Er. 256 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 2. November 1937 Annahme von Anzeigen snummer vormittags für die Mittag- bis8'/,UhrdesD> Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesjen DrMund Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange In Sietzen. Schriftleilung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Franlfurt am Main 11686 che Empfang des Chefs der läftinafrage nicht Gerechtigkeit, son! Egen- its Brite und Araber. Bon unserem (—)-Serichtersiafter. (Nachdruck, auch mit Quellenangebe, verboten.) London, Ende Oktober 1937. Ein Zeugnis deutsch-italienischer Kulturgemeinschaff Oie Ausstellung „Italienische Kunst von 1800 bis zur Gegenwart" in Berlin der politischen Auferstehung bis zur Zeit der neuen Kunst des Imperiums. Italien ist für dieses hohe Zeichen der Anteilnahme und des Glaubens Berlin, 1. Noo. (DNB.) In der Preußischen Akademie der Künste in Berlin wurde die in Ge- Dr. Frank, die Staatssekretäre im Reichsjustizministerium Dr. Schlegelberger und Dr. freister, die Präsidenten des Reichsgericht und des Volksgerichtshofes Dr, B u m k e und Dr. Thierack, Oberreichskriegsanwalt Dr. Reh- öffnet Der Bedeutung der Ereignisse entspre- , md hatte sich eine große Anzahl von Ehrengästen eingefunden. Als Vertreter der italienischen Regierung war Justizminister S o l m i erschienen. Vorn deutschen Komitee sah man Ministerpräsident Göring, die Reichsminister von Neurath, Rust, Kerrl, Frank und Dr. Schacht. Als Vertreter des Diplomatischen Korps begrüßte der italienischen Botschafter Attolico die Botschafter Frankreichs, Polens, Chiles und Spaniens, die Gesandten Dänemarks, Rumäniens, der Schweiz, Oesterreichs, Ungarns, Belgiens, Boliviens und Bulgariens. Nach Begrüßungsworten des stellvertretenden Präsidenten der Akademie, Professor S ch u - werden, und die Sprengung der Häuser unschuldiger Araber als behördlichen Terror hält er für durchaus angebracht, wie denn überhaupt der Brite, wenn er selbst etwas tut, andere Maßstäbe hat als für die gleichen Taten oder Untaten anderer. Deshalb stößt man in der britischen Presse auch niemals auf Rechtserörteungen. Daß England nur vom Völkerbund die Verwaltungsbefugnis über Palästina erhalten hat, aber sonst nichts, läßt den Briten völlig kalt. Daß seine Regierung gegen Sinn und Wortlaut des Mandatsabmeinschaft mit der Königlich-Italienischen Regierung veranstaltete Ausstellung „Italienische Kun st von 18 0 0 bis zur Gegenwart" CrÖf;--11 -xr..... bans, Oberreichsanwalt Brettle, Reichsanwalt beim Volksgerichtshof P a r e y , Kammergerichtspräsident Dr. Hölscher, Präsident des Reichspatentamtes flauer, Präsident der Reichsrechtsanwaltskammer Dr. N e u b e r t sowie zahlreiche Beamte des Reichsjustizministeriums anwesend waren. Justizminister Solmi wird auf Einladung des Reichsministers der Justiz Gelegenheit nehmen, das Reichspatentamt und einige Berliner Justizbehörden kennenzulernen. Oer Neubau des Reiches. Staatssekretär Stuckart vor dem Führerkorps der Partei. Gefahr in einer feindseligen Haltung der Muslims aller Zungen und aller Rassen liegt, von Indien über Palästina und Aegypten bis nach Afrika. Das offiziöse Blatt der ä g y p t i s ch en Regierung, der ,Guehand", hatte nach dem Tellungs- vlan geschrieben: „Ein Judenstaat an dieser Herzstelle Arabiens ist für Aegypten der Anlaß die Entwicklung nicht nur vom wirtschaftlichen und politischen Standpunkt, sondern auch vom militärischen (!) von neuem zu prüfen. Die ägyptischen Minister protestierten mit denen des Irak und mit Ibn Saud, dem Herrn von Mekka Md Medina. Sie erinnerten an das, was den Arabern 1915 versprochen worden war und hielten die Balfourdeklaration und den Tetlungsplan fur tmen glatten Wortbruch, und selbst der britische Oberkommissar für Palästina, Sir Arthur Wau- chope, wandte sich bei einem Besuch in London gegen den die Araber benachteiligenden Plan. Es half nichts. England baute auf feine Macht, und auf die Gegen ätze der arabischen Welt P^stmas, obgleich schon die 175 Tage des Doriahrstrelks den Briten eigentlich hätten zeigen muffeni, daß diese Spekulation schon damals vor der Welle der na tionalen und religiösen Gewalt zerbrochen w . Man ließ es also zum Aeußersten kommen und ging mit echt britischer Bulldoggenart vor Tacttus berichtet über den Bataveraufftand des Claudius bivilis man habe das Bataverland velmmstet, „aber die Ländereien und Häuser des Civilis nach einer bekannten Politik der Heerführer unberührt Raffen. Dieser altrömstch- Kniff, Zwiespalt m d-° $eihen der Aufständischen zu tragen, hatte viel- Iiiibt einige Aussicht auf Erfolg m Palästina 9e= S Abe? der Nachfolger Str Ärthur Wauchope-, der neue Befehlshaber der britischen Truppen in Palästina, General W a well vertraute allzusehr der Gewaltpolitik und erreichte damit, daß d,e sonst EÄ SIS sZK ü klarster Ausdruck seiner schöpferischen Kraft zu sein, um wiederum ihrerseits dem Volke zu einem lebensnotwendigen Kraftquell von zentraler Bedeutung zu werden. Die Volks- und Staatsführung aber hat damit auch die Verantwortung und den Schuh dieses heiligen Bezirkes in ihre Obhut genommen. Das nationalsozialistische Deutschland hat damit keine Autarkie aus dem Gebiete der Kunst proklamiert, wie man sie uns auf dem Gebiete der Wirtschaft übertreibend zum Vorwurf macht. Allerdings wiedethole ich. ist es unsere Ueberzeugung, daß Zeiten und Schöpfer um so höher ins Zeitlose und Uebermenschliche emporragen, je tiefer sie im eigenen Boden wurzeln. Es folgte eine Ansprache des italienischen ZustizministerS ©olmt der u. a. ausführte: Wir find stolz darauf, daß Berlin diese Ausstellung italienischer Kunst aufnimmt, die von unserem Ministerium für Dolkskultur gefördert und vom deutschen Reichserziehungsministe- rium undvomPropagandaministerium wirksam unterstützt worden ist. Diese Kunstausstellung stellt die erste „Wir haben nicht gewußt, wie v ernst die Lage war", sagte bas Mitglieb der Königlichen Kommission, Sir Horace R u m b o 1 d , der frühere Berliner Botschafter. Man hatte in biefer Kommission die Dreiteilung Palästinas beschlossen und geglaubt, damit ein Meisterwerk des Kompromisses geschaffen zu haben, aber man hatte übersehen, daß sich alte Sünden und Zweideutigkeiten rächen,' und die Araber nicht nur Palästinas nicht mehr dieselben sind wie zur Weltkriegszeit. Der Durchschnittsenglänber steht — und bas ist die Gefahr für das englische Empire — gefühlsmäßig durchaus auf jüdischer Seite und mißachtet den Araber. Die britische Revolution war in erster kommens sich verging, als sie am 3. Dezember 1924 mit den USA., also einer Nichtvölkerbunds- macht, gesondert ein Abkommen schloß, wonach Slenberungen im Mandatswefen nur mit Zustimmung Washingtons oorgenommen werden dürften, kümmert die britifche Oeffentlichkeit nicht, und ebenso wenig ist die Frage aufgetaucht, ob überhaupt England befugt ist, als Mandatsmacht eine Dreiteilung Palästinas vorzunehmen. Auch daß es im Peelbericht heißt, die Araber seien sehr wohl zur Selbstverwaltung fähig, hat keine Wirkung gehabt. Die brittsche Oeffentlichkeit steht, mit vorgefaßter Meinung den Meldungen aus Palästina gegenüber, färbt sie oder nimmt gefärbte Berichte entgegen und befürwortet eine imperialistische Machtpolitik zur Verdeckung der Fehler der Downing- Stteet, ohne zu ahnen, baß biefer Imperialismus heute auf völlig veränderte Tatbestände stößt und daß die Araber von heute nicht einmal denen des Vorjahres gleichen. Der britische, im Interesse des Weltjudentums angesetzte Stoß hat eine ; Wirkung zur Folge gehabt, die die oftmals bespöttelte paniflamitische Bewegung erst zusammenschweißte und England zum Gegner hat. Das ist das Merkwürdige: Die Brtten erkennen nicht, welche bestand ursprünglich und besteht heute noch ein gewaltiger wirtschaftlicher Unterschied. Im Gegensatz zum Judentum mit feinen hyperkapitalistischen Gepflogenheiten sind die Araber noch im feudalistisch- patriarchalischen Zustand, und die Engländer glaubten deshalb, daß die Fellachen immer gegen die Effendis seien, die zudem sich untereinander in den Haaren lagen. Es gab in Palästina die Efsendi- partei der Naschaschibis, deren Haupt der Exbürgermeister Ragheb Bey Naschaschibi ist. Dazu gehört der Direktor der arabischen Nationalbank, Achmed Hilmi Pascha. Mehr englänberfreunblid) war die Familie der K h a l i b i s , die den jetzigen Jerusalemer Bürgermeister stellten unb bei besten Wahl bie Juben eifrig mitwirkten. Englanbfeind- lich war schließlich immer bie Partei bes Mufti von Jerusalem, Emin Husseinis. Unb nun kommt bas vom taktischen Stanbpunkt aus geradezu Tolle. Unterschiedslos lösten die Briten die Organisationen der verschiedenen Sffenbifamilien auf, sie deportierten bie Naschaschibisten und ihre Gegner, bie Kha- libis, sie verhafteten ben Direktor ber arabischen Nationalbank Achmed Hilmi und ben jetzigen Bürgermeister von Jerusalem. Dr. Khalidi, unb nur der Großmufti konnten entfliehen. Durch diese Maßnahme aber hat England, ohne es zu wollen, geradezu eine panislamitische Bewegung in Palästina erst geschaffen, und die Folgen davon zeigen sich derart, daß jetzt jeder Engländer am liebsten die Ordnung nicht durch Gewaltmittel wiederher- gestellt sehen möchte. Nachdem die Gewaltmittel nichts fruchteten... Oer italienische Zustizminister in Berlin Berlin, 1. Nov. (DNB.) Der italienische Justizminister Solmi, ber in Berlin eingetroffen ist, stattete bem Reichsminister ber Justiz einen Besuch ab. Dr. Gürtner, ber von ben vor einigen Tagen bei einem Autounfall erlittenen Verletzungen noch nicht ganz genesen ist, gab in ben Festräumen bes Ministeriums einen Tee-Empfang, bei bem ber königlich italienische Botschafter Attolico, Reichsminister dankbar, und indem ich dieses Gefühl ausbrücke, erhebe- ich meinen Gedanken zu Ihrem großen Oberhaupt, dem Führer, zu unserem großen Oberhaupt, bem Duce, unb bitte ich Sie, Exzellenz Göring, die Ausstellung der zeitgenössischen italienischen Kunst im Namen bes Führers als eröffnet erklären zu wollen. Darauf nahm MinisterpräsidentGeneraloberstGöring bas Wart. Er sagte u. a., baß er als Protektor ber Akademie mit besonderer Freude diese Ausstellung eröffne. Italien und Deutschland hätten gerade diese kulturellen Fragen für ebenso notwendig gehalten wie die politischen und wirtschaftlichen. Die Achse Berlin—Rom, die zuerst im Politischen geschmiedet worden sei, solle sich durch diese Ausstellung erneut im Kulturellen erweisen. Italien unb Deutschland hätten bie gemeinsamen Ibeale bes Friedens unb der Kultur. Er erklärte im Namen des Führers unb Reichskanzlers die Ausstellung für eröffnet unb gab einige Ordensauszeichnungen an italienische Mitglieder bes Ehren- und Organisa- tionskomitees bekannt. NSG. Staatssekretär Dr. S t u ck a r t vorn Reichs- unb preußischen Ministerium bes Innern sprach auf einer vom (Bauleiter Sprenger einberufenen Tagung vor bem gesamten Führerkorps ber Partei im Gau Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. Staatssekretär Stuckart führte aus, bas Parteiprogramm ber NSDAP, fordere bie Herstel - lung einer ft arten Zentralgewalt bes Reiches. Gestützt auf bas Gesetz zur Behebung ber Not von Volk unb Staat, habe ber Führer bie früheren zahlreichen politischen Parteien beseitigt. Durch bas Reichsstatthaltergesetz würbe bie Einheitlichkeit zwischen ber Reichspolitik unb ber Politik ber Länder gesichert unb burch bas Gesetz gegen bie Neubildung von Parteien bie NSDAP, als bie einzige Partei Deutschlands anerkannt. Das Gesetz über ben Neubau bes Reiches übertrug bie Hoheitsrechte ber ßänber auf bas Reich unb unterstellte bie Länderregierungen ber Reichsregierung. Das Gesetz über bas Staatsoberhaupt bes Dritten Reiches verband das Amt des Reichspräsidenten mit bem des Reichskanzlers. Der Führer und Reichskanzler wurde damit nicht nur Chef ber Reichsregierung, fonbern auch Oberster Befehlshaber ber Wehrmacht. Das Gesetz über Groß-Hamburg ermöglichte ben seit Jahren angestrebten unb wirtschaftlich notwen- bigen Zusammenschluß eines einheitlichen Wirtschaftsgebietes. Schritt für Schritt werbe die Neuordnung des Reiches vollzogen, bis ber Führer ben Zeitpunkt ber letzten Stufe der Umgestaltung für gekommen hatte. I Diplomatisches zwischen Paris und ORom. Mit einer scheinbar formal-diplomatischen Ent» scheidung hat der Duce bas italienisch-französische Verhältnis tatsächlich in weitem Umfang ausge» rollt: Am 31. Oktober 1936 schieb ber bisherige französische Botschafter b e Chambrun wegen Erreichung ber Altersgrenze von seinem Posten; am 31. Oktober 1937 hat Mussolini seinen bisherigen Pariser Botschafter Cerutti mit ber ausdrücklichen 23egrünbung abberufen, daß Italien nicht durch einen Botschafter in Paris vertreten sein könne, wenn Frankreich in Rom nur von einem Geschäftsträger repräsentiert werde. Frankreich hatte einen Botschafter für Rom bestimmt, den Grafen de Saint-Quentin, der auch bie Zustimmung ber römischen Regierung gefunden hat. Aber: Die Beglaubigungsschreiben bes neuen französischen Botschafters waren nur an ben König von Italien, nicht aber an den Kaiser von Aethiopien adressiert. Darauf erklärte Rom, daß die Ueberreichung dieses Beglaubigungsschreibens unstatthaft fei. Der Leser errät ohne Mühe, daß es sich bei bie» sen formalen Vorgängen tatsächlich um bie französische Anerkennung ber Eroberung Abessiniens handelt. Frankreich ist in das Dilemma gespannt, sich entweder vom Völkerbund in einer wichtigen Einzelfrage praktisch zu lösen ober bie italienische Regierung und den italienischen Hof zu brüskeren. Den Franzosen- ist höchst unwohl zumute. Sie haben schon bisher mit einer kleinen Träne im Auge auf den verwaisten Botschafterstuhl in Rom gesehen, ber ja in bem ganzen Jahre vom 31. Oktober 1936 bis 13. Oktober 1937 wie eine gelinde Anklage wirkte, daß die Rücksichten auf bie Völkerbunbspolitik die Bewegungsfreiheit der französischen Diplomatie hemmen. Paris hat auch einen Ausgleich versucht und den Generalsekretär bes Völkerbundes Avenol um bie Jahres- menbe nach Rom geschickt, damit er ein Kompromiß zwischen Rom und Genf zustande bringe. Aber dieser pfiffige Versuch, auf Kosten bes Volker- Ir unb es einen schönen Erntewagen für Paris in die Scheune zu fahren, scheiterte kläglich. Wehmütig stöhnt der „Temps": „Die kleinen Mächte unb Sowjetrußlanb brachten diese Politik zum Scheitern." Mussolini aber hat, als ber französische Botschafterstuhl ein Jahr herrenlos stanb, nun seinerseits ben italienischen Botschafter aus Paris abberufen. Zur größeren Burleske noch eine kleinere Burleske: Der verhinberte ftanzösifche Botschafter in Rom Graf b e Saint-Quentin war bisher in ber Europa-Abteilung bes französischen Auswärtigen Amtes tätig und bearbeitet auch heute noch bort seine Akten; inzwischen ist der bisherige Botschaftsrat 21 r n a I, ber bisher ber französischen Botschaft in Berlin zugeteilt war, zu seinem Nach- olger ernannt. Aber er kann nicht an seine Ge- chäfte heran, weil Graf be Saint-Quentin nach mmer den Ministerialsessel in Paris statt den Bot- chafterstuhl in Rom ziert. Und nach zwei Burlesken noch eine burleske Randglosse: Die französische Diplomatie hätte an sich den wegen ber Altersgrenze in ben Ruhestand verletzten Grafen de Chambrun, einem ihrer besten Leute, nach gern ein oder zwei Gnabenjahre in Rom gegönnt. Aber Graf be Chambrun rft ein konservativer Herr und zu allem Ueberdruß auch noch Schwiegervater einer Tochter bes früheren französischen Ministerpräsidenten Laval, ber von ber Volksfront ingrimmig gehaßt wird. So wurde Chambrun von dem damaligen Ministerpräsidenten Leon Blum mit der bequemen Motivierung der Altersgrenze schleunigst in den Ruhestand versetzt. Aber über diese augenblicklichen Formalien hinaus ist die Episode ungemein aufschlußreich. Wie gegen Deutschland, so hat auch Frankreich gegenüber Italien Jahrhunderte lang in ber Vorhand gesessen und aus ber Zersplitterung beiber ßänber unsagbare Vorteile gezogen. Bis in bie letzte Zeit hinein hat Frankreich eine onkelhafte ober großväterliche Politik ber Rat- chläge gegenüber Italien befolgt und zwischendurch italienische Interessengebiete, z. B. Tunis oder ben Tschabsee, in eine unergründlich tiefe Tasche ver- chwinden lassen. Es ist kein Zufall, daß gerade jetzt das „Giornale d'Jtalia" neue Einmischungsversuche der französischen Presse in die italienische Politik scharf zurückweist und fordert, daß Frankreich die Großmacht-Stellung Italiens begreife und ein für allemal verstehen lerne, „daß die Zeiten ür immer vorbei sind, in denen man Italien bas Recht streitig machen konnte, ebenso frei unb ungehindert zu tun unb zu lassen, was ihm richtig erscheint". B. R. derschast, bas unsere beiben Länder unauflöslich vereint, auch im Gebiet der Kunst noch besser zusammenzuschließen. Die Ausstellung ist ein großes Vorbild un erer unaufhörlichen Arbeit seit den ersten Zeiten ber politischen Auserstehung bis is englijche Empire — gefühls- uf jüdischer Seite unb mißachtet ritische Revolution war in erster Linie eine religiöse, und mit bem Einbringen bes Bibelglaubens in bie Seele des Englänbers ist er geradezu ein alttestamentlicher Streiter geworben. Als nach ber Revolution Cromwell bie katholischen Iren mit Krieg überzog, würben bie Iren nach dem alttestamenttichen Rezept behandelt. Der Kampf S„Gog unb Magog" entfpang bem bibelfesten mbertum, und noch heute glauben viele Engländer, sie seien die Nachkommen der „lost tribes of Israel“, ber zehn verlorenen Stämme ber Erzväter. Daher ist ber Jube nicht nur tief in bie englische Society eingedrungen, sondern wird mit einer abergläubischen Scheu betrachtet, unb die Juden haben stets dieses Entgegenkommen ausgebeutet, von Disraeli, der als Lorb Beaconsfielb trotzbem gestand, Jude bleibe Jude, bis hinab zu ben mobernen jüdischen Politikern, deren einer, Sir Herbert Samuel, zu ben ersten Bebrückern bes palästinensischen 2lrabertums gehörte. '©o ist für ben Durchschnittsengländer die Pä- ‘' t eine Frage bes Rechts und ber. , _ . fonbern einer gefühlsmäßigen Machtpolitik gegen bie arabischen „Rebellen" und „Terroristen", wie sie in ber englischen Presse genannt mann, sprach Aeichsmilttster Rust „Diese Ausstellung italienischer Kunst", so führte der Minister u. a. aus, „bie eine Auswahl bekannter Meisterwerke bes 19. Jahrhunderts wie bebeu- tenbe Kunstwerke ber Gegenwart bringt, hat an ich schon ihre eigne Bebeutung. Gerade bas national* ozialistische Deutschland in der Sicherheit seiner elbft steht ber Kultur der anderen abendländischen Völker mit besonderer Aufgeschlossenheit gegenüber. Der revolutionäre Faschismus in Italien steht seiner Geschichte, seinen großen Männern und den Schöpfungen seiner Meister mit derselben Ehrfurcht, mit derselben Verantwortung gegenüber wie ber revolutionäre Nationalsozialismus in Deutschlanb seiner Vergangenheit. Die rote Revolution in Spanien aber zerstörte bas herrliche Antlitz ebelfter Bauten unb chönster Städtebilder in sinnlosem Haß. Das faschisti che Italien hat im Frühjahr dieses Jahres Deut chlands größtem Dichter, Goeche, in Mailanb ein ©tanbbiü) errichtet. Im „Torquato Tasto" hat Goethe bas Wort geprägt: „Was man ist, bas blieb man anderen schuldig", d. h.: wir sind nicht aus uns allein, was wir als einzelne Persönlichkeiten geworden sind, und auch die Geschlechter sind, was sie sind, nicht aus sich, sondern stehen auf den Leistungen der Geschlechter vor ihnen. Nach einer Schilderung der mittelalterlichen Kulturgemeinschaft kam ber Minister auf ben Standpunkt Deutschlands in ber Kunst zu sprechen. 3m Juli d. 3. hatte der Führer bei der Eröffnung des Hauses der deutschen Kunst seine Fehde gegen geist- und formzerstörende Mächte der K u n st e n t a r t u n g zu einem sichtbaren Abschluß gebracht. Er wies die Kun st zur Natur zurück, er führte sie aus der Lebensferne kleiner interessierter Zirkel zu ihrem wahren Nährboden, zum Volke, und verlieh ihr aufs Neue die hehre Aufgabe, höchster und wechselseitige kulturelle Beziehung unter den zwei Nationen nach bem bentroürbigen . ? „ ‘ ' faschistischen Regierung seitens des Führers, Berlins und ganz Deutschlanbs dar. Sie ist dazu bestimmt, bas Band ber Bru- ©er Kominternhäuptling kandidiert für den Obersten Rat der Sowjetunion. Moskau, 1. Noo. (DNB.). Als Kandidat für ben „Obersten R a t ber Sowjet» u n i o n", zu bem bie mit ungeheurem demagogischem Auswanb getriebene „Wahlvorbereitung" in vollem Gange ist, mürbe auch ber Generalsekretär ber Komintern, Dimitrof f, aufgestellt. Seine Aufstellung gewinnt besonbere Bedeutung angesichts der Tatsache, daß die Sowjettegierung gegenüber dem Ausland auch heute noch das Märchen von ben „getrennten Gewalten" in Moskau aufrecht zu erhalten versucht. Dem sowjetgläubigsn Auslanb ist bie „Wahl" Dimitroffs zu bem „Obersten Rat ber Sowjetunion", ber zugleich bie höchste gesetzgebende unb bie höchste exekutive Gewalt der ßanbes repräsentiert, nur ein neuer Beweis bafür. baß Sowjetregierung unb Komintern in der Tat 1 ein unb derselbe Begriff sind. M- X' W O 4 > i 1 st *>•-/-; \ _ »/ d >, E • z ' ''-? a ■-*. V* gp*'*. ■ . - U » f |. ' V '\ >- | ,t( ' '? - A ;*-<>, W ' ,/» j»A ' " f A. W D f wird । sie da« gen u Schul« bchris schrill! teln V von a licher nern 4ie ei enlhöll Drtsflr sollen gendcr Lunde ihrer stelle iüfrt kleinen listen flebunl B. Rei orstn schwe -m, im - von Ruh ner bau W Aei schen kannst Arden Die Arbeit NLG Deutscl in de Volk Mstkkl dn P Miste Reichs nisator fleorbn für 3u< der seit ten in Freude beitfroi Musik, unb A werden Augent Frag? Hande' angvi ationk Ilmbill .Khorl »Cho Mit de Äugend Terhar «Kraft ter ist keferen serentei lt Q. qi Fachsch r jim Jw ^roDn ^hre; Einwc f’ 1O'; DNtit. ^tei mit 12 Mei punabi te'liflt gerade durch Em- chr 20 o.H. Mr chluß der Slowakei — nur mel u.u, ^uyuHi^ugen in oer preye srtzt und handel vertrieben werden. London 2 Nov (T^WR ^.mPfnn.* \ w * r weitgehender Werse erörtert werden ______ «mu* •? 00 k£" ■/, ' Funkspruch.) Nach einer Mitteilung der japanischen Botschaft in London - - _ _ ^n die Nachforschungen der japanischen Militär- Deutschlands Anspruch auf Ostafrika enüber hätten Berlin, 2« Oki '-A Tc LSL | p ■? • w Ä >,«'»«« .■ HH U von ihm verlegen, ohne Erfolg zu Quhzs luxd, ceZcktijckes OSRAM LAMPEN OSRAM O5dAaL Reichs- und ge- in den Reichs- Heimat- / (ZrhälMch 5 für 40, 60,75 und 100 Datt. die Regel bestätigen Häufig mutz der Verleger bet einem jungen Autor viel Geduld haben, er muh Werk um sondern für jeden, ob Hand- oder Kopfarbeiter, eine Lebensnotwendigkeit. Nur-bei gutem und reichlichem Licht in den Arbeitsräumen und an den Arbeitsplätzen geht die Arbeit munter voran. Gutes Licht steigert die Güte der Arbeit, vermindert den Ausschuß, verhindert Unfälle und macht froh und zufrieden. Elektrisches Licht, durch Osram-D-Lampen erzeugt, ist billig. Zeder kann sich also heute mehr Licht leisten. Der Elektrolicht-Fachmann hält stets einen Vorrat in ihrer Facharbeit durch die 1935 errichtete stelle für das Volksbüchereiwesen unterstützt führt Den Neuanschaffungen der Bücher kleinen und mittleren Gemeinden werden listen zugrunde gelegt, die durch Listen gebundenen Schrifttums ergänzt werden. Jugend und Volksmusik. Im Rahmen einer großen Kundgebung in der Weimar-Halle eröffnete Relchsminifter Dr. Goebbels die „Woche des deutschen Buches". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Buch zu verlegen, sollte er mit dem Spruch ab- weisem „Wenn du em Werk im Geist bewegst be- Halts bei dir — wenn du es aber doch verlegst, dann nicht bei mirl" Der Verleger sollte auch an sich gute Bücher nicht bringen, wenn sie nicht in den Rahmen eines Verlages paffen Bedauerlich, datz manchmal die bedeutendsten und erfolgreichsten Autoren erst spät Verleger gefunden haben, wie zum Beispiel Kant, Nietzsche und Scheffel Manche Bücher sind von 13 Verlegern abgelehnt worden und wurden beim vierzehnten ein Riesenerfolg Aber das sind Ausnahmen, die nur ®r. Goebbels eröffnete „Sie Wölbe des deutschen Inches" Der Weg führt durch den Verlag Jur Woche des deutschen Buches. Don £. A. psenningstorff. gelangen. Den Festvortrag hielt der Geschäftsführer der Grabbe-Gesellschaft Dr Hollo (DetmolD) über das Thema „Grabbe, der Einmalige und Unsterbliche" Schönherrs neues Drama „Die Fahne weht" Nachdem die österreichische Länderbühne die Auf- führungserlaubms für das umkämpfte neue Drama Karl Schönherrs „Die Fahne weht" erhalten hat, hat der Unterrichtsminister auch dem Burg- theater in Wien die Genehmigung erteilt, das Stück zu bringen Allerdings hat Schönherr inzwischen den ursprünglichen Text einer starken Umarbeitung unterzogen 40 )ahre Frankfurter Znsektentauschbörse. Die Jubtläums-Fnsektentauschbörse, veranstaltet vom Entomologischen Verein „Apollo" unter Mitwirkung des Internationalen Entomologischen Vereins sowie des Vereins für Insektenkunde, findet am kommenden Sonntag in Frankfurt statt Die Frankfurter Insektenbörfe, die in diesem Jahre ihr 40jähriges Bestehen feiert, ist die älteste, bekannteste und größte der Welt. Nach den bisherigen Anmeldungen wird auch die diesjährige Börse mit besonders wertvollem Material beschickt werden. Den Auftakt zu der für bas kommende Winterhalbjahr vorgesehenen Aufklärungs- und Propaganoaaktion gibt die Kundgebung der NSDAP, im Sportpalast am Freitag, 5 November, 20.15 Uhr, auf der der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsminister und Gauleiter Dr Goebbels, zu den aktuellen Fragen der Innen- und Außenpolitik Stellung nehmen wird DteReichstagungderRetchsbetriebs» ge meinschaft Verkehr und öffentliche Betriebe fand am Freitagabend mit einer Kundgebung in der Deutschlandhalle, in deren Mittelpunkt Reden des Reichsinnenministers Dr. Frick und des Leiters der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley standen, ihren Abschluß. König Georg II von Griechenland ist i n R o m eingetroffen Aus dem Bahnsteig wurde der König von Admiral Bonetti, dem Adjutanten des Königs von Italien und Kaisers von Aethio- pien, dem Prinzen und der Prinzessin Christophorus von Griechenland empfangen Aus aller Wett. 150 Jahre Koblenzer Theater. Das Theater der Stadt Koblenz feierte sein 15 0- jähriges Bestehen Das Koblenzer Theater wurde unter dem Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Trier 1787 durch Hofrat Schmitt aus eignen Mitteln errichtet und mit der damals ganz neuen Oper „Entführung aus dem Serail" von Mozart seiner Bestimmung übergeben Das Theater blieb bis zum Aussterben der Familie Schmitz 1842 in deren Besitz und kam 1867 an die Stadt Bei dem Festakt der 150-Jahrfeier ergriff auch der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer, Gauleiter Frauenfeld, das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen über Wesen und Bedeutung der Kunst. Eine glanzvolle Festaufführung der „Entführung aus dem Serail" gab der Feier einen Abschluß Der Frankfurter Domkapellmeister Hartmann f. Im 89 Lebensjahr st a r b der im Ruhestand lebende Frankfurter Domkapellmeister Karl Heinrich Hartmann. Er war als Orgelspieler in ganz Deutschland berühmt Berlioz, Humperdinck, Brahms, Clara Schumann standen u a. mit ihm in freundschaftlichem Verkehr Als Kapazität für Glocken» Die seit der Machtübernahme begonnene kulturelle Arbeit auf dem Gebiet der Musik in Hitler-Jugend NSG „Kraft durch Freude" und Werkfcharen der Deutschen Arbeitsfront hat eine Neuordnung in der Organisation des Jugend- und Volksmusikwesens im Rahmen der Reichs- musikkammer erforderlich gemocht Mit Zustimmung des Präsidenten der Reichskulturkammer Reichs- Minister Dr Goebbels, hat der Präsident der Reichsmusikkammer folgende Aenderung des organisatorischen Aufbaues der Reichsmusikkammer an- Eieorbnet: 1. Neu eingerichtet wird eine Abteilung ür Jugend- und Volksmusik, die unter Einbeziehung er seitherigen Fachschaft für Volksmusik die gesamten in der Hitler-Jugend, der NSG „Kraft durch Freude" und in den Werkscharen der Deutschen Arbeitfront bestehenden und noch zu gründenden Sing-. Musik- und Spielgemeinschaften sowie Werkschar- und Werkkapellen usw umfaßt Darüber hinaus werden in einem besonderen Referat die Frage der Jugend- und Volksmusikerziehung, insbesondere die Frage der Heranbildung geeigneter Lehrkräfte behandelt 2 Die sonstigen Chorvereinigungen Gesangvereine, sowie die kirchenmusikalischen Organisationen (Kirchenchöre, Posaunenchöre) werden in Umbildung der seither bestandenen Abteilung .Chorwesen und Volksmusik" in einer Abteilung Chorwesen und Kirchenmusik" erfaßt Mit der Leitung der neu gegründeten Abteilung für fiuaenb und Volksmusik wurde Unterbannführer Gerhard Nowottny Musikreferent der NSG „Kraft durch Freude" betraut Sein Stellvertre- ter ist Bannführer Wolfgang Stumme Musik- referent der Reichssugendführung Als weitere Referenten gehören dieser neugebildeten Abteilung u a. an Dr Mantze, der Leiter der selcherigen Fachschaft Volksmusik, Fischer. 2652 Aerzte in Hessen-Nassau. Aus einer Zusammenstellung im -'Deutschen Aerzteblatt" ergibt sich, daß im Ium 193’ In ber Provinz Hessen-Nassau 2 652 A e r z t j) Ihre Zahl ist seit 1932 um 92 gestiegen Auf 10 000 Einwohner entfielen 1932 10,1 Aerzte. es 10,3, 2,1 über dem 8,2 betragenden Reichsdurch Wmtt Die höchste Frequenz bat Berlin «15. Aerzten auf je 10 000 Einwohner, dann Bremen .mit 121; die «erinqste die Srenzmar Wen-Iß t. preußen mit 4,5 und Oberschlesien mit 4,8. ^n De Zunahme sind die Aerzt.nnen besond rs be teiligt Ihre Zahl betragt in Hessen-Nassau 1937 haben, er muß dies tun, wenn er an den Dichter glaubt, und wenn er es durchhalten kann, denn am Ende setzt sich ein wirklicher Dichter doch durch, obgleich manchmal Autor und Verleger darüber grau werden; doch es soll auch hier Ausnahmen geben, die die Regel bestätigen. Die meisten Bucherfolge entstehen weniger durch große Propaganda Des Verlages als durch die persönliche Empfehlung des Buchhändlers in Verbindung mit einer guten Kritik in der Presse. Daher ist es eine wesentliche Aufgabe des Verlegers, zunächst die Buchhändler für ein Buch zu gewinnen, indem er aus der Fülle der Verlagsangebote nur die wenigen ihm wesentlich scheinenden Werke druckt, so nimmt der Buchhändler die zweite Siebung vor, indem er von den Büchern aller Verleger die empfiehlt, die er für die besten hält, ein Beweis für die- kulturelle Verantwortung beider Wenn Ihnen auf dem Weg über Verlag und Buchhändler ein Buch in die Hände kommt, an dem Sie große Freude haben, so merken Sie sich nicht nur den Dichter, sondern auch den Verlag, und wenn Ihnen -ein Buchhändler gerade dieses Buch besonders empfiehlt, so machen Sie diesen zu „Ihrem" Buchhändler und lassen Sie sich auch weiter von ihm beraten Dann geht es Ihnen nicht wie vielen, die der Menge neuer Bücher fassungslos gegenüberstehen und den richtigen Weg zum richtigen Buche nicht finden. Die Woche des deutschen Buches soll Sie daran erinnern, daß Sie wieder einmal den Weg zu Ihrem Buchhändler finden müssen um sich von ihm über die besten neuen Bücher unterrichten zu lassen, damjt Sie bann zu Weihnachten wissen, womit Sie sich. Ihren Bekannten und Freunden Freude bereiten können. Das Buch ist das persönliche Geschenk, ein gutes Buch kostet viel weniger, als es wert ist. Im Buch steckt viel Liebe, es kann daher auch viel Liebe geben Kleine politische Nachrichten An Allerheiligen legten der deutsche Konsul in Linz und Kreisleiter Koch namens der Auslandsorganisation der NSDAP am Grabe der Eltern des Führers Kränze nieder Schon seit den frühen Morgenstunden war der Friedhof von Leonding das Ziel vieler Volksgenossen, die mit Blumengebinden den Grabhügel schmückten ♦ Der Stellvertreter des Führers hat den Ausgrabungen in Pompeji einen mehrstündigen Besuch abgestattet, und ist dann auf den Vesuv gefahren Am Abend hat der Stellvertreter des Führers sich noch Palermo begeben. * Mit der Maschine „Horst Wesiel" ist der Stabschef der SA. Lutze, mit feiner Begleitung von der Teilnahme der Feier des 15 Jahrestages des Marsches auf Rom zuruckgekehrt Bei feinem Abschied in Italien wurde ihm durch den Vertreter des Duce, dem Chef der faschistischen Miliz. General Russo ein alter Kampfdo 1 ch der Mi- 1 i z als Ehrendolch verliehen. insgesamt 181 gegenüber 159 im Jahre 1935 und 1-56 im Jahre 1932 Die Zusammenstellung gib! 'einer auch genauen Ausschluß über die Verleitung der Fachärzte aus die 14 nach der Standes. und Facharztordnung der 'Kassenärztlichen Ver- einigung Deutschlands sestgelegten Fachgruppen Danach verteilen sich die 804 Fachärzte in Hessen- Nassau auf folgende Fachgruppen: Inneres 146 Chirurgen 109. Frauen 84 Haut 82, Hals, Nasen Ohren 78. Augen 60 Kinder 44, Nerven 88 Lun- 9cn und Tuberkulose 28, Magen 14, Urologen 26. Orthopäden 18 Mund und Kiefer 5 und Röntgen 22 Kunst und Wissenschaft. Gründung der Grabbe-Gesellschaft in Detmold. Im Rahmen Der Grabbe-Tage 1937 wurde die Grabbe-Gesellschaft zu Detmold gegründet Landeskulturwalter Schmidt (Münster) erklärte, das Ziel der Gefellfchast fei, die Erinnerung an den großen deutschen Dramatiker im Volk lebendig zu erhalten, die Grabbe-Forschung zu fördern und mit allen Mitteln durch Theater, Schule und Schrifttum zu erhalten und zur wahren Erkenntnis von Grabbes Eigenart und seiner Bedeutung zu Frage auf, wieviel Exemplare die erste Auflage betragen soll Hiermit komme ich zu dem großen Geheimnis der vorherigen Erfolgsrechnung Es wird wohl keinen noch so erfahrenen Verleger geben, der auch nur mit einiger Bestimmtheit bei dem Erstlingswerk eines jungen Autors Die Gangbarkeit des Buches Voraussagen kann Meistens werden Dann zunächst drei- bis fünftausend Exemplare gedruckt, da bei noch kleineren Auflagen die Kalkulation der Herstellungskosten einen zu hohen Ladenpreis ergeben würde Anders ist es bei bekannten Autoren, bei denen die Auflagenhöhe nach dem Erfolg früherer Werke des Autors anzunehmen ist, aber auch da kann der Verleger die größten Ueberraschungen nach oben und unten erleben Man könnte sagen, das Bücherverlegen sei doch eigentlich ein Lotteriespiel Das ist es nicht, das Glück entscheidet hier nur sehr bedingt Viel mehr hängt von der Auswahl der Manuskripte ab und auch von Den eigenen Verlagsideen und Anregungen die der Verleger gibt und für die er die richtigen Autoren suchen muß. Zu der Entdeckerfreude kommt also noch die eigene geistige Initiative Als ich z. B einem meiner Autoren Die Anregung gab, ein Werk über Luther zu schreiben und als dieses Werk bann bie beste Luther- Biographie würbe bie wir heute haben und bie dann noch in andere Sprachen übersetzt wurde, hatte ich mit dem Erfolg die fchönste Befriedigung in meinem Beruf Vor ungefähr zwei Jahren tarn ein kleines Ma- nuskript in meinen Verlag, ein Manuskript, wie so viele kommen Mancher Verleger hätte gemeint, es lohne sich kaum, ein so kleines Buch eines unbekannten Schriftstellers herauszubringen Er hätte recht gehabt, wenn er nicht eins an der Erzählung gemerkt hätte daß sich an dieser kleinen Geschichte ein großer Humorist erkennen ließ, wie wir so wenige haben und so viele haben möchten Er hieß Heinrich Spoeri und bas Bändchen trug den Titel: „Wenn mir alle Engel wären" Die Erzählung ist indessen ein großer Erfolg geworden, als Buch und als Film, und Heinrich Spoeri ist heute ein anerkannter Schriftsteller Dabei darf ich aber die vielen Bücher nicht vergessen, die mit ebenso viel Liebe verlegt wurden, denen aber der Erfolg versagt blieb Die Bücher, die nicht gekauft werden, brauchen nicht schlecht zu (ein, es ist nur bedauerlich, daß sie in der Fülle der Erscheinungen untergehen, daß sie vielleicht nicht die richtigen Leser finden. Solche Enttäuschungen gehören zum Beruf des Verlegers Er sollte kein Buch drucken, das ihm selbst nicht gefällt, auch wenn er sich einen geschäftlichen Erfolg davon verspricht Und einen guten Bekannten der ihn bedrängt ein ungutes Sichre) und das deutsche Hoheitszeichen: als Tafel- fdjmurf gehören zu ihm eine Anzahl Figuren, die Szenen aus dem ungarischen Volksleben darstellen. Das künstlerisch wertvolle Tafelgeschirr ist die Gegengabe für bas Mercedes-Benz-Cabrtolet, das , Führer und Reichskanzler dem Reichsverweser gelegentlich der Berliner Automobilausstellung im jJlatfl d I als Mustererzeugnis der deutschen Kraft- wagenlndustne zum Geschenk gemacht hatte. Parteiaufnahme nur im Nahmen der erlassenen Bestimmungen. Berlin, 2. Nov. (DJIS) Der Chef der Man zlet des Führers. Reichsleiter Vouhler, gibt, wie die NSK mitteilt, bekannt: Bei Locke- rung der Mitgliedersperre für die Partes ist der Kreis der zur Aufnahme Berech- tigten genau festge 1 egt worden Darüber hinaus erstreben zahlreiche Volksgenossen, bei be- nen die Voraussetzungen für Aufnahme nicht vor- liegen, auf Grund von Gnadengesuchen die Mitgliedschaft zur Partei Es handelt sich hierbei überwiegend um ehemalige Mitglieder von Freimaurerlogen oder logenähnlichen Bereinigungen. Gnadengesuchen der oben bezeichneten Art muß der Erfolg versagt werden, da Neuaufnahmen nur im Rahmen der erlassenen Be- stimmungen erfolgen Die Einreichung derartiger Gnadengesuche ist daher zwecklos Etaatsminister Alpers zum Generalforstmeister ernannt. Berlin, 1 Noo. (D’JIB.) Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsforstmeisters Generaloberst Göring den braunschweigischen Staatsminister Friedrich Alpers ßum Generalforstmeister und Staatssekretär im Retchsforstamt ernannt. Staatssekretär von Keudell ist in den einstweiligen Ruhe st and versetzt worden und findet als G e - neralsachverständiger für den Wald- bau wettere Verwendung beim Retchsforstrneister. Neuordnung des Dolksbüchereiwesens. Reichsminister Rust hat zur Woche des deut- schen Buches in einem Erlaß die Richtlinien be- fanntgegeben, nach Denen sich künftig Aufbau und Arbeitsweise der gemeindlichen Volks büche- r e i e n regeln sollen. In Den neuen Richtlinien wird als Ausgabe der Volksbücherei bezeichnet, datz sie das Erbe der völkischen Ueberlieferungen zu pflegen und das für die weltanschauliche und politische Schulung und für die Berufsausbildung wichtige Schrifttum bereitzuhalten volkhaftes Unterhaltungsschrifttum und gutes Iugendschrifttum zu vermitteln habe Die Unterhaltung einer Volksbücherei von angemessener Leistungsfähigkeit ist ein wesent- sicher Bestandteil der Kultur- und Bildungsaufgaben der Gemeinden Daher ist anzustreben, daß tn jeder Gemeinde von 500 Einwohnern an eine Volksbücherei vorhanden ist, die einen Kernbestand ausgewählten Schrifttums enthält beffen Umfang von 250 Bänden an mit ber Ortsgröße steigt, in den Mittel- und Großstädten (ollen als unterstützende Einrichtungen besondere Iu° gendausleihen und Lesesäle mit den Büchereien verbunden werden Die Dolksbüchereistellen werden in Der Inhaber des Verlags Paul Nefi, Berlin W 35, spricht hier von seinem Berus und seinen Erfahrungen. Immer wieder treffe ich auf Bücherleser, Die sich die merkwürdigsten Vorstellungen von dem Berufe eines Verlegers machen. Meiner Ansicht nach ist ber Beruf des Verlegers schöngeistiger Literatur einer der schönsten, ich jedenfalls hänge mit Liebe daran und möchte mit keinem anderen tauschen Die Ausgabe des Verlegers ist es. „als Geburtshelfer der Musen" den Werken ber Schriftsteller zu dienen. Täglich laufen mehrere Manuskripte beim Verlag ein, täglich kommen Autoren, die dem Verleger ihre Werke anoertrauen wollen Wenn auch unter den vielen Manuskripten nur wenige sind, die ber Verleger für wertvoll hält und annimmt, wenn es auch eine sehr große Arbeit ist, bie vielen Manuskripte zu prüfen, so werden doch die Werke, die er bann in seine Obhut nimmt, ihn für bie Mühe belohnen Gerade unbekannten Schriftstellern, jungen Dichtern zu dienen, ihren Werken zum Erfolg zu verhelfen ist eine ber schönsten Ausgaben, Schwer ist es oft, Autoren bie Orünbe für eine Ablehnung anzugeben, ohne ihnen alle Hoffnung zu nehmen Herrlich ist es bagegen, in die leuchtenden Augen eines jungen Dichters zu sehen dem man sagen konnte, fein Werk sei angenommen Dann entsteht oft eine geistige Kameradschaft zwischen Autor und Verleger, bie weit über bie geschäftliche Verbindung in persönliche Freundschaft übergeht Zunächst wird gemeinsam bie Ausstattung des herzustellenden Buches besprochen, der Umfang wird festgestellt, das Format wird bestimmt, bie Schrift, der Einband, der Schutzumschlag Ich statte meine Derlagswerke ganz persönlich nach dem Inhalt aus. Eine zarte Novelle wird ein kleines Format, eine zierliche Frakturschrift, einen Hellen Einband und einen zart gehaltenen Umschlag er- fordern, ein herbes männliches Buch dagegen wird mehr ein gedrungenes Format, eine Schwabacher ober eine anbere kräftige Schrift und einen Einband aus grobem Leinen bekommen. Eine bedeutende Biographie wiederum, bei ber anzunehmen ist, daß auch das Ausland sich stark Dafür interessiert, wird meiner Ansicht nach am besten in Antiquaschrift gebrückt unb in einem repräsenta- tmen großen Format hergestellt Natürlich erforbert die Ausstattung, zu ber verschiedene Proben und Entwürfe nötig sind, viel Liede und Geduld bie der Leser später, wenn er bas fertige Buch in Die Hand bekommt, nicht spürt, aber Doch unbewußt empfinDet. Liegt Die Form Des Buches fest, muß Dqs Papier bestellt werden und damit taucht die schwierige 0 Neues für den Büchertisch der Tender und der erste Wagen sprangen aus den Schienen, stürzten um und legten sich quer über die Gleise, lieber die Ursache ich noch nichts Näheres bekannt. Der Lokomotivführer und der Heizer sind ums Leben gekommen. Beide wurden von den glühenden Kohlen der Feuerung verschüttet. künde wurde Hartmann von den Glockengießereien und Kirchengemeinden um seinen Rat gefragt. Mit unerbittlicher Strenge hielt er alle Glocken fern, die sich in dem Geläute Frankfurts nicht harmonisch einpassen wollten. 4773 Lichtspieltheater in Deutschland. Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Reichsamts wurden am 31. D^ärz 1935 im Deutschen Reich 47 73 Lichtspieltheater gezählt, davon rund die Hälfte allein in Gemeinden mit — Oberarbeitsführer W. Consilius: Persönlichkeitswert und Leistungs- wille des Arbeitsdienstführers. Ein Kampf- und Erfolgsnachweis nach Reden des Reichsarbeitsführers Konstantin Hierl. Preis in Leinen geb. 4,80 Mark. Verlag Franckhfche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (270) — Der Kampf um den Aufbau des Arbeitsdienstes war ein Teil Riefenfeuer im Hafen von Rotterdam. Im Hafen von Rotterdam find vier große Lagerhäuser, die einen Gebäudeblock von 150 Meter Länge und 50 Meter Breite bildeten, ein Raub der Flammen geworden. Das Feuer fand in den dort lagernden großen Mengen Tabak, Kaffee, Sperrholz, Chinesenhaar, Deien und Fetten reiche Nahrung. Der Schaden wird auf 2V2 Millionen Gulden geschätzt. Das tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr konnte ein weiteres Umsichgreifen des Brandes verhüten. Auf dem holländischen Amerika- üampfer „Statendam", der mitten im Funken- regen des gewaltigen Brandes lag, mußten die Decks stundenlang unter Wasser gehalten werden, um die Gefahr zu bannen. Ueber die Entstehungsursache des Feuers, das eines der größten in Rotterdam überhaupt ist, konnten noch keine Angaben gemacht werden, doch nimmt man an, daß es sich um Selbstentzündung der Lagerbestände handelt. Die 12. Partie im Schachwettmeisterkampf. Die 12. Partie im Schachweltmeister- schaftskampf Euwe — Aljechin, in der Aljechin die weißen Steine führte, endete nach dem 26. Zuge remis. Der Stand lautet nun: Euwe 4V2, Aljechin 71/? Punkte. Eisenbahnunglück bei Calais. Sippe und Volk nicht glücklich werden kann, und eilt, von unbändiger Sehnsucht getrieben, zurück. Der Rückweg ist schwer. Mit vielen Mühen übersteigt er die Alpen. Todesnot an einer Eiswand läßt ihn die schwere Schuld erkennen, die er in den Abruzzen auf sich geladen hat. So gleicht der Weg über den Monte Spluga einem Bußweg. Mit letzter Kraft kehrt er heim, wo ihn sein Vater wieder aufnimmt. — Kurt Arnold Findeisen: Die Melodie der Freude. Ganzleinen 3,80 RM. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 35. — (321) — Mit klarem Blick sind aus dem Leben unserer großen Komponisten Geschehnisse gestaltet, die ihr Wesen kennzeichnen. Aehnlich wie in seinen früher erschienenen Romanen um Bach, Schumann und Brahms hat Findeisen hier in sieben Erzählungen Höhepunkte im Leben großer deutscher Musiker geschildert. Beethoven, Mozart, Schubert, Weber, Wagner, Brahms und Liszt stehen jeweils im Vordergrunds einer Erzählung. — Hans Bernhard Brauße: Kunst der Führung. 160 Seiten, kart. 2.— RM., Ganzleinen 3.— RM. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. — (313.) — Jedem mit Führungsaufgaben Betrauten will die Sammlung den Ernst und'die Verantwortlichkeit echten Führertums samt seinen vielfältigen Pflichten vor Augen stellen. Der erste Hauptabschnitt „Vom Wesen der Führung" stellt fest, was Führung ist und stellt den Führer Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Wivbeltätigkeit über Westeuropa hat sich weiter abgeflacht, sie hat jedoch uns mit der Zufuhr feuchterer Meeresluft leichte Unbeständigkeit gebracht, die aber nur zu vereinzeltem Auftreten von Regen führte. Eine wesentliche Aenderung der Wetterlage ist vorerst unwahrscheinlich. Aussichten für Mittwoch: Vielfach diesig und meist wolkig, nur vereinzeltes Auftreten von Regen, Temperaturen nur wenig geändert. Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der vielfach diesigen und leicht unbeständigen Witterung, doch gelegentlich auch aufheiternd. Lufttemperaturen am 1. November: mittags 14,3 Grad Celsius, abends 11,5 Grad; am 2. November: morgens 8,9 Grad. Maximum 14,6 Grad, Minimum heute nacht 8,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. November: abends 10,5 Grad; am 2. November: morgens 9,4 Grad Celsius. — Felicitas Rose: Heideschulmeister Uwe Karsten. Roman. Jubiläumsausgabe 500. Tausend. Ganzleinen 2,85 Mark. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 35. — (320) — Mit dem „Heideschulmeister Uwe Karsten" hat Felicitas Rose ihr reifstes Buch geschaffen, in dem Menschenschicksale und das Leben der Heide in Mühen und Vergehen sich eng miteinander verbinden. Dieses früher bereits an dieser Stelle besprochene Buch hat nun eine Auflage von 500 000 erreicht. Der Verlag benutzt diesen Anlaß zu einer Jubiläumsausgabe. Umschlag- und Einband-Ausstattung schuf Carl Lange (Bremen). — Siegfried Ziegler: Herz unter Lumpen. Roman. 258 Seiten. B. Behrs Verlag / Friedrich Feddersen, Berlin. — (319) — Ein junger Mensch hat im Tatendrang, die ganze Welt zu erobern, sein Vaterhaus verlassen und versucht in Italien sein Glück. Man findet ihn als Schiffsarbeiter auf dem Po, als Kranken in Mailand, als Landarbeiter in den Abruzzen. Hartes Geschick verfolgt ihn. Zuletzt sieht er ein, daß er fern von Drei Kilometer vor Calais entgleiste der Schnellzug Brüssel—Calais. Die Lokomotive, ' des Kampfes der nationalsozialistischen Bewegung selbst. Die kommende Führergeneration im Reichsarbeitsdienst an diese hgrte Vergangenheit zu mahnen und aus ihr immer wieder neue Kraft schöpfen zu lassen, soll Aufgabe dieses Buches jein, das aus grundsätzlichen Ausführungen des Reichsarbeitsführers Konstantin Hier! über dif Lebensgesetze des Arbeitsdienstes eindrucksvoll zusammengestellt ist und in seinem letzten Teil die Ansprachen des Führers an die Arbeitsmänner auf den Reichsparteitagen und die Reden des Reichsarbeitsführers vor den Parteikonaresien enthält. — Fritz Wichmann: Nibelungen los. Deutsches Volksschauspiel. 116 Seiten. B. Behrs Verlag / Friedrich Feddersen, Berlin und Leipzig. — (318) — Der Verfasser sucht selbst dem naheliegenden Hinweis auf die gültige Gestaltung des Stoffes in Hebbels Trilogie zu begegnen: „...' Wer njirö sich nicht vor der Größe Hebbels verneigen, aber dennoch! Das Geschehen spielt sich in seinem gewaltigen Drama in einer auf zwei Abende verteilten Form ab. Die vorliegende Neudichtung ... will den dramatischen Verlauf in einer einheitlich geschlossenen Vorstellung zusammenfassen ... Sie will ferner der Dichtung in den Massenszenen den Charakter einer von der Mitwirkung der breitesten Volkskreise getragenen Festaufführung von echt volkstümlichen Gepräge geben ... Die Szenen für dieses Werk ist nicht das stehende Theater, noch auch die kleine Bühne im Freien, sondern eine Bühne der Zukunft, die mit ganz großen Maßstäben im Freien rechnet ..." raturoerzeichnis erhöht. Die äußere Ausstattung ist erfreulich gediegen. — Acht Dichter-Profile, acht Szenenbilder und ebensoviele Szenen-Abdrucke aus Werken jüngster deutscher Dramitiker bringt der neue Almanach junges Dra ma", der im Theateroerlag Lan- gen/Müller, Berlin, erschienen ist. Preis kartoniert 1 Mark. — (177) — Namen wie Basner, Bröger, Glaser, Hymmen, Langendeck, Möller, Stanietz, Warsitz legen Zeugnis ab von dem vielfältigen Aufkeimen des neuen Dramas in unserer jungen Dichtergeneration. Der Almanach enthält auch eine Zusammenstellung sämtlicher Autoren des Verlages mit ihren dramatischen Dichtungen. Die geschmackvolle äußere Aufmachung — 16 Zeichnungen von B. Riepenhausen begleiten die Einführungen und die Szenen — ist zu loben. — Meyers Lexikon, 8. gänzlich Heu arbeitete Auflage in 12 Bänden. Band Iir (DOrt Deutsch-Filehne bis Fernspiel), Prachtband 20 RM. Kunschalbleder 15 RM. Verlag Bibliographischem Institut AG., Leipzig. — (279.) — Der 3. Band der 8. Auflage, der die Stichwörter „Deutsch- Filehne bis Fernspiel" umfaßt, wie seine Vorgänger, gekennzeichnet durch das Bemühen, ein neuartiges nationalsozialistisches Nachschlagewerk zu schaffen. Das neue Bild der deutschen Geschichte findet nicht nur in den großen Artikeln, sondern auch im letzten Stichwort des Gesamtwertes seinen Niederschlag. Auch die volkspolitische Seite wird eingehend beachtet. ^>0 sind die ehemaligen deutschen Kolonien ausführlich behandelt. Dem Deutschtum tm Ausland sind 14 Spalten und 8 Bildtafeln gewidmet. Den Höhepunkt der geschichtlich-politi- schen Abhandlungen bildet der Artikel Europa. Hier wird in über 20 Spalten Text und 12 schwarz- weißen Karten die politische und kulturgeschichtliche Entwicklung Europas Üargestellt. Es fei ferner darauf hingewiesen, daß die Edda mit großer Ausführlichkeit behandelt ist, und ebenso die naturwissenschaftlich-technische Seite, z. B. Elektrizität, Eisenbahnwesen drahtlose Telegraphie, Fernsehen und Farbenphotographie. Dazu kommen noch die zahlreichen Tafeln und bunten Abbildungen im Text, die dem Leser die schwierigen technischen Probleme verständlich machen. unter die nationalsozialistische Idee. Der zweite Hauptabschnitt „Führer und Gefolgschaft" zeigt die Grundlagen des Verhältnisses von Führer und Gefolgschaft, den Aufbau der Gemeinschaft und ihrer Probleme und schließlich die Erziehungsziele, die der Führer stets zu verfolgen hat. Der dritte Hauptabschnitt „Die Kunst des Führens" geht vom praktischen Können des Führers aus, weist auf die Wichtigkeit richtiger Menschenbehandlung hin, urn- reißt jene Grundsätze, Aufgaben anzupacken und zu lösen und gibt praktische Hinweise über die Führungsmitte!, etwa der Rede und des Befehls. Der letzte Hauptabschnitt „Aufbau der Führerschaft" legt das Gefüge der Führerschaft dar und faßt die Grundgedanken der Führererziehung zusammen. Das Material ist das Ergebnis jahrelanger Lefe- früchte und läßt sich im einzelnen nicht aufzählen, da die Worte fast aller großen deutschen Menschen verwendet wurden. Nicht blendende Geistreicheleien, sondern Einsichten praktischer Lebenskunst, die dem Geiste der jungen Mannschaft entsprechen und dem Volksgenossen von heute, insbesondere dem nationalsozialistischen Führerkorps etwas zu sagen haben, sind verwendet worden. Der Verfasser hat seit früher Jugend als Gefolgschaftsmann, Unterführer oder Führer in den Formationen der jungen Mannschaft gestanden. — Wörterbuch des Flugwesens. Von Karl Anders, Leiter und Lehrer von Luftfahrt- Lehrgängen, und Hauptmann Dr. H. Eichel- b a u m , 'Reichsluftfahrtministerium. 404 Spalten mit 468 Abbildungen. Leinen 5 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — (283) — Das Erstarken der deutschen Luftfahrt und die Auferstehung unserer Luftwaffe haben überall in unserem Volke Begeisterung und Aufmerksamkeit für das Flugwesen erweckt. Auf diesem Gebiet gibt es eine Un- Zahl von Begriffs- und Fachworten, die selbst dem Sachverständigen nicht immer gewärtig sind. Hier Abhilfe zu schaffen, ist der Zweck der vorliegenden : Arbeit. Nach dem Stand der neuesten Entwicklung 1 des Luftwesens ist hier alles Wissenswerte in Wort 1 und Bild gesammelt. Besonders eingehend wurde I die Luftwaffe behandelt. Das Wörterbuch gibt in ! Stichworten einen umfassenden Ueberblick über das ' ganze Gebiet der Luftfahrt, einschließlich der Neben- i gebiete, wie Fluglehre, Motorenkunde, Wetterdienst, 1 Segelfliegerei, Modellbau und Fliegersprache. Der 1 Wert des ^Luches wird durch eine Menge seltener Originalphotographien und ein ausführliches Lite- ; Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlfche Unioersitütsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf.» mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. — Aus der Feder der Dresdener Schriftstellerin Scanne Berta Semmig, die sich im hohen Alter noch einer beneidenswerten Schaffenslust erfreut, sind im Verlage der Laube-Druck-GmbH., Dresden, zwei neue Bücher erschienen: „Wandlunge n", sechs Novellen (264), die, wie der gemeinsame Titel anbeutet, trotz stofflicher Verschiedenheit durch Stil und Haltung der Erzählerin verbunden sind und jeweils ein historisches, künstlerisches oder allgemein menschliches Motiv in den Mittelpunkt der Handlung stellen. — Den schon früher bekundeten histo- rischen Neigungen der Verfasserin entsprang das Buch „T h e 0 p h a n 0 und das R e i ch", ein Bild aus deutscher Geschichte (266). Das auszeichnende Urteil Thietmars von Merseburg über die Kaiserin — Gemahlin Otto II., Mutter Ottos III. — mag die geschichtlich und menschlich reizvolle Schilderung angeregt haben. weniger als 10 000 Einwohnern. Während von je 100 Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern durchschnittlich nur eine Gemeinde Gelegenheit zum Kinobesuch bietet, verfügen die Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern zu 93 vH. und die Gemeinden mit 20 000 und mehr Einwohnern ausnahmslos über Lichtspieltheater. Flugkapilan Kinne ein neuer Cuffmiüionär. Dieser Tage erreichte ein weiterer Flugzeugführer der Deutschen Lufthansa, Flugkapitän Ed. Kinne sein 1 000 000 Flugkilometer im planmäßigen Luftverkehr. Flugkapitän Kinnes Werdegang ist dadurch interessant, daß er aus der Segelfliegerei kommt. 1923 begann Kinne auf der Wasferkuppe mit dem Segelfliegen, um zwei Jahre später zur Motorfliegerei überzugehen. 1927 kam er zur Lufthansa, wo er auf einer Junkers W 33 mit die ersten Nachtflüge durchführte. Allein eine halbe Million Flugkilometer hat er im Nachtflug zurückgelegt. Besonders flog Flugkapitän Kinne auf den Strecken von Berlin nach Warschau, Athen, Paris, und London; auch an den ersten Dersuchsflügen nach Kairo war er beteiligt. Namens der Deutschen Lufchansa wurde ihm ein Blumenstrauß und die Millionärsnadel überreicht. Heftiges Unwetter an der ligurischen Riviera. Val Bormida an der ligurischen Riviera ist durch ein äußerst heftiges Unwetter schwer heimgesucht worden. Der Verkehr wurde mehrfach unterbrochen. Die Fluten rissen zwei Brücken fort. Die Eisenbahnlinie Cavona—Acqui wurde durch einen großen Erdrutsch gesperrt. Zahlreiche Ortschaften stehen unter Wasser. Bis jetzt sind 2 Todesopfer bekannt geworden. In Strevi ertrank ein Carabinieri bei dem Versuch, eine Familie aus dem Hochwasser zu retten. Äugcllagcr 5*tansmissionen ffl BORRMANN £ Gießen Neustadt 5 [Vermietungen | 6-Zimmer- Wohmmg mit eingerichtet. Bad uno Zubeh. in ruhiger Lage eventl. auch als Büroräume sof. zu vermiet. 7i46d Rechtsanwalt „ Krüger Braugasse 11. ffioDnung in bester Lage, 5 Zimmer mit Bad und Neben- räumen per sofort zu üermiet. Zu erfragen bei lseitz & Haag (ihefccit | 7118D Bahnhontr. 651. Ruhige, sonnige 3-Zim.-Wohng. mit groß. Veranda, Südseite, in zentraler Lage z. 1. Januar zu vermieten. Schrift!. Angeb. u. 7142V and.Gieß. Anz. 2-Zimnißr-Wohn. in bester Lage zum 1. Dez. 37 zu vermieten. Sehr. Anfragen u. 7148V an den Gießen. Anzeig. NöbL Zimmer zu vermieteter,, mit Kost. 7i57d bTttnfrurtcr Straße 66 III r. 2-Zimmer- Wohnuna m.Küche,Speisekammer,2Keller, an Dame od. alt. Ehepaar p. 1.12. zu vermiet. 7145d Rechtsanwalt Krüger Braugasse 11. ÜBSroer in, ruhig. Hause, nut oder ohne Pension, sofort zu vermiet. 7156d Gr.Steirrwegl?. [ Mietgesuche | 2 Mm und Küche rmet. gesucht. Schr.Angeb.unt. 05400 a. d. G. A. 6 a der ttKfrn Münhner lodn UW’ \V° Junge, berufs- tätigeTame sucht per 15.Novemb. ireoodl. Zimmer mitvoll. Pension Schriftl. Angeb. unter 7129D an den Gieß. Anz. Stellenangebote! Keine Zeugnisse in Urschrift wadern nur Zeugnisabschriften hem Bewerbungsschreiben bei- legen 1 — Lichtbilder unvBewerbungsunter- Vgen müssen zur Ver- meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift oeS Bewerbers tragen I Tüchtiger landw. Mklkkk sürsofort gesucht. Guter Lohn und gut. Behandlung wird zugesichert. K. Meß, Butzbach (Hess.), Schloßstr. 4.7i4gv MM für alle Büroarbeiten sofort gesucht. Konf. ev., Kost u.Wohnung im Hause. Sof. Angeb. u. 7151V an den Gießener Anzeiger erbet. Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. ? Z. Parfümerieverkauf in einer Drogerie p. 15. November oder 1. Dez. tüchtige Allein-Verkauf: KÖHLER M Gießen • Seltersweg fcgfepb Verkäuferin gesucht. Schriftl. Angeb. mit Bild u. Gehaltsanipr. erbeten u.7128V an d. Gieß. Anz. Maes für die Kaffee- Küche gesucht. 7153d Caf6 Amend. |stellengesuche| Kinderlose Witwe Mitte 40, sucht Stelle in frauenlosem Haushalt oder bei einzeln. Dame, auch auswärts. Schriftl. Angeb. u. 05404 an d. Gieß. Anz. Verkäufe I Zwei schwere litatan mit prima Bereifung, ca. 80 Ztr. Tragkraft, günst. zu verkauf. 7150d Heimkalbfleisch Butzbach Guldenstraße31. Reinige Dein Blut! Von Anfang November bis Anfang Dez. ist die beste Zeit mit Winter» Blutreinigungstee in Paketen zu 1 Mk., Probe- Pakete zu 5(M, eine Blutreinigungskur durchzuführen. Sie fühlen sich leicht, gesund und arbeitsfreudig. Beginnen Sie sofort! 7143A I Drogerie Kreuzplatz 101 I Pfungstadt - Gießen, Äückingstraße 1 Trauung: Mittwoch, 7,3 llhr, Gtadtkirche 05399 tätig war. 7141A icttteimstottcrie Heute Stadttheater unu Mantel- Stoffe Walter Heil, pfarramtskandibat Milli Heil, geb. Beil Vermahlte Man Selbstfahrer ZU vermieten Tel. 4335 6867p Salon Gath, Giefeen Bahnhofstraße, Ecke Grabenstraße 19.30-22.30Uhr 6. Mittwoch- Miete! Eine Nacht in Venedig Operette von Joh. Strauß. Preise: RM. 1.20 — 4.- Silber- Münzen auch anderes Altsilber kauft zu Höchstpreisen in jeder Menge, auch aus Privathand, das 7079V Zwillingswerk Frankfurt, Kaiserstraße 1, Nähe Salzhaus. Baumpfähle Rosenstäbe Latten Dachpappe Karbolineum Happel&Co. Kl.Mühlgasse4 u.6 Ruf 3925 Zwei schwere FiiclaM SVä- u.4V4ährig, zu verk. 7147d H.Brücknrann, Neuhof, PostLeihgestern. GIESSEN MARKTSTRASSE 2 7 Dauerwellen Wasserwellen, Ondulieren werden meisterhaft ausgeführt durch neue tüchtige Friseuse, die in ersten Fachgeschäften 20—23 Uhr Hacli! in Wii| 7126 D Preise: RM. 1.20-4.- ^Me&sbßschaffuKg 424152 GEWINNE UND 20 PRÄMIEN £.1600000 BLeupin-Creme q, Seife seit 25Jahren bewährt bei Pickel, esicfitsausschlag Hautjucken. Ekzem. Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbinger Nachf., Seltersweg 79 a: Winter- hoff, Kreuzplatz 10; Bornemann« Bahnhofstr. 17; C. Seibel, Frankfurter Str.39. In Laubach: Solms- Laubacher Drog. K. Klein. 6351V Mittwoch, den 3. November 1937, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg, Versteigerungslokal (Versteigeruugslokal Hartmetz), bzw. an Ort und Stelle zwangsweise gegen bar: Laden-, Haus-, Büromöbel all. Art, Kassenschränke, Radios, Flaschenwein, Kaffeeröster, Jnstrumenten- lchrank, Schnellwaage, Mantel, Stoffe, Schreibzeuge, Schreibmaschinen, Klaviere, Bürsten, Pinsel, Körbe, Leinenzwirn, Kordel, Eßservice, Federzeichnungen, 1 gold. Ubr, Photoapparat, Nähmaschinen und verschiedenes andere. 7154d Bittors Gerichtsvollzieher in Gießen. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Kassen; sehrank Fabrikmarke Krogmann,2tür., neuwertig, billig abzugeben. 7158d Näh.: A.Becker, Kevlerstratze 9. Telephon 3804. Volksempfänger VE 301 05401 wenig gebraucht, umständehalber günstig zu verk. Anzuseh. zwisch. 13-14 Uhr, Stein straße 60 p rechts | Kaufgesuche | Gebrauchte braune Weiiltata zu kauf, gesucht. Weingrobhandlung H. Elges Seltersweg 66. Morg. Mittwoch zum letztenmal: Zwiebel- fauchen Merei Euler Ludwigsplatz. [Verschiedenes | Tausche Boltsenwlünger (Gleichstrom) gegen geun Zu ertragen im Gieß. Anz. omoa । 1MMW mit Aufsatz (gebraucht) zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. m. Preisangabe u.05398 an d. Gieß. Anz. Alt-Gold auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier Bahnhofstraßei Telefon 4041. Spez.: Umarbeit. v. alt. Tranringen. M Nr. 256 Zweites Blatt Kleßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 2. November ,95Z OberhessischeIagdimZagdjahr1936/37 -öon Stabsjägermeister Ernst Hölzel. Aus der Stabt Gießen Wetteraussichten für November. Dienstbefehl. Joachim Lindt, Leitung Es ist kaum zu hoffen, daß der jetzt beginnende November diese „vornehme Haltung" des Oktobers fortsetzt. Einmal steht der November von jeher in dem Ruf, der unfreundlichste Monat des Jahres zu sein, ferner macht man immer wieder die Erfahrung, daß Schönwetterperioden, wie sie der Oktober in so auffallend starkem Maße brachte, sehr gern das andere Extrem herausfordern. Im Zuge i An jedem Morgen kommt der Eismann ein i paar Minuten früher, weil sein Eselchen, das in I zwei Säcken links und rechts die Eisblöcke trägt, : nicht mehr an jeder Gartenpforte halt machen muß, : denn Sommerhaus auf Sommerhaus leert sich all- : mählich. „Yaa-ach!" hallt der Ruf des Eisverkäufers, der Ende September schon zu so früher Morgenstunde kommt, daß man noch fröstelnd im schattigen Garten den tropfenden Eisblock in Empfang nimmt. In den von den Stadtleuten verlassenen Häuschen richten sich die Besitzer wieder ein. Mit ihnen kehrt das Gegacker der Hühner und das Gemecker der Ziegen zurück. Staubwolken zeigen an, daß der aus Ermangelung einer Müllabfuhr zurückgelassene Kehricht mit belaubten Zweigen in eine entfernte Gartenecke gefegt wird, wo ihn die vierbeinige oder geflügelte Reinigungspolizei, die Hunde, Katzen und Krähen bald abgetragen haben, von Teppichen werden die Spuren der Mut- ter Erde geklopft, ehe sie zur winterlichen Behaglichkeit in die weiß getünchten Wohnräume gelegt werden. Die dem städtischen Haushalt unentbehrlichen Primuskocher fauchen nicht mehr. Gegen die Abendbrotzelt, bevor die Sonne hinter der'Staub- wand der Steppe verschwindet, knacken trockene Zweige, die fleißige Hände für das Kochen sammeln, weiß und beizend qualmen bäuerliche Dunq- seuer auf. Ein Mörser klingelt, in dem Zucker oder 'Korner gestoßen werden. Hier und da tönt ein Melodiefetzen, unfern Jodlern ähnelnd, aus der Dämmerung. Der leise Abendwind weht den Duft :n Butter gedämpften Reises über die hohen Lehmmauern.Schnell dunkelt es und ebenso schnell wird es kalt. Das Leben im Garten hat gänzlich aufge- hort. Keine Grammophonplatte mit heimatlich anmutendem deutschen Refrainqesang erschallt mehr wie vor wenigen Tagen. Die Haustüren werden früh geschlossen. Um acht Uhr herrscht schon tiefste Nachtruhe. Nur Hunde bellen den Mond oder die umhersträunenden Schakale an, die mit kläglichem Geschrei flüchtig durch die dunklen Büsche huschen. Meist sind es die Ausländer, die ihre Umsiedlung von Woche zu Woche verschieben, denn nun vergoldet die klaren Herbsttage eine erträglich warme Sonne, nun hemmt keine Hitze mehr den Pferde- und Tennissport, nun ist die Zeit gekommen, in der man Feiertags wandernd durch die reizvolle Landschaft streifen kann. Aber auch für die Gäste nus dem kühlen Europa kommt der Tag, an dem das bequemere Stadtleben begehrenswert erscheint. Für die einen sind die Tage zu kurz und die Nächte zu kalt geworden, den andern ist auf einmal die tägliche Fahrt in die Stadt zu mühselig. Die Landstraße wird nicht mehr gesprengt, nachdem der Schah die Sommerresidenz verließ. Grau verstaubt der großen Wetterübersichten haben wir seit Septemberanfang weit überwiegend gutes Wetter gehabt, das zum Teil ausgesprochen sommerlich wirkte, während der eigentliche Sommer, insbesondere Juli und August, ein erheblich größeres Maß an Schlechtwetter brachte. Doch abgesehen von dieser periodischen Abwechslung Gut- und Schlechtwetter hat der November als der „Nebelmonat" den besonderen Nachteil, meteorologisch und klimatisch Mitteleuropa in ein Uebergangsgebiet zu bringen, wo die Vermischung verschiedener Luftarten die stärkste Neigung zu Trübung, Niederschlägen oder Stürmen erzeugt. Daher rührt im November die unbeständige Wetterform, oder die Veranlagung zu oft tagelang währenden Nebeln und Niederschlägen. hängen die früher grünen Bäume ihre Zweige zu Boden. Auch für die Gärten spendet das wohlaus- geklugelte altpersische Bewässerungssystem, das in offenen Gräben bisher alle sieben, nun aber nur alle Tage Wasser heranbringt, nicht mehr genügend Feuchtigkeit. Traurig neigen die vertrock- nenden Blumen ihre Köpfe. Erst die frühwinter- *Icv^n Regen werden die lechzende Natur wieder erfrischen, dann aber werden auch die lehmigen Wege ungangbar. Die Diener werden mürrisch, ihre meisten Freunde sind schon in der Stadt, sie haben keine Ansprache mehr. Auf dem Markt sucht man vergeblich gutes Obst und Gemüse, das Geflügel ist selten, nur noch Hammelfleisch wird angeboten, aus dem auch die fähigen iranischen Köche trotz guten Willens auf die Dauer keine abwechslungsreichen Mahlzeiten bereiten können. Die langsam abreißende Verbindung zur Stadt, immer ein Pro- blem, weil der Omnibus nur fährt, wenn er bis auf den letzten Platz besetzt ist und die Hauptstadt Teheran bis heute keine A u t o t a x e n mit Zähl- uhren besitzt, so daß die Fahrer beliebige und trotz des billigen einheimischen Betriebsstoffes sehr hohe Preise verlangen, wird für den, der kein Privat- auto hat, zum letzten Zwang, die idyllische Berg- und Oasenlandschaft zu verlassen. Noch rattern auf der Landstraße die kleinen Fuhrkolonnen, noch laufen die Lastträger mit den großen Tabletts aus Holz zu Tal, aber'schon stören seltener die Autos ihren gleichmäßigen Trott. Ende Oktober wird auch dieses letzte Leben und Treiben der Schimraner Sommerfrische versiegt sein. 23er- hungert summen die Wespen um späte' Blüten, hellblaue kleine Herbstastern wie auf den Blumenbeeten in der Heimat. Raubvögel kreisen in blauen Höhen. Das Laub wird gelb. Verträumt bleiben die Gärten im Glanze des Spätherbstes zurück, der bereits den Winterschlaf ahnen läßt, auf den eine neue Saison frühjahrsfroher Sommerfrische folgen wird, nach deren Erleben die Teheraner im Grau des Stadtwinters sich ebenso sehnen wie die Vermieter der Gartenhäuschen, die in drei bis fünf Monaten den Unterhalt für ein Jahr finden wollen. Professor Dr. Julius Mayr an der Universität Münster wurde als Ordinarius für Haut- und Geschlechtskrankheiten an die Universität München berufen. Teppichen und Decken, Gartenstühlen und einfachem Hausrat, dem bet Transport auf holprigen Wegen keinen Schaden zufügen kann. Noch bis Anfang Juli zockeln die Pferdchen Tag für Tag die Landstraße bergwärts. Neben ihnen schreiten in königlich aufrechter Haltung Lastträger mit großen runden Tabletts aus Holz auf dem Kopf. Auf diese Art werden die zerbrechlichen Gegenstände wie Geschirr, Gläser und Petroleumlampen befördert. Die Zahl der auf der sonst stillen Straße verkehrenden Autos nimmt zu, einem Korso gleich reiht sich Wagen an Wagen. In den Bazargassen des Hauptdorfes Tedschrisch wird es lebendig, die eisernen Rollverschlüsse rasseln in die Höhe, Bretterverschalungen werden abgejchraubt, ein Laden nach dem andern öffnet sich, meist sind es Filialey von Teheraner Geschäften, so daß der städtische Marktbesucher fast alle seine gewohnten Bedürfnisse zu befriedigen vermag. Der Himmel in Schimran unterscheidet sich durch seine tiefe Bläue von dem über der Stadt. Keine Staubschicht macht ihn grau. Blinkend spiegelt sich das Sonnengold im Grün der dicht verwachsenen Gärten, in den Obstbäumen, auf dem breiten Laub- dache der Maulbeerbäume oder Platanen und im gelblich getönten Blattwerk der schlanken Pappeln, den künftigen Trägern der aus Stampflehm gebauten Häuser, wie sie hier üblich sind. Die zahlreichen Vögel nehmen nicht viel Notiz von den eindringenden Sommerfrischlern. Hühnergroße Nebelkrähen lassen sich mit lautem Plumps auf den Blechdächern nieder und spähen gierig nach unbewachter Butter oder übriggebliebenem Frühstücksbrot. Weiß leuchten die Bäuche der ausaeregten Elstern und farblrob die der ewig krakehlenden blaugoldenen Mandelkrähen. Unbefangen pickt die Baumpolizei der Spechte an den Stämmen herum. Je stiller Haus und Garten liegen, um so lauter werden sie von den gefiederten Wesen umflattert. Nur Amseln und Nachtigallen lassen den Wohllaut chrer überall in der Welt gleichen Lieder vernehmen. Die Menschen treffen sich nach schwerer Arbeit in den brutheißen Büros der Stadt bei abendlicher Geselligkeit in den kühlen Gärten, bei ein wenig Sportbetrieb, Schwimmen, Reiten oder Tennis. Ihr Dasein in Schimran, dessen Sinn es ist, in frischem Grün den Ablauf des Hochsommers abzuwarten, plätschert sanft dahin, bis aanz plötz- . lich gegen Ende August oder Anfang September das erste Berggewitter eine so starke Abküh- i lunq der Nächte bringt, daß die in den Gärten aufgestellten Feldbetten eilig zusammengeklappt und mit den anderen Sachen wieder auf eines der Wägelchen geladen werden, deren Prozession zu Tal nun beginnt. e,a§eute 2)len5ta9/ treten um 19.45 Uhr alle M.- und JM.-Gruppenführerinnen des Standortes Gießen mit je einer Scharführerin an der Aula der Univer- sitat zur Kundgebung mit Heinrich Zillich an. ,30 RM. für Eintrittsgeld sind mitzubringen. ?^okwild kommt nur am Taunusrande, im westlichen Vogelsberg und im Oberwald als Standwild vor. Infolge zielbewußter Bejagung war die Geweihbildung im westlichen Vogelsberg bei weitem am besten, während es erst des Eingreifens des Reichsjagdgesetzes bedurfte, um auch 'im Taunus eine ganz wesentliche Verbesserung eintreten zu lassen. Wenn außerhalb der genannten Gebiete Rotwild auftritt, was meist nur in einzelnen Stücken geschieht, so handelt es sich um Wechselwild, das nicht Standwild werden soll. Schwarzwild kommt nirgends häufig vor, am meisten in den Kreisen Alsfeld und Büdingen. Da es sich aber um ein Land mit hoher Bodenkultur handelt, macht sich der Schaden auch eines geringeren Bestandes unangenehmer bemerkbar, als der wesentlich höherer Bestände an Schwarzwild anderwärts empfunden wird. Daraus ergibt sich auch die Anweisung des Landesjägermeisters, nach der Schwarzwild nirgends geduldet werden soll. Das Rehwild, das wichtigste Wild der „Provinz" Oberhessen, ist zahlenmäßig recht gut vertreten, während es in seiner Gehörnbildung noch zu wünschen übrig läßt. Das Verhältnis von Bock zu Ricke, das früher in vielen Revieren durch zu starken Bockabschuß ungünstig war, hat einen Stand von 1:1, 5—2 erreicht. Die schweren Regen des Vorsommers und die Dauerregen im Herbst und Winter haben die Niederwildstrecke recht ungünstig beeinflußt. Vieles Jungwild siel den wolkenbruchähnlichen Regen zum Opfer, Wild jeden Alters war Krankheiten ausgesetzt, die durch die Nässe gefördert wurden. Darum ließ die Strecke an Rebhühnern, Fasanen und Hasen viel zu wünschen übrig. Sehr gering und kaum bekannt ist der Bestand an Waldhühnern, von denen nur das Auerwild im Nordosten in Frage kommt, da das früher verbreiteter vorkommende Haselhuhn wohl ganz verschwunden ist. Spielt die Jagd auf die Ente auch lange nicht die Rolle, wie etwa am Rhein, so ist doch zum Teil ein wieder besser werdender Besatz zu bemerken. Die Zahl der Füchse dürfte etwas zugenommen haben, dafür ist auch die Abschußzahl gewachsen. Wenn auch hier und da einmal eine hungrige Fähe nach altem Brauch „die Gans gestohlen" hat, so war dies auch früher schon so. Der Jäger hat nach dem Verbot des Tellereisens schon wieder die Jagd mit dem Erdhund gelernt, das Fuchsdrücken und andere Jagdarten als besonders reizvoll empfunden und dam'it die Möglichkeit erhalten, auch den roten Schelm in seinen Grenzen zu halten. Sehr stark ist der Bestand an Dächsen, vermutlich stärker, als für die Niederjagd gut ist. Der festgesetzte Abschuß an Schalenwild murde mit über 90 v. H. erfüllt, wobei besonders bas starke männliche Wild eine freiwillige Schonung erfuhr. Daß an seiner Stelle mehr geringe Döcke abgeschossen wurden, kann als gutes Zeichen für das Verständnis der Jägerschaft gewertet werden. Es wurden nur wenige Jagden öffentlich verpachtet. Die meisten freiwerdenden Jagden gingen 3U seitherigen Preisen freihändig an die bisherigen Pächter über. Bei Neuverpachtungen wurden, wo I 6orf)fd)utnacbnd)fen. Professor Dr. Ludwig Mohler an der Univer- ntät Würzburg wurde als Ordinarius für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an die Universität München berufen. 71S0. „Kraft durch Freude". Theatervorstellung. Am Sonnabend, dem 6. November 1937, 20 Uhr. '-Große KdF.-Miete", Gruppe I (3. Vorst.) 7152V »Uta von Naumburg." Schauspirl in 3 Akten von Felix Dhünen. Eintrittspreise 0,90 RM. Karten sind noch im Vorverkauf auf der Kreis- dienststelle, Schanzenstraße 18, und durch die Betriebswarte erhältlich. BOM.- u.ZM.-llniergau 116,(5iefmL Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadtheater: 20 bis 23 Uhr „Eine Nacht in Venedig". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Seine Tochter ist der Peter". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Wildnis stirbt". Hans Schornburgk spricht persönlich. — Kundgebung aus Anlaß der „Woche des Deutschen Buches 1937", Goetbe-Bund und Kaufmännischer Verein: Heinrich Zillich liest aus eigenen Werken. — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brandplatz. Sladllheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung von „Eine Nacht in Venedig", Operette von Johann Strauß, statt. Musikalische Leitung Kapellmeister löhne putzen ist Diel, löhne pflegen alles. Nicht darauf kommt es an, mit welcher Kraft Sie die Zähne putzen, sondern darauf, daß auch der äußerste Winkel der Zahnreihen erfaßt wird. — Nivea« Zahnpasta dringt überall hin und wirkt auch dort, wo die mechanische Reinigung nicht hinreicht Das ist dann Zahnpflege! des Weltkrieges hatten wir zweimal einen November, der die Temperaturen auf 10 bis 20 Grad Kälte absinken ließ. In anderen Jahren, wir erinnern an den November 1935, kam es noch zu ausgesprochen warmen Perioden, waren doch seinerzeit in der ersten Novemberdekade 15 bis 20 Grad Mittagstemperatur an der Tagesordnung. TI. Afrika-Forscher Hans Schornburgk spricht. Wie wir bereits berichteten, wird am heutigen Dienstagabend der Afrika-Forscher Hans Schorn- b u r g k, der in vielen Expeditionen Afrika bereist hat, über feine Erlebnisse und Eindrücke sprechen. Zugleich wird sein Film unter dem Titel „Die Wildnis stirbt" zur Ausführung gelangen. P o p e l k a , Spielleitung Karl-Ludwig Einstudierung der Tänze und choreogr. „ Irmgard Zenner. 6. Vorstellung der Dienstag-Miete, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Detr.: Arbeitsgemeinschaft der HI. Am 5. November, 20 Uhr, kommen alle Mädel- und Jungmadelgruppensührerinnen an das Marine- HJ.-Heim in der Roonftraße zum Arbeitsgemein- fchaftsabend. Alle Mädelgruppenführerinnen find Mit besonders guter Laune hat sich der Oktober in der vergangenen Woche verabschiedet. Wenn wir keine Kalender gehabt hätten, und nicht den Anblick der fast entlaubten Bäume, könnte man mit Fug und Recht an schöne Hochsommertage glauben, denn in der vergangenen Woche erreichten die Temperaturen in ganz Deutschland bei strahlend blauem Himmel 20 bis 22 Grad im Schatten, und in den klimatisch begünstigten Teilen des Rheinlandes wurden sogar 25 Grad Wärme verzeichnet. Die Ursache dieser unzeitgemäßen und zum Teil rekordmäßigen Spätherbstwärme war namentlich eine föhnartige Luftbewegung, durch die an und für sich sehr warme Luftmassen aus großen Höhen ZU Boden sanken. Eine derartige zu Boden verlaufende Luftmassenbewegung ist in Gebirgsgegenden, besonders in der Alpenzone, sehr häufig und mit einer sog. dynamischen Erwärmung der 'Luftmassen verbunden. Im Rheinland war diese Föhnwirkung so stark, daß bereits vor Sonnenaufgang die abnorme Wärme von 18 Grad gemessen wurde, eine Temperatur, die sich für gewöhnlich nur mit den heißesten Sommertagen verbindet. es angemessen erschien, auch noch Abrundungen im Sinne des Reichsjagdgesetzes vorgenommen. Die Jägerschaft faßte ihre Mitglieder in Hegeringoersammlungen, Kreisjägerappellen mit Trophäenschauen und schließlich zu einem großen Gau- appell mit Gautrophäenschau in der Volkshalle in Gießen zusammen. Ein Besuch von rund 3500 Personen in 2V2 Tagen beweist das lebhafte Interesse, das auch die Nichtjäger an der Arbeit der Weidmänner nehmen. Erhebliche Geldmittel wurden aufgewendet, um einwandfreie Schießstandsanlagen zu schaffen. Denn nur der kann weidgerecht jagen, der auch die Waffe wirklich zu führen weiß. Die Reichsautobahn, auf die wir alle mit Recht stolz sind, hat sich — jagdlich gesehen — leider bis jetzt zu einem Schmerzenskind entwickelt. Mag sein, daß dies aus besonderen Gründen in erhöh- tem Maße für das Stück gilt, das am Taunusrande entlangführt. Das aus den Wäldern zur Aesung ziehende Wild muß die Bahn kreuzen. Soweit überhaupt bekannt wurde, sind von Ende September bis Ende März 17 Stück Rotwild und über 20 Stück Rehwild dort überfahren worden. Glücklicherweise ging es bei den Wagen bis jetzt noch mit Sachschaden ab. Daß es genau so gut einmal anders kommen kann, beweisen Fälle aus anderen Gegenden. Darum hat sich die Jägerschaft im Interesse von Mensch und Wild bemüht, die gefährlichsten Stellen festzustellen und durch Warnzeichen kenntlich zu machen. Diese Bemühungen verdienen die Beachtung und Mitarbeit aller Benutzer der Autobahn und werden auch höheren Ortes so gewertet. Weber die Beteiligung der oberhessischen Jägerwelt am Winterhilfswerk ist früher schon berichtet worden. Wenn die Eigenjagdbesitzer und Jagdpächter gern in ihrer Weise durch Wildspenden an diesem größten Sozialwerk mitarbeiteten, so brachten sie damit ihren Dank zum Ausdruck für bas, was das Reichsjagdgesetz ihnen gegeben hat und das sie von Jahr zu Jahr mehr in seinem Wollen verstehen und würdigen lernen. Darum fann es auch am morgigen Hubertustage nur heißen: Im gleichen Geiste auch in Zukunft Heger und Jäger fein! Eine Siadi zieht zu Tal. Von unserem H H.A.-Berichterstaiier. f Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Teheran, im Oktober 1937. Teheran, die Hauptstadt Irans, liegt in einer etwa 1300 Meter hohen Bergsteppe, die nur dort drüne Flecken in der Landschaft aufweist, wo künstliche Bewässerung den an und für sich fruchtbaren Boden zu blühendem Leben erweckt. Heiße Sommer und kurze kalte Winter kennzeichnen das Klima: Im Juli und August steigt das Thermometer im Schatten mitunter über vierzig Grad. Dann brütet über den neu angelegten schönen breiten Asphaltstraßen eine fast alles Leben erstickende Hitze und aus den noch ungepflasterten Gassen fegt der glühende Steppenwind dichte Staubwolken über die Häuser hinweg. In den Kontoren laufen Ventilatoren, das Speiseeis wird zum begehrtesten Genuß, die Räume der oberen Stockwerke unter den Blechdächern werden geräumt und die Kellergeschosse, Sirsamin genannt, für die heißesten Wochen wohnlich gemacht. Wer in Teheran eine neue Wohnung bezieht und die Sommerzeit in der Stadt zu verbringen gedenkt, wird unbedingt ein Haus mit Sirsamin wählen, obwohl auch Bort Temperaturen bis 36 Grad nicht selten sind. Die Bewohner Teherans haben aber noch eine andere Zufluchtsmöglichkeit vor der Hundstagshitze, nämlich den Umzug in die kühle grüne Oase Schimran am Fuße der hohen Elburskette, deren Schneegipfel bis spät in den Sommer hinein kühle Winde und Wasser zu Tal senden. Der Distrikt von Schimran mit seinen als Sommeraufenthalt bevorzugten Dörfern Golhek, Tedschrisch und Derbend liegt etwa 300 Meter höher als die Stadt, von der sie zehn bis zwölf Kilometer trennen. Hier hat der Herrscher sein Sommerschloß, das er Anfang Juni mit feinem Gefolge und den Hofbeamten bezieht, hier sind auch die ständigen Sommersttze der ausländischen Missionen und vieler wohlhabender Teheraner Bürger. Außerdem stehen Hunderte von größeren und kleineren Gartenhäuschen zum -vermieten bereit, deren bäuerliche Besitzer den Sommer dann selbst in Zelten verbringen. Mitte Mm beginnt gewöhnlich die Uebersiedlung. Dann zieht eine endlose Schlange kleiner Pferdewagen über die Landstraße zwischen Teheran und Schimran. Sie sind bepackt mit den wenigen Habseligkeiten, Die die Großstadtmenschen aurf) in dem naturnahen Sommerleben nicht missen mögen: Feldbetten und zu Wasserbehältern verarbeiteten Benzinkanistern, Am Hubertustage 1937, am morgigen 3 9>n= »Aber, .sind die Augen aller Weidmänner der Oander, m denen man ein „Weidwerk" kennt nach S" gerichtet, wo der Reichsjägermeister des Deutschen Reiches, Generaloberst Hermann G ö - ring, die gewaltigste Jagdschau eröffnen wird die bis letzt geschaffen wurde und an deren Zustandekommen durch Ueberlassung von Beutestücken u. a. 25 Kulturnationen teilnehmen, ein Olvmvia der Jäger", wie Reichsjägermeister G ö r'i n g vor Jahresfrist m Braunschweig die Ausstellung an- kundlgte. Sie wird vor allem von der , Deutschen Jagerschaft" getragen und ist berufen, Zeugnis abzulegen vom Wollen und Wirken deutschen Weid- werks das in feiner Eigenart nur noch in wenigen uns stammverwandten Landern in seiner ganzen Wesensart verstanden wird. 3 n Stellt die „Internationale Jagdausstelluna 1937" elnen ^ Rechenschaftsbericht der Deutschen Jagerschaft überhaupt dar, so wird in dem soeben erschienenen Jahrbuch der Deutschen Jäger chaft" die „Strecke eines einzelnen Jagdjahres des Jahres 1936/37 (1. April 1936 bis 31. Mär,' 19371 »gelegt Es gibt keine bessere Unterlage für ein Sennenlernen der weiten Aufgabengebiete der deutschen Jagerei und der Wildstands- und Jagd^ Verhältnisse in den Landern und Gauen unseres Vaterlandes So enthält das Buch auch einen Be "Hk d°- G°ujiigerm-ist°r- des 3agb = Sauess Oberhefjen, dessen (Bau zwar >m Verlaus- des Jahres 1937 aus organisatorischen "" dem übrigen Hessen vereinigt wurde Aber Wild und Jagd in einer Landschaft sind das Ergebnis, des Bodens, der Bodenkultur des Klimas m-sUNd da diese Grund,agen in den einzelnen Seilen Hessens z. T ganz wesentlich verschieden smd wird auch die oberhessische Jagd stets ihre besondere Eigenart behalten. Nicht nur den Jager bet vielfach nur fein eigenes, eng begrenztes Revier überblatt, sondern auch viele Nichtjäger, bei denen man großes Interesse für alles Jagdliche findet (das steckt wohl von altersher noch im Blute), wird es interessieren, darüber einmal etwas zu lesen Schon in Ob-rh-sfen haben wir durch'Ne ?k5?^E»ldung verschiedener Landschaften, des da- laltischen, laubwaldtrageirden Vogelsberges, der fruchtbaren, waldarmen Wetterau. des Ta'unus- randes und des Gießener Beckens keineswegs einheitliche Verhältnisse, zumal noch Meereshöhe und Klima eine Rolle spielen. Vor allem erklärt sich daraus die verschiedenartige Verbreitung der einzelnen Wildarten. Im übrigen bringt der November unweigerlich die ersten Vorstöße der Winterkälte. Die sog. Kälteherde, die sich bereits im Oktober über Grönland und Nordrußland bilden, werden im November aktiv und dehnen sich namentlich nach Süden aus. Wenn auch die von diesen Kälteherden ausgehen-! B e t r.: B u ch w 0 ch e den Frostwellen nur in den extremen Fällen Deutschland erreichen und dort eine beständige Kältewetterlage mit bleibendem Schnee erzeugen, so muß doch mit einzelnen stärkeren Nachtfrösten und Tagestemperaturen um Null auf alle Fälle gerechnet werden. Temperaturmäßig verläuft der November, der eine Durchschnittswärme von vier Grad Celsius in der norddeutschen Ebene und von zwei Grad Celsius in Ostdeutschland bzw. in den niittel- und süddeutschen Landzonen aufweist, in den einzelnen Jahren sehr verschieden. Während schon 2 Stunden früher zu einer wichtigen Bespre- chung auf der Untergaudienststelle. Vetr.: Erster Werkscharabend. Der für heute abend festgesetzte Werkscharabend muß wegen der Kundgebung anläßlich der Buch- woche ausfallen und wird daher um 8 Tage ver- schoben. Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Orlsführung Giehen-Rord. Betr.: Kohlenabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie A) bis spätestens Freitag, 5.11., 20.30 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr angenommen werden. Auf der Rückseite des Gutscheines ist die Art des gelieferten Brennmaterials an^ugeben (Rw. Fett N. II Union), gleichzeitig müssen die Gutscheine den Stempel oder Namen der Kohlenhändler und die Unterschrift, Straße und Hausnummer des Hilfsbedürftigen tragen. NSV., Ortsgruppe Sießen-Ost. Betr: Kohlengutscheine. In der Zeit vom 2. bis 5. November können die Kohlengutscheine der Serie A von den Kohlenhändlern bei uns gegen Empfang einer Wertquittung eingelöst werden. Es ist darauf zu achten, daß auf den einzelnen Scheinen die Sorte des Brennstoffs, sowie Stempel oder Unterschrift des Kohlenhändlers und Unterschrift mit Wohnungsangabe des Hilfsbedürftigen verzeichnet find. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr eingelöst werden. Verkostung eines Lastkrastwagenfübrers. Dor einigen Tagen wurde, wie wir berichteten, der zu Erntearbeiten in Hermann st ein (Kreis Wetzlar) weilende Gefreite Wald aus Gießen dort bei einem Abendspaziergang auf der Landstraße in der Nähe des Ortes von einem Lastkraft- mar?n angefahren und so schwer verletzt, daß er heute noch in sehr ernstem Zustande im Wetzlarer Krankenhaus darniederliegt. Den Ermittlungen der Gießener Kriminalpolizei und der für den Unglücksort zuständigen preußischen Gendarmerie gelang es nun, den Führer des Lastkraftwagens, der nach dem Unglücksfall unbekümmert um sein bedauernswertes Opfer weiter- gefahren war, zu ermitteln. Es handelt sich um "ben Ernst Hofmann aus Heuchelheim bei Gießen, der bei den Vernehmungen bereits ein Geständnis abgelegt hat, bei dem u. a. zutage trat, daß der Mann an dem Unglückstage Alkohol getrunken hatte. Hofmann wurde nach Wetzlar in Untersuchungshaft eingeliefert. Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 2. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Aier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse B 11%, Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 7 bis 8 Mark, Weißkraut, Vi kg 6 Pf., 50 kg 4 bis 5 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 7 bis 9 Mark, gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Erblen 25 bis 30, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 25, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 12 bis 15, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40. Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 18 Pf., Ausleseobst 18 bis 25 Pf., 50 kg 10 bis 25Mark, Birnen, % kg 8 bis 18 Pf., Nüsse 30 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. dis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 9 bis 12, Endivien 9 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. ♦ ** D i e Schwimmhalle des Städtischen Volksbades ist äb sofort Mittwochs geschloffen. Sprechstunden der Redaktion. 11 30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Somstagnach mittag geschlossen Aandme seht sich durch Roman von HanS-Ioachim Freiherr» von Reihenstein Copyright bi) Carl Ouncker 14 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Harry Engemann freute sich, daß das Surren des Telephons nebenan fein Spiel unterbrach. Neugierig ging er an den Apparat und schaltete sich ein. Eine männliche Stimme fragte nach Fräulein Hertel. Harry langweilte sich. Deshalb log er rasch und stüssig. „Fräulein Hertel ist im Augenblick nicht da. Kann ich ihr etwas ausrichten?" „Bitte einen Gruß von Doktor Schrader zu bestellen. Vielleicht hat Fräulein Hertel die Liebenswürdigkeit, einmal in der Klinik anzurufen." „Wollen Sie mir bitte Namen und Adresse wiederholen. Ich werde es für Fräulein Hertel auf- schreiben." „Doktor Schrader. Meine Telephonnummer in der Klinik ist bekannt." Sieh mal an, dachte Harry, als er den Hörer auflegte. Die Tugend selbst! Hätte mich ja auch gewundert, wenn etwas anderes dahintersteckte als ein Mann. llnb aus einer vagen Gedankenverbindung heraus: Hat sie mich mit ihrem scheinheiligen Benehmen beschwindelt, beschwindele ich sie auch — was mir anscheinend nicht gegönnt wird, braucht ein anderer auch nicht zu haben — zerriß er den Zettel, auf den er eben Doktor Schraders Namen geschrieben hatte, sorgfältig in kleine Fetzen * Es trat jetzt mit Harry eine Wandlung ein, die auf Wechselwirkung beruhte: er ließ sich gern von dem hübschen jungen Hausfräulein den Flügelschlüs. sel geben. Also mußte er auch spielen. Das wieder hob ihn in Blandines Achtung, flößte ihr Interesse ein. Und dieses naive, gläubige Interesse an der ersten künstlerischen Tätigkeit, die ihr in ihrem Le- ben begegnete, schmeichelte ihm so sehr, daß er gern und viel spielte. Aber es füllte ihn nicht aus. Er kam sich gefangen vor. Und das Gefühl, nicht aus- Hubertusjagd des Standorts Gießen Schwurgericht in Gießen nung ein, wo sie ihn bewußtlos auf dem Boden liegend antrafen. Der Verletzte wurde daraufhin in die Klinik Überführt, wo er nach einigen Tagen, ohne wieder zu Bewußtsein $u kommen, verstarb. Als Todesursache wurde Schädelbruch und eine hierdurch hervorgerufene Gehirnblutung festgestellt. Dieser in der ersten Verhandlung festgestellte Sachverhalt änderte sich auch in der gestrigen Hauptverhandlung nicht. Zwar wandte der Angeklagte wiederum ein, in Notwehr gehandelt zu haben, und behauptete, der Verletzte habe ihn zuerst mit einem Schlüssel bedroht. Die Beweisaufnahme ergab jedoch einwandfrei die Unrichtigkeit dieser Behauptung. Es wurde weiter festgestellt, daß der Verletzte allerdings eine anormal dünne Schädeldecke hatte und ein normaler Mensch infolge eines derartigen, von dem Angeklagten geführten Schlags wahrscheinlich keine tödliche Verletzung banongetragen hätte. Die gestrige Hauptverhandlung drehte sich daher in erster Linie um drei Punkte. Es war zunächst die Frage zu klären, ob dem Angeklagten der Todeserfolg zuzurechnen sei, unter Berücksichtigung der Tatsache, daß der Verletzte eine unverhältnismäßig dünne Schädeldecke hatte und nach allgemein menschlichen Erfahrungsgrundsätzen ein derartiger Schlag nicht tödlich wirke. Die Frage mußte dennoch bejaht werden, da das Verhalten des Angeklagten allein ursächlich für den Tod es erfolg war Wald und Feld wechselten miteinander ab, außerdem waren mehrere Hindernisse aufgestellt. Jagdherr war Sanitätssturmführer Büttner, der als alter Gießener SA.-Reiter es sich nicht hatte nehmen lassen, mit Gattin aus seinem neuen Wirkungskreis in Schlesien zu den diesjährigen Herbstjagden hierherzukommen. Nachdem er die Strecke bekanntgegeben und erläutert hatte, setzte sich die Jagd in drei Feldern in Bewegung, voran als „Fuchs" Obertruppführer S ch ö m b s , gehetzt von den beiden „Hunden" Frl. K r ö ck und Hauptmann Brechtel. Es war ein herrliches Bild, die einzelnen Felder durch das Gelände und über die Hindernisse und Gräben galoppieren zu sehen! Der Auslauf fand auf den Siedern vor dem Schisftn- berg im Beisein zahlreicher Zuschauer statt. Hier fand auch die Verteilung der Brüche aus frischem Eichenlaub durch Frau Büttner statt. Die Jagd hatte hungrig gemacht und so ging es auf den Schiffenberg, wo die Pferde abgesattelt, gefüttert und getränkt wurden. Dann erst versammelten sich die SA.-Reiter mit ihren Gästen beim Eintopf, der allen trefflich mundete. In feiner Ansprache wies Sanitätssturmführer Büttner auf die Aufgaben der SA.-Reiterei hin und betonte, daß gerade sie berufen sei, unserem Volke die Bedeutung des Reitsports für unsere Wehrhaftmachung klar zu machen und unseren berittenen Truppenteilen reiterlich gut aüsgebilbete Männer zur Äer- fügung zu stellen. Als Sieger konnte er bekanntgeben: Erstes Feld (Wehrmacht): 1. Unterfeldwebel Alteholz (4. MG. - K./I.-R. 116): 2. Wachtmeister Kanopka (7 A.-R. 9); 3. Unterfeldwebel Niemaier (5/J.-R. 116). Zweites Feld (Amazonen): 1. Frl. Schömbs; 2. Frl. Kröck; 3. Frau Büttner. Drittes Feld (SA.-Reiter 6147): 1. Rotten- führer Krauskopf; 2. Sturmmann Meiners; 3. Scharführer Faber. Im Namen der Gäste dankte Hauptmann B r e ch- t e l (8/A.-R. 9). Er wies auf das kameradschaftliche Verhältnis zwischen Wehrmacht und SA.-Reiterei hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß den Wehrmachtsteilen des Standorts möglichst viele im Gießener SA.-Reitersturm ausgebildete Reiter zu- geführt werden möchten. Bei Musik und Tanz verbrachte man noch einige unterhaltsame Stunden. Am morgigen Hubertustag, 3. November, findet auf Anordnung des Standortältesten der Wehrmacht die in unserer Garnisonstadt traditionelle Hubertusjagd des Standortes Gießen statt. Die Jagdteilnehmer werden unter Voranritt des Trompeterkorps Art.-Regts. 9 um 13 Uhr gemeinsam von der Artilleriekaserne durch die Stadt zum Stelldichein-Platz abreiten. Der Weg durch die Stadt wird die Reiterschar durch folgende Straßen führen: von der Artilleriekaferne durch die Kaiserallee über Ludwigsplatz, Neuen Säue, Neuenweg, Seltersweg, Frankfurter Straße nach Klein-Linden. Stelldichein um 14 Uhr an der Lahnbrücke etwa 1 Kilometer südlich Heuchelheim (nördliches Lahnufer). Halali: Lahnbrücke 300 Meter nördlich Bahnhof Dutenhofen (nördliches Lahnufer). PlatzderZufchauer: Lahnbrücke, 300 Meter nördlich Bahnhof Dutenhofen (nördliches Lahnufer). Bei regnerischem Wetter bietet sich den Zuschauern Untertretmöglichkeit im Gasthaus „Zum Jagdschlößchen" in Dutenhofen, 100 Meter südlich der Lahnbrücke. Die Strecke des Jagdreitens verläuft am nördlichen Lahnufer etwa zwischen Heuchelheim—Atz- bach—Dutenhofen. Auslauf (Fuchsschwanzgreifen) vom Weg Atz- bad)—Dutenhofen in Richtung West—Ost. Der gemeinsame Rückmarsch der Reiter- schar beginnt um 15.30 Uhr und führt bis zur Artilleriekaferne. Aha, hier: „Tritt durch Unfall der Tob der Der» sicherunasnehmerin ein, so ist die Gesellschaft ge» halten, Mark sechzigtausend, an deren Ehemann, Herrn Harry Engemann zu Berlin auszuzah» len." Sechzigtausend Mark für ihn. Das mußte Lu» cienne in der ersten Zeit ihrer Liebe angestellt haben. Nett von ihr gedacht. Er sollte nicht mittellos dastehen, falls etwa ein Autounfall sie plötzllch fortnahm. Das war aufregend. Um so mehr, als es auch das einzig Aufregende war, was er in dem Betpult fand. Denn über die Tatsache, daß ßucienne wirklich nichts mehr zu haben schien, nahm er sich gleich vor, sich nicht aufzuregen. Er mußte seinen Kopf für feine eigenen Sorgen frei behalten. Aber die Begriffe: Im Todesfälle sechzigtausend Mark — für ihn — Autounfall — ließen ihn im Traum nicht mehr los. ♦ Doktor Kapp war verreist. Eines Abends klopfte es an Doktor Schraders Arbeitszimmertür in der Klinik. Greta Schade trat ein. Sie war so selbstsicher und hübsch und tat so zu Hause, daß er ihr einen Stuhl an den Schreibtisch schob. Er fetzte sich ihr gegenüber und bot ihr eine Zigarette an. „Ich wollte Sie fragen, ob Sie die Adresse von Kapp wissen." „Ja, wissen Sie sie denn nicht?" „Ich habe sie verlegt", log Greta munter. Doktor Schrader zog fein Notizbuch heraus und nahm ein Blatt aus einem gestickten Zettelkasten, der auf dem Schreibtisch stand. Während er die Adresse aufschrieb, ruhten Gretas Augen auf dem Zettelkä sichen. „Don zarter Hand?" fragte sie. „Don^fehr zarter. Eine unserer Schwestern." „Nein, nicht aha! Sondern zu Weihnachten. Das haben unsere Schwestern so an sich. Uebrigens schade, daß Kapp gerade verreist ist. Wir wollten doch mal wieder etwas zu vieren unternehmen. Wie geht es ihrer netten Freundin?" . * Fortsetzung folgt und man im Falle einer Körperverletzung stets mit einem vorher unbeabsichtigten Verlauf rechnen kann. Zum zweiten handelte es sich darum, ob nicht ein weiterer Sturz des Verletzten, der in feiner Wohnung ftattfanb, allein ober wenigstens teilweise als Todesursache in Frage kam. Auch diese Möglichkeit mußte ausscheiden, da nach den Aussagen der Passanten, die den Verletzten in seine Wohnung geschafft hatten, dieser derartig benommen war, daß Hubertusjagd des GA.-Heitersturmes 6/147. Am Sonntag veranstaltete der SA.-Reitersturm 6/147 bei herrlichstem Herbstwetter traditionsgemäß seine diesjährige Hubertusjagd. Eine statt- liche Teilnehmerzahl, darunter eine Anzahl schneidiger Reiterinnen und Vertreter der Wehrmacht, versammelte sich gegen 11 Uhr am Waldausgang der Straße Gießen—Steinbach. Das Jagdgelände war auch d'.:smal unter dem Gesichtspunkt ausgesucht, einen jeden Reiter zum vollsten Einsatz seines reiterlichen Könnens zu zwingen; Wiese, Oer Wert der Bienen-Wander-We'de. In einer gutbesuchten Nachmittagsversammlung der Ortsfachgruppe Gießen der Bienenzüchter im „Hotel Hopfeld" sprach der Landesobmann für das Bienenwandern über die „Wanderung der Imker als ein Gebot der Zeit". Vorher hatte Ortsfachgruppenleiter Bodenbender einige organifa» torifcke Fragen besprochen. Landesobmann Braun (Rodyeim v. d. H.) schilderte sehr ausführlich die Notwendigkeit der Wanderung der Bienenzüchter in ertragreichere Gebiete zur Vermehrung der Bienenzucht und der Erhöhung des Honigerttaaes. Er verwies auf die großen Aufgaben, die oen Imkern innerhalb des Dierjahresplanes gestellt feien und die nur zu erfüllen fein würden, wenn die Imker alle Möglichkeiten ausnützten, um den Er» trag zu steigern und die Völker zu vermehren. Die beschränkten Weidemöglichkeiten seien durch das Wandern zu erweitern. Die Honigttacht hat sich so verändert, daß unbedingt zur Wanderung geschritten werden müsse, um alle der Bienenzucht dienlichen Gebiete für die Ertragssteigerung zu benützen. Die Reichsfachgruppe habe darum Anregungen herausgegeben, um diesen und jenen Imker zu veranlassen, unter die Wanderimker zu gehen. Be» sonders an die hessischen Imker ergehe der Ruf, sich an Wanderungen zu beteiligen. Der Redner verglich das Bienenjahr mit dem des Bauern und zeigte, daß dort wie bei dem Imker auch einmal ein Mißjahr eintreten könne, das aber wie den Bauern, so auch den Imker nicht entmutigen werde. Der Schwarzwald erfordert kein großes Risiko, dort würden immer große Honigernten erzielt. Der Redner empfahl als weiteres Wandergebiet auch den Landstrich Gamander bei Herborn-Dillenburg, der eine reiche Blatttracht aufweist, und die Bergstraße, an der auch Dr. Freudenstein aus Marburg feine Völker auf die Weide brachte. Ortsfachgruppenleiter Boden bender sagte dazu, daß diejenigen Schrittmacher für das Wandern fein müßten, die schon einen großen und sicheren Stand haben. Aus diesem Grunde wolle er selbst eine Wanderung mit feinen Völkern durchführen, um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln. Im Verein mit Vogelsberger Imkern werde er eine gute honigende Weide im Vogelsberg aussuchen und dort einen Stand für 100 Völker errichten. Landesobmann Braun wolle dafür einen Kostenzuschuß für den Bau beitragen. Nachdem er noch einige praktische Anregungen gegeben hatte, sprach der Obmann für die Bienenweide des Kreises Pfeiffer (Launsbach) über Seuchenkrankheiten. Er empfahl sodann die Zusammenarbeit mit den Bauern, die bei der Klee» ausfaat neben dem Rotklee den stärker hvnigenden Schwedenklee verwenden sollten. übrigen rft es offensichtlich, daß der verhältnismäßig niedrige Sturz auf den Holzboden in feiner Wohnung keine derartigen Folgen zeitigen kann, wie der durch den Schlag des Angeklagten hervorgerufene Sturz auf das Steinpflaster. Sodann mußte sich das Gericht mit der Frage befassen, ob der Angeklagte in Notwehr gegen die von dem Verletzten ausgesprochene Beleidigung aehandelt hatte. Es bedarf keiner Frage, daß es an sich die Notwehr gegen Beleidigung gibt. Voraussetzung ist jedoch, daß die Notwehrhandlung erforderlich ist, um die Beleidigung abzustellen, d. h. die Art der Notwehrhandlung darf nicht unverhältnismäßig hoch von der Stärke des Angriffs abweichen. Nach eingehender Prüfung kam das Gericht auch hier zur Verneinung, wobei es insbesondere berücksichtigte, daß der Angeklagte als junger Mensch von 21 Jahren eines derartigen Mittels nicht bedurfte, um die Beleidigung des 66jährigen, noch dazu angetrunkenen Verletzten abzuwehren. Das Schwurgericht kam erneut zur Bejahung der Schuldfrage und verurteilte den Angeklagten wieder zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten, wovon ihm 5 Wochen der Untersuchungshaft angerechnet werden. In der Urteilsbegründung hob der Vorfitzende hervor, daß das Gericht dem Angeklagten feine berechttgte Erregung zugute gehalten und ihm, da er nur unerheblich vorbestraft war, in weitestgehendem Maße mildernde Umstände zugebilligt habe. Erst kramt er nach Geld. Dann fällt ihm ein, daß ßucienne ihr Geld in der Schmuckkassette unter ihrem Bett verwahrt. Die Buchstaben, auf die sie eingestellt ist, um sie zu offnen, hat sie weder ihm noch sonst jemanden verraten. Wenn die ältere Frau einmal vor ihm stirbt, wird er die Kassette auf- brechen lassen müssen. So, nun mal in Ruhe: Bankbestätigungen. Abrechnung über zum Verkauf aufgegebene ... „Wir überwiesen von Ihrem Konto ..." „Wir überwiesen" — schon wieder. Das waren alles Sachen, die nichts einbrachten. Soweit hatte fa nun ßucienne recht. Eine Steuermahnung. Eine Versicherung: „Wir anerkennen den uns gemeldeten Schaden und haben Mark dreißig der Reparaturwerkstatt überwiesen." Na, das machte den Kohl nun auch nicht fett. Eine Mahnung von ihrer Depositenkasse: „Wir vermissen das Anerkenntnis des Ihnen erteilten Auszuges" usw. Dieser ergab einen Saldo von siebentausend Mark zu ihren ßaften. Verflucht, der wird ja durch das Anerkennen auch nicht weniger, denkt Harry. Und noch einmal von der Zentrale der Bank: „Wir vermissen Ihr Anerkenntnis." Wie findet sich ßucienne eigentlich durch die Bankabrechnungen durch? Na, man sieht ja: sie ist nicht fertig geworden. Geschieht ihr recht. Warum hat sie zu ihm kein Vertrauen? Sein Vater hat ihn doch mal irgendsolche Sache lernen lassen. Buchführung und so. Als er noch dachte, er sollte ihm in den Hotels helfen. Das war, bevor er ihn aufs Musikstudium abschob. Er kramte weiter. Feuerversicherung, Einbruchs-, Schmuckoersicherung. Und was ist das hier? Eine Unfallpolice. Sie stammte aus der ersten Zeit ihrer Ehe und war zu feinen Gunsten abgeschlossen. Wenn ßucienne durch einen Unfall erkrankte, eil)reit sie einen täglichen Zuschuß von zwanzig Mark. Wenn sie durch einen Unfall unfähig wurde, ihren Beruf auszuüben .. Seine Augen flogen über die Zeilen und Zohlen. Wo kam er denn wieder in die Sache rein? Was hieß benn, das: zugunsten ihres Ehemannes abgefchlos- Am ersten Derhandlungstag der gestern begonnenen Schwurgerichtsperiode in Gießen, die unter dem Vorsitz von ßandgerichtsrat Dr. K a l b f l e i f ch stattfindet, hatte sich der am 22. Mai 1916 geborene Ludwig Kühne, wohnhaft in Gießen, Mühlstraße Nr. 8, wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu verantworten. Der Angeklagte ist deswegen bereits von dem Schwurgericht in Gießen zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt worden. Auf seine Revision hob das Reichsgericht jenes Urteil auf und wies die Sache zur erneuten Verhandlung an das Schwurgericht in Gießen zurück. Der Anklage lag folgender Tatbestand zugrunde: Der Angeklagte war am 22. August 1936 gegen 22 Uhr mit einem Freunds auf dem Heimweg begriffen. In der Kaplansgaffe begegneten sie dem 66jährigen Kr. aus Gießen, der etwas angetrunken war und vor sich hinsckimpfte. Es kam dabei zu einem kleinen Wortwechsel zwischen den beiden und dem Kr., der jedoch bald beendet war. Daraufhin setzten die beiden ihren Weg in Richtung Bahnhofstraße fort und blieben an der Ecke Bahnhofstraße- Kaplansgasse eine Weile stehen, um sich noch etwas zu unterhalten. Währenddessen kam Kr. wiederum an Ihnen vorbei und rief ihnen beleidigende Äußerungen zu, wie „Kommunistengesindel" und „Wohl- sahrtsempfänger" Der Angeklagte ging daraufhin dem Kr. nach und versetzte ihm einen Schlag ins Gesicht, worauf Kr. zu Boden stürzte und bewußtlos liegen blieb. Hierauf entfernte sich der Ange- klagte mit seinem Freund schleunigst, und sie überließen den Verletzten feinem Schicksal. Dieser wurde von Passanten aufgehoben und in seine in der Bahnhofstraße gelegene Wohnung gebracht, die er allein bewohnte. Da er äußerlich keine schweren Verletzungen aufmies, überließ man ihn der Aufsicht der Mitbewohner des Hauses. Als diese auch im ßaufe des nächsten Tages kein ßebestszeichen von dem Kr. vernahmen, drangen sie in die Woh- Dr. Maul gab dann Auskunft, welche bDirigenten Pflanzen die Versuchsstation zur Anpflanzung zur Verfügung habe. In erster ßtnie stellte er Ahorn-, Akazien- und Schneebeeren-Pslänzchen zur Verwendung anheim. Dr. Maul forderte die Imker, iu;u||i i/au'Bii, uiejer vereinig uenunirnen war, vag soweit sie ßehrer sind, auf, solche Schuljungen und man ohne Zweifel annehmen mußte, die Verletzung -mädel zu nennen, die durch Schulungskurse mit der rühre von dem Schlag des Angeklagtei. her. Im 1 Bienenzucht vertraut gemacht werden sollten. gehen zu können, ließ feinen Hunger nach Abwechslung ins Unermeßliche steigen. Wie konnte er zu Geld kommen? Wenn Blondine in die Wirtschaftsräume oder auf ihr Zimmer gegangen war, dann lief er durch die großen Gesellschaftszimmer wie ein Verirrter, der einen Ausweg sucht. * Harry faßte sich an den Kopf. Wer konnte ihm helfen? Wen sollte er fragen? ßange? Hatte der ibn nicht schon genug hineingeritten mit seinem „Rat"? Er fühlte, der nächste Rat, den er von ßange annahm, bedeutete den ersten Schritt zu irgendeinem Verbrechen. War dieser Mann, der seine Frau ausgeplündert und — als nichts mehr zu holen war — sie aus schnöder Geldgier halbtot ge- vrügelt hatte, nicht selbst gerade noch eben den Maschen der Sttafgesetze entschlüpft? Und hätte er nicht unweiaerlich ins Zuchthaus wandern müssen, wenn sein Schwiegervater, der — feiner exvonier- ten Stellung wegen, und um einen Skandal zu vermeiden — diese häßlichen und mehr als peinlichen Vorfälle vertuscht hatte, anstatt mit einer Scheidungsklage, zu der er seine Tochter endlich überredet, mit einer Anzeige bei der Staatsanwalt- schäft auf das widerliche Benehmen des Schwieger- sobnes geantwortet hätte? Wirklich, bei einem solch sauberen „Freund" war „guter Rat" teuer. Wie ein Rasender lief Harry durch das Haus. . Beichten? Konnte ßucienne ihm helfen, selbst, wenn sie wollte? Was trieb sie eigentlich zu diesem Spar- iimmel? Hatte sie vielleicht nur die Nerven verloren, weil ihr künstlerischer Ehrgeiz verletzt war? Wie stand es in Wirklichkeit um ihre Geldverhältnisse? Er hatte sich in letzter Zeit oft gefragt: Was be- sitzt ßucienne? Er ist oft durch diese Räume gelaufen und hat Aufschluß gesucht und nicht gefunden. Jetzt bleibt er plötzlich überrascht vor einem an- tifen Betpult stehen. Er weiß, hier verwahrt seine Frau ihre Bankabrechnungen, Dokumente, überhaupt alles, was Geld und Geldeswert betrifft. Er hat oft vor diesem Pult gestanden und gewünscht, seinen Inhalt einmal zu durchsuchen. Und beute ist es offen, ßucienne hat versehentlich den Schlüssel stecken lassen. Wirtschaft Ahein-Mainische Börse. Aus der engeren Heimat Schon aber waren die „Flieger heran" und war- Unterqasse 29 Feuer aus Eine Sckeune die -l m t. 9er ^ran unö mar‘ fa9 wurde in der hiesigen S ch u l sp a r k a s s e ein an einen Landwirt der Nachbarschaft vermietet ^Qd),^“n^^fianu[tg?ur4toa(ua ”unb ^aüf"üem ^ Mark durch di- Schüler -ing-zahtt, war, geriet aus bisher unbekannter Ursache in 1 „ • 5