Nr. 203 Erstes Matt 187. Zahrgang Mittwoch, 1. September 1037 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezugspreir: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen poftschecktonto: Sronlfurt am Main 11686 GiesMer Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Stehen. 8chrtstleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Das Programm des Reichsparieitages. Oie Folge der Veranstaltungen in Nürnberg vom 6. bis 13. September. Berlin, 31 Aug. (DNB.) Die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz" veröffentlicht das folgende Programm des diesjährigen Reichsparteitages. Montag, den 6. September. 15.30 Uhr: Empfang der Preffe im Kulturvereinshaus durch den Reichspreffechef der NSDAP.. Dr Dietrich. 16 Uhr: Eintreffen des Führers. 17.30—18 Uhr: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs. 18 Uhr: Empfang des Führers und Reichskanzlers in Anwesenheit der Vertreter der NSDAP und der Reichs- und Staatsbehörden im Großen Rathaussaal. 19.30 Uhr: Im Opernhaus Festaufführung „Die Meistersinger von Nürnberg". Dienstag, den 7. September. 9.30 Uhr: Vorbeimarsch der HI.-Bannfahnen vor dem Führer am Deutschen Hof 11 Uhr: Feierliche Eröffnung des Parteikongresses der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der LuitpoldHalle. 16 Uhr: Eröffnung der A u s st e l l u n g „Nürnberg, die deutsche Stad 1". — Von der Stadt der Reichstage zur Stadt der Reichsparteitage. — Im Germanischen Museum, Kornmarkt 1. 16 Uhr- Tagung des Fachamtes NSBO und des Hauptamtes „Handel und Handwerk" im Großen Rathaussaal. 16 Uhr: Beginn des „Kr a f t - d u r ch-Freude"° Volksfestes am Valznerweiher in der KdF -Stadt. (Das KdF.-Volksfest findet bis Samstag, den 11. September, täglich von 16 Uhr statt.). 20 Uhr Kulturtagung im Opernhaus. Mittwoch, den 8. September. 10 Uhr: Appell des Reichsarbeits- d i e n st e s auf der Zeppelinwiese 13.30 Uhr: Abrücken zum Marsch durch die Stadt. 16 Uhr: HJ-Führertagung im Großen Rathaussaal 18 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses 20—21.30 Uhr: Stand ko nzert am Adols-Hitler-Platz, ausqeführt von dem Musikkorps der 1. und 2 Marineunteroffizier-Lehrabteilung. Donnerstag, den 9. September. 8 Uhr: Tagung des Amtes für Kommunalpolitik in der Kongreßhalle. 10 Uhr: Eröffnung der NS.-Kampfspiel e und Grundsteinlegung des neuen Stadions durch den Führer. 10.30 Uhr: Vorkämpfe zu den NS-Kampfspielen im Stadion, auf dem Sportplatz Zabo, auf dem Ererzierplatz Tennenlohe bei Erlangen, auf dem Schießstand in Feucht und auf dem Schießstand in Erlenstegen 11.30 Uhr: Tagung des NS.-Studentenbundes im Kulturvereinshaus. 11.30 Uhr: Tagung des Hauptorganisations-, Haupt- schulungs- und Hauptpersonalamtes im Opernhaus 11.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Erzieher fNS.-Lehrerbund) im Herkulessaal. 16 Uhr: Fortsetzung des Parteikongreffes. 20 Uhr: Antreten des Fackelzuges derPo - l i t i s ch e n Leiter auf der Deutschherrn- wiese. 21 Uhr: Vorbeimarsch vor dem Führer am Deutschen Hos. Freitag, den 10. September. 7.30 Uhr: Arbeitstagung des Reichsrechtsamtes der NSDAP, im Kulturvereinshaus. 8.45 Uhr: Polizei-Auf- und Vorbeimarsch vor dem Führer am Deutschen Hof. 9 Uhr: Tagung der Gauschatzmeister und Kreis- Kassenleiter der Partei (Rechenschaftsbericht 193'6) im Opernhaus. 9 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Beamte im Herkules-Saal. ab 10 Uhr: Fortsetzung der Dorkämpfe zu den NS.- Kampfspielen. 10.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikongreffes. 13 Uhr: Tagung der Presseamtsleiter und Presse- referenten im Großen Rathaussaal. 14.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Volksgesundheit im Herkules-Saal. 14.30 Uhr: Tagung der NS-Kriegsopferversorgung im Kulturvereinshaus. 14.30 Uhr: Tagung der Parteigerichtsvorsitzenden im Opernhaus. 16 Uhr: Tagung der NS.-Frauenschaft in der Kongreßhalle' 20 Uhr: AppellderPolitifchenLeiter auf der Zeppelin-Wiese Samstag, den 11. September. 9.30 Uhr: Appell der HI. in der Hauptkampfbahn des Stadions. 11.30 Uhr: 5. Jahrestagung der DAF. in der Kongreßhalle. 15 00 Uhr: Hauptkämpfe der NS. - Kampfspiel e in der Hauptkampfbahn des Stadions in Anwesenheit des Führers. 16.00 Uhr: Haupttag des K d F. - V o l k s f e st e s am Valzner-Weiher in der KdF -Stadt. 18.00 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses. 20.00 Uhr: Feuerwerk am Dutzendteich. Sonntag, den 12. September. 8.00 Uhr: Appell der SA., SS., NSKK. und NSFK. in der Luitpoldarena. 11.30 Uhr: Vorbeimarsch am Adols-Hitler-Platz. Montag, den 13. September. 5.00 Uhr: Erste Vorführung der Wehrmacht. 8.30 Uhr: Tagung der Gauamtsleiter des Hauptamtes für Technik im Sitzungssaal des Rathauses. 9.00 Uhr: Tagung der NSV. in der Kongreßhalle. 9.00: Tagung des Amtes für Agrarpolitik im Katharinenbau 9.00 Uhr: Tagung der Kommission für Wirtschaftspolitik im Kultur-Vereinshaus. 10.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Technik im Großen Rathaussaal 11.00 Uhr: Tagung der Gau- und Kreispropagandaleiter im Herkules-Saal. 11.30 Uhr: Tagung der Gau- und Kreisleiter im Opernhaus. 14.00 Uhr: Vorführungen der Wehrmacht. Paradeaufstellung der Truppenteile. Meldung an den Führer. Gefechtsvorführungen der Wehrmacht. Es werden u. a. gezeigt: Abwehr von Luftangriffen durch Flakartillerie. Vorbeiflug aller teilnehmenden fliegenden Verbände der Luftwaffe. Vorführungen eines Kavallerieregimentes. Einfahren und Gefecht eines Panzerregimentes. Nachrichtendienst auf dem Gefechtsfeld. Kampf von Kradschützen und Panzerspähwagen. Auffahren und Darstellung der Feuerart bespannter und motorisierter Artillerie. Vorführungen einer Panzerabwehrabteilung. Gefecht der Infanterie und Einsatz von schweren Waffen, Panzerabwehr, Pionieren und Panzerkampfwagen. Vorbeimarsch vor dem Führer. 19.00 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parte i k o n g r e s s e s. 24.00 Uhr: Großer Zapfenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichsparteitag teilnehmenden Musikkorps vor dem Führer am Deutschen Hof. Programm: Anmarsch mit Badenweiler Marsch, 1. Marsch Bayerischer Defiliermarsch, 2. Marsch Fridericusmarsch. Großer Zapfenstreich. Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied. Abmarsch: Zapfenstreich-Marsch. Modell der Konareßhalle in Nürnberg. Ein Blick in den Jnnenraum der Kongreßhalle in Nürnberg nach dem Modell, das der Führer genehmigt hat. — (Scherl-Bilderdienst-M.) V. W Moskau hetzt in aller Welt? Eine antibolschewistische Schau auf dem Neichsparteitag in Nürnberg. Nürnberg, 31. August. (DNB.) Im Rahmen des Reichsparteitages 1937 veranstaltet die Reichspropagandaleitung der NSDAP, vom 5. bis 26. September in der N o r l s h a l l e in Nürnberg eine große Antibolschewistische Ausstellung, die bisher noch nie gezeigtes Material bringt, das in gründlicher und langwieriger Vorarbeit von maßgebenden Stellen der Partei, der Behörden und Sachkennern zusammengetragen wurde. Allen Volksgenossen soll klar und eindeutig ein Bild von der verderbenbringenden Wühlarbeit der kommunistischen Internationale gegeben werden. Mit der Ausgestaltung der Schau wurde der Leiter des Instituts für Deutsche Kultur- undWirt- schaftspropaganda, Architekt Parteigenosse Waldemar Steinecker, betraut Streik, Terror und blutige Aufstände setzen die Welt in Brand. Hinter ihnen steht eine Macht, die sich drohend über die Geschicke aller Völker erhebt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch ein wahnsinniges Zerstörungswerk die Weltherrschaft aufzurichten. Mit zynischer Offenheit hat der Kommunismus immer wieder seine wahren Absichten unverhüllt zu verstehen gegeben. In der Sitzung der kommunistischen Internationale auf dem 6 Weltkongreß der Komintern im Jahre 1928 wurde erklärt: „Die kommunistische Internationale (Komintern) ist eine einheitliche kommuni st i s ch e Weltpartei. Sie setzt sich zusammen aus den kommunistischen Parteien der ver- chiedenen Länder." Die furchtbare Bedeutung die- es Satzes für die Völker der ganzen Welt wird dem Besucher der Ausstellung sofort eindringlich nahe gebracht, wenn ihm in der Eingangshalle diese Worte entgegenleuchten. Die kommunistische Internationale hat sich das Ziel gesteckt, in allen Ländern der Erde immerwährend Unruheherde zu schaffen und Zwiespalt und Bruderhaß in die Völker zu tragen. Eine Erdkugel von zehn Meter im Durchmesser gibt in plastischer Weise die Erdteile und Länder wieder, die der Bolschewismus mit seiner Blutherrschaft bedroht. Leicht sind die Drahtzieher zu erkennen, die von Moskau aus ihre Fäden über die ganze Erde spannen. In einem anderen Raum wird auf die Wahnvorstellung hingewiesen, daß das Judentum das auserwählte Volk Gottes fei. Das Judentum, entstanden in Palästina, hat nicht nur Recht, Sitte, Kunst und Kultur im Sinne seiner asiatisch-orientalischen Rassenmischung verfälscht, sondern auch das Blut seiner Wirtsvölker zersetzt. In einem anderen Ausstellungsraum wird auf die Entstehung der kommuni st ischen Irrlehre eingegangen. An geschichtlichen Einzelbeispielen zeigt sich überall das gleiche Bestreben des Judentums nach Verwirklichung seiner Weltherrschaft. Ein großes Bild stellt den Verkünder der „Heilslehre", den Juden Karl M a rx - Mardochai, dar. Bilder Lenins und seiner jüdischen Helfershelfer, Bildberichte und Zeitdokumente geben einen Einblick in die Not und Verzweiflung, die die rote Blutwelle mit sich gebracht hat und in vielen Ländern der Welt noch mit sich bringt. Ein aufsteigender Bilderfries veranschaulicht die fortschreitenden Aktionen in allen Erdteilen und Ländern. Nur wenige Völker haben den Mut zum Kampf gegen den Bolschewismus. Der Rufer in diesem Kampf um die Freiheit der Erde, um die Reinheit ihrer Kultur aber ist Adolf Hitler, der auf dem Reichsparteitag der Ehre das Mahnwort an alle Völker zu einer geschloffenen Abwehrfront gegen den Bolschewismus richtete. Wie sich das „Sowjetparadies" auswirkt, das zeigen in einem großen Raum nüchtern und klar erschütternde Dokumente und Bildberichte aus Sowjetrußland. Die Aufbauarbeit des Führers wird dieser Schreckensherrschaft gegenübergestellt. Großphotos zeugen von dem Glück und der Zufriedenheit, die in allen Teilen des Reiches anzutreffen sind. In einer Sonderabteilung wird auch her Abwehrkampf zur Darstellung gebracht, ben 9taHen gegen den Bolschewismus fuhrt. (Snqlanb und her Kerne Osten. Schon vor Ausbruch des japanisch-chinesischen Konfliktes kam in der englischen Öffentlichkeit unverkennbar die Sorge darüber zum Ausdruck, wie in Zukunft das englische Imperium seine Weltmachtstellung auch auf der östlichen Halbkugel aufrechterhalten könne. Die jetzigen Vorgänge in China beweisen, wie brennend diese Frage unter Umständen sehr schnell einmal werden kann oder besser gesagt, schon geworden ist. Die Erörterungen gehen darauf hinaus, daß, abgesehen vom Ausbau von Singapore, Hongkong und Port Darwin, auf die Dauer eine schlagkräftige Ferno st-Flotte nötig sein werde, um den Bestand des britischen Imperiums zu gewährleisten. In diesem Zusammenhänge verdienen die Darlegungen, die Hector B y w a t e r , ber als Marinemitarbeiter bes „Daily Telegraph" oft als Sprachrohr ber Admiralität gilt, in der Monatsschrift „The Navy" macht, besondere Beachtung. Einmal, weil in ihnen auch die deutschen Seeinteressen berührt und weiter die britischen Seestreitkräfte im Fernen Osten kritisch beleuchtet werden. Er gliedert seine Gedankengänge in zwei Teile: Die Lage im Atlantik und die Lage im Großen Ozean. Zur Lage im Atlantik führt er u. a. aus: Deutschlands Flottenrüstungen und seine kolonialen Ansprüche übten schon heute auf die strategische Lage im östlichen Atlantik einen tiefgehenden Einfluß aus. Jrn westlichen Atlantik gebe die Lage infolge der stets guten Beziehungen Englands mit den Vereinigten Staaten keinerlei Anlaß zu Besorgnissen. „Dagegen ist die marinepolitische Lage im Stillen Ozean durchaus unbefriedigend. Wenn der Flottenstützpunkt Singapore im Jahre 1939 fertig sein wird, betragen die Gesamtkosten mindestens 16 Millionen Pfund. Die Marineanlagen in Seletar sind so außerordentlich umfangreich — es besteht allein gleichzeitige Dockungsmöglichkeit für drei Schlachtschiffe jeder Größe —, daß logischerweise hier eine erstklassige Flotte stationiert werden muß. Das erfordert schon die strategische Lage des Platzes. Damit erhebt sich die Frage: Woher nehmen wir die Schiffe für die neue Flotte? Von unseren 15 Schlachtschiffen kann man jeweils immer mindestens drei als in Reparatur ober Umbau befindlich und daher als nicht verfügbar annehmen. Die verwendungsbereiten Schiffe sind je zur Hälfte auf die Heimat- und Mittelmeerflotte verteilt und sind dort kaum entbehrlich. Die fünf in Bau befindlichen bzw. bewilligten Schlachtschiffe finb nicht vor 1940 fertig. Dann erst, d. h. in vier Jahren, haben wir einige Schlachtschiffe verfügbar, die den Kern einer auf Singapore sich stützenden pazifischen Flotte bilden könnten." Dann fährt Hector Bywater besorgt fort: „So einfach aber ist die Lage leider nicht." Und er zählt mit besorgter Miene die großen Schiffe zusammen, die im Jahre 1940 Deutschland und Italien haben werden, um zum Schluß zu gelangen, die britische Heimat- und Mittelmeerflotte müsse noch st ä r k e r gemacht werden. Weiter heißt es: „Die britischen Interessen im Fernen Osten sind heute in keiner Weise geschützt. Im Falle eines Krieges würden die Seestreitkräfte im Fernen Osten zweifellos zusammengezogen werden, d. h. sieben schwere Kreuzer mit 20,5-Zenti- meter-Geschützen, acht leichte Kreuzer mit 15,5- Zentirneter-Geschützen, zwei Flugzeugträger, sechzehn Zerstörer, fünfzehn Kanonenboote und vierzehn U- Boote. Auf dem Papier eine ganz ansehnliche Streitmacht, der es aber an Rückgrat fehlt in Form von Schlachtschiffen. Die Möglichkeit der Detachierung von Schlachtschiffen aus den europäischen Gewässern nach dem Fernen Osten würde von ber politischen Lage in Europa abhängen. Mit anberen Worten: Das schwächste Glieb in der Kette der Reichsverteidigung liegt im Fernen Osten, und bie Schaffung einer Schlachtflotte in jenen Gewässern ist von überragenber Bebeutung." Die Ausführungen in ber „Navy" kranken daran, daß sie mit einer Gegnerschaft Deutschlands wie mit einer naturgegebenen Selbstverständlichkeit rechnen. Eigentlich hätte schon das deutsch-englische Flottenabkommen vom Jahre 1935 die Engländer eines Besseren belehren können, in dem Deutschland aus freien Stücken den einzigen bisherigen wirklichen Beitrag zum Weltfrieden geliefert hat. Dor allem aber würde ein Eingehen auf den Friedens- plan des Führers vom 31. März 1936 auch dem englischen Imperium viele Sorgen ersparen. Das Weltecho auf die Vorschläge des Führers ist aber — leider — bisher ausgeblieben. Wenn England in seine militärische Rechnung die Gegnerschaft von Deutschland und Italien ohne weiteres einstellt, so müßte es eigentlich den Machtfaktor „Frankreich" als Äkttvposten für sich buchen. Aber bei allen englischen und auch französischen Erörterungen militärpolitischer Art in der jüngsten Zeit kann man beobachten, daß zwar Deutschland und Italien immer als Gegner von England oder Frankreich figurieren, die enge Freundschaft zwischen England und Frankreich aber einfach, als ob sie nicht vorhanden wäre, übergangen wird. Dieses System ist zwar bequem, aber doch sehr anfechtbar. Es hat für England und Frankreich den Vorteil, immer das „böse Deutschland" und Italien für die eigene Ausrüstung verantwortlich zu machen. Die weltpolitische Lage im Jahre 1940 ober 1941 kennt fein Mensch. Unter diesem Gesichtswinkel gewinnen die vorstehenden Darlegungen über die Stellung Englands im Fernen Osten erhöhte Bedeutung. Nauticus. Englische Bevölkeruncissorgen London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf einer Tagung der „Vereinigung der Gesundheitsinspekteure" in Brighton hielt der Vorsitzende Leonhard Hill eine Rebe über bas Bevölkerungs- den zur von in Anspruch nehmen, die Kirchen der Heimat Eintracht zu rufen, denn ihr Schicksal hänge von dieser Einheit der Heimatkirche ab. Zum Abschluß der Reichstagung fanden in Kirchen der Stadt Kaiserslautern Festgottes- d i e n st e statt, bei denen der Bischof der deutschen evangelischen Kirche Rußlands, D. Malmgreen, der vor einigen Monaten in die deutsche Heimat zurückgekehrt ist, predigte. Die Schilderungen, die der ehrwürdige Märtyrerbischof von den Leiden der deutschen Glaubensbrüder in Sowjetrußland gab, machten auf die große Gemeinde einen tiefen Eindruck. Von den 200 deutschen Pastoren, die nach Problem in England und erklärte, daß die Bevölkerung Englands in hundert Jahren vielleicht auf 5 M t l l i o n e n Menschen gesunken sein würde, wenn der gegenwärtige Geburtenrückgang sich weiter entwickeln würde In England, so erklärte er, seien zur Zeit unter hundert Menschen 23 unter 15 und 12 über 60 Jahre alt. In 30 Jahren würden die entsprechenden Ziffern 10 und 24 und in 60 Jahren 4 und 45 sein. Bei dieser Entwicklung müsse der Zeitpunkt kommen, wo die englische Bevölkerung auf einen Nullpunkt Herder bolschewistischen Revolution in der Arbeit standen, sind nur noch zwei übrig geblieben. Don 57 jungen Geistlichen, die Bischof Malmgreen m den Dienst der Gemeinden stellte, sind ebenfalls nur noch zwei am Leben. „Sowjetrußland", so schloß Bischof Malmgreen seine Predigt, „ist ein Land ohne Gott geworden, ein Land des schweigenden Todes." Wie Generalsekretär D. Geißler bei der Erstattung des Jahresberichtes mitteilte, wurden vom Gustav-Adolf-Derein im vergangenen Jahr etwa 1,3 Mill. RM. für die evangelische Diaspora aufgebracht. Von den Gemeinden, denen der Gustav - Adolf - Verein seine Hilfe gewährte, liegen je 130 in Oesterreich und im sudetendeutschen Gebiet, 97 in Siebenbürgen, 86 in Polen, 44 im Baltikum, 39 in Jugoslawien, 26 in Südamerika und 21 in Ungarn. Professor Heinrich Unruh (Karlsruhe) wurde von der Theologischen Fakultät Heidelberg der Ehrendoktor verliehen in Anerkennung seiner Verdienste um das große Hilfswerk für die rußlanddeutschen Flüchtlinge und in Würdigung seiner wissenschaftlichen Arbeiten auf nationalkulturellem und christlich-religiösem Gebiet. „Land ohne Gott." Bischof Malmgreen über die Glaubensnot der evangelischen Deutschen in Sowjetrußland. Britisch-amerikanische Zusammenarbeit? Oer plan eines britisch-amerikanischen Geschwaders zum Schutze der Schiffahrt in Ostasien. in der Internationalen Niederlassung stationierten britischen Truppen sind geimpft worden. Moskau als Kriegslieserant. Information eines Pariser Blattes. Paris, 31. Aug. (DNB.) Der „Jour" glaubt zu wissen, daß die ersten Lieferungen Sowjetrußlands an China nach den Klauseln des zwischen beiden Staaten abgeschlossenen Paktes bis Ende November in folgendem Kriegsmaterial bestehen würden: 362 Flugzeuge, davon 150 Jagdflugzeuge und 100 Aufklärungsmaschinen, 200 Tanks, davon 25 besonders schwere, 5000 Pferde, 2000 Kraftwagen, 2500 Motorräder, 1500 Traktoren für schwere Artillerie, 150 000 Gewehre, 120 000 Granaten und 60 Millionen Schuß Jnfanterie- munition. Sowjetrußland werde ferner „Freiwillige" stellen sowie technische Sachverständige aus allen Gebieten. Es werde sich um von der Nanking-Regierung bezahlte Söldner Die Reichstagung des Gustav-Adols-Vereins. Auf der Reichstagung des Gustav-Adolf-Vereins in Kaiserslautern gab Prof. Dr. Hans Gerber (Leipzig) einen Rechenschaftsbericht über das weitverzweigte Hilfswerk für die evangelische Diaspora. Die Verbundenheit der Heimatkirche mit den Diasporakirchen jenseits der Reichsgrenzen betonte er besonders gegenüber den deutschen Glaubensbrüdern in Rußland. Die mit brutaler Gewalt durchgeführte Unterdrückung jeder religiösen Gläubigkeit durch den Bolschewismus habe zu der Vernichtung der deutschen evangelischen Kirche in Rußland geführt. Wenn auch die Heimatkirche diese grausigen Vorgänge nicht habe verhindern können, so sei es doch für den Gustav-Adolf-Verein eine besondere Genugtuung, daß es seinen Bemühungen gelungen sei, dem letzten deutschen evangelischen Bischof in Petersburg einen gesicherten Lebensabend in der Heimat zu bereiten. Schon in einer Zeit, als Deutschland noch politisch und kirchlich zerrissen war, habe der Gustav-Adolf-Derein über alle Spaltungen und Trennungen hinweg den Gedanken an ein einiges evangelisches Deutschland hochgehalten und entscheidend dazu beigetragen, daß sich ein gemein-protestantisches Einheitsbewußtsein zu bilden vermochte. Brüderliches Zusammenstehen im deutschen Protestantismus sei heute nötiger denn je. Gerade die Gemeinden dort draußen könnten für sich das Recht abgesunken sei. Die wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten, denen sich die englische Nation durch eine Verminderung der Geburten und eine Zunahme der alten Menschen gegenübersehe, würden groß sein. Die „Morning Post" hebt hervor, daß die höchstwahrscheinliche Folge dieses Volksschwundes ein Niedergang Großbritanniens sein werde und durch eine solche Entwicklung England als das Haupt eines Empire gefährdet werde, wenn nicht dafür gesorgt werde, daß sich die leeren Wiegen wieder mit Kindern füllten. London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reutermeldung aus Schanghai sollen amerikanische und englische Stellen einen Plan ausarbeiten, der die Aufstellung eines gemeinsamen starken Flottengeschwaders zum Schutze ihrer Schiffahrt im Fernen Osten vorsieht. Die Aufwerfung dieses Planes, so heißt es, fei die Folge des Bombenabwurfs auf den amerikanischen Passagierdampfer „President Hoover". Die Begleitschiffe würden das Feuer auf jedes Flugzeug eröffnen, das den Versuch eines Angriffes auf Schiffe der beiden Länder unternehmen würde. Aus Gibraltar find der britische Flottillen- sührer „Hardy" und das Kriegsschiff „H y p e - rion" Dienstag nacht ganz unerwartet mit Volldampf aus dem dortigen Kriegshafen in östlicher Richtung in See gegangen. Die Ofsiziere und Mannschaften, die sich an Land befanden, wurden von Sonderpatrouillen aus Bars und Hotels a n Bord der Kriegsschiffe gerufen. Aus Kalkutta ist zur Verstärkung der britischen Streitkräfte im Fernen Osten eine Abteilung des Rajputana-Regiments in See gegangen. Der 10 000-Tonnen-Kreuzer „Dorsetshir e", der erst im Februar von Singapore nach England zurück- gekehrt war, ist jetzt wieder zum Dienst im Fernen Osten nach China kommandiert worden. Die britische Botschaft in Nanking hat ihre Kellerräume für Öen Luftschutz umgebaut. Die Zivilbevölkerung verläßt Nanking. Man rechnet, daß von der einen Million Einwohner, die Nanking hat, bereits 700 000 die Stadt verlassen haben. Der Whangpoo überschritten. Schanghai, 31. August. (DNB.) Japanische Truppen überquerten am Dienstag den Whang- poo-Fluß, der die Chinesenstadt von der Internationalen Niederlassung trennt und besetzten verschiedene strategische Punkte. Die Aktion wurde von japanischen Artillerieabteilungen und von den japanischen Kriegsschiffen aus unterstützt. Ebenso wurde das Wusung-Fort an der Mündung des Jangtsekiang, das schon 1932 im Mittelpunkt der Kämpfe gestanden hatte, nach Artillerievorbereitung von den Japanern genommen, die dann ihren Vormarsch fortsetzten. Auch die Chinesen haben vor Schanghai Verstärkungen zusammengezogen. Japanische Flugzeuge warfen auf das Gebiet um den Nordbahnhof Bomben ab. Neue japanische Lustangriffe in Südchina. Tokio, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Japanische Marineflugzeuge setzten Dienstag ihre Luftangriffe in Südchina fort. Sie bombardierten erfolgreich Flugplätze in Kanton und einigen Städten der nördlich davon gelegenen Küstenprovinz F u k i e n sowie militärische Anlagen an der nach Norden führenden Eisenbahn st recke Kanton — Han- kau. Vorkehrungen gegen die Cholera in Schanghai. London,!. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Schanghai gemeldet wird, wurden in der französischen Niederlassung fünf Cholera- fä 11 e feftgefteüt. Man führt die Erkrankungen auf die schlechten gesundheitlichen Bedingungen zurück, unter denen die chinesischen Flüchtlinge leben. Die Behörden der Internationalen Niederlassung haben energische Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Alle handeln, für deren Angehörige in Sowjetrußland gesorgt werde. China habe auf der anderen Seite die Pflicht, an die Sowjetstaatsbank 50 vH. des Wertes der Lieferungen in Gold einzuzahlen sowie Sowjetrußland in Nordchina eine Reihe von Konzessionen einzuräumen, u. a. den J3au einer chinesischen Anschlußbahn an die Transsibirische Bahn zu gestatten. Auf diese Weise sollen die russischen Waren in dieser Gegend Chinas Die japanischen vom Markt verdrängen. „Schädlings^-prozeffe und Todesurteile am laufenden Band. Moskau, 31. Aug. (DNB.) Der Kampf der Sowjets gegen die sogenannten „Schädlinge der Landwirtschaft" wird weitergeführt. Wie die „Prawda" aus Woroschilowsk berichtet, wurden dort wegen „feindlicher Einstellung zum Regime und zum System der kollektiven Landwirtschaft acht Personen zum Tode verurteilt. Den Verurteilten wurde auch zum Vorwurf gemacht, den Sturz des Regimes mit bewaffneter Hand angeftrebt zu haben. In Nowopawlowskaja wurden vier Mitglieder der Maschinentraktorstativn als Sowjetgegner ebenfalls zum Tode verurteilt. In Blagodarnvje wurde in einem Schädlingsprozeß gegen vier Personen, unter denen sich auch der Vorsitzende der Kollektivorganisation „Diktator des Proletariats" befand, ein Todesurteil gefallt und im übrigen auf Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren „erkannt". Aus dem SBoIgagebiet berichtet die Saratower Zeitung „Der Kommunist von einem Schädlingsprozeß gegen leitende Funktionäre des Petrowfker Bezirks. Der Bezirkspartei- fekretär und der Vorsitzende des Bezirksvollzugs- ausschuffes waren beschuldigt worden, die Politik der kommunistischen Partei in den Augen der Kollektivbauern absichtlich herabgesetzt zu haben. Fünf Angeklagte wurden zum lobe verurteilt, während zwei je' zehn Jahre Gefängnis erhielten. Oie Ratstagung der Kleinen Entente. Noch keirrBeschlutz übereinenBeistandspakt. Bukarest, 31. Aug. (DNB.) Nach Beendigung der Tagung der Kleinen Entente in Sinaja wurde ein Bericht veröffentlicht. Die Außenminister Rumäniens, Südslawiens und der Tschechoslowakei stellten die völlige Uebereinftimmung in allen behandelten Fragen fest. Sie beschlossen, an ihrer bisherigen Politik festzuhalten. „Trotz gewisser beunruhigender Tatsachen", so heißt es, „seien A n - Zeichen für eine Besserung der internationalen Lage vorhanden. Die Kleine Entente sei fest entschlossen, alles zu unterstützen, was den Frieden durch eine Besserung der internationalen Zusammenarbeit festigen könnte. Die Politik der Kleinen Entente werde weiterhin entsprechend den Grundsätzen des Völkerbundes fortgesetzt werden. Für eine Aenderung der Völkerbundssatzungen liege keine Notwendigkeit vor. Es wird mit Befriedigung feftgefteUt, daß sich die Handelsbeziehungen zwischen den Staaten der Kleinen Entente ständig vertiefen Mit besonderer Sympathie wird der Auftrag des belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland begrüßt, Der eine Untersuchung über die Möglichkeiten einer allmählichen Lockerung der Absperrma tz- nah m e n auf wirtschaftlichem Gebiet anstellen soll. Die nächste Tagung soll im September in Gens gelegentlich der Völkerbundsoersammlung stattfinden. Der Abschluß der Ratssitzung der Kleinen Entente in Sinaia wird von den Pariser Blättern im allgemeinen zunächst nur kurz wiedergegeben. Der „3ou r" stellt fest, daß die Ergebnisse der Bespre- chungen wie vorauszusehen war, recht negativ seien. Die Aussprache über den gegenseitigen B e i - standspakt, die Benesch gewünscht habe, sei wiederum vertagt worden, ein Beweis für die ablehnende Haltung Jugoslawiens und Rumäniens gegenüber diesem Vorschlag, der mehr Opfer als Vorteile bringe. Der Bericht schweige sich jedoch hierüber aus. Anderseits aber hätten die Staaten der Kleinen Entente den lebhaften Wunsch einer Entspannung Ungarns gegenüber zum Ausdruck gebracht. Dies lasse die Hoffnung auf eine Reoraanifation des Donaubeckens zu. Die Worte der Freundschaft schließlich, die der rumänische Außenminister Antonescu Frankreich gegenüber geäußert habe, hätten eine Bedeutung, die man hier zu schätzen wisse. Es hänge nur von Frankreich ab, daß diese Freundschaft weiter gefestigt werde. polnische Pressekampagne gegen Danzig. Drei polnische Zeitungen in Danzig beschlagnahmt. Danzig, 31. Aug. (DNB.) Die polnische Presse richtet seit einigen Tagen gegen die Danziger Regierung heftige Angriffe wegen der Frage der Ausschulung deutscher Kinder aus polnischen Schulen in deutsche Danziger Schulen. Zu besonders heftigen Ausfällen haben sich der „(Storno Pomorski", der „Kurjer Baltycki" und die „Gazeta Gdanska" hinreißen lassen. Die Danziger Polizei hat sich daher gezwungen gesehen, die Drei genannten polnischen Blätter zu beschlagnahmen. Im übrigen wird auch durch die Angriffe der polnischen Blätter die Tatsache nicht aus der Welt geschafft, daß die Eltern der betreffenben Kinder seinerzeit nur deshalb den Anweisungen des Polnischen Schulvereins folgten, weil sie um ihre Stellungen bei ber polnischen Eisen- bahnbirektion fürchten mußten, falls sie ihre Kinder in eine deutsche Schule in Danzig geschickt hätten. Oer Wawei-Konflikt beigelegt. Warschau, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die eigenmächtige Entfernung des Sarges Marschall Pilsudskis durch den Krakauer Erz- bischof Fürst Sapieha hat ein diplomatisches Nachspiel gehabt. In einem Notenaustausch zwischen dem Warschauer päpstlichen Nuntius Cortesi und Außenminister Beck wird festgelegt, daß die Grabstätten in den Grüften der Wawel-Kathedrale, besonders die Marschall Pilsudskis, dort für immer untergebracht seien und als u n a n- t a st b a r zu gelten haben. Eine Ueberführung unter dem Zwang besonderer Umstände dürfe nur mit Einwilligung des Staatspräsidenten erfolgen. Die polnische Presse bringt ihre Genugtuung über diese Regelung zum Ausdrucks für das Verhalten des Krakauer Erzbischofs sei jetzt Genugtuung geleistet worden. Oie österreichischen Herbstmanöver. Wien, 31. August. (DNB.) Die großen Herbstmanöver des österreichischen Bundesheeres begannen im Raum Zwettl—Groß-Gerungs in Niederösterreich, nahe ber tschechoslowakischen Grenze. Bunbes- kanzler Dr. Schuschnigg begab sich mit bem Kraftwagen in bas Manövergelänbe, wo er vermutlich bis Donnerstag bleiben wirb. Von beutfdjer Seite nehmen Oberquartiermeister Generalmajor Schmidt (Berlin) und der Ches des Stabes der Artillerieinspektion Oberst Wandel sowie der Militärattache Generalleutnant Muss als Gäste an dem Manöver teil. Ferner sind eine italienische Der Ring des Dr. Swoboda Von Hans Kersten. Beim Aufräumen fiel mir der Ring des Dr. Swoboda wieder in die Hände. Sofort stand vor meinen Augen die Geschichte, die damit verknüpft war. Und weil dies eine seltsame Geschichte ist, so will ich sie erzählen, so wie sie sich vor sechs Jahren in den Tiroler Bergen zugetragen hat. Ich wohnte damals im Frühsommer für einige Wochen in St. Martin, einem kleinen Dörfchen, das still und vergessen in einem Winkel des Gnadenwaldes liegt. Mit dem jungen Bauern, bei dem ich mich einquartiert hatte, kletterte ich durch die Schrofen und Wände des Karwendelgebirges. Bei einer solchen Tour lernten wir eines Abends in der Bettelwurfhütte den Dr. Swoboda kennen. Wir tarnen mit ihm ins Gespräch, und es stellte sich heraus, daß er für den nächsten Tag das gleiche Ziel wie wir gewählt hatte, den Gratübergang vom Großen Bettelwurf zum Walderkamm. Lambert Geiger, mein Kamerad, blickte ihn erstaunt an. Wenn es auch keine van den problematischen Touren der nördlichen Kalkalpen war, so war es für einen Alleingänger um diese Jahreszeit ein gefährliches Wagnis, denn es lag noch viel Schnee da oben, und man mußte damit rechnen, daß der Grat vereist war. Zu zweien, ausgerüstet mit einem guten Seil, war es schon weniger gefährlich. Dr. Swoboda lächelte: „Ich weiß, was Sie sagen wollen — aber es ist nicht so schlimm, ich habe schon schwerere Sachen hinter mir, in den Tauern und dem wilden Kaiser. Ich bin meist allein gegangen!" Lambert schüttelte den Kops. Er war auch ein guter Kletterer: hatte auch schon allerhand gewagt. Aber so wie der da, einfach aus Leichtsinn sein Leben aufs Spiel zu setzen, das wäre ihm nie eingefallen. — Wir sprachen nach lange hin und her über diese Dinge und tauschten auch Erlebnisse aus, die wir in der Welt der Berge gehabt hatten. Aber schließlich, sei es, daß jeder seinen eigenen Gedanken nachhing, oder sei es, daß wir müde waren von der Anstrengung des Tages, verstummten wir und warteten nun, daß der Tabak in unseren Pfeifen zu Ende ging, damit wir in den Schlafraum hinaufklettern konnten. Es war totenstill in der Hüttenstube. Man horte nur das harte Ticken der geschnitzten Uhr und das eintönige Rauschen des Brunnens draußen. Da legte plötzlich Dr. Swoboda die rechte Hand flach auf den Tisch: „Solange ich den Ring hier trage, wird mir nichts geschehen — es ist ein Glücksstein." Wir beugten uns vor und blickten ungläubig auf den Ring, aus dessen Fassung purpurn wie ein Blutstropfen ein Rubin blitzte. Ich äußerte meine Zweifel darüber, daß mit einem solchen Stein Glück und Unglück verknüpft fein sollten. Der Doktor streifte den Ring ab und drehte ihn spielerisch zwischen den Fingern, dabei starrte er nachdenklich an die Wand, als müßte er tief in seinen Erinnerungen Framen, um mir eine Antwort zu geben. Unvermittelt begann er zu sprechen. „Ich habe ihn vor zehn Jahren während meiner Studienzeit in Praq bekommen. In einer kleinen Schänke in den Treppengassen am Fuße des Hradschin traf ich eine junge Zigeunerin, die aus den Handlinien wahrsagte. Sie fragte mich nach meinem Geburtsdatum und streifte mir den Ring auf den Finger. Es sei der Stein meines Tierkreiszeichens und er werde mir Glück bringen, solange ich ihn trage. Ich kaufte ihn für wenige Kronen. Wahrscheinlich kannte sie selbst den Wert des Ringes nicht..." Er schwieg wieder. Ich fragte ihn, ob er den Ring später einmal habe schätzen lassen. Swoboda schüttelte den Kovf. „Nein. Man sagt, solche Steine verlieren ihre Kraft, wenn man versucht, ihr Geheimnis zu ergründen." Ich ließ mich noch immer nicht überzeugen. Es mochte ja ein wertvoller Stein sein — aber an geheime Kräfte konnte ich nicht glauben. Der Doktor sah meine Zweifel. „Ich habe die Kräfte des Steines erprobt — im vorigen Jahr in den Hohen Tauern. Ich hatte mich bei meinem einsamen Klettern verstiegen und klebte auf einem schmalen Vorsprung an einer fast senkrechten Wand. Zum Glück trug ich für alle Fälle einen Revolver mit Platzpatronen bei mir. Ich gab nun das alpine Notsignal — immer wieder — bis meine Patronen zur Neige gingen — da hörte ich unten Antwartschüsse. Man hatte mich gehört — ich schöpfte Hoffnung, wenn sie mich vor Sonnenuntergang fanden, konnte ich noch befreit werden aus meiner verzweifelten Lage. Immer wieder schossen sie unten, daß ich antworten sollte, und schließlich verknallte ich meine letzte Patrone. Sie hatten mich noch nicht entdeckt im Gewirr der Felsen. Jetzt war guter Rat teuer. Ich versuchte es mit Rusen — aber meine Stimme wurde vom Sturm verschluckt. Was sollte ich tun? Die Retter waren in der Nähe, und im letzten Augenblick wurde die Rettung vereitelt. Die Sonne stand schon dicht über den Bergen, bald mußte sie verschwinden, dann war ich verloren: denn die Nacht hätte ich da oben nicht überstanden. Hilfesuchend fiel mein Blick auf den Ring, der mir Glück bringen sollte. Der Rubin blinkte und blitzte in der Sonne. Da kam mir der rettende Gedanke. Mit einem Rasierspiegel, den ich mühsam aus dem Rucksack holte, fing ich die Sonnenstrahlen auf und warf sie in schrägem Winkel ins Tal. Das war ein auffallendes Zeichen. Ich wurde schnell entdeckt, und nach einer Stunde war ich gerettet. — Ohne den Ring aber wäre ich eines elenden Todes gestorben." Swoboda hatte geendet. Nachdenklich klopften wir unsere Pfeifen aus und fliegen zum Schlaf- raum hinauf. — Gleich nach Sonnenaufgang brachen wir am nächsten Morgen auf. Dr. Swoboda schloß sich uns an. Es kam, wie der Lambert vorausgesehen hatte. Viel Schnee und streckenweise auch Eis. Der Ausstieg durch den Kamin war noch ziemlich einfach. Aber dann auf dem Bettelwurfgivfel und auf dem Grat wurde es gefährlich. Der Wiener entpuppte sich tatsächlich als ausgezeichneter Kletterer. Spielend überwand er die schwierigsten Stellen. Schneller als wir dachten kamen wir vorwärts. Gegen Mittag errreichten wir den Walderkamm. Nun war das Schlimmste geschafft. Wir rollten das Seil zusammen, es war nicht mehr nötig Noch ein Stückchen Gratkletterei bis zum Hundskopf, und bann ging bergab. Vorher machten wir oben auf dem Grat noch eine kurze Rast. Es pfiff zwar ein kühler Wind, aber in der Mittagssonne ließ es sich schon ein Weilchen aushalten. Der Lambert holte aus der Steinpyramide die Zinkschachtel mit dem Gipfelbuch hervor, und wir trugen unseren Namen ein. Swoboda verschloß das Buch wieder und schob die Dose unter die Pyramide. Dabei schlug ihm ein Stein auf den Finger, so daß er den Ring abzog, um zu sehen, ob er nicht beschädigt sei. Doch der Ring fiel aus seiner Hand und rollte über den schmalen Grat. Blitzschnell bückte sich Dr. Swoboda und griff nach de»» für ihn so wertvollen Stück — d> bei kam er ins Gleiten — verlor das Gleichgewicht — und ehe wir zufassen konnten, stürzte er in die Tiefe. Entsetzt starrten wir ihm nach. Lambert murmelte leise: „Der Ring .. Kaum fünfzig Meter tief blieb Swoboda auf einem Vorsprung regungslos liegen. Wir ließen uns am Seil hinab. Er war schon tot, als wir ihn erreichten. Einen halben Meter entfernt, als wollte er den Toten höhnen, lag der Ring--- Zwei Wochen später war ich in Wien, um dem Bruder des Verunglückten die Wertsachen zu überbringen. Dor dem Laden eines Juweliers wandelte mich die Lust an, den Wert des Steines schätzen zu lassen. Der Fachmann prüfte ihn lange. Dann reichte er ihn mir kopfschüttelnd zurück. „Das ist gar kein Rubin, sondern eine geschickte Fälschung aus Glas, auch das Gold ist nicht echt..." Ein zweiter Fachmann, den ich fragte, sagte mir dasselbe. — Ich bra0000 RM. 394472 16 Gewinne zu 3000 RM. 55584 126117 183594 217357 261817 275348 350366 373772 26 Gewinne zu 2000 RM 14476 121743 148502 165823 169698 172358 >82574 188155 236572 242424 323513 335111 388735 50 Gewinne zu 1000 RM 20618 24598 28517 78953 96387 130213 150469 177360 220039 243988 252320 263168 280228 283302 297115 324111 336560 338587 348948 366064 369299 372472 373209 373330 382025 80 Gewinne zu 500 RM. 5864 50928 56091 68915 97420 99864 114266 115196 121066 130821 135686 138188 139300 148744 150262 179097 185570 186811 189039 190371 193472 211328 232893 240500 245024 255434 255801 265467 303422 307039 315130 320826 328037 332332 340363 343095 354484 355730 362659 393034 134 Gewinne zu 300 RM. 28612 138814 165273 184887 197584 214365 245397 319315 840520 380078 388443 43810 142119 167506 186641 205467 216564 246459 824049 351065 380633 389468 115189 145388 167990 188633 207639 216629 259897 326507 363662 381078 393693 4036 13379 15413 17232 120864 138035 138717 147135 160564 162104 171140 178508 180798 192058 192893 195560 207656 210583 214081 227641 235576 245122 265758 306071 315548 330055 331706 335567 368088 375950 377295 383068 383185 385984 Nm Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 100000, 2 zu se <50000, 6 zu |e 80000, 8 zu je 20000, 34 zu je 10000, 62 zu je 5000, 104 zu je <8000, 238 zu je 2000, 896 zu je 1000. 1328 zu je 500. 2804 zu je 300, 64512 zu je 150 NM. 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Der mittelfarbene Grundton unseres Kattun- oder Lemenkleides läßt alle abstechend Hellen und zartfarbigen Musterungen gut heroortreten Dadurch wirkt das Kleid durchaus sommerlich und frisch Es wäre höchst unprak tisch, wenn die vielbeschäftigte Hausfrau ein allzu hellgrundiges Hauskleid wählen würde Trotz der vielen Arbeit muß die Hausfrau stets einen abretten und tauberen Eindruck machen denn damit verbreitet sie eine heitere und ordentliche Atmosphäre, die der ganzen Wohnung das Gepräge gibt Natürlich sehen wir zuerst einmal auf eine bequeme Machart unseres Hauskleides Genügende Schrittweite ist Grundbedingung denn > oftmals müssen akrobatische Kunstsfückchen beim Gardinen- aufstecken Lampensäubern oder Hängebodenräumen oollführt werden, um der Ordnungsliebe und Sauberkeit gerecht zu werden Daher kommen nur tief eingelegte Faltenpartien ober Knopfleisten m Frage Die Bewegungsfreiheit ber Arme ist ebenfalls von großer Wichtigkeit Weite, kurze Aermel mit bequemen Puffen ober Gruppenfalten werben bei ber Arbeit bestimmt nicht hinberlich fein Je nach Geschmack rüsten wir unser Kleib mit großen Taschen aus Wer sehr schlank ist kann sich zwei große Taschen unterhalb bes Gürtels erlauben Figuren von Größe 46 aufwärts sollten sich lieber nur mit einer ober besser keiner Tasche begnügen, benn trotz ber vorwiegenb praktischen Seite unseres Haus- kleibes wollen wir auch ein wenig kritisch ben Sitz unb bie Linie betrachten Einfarbige Gürtel aus Stoff ober Leber unterbrechen bas buntgemusterte Musselinkleib. Knöpfe unb ein großgestelltes Monogramm bürfen ebenfalls nicht fehlen Wer große ausführliche Knopfleisten liebt, kann bie ganze Dorberfront bes Kleides in dieser Art garnieren Das einfarbige Leinen- kleib in Mittelblau, Grün ober auch Braun wirb nicht mit weißen Kragen verarbeitet, sonst kämen wir aus bem Waschen überhaupt nicht mehr heraus, fonbern mit buntgemusterten zur Farbe bes Kleibes passenben Kragengarnituren versehen Auch als Abschluß bes Saumes kann so eine bunte Kante recht effektvoll wirken. Das Kattunkleib in blauweißem Delfter Muster erobert im Fluge bie Herzen ber Hausfrauen Dieses zarte, mittelfarbene Porzellanblau steht gut zu bem leicht gebräunten Teint, ben uns ja hoffentlich bie warme Sonne gebracht hat Je schlanker bie Taille ber jungen Hausfrau ist. um so breiter kann sie sich gürten Wer aber ein wenig zur molligen Seite neigt, tut gut baran, ben Gürtel schmal zu wählen unb ihn bann auch nur geteilt in ber Taille anzubringen. In bleien flotten, sportlich gehaltenen Kleibern können wir uns getrost auf ber Straße sehen lassen unb barin auch unsere Haushaltseinkäufe er- lebigen. M. v. K 1 i t z i n g. Kosmetik ist kein Luxus. V. A. Der Verbrauch kosmetischer Mittel ist heutzutage infolge bes Fortschrittes auf bem Gebiete der allgemeinen Hygiene unb bes Erkennens ihrer Wichtigkeit für bie Gesunbheit jebes zivilisierten Menschen kein Luxus mehr Im Gegenteil, biefer Zweig ber chemischen Inbustrie ist z. B. in ben meisten Kulturlänbern auf Massenabsatz eingestellt, so baß nun bie auch minberbemittelte Bevölkerung — außer Seife unb Zahnpaste — für ihre Körperpflege sich eines ber zahlreichen Fabrikate von Hautölen, Haarwässern, Puber, Hautkremen ober Haarpflegemitteln bebienen kann Die Hauptsitze unserer kosmetischen Inbustrie liegen in Berlin, Hamburg, Köln Karlsruhe, Frankfurt, Offenbach unb Dresben Die kosmetische Industrie ist nach ihrer Probuktionsseite hin von ber Seisemnbustrie zu trennen, insoweit biese weniger hochwertige Seifen (Kern-, Schmier- Inbustrieseife ober Seifenpulver) herstellt Hingegen wirb bie Erzeugung hochwertiger Feinseifen ebenfalls von den Fabriken ber kosmetischen Inbustrie vorgenommen Die Ueberschwemmung unseres heimischen Marktes mit kosmetischen Präparaten a u s l ä n b i - scher Herkunft hat seit ber Machtübernahme mit jebem Jahre abgenommen Die Absatzgestaltung ist in biefem Wirtschaftszweige recht vielgestaltig. An runb 7200 Apotheken, fast 20 000 Drogerien, über 13 000 Seifengeschäfte, 4500 Parfümerien unb fast 100 000 Friseurgeschäfte sinb bamit beschäftigt, bie Erzeugnisse biefer Inbustrie an ben Kunben zu bringen. Es ist uns heute in Deutschlanb möglich, bank unserer Fortschritte auf bem Gebiete ber Chemie, fast alle Ingrebienzen für bie Fabrikation kosmetischer Mittel selbst h e r z u st e 11 e n. So bilbet ^eifpielsüicifc ber Steinkohlenteer für ben Parfümeur eine Funbgrube zur Gewinnung synthetischer Riechstoffe. Bei' ber Herstellung ber eigentlichen Parfüme hanbelt es sich in erster Linie barum, ben natürlichen Blütenbuft einzelner plötzlich in Mobe gekommener Wohlgerüche in größtmöglicher aber fester Form wie er z. B für Seifen gebraucht wirb herzustellen. Das Ausgangsmaterial wirb hierbei zumeist ber einzelne ober aber ein kombinierter Wohlgeruch von Blüten ober Blumen sein, ber burch Destillation von Wasserbampf ober ätherischen Deien auf- gespeichert werben kann Bei ber Herstellung spezieller kosmetischer Erzeugnisse, so z. B bei einzelnen Parfümen von altem Ruf, spielen inbessen Geheimrezepte für bie Beimischung gewisser Inare- bienzen eine wesentliche Rolle; sie sinb in langer Trabitionsreihe vererbt, erprobt unb immer wieder vervollkommnet worden, so daß sie als ureigenstes Patent das Vorrecht gewisser Unternehmen bleiben, wodurch diese Erzeugnisse im Laufe der Zeit Weltruf erlangt haben Die kosmetische Industrie gibt nebenher auch noch einer ganzen Reihe anderer Industriezweige Beschäftigung unb Aufträge. Neben Drogen, Essenzen, Extrakten, Alkohol, Spiritus ätherischen Deien, künstlichen unb natürlichen Riechstoffen, von benen bie letztgenannten meistens in eigenen Blumenkulturen ber betreffcnben Essenzfabriken gezüchtet werben, benötigt bie kosmetische Industrie ferner noch Flakons, Glasflaschen, seine Porzellanbosen und -behälter sowie Tuben, Pappen unb Kartonagen, aber auch Cellophan unb Hartgummi zum Verschließen ber Flaschen unb Verpackungen Unseren beutschen Forschern ist mi Laufe der Zeit die synthetische Herstellung von R i e d) ft o f f e n in einem von den natürlichen Düsten kaum zu unterscheidenden Ausmaße gelungen So wird z. B. Terpineol, ber Grunbstofs bes Flie- bergerudjes, aus Terpentinöl, ober etwa Helio- tropin, ber Riechstoff ber Heliotropblüte aus bem Safrol bes Kampferöls gewonnen Unsere beutsche kosmetische Inbustrie bie runb 3009 Betriebe umfaßt, ist auch heute noch führenb m ber Herstellung von Lippenstiften, bie insbesonbere von England unb ber Schweiz bevorzugt werben, währenb bas übrige Exportgebiet unserer kosmetischen Inbustrie Afrika unb Asien ist Nach biesen Erbteilen gelangt beispielsweise bie Hälfte unserer Ausfuhr an Kölnisch Wasser Einen befonberen Schlager biefer Inbustrie bilbet auch bie Fabrikation bes sogenannten kompakten Pubers jener aromatisch buftenben unb in allen Farbenschattierungen ber Haut in ben Hanbel fommenben Pubertabletten. bie, in reizenben Dosen verpackt, selbst in der kleinsten Damenhanbtafche Platz finden Eine besondere Eigenheit der kosmetischen Branche verdient noch hervorgehoben zu werden das ist die Tatsache ihres schnellen und gründlichen Geschmackswechsels, der durch die Veränderung der Moden des wechselnden Schönheitsideals wie auch durch die jeweilige Bevorzugung einer bestimmten Sportart bedingt wird Diese Erscheinung hat aber wiederum zur Folge, daß den Forschern und Betriebsführern dieses Industriezweiges stets neue Ausgaben gestellt werden was nun wieder für bie Kauflust bes Publikums unb bie Gewinnung neuer Absatzmärkte von nicht zu unterschätzenber Bebeu- tung ist Wir leben nun einmal in einem Zeitalter, in bem man keine Zeit mehr hat, alt zu sein ober wenigstens so zu scheinen. Wenn auch ber Wunsch ewig jung zu bleiben, ein unerfüllbarer Wunschtraum bleiben wirb, so hilft uns boch bie richtige Anwenbung kosmetischer Mittel bazu, unserem Antlitz noch in höherem Alter em sugenbliches Aussehen zu geben H. G. S. as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS NACHMITTAGSKLEIDER. r. Zwei elegante Nachmittagskleiber für ben Herbst zeigen wir heute. Das Mobell links mit bem gezogenen Blu- senvorberteil unb ben entsprechenb gezogenen halblangen Aermeln ist aus hellbraunem Velours-Chiffon Der Rock ist leichtglockig m vier Bahnen geschnitten Dem Blusenvorberteil sinb ©ürtelenben angeschnitten, bie vorne geknotet unb hinten zum Abschluß inemanbergeschlungen werben Auch ben Aermel schließen angeschnittene unb ebenso geschlungene Teile ab. Aus manbelgrünem Wollgeorgette ist bas Kleib rechts Auch seine Wirkung entsteht aus ben geschlungenen, bem Raglanärmel angeschnittenen unb gekreuzten Blusenteilen, bem langen, weiten Aermel unb bem breiten Gürtel. Der Rock ist schräg in zwei Bahnen geschnitten, ber Gürtel wird hinten mit einer Knopfleiste geschlossen. H. Wie soll das Zeugnis der Hausgehilfin aussehen? Das Deutsche Frauenwerk, Abt. Volkswirtschaft-Hauswirtschaft, Gaustelle Hessen-Nassau, Frankfurt a. M. schreibt: Nach unserem geltenden bürgerlichen Recht hat jeder Arbeitgeber bei ber Losung eines Dienstverhältnisses bie Pflicht, bem ausscheibenben Arbeitnehmer eine Bescheinigung über Art unb Dauer bes Beschäftigungsverhältnisses unb auf Wunsch auch über Leistung unb Führung auszustellen Erne Erweiterung biefer Bescheinigung zu einem Z e u g- n i s ist auch für bie Hausgehi 1 f in üblich geworben. Die Beschäftigung pflegt sich über eine längere Zeitspanne zu erstrecken wenn sie nicht von vornherein als Aushilfe gebucht worben ist. Unb baraus, baß bie Hausgehilfin ihre volle Arbeitskraft für lange Monate ober Jahre biefem einen Haushalt roibmet ja sogar in bie Hausgemeinschaft bes Arbeitgebers ausgenommen wirb^ erwächst für bie Hausfrau ganz lelbstverstandlich eine roeitergebenbe Fürsorgepflicht, als bei nur ganz kurzfristigen Beschäftigungen. Die enbet nicht mit bem Dienstverhältnis, fonbern birg bie Verpflichtung in sich, nach Beenbigung besseren bem anberen Teil möglichst bie Wege zu seinem wirtschaftlichen Fortkommen zu ebnen unb zu erleichtern 1 Erna T war fünf Jahre vom 1. April 1929 bis zum 31. März 1934 als Hausgehilfin bei mir tätig. Ihre Arbeit verrichtete sie zu meiner Zu- friebenheit. Sie war willig unb ehrlich Das ist ein Zeugnis? Nein, bas ist eine Arbeitsbescheinigung, bie zwar ganz genau ben Vorschriften des BGB. entspricht unb nichts Nachteiliges gegen bie Arbeitnehmerin enthält, aber in ber vorliegenden Form nicht geeignet ist, ihr bei ber Stellung- suche gute Dienste zu leisten Wenn jemanb fünf Jahre ober vielleicht noch länger in einem Haushalt tätig war, ist es ganz sicher, baß seine Leistungen unb sein Betragen bis zum Schluß ben Arbeitgeber befriedigt haben müssen Sonst wäre bas Dienstverhältnis wahrscheinlich längst gelost. Es ist aber auch verstänb- lich, baß bei bem sehr engen Zusammenarbeiten zwischen Hausfrau unb Hausgehilfin, bas ja zugleich ein Zusammenleben ist, sich mit ber Zeit kleine, nicht wichtige Meinungsverschiebenheiten um so eher ergeben, je mehr bie Hausgehilfin wirklich mit Liebe,' mit Herz unb Kopf bei ihrer Arbeit ist. Auch, baß nach langen Jahren ©rünbe eintreten können bie ohne ein Verschulben von einer ber beiben Seiten eine Lösung bes Dienstverhältnisses mit sich bringen, ist natürlich. Unb nun kommt es mieber zu so einer kleinen Reiberei zwischen Hausfrau unb Hausgehilfin. Das wirkt bann plötzlich auf bas Zeugnis ein. Man möchte nicht loben unb anerkennen, weil man verärgert ist; anbererfeits besteht bie Pflicht zur Arbeitsbescheinigung. Schon ist es geschehen. Arbeitszeit unb Beschäftigungsart werben bestätigt. Das ist alles. Aber biese Handlungsweise ist durchaus verwerflich und in bem ooriiegenben Falle beinahe einer bewußten Schäbi- gung ber Hausgehilfin in ihrem Fortkommen gleichzusetzen. Die Verantwortung bes Betriebsführers für bas Wohlergehen seiner Belegschaft hört nicht im Augenblick ber Künbigung auf. Das wäre bequem. Seine Pflicht aber' geht weiter unb forbert, baß bem Ausscheibenben ein Zeugnis gegeben wirb, bas feine Leistungen eingehenb unb gerecht roürbigt unb eine wirkliche Erleichterung in seinem wirtschaftlichen Fortkommen bebeutet. Die Hausfrau weiß z. B„ baß es eine gute Empfehlung bebeutet, wenn bie Hausgehilfin zu Kinbern fteunblich ist, sie zu beschäftigen versteht. Sv ist es ihre Pflicht, eine entfpredjenbe Bemerkung in bas Zeugnis zu fetzen Auch baß gute Kochkenntnisse vorhanben sinb unb baß einfache Näharbeit mit Geschick ausgeführt werben kann, gehört hinein wie eine Erwähnung ber unermüblichen unb verantwortungsbewußten Tätigkeit währenb einer Krankheit der Hausfrau. Dann ist das Zeugnis richtig. Obstkuchen. Von SriOo Atsch, Bad-Iiaubeim. Wer von uns hätte nicht Lust auf em Stückchen selbstgebackenen Dbstkuchen zum Sonntagnachmit» tagskasfeel Es ist gar nicht so viel Arbeit, auch Backoorschriften hat man. Trotzbem hat bie Sache Schwierigkeiten, an bie man vielleicht im Augenblick nicht benft. In unfern Mehltüten ist ja nicht mehr basfelbe, was früher barin war, als wir ben letzten Dbstkuchen backten. Wir erhalten jetzt drei verschiedene Mehltypen, bie jebe einen Zusatz von 7 v. H. Maismehl enthalten Vorher hatten wir nur reines Weizenmehl. Nun wirb alles Mehl schon mit bem Maismehlzusatz in ber Mühle versehen, unb niemanb bars bem Käufer eine andere Mehlmischung geben, als die ihm zum Verkauf geliefert ist Zu Anfang erhielten wir manchmal Mischungen, die der Verkäufer nach seinem Gutdünken zufammengestellt hatte. Wenn wir jetzt eine Mehltype kaufen, muß sie Driginalmischung sein. Wir wissen also ganz genau, was wir in der Tüte haben und richten unsere Kuchen danach em. Unsere bisherigen Backvorschriften sind gewöhnlich für reines Weizenmehl gedacht. Wir müssen sie nun etwas verändern. Maismehl hat die Eigenschaft, alles Gebäck trocken zu machen. Es braucht mehr Nässe als Weizenmehl. Nehmen wir nun genau unsere alten Vorschriften, so kann das Maismehl nicht genug ausquellen, und das Gebäck bleibt klein und hart. Nun ist aber nichts gefährlicher, als mehr Milch aufs Geratewohl in den Kuchen zu tun. Außerdem quillt das Weizenmehl nicht immer gleich, auch wenn es dieselbe Type ist wie das vorige Mal. Da müssen wir uns anders helfen. Wir nehmen in den Kuchen mehr Eigelb unb weniger Eiweiß. Denn Eiweiß hilft ben Kuchen trocknen. Statt vier Eiweiß unb vier Eigelb fünf Eigelb und brei Eiweiß. Haben wir Backoorschriften ohne Eier, wie z. B oft Hefenkuchen, so machen wir ben Teig in b e r Festigkeit fertig, wie wir es gewohnt waren unb geben bann auf 500 Gramm Mehl einen Eßlöffel Sahne, Aepfelwein ober Süßmost barunter. Als Fettzusatz in unsere Kuchen eignet sich befonbers gut bas neue Rapsfe11. Wer es noch nicht kennt, wirb gern einen Versuch machen. — Nun ein paar Vorschriften. Blechkuchen mit D b ft. 100 ©ramm Raps- fett, 50 ©ramm Rinbsfett lasse zerfließen, rühre 2 Eigelb, 3 Eßlöffel Zucker barunter unb schlage tüchtig. Don einem halben Liter lauwarmer Milch nimmt man 3 Eßlöffel ab unb löst 50 ©ramm Hefe barin auf, rührt alles zusammen unb knetet 750 ©ramm gesiebtes Weizenmehl, Type 1050, barunter. Den Teig streicht man mit ber nassen Hanb auf bas gutgefettete Kuchenblech. Zu Pflaumenkuchen werben bie Pflaumen erst gewaschen, abge- trocfnet, ausgesteint unb am Ranb eingekerbt, ehe wir sie auflegen. Legen wir sie mit der offenen Seite nach oben, streuen wir etwas geriebene Makronen darauf, Zwiebackbrösel tuns auch, um bie Nässe aufzufangen. Kommt bie Schnittfläche nach unten, streuen wir bie Krümel vor bem Belegen barauf. Bei Apfelkuchen nehmen wir statt ber Brösel Korinthen. Mürbe, lose, nicht zu saure Früchte sinb am besten. Kommt ber Kuchen auf ben Tisch, beträufeln wir ihn mit wenig frischem Bienenhonig unb süßen bann erst mit Zucker. Mürbeteig für Dbstkuchen. 125 ©ramm Fett ober eine halbe Tasse gesammelte Milchhaut ber gekochten Milch, 70 ©ramm Zucker, 1 Ei, 1 Teelöffel Vanillezucker knetet man mit 250 ©ramm Mehl, Type 1050 ober 812, zusammen, gibt 1 Teelöffel geriebenes Weißbrot bazu, rollt ben Teil aus unb belegt bamit eine Springform mit Ranb. Nachbem er eine Viertelstunbe vorgebacken ist, wirb er mit 2 Eßlöffeln geriebenem Zwieback bestreut unb mit gebämpftem Dbst, ber Jahreszeit entsprechenb, belegt. Das Dbst muß gut abgetropft sein. Mirabellentorte. Einen rohen Mürb- teigboben füllen wir folgenbermaßen: 250 Gramm Zucker schlagen wir mit vier Eigelb schaumig, rühren 125 Gramm geriebene Haselnüsse unb ben festen Schnee der Eier barunter. Auf ben Boben legen wir bicht ausgesteinte Mirabellen mit ber Haut nach unten, verteilen bie Flüssigkeit barüber und baden bei mäßiger Hitze eine Stunde. Mirabellenkuchen auf anbere Art. Wir bringen ben oben genannten Hefenteig bünn auf ein Blech unb baden ihn etwa zehn Minuten vor. Dann bestreichen wir ihn mit einem Vanillekrem aus einem Ei, einem halben Liter Milch, 25 ©ramm Mais- ober Kartoffelmehl und 50 ©ramm Zucker. Der Krem barf nicht kochen. Er wirb warm aufgestrichen Darauf kommt eine Hanb voll zerbröckelter Zwieback ober Makronen zum Aufnehmen überflüssiger Flüssigkeit unb bann bie gewaschenen, abgetrockneten, ausgesteinten Früchte. Das Einfüllen bes Krems unb ber Früchte muß schnell gehen, bamit ber Kuchen nicht zusammenfällt. Dann fertig backen. Dbfttorten mit Weinge 1 ee. Einen gebackenen Mürbteigboben belegt man mit kleinen, halbierten Aepfeln, bie man in Zuckerwasser gar gewellt t)at, ohne baß sie bie Form verloren haben. In einen halben Liter bes Apfelsaftes gibt man etwas Weißwein ober Arrak nach Geschmack unb fügt acht Blatt weiße Gelatine, bie man vorher eine Sekunbe lang in heißes Wasser gesteckt hat, hinzu, bis biese sich ganz aufgelöst hat. Ist der Saft abgekühlt und fängt an, dick zu werden, gießt man ihn über die Aepsel und stellt die Torte auf Eis. Nach der gleichen Vorschrift kann man auch Pfirsich- und Aprikosentorte anfertigen. Ebenso sind Weintrauben für eine Torte sehr geeignet. Hier belegt man den gebackenen Mürb- teigboben mit rohen, gewaschenen, abgezupften und mieber abgetrockneten Weinbeeren unb bereitet barüber ein Gelee, bas man aus oerbünntem Weißwein ober Traubenmost hergestellt hat unb mit Zucker unb Zitronensaft würzt. Eine Vorschrift für Dbfttorte, bie ebenso gut warm w i e kalt gereicht werben kann, ist bies: 6 Milchbrötchen reibt man ab unb weicht sie kurz in entrahmter Süßmilch ober mit etwas Wasser oerbünnter Milch ein, brückt sie in einem Sieb mieber trocken unb zerpflückt sie in kleine Bröckchen. 50 Gramm Butter rührt man mit 100 Gramm Zucker schaumig, gibt Zimt, 6 Eigelb unb das Brot dazu. 1000 Gramm kleine gelbe ober blaue Pflaumen, auch feste Aprikosen schüttet man unausgefteint in ben Teig. Nur bie Aprikosen entfernt man. Lose zieht man bas zu Schnee geschlagene Eimeiß darunter unb bäckt bei guter Hitze eine Stunde. ■ ■ w^s-?v< ■ ■ Der norwegische Tondichter Edvard Grieg starb vor 30 Jahren, am 4. September 1907, in Bergen, wo er auch am 15. Juni 1843 geboren worden war. Grieg hat durch seine Kompositionen eine Volkstümlichkeit erworben, wie kein anderer nordischer Tondichter. Besonders bekannt sind seine Suiten zu Ibsens „Peer Gynt". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Tv. Großen-Linden, 57; 12. Dorothea Walz Tv. Lich, 54; 14. Anna Sack. Tv. Heuchelheim 51; 15. Tilli Hahn. To. Klein-Linden, 50 P. Jugend-Turnerinnen, Oberstufe (53 Teilnehmer, 39 Sieger): 1. Gertrud Greger, Tv. Dortelweil, 59 P.; 2. Heddi Langlouis, T - u Spv. Butzbach, 57; 2 Jmmi Reinstädtler, To Heuchelheim, 57; 3. Marg. Seim, Mtv Gießen, 56; 3. Elisabeth Weckesser, T.- u. Gesangv. Schotten, 56; 4. Erika Schäfer, Mto. Gießen, 54- 4 Ilse Schäfer, T.- u Spv. Butzbach, 54; 5. Emmi Ruppel, T.- u. Spv. Butzbach, 53; 7. Erna Repp, T - u. Gesv. Schotten, 50; 8 Gertrud Kappes Tv Grünberg, 49; 9. Lisa Spamer, T.- u Gesangv Schotten, 48; 9. Irma Braun, To. Wieseck. 48; 10 Irmgard Schäfer, Tv. Wieseck, 47; 10 Milli Lungershausen, Tv. Wieseck, 47; 10. Erna Sack, Tv Heuchelheim, 47; 12. Hildegard Kromme, T.- u Gesangv Schotten. 43; 13 Elisabethe Schmidt. Turng. Laubach, 42; 13. Gretel Kreiling. Tv. Heuchelheim, 42; 14. Herta Lötzberger, Tv Stockheim, 41; 14 Marie Heuser, Tv Watzenborn-Steinberg, 41; 15 Irma Theis. Tv Burg-Gemünden 40 P Jugendturnerinnen, Unter ft ufe (120 Teilnehmer 105 Sieger): 1 Else Seim, Mto Gießen, 68 P.; 2. Lutzi Ebner. T.- u Spv Bubbach, Hanni Ruppel. T.- u Spv. Butzbach, ie 64. 3 Anne- lise Georg, Tv Gießen. Gertrud Schmidt Mtv. Gießen, je 63; 4. Ilse Maurer, To Grünb"rg, Gerta Volkmann, To. Heuchelheim, je 62; 5 Irmhild Schmidt. Mto Gießen. Annelise Waaner T.- u. Spo. Butzbach, je 60: 6. Ilse Baum Post-Snv. Gießen, 59; 7. Ottilie Stoll, To Lana-Göns 58; 8. Erika oan Bentheim, Mtv. Gießen, Else Mister, T- u. Svv. Butzbach, je 57: 9. Hanna Uhrban To. Lich, je 56! 11. Irmgard Reidel, Tv. Heuchelt«-im, Liselotte Boyer, T.- u. Soo Butzbach, je 54 ’2. Liselotte Krausch, Mtv Gießen, 53: 13 ^ma Müller, Tv. Lang-Göns, Hildegard Schöffer, Tv. Berstadt, Erna Hahn. Tv. Heuchelheim Liselotte Rohrbach Post-Spv. Gießen, je 52; 14 Hermine Buß, Mtv. Gießen, 51 P Drittes Bahnradrennen in Gießen. Roch ist die große Radsportveranstaltung das große Straßen- und Bahnradrennen vom 25 Juli in aller Erinnerung, da rüstet der Gießener Rad- sahrerverein von 1885 zu seinem dritten und diesjährigen letzten Bahnradrennen. Das Rennen findet am Sonntag, 12. September, statt. Auch dieses dritte Bahnradrennen wird sich würdig den vorher- gegangenen Rennen anschließen. Jean Schorn, der beliebte Kölner Bahnfahrer, der in den letzten Wochen im In- und Auslande wieder zu großen Lorbeeren gekommen ist, wird wieder dabei sein. Aber auch seine beiden Kameraden aus der deutschen Bahn-Nationalmannschaft, Horn und Kienle, sind am Start. Zum 12. Male: Städte-Achter Wehm-Gießen. Der Städte-Achter, der im Lause der Jahre ichon mehr als traditionell geworden ist, wird am kommenden Sonntag zum 12 Male zwischen den Rudervereinen Wetzlars und Gießens in Gießen ausgetragen werden Die Strecke führt über 2000 Meter Der Start befindet sich „am Felsen' und das Ziel zwischen den Bootshäusern des RE Hassia und der Rudergesellschaft 1877 Das Rennen selbst findet um 16.30 Uhr statt Der übrige Nachmittag wird durch sonstige rudersportliche Ereignisse, wie Auffahrt Damenstilrudern. Einer- und Viererrennen ausgeschmückt werden Erwähnenswert ist noch daß die Schüler der hiesigen Anstalten wie Realschule und Realgymnasium usw ebenfalls an diesem Nachmittag in offenen Gigvierern ihre Kräfte gegeneinander messen werden Was nun den Städte-Achter betrifft ist dieses Rennen das 1926 In« Leben gerufen wurde ichon llmal ausgetragen worden Der wertvolle Wanderpreis wurde gestiftet von den Städten Wetzlar und Gießen Gewonnen wurde der Preis bisher einmal vom Wetzlarer Ruderklub 1880 zweimal vom früheren Verein Rudersport 1913 Gießen und schon । achtmal von der Gießener Rudergesellschaft 1877 | Letzterer Verein ist seit 1930 ununterbrochen Sieger geblieben Drei Boote haben für das diesjährige Rennen gemeldet und gehen wie folgt an Start: 1 Gießener Ruder-Club Hassia. 2 Wetzlarer Ruderverein, 3 Gießener Rudergesellschaft Alle drei Mannschaften dürften sich in ihren Leistungen zur Zeit vollkommen bleichwertig sein Wer wird nun das bessere Ende für sich behalten? Louiö-Farr vor nur 40000 Zuschauern Der mit so großen Hoffnungen abgeschlossene Schwergewichtskamps zwischen den Boxern Louis (USA.) und Farr (Wales) hatte m der Nacht vom Montag zum Dienstag kaum 40 000 Zuschauer in das Neuyorker Pankee-Stadion gelockt Neben der finanziellen Enttäuschung, die der Kampf bei Veranstaltern und Boxern auslöste war man in amerikanischen Kreisen auch mit dem sportlichen Ausgang dieser Begegnung wenig zufrieden Joe Louis, der als hoher Favorit in den Kampf ging, konnte den Britischen Meister Tommy Farr nicht entscheidend schlagen und mußte sich über 15 Runden mit einem Punktsiege begnügen Kurz vor Beginn des Kampfes wurden eine Reihe von früheren Weltmeistern vorgestellt, von denen Max S ch m e l i n g den stärksten Beifall als Weltbester Schwergewichtsboxer erhielt Msterschasten des Gießener Schwimmverems. Wegen Absage der Siegener Schwimmer veranstaltete der Gießener Schwimmverein am Sonntag vor einer großen Zuschauerzahl in der Müllerschen Badeanstalt seine Dereinsmeisterschaften Die Teilnehmer, mit wenigen Ausnahmen Jugendliche, zeigten teilweise sehr gute Leistungen Der Verein kann mit Stolz auf die verflossene Saison zurückblicken Größten Anteil an den gezeigten Leistungen hat der Vereinssportwart Pascoe der sich unermüdlich dem Training seines Schwimmernachwuchses widmete Die Stärke des Vereins liegt noch immer bei den Herren wie auch bei den Frauen im Brustschwimmen Hier kann der Verein im Gau 13 nicht geschlagen werden Bei den Kraulern sind es lediglich Alb old und Herbert die zur Zeit mit der Kraul-Elite unseres Gaues konkurrieren können. Oie Ergebnisse: Männer: 10 0 Meter Kraul, Klaffe A: 1 Werner Albold 1 11,3 Min: 2 Otto Bentz, 1:15 Minuten —Klaffe B: 1. Ä H Hofmann, 1:21,2 Min; 2 W Demper, 1:47.9 Minuten 2 0 0 Meter Brust Klaffe A: 1 Fred« Mewes 3-09.4 Min: 2 Heinz Ortwein. 3 10 Minuten Der ©aumeifter Mewes konnte den Jugendlichen nur knapp besiegen Beide werden im Gau nur schwerlich gleichwertige Gegner finden 100 Meter Brust Klasse B: 1 M Ruckels- hausen 1:33.6 Min.: 2 Will- Keiner, 1:34,3 Min.; 3 Werner Schaub 1:43 Minuten. Die beiden Ersten erzielten gute Zeiten 400 Meter Brust, Klasse A: 1. Heinz Ortwein, 6 58 Minuten - Klasse B 1 Willi Keiner. 7:22.2 Min., 2 Ruckelshausen 7:22,4 Min.. 3 W Schaub, 7:43.4 Minuten Ortwein erreichte trotz verhaltenen Schwimmens eine sehr gute Zeit In der B-Klasse konnte Keiner Revanche an der Niederlage im 100-Meter-Brustschwimmen nehmen. 4 00 Meter Kraul 1 W Albold. 6:31,5 Minuten. 2 K H Hofmann. 6:44,5 Min. 3 Otto Bentz, 6:47,4 Minuten Auch hier ist Albold seinen Kameraden noch weit voraus Hofmann kann, wenn er sein fleißiges Training beibehält, auf der langen Strecke seinem Kameraden Albold gefährlich werden. 100 Meter Rücken 1 H Ortwein 1:31 Minuten, 2. W Amend 1:33,5 Min.; 3 H Kleinke, 1:59,9 Minuten Hoffentlich wird Amend, durch diese Niederlage angespornt ein fleißigeres Training eingehen Frauen: 1 00 Meter B r u st Klasse A: 1. E. Schüler, 1:43 Min,, 2. L Schilling, 1:43,5 Min. 3. O Georg, 1 46,2 Minuten Fräulein Schüler konnte knapp, aber doch sicher gegen Fräulein Schilling gewinnen - Klasse B 1 L Pfeiffer, 1:55 1 Min.. 2 M. List 1:56 Min.. 3 H Funk 1:57 Minuten Hier siegte überraschend Fräulein Pfeiffer Die Zeiten der drei Besten sind gut 5 0 Meter Kraul 1 E Schüler 40.6 Sek.; 2 O Georg, 42 Sek.. E Plank 43 Sekunden 5 0 Meter Rücken Klasse A: 1 E Plank, 48 Sekunden — Klaffe B 1 Helga Funk 56 Sek; 2 G Schlarb. 59.9 Sekunden Fräulein Plank kann mit besserer Konkurrenz besser schwimmen Knaben: 100 Meter Bru st 1 G Funk. 1:45,1 Min.; 2 Th Bieker, 1:51.9 Min.. 3 W Jung, 1:59.9 Minuten Hier zeigte Funk ein hervorragendes Rennen, das durch die gute Zeit noch erheblich verbessert ist 50 Meter Kraul' 1 G Funk, 39 Sek.; 2 W. Jung, 46,5 Sek.; 3 N. Pfeiffer, 49,3 Sek 5 0 Meter Brust Für Anfänger: 1. P Haas. 59.4 Sek.: 2 G Müller. 1:17 Minuten. Aus den Ergebnislisten berg, je 74; 19. Wilh. Hartmann, Tv. Lich, Kurt Wagner, To. Lang-Göns, je 73; 20 Hanfried Jung, Tv Klein-Linden, Eugen Ernstberger Spo. Bad- Nauheim Wilhelm Müller. To. Lang-Göns, H. Otto Schüßler. Tuspo Butzbach, je 72; 21. Willi Eisenhut, To. Wieseck, Walter Siegel, To. Heuchelheim, Wilh Marsteller, Tv. Lang-Göns, je 71; 22 Hans Hofmann, Tv Lang-Göns, 70: 23 Hch. Heller, Tv. Echzell, Otto Jung, To. Watzenborn-Steinberg, je 69, 24. Walter Lang, Tv. Heuchelheim, Fuchs, Tv. 1846 Gießen, je 68; 25. Helmuth Schmidt, Tv. Grünberg, Albert Briegel, To Garbenteich, Karl Hofmann, T. u. Gesv Schotten, Willi Becker, To. Steinbach, je 67; 26 Eugen Feistenbeiner, Tv. Grimberg, Ewald Ruckelshausen, Tv. Staufenberg, Walter -Forbach, Tv Krofdorf, je 66; 27. Jakob Serth, To. Steinbach, Richard Diehel, To Kirch- Göns, Karl Damm. To Gutheil Reiskirchen, Helmut Gatzert, To. Lang-Göns, je 65; 28 Erich Velten, Tn Großen-Linden, Walter Jung, Post--sporto. Gießen, Karl Häuser, To. Gutheil Watzenborn, W> Helm Doehl, To Kirch-Göns, je 64. 29 Wilh Block Turn- u. Sporto Obbornhofen. 63 Punkte. Jugend-Unterstufe (294 Teilnehmer, 280 Sieger): 1 Sieger Erich Rinn, To Heuchelheim, 98 Punkte; 2 Willi Pepperling, To. Ruttershausen, 91, 4 Fritz Walter To Gutheil Beuern, 88; 7. Alfred Kraft, Tv. Krofdorf, 82, 9 Karl Stock. To Guiheil Reiskirchen. 80. 11 Arno Keller, To. Krofdorf, 78 12 Karl Wagenbach, Mto Dau- bringen, Ludwig Walther, Mto Doubringen, je 77; 14. Hermann Ludwig, To. Heuchelheim 74; 15. Ewald Eckhardt, Tv. Lang-Göns, Erich Kraft, To Bleichenbach, je 73: 16 Robert Sparr, Tv Wieseck. Arthur Sack, Tv. Heuchelheim, Richard Diefenbach, To. Berstadt, Heinz Müller. To. Lang-Göns, je 72; 18. Wilhelm Lepper, Mtv Daubringen, Willi Hahn, Tv. Heuchelheim, je 70, 19. Rudi Junker, Tv. Großen-Linden, 69; 20. Walter Käth, To Gutheil Beuern, 68; 21. Helmut Rausch To. Gutheil Reiskirchen Albert Eldracher, Tv Butzbach, Helmut Velten, To Großen-Linden, je 67; 22 Willi Klinkel, Tv Wißmar, Otto Schmidt, Tgm. Laubach je 66; 23 Robert Glaub, Tv Berstadt. Walter Ruppel, Tv Nieder-Weisel, je 65 Punkte. Altersturner, Klasse A, 30 bis 40 Jahre (199 Teilnehmer, 190 Sieger): • 1. Sieger Karl Michels, Tv. 1846 Gießen, 86 P.; 2. Otto Dietz, VfL Lollar, 82; 3. Fritz Weitershaus, Tv. Großen-Linden. 81; 4 Ludwig Olemotz, Tv Kesselbach, 80; 5. Sturmmann Karl Reuter, Tv Gießen, 78; 6 Heinrich Volz, To. 1860 Lich, Willi Klock, To Nidda, je 76; 7 Wilhelm Weißmantel, Polizei-Spo. Gießen, 75; 8. Otto Köster, Tv Lang- Göns, 74; 9 Walter Zerndt, Skiklub Gießen, Ludwig Wenzel, Turn- u Gesangv Schotten, je 72; 11. Philipp Launspach, To Reiskirchen, 70, 12. Karl Volz, To Lich; Wilhelm Zipse, Tv Watzenborn-Steinberg. Heinrich Becker, Tv Kesselbach, je 69; 13. Adolf Müller. Post-Spv Gießen, 68; 14. Karl Keßler, To Großen-Linden. Philipp Weller, Tv Heuchelheim; Heinrich Schmuck, To Staufenberg, je 67; 16 Ferdinand Becker, To Reiskirchen; Albert Väkenstedt. Skiklub Gießen. Ludwig Fink, Tv Staufenberg, je 65; 17 Scharführer Karl Röhm, Pi. 2/116 Gießen: Otto Bender und Rudolf Schmidt, Turn- u. Sportgem Rodheim (Bieber), je 64; 18 Heinrich Deibel, Tv Staufenberg: Hermann Fark Tv Nidda, ie 63; 19 Karl Reitz, Poli- zei-Sptv Gießen, 62; 20. Geora Höchst, Tv Londorf; Wilhelm Hemmerle, To Krofdorf, je 61 P. Altersturner, Klasse B, 40 bis 50 Jahre (113 Teilnehmer 112 Sieger): 1. Hermann Fink, Truppführer SA -Standarte 254 Lauterbach, 81 P.; 4. Hermann Rink, Polizei-Svtv Gießen. 74; 8 Reinhard Lotz, Scharführer SA-Standart? 116 Gießen 70: 10 Heinrich Raab, Polizei-Svtv. Gießen; Karl Strack Tv Gießen, je 68; 11 Paul Schwender, Sturmführer SA.-Sturm 43/116 Gie- fcf'n. 67; 12 Ludwig Hasselbach. Turn- u. Svortg. Rodheim a. d Bieber, 66; 14 Otto Hofmann, Tv. Großen-Linden: Otto Dieruss, Truvpführer SA.- vom Hoherodskops-Vergsest. Sturm 23/116 Gießen, Karl Heßler, Tv. Hungen, je 64; 15 Georg Heß, Rottenführer SA.-Sturm 43/116 Gießen, 63 Punkte. In fleißiger Arbeit des Berechnungsausschusses des Hoherodskopi-Bergfestes und der Helfer und Helferinnen an der Schreibmaschine wurden bald nach Beendigung des Festes die umfangreichen Ergebnislisten fertiggestellt 36 engbeschriebene Seiten geben zahlenmäßig einen Rechenschaftsbericht von den Leistungen, die von den Wettkampfteilnehmern gezeigt wurden, und verzeichnen dabei viele Hunderte von Namen Nachfolgend vermitteln wir einen Auszug aus diesen Ergebnislisten: Turner-Oberstufe. Vier-Kampf (71 Teilnehmer, 65 Sieger): 1. Sieger Karl Stahlhut, Tv Heuchelheim-Gießen 100 Punkte. 2 Heinz Hermann. VfB -R Gießen 84; 7 Otto Lindenstruth, Mtv Gießen 73 9 Leonhard Launspach, Tv 1908 Reiskirchen Arnold Fehrenbach Mtv Gießen, je 70; 12 Karl Grünnig, Rotts SA-Standarte 116 Gießen, 66; 15 Otto Jüngst, Tv 1846 Gießen. 5>ans Schubert, Mtv Gießen, je 63; 16 Franz Koch, SA -Standarte Gießen, Kurt Strack Mtv Gießen, je 62; 18 Ferd Wolf Scharf. SA -Sturm 11 '145 Nidda, Willi Volkhemier Tv 1859 Nidda Otto Matthies, Tv Grünberg. Albert Peter, Tg. Laubach 1848, je 60; 20 Hch Becker SA -Sturm 22/145. 58, 22 Karl Seipp. Tv Großen-Linden, Georg Kraft SA -Sturmmann Na'254, je 56; 25 Karlheinz Krausch. Mtv Gießen, Adolf Lupp, Tv. 1859 Nidda, je 53. 26 Karl Beier. SA -SZ 1/254. Peter Pfeifer Mtv Gießen, je 51. 27 Clarius, Rottens Stand 116 Gießen, 50; 28 Karl Schwalb, Tv 1859 Nidda, 49, 29 Erich Kreiling, Sturmmann Pi 1/116 48 P. Männer-Unterstufe (347 Teilnehmer, 326 Sieger): 1 Sieger Willy Will, Tvgg Ruttershausen. 92 Punkte, 2 Gustav Weiler, MSV Barbara Gießen 84; 6 Rottens Avg Niemann. Sturm 11/116 79; 9 Willi Färber, MSV Barbara Gießen Berthold Klos SA 1/145, je 76; 10 Friedrich Ott Tvgg Ruttershausen. 75. 11 Albert Bechtold, Tv Wißmar Otto Eger Mtv Gießen je 74; 12. Willy Münzert VfL Lollar, 73; 13 SA -Mann Otto Schneider, 4/116 72; 14 Ludwig Ulm, Tv. Heuchelheim 71; 15 S -Mann Erwin Jakob, Standarte 116 Gießen ll/116.Rottenf Rudolf Krüger, 11'116, Ernst Bellos, Tv 1862 Wieseck Willi Eller- meier. Tv 1846 Gießen Kurt Seip, Tv 1860 Lich, Sturmmann Hasselbach, 1/116 Wilhelm Moos, VfL Lollar je 70; 16 Hans Krämer Tv Heuchelheim Heinrich Sittner Tv Grünberg. Gg Spanner Turn- u Gei -Verein Schotten, Paul Mieritz, Standarte 116 Gießen, 11/116 Walter Höqy Tgm. Laubach je 69 P.; 17 Erich Hahn, MSV Barbara Gießen Karl Specht, Tv 1860 Lich Arthur Kehr To Heuchelheim Ewald Nern, To Kirch- Göns, je 68; 18 Otto Kern, Tv 1846 G'eßen, Heinrich Engel, MSV Barbara Gießen Rudolf Andermann. Tv 1862 Wieseck je 67; 19 Werner Bender, SSp Griedel. 66. 20 Karl Weiß Tv Gut Heil Watzenborn-Steinberg. Julius Klein. Tv 1860 Lich, Karl Elgeiger, VfL. Lollar, Max Roth, Tv. 1908 Reiskirchen je 65; 21 Willi Platt, T.-Spgm. Rodheim. Albert Wenzel Tv Lang-Göns, Sturmmann Werner Herbert 21 116, Hans Wahl, Tgm. Laubach 1848 August Faber. Tv Lang-Göns, je 64 Punkte. Jugend-Oberstufe Vierkamps (209 Teilnehmer, 162 Sieger): 1. Sieger Berthold Goß, Spieloereinigung 1900 Gießen, 97 Punkte. 4 Erich Dpper Tv Reiskirchen. 93. 7 Ludwig Göbel Mtv Gießen, 88; 8 Richard Römer, To Lang-Göns, 87; 9. Willi Bender, Spog. 1900 Gießen, 85; 11 Herbert Fischer, To Großen-Linden, 82, 12. Wilhelm Kerl To Londorf, 81, 13. Karl Harnisch Tv Watzenborn, Heinz Adolph, Spvg 1900 Gießen, je 80. 14. Walter Rinn, Tv Heuchelheim. Hans Imhof, Tges Schotten, je 79; 15 Mehler, Tv 1846 Gießen, Kurt Sondermann, Tv. Alsfeld, Hermann Braun, Tv. Hochelheim, je 78; 16 Richter, To. 1846 Gießen, Ewald Jmmel, Tv. 1862 Wieseck, je 77, 17. Hugo Wagner Tv Großen-Linden, 75. 18 Otto Rau, 'DUd. Gießen, Ernst Jung, Tv. Watzenborn-Stein- Altersturner C, über 50 Jahre (42 Teilnehmer, 42 Sieger): 1. Sieger Otto Hertel, Obersturmbannführer 24/145 Schotten, 82 Punkte; 3. Heinrich Erb. Sturmführer TII/116 Gießen, 77; 4. Ludwig Valentin. Scharführer R 41/116, 75; 5. Heinrich Hamel, Tv 1846 Gießen, 74; 6. Hch Schwalb, Tv. 1859 Nidda, 73; 10 Hch. Listmann, Tv Grünberg. 68; 11 Georg Dickbaut, Tv Als- i"ld 66: 12 Phjlipv Götz, Post-Sntv. Gi"ßen: Wilhelm Hühn, Tv. Eichelsdorf, je 65; 13. Georg Müller. Tv 1859 Nidda 64. 14 Otto Matthies, To Grünberg, 63; 15. Albert Schmidt, To. Lang- Göns; Louis Vogt, Tv 1846 Gießen; Fritz Wie- aandt, Tv 1846 Gießen, ie 62; 16 Albert Bötz, Rottenführer R 41/116 Gießen. 61; 17. Konstantin Bfeffermann. Tn Reiskirchen: Willi Klein, Rottenführer 43/116 Gießen, ie 60 Punkte. Frauen über 18 Jahre (27 Teilnehmer, 23 Sieger): 1. Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 93 P.; 4. Käst Luh, T.- u. Svv. Butzbach, 72; 4. Anne- life Ruppel. T.- u. Soo. Butzbach. 72; 6 Luise Weiß, Tv. Großen-Linden, 65; 10. Anna Weinandt, Not UNd Hilft finden Ole Mütter und ihre Kinder durch do» KilfswerK .Mutter und Kind". Das neue viermotorige Großraum-Flugzeug „Lu 9O/Z. mV™ tinU94ueTDi«m^or^ Wirtschaftlichkeit zu bieten, haben die Iunkers. oderFrachiflugzeugdasinmehrer e a l>"i n unser Bild im Querschnitt zeigt. Es ist ein reines Passagier- auch Raum für Oarberobe9 Wirischastsbetrieb. Tastern üsw enthätTtag W? «S g a sie »bequemste Sitzgelegenheit bietet daneben aber ®e|d,romb,ate“ DOn 350 bib 380 Stundenkilometer Ur. 205 Drittes Blatt Gietzener Anzeiger lGensral-Anzeiger für Oderhessen) Mittwoch t. September t057 Aus der Giadi Gießen. Werkskonzert bei Echunk s Ebe. Der September als erster Herbstmonat. Die Meteorologie, die die Jahreszeiten nicht nach dem Sternenlauf, sondern nach dem sichtbaren Eindruck in der Natur austeilt, rechnet den September bereits als Herbstmonat, indem der 1. September auch gleichzeitig der erste Herbsttag ist, während die kalendarische Rechnung den Herbst erst am 23 September beginnen läßt. Man kann von diesen Termins sagen, daß sie beide keine feste Norm darstellen; in den einzelnen Jahren bestehen große Unterschiede zwischen dem jeweiligen Eintritt herbstlichen Wetters. Die astronomische Rechnung scheidet für unsere Betrachtung aus. Die meteorologische Rechnung gründet sich zunächst weniger auf rem wettermäßige Erscheinungen, als vielmehr auf die äußere Form der Vegetation. Schon im August konnte man das Welken des Laubes beobachten, man stellte namentlich in der zweiten Augusthälfte eine charakteristische Müdigkeit in der Pflanzennatur fest, es fehlte der kraftvolle Impuls der Vorsommer- und Mittsommerzeit. Im September wird diese Erschlaffung der sommerlichen Vegetation noch deutlicher. Wenn man auch in der ersten Monatshälfte noch nicht von dem bekannten bunten Kleid des Herbstes sprechen kann, so ist doch das allmähliche Absterben der Natur unverkennbar Auf diese Tatsachen begründet sich in erster Linie die Terminisierung des meteorologischen Herbstes auf den 1. September. Andernteils läßt sich auch nicht leugnen, daß der Mittelwert der Temperatur, der gemeinhin als das charakteristische Merkmal der jeweiligen Jahreszeit gilt, im September fühlbar zu sinken beginnt. Der Durchschnitt der Luftwärme bewegt sich zwar m den ersten beiden Wochen des Monats noch um 14 bis 15 Grad, doch ist diese Wärme, die sich in Mittagswerten bis zu 25 Grad (normal) steigern kann, nicht mehr so sicher fundiert, wie die Wärme eines Julitages. Wenn im September, wie es gerade in unserem ozeanisch beherrschten Klima der Fall ist. nur einige Tage die Sonne weniger intensiv scheint, so wird man eine auffallende Abnahme der Luftwärme beobachten können. Es kann daher im September schon zu empfindlichen Temperaturrückgängen kommen, die unter Umständen, wie beispielsweise im vorigen Jahre, in der zweiten Monatshälfte die ersten regelrechten Nachtfröste und in den höheren Mittelgebirgen auch schon Schneeflocken auslösen können. Das sind natürlich Ausnahmefälle Im allgemeinen veriügt der September in der Volksmeinung und auch beim Bauer als besonderem Kenner des Naturgeschehens noch über einen guten Ruf Der September verteilt gewissermaßen die Dividenden des Sommers, nicht nur in Form der Ernte, sondern auch wettermäßig, indem er aus den Wärmevorräten des Hochsommers schöpft. Da im September die südwestliche Luftströmung vorherrschend ist, bringen diese Winde, selbst wenn sie in die ersten Herbststürme ausarten, immer verhältnismäßig warme manchmal ausgesprochen subtropisch schwüle Luft mit sich. Eine weitere charakteristische Erscheinung ist im September die Neigung zu kontinentalen 'Hochdruckwetterlagen. Wenn eine solche Hochdruckwetterlage in der ersten Septemberhälfte zustandekommt, pflegen zwar nachts die Temperaturen infolge der verlängerten Nachtzeit und der damit verbundenen stärkeren Ausstrahlung erheblich abzusinken, doch steigen im Laufe des Tages die Temperaturen jeweils wieder zu hochsommerlicher Höhe an. Im einzelnen Verlaufe wird jeder September die ersten untrüglichen Vorstöße des Herbstes bringen Meistens begrenzt sich diese Zeit zwar auf den letzten Teil des Monats, nach dem 20. September, und findet dann in den bekannten Stürmen der Tag- und Nachtgleiche ihren Ausdruck, aber in Jahren mit ausgesprochen unsicherem Wettercharakter — wozu man das laufende rechnen muß — sind auch Die ersten Septemberwochen in dieser Beziehung schon gefährdet. Die Ausgangspunkte der ersten Herbsteinbrüche im September sind durchweg die nordwestlichen Meere Europas bis in die Polarzone. In diesen Klimagebieten macht die Abkühlung bei dem stark erniedrigten Sonnenstand schon schnelle Fortschritte Ueber Island und dem Nordmeer sind in der zweiten Septemberhälfte die ersten Schneestürme des neuen Winters fällig. Auch Skandinavien, insbesondere die nördlichen Provinzen, erhalten, klimatisch gesehen, im September bereits ihren ersten Winterfrost. Wenn dann die Luftströmungen — wir erinnern wieder an den September des vorigen Jahres — überwiegend nordwestlicher oder nördlicher Herkunft sind, so können sich auch für die mitteleuropäische Klimazone schon empfindliche Temperaturrückgänge ergeben. Wie in diesem Jahre die Entwicklung verläuft, ist sehr schwer zu sagen Es sei nicht der Hinweis unterlassen, daß man in den kommenden Wochen mit einer erheblichen Steigerung der Sonnenfleckentätigkeit rechnet und daß in Verbindung damit wesentliche Umgestaltungen der Wetterlage, die im August schon zeitweise in Erscheinung traten, sich noch deutlicher durchsetzen können. Ein unbeständiger und unfreundlicher Herbst ist deshalb nicht ausgeschlossen. Dornoirzeri. Tageskatender für Mittwoch. NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude": 20.15 Uhr im Stadttheater, Willy Reichert - Abend. — Gloria-Palast (Seltersweg); „Truxa". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Mein Sohn, der Herr Minister". 7!SB. Ortsgruppe Gießen-Aord. Am Mittwoch, 1., Donnerstag, 2., und Freitag, 3 d M., wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen. 7!GV. Ortsgruppe Gießen-Güd. Am Mittwoch, 1., Donnerstag, 2., und Freitag, 3. September dieses Jahres, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Ledensmittel-Opfer- ringsammlung durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten BOM.-Untergau 116. Dienslbefehl! Am Mittwoch, 1. Septbr., findet auf der Dienststelle des Untergaues um 19.30 Uhr eine Führerinnen - Besprechung sämtlicher Mädel - Gruppen-, Schar- und Schaftsführerinnen der Gruppen 5, 6, 15. 16, 17, 18, 19/116 statt. Erscheinen jeder Jung- genossin ist Pflicht. Beim Entrümpeln auf Archivmaterial achten. NSG. Das Hauptarchlv Der NSDAP., München, hat anläßlich der neuen Entrümpelungsaktion folgenden Aufruf zur Sammlung geschichtlichen Materials erlassen: Deutsche Volksgenossen! Wenn ihr eure Speicherräume entrümpelt, achtet auf geschichtlich wertvolles Gut! Diele von euch haben noch alte Zeitungen und Zeitschriften Der nationalsozialistischen Bewegung oder unserer früheren Gegner aufbewahrt und aus Mangel einer anderen Ablagemöglichkeit im Speicher untergebracht. Vielleicht habt ihr auch noch alte Briefe oder Akten, die sonst von geschichtlichem Wert fein können. Vernichtet dieses Material nicht, sondern gebt alle Zeitungen, Zeitschriften, Dokumente, Bilder, Flugblätter, Plakate, politische Bücher und Broschüren an das Hauptarchiv der NSDAP., München, Barerstraße 35. Dieses wird Der Gefolgschaft der Firma Schank & Ebe war am gestrigen Dienstag um die Mittagsstunde eine schöne Werkpause beschieden. Die NS.-Ge- memschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete im Einvernehmen mit der Leitung des Betriebes ein Werkskonzert das für die Zuhörer ein schö- nes(Erlebnisrourbe Schon die äußeren Umstände waren der Sache günstig. Das gute Wetter gestattete die Abhaltung des Konzertes im Freien. Die Vorbereitungen waren mit großer Sorgfalt getroffen worden. Im Hofe zwischen dem mächtlgey Portal und dem Hauptbau waren halbkreisförmig viele Bänke aufgefteUt. Die breitästigen Bäume •W V w MU 1 hielten den natürlichen Kvnzertsaal in kühlem Die Gefolgschaft lauscht aufmerksam den musikalischen Darbietungen. '"’W NW * ■ V I Schatten, und nur da und dort brach das Sonnenlicht durch das Blätterdach und warf spielerisch zitternde Kringel auf Mauern, Bänke und den frischen Kies. Das warme Rot mehrerer Hakenkreuzfahnen kontrastierte reizvoll mit dem satten Grün der Blätter. Der Reichssender Frankfurt a. M. war mit seinen Geräten da und stellte seine Mikrophone mit hohen blitzenden Stativen auf. Inzwischen kam das Musik-Korps I R. 1 16 an und der stattliche Werkchor trat zu einer letzten Probe vor dem Mikrophon an. Bald darauf füllte sich Der weite Hof mit der Gefolgschaft des Betrie- Der Werkschor singt. - bes. Pom Betriebssichrer bis zum jüngsten Stift nahm jedermann teil. Kreisobmann Hermann Wagner war für die Deutsche Arbeitsfront erschienen. Inzwischen hatte sich auch am Tor eine stattliche Zuhörerzahl eingefunden. Die Schuljugend erschien in hellen Scharen. Mancher Bauer, der gerade mit Kühen ober Pferben unterwegs war, schaute von seinem Wagen aus über bie Mauer unb hörte zu. Der Betriebsobmann V o l k m a n n hielt eine kurze Begrüßungsansprache unb gab ben Hörern bes Runbfunks einen gebrängten Ueberblick über ben Charakter bes Werkes unb bie Bebeutung ber Erzeugnisse ber Firma. Dann konzertierte bas Musikkorps bes JR 116 Gießen unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt. Der „Pittoreske Marsch" (Männecke) leitete ein; bann folgten bie Ouvertüre zu „Artistenleben" unb ber Walzer „Im Tal ber schönen Isar" (beibes von Löhr). Anhaltenber Beifall bankte ben Solbaten, benen es eine Freube gewesen sein mag, vor Volksgenossen zu musizieren, bie sich von ber Arbeitsbank, vom Zeichen- ober vom Schreibtisch her zu einer beschaulichen Stunbe eingefunben hatten. Eine schöne Bereicherung fanb bas Konzert burch brei Lieber bes Werkchores, ber unter Leitung von Dirigent B e n b e r (Watzenborn - Steinberg) - (Aufnahmen |2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) sang. Man hörte „Freiheit, bie ich meine" (Groos), „Zu Straßburg auf ber Schanz" (Silcher) unb schließlich bas „Lieb ber Bauleute" (Schüler). Die Lieber waren sichtlich mit viel Sorgfalt unb Liebe eingeübt worben unb in ihrer Wiebergabe über alles Lob erhaben. Die gesangliche Leistung stand der eines Gesangoereinschores keineswegs nach. Die Gefolgschaft bankte bementsprechenb herzlich Im weiteren Verlaufe ber Veranstaltung horte man von bem Musikkorps ben „Sommekämpfer- marsch" (Stieberitz), bie „Parabe ber Stranbmxen", bann bas Potpourri „Volk im Lieb" (Robrecht), bas eine Fülle ber volkstümlichsten Weisen brachte, unb zum Abschluß ben „Chikago-Marsch" (Maber). Die Darbietungen, bie burch bie günstigen akustischen Verhältnisse im Hofe zu befonberer Wirkung gelangten, würben immer roieber mit anhaltenbem Beifall aufgenommen. Der Kreiswalter ber NSG. „Kraft burch Freube" Pg. Müller (Gießen) bankte zum Schluß allen benen, bie zum guten Gelingen ber Werkpause beigetragen hatten, unb schloß bie Veranstaltung mit einem Gebenken bes Führers. Dankbar unb befriebigt verließ wohl jeber Zuhörer ben Hof, in bem sich Betriebsführung und Gefolgschaft in herzlicher Betriebskamerabschaft vereinigt sahen. Vor einem Denkmal Von Werner Schumann. In ber schönen, leuchtenben, bächle-burchrausch- ten Stabt Freiburg im Breisgau wars, auf bem Rathausplatz mit bem Brunnenbenkrnal bes Berthold Schwarz, als eine kleine, apfelkauende Badenserin auf den steinernen Mönch zeigte und mich treuherzig fragte: „Du, Onkel, ist das da oben ein Heiliger?" Ein Heiliger? Hm. Er trägt freilich die Mönchskutte, der nachdenkliche Mann, unb ich hab ihm wohl über Gebühr lange ins ernste unb boch auch milbe Gesicht geschaut, aber ein Heiliger ist er darum wohl kaum, denn er hat immerhin das Schießpulver erfunden, was zu feiner Zeit eine Revolution des gesamten Kriegswesens bedeutete; und so weiche ich denn der delikaten Frage aus unb tröste bie schwarzhaarige Freiburgerin: „Ein Heiliger nicht grab, boch ein sehr kluger Mann, ber eine große Erfinbung gemacht hat." Unb hab's kaum ausgesprochen unb einen fluchtigen Augenblick an Bertholb Schwärzens finsteres Labor geb ad) t mit Salpeterbämpfen, Schwefel unb allerlei mysteriösen Gasen, ba kommen auch schon schneeweiße Tauben herbeigeflattert, um sich anmutig auf ber kreisrunben, kappedebeckten Tonsur unb ber Hanb nieberzulassen, bie finnenb zum Kinn erhoben ist. Sieh ba, bie Tauben! Die Boten bes Fnebens haben sich augenscheinlich mit bem Schießpulver- Erfinber ausgesöhnt. Unb nicht erst seit gestern unb heute. Es kann kein Zweifel bestehen, baß ganze Tauben-Generationen ben täglichen Weg zu Schwärzens Linker unb ber höchsten Stelle seines sanft geneigten Hauptes fanben. Denn sie haben, wie es Tauben zu tun pflegen, unmißverstänbliche Spuren hinterlassen. In ber Tat em Bilb, bas nachbenklich stimmt. Zwar herrscht über bas Leben unb Treiben bes Bertholb Schwarz, ber bürgerlich Konstantin Anck- litzen hieß unb in ber weinbergumsäumten Stabt Freiburg vor über 600 Jahren zur Welt kam, noch immer Unklarheit, unb man weiß nicht recht, ob er bie weltbewegenbe Erfinbung in Mainz ober Nürnberg, m Goslar ober m Köln ober vielleicht gar im Gefängnis gemacht hat, wohin man ben schwarzen Magier Schwarz — ben Namen trugen ihm seine „teuflischen" Schwarzkünste ein — wegen gefährlicher Zauberei brachte Nur ein Narr auch könnte seine epochale Erfinbung geringer ansehen, weil sich bie Jnber unb die Chinesen schon vor der christlichen Zeitrechnung mit derlei explosiven Dingen abgaben. Ader dennoch, dennoch, großer Chemiker des Mittelalters Berthold Schwarz — und obwohl das Schießpulver ein halbes Jahrtausend lang Städte sprengte, Länder verwüstete und Millionen Menschen tötete oder verstümmelte — dennoch zittert die Welt heute vor weitaus schrecklicheren Möglichkeiten und Gefahren, und es könnte einmal, was wahrlich niemand wünscht, der unselige Tag kommen, ba bas Schießpulver nur noch als ein verhältnismäßig harmloses unb humanes Mittel ber gegenseitigen Vernichtung betrachtet wirb. Ihr „zwei schneeweißen Tauberln", soll man euch symbolisch nehmen? Ihr scheint wahrhaftig euren Frieben geschlossen zu haben mit bem schwarzen Magier Schwarz in ber Franziskanerkutte. Ja, gurt nur, plustert euch, schnäbelt euch nur hurtig zu an bes steinernen Mannes Nasenspitze vorbei! Schau ihn bir nur ruhig an, kleine, barfüßige Freiburgerin. . Es ist kühl unb friebvoll hier am Brunnlem zu Füßen bes Postaments, bas Leben rauscht vorüber, es duftet von irgenbwoher nach bem prächtigen „Kaiserstühler", zärtlich gurren bie Tauben ini ber Höh' unb rinnt aus ben Röhren bas silberne Wasser. Atienglische Anekdoten. Gesammelt von Karl Kerbel. A b f d) i e b. Einer jener überlebensgroßen Iren, bie, wenn sie besonbers stattlich geraten swb heutzutage ben Stolz ber Neuyorker Schutzmannschaft bllben, würbe von einem englischen Offizier gebnllt. Der aufgeregte kleine Hauptmann mar mit femem Rekruten gar nicht zufrieben unb Idjob ihm bie Stockkrucke er- „K°pf hoch! Augen fiej?nbUfo soll ich's immer machen, Sir?" fragte „Ich unb unb bem d°,Jawohl!" krähte der kleine Hauptmann. „Dann leben Sie wohl,„ <5ir , sagte Pabby. sehe Sie niemals roieber." S.ie sollen es roieber haben. Ein alter Abvokat, ber in seinem langen ruhmreichen Leben zahllose Prozes - g°,uhr fast ebenfooiele gewonnen hatte biftierte auf Totenbett ein Testament, burch bas er sein riesiges Vermögen den Irrenhäusern des Landes vermachte. „Aber warum denn gerade den Irrenhäusern?" fragte sein Schreiber fassungslos vor Staunen. Der alte Advokat lächelte. „Von den Verrückten in England habe ich mein Geld bekommen", sagte er. „Sie sollen es wieder haben." Das Schicksal begünstigt einen Quacksalber. Zu einem Quacksalber, der in Kent sein sittenwidriges, aber einträgliches Gewerbe trieb, kam ein Bauer und verlangte ein Mittel, das ihm dazu verhelfen sollte, ein verlorenes Schaf wiederzufinden. Es nutzte dem Wunderdoktor nicht, daß er den Fall mit eindringlichen Gebärden als nicht in sein Fach schlagend ablehnte: Der Bauer drohte unzweideutig mit dem, was man im alten Oesterreich „Brachialgewalt" nannte; und seine Brüder unb Vettern murmelten im Hintergrund einen bumpf bebroh- lichen Bestätigungschor. Gab also ber Quacksalber bem ßanbmann ein paar Pillen, bie ihn nach menschlicher Voraussicht zunächst am Wieberkom- men oerhinbern mußten; bann bachte er ernsthaft unb angstvoll nach unb erwog eine Ortsveränbe- rung. Das Schicksal inbessen hatte einen wohlgelaunten Augenblick. Der Bauer nahm zur Vorsicht alle Pillen auf einmal —, so baß er schon auf bem Heimwege jählings in braufenbem Galopp in em Wälbchen sauste. Was aber fanb er in bem Wälbchen? Sein verlorenes Schaf. Seither hätte auch ein Massensterben ber Patienten ben Ruf bes Quacksalbers nicht mehr zu erschüttern vermocht. Der I b i o t. In einem Dorfe bei Southampton hatten sie einen Jbioten, ber seine Tage mit stiller Heiterkeit unb unermeßlicher Nahrungsaufnahme verbrachte. Die Kräfte, zu benen er bei biefer Lebensweise gebiet), suchte man wenigstens baburch nutzbar zu machen, baß man ihn bei Gottesbiensten bie Orgelbälge treten ließ. „Das haben wir mal roieber sein gemacht", sagte eines Sonntags ber Jbiot zum Küster, als bie Orgelmusik besonbers schön geraten war Wir —?!" fragte ber Küster entrüstet. „Was hast benn b u bamit zu schaffen? Du wolltest wohl sagen, baß i ch es fein gemacht habe, bu Idiot." Schön — Jbiot. Am nächsten Sonntag aber erstarrte ber Küster mitten im Choral vor Entsetzen, al-; er plötzlich sozusagen ins Leere griff Es fehlte ben Tasten ber Orgel jener Luftwiberstanb, der die Töne erzeugt. Um es kurz zu sagen: die Bälge standen still. In diesem schrecklichen Augenblick, als schon der Gesang ber oerrounberten ©emeinbe verebbte, sah ber Küster neben ber Orgel ein lächelnbes Gesicht auftauchen. „Na, wie ist's?" fragte ber Jbiot. „Wollen wir nicht boch lieber .mir1 sagen?" „Old B a i 1 e y“. In Old Bailey, bem alten Lonboner Gericht, verhanbelten sie einmal über einen Delinquenten, ber erhebliche Diebstähle begangen unb baher eine zuverlässige Aussicht aufs Gehängtwerben hatte. Es staub schlimm für ihn. „Habt Ihr noch irgenbwas zu Euren Gunsten vorzubringen?" fragte ber Richter. „Euer Ehren!" sagte ber Delinquent unb blickte mit seinem stoppeligen Porter- unb Alegesicht treuherzig zum Richter auf. „Den ganzen Morgen ist hier immer nur von mir unb meiner schäbigen Angelegenheit bie Rebe gewesen. Ich finde, jetzt ist's aber genug. Wollen wir nun nicht mal von was anberem reben?" 6od)fd)ulnad>rirf)fen. Professor Dr Max D i n g l e r , ber zuletzt als Leiter ber zoologischen Abteilung bes Forstinstituts ber Universität Gießen tätig war, ist jetzt zum 1. Direktor ber Staatlichen Sammlungen für Na- turkunbe in München ernannt worben, nachbem er am 1 Mai v I. bereits kommissarisch zur Leitung ber bis bahin von ber Akabemie ber Wissenschaften verwalteten Wissenschaftlichen Sammlungen bes bayerischen Staates berufen worben war Professor Dr. Ernst Rubolf Huber, Orbinarius für Staats- unb Verwaltungsrecht an ber Universität Kiel, ist m gleicher Diensteigenschaft an bie Universität Leipzig berufen worben. Dem ao. Professor Dr.-Jng. Friebrich Müller in Dresben ist unter Ernennung zum Orbinarius ber Lehrstuhl für physikalische Chemie und Elektrochemie an ber Technischen Hochschule Dres« ben übertragen worben Die orbentlichen Professoren Dr Aloys Fischer (Philosophie, Päbagogik, Psychologie) unb Dr. Walther Brecht (Deutsche Literaturgeschichte) an be? Universität München Jinb auf Grunb von § 6 bes Berufsbeamtengesetzes (Vereinfachung ber Verwaltung) von ben amtlichen Verpslichtun« gen entbunben worben. Gießener Arbeitsdienst unterwegs zum Heichsparteitag. Gestern nachmittag rückte ein Zug unseres Gießener Arbeitsdienstlagers „Justus von Liebig" mit der Fahne vom Lager am Philosophenwald aus, um sich auf die Fahrt nach Kassel zu begeben. Die Gießener Arbeitsdienstmänner treffen sich dort mit vielen Arbeitsdienstkameraden aus dem ganzen Arbeitsgau und werden zunächst einer kurzen Vorbereitung für das Auftreten beim Reichsparteitag in Nürnberg unterzogen. Voraussichtlich am Samstag werden die Kameraden des Arbeitsdienstgaues von Kassel aus nach Nürnberg abfahren. Die Gießener Arbeitsüienstabteilung ist unter Führung von Unterfeldmeister Schade mit 57 Mann dabei. Arbeitsmaiden werden schon am 1. Oktober eingestellt. NSG. Um Mißverständnissen vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, daß der nächste Einberufungstermin zum Arbeitsdienst für die weibliche Jugend der 1. Oktober 1 937 und nicht, wie scheinbar vielfach angenommen, der 1. April 1938 ist. Es gehen schon jetzt zahlreiche Meldungen zum 1. April 1938 ein, so daß die Gefahr einer Ueberfüllung des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend zu diesem Zeitpunkt besteht und viele Meldungen nicht mehr berücksichtigt werden können. Es empfiehlt sich daher, die Meldungen zum 1. Oktober 1937 umgehend abzugeben. Die Meldunaen sind zu richten an die Bezirksleitung XI, Hessen, des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend, Wiesbaden, Rheinstraße 78. Die nötigen Formulare sind bei den polizeilichen Meldeämtern erhältlich und bei der oben angegebenen Bezirksleitung XI, Hessen. SondefzählungderHandwerksbetriebe Lpd. 1938 wird im Rahmen einer allgemeinen Volks-, Berufs- und Betriebszählung erstmalig, gemäß den Anregungen des Reichsstandes des deutschen Handwerks, eine Sonderzählung der Handwerksbetriebe erfolgen, die bisher stets mit den Industriebetrieben zusammen erfaßt wurden. Nach einem schematischen Verfahren erfolgte nur eine gewisse Aussonderung der Betriebe mit zehn und weniger Werksangehörigen, obwohl einerseits derartige Kleinbetriebe durchaus Fabrikcharakter haben können, während umgekehrt solche mit einer weitaus höheren Beschäftigungszahl reines Handwerk repräsentieren. Eine derartig grobe Unterscheidung brachte in wirtschaftspolitischer Beziehung Nachteile mit sich in Fragen der Lehrlingshaltung. Ke nerlei Wohnungsbeschlagnahme. Lpd. In einer Darlegung des Reichsarbeitsblattes wird ausgeführt: In der Nachkriegszeit hatten die Gemeinden durch ein Gesetz aus dem Jahre 1923 das Reckt erhalten, leerstehende Wohnungen zu be- schlagnaymen und dem Vermieter eine wohnung- suchende Familie zuzuweisen. Diese Wohnungszwangswirtschaft hat in der Praxis zu erheblichen Schwierigkeiten geführt. Das Gesetz wurde daher im Jahre 1933 aufgehoben. Die Reichsregierung hat wiederholt erklärt, daß sie nicht beabsichtige, das Recht des Vermieters, seine Wohnung an einen von ihm auszuwählenden Wohnungsuchenden zu vermieten, in irgendeiner Weise einzuschränken. Jetzt gibt's Süßen. Ab 1. September 1937 das ketterverbok aufgehoben. Lpd. Der Gartenbauwirtschaftsverband Hessen- Nassau teilt mit, daß die Hauptoereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft das auf Grund der Anordnung 122 bestehende Kelterverbot mit Wirkung vom 1. September 1937 aufgehoben hat. Ab Mittwock darf also mit der Herstellung von Aepfel- wein, schwäbischem Most (auch württembergischem und badischem Most, sowie Frischmost, Süßem Aepfelwein) und Apfelsüßmost (auch Dicksäften) begonnen werden. ** Eigentümer eines Herrenmantels gesucht. In einer anhängigen Strafsache konnte der Täter den Erwerb eines Herrenmantels nicht einwandfrei nachweisen. Er gab wenig glaubhaft an, seinen Mantel in der Neujahrsnacht 1936/37 in Gießen im Caf6 Amend gegen den jetzt in seinem Besitz befindlichen Mantel vertauscht zu haben. Diel wahrscheinlicher ist aber, daß er den Mantel gestohlen hat. Der Mantel ist sichergestellt. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Gießen, Zimmer 72, zu melden. ** Oeffentliche Bücherhalle. Im August sind 1622 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 4, Gedichte und Dramen 14, Erzählende Literatur 1003, Jugendschriften 228, Länder- und Völkerkunde 98, Kulturgeschichte 5, Geschichte und Biographien 170, Naturwissenschaft und Technologie 41, Heer- und Seewesen 21, Haus- und Landwirtschaft 4, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 27, Fremdsprachliches 2 Bände. Nach auswärts kamen 19 Bände. Oie Sonderzüge für Nürnberg. NSG. Die Parteigenossen und Parteigenossinnen aus dem Gau Hessen-Nassau werden in diesem Jahre in neun Sonderzüaen zum Reichsparteitag nach Nürnberg gebracht. Für jeden Sonderzug wurde ein Transportführer bestimmt; außerdem wird jeder Zug von einem Arzt und zwei Sanitätern begleitet. Sonderzug Nr. 107 wird benutzt von den Kreisen Dillenburg, Detterau und Hanau. Hinfahrt: 7. September. Dillenburg ab 17.56 Herborn 18.10 Gießen ■■ 19.05 Grohen-Linden ee 19.18 Lang-Göns ee 19.28 Butzbach ee 19.42 Bad-Nauheim • e 19.56 Friedberg ee 20.10 Heldenbergen e» 20.33 Hanau-Nord ee 20.55 Aschaffenburg Hbf. ,, 21.31 8. September. Würzburg Hbf. ab 0.10 Fürth Hbf. ee 2.44 Nürnberg Rbf. 3.01 Nü.-Dutzendteich ee 3.15 Nürnberg Hbf. an 3.22 Rückfahrt: 16. September. Nürnberg Hbf. ab 0.29 Dillenburg an 8.25 Sonderzug Nr. 108 wird benutzt von den Kreisen Büdingen, Schotten, Gelnhausen, Offenbach, Ufingen. Hinfahrt: 7. September. Büdingen ab 20.18 Gelnhausen „ 20.48 Aschaffenburg Hbf. „ 21.41 ab an ab ab an Nürnberg Hbf. ab 22.28 9.00 0.19 2.58 3.09 17.50 18.25 18.56 19.10 19.19 19.29 19.46 20.18 20.41 20.50 22.45 23.10 23.31 23.45 0.42 1.39 4.34 4.45 0.53 7.05 ab an Nürnberg Hbf. Büdingen Rückfahrt: 16. September. Rückfahrt: 15. September. 8. September. Würzburg Hbf. Fürth Hbf. Nürnberg Hbf. 16. September. Wetzlar an Hinfahrt: 7. September. Wetzlar Gießen Grünberg Nieder-Ohmen Burg-Gemünden Ehringshausen Zell-Romrod Alsfeld Lauterbach Bad Salzschlirf Fulda Flieden Elm Dollmerz 8. September. Gemünden Würzburg Hbf. Fürth Hbf. Nürnberg Hbf. । Sonderzug Nr. 300 wird benutzt von den Kreisen Alsfeld, Biedenkopf, Lauterbach, Schlüchtern und Wetzlar. Oie Jagd im September. Heiß strahlt am Taae die Sonne vom wolkenlosen, blauen Himmel hernieder auf die Flur, über die des Altweibersommers silberne Fäden treiben, kühl und tauig sind die Nächte. Das ist das Wetter, wie es der Waidmann im Scheiding liebt. Im Niederwildrevier steht die Jagd auf das Feldhuhn oben an. Die meisten Ketten pflegen schußreif zu fein, und gesellen sich nun noch ein guter Hund und ein sicherer Schütze dazu, dann sind alle Vorbedingungen für ein Waidwerk erfüllt, das nicht wenigen Jägern das schönste im ganzen Jagdjahr dünkt. Bei keiner Jagdart sind Herr und Hund so sehr miteinander verwachsen wie bei der Hühnerjagd. In flotter Suche sucht der Hund durch Kartoffeln und Rüben, über Stoppeln und Klee dahin, plötzlich wirft er sich herum, jeder Muskel scheint erstarrt zu sein: Hühner! Unbeweglich steht er sie durch, bis sein Herr sie heraustritt, prellt nicht nach, wenn die Kette abstreicht und da und dort ein Huhn im Doppelschuß fällt; sauber bringt er auf Befehl das Wild, ruhig sucht er auf dem Geläufe des geflügelten Hahnes, der ihm in den hohen Kartoffeln manches Rätsel aufgibt, und doch ist der feinnasige, spurwillige Hund ihm über. Das ist Hühnerjagd, wie sie sein soll. Daß viele unserer Jäger und vor allem Hunde von diesem Bilde noch weit entfernt sind, beleuchtet, wie ungeheuer wichtig es ist, dem deutschen Jäger aus der Leistungszucht heraus den Jagdgefährten zu schaffen, wie er sein muß, um Freude zu machen, zum Erfolg zu führen und viel, sehr viel Wild vor elendem Verludern zu bewahren. Wer aber mit Genuß und Freude Hühner jagt, denke auch daran, daß vor der Jagd die Hege steht. Dorrn Dorfe brummt die Dreschmaschine noch. Dort gibt es jetzt Winterfutter genug, das nicht mehr zu haben ist, wenn erst einmal die Not kommt und alles verschneit und verharscht ist. Im Hochwildrevier aber steht die Brunft des Rotwildes bevor. Denn zu Aegide (1. September) tritt nach einer alten Jägerregel der Hirsch in die Brunft. Das soll nicht heißen, daß die eigentliche Brunft wirklich schon begonnen hätte, aber der Hirsch, der als Feisthirsch allein oder mit seinesgleichen zusammen stand, tritt nun zum Kahlwild, und dieses wechselt dann allmählich den gewohnten Brunftplätzen zu. Meist wird es letztes Drittel des Monats werden, bis zum ersten Mal nach kalter Nacht das Röhren des Hirsches des Weidmanns Ohr trifft. Doicher wird dieser versuchen, an Abschußhirschen möglichst alles auf die Decke zu legen, was sich nicht vererben soll. Don der Monatsmitte an haben auch das weibliche Rotwild und das Kalb Schußzeit. Ebenso ist die Jagdzeit des Damhirsches aufgegangen, der noch in der Feiste steht. Die Jagd auf den Schaufler stellt in dieser Zeit an den Jäger oft noch höhere Anforderungen als die auf den Rothirsch. Auch das weibliche Damwild wird von Monatsmitte an frei. Die Brunft des Rehwildes ist indes zu Ende gegangen. Waren die Böcke in der zweiten August- hälfte nach der Brunft meist reicht heimlich, so ändert sich im September das Bild. Sie halten dann oft ihren Wechsel wieder so gut wie im Mai und erleichtern dadurch dem Jäger den Abschuß, falls er noch nicht durchgeführt fein sollte. Am 16. September beginnt dann auch die Schußzeit des weiblichen Rehwildes und der Kitze. Dem Rickenabschuß kommt zweifellos eine besondere Bedeutung für die Aufartung des Rehwildes zu, und die Anlage zur Gehörnbildung z. B. wird sicherlich vielfach über die Mutter vererbt. Leider gibt es für den Jäger kein äußeres Merkmal dafür. Drum ist es immer gut, dort, wo ein wirklich guter Bock gebrunstet hat, den Abschuß an weiblichem Rehwild einzuschränken und sonst vor allem die stärkeren Stücke zu schonen und die noch vielfach vorhandenen geringen wegzunehmen. Die Erfahrungen des verlustreichen Frühjahrs 1937 haben ja gezeigt, in welch starkem Maße gerade die geringeren Stücke Krankheiten zum Opfer fallen und damit völlig ungenutzt bleiben. Der in diesem Jahre zu erledigende Abschuß ist recht hoch, seine Durchführung macht erfahrungsgemäß in vielen Revieren Schwierigkeiten. Andererseits müssen sich die in Frage kommenden Revierinhaber darüber klar sein, daß bei nicht genügendem Abschuß durch die selbst seitens der Jagdbehörden die vom Reichsjagdgesetz vorgesehenen Maßnahmen durchgeführt werden, d. h. unter Umständen geeignete Personen mit dem Abschuß beauftragt werden. Da dies keinem Jagdpächter oder Eigenjagdbesitzer angenehm sein kann, auch gewisse Unkosten noch hinzukommen, empfiehlt es sich, mit dem Abschuß möglichst zeitig zu beginnen, wenn er noch am leichtesten ist, weil die Tage länger und die Abende wärmer sind. Wenn wir uns noch erinnern, daß im September auch der stärkste deutsche Hirsch, der Elch, Schußzeit hat, Muffel- und G a m s w i l d desgleichen, fo ist damit die Jagd auf alles Schalen- Ruhl Seliersweg Nr. 67 E3 adl'O Telephon Nr. 3170 I eparaturen i89?d Em wild (mit kleinen Ausnahmen) frei. Für unsere Gegend kommt allerdings nur noch bas Schwarzwild in Frage, dem der Jäger versuchen wird, auf Pirsch und Ansitz Abbruch zu tun, wo er nur kann. Denn Wildschaden bezahll ja schließlich niemand gern, besonders bei Wild, bei dem er noch nicht weiß, ob er jemals auch einen jagdlichen Erfolg hoben wird. 2)atu zigeunert aber bei uns das Schwarzwild zu sehr, um das Voraussagen zu können. Zur Jagd auf die Ringeltaube und die Sumpfschnepfe, die schon im August offen war, gesellt sich nun noch das Jagen auf die Waldschnepfe hinzu. Denn der Vogel mit dem langen Gesicht tritt nun wieder die Reise nach Süden gleich anderen Zugvögeln an, die in unseren Revieren erbrüteten Jungschnepfen sind auch schußbar, und zum Abschuß auf dem Strich, der ebenso wie im Frühjahr möglich ist, gesellt sich nun noch das Buschieren hinzu. Die Mauser der Enten ist so weit vorgeschritten, daß die Erpel nun bald wieder alle ihr Prachtkleid tragen. Dann aber macht eine Ente eigentlich erst richtig Freude, wenn zum silbrigen Grau das Mau des Spiegels, das Grün des Kopfes und Halses und das Rot der Ruder und des Schnabels sich hinzugesellen. Das Gesetz gibt mit Beginn des Monats auch den Mäuse- und seinen Detter, den Rauh fuß - bussard, zum Abschuß frei. Wer also ber lieber- zeugung ist, daß die Zahl der Mauser zu groß geworden sei oder wer den einen ober anderen von ihnen als Interessent für Federwild und Hausgeflügel erkannt hat, kann nunmehr von ber Abschußmöglichkeit Gebrauch machen. Schließlich sei noch Grimbarts, des Dachses, gedacht. Wenn die Zwetfchen reifen, ist ber Dachs feist. Die beste Zeit für feine Jagd naht damit heran. Zunächst wird es ja noch möglich sein, beim Ansitz am Bau feiner unerwünschten Zunahme Ein- halt zu tun, später wird man zum Spaten greifen müssen, um ihn dann allerdings auch zu einer Zeit zu erbeuten, wo er den größten wirtschaftlichen Wert besitzt. Hubertus. Nundsunkprogramm Donnerstag, 2. September. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Was wär' die Welt ohne Liebe und Wein? 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Musik für jeden soll es sein, sie klingt vom Deutschen Eck am Rhein. 20: Nachrichten. 20.20: Musik für jeden soll es sein, sie klingt vom Deutschen Eck am Rhein. 21.15: Liebesscherz und Liebesschmerz. 22: Nachrichten. WWW WWWS! Roman von Bernhard Lonzer. Urheberrechtsschutz: Arthur Moewig, Romanvertrieb, Berlin SW 68. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Etwas burschikos drückte sie dann Stefan die Hand. „Grüß Gott, Stefan. Hat sich der arme kleine Dirkhammer-Liebling in diesen stillen Winkel verschleppen lassen?" „Hat er! Gern sogar. Es wird ja heute noch Leben genug geben. Das mit dem Birkhammer- Licblina ist übrigens ebenso entzückend wie liebevoll gesagt. Ich fürchte nur, daß Fräulein v. Birkhammer mich nicht allzu sehr ins Herz geschlossen haben wird. Wenn es aber wirklich zutreffen sollte, nun, dann wäre man wenigstens eines Menschen Liebling ..." „O Gott ...!" entsetzte sich Senta. „Wenigstens, sagen Sie? Sind Sie wirklich so bescheiden, daß Sie damit zufrieden sein würden?" In ihren kalten Augen stand ein eigenartiges Licht. Stefan wurde der Antwort enthoben durch eine Bewegung, die sich unter den Gästen bemerkbar machte. Er hob mit einer spöttisch-grißartigen Geste die Hand: „Bitte — die Abfütterung beginnt!" Die hoh-^. Flügeltüren zum Speisesaal waren geöffnet worden, und schon hatte sich eine Prozession gebildet, die in den strahlend hell erleuchteten. Saal schritt. Wie ganz selbstverständlich legte Senta ihre Hand in Stefans Arm. Stefan ließ Suse und ihrem Mann den Vortritt und beschloß mit Senta den Zug. Er umfaßte die lange Reihe der vor ihnen Schreitenden mit einem eigentümlichen Mick. Gemessene, aber durchweg angenehme Erwartung drückte sich in den Bewegungen der Gäste aus. Stefans Lippen formten unwillkürlich ein Lä- cheln. Von Perücken und steifen Vatermördern hatte der Großvater bei der einsamen Mittagstafel gesprochen. Das war ganz richtig empfunden gewesen. Und nun — mußte man in diesem Augenblick nicht wieder den gleichen Gedanken haben? War das hier nicht auch wie eine galante, ein wenig steife Polonaise aus versunkener Zeit? Mußten jetzt nicht mit einem Schlage die modernen elektrischen Lampen verlöschen und an ihre Stelle primitive Kerzen an den Wänden aufflackern? Stolzierte man nicht im bunten Frack und in Kniehosen einher? Hatte man nicht neben sich, vorn und hinter sich die schwingenden Glocken steifgeblähter Reifröcke? Aber nein, es war schon Wirklichkeit, in der man lebte. Stefan spürte Sentas Arm sehr deullich in dem feinen, fühlte die Weichheit ihrer Haut, die Wärme ihres Blutes. In jeden Schritt, den 4r tat, drängte sich der Rhythmus des sich an ihn anschmiegenden Frauenkörpers. Der unbestimmbare, aber aufreizende Duft eines Parfüms erregte feine Nerven. Senta ließ chre Nähe bewußt auf ihn einwirken. Stefan stellte das mit kühler Sachlichkeit fest — Herz und Sinne blieben davon unberührt. Ein leises, girrendes Lachen klang plötzlich an seiner Seite auf. „Nun—?" forschte er mit einem halben Lächeln. ,,2lch — ich will lieber nichts sagen. Es wird doch nur wieder etwas Dummes. Es ist immer etwas Dummes, was ich sage. In Ihren Augen wenigstens." Stefan behielt fein Lächeln bei und schwieg. „Ober nicht...?" forschte Senta mit einem schillernden Blick. „Darüber habe ich wirklich noch nicht nachge- dacht", gab Stefan zurück. „Ach —! Es lohnt nicht, darüber nachzudenken, nicht wahr?" Stefan versagte sich die Antwort. Man hatte nun auch den Saal erreicht. Er strahlte im Glanz der vielen Flammen. War das noch derselbe Raum, der am Mittag fast gespenstisch angemutet hatte? Die Mehrzahl der Gäste suchte nach den aufge- stellten Tischkarten den für sie bestimmten Platz an der Tafel. „Sehen Sie nur", sagt Stefan lächelnd, „wie hilfloses Geflügel, das den Futtertrog umflattert und nicht weiß, wo es sich niederlassen soll." Senta lachte auf. „Sie sollen nicht lästern. Stefan. Außerdem müssen wir ja auch mitflattern, wenn wir unfern Platz finden wollen." „Das werden wir kaum nötig haben, denn wir sind schon da." Sie hatten ihren Platz am unteren Ende ber Tafel. Stefan hatte es ausdrücklich so gewünscht. Senta war sichtlich schwer betroffen. Sie war gewohnt, mit ihm und ihren Eltern immer in Wolfgang v. Achenbachs unmittelbarer Nähe zu sitzen. Das war der Platz, der ihr nach ihrer Ansicht allein zukam. Und nun? Heute, gerade heute? An dem Tage, von dem man die Entscheidung erwartete...? Ein dunkles Rot färbte ihre Stirn. Mit leise wogendem Atem blieb sie stehen und sah Stefan an. „Ich glaube, mir wird ein ganz klein bißchen unwohl", lächelte sie verkrampft. „Das mit dem Platz hier ist doch wohl ein Irrtum, Stefan. Denn sonst..." „Nun? Sonst...?" Sie sah mit einem flackernden Blick zu Suse und Vollrath hinüber, die ihren Platz gleichfalls hier unten, unmittelbar ihnen gegenüber, gefunden hatten. „Sonst müßte ich sagen: das sieht regelrecht nach Verbannung aus!" erwiderte sie mit fühlbarer Schärfe im Ton. Stefan sah ihr ruhig in das erregte Gesicht. „Ganz unrichtig wäre das nicht. Nur daß diese sogenannte Verbannung auf meinen ausdrücklichen Wunsch zurückzuführen ist. Ich finde nämlich, daß man sich hier freier bewegen kann. Man sitzt nicht so auf dem Präsentierteller, braucht nicht so viel Rücksicht auf andere nehmen, braucht nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Kurz gesagt: ich finde es zweckmäßig, daß wir heute gewissermaßen unter uns sind. Aus diesem Grunde habe ich auch Vollraths mit hierher »verbannt* ..." . Senta glaubte ihn zu verstehen. Ihr Gesicht hellte sich plötzlich wieder auf. „Ah ...! In diesem Sinne will ich es mir gern gefallen lallen!" Suse und ihr Mann waren im Augenblick auch überrascht gewesen, ihren Platz hier unten zu finden. Aber sie hatten Stefans Erklärung mit an- gehört. Suse begegnete jeht Stefans Augen. Sie verstanden sich auch ohne Worte. Man ließ sich also nieder. Bald war eine allgemeine Unterhaltung an der Tafel im Gange. Die hinter großen Blattpflanzen verborgene kleine Künstlerkapelle begann zu spielen. Da erschienen auch schon die Diener, um aufzutragen. Senta zeigte sich jetzt von sprühendem Temperament, um Stefan zu fesseln. Es gelang ihr anscheinend auch. Er war viel heiterer und ausgeschlossener als sonst. Sie ahnte allerdings nicht, daß es die offene Aussprache mit dem Großvater war, die ihm eine gewisse Freiheit und Sicherheit ihr gegenüber gegeben hatte. Sie glaubte heute zum ersten Male zu finden, daß er, entgegen ihrer heimlicken Befürchtungen, eigentlich doch die Anlagen zu Den Eigenschaften besaß, die sie von ihrem künftigen Gatten erwartete — die Eigenschaften eines jederzeit gefügigen Kavaliers! Und mehr verlangte man ja gar nicht. Große Gefühle — Gott, die lagen einem doch nicht, dazu war man nicht geschaffen. Bewundert zu werden und in jeder Beziehung herrschen zu können — das war es, was man sich erträumte. Stefan konnte wirklich sehr nett sein, und was ihm vielleicht noch fehlte, nun, das würde man ihm schon noch anerziehen, wenn man ihn erst sicher hatte. Große und überschwengliche Gefühle brauchte man von ihm auch nicht zu befürchten. Dazu war er viel zu schwerfällig, viel zu beherrscht. Gott sei Dank! Nur keine peinlichen Ueberschwenglichkeiten! Unangenehm war seine Schwerfälligkeit nur insofern, als sie ihn bisher gehindert hatte, sich zu erklären. Und es wurde doch wirklich Zeit, man kam ja schon so langsam ins Gerede. Es schien ja nun endlich so weit zu sein, aber es war zweifellos kein Fehler, wenn man ihm ein bißchen auf die Sprünge half! Suse Vollrath sprach gerade auf ihren Mann ein. Diese Gelegenheit benutzte Senta. Mit einem verführerischen Lächeln sah sie Stefan in die Augen. „Da hätte man heute also etwas ganz Besonderes zu erwarten...?" Er schien sie nicht zu verstehen. „Wieso?" „Nun —" Sie schwieg plötzlich wieder und führte ihr Weinglas an die Lippen. Fortsetzung folgt. Wirtschaft. preisaufschlüge für Braugerste von besonderer Beschaffenheit. Fwd. Eine Anordnung der HD. der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft gibt bekannt, daß für Braugerste von besonderer Beschaffenheit Aufschläge auf den Erzeugerhöchstpreis gezahlt werden können. Die Zahlung des Aufschlags ist also keine Muß-, sondern eine Kann Vorschrift. Der Aufschlag soll grundsätzlich dem Erzeuger zugute kommen. Nach der Anordnung gibt es zwei Güteklassen von Braugerste „besonderer Beschaffenheit", und zwar „feine Braugerste", für die ein Zuschlag von 7 Mark je Tonne gezahlt werden kann, und „Ausstichgerste", für die ein Zuschlag von 15 Mark «werden kann. Voraussetzung für die Zäher genannten Aufschläge ist die Beibringung eines Qualitätsattestes einer der neuen amtlichen Untersuchungsstellen. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Rindermarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 510 Stück Großvieh, 112 Fresser und 185 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 400 bis 500 Mark, 2. Qualität 300 bis 350 Mark, 3. Qualität 170 bis 220 Mark; Rinder %=■ bis 54jährig 70 bis 100 Mark, 54- bis 2jährig 120 bis 170 Mark, tragend 280 bis 400 Mark; Kälber bis 2 Wochen 25 bis 35 Mark, bis 4 Wochen 40 bis 50 Mark, bis 6 Wochen 60 bis 70 Mark. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf ruhig, Ueberstand. — Nächster Markt: 14. September. Rhein-Mainische Börse, rniltagsdürse sehr still. Pfandbriefe schwankten bis 0,25 v. H., Rheinische 0,40 o. 8). höher mit 101,90. Industrie-Obligationen waren kaum verändert. Im Freiverkehr wurden genannt: Adlerwerke Kleyer 117 bis 119, Neue Wayß & Freytag 150 bis 152, Großalmerode Thon 116 bis 118. Tagesgeld war gefragt zu 3,25 (3) v. H. Abendbörse behauptet. Die Abendbörse war gut behauptet. Das Geschäft hatte im allgemeinen nur kleinen Umfang, auch die Kursveränderungen waren geringfügig, es überwogen jedoch leichte Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. 8). Etwas lebhafter waren am Montanmarkt Klöckner mit 138,75 bis 139 (138,50), Verein. Stahl mit 120,75 bis 121 (120,75), auch Hoesch und Mannesmann mit 128 bzw. 124 lagen bis 0,50 v. 8). fester. Im gleichen Ausmaß höher notierten BMW. mit 159, Bemberg mit 155,50, Conti Gummi mit 189,50 und Schuckert mit 178, während Gesfürel zu 161 (160,25) gesucht wurden. Nicht ganz gehalten waren Scheideanstalt mit 268 (268,50), Rheinmetall mit 159 (159,50), Demao mit 153,75 (154), Jung- Hans mit 137,75 (138), ebenso gingen Hapag weiter zurück auf 84,75 (85). Farben-Jndustrie lagen 0,25 v. 8). höher mit 166,75. Don Renten notieren 4,5- prozentige Krupp mit 99,65 und IG.-Farben-Bonds mit 132,50 wenig verändert, Kommunal-Umschul- dung hielten sich bei uneränbert 94,55. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 31.Aug. Am Ob st markt hat sich das Geschät zum Wochenbeginn noch nicht beleben können. Der Absatz der zumeist reichlich angebotenen Erzeugnisse war nur schleppend. Für Zwetschen erhielt sich jedoch gute Nachfrage. Das Angebot von Pfirsichen ist weiter im Abnehmen begriffen. Vom Ausland werden Trauben weiterhin gut zugefahren, der Absatz ist bei festen Preisen flott. Infolge der anhaltenden Trockenheit ist das Angebot von Gemüse geringer, bleibt aber für die Nachfrage ausreichend. Bei kaum veränderten Preisen nahm das Geschäft einen zufriedenstellenden Verlauf. Tomaten zogen leicht an auf 9 bis 15 gegen 7 bis 12 Mark je 50 Kilogramm. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. August. Auftrieb: Kälber 664 (gegen 632 am letzten Dienstagsmarkt), Hümmel und Schafe 163 (216), Schweine 4366 (3273). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Andere Kälber a) 62 bis 65 (am 24. August 62 bis 65), b) 53 bis 59 (53 bis 59), c) 45 bis 50 (48 bis 50), d) 32 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 52 (48 bis 52), c) 42 bis 47 (44 bis 47), d) 36 bis 40 (41 bis 43). Schafe a) 42 bis 45 (43 bis 47), b) 38 bis 40 (36 bis 42), c) 28 bis 36 (20 bis 32). Schweine a) 57 (57), bl) 57 (57), b2) 57 (57), c) 56 (56), d) 53 (53). Sauen gl) 57 (57), g2) 55 (55). — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 700: Tarifordnung für die deutsche Zigarrenherstellung in Mitteldeutschland = Gießen. — 701: Neue Bestimmungen über die bei einer Wareneinfuhr nach Iran zu erfüllenden Formalitäten. — 702: Umrechnungskurse im Güter- und Tierverkehr mit dem Auslände. — 703: Drucksachen zu ermäßigter Gebühr nach Albanien und nach der Tschechoslowakei. — 704: Luftpostsendungen nach China. — 705: Neue Vorschriften für die Wareneinfuhr in Albanien. — 706: Verlängerung von Kontingentierungen in den Niederlanden, betr. u. a. Baumwollgewebe. — 707: Die iranischen Einfuhrkontingente für das Jahr 1937/38. — 708: Die neuen Kleinverkaufspreise für inländisches Frischobst und Frifchgemüfe. Aus der engeren Heimat. Frankfurt a. M., 31. Aug. Die Börse lag an allen Gebieten sehr ruhig, auch der die ganze Zeit her verhältnismäßig lebhafte Freivertehrshanoel war unbedeutend. Es mangelte allgemein an Anre- aungen, und es herrschte bei allen Kreisen ausgesprochene Zurückhaltung. Die Kursoeränderungen waren klein und hielten sich am A k t i e n m a r k t nach beiden Seiten meist unter 1 v. 8). Aisi Montanmarkt ergaben sich überwiegend Rückgänge, Klöckner 138,50 (139), Mannesmann 123,50 (124), Verein. Stahl 120,50 (121), Ilse Genuß 139,75 (140,50), Hoesch mit 127,50 und Rhein. Braunkohlen nach Pause mit 233 lagen behauptet. Elektroaktien lagen voll behauptet, etwas fester erneut Gesfürel mit 160,25 (160) und RWE. mit 131,65 (131,25). Don chemischen Werten bröckelten IG.-Farben auf 166,50 (166,75) ab, Scheideanstalt lagen 0,50 v. 8). höher. Für Maschinenaktien blieb etwas Interesse, Eßlinger 120,50 (plus 0,40), Daimler 145,65 (plus 0,13) v. 8)., Moenus unverändert 130, aber Rheinmetall 158,50 (159,75). Don Zellftoffwerten gaben Feldmühle Papier 1 D. 8). nach. Der Rentenmarkt war ebenfalls ohne Bewegung und im ganzen wenig verändert. Reichs- altbefitz etwas leichter mit 127,70 (127,90), Kom- munal-Umschuldung und späte Schuldbuchforderungen unverändert mit 94,55 bzw. 99, Reichsbahn- VA. 0,13 o. 8). ermäßigt auf 127,65. Im Verlaufe blieb es überall still, im ganzen neigten die Kurse aber leicht nach unten, doch kamen zweite Notierungen kaum zustande. Einzelne Werte lagen vorübergehend um Bruchteile vom hundert über dem Anfang, so Westdeutsche Kaufhof und JG.-Farben. Don später notierten Werten waren Th. Goldschmidt auf 148 (146,65) erholt, Kali Salzdetfurth nach Pause 163,50 (162,50), dagegen Betula 1 d. 8). niedriger mit 168, auch Schiffahrts- aftien weiter leichter rückgängig, Hapag 85 (85,50). Goldpfandbriefe, Kommunal - Obligationen und Stadtanleihen notierten unverändert, Liquidation^ Abschiedsfeier für Lehrer Roth, Grünberg. + Grünberg, 31. Aug. Für den am 1. September infolge Erreichung der Attersgrenze in den Ruhestand tretenden Lehrer Roth fand am Dienstag im Saale der Oberklaffe eine würdige und eindrucksvolle Abschiedsfeier statt. In dem reich geschmückten Saale waren außer den Schülern der Oberklasse die Schüler der Klasse des Scheidenden (3. Schuljahr) und das gesamte Lehrerkollegium anwesend. Ferner waren erschienen der stellvertretende Ortsgruppenleiter Schütz, der erste Beigeordnete Alb ach als Vertreter der Stadt, Oberstudiendirektor Hüthwvhl als Vertreter der Oberrealschule, die beiden Geistlichen, Dekan Schmidt und Pfarrer Matthäus, die im Ruhestand lebenden Berufskollegen Bender und L a u b e r sowie Lehrer Peppler (Saasen) als Obmann des Bezirks ©rünberg vom NSLB. Don der Behörde war Kreisschulrat N e b e I i n g anwesend, der nach Begrüßungsworten von Rektor Weisel eingehend die Verdienste des Scheidenden würdigte, indem er auf die treue, gewissenhafte und von ernstem Pflichtbewußtsein getragene Arbeit, die er über 45 Jahre als Lehrer und Erzieher in der Volksschule Grünberg geleistet habe, hinwies und ihm dafür den Dank der Regierung aussprach. Beigeordneter A l b a ch dankte Herrn Roth im Namen der Stadt und überreichte ein Bild. Für das Lehrerkollegium sprach Lehrer Wenzel, der den vorbildlichen Pflichteifer und die erfolgreiche chulische Arbeit des Scheidenden hervorhob und eine echte Berufskameradschaft pries. Als Gabe )es Lehrerkollegiums überreichte er ein Bild. Für den Bezirk Grünberg des NSLB. sprach der Obmann Lehrer Peppler (Saasen), der daraus hinwies, daß er als einer der vielen Schüler des Scheidenden heute noch dankbar zu ihm als seinem ersten Lehrer aufschaue. Er sprach ihm den Dank für feine rege Mitarbeit im Verein aus. Die Schüler statteten ihren Dank durch Gedicht- und Liedvorträge ab und überreichten einen Blumenstrauß, wofür ihnen Herr Roth sichtlich erfreut dankte. In längeren Ausführungen sprach dann Herr Roth für die ihm erwiesenen Ehrungen seinen Dank aus. Rektor Weisel schloß die Feier mit dem Gruß an den Führer. Am Autosteuer vom Tode ereilt. LPD. Alsfeld, 31.August. Auf einer Autofahrt von Alsfeld nach Neustadt wurde in der Nähe des Kreisortes Arnshain der von Alsfeld stammende A u t o l e n k e r plötzlich von einem starken Unwohlsein befallen. Der Mann konnte gerade noch das Auto zum Stehen bringen und sich vom Steuer entfernen, als er auch schon zusammenbrach und wenige Minuten darauf v e r - starb. Eine Embolie in der Lunge hatte den schnellen Tod des Mannes herbeigeführt. Tragischer Tod eines Zimmermannslehrlings. *Nieder-Mörlen (Kr. Friedberg), 31. Aug. Beim Anbau an einer Scheune des hiesigen Landwirts Heinrich Reuter stürzte heute nachmittag der 15 Jahre alte Zimmermannslehrling Philipp Reibold aus Bad-Nauheim fo unglücklich aus etwa fünf Meter Höhe vom Baugerüst ab, daß er in einen auf der Erde liegenden, mit der Spitze nach oben gerichteten Zimmermannshaken fiel. Der Zimmermannshaken drang dem bedauernswerten Jungen in die linke Brustfelle ins Herz, so daß nach wenigen Minuten der Tod eintrat. Der Absturz des Jungen geschah völlig unbemerkt, fein Lehrmeister und der Geselle hörten nur einen Aufschrei, und sahen dann auch schon den Jungen stark blutend am Boden liegen. Vermutlich ist der Junge durch einen Fehltritt abgestürzt. Tödlicher Unfall unter der Betonmischmaschine. A Alsfeld, 1. Sept. Arn Montag ereignete sich ein tödlicher Unfall bei den Arbeiten zur Legung der Straßendecke an der Reichs- autobahnbauftelle in der Nähe von (Eonrobe in der Gemarkung ßin gelb ad). Der Arbeiter Andreas Roth von Immichenhain hatte sich unter den Aufzug der Betonmischmaschine begeben, als plötzlich das Seil riß und der schwere Aufzug herunterfiel, der den bedauernswerten Mann vollständig zerquetschte. Infolge der schweren Verletzungen starb der Verunglückte nach etwa zwei Stunden. Vereinswetturnen im Turnverein 1908 Holzheim. Der Turnverein 1908 Holzheim hielt am Sonntag unter der Leitung des Vereinsführers E. Ze iß II. fein diesjähriges Vereinswetturnen ab. 35 Turnerinnen und Turner stellten sich dem Kampfgericht. Zahlreiche Zuschauer hatten sich auf dem herrlich gelegenen Sportplätze eingefunden. Betrachtete man die Leistungen, so mußte man feststellen, daß gerade die Turnerinnen in der kurzen Zeit ihrer Uebungstätigfeit (im Juni wurde die Damenabteilung erst zusammengestellt) ganz Beachtliches gezeigt haben. Auch bei den Turnern, die alle im ersten Jahre turnen, sah man bei einzelnen schöne Leistungen. Am Schlüsse der Wettkämpfe wurden von allen Turnerinnen und Turnern, unter der bewährten Leitung von Turnwart H. Pfannkuchen, allgemeine Freiübungen vorgeführt, die bei den Zuschauern viel Anklang fanden. Am Abend fand im Dereinslokal die Siegeroerkündigung statt. Siegerliffe. Jugend-Zwölfkampf: 1. Helmut Zeiß, 202 Punkte; 2. Hans Grieb, 188; 3. Hch. Müll, 176; 4. Karl Reitz, 175; 5. Karl Grieb, 148; 6. Wilh. Janisch, 144 Punkte. — Zehnkampf: 1. Heinr. Denhardt, 151 Punkte; 2. Otto Schneider, 148; 3. Erwin Müll und Erich Sander, je 146; 4. Gerhard Buß, 133; 5. Paul Reitz, 128; 6. Wilhelm Jung, 110 Punkte. — Achtkampf: 1. Wilhelm Reitz, 131 Punkte; 2. Erich Faber, 123; 3. Albert Mehl, 121; 4. Wilhelm Kuhl und A. Schneider, je 116; 5. Gg. Heim 114; 6. Walter Stollberg, 96 Punkte. — Dreikampf: 1. Ludwig Reitz, 49 P.; 2. Karl Buß, 47; 3. Willi Klee, 46; 4. Wilh. Zeiß, 40 Punkte. — Turnerinnen (Siebenkampf): 1. Elfriede Faber und Emilie Jung, je 115 Punkte; 2. Frieda Laux, 109; 3. Elfriede Klee, 107; 4. Toni Laux, 105; 5. Elisabeths Reitz, 97; 6. Emmi Müller, 96; 7. Pauline Müller, 92,5; .8. Hilde Ohly und Gerda Sander, je 92 Punkte. Landkreis Gießen. * Steinbach, 1. Sept. Zu dem gestrigen Bericht über einen verunglückten Landwirt von hier ist berichtigend mitzuteilen, daß der Verunglückte der Landwirt Heinrich Größer II. (nicht Keßler) ist. * Steinb ach, 1. Sept. Auf der hiesigen Baustelle der Reichsautobahn ereignete sich ein Unfall. Dem Arbeiter Heinrich Schmidt aus Frankfurt a. M. stürzte die Seitenwand eines Lastkraftwagens auf den Kopf, fo daß der bedauernswerte Mann eine Gehirnerschütterung erlitt und durch die Sanitatskolonne vom Deutschen Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 5 v H Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- fürs Schlußk Mittag börse Darum 30.8 31-8 30 8 31.8. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,5 101,2 101,5 101,65 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 *Vt% Deutsche Reichsschatzanwet- 99 99 99 99 jungen von 1935 454% Deutsche Retchsschahanwei- jungen von 1935, 11. Holge ... 4%% Deutsche Reichslchatzanwei- 99,3 99,4 99,3 99,4 jungen von 1936, 111. Folge .. b¥i% ?Joung Anleibe von 1930 .. 99 99 99 99 105 105 105 —— 4Yt% Hessische BolkSstaat von 1929 454% Deutsche Reichspostschatz von 100,25 100,25 — 100,25 1934 1...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschatz 100,5 100,5 100,5 100,5 von 1936 I.................. 99,65 99,65 99.65 99,65 Reichsanleihe-Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anleihe mit 127.9 127,7 127.9 127,75 AuSlos.-Rechten............. 4%% Hess. Landesbk. Darmstadi 136,75 136,75 — — Goldpfe. R. 12.............. 6Yi% Hess. LandeS-Hyp.-Banl 99,5 99,5 — 99,65 Liqu. Goldpfe............... 414% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 101,55 101,5 — — Goldpfe. R. 19.............. —— 99,5 99,5 99,5 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4yz% Darmstadter Ko mm.-Landesbank R. 6 ................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 98,75 98,75 98,75 — 98,5 98,5 — — Auslos.-Rechte I.............. 134,25 134,15 134,4 134,1 *¥i% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4%% Franks. Hyp. Gold-Komm. 99,75 99,75 99.75 99,75 Obi. 2 3.................... 6¥i% Franks. Hyp. Liquidation 98,5 98,5 — — Goldpfe..................... 6Vi% Rheinische Hyp. Liquidation 101,4 101,4 — — Goldpfe.......... 101,5 101,9 101,75 101,75 Steuergutschein-Berrechnungskurs 111,1 111,1 — 111.2 0.®. tüt Berkehrsweien .... 6H 127,25 127 127,25 127,4 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —— —— 47,25 47,4 Hamburg-Amerika Paket......0 85,5 84,75 85,5 85.25 Norddeutscher Lloyd..........o 90,5 90,25 90 90,5 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Äkt^ 7 127,75 127.65 127,75 127,75 Retchsbant................. v 0,751 42,00 0,162 47,00 55.19 47,00 12,36 5,47 9,306 137,28 13,09 0,755 42,08 0,164 47,10 55,31 47,10 12,39 5,48 9,324 137,56 13,11 0,751 42,00 0,160 47,00 55,25 47,00 12,375 5,475 9,316 137,32 13,09 0,755 42,08 0,162 47,10 55,37 0,722 0,724 0,721 0,723 5,694 5,706 5,694 5,706 62,12 62,24 62.20 62,32 48,95 49,05 48,95 49,05 11,225 11,245 11,23 11,25 63,73 63,85 63,81 63,93 12,405 5,485 9,334 137,60 13,11 57,15 57,27 57,15 57,27 16,98 17,02 16,98 17,02 8,666 8,684 8,666 8,684 — — ......................... 2,492 2,496 2,491 2,495 Hier abjchneiden! Hautabschürfung ren am nächsten Morgen, Puder nie ohne Fettunterlage benützen, das sind wohl in Kürze die wichtigsten Hinweise für eine zweckmäßige Hautpflege. Siehe Runzeln, Leberflecke, Akne, Warzen. Hautabschürfung besteht darin, daß die Oberbaut durch mechanische Einwirkung, z. B. Sturz auf den Boden, abgetrennt wird, so daß die Lederhaut freiliegt. Gewöhnlich tritt kein Blut aus, sondern es zeigen sich nur einige Tröpfchen einer wässerigen Flüssigkeit. Heilung durch Neuwachsen der Oberhautzellen. Betupfen mit Jodtinktur und Bedecken mit einem schützenden Pflaster genügt, ist aber nötig, damit keine Unreinheiten eindringen können. Hautfarbe ist bei den einzelnen Menschen und Rasten verschieden. Sie hängt ab einerseits von den in der Lederhaut eingelagerten Farbstoffen, dem Pigment, und andererseits von Der Durchblutung. Bal. Anämie, Bleichsucht, Gelbsucht. Durch starke Sonnenbestrahlung wird das Pigment als Schutz gegen schädliche Einflüsse der Sonnenstrahlen vermehrt, es entsteht dann die „Sonnenbräunung" der Haut. Hauptsächlich auf den Einfluß der ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes zurückzuführen. Haut-goüt. franz. Bedeutung Hochgeschmack, der besondere Ee- sHmäck von Wild, das sehr lange abgehangen hat. Hautgrieß, bis stecknadelkopf- grohe weißliche Knötchen bes. im Gesicht und in der Augengegend; sind unter der Oberhaut gele- Hauttuberkulose aene hornige Masten, die durch Veränderung der Talgdrüsen entstanden sind. Entstellt das Ee. sicht sehr, der Arzt kann aber den Hautgrieß sehr einfach und leicht entfernen. Hautjucken, eine sehr unangenehme. das Wohlbefinden sehr störende Erscheinung, die ohne sichtbare Veränderung der Haut einhergeht und besonders ältere Leute in sehr lästiger Weise befallen kann. Dieser sog. Pruritus ist kaum irgendwie zu beeinflussen im Gegensatz zu juckenden Hautkrankheiten, die mit sichtbaren Veränderungen der Haut einhergehen, wie Nestelsucht, Ekzem usw. und bei sachgemäßer Behandlung wohl geheilt wer- den können. Hautkrankheiten sind sehr mannigfaltiger Art. Sie können entstehen durch äußere Einflüste, z. B. Hitze (Hitzeausschlag), Eindringen von Bakterien in die Haut (vgl. Furunkel) oder als Zeichen einer Allgemeinerkrankung des Körpers. S. auch Masern, Scharlach, Röteln, Syphilis, Akne. Bartflechte, Ekzem, Schorf, Jucken, Jnsettenstiche, Wundsein usw. Hautkrebs, eine hauptsächlich im Gesicht, seltener am Handrücken und Penis vorkommende bösartige Geschwulst, Die stets weiter frißt. S. Krebs. Hauttuberkulose, darunter sind zwei Arten von H.-Tuberkulosen zu verstehen: einmal eine harmlose tuberkulöse Erkrankung der Haut, die mit der Bildung von kleinen warzigen Wucherungen 195 Sie schonen die Wände! Gerade über dem Herd bekommt die Wand schnell mal einen Spritzer ab. Das gibt dann Flecke. Mit einem Herdwandschoner aus Fliesen läßt sich das vermeiden. Er läßt sich leicht reinigen und ist eine Zierde der Küche. Lassen Sie sich die Herdwandschoner zeigen bei J. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. 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Der Bezirkssieger von Ulrichstein (bei der Mäd- chen-Kampfgruppe) Babenhausen, schlug die Mäd- : chen von Wetterfeld überzeugend 13:3. Die Entscheidung über den dritten Sieg fiel auch hier nur zu Gunsten von Groß-Eichen auf Grund der in den Vorspielen erzielten höheren Torzahl, da die Köd- dinger Mädchen im Endspiel gegen die Siegermannschaft ein Unentschieden (6:6) erzwang. Somit zeigte der Schluß st and folgende Ergebnisse : Knaben: Groß-Eichen 1. Sieger, Babenhausen 2. Sieger und Wohnfeld 3. Sieger. Mädchen: Bobenhausen 1. Sieger, Wetterfeld 2. Sieger und Groß-Eichen 3. Sieger. 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April 1936 in der Wohnung eines Zeugen im Beisein von dessen Bruder und einem weiteren Zeugen, einem Sammler des Hilfswerks „Mutter und Kind" gegenüber schwer beleidigende Aeußerungen über sämtliche Amtswalter von Rodheim v. d. 5). ausgesprochen. Schon von diesem Augenblick an hatte er den Anwesenden gegenüber erklärt, wie sie sich bei einer demnächstigen Verhandlung zu verhalten hätten. Als dann der eine von Amts wegen als Zeuge zu dem obengenannten Termin geladen wurde, nahm er die beiden anderen von sich aus noch als Zeugen mit zur Verhandlung. Wie schon vorher, so bearbeitete er sie auch noch auf der Fahrt zum Termin nach Gießen, lud sie zum Essen und Trinken ein, ja äußerte sogar, die auszuzahlende Zeugengebühr würden sie dann abends, gewissermaßen als Siegesfeier, vertrinken. Als noch vor der Verhandlung dem einen Zeugen Bedenken kamen, wußte er diese geschickt zu zerstreuen, indem er sagte: „Ihr könnt ruhig so aussagen, um Euch gegenüber das Gegenteil zu beweisen, müßte das Gericht 9 andere Zeugen haben." Trotz eindringSchwellungen infolge Ansammlung wässeriger Flüssigkeit in den Eewebsspalten der Haut und Schleimhäute. Entsteht durch venöse Stauung (Unterschenkel- schwellung bei Krampfaderbildung, Lymphsdauung) und bei Herz- und Nierenkränkheiten. Hebamme. Wehmutter, eine für die Hilfeleistung bei Entbindung geprüfte weibliche Medizinalperson, welche die Befugnis hat, normale Eevurten selbständig zu versorgen. Sie wird in bestimmten Hebammenschulen ausgebildet und steht unter ständiger Kontrolle des Amtsarztes. Die H. ist verpflichtet bei jeder Regelwidrigkeit, z. V. Wehenschwäche, Steißlage, Zwillingsgeburt, Blutung, einen Arzt zu rufen. Größte Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Wilhelm Wagner und Frau Wiesa, geb.Nocker Zfiobgen, den 1. September 1937 5633D r Ä Gkvßen'Llnden, 31. August. Nachdem schon einige Wochen ein Dresck)zug des Maschinenbesitzers Weber aus Heuchelheim hier gedroschen hat, ist vor einigen Tagen eine zweite Dreschgarnitur desselben Unternehmers hier eingetroffen, so daß nun der A u s d r u s ch b e s ch l e u n i g t durchgeführt werden kann. 8 Alten-Bus eck, ZI. Aug. Am Sonntag- 'nachmittag veranstaltete die hiesige Kleinkin- d e r s ch u l e, wie alljährlich, ein Sommerfest. Mit viel Liebe und Geduld hatte die Kleinkinderschwester mit den Kleinen Kinderspiele, Lieder und Gedichte eingeübt, die in bunter Reihenfolge zum Vortrag kamen, und die den zahlreich erschienenen Eltern und Freunden sehr gefielen. Unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Naumann, sprach das Schlußwort und dankte den Eltern und Freunden für ihre rege Anteilnahme an der Sache, wie auch der Schwester für ihr erfolgreiches Bemühen. # Daubringen, 31. Aug. Dieser Tage feierte Wilhelm Töpfer von hier in voller Rüstigkeit seinen 8 0. Geburtstag. In eine SS.-Kolonne gefahren. Sühne für den Tod eines SS.-Mannes. LPd. Mainz, 31. Aug. Die Strafkammer Mainz verhandelte am Montag in Alzey gegen den B i ck e r l e jun. aus Mainz, der am Abend des 20 August bei Ahey in eine marschierende SS.- Kolonne gefahren war, wobei der 17jährige Karl Steinmüller den Tod fand. Das Gericht verurteilte Bickerle nach einem Lokaltermin an der Unfallstelle wegen fahrlässiger Tötung und Fohrer- Mantelstoffe Kostüm-und Kompletstoffe Wir verkaufen nur gute, bewährte Qualitäten zu bekannt niedrigen Preisen. Ueberzeugen Sie sich bitte von der wirklich großen und schönen Auswahl! sicher Ermahnung, die Wahrheit zu sagen, belogen die Zeugen das Gericht und sagten so aus, wie ihnen der Angeklagte vorgesprochen hatte. Erst kurz vor der Beeidigung bekamen sie es doch mit der Angst zu tun und rückten nun mit der Wahrheit heraus. Während der ganzen Dauer der Verhandlung saß der Angeklagte ruhig auf der Anklagebank, leugnete hartnäckig und hätte seine Bekannten ruhig ihm zuliebe einen Meineid leisten lassen. Nur der Geduld des damaligen Richters war es zu verdanken, daß die Zeugen keinen Meineid geleistet hatten und so vor einer erheblichen Zuchthausstrafe bewahrt blieben. Wegen dieser Tat — Verleitung zum Meineid — hatte sich W i ck gestern vor der Großen Strafkammer zu verantworten. In ihrer gestrigen Vernehmung sagten die Zeugen nun alle aus, daß der Angeklagte sie bestimmt hatte, damals die Unwahrheit zu sagen, obwohl sie alle gewußt hätten, daß der Angeklagte die beleidigenden Aeußerungen gegenüber den Amtswaltern getan hatte. Die Große Strafkammer verurteilte den Angeklagten wegen eines gemeinen Verhaltens und der dabei zutage getretenen Unverschämtheit, gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft, zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. 6 Monate der Untersuchungshaft wurden dem Angeklagten auf die Strafe angerechnet. Die Strafsache gegen den W. L. II. aus Büdingen mußte nach mehrstündiger Verhandlung wegen Vernehmung weiterer Zeugen abgesetzt werden. Dr. phil. J. Neumann Psychotherapeut Kohlen Koks 1541 d Briketts Holz, Tori Dungkalk Gartenkies H. Glatte 8 Sohn Frankfurt.Str 19 MühlstraBe 18 Tel. 8144/3145 nicht gerötete, von glänzender gespannter Haut -------- MMNWMWlW Gießen Herzliche Einladung zum Bibel- u. Bekenntnisabend am Mittwoch, dem 1. September 1937, abends 8V4 Uhr, int Johannessaal. tseseD Es spricht: öen Miet Gerber, MesWeii der Haut einhergeht und bei Leuten entsteht, welche mit tuberkulösen Tiermaterial in Berührung kommen, z. B. Schlächter, Abdecker Schweizer und Tier- Arzte. Dann im engeren Sinn angewandt, die fressende Flechte — der Lupus, welcher vor allem das Gesicht befällt, mit Ee- schwürbildung einhergeht und infolge seiner zerstörenden Wirkung außerordentlich entstellend wirkt. Lebensgefahr besteht bei dieser Form der Tub. nicht, doch wirkt sie verheerend im sozialen Sißne, da die mit Lupus behafteten Menschen wohl schwerlich eine Stellung im öffentlichen Leben bekleiden können. Bey. möglichst frühzeitig und nur durch Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Donnerstag, den 2. 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Es genügt eine Eisenstange, unter deren kürzeres Ende ein Stützpunkt geschoben wird. Hecht, Edelfisch, der als Räuber im Süßwasser lebt und bis zwei Meter lang werden kann. Am schmackhaftesten sind mittelgroße Hechte, die gekocht werden. Kleinere 'Hechte, sogenannte Gras- hechte, werden nur gebraten. Hecken, Mauern, Zäune, Raine u. andere Erenzanlagen zwischen zwei Grundstücken dürfen von den Eigentümern der beiden Grundstücke gemeinschaftlich benützt werden, wenn nicht äußere Merkmale darauf Hinweisen, daß diese Einrichtungen einem Nachbarn allein gehören, z. B. die Hecke steht ausschließlich auf dem einen Grundstück. Die Unterhaltungskosten der beiden Nachbarn zur Benützung dienenden Erenzan- lage haben die beiden Berechtigten ie zur Hälfte zu tragen. Solange einer der Nachbarn an dem Fortbestand einer solchen Anlage ein Interesse hat, darf sie nicht ohne seine Zustimmung beseitigt oder geändert werden. Hedwig, weiblicher Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „die Streitbare". Hefe, Ferment der Alkoholgärung, das aus Hefepilzen besteht und Zucker in Alkohol und Kohlensäure aufspaltet. Wird Hefe einem Teig zugesetzt, so wird SPIELLEITUNG: VEIT HARLAN Eine derart amüsante politische Komödie ohne große Problemwälzungen hat es im deutschen Film überhaupt noch nicht gegeben 1 Mit einer unbeschwerten Fröhlichkeit wendet sich der witzsprühende Film durch Geist und Humor einfach an den gesunden Menschenverstand und an das Bedürfnis, sich unter hellem Lachen glänzend zu unterhalten Der Film erhielt das Prädikat „künstlerisch wertvoll“ Im Beiprogramm: Tiere als Jagdgehilfen des Menschen, Kulturfilm Die neueste Foxwoche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr. Sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goeihestr.32 r :