Mittwoch.30.Juli Ml Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Ameigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nackläsfe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/° mehr Verugsvreis: Monatlich........RM 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 cuch bei Nichterscheinen tcn einzelnen Nummern ftfolge höherer Gewalt kernivrechanschlutz 2251 Orahtanschrist:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M. Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen rssaags* M. Jahrgang llr. 17- ! erscheint täglich,, außer ! Sonntags und Feiertags Beilagen: |l MetzenerFamilienblätter Heimat vnBild DreScholle neue wird Deutscher Ll-Bootserfolg im Atlantik. 19 Dampfer mit 116500 BRT aus stark gesichertem Geleitzug versenkt. meist zwei Wochen vor Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges, woraus klar hervorgeht, daß der Krieg von der Sowjetseite systematisch vorbereitet war. Aus dem Dorfe Mahala haben die Bolschewiken allein 140 Bauernsamllien mit rund 1000 Kopsen abtransportiert. Bukarest, Ende Juli 1941. Den ganzen Tag lang hat uns der Zug durch die /ügellandschast Rumäniens und der westlichen Moldau getragen, an fruchtbaren Weizen- und Mais- f dern vorbei, die eine gute Ernte versprechen. Der Island der Strecke, der starke Verkehr auf ihr, b; unversehrten Städte, die wir durchfahren, all ist, hier in der Nähe der vordersten Etappe, ei einziger Hohn auf jene „glorreiche" Sowjetluft- tnffe, von der einmal so viel Aufhebens gemacht DVB. Aus dem Führerhauplquarlier, 29. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Unterseeboote errangen in der Atlantikschlacht wiederum einen großen Erfolg. Von Zerstörern, Korvetten, Unterseebootssallen und Hilfskreuzern hart bedrängt, bekämpften sie tagelang einen britischen Geleitzug und versenkten insgesamt 19 Dampfer mit 116 500 BRT. Ferner wurden von den Sicherungsstreitkräften ein Zerstörer und eine Korvette vernichtet. England braucht Schiffe. G e n s, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der frühere Schiffahrtsminister Sir Ronald Croß, der zum britischen Oberkommissar in Australien ernannt wurde, machte bei seiner Ankunft in Sydney seinem gequälten Herzen mit dem Aufschrei Luft: „Wenn Australien Schiffe bauen kann, so soll es sie uns um Himmels willen geben!" Deutlicher kann man Englands Schiffsraumnot nicht ausdrücken als mit den Worten dieses Spezialisten für Schiffahrts- fragen. Damit ist die englische Behauptung von der Wirkungslosigkeit des deutschen Handelskrieges wieder einmal eindeutig widerlegt. Als neuer Kom- Atlantik. Dieselbe Sorge, den schlechten Eindruck zu verwischen, den die kürzliche Unterhausaussprache in Die Weiterfahrt ist mit Hindernissen verbunden. Regen hat eingesetzt und die ohnehin schlechten Wege aufgeweicht, einige Brücken über größere Bäche, u. a. auch über den bisherigen Grenzfluß Sereth, sind gesprengt, wenn auch oft nur sehr mangelhaft, und wir müssen mit unseren schweren Autobussen über die schmalen Behelfsstege, die daneben errichtet sind, balancieren. Aber alles geht gut, und am Abend sitzen wir wieder wohlbehalten in unserem Eisenbahnzug. Beginn des Wiederaufbaus. Bukarest, 29. Juli. (Europapreß.) In der Nordbukowina und in Bessarabien beginnt überall der iWederaufbau. Eine Hauptsorge bei der durch die Sowjets und den Abzug von Rumänen und Deutschen begünstigten Berjudung der Städte ist die Frage der Heranziehung rumänischer Elemente. Bor allem Techniker und Gewerbetreibende haben hier fast unbegrenzte Wirkungsmöglichkeiten. In Czernowitz erledigt das Bürgermeisteramt innerhalb von zwanzig Minuten alle Formalitäten von Antragstellern, die einen Handel betreiben wollen, und teilt diesen gleich eines der vielen im Zentrum der Stadt leerstehenden Geschäftslokale zu. Hunderte von Oltenen (Bewohner Südwestrumäniens, die im ganzen Lande, vor allem in Bukarest, als fleißige und ehrliche Händler bekannt sind) sind bereits nach Czernowitz gekommen, um dort ihren Obst- und Gemüsehandel zu betreiben. auf London auch die optimistischsten Engländer zu glauben. Eine fieberhafte Tätigkeit auf dem Gebiet der Luftabwehr habe eingesetzt. Man versuche, den Feuergürtel zu verstärken und neue Unterstände zu bauen. Trotzdem reichten, so schreibt der „Va"-Korrespondent, die Luftschutzräume auch nach zwei Jahren Krieg nicht einmal für die stark vermindeter Londoner Bevölkerung aus. Vor den Kellern der großen Warenhäuser des Westends ständen die Leute Schlange nach einer Zulaßkarte. Zugleich habe ein allgemeiner Wettlauf zu den Häuern aus Eisenbeton eingesetzt; es habe sich herum- zesprochen, daß man in ihnen verhältnismäßig sicher ei. Während in einigen Stadtvierteln in ganzen Straßenzügen die Luftschutzkeller leerständen, könne man sich in den Kellern der Eisenbetonhäuser vor Uebersüllung kaum regen. Auch das sei ein Zeichen ür die schlechte Organisation des engli- chen Luftschutzes, wenn sich die Leute in stärker gebaute Häuser flüchten müßten, weil ihnen der Staat nicht genügend sichere Zufluchtsräume bieten könne. Erfolglose Gegenwehr der Sowjets. Berlin, 29. Iuli. (DBB.) Der Angriff der deulsch-rumänischen und ungarischen Truppen gegen die Bolschewisten am Südabschnill der Ostfront führte trotz schwieriger Wegeverhältnisse am 28. Juli zu größerem Geländegewinn. Die Bolschewisten versuchten in zusammenhanglosen örtlichen Kämpfen sich dem Vorstoß der deulsch- rumänischen und ungarischen Verbände zu widersehen und das Vordringen der verbündeten Truppen aufzuhalten. Der sowjetische Widerstand brach unter blutigsten Vertu st en für d i e Bolschewisten zusammen. Dabei fanden sich Tausende von bolschewistischen Ueberläufern bei den deutsch-rumänischen Truppen ein. * Deutsche Truppen drängten am 28. Juli die i m Raum von Smolensk eingeschlossenen sowjetischen Truppenteile weiter zusammen. An mehreren Stellen unternahmen die Bolschewisten Ausfallversuche. Dabei wurden in einem hartnäckigen Daldgefecht an einer Stelle zwei Sowjetbalaillone und zwei Batterien v e r n i ch t e t. Die Bolschewisten erlitten auch an den anderen Abschnitten bei ihren verzweifelten Ausfallversuchen blutige Verluste. Mißglücktes britisches Epähtrupp- unternehmen vor Tobruk. Berlin, 30. Juli. Ein am 26. Juli von den Briten aus Tobruk vorgeschickter australischer Spähtrupp blieb mit schweren Verlusten vor den deutsch-italienischen Stellungen liegen. Die Reste versuchten sich in ihre Ausgangsstellungen zurück- zuziehen. Gutliegendes deutsches Artilleriefeuer versperrte ihnen die Flucht durch das Niemandsland. Erst im Schutze der Dunkelheit gelang es einzelnen australischen Soldaten unter Zurücklassung ihrer Waffen in die Festung zurückzukehren. Deutsche und italienische Aufklärungsträfte stießen am 27. Juli an d e r Sollum-Front in ägyptisches Gebiet vor. Die britischen Sicherungen wichen einer Berührung mit den Achsentruppen aus und zogen sich in die südliche Wüste zurück. Es wurden wertvolle Ertundungsergebnisje erzielt. missar fühlte sich Sir Ronald, um den Schiffsbaueifer des jüngsten Erdteils anzuspornen, noch zu der Feststellung veranlaßt, daß Australien nicht zu befürchten brauche, die englische Industrie würde mit argwöhnischen Augen über die Errichtung von Schiffswerften in Australien wachen. Sie stehe nämlich unter zu scharfem Druck, um sich mit solchen Konkurrenzfragen beschäftigen zu tonnen. Man sieht, daß der neue Kommissar alle Hemmnisse der Australier aus dem Wege zu räumen wünscht, um feinem Mutterland den so dringend benötigten und vermißten Schiffsraum zu verschaffen. Er fühlt sich sogar veranlaßt, Versprechungen für die Zukunft zu geben, deren Einhaltung er natürlich nicht in der Hand hat. f Das Echo in Rom. den Vereinigten Staaten hervorgerufen hat, bewegte Churchill auch in seinen weiteren Ausführungen, in denen er sich vor allem gegen die Vorwürfe hinsichtlich der Flugzeugproduktion zu verteidigen suchte. Er erklärte, er freue sich, daß die britischen Frühjahrs- und Sommermodelle an Flugzeugen in diesem Jahre der gleichzeitigen deutschen Produktion weiter voraus seien als im vergangenen Jahr. — Der Ausgang der britischen Luftoffensive, deren Höhepunkt den Abschuß von 87 britischen Flugzeugen innerhalb von 30 Stunden an der Kanalküste brachte, spricht allerdings eine andere Sprache. Auch die in der Aussprache vorgebrachte Behauptung, daß die britische Industrie nur zu 75 v. H. ihrer Leistungsfähigkeit arbeite, hat auf Churchill offensichtlich peinlich gewirkt. Er meinte, dies sei eine ernste Angelegenheit und er müsse an die Wirkungen in Australien denken, wo sich die Parteipolitik in etwas robuster Weise auf eigenen Wegen abspiele. Die australischen Truppen, die in hervorragender Weise an dem schweren Teil der Kämpfe im mittleren Orient beteiligt waren, müßten mit Schmerz vernommen haben, daß Großbritannien nur 3/< seiner Leistungsfähigkeit aufbringe, und in den USA. müsse eine derartige Erklärung ein Festessen für die Isolationisten gewesen sein. Churchill versuchte die schweren Vorwürfe gegen die britische Rüstungsindustrie zu entkräften, wobei er bemerkenswerterweise neben anderen Gründen auch die „tödliche Gefahr der deutschen Luftangriffe" als Entschuldigung anführte. Schließlich bat Churchill das Haus, sich mit seiner Versicherung zufrieden zu geben, daß „Fortschritte ohne Unterbrechung vorwärtsgetrieben würden". Ein wirklich magerer Trost! OasBombardemeniLondons Madrid, 29. Juli. (Europapreß.) Der erste deutsche Luftangriff auf London nach elfwöchiger Pause hat wieder alle englischen Wunschträume zerstört. Die Hoffnung, die deutsche Luftwaffe sei mit ihren ganzen Kräften im Osten festgehalten und müsse nun die britische Insel in Ruhe lassen, sei, so schreiben am Dienstag die Londoner Berichterstatter der Madrider Zeitungen „ABC" und „Va", der Furcht vor einem noch schrecklicheren Herbst und Winter gewichen, als sie die Engländer im vergangenen Jahr erlebten. Diese Prophezeiung, die kürzlich Churchill schon machte, die man aber für übertrieben hielt, begännen nach dem neuen deutschen Bombardement Das Versagen der britischen Rüstungsproduktion Beschönigungsversuche Churchills im Unterhaus. Fahrt in das befreite Buchenland Von unserem H.-Korrespondent. Auf der Rückfahrt nach Süden nehmen wir einen anderen Weg, der uns erheblich mehr Kriegszerstörungen zeigt als der Hinweg. In dem Städtchen S t o r o j i n e tz hat es Straßenkämpfe gegeben. Auch hier Haden die Bolschewiken beizeiten alle größeren Gebäude mit Dynamit gesprengt. Etwa 20 der bedeutendsten Rumänen des Ortes sind von ihnen verschleppt worden, einige samt ihrer Familie. Der Napoleonschreck. Es war im November 1918. Ein badisches Landwehrregiment hatte damals den Auftrag, den Brückenkopf von Orscha am Dnjepr zu halten. Als nun'biß Kunde von der ausgebrochenen Nooemberrevolte auch zu diesem Regiment drang, da war es verständlich, daß eine gewisse Nervosität und Unruhe Platz griffen. Viele von den Regimentsangehörigen waren Familienväter, die um jeden Preis nach Hause wollten. Es bedurfte erst eingehender Aufklärung, um die Landwehrtruppen zur Vernunft zu bringen. Als wirksamstes Argument wirkte damals die Schilderung der Rückkehr Napoleons und die Katastrophe beim Ueber- gang über die Beresina vor 106 Jahren. Hier wurden einmal Lehren aus der Geschichte gezogen. Es gelang, die deutschen Soldaten ungefährdet im Fußmarsch bis zur deutschen Grenze, die immerhin 600 Kilometer entfernt lag, zu bringen, obwohl es verschiedene Schwierigkeiten innerer und äußerer Art gegeben hatte. Wenn die damalige achte und zehnte Armee im wesentlichen ohne Verluste die Heimat erreichte, so verdient der Rückmarsch der einzelnen Truppenteile aus dem Schwarzen -Meer-Gebiet ein Sonderlob. Insbesondere war es die bayrische vierte Kavallerie-Brigade, die im Gouvernement Daurien gelegen hatte und deren Aufgabe in der Beobachtung der Küsten des Schwarzen Meeres bestanden hatte. Sie kämpfte sich mit Tapferkeit durch die in der Ukraine entstandenen Wirren hindurch. Die Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgefchichte weist in ihren Darstellungen aus den Nachkriegskämpfen deutscher Truppen und Freikorps darauf hin, daß die Bewältigung des fast 2000 Kilometer langen Weges in die Heimat bei den Unbilden des Klimas eine scheinbar kaum zu lösende Aufgabe war. Dazu kam, daß die Bekleidung mangelhaft, die Mäntel zu dünn, die Handschuhe nicht haltbar und die Wäsche unzulänglich war. Die 2000 Kilometer mußten von der Brigade zu Fuß zurückgelegt werden, und diese 3umutung hat bei keinem zu ungebührlichem Drängen geführt. Der Rückmarsch dieser Brigade war also schwieriger als der Rückmarsch, den Napoleon im Jahre 1812 durchzu- führen hatte. Die Katastrophe der napoleonischen Armee hatte ihre Ursachen in den Umständen und in den Fehlern Napoleons; sie hätte wohl vermieden werden gnrbe. ’ 3n Adancata erreichen wir das befreite , Lichenland. Adancata war ein Jahr lang s o w - ' sitrussische Grenzstation. Abgesehen da- 1 Din, daß die Strecke bis Czernowitz an verschiede- 1 nm Stellen zerstört ist, war eine Weiterfahrt auch । »>gen der hier beginnenden größeren russischen fcmrroeite nicht möglich. Mit Erstaunen stellen wir fcit, daß Gleisanlagen, Bahnhof und Umgebung k, ne Spuren des Krieges aufweisen. Ein Oberst des rmänisthen Hauptquartiers führt uns. Zwei Orn- Muffe sollen uns nach Czernowitz bringen, fr den Gepäcknetzen finden wir noch bolfchewisti- stes Propagandamaterial, das aus irgendeinem fl-unbe hier liegen geblieben ist. Durch erntereife i Z ider und freundliche Dörfer, durch die schönen Eichenwälder, die der Landschaft den Namen gege- bn haben, geht es nach Czernowitz. Rein äußer- H ist kaum etwas davon zu spüren, daß hier vor k^zem noch der Krieg tobte. Nur hier und da hngen noch einige rote Fetzen an einem Haus, bl verkünden, daß einstmals der Ortssowjet hier smen Sitz hatte. Auf den Feldern arbeiten die ; gjmern, die nicht von den Bolschewiken verschleppt „irden sind. Schon von weitem leuchten die blauen urb weißen Trachten der Rumänen. Kolonnen von frben aller Schattierungen sind mit Sttaßenarbei- tei beschäftigt. Scheu blinzeln diese Lieblingskmder hi geflohenen Systems uns an, die bisher nur A Drohnen des Sowjetsystems ihren Rassenhaß 1 flt der Bevölkerung ausließen. Ihre sonnengebraun- iei Gesichter zeigen, daß die Arbeit in der freien ii fiuft auch für sie gesund ist. ■; Czernowitz bietet in Anlage und Atmosphäre dos typiche Bild der k. k. Provinzstadt. Der gipserne Lenin vor dem Nationaltheater hat — uns wil es als Symbol erscheinen — in den Ereignen der letzten Wochen seinen Kops verloren. 6n Bauplatz in der Nähe ist zu einem wahren jciedhof von Gipsgöttern sowlettscher „Heroen Lworden. Die ganze seelenlose sowjetische Bonzen- Irebrunq ist hier von der „Liebe des arbeitenden Mes" auf einen Haufen gesammelt worden. Vor din schnell eingerichteten rumänischen Banksiualen sichen die Menschen Schlange, um ihre Rubel ein- zuwechseln. Bezeichnend für den Kredit, den man dir Sowjetunion noch gibt, ist, daß d?r Umwech- sbingskurs einen Lei (1,5 Pf,) für einen Rubel b - trigt. Und auch das ist nur em Gnadenkurs für die stwerqeschädiqte Bevölkerung, die vor einem Jahr, nl; die Sowjetunion die 9JW 31,bei mit 40 Lei (damals 80, heute 662/s Pf ) be- ^Je"m^hr^wir in den Stadtkern kommen, desto stcrker häufen sich die Zeichen des Krieges Hier und de liegen die ausgebrannten Reste von Kraftfahrzeugen umher. Die Synagoge ist völlig aussebrannt. Dann kommt eine Reihe von Geschäftshäusern, mlche die Bolschewisten vor ihrem Abzug mutwillig in die Luft gesprengt haben. Die Börseist em em- mer Trümmerhaufen. Das eine der beiden Elektrizitätswerke ist nur teilweise zerstört Die herab- Itllrzenden Gebäudetrümmer haben viele der Zunv- leitungen zerschlagen, so daß em ieil der 9 nur leicht beschädigt wurde. 820 Kilogranmi^Dyna- mit haben die Rumänen nach ihrem Emmarsch allein aus dem einen Elektrizitätswerk herausgeho^ Da ein Dieselmotor schwer beschädigt ist, kann die Straßenbahn die von hier aus mit Strom beliefert wrbe, noch 'nicht verkehren. Die Versorgung mit Licht, Strom und Wasser ist dagegen gestch°^ Die weiträumige Residenz des Metropotiten, die- ![<■ wundervolle Bauwerk orthodoxer Kirchenkunst ist völlig unversehrt geblieben. Das innere der schönen Sale ist beinahe so, ,wu: es vor emem Lhr vor dem sowietischen Einmarsch war. Wei »er grötzte Teil der Anlage von den Bolschew'ken als Museum eingerichtst war blieb sie vor, der Ze siirung bewahrt, chingegen haben die Sowiets in I her Kapelle wüst gehaust. Hier war zuletzt em ® iangnis, und heute, fast dre, Wochen nach d r Be hvninti ist aus diesem Raum der Geftanr nocg nicht gewichen, wenn auch der ler hier angehauft war, inzwischen beseitigl n. Bis zu den Kellcrräumen allerdings, wo die prnn tiren Gesangenen-Pritschen stehen, konnte Re,- mgungswerk auch heute noch nicht voll ständig^durch bringen. Und was wir da an Schmutz sahen und rochen, veranlaßte uns öU schneller Flu h. , len Gewölben hat mancher politische Gesangene unter den Kugeln der GPU. geendet. Ein schweres Problem der immer Hon stark Kisch durchsetzten Stabt ist die 3ud f B Burd; die Umsiedlung der Volksdeutschen, de Fluch eines großen Teiles der Rumänen vor emem >jay tzw. durch umfangreiche Deportierungen nach & birien sind die übrigen Devolkerungsteile I zu^ dnimengeschrumpst, daß die ^uden h !5 v in der noch vorhandenen Stadtvevoireraag nismachen. Rumänien macht iedt.,d>e groß en dengungen, um das gesunde rumänische und °Es leutsche Element in diese ^tädt nn,d ihre Umge^ King zu bringen und zum Trager "on -rd'chandel zu machen die zu einemwesen^ich n Beil noch in jüdischen chihden sind Die Juder. will mn, bis sie vollständig aus diesem! ErenzgeMet mtsernt werden, möglichst von der übrig lerung isolieren. Ein erheblicher Dell der nach der Besetzung verbliebenen rum a n i s che lerung, vor allem Leute mit etwas Bes tz, len nach Sibirien deportiert, und zwar Stockholm, 29. Juli. (DNB.) Im britischen Unterhaus fand am 9. Juli eine Aussprache über d i e Rüstungsproduktion Großbritanniens statt, in deren Verlauf erstaunliche Einzelheiten über das mangelhafte Arbeiten der mit diesen Aufgaben betrauten Behörden und über das Durcheinander in der industriellen Erzeugung zutage kamen. Churchill leugnete mit Nachdruck, daß es in der britischen Rüstungsproduktion irgendein Chaos gäbe und erklärte: „Dieses in finsteren Farben gemalte Bild eines chaotischen und krampfhaften Kampfes der drei Rüstungsdepartements, die ohne Leitung und Plan arbeiten, wird ohne Zweifel bei unteren Feinden Freude erwecken!" Er glaube jedoch, daß es glücklicherweise in keiner Beziehung zu den Tatsachen stehe. Trotzdem mußte Churchill zu- qeben, daß die drei Rüstungsdepartements bei der Ausführung des vom Kriegskabinett beschlossenen Rüstunqsplanes Mangel an Energie gezeigt hätten, und daß sich auf Grund von Uebereifer Streitigkeiten und Kompetenzüberfchreitungen unter ihnen ergeben hätten. Zur Entschuldigung fugte Churchill hinzu: „Wir sind kein totalitärer Staat, aber mir arbeiten uns stetig und so schnell wie möglich in den Zustand einer totalen Knegsorgam- fation hinein." . v .... Einen breiten Raum nahm in den Ausführungen Churchills die Tätigkeit des „Nordamerika- nifchen Lief er ung saus schuss es em sowie die Wirksamkeit der britischen Emkaufskommis- sion in den Vereinigten Staaten. Churchill gab zu, daß es in dieser Hinsicht noch viel Platz für Verbesserungen und Verfeinerungen gäbe: „Wir sinQ natürlich mit unseren amerikanischen Freunden und Helfern zu einem genau umriffenen Abkommen gelangt. Sie übernehmen in der gemeinsamen Sache ungeheure Anstrengungen und v e r l a n g e n d a - her natürlich sehr vollständige An- aben darüber, was mit den von ihnen gelieferten lütern geschieht und ob irgendwelche Verschwendung oder schlechte Leitung besteht. Es ist unsere Pflicht, sie darüber zu beruhigen, daß es kein Durcheinander gibt und daß sie für ihr Geld den entsprechenden Gegenwert bekommen. Wir begrüßen ihre Kritiken, denn diese sind gleichzeitig gründlich, freundschaftlich und gut unter- ri£J)iefe Ausführungen liefern einen klaren Beweis für die völlige Abhängigkeit Albions von dem früher hochmütig belächelten Vetter jenseits des Später haben wir die Ehre, von dem an diesem Tage zusammen mit dem jungen König M i - cf) a eI dort weilenden Staatsführer General Anton e s c u , der sich inmitten der deutschen und rumänischen Offiziere seines Stabes befinoet, begrüßt zu werden. Man hat den Eindruck, daß dieser Mann, der am Ende des sechsten Lebensjahrzehntes steht, unter der Wirkung der letzten Ereignisse sichtlich jünger geworden ist. Er spricht zu uns einige Worte der Freude über die Befreiung dieses urrumänischen Bodens, über das Werk des Bauern und die geplante Neuorganisation. Rom, 30. Juli. (DNB. Funkspruck.) Der große Erfolg deutscher U-Boote im Atlantik von Agenzia Stesani stark hervorgehoben. Die qualitative und quantitative Stärke des Geleits habe den Angriff nicht verhindern können, sondern die Liste der englischen Verluste noch vergrößert, da auch ein Torpedobootzerstörer und ein anderes Geleitschiff versenkt wurden. Wieder einmal. hätten die deutschen U-Boote den hohen Wert ihrer Mannschaften und ihrer Kampftechnik bewiesen. Roosevelts wirtschaftliche Unterjochung Südamerikas • Ltnverhüllte Eingriffe in die wirtschaftlichen Hoheitsrechte der ibero-amerikanischen Staaten. * fDl schriften Neuyorks, Chikagos und wie rümpft war. lliard meldete er es #0* piujen niu|]en. jiuil luime ouiiuien eiiiwuiLU|iet an . Hand der Tatsachen feststellen, von welcher Seite ?, seine Staatsführung bedroht werde. Die kultivierte "T Welt aber, so bemerkt „Giornale d'Jtalia", habe nocbmcite pinprt SRpmpte prhrtffpn hnrrh mpTrhp npr« nochmals einen Beweis erhalten, durch welche Der« !>:ai f» Das Aufräumen von iß von Ser v. i H ( ; a :jer i: ui r I: @ Ludwig von Schröder, 1884 in Kiel geboren, war ein Sohn des im Weltkrieg berühmt gewordenen Admirals von Schröder, des »Löwen von Flandern". Auch er trat in die damalige kaiserliche Ma- durch Reden führender Leute der Roosevelt-Clique ein gewaltiger wirtschaftlicher Propagandafeldzug entfesselt. Die amerikanische Ein- und Aus- genheiten verletzt habe. AbSr Bolivien hätte das chrn aus verdächtiger Hand zugespielte Beweisstück einer Einmischung in Bolivien mit größerem Ernst prüfen müssen. Run könne Bolivien einwandfrei an richteten Kampagne vor allem dem wirtschaftlichen Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Rach Finnland bricht die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab. men. Die Tatsache, daß heute unter den durch den Krieg in Europa geschaffenen Verhältnissen die Vereinigten Staaten der wichtigste Käufer südamerikabrecherischen Methoden die nordamerikanischen Kriegsschürer im eigenen Lande und in den ibero« amerikanischen Staaten bestrebt sind, ihrer Kriegs« Politik den Weg zu ebnen und diesen Staaten eine Angriffspolitik aufzuzwingen im Dienste der politischen, finanziellen und wirtschaftlichen Weltherr« schaftsgelüste der Vereinigten Staaten. Aus dem Fall Belmonts könnten die ibero-amerikanischen Staaten neue und nützliche Lehren ziehen. Der italienische Bericht. Rom, 29.Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Unsere Schnellboote, die die in der Nacht zum 26. Juli in den Hafen von La Valetta eingedrungenen Sturmkampfmittel unterstützt hatten, stießen bei ihrer Rückfahrt mit feindlichen leichten Einheiten und Flugzeugen zusammen, gegen die auch italienische Flugzeuge wirksam eingriffen. Ein von einem Schnellboot torpedierter englischer Zerstörer wurde von unseren Flugzeugen sinkend gesichtet. Zwei unterer Schnellboote sind nicht zu chren Stützpunkten zurückgekehrt. In N o r d a f r i k a hat ein deutscher Verband lln Verlaufe eines am Nachmittag des 27. an der Sollum-Front durchgeführten Vorstoßes Gefangene gemacht und den vorgeschobenen feindlichen Einheiten Verluste beigebracht und sie zum Rückzug gezwungen. An der Tobruk- Front lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit, ibie V» Mill Itro s K ins Äei Ws JSk» m I ton k 9 X 5: ja ür: 'M s-k ae! In keinem Falle hat sich die Heuchelei der pluto- kratischen Mächte deutlicher erwiesen als in ihrer Stellung gegen Finnland. Als die Finnen 1939 durch die Erpressungen der Sowjets gezwungen lill» & •0 W Hl0i können. Es verrät aber vollends eine Verkennung der Sachlage und gänzliche Urteilslosigkeit, heute, im Jahre 1941, uns mit der Katastrophe Napoleons einen Schrecken einjagen zu wollen. Das ist aber gegenwärtig der Sinn der englHhen und sowjetischen Propaganda. Da die Engländer und die Sowjets schon nicht Sieger waren, so versuchen sie, uns mit dem Schatten Napoleons Angst einäujagen. Das aber ist ein Versuch am untauglichen Objekt, denn die Dinge liegen inr Jahre 1941 ganz anders, als sie im Jahre 1812 gelegen haben. Napoleon hat ja seine großen Fehler nicht erst auf dem Rückmarsch gemacht, sondern er mußte schon auf dem Marsch nach Moskau erkennen, was ihm drohte. Ein unverdächtiger Zeuge dafür ist in dem Herzog von Vicenza, dem Großstallmeister des Kaisers, dem General Caulaincourt erstanden, dessen Denkwürdigkeiten auch bei uns vor wenigen Jahren veröffentlicht wurden. Caulaincourt schildert den Marsch nach Moskau und schreibt: X X h ti !>g f» ftrt En Der finnische Bormarsch östlich des Ladoga-Sees. Helsinki, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Amt« sich wird mitgeteilt: Ueber die Kriegsoperationen in Ladoga-Karelien kann mitgeteilt werden, daß bie N o r d o st k ü st e des Ladogasees vol^ ständig in unserem Besitz ist, und zwar bis Tuulos, jenseits der alten Grenze, wie auch die Inseln Mantfinsaari und Lunkulansaari. Landungs« versuche des Feindes auf Mantsinsaari sind für diesen mit schweren Verlusten zurückgeschla« gen worden, wobei der Feind mehrere Hundert Gefallene verlor. Die in den Kämpfen eroberte Kriegsbeute ist bedeutend. Die finnischen Truppen haben östlich des Ladoga-Sees in weniger als drei Wochen ein viele Male größeres Gebiet erobert als die sowjetischen Truppen während des letzten Krieges in drei Monaten besetzten, und bedeutend mehr, als was im Osten den Bolschewistert durch den Moskauer Frieden zufiel. „Wie der Kaffer hatte auch der König Neapel geglaubt, durch seine täglichen Märsch, zehn bis awöls Meilen jeden Augenblick auf die Russen stoßen zu müssen. Diese Hoffnung auf den Erfolg des nächsten Tages hatte ihn abgehalten, sich darüber klar au werden, was er täglich durch seine Gewaltmärsche verlor. Seit er nun in fester Stellung war, stellte er bei der Untersuchung seiner Verluste mit Schrecken fest, daß die Mehrzahl seiner Regimenter bereits auf die Hälfte zusammengefch Auf Drängen des Generals Belliari. _________ __ __ dem Kaiser. Fourage und alles übrige fehlte, weil man stets in Gefechtsbereitschaft zusammengeschlossen marschierte. Man hatte in den ersten Tagen keine Ordnung in die Verteilungen bringen können, und die Kosaken machten es bereits unmöglich, sich von den gerade besetzten Punkten zu entfernen. Die Pferde waren nicht mehr beschlagen; die Ausrüstung befand sich im schlechtesten Zustand; die Feldschmieden waren, wie die übrigen Wagen, zurückgeblieben. Der größte Teil von ihnen war sogar im Stich gelassen worden und nun verloren. Es gab keine Nägel, keine Arbeitskräfte, kein Eisen, das zur Verarbeitung geeignet gewesen wäre. Da für nichts Vorsorge getroffen war, fehlten selbst die unentbehrlichsten Dinge. Seit ein paar Tagen war man daran, Getreide mahlen zu lassen, und die Backöfen, die auf Befehl des Kaisers errichtet worden waren, arbeiteten. Er versuchte, seine unerrnüd- licke Tätigkeit auf die anderen zu übertragen, aber alles ging nur lässig voran. Bereits zehn Tage nach der Ankunft mußte man das Futter für die Pferde zehn bis zwölf Meilen weit herholen. Ueberall hatten sich die Einwohner, soweit sie nicht geflüchtet waren, bewaffnet. Man fand daher auch keinerlei Transportmittel vor. Um Lebensmittel zu holen, mußte man Pferde abstrapazieren, die Ruhe nötig hatten, und setzte sie, ebenfalls wie die Mannschaften, der Gefahr aus, von den Kosaken gefangen oder von den Bauern abgeschlachtet zu werden, was oft genug geschah." In Ostafrika Aktionen vorgeschobener Posten und Artillerietätigkeit. Gestern nachmittag haben englische Flugzeuge im Tiefflug einige Ortschaften Siziliens angegriffen. Es gab einige Verwundete und unbedeutende Schäden. Unsere sofort zum Einsatz gekommenen Jagdflugzeuge haben etwa dreißig Kilometer von Augusta ein Flugzeug vom Typ Beaufighter in Brand geschossen. Das Flugzeug ist ins Meer gestürzt. Eines unserer im Atlantik unter dem Befehl von Kapitän zur See de Giacomo operierendes U-Boot hat einen vollbeladenen Petroleumtanker von 7000 BRT. versenkt. General von Schröder -fr. Berlin, 29.Juli. (DNB.) Der Militärbe« fehlshaber in Serbien und stühere Präsident des Reichsluftschutzbundes, General Ludwig vonSchröder,ift in Hohenlychen, wo er von den Folgen eines Mitte Juni in Belgrad erlittenen Flugzeugunfalls Heilung suchte, plötzlich an einer Embolie verstorben. Der Name des Generals von Schröder wird für alle Zeiten mit dem 13 Millionen Deutsche umfassenden Reichslust- schutzbund verbunden bleiben, der sich unter seiner tatkräftigen Führung zu einer wirkungsvollen zivilen Schutzorganisation und stets einsatzbereiten Ergänzung der militärischen Luftabwehr entwickelt hat. Napoleon hat das erstrebte Ziel, die Schlacht an der Grenze, nicht erreicht. Barclay-de- Tolly, der russische Oberbefehlshaber, wich ihm aus, bis das französische Heer tief in Rußland stand. Diesmal ist den Sowjetrussen dank der genialen deutschen Führung ein solcher Rückzug von der Grenze aus nicht möglich gewesen; denn gleich hinter der Grenze begann die erste Vernichtungsschlacht, und auch der ver- suckte Rückzug der Sowjets ist von weiterer Vernichtung begleitet gewesen. Im übrigen wirkt auch der Napoleonschreck heute nicht mehr auf das Ausland. Ein türkischer Militärschriftsteller, General Sabri sch, hat festgestellt, daß die Deutschen vom 10. Mai bis 23. Juni 1940, also in 45 Tagen, 260 Kilometer nach Dünkirchen beziehungsweise der Somme-Mündung und 320 Kilometer bis Abbeville vorgestoßen seien. Beim Feldzug im Osten seien die Truppen vom 22. Juni bis 11. Juli, also in 20 Tagen, 530 Kilometer in das Sowjetgebiet eingedrungen und hätten unter immer neuen Vernichtungsschlägen gegen die sowjetrussische Armee auch die Stalin-Linie durchbrochen. Der serbische Militärschriftsteller Stanislaus Krakow hat sich ebenfalls mit der falschen Parallele auseinandergesetzt, die zwischen dem deutschen Ostfeldzug und dem Feldzug Napoleons angestellt wurde. Er unterstreicht, Napoleon habe einen Staat bezwingen wollen, um ihn in sein System der Kontinentalsperre hineinzuzwängen. Der Führer hingegen wünsche ein internationales, ja anti-nationales Gebilde zu beseitigen, das schon durch sein bloßes Bestehen ein Herd der Weltrevolution gewesen sei. Napoleon hat im Zeitalter des Vordringens von 15, höchstens von 20 Kilometer täglich gefochten, während heute im Zeitalter der 60-Stundenkilometer auf der Erde und der 600-Stundenkilometer in der Luft gekämpft wird. Schließlich müsse man noch bedenken, daß Wege und Gesundheitsverhältnisse Napoleon gezwungen hätten, seine Operationen auf einen höchstens 200 Kilometer breiten Raum zu beschränken. Nun aber dehnt sich über 2000 Kilometer Länge vom Nördlichen Eismeer bis zum Schwarzen Meer eine einzige Front von Stahl und Feuer. Der Führer hat im Gegensatz zu Napoleon auch den Raum als Gegner besiegt. Wenn man noch dazu bedenkt, daß neben unseren verbündeten Waffenkameraden in Finnland, Ungarn, der Slowakei, in Rumänien, aus Italien und den Freiwilligenkorps aus Spanien fast alle europäischen Staaten ein einiges geschlossenes Heer mit den besten Waffen, den besten Transportmitteln, der besten Ausbildung und der besten Führung gegen die Sowjetarmee kämpft, dann wissen wir und dann weiß auch die Welt, daß die Drohung mit dem Napoleonschreck nicht verfangen kann. Wer im Jahre 1941 seine Hoffnungen auf den Napoleon von 1812 setzt, der wird jämmerlich enttäuscht werden. W. S. eine ein, zeichnete sick im Weltkrieg in Flandern aus und kämpfte nach dem Kriege im „Freikorps Löwenfeld" gegen den Kommunismus. 1920 wieder in die Reichsmarine aufgenommen, wurde er 1922 Korvettenkapitän und 1928 Fregattenkapitän. Als Festungskommandant von Kiel und Swinemüde schuf er die Vorbedingungen für den militärischen und zivilen Luftschutz der Ostseeküste. Als Kommandant des Kreuzers „Köln" wurde er im Mai 1932 in der Oeffelltlichkeit bekannt, als er Adolf Hitler und feine Getreuen zur Besichtigung seines Schiffes einlud. Nach der nationalsozialistischen Erhebung wurde der oamalige Konteradmiral von Schröder in die Partei aufgenommen und zum ^-Brigade- führe-r ernannt. 1937 wurde er Vizepräsident des Reichsluftschutzbundes, dessen Präsident er 1939 als Nachfolger des Generalleutnants von Roques wurde. Seine Verdienste um den Luftschutz hatte der Führer bereits durch Ernennung zum General der Flakartillerie gewürdigt. Oer neue Befehlshaber in Serbien. Belgrad, 29. Juli. (DNB.) Zum Befehlshaber in Serbien wurde General der Flieger Danckel- mann ernannt Er hat die.Dienstgeschäfte bereits übernommen. Der neue Befehlshaber trat 1909 als Offizier in ein Dragoner-Regiment ein und machte den ganzen Weltkrieg mit. Seit 1917 ist er Generalstabsoffizier und war an führender Stelle beim Aufbau der neuen Wehrmacht tätig. Nachdem er Kommandeur eines Reiter-Regiments gewesen war, wurde er bei Aufstellung der Luftwaffe als Chef des Generalstabes eines Luftkreises übernommen. Anschließend mar General Danckelmann Befehlshaber in einem Luftgau. nischer Ausfuhrgüter und gleichzeitig der wichtigste Lieferant des notwendigen Einfuhiwedarfs wurde, ist dabei rücksichtslos zu den übelsten Erpressungen ausgenutzt worden. Nur so ist es erklärlich, daß eine ganze Reihe südamerikanischer Länder — Peru, Guatemala, Brasilien, Chile, Columbien, Ecuador, Costarica, El Salvador, Mexiko und Bolivien — den amerikanischen Forderungen nachgaben und eine Ausfuhrkontrolle für kriegswichtige Rohstoffe einführten. Es ist bezeichnend, daß die Vereinigten Staaten im Zusammenhang damit von den süd- amerikanischen Ländern sogar eine Sperrung der in ihren Ländern befindlichen Guthaben der Achsenmächte verlangte, damit allerdings bis jetzt ohne Erfolg blieben. Allen diesen Erfolgen in der wirtschaftlichen Unterjochung Südamerikas hat Roosevelt mit der Einführung seiner Schwarzen Listen durch die Proklamation vom 17. Juli 1941 die Krone aufgesetzt. Da sich unter den über 1800 Personen und Firmen, die auf der amerikanischen Schwarzen Liste verzeichnet sind, nicht nur Firmen deutscher und italienischer Staatsangehöriger befinden, sondern auch solche südamerikanischer Staatsangehöriger, die mit Unternehmen der Achsenstaaten in Geschäftsbe- ziehungen stehen, womit auch die in Amerika befindlichen Guthaben dieser südamerikanischen Betriebe gesperrt werden, stellen diese Maßnahmen das bisher anmaßendste Eingreifen in die Handelsbeziehungen der südamerikanischen Länder und deren innere Verhältnisse dar. Unter unerhörtem Druck haben die Vereinigten Staaten auch in diesem Falle wieder eine Reihe ibero-amerikanischer Regierungen zu einer Unterstützung dieser völlig rechtswidrigen Maßnahmen gezwungen. Die Tatsache, daß auf der panamerikanischen Konferenz in Panama vom September 1939 Chile, unterstützt von Argentinien, den Antrag einbrachte, daß amerikanische Staaten die Anwendung Schwarzer Listen durch kriegführende Staaten nicht dulden sollten, weil derartige Maßnahmen den Handel innerhalb der einzelnen Staaten einschränken und deren Souveränität verletzen müßten, kennzeichnet deutlich genug die Erpressung, mit deren Hilfe die Vereinigten Staaten ^ine Anzahl der südamerikanischen Länder wirtschaftlich unterjocht haben. Für diese skrupellosen Methoden Roosevelts ist es kennzeichnend, daß zur Aufstellung der Schwarzen Listen etwa 5000 ibero-amerikanische Firmen vom Büro Rockefeller überwacht würben und daß dabei das USA.=ameri= kanische Handelsdepartement und das Staatsdepartement sowie Außenhandelsvereinigungen und etwa | h südamerikanischer Staatsangehöriger mit Deutschen verlangt. Eindeutig ergibt sich, daß Roosevelt planmäßig eine völlige wirtschaftliche Unterjochung Südameri, kas und die absolute wirtschaftliche Oberhoheit der Vereinigten Staaten mit einer zwangsläufig sich daraus ergebenden politischen und kulturellen Vor. Herrschaft erstrebt. Es liegt ganz im Rahmen dieser Politik, wenn nordamerikanische Staatsmänner be. reite mehrmals als Vorstufe der endgültigen ökonomischen Einverleibung die Bildung einer gesamt, amerikanischen Zollunion forderten, ein Ver, langen, das bereits im Januar 1941 Marineminister Knox stellte. Südamerika soll wirtschaftlich völlig und ohne jeden Vorbehalt an die Vereinigten Stoa, ten gefettet werden, um Roosevelt auf diese Weise die unbedingte Verwirklichung seines beabsichtigten Vorstoßes gegen Europa zu ermöglichen. Rom zum Kall Belmonie. Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Bolivien sei von i ,, der Diplomatie der Vereinigten Staaten betro« K. gen worden, so urteilt die römische Presse. Ein Handeln im guten Glauben der mit Recht eifer« IX, süchtig auf die nationale und internationale Un« । ■ abhängigkeit Boliviens bedachten bolivianischen Re« gierung könne zugebilligt werden, wenn auch die Form dieses Handelns alle diplomatischen Gepflo« der Berufung Nelson Rockefellers zum Leiter einer neu ins Leben gerufenen „Zentralstelle zur Koordinierung der Handels- und Kulturbeziehungen zwischen den amerikaniscben Republiken" wurde alsbald in den tonangebenden Zeitungen und Zeitschriften Neuyorks, Chikagos und Washingtons, terjochungspolitik wird noch durch das Vorgehen der nordamerikanischen Diplomatie in Südamerika abgerundet, die in verschiedenen Staaten bereits amtlich Maßnahmen der Regierungen gegen die auf den Schwarzen Listen stehenden Firmen ihrer Län, der forderte, ferner die Entlassung deutscher Angestellter in den Firmen, die Herausnahme der Kinder südamerikanischer Staatsangehöriger aus deutschen Schulen und die Aufgabe des Verkehrs Helsinki, 29. Juli. (DNB.) Das finnische Außenministerium erklärte am 28. Juli dem Gesandten Großbritanniens in Helsinki: Als ein Ergebnis verschiedener Maßnahmen, die Großbritannien gegen den Seeverkehr und den Außenhandel Finnlands seit Juli 1940 getroffen habe und die zu einer völligen Blockade des finnischen Handels mit den überseeischen Ländern führten, haben die normalen diplomatischen Beziehungen zwischen Finnland und Großbritannien bezüglich des Außenhandels und der Seefahrt in Wirklichkeit aufgehört. Anderseits führe Finnland den Krieg auf der gleichen Seite wie Deutschland, während Großbritannien dagegen mit der Sowjetunion ein Militärbündnis geschlossen und erklärt habe, daß es alle in seiner Macht stehenden Mittel anwenden werde, um die Sowjetunion zu unterstützen. Ange- ichte dieser Tatsache könne ein normaler diplomatischer Verkehr ohne Schwierigkeiten nicht mehr aufrechterhalten werden. Diese Ansicht scheine ja auch die britische Regierung zu teilen, wie aus einer an das Parlament gerichteten Regierungsmitteilung hervorgeht, laut welcher die Beziehungen zwischen Finnland jeden Augenblick abgebrochen werden können. Bei der Beurteilung der gegenwärtigen Lage ei die finnische Regierung zu der Schlußfolgerung gekommen, daß als logische Folge der eingetretenen Umstände die finnische Gesandtschaft in London ihre Tätigkeit bis auf weiteres e i n ft e 111. wurden, zu den Waffen zu greifen, erhob sich in England und Nordamerika eine baute Klage über die Bedrückung der „symbolischen Demokratie", als welche man Finnland bezeichnete. England und Nordamerika haben aber nichts unternommen, um der finnischen Demokratie diejenige Hilfe zu bieten, auf die es in der Stunde der Not allein ankommt. Schöne Worte und Versprechungen auf Waffenlieferungen und Anleihen können in dieser Lage wenig nützen. Das einzige, worauf es den Westmächten im Winter 1939/40 ankam, war die Durchführung des Planes, über Norwegen und Schweden einen Verbindungsweg nach Finnland zu schaffen. Dieses Durchmarschrecht sollte sich aber nur zum Schein für Finnland auswirken, tatsächlich ging die Absicht dahin, bei dieser Gelegenheit die Erzausfuhr aus Norwegen und Schweden nach Deutschland au sperren. Dieser Plan ist mißlungen. Jetzt steht das tapfere finnische Volk im erneuten Freiheitskampf gegen seine bolschewistischen Unterdrücker. England und Nordamerika zeigen öfter nicht die geringste Neigung, die finnische Demokratie gegenüber dem Bolschewismus zu retten. Der britische Gesandte ist zwar in Helsinki geblieben und gab sich den Anschein, als wäre die Welt unverändert. Andererseits übte England gegenüber Finnland alle möglichen Repressalien aus, insftefonbere durch die Beschlagnahme derjenigen Schiffe, die sich in englischen Gewässern befinden. Finnland hat nun eine klare Lage hergestellt, indem es die Beziehungen mit London abgebrochen hat. Es führt seinen Freiheitskampf an der Seite des Großdeutschen Reiches und ist auf englische Heucheleien nicht mehr angewiesen. 17 000 amerikanische Firmen Beihilfe leisteten. Die, ses Bild yankee-imperialistischer wirtschaftlicher Un« W Berlin, 29. Juli. (DNB.) Seit Mitte 1940 hat > kategorischer gleichartige Ausfuhrkontrollmaßnah- Präsvdent Roosevelt im Rahmen seiner gegen Südamerika und dessen Beziehungen zu Europa ge- Im Wehrmachtbericht vom 29. Juli tritt das große Aufräumen hinter der vordersten Frontlinie klar hervor. Am gleichen Tage haben die Sowjets in ihrem Wehrmachtbericht nur „Kämpfe in den Abschnitten Smolensk und Schitomir" gemeldet und hinzugefügt, daß auf den übrigen Frontabschnitten keine größeren Kämpfe ftattfanben. Diese letzte Be« - merkung ist sogar nicht ganz unrichtig. Der Todeskampf der eingekesselten Sowjettruppen fand wirklich nicht an der vordersten Front statt, sondern 100 bis 150 Kilometer dahinter. Von diesen „Parti- sanen"-Kämpfen haben die Sowjets ein großes Wesen gemacht. Jetzt werden diese großen Parti- sanen-Verbände vernichtet. Am Sonntag meldete schon eine besondere Mitteilung, daß ein bedeutender Kessel bei Mogilew eingedrückt worden sei; dort hat sich auch die Zahl der Gefangenen gegenüber der ersten Meldung noch wesentlich erhöht. Der Wehrmachtbericht vom 29. Juli berichtet, daß „die in der Richtung auf Smolensk überrannten Kräfte« gruppen des Feindes nunmehr im wesentlichen auf« gerieben sind"; daß „der letzte Kessel ostwärts Smolensk seiner Vernichtung entgegengeht" und daß „westlich des Peipus-Sees feindliche. Kräfte durch die mit der Säuberung Estlands beauftragten Verbände ebenfalls eingeschlossen sind und vor ihrer Vernichtung stehen". Es ist also keineswegs so zu« gegangen, wie der Frühbericht der Sowjets vom 29. Juli glauben machen will. Sehr im Gegenteil. Westlich des Peipus-Sees sind allein die Reste von zwei Armeen im Kessel gewesen! Im Gebiet des Dnjepr sind es kaum weniger, wahrscheinlich mehr gewesen. Die zu erwartenden Gefangenenzahlen — das Ergebnis kann nach wenigen Tagen gemeldet werden — werden die Größe der im Abschnitt von Smolensk und in Estland erzielten Erfolge auch dem dreistesten Sowjetlügner klarmachen. Dabei erinnern wir uns jener kurzen, aber tiefgreifenden Bemerkung des Wehrmachtberichtes über den Abschluß der Doppelschlacht von Bialystok—Minsk, ht der es hieß, daß die blutigen Verluste ein Mehr« faches der Gefangenenzahlen ausmachen. In der Ukraine schreiten die Operationen der deutschen, slowakischen, ungarischen und rumänischen Verbündeten stetig vorwärts; in Bessarabien ist Akkermann an der versandeten Dnjestr-Mündung erreicht, womit Bessarabien in feiner Gänze vom Feind gesäubert ist, der hier — vor allem in den verhältnismäßig wenigen Städten — seine „Zerstörungsdetachements" eingesetzt hat. Oestlich des Ladoga-Sees haben die Finnen in drei Wochen ein Gelände erobert, wofür die Sowjets im Winter 1939/40 sechs Monate gebraucht haben. Diesseits des finnischen Meerbusens, also in Estland, sind Baltisch-Port und Reval als Basen der sowjetischen Ostseeflotte bedroht. fuhrftank als ausführendes Organ für finanzielle Durchdringungspläne der U8A.-Regierung nahm mit fast allen südamerikanischen Staaten Verhandlungen über Kreditgewährung auf, wobei niemals versäumt wurde, die endgültige Zusage der zunächst stets großzügig in Aussicht gestellten Anleihen von der Annahme bestimmter aus Washington diktierter Bedingungen abhängig zu machen. Wir wissen, daß die USA.-Regierung durch ihre diplomatischen Vertreter bereits im März süd- amerikanischen Staaten eine Beschlagnahme der in ihren Häfen liegenden deutschen und italienischen Schiffe nahelegte. Staatssekretär Hüll hat nach der Ende März in den amerikanischen Häsen erfolgten polizeilichen Besetzung der dort liegenden deutschen, italienischen und dänischen Schiffe freimütig erklärt, daß die Vereinigten Staaten „aus Gründen der amerikanischen Solidarität" den anderen amerikanischen Ländern Mitteilung von ihrem Vorgehen gemacht hätte. Aus der Kenntnis dieser Aktion wird es erklärlich, daß unmittelbar darauf Anfang April gleichartige^ Vorgänge in einigen mittel- und südamerikaniscken Staaten — Mexiko, Costarica, Venezuela, Ecuador und Peru — zu verzeichnen waren. Die USA.» Regierung hat damit erreicht, daß mehrere mittel- und südamerikanische Länder im Gegensatz zu ihrer öffentlichen Meinung sich im noro amerikanischen Interesse zu bedenklichen rechts- und neutralitäts- widrigen Handlungen verführen ließen, die gegen die eigenen wirtschaftlichen Interessen gehen, da der Wohlstand Jbero-Amerikas nicht von Nordamerika, sondern ausschließlich vom Handelsverkehr mit Europa abhängt. Die Vereinigten Staaten hatten durch chr Ausfuhrkontrollgesetz vom 2. Juli 1940 die Grundlage geschaffen, um jede direkte ober indirekte Ausfuhr gewisser Waren und Materialien nach den Staaten des Dreimächtepaktes als „für die nationale Verteidigung schädlich" zu unterbinden. Vom März 1941 ab forderte die U8A.-Regie- rung von den ibero-amerikanischen Ländern immer Bessarabien restlos vom Feinde befreit 1 G Möglichkeiten, Verbesserung in der Rentenversicherung (Nachdruck verboten.) 'Fortsetzung. b er a it* * * iS ß e Ü S I» r 0 (1 Westlich des Pelpus-Sees find feindliche Kräfte durch die mit der Säuberung Estlands beauftragten Verbände ebenfalls elnge- fchlosten und flehen vor ihrer Vernichtung. Stärkere Kampffliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht mit guter Wirkung Rüstungswerke, Versorgungsbetriebe und Verkehrsanlagen der Stadt Moskau. 3m Kampf gegen England verfenkte die Luftwaffe nordwestlich der Shetland-Inseln ein Handelsschiff von 1000 BRT. Vor der englischen Südostküste erhielt ein großes Handelsschiff einen Bombenvolltreffer. Weitere Luftangriffe richteten sich in der vergangenen Nacht gegen Hafenanlagen an der Nordost- und Südostküste der 3nfeL Ein Vorpostenboot fchoh ein britisches Flugzeug ab. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebieten fanden weder bei Tage noch in der Nacht statt. rumänische Truppen haben das Wündungs- (Mct des Dnjesir erreicht. Bessara- \a ist damit restlos vom Feinde befreit. 3n der Ukraine schreiten die Operationen etlg fort. Vie im Zuge des Durchbruchs durch die Stalin- 9 ß nj 11 tk u iö e Die Dominiks. Roman trän Hellmuth Nl.Dottcher. Verdunkelungszelt 30. Juli von 21.16 bis 5.35 Uhr. „Fünfhundertfünfzigtausend!" sagt Frinzka. Ablassen kann man ja noch immer. „ „Herr Lind interessiert sich auch für die Aktien. „So?" lächelt Dominik. „Dann wäre es doch das beste, Sie brächten die Verhandlungen mit Herrn Lind zunächst einmal zum Abschluß. Mein Vor- )!■ ö V if und Einfluß in der Aktiengesellschaft gesehen — heute hängt davon Gedeih und Verderb ab. Nissen sucht Frinzkas letzten Vries heraus und ieht nach dem Datum, an dem das Angebot abläuft. . . „Uebermorgen! Das sieht aus wie eine Fügung... Gerade noch zwei Tage Frist. Man braucht also bloß auf seinen letzten Brief zu antworten." Soweit ist man also. Friedrich Dominik beschließt, mit Frmzka gleich für morgen eine Zusammenkunft telephonisch zu verabreden. Auch das klappt. Und nun reckt sich wieder die Frage auf: Wie bezahlen wir die Aktien? ... Mit Leihgeld von der Werft? Der Kampf Mit den Aktionären ist ja sowieso da. Und mit der Majorität kann Dominik das Darlehen ebenso genehmigen, wie den Kauf von Birk & Co. Krach wird es also auf alle Fülle geben — fo oder so! , . , Da ist es schon gleich, ob es noch em bißchen dicker kommt. Aber durch den Erweiterungskauf und durch die Südamerika-Aufträge find alle Mittel der Werft disponiert. Schon für die Löhne der nächsten Monate wird das Bankguthaben kaum mehr reichen. Die Materiallieferungen wird man bereits mit den Akzepten begleichen müssen. Doch die Mittel für Frinzka sind auf feinen Fall übrig. Da muß ein anderer Weg gefunden werden. Welcher? Bankkredit...? „ Es gibt keine andere Möglichkeit. Freilich: Welche Bank leiht heute einem Privatmann eine halbe Million. Immerhin ist in diesem Falle der Privatmann Direktor und Aktionär der Dominik-Werft. Sein Vermögen bietet vielfache Sicherheit, und die Geloumsätze der Werft sind für eine Privatbank recht ansehnlich. Das wird man also mit Gottes Hilfe schaffen! ^geführten Kür- Ruhegelder wer- jjtlt-in bet Richtung auf Smolensk überrannten Mstegruppen des Feindes sind nunmehr im roe- Mlichen aufgerieben. Der letzte Kessel o st- v,Sßts Smolensk gehl seiner Vernichtung fli(gtgen. Große Zahlen an Gefangenen und Deute ginnen als Ergebnis dieser gewaltigen Vernich- ß^schlacht In wenigen Tagen gemeldet werden. Mskau als Industrie- Starke Verbände der deutschen Luftwaffe haben Aus der Stadt Gießen. Oie Klingel. Eben hast du dich auf dem Sofa ausgestreckt, um ein Diertelstündchen zu ruhen, da klingelt es an der Korridortür. Der Ton ist laut und vernehmlich. Seufzend begibst du dich aus deiner horizontalen Lage. Es begehrt jemand Einlaß, soviel steht fest. Vielleicht ist es eine wichtige Angelegenheit, vielleicht wartet sogar der Depeschenbote, wer kann es wissen? Es zeigt sich jedoch, daß draußen nur em kleines Mädchen steht: „Können Sie mir nicht sagen, ob hier im Hause Frieda Schulze wohnt?" Deine Spannung ist im Augenblick zusammengesackt wie ein lädierter Luftballon. Dazu also muß man dich vom Sofa holen, es ist zum Verzweifeln. Nein, eine Frieda Schulze wohnt nicht hier, sagst du und würdest gern noch etwas mehr sagen. Etwas Saftiges und Befreiendes natürlich, aber du schluckst es hinunter. Ja, so ist es mit der Klingel. Sie scheint eigens dazu geschaffen, als- Gradmesser für die Empfänglichkeit des Menschen zu dienen. Zwar läßt es sich nicht bestreiten, daß es Menschen mit dickem Fell gibt, die sich durch den Lärm der Klingel nicht in ihrem Gleichgewicht stören lassen, im allgemeinen aber ruft schon das Ertönen der Klingel bei allen Familienmitgliedern eine sichtbare Reaktion hervor. Selbst der Zweijährige stürzt bereits zur Tür, als gelte es, eine unerhörte Sache zu erleben. Bezeichnend ist überhaupt, daß die verschiedenen Lebens- jjiosfau und Umgebung rund 250 Betriebe, bar« unter befinden sich eine Reihe von Kombinaten, d. h. kirrßbetrieb en mit Zusammenfassung ver- s'Mener Produktionsstufen. Der Anteil Moskaus en her industriellen Gesamterzeugung beträgt rund 21) i h., bei einzelnen Industriezweigen ist der An- tül jedoch noch wesentlich höher. So ist der Bezirk |6|au z. B. am gesamtsowjetischen Maschinen- Elaii mit 25 v.h. beteiligt. Ferner beherbergt er zsoei Personenkraftwagenfabriken von drei Fabriken iusaezahlt. . ,. Lis allen Beiträgen, die vom 1. Januar 1924 bis ; m Ablauf des auf das Kriegsende folgenden Ka- l Mrjahres entrichtet sind, gilt die njd a r t » schift für Versicherungsfälle, die seit dem 26. Sluguft 1939 eingetreten sind, als erhalten. Mr zum Bezug einer Rente aus der Invaliden- liier Angestelltenversicherung berechtigt ist, wird für den Fall einer Krankheit ver- jüchert und erhält die Leistungen der Kranken- t >Tpf)erung mit Ausnahme der Barleistungen. Zur ^eikmg der Ausgaben wird von den Jnvaliden- tlitten und den Ruhegehältern — nicht jedoch von Lrn Witwen-, Witwer- und Waisenrenten — mo= Mich 1 RM. einbehalten. Eine Kürzung der Rente tÄjedoch dadurch nicht ein, weil die Zuscklage und die krhöhunq der Grundbeträge in dem Gesetz auf S M. festgesetzt sind, so daß die Rentner den Zu- Dorriottzen. Tageskalender für Mltwoch. Gloria-Palast, Seltersweg: „hohe Schicke".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Chrrsll . Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 31.7.41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen statt. Berufsschulausbildrrng für Rechtspflegerlehrlinge. Bon der Kaufmännischen Berufsschule zu Gießen wird uns mitgeteilt, daß mit der — wie bereits gemeldet — neu errichteten Derwaltungsberuss- schule eine Abteilung für Rechtspflegerlehrlinge (Bürolehrlinge der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher) als Teil der Kaufmännischen Berufsschule mit ins Leben gerufen wurde. Die fraglichen Lehrlinge haben wöchentlich an zwei hcckb- taqen acht Unterrichtsstunden (zur Zeit infolge der Kriegsverhältnisse ermäßigt) in Wirtschaftskunde mit Schriftverkehr, Buchführung, Rechnen, Kurzschrift, Maschinenschreiiben, Deutsch und Reichs- kunde. Außerdem haben sie in Rechtskurse als spezieller Berufskunde wöchentlich zwei Unterrichtsschlag von 6 RM. zu ihrer bisherigen Rente ungekürzt erhalten. Die Krankenversicherung wird m Kürze durchgeführt werden. Die Rentenerhöhungen bleiben bei Prüfung der fürsorgerechtlichen Hilfsbedürftigkeit außer Ansatz. Gleichzeitig konnte der Reichsarbeitsmmrster die Reichszuschüsse für Kleinrentner erhöhen. Die Erhöhung erfolgt mit Wirkung vom 1. Juni 1941 ab. Sie beträgt je nach der Größe der Gemeinden bei Kleinrentnern ohne mitunterstützte haushaltsangehörige 5 bis 6 RM. monalllch, bei Kleinrentnern mit einem mitunterstutzten haushaltsangehörigen 7 bis 8 RM. monatlich. Für jeden weiteren mitunterstützten haushaltsangehorigen erhöht sich der Reichszuschuß außerdem um je 5 RM. monatlich. Die neuen Beträge werden den Kleinrentnern von den Bezirksfürsorgeverban- ben baldigst gezahlt werden. Ein Antrag ist nicht erforderlich. Japanische Exportkontrolle für Rohseide und Seidenfaser. T o k i o, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Als weitere Gegenmaßnahme gegen Roosevelts Em- frierungsorder ordnete das japanische Handels- und Jndustrieministerium die Exportkontrolle für Rohseide und Seidenfaser an, deren Hauptbezieher die USA. sind. Gleichzeitig wurde Britisch-Borneo auf die Liste der Länder gesetzt, deren . Guthaben blockiert sind. Ferner sind weitere elf britische Firmen bekanntgegeben worden, die unter die neuen Blockierungsmaßnahmen fallen. : fier Vater dreht sich ärgerlich herum. Er spielt :• 01 Jun,r äs 0liegt auf der Hand. Dominik wird üirt & Co. selbst übernehmen müssen ... Mn er denn das? hat er denn das Geld dazu? Üiü was soll er damit anfangen?" I ■■ 8hb beunruhigen diese Sorgen des Herrn £o iiimt nicht. , _ . ;: ,6eine Sache, mein Mäuschen Seme Sache, iMitt er das Geld nicht hat — ich [b'.enfeJ"Lr/ S Es nicht haben — bann mag er feine Dominik Mn verkaufen! Es wird allerdings fchwerhalten, nach dem Krach in der Generalversammlung, i-i icher kommt, werden sich fürs erste_bu £eute mbie Dominik-Mtien nicht g°s"de reißen Uns Ärt wieder vor sich hin. „Na fchlietzlich muß Üminit sie eben mit Verlust abstotzen. „IInb dann kaufst du sie?" forscht!Frau Lind/ ! .Lewjß", bestätigt ihr Mann. „Wenn st-f niedrig iier.ua stehen, kaufe ich sie. Warum auch mcht. -ichhabe noch nie ein gutes Geschäft ausgeschlagen. Dominik kann sich dann der Sanierung von Uil & Co. widmen. Zeit genug hat er ja. »eit aenua — hat — er — bann? Frau LiM> lirngt die Aborte nur stoßweise heraus. ge- iruz hat er bann — was soll bas heißen?Er kann ttoh nicht zwei Firmen, die Konkurrenzgeschäfte be- irebrn, gemeinsam letten." .»raucht er auch Nicht, EN Schätzchen erklatt I Ai Lind. „Braucht er auch nicht. Die Sorge um ‘ii Oominik-Werst nehmen wir ihm natürlich ab. Üiin alter Busenfreund wird von der Keneralver Itmlung wegen seiner Verfehlungen tmt s°f°rti° ! )ei Wirkung abberufen und — -Unb - noch etwas?" flüstert Frau Linb zitternd. .Sur noch eine Formalität, ^ne Rems °n wirs licfnil den Vorkommnissen eingehender beschäftigen lyi-je nach den Ergebnissen - dann Herr !ftei»rich Dominik so oder so gerichllich zur Preis der Zeitschrift „Böhmen und Mähren" is Prag die Preise folgendermaßen: Erzählerpreis 1. Preis, 1200,— RM., Hans Watzlik, „De- hölzeme Haus"; 2. Preis, 1000,— RM., Stefan Sturm, „Ballade am Berg"; 3? Preis, 800,- RM., Dr. Herbert Zfchelletzfchky, „Johanne- V der Stadtschreiber von Saaz"; 4. Preis, 600 RN, ■ Walter Pollak, „Ein Bürger in Prag"; 5. Preis 400,— RM., Dr. Hans L e e - M a l l y, „Die Mei fter von Prag". — Gedichtpreis: 1. Preis, 400,- RM., Hans Stolzenburg, „Traum im Glas* 2. Preis, 350,— RM., Herbert Weff elyl „Bäuerin 1914"; 3. Preis, 250,— RM., A. A Hauska-Brichta, „Die verlassene Burg". J WM mit voller Pension f. Schülerin d.med.techn.Ass.- Schule z. I.Okt. gesucht. 3i7oD Tr. Guck, Bückeburg (Schbg.- Lippe), Horst-Wesselstr. 4 Möbliertes Zimmer gesucht. SchrNtl. Angeb. unter 02492 an den Gieß. Anz. MeiueAnz eigen im Gießener Anzeiger werden von Laujen den beachtet und geleien. Das Reichsversicherungsamt hat zur Frage ik• Krankengeldes während eines bezahlten Urlaub; Stellung genommen. Der Anspruch auf Krankengel! ruht, soweit der Versicherte während der Krankhei Arbeitsentgelt erhält. Dabei kommt es nicht barai an, ob das Arbeitsentgelt mit Rücksicht auf bh Krankheit weitergezahlt wird. Wird der Versichert, während eines bezahlten Urlaubs arbeitsunfähig so liegt demnach die Tatsache vor, daß der Ver sicherte während der Krankheit A r b e i t s e n t g el: erhält. Das Reichsoersicherungsamt geht davon aus. S daß der Urlaubslohn echtes Entgelt ist und nur bn ' Urlaubsabgeltung nicht zum Entgelt rechnet. | L Näheres auf A fragen u. 024^ an den Giebel Anzeiger.^ Geburtsanzeig*6 bei Brühl, Oießt» Mannschaft des Schützenoereins Gießen mit 532 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Appel 147, Willi Kunert 134, Karl Mootz 138 und Hans Wessels sen. mit 113 - 532 Ringen. Die nächstbeste Mannschaft ist Postsport Gießen mit 531 Ringen, und zwar die Schützen Otto Scheller 141, Fritz Hill 130, Willi Flach 126, Hermann Paul mit 134 Ringen. Die nächste Mannschaft ist Steinbach mit 525 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Klingelhöfer 136, Karl Nicolaus I. 118, Ludwig Haas VI. 133 und Heinrich Ludwig Haas mit 138 Ringen. Die nächste Mannschaft war die Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 524 Ringen, und zwar die Schützen Ludwig Schneider 138, Karl Heitz 146, Willi Becker 131, Gustav Krüger mit 109 Ringen. Einzelschüßen der B-Klasse: Mannschaften der OKlasse: Best Mannschaft: Reichsbahn Gießen mit 518 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Scheid 139, Heinrich Schäfer 125, Georg Kraft 138 und Wilhelm Rodenhausen mit 116 Ringen. Die nächstbeste Mannschaft: Schützen- gesellfchaft 1926 Gießen mit 495 Ringen, und zwar die Schützen Johann Frohn 137, Karl Neeb 152, Heinz Rau 114, Hermann Meckel mit 92 Ringen. Die nächste Mannschaft: Schützenverein Gießen mit 488 Ringen, und zwar die Schützen Julius Funk 125, Hans Schrnall 126, Eugen Vaupel 133 und Willi Horn mit 104 Ringen. Die nächste Mannschaft: KKSV. Leih- gefteriv- mit 456 Ringen, und zwar die Schützen Karl Dern 127, Wilhelm Jakobi 106, Wilhelm Jung 122, Wilhelm Schmidt mit 101 Ringen. Die n ä cf) ft e Mannschaft: KKSV. Allen- borf (Lda.) mit 445 Ringen, und zwar die Schützen Heinrich Formhals 118, Heinrich Förster 121, Wilhelm Pfannmüller 146, Moritz Cossement mit 60 Ringen. Einzel schütze der E-Klasse: Walter König mit 104 Ringen. Mannschaften der D-Klasse. Best Mannschaft: Reichsbahn Gießen mit 474 Ringen, und zwar die Schützen Otto Rohrn Bekanntmachung. Vom 3. bis 17. August b. 3. ist die Sladlbücherei geschlossen. Während dieser Zeit kann keine Rückgabe von Büchern erfolgen. 3167C Gießen, den 26. Juli 1941. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Wenig gebrauchte Personenwagen (mögt Bauj. 1939) gesucht. OPEL« Automobile Gießen Q Ruf 2847 | Sehr gut erhalt. fiinöer- SMklWkN zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02498 and.G.A. innerhalb IL L Hypothek l|tD, aus g. WohilM- haus mit w L. 4000,—SR®-Jm Mieteinnahnit» aus Privatliard langfristig D gesucht. •» Große Tobe RMOJJi DI Das diesjährige Schießen auf die Unterkreis- Meisterschaft des Unterkreises Gießen wurde auf den städtischen Schießständen in Gießen abgehalten und stand unter der Leitung des Kreisschützenführers E. Gondner (Gießen). An dem Schießen beteiligten sich folgende Vereine: KKSV. Allendorf a. d. Lda., die WKG. der Fa. Poppe & Co., Gießen, Postsport Gießen, Reichsbahn Gießen, Schützen-Ges. 1926 Gießen, Schützenver. Gießen, Roland Klein-Linden, KKSV. Leihgestern und KKSV. Steinbach mit insgesamt 178 Schützen, gegenüber 104 Schützen im vergangenen Jahre. Die Zusammensetzung der Schützen bestand in der Hauptsache aus jüngeren und älteren Jahrgängen. Von diesem Gesichtspunkt aus muß man die Resultate betrachten, die im Durchschnitt etwas höher lagen, als im vorigen Jahre. So schoß z. V. die diesjährige Siegermannschaft der Jungschützen der Schützengesellschaft 1926 Gießen in diesem Jahre 498 Ringe, während die vorjährige Siegermannschaft der gleichen Schützengesellschaft nur 430 Ringe schoß. Geschossen wurde in diesem Jahre außer Kleinkaliber militärischer und beliebiger Anschlag auch noch mit Großkaliber (Wehrmanngewehr) 175 m. Die Bedingungen waren wie folgt: Kleinkaliber 50 Meter, 12freifige Ringscheibe, je 5 Schuß liegend freihand, kniend bzw. sitzend freihand und stehend freihand in jeweils 5 Minuten. Ebenso Großkaliber (Wehrmanngewehr) auf 175 m auf die 20frcifige Kopf scheibe. Oie Resultate: Militärischer Anschlag. Schützen, Mannschaften. B-Klasse: Meistermannschaft wurde die Mannschaft der Reichsbahn Gießen mit 535 Ringen, und zwar die Schützen Konrad Rabenau mit 124 Ringen, Wilhelm Schwarz 137, Karl Magel 137 und Karl Keßler mit 137 = 535 Ringe. Diese Mannschaft erhält die Bezeichnung „Meistermannschaft des Unterkreises Gießen für 1941 im militärischen Anschlag". Die zweitbeste Mannschaft wurde die Wohnhaus 2X4, 1X3 Zimmer mit Bad, Zentralheizung und Garten im Südviertel zu verkaufen durch H. Kirchner, Immobilien- Makler, Gießen, Bleich- straße 18. si?M ( Kaufgesuche Zuverlässige Hausgehilfin in Dauerstellung für kinderreiche Familie gesucht. Zu erfragen in Geschäfts- des Gieß. 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