Dienstag, 50. September Ml hig b? tr des italienischen Landwirtschaftsministers, n am!- I Sine zweite Phase italienischer Kriegswir stärk« föai te bedeutsamste Ergebnis dieser zweiten Phase den ■* th 16. März datierten Erlaß über die Einführung io- Standarderzeugnissen bei Textilien an sich- ten m I General Dietl im hohen Norden. STER mäßic yarben« ßon^ eher ER flieger zwei Blenheim-Bomber brennend zum Absturz gebracht. Die feindliche Luftwaffe griff Trapani, Marsala und C a st e l v e t r a n o an, wo Brandbomben abgeworfen wurden. Außerdem wurde Palermo angegriffen, wo 9 Tote und 26 Verwundete zu beklagen sind, Turin, wo ein Flugzeug von der Bodenabwehr abgeschossen wurde und bei der Ortschaft Candiolo abstürzte. Die fünf Mitglieder der Besatzung sind tot. Feindliche Flugzeuge überflogen die Stadt Mailand, wo aber keine Pombenabwürfe erfolgten. Es sind sechs Verwundete zu beklagen, drei durch Flaksplitter und drei durch Straßenunfälle. Die Wohnviertel von Savona Marina wurden bombardiert. Es entstanden Schäden an den Wohnhäusern. Außer Sprengbomben und Leuchtraketen wurden Brandbomben und Flugblätter abgeworfen. Ein entsprechender Angriff erfolgte auf Genua, wo einige Häuser einstürzten. Einige auf dem Land entstandene Brände konnten gelöscht werden. Unter der Zivilbevölkerung sind ein Toter und drei Verwundete zu beklagen. Ein Feuerwehrmann wurde tödlich getroffen, vier Feuerwehrleute durch Flakgeschosse verletzt, davon zwei schwer. Ein weiterer Angriff erfolgte auf Spezia, wo kleine und große Brand- sowie Sprengbomben abgeworfen wurden. Die Brände wurden gelöscht. Durch Flaksplitter wurden vier Personen verwundet. x In der Nacht zum 29. September bombardierten unsere Luftoerbände vor Anker liegende Schiffe in Malta. General Dietl, der ein Feldlazarett a n d e r V o r- marsch st raße nach Murmansk besuchte, zeigt den Aerzten die Narben seiner Verwundungen am Arm, die ihm die Kraft der rechten Hand teil- weije gelähmt hatten. — (PK.-Wtt-Scherl°M.^ _ . _____ zweite Phase italienischer Kriegswirtschaft ticmnt im Frühjahr 1941. Man kann vielleicht als Schwächere Kräfte der britischen Cuftroaffe flogen in der letzten Nacht nach Nordwest, und Südwest- devtschland ein. Durch Lombenwurj entstand uner- fi-I» Iqihk !efan Man 'dich Krim Nh Nis; Oer Wehrmachtbericht. DNV. Aus dem Führerhauptquartier, 29. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nordostwärts Dnjepropetro«vsk wurden drei sowjetische Divisionen von deutschen und italienischen Truppen umfassend angegriffen und vernichtet. Nach den bisherigen Meldungen wurden 13 000'(Befangene eingebracht sowie 69 Geschütze und zahlreiches anderes Kriegsmaterial erbeutet. Der mit Teilen in ein Sumpfgebiet geworfene Gegner hatte schwere blutige Verluste. Starke Verbände der Luftwaffe bekämpften mit guter Wirkung Eisenbahnanlagen im Donez- gebiet sowie im Raum um Moskau. Im See- gebiet um Kronstadt erhielt ein Sowjetkreuzer Bombenvolltreffer. Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Nacht kriegswichtige Einrichtungen in Leningrad und Moskau. Unterseeboote versenkten, wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, aus einem von Gibraltar nach England gehenden Geleitzug in mehrtägigen Angriffen zwölf feindliche Handelsschiffe mit 67 000 BRT. und ein Sicherungsfahrzeug. Im Südattantik versenkte ein Unterseeboot einen Tanker von 12 000 BRT. Druck irnb Oerlag: vrühlsche UNiverfitStrdnlckerei R. tauge heblicher Schaden. Flakartillerie schoß einen briti- schen Bomber ab. Durchbruch durch vermintes Gelände im Aordabschnitt. Berlin, 29. Sept. (DNB.) Mit guter Unterstützung durch Verbände der Luftwaffe griff am 28. 9. eine Infanteriedivision sowjetische Stellungen im Nordabschnitt der Ostfront erfolgreich an. Die deutschen Truppen durchbrachen mehrere sowjetische Feldstellungen und setzten 41 Sowjetbunker außer Gefecht. Zur Abwehr des deutschen Angriffs hatten die Bolschewisten das Kampfgelände wiederum sehr stark vermint. Pioniere räumten die Minen in kürzester Zeit auf. Von eineinhalb Pionierzügen wurden innerhalb von acht Stunden 2050 Minen ausgenommen. Sie Schlacht im Atlantik- ein Jrachtranmpwblem. Von Konteradmiral a. D. Brüninghaus. In einer Beziehung haben sich die Engländer im jetzigen Kriege als schöpferisch erwiesen, in der Erfindung von immer neuen Schlagworten. Zur Zeit wird mit der „Schlacht im Atlantik" operiert. Mit dieser Bezeichnung wollen die Engländer die Erinnerung wecken an St. Vincent, Trafalgar und jene für Großbritannien große Zeit, in der es in der ganzen Welt den Eindruck hervorrief, das Meer und» vor allem der Atlantik seien eine rein englische Angelegenheit. Ungeheuer geschickt bei der Auswertung ihrer Siege über die Spanier, Holländer und Franzosen haben es die Engländer verstanden, einen Nimbus der Unbesiegbarkeit um ihre Flotte zu legen, der geradezu ein Dogma für die Politik der. anderen Mächte geworden war. Einen ersten starken Stoß erhielt diese Legende in der Seeschlacht vor dem Skagerrak am 31. Mai 1916. Im Flottenabkommen von Washington 1922 mußte England den USA. die Gleichberechtigung auf dem Meere zugestehen, womit seine bisherige Alleinherrschaft auf den Ozeanen erledigt war. Die für England verfehlte Politik Churchills, auch noch nach dem Niederbruch Frankreichs neue Kriegsschauplätze in Nordafrika, in Griechenland und auf dem Balkan künstlich zu schaffen, ist für die Schlacht im Atlantik geradezu verhängnisvoll geworden. Denn diese Schlacht hat nicht das geringste mit jenen romantischen Begebenheiten zur See zu tun, an die die Engländer gerne, um von der rauhen Wirklichkeit abzulenken, erinnern; sie ist vielmehr ein zäher, erbitterter Kampf, um die Versorgung der Insel England mit Nahrungsmitteln und unentbehrlichen kriegswichtigen Stoffen geworden. Darüber ist man sich auch trotz der dauernden Ablenkung in England durchaus im klaren. Die Schlacht im Atlantik ist mithin ein Frachtraumproblem, dessen Lösung für England von Tag zu Tag schwieriger wird. Nach menschlicher Voraussicht kann sie unser Gegner auch nicht mit Hilfe Amerikas noch zu seinen Gunsten lösen. Dazu reicht eben die noch vorhandene und neu zu erwartende Tonnage nicht aus. Was letztere anbelangt, so haben sich die Hoffnungen der Engländer, im Jahre etwa 1,5 Millionen BRT. auf ihren Werften neu zu bauen, nicht entfernt erfüllt. Sie haben in auffallender und kaum verständlicher Weise den Einfluß der L u f t w a f f e auf den Seekrieg, zu dem gerade für die Insel England der Tonnagekrieg gehört, unterschätzt. Es hat wie unterstrichen sei, in England, bevor es den Krieg gegen uns vom Zaune brach, nicht an warnenden Stimmen gefehlt, und zwar gerade aus Fachkreisen, die die Schwierigkeiten Englands,- seinen Seehandel aufrechtzuerhalten, richtig einschätzten. Die Regierung, vor allem Churchill, war anderer Ansicht und ließ öffentlich erklären, daß mit der bereits vorbereiteten Einführung des Geleitzugsystems und der Bewaffnung der Handelsschiffe eine nahezu hundertprozentige Sicherheit der englischen Ueberseezufuhr gewährleistet fei. Und doch kann heute schon, im weitesten Sinne gesehen, von einer Krisis im englischen Wirtschaftsleben gesprochen werden. In der Zahl von mehr als 13 Millionen BRT., die der OKW.-Bericht vom 4. September als in den beiden ersten Kriegsjahren versenkt meldete, sind weder die nicht unbeträchtlichen Verluste durch Minen, noch die schwer beschädigten Schiffe mit enthalten. Um den Ausfall an Tonnage richtig einschätzen zu können, tut man gut, sich in die Erinnerung zurückzurufen, wie es bei Beginn des Krieges um die Versorgung Englands bestellt war. Der soeben abgegangene Schiffahrtsminister Ronald Croß hielt bereits vor einem halben Jahr eine Rundfunkrede, in der er den Gesamteinfuhrbedarf Englands auf jährlich 72 Millionen Tonnen angab. Schon damals sagte er: „Bei äußerster Sparsamkeit befriedigten die gegenwärtigen Einfuhren noch die wesentlichsten Bedürfnisse." Bei allen Berechnungen darf nicht außer acht gelassen werden, daß eine BRT. gleich etwa 1,3 Rom, 29. Sept. (Europapreß.) Wie eine Sondermeldung des Hauptquartiers der italienischen Wehrmacht befanntgibt, führten italienische Torpedoflugzeuge am Nachmittag des 27..September in mehreren Wellen einen erfolgreichen Luft- und Seeangrisf auf einen englischen Flottenverband durch, der von Gibraltar ausgelaufen war. Zwei schwere und ein leichter Kreuzer sind versenkt worden, während ein Schlachtschiff und eine andere nicht genau festgestellte große Einheit, sechs Einheiten von geringerer Wasserverdrängung und ein Zerstörer Bombentreffer erhalten haben. In der Sondermeldung heißt es im einzelnen: Unmittelbar nachdem der Verband von unseren Aufklärungsflugzeugen gesichtet worden war, starteten italienische Torpedoflugzeuge von ihren Stützpunkten auf Sardinien. Ein von zwei Torpedos getroffener Leichter Kreuzer ging ofort unter. Zwei Leichte Kreuzer erhielten Torpedotreffer. Eine große Einheit erhielt einen Tropedotreffer. Ein Kreuzer von ungefähr 10 000 Tonnen erhielt einen Torpedotreffer und schor mit Schlagseite aus dem Verband aus. Kurz darauf erzielte ein anderes italienisches Flugzeug einen Treffer auf demselben Kreuzer, der unterging. Jagdflugzeuge beobachteten, daß Rettungsboote ins Wasser Kampfflugzeuge Bombenuoüfreffer Zett- und Waleriallagern bei diesen Angriffen verlor der Feind fünf und durch Flakartillerie zwei Deutsche und italienische Truppen vernichteten drei Sowjetdivisionen. Bombenvolltreffer aus Sowjetkreuzer. — Oie großen Erfolge gegen die britische Versorgungsschiffahrt. $ ü b o ff f ü ff e Reifen deutsche in britischen Tobruk. Bei in Luffkämpfen Flugzeuge. « ■,z! >e am i Mil, ' N erwor- t Nicht müi ilktien, Wienau lei- ! Forl- n, ur N einen rdjoes iu an stärk« h. Fel, ierlufit ebrige: 8. Jai. kt M 3cntige weisen, niebri- hingt! Schwerste deutsche Artillerie beschoß am 28.9. wiederum mit sehr guter Wirkung die Häfen von Oranienbaum und Kronstadt. Das Ritterkreuz. Berlin, 29. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Obersten Befehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberleutnant Schlosser und Oberleutnant Mons. Oberleutnant Schlosser hat als Flugzeugführer einer Fernkampfgruppe in schweren, langen Flügen im hohen Norden und im Atlantik zum Teil aus stark gesicherten Geleitzügen 55 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraums versenkt. Der Erfolg war in besonderem Maße von dem navigato- rischen Können der Besatzung abhängig. Oberleutnant Mons hat als Flugzeugführer einer Fernkampfgruppe ebenfalls 63 000 BRT. versenkt. Von einem erfolgreichen Angriff auf einen von sechs Zerstörern gesicherten Geleitzug kehrte er mit 48 Flak- und MG -Treffern im Flugzeug wohlbehalten zurück. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Ameigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm bei 22 mm Zellenbreite, Wertteil 50 Rpf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengemtaffel B Platzvorichrttt (vorherige Vereinbarung) 25 /. mehr jniir NJ kkrch ' . Italiens Weg zur totalen Kriegswirtschaft feIh, | Von unserem Dr. St.-Korrespondenten. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe in der letzten Nacht militärische Anlagen am Sl.-Georgs-Kanal und an der " der Insel. In N o r d a f r i k a er- (fl. Jahrgang Nr. 252 Hfchetm täglich außer Eonntags und Feiertags Beilagen: Hetzener Familienblätter Heimat nnBild DieScholle Bezugsvreis: Monatlich......RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 Atef) bei Nichterscheinen tun einzelnen Nummern itrolge höherer Gewalt sstrnivrechanschluß 2251 Dahtanschrist:„An-eiger" UMckeckllbseFrank^M. tonben. c . .. Weitreichend in ihrer Rückwirkung auf den ttalie- 11*1'4en Lebensstil erscheint auch die Einführung des kinheitspreisverfahrens in den italte- nichen Restaurants. Betroffen werden davon nnb 60 000 Gastwirtschaften, die sich '"fünf vergebene Kategorien gliedern. Dom 1. Oktober an eilt es in den Restaurants unter völliger Beseiti- nnq der bisherigen freien ©petferoabt nur Un- betspreismenus, die je nach der Güteklasse de R- ftourants zwischen 6 und 32 Lire kosten. Die Mabl- ipit wird auf drei Gänge vereinfacht. Suppe, rtteuw- °d>r Fi/chaang und Obst. In Fortfall kommen die knrvorspeisen und der Käsegang. Auch wird an faitotagen kein Nudelgericht mehr verabfolgt. Del urb Butter können nicht „extra" abgegeben werden, vi-se neue Gaststättenordnung berührt recht erheb- M» die Eßgewohnheiten des italienischen Publikums, tas sich bisher auf die individuelle Zusammenstel- iMg der Mahlzeiten viel zugute tat. . Dies alles wie auch die B r o t r a t i o n i e r u n g M der Verzicht auf das Gebäck wird jedoch mit vvcbildlicher Disziplin ertragen in dem sicheren Erfolgreicher italienischer Luftangriff auf britischen Klottenverband. Torpedoflugzeuge versenkten drei britische Kreuzer und vier Handelsschiffe. gelassen wurden. Eine zweite Welle von zwei Gruppen setzte den Angriff fort: Ein Schlachtschiff erhielt einen Torpedotreffer am Bug, ein Kreuzer erhielt einen Torpedotreffer mittschiffs, ein weiterer Kreuzer erhielt einen Treffer. Eine dritte Welle erzielte folgendes Ergebnis: Ein Leichter Kreuzer erhielt einen Torpedotreffer. Ein Kreuzer von 10 000 Tonnen erhielt zwei lorpebotre'ffer und ging unter. Gegen Abend griff ein weiterer V erband , der von Sizilien aufgestiegen war, die übriggebliebenen Einheiten an und erzielte mit Sicherheit je einen Torpedotreffer auf einem Schweren Kreuzer und einem Zerstörer. Während des Angriffs auf den Flottenverband kam es auch zu heftigen Luftkämpfen. Dabei wurden sechs englische Flugzeuge abge- schossen. Acht italienische Maschinen sind zu ihren Stützpunkten nicht zurückgekehrt. An der Spitze ihrer Verbände gefallen sind der den Sturm befehligende Oberst und drei Staffelkommandanten. Von den Handelsschiffen, die in diesem britischen Flottenverband mitsichren, wurde eines von leichten Einheiten der italienischen Kriegsmarine in der Straße von Messina versenkt, ein weiteres vor der algerischen Küste, zwei Schiffe von zusammen 23 000 BRT. zwischen Sardinien und Tunesien von Torpedoflugzeugen. Bewußtsein, daß der Endsieg auch Opfer seitens der Zivilbevölkerung notwendig macht. Dazu trägt das Bewußtsein bei, daß Italien in diesem Jahr eine durchaus befriedigende Ernte hat und daß durch die neuen Maßnahmen auch auf dem Sektor der Jndustriewaren für längere Zeit die Bedarfsdeckung der Bevölkerung gesichert erscheint. Lustangriffe auf italienische Städte. Rom, 29. September. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika Artillerietättgkeit an den Fronten von Tobruk und S o l l u m. Im Ver- auf eines Luftangriffes auf 23 ar b i a wurden zwei feindliche Flugzeuge von der Bodenabwehr und zwei von deutschen Jägern abgeschossen. In Ostafrika versuchten feindliche Einheiten gegen unsere vorgeschobenen Posten im Abschnitt von Gondar einen Angriff durchzuführen. Sie wurden von unserer Artillerie und der Gegenwehr unserer Abteilungen in die Flucht geschlagen. Englische Flugzeuge haben die Stadt Rhodos angegriffen. Es wurden einige Wohnhäuser und das Krankenhaus getroffen, wo es 12 Tote gab. Im mittleren Mi11elmeer haben unsere Jagd- ben tief in das Wirtschaftsleben der Nation einscheidenden Registrierungszwang für alle Einkäufe über 20 Lire (mit Ausnahme der Lebensrnittel), "mit der Einführung der Einheitspreis-Speisefolge >wo5' lurt der völligen Einstellung des Gebäckverkaufes nähert sich Italien einer totalen Verbrauchsdisziplin. 6et naten waren Konsumbeschränkungen schon a\k währungstechnischen Gründen immer wieder oor den zuständigen Stellen in Vorschlag gebracht Birben. Diese Verbrauchseinschränkungen sind jetzt Laisache geworden. Das italienische Volk steht im ßtgriff, sich auch mit der Brotkarte und mit der flförrationierung abzufinden. Die breiten Volksschichten haben begriffen, daß diese Opfer notwen- Dij sind. Die Derbrauchseinschränkungen sollen zu- |onmen mit der seit Juli 1941 von der faschistischen Potter streng gehandhabten Preiskontrolle und mit bei verschärften Ueberwachung der Börsenspekula- fwti gleichzeitig unerwünschten Auswirkungen auf bik Kursentwicklung der Lirastabilität vorbeugen. $um Unterschied zu Deutschland hat Italien den Mig zur totalen Kriegswirtschaft nicht mit einem* mtl beschritten, sondern in Etappen zurückgelegt. U sich Italien im Juni 1940 in die Reihe der kri gführenden Mächte einfügte, schien für Italien im Hinblick auf die Vorratshaltung keine absolute Nl wendigkeit einer allgemeinen Rationierung zu drehen. Das Unterstaatssekretariat für die roftungsinbuftrie nahm d i e für die Krieg s - wrtschaft wichtigen Rohstoffe, wie Eisen, Kupfer, Zink, Wolle und Baumwolle unter {ehe Kontrolle. Infolge der Knappheit an Del !t einl ur ö Fetten sah man sich zunächst veranlaßt, die »saltbj 6t fe zu rationieren. Es kam dann zur ersten Straf- lOfnnl fnrg der kriegswirtschaftlichen Organisation Italiens Dezember 1940. Sinnbild dieser ersten kriegs- tschaftlichen Phase ist die Konzentration der gellen Ernährungswirtschaft in den Hän- st l jetzt zur Verfügung der staatlichen Stellen. ti: Blockierung des Edelmetallmarktes ist ergänzt WM rvrden durch ein Ausfuhrverbot für M (hmuckgegen stände. Die italienischen Zoll- WM imter wurden angewiesen, die Durchführung dieser J| «ißnahme streng zu überwachen und gegebenen* M ti'5 Schmuckgegenstände von ausländischen Rellen- m in Verwahrung zu nehmen. R. 2)ie Registrierungspflicht für Em - laufe über 20 Lire hat deshalb ^emliches M Lfsehen in allen Volksschichten hervorgerufen, weil m ersten Augenblick die Maßnahme auf Mangel- ci bei nun gen hinzudeuten schien. 2n Wirklichkeit j laibeit es sich aber, wie italienische Stellen erkla- A irr, gleichfalls um eine wichttge Maßnahme der s^rbrauchseinschränkung. Wer jetzt in Italien Ein- li:fe machen möchte, muß in jedem Falle nut tirem gültigen P er s o n a l a u s w e i s versehen |dn. Der Kauf wird vom Händler m einem tyor* Mar mit der genauen Adresse des Käufers regt* friert. Dadurch soll die Behörde die Möglichkeit ersten. Warenhamsterer sofort festzustellen zur Verantwortung zu ziehen. Strafen wurden nit)t an gedroht, weil man der Ueberzeugung zu sein Hy int, daß bereits die Registrierung ausreicht, um Hamsterer abzuschrecken. Für Ausländer, tii nicht ohne weiteres den Personalausweis besä-, K ergaben sich in den ersten Tagen stelvme bc-wierigkeiten, die aber jetzt im Begriff stnd^ a - geteilt zu werden Nur ge^en übermäßige Einkäufe vil sich, wie amtlicherseits betont wird der Staat : Hern; gegen normale Einkäufe ist nichts emzu- i Rom, 29. September 1941. ara„ Die ersten Septemberwochen haben eine neue ^Qt" Phase der italienischen Kriegswirtschaft eingeleitet. M der Blockierung des Edelmetallmarktes, mit k- d W vRItSt Gießener Anzeiger General-Anzeiger füt Oberhessen "Tä* issra, faß» Die Besprechungen in Moskau srobe ter der en< 3m :^n |C* 'M ih£ «•:' Q von Reuter herzlichster Beifall die Anerkennung für seine einführende taktvolle Arbeit und seine virtuose Interpretation. Lothar Band. Vorbei sind Frühling und Sommer, da die Liebe sich im Heckengewirr verbarg. Wochen sind vergangen, Monate. Der Jäger, der den Hügel herunterkommt, stutzt. Er denkt an die reiche Rosenblüte im Juni, und die herzförmigen rotbrennenden Früchte, die aus den wilden, schon längst entblätterten Rosen entstanden sind, erinnern ihn an den Blutstropfen auf dem Mädchenfinger. Da überwältigen ihn Freude und Glück. Er reißt das Gewehr an die Backe und feuert einen Schuh in die blaue Herbstluft. Das Echo bricht sich an den verwitterten Felsen der Schlucht und rollt in das Tal hinein. Und bei dem Schuß erhebt sich eine Kette Rebhühner aus dem Gesträuche und strebt mit knatterndem Flügelgeräusch einem hohen Kleefeld zu. Auch ein Fasanenhahn streicht schwerfällig aus dem Heckenversteck fort. Und ein Hase fährt aus einer Vertiefung heraus und hoppelt eine leere Ackerfurche entlang Aber der Yäger läßt fliegen und läßt lausen. 8hm 1« fenl jf de Werf samtdeutscher Geschichtsschreibung verfaßten Le- huge bens- und Wirkungsschilderung des berühmten ... IMS ranzöfischen Kardinal-Kanzlers Richelieu gefunden. Das zeigt eine geistige Aufnahmebereitschaft und eine Liebe zur gegenständlichen Sachdarstellung, die für manche Kritiker oder Kritikaster Deutschlands vorbildlich sein könnte. Das fühlt wohl auch Prof. Die Volksbetrüger. Reichsleiter Dr. Dietrich über Preispolitik bei uns und den anderen. Berlin, 29. September. (DNB.-Funtspruch.) Auf einem Empfang, den der Reichspressechef in Gegenwart des italienischen Botschafters Alfieri zu Ehren einer italienischen Journalisten-Delegation gab, machte Dr. Dietrich bemerkenswerte Ausführungen über die Pressepolitik der Achse und die Publizistik ihrer Gegner. „Wenn wir — so betonte Dr. Dietrich — dann und wann aus militärischer Disziplin einmal eine Zeitlang schweigen, so ist es meist die Zeit, in der die deutsche Wehrmacht handelt. Bei unseren Gegnern ist die Zeit, in der wir schweigend handeln, die Zeit, in der sie schamlos WS oto ETiinjo ftiiß l [avell ch । : siii iben il de fum chtn ter g'vch Bit. 5d) •uppi ii- DO । ring flhina ins i !Ut •hia 5ntii ll-'/ i't en: - Wl :yr ff 6rt Ueberlebende berichten. Berlin. 29. Sept (DNB.) hundert Ueber. lebende der britischen Handelsschiffe, die bei dem Angriff deutscher Unterseeboote aufden Geleitzug w e st l i ch Afrikas im Atlantik versenkt wurden, sind auf den Azoren eingetroffen. Die Ueberlebenden berichten von dem überaus raschen und kühnen Ueberfall der deutschen Unterseeboote auf ihren Geleitzug folgendes: „Detonationen auf Detonationen erschütterten die Luft. Starke Explosionen und weithin sichtbare Brände erleuchteten die Nacht. Zwischen treibenden Schiffstrümmern kämvften die überlebenden Seeleute verzweifelt um ihr Leben. Die Besatzungen anderer Schisse hingen an unseren Booten und wollten von uns ausgenommen werden. Aber wir waren selbst überlastet. Die Begleitfahrzeuge waren nach einer heftigen Schießerei im Zsck-Zack- Kurs in der Nacht verschwunden. So sind viele Besatzungsmitglieder der versenkten Schiffe ums Leben gekommen. * Der portugiesische Fischdampfer ,/Zrönlandia" nahm ein im Atlantik treibendes Rettungsboot an Bord. In dem Boot befanden sich sechs Schiff- brüchiae eines in britischen Diensten fahrenden Handelsschiffes, das von Unterseebooten aus einem Geleitzug torpediert worden war. Die Schiffbrüchigen konnten nur mit Mühe berichten, daß ihr Dampfer mit Kriegsmaterial auf dem Wege nach einem britischen Hafen gewesen war. Don den Schiffbrüchigen besitzt je einer die finnische, französische, spanische, estnische und holländische Staatsangehörigkeit. Der Mangel an Seeleuten zwingt die britische Handelsschiffahrt, ihre Schiffe mit Angehörigen fremder Nationen zu besetzen. ging und die Früchte in einen strohgeflochtenen Korb pflückte. Sie hatte einen Mund, der übermütig rot war, rot von Blut und Jugend. Rot der Hagebutte. Der alte Steinhügel in Franken war an den Kalkflanken von Weinzeilen umgürtet, am Fuße aber mit wilden Rosenbüschen bewachsen. In den Tagen des Frühlings blühten die Büsche hold und verschwenderisch, uno man sah dazwischen auf heimlichen und überwachsenen Pfaden die Liebespaare gehen, verschwinden und nach geraumer Zeit wieder auftauchen. Arm um die Hüfte und Schulter an Schulter. Manchmal hatten die Mädchen einen Heckenrosenkranz auf dem Haare, und sie wandelten im Schmucke des Kranzes wie ländliche Königinnen einher. Eines dieser Mädchen hatte einen Blutstropfen an der Fingerspitze, ein Dorn hatte den weißen Finger beim Rosenpflücken gestochen. Der Begleiter des Mädchens beugte sich üben den verwundeten Finger und küßte den Tropfen, und konnte sich nicht genug tun mit beruhigenden Worten und guten Liebkosungen. lügen! Aber je schamloser sie lügen, um so furchtbarer ist ihr Erwachen, wenn die Tatsachen immer aufs neue ihren Schwindel entlarven. Churchills Lügenpolttik ist die Polittk eines Hasardeurs, der nichts mehr zu verlieren hat. Roosevelt dagegen ist ein Falschspieler, der alles vom englischen Empire zu gewinnen 'hofft. Beide zusammen aber sind sie die größten Volksbetrüger aller Zeiten. Sie haben kein soziales Gewissen. Sie sind Ueberreste aus der Terttärzeit des Kapitalismus. Von diesen Museumsfiguren menschlicher Rückständigkeit, die mit moralischen Phrasen um sich werfen, lassen sich Millonen und aber Millionen leichtgläubiger Menschen auf dem Erdball tagtäglich belügen, lassen sich friedliebende Völker blind ins Verderben führen. Und das alles, weil diesen Heuchlern eine Presse zur Verfügung steht, die nicht dem Interesse der Völker, sondern der Blutherrschast des Geldes dient." Den Weg der moralischen Erneuerung der internationalen Publizistik habe die europäische Presse — so betonte der Reichspressechef zum Schluß — unter Führung des Achsen-Journalismus bereits beschritten. Er sei der geiftige Sammelpunkt für jene Journalisten aller Länder, die den Willen haben, frei von den Fesseln des Kapitalismus nur dem Wohle ihrer Völker zu dienen. Der mehrstimmige Schwindel Es ist schon aussteführt worden, daß sich der englische Nachrichtendienst verschiedener Tonarten bedient, wenn er die Weltmeinung zu beeinflussen versucht. Die englische Heimat wird von ihrem Rundfunk anders angesprochen als die britischen Kolonien und Nordamerika, die deutschsprachigen Sendungen tragen eine andere Tendenz, wie die Berichte, die an die b e = setzten Gebiete Europas gelangen sollen. So hat jemand sich die Mühe gemacht, einmal die britischen Rundfunksendungen von ein und demselben Tag miteinander zu vergleichen. Es handelte sich um die Lage während der Schlacht bei Kiew. In deutscher Sprache wurde gemeldet, die Lage an der Ostfront sei trübe, es seien Seuchen zu befürchten, der Winter mit seiner Kälte stehe bevor. In französischer Sprache wurde die Lügentendenz noch deutlicher: Die Lage der deutschen Truppen sei hoffnungslos und die große Wende im Osten stehe bevor. Die englischen Heimatbe- richte müssen der Wahrheit etwas näher kommen. Daher wird erzählt, die Initiative sei wieder in der Hand der Sowjetarmee, die Lage der Bolschewisten aber ernst. Dagegen klingt es zur gleichen Zeit in den englischen Rundiunkmeldunaen nach lieber- fee und nach Nordamerika: Dringende Hilfe sei notwendig, die Ukraine sei nicht mehr zu halten, man müsse den Bolschewisten mit allen Kräften helfen. — Wir haben hier ein klassisches Beispiel dafür, wie die englische Nachrichtenpolitik auf vier verschiedenen Schultern tragen kann. Ihre Unglaub- würdigkeit ist hundertfach erwiesen. bringt die reife, dunkelrote Hagebutte einen seligen und glückseligen Sommertag zurück. Dank, Strauch, sagt der Jäger, für den Stich in den Mädchenfinaer. Deinetwegen durfte ich das Mädchen zum erstenmal küssen. Und der Jäger stellt das Gewehr an ein zerfallenes Steinmäuerchen, hängt sich den Rucksack von der Schulter, pflückt die schwarzbekappten, perlenlangen Früchte und schüttet sie in den Rucksack. Und er denkt sich: Wie wird das Engelsgesicht meines Mädchens fröhlich und überrascht lächeln und leuchten, wenn ich einen blauen Steintopf voll Hage- buttenmark ihm eines Tages bringe mit der Inschrift: „Bereitet aus den Früchten des Strauches, der Deinen Finger stach." Rot der Ebereschenfrüchte. Dem kräftigen feuchten Rot der aus dem Meer gebrochenen Koralle ähnlich — noch ist es Sommer, wenn der reichbehängte Baum aus dem Grün der Büsche und anderen Bäume leuchtet. Leise geht die Fackel des Sommers zu Ende, und der blaue Schatten der Berge fällt schon früh in das schmale, sich mit Kühle füllende Bergtal. Einsam am Waldrand Mischen Birken und Erlen leuchtet die Fruchtglocke des Ebereschenbaumes. Ein alter Waldhüter steht darunter, und aus feiner bemalten Porzellanpfeife quillt ein blauer Rauch. Der Mann biegt mit krummem Stockgriff die Aeste herunter und schneidet sich Kugel für Kugel ab. Er wird die Beeren trocknen, um sie winters in den Futterkasten für die Drosseln zu streuen. Aber noch fliegen sie selbst in das Geäst der Eberesche und kröpfen hastig mit ruckarttgen Bewegungen die mehligen Beeren. Wenn die Vögel auffliegen, sind sie schwer und sattgefressen, und das Fett der Herbst- schmausereien hängt ihnen dick auf der Brust. Der einschlafende und regungslose Wald steht auf der Scheide zwischen Sommer und Herbst. Zwischen all dem grünen und satten Blattwerk leuchtet die Glut der reifenden Ebereschenfrüchte, dem ziehenden und hungrigen Vogel weithin sichtbar. Wir schön ist es doch, reif zu fein] Hervstroi. Von Anton Schnack. Rotder Tomaten. Noch gestern hingen die Tomatenkugeln an der krausblätterigen Staude. Eine schwache, nicht recht hervorbrechende Röte glasierte den blassen und wassergrünen Untergrund. Nun liegen die Früchte, eine neben der anderen, auf dem Fensterbrett, das an der sonnigen Südseite gelegen ist. Hier reifen die Tomaten allmählich aus. Immer dunkler wird die Glasur, immer satter, schöner und üppiger die Farbe, großen roten Siegellacktropfen ähnlich, deren Leuchtkraft sich in das Glas der Fensterscheibe wirft, worin sich der weiche, duftige Samt des Spätsommerhimmels widerspiegelt. Nun fliegt eine Wespe ans Fenster, noch eine Zweite, und beide, zwei kriegerische schwarz-gelbe Leiber, summen in Unruhe über der Tomatenpracht am Fenster, hinter dem süßer, erregender Fruchtsaft gekocht wird. Rot und gelb: kühne, grelle, angriffslustige Farben, Die eine als Feueroall gerundet, die andere als lebendiger, gestachelter Blitz hin- und herfliegend, aber sie werden nicht lange mehr dau- ern — in kurzer Zeit wird die Nachtkühle den gelben Blitz der Wespe zu einer gekrümmten leeren Hülle machen und das Rot der Frucht zu einer welken Haut. ♦ Was hat sich alles in dem fröhlichen und brennenden Rot der Tomate gesammelt? Die unerbittlich glühende Sonne von vielen Tagen, die hellen Perlen des Taus und die dunkleren Tropfen des Regens, das weißliche Licht der Mondnächte, der zarte Ähein der Morgenröte und der üppige Feuerrand der Abenddämmerung, aber auch das glückliche Lächeln der jungen Gärtnerin, dis an den Beeten entlang; Stockholm, 29. Sept. (Europapreh.) Der Leiter der englischen Verhandlungsdelegation in Moskau, Lord Veaverbrook, hatte am Sonntag in der britischen Botschaft eine Konferenz mit Dem britischen Botschafter Sir Stafford Cripps und dem Leiter der britischen Militärabordnung in Moskau, General Mac Farlane. An der Besprechung nahmen alle militärischen Mitglieder der britischen Abordnung teil. Beaverbrook, Harriman und andere Mitglieder der britischen und nord- amevikanischen Delegation in Moskau suchten noch am Sonntagabend Stalin auf. Die Unterredung, an der neben dem Auhenkommissar Molotow auch der Jude L i t w i n o w - Finkelstein teilnahm, fand im Kreml statt und soll einen sehr erregten Verlauf genommen haben. Harriman, der Führer der amerikanischen Delegation, erklärte der Presse, daß die Moskauer Tagung sofort an die Arbeit gehen und in Anbetracht der Wichtigkeit der zur Verhandlung stehenden Fragen und der absoluten Dringlichkeit nur etwa eine Woche dauern werde. Hamman fügte hinzu: „Wir müssen schnell arbeiten, weil die Zeit sehr kostbar ist/ 21 tu ieirc 4 DO' iKe yörei i iow !::: ?cl iiisg, 8:(|hai Violinkonzert op. 147. Ein unbekanntes Werk von Reger. Aus Anlaß seines 60jährigen Bestehens veranstaltet das Berliner Klindworth-Scharwenka-Konser- vatorium eine Konzertreihe, die mit einem Sinfoniekonzert eröffnet wurde. In diesem Rahmen hörte man für Berlin zum erstenmal ein Regersches Violinkonzert, über dessen Vollendung den Komponisten der Tod abberief. Vor einem Jahrzehnt etwa übergab die Witwe Regers die Handschrift dem ebenso als Geiger wie als Komponisten bekannten Florizel von Reuter, der sich sorgsam des kostbaren Nachlasses annahm. Erhalten sind zu diesem Opus 147 Partitur und Klavierauszug von Regers eigener Hand, und es gewährt einen interessanten Einblick in das Schaffen dieses Meisters, daß beide Niederschriften mit dem gleichen Takt abbrechen, also die Vermutung wohl zu Recht besteht, daß Auszug und Partitur gleichzeitig nebeneinander entstanden sind. Gewissenhaft hat der Komponist alle Vortragsbezeichnungen (mit roter Tinte) in die Partitur eingetragen. Ueber die beabsichtigte endgültige Form ist nichts zu erkennen, noch auf uns gekommen. Der einleitende langsame Teil mit weitgespannten Melodie- bogen echt Regerscher Prägung geht über in ein kapriziöses Scherzo, das sich allmählich zu einem beschwingten Walzerrhythmus beruhigt. Hier endet die Niederschrift. Florizel von Reuter greift in feiner Weiterführung auf den ersten Teil zurück, den er bis in die Nähe des Scherzos wiederholt und dann in eine abschließende Fuge münden läßt, die ihr thematisches Material dem Regerschen Gedankengut entnimmt. Diese Formgebung ist durchaus logisch und entspricht dem Aufbau anderer Werke des Komponisten. Die Bearbeitung ist so geschickt gemacht, und Solopart wie Orchestersatz sind so ganz im Stil des Originalteiles gehalten, daß man sich der Fortführung von fremder Hand nicht bewußt wird. Nach der Münchner Uraufführung 1932 bestätigte auch hier dem Bearbeiter wie gleichzeitig Interpreten Florizel Soldaten, vor allem aber bewaffnete Flintenweiber, den Transport. Während selbst Frauen und Kinder mit Erschießen bedroht wurden und die Männer von den bolschewistischen Soldaten mit der Waffe in Schach gehalten wurden, raubten die Flintenweiber die deutschen Frauen und Kinder buchstäblich bis aufs Hemd aus. Unter dem Vorwand der körperlichen Untersuchung wurden alle noch bisher vor dem Zugriff der Bolschewisten geretteten Schmuckgegenstände, Kleidungsstücke und selbst die Leibwäsche geplündert. Die Ohrringe, Eheringe und selbst die kleinsten Erinnerungsstücke ohne irgendwelchen Wert wurden unter Anwendung roher Gewalt entrissen. Unter Mißhandlung selbst alter und kranker Frauen vollzog sich hier ein Verbrechen, das in der Geschichte der diplomatischen Beziehungen der Völker nicht seinesgleichen hat. , In einem erschütternden Zustand traf der deutsche Transport in der Türkei ein. Es gab Frauen und Kinder, die nur noch einen alten Mantel besaßen, während alles andere von den bolschewistischen Flintenweibern geraubt war. Durch die Mißhandlungen befanden sich die Deutschen in einem Zustand, der eine furchtbare Anklage gegen das organisierte bolschewistische Verbrechertum und ihre Verbündeten bildet. Das deutsche Volk, das seit dem völkerrechtswidrigen Vergewaltigungsakt der Bolschewisten und Briten an Iran schweigend, aber mit tiefer Anteil- nähme das Schicksal der Deutschen in Iran verfolgte, die dort nichts anderes taten, als in friedlicher und loyaler Haltung in dem Gastland ihrer Arbeit nachzugehen, empfindet eine brennende Em- Pörung gegen diese Tat der Bolschewisten, hinter der die Verantwortung nicht nur der Moskauer Regierung, sondern ebenso sehr der englischen Regierung steht. Versorgungstonne ist und daß ein Schiss in den jetzigen Kriegszeiten durchschnittlich im Jahr vier Fahrten auf England macht oder besser gesagt, zu machen versucht. Da selbstverständlich nicht alle Schiffe, die versenkt werden, besonders solche sind, die von England fahren, vollgeladen haben, ist es richtig, um zu keinem falschen übertriebenen Ergebnis zu gelangen, die an sich erheblich größere Der- sorgungstonnage nicht einzusetzen, sondern bei der Vruttotonnage zu bleiben. Der Ausfall von 13 Mil lionen BRT. bedeutet also sehr vorsichtig gerechnet, allein einen Ausfall von etwa 47 Millionen Tonnen, während in England selbst der verantwortliche Minister den Bedarf auf 72 Millionen Tonnen angegeben hat. Ganz abgesehen von den Versenkungen hat nun aber der Verlauf des Krieges einen ganz gewaltigen Mehrbedarf an Tonnage für die englische Versorgung mit sich gebracht. Um nachstehend nur ein Beispiel herauszugreifen: Aus Europa bezog England im letzten Vergleichsjahr 1938 Nahrungsmittel und Rohstoffe im Gewicht von rund 30 Millionen Tonnen. Dazu genügte bei den kurzen Entfernungen ein Schiffsraum von 600 000 BRT., da die Schiffe wöchentlich zwischen England und dem Ursprungsland der Erzeugnisse hin und her fuhren. Die Butter, der Speck, die Eier kamen in der Hauptsache aus Holland und Däne- e mark: sie müssen jetzt aus Australien, Neuseeland und Südafrika herangeholt werden. Zellstoffe, Grubenholz, Erze, bisher aus Schweden, Norwegen und Finnland soll jetzt Kanada liefern. Auch Der Nichtfachmann wird beurteilen können, welche gewaltige Mehrtonnage dazu nötig ist, nämlich nahezu das zehnfache. Daneben ist der Transport von leicht verdeblichen Waren, wie z. B. Butter und Speck für die unter Umständen monatelangen Reisen mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft. Zu derartigen Transporten gehören Schiffe mit ganz besonderen Kühleinrichtungen, die erst hergerichtet werden mußten. Gerade von diesen Kühlschiffen ist, wie aus den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht hervorgeht, bereits eine ganz Reihe versenkt worden. Kürzlich ging in der Südsee eins dieser Schiffe auf dem Wege von Neuseeland nach England in die Tiefe und nahm 10 000 Tonney gleich 20 Millionen Pfund Butter mit sich. Das von den Engländern gleich zu Beginn des Krieges eingeführte Geleitzugsystem erfordert, da in einem Geleitzuge stets das langsamste Schiff das Tempo für alle anderen angibt, nach englischen Berechnungen eine Mehrtonnage von etwa 30 v. H. Der Weg um das Kap der Guten Hoffnung anstatt durch das Mittelmeer erfordert die doppelte Tonnage. All' diese Faktoren zusammen ergeben, addiert zu der Versen- kungsziffer, eine so große Beanspruchung der noch vorhandenen Tonnage, daß von einer wirklichen Befriedigung der für die Insel England notwendigen Lebensmittel und Rohstoffe keine Rede mehr sein kann. ilDtÜ kde 8 litt Seit d P igelt IlkU Vor den Auslandsschweizern sprach auf Einladung der Neuen Helvetischen Gesellschaft der schweizerische Professor der modernen Geschichte, Karl Burckhardt, der auch Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz ist und der sowohl im diplomatischen Dienst Der Eidgenossenschaft wie auch als Völkerbundskommissar in Dan-. zig praktische Erfahrungen auf dem Gebiete der großen Politik hat sammeln können. Einige Worte aus seiner Ansprache: „Das angemessene Verhalten |^?un des Schweizers innerhalb der Weltkrise ist B e- % scheidenheit. Seit September 1939 erleben wir eine der größten geschichtlichen Tragödien. Wir durften außerhalb bleiben und daraus ergibt sich für uns die Pflicht zu ehrfurchtsvollem Schweigen und gleichzeitig die Anspannung aller Kräfte, um Hilfe zu bringen. Unsere Neutralität muß nicht für uns, sondern für biß andern, für die zerrissene Gemeinschaft der Völker da fein ... Die |ttrgen, Tätigkeit des Roten Kreuzes soll nicht nur ver- |ntr;ub stärkt, sondern auch erweitert werden." z Von anderen Schriften abgesehen hat Karl Burck- U Hardt als Geschichtsschreiber den lebhaftesten Wider« Ithen hall im deutschen Sprachgebiet mit seiner großcm- " geleaten und in den besten Überlieferungen gt samtdeutscher Geschichtsschreibung verfaßten & Ein Verbrechen gegen GeMnng und Völkerrecht Oer Leidensweg deutscher Frauen und Kruder auf dem Rücktransport aus Iran. B e r l l n, 29. Sept. (DNB.) An der turkisch-lra- nischen Grenze trafen am Sonntag 470 deutsche Frauen und Kinder mit den Angehörigen der deutschen Gesandtschaft und dem deutschen G sandten ein, nachdem ihnen von der iranischen Regierung wie von den Engländern und den Sowjets freies Geleit zur Türkei zugesichert war. Unter Bruch der Gesetze der Gastfreundschaft und der abgeschlossenen Verträge wie des geltenden Völkerrechts wurden die wehrfähigen Deutschen in Iran durch erpresserischen Druck der Engländer und Sowjets von der iranischen Regierung Den Briten und Bolschewisten ausgeliefert. Aber der bolschewistische und britische Haß hat selbst vor Frauen und Kindern und Den amtlichen Vertretern der Reichsregierung auf ihrem Transport nach der Türkei nicht Haltgemacht. Unter Führung des deutschen Gesandten begab sich der Transport der Frauen und Kinder am 17. September von Teheran auf den Weg nach der Türkei. Trotz feierlicher Versprechungen und trotz der Begleitung durch neutrale Diplomaten wurde der Transport durch sowjetische Soldaten unter Führung sowjetischer Offiziere und der politischen Kommissare ausgeplündert. Wertvolle Gegenstände wurden ohne eine Angabe auch nur eines Vorwandes geraubt, darunter auch das gesamte Gepäck Der Deutschen Gesandtschaft. Koffer, Pelze, Schmuckgegenstände und was sonst Den Bolschewisten in die Augen stach, wurde vor den Augen Der Deutschen weggeschleppt. Die begleiten- Den neutralen Diplomaten und der deutsche Gesandte waren machtlos/ Wenige Kilometer vor der türkischen Grenze ordnete der den Transport begleitende sowjettsche Beamte eine kurze Marschpause an und befahl Den Deutschen, sich auf freiem Felde in Reih und Glied aufzustellen. Dann überfielen bolschewistische Oie Schande von jran Das deutsche Volk hat bisher über Dte Vorgangs in Teheran geschwiegen, um das Schicksal seiner Frauen und Kinder, das dort mit in Frage gestellt war, nicht zu gefährden. Jetzt, nachdem die oertrie« denen Deutschen in Der Türkei eingetroffen sind und nachdem einmanbfreie Berichte über ihre Erlebnisse vorliegen, kann Die Deutsche Oeffentlichkeit nur mit tiefster Empörung von Der Kulturschande Kenntnis nehmen, für die England und die Sowjetunion Die gemeinsame SchulD tragen. Der Ueberfall auf das neutrale Iran war schon ein verbrecherischer Akt, Die Zumutung an die iranische Regierung, Die Deutschen sämtlich Der englischen und bolschewistischn Besatzung auszuliefern, war ein Völkerrechtsbruch schlimmster Art. Daß Die schwache Regierung Irans auf diese Zumutunaen einaegangen ist, gereicht ihr nicht zur Ehre. Der entschlossene Wille der deutschen Gesandtschaft, die Deutsche Kolonie unter gar keinen Umständen an Die feindlichen Mächte auszuliefern, hat Dann einige ZugestänDnisse erwirkt. Die amtlichen Deutschen Vertreter, ebenso diejenigen von Italien und Rurnä- nien, sollten freies Geleit erhalten, ebenso Die Frauen und Kinder. Der geordnete Abtransport auf türkisches Gebiet follte unter dem Schutz neutraler Diplomaten stehen. Der an anderer Stelle wieder- gegebene Bericht Des DNB. illustriert, wie diese Zusagen gehalten wurden. Die Einsprüche des schwe. dischen Gesandten waren ebenso erfolglos wie Die schwachen Versuche Der Vertreter Der iranischen Re- gierung. Die Engländer fühlen sich bereits berufen, ihre Hände in Unschuld zu waschen. Sie behaupten, Die deutschen Frauen hätten bei ihrer Ankunft in Ankara ihre Dankbarkeit gegenüber Den englischen Beamten in Teheran bekundet, die ihnen hilfreich zur Sette gestanden hätten. Diese Erzählung ist offenkundiger Schwindel. Die deutschen Frauen und Kinder hatten bei ihrer Ankunft in Ankara ganz andere Sorgen, als den Engländern freundliche Worte zu widmen. Sie kamen halbnackt und tn Lumpen in der türkischen Hauptstadt an, nachdem sie während des „freien Geleits" von den Verbündeten Englands ihrer notwendigsten Habe beraubt worden waren. Die deutsche Botschaft in Ankara hatte zunächst einmal Die Aufgabe, für diese mißhandelten Deutschen warme Decken und Kleidungsstücke zu besorgen. Wenn aber Die Engländer Die Geschichte in Die Welt setzen, Die deutschen Frauen und Kinder seien ihnen Dankbar gewesen, so wollen sie ihre eigene schwere Schuld an Der Schmach von Iran verdunkeln. Die Engländer sind es Doch gewesen, die gemeinsam mit Den Sowjets dieses neutrale Land überfielen. Sie haben vertragswidrig Die Bolschewisten zur Besetzung von Teheran her- eingerufen. Mit ihnen gemeinsam gingen sie Darauf aus, ihre Rache an Der kleinen deutschen Kolonie zu kühlen. Als das nicht in vollem Maße gelungen war, überließen die Briten den Abtransport der 450 Frauen und Kinder dem „Schutz" der Bolschewisten und ihrer Flintenweiber. Daraus ergibt sich im vollen Umfang das gerüttelte Maß der Schuld, das Die Engländer an der Kulturschande von Iran tragen. Oer weiße Vabe. igsi-Bahn von Jinhua bis Tschutschau ist damit Kweilin unt> Tschungking angeschnitten. Damit - mansk ist. Der erste Vorstoß, von der finnischen Grenze e'I durch die weglose Tundra, zeigte schon deutlich, daß Welche Eigenart hat das Würzburger Leitungswasser? Würzburger Leitungswasser unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von dem Leitungswasser anderer Städte. Bekanntlich enthält jedes Wasser mehr oder weniger Kalk, den es im Erdboden ausgenommen hat. Wasser mit hohem Kalkgehalt bezeichnet man als hart, Wasser mit geringem Kalkgehalt als weich. Während nun die Durchschnittshärte des Wassers in Deutschland etwa 15 Grad beträgt, hat das Würzburger Wasser nicht weniger als 60 Grad Härte! Das Würzburger L^itungswasser enthält also besonders viel Kalk. Je härter und kalkhaltiger das Wasser ist, um so schlechter schäumt Seife oder Waschpulver. Sobald das seifenhaltige Waschpulver mit hartem Wasser in Berührung kommt, bildet sich Kalkseife, die nicht schäumt und auch nicht reinigt. Schon bei nur 15 Grad Härte gehen beim Waschen 240 Gramm Seife verloren. Der Kalk vernichtet also in dem besonders harten Würzburger Wasser rund 1 Kilogramm Seife! Beim Waschen in hartem Wasser würden in den deutschen Haushaltungen jährlich 100 Millionen Kilogramm Seife verlorengehen! Heute, im Kriege, geht es aber darum, alles Volksgut und so auch Seife, vor Verlusten zu bewahren. Deshalb: Immer nur in weich gemachtem Wasser waschen! Hartes Wasser kann man durch Zugabe einiger Handvoll eines guten Enthärtungsmittels in kurzer Zeit regenweich machen. Dieses Weichmachen des Wassers hilft viele tausend Pakete Waschpulver sparen! Städte mit besonders hartem Wasser sind außer Würzburg: Berndurg mit 43 Grad, Eisleben mit 42, Halle mit 30, Leipzig mit 30, Altenburg mit 29, Mühlhausen mit 28, Ludwigshafen mit 25, Trier mit 25, Köln mit 22 Grad. In solchen Städten ist das Weichmachen des Wassers natürlich besonders wichtig. Es kommt aber nicht nur auf die Seifen- bzw. Waschpulverersparnis allein an. Macht man das Wasser nicht weich, dann seht sich die Kalkseise im Gewebe ab. Die Wäsche wird grau und unansehnlich und bekommt einen stumpfen Griff. Sie wird spröde und hart und geht viel schneller entzwei als Wäsche, die immer in weichem Wasser gewaschen wird. Vergessen Sie deshalb nie, am Abend vor dem Waschtag einige Handvoll Vleichsoda, Soda oder eines anderen Enthärtungsmittels in dem mit Wasser gefüllten Waschkessel zu verrühren. Erst dadurch wird das Wasser richtig weich. Sie werden-sich freuen, wie gut am nächsten Morgen die Waschlauge schäumt und wieviel besser sie wäscht 1 »Iren die chinesischen Pläne von einer Wieder- e oberung Kantons zunichte gemacht. Das japanische luptquartier in Südchina kündigt an, daß japani- Nachdem im vergangenen Jahre die Ski-Welt- niüsterschaften in Cortina durchgeführt wurden, fird für die Ski-Weltmeisterschaften 1942 die Tage atm 7. bis 15. Februar 1942 bestimmt worden. Die Dettkämpfe werden in Garmisch-Parten- k r ch e n durchgeführt. DNB. ... (PK.) Die tapferen deutschen Jäger General Dietls, die in den Steilbergen o st - wärts Petsamos einen Gebirgskrieg führen, wie sie ^hn Norwegen in dieser Härte nicht erlebt hatten, sind weit vorgestoßen. Es wurde ein Umfassungsangriff durchgeführt, der beispiellose Leistungen von allen beteiligten Waffengattungen verlangte, dafür aber auch wichtige Schlüsselstellungen in den Besitz der Gebirgsjäger brachte. Die moderne Technik kann nicht helfen, wenn der Gegner sich an Steilhängen und auf gut geschützten Bergkuppen verborgen hält, 200 m über dem sumpfigen und dickichtbewachsenen Tal. Immer noch ist das B e r g- pferb der beste Mitkämpfer des Gebirgsjägers. Mensch und Tier sind einander verbunden wie in uralten Tagen, als das mittlere Europa noch allerwegen Einsamkeit kannte, die das Merkmal der Tundragegenden zwischen Petsamo und Mur- die Sowjets sich durchaus nicht freiwillig der Vorteile zu begeben gedachten, die ihnen der natürliche Felsen- und Bergwall bot. Zu den vordersten Bun- kerstellungen in der mit wachsender Entfernung von der Küste etwas flacher werdenden Tundra, führten wohl Karrenwege, jedoch hatten sie keine Verbindung mit Murmansk. Verpflegung und Nachschubgeräte brachten die Sowjets über See in eine der zahlreichen Meeresbuchten, von denen die Bunkerwege ausgingen. Als es den Gebirgsjägern gelang, die Bunker im ersten Ansturm zu nehmen, war es den Sowjets zwar unmöglich, Waffen und Gerät über See in Sicherheit zu bringen, jedoch fanden sich die Gebirgsjäger dafür der Tatsache gegenüber, daß der kümmerliche Weg, dem sie stürmend folgten, plötzlich ganz unvermittelt endete. Ein Fluß wurde zwar erreicht, teilweise sogar überschritten, aber es mußte zwangsläufig eine Marsch- rer von T f ch a m m e r und Osten als Präsident der Deutsch-Italienischen Gesellschaft. * Der japanische Außenminister T o y o d a und der Botschafter der Vereinigten Staaten in Tokio, Josef Clark Grew, hatten eine längere Besprechung. * Das bolivianische Kabinett hat seinen Rücktritt erklärt. Der Präsident hat ihn angenommen und die Minister mit der Fortführung der Geschäfte betraut. * Am Sonntagoormittag wurde die Lyoner Messe durch den Staatsches Marschall Pstain eröffnet. Im Rahmen dieser Messe findet eine deutsche Ausstellung ftatt * Der Chef der TN., ^-Gruppenführer und Generalmajor d. P. W e i n r e i ch , hat anläßlich des 22. Jahrestages der Technischen Nothilfe am 30. September einen Aufruf an die deutsche Nothelferschaft gerichtet. * In Schanghai fand die Einweihung des „Deut- sc: en Heimes" statt, das als erstes NSV.-Heim in -Tiüna feiner Beftimmung^übergeben wurde. Aus Anlaß des ersten Jahrestages der Unter- pchnung des Dreimächtepaktes veranstalteten die Deutsch-Japanische Gesellschaft und Deutsch-Italienische Gesellschaft in Berlin eine Kundgebung. Es wohnten ihr die diplo- mttschen Vertreter der dem Dreierpakt angehörenden Staaten bei. Es sprachen der Präsident der Rutsch-Japanischen Gesellschaft, Admiral F ö r st e r, der italienische Botschafter A l f i e r i, der japanische biischafter General O s h i m a und Reichssportfüh- an, rn e Einheiten, die längst des Westflusses operierten, re Operationen zum Abschluß gebracht haben und jizt auf neue Operationsbasen vordingen. Kleine politische Nachrichten. Im Abschnitt von S o l l u m verstärkten die Bri- ihre Spähtrupptätigkeit. Es gelang ihnen jedoch irrgenbs, bis zu den deutsch-italienischen Vorposten o rzudringen. An der Tobruk front herrschte Attilleriet'ätigkeit. Von der eingeschlossenen Beizung vorgeschickte Spähtrupps wurden unter stiweren Verlusten für den Gegner zurückgewiesen. * In der Nacht zum Montag griffen Kampfflug- zcuge Häfen an der britischen Ost- und Westküste iinb Flugplätze in Mittelengland mit Erfolg an. * Das Kesseltreiben von pirjatin Von Kriegsberichter EM. Arndt. Gebirgsjäger stürmen an der Mrmansksront Von Kriegsberichter Werner W. Gebert. DNB. . . ., 29. Sept. (PK.) „Es kocht im Kessel überall", sagte der Kommandierende General, als er von der Spitze des Panzerregiments zurückkehrte, das von Osten her gegen P i r j a t i n vorstieß, mitten hinein in den Feind, vorbei an Panzergräben und Bunkerstellungen, die von sowjetischen Bau-Bataillonen in aller Eile mit Front gegen Westen errichtet worden waren. Daß unsere Panzer in ihrem Rücken erscheinen würden noch während sie die schwarzen Erdwälle aufwarfen, hatte den zur Zwangsarbeit gepreßten Ukrainern der flüchtende Marschall Budjenny nicht gesagt. Sie waren völlig überrascht und konnten unser Erscheinen einfach nicht begreifen. Dann warfen sie Schippen und Spaten weg. Andere trafen wir mit Waffen an. Man hatte in aller Eile Gewehre unter sie verteilt, um sie als bewaffnete Zivilisten der drohenden Deutschengefahr entgegenzuwerfen. Uniformen gab es keine mehr. Tausende ließen die Waffen fallen, während über ihre Köpfe hinweg Stuka-Formationen dröhnten. Unsere Panzer-Division stieß aus dem Südosten vor, die motorisierte Infanterie kam aus dem Norden. Und als die Spitzen beider Formationen kämpfend Pirjatin erreichten, hatten die Stukas bereits ganze Arbeit geleistet. Hunderte brennender Lastkraftwagen, vernichteter Panzer und Traktoren modernster Bauart versperrten die Straßen. Der kalte Herbstwind blies Flammen und Rauch zum Himmel, Feuersäulen gleich standen lodernde Magazine. Unter Stuka-Treffern stürzten Kasernen zusammen und begruben ungezählte Tote unter ihren Trümmern. Wild gewordene Pferde rasten zitternd mit ihren Gespannen umher. Flakgeschütze richteten vergebens ihre Rohre gegen die deutschen Maschinen. Unter dem Sausen und Krepieren der Bomben zerbrach jeder Wille zum Widerstand. Tausende Drängten fliehend aus der Stadt heraus, Tausende von Fahrzeugen suchten in wilder Flucht nach allen Seiten dem Geschoßhagel zu entgehen. Die morastigen Sümpfe südostwärts der Stadt wurden vielen zum Grabe. Auf einer Fahrt durch Niedersachsen und Westfalen besuchte der Stabschef der SA. verwundete SA.-Kameraden, um ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz zu danken und ihnen baldige völlige Genesung zu wünschen. Die nationale Jugend Flanderns erneuerte in drei Kundgebungen zu Antwerpen, Kortrijk und Herenthals ihren Willen, an der Verwirklichung einer engen völkischen Gemeinschaft Flanderns zu arbeiten und das flämische Volk auf die große Aufgabe vorzubereiten, dir es im neuen Europa zu erfüllen habe. Der Leiter der flämischen Jugendbewegung, Dr. Lehembre, hielt eine Ansprache. * Auf dem ersten Führerinnen-Treffen des BDM. in den Niederlanden und des holländischen „Nationalen Jugend-Sturms" in Den Haag sprachen Reichsminister Seyß-Jnquart und die BDM.-Reichs- referentin Dr. Jutta Rüdiger. Die Maschinengewehre unserer Schützen hämmerten vom Norden, die Kanonen unserer Panzer zerfetzten vom Süden her jeden Widerstand. Troß- soldaten Budjennys, die sich in Wodkakellern berauscht hatten, torkelten über verkohlte Leichen und krepierende Pferde uns entgegen. Durch die völlig verstopften Straßen mußten unsere Panzer hindurchbrechen. Aus den Häusern, Gärten und Gräben kamen die Bolschewisten hervor, hoben die Hände, schlotternd vor Angst. Sie waren hin- und hergeworfen worden und überall auf deutschen Widerstand gestoßen. Die Bomben der Stukas und die Granaten der Panzer brachten den in und um Pirjatin eingeschlossenen Budienny-Divisionen erst die Klarheit, daß das Ende da sei. Zwischen den zuckenden Leibern krepierender Pferde, neben einem zertrümmerten Mammutpanzer und den brennenden Balken eines zusammengebrochenen Hauses lagen da die Instrumente einer Sowjet-Regimentskapelle, in der Herbstsonne blinkte das Metall kalt zwischen Schutt und Leichen, Notenblätter wirbelte der Wind auf. In einer dreitürmischen alten Kirche hatte ein motorisierter Werkstattzug sich eingerichtet. Am Sonntag werden die Bewohner der Stadt wieder zu Gott beten können, der ihnen in Jahrzehnten schrecklicher Bolsche- wistenherrschaft verboten war. Ueberall lagen Waffen umher, Maschinengewehre mit aufgesteckten Trommeln, geladene Geschütze, die nicht mehr zum Schuß kamen, auf dem Marktplatz stand eine motorisierte Fesselballon-Kolonne, die Seilrollen wie von Riesenhand zusammengedrückt, die Hüllen zerfetzt. Ungezählt sind die Gefangenen, die vorüberzogen. Hier wurden Divisionen vernichtet, sie wurden im vorbildlichen Zusammenwirken von deutschen Stukas, Panzern und Schützen zerschmettert. Unvorstellbar ist das Chaos in dem gewaltigen Kessel, des- jen Auflösung mit dem Fall Kiews begann und an dessen Ende Zahlen von vernichteten Einheiten stehen, wie sie die Kriegsgeschichte bisher noch nicht kannte. pause eintreten, bis eine gute, brauchbare N a ch - schubstraße von der finnischen Grenze bis an den Fluß gebaut war. Die vergangenen Wochen sind in jeder Weise genutzt worden. Das haben die Sowjets, die in ihren Bergnestern wohl zu überwintern gedachten, jetzt unsanft erfahren müssen. Der Angriff, der für die dunklen Nachtstunden der beiden letzten Tage an- aesetzt war — die Mitternachtssonne ist seit Mitte August verschwunden —, begann mit einem Feuerüberfall der schweren' und mittleren Geschützbatterien. Noch während dieser Vorbereitung setzten sich die Gebirgsjäger in Bewegung. Panzer stießen auf einem äußerst schwierigen Wea vor, trotz vielfacher Schäden an den Ketten, verursacht durch das Felsgeröll. Schon nach wenigen Stunden waren die nächstliegenden Feindstellungen in der Hand der Gebirgsjäger, die mit einem bewunderungswürdi- aen Schwung vorwärtsftürmten. Dann begann der Angriff auf die weiter entfernten Berghohen mit ihren beherrschenden Feindnestern. Die Sowjejts zu überraschen gelang wohl deshalb so gut, weil der Angriff trotz Nebel und Regen durchgeführt wurde. Die Sowjets trauten den Gebirgsjägern, an deren Seite auch Männer der Waffen-^ kämpften, ein Vorgehen bei solchem Wetter anscheinend nickt zu. Um so größer mag ihr. Entsetzen gewesen fein, als die Artillerie noch vor der ersten Dämmerung schlagartig einsetzte. Der Ansturm der Gebirgsjäger trieb sie dann unaufhaltsam zurück. Berg auf Berg wurde genommen. Schon gegen Mittag des ersten Kampftages war offenbar, daß der kühne Angriffsplan gelingen mußte, obwohl die verabredungsgemäß hereitstehen- den Stukas wegen des schlechten Wetters erst am nächsten Tage eingesetzt werden konnten. Die Sowjets wurden in einem Kessel mehr und mehr zu- fammengebrängt. Von ihrer 5)aft, noch auf einen der ostwärts führenden Wege zu gelangen, zeugten zahlreich überstürzt zurückgelassene Waffen und Karrenfahrzeuge. Am Abend wanderten die Besatzungen vieler Bergnester in die Gefangenschaft. Der Kampf geht weiter. Ein wichtiger Abschnitt in den Kämpfen an der Eismeerfront ist damit ein- geleitet. Unsere Gebirgsjäger drängen die Sowjets unaufhaltsam nach Osten, trotz Nebel und Regen, trotz knietiefen Schlammes auf den wenigen Karrenwegen, trotz Sumpf und Dickicht in den Tälern, trotz der beispiellosen Anstrengungen, die jede Berghöhe von Mensch und Tier fordert. Der unbändige Wille beseelt die Männer General Dietls, ihr Ziel zu streichen. Aus aller Welt. Line Ehrung für Professor Dr. L. krauch. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der I. G. Farbenindustrie, Professor Dr. C. Krauch, Generalbevollmächtigten des Reichsmarschalls für Sonderfragen der chemischen Erzeugung und Leiter des Amtes für Wirtschaftsausbau, wurde von der Universität Heidelberg die Würde eines Dr. rer. nat. ehrenhalber in Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiete der Chemie und seiner Verdienste auf dem Gebiet der chemischen Technologie, seiner Fürsorge für die deutsche Forschung verliehen. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Universität Heidelberg. Ehrung eines verdienstvollen Ingenieurs. Reichsminister Dr. Todt überreichte das VDI.» Ehrenzeichen an Dr.-Jng. e. h. C. K o e 11 g e n, dem früheren Vorsitzenden des Vereins deutscher Ingenieure, ehemaligen Vorsitzer des Vorstandes der Siemens-Schuckertwerke, anläßlich seines 70. Geburtstages in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen in der technisch-wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit und für seine zielbewußte Leitung des Vereins Deutscher Ingenieure in den schweren Jahren wirtschaftlichen Niederganges von 1929 bis 1931. Dr. Koettgen hat 1920 die Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure mitgegründet. Auch im wissenschaftlichen Beirat des VDI., im Vorstand des Deutschen Normenausschusses, bei der Durchführung der Zweiten üßelttrafttonferenx in Berlin 1930 und als Vorsitzender des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit in den Jahren 1930 bis 1934 hat Dr. Koettgen einen beachtlichen Einfluß auf die technische Weiterentwicklung nehmen können. Kunstausstellung der deutschen Wehrmacht in Paris. In der Pariser Gemäldegalerie ist „Die Kunstausstellung der deutschen Wehrmacht" eröffnet worden. Die Schau zeigt Werke, die kunstbeflifsene Soldaten wahrend ihres Aufenthaltes in Frankreich geschaffen haben und ein eindrucksvolles Bild von der Art geben, wie diese Künstler in Uniform die französische Landschaft und das französische Leben in sich verarbeitet haben. Einen Ehrenplatz hat das Gemälde des Kommandanten von Groß-Paris, Generalleutnant Schaumburg, inne. Hohe Preise für moderne Gemälde. Bei einer Versteigerung in Berlin kamen nach langer Zeit französische Impressionisten auf den Markt. Die Seltenheit des Materials trieb die Preise außerordentlich hoch: mit 60 000 und 45000 RM. wurden zwei Gemälde von Monet gekauft: „Blühendes Mohnfeld" und „Blick auf den Dogenpalast in Venedig". 38 000 RM. brachte ein Damenbildnis, in Pastell gemalt von Manet, 76OOO und 64000 RM. zwei Bilder von Toulouse-Lautrec „Der erste Trikot" und „Junge Mädchen". Am höchsten wurde ein Gemälde von Gustave C o u r b e t bezahlt; das in Frankfurt gemalte Bild ,7Damen auf einer Terrasse" erreichte den außergewAmlichen Preis von 148 000 RM. Mit 52 000 RM. wurde ein „Stilleben" desselben Meisters gekauft. Auch die Gemälde von Renoir erzielten hohe Preise. Am teuersten wurde eine Landschaft in der Gegend von Antibes mit 30 000 RM. bezahlt. Auch niederländische Maler des 17. Jahrhunderts erzielten 'hohe Preise. Am teuersten war „Der Blick auf Delft" von v. G o y e n, das auf 38 000 RM. stieg. Unter d eutschen Bildern des 19. Jahrhunderts erreichten Menzels „Rüstungsstudien" den höchsten Preis; sie brachten 35 000 RM. Heidelberger Universikälsinstiluk für Fremdenverkehr. An der Heidelberger Universität wurde das Institut für Betriebswirt schäft des Fremdenverkehrs eröffnet. Leiter des Jnstltuts ist Professor Dr. Thoms, Dekan der Staats- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Der Hotelbe- ttieb wird in dem Institut besonders behandelt werden. Vortragsreisen für Hotelbetriebsführer und Lehrer an Fachschulen werden eingerichtet werden. Irene Lücken gestorben. Irene Eucken, die Lebensgefährtin des Philosophen Rudolf Eucken ist im Alter von 79 Jahren in Jena gestorben. An der Lebensarbeit ihres Mannes hat Irene Eucken regen Anteil genommen. Nach feinem Tode im Jahre 1926 bat sie als treueste Sachwalterin feines geistigen Erbes im Sinne des Philosophen weitergewirkt. 3m Fluge vom Vlih getroffen. Ein Verkehrsflugzeug, das von Camaguey nach Havanna (Kuba) unterwegs war, wurde im Fluge von einem Blitz getroffen und stürzte brennend ab. Aus den völlig verkohlten Trümmern wurden die Leichen von zehn Befatzungsmitgliedern und Fluggästen geborgen. Hemptfchriftkeiter: Dr. Rdebrfd) Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unv Bilder: Tr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Tr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft it. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Beriagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: TbeodorKümmel Pl.Nr.6. Zurckharbt. Denn er wies die Auslcmbsschweizer tarauf hin, daß jedes schweizerische Sprachgebiet unveräußerliche Werte großer Kufturen verwaltet mb daß darum ein enger schweizerischer Nationa- smus dem Sinn der Eidgenossenschaft zuwider- mfe. Das ist Sache der Schweizer selbst. Allge- icine Sympathie wird aber sicher der Satz fin- en: „Unsere Aufgabe in der Welt können wir lcht mit Rechten und mit Raten erfüllen, sondern :ur mit Taten." Erneute Ueberfliegung der Schweiz. G e n f, 29. Sept. (Europapreß.) Das Ueberfliegen hweizerischen Gebietes durch britische Flugzeuge hat n der schweizerischen Bevölkerung h e f t i g ft e n t r ü ft u n g ausgelöst, zumal noch vor kurzer jeit die Schweiz in London gegen die Verletzung er Neutralität durch englische Flugzeuge Protest ngelegt hatte. Die Nacht zum Montag war d i e nruhigste Fliegeralarmnacht, die die Hestschweiz je erlebt hat. Ständig tasteten Scheinwerfer den Luftraum ab, das Abwehrfeuer war so iarf, daß die Bevölkerung auch ohne Alarm Schutz g den Luftschutzkellern suchte. Auf der Strecke > e n f — Lausanne hielten die Eisenbahnzüge uf den Stationen; die Reisenden wurden aufgeordert, Schutzräume aufzusuchen. Unter britischem Druck. Adana, 30. September. (DNB.-Funkspruch.) ie iranischen Behörden haben den zur Begleitung ?5 vor den Briten geflüchteten irakischen NÜnister- räsidenten Raschid Ali Al Kailanis in Teheran rhörenden irakischen Generalstabsch-ef Amin Z a = i sowie mehrere an dem Befreiungsversuch beteb gt gewesene höhere Offiziere den Engländern us geliefert. Die irakischen Offiziere sollen in agdad vor das britische Militärgericht estellt wenden. Der Direktor des Hafens von asra, der Engländer Sir John Ward, ist durch ekret des englandhörigen irakischen Regenten zum s n e r a l ernannt worden. Ward war früher Ge- ;raldirektor der irakischen Eisenbahn, wo er vor lern die Einstellung von Juden in höhere Aemter :günftigte. Seine Ernennung zum General wird it seinen „früheren Verdiensten für den irakischen taat" begründet. Kein gemeinsames britisches- »wjetisches Kommando im Kaukasus. Stockholm, 29. Sept. (Europapreß.) Ein gemeinsames englisch-sowjetisches Kommando im Kau- jisus oder Iran soll nicht gebildet werden. General Vavell erklärte in Teheran, baß er bies nicht für nötig erachte. Es mürben jeboch Pläne ausgearbei- it für eine enge Zusammenarbeit zwischen den hüben Streitkräften. Er habe lange Besprechungen trit dem sowjetischen Befehlshaber in Iran gehabt, luf Grund seiner augenblicklichen Dispositionen sei t unwahrscheinlich, daß er die Sowjetunion be- slchen werde. Vor fünf Jahren sei er das letzte Mal h der UdSSR, gewesen, als er dort Manövern bei» gewohnt fjabe. Vie Japaner im weiteren Vordringen. Schanghai, 29. Sept. (DNB.) Japanische cuppen, die ostwärts Tschangscha weiter nach Sü- m vorgingen, nahmen Tschutschau ein, einen Vichtigen Eisenbahnknotenpunkt an der Kanton— hankau- und Tschekiang—Kiangsi-Bahn. Der noch in knesischen Händen befindliche Teil der Tschekiang— Nicht die Aufmachung entscheidet, sondern der InhaltI Weil die ECKSTEIN Nr. 5 auf jede kostspielige Ausstattung verzichtet, deshalb hat sie so viele Freunde» 00 boOj 700000 50000° 2soqoJ^^ ^30000 'Oooö flasche JnhaN^- brocke *=^19, Gj VDSnorfen beladen u. £*_ePte einlieS c !' •' Y- Ws, Zur Bekämpfung des Frostspanners jetzt Leimringe anlegen! Raupenleim bewährter Fabrikate Unterlagepapier Drahtkordel sowie fertige Leimringe Heinrich Hahn Samenhandlung GIESSEN, Bahnhofstraße Fernruf 3403 4059 D Studentin sucht z. 1. November möbliertes Zimmer (auch Mans.), mögl.m.Zentralh. in Nähe der Kliniken. Lange, Kassel, Stadtkrankenhaus. 4o46D Auf Grund Artikel 3, Absatz 4 des Hessischen Sparkassen-Gesetzes vom 8. August 19o!z wird hiermit bekanntgemacht, daß in der Zeit vom 31. Juli bis 23. August 1941 die Bezirkssparkasse Giefeen mit ihrer Hauptzweigstelle Kaiserallee in Gießen einer eingehenden Prüfung durch die unterzeichnete Prüfungsstelle unterworfen worden ist. Die Prüfung hat sich insbesondere auf die Feststellung des Kassevorrats, der Bankguthaben, der Wechsel und Wertpapiere, sowie die Ueberein- stimmung der Aktiven und Passiven mit dem Buch-Soll erstreckt. Hessischer Sparkassen- und Giro verband — Prüfungsstelle — gez. Machold gez. Kitzinger Revisionsdirektor Verbandsoberrevisor Gießen, Senckenbergstraße 15 4044 D In siegreicher Schlacht im Osten fiel für sein teures Vaterland mein ge- liebtet Mann, unser unvergeßlicher, guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Werner Vormschlag Leutnant in einem Infanterie-Regiment im Alter von 29 Jahren. Elsbeth Vormschlag, geb. Schäfer Familie Konrad Vormschlag, Dilschhausen Familie Heinrich Schäfer, Pfarrer, Ober-Rosbach v. d. H. Heute ist kurz vor seinem achtzigsten Geburtstage mein lieber Mann in Frieden heimgegangen. Friedrich Engel ord. Universitätsprofessor, Dr. Dr. phil. h. c. (Oslo). Die Trauerfeier findet auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt. Frau Lina Engel, geb. Ibbeken auch namens der Geschwister. Gießen, am 29. September 1941. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 4055B Wilhelm Winter und Frau Katharine, geb. Krombach Für die vielen Aufmerksamkeiten zu unserer gold. Hochzeit danken wir hiermit herzlich Gleiberg, 30. September 1941 03244/ Ihre Vermählung geben bekannt Hans Knauf Lektor der engl. Sprache an der Universität Münster i.W. Studienassessor Anneliese Knauf geb. Gottbrath z.Z. b. d.Wehrmacht Buer i.W. Münster i.W., Georgskommende 33 . 03243/ | Wohnungstausch | Eine kleine sonn. 4-Zim.-Wohng. mit Baderaum im Südviertel gegen eine 5-6-2im.-Wohö. zu tauschen ges. Schrift!. Ängeb. unter 0329:2 an den Gieh. Anz. 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Die Deutsche Arbeitsfront NSG. „Kraft durch Freude" Kreis dienststelle w Wetterau Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des Hinscheidens meiner lieben, unvergeßlichen Frau, unserer guten Mutter Frau Elisabethe Rau geb. Rohrbach danken wir allen aufs allerherzlichste. Insbesondere danken wir Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte am Grabe und allen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben Adolf Rau II. und Kinder. Gießen -Wieseck, den 27. September 1941. 4033 D [ Vermietungen"! [ Mietgesuche"| bliertes Büro MI.ZliMkl Zimmer crterrezimmer. mögl. Zentral- , . ~ . Hannesstrohe, gelegenheit evtl. Parterrezimmer. Johannesstryhe, 1. Nov. 0. früher Front, zu verm. Dr. Schäffer, Johannesstr.1511 Junges Ehepaar sucht einfach mö- unmöbliert. Schr. Ang. unt. 03240 a.d.G.A. v. Stud. gesucht. Schriftl. Ang. u. 4047D a.d.G.A. Bif größte uniigünltigfte Mffemollerle der Well Kaufgesuche Gießen, Neuen Baue 11 Gießen, Walltorstraße 63 Eintrittskarten durch alle Amtswalter erhältlich 4043 A 4061b£— 4Q50 V Dienstag, 50. September (941 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhesstn) Nr. 252 Zweites Blatt 4058’ statt. r - (Nachdruck verboten.) 31. Sortierung. nicht alles Maggi’s Würze k e i t!" hatte die NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ein neues buntes Darietepro- gramm zusammengestellt, das gestern abend im Gloria-Palast startete, bei ausverkauftem Hause gute Laune und vielseitige Unterhaltung brachte und mit großem, dankbaren Beifall belohnt wurde. Die Dortragsfolge, die mit erfreulicher Präzision und Fixigkeit abrollte, wurde von der Solotänzerin Ruth Peter eröffnet; sie begann mit einem gefälligen Walzer, brachte später eine hübsche Ballett- Parodie und schloß mit einem munteren Reigen deutscher Kinderlieder. Die Tanzsoubrette Gusti G o e d e sang die so sehr beliebten Schlager „Von der Pußta will ich träumen" und „Drunt in der Verdunkelungszeit 30. September von 19.01 bis 7.18 Uhr. Briefkasten am Bahnhof, und der Brief, den sie dort einwarf, damit er gewiß noch den Frühzug nach Berlin erreiche, lautete folgendermaßen: „Libs Fräulein Trix! Hofe, daß dieser Brief Sie noch rechtzeitig in die Finger kamen tut, denn wenn nicht, wüste ich nich was und wäre alls abgedraht. Ich bin gesund, die Kinder auch, habe sie näulich beim Kohlenhändler auf die Wage gestellt, wiegen 85, 3d, 30, 21 Kielo. Hofe von Ihnen ein gleiches. Leider ist hier aber nicht alles jo wie es sollte. Das ist nämlich der Herr Docktor, der wo mir gross Sorgen macht, sotaß ich die Feder ergreife. Ihnen zu schreiben, was hier forgeht. Entschuldigen höfl. den Klex, ist nicht von Tinte, sondern eine Trehne, wo soeben auf den Schreibpapier getropft ist. Aus meinen Augen. Ja, soweit ist es. Und kurz for Morgengrauen, damit ich den Brief nachher gleich in den Postkasten einwerfen tu und er noch mitgeht nach Berlin hinauf, denn es ist wichtig und eilt. Nämlich der Herr Docktor gefällt mir garnicht. Ich glaub es ist alles nuhr, das ihm die Änsprach felt, was er nötig hat als geiftliger Arbeiter sozusagen. Und da dachte ich, wenn Sie kämen. Ist ein starker Mann in den besten Jahren, hätte nicht glaubt, das ihn der Tot von sel. Frau so reißen würde. Hat ihn aber grausam zammgepackt und fürchte, ich wird immer schlimer. Arbeiten tut er nichts auser fünf Zeilen for zwei Monaten, wo schon ausgestrichen sind und wo er in einem fort draufstiren tut. Dafür aber um so mehr Konjack und Rumm. Kann man schrieftlich nicht so deutlich sagen, Hofe, daß Sie schon verstehen, wenn ich andeute, das er sauft. Aber aus Kummer, und ist zusammengerutscht, daß er wahrhaft kraß ist, wie ein Rohrnudl, wo man vergesen hat, Häfe dran zu tun, wo er früher ein Mannsbild war, daß sich die Weiber nach ihm umidraht haben. Heute glaub ich keine mehr, auch nicht das Fräulein Zögling, die wo wir expediert haben. Muß ich Ihnen alles später erzählen. Haben ihr farplosen Lack ins Haarwasser gegossen, die Kinder. Muß noch immer lachen, wenn ich dran denken tu, auch jetzt, wo meine Trehnen den Papier näßen. Wahr aber vileicht doch ein Fehler, denn seitdem ist es mit dem Herrn Dr. ganz zudraht, weil er eben ein Ansprach braucht, und gebildet war sie, muß ich zugeben, sprach englisch und französisch, aber sonst so eine außen Sammt innen Kralen. Ein Luder! Entschuldigen höfl.! War sie aber! Werde ** Die deutsche Wirtschaft führt in der Welt. Das neue Arbeitskönnen nach der Lehre bedarf dauernd sorgsamer Pflege und Vertiefung. Die deutsche Wirtschaft hat sich ihren guten Ruf in der Welt auf Grund ihrer hochwertigen Arbeitskräfte erworben. Die Erhaltung dieses Rufes ist an das Arbeitskönnen des Erwachsenen geknüpft. In den Berufserziehungswerken hat die Deutsche Arbeitsfront neue Lehrgemeinschaften für Praktiker vorbereitet. Sie beginnen in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden der kommenden Tage. Anmeldungen zu Lehrgemeinschaften erfolgen bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsfront. Kranke Zähne können nur durch gewissenhafte Behandlung gesund gemacht werden. Richtige Zahnpflege aber schützt vor Krankheiten und Zahnzerfall. soll und darf man sie sparsam verwenden, lieber ein paar Tropfen weniger als zuviel I Man muß aber schon beim Kauf daran denken, daß ist, was sich Suppenwürze nennt. Bunter Abend mit KdF. im Gloria-palast. Unter dem Motto „Triumph der Heite Bit örti Wwang-KM Boman von 4jorft Alernach .weist- den Weg zün richtigen Zahnpflege Aus der Stadt Gießen, lleberbrückte $erne . .. Mutter Reinhardt schreibt an ihren Sohn. Sie sitzt mit nachdenklichem Gesicht vox der Schreibmappe und zeichnet bedachtsam gleichmäßige Schriftzüge. Das Fenster ist geöffnet, und manchmal fällt ein herbstlicher Sonnenstrahl auf die Schreiberin, daß die Brille glitzert und funkelt. Aber Mutter Reinhardt achtet nicht darauf. Ihre Gedanken weilen draußen bei ihrem Sohn, sie durcheilen ungehindert weite Strecken und bringen ihm Grüße aus der Heimat. Die Mutter sieht den Jungen im Geiste vor sich, und während sie ihre Zeilen formuliert, die so viel enthalten sollen und die ihr doch eigentlich gar nicht genügen, da überkommt sie das Gefühl seelischer Uebereinftimmung. Was sind die kargen Sätze, was können alle Worte besagen? Gegen das Bewußtsein glücklicher Verbundenheit sind sie nicht Löbau"; auch das Lied von der Million und dem kleinen Einfamilienhaus fand allgemeinen Anklang. Rose und Red präsentierten sich als ein Step- tanzpaar von großer Eleganz und höchst exakter Technik; sie bereicherten ihre Nummer um einige aparte neue Nuancen, die man sonst beim Step nicht zu sehen bekommt. Lachsalven ohne Ende ent- fesielte der Komiker Josef L o b e r s , der auf sächsisch abenteuerliche Geschichten erzählte und dabet vom Hundertsten ms Tausendste geriet. Eine ausgezeichnete Nummer zeigte der sprechende Jongleur Rostando: hier vereinigten sich auf drolliae und'liebenswürdige Weise eine glänzende artistische Technik mit unverwüstlicher Laune; Jongleure gibt es ohne Zahl, aber feiten sieht man solche Tricks, wie sie her gezeigt wurden. Irene und Harriet begannen ihre Darbietung mit einem Fanfarenmarsch zu zweit und erwiesen sich darnach als tüchtige, sauber und sicher arbeitende Parterre- Akrobatinnen, deren Leistung mit Recht viel Beifall fand. Eine Sache für sich: Sherrier und G o u l d ; eine Tanzfolge, deren unwiderstehlich komische Wirkung auf schlechthin verblüffende Körper- beherrschung beruht; die Leute konnten gar nicht genug davon kriegen und erklatschten sich immer noch eine Zugabe. Zum Schluß sahen wir die zwei F r a n c o n a s (Wintergarten, Berlin) mit einem Zahnkraftakt am hohen Trapez, der rein artistisch den absoluten Höhepunkt des Programms bildete; der Hänge-Spagat, freischwebend an den Zähnen des Partners, dürfte eine international unerreichte Spitzenleistung sein; stürmischer Applaus belohnte diese erstaunliche Schlußnummer. Walter Radi- s ch e w s k i wirkte als zuverlässiger Begleiter am Flügel. Hans Thyriot. VS-GeMluWsi M krall öariD Stenöe Leichlalhletikkursus. Abnahme des Reichssport abzeichens findet am Dienstag, 30. September 194 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr auf hem Sportpla des Männerturnvereins am Schiffenberger We „Kommt sie zu uns zu Besuch?" „Ja, ich glaub schon; soviel was ich verstanden hab, will sie für ein paar Tage hier bleiben." „Pfundig! Pfundig!" Die Mädel hüpften vor Freude. Kathi scheuchte sie davon, und sie schossen zum Schlafzimmer, um ihrem Vater die überraschende Nachricht zu überbringen. Kathi hob den Hörer wieder empor: „Der Herr Doktor wird sogleich am Apparat sein, die Kinder wecken ihn schon." Und dann flüsterte sie: „Mein Gott, was ich mir in diesen Tagen für Sorgen gemacht hab, daß der Brief Sie nicht mehr rechtzeitig erreicht oder womöglich Ihren Leuten daheim in die Finger gerät. Ich hab gar nicht mehr schlafen können vor lauter Aufregung ..." Sie hörte Hellwang kommen und legte den Hörer schnell auf den Tisch. Er stieß die Hände noch durch die Aermel des Morgen- rocks, als er in die Diele trat. In der Eile hatte er nur einen Hausschuh gefunden. Britta brachte ihm den anderen nach. „Meine Schwägerin?" fragt? er aufaestört und schien alles andere als angenehm überrascht zu sein, „und aus München? Auf der Durchfahrt, wie? Oder sie will doch nicht etwa zu uns auf Besuch kommen ..." Kathi hob den Finger an die Lippen und deutete erschrocken auf den offen daliegenden Hörer hin. Hellwang nahm ihn auf: „Hallo, Trix, du ...?" Seine Stimme klang genau so, als wenn er bereit sei, im nächsten Augenblick fortzufahren, daß er hier niemand brauchen könne, daß das Haus auf Besuch nicht eingerichtet sei und daß er ungestört zu bleiben wünsche. Er hörte ihr leises Lachen. „Was sagst du dazu, mein Lieber? Das ist eine Ueberraschung, auf die du nicht vorbereitet warst, wie? Ehrlich gestanden, ich habe mich selber überrascht, da ich ursprünglich die Absicht hatte, nach Hause zu fahren. Aber dann erhielt ich von den alten Herrschaften die Nachrichten, daß die Oefen umgesetzt würden und daß gleich darauf der Maler ins Haus käme — und da habe ich es denn doch vorgezogen, die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen und euch zu überfallen. Ist das nicht großartig?" „3a — hm ..." murmelte er und umspannte den Hörer wie ein Wurfgeschoß. (Fortsetzung folgt.) „Annelie", die Geschichte eines Lebens Ein preisgekrönter llfa-Zilni im Gloria-palast. Ihre Hoffnung, an die sie sich geklammert hatte, daß Hellwangs Zustand eine Krankheit sei, von der er eines Tages genesen würde, zerbrach. Es war mit ihm von Tag zu Tag bergab gegangen, und sie wußte, daß es nur noch schlimmer werden konnte. Er sauste wie ein fallender Stein in einen Abgrund, die Fahrt wurde immer schneller, und die Tiefe des Sturzes war nicht abzusehen. In dieser trüben Stunde, in der Kathi sich einen Menschen herbeiwünschte, um ihr schwer beladenes Herz einmal ausschütten zu können, kam ihr plötzlich ein Gedanke. Er schnellte wie ein Kork aus der uferlosen, schwarzen Flut ihrer Verzweiflung empor, und sie griff mit beiden Händen danach. Unter den Briefen und Karten, die Britta zu ihrem Geburtstage erhalten hatte, befand sich auch eine Gratulation ihrer Tante Beatrix, Luisas jüngerer Schwester. Trix lebte seit zwei Jahren in Berlin. Sie bereitete sich dort auf den Beruf der Assistentin in Röntgenbehandlung vor. Auf der Geburtstagskarte entschuldigte sie sich wegen der Kürze ihrer Nachricht, da sie im Abschlußexamen stände, das sie gerade an Brittas Geburtstag zu bestehen hoffe. Wenn alles so klappe, wie sie es sich wünsche, werde sie nach dem Examen nach Hause fahren und dort die Entscheidung abwarten, ob sie die Stellung in einem Berliner Krankenhaus bekäme, um die sie sich beworben habe. Beatrix war das letzte Mal zur Bestattung ihrer Schwester in Greiffing gewesen; aber früher hatte sie fast jeden Sommer ein paar Wochen im Haus „Gode Wind" verlebt. Und vor fünf Jahren, als Hellwang mit Luisa die Mittelmeerreise machte, hatten Trix und Kathi das Haus und die kleinen Mädel betreut. Im Morgengrauen schlich Kathi aus dem House. Sie hatte nur einen Mantel übergeworfen und die Zöpfe unter ein Kopftuch gestopft. Das Nachthemd schaute handbreit unter dem Mantelsaum hervor, und über den Hausschuhen leuchteten ihre strammen Reine. Greiffing schlief noch. Ihr Ziel war der laud im Weltkriege ... irgendwie haben wir das alle einmal miterlebt, und auf irgendeine Weise ist das, was hier geschieht, auch ein Stück aus unserer eigenen Lebensgeschichte. So fein und behutsam, wie die Spielleitung sich der Uebergänge angenommen und auf die Symbolkraft der kleinen mitspielenden Einzelheiten und Episoden geachtet hat, so verständnisvoll und einfühlsam haben sich die Darsteller in die Gestalten versenkt, die hier zu zeigen waren. Luise Ullrich ist Annelie. Sie hatte wohl die dankbarste, aber auch die schwierigste Aufgabe; man wird die Derwand- lungstraft (nicht allein der Maske) bewundern, mit der sie den Stationen dieses Lebensweges folgt vom schlenkrigen Backfisch zur glücklichen Braut, zur jungen Frau und Gattin und Mutter bis hin zu der feinen, zarten, alten Dame von 1941 —: in jeder dieser Figuren ist die wienerische Anmut und die weibliche' Süße zu spüren, die uns in manchen ihrer früheren Gestalten entzückte; entscheidend scheint uns aber zu fein, wie hier die stille Liebeskraft und die Bewährung eines fraulichen Herzens in guten und ernsten Stunden ganz schlicht ünd selbstverständlich gestaltet worden ist. Werner Krauß als Vater Dörensen. Es ist eine Freude, biefen großen Darsteller wieder einmal im Film zu sehen; er gibt hier ein Meisterstück schauspielerischer Präzision, in dem jede Bewegung bemessen und durchgeformt ist; er zeigt in dieser Gestalt das Typische wie das Individuelle, den Beamten, den Bürger, den Vater, den Menschen ... Karl Ludwig Diehl spielt mit der Sicherheit, der innerlich und äußerlich untadeligen Haltung, der noblen Verhaltenheit, die seine Rollen von jeher auszeichneten, Annelies Mann. Axel v. Ambes- s e r gibt eine mit sparsamer Komik hübsch ausgearbeitete Charge, Annelies Tanzstundenherrn, Käthe Haack, leise und mütterlich, Annelies Mama, Albert Hehn Annelies Aeltesten, Ilse Fürsten- b e r g ?in sehr lebenswirkliches Hausmädchen, und Eduard v. Winter st ein den guten, alten, erfahrenen und humorigen Hausarzt. — An der Kamera: Werner Krien und Hanns König; Musik von Georg Haentzschel. — * Der Film wurde auf der Internationalen Filmkunstschau Venedig 1941 preisgekrönt. — Im Beiprogramm läuft die neue Wochenschau. Hans Thyriot. alles müntlich erzehlen. Lides Fräulein Trix, ersehe aus Ihrer Karte an Britta, d-aß Sie paar Wochen Vakanz haben und bitte Sie dringend, doch nicht heimzufahren, sondern hirher! Ich weiß nicht aus noch ein, wie man dem Herrn Dr. helfen soll aber Sie! Denn for mir schämt er sich nicht, brüllt mich hökstens an. Hat aber vor Ihnen grose Achtung und Reschbekt. Können ihm auch was erzehlen, aber ich nicht, er möchte mir kündigen, wenn ich auch nicht geh, sondern drauf seifen tu, was er mir sagt. Ist ein Trumm Bries geworden, bitte höfl. zu entschuldigen! Werde auf Sie warten. Bleipt geheim, daß ich Ihnen geschrieben hab gell? Möchte sonst einen Mortskrach geben. Hochachtungsvoll grüßt Sie vielMalz Kathi Zirnmoser." VIII. Trix. Kathi stand am Herd und rührte hie Morgensuppe für die Kinder. Zwei Tage waren vergangen, seit sie den Brief abgeschickt hatte. Zwei Tage, in denen ihr oft genug schwere Bedenken gekommen wären, ob sie mit ihrer Handlungsweise auch recht getan hatte. Wenn man's genau besah, war es ein Vertrauensbruch gegen Hellwang, das wusch kein Regen ab. Und wenn der Brief durch einen Zufall in unberufene Hände fiel? Wenn Beatrix Berlin schon verlassen hatte, so daß er ihr nachgesandt werden mußte und womöglich von den Großeltern der Kinder geöffnet wurde? Kathi wagte gar nicht daran zu denken, was daraus entstehen könnte. Das Telephon läutete. Sie stellte die Suppe vom Feuer und ging an den Apparat. Britta und Lydia kamen geraöe aus dem Badezimmer und sahen, wie sie plötzlich die freie Hand gegen das Herz drückte: „Fräulein Trix? — Ja, von wo sprechen Sie überhaupts? Jessas naa, aus München ..." „Wer?" fragten Britta und Lydia zugleich. Kathi preßte den Hörer ans Ohr und winkte heftig nach hinten ab. „Die Kinder stehen nämlich am^Appa- rat!" rief sie bedeutungsvoll, und dann: „Sowas! So eine Ueberraschung! Der Herr Doktor schlaft noch, aber ich werd ihn sofort wecken lassen. Warten Sie bittschön so lange, es wird keine Minute dauern, bis er da ist. Dann können Sie mit ihm selber sprechen!" Sie deckte den Trichter mit der flachen Hand ab: „Eure Tante Trix ist es. Lauft, Kinder, weckt euren Pappa, aber klopft an und rumpelt nicht gleich ins Schlafzimmer hinein!" mehr wie ein Hauch. Mutter Reinhardt spürt, daß sie mit ihrem Jungen wirklich stille Zwiesprache hält, und das verschafft ihre eine starke, innere Freude. Es ist eine Stunde reinsten Erlebens, die ihr geschenkt wird, die weit mehr bedeutet als nur das bißchen Briefschreiben. Das starke mütterliche Gefühl hat die weite Ferne überbrückt. !Es ist kein Geheimnis, daß die räumliche Trennung sich als ein zuverlässiger Prüfstein für die Echtheit der Gefühle erweist. Eine Mutter bedarf freilich eines solchen Prüfsteins nicht, aber in wieviel anderen Fällen hat sich nicht schon seine Wirk- famteit erprobt. Zwischen jungen Menschen, die sich das Leben gemeinsam schmieden wollen, zwischen Freunden und Kameraden muß sich oft die Kraft her gegenseitigen Bindung erst noch bewähren. Die Schwingungen der Gefühle haben nicht nur die Ausstrahlung, sie haben auch die Aufnahmebereitschaft zur Voraussetzung. Wieviel Glücksbewußtsein aber lösen sie aus, wenn die Uebereinftimmung bleibt und keine Dissonanzen die Harmonie stören. Dann können Welten zwischen den eng sich verbunden fühlenden Menschen liegen, die räumliche Trennung vermag die Zuneigung eher zu stärken als zu schwächen. In der vom Kriegslärm erfüllten Zeit, wie wir sie jetzt durchleben, eilen die Gedanken an jedem Tage über unendliche Weiten mit einem lieben Gruß zu jenem, der dem Herzen teuer ist. Die Mutter und die Frau, die Braut und die Schwester überbrücken mit ihrem Gefühl jede Ferne. Und wenn abends das Radio, dieses Wunder unserer Zeit, eingeschaltet wird, dann erlebt das Glück der Verbunden- beit eine neue Steigerung. Wir wissen, daß in demselben Augenblick, wo wir die Worte der Sendung vernehmen, die Worte draußen bei unseren Singe» . hörigen erklingen und ausgenommen werden. Diese Vorstellung allein läßt die Entfernungen zusammenschrumpfen und die Gefühle stark werdenderen Schwingungskreis in einem ununterbrochenen Strom alle Breiten erfaßt, auf denen deutsche Menschen wohnen oder kämpfen. H. \V. Sch. Vomoiuen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Zigeunerliebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Annelie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Krach im Vorderhaus". Mpzw „Unser Leben währet siebzig Jahre ..." Was hier in schlichten Bildern an uns vorüberzieht, ist das Leben einer Frau in einer kleinen deutschen Stadt. Es beginnt in der Silvesternacht 1870/71 und es endet 1941, mitten im Kriege. Daß es nicht mit dem Glockenschlag 12 beginnt, sondern eine volle Viertelstunde später, ist dem Herrn Katasteramtsrat Dörensen ein kleiner Kummer in seinem pünktlichen Beamtensinn und ein winziger Wermutstropfen im Freudenbecher seines jungen Vaterglücks. Es erweist sich indessen, daß diese Viertelstunde später eine schicksalhafte Bedeutung im Leben seiner Tochter Annelie gewinnt. Wir begleiten ihr Dasein vom ersten zarten Schrei bis zum letzten stillen Seufzer. 1871, 1914, 1941 sind die großen Wendepunkte und Schicksalsstunden ihres irdischen Wandels überschrieben. Die Bilder, welche die Stationen dieses Weges festhalten, sind heiter und traurig, rührend und alltäglich und für den, der sie zu sehen bekommt, voller Erinnerungen an Selbsterlebtes; es find Bilder darin wie aus einem Familienalbum oder aus einer alten Illustrierten, ganz einfache, natürliche und menschliche Bilder aus dem Leben einer deutschen Familie. Es gibt keine großen Probleme und Sensationen darin, aber die wenigen starken Erschütterungen, die es bewegen, haben unzählige Frauen, unzählige Familien unseres Volkes bewegt: das macht die Bedeutung dieses Films aus, daß er beispielhaft ein Stück deutschen Lebens aus den letzten sieben Jahrzehnten spiegelt. Natürlich überspringt der Bilderablauf weite Strecken der Entwicklung, er zeigt bloß die kleinen und großen Meilensteine auf dem Erdenwege der Annelie Dörensen: Geburtsstunde und Schulstunde, Tanzstunde und Klavierstunde, das erste Stelldichein, die erste Liebe, eine gefährliche Krankheit, die Verlobung, das große Glück einer harmonischen Ehe, das erste Kind ... Die zweite Generation wächst schnell heran, aus dem verspielten Backfisch wurde eine junge Frau, die Mutter von drei Söhnen, und eines Tages ist wieder Krieg, der Mann geht hinaus, und die Söhne gehen hinaus, und eines Abends kommt Annelie, die inzwischen mit manchen anderen Dingen auch Pünktlichkeit gelernt hat, eben noch recht, um im Lazarett für immer von dem geliebten Mann Abschied zu nehmen ... Die Jahre gehen hin. Und dann kommt der siebzigste Geburtstag, Annelie begeht ihn im Kreise der Kinder und Enkel, und von den Söhnen einer hat gerade Zeit, auf der Fahrt' an die Front der Mutter einen eiligen Glückwunsch zuzurufen ... wenig später ist Annelie im weißen Haar ganz still und schmerzlos eingeschlafen, und ein Leben hat sich vollendet, das wie viele andere Leben war, beladen mit Gyüd und Sorge, mit Trauer und Zärtlichkeit, mit Glauben und Liebe ... ein irdisches Dasein, ein einfaches menschliches Leben. * Es ist das große Verdienst des Spielleiters Josef d. Baky , das Drehbuch Thea v. H a r b o u s (nach einem Theaterstück von Walther Sied) so in Bilder umgesetzt zu haben, daß wir das beispielhaft Gültige der anspruchslosen Geschichte «mpfinben: wir sind alle, welcher Generation wir angehören mögen, irgendwie an den Dingen beteiligt, die da geschehen; man denke an den Ball, an die Klinik, an das Lazarett, an den Abschied und an den Ur- MteZl MAGGI’ WÜRZE so- thaitßig. ut- N ov-eiro Pir in II« Für Die i t iiui U^'cht IBreUe lh, b junD1 ef-M trifte: ir: u: Professor Dr. Friedrich Engel f. Am 29. September starb, kurz vor seinem 80. Geburtstage, der frühere Ordinarius der Mathematik an der Ludwigs-Universität, Professor Dr. Dr. phil. h. c. Friedrich Engel in Gießen. Infolge des Wegfalles der Neubautätigkeit durch die durch den Krieg der Bauwirtschaft auferlegten weitgehenden Einschränkungen muß der Erhaltung des vorhandenen Wohnraumes erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Reichsarbeitsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen sich deshalb damit einverstanden erklärt, daß zukünftig auch Reichszuschüsse für Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäuden oder Wohnräumen gewährt werden, wenn die Arbeiten notwendig sind, um zu verhindern, daß die Wohngebäude oder Wohnräume unbewohnbar werden. Der Reichszuschuß beträgt für die Errichtung einer neuen Wohnung oder Wohnungsteile 50 vom Hundert der Gesamtkosten. Der Höchstbetrag ist 1200 RM. für jede neuerstellte Wohnung oder im Falle der Wohnungsteilung für jede Teilwohnung, sowie 600 RM. für jeden einzelnen An- oder Ausbau. Der Höchstsatz von 600 RM. kann überschritten werden, wenn unter Berücksichtigung der wirtschaft- * Teeka-Fruchttee in der Packung oder im hygienisch gepackten Aufgußbeutel Teeka - Fix ergibt das beste Austauschgetränk für den altbewährten „Teekanne"-Tee. Er wird wie dieser mit kochendem Wasser aufgebrüht. An kalten Tagen trinkt man ihn heiß an heißen Tagen kühl gestellt. Er wird dann nach Belieben mit Zucker und etwas Zitronensaft versetzt. Auch Kinder trinken ihn gern. Teeka - Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeutel feeka-Fix, sowie Meta-Fixminze, der aromatische Pfeffer» öinztee im Aufguß beuteL sind^überalLzu .erhalten! ii-ü II.* * * s 2», tiW 1J: mir Ir kB- Do Licht ist. ist Leben. Wo Leben ist, wirft der Feind seine Bomben ab. Bur v o l l k o m - meneDunkelheit schützt bei Bacht davor, als Angriffsziel zu dienen. Der Selbsterhaltungstrieb gebietet, einwandfrei zu verdunkeln und jeden verräterischen Lichtschein nach außen oder im Freien zu vermeiden. it'jnb IM llltÖ Siei Wlg' Auf der bekannten Regattastrecke auf der Lahn mit dem Ziel Unteres Bootshaus der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 fand am Sonntag bei gutem Besuch das diesjährige Abrudern der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 statt. In acht interessanten Rennen erhielten die Zuschauer einen guten Ueber- blick über den Leistungsstand, besonders der jugendlichen Ruderer. Besonderes Interesse fand das Achter-Rennen, das die Jugend vor einer kombinierten Ni hm M Der Um- und Ausbau von Wohnungen und Wohngebäuden. Reichszuschüsse - Berücksichtigung vonInstandsehungs-und Ergänzungsarbeiten Zerstört keine Pilze im Walde! Auch giftige Pilze erfüllen in der Natur einen Zweck. Von Professor Dr. E. Ulbrich. II;: » Lite i r'i di ! b „21 ' hjtfic ifen, Pie |5n U'5 bi niis ai Ipei ' r.tbei 1 Men sl-zuj her faj W Mit her W yh s % lichen Verhältnisse des Antragstellers, namentlich bei kinderreichen Familien, die ausnahmweise Gewährung eines Reichszuschusses bis zur Höhe von 50 v. H. der Gesamtkosten erforderlich erscheint. Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten Die vorübergehende Schließung von Gaststätten Richtlinien des Reichswirtschastsministers s k tiori s Ä Mr bbo 6 Menschen da; sie sind für das Leben im Walde notwendig und nützlich. Sie gehören als vollberechtigte Glieder in die „Lebensgemeinschaft Wald" hinein. Ohne Pilze würde der Wald leiden, ja sogar zugrunde gehen. Mänche halten sich für Menschenfreunde, wenn sie die „Giftpilze" zerstören. Auch die giftigsten Pilze sind nützlich für den Wald, wie der so gefährliche Grüne Knollenblätterpilz, der in aller Welt, nicht nur in unserer Heimat, stets unter Eichen wächst. Diese Gebundenheit an bestimmte Baumarten kennt jeder aufmerksame Pilzsammler; sie trifft gerade für die meisten unserer bekannten Speisepilze zu: Birken-Röhrlinge finden wir stets unter Birken, Zottenreizker und andere ebenso. Butterpilze wachsen stets unter Kiefern, Gold-Röhrlinge stets unter Lärchen. Einige Arten, wie der beliebte Steinpilz, kommen unter verschiedensten Gehölzeü vor; ebenso der farbenprächtige Fliegenpilz und viele andere. Der schmackhafte Echte Reizker (Blutreizker) liebt in Norddeutschlanü die Wurzelnähe von Kiefern, in Mittel- und Süddeutschland die der Fichten. Diese Gebundenheit erklärt sich damit, daß diese Pilze mit den Wurzeln der Bäume in Lebensgemeinschaft wachsen, die man in der Biologie als „Mykorrhiza" bezeichnet. Der Pilz umspinnt und durchspinnt mit seinem Pilzgeflecht (Myzel) die Wurzeln der Bäume, dringt in die Zellen der Wurzeln ein bis zu einer gewissen Tiefe und wird in den tieferen Schichten der Wurzel „verdaut", d. h. sein Geflecht zerfällt und wird von den Zellen der Baumwurzeln ausgenommen. Diese Baumwurzeln haben kleine Wurzelhaare und sind durch den Pilz verändert, viel kürzer oder sogar zu kleinen Knöllchen oder korallenartigen Gebilden umgestaltet. Um die Wurzeln herum legt sich das dichte Pilzgeflecht wie ein „Mantel". Pilz und Baum leben in engster Gemeinschaft; jeder. Partner hat von dem anderen seine Vorteile zum Leben. Andere Pilze leben als Schmarotzer auf dem lebenden Baum, wie der Hallimasch, viele Schüpplinge, alle Holzschwämme. Sie werden zu forstlichen Schädlingen, wenn sie sich im Uebermaß entwickeln können. Ihre Bekämpfung ist, soweit sie notwendig I wird, Sache des Forstmannes, aber nicht des Pilz- Der Reichswirtschaftsminister erläßt im Ministerialblatt des Reichswirtschaftsministeriums (Nr. 26 vom 25. 9.1941) Richtlinien für die vorübergehende Schließung von Gaststätten. Im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern bittet der Reichswirtschaftsminister, die Kreispolizeibehörden anzuweisen, die vorübergehende Schließung von Gaststätten zu regeln und hierbei von den gegebenen Richtlinien auszugehen. Zur Begründung wird u. a. ausgeführt, daß durch willkürliche vorübergehende Schließung von Gaststätten in der letzten Zeit vielfach erhebliche Mißstände im öffentlichen Leben eingetreten sind. Wenn der Reichswirtschaftsminister auch nicht verkennt, daß gegenwärtig viele Gaststättenbetriebe infolge Abzug von Arbeitskräften und infolge Warenmangels mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, so kann es doch im Interesse der Allgemeinheit nicht verantwortet werden, daß einzelne Betriebsinhaber ihre Gaststätten willkürlich für kürzere oder längere Zeitdauer schließen. Die Richtlinien besagen im einzelnen, daß jede stundenweise Schließung von Gaststätten während der üblichen täglichen Öffnungszeiten durch einen einfachen Aushang an sichtbarer Stelle, der die Schließungszeit anzeigt, bekanntzugeben ist. Ueber- steigt die Schließung 4 Stunden, so bedarf sie der Genehmigung der Ortspolizeibehörde. Die Genehmigung soll im Regelfall nur erteilt werden: 1. alleinstehenden Frauen und Kriegerfrauen, die eine Gaststätte als Erlaubnisinhaberin oder als Stellvertreterin führen; 2. Betrieben, die nachweislich bereits vor dem 1. Januar 1941 in den Vormittagsstunden den Be- ttieb eingestellt hatten. In der Zeit nach 18 Uhr sollen Gaststätten grundsätzlich nicht geschlossen werden. Die Schließung einer Gaststätte an einem ganzen Wochentag bedarf der polizeilichen Genehmigung. In besonderen Fällen kann die Schließung auch an den Sonntagen zugelassen werden. Aus besonderen Gründen (Erkrankung, Gefolgschaftsferien usw.) können Gaststätten vorübergehend für längere Zeit geschlossen werden. Die vorübergehende Schließung von Beherbergungsbettieben ist nicht gestattet; ihre Schankbetriebe (Hotelrestaurants) fallen dagegen unter obige Richtlinien. In allen Fällen muß jedoch den Hotelgästen die Einnahme des ersten Frühstücks in ihrem Hotel möglich sein. »«-- Beste”, Friedrich Engel wurde am 26. Dezember 1861 in Lugau bei Chemnitz geboren. Er studierte in Leipzig und Berlin, später auch in Kristiania (1884/85), wo er die Theorien des norwegischen Mathematikers Sophus Lie kennenlernte und ihn bei der Darstellung einer dieser Theorien unterstützte. 1885 habilitierte sich Engel in Leipzig, wo er von 1889 bis 1899 als ao. Professor und von 1899 bis 1904 als o. Honorarprofessor wirkte. 1904 folgte er einem Rufe als Ordinarius nach Greifswald und ging von dort 1913 in gleicher Eigenschaft an die Universität Gießen, wo er als Nachfolger von E. Netto bis zu seiner Emeritierung am 1. April 1931 eine überaus fruchtbare und anregende Lehr- und Forschungstätigkeit entfaltet hat. Don Friedrich Engels wissenschaftlichen Arbeiten seien hier, außer der bereits erwähnten Mitarbeit an der „Theorie der Transformatorengruppen" von Sophus Lie und der Herausgabe von Lies gesammelten Abhandlungen, die mit P. Stückel gemeinsam veröffentlichten „Urkunden zur Geschichte der nichteuklidischen Geometrie" genannt, in denen er den Zugang 'zu den für die nichteuklidische Geometrie grundlegenden Schriften von Lobatschefsky eröffnete; ferner die Herausgabe der gesammelten Werke von H. Graßmann und der dreibändigen Eulerschen Intregalrechnung. Wissenschaftlich besonders hoch zu schätzen ist Engels unermüdliche Arbeit am Ausbau und der Fortführung der Forschungen Lies. 1932 legte Engel, in gemeinsamer Arbeit mit einem 'einer Schüler, als Frucht jahrelanger, eindringen- r Bemühungen, ein Buch über die Liesche Theorie partiellen Differentialgleichungen erster Ord- ig vor. lls anregender und stets hilfsbereiter Lehrer hat Engel die Dankbarkeit eines großen Schüler- es erworben; eine stattliche Anzahl vorzüglicher rtationen ging aus seinem Seminar hervor, bedeutenden wissenschaftlichen Verdienste des in gesegnetem Alter Heimgegangenen, der sich 1 i nur in seinem engeren akademischen Wir- .^..gskreise, sondern darüber hinaus auch in breiten Schichten der Bevölkerung hohen Ansehens erfreute, sind durch eine Reihe sehr ehrenvoller Auszeichnungen anerkannt und gewürdigt worden. So war er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und ausländisches Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Norske Videnskaps Akademi in Oslo; die goldene Lobat- schefsky-Medaille, die ihm verliehen worden war, brachte Professor Engel im Weltkriege dem Vaterlande'zum Opfer. In Gießen, vornehmlich an unserer Universität, wird das Andenken des ausgezeichneten Menschen und des Gelehrten von Weltruf stets hoch in Ehren gehalten werden. wichtige Ernte der Hagebutten. NSG. Der Gausachbearbeiter der Reichsarbeits- 'meinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflan- tschaffung teilt mit: -e bekanntlich unter den Wildfrüchten durch ' außergewöhnlich hohen Gehalt an C-Vitamin arragende Hagebutte bringt im Gegensatz zum ahr diesmal teilweise beste (Erträge. In den klimatisch günstig gelegenen Kreisen ist die Ernte in vollem Gange. Es muß als besonders wichtig für die Erhaltung des Vitamins auf die richtige Ernte hingewiefen werden. Erntet man die Hagebutte vor der vollen Reife, das heißt, noch in gelbrotem Zustand, so hat sie weitaus noch nicht den hohen Vitammgehalt, der bei der vollen Reife erreicht wird. Das Nachreifen bei vorzeitigem Pflücken führt Arnar noch zur Rötung der Frucht. Sie verliert aber, sobald sie von der Pflanze getrennt ist, in dem Maße an Vitamin, als sie sich bei der Lagerung rötet. Man muß daher ausschließlich hochrote, reife, gesunde und feste Früchte ernten und diese sofort Aum Versand oder zur Verarbeitung bringen. Nur so erhalten wir den höchstmöglichen Vitamingehalt. Auch überreife Früchte, zumal solche, die schon weich und teigig zu werden beginnen, verlieren wieder an Vitamin, wenn sie auch nicht wertlos sind. Diese Richtlinien sollen zur Ausnützung der uns von der Natur gebotenen Vitaminquellen unbedingt befolgt werden. Auskunft und Rat über den zweckmäßigen Versand erteilen die Kreissachbearbeiter und Sammelstellen- leiter der RfH., deren Anschriften bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfahren sind. ___ Gießener Wochenmarktpreise. . * (3 i ef^e n, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Va kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 48, Wirsing, % kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Bohnen, grün, 20 bis 30, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 14 bis 25, Zwiebeln 15, Kürbis 5 bis 10, Birnen 30 bis 40, Lauch 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 12, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf. beträgt der Reichszuschuß grundsätzlich 20 v. H. der Gesamtkosten. Er kann bis auf 50 v. H. erhöht werden, soweit es unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers erforderlich erscheint. In besonderen Notfällen ist ausnahmsweise eine Erhöhung des Reichszuschusses bis auf 75 v. H. der Kosten Zulässig. Ein Zuschuß wird nur gewährt, wenn die Gesamtkosten der Arbeiten mindestens 100 RM. betragen. Anträge auf Gewährung von Reichszuschüssen nehmen in den Landgemeinden des Landes Hessen die zuständigen Hessischen Hochbauämter, in den Stadtkreisen Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz und Worms die Oberbürgermeister (städtischen Hochbauämter) entgegen, wo auch die näheren Bedingungen zu erfahren sind Die Anträge sind vor Beginn der Arbeiten zu stellen. Mit der Ausführung der Arbeiten darf erst nach der Errettung des Vorbescheides begonnen werden. Zur Antragstellung sind der Grundstückseigentümer, sowie bei Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten auch der Besitzer der Räume berechtigt. Anttäge sind umgehend bei den Bewilligungsbehörden einzureichen. „Schwarzgefchlachtetes-' auf der Speisekarte. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 29. Sept. Kürzlich verurteilte das Sondergericht Frankfurt die 42jähnge Ehefrau Hildegard Fink wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu 2% Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust. Die Angeklagte hatte von einem Dieb Radioapparate, Mäntel und 60 Paar Schuhe, die gestohlen waren, erworben. Jetzt hatte sich die Frau nochmals vor dem Sondergericht einzufrnden. Sw betrieb in der Altstadt eine Gaftstättte und gab Fleischgerichte ohne Marken ab.' Ihre Bezugsquellen waren ein Schafherdenbesitzer in Richen bei Hanau und ein Lieferant in Weißenbrunn in Kissingen. Ihr 38jähriger Kellner Gustav Zettel war nach Weißenbrunn gefahren und hatte die frisch geschlachteten, aber noch nicht abgezogenen Hämmel geholt. Als dann die Hämmel abgezogen wurden, war das Fleisch schon grün und stank. Unter Einbeziehung der kürzlich gegen sie erkannten Strafe wurde die Angeklagte zu 3% Jahren Zuchthaus, 300 RM. Geldstrafe, 450 RM. Wert- ersatz, 3 Jahren Ehrverlust und 2 Jahren Berufsverbot, der Kellner zu 15 Monaten Gefängnis, 200 RM. Geldstrafe, 250 RM. Wertersatz und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Außerdem sprach das Gericht Urteilspublikation aus. Landkreis Gießen. Alsfeld, 28. Sept. Dieser Tage fand die Einweihung des von der Stadt Alsfeld neu erbauten Luftschutzübungshauses in Verbindung mit einer Vorführung in praktischer Brandbekämpfung durch die Gemeindegruppe des RLB. Alsfeld statt. An der Veranstaltung nahmen Bürgermeister Dr. V ö l f i n g als örtlicher Luftschutzleiter sowie der Gemeindegruppenführer des RLB.Alsfeld, Rausch, und der Orts-Kreisgruppenführer Schmidt des RLB. Alsfeld-Lauterbach teil. Die Bevölkerung war zu der Vorführung öffentlich eingeladen worden. In feinen Eingangsworten wies der Gemeindegruppenführer auf den Zweck und die Bedeutung des neu erbauten Luftfchutzübungshaufes hin. Anschließend fand eine allgemeine Belehrung der Bevölkerung statt unter Mitwirkung eines Ausbildungslehrganges für die Brandschutzbekämpfung. Hierbei wurde auch die Bekämpfung eines größeren Brandes innerhalb des neuen Luftfchutzübungshaufes vorgeführt. Der Orts-Kreisgruppenführer des RLB. sprach der Stadtverwaltung Alsfeld feinen Dank aus für die Erstellung des nach den neuesten Grundsätzen eingerichteten Luftschutzübungshauses. freundes. Aber jeder kann dazu helfen, daß diese Schädlinge nicht überhand nehmen; beschädigt keinen Baum durch Abbrechen von Zweigen oder Einschneiden von Buchstaben oder anderen „sinnigen" Zeichen! Das Abbrechen von Zweigen kann dem jungen Baum den Tod bringen, wenn sich in der Bruchwunde holzzerstörende Pilze ansiedeln und schließlich den Stamm faul machen, so daß er später vom Sturm zerbrochen wird. Durch Zertreten in den Schonungen geschädigte Bäumchen kümmern später und werden leicht ein Opfer der schädlichen Pilze. Wieder andere Speise- und Giftpilze leben auf dem toten Holz oder in der Streu des Waldes. Sie find für den Wald nützlich und nötig, weil sie das abgefallene Laub und die Zweige und die stehengebliebenen Baumstümpfe verrotten und in milden Waldhumus (Walderde) verwandeln helfen. Hierzu gehören viele Rüblinge, Schüpplinge (z. B. das allbekannte Stockschwämmchen), Schwefelköpfe, Dachpilze, die auf Stümpfen wachsen. Andere kommen nur in der Streu des Waldes vor, helfen die abgefallenen Blätter und Nadeln, Zweige und Zapfen verrotten und wandeln sie in Walderde um. Solche Pilzarten sind der Waldfreund, die Butter- Rüblinge, die Lack-Trichterlinge, Kremplinge und viele andere. Beim Sammeln von Speifevilzen für den menschlichen Magen soll man auch daran denken, daß viele Pilze dem Wild und anderen Tieren der Lebensgemeinschaft Wald zur Nahrung dienen. Eichkätzchen, Waldmäuse und andere Nager, Hirsche, Rehe, Schwarzwild sind auch Pihfreunde. Die vielen angenagten Pilze, namentlich Täublinge und Röhrlinge, tragen nicht nur die Spuren von Maden und Schnecken, sondern zeigen oft die Zahnspuren der Nager. Mitunter findet man Röhrlinge sogar hoch oben in dem Gezweig, wohin sie Eichkätzchen vertragen haben. Der oft durchwühlte Waldboden zeigt, daß auch das Rot- und Schwarzwild Trüffeln (Hirschtrüffeln und andere Arten) schätzt. „Freut euch an der Schönheit und Mannigfaltigkeit der Pilze, die ebenso .Kinder des Waldes' sind wie die Blütenpflanzen, Farne, Moose und Flechten. Zerstört keinen Pilz unnötig und laßt auch beim Sammeln Pilze 'stehen, damit sie sich durch ihre Sporen vermehren können." Pilze sind nicht nur eine schöne Zierde des herbstlichen Waldes oder nur zur Nahrung für den G. A.-Sport. Schneider leitet dos Fachamt Turnen. Reichssportführer von Tschammer und Osten hat als Nachfolger von Carl Steding den Männer» tumwart Martin S ch n e i d er , Direktor des Instituts für Leibesübungen an der Handelshochschule Leipzig, zum Reichsfachamtsleiter im Fachamt Turnen bestimmt. Das Amt des Reichs» männerturnwarts behält Pg. M. Schneider^ bei. .Der Tod Carl Stedings bedeutete für die deutschen Turner den Verlust eines in jahrzehntelanger Arbeit bewährten Turners, der schwer zu ersetzen ist. Wenn jemand diese Lücke ausfüllen kann, dann ist es sein Freund und Arbeitskamerad Martin Schneider, dessen hervorragende Sachkenntnis und bisherige Leistungen an verantwortlichen Posten für ihn die besten Empfehlungen bedeuten. Abrudern In m der Gießener Nuder-Gesellschast 4 877. jjj™ Mannschaft älterer Ruderer mit einem Vorsprung von einer Bootslänge gewann. Am Schlüsse des Ab» ruderns überreichte der Dereinsführer, Studienral Artur S ch a r m a n n, an die Siegermannschaften die Preise. Nachstehend die Resultate der Rennen: Rennen 1. „Anfänger-Vierer" mit Steuermann über 800 Meter: Sieger: Hofmann, Schäfer, Christ, Martin; St. Leib. Rennen 2. „Doppel-Zweier" mit Steuermann über 600 Meter: Sieger: Gebrüder Salzmann; St. Leib. Rennen 3. „Vierer mit Steuermann" über 1000 Meter: Sieger: Dahmer, Seim I., Salzmann I, Göbel; St. Gröninger. Rennen 4. „Anfänger-Vierer" mit Steuermann über 1000 Meter: Sieger: Gröninger, Thome, Fuchs, Hahn; St. Salzmann II. Rennen 5. „Leichtgewichts-Vierer" über 800 Meter: Sieger: Salzmann II., Seim II., Alt, Freitag; St. Hahn. Rennen 6. „Achter-Rennboot" mit Steuermann über 1000 Meter: Sieger: Hof, Pfarre, Bieker, Seim I., Salzmann I., Krause II., Dahmer, Göbel; St. Gröninger. Rennen 7. „Vierer mit Steuermann" über 600 Meter: Sieger: Gröninger, Thome, Fuchs. Hahn; St. Salzmann II Rennen 8. „Vierer mit Steuermann" über 600 Meter: Sieger: Dahmer, Pfarre. Bieker, Krause II.; St. Salzmann II. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnachmittags geschlossen 'Ä