hlanb ßl. Jahrgang Nr. 76 »i Jahrgang Nr. 76 jfflw G * Siebener Anzeiger «in einzelnen Nummern Jk M M V ■ jr ji infolge böberer Gewalt t folge | flernfbrei i zrahtansc || toftfebetr .nifVfcrtmnfAluft «51 »tu#undv«r!.,: 'l16xsürnntf* M BrflMMeUntotrfttdttbrudert!B.taugt Mantag.3I.MSrzMl flnnnbinr von fltMftfldl für die MtNaaVnummer mSHVJlbr bedBorrnittaaS Anzeiaen-Pretse» Unacinentctl 7 M#pf. le mm bei 22 nun Hcilcnbreite» Wertteil 50 Wuf. le mm bei 70 mm Heilcnbreite Naiblässe t WiederbalunnMalstafteH 2lbfct)lMfeMeiigenstaffel B Plabvorschrlft (oorbertne Vereinbarung) 25"/«, mevr General-Anzeiger für Gberhessen ^?ieften?5ch,l»raße7-y Matsuoka auf der Fahri nach Rom j ®cr japanische Außenminister am Brenner von einer iialienischen Sondermiffion begrüßt ie letzten Tage in -er Reichshauptstadt kml sich jeb. Dön ■wltoena die video geschmückten Bahnhof zu werfen. Dann setzte der Zug langsam in Bewegung. Das Programm des römischen Besuchs. to m, 29. März. (Europapreß.) Nach dem für !' Aufenthalt des japanischen Außenministers in hinter^ iteiN1 | 1941. Ul 1941. l 1941. U*; Ibn in großen japanischen Lettern unter den vor- Wcackten Text. Japan ist aus der Hut. Japanische Betrachtungen zur strategischen Lage im Pazifik bfltrtn Geiste der herzlichen Freundschaft, die beide !Bi)'er verbindet, geführt wurde und bei der auch Wneinsam interessierende wirtschaftliche Fragen Wandelt wurden, fand ein Empfang im fiel« iiitr Kreise statt. Neben dem japanischen Gast nah« Mm Brenner, 31. März. (D)1B. Aunkspruch.) pi Sonderzug mit dem japanischen Außenminister Mnilf uofa ist heute vormittag 6.40 Uhr a m I Iren ner ci n g e I r o f f en. An der mit den jonischen, italienischen und deutschen Fahnen ge- jdiriidlen Grenzstation hatte sich eine Sonder- fl ision aus Rom dngefunben, um den japa- »ichen Außenminister zu begrüßen. Desgleichen [ter der japanische Botschafter in Rom hn japanischen Außenminister zum Brenner ent- | §kungefähren. Nachdem Matsuoka sich von der Üorbnung des Reiches verabschiedet hslle, nahm der Zug um 7.14 Uhr feine Fahrt ji 5 dem mit Kirschblütenzweigen und roten und Hoi*n Hortensien reich geschmückten Mosaiksaal des kä'^hauses der Reichsregierung trug sich Matsuoka in ns Goldene Buch der Stadt Berlin ein. In der . .. llp ’ des Saales war ein kostbarer Empireschreib« ^7-:. - aufgestellt, und auf ihm lag der große Leder« PrH 0 ' bn mit dem Stadtwappen. Staatsminister Dr. l ptflner als Hausherr und Bürgermeister Steeg IJJ oM i p n anwesend Matsuoka erklärte, daß er seinen "’S bjmthalt in Berlin für immer in schöner Erinne« liN®’ JIpi behalten werde. Dann zeichnete er seinen Na« Freitagabend weilte der japanische Außen« Matsuoka beim Verein der Japaner in in der Kaiserallee. Matsuoka spricht hier der Begrüßung zu den deutschen Rund« ______ Am Mikrophon Hugo Landgraf. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Zn Potsdam. in letzten Tage seines Berliner Aufenthaltes M' Außenminister Matsuoka mit seiner lr-ung der Stadt Potsdam einen Besuch ab. fahrt, auf der Außenminister Matsuoka vom t der Präsidialkanzlei, Staatsminister Dr. i; ner, und dem deutschen Ehrendienst de- M wurde, ging durch den Berliner Tiergarten, ^«runewald, vorbei am Olympia-Stadion, am hi*e und am Schloß Pfauen-Insel an den H '-en nach Glienicke und weiter nach Potsdam. Ort des deutschen Lufteinsatzes zu erscheinen. Zwei verschiedene Wege — ein Ergebnis! „Von der Seefahrt nach England genug." Vervierfachte Reisedauer vom La Plata nach England. Montevideo, 30. März. (Europapreß.) Die Gefahren und Unannehmlichkeiten einer Schiffsreise vom La Plata nach England schildert in der hiesi« gen englandfreundlichen Zeitung „El Plata" der uruguayische Staatsbürger Alfonso Acosta. Statt sechs Wochen für den Hin- und Rückweg braucht man jetzt für eine solche Fahrt nicht weniger als sechs Monate. Acosta verließ Rosario (Argentinien) an Bord des griechischen Dampfers „Pantelli" am 1 3. Sepie m b e r vorigen Jahres und kehrte erst jetztnach Uruguay zurück. Zuerst mußte sein Schiff lange Zeit warten, dis ein Geleitzug aus zwanzig Schiffen gebildet war, aus dem bann trotz starker Bewachung vor der irischen Küste zwei Dampfer durch deutsche Flugzeuge oer- en ft wurden. In Liverpool erlebte Acosta einen schweren deutschen Luftangriff, in dessen Verlauf auch zahlreiche im Hafen liegende Schiffe versenkt wurden. Seine Rückreise begann i m Dezember von Eardisf aus. Wiederum wurde ein G e l e t t z u g gebildet, aus dem ein Dampfer durch ein deutsches U Boot herausgeschofsen wurde. Nach nur achttägiger Fahrtdauer wurde der Geleitzug aufgelöst, und die Schiffe setzten ihre Reise getrennt fort. Zusammenfassend erklärte Acosta nach diesen Erlebnissen, er habe von der Seefahrt nach England genug. dent, daß die japanische Regierung die nordamerikanischen Vorbereitungen nicht mit verschränkten Armen angesehen hätte. Die Nordamerikaner müßten, bevor sie zu dem Ort eines entscheidenden Seetreffens gelangen könnten, eine Fahrt von 5000 Meilen zurücklegen. Westlich des 180. Meridians würden mindestens einige der nordamerikanischen Schice schon Opfer der ja- jonischen schnellen Einheiten geworden sein. Im Augenblick des Treffens aber wurden sich die Nordamerikaner weit von ihren Stützpunkten entfernt befinden, was sehr zu ihrem Nachteil ausgehen könnte. Den Beitrag der Engländer für die angelsächsische Zusammenarbeit schreibt Ono nicht sehr hoch an. Italien halte die Hälfte der britischen Flotte im Mittelmeer fest. England würde durch Abzug von Einheiten seine Stellungen in Afrika und im Mittleren Osten gefährden. Hongkong und Colombo auf Ceylon hätten heute an Bedeutung verloren, die britisch-nordamerikanische Zusammenarbeit könnte sich nur auf S i n g a - pur stützen. Aber bei all seinen starken Anlagen leide Singapur an mangelnden Nachschubmöglichfeiten. Wenn die Malaiische Halbinsel von einem Heer abgeschnitten und die Straße von Malakka blockiert würde, wäre die Berteidigung Singapurs äußerst schwierig. Zum Schluß stellt Ono nach Unterstreichung der grundsätzlich friedlichen Absichten Japans fest: Wenn die USA.-Flotte ihre Stützpunkte verlassen und sich über den 180. Meridian hinaus nach Singapur begeben sollte, würde der Status quo im P a« zifik dermaßen gestört, daß auch Japan sich nicht mehr verpflichtet halten würde, den Status quo in Ostasien zu achten. England braucht mehr Flugzeugträger. Rom, 30. März. (Europapreß.) Um die beutfefjen Luftangriffe gegen die englischen Geleitzüge wirk- sam abzuwehren, sollen Flugzeugträger das einzige Mittel sein, schreibt „Popolo bi Roma" Der Engländer Creßwell habe den englischen Bedarf an Flugzeugträgern auf der Grundlage des Jahres 1918 auf mindestens zwölf solcher Schiffe angegeben, um jeden Geleitzug auch Dur* diese Sicherung begleiten lasten zu formen. Fünf Flugzeugträger von den insgesamt acht der englischen Marine zu Verfügung stehenden würden jetzt den Mittelmeer st reitfräften zu geteilt, so daß für den Atlantischen Ozean und die übrigen Weltmeere nur drei übrigblieben. Das zeige, daß England, wenn es sich auf der einen Seite decken wolle, sich an anderen Stellen entblößen müsse. Während die deutsche Luftwaffe in wirksamer Weise gegen die englischen Schiffe eingesetzt werde, legten die italienischen Streitkräfte Die britischen Flugzeugträger fest und hinderten sie, am Aei Reichsmarschall Göring in Karinhall. »Reichsmarschall Göring empfing am Samstag |b japanischen Minister des Aeußeren Matsuoka in Wi nhall Noch einer längeren Unterredung -Wj ü Anwesenheit des deutsche Botschafters in Tokio, Nom vorgesehenen Brogramm wird Matsuoka am Dienstagvormittag sich in die im Quirinal auf« liegende ^öesucherliste eintragen und das Grab des Unbekannten Soldaten, die Grabstätte der italienischen Könige im Pantheon und das Mal der gefallenen Faschisten ehren. Um 11 Uhr wird Matsuoka vom König und Kaiser in Audienz empfangen werden und im Quirinal frühstücken. Nachmittags werben im Palazzo Chigi und im Palazzo Venezia die ersten Aussprachen mit Außenminister Gras Ciano und dem Duce stattfinden. Dann wird Graf Ciano zu Ehren seines japanischen Kollegen im Scyachklub ein Abendessen geben. Am Mittwochvormittag wird der japanische Außenminister die Baudenkmäler von Rom besichtigen und im Klub der Wehrmacht an einem vom Duce gegebenen Frühstück teilnehmen. Am Nachmittag wird Matsuoka einer sportlichen Veranstaltung Der Jugendorganisation im Forum Mussolini beiwohnen. Für den Abend ist ein Empfang in der japanischen Botschaft vorgesehen. Am Donnerstagvormittag erfolgt die Abreise Matsuokas von Rom. Dort wurden die Gäste vor der Garnison- k i r ch e von einer großen Menschenmenge mit jubelnden Zurufen empfangen. Arn Eingang der Kirche entboten Oberbürgermeister Generalmajor z. V. Friedrichs, Stadtkommandant Oberst von Wulfsen und der G e i st l i ch e der Garnison« kirche dem Gaste ein herzliches Willkommen. Feierliches Glockenspiel erklang, als die Gäste das Gotteshaus betraten. Der Stadtkommandant berichtete über die Geschichte der Kirche. Unter Orgetklängen betrat Matsuoka allein die Gruft, um die großen Toten nach japanischer Sitte durch tiefe Verbeugungen und einigen Minuten des Schweigens zu ehren. Nachdem Der Minister sich in das Goldene Buch der Garnisonkirche eingetragen hatte, ging die Fahrt weiter nach Sanssouci, an der historischen Mühle vorbei. Hier übernahm der Direktor der staatlichen Schlösser und Gärten, Gall, die Führung. Die Räume boten im Schimmer der Kerzen einen bezaubernden Anblick. Der Gast besichtigte mit Interesse die mit erlesenen Kunstwerken, Meisterstücken zeitgenössischer Malerei und kostbaren Porzellanen ausgeschmückten Räume, vor allem die kostbare Bücherei des großen Königs, lieber die Terrassen mit den noch vom König selbst angelcg« Europäische Wirtschaft im Aufbau. Daß Deutschland es verstanden hat, durch den Tauschverkehr die Kontrolle Der internationalen Finanzmächte und den gewinnbringenden kapitalistischen Zwischenhandel weitgehend auozuschalten, können uns die angelsächsischen Blutokraten nicht verzeihen. Gerade durch die englische Blockade der europäischen Küsten hat sich dieser so gefürchtete Tauschverkehr weiter ausgedehnt und allmählich zu einer Wirtschaftsordnung geführt, die kapitalistische Konjunkturschwankungen immer mehr ausschaltet und damit auch das internationale Allleihegeschäft, von dem in der .Hauptsache die Juden in London und Neuyork profitiert haben, zum Erliegen gebracht. Auf der anderen Seite bot diese neue Wirtschaftsordnung den nationalen Volkswirtschaften der europäischen Länder die Gelegenheit, ihre heimische Wirtschaftskraft zu stärken. Dies hat sich in diesen Wochen sehr eindrucksvoll aus der Reichs- messe in Leipzig und auf den Messen in W i e n und Prag gezeigt, wo nicht nur die kolos. sale Kraft der deutschen Wirtschaft mitten in hem une aufgezwungenen Entscheidungskamps zur Geltung kam, sondern auch die Leistung vieler anderer Volkswirtschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte. 18 Länder waren in Leipzig mit ihren Erzeugnissen vertreten und die gegenseitigen Geschäfte, die abgeschlossen werden konnten, werden in dem einen und in dem anderen Land manche Versorgungslücke schließen. Geradezu bewundernd standen die ausländischen Besucher vor den Pavillon» der deutschen Verbrauchsgüter- und Maschinenindustriell, die durch Die überraschende Fülle ihrer Angebote bewiesen haben, daß die deut- |d)e Wirtschaft trotz aller Schwierigkeiten Im letzten Winter aus dem Posten gewesen ist und sich in den Stand gesetzt hat, auf vielen Gebieten bisher für unentbehrlich gehaltene außereuropäische Einfuhrwaren zu ersetzen. Deutschlands Wirtschaftskraft ist vor ganz Europa überzeugend unterstrichen worden. Unter den Besuchern Der Reichomesse und der beiden anderen großen Messen haben sich auch zahl- reiche französische Industrielle und Kaufleute befunden. Schon vorher ist durch den Abschluß des deutsch • französischen Verrechnungsabkommenv der Hanoelsverkehr zwischen den beiden Ländern wieder in Gang gefommen. Bon deutscher Seite aus sind viele Aufträge durch eine Sanunelftelle in Paris, an die französischen Behörden und von da an die Jndustriekreise herangebracht worden. Inzwischen hoben nun auch Rohstoffbesprechungen siattgefunden, weil von einer befriedigenden Regelung der Rohstoffversorgung die Wiederingang- setzung der französischen Industrie abhängig ist. An- aestrebt wird eine Zusammenarbeit zwischen den beiderseitigen Nohstoffstellen, was durch die Grün- düng besonderer Arbeitsausschüsse erreicht werden soll. Bei einer Betrachtung der Leistungsfähigkeit der französischen industriellen Wirtschaft muß zunächst berücksichtigt werden, daß Frankreich seine wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland weitgehend eingebüßt hat. In der französischen Wirtschaft muß deshalb eine Umstellung auf den f o n tinental-europäischen Markt und auf solche Waren stattsinden, die von Frankreich leicht herge- stellt werden können und deren Produktion eine Entlastung und Stärkung der gesamt-kontinentalen Wirtschaft bedeuten. Frankreich hat außer der Vereinbarung mit Deutschland bisher seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Italien, Spanien, der Schweiz und Belgien geregelt. Schon heute farm cftgeftellt werden, daß insbesondere durch die deut- chen Auftrage in manchen Industrien Vollbeschäfti- ;ung herrscht und daß auch die Umstellung auf Dielen Gebieten gelungen ist. Im Rahmen dieser wirtschaftlichen Zusammenarbeit fonntc am 16. Februar in Paris Der „Salon Technique et Industriel Alle- m a n d" eröffnet werden, durch welche Einrichtung die französischen Industriellen auf solche Erzeugnisse ausmerfsam gemacht werden, Die man in Äon- tinentaleuropa braucht und deren Absatz feine Mühe bereiten dürfte. Es werden den französischen Wirtschastsfreisen Produfte gezeigt, die in Deutsch. j j m hieran die Herren der japanischen Delegation ' ,M der japanische Botschafter Generalleutnant K । 101 i m a sowie Mitglieder der japanischeü Bot- a’5f je, teil. Von deutscher Seite waren bei dem i8trauei5 jang u Q ^wesend Generalfeldmarschall Kes - Kl'ing, die Generalobersten Übet und Kel - Hl der General der Flieger Ieschonef, Gene- Hliutnünt B o d e n s ch o tz, ferner die Staatssekre- »( Körner und Neu m a n n , Generalforst- Mer Alpers, der deutsche Botschafter in Tokio C: sowie Ministerialdirektor Staatsrat Wohl- Mi Botschafter S t a h m e r, ^-Oberführer S t e n- jn„ Gesandter Korbt und Oberst M a tz k y, der He des Protokolls Gesandter v. Doernberg, Wmdter Schmibt, Gesandter Hewel sowie ^ hörige der näheren. Umgebung des Reichsmar- ten Gewächshäusern ging es bann in den Park, dessen gärtnerische Gestaltung sich Außenminister Matsuoka eingehend erläutern ließ. Dann bestiegen die Gäste wieder die Wagen, um das dyinefi che TeelMis, die römischen Bäder, den Freundschasts- unb den antiken Tempel und endlich das Neue Palais zu besuchen. Hier wurde der Außenminister durch Reichsaußenminister von Ribbentrop begrüßt. Herzlicher Abschied von Berlin Am Sonntagnachmittag verließ der japanische Außenminister die Reichsyauptstadt und trat seine Weiterfahrt nach Rom an. Gegen 16 Uhr holte der Retchsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Außenminister Matsuoka vom Gästehaus der Reichsregierung, Schloß Bellevue, ab, um ihn zum Anhalter Bahnhof zu begleiten. Vom Schloß Bellevue, durch den Tiergarten, über den Pariser Platz, die Wilhelmstraße herunter, über den Wilhelms- platz bis zum Anhalter Bahnhof standen unüber- fehbare Massen. An der Ecke Hedemannstraße war ein Fanfaren- und Musikzug des Reichsarbeitsdienstes, auf dem Bahnhofsvorplatz die Ehrenkompanie der Wehrmacht aufmarschiert. Den Eingang zum Anhalter Bahnhof hielten BDM. und Hitler-Jugend besetzt. Auf dem Bahnsteig selbst hatten sich mit den Vertretern der Reichsreigerung und den führenden Männern aus Partei und Wehrmacht das Diplomatische Korps, die Mitglieder der japanischen Botschaft und der japanischen Kolonie eingefunden. Nachdem der japanische Außenminister die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, betrat er unter stürmischen Heilrufen das Bahnhofsgebäude, wo ihm die deutsche Jugend eine herzliche Ovation bereitete. Auf dem Baynsteig selbst, dessen Ausschmückung im Lichte der Scheinwerfer wieder einen zauberhaften Eindruck vermittelte, verabschiedete sich Außenminister Matsuoka durch einen herzlichen Händedruck von allen zu seinem Abschied erschienenen Vertretern des Großdeutschen Reiches. Unter dem Schnellfeuer der Kameramänner verweilte er noch einige Augenblicke in angeregtem Gespräch mit dem Reichsaußenminister und bestieg bann mit feiner Begleitung und bem beutschen Ehrendienst den Sonderzug. Matsuoka trat sofort an das Fenster seines Wagens, um nochmals einige Worte des Abschieds und des Dankes an den Reichsaußenminifter zu richten und noch einen Blick auf den herrlich Rom, 30. März. (Europapreß.) Im „Mestag- gero" vom Sonntag untersucht der römische Be- richterstatter der Tokioter Zeitung „Nicht N i ch i", Shichiro Ono, die strategische Lage im Pazifischen Ozean. — Durch die Erklärungen Roosevelts über die H i l f e l e i ft u n g der USA. für Tschiang- kaischek und die Ausführungen des Senators Wheeler, daß die 13 Australien und Neuseeland be- suchenden nordamerifanischen Kriegsschiffe zur Verstärkung des britischen Stützpunk« tes Singapur bestimmt seien, fei Japan im gegenwärtigen Augenblick zur äußersten Wach- famfßit verpflichtet. Ono untersucht dann die Möglichkeiten des norlh amerikanischen Kriegsschisfsbaues sowie die Bedeutung der nordamerikanischen Flotten- stützpunkte im Pazifik, und zeigt die schwachen Stellen der Amerikaner auf. Die Nordamerikaner könnten wohl nach ihrer Eisenerzeugung und ihren Geldern den Bau von 400 Einheiten planen, je doch fehlten ihnen die notwendigen Industrie-Anlagen und gewisse Roh- taffe. Die befohlene Erweiterung der Schlacht- chiffswersten würde nicht vor 1 9 4 2 beendet ein. Außerdem fehle es den USA. an ausgebildetem Personal. Im Jahre 1940 hätte die USA. Marine einen Effektivbeftand von 176 000 Mann gehabt. Wenn aber alle geplanten Neubauten voll- endet fein würden, brauchten sie 460 000 ausgebildete Seeleute und Flieger. Ono weist dann daraus hin, daß nach der Voll- enbung der in Gang befindlichen Erweiterungsbauten des Panamakanals Japan damit rechnen müsse, daß auchdie Atlantikflotte der USA im Pazifik auftreten könnte. Nicht nur die Haltung des nordamerikanischen Präsidenten, sondern auch die des neuen Oberbefehlshabers Der Flotte, Admiral Kimmel, fei japanfeindlich. Das zeiae sich auch in der Anlage der nordamerikanischen Lust st ü tz p u n f t e. Da, abgesehen von Den Stützpunk ten an der Westküste der USA., die anderen nur von Wasserflugzeugen benutzt werden könnten, so fei bann einer ber f chw achen Punkte ber nord amerikanischen Marine zu erblicken. Trotzbem könnten diese Stützpunkte aber als Vorpoft en st ellung für einen nordamerikanischen Marsch nach Asien dienen Die Kette der Stützpunkte von Hawai bis Singapur sei eine Einbruchslinie in die friedliche japanische wirstchaftliche Ausdehnung nach Süden. Jedoch seien Guam undManila schwache Stellen, da sie von Gebieten umgeben seien, die von Japan kontrolliert würden. Es sei daher wahrscheinlich, daß die USA. den Weg über 21 u ft r a l i e n vorziehen würden, wofür die gegenwärtige Kreuzfahrt der nordamerikanstchen Flotte als Probe angesprochen werden könnte. Trotzdem würde aber auch, wenn die nordamerikanischen Flotte nach Singapur gelangen könnte, ein Angriff von dort aus gegen Japan schwer' fein. Ohne Zahlen über die Flotte angeben zu können, meint der Äonejpon- Oie Lage in Jugoslawien Ll-BooteversenktenweiterelSvüüBRT Kleine politische Tlachrichtey. ein zum 29. Marz weder in das Reichsgebiet noch die delsschiffahrl mit besonderem Erfolg weiter. Am Südwesteingang des Sk.-Georgkanals und lm Bristol-Kanal wurden zwei Handelsschiffe mit zusammen 5000 BRT. versenkt. Bei einem Tiefangriff auf einen Dampfer westlich Rew Ouay ensland eine Kesselexplosion. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen ein Handelsschiff vor Harwich. Ein Kampfflugzeug bombardierte im Atlantik etwa 500 Kilometer westlich Lape Drath einen großen Truppentransporter. Rach Bombenvolltreffer gingen die Truppen in die Rettungsboote. 3m gleichen Seegebiet sank ein Schiff von 2500 BRT. nach Bombenwurf: ein großer Dampfer erhielt einen Volltreffer. Deutsche Kampffliegerkräfte belegten in der letzten Rächt den Flugplatz halsar auf der Insel Malta wirksam mit Bomben. Bei einem 3agdvorstoh gegen die 3nsel wurde ohne eigene Verluste ein britisches Jagdflugzeug vom Muster : besetzten Gebiete ein. Italienische Luftangriffe im Aegaischen Meer. Ein Flugzeugträger und zwei Kreuzer durch Torpedos getroffen. B e r l i n. 29. März. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Lustwaffe führte im Seegebiet um England ka Sampl gegen dir Hänfen. Trotz der heftigen Gegenwirkung durch Flak und Jäger hat eines unserer Torpedoflugzeuge einen leichten Kreuzer getroffen. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben mit drei schweren Bomben einen F l u g z e u g l r ä g e r getroffen und ein feindliches Jagdflugzeug abgeschossen. In O st a f r i k a dauert an der Rordsront der Druck des Feindes östlich von Keren an, den unsere Truppen durch heftige Gegenangriffe aufhalten. 3m Gebiet von harrar gehen nach Räumung von Dire- daua unsere Truppen in voller Ordnung auf neue Stellungen gegen Westen zurück. Liner unserer Iägerverbände hat einen Linflug auf den feindlichen Flugstützpunkt von Giggiga unternommen, wobei vier Flugzeuge am Boden zerstört wurden. 3n Luftkämpfen mit feindlichen 3ägem wurden zwei hurricane abgeschossen. Zwei unserer Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten nicht zurück. Rom, 29. März. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Arlillcrietätig- leit Unsere Flugzeuge haben einen griechischen Flugstützpunkt und die Hafenanlagen von Rava- rino mit Bomben belegt. 3m Verlauf eines bewaffneten Ausklärungsfluges über Malta haben deutsche Flugzeuge eine hurricane abgefchossen. In Rordafrika nichts von Bedeutung. 3m Aegäischen Meer hat unsere Luftwaffe zahlreiche Angriffe gegen feindliche Geleitzüge, Flottenverbände und vor Anker liegende Schiffe mit Torpedos und Bomben durchgeführt. Ein F l u g } e u fl - träger und zwei englische Kreuzer wurden von unseren Flugzeugen durch Torpedos getroffen. Ein Kreuzer kann als versenkt betrachtet werden, weitere Handelsschiffe kleinerer Tonnage wurden schwer beschädigt. Eines davon geriet in Brand, gestellt. Man rechnet damit, daß die Ausstellung 8 bis 9 Monate geöffnet bleibt. So beginnt sich be» Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. Berlin, 30. März. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unterseeboote schossen aus einem sehr stark gesicherten G e l e 1 t z u g außer den bereits gemeldeten drei Tankern weitere fünf Schiffe mit zusammen 33000 BRT. heraus. Damit ist mehr als die Hälfte dieses nach England bestimmten Geleitzuges, nämlich acht Schiffe mit zusammen 57 000 BRT. vernichtet worden. Ein Unterseeboot versenkte außerdem zwei Tanker mit zusammen 18 000 BRT. Die Versenkung von drei weiteren Schiffen ist wahrscheinlich. Kampfflugzeuge unter Führung des Major Krüger griffen in den Rachmittagstunden des 29. März, im Seegebiet westlich Kreta einen starken englischen Flottenverband erfolgreich an. Sie erzielten trotz heftiger Flak- und 3axdabwehr auf einem Flugzeugträger drei Bombenvolltreffer. Bei den Luftkämpfen wäh- rend des Angriffes schossen Kampfflugzeuge ein britisches 3agdflugzeug vom Muster hurricane ab. Alle eigenen Flugzeuge kehrten zu Ihrem Stützpunkt zu- rück. Vor der englischen Ost- und Südostküste warf die Luftwaffe gestern einen Tanker und ein größeres Handelsschiff in Brand und beschädigte zwei weitere Schiffe schwer. 3m St.-Georg-Kanal sank ein Schiff nach Bombenwurf. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung bombardierten Hafenanlagen und Barackenlager an der englischen Süd- oslküste. Kampffliegerverbände griffen in der letzten Rächt abermals kriegswichtige Ziele im Stadt- und Hafengebiet von Bristol mit guter Wirkung an. In Ostafrlka geht an der Rordfront die Schlacht bei den neuen Stellungen im Osten von Keren erbittert weiter. Unsere Luftverbände haben britische Kampfwagen bombardiert. 3m Luftkampf wurden von unseren 3agdfliegern zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n den ersten Morgenstunden des 28. März haben englische Flugzeuge einen Angriff auf den Flugplatz von Lecce durchgeführt, wobei sie die Anlagen mit MG.-Feuer belegten. Es gab einige verwundete. Oer italienische Bericht vom Sonntag. R o m, 30. März. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: An der griechifchen Front feine erwähnenswerten Ereignisse an den Landabschnitten. Unsere Flugzeuge haben feindliche Truppen an der Front der 11. Armee mit Splitterbomben belegt. 3n der Rächt zum 29. haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps den Flugplatz von halfar auf Malta bombardiert. des Feindes fanden über dem Reichsgebiet statt. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. Ls entstanden größere Brände. Kampfhandlungen nicht Am Sonntag wurde die KölnerFrühjahrs- messe eröffnet. Im hansasaal des Rathauses fand Festakt statt, bei dem nach herzlicher Begrü- zung durch Oberbürgermeister Dr. Winkelnkemper, Professor Dr. Hunke, einen Vortrag über die „Europäische Selbstbesinnung als Grundlage zwischenstaatlicher Wirtschaftsbeziehungen" hielt. hurricane abgefchossen. Der Feind flog In der Rächt - - ........in Im Dezember 1940 wurde zwischen der deutschen und der ungarischen Regierung ein Abkommen ge* schlossen, durch das eine Reihe ungarischer Wertpapiere geregelt werden. Sie müssen b i s zum 31. März, soweit sie nicht schon bei einer Devisenbank in Verwahrung liegen, bei einer solchen eingeliefert werden. Bei nicht rechtzeitiger Einlieferung verliert der deutsche Anleihegläubiger nicht nur jeglichen Anspruch auf Einlösung seiner Stücke und Zinsscheine, sondern er macht sich darüber devisenrechtlich st r a f b a r. lieber Einzelheiten geben die Devisenbanken Auskunft. Der Führer hat den Maler Professor Peter Philippi in Rothenburg ob der Tauber aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdi- gung feiner Verdienste um die deutsche Malerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. In Wien sand die zweite allgemeine Kriegs ar- beitstagung des Reichsstudentenwerks statt, an die sich eine Sondertaaung des Beratungsdienstes anschlietzt, die der besonderen Unterrichtung über die Studienverhältni'sse an den ostmärkischen Hochschulen dienen soll. Reichsstudentenführer Scheel wies auf die Notwendigkeit der politischen Er- ziehung durch den Rattonaljo^iattstifchen Studenten- In Rordafrika unternahm der Feind In der I Rächt zum 29. Einflüge gegen Tripolis. 3m öft- : lichen Mitlelrneer wurde ein starker feindlicher Flottenverband wiederholt angegrif- brechen könnten. Oie Besprechungen Maischeks. Agram, 30.März. (DNB.) Der Präsident der kroatischen Bauernpartei, Dr. Matschet, setzte Sonntag vormittag die Beschrechungen mit Bonus Dr. Schubatschitsch und den führenden Männern der Parteni fort. Die kroatische Öffentlichkeit sieht nut größter Spannung, doch in voller Ruhe den Beschlüssen der Führung entgegen. Der Bonus Dr. Schubatschitsch hatte sich lm Auftrage Matscheks i n Belgrad aufgehalten, um die Lage zu überprüfen. Man erwartet noch keine endgültigen Entschlüsse, da man erst die Ankunft der bisherigen kroatischen Minister in Agram abwarten will. Associated Preß meldet aus Belgrad: Während die neue jugoslawische Regierung der Möglichkeit einer serbisch-kroatischen Spaltung gegenüber- stehe, halte anscheinend M a t s ch e k den Schlüssel für Die zukünftige jugoslawische Innen- wie Außenpolitik in der Hand. Matschet habe mit den anderen Kroatenführern die Lage besprochen, insbesondere, ob er im Kabinett Simowitsch verbleiben oder der Opposition beitreten solle. Darüber sei noch nicht entschieden worden. Die Entwicklung der Lage hänge davon ab, ob Serben, Kroaten und Slowenen Zusammenhalten werden. Die Engländer haben es als einen schweren Fehler empfunden, daß ihre Hetzpropaganda nicht auch in den kroatischen Landesteilen dieselben Früchte getragen hat wie in den serbischen. Sie haben deshalb mit Hilfe von Juden und Freimaurern auch in Agram Demonstrationen entfacht. Flugblätter forderten die Volksmassen zum Kampf gegen Deutschland und (zur Tarnung) auch gegen England auf. Die Agramer Universität wurde geschlossen. Die kroatische Polizei ist jedoch offenbar nicht gewillt, Demonstrationen zuzusehen, die sich in ( deutschfeindlichem Sinne betätigen, da dies ganz den kroatischen Traditionen widersprechen würde. in englischer Sprache unterrichtete, sondern ganz allgemein fein Verhalten und seine Lebensweise leitete. ~ Die Neuyorker Presse läßt fernen Zweifel daran, daß Präsident Roosevelt dem „neuen Kurs" in Jugoslawien alle moralische Unterstützung geben wird. Washingtoner Regierungskreise geben zu, daß die amerikanische Einmischung in die Politik Jugoslawiens die revolutionären Kreise der Serben zu ihrem Vorgehen ermutigt hätte. Der jugoslawischen Regierung wurde erneut das Anerbieten gemacht, Jugoslawien in dem Falle, daß es seine Unabhängigkeit verteidigen wolle, alle nur erdenkliche Hilfe zu leisten. Weiter wird der neugebilbeten Regierung Simowitsch der Glückwunsch der USA. zum Ausdruck gebracht. _ . „Evening Star" meint, das Verhalten der USA.« Regierung gegenüber der Umwälzung in Belgrad sei ohne Präzedenzfall und zumindest ungewöhnlich. Jedenfalls sei es nicht üblich, so schnell zu gratulieren, wenn eine revolutionäre Regierung des bestehende Regime abgesetzt habe. Aber die USA.-Regierung fei so eifrig bemüht, den ihrer Politik entsprechenden Gruppen ihre Snmpathie zu zeigen, daß sie sich um Zeremonien nicht kümmere. „New Bork Daily Mirror" spricht von „3ugoflaroi- scher Konfusion" und „New Port Daily News nennt Jugoslawiens Zukunft „höchst undurchsichtig . Beide Blätter sagen, daß Jugoslawien keine Einheit barfteüe und die zusammengewürftetten Volksteile unter dem Druck einer Krise auseinander- allgemein versorgungsmäßig zu begrüßen ist und nicht zuletzt zum Wohle des französischen Volkes, zur Beseitigung der dort immer noch erheblichen Arbeitslosigkeit beitragen wird. Tokio, März 1941. Noch immer hängen drohende Wetterwolken über dem politischen Himmel des südlichen Pazifik. Wohl konnte dank des entschiedenen Auftretens Japans als Vermittler im indochinesisch-thailändischen Kon- likt eine ernste Gefahr für den Frieden in diesem Raum gebannt werden. Aber Großbritannien, das nur mit Groll und Unbehagen diese friedliche Ent- wicklung verfolgte, sucht weiterhin den Giftkessel zu rühren. Obwohl Japan immer wieder durch berufne Sprecher betonte, daß es ausschließlich friedliche wirtschaftliche Absichten im südlichen Pazifik verfolge, unternimmt Großbritannien alles, um eine olche wirtschaftliche Ausbreitung Japans zu sabotieren. Von Singapur aus, dem Stützpunkt des britischen Machtsystems in Ostasien, wird weiter ge- hetzt. Im Juli vergangenen Jahres hatte Großbrita- nien einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt mit Thailand abgeschlossen. Dieser Pakt hinderte je- doch England nicht daran, Truppen an den Grenzen von Thailand zu konzentrieren, so daß sich die Regierung von Thailand veranlaßt sah, Großbritan- nien zweimal öffentlich an die Bestimmungen des Nichtangriffspaktes zu erinnern. Thailand traut nicht den britischen Versprechungen. Man erinnert sich der Vorgänge des Jahres 1909. Damals verlor Thailand vier reiche Provinzen im Süden des Landes an England. Verärgert über den Fehlschlag der Jntrigenpläne in Thailand, wendet England setzt verstärkt sein Interesse den wirtschaftlichen Bestrebungen Japans in Holländisch-Jndien zu. Seit Monaten führt Japan Wirtschaftsbesvrechungen mit Nieder- ländisc^Jndien, ohne daß diese für Japan befriedigende Ergebnisse zeitigen konnten. Auch hier hat England seine Hand im Spiele. Mit allen Mitteln sucht es diese Wirtschaftsverhandlungen zum Scheitern zu bringen, ohne dabei Rücksicht auf die Wirtschaft Meder!ändisch-Jnd iens und seine eingeborene Bevölkerung zu nehmen. Die reichen holländischen Kaufleute und Pflanzer von Java, Sumatra und Celebes zittern um ihr Geld, ihre leicht verdienten Schätze, Die sie zu verlieren wähnen, weün bei der kommenden Neuordnung des großasiatischen Raumes England aus feiner Machtstellung verdrängt werden konnte. Infolgedessen haben sie sich ganz der brittschen Gewalt unterworfen. Die Devisenerträge Aus aller Wett. Muller von acht Kindern macht die Baumeislerprüfung. Frau Maria Poppe aus Römerstadt hat bei d Handwerkskammer Reichenberg mit gutem Erft die DaumeisterprüfUna abgelegt. Frau Poppe - die Staatsgewerbeschule in Brünn besucht und ®j seit 1924 im Baugeschäft i'hres Gatten als W1 arbeiterin tätig. Sie ist Mutter von acht Kinde und besitzt das goldene Mutterehrenkreuz. Saphire in der Dachshöhle. Im nordamerikanischen Staate Montana stieß i Jäger im Pogo Creet auf eine Dachs hohle und I obachtete, wie die Dachse eine Anzahl blauer 6tei freilegten. Er sammelte die schillernden Steine n schickte sie einem Neuyorker Juwelier zur Prüft» Der Jäger war nicht wenig überrascht, als er r dem Juwelier einen Scheck über 15 000 Dollar t der Aufforderung erhielt, mehr von den blei] Steinen zu schicken, die sich als Saphire erwis! hatten. Das kallowiher „Aufständischen - Grab- befdH Auf dem Wilhelmplotz in Kattowitz stand I heute noch der Sockel eines ehemaligen Denkmi Er trug in vorpolnischen Zeiten ein -Denkmal die deutschen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich I Als Kattowitz trotz seines Bekenntnisses zum Deuts tum vor 20 Jahren zu Polen gescklaaen Witt war es eine der Heldentaten der Aufständische das Denkmal zu sprengen. Da der massive Grcri sockel der Vernichtung widerstand, kamen die v®1 auf die Idee, den Rest des Kaiserdenkmals c" „Grab des unbekannten Aufständischen" zu en' ren. Run ist dieser schwarze unförmige Block t feittgt worden. Große lleberschwemmrmgen in Brasilien. Der seit einer Woche anhaltende Regen tyü Nord- und Ostbrasilien große Ueberschwemmuri» zur Folge gehabt. Besonders schwer hat die ®tc San Ios 6 zu leiden, die in der Mitte des Ueö< schwemmungsgebietes liegt Bis jetzt sind 51 zu beklagen. Ueber hundert Personen werden w mißt. bund hin und zeigte die wesentlichen Aufgaben du sozialpolitischen Arbeit des Reichsstudentenwerkes. Generalfeldmarschall Milch besichtigte zusamm-H mit dem Chef der OrdnungsPolizei, General Da» luege, die Hamburger Luftschutzein« richtungen und überzeugte sich von der Einsatz« bereitfchaft aller Luftschutzkräfte sowie von tot Zweckmäßigkeit der getroffenen Luftschutzmaßnch« men. Zahlreichen im Einsatz bewährten Angehini« gen der Luftfchutzeinrichtungen wurden Auszeich mmgen verliehen. , König Boris von Bulgarien nahm an einem Abendefsen teil, das Generalfetdmarschall List zu seinen Ehren gab. Bei dem Essen waren auch Prinz Cyrill und Mitglieder des königlichen Gefolge; anwesend. * Der italienische Generalstabschef General Cav^l lero hat in Tirana den sechs überlebenden Rol Kreuz-Schwestern des von den Engländer versenkten Lazarettschiffs „Po" die bronzer Tapferkeitsmedaille überreicht. Unter den ausgezm neten Schwestern befindet sich auch die Gräfin Edd C i a n o , die Tochter des Duc6. Dem Führer der norwegischen „Nasjona! Sar ling", Staatsrat Vidkun Quisling, bereitete in Nordische Verbindungsstelle in Berlin einen her,- lichen Empfang. Er 'wurde von ihrem Präsides als norwegischer Patriot und als Vorkämpfer für das neue Europa begrüßt. Quisling hob in seiner Erwiderung hervor, es sei das erstemal, daß fnit germanische Volker sich zu einer wirklichen ZusaD menarbeit gesunden haben. Bei einem Absturz über südafrikanischem find der englische Konteradmiral C. W. S) a iLb f a x sowie weitere neun Insassen eines Flugzeug ums Leben gekommen. Hallifax war der Oberft fthlshaber über die Schiffe der britischen Man« zur Verteidigung der Schiffahrtswege von Sv- afrita. Der Balkan des Fernen Ostens Von unserem O. K.-Korrespondenten. Rom, 30. März. (DNB.) Wie die Agenzia «Stefan i aus Belgrad meldet, haben die feindseligen Kundgebungen gegen italienische und deutsche Unternehmungen sich wiederholt. Demonstrationsgruppen wüteten besonders gegen deutsche und italienische Reisebüros, an deren Zerstörung sich sogar Soldaten in Uniform beteiligten, die Fenster emschlugen und Bücher mit ihren Seitengewehren zerstörten. Am deutschen Reisebüro wurde die chakenkreuzfohne heruntergerissen, ohne daß die Polizei dagegen ein- schrittt wurden von jugendlichen Elementen Flug- matter englischer Herkunft verteilt, in denen Deutschland beschimpft wird. Einzelne jüdische Geschäfte haben den Inhalt des Flugblattes, den als erste eine Freimaurer- und englandyörige Zeitung veröffentlicht hatte, als Plakat in ihrem Schaufenster angeschlagen. Der Direktor der „23 r e m e", Grs- goric, der in den letzten Wochen die Zusammen- arbeit Jugoslawiens mit den Achsenmächten begründet hat, ist von Militärs verhaftet und ins Ge- jängnis geschafft worden. Mit Gregoric wurden weitere, als deutschfreundlich bekannte Journalisten verhaftet. Die als deutschfeindlich und als eng- Üsches Propagandaorgan bekannte Wochenzeitung «S r b s k i G l a s", die wegen ihrer gegen die Kroaten und die Außenpolitik der Regierung gerichteten Schreibweise verboten worden war, ist am 27. März erneut erschienen. Sie veröffentlicht einen Aufruf der sog. jugoslawischen Front zur Verteidigung des Vaterlandes", welcher auch die Jugend- Abteilungen des „Serbischen Kulturbundes" (kenntlich am Tragen des Union Jack auf dem Rockaus- sihlag), des Bundes Serbischer Schwestern, des Belgrader Mittelschülerausschusses, der Belgrader Kaufmannsjugend u. a. angehören. Diese Vereinigung, die unter englischem Einfluß steht, hat eine „Entschließung gegen den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt" gefaßt. In Marburg a. d. Drau (Slowenien) fand eine tzeutsch-seindliche Kundgebung statt, die Hon zenttalistisch gesinnten Reaktionären organisiert war. Dabei wurde ein großer Quaderstein mit der Aufschrift „Deutschland" aufgestellt, den die Teilnehmer der Kundgebung anspuckten. Passanten, die sich an der Demonstration nicht beteiligten, wurden von bewaffneten Hilfspolizisten dazu gezwungen. Die sich weigerten, wurden verprügelt. Bei der Kundgebung wurden Handzettel mit der Aufschrift „Wir kämvsen mit England gegen Deutschland" Der- teilt Seit dem 29. März sind f äm tliche Grenzübergänge von der Steiermark nach Jugoslawien bis auf den Personenzugverkehr Marburg-Spielfeld von jugoslawischer Seite vollkom- men gesperrt. Glückwünsche aus London und LIGA. N e u y o r k, 30. Marz. (DNB.) Die amevibanirsche INS.-Agentur meldet aus Belgrad, in diplomatischen Kreisen ber jugoslawischen Hauptstadt fei man der Ansicht, daß der Druck von interessierter angelsächsischer «Seite Jugoslawien in eine äußerst gefährliche Lage bringen könnte. Die Gesandten Englands, Griechenlands und Amerikas^hätten dem Außenminister eine Glückwunschnote überreicht. Der englische König sandte an König Peter ein Glückwunschtelegramm mit seinen besten Wünschen. Reuter gibt m seinem Bericht über den Lebenslauf König Peters bekannt, daß ,cher hauptsächlichste B e 'eiter des jungen Königs sein eng l-i scher ^rzieher war, der ihn nicht nur aus Kautschuk, Zinn und anderen Rohmateriallen, die Niederländisch-Jndien nach den 23ereinigteii Staaten liefert, werden praktisch an Großbritannieir abgeliefert, das hiermit einen Teil seiner gewaltigen Rüstungsschulden an Nordamerika bezahlt. Die eingeborene Bevölkerung des Jnselreiches, dÄ mehr als siebzig Millionen Menschm zählt, ist mit dieser britischen Ausbeutungspolittk keineswegs eifr verstanden. Die Unruhen unter den führenden «Schichten der Eingeborenen nehmen ständig zu. Erst vor kurzem ist der javanische nattonalisttsche Abgeordnete Dr. T h a m r i n nach seiner Verhaftung torben. Dr. Douwes S e Mer, der alte Nation listenführer Javas, und viele seiner engsten Mi!- arbeitet sind hinter Kerkermauern gesetzt roorben, weil sie sich gegen die britische Politik wandte!?. Durch die Presse und den Rundfunk versuchen bit Kolonialbehörden unter britischem Einstuß beruh, gend auf die erregte «Stimmung der (Eingeborenen einzuwirken. Neutrale Beobachter der Lage im südlichen Paz„ fif bezeichnen die um Singapur kristallisierte britisch Gewaltherrschaft als morsch und bruchig. Groh, britannien suche hier, genau wie in allen übrigen Teilen feines Wettreiches, das Alte zu konservieren, überlebte Ideen zu verteidigen und mit Gewalt. Methoden alle Regungen der unterdrückten Völkir zu ersticken. Hinzu kommt, daß sich in diesem Raum brittsche und nordamerikanische Interessen enger als in irgendeinem anderen Teil der Welt berühren. Die Vereinigten Staaten sind für ihre Aufrüstum in erheblichem Maße abhängig vom Kautschuk ujiö von dem Zinn, das aus den Inselgruppen des M. lichen Pazifik kommt. Diese Tatsache unterstreich die Bedeutung, die auch die Vereinigte, Staaten der wirtschaftlichen und polittschen Ent» wicklung diefes Raumes beimessen. Eine deutlich Sprache sprechen die eifrigen Bemühungen bet USA., ihre Stützpunkte im südlichen Pazifik aus. zubau-n. Mit einem dumpfen Gefühl sehen britisch und nordamerikanische Sachverständige den fünf» gen Entwicklungen. entgegen, die beim Neuaufbau der Wett auch hier eine Neuregelung bringen müf. sen. Wie der Balkan seit altersher das Puloersoß Europas war, so ist heute Südostasien, das Gebirt des südlichen Pazifik, das „Land, wo der Pfefßr wächst", die Zeitbombe des Fernen Ostens. fand zur Zett weaen anderweMger Inanspruchnahme der einschlägigen Industrien nicht in großem « -------- v.-. -• „h ■ - frt$ Maße beraeftelU werden und für die doch in man- reits eine französische Mitarbeit am wirt- chen europäischen Ländern Interesse besteht. Den sckaftlichen Aufbau Europas abzuz^chnen d eganz Besuchern der deutschen Jndustrieausstelluna wird allgemein versorgungsmaßig zu begrüßen i^t und der gesamte Produktionsgang oorgeführt, so daß der französische Industrielle einen guten Ueberblick über das gewinnt, was erwartet wird. Bisher sind tunb 15 000 Einzelartikel im technischen Salon aus- i W r- Oberste B.efehlsh, Vorschlag des Dl nrterftiüj ■int nil i auch P? Aus dem Reich Hanna Reitsch. — im Alter von 67 Jahren. Londorf, Bersrod, Aliendorf (Lda.), Offenbach und Gießen. 1570 D 1569 D vierlieh Heeres, iaber der Wehrmacht «berbefehlshabers des und auf das era! W nbert englaii'i die brm n ausM Gräfin $ Gießen (Hammstraße 14), den 31. März 1941. Agaven! enroertts n an eifi all List! Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 1. April 1941 nachmittags 3 Uhr, statt. Ng. t auteiN'' | Am Samstag entschlief plötzlich und unerwartet unsere Hebe, herzensgute Großmutter, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Bliese Stadtler, geb. Burkhardt Das Staatsbegräbnis für Generaloberstabsarzt Professor Waldmann Die trauernden Hinterbliebenen: Die Enkelkinder Liselotte Gerhard und Erika Kretschmann und alle Angehörigen. oaupnchurüetter: Dr -Friedrich tßtibel* La»ge gteUbemetti Mt vauptitfinrtieiiro: Ernst Blsmschet». Beton toortti» fäx Soittii unb Süd«. Tr. Sri. W. Lange, für das Feuületoa: Tr. Hans Thyriot; Lr Stad? Qtefcen, Prvvtn-, Wirttchafr u. Sport: (irali Brumsche r . Druck anv t'enan vrühl.che thtfoeriltätibtutfetti SL Lange ft. G. Herioqsleiter: Dr.-^ng. tnch Hamann ifliueiflenLrter Havr Leck. ^TTF’tDortr!* kstr den ^nkml« d«^N'etoen: Theodor ftümme! $L3tr.S. tn<0‘ Das Ritterkreuz für tapferen Bataittonsführer. Berlin, 30. März. (DNB.) Der Führer Lleberweisung der Vierzehnjährigen in HI. und BdM. sjonal 6-i bereitete 1 einen W PrM rkämckl job in al, daß' ichen K-' tialtö LÄ Flugkapitän Hanna Reitsch, die Frau mit dem Eisernen Kreuz Von Kriegsberichter Georg Brütting. UND!j 'Ml ö len brirr. den für- Neua^ •Ingen ul Pulvrrij das (h der W ms. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei dem Heimgang unseres 1b. Entschlafenen Herrn Gottfried Leididi, Lehrer i. Ruhe sagen wir allen auf diesem Wege unseren allerherzlichsten Dank. Insbesondere Dank Herrn Pfarrer Heymann für seine trostreichen Worte und Herrn Bürgermeister Kneipp für seine liebevollen Worte und Kranzspende im Namen der Gemeinde. Besonderen Dank auch dem Gesangverein „Concordia** für seinen erhebenden Gesang und Kranzspende. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Matthes, geb. Leldlch Ludwig Matthes, Lehrer Emil Leldlch Evelyn Leldlch, geb. Louis Philipp Leldlch, Enkel. Leeheim, Detroit, den 28. März 1941. Lnd nach wenigen Sätzen beginnt sie zu erzählen: „Stell Dir nur vor, vorgestern ruft mich der Herr Reichsmarschall ganz unverhofft nach Berlin, empfängt mich und überreicht mir das goldene Flugzeugführer-Abzeichen der Luftwaffe mit Brillanten. Er hat es mir so- Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. April, um 14 Uhr, v auf dem Neuen Friedhof statt. 01150. Lelstungsaözeschen fm Segekflug, nun das Flugzeugführerabzeichen in Gold mit Brillanten und schließlich das Eiserne Kreuz durch den Führer persönlich. — Hanna, du hast recht, es ist wirklich der Höhepunkt!! Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Dr. Eckinger, Bataillonsführer in einem Schützen-Regiment. Beim Uebergang über die Maas bei Sedan gelang es ihm, durch Einsatz feiner schweren Waffen mehrere Bunker außer Gefecht zu fetzen. Seiner Energie und geschickten Führung im Verband der Stoßgruppe der Division war zum großen Teil der Durchbruch durch die Maginotlinie bei Sedan zu verdanken. Beim Vorstoß von Besancon auf Belfort zwang Berlin, 30. März. (DNB.) In allen Gauen des Großdeutschen Reiches ist am Sonntagvormit- tag auf Anweisung des Stellvertreters des Führers die feierliche Ue-berführung der Vier, zehnjährigen des Deutschen Jungvolkes und des Jungmädelbundes in die HI. und den B D M. vorgenommen worden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand eine vom Rundfunk aus der Hauptfeier in Berlin übertragene Ansprache des Reichsjugendführers Axmann. Der Feier wohnten Vertreter der Gauleitung und ihrer sämtlichen Gliederungen und angeschlossenen Verbände, der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes, der Polizei lund be$ Reichsluftschutzbundes bei. Führerwopte von Glauben und Bekenntnis zu Deutschland, umrahmt burch weihevolle Musik, sowie das gemeinsam gelungene Lied »Heilig Vaterland" leiteten zur An- jprache des Reichsjugendführers Axmann über. Er erinnerte die Jungen und Mädel jener Zeit, da ßiOgeboren wurden, einer Zeit der politischen 93er- crmung und Ohnmacht, und verwies auf den wunderbaren Wandel, der sich seitdem vollzogen habe. Gr zeigte die neuen Aufgaben in einer höheren Verantwortung für die kommenden Jahre, deren Erfüllung diese Jugend befähigen wird, lebenstüchtige Bürger des Dritten Reiches zu fein. Er wandte sich an die Jugendlichen, die in den nächsten Tagen in das Berufsleben eintreten und richtete an sie den Appell, sich bis ins hohe Alter hinein nützlich zu machen und dienend tätig zu sein. Es sei die Sendung der jungen Generation, sich nicht nur durch den guten Willen allein, sondern durch das tatsächliche Können auszuzeichnen. Die Arbeit sei gleichzeitig ein politischer Dienst am Volk. Er sagte: Ihr lebt in einer einmaligen Zeit. Aus ihrer Größe ergibt sich für Euch das Ausmaß Der Verpflichtung. Ihr entzündet Euch nicht nur in der Begeisterung an den heldischen Gestalten Der deutschen Geschichte, heute leben diese Helden mitten unter Euch. Es ist wieder der graue Frontsoldat, der schon einmal in den Schlachten des Weltkrieges stand, und es ist der junge nationalsozialistische Soldat, der sich tm Einsatz an der Front täglich bewährt. Es sind Eure eigenen Väter, Brüder und Ka- meraben. Aus sie könnt Ihr unermeßlich ftoh sein. Sie geben Euch das Beispiel und leben Euch die höchste Tugend vor: sein Leben zu opfern für Das Volk. Seid daher auch Ihr tapfer und mutig, wie sie es im Kampf um Eure Zukunft sind. Be- wahrt Ihr Euch dieselbe kämpferische Gesinnung, die nen sich senkten, legte Generaloberst Fromm den Kranz des Führers am Katafalk nieder. Dann wurde der Sarg auf eine bespannte Lafette gesetzt, Generalleutnant v. Ginkel eröffnete die Trauerparade. Hinter dem Musikkorps schritten die Fahnen, ein Bataillon und eine bespannte Batterie. Es folgte der Kranz des Führers. Dem Sarge voraus wurden die beiden Ordenskissen getragen. Hinter dem Sarg schritten die Generalität und die anderen Trauergäste. In der Höhe der Residenz wurde der Sarg von einer motorisierten Lafette übernommen, um durch ein motorisiertes Ehrengeleit zum Waldfriedhof gebracht zu werden. Während dort eine Ehrensalve gelöst wurde, senkte sich der Sarg in die Tiefe. Wehrmachtoberpfarrer Subaa- scher legte seiner Ansprache das Wort: „Treue um Treue" zugrunde, jene deutsche Treue, die der Verewigte gegenüber seinem Führer und Vaterland, seinem Beruf und seiner Familie bezeugt habe. Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Hanoiocher pries des Heimgegangenen Hingabe zur Wissenschaft, seine Liebe zum Arzttum und zur Menschheit, erinnerte an seine großen Leistungen im Frieden wie im Kriege. Unter den Klängen des Niederländischen Dankgebetes legte bann General der Artillerie W a ch e n f e l d den Kranz des Oberkommandos der Wehrmacht nieder. Es folgten die Kränze des Oberkommandos des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, des Stellvertreters des Führers und zahlreicher anderer führender Persönlichkeiten. ! zu>M meral j: chuhü der Eich ! von chtzmch' i AnA' n er bei der Säuberung von M o n t b e l i a n i nach zähem Häuserkamvf zwei französische Infanterie- regimenter und ein Artilleriereaiment zur lieber- gäbe. Er schuf so die Voraussetzung zur Einnahme der Festung Belfort, wo er beim Sturm auf die Forts sich selbst in der vordersten Linie beteiligte und als erster in das Fort La Miette eindrang. In den Vogesen stellte er als erster die Verbindung mit den vom Elsaß heranrückenden Infanteriedivisionen her. Ausreichender Hausratnach dem Kriege Um die Befriedigung des im Kriege angewachsenen und aufgestauten Bedarfs an Hausrat zu gewährleisten, hat der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau, Reichsleiter Dr. Ley, den Leiter des Reichsheimstättenamtes der DAF., Dr. Steinhäuser, mit der Durchführung vorbe- reitender Maßnahmen beauftragt, die der Sicherung einer mengenmäßig, qualitativ und kulturell ausreichenden Produktion deutschen Hausrats sowie der Regelung der Preise und des Absatzes nach dem Kriege dienen soll. Damit wird den verstärkten Eheschließungen, die zum großen Teil erst nach dem Kriege zu Haushaltsgründungen führen werden, die Gewähr gegeben, daß der große Bedarf an Hausrat in normalen Friedenszeiten voll gedeckt werden kann. Die zweite Säuglingstarte. Der Sonderbeauftragte für die Spinnstoffwirt- fchaft hat der Reichskleiderkarte für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr eine neue Form gegeben. Die „zweite Säuglingskarte" enthält 150 Be- zugsabfchnitte (Punkte), drei Bezugsrechte auf je 0,25 RM. Nähmittel (Sonderabschnitte 9—11), zwei Bezugsrechte auf je eine wasserdichte Unterlage in den Größen von 30 X 40 cm bzw. 60 X 80 (Son- derabschnitte 12 und 131 und vier weitere Sonder- abschnitte 14—17. die für den Bezug von Waren vorgesehen sind, die gegebenenfalls besonders bc- tanntaegeben werden. Die Bewertung der einzelnen Waren ist hoher als in der alten Karte, die nur 90 Bezugsabschnitte (Punkte) enthält. Trotz der höheren Warenbewertung kann die werdende Mutter mehr Waren einkaufen als bisher. Außerdem ist die Bezugscheinregelung für Bettwäsche und Bett- waren für Säuglinge verbessert worden. So kann für die Schlafdecke für Säuglinge, die bisher auf Punkte der Säuglingskarte gekauft werden mußte, nun auch ein Bezugschein erteilt werden. Die Zweite Säuglingskarte wird vom 1. April 1941 ab an werdende Mütter ausgegeben, sobald diese den fünften Monat der Schwangerschaft erreicht haben. Sie muß bei den Markenstellen von der werdenden Mutter beantragt werdens Das Dorliegen der Schwangerschaft ist durch eine Bescheinigung eines Arztes Arbeit, und ich war immer wieder erstaunt, wie ernsthaft unser Führer alle diese Fragen behandelt". Wofür Hanna Reitsch als erste Frau dieses Krieges das Eiserne Kreuz erhielt — im Weltkrieg wurde eine Rote-Kreuz-Schwester mit diesem Kriegsorden ausgezeichnet: Hanna Reitsch hat sich unter fortge» setztem Einsatz ihres Lebens besondere Verdienste um die Entwicklung von Luftwaffengerät erworben. Die Männer bom Bau können sich sehr wohl ihre Leistungen vorstellen. Aber diesmal auch nur zum Teil, da ihre Arbeit und Leistung über das Gebiet ihrer friedensmäßigen Tätigkeit hinausgeht. Davon zu berichten ist einer späteren Zeit vorbehalten. Heute können wir nur glauben, daß diese hohe Auszeichnung für eine Frau eine wohlverdiente war. Wir können heute nur d i e sportliche Hanna Reitsch in Erinnerung rufen. Geachtet als Pionierin des motorlosen Flugwesens in aller Welt, geschätzt und geehrt von allen Fliegern als der gute Kamerad. In Hirschberg im Riesengebirae wohnt der prat- bische Arzt Dr. Reitsch, 'der im Jahre 1931 oft den Leiter der benachbarten Segelflugschule ©runau als Gast bei sich hatte. Und das war Wolf H i r t h. So stieg denn eines Tages im Frühherbst 1932 die kleine Hanna mit ihm den Hageberg hinaus, setzte sich zum ersten Male in eine Schulmaschine und war von diesem Tage an ganz dem Segelflug, in den letzten Jahren dazu dem Motorflug, verschrieben. Im Winter 1932/33 folgte Hanna Reitsch ihrem Meister zum Hornbera in Württemberg und war dort bis zum Rhön-Wettbewerb als bisher einzige Frau Deutschlands Segelfl uglehre- rin. Im Wettbewerb flog Hanna Reitsch ganz ordentliche Leistungen. Anschließend, in dem Fliegerfilm „Rivalen der Luft", der auch in Rossitten — Ostpreußen — spielt, «fiel Hanna einmal das Wetter so gart, daß sie zehn Stunden in der Luft blieb und gar nicht recht bemerkte, daß sie einen Frauenweltrekord im Sauerfliegen aufgestellt hatte. Dm Frühjahr 1934 Mite sie zu den Teilnehmern der Seaelflug-Expedition nach Südamerika, wo sie sich als erste Frau das internationale Lei- stungsabzeichen erwarb und zu gleicher Zeit mit einer Hohe von 2200 Meter einen weiteren Weltrekord holte. Nach Deutschland zurückgekehrt, erwarb sie sich mit einem Streckenflug von 160 Kilometer schließlich noch den dritten Weltrekord für Frauen. Diesen verbesserte sie 1936 auf 200 Kilometer und im internationalen Segelflugwettbewerb auf der Wasserkuppe im Juli 1937 mit einem Flug nach Hamburg auf 351 Kilometer. Daneben war Hanna immer wieder im R h ö n - W e tt b e w e r b zu finden. Nie aber ist sie für lange Zeit in Darmstadt, denn immer wieder wurde Hanna zu Expe- schließlich begeisterte sie in den Vereinigten Staaten für den motorlosen Flug. Mit dem „Sperber Junior" hat sie ihre über- raaenben Segelflugleistungen aufgestellt. Noch berühmter aber wurde sie mit der Kunstflugmchchine des Segelfluges, die sie erstmals 1935 in München flog. In wahnsinniger Fahrt drehte sie Loopings und erstmals im Segelflug auch Loopings nach vorn, machte Männchen und Turns, über dem Boden nochmals Loopings und Rollen, Steilkurven und was man sich sonst noch alles in der Beherrschung eines Segelflugzeuges denken kann. In den letzten Jahren zog sie sich mehr und mehr vom Sport zurück zur Erprobung und Erforschung, zur Konsttuktion und Wissenschaft. Und in diesem Gebiet hatte Hanna Leistungen vollbracht, die selbst ihre männlichen Fliegerkameraden zu höchster Achtung zwangen. Sie kennt keine Starallüren, Weltrekordmanieren, trotz all der zahlreichen Ehrungen, die ihr zuteil wurden. 1938 verlieh ihr der Reichsmarschall Hermann Göring als bisher einziger Frau das Flugzeugführerabzeichen der deutschen Luftwaffe. Als erste Frau besitzt sie das internationale yar in einer Extraausführung, etwas kleiner an» ertigen lassen. Nach längerer Unterhaltung über alle Gebiete meiner Tätigkeit wurde ich dann leftem zu unserem Führer in die Reichs. 1 anglet gerufen. Er empfing mich allein und überreichte mir — ich war ganz weg — das siferne Kreuz. Kurz darauf kam der Herr Reichsmarschall dazu, und nun unterhielt sich Der Führer noch etwa 15 bis 20 Minuten mit mir. 5s war geradezu phantastisch, so überwältigend. Ls war wirklich der Höhepunkt. Ich begreife es selber noch nicht. Links neben mir faß her Führer unb rechts der Herr Reichsmarschall. Wir haben iber vieles gesprochen, lieber alle Probleme meiner^ 1 acht *“ male. '.i en SL» ritt fOODyl Heute nachmittag 18 Uhr entschlief nach schwerem mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Otto Bötz, Schmiedemeister im 86. Lebensjahr. Im Namen aller Trauernden: Elisabeth Bötz, geb. Koch und Kinder. ^5 ,y •Ihino „ skn % 1 wort- «W 1u W M es Ke nw kotige leiben, »er,,1 W'ch un1 «Msche Wächter I Dabei ■in: Fr ckn NU vgehö' Mrmt -er „T Nm. Knzeck p uror ßb Rb N Er" pft Uie h Er# p Vh [Nno hli ft er [Mi N Mal IM t L? >hn pte. ,0' Skizzen aus den Ursprungsländern der *R6<-Tabake ! iiilt Hr.Z6 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Vderhessen) Montag. Zi. Marz 1941 Aus -er Sta-1 Gießen. Heilge Ordnung . .. Schiller nennt die Ordnung eine „segensreiche Himmelstochter". Leider versäumte es diese himm- jjsche Schöne, zu manchen Menschen herabzusteigen inb chren Segen walten zu lassen! Und so gibt es Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts, die zehn- nol am Tage ihren Schlüsselbund oder ihren Geldbeutel suchen, jedesmal ebenso ärgerlich und ver- weifelt. und doch gewöhnen sie sich nicht an, jedes Ding an seinen Platz zu legen. Mit dem guten Gedächtnis allein, das man bekanntlich haben muß, venn man unordentlich ist, ist es eben doch nicht xetan. Leider wird auch in der Erziehung oft versäumt, 5 le Kinder an Ordnung zu gewöhnen und sie dazu :nzuleiten. Mit Schrecken sah ich vor kurzem in flner Schule, was alles verloren und liegengelassen oirb. Da waren außer Heften, Büchern, Aeichen- :erät, Taschentüchern und Geldtäschchen auch Mäntel iinb Mützen! Und nicht nur. daß es vergessen und : erkoren wurde, es wird noch nicht einmal abgeholt! verdunkelungszeii 31. März von 19.54 bis 7.01 Uhr. Die mancher ärgerliche Verlust, wieviel Zeit für ^nötiges Suchen könnte unseren Kindern erspart ‘leiben, wenn wir sie zur Ordnung erzögen! Der Lehrer, der ein unordentliches Kind zehnmal schreien läßt: „Lerne Ordnung, liebe sie, sie erspart dir Zeit und Müh'!" t gewiß zu loben. Wie wichtig die Ordnung im menschlichen Leben 1 zeigt uns die große Zahl von Sprüchen, die sarauf Bezug haben: „Die Unordnung ist ein kostbarer Hausgenosse", trgt ein Sprichwort, „Ordnung ist das halbe Leben", irgt ein anderes. Und nun wollen wir noch hören, was unsre großen Geister zu der so wichtigen Ordnung sagen: „Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen!" (Goethe); Der Weg der Ordnung, ging er auch durch Strünv nen, es ist kein Umweg" (Schiller); „Ordnung führet ii allen Tugenden!" (Gg. Ehr. Lichtenberg); „Wären rir von Kindheit an gewohnt, unsere Umgebung zu tner freuickllichen Ordnung zu gestalten, so würde uch unser Inneres diese Ordnung durch eine har- ronische Stimmung der Seele abspiegeln" (E. V. feuchtersleben). Dabei fällt mir ein Bild eines bekannten Zeichners in: Fußboden und Möbelstücke sind bedeckt mit dien nur erdenklichen Gegenständen, die dort nicht hngehören, am Schreibtisch aber, der ebenso voll- g türmt ist, sitzt ein Mann, der ein Buch schreibt ß»er „Die Ordnung als Grundprinzip des Kosmos"! St. Sornofhen. Stadttheaker Gießen. Am heutigen Montag veranstaltet der Gießener Konzertring 1941 sein 11. Konzert. Solist ist Karl« nlert Streiten (Klavier), Dirigent Otto Söllner. tar Aufführung kommen: Franz Liszt: „Totentanz" Adlist: Starfrob. Streiten); Hans Pfitzner: Ouvertüre z: .^täthchen von Heilbronn" Werk 17 (Erstaufführung); Richard Strauß: Burleske in D-molll (Solist kirlrob. Kreiten jErstaufführungj) und die Siebente kmphonie in C-dur von Franz Schubert. Es spielt ks Städtische Orchester Gießen. Mietkonzert truppe B Nr. 5. Tagevkalender für Montag. Gießener Konzertring: 19.30 Uhr Orchester-Kon- |rt im Stadttheater. — Gloria-Pala.st, Seltersweg: Oer laufende Berg". — Lichtspielhaus, Bahnhof« haße: „Der Kreuzweg einer Mutter". — Oberhcssi- h»er Kunstverein urib Winterhilfswerk: 17 bis 19 hr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Ortszeit für den 1. April. «Sonnenaufgang 7.02 Uhr Sonnenuntergang 20.58 Eir. — Mondaufgang 9.07 Uhr, Monduntergang 015 Uhr. _____________________ tleberweisung der Vierzehnjährigen in die HZ. Die Ueberweisung der 14jährigen Pimpfe und Jungmädel in die HI. und in den BDM., die in diesem Jahre am gestrigen Sonntag in der Aula der Universität oorgenommen wurde, erfolgte in einem sehr feierlichen und eindrucksvollen Rahmen. Neben den Eltern der Jungen und Mädel wohnten der Feierstunde die Ortsgruppenleiter der Partei, die Führer der Kampfverbände sowie Ehrengäste der Wehrmacht und des Staates bei. Ein Fanfarenruf kündete das Kommen des Kreisleiters Backhaus an, in dessen Begleitung sich der SA.-Brigadeführer Schwarz und Bannführer T a e s l e r befanden. Der Beauftragte des Standortes, Hauptgefolgschaftsführer Ruppel, meldete dem Kreisleiter die zur Ueberweisungsfeier angetretene Jugend. Hierauf folgte unter den Klängen eines Fanfarenmarsches mit Kesselpauken der Einmarsch der Jugend. Eine Festmusik von Händel, das Lied „Nun laßt die Fahnen wehen" und die von der Sing- und Spielschar der HI. vorgetragene Liedkantate „Ihr rufenden Fanfaren" von Hans Baumann gaben der Feierstunde die festliche Einleitung. Bannführer Taesler verabschiedete dann die Vierzehnjährigen mit einer Ansprache, in der er u. a. sagte: Mit dem heutigen Tage findet für euch der erste Lebensabschnitt in der Bewegung Adolf Hitlers seinen Abschluß. Mit 10 Jahren seid ihr aus dem Kreis der Familie in die große Gemeinschaft der Jugend eingetreten. Gesetze dieser Gemeinschaft bestimmen nunmehr euer Leben. Ihr habt alle die Gemeinschaft und Kameradschaft gefühlt, die Gemeinschaft der Jugend, die ohne Unterschied von Klassen und .Ständen oder Konfessionen die ganze deutsche Jugend vereint und sie alles Trennende vergessen läßt. Als symbolisches Zeichen dieser Einheit der Jugend seid ihr, die gesamte Jugend des Verpflichtungsjahrganges Gießen, hier vereint, um die Vollendung eines bedeutsamen Lebensabschnittes feierlich zu begehen, der eure erste Jugendzeit beendet, dessen größte und entscheidendste Bedeutung darin liegt, daß ihr nach vierjährigem Dienst nunmehr für würdig befunden seid, in der HI. verpflichtet zu werden. Eure Zugehörigkeit zur Jugend des Führers, die ihr euch durch vier Jahre langes Dienen durch die Tat erworben habt, findet durch die feierliche Verpflichtung ihre sichtbare Anerkennung und Würdigung. In dem Liede der Jugend drückt sich schon die Verpflichtung für euer kommendes Leben aus. Ihre Zustimmung zu diesen Worten gab die Jugend mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes der Jugend. Jungstammführer Kuhl meldete bann dem Beauftragten des Standortes Gießen, Haupt- gefolgschaftsführer Ruppel, die Jungen und Mädel, der ihre Verpflichtung vornahm. Die Ouvertüre zur Festmusik in B-dur von Händel leitete über zur Ansprache des Kreisleiters Backhaus, der daran erinnerte, daß in dieser Feierstunde sich Jungens und Mädels in der gleichen Weise verpflichten, wie es in jedem Jahre vorher die Jugend vor ihnen getan habe. Diese Ueberweisungsfeier bedeute, daß ein neuer Jahrgang in die Schaffens- gemeinschaft des deutschen Volkes eintrete. Das Leben bedeute Kampf, und wenn eine Aufgabe er» füllt sei, so gelte die ganze Kraft der neuen Aufgabe; denn wie der einzelne Mensch, so habe auch das Volk einen immerwährenden Kampf durchzu- führen, und die Aufgaben würden nie aufhören. In diesem Einsatz für das Volk müsse sich die Jugend die alten Kämpfer der Bewegung zum Vorbild nehmen. Wie diese in einer hoffnungslosen Zeit nur im Glauben an den Führer ihren Kampf durchgeführt hätten, so müsse der deutsche Mensch zu allen Zeiten bedingungslos und gläubig , hinter dem Führer stehen und zu ihm aufschauen. Der Kreisleiter schilderte dann die Verhältnisse, wie sie früher waren, und sagte der Jugend, daß der Führer ihr wieder neue Hoffnung und das Recht auf Arbeit wiedergegeben habe. Die Jugend dürfe daher nie vergessen, daß der Führer ihr den größten Dienst erwiesen habe. Sie dürfe stolz fein, die Jugend des Führers genannt zu werden, und habe sich dessen mit vollem Einsatz ihrer Kräfte würdig zu erweisen. Das Volk brauche auch die kleinen Kräfte eines jungen Menschen. Es komme nur darauf an, daß der einzelne sich in der Karne- rad schatt bewähre und sich in den Dienst der Ge- meinschaft stelle. Gerade in der gegenwärtigen Zeit schaue das Volk auf seine Jugend, die in der welt- bewegenden Auseinandersetzung der jungen Völker gegen eine altgewordene Welt, wie sie der Kreis- (eiter eingehend schilderte, sich einzureihen habe in die große Front des Volkes, die sich innerlich bar» auf vorzubereiten unb zu bewähren habe, damit sie einmal die Fahne der Bewegung aufnehmen unb in eine neue, glücklichere Zukunft unseres Volkes tragen könne. Die Jugend von heute trage die Verantwortung für das Reich der Deutschen von morgen unb dafür müsse sie sich ernstlich vorbereiten. Mit dem Treugelöbnis zum Führer unb den Liedern der Nation schloß bann die Feierstunde. H'fteneliiM M Kraft ömffi W Achtung! Briefmarkensammler! Am Dienstag, dem 1. April. 20 Uhr, findet in Gießen, „Württemberger Hof", Bahnhofstraße 15, eine öffentliche Tagung der NSG. „Kraft durch Freude — Briefmarkensammelgruppe — statt. Alle Sammler, die sich bereits angemefbet oder Verbindung mit dem Kreis-, Gau- oder Reichsfammlerwart ausgenommen haben, sowie Freunde und Gäste werden zu dieser Besprechung eingeladen. 1561D Gtfriger Einsatz für das Kriegs-WHW. Die letzte Straßensammlung für dar Kriegs-Win- terhilsswerk 1940/41 wurde am Samstag unb am gestrigen Sonntag von den Sammlern unb Sammlerinnen der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt. Ueberall waren sie mit größter Einsatzfreudigkeit bei der Erfüllung ihrer Aufaabe. Die schönen Abzeichen fanden allenthalben flotten Absatz, so daß schon am Samstagabend der größte Teil verkauft war unb der Rest am Sonntag auch noch bereitwillige Käufer fand. Eine Reihe von Sonderveran- ftaltungen half in wirksamer Weise mit zu dem starken Erfolg der Sammlung. Dabei hatte sich auch ber Musikzug der SA.-Standartt 116 unter Leitung von Obersturmführer Herrmann mit einem Konzert wieder in den Dienst der guten Sache gestellt. 50 Lahre im Dienst der Stadt Gießen. Am 1. Avril d. I. kann der Hauptkassierer der Stadtkasie, Derwaltungs-Obersekretär August Eger, auf eine 50jährige Tätigkeit im Dienste der Stadt Gießen zurückblicken. Der Arbeitsjubilar trat am 1. April 1891 nach feiner Schulentlassung bei der Stadt als Bürolehrling ein und wurde nach zwei Jahren zum Gas- und Wasserwerk versetzt. Bei dieser Dienststelle wurde er am 1. April 1901 als Beamter eingestellt. Im Oktober 1910 übernahm er den Dienst bei der Stadtkasse und war hier bis zum Sabre 1922 Gelderheber der Steuerkasse. Seit dieser Zeit versieht Obersekretär Eger^mtt größter Treue unb Sicherheit das verantwortungsvolle und arbeitsreiche Amt des Hauptkaffierers der Stadtkasie. Dem Arbeitsjubilar wurde ein persönliches Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters überreicht und verschiedene Ehrungen von seinen Arbeitskameraden zuteil. Giehen-Mein-kinden. Im neuen Schulhcn.^ fand am Samstagabend m Gegenwart der Vertretung der Partei unb bet Eltern die SchuleMafftin-gsfeier der an Ostern zur Entlassung kommenden 31 Kinder, 12 Knaben und 19 Mädchen, statt. Schulleiter Möller als Klassenlehrer sprach zu den Kindern von der rechten H NEDA-SCHLANKÄ - ET' Freiheit, die zur freiwilligen Pflichterfüllung im Leben und Beruf führen müsse. An Hand der vier Richtungszeiger „Seid fleißig", „liebt Treue", „Bleibt redlich unb ehrlich' unb „Seid banfbar" gab der Klassenlehrer gute Ratschläae mit ins Leben. Dichtersprüche, von den Entlassenen selbst ausge- wählt, Daterlandslicber und Gedichte gaben der Feier eine stilvolle Umrahmung. Jedem Schüler wurde unter Handschlag ein Ennnerungsblatt mit den Unterschriften des Oberbürgermeisters und des Ortsgruppenleiters der NSDAP, ausgehändigt. Zum Schluß der ernsten Feierstunde beglückwünschte Pg. Valentin Kehl als Vertreter der Ortsgruppe Mein-Linden die zur Enllasiuna kommenden Kin- der und ermahnte sie, in dem Kampf des Lebens, der nun an sie herantrete, sich den Leistungen ihrer Väter, die draußen als Soldaten ihre Pflichten er* füllten, würdig zu zeigen. Er schloß mit dem Treugelöbnis zu Führer und Volk die Feier. Die Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft hatte ihre Mitglieder am Samstagabend in die Mrtschaft „Zum deutschen Hof" zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats Wilhelm D o l k m a n n begrüßte die gut besuchte Versammlung, besonders den Vertreter der Ortsgruppe der NSDAP., Orts- bauernführer Pg. Heinrich Bechtold. Den Geschäftsbericht erstattete der Direktor der Genossenschaft Heinrich Weigel. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf über 33 000 RM. Die Mitglieder zahl beträgt 62, wie im Jahre vorher. Genojsenschasts- rechner und Lagerhalter Ludwig Jung XVL gab den Kassenbericht. Die Rechnung schloß mit einem Reingewinn von 129 RM. Nachdem die Kasienfüh- rung geprüft und für richtig befunden war, fand sie die Genehmigung der Versammlung, so baß dem Vorstand Entlastung erteilt werden formte. Der satzungsgemäß ausscheidende Direktor Heinrich Weigel wurde wieder in fein Amt berufen. Für den ausscheidenden ersten Vorsitzenden des Aufsichtsrats Karl Hinterlang I. wurde Mitglied Heinrich Bechtold neu gewählt. Pa. Heinrich Bechtold dankte dem wegen feines Alters zurück getretenen seitherigen Äu fsi chi §r cttsv o rfi tzenden Karl Hinte rlan g I. für seine in Treue geleisteten Dienste an der «Genossenschaft und schloß bann die Versammlung in üblicher Weife. Spar- und Narlehnakaffe eSmbS. Sießen-Wieseck. Am Samstagabend fand bei Gastwirtin Phllipp Walter Wwe. die diesjährige Generalversammlung der Spar- und Darlehnskasse Gießen-Wieseck statt. Nach- dem der Vorsitzende der Verstorbenen des letzten Jahres, besonders des Rechners Werner, gedacht hatte, erstattete er den Geschäftsbericht, dem wir folgendes entnehmen: Auch bas Jahr 1940 brachte der Kasie eine weitere erfreuliche Aufwärtsentwicklung. Der Gesamtumsatz stieg um 143 000 RM. unb betrug 2 942 274 RM. auf einer Seite des Hauptbuches. Der Bargeldumsatz betrug 1584 000 RM. Besonders steigerten sich die Spareinlagen. Sie betrugen in 1939 270 22 RM., und erreichten in 1940 421 713 RM., also eine Steigerung um 151 691 RM. = 60 v. H. Diese sehr erfreuliche Erscheinung setzte sich auch im jetzt abgelaufenen Vierteljahr fort. Di« Guthaben in laufender Rechnung stiegen um 19 768 NM. unb betrugen insgesamt 83 889 RM., so daß bie Gesamteinlagen über 500 000 RM. betragen. Die Jahresrechnung und Bilanz, die auf beiden Seiten 548 908 RM. aufweist, wurde von der Generalversammlung genehmigt. Don dem Reingewinn, der 1879,49 NM. beträgt, werden 4 v. H. Dividende verteilt, der verbleibende Rest wird den Reserven zugeführt. Dem Vorstand und Auftichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Ersatzwahlen für Vorstand unb Aufsichtsrat ergaben bie Wiederwahl von Karl D ö l z e l V., Gustav Seibert I. und Karl Krei» l i n g !., während Heinrich D e ch I. neu in den Aust sichksrat gewählt wurde. Nachdem vom Vorsitzenden noch weitere Zinssenkungen bekanntgegeben waren. Schwester Monika. Von Willi Fehse. „So", sagte der Flieger, „nun ist es so weit, ,6f)toefter Monika, llebermorgen bin ich wieder an te Front bei meinen Kameraden ..." Die junge Schwester, unter deren weißgesteifter fr ube das weizenblonde Haar hervorquoll, setzte te Reagenzglas, bas sie eben noch prüfend gegen di-' Sonne gehalten hatte, auf den Tisch und strich nit der Hand an ihrer Schürze herunter. «Sie haben's geschafft", erwiderte sie. „Der Ober- dcbsarzt hat Ihrem Drängen nachgegeben. In der letten Zeit gefiel's Ihnen ja auch nicht mehr bei . Sie lächelte, eigentümlich fern und dunkel. Der Soldat wich dem Blick aus, in den sie ihn N zwingen versuchte. Während er mit ihr sprach, rt* geh seine Gedanken ihren Weg für sich ... Ha, er sehnte sich schon lange nach seinen metal- fer*n Vögeln, aber die letzten vierzehn Tage im ^Barett waren ihm zur Qual geworden. Fast ein ^rteljahr hatte er hier gelegen. Das liebe, Helle Mcht vor ihm war das erste gewesen, das sich il -r ihn neigte, als er nach der schweren Operation Machte. „Sie kommen durch", hatte es geflüstert, £ie kommen durch ..." So ging es in ferne uiume ein und stärkte fein Herz mit heimlichem rs»en ... Alle Gesichter erhellten sich unter Schwester Anitas Worten. Gewiß, sie hatte für jeden auf ter Station ein Lachen. Aber niemals klang es -etlicher, als wenn sie sich auf die Kante seines letztes fetzte, um eins von den neckenden Wortge- tcten zu beginnen, die sie oft miteinander fuhr- ü ... Niemals klang es herzlicher? Einbildungen. Hilbungen, wie er jetzt wußte. Doch damals be» Ürften ihn diese Einbildungen, damals, als er ihr & Laune und Uebermut den Granatsplitter -mkte, den man ihm aus der Brust entfernte. Er tiirte feine Sehnsucht mit diesen Einbildungen ■Mi hielt fest daran, bis er Schwester Monika jungst y einem der Spaziergänge, die er, fast genesen, Moernahm, in der Stadt am Arm eines jungen ^nnes erblickte ... , „ . ... fuhr zusammen. „Aber Sie torenja aar mcht ityr zu", sagte Schwester Monika plötzlich und fcelie ihn an ber Schulter. „Sie träumen lunger >r*9etl Jetzt geben mir sogar schon Ähre Sedanlen aus dem Weg, wie? ... Nein", fuhr sie fort, „streiten Sie das nicht ab! Sie sind mir neulich auch ausgewichen. Ich sah Sie in der Stadt und wollte Sie gern mit meinem Bruder bekanntmachen. Weiß Gott, was in Sie gefahren war! Sie sahen stur zur Sette. Sie wollten nichts hören. Die waren ..." „Mit Ihrem Bruder, Schwester Monika?" unterbrach sie der Flieger. „Der junge Mann war Ihr Bruder?" Er schlug sich mit der Hand vor die Stirn. „Freilich", entgegnete sie stolz. „Sieht er nicht gut aus? Er besuchte mich für ein paar Stunden. Er ist Soldat geworden, der Heir^z ... Aber was machen Sie denn für ein verdutztes Gesicht, Mann", verwunderte sie sich und brach in Lachen aus, in ein perlendes, silbriges Geläut von Lachen. „Monika", rief der Flieger, „lachen Sie ruhig über mich! Ich habe es verdient. Aber fragen muß ich Sie jetzt etwas, bevor ich fahre. Etwas sehr, sehr Wichtiges, das ich schon lange gefragt hätte, Monika, wenn ich nicht ..." Schwester Monika legte ihm die Hand auf den Mund. Eine dunkle Röte ergoß sich über ihr Gesicht, in dem nun ein freundlicher Ernst stand. Sie deutete auf die medizinischen Geräte, die das Labor erfüllten unb mit denen sie vorhin beschäftigt gewesen war, und der Soldat verstand, was sie meinte. „Unb später, Monika?" beharrte er mit klopfendem Herzen. Sie hielt ihm ein gezacktes Stück Metall hin. „Kennen Sie bas noch?" fragte sie. „Der Granatsplitter", sagte der Flieger. „Sie haben sich aufgehoben, was ich Ihnen im lieber» mut ..." „Ich werde ihn immer aufheben", sagte sie schnell. Leise fügte sie hinzu: „Man hat ftüher bie Herzen mit anberm Metall zusammengefchmiebet. Sie verstehen mich boch, mein Freund? Es soll mir nicht weniger bedeuten, wenn Sie wollen ..." Unb in einer raschen Regung umarmte sie den Flieger, gab ihm einen Kuß und geleitete ihn an die Tür. Während er bann leuchtenden Gesichts das Lazarett verließ, um sich zum Bahnhof zu begeben, ging Schwester Monika langsam an ihren Arbeitstisch zurück und blickte in bie kristallisierende Lösung des Reagenzglases, das sie vorhin beiseite gestellt hatte, — bis sich ihre Augen verdunkelten. Gießener Stadttheater. 9. Morgenveranstaltung: „Die stumme Schönheit". Johann Elias, als ältester von drei Brüdern Schlegel 1718 zu Meißen geboren, in Schul- pforta erzogen, im Geburtsjahre Goethes, erst einunddreißig Jahre alt, 1749 als Professor der Politik unb des Staatsrechtes in Dänemark gestorben, war der Onkel der berühmteren Romantiker August Wilhelm und Friedrich und gehörte als Dramatiker dem Kreise der sogenannten Bremer Beiträger an, zu dessen Mitgliedern u. a. der Fabeldichter Gellert zählte. Dieser altere Schlegel, der heute fast nur noch in der Literaturgeschichte seinen Platz und seinen Namen hat, wurde von den großen Deutschen des 18, Jahrhunderts sehr hoch geschätzt. Herder rühmte seine reiche Einbildungskraft und seinen schöpferischen Geist; Schiller nannte ihn „einen der geistreichsten Dichter unseres Vaterlandes"; Lessing, von dem allerdings auch kritische Aeußerungen über Johann Elias Schlegel überliefert sind, sagte von ihm: „Sr starb eben, da seine Landsleute auf ihn stolz zu werden anfingen." Der junge Goethe und seine Schwester Cornelia spielten die Haupttollen des Schauspiels „Kanut" in einer Frankfurter Liebhaberaufführung. Trotz der kurzen Lebensspanne, die Schlegel zu- gemeßen war, hat er eine ganze Reihe von Trauerspielen und Lustspielen geschrieben, in denen man den französischen Einfluß (Moliere und Destouches) schon früh erkannte; zwei feiner vergleichsweise bekanntesten heiteren Stücke erschienen in den „Beiträgen zum dänischen Theater": „Der Triumph der guten Frauen", von Lessing bie „beste deutsche Komödie" genannt, unb „Die stumme Schönheit", ein Einakter in gereimten Alexandrinern, ursprünglich unter dem Titel „Die Bildsäule", Komödie dcr Mutterliebe ober vielmehr der maßlosen mütterlichen Ettelkett, Geschichte eines versuchten Erb- schafts- unb mißglückten Heiratsschwinbels: eine Witwe vertauscht ihre Pflegetochter mit der leiblichen Tochter, um dieser eine Erbschaft zuzuschan- zen, welche jener zukommt; der Schwindel wird aber entdeckt, und das Stück endet friedlich unb lust- spielgerecht mit zwei verlobten Paaren. — ♦ Die Ausführung, die eigentlich bie Gießener Woche für Kunst und Literatur hatte beschließen sollen unb wegen Erkrankung im Personal abgesetzt werden mußte, wurde von Herrn Gerhard Reuter in einer geräumigen unb geschmackvollen Dekoration von Herrn Löffler in o?,ene gesetzt: sie traf den Theaterstil des 18. Jahrhunderts unb war nicht ungeschickt bemüht, den steifen Alexandriner in eine» möglichst zwanglosen bürgerlichen Dialog aufzulösen. Waltraut Goettke war „Richards vorgegebene Tochter" Charlotte, eine hübsche, aber einfältige Rokokopuppe, blond unb blau, lächelnd, knicksend und stumm. Luise Prasser, „der Frau Praatger» üorgegebene Tochter" Leonore, war in jeder Weise bas Gegendild: schlicht, anmutig unb oerstänbig. Hella Henzky spielte mit bürgerlich-behäbiger Geschäftigkeit die kupplerische Witwe. Herr Brunn war der junge, halb verlegene, halb eigensinnige Freier Jungwitz, Herr ßap orte der biedere, alte Landrnann Richard, Herr Reuter der Philosoph Lakonius, der seinem Namen Ehre macht. Anneliese Garbe als munteres Hausmädchen und Herr Seitz (Bedienter) rundeten bas Ensemble. — ♦ Die Zuschauer fanden sich schnell erhettert tm fremden Vers unb Kostüm zurecht, als sie merkten, wie es gemeint war unb was hier gespielt wurde. — Freundlicher Beifall. Hans Thyriot. Oer Heiratskasten. Eine nicht alltägliche HeiratsvarmitÜuna ist m der japanischen Stadt Koriyama, m der Präfektur Nara, ausgemacht worden. In dem Wunsche einet frühen Eheschließung zu dienen, hat der Leiter einer Hochschule für Mädchen sich kurz entschloßen, selbst an die Spitze eines Heiratsbüros dieser Hochschule gestellt. Er will dazu beitragen, seine Studentinnen so früh wie möglich unter die Haube zu bringen. Wesentliche Mithilfe bei diesem Bemühen soll ein „Heiratskasten" leisten, der am Eingangstor auf Hochschule angebracht ist. Die Bewerber, die sich eine Ehefrau aus den Reihen der Hochschülerinnen wünschen, legen das für die Beurteilung ihrer Per^ son nötige Material, eine Photographie, ein polizeiliches Führungszeugnis, eine ärztliche Gesundheitsbescheinigung und Angaben zur Person, in diesem Kasten nieder. Andererseits melden sich die zur frühen Ehe geneigten Studentinnen auf dem Heiratsbüro der Hochschule. Nach forgfältiger Prüfung werden dann die für geeignet gehaltenen beiden Parteien miteinander bekannt gemacht. bis 9 Jl.-Sport g«- Deutscher Lurnfieg mit 229,75:226,60 p ür aus purem Egoismus für dich haben willst! Ans Berechnung! Aus Ehrgeiz!" seinem Dache leben wollten. so steht... Kann ich alles verstehen. Es ist wirklich ein bißchen schief. Sie will also nicht?" „Noch hat sie nicht .nein* gesagt, sie will sich's abzustellen pflegte. Tie wartete aus ihn, bis er zurückkam, und lieh sich den Jungen von ihm abnehmen. Sie hatten« nicht mehr wett bis zum Hause. Peter lachte Plötz« wie?" „Morgen habe ich ihren Bescheid, und übermorgen kommen wir mit Sack und Pack und Kind und Kegel angezogen!" ________________________ zwischen den Händen, als er sich niedersetzte. Ein wunderliches Gefühl der Rührung war in seinem Herzen, als er mit dem Handschuh spielte. Wie winzig er war und glaubte noch die Berührung der kleinen Hand an seiner Wange zu spüren. Er begriff, daß er sich todunglücklich und jammervoll verlassen in diesem stillen Haus vorkommen würde, wenn Charlotte und Jockele nicht unter zehn Tagen vorstelle?" „Erzählen Sie ruhig!" „Ich habe den ganzen Tag gearbeitet, bin unktt> aufzugehen ins Haus.. (Fortsetzung folgt) überlegen." „Aber das ist bloß so eine Höflichkeitssache?" ,Zch glaube nicht. Ich für mein Teil bin überzeugt, daß sie noch ,|a‘ sagen wird Sie muß! Und wenn ich sie windelweich reden soll, wenn ich ihr stunden- und tagelang in den Ohren liegen muß — ich will sie hier haben?" Ein« lange Pause Dann Hanne: Du, Peter, fag mal, warum liegt d i r eigentlich so viel an ihr? „Na, zum Donnerwetter, ich habe dir doch von dem Preisausschreiben erzählt, das ihr alter Herr veranstalten will." ,Zas finke ich gemein." „Das Preisausschreiben?" fragte Peter zurück, obwohl er genau wußte, was der andere meinte. „Unsinn! Sondern daß du sie gewissermaßen so „Fräulein Mathesius denkt auch hauptsächlich an ihre Leute in Oschnitz, verstehst du? Wenn die nun mal erfahren, wo und bei wem sie in Berlin gelandet ist? Es wäre anrüchig, sie hätte sich gesellschaftlich unmöglich gemacht. Ihr Vater ist immerhin ein großer Mann, ein Repräsentant des deutschen Wirtschaftslebens, nicht wahr, und seine Tochter ist — Aufwartefrau bei zwei knusprigen Junggesellen. Komische Lage, wie?" zusammen..." „Na, kurz und gut, du liebst sie?" Peter zuckte fast ein wenig zusammen bei dieser direkten Frage. „Lieben...?" fragte er nachdenklich. „Ja, soll man denn dazu Liebe< sagen? Ich weiß es nicht! Zur Liebe gehören immer zwei, und bisher hat sie mir noch keinen einzigen Beweis ihrer Liebe gegeben." „Wirklich nicht?" Das klang äußerst interessiert Peter überhörte Die Ergebnisse des KußballsonntagS. Watzenborn-Steinberg — Wetzlar 05 2:1 1900 — VfL. Marburg 0:0 Sportfreund« Wetzlar — Luftwaffe 0:4 Naunheim — DfB.-Reichsbahn 5:1 Burgsolms — Bissenberg (Resultat liegt noch nicht vor.) lich kurz auf. „Worüber lachen Sie?" „Weil ich mir neben Ihnen und mit einem Sttri i auf dem Arm fürchterlich verheiratet oorfommt Wenn mir noch vor vierzehn Tagen einer gefall Hütte, ich würde an diesem Frühlingsabend p| einem Kind am Halse und einer Frau... also, ich hätte den Betreffenden mit der Erziehungsfläche hij eisgekühltes Wasser gesetzt! Und nun..." „Mir geht's nicht viel anders. Mein Gott, OM für verrückte Pläne hatte ich vor vierzehn noch! Was habe ich mir alles ausgemalt!" „Was zum Beispiel?" konnte die gut verlaufene Versammlung in üblicher Weise geschlossen werden. Ehrenvolle Berufung. Der Chirurg und Frauenarzt Dr. med. Schliemann, bisher in Gießen, ist als Chefarzt an das Krankenhaus der „Stadt des KdF.-Wagens" (Fallersleben) berufen worden und hat dieses Amt vor kurzem angetreten "Arbeitsjubilaum. Am morgigen 1. April kann Fräulein Elisabethe Ochs auf eine 25jährige Tätigkeit als Haushälterin bei dem Oberreallehrer t R Kissel, Stcphanstraße 3, zurückblicken. Die Jubilarin hat sich allezeit durch gewissenhafte Pflicht- erfuUung und Anhänglichkeit an die Familie aus- "W. pra ktischen Vorschläge unseres Modezeichners zeigten am Samstag zwei flotte jugendliche Frühjahrs-und Sommer- mantel. Durch ein Versehen wurde der Text zu dem Bild verwechselt. Er muh heißen: Links zeigten wir einen Mantel aus p a st e 11 f a r b e n e m , weichem Wollstoff mit weiten Hermein und einem weiten, in der Taille (einem Mie- Hajdu mit seinen Bodenübungen. Der Hauptteil am Nachmittag begann mit dem feierlichen Einmarsch, der Vorstellung der Mann- schäften und dem Spielen der Hymnen, und dann begann der Kampf mit dem Pferdsprung, der Deutschland gleich mit 58,00 Punkten gegen 57,70 Punkten in Front brachte. Als Bester erwies sich bergürtel angelesenen) Rock. Dem Oberteil ist ein schmales Halsbündchen angeschnitten — es wird durch vier mittelgroße Stoff knöpfe geschlossen. — Aus ebenfalls hellem tuch- artigem Wollmaterial ist der Mantel rechts mit den Fledermausärmeln, dem glockigen Rock- teil und dem angearbeiteten Schal am Oberteil, der auch zur Kapuze geschlungen werden kann Ein breiter Stoffgürte! mit großer Stoff- schnalle schließt den Mantel in der Taille. H. . Der flüchtige Mörder verhaftet, LPD Frankfurt a. M., 30. März. Der 40jährige Karl Geiger aus München der am 17 März die 33jährige Ehefrau Diehl in der Fasanenstraße, bei der er in Untermiete wohnte ermordet hatte und dann flüchtig gegangen mar, ist am Samstag in Heidelberg festgenommen wor- den. Geiger hatte die Frau in ihrem Bett erwürgt. Der Täter wurde in das Gerichtsgefangnis Frankfurt eingeliefert. Er ist geständig. Dor 7000 Zuschauern gewann Deutschland am Sonntag in der Stuttgarter Stadthalle den fünften Turnländerkampf gegen Ungarn mit 229,75:226,60 Punkten. An Belle des bisher gezeigten Krafttttr- nens wurde das neue, von Deutschland angestrebte, aufgelockerte Geräteturnen vorgeführt, das bei allen restlose Zustimmung fand. Bester Einzelturner war Krötzsch (Leuna) mit 39,00 Punkten von dem Ungarn Ferenc Pataki mit 38,85 Punkten. Das Programm enthiett keine Hebungen am Seitpferd, imb an den Schaukelringen gab es nur Vorführungen. Kurt Krötzsch unö Kurt Hau- stein, besonders letzterer mit zwei Saltos beim Abgang, waren hervorragende Repräsentanten des Turnens an den Schaukelringen, während die Dor- führungen der Ungarn an den hängenden Ringen rm Gegensatz dazu recht kalt ließen. In den Dor- führungen am Vormittag beim Pferdesprung, am Barren und bei den Bodenübungen hatten die Deutschen, vor allem Franz Beckert am Reck, klare Vorteile. Bei den Ungarn gefiel Gyula -........—** ~ j „Denn man zu!" sagte Hanne und bald darauf sie vor der Garage hielten, in der Peter sein M erschien Charlotte wieder mit dem schlaftrunkenen Mter" Junge! Das fft ja nur die Jockele auf dem Arm. . ' ~ " ----- Hanne sah die beiden an. Niemand achtete auf khn. Ja, man konnte sie wohl lieben, diese Char- fnH* ha er. Wie ihr fiaar im Lickt gegen Ungarn: 1935 in Breslau 343,85:333,10 Deutschland, 1937 in Budapest 287,85:282,05 Deutschland, 1939 in Passau 350,0:340,9 für Deut sie sich bewegte, selbst fetzt, da sie den Zungen auf dem Arm trug! Ich werde sie lieben! dachte Hanne weiter. Aber sie wird es nie gewahr werden, well sie es für unmöglich halten wird. Er ging zu ihr hinüber, nahm chr Jockele vom Arm und wiegte ihn ein wenig hin und her. ®entgftens den will ich behalten, wenn sie eines Tages mtt -dem Peter davonläuft! sagte er sich. Den müssen sie mir lassen! Von ihm würde ich mich nicht mehr trennen können, wenn er erst mal unter einem Dach mit mir gelebt hat! Und er beugte sich über den verschlafen blinzelnden Jockele, spitzte die Lippen und pfiff ihm irgendeine kleine Melodie vor, die ihm gerade ein fiel. ganze Menge auf dem Papier steht. Sie haben M Das angesehen, während ich unterwegs war, naW mich nachher gefabelt und gelobt, und nun W wir also mit Hanne unten am Wasser, wo uns N Mücken fressen. Er qualmt aus seiner Pfeife vß eine Lokomotive, um die Biester zu verjagen, um über dem Wasser ist es ganz dunkel. Jockele. . der schläft natürlich schon. Oben in der Mansar«, die Sie mit ihm zusammen bewohnen werden. W ist ein schöner Abend, so schön wie der heutig bloß den romanttschen Mond werden wir riw haben, weil der dann gerade wechselt. Ja, und Charlotte Mathesius sitzt neben mir, ist müde w möchte schlafen gehen, aber sie ist eben so daß sie nicht mal die Ueberroinbung aufbringt, Hii" „Reden wir lieber nicht davon! Man macht ft nicht gern vor sich selber lächerlich. Jedenfalls W Sie nicht in diesen Träumen vorgekommen, um l Jockele^ ebenfalls nicht." „Und nun wieder vierzehn Tage weiter! Soll Ihnen mal erzählen, wie ich mir Den Abend in vkr Charlotte und Peter legten die Fahrt nach Berlin zurück, fast ohne ein Wort miteinander zu wechseln Jockele schlief. Es war erstaunlich, daß er unmittelbar neben dem gewaltig knatternden Motor zu schlafen vermochte. Jedenfalls erwachte er nicht, als beginn sind die Naunheimer mit dem Wind im Rucken stark im Angriff. Ihr Halbrechter und ihr Linksaußen schießen zur 2:0-Fuhruna ein. Als Ehmann gelegt wird, heißt es durch Els-Meter 2.1. Unoerstänolicherweise geht jetzt Kraft m den Sturm und Nicolai als Mittelläufer zurück, der den gegnerischen Mittelstürmer nicht halten kann. Statt des erwarteten Ausgleichs können die Naunheimer brs zum Schlüsse noch drei Tore schießen. aus, so daß das Gesamtergebnis hier 114^70:112^5 lautete. Karl Stadel war auch an diesem Gerat M 9,70 am besten, dicht gefolat von Kurt Krötzsch und dem Ungarn To th mit 9,65. Im Bo-denturn«' waren die Gäste mit 57,70:57,35 Punkten fetal überlegen, aber Deutschland behielt mit 172,05:170,75 Punkten die Führung. Pataki, elegant und gleicht mit großartigen Sprüngen, erhielt 9,85, wahren- Krötzsch mit 9,60 anscheinend leicht unterbewert«, wurde. Am Reck war Krötzsch nicht zu schlagen, er bekam mit 9,60 die beste Wertung des Tages. Hao stein hatte Pech und mußte mit 9,55 zufrieden fein während von den Ungarn Lajos Santha mit 9,76 am besten abschmtt. 57,70:55,85 für Deutschland lautete hier das Ergebnis, das die Endwertung auf 229,75:226,60 stellte. Die besten Einzelwertungen: 1. Kurt Krötzsch (D) 39,00 ; 2. Ferenc Pataki (U) 38,85; 3. Karl Stadel (D) 38,80; 4. Lajos Toth (H 38,50 ; 5. Jakob Kiefer (D) und Ferenc Darko« (U) je 38,19; 7. Helmuth Bantz (D) 38,10; 8. Kurt Haustein (D) 37,50 ; 9. Franz Deckert (D) 37 40; Lajos Santha (U) 37,40; 11. Karl Weischedel (ß) 37,35; 12. Gyula Hasdu (U) 36,25; 13. Reuther (D) von dem Oschnitzer Muff an sich herumttägt wird sich verlieren, und dann wird sie ein prächtiger Kamerad sein. Ich stelle es mir herrlich vor, mit ihr Oie Bereichsmeister im Fußball. Noch zwei Meister stehen ans. Don den 20 Teilnehmern an den Endspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft stehen nach den Kämpfen des Sonntags 18 fest. Es fehlen jetzt nur noch die Meister von Berlin-Brandenburg und Ost- land, die am nächsten Sonntag ermittelt werden. Am letzten Märzsonntag traten m den Kreis der Meisterichastsbewerber ein: VfL Mannheim-Neckar- au (Baden), Stuttgarter Kickers (Württemberg), FC. 93 Mühlhausen (Elsaß), Hannover 96 (Nieder- sachsen), Rapid Wien (Ostmark) und NSTG. Prag (Sudetenland). Als Vertreter Schlesiens wurde der Dorjahrsmeister DR Gleiwitz bestimmt. In Niedersachsen sicherte sich Hannover 96 den Meistertitel durch einen 3:1-Sieg über Öen Vor- jahrsmeister DfL. Osnabrück, der vor acht Tagen im ersten Gang nur ein 1:1 auf eigenem Gelände schaffte. In der Ostmark gewann Rapid Wien vor 20000 Zuschauern den entscheidenden Gang gegen Austria Wien durch ein Tor Binders mit 10 (1:0), während im Sudetenland die NSTG. Prag durch einen in Schreckenstein erkämpften 4:2- Sieg zum Ziel kam Im Ostland trennten sich LSD. Posen und Preußen Danzig in Posen 2:2, so daß am nächsten Sonntag in Danzig ein neues Entscheidungsspiel ausgetragen werden muß. Der nächste Sonntag bringt nun den Beginn der Gruppenspiele um die deutsche Meisterschaft. Folgende vier Begegnungen sind angesetzt: Die Teutonen haben nach schwerem Kampfe „ siegt und stehen damit punktgleich mit 05 Wetzlar. Allerdings haben die Wetzlarer das bessere Torverhältnis. — Die 1900er haben durch einen verschösse- nen Elf-Meter den Sieg verschenkt. — Die Luftwaffe, mit viel Ersatz antretend, zeigte ttotz des Sieges keine überzeugende Leistung. — In Naunheim war fast eine Ueberraschung fällig. Der Sieg Naunheims fft verdient, wenn auch nicht in triefer 36,15 Punkte. Die bisherigen Ergebnisse, der, * öänterram ch LnS wegs gewesen, habe inzwischen an die RabM t c An per Siedlung in Oschnitz gedacht, von der schon rti ging, daß Jockele einen seiner kleinen Handschuhe ( ----- flfi verloren hatte. Er nahm ihn auf und behielt khn j Gruppe la: Vorw. Ras. Gfeiwitz — Luftwaffen- ^©rupm^i: Hamburger SD. -- VfB Königsberg. Gruppe 2b: Hannover 96 — Borussia Fulda. Gruppe 3: Kickers Offenbach — Tus. Helene Essen. ^unc Sportnotlzen. SA. Frankfurt und Haßloch bestntten in Frankfurt bas erste Endspiel um die Sudwest- Handballmeisterschaft. Die Frankfurter siegten mit 15jeMan nhetm-Waldhof wurde am Sonntag zum neunten Male in ununterbrochene» ftolae badischer Handballmeister Das Endspiel gegen die Turnerschaft Karlsruhe-Mühlburg gewan, nen die Waldhöfer überlegen mit 19:6 (10:2) Toren. Reffens Handba11 meisterschaft wurde in Ka sel entschieden. Die TSG. Kassel-Wilhelmshohe sicherte sich den Titel durch einen 13:5- (8:3) Sieg über den Tv. Hanau-Kesselstadt Berlins Fußballelf gewann in bet Reichshauptstadt den dritten Stadtekamps gegen Sofia mit 4:0 (2:0) Toren. Einen deutschen 12:4-Sieg gab es ta 5 Boxländerkarnpf zwischen Deutschland und Schweden, der am Sonntag in der Königsberger Oft« vreußenhalle stattfand. Deutschlands Amateurringer kamen am Sonntag zu einem neuen Landersie-^ In Bv- | Ioana wurde Italien im vierten Canter treffen nut । 5:2 Punkten besiegt. Auf deutscher Sette worin Müller, Schmitz, Nettesheim, Schweickert unb Seb | fenbinter siegreich, während Gocke und Hornstsch« D^°eT‘b e n Feldberg - SkiwettkSmpfen i im Schwarzwald gab es vorzügliche Leistunaen. Christel und Rudi Cranz siegten im Abfahrtslcm (Riesentorlauf), während Christel Cranz und Peppl Gabi (Sonthofen) im Torlauf erfolgreich waren. Das Springen gewann Sepp Weller (Dberftoorfl mit Sprüngen von 78 und 75,5 m. Punkten in Front brachte. Als Bester erwies sich Deut|d)IanD,1939 in jur -ueui*- Kurt Stabe!, der mit einem Hecht eine 9,8 er« land, 1940 in Budapest 291'40:^,30 für Deutch zielte. Auch der Ungar Pataki kam auf 9,8. Am land, 1941 in Stuttgart 229,75:226,60 für Deutsch- Barren holte Deutschland 56,70:55,15 Punkten her- land. __ diesen Ton. „Sie denkt ja nur an den Bengel." sagte Peter. „Ich bin für sie kaum vorhanden. Wahrscheinlich mag sie mich recht gern, aber Liebe... Nee, dann macht ein Mädel andere Augen." „3a," erklärte Hanne noch einer längeren Pause, nen. Komiime isagc, une r „ich finde auch, daß sie ein feines Mädel ist. Dazu, „Tja..." meinte Hanne lang gedehnt, „wenn es gehört doch schon was, sich so ohne weiteres eines. Peter lackte. „Alter Junge! Das fft ja nur me eine Seite Der Angelegenheit! Ja, ich will sie für meine Ziele und meine Arbeit ausnutzen, aus-. .. . beuten, wenn du willst. Ich leugne das nicht. Aber lotte Mathesius! dachte er. Wie ihr Haar im Licht darüber hinaus... also, es ist so, daß ich sie gern leuchtete? Me wunderbar ihr Mund lächelte! Und habe. Sie gefällt mir! Wenn sie jetzt auch noch viel wie sanft und schlank chre Hände waren! Mit wel- von dem Oschnitzer Muff an sich herumttägt — das cher Anmut sie sich bewegte, selbst fetzt, da sie den Höhe. 1900 — VfL. Marburg 0:0. Das Unentschieden hätten Me Blau-Weißen vermeiden können, d. h. bei Ausnutzung der gebotenen Chance mußte ein Sieg zustande kommen. Das soll nicht heißen, daß 1900 in dem Spiel ein überlegener Gegner gewesen märe, aber in der letzten Viertelstunde boten sich den Platzbesitzern zwei Gelegenheiten, die ausgenutzt hätten werden müssen und so- mit den Sieg erbracht hätten. Die erste Chance bot sich in einem Elfmeter, den jedoch Kraft II. an den Pfosten schoß. Wenig später war es eine geschickte Kombination, die den Jnnensturm dem gegnerischen Torwächter allein gegenüber brachte, diesmal war es Jürgens, der aus Drei Meter den Hüter anschoß. Damit hatten sich die Platzbesitzer selbst um den Erfolg ihrer Bemühungen gebracht, die besonders in der zweiten Hälfte so groß waren, daß sie einen Treffer verdient hatten. Der Spielverlauf braucht keine allzu großen Be. schreibungen. Beide Mannschaften zeigten nicht soviel, daß man die Leistungen als befriedigend bezeichnen kann. Es war manchmal ein recht planvolles Hin- und Hertreten des Balles. Darüber konnten auch manche zwischendurch eingeschalteten 'Kombinationen nicht hinwegtäuschen. Erst in der zweiten Halbzeit bekam das Spiel etwas mehr Farbe. Aber nur in kämpferischer Hinsicht. Die Blau-Weihen versuchten nämlich jetzt, nachdem es den Marburgern vorher nicht gelungen war, den Windvorteil auszunuhen. Hierdurch 'am 1900 zu einer teilweisen Feldüberlegenheit, die jedoch nicht ausgenutzt wurde. Und als die beiden Chancen zu keinem Erfolg führten, konnte man sich nicht denken, daß noch eine andere Möglichkeit zu einem Treffer führen konnte. , ,,, . Marburg hat wohl am meisten enttäuscht, denn trotz mehrerer Gastspieler konnten sie sich nicht durchsetzen. Bester Mannschaftsteil waren die Hin- termannschaft und der Mittelläufer. Der Sturm and sich nicht zusammen, obwohl sich Scherer noch o sehr bemühte. 1900 erbrachte eine gute lamp- erische Leistung, die bei ein wenig technischem Em- chlag zu einem Erfolg hätte führen können, selbst wenn er dann glücklich gewesen wäre. 5:1-Kiederlage In Raunheim. Nach dem Resultat mühten di« Naunheimer elnen leichten Sieg errungen haben, dem war jedoch nicht so. Erst in der letzten Viertelstunde konnten Me Naunheimer ihre 2:1-Führung zu einem 5:1-Sieg erweitern. Die Gießener trafen in Naunheim aus die komplette Mannschaft der Platzbesitzer. Sie selbst konnten erst vor dem Spiel ihre Mannschaft stellen, da weitere Spieler Gießen verlassen haben. An einen Sieg glaubte man deshalb nicht, und doch mar er durchaus im Bereiche der Möglichkeit. Als jedoch die sichersten Torgelegenheiten .vergeben wurden, war zum Schluß auch die moralische Widerstandskraft gebrochen. Schiedsrichter Gerhard war dem Spiel ein guter Leiter. Spielverlarff: Don Anstoß an suchen die Naun- Heimer eine schnelle Entscheidung. Sie scheitern je- doch an der aufmerksam deckender Hintermannschaft. Demgegenüber bauen die Gießener von hinten heraus chre steilen Angriffe heraus und haben den Erfolg, di« Naunheimer Hintermannschaft immer wieder durchbrechen zu können. Als bei schnellen Durchbrüchen Fröhlich dreimal hintereinander nur noch den Tormann vor sich hat, vermag er - diesen aus nächster Nähe nicht zu schlagen. Auch ' Ehmann hat Pech, als er zweimal die Verteidigung i Naunheims umspielt und die Bälle kurz neben den ■ Posten setzt. Einen scharfen Schuß des Naunheimer • Lmlbrechten kann ter Gießener Torwart halten. Da- ? mit haben die Naunheimer ihre einzige Toraelegen- \ heit in ter ersten Halbzeit vergeben. Nach Wieder- WMWmsllsSerMlhl. Roman non (Otto MM. 27.Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Wir tun ihr doch nichts!" „Nein, aber die Leute!" „Welche Leute?" „Nun, die lieben Nächsten, die Nachbarn, die Quatschtanten..." „Es soll nur eine einzige kommen und sie auch bloß schief ansehen, bann werde ich ..." ,Hch weiß schon, Hanne, du wirst die Betteffende dann eigenhändig unten in der Havel ersäufen wie eine junge Katze." „Darauf kannst du dich verlassen." Jockele horchte aufmerksam und lächelte. Bald darauf fuhren sie davon. Hanne sah chnen von feiner Tankstelle aus nach, bis die roten Schlußlichter von Peters Maschine in der fernen ; Dunkelbeit verschwunden waren. Dann kehrte er in g-eijDH vuaj iiyun mu», puj ,u u9..e u«.««, sein stilles Haus zurück, stopfte sich noch eine Pfeife wildfremden Kindes anzunehmen. Und sie macht und bemerkte, als er zu feinem Platz am i nicht mal viel Wesens davon! Andere würden sich ' hinstellen und Gott weiß was für Lob für sich haben wollen. Außerdem ist sie hübsch, wie?" „Das hast du auch schon entdeckt?" Hanne geriet in Verlegenheit. „Man sieht es doch!" Sie blickten sich in die Augen und wichen dann einander aus. Zum erstenmal, seit sie sich kannten, hatten sie ein unsicheres Gefühl gegenseitigen Argwohns, zum erstenmal hüteten sie und überlegten ihre Worte, zum erstenmal stand ein Fremder zwischen ihnen, der sich unversehens in ihre Kameradschaft eingeschlichen hatte: eine Frau. Hanne klopfte seine Pfeif« aus und stand langsam auf „Dann wollen wir also mal abwarten. ha/üjc/ie&iscü*. Alleinhersteller: P. Jos. Mobs Seifenfabriken. Giessen