i * W M M G HM51 Erstes Blatt Wie stehl es in derWirlschafi aus? Betriebsführer und Gefolgschaft das unsterbliche Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung. Gepackt von dem persönlichen Bekenntnis des Gau-' (Scherl-Bilderdienst-M.) beantwortet würden. zugenommen. Vom vierten Vierteljahr 1936 bis zum ersten Viertel 1937 war die konjunkturelle Steigerung mit 6,4 v. $). der Menge nach und 12,2 v. H. dem Werte nach größer als jemals im Verlauf des gegenwärtigen Aufschwungs. Die Verstärkung des Anstiegs war demnach in der Wertbewegung ausgeprägter als in der Mengenbewegung, d. h. seit 1936 geht der Anstieg mehr auf die Zunahme d e r P r e i s e als auf eine Ausweitung des Umfanges des Welthandels zurück. Vom zweiten Vierteljahr 1936 bis zum ersten Vierteljahr 1937 stieg der Welthandel wertmäßig um 25 v. $)., mengenmäßig um 12,5 v. H. Die Preise der Welthandelsgüter erhöhten sich im Durchschnitt um 11,4 v. H. Dabei fiel der Hauptanteil der Preissteigerungen auf die R o h - st off - und Nahrungsmittelpreise. Auch im zweiten Vierteljahr 1937 dürfte der Welthandel noch weiter gewachsen sein. Mit diesem Ergebnis hat der Welthandel einen großen Teil der in der Krise erlittenen Verluste wieder aufgeholt. Vom tief* Amurinseln und verlange, daß diese Maßnahme bedingungslos durchgeführt werde. Japan lehne es ab. über die gleichzeitige Zurückziehung der japanischen Truppen auf dem gegenüberliegenden Amurufer zu verhandeln. Mandschukuo bestehe auf feinen Desihrechten über die beiden Inseln, überlasse allerdings die endgültige Regelung dieser Frage einem Einvernehmen, das nach Herstellung des Status quo angestrebt werden könne. Das Auswärtige Amt kann keine Zusagen machen, daß die Amurinseln nach der erfolgten Räumung durch die Sowjettruppen nicht von der japanischen Armee beseht würden, weil auf Grund der japanischen Verfassung das Oberbefehlsrecht über militärische Bewegungen allein dem Kaiser zusteht. Grenzposten erklärte der japanische Botschafter, daß hierin allein die Ursache der letzttn Zwl chen- älle zu sehen sei, und forderte im Namen seiner Regierung die sofortige Zurück Ziehung der sowjetrussischen Posten von den Inseln. Litwi- now-Finkelstein erklärte darauf, daß die Sowiet- regierung diese Forderung a b l e h n e. Der Gauleiter überbringt den Musterbetrieben des Gaues Hessen-Nassau die Llrkunden des Führers Tokio. 2.Juli. (DRV.Funkspruch. Osiaslendienst des DRV.) Die halbamtliche Agentur Domei berichtet von einer neuerlichen Verschärfung der gespannten Lage am Amurfluß infolge des überraschenden Erscheinens dreier Sowjetflug- zeuge über der Amur-Insel Sennufa. Die Flugzeuge hätten die Insel mehrmals überflogen und sodann einen Erkundungsflug über den japanisch-mandschurischen Stellungen am rechten Amur-Ufer unternommen. Sowjetrussische Kanonenboote sind erneut in mandschurisches Hoheitsgebiet eingedrungen und kreuzen in der Nähe der zu Mandschukuo gehörenden Insel Kanchahu (Sennufa). Ferner meldet der Berichterstatter der Tokioter Zeitung „Asahi Shimbun- aus Tsitsikar. daß die Sowjets außer den zehn Kanonenbooten, die. wie bereits benchtet, in das strittige Gebiet entsandt wurden, weitere 40 schiffe herbeibeordert haben, so daß insgesamt 50 (!) sowjetrussische Kriegsfahrzeuge zu- fammengeiogen feien. Ls fall sich dabe. um zehn 1000-Tonnen-Fahrzeuge handeln, die mit vier u- Zentimeter-Geschühen bestückt sind, ferner um zehn 200-Tonnen-Kanonenboote und 30 INatrofenboote. Man fordert dedinguiWlose Räumung. Moskau weicht aus. Moskau 1. Juli. (DNB.) Donnerstag nachmittag sprach'der japanische Botschafter Shige^ mitsu erneut bei L i t w , no w , F, n leist ein vor. Shigemitsu erklärte, feine W0™“!1?"!" ließen keinen Zweifel darüber, daß d" soroiet russischen Kanonenboote Mit denFeuer auf mandschurische Grenzposten be gönnen hat- ten; erst daraufhin hätten frie Kustenbatterlen vorn mandschurischen Ufer des Amur aus das Feuer aus die Sowjetschifse erwidert, wodurch em so 1 russisches Kanonenboot versenkst ein rnfeck be^ schädigt und ein drittes zum Ruckzug 0 3 • . worden sei. Litwinow-Finkelstein beantwort £e Vorstellungen des japanischen Botschafters mit der unentwegten Behauptung, daß die I P W dschurischen Küstenbatterien.das Feuer aus^d- Sowjetkanonenboote eröffnet 5at ln( letzungder Llmuriuleln durch sowi-trujjtjq- innnnifdie Rachrichlen-Agenlur Domei be- ächtet aus Moskau, daß eitwinow-Zinkelskem einer eindeutigen Antwort auf das verlangen des japanischen Botschafters nach wiederher- stellunq des Status quo ausgewichen fei. Dementsprechend habe Botschafter Shtge- mUfu auf die Fortfehung werterer Unter- redunaen mit Lilwinow-Zinkelstem nerztch- < . „,ue infftutlionen aus Tokio Irhefen Amtlich wird der Standpunkt Japans k noerandeA "ezeichnet. Tokio bestehe auf der umgehenden Erfüllung der von citwinow- Ainkelftem zugejicherlen Räumung d leiters waren die Versammelten, als er darauf hinwies, daß ihn einst die Sehnsucht nach der Volksgemeinschaft zum Führer geführt habe, und daß die nunmehr in den beiden Betrieben zu sehende erfüllte Sehnsucht ihm eine höchste Lebensfreude sei. Nachdem er an den beiden Beispielen der Musterbetriebe nachdrücklich darauf hinwies, daß sie bezeugen würden, wie sich die nationalsozialistische Wirtschaft entwickle, führte er dazu aus, daß niemals Verfügungen von oben, sondern nur die eigene nationalsozialistische Haltung auf diesem lebenswichtigen Gebiete unser Ideal erreichen kann. Mit einem Appell an den Stolz der Belegschaft der Musterbetriebe schlossen die Ausführungen des Gauleiters mit den Worten: „Ihr seid mit die ersten auf diesem Wege, seit stolz darauf und haltet das Symbol, die Fahne mit dem goldenen Rad der Deutschen Arbeitsfront, das jedes für die Bedrohung des b Fernen Osten voll verantwortlich sei. ,Chuaai Shogio Shimpo" (Industrie- und Handelsblatt) weist darauf hin, daß der Hauptgrund für die Zwischenfälle in den u n k l a r e n G r e n z v erhält n i s s e n liege und daß eine baldige Regelung der gesamten Grenzfragen notwendig sei. Hochi Shimbun" (nationalistisch) betont, daß durch die Zwischenfälle die schon bisher keineswegs freundlichen Beziehungen zwischen Japan und der Sowjetunion so verschärft worden feien, daß die Gefahr bestehe, daß die Spannungen im Falle einer unnachgiebigen Haltung Moskaus auf die äußer ft e Spitze getrieben werden konnten. Kokumin Shimbun" (liberal) sieht in dem ganzen Konflikt einen Beweis für die U n zu v e r- läffigkeit der Sowjets, die ausdrücklich Übernommene Verpflichtungen nicht -tstullen wall- ten und verlangt, daß die Uebergrtffe Moskaus mitdenschärfstenAbwehrmaßnahmen Verschärfung des fowjetmffisch-japanischen Konflikts am Amur Gowjetflugzeuge über japanischen Stellungen. - 50 sowjetrussische Kriegsfahrzeuge auf dem Amur zusammengezogen. NSG. Zur wahren Feierstunde eines sozialistischen Tatbekenntnisses gestaltete sich am Donnerstag die Uebergabe der Ehrenurkunden und der goldenen D A F. - N a d e l n an die beiden nationalsozialistischen Musterbetriebe des Gaues Hessen-Nassau durch den Gauleiter. In den Portland-Zementwerken Mainz- Weisenau wie in den Fissanwerken Zwingenberg, begrüßte eine arbeitsfreudige Gefolgschaft mit Begeisterung und Stolz die Ankunft des Gauleiters, der nach den einleitenden Worten der Betriebsführer in beiden Betrieben, Zweck und Sinn der Anerkennung eines nationalsozialistischen Musterbetriebes kennzeichnete. Mit Recht konnte er darauf Hinweisen, daß der errungene Erfolg nur aus der Grundlage der Kameradschaft zu verstehen sei. So wie diese draußen in den Schützengräben erlebt worden ist, soll sie nach dem Willen des Führers in der großen deutschen Volksgemeinschaft tagtäglich aufs neue bewiesen werden. Diese Forderung sei nun in den beiden Betrieben, die die Anerkennung des Führers gefunden hätten, verwirklicht worden, deshalb fühle er sich überglücklich, bereits jetzt, wenige Jahre nach dem Siege, diese Stunden miterleben zu dürfen. Tief gepackt waren die versammelten Angehörigen des Betriebes, als der Gauleiter sie darum bat, einmal zurückzudenken, wieviel Sehnsucht, wieviel Opfer es erforderte, und wieviel Kameraden in den Tod gegangen sind, ehe die Einigung des deutschen Volkes die Vollendung erfuhr, wie sie nunmehr sichtbar in diesen beiden Musterbetrieben beispielhaft zum Ausdruck komme. Jeder muß von dieser Stunde, da wir die ersten Früchte unserer unbeugsamen sozialen Haltung ernten, ergriffen fein, denn um dieser Erfolge willen traten wir einst den Marsch an und um des Gesamterfolges werden wir weiter marschieren und uns mit Hilfe der nachfolgenden Generationen die Ewigkeit des deutschen Volkes sichern. „Die Welt hat nicht annähernd den Wohlstand zu «verzeichnen, den sie besitzen müßte und könnte, wenn Vernunft, gesunder Menschenverstand und 4 klares Denken herrschten. Noch immer gibt es in der Welt hungrige, schlechtgekleidete und armselig I untergebrachte Menschen: Wir sollten daher alle c,nhr ,rnb„t iein will fest in euren Fäusten." Schritte tun, um diese Verhältnisse zu beseitigen, In Mainz-Weisenau wie auch in Zwingenberg den Lebensstandard zu heben und die Wohlfahrt ertalate dann die Ueberreichung der vom Führer aller Schichten der Bevölkerung zu steigern. Sa ausae teilten Urtunben sowie der goldenen Nadeln erklärte der Präsident der Internationalen Handets- jjra an hie Betriebsführer und Betriebsob- kammer, der Amerikaner Watson, m feinen männer ^D?e Haltung der Belegschaft sowie der Ausführungen zum Berliner Kongreß Gewiß wird Betobstührer wurde ,n den Bekenntnifjen der er damit die Lefer und Hörer alle auf feiner Seite Betriebsobmänner zufammengefaßt, die haben. Aber ,eder Einsichtige we,h auch, wie bcrin Vielten baii es für alle Zeit nur einen schwer es fern wird, diese Ziele zu verwirklich n Willen gebe d"; Fahne und damit die Anerkennung Die Große der Gdj.mengfeiten roirb uns DoUig gintinnrillniialiftiicher Musterbetrieb" für immer klar, wenn wir sehen, rote geteilt vielfach auch selbst ','ue Kämpfe n u n d d a mit zu bewahren, die Meinungen der Wirstchaftler sind, tue auf dem ®ne anüä nbe Besichtigung beiber Werke Berliner Kongreß das Wort ergreifen obi es sich vermittelte dem Gauleiter die große Freude, daß es nun um Planwirtfchast, Wahrungs- oder Handels fi* in Leihen =önen um nationalsozialistische Be- fragen handelt. Wie roeit die Meinungen vielfach tobe handelt ®enen mit Recht die Anerkennung auseinanderklaffen, zeigten deutlich die Vortrage zuaelvrocken werden da? den Willen des Führers über die Rohstofffrage. Die Engländer, mm vetito erfüllt au haben U. vielfach auch die Amerikaner, vertreten ebenso rote bis zum letzten erfüllt zu y t,er Australier H eath in seinem Kongreßvortrag den Standpunkt des an Rohstoffen reichen Landes, des Besitzenden, der die Notwendigkeit nicht Don der Bedeutung dieses Erlebnisses tief ergriffen, hörten dann die versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen noch einmal jene Situation, wie sie vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus war, und alle empfanden in der erlebten Betriebsgemeinschaft, in der vorbildlichen, wechselwirkenden kameradschaftlichen Haltung zwischen , d e s Besitzenden, der die Notwendigkeit nicht einsieht, auch die anderen weniger begünstigten Länder an dem Rohstoffreichtum Mr Welt Anteil haben zu lassen. Die wohlhabenden Staaten leug- Inen vielfach ganz einfach die Schwierigkeiten des Zugangs zu den Rohstoffen und glauben mit viel schön klingenden Worten die weniger Bemittelten, die „Habenichtse", wie die amerikanische Karikatur sie nennt, vom Rohstoffreichtum der Welt I weiter fernhalten zu können. Es kann nicht wunder nehmen, daß die Darlegungen des deutschen Staatssekretärs Trendelenburg sich scharf von den I Ausführungen feines Vorredners abhoben. Tren- Idelenburg wandte sich mit Recht gegen eine Bagatellifierung der Kolonialfrage, «nachdem er ein Bild von den Vorteilen, die den I Kolonialmächten aus ihrem Besitz erwachsen, gezeichnet hatte. Die übrige Welt muß sich darüber im klaren sein, daß Deutschland, wie Ministerpräsi- Ident Göring bei Eröffnung der IHK. klar und I deutlich aus geführt hat, niemals auf die Kolonial frage verzichten kann und verzichten wird. Solange diese Frage und die Schulden- frage nicht bereinigt sind, wird auch die Weltwirtschaft nicht das gesunde Ausmaß erreichen, das allseitig angestrebt wjrd. Nach Erörterungen über die Preise und den Austausch der Rohstoffe über die Wiederherstellung des «internationalen Preissystems kam es am Mittwoch «zu einer ausgedehnten Debatte über das Wäh - Irungsthema, wobei der Vertreter Frankreichs, der über den Wiederaufbau eines internationalen I Währungsfystems sprechen wollte, seinen Vortrag । I zurückgezogen hatte, da die neuen währungspolitischen Vorgänge in Frankreich inzwischen eingetreten ♦ waren und der französische Delegierte wohl schlecht über einen Wiederaufbau der internationalen Währungen in diesem Augenblick sprechen konnte. Der Präsident des Verbandes Italienischer Aktiengesellschaften, Pirelli, betonte, daß zwar in der letzten Zeit die langfristige internationale Verschuldung sich gemildert habe, aber eine Wiederbelebung der internationalen Handelskredite und Kapitalbewegungen sei nur in beschränktem Maße festzustellen. Der Vizepräsident der Internationalen Handelskammer, Dr. O. Eh. Fi s ch e r, betonte, das Goldproblem sei nur ein Teilproblem des größeren, nämlich das der internationalen Schulden, die den internationalen Warenaustausch übermäßig durch Zahlung von, Zinsen und Amorti- I Rationen belasteten. Daher müsse das Problem der internationalen Schulden zunächst gelöst werden. Während der japanische Delegierte Kad o n o betonte, der Endzweck jeder Geldpolitik müsse auf einer Verhinderung von Veränderungen in der • Kaufkraft des Geldes gerichtet fein, sprach der eng- ’ |lische Delegierte D'Arcy Cooper über langfristige Anleihen im Welthandel. Er trat für die Wiederherstellung großzügiger internationaler Kreditgewährung ein und schlug vor, daß die Gläubi- tl|U„ ........... . . gerländer dem Deutschen Reich einen Goldkredit ein- Die Vrelle beurteilt die Lage wenig optimistisch, räumen sollten. Für den benutzten Teil des Kredites hom aber ^0^ auf eine9 friere Beilegung sei eine Zinsrate von etwa 3,5 v^H. zu bezah en h° ©AnffJHc hitrrh hie fofortiae Räumung der für den Nlchtbenutzten Teil nur 0,5 v. H. Derartige ^nleln Tokio ^Mahi ^Shimbun"^ (liberal) schreibst Anleihen müßten auch den anderen Ländern zugute daü in Deutsch l and und I t a l i e n der japa- kommen, die noch unter Devisenbeschränkungen zu nllcke Standpunkt gegenüber Moskau erfreulicher- leiden hatten und konnten weitgehend zu einer roeife voll gewürdigt würde. „Tokio Nichi politischen und wirtschaftlichen Verständigung bei- Nicht" (liberal, die größte Zeituna der Hauptstadt tragen. * mit E-^onAufL der ZwWeMlle Der W e l t h a n d e l selbst hat, wie das Institut voruberaehen zu taffen weil andernfalls Moskau für Konjunkturforschung in seinem neuesten Wochew ÄB Mnn g des Frie den s im bericht darlegt, fett^---ttte vorgtoJa res betohtttch »81. Jahrgang $reitag,2.Juli 195Z "IS Heimat im Bild Die Scholl. ■ WB M M HK raj M M M W/ MM || M JTI V W M B JF B M Anzeigen von 22 mm Monatr-Vezugspreis: ■■■■ HL< M B B W BBS II | B Breite 7 Rpf.. für Text. Mit 4 Beilagen RM. 1.95 W W ■ H BT H «K B B B X WWW HM W! B U B W B anzeigen von 70 mm Breite WM V/Ivgvuvl UIIJVIIJVI Wfftz General-Anzeiger für Oberhessen ZWZ richten: Anzeiger Gietzev 9V *7 I e behördliche Anzeigen 6Npf. granttutt am^main N68« vruck und Verlag: vrühl'sche UMversttat§-Yuch- und Ztemdruckerei R.Lange in Gietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulstrahe 7 Mengenabschlusse Staffel 8 sten Stand im dritten Vierteljahr 1932 bis zum ersten Vierteljahr 1937 ist er der Menge nach um 36 v. H., dem Wert nach um 63 v. S). gestiegen. Die Hauptursachen des stärkeren Welthandelsanstiegs sind einmal der starke Be r b r a u ch an Rohstoffen während der an den internationalen Rohstoffmärkten von Mitte 1936 bis April 1937 herrschenden Hochflut und zum anderen die vielfältigen s p e k u - lativen Vorratskäufe. Allerdings geht der größte Teil der vermehrten Welthapdelsumsätze auf einen echten Mehrbedarf der einzelnen Volkswirtschaften an ausländischen Gütern zurück. Dieser Mehrbedarf erklärt sich wiederum aus der Tatsache, daß sich seit dem Herbst 1936 auch in d e n Ländern ein Umschwung zum Besseren anbahnte, deren Außenhandel bis dahin noch immer nicht den Anschluß an den Welthandelsaufschwung gefunden hatte. Das waren einmal die Goldblocklän- d e r Frankreich, die Niederlande und die Schweiz, die durch die Ende September vorgenommene A b - wertung den Preissprung der übrigen Abwertungsländer auf dem Weltmarkt einholten, und zum anderen Italien, Tschechoslowakei und Lettland, die ebenfalls ihre Währungen im Herbst 1930 abwerteten. Seitdem stieg ebenfalls die Ausfuhr dieser Länder, so daß es ihnen wieder unmöglich war, ihre Einfuhr zu erleichtern. Für den Außenhandel Italiens spielte ferner die Aufhebung der Sanktionen des Völkerbundes Anfang Juli 1936 eine Rolle. Von nachhaltigerem Einfluß war jedoch, daß sich Mitte vorigen Jahres auch derAu^tauschvonFer- tigwaren zwischen den Industriestaaten schneller ausdehnte. Ferner hat der Welthandel in jüngster Zeit aus einer gewissen Lockerung mancher protektionistischen Schutzmaßnahmen (Zölle, Kontingente usw.), die in der Krise getroffen werden mußten, Nutzen ziehen können. In handelspolitischer Hinsicht brachten so z. B. die Verträge der Vereinigten Staaten mit einer Reihe anderer Länder über die gegenseitige Herabsetzung von Zöllen und Kontingenten einen gewissen Abbau von Handelshemmnissen. Dasselbe gilt für die Zollermäßigungen der GÄdblockländer, für die Beseitigung mancher Einfuhrbeschränkungen der Länder des sog. Oslo-Blocks (die skandinavischen Länder, Holland und Belgien, Luxembura). Auch die in vielen Ländern bestehende Devisenzwangswirtschaft hat in der letzten Zeit den Welthandel nicht mehr so stark beeinflußt wie bisher, da durch die vermehrte Ausfuhr der meisten Länder mehr Exportdevisen anfielen, so daß diese für Einfuhrzwecke vielfach reichlicher zugeteilt werden konnten. Es zeigt sich also hier, daß eine gewisse Regulierung des Welthandels aus der inneren Lage der Märkte selbst erfolgte. Oie Iutematiouale Handelskammer als Gast der Neichsregierung. Berlin, 1. Juli. (DNB.) Die Delegierten zum Kongreß der IHK. folgten einer Einladung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels zu einem Sommerfest der Reichsregierung auf der Pfaueninsel. An der Seite führender Persönlichkeiten aller Zweige des deutschen öffentlichen Lebens hatten die 1600 Wirtschaftsoertreter aus 40 Staaten der Erde Gelegenheit, in persönliche Fühlungnahme mit den deutschen Gastgebern zu kommen und in zwangloser Geselligkeit Stunden des Frohsinns und der Freude zu verleben. Gab die herrliche, längst unter Naturschutz stehende Insel mit ihren uralten Bäumen, ihren Wiesen und prächtigen Gartenanlagen dem Fest an sich schon einen Rahmen, wie er schöner nicht gedacht werden konnte, so hatte die Hand des Reichsbühnenbildners Prof. Benno von Ar ent noch ein übriges getan, um sie in ein schönes Kleid zu hüllen. Erlesene künstlerische Genüsse ließen den Teilnehmern die Zeit wie im Fluge vergehen. Die Kapellen Barnabas von Geczy, Oskar Johst und Jmanuel Rambour sorgten für die musikalische Unterhaltung. Das Ballett des Deutschen Opernhauses unter Leitung von Rudolf Kölling erfreute die Gäste mit tänzerischen Darbietungen. Ein Feuerwerk, das den begeisterten Beifall der Gäste fand, schloß sich an. Reichsminister Dr. Goebbels mühte sich, unterstützt von seiner Frau, um seine Gäste, mit denen er sich, von Tisch zu Tisch gehend, auf das angeregteste unterhielt. Wir wir hören, wiro nach einer Vereinbarung zwischen Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsleiter Dr. Ley der gesamte Aufbau und die gesamte Ausschmückung auch den Rahmen abgeben für die am Samstag beginnende große „Kd F." ° F e stw o ch e, die den Schaffenden Berlins, das zum Teil in geschlossenen Betrieben kommt, in reichem Maße Freude und Erholung bringen wird. Die Kasseler Ausstellung „Volk oh der Arbeit". Kassel, 1. Juli. (Lpd.) lieber die kurh essi- s ch e Leistungsschau „Volk an der Artz e i t", die vom Institut für deutsche Kultur und Wirtschaftspropaganda vom 24.9. bis 3.10. durchgeführt wird, hat Gauleiter und Staatsrat Wein- rich die Schirmherrschaft übernommen. Die große Leistungsschau, die in der Stadthalle zu Kassel durchgeführt wird, soll einen geschlossenen Rückblick geben über die gesamte kurhessische Wirtschaft und gleichzeitig die Gesichtspunkte Herausstellen, nach denen die Tätigkeit in der Wirtschaft gesichert und gefestigt werden kann. Neben einer durchgreifenden Wirts chaftswerbung für Handel, Handwerk und Industrie ist gleichzeitig an eine Verkaufslenkung gedacht. Diesem Zweck dienen vor allem die unter hervorragender Beteiligung des Reichsnährstandes angegliederten Lehrschauen. Schon heute liegen zahlreiche Meldungen aus allen Zweigen der Wirtschaft vor. Die Istömerberg-Festspiele in Frankfurt eröffnet. Die R ö m e r b e r g - F e st s p i e l e 1937 nahmen mit „Florian G e y e r", der Tragödie des Bauernkrieges von Gerhart Hauptmann, ihren Anfang. Nach einem Vorspruch, den Joachim Gottschalk vom Balkon des Römers aus hielt, eröffnete Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs mit einer Ansprache die diesjährigen Festspiele. Er begrüßte den Gauleiter und ' Reichsstatthalter Sprenger und die zahlreichen Ehrengäste aus dem In- und Auslande. Nach einer Würdigung der historischen Stätte des Römertzergs, dem m der deutschen Geschichte eine so hervorragende Rolle zukomme, und aus dem schon vor 600 Jahren die alten Mysterienspiele stattgefunden haben, dantte er allen Künstlern und besonders dem Generalintendanten Meißner, die durch ihr Schaffen in den vergangenen Jahren die Römerberg-Festspiele zum „Bayreuth der klassischen Kunst" erhoben hätten. Die Anerkennung dieser großen künstlerischen Leistungen habe ihn bewogen, den „Römerberg- Das Oreimächie-Währungsabkommen bleibt in Kraft. Neuyort, 1. Juli. (DNB.) Der amerikanische Finanzminister Morgenthau gab der Presse bekannt, daß das Dreimächte-Währungsabkommen trotz der Finanzkrise in Frankreich fortgesetzt werden würde. Er habe den französischen Finanzminister Bonnet von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Frankreich die Schwierigkeiten, denen es gegenwärtig gegenüber stehe, bald überwinden möge. Auch Großbritannien sei von dem Entschluß, das Dreimächtewährungsabkommen aufrechtzuerhalten, unterrichtet worden. Es wäre wahrscheinlich zu ernsten Devifenstörungen gekommen, wenn das Währungsabkommen nicht bestanden hätte. Im englischen Unterhaus erklärte Sir John S i - m o n, die französische Regierung habe ihm versichert, daß es auf währungspolitischem Gebiet eine möglichst enge Zusammenarbeit mit England und den Vereinigten Staaten fortzusetzen wünsche. Er habe darauf, in ähnlicher Weise wie der Finanzminister der Vereinigten Staaten, dem französischen Finanzminister mitgeteilt, daß Großbritannien auf eine Fortsetzung der engen Zusammenarbeit auf Grund des Dreimächte-Abkom- mens hoffe. „Ein seltsames Verspiel." Die französischen Abgeordneten beschließen Erhöhung ihrer Diäten. Paris, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) In dem Augenblick, da sich die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Finanzkrise in Frankreich richtet und die Regierung keinen anderen Ausweg aus ihren Nöten weiß, als eine neue Frankenabwertung vorzunehmen, geben die französischen Abgeordneten ein äußerst schlechtes Beispiel nationaler Disziplin, die sie ja vom Rednerpult aus dem einfachen Bürger gegenüber nicht hoch genug zu rühmen wissen. Während für den Staatshaushalt größte Sparsamkeit gefordert wird, um die Schuldenlast eindämmen zu können, sollen die Diäten der Abgeordneten erhöht werden. Man könnte fast annehmen, daß sich diese Volksvertreter in allererster Linie sich selbst einmal sichern wollen vor den Auswirkungen der Volksfrontpolittk, die schon in nächster Zukunft weitere Preisstei- gerungen herbeiführen wird. Bisher betragen die Diäten 5000 Franken im Monat; der Rech- nungsausschuß der Kammer hat beschlossen, sie um 600 Franken zu erhöhen. Der Senat allerdings hat sich geweigert, diesem „Beispiel" zu folgen und verweist darauf, daß alle neuen Ausgaben unvereinbar seien mit den Bemühungen zur Wieder- gesundung des Staatshaushaltes. Weshalb dem französischen Bauer der Treibstoff fehlt. Paris, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) In der Kammer schnitt der unabhängige Abgeordnete Barnot die Frage an, warum es dem Bauer heute fast unmöglich sei, sich mit dem für feine landwirtschaftlichen Maschinen notwendigen T r e i b ft o f f zu versorgen. Er habe sich sagen lassen, daß der Staat, der das Brennstoffmonopol in Händen habe, sehr wohl die Gründe kenne, die für die Verknappung der Treitzstoffvorräte zugunsten der Landesverteidigung maßgebend seien. Er glaube sogar hinzufügen zu können, daß ein Teil dieser Vorräte über bie spanische Grenze gegangen sei. Es sei anzunehmen, daß gewisse französische Minister Anweisungen erteilt hätten, Die es den Ausfuhrfirmen erlaubten, Brennstoff über die Grenze abzuschieben, ohneZollzuzah- l e n. Der Abgeordnete forderte eine Erklärung. Vincent Auriol beantwortete jedoch die Frage nicht, und der Kammerpräsident Herriot setzte die Aussprache über das Amnesttegefetz fort, ohne eine Beantwortung der Frage des Abgeordneten veranlaßt zu haben. Italien fordert tatsächliche Neutralität. Mailand, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der offiziöse Mailänder „Popolo d'Jtalia" erklärt, der französisch-englische Kontrollplan würde in seiner bisher vorliegenden Form ein einseitiges Angreifen in Spanien bedeuten. Spanien würde ein Anhängsel der Gruppe London—Paris mit moskowittfchem Einschlag werden, was in höherem europäischem Interesse unmöglich sei. Der Plan müsse in juristischer Beziehung als unsinnig und für die europäische Zusammenarbeit als hinter- hälttg bezeichnet werden. Die Polittk zugunsten der moskowitischen Freibeuter in Spanien werde das gleiche Schicksal haben, wie die Polittk, die seinerzeit halsstarrig zur Verteidigung der Sklavenhändler des Negus versucht worden sei. — Die Turiner „Gazetta del Popolo" erklärt, wenn Frankreich, Sowjetrußland und England von Anfang an die Nichteinmischung befolgt hätten, dann würde es jetzt weder ein Problem der Kontrolle, noch der Freiwilligen zu lösen geben. Das Schwergewicht lieae nicht bei der Ueberwachuna und der Frei- willigen^Frage, sondern in einer höheren Empfänglichkeit gegenüber der bolschewistischen Gefahr, die ihre vorwiegend finanziellen und wirtschaftlichen Experimente derzeit in Frankreich betreibe. Alle, auch England, müßten anfangen, eine tatsächliche Neutralitätspolitik zu betreiben, und zu allererst General Franco das Recht eines Kriegführenden einzuräumen. 3m Zeichen derAichteinmifchmlg 19 Millionen Franken für die spanischen Bolschewisten! Warschau, 1. Juli. (DNB.) Der berüchtigte französische Gewerkschaftsbonze I o u h a u x hat in einer vertraulichen Sitzung des zur Zeit in Warschau tagenden Generalrates dermarxiftischen Gewerkschaftsinternationale die bemerkenswerte Mitteilung gemacht, daß die Gewerk- fchaftsinternationale bis jetzt 19 Millionen französische Franken (!) den Valencia- Bolschewisten zur Verfügung gestellt habe. Davon seien 11 Millionen Franken allein von Frankreich aufgebracht worden. Die ftanzösische Sektion der Gewerkschastsinternationale habe auch nach der Nichteinmischungserklärung der frcmzösi- schen Regierung noch beträchtliche Munition- und Waffentransporte nach Valencia geschickt. Nach dem Bericht Jouhaux' stellte der französische Delegierte Citrine den Antrag, eine Aufforderung an die sowjetrussischen Gewerkschaften zu schicken, einen gemeinsamen Schritt der internationalen Gewerkschastsver- bände zugunsten der spanischen Bolschewisten vorzubereiten. — Obwohl die Vertreter der Schweiz, Polens und der baltischen Staaten gegen diesen Antrag Stellung nahmen, wurde er mit* einer Mehrheit von acht Stimmen angenommen. Weitere vier Milliarden für die Armee der Weltrevolution. Moskau, 1. Juli. (DNB.) Amtlich wird ein Beschluß des Zentralvollzugsausschusses und des „Rates der Volkskommissare" bekanntgegeben, der die Auflegung Der neuen Rüstungsanleihe verfügt. Die Anleihe wird in einer Höhe von 4 Milliarden Rubel und zu 4 v. H. Zinsen ausgegeben. Die Anleihe ist — wie alle Sowjetanleihen — dem Buchstaben nach „freiwillig". In Wahrheit wird aber dem Sowjetarbeiter zwangsweise ein bestimmter Satz seines Lohnes von vornherein für die Aüleihe abgezogen, so daß sie also alle Merkmale einer Zwangsanleihe aufweist. Man nimmt an, daß sie für die Fortführung der Heeresmotorisierung und sodann insbesondere zur Stärkung der Luftwaffe verwendet werden soll. Ring" zu stiften, den er jetzt — nach fünfiährigem Bestehen der Spiele — zum ersten Male Ellen D a u b und Robert Taube für ihre schauspielerischen Leistungen verleihe. Nach der Ehrung der beiden Künstler begann in der Dämmerung des Abends das Spiel, dem auch der Dichter Gerhart Hauptmann als Ehrengast beiwohnte. Die Römerberg-Festspiele — vom 1. Juli bis 31. August — bringen außer „Florian Geyer" in abwechselnder Folge „Faust" (erster Teil) von Goethe, „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" von Schiller und „König Heinrich IV." von Shakespeare. 1,6 Millionen Kreilichtspiel-Besucher. NSG. Das Spiel unter freiem Himmel hat in unseren Tagen ein vielfältiges Gesicht erhalten. Auf Waldbühnen, Marktplätzen und Freitreppen, vor Stadttoren und Rathäusern, in Burghöfen und Parkanlagen werden vielerorts im Deutschen Reich Spiele aufgeführt, Der Einwand, daß das Spiel unter freiem Himmel in Deutschland an der klimatischen Ungunst unseres Landes scheitern müßte, widerlegt das deutsche Freilichtspiel dadurch, daß es trotz mancherlei Unbill unseres Klimas von Jahr zu Jahr an Ausdehnung, Bedeutung und Zuschauern gewinnt. Die Ende des vorigen Jahrhunderts einsetzende Wiederbelebung des deutschen Freilichtspiels begann mit der Aufführung von Heimatspielen. Die weiter entstehenden Freilichtbühnen sahen ihren Sinn vornehmlich darin, das ernste und heitere Spiel aus der Enge des Bühnenhauses in die Natur hinauszutragen. Ihr Ehrgeiz und ihre Aufgaben waren es, sich einen ebenbürtigen Platz in der Reihe der Kunstinstitute zu erobern. Die Pionierarbeit dieser Bestrebungen darf nicht übersehen werden. Eine in die Breite des Volkes gehende Wirkung jedoch vermochten die vornehmlich aus ästhetischen Erwägungen spielenden Naturbühnen nicht zu erzielen. Die nach dem Kriege mancherorts entstandenen Freilichttheater trugen das Gesicht ihrer Zeit. Weltanschaulich zerrissen, mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfend, erreichten sie im Jahre 1927 eine von ungefähr 60 mit annähernd 70 000 Besuchern. Bis 1932 sank die Anzahl der Bühnen auf etwa 40 mit annähernd 500 000 Besuchern. Daß einige von den damals spielenden Bühnen bedeutsame Vorposten zum neuen Reiche waren, verdient nachdrücklich, bemerkt zu werden. Der Spielsommer 1933 erfaßte auf Anordnung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda alle Spiele unter freiem Himmel durch den „Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele". Eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen erfuhr staatliche Förderung. Alle wurden weltanschaulich aus- gerichtet, künstlerisch und propagandistisch betreut. Der Erfolg dieser Maßnahme ließ die Freilichtspielunternehmen 1935 und 1936 die Anzahl von 101 und 202 Veranstaltungen erreichen, mit einer Zuschauerzahl von 1,2 und 1,6 Millionen. Seit der Machtübernahme ist das Freilichtspiel eine lebendige Ausdrucksform neuen völkischen Daseins geworden. Die vorliegenden Ergebnisse beweisen, welch gewaltigen Auftrieb das Freilichtspiel im nationalsozialistischen Staate genommen hat. Es geht nicht darum, das Errungene zu erhalten, sondern weiter aufzubauen im Sinne praktischer nationalsozialistischer Kulturpolitik, die das Freilichtspiel als einen ihrer wesentlichsten Faktoren erkannt hat. Auftakt zum Internat. Filmkongreß Paris 1937. Bei einem Empfang, den der Präsident der Internationalen Filmkammer, Prof. Dr. L e h n i ch , in Paris gab, machte er einige Erklärungen über den Internationalen Filmkongreß, der in Varis vom 5. bis 10. Juli tagen wird. Erft feit dem Kongreß in Berlin 1935 werde eine umfassende Organisationsarbeit in dem internationalen Filmwesen durchgeführt. Präsident Lehnich hofft, auf diese Weise innerhalb der Filmkargmern der verschiedenen Länder zu einer Verständigung zwischen den nationalen Produktionen zu gelangen, die mit der Zeit durch eine weitere Ausdehnung und auch durch eine engere Fühlungnahme mit den Regierungskreisen der verschiedenen Länder zur Erhebung gewisser im Rahmen der internationalen Filmkammer gemeinsam gefaßter Beschlüsse zur Gesetzesform würden. Zum Schluß wies Präsident Lehnich auf den Wert der Gratisfilmvorführungen in den Kinos des Deutschen Hauses auf der Pariser Ausstellung hin, der besonders für die ausländischen Besucher nicht nur in einer Freude an dem unentgeltlichen Kinobesuch, sondern vor allem in einer Orientierung über das Filmschaffen im neuen Deutsch- l a nd bestehe, worin man in jeder Hinsicht ein günstiges Verständigungsmittel sehen könne. Der Prä- siedent gab bekannt, daß in Zukunft und für die S Dauer der Ausstellung in dem im Ausstel- gelänge gelegenen Großkino an jedem Freitagabend ein deutscher Film gezeigt werde. In dem kleinen Filmtheater werden Vorführungen deutscher Kulturfilme stattfinden. Die feierliche Eröffnung dieses Filmtheaters erfolgt mit einem Programm, das Die Vorführung einer deutschen Wochenschau, eine Ansprache von Reichskommissar R u p p e l, eine Begrüßungsrede von Präsident Lehnich und einen Werkfilm über den großen Olympiafilm vorsieht. Prof. Lehnich machte einige Angaben über den großen Olympiafilm, der Januar 1938 fertiggefteüt und in zwei abendfüllenden Abteilungen herausgebracht werden soll. Der Film wird eine Länge von rund 6000 Meter haben und nicht nur einen hervorragenden Einblick in sportliche Einzelleistungen während der Olympischen Spiele geben, sondern sich zu einer großen Ueberraschung für die Sportsleute und Sportliebhaber aller Welt gestalten. Auch bekannte deutsche Filmkünstler werden auf dem Kongreß vertreten sein, dessen offizielle Eröffnung an Bord des französischen Riesendampfers „Normandie" in Le Havre vorgenommen wird. Weihestunde in Quedlinburg. Wiederbeisetzung der Gebeine Heinrichs I. Quedlinburg, 1. Juli. (DNB.) In der Nacht vom 1. zum 2. Juli 1937 wurden in der Krypta des Domes, zu Quedlinburg die Gebe i n e H e i n r i ch s I., des ersten deutschen Königs feierlich wieder beigesetzt. Vor der Feier begab sich der Reichsführer SS. zu der alten Kapelle Heinrichs I., wo er einen Strauß aus Eichenzweigen niederlegte. Nach einem kurzen Gedenken begab sich der Reichsführer SS. zum Schloß- b e r g, an Deffe* .Ausgang mit den Sigrunen der SS. geschmückte schwarze Pylonen standen, deren brennende Feuer auf dem Schloßberg feierliche Stimmung verbreiteten. Bei Betreten des Domes erklang feierliches Orgelfpiel. Durch den Dom begab sich der Reichsführer SS. mit feinen Gästen in die durch Kerzen beleuchtete Heinrich-Gruft. Dort meldete SS.-Oberführer Dr. Höhne, daß die in wissenschaftlicher Forschung nachgewiesenen Gebeine Heinrichs I. zur Wiederbeisetzung in einen neuen zeitechten Sarkophag bereit ständen. Hierauf gedachte der Reichsführer SS. noch einmal in kurzen Worten der unsterblichen Verdienste des großen Sachsenherzogs, des ersten deutschen Königs, und gab dann den Befehl, die sterblichen Reste König Heinrichs zur letzten und endgültigen Ruhe beizu- letzen. Unter ergriffenem Schweigen der Anwesenden wurde in feierlicher Form die Einfargung vor- genommen und der Sarkophag geschlossen und versiegelt. Als Zeugen dieser geschichtlichen Stunde unterzeichneten alle Anwesenden die Wiederbeisetzungsurkunde. Als die Gruft geschlossen war, legte der Reichsführer SS. an der Ruhestätte König Heinrichs und feiner Gemahlin, der Königin Mathilde, Kränze nieder. Jubelnder Orgelklang beschloß die Feierstunde. Dem Reichsführer SS. wurde im prächtig geschmückten Bürgersaal des Rathauses der Ehrcnbürgerbrief der Stadt Quedlinburg durch Oberbürgermeister Selig überreicht. Der Oberbürgermeister würdigte die Verdienste des Reichsführers SS. um die Neuwerdung der deutschen Geschichte und um die unermüdliche Wahrung unseres Ahnenerbes. Der Reichsführer SS. dankte mit herzlichen Worten. Er betonte, daß das Wirken und die Taten der großen Deutschen der Vergangenheit nunmehr vom nationalsozialistischen Deutschland wieder lebendig gemacht und der Vergangenheit entrissen würden, und sprach weiter von Der geplanten Errichtung einer König-Heinrich-Stiftung, deren Aufgabe es fein werde, das Grab und die Krypta in ihren Schutz zu nehmen. Weiter soll alljährlich am 1. Juli die Vergatterung der Schloßwache und die Parolenausgabe durch die SS.-Junkerfchule vollzogen werden. SS. wird Dann am 2. Juli in Der Gruft Heinrichs I. Wache stehen, Dessen AnDenken Durch Die Niederlegung von Kränzen an diesem Tage besonders geehrt werden soll. Nach einem Rundgang durch Quedlinburg nahm der Reichsführer SS. am Abend des 1. Juli die Vergatterung der Schloßwache und die Paroleausgabe vor. Die Parole lautete für diesen. Tag: König Heinrich-Deutschland! Neichsparteitag 1937 vom 6. bis 13. September. Berlin, 1. Juli. (DBB.) Die Bationnifojia- listische Parieikorrespondenz meldet: Der diesjährige Reichsparteitag findet in der Zeit vom Rlontag, dem 6. September, bis einschließlich Montag, dem 13. September, statt. 3m Hinblick auf die erstmalige Durchführung der RS. -Kampfspiele ist die Dauer des Reichsparleilages gegenüber den früheren Reichsparteitagen um einen Tag verlange r t worden. Die Organisationsleitung des Reichsparteitages 1937 hat die Vorarbeiten inzwischen in vollem Umfange ausgenommen. Hochstapeleien eines katholischen Pfarrers. Bier Jahre Zuchthaus. Trier, 1. Juli. (DNB.) Der römisch-katholische Pfarrer Biehl, der als vollendeter Hochstapler entlarvt wurde und es verstanden hatte, Firmen, Banken und Privatpersonen in gemeinster Weise zu schädigen, wurde von der Großen Strafkammer in Trier z u vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Beweisaufnahme hat über drei Wochen Zeit beansprucht, nicht weniger als 100 Zeugen mußten vernommen werden. Der Angeklagte scheute sich nicht, das Vertrauen seiner Gerneinoe, die sich zum größten Teil aus kleinen Handwerkern und Kaufleuten zusammensetzte, schnöde auszubeu- ten. Als Kaplan schon begann er, sich eine feudale Achtzimmerwohnung und ein Auto zufammenzu- gaunern. Den Firmen, die bei den Jnstandsetzungs- arbeiten L Kirche beschäftigt waren, verweigerte er Die Bezahlung, um Das Geld für sich selbst zu verbrauchen. Die Rechnungen hatte er sogar umgefälscht, um höhere Beträge für sich herauszuholen. Mit schweren UrkunDenfälschungen erschlich er sich Bankkredite. Alleinstehenden Frauen und Mädchen nahm er Die letzten Ersparnisse ab. Oberstaatsanwalt Dr. Hofmann führte aus, daß schon im Jahre 1925 in Priesterkreisen Die Verfehlungen Biehls bekannt waren. 1929 mürbe Der Bischof von Trier persönlich von Dem Kirchen- vorstanD in Otzenhausen über die Verbrechen des Pfarrers unterrichtet. Der Bischof versprach Maßnahmen gegen den Pfarrer. Aber Biehl sind von keiner kirchlichen Seite auch nur Vorhaltungen einbarungen dar. * dient gemacht hat. * neuen Posten. * Der Chef des polnischen Generalstabes Stachie- wocz begab sich in Begleitung seines Vertreters des Generals Malinowski und anderer hoher polnischer Generalstabsoffiziere nach Bukarest. Bei einem geselligen Beisammensein nach der Eröffnung nahm Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs Gelegenheit, seiner Befriedigung über die hervorragende Ausgestaltung der Ausstellung Ausdruck zu geben. Besonders hob er hervor, daß die große französische Abteilung die Tatsache der großen Verbreitung des Freilichttheaters in Frankreich überzeugend erweise. Er sprach dem französischen Ausstellungskommissar RenLe Bruyez seinen herzlichen Dank aus und überreichte ihm zur bleibenden Erinnerung das Buch „Frankfurt a. M., die Stadt Goethes". Bruyez dankte herzlich für die Auszeichnung. run9, der Partei und der deutschen Wirtschaft teilnahmen, vermittelte den ausländischen Gästen einen starken Eindruck froher deutscher Geselligkeit. Bekenntnispfarrer wegen Kanzelhehe festgenommen. Kleine politische Nachrichten. Der F ü h r e r u n d Reichskanzler empfing den neuernannten Gesandten für Irland Dr. Eduard Hempel und den neuernannten Generalkonsul in Valparaiso Barandon zur Abmeldung auf ihre Eröffnung der Frankfurter Ausstellung „Das Theater im Freien". Eine Hebe des Reichskulturwalters Moraller. Llngarns Reichsverweser. Einräumung der Macht des nationalen Königtums. B u d a p e st, 1. Juli. (DRB.) Der Reichstag hat einstimmig bei Stimmenthaltung der Sozialdemokratischen Partei den vom Ministerpräsidenten Daranyi rorgelegten Gesetzentwurf über die Wahl und die Erweiterung der Machtbefugnisse des Reichsverwesers angenommen. Zu Beginn der Sitzung verließen die sozialdemokratischen Abgeordneten den Saal. Der Berichterstatter Angyan teilte dem Hause den Beschluß aller Fraktionen mit, das Gesetz ohne Aussprache anzunehmen. Diese Stellungnahme des Parlaments bringe die nationale Ein- he i t und das gemeinsame Gefühl der Nation in den großen entscheidenden Fragen zum Ausdruck. Gerade jltzt müsse in erhöhtem Maße an der Idee des nationalen Königtumes festgehalten werden. Ministerpräsident Daranyi brachte den Dank ler Regierung für die geschlossene Stellungnahme !es Hauses zum Ausdruck. Die Vorlage sei von »er Regierung, nicht auf Wunsch des Reichs- lerwesers, eingereicht worden. Der verstorbene Ministerpräsident G ö m b ö s habe noch im vorigen ^ahre das Reichsoerwesergesetz, die Reform des Oberhauses und die Einführung des geheimen Wahl- ?echtes vorgeschlagen. Die Oberhausreform werd-e im Herbst, und auch das geheime Wahlrecht werde noch in diesem Jahre in Angriff genommen werden. Zum Schluß gab der Ministerpräsident der tiefen Verehrung des ganzen ungarischen Volkes für den Reichsverweser, Admiral von Horthy, Ausdruck. Sämtliche Abgeordneten erhoben sich von ihren Plätzen und bereiteten dem Reichsverweser eine begeisterte Kundgebung. Durch das neue Reichsverwe- sir-Gesetz werden dem Reichsverweser staatsrechtlich lie Machtbefugnisse des nationalen ungarischen Kö- nigstumes eingeräumt. Er kann auch seinen Nachfolger ernennen, besitzt aber nicht das Oberpatronatsrecht des Königs über die Kirche und das Recht zur Verleihung von Adelstiteln. Wenn die Llrlaubszüge rollen... Erholung für uns, Mehrarbeit für die Eisenbahner. — Organisaiionskunst am bildlichen Fahrplan. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg kehrte von seinem Besuch beim Reichsverweser Admiral Horthy von dessen Landsitz in Kenderes wieder nach Budapest zurück. Zu Ehren des Generalfeldmarschalls veranstaltete der deutsche Gesandte von Erdmannsdorff einen Empfang. Die deutsch-schweizerischen Verhandlungen über die Regelung der Zahlungen im Waren-, Reise - und Kapitalverkehr ab 1. Juli 1937 haben zum Abschluß eines Abkommens geführt, das bis zum 30. Juni 1938 gilt. Das Abkommen stellt eine Anpassung an den gegenwärtigen Stand der wirtschaftlichen Beziehungen und eine Zusammenfassung der Bestimmungen des Verrechnungsabkommens und der verschiedenen Zusatzver- Reichsminister Franz S e l d t e sind zu seinem Geburtstage aus allen Teilen der Bevölkerung so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß es ihm unmöglich ist, jedem einzeln zu danken. Er bittet daher alle diejenigen, die seiner gedacht haben, auf diesem Wege seinen besten Dank entgegenzunehmen. * Reichserziehungsminister R u st erschien überraschend im Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim. Der Minister wohnte 3% Stunden in verschiedenen Klassen dem Unterricht bei und griff selbst unterrichtend ein. Neben wichtigen geschichtlichen Problemen betrafen die von ihm gewünschten Unterrichtsstoffe u. a. Rasse, Vererbung und Sterilisation. * Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Dr. Schlegelberger steht 40 Jahre im Dienste der deutschen Rechtspflege. Der Führer und Reichskanzler hat ihm als Zeichen seines Dankes und seiner Anerkennung sein Bild im Silberrahmen mit eigenhändiger Widmung überreichen kaffen. Reichsjustizminister Dr. Gurin er sprach dem Staatssekretär die herzlichsten Glückwünsche der Reichsjustizverwaltung aus. NSG. Im Hofe des früheren Karmeliterklosters in Frankfurt am Main wurde gestern die A u s - stellung „Theater im Freien" durch Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs eröffnet. Reichskulturwalter Moraller hielt eine grundlegende Rede über die deutschen Freilichtspiele. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs schilderte die Entstehung und Entwicklung der Freilichtspiele und konnte mit Stolz darauf Hinweisen, daß die Römerberg-Festspiele in Frankfurt, die mit dem gestrigen Tage eröffnet worden sind, neben den Reichsfestspielen in Heidelberg die hervorragendste Stelle einnehmen. Reichskulturwalter und Präsident des „Reichsbundes der deutschen Frei- licht- und Volksschauspiele", Moraller, führte aus, daß Frankfurt sich um das Freilichtspiel bedeutende Verdienste erworben und dem Theater im Freien eine Heimstätte gewährt habe. Die Ausstellung zeige, welche ungeheure Entwicklung das Freilichtspiel im nationalsozialistischen Deutschland genommen hat. Die Pionierarbeit, die schon in früherer Zeit für das Freilichtspiel geleitet wurde, habe die Erfolge nicht gehabt, weil die Voraussetzungen fehlten. Es verdiene einmal eindeutig herausgestellt zu werden, daß das deutsche Freilichtspiel niemals von dem jüdisch-liberalistischen Geist angeregt worden sei, sondern sich a us deutschem Wesen, aus echter deutscher Volkskunst entwickelt habe. In der freien Natur seien die ewigen Gesetze wirksam, und nur das Starke, Gewaltige und Echte habe dort Bestand. Es sei leichter, Kulissen zu vergewaltigen, als die Natur. Seinen stärksten Aus- Der Führer und Reichskanzler hat dem amtierenden Präsidenten der Internationalen Handelskammer, Dr. Hendryk Fente- ner van Vlissingen, sowie dem zu seinem Nachfolger gewählten Herrn Thomas John Watson das Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern verliehen. Die Auszeichnungen wurden den Genannten durch den Präsidenten des Reichsbankdirektoriums Dr. Schacht überreicht. Dem Generalsekretär der IHK., Herrn Pierre Vasseur, wurde als Geschenk der Reichsreaie- rung ein wertvoller Kunstgegenstand aus der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Berlin überreicht, ein Reiterstandbild Friedrichs des Großen, das nach Arbeiten des zeitgenössischen französischen Bildhauers Bardou entworfen ist. Ministerpräsident Generaloberst Göring und Frau Göring empfingen die Führer der Auslandsdelegationen des IX. Kongresses der Inter n a - ti analen Handelskammer mit ihren Damen im Charlottenburger Schloß. Der Empfang, an dem auch zahlreiche Mitglieder des Diplomatischen Korps, Vertreter der Reichsregie- Wenn in diesen Wochen Millionen Deutsche nach einem Jahr voll Arbeit über blinkende Schienenwege dem ersehnten Sommeraufenthalt entgegenrollen, dann gibt es eine große Gruppe von Hunderttausenden von Menschen, die selten oder nie Sommerurlaub bekommen, die fast nur im Winter einmal ausspannen können, ob sie das schätzen oder nicht: das sind unsere braven, zuverlässigen und pflichttreuen Eisenbahner. Sie stehen um eine Zeit, wo wir an Entspannung und Ferienglück denken dürfen, in doppelt schwerem und verantwortungsvollem Dienst. Manchen Sonntag, manche Feierstunde müssen sie opfern, um den gewaltigen Strom der Reiselustigen pünktlich und sicher an die tausend verschiedenen Ziele in allen Gegenden unseres schönen Vaterlandes zu geleiten und um den verzehnfachten, oft verhundertfachten Verkehr zu bewältigen. Wer glaubt, daß die Deutsche Reichsbahn für den Sommerreiseverkehr über einen wesentlich verstärkten Beamten- und Bediensteten-Apparat geböte, der wird ebenso erstaunt sein wie wir, als wir bei einem Gespräch mit einem Herrn in der Eisen- bahnabteilung des Reichsverkehrsministeriums horten, daß der ganze S o m m e r r e i s e v e r k e h r im wesentlichen von dem gleichen Beamtenkörper bewältigt wird, der im übrigen Jahr für die Aufgaben der Reichsbahn zur Verfügung steht. Die Anspannung aller Kräfte beginnt eigentlich mit dem Augenblick, wo der- Sommerfahrplan, zu seinem international festliegenden Termin, am 15. Mai herauskommt. Von diesem Zeitpunkt an beginnen die Sonderbesprechungen über die Maßnahmen der Reichsbahn für die Ferienzeit. Denn die Feriensonderzüae sind nicht etwa schon fester Bestandteil des Sommerfahrplanes. Sie werden in Zusammenarbeit mit Vertretern des Verkehrs, der Wirtschaft, der Industrie und der Bader, nicht zuletzt natürlich der Schulen, verabredet. Aber nicht allein um Sonderzüge geht es dabei, auch Vor- und Nachzüge zu den fahrplanmäßigen D-Zügen werden festgelegt und dabei alles, was überhaupt vorgesehen werden kann, genau im einzelnen bestimmt. Der Laie kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, was für eine Summe von Ueberlegungen und Arbeit in einem Fahr plan beschlossen ist. Berlin, 1. Juli. (DNB.) Heute wurde der Bekenntnispfarrer Martin Niemöller aus Ber- I lin-Dahlem von der Geheimen Staatspolizei fest- genommen und dem Richter vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erlassen Hut. Niemöller hat seit langer Zeit in Gottesdiensten und Vorträgen Hetzreden geführt, führende Persönlichkeiten des Staates und der Bewegung verunglimpft und unwahre Behauptungen über staatliche Maßnahmen verbreitet, um die Bevölkerung zu beunruhigen. Desgleichen hat er zur Auflehnung gegen staatliche Gesetze und Verordnungen aufgefordert. Seine Ausführungen gehörten zum ständigen Inhalt der deutschfeindlichen Presse. gesichert bekommt und gewöhnlich nicht umzusteigen braucht. Was nützt aber der schönste Fahrplan, wenn, wie der Referent lächelnd meint, die wenigsten Leute überhaupt einen Fahrplan lesen können! Auch hier hat die Reichsbahn weitgehendes Verständnis, obgleich ihre Geduld oft auf die härteste Probe gestellt wird. Sie gibt nicht nur häufig besondere Handzettel heraus, die den Sonderzug-Reisenden bei der Abfahrt in die Hand gedrückt werden und auf denen sie alle Einzelheiten über Fahrt und Anschlüsse, Ankunft, Aufenthalt usw. nachlesen können, nein, sie schult auch ihren gesamten Beamtenapparat vor dem Sommerbetrieb noch einmal gründlich durch, so daß jeder Beamte gegen alle Frage und Ansinnen gerüstet ist. Jeder Zugführer ist mit Taschenfahrplan und Kursbuch ausgerüstet; trotzdem kommt es vor, daß Reffende noch schlauer sind. Davon zeugen die täglich zu Hunderten einlaufenden Zuschriften mit freundlichen Ratschlägen, Anfragen und Vorhaltungen, aus denen die geduldige Reichsbahn alle Anregungen sorgfältig herausschält und sie — wenn es wirklich zweckmäßige Vorschläge sind — auch berücksichtigt. Aber gewöhnlich macht sich der Laie nicht die richtige Vorstellung von den Zusammenhängen und urteilt in den meisten Fällen subjektiv, also falsch! Er vertraue sich nur getrost der Reichsbahn an, sie sorgt selbst im dicksten Ferientrubel nach Menschenmöglichkeit dafür, daß er seine Anschlüsse nicht verpaßt und, so schnell wie es irgend geht, an das ersehnte Ziel kommt. Steigt er dann aus und atmet entzückt die herbe Luft der Berge oder den frischen Salzhauch der See, dann gedenke er ruhig auch mit stillem Dank der Männer, die hinter ihm Zurückbleiben in schwerer Pflicht und die dafür gesorgt haben, daß er aufatmend zu seiner Ehehälfte sagen kann: „Gottlob, es hat ja alles soweit ganz gut geklappt!" Dr. B u r e s c h. gemacht worden. Der Angeklagte hatte i m Beichtstuhl eine Frau anzuborgen versucht. Aus Verärgerung darüber, daß die Frau diese Pumpmanöver zurückwies, überging der Pfarrer sie bei der Kommunion und begründete dieses Verhalten dann zynisch damit, daß der Sohn dieser . Frau Nationalsozialist sei und sich Christentum und Nationalsozialismus nicht vertrügen. Der als Zeuge vernommene Generalvikar mußte nach anfänglichem Bestreiten unter Eid zugeben, daß er aus den Akten Biehls alle Schriftstücke aussortiert habe, die den Pfarrer belasteten. In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende darauf hin, daß viele Zeugen es nicht mit ihren religiösen Pflichten vereinbaren zu können glaubten, gegen einen Geistlichen auszusagen, auch wenn dieser ein noch so gemeiner Verbrecher sei. Wenn man weiter bedenke, daß die kirchlichen Behörden in geradezu unverantwortlicher Weise die Straftaten des Angeklagten vertuschen wollten und die Personalakten des Angeklagten offensichtlich nicht vollständig seien, dann sei die Annahme des Gerichtes begründet, daß die Hauptoerhandlung nicht einmal alle Straftaten erfaßt habe, die der Angeklagte tatsächlich beging. Anstatt die Wahrheit zu erforschen, seien die kirchlichen Behörden ängstlich bemüht gewesen, alles geheim zu halten, was den geistlichen Stand in Anbetracht der verbrecherischen Handlungsweise des Pfarrers Biehl hätte schaden können. Wie ist es überhaupt möglich, nachträglich in einen fertigen Fahrplan von der Kompliziertheit und Reichhaltigkeit unseres gewöhnlichen Sommerfahrplanes noch immer neue Züge zu ganz verschiedenen Tageszeiten einzuschieben? Das Wunder wird verständlich, wenn uns der Referent den bildlichen Fahrplan vorlegt, ohne den kein Sonderzug verabredet und festgesetzt wird. Da sieht man zunächst ein wirres Durcheinander von Linien, Quadraten, Ueber- schneidungen und Zeichen. Aber unter den erklärenden Worten des Fachmannes entsteht plötzlich ein deutliches Bild von Strecken und Fahrzeiten. Jeder Zug hat seine Linie; seine Haltezeiten und Ueber- holungspunkte sind genau eingezeichnet. Man sieht ganze Bündel von D-Zügen zu verkehrsreichen Tageszeiten — etwa morgens und abends — losschießen, wie schwarze Blitze fahren sie als dicke Striche schräg durch den Bildplan. Ueber diese Pläne gebeugt, klügeln Beamte Tag und Nacht herum, ziehen Striche, kalkulieren, rechnen, planen, bis die Sonderzüge, die Vorzüge und Nachzüge eingezeichnet sind. Für jeden Tag wird ein Extra- Fahrplan aufgestellt, und liegt er fest, dann bekommt jeder Streckenbeamte Anweisung, ihn am Morgen des Tages, an dem er fährt, auf eine Tafel im Amtsraum seines Dienstgebäudes aufzuzeichnen, damit er immer daran erinnert wird und rechtzeitig daran denkt, die Strecke freizumachen, Zeichen zu geben usw. Weshalb legt nun die Reichsbahn die Sonder- z ü g e ein, mit bepen man bekanntlich bedeutend billiger reisen kann als selbst mit Ferienrückfahrkarte, denn die Ferienkarte ist um 20 v. H. ermäßigt, während der Sonderzug die Reffe um 40 v. H.^verbilligt, nach Ostpreußen sogar um 60 v. H. Die Sonderzuge dienen vorzüglich der Entlastung, sie müssen helfen, den ungeheuren Ansturm zu Ferienbeginn, der ohnehin alle Züge bis zum Brechen füllt, zu verteilen. Deshalb fahren sie auch niemals gleich am ersten oder zweiten Ferientag, sie fangen einen Teil des Stromes ab, und befördern ihn, wenn der erste Stoß vorüber ist. Trotzdem ist das Interesse für die Sonderzüge immer groß, denn sie haben neben der Verbilligung für den Reisenden den Vorteil, daß er den Platz zu- trieb konnte das Freilichtspiel erst erhalten nach der nationalsozialistischen Revolution, die die besten Grundlagen für die Erfüllung der Aufgaben geschaffen hat. Ganz besonders wandte sich der Reichskulturwalter an die Dichter, denen er zurief, sie sollten draußen den Raum mit ihrem Werk erfüllen. Die Arbeit sei zwar nicht leicht, aber es lohne sich, eine solche Ausgabe in Angriff zu nehmen und hier Pionierarbeit zu leisten. Wenn es gelänge, in den Freilichtspielen die Menschen seelisch so zu erfassen und zu packen, daß sie auch einmal einen Wolkenbruch mit in Kauf nehmen, sei das letzte Ziel erreicht. Ein Musikstück leitete über zu einer Führung durch Professor N i e ß e n von der Universität Köln, der sich um den Aufbau der Ausstellung sehr ver- Aus aller Wett. Umvetterschäden in Bayern. Ueber viele Gegenden in Bayern sind schwere Gewitter niedergegangen, die durch Hagelschlag und zündende Blitze großen Schaden verursacht haben. So wurden in der Hallertau die Hopfengärten in verheerender Weise verhagelt. Von den 10 000 Stöcken wurden schätzungsweise über 90 v. H. vollständig vernichtet. In Unter- und Oberappersdorf wurden die Hopfen- und die Getreideernte bis zu 50 v. H. verwüstet. Ein sehr schweres Gewitter ging im Gebiet des Vorderen Waldes und des unteren Isa- und Rottales sowie im Donaugebiet um Straubing nieder. Bei Arnstorf dauerte das Unwetter fast drei Stunden und richtete an den Fluren großen Schaden an. Die Rößlwirtin aus St. Wolfgang mit dem Aulo verunglückt. Die Besitzerin des Gasthofes „Zum Weißen R ö ß l" in St. Wolfgang am Wolfgang-See, Frau Petter, wurde das Opfer eines Kraftwagenunfalls. Ihr Kraftwagen schlug, als er einer Gruppe von Radfahrern ausweichen wollte, um, und Frau Petter wurde schwer verletzt. Auch ihr Mann erlitt nicht unerhebliche Verletzungen. Zwei Todesopfer eines Unlounglücks in der Rhön. An der Sinnbrücke in Wildflecken (Rhön) ereignete sich ein schweres Autounglück. Ein Kraftwagen geriet beim Ausweichen vor einem Omnibus ins Schleudern, riß einige meterhohe Randsteine weg und kam dann an ber in der Kurve liegenden Brücke zum Sturz. Ein Insasse war sofort tot, ein weiterer sta r b auf dem Transport ins Krankenhaus. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Großfeuer in einer Kasseler Iulespinnerei. In der Jutespinnerei und Weberei Kassel im Stadtteil Rothenditmold wurde im großen Lagerschuppen, in dem 1600 Ballen Jute lagerten, Feuer entdeckt. Erst nach mehrstündiger Arbeit gelang es, eine Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Es dürsten sämtliche 1600 Ballen Jute durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen sein. Bei den Löscharbeiten erlitten einige Personen Rauchvergiftungen; sie befinden sich jedoch außer Gefahr. Die Brandursache ist noch nicht festgestellt. Wetterbericht des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Durch den Abbau eines Hochdruckwirbels über dem Festland und die Nordwärts-Derlagerung der Wirbeltätigkeit hat sich zur Zeit die schlechte Witterung fortgesetzt. Sie wird mit starker Wärmezunahme verbunden sein, so daß sich sehr bald wieder erneut und in verstärktem Maße der Einfluß von Tiesdruckstörungen einstellen wird. Aussichten für Samstag: Zunächst vielfach heiter sowie warm und schwül, dann von Süd- westen her Einsetzen der Störungstätigkeit gewittriger Natur, Winde meist um Süd. Lufttemperaturen am 1. Juli: mittags 17,3 Grad, am 1. Juli: abends 16,6 Grad, am 2. Juli: morgens 14,1 Grad, Maximum 20,3 Grad, Minimum 12,4 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juli: abends 18,2 Grad, am 2. Juli: morgens 16,4 Grad, Niederschläge 12,4 mm, Sonnenscheindauer 0,7 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein (beurlaubt). Vertreter: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 37: 9326. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. A Gt 1<5WcA,-sö-eütpt VäddinqpMJfaeh! Wirtschaft. * Buderus übernimmt den Preußag- Grubenbesitz im Lahn-Dill-Gebiet. Die Preußische Bergwerks- und Hütten-AG., Berlin, hat den zur Bergwerksinspektion Dillenburg gehörenden Grubenbesitz im Lahn-Dill-Gebiet mit Wirkung vom 1. Juli 1937 an die Buderusschen Eisenwerke AG., Wetzlar, verkauft, die schon seit Jahren den größten Teil der Förderung aus diesem Bezirk verhüttet hat. Die gesamte Gefolgschaft wird von Buderus übernommen. * Hessische Landes-Hypothekenbank, Darmstadt. Die Hessische Üandes-Hypotheken- bank, Darmstadt, gibt bekannt, daß sie die bei der Endabfindung der Inhaber von Pfandbriefen alter Währung ausgegebenen Gutscheine mit je 2.— RM. je Gutschein über 100 GM. in bar eingelöst. Ferner teilt das Institut mit, daß es zum 1. Oktober 1937 die Restausschüttung der Teilungsmasse für die Kommunal-Schuldverschreibungen alter Währung in Höhe von 3,5 v. H. des Goldmarkbetrages dieser Schuldverschreibungen vornimmt. Die Gesamtaufwertung der Kommunal-Schuldverschreibungen alter Währung erhöht sich damit auf 18,5 v. H. des Gold- mnrkbetraaes. Der Stand der Teilungsmasse für die Kommunal-Schuldverschreibungen alter Währung wird zum 30. Juni 1937 mit 1,61 Mill. RM. aus- gewiesen. Teilnahmeberechtigt sind 53,55 Mill. GM. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse fester. Frankfurt a. M., 1. Juli. Die Börse war vorwiegend fester gestimmt, doch lag das Hauptinteresse der Kundschaft am Rentenmarkt, an dem der Zinstermin größere Anlagekäufe auslöste. Das Geschäft war in verschiedenen Werten lebhaft, besonders in der Kommunalen Umschuldungsanleihe, die mit unverändert 94,05 einsetzte und im Verlause bis auf 94,20 anzog. Lebhafter waren auch im Freiverkehr gehandelte 5 v. H. Industrie-Obligationen bei 0,25 v. H. höheren Kursen, außerdem stiegen Wiederaufbauzuschläge auf 79,40 (79,13). Reichs- altbesitzanleihe 126 (125,90) bei ruhigeren Umsätzen. Am Kassarentenmarkt hielt vor allem für Gold- pfandbriefe Nachfrage vor. Der Aktienmarkt lag demgegenüber verhältnismäßig ruhig, da größere Aufträge nicht vorlagen und die Unternehmungslust aus der Börse heraus nicht sehr groß war. Die in Frankreich beschlossene Aufgabe des Goldstandards sprach hierbei mit, zumal sie hinsichtlich der internationalen Beziehungen noch gewisse Unsicherheitsfaktoren enthält. Im allgemeinen blieb das Kursniveau gut behauptet. Größere Besserungen als 0,25 bis 0,75 v. H. zeigten Felten mit 137,75 (135,75), Hanf werke Füssen mit 122,50 (119,50), Aschaffenburger Zellstoff mit 144 (141,75) und Scheide anstatt mit 263 (262). Montan- und Maschinenwerte lagen meist 0,13 bis 0,25 v. H. höher. IG. Farben mit 165,13 nicht ganz behauptet, ebenso Deutsche Erdöl mit 155,50 (156) und Lah- meyer mit 123,50 (124,25). Im Verlaufe war das Geschäft sowohl am Aktien- wie am Rentenmarkt ruhig. Von Renten lagen Kommunal-Umschuldung mit 94,10 bis 94,15 nicht ganz behauptet. Weiter erhöht Reichsaltbesitz mit 126,25 nach 126. Von Industrie-Obligationen erhöhten sich 1951er Verein. Stahl auf 99,90 (99), 5 v. H. Hoesch unverändert 102,50. Don Goldpfand- briefen gewannen Preuß. Landespfandbriefanstalt Berlin 0,25 v. H., do. KO. ebenfalls 0,25 v. H., die übrigen blieben unverändert bei lebhaften Umsätzen. Liquidationspfandbriefe zumeist unverändert. Stadtanleihen zogen teilweise 0,25 v. H. an. Der Aktienmarkt brachte in der zweiten Börsenstunde meist leichte Rückgänge von etwa 0,13 bis 0,40 v. H., etwas erholt Deutsche Erdöl auf 155,75 nach 155,50. Von erst später notierten Werten büßten Berger Tiefbau bei kleinem Umsatz 1,75 v. H. ein auf 137,75, auch Rheinstahl mit 152,75 (153,13) nur knapp gehalten. Das Geschäft im Freiverkehr war still bei unveränderten Kursen. Adlerwerke Kleyer 115, Wayß & Freytag 150, VDM. 170, Growag ex Dio. 92 (95). — Tagesgeld etwas leichter und 2,75 (3) o.H. Abendbürfe: Renten freundlich. Auch an der Abendbörse erhielt sich weitere Nachfrage nach Renten bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen, besonders für Kommunal-Umschuldung mit 94,20 bis 94,25 nach 94,10 und für Reichsaltbesitz in Anlehnung an Berlin mit 126,50 (126,25). Dekosama Neubesitz uno. 55,25, 5,50 v. H. Franks. Pfandbrief-Liquid, unv. 100,80, Reichsbahn-Vor- zuasaktien uno. 126,50. Aktien waren vernachlässigt und uneinheitlich, meist aber etwas leichter. Heber den Durchschnitt von 0,25 bis 0,50 hinaus gedrückt waren Mansfelder mit 151 (153), Rheinmetall mit 149,50 (150,65), Bemberg mit 139,25 (140), Holzmann mit 147 (147,75), Hapag mit 19,25 (19,90). Andererseits waren Conti Gummi 1 v. H. fester mit 189, Hanfwerke Füssen 0,50 v. H. mit 123, und Feinmech. Jetter 0,75 v. H. mit 103. Maschinen- und Elektro-, sowie die meisten Montanaktien lagen behauptet. IG. Farben 164,75 (164,90). Schwächer waren Otavi Minen mit 32 nach 32,40. Jranffwter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 1. Juli. Auftrieb: Rinder 964 (gegen 942 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 139 (116) Ochsen, 150 (165) Bullen, 534 (481) Kühe, 141 (180) Färsen. Kälber 102tz (466), Hämmel und Schafe 52 (37), Schweine 196 (68). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44 bis 45 (43 bis 45), b) 41 (39 bis 41), c) 36 (35 bis 36), d) 29 (—). Bullen a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 38 bis 39 (37 bis 39), c) 34 (34). Kühe a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 36 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33 (27 bis 33), d) 20 bis 25 (16 bis 25). Färsen a) 43 bis 44 (42 bis 44), b) 40 (38 bis 40), c) 33 bis 35 (35). Kälber andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 53 bis 59 (53 bis 59), c) 42 bis 50 (41 bis 50), d) 33 bis 40 (30 bis 40). Hämmel und Schafe nicht notiert. Schweine a) 54 (54), bl) 54 (54), b2) 54 (54), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 54 (54), g2) 52 (52). Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 1. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 523 Ferkel aufgetrieben. Bei schleppendem Handel verblieb Ueberstand. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere bis 9 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 9 bis 12 D^ark, 8 bis 10 Wochen alte 12 bis 15 Mark und 10 bis 12 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 4 8 5: Ursprungszeugnisse im Verkehr mit Guatemala. — 4 8 6: Abschluß eines neuen Abkommens über den Warenverkehr mit Niederländisch-Jndien. — 4 8 7 -Postsendungen nach der Türkei. — 4 8 8: 2. Bekanntmachung der Ueber- wachungsstelle für Papier vom 29. Juni 1937, betreffend Lieferungspflichtrahmen für Papierspäne und Altpapier. — 4 8 9 : Anordnungen BG 15 der Ueberwachungsstelle für Baumwollgarne und -ge- roebe vom 29. Juni 1937. Olympia-Siegerin Tilly Fleischer heiratet. F r a n k f u r t, 1. Juli. (LPD.) Die deutsche Olympiasiegerin im Speerwerfen, Tilly Fleischer, von der Frankfurter Sportgemeinde „Eintracht", Frankfurts erfolgreichste Sportlerin, die außer ihrer Spezialübung, dem Speerwurf, sich ebenso erfolgreich im Kugelstoßen, Diskuswerfen, in der 4X100-Meter- Staffel und als Mitglied der vielfachen Meister- Handballelf der „Eintracht" betätigte, wird am Sonntag heiraten. In der Frankfurter Peterskirche wird sie mit Dr. Heuser, einem Dereinskamera- den von der Tennisabteilung, den Bund fürs Leben schließen. Kunst und Wissenschaft. Rosbaud wird Generalmusikdirektor in Münster. Die Stadt Münster i. W. hat den bisherigen musikalischen Leiter des Reichssenders Frankfurt und Dirigenten der Frankfurter Sonntagskonzerte, Hans R o s b a u d , mit dem Beginn der kommenden Wintersaison als Generalmusikdirektor zum Nachfolger von Eugen P a p st berufen. Rosbauü^ der vor seiner Frankfurter Tätigkeit die Städtische.Musikhochschule in Mainz leitete, ist seit Jahren ein gesuchter Gastdirigent. So dirigierte er wiederholt mit starkem Erfolg in der Berliner Philharmonie. Auch im Ausland (Schweiz, Italien und Polen) festigte er seinen Ruf als ausgezeichneter Orchesterleiter. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß! Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittags börse Schluß- fürs Schluß!. Abendbörse Schluß- lurs Schlußk. Mittag- börse _ Datum 30-6 1.7. 30-6. 1.7. Darum 30 6 17. 30.6. 1 7. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4/2% Deutsche Reichsschahanwei« fungen von 1935 ............ 4Yi% Deutsche Reichsschatzanwei- fungen von 1935, II. ftolge ... 47t% Deutsche Reichsschatzanwet- sungen von 1936, III. Folge .. 57i% Doung-Anleihe von 1930 .. 472% Hessische Volksstaat von 1929 47i% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 47i% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesih.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 47i% Hess. Landesbk. Darmstadl Goldpfe. R. 12.............. 57z% Hess. Landes-Hyp.°Banl Liqu. Goldpfe............... 41/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 47i% Preuß. Gold-Komm. R. 20 472% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4%% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 47i% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 57i% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 6yz% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs ü.G. für Verkehrswesen .... 67i Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 Reichsbank................12 Berliner Handelsgesellschaft . 67i Commerz- und Privat-Bank... 5 Deutsche Diskonto............6 Dresdner Bank..............4 101,7 98,9 99,4 99 99,75 100,75 99,25 125,9 99,5 101 99 97,9 133,4 99,5 98,25 100,85 101,25 110,75. 124,5 19,5 20,5 126,13 211 130 113,25 118 105 102,05 98,75 99,5 99 100,5 99,5 126,5 99,5 100,75 99,25 98,25 97,9 133,5 99,5 98,25 100,85 101,13 110,75 124,5 19,25 20,5 126,25 211 130 113,4 118,25 105 Deviser 101,75 98,9 99,4 99 104,5 100,65 99,25 126 99,5 99 98 133,75 99,5 101,13 110,9 124,25 47 19,5 20,4 126,25 211,75 129,5 113,25 118 105 imorft 101,75 98,75 99,5 99 105 100,65 99,4 126,65 99,25 98,25 133,5 99,5 101,13 124,13 47 19,4 20,25 126,4 211 130,5 113,4 118,25 105 Berlin Accumulatoren-Fabrik.......14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................O Belula.....................8 Buderus Eisen............... 5 Gement Heidelberg........... 7 Gement Karlstadt............6 Gonti Gummi.............. 12 Daimler Motoren.......... 67t Dessauer Gas...............4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Eleltrische Lieferungen........6 Eleltrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 7 Th. Goldschmidt.............6 Gritzner Maschinen...........O Harpener.................8 7z Hoesch Eisen...............3% Philipp Holzmann........... 8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 4 Klöcknerwerke .............4 7z Kvlswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer..................6 Mainkraft................... 4 Mannesmann.............47z Mansfelder Bergbau......... 7 Metallgesellschaft............. 6 Orenstein & Koppel..........O Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ...............7 Salzdetfurth Kali............6 Schuckert & Go............... 7 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske........... 9 Süddeutsche Zucker.......... 10 Vereinigte Stahlwerke......47z Westdeutsche Kaufhof.........O Westeregeln Alkali............4 Zellstoff Waldhos............6 Otavi Minen...... 0,6 — Frankfurt a. M. 232 141,75 140,25 164 126,5 155,5 172 188,5 137,5 156 262 165,25 136 152 165,25 135,75 150 149,75 52,9 174 125,13 147,75 141,5 121,25 137,5 124,25 99 123,25 151,5 152,9 138 153,13 133 148 160 170 216 120 59,25 121 158,5 32,13 144,25 139,25 164 126,75 155,75 172 189 138 155,25 263 164,25 135,75 152,25 164,75 137,75 150 149,25 52,9 173 125 147 141,75 121 123,5 99 122,5 151 152,5 234 138 152,75 133,65 148 170 215 207,25 119,75 59,13 121 159,25 32 232 143 140 164,5 126,25 188,75 137,65 119,9 156,25 165,25 135,9 151,5 165,13 135,5 150 150 53,25 174,25 124,75 148 175,65 121,5 137,5 156,13 124 123,13 152 152,5 108,5 234 138 153,4 132,75 147,75 160 170,5 99,75 216,5 206 119,9 59,4 121,5 158,5 32 234 144,5 139,75 164,5 127 189 138 120,75 155,75 164 135,25 152,5 165,13 138 150,25 148,75 53,25 173,25 125 147,25 172,5 141,5 121,5 137,25 158 124 122,13 153 108,9 234 137,5 152,75 132,5 148,65 170,1c 100 215,5 119,75 59,25 122 159 32,25 30 Juni I.Juli 30 Juni I.Juli Amtliche Notierung Geld | Briei Amtliche Notierung Geld | Brie> Amtliche Notierung Geld | Brie^ AmlUche Nenerun Geld | Brie Buenos Arres............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Polen.................... Kopenhagen............... Danzig................... London................... Helsingfors................ Paris.................... Holland.................. Italien................... 0,755 42,05 0,165 47,10 54,94 47,10 12,305 5,44 136,91 13.09 0,759 42,13 0,167 47,20 55,04 47,20 12,335 5,45 137,19 13.11 0,755 42,02 0,165 47,10 55,05 47,10 12,33 5,455 137,06 13,09 0,759 42,10 0,167 47,20 55,17 47,20 12,36 5,465 137,34 13,11 Japan.................... Jugoslawien.............. Oslo..................... Wien..................... Lissabon.................. Stockholm................ Schweiz.................. Spanien.................. Prag..................... Budapest................. Neuyork.................. 0,715 5,694 61,84 48,95 11,175 63,44 57,03 16,98 8,671 1.496 0,717 5,706 61,96 49,05 11 195 63,56 57,15 17,02 8,689 7.500 0,716 5,694 61 97 48,95 11,195 63,57 57,04 16,9b 8,671 2,496 0,718 5,706 62,09 49,05 11,215 63,69 57,16 17,02 8,689 2,500 4453 D 4452 D platz 03260 Fremdenziininer mit u. ohne Pension jederzeit „Gambrinus". Wetzfteingafse, Am Linden- Vie Beerdigung findet Samstag, den 3. Juli, 15% Uhr, vom Sterbehaus Hügelstrafee 15 aus statt. Für die vielen beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlfaenen. insbesondere Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte am Grabe, der Krankenpflegerin für die liebevolle Pflege, den Alterskameraden, sowie für die vielen Kranz- u. Blumenspenden sagen wir allen auf diesem Wege unsem innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Joh. Friedr. Werner, Oberschaffner 1. R. Wieseck, den 2. Juli 1937 In tiefer Trauer: Friedrich Lenz IL, Weißbindermeister und Kinder Otto Weigel und Frau. Klein-Linden, den 1. Juli 1937. Meine liebe Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Lenz, geb. Luh durfte heute nach schwerem Leiden im Alter von 52 Jahren im Glauben an ihren Erlöser in die Ewigkeit eingehen. mit Heizung, Lonystraße 20 I, Ecke Bleichstraße zum 1 .Oktobr. zu vermiet.Monatl. Miete Mk. 100.-. Näh.: A. Becker, Keplerstr. 9 »teaD Guttnöbl. Zimmer evtl.nnt Pension, für sofort oder später zuverrnie- ten.Frankfurter Str. 34 v. 1142V 7-Zimmer- Wohnung Badezirnrn.,Heizung u. Garage, Blsrnarckstr.441, zum 1. Oktober zu vermiet. Näh. A^8ecker,Kevler- straße9,Tel.3804 s Mietgesuche | 3-3lnnuer- MlWllg mit Bad für l.Oktob. gesucht. Sehr. Angeb. u. 03283 a. d.G.A. Aeltere alleinst. Frau sucht 1 Zimmer mit Wohnküche. Schr. Angeb. u. 4450V a.d.G.A. Nachlässe von - bi- 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholien Aus. nahmen einer Anzerg» Tüchtige Wuer gesucht. 03286 C. Klingelmeyer Ludwigstraße57. 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