, ■ t . W\ ♦>*! ’>-.B^;- Samstag, 30. / Sonntag. 31. August 194t GietzenerAnzeiger Blick über den Hafen von Reval. — aeretts leit einem ymoen r“ ;; j, k°- das jene Zeit, als die törichten feindlichen Jiam; ui... * XJ ... i.... -Miifjfnn (ll1-. be. t Fünfer» rung mit 18 lesien mit 1$ Keffern. K öwer W er Srinbli: [tolentampf i Gebiet M’ i vor der V l. OberkamS >0 Treffern V bislang die Plutokraten und Kapitalisten diesen An. teil für sich mit Beschlag belegten. Für diefe Plutokraten kämpft England, kämpfte Frankreich und im Solde dieser Plutokraten steht heute Moskau. Das alte französische Regime ist ge- stürzt, ganz Europa hat sich der Idee der europäischen Neuordnung zugewendet und die gewaltigen Siege und Vernichtungsschlachten gegen den Bolschewismus bahnen und öffnen mit einem seltenen Elan endlich dem neuen Europa den Weg ins Freie. Gerade am Tage, da der Duce zum Führer kommt, sind neue gewaltige Erfolge errungen worden. Der Kriegshafen Reval ist in deutscher Hand, der modernste Kriegshafen der Bolschewisten, Baltisch-Port, trägt jetzt die Hakenkreuzflagge, zahlreiche bolschewistische Transporter sind versenkt, Kriegsschiffe beschädigt und zerstört worden. Unsere Truppen stehen mit fin- 1939/40 den Ausbau non Baltisch-Port und Reval zu höchst modernen Kriegshäfen und Landstützpunkten mit Hochdrnck begonnen. Das Ergebnis ist zu- sammensassend: Das ganze Baltikum ist in deutscher Hand. Es bedeckt eine Fläche von 166 000 qkm, ist also größer als England (ohne Schottland). Aber das Baltikum ist wiederum noch nicht der fünfte Teil der gewaltigen Ländermasse, die deutsche Truppen in 67 Tagen besetzt haben. Die Einnahme der Kriegshäfen Reval und Baliisch-port. flugzeuge in der vergangenen Nacht aus einem gesicherten Geleitzug westlich Pembroke zwei 5)andelsschiffe, darunter einen großen Tanker mit zusammen 12 000 BKT. Einige Luftangriffe richte- ten sich gegen englische Flugplätze. Versuche der britischen Luftwaffe, am gestrigen Tage im besetzten Gebiet, am Kanal und an der holländischen Küste anzugreifen, brachen in der deutschen Abwehr zusammen. Der Feind verlor 3 1 Flugzeuge, darunter 17 Bomber. Davon schossen Jäger und Flakartillerie 23, Vorpostenboote und Marineartillerie sieben britische Flugzeuge ob. Ein feindliches Jagdflugzeug wurde durch Tnfanterie- befchuß zum Absturz gebracht. In Nordafrika führten deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge vernichtende Angriffe gegen Hafeneinrichtungen, Ftakstellun^en und Materiallager in Tobruk aus. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 28. August militärische Anlagen im Hafen von Suez wirksam mit Bomben an. Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. In Wohnvierteln entstanden Gebäudeschäden. Flakartillerie und Nachtjäger schossen sechs der angreifenden Äomber ab. Hauptmann Hermann I o p p i e n , Inhaber des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, kehrte nach feinem 70. Luftsieg vom Feindflug nicht zurück. Mit ihm verliert die Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger. Der Wehrmachibericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 29. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, nahmen Truppen des deutschen Heeres am 28. August im Zusammenwirken mit der Kriegsmarine und der Luftwaffe nach hartem Kampf den stark befestigten Kriegshafen Reval. Auf dem Hermanns-Turm der alten Hansestadt weht die Reichskriegsflagge. Roch am gleichen Tage stießen Truppen des deutschen Heeres zu dem nach modernsten Gesichtspunkten angelegten Kriegshofen Baltisch-Port vor und nahmen ihn. Mehrere tausend Gefangene wurden eingebracht. Sechs Küstenbotterien und weiteres unübersehbares Kriegsmaterial fielen in unsere Hand. Im Kriegshafen Reval wurden 19 mit Truppen und Kriegsgerät beladene Transporter, ein Z e r ft ä r e r und neun andere kriSgsfahrzeuge versenkt. Der Schwere Kreuzer „Kirow", ein Zerstörer und fünf weitere Kriegsschiffe wurden schwer beschädigt. Im Finnischen Meerbusen versenkte die Luftwaffe drei Sowjettransporter mit zusammen 13 000 BRT. und erzielte Bombentreffer auf einem Zerstörer. Auch an den übrigen Teilen der Oft fron f sind die Operationen im guten Fortschreiten. Im Seegebiet um L n g l a n d vernichteten Kampf- wötigten lch der it 53,44 NN L? l. dessen L 43,8 die heil > Sekunden 3m N y JiaumtN ter) Hesse,, ien der W Heren Sann:, chspning iiie I knapp vor le Zwischen Narwa und Luga. Berlin, 29. Aug. (DNB.) Im Roum zwischen Narwa und Luga erreichten die deutschen Truppen an allen Stellen die befohlenen Ziele und fügten den Bolschewisten in ständigem Vordringen blutige Verluste zu. 5000 Gefangene wurden in diesem Frontabschnitt eingebracht, 23 sowjetische Panzerkampfwagen, 45 Geschütze verschiedenster Kaliber und eine große Anzahl von Maschinengewehren und Granatwerfern, Infanteriegeschützen und Handfeuerwaffen wurden erbeutet oder vernichtet. Oer Kreuzer „Kirow-. Mit dem Schweren Kreuzer „Kirow", der in den Kämpfen vor Reval schwer beschädigt wurde, ist eines der mobernften Kriegsschiffe der sowjetischen Kriegsmarine außer Gefecht gesetzt worden. Der Kreuzer ist 1936 in Dienst gestellt worden. Er ist der erste Kreuzer seiner Klasse, dem fünf weitere der gleichen Art für die sowjetische Ostseeflotte folgen sollten. Der Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 8000 Tonnen und entwickelte eine Geschwindigkeit von 33 Knoten. Er ist mit neun 18-cm-Ge- schützen, je vier 10,2 cm- und 3,7-cm-Flugabwehr- geschützen und vier Maschinengewehren bestückt. Darüber hinaus verfügt der Kreuzer über zwölf Torpedorohre modernster Art und eine Katapultvorrichtung für zwei bis drei Seeflugzeuge. Er hatte eine Besatzung von 624 Mann und konnte auch als Minenleger eingesetzt werden. jhrend M Badener F| eben. M ataref R chm'dUZ men und - >n Meisters Der Duce im Führerhauptquartier. Erörterung aller politischen und militärischen Fragen.-Llnabänderlicher Witte der Achsen machte zur Fortsetzung des Krieges bis zum siegreichen Ende. / <^Mapsaj<\ lyKarusen / \ Perna^ rfArensburg\^_H \ Riga er le. lln den politischen und militärischen Besprechun- ■|e nahmen von deutscher Seite auch der Neichs- nnifter des Auswärtigen von Ribbentrop der Lhef des Oberkommandos der Wehrmacht, 8-neralfeldmarschall Keitel, teil. & 0Nnfi & K tln ■ ‘Opoerorbip^ ln eine n| UM 9 der jjkl =or9 »S ,1. 3 ?cr N n Chr. 1. bist» Wng im St isler. r Hillers stag der N geschlossen. > i noch die c." lonnerstag $ r (Söln»W Im Angesicht neuer Siege. Von unserer Berliner Schristleitung. Sieber einmal steht bie Welt unter dem Einbruck Zusammentreffens der Führer der beiden ledsenmächte. Das Verhältnis zwischen Deutschland roi Italien ist heute in jedem Angehörigen der eben Nationen fest und unverrückbar verankert. )ii Welt selbst weiß diese Begegnungen ebenfalls i ihrer Bedeutung zu schätzen, sie schließt aus item Zusammentreffen der beiden Führer ohne öf teres auf bevorstehende gewaltige Ereigmste. Vinn sich diesmal der Führer und der Duce im Kitschen Führerhauptquartier treffen, Jo Ut öas !ie zehnte Begegnung. Sie wird wie jedes anderen Treffen aus diesmal die innigen und tofrauensDoIIen Beziehungen und die klare Zu- ........... DRV.Aus dem Führerhauptquartier, r.August. Der Führer und der Duce hatten li der Zeit zwischen dem 25. und 29. August eine Zusammenkunft i m Führerhaupt- parlier. In den Besprechungen, die im Führerhauptquar- ftr der Nord- und Südfront ftattfanden, wurden s lernititärifchen und politischen Fra g: n, die die Entwicklung und die Dauer dis Krieges betreffen, eingehend erörtert Dic Augen wurden im Geiste der engen Kameradschaft mfc der Schickfalsverbundenheit geprüft, der die Lziehungen zwischen den beiden Achsenmächten kcrnzeichnet. Die Besprechungen waren durchdrun- g, von dem unabänderlichen Witten der beiden I lker und ihrer Führer, den Krieg bis zum sieg- pchen Ende fortzusehen. Die neue europäische Ordnung, die aus fcfem Siege hervorgehen wird, soll möglichst weit- g,end die Ursachen beseitigen, die in der Argangenheit zu den europäischen Kriegen Beran- Ir ung gegeben haben. Die Vernichtung der blfchewisiifchen Gefahr und der plu- lilratlfchen Ausbeutung wird die Mög- li- feit einer friedlichen, harmonischen und siuchtbaren Zusammenarbeit aller kvilker des europäischen Kontinents sowohl aus pitischem als auch auf wirtschaftlichem und ful- twüem Gebiet schaffen. 5m Verlaufe dieses Besuches begaben sich der Zihrer und der Duce zu bedeutenden Punk- Itn der Oft front, wobei auch eine der im Äimpf gegen den Bolschewismus eingesetzten i t a - Ionischen Divisionen besichtigt wurde. An- < Mich des Besuches der Sübf ronf wurden der Zjhrer und der Duce durch Generalfeldmarschall üi n Rundftedt begrüßt Außerdem fanden Be- W in den Hauptquartieren des Reichsmar- süa11s und des Oberbefehlshabers des h, eres statt Jn der Begleitung des Duce befanden sich der IKlienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, i|kt Lhef des italienischen Wehrmachtgeneralstabes, Sinetal Eava11ero, der Kabinettschef Gefand- h Anfufo in Vertretung des durch Krankheit «-hinderten Außenministers Graf Liano, die Ge- z eräle Marras und Gandin sowie eine Reihe m lerer höherer Generalstabsoffiziere. Der deutsche i Silschaster von Mackensen und der deutsche InWtärattache in Rom, Generalleutnant von Rin- lcl e n, nahmen gleichfalls an der Fahrt des Duce »V'l hie EÄ [tbe r ,<»4* ■fS.1 SLl :5- vrühlscheUniverfttA5dnickttei8.Qmge General-Anzeiger für Oberhessen 7-9 «ui uus jene ais uie lunu/itn |v...------- , 'öfenagenturen nichts anderes zu tun wußten, dem Aushören der Achse zu fabeln. Sie hatten "'m immer noch nicht erkannt, baß der ^vlutionäre Schwung bie beiden Staaten ein , f ihre Bünbniskrast und ihr Derantwortungs^ -?d»ußtsein so stark waren, baß sie eine Neuordnung *NPQ5 in Angriff nehmen konnten, die enSUly diesem zerteilten und den höllischen Emsluss _ £ englischen Plutokratie und des Moskowitertum^ Umliegend en Festland ein Gebilde machen w - Nrt)alb dessen jeder Staat und jeder einzelneEU- ^Der Brot und Arbeit und einen gerechten 01 den Produktionsgütern finden soll, wayrerw >rmenarbeit vertiefen. ^iefe Zusammenarbeit wurde eingeleitet mit der lieffini en frage, ->l- sich Deutschland vor- ?laltlos auf die Seite Italiens stellte und dazu iiihalf, den von Genf aus unter Edens Führung frr Italien verhängten Wirtschaftskrieg zu zer- rchen. Sie erfuhr eine besondere Verstärkung, als die beiden Achsenmächte an der Net t ung anien5 vor dem von England gewollten 2Zoi- hwismus aktiv teilnahmen und das Blut der oeul- N und der italienischen Kämpfer in Spanien mit der nationalbewußten Angehörigen des eye- s so großen spanischen Reiches einen »nt bi • N der bisher allen Belastungsproben gewachten Bc" und jetzt im Endkampf gegen das Moskowiter- seine besondere Bewährung sindet. Vs hn März 1940 sich der Führer und der Duce N erstenmal auf b em Brenne r trafen, hatten Irland und in feinem Schlepptau Frankreich Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer biS 8'/,Ubr des Bormittags An-eigen-Preise: Ameigenteil 7 Rpf. je mm bet 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/° mehr Dago F) J Das Baltikum in deutscher Hand. e>m Zusammenwirken mit der Kriegsmarine und der Luftwaffe wurden nach hartem Kampf der stark Lfeftiate Kriegchafen Reaalund der weiter westlich gelegene Kricgshasen B a l 11 s ch - P o r t genommen Schon in Len letzten Tagen wurde b-rich- ftt daß zahlreiche Sowsetdampter ,m S'nmschen Meerbusen durch die Marine, durch die Lustwaftc und durch Minen zum Sinken gebracht wurden Die Bolschewisten haben noch auszuraumen versucht und das um so mehr, als d.e Kriegsmaterialoer,or- aung non Petersburg knapp wird, nachdem -etzt d,° Bahn Petersburg —Moskau von unftrer Infanterie erreicht und unterbrochen ,ft Diese Absichten find gescheiter^ Im chafen non Menal li-n/n 19 mit Truppen und Kriegsmaterial be- *eh9pne Transporter, die versenkt wurden. Genau so ^,e n den anderen eroberten baltischen S)äfCn pbau Windau. Aiga und Pernau wird unsere Kriegsmarine nicht faul s°m. ihre Bergungsschiffe einzusetzen Die 19 versenkten Transporter sind mit oaren J Lydia noiH Und d^' Ji emfrfl rrtz M May nischen, slowakischen, ungarischen unb rumänischen Verbänben tief in Feinbeslanb, unb es ist ganz felbstoerftänblich, baß italienische Truppen an biefem Vernichtungsselbzug gegen ben bolschewistischen Drachen genau so teilnehmen wie beutsche Truppen in Italienisch-Norbafrika bie gemeinsame Sache Schulter an Schulter mit ben Italienern verfechten. Wenn bie freimaurerisch-jübischen Potentaten ber englisch sprechenben Plutokratien von irgenbwo im Atlantik ihre Weltversklavungsziele verkünbeten, ohne bie Macht unb bie Kraft zu haben, sie ben Europäern aufzuzwingen, bann ist bie Begegnung bes Führers mit bem Duce ein klarer Beweis dafür, daß die Fahne der Achsenmächte über Europa weht und dieses neu zu orb- nende Europa ein Fels ist, an bem jeher Ansturm ber plutokratisch-bolschewistischen Feinbe ber gerechten Neuorbnung Europas zerschellen wirb. E. 8. Zwei Jahre Seekrieg. Bon Hans Pochhammcr, Fregattenkapitän z. V. Die Augen unseres Volkes, ja ber ganzen Welt finb auf die Sowjetunion gerichtet, wo Heer und Luftwaffe ben Bolschewismus nieberringen. Gleichzeitig aber geht ber unsichtbare Kampf gegen bie britische Seetyrannei, ben seit zwei Jahren in vorderster Front bie deutsche Kriegsmarine trägt, unerbittlich weiter. Erkennbarer als bei Ausbruch des Weltkrieges trat Englanb diesmal als unser Hauptwiderpart schon in Erscheinung, als der Führer noch hoffen burfte, bie festländischen Fragen ohne bie ozeanische Störung glätten zu können. Jeber Krieg aber, an bem England teilnimmt, ist ein Seekrieg unb muß also auf ber salzigen Flut entschieben werben. So ungeheuer groß bie beutschen ßanbfiege in unser Bewußtsein treten, ihre Krönung finden sie erst in ihrer Auswirkung auf Englanb. Die Jahre ber Aufrüstung genügten wohl, bie deutsche Schlagkraft zu Lande und in ber Luft kriegsstark zu machen, aber nicht zu r See, so emsig auch bart gehämmert unb geübt würbe. Ein großes Kriegsschiff z. B. hat vier Jahre Bauzeit, eine U-Bootserie mag bis zur Gefechtsbereitschaft mit ber Hälfte auskommen. Aber gerade in ben Kleinkampfmitteln ftanben wir doch — neben ben etwa 20 Zerstörern, 6 Leichten Kreuzern, drei Panzerschiffen unb 2 Schlachtschiffen — so, daß wir ben uns aufgezwungenen Kampf auch auf bem Meere mit gutem Gewissen aufnehmen konnten! Der Ablauf bieser zwei Seekriegsjahre hat das bestätigt. In ber Ostsee war hn polnischen Feld- zug mit geringem Einsatz die Ausgabe schnell gelöst: Flankenschutz des Heeres gegen englische Be- brohung burch die Belte, Sicherung Danzigs und ber Sßerbinbung mit Schweden unter Ausschaltung ber' polnischen Seestellung, Unterbindung bes fe^nd- liehen Handels mit ben Dftfeeftaaten, im ganzen also Beherrschung dieses Raumes. Ist mit ber Sowjetunion auch hier ein zahlenmäßig stark überlegener neuer Gegner erwachsen, so schreitet seine Nie- bertämpfung zur See doch ebenso „planmäßig" fort, wie zu ßanbe. Die Nordsee hat ihre wehrgeographische Be- beutung seit bem Weltkriege wesentlich gcänbert. Die Mine und der Torpebo, getragen von U-Boot, Schnellboot unb Zerstörer, dazu die Luftwaffe haben die einstige „Hochsee" in ein „Küstenvorfeld" gewanbelt, bas große Ueberwasfereinheiten zu mei- ben haben. Solche standen auch 1939 in weit geringerer Zahl zur Verfügung als 1914, bei sechsfacher Ueberlegenheit ber britischen Flotte über die deutsche. So wandte der Seekrieg sich von vornherein der eigentlichen Hochsee, den Ozeanen zu, während es in ber Norbsee leer unb still wurde. Dafür sorgte schon ein großes „Warngebiet", das wir sofort in ihre Mitte legten, ähnlich wie England den südlichen Ausgang zum Weltmeer, den Kanal mit Minen sperrte. Der Nordausgang aber, die Shet- land e n ge , blieb offen und ist es, anders als im Weltkriege, noch heute. Durch ihn brachten wir im Winter 1939/40 unter oft tollkühnem Einsatz ihrer Besatzungen noch 84 Handelsschiffe ein, mit 478 928 BRT., voran die „Bremen". Hier taufen unsere U-Boote aus und ein; durch ihn stoßen un- 91. Mrgang Ur. 206 Lrfcheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: KKKSÄE I Bezugspreis: ■Dfonötücb. •..... RM 1.80 ffDA&-erfÄein^ non einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt An. W£senbg\Nan^ Weißen ste m *n wie im » Wert W t Zehntels^ i Wetibe»«« jre Meislech" Thüringer hK 44,6 M Z (NiedersW L Mstsprinp^IU ihren Ladungen durchaus nicht verloren. So oder so kommen sie uns zugute. In ben zusammenfassenben Sondermelbungen vom 6. Auaust hieß es aus-brücklich, baß bie Operationen an oer finnischen Front und der Kampf ber Kriegsmarine einer späteren Berichterstattung Vorbehalten bleiben müssen. Aber jeder Deutsche weiß, baß bie Sowjets eine recht stattliche Ostsee- flotte teils mobernifiert, teils neu erbaut hatten. Diese Ostseeslotte ist offensiv überhaupt nicht zur Wirkung gelangt. Wichtige Transporte mürben von ber beutschen Kriegsmarine absolut gesichert. Darüber hinaus würben offensive Vorstöße gemacht. Unsere Schnellboote finb in bravourösem Einsatz wieberholt zu Schuß gekommen. Der Sowjetflotte bleiben jetzt nur noch bie Inseln Dagö und Oesel, die Festungen Hangö, Kronstadt und Petersburg selbst als Stützpunkte. Entscheidend ist, daß die sowjetische Ostseeflotte von drei Seiten durch bie beutsche Luftwaffe kontrolliert wirb. Daher auch der überaus erbitterte Wiberstanb der Bolschewisten in dem an sich aussichtslosen Kampf um die Norbecke von Estlanb. Sie haben jcrfort nach ihrem Krieg mit den Finnen im Winter herä 3. Hango • . — । S Hoglond L Baltisch < sere Panzerschiffe, Hilfskreuzer und Schlachtschiffe zum Handelskrieg in die Weiten der Ozeane vor. Der Einsatz so wertvoller Einheiten muß richtig verstanden werden. Der Schwerpunkt der feindlichen Macht, der aufzusuchen und zu zerstören ist, liegt im Falle Englands in der Versorgunas- schiffahrt, an deren Schutz auch schwere See- streitkräste beteiligt sind. Für das große Ziel müssen Opfer gewagt — und getragen werden, so schwer sie uns ankommen mögen, das weiß der Kriegsseemann so gut, wie der Soldat zu Lande und in der Luft. Dehnen sich diese Kämpfe gegen die feindliche (bewaffnete!) Schiffahrt durch die Jahre und über weite Seeräume, so ist die Kriegsmarine im unvergeßlichen Norwegen-See-Feldzug April 1949 auch in größerer Geschlossenheit eingesetzt worden. In zweifacher Art wurde hier, auf Geheiß des Führers, gegen die überkommene Seekriegskunst gehandelt: Im überraschenden stürmischen Durchbruch durch ein von überlegenen Feinden wimmelndes Seegebiet, und im ebenso kühnen zielsicheren Einbruch in stark verteidigte Küstenstellungen. Im bewundernswerten Zusammenspiel der drei Wehrmachtteile trug die Kriegsmarine doch die erste und schwerste Verantwortung für die rechtzeitige Gewinnung der Landeplätze von Oslo bis Narvik. Strahlenden Ruhm erwarb besonders Kommodore B o n t e mit seinen Zerstörern, deren Verlust, wie den des „Blücher" und der „Karlsruhe" der Erfolg rechtfertigte. Mit Norwegen fest in unserer Hand konnten wir die „Ozeanische Front" vom Nordkap bis zur spanischen Grenze ausdehnen, womit der Kriegsmarine neue Ausgangsstellungen gegen England erwuchsen. Auch der Luftwaffe, die sich so überraschend dem Gesetz des Meeres anpaßte und an der Vernichtung feindlicher Handels- und Kriegsschiffe regen Anteil nimmt. Unsere Gegner nennen diesen Kampf, in dem auch nach ihrer Ansicht die Entscheidung fallen muß, die „Schlacht im At lan ti k". Ihr Gradmesser ist die dem Feinde dienstbare eigene und fremde Han- delsschiffstonnage. Etwas mehr als die Hälfte des Bestandes, mit dem England selbst den Krieg begann (25 Millionen BRT.), war am 1. August 1941 bereits versenkt. Dazu kommen die unbekannten Verluste durch Minen und die üblichen Gefahren der Seefahrt. Der Bedarf aber steigt durch längeren Ausfall beschädigter Schiffe (bei wachsender Zerstörung der Werften durch Fliegerbomben), infolge Vertreibung des britischen Handels von den europäischen Küsten, durch die Sperrung des Mittelmeers, die Versorgung der Armee um den Suezkanal und der englischen Flotre in allen Meeren mit Beischiffen und Hilfskreuzern ins Ungeheure. Selbst Roosevelt, der anfangs stille, jetzt lärmvolle Teil- Haber des britischen Kriegsgeschäftes, mußte kürzlich zugeben, daß die Versenkungsziffern mehr als doppelt so hoch bleiben, wie England und Amerika zusammen neu bauen können. Daran war die deutsche Kriegsmarine mit 9 236 219 BRT. beteiligt, allen voran die nimmermüden Unterseeboote. Nun greift Roosevelt von Nord und Süd mit Polypenarmen nach Ost und West über die Meere. Es wäre unsoldatisch, die darin liegende neue Bedrohung zu verkennen, falls das amerikanische Volk sich in den Krieg, in einen europäischen Imperialismus hineintreiben läßt. England, getäuscht auf der Atlantik-Konferenz um den unmittelbaren Kriegseintritt der USA., erkennt immer mehr seine eigene Unzulänglichkeit. Wenn es sich endgültig in die Gefolgschaft der USA. begeben haben wird und um diesen Preis deren Kriegseintritt erreichen sollte, dann wird die neue europäische Ordnung so gefestigt sein, daß auch die Bedrohung von jenseits des Atlantik den Kontinent nicht mehr erschüttern kann. Oer Sieg von Galla. Berlin, 29. Aug. (DNB.) Die Einschließung und Vernichtung von zwei Sowjetdioisionen i m Raume ostwärts Salla, die im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 28.8. gemeldet wurde, ist mit gewaltigen Marsch- und Kampfleistungen der deutschen und finnischen Truppen verbunden. Trotz ununterbrochen strömenden Regens sind in den Jlagen vyr der Vernichtung die deutschen und finnischen Truppen in dem wegelosen und ungangbaren Wald- und Sumpfgelände ständig kämpfend vorgestoßen. Die Massen der 104. und 122. sowjetischen Schützendivision wurden bei diesen Kämpfen bis auf wenige versprengte Teile ein geschlossen und restlos vernichtet. Die Teile, die der vernichtenden Umklammerung durch die deutschen und finnischen Truppen entkommen konnten, mußten ihr gesamtes Kriegsaerät, ihre Artillerie und Fahrzeuge zurücklassen. T)ie Verluste der Bolschewisten an Toten und Gefangenen und die Beutezahlen. sind noch nicht zu übersehen. Allein in dem Kampfabschnitt eines deutschen Regiments verloren die Sowjets an einem Tage über 1800 Tote. Lustangriff auf die Halbinsel Kola. Berlin, 29. August. (DNB.) Im Laufe des 28. August unternahmen deutsche Kampfflugzeuge einen Tagesangriff auf kriegswichtige Ziele in sowjetischen Städten auf der Halbinsel Kola. Schon beim Rückflug der ersten Welle standen Werkgebäude und Industriean- lagen an verschiedenen Stellen in hellen Flammen. Andere Flugzeuge bombardierten Eisen- bahn st recken um Kandalakscha, dem bedeutendsten Hafen an der innersten Bucht des Weißen Meeres, und rissen sie auf weite Strecken auf. An anderer Stelle wurden bolschewistische Flugzeugkolonnen vernichtend getroffen. UebergangSversuch am Onjepr im deutschen Feuer zusammengebrochen. 3 e r t i n , 29. Aug. (2)3123.) Im Verlauf des 28. 8. unternahmen die Sowjets an mehreren Stellen des Dnjepr südlich Kiew den Versuch, vom Ostufer des Flusses auf das Westufer überzusetzen. Wo diese Versuche erkannt wurden, nahm die deutsche Artillerie die sowjetischen Truppen schon in der Bereitstellung auf dem Ostufer unter wirksames Feuer. Die Sowjets erlitten schwere blutige Verluste. Vereinzelten sowjetischen Stoßtrupps gelang es, das Westufer zu gewinnen. Im konzentrierten Feuer der deutschen Artillerie und Infanterie wurden jedoch die sowjetischen Einheiten völlig aufgerieben. Die Reste der vernichteten Stoßtrupps gerieten in Kriegsgefangenschaft. Das Gtuka-Geschwader^Immelmann^ Berlin, 29. August. (DNB.) Das Stuka-«Ge- schwader„Jmmelmann" hat seinen 50 0. Feindauftrag im Osten durchgeführt. Das Geschwader, desien Kommodore Oberstleutnant Dimpert das Eichenlaub zum Ritterkreuz trägt, griff wiederholt mit durchschlagender Wirkung in den Erkämpf ein und brachte den Bolschewisten schwere blutige Verluste bei, zerschlug viele Bunkerstellungen, brachte 75 Batterien zum Schweigen, vernichtete außerdem 250 Geschütze, setzte 350 Panzer außer Gefecht und zerstörte etwa 4500 Flugzeuge. Durch Bombenvolltreffer wurden 30 Eisenbahnstrecken zerstört, 45 Transport- und Munitionszüge sowie Pontonbrük- ken und weitere 55 Flußübergänge unbrauchbar gemacht. Das Geschwader hat sechs Kasernen mit Bomben schwerster Kaliber belegt, sechs Munitionslager und fünf Brennstofflager zur Explosion gebracht, zwei Panzerzüge vernichtet und mehrere Lastkähne versenkt. Hauptmann Joppien. Berlin, 29. Aug. (DNB.) Hauptmann Iop - p i e n, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, ist, wie bereits mitgeteilt, nach seinem 70. Luftsieg vom Feindflug nicht zurück- gekehrt. Mit ihm verliert die Luftwaffe einen der kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger. Hauptmann Joppien hatte am 16. September 1940, nachdem er 20 Gegner im Lustkampf abgeschossen hatte, das Ritterkreuz erhalten. Nach seinem 40. Abschuß am 22. April 1941 erhielt er einen Tag fpäter, als 11. Offizier der deutschen Wehrmacht, das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Joppien war 1912 als Sohn eines Arbeiters in Bochum geboren. Nach Besuch der Volksschule zu Hersfeld ging er als Schriftsetzer in die Lehre. Im Oktober 1931 trat er als Schütze i n d a s I. R. 1 5 ein, wurde später zum Zweck der fliegerischen Ausbildung in eine Fliegerschule versetzt, 1936 Unterfeldwebel, am 1. Februar 1937 Feldwebel und am 1. Juli 1937 Oberfeldwebel. Nachdem er an einem Offizier-Auswahllehrgang teilgenommen hatte, wurde er am 23. Dezember 1938 zum Leutnant befördert und fand Verwendung als Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Als Technischer Offizier beim Stabe einer Zerstörergruppe wurde er am l.Juni 1939 Oberleutnant. Später wurde er in ein Jagdgeschwader versetzt und am 18. September 1940 Hauptmann. Er wurde dann zum Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader ernannt. Wem darf man glauben? Es gibt auch heute noch in USA. weite Kreise, die sich nicht von der im Dienste der englischen Plutokraten stehen jüdischen Presse einnebeln lassen. Insbesondere haben sich die Berichte des Oberkommandos der deutschen Wehr, macht großes Ansehen in den USA. verschafft. So hat wenige Tage nach Beginn des Feldzuges im Osten der Militärsachverständige der „New Port Post", Fletcher Pratt, folgende Ausführungen gemacht: Die optimistischen Darstellungen aus Sowjet rußland - seien unsinnig. Derartiges anzunehmen, stelle einen ebenso gefährlichen Trug, schluß dar wie Chamberlains klastische Bemerkung, daß Hitler in Norwegen den Autobus verpaßt habe. Alle günstigen Meldungen stammten aus bot» schewistischer Quelle, und man wisse vom Finnenkrieg her, daß diese äußerst unzuverlässig seien. Aus der anderen Seite seien diebeutschen Wehrmachtberichte während des ganzen Krieges im großen wie im einzelnen außerordentlich genau gewesen. Wenn deutsche Meldungen von großen Erfolgen sprächen, so sei >s sehr wahrscheinlich, daß das zutreffe. Die bisher vor» liegenden Einzelheiten ließen vermuten, daß die Sowjets einer in der Geschichte beispiellosen Kato» strophe zueilten. Wenn man heute in den USA. den deutschen Wehrmachtberichten solche große Anerkennung zollt, so kommt darin nicht nur die lieber,Beugung zum Ausdruck, daß diese Berichte mit der Wahrheit vollkommen übereinftimmen, sondern es dürste vielleicht auch noch die Erinnerung an die Erfahrungen mit hineinspielen, die man während des Welt» Krieges in den USA. mit dem Wahrheitsgehalt' der Kriegsberichte der verschiedenen Nationen gemacht hatte. Damals, im Frühjahr 1915, hat ein. Neuyorker Blatt eine Tabelle veröffentlicht, dis einen Anhaltspunkt zur Abschätzung des Wahr» heitsgrades der Kriegsnachrichten aus den verschiedenen Quellen darstellen sollte. Nach dieser Tabelle betrug der Wahrheitsgrad der deutschen amtlichen. Berichte 100 v. H., des Gewährsmannes in Stockholm 75 v. H., des Gewährsmannes in Rotterdam. 50 v. H., der französischen Generalstabsberichte 45 v. H., der Moskauer Generalstabsberichte 20 o. H.,, der Spezialkabel der „Times" 10 v. H., der Mtt- dung des „Matin" 8 v. H., der Belgischen 2higen: 5 v. H., der Nachrichten mit der Spitzmarke „Aus Nifch wird gemeldet" 4 o. H., der Nachrichten „Von. einem Ort an der Front" 3 v. H., der Frau eines amerikanischen Schuhhändlers 2 v. H., eines franzo. fischen Agenten aus Syrien 1 v. H., der Haoas« Meldungen V2 v. H. und der Reutermeldungen 0 v. H. Während man also in Neuyork den beut« schen amtlichen Berichten einen Wahrheitsgehalt von 100 v. H. zubilligte, schätzte man den des Moskauer Generalstabsberichtes nur auf 20 v. H. und Lügen- Reuter erhielt feinen Ruf dadurch bestätigt, daß er ganz durchfiel. Die Wahrheit bricht sich eben doch Bahn, wenn es auch manchmal etwas lange dauert. punkt auch wichtige Industrieanlagen aufzuweisen hat. Es befinden sich dort mehrere Werften, Werke der Maschinenbauindustrie, Werk» stätten für Turbinen- und Kesselbau und Eisengießereien. Weiterhin ist in Reval die elektrotechnische Industrie und der Waggonbau vertreten. Aus dem Holzreichtum Estlands basierend, arbeiten in Reval, ferner Papier- und Zellulose-Fabriken sowie weitere Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie,, u. a. eine Streichholzfabrik. Schließlich gibt es in Reval noch Unternehmen der Textil-, Üeder- unb Lebensmittelindustrie. Reval war vor der Besetzung: Estlands durch die Sowjets ein wichtiger Ausfuhrplatz für Holz, Papier, Getreide, Flachs, Leinsamen, Zement sowie für Agrarerzeugnisse, vor allem Eier,. Butter und Fleisch. Baltisch-Port, ein Hafen-- städtchen von wenig mehr als 1000 Einwohnern: westlich von Reval, ist deshalb besonders wichtig weil es von den Sowjets als Flottenstützpunkt ausgebaut worden war. Diesem Ausbau: diente auch die Erweiterung der Hafen- und Werst- anlagen bzw. Neubauten. Genesungswünsche für Laval. Auch Botschafter Abetz am Krankenbett. Vichy, 28. Aug. (Europapreß.) Der französische Staatschef Marschall P 6 t a i n hat den Generaldelegierten der Regierung im besetzten Gebiet, Botschafter de Brinon, um Nachricht über das Befinden des bei dem Attentat vom Mittwoch verletzten: früheren Ministerpräsidenten Laval gebeten. Bot-' schafter de Brinon hat sich an das Krankenbett Lavals begeben und ihm die Wünsche des Staatschefs für feine baldige Genesung überbracht. Bei ihrem: Bericht über das Attentat auf Laval melden die' Blätter, daß zahlreiche offizielle Vertreter Frankreichs Laval im Krankenhaus besucht haben, u. a.. Innenminister Buchet, Botschafter S c a p i n i und« der Polizeipräsident von Paris. Admiral Darlan. übersandte Laval ein Handschreiben, ebenso GeneraL Huntziger. Auch der deutsche Botschafter A b e tz in Begleitung des Gesandten Schleier begab sich nach Versailles an die Krankenbetten vom Laval und Seat. Das Attentat auf Pierre Laval und Marcel 2)&t ist dadurch imFilmfe st gehalten worden, bafo Aufnahmen von der Versailler Zeremonie bei ber Einweihung der Kaserne der neuen französischen: Freiwilligen-Legion gemacht wurden. Die Untersuchungsbehörden werden den Film als Dokument: benutzen. Der Polizeipräsident von Paris, AdmiraL Bard, und die höheren Gerichtsbehörden haben, sich den Film bereits vorführen lasten. Sier feindliche U-Boote im Mittelmeer versenkt. Rom, 29. Aug. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika an der Tobruk-Front Aufklärungstätigkeit unserer Truppen und Artillerie- feuer, das sich gegen feindliche Panzereinheiten und' Stellungen richtete. Britische Flugzeuge unternahmen Einflüge gegen Bengasi und Homs und warfen Bomben. Einige Verletzte und leichte Schäden sind zu verzeichnen. In O st a f r i k a wurden feindliche Angriffsver- suche gegen die Redoute von U 0 l ch e f i t und btt- kleine Befestigung von Debarech im Keime erstickt. In den vergangenen Tagen versenkten unsere auf Unterseebootjagd eingesetzten Marineeinheiten, im Mittelmeer vier feindliche Unterseeboote. Es wurden einige Gefangene gemacht, darunter auch der Kommandant einer der versenkten Einheiten. Eines unserer Unterseeboote ist nicht an seins« Stützpunkt zurückgekehrt. An der Strecke Moskau—Petersburg. Von Kriegsberichter Günter Kaufmann. DNB. Funkspruch ..., 30. Aug. (PK.) Unermüdliche Ausdauer und eine großartige Willenskraft unserer Infanterie haben es vollbracht, daß der Erfolg von Nowgorod durch eine blitzartige, vom Bolschewiken nicht vermutete Operation gegen Norden ausgenutzt werden konnte. Die am Nord- ufer des Ilmensees und in Nowgorod selbst geschlagenen Divisionen der Bolschewiken vermochten ihre Reste gerade noch mit Rühe über den Molchow-Fluß zu bringen und gaben damit den Weg auf der großen Straße Moskau—Petersburg nach Norden frei. Noch einmal versuchten bolschewistische Regimenter, die aus dem Wolga- Gebiet herangeschafft, einzeln auf die kleinen Stationen der Bahnlinie ausgeladen und zur Unterstützung der Verteidiger Nowgorods bestimmt waren, als die Stadt schon längst gefallen war, sich auf der Straße nach Norden entgegenzuwerfen. Aber die Ordnung war verlorengegangen, die Uebersicht fehlte. So verloren sie schwere Waffen, eine ganze bespannte Batterie siel uns in oie Hände, schwere Geschütze und Panzer und die 15-Zentimeter-Lang- rohrgeschütze der Bolschewiken wurden von findigen deutschen Artilleristen schnell umgekehrt und gegen den Bahndamm gerichtet. Auch der Oberbefehlshaber der Nordwestfront, Woroschilow, der in Nowgorod soeben erst den alten Sitz seines Hauptquartiers und eine ganze Armeegruppe verloren hatte, erkannte in letzter Minute die Gefahr und schickte schon mangelhaft bewaffnete ß an b «- wehr aus Petersburg über den Bahndamm, um durch Gegenangriffe den Lebensnerv Petersburgs wieder freizubekommen. In den Lüften aber entspannen sich erbitterte Gefechte um die Luftherrschaft über den Anmarschweg, bis schließlich Gewitter und heftiger Regen einfetzte und es schien, als ob uns der Wettergott noch einmal halt zu gebieten vermochte. Nun haben wir mit einem breiten Abschnitt an ber strategischen Bahnlinie die erste Frucht der ge- Die Hansestadt Reval. Deine Türme, deine Zinnen Schauen in die Lande weit Aus das seltsame Beginnen Dieser neuen, großen Zeit. Deutsche Truppen sind in eine deutsche Stadt eingezogen: In die alte deutsche Hansestadt Reval. Wenn man vom Meer aus zum erstenmal diese Mauern und Türme sieht, dann wird das deutsche Mittelalter wieder lebendig. Frag die alten Türme nach ihrem Namen, und der Bremer Turm, die dicke Margarethe, der Kiek in die Kök, der lange Hermann und der Eckturm des Schlosses auf dem Domberge, an den die Stadt angelehnt erscheint, werden Bände deutscher Geschichte erzählen. Die Stadttore und die Kirchennamen werden das gleiche tun. Die Sankt-Nikolaus-Kirche ruft das Gäächt- nis des Schutzheiligen der Hanseaten wach. Nicht minder deutsch sind die Häuser der Handelsherren, deren hohe Gipfel in alter Zeit als Speicher dienten. Vom Rosengarten vor Der Strandpforte standen einstmals die hansischen Kaufleute und beobach- teten stolz Einfahrt und Ausfahrt der Schiffe und die Jungfrauen der Stadt boten den reisebereiten Kaufgesellen den Abschiedstrunk. Reval, das früher Refell oder Riff hieß, wurde in seinen ersten Anfängen 1219 von dem Dänen- könig Waldemar II. gegründet und 1248 mit lübi- schem Recht und lübischer Verfassung ausgerüstet. Dann kam der Schwertritter-Orden hierher, der nach damaligem Brauch ein Ordensschloß baute. Schon im Jahre 1284 trat die Stadt Reval dem Hansa- bund bei. Die Kenner des Landes werden trotz aller Bauschätze Rigas doch feststellen müssen, daß im Hinblick auf die Fülle alter deutscher Bauwerke namentlich an Kirchen und Festungstürmen, aber auch im Hinblick auf den äolischen Bau der Großen Gilbe und das prächtige Rathaus, Reval die deutscheste unter den baltischen Städten ist. In wirtschaftlicher Beziehung hat Reval allerdings Riga nicht überflügeln können. Reval war im Zarenreiche als Kriegshafen gedacht. Schon Peter der Große, der ja bei dem westlichen Kurs feiner Politik auf „Fenster zur Ostsee" entscheidenden Wert legte, und so zur Hebung Revals mancherlei tat, wollte hier einen Stützpunkt der Kriegsflotte an- geleat wissen. Aber auch ip der neueren Geschichte ist Reval oft bedeutungsvoll hervorgetreten. Am 9. Juni 1908 fügte in Reval Eduard VII. im Zusammentreffen mit Zar Nikolaus den Schlußstein in feine Einkreisungspolitik. Im Weltkriege gar gedachte England in Reval am Eingang Des Finnischen Meerbusens ein neues Calais zu errichten. Die Versuche schlugen indessen fehl. Irn Februar 1918 tarnen deutsche Truppen nach Reval und blieben hier bis zur Gründung des neuen estnischen Staates. Es hat sich dann gezeigt, daß dieser Staat für sich allein seinen Bewohnern keinen Schutz bieten konnte. Als Stalin und die Machthaber im Kreml die Stunde für gekommen hielten, vernichteten sie die zwanzigjährige estnische Aufbauarbeit, um auch in Reval die Herrschaft des Bolschewismus Moskauer Prägung aufMrichten. Nun ist die Stadt wiederum von den deutschen Truppen von der bolschewistischen Herrschaft und diesmal für immer befreit worden. Hoffentlich vergessen die Bewohner nicht, was sie der deutschen Tat zu verdanken haben. In den vergangenen Jahren schien es oft so, als ob man in Reval, das monnenen Schlachten um den Ilmensee ernten können. Der rasche Stoß nach Norden wurde von der „Divffion mit den langen Beinen" geführt. 1150 km ist sie schon durch die baltischen Staaten, dann zum Ilmensee und jetzt gegen Norden marschiert und hat im Wald und im offenen Gelände mit einem sich erbittert zur Wehr setzenden Gegner gerungen. Oft müde, aber immer mit frischem Herzen wurde das letzte Wegstück bis zur Bahnlinie bezwungen. Dem Landser ist ausgefallen, daß es der erste zweigleisige Schienenweg der Sowjetunion war, den er hier erkämpfte. Die Bolschewiken nennen sie die „O kto b e r b a h n", weil über ihre Schienen hinweg die bolschewistische Revolution ihren siegreichen Laus aus der Hauptstadt des Weißen in die des Roten Zaren nahm. Schnurgerade laufen die Schienenbänder durch weites flaches Land, durch Sümpfe, endlose Wälder und über die Waldai- Höhe, die berühmte Wasserscheide, hinweg, schnurgerade, wie es der despotische Wille Nikolaus I. durch einen Lineakstrich auf der Karte verfügte. Es sind die gleichen Gleise, über die zehnundeinehalbe Stunde der Durchschnittseuropäer durch bolschewi- sttsches Land im Schlafwagen fuhr, um dann im Saooy-Hotel von Moskau abzusteigen. Es sind die Gleise, auf denen die Arbeiterdelegattonen aus Europa noch vor einem Jahrzehnt zu den Potemkin- schen Dörfern der Sowjetunion unter sorgfältiger Betreuung des Gastgebers geführt wurden. Heute aber hängt die Versorgung Petersburgs von dieser Bahnlinie ab. lieber den letzten eingleisigen Bahnkörper, der am Südufer des Ladoga- S e es noch offen bleibt, kann unmöglich diese Stadt, die feindliche Flotte und die gesamte Front von Murmansk bis zu den Ufern des Finnischen Meerbusens versorgt werden. Der Ring um Petersburg wird damit enger. Der wichtige Zugang zur Ostsee, ein Zentrum der sowjetischen Schwerindustrie und die Schlüsselstellung für eine Verteidigung der karelischen Front ist schwer bedroht. man nun Tallin nannte, nichts mehr wüßte von dem Geschick und der Geschichte der Stadt. Die Steine, die Häuser, die Höfe, die Mauern und die Winkel, sie ließen es jeden fühlen, daß die Menschen, die diese Stadt bauten, und die hier jahrhundertelang lebten, deutsche Menschen waren. Diese Stadt Reval war ja in ihrem Gesicht deutscher als manche Stadt in Deutschland selbst. Es war ein Versuch am untauglichen Objekt, der alten Hansestadt am Baltischen Meer einen Namen geben zu wollen, der ihrer Wesensart fremd war, Litauer, Letten und Esten haben sich ja manchmal eine eigentümliche Historie für den Hausgebrauch geschaffen. Die Tatsache, daß aber Reval eine deutsche Stadt mar, konnte auch die gerissenste Geschichtsfälschung nicht hinwegfälschen. Es wäre eine Selbstverständlichkeit gewesen, daß estnische Klugheit anerkannt hätte, wie sehr die Esten selbst Erben alter deutscher Kultur geworden waren. Statt dessen standen nun an den Straßenecken von Reval die neuen estnischen Straßennamen angeschrieben und die alten deutschen Straßennamen waren verschwunden. Man konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, daß der alte wundervolle Domplatz Kiriku heißen sollte und daß man zu der Langenstraße Pikk sagte. Die Esten behaupten, die Staatsraison verlangte es, daß man die uralten historischen Stadtnamen änderte, nie und nimmer aber verlangt es die Staatsraison, daß man den Deutschen die Domkirche nahm. Juristische Gründe hin und her, politische Gründe her und hin. Wer Erbe einer alten reichen Kultur geworden war, der hatte moralische Verpflichtungen. Das Schicksal der Domkirche in Reval hat in den Herzen der Deutschen eine tiefe Bitternis hinterlassen. Das kann man verstehen, wenn man in der Abenddämmerung vor diesem Gotteshaus steht, das seit sieben Jahrhunderten die Stadt krönte. Dabei hätten die Esten gerade in Reval wissen sollen, wo ihre Feinde saßen. Brutal und fremd baute das alte Zarenreich noch um das Jahr 1900 hier eine orthodoxe Kirche, die nach Moskau passen mochte, aber niemals auf diesen Domberg. Wie ein Fremdkörper war die Alexander-Newskij-Kathe' brate hier hingestellt, willens, den Geist dieser Mauern zu töten. Das war das alte Zarenreich, ohne den Geist der Duldsamkeit. Freilich noch weniger Duldsamkeit brachten die Bolschewisten mit, als sie von Moskau hier einbrachen, um einen Staat zu zerstören und zwanzigjährige Arbeit zu vernichten. Vielleicht hat sich in jenen schweren Wochen und Monaten mancher Bewohner Revals und mancher Este gesagt, daß es doch wohl besser gewesen wäre, mit den Deutschen in ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zu kommen. Dann nämlich wäre die bolschewistische Leidenszeit dem Lande und der Stadt erspart geblieben. Aber diese Zeit ist ja erfreulicherweise vorbei. Noch einmal lächelt der deutschen Stadt Reval das Glück: Reval hat dank dem deutschen Siege wieder eine deutsche Zukunft. Walter Steding. Revals wirtschaftliche Bedeutung. Reval, eine Stadt mit rund 140 000 Einwohnern, ist d i e alte Hauptstadt Estlands , die neben ihrer Bedeutung als Kriegs- und Handelshafen sowie als Verkehrsknoten- F' An der alten Ordensburg Narwa vorbei Arbeitsgemeinschaft derLugen- Europas sich eben ty 15 lange bona Britische Zndustriemission für die Bereinigten Staaten. i'rit Rücksicht auf die friedlichen Absichten des O chers von Iran angeordnet worden, daß die Wiche Armee von jeglichen Operativ- t r d es Wider st andes Ab st and neh- Ker britisch-sowjetische Vor marsch in Iran. |de. gr ner wurde das Arbeits-Not st and s° rizramm angenommen, das auf eine Mobili- nischen Lieferungen an England erforderlich, und daß eine Vorbedingung hierfür ein Austausch von Industrie-Kommissionen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten sei. Aus dem Reich. rieanlagii I dort mehiv Industrie, M u und Eisich elektrotechnG irrten. Auf te beiten in 9tca iken sowie k- enden 3nl* ilich gibt es A ib, Leder, ti )i der ®e(e^i chtiger Aussih achs, LemsW^s vor allem T« i r t, ein W XX) Eimvohm »sonders toifc flottenstüf Diesem ifen- und ür Krankenbett, Der fnmDl it den Sebl Iten Gebiet,^ ht über littwoch verlep tfa . des StaatBI r«d)t. * ' anal m* Vertretet 5- ÄÄ fantenbett«"81 unb« t-n K-1 sen- Mb r^enirurln u- Sa: '7kj Nationen J Äk asfentlicht, £ [U h b den veG . As schen amti^ nms in ’« Rottes labsberilhts & nchte 20 o,J der Ü6 fischen Auen plWarke jh suchten A der Frau W > eines siitz Ö-, der jM eutmnÄW lyork den h cheitsgchaÜU i des MoslsL Äd in ,«»s5> i l ch ej seiB^ iS«': Dom Departement zur Provinz Von unserem Fch.-Korrespondenten. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bd HauvtschriftletlerS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Sange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvrtot. (beurl.), t. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitLtSdruckerei R. Lange S. 9. Berlagsleiter: Dr.-Fng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck» B eranlworUtch für den Inhalt der Aozetgen; Theodor Lümmel. Pl.Nr.4, Zvshington, 29. Aug. (Europapreß.) Pra- kn Roosevelt hat mit der Bildung eines ve köpfigen „Prioritäten- und Zuteilungsaus- sisi s" eine völlige Neuordnung der für die non)5 kanische Rüstungserzeugung zuständigen Be- ldm vorgenommen. Dem Ausschuß fallen die p'::ionen einer obersten Behörde für oie ^.ngsproduktion zu. Vorsitzender ist der -pW* ^si-ent der Vereinigten Staaten, Henry AZal« tc'- Die übrigen Mitglieder sind: der Proour- PSchef William Knudsen, Sidney 1:; n, Kriegsminister S t i m s o n und Marme- f’-er Knox, die zusammen den vor einigen ifMiten gegründeten Produktionsausschuß biloen, B* Henderson, der Vorsitzende der Behörde M Preisfestsetzung und zivilen Konsum, un Wktzlich Harry Hopkins, der intimste Berater NLs:veltS. ^Inspektion der deutschen Heimschulen" Wie bereits bekanntgegeben wurde, werden in allen Teilen des Deutschen Reiches Heimschulen errichtet, unabhängig vom örtlichen Schulbedursnis. Sie sind bestimmt, Kinder von Eltern aufzunehmen, die im Auslande ihren Wohnsitz haben oder außerhalb des Reiches ihren Dienst zu versehen haben, als Politische Leiter, Offiziere, Beamte usw. ihren Dienst häufig zu wechseln haben oder aus dienstlichen Gründen sich nicht in ausreichendem Maße der Erziehung ihrer Kinder widmen können oder als Bauern, Arbeiter und Handwerker mehr als bisher die Möglichkeit haben sollen, ihre besonders begabten Kinder ihren Anlagen gemäß erziehen zu lassen. Sie werden sowohl als Jungen- wie als Mädchenschulen eingerichtet, und zwar je nach Bedürfnis als Oberschalen, Gymnasien und Hauptschulen, gegebenenfalls auch als Volksschulen. Der Aufbau vollzieht sich durch Neugrundungoderdurch Umwandlung bisheriger Erzlehunosstatten. Die Or- aanisation und Leitung in der Zentralinstanzhat Reichsminister Rust dem ^-Obergruppenführer fseißmeyer übertragen, der als „Inspekteur der deutschen Heimschulen" ihm unmittelbar unterstellt Dienststelle befindet sich in $erhn»(3rune= I^^KLniÄ Die mittlere Schulaufsicht verbleibt bei den bisher zuständigen Schuloussichts- Srh™ knw. den Unterrichtsverwaltungen der Länder Welche bestehenden Schulen der Inspektion unterstellt werden, wird gesondert bekanntgegeben i e|( am dringendsten benötigt werden. Besonders Inrft wird die vorgesehene Ausweitung des Re- , sinmngssystems, das beide Geschlechter in allen Herren erfassen wird. Die Altersgrenze für die iegittierung, die bisher 20 Jahre betrug, wird .Mett. In Zukunft sollen alle Arbeiter innerhalb tirei gewissen Altersgrenze der Registrierungs- mld: unterliegen. Di Sprache der japanischen Presse wird täglich shil?r. In den nächsten Tagen, so vermutet man, lU!»n die USA. »Xanfer vor der Tsu- Wk2 -Straße stehen, deren Kontrolle für Ja- । m ite gleiche Rolle spiele, wie die Kontrolle des Hminakanals für die Vereinigten Staaten. Die Mmigten Staaten wollten freie Durchfahrt nach Wimoftot erzwingen und verfolgten damit den jfe, Japans Ansehen in den Augen der astati- W Völker herabzusetzen. schen und italienischen Jugend hinaus eine Arbeitsgemeinschaft der Jugend Euro- paß, etwa in der Form eines internationalen Jugendbundes zu schaffen, in der alle Jugendorganisationen Europas nach freiem Willen und Ermessen Mitarbeiten. Im Namen der europäischen Jugendabordnungen dankte der Generalvizekommandant Exzellenz Sela n i für die Grüße der deutschen Jugend und brachte zum Ausdruck, daß die hier ausgesprochenen Gedanken die Empfindungen der gesamten europäischen Jugend wiedergeben, und daß der Zeitpunkt gekommen fei, sie nunmehr auszusprechen. Die Jugend fühle sich als der Stoßtrupp der neuen Zeit. Die Werte der Kultur und das Bekenntnis zur Arbeit werden ihr das Gepräge geben. Er fei überzeugt, daß die hier versammelte Jugend aus allen Ländern des Kontinents bereit fei, in diesem Sinne für die Zukunft des neuen Europa zu arbeiten. p $rtMIau' 29. Aug. Während auf den Wett- rampfplatzen des Hermann-Göring-Sportfeldes ne- oen ben (Snbtämpfen um die deutsiye Jugendmeister- Ichast die Vorentscheidungen in den Jugendländerkampfen fielen, fand in Gegenwart des Reichs- !£l"-r.5 f"r die Jugenderziehung, Baldur von « ch l r a ch , eine Zusammenkunft zwischen den Führern der Hitler-Jugend und den a u s l ä n d i - Uh en Delegationen statt. Reichsleiter von schirach erklärte, es sei heute für die deutsche Ju° gend ein großes Erlebnis, daß nicht allein das Prinzip der Selbstführung, sondern noch viele Ge- ?£?• cL grundsätzlicher Art, die im Endergebnis alle schließlich durch die große Idee unseres Jahrhunderts, die Idee der sozialen Gerechtigkeit gekrönt wurden, den Jugendorganisationen Europas ge- memsam seien. Deshalb sei es nur zu verständlich, öQB allerseits der Wunsch entstand, über die seit Jahren bestehende Verbindung zwischen der beut- Das Wahrzeichen der Stadt Narwa am Finnischen Meerbusen ist die alte deutsche Ordensburg. Aus der Vormarschstraße unserer Truppen sieht man ge- lüchtete Bevölkerung, die nun unter dem Schutze »er deutschen Wehrmacht wieder in die Stadt zurück- kehrt. — (PK.-Schmidt-Scherl-M.) Kleine politische Rachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels empfing in Gegenwart eines Vertreters des Reichskommissars ür die besetzten niederländischen Gebiete den Leiter des Departements für Dolksaufklärung und Künste in den Niederlanden, Prof. Dr. Goede- waagen. Generalsekretär Goedewaagen benutzte einen mehrtägigen Aufenthalt in Berlin, um Ausbau und Einrichtungen der R^ichskulturkammer kennenzulernen. Die Frau des französischen Generaldelegierten ür die besetzten Gebiete, Fernand de Brinon, türzte in einem südlichen Vorort von Paris von hrem Fahrrad. Sie wurde in schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Frau de Brinon hat einen Schädelbruch erlitten. Der neue australische Ministerpräswent Fad- den übernahm sein Amt. Der bisherige Ministerpräsident Menzies hat sich bereit erklärt, im Kabinett Fadden einen Mimsterposten zu übernehmen, falls das gewünscht werden sollte. Aus aller Wett. DRK.-Generalhauptsührer Dr. Dahm gestorben. werden. Heimschulen für die Kinder von Wehrmachtangehöngen. Hm bei den häufigen Versetzungen non Wehr- “JLnnehöriaen eine stetige Schulerziehung ihrer @'nhf.r lu^etDäbrleifien stellt das Reichserziehungs. Beginn des Schuljahres 1941/42 zu. ^ie°Ä ™xt. A im in Männer st adt (Rhon), ein Schulhei m m,t Klassen 1 bis 8 und Gymnasium für Jung 2 bi5 4 ber Ober- |ule Sie Betteuung biejer Schuitzeime ift dem Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten übertragen worden. Die Aufnahme erfolgt nach den für die Höheren Schulen allgemein üblichen Aufnahmebedingungen, wobei den schulischen Schwierigkeiten, in die die Kinder von Wehrmachtangehörigen durch Versetzung ihrer Väter ober durch die besonderen Verhältnisse des Krieges geraten sind, Rechnung getragen wird. Die Aufnahme erfolgt durch den Leiter des Schulheims. Auch in Schüler- Heimen aller Gaue stehen noch freie Heimplätze zur Verfügung. 25 OOO Studenten und Studentinnen im Ferieneinsatz. Reichsstudentenführer Dr. S cb e e l erklärt, 10 000 Studenten und Studentinnen seien dem Ruf zum Einsatz in der Rüstungsindustrie gefolgt. Darüber hinaus fänden noch viele andere Einsätze der Studentenschaft statt, so daß insgesamt wohl 25 000 deutsche Studenten und Studentinnen in ihren Ferien kriegswichige Arbeiten übernommen haben. Der Reichsstudentenfuhrer dankt der Studentenschaft und appelliert an sie im Sinne eines kameradschaftlichen Verhältnisses mit der Arbeiterschaft in den Betrieben, das für alle Zeiten dauerhaft bleibt. Er kündigt an, daß an diesen Einsatz eine Urkunde erinnern wird, die zum Schluß des Einsatzes von der Reichsstudentenführung ausgegeben wird. Nähmittel auf Sonderabschnitte. Die Reichsstelle für Kleidung gibt bekannt, daß auf den Abschnitt „Sonderabschnitt I" der Zweiten Reichskleiderkarte Nähmittel im Werte von 30 Pf. (Einzelhandelspreis) bezogen werden können. Bei der Abgabe von Nähseide und Seidenglanzgarnen ist nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt anzurechnen. Fachschulen der Wehrmacht. Die Fachschulen der Wehrmacht dienen der zivil- beruflichen Ausbildung der langdienenden Unteroffiziere. Die Heeres-, Marine- und Luftwaffenfachschulen für Verwaltung bereiten auf den Beru des Verwaltungsbeamten vor. Daneben bestehen Ausbildungsmöglichkeiten für technische, handwerkliche, land- und forstwirtschaflliche Berufe in den Fachschulen für Technik, für Land- und Forstwirtschaft, die allen drei Wehrmachttellen zur Verfügung stehen. Sie führen die Bezeichnung-. Wehrmachtfachschulen für Technik, Wehrmachtbauschulen, Wehrmachtingenieurschulen, Wehrmachtvermessungsschulen, Wehrmachtfachschulen für Landwirtschaft und Wehr- machtfachschulen für Forstwirtschaft. Paris, August 1941. Der französische Staatschef Marschall P 61 a i n hat an die erste Kommission des Nationalrats -eine Botschaft gerichtet, worin er die Aufgabe dieser Kommission, die mit der neuen Einteilung Frankreichs beauftragt ist, umreißt und ihr das Ziel ihrer Arbeit weist. Schon am 11. Juli 1940, dem Tag, an dem die Nationalversammlung in Vichy dem Marschall die Vollmacht zur Schaffung einer neuen Verfassung Frankreichs übertragen hatte, gab der Staatschef kund, daß „Gouverneure an die Spitze der großen französischen Provinzen gestellt" werden würden. Er wollte damit dokumentieren, daß er sich von der Erneuerung des Provinzlebens einen wichtigen Beitrag zur Wiederaufrichtung Frankreichs verspricht. Es liegt zweifellos eine bewußte historische An- pielung auf die Provinzen der königlichen Epoche vor, wenn P6tain die neuen Verwaltungsbezirke „biß großen französischen Provinzen" und ihre Verwalter „Gouverneure" nennt. Indes ist damit noch nicht gesagt, daß die Provinzen in ihrer alten Form wieder erstehen werden. Das kann man schon daraus folgern, daß für die Zukunft nur zwanzig Provinzen geschaffen werden sollen, während vor dem 14. Juli 1789 immerhin 38 Hauptprovinzen bestanden hatten. Aber von der Rückkehr zum Gedanken der Provinz erhofft man eine Wiederbelebung der alten Gebräuche und Sitten, die, so sehr man sich darum auch nach der Revolution von 1789 bemüht hatte, doch nicht ausgestorben sind. Man hofft, wie der Marschall in einer Rede gesagt hat, das Frankreichs Erde, indem sie aus der Traditton schöpft, ein ganz neues Leben, eine ganz neue Jugend finde. Die gestellte Aufgabe ist nicht leicht zu lösen; denn es handelt sich darum, etwas zu schaffen, ohne zu zerstören. In der Botschaft des Staatschefs heißt es darum auch, daß in verwaltungsmäßiger Hinsicht die Einteilung in Departements zu bleiben habe, und daß a u ch i n wirtschaftlicher Beziehung die jetzigen Einrichtungen, soweit sie den gegenwärtigen Bedürfnissen entsprechen, bei behalten werden sollen. Aus den Provinzen sollen Zentten der Organisation gemacht werden, um die Staatsautorität zu türken. Der Gouverneur der Provinz ist Vertreter )es Staatschefs und hat, was von grundlegender Bedeutung ist, „mehr zu regieren als zu verwalten"; deshalb sollen auch seine Mitarbeiter nicht Verwaltungsbeamte, sondern andere, besonders qualifizierte Persönlichkeiten sein. Gewisse Anklänge an das deutsche Vorbild — seien sie bewußt oder unbewußt — sind schwer zu verkennen. Die Verwaltungen der Departements haben In Darmstadt verschied im Alter von 67 Jahren der stellv. Landesführer der DRK.-Land es stelle XII des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Emst Dahm. Der Verstorbene stand fett 1907 in der Rot-Kreuz-Arbeit. In feiner ärztlichen Tätigkeit leitete er das Bakteriologische Institut in Duisburg, um später als Kreisarzt in Heinsberg, in Breslau und Merseburg zu wirken. 1920 wurde er Beigeordneter der Stadt Koblenz und Bezirkskolonnenführer, seit 1930 Pro- vinzialkolonnenführer der Rheinprovinz. Während des Weltkrieges stand er als leitender Arzt den Rot- Kreuz-Lazaretten in Heinsberg und Dremmen vor. Bei der Neuorganisation des Deutschen Roten Kreuzes berief ihn der Präsident des DRK. 1938 in den Stab der Landesstelle XII in Darmstadt, wo er als stellvertretender Landesführer und Leiter der Führungshauptabteilurrg wirkte. Spion hingerichtet. Der vom Volksgerichtshof am 13. Juni 1941 wegen Landesverrats zum Tode verurteilte 56jährige Johann K a n f y ist hingerichtet worden. Der Verurteilte hat jahrelang aus Gewinnsucht im Auftrage eines feindlichen Nachrichtendienstes Spionage gegen Deutschland getrieben. Gewerbsmäßiger IHanfelbieb zum Tode verurteilt. Von Mitte Februar bis Mitte März d. I. stahl der 39jährige Josef Fasching aus Hotels und Gaststätten in München 16 Mäntel im Werte von je 100 bis 500 RM. Die Mäntel verkaufte er unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse zu guten Preisen weiter. Fasching ging stets der Arbeit aus dem Wege, stahl namentlich in Wien und Berlin, verkehrte in verkommener Gesellschaft und fiel wegen Infektionskrankheiten, die er sich zuzog, öf- fenttichen Fürsorgeeinrichtungen zur Last. Das Sondergericht verurteilte ihn nun als Volksschädling 3um Tode. Schwere Stürme in Jberoamerika. Seit vielen Jahren hat Jberoamerika nicht mehr einen so harten Winter erlebt wie diesen. Heftige Stürme mit starken Schneefällen werden gemeldet. In der Magellanstraße beim Kap Horn wütet seit einigen Tagen ein Sturm, der für die Schiffahrt größte Gefahren birgt In Matalleros ist der Fluß Aguada über die Ufer getreten und hat große Ueberschwemmungen verursacht. Villa Albe ist durch die Ueberschwemmungen von der Außenwelt vollständig abgeschnitten. In den Anden haben die starken Schneefälle zu zahlreichen Der- kehrsunterbrechungen geführt Auch der Flugverkehr mußte unterbrochen werden. Explosionsunglück in nordamerikanischer. Rüstungsfabrik. In Manta Diesta (Kalifornien) ereignete sich in einem Rüstungsbetrieb ein schweres Explosions' unglück, bei dem fünf Arbeiter getötet und drei lebensgefährlich verletzt wurden. Da die Erzeugung des erst vor kurzem mit einem Kostenaufwand von vielen Millionen Dollar errichteten Betriebes durch dieses Unglück erheblich beeinttächttat ist. wird eine eingehende Untersuchung darüber ausgenommen werden, ob das Unglück etwa einem Sabotageakt zuzuschreiben ist. Schulen fördern das Varfußlaufen. In allen etwa 750 Wiener Schulen ist ein Plakat angebracht worden, das die Schuljugend zum Barfußlaufen auffordert Barfußgehen erhält den Fuß gesund und leistungsfähig. Die Lehrer haben in allen Klassen auf die hohen gesundheitlichen Werte des Barfußgehens hinzuweisen. bisher entscheidend das politische Gesicht der „Provinz" bestimmt. Nach der politischen Struktur der Dritten Republik, die man zu überwinden sich anschickt, waren Präfekten und Generalräte stets von der Parteipolitik abhängig. Sie waren denn auch die erbitterten Gegner der geplanten Reform, und ein sehr großer Teil von ihnen wurde bereits vor einigen Monaten in die Wüste geschickt, um durch Männer ersetzt zu werden, die dem Regierungschef geeigneter und zuverlässiger erschienen. Durch das Wiederaufleben der Provinzen wird die Rolle der Präfekten sehr wesentlich eingeschränkt und auf die Sachlichkeit der eigentlichen Verwaltung zurückgeführt werden. Man wird vielleicht fragen, was es schon ausmache, ob Frankreich nach Departements oder Provinzen verwaltet wird, und doch zeigen sich an diesem Problem die Wirkungen der Revolution von 1789. Diese Revolution nämlich hat Frankreich mit der Einführung der Departements zum klassischen Staat der Kleinbürger gemacht, die Franzosen zum kleinlichen Polittsieren geführt. Diese Erkenntnis ist für Frankreich nicht neu. Aber man hätte bis zum Zusammenbruch des Systems im vergangenen Jahr nicht darüber zu reden gewagt, weil ein heiliger Grundsatz es streng verbot, an den Segnungen der Revolution zu zweifeln ober gar an ihnen rütteln zu wollen. Es ist selbstverständlich nicht der Name, die Bezeichnung, die das Entscheidendste ist. Als man die Provinzen durch Departements ersetzte, wollte man bewußt ©tammesei genbeiten beseitigen. Man mied selbst die Erinnerung an die alten Landschaftsnamen; denn alles Alte schlechthin galt als Feind des Neuen. Man zirkelte 89 mehr ober minder gleichmäßige Kreise zurecht, ohne auf geopolitische, geschweige denn landsmannschaftliche Eigenarten die geringste Rücksicht zu nehmen. Wo keine Städte waren, wie Lyon, Marseille ober Lille, die als Hauptstädte in Betracht kamen, schuf man welche. So wurden Dörfer zu Hauptorten, ohne daß sie die Kraft dazu hatten, es zu sein. Es entstanden Provinzstädte im schlechten Sinn des Wortes; Provinzstädte, die keine Kulturzentren oder sonstige Mittelpunkte wurden, bie das nicht werden mußten, weil aller Saft und alle Kraft des Landes sich m Paris konzentrierte. Was Frankreich an Positivem nach der Revolution geleistet hat, kam nicht aus den Departements, sondern oft genug gegen deren Willen aus der Hauptstadt. Der Nationalrat von 1941 steht vor einer schweren Aufgabe. Er muß auf Natur, Geschichte und Wirtschaft Rücksicht nehmen. Er wird dabei auf zahlreiche Widerstände stoßen und einige Opfer fordern. An der Lösung des großen Problems wird sich vielleicht die Stärke des neuen, des autoritären Regimes in Frankreich erweisen. jtrrg der Arbeitskräfte der gesamten Nation ab» - feit Das Programm will die vollständige Beseiti- mn: der Arbeitslosigkeit erreichen und strebt eine hrijfre Anpassungsfähigkeit in der Verteilung der | • !Mskräste besonders an jenen Stellen an, wo Tmko-Tataren hinter Japans Neuordnung. hinking, 29.August. (DNB.) Eine Mussen- ktitmlung der Ural-Turko-Tataren m Mukden far einstimmig eine Entschließung an, die erklärt, l6'-ie Turko-Tataren in Mandschukuo sich hmter fcpcis Neuordnungspolitik stellen, die angesichts !»r 'Nvasionsgefahren und der Bedrohungen durch !>e u pitalistischen Mächte in Europa und den Ver- feen Staaten geschützt werdet, müsse. Weiter Wbetont, daß die Turko-Tataren Mandschukuos, |e |im turko-asiatischen Kulturkreis und zur mo- ferebamfdjen Religionsgemeinschaft gehören, mit fei Zusammenarbeiten werden, um Frieden uno Wrdenheit im Orient und den Schutz der moham- Wiischen Kultur und Religion für alle moham- Wiischen Brüder zu erkämpfen. Mettelf läßt Die Steuern erhöhen, hl shington. 30. August. (DNB. Funkspruch., W bis sieben Millionen USA..$ürger i)te bisher ifedimenfteuerfrei waren, müssen künftig Roose- HE5 Kriegspläne mitfinanzieren. Die Einnahmen tii! em vom Abgeordnetenhaus bereits angenom- Ipn Steuergesetz wurden am Freitag vorn ui= usschuß des Senats um fast eine halbe !jl:iriarbe Dollar erhöht. Das neue M'rgesetz, das 3,667 Milliarden Dollar neue M:rn aufbrinqen soll, bildet damit das emschnei- e Steuergesetz in der Geschichte der Vereinigten •l&cien. Neuordnung des «damerikanischen ZiüstungSwesenS. «,fara, 29. Aug. (Europapreß.) Britische und wüsche Truppen sollen nach Meldungen aus Jhran am Freitagmorgen in 5) am ab an und Jfcwin eingerückt sein. Beide Städte sind Sta- ‘ J an her t r a n s i r a n i s ch e n Eisen- Lmlinie. Kashwin liegt etwa 200 Kilometer lö (i$ der sowjetischen Grenze, während Hama- ' 2tnja 170 Kilometer von der Jrakgrenze ent- , I 'gelegen ist, und zwar an der Stelle, wo die -L Lad—Teheran-Landstraße die transiranische i!^ahn kreuzt. Im übrigen ist bie Besetzung der Tl,tflifd) wichtigen Punkte in Iran in vollem iCIte unb wirb im Laufe ber nächsten Woche ab- rfäossen werden. Es wird bestätigt, daß die Altstadt Teheran nicht besetzt werden wird. tn,-scheinlich wird jedoch eine kleine britische Kiicinannschaft auf dem Bahnhof der Stadt statio- iefi werden. ", wünscht die Bs- kanntschast eine} tüchtig. MädeiL, v. 22-30 Jahren-, aus ordentliche: Familie, zwecks baldiger Heirat. FreundlicheBilck' Zuschriften, geb« das Bild, ba* stimmt rviedea wieder zurück. unter 02850/11 den Gieh. An/. : Leicht Kriegsbeschädigter. 55 Jahre, such. Frau od. SrrauU zwecks Heirat kennenzulernem Zuschriften uw. 02885 an den Giehen. Anreiz. JungeFrau sucht Näharbeit an Kinderklei». Umändern um) Ausbessern. Zu erfr. in Geschähst, del Gieh.Anz. l^' Alten-Buseck, den 30. August 1941. 3635D Kirchliche Anzeigen (G. = Gottesdienst, KG.--KindA gottesdienst, HG. = Hauptgotte^ dienst, HG.-Abendm. = Vauv gottesdienst mit Beichte umj Abendmahl.) _ Gießen. Sonntag, 31* Auguit. Stadtkirche. 8, Ludwig? 10,Decke- Abendm. f. Matth.- u.Mark.-Genr» Johanneskirche. 10, Ludwig; 21)' Schultheis. „ _vA.„ Kavelle Alter Friedhof. 10, Obe.. studienrat Mickel; 11 KG. ... Kavelle Wetzlarer Weg. Schultheis. „ - Giehcn-Klein-Linden. 10, Cen«.J Giehen-Wieseck. 10 G.r 11 KG- Kirchberg. 10 G.; 11 Christenlehre, (weibl. Jugend); 11.20 KG. Mainzlar. 13.30 G. /ti Lich. 9.30, Kahn,- 13 KG. Mittwoch, Z.Sevtember. Schulanfänger-Gottesdrenn. Stadtkirche. 9.15, Becker. Johanneskirche. 9.15, Ludwig. । Evang.Stadtmission, Loberstr.J - Sonnt., 31. 8., 8.30 Andacht.. 15 Predigt. — Mittwoch, 3. 20.30 BibelstünL>e. Tauschwohn. Suche 3-Zimm.- Wohnung, eine 4-Zimm.-Wohu. nebstBadu.Balk. kann in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 02892 a. d.G.A. [Stellenangebote] Keine Ursprungszeugnisse, iondern nur Zeugnis, abschriften dem Be werbungsjchretben bet- legen! — LichtbUder midBetv erbungsun ter- lagen müllen zur Ber- Meldung von Berlutzen auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Ittmtige Stan oder Mädchen 1- oder 2mal die Wochef.2-3Std. f. Freitagnachm. u.Samstagmorg. z. Putzen gesucht. 02882 Zu erfrag.: Schubertstr. 8 I bei Lehmann. Gut empfohlene Putzfrau gesucht. [02866 Hindenburg- wall 22 11. Putzfrau gesucht. 364oD Ludwigstratze Nr. 6 vart. 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Das hat sich jetzt geändert. Die iranische Regierung hat eine Bahnlinie von Teheran über Hamadan, das alte Egbatana, nach Bender Schahpur in der Nähe von Basra bauen lassen, über eine Strecke von etwa 1000 Kilometer. Eine Verlängerung führt von Teheran gegen Osten bis an die Küste des Kaspischen Meeres. Sie umgeht das unpassierbare Elburs-Gebirge. Die Russen haben seinerzeit eine Verlängerung ihrer Transkaukasischen Bahn bis nach Täbris, der wichtigsten Stadt im Nordwesten Irans, gebaut; die Fortsetzung in der Richtung auf Teheran wurde begonnen, ist aber noch nicht Vor Eröffnung der 9. Film-Biennale. Die Vertreter der bedeutendsten Teilnehmerstaaten an der 9. Film-Biennale, die am Samstag eröffnet werden wird, sind bereits in Venedig eingetroffen, u. a. der Generalsekretär und stellvertretende- Vorsitzende der Internationalen Filmkammer, Dr. Meltzer aus Berlin. Am Eröffnungstage wird ein italienischer Kurzfilm zur Aufführung gelangen, ferner ein deutscher Farbenkurzfilm. Der Minister für Volksbildung, Pavolini, wird ebenfalls in Venedig fein. steht noch lange so und schaut gegen Abend. Bleibt, bis alles Licht erlischt, bis auch ihn die Schatten übereilen. Dann wendet er sich ab und verschwindet im Wald... Hochschule und Volksbil-ungssiätte. Eine Gemeinschaft geistiger Arbeit. — Oie erste Winterarbeit im Zeichen des Paracelsus. -ember chstunci itsdl liker Strafe 37 Zum Begriff der „Schule" gehört es, daß von ihr junge Menschen für das Leben, für ihren Beruf, für die Mitarbeit in der Volksgemeinschaft ausgebildet werden. Das gilt im vollen Umfang auch für die Hochschulen! Die Hochschüler müssen freilich stets schon eine „abgeschlossene Schulbildung" hinter sich haben. Sie stehen meist in einem Alter, in dem andere Menschen bereits ihren Lebensunterhalt erwerben und eine Familie gründen können. Sie übernehmen ferner nicht nur fertiges Wissen aus den Vorträgen ihrer Lehrer, sondern erarbeiten sich, wenigstens an den deutschen Hochschulen, selbst Wissen und Können durch eigenes Forschen. Dennoch stehen auch sie erst in der Ausbildung. Der Erwachsene, der längst — im landläufigen Sinn — „ausgelernt" hat, trügt aber, gerade auch wieder bei uns in Deutschland, den starken Wunsch in sich, mehr zu lernen, sein Wissen zu vervollkommnen, seinen Gesichtskreis zu erweitern. Diese Weiterbildung kann in einem gewissen Zusammenhang mit der Berufsarbeit stehen: Ein Autoschlosser etwa lernt italienisch, um sich mit einem Gast seines Volkes, der einen Kraftwagen repariert haben möchte, leichter und besser verständigen zu können. Die Weiterbildung kann Problemgebiete und Entdeckungen betreffen, die zur Zeit allgemeines Interesse finden, oder die für die eigene Lebensführung in der Familie wichtig sind: Man lernt eine Errungenschaft der Physik kennen, wie das Elektronenmikroskop, oder läßt sich über Fragen der Volksgesundheit und der Abwehr bestimmter Krankheiten unterrichten. Die Weiterbildung kann aber auch in scheinbar ganz abseitige Wissensgebiete führen, wenn z. B. eine Näherin sich nicht nur an der Schönheit alter Gemälde im Museum erfreuen, sondern recht genaue Kenntnisse der Kunstgeschichte erwerben will. Aufgeschlossenheit, Freude an geistiger Arbeit und der Wunsch, die Stunden- der Erholung so zu verleben, daß man innerlich bereichert wird, das sind die Beweggründe, die hinter unserer Erwachsenenbildung stehen und die schaffenden deutschen Menschen ständig in so großer Zahl in die Kurse und Vorträge' des Deutschen Volksbildungswerkes führen. Nur mit j Knips 4 'as sich .] lohnt j iwende j los den *7 Film. hundertpmg nn umsogrei' ifiiber [; lw akkk * -- !‘,1 M w -'Dl^ Lob der Musik. Von Joseph Magnus Wehner. Inniger als in den anderen Künsten murmelt dem Deutschen in der Musik der Born der Schöpfung, und gern leiht er sein Ohr, der Vielfalt müde, den lichten Tönen, die aus der Einheit träufeln in dis Muschel der Welt. Der Musik hinaegeben hört er das Urwort des Lebens. Mochten die Uralten glauben, die Erde sei aus dem Feuer geboren oder aus dem Wasser gestiegen: der Deutsche weiß, sie kam aus der göttlichen Wolke der Musik, der auch das Wasser entströmt und das Feuer. Wenn Beethovens Lied ertönt, geht der summende Gott zwischen Licht und Finsternis über die öde Weltflur; Wasser stürzen von den Felsen, es ebnet und talt, Flächen bewegen sich farbig, glänzende Osterkugeln steigen aus dem Munde des Gottes wie Noten und entfalten sich, Schmetterlinge, Frühlinge: und plötzlich blüht und glüht und summt der Sommer des Alls. Alles ist erfüllt von Musik, in jedem Ding schlaft ein Lied, weil jedes Ding teil hat an der Liebe des Anfangs und nur eine Zeitlang forttrauert in feiner Form gleich der Seele in der Kapsel des Leibes, bis sie angerufen wird vom Du der Liebe in lichter Musik. , Musik verwandelt wie die Liebe. Tritt auer der Geist in ihr feuriges Weben, der Bildner von urher, dann tönt nicht nur die Welt um ihn, und die Körper des Alls steigen an das ewige Ufer der Erschaffenheit, nein, dann enthüllen sich auch die unsterblichen Ordnungen der Welt bis an den letzten kreisenden Stern. Aus den Gespinsten des feineren und dunkleren Lichtes, das ja selber wieder Musik ist löst sich der Reigen der Dinge in Satz und Gegensatz, das Gefüge der Welt wird sichtbar und alle Trauer erlischt im Wesen. Darum ist die Musik die deutscheste Kunst, weil sie nicht nur den Rausch bringt, sondern auch die Klarheit, nicht nur die Zeugung, sondern auch die Ordnung, nicht nur den Schlaf, sondern auch den Traum, nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch den Sinn. Angerührt vom Leben ertönt die Seele der Unschuld; angerührt vom Sinn singt der Geist über den Wassern und stellt die Säulen des Tempels mitten in die Unendlichkeit, ein Bild himmlischer Ordnung gleich der Fuge Bachs. Ueberall wogt Musik. Wogenrosse springen aus dämonischer Tiefe gegen den Himmel, der Silber- fliigel des Geistes streift den Rausch der Wasser, und weiße Menschensegel ziehen auf ihrer Flut dem Unendlichen entgegen. Dichtung ist die Sprache der Götter, Musik der Atem der Gottheit. Schließe dein Auge und lausche: Seele ertönt in Musik. Blauer Heinrich. Von Albert Mähl. Drei Kochgeschirre mit „blauem Heinrich" in der rechten, drei in der linken Hand, stehe ich in finsterer Mitternacht unten im Hohlweg vor unserer Stellung an der Aisne-Front und überlege: die Strecke von hier bis zum Grabeneingang und von dort bis zur Gruppe bildet ein stumpfwinkliges Dreieck mit dem cröfeten Winkel oben beim Graben. Wenn du also auf aut Glück querfeldein die Hypothenuse unter ine Beine nimmst, kommst du früher an. Allerdings, Hypothenuse, bedenke, daß du in Geometrie immer eine Vier gehabt hast. Immerhin — damit schwenke ich auch schon halblinks ins Gelände. Ich merke gleich, hier kann man schwerlich fest auftreten. Der regenweiche Lehm backt nur so, die nassen Rübenblätter klatschen an meine Stiefel. Schwarz ist die Nacht, von der Hypothenuse nichts zu entdecken. Schwarz ist die Nacht, »all Ruben und ahne Sterne. Ich gehe und gehe, der -blaue Hem- rieh" dampft, und ich dampfe auch. Der Gkaben kommt nicht in Sicht; ich sollte umkehren aber wohin? Mir ist nun ganz gleich, wohin ich gerate, nur heraus aus dem Klutenpedden, auf die Hypothenuse ist entschieden kein Verlaß. Endlich bemerke ich eine krumme ttesschwarze Linie unter mir — wahrhaftig der Graben! Ich atme auf lobe mir doch meinen Einfall, stehe lang und hoch oben am Grabenrand und überlege wie ich nun mit dem „blauen Heinrich am besten sanft hinuntersteige. Nicht/ruhrNich" Ist denn kein Posten da? , Möglich bluckt hell und grell ein Scheinwerfer auf Ein milchig leuchtender Strahl streicht weit von '^inw^fenl fährt' e7°/i/durch den Kops, hinein in den Graben! Ich ziehe die Beine an, hupfe w,e ein Heines Mädchen unterm Springtau und lalle den „blauen Heinrich" fest umklammernd mein ganzes Gestell °vn Mensch m die Tiefe PlM|e@run6 kam ich schon, °be.r fast mit dem Koos zuerst Mein Schädel brummt m ganzer Lan^e r ' «Ahrt und auch der „blaue Heinrich hat sich !°ng gemacht. kriechtda'nun brkit und hohnvoll dampfend auf dem Ä chm 'Ä,Cf« den Eingang zum vollendet. Außerdem besteht jetzt eine für Automobile fahrbare Straße von Buschir nach Teheran, ein bedeutendes Werk, dem im unwegsamen südiranischen Randgebirge große Schwierigkeiten entgegenstanden. Mir sind die Mühen, die ich auf meinem Maultier mit der Ueberkletterung der aufeinander folgenden Kotaks, von Steinblöcken übersäte Pässe, hatte, noch in lebhafter Erinnerung. Die Engländer hatten nach Unterdrückung^ des Freiheitskampfes im Irak zu Beginn dieses Sommers allmählich fünf Divisionen bei Ehani - (in, an der Grenze zwischen Iran und dem Irak, versammelt. Ehanikin ist durch eine Zweiglinie der Bagdadbahn mit Bagdad verbunden. Es liegt am Eingang der Zagros-Pässe, der Medischen Tore des Altertums, durch die Alexander der Große nach der Eroberung Babylons marschierte, um auf das iranische Hochland zu gelangen. Die früher schwierige Paßstraße ist jetzt für Automobile fahrbar und hat eine bequeme Fortsetzung nach dem etwa 300 Kilometer entfernten Hamadan. Dort trifft sie auf die iranische Magistrale von Teheran zum Persischen Golf. Hier und um Täbris wird man den nächsten Fortgang des englisch-sowjetischen Gewaltstreichs zu erwarten haben. Oie Sonne sinkt. Von Karl Heinrich Waggerl. Es ist ein ganz prächtiger Platz. Birken wachsen ^en den alten Stöcken, rundherum steht der . dunkel und ernst. Langsam sinkt die Sonne, tollt den Himmel herab und verblutet im strömenden cidjt Mücken schwärmen in der ruhigen Luft, wie >Itfam ist so ein Wölkchen aus taufend schwirrenden klügeln! Da ist kein Sinn und keine Ordnung em- jusehen, und dennoch, plötzlich rückt der ganze Schwarm einen Schritt zur Seite, und nichts verliert i'd) dabei, keine einzige bleibt zurück von den tiufenb närrischen Mücken! Ist es nicht wunderbar, hier zu kauern und Gott- rcter in eine große Welt von kleinen Dingen zu Hauen? Wieviel Leben ist da verborgen, wie viele winzige Käserchen und Fliegen, die dennoch alle ipre zwei oder drei Paare Beine haben, Flügel für iie Hochzeit und ein Herz für den Tod. Ach, so em leschwingtes Staubkorn! Zweimal in seinem Leben f>eht es vielleicht die Sonne. Einmal in der Jugend, h dieser Zeit macht es sich auf und fliegt über die ivnze Wiese hin, und wenn es drüben ankommt, ii, bann hat es unendlich lange gelebt und alles Hinter sich gebracht, dann ist es schon alt und weise geworden, das Käferchen. Ein anderes rennt und läuft halmauf und °ab, G will gewiß nur eine Handbreit vorwärts kommen, r6er dazu muß es tausend Wege laufen, kreuz und wer durch fein mühseliges Dasein. Der Wanderer tinnte das alles mit einem Tritt vergehen lassen, i Ein anderes Mal bedachte er es wohl auch nicht Wb stiege achtlos mitten hinein. Allein jetzt ist er wie Gottvater und lächelt über '-inet Welt, läßt alles gedeihen und grtt sein. ^Kel- l'ücht ist der Wanderer selbst nur ein Käfer. Plagt ch zwischen Gräsern und Halmen, meint, er hlüge sich durch Wüsten und Dickichte und ist mit Wer Kraft unterwegs zwischen einem und dem oberen Atemzug Gottes. Wenn von feinem Wege tuf ber Erde eine Spur zurückgeblieben wäre, was pr eine krause ßinie müßte das sein, was für em lUfame Schrift! Wer kann sie lesen, wessen (9rmei ’H er? Nun kommt jedenfalls auch er auf per 'itberen Seite an, ist alt und weise geworden, uno tas alles ist zuletzt nicht so wichtig, nein, gar licht. , Der Wanderer hat freilich recht wenig für seine 1 nsterblichkeit getan, nie etwas Nennenswertes - I birtt in feinem Leden. Andere bringen es Dann l-wiß viel weiter. Andere denken sich manches aus Wb können allerlei unterwegs erfinden, mwoyi, , ^nn Gott nur nicht eines Tages zerstreut ist uno Gedanken feinen Fuß darauf setzt ... Die Sonne taucht in die Wälder. Der Wander Lösung, die wohl nicht die einzige im Reiche bleiben wird, entsprang zunächst einer Kriegsforderung. Sie war aber vorbereitet durch die engen Beziehungen, die zwischen Universität und Volks- bilbungsstätte seit deren Gründung bestanden. Die Freiburger Universität und ihr Rektor, der zusammen mit dsm Leiter des Institutes für Rundfunkwissenschaft, Professor Roedemeyer, und mit Prof. Langendorff die Volksbildungs- ftätte Freiburg praktisch führt, will die Zusammenarbeit so gestalten, daß sich zwischen der Universität und der Einrichtung, die zur alleinigen Trägerin der Erwachsenenbildung in Partei, Staat und Gemeinden bestimmt wurde, eine Gemeinschaft geistiger Arbeit im ganzen Wirkungsbereich dieser Hochschule herausbildet, an der alle Volksgenossen teilhaben können. „Vielen Volksgenossen wird" — so erklärte Prof. Süß —, vielleicht nach der bisher schon gepflogenen engen Zusammenarbeit die Uebernahme der Leitung der Volksbldungsstätte durch die Universität selbst wenig bebeutfam erscheinen. Doch die Freiburger Universität vollzieht gern und bewußt diesen Schritt, der die Universität als Mittelpunkt und Träger geistiger Kultur auch in der breiten Öffentlichkeit'erscheinen läßt. Die Universität will bei ihrer Aufgabe, die hohe Schule deutscher wissenschaftlicher Forschung und ßelye zu sein, alle Volksgenossen an ihrer Arbeit teilnehmen lassen und — indem sie aus allen Schichten die Besten zu sich heranzieht, — stets im Bewußtsein unseres Volkes lebendig sein!" — Diesem Ziel wirb auch sogleich der Plan der Winterarbeit 1941/42 dienen: Ihr wird „der Leitgedanke „Gesundes Volk" zugrunde liegen in dankbarem Gedenken an den großen deutschen Arzt und germanischen Denker Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, der am 24. 9. 1541 in Salzburg starb." Die Bedeutung ber Genußgifte, Fragen der Krebsbekämpfung, der Lungentuberkulose und Geschlechtskrankheiten werden im Vordergrund der Arbeit stehen. Darüber werden aber alle anderen Aufgaben der Dolksbildungsstätte nicht übersehen werden. Heber diese inneren Veranstaltungen hinaus wird die Universität im Rahmen ber Volsbildungs- ftätte kurze Vorträge in b e n Betrieben selbst durchführen, da derartige Vorträge trotz aller Arbeitslast unserer in den Fabriken, Werkstätten und Kontoren schassenden Volksgenossen starken Anklang gefunden haben. Es dürfte bas erste Beispiel fein, daß eine Universität mit ihrer Lehre in die Betriebe kommt! MSewMeichgegenZran Von Dr. Paul Rohrbach. Das Kaiserreich Iran —der früher übliche Name Dersien ist amtlich außer Gebrauch gesetzt — ist leute ein ganz anderer Staat, als zur Zeit der leruntergefommenen Kadscharen - Dynastie, die h925 vom Schauplatz abtreten mußte. Seitdem hat 3er gegenwärtige Herrscher Riza Schah Pehlevi die Zeschicke des Landes in seine kräftige Hand genommen. In dem persönlichen Namen, den er sich gewählt hat, liegt ebenso eine bewußte Anknüpfung an die alte große Zeit Irans wie in der Wiederaufnahme des national-historischen Landes- namens. Die Phelevanen sind die Helden des ira- mischen Epos, in das der größte Dichter aus ira- mi djem Geschlecht, Firdusi, vor bald einem Jahrtausend bas unvergleichliche Sagengut seines Volks ^faßt hat. Firdusis Königsbuch verdient neben 3er Ilias und dem Nibelungenlied genannt zu iverben. Der gegenwärtige sowjetisch-englische Ueberfaü nuf Iran hat fein- Vorspiel im Jahre 1907 gehabt. Rußland und England hatten beide schon seit Jahrzehnten ihr Auge auf das damalige Persien geworfen. Im Winter 1900/01 machte ich einen Ritt ^on ber Hafenstadt Buschir am Persischen Golf aber Schiras und Jspahan nach Teheran. Ispahan mar damals der Sitz eines russischen Generalkonsuls, ber sich fast schon als Herr im Lande benahm. Buschir und die Küste des Persischen Golfs wurden von den Engländern als Vorhof für Indien beansprucht. In Teheran war von russischer Seite für den Schah eine Kofakenbrigade aufge- tieUt worden, die aus Angehörigen iranischer Bergftämme bestand, aber nach russischem Reglement exerziert wurde. Aus ihr ist auch Riza Schah irsprünglich hervorgegangen. 1907 wurde ein englisch-russischer Teilungsver- wag über Persien geschlossen. Rußland war von Fnglanb in den Krieg mit Japan hineinmanövriert worden, hatte die von England vorausgesehene Plieberlage erlitten und auf seine weltpolitischen Absichten im Fernen Osten verzichten müssen. Nun alt es, die russische Regierung zum Bündnis gegen Deutschland willig zu machen. Die erste Anzahlung, ie England daraus leistete, war ein Abkommen, wodurch der ganze Norden Irans als russisches Linflußgebiet anerkannt wurde, während England , id) ben Süden, die Gebiete am Persischen Golf, j -Js feine Interessensphäre ausbedang. Die Mitte nit der alten Landeshauptstadt Jspahan sollte • „neutral" bleiben, d. h. die beiden Kontrahenten erpslichteten sich, einander da nicht ins Gehege zu vmmen. Allerdings verstand man in Petersburg ie Abmachung stillschweigend dahin, daß auch die Jlitte früher oder später an Rußland fallen sollte, luf den Plan, eine Eisenbahn von Aschabad an ler transkaspischen Bahnlinie nach Bender Abbas cm Persischen Golf zu bauen, mußte Rußland ver- j jlÄten. Das war der Stand der Dinge zu Beginn des i Leitkrieges. Während des Krieges rückten türkische, russische und englische Truppen in Iran ein, vorhergehend auch, von Bagdad aus, schwache («kutsche Kräfte, um den englischen Machenschaften 1 mtgegengutreten. Schließlich blieben bit Engländer B- tllein auf dem Plan und waren zwei Jahre lang, ■ 'M8 bis 1920 die eigentlichen Herren im Lande. R 5d)on glaubte man in London, Iran als Ganzes 1 n ähnliche Abhängigkeit bringen zu können, wie | iie im Weltkrieg gewonnenen Mandatsgebiete in I Sorberafien. Auch die Bolschewisten machten 93er- ■ Licfje, sich in Täbris und Teheran in den Sattel I ii setzen. Es war in der Hauptsache Riza Schahs I Serbiens!, schon bevor er sich die Krone Irans I:nfs. Haupt setzte, die Unabhängigkeit Irans wie- » «rherzustellen. 1925 begann unter seiner Herrschaft I iüe innere Neuordnung, die bald auch einen bedeu- wer die Kulturwerte feines Volkes schätzen und lieben gelernt hat, ist auch im Ernstfall bereit, sie zu verteidigen. So stehen die Hochschulen und die Dolksdildungs- ftätten mit ganz verschiedenen Aufgaben und Zielen nebeneinander! Dennoch verbindet sie ein naher innerer Zusammenhang: Das Wissen, das beide in ihrer Art verschieden vermitteln, ist doch nur eines! Wenn in der Volksbildungsstätte z. B. von den Keimzellen ge- Öen wird und von den Erbanlagen, die in den chleisen ber Keimzelle weitergegeben werben, ober von ber Züchtung neuer Pflanzensorten und Blumen, so sind das Erkenntnisse, die meist in Hochschulinstituten von Hochschullehrern und ihren Mitarbeitern der Natur abgerungen und in ihren möglichen Folgerungen durchdacht worden sind. — Was liegt da näher, als diese Männer der Wissenschaft und der Hochschule auch selbst über ihre Arbeitsgebiete in der Volksbildungsstätte sprechen zu lassen! Gewiß, die Art der Darstellung ist grundverschieden zwischen beiden. Es wird den Männern der Hochschule oft sogar keineswegs leicht fallen, das allgemeinverständlich zu sagen, was sonst ein knapper Fachausdruck, vielleicht ein Fremdwort, mit einer durch Uebereintunft der Gelehrten verbürgten Genauigkeit bezeichnet, ohne daß der Fachfremde sich darunter das ^Geringste vorzustellen vermag. Dennoch besitzen gerade die genialsten Forscher in ihrem Vortrag oft eine kristallene Klarheit und lebendige Anschaulichkeit. — Und wo sie sind, da ist auch ihr Lehrmaterial und ist schließlich auch Raum, die Volksbildungsstätte aufzunehmen! Mehrere deutsche Hochschulen sehen daher bereits seit längerer Zeit die örtlichen Volksbildungsstätten bei sich als Gäste. Den engsten, nämlich den persönlichen Zusammenschluß hat jettt aber die Freiburger Universität vollzogen: In seiner Eigenschaft als derzeitiger Rektor der Albert-Lud- wigs-Universität zu Freiburg i. Br. übernahm der Mathematiker Prof. Dr. Wilhelm Süß die Leitung der Dolksbildungsstätte Freiburg im Rahmen des Volksbildungswerkes der NS.-Gemein- schast „Kraft durch Freude". — Diese neuartige Kochgeschirr verfehlt habe. Er antwortet hohn- dampfend, indem er mich an die Hypothenuse erinnert. Nach einigem Hin und Her fügt er sich aber doch sanft vom Boden zu erheben. Aber nun vorwärts, Junge, auf geht's, hier m der Nähe muß doch jemand stehen, der Bescheid weiß. Nein, der Graben ist leer, nur voll Wasser ist er. Aber jetzt kommt eine Biegung, schräg voraus. Es geht etwa hundert Meter lang durch eine schmale Rille — wo mag die enden? Am Grabeneingang, am Schnittpunkt des verfluchten stumpfen Winkels? Das ist ja reizend. Der Ausguckmann meint es auch, als er mich unversehens hinterrücks auftauchen sieht. Ich habe also einen schändlichen Jrrgang gemacht. Mir tritt der Schweiß auf die Stirn, als der Mann mir die Zett anfagt. Mit Hochdruck hole ich aus. Schon will der Morgen dämmern, da treffe ich ein. Ich will lieber nicht sagen, welche Huldigung mir bereitet wurde. Meine Kampfgenossen nssen mir, blau vor Zorn, den „blauen Heinrich" aus den Händen, hauten sich ihre Lage in den Kochgeschirrdeckel, zogen die Löffel aus dem Stiefelschaft und stießen sich, von mörderischem Kohldampf getrieben, das Zeug in den Hals. Zur Strafe für die Verspätung soll ich nur eine halbe Portion haben. Ich nehme lieber die ganze Strafe als die halbe Portion. Einer spuckt aus: . . . „Verfluchte Küchenbullen, da sind ja Sterne drin! „Und Lehmbrocken!" ein anderer. „Wenn das .blauer Heinrich ist, will ich den Drahtverhau fressen!" ein dritter. „Und flau ist das Zeug wie Regenwasser!" meint ein vierter. „Mensch, was hast du dir da bloß einschenken lassen; denkst du dir gar nichts dabei?" „Doch", sage ich, „ich denke schwer daran, daß ich in Geometrie immer 'ne Vier gehabt habe, und darunter haben wir^beide, der .blaue Heinrich und ich sehr zu leiden gehabt!" Und nun erzähle ich ihnen meinen Jrrgang mit der Hypothenuse. Da haben sie nicht schlecht gelacht, und sie hingen mir von Stund an einen Spitznamen an. Den will ich aber lieber nicht verraten! ms Das -Kreuz Ist weil über die Erde verbreitet. Es ist ein Kennzeichen deutscher Arzneimittel, die die Achtung der internationalen Wissenschaft und das Vertrauen von Ärzten in der ganzen Welt gewonnen haben. Arz- —neimittel mit dem »ßaye*»-Kreuz sind deutsche Heilmittel von (BAYER| Weltruf. \ e y \R V MW uif der Oswald MH | i. freudm' ttn Tomteml ibenö « verlort | i Gegen Still Gastwirt Mi GiM I ^swaidM'! । __abWO| PerwalVI Ange«. 32. M ß wünscht oit?l fanntiW] tüchtig-W 0 . 22-30X1] aus orbew-j, HM ffreundMH LEW wj stimmt M wieder^ unter R s bjnjM;; LeiE befch-E 55 Wir- kennens ZuE 02885 Gießens w Art stillt %% ** b-"UjD I s&e s» Aus der Stadt Gießen, jjom Lochen und Lächeln. Wie arm wäre die Menschheit, wenn chr die Gabe des Lachens mangelte! Ist uns nicht allen die Redensart geläufig, daß einem in Augenblicken der Gefahr, in Stunden der Heimsuchung das Lachen verging? Plötzlich versagt da etwas wie eine seelische Licht- und Wärmeleitung, ein Fremdkörper hat sich eingeschlichen und Kurzschluß verursacht. Und all unsere Bemühungen, den verlorenen Kontakt mit einem lieben Mitmenschen wiederherzustellen — kleiden wir sie letztlich nicht in die Bitte: „Lach' doch wieder!"? Ein Kind, das sich schuldig an den Tränen der Mutter fühlt, ein etwas zu temperamentvoller Gatte, der es ja „nicht so bös gemeint" hat: sie haben es in der Hand, mit diesen drei Worten wie mit einer Zauberformel die tiefste Nacht in den hellsten Tag zu verwandeln. Wer über das befreiende Lachen verfüat, weiß gar nicht, was er damit vor anderen Menschen voraus hat. Weil er in seiner glückliche^ Naivität die ganze übrige Welt nach, eben dem Holze zurechtschnitzt, aus dem ihn Gott in seiner besten Laune erschaffen. Bei uns Deutschen kommt Humor aus einer wesentlich anderen Seelenhaltung als beispielsweise beim Amerikaner. Und doch: wieviel Verdunkeluugszeit 30. August von 20.16 bis 6.25 Uhr. 31. August von 20.14 bis 6.26 Uhr. Wissen um die befreiende Macht des Lachens steckt nicht in der von ihm fast kindlich befolgten Parole des „Keep smiling“! (Nur immer lächeln!) Mag hier auch täuschende Maske sein, was dort natürlicher Veranlagung entspricht, so trägt doch der unbeschwert heitere Mensch fast immer den Sieg über den seelisch komplizierten Mitmenschen davon. In Beruf und Gesellschaft, in guten und noch mehr in bösen Tagen. Grundlegend ändern läßt sich der Erwachsene nicht mehr. Was Charakter und Erfahrung hinsichtlich der Gabe, das Leben schwer oder leicht zu nehmen, einmal in chm ausgebildet haben, kann höchstens durch strenge Selbsterziehung nach der einen oder anderen Richtung gelockert, aber niemals mehr ganz umgebogen werden. Wie beneidenswert sind daher die Menschen, die dem Leben stets die lachende Seite abzugewinnen verstehen! Man müßte die tausend und mehr Gründe des Lachens im einzelnen aufzählen, um ebenfoviele Momentaufnahmen lächelnder Gesichter auf die Platte zu bannen. Vom vergnügt strampelnden Säugling bis zum verklärten Lächeln der sinnenden Muhme. Aber heilig allein ist das glückselige Lächeln der Mutter, die ihr Kind in den Armen wiegt. Das Lächeln der Braut, was war es, rückblickend betrachtet, anderes als die Leiter, auf der sie zu diesem höchsten Gipfel der Seligkeit emporstieg? Ganz wortlos ist dies Lächeln, ganz still und in sich gekehrt, weil es keinen herrlicheren Anlaß geben kann als diesen. Wer vermöchte auch nur, in Wort oder Bild, alle die unzähligen Stufen festzuhalten, die das breite, prustende Lachen durchläuft, bis es schmal und schweigsam die Sternenhöhe zweier feucht schimmernder Augen erreicht? Wir kennen wohl ein „unter- Tränen-lächeln", wenn über abgrundtiefem Leid plötzlich die Sonne einer ungeahnten Freude heraufsteigt. Aber jenen feuchten Schilnrner erzeugen nicht Tränen — es ist das Glück in seiner stummen Größe seist, das seinen Glanz in einem Lächeln widerspiegelt. Manchmal ist es sogar wie ein Geheimnis, das dieses Lächeln umspielt, spottend jedes zudringlichen Versuchs, es zu enträtseln. Ein Mensch, dürfen wir vielleicht annehmen, wäre dazu imstande, der das Leid dieser Welt überwunden hat. So wie wir in verwitterten Altersgesichtern nicht mehr die Furchen und Runen des Lebenskampfes sehen, sondern nur noch den mild lächelnden Abglanz der Weisheit. Dr. H. A. B. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Me örelWmng-Möer Vornan von Horst Aiernath 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie warf Hellwang einen Blick zu, in dem etwas wie ein Dankbarkeitsgefühl gegen die Vorsehung schimmerte, und sagte: „Oh, Konrad, ich denke, wir können sehr froh sein, daß unsere Anzeige Fräulein Zögling ins Auge gefallen ist, nicht wahr?" Hellwang fand die Ausdrucksweise seiner Mutter merkwürdig verändert, denn für gewöhnlich drückte sie sich wie ein normaler Mensch aus. „Ich meine", fuhr die alte Dame fort, ,Haß wir die Erziehung unserer drei Kinder und die Leitung unseres Haushaltes vertrauensvoll in Fräulein Zöglings bewährte Hände legen bürfeji, jawohl!" Und mit diesem Jawohl war die Frage auch entschieden, denn Hellwang war zu müde, um nicht froh zu sein, wenn ihm solch schwierige Entscheidungen abgenommen wurden; und außerdem ging es auch nicht recht an, in Fräulein Zöglings Gegenwart unentschlossen um eine Bedenkzeit zu bitten. Es hätte ausgesehen, als traue er ihren fabelhaften Zeugnissen nicht, und als hielte er den verwitweten Grafen Jdell-Jdell für eine Phantasiegestalt. Es war gegen die Wahl von Fräulein Zöaling auch nichts Stichhaltiges einzuwenden. Oder sollte er etwa gestehen, daß seine einzigen Bedenken darin bestanden, daß sie aus Bremen gebürtig war? In seinem ganzen Leben war er wissentlich noch nie zu einer Bremerin in nähere Beziehungen getreten. Und gewißlich waren die Bremerinnen genau so treu oder flatterhaft, zuverlässig oder leichtfertig wie andere Frauen auch, die aus Mannheim, Danzig oder Breslau stammten. Aber es saß ein Stachel in chm, der chn kratzte. Seinem Onkel Heinrich Hellwang nämlich war seinerzeit die Frau durchgegangen, und dazu noch mit einem Steuerkontrolleur. Als das geschah, war Konrad ein Knabe von zwölf Jahren gewesen. Er entsann sich noch deutlich der Tante Melitta, chrer rehbraunen, großen Augen, der blitzenden, ein wenig vorstehenden Zähne, des Hutes mit der wippenden Straußenfeder und des Liedes, Eisenbahnerheim als Quelle neuer Krafl. Ein Besuch im Eisenbahner-Ltebernachlungsheim. Die Reisenden, die in einem V-Zug oder in einem dem Nahverkehr dienenden Personenzug über weite Strecken bzw. nur einige Orte weit in der engeren Heimat sahren, denken vielleicht auch einmal an die beiden Männer, die vorne aus der Lokomotive ihren Dienst verrichten und in deren Hand Leben und Gesundheit der Reisenden während der Fahrt gelegt sind. Oder sie beobachten in den Fernzügen über große Strecken das unermüdliche Hin und Her des Zugführer- und Schaffnerdienftes, jetzt im Kriege namentlich die für Frauen besonders strapazenreiche Arbeit in den Zügen während der langen Nachtstunden. Ob manche dieser Reisenden aber auch daran denken, daß die Männer auf der Lokomotive oder das Zugbegleitpersonal in den Wagen nicht selten schon vom frühesten Morgen an, in jedem Falle aber schon längere Zeit vor der Abfahrt des Zuges von seinem Ausgangsbahnhof auf den Beinen sind? Und ob die Gedanken der in den Abteilen geruhsam sitzenden Männer und Frauen wohl auch darauf gerichtet sind, daß das Lokomo- trv- und Zugpersonal ihres Zuges vielleicht erst wenige Stunden vorher schon eine andere Fahrt in der umgekchrten Richtung zurückgelegt hat und trotzdem jetzt wieder frisch und verantwortungsbewußt auf dem Posten ist? Das sind nicht immer, vielleicht noch nicht einmal oft, einige nachdenkliche Betrachtungen der Reisenden, denen durch die Reichsbahn die Fahrt in unseren Zügen so angenehm und so sicher gemacht wird, wie es auf keiner anderen Bahn der Welt der Fall ist. Mit Recht gilt die Arbeit unserer Eisenbahnen als ein schwerer Dienst, von dessen gewissenhafter Erfüllung täglich das Leben und die Gesundheit der Reisenden sowie die Sicherung wertvoller materieller Güter abhängen. Es ist daher auch verständlich und anerkennenswert, daß die Reichsbahnverwaltung für die Männer und Frauen chres Dienstes weitgehend sorgt und dabei u. a. darauf bedacht ist, die Dienstpausen, die das Fahrpersonal fern von dem Heimatort verbringen muß, zu Stunden der Ruhe und kräftesammelnden Erholung zu machen. Diesem Zwecke dienen neben anderen sozialen Einrichtungen, wie z. B. Eisenbahnerküchen, vor allem die Eisenbahnerheime, die seit Jahren an allen großen Verkehrsknotenpunkten bestehen. Ein solches Heim dient dem ruhebedürftigen Fahr- personal der Reichsbahn nach stundenlanger Dienstzeit zu stärkendem Scblaf und zu stillen Lesestunden oder Gedankenaustausch. Es ist, der Art des Eisen- bahnerdienstes entsprechend, Tag und Nacht für das Kommen und Gehen geöffnet. In dem langgestreckten und mehrgeschossigen Hause stehen zahlreiche Zimmer zum Schlafen zur Verfügung. Durchweg handelt es sich um hohe und lustige Räume, in denen zum Teil zwei ober vier Betten stehen, so daß in der Regel die zu einer Fahrgemeinschaft vereinigten Männer, z. B. Lokomotivführer und Heizer oder Zugführer und Schaffner, auch gemeinsam in einem Raume die Stunden ihrer Schlafenszeit verbringen können. Es handelt sich dabei um solche Männer, die ihren Wohnsitz in einer anderen Stadt haben, durch den Plan ihres Fahrdienstes aber ihre sechs- bis achtstündige Ruhepause vor dem Antritt einer neuen Fahrt hier verbringen müssen. In dieser Zeit können die Männer sich zum Schlafen niederlegen und dadurch neue Kraft für ihren weiteren Dienst gewinnen. Zum Teil kommen diese Eisenbahner jeden zweiten Tag entweder abends oder morgens hier an, so daß sich die feste Gewohnheit herausgebildet hat, daß ihnen stets das gewohnte Zimmer zur Verfügung steht; sie haben also gewissermaßen „ihr" eigenes Schlafzimmer. Schöne bequeme Betten, die sie nach ihrem Belieben auch mit eigenem Leinenzeug beziehen können, falls sie die von der Bahnverwaltung gestellte Bettwäsche nicht in Anspruch nehmen wollen, ermöglichen ihnen eine gute Ruhezeit. Bei der Ankunft müssen sie sich ist ein Hausbuch einschreiben und dabei vermerken, wann sie eingetroffen sind und zu welchem Zuge sie wieder zum Dienst anwesend sein müssen, gleichzeitig müssen sie dabei bemerken, zu welcher Zeit sie geweckt werden wollen. Der Hauswart sorgt dann dafür, daß das Wecken pünktlich erfolgt, damit sie zur rechten Zeit ihren Dienst antreten können. In dem Heim sind auch mehrere Zimmer in einem bestimmten Flügel und Stockwerk für die übernachtenden Schaffnerinnen eingerichtet, die hier in der gleichen Weise ihre Ruhestunden zwischen zwei Fahrten verbringen können wie ihre männlichen Kameraden. Außer den Uebernachtungszimmern sind in dem Hause noch Waschzimmer mit zahlreichen Waschgelegenheiten und eine große Küche zum Kaffeekochen vorhanden. Ein großer Tagesraum, der schon als kleiner Saal anzusprechen ist, bietet den Frei- zeitlern Gelegenheit zum kameradschaftlichen Beisammensein. Eine kleine Bibliothek mit allerlei Unterhaltungsliteratur, Zeitungen und illustrierte Zeitschriften stehen als Zeitvertreib jedermann zur Verfügung, soweit nicht ejne Plauderstunde das Interesse Der Gäste in Anspruch nimmt. Der Hauswart läßt es sich angelegen sein, für die Kameraden vom Fahrdienst auch einige Erfrischungen während ihret Mußestunden bereitzuhalten, so daß also auch nach dieser Richtung hin für ihr leibliches Wohl gesorgt ist. Im Erdgeschoß sind zahlreiche Badekabinen vorhanden, die zum Teil mit Badewannen ausge- stattet sind, zum Teil Brauseanlagen enthalten. Hier können an jedem Tage von morgens bis weit in den Nachmittag hinein Bäder genommen werden, für die durch die Warmwasserbereitungsanlage reichlich Badewasser bereitgehalten wird. Diese Bäder werden an die Eisenbahner kostenlos abgegeben. Der Baderaum steht an bestimmten Tagen zu gewissen Stunden auch den in den Nachbarhäusern wohnenden Eisenbahnern und ihren Familienangehörigen zur Verfügung. Eine große Zentralheizungsanlage dient der gleichmäßigen und guten Beheizung aller Räume und dem Betrieb der Warmwafserbersitungsanlage für bas. Bad. In allen Zimmern und Korridoren, im Treppen- Der Reichsfinanzminister hat jetzt die Richtlinien, für die Erstattungsverfahren herausaeaeben, nachdem bestimmt worden ist, daß die Lustschutzaufwendungen vom Reich übernommen werden. Erstattet werden zunächst geldliche Aufwendungen für bauliche und handwerkliche Maßnahmen, und zwar für die Herrichtung von Luftschutzräumen, für die Beschaffung und Anlage der vorgeschriebenen Beleuchtung sowie der Heizeinrichtungen mit Ausnahme der nicht fest eingebauten elektrischen Heizöfen und Heizsonnen, und schließlich für die Durchführung von Brandmauerdurchbrüchen. Soweit es sich um Maßnahmen handelt, die vor dem 1. Oktober 1940 durchgeführt worden sind, erfolgt eine Erstattung nur, soweit die geldlichen Aufwendungen den umlagefähigen Höchstbetrag überstiegen haben. Voll übernommen werden die Kosten vom Reich für Maßnahmen, die seit dem 1. Oktober 1940 durchgeführt worden sind. Dazu gehört jede einzelne Herrichtung, die erst nach dem 30. September beendet wurde. Eine Kostenerstattung erfolgt nur, wenn die den irmlagefälyigen Höchstbetrag übersteigenden Mehrkosten ober die seit dem 1. Oktober entstandenen Kosten 10 RM. übersteigen. Ferner werden die Kosten für die Beheizung, die seit döm 1. Oktober 1940 entstanden sind, auf Antrag erstattet. Die Erstattung erfolgt nur jährlich einmal in einer Summe. Das gleiche gilt für gerechtfertigte Mietminderungen seit dem 1. Oktober. In beiden Fällen werden ebenfalls nur Kosten erstattet, wenn diese in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. September eines Jahres mehr als 10 RM. betragen. Die Anträge auf Erstattung geldlicher Aufwendungen für Maßnahmen vor dem 1. Oktober sind spätestens am 31. Dezember 1941 zu stellen. Für die Kosten seit dem 1. Oktober 1940 können die Anträge nach der Fertigstellung der einzelnen Herrichtungen gestellt werden. Die Anträge auf Erstattung der Kosten für die Beheizung und für Mietminderungen sind spätestens am 31. Dezember zu stellen. Jeder Antrag ist mit eingehenden Unterlagen zu versehen. Den Anträgen für die Kosten vor dem 1. Oktober 1940 braucht eine gutachtliche Aeußerung des Bauberaters des Reichsluftschutzbundes nicht beigefügt zu werden, wenn es sich um Beträge von nicht mehr als 50 RM. handelt. Auch den Anträgen für die später entstandenen Kosten braucht ein solches Gutachten nicht beigegeben zu werden, wenn die Kosten für die einzelne Herrichtung 50 RM. haus und im Tagesraum, kurzum im ganzen Hause von unten bis oben herrscht peinliche Sauberkeit, die bei einem solchen Massenverkehr von Gästen, wie er hier bei ständigem Kommen und Gehen wahrend des Tages und der Nacht — je nachdem der Dienst, beginn der Eisenbahner es erfordert — herrscht, nicht immer selbstverständlich ist, aber doch in an- erkennenswerter Weise gewahrt wird. Die Berufs, fameraben sehen selbst darauf, baß in dem ganzen Hause auch immer die größte Ruhe herrscht, damit bie Schlafenden in ihrer Erholung nicht gestört werben; denn jeder dieser Männer unb auch die Schaffnerinnen wollen ja selbst in ihrer Ruhe nicht beeinträchtigt sein, und so handeln sie schon um des. willen in kameradschaftlicher Weise nach den Er- fordernissen einer guten Hausdisziplin. Es liegt da. her auf der Hanb, daß diese Einrichtung der Reichs, bahn eine gute Erholungsstätte ist, die von dem nutzungsberechtigten Personal gerne ausgesucht wird. Es handelt sich hier um eine Einrichtung der Reichsbahn, bie einem großen Teil des auswärts wohnenden Fahrpersonals seit Jahren täglich zu. gute kommt, bie aber auch im Interesse des Bahn« betriebe selbst liegt, da der Reichsbahn selbstverständlich sehr viel daran gelegen ist, ihr Fahrperso- nal bei Beginn der Fahrten stets vollkommen aus. geruht und gekräftigt zum Dienst kommen zu sehen So wird hier der soziale Gedanke in eine gute Gemeinschaft mit den dienstlichen Erfordernissen gebracht, von der nicht zuletzt die Fahrgäste durch bie Gewährleistung ber Sicherheit bes Betriebs, soweit diese von dem Fahrpersonal abhängt, Nutzen haben. B. nicht übersteigen. Da öffentliche Dienststellen und auch Betriebe dem Hauseigentümer gegenüber bei« tragspflichtig sind, wenn sie zu feinen Mietern gehören, hat ber Hauseigentümer von den Kosten bie entsprechenben Beträge abzusetzen. Dornotizen. tIagesfalenber für Samstag. Stadttheater: 19.30 Uhr „Alles für Dich". - Gloria-Palast, Seltersweg: „Frau Luna". — Licht, spielhaus, Bahnhofstraße: „Diskretion — Ehren- fache". lagesfalenber für Sonntag. Stabttheater: 19.30 Uhr „Alles für Dich". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Frau Luna". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Diskretion — Ehrensache". Fröhlicher Auftakt zur neuen Theater-Spielzeit. Am Samstag, 30., unb Sonntag, 31. August bringt bas Theater ber Universitätsstabt Gießen als heitere Ouvertüre zur Eröffnung bes neuen Spiel- jahres zwei bunte Werbeabenbe mit Musik und Tanz. In einem Bilberbogen in zwei Teilen werben sich bie üeuverpflichteten Mitglieber ber Bühne mit charakteristischen Proben ihres Kunstfachs bem: Gießener Publikum vorftellen. Unter Leitung der Intendanten Hans Walter Klein wird das gesamte künstlerische Personal einen Ausblick in biet Arbeit bes kommenben Jahres bringen und in zwei: unbeschwerten Stunden zeigen, daß neue und alte: Mitglieder sich zu einem fröhlichen Reigen zusam-- mengefunben haben, um ben Kontakt zu den: Theaterfreunden in heiter verbindender Weise für* die neue Spielzeit zu finden und zu festigen Aufbaukurs des Deutschen Frauenwerks. Alle Teilnehmerinnen eines Grundnähkurses bei Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk können. CITROVI auch zum Einmachen das Onkel Heinrich so geliebt hatte, daß sie es immer wieder vortragen mußte: „Hier hab' ich so manches liebe Mal ..." Tante Melitta. Auch ihren honigsüßen Namen fand man später lasterhaft, und von ihr selbst, und was aus ihr geworden sein mochte, sprach man nur hinter ber Hand. Unb sie war eine Bremerin gewesen! Doch was hatte bas mit Fräulein Zögling zu tun? Hellwang versuchte, ben Stachel abzuschütteln. Aber was hat mehr Wiberhaken unb sitzt tiefer als ein in Ehren ergrautes Vorurteil? Die alte Dame rief bie Kinber herein. Söhnchen erschien mit einer peinlichen Tropfnase, die Omi rasch abputzte, „Sie sehen selbst, mein liebes Fräulein", sagte sie entschulbigenb, „wie nötig hier eine Frauenhanb, ist." Fräulein Zögling legte Söhnchen bie Hanb auf ben ftrubbeliaen Scheitel: „Wie heißt bu, Bubi?" fragte sie einschmeichelnd. „Ich bin kein Bubi!" antwortete der Herne Mann empört und flüchtete an Omis Schoß. „Wir nennen ihn Söhnchen", legte sich bie alte Dame ins Mittel, „er heißt Wolfgang ..." „Genau wie ber jüngste ber gräflichen Söhne!" rief Fräulein Zögling freubig überrascht, „er würbe allerbings Wölfchen genannt Nun, bem gräflichen Hause waren allerbings auch drei Söhne beschert, und deshalb wohl ..." Sie verhedderte sich unter Hellwangs eigentümlichem Ausdruck, ber entschulbigenb einzuwenben schien, er habe getan, was in seinen Kräften ftanb, errötete unb fuhr fort: „Aber Wölfchen war genau solch ein herziger Blonbkopf wie bu!" Der herzige Blonbkopf stampfte mit bem Fuß auf unb erklärte, er fände Wölfchen fab. Darauf murmelte Fräulein Zögling etwas von bem entzückenden Temperament des Kindes. Dann kam Lydia an die Reihe, Fräulein Zögling die Hand zu reichen. Sie knixte brav, sagte in einem Sprüchlein alles auf, wonach sie gefragt wurde, Namen, Alter und Schulklasse, lächelte aus ihren Märchenaugen Fräulein Zögling bestrickend an unb schielte unter bem Wim- vervorhang nach ber schwarzen Lacklebertasche ihrer künftigen Erzieherin. „Ein reizendes Kind", bemerkte Fräulein Zögling in Omis Richtung, unb mit einer kleinen Drehung zu Hellwang hin: „irgenbmie aristokratisch ..." Er nahm bie Aeußerung, bie wahrscheinlich als bas höchste Kompliment gemeint war, bas man vergeben konnte, mit einem nervösen Hüsteln entgegen. „Und bu gehst, wie ich gehört habe, bereits in bie Oberschule", roanbte sich Fräulein Zögling an Britta; „ba lernt ihr wohl Französisch, wie? Parlez- vous frangais?“ „Nein, Englisch .. „Nun, ba werben wir uns aber tüchtig unterhalten, nicht wahr? — How do you do?" Britta sandte einen hilfesuchenden Blick in bie Runbe. Diese Aussicht schien sie mächtig zu be- brücken. „Wir haben erst seit bem Herbst Englisch", murmelte sie. „Britta fing nämlich mit Französisch an", erklärte Hellwang, „bann würbe ber Lehrplan geänbert unb Englisch als Grunbfach eingeführt." „Die gräflichen Kinber wurden von einem Hauslehrer unterrichtet", bemerkte Fräulein Zögling. Sie hob dabei die Augenbrauen ein wenig, und es klang, als ob sie damit sagen wollte: ein jeder kann sich bas natürlich nicht leisten! „Kommen wir zur Sache", meinte bie alte Dame schließlich resolut, als befürchte sie, Fräulein Zögling könne noch im letzten Allgenblick Bebenken bekommen unb abspringen, „wann könnten Sie Ihren Posten hier im Hause übernehmen?" „Jeberzeit — ich überlasse es Ihnen, ben Tag zu bestimmen." Unb so würbe vereinbart, baß Fräulein Zögling bie Stellung nach vier Tagen, an einem Montag, antreten sollte. „Da haben mir wirklich einen guten Griff gemacht", frohlockte bie alte Dame, als Fräulein Zögling bie Gartentür hinter sich zuzog. Sie beobachtete bie Davongehenbe hinter ber Garbine unb spitzte ben Munb, als würfe sie ihr einen Hanbkuß nach. „Nun kann ich beruhigt abfahren. Bei ber werben Haus unb Kinder in guter Hut fein." Sie wandte sich um, als Hellwang beharrlich schwieg: „Ober hast bu an ihr etwas auszusetzen?" Er beeilte sich, zu versichern, baß auch er mit ber Wahl von Fräulein Zögling burchaus einverstanden sei, unb schwieg barüber, baß er babei eigentlich wenig zu bestimmen gehabt hatte. „Das einzige wäre vielleicht", roanbte er schüchtern ein, „baß sie so furchtbar fein ist unb in Ohnmacht fallen wirb, wenn bie Kinber erst etwas auftauen." „Es wirb auch wirklich höchste Zeit, baß bitt Kinber aus ber Küche herauskommen und sich benehmen lernen", sagte die alte Dame nicht ohntt Schärfe; „Kathi ist gewiß ein tüchtiges Mädchen,, aber ihr Umgangston mit ben Kinbern ist benn doch ein wenig zu — zu bayerisch! Vor einer knappen! Stunde hörte ich, wie Äihnchen Lydia eine ,Dreck« schleuder^ nannte, hm! Was sagst bu bazu? Findest! bu diesen Ausbruck im Munbe eines vierjährige« Buben etwa angemessen?" „Hm ...", antwortete Hellwang und ließ sein« Meinung offen. Seine Mutter war von ber Wahl! gerabezu, begeistert unb kam im Verlauf bes Tage» noch einigemal auf bas Thema zurück. Die gräflich» Familie Jbell-Jbell spielte babei eine große Rolle.. Sie schlug in „Wer ist's?" nach unb suchte sogar ba» Schloß Burghof bei Sterzing auf ber Lanbkarte» Nicht weniger jeboch hatte sie beeindruckt, baß Fräulein Zögling ber Name Konrab Hellwang „ein literarischer Begriff" gewesen war. „Unb sie versteht mit Kinbern umzugehen, meiiu Junge, bas sah man auf ben ersten Blick. Nicht z« kalt und nicht zu warm, gerabe in ber goldene« Mitte. So erzieht,man nämlich Kinber! Unb hast d« ihren fabelhaften englischen Acksang gehört? S>« muß längere Zeit brüben gewesen sein. Hellwang konnte sich nicht erinnern, mehr als ein«! englische Phrase aus bem Munbe von Fräulein Zögling vernommen zu haben, bie auch jebe Bardame; fehlerfrei beherrscht. Unglücklicherweise gab er diesen Meinung auch unverhohlen Ausdruck. Die alte Dam« fuhr empört hoch. „Du vergreifst dich manchmal in deinen Der" gleichen!" bemerkte sie mit einem Stirnrunzeln, uji« Hellwang zog es vor, über seine Gedankenverbindung, bie wahrscheinlich mieber einmal über Breme« lief, zu schweigen. j| „Jedenfalls", stellte seine Mutter abschließend fefU „werden bie Kinder gute Manieren lernen, unb guj® Manieren sind im Leben genau so nützlich wie gut« Kenntnisse." „Entschulbige schon, Mutter, aber bu tust gerad« so, als ob bie Kinber bis jetzt wilb aufgewachst« ; wären..." (Fortsetzung folgt.) tl Raße 1 günstiger Zabrikehrendienst. an war Luna". - fiii ‘Hon - W Sommersporttag bei Buderus in Lollar. Zahl der Papiere, die mit ' >en an der Mak- □ Laubach, 29. Au. sild 29/30 - 2/U. und des Gloria: ,$rou Sutta.* Laubacher Dolksschu , . begannen. In die unterste Klasse traten in diesem Jahr 45 Schüler ein, darunter 11 auswärtige. In Anbetracht der Kriegszeit verteilt sich der Unterricht des durch Klassenkombinationen an sich drei- klassig angelegten Unterrichtsplanes auf zwei Lehrkräfte, Herrn (9 aub und Fräulein Erbe. Es ist keine geringe Aufgabe für die beiden bewährten Lehrer, den Lehrstoff so zu bewältigen, daß jede Klasse zu ihrem Recht kommt. erfolgreich zur Seite. Die Siegerverkündung Preisoerteilung lag ebenfalls in den Händen In der Oberschule begann der Unterricht am 28. August. Die Schule ist während der Ferien einer gründlichen Renovierung unterzogen worden. Sämtliche Schulräume, Lehrer» und Dtrektorzimmer und Am 18. August hat die das neue Schuljahr stag. für Dich'. Luna". - A Hon - $r. niag. los noch Spülwasser gewesen, was sie aber nur versehentlich nicht geleert habe. Die Berufung wurde verworfen und das Urteil des Amtsgerichts Nidda bestätigt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß zwar schwere Verdachtsmomente bestünden, diese aber doch nicht ausreichten zu einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Milchfälschung. Aus der engeren Heimat. Aus Laubach. meiner neuen künstlerischen Arbeit ein Stern leuchten! Carl Maria Zeppenfeld, Schwerer Lharakterheld. Im herrlichen Stadttheater meiner Heimatstadt Duisburg am Rhein erlebte ich als Zehnjähriger Anzengrubers „Meineidbauer". Der Eindrucks war so gewaltig, daß schon damals mein Plan seststand, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz zur Bühne zu gehen. Mein Vater, ein angesehener Arzt, war mit meinem Plane nicht einverstanden; aber als nach Absolvierung des Gymnasiums die endgültige Berufswahl kam, erklärte er sich wider Erwarten voll und ganz für meine Zukunftspläne in der Voraussetzung, daß ich wirkliches Talent besitze. Ich mußte mich zunächst vor berufenen Leuten einer Prüfung unterziehen, die ganz zu meinen Gunsten ausfiel. Darauf erhielt ich meine.gründliche Buhnenausbildung beim Oberspielleitei' des Schiller-Theaters, Charlottenburg, Dr. Edmund Heineck, und belegte noch ein Semester Germanistik an der Universität in Münster in Westfalen. Als jugendlicher Held begann ich am Stadttheater Oppeln i. OS. Die weiteren Hauptstationen meiner nunmehr zwanzigjährigen Bühnentätigkeit im Fache des schweren Helden, Eharakterhelden und Spielleiters waren Münster i. W., Göttingen, Frankfurt a. d. O., Karlsruhe und Meiningen. Es dürfte an dieser Stelle interessieren, daß ich in Meiningen unter dem Intendanten Dr. Prasch arbettete, der den Gießenern, wie ich feststellte, noch in bester Erinnerung ist. In den Sommermonaten 1933—1939, also bis Ausbruch des Krieges, veranstaltete ich mit eigenem, auserlesenem Spielkörper „Deutsche Märchenspiele" und ,Kulturelle Stunden" auf Norderney und sämtlichen ostfriesischen Inseln, und stellte mich damit bewußt ggnz in den Dienst unserer Jugend. Die kommende Spielzeit sieht mich nun m Gießen als schweren Charakterhelden und Spielleiter. Ich freue mich auf- richtig, der deutschen Kunst am hiesigen Theater unter der Leitung des zielbewußten Intendanten Hans Walter Klein dienen zu können. Eberhard Kratz, Vahbuffo und Komiker. Nachdem ich 12 Jahre lang die Schulbank gedrückt hatte, zog ich aus, um in München und Berlin die Rechte zu studieren, bis ich eines Tages erkannte, daß es nicht das Rechte für mich war. So tarn ich zum Theater. Noch dazu als Komiker. Viele Leute waren entsetzt. Ich finde es herrlich. Gibt es einen schöneren Beruf als die Menschen lachen zu machen? Ich jedenfalls weiß mir keinen schöneren. Nur nicht den Humor verlieren! Nicht oft genug fann_ man es den Menschen zurufen. Lachen macht glücklich, lachen befreit. Wehe dem, der nicht mehr lacht! Der geht am Leben vorbei. Glücklich derjenige, der sich eines Sinnes weiß mit Verdis Falstaff, der da singt: „Wir sind geborene Toren, und glauben wir weise zu werden, dann sind wir noch dümmer als zuvor." IW Dienststellen gj ’ gegenüber «en Mieter», oon den Jtytj en. Amtsgericht Gießen. *ier W. St. aus Düsseldorf hatte sich wegen Dieb- ?ls und Arbeitsverweigerung zu verantworten, -e iem Schwiegervater, mit dem er einen gemein- r$n Haushalt führte, entwendete er am 7. April j e'nern unverschlossenen Nachtschränkchen 50 RM., shgleichen oder folgenden Tage verließ er unbefugt ??2 Arbeitsstelle, wo er dienstverpflichtet war. Der eklagte wurde wegen Diebstahls und böswilligen * Wens seiner Arbeitsstelle zu einer Gesamt- Qn9nisftrafe von einem Jahr und s'ys Monaten, unter Anrechnung von Id Elchen Untersuchungshaft, verurteilt. Die ganz er- s einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten ten strafverschärfend. lertafel erschienen, wuchs fast von Tag zu Tag. Der erwähnte Umschwung bewirkte anderseits, daß für einige wenige Papiere auch Minuszeichen erschienen. Süddeutsche Zucker, Wintershall und Rheinbraun gewannen gegen die Vorwoche 12 bis 15 v. H., Berger, Zell Waldhof etwa 10 v. H., Conti Gummi erreichten den Rekordstand von 430, sehr fest lagen weiter Siemens, Andererseits gaben einige wenige Werte per Saldo nach, so Reichsbank, Aschaffenburger Zellstoff, Rheinstahl, auch Der. Stahl etwa 3 v. H. unter Vorwochenstand. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Aug. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 38,50 bis 47,50, Bullen 40,50 bis 45,50, Kühe 20 bis 45,50, Färsen 37,50 bis 46,50, Kälber 35 bis 74, Hämmel 40 bis 51, Schafe 15 bis 44, Schweine 55 bis 63. — Marktverlauf: alles zugeteilt. ADOX er ;5S-- <.-"1 healer-5M 1 lag, 31. te । -sladt Gießen »I res neuen rm I mit MH dl Itoei Teilen ei I lieber der fön I Kunstfach!akl üer Leitung i- I n wird bas» I ; Ausblick in l I igen undinp I ifcjieue unbc I n Reigen F I Kontakt zu j lenber W i zu festigen I jrauenw^l undnahkurser 14 meuroer! M Don der Börse. Uneinheitliche Aktienmärkte. Franksurt a. M., 29. Aug. In der verflosse- nen Berichtszeit war die Haltung der Börse, soweit die Aktienmärkte in Betracht kamen, nicht ganz einheitlich. Zunächst setzte sich die Aujwärts- bewegung einzelner Werte, in denen Aufstockungsabsichten für die nächste Zeit erwartet wurden, fort. Im Verlaufe schritten jedoch die Bankenkundschaft und der Berufshandel zu Gewinnmitnahmen, Das mangelnde Angebot zu Beginn der Berichts, zeit führte zu zahlreichen Kursstreichungen, und die Gießener Dochenmarktpreife. ^stehende Preise sind Händlerpreise und verstehen hlh für ^-Ware. Für B-Ware oder abfallende Ware vliie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. ' G i e ß e n, 30. Aug. Auf dem heutigen Wochen- ^kt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Serie 30 Rpf., Kä e, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, : '•£ 65, Wirsing, kg 8 bis 12, Weißkraut 8, kraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote ■ü' en 8 bis 10, Spinat 25, Römischkohl 8, Bohnen, nn, 25 bis 30, gelb, 30, Mischgemüse 8, Tomaten p «is 35, Meerrettich 80, Rhabarber 12, Zwetschen i )ois 45, Salatgurken 25 bis 30, Blumenkohl, das fr-rf 50 Rpf. bis 1 RM., Salat 10 bis 12, Ober» tnrabi 10 bis 12, Endivien 15, Rettich 10 bis 12, ieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. Leichenfund a u f dem Bahnkörper, püe in den frühen Morgenstunden fand man auf Bahnkörper der Strecke Gießen—Fulda in der des Riegelpfades die Leiche eines Mannes auf. Ji die Ermittlungen ergaben, ist der Mann, der Gießen stammt, von einem Zug überfahren ' > noiden. Es liegt Freitod vor, so daß die Leiche i n its zur Bestattung freigegeben wurde. Strafkammer Gießen. Der F 3. und der Ph. Sch. aus Vilbel waren burck Urteil des Amtsgerichts Vilbel zu einer H ajt- (träfe =o n je drei Wachen verurteilt war- len Sie hatten in der Nacht zum 17. Marz auz der Strafte zwischen Vilbel und Bergen ein Straßen- A.iTinLr abaerifien und auf die Straße gelegt |o bah 6er Verkehr behindert war. Ein Matarradfahrer ZOSLE-W Vertreter beantragte Gefängnisstrafen van drei Ma- naten Di- Berufung wurde verwar en. das Gericht "« " « •- K™ WJ' ™ “'s ,5«;;. 5”*£ ^Un^i?iUmoröen Sie war beschuldigt, am 17. März Der?Hhn* Milch gefälscht und in den Verkehr ge- oorsatzlich MUch 6^1°) 20 Liter Milcy bracht zu habeatz von 8 Liter enthalten. fatte Urteil legte die Staatsanwaltschaft Be- Anklagevertreter beantragte wegen tiBfiSÄV* 1« -*■ Vorweg ist zu erwähnen, daß dieses Betrieds- sportfest am Mittwoch als eine mustergültige Veranstaltung zu buchen ist. Dank der ausgezeichneten vorbereitenden Arbeit des Betriebssportwartes Leinweber und dem freudigen Einsatzwillen von 78,2 v. H. der Gefolgschaftsmitglieder kam ein wohlgelungenes Fest zustande, zu dem alle Beteiligten ihr Bestes beigetragen hatten. Die Betnebs- ührung hatte durch Stiftung einer großen Anzahl wertvoller Preise ihre rege Anteilnahme an der Veranstaltung bewiesen. Die Werkskapelle unter Stabführung des Musikzugführers P f e ff e r sorgte in einer durch nichts zu ermüdenden Frische für die musikalische Umrahmung. Auf dem Lollarer Waldsportplatz hatten sich Frauen und Kinder der Betriebssportler eingefunden, dazu viele „Schlachtenbummler". Für die Lollarer Jugend war das Fest natürlich ein besonderes Erlebnis; das war ein be- onderer Spaß, wenn der Vater die Vollmond- cheibe traf und die Sonntagszigarre dafür ein= Direktor Sanken als Betriebssichrer begrüßte die Sportgemeinde und besonders die Gaste von der Deutschen Arbeitsfront: den Kreisobmann der DAF. Katzenmeier, den Kreis fachabtellungs- leiter Pipper und den Kreiswart der N«G. Kraft durch Freude" Schemel. Er erwähnte die erfreuliche Steigerung der Teilnahme gegenüber dem Vorjahre. Dem Führer, dem wir m diesen weltbewegenden Tagen immer wieder zu besonderem Dank verpflichtet sind, galt sein Gruß. Die Veranstaltungsreihe, die sich nun abwickelte, umfaßte drei Abteilungen: 1. Wettbewerb des guten Willens, 2. Vorführungen, 3. Sonderwettbewero. -Zn allen Stellungen wurden erfreuliche Leistungen geboten. Erprobten Einsatzwillen und Gemein- chaftsaeist verrieten insbesondere die Wettkamps- aruppen. Daneben wurden bedeutsame Einzel- leistunaen gezeigt, von denen wir den Wettsprung eines Mädchens nut 4,70 Meter besonders hervorbeben Betriebssportwart Leinweber zeichnete für die technische Durchführung des Sportfestes verantwortlich. Ihm standen etnw 70 ehrenamttiche Helse? Kampfrichter, Listenführer und Ausrechner Betriebssportwartes. In einem Ausklang konnte der stellv. Werksdirektor Becker mit Stolz und Befriedigung den guten Verlauf des Sornmersporttages hervorheben und dem Betriebssportwart besonderen Dank zollen. Allen zu Herzen gehende anregende deutsche Worte sprach er über Gemeinschaftsgeist und über die Pflichten jedes einzelnen gegenüber der Volksgemeinschaft gerade in der Zeit des gewaltigsten Kampfes unserer deutschen Geschichte. Ausrichtung auf die beste Haltung und höchste Leistung müssen von jedem verlangt werden, so wie uns der Führer beispielgebend ein deutsches Leben für seines Volkes Größe und Bestand vorlebt. Dem Führer galten am Schluß die heißen Wünsche seiner Ansprache. Der Speisesaal der Werkskantine vereinigte dann noch die Wettkampfteilnehmer mit der Werkleitung beim Glase Bier in frohgemuter Runde, deren Stimmung durch die flotte Musik der Werkskapelle wesenllich unterstützt wurde. Man konnte auf einen wohlgelungenen Tag freudig geübter ernster Sportarbeit zurückblicken. Betriebssport dient letzten Endes der Entspannung und Gesunderhaltung und damit auch wieder dem Dolksganzen. Siegerliste: Wanderpreis: Lehrwerkstatt mit 519 Punkten, 1. Preis: Hilfsabteilung Schmuck 488,5; 2. Kesselbearbeiter Versand 481,1; 3. Allgemeine Gießerei 464,2; 4. Nr. 8 Angestelfte 449,4; 5. S.-Bau Fuchs 413,5; 6. Hilfsabteilung Kern 413,5; 7. Stabulo-Schweißer 394,5; 8. F.-Bau- Schweißer 379,1; 9. S.-Bau-Gießerei 371,5; 10. Betriebssportgemeinschaft, Mädchengruppe, 565,5 Punkte: 11. Lehrlinge 2:1 Tore. — -Einzelpreise: 1. Preis, Männer I: Paul Bechthold 53; 1. Männer II: Franz Jakob 79; 1. Männer III: Willi Barschel 59; 1. Männer IV: Ludwig Reinhard 67; 1. Frauenklasse: Gertrud Schäfer 86; 1. Jugend A: Walter Pfeiffer. Willi Schreiner je 60; 1. Jugend B: Willi Will 66; 1. Jugend C: Reinh. Clau- ser 70 Punkte. —ff- die Aula wurden frisch getüncht und gestrichen. Es wurde Zentralheizung eingebaut und die Wasty- räume neu hergerichtet. Kurz: es ist eine der Bedeutung der Schule entsprechende neue Gewandung geschaffen worden. Es ist nicht zuletzt auch das Verdienst der Lehrer, die einen Teil ihrer Ferienzeit opferten, um selbst Hand anzulegen, wo es nötig war, und die sich an der Ausgestaltung der Unterrichtsräume mit Bildern, an der Sichtung des Anschauungsmaterials und bei der Neuordnung der Bibliothek betätigten. Die Schule besitzt neben der reichhaltigen Schülerbibliothek eine Le hrerbt b l i 0 t h e k von rund 5000 Bänden, darunter seltene und wertvolle Stücke, wie etwa römische Klassiker-Ausgaben aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Auch eine beachtliche naturwissenschaftliche Sammlung mit ergiebigem Unterrichtsmaterial, ein gut ausgestatteter Physiksaal und ein chemisches Laboratorium sind vorhanden. — Das neue Schuljahr wurde mit der Flaggenhissung und einer kurzen Ansprache des Direktors, Studienassessor Kayser, eröffnet, die in der Hauptsache den neueingetretenen Schülern galt. Es sind insgesamt 31 Schüler, darunter 16 auswärtige, in die unterste Klasse ausgenommen worden. Die fünfklassige Schule hat bis jetzt somit 73, darunter 44 auswärtige; im Vorjahr waren es 43. Es ist noch eine Erhöhung des Zugangs von auswärts zu erwarten, da großes Interesse für das neu errichtete Internat besteht. Unter Lei- hing der Stadt sind das ,Hcms Steimer" für Mädels und das „Haus Henfe" für Jungen, die die Betreuung der Kinder im Auftrag der Stadt übernommen haben, eröffnet worden. Der Unterricht, der in manchen Fächern kombiniert ist, wird durch die Studienassessoren Kayser, Dr. Rink und Fräulein Franke erteilt, die durch Herrn B e ch t- hold aushilfsweife unterstützt werden. Kreis Bübingen. (D Schotten, 29. August. Die Leitung der hiesigen Oberschule für Jungen wurde mit Beginn des neuen Schuljahres Sttcknenrat Lüll, seit- her in Wimpfen, übertragen. Der seitherige Schulleiter, Studienrat Dr. Weiß, der 29 Jahre lang an der Anstalt tätig war, wurde an die Frauenlob- schule (Oberschule für Mädchen) in Mainz versetzt. Studienrat R ö s ch, der 9 Jahre lang hier im Amte stand, wurde an die Goetheschule in Neu-Isenburg versetzt. In die unterste Klasse der Oberschule tonnten zum neuen Schuljahr 20 Schüler aufgenommen werden. — Infolge eines Herzschlages verschied im Alter von 54 Jahren der langjährige Betriebsleiter der Genossenschafts-Molkerei Hoheradskopf e. G. m. b. H. zu Schotten Robert B a u st i a n. Der aufrechte und tatkräftige Mann hat sich um die Entwicklung der Molkerei große Verdienste erworben. in Silvesterabend in der Reichshauptstadt _ ciD schon vor 40 Jahren „nicht von schlechtes (£jrn", um mit den Berlinern zu reden, die Theo Lngens höchst heiterer und beschwingter Film „{rau Luna" in allen Tonarten, Tempevamen- & und Lebenslagen Zehr ausgiebig zu Wort kom- mt läßt. Ob „in den Zelten" oder in der Hasen- k.e, ob im „Fürstenhof" oder bei „Lutter und Stoener", überall amüsiert sich der Berliner am G. A.-Sport. Reichsbahn Bad Homburg — VfB.-Rcichsbaha Gießen. Eine Rückspielverpflichtung einlösend, tritt VfB.- Reichsbahn am morgigen Sonntag zum Freundschaftsspiel die Fahrt nach Bad Homburg an. Das Vorspiel konnte VfB.-Reichsbahn 4:2 gewinnen. In diesem Spiel wird nun Homburg alles versuchen, sich für die im Vorspiel erlittene Niederlage zu revanchieren. Daß Bad Homburg auf eigenem Plhtz schwer zu schlagen ist, bewiesen die Ergebnisse in den Aufstiegspielen gegen Wetzlar 05 und Niederrodenbach. Auch VfB.-Reichsbahn hat eine starke Elf auf die Beine gebracht, und wenn Möbs und Marg wieder zur Verfügung stehen, sollte ein knap- per Sieg, zumindest aber ein Teilerfolg möglich fein. Steinbach 1. 3gb. — Alten-Buseck 1. 3gb. Am kommenden Sonntag stehen sich diese Mannschaften zum Rückspiel in Steinbach gegenüber. Die Gäste konnten im Vorspiel einen knappen Sieg erringen. Beide Mannschaften sind gleich stark. Großen-Bufeck 2. 3gb. — Steinbach 2. 3gb. Die 2. Iugendmannschaft von Steinbach ist in Großen-Buseck zu Gast. Beide Mannschaften standen sich noch nicht gegenüber. Handball-Vorschau. Handball-Turnier. Aus Anlaß seines 40jährigen Bestehens veranstaltet der To. Katzenfurt am kommenden Sonntag leichtathletische Wettkämpfe und ein Handballturnier. Dornholzhausen, Hochelheim, Garbenheim, Atzbach, Dutenhofen, Lang-Göns und Oberkleen werden mit ihren Jugendmannschaften die Spiele bestreiten. Die ersten Garnituren stellen Lang- Göns, Mtv. Gießen, Luftwaffe Gießen und Garbenheim. wahenborn-Steinberg — Luftwaffe II. Auf dem Sportplatz an der Neumühle zu Watzenborn-Steinberg erwartet die Platzmannschaft die 2. Mannschaft der Luftwaffe. Im ersten Freundschaftsspiel der Luftwaffe gegen Hausen zeigten die Soldaten schon gutes Können. Die Platzmannschaft muß sich sehr anstrengen, um ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. . . nn einem Aufbaukurs teilnehmen. Bei diesem die Nähkenntmsse bedeutend erweitert. «-r«heitraq 3,60 bis 5 RM. Beginn des Kurses (September. 1 Anmeldungen auf der Kreisge- Stelle der NS.-Frauenschaft, Frankfurter Die neuen Mitglieder unseres Stadttheaters Sie berichten über ihr bisheriges Wirken. Lvesterabend auf feine Weise. Die lose Zunge, der ftase, trockene Humor sind in jedem Berliner gjtiieu zu Hause und dazu eine unverwüstlich gute Lc ne, die den Betrieb auf äußerste Touren bringt iii keine Scheu vor höchsten Lautstärken kennt. Die tzs, daß eine schone und scharmante Frau auch fci- Grundsätze der fanatischsten, vom Gesetz be- für Dich' - ri nen und unberufenen Sittlichkeitsapostel ins n'L Dmken zu bringen vermag, ist zwar nicht ganz it, aber in der Lingenschen Abwandlung pikant r. erheiternd, zumal sich mit ihr das Silvester- riGbnis von ein paar unentwegten Liebhaber- Hl sten auf eine ebenso seltsame wie groteske Weise miguidt. In einem tollen Wirbel dreht sich alles W den spritzigen Melodien Paul Lin ck es, der p»on allen Vätern der leichten Muse am meisten ,$:rliner ßuft"T geatmet hat und daher auch der iffte Mann war, diesen Film des Berliners mu- sti isch zu betreuen. Selbstverständlich, daß Theo jiugen als lustiger Tandemfahrer und Amateur- rr er auf der Schmierenbühne eines Biergartens ir Neukölln mit Paul Kemp als durchaus ebener igem Partner in der volkstümlichen Sphäre den h ei abschießt. Auf dem Parkett ist es Paul chimckels, der den wenig kapttelfeften Moral- segter des Polizeipräsidiums mit sarkastischem J)t-ior spielt. Ein doppeltes Gesicht trägt auch 4tirg Alexander als Präsident des Sittlich- fti-Dereins mit weltmännischer Grazie. Frau Luna, 'so viel Verwirrung in Männerherzen anrichtet, Azzi Walbmüller, hübsch, apart und quick- Bibig. Die reizende Irene von Meyendorss yt eine eigensüchtige Braut, etwas ledern der :utigam Karl Schönböcks. Von ungeheurer ität ist der Theaterdirektor Will Dohms. Als t noch sehr jugendliche und recht liebebedürftige fmutter macht Fita Benkhoff amüsante Cau- k1*. Ein Riesenensemble drum herum findet sich Mnglos in das Tempo dieses Berliner Silvester- tfimbs. (Tobis.) Fr. W. Lange. Jossa Abbt, Zwischenfachsängerin. Ich bin geborene Schwäbin, mütterlicherseits Oesterreicherin, und immer trug ich schon eine große Begeisterung für den Operngesang in mir. Auch Fremdsprachen studien erregten stets mein Interesse. Ich besuchte öfters internationale Ferienkurse eini- 9er spanischer und französischer Universitäten und ernte fremdes Land, fremde Sprachen, Kunstge- chichte und Musik kennen. Jedoch der Wunsch zur Verwirklichung des Sänger-Berufes war von zähem Studium und oft unüberwindlich erscheinenden Schwierigkeiten begleitet. Es heißt nicht umsonst: „Kämpfen kann ich nur für etwas, das ich liebe." Anfänglich unterrichtete mich Frau Kammersängerin Hermine Bosekti. Nach vielen anderen Gesangschulen brachte mich der Unterricht von Frau Julie Scbützendorf-Koerner zum Erfolg. In Altenburg (Thüringen) erlebte ich mit der Martha in „Tiefland" meine Bühnen taufe. Das Schickscft lenkt mich nun nach Gießen, wo ich ein interessantes Arbeitsprogramm erfüllen darf. Ich bitte Euch, meine lieben Gießener, für mich die Daumen ein bißchen zu drücken, b-amit ich Eueren Erwartungen gerecht werden kann. Leopold Fischer, Helbenvater unb schwerer Helb. Ich bin in Dresden geboren, wo ich schon früh durch den Besuch der vorbildlichen Theater dieser schönen Stadt mit Üer Bühne bekannt und oertraut wurde. Auch mein Vater hat durch seine Rezitationsabende zeitig die Liebe zum Theater in mir geweckt. Schüleraufführungen von „Wallensteins Lager" und „Maria Stuart" am humanistischen Gymnasium, die ich als Quartaner miterleben durfte, taten ein übriges. Trotz meiner großen Neigung zum Theater mußte ich aber erst einen bürgerlichen Beruf erlernen, und so wurde ich Kaufmann. Daneben versuchte ich alles, um Schauspieler zu werden. Nach meiner Ausbildung war mein erstes Engagement am Stadttheater Chemnitz, meine erste große Rolle der „Jakob" in Halbes „Sttom", im selben Stück spielte ich dann auch zu des Dichters 75. Geburtstage im vergangenen Sommer den „Peter" mit viel Freude und gutem Erfolg. Als Soldat habe ich 4 Joihre den Weltkrieg mitgemacht, wurde dabei kriegsbeschädigt und war gezwungen, den Schauspielerberuf eine Zeitlang an den Nagel zu hängen. Ich habe aber dann trotzdem wieder zum Theater gefunden, weil Schauspieler zu sein für mich nun einmal der liebste Beruf ist. Höhepunkte in meiner künstlerischen Arbeit bedeuteten mir der „Faust" und der „Goetz"! Sommers über habe ich oft und gern auf großen Freilichtbühnen gespielt, u. a. auf großen Thingplätzen, auf der Albrechts- burg zu Meißen, sowie auf der Kaiserburg in Eger, wo im Rahmen der Schillerfestspiele 1939 die Inszenierungen von „Tell" und „Wallenstein" für mich ein Erlebnis waren. Jetzt hat mich Intendant Hans Walter Klein nach Gießen verpflichtet. Möge über te imen n* W Dante !°r ein« MJ Lydia du eines 's >ar’%■! SM -SÄ' -", M w r sK °iuh i-d' rua-u H S ,6,<5% I*1* J ert °r i Un^ (M il un<9. ' 6,e non I n? ouä öes Qusfel 'reJ r^e des U 'äöj elne y ctWe* v^rgafte n.b=5 M ult Geht man kurz vor 7 Uhr an den Toren bekannten Fabrik in unserer Stadt vorüber, !!siebt man hier immer wieder fremde Gesichter. !sind die Amtswalterinnen der NS.-Frauen- die hier ihren Fabrikehrendienst ableisten. Utes das erstemal auch etwas ängstlich durch das dritter zum Lochen der Karten und in den Ar- lisraum, so ist man doch bald heimisch. Gerne ’mt der Neuling die Hilfe der Arbeitskame- ' innen an, die uns die besten Griffe zeigen, da- ,, die Arbeit flink von der Hand geht. Da es sich , um Akkordarbeit handelt, muß dieser auch । allen werden, denn keine Arbeiterin soll doch j! ch uns auch nur um einen Teil ihres Lohnes fnmea. Durch diesen Ehrendienst bekommt immer ' e Arbeiterin einen zusätzlichen Urlaub von sechs 7,en und kann so einmal ohne Lohnausfall sich /,,m Haushalt und ihren Kindern widmen, «pn dieser Gedanke macht uns die Arbeit leicht, jneben kommt das große Erleben der Kamerad- !tlfl am Arbeitsplatz. Alles teilen wir mit den Reiterinnen, auch das Mittagsmahl wird hier 1,'iiich eingenommen. Freilich kamen unsere stauen zunächst recht müde von der ungewohnten Reit nach Hause, aber doch möchte keine dieses fciriferlebnis missen. Das Geben und Spüren von sj-neradschaft ist das Schönste daran. Wieder ein- zeigen unsere Frauen, daß sie bereit sind, jede j Reit zu tun, wenn sie damit helfen können. Wir ! hnen, daß viele diesem guten Beispiel folgen und sj- auch in den Arbeitsgang unseres Volkes ein- rwen, uick» wenn es auch nur vorübergehend eisrn Fabrikplatz ist. en Tanz-Unterricht Fachgeschäft rnQp moderne Das grope, Apotheken. 60St*RMZ20 9TABLETTE 20Skk RM-,91 Werdau/Sa. Gießen oonoo/oooo v/A‘5' Deutsche Mtislotttrir 3621 A Semesterbeginn :1. April u.15. Okt. Staatliche Lotterieeinnahme Staatliche Lotterieeinnahme 02891/ MU Zu 3614A Der Oberbürgermeister. I. V.: Nico'laus. 3638 D 36130 Der Oberbürgermeister. I. Lu N i e o l g u Gewerbeschule GTeßen G E R R I X - Einkochgläser (Techniker- u. Werkmeisterschule) Liebigstraße 16, Fernsprecher 2912 ■ in i ■ in । Die größte unS günMe MMuMerieVerWett SlN NkiS Lückingstraße 4, wenden. Gießen, den 28. August 1941. zu steuerlichen, verwendet werden darf. Gießen, den 28. August 1941. BÜRO-EINRI CHTUNGE N Gießen, Bahnhofstraße. Gutes Glas für gutes Geld! G E R R I X - Einkochgläser sind keineswegs teurer als andere. Aber Sie haben bei ihnen die Gewähr, daß Sie für Ihr gutes Geld auch gute, kochfeste und zuverlässig schließende Gläser erhalten. 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Zu haben in allen Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAnzeiger Alles das, was ln eine gute Torfe hlnelnloMM, VaS mehr ober weniger auch an der Konblforschürze: Teig, Krememasfe, TorfcnfüHung und Zuckerfarben! Die Torfe wird gewiß schön «■» ober Frau Konditor hat die Arbeit mit dem Waschen. Und die ist nicht einfach. Der einmal eine Konditorschürze gewaschen hat, kann ein Lied bavod singen. Wit einfachem Waschen Ist da nichts zu wtM Man braucht stärkere Witte! für diesen zähllebendeN, eiweißhaltigen Riff! Haben Sie etwas Ähnliches waschen? Dann nehmen Sie nicht Seife oder Wasch' Pulver; Sie erreichen damit nicht viel Außerdem brau« chen Eie die Seife nötiger für die Körperpflege und M gute Wäsche. Diel rascher und gründlicher wirkt hier iMh Über Nacht wird ln lauwarmer iMi-Xdfung eingewAcht — am Morgen 15 Minuten In neuer iMMMW focht — und danach gründlich gespült — bas ist Mhichjt Wd hilligflr Litte, «aLs» Nervöses Herz? Bei Herzklopfen, Atembeschwerden, Angstgefühl, Herzbeklemmung und an deren leichten Herzleiden h at Stole- dol-Herzsaft schon vielen die gewünschte Besserung u. Stärkung deS Herzens gebracht u. einer Verschlimmerung vorgebeugt. Warum quälen Sie sich noch damit? Pckg.RM. 2.10 in Apotheken. Verlangen Sie kostenlose Aufklärungsschrift von Dr. Rentschler L Co., Laupheim 543 Unsere Ringvorhaben für den Winter 1941/42 MlMMkck ' Wetterau 3semestrige Fachschule für Hochbau, Maschinenbau Elektrotechnik,Maler,Schreiner Stäatl. Abgangsprüfung, Bekanntmachung. Betr.: Schweinezahlung am 3. September 1941. Am 3. September 1941 findet wieder eine Schweinezählung verbunden mit der Ermittlung der Hausschlachtungen in der Gemarkung Gießen mit den Gemarkungsteilen Wieseck und Klein-Linden statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Die Leituna der Zählung in Hessen ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Unrichtige Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichtigen wird mit erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugesichert, daß die Zählung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht Regensburg Frankfurt a. M. Brandlbergerstr. 81 Holbeinstr 63 30. August 1941 _____________________________3609 D/ Unsere WINTE R*K URSE beginnen Mitte September tfrid Anfang Oktober. Gefl. Anmeldungen ab 1. September erb. Tanzschule Bäulke Wolfstraße'*31, Ruf 3835 VERSUCHEN SIE IHR GLUCK! Lose sind zu haben bei Halte wieder Sprechstunde DR. GÜNTER ________________________________________________028NI Heiratswunsch einfaches gesundes Mädel, 34 1,70 groß, eo.,mit festemCharaktei,. sucht gleichgesinnten Menschen in sicherer Position zum Leben-' kameraden. Witwer mit Kind atr* genehm. — Ernstgemeinte Zu" schritten erbeten unter 3643D m den Gießener Anzeiger. Ljihnernugeii " Hornhaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mit Garantieschein. _ Tube 60 Pfg. haben: stark, voll, Marktstraße 28 DM* Wital Kreisdienststelle Rödgen Gießen Kirchstr. 13 Am Kugelberg 2 30. August 1941 s 02871 . a) THEATER 1 Platzmiete mit 8 Vorstellungen (2 Opern, 2 Operetten, 2 Schauspiele, 2 Lustspiele) zum Preise von RM. 14,40; 12,—; 9,60; 7,20; 4,80. 1 Platzmiete mit 10 Vorstellungen (2 Opern, 3 Operetten, 1 Schauspiel, 4 Lustspiele) zum Preise von RM. 18,—; 15,—; 12,—; 9,— ; 6,—. 1 Platzmiete mit 16 Vorstellungen (4 Opern, 4 Operetten, 4 Schauspiele, 4 Lustspiele) zum Preise von RM, 28,80; 24,—; 19,20; 14,40. b) KONZERT 1 Konzertmiete für 4 Sonder-Konzerte zum Preise von RM. 10,—: 8,— ; 6,— ; 3,50. Vorgesehen sind: 30. Okt. : Orchester-Konzert des Rhein-Mainischen Landes-Orchest. unter Leitung von Prof. Temesvary. Solist: Prof. Metzmacher, Violoncello. 1. Jan.: Orchester-Konzert des Rhein-Mainischen Landes-Orchest. unter Leitung von Professor Hermann Abendroth. Solist: Professor Georg Kulenkampff, Violine. 12. Jan.: Orchester-Konzert des Rhein-Mainischen Landes-Orchest. unter Leitung von Professor Hermann Abendroth. Solist: Tiana Lemnitz, Sopran, Staatsoper Berlin. 1. Febr.: Solisten-Abend mit Professor Elly Ney, Klavier. c) VORTRAG (in Verbindung mit dem Goethebund und der kulturellen Vereinigung) : 1 Vortragsmiete für 12 Vorträge zum Preise von RM. 8,—. Vorgesehen sind in der Reihenfolge des Einsatzes: Lichtbildervortrag Dr. Wilhelm Rüdiger Dichterlesung Hermann Bürte Lichtbildervortrag Dr. Ernst Herbert Lehmann Dichterlesung Eugen Roth Vortragsabend Harry Langewisch Dichterlesung Waldemar Bonseis Schmalfilmvortrag Paul Eipper Lichtbildervortrag Siegfried v. Vegesack Dichterlesung Agnes Miegel Vortrag des Kriegsmalers Prof. Vollbehr Dichterlesung Klara Nordstrom Marionetten-Theater Ivo Puhonny’s. bester von Albshausen, vromvt lieferbar. 6. RüSsame«^ _______Fernsprecher 3659. gssM »,,ss£—— Marktstrafce 1 3632A , — 3543 D Frische und getrocknete Hagebutten in kleinen und großen Posten kdufen wir zu guten Preisen, auch direkt vom Sammler (auch durch Schulen gesammelt). Säcke und Frachtbriefe werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Frachtkosten übernehmen wir. Zuschriften an: Lechleuthner G.m.b.H., Chemisch-pharmazeutische Fabrik Frankfurt/Main 17, Speicherstraße 3/5 Evangelische Gemeinde Gießen 1 .Mittwoch, den 3.September, norm.9.15 Uhr, ist in der Stadtkirche (Becker) und m der Jobanneskirche (Ludwig) Schulanfänger-Gottesdienst n/izu alle evang.Kinder,die jetzt z.Schule kom» men, mit ihren Angehörigen eingeladen und. 2 . Anmeldung der Vorkonfirmanden (Konfirmation 1943) erfolgt in der Woche 15.— 20.Sevt.bei den zuständigen Gememde- pfarrern. Der Unterricht für die Borkonstr- wanden geginnt nach den Herbstferien. Evang.Pfarramt Gießen: Becker. 3636 V_______________________________. Bekanntmachung. Die Aufnahme der Schulanfänge im Stadtkreis Gießen findet am 3. 9. 1941 um 10 Uhr statt, und zwar in derjenigen Schule, in der die Schüler angemeldet worden sind. In der Pestalozzischule, Eichgärtenweg, werden die Schüler um 10.45 Nhr ausgenommen. Gießen, den 20. August 1941. 3521C _________Stadtschulamt. I. Ä.: Walter. Bekanntmachung. Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 1. September 1941: Um 8.30 Uhr (Zusammenkunft am Gießener Wasserwerk „Großen-Buseck) Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck sowie Wiesen am Bügeeck und Schinderseck. Um 9.15 Uhr (Zusammenkunft an der Anneröder Straße) Wiesen im Utersbrunnen. Um 10 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration „Zur Stadt Lich", Licher Straße 59) Wiesen im Heegstrauch, Ohleberg, Am Weiher, Wiesen im Wiesecktal, an der Eselswiese, staatliche Wiesen Nr. 42—72 auf der Burg, 3 Wiesen beim Schlachthof und 2 Wiesen ig der Schwarzlach. Nachmittags 3 Uhr (Zusammenkunft am Schwimmbad in Klein-Linden) 14 Wiesenstücke in der Gemarkung Klein-Linden. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an den Wiesenmeister Klos, THEATER DER UNIVERSITÄTSSTADT GIESSEN Samstag, den 30., und Sonntag, den 31. August, 19.30 Uhr 2 große Werbe-Abende ALLES FÜR DICH Ein bunter Bilderbogen mit Musik und Tanz in zwei Teilen Gesamtleitung: Intendant Hans Walter Klein Spielleitung: Franz Payer Mitwirkende: Das gesamte Solistenpersonal — Der Singchor Die Tanzgruppe — Das Städtische Orchester Ein fröhlicher Auftakt zur neuen Spielzeit - Eine schillernde Revue der Lebensfreude — Preise von RM. 0.90 bis RM 3.60 Der Vorverkauf hat bereits begonnen 3566D . Lieselotte Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen in dankbarer Freude an Karla Heilmann, geb.Pilz Heinz Heilmann Oberfeldwebel b. der Luftwaffe, z. Z. im Felde. Graz. Am Nahrungsberg 16 30. August 1941 _______________________________3608 D; Wir sind ein Paar geworden Heinz Funk Emmi Funk, geb. Mades Praktische Beherrschung der Fremdsprachen wird überall vermehrt verlangt. Das BERLITZ- INSTITUT Frankfurt a. hfl. die Fremd sprachen schule mit üb. GOjährlger Unterrichtserfahrung, beginnt neue Vormittagsklasse zur Ausbildung als: Dolmetscher(in) Auslandskorrespondentin) Direktionssekretär(in) inEng lisch. Französisch, Spanisch sowie engl.,franz, u. span. Steno am Mittwoch, 1. Oktober 1941 vormittags 9 Uhr 2852 V Das Berlitz-Zeugnis spricht b, Bewerbung für sich u. ist bei allen Weltfirmen eine gute Empfehlung. Anmeldung bald erbeten. Kaiser- atr. 2 (Ecke Roßmarkt), Ruf 22406 5000 'Oooo oO 7°oooon0o 25000 soooor 2ijopo 0