Nr.52 Erstes Blatt 187. Jahrgang Mittwoch. 3. Marz 1957 Grichein. tag Md), auß« Sonntags and Feiertag» Beilagen Dte JUu|tnert» Gteyenei jjamilienblättei Heimat im Bild Die Scholl, ntonats« Bezugspreis; Mil 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 8ernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gieße» Postscheckkonto: Stanffurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Universtläts-Vuch- UN- Steindruckerei 8. Lange In Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh 93ereinbg.25°/n mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen;, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf, Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Hochschule, Wissenschaft und Welianschauung. Von Professor Dr. h. c. Ernst Krieck, Rektor der Universität Heidelberg. Der Schwerpunkt des nationalsozialistischen Kampfes und Wollens lag bisher noch nicht auf dem Gebiete Hochschule und Wissenschaft. Wohl stellt der zweite Vierjahresplan erhebliche Neuforderungen an beide, aber noch handelt es sich mehr um gesteigerte Dienst- be reit schäft zur Ermöglichung praktisch-technischer Höchstleistungen als um den Angriff auf das Problem selbst. Er wird erfolgen, wenn unsere Lebensordnungen gesichert und unsere Existenzbedingungen im Sinne des deutschen Sozialismus neu geformt find. Dann, im dritten Abschnitt des großen Aufbauplanes, wird es um die erzieherische Vollendung des deutschen Menschen selbst gehen; dann werden Feinde und Gegner schweigen und abziehen auch hier, wo sie zur Zeit noch mit dem letzten Aufgebot ihrer verbrauchten Wissenschaftsideologie die abschwimmenden Trümmer des liberalistischen Erbes zu retten suchen und dabei denen in den Rücken fallen, die unter der Parole des Reichserziehungsministers Rust das Neue vorbereiten. Dieses Neue ist keine Form und keine Organisation, es ist die Erneuerung der Wissenschaft und ihrer Männer, die bereit und fähig sein müssen, die Grundforderung der Reform zu erfüllen: Wiedergewinnung einer Sinneinheit, einet gemeinsamen tragenden Grundlage und eines gemeinsamen Zieles aller Fakultäten, aller- Fächer und Zweige der Wissenschaft. Die Sinneinheit ist gegeben mit der national- sozialistischen Weltanschauung. Auch die frechere Wissenschaft war auf Weltanschauungsgrundlage erbaut, auf der Idee der Humanität. Mit dem Versinken dieses Fundaments hat jene Wisien- schafthauffassung Recht und Volksgemeinschaft in seiner Spannung zwischen Naturgrundlagen und geschichtlich-politischen Aufgaben: groß und mächtig, viel realer, greifbarer, gestaltbarer als der „reine Geist" der blassen Humanität. Von diesem gemeinsamen Sinnmittelpunkt folgt für jede Einzelwissenschaft die neue Stellung der Grundfrage und Aufgabe und damit die neue Weise der Antwortfindung. Für eine ganze Reihe von Wissenschaftsgebieten sind hier die Vorarbeiten schon geleistet; der Grund ist also gelegt für einen radikalen Neubau der deutschen Hochschule (nähere Ausführungen in meinen Büchern „Wissenschaft, Weltanschauung, Hochschulreform", 1935; „Völkisch-politische Anthropologie" I, 1936; II, 1937). Die weltanschauliche Sinnmitte aller neuen Wissenschaft muß in der Hochschule selb st als wirkendes Zentralorgan, als sichtbare Wirklichkeit in Erscheinung treten. Die alte philosophische Fakultät, die in der liberal-humanistischen Universität als verbindendes Medium zwischen die Fachfakultäten gelagert war, kann diese Zentralaufgabe nicht mehr erfüllen. Vielmehr muß jede Wissenschaft/ jede Fakultät zum weltanschaulichen, völkisch-politischen Sinnmittelpunkt vorstoßen und damit ihr eigentümliches und eigenständiges Maß an Philosophie oder Anthropologie entwickeln bis zu dem zentralen Punkt, wo sie sich mit allen anderen Fakultäten und Wissenschaften trifft. Hier finden alle Einzelwissen- schaften ihre gemeinsam weltanschauliche Verpflichtung und hier wird die wahre Universitas sichtbar in der eigentlichen Bedeutung des Wortes: als die „in eins gekehrte" innere Front der Fächer und der den Wissenschaften zugeordneten völkisch-politischen Berufe. Das wirkende Organ dieser Sinnmitte kann eine Arbeitsgemeinschaft oder eine örtliche Dozentenakademie sein, in der sich mindestens einmal in der Woche die im nationalsozialistischen Sinne führenden Wissenschafter mit dem Nachwuchs treffen. Hier bildet und nährt sich immer neu die Gemeinschaft derer, die willens und fähig sind, die Grundfragen ihres Faches aus dem Sinn des völkischen Lebens neu zu stellen und zu beantworten. Und der immer wiederholte Weg zu dieser Sinnmitte alles wissenschaftlichen Denkens und Handelns führt die Genossen zu immer neuem Bewußtwerden der gemeinsamen Aufgabe und Verantwortung. In gegenseitiger 'Befragung, Belehrung und Förderung werden hier die Schranken der Fächer niedergelegt, wird die Autonomie und Autarkie der Fachwissenschaften durchbrochen und alle vereinigen sich in ihren Grundproblemen dort, wo Wissenschaft und Weltanschauung eins sind. Die alte Nebeneinanderordnung und die historische Rangfolge der autonomen Fakultäten verliert damit ihren Sinn. An ihre Stelle treten die Gruppen der näher verwandten Wissenschaften als Sektoren des Kreises, in dessen Mittelpunkt alle münden müssen, wenn sie in der nationalsozialistischen Hochschule Lebensrecht haben sollen, und an dessen Peripherie ihre berufsbildenden und berufspraktischen Institute gelagert sind. Von der Mitte aus wird jetzt erst eine geistige Gesamtführung der Hochschule und eine einheitliche Gestaltung an ihrem Nachwuchs möglich. Die alte Gelehrtenrepublik mit ihrer von einer Zufallsmehrheit gewählten repräsentativen Spitze wird abgelöst durch die in Sinn und Aufgabe geeinte Gemeinschaft der Wissenschaften. Ihr geistiger Führer wird, wer mit der Gestaltung des Zentralorgans in den Mittelpunkt treten kann, wer die Weite der Ueberficht mit Tiefe der Einsicht und schöpferischer Wegweisung verbindet, er sei Arzt oder Jurist, Philosoph oder Volkswirt. Recht und Verpflichtung seines Amtes bezieht der Rektor ebenso wie seine Dekane nicht allein aus der Autorisierung von oben her, schon gar nicht aus der Übertragung des „Führerprinzips" auf eine überkommene Funktion, sondern aus dem Willen der Gefolg- schäft, aus der er hervorgewachsen ist. Seine Ernennung ist nur die Bestätigung der Fähigkeit und des Rechtes, der gewachsenen und von ihm mitgeschaffenen Führungsgemeinschaft vorzustehen mit letzter Verantwortung vor Volk und Führer. Weil jedoch die Führungslage sich persönlich und sachlich verändern kann, ist ihre periodische lleberprüfung notwendig. Eine amtsmäßige Ersitzung der Führung wird dadurch ausgeschlossen. Aus seinen nächsten Mitarbeitern bildet der Rektor den engeren Führungsrat, der außer dem Senat (Prorektor, Kurator, Dekane, Dozenten- oder Studentenführer) auch die Vertrauensmänner des Rechtswahrer-, Aerzte- und Lehrerbundes umfaßt, soweit sie an der Hochschule tätig sind. Die notwendige Führungseinheit darf nicht beeinträchtigt werden durch die besondere Amtsautorität, mit der einzelne Mitglieder des Führungsrates von ihren Organisationen her ausgestattet sind. Denn immer bleiben Sinn und Aufgabe der Universität — d. h. die von der nationalsozialistischen Weltanschauung durchdrungene und erneuerte Wissenschaft — der alleinige Boden, von dem eine Führung der Universität ausgehen kann. Sv wird das Bild des Neuaufbaus der deutschen Hochschule darstellbar an zwei Kreisen: den der wissenschaftlich-weltanschaulichen Führung und den der politisch-organisatorischen Gliederung. Der erste zeigt an der Peripherie die den völkisch-politischen Berufen unmittelbar dienenden Institute, .Forschung- und Lehreinrichtungen im Raume des Sektors der verwandten Wissenschaften (Fakultäten). In der Mitte wirkt, vereinigend und die Richtung bestimmend, die örtliche Dozentenakademie als die wissenschaftlich-weltanschauliche Führungsgemeinschaft. Der zweite Kreis umschließt die Gesamtheit der Lehrenden und Lernenden (Dozentenschaft und Dozentenbund, Studentenschaft und Studentenbund) mit dem Mittelpunkt des Führungsrates. In beiden Mitten steht der Rektor als Bildner und Vollstrecker des gemeinsamen Willens, nicht mit Amtsautorität, sondern mit Führerautorität regierend. Durch die äußere Veranschaulichung des Universitätsaufbaues in der Gestalt zweier Kreise darf aber nicht der Eindruck entstehen, als würde nun ein Dualismus von wissenschaftlicher und politischer Führung erwachsen. Wie der Rektor beider Führungskreise Mitte ist, so haben in der Dozentenakademie und im Führungsrat die Führer der Einzelwissenschaften bzw. Fakultäten und die Führer der politischen Organisationen (Dozentenbund und Studentenbund) ihre Gemeinschaft. Von allen Organen der Universität führen daher stets die Verbindungslinien zugleich zum Reichserziehungsministerium und zur Parteileitung. Und so wiederholt sich im Problem der Führung an der Universität genau und ganz von selbst das Grundproblem der nationalsozialistischen Revolution, nämlich das Auseinandertreten und neuartige Zusammenfügen von Staat und Bewegung, vom statischen und motorischen Faktor in einem neuen Werden. Oie HZ. zeigt ihre Arbeit. Eine Frankfurter Ausstellung des Gebiets Hessen-Nassau. NSG. Am Sonntag, den 7. März 1937, eröffnet der Gauleiter im Bachsaal in Frankfurt a. M. d i e Ausstellung der Hitler-Jugend des Gebietes Heffen-Nasfau, die vom 7. bis 21. März dauert. Ein riesiger HJ.-Adler erhebt sich über dem Eingang, der mit einem überlebensgroßen Bild der HI. als Vorstufe des Arbeitsdienstes und der Wehrmacht geschmückt ist. Beim Betreten der Ausstellung kommt man in einer Son d erschau, in der den jungen Künstlern unseres Gaues Gelegenheit gegeben wurde, unsere Haltung in der Druck- unb Schriftgestaltung, der Malerei und Plastik darzustellen. Daran schließt sich die Ehrenhalle an, deren Mittelpunkt die Ehrentafel der ermordeten Hitlerjungen und die Plastik eines Jünglings von Prof. Scheibe bilden. Die nächsten Kojen zeigen die Organisation und die sportliche Ertüchtigung der Hitler-Jugend. Hier sind vor allem die sportlichen Hilfsgeräte ausgestellt, die die HI. überall da benutzt, wo ihr keine Turnhalle und keine Turngeräte zur Verfügung stehen. Die Sondereinheiten sind mit Flugzeugmodellen, Funkwagen und Schiffsmodellen oertreten. Ein großer Teil der Ausstellung ist der HI. im Beruf gewidmet. Dabei werden die besten Arbeiten aus dem diesjährigen Reichsberufswettkampf ausgestellt, gleichzeitig arbeiten während der Dauer der Ausstellung Jungarbeiter an der Handpresse; Elfenbeinschnitzer aus dem Odenwald, Töpfer aus dem Westerwald und Feinmechaniker führen praktisch ihre Arbeit vor. Berufslenkung, Berufsberatung und die Betreuung des Jungarbeiters im Betrieb, der Landdienst der HI. sind weitere Arbeitsgebiete, die eingehend und übersichtlich behandelt werden. Die S o z i a I a r b e i t der H I. ist von den Begriffen Zeltlager, Reihenuntersuchungen, Kinderlandverschickung usw., die in engster Zusammenarbeit mit der NSV. durchgeführt werden, nicht zu trennen. Durch Musterräume, wie sie in den neuen Jugendherbergen eingerichtet werden, kommt man in einen vorbildlichen Heim- raum. Der Schulung der Führerschaft ist ein weiter Raum gewidmet. Ein Organisationsplan der Kulturarbeit, zeigt, daß die Kulturarbeit nicht nur ihren Ausdruck in Spiel und Feier findet, sondern vor allem in der volks- und heimatverbundenen Arbeit der Vvlksgemeinschafts- und Werkabende. Die Werkarbeit wird durch reiches Anschauungsmaterial erläutert. Im Heim- bau werden die bisherigen Ergebnisse in unserem Gau mit Modellen von Heimen, die zunächst gebaut werden, gezeigt. Einen großen Raum nimmt auch die Grenz- und Auslandsarbeit und auch die Presse - und Propagandaarbeit ein. Die Ausstellung errreicht schon durch vieles praktisches Anschauungs- und Bildmaterial, verbunden mit sorgfältiger künstlerischer Schrift- und Raumgestaltung eine lebendige Darstellung, die noch durch tägliche Vorführungen der HI.-, Jungvolk- "nd BDM.-Einheiten und Schmalfilmstunden verstärkt wird. E. K. Das Deutsche Mendherberoswerk. Berlin, 2. März. (DNB.) Der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Jugendherbergen und des entsprechenden Amtes in der Reichsjugendführung, Obergebietsführer R o d a tz , macht Mitteilungen über den Ausbau des deutschen Jugendherbergswerks. Nach der Entschuldung des Jugendherbergswerks im Jahre 1933 wurden insgesamt 3 3 9 neue Jugendherbergen mit rund 19 600 Betten und Massenlagern und einer Bausumme von über 16 Millionen Mark geschaffen. Die Uebernach- tungsgebühren wurden auf 20 bzw. 30 Pf. herabgesetzt. Vor allem wurde auch dafür Sorge getragen, daß die deutschen Jugendhöfe nach Möglichkeit ihren Ledens mittelbedarf aus eigenem Grund und Boden decken. Die Zahl der Uedernachtungen ist auf 7,5 Millionen gegen 4,3 im Jahre 1933 gestiegen. Insbesondere wuchs die Zahl der Ausländerübernachtungen oon 106 000 auf rund 194 000. Den größten Prozentsatz stellten die Engländer. Die größte Jugendherberge der Welt ist der „Hein Godenwind" in Hamburg, der 1936 über 71000 Uebernachtun- gen zählte. Die Heime des deutschen Jugendherbergswerks bieten außer der Hitler-Jugend auch anderen Organisationen ^der Partei die besten Erziehungsmöglichkeiten. Trotz der Größe des Werkes, das heute 2000 Häuser mit 250 000 Betten umfaßt, ist der Bedarf an Herbergen noch außerordentlich groß. Die nationalsozialistische Jugend benötigt zur Durchführung ihrer Erziehungsaufgaben noch mindestens weitere 2 0 0 0 Jugendherbergen. Ritt der Jugend. Baldur von Schirach fordert zum Eintritt in das Jungvolk auf. Berlin, 3. März (DNB. Funkspruch.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach hat folgenden Aufruf zur Jungvolk-Werbung 19 3 7 erlassen: Deutsche Eltern, deutsche Jugend! Wieder tritt der Tag heran, an dem ein neuer Jahrgang deutscher Jugend in den Dienst des Führers treten soll. Wie alljährlich rufe ich die Jugend auf, zumGeburtstag Adolf Hitler s in die große Gemeinschaft des jungen Deutschlands einzurücken und in selbstlosem Dienst am Werk des Führers ihre Pflicht zu tun. Im vorigen Jahr hat dieser Aufruf zur Folge gehabt, daß f a st 100 v. H. aller Jungen und Mädels, die das 10. Lebensjahr vollendet hatten, freiwillig in unsere Reihen eintraten. Ich weiß, daß der nun aufgerufene Jahrgang 1927 ebenso selbstverständlich dem Ruf der Jugend folgen wird. Die Millionenzahl unserer Jugend ist die Kraft und das Glück des Deutschen Reiches. Keiner darf abseits stehen, wenn es darum geht, Deutschland stärker und glücklicher zu machen. Es gibt keine größere Ehre, als diesem Reich dienen zu dürfen. Deutsche Eltern, deutsche Jugend, erkennt die Bedeutung der Forderung, die an euch gerichtet wird! Alle dienen dem Führer! Verkürzte Gchulausbildung für begabte Kin-er. Berlin, 2. 2Närz. (DRB.) Reichserziehungs- Minister Rust hat Maßnahmen angeordnet, die mit dazu dienen sollen, unserer Jugend die volkspolitisch wünschenswerte verkürzte Schulausbildung zu ermöglichen. So können nunmehr körperlich und geistig gut entwickelte Schüler und Schülerinnen bei guten Leistungen bereits nach Besuch der drei ersten Klasse n der Bolksschule aus die grundständige höhere Schule übergehen. Der Aufnahme geht eine Prüfung voraus, die von den Lehrern der ausnehmenden Schule im Beisein eines Grundschullehrers abgehallen wird. Heber die Aufnahme entscheidet der Direktor. Die normale Grundschul- ; eit von vier Jahren bleibt grundsätzlich befielen. Es wird jedoch überdurchschnittlich begabten Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Schulausbildung rascher zu vollenden. Weiter wird angeordnet, daß von Ostern 1937 ab in die Aufbauschule solche Schüler und Schülerinnen ausgenommen werden können, die die lehteVolks- schulklasse mit Erfolg durchlaufen haben. Damit werden die Aufbauschüler ebenfalls eine Gesamtschulzeit von zwölf Jahren haben, wie die übrigen höheren Schüler. Das gepanzerte Italien. In der Dienstagnacht hat der Faschistische G r o ß r a t in Rom unter Vorsitz Mussolinis die Verstärkung der italienischen Wehrkraft beschlossen, kurz bevor der Duce Afrika besuchen wird. Der Faschistische Großrat ist der Meinung, daß „irgendwelche Möglichkeit einer Rüstungsbeschränkung endgültig auszuschließen ist". Er zieht die Folgerungen aus dem englischen Aufrüstungsprogramm, das das größte Wehrprogramm ist, das jemals eine Nation angenommen hat, und er beantwortet die Aufrüstung der Nationen damit, daß Italien sich in Verfolg der bisher eingeschlagenen Taktik auf seine eigene Kr a ft verläßt. Unter dem Faschismus ist Italien eine straff durchmilitarisierte Nation geworden. Die Militarisierung der aktiven Kräfte zwischen 18 und 55 Jahren wird jetzt fortgesetzt, die militärischen Bedürfnisse sollen nach Möglichkeit im Lande selbst befriedigt werden, die hochentwickelte italienische Wissenschaft und Technik wird dafür eingesetzt, und da Italien unter dem Faschismus organisch seine militärischen Kräfte zugleich mit seinen völkischen entwickelte, ist der Beschluß des Faschistischen Grvß- rates lediglich als Weiterentwicklung der Polittk der Verselbständigung zu betrachten. Demgemäß werden ganz besonders auch die Erfolge der italienischen Außenpolitik hervorgehoben. Das nationale Spanien wird in warmen Worten begrüßt, „mit Freude" wird die Entwicklung des deutsch-italienischen Verhältnis- s e 5 betrachtet und das Mittelmeerabkommen mit England vom 2.Januar 1937 sowie das neue Verhältnis Italiens zur Türkei mit zustimmenden Worten begleitet. Auffällig, aber nicht zufällig ist die Nichterwähnung Frankreichs. Der Gegensatz der französischen Dolksfronttegierung Blum mit ihrem bolschewistischen Anhängsel zur Staatsauffassung und Friedens- polittk Italiens ist nicht nur im Spanienfall brennend geworden. Wiederholt hat der Duce in den letzten Monaten in seinen öffentlichen Reden Frankreich mit Gleichgültigkeit behandelt, und die Phantasien der französischen Presse über angebliche deutsch-römische Zwistigkeiten in der Donauraumpolitik oder über angebliche Absichten Italiens im Mittelmeer können den Verlust des ftanzösischen Prestiges in Europa nicht ersetzen. Etwa bis zum Abessinienkrieg war -unzweifelhaft Frankreich die militärische Vormacht des Festlandes. Seitdem aber hat sich ein Strukturwandel vollzogen. Das Rückgrat der festländischen Politik ist nach Mussolinis Worten tatsächlich die Achse R o m—B e r I i n , und Frankreichs Prestigepolitik ist brüchig geworden mit dem Aufkommen zweier friedliebender und stolzer Nationen wie Deutschland und Italien. So wurde die mit gewaltigen Opfern Frankreichs erkaufte Tyrannei von Versailles erledigt. Um die Lage Italiens in militärischer Beziehung und seine neue Stärke zu verstehen, ist es notwendig, einen Blick auf die Entwicklung der italienischen Waffen unter dem Faschismus zu werfen. Sein afrikanisches Imperium erkämpfte Italien mit überraschender Schnelligkeit zu einer Zeit, als die anderen Mächte militärisch noch nicht geeint waren. Die Völkerbundspolitik gegen Italien ist hauptsächlich deshalb zusammengebrochen, weil niemand wagte, dem schwergerüsteten Italien gegenüber militärische Sanktionen zu verhängen, d. h. den Krieg zu erklären. Nach dem Siege hat Italien seine Kräfte weiter entwickelt, die Manöverrede Mussolinis in Aoellino wurde ergänzt durch die Aufstellung eines Kolonialheeres in Öftafrifa am 12. September 1936. Der Ministerrat vom 10. Oktober 1936 beschloß, das Kriegsministerium einem neuen und energischen Mann, dem Untergeneralstabschef P a r i a n i anzuvertrauen und Mussolini hat wiederholt ausgesprochen, daß Italien „für alle Eventualitäten gerüstet" ist. Die^ Rüstung erstreckt sich auf das' Landheer, auf die Luftflotte und den Ausbau einer modernen Seemacht. Das italienische Landheer wird durch den jährlichen Rekrutennachschub von etwa 350 000 Mann gespeist, es ist weitgehend mechanisiert und hat Sondertruppen wie die Alpinis usw. Während Italien 1914 nach dem französischen Militärblatt „Frayce militaire" nur 250 000 Mann unter den Waffen hatte und im Weltkriege mit 550 000 Mann in die Jsonzoschlachten ging, umfaßt es jetzt einen Bestand von 325 000 weißen und 150 000 farbigen Soldaten. Innerhalb eines Tages ist Italien in öer Lage, 1,25 Millionen Soldaten zu mobilisieren, ohne auf die farbigen Truppen zurückgreifen zu müssen. Italiens gesamte Wehrmacht beträgt 7,8 Millionen Mann. Das Heer ist in dreizehn Armeekorps gegliedert, darunter ist eins in Sizilien. Der Italiener dient ein Jahr im stehenden Heer. Er wird aber häufig zu militärischen Hebungen einberufen. Die Gründe dafür liegen in der finanziellen Lage Italiens. Ergänzt wird diese Riesenarmee durch den Aus- b a u d e r Luftwaffe. Während Italien in be> Vorkriegszeit keinen Flugzeugbau kannte, ist durch die Tatkraft Mussolinis in Verbindung mit der het- rt. Zeitschriffen. und Die Liedes wesenseigenen Deutschtums in der übernommenen I ®oaen. öer niS^„?ri6PX b2,m2‘i^e.n Die VeschlUe H Zaschistischen Sro-rats. der, den Frieden zu erhalten. Die Opposition mäge ihre Haltung mäßigen, um im Auslande nicht den Eindruck zu erwecken, daß eine Uneinigkeit bestehe, die tatsächlich nicht vorhanden sei. Man habe drei große gemeinsame Grundlagen: die Verteidigung der althergebrachten Freiheit, die Erfüllung der Verpflichtungen Englands und als bedeutendste von allen den Frieden. Der englische Einfuhrzoll für Roheisen aufgehoben. 3n Leaminglon habe er gesagt, wenn der Anlaß gegeben sei, würden die britischen Waffen unter Umständen zur Verteidigung Frankreichs und Belgiens benutzt werden können, um gemäß den vertraglichen Verpflichtungen einen unprovozierten Angriff abzuwehren. Wenn ein neuer Vertrag ausgehandelt werden könnte, so sei Großbritannien bereit und willig, Deutschland dasselbe zu versprechen. Die Gegenseitigkeit des Locarnovertrags habe beim britischen Volk stets Zustimmung gefunden. Wenn man eine Politik allgemeiner Verpflichtungen in Europa empfehle, so ginge man aber über die Vülkerbundssahun- gen hinaus und befürworte eine Politik, die keine Regierung unterschreiben könne, wenn sie nicht absolut davon überzeugt sei, sie durchführen zu können. Richt möglich sei es aber, eine derartige Politik ins Auge zu fassen, solange sich die britischen Rüstungen auf ihrem gegenwärtigen Stande befänden. Jedermann im Auslande weih, daß Großbritannien niemals in Widerspruch zu seinen Völkerbundsverpflichtungen zum Kriege schreiten werde. „Wir müssen alle-, so schloß Eden, „die Rokwendigkeik der Aufrüstung bedauern, aber wir sind der Ueberzeugung, daß dieses Land eine größere Wacht haben muß, um die Streitkräfte des Friedens zu stärken. Die Politik der britischen Regierung besteht hinsichtlich der Rüstungspolitik darin, daß sie den ihr größtmöglichen Beitrag für die Erhaltung des Weltfriedens leistet." ^Henderson (Labour Party) erklärte: Die Bolkerbundssatzung verlange, daß das Opfer eines Angriffes verteidigt werde durch militärische Sanktionen. Eden gehe nicht weit genug. Ein Westpakt, der die britischen Verpflichtungen auf Frankreich, Belgien und Deutschland beschränke, sei in keiner Weise geeignet, den europäischen Frieden wirksam London, 3. März. (DNB. Funkspruch.) Durch eine Verordnung des englischen Schatzamtes ist der 33 o. H. betragende Einfuhrzoll für Roheisen auf gehoben worden. Ferner wird der Zoll für Eisen - und Stahlerzeugnisse, die im Rahmen der Kontingente und mit Ursprungszeugnissen versehen nach England eingeführt werden, von 20 auf 10 o. H. herabgesetzt. Die Verordnung kann als unmittelbare Folge des englischen Aufrüstungsprogramms betrachtet werden, durch das eine außergewöhnliche Nachfrage nach Stahl und Eisen entstanden ist. In einer Erläuterung wird erklärt, daß sich beim Bezug angemessener Lieferungen von Roh- Schrotteisen Schwierigkeiten ergeben hätten. Nachfrage nach Roheisen sei größer, als die ferungen aus England und anderen Teilen britischen Reiches. vorragend guten italienischen Automobilindustrle nne Caproni, Fiat, Alfa-Romeo usw. in wenigen Jahren eine Luftflotte geradezu aus dem Boden gestampft worden. Die italienische Luftfahrtindustrie hat die große technische Erfahrung und die Verfügung über einen langjährig erprobten Stamm von Fachleuten und Konstrukteuren, wie sie in gleichem Ausmaße nur wenige Länder der Welt be- i noo * ausländischen Pressemeldungen war bis 1928 bereits die italienische Produktion auf 790 »MMe gekommen, bis 1933 waren jährlich ruiib i t hinzugekommen, und man schätzt, daß 1936 rund 2500 Flugzeuge gebaut wurden. Im !irnn Jahre sollen rund 3000 Flugzeuge und 7/00 Flugzeugmotore gebaut werden. Die langge- streckte Küstenlinie Italiens wird durch die militärische Luftwaffe also ausreichend geschützt. Hinzu hommt aber, daß Italien sich in den letzten Jahren auch zu der im Mittelmeer führenden S e e- macht entwickelte, nachdem es noch vor dem Kriege seme Kriegsschiffe in England bauen lassen mußte. D.e imBau befindlichen Kolosse von 35 000 Tonnen „Llttorio" und „Vittorio Veneto" sind die stärksten und bestbestückten großen Schlachtschiffe, die es bisher gibt, und schneller als die berühmten britischen Dreadnoughts „Nelson" und „Rodney". Schließlich lsl sein Schlachtschiffgeschwader eins der schnellsten und größten. Italien baut Zerstörer mit Rekordqe- 9Eeiten' es h^t davon ungefähr 100. Ferner besitzt €5 19 schnelle Kreuzer und mindestens 75 U-Boote. So kann Italien, auf die eigene Kraft vertrauend, mit Stolz auf die Leistungen des Faschismus verweisen, der ein Volk in Waffen schuf. London, 2. März. (DNB.) Im Unterhaus führte der Labour-Abgeordnete Greenfelt Klage darüber, daß die englische Regierung sich nicht mit voller Ueberzeugung für eine kollektive Sicherheit einsetze. Er erwähnte die Rüstungen verschiedener Lander, wobei er es nicht unterlassen konnte, die Friedenspolitik Deutschlands zu verunglimpfen und forderte den Außenminister schließlich auf, sich über das Sicherheitsproblem West- und Mitteleuropas zu äußern. Außenminister Eden wandte sich gegen die Behauptung, daß die britische Regierung ihre Augen vor der wirklichen Lage schließe. Die Regierung habe in der spanischen Frage von Anfang an entschieden die Politik der Nichteinmischung unterstützt. Sobald der Kontrollplan arbeite, würde die nächste Aufgabe darin bestehen, die Zurückziehung der in Spanien kämpfenden fremden Staatsangehörige n zu erreichen. Eden wandte sich hierauf dem W e st p a k t zu. Er bedauere, sagen zu müssen, daß erfreulichen Fortschritte zu verzeichnen seien. britische Regierung wolle die Hoffnung noch nicht ausgeben, daß es möglich sei, die beteiligten Volker am runden Tisch zur Behandlung dieser Frage zusammenzubringen und ein Ergebnis zu erzielen. u tlm Englands Verpflichtungen Auhenpoiitische Debatte im Unterhaus. keine 9r°6^ Anzahl formvollendeter nnn! m ben "Gärtnerin aus Liebe" den vollen Wert einer Mozart-Oper. Durch Zusammen- fassung aller Kräfte erzielte das Deutsche Opern- Haus eine glanzvolle Wiedergabe. Stilbildende Bedeutung für die Aufführungspraxis darf die Jnsze- merung von Alexander d'Arn als beanspruchen, der eine ebenso reizvolle wie neuartige Uebertra- gung der barocken Bibiena-Bühne auf heutige Theateroerhaltnisse vorgenommen hat. Unter Karl 2aJt"ieiJ,s sorgsamer musikalischer Leitung war nhFfCmb 6x - ^er Ä md,r bewußt. Das musikalische Drama Richard Wagners mit seiner auf spätromantiscber §nUnla9e geschaffenen Einheit von Gesang und Sprache und allen theatralischen Künsten verdeckt b/ch6.erlchtete Leistung Glucks, der ein Jahrhundert früher' dasselbe Ziel schon einmal anstrebte npf!mhaU NaIAstischem Boden einen Nachfolger Stunden zu haben. Die Gewöhnung an die ae- sicherten Errungenschaften Wagners läßt den Heu- ^KlÄ-^rbesucher kaum mehr empfinden, wie h bas erstarrte Opernschema f « durchbrochen wurde, wie an die Stelle kehlfertigen Virtuosentums tyrannisch-eitler Sänger rT musikalische Ausdruckskunst getreten ist die Wort entzündete und die Form der musi-! kalischen Deklamation aus dem Gang der Handl hÄ Konservative Lennox-Boyd sagte, daß die Verpflichtungen Englands begrenzt sein soll- frV. ba?- b,e automatischen militärischen Verpflichtungen sich auf den Schutz der eigenen Dominien und Frankreichs und Bel- g i e ns beschränken müßten. Er nahm in der Kolonialfrage einen eindeutig ablehnenden Standpunkt ein. Unterstaatssekretär Lord Cranborne betonte Regierung und Opposition stimmten darin überein' daß die Streitmacht niemals zum Angriff benutzt werden sollte. Die Regierung stehe außer- hLmf>Ur eEliven Sicherheit, ebenso wie £le, ^Position. Kollektive Sicherheit aber bedeute daß die Kräfte die sich für ein System des internationalen Rechtes und der Ordnung einsetzen £,ar£e,r sein müßten als die, die dagegen wä- el atud) ^icht jeder Nation, die die kollektive Sicherheit unterstütze, dafür zu sorgen, daß die eigenen Kräfte stark genug dafür seien. Es sei besser, sie-seien zu stark als zü chwach. Die Abrüstungskonferenz sei in der Haupt" ache an der „historischen Feindschaft zwischen Nationen gescheitert, die sich gegenseitig voller Verdacht yegenuberstunden" Die Luge sei noch die selbe ?l.c„ Regierung erkenne wie „außerordentlich deli- it f M hßQ0^fex 2)05 Hauptziel der britischen ^o- wifjei der Friede, und der Zweck der Wehrmacht Der Labour-Abgeordnete Bellenger beschäftigte sich u. a. mit dem deutschen kolonial- ansprnch. „Wir haben zu überlegen", so saate er, „ob wir ein Land wie Deutschland i n d e r - selben Lage halten können, in der es 1918 war, als es gezwungen wurde, einen ungerechten Vertrag zu unterschreiben. Denn wir aber sagen, daß Deutschland berechtigte Beschwerden hat, müssen wir einen Ausweg aus diesen Beschwerden finden." England könne unmöglich erklären, daß es Deutschland für immer den Zugang zu „einigen" jener Kolonien verweigere, die es Deutschland 1919 geraubt habe. Wan dürfe nicht glauben, das Empire könnte auf der Grundlage des Rechtes der Eroberung erhalten werden. zu festigen. Auf der Grundlage der kollektiven Sicherheit könne der Friede in Europa nicht erzielt werden, falls die britischen Verpflichtungen sich auf diese drei Länder beschränkten. Notwendig sei ein europäischer Pakt, der alle Länder umfasse auch Deutschland. Sollte sich Deutschland nicht beteiligen wollen, so solle man es fortlassen. Sir Austen Chamberlain (konserv.) erklärte, er halte ein neues Abkommen nicht für notwendig' Das Abkommen, das zwischen allen Völkern be- »tehe, genüge völlig, wenn man die Absicht habe, es auch zu beachten. Die Schwierigkeit liege nicht darin, daß zu wenig Verträge vorhanden seien, sondern daß die Verträge nicht genügend bell ch t e t werden. Der Kellogg-Pakt schließe, wenn man sich an ihn halte, den Krieg als Mittel der nationalen Politik aus. Er erlaube den Krieg lediq- lich zur Verteidigung. Kein neuer Vertrag könne diese Verpflichtungen verpflichtender gestalten. Er ■1 .^erzeugt, daß der Außenminister zu unterscheiden wissen werde zwischen den Fällen, in denen England zu sofortiger Handlung verpflichtet sei und denen, in denen es nur seinen Teil beizutragen oder mit dem Völkerbund eine friedliche Regelung sicherzustellen habe. Man dürfe das Land nicht lange 6U etwas verpflichten, weil es nicht feststehe daß das Land die Verpflichtungen dann auch gut- heiße. Es würde aber ein gefährlicher Fehler sein anzunehmen, daß, weil England sich nicht verpflich- tet hatte, in diesem oder jenem Fall zu handeln, es auch nicht handeln würde. Was England dann tun werde, liege in der Entscheidung des Volkes und des Parlaments zu der fraglichen Zeit. Für die oppositionellen Liberalen erklärte Sinclair, England sei bereit, alle Energie darauf SmDChAcnron^Um ^Mtem ZU errichten, unter dem das Recht aufrechterhalten werde, geschützt durch em System kollektiver Sicherheit. Es sei notwendig, einen Völkerbund mit festerem Gefüge als heute zu schaffen. Bor wenigen Tagen sei er von einem Unterhaus- mitglied gefragt worden, ob der Außenminister in unmißverständlichen Worten erklären wolle, daß Großbritannien keinerlei Abtretung von Gebiet in Betracht ziehe, das sich unter britischer Kontrolle befinde. Lord Cranborne habe ehemals geantwortet: Wie die Regierung früher festgestellt habe, habe die Regierung eine solche Uebertragung nicht erwogen und erwäge sie nidjt. Die,- Erklärung, so sagte Eden, stelle die Politik der britischen Regierung dar und er habe die er Antwort n i cf) ts t) in3u3 u f ü g e n. (Beifall auf den Regierungsbänken.) “ 3mMärzheft der Zeitschrift „Die Kunst" §^ag F. Bruckmann AG., München, macht fpfn hpm w9er' H?lfingfors, mit Axel Gallen-Kal- ^oler finnischen Volkstums, bekannt, des- &pi,nnnCr ba5 Besicht seiner Heimat widerspiegeln. r«rio*-iJei9^n ölß weiteren Darbietungen: Terrakotten", „Hans Thoma und die n "®IQnnino Marchig", „Professor Karl -oerthold, „Das Seebad der Zwanzigtausend", '1'mSJrn?1!benJum fertigen Bronzeguß". Im bcs Heftes finden wir alles, was der Behaglichkeit und dem künstlerischen Geschmack des Heims dient: Englische Raumkunst von heute, Klein- Hauser der Architekten Hopp & Lucas, Königsberg, Gartentopfe von Clary von Rucktefchell-Trueb, ein Einfamilienhaus von Architekt Jean Krämer, Ber- un, Arbeiten des Architekten Hermann Gretsch, Stuttgart, neue Fensterdekorationen von Dora Len- , nartz, Mannheim. Den Artikeln schließt sich ein Zeit-1 großer Nachrichtenteil an. 1 Das einzige Ritte! zur Sicherung des Friedens. Italienische Pressestimmen zum Anfrüstungsbeschlutz. < Mailand, 3. März. (DNB. Funkspruch.) Zu -^fchlaffen des Großen faschistischen Rates schreibt der Mailander „Popolo d'Jtalia" u. a.: „Die Gir Thomas Beecham dirigiert Gluck und Mozart. Englands repräsentativer Dirigent, Sir Thomas Beecham, konnte an der Spitze seines eigenen feuttoer^h?5 DOr kurzem in einem Dutzend 3*C61* u°n neuem die Wertschätzung fest- ^e9env .ölß wan seiner Kunst in Deutschland eut- GardenlnThP^eÖt der Leiter des Covent- Eers auch seine besonderen Fähigkei- spiel burd) ein dreitägiges Gast- ff'J03 S.r Thomas an der Berliner St a a t s o p e r gab. Ausverkaufte Häuser und GraVbnf? .?ß'lallskundgebungen waren das äußere Gw Verdienst um die meist etwas zu kurz kommende Mozartpflege in Berlin erwarb sich auch das Deutsche Opernhaus mit der Erstaufi fuhrung bet „Partnerin aus Liebe" Durch die Arbeit des Mozart-Uederfetzers Siegfried An- V1r ist es nicht nur gelungen, eine flüssige an Stelle des berüchtigten Operndeutsch zu setzen; Anheißers stilgerechte Rekonstruktion verlorengegangener Rezitative aus der Ver- tonung des gleichen Stoffes durch Anfossi hat das bezaubernde Werk des neunzehnjährigen Mozart der deutschen Bühne neu geschenkt. Mag die Tunn m,* '9^^^eisters in dieser Jugend,chop- Befriedungsmaßnahmen in Rumänien. Bukarest, 2. März. (DNB.) Der rumänische Ministerrat hat sämtliche H o ch s ch u l e n und Hoch- schulheime gesperrt. Die Lehrtätigkeit wird erst nach Inkrafttreten des neuen Hochschulgesetzes wieder ausgenommen. Das Uniform- und Abzeichenverbot soll verschärft werden. Ferner wurde der Kultusminister ermächtigt, mit dem Patriarchen Maß- nahmen zur Bestrafung jener Priester zu oer- einbaren, die am politischen Kampf teilnehmen. Die Ausnutzung der Kirche als politische Waffe soll unmöglich gemacht werden. Schließlich sollen sämtliche Logen und Geheimverbände aufgehoben werden. Volksfront-Tiiederlage bei den Vundfunkwahlen in Frankreich. P a r i s, 3. März. (DNB. Funkspruch., In Frank- recch haben die Wahlen für den Vermal- * u n 9 5 ,r aties staatlichen französischen Rundfunks stattgefunden, bei denen jeder Besitzer eines Rundfunkgerätes wahlberechtigt war. Dienstag waren folgende Ergebnisse bekannt: Die rechtsgerichtete Liste „Radio Familie" 200 OOO Stimmen, die Volksfront-Liste „Radio Frei- h e i t" 160 000 Stimmen, Liste der Künstleroereini- 9ung 5400 Stimmen. In Straßburg konnte „Radio Familie" 82 141 Stimmen auf sich vereinigen, während die Liste der „Radio Freiheit" nur 33 638 Stimmen erzielte. Auch in den anderen ^endsbezirken führt die Liste der Rechtsopposition zum Teil mit einer erheblichen Stimmenmehrheit. Rom. 2. Marz. (DNB., Im Faschistischen ^r.r°,Bra t berichtete Mussolini über die militärische Vorbereitung der Nation. Der Großrat nahm folgende Tagesordnung an: Der Großrat 6e-- trachtet den Stand unserer militärischen Ausbildung als befriedigend. Er ist jedoch der Ansicht, daß irgendwelche Möglichkeit einer Rü- ^."gkbeschränkung endgültig auszu- schließen ist, und beschließt daher: a) die Verwirklichung eines Planes für eine weitere a n - gemessene Vermehrung unserer Wehrmacht; b) die Verlängerung der dem Generalkom- Mlssariat für die Kriegsproduktion übertragenden Aufgaben auf fünf Jahre; c) die vollständige Militarisierung sämtlicher ak- r ä ff e öer Ration zwischen 18 und oo I ah r e n mit regelmäßiger Einberufung der mobilisterbaren Klassen; d) die Erreichung eines Höchstmaßes an Autarkie, was die mili- tarijchen Bedürfnisse anbetrifft, und wenn nötig, vollkommene Hintanstellung der zivilen Bedür nisse hinter den militärischen; e) die Aufforderung an ? alienische Wissenschaft und Technik zur Mit- damit diese Höchstmaße an Autarkie mög- rasch erreichen werden, da nur durch die Wis- fenschast, durch die Tüchtigkeit und Opferbereitschaft die weniger begünstigten Völker einen etwaigen An- gnff von Ländern Stand halten können, die über reidjere unb grö&ere Hilfsquellen verfügen. Der Faschistische Großrat drückt seine Solidarität mit dem nationalen Spanien X5 xnÖ beqrüßt die Truppen Francos, deren Weg das Ende jeden bolschewistischen Versuches im Westen und den Beginn einer neuen Epoche der Macht und sozialen Gerechtigkeit für das spanische -Colt bedeuten wird, das mit dem Italiens durch lahrhundertealte Bande der Rasse, Religion und Geschichte verbunden ist. Der Außenminister wird beauftragt, der Regierung Franco diese Tagesordnung amtlich zux Kenntnis zu bringen. Der ?lr! italienische Außenpolitik und stellt mit Freude fest, daß di e^ Politik des italienlsch - deutschen Einverständnisses sich forte nwickelt und ihre zuneh- mßI1ro praktische Wirksamkeit gezeigt hat. Er stellt Befriedigung fest, daß dieitalienisch-bri- '^^5-bkommen vom 2. Januar eine n ü tz- Klärung der Beziehungen zwischen den K er ßal^ern. ™ Hinblick auf bas Mittelmeer L"stellen. Er nimmt die positiven Ergebniffe zur Kenntnis, die tn den i t a l i e n i, ch - t Ü r k i, ch - n ■°eJ,pr.l4un9en von Mailand erreicht wurden b.? m-T'ä)tonDtd’ einmal seinen Willen zu wirksamer friedlicher Zusammenarbeit auf allen Gebieten und mit allen Landern aus, die den Wunsch zur Zusain- mi • bem si-Ichistisch-n Italien gezeigt haben oder zeigen werden. ä" Entscheidungen des faschistischen Großrates sind klar und so logisch, wie man es erwarten konnte. Wenn die vom Golde beherrschten und mit dem Bolschewismus verbündeten Staaten ihren militärischen Bilanzen mit dem Besitz ihres Goldes aufhelfen, so beantwortet Italien dies mit der Heranziehung feiner herrlichsten Hilfsquellen des Geistes, des Willens und des Mutes. Italien, das in der wirtschaftlichen Belagerung erstickt werden sollte, fürchtet die gebrechlichen demokratischen Rüstungsdrohungen nicht und setzt seinen geraden Weg fort." Der „Sortiere della Sera" stellt fest: Stark und Oie l^oldaienversicherung. Der Oberbefehlshaber des Heeres teilt mit: Die in Aussicht gestellte gesetzliche Sonderreglung oerJnoaliden- usw. Versicherungs- Verhältnisse der seit 1. 10. 35 eingestellten hrpfllchtigen konnte noch nicht zum Abschluß gebracht werden. Es ist beabsichtigt, den Soldaten, die bet Eintritt in die Wehrmacht beruf s- tig D er sich er t waren, die zur Ableistung der Dienstpflicht tn der Wehrmacht verbrachte Zeit als r 2r 6 3 e 1 f für die Erfüllung der Wartezeit ge= - Zu gewährleisten. Das in Vorbereitung be- ftudliche Gesetz soll nach den bestätigen Verhand- lungen abl. Dttobcrl935mirtfam werden. Verstärkte Hilfe der Krankenkaffen für kinderreiche Familien. ^Perlin 2 März. (DNB.) Die gesetzliche Krankenkasse setzt sich den Schutz der Familie und deren Gesunderhaltung zur besonderen Aufgabe Sie gewahrt daher nicht nur dem Versicher- f^?£ern uuch seiner Familie bei Krank- Z'Wlederherstellung der Gesundheit. Der Beistand der Krankenkassen umfaßt auch die Woche nhi I f e. Die Bedeutung gerade dieser Lei- stung ergibt sich aus der Tatsache, daß in Deutsch. uou drei Kindern zwei unter dem Schutz der Krankenversicherung zur Welt kommen. Für die ^lstungen an die Familienmitglieder erheben die v" fexnß Sonderbeiträge. Vielmehr wird auch der ledige oder kinderlose oder kinderarme Versicherte mit feinem Beitrag zur Deckung der Kosten hPi?'1*63?9611’ ®!n ®rIa^ des Reichsarbeitsministers hf»e@net? e5t> h 5 DOr . allem wünschenswert, daß die Krankenkassen m ihren Satzungen eine A b - ftufung d e r Mehrleistung en der F a m i - Bogen, der. niemals'abti^ Mit^raMr Hand schneie der Dirigent kammermusikalische Konturen ein 3ni beziehungsreichen Heroorheben solistischer Or- mm,leInerL Jnstrumentengruppen Gluckfcher K?nst.'° $Crttautt>eti mit d-m Wesen in der Darstellung Mozarts zeichnete sich die Vereinigung von dramatisch wirksamem Ausbau mit durchsichtiger Gestaltung des Klana! m5 ülrneWe Eigenschaft des Opernditi- genten Beecham ab. Die Gelegenheit, feine von 9rerf^? erpretahon Hügels herkommende Mozarti Auffassung zu zeigen, bot dem englischen Gast eine Aufführung d-r „E n t f ü h r u n g v u s b e m (»r L -t?le Zuvor unter Johannes Schülers de,chwingter Leitung neueinstudiert worden war. Der gesangliche Mittelpunkt ist Erna Ber- ger, die als Constanze den virtuosen Koloraturgesang mit einzigartiger Beseelung zu durchdringen immer stärker zu bkeiben ist das einzige Mittel, um so lange wie möglich den zum Wiederaufbau des gemarterten Europas notwendigen Frieden zu sichern. Die Militarisierung des Volkes wird in technischer, organisatorischer und ausbildender Hinsicht tatkräftig verwirklicht werden. Der Augenblick ist gewaltig, weil sich das Schicksal der europäischen Zivilisation entscheidet. Was in Spanien geschieht, gibt einen Maßstab für die Gefahren, denen Italien sich aussetzen würde, wenn es uicht mit den Waffen und mit dem Geiste stark ae- rüstet wäre. a 1,1 uuciiiummenen Kunstsorm der Oper kennzeichnet, verpflichtet dennoch unsere Bühnen, den Opern Glucks ihren Platz auf dem Spielplan zu erhalten. Die Berliner Staatsoper hatte zu diesem Zweck die besten Kräfte, die ihr zur Verfügung stehen, sur eine Neuinszenierung eingesetzt. Der Generalintendant Heinz Tietjen führte selbst Regie, und Emil Preetonus gestaltete den bildlichen Rahmen. Wo immer diese beiden Künstler zusammen- es eine ebenso stilgerechte wie geist- volle Aufführung. Die verschiedenen Wesensbereiche des Werkes wurden dabei feinsinnig durchleuchtet. Las antike Element trat in einem Bewequnqsstil unö einem Elysiumbild zutage, die die Ueberzeitlich- kelt des Geschehens vereinigten mit einer Aufwallung des Griechentums, wie sie das 18. Jahrhundert ausgebildet t)at. Dieser Hinweis auf die Entstehungszelt des „Orpheus" setzte sich auch in der choreographischen Schlußapotheose durch. Eine kühne aber unaufdringliche Andeutung der geistigen Verwandtschaft zwischen Gluck und Wagner durfte man in den Unterweltszenen erblicken' in b“cr’ 3«[fen6Htiem Pre-torius feine eigene „Ring-Ausstattung zu zitieren schien, während ■ bewegungsmäßige Begleitung der 9en™‘en Furienchore in die Nachborfchaft der Nibelhelm-Szene ruckte. der Inszenierung wurde aufs er?ran^ ^rd) die musikalischen Leistungen. Der quellende Wohllaut von Margarete Kloses sattem Alt trug den „Orpheus". Durch die Nn^79.!7>? Müllers stimmlicher Änöl LWtz7ng ?e"'Öe7efi*ert Ln7 au* '"°^en Meisters in dieser WnMW , Maria Cebotaris Anmut ^bob^"die h 9 ^och nicht erreicht sein, der Gewinn ist Hand-Ides Arnar auf die gleiche Höhe. Mit bemerkens- aiÄfgg^ I) r r t t. 5 e n ) !. n r. e 0 r ii n lienhilfe nach der Kinderzahl vorschreiben und bei der Begrenzung der Familienhilfe für Kinder von kinderreichen Versicherten eine h ö he r e Altersgrenze als für Kinder anderer Versicherter festleaen. Auch sollen die Krankenkassen bei kinderreichen Versicherten keine Beteiligung an den Wegegebühren für Aerzte usw. verlangen. Endlich soll bei den Zuschlägen zum Kranken- und Hausgeld die Kinderzahl berücksichtigt werden. Die Krankenkassen werden damit noch mehr fük die Durchsetzung der bevölkerungspolitischen Aufgaben und Ziele des nationalsozialistischen Staates eingesetzt. ExemplanscheSirasenfürpreiswucher Eine Warnung des Reichskommissars. Berlin. 2. März. (DRV.) Der R e i ch s k o m - mifsar für die Preisbildung teilt mit: Die Inhaber der Obsthandelsflrma Gebrüder Dralle in Drochtersen (Regierungsbezirk Stade), Bauer und Obsthändler Hermann Dralle und feine Söhne Adolf, Jonny und Robert Dralle, sind wegen Preiswuchers mit einer Geld- strafe von 3 5 0 0 0 0 Mark bestraft worden. Der Betrieb ist geschlossen worden. Es ist Sorge getragen, daß die noch vorhandenen Aepselvorräte ordnungsmäßig verwertet werden. Die Gebrüder Dralle lieferten als Versandhändler Aepfel aus dem niederelbischen Obstanbaugebiet (Alte Lande) nach Berlin, Hamburg und Köln zum Preise von 52 Mark, ja sogar 57 Mark je Zentner, trotz Bekanntgabe an den Versandhandel, dah als Höchstabgabepreis nur ein Preis von 32 Mark zu- gelassen sei. Dabei pflegten die Dralles den Rechnungsbetrag auf den zugelassenen Höchstabgabepreis auszustellen, die Rechnungen wurden also gefälscht. Bezeichnend für die Gesinnung dieser Volksschädlinge ist, dah ihre Gesamtspende für das Winterhilfswerk 1936/37 280 Mark betrug. Rach einer vorliegenden Sachspendenquittung sind von ihnen in Berlin zwei Pfund Aepfel gespendet worden. Die Bestrafung der Dralles möge allen denjenigen zur Warnung dienen, die noch heute glauben, sich durch Preiswucher auf Kosten ihrer Volksgenossen ungestraft bereichern zu können. Das Preiserhöhungsverbot vom 26. Rovember 1936 gilt uneingeschränkt und ist von jedem Volksgenossen zu beachten. Zuwiderhandlungen werden, wie dieser Zoll zeigt, aufs schwer st e be st rast. Das Ernährungshiisswerk im Gau Heffen-Aaffau. Oer Gauleiter besichtigt die vorbildliche Schweinezucht in Darmstadt. NSG. In Begleitung des stellvertretenden Gauleiters, Staatsrat Reiner, des Landesbauernführers Dr. Wagner und des Kreisleiters W a m b o l d t besichtigte Gauleiter Sprenger einen Abschnitt des Kampfes gegen den Verderb, die Verwertung der Küchenabfalle für Futter- zwecke einer Schweinezucht in Darmstadt. Deutlich wurde hier bewiesen, wie aus ehedem brachliegenden Werten ein wesentlicher Beitrag zur Erringung der deutschen Nahrungsfreiheit geleistet werden kann, wenn dieses Beispiel allgemein Schule macht. Gewiß stützte man sich in der Einrichtung bereits auf Erfahrungen, die in Notzeiten durch die Regieställe gesammelt wurden, aber dennoch ist die Grundlage der neuen Einrichtung wesentlich verschieden von jenen einstigen Behelfen. Freiwillig beteiligt sich heute die gesamte Bevölkerung an der Aktion. Kein Haus gab es, aus dem nicht beim rufenden Klang der Glocke des NSV.-Helfers Frauen und Mädchen bei den Lastwagen des Ernährungshilfswerkes die gesammelten Abfälle ablieferten. In einer Sortierstelle konnte dann die sachgemäße Trennung der Küchenabfälle besichtigt werden. Mit Gummihandschuhen bekleidet sortierten flinke Frauenhände den großen Anfall von Kartoffelschalen, Knochen und Gemüseresten und machten sie für die einzelnen Ställe lieferfertig. In Griesheim, Eberstadt, Arheilgen und auf dem Stadtgut Gehaborn sind die Schweinezucht- be triebe eingerichtet worden, hier wird das Futter gedämpft' und mit Kraftfutter gemischt. Ein guter Gesundheitszustand zeichnet allenthalben die Schweinebestände aus. Darmstadt gilt als Beispiel für den Ausbau der Arbeit im gesamten Gau. Soweit möglich, wird die Bauernschaft an diesem Ernährungshilfswerk beteiligt sein. Mit der Haltung von Paten- s ch w e i n e n , für die die Großstädte das Futter liefern, wird sie ihren Beitrag für dieses Werk leisten. Natürlich hängt die Durchführung dieser letzten Maßnahmen von den Sonderverhältnissen ab, die in enger Fühlungnahme mit dem Reichsnährstand behandelt werden. Aus aller Welt. ' * «eue ^erierführer-D^e chen. r- && X'fi, Der Führer und Reichskanzler hat in Anerkennung der Bedeutung der Reit- und Fahrausbildung innerhalb des Nationalsozialistischen Reiter-Korps das „Deutsche Reiterführer-Abzeichen" — oben — gestiftet. Gleichzeitig die untenstehende Plakette für Verdienste um die wehrhafte Ertüchtigung der deutschen Reiterjugend. Die Entwürfe stammen von dem Berliner Maler und Graphiker Casberg. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Münchner Lenbach preis für Professor Conrad Hommel. Der von der Stadt München gestiftete Lenbach- Preis wurde zum ersten Male verliehen, und zwar an den Präsidenten der Münchener Sezession, Professor Conrad Hammel. Der Künstler, der auch in Berlin tätig ist, hat sich als Maler unserer Staatsmänner einen besonderen Ruf erworben. Er hat u. a. Porträts geschaffen von Reichspräsident v. Hindenburg, Ministerpräsident Generaloberst Göring, Reichsminister Dr Goebbels, Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, Generalfeldmarschall v. Mackensen. Für die beiden letzteren bekam er den Preis zugesprochen, und zwar unter Hunderten von Bewerbern, gelegentlich einer zu diesem Zwecke veranstalteten Ausstellung im Lenbach-haus in München. Ehrenchormeister Professor wohlgemuth f. Eine traurige Kunde für die gesamte deutsche Sängerwelt bedeutet die Nachricht vom Ableben des Ehrenchormeisters des Deutschen Sängerbundes Professor Gustav Wohlgemuth, dessen Name überall dort, wo das deutsche Lied erklingt, bekannt ist. In 45jähriger Tätigkeit hat der Heimgegangene den Leipziger Männerchor zu einer Blüte gebracht, die ihm zahlreiche Ehren im Jn- und Auslande einbrachten. 1896 wurde er Bundesmusikdirektor des Leipziger Gausängerbundes, und von 1898 bis 1933 gab er sich in unermüdlicher Arbeit den Aufgaben des Deutschen Sängerbundes hin. Unter anderem hat der Verstorbene das Liederbuch des Sängerbundes herausgegeben und war der erste Schriftleiter der heutigen deutschen „Sän- geibundeszeitung". Die musikalische Schöpferkraft Wohlgemuths äußerte sich in zahlreichen Dolks- liederbearbeitungen und eigenen Kompositionen, von denen das allenthalben gesungene „Wie's daheim war" fast zum Volksliede geworden ist. Rembrandt im hessischen Landesmuseum. Für den Monat März, in dessen Ende das Osterfest fällt, hat das hessische Landesmuseum als Kunstwerk des Monats eines seiner kostbarsten und schönsten Gemälde auserwählt: Rembrandts Werk „Christus am Marterpfahl" aus dem Jahre 1658, zu dem sich eine Studie aus dem Jahre 1646 im Wallraff-Richartz-Museum in Köln befindet. Es ist jenes Bild in der reifen Sprache des Meisters, auf dem sich der an sich grausame Vorgang in fast sttller Eindringlichkeit um drei Personen gruppiert: links ein Knecht, der den an Händen und Füßen gefesselten Christus über eine Winde am Strick in die höhe reißt, während rechts unten ein anderer Scherge die Fußfesseln am Boden schließt. 300 000 Mark Lotteriegewinn nach Hessen und Bayern gefallen. In der heutigen Vovmittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie siel ein Gewinn von 300 000 Mark auf das Los Nr. 298 037 in beiden Abteilungen. Die erste Abteilung wird in Achteln in h e s s e n , die zweite ebenfalls in Achteln in Bayern gespielt. Vier Tote beim Brand in einer polnischen Pulverfabrik. In der staatlichen Pulverfabrik in Pionki in der Nähe von Radom entstand durch die Entzündung von Puloervorräten bei der Sortierung ein Brand. Durch die Flammen wurden 23 Arbeiter verletzt. Vier Verletzte sind an den erlittenen Brandwunden gestorben. Ungewöhnliche Kälte in Rordportugal. Auf der Sierra da Estrella in Nordportugal wird starker Frost und heftiges Schneetreiben gemeldet. In dem Gebirgsort Cever wurden aus einem eingeschneiten Gehöft drei T o t e geborgen, die bei der für Portugal außergewöhnlichen Kälte erfroren waren. Durch Kohlenoxydgase im Schlafe getötet. In Bentheim (Reg.-Bez. Osnabrück) ereignete sich ein schweres Unglück, dem zwei Personen zum Opfer fielen. Der Maschinist Rebber und der Kraftwagenführer Lammers hatten ihren Arbeitskameraden Fischer von einer Hochzeitsfeier nach Hause gefahren. Nach ihrer Rückkehr stellten sie den Wagen in einen Schuppen und ließen den Motor laufen. Beide setzten sich in den Wagen und schliefen ein. Durch die sich entwickelnden Kohlenoxydgase wurden beide getötet. Als Frau Lammers am andern Morgen ihren Mann suchte, fand sie die beiden tot im Wagen auf. Wiesbadens Mai-Wochen. Aus den einstigen Mai-Festspielen sind nun Wiesbadens Mai-Wochen geworden. Den Auftakt bildet das „Deutsche M u s i k f e st" unter Leitung von Generalmusikdirektor Carl Schuricht am 23., 26. und 29. April. Der 24. April bringt die Einweihung der Brunnenkolonnade am Kurhaus und die Europa-Tanzmeisterschaft im Gesellschaftstanz. Vom 2. bis 9. Mai bringt das Deutsche Theater in Wiesbaden Aufführungen von Werken von Pfitzner, Mozart, Verdi, Johann Strauß, Wagner, Schiller und Ibsen. Sportliche Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung sind das Tennisturnier Anfang Mai Der Frühlingspunkt. Oer Sternenhimmel im März. Von Dr. Erwin Koffinna. Arn 21. März um 1.35 Uhr überschreitet die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Himmelsäquator und tritt damit von der südlichen auf die nördliche halbkugel über. An diesem Tage haben alle Orte der Erde Tag- und Nachtgleiche. Am Nordpol bleibt vom 21. März bis zum 23. September die Sonne dauernd über dem Horizont, am Südpol herrscht während dieser Zeit die winterliche Polarnacht. Seit alters her bezeichnet man den Punkt des Himmels, wo die Ekliptik, die Bahn der aufsteigen- den Sonne, den Aequator schneidet, als den Frühlingspunkt. Im Altertum lag der Frühlingspunkt im Sternbild des Widders, weshalb man ihn auch heute noch den Widderpunkt nennt. Aber der Früh- lingspunkt liegt nicht fest: er wandert langsam auf der Ekliptik oder Tierkreisebene nach Westen, und zwar in 2150 Jahren um 30 Grad Der Frühlingspunkt befindet sich daher gegenwärtig im Sternbild der Fische, das um rund 30 Grad westlich vom Widder gelegen ist. Infolge der Bewegung des Frühlingspunktes stimmen die zwölf Zeichen des Tierkreises nicht mehr mit den gleichnamigen Tierkreis-Sternbildern überein, sondern jedes Zeichen ist um ein Sternbild vorgerückt, so daß jetzt das Zeichen des Stieres im Sternbild Widder, das Zeichen des Widders im Sternbild der Fische liegt und so fort. Diese Erscheinung nennt man die Präzession der Nachtgleichen, die bereits von hi^parch um 150 v. Ehr. entdeckt wurde, als er seine Fixsternbeobachtungen mit dem 150 Jahre älteren Fixsternkatalog von Aristyll und Timocharis verglich. Die Sonne steht also am 21. März im Frühlingspunkt und verhindert durch ihre Strahlenfülle die Beobachtung dieser Himmelsgegend, die man aber im Herbst leicht am Nachthimmel findet. Unser Tagesgestirn schraubt sich im März besonders rasch nach Norden hinaus, so daß seine Mittagshöhe um 11 Grad oder 21 Sonnendurchmesser zunimmt, während die Tageslänge in Mitteldeutschland um reichlich zwei Stunden wächst. Auch am Fixsternhimmel macht sich das Nahen des Frühlings bemerkbar. Die prächtigen Wintersternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer und Kleiner Hund können zwar gegen 21 Uhr noch gut beobachtet werden, sind aber bereits stark nach Westen gerückt. Den Südhimmel beherrscht als hellster Fixstern Sirius mit blauweiß funkelndem Licht. Nahe dem Zenit finden wir die Zwillingssterne Kastor und Pollux. Kastor, von ähnlicher Farbe wie Sirius, bildet ein fünffaches System, das aus zwei sehr engen Doppelsternen und einem entfernten Begleiter besteht. Pollux dagegen ist ein gelber Riese vom achtfachen Sonnendurchmesser. Am Osthimmel sind die Frühlingssternbilder Krebs, Großer Löwe, Jungfrau und Bootes heraufgekommen. In den späten Abendstunden steht das schöne Bild des Löwen hoch im Süden. Bei einiger Phantasie ist es nicht schwer, aus der Anordnung der Sterne die Gestalt eines Löwen zu erkennen. Die Brust des Löwen wird durch Regulus bezeichnet, während Denebola Schwanz des Löwen bedeutet. Der Königsstern Regulus gehört zu den sehr heißen Heliumsternen. Die Temperatur seiner strahlenden Oberfläche wurde zu 13 400 Grad bestimmt, im Vergleich zur Sonnentemperatur von 5900 Grad. Regulus ist 59 Lichtjahre oder 560 Billionen Kilometer von uns entfernt und strahlt 84mal so hell wie unsere Sonne. Zwischen Regulus und den Zwillingen befindet sich das unscheinbare Sternbild des Krebses mit dem schönen, mit freiem Auge sichtbaren Sternhaufen der Krippe. Ein gutes Fernglas läßt uns in dem lockeren Sternhaufen etwa fünfzig Sterne erkennen. Sie besitzen eine parallele, gleichgerichtete Bewegung im Raume und sind rund 600 Lichtjahre entfernt. Der Sternhaufen hat einen Durchmesser von mehr als 10 Lichtjahren Alle im Feldglas erkennbaren Sterne der Krippe sind bedeutend größere und hellere Sonnen als unsere Sonne. Am Osthimmel funkelt der tief gelbe Arkturus, einer der hellsten Sterne des Himmels und Hauptstern im Bootes, dem Bärenführer. Wir können ihn in der Verlängerung des Bogens der Schwanzsterne des Großen Bären leicht finden. Um 22 Uhr ist auch das Sternbild der Jungfrau mit Spika ganz über dem Osthorizont erschienen. Tief im Südosten und Süden sehen wir Rabe, Becher und die langgewundene Sternreihe der Wasserschlange oder Hydra, deren Kops gegen Prokyon gerichtet ist. Zwischen Arkturus und Denebola erkennen wir das zierliche Sternbild haar der Berenike und links von Arktur den schönen Halbkreis der Nördlichen Krone mit Gemma als Hauptstern. Dicht am Nordhorizont flimmert die Wega. Der Himmelswagen im Großen Bären steht jetzt rechts vom Polarstern, mit nach unten gerichteter Deichsel. Von seinen sieben Hellen Sternen besitzen fünf zusammen mit Sirius und Gemma eine parallele und gleichgerichtete Bewegung im Raum. Benetnasch und Dubhe wandern dagegen in anderer Richtung, so daß das Sternbild des Himmelswagens nach einigen Jahrtausenden sich merklich verändert haben wird. Die Deichsel des Kleinen Wagens, die im Polarstern endet, ist jetzt aufwärts gerichtet. Zwischen Großem und Kleinem Wagen sehen wir den Drachen als gewundene Sternreihe hindurchziehen. Im Nordwesten sinken die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Andromeda immer tiefer, und auch die Helle Kapella, ein gelber Riesenstern im Fuhrmann, ist vom Zenit merklich nach Westen gerückt, mehr noch der von den beiden Sternhaufen der hyaden und Plejaden begleitete rötliche Aldebaran im Stier. Der veränderliche Stern Algol im Perseus hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 2. März um 20 Uhr, am 22. um 21.30 Uhr und am 25. um 18.15 Uhr. Bekanntlich werden die AI- goloerfinsterungen durch einen nahezu dunklen Begleiter hervorgerufen, der den sehr Hellen Hauptstern in 69 Stunden umkreist und beim Vorübef- gang zwei Drittel feiner Scheibe abblendet. Die Helligkeit Algols sinkt dann auf ein Drittel der normalen. Von den Planeten sttahlt Venus in höchstem Glanze, etwa zwölfmal so hell wie Sirius, am südwestlichen Himmel. Die Untergangszeit des Abendsterns verfrüht sich im März um eine Stunde, so daß seine Sichtbarkeit Ende des Monats kaum noch drei Stunden beträgt. Am Abend des 15. März finden wir die schmale Mondsichel unmittelbar neben dem Hellen Abendstern, eine prächtige Konstellation. Mars ist in der zweiten Hälfte der Nacht am Osthimmel zu sehen, wo er im Sternbild Skorpion dessen Hauptstern Antares an Helligkeit bereits übertrifft. Seine Entfernung nimmt im März von 158 Millionen auf 117 Millionen Kilometer ab, womit eine starke Helligkeitszunahme verbunden ist. Wer vor Sonnenaufgang zu feiner Arbeitsstätte geht, kann auch noch Jupiter am Morgenhimmel sehen, der reichlich zwei Stunden vor der Sonne aufgeht. Die Lichtgestalten des Mondes fallen auf folgende Tage: letztes Viertel 5. März, Neumond 12. März, erstes Viertel 19. März, Vollmond 27. März. und das Reitturnier vom 13. bis 17. Mai. Es sind 30 Jahre, daß das Kurhaus seiner Bestimmung übergeben wurde. Die^ßs Ereignis feiert die Kurverwaltung am 11. Mai durch ein Festkonzert. Die Kurhaus-Fest-Woche ab 18. Mai bringt ein Gastspiel der spanischen Tänzerin Manuela Del Rio, ein Sonderkonzert unter Mengelbe r g , einen Kurhaus-Festabend und einen Deutschen Kultur-Fe st abend. Die Kunstsammlungen sind durch die Ausstellung „Zeichenkunst der deutschen Romantik", ab 9. Mai, beteiligt. Fünf mutige Pimpfe W s V UM In der Nähe von Berlin retteten diese fünf Pimpfe vom Fähnlein 18 (Neubabelsberg) ein junges Paar, das auf dem Eife eingebrochen und dem Ertrinken nahe war. Zur Belohnung erhielt jeder ein Bild des Führers mit Widmung. — (Atlantic-M.) Kleine politische Nachrichten. Der Zentralrat der nationalen Regierung in Nanking hat den Rücktritt des Außenministers Tfchangtun, der Generalsekretär des Zentralrates wird, angenommen. An seine Stelle tritt der ehemalige chinesische Vertreter beim Haager Gerichtshof Dr. Wangtschunghui. * Der Sprecher des Auswärtigen Amtes kündigte die Ernennung des bisherigen Botschafters in Paris, Sato, zum japanischen Außenmini, st e r an. Sato, der 54 Jahre alt ist, war Gesandter in Warschau, Vertreter beim Völkerbund und auf der Flottenkonferenz in London, Botschafter in Brüssel und seit 1933 Botschafter in Paris. * Nach Abschluß des englisch-ägyptischen Vertrags traf der e r ft e ägyptische Botschafter in London, hasez Afifi Pascha, ein. ♦ Die finnische Regierung hat anläßlich des Präsidentenwechsels ihr Rücktrittsgesuch eingereicht. Präsident Kallio nahm das Gesuch an. Es ist noch nicht bekannt, welche Persönlichkeit der Präsident mit der Neubildung der Regierung beauftragen wird. Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Einem mächtigen Hochdruckgebiet über Nordost. und Osteuropa steht Wirbeltätigkeit im Westen und Süden gegenüber. Demgemäß hat sich über dem europäischen Festland eine Ostströmung entwickelt, die vom Osten her kalte Festlandsluft heranführt, der sich aber vom Südosten her mildere Luftmassen beimischen. Die Witterung bleibt daher leicht unbe- ständig und wird neben Aufheiterung zeitweilig auch Niederschlag bringen. Aussichten für Donnerstag: Gelegent- lich aufheiternd, doch überwiegend bewölkt und zeitweise auch Niederschläge (auch in den Niederungen teilweise Schnee), Temperaturen über 0 Grad, meist nördliche bis östliche Winde. Aussichten für Freitag: Wieder häufiger aufheiternd, aber immer noch unbeständig, nächt- liche Fröste anziehend. Lufttemperaturen am 2. März: mittags 5 Grad Celsius, abends —1,7 Grad; am 3. März: morgens I —1,5 Grad. Maximum 5,7 Grad, Minimum heute nacht —3,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. März: abends 2,1 Grad; am 3. März: morgens 0,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 6,9 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. DRESDNER BANK Unser Geschäftsbericht für das Jahri936 ist erschienen und kann bei unseren sämtlichen Geschäfts■ stellen in Empfang genommen werden 1430D nach langer Leidens- und Prüfungszeit zu sich in sein ewiges Friedensreich. Gießen (Marburger Straße 111), den 3. März 1937. 1435 D melkende [1454D Rinder 31075 Telephon 2486 Heuchelheim, Krofdorf, den 3. März 1937 433 D 1448 A 01067 Altersvereinigung 1866- 1916 Der Vorstand. 1438 D Gezeigt wird, wie im gewöhn Braten, Gemüse und Kartoffeln Brillen um*. Für Kostproben Teilenden mübrinpeo StadttheatiH Ein Transport schwarzbunte und rotbunte, hochtragende und frisch- Hausfrauen und Männer mit Zubehör ver 1. Avril 1937 zu vermieten 108iD Kaiserallee24U. KletneAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und geleien Gezeigt wird, wie im gewöhnlichen Kochtopf Braten, Gemüse und Kartoffeln in 20 Minuten gar- gemacht werden, dazu 50% Brennstoffersparnis und weit schmackhafteres Essen. Alle Hausfrauen und Manner sind herzlich eingeladen. Leckere Kostproben werden verteilt. - Jeder Besucher nimmt hei freien- Eintritt an unserer Gratisverlosung teil. 1436d Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof. — Beileidsbesuche dankend abgelehnt eingetroffen bei Ludwig Weller IV., Metzgerei und Viehhandlung, Wieseck Aich- und Sremiholz-Verkauf. Jorffamf Brandoberndorf, Revierförsterei Cleeberg. Dienstag, den 9. März, 10 Uhr, in Cleeberg, „Deutsches Haus". Bombergerstein, Cleebaum, Streitwald, Einhäuser, feto, Espaerwäldchen Eiche: 3 rm Scheit, 104 rm Knüppel. Buche: 276 rm Scheit, 313 rm Knüppel, 13 800 Wellen. 1450D Kiefer: 47 rm Scheit, 32 rm Knüppel. Eiche: 43 rm Nutzscheit, 2,4 m lg., 55 rm Nutz. scheit, 1,2 m lg., 55 rm Nutzknüppel, 1,2 m lg. Der Preußische Forstmeister. e-SinnM- WoQnung Bad, gr. Balkon u. Mansarde, in schön.Lage,Nähe Universität und Kasernen z. 1.4. 1937 zu vermiet. Miete 125 RM. Schr. Ang. unt. 01002 a.d.G.A. In tiefem Schmerz im Namen aller Hinterbliebenen: Wilhelm Schick, Hauptlehrer Fronhausen a. d Lahn, den 2. März 1937. Im Namen der Hinterbliebenen im tiefsten Schmerz: Agathe Beckel, geb Kurz Die gemütliche Gaststätte Mittwoch und Samstag Verlängerung preiswert und gut bei 1434d Optiker Biedenkopf Schulstraße 5 Kassenlieferant 19.30—22.15 Die verkaufte Braut Preise von 1.20—4.00 RM. Junger Spengler- und Inslallaleurgesel.e 25 Jahre, sucht paffende Stelle zwecks Weiterausbildung. Schr.Ang.unter 01066 a. o. Gieß. Anzeiger erbet. Mtnöet flotter Verkäufer gr. Erscheinung, sucht Betätigung Leichtes Einarb. Schrift!. Angeb. unt. 01073 an d. Gieh. Anz. erbet Unser Alterskamerad Heinrich Lang wurde am 27. Februar 1937 aus unseren Reihen ab gerufen. Die Einäscherung fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt. Wir verlieren in ihm einen treuen Kameraden und werden sein Andenken stets in Ehren halten. 20—22.15 23. Freitag- Miete 1412D Erstaufführung Die vier Gesehen Lustspiel v. Jochen Huth Spielleitung: Wolfg. Kühne Preise von 0.65—3.30 RM. Vogtsche Privat-Handelssthuie Gießen, Goethestr.32 Ein-u. halbjährige Handels- fachklaSSe Schulgeld RM. 19.- keine Nebengebühren. Abendkurse für Berufstätige In Maschinen - Schreiben, Stenographie und allen Handelsfächern. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederz. i. Schulgebäude, Gießen Goethestr. 32. Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit Sjähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife (früher Einjährig - Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen, Schulgeld RM. 17.-, keine Neben gebühren. finllar den Optiker Uullul am Bahnhof Ihr Kassenlieferant Zohannesktrche Volksmissionswoche, Pfarrer Heinemann Mittwoch: Was haltet ihr von Christus ? Donnerstag: Von frohenHerrgottskinderu. Freitag: Im Zeichen des Kreuzes. Beginn: 8 Uhr. i447d Evang.Gesomlgellieinbe, Goang.BunO Gießener Baumschule und Staudengärtnerei E. Schwarz Telephon 4082 Obstbäume aller Art, Stachel- und Johannisbeeren H.B., Ziersträucher und Heckenpfianzen in bester Auswahl, Zwerg- und hohe Koniferen, Blütenstauden für Fels- u. Staudenrabatten USW. U27Ö Besuch gern erbeten Donnerstag, den 4. März 1937, nachmittags 2Uhr, versteigere ich an £rt und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal Neuenweg 28, dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: i457d 3 Personenwagen, 10 Autoreifen, verschiedene Kannen Autoöl ifiro., 3 elektr. Kühlschränke, 1 Eisschrank, 1 Damen- und 1 Herrenfahrrad, 3 Speisezimmer, 3 Rohrsessel, ein Tischchen,! Ausziehtische Diwans, 1 Chaiselongue, 3 Schreibtische, 1 Vertiko, 3 Büfetts, 1 Kredenz, 1 Warenschrank,! Aktenrollschrank, 4 Bücherschränke, 1 Kassenschrank, 1 Ladenkasse, 3 Grammophone, 1 Damenarmbanduhr, 1 Kollier, 3 Standuhren, 5 Schreibmaschin., 1 Klavier, 1 Nähmaichine, 1 Dtzd. Servietten, 1 Dtzd. Kopftücher, 19 Dtzd. Handtücher, 100 Scheuertücher, 1 Hobelbank, 100 Sensen, 50 Schaufeln, 250 Stahl- u. Guh- kochgeschirre, 60 Bohnenschneid- maschinen, 25 Zinkeimer, 8 Zinkwannen, 25 Move, 100 Thermosflaschen, 20 Bohner, 5 Schraubzwingen, 2 Aufl.-Matratz., 2Holz- Kinderbettst.,6 Särge,2 Schweine. Hlfill Gerichtsvollzieh. in Gießen, IIIUII, Ludwigstr. 331, Tel. 3239. Zuverläss., fleih. Mädchen für halbe Tage gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. oioes SkWNI-MStWI im Licher 9 ladlwalde. Donnerstag, den 11. März, werden in den Forft- orten Ettingshäuserkopf, Sauloch, Eisenkaute und Eichwald versteigert: 1432D Stämme: Eichen 3. Kl. 6 km, 4. Kl. 25 km, 5. Kl. 15 km. Fichten: (Abschnitte) 3a- u. 3b-Kl. 26 km, 4. Kl. 9 km. Kiefern (Abschnitte und Langholz) 2a« und 2b-Kl. 6 km, 3a-Kl. 13 km, 3b-Kl. 7 km, 4. Kl. 8 km. Derbstangen: Fichten 1.—3. Kl. 1160 Stück, Reis- stangen 4. Kl. 450 St. für Einzäunungen. Eine Abgabe von Stangen aus der Hand findet nicht statt. Fichten- und Kiefern-Stämme kommen zuerst, Eichen am Schluß der Versteigerung. Holzhändler und Sägewerksbesitzer werdet! zur Versteigerung nicht zugelassen. Zusammenkunft: 10 Uhr Kreuzungspunkt Nieder- Bessinger- und Sauloch-Schneise. Am Freitag, dem 12. März, findet in den Forst- orten: Dickstelle, Rehtränksberg, Kronau, Sauloch und Ettingshäuserkopf eine Brennholzversteigerung statt. Alles Nähere in der Samstagnummer dieses Lich, den 1. März 1937. Der Bürgermeister: Geil. jZim. Wohlig. Küche u. Bad m. reich!. Zubehör, p. 1.4.37 ev. fr. zu vermieten.g4v Chr. Intierthal, Neue Bäue 27. (Auskunft Büro Seltersweg 55.) Sonnige 56Zim. Wohg. m. eingerichtet. Bad u. Mädch.- Zimm., zu verm. 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März 1937 Von einer langen, sehr schweren, in größter Geduld ertragenen Nierenerkrankung wurde heute unser einziger, lieber, hoffnungsvoller Sohn, Bruder und Schwager Diplom-Kaufmann Pg. Dr. Willi Schick im Alter von 32 Jahren durch den Tod erlöst Gießen, Horst-Wessel-Wall 3911 Die Einäscherung findet in aller Stille statt 1455 D Statt besonderer Anzeige Dienstag, den 2 März, starb plötzlich nach kurzer Krankeit mein lieber Mann, unser guter Vater In tiefer Trauer: Frau Ottilie Thome, geb. Schmalkalder und Kinder Peter Thome Direktor i. R. 3S & «6^5 Ur.52 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Mittwoch. 5. mär) 1957 Aus dem Reiche der Krau. Die Lime der Frühjahrsmode Von Mara Mägander Im Anfang war die Linie. Alles andere darum und daran entwickelt sich ganz von selbst Das, was bisher Vorbote war, hat sich zu einer reizvollen Einheit zusammengefunden Wir wirken schlank und erreichen das nicht etwa wie unsere Großmütter durch qualvolle Einschnürungen, sondern als Frauen im Jahrhundert der Technik durch eine optische Täuschung Weit und lustig bläht sich der Aermel unserer Kleider und läßt uns oben breiter erscheinen. Glockig flattert der Schoß und das Röckchen, das darunter hervorsieht, ist eng und kurz. Muß da nicht die Taille wespenschlank wirken? Es gibt hübsche Blumenfarben: Vergißmeinnicht. Flieder. Nelke. Alpenveilchen, Stiefmütterchen. Kornblume. Es gibt sogar eine Farbe „Waldgrün" Wir können uns also nach unseren Lieblingsblumen kleiden. Neu ist auch der Miederrock Er gibt der, Taille einen kleinen Ruck nach oben und streckt die Figur. Daß wir unsere Kleider hochgeschlossen tragen werden auch wenn es wärmer wird, soll uns nicht verdrießen. Es liegt ein eigener Reiz darin. Sogar der Mantel hat seine langweilige Grad- heit verloren. Auch er wird nach unten glockig und schmiegt sich eng an die Taille. Freilich , gibt es auch weite Mäntel. Aber wer eine schöne Figur hat, sollte sie nicht tragen. Die kurze Jacke für das sportliche Kostüm bleibt. Sie ist viel zu kleidsam, als daß wir sie missen möchten Das Plisss, das uns an Sonnenstrahlen mahnt, wird besonders für das kleine Cape verwendet. Wir sehen es gern auf den Nachmittagskleidern: besonders dort, wo etwas mehr Fülle den abstehenden Aermel verbietet Ueberall, wo es irgend nur angeht, betonen Schleifen das Heitere des kommenden Modebildes. Eine Schleife hat immer etwas Schmückendes; und selbst ein sehr einfaches Kleid kann durch sie festlich gestaltet werden. Das Reizendste aber sind die Blüschen — aus Spitzen. Taft und Blütenstoff Sie sehen so anspruchslos aus und erfüllen doch die höchste Pflicht der Mode, die der Kleidsamkeit. Da trägt eine Frau ein strenges nüchternes Jackenkleid Aber wenn sie die Jacke ablegt, erscheint in blumenhafter Lieblichkeit die Bluse. So bringt das Frühjahr eine neue und sehr reizvolle Silhouette. Es ist eine echte, rechte Frühlingsmode, die Sonnenschein und Blütenduft in ihren Falten trägt Ein Stückchen Seife. Für die Hausfrau stellt das Stückchen Seife, das nach dem Ausspruch Justus von Liebigs ein Maßstab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten ist, kein großes Problem dar. Sie verlangt mit Recht, daß die Seife kräftig schäumt, gut wäscht und ihren Reinigungszweck erfüllt. Für den Fettchemiker dagegen birgt das Stückchen Seife eine Fülle von wissenschaftlichen Problemen, von denen sich der Laie keinen Begriff macht. Daß Seife und ihre Herstellung eine Wissenschaft in chemischer und technischer Hinsicht ist, darüber bekam man kürzlich auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Fettforschung e V in Berlin einen aufschlußreichen Ueberblick Ist für die Hausfrau die Frage nach dem Wie, nach dem Wirkungsgrad, das Ausschlaggebende, so fragt die Wissenschaft nach dem Warum. Man hat die Seife nach allen Richtungen durchforscht, sie auch geröntgt und ist nicht mehr sehr weit davon entfernt, eine „Strukturtheorie der Seifenkolloide" aufzustellen, die alle an der Seife beobachteten Erscheinungen auf einfache Weise zu erklären vermag. In wissenschaftlichen Laboratorien aber auch in praktischen Serienoersuchen wird im übrigen jedes neue Seifenherstellungsoerfahren, jede neue Zusammensetzung genau geprüft, ehe die Seife bzw. das Waschmittel der Öffentlichkeit übergeben wird Auch für den Wirtschaftswissenschaftler ist die Seife ein Gegenstand vieler Untersuchungen. Er stellt fest, daß z. B. jeder Deutsche pro Kopf und Jahr sechs Kilogramm Seife verbraucht wovon 1,2 Kilogramm auf Feinseife entfallen. Für den Fachmann, der sich auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung stützt, ist es bedeutungsvoll daß im Jahre 1935 36 000 Tonnen tierische und pflanzliche Dele und Fette für die Feinseifenherstellung aus dem Auslande eingeführt werden mußten, wozu für sieben Millionen Reichsmark Devisen erforderlich waren. Mit diesem Devisenaufwand von sieben Millionen Reichsmark wurde durch deutsche Schaffenskraft ein Verbrauchswert von 83 bis 90 Millionen Reichsmark geschaffen. Das Stückchen Seife, mit dem manche Hausfrau so unachtsam umgeht, stellt also einen Begriff dar. um den sich unzählige Menschen mit Geist und Arbeitskraft unablässig abrnühen Da das Stückchen Seife aber auch hinsichtlich der Fettbeschaffung ein sehr lebenswichtiges Problem darstellt, heißt es, mit der Seife sorgsam und sparsam umzugehen! Eintöpfe. Von Krida Aisch, Äad-Nauheim. Rote Rübensuppe. Alle Arten Gemüse wie sie die Jahreszeit gerade bietet, werden in kleine Stücke geschnitten, und mit einem Stückchen Rinderfett weich gekocht, und mit soviel Würfelbrühe aufgefüllt, daß'es eine dicke Suppe ist. Mehrere rote Rüben werden weich gekocht, in Würfel geschnitten, mit Salz, Zucker, Kümmel und Zitronensaft vermischt In jeden Suppenteller gibt man ein Häufchen Kartoffelbrei, ein Häufchen rote Rüben und füllt vorsichtig die Gemüsesuppe dazu. In Ostpreußen bildet die Grundlage für diese Suppe em Stuck Ochsenfleisch, das in Würfel geschnitten bann gereicht wird. v v _ Wildes Kaninchen. Nachdem das Kaninchen von allen Häuten blutigen Teilen und Einge- weiden befreit ist, wird es in handliche Stücke geschnitten, die gewaschen und in Weizenmehl gewälzt werden. In einen Topf gibt man 125 Gramm Butter und brät darin das Fleisch goldbraun. Gehen nicht alle Stücke zu gleicher Zeit in den Topf, nimmt man die leicht gebräunten Stücke heraus und legt die anderen nach. In vier kleine Zwiebeln steckt man je zwei Nelken ohne die Körner legt sie mit allem Fleisch in den Tops, gießt soviel heißes Wasser daraus, als man Suppe haben will — das Einkochen mit gerechnet Reichlich Sellerie und Peter- silienwurzeln werden mitgekocht Ist das Fleisch weich, wird die Suppe mit Fleischextrakt abgeschmeckt Eine Handvoll frischer Champignons verfeinert das Essen sehr Zum Schluß fügt man reich lich Fadennudeln hinzu und hat jetzt für vier bis fünf Personen ein reichliches Mittagessen Seefisch mit Spinat überbacken 500 Gramm Spinatblätter läßt man über heißem Wasserdampf im Sieb zusammenfallen und abtropfen Hiermit belegt man den gut gefetteten Boden einer Steinform oder Küchenwunder 500 Gramm grober Seefisch (Schellfisch, Kabliau, Rotbars) läßt man in Salzwasser mit einer ganzen Zwiebel, fünf Gewürz- und fünf Pfefferkörnern nicht ganz gar ziehen, entfernt Haut und Gräten und belegt mit dem Fisch den Spinat. Hierüber kommt folgende Tunke: Von zwei Eßlöffeln Mehl und einem Eßlöffel Butter macht man ein krauses Anrührsel gießt zwei Tassen kochende Milch darüber, würzt mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat Das Ganze überstreut man dick mit geriebenem Schweizerkäse und einigen Butterflöckchen und läßt es im Brutofen goldbraun backen. Mit Weißbrot reichen Kastanieneintopj mit Birnen. 1000 ; Gramm Birnen, 250 Gramm geschält gewogene Kastanien, eine Tasse Milch, ein Eßlöffel Heller Honig. ein Teelöffel Weizenmehl Nelken und Zimt 50 Gramm gewürfelter goldbraun gebratener Speck Die geviertelten Birnen werden mit dem Gewürz und knapp Wasser gekocht Die Kastanien kochen in Salzwasser fast weich und kommen dazu. Milch und Mehl werden angerührt, der gebratene Speck darüber geschüttet und alles kocht weich Vor dem Anrichten verrührt man den Honig in etwas abgekühlter Tunke und gibt ihn darunter. Das Essen darf kein dicker Brei werden An Stelle der i Birnen kann man auch Pflaumen nehmen. Macht jdrei Personen satt. PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES M O DE ZEIC HN ERS Die Exoten st rohhut ist hellbraun und hat eine dunkelbraune Lackledergarnitur. Das zweireihige Jackenkleid rechts ist aus blaugrauem Jersey mit dunkelblauem Tresseneinfaß. Der Rock hat vorne zwei gegeneinander« er ft en Jackenkleider für das Früh- ] Die Jacke ist fünfteilig geschnitten, so daß die zwei .... ™ ' Vordernähte unten die schrägen Taschen ergeben. ! Die drei Kni........ * fahr 1937 führt unser Modezeichner heute vor. Vordernähte unten die schrägen Taschen ergeben. Die Skizze links ist eine breioiertel lange! Die drei Knöpfe sind mit Stoff bespannt. Der Vier- Jacke aus maisgelbem, dickem Wollstoff. Sie wird Bahnenrock ist vorne etwas geschlitzt. Der große zu einem engen, nur in zwei Bahnen geschnittenen u'r,t* ** Wollrock getragen. Die Aufschläge der Jacke sind über den kleinen Kragen geklappt Die großen Taschen sind ausgesetzt, alle Nähte und Säume sind breit abgesteppt. Fünf große, gelbe Galalithknöpfe , „ „ schließen die Jacke. — Der kleine, rundum aufge- gelegte Falten. Die zwei Seitentaschen und die kleine schlagene Hut ist aus dunkelblauem Perkalstroh. j Brusttasche haben kleine, ebenfalls eingefaßte Klap- Das Jackenkleid in der Mitte mit den Stepp- pen. Der kleine M a t r o f e n h u t ist aus weißem nähten ist aus hafelnußbraunem, leichtem Wollstoff. I Stroh mit blauem Band. H. Wenn das Eingemachte zu Ende geht. V. A. Mit Schrecken stellt man gegen Ende des Winters in feiner Speisekammer fest, daß die Gläser mit dem eingemachten Obst mehr und mehr dahingeschwunden sind, und daß bis zur neuen Ernte noch eine gute Weile verstreichen wird. Nun heißt es, die Vorräte zu strecken und anstelle des Üblichen Kompotts den Angehörigen etwas zu bieten, das als Ausgleich für das fehlende gelten kann. Guter Rat braucht darum nicht teuer zu fein, er liegt im Gegenteil sehr nahe, wenn man nur immer gleich an den richtigen Ausweg denken möchte. In unserem Falle ist es die verbilligte Marmelade, die als Ersatz für das eigene Eingemachte mit herangezogen werden kann. Als Brotaufstrich hat sie sich ja bereits viele Anhänger erworben, aber für Kuchen und Süßspeisen konnte sie noch sehr viel häufiger als es schon geschehen ist, Verwendung finden. Wenn man sich vergegenwärtigt, mit welcher Sorgfalt die Marmelade in allen deutschen Fabriken 'behandelt wird, und wenn man weiß, daß sich in ihr alle Edelfrüchte des Sommers und Herbstes vereinigen, begreift man erst die wahre Güte dieses Erzeugnisses, das sich für jede Hausfrau von unschätzbarem Wert erweist. Für alle Gerichte aus Mehl, Haferflocken, Grütze, Quark usw. bildet Marmelade die passende Gesellschaft, man muß sie nur nicht immer in derselben Form vorführen So wird sie vielleicht zwischen Haferflockenplätzchen gestrichen, oder man färbt mit ihr den weißen Käse zu einem rosaroten Aussehen, indem man beides gut miteinander oerrührt und in hübscher Aufmachung mit geraspelten Nüssen anrichtet. Als Schicht zwischen Tortenböden kennen wir die Marmelade schon lange, doch als Speise für sich, der man durchaus als Sonntags-Nachtisch volle Berechtigung zusprechen kann, hat sie noch nicht oft Aufsehen erregt. Dazu wird einfach ein Eiweiß sehr steif geschlagen und unter die Marmelade gezogen. Gibt es eine bequemere Vorbereitung einer Mahlzeit? Oder, wenn man ganz knapp mit dem Wirtschaftsgeld ist, verlängert man die Marmelade zu einer Soße, der Zitronensaft zu einem besonderen Geschmack verhilft. Auch am Abend eignet sie sich in verflüssigtem Zustand zur Fruchtsuppe, die mit Sago oder Kartoffelmehl sämig gemacht wird. Hierbei sei verraten, daß man diese Suppe mit dem sogenannten Apfelnachpressegelee noch billiger zu bereiten vermag, denn das kostet, sage und schreibe, nur 16 Pfennige je 500 Gramm. Um für den nächsten Geburtstag oder Ostern das Rezept für die Schichttorte zur Hand zu haben, wollen mir uns merken, daß sie aus mehreren Böden von Mürbeteig (250 Gramm Mehl, 125 Gramm Fett, eine Prise Salz, ’/io Liter Wasser) besteht. Diese Platten haben den Vorteil, daß sie nach dem Backen nicht gleich benutzt zu werden brauchen, sondern daß sie in der Blechbüchse längere Zeit bis zum Gebrauch lagern können. Dann streicht man abwechselnd auf die eine Platte Marmelade und auf die andere einen Vanille- ober Mandelkrem, der auch die Decke bildet. Geriebene Mandeln dazwischen verschönern nicht nur den Anblick, ihre Würze verleiht auch der Torte eine besondere Note. Sehr schnell und billig erhält man weiter eine Marmeladenrolle, zu der 1 Ei mit 75 Gramm Zucker schaumig gerührt wird Dann mengt man 250 Gramm gekochte, erkaltet geriebene Kartoffeln, 250 Gramm Mehl und ein Backpulver unter den Teig, der ausgervllt, mit Marmelade beschmiert und zu einer Strudelform aufgewickelt wird. Die Rolle bäckt etwa eine halbe Stunde und wird mit Puderzucker bestreut. Vom „Winterschlaf" der Landfrau Von M Rickeri. Wer wie ich in der Großstadt aufwuchs und erst als erwachsener Mensch seinen Pflichtenkreis im Landhaushalt fand, der weiß, wie falsch das Bild ist, das sich Stadt- und Landfrau oft gegenseitig von ihrem Leben machen. Wie die Landfrau vielfach kein Verständnis besitzt für die gesundheitliche und nervenmäßige Belastung, der die Stadtfrau durch den ständigen Lärm, die Hast, das Menschengewühl, die allzuvielen Eindrücke, den beschränkten Wohnraum und die manaelnöe Bewegung in frischer Luft ausgesetzt ist, und nur die Annehmlichkeiten des Stadtlebens sieht, so ahnt wiederum die Stadtsrau selten, welche ständige Arbeitslast auf den Schultern der Landfrau ruht. Es ist ein großer Irrtum zu glauben, daß nur das Sommerhalbjahr viel Arbeit brächte, daß die Landfrau in den anderen Monaten sich ausruhen, daß sie eine Art „Winterschlaf" halten könnte, daß sie sich die „viele freie Zeit" mit Spinnen und Weben vertreibt, um sich nicht zu langweilen, solange draußen Schnee oder Winterregen fällt. Es ist allerdings kein Wunder, daß Die Stadtfrau, die ihre „Landwirtschaft", den Balkonkasten, frühestens im April bepflanzt, mit fertig gekauften Blumen zumeist, und vielleicht den Gartner telephonisch für das Vorgärtchen bestellt, so denkt. Sicher fordert der Winter keine Ueberarbeit, keine Arbeitszeit von 15 bis 17 Stunden wie der Sommer, aber mit Arbeit ausgefüllt ist jeder Tag! Auch im Winter geht es um 5.30 Uhr in den Kuhstall, an vielen Orten noch früher, falls die Milch mit einem bestimmten Frühzug in die Stadt soll. Im Stall ist es leidlich warm, aber der Weg über den verschneiten oder unergründlich nassen Hofplatz beim Schein der Petroleumstallfunzel, das ist doch etwas anderes als der Weg zum Milchgeschäft, selbst wenn man vier Treppen hoch wohnt! Erst nach dem Versorgen des Viehs kommen die hauswirtschaftlichen Arbeiten. Oft müssen die Schulkinder wegen der großen Entfernungen schon vor 6 Uhr aufstehen und mit Morgenkaffee versorgt werden, in anderen Fällen ist es der Milchfahrer, der eine warme Mahlzeit haben muß, bevor er die oft lange Fahrt in die Kälte antritt. Die Nacherntearbeiten, bei denen die Landfrau in kleinen Betrieben ganz unentbehrlich ist — Kartoffelauslesen, Einmieten, Rüben einbringen, Kohlernte aus dem Garten —, ziehen sich oft bis Ende November hin. Dann wird es allerhöchste Zeit, den ganzen Garten umzugraben, bevor der Frost kommt. Dann erst kann die Hausfrau mit voller Kraft den Herbsthausputz erledigen, erst dann wird oft die aus Zeitmangel schon reichlich fange aufgeschobene Wäsche erledigt. Das Aussortieren schlechter Legehennen, Gänsemast und Gänseeinschlachten, verkaufsfertige Zubereitung von Puten und anderem Geflügel, Festbäckerei und Weihnachtsvvrbereitun- gen, das alles neben der täglichen Arbeit erfordert eine gute Arbeitseinteilung, will man nicht zu viel Nachtschlaf opfern. Neben Gartenarbeiten, die auch im Winter nicht ganz aufhören — Obstbäume und Sträucher müssen geschnitten, Baumlöcher für Neupflanzungen ausgehoben werden usw. —, gibt es von Dezember bis Ende Februar die großen Schweinefchlachtungen, die den Fleifchvorrat bis zum nächsten Dezember bringen sollen. Für planmäßig arbeitende Landhaushaltungen gilt der Satz: Bis Ende Januar wird liegen gebliebene Arbeit aufgeholt, ab Februar muß mit Ausnutzung aller Möglichkeiten vorgearbeitet werden, sonst ist die Arbeit im Sommerhalbjahr nicht zu schaffen! Mistbeete müssen gehackt, Kastenaussaaten vorgenommen, und wenn es die Witterung irgend erlaubt, die ersten Beete für Frühkarotten gemacht werden. Am nächsten Tag ist vielleicht schon wieder alles weiß verschneit, Gartenarbeit unmöglich, statt dessen geht es endlich an die Schädlingsbekämpfung bei den alten Obstbäumen. Mit Kratzer und Drahtbürste befreien wird die Stämme von Moos, Flechten und Schädlingen, die wir in untergelegten Säcken auffangen und verbrennen. Sobald wieder Tauwetter ist, werden die Kartoffelmieten geöffnet, die Kartoffeln verlesen und die Saatkartoffeln vvrgekeimt. Für Märzküken sind die Ställe vvrzubereiten und die künstliche Glucke aus» zuprobieren. So bringt jeder Tag neue Arbeit. Glücklicherweise sind die Tage Ende Februar schon länger hell, sonst wäre die Arbeit, unsere Arbeit in der Zeit der Winterruhe, nicht zu schaffen. Ist alles in Ordnung? Frage dich selbst! V. A. Es ist selbstverständlich, daß man in seiner Wohnung von Zeit zu Zeit die Decken streicht, die Tapeten erneuert usw. Daß aber auch die Heiz- und Kochanlagen sich natürlicherweise abnutzen — wird manchmal ganz vergessen. Deshalb frage ich täglich: Ist alles in Ordnung? Beschädigte und veraltete Oefen und Herde nützen doch den Brennstoff nicht genügend aus. Sie verursachen laufend Kosten und Aerger. Und die sind doch an sich ganz überflüssig, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Oft genügen schon kleine Aenderungen, z. B. Ad- dichten von Fugen und Türen, gründliche Reinigung der Züge. Das soll man dem Fachmann überlassen. Dem bringt es Arbeit. Und es kostet ja auch nicht Diel. In anderen Fällen wird ein Umbau zu empfehlen oder gar ein neuer Ofen und Herd aufzustellen fein. In solchen Fällen sollte man nur eine gute Ware wählen. Denn nur dann ist sparsames Kochen und Heizen gewährleistet. Das gilt auch für die oorstädtischen und ländlichen Siedlungen, bei denen vielfach die Siedler aus einer falsch verstandenen Sparsamkeit sich billige, ungeeignete, unwirtschaftlich arbeitende, ja sogar schon gebrauchte Feuerstätten kaufen. Warum das? Heute sind doch überall Oefen für Brikettfeuerung erhältlich, die in ihrer modernen technischen Ausbildung sauberste und sparsamste Ausnutzung des Brennstoffs gewährleisten. Sie sind schmuck und praktisch. Sie sind eine Zierde des Raumes. Beim Küchenherd müssen Herdringe, die entzweigegangen sind, möglichst schnell ersetzt werden. Große Roste müssen durch einfaches Abmauern verkleinert werden. Dann arbeitet der Herd besser. Der Brikett-Rost z. B. soll für Haushaltküchenherde bei einer Breite von 14 bis 15 Zentimeter eine Länge haben, die dem Braunkohlenbrikett ent« Wirtschaft einen dürfmsse deckt. Oberheffen Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL war aber 0,711 5,706 61,23 49,05 11,06 62,81 56,86 17,52 8,674 2,492 0,711 5,706 61,23 49,05 11,06 62,81 56,85 17,52 8,674 2,492 0,709 5,694 61,11 48,95 11,04 62,69 56,74 17,48 8,656 2,488 Japan...... Jugoslawien Oslo...... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz Spanten.... Prag....... Budapest... Neuyork.... Buenos Aires . Brüssel....... Mo de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig....... London....... Helsingfors.... Paris........ Holland...... Italien....... 0,709 5,694 61,11 48,95 11,04 62,69 56,73 17,48 8,656 2,488 noch feine nennenswerte Verbreiterung erfahren. Es lagen einige kleine Kauforders der Bankkund- fchast vor, während die Kulisse ihre Zurückhaltung noch nicht abgelegt hat. Nach Feststellung der ersten Notierungen, die am Rhein-Mainische Börse. INittagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 2. März. Die Börse überwiegend leicht befestigt, das Geschäft hat Kurszettel -er Berliner und Zranksurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Aus dem Gießener Handelsregister. Im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen wurden die nachstehenden Eintragungen vorgenommen: / Bei der Firma Emil L o tz in Gießen wurde dem Diplom-Volkswirt Dr. Georg Lotz Prokura erteilt Firma Gustav A. Sturm, Gießen: Inhaber ist der Kaufmann Gustav A. Sturm, seiner Ehefrau Ursula Sturm, geb. Lauenroth, wurde Prokura erteilt. — Firma Christian I n d e r t h a l, Gießen: Die Prokura der Christian Jnderthal Ehefrau Johanna, geb. Petri, ist erloschen. Der Gesellschafter Christian Jnderthal ist verstorben. Die offene Handelsgesellschaft ist als solche erloschen. Willi Jnderthal in Gießen führt das Geschäft unter der bisherigen Firma weiter. — Die Firma Matthias Heimes und Sohn in Gießen ist erloschen. — Zweigniederlassung Gießen der Firma „Ja- m a i c a", Deutsche Handelsgesellschaft Harder & Meiser in Bremen: Inhaber sind die Kaufleute Alfred Eggert, Friedrich Harder in Hamburg und Franz Dominikus Meiser in Bremen. Die Kommanditgesellschaft hat am 6. Januar 1937 mit drei Kommanditisten begonnen. — Die offene Handelsgesellschaft Pferdehandlung Freund & Schä - fer in Alten-Buseck ist durch den Tod des Gesellschafters Freund erloschen. Das Geschäft ist nach Liquidation der offenen Handelsgesellschaft auf Friedrich Schäfer in Alten-Buseck übergegangen. Die Firma heißt jetzt: Friedrich Schäser, Pferdehandlung, Alten-Buseck. — Bei der Firma Gießener Brauhaus A. und W. D e n n i n g h o s f ist dem Diplam-Brauerei-Jngenieur Karl Adolf Den- ninghoff in Gießen Prokura erteilt worden. — Bei der Firma Wilhelm Nattmann in Gießen ist der Kaufmann Julius Wilhelm Nattmann in Gießen Inhaber. Dem Kaufmann Heinrich Rau in Gießen und der Johanna Nattmann ist Prokura erteilt. Commerz- und Privatbank, Filiale Gießen: C. A. Harter ist nicht mehr Vorstandsmitglied. — Firma Julius Nattmann G. m. b. H.: Durch Umwandlung der Gesellschaft ist das Geschäft auf den alleinigen Gesellschafter Julius Wilhelm Nattmann in Gießen übergegangen. Die G. m. b. H. ist erloschen. Das Geschäft wird unter der Firma „Wilhelm Nattmann" fortgeführt. Als nicht eingetragen wird noch veröffentlicht: „Den Gläubigern steht es frei, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können, binnen sechs Monaten seit dieser Bekanntmachung Sicherheitsleistung zu verlangen." Xinhermarft in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 504 Stück Großvieh, 70 Fresser und 124 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe: 1. Qualität 420 bis 520 Mark, 2. Qualität 250 bis 350 Mark, 3. Qualität 180 bis 220 Mark. Rinder Vr—Vijährig 80 bis 130 Mark, 8/4—2jährig 120 bis 190, tragend 250 bis 430 Mark. Kälber bis 2 Wochen 18 bis 25 Mark, bis 4 Wochen 30 bis 45 Mark, bis 6 Wochen 50 bis 60 Mark. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: Zuerst lebhaft, später abflauend. Nächster Markt 16. März. stets die gleiche Heizkraft und stets dieselbe Form. Durch seine vorteilhafte Zusammensetzung hat es aus- aezeichnete Verbrennungseigenschaften. Die Brennkosten kommen ja auch dem Bedürfnis nach einer billigen Feuerung außerordentlich entgegen Wenn das Geld, über das jeder als üb*\ einen Teil des Volksvermögens verfügt, im wohlverstandenen eigenen Interesse ausgegeben wird, dann hat man auch volkswirtschaftlich richtig gehandelt. Was man hier spart, ohne den Bedürfnissen und Notwendigkeiten Gewalt anzutun, kann man dort ruhigen Gewissens ausgeben, wenn es andere Bespricht. Dieses ist etwa 18 Zentimeter groß, so daß also der Rost 19 bis 20 Zentimeter lang sein muß. Die Spalten sollen eng fein, rund 8 Millimeter, und die Stäbe dünn, 8 bis 10 Millimeter. Dann ist dies alles in Ordnung. Die Hauptsache ist, die richtig gebaute Feuerstätte pfleglich zu behandeln. Die Bedienung des Feuers muß schon mit einiger Ueberlegung erfolgen. Schwankungen im Wetter bedingen bisweilen Unterschiede in der Heizleistung des Ofens. Um Verluste möglichst zu vermeiden, ist es deshalb gut, wenn die Hausfrau den festen Brennstoff wählt, mit dem sie am wenigsten Fehler machen kann. Das ist im Grunde genommen das Braunkohlenbrikett. Es hat Aktienmarkt vorwiegend Erhöhungen von durchschnittlich 1 v. H. brachten, schrumpfte das Ge- schäft wieder stark zusammen. Feste Haltung zeigten einige Spezialpapiere, so Scheideanstalt mit 264 (261) Rütgerswerke mit 145,25 (143,50), Harpener Bergbau mit 155,50 (153,13), auch Zellstoffaktien setzten bis 2 v. H. höher ein, nur Waldhof nach dreitägiger Pause 157,25 (159). Von Montanaktien bröckelten Mannesmann und Verein. Stahl leicht ab, Buderus verloren 0,90 v. H., dagegen gewannen Klöckner und Rhein. Braunkohlen je 1 v. H. IG. Farben notierten etwas schwächer mit 168,25 (168,75), dagegen Metallgesellschaft 151,50 (150,50), Deutsche Erdöl 148 (147,50). Elektropapiere lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. freundlicher, RWE. 0,50 o. H. leichter. Maschinen und Motorenaktien blieben voll behauptet, ebenso Reichsbank, AG. für Verkehr, Zement Heidelberg. Schwächer notierten Holzmann mit 143,75 (144,75), Westdeutsche Kaufhof mit 54,25 (54,75) und Bemberg mit 111,50 (112,25). Der Rentenmarkt lag unverändert ruhig. Reichsaltbesitz und Städte-Altbesitz blieben behauptet, während Kommunal-Umschuldung weiter nachließen auf 91,50 (91,70). In der zweiten Börsenstunde war das Geschäft sehr ruhig, die Aktienkurse lagen auf dem Anfangsstand zumeist gut behauptet. RWE. 0,50 v. H. erholt auf 132,50, Rheinstahl 0,65 v. H. hoher mit 156, sonst lagen Zweitnotierungen kaum vor. Laurahütte wurden wieder notiert mit 19,50 (21,25), niedriger waren ferner Bekula mit 166 (167), Jung- Hans mit 126 (127), dagegen Conti Gummi weiter anziehend auf 182,75 (182). Der Schluß brachte auf Teilgebieten bemerkenswerte Erhöhungen, für IG. Farben auf 169,40 nach 168,25, für Westdt. Kaufhof auf 55,90 nach 54,25, auch sonst zogen einige Papiere um 0,25 bis 0,75 v. H. an. Arn Kassamarkt ließen Mainzer Aktien-Brauerei auf 66,50 (68) nach. Einige Bankaktien notierten fester. Die variablen Rentenwerte erfuhren keine Veränderungen, Altbefitz schwankten zwischen 120,25 bis 120,40. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obligatio* nen und Stadtanleihen notierten unverändert, Liquidationspfandbriefe lagen teilweise schwächer, Rheinische 101,10 (101,50), Meininger 101 (101,25), Pfälzische 101,25 (101,50). Abendbörse freundlich. Anschließend an den Mittagsverkehr war auch die Abendbörse freundlich gestimmt, das Geschäft hatte jedoch kleinen Umfang. Die Kurse blieben in den meisten Fällen auf dem erhöhten Berliner Stand behauptet, verschiedentlich traten noch Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. ein, insbesondere am Montanmarkt. Rhein. Braunkohlen plus 1 v. H. auf 227,50. Auch Westdeutsche Kaufhof weiter gefragt und auf 56,25 (55,90) ansteigend. Am Kassamarkt gewannen Deutsche Ueberseebank 1,50 v. H. auf 130. Der Rentenmarkt lag still, etwas Geschäft hatten einige Pfandbriefe, Stadtanleihen und Industrie-Obligationen. Reichsaltbesitz 120,40 (120,25), Kommunal-Umschuldung wie mittags 91,50. Im Freiverkehr BDM. 165,50 bis 167,50. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 120,40, 4V- v. H. Mainz von 1928 96,13, 4V2 v. H. Pirmasens 95,25, 6 v.H. IG. Farben 134, 4*/2 v. H. Krupp 98,25, 1951er Verein. Stahl 96, 4Vs v. H. Franks. Hyp. Bank R 8—10 98,50, 4V- v. H. Franks. Pfandbriefbank R 3—10 98,50, BMW. 141,50, Bemberg 111,50, Buderus 118, Deutsche Erdöl 148,25, Scheideanstalt 264, Licht und Kraft 149,25, IG. Farben 169,40, Gesfürel 145,25, Harpener 156, Hoesch 118, Klöckner 124,90, Mannesmann 119, Muag 143,75, Metallgesellschaft 152, Moenus 106,50, Rhein. Braunkohlen 227,50, Rheinstahl 156,25, RWE. 132,90, Verein. Stahl 120. Oorfgemeinschastsabend in Mainzlar. # Mainzlar, 2. März. Einen schönen j Dorfgemeinschaftsabend veranstaltete die ( NSG. „Kraft durch Freude" im Müllerschen Saale. ' Die Veranstaltung war stark besucht. Die Leitung i des Abends lag in Händen des Ortswartes der i „KdF.", Karl Bolte, der nach Musik und Vor- ' sprach über den Sinn eines solchen Abends sprach, c Dann wurde in bunter Folge ein abwechslungs- < reiches Programm geboten. Burschen und Mädchen ' des Dorfes trugen Gedichte vor, tanzten, fangen | und zeigten außerdem kleine Theateraufführungen, i Besonderen Beifall sicherte sich die Lehrerin Fräulein S ch m i n ck e aus Daubringen mit herzer- । frischenden Mundartgedichten. Lehrer Wagner i (Daubringen) brachte im Reim einen unterhalt- | jamen Rundgang durch die Ortsgruppe. Besonders < gut gefielen die Darbietungen auf dem Schiffer- i klarier von Truppführer T ö p p l e r. Mit besonderer Freude wurde der von den Mädchen des । Dorfes aufgeführte „Alte Jungferntanz" aufge- I nommen, den die Mädchen ein zweites Mal zeigen ! mußten. Bürgermeister Kreiling dankte allen Mitwirkenden für die schöne Ausgestaltung des Abends. Vorsicht beim Giststreuen! LJ Harbach, 2. März. Im November vorigen Jahres entdeckten spielende Kinder in der Nähe unseres Dorfes eine Singdrossel (Turdus musicus), die sich zwischen Unterbrust und Bauch eine Verletzung zugezogen hatte. Da die Wunde frischen Schorf trug und überdies aus der Schnabelöffnung Blut floß, mußte die Verletzung erst vor kurzem erfolgt sein. Demnach konnte es sich kaum um einen Nachzügler aus der großen Armee unserer Singvögel handeln, da die Drosseln schon in den ersten Oktobertagen nach Südeuropa und Nordafrika abwandern. In diesen Tagen fand man nun an der Kreisstraße wieder eine Singdrossel, deren Derdauungsorgane nicht in Ordnung waren, das Tierchen war sehr geschwächt und ging schon nach kurzer Zeit ein. Da die übrigen Singdrosseln um diese Zeit noch im warmen Süden weilen, hat der Vogel allem Anscheine nach in unseren Waldungen überwintert. Woran er zugrunde ging, ließ sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Vielleicht hat er Mäusegift gefressen, das leider oft die Todesursache zahlreicher Vögel ist; denn nicht immer wird die vergiftete Frucht sorgsam in die Mauselöcher gesteckt. Mitunter bleibt noch das eine oder andere Körnchen in der Nähe des Loches liegen und wird dann von einem hungrigen Vöglein aufgepickt. Es ist deshalb Pflicht jedes Landwirts, auf derartige Vorfälle fein Augenmerk zu richten und beim Ausstreuen vergifteter Frucht sehr sorgfältig zu arbeiten. Jede Unachtsamkeit rächt sich bitter an unserer Vogelwelt. Die OAff.-Schule »Vogelsberg". * Schotten, 2. Marz. Nachdem bisher zu den Lehrgängen der D A F. - S ch u l e „Vogelsberg" in Schotten die Amtswalter und Vertrauensmänner der Kreise Alsfeld, Büdingen, Lauterbach, Schotten entsandt wurden, kommen nunmehr auch Amtswalter der Kreise Gießen und Friedberg zu den einzelnen Lehrgängen. Damit umfaßt die DAF.- Schule „Vogelsberg" die gesamte Provinz Oberhessen. Die landschaftlich schöne Lage der Schule, und ihre vorzügliche innere Ausstattung tragen wesentlich dazu bei, daß die Männer der DAF. neben der Schulungsarbeit sich noch ein wenig erholen können. Ein vorzüglicher Rednerstab sorgt für die notwendige weltanschauliche und sozialpolitische Schulung. Nur ungern scheiden die Lehrgangsteilnehmer nach Tagen froher Kameradschaft von der Schule „Vogelsberg". Landkreis Gießen. i Lollar, 2. März. Einen „frohen Samstagabend" veranstaltete im Gasthaus „Zur Germania" (Scherb) die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch F r e u o e". Die Vorträge der „5 frohen Sänger" brachten bald die außerordentlich zahlreich erschienenen Zuhörer in eine ausgezeichnete Stimmung. Die Tanzmusik wurde von der Kapelle Mang ausgeführt. > Ruttershausen, 2. März. Auf Veranlassung der N S. - F r a u e n s ch a f t fand in der Gastwirtschaft Otto Schön ein Kochkursus für Eintopfgerichte statt. ? Staufenberg, 2. März. In einer Mitgliederversammlung der Deutschen Arbeitsfront bei Gastwirt Zecher sprach nach einleitenden Worten des Organisationsleiters E. Schlapp der Verwaltungsftellenwalter Schmidt von der DAF.-Kreiswaltung Gießen über die Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront. ! Mainzlar, 2. März. Unter Leitung des Zellenwalters Karl Schulze fand bei Gastwirt Koch eine Mitgliederversammlung der DAF. statt. Kreisorganisativnswalter Reitz (Gießen) sprach über die Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront. - Saubringen, 2. März. Die Deutsche Arbeitsfront hielt bei Gastwirt Erb eine Mitgliederversammlung ab, in der der Geschäftsführer Jung (Gießen) über die großen Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront sprach. (D Beuern, 2. März. Unter Führung von Dr. Lung, Gießen (Bäuerliche Werkschule) fand hier ein Hof- und Stallrundgang statt. Zunächst wurde der Gemeinde-Faselstall besichtigt, bei dem der Führer des Rundgangs besonders den Einbau von Luftschächten empfahl. Anschließend wurden nach andere Ställe besichtigt, in denen fast ausschließlich feuchte und zu warme Luft festgestellt wurde. Praktische Ratschläge gab Dr. Lung über die richtige Düngerbehandlung, ferner sprach er über die Notwendigkeit der Rassezucht (Vogelsber- ger oder Simmentaler) in der Viehhaltung. Orts- vauernführer Hermann dankte für die »Anregungen des Rundganges und forderte die Bauern auf, das Gehörte in die Tat umzusetzen. T" R ö d g e n, 2. März. Der L u f t s ch u tz l e h r - j gang, an dem eine große Zahl von Männern und Frauen unserer Gemeinde teilnehmen, fand mit ' einem Vortrag des Luftschutzlehrers E b e r l e aus Lollar seine Fortsetzung. Nach kurzen Eröffnungsworten unseres Bürgermeisters sprach der Redner ■ über das richtige Verhalten der Bevölkerung bei Luftangriffen. Weiter zeigte er, welche Aufgaben gerade die Frau im Luftschutz zu erfüllen hat. Zum Schluß behandelte er die besonderen Fragen des Luftschutzes auf dem Lande. Die lehrreichen, anschaulichen Ausführungen fanden bei den Kursteilnehmern dankbare Aufnahme. wg. Großen-Buseck, 2. März. Im schon geschmückten Wagnerschen Saal hielt die Freiwillige Feuerwehr einen Kamerad- schaftsabend ab, zu dem sich Freunde und Gönner der Wehr und außerdem eine Abordnung der Wehr von Reiskirchen eingefunden hatten. Die Feuerwehrkapelle leitete mit guter Musik den Abend ein. Der erste Kommandant ÄZilhelm Harbach III. begrüßte zunächst alle Teilnehmer, dankte dem Bürgermeister R e b h o l z für die Beschaffung der Motorspritze, durch die die Schlagfertigkeit der Wehr bedeutend erhöht wurde, sprach ferner von den Aufgaben der Feuerwehr im Dienst als Feuerpolizei und gab dann einen kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Entwicklung der jetzt seit 31 Jahren bestehenden Wehr. Von den Gründern der Wehr sind heute noch zwölf Kameraden aktiv tätig; es sind dies: Wilhelm Harbach III., Heinrich D ö - ring I., Karl Kimmel, Karl Größer, Karl Wagner III., Balthasar Mayer, Ludwig Scheid V., Heinrich März II., Heinrich Wagner III., Ludwig Wagner VIII., Wilhelm Scheid III. und Karl Huber. Auf dem Felde der Ehre ließen elf Gründet ihr Leben. Ihrer wurde in würdiger Weise gedacht. Zum Schluß seiner Ansprache forderte der Kommandant die Jugend auf, sich in die Reihen der Wehr zu stellen. Mit dem Gedenken an den Führer und den gemeinsam gesungenen ersten Versen der nationalen Lieder klang die Ansprache aus. Der weitere Verlauf des Abends brachte durch gute Musik angenehme Unterhaltung. Einige Gießener Humoristen trugen außerdem zur Erheiterung bei. 8 Alten-Buseck, 2. März. Dieser Tage veranstaltete die hiesige Volksschule im Saale von Einhäuser einen Elternabend, der eine Werbung für die Landschulheime bedeutete. Die gut besuchte Veranstaltung zeigte die enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus. Lehrer N a n f t sprach über Ziel und Zweck des Landschulheimaufenthaltes, der in erzieherischer Hinsicht auf die Heranwachsende Jugend großen Einfluß hat und der besonders die Kameradschaft und den Gemeinschaftssinn pflegt und fördert. Hierauf führte Lehrer Fay einen Film vor, der das Leben und Treiben der Kinder in den Landschulheimen veranschaulichte und der von allen mit großem Interesse ausgenommen wurde. Die Veranstaltung wurde durch Liederchöre, teilweise von Musikinstrumenten begleitet, durch Gedichtvorträge und Reigen umrahmt. Die Veranstaltung wurde in üblicher Weise geschlossen. — In diesem Jahre soll auch die hiesige Volksschule an einem einwöchigen Landschulheimaufenthalt teilnehmen. < Lang-Göns, 1. März. Der NSKK.-Grup- penführer Prinz Richard von Hessen besichtigte dieser Tage den Motor st urm 2 M/147, der unter Führung von Obertruppführer Boller steht. Der Sturm war vollzählig angetreten. Der Gast ließ sich von den Truppführern und Referenten über die Arbeit des Sturmes berichten. Prinz Richard von Hessen griff beim Unterricht wiederholt mit Fragen ein und gab seiner Genugtuung über das Gesehene und Gehörte Ausdruck. Er ermahnte zum Schluß die Kameraden, auch weiterhin in Treue zum Führer zu stehen. An der Besichtigung nahmen auch der Führer der Motorstandarte, Oberstaffelführer Nagel- Gießen und Staffelführer Dr. Schäfer- Gießen teil. Nachdem sich der Gruppenführer verabschiedet hatte, sprach Ober- staffelsührer Nagel den NSKK.-Kameraden seinen besonderen Dank für den guten Eindruck der Besichtigung aus. I Lang-Göns, 2. März. Der Radfahrerverein „All Heil" hielt im Saale der Gastwirtschaft Hebbel sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Der Vereinsführer Heinrich Faber bewillkommnete die Gäste. Dann begann der unterhaltende Teil der Veranstaltung, in dem Gesangsterzette und Vorführungen von Angehörigen des Radfahrervereins 1891 Großen-Linden abwechselten. Die Großen-Lindener Gäste zeigten neben anderem einen Vierer-Einradreigen, der mit außerordentlichem Beifall ausgenommen wurde. In den Pausen spielte die Kapelle Theodor Philipp. Tanz schloß sich an. Kreis Schotten. Laubach, 2. März. Die hiesige Ortsgruppe des VDA. veranstaltete am Samstag in der „Traube" einen gut besuchten Gemeinschasts- i und Elternabend. Gemeindegruppenleiter Dr. Kammer zeigte an Hand eines lehrreichen Licht- bildervortrages die leibliche und geistige Not, in der , sich die Sudetendeutschen befinden. Im Verlaufe des , Abends wechselten musikalische Darbietungen des ’ Realschulorchesters mit schönen Volkstänzen ab, die durch Mädel der Schulgemeinschaft Realschule zur Aufführung gelangten. Sämtliche Darbietungen fanden reichen Beifall. Zum Schluffe erklang noch ein- ■ mal in einem Sprechchor der Realschüler der Not- : schrei der Ausländsdeutschen und ihr Ruf an die , Brüder im Reich zur Mithilfe unb Gintritt in den Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 2. März. Die Jungmädel- : schar Homberg veranstaltete in der Stadthalle ■ einen Elternabend. Ortsgruppenleiter Damm ■ sprach einleitend über den Sinn und Zweck der Ju- - gendorganisationen. Dann wechselten in bunter = f^olge Lieder, Volkstänze und humorvolle kleine ; Aufführungen miteinander ab. Die Aufführung i eines Stegreifstückes „König Drosselbart" bereicherte das Programm. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß?. Abendbörse Schlußkurs Schluß! Mittagbörse Schluß- kurs Schluß?. Abendbörse Schluß- kurs Schluß!. Mittag- böde_ Datum 1.3. 2-3. 1.3. 23. Datum 1.3. 2.3. 1.3. 23. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 41/2% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 101,25 98,25 103,5 99,65 98,5 120,4 133,25 98,25 101 96,25 95,25 128,9 98,5 96,5 100,9 101,5 110,4 127,5 17 17,65 124,65 188 115,4 118,5 105,5 101,25 98,25 103,5 99,65 100,2 98,5 120,4 133,25 98,25 101 98,25 96,25 95,25 128,65 98,5 96,5 100,9 101,1 110,4 127,4 16,65 17,5 124,5 188 115,5 118,5 105 101,25 98,25 103,75 99,65 100,5 98,5 120,25 98,25 96,25 128,5 98,5 101,13 110,6 127,25 44,5 17,13 17,65 124,65 188,5 131,25 115,4 118,5 105,5 101,2 98,25 103,5 99,65 100,3 98,5 120,25 98,25 96,25 128,9 98,5 101,1 110,6 127,5 44 17 17,5 124,5 189 131,25 115,5 118,5 105 Accumulatoren-Fabrik.......12 KV-Kunstseide.............O Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg................ O Bekula..................... 8 Buderus Eisen...............4 Gement Heidelberg........... 7 Gement Karlstadt............6 Chade A.-C..................9 Gontt Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas............... 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Färben-Industrie.......7 Felten & Guilleaume......... 6 Gesfürel....................6 Th. Goldschmidt....... 5 Gritzner Maschinen........... O Harpener................. 2'/2 Hoesch Eisen...............3y2 Philipp Holzmann...........6 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerke ............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6% Metallgesellschaft.............5 Orenstein & Koppel..........O Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali..........?y2 Schlickert & Go...............6 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Vereinigte Stahlwerke...... 3y2 Westdeutsche Kaufhof.........O Westeregeln Alkali............5 Zellstoff Waldhof............6 Otavi Minen...............0,6 136,5 112,25 167 118 161 164 182 127,75 147,5 261 175,25 133,5 148 168,75 138,5 144,25 128,5 44 153,13 117,75 144,75 145,5 135,25 123,9 94,25 118,75 150,5 226,5' 155,25 132,5 143,5 164 194 200 119,75 54,75 134 28 138,4 111,5 166 118 161 164 183 128 148,25 264 172,5 133,75 149,25 169,4 138 145,25 128 45,13 156 N8 143,75 137,25 124,9 126,5 94,25 119 155 152 227,5 156,25 132,9 145,25 181,5 164,5 195,5 201 120 56,25 134 157,75 29 199,5 137,65 112 167 117,75 182 127,13 113,4 147,75 174,75 133,5 148 168,65 138,4 144,5 128,5 43 153,4 117,9 144,9 176 145,25 135,25 124,4 143,9 118,5 155,5 150,25 90,13 225 155,25 132,5 143,75 179,25 164,5 95,25 194,5 201 119,75 54,5 134,25 156 28 200 138 112,5 166,25 117,5 183 128 114,5 148,5 172,75 133,5 149 169,65 138,9 145,4 127,9 44,75 156 117,9 144 147 137,5 124,75 144 126,5 118,75 156 151,5 90 226,5 156,75 132,9 144.75 181,5 164,5 95,25 195 200,5 120 55,9 135 157,75 29,13 4%% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Oberhessen Provinz-Anleihe mit 4i/2% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldvie R. 12.............. 6y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank 4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lau- Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte l.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4’/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergütkchetn-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterretchische Goldrente.... 4,2% Oesterretchische Silberrente. 4>/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4yz% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2 »4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 Reichsbau^................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 1 März 2 .März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Brief 0,746 0,750 0,748 0,752 41,90 41,98 41,90 41,98 0,151 0,153 0,151 0,153 47,04 47,14 47,04 47,14 54,30 54,40 54,30 54,40 . 47,04 47,14 12,19 47,04 47,14 12,16 12,16 12,19 5,37 5,38 11,59 5,37 5,38 11,57 11,57 11,59 136,25 136,53 136,20 136,48 13,09 13,11 13,09 13,11 1 .März 2. März Amtliche Notierung Geld | Brief Amiliche Notierung Geld | Bries Mittwoch, 3. März 1957 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Kr.52 Drittes Blatt Aus der Provinzialhauptstadt.!Ackt Wochen Soldat beim E.-Bataillon in Gießen Marmelade ein Volksnahrungsmittel. Reserve hat Ruh'!"-Reue Rekruten dienstbereit. // n 9 men n l. 5 n 0 n U >az- rie s- er te ir t R n NSG. Während eine ausreichende Beschaffung und Verteilung von Fettstoffen zu denjenigen Fragen unserer Ernährungswirtschaft gehört, deren Lösung mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist und vielleicht auch für die nächste Zukunft verbunden sein wird, weil der Stand der Devisenwirt- ; schäft und die Lage der Eigenerzeugung in Fett- : stoffen uns Beschränkungen auferlegen, ist Die Herstellung und Verteilung von Marmelade in dem ! erforderlichen Umfang gesichert. Es wäre zu wün- ! schen, daß die Marmelade in wesentlich größerem Umfang bei der Verbraucherschaft als Brotaufstrichsmittel Verwendung findet, als dies bisher der Fall war. Gerade jetzt, in der fettärmeren Zeit, gehört die Marmelade, auch in der sonstigen Verwendung im Haushalt, zu den Nahrungsmitteln, die die Lücke im Bedarf ausfüllen helfen. Die Aelteren unter uns erinnern sich sicherlich ohne Freude noch der Kriegsmarmelade. Was wir damals als Marmelade gegessen haben, verdient eigentlich gar nicht die Bezeichnung Marmelade; es sah nur so aus. Was kam damals nicht alles als Marmelade auf den Markt. Von Nährwert keine Spur! Und daher war nichts natürlicher, als daß der Mangel an Fettstoffen während und nach dem Kriege in den letzten Jahren aufgeholt wurde durch eine übermäßige Inanspruchnahme von Fett. Die Folge davon wiederum war — in Verbindung mit den Erfahrungen, die der Verbraucher mit der Kriegsmarmelade gemacht hatte — eine Abkehr von der Marmelade. Es ist ein Verdienst unserer Marmeladenindustrie, daß sie durch die Herstellung hochwertiger Ware die Bevölkerung wieder mit Vertrauen zu ihren Erzeugnissen greisen ließ. Trotzdem blieb der übermäßige Verbrauch von Fettstoffen, obwohl die einheimische Erzeugung den Bedarf nicht voll zu decken vermag. Aus der Erkenntnis heraus, daß gute Marmelade ein vollwertiges Brotaufstrichmittel ist, hat die Hauptvereinigung der deutschen Garten- und Weinbauwirtschaft die Verbilligungsaktion für Marmelade eingeleitet, die seit November 1936 bis Oktober 1937 durchgeführt wird. Zucker, steht uns für die Ernährung in genügenden Mengen zur Verfügung. Und so wird die jetzt in Gang gekommene Verbllll- qungsaktion einmal die Bedutung der Marmelade als Volksernährungsmittel wieder besonders hervorheben und der Bevölkerung ein wichtiges Brotaufstrichmittel sichern, dazu zu einem Preise, der auch für die minderbemittelten Volksgenossen er- tierte. rr „ . Das außerordentlich schlechte, nasse Wetter m den letzten beiden Monaten tonnte die Ausbildung wohl erschweren, durfte sie aber nicht aufhalten, denn wenn das Ziel, in zwei Monaten aus einem wehr- ähigen deutschen Mann einen feldverwendungs- ähigen Soldaten zu machen, erreicht werden soll, 200 138 2,5 ,25 7,5 Der gemeinsame Vogelbauer und dergerammte Torpedoboots-Lokus Don Korveiten-Kapiiän a D.Irhr. v. Iorstner. Ortsgruppe Gießen-Aord, MnterhilfSwerk 1936/37. n 5 Gute Möbel bei Koos Giessen SchÜlstrS r. te !5 o« t, r, ch ft in er :r= re h. e- a- S). -ist in- 5), H. !5, *5, p> ’-V rg e- ,’n 8, 15, in. !E. 183 128 4,5 8,5 .75 3,5 149 i,65 18,9 15,4 u 156 7,9 144 147 37,5 4,7 144 26,5 8,75 156 51-5 90 26j 6,75 32,9 4.75 81,5 l ö-5 120 i,9 35 ,75 ,13 st n 0 T Ning ,711 ,706 1,23 9,05 'S Die Kohlenhändler werden aufgefordert die m Zahlung genommenen Kohlengutscheme bis zum 5. März täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen eine Wertquittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr in Zahlung genom- werden. schäften, die in früheren Lehrgängen als beste Soldaten ausgesucht wurden und in einem zweiten Zweimonatslehrgang eine weitere Ausbildung erhalten, die sie befähigen soll, als Führer kleinster Einheiten Verwendung zu finden Von diesen werden wiederum die Besten als Unteroffizier- oder sogar Offizier-Anwärter des Beurlaubtenstandes entlassen, während fast alle als Gefreite der Reserve 1,1 Die Krönung der gesamten ^usb^dung ttndet ihren sichtbaren Ausdruck tn den Schluhbesichtlgangen, die in den letzten Tagen, teilweise lN Anwesenheit des Kommandeurs des Jnf.-Rgts. 116, Oberst H e r r l e i n , vorgenommen wurden. Hierbei kann jeder zeigen, was er gelernt hat, und es ist anzu- erkennen, mit welchem Eifer die jüngsten Waffenträger ihr Können, das ihnen das Stammpersonal vermittelt hat, unter Beweis stellen. Schlußfeiern der Kompanien, bei denen der Geist der gewonnenen Kameradschaft und der Verbundenheit zwischen Vorgesetzten und Untergebenen zutage tritt Schluß. Untersuchung, Waffenreinigen, Waffenabgabe Auskleidung erfüllen die letzten Tage, und schon ziehen die Kolonnen wieder im bürgerlichen Gewände mit fröhlichem Gesang zum Bahnhof. Jedoch nur wenige Tage sind dem nal zur Erholung vergönnt, in denen auch noch die Unterkunft zum Empfang neuer Rekruten vorbereitet wird. Am kommenden Montag, 8. Marz, rücken neue Vaterlandsverteidiger em. Die ihrer Dienstpflicht für Führer, Volk und Vaterland genügen wollen. Musterung für die SS -Derfügungstruppe. am 11. März in Wiesbaden. NSG. Auf die vielen Anfragen aus unserem Gau bei der SS.-Standarte „Germania" über Einstellung in die SS.-Verfügungsttuppe wird darauf hingewiesen, daß am 11. März, 10 Uhr, bei dem SS.-Oberabschnitt Rhein, Wiesbaden, Dienststelle Uhlandstraße 4, eine Musterung für Einstellungen »um 1. April bzw. 1. Oktober 1937 stattfmdet Zur Musterung, die auch gleichzeitig für die SS.-Toten- kopf-Verbande vorgenommen wird, können Freiwillige erscheinen, die nachfolgenden Bedingungen entsprechen: 1. Der Bewerber muß deutscher Staatsangehöriger sein, vr . . 2. sittlich, geistig, körperlich einwandfrei und zuverlässig im Sinne des Nationalsozialismus, Jakob-Sprenger-Stiftung" als rechtsfähige Stiftung genehmigt. Ebenso wurden nachstehende Schenkungen genehmigt: 35 OOO Mark Schenkung der Frau Karo- line Werner, geb. Storch, in Friedberg für die Stadt Friedberg; etwa 15 000 Mark der Verelnl- qunq von Freunden der Technischen Hochschule in Darmstadt als Schenkung zum Ankauf des Grundstücks Magdalenenftraße 4 zu Hochschulzwecken und von „Ungenannt" 6500 Mark als letztwillige Zuwendung für die Technische Hochschule Darmstadt, Uebereignupg des Provinzlalkmderheims „Einsiedel in Lindenfels durch die Provinz Darmstadt an die Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NS.-Volkswohl- fahrt (Wert etwa 60 000 Mark), sowie eine Scheu- kunq von 12 000 Mark der Frau Elisabeth Mayer, Mainz, an den Bischöflichen Seminarfonds der Diözese Mainz. Zu der kürzlich an dieser Stelle erschienenen schönen Geschichte vom aemeinsamen Vogelbauer teilten wir dem Verfasser, Herrn Korvetten-Kapitän a. D. Frhr. v o n F o rjt = — - — " —"ach dem der, nicht das Vogel- Manuskript geschrieben darf in der sorgfältigen und überlegten Methodik des Ausbildungsstoffes ein Ausfall nicht emtreten. Selbstverständlich muß der Stoff beschrankt werden, abgesehen davon, daß jede Sonderausbildung sort- sällt. So werden die Ergänzungs-Mannschaften vorwiegend in dem geübt, was sie zur Beherrschung der Waffe und ihrer Anwendung im Kamps benötigen. Dazu treten hin und wieder Marschubungen, bei denen die Anforderungen nach dem Enoe nattir- gemäß gesteigert werden. Schon nach fünf Wochen mußten die Kompanien des Erg.-Bataillons ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, als sie Anfang vorigen Monats an der Standortubung Gießen gegen Wetzlar-Marburg teilnahmen und bei Daubringen auch gefechtsmäßig zum Einsatz ge- Nächst der Vereidigung bildete einen zweiten Höhepunkt im soldatischen Leben dieser jungen Vaterlandsverteidiger die Teilnahme an der Parade am Hel- dengedenktage auf dem Trieb bei Gießen, bei der sie ebenso wie die anderen Truppenteile des Standorts vor dem Standortältesten und Dlvistonskorm mandeur, Generalleutnant Oßwald, wenn auch nicht im Exerziermarsch, so doch mi Gleichschritt vor- beimarschierten. Kurz vorher hatte das Schulgefechtsschießen, diesmal bei Wißmar, stattgefunden, das ebenso wie die gesamte Ausbildung infolge der Nässe des Bodens schon einige Anforderungen stellte und den Schlußstein in der Schießausbildung dar- ftr Deck trocken bis zum dem „Ort des Glucks w gelangen. Der darunter liegende Kesselraum sorgte auch noch dafür, daß es dort meistens derartig knuffig heiß war, daß ein leder Besucher froh mar9 wenn er den Ort wieder möglichst schnell verlassen konnte, selbst auf die Gefahr hm, daß ihn sogleich beim Heraustreten eine wilde Sturzsee übergoß oder sogar über Bord zu schleudern drohte. Man kann sich denken, daß besonders tn winterlicher Sturmnacht der Entschluß, sich . aus der warmen Koje über das von Wogen ^spulte Oberdeck hindurchzuschlagen, schon den ganzen Mut eines ^Jn^einer^^kalten Winter-Sturmnacht hatte sich unser Zahlmeister auf „G 132", trotz aller ihm hier- Dem Dozenten Dr. Walter H ah land an der Universität Würzburg ist unter Ernennung zum außerordentlichen Professor der archäologische Lehrstuhl an der Universität Jena übertragen worden. Der Dozent Dr. Hans Schaefer an der Universität Leipzig ist als außerordentlicher Pro- fessor für alte Geschichte an die Universität Jena berufen worden. können und wollen. Oft weiß man nicht, wie, wann, wo, was Man richtig sagt „der", „die" und „das , So mußt' ich auch genauer Nicht, wie ein Vogelbauer „ Sich nennt, und ob wohl „das" und „der Die richtige Benamsung wär'. Ich bin nun mal ein alter Mann, Der viel umlernen nicht mehr kann, Drum schrieb ich so, wie ich's gelernt. Als ich mich von der Schul' entfernt, Auf unfern Schüler-Buden Gab's da noch keinen „Duden", Weshalb uns gar nichts übrig blieb, Als daß man nach dem Lehrer schrieb: „Der Bauer, der das Feld bestellt. Stets ,Der‘ als Prädikat erhält, Beim Bauer, wo ein Vogel drin, Schreibt immer ,das< davor ihr hin". — So blieb ich nun „konservativ", Doch ging bei euch die Sache schief, Denn eure Korrektoren Gar keine Zeit verloren, Um in dem „Duden" nachzusehn, Was dort für Prädikate stehn. So knobelten die dann heraus, Daß auch vor einem Vogelhaus, In dem ein kleiner Piepmatz singt, Der" richtig sei ganz unbedingt, So hab' ich mich Dann eben Auch hierin nun ergeben, Zumal auch kein B-1 chauer Jetzt mehr „das Kaffee Bauer In Berlin „Unter n Linden Noch heutgentags kann finden. Das Kaffee Bauer" ging auch em, In den Vormittagsstunden des heutigen 3. März bringen die Züge die Rekruten des j ün g ft e n Lehrganges des Erg. - Bataillons I n f. - R e g t. 116 wieder in ihre Heimat. Schnell find die zwei Monate, die die Ausbildung der älteren Freiwilligen und der jüngeren Erfatzreferviften dauert, verstrichen, und doch liegt eine unendliche Arbeit, Energie und Aufwand der Ausbildenden und der Ausgebildeten in dieser kurzen Zeitspanne. Am 4. Januar rückten die Söhne aus Hessen und der Rheinprovinz zur Erfüllung ihrer Dienstpflicht in ihren neuen Standort ein. Für ärztliche Untersuchung, Einkleidung, Ausgabe der Waffen blieb nur wenig Zeit, sie erfolgten sozusagen am laufenden Band. Schon am zweiten Tage begann die Ausbildung, zunächst, um den jungen Waffenträgern die nötige militärische Haltung beizubringen, denn schon am 9. Januar erfolgte die feierliche Vereidigung durch den Bataillons-Kommandeur, Major Junker, die bei diesem Lehrgang wiederum auf dem Schiffenberg stattfand. Nach der feierttchen Handlung erfolgte dort anschließend Die erste Speisung aus Feldküchen und hielt die jungen Rekruten noch einige Stunden dort zusammen, währenddessen die Regimentskapelle des Jnf.-Regts. 116 konzer- Am Donnerstag, 4., und Freitag, 5. 3., wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen berettzulegen. „Der Kaffee Bauer" aber fein Baut weiter uns den braunen Trank, Durch den man leicht am Herz wird krank. Ach, bei den Prädikaten Muß leider oft man raten, Drum suchte ich bei mir 311 Haus Für euch heut' 'nen Artikel raus, Und glaube, in dem Falle war , Als Prädikat wohl richtig „der , Doch stehen Lokus-Buden „ Vielleicht nicht mal im „Duden,, Zwar ist der Ort wohl „sachlich , Wo man oft ganz gemächlich Des Morgens fitzt zu Haufe In feiner stillen Klause, Doch hat man damit grotzre Not Auf schwankendem Torpedoboot, Besonders aber, gottverdammt, Wenn bann ein andres Boot uns rammt. Ihr könnt in Ruhe lesen, Wie das bei uns gewesen, Wenn euch der Beitrag dann gefallt, Dann druckt ihn ab — und schickt mir Geld. Heut' froh auf euch in Gießen Die Gläser an wir stießen!!! * n e r in Greifswald, mit, es müsse nai unfehlbaren „Duden" der, nicht das bauer heißen, wie im stand. Darauf erhielten wir nicht nur eine gereimte Empfangsbestätiaung, sondern sogar noch eine neue Geschichte dazu, was beides wir unfern ßefern nicht vorentyalten Film-Bolkstag. Aus Anlaß der Jahrestaguna der Reichsfilmkammer findet in den beiden hiesigen Theatern, Gloria-Palast und Lichtspielhaus Bahichofstraße, am 7 März, 11.15 Uhr, eine kostenlose Fflm^Vorführung statt. Zutritt gegen Erwerb der Zeitschrift „Film und Volk" zum Preise von 20 Pfennigen. Winterhilfswerk 1936/37 Ortsgruppe Gießen-Süd Kohlenabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheme der Serie und S am Freitag, 5. März, von>19.30 bis 20^30 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen. NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Süd. httfskasse. Alle Angehörigen der SA., SS., Warine-SA., Reiter-SA. und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, zahlen ihren Beitrag zur Hilfskasse für die Monate April, Mai und Juni am . Mittwoch, 3. Marz, und Donnerstag, 4. März, jeweils in der Zeit t>om 20 bis 22 Uhr auf der Ge- schäftsftelle der Ortsgruppe, Frankfurter Straße 29 Hinterhaus. NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Ost. Bär.: kohtenverforgung. schwinglich ist. Dornotizen. Tageskatender für Mittwoch: Stadttheater 19.30 bis 22.15 Uhr „Die verkaufte Braut" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich lebe mein Leben". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Premiere". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". — Gießener Hochschulgesellschaft 20 Uhr in der Aula der Universität Vortrag von Prof. Schilling: „Im Kampf um Deutschlands Faserstoffversorgung". Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der komischen Oper „Die verkaufte Braut' von Friedrich Smetana statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Leitung und Einstudierung der Chöre: Ernst Brauer. Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat auf Grund der vorgelegten Stt - tungsurkunde die zwecks Vornahme früh geschichtlicher Ausgrabungen auf dem Glauberg (Kreis Büdingen) errichtete Stistung^^Reichsstatthalter^ bei drohenden und ihm bekannten Gefahren, doch zu diesem Entschlüsse durchgerungen. An den zum Schutze gegen ein Ueber-Bord-schleudern gespannten Strecktauen hatte er sich endlich glücklich bis nach vorne durchgeschlagen, eine volle See nach der andern war über ihn unterwegs hinweggebrandet, jetzt schien er im stillen Raume gerettet und hoffte, Dem Drange seines Herzens nachgehen zu können. — Doch mit Des Geschickes Mächten ist kein ew'ger BunD zu flechten!" Kaum hatte Der Herr Zahlmeister sich nämlich in Gesechtsstellung niedergelassen, als ein starker Rammstoß eines Nachbarbootes genau in Der Höhe Der Kommandobrücke gegen deren Unterbau an Der ©teuerborDJeite erfolgte, wo unser Zahlmeister saß. Eilige Kommandos „Schottendicht!" und „Klar bei Schwimmwesten!" erschallten über Deck, wahrend aus Der stillen Klause jammernde Hilferufe ertönten unter aeroaltigem, todesahnenden, verzweifelten Klopfen, das immer stärker wurde, aber bei dem heulenden Sturme und Der ersten Aufregung an Deck unge- 3. 17 bis 23 Jahre alt, 4. ohne Schuhe mindestens 1,72 Meter groß sein. Zur Musterung sind möglichst folgende Papiere mitzubringen: a) selbstgeschriebener Lebenslauf, b) Lungentuberkuloseattest, von der zuständigen Lungenfürsorge ausgestellt, c) Geburtsurkunde, d) von minderjährigen Bewerbern Einverständniserklärung des Vaters bzw. des gesetzlichen Vertreters für den Eintritt in die SS.-Ver- fügungstruppe, e) zwei Paßbilder. Ehemalige Wehrmachtangehörige werden nicht mehr in die SS.-Verfügungstruppe eingestellt, diese können jedoch in die SS.-Totenkopfverbände ausgenommen werden. Die Dienstzeit in der SS.-Verfügungstruppe beträgt vier Jahre einschl. drei Monate Probezeit. Die beiden ersten Jahre gelten als Ableistung der allgemeinen Wehrpflicht. Die Verpflichtungszeit in der SS. - Verfügungstruppe und in den SS.-Totenkopfoerbänden kann verlängert werden. In der SS.-Verfügungstruppe besteht nach Ablauf der vierjährigen Verpflichtungszeit die Möglichkeit bevorzugter Uebernahme in die Polizei, nach zwölfjähriger Dienstzeit eine solche in die Gendarmerie. Zur Musterung können auch Freiwillige erscheinen, die noch kein Bewerbungsschreiben eingereicht haben. Auch alte Lustbilder genehmigungspflichtig. DNB. Die Erteilung der Erlaubnis zur Verwendung von Luftbildgerät in Luftfahrzeugen ist im Luftverkehrsgesetz und in der Verordnung über Luftverkehr vom 21. August 1936 (Reichsgesetzblatt Teil I, Seite 653 folgende) geregelt. Um jede Unklarheit zu beseitigen, wird noch einmal darauf hingewiesen, daß auch sämtliche alten Luftbilder genehmigungspflichtig sind, gleichgültig, ob sie in Form von Negativmaterial, ober verarbeitet in Büchern als Bilder, Ansichtskarten, Prospekte, Zeichnungen oder dergleichen vorhanden sind. Jedes Luftbild muß bei Veröffentlichung oder Weitergabe an Dritte folgenden Vermerk tragen: „Freigegeben RLM. .. (hier ist der Hersteller der Luftaufnahme bzw. Firma einzusetzen) Nummer soundso (hier ist die Nummer der Freigabever- füoung einzusetzen)." Auf jeden Fall sind sämtliche Neu- und Altaufnahmen, die noch nicht den Freigabevermerk trugen, sofort dem Reichsminister der Luftfahrt (Prüfstelle für Luftbilder), Berlin W 8, Leipziger Straße Nr. 7, vorzulegen. Irauenschast Gießen-Mitte. Ein gemeinsamer Ortsgruppenabend vereinte die Frauenschaft und die Mitglieder des Frauenwerkes Gießen-Mitte im Burghof. Die Leiterin Frau W e m p e r begrüßte die Frauen und brachte wichtige geschäftliche Mitteilungen. Dann sang Frau Abermann Volkslieder von Löns, die ungeteilten Beifall fanden. „Vergeßt unsere Kolonien nicht!" So klang die Mahnung, die Pg. Georg Heß seinem Vortrag zugrunde legte. Ebenso lautete der Titel des selbstverfaßten Gedichts, das der Redner als Vorspruch brachte. Durch eine Anzahl sehr guter Lichtbilder veranschaulicht, schilderte Pg. Heß seine Erlebnisse und Eindrücke, die er während eines zwölfjährigen Aufenthaltes in Deutsch - Südostafrika gewonnen hatte. Von der Erwägung ausgehend, daß der Besitz von Kolonien für jede Großmacht eine Notwendigkeit ist, nicht nur um ein Absatzgebiet für die eignen Industrie-Erzeugnisse und ein Aufnahmeland für Auswanderer zu haben, sondern auch um dem Mutterland die unbedingt notwendigen Rohstoffe zu verschaffen, betonte der Redner die Pflicht jedes Deutschen, sich für die Forderungen unseres Führers nach Kolonialbesitz vorbehaltlos einzusetzen. Der Abend war sehr gut besucht, sowohl von der Das Mädchen mit dem Gilberhaar. Roman von Anny von panhuyek. 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Erst im Zuge nach Frankfurt kam Franziska nach der Aufregung und dem Trubel der letzten Tage-zu sich. Sie nahm die Hände ihres Mannes und sagte weich: „Ich bin so herzensfroh, mit dir in die Welt hineinzufahren, Berthel. Bedenke, ich bin bisher noch niemals über unser Städtchen hinausgekommen." „Er lachte: „Dann wirst du staunen, rote groß schon das Stückchen Welt ist, das wir uns jetzt ansehen werden, Fränzelein. Der Rhein, der Bodensee und der Schwarzwald stehen auf unserem Programm. Ein paar Tage Schweiz nehmen wir auch noch dazu, denke ich. Und im Herbst geht es nach Paris, ich muß mich wal wieder um unseren Pariser Vertreter kümmern. Ein netter älterer Herr ist der Graf Rethel; wir haben uns früher manchmal zusammen amüsiert." Sie lachte ebenfalls. „Jetzt aber wirst du ein braver solider Ehemann, Berthel, und in Paris bin ich mit dabei, wenn du den Grafen einlädst, da gibt's kein leichtsinniges Durchbrennen. Sie lachten beide, und er küßte sie, weil sich niemand weiter im Abteil befand, und weil er so unsinnig glücklich war, flüsterte er ihr allerlei verliebte Dinge zu. In Frankfurt blieben sie einige Tage. Sie bummelten viel herum, saßen dann eines Vormittags in einer Weinstube, um ein wenig zu frühstücken. Viele Photographien hingen in dem netten kleinen Speisesaal. Berthold Radix fragte den Kellner danach. Der gab ausführlich Auskunft: „Es sind Herrschaften vom Theater, die öfter zu uns kommen, auch ein paar Musiker sind dabei, ebenso Maler und Bildhauer. Unsere Wirtin bittet halt alle Künstler, die öfter kommen, um ihr Bild, und dann wird's hier aufgehängt unter Glas und Rahmen." Er deutete auf eine Stelle der Wand. „Die da drüben sind schon alle tot, und wenn wirklich noch einer davon leben sollte, kommt er bestimmt nicht mehr hierher. Schon der Vater von unserer Chefin hat die Sache angefangen, unsere Chefin war damals noch ein Kind, und heute ist sie beinahe sechzig." Er zeigte auf eine andere Stelle. „Das aber sind nur neuere Bilder." Er nannte Namen. „Sehen Sie die schöne Schwarze da? Ja? Sie ist eine von unseren ersten Opernsängerinnen, und der Herr neben ihr ist der berühmte Violinvirtuose Günther Grevenstein. Er hatte leider das Unglück, sich hier in Frankfurt bei Ihre Ehre heißt Treue! Oie neue kommunalpolitische Schule unseres Gaues. Oie 6. Reichsstraßensammlung des WHW. im Gau Hessen-Nassau. NSG Menn 621., SS. und NSKK. sich in der Oeffentlichkeit zeigen, so verbinden sich zwangsläufig mit ihrem Erscheinen und ihrem Tun die Begriffe unentwegter Treue und entschlossener Tatkraft. So wird es auch wiederum am 6. und 7. März im Gau Hessen-Nassau sein, wenn die Männer der drei Gliederungen, einem schönen Brauch folgend, ihre Sammelbüchse für das Dinler- hilfswerk schwingen. Diese Sammeltätigkeit, deren symbolhafter Charak- rakter offenbar ist, hat einen tiefen Sinn: Es heischen d i e Männer eure Opfer für bedürftige Volksgenossen, die tausendfach früher ihr Opfer selbstlos unter Einsatz des Lebens gebracht haben und heute noch ihr Opfer bringen, wenn es die Notwendigkeit fordert. Den Männern der SA., der SS. und des NSKK. schließen sich die Mitglieder des Reichsbundes der Kinderreichen als Sammler an. Beschützer und Beschützte stellen sich der großen gemeinsamen Sache zur Verfügung: SA., SS. und NSKK., weil fie sich für die Größe und den Fortbestand der Nation einsehen, und die Mitglieder des Reichsbundes der Kinderreichen, weil fie die Vertreter eines Volkes find, das im Kinderreichtum fein höchstes Gut sieht. Arn 6. und 7. März gilt es, den Kreis der Volksgemeinschaft zu schließen: Wer an diesen Tagen opfert, bekennt sich zum ewigen Deutschtum, das durch Opfern wieder groß wurde und das durch Opfern feine Zukunft sichert. Drückeberger verraten am 6. und 7. März ihren bösen Willen oder ihre Dummheit! Frauenschaft, wie auch ganz besonders zahlreich von den neugewonnenen Mitgliedern des Frauenwerkes, ein Beweis dafür, daß die heutige Frau durchaus entschlossen ist, am Aufbauwerk des Führers rege mitzuarbeiten zum Wohle unseres deutschen Volkes. Aufgelöst. Das Geheime Staatspolizeiamt Darmstadt gibt bekannt: Auf Anordnung des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers des Innern find alle Gruppen und Vereine der Bündischen Jugend, Groß- deutscher Jugendbund, Deutscher Pfadfinder-Bund, Deutschmeister-Jungenschaft, Deutsche Jungenschaft 1.11., Trucht, Deutsche Freischar, (Strompreis, Nerother Wandervogelbund, Verein zur Erhaltung der rheinischen Jugendburg, das Graue Corps ufro. aufzulösen, soweit fie sich nicht selbst aufgelöst haben: für die Zukunft wird jede Einwirkung auf Jugendliche zum Zweck der Fortsetzung hündischer Gruppen und Vereine gemäß §§ 1, 4 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 (RGBl. I S. 83) verboten. Tagung derGetreideverteiler-Fachschast Die Fachschaft der Getreide-, Futter- und Dünger-Verteiler im Bezirk Gießen und Wetzlar hielten auf Einladung der Kreisbauernschaft Oberhessen-West eine vom Bezirksbauernführer Metzger, Röthges, geleitete Tagung ab, auf der aktuelle Tagesfragen besprochen wurden. Landesfachschafts- walter U l b r i ch - Frankfurt a. M. machte eingangs darauf aufmerksam, daß zur strafferen Eingliederung der Verteiler in den Reichsnährstand und zur Bewältigung der großen Ausgaben, die von der Führung öfter schlagartig aufgegeben werden, unbedingt Disziplin von den Verteilern gefordert werden muß. Dem Erzeuger solle freie Wahl des Verteilers belassen bleiben. Der Verteiler hat fich beim Abholen der Waren an die Preisvorschriften zu halten und die notwendigen Abzüge zu machen, weil der Bauer frei Waggon zu liefern hat. Der Redner wies ferner daraufhin, daß zur strafferen Erfassung der Erzeugnisse auch der Verkauf vom Erzeuger direkt an den Verbraucher beseitigt werden muß. Nur auf solche Weise wird es möglich werden, den Schwarzhandel ganz zu beseitigen. Die Verteiler haben von sich aus dabei mitzuhelfen, daß mit den Waren hausgehalten wird. Durch die Beseitigung des nichtarischen Händlers haben die anderen Verteiler einen Zustrom bekommen, den sie mit zu versorgen haben. Als eine sehr wichtige Aufgabe im „Kampf gegen den Verderb" bezeichnete der Redner die Sammlung der in jedem bäuerlichen Haushalt noch vorhandenen Säcke. Es liegt im Interesse jedes Bauern, wenn er diese Säcke seinem Verteiler wieder zur Verfügung stellt. In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner dann der praktischen Durchführung der Roggeneintauschaktion zu, durch die jede Verfüt- terung von Roggen vermieden werden muß. Dem Bauern stehen als Ersatz ausreichend Mais und Gerste zur Verfügung. Im oberen Vogelsberg ist bereits diese Austaujchaktion mit großer Freude aufgenommen worden. Bei dieser Aktion fällt der Verteilergruppe ein hohes Maß von Aufklärungsarbeit und praktischer Betätigung zu. Anschließend behandelte der Geschäftsführer des Getreidewirtschaftsverbandes P et sch, Frankfurt am Main, die erforderliche Zusammenarbeit in dieser Austauschaktion mit den Ortsbauernführern und Herr M a t t h a i besprach die Futtermittelver- forgung. In einem Schlußwort rief Stabsleiter Dr. Fabian alle aufbaufreudigen Kräfte zur Mitarbeit auf. * ** Dienstjubiläum. Am 1. Märzroaren es 25 Jahre, daß die Gefolgschaftsmitglieder Werkführer Ernst Fink und Pfleger Wilhelm Pfeiff bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen eingetreten sind. Der Betriebsführer Direktor Schneider beglückwünschte die beiden Jubilare zu ihrem Ehren- m° mit Fewa tage namens der ganzen Gefolgschaft und sprach ihnen Dank und Anerkennung aus für ihre langjährige, treue und tadellose Dienstzeit. Auf Wunsch der beiden Jubilare war von einer besonderen Feier anläßlich dieses Dienstjubiläums Abstand genommen worden. ** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 28. Februar: 18.: Hermann Derstadt, ohne Beruf, 74 Jahre alt, Friedensstraße 47. 19.: Hedwig Heymann, geb. Schmidt, 47 Jahre alt, Walltorstraße 73. 22.: Karo- line Hermann, geb. Fischbach, Wwe., 72 Jahre alt, Wilfonstraße 10; Anna Heusel, geb. Birkholz, 44 Jahre alt, Friedrichstraße 24. 23.: Johann Karl Brasch, Polizeiwachtmeister i. R., 64 Jahre alt, Ludwigsplatz 14. 24.: Martha Nold, geb. Böhm, Wwe., 73 Jahre alt, Roonstraße 16; Gustav Mook, Photograph, 79 Jahre alt, Kaiserallee 2; Georg Möhl, ohne Beruf, 60 Jahre alt, Bahnhofstraße 26. 27.: Karl Muhl, Friseurmeister, 59 Jahre alt, Bahnhofstraße 56; Wilhelm Kilbinger, Rentner, 67 Jahre alt, Goethestraße 23; Katharine Weigel, ohne Beruf, 55 Jahre alt, Friedensstraße 31; Heinrich Lang, ohne Beruf, 70 Jahre alt. Kleine Mühlgasse 5. einem Autounfall an der linken Hand drei steife Finger zu holen, also war es aus mit der Musik. Du lieber Himmel, wie konnte der Grevenstein aber auch spielen! Geheult habe ich in seinem Konzert." Er lächelte: ..Nix für ungut, falls ich zuviel geredet habe; ich dachte, es interessiert die Herrschaften vielleicht. Diese Stube gehört nämlich zu den Frankfurter Sehenswürdigkeiten." Franziska hörte noch immer den Namen Günther Grevenstein. Die ziemlich große Photographie war unverkennbar, und sie wußte nun, der Name „Walter von Frank", den ihr Eva Zoll mitgeteilt, weil der Fremde im „Einhorn" damit seine Anmeldung ausgefüllt hatte, war falsch. Das Kennzeichen mit der linken Hand stimmte ja auch. Warum reifte er aber unter falschem Namen? Warum? Sie gab sich einen Ruck. Ihr Mann, der neben ihr saß, sollte nicht wissen, daß der Geiger, von dem der Kellner eben erzählt, derselbe war, der mit ihr auf dem Maskenball getanzt und sie geküßt. Sie kam rascher über die momentane Erschütterung hinweg, als geglaubt. Es ging von Berthold Radix so viel Liebe und Güte aus, er umgab sie damit wie mit zärtlich duftenden Blumen, daß sie zunächst wenig an das kleine Erlebnis in der Weinstube dachte. Auch gab es ja zuviel Neues für fie zu bestaunen. Ab und zu auf der Reise fiel ihr das Gehörte allerdings wieder ein, und sie sann. Also ein Künstler war er gewesen! Ein großer Künstler, den das Unglück entthront. Nach sechs Wochen kehrten Berthold und Franziska Radix heim. Sie wohnten nun auch in der Villa am Waldesrand, und die alten Möbel der Großmutter waren mit aufgestellt, nur ganz Ueber- slüssiges war verkauft und verschenkt worden. Bertholds Mutter hatte das alles mit Nähkathrin geordnet und der alternden Frau einen ständigen Arbeitsplatz in ihrem Hause gegeben. Nähkathrin war jetzt für die Zukunft versorgt und sehr glücklich darüber; aber nun erst, nachdem sie längst gutgemacht, empfand sie aufrichtige Reue über das, was sie getan. Gottlob, daß sie das Geld nicht behalten hatte! Jetzt fuhr Franziska allmorgendlich mit ihrem Mann in die Radio-Radix-Werke, und das kleine Zimmer neben dem seinen wurde ihr Büro. Mit froher frischer Kraft und viel Freude arbeitete sie nun und sagte ziemlich offen heraus, was ihr im Betriebe nicht gefiel Sie forderte vor allem, daß der Prokurist Wüst entlassen würde. Sie erklärte ihrem Mann: „Er schikaniert, wie ich mich in den paar Tagen unseres Hierseins überzeugt habe, die Leute abscheulich. Er ist gallenleidend, hörte ich. Entlasse ihn im Hinblick auf seine langjährige Tätigkeit mit einer guten Pension und setze eine junge Kraft an seine Stelle. Belohne ihn für frühere Leistungen und verzeihe ihm seine jetzige Herrschsucht, die dir die Leute verärgert." Er gab zu: „Ich möchte ja gern, aber ich weiß nicht recht, wie ich es ihm sagen soll." Franziska strich ihm schmeichelnd über das Haar. „5)aft du Vertrauen zu mir? Glaubst du wirklich ehrlich, daß ich kein Dummerchen bin, das nur stenographieren und mit der Schreibmaschine umgehen kann?" Er nickte begeistert: „Davon hast du mich auf der Reise überzeugt. Du weißt ja fast mehr von der Radio-Radix als ich selbst." Sie machte eine neckische Verbeugung. „Dank für die Anerkennung, Herr Direktor? Daraufhin wage ich den Vorschlag, ernenne mich vorläufig zur Prokuristin der Radio-Radix, ich verspreche feierlichst, mit Fleiß und festem Willen deine Zufriedenheit zu erlangen. Wenn du Herrn Wüst erklärst, du wilst deiner Frau die Prokura geben, kann er sich nicht so gekränkt fühlen, als wenn du ihm sonst irgendeinen Nachfolger gibst. Ich arbeite mich bald ein, verlaß dich darauf, und später machst du dann Herrn Weller zum Prokuristen; er ist der tüchtigste Buchhalter, den es auf Erden gibt. Ader auf die Weise, über meine Person, kommt du leichter über den Fall Wüst hinweg." Er lächelte anerkennend. „Du findest doch immer den richtigen Ausweg, Fränze." Es wurde trotzdem eine schwere Stunde, als Berthold Radix dem Prokuristen sagen mußte, daß er entbehrlich geworden. Ueberflüssig! dachte Wüst bitter. Aber die Pension war reichlich, und wer nahm ihn, den Alternden, noch auf? Er durfte nicht in Unfrieden von hier scheiden. Franziska aber atmete auf, nachdem er gegangen. Sie war nie darüber hinweggekommen, daß er einmal dreist zu ihr gewesen. Ihr Mann sollte nichts davon wissen. Wozu ihn mit der alten Geschichte aufregen? . Franziska übernahm von Wüst die lausenden Angelegenheiten, und als sie sich auf feinem Stuhle niederließ, konnte sie ein zufriedenes Lächeln nicht unterdrücken. Sie sah zu ihrem Manne auf, der neben ihr stand. „Riesenkräfte will ich entfalten und immer wieder nach verborgenen Kraftquellen in mir forschen, damit ich dir wirklich die Helferin sein kann, die ich dir gern sein möchte." Er küßte sie. „Und wärest du nicht so klug und anpassungsfähig, hättest du nur deine Augen, dein schönes Haar und dein liebes, warmes Lächeln, wäre ich auch zufrieden und glücklich. Ich liebe dich doch, Fränze, liebe dich so, daß ich manchmal wie vor einem Wunder stehe, weil du mir gehörst." Sie schmiegte sich an ihn. „Du närrisch verliebter Mann wirkst auf die Dauer ansteckend, und eines Tages, schneller, als du glaubst, erkläre ich dir ähnliche Dinge." Er wurde sehr ernst. v El i NSG. Am Donnerstag, 4. März, weiht der Gauleiter die neue kommunalpolitische Schule des Gaues Hessen-Nassau ein, die in die bisherige Gauführerschule in Frankfurt a. M., Schwarzwaldstraße 160, verlegt wurde. — (Aufnahme NSG.) Amtsgericht Gießen. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen war der 25 Jahre alte R. O. in Gießen wegen groben Unfugs mit drei Tagen Haft bestraft worden, weil er mit noch einem anderen am 8. November zwischen 2 und 3 Uhr An der Kläranlage singend und johlend und durch lautes Klopfen an eine Haustüre Einlaß verlangt hatte, der ihnen aber nicht gewährt wurde. In der gestrigen Hauptverhandlung auf feinen Einspruch hin leugnete der Angeklagte hartnäckig, er wurde aber einwandfrei überführt. Da er mehrfach vorbestraft ist und nicht geständig war, erhöhte das Gericht die im Strafbefehl ausgesprochene Hast strafe auf fünf Tage. Große Strafkammer Gießen. Vor der Großen Strafkammer hatte sich gestern der bereits mehrfach wegen gleicher Delikte vorbestrafte Friedrich Wirth aus Friedberg wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er hatte ein Kind aus Bad-Nauheim mitgenommen und fich in unsittlicher Weife an ihm vergangen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Große Strafkammer verurteilte ihn zu einer Zuchthaus st rase von 1 Jahr und 6 Monaten und zu den Kosten des Verfahrens. 5 Monate der Untersuchungshaft wurden ihm auf die Strafe angerechnet. Außerdem wurde feine Entmannung angeordnet. Weiterhin hatte sich die Große Strafkammer mit dem K. M. aus Schotten und der E. K. aus Schotten zu befassen, die wegen eines Sittlichkeitsdeliktes angeklagt waren. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Angeklagte E. A. wurde freigefprochen, der Angeklagte K. M. wurde zu einer Gefängnis st rafe von 1 Jahr verurteilt; 2 Monate und 2 Wochen der Untersuchungshaft wurden ihm angerechnet. „Auf den Tag warte ich, Liebling, auf den Tag, wo du ganz vergessen haben wirst, daß dich vor mir ein anderer küßte." Sie sah ihn mit frohen Augen an. „Der Tag ist gar nicht mehr weit, Berthel." Vier Wochen später wurde dem bisherigen ersten und ältesten Buchhalter der Firma, Elias Weller, Prokura erteilt. 13. Günther Grevenstein war ein paar Sommerwochen in Deauville gewesen, aber eigentlich hatte er sich dort gelangweilt; es störte ihn hier, sich noch immer Günther Grevenstein nennen zu müssen. Er machte, an den Aufenthalt anschließend, einen Abstecher nach London, verkaufte ein paar Ringe, ließ Steine fassen und konnte nun für lange Zeit wieder sorglos leben. Graf Rethel, der ebenfalls ganz gut ein paar Wochen hätte verreisen können, hatte keine Lust dazu gehabt und gemeint: „Seit ich hier in meinem Familienhause wohne, haben Unterhaltungsbedürfnis und Reiselust stark nachgelassen. Ich fühle mich ungemein wohl hier, und derweil du fort bist, lieber Junge, werde ich noch den letzten Schliff an die Inneneinrichtung legen. Bei Graf Ciboure befinden sich zum Beispiel noch die Por- räts meiner Eltern und Großeltern, ebenso das meiner Urgroßmutter, die am Hofe Napoleons eine Rolle spielte und sehr schön gewesen ist. Ich habe bei Ciboure auch noch ein paar Bilder von Vorfahren aus der Zeit Louis XVI. Ich konnte das nicht alles in meiner kleinen Wohnung unterbringen, und die Bilder, an denen ich besonders hing, mochte ich nicht mit dem Haus zusammen verkaufen, wie so viele andere, die man ja pietätvoll erhalten hat." Jetzt hatte Günther seine Rückkehr gemeldet, und eines Spätnachmittags, Anfang September, holte ihn der Graf von der Bahn ab. Günther sah vorzüglich aus, sein Gesicht war stark gebräunt. „Ich freue mich, daß du wieder da bist, lieber Junge! Es ist zuletzt doch ein bißchen öde gewesen abends; ich habe mich schon zu sehr an dich gewöhnt", bekannte der Graf, und Günther Grevenstein erwiderte: „Es freut mich, daß du mich vermißt hast, Papa", und stieg in das Auto. Der Diener brachte die eleganten Koffer unter, und dann fuhr man nach der Rue de Grenelle. Bald bog das Auto in den Schloßhof ein, hielt vor dem Portal. Die schwere Eichentür öffnete sich. In der Halle standen Blumen zum Empfang. O, Comte Jean Louis de Rethel wußte, welche Rücksichten man einem solchen Goldsohn schuldete, und er sagte ein wenig salbungsvoll: „Willkommen daheim, lieber Francois!" Günther ging in feine Räume hinauf, machte sich ein wenig zurecht und begab sich dann hinunter zum Tee. (Fortsetzung folgt!) OJl.^fpOTt II; Tischtennis: 1900 — Bad-Nauheim 3:6 Am Samstag weilte die Tisch-Tennis-Abteilung der Spielvereinigung 1900 zum fälligen Verbandsspiel in Bad-Nauheim und konnte mit 6:3 Punkten gewinnen. Da Hanau 93 am Sonntag in Bad- Nauheim verlor, steht 1900 ungeschlagen an der Spitze und wird den Gau 12 am kommenden Sonntag in Köln a. Rh. auf den westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften vertreten. Die Ergebnisse (Nauheim zuerst genannt): Einzel: Schnadt — Beil 12:21, 21:19, 18:21, 23:25; Meier — Reichel 12:21, 21:13, 19:21, 13:21; Dr. Hamann — Günther 12:21, 14:21, 21:15, 18:21; Graff — Jung 21:17, 21:14, 21:17; Heß — Arzbacher 21:17, 21:18, 21:15; Heßler — Schnudtdiehl 20:22, 7:21, 21:19, 21:14, 21:17. Doppel: Meier-Dr. Hamann — Beil-Reiche» 17:21, 9:21, 16:21; Heßler-Heß — Günther-Jung 7. März: Nauborn — MTV. Gießen II. 14. März: MTV. Gießen II — Hausen. 31. März: MTV. Gießen II — Tv. Wetzlar Lang-Göns — Hausen. 8:21, 11:21, 10:21; Schnadt-Graff — Schüler- Schmidtdiehl 16:21, 14:21, 11:21. I.-Sp.-V. 1926 Steinbach. Vergangenen Sonntag sollte Steinbachs erste Mannschaft in Leihgestern zum Verbandsspiel antreten, bekam aber in letzter Minute noch die Ab- age von Leihgestern. Die erste Mannschaft mußte deshalb schon den dritten Sonntag pausieren. Die Jugend weilte in Allendorf (Lahn) zum fälligen Verbandsspiel und konnte das Spiel mit 2:1 Toren siegreich beenden und damit wieder zwei wichtige Punkte mit nach Hause bringen. Die Leistung ist um so höher zu werten, da die Mannschaft gezwungen war, mit nur neun Mann das Spiel in Allendorf zu bestreiten. Sportverein 1920 Heuchelheim Iugendableilung. Die erste Jugend von Heuchelheim fuhr mit zwei Mann Ersatz zum fälligen Derbandsspiel nach Krofdorf und konnte hier nach hartem, aber fairem Kampf mit 2:1 Toren gewinnen. Die technische und körperliche Ueberlegenheit der Krofdorfer, die das Vorspiel in Heuchelheim 5:2 gewannen, wurde durch den Eifer und die Einsatzbereitschaft der Heuchelheimer ausgeglichen. In der ersten Halbzeit hatten die Krofdorfer etwas mehr vom Spiel. Sie konnten jedoch nach Seitenwechsel (1:1) den Angriffen der Heuchelheimer nicht standhalten und mußten das Siegestor passieren lassen. Das Spiel endete 2:1 für Heuchelheim. Winterschießen im llnterkreis Wehlar-Nord. Unter starker Beteiligung fand dieses Schießen am Sonntag unter Leitung von Unterkreis-Schutzen- führer Christ in Krofdorf statt. Gewertet wurde im Mannschaftskampf (eine Mannschaft bestand aus vier Schützen). Jeder Schütze hatte zehn Schüsse , stehend freihändig gegen die Einheitsbrustrmgschelbe Qb^UeMen Jungschützen siegte die Mannschaft : von Launsbach mit 278 Ringen vor Bieber mit [ 211 Ringen. Bester Einzelschütze war Albert Klinkel (Launsbach) mit 87 Ringen. [ Bei den Altschützen gewann Biebers erste , Mannschaft mit 301 Ringen vor Fellingshausen mit Neue Termine in denHandball-Kreisklasien. Mit Rücksicht auf die herrschende schlechte Witterung war es notwendig, eine ganze Reihe von Spielen abzusagen. Dieser Umstand aber brachte es mit sich, daß sämtliche noch rückständigen Spiele der 1. und 2. Kreisklasse neu angesetzt werden mußten. Danach werden also spielen: 1. Kreisklasse: 7. März: Dutenhofen — Hörnsheim; Herborn — Garbenheim; Grüningen — Katzenfurt; Groß- Rechtenbach — Holzheim. 14. März: Groß-Rechtenbach — Katzenfurt; Herborn — Hörnsheim. 21. März: Hörnsheim — Groß-Rechtenbach; Katzenfurt — Herborn; Holzheim — DfB.-R. Gießen. 28. März: Grüningen — Groß-Rechtenbach. 11. April: Groß-Rechtenbach — Herborn; Dutenhofen — DfB.-R. Gießen. 18. April: Katzenfurt — Groß-Rechtenbach; DfB.-R. Gießen — Grüningen. 2. Kreisklasse. 269 und Launsbach mit 263 Ringen. Bester Einzelschüße Otto Melching (Biober) mit 84 Ringen. Herber-Daier wieder Weltmeister. Am Montagabend wurde im Ernpreß-Stadion zu London vor rund 7000 Zuschauern die Weltmeisterschaft im Eiskunstläufen der Paare entschieden. Die deutschen Olympiasieger Maxie Herber-Ernst Baier sicherten sich erneut den Titel mit 80,1 Punkten und Platzziffer 8V2 vor dem österreichischen Geschwister- paar Pausin mit 75,5 Punkten und Platzziffer 151/2 und dem englischen Ehepaar Cliff mit 73,5 Punkten und Platzziffer 24V2. Die Deutschen zeigten ein ganz erstklassiges Programm, das vollständig neu aufgebaut war. , Die Schirmherrschaft für das Frankfurter Hallenjportfest am Samstag, 13. Marz, hat Gauführer und SA.-Gruppenfuhrer Beckerle übernommen. Sportamt „Kraft durch Freude". Allgemeine Körpersch ul^: Lyzeum, Dammstraße 26, nur für PL. der NnDAP., Ortsgruppe Süd, 20.15 bis 21.45 llhr. Wball-Mnnschasten in pokalkämpsen da Wetzlar und Burg sich im Pflichtspiel gegenüber- Am kommenden Sonntag greift die Bezirksklasse in die Pokalspielrunde des Jahres 1937 ein. Die bisher in den unteren Klassen ausgewogenen wurden, haben die Mannschaften herausgestellt, die innerhalb der Pokalspielrunde der Bezirksklasse mit= spielen. Da bei den Pokalspielen der Unterlegene ohne weiteres ausscheidet, so kommt jedem Spiel Bedeutung zu. Es ist klar, daß bei diesem System jede Mannschaft darauf bedacht sein muß, ihre Bestform zu erreichen. Auch werden diese Spiele mit letztem Einsatz ausgetragen, hat doch jeder Gewinner die Aussicht, auf diese Weise auf Gegner zu stoßen, gegen die zu spielen er gewöhnlich keine Gelegenheit hat. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn gerade die Pokalspiele die größten Ueber- raschungen mit sich bringen. Es sei auch hier noch einmal besonders darauf hingewiesen, daß diese Spiele zweimal 45 Minuten reguläre Spielzeit haben. Fällt innerhalb dieser Spielzeit keine Entscheidung, wird um zweimal 15 Minuten verlängert. Wer innerhalb dieser Frist ein Tor erzielt, hat geroonnep und das Spiel wird sofort abgebrochen. Verläuft die Verlängerung auch torlos, so werden die beiden Mannschaften in die nächste Runde übernommen. Dieses bedeutet eine Neurege- ltehen. , , .. Bei der Betrachtung der Paarungen haben die VfB.er in Niedergirmes einen Gegner, der bis letzt ungeschlagen in seiner Klasse ist. Es dürfte schwer fallen, trotz eigenem Platz einen Sieg herauszuholen. f _ . r In Lollar haben die 1900.er Chancen auf Spiel» gewinn, da die Lollarer durch die Verletzung ihres Verteidigers Gabriel leider die Hauptstütze ihrer Mannschaft verloren haben. Der Ausgang des Spieles in Alsfeld ist ungewiß, da gleichstarke Mannschaften sich gegenüber stehen sollen. — Die Naunheimer sollten den Naubornern keine Gelegenheit geben, eine Runde weiter zu kommen. — Auch Sinn dürfte gegen Dillbrecht feine spielerische Ueberlegenheit durch einen glatten Sieg unter Beweis stellen. — In Dillenburg haben die Frohnhäuser die Gelegenheit, ihre kürzlich erlittene Niederlage wieder gutzumachen. . Als einziges Verbandsspiel wird das Spiel Wetzlar — Burg ausgetragen Man erwartet die Wetzlarer als Sieger. DNL, Iachamt 2, Fußball. lung gegenüber früher. Folgende Spiele werden im Sportkreis Gießen ausgetragen: VfB.-R. Gießen — Niedergirmes Lollar — 1900 Gießen Alsfeld — Steinberg Naunheim — Nauborn Sinn — Dillbrecht Dillenburg — Frohnhausen Die Vereine SV. 05 Wetzlar, Bissenberg und Burg werden erst in die nächste Runde eingreifen, 3ugenbgruppe Gießen. Folgende Pflichtspiele werden am Sonntag, dem 7. März ausgetragen: Klein-Linden — DfB.-Reichsbahn Gießen, ViB.-Reichsbahn 2. — Allendorf, VfB.-Reichsbahn 3. — Heuchelheim 2., Alten-Bufeck — Saasen, 1900 2. Jgd. — Steinbach. Die erstgenannten Vereine haben den Schiedsrichter anzufordern. Hermann Kirchner, Jugendgruppenleiter. kassenabtlgi Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlags- erzeugnisse. 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