, wird nicht bösartig, aber sehr laut gejohlt, gepfiffen und gebrüllt, wenn ein Darsteller nicht gefällt, wird er durch die Stegreifconference der zweiten Galerie verhöhnt. Ja, und das ist bereits als grundsätzlicher Gegensatz zur europäischen Filmbetrachtung festzustellen. Der Südamerikaner geht ausschließlich des Darstellers wegen in einen Film. Es gibt Joan - Harlow - Gemeinden, Greta - Garbo - Klubs, Clark-Gable-Kränzchen usw. Diesen Schwärmern und Schwärmerinnen ist es völlig gleichgültig, ob der Film gut oder schlecht ist, die Hauptsache ist und bleibt: der Liebling spielt — und spielt so, wie man es von ihm erwartet! Jedes Kino in Südamerika hat eine Bar, damit keiner der Anwesenden in die Gefahr des Verdurstens kommt. Jedes Kino wird mit einem gewissen Prunk ausgeftattet. Der ungeheure Verbrauch und 'Bedarf an Filmen bringt es häufig mit sich, daß für vier Theater, die am gleichen Abend, nur zu anderen Zeiten, den gleichen Film spielen, nur eine einzige Kopie da ist. Diese Kopie wird dann von einem „fliegenden" Radfahrer von Kino zu Kino, von Vorstelluna zu Vorstellung gebracht. Fällt der Radfahrer auf Die Nase oder platzt ihm ein Schlauch, dann müssen die Besucher eben warten. Das tun sie allerdings meist in bewundernswerter Geduld. Eine bedeutsame aufklärende Aufgabe in Südamerika kommt der deutschen Wochenschau zu. Als man drüben in der Wochenschau die deutschen Autobahnen zum erstenmal sah, brach ein frenetischer Beifall los; wenn das Luftschiff „Hindenburg" zu sehen ist, wenn sie im Bild den 1. Mai, den fröhlichen Feiertag des deutschen Volkes, mit- erleben können, dann geben die südamerikanischen Kinobesucher ihrer ehrlichen Bewunderung stürmischen und lauten Ausdruck. Eines haben alle süd- amerikanischen Länder miteinander gemeinsam: die Kinofreudigkeit. Kunst und Wissenschaft. Der Führer im „Rosenkavalier" in der Münchener Sfaafsoper. Die zweite Aufführung der Neuinszenierung des „R o s e n k a v a l i e r s" Der Münchener Staatsoper erhielt ihre besondere Bedeutung durch die An« Wesenheit des Führers, der bei seinem Erscheinen in Der großen Mittelloge von dem bis auf den letzten Platz besetzten Haus mit erhobener Rechten begrüßt wurde. In der Begleitung des Führers befanden sich Botschafter von Ribbentrop, Obergruppenführer Brückner und Reichspressechef Dr. Dietrich. Ferner waren anwesend Reichsstatthalter General Ritter von Epp und der stellvertretende Gauleiter Nipp old. Die glanzvolle Ausführung der Strauß-Oper unter Leitung von Generalmusikdirektor Clemens Krauß fand schon nach dem ersten Akt starken Beifall, der sich nach Schluß der Vorstellung zu begeisterten Ovationen für Krauß und die Träger der Hauptrollen Hildegarde Ranczak, Viorica Ursuleac, Adele Kern, Ludwig Weber und Georg Hann sowie für den Regisseur Rudolf Hartmann gestaltete. Minutenlang jubelten die Besucher dem Führer zu, der diesen festlichen Abend, der von dem hohen Stande des Münchener Theaterlebens zeugte, in ihrer Mitte verlebt hatte. Erzählerpreis der „neuen linie“. Der Erzähler-Preis der „neuen linie" wurde für 1937 in Hohe von 3000 RM. durch die Preisrichter Werner Beumelburg, Paul Fechter, Helene von Nostitz, Wilhelm von Scholz und Bruno E. Werner verteilt. Die sechs Preisträger werden im März-Heft vorgestellt: Eugen Roth (München), August S ch o l t i s (Berlin), Hubert Mumelter (Innsbruck), Carl Stephen son (Wien), Marianne Bruns (Breslau) und Carl H a e n s e l (Berlin). Daneben wurden Charlotte Schultz (Berlin) und Otto Völckers (München) mit Preisen für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Der Verlag zeichnete ferner durch Ankauf ihrer Arbeiten folgende Autoren aus: Angela v. Britz en (Berlin), Hans Günther (Zeitz), Ole Horn (Berlin) und Suse von Hoerner-Heintze (Görlitz). Filmvolkstag am 7. März. Im Rahmen Der Jahrestagung der Reichsfilmkammer findet am Sonntag, 7. März, ein Film- d o IE 5 t a g statt. In 2000 täglich spielenden Filmtheatern mit einer Million Sitzplätzen wird an diesem Tage eine kostenlose Filmvorstellung gegeben. Zu der Veranstaltung hat jeder Volksgenosse Zutritt, der die Druckschrift „Film und Volk" zum Preise von 20 Pfennigen an den Kassen der betreffenden Filmtheater erwirbt. Frühjahrsneuerscheinungen im Propyläen-Verlag und im Verlag Ullstein. Der Propyläen-Verlag, Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Theodor Kroger: „Heimat am Don, Roman. — Theodor Bohner: „Das Licht und sein Schatten", Roman. — Walter Vollmer: „Vor Tagesanbruch", eine Erzählung. — Josef Martin B a u e r: „Achtsiedel", Roman. — Gottfried Kölwel: „Irdische Fülle", Gedichte. — Hans Friedrich Blunck: „Nordische Welt". Der Verlag Ullstein, Berlin, kündigt an: A. E. Johann: „Pelzjäger, Prärien und Präsidenten", Fahrten und Erlebnisse zwischen Neuyork und Alaska. — A. E Johann: „Generäle, Geishas und Gedichte", Fahrten und Erlebnisse in Japan. — M. E. Junge: „Durch Urwald und Pampa". — Paul Wiegler: „Verräter und Verschwörer". Große und kleine Dramen der Weltgeschichte. — Fred Erich Uetrecht: „Jugend im Sturm". — Franz Graf Zedwitz: „Zaubervoller Balkan". — C. R. Melitta: „Die dankbaren Gartenstaugen". — Richard Maatsch: „Pflanzen für Zimmer und Balkon". — Apotheker Dr. Werner L i e - bisch: „Kräuterbuch". Aus aller Welt. Besonderer Wetterdienst für alle Reichsaukobahnen. Der Generalinspektor für Das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, hat die Nachgeordneten Stellen mit Weisungen für einen besonderen Wetterdienst der Reichsautobahnen versehen. Er verpflichtet die Dienststellen der Reichsautobahnen, von sich aus die Wetterwarten so zuverlässig und schlagfertig zu bedienen, daß, sie, was die Reichsautobahnen anlangt, tatsächlich aus erster Quelle über bestes Material verfügen. Er bestimmt, daß jeder Straßenmeister sich über die Witterungs- Verhältnisse laufend durch Mithören der Rundfunkmeldungen zu orientieren hat. Durch diesen neuen Dienst werde es möglich fein, wilde Gerüchte über Unbefahrkeit einzelner Strecken zu unterbinden. Der Generalinspektor hält es für zweckmäßig, daß die Meldung, die von den Obersten Bauleitungen täglich an die Wetterwarten gegeben wird, auch bei sämtlichen besetzten Wärterstationen und Tankstellen unter dem Kennwort „Reichsautobahnwetterdienst" aufgehängt wird. Es muß jede Betriebsstelle über den Zustand der Gesamtstrecke Auskunft geben können. Präsident Pastor Frick 60 Jahre alt. Berlin, 4. März. (DNB.) Der Präsident des Z e n t r a l a u s s ch u s s e s für d i e Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche, Pastor Constantin Frick (Bremen) begeht am 5.März seinen 60. Geburtstag. Er begann seine pfarramtliche Laufbahn an der Frauenkirche in Bremen. Nach dem Kriege übernahm er dazu noch die Leitung des Bremer Diakonissenhauses. Im Dezember 1934 wurde Pastor Frick zum Präsidenten des Zentralausschusses für Innere Mission und damit an die Spitze der gesamten evangelischen Liebestätigkeit berufen, in deren Dienst er seitdem eine weitreichende Tätigkeit entfaltet hat. Er gehört dem Führerrat des Kaiserwerther Verbandes Deutscher Diakonissenmutterhäuser und dem Vorstand des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes an. 1480 V nach bewährten Oetker-Rezepten aus „Backen macht FreudeF Preis 20 Pfg. Wo nicht erhältlich gegen Einsendung van Marken portofrei von Dr. August Oetker, Bielefeld Vom Zentralausschuß wurde dem Jubilar in Anerkennung seiner Verdienste die Wichernplakette verliehen. Der Weltrundfunkverein tagt in Berlin. Der Weltrundfunkverein, der 51 Rundfunkgesellschaften aus 39 Ländern umfaßt, hält gegenwärtig in Berlin eine Tagung ab. Der Verband wurde 1928 gegründet. Hieraus entwickelte sich die jetzige große Organisation, die alle Fragen behandelt, die zwischenstaatlich nicht geregelt werden können. Am stärksten ist der Einfluß des Vereins auf dem Gebiet der Wellenverteilung. Ihm ist es zu danken, daß überhaupt eine Einigung im Wellenchaos erzielt werden konnte. Das auf wissenschaftlicher Grundlage aufgebaute Brüsseler Kontrollinstitut des Vereins stellt eine segensreiche Aetherpolizei dar, die schon viele Senderstörunaen entdeckt und abgestellt hat. Daneben befaßt sich der Weltrundfunkverein mit der großen Zahl urheberrechtlicher Fragen. Der bedeutendste Programmpunkt der Berliner Tagung ist die Vorbereitung der im nächsten Jahre in Kairo stattfindenden Weltnachrichtenkonferenz. Auf dieser Konferenz soll der gesamte Wellenbestand neu verteilt werden. Elternsprechabende der t)3. überfüllt. Seit zwei Wochen finden im Bereiche des Jungbannes Wiesbaden Elternsprechabende statt, die von den einzelnen Fähnleinführ^rn bzw. Jungzugführern auf dem Lande durchgeführt werden. In reger Aussprache kommen hier etwa noch bestehende Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten zur Sprache. Daß diese Abende von größter Beliebtheit sind, ergibt sich daraus, daß zwei Elternabende bereits wegen Ueberfüllung geschlossen und wiederholt werden mußten. Flugzeugunglück bei Zürich. Ueber Schlieren bei Zürich führten mehrere Offiziere des Militärflugplatzes Dübendorf Uebungs- flüge aus. Dabei stießen zwei Flugzeuge zusammen und stürzten ab. Dem einen Flugzeugführer gelang es zwar, mit dem Fallschirm abzuspringen, er wurde aber von dem Flugzeug erfaßt und mitgerissen. Der andere Flieger wurde unter den Trümmern seiner Maschine begraben. Der Mörder von Schloß Holle vor Gericht. Vor dem Bielefelder Schwurgericht begann der Prozeß gegen den Mörder von Schloß Holte Robert Schöler. Der 18mal vorbestrafte Angeklagte, der 1932 nach langjähriger Zuchthausstrafe aus der Strafanstalt entlassen worden war, wandte sich nach Westfalen und verübte dort zahlreiche schwere Straftaten, darunter auch die Mordtat in Schloß Holte. Als er damals verhaftet wurde, gestand er, um die Behörden abzulenken, freiwillig 25 Straftaten, darunter einen schweren Straßenraub. Er erhielt eine langjährige Zuchthausstrafe. Inzwischen konnte soviel Material zusammengetragen werden, daß weiteres Leugnen zwecklos war, worauf Schöler gestand. Danach ist er am 8. Januar 1932 in das Gasthaus Dresselhaus in dem kleinen Ort Schloß Holte eingedrungen und hat die Kasse geplündert. Dann drang er in das Schlafzimmer der Eheleute Dressel ein. Auf den Mann schlug Schöler mit einem Hammer so lange ein, bis er leblos niedersank. Dann verletzte er die Ehefrau schwer. Auch des Gastwirts Vater wurde niedergeschlagen. Weiter verletzte der Mörder eine Hausangestellte sehr schwer durch Hammerschläge. Dann flüchtete der Unhold. Einen Toten und drei lebensgefährlich Verletzte ließ er am Tatort zurück. Aufklärung eines Mordes nach 13 Jahren. Den 1924 im Kreise Breslau an dem Oberlandjäger Günther begangenen Mord hat jetzt die Breslauer Kriminalpolizei aufgeklärt. Als Täter wurde der aus Kammendorf, Kreis Breslau, stammende Wilhelm W atzte festgenommen, der auch ein Geständnis ablegte. Im Breslauer, Neumark- ter und Schweidnitzer Kreis hatten sich in jenen Jahren organisierte Verbrecherbanden gebildet, die planmäßige Einbruchdiebstähle ausführten. Bei einem solchen Einbruch in Gnischwitz hatte eine aus neun Mann bestehende Bande vier Schweine gestohlen. Nach der Teilung der Beute wurden zwei der Verbrecher von dem Oberlandjäger Günther festgenommen. Während des Abtransportes schoß Watzke aus einer Pistole in das Gesicht des Beamten, der sofort zu Boden stürzte. Dann brachte Watzke dem Oberlandjäger noch einen zweiten Schuß in den Kopf bei. Tödlicher Unfall einer österreichischen Skifahrerin. Unweit von Kitzbühel wollte eine Gruppe von elf Skiläufern den 2000 Meter hohen Kukaser-Grat queren. Plötzlich löste sich ein Schneebrett und riß die 16jährige Tochter des Direktors des Oesterreichi- schen Kreditinstituts W e n i n a e r in die Tiefe. Obwohl die Rettungsarbeiten sofort ausgenommen wurden, konnte die Verunglückte erst am nächsten Morgen als Leiche geborgen werden. Blutige Streikunruhen in Tunis. In einem tunesischen Bergwerk in Metloui haben sich blutige Zwischenfälle ereignet. Dreizehn Tote und 16 Verletzte waren zu verzeichnen. Streikende hatten das Bergwerk besetzt. Gendarmen und Militär waren angefordert, um die Ordnung wiedecherzustellen. Die streikenden eingeborenen Bergleute empfingen die Soldaten mit Revolverschüssen. Es kam zu einem erbitterten Feuergefecht, bei dem 13 Streikende getötet und 16 verletzt wurden. Die Streikenden zogen sich darauf zurück. Die Staatsanwaltschaft hat eine Unterfuchung eingeleitet. Griechischer Pekroleumdampfer auf eine Mine gelaufen und gesunken. Der griechische Petroleumdampfer „Lukia" ist in den spanischen Küstengewässern bei Rosas auf eine Treibmine gestoßen. Das Schiff mit seiner Ladung (Benzin) geriet sofort in Brand. Einige in der Nähe befindliche Schiffe eilten dem Dampfer zu Hilfe. Von spanischen Küstenbewohnern sollen zwei Leichen und mehrere Verletzte geborgen worden sein. Es wird vermutet, daß der größte Teil der 24 Mann starken Besatzung mit dem Schiff, das nach einer Explosion sank, umgekommen ist. Genaue Angaben über die Zahl der Opfer liegen noch nicht vor. Büchertisch. — Wie habe ich meine Voranmeldungen und meine Umsatz st euer-Erklä- rung abzugeben? Don Dieter Merk. Preis 1 Mark. Verlag W. Stollfuß, Bonn. Unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Umsatzsteuer-Gesetzes hat der Verfasser in zehn Abschnitten alles dargelegt, was steuerpflichtig und was steuerfrei ist; wer die Steuer schuldet, wonach der Umsatz bemessen wird und wie hoch der Steuersatz ist. Sodann sind die wichtigen Bestimmungen über den Binnengroßhandel übersichtlich dargestellt. — Reg. - Rat I. Diakow : Der Arbeitsdienst im Rahmen der Bundesdienstpflicht in Oe ft erreich. Mit zwei Plänen und .zwei Schaubildern. Kart. 1,85 Mark. Alpenland- Buchhandlung Südmark, Graz. — (41) — Auch in Oesterreich steht die Lösung des Arbeitsdienst- problemes unmittelbar bevor. Denn neben der Bundesdienstpflicht kann der freiwillige Arbeitsdienst auf die Dauer nicht bestehen; im Budget des Jahres 1937 ist auch kein Kredit mehr für den freiwilligen Arbeitsdienst ausgeworfen. Um so erwünschter kommt gerade ein Vorschlag, wie der Arbeitsdienst in die Bundesdienstpflicht einzubauen wäre. — Professor Dr. Rudolf Albrecht: „Mein Gesundheitsbuch". Droste, Verlag u. Druckerei KG., Düsseldorf, Pressehaus. Pr. 1,50 RM. — (42) — Das ist ein Volksbuch, das in allgemein verständlicher Sprache darlegt, was man tun muß, um gesund zu bleiben und was man unterlassen muß, wenn man sich vor Krankheit schützen will. Der Ernährung, der Körperpflege, der Atemtechnik sind besonders umfangreiche Kapitel gewidmet, ebenso den Frühjahrs- und anderen Kuren, die mit den einfachsten Mitteln eine Erneuerung des gesamten Körpers herbeiführen. Dem Verhältnis von Seele und Körper zu einander ist die selbstverständliche Aufmerksamkeit gewidmet. — Kon stanze von Franken : Handbuch des guten Tons. 346. bis 350. Taufend. Halbleinen 3,50, Ganzleinen 5 Mark. Max Hesses Verlag, Berlin-Schöneberg. — (41) — Der Inhalt des in 68. Auflage erscheinenden Handbuches ist von Grund auf umgearbeitet und zeitgemäß gestaltet. Charakter und Leistung sind die beiden Grundvoraussetzungen für das Gemeinschaftsleben; aber auch die Beherrschung guter Umgangsformen ist notwendig. Hier ein nie versagender Führer auf seinem Gebiet. Kein Alter, kein Stand, keine Lebenslage ist unberücksichtigt gelassen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die derzeitige Druckoerteilung über Europa — starkes Hochdruckgebiet im Nordosten, Tiefdruckwirbel über Frankreich und dem Mittelmeer — begünstigt sowohl die Zufuhr kalter Luft aus Jnnerruß- land, als auch milder Meeresluft aus südlichen Richtungen. Das Zusammentreffen der beiden verschiedenartigen Luftströmungen über Deutschland bedingt auch bei uns Unbeständigkeit und Niederschlagsneigung. Aussichten für Samstag: Vielfach dunstig und meist bewölkt, sowie weitere Niederschläge (auch im Gebirge teilweise Regen), Temperaturen meist über 0 Grad, veränderliche Winde. Lufttemperaturen am 4. März: mittags 6,5 Grad Celsius, abends 2,2 Grad; am 5. März: morgens 1,9 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum heute nacht 1,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. März: abends 2,8 Grad; am 5. März: morgens 2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer: 4,2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bildert Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II 37: 10 933. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. 1 Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. US n ii in Gestalt bezaubernd schöner modischer Neuheiten finden die Damen auswahlreich bei 1486 A I ttr.Hen Marktplatz 9-10 Lieferungsvergebung. Für das Gerichtsgefängnis in Gießen soll für die Zeit vom 1. April 1937 bis 31. März 1938 der Bedarf an: 1498D 1. Fleisch-, Wurst-, Fett- und Backwaren, 2. Milch, 3. sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Erbsen, Linsen, Bohnen, Malzkaffee usw.), 4. Reinigungsmaterialien (Kernseife, Seifenpulver, Soda usw.) unter Zugrundelegung der Verdingungsordnung für Leistungen (DOL.) im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Weiter werden an den Meistbietenden die in dieser Anstalt anfallenden Küchenabfälle vergeben. Die Lieferungsbedingungen liegen auf der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft dahier aus. Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, kostenfrei bis Dienstag, den 16. Wärz 1937 vormittags 10 Uhr auf der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft dahier, Altes Justizgebäude, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9, nie- derzulegen. In den Angeboten sind auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen, andernfalls das Angebot unberücksichtigt bleiben muß. Die Eröffnung der Angebote findet gemäß den Bestimmungen der DOL. in nichtöffentlichem Termin statt. Wenn Bewerber bis zum 23. März 1937 nicht benachrichtigt worden sind, mußten die Angebote unberücksichtigt bleiben. Gießen, den 3. März 1937. ______________Der Oberstaatsanwalt.______________ Zwangsversteigerung. 53^36 Am Montag, dem 15. März 1937, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, die dem 1479D Kaufmann Simon Theifebach in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band XV, Blatt 728: Kr. 2, Flur I, Nr. 1159, Bauplatz in der Wehsteingasse, 111 qm, Betrag der Schätzung 1 998,— RM. Nr. 3, Flur I, Nr. 1162, hofteite, daselbst (Wehsteingasse Jlr. 21 und 25), 594 qm, Betrag der Schätzung 16 000,— RM. Nr. 9, Flur I, ftr. 11615/io, Ein- fahrt in der Wehsteingasse, 175/io qm, Betrag der Schätzung __175,— RM. Zusammen 18173,— RM. Einheitswert zum 1.1.35 16 100,— RM. Gießen, den 5. Januar 1937. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: __________Karle, Ortsgerichtsvorsteher.__________ Zwangsversteigerung. 6^36 Am Donnerstag, dem 18. Wärz 1937, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem 1478D a) früheren Rechtsanwalt Dr. Leopold üah in Gießen, jetzt in Paris (Frankreich) und b) dessen Ehefrau Jakobine Katz, geb. Grunebaum, Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Stadttheater M Heute | Samstag 20-22.15 Uhr Erstaufführung Die vier Gesellen Preise von 0.65-3.30 RM. 20-22 Uhr Zum letztenmal Kupferne Hochzeit Komödie von Rindom. Preise von 0.60-3.00 RM. daselbst, je zu % eingetragene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 78, Blatt 4523 Flur XIII, Nr. 137, Grabgarten mit Gartenhaus, am Sandkauterweg links (Heegstrauchweg Nr. 50), 2257 qm, Betrag der Schätzung 8500,—RM. Einheitswert (1.1.35) 4510,— RM. Gießen, den 26. Januar 1937. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle. Ortsgerichtsvorsteher. Der heutigen Ausgabe liegt ein Werbeblatt der Firma Srbnhhaus W a 1 d s ch m i d t Gießen, Plock- ftraße 2, bei. tieschattsörucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Sohulstr.l Gewinnauszug 5. Klosse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abtellungen I und H beiden 21. Ziehungstag 4. März 1937 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 60000 RM. 313441 4 Gewinne zu 10000 RM. 52362 218764 6 Gewinne zu 5000 RM. 148767 186370 315404 10 Gewinne zu 3000 RM. 154778 198790 249646 254391 370128 16 Gewinne zu 2000 NM. 8997 40640 78488 173919 174895 182026 224381 337178 56 Gewinne zu 1000 RM. 28267 38382 41461 44363 49935 77468 82006 82222 91858 93974 102934 125873 175925 211336 213331 220628 227961 229308 229935 237278 239250 240944 250111 253587 257802 271877 326529 389495 108 Gewinne zu 500 RM 2434 3278 4426 35917 41647 47064 55957 72713 72809 73529 81767 85922 90114 91460 95294 98429 104612 115043 119686 125466 130791 131606 141038 156890 163807 168354 168898 183290 183477 190530 195681 235295 235512 236782 249120 260164 276257 282191 282802 293019 293082 293265 313896 316022 322361 324679 326418 334842 337611 356981 377256 382808 391071 392179 360 Gewinne zu 300 RM. 6486 7329 10205 10395 22262 24870 26112 26265 28474 29674 31274 31954 32279 38899 41948 46009 47930 55633 58087 61409 65266 65317 65953 67165 70977 76320 76386 77478 77579 78441 79909 84529 84627 84952 85569 87842 88932 91066 92325 93412 94468 98229 98981 99756 102694 110361 110532 111584 115431 116164 118557 118616 118745 119750 121742 122699 124527 126897 129729 130102 132765 133436 136376 137672 138941 140280 142495 145024 146179 149983 151259 152582 155855 158612 161195 169903 174830 178535 184229 185013 185714 187106 187197 187602 187750 188575 192871 197455 198227 199796 201565 202333 205226 206396 206688 207550 207833 209381 209666 211119 212238 217564 218669 220509 221348 222692 224224 226919 230612 231949 234149 236903 237366 239723 239778 241122 242465 244722 247942 248953 249635 250038 250250 250990 251640 252795 253462 257352 260390 262375 264995 269169 270536 276492 277359 280903 281891 282613 282869 283457 294337 299333 305341 306603 309947 314226 326238 329205 334750 335513 337094 337952 341121 342275 345240 345756 352726 353168 353632 355301 355394 357711 358342 359941 359976 369031 370614 372389 375065 375182 377046 377839 380848 383559 386444 391216 394708 396036 397450 398676 ön der heutigen Nachmlttagsziehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 5000 RM. 79607 298007 8 Gewinne zu 3000 RM. 249953 251474 322014 331016 14 Gewinne zu 2000 RM. 25377 65206 95189 296432 324796 352872 383247 50 Gewinne zu 1000 RM. 13536 14798 36786 46960 71667 115590 126291 149584 154528 191587 207845 208391 209311 216148 246632 254107 275898 278877 305769 323052 325509 328002 349157 352628 353344 80 Gewinne zu 500 RM. 28615 30070 55938 85265 99066 122286 127858 131589 143667 157785 160468 166675 170531 172999 178207 196196 213717 217930 223261 227833 228201 228637 230312 259468 267963 269741 272135 284246 285363 313485 324346 332532 335244 347476 348369 357814 381208 384517 393690 397524 274 Gewinne zu 300 RM. 2811 4952 5615 6778 11928 20195 22945 28991 35573 39499 39931 44757 52837 54762 56308 60707 61067 62987 63294 66037 67942 71221 74235 78021 84418 87246 89203 90352 94280 96710 97123 98761 104746 106890 116086 129498 130626 136706 138835 141250 141898 151664 152246 155305 156417 156508 162210 163841 168247 169356 174417 175580 177122 179334 181374 192340 195992 196027 196217 196562 203572 210488 211116 212454 214462 214951 215420 219917 225466 232233 232585 232745 235272 246764 246979 247239 247888 249931 251864 251883 254598 263271 263428 264447 275303 277468 279271 281090 281348 286014 290358 292384 294933 295569 298702 301621 302643 303484 304319 306503 312757 314299 314882 325539 326802 329072 331926 332176 332615 336076 337001 339786 340801 345824 347118 348181 350762 351733 353413 357608 358491 361403 361976 363478 363788 364631 368476 369272 369904 382174 370623 393368 374506 399224 375852 380335 382133 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 50000, 4 zu je 3(000, 8 zu je 20000, 32 zu je 10000, 46 zu je 5000, 98 zu je 3000, 222 zu je 2000, 768 zu je 1000, 1248 zu je 500, 5140 zu je 300 M. | Verkäufe | Gute Sim ment. 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Liquidation 101,25 101,1 Ilse Genüsse............... 6 146 146 147 146 isoiopfe.................. 101,25 101,1 Kal! Aschersleben........... 5 138,75 138,75 138 139 L-reuergutschetn-Berrechnungskurs 110,4 110,4 110,6 110,6 Klöcknerwerke............. 4/i 124,75 124,5 124,5 125 5% Goldmexikaner von 1899 . — — — Kokswerke und Chemische Fabrik 6 144,75 144,75 4% Oesterreichische Goldrente. — — — Laymeyer................. 6 125,9 125,75 126,25 125,5 4,2% Oesterreichische Silberrente. —— — — Mainkraft.................. 4 94,25 94,75 — 4/2 Ungarn Staats von 1913 . — — Mannesmann.............. 3 119,25 119,25 118,75 119,25 4% Ungarische Goldrente .... —— _ — Mansfelder Bergbau....... Ü'/r 155,25 155 155,75 155,75 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 —— e— — Metallgesellschaft............ 5 152 153,75 152 153,25 6% Rumänen von 1903...... — — —— Orenstein & Koppel......... O 91 91 4/2% Rumänen Gold von 1918.. —— —— - - Rheinische Braunkohle....... 12 229 227,5 227,5 227 4% EtnheitS.Rumänen...... — — — Rheinische Elektro........... 6 133 135,5 135,5 4% Türken Bagdad l........ —— —— _ Rhetnstahlwerke............. 6 156,5 157 156,4 156,75 4% Türken Bagdad II....... — — _ Rheinisch-Westfälische Elektro . 6 133 132,5 132 132,75 2 >/4% L Anatolier........... — _ — Rütgerswerke.............. 6 146 143,75 145,25 144 A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg-Amerika Paket......O Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Wt. 7 129,5 17,25 17,25 124,65 131 16,75 17,65 124,75 129,4 43,25 17 17,5 124,65 130,75 42,25 16,9 17,25 124,7 Salzdetfurth Kali.......... Schuckert & Co.............. Schultheis Patzenhofer....... Siemens & Halske.......... Süddeutsche Zucker.......... Vereinigte Stahlwerke...... 1V1 6 4 8 10 3/7 182 164,5 196 201 120 182,5 164,75 196 201 121,25 182 164,5 95,25 195,25 119,75 182,5 165 94,9 195,75 200,5 121,25 Netchsbaiu................. 12 190,5 191,5 190,25 192,75 Westdeutsche Kaufhof........ 0 59,25 59,25 59,13 59,4 Berliner Handelsgesellschaft .. 6 —— 131,25 131,5 Westeregeln Alkali........... 5 136,25 136 136 135,75 Commerz- und Privat-Bank.. 4 115,5 115,5 115,5 115,5 Zellstoff Waldhof........... 6 158,5 158,5 158 158 Deutsche Diskonto........... Dresdner Bank............. 4 4 118,5 105 118,5 105 118,5 105 118,5 105 Otavi Minen............... 0,6 32 32,5 31 34 Devise nmarkt Berlin — Frankfurt a. HL 3 März 4. März 3.Mä>A 4.März Amtliche 9 Geld Dotierung Bries Amtliche Notierung Geld j Bries Amtliche Notierung Geld | Brief Amlliche Notierung Geld 1 Brief Buenos Aires............. 0,748 0,752 0,747 0,751 Japan.................... 0,709 0,711 0,709 0,711 Brüssel................... 41,92 42,00 41,91 41,99 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 0,153 Oslo.................... 61,14 61,26 61,09 61,21 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien..................... 48,95 49,05 43,95 49,05 Kopenhagen............... 54,32 54,42 54,28 54,38 Lissabon.................. 11,05 11.07 11,04 11,06 Danzig................... London................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm................ 62,72 62,84 62,67 62,79 12,165 12,195 12,155 12,185 Schweiz.................. 56,77 56,89 56,77 56,89 Helstngfors................ 5,37 5,38 5,365 5,375 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.................... 1,57 11,59 136,51 11,565 11,585 Prag..................... Z ,656 8,674 8,656 8,674 136,23 136,24 136,52 Budapest................. — Italien 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork....... 2,488 2,492 2,488 2492 Kr.54 Drittes Statt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien) Kreitag, 5. März 195Z ■ Die Probleme des Fremdenverkehrs im Rhein-Wain-Gebiet. Oberbürgermeister Ritter spricht als Letter des Landesverkehrsverbandes Rhein-Main. Anläßlich der Iahreshauptversamlunq des Kur- und Verkehrsvereins Wiesbaden am gestrigen Donnerstag hielt Oberbürgermeister Ritter (Gießen) in seiner Eigenschaft als Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main in Wiesbaden einen Vortrag, in dem er sich mit dem Thema „D i c Probleme des Fremdenverkehrs im Rhein-Main-Gebiet" beschäftigte. Im ersten Teil seines Vortrages hob Oberbürgermeister Ritter hervor, daß es ein Unding sei, etwa zu versuchen, ein Land nach außen hin von dem Verkehr mit anderen Ländern und Völkern abzuschließen. Er betonte dabei: Einen solchen Standpunkt hat das nationalsozialistische Deutschland von jeher abgelehnt. Es ist vielmehr unser Bestreben, unter der Voraussetzung einer gesunden eigenen Volkswirtschaft einen regen, freundschaftlichen Verkehr mit allen Rachbarstaaten und darüber hinaus mit der ganzen Welt zu pflegen. Dabei liegt es keineswegs im Interesse unseres Volkes, durch diesen wechselseitigen Verkehr irgendwie Einfluß zu nehmen auf die innere Struktur des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens anderer Völker, sondern es liegt uns vielmehr daran, in diesem wechselseitigen Wirtschafts- und Kulturaustausch einJnstrument der friedlichen Zusammenarbeit unter den Völkern zu sehen. Der Vortragende bejahte dann mit allem Nachdruck die Notwendigkeit, die Fremdenverkehrswerbung unter stärkster Anspannung aller Kräfte durchzuführen. Denn der Fremdenverkehrswerbung komme gerade heute eine Bedeutung zu, die über den augenblicklichen wirtschaftlichen Erfolg weit hinausgehe. Er unterschied hierbei den Einfluß des Fremdenverkehrs nach außen, d. h. auf das Ausland, und nach innen, d. h. auf die Tausende und aber Tausende von Volksgenossen im eiaenen Land. Hinsichtlich der Einflußnahme des Fremdenverkehrs nach außen erinnerte Oberbürgermeister Ritter an die Lügenmeldungen in ausländischen Zeitungen, wo noch genügend Kräfte am Werk seien, die ihre einzige Aufgabe darin erblicken, Deutschland und das deutsche Volk in jeder nur möglichen Art und Weise zu kritisieren. Nur durch persönlichen Augenschein könne sich der Ausländer überzeugen, daß alle derartige Meldungen der Phantasie internationaler Hetzer entspringen, und daß das deutsche Volk in Wirklichkeit sich dem Besucher ganz anders darbietet, als es in solchen übelwollenden Auslandsmeldungen dargestellt wird. Mit Genugtuung wies der Redner auf die Tatsache hin, daß gerade d i e Ausländer, die unser Deutschland in den letzten Jahren besucht und es in seinen wahren Verhältnissen kennengelernt haben, die besten Propagandisten für unser Land geworden sind. Die besondere Aufgabe der deutschen Fremdenverkehrswerbung bestehe nun darin, die steigenden Verkehrsziffern der letzten Jahre nicht nur zu halten, sondern sie ständig zu erhöhen. Zu diesem Zwecke müssen alle Möglichkeiten für eine wirksame Fremdenverkehrswerbung unter allen Umständen ausgenuht werden. Die zahlreichen Ausstellungen, die von dem Schaf- fensdrana unseres Volkes künden, dienen in hervorragender Weise diesem Zweck. Der Vortragende erinnerte dabei an die Leipziger Messe mit ihrer umfassenden Schau deutscher Leistungen, an die Ausstellung „Schaffendes Volk" in Düsseldorf und an sonstige Veranstaltungen von internationaler Bedeutung. Im besonderen Maße werden in diesem Jahre die kulturellen Werte unseres Volkes in den Vordergrund gestellt werden, und die Fremdenverkehrswerbung wird in erster Linie darauf bedacht sein müssen, ihre Arbeit unter diesen Gesichtswinkel zu stellen und die großen kulturellen Leistungen unseres Volkes dem Interesse des Ausländers näherzubringen versuchen. Daneben werden größere sportliche Veranstaltungen und sonstige Ereignisse ihre Wirkung im Auslande nicht verfehlen. Durch eigenen Augenschein habe sich der ehrliche Ausländer davon überzeugen können, daß das deutsche Volk friedlich seiner Arbeit nachgeht und nicht im entferntesten daran denkt. Bläh, schwächlich, müde! Kinder werden durch die Wintermonate immer etwas mitgenommen. Sie sehen müde und abgespannt aus, essen wenig und gedeihen nicht recht. Geben Sie Ihrem Kinde jetzt das blutbildende Bioferrin, welches in allen Apotheken und Drogerien erhältlich ist. Bioferrin ist ein gutes Kräftigungsmittel, wohlschmeckend und appetitanregend, dabei unschädlich für Magen und Darm. Z"bX / A \ (BAYER) VE/ X^R^Z irgendwelche imperialistische Experimente zu machen. So wird sich allmählich auch im Ausland ein Umschwung in den Anschauungen über Deutschland bemerkbar machen, und damit wird der Fremdenverkehr zu einem Instrument von politischer Bedeutung. Oberbürgermeister Ritter hob dann hervor, daß nicht minder wichtig die wirtschaftlichen Auswirkungen sind, die zwangsläufig einem Wandel der Einstellung im Ausland folgen müssen. Nicht zuletzt wird der politische und wirtschaftliche Einfluß des Fremdenverkehrs wirksam unterstützt und gefördert durch den kulturellen Meinungsaustausch. Außerordentliche Bedeutung sei auch für die Fremdenoerkehrsaufgaben im eigenen Lande festzustellen, stelle doch der Fremdenverkehr im Jn- lande den größten Anteil am Gesamtsremdenverkehr dar. Man brauche nur an die Hunderttausende von Volksgenossen zu denken, die mit „Kraft durch Freude" reisen. Eine vordringliche Aufgabe werde es sein, dem deutschen Volksgenossen die Heimat zu erschließen. Der größte Teil unseres Volkes sei auch heute noch kaum über die engen Grenzen des eigenen Wohnbezirks oder des eigenen Gaues hinausgekommen, Tausenden und ' aber Tausenden deutscher Volksgenossen seien die Schönheiten anderer Gaue noch nicht nähergebracht. Wenn durch gesteigerten Fremdenverkehr im Innern die deutschen Volksgenossen die Verhältnisse in anderen Gebieten kennenlernen und den Menschen dort näherkommen, so fördere der Fremdenverkehr die Volksgemeinschaft. Fremdenverkehrswerbung sei daher auch eines der Wittel zur Verwirklichung der Einheit unseres Volkes! Oberbürgermeister Ritter betonte sodann, daß alle diese Gesichtspunkte in besonderem Maße für unser Rhein-Main-Gebiet gelten. Er erinnerte daran, daß im Rhein-Main-Gebiet sich die großen Autobahnen kreuzen, die Straßen Adolf Hitlers, die von Hamburg nach Basel, von Schlesien ins Saargebiet, von Bayern nach Köln führen. Hier ist der Knotenpunkt zahlreicher internationaler Eisenbahnlinien, und der Flug - und Luftschiffhafen Rhein-Main ist ein Zentralpunkt des Luftverkehrs, von dem aus die Luftlinien in alle Welt führen und die deutschen Luftschiffe ihren Weg über den Ozean nehmen. Solche günstigen Verkehrsbedingungen fördern auch die wirtschaftliche Entwicklung unseres Gebietes. Das Rhein-Wain-Gebiek war dank feiner verkehrspolitischen günstigen Lage schon immer ein maßgebender Faktor im internationalen handel. Industrie und Handwerk haben von dieser Verkehrslage Ruhen gehabt, heute ist dieses Gebiet ein nicht wegzudenkender Faktor in der Gesamtwirtschaft unseres Volkes, hinzu kommt, daß das Rhein-Wain-Gebiet auch landschaftlich zu den reizvollsten gehört, nicht zuletzt durch die Das bevorstehende Treffen der Artilleristen in Gießen wird sicherlich bei manchem alten Soldaten in unserer Heimat die Erinnerung daran wachrufen, daß die Langs- dorferArtilleristen schon bei verschiedenen Festlichkeiten von Kriegerkameradschaften in besonders stattlichem und eindrucksvollem Aufzug mit einer Kanone auftreten konnten. Der Wagnermeister Wirth in Langsdorf hatte zusammen mit einigen anderen Kameraden im Jahre 1926/27 ein Feldgeschütz gebaut, das ganz äus Holz hergestellt war und ein naturgetreues Abbild eines richtigen Feldgeschützes darstellt. Das Geschütz, das ausgezeichnet gelungen ist, wurde schon bei verschiedenen großen Festlichkeiten gezeigt. Die Langs- dorfer Artilleristen führten es schon zweimal in Darmstadt, außerdem in Worms, in Gießen im Jahre 1927 beim damaligen Kavalleristentag, in Hattenrod und auch bei eigenen örtlichen Veranstaltungen mit sich und verliehen damit dem Auftritt der Kameradschaft, zusammen mit ihrer schönen Fahne, immer besonderen Nachdruck. zahlreichen Bäder, die sich durch ihre Heilwirkung Weltruf erworben haben. Alle diese Dinge müssen bei der Fremdenverkehrswerbung gebührend berücksichtigt werden. Durch Prospekte, durch die Presse, durch Plakate usw. muß der Fremde immer wieder auf die landschaftlichen Schönheiten unseres Gebietes, auf die günstigen Verkehrsbedingungen, auf die außerordentlich reichen kulturellen Werte und auf die wirtschaftliche Bedeutung des Rhein-Main-Gebietes hingewiesen werden Der Vortragende begründete sodann die Notwendigkeit, bei der Vielgestaltigkeit der Werbemöglichkeiten gerade in unserem Gebiet eine einheitliche Planung und Lenkung anzuwenden. Es könne nicht angehen, daß jeder, der sich berufen fühle, Fremdenoerkehrswerbung zu betreiben, einfach aus der Quelle dieser vielseitigen Möglichkeiten wahllos schöpfe, ohne dabei auf das Gesamtgebiet Rücksicht zu nehmen. Damit will Oberbürgermeister Ritter aber keineswegs sagen, daß den einzelnen Fremdenverkehrsgemeinden irgendwelche beengende Vorschriften gemacht werden sollen, die die Arbeit der Gemeinde auf diesem Gebiet beeinträchtigen. Vielmehr soll gerade durch ein einheitliche Zielsetzung der gesamten Fremdenverkehrswerbung im Rhein - Wain- Gebiet ein möglichst großer Erfolg der gesamten Werbung sichergestellt werden. Arn Schluß seines Vortrags rief Oberbürgermeister Ritter alle in der Fremdenverkehrswerbung tätigen Kräfte zu enger Zusammenarbeit und Aus Anlaß des bevorstehenden Arttlleristentref- fens in Gießen zeigen wir hier das originelle Geschütz, das nicht nur ein Ausdruck begeisterten Soldatentums, sondern auch ein Beweis tüchtiger handwerklicher Arbeit ist. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Die Holzkanone von Langsdorf. Begeisterte Artilleristen schufen sich ein Paradestück. Das Mädchen mit Sem Silberhaar. Vornan von Anny von panhuys. 20. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er fand, die Ehikagoer Corneci-beel-Prinzesfin ging zwar sehr energisch auf ihr Ziel los, aber das störte ihn nicht. Er erklärte seine Bereitwilligkeit zur Mitfahrt nach Versailles. „Ich schlage vor, wir fahren in meinem Auto, Miß Jonson", meinte er. Sie nickte lächelnd, und es wurde verabredet, daß er sie morgen vormittag um zehn Uhr vom Hotel Continental abholen sollte. Der alte Graf nahm ihn später beiseite. „Du engagierst dich da wohl schon, Junge?" Günther Grevenstein antwortete zwinkernd und in vergnügtester Stimmung: „Vielleicht ist sie die reiche Frau, die ich heirate. Ein armes Mädel ist nichts für mich. Und die Amerikanerin gefällt mir ausnehmend. Sie ist forsch, und ihre allzu große Offenherzigkeit wird man ihr ja wahrscheinlich abgewöhnen können." Am nächsten Vormittag Punkt zehn Uhr meldete ein Hotelboy Miß Jonson, das Auto nach Versailles wäre vorgefahren. Fast ein wenig ungeduldig wartete Günther Grevenstein in der Eingangshalle des Hotels. Denn seit gestern hatte er immer mehr die Ueberzeugung, daß das Schicksal stets zur rechten Zeit für ihn weiter sorge. Als er in tausend Schwierigkeiten saß, lernte er Tilli Bergschlag kennen, und mit dem Geld ihres Vaters konnte er gut und bequem leben. Nachdem er dann förmlich vor der häßlichen Braut geflohen, verschlug ihn der Zufall in die kleine Stadt, er fand das Diadem und half sich damit vorwärts; fetzt aber führte ihm das Schicksal eine ungewöhnlich reiche Amerikanerin in den Weg, die gerade die richtige Frau für seine Wünsche sein würde. Mabel Jonson erschien, und er fand, daß sie interessanter und schicker aussah, als er sie im Gedächtnis gehabt. Sie trug ein braunes Kostüm mit Aufschlägen von mattem Leder in etwas hellerer Tönung und einen schrnalkrernpigen Hut aus brauner Seite mit großer Lederrosette. Ihre Ohren schmückten Goldtopase, in einen Kranz von Brillanten eingefaßt, und über ihrem linken Arm lag ein hermelinbesetzter brauner Mantel aus dem Stoff des Kostüms mit braun- und goldkariertem Futter. Das selbstbewußte Gesicht Mabel Jonsons gefiel ihm, ihr sicheres Auftreten imponierte ihm. Sie reichte ihm die Hand, drückte sie fest und kameradschaftlich, lächelte: „Ich freue mich auf die Fahrt und auf Versailles." Der Graf hatte geraten: „Zeige dich nobel, lieber Junge, wenn du gefallen willst! Frauen von Miß Jonsons Art lieben Äußerlichkeiten." Nun fuhren sie durch Paris. Anfangs sprachen sie nur wenig. Der Eiffelturm kam dann in Sicht, und sie gewannen die breite Straße nach Sevres. Mabel Jonson wurde lebhafter. Sie begann: „Paris gefällt mir von allen Großstädten, die ich kenne, am besten. Ich möchte gern für immer hier leben, glaube ich." Er lächelte, weil sie sich schon wieder bemühte, recht deutlich zu sein: „Vielleicht finden Sie in Paris den Mann, den Sie mir gestern beschrieben haben, Miß Jonson, und können hierbleiben, llebrigens, Graf Rethel, dessen Namen ich ja bald führen werde, würde sich sehr freuen, wenn Sie ihn, das heißt uns, im Palais Rethel besuchen würden. Die Gräfin Ciboure wird bann, was sie schon öfter getan, die Dame des Hauses vertreten. Der Graf wurde schon sehr jung Witwer." Miß Jonson nickte sichtlich zufrieden. „Natürlich, ich komme sehr gern." Sie sah ihn aufmerksam an. „Ich möchte sogar recht bald kommen, der Palais Rethel interessiert mich ungemein." Er dachte, später würde er das Palais Rethel kaufen. Es hörte sich so armselig an, daß es nur gemietet war. Er wollte einmal mit dem Grafen darüber reden. Aber erst mußte die Adoption fest sein und auch die zukünftige reiche Frau. Sie unterhielten sich sehr angeregt, und Günther Grevenstein war von dem kleinen, ungemein gepflegten Persönchen ganz begeistert. Immer vergnügter wurde er, und sie schien gern zu lachen. Als sie in Versailles ankamen, waren sie schon gute Freunde geworden. Aber sie gingen gar nicht in das Schloß, sondern spazierten nur in den Gärten umher, plauderten und plauderten. Schließlich lud Günther Grevenstein Miß Jonson zum Essen ein, und sie nahm sofort an. Er fuhr mit ihr vor einem Pariser Restaurant vor, in dem nur das zahlungsfähigste Publikum verkehren konnte, und ganz ungeniert lächelte der kleine scharfgeschnittene Mund der Miß: „Wenn ich Ihnen gefalle, dürfen Sie mein Verehrer werden. Das sein ein feines Mittel für ein rasches Kennenlernen, finde ich." Anscheinend hatte sie das schon praktisch erprobt, dachte er belustigt. Natürlich, ein so hübsches, verwöhntes, reiches und selbständiges Wesen wie Miß Jonson hatte sicher schon viele Verehrer gehabt. Er fand ihre Art des Draufgehens immer amüsanter und erklärte sich sofort bereit, die Rolle ihres Verehrers zu übernehmen. Sie stießen mit Champagner an. Wagte er aber, ein wenig dreister zu werden, legte sich über ihr hübsches Gesicht sofort die Maske eisiger Abwehr. „Sie paßt ausgezeichnet zur Gräfin", dachte er und kam sehr vergnügt und mit den rosigsten Zukunftsplänen nach Hause. Er fand den Grafen noch nicht daheim, der in letzter Zeit oft länger im Büro zu tun hatte, wie er ihm erzählt. Gerade wollte sich Günther Grevenstein auf einen kleinen Abendbummel begeben, da kam Graf Rethel. Er war sehr guter Laune und sagte: „Ich habe heute einen äußerst netten Brief von Herrn Radix aus Deutschland erhalten. In ungefähr vier Wochen kommt er mit feiner jungen Frau nach Paris und werden wir wohl dann öfter zusammen sein. Wir werden die beiden natürlich auch hier einladen. Ich freue mich schon auf den Besuch. Herr Radix schreibt mir, seine Frau kenne Paris noch gar nicht. Na, da sollte man Sorge tragen, daß sie es kennenlernt, was, mein Junge?" Günther zeigte sehr wenig Interesse für den angekündigten Besuch aus Deutschland. Er hatte jetzt an eine schicke reizvolle Amerikanerin zu denken, deren Reichtum seine Zukunft endgültig sicherstellen sollte. Vierzehn Tage später war er mit Mabel Jonson, die keinen Anstoß an seinen steifen Fingern nahm, völlig einig, aber sie wünschte die Verlobung erst zu veröffentlichen, wenn er Graf Rethel hieß, was ganz seiner Meinung entsprach. Es hatte der Miß sehr gut im Palais Rethel gefallen, und sie hatte ihrem Onkel nach Chikago gefabelt, daß sie sich hier verloben und verheiraten wollte, nach der Hochzeit aber mit ihrem Mann in Amerika Besuch machen würde, um ihm ihren Mann vorzustellen und ihre Geldangelegenheiten zu regeln. Miß Mabel war vor kurzem vierundzwanzig Jahre alt geworden. 15. Es wurde Herbst. Franziska saß in ihrem behaglichen Wohnzimmer, in dem auch ein paar Möbel aus Großchens Besitz Aufstellung gefunden, und dachte über ihr Glück nach. Ihr Mann hatte zu einer Sitzung gehen müssen, ihre Schwiegermutter war eingeladen, und so verbrachte sie, was sie gar nicht mehr gewohnt war, ein paar Abendstunden allein. Nähkathrin klopfte an. Sie fragte: „Wünschen Sie noch irgend etwas?" Sie war immer besorgt um Franziska, war wie ein treuer Hund. Franziska schüttelte den Kopf. „Nein, Kathrin, ich habe gar keine Wünsche. Wenn Sie mir aber ein bißchen Gesellschaft leisten wollen, wäre es mir angenehm. Das Alleinsein ist mir jetzt etwas zu Ungewohntes " Nähkathrin, die hier im Hause das Amt einer Wäscheverwalterin und Ausbesserin innehatte und sich auch sonst durch allerlei Hilfeleistungen nützlich machte, blieb gern zu einem Plauderstündchen da. Franziska drückte sie auf einen bequemen Stuhl nieder und seufzte wohlig: „Kathrin, wie haben wir es beide doch jetzt so gut! Ich denke manchmal, da drüben, weit in der Ewigkeit, gibt es ein ganz großes Fenster, und von dort fcfjaut Großmutter zuweilen auf die Erde nieder und freut sich, wie glücklich ihre Fränze geworden ist." Nähkathrin nickte: „Der Herr Direktor ist aber auch jo verliebt in Sie, wie ich mein Lebtag noch keinen Menschen gesehen habe." Franziska lächelte: „Wenn wir ganz unter uns sind, sollten Sie mich ruhig wieder »Fränze' und ,bu‘ nennen, Kathrin. Sie kennen mich doch von klein an." Nähkathrin wehrte lebhaft und mit beiden Händen ab. „Ich werde mich hüten! Wenn ich das nämlich täte, verspräche ich mich bei der ersten Gelegenheit vor anderen, und nicht wahr, es geht doch nicht, daß ich, wenn jemand nach Ihnen fragt, vielleicht herausplatze: Die Fränze kommt gleich! Oder: Die Fränze ist nicht zu Haufe!" „Also gut, Kathrin, Sie mögen recht haben", gab die junge Frau zurück. „Und nun erzählen Sie mir ein bißchen. Was gibt es Neues im Städtchen?" Die Verwachsene zuckte die Achseln. „Ach, seit ich hier draußen wohnen darf und nicht mehr zu anderen nähen gehen muß, höre ich wenig. Die Komtesse Monchsgut steht vor der Verlobung mit dem Gutsbesitzer Graf Stein, sagt man. Weiter weiß ich gar nichts. Wollen lieber von Ihnen reden. Ich denke mir, Sie müssen sich doch sehr auf die Reise nach Paris freuen." „Das tue ich auch, Kathrin." Sie wurde nachdenklich. „Aber in meine Freude mischt sich noch ein anderes Gefühl. Trauer ist vielleicht zuviel gesagt. Doch ich muß, wo die Reise nun gewissermaßen vor der Tür steht, viel an meine Mutter denken, die ich ja nicht kannte. Sie war doch in Paris in Stellung, und als sie plötzlich heimkam, wurde ich hier geboren. Mein Geburtstag war ihr Todestag. Ich meine nun, es wird mir in Paris so gehen, daß ich oft nachsinnen muß, hier ober dort ist vielleicht meine Mutter geschritten. Hier oder dort hat sie vielleicht gestanden. Auf diesem Haus ober jener Kirche hat vielleicht ihr Blick geruht, unb vielleicht ist biefer ober jener ältere Herr der Mann, der Mutters Leben zerstört hat. Es muß dort irgend etwas vorhanden jein, bas schon damals ba war, als meine Mutter in Paris lebte, unb ich werbe es spüren wie geheime Grüße von ihr." Nähkathrin erwiderte leise: „Ihre Mutter war so schweigsam. Keinen Namen hat sie genannt, niemanden angeklagt; nur kurz bevor sie starb, huschte noch ein Name über ihre Lippen, aber Ihre Großmutter konnte ihn nicht verstehen. Sie war auch sehr stolz, Ihre Großmutter. Sie sagte: Ich will kein Geld erbetteln von einem Miserablen und mag nicht erforschen, wie er heißt." Sie sah Franziska treuherzig an. „Die Geschichte liegt weit zurück, und ich rate Ihnen, gnädige Frau, denken Sie möglichst wenig daran in Paris, sonst verderben Sie Ihrem Mann und sich nur die schöne Reise. (Fortsetzung folgt.) reger Mithilfe für unser Gebiet auf. Er hob dabei hervor, daß der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main nicht verfehlen wird, von seiner Seite aus altes zu tun, was geschehen kann, um den Fremdenverkehr in unserem Gebiet in jeder Weise zu fördern. Bei Anspannung aller verfügbaren Kräfte muß es auch in unserem Gebiet gelingen, die Verkehrsziffern der vergangenen Jahre weiter zu steigern und damit unsere Pflicht im Rahmen der unserem Volke gestellten Aufgabe zu erfüllen. Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Mistel. Wenn die Sonne wieder steiler ihre Bahn zieht, die Tage länger aeworden und Eis und Schnee von den Fluren verschwunden sind, der Bauer seine Felder begeht, um nach dem Stand der Wintersaaten zu sehen, dann richtet er auch einmal seine Blicke nach seinen Obstbäumen, um sich von deren Knospenansatz zu überzeugen, und seine eben noch heitere Miene nimmt oft plötzlich einen etwas verdrießlichen Ausdruck an. Trotzdem er seinen Bäumen eine gewissenhafte Pflege angedeihen ließ, sie kratzte, kalkte und sorgsam schnitt, sieht er von weitem schon auf den oberen Aesten einzelne kleine, grüne besenarttge Büschchen lustig sich im Winde hin und her bewegen — die Mistel. Seither hatte sie das Grundstück seines Nachbarn, der sich kaum um seine Bäume kümmerte, heimgesucht, aber nun muß er zu seinem größten Verdruß sehen, daß sie auch auf seinen Bäumen heimisch geworden ist. Er weiß genau, daß die Mistel eine sehr zählebige, heimliche Pflanze und, wo sie einmal Fuß gefaßt hat, kaum wieder zu vertreiben ist, und was ihn am meisten ärgert, daß auch die Obsternte dadurch zurückgehen wird. Als echter Schmarotzer lebt die Mistel ausschließlich auf anderen Bäumen, vornehmlich auf Weichhölzern, wie Obstbäumen, Pappeln und Nadelhölzern. In seltenen Fällen kommt sie auch auf Eichen vor. Ihre Nahrung zieht sie aus dem Saft des Mutterbaumes. Zu diesem Zwecke treibt sie von der Hauptwurzel aus, die nicht tiefer als in die Rinde des Baumes eindringt, kleine aber äußerst feste Senker kräftig und tief in das Kernholz. Die Form der Staude ist kugelig. An den Enden der stark verästelten Zweige sitzen paarweise längliche, gummiartige, immergrüne Blätter. Im Frühjahr treibt sie kleine, gelbe Blüten, die an den oberen Astgabeln immer zu 3 bis 5 herauswachsen und sehr viel Zeit brauchen, um sich in reife Früchte umzuwanüeln. Und erst im November erscheinen sie als leuchtend weiße Beeren von ungefähr Heidelbeergröße an den olivgrünen Sttäuchern. Es ist erklärlich, daß diese Früchte, die im Winter als einzige in ihrer Art in voller Reife zu finden sind, eine sehr aesuchte Nahrung für die «Sögel bilden, in erster Linie für die nach ihr benannte Misteldrossel. Aber auch die anderen Drosseln wissen den Wert dieses Futters schr zu schätzen. Hier finden wir auch die Antwort auf die Frage, wie sich die ursprüngliche Entstehungsart der Pflanze hoch oben auf den Bäumen erklärt. Die Drosseln, die diese Beeren verzehren, stoßen die Samenkerne durch den Schnabel in Form von Gewöllen wieder aus, die dann zum Teil auf die unteren Aeste fallen und, da sie sehr klebrig und schleimig sind, dort haften bleiben und einwurzeln. Auch haben Untersuchungen gezeigt, daß selbst der Magensaft den Beeren ihre Keimfähigkeit nicht nimmt. Man hat verschiedene Arten von Misteln fest- gestellt, die sich äußerlich durch nichts unterscheiden, ober als besonderes Charakteristikum die Eigenart aufweisen, immer nur auf einer bestimmten Baumart gedeihen zu können. So läßt sich die auf Laubbäumen wachsende Mistel wohl auf andere Laubhölzer übertragen, niemals aber auf Nadelhölzer; z. B. kann die sog. Tannenmistel nur auf der Weißtanne fortkommen, während Kiefer und Fichte eine besondere dritte Art beherbergen. Es erscheint somit auch verständlich, daß dieser Schmarotzer durch seine geheimnisvolle, von jeder Norm abweichende Lebensgeschichte den Vorfahren als ein von den Göttern besonders ausgezeichnetes Lebewesen erschien, das mit übernatürlichen Eigenschaften ausgestattet sein mußte und so zur Verbreitung eines ausgesprochenen Mistelkultus führte. Die Bezeichnung heiliges Kreuzholz (von dem gabelästigen Aufbau der Mistelzweige herstammend), die die Mistel noch heute führt, berechtigt zu der Annahme, daß auch hier altheidnische Vorstellungen mit kirchlich-religiösen Anschauungen vermengt wurden, und wenn heute noch in England die Mistel zur Weihnachtszeit das ist, was für uns der Fichtenbaum bedeutet und der Engländer zur Weihnachtszeit Mistelbüsche an Türen und Decken aufhängt, so hat das seine geschichtliche Berechtigung, denn es stellt sich als der Rest eines stark ausgebildeten Mistelkultes ihrer Vorfahren dar, als ein Festhalten eines uralten Brauches der Väter, der auf die nebelgrauen Fernen der altgermanischen Götter und Heldenzeit hinweist. So ist die Mistel eine Pflanze, die man als naturverbundener Mensch nicht gern an unserer heimatlichen Vegetation missen möchte, weniger ihres Nutzen wegen, als des Ahnenglaubens unserer Väter, der sich um ihr Dasein webt. M. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr „Die vier Gesellen". Gloria-Palast, Seltersweg: „Der kleinste Rebell". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Premiere". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". — Cafe Amend: nachmittags und abends Frühjahrs-Mode- schau. — Volksmissionswoche in der Johanneskirche: 20 Uhr Vortrag von Pfarrer Heinemann. — Treffen der Konfirmandinnen vom 30. Mai 1887: 20 Uhr im „Burghof". Lustspiel-Premiere im Sladlthealer. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Erstaufführung des neuen Das große Artilleristen Treffen in Gießen Kameradschastsabend in der VolköhaUe. - Gemeinsamer Marsch der alten Artilleristen. — Militärische Vorführungen in der Artillerie-Kaserne. Vom morgigen Samstagnachmittag ab bis zum Sonntagabend wird unsere Stadt Gießen im Zeichen der engen Kameradschaft zwischen den alten und den aktiven Artilleristen stehen. Das 2. Artilleri st en-Treffen wird die ehemaligen Artilleristen aus allen Teilen Oberhessens und aus den angrenzenden preußischen Gebieten mit der aktiven Truppe unserer Gießener Artilleristen zusammenführen, und an Reichhaltigkeit der Vorführungen und Unterhaltungen werden dabei selbst die Höchstgespanntesten Erwartungen erfüllt werden. Der kameradschastsabend in der Volkshalle ist nicht nur für die aktiven und die ehemaligen Artilleristen, sondern darüber hinaus auch für die Gesamtheit aller Volksgenossen in Stadt und Land bestimmt. In unserem heutigen Anzeigenteil ruft die Artillerie-Abteilung zum Besuch dieses Abends auf. Wir können unseren Lesern die Mitteilung machen, daß unsere aktiven Artilleristen für außerordentlich vielseitige und interessante Unterhaltung Sorge getragen haben. Das Trompeterkorps der Artillerie wird mit gutem Konzert erfreuen. Von den Mannschaften der Batterien werden turnerische und sportliche Darbietungen zur Unterhaltung beigesteuert. Eine andere Gruppe der Artilleristen wird in einer Reihe lebender Bilder Höhepunkte der deutschen Geschichte vor den Besuchern lebendig werden lassen. Wieder eine andere Gruppe wird bestrebt sein, durch schönen Männerchorgesang und weitere Darbietungen zu zeigen, daß die Artilleristen eben in allen Sätteln und auf allen Gebieten ihren Mann zu stehen wissen. Daß als Abschluß des Ka- rneradschaftsabends die weibliche und männliche Jugend, aber auch die älteren Jahrgänge noch reichlich Gelegenheit haben werden zum Schwingen des Tanzbeins, fei der Vollständigkeit halber ebenfalls erwähnt. Man sieht also, es wird großer Betrieb in der Volkshalle fein, mit einem Wort: eine große, pfundige Sache, bei der „alles dran ist"! Die Ereignisse des Sonntags werden den alten und den aktiven Artilleristen, aber auch den übrigen Volksgenossen vieles Erlebenswertes bringen. Die alten Soldaten werden — nachdem die von auswärts kommenden Kameraden am Bahnhof feierlich empfangen worden sind — um 10 Uhr vom Oswaldsgarten aus durch die Neustadt, Bahnhofittaße, Horst-Weffel-Wall, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäue, Gartenstraße, Lud- wigsplatz, Kaiser-Allee zur Artillerie-Kaserne marschieren. Die Marschmusik stellt das Trompeterkorps der Artillerie. Bei der Ankunft in der Artillerie- Kaserne werden die alten Soldaten mit Salutschüssen aus zwei Geschützen e m pfangen. Der Kommandeur unserer Artillerie-Abteilung, Oberstleutnant Döring, wird die Waffenkameraden begrüßen, ihren Vorbeimarsch abnehmen und anschließend in ihrer Mitte verweilen. Die aktive Truppe wird dann, während das Trompeterkorps die schneidige Militärmusik stellt, mit mancherlei militärischen Vorführungen erfreuen, u. a. Auffahren einer Batterie, Geschützexerzieren, Vorbeimarsch im Trab, Reitübungen usw. Diese Vorführungen der aktiven Soldaten werden den Besuchern einen außerordentlich interessanten und lehrreichen Einblick in die Ausbildungsarbeit unserer Artilleristen geben. Um die Mittagszeit wird gemeinsames Eintopfessen an langen Tischen in der großen Reithalle die alten Soldaten vereinigen. Es wird dabei ein guter Schlag vortrefflichen Essens verabreicht werden, in dem auch die Fleischportion — sehr im Gegensatz zu den Felderfahrungen des letzten Kriegsjahres — von anständigem Ausmaß sein wird; manche „schlagfreudige Kapitulanten" werden diese Mitteilung wohl mit besonderem Interesse entgegennehmen. Anschließend an das Mittagessen werden die Besucher Gelegenheit haben, die Einrichtungen der Kaserne in Augenschein zu nehmen. Gemeinsamer Abmarsch der alten Soldaten von der Kaserne zu dem kameradschaftlichen Beisammensein in der Stadt wird dann vor sich gehen. Die ehemaligen Artilleristen und sicherlich auch zahlreiche aktive Kameraden werden sich bei Musik und froher Unterhaltung am Sonntagnachmittag noch im Cafe Leib bzw. in den Standquartieren der einzelnen Regimenter vereinigen. Diese Standquartiere der alten Regimenter werden während des Mittagessens in der Kaserne durch Lautsprecher bekanntgegeben. Das Treffen ist für alle Artilleristen bestimmt, nicht etwa nur für ehemalige Feld- oder Fußartilleristen. Es können also auch ehemalige Marine-Artilleristen, oder Angehörige von Flak- Truppen usw. teilnehmen, kurzum jeder alte Soldat, der irgendwann mit Geschützen seiner Dien st pflicht genügthat. Die Festabzeichen zum Preise von 1,50 Mark berechtigen zum Eintritt zu allen Veranstaltungen. In diesem Preise des Festabzeichens ist auch das Mittagessen am Sonntag in der Kaserne einbegriffen. Festabzeichen können, soweit noch nicht geschehen, bei der Artilleri st en-Kameradschaft 1895 G i e- ßen (früher Artillerie-Verein Gießen), durch den beauftragten Kameraden Wilhelm Stephan, Bahnhofstraße 24 (Telephon 3729), bezogen werden. Es wird erwartet, daß alle alten Artilleristen an diesem Treffen teilnehmen und dadurch ihre Verbundenheit mit den aktiven Kameraden bekunden werden. Lustspiels von Jochen Huch „Die vier Gesellen" statt. „Die vier Gesellen" wurden zu gleicher Zeit an 18 Bühnen urauf geführt. Der Intendant Hermann Schultze-Griesheim nahm sofort dieses erfolgreiche Lustspiel zur Aufführung an. — Die Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Das Bühnenbill) schuf Karl Löffler. — Die Vorstellung findet als 23. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. — Goelhe-Vund und kaufmännischer Verein teilen uns mit: Am kommenden Sonntag findet der 4. Dichterabend statt, an dem die Dichterin Josefa Berens-Totenohl, bekannt durch ihre Romane „Frau Magdlene" und „Der Femhof", aus eigenen Werken lesen wird. Die Spielsck-^ des Untergaues 116 des BDMs wird die Dicht., stunde musikalisch umrahmen. Es fei noch besonders darauf hingewiesen, daß der Beginn der Veranstaltung, nicht wie sonst üblich, auf 20 Uhr, sondern auf 20.15 Uhr angesetzt worden ist. (Siehe heutige Anzeige.) Tierschuhverein Gießen und Umgebung. Der Gründungsausschuß für den Tierschutzverein Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß am Freitag, 12. März im Frankfurter Hof (Marktlauben) die Gründungsversammlung stattfindet. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen. Deutsche Arbeitsfront. Ortswaltung Gießen-Süd. Am Samstag, 6. März, 20.30 Uhr, findet im Kath. Vereinshaus in Gießen eine Mitgliederversammlung der Ortswaltung Gießen-Süd statt. Es spricht der Kreisobmann der DAF., Pg. Wagner. Die Teilnahme an dieser Versammlung ist Pflicht für alle DAF.-Mttglieder der Ortswaltung Gießen- Süd. DieBettiebsgemeinschaftswalter sind für das restlose Erscheinen ihrer Betriebsgemeinschaften verantwortlich. Ortsgruppe Gießen-Tlord. Hilfskassenbeiträge für April, Mai, Juni 1937 für alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA., Retter-SA. und des NSKK., die im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord wohnen, werden am Montag, 8. März, und Mittwoch, 10. März, abends zwischen 20 und 22 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Marburger Sttaße 20, erhoben. Eine Abfertigung außerhalb dieser Zeit ist nicht möglich. Ortsgruppe Gießeu-Mitte. Veir.: Kohlenabrechnung am 5. März. Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlenscheine der Serien E und S am Freitag, 5. März, 20.30 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle (Zigarrenhaus Moeser, Eingang Löwengasse) einzureichen. Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß die Rückseite der Kohlenscheine außer der Unterschrift des Händlers auch die Unterschrift des Empfängers, dessen Wohnung, Sttaße und Hausnummer und die genaue Bezeichnung der Kohlensorte tragen muß. Nach dem 5. März eingereichte Scheine sind wertlos. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Vetr. Antreten der Spielmannszüge des Vannes. Am kommenden Sonntag, 7. März, 9.30 Uhr, haben sämtliche Spielmannszüge des Bannes vor der Volkshalle in Gießen anzutteten. Tadelloser Dienstanzug ist selbstterständlich. Vetr. Appell der Gefolgschaften 1, 2, 3, 4/116 sowie Sondereinheilen. Am Sonntag, 7. März, haben sämtliche obengenannten Einheiten um 9.15 Uhr vor der Volkshalle zu stehen. Vetr. Appell der Motor-, Flieger- und der Rachrichtenschar. Am Freitag, 5. März, findet in der Schillerschule ein Appell dieser Einheiten statt. Antteten 20.15 Uhr. Vetr. Bannbefehl Punkt 4 unter Bannführer. Diese Meldung ist umgehend an den Bann ab» zuliefern, da diese dringend erforderlich ist. - X Die deutsche Rrbeitsfront n.9.=0cmcinfchaft„firaftdurchfreude" Amt Feierabend. Lustspiel „Die vier Geselle»," im Gießener Stadttheater. Als 14.Sondervorstellung im Stadttheater Gießen bringen wir am 13. März das Lustspiel „Die vier Gesellen" von Jochen Huth. Die Eintrittspreise betragen 70 und 90 Pf. Kartenbestellungen müssen bis zum 8. März auf der Kreisdienststelle erfolgen. Amt Reifen, Wandern und Urlaub. Skilehrgang im Walfertal. OF. 156/37 vom 13. März bis 22. März. Die nächste Fahrt des Gausportamtes führt in die Winterpracht des kleine,: Walfertales. Zugelassen sind 58 Teilnehmer. Teilnehmerpreis 60 Mark. Einbegriffen im Teilnehmerpreis sind Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Skilehrgangsgebühr. Die Fahrt erfolgt ab Frankfurt mit der Eisenbahn. Es ist das bevorzugte Gelände der Kenner. Der Vorteil ist vor allem die Schneesicherheit, dadurch bedingt, daß der Talboden 1100 bis 1200 Meter hoch liegt. Das Walsertal ist österreichisches Hoheitsgebiet. Paß ist aber nicht erforderlich. Anmeldeschluß: 5. März 1937. Die Gvnntagsarbeit in Bäckereien und Konditoreien in Hessen. Lpd. Bezüglich der Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen gilt bis auf weiteres gemäß einer Bekannmachung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — worauf anaesichts der bevorstehenden Ofterfeiertage hingewiesen fei —, daß an Sonntagen leicht verderbliche Konditorwaren während der Zeit von 10 bis 12 Uhr hergestellt und während der Zeit von 10 bis 14 Uhr ausgetragen, oder ausgefahren werden dürfen. Als Herstellung leicht verderblicher Kvndttorwaren gilt nur die Zubereitung von Creme-, Obst- und Eisfpeksen und von Schlagsahne, sowie das Füllen von Backwaren mit diesen Speisen. Die Herstellung von Backwaren durch Backvorgänge irgendwelcher Art ist nicht erlaubt. Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren dürfen mit diesen Arbeiten nicht beschäftigt werden. Die Sonntagsarbeit ist auf die Wochenarbeitszeit anzurechnen und jedem an einem Sonntag beschäftigten Arbeiter ist an einem der nächsten sechs Werktage Freizeit von 13 Uhr ab zu gewähren." Die eingangs erwähnte Ausnahme für Sonntagsarbeit findet keine Anwendung auf den Ostersonntag oder Pfingstsonntag, sowie auf den Neujahrstag, den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes — 1. Mai —, den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, wenn diese Feiertage auf einen Sonntag fallen. Die Genehmigung für Luftbilder. DNB. Im Anschluß an die Veröffentlichung vom Mittwoch über die Genehmigungspflicht neuer und alter Luftbilder durch die Prüfstelle für Luftbilder im Reichsluftfahrtministerium teilt das Reichsluft, fahrtministerium mit, daß der Genehmigungspflicht nur solche Luftbilder unterliegen, die über deutschem Reichsgebiet ausgenommen worden und die in irgendeiner Form zur Veröffentlichung bestimmt sind. «.Kampf dem Verderb" als Werbemort. Lpd. Der Aufklärungsfeldzug „Kampf dem Verderb" bezweckt auf lange Sicht die Erziehung der Erzeuger und Bearbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse und der Verbraucherschaft zu pfleglicher 3ei(fwmg: RAS-tBreffeoTtfifo (Hahmann). Behandlung von Nahrungsgütern. Als Richtlinie für die Verwendung des Wortes „Kampf dem Verderb" in der Einzelwerbung von Firmen muß daher in Zukunft folgender Grundsatz gelten: Das Werbewort „Kampf dem Verderb" kann zur Einzelwerbung für gewerbliche und industrielle Erzeugnisse Verwendung finden, wenn diese Erzeugnisse unmittelbar dem Schutz und der Erhaltung von Nahrungsgütern vor dem Verderb dienen. 100 Jahre Liederkranz Gießen Man schreibt uns: Der Gesangverein „Liederkranz" zu Gießen, der älteste der Gießener Gesangvereine und einer der ältesten der Gesangvereine überhaupt, kann in diesem Jahre auf sein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Der Verein wurde im Jahre 1837 von Kantor Schwabe gegründet und von diesem als Vereinsdirektor (Chorleiter) 28 Jahre hindurch geleitet. Kantor Schwabe war der Vater des von 1903 bis 1919 in Gießen amtierenden Stadtpfarrers Schwabe. Ein Jahrhundert hat der Verein nunmehr an der Pflege des deutschen Liedes teilgenommen. Ohne näher auf die Leistungen des Vereins eingehen zu wollen, kann gesagt werden, daß er in dieser langen Zeit eine gewaltige Kulturarbeit geleistet hat, sowohl für sich selbst, als auch für andere. Ueberblättert man die Vereinsakten, so kann man feststellen, daß sich der Verein neben der Veranstaltung von schönen Vereinsfeierlichkeiten auch durch die Teilnahme an öffentlichen Feiern in den Dienst der Oeffentlichkeit, durch Konzert und sonstige Veranstaltungen zum Betten wohltätiger Zwecke in den Dienst der Wohltätigkeit und nicht zuletzt durch Stift hingen in den Dienst der evangelischen Kirche gestellt hat. Viele Anerkennungen und die Verleihung des Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen durch den früheren Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, auf die der Verein mit Stolz blicken darf, geben hiervon Zeugnis. Weiteres über die Leistungen des Vereins und über den Verein im allgemeinen zu sagen, sei einer späteren Gelegenheit vorbehalten. Die hundertste Wiederkehr des Gründungstages ist für den Verein „Liederkranz" Anlaß genug zu einer besonderen, festlichen Veranstaltung. So hat die Vereinsführung denn auch bereits Schritte unternommen, um der Hundertjahrfeier des „Liederkranz", die Anfang November stattfinden soll, eine schöne und würdige und zu den Zeitverhältnissen passende Form zu geben. Odenwälder Heimatvereinigung. Man schreibt uns: Das Monatstteffen der Odenwälder im Hotel Köhler bewies wieder mit seiner stattlichen Besucherzahl den ttesflichen Zusammenhalt der Odenwälder Landsleute in unserer Stadt. Der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Michel, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die seelischen Bindungen der gebürtigen Odenwälder an ihre alte Heimat hin. Auf mehrfachen Wunsch wurde für die Zukunft der erste Dienstag jedes Monats für die regelmäßigen Zusammenkünfte im Hotel Köhler bestimmt. Um den noch fernstehenden Landsleuten Rostspecksoße auf „westfälisch“ 311 Rai'toffelklößen... öas schmeckt/ 40 (Stamm geräucherten Speck würfelig schneiden, etwas ausbraten, mit 1 gehackten Zwiebel leicht anrösten. Nun 1 KnorrBratensotzwürfel fein zerdrücken, glattrühren. V4 Liter Wasser dazutun, zum Speck in die Pfanne gießen und 3 Minuten kochen. Einige Tropfen Essig dazu. Fertig! Hauptsache dabei: 'ffhd’iX Bratensoße Kähnen heraus! Aufruf des Gauleiters zum Flaggen am 7. März. Am 7. Rlärz 1936 gab der Führer dem Reiche seine Wehrhoheil wieder, und deutsche Truppen marschierten auf seinen Befehl zum ersten Male seit dem Zusammenbruch in das ehemals entmilitarisierte Gebiet. Das deutsche Volk dankte dem Führer in der darauffolgenden Wahl damit, daß es fich einmütig zu Adolf Hitler und feiner Bewegung bekannte. Zum Gedenken dieses schicksalhaften Tages grüßt die gesamte Bevölkerung des Gaues Hessen-Rassau den Führer mit den Fahnen des Dritten Reiches. Am 7.März 1 937 Flaggen heraus! heil Hitler! Sprenger. Gelegenheit zu geben, sich von dem heimatlichen Gemeinschaftsgeist zu überzeugen, der die Odenwälder Heimatoereinigung beseelt, wurde beschlossen, Anfang April einen werbenden Familienabend zu veranstalten, bei dem Odenwälder Volkslieder, mundartliche Darbietungen und Tanz alle hiesigen Volksgenossen, die aus dem Odenwald stammen, vereinen sollen. Deutscher Gardetag 1937 in Düsseldorf. Am 10., 11. und 12. Juli findet in Düsseldorf die große allgemeine Widersehen^feier aller ehemaligen Garde-Regimenter statt. Außerdem haben die 2. Garde-Reserve-Dioision und die Garde-Ersatz- Division dort die Abhaltung eines Divisionstages beschlossen. In ihren alten Regimentern finden sich die Kameraden zu frohen Wiedersehensfeiern zusammen. Nähere Auskunft über die Veranstaltungen erhalten die Kameraden am Samstag, 6. März, abends, im Vereinslokal Hotel „Prinz Carl". (Siehe heutige Anzeige.) ** Bieberlieschen wieder entgleist. Die Biebertalbahn hatte wieder einmal eine Entgleisung zu verzeichnen. Der Unfall ereignete sich bei den Tonwerken Abendstern. Glücklicherweise kam niemand dabei zu Schaden. Ein gleicher Vorfall ereignete sich wenige Tage vorher im Gießener Bahnhof der Biebertalbahn. ** Modenschau im Cafe Amend. Eine Reihe Gießener Einzelhandelsfirmen hatte sich entschlossen, in Gießen eine Modenschau durchführen zu lassen, die für die Erzeugnisse der deutschen Modeindustrie werben sollte. Man hatte deshalb einen geschickten Fachmann verpflichtet, der mit sechs Damen aus Köln während zweier großer Vorführungen im Cafe Amend eine Fülle von Kleidung zeigte, wie man sie im Frühjahr und im Sommer 1937 tragen soll. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht, fanden alle Aufmerksamkeit und gerechtfertigten Beifall. Erfreulich war es, zu sehen, daß nach wie vor in der Kleidung Einfachheit und klare Linie erstrebt sind, und nur dem Spätnachmittagskleid oder dem Abendkleid etwas an Aufwand zugestanden wird. Und interessant war es, daß unter den gezeigten Kleidungsstücken auch viele gezeigt wurden, die aus neuen deutschen Stoffen hergestellt worden waren und einen sehr guten Eindruck machten. Vom einfachen Hauskleid für den Vormittag über das Komplet für den Nachmittag, die Sportkleidung, den Mantel, zum einfachen und zum großen Abendkleid brachte die Modeschau alles. was eine Frau interessieren kann. Ausführliche Erläuterungen taten ein Uebriges, um die Bemühungen der deutschen Modeindustrie um zeitgemäße Kleidung erkennen zu lassen. Die Damen stellten die einzelnen Schöpfungen mit viel Geschick in das rechte Licht. Die Hauskapelle des Caf6 Amend begleitete die Vorführungen mit unaufdringlicher Musik. Schöffengericht Gießen. Der A. I. aus Angenrod, Kreis Alsfeld, hatte sich wegen schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Er hatte im Oktober 1936 in Angenrod als Reisender einer Firma einen Bestellschein selbst mit dem Namen des angeblichen Bestellers unterschrieben, an die Lieferfirma eingesandt und sich dadurch einen Vermögensvorteil verschafft. Da der Angeklagte noch nicht einschlägig vorbestraft war, wurde er unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen und zur Kostentragung verurteilt. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Schöffengericht sodann wegen widernatürlicher Unzucht in zwei Fällen gegen den O. H. aus Maar, Krs. Lauterbach. Der Angeklagte war geständig. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gefäng- nisstrafe von neun Monaten und legte ihm die Kosten des Verfahrens auf. Weiterhin hatte sich das Schöffengericht mit dem W. H. aus Geiß-Nidda zu befassen, der wegen falscher Anschuldigung unter Anklage stand. Der Angeklagte hatte im Oktober 1936, trotz besseren Wissens, über einen anderen bei der Polizeibehörde die Behauptung aufgestellt, der andere habe ihm geheime Pläne über für militärische Zwecke bestimmtes Gelände anfertigen und übergeben wollen, damit er sie gegen Entlohnung an das Ausland Weiterverkäufen könne. Auf Grund der Beweisaufnahme und der beeidigten Aussage des beteiligten Dritten kam das Gericht zu der Auffassung, daß der Angeklagte in unverantwortlicher Weise unwahre Behauptungen aufgestellt hatte, und verurteilte den noch nicht vorbestraften Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Außerdem wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt. Der Vorsitzende führte in seiner Urteilsbegründung aus, daß in Anbetracht der Schwere des Vergehens des Angeklagten die Strafe an und für sich sehr gering sei, das Gericht aber nur mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte solche Handlungen nicht mehr vornehmen werde, von einer höheren Bestrafung absah. Wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung hatten sich die Angeklagten K. St. aus Altenstadt und H. L. aus Hainchen zu verantworten. Es war ihnen zur Last gelegt, daß sie am 25. November 1936 in Alt-Wiedermus, Hainchen und Eckartshausen fremde Sachen (Fensterscheiben und bergt) beschädigt oder zerstört und Personen körperlich mißhandelt hatten. Das Gericht verurteilte die beiden Angeklagten wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs, den Angeklagten L. wegen gefährlicher Körperverletzung zu folgenden Strafen: Den Angeklagten St. zu einer Geldstrafe von 2 0 0 Mark, evtl, für je 7 Mark ein Tag Gefängnis, den Angeklagten L. an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 30 Tagen zu einer Geldstrafe von neunzig Mark. Bei der Bemessung der Strafe kam für den Angeklagten L. strafmildernd in Betracht, daß er vermindernd zurechnungsfähig ist. Beiden Angeklagten wurden die Kosten des Verfahrens auferlegt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20 Uhr: Passionsandacht. — pelruskapelle (Wetzlarer Weg Nr. 59). Passionsandacht fällt aus wegen der Volksmission. Obecheffen. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 28. Febr. Am Samstagabend veranstaltete die Schar 1/5/116 der Hitler- Jugend einen Dorfgemeinschaftsabend. Der Abend sollte den Eltern und Volksgenossen einen Einblick in die Arbeit der HI. gewähren. Nach dem Eröffnungsmarsch der HJ.-Kapelle hieß Standortführer Wilhelm Volk, der mit der Führung der Schar beauftragt ist, die Besucher willkommen und sprach über die hohen Aufgaben der HI., die die Heranwachsende Jugend geistig und körperlich ertüchtigen und die gesamte deutsche Jugend erfassen soll. Dann zeigte die Jugend Unterhaltung mancherlei Art. Heitere Theaterstücke erfreuten die Besucher, und Gedichte in obevhessischer Mundart fanden dankbare Aufnahme. Boxkämpfe, Lieder der HI. und Bilder aus dem Lagerleben ließen erkennen, in welcher Art die Jugend unseres Führers an der Arbeit ist. Die gemeinsam gesungenen Lieder verstärkten das Band echter Volksgemeinschaft. öd Alten-Buseck, 5. März. Heute vollendet die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Marie B ö tz, ihr 8 6. Lebensjahr in völliger körperlicher und geistiger Frische. = Beuern, 3. März. Der weit über die Grenzen unseres Ortes hinaus bekannte frühere Maurermeister und Gastwirt Christoph Wagner konnte heute in geistiger und körperlicher Frische im Kreise seiner Kinder und Enkel seinen 8 0. Geburtstag feiern. Viele Glückwünsche und Geschenke wurden dem hochbetagten Manne zuteil. Herr Wagner vermag sich noch durch manche landwirtschaftliche Arbeit nützlich zu machen. Z Allendors a. d. Lda., 4. März. Bei der im hiesigen Stadtwald (Forstorte Homberg und Streitkopf) abgehaltenen dritten diesjährigen Brennholzoer st eigerung waren die Preise gegen die vorhergehenden Versteigerungen etwas niedriger. Es kosteten: Buchen-Scheitholz 17 bis 19 Mark, Kiefern-Scheitholz 7 bis 11 Mark, Fich- ten-Scheitholz 6 bis 7 Mark je zwei Raummeter: Buchen-Knüppelholz 14 bis 16 Mark, Kiefern- Knüppelholz 8 bis 10 Mark, Fichten-Knüppelholz 5 bis 7 Mark je zwei Raummeter: Buchen-Reisholz 3 bis 5 Mark, Eichen-Reisholz 2 bis 3 Mark je 5 Rmtr.: Buchen-Stockholz 8 bis 9 Mk. je 2 Rmtr. Kreis Scholten. „!" Ruppertsburg, 5. März. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt unter dem Vorsitz ihres Kameradschaftsführers W. Seipp II. bei Gastwirt Wagner ihre Hauptversammlung ab. Zu Beginn wurde der im Weltkrieg gefallenen Kameraden und des im vergangenen Jahre verstorbenen Altveteranen Heinrich G r e b gedacht. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß die Kameradschaft im vergangenen Jahre wieder gewachsen ist. Sie zählt jetzt 53 Mitglieder. Im vergangenen Sommer konnte eine neue Kyffhäuserfahne geweiht werden. Die Rechnungsablage gab ein erfreuliches Bild des Kassenstandes. Als eine Ehrenpflicht sah es die Kameradschaft an, dem Volksbund für Deutsche Kriegsgräberfürsorge beizutreten. Hessen in Fortunas Gunst. * Frankfurt a. M., 5 März. Dieser Tage fiel ein 3 0 0 0 0 0 - Mark - Gewinn der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie nach Hessen. Die glücklichen Gewinner, die das Los Nr. 298 037 in Achteln spielten, wohnen in Groß-Gerau, Dornheim, Mörfelden und Erzhausen. Es handelt sich um acht Arbeiter und Angestellte, hie es gut gebrauchen können. Die Glücksgöttin hat also die Richtigen gefunden. — Bei diesem Glücksfall blieb es aber diesmal nicht. Am gestrigen Donnerstag wurde in unserem Gau wiederum ein Glücksios gezogen. Es fielen zwei Gewinne zu je 5 0 000 Mark auf die Nummer 313 441, die in Achteln in der ersten Abteilung in Hessen und in der zweiten Abteilung in Baden gespielt wird. Rundfunkprogramm Samstag, 6. März. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.05: Wetterund Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Land- Die Geschichte vom grossen Frost „Am Ende der Rechnung für ausgebessert- Wasserschäden stand nämlich: 28 Mark. Das war bitter V Mit dem Gießener Anzeiger würde er das gespart haben. Tja — hätte er Zeitung gelesen! fünf. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Miilagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalische „Presse"-Neuheiten. 15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.15: Wir bemerken dazu...! Die Haushaltungsschule. 15.30: Klas Störtebecker. Ein Spiel von Mut und Uebermut. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Neues aus der Welt des Sportbuches: Deutsches Segelfliegen. 18.15: Sportschau. 18.30: „Kameraden unterm Spaten." Unsere Soldaten der Arbeit singen und musizieren. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend! 20: Nachrichten. 20.10: Zu guter Letzt. Gute Möbel bei Koos Giessen Schülstn6 - .. \ ' und mit ihnen die neuesten Modelle. Entzückende, preis- würdige Neuheiten A, mtortaiw im 1487 D Die seither von Architekt Seibert innegehabte Wohnung Walltorstr. 21 I. 4Zimm.u.Küche ist zum 1.4. an- derw. zu verm. Näh. Walltorstr. 21 (Laden). 011179 2-Zimmer- wohnung i.H. ab 15. März zu vermiet. «hü Neustadt 24. Schönes leeres Zimmer zu vermieten. Wo?sagtdieGe- schäftsstelle des Konditor für einen Taglin der Woche, am liebsten für Freitag, in ein Städtchen Nähe Gießens gesucht. Schriftliche Angebote u.1474D an den Gießener Anzeiger erbet. Zuverläfs. li47gv Mädchen (nichtunt.20J.), mit Kochkenntn. und allen Hausarbeit. vertraut, wird zuml.April in ruhig. 3-Personen - Haushalt von 9-4 Uhr ges. Seltersweg26iu sofort gesucht. 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Besonders gefährlich sind Stichwunden der Brust und des Bauches wegen der Gefahr der inneren Blutung und der Mitverletzung lebenswichtiger Organe. Stichwunden sollten immer ärztlich behandelt werden. Stickstoff, in der Luft als färb-, geschmack- und geruchloses Gas vorhandenes Element, das in chemischen Verbindungen, z. B. als Salpeter, zur Düngung verwendet wird. Stickhusten ist ein krampfartiger trockener Husten. Vgl. Keuchhusten. Sticken nennt man das Ausfällen von vorgedruckten Mustern mit weißem Leinengarn (Weißstickerei L u. Ausschnittstickerei Richelieu) oder bunten Seide- und Leinengarnen, z. B. Perlgarn. Die gebräuchlichsten Stiche beim Sticken sind u. a. Kreuzstich Plattstich. Stielstich. Spannstich Schlingstich usw. Arbeitet man mit buntem Garn, so achte man darauf, waschechte Stickgarne zu kaufen. Man wäscht bunte Stickereien in lauem Seifenwasser mit Essigzusatz und bügelt alle Handarbeiten von links. Weißstickerei kann auch gekocht werden. Stiefel, s. n. Schuhe. Stiefeltern. Die Stiefeltern haben gegen ihre Stiefkinder keinen Anspruch auf Erbschaft. Pflichtteil, Unterhalt und umgekehrt. Den Stiefeltern steht das Erziehungsrecht ihren Stiefkindern gegenüber nur mit Genehmigung der wirklichen Eltern (Vater oder Mutter) zu. Die Ehe zwischen Stiefeltern und Stiefkindern ist verboten. (S. Ehehinder- nisse. Blutschande.) Die Stiefeltern oder Stiefkinder haben bei einem Prozeß das Zeugnisverweigerungsrecht (s. dort). Stiefmütterchen, (Viola trico- lor), Frühjahrsblume, die als zweijährige Pflanze gezogen wird. Saat erfolgt im Juli, Pflanzen überwintern draußen, wenn nötig unter einer Fichten- zweigdecke. Blütezeit im Frühling in herrlichen Farben und verschiedenen Größen. Beliebte Kinderblume, die durch ihre sagenhafte Geschichte von der Stiefmutter sich einen besonderen Platz im Gartenbeet des Kindes erobert hat. Stieglitz. Distelfink, Finkenvogel. kenntlich an einer gelben Zeichnung am Flügel und an seinem Ruf stiglit. Stielstich, ein Stich beim Sticken. Man sticht den Faden von unten Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 — Uebergangsmäntel Sakkoanzüge empfiehlt Sportanzüge Neustadt 10 Gieäen Mit Bernard-Stoffen ins Frühjahr - lungen p. m liest aus eigenen Werken 1409Ö Stichelhaar-Vistra, 65 cm breit, in Riesenfarbsortiment p. m Kleingeniusterter Tweed, 70 cm breit, m sehr schönen Kindermustern .p. m Halbwoll-Karos, 70 cm breit sehr schöne Muster für Kinderkleider und Blusen usw p. m 5 Fai bstellungen p. m Woll-Cloqu6, 93 cm breit, in modernen Farbtönen p. m färben p. m 1493 D weiß, grün-weiß p. m Borkensatin-Karos, 9a cm breit, herrliche Farbstellungen für Blusen und Schals p. m 3.95 Farbstellungen. p. m 1.00 bekanntgegeben. 1482V 1.25 1.45 Stil S 4.75 für Röcke geeignet p. m = e Röcke geeignet p. m Qu 5.95 .. .und zum Bauen Shetland-Mantel- und Kostümstoffe, laO cm breit, sehr schöne, wollene Ware, auch für starke Irterieri- verkalkung 'S* As Knoblauch-Beeren „Immer Jünger** extia stark, enthalten den seit über 1000 Jahren bekannten echten bulgar. 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MMWWMlW Eine allgemeinverständliche Darstellung der Forschungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit praktischen Versuchsanleitungen vonDr. Werner Fischet, Leiter der Forschungsstelle für Tierseelenkunde am Westfälischen Zool. Garten zu Münster. 140 Seiten mit 100 Abbildungen, in Leinen geb. RM. 3.60. — In jeder Giehener Buchhandlung erhältlich. tzugg BennüHlet Berlog,Berlin £i(61eifelöe Strümpfe in unseren bekannt guten Qualitäten und billigen Preisen: ßtfioöoofiüottiflinminiio des 6it6eoii.llM. Die Gründungsversammlung findet statt am Freitag, dem 12. März, 20 Uhr, int „Frankfurter Hof" (Marktlauben), wozu alle seitherigen Mitglieder und Freunde des Tierschutzes eingeladen werden. Tagesordnung wird in der Versammlung *K O u ^K 58 18^ i K O « Kommt alle Angehörige, Freundinnen u. Freunde der Artillerie und Gießener Bürger zum KameradsGhatlsabend der IH./Arl. 9 und des Artillerie-Vereins am 6. März 1937,20 Uhr, in der Volkshalle Jedermann herzlich willkommen! Bunte Bühne / Musik /Tanz M Sb eSj|8 8=88 s|!s * 0 getto £ z* O Ss 5 ^2.8- JQ E 2. nach oben, die Nadel wird zurückgeführt bis auf die Hälfte des vorhandenen Stiches. Man arbeitet Stielstiche in beliebiger Länge aber immer gleichmäßig. Stil, lat., Bedeutung — Schreibart, das kennzeichnende Merkmal eines Zeitalters, einer Kunstrichtung und die Wesensäutzerung eines Menschen, namentlich auch in der ihm angemessenen Art aufzutreten, sich zu kleiden usw. Stilkleid, Bezeichnung für ein Kleid, das keinerlei Stil hat, sondern an sich gesunden Reformidealen entsprungen ist, die sich gegen das Korsett und ihm angepasste Kleider wandten. Das Stilkleid ist weit gehalten und läßt dem Körper jede Bewegungsmöglichkeit. Stilleben, Bild auf dem Blumen, Früchte, Geschirr oder tote Tiere dargestellt sind. Stillen ist die natürliche Ernährung des Kindes in den ersten Lebensmonaten an der mütterlichen Brust Nur aus ganz wichtigen gesundheitlichen Gründen der Mutter darf das Stillen ausnahmsweise unterbleiben. Schlecht geformte Brustwarzen sind kein Grund, das Stillen zu Unterlasten, denn in solchen Fällen kann man mit einem Saug- bütchen helfen. Größte Reinlichkeit ist natürlich Vorbedingung beim Stillen. Brustwarze stets vor und nach dem Stillen mit lauwarmen Master abtupfen. Die Brust, an die das Kind jeweils angelegt wurde, mutz immer völlig entleert, notfalls ausgedrückt werden. Sonst besteht die Die Mitglieder des Goethe-Bundes und des Kaufmännischen Vereins erhaben bis zn 3 Plätzen freien Emtrit gegen Rückgabe des Gut'Cheins Nr.l (G.B.) und Nr. 10 (K.V.) Mitglieder der NSDAP., der NS.- Frauenschait, des Landscuaftshnndes Volkstum und Heimat erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 75 Pf geg.Vorzeig. ihres Mitgliedsausweises, Nichtmitglied. l,25Mk., Militär u. Studenten 50 Pf. Betr.: Gemeindefinanzstatistik; hier: die Veröffent- lichuna von Ausweisen über die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeoerbände. Bekanntmachung. Die Finanz- und Kassenlage der Stadt Gießen für das 1. Halbjahr 1936 Rj. ist, nachdem die Eingänge aus Steuern, insbesondere im letzten Vierteljahr, erheblich zugenommen haben, als ausgeglichen zu bezeichnen. Die Ausgaben werden im Rahmen des Voranschlags getätigt, so daß bei regelmäßigem Steuereingang eine weitere Aufwärtsbewegung in der Finanzentwicklung der Stadt Gießen zu erwarten ist. Giehen, den 3. März 1937. 1509C Der Oberbürgermeister: Ritter. Goetbe-Bund dbö Kauteäonischer Verein Gießen Sonntag, 7. März 1937, abends 8.15 Uhr, Neue Aula 4. Dichter-Abend Josefa Berens-Totenolil Damen-Kniestrtimple, Damen-Sport- strample, Kinder-Kniestrüm'ite Herren-Socken, Herr.-Sportstrttmpfe Riesenauswahl! PelrthMHe Frankfurter Straße 17. 149ZA ________1477A Zur 14220 Bodenbearbeitung und Düngung empfehle Torfmull Düngekalk Kunstdünger H. Trechsler Tel. 3581,Steinstr. 73 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 verschwinden durch Frucht'« Schwanenweiß Ole Haut reinigt, belebt u. erfrischt SchönheiUwasser Aphrodite Drog. Winterhoif, Kreuzplatz 10 Fris.-Salon Wahl, Bahnhofstr. 63 l Stimmwechsel Gefahr der Brustdrüsenvereite- rung. Stillwein, Bezeichnung für ruhige Weine im Gegensatz zum Schaumwein. Stillzeit ist die Zeit, die allen arbeitenden Wöchnerinnen auch während der bezahlten Arbeitszeit gesetzlich zusteht, damit sie ihr Kind regelmäßig stillen können. Es steht den Frauen während den der Niederkunft folgenden 6 Monaten täglich eine Stunde zu, die auch in 2 halbe Stunden abgeteilt werden kann. Stimme, die von Menschen gesprochen oder gesungenen Laute und Töne. Bei Frauen unterscheidet man Sopran, Mezzosopran (Mittelsopran) und Alt, bei Männern Tenor, Bariton und Vatz. Stimmung ist der durch verschiedene Affekte und ihre Nachwirkung entstandene Seelenzustand. Viel hängt die Stimmung des Menschen vom Willen ab Unbeherrschte Menschen geben jeder Laune nach und sind in ihrer Stimmung sehr wechselnd. Allerdings ist die Stimmung auch von unbeeinflutzbaren Vorgängen im menschlichen Körper abhängig, z. B. in sehr hohem Mähe bei der Frau von den Funktionen der Geschlechtsorgane. Während der Regel ist die Stimmung meist gereizter, während der Wechseljahre ist sie ebenfalls starken Schwanlungen unterworfen. Stimmwechsel, Stimmbruch. Mutation ist ein durchaus natürlicher Vorgang in den Entwicklungsjahren, der vor allem beim männlichen Geschlecht stark in Er- WlWWag - UJunöleln? usw. Seit über 20 Jahren bewähren sich die vorzügl. Hautpflegemittel Leupin Creme und Seife Löwen-Drog.W.KilbingerNchL, Seltersweg 69; Drog. 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