Donnerstag, Zl-Iuli (941 Gietzener Anzeiger Annahme von Andersen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags Ameigen-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nacklätte: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel B Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr p(. Jahrgang Ur. (80 Erscheint täglich, außer sonntags und feiertags Beilagen: siebener Familienblätter jeimat unBild DieScholle Bezugsvreis: Monatlich_______RM1.80 Lustellgebühr... „ -.25 «uch bei Nichterscheinen Hon einzelnen Nummern -lfolge höherer Gewalt gerriivrechanichluß 2251 Lrahtansmrift:„Anzeiger" Postscheck 1168R Franks j M. vrühlscheUniverfttStsdnlckereiR.Qmge General-Anzeiger für Oberhesfen 6lt6trm Zahl ebenso groß wie ihr noch vorhanbener biluß ist. Für bie^e war bas Regime, bas im Mrigen Sommer endete unb Frankreich in feinen Zustmmenbruch hineinzog, bie „gute alte Zeit ; ienn bamals konnten sie im Trüben fischen, sie flamen babei auch auf ihre Kosten, aber auch nur ie elbst. Um bie Schaffung einer neuen, lebens- iähigen unb zeitgemäßen Verfassung zu erleich- ijktn, treten bie Kreise, bie bie noch zu oollbrrngenbe ictbnale Revolution auf ihre Fahne geschrieben fabm, für bie ©rünbung einer einzigen honzösischen Staatspartei em, Die, im Brunbe genommen, wie in ben autoritativen Lutsformen bie Aufgabe der Stütze des Staates übernehmen hätte. Um zu dieser Entwicklung zu gongen, hat Frankreich zur Zeit einen schwierigen feint, denn bie Aufteilung in brei große Zonen. "4-. W besetzte, bie unbesetzte unb bie Sperrzone irn Vü töten des Lanbes unb am Aerrnelkanal steht Der Whsttlichen Entwicklung unb Willensbilbung im "-’1 y Dir Streit innerhalb ber französischen Prefft, ob ip-;* \W künftige Frankreich sich dann noch "R e p - Ulk" nennen darf, ob biefer Name mit Dem u 0ii' lammengebrodjenen Zeitalter m der Verse k g u.C: »eischwinden muß, oder ob man ben iwr,'| feigenteU als Überlieferung pflegen, ihn aufwerSir Giafford Cripps. Von Professor Dr. Karl Heinz Pfeffer. Nicht nur ber deutsche, sondern jeder kontinental- europäische Beobachter steht fassungslos vor bestimmten Erscheinungen des englischen Le-oens, die sich jedem Verständnis zu entziehen scheinen: der Gewerkschaftsführer Bevin, der Herkunft nach selbst ein Arbeiter, stützt die Macht von Männern wie Churchill ober Eden mit feiner ganzen Autorität. Umgekehrt stellen sich Männer aus der Oberschicht, deren Macht Bevin zu erhalten versucht, gegen die Gesellschaftsordnung, die ihnen selbst ein bequemes Leben ermöglichte. Der Arbeiter Bevin stützt eine im Grunde konservative Regierung, der Freiherrn- sohn Cripps dagegen hält revolutionäre Reden. Sie sind beide Zeugen für die eigenartige Verklammerung des englischen Systems, für die Macht der Oberschicht gerade in ben Kreisen ihrer scheinbaren Widersacher. Der Vater des englischen Botschafters in Moskau war der Sohn eines angesehenen Juristen, er wurde selbst wieder Jurist unb konservativer Unterhausabgeordneter. Als er sich allmählich den sozialreformerischen Meinungen ber liberalen Regierung vor bem Weltkrieg zuzuneigen begann, erhob ihn Asquith 1914 zum Baron Parmoor. Nach dem Weltkrieg ging Lord Parmoor mit anderen liberalen Lords zur Arbeiterpartei über, bie ihn während ihrer beiden Regisrungsperioden zum Lordpräsiden- ten des Geheimen Staatsrats machte. Lord Parmoor ließ nicht nur seinen älteren Sohn unb Titelerben, sondern auch den jüngeren Richard Stafford die trabitionelle Juristenlaufbahn einschlagen. Stafford zeichnete sich als Rechtsanwalt^ so aus, daß er 1930 in den niederen Adel erhoben wurde; er nennt sich seitdem Sir Stafford Cripps. Obwohl also Cripps zu der überlieferten Füh- rungsfchicht gehört, war er doch mit der englischen ßebensorbnung nicht zufrieden. Die Engländer, die wie er am Ende des Weltkrieges ungefähr 30 Jahre alt waren, bemühten sich zum größten Teil, dort wieder anzufangen, wo sie 1914 aufgehört hatten, und so zu tun, als sei nichts geschehen. Eine kleine Gruppe dagegen wurde von einer allgemeinen Weltmüdigkeit gepackt. Sie setzte sich vor allem aus ben wissenschaftlich besonders Interessierten und Begabten zusammen, zu denen Cripps unzweifelhaft gehört. In den Universitäten von Oxford, Cambridge und London, in einzelnen Klubs, in ben Juriftengilden und den Salons wurde es modern, von der „sozialen Krise der Zeit" zu reden. So entstanden in England reiche, intellektuelle Salonmarxisten aus Üeberdruß am überlieferten System, aus Mangel an inneren^ Halt und klaren Aufgaben. Cripps verkörpert sie. In derselben Zeit, in ber junge Adelige den Marxismus entdeckten, fand die amtliche Arbeiter» Partei, daß sie einen bedenklichen Mangel an Führern und an Geld habe. Sie war bis dahin nur Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der finnischen Armee, Feldmarschall Mannerheim, mit seinen Offizieren im Kampfgebiet. — (Afsociated-Preh-M.) Neue schwere Verluste der britischen Lustwaffe. Einflugsversuch in Norwegen und der Deutschen Bucht. Berlin, 30. Juli. (DVB.) Der britischen Luftwaffe wurden am heutigen Tage an zwei voneinander weit abliegenden Punkten schwere Verluste zugefügt. Britische Torpedoflugzeuge, die unter starkem Jagdschutz von einem Flugzeugträger im Vördlichen Eismeer gestartet waren, versuchten in mehreren Wellen einen Hafen in Vordnorwegen anzugreifen. Dieser Vorstoß, der zeitlich mit dem Auftreten einiger Sowjetflugzeuge zusammenfiel, scheiterte vollständig. 23 Feindflugzeuge wurden in Luftkämpfen, zwei durch Flakartillerie, drei weitere durch Marineartillerie a b g e s ch o f f e n. Die Besatzungen von zwei eigenen Flugzeugen, die bei diesen Kämpfen verloren gingen, sind gerettet worden. Ein weiterer Versuch einiger britischer Kampfflugzeuge, in den heutigen Vachmittagsstunden i n Vorddeutschtand einzufliegen, scheiterte ebenfalls. lieber der Deutschen Bucht wurden fünf Feindflugzeuge ohne eigene Verluste im Luftkampf abgefchoffen. Feldmarschall Mannerheim an der Front ordnete keinerlei Australiens Kriegsmaßnahmen. Stockholm, 30. Juli. (Europapreß.) Ungefähr ein Viertel der australischen Milizstreitkräfte soll vom 1. Oktober dieses Jahres an zu einer vollen Dienstperiode einberufen werden. Der australische Kriegsminister erklärte, daß die neuen Bestimmun. gen Voraussetzungen schaffen würden für eine schnelle Mobilisierung im Falle eines Ausnahmezu« standes. Bei bet Kiellegung des 9000 Tonnen großen ersten australischen Handelsschiffes, das auf Grund des neuen australischen Schiffbauprogramms gebaut werden soll, erklärte Premierminister Menzies, daß in naher Zukunft drei bis vier Handels, schiffe je Monat in Australien vom Stapel laufen würden. Ersatz für die Verluste der britischen Mittelmeerflotte. La Linea, 30. Juli. (Europapreß.) Zur Er- setzuna der jüngsten englischen Schiffsverluste im Mittelmeer sind jetzt vom Atlantik her ein Panzerkreuzer, zwei Kreuzer, vier Zerstörer und zwei Hilfskreuzer in Gibraltar eingelaufen. Die Zahl der Verwundeten, die nach dem letzten Seegefecht im Mittelmeer nach Gibraltar gebracht wurden, beträgt mehr als 200, unh die Zahl der Toten ist beträchtlich. Um der Bevölkerung von Gibraltar diese schweren Verluste zu verheimlichen, hat man die Leichen nicht auf dem Friedhof beigesetzt, sondern sie im Meer bestattet. Weitere Einschränkungen des Oel- verbrauchs an der USA. Ostküste. . Washington, 30. Juli. (Europapreß.) Das Office of Petroleum Coordination beabsichtigt, den Treibstoffverbrauch in zwei Wochen zunächst durch Verbot des Nachtverkehrs zwischen 7 Uhr abends und 7 Uhr morgens einzudämmen. Die spätere Rationierung hängt vom Erfolg der freiwil- ligen Einschränkungen an der gesamten Atlantik- küße ab, welche unter normalen Verhältnissen Lägern Zusammenschluß von allerlei Vereinen und Gewerkschaften gewesen. Man beschloß, seine Tore den Intellektuellen zu öffnen. Nach 1918 wurden die Satzungen geändert, so daß auch Nichtgewerk- schastsmitglteder durch ein System von Ortsgruppen unmittelbar Parteimitglieder werden konnten, dann kam der Einstrom der früher konservativen oder liberalen Akademiker, Juristen, Lehrer, Aerzte. Es kamen Attlee und Dalton, Cripps und Laski, Leesmith und Treoelyan, Männer, die mit dem Aufbau der eigentlichen Arbeiterbewegung nie etwas zu tun gehabt hatten. Sie besetzten Stellungen im Vollzugsausschuß der Partei und während der Regierungszeit der Arbeiterpartei auch Ministerämter. Cripps war Generalstnatsanwalt und wurde 1931 als Abgeordneter der Arbeiterpartei ins Unterhaus geholt. Die Intellektuellen waren mit der Arbeiterpartei unzufrieden, weil sie ihnen zu konservativ war. Sie strebten nach revolutionären Schlagworten, sie waren nicht wie die englischen Bergarbeiter mit ein paar Pennies Lohnerhöhung zufrieden. Nach dem völligen Zusammenbruch der Arbeiterregierung 1931 kam ihre große Stunde. Seitdem steht Cripps in der vorderen Reihe der „Arbeiterführer". Er war der lauteste Rufer im Streit nach der Volksfront und dem unverhüllten aktiven Eingreifen Englands zugunsten Notspaniens. 1937 baute er aus seiner Liga, der Kommunistischen Partei Grohbri- tanniens und der Unabhängigen Arbeiterpartei eine „Einheitsfront", an die sich dann die große Arbeiterpartei und die liberalen Reste anschllehen sollten. Die Gewerkschaftssekretäre der offiziellen Arbeiterpartei wurden vor soviel Betriebsamkeit stutzig und schlossen das Mitglied ihres Vollzugsausschusses Cripps mit seinen Anhängern im Jahre 1938 aus der Partei aus. Sie wollten ihre Ruhe auch durch marxistische Agitation nicht gestört haben. Die früheren Packer oder Metallarbeiter gingen mit den Lords der konservativen Partei, während die Rechtsanwälte und Professoren aus vornehmen Familien und Schulen Revolutionsreden hielten. Dabei brachen natürlich die Verbindungen zu ihren Verwandten und zu ihren Schulkameraden nicht ab. Devin mag Cripps nicht leiden, aber Eden und Cripps verstehen sich ohne weiteres. Als Anthony Eden von Churchill wieder zum Außenminister gemacht wurde, konnte Cripps die Ecke verlassen, in die ihn die sturen Biedermänner der Arbeiterpartei geschickt hatten. Er ging als Botschafter nach Moskau und baute weiter an der 1937 begonnenen „Einheitsfront". Zum Teil liegt die englische Kriegsschuld bei den hartstirnigen, reaktionären Besitzbürgern. Ein noch ■größerer Teil der Kriegsschuld aber liegt bei den Intellektuellen, denen der „antifasHistische" Krieg die Erlösung aus ihrer eigenen Ausweglosigkeit bringen sollte. Es ist ein Symbol, daß es Eden war, der Cripps nach Moskau geschickt hat. Welch ein Schauspiel für müde Seelen hätte der Brand Europas werden können! „Herrschaft der Gchulschlipse" Britische Kritik des englischen Regierungsshstems. Stockholm, 31. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Das englische Volk wird von Schulschlipsen regiert!" erklärte in einer der letzten Ünterhaus- sitzungen der konservative Abgeordnete Captain Cunningham-Reid. Englands Regierung liege in Den Händen der ehemaligen Zöglinge der alten Schulen Eton, Har- row ober Winchester, und die Träger der traditionellen Schlipsfarben dieser Schulen hätten das Land völlig in ihrer Hand. „Die Herrschaft der Schul- schlipse in der Politik ist die größte Gefahr, die England heute droht", sagte der Abgeordnete. „Dieses System hat der jetzige Kriegsminister und ehemalige Einpeitscher der Konservativen, Captain Marg es- Ion, zu einer wahren Kunst herausgebildet. Kein Unterhausmitglied kann auf eine wahre Laufbahn hoffen, wenn es nicht diesem System entspricht. Kandidaten für höhere Posten können zwar fähig sein, aber die Hauptsache ist, daß sie der sogenannten erblichen herrschenden Klasse angehören und daß sie brave Mitglieder der konservativen Partei sind, die niemals unbequeme Fragen stellen oder allzu große persönliche Entschlußkraft zeigen. Sind sie außerdem noch gute Jagdreiter, so ist ihre Laufbahn gesichert. Während nach diesen Grundsätzen Männer für die Schlüsselstellungen der englischen Politik ausgewählt werden, haben Abge- Aussichten vorwärtszukommen, wenn sie diesen Maßstäben nicht entsprechen oder keine versönlichen Freunde in hohen Stellen haben. Obwohl einige Sozialdemokraten und Liberale heute in der Regierung sitzen, befinden sich mehr als 60 v. H. aller ausschlaggebenden Stellungen in den Händen der alten Schulschlipse, der größte Teil des Ministeriums Churchill wird von ihnen gestellt." lich 1,2 Millionen Faß Treibstoff verbrauchen. Die Oststaaten nehmen 36 Prozent des gesamten Treibstoffoerbrauchs der Vereinigten Staaten in Anspruch. Oer Oollarimperialismus in Bolivien. Buenos Aires, 31.Juli. (DNB.Funkspruch.) Nachdem bereits das gesamte bolivianische Flugwesen praktisch von den USA. an sich gerissen worden ist, gehen die Nordamerikaner dazu über, auch die militärische Kontrolle im Flugwesen in ihre Hand zu bringen. „Nacion" gibt, eine Reutermeldung aus Washington wieder, wonach der dortige bolivianische Botschafter eine längere Unterredung mit Sumner Welles gehabt habe. Dabei sei die Entsendung der USA. - Militärflugmission nach Bolivien in allen Einzelheiten besprochen worden. Diese erstmalig nach Bolivien gehende Mission solle u. a. die Ausbildung der bolivianischen Militärpiloten übernehmen. Ein entsprechendes Abkommen solle im August unterzeichnet werden. Roosevetts Krieg im Dunkeln. Pon unserer Berliner Schriftleitung. Die Kriegstreiber in USA. scheuen kein Mittel, um die südamerikanischen Staaten für ihre dunklen Zwecke dienstbar zu machen. Die Erklärung des Majors Belmonte hat schlaglichtartig die Umtriebe und Fälschungen Roosevelts beleuchtet. Der USA.- Unterstaatssekretär Sumner Welles weigert sich aber, die Anklage zu beantworten, die mit den Erklärungen Belmontes und durch die Feststellungen der deutschen Presse gegen die amerikanischen Methoden erhoben worden sind. Man sucht durch die dickfellige Taktik des Totschweigens das eigene Schuldbewußt- fein zu verdecken. Eine besonders üble Rolle spielt in den USA. der Dies-Ausschuß „zur Bekämpfung unamerikanischer Umtriebe". Der Chef dieser illustren Gesellschaft namens Dies gab offen zu, daß seine Organisation an der Beschlagnahme des deutschen Kuriergepäcks in Argentinien mitbeteiligt war. Er fügte diesem Geständnis noch die Behauptung hinzu, daß Deutschland in Südamerika über rund 1 Million Soldaten verfüge, die dazu bestimmt seien, die Vereinigten Staaten daran zu hinderm England zu helfen. An Phantasie fehlt es diesen Lügnern nicht. Weiter bemerkt Dies, er wolle es dahin bringen, daß die öffentliche Meinung die Deportierung von Hunderttausenden Deutschen fordern werde. Man sieht die Methoden der Fälschung, der Spionage und des Terrors, die von nordameri- kanischer Seite eingesetzt werden, um die ibero- amerikanischen Staaten unter den schärfsten Druck zu setzen. Die Schwarzen Listen, die in Nordamerika über 1800 südamerikanische Firmen aufgestellt wurden, sind der beste Beweis für die Industriespionage, die gegenüber den neutralen Staaten ausgeübt wird. Radio Boston hat zudem noch die dreiste Stirn zu erklären, der Hauptzweck der Schwarzen Listen sei, die Unabhängigkeit der südamerikanischen Länder zu bewahren. Sie seien durchaus kein Eingriff in ihre Politik. Wie diese „Unabhängigkeit" beschaffen sein soll, haben die Vorgänge in Bolivien und Argentinien deutlich bargetan unb darüber, was „Politik" ist, braucht man, mit ben Agenten Roosevelts nicht zu streiten. Spanien znm Fall Belmonte. Madrib, 30. Juli. (Europapreß.) Das Thema Belmonte nimmt auch weiterhin in ber spanischen Presse breiten Raum ein. Die Zeitung „Madrid" ieht in der Ausweisung des deutschen Gesandten n Bolivien den Auftakt einer politischen und wirt- chaftlichen Offensive der Vereinigten Staaten gegen die ibero-amerikanischen Länder und unterstreicht, daß eine solche Offensive Spanien nicht gleichgültig lassen könnte. „Wir wissen nichts Genaues über den Vorfall", so fährt das Blatt fort, „aber wenn wir uns überlegen, wem er nützt, und wenn wir uns daran erinnern, mit welchen Methoden gewisse Regierungen ihre Ziele zu erreichen suchen, bann können wir nicht anders als den Angaben des deutschen Diplomaten Glauben schenken." Es sei nicht unwahrscheinlich, so meint bas Blatt, daß in Washington ein ähnliches Laboratorium bestehe wie es ber Secret Service besitze, für das bie Herstellung der Dokumente ein Kinderspiel sei. Zahlreiche Vorfälle in Jbero-Amerika bewiesen die Skrupellosigkeit des Vorgehens der Pankees und daß alles geschehe, um bie Monroe-Doktrin, bie man bereits in bezug auf Europa geändert habe, nun auch für Jbero-Amerika abzuwandeln. Ganz Amerika solle nach Roosevelts Idee den Vereinigten Staaten gehören. Neuer Beweis für die Angriffsabsichten der Sowjets. Seheimbefehle über Marschräume und Stoßrichtung der is. Sowjetarmee. Berlin, 30. Jull. (DNB.) Nachdem bereits Einzelheiten über bie Zusammensetzung, Marschräume unb Stoßrichtung von sechs bolschewistischen Armeen gegen Ostpreußen unb bas nördliche Generalgouvernement aus gefundenen Dokumenten oeröf{entlieht werden konnten, liegt jetzt ein neues Beweisstück für die Angriiffsabsicyten ber Sowjets vor. In Luck wurde in einem Dienstraum ber Sowjetarmee ein weiterer verschlossener Tresor entdeckt. Reden Befehlen, Anweisungen und Geheimschriftstücken aller Art, wurde auch dieKriegs stärk e- Nachweisung der 15. Sowjetarmee auf- gefunden. Gemäß vorliegender Order sollte diese Armee dis zum 17.Juli, morgens 8 Uhr, mit insgesamt 319 569 Mann in voller Kriegsstärke zu m Einsatzbereit stehen. Die Armee setzte sich aus dem XIII., X., II. und IV. Schützenkorps zusammen. Das XIII. Korps umfaßte zwei Divisionen mit 42 138 Mann, rund 9000 Pferden, 1207 Maschinengewehren, 344 Geschützen und 2500 Fahrzeugen. Die drei anderen Korps hatten je drei Divisionen und waren durch Arti-lle- rie-Regimenter, Dankbrigaden und chemische Bataillone verstärkt. Die Reserve bestand aus 31880 Mann. Außerdem war der Armee die 5. Jagdflieger- und die 7. Zerstörer-Division mit 516 Maschinen zu- geteilt. Diese gesamte bolschewistische Streitmacht, bie mit anderen für einen Einfall in Mitteleuropa vorgesehen war, wurde durch das rechtzeitilge Eingreifen der deutschen Wehrmacht völlig zerschlagen und damit die Bevölkerung ber Ostgebiete vor unendlicher Not und blutigem Terror bewahrt. Die leeren Meere. Die Hoffnungen Churchills, der Kampf gegen den Bolschewismus werde England entlasten, die beut», sehe Luftwaffe, im Osten beschäftigt, werde den brt- tischen Luftstreitkräften aus Mangel an Abwehr im Westen kein Paroli entgegensetzen unb die Schlacht im Atlantik werde durch das neue deutsche jtriegsgebiet, die Ostsee, zu Gunsten Englands ausgehen, alle diese und ähnliche Erwartungen sind sehr schnell abgewelkt. Denn in der Luft Haven wir trotz der Beschäftigung eines Teiles unserer deutschen Luftstreitkräfte im Osten, die Engländer gründlich geschlagen, und die Schlacht im Atlantik geht weiter, zum Kummer nicht nur Churchills, sondern auch Roosevelts. In dieser Hochsom, mergelt sind im Atlantik und den nördlichen Gewässern die Tage lang und die Nächte kurz unb hell. Das erschwert naturgemäß die Tätigkeit unserer angreifenden U-Boote, aber diese für England günstige Situation, deren Dauer allerdings beschränkt ist, hat England nicht auszunutzen vermocht. Es hat vielmehr, wie auch neutrale Schiffahrts. kreise feststellten, feinen Seeverkehr auf. fällig eingeschränkt, und die Gründe dafür sind so schwerwiegend, daß sie ein Schlaglicht auf Englands Notlage werfen. Ende Juni meldete bas deutsche OKW., seit Kriegsbeginn sei die geradezu ungeheuerliche Summe von 12,5 Millionen BRT. englischen oder England dienstbaren Schiffsraumes versenkt worden. Diese 12,5 Millionen BRT. sind aber durch Sckiffsneubauten Englands und der USA. auch nicht teilweise zu ersetzen. Wir erinnern hier an Roosevelts Notruf, der diese Tatsache zum Miß» vergnügen der Churchill-Propaganda offen zugab, unb wenn jetzt der frühere britische Schiffahrtsmini» fter Sir Ronald Croß, der als Sündenbock von Churchill in die australische Wüste geschickt wurde, in Sidney den Australiern zuschrie: „Wenn Austra, lien Schiffe bauen kann, so soll es sie um Himmels, willen geben", dann spricht das Bände. Wo sind die bis vor einigen Monaten üblichen britischen Reklamenotizen über riesenhafte australische, kana» dische, indische und sonstige Schlffsbauten für Eng. lano geblieben? Sie haben sich als Schwindel ent. puppt. Natürlich fehlen diese 12Vi Milllvnen BRT. versenkten Schiffsraumes auf den Meeren. Hinzu kommt, baß England allen verfügbaren Schiffsraum nicht für die Versorgung Englands direkt, sondern auch für bie seiner Truppen im Nahen Osten und anderwärts verwenden muß. Bereits im Früh, fahr, als ber jetzt abgesägte General Wavell bit Offensive in Libyen unternahm, teilte Churchill mit, die Versorgung dieser britischen Offensivarmee habe 5 Millionen BRT. erfordert. Das griechiscke und kretische Abenteuer Churchills hat mit furchtbaren Schi ff sv er lüsten geendet. Aber die Empire-Soldaten in Aegypten, Palästina usw. erfordern weiteren Nachschub, unb die Versenkungen im Mittelmeer sprechen eine beredte Sprache. So ist es nicht ver- wunderlich, daß die englische Insel m unter ber Schiffsvaumnot weiter und immer stärker Ierbet; denn selbst die Geleitzüge laffen sich nicht mehr in der gleichen Anzahl wie früher zusammenstellen, da bas Material dazu fehlt. So ist bas weite Meer f a ft leer geworden, und die Folgen für die 93er* forgungslage der englischen Mutterinsel liegen auf ber Hand. Jedes versenkte Schiff wertet heute soviel wie fünf ober sechs Schiffe zu Beginn dieses Krie. ges. So ist es zu verstehen, bah unsere U-Boots immer weniger Gelegenheit haben, englische Schiffe aufzuspüren. Aber sie liegen auf der Wacht gegen EnAand, und wie, bas lehrt bie Meldung des OKW. vom 29. Juli, wonach sie aus einem englischen Ge» leitzug nicht weniger als 19 Dampfer mit 116500 BRT. vernichteten, dazu einen Zerstörer -unb eine Korvette versenkten. Die Schlacht im Atlantik gebt weiter unb steht immer schlechter für England. E.S. Der Zusammenbruch der britischen „Entlastungsoffensive". Eine deutsche Liste der über dem Kanal abgeschostenen Britenftieger. B c r l i n, 30. Juli. (DNB.) 3n den Luftschlachten über dem Kanal am 23. und 24. Juli brach die laut und lange angekündigte Absicht der Briten, eine Entlastungsoffensive für ihre bolschewistischen Verbündeten zu unternehmen, in der überlegenen deutschen Abwehr kläglich zusammen. Die kühnen Angriffe der deutschen Jäger und der mutige Einsatz deutscher Vorposlenboote und Flak brachten den grohangelegten Angriffsversuch der Briten völlig zum Scheitern. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des deutschen Soldaten und der nicht einzuholende bedeutende Walerialvor- sprung der deutschen Maschinen und Waffen begründet die große Niederlage der Briten, die in 30 Stunden dieser beiden Tage 8 7 Flugzeuge verloren. Das britische Luftfahrtministerium beharrt darauf, den schweren Verlust der britischen Luftwaffe vor dem britischen Volk und der Welt weiter zu verheimlichen. Dieses hartnäckige Ableugnen ändert nichts an der Tatsache, daß die deutsche Luftabwehr im Westen die britische Luftwaffe stark zur Ader gelassen hat. Um den Briten die notwendigen Unterlagen für eine wahrheitsgetreue Meldung zur Verfügung zu stellen, veröffentlichen wir nachfolgend die Namen der in diesen zwei Tagen in deutsche Gefangenschaft geratenen oder als Leichen geborgenen britischen Flieger. Durch ben deutschen Seenotbienst wurden ber Squabron Leader, Frank-Landseer Campbell- Rogers und ber Sergeant David Edward Ding- Ham aus dem Kanal gerettet. Campbell Rogers trägt die Erkennungsnummer 41253 und ist in Kanada geboren. Seine Heimatanschrift ist zur Zeit London., Victoria Street 158. Bingham ist Schotte und stammt aus Sterlingshire, Glenberoid- ßarbert. Seine Erkennungsnummer laufet 580 479. Ein dritter britischer Flieger, Sergeant T. Sullivan aus Barry bei Cardiff hat ben Tod in den Wellen gefunden. Die Besatzungen weiterer britischer Flugzeuge mit Major C i l i n g s, geboren 13. 8.1917, Unterleutnant William James Hunter, geb. am 21.8.1920, und ben Sergeanten Albert (Ebroarb Taylor, geb. am 29. 3.1921, John Ghesmond-Halgh, geb. am. 10.7.1921 und Frederic Martin Smith, geb. am 21.8.1919 wurden von einem deutschen Vorpostenboot in dem Augenblick ausgenommen, als ihre Maschinen absanken. Ein anderes Fahrzeug ber deutschen Kriegsmarine rettete aus dem Kanal ben am 23. 7. um 14.30 Uhr von einem deutschen Jäger abaeschossenen Pilot-Offizier Gilbert Frank Lowes, Erkennungsmarke 62 018, geb. am 18. 4.1917. Wohnort Rowber Cie je Totteridge Lon- don Nr. 70. Der Gefangene wurde mit Schnitt« und Splitterwunden an Füßen und Armen in ein deutsches Lazarett ein geliefert Folgende britische Flieger sprangen aus brennenden Maschinen ab und wurden von deutschen Infanteristen an der Küste gefangen genommen: fit. John Frederic (TI an ton, geb. am 29.9.1911, Sergeant William Lloyd Jacobson, geb. 16.7.1914, Sergeant Jan Dennis Knot, geb. 14.10.1919, Sergeant James Alexander Short, geb. 18.11.1916 und Allen James Clarke, geb. 25.5.1919. Clayton hat bie Erkennungsnummer 44 677 und hat bie Heimatanschrift St. Margarete on Themse, Gordon Avenue 45. Socgeant Jacobson trägt bie Erkennungsnummer R 51 672 und stammt aus Winnipeg in Kanada, Landsdowne Avenue 108. Knot trägt die Erkennungsnummer 924 849 und wohnte in London SW. 1, Eaton Square 21. Short ist in Grimsby, Torrinton Street 66, beheimatet und hat die Erkennungsmarke 7 475 244. Clarke, mit ber Nummer 751 600, stammt aus Rochester, Clarence Avenue 15. Der Pilot-Offizier Artur George Operon von der Besatzung eines viermotorigen Flugzeuges unb mit der Erkennungsnummer 84713 wurde verwundet in ein Lazarett eingeliefert. Der Sergeant Oswald Thomas Bal - comb mit der Nummer 968 379 aus Liverpool Wood land Road 38, gehörte zur selben Besatzung unb ist ebenfalls gerettet. An anderer Stelle wurden gefangen genommen der Flieger Benjamin Philipps mit der Erkennungsnummer 974 527 aus Glasgow W 2, Otago Street 103. Durch ein Fischerboot wurden folgende Besatzungsangehörige von viermotorigen Bombern lebend aus dem Wasser aufgefischt: Squabron Leader Walter Rice Williams, Erkennungsnummer 39 359 aus Kenilworth, Malthouse Lane, ber Sergeant Samuel Jones, Erkennungsnummer 984 206 aus Manchester, Radcliffe, Fletcher Street 9, der Sergeant George Robert Wedderdurn, Erkennungsnummer 909 574 aus London S. E. 5, Valmar Road 34, ber Sergeant Alexander Henry John Turner, Erkennungsnummer 567 326 aus Hove 4 in Sussex, Nevill Avenue 178, ber Pilot Offizier John George Ire ton aus Ketterine, Northands Princeß Street 68, ber Sergeant Leonhard James Butler, Erkennungsnummer 944 660 aus Birmingham 31, Longbridge Lane 88 unb der Sergeant Norman Kershaw, Erkennungsnummer 619 741 aus Tarwen, Lancafhire, Bob Heighh Glendene. D Innerhalb derselben Stunde mußten nachfolgende aufgeführte Besatzungsmitglieder schwerer britischer Bombenflugzeuge ihre abstürzenden Maschinen ver» lassen und gerieten in deutsche Gefangenschaft: Sergeant Wilfrid Campbell Walters, Erkennungsnummer 581 083 aus Hands Eeastleigh, Shakespeare Road 44, Sergeant Albert H e n e r y , Erkennungsnummer 936 275 aus Horden, Country Durham, Handley Street 15, der verwundete Sergeant Stanley Desmond Grea«,^ oes, Erkennungsnummer 1 054 271, der verwundete Sergeant Gilligan, Erkennungsnummer.': M 115193, der verwundete Sergeant Loel Gib« f o n mit der Erkennungsnummer 914 683, der verwundete Sergeant Ernes William Constable mit der Erkennungsnummer 674 683 und der verwundete Sergeant Gordon Herbert Frank Ogden mit ber Erkennungsnummer 569 526. Die Verwundeten wurden sofort in Behandlung genommen. Zu der Besatzung des Benjamin Philipps gehörten noch der Flying Öfficer M. Norman White Leod aus Nordsunderland Wingreoe S e a h o u s e mit der Erkennungsnummer 43 259 und der Sergeant Wll- liam Allan Finlayson mit ber Erkennungsnummer 566 372, welche ebenfalls gefangengenommen wurden. Außerdem wurde der Sergeant O'B r i a n durch den deutschen Seenotbienst gerettet und wegen seiner Verletzungen in ein deutsches Lazarett eingeliefert. Neben zahlreichen im Kanal ertrunkenen und über dem Küstengebiet abgeschossenen Besatzungen, die nicht mehr wentifiziert werden konnten, wurden inzwischen folgende Leichen britischer Flieger geborgen: Die Flying-Officers A. Lewin, F. Eraig, M. Grant und die Sergeanten Horner, Dichery, Ju« lins Loove, W. Price, Seinsbury, A. I. Appleby mit der Erkennungsnummer 949 210, I. Godwin, Enourgh, Ridley, Shirley und Newstead. Nach Aussagen der zahlreichen britischen Flieger, die am 23. und 24. Juli nach Abschuß in deutsche Gefangenschaft gerieten, gehörten nachfolgend aufgefüyrte Piloten, ebenfalls zu ben Besatzungen der ins Meer gestürzetn britischen Maschinen. Die Genannten konnten jedoch bisher weder lebend noch tot ge* borgen werden. Die Nachforschungen werden fortgesetzt. Es handelt sich um die Pilot-Officers L. Kolitz unb M. Jolly sowie um bie brei Sergeanten Johns, A. Moß und R. Barton. Da das britische Luftfahrtministerium wohl darüber unterrichtet sein wird, welche Besatzungen am 23. und 24. Juli gegen das Kanalgebiet eingesetzt waren, dürste es tont nun nicht mehr schwer fallen, diese Namen und damit die schweren Verluste zu bestätigetu Neue Wege Nach einer alten Tabakpackung aus der Sammlung Haus Neuerburg o alt auch die rheinische Tabaktradition ist, eine Gründer von HA U S NE U E RB URG sahen es jedoch als einen Vorteil an. * Sie wollten mit unbefangenen Zigarettenherstellung hat es bis zum Jahre 19089 Augen, und nur gestützt auf ihre eigenen Erfahrungen dem Gründungsjahr von HA US NEUERBURG dort und Tabakkenntnisse, nach neuen und zugleich besse* nicht gegeben. * Es hätte als ein Nachteil gelten können. ren Fabrikationsmethoden für die Zigarette suchen» dort keinen einzigen Facharbeiter vorzufinden; die Wie dieses Ziel erreicht wurde, darüber werden unsere nächsten Anzeigen berichten. Beide Marken wieder in der fugendichten Frischhaltepackung• H. Rusch 8179 D Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen 31890/ Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Ireibankverkauf int 1. August 1941 r 3174A Neu-Aufführung! 3176 A Heute Donnerstag 3181 D Täglich 3.15, 5.30, 8.00 Uhr • Sonntag 3.00, 5.15, 8.00 Uhr • Jugend hat Zutritt VogfsXo PQLPST____Giessen Anmeldung und Beginn des Unterrichts für Anfänger und Fortgeschrittene am 1. August 1941 um 16 Uhr im Ballettsaal des Stadttheaters bei Ballettmeister Volpert. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Eintritt: RM.3.-,2.50,2.-1.-, Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle d.NSG. Kraft d. Freude, Gießen, Selteraw JO (Ruf 2141) ■fiRU5« I1EIIERBIM6 Maria Andergast Theodor Loos — Fritz Genschow Spielleitung: Jörgen von Alten Montag, 4. August 20 Uhr, Gießen Gloria-Palast Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten. Rechnungen, Besohäftekarten Ihres Hauses beurteilt. 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Paddy Frindt die unerreichten Equilibristen 2 Bravellos der ausgezeichnete Schlappdrahtseilakt Kurt Pratsch-Kaufmann der geniale Parodist berühmter Filmstars, Sänger und Sängerinnen Ponny und Ponpon das groteske Tanzpaar Sonja Güll in ihren exotischen Tänzen Wolfgang Baum begleitet am Flügel GÜLDENRING 4Pf. mit ^Mundstück U.O-hier WILLI FORST! Ganz richtig I Das lustige Sonderprogramm: Ick kenn’ Dick nidil und liebe Didi mit Willi Forst - Magda Sdineider - Theo fingen Ein Rausch von Fröhlichkeit - eine Fülle von zündendem Witz und hinreißendem Schwung, eine reizende Schlagermusik und dazu eine prachtvolle Ausstattung DIE NEUE WOCHENSCHAU Restaurant AltesSchloß ab 1. August wieder geöffnet! von 8- 9 Nbr Nr. 1451-1525 von 9-10 Ubr Nr. 1526-1575 von 10-11 Uhr Nr. 1576-1625 von 11-12 Ubr Nr. 1626-1675 am 2 August 1941: von 8- 9 Uhr Nr. 1676-1730 von 9-10 Ubr Nr. 1- 75 von 10-11 Uhr Nr. 76- 125 Es wird Meischbrübe ausgegeben. Stadt. SchlachtHos, Gießen. Jubel und Trubel Heiterkeit u. Fröhlichkeit NEUESTE WOCHENSCHAU Heute Donnerstag Neuaufführung Lichtspielhaus tägl. 3.15, 5.30, 8.00. So. 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutrittl3176A 8 "Tankstelle froherLaune Bekanntmachung. Velr.: Vie Verteilung von Salzheringen. Eine Zuweisung der Hauptvereinigung der deutschen Fischwirtschaft ermöglicht es, Salzheringe an sämtliche Verbrauchergruppen zur Verteilung zu bringen. Ausgenommen von der Zuteilung sind lediglich Kinder unter 6 Jahren. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen ungefähr 150 bis 180 g Herinae. Die Ausgabe der geringe erfolgt durch Einzelhändler, die auch m der früheren Zeit bereits Heringe zur Verteilung gebracht haben. Die Abgabe der Heringe erfolgt ohne Vorbestellung auf den Abschnitt N 25 der rosafarbenen und blauen Nährmittelkarten für die 26. Zutei. lungsperiode. Die Verteiler haben die von ihnen an den Nähr, mittelkarten abgetrennten Abschnitte N25 vorerst aufzub «wahren. 3180D Gießen, den 30. Juli 1941. Der Landrat des Landkreises Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Dr. Lotz. Wegen Betriebsferien vom 1. bis einschließlich 16. August geschlossen. Hessischer Hof“ Frankfurter Straße. _________________________________3191 D nach Motiven des Romans „Heimkehr ins Leben“ mit Albr. Schoenhals " 28.Juli-23.Aug Der Ü-Voolsersolg in der Ailanükschlacht zu schicken. * Die Nachricht, daß die Verbindung zwi- Fußbad! im 21. Lebensjahr. Sattral für Führer und Vaterland Gießen-Wieseck, den 30. Juli 1941. | Verschiedenes | 3184 D 3183 D 3186 V Pilo die zeitgemäße Schuhpf leg e Burkhardsfelden, im Felde, Reiskirchen, 30. Juli 1941. Der Senatspräsident beim Reichskriegsgericht S e l l m e r vollendete seine 40jährige Dienstzeit. Er gehört seit 1936 mit dem Dienstgrad eines Vizeadmirals als Senatspräsident dem Reichskriegsgericht an. 1937 wurde er im Nebenamt Präsident des Wehrmachtdienststrafhofes. Saltrat- das erlösende im Osten den Heldentod. In tiefem Schmerz: Heinrich Möbus III. und Frau Familie Ludwig Möbus, z.Z. im Felde Familie Hermann Möbus Familie Heinrich Menz Frau Wilhelm Rühl Wwe. Herr Schmitj hat Wut,sein Schuh', er bricht. Sein Freund, der Schuster, aber spricht: „Das wäre nicht so schnell gekommen, hälfst immer Pilo du genommen!” Die Einäscherung fand auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt Der Führer hat dem o. Professor Dr. med. Hermann Steudel in Berlin-Charlottenburg aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Förderung der physiologischen Chemie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Beisein des stellvertretenden Reichsstudentenführers Dr. Gmelin 30 ausländische Studentinnen, die eine mehrwöchige Deutschlandreist unternehmen. Der Gruppe gehören Studentinnen aus zehn europäischen und überseeischen Ländern an. Die flämischen Jugendorganisationen haben sich zusammengeschlossen und die Bezeichnung Nationalsozialistische Flämische Jugend gewählt. Ihre Füh- In tiefem Schmerz: Familie Ludwig Hofmann IX. Für zahlreiche Menschen, die von überanstrengten, müden und schmerzenden Füßen geplagt wurden» ist ein Saltrat« Fußbad schon zur Erlösung ge* worden.Gönnen auch Sie Ihren fiel in den Kämpfen im Osten unser r, braver Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Walter Hofmann Oberschütze in einem Infanterie-Regiment Am 26. Juli 1941 entschlief unerwartet infolge eines Schlaganfalles, nach einem arbeitsreichen Leben unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Wilhelm Bierau Im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben Mannes, unseres lieben Vaters und Großvaters Karl Hollmann für die zahlreichen Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Ludewig und besonders für den erhebenden Gesang des Bauerschen Gesangvereins sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Käthe Hollmann, geb. Thörner, Gießen, den 31. Juli 1941. In heldenhaftem Einsatz bei den schweren Kämpfen im Osten fiel am 1. Juli für Führer, Volk undVater- land mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinz Immel Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 29 Jahren. In tiefem Schmerz: Linchen Immel, geb. Hartmann Marburg/Lahn, Gießen, den 31. Juli 1941. 1 IN JEDER SERIE 885 OOO GEWINNE U, 103. PRÄMIEN rmIMILLION Am 1. Juli starb im blühenden Alter von nahezu 21 Jahren unser lieber, hoffnungsvoller, braver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Pate und Enkel der Krad-Schütze Wilhelm Möbus Verstopfung übermäßiges Fett, Gicht, Rheuma, Hämorrhoiden vermeide man durch gründliche Reinigung von Darm, Blut und Säften mit Dr. Schieffer's Stoff wechsel salz- Der Erfolg 0berraschtl Glas M. 1.20 Doppelpck. M* 21** In Apotheken n. Drogerie^»« Zur Mithilfe an unserem Kassenschalter suchen wir eine männliche oder weibliche Vertrauensperson evtl, nur vormittags. amD Südversa, Krankenversicherungsanstalt a. G, Berirksverwaltung Gießen, Goetbestraße 10. Füßen dieses lindernde Mittel. Fragen Sie noch einmal nach, wenn Saltrat nicht gleich erhältlich ist. Denken Sie vor allem an Saltrat, wenn Sie das nächste Feldpost-Päckchen fertigmachen! Berlin, 30. Juli. (DNB.) Zu dem großen Erfolg deutscher Unterseeboote aus den atlantischen Zufahrtsstraßen der britischen Inseln erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Fernaufklärungsflugzeuge sichteten westlich der Biskaya einen Geleitzug, der aus zahlreichen Handelsschiffen bestand und dem eine besonders starke Sicherung beigegeben war. Ein stark bewaffneter Hilfskreuzer dirigierte die Bewegungen des Geleites und der Sicherungsstreitkräfte. Ein Verband von Zerstörern umfuhr das Geleit im Zickzackkurs, während bei den Handelsschiffen Kanonenboote standen, die unter dem Namen „Korvetten" besonders für Geleitzüge gebaut sind. Veroollständi-gt war die Sicherung durch eine Anzahl verdächtiger Fahrzeuge, die sich später als U-Bootfallen herausstellten. Auf die Meldung der Fernaufklärer hin wurden mehrere Unterseeboote aus den G e - leitzug angesetzt und nahmen planmäßig die Fühlung auf, um dann zum Sammelangriff überzugehen. Als erstes Schiff wurde ein großer Tanker torpediert, der bald i n hellen Flammen stand und von der Besatzung verlassen wurde. Jetzt setzte Bewegung im Geleitzug ein. Die Sicherungsstreitkräfte warfen zahllose Wasserbomben, und die geleiteten Handelsschiffe versuchten nach allen Richtungen zu entkommen. Zäh blieben die deutschen U-Boote am Feind und setzten zu immer neuen Angriffen an. Im Verlauf der wilden Jagd, die zwei Tage und zwei Nächte andauerte, wurden einzelne U-Boote nach erfolgreicher Versenkung van Dampfern vorübergehend durch Zerstörer und Korvetten ab gedrängt. Sie pirschten sich von neuem heran, und es gelang ihnen, einen Zerstörer und eine Korvette zu versenken. Immer wieder versuchte der Feind, die Angreifer abzuschütteln, immer wieder griffen die U-Boote bei Tag und bei Nacht an. Torpedos detonierten, und die Feuersäulen torpedierter Schiffe standen am Himmel. Der Geleitzug löste sich in einzelne Der italienische Bericht. Rom, 30. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Unsere Luftverbände haben die Lagerhäuser und Hafenanlagen von L a r n a c a (Cypern) bombardiert und ausgedehnte Brände verursacht. In Nordafrika wurden an der Tobruk-Front starke feindliche Spähtrupps, die sich unseren Stellungen zu nähern versuchten, durch eine sofortige und heftige Reaktion empfangen, die dem Feind beträchtliche Verluste zufügte. An der Sollum- Front haben unsere Jagdformationen mit Maschinengewehrfeuer Barackenlager und motorisierte Einheiten mit guter Wirkung angegriffen und verschiedene davon in Brand geschossen. Englische Flugzeuge bombardierten Bengasi. In O st a f r i k a Artillerietätigkeit im Abschnitt von Uolchefit. In der Gegend von Culquabert haben vorgeschobene Einheiten unserer tapferen Truppen feindliche, mit automatischen Waffen vorgetragene Angriflsversuche zurückgewiesen. Vor Tobruk. Nach den blutigen Verlusten, die in den letzten Tagen verschiedene indische und australische Späh- und Stoßtrupps vor Tobruk erlitten, verstärkte sich am 27. 7. die deutschitalienische Artillerietätigküt auf die Felsenfestung. Auch in der Nacht zum 28. Juli unterließen die Briten den Versuch, mit den deutschen und italienischen Vorposten in Berührung zu kommen. Oie goldene Tapferkeitsmedaille. R o m, 30. Juli. (DNB.) Auf Vorschlag des Duce wurde dem Kapitän zur See Umberto N o v a r o die Goldene Tapferkeitsmedaille im Tode verliehen. Novaro führte in langem und erbittertem Gefecht mit überlegenen feindlichen Kräften den von ihm befehligten leichten Kreuzer kühn zum Angriff und riß die Besatzung durch seinen Mut und seine Todesverachtung mit. Er brach den ungleichen Kampf auch nicht ab, als sein Schiff, tödlich getroffen und manövrierunfähig, vom Gegner, der das Feuer aller Waffen aus geringer Entfernung darauf konzentrierte, eingekreist war. Unbekümmert um seine eigene schwere Verwundung leitete er die Rettung der Besatzung, während das Schiff mit wehender Flagge unterging. Die Bitte seiner Offiziere, sich von Bord bringen zu lassen, lehnte er ab. Er wollte mit seinem Schiff sterben. Da legten die Offiziere ihrem schwerverwundeten Kommandanten gegen seinen Willen einen Rettungsgürtel an und stießen ihn in die See. Von einer feindlichen Einheit ausgenommen, erlag er nach zwei Tagen stoisch ertragener Leiden feinen Verletzungen. Kleine politische Nachrichten. Bei den Kämpfen im Osten fiel der Leutnant in einem Artillerie-Regiment, Hans Georg Keitel, der jüngste Sohn des Genevalfeldmarschalls Keitel. Heuchelheim, Eisenach, im Felde, den 28. Juli 1941. 3187 D sch en Athen und Saloniki durch die itafie nischen Truppen wieder heraestellt wurde, ist dof der Bevölkerung der griechischen Hauptstadt freiuin ausgenommen worden, weil dieser Verkehr für di' Lebensmittelzufuhr von größter Bedeutung ist. ♦ Der Londoner Nachrichtendienst teilte mit, dH Roosevelts Sonderbeauftragter Harry Hopkin - mit Offizieren der USA.-Armee in Moskau ein-, getroffen ist. * Mittwochoormittag landeten die ersten jcrpank. schen Truppen in Saigon. Zwei vollbesetzte jap«: ■ irische Transporter liefen in den Hafen ein. Da« Landungsmanöoer verlief reibungslos. Generalleutnant Schowiro Jina wurde guit ■ Oberbefehlshaber der nach Französisch-Jnd»- ch i n a entsandten japanischen Streitkräfte ernannt \ Die niederländisch-indische Militärbehörde hat airgeordnet, daß ab sofort alle Schiffe, die Häfen Nie- derländisch-Jndiens zur Uebernahme von Kohle» und Proviant, zu Reparaturen oder Dockarbeiter anlaufen wollen, eine Sondergenehmigung' bei einholen müsse. ♦ Der Direktor des portugiesischen Propaganda- sekretariats, Antonio Ferro, der auf Einladung der brasilianischen Presse- und Propagandastelle sich in einer Freundschaftsmission nach Brasilien begeben hat, traf in Rio de Janeiro ein. Aus aller Welt. kriegslagung der Gebirgs- und Wandervereive. In Würzburg findet in der Zeit vom 15. bis 18. August die diesjährige Kriegstagung des Reichs. Verbandes der deutschen Gebirgs- und Wandervereine statt. Das Programm sieht einen fränkischen Heimatabend und einen Ausflug nach Veitshöchheim mit seinem berühmten Park vor. Ferner sind Wan. derungen in die Rhön, in den Steigerwald und hi den Spessart geplant. Das Ziel einer solchen Wanderung in den Spessart ist das bekannte Naturschutzgebiet Metzgergraben bei Rothenbuch mit einzig, artigen Beständen alter Eichen und Buchen. i Französischer Polizeichef ermordet. Von einem unbekannten Kraftfahrer wurde dec Chef der Sicherheitspolizei der westfranzösiscbe« Stadt Caen ermordet. Er hatte einen Kraftfahrer angehalten und aufgefordert, feine Papiere vorzuzeigen. Da diese nicht in Ordnunz waren, forderte er den Automobilisten aus, mit ihm zusammen zur nächsten Polizeiwache zu fahren. Im Kraftwagen erhielt der Chef der Sicherheitspolizei einen Nackenschuß. Dem Verletzten gelang es trotzdem, den Mörder auf die Straße zu zerren, wo ein erbitterter Zweikampf stattfand. Ei» Bauchschuß machte dem Leben des Polizeichefs eiia Ende. Hunderte von Menfchen hatten dem Schauspiel zugesehen, wurden aber durch die wilden Pistolenschüsse des Mannes in Schach gehalten. rer Dr. Lehembre und Wachtelaer haben die NS.- flämische Jugend dem flämischen Führer de Clercq zur Verfügung gestellt. Der Aufbau soll in enger Zusammenarbeit mit der HI. erfolgen. Als erstes Zeichen ihrer engen Freundschaft mit Deutschland haben die Flamen beschlossen, 2000 Jungen zur Einbringung der Ernte nach Deutschland Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnis- abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Sauberes Mädchen od. Krau zum Waschen u. Putzen vormitt. 2 Stunden gesucht. 3i6iD Plockstr. 7 I. Fleißiges Maddien für den Haushalt für sofort gesucht. [02468 Samenhandlung Heinr. Hahn, Bahnhofstr. 35. [Stellengesuche] Aetterer Arbeiter sucht Beschäftigung,am liebsten Gartenarbeit. 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Belohnung abzugeben. gigB Frankfurter Straße 36 IF Plötzlich und unerwartet verstarb infolge eines Herzschlages unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Peiser, geb. Marx im Alter von 64 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Peiser, z. Z. im Felde, und Frau Auguste Lorch Wwe., geb. Peiser, und Kind. Gießen (Hinter den Schießgärten 22), den 30. Juli 1941. Die Trauerfeier findet Freitag, den 1. August, nachm. 2Yz Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. __02506 Reichslotterie8 der NS DAP.-für-das L Mrie^slÄswei* I Jetzt fahre ich Bubi gern aus. Seit ich r Trockenbrenn - f stoä Esbit be- « nütze, kann er 0 auch auf Q gröberer Fahrt « seine Milch I n bekommen. I I üetierall erhfilll. t h Preis 20Tabletten i B mit kleinem Koch- I > Resten 60 Ptö. x 6 BeiuSsquellen | ’ weist nach der * b Hersteller: Erich 2 Schümm, Esbit- ) Brenns.o't Fabrik j . 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Der große Erfolgsbericht über die Vernichtung von 19 englischen Handelsschiffen im Atlantik enthält auch die Feststellung, daß dabei ein englischer Zerstörer und eine Korvette untergegangen seien. In den modernen Kriegsmarinen hat es in den letzten Jahren keine Korvetten mehr gegeben. Zur Zeit der Segelschiffahrt verstand man darunter ein Lastschiff oder ein kleines Kriegsschiff von etwa 600 Tonnen Größe mit 18 bis 26 Kanonen auf dem Oberdeck. In der deutschen Kriegsmarine gab es 1884 die Kreuzerkorvette, die später in veränderter Form als Kreuzer II. oder III. Klasse bezeichnet wurde. Seit Beginn des jetzigen Krieges haben die Briten einen neuen Typ von Kriegsschiffen entwickelt, der sich in besonderer Weise der Bekämpfung der Unterseeboote widmen soll. Diese neuen Korvetten haben 1000 bis 1200 Tonnen Wasserverdrängung, besitzen Apparate zur Aufspürung von Unterseebooten und suchen besonders durch Wasserbomben die gegnerischen U-Boote zu vernichten. Wie man sieht, hat die Schlacht im Atlantik bewiesen, daß die deutschen Unterseeboote auch mit den neuen englischen Korvetten fertig zu werden wissen. 180 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 31. Zull 1941 Papier sparen im Haushalt! len. m- kann. I foniinenial -REIFEN aüd deütidtew, Qümwu. ünd deuMeui rELASTOCORN Runde gelhe Sorten Lange gelbe Sorten —,075 RM. — 065 RM. a) b) Sorten % kg —,07 RM. —,06 RM. Hof: Weiße, rote, blaue Gäuglingsprüfung Von Dr. I. Schwanke. sollte man eigentlich so-lche JnteMgenzprüfungen in angemessener Form nicht auch bei größeren Säuglingen anstellen? — Um den Hals einer hübschen bunten Gummi-Ente wurde also eine Schnur gebunden. Dann zeigte die Schwester dem Kleinkind die Ente, um seine Aufmerksamkeit und seine Begehrlichkeit zu erwecken, und stellte das Spielzeug in das Bettchen hinein, aber auf der entgegenge- etzten Seite. Rur das Ende der Schnur wurde dem Kinde griffbereit in die Nähe gelegt. Was nun erfolgte, war ganz verschieden: das eine Kleinkind guckte erst ein Weilchen bald auf die Ente, bald auf die Schnur, bald zur Schwester. Es hatte den Zusammenhang anscheinend erfaßt. Denn es spielte erst etwas mit der Schnur, knüllte sie zusammen und zog so die Ente ein wenig auf sich zu. Das nächste Kindchen sah die Schnur überhaupt nicht, sondern nur das schöne Spielzeug, das es unbedingt und auf dem schnellsten Wege haben wollte. Da aber das Hinkriechen auf der weichen Matratze nicht so einfach ist, griff es nach dem Gitter des Bettchens und versuchte, sich rasch an den Stäben entlang zu der Ente hinzuhangeln — ein richtiger kleiner, etwas unüberlegter Draufgänger! Das dritte Baby entdeckte die Schnur ebenfalls nicht als ein Mittel, die Ente heranzuholen. Es machte den Versuch, sich vornüber fallen zu lassen und so der Ente näher zu kommen. Aber selbst mit ausgestreckten Aerm- chen konnte es das Spielzeug nicht erreichen, wollte noch etwas weiter rutschen — und schlief kurz vor dem Ziel ein. Das vierte Kind hingegen beachtete die Ente, die ihm die Schwester vorhielt, überhaupt nicht; als sie ihm aufgedrängt wurde, zeigte es geradezu Angst vor dem Spielzeug. Mit ihm war also gar nichts anzufangen. Nach einem einzigen solchen Versuch darf man selbstverständlich niemals ein Kindchen beurteilen! Man muß auch darauf achten, zu welcher Tageszeit man die „Prüfung" abhält. Kurz nach einer Mahlzeit z. B. wird vielleicht auch das überlegt und zweckdienlich handelnde Kind Nr. 1 auf halbem Wege einschlafen. Außerdem zeigt der xrfte Versuch hauptsächlich, ob die Kinder gewisse einfachste Zusammenhänge erkennen und ausnutzen. — Man —,08 RM. —,07 RM. Verdunkelungszeit 31. Juli von 21.14 bis 5.37 Uhr. man wendet sie, um sie erneut benutzen zu können. Mancher unserer Briefe bedeutet eine Pa- pieroerschwendung, denn er wurde nur auf zwei, höchstens drei Seiten beschrieben. Künftig halten wir aber daran fest, uns in solchen Fällen mit kleinen Briefbogen, Zetteln zu begnügen. Alle eingegangene Post wird genau auf leere Stellen hin untersucht, die man entfernt und zu einem Notizblock zusammenheftet. In der Küche allerdings hat der Notizblock überhaupt^ ausgespielt. Hier ersetzen wir ihn durch eine Schiefertafel, um notwendige Einkäufe darauf anzumerken. Drucksachen, die ankamen, werden keiner Beachtung gewürdigt und wandern meist in den Papierkorb, ungeachtet des leeren Raumes, der auf dem Bogen ist oder des unbeschädigten Umschlages, der so leicht zu wenden wäre. Bei Gelegenheit aber stopft man den Ofen mit diesen Papieren voll. Und wie schädlich ist es doch, unsere Wärmespender mit derartigen Dingen zu füttern, ganz abgesehen davon, daß altes Papier keinesfalls verbrannt werden darf, sondern in die Altpapiersammlung gehört, um neu ausgenutzt zu werden. Hitler-Jugend ist mit Eifer hinter den Altpapieren her und holt [ie ab, ohne daß wir irgendwelche Scherereien und Aufhaltungen dadurch hätten. Auch sei nochmals dringend auf die Säckchen hingewiesen, die praktische und sparsame Hausfrauen schon lange in Gebrauch haben, um Mehl, Zucker und andere Nahrungsmittel einzukaufen. Auch hierbei sprechen zwei Vorteile mit: Papierersparnis und solche an Lebensrnitteln — denn durch zerrissene Papiertüten ging im Laufe der Zeit schon manches Pfund kostbarer Nahrung ver- loren. Der Gebrauch geräumiger Einkaufstaschen hilft ebenfalls Papier sparen, denn in ihnen kann manches unverpackt verstaut werden, was sonst eines ausgiebigen Packpapieroerbrauches bedarf. H. v. L. nt. in n, en. fchel Derartige Versuche, die schon recht tiefe Ein- t'ife in die Anlagen des Säuglings 9e®a9^n' hri man aber auch systematisch ausgebaut. "-pstlchO' technische Prüfungen" nimmt man bekanntlich leit nie en Jahren z. B. in der Berufsberatung an den schulentlassenen vor, um an einer Reihe sorgsa - ig ausgewählter Aufgaben zu erproben ob der ^endliche ein gutes Gedächtnis für Zahlen Y t, schickt mit den Händen ist, sich scharf konzentrieren him, eine geringe Schrecksekunde hat usf^Warum, tdiet, so bleibt das Wetter schön." Auch andere Anzechen für anhaltend schönes Wetter gibt es. So h^en wir: „Fliegt der Kiebitz tief und die Schwalbe hlch, fo bleibt die trockne Witterung noch." Und Lil Sonnenwärme soll der August bringen, denn: „Bas Juli und August am Wein nicht vermocht, dl; wird vom September nicht gargekocht." Wie wichtig überhaupt der August für den Erntest, en ist, das geht hervor aus dem knappen Wort: „lugust gibt den Gust!" (Geschmack.) Wir haben nrnommen, wie sehr sich der Landmann einen heißen August wünscht. Ganz ohne Regen soll er ober doch nicht sein, denn: „Wenn's im August ohne Ngen abgeht, ein mager Pferd vor der Krippe fi .)t." Sehr wichtig für das Wetter der nachfolgender Zeit sind dem Bauern auch bestimmte „Los- twe. Für den 4. August merke man: „Je ärger der Mge Dominikus schürt, desto ärger man im Winter friert", oder: „Hitze an Sankt Dominikus, ein horter Winter folgen muß!" Eine besondere Bedeutung wird dem Tag des heiligen Lorenz (10. August) UO dem des heiligen Bartholomäus (24. August) beigemessen. So zUm Beispiel: „Laurentius heiter uiD gut, einen schönen Herbst verheißen tut." Oder: „iie Lorenz und Sankt Barthel sind, so wird der Wirbst, sei's rauh, sei's lind." Von Mariä Himmel- foh-t, dem 15. August, heißt's: „Gut Wetter an Mriä Himmelfahrt, das kündet Wein von bester Alt." Und: „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein, Mngt viel Obst und guten Wein." Vom 16. August i'ölrb gesagt: „Bringt Rosamunde Sturmeswind, so ist Sybille uns gelind." Oder: „Wie Bartholomäus firfi verhält, so ist der ganze Herbst bestellt", und: „tzleiben die Störche nach Bartholomä, so gibt's tiren Winter, der tut nicht weh." Anderwärts Ußt's: „Der Barthelmann hängt dem Hopfen die Mben an." „Lorenz und Barthel Sonnenschein, bringt meistens viel und guten Wein", dasselbe stißt's vom Aegidiustag, und: „Hat unsere Frau ! M Wetter, wenn sie zum Himmel fährt, gewiß sie ! Men Wein beschert." Aber: „Regen an Bartholoma, iw den Trauben weh"; ein kleiner Trost ist bann: Iegnet's St. Bartholomä auf den Hut, wird der fjtrbft trocken, und die Kartoffeln geraten gut." $ür den 23. August, den Baldrianstag, ist mir fene Wetterregel bekannt. Wohl aber knüpft sich I ganzes System von Prüfmethoden aufgebaut, m examiniert damit heute Kinder aller Lebens- !t, und selbst der Säugling muß schon Auskunft 'über seine Anlagen und seinen Charakter erteilen. 65 ist erstaunlich, wie vielseitig seine unbewußten Irtroortrn auf die klug durchdachten Fragen des -liiderpsychologen fein können. Man gebe einmal Nschiedenen Kindern im Alter von 10 bis 12 Mo- ;naien die gleichen Puppen. Ein Kleines lächelt |o- ! fort die Puppe an und umarmt sie. Es hat Kon- w mit dem Spielzeug gefunden. Ein anderes Kind toi ft zwar auch gleich danach, betrachtet aber die tippe kritisch und verzieht das Gesichten; viel- ltid)t wirft es gar das Spielzeug weg. Wir wissen je nicht, was in diesen Kindern vor sich geht und : Mrum jenem Kind die Puppe .gefällt und diesem ir.qt. Zweifellos aber hat das erste Kind zunächst iis Schöne an dem Spielzeug gesehen, dem zwei- itn dagegen fielen sofort irgendwelche Eigenschaften |t, die ihm nicht behagten. Wächst hier vielleicht ein kleiner Meckerer heran, ein Mensch, der stets an feirer Umgebung zunächst das Ungünstige bemerkt. .. selbstverständlich darf man solche Vermutungen nie «th einem einzelnen Versuch hegen! Uber wenn 11: man bei einem Kleinkind öfters eme derartige jjaitung beobachtet, liegt die Befürchtung doch nahe. An solchem zerleg- und zusammensetzbarem Spielzeug kann man also selbst bei einem Kleinkind schon so etwas wie einen „konstruktiven Geist" erkennen. Man freut sich, wenn in diesem Alter bereits die Bewegungen nicht mehr ganz unbeholfen sind, sondern eine gut entwickelte „Motorik" zeigen. Beachtet man außerdem die Gesichtszüge der Kinder bei Experimenten, so wird man ziemlich viel über die geistig-seelischen Anlagen der Kleinen erfahren. Voraussetzung ist freilich, daß man weiß, was man von den Säuglingen auf den rasch einander folgenden Entwicklungsstufen dieser ersten Le- benszett erwarten und in Versuchen verlangen Hand aufs Herz — liebe Hausfrau — glaubst du nicht manchmal, deiner Sparpflicht zu genügen, wenn du die alten Zeitungen in der Zeitungsmappe aufhebst, alte Tüten und Packpapiere fein säuberlich zusammenlegst und sie zu weiterem Gebrauch in einem Kasten verstaust? Das ist aber gar nichts besonderes! Das tut jede sparsame und ordentliche Hausfrau bereits In Friedenszeiten. Heute aber, wo wir stets eingedenk fein müssen, wieviel wertvoller Roh st off zur Papierherstellung gebraucht wird, heißt es, viel energischer durchzugreifen. Nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Kinder sündigen in dieser Beziehung, sofern sie nicht von uns dementsprechend angehalten werden: Ein Tintenklecks im Schulheft ist peinlich, ein verschriebenes oder verschmiertes Wort ebenfalls. Leichtsinnig, wie die Jugend nun einmal ist, wird das Blatt herausgerisfen, wird die Seite überschlagen usw. Das darf nicht sein! Ebensowenig wie das Vernichten der alten Schulhefte, die bei Schluß des Schuljahres ausgedient Haden. Aus ihnen muß jedes leere Blatt herausgerissen und verbraucht werden. Buchumschläge hat das kleine Volk mehr denn je zu schonen, und mit dem Butterbrotpapier soll es auch mehr sparen, vorausgesetzt, daß es überhaupt ein solches von der Mutter erhält. In Blech- oder Aluminiumbüchsen hält sich jedes Frühstück nicht nur länger frisch, sondern Papier wird gespart. Die Obstzeit bringt es mit sich, daß öfters P a - piermund tücher benutzt werden müssen, da leidige Obstflecke nur schwer aus der Tischwäsche zu entfernen sind. Man teilt aber die Papier- mundtücher auf die Hälfte, denn so erfüllen sie den gleichen Zweck. Nun alber zu uns Großen: Im privaten Leben ist es das Briefpapier, dessen Einsparung wir viel zu wenig Beachtung schenken. Stets sollten Briefumschläge vorsichtig geöffnet werden; Oer Elch von Seeland. Es ist schon einige Jahre her, daß eine jungS und sehr stattliche. Elchkuh ihrer schonen schwedischen Heimat überdrüssig geworden zu sein scheint und von Schonen über den Oere-Sund nach der dänischen Insel Seeland hinüberschwamm. In Dänemark gibt es seit der ältesten Zeit keine Elche mehr, und so wurde der prächttge Vierfüßler, dem man den Namen „Saga" gab, als einziges Exemplar feiner Rasse im ganzen Lande freudig aufgenommen, er lebte frei und trollte durch die Wälder, nährte sich von Rinden und dem Blattwerk der Bäume auf der grünen Insel und entwickelte sich prächtig. War sein Leben zunächst normal verlaufen, so erhob sich nach einiger Zeit ein lebhafter Meinungsstreit zwischen den Forstbehörden, die darauf bestanden, Daß das Tier wegen der Schäden, die es im Wald- beftanbe von Seeland anrichtete, abgefchosfen werden müsse, und den Jägern und den verschiedenen Tier-- schutzgesellschasten, die im Gegenteil erklärten, daß „Saga" nicht nur geschont werden müsse, sondern daß auch ein männlicher Gefährte für sie herbeige* schafft werden sollte, um in Dänemark eine richtige Zucht dieser selten gewordenen Tiere ins Leben zu rufen. Der Streit nahm immer schärfere Formen an und dauerte jahrelang. Eine kleine Minderheit schlug vor, den Elch in seine schwedische Heimat zurückzuschicken, aber eine Einigung war nicht zu erzielt, es wurde vielmehr eine Kardinalfrag^ daraus, mit der sich im vorigen Jahre sogar dec Ministerpräsident beschäftigte, der sich dahin entschied, daß das Tier wenigstens noch ein Jahr verschont bleiben sollte, und daß man dann ent* scheiden würde, was mit ihm geschehen sollte. Nun wäre es so weit gewesen, aber jetzt ist durch das Dazwischentreten des Kronprinzen Friedrich eine Lösung, und zwar eine endgültige, gefunden. Seine Gattin, die Prinzessin Ingrid, hat von ihrem Großvater König Gustav einen prachtvollen Elch bullen aus den königlichen Jagdaehegen in Schweden als Geschenk erhalten. Was konnte man mit ihm anders tun, als ihn „Saga" beizugesellen? So hoffen die Tierfreunde nun, daß, wenn alles nach Wunsch geht, bald ein Geschlecht von Elchen auf Seeland heranwachsen wird. C. K. !lus der Stadt Gießen. Säuerliche Wetterregeln für den August Keine Frage wird neben den Kriegsereignissen shl mehr erörtert, als die nach dem Wetter. Die mgmädsls, die auf Fahrt gehen wollen, die Haus- fpu, bei der große Wäsche in Aussicht steht, sie alle jrcgen ängstlich: „Wie wird es morgen sein, gibt’s Mgen, gibt’s Sonnenschein?" Der Bauer traut mehr den von den Vätern über» lonmenen, auf Erfahrung und Beobachtung ge- 0 indeten Wetterregeln; da heißt's beispielsweise: JBie im August das Wetter fällt, so ist's, das ganze Ahr bestellt". Oder: „Wie der August Heuer war, wrd fein der nächste Februar", und „August und $bruar gleichen sich wie Juni und Dezember". Ebenfalls vom August wird gesagt: „Ist's in den Men Wochen heiß, bleibt der Winter lange weiß". Her: „Fängt der August mit Donnern an, er’s bis 311m End nicht lassen kann", und: „Wenn im August br Nordwind weht, das Wetter lange schon be= j[C)t", ober: „Im August Wind aus Nord, jagt Urbeftänbigteit fort." Ferner heißt's: „Maienstaub urb Augustkot machen uns ein teures Brot." Aber: „ier Tau tut bem August so not, wie jebermann jein täglich Brot", benn: Wenn's im August stark an biefen Tag manch anberer alter Volksglauben. So verlangt Urväterbrauch bes Volkes, baß am Balbrianstag die Wurzel bes Balbrians gegraben werbe, ber in manchen ©egenben auch „Hexenkraut" heißt, glaubte boch schon ber mittelalterliche Mensch, man könne sich mit ber Balbrianswurzel gegen alle „angehexten" Krankheiten schützen. Auch sonst ist ber Baldrian zu gar mancherlei gut. So hält er, in den Bienenkorb gelegt, die Bienen im Stock fest und zieht andere heran. Die Wurzel, „so man sie kauet, erreget gar grimmen Zorn". Doch noch einmal kurz zurück zu den Wetterregeln. Da wird vom 28. August gesagt: „Um Augustin ziehn die Wetter hin." Und eine andere Bauernregel stellt fest: „Wenn großblumig wir viele Disteln erblicken, will Gott gar guten Herbst uns schicken." L-B- Dorrwtiren. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes". Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 31. Juli. Auf bem heutigen Wochen- tiartt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue % kg 9, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15 gelbe Rüben, bas Bund 14 bis 20, rote Ruben, y2' kg 10, Römischkohl 9 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 40, Unterkohlrabi 8, Rhabarber 15. Blumenkohl, das Stück 15 bis 50, Salatgurken, V2 kg 15, Einmachgurken 25, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. ______________________________ zieht feindliche Flieger an und bient ihnen als Weg* weiser unb Ziel für Bombenabwürfe. Verbraucherhöchstpreise für Speise« srühkartoffeln. NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen hat für dis Zeit vom 31. Juli bis 6. August 1941 folgende V e r« braucherhöch st preise für Speisefrühkartoffeln festgesetzt: a) Kleinoerteilerpreise ab Laden und Marktverkaufsstelle, b) Abgabepreis des Erzeugers an Verbraucher ab ** Verteilung von Salzheringen. Das Ernährungsamt veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Verteilung von Salzheringen. Es werden je Kopf der Bevölkerung ungefähr 150 bis 180 Gramm Heringe abgegeben. Einzelheiten sind der Bekanntmachung zu entnehmen. Denkt daran! NSG. Die letzten Luftangriffe auf unsere Heimat haben wieder einmal gezeigt, bah bie Feinbflieger ihre Spreng- unb Brandbomben mit Vorliebe auf Wohnviertel aibroerfen. Nur durch den selbstlosen unb tatkräftigen Einsatz vieler Volksgenossen konnte bas Vorhaben des Feindes — große Brände zu entfachen — verhindert werden. Aber alle Mühe unb Aufopferung wäre umsonst gewesen, wenn in den gefährdeten Häusern nicht ausreichende Vorräte an Löschsand und mit Wasser gefüllte ^Gefäße zur Verfügung gestanden hätten. Für jeden Volksgenossen besteht die gleiche Gefahr und bie gleiche Verpflichtung, denn schon beim nächsten Angriff kann es fein Haus treffen. Denkt daran unb sorgt vor! Alle verfügbaren Wasserbehälter müssen gefüllt sein! In jedem Raum muß Löschsand griffbereit sein! Sind bei einem Luftangriff Bomben gefallen, ober bricht während der Dauer des Fliegeralarms Feuer aus, bann nicht den Feuermelder betätigen ober die Feuerwehr anrufen, sondern immer, und zwar sofort bas nächste Polizeirevier verständigen. Denkt weiterhin an richtiges Verdunkeln! Selbst kleiner Lichtschein, ber nach außen bringt, Schuh den Aedren! Noch steht vielerorts bas (betreibe auf bem Halme; anberorts ist es bereits gemäht unb trocknet, in Stiegen gesetzt — mancherorts sagt man auch in Manbeln, Diemen, Hocken — auf bem Felbe. In unserem wirtschaftlich weise ausgenutzten Heimatlanbe zieht sich bas Ackerland fast überall bis an die Städte hin, und zumal die Randsiedlungen der Städte und ihre Bewohner dürften diese Lage in der Nachbarschaft von Feld und Wiese freudig begrüßen. Leider aber fehlt auch heute noch, nach hingebender volkswirtschaftlicher Aufklärung, manchen das Verständnis für die Bedeutung dec wallenden Felder und ber mit ben Kornpuppen besetzten Stoppeläcker. Ständig kann man es beobachten, baß bie Kinber, ja selbst bie erwachsenen Menschen „so beim Dorbeischlenbern" mit ber Hand über bie Aehren streifen und hier und dort einen Halm Übzupfen, daran riechen, ihn wieder hinwerfen. Sagt man einmal etwas, so heißt es: „Na, die zwei Aehren machen es auch nicht!" Aber wer zusammenzählen könnte, was in gleicher Stunde in ganz Deutschland an ein oder zwei Aehren dummerweise abgerissen wird, könnte eine hübsche Anzahl Brote errechnen, bie damit dem Volkshaushalt entzogen werden. Ein trauriges Kapitel schließt sich gleich daran an. Man kann des öfteren vorwiegend Kinder beobachten, bie sich an bie reifen Aehren ober an bie Mieten heranmachen und Korbe ober Schachteln voll abgekniffenen .Aehren heimnehmen. Das ist D i e b st a h l, und auch die Eltern, die solches gestohlene Erntegut Heimbringen lassen, machen sich strafbar. Nicht allein moralisch verwerflich ist es, entwendete Körner — etwa geröstet zum Malzkaffee oder auch nur als Hühnerfutter — zu verwenden, sondern auch die Gesetze gehen gegen solches Verhalten mit aller Strenge vor. Auch die lose zwischen den Mieten oder Hocken liegenden Aehren sind , keineswegs freies Sammelgut, sondern müssen ber gerade in Kriegszeit mit besonderer Sorgfalt durchgeführten Sammelarbeit des Landmannes selbst vorbehalten bleiben. Unb in Anbetracht der Tatsache, daß ja alle wichtigen Lebensrnittel rationiert sind, wird es um so weniger entschuldbar sein, wenn unberechtigter Eigennutz sich an den Nahrungsmitteln vergreift, die für die Verteilung an Volk und Heer beftimmtjinb.V. A. Jetzt schlägt’s 13! ® Warfen Sie rwc&f, bis so „sanfter Druck" Sie crl Ihre Hühneraugen erinnert! Besorgen Sie sich liebet* gleich eine Schachtel Elasto- corn mit dem Filzring, dann sind Sie bald die Plage los. ' Nichts enthüllt die Zukunft bes kleinen Mensch? n wohl deutlicher als bas Spiel, wenn man es Ti itig zu beobachten versteht. Das hat bie moberne I nberpsychologie klar erkannt und daraus machte neben vielen anberen Versuchen auch folgenden: Ein Kinderarzt gab ben Kleinen fein Hörrohr. Aber er gab es ihnen nicht so zusammengesetzt, wie er es zum Abhorchen eines Patiente utzt, sondern in zwei Teilen: Stiel und Mus Dann zeigte er jedem Kind, wie man d die eine Oeffnung der Hörmuschel einst unb wartete ab, was sie nun «ohl mache Obgleich bem Jungen Nr. 1 Stiel und H . . verkehrt herum in die Händchen gedrückt worden waren — er sie also erst umdrehen mußte, um sie überhaupt zusammenfügen zu- können —, hatte er doch nach einigem ruhigem lleberlegen bas Instrument richtig zusammengebaut. Der kleine Drauf- gänger, Kind Nr. 2, bestätigte auch hier wieder sein Ungestüm: Ein paarmal zielte er mit dem Stiel im Uebereifer an bem Loch der Hörmuschel vorbei, unb dann fielen ihm beide 2$ile herunter. Das dritte Kind merkte offenbar gar nicht, daß^es hier etwas tun, etwas zusammensetzen sollte. Stillvergnügt hielt es Stiel unb Muschel in ben Händchen, ließ den Stiel fallen und versuchte mit ben kleinen Fingern in die Löcher ber Hörmuschel neugierig hineinzubohren. Dann meinte es wohl, bie kuchen- förmige braune Hörmuschel sei etwas zum Essen, denn es steckte sie schließlich in ben Mund. Das Kind Nr. 4 war wiederum ziemlich ungnädig. Es hatte zwar vor ben beiden Stücken des Hörrohrs sichtlich keine Angst. Aber recht geheuer waren ihm Die beiden Dinger nicht, unb gar ben Stiel warf es energisch beiseite. Sie Schützen im Kamps um die Merkreis-Misterschast. Oie weiteren Ergebnisse. Schluß?) Beliebiger Anschlag. Mannschaften: B-Klasse. Beste Mannschaft wurde Postsport Gießen mit 556 Ringen (Unterkreismeister), und zwar die Schützen Otto Scheller 142, Fritz Hill 131, Willi Flach 139, und Hermann Paul 144 Ringe. Diese Mannschaft erhält die Bezeichnung Unterkreismeister- Mannschaft des Unterkreises Gießen für 1941 in beliebigem Anschlag. Zweitbeste Mannschaft: Schützenverein Gießen mit 555 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Appel 148, Willi Kunert 139, Karl Mootz 127, Hans Wessels sen. 141 Ringe. Nächstbeste Mannschaft wurde KKSV. Steinbach mit 552 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Klingelhöfer 137, Karl Nicolaus 128, Ludwig Haas VL 146, Hch. Ludwig Haas 141 Ringe. Näch ste Mannschaft: Reichsbahn Gießen mit 548 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Rabenau 131, Wllhelm Schwarz 133, Karl Magel 139, Karl Kehler 145 Ringe. Nächste Mannschaft: Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 544 Ringen, und zwar die Schützen Ludwig Schneider 143, Karl Heitz 153, Willi Becker 133, Gustav Krüger 115 Ringe. Einzelmeister wurde Karl Heitz von der Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 153 Ringen. Er erhält somit die Bezeichnung Einzelmeister des Unterkreises Gießen lür 1941 mit Kleinkaliber in beliebigem Anschlag. Mannschaften der E-Klasse: Beste Mannschaft: Schützenverein Gießen mit 512 Ringen, und Ohne Opfer kein Sieg! Hilf auch Du mit und bringe Dein Opfer freudig und reichlich zum 2. Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sonntag. zwar die Schützen Julius Funk "114, Hans Schmall 138, Eugen Daupel 132, Willi Horn 128 Ringe. D ie nächstbeste Mannschaft: Schützen- gefellfdmft 1926 Gießen mit 503 Ringen, und zwar die Schützen Johann Frohn 122, Karl Neeb 135, Heinz Rau 130, Hermann Meckel 116 Ringe. Nächste Mannschaft: Reichsbahn Gießen mit 499 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Scheid 129, Heinrich Schäfer 124, Georg Kraft 127, Wilhelm Rodenhausen 119 Ringe. Nächste Mannschaft: Poppe & Co., Gießen, mit 466 Ringen, und zwar die Schützen Karl Hartmann 115, Walter König 131, Albert Müller 101, Karl Jacob 119 Ringe. Einzelschütze der E-Klasse: Hermann Sauer, Schützenverein Gießen, 115 Ringe. Mannschaft der v-Klasse: Beste Mannschaft Reichsbahn Gießen mit 516 Ringen, und zwar die Schützen Otto Rohm 137, Konrad Hack AV, Fbchann Becker 137, Erwin Müller 125 Ringe. Einzelschüßen der v-Klasse: Fritz Dewald, Gießen, 118; Martin Guth, Gießen, 115; Theodor Müller, Steinbach, 111; H. Herrmann, Gießen, 83 Rin'ze. Altersklasse: Meistermannschaft: Schützenverein Gießen mit 521 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Dreyer 114, Willi Georg 149, Adolf Möhl 109, Georg Schilling 149 Ringe. Diese Mannschaft erhält die Bezeichnung: Meistermannschaft der Altschützen des Unterkreises Gießen für 1941 in beliebigem Anschlag. Altersmeister in beliebigem Anschlag wurde Georg Schilling vom Schützenverein Gießen mit 149 Ringen. Er erhält somit die Bezeichnung: Altersmeister des Unterkreises Gießen für 1941 in beliebigem Anschlag. Wehrmanngewehr. Mannschaften der E-Klasse. Siegermannschaft: Schützenverein Gießen mit 822 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Appel 239, Willi Kunert 213, Karl Mootz 185, Hans Wessels sen. 185 *) Vgl. den ersten Teil des Berichtes im Sportteil vom gestrigen Mittwoch. Ringe. Diese Mannschaft erhält die Bezeichnung: Unterkreismeister des Kreises Gießen für 1941 mit Wehrmanngewehr 175 m. Einzelmeister wurde Heinrich Appel vom Schützenoerein Gießen mit 239 Ringen. Er erhält somit die Bezeichnung: Unterkreismeister des Unterkreises Gießen für 1941 mit Wehrmanngewehr 175 m. Mannschaften der v-Klasse: Beste Mannschaft Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 730 Ringen, und zwar die Schützen Ludwig Schneider 185, Walter König 153, Karl Heitz 198 und Willi Becker 194 Ringe. D i e zweitbeste Mannschaft: Postfport Gießen mit 699 Ringen, und zwar die Schützen Otto Scheller 206, Willi Flach 145, Hermann Paul 172, Fritz Hill 176 Ringe. Näch stbeste Mannschaft: Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 607 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Becker 175, Fritz Dewald 123, Karl Neeb 163, Johann Frohn 146 Ringe. Einzelschütze der v-Klasse: E. Vaupel, Schützenverein Gießen, 176 Ringe. Mannschaft Altersklasse: Schützenverein Gießen mit 749 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Dreyer 186, Willi Georg 213, Adolf Möhl 123, Georg Schilling 227 Ringe. Diese Mannnschaft erhält die Bezeichnung: Meistermannschaft der Altschützen des Unterkreises Gießen für 1941 mit Wehrmanngewehr 175 Meter. Einzelmeister der Altschützen wurde Georg Schilling vom Schützenverein Gießen mit 227 Ringen. Er erhält somit die Bezeichnung: Alters - m eist er des Unterkreises Gießen für 1941 mit Wehrmanngewehr 175 Meter. Weiterer Einzelschüße der Altschüßen- klasse Heinrich Kern, Postsport Gießen, mit 170 Ringen. Die Bezirksführung 8 Gießen des NSRL. führt am 9. und 10. August d. I. in Gießen einen B e - zkrks- Turn- und Sporttag durch. Aus technischen Gründen finden die Wettbewerbe der Fachämter Rudern und Kanu bereits am kommenden Sonntag, 3. August, auf der Gießener Regattastrecke mit Ziel Unteres Bootshaus der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 statt. In Verbindung mit den Wettbewerben der Fachämter Kanu und Rudern wird auch die HJ.-Bannmeisterschaft und der HJ.- Bannsieger ausgetragen. In einer Besprechung auf dem Bootshaus des Ruderklubs „Hassia" 1906 wurden von dem Be- zirksfachwart Rudern Willi Becker (Gießen) die eingegangenen Meldungen bekanntgegeben und die Veranstaltungsfolge festgesetzt. Von den ausgeschriebenen Rennen des Fachamtes Rudern können neun Rennen stattfinden, während vier Rennen ausfallen müssen, da keine Partner gemeldet haben. Melüun- gen gaben ab: Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 e.V., Ruderklub „Hassia" 1906 Gießen und der Wetzlarer Ruderklub 1880. Zum „Jungmann-Einer", „Senior- Einer" und zum „Doppelzweier für Frauen" hatte nur die GRG. gemeldet; für den „Altherren-Vierer" hatte der Ruderklub „Hassia" als einziger ein Boot gemeldet, leider müssen diese Rennen ausfallen. Das Fachamt Kanu hatte 16 Rennen ausgeschrieben, von denen nach den eingegangenen Meldungen nur vier Rennen zustande kommen. Auch diese vier Rennen werden die Entscheidung des HJ.- Bannmeisters und des HJ.-Bannsiegers bringen. Meldungen gaben ab: Paddlergilde Gießen, Gießener Ruder-Gesellschaft, Universität Gießen und Reichsbahn-Turn- und Sportgemeinschaft Wetzlar. Wettfahrtleitung liegt in den Händen der beiden Bezirksfachwarte für Rudern und Kanu, W. Becker und R. H a e g e. Um 14.30 Uhr wird das erste Lernen gestartet werden. Nach zwei Rennen der wird jeweils ein Rennen der Kanuten ausj^WW. Auf diese Art und Weise werden die AnMWMdes Wassersports ein abwechslungsreiches und Mmnendes Programm erleben können. Nachstehend die Rennfolge und die Meldungen: Rennen 1: HI., Anfänger-Vierer mit Steuermann, 800 m: 1. Lauf: „Hassia" und GRG., 2. Lauf: Dem Schießen um die Unterkreismeisterschaft war einDergleichsschießenderJungschützen angegliedert. Geschossen wurde auch hier mit Kleinkaliber milit. Anschlag auf 50 Meter 12kreisige Ringscheibe, und zwar je 5 Schuß liegend freihand, kniend freihand und stehend freihand in jeweils 5 Minuten. Die Mannschaften bestanden auch hier aus 4 Mann; es waren vertreten vom Postsport Gießen eine Mannschaft, die Schützengesellschaft 1926 Gießen mit zwei Mannschaften, Schützenverein Gießen mit einer Mannschaft, KKSV. Leihgestern mit einer Mannschaft und KKSV. Steinbach mit zwei Mannschaften. Siegermannschaft wurde die Mannschaft der Schützengesellschaft Gießen mit 498 Ringen, und zwar die Jungschützen Fritz Helfenbein 141, Kurt Petri 107, Peter Dunkel 118, Erwin Rein- städller 132 Ringe. Die zweitbeste Mannschaft stellte Postsport Gießen mit 474 Ringen, und zwar die Jungschützen Heinz Schäfer 125, Wolfgang Schäfer 127, Herbert Ihm 95, Walter Loth 127 Ringe. Die näch st beste Mannschaft stellte der Schützenverein Gießen mit 461 Ringen, und zwar die Jungschützen Hans Wessels jun. 88, Joachim Hölzel 130, Heinrich Kraft 126, Eberhard Beigang 117 Ringe. D i e nächstbeste Mannschaft stellte Leihgestern mit 427 Ringen, und zwar die Jungschützen Richard Dern 119, Arthur Seipp 94, Richard Leun 104, Otto Brück 110 Ringe. Nächstbeste Mannschaft stellte Schützen- sellschast 1926 Gießen mit 420 Ringen, und zwar die Schützen Hans Alfred Noll 105, Hans Steinmüller 114, Oskar Fischer 85 und Wilfried Kröck 116 Ringe. D i e näch st e Mannschaft stellte Steinbach mit 402 Ringen, und zwar die Jungschützen Erwin Müller 62, Ernst Schneider 113, Ernst Schindler 105, Erich Haas 122 Ringe. Die näch st e Mannschaft stellte ebenfalls Steinbach mit 328 Ringen, und zwar die Jungschützen Tcheo Reuschling 103, Alfred Pitz 69, Karl Reuschling 84, Ludwig Rudnick 72 Ringe. Bester Jungschütze des Unterkreises ist Fritz Helfenbein von der Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 141 Ringen. „Hassia" und Wetzlarer Ruderklub. — Rennen 3: Zweier-Faltboot, HI., Klasse B, 400 m: Paddler- gilde Gießen und Paddlergilde Gießen. — Rennen 4: HI., Leichtgewichtsvierer mit Steuermann: 800 m: 1. Lauf: Wetzlarer Ruderklub und „Hassia"; 2. Lauf: GRG. und „Hassia". — Rennen 6: Einer-Faltboot, HI., Klasse A, 600 m: Paddlergilde Gießen 3 Boote und GRG. — Rennen 7: Kriegs-Achter, 1000 m: GRG. und „Hassia". — Rennen 8: Riemen-Zweier mit Steuermann für Frauen, 800 m: GRG. und „Hassia". — Rennen 9: Einer-Faltboot, Anfänger, 1000 m: Paddlergilde und Universität. — Rennen 10: HI., Jungmann-Vierer mit Steuermann, 1000 m: „Hassia" und GRG. — Rennen 11: Riemen-Zweier mit Steuermann für Männer, 800 m: „Hassia" und Wetzlarer Ruderklub. — Rennen 12: Zweier-Faltboot, HI., Klasse A, 600 m: Paddlergilde 2 Boote und Reichsbahn-Turn- und Sportgemeinschaft Wetzlar. — Rennen 13: Riemen-Vierer mit Steuermann für Frauen, 800 m: GRG. und Wetzlarer Ruderklub. — Rennen 14: Kriegs-Vierer mit Steuermann, 1000 m: Wetzlarer Ruderklub und GRG. — Rennen 15: HI., Achter, 1000 m: „Hassia" und GRG. — Rennen 16: Einer-Faltboot, HI., Klasse 400 m: GRG. 2 Boote und Paddlergilde Gießen. ■ Sch. Vom Fußball. eich 1. 3gd. — Steinbach 1. 3gb. 4:2 (1:2). Am vergangenen Sonntag war die 1. Jugend von Steinbach in Lich zu Gast. Die Gastgeber stellten eine starke Elf ins Feld. In der ersten Hälfte waren die Gäste zweimal erfolgreich, denen die Platzbesitzer nur ein Tor entgegehsetzten. Nach dem Wechsel versuchten beide Mannschaften, das Resultat zu verbessern. Die Gastgeber glichen aus und konnten dann sogar auf 4:2 erhöhen. Den Gästen gelang es nicht, obwohl sie immer wieder das gegnerische Tor bedrängten, den verdienten Ausgleich zu erzielen. Garbenleich 2. Jgd. — Steinbach 2. 3gb. 4:0. Die 2 .Jugend von Steinbach mußte in Garbenteich gegen die dortige 2. Jugend ebenfalls eine Niederlage hinnehmen. Die Gastgeber konnten in der ersten Hälfte zwei zählbare Erfolge erringen und Ruder- und Kanu-Regatta in Gießen. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 44. Fortsetzung. . (Nachdruck verboten.) „Also treffen wir uns nach alter Regel auf der Mitte, Herr Direktor", schlägt er vor. „Fünfhunderttausend — das ist halb geschenkt!" Dominik fühlt das Nachgeben, aber auch den Rechenfehler, den Frinzka absichtlich macht. „Die Mitte zwischen Gebot und Forderung wäre vierhundertfünfundsiebzig", stellt er fest. „Bedenken Sie, daß Sie die Majorität kriegen." 2tz,Also meinetwegen!" „Fünfhunderttausend? " „Fünfhunderttausend." „Einverstanden!" bekräftigt Frinzka. Er macht sein Kirchenratsgesicht. „Da haben Sie ein gutes Geschäft gemacht. Gratuliere!" Dominik schließt für ein paar Sekunden die Augen. So! Das ist also vorüber! Nun braucht man bloß noch die Bank herumzukriegen. Nissen, der Bengel, mit seinem leichtsinnigen Optimismus, hat recht behalten. Jugend! Ein Alter kommt nicht mehr auf solche Wagnisse. Ohne Nissen wäre er nie auf den tollkühnen Gedanken gekommen, Frinzka das Aktienpaket abzukaufen — gegen eine halbe Million Schulden! Morgen wird er seine Effekten verkaufen. Das gibt die Anzahlung. Hypothek auf die Villa: die zweite Rate. Dann wird inzwischen die Dividende für die Werft und seine Direktorentantieme fällig. Das reicht für die dritte Rate und schon teilweise für die vierte. Sie fahren zu Speier. Der Vertrag bedarf nach dem Gesetz der notariellen Beurkundung. Und als dann die beiden Namen der alten Gegner auf den Papieren stehen, reichen sich die zwei zum erstenmal seit langen Jahren die Hände. Dominik will vergessen, was Frinzka ihm angetan hat. Die Zwietracht non fünfundzwanzig Jahren soll tot sein. Die 4Zeneralversammluno ist am 28. August, nachmittags 4 Uhr, im Gesellschaftshaus der „Krone". Etwa fünfzehn Herren haben sich schon eine Viertelstunde vorher zusammengefunden. Die Aktionäre stehen in kleineren Gruppen beieinander und stecken die Köpfe sorgenvoll zusammen. Was soll mit einemmal diese seltsame Sitzung, die doch wie ein Gericht aussieht? Natürlich ist allerhand in den letzten Wochen auch zu ihnen durchgesickert. Gewiß, über den Kauf dieser alten Rumpelkiste von Birk & Co., deren Inhaber schon lange nicht leben und nicht sterben konnten, kann man verschiedener Meinung sein. Aber schließlich muß doch Dominik auch wissen, was er will? Er hat's jahrzehntelang bewiesen. Und man ist immer gut dabei gefahren. Es sind ein paar Herren dabei, die schon an der Gründungsversammlung der Werft teilgenommen haben und deren damals zögernd gemachte Einlage sich inzwischen verdreifacht oder vervierfacht hat, wenn man die Zinsen zusammenrechnet. Allerdings — es gibt auch andere Stimmen. Da ist der Inhaber des Bankgeschäftes Schneider & Co. und der Direktor einer Großbank. Die beiden Herren stehen abseits am Fenster. Anscheinend sind sie noch nicht fertig mit ihrer Meinung. Einer Unterhaltung mit den anderen Anwesenden weichen sie aus. Da sind vor allem ein paar Lieferanten der Norddeutschen Werft — ein Holzhm-cdler zum Beispiel, mit dem sich Dominik mal verkracht hat, weil er ihm stockige Buchen geliefert hatte. Ein" Innenarchitekt, der die Ausstattung der Lindschen Schiffe zeichnet. Rechtsanwalt Speier und noch so ein halbes Dutzend Leute, die in irgendwelcher Geschäftsverbindung mit Lind stehen. Die wollen es natürlich auf keinen Fall mit ihrem langjährigen Geschäftsfreunde verderben. Mit dem Glockenschlag vier betreten Friedrich Dominik — Nissen und Dr. Klarer den Sitzungsraum. Klarer als Notar. Er sieht die Hinterlegungsliste ein. Addiert die Beträge. Inzwischen wechselt Dominik mit einzelnen der Anwesenden ein Kopfnicken der Begrüßung. Er sieht sehr blaß aus. Sehr ernst. Der Aufsichtsrat fehlt noch, darunter auch Lind. Nur sein Sekretär ist da; er sitzt ganz unten am Ende des Tisches, dicht vor dem Eingang. Aber Linds Name steht in der Liste der hinterlegten Aktien. Die Namen der anderen beiden Herren vom Aufsichtsrat nicht. Die scheinen vorgezogen zu haben, bei dem zu erwartenden Krach nicht dabei zu sein. - Soll man noch warten? Dominik schüttelt den Kopf. „Herr Notar, wie spät ist Ihre Uhr?" „Sieben Minuten nach vier, Herr Direktor." „Danke." Dominik erhebt sich. „Ich stelle fest, daß vier Uhr vorüber ist, und eröffne hiermit die heutige außerordentliche Generalversammlung der Dominik-Werft Aktiengesellschaft." Dann noch ein paar Formalitäten. Die Einladung wird vorgelesen. Das Datum genau festgestellt. Die Ordnungsmäßigkeit der Einberufung hervorgehoben. Dr. Klarer macht seine Notizen für das notarielle Protokoll. Er ist der einzige, der, unabhängig vom Ausgang der Sitzung, verdient. Auf jeden Fall. Lind fehlt noch immer. Nun wird Dominik doch unsicher. Steckt dahinter eine neue Teufelei? Oder hat er's aufgegeben? Dominiks Stimme klingt belegt. „Wir kommen zu Punkt a der Tagesordnung. Der Kauf der Firma Birk & Co. wird nicht genehmigt — wünscht jemand das Wort hierzu?" Speier meldet sich. „Würden Sie uns erst mal erklären, um was es sich bei der ganzen Sache handelt? Die Generalversammlung ist bisher nur durch vage Gerüchte orientiert und kann sich also kein Urteil bilden." Lind ist noch immer nicht da. Sein Sekretär macht sich Notizen. Dominik berichtet von den Notwendigkeiten, die zu dem Kauf geführt haben und von den lebenswichtigen Vorteilen, die er der Dominik-Werft bringen wird. Er spricht von seinen jahrzehntealten Bemühungen um die Angliederuyg dieser Firma, von den Vorzügen des Birkstahls, von den Möglichkeiten, nicht nur den Motorbootbau fortzuführen, sondern dann nach dem Wechsel den Sieg sicherstellen. Die Gäste versuchten zum Ehrentor einzuschießen, tonnten sich jedoch nicht durchsetzen. Handball-Spiele um den Lahn-pokal. In beiden Gruppen nahmen die Spiele den er. warteten Verlauf. Die Torunterschiede werden jedoch schon wesentlich geringer. Lang-Göns mußte sich in Heuchelheim sehr anstrengen. Das Gießener Lokal, treffen sah die Luftwaffe als Sieger. Im nächsten Treffen siegte Grüningen über Holzheim. Dornholz, hausen mußte auf eigenem Platz eine Niederlage von 10:15 (5:3) Toren gegen Niedergirmes hin- nehmen, obwohl sie in der ersten Hälfte führten. Katzenfurt konnte sich ebenfalls nur bis zur Halbzeit behaupten, um dann Hochelheim mit 5:9 (4:3) Toren den Sieg zu überlassen. Heuchelheim — Lang-Göns 5:8 (2:3). Zwei gleichwertige Gegner standen sich hier gegen, über. In der ersten Hälfte gelang es der Platz. Mannschaft das Spiel offen zu halten. Nach dem Wechsel konnte sie nicht mehr mithalten. Die Gäste kamen mehr auf und konnten einen knappen Sieg erringen. Luftwaffe Gießen — Männerlurnverein Gießen 12:8 Schon gleich nach Anstoß konnte die Luftwaffe das erste Tor erzielen. Einige Deckungsfehler der Platzmannschaft ausnutzend, gelang es dem Mto., viermal erfolgreich zu sein. Die Soldaten versuchten es darauf mit Einzelaktionen, die aber nichts ein. brachten. Bis zur Pause war jede Mannschaft noch zweimal erfolgreich. Nach Wiederbeginn fand sich die Luftwaffe besser zurecht. Der Mto. dagegen war ermüdet und brachte nur noch wenige gefahr. liche Angriffe vor. Bis Spielende gelangen der Luftwaffe noch neun Treffer, während die Turner noch zweimal erfolgreich waren. Grüningen — Holzheim 10:5 (3:2). Das Halbzeitresultat zeigt schon, daß die Gäste großen Widerstand leisteten. Nach dem Wechsel hatte die Platzmannschaft mehr vom Spiel, wogegen Holzheim nachließ. Nach den gezeigten Leistungen ist das Resultat etwas zu hoch ausgefallen. Wirtschaft. * Daimler-Benz AG. Stuttgart. Die HV. genehmigte wieder VA v. H. Stamm- und 4 v. H. Vorzugsaktiendividende. Der Vorsitzer Staatsrat Dr. von Stauß begründete den Antrag auf Schaffung von bis zu nom. 25 Mill. RM. genehmigtes Kapital mit der besonders regen Tätigkeit und der Zielsetzung der Werke. Zu gegebener Zeit werde die Frage des Bezugsrechts geprüft in dem Sinne, die Aktien möglichst billig herauszu- geben. Ob im Zusammenhang hiermit eine Kapital- aufftotfung vorgenommen werden wird, sei noch ungewiß. Zunächst habe die Gesellschaft die Sonder- steuer durch Beibehaltung des Dividendensatzes von VA v. H. für die Stammaktien auf sich genommep. Zur Zeit ist das Unternehmen weiter vollbeschäftigt *BayerischeMotorenwerke AG. München. Aus einem nach 2,23 (1,41) Mill. RM. Abschreibungen verbleibenden Reingewinn von 1,873 (1,534) Mill. RM. werden wieder 8 v. H. Dividende auf diesmal 22,5 (15,0) Mill. RM. Kapital ausgeschüttet. Wenn durch den Krieg einzelne Fabrika- tionsgebiete eingeschränkt werden mußten, so konnten die freiwerdenden Arbeitskräfte und Fabrika- tionsstätten für die zur Zeit im Vordergrund stehenden Aufgaben eingesetzt werden. Der Auslandsumsatz konnte nahezu auf Vorjahreshöhe gehalten werden, das finanzielle Ergebnis hat sich sogar verbessert. Wegen des wachsenden Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften wird der HV. eine weitere Erhöhung des Kapitals um 27,5 auf 50 Mill. RM. vorgeschlagen. Zum 31. 12. 1941 ist ferner eine Ka- pitalberichtigung beabsichtigt, deren Ausmaß späterer Ueberlegung vorbehalten bleibe. Folgenschwere Explosion eines Spirituskochers. * All 6 ndorf (Lumda), 31. Juli. Hier ereignete sich dieser Tage ein Unfall, dem leider ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Die Frau des Ar- beiters Otto Kämmer kochte Brei auf, einem Epi' rituskocher, während ihre Kinder um den Tisch saßen. Vermutlich durch eine zu große Spiritusmenge, die in den Apparat gelangte, ereignete sich eine heftige. Explosion. Der dreijährige Sohn erlitt dabei so schwere Brandwunden, daß er wenig später in der Chirurgischen Klinik in Gießen starb. Der 'sieben Jahre alte Sohn und die Mutter erlitten ebenfalls erhebliche, aber zum Glück nicht lebensgefährliche Brandwunden an Gesicht und Händen. auch die Helgen von Birk & Co. für die Ausführung der^Wolgadampferbauten auszunutzen. Den Namen Lind erwähnt er mit keinem Wort. Die Gesichter der Anwesenden klären sich nach und nach auf. Also braucht man sich wohl noch keine Sorgen um seine Aktien zu machen? Gott sei Dank! Lind scheint nicht kommen zu wollen. „Wird noch eine Aufklärung gewünscht?" fragt Dominik. Seine Brust wird langsam freier. Nur ein paar Frager melden sich mit nebensächlichen Dingen. Der Sekretär von Lind geht leise hinaus. Sollte es wirklich ohne Streit abgehen? Wird er, ohne das Machtmittel der Majorität gebrauchen zu müssen, obsiegen? Es sieht fast so aus. Die meisten Gesichter sehen voll Vertrauen zu ihm hinüber. „Wenn keine weiteren Fragen vorliegen, f° schließe ich die Diskussion und bitte Anträge zu stellen." Er wartet eine, zwei, drei, vier Sekunden. Keine Hand regt sich. Dominik atmet auf. „Ich stelle fest, daß zu Punkt a der Tagesordnung Anträge nicht —" Da fliegt die Tür auf. Lind! Dicht hinter ihm sein Sekretär. Er setzt sich breit an die untere Schmalseite des Tisches, dem Vorstandsplatz gegenüber, doch von ihm durch die ganze Länge des Tisches getrennt Gleichzeitig hebt er die Hand. Alle Köpfe fahren herum. Die lleberrafcbung scheint glänzend gelungen. Im Augenblick spannen sich alle Gesichter. Was kommt nun? Die beiden Bankdirektoren, die sich bisher ganz still verhalten haben, tuscheln ein paar Worte. Dominik steht noch immer aufrecht an seinem Tischende. . . Seine Hand geht fahrig hin und her. Nissen schiem ihm ein Glas Wasser hin. Dominik trinkt hast'9 einen Schluck und wirft das Glas beim Hinstellen um. Das Wasser läuft über die Tischdecke. (Fortsetzung folgt)