Mittwoch. .30 April Ml Gießener Anzeiger Deutsche Soldaten auf der Akropolis u e Gqilbtnb? cht II ß nie im Südosten Europas braä)te, nachdem der ZMb I Wch-türkische Krieg den Balkanvölkern die natio- I Me Freiheit zum Teil errungen hatte, wurde Ma- «Wien der Türkei zurückgegeben, allerdings mit R Versprechen von Reformen m religiöser völkischer Hinsicht Diese Reformen waren ein ■ M R England gelegtes Kuckucksei: denn hiermit ent- ikOffl • ' "die mazedonische Frage. Sie wurde i|N I1 -'inem ständigen Unruheherd, wobei sich oie &>?, möchte jeweils hinter die verschiedenen Splitter wurde iten seiner s r die Schied igen 3)ieJ eister 3oti hburtsk Zeit bettlad nimmt anW len Anteils rfes und id eliebt und d : wünschen ii »bensabenb i ifel tischen Schnellbooten einen erfotgreichen Angriff auf einen stark gesicherten Gele t t; u g ausgeführt. Einem Schnellboot gelang es. zwei Dampfer von je 3000 BRI.» einem anderen, einen Dampfer von 3000 VRT. durch lor- pedoschuß zu versenken. Oer Oberbefehlshaber des Heeres auf einem gr.echischen Flugplatz. s über Mazedonien. Das galt für das römische prium einst, wie für seine Nachfolger in By- j galt für die Bulgaren und Serben und für Türken im wechselvollen Ablauf der osteuro- ^en Geschichte. s'.kisch gesehen war Mazedonien im spätantiken I a 5 der nördlichste Bezirk seiner Siedlungen: j jenseits hauste, waren Barbaroi, „Barbaren", He Dann kam Rom. Noch heute künden v in Saloniki von seinem beherrschenden Da- L Es kam Byzanz, das oströmische Reich, steten die Scharen der Völkerwande- Hp über den Balkan. In diesen Jahrhunderten Mazedonien ein Hexenkessel — und irgendwie r es dies immer. Als im 7. Jahrhundert die Er habe stch dann völlig erschöpft in einem Verschlag eines griechischen Bauernhau- fes versteckt. Der griechische Bauer, der ihn am nächsten Tag entdeckte, hielt ihn zuerst für einen Engländer und nahm eine drohende Haltung "in. Als der deutsche Fliegeroffizier aber zu ver- stehen gab. daß er Deutscher fei, nahm der Grieche ihn fofort in fein Haus auf, versteckte ihn vor den Briten und bewirtete ihn reichlich. Allmählich hörten auch andere Bewohner des Dorfes von dem versteckten Deutschen, und die Bauern Überboten sich in Geschenken an ihn. Einige Tage danach verließen die Briten fluchtartig das Dorf, und der Deutsche kehrte zu feiner Einheit zurück. |ker Mazedonien versteht man jenes Gebiet m Ava 40 000 qkm, das im Westen von Epirus »Ihesfalonien im Osten von dem Rest der euro- (jen Türkei und dem heutigen Bulgarien be- n- wn-d, und das im Norden noch in das süd- e Jugoslawien hineinreicht Im wesentlichen ist Raum um Saloniki und das Wardar- und kvnatal bis zum Rhodopegebirge-, genaue Gren- Assen sich weder geographisch noch völkisch an- ei Vielleicht nimmt man am besten eine Karte i :(ten Griechenland zur Hand und schaut sich tz Mazedonien Alexanders des Großen an. M, und wenn in den zweitausend Jahren maze- Mher Geschichte etwas feststeht, dann die histo- Ejb Tatsache, daß dieses Land und sein Volk nur M.jgene politische Rolle spielten, wenn die um- üjefben Staaten schwach waren. Diese Rolle ist K klar eine Folge der geopolitischen Bedeutung tt Saloniki-Wardar-Raumes Der Besitz dieser Mchaft, welche die einzige direkte Verbindung köstlichen Mittelmeers, der Aegäis, mit Mittelen darstellt, zwang jede große Macht zur Herr- rigen Mop e", oeranllü Flandeu jgrüfeung b= Abends & trage an fjs beit ist für uns das Schicksal selber geworden. Wir haben uns mit ihr den Rückhalt für den großen Freiheitskampf geschaffen, der nun das Ge- chick der Völker dieser Erde entscheidet. Das Genie unseres Volkes ist durch diese zentrale Idee des Nationalsozialismus frei geworden und wirkt sich jcDi in einer unerhörten Schöpferkraft aus. Die Welt steht vor diesem Wunder einer Dolkwerdung und eines Arbeitseinsatzes mit echtem Staunen und glaubt, daß diesem Volke nichts unmöglich ist. Mit unserer Arbeit haben wir uns befreit, und durch die Arbeit des ganzen deutschen Volkes wird einmal Europa und mehr frei werden vom Druck des ausbeuterischen Kapitalismus, von jener Plutokratenwelt, die heute noch glaubt, sich dem Siegeslauf einer neuen Idee entgegenstemmen zu können. Aber wir haben nun einmal in diesem großen Kampfe die bessere Idee! Daran können die rückständigen Angelsachsen diesseits und jenseits des Ozeans nichts mehr ändern. Und es hat in der Weltgeschichte immer die jüngere, bessere Idee, die rettende und erlösende Idee gesiegt über das Alte und Rückständige. Und da diese neue Idee auch nach langem Ringen sich die Macht verschafft hat, so wird sie „mit den stärkeren Bataillonen" siegen. Es ist nun bezeichnend, daß man auf der anderen Seite — und zwar vorzüglich jenseits des Ozeans — wieder versucht, wie einst schon einmal und seit einigen Jahrzehnten schön oft, dem jungen und vor- wärtsstrebenden Deutschland, ein sogenanntes „echtes, besseres Deutschland" von ehedem gegenüberzu- stellen. Das tat z. B. Roosevelt, als er vor einiger Zeit eine Kunstausstellung drüben in USA. eröffnete, in der Werke alter deutscher Meister zu sehen waren. Das ist ein alter Trick des Westens, der aber nicht mehr verfängt. Schon vor mehr als einem Menschenalter, schon zu Bismarcks Zeiten, versuchte man in den westlichen Staaten der Welt vorzumachen, das mächtige Deutschland sei gar nicht das wahre. Dieses wahre Deutschland sei nämlich das der „Dichter und Denker", so wie es weiland einmal die Madame de Stael zur Zeit Napoleons geschildert hatte. Dieses biedermeierliche Deutschland, das soll immer wieder das richtige sein. Weil -achte -eintf Mr juri-' Oer Führer sprach vor 9000 Offiziersanwärtern. B e r H n, 29. April. (B71B.) Der Aührer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hatte wieder die vor der Beförderung stehenden Offiziersanwärter des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Waffen-^ zum Appell befohlen, vor den annähernd 9000 jungen Soldaten, die zum Teil schon Zeichen höchster Bewährung vor dem Feinde abgelegt haben, sprach der Führer heute mittag im Sportpalast über ihre Pflichten und Aufgaben in der nationalsozialistischen Wehrmacht. Bei wahrer Ausübung ihres Berufes, so erklärte der Führer, könnten sie gewiß sein: „Wo immer ein deutscher Offizier im Kampfe steht, werden stets deutsche Musketiere um ihn sein." ’JÄ dische Küste ab. Flakartillerie brachte in der letzten Nacht vor der französischen Küste ein britisches Kampfflugzeug zum Absturz. 3n bet Nordsee und an der Kanalküsle schossen leichte Seestreitkräfte vier, Marineartillerie ein feindliches Flugzeug ab. Der Feind flog am 28. April ml» einem Flugzeug in das nordwesldeutfche Küstengebiet ein. Durch Bombenwurf entstand nur geringer Gebäudeschaden. In der letzten Nacht fanden keine Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet statt. Bei den Kämpfen in Nordafrika zeichneten sich der Oberstleutnant und Kommandeur eines Kraftradschühen-vataillons Knabe und der Oberleutnant und Kompanieführer in einer Aufklärungsabteilung Behr besonders aus. Erfolgreiches Feuergefecht deutscher Schnellboote. Von Kriegsberichter Dr. Walter Lohmann. fahren. Die „Balkanisierung" und „die mazedonische Frage" sind reif, in der Versenkung der Bühne, auf der Weltgeschichte gestaltet wird, zu verschwinden. Die Bundesgenossen. Erlebnis eines deutschen Fliegeroffiziers in Griechenland. Berlin, 29. April. (DNB.) Ein deutscher Fliegeroffizier, der von den Briten über dem Olymp abgeschossen und gefangen genommen worden war, kehrte soeben zu seiner Truppe zurück. Er erzählte, daß es ihm noch während der Kämpfe gelungen sei, aus der Gefangenschaft zu entfliehen. Weitere 18600 BRT. 'Ulf. mar(l Es noiiP Ochsen a) a) 44 bis k b)»W| tirfen >1 *, affe) KJ?! c) 46 in 1, c) 40 l, c) 15 tü । 59,5, c)» Annahme von 4Uuetge» für die Mittagsnummer bis »'/.Uhr dedBormittaaS Arueiaen-Pretie? Anzeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rui. le mm bei 70 mm Zeilenbreite NalbläNe: Wiederholung Stalftaffell Abschlüße Menaenilassel 8 Plavvoricbrift < vorherine Vereinbarung»25'mehr 20 Uhr, j vor®- floss? fr? DNB. Bei der Kriegsmarine, 29. April. (PK.) Bei einem nächtlichen Vorstoß zur englischen Südostküste traf frühmorgens ein deutsches Sch n ell b o o t auf 2 britische Schnellboot e, auf die es sofort das Feuer eröffnete. Es kam zu einem halbstündigen, aus nächster Nähe geführten Feuergefecht, in das dann noch ein zweites deutsches Schnellboot unter dem Kommando des Ritterkreuzträgers Oberleutnant z. S. Königes mit eingriff. Unter dem lebhaften, deckenden Feuer der beiden deutschen Boote drehten die englischen Schnellboote, in ihrer Gefechtstätig, feit stark beeinträchtigt, ab. Starker Qualm und Detonationen auf den englischen Booten zeigten die durchschlagende Wirkung der deutschen Schnellbootsalven, durch die die englischen Boote erheblich beschädigt wurden. Die deutschen Schnellbootsmänner zeigten auch in diesem Gefecht zwischen Schnellbooten im Feuer der Tommies ihren gewohnten Schneid und bewiesen, daß sie mit den Feuerwaffen genau so zu treffen verstehen wie sonst mit den Torpedos. ♦ Mie wir ergänzend erfahren, haben unsere Schnellboote vor dem Arkilleriegefecht mit eng- Md rß s die »>- [6«n * list Ä'J »l! LSI u,, te M »'n M ’ ti ’b«9 M n9 wuch 1 'Zchls le9 zur 2 des M m Subfti ner reijd Film oor y in te 'eften rlaus, B)jf • l'erendem k Ein weiuj f Qruppe 1 > ßetn Sporltanfq der >en dazu y lenauert smeistM smeisterstzi, BeisamNr- Der Wehrmachibericht. Berlin. 29.April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Griechenland stießen deutsche Truppen zur Säuberung des Peloponnes über Tripolis hinaus nach Süden vor. Italienische Kräfte besetzten die Insel Korfu und den Hafen Pre- v e z a in Epirus. Die Luftwaffe versenkte gestern in griechischen Gewässern fünf Handelsschiffe mit zusammen 18 600 BRT. und beschädigte eme Anzahl kleinerer Schisse. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht wieder wirkungsvoll den Hafen La V a l e t t oi auf der Insel Malta. Eine Bombe schwersten Kali- bers traf einen fireujer ber $oufl;amplon-6laffe mittschiffs. Ein Oellager und ein Handelsschiff wurden in Brand geworfen und weitere Bombentreffer in der Staatswerft und an Kai-Anlagen erzielt, ein anderer verband deutscher KampssiUt-zeuge griff den Flugplatz Venezia mit guter Wirkung an. In Nor.dafrika brachte ein von Truppen des deutschen Afrikakorps tief in den Feind hinemge- führte: Vorstoß den britischen Kräften n der Gegend von Sollum neue empfindliche Verluste bei. 3m Kampf gegen die britische Insel griffen in der ?7nckit mm 29 April stärkere Kampffliegerverbande ?en fir “g"f,af n p lymou.hbei guter Wf ast E? entstanden ;ahreiche ansgebreitete Brande und ^erfförunqen Außerdem wurde das Hafengeb,et von MYarmouth, eine Jabtitanloge an der schot- fliehen Ostküste, Kohlenumschlagshafen, Eisenbahn- !L >md Barackenlager im Gebiet um Veter- u «x »rfnlareich Mit Bomben belegt. Auf Nacht- head erfolgreich mn^ süt)ioeffcn 6er 3nfd !X“n BombCn inmitten zahlreicher abgeslellter r>ug'°ug° einea^ug^ge2n“"rn?*Xr ostwärts S.KÄ-.ä11-''-- b,W*i”Ä'«Tgenr q«n ta einen britischen 3äger schossen am geiirsgen^ H u öe5 mu. sterr°Spttfire bei der Annäherung an die hollän- selbstverständlich als Instrument ber proserbischen und progriechischen Westmächte. Nun hat, wie einst Alexander der Große von Mazedonien es tat, Adolf Hitler mit dem deutschen Schwert den gordischen Knoten zerhauen. Mazedonien befindet sich in deutschem und die bisher von Jugoslawien annektierten Gebiete nunmehr unter bulgarischem Schutz. Es ist klar, daß nicht nur die mazedonischen Bulgaren beglückt sind, sondern auch Sofia. Wie nach dem Krieg die Verhält- nisse im mazedonischen Raum endgültig gestaltet werden, steht naturgemäß noch dahin Aber eines ist sicher: diese Probleme ewiger Unruhe müssen .und werden gelöst werden? Die raumpolitischen, . । lebensgesetzlichen und völkischen Gegebenheiten wer- die Geschichte Mazedoniens bietet wenig ben einen gesunden und dauerhaften Ausgleich er- Anhalt: Es war immer ein umkämpfter ' ' ~ - •• ..... . ... Llmkämpftes Mazedonien Von uniprem R.-Benchtprstotter Generalfeldmarschall v. B r a u ch i t s ch auf einem j Feldflughafen in Nordgriechenland im Gespräch mit | General Stumme. — (PK.-Steeg. — Scherl-M.) Oie deutsche Gtaatsidee Zum 1. Mai Als der Führer am 1. Mai 1933 d i e Arbeit als Idee und Grundkraft des Reiches der Deutschen, des nationalsozialistischen Staates, verkündete, wurde den wenigsten bewußt, welche Tragweite dieser Gedanke besaß. Allmählich gestaltete diese Idee unser Leben als Volk um Sie packte es in der Tiefe und rief in ihm den guten Geist der Ordnung und Disziplin wach, der in der verschütteten Tiefe unseres arbeitssamen Volkes lebte. Die Arbeit wurde die Staatsidee der Deutschen. Mehr noch: sie wurde der Wertmesser auf allen Gebieten und nicht zuletzt auf dem wirtschaftlichen. Das vollzog sich ohne grundstürzende und gewaltsame Maßnahmen. Zug um Zug wurde die neue Ausrichtung vorgenommen, so wie die Notwendigkeit des Tages-es gebot. Aber immer tiefer drang das neue Denken und das neue Werten in die Seele unseres Volkes ein. „Arbeit" war ja in den Jahren der überhandnehmenden Arbeitslosigkeit ein ganz-besonderer Wertbegriff geworden: Arbeit bedeutete Leben für Millionen? Und nun gab ihnen der Führer Arbeit und damit Leben. So wuchs die Idee mit dem neuen Ethos und dem neuen Glück, arbeiten zu können, in unser erneuertes Leben hinein. Als dann der nationalsozialistische Währungs- gebaute: die Arbeit als wertschaffende Kraft und als Garant der Währung immer tiefer ins Volk drang, ahnte doch noch keiner so recht, was dieser Grundsatz und seine praktische Verwirklichung einmal für unser Schicksal bedeuten würde. Heute erleben wir es in einem alle Ahnungen und Erwartungen übertreffenden Maße. Die Ar- r h /»V l v III U y v V V ii i 1 *•/ U ö u l1 -inem ständigen Unruheherd, wobei sich oie 6o?>mäd)te jeweils hinter die verschiedenen Splitter pdern Raum stellten. Zweifellos ward die Meyr- jfol Mazedoniens bulgarisch nach Volkstum und Rililion; aber es gab auch Albanesen, Serben, Pichen, Türken, Walachen genug, daneben auch we „Spaniolen" — aus Spanien einst emigrierte Win. Saloniki hat den größten Prozentsatz jubv Bevölkerung aller griechischen Stabte, die iw> Gemeinde von „Thessalonich" ist bekanntlich fer alt — hier grünbete einst ber Apostel Paulus erste christliche Gemeinbe auf europäischem n. Lfcfang des 20. Jahrhunderts kamen die B al- «r fr fege, aber der Bukarester Friede von 1916 Nte Bulgarien nicht das mazedonische Land. « schielt nur einen kleinen Teil, in den Haupt- S] teilten sich Serbien und Griechenland >zm ^'lkrieg wurde Mazedonien von deutsch-bulgan- Wl Truppen besetzt: aber ber Friebe von Reu- machte bann alle bulgarischen Hoffnungen zu- "Ü2. Mazebonien blieb in seinem nörblichen Xeii dem neuen Staat ber Serben, Kroaten und wotüencn — von den mazebonischen Bulgaren also gar keine Rede — und in seinem südlichen *il kam es zu Griechenland. Die Folge waren bi rnde Unruhen unter der bulgarischen Bevolke- Acsmehrheit, die besonders unter der serbischen Fr schäft zu leiden hatte Der Genfer Volker- dem die Klagen vorgelegt wurden, versagte chdruck^mch mit Quellenangabe, verboten!) Sofia, Ende April 1941. I |IHU ----------- • , irSUv I MN Entwicklung Bulgariens: kulturell war eben . An w I pfebonien ein Teil Bulgariens durch alle Jahr- iM^rte hindurch. „ . •n. I 8if dem Berliner Kongreß, der eine Neuord- im Südosten Europas brachte, nachdem der pul in bas 19 Jahrhunbert hinein. Nigiös-kulturell kamen damit auch die mazedo- Bn Bulgaren auf Grund der osmanischen Ge- Mbung unter die Hirtengewalt des griechisch- irj)boxen Patriarchen von Konstantinopel: der kirpf zwischen der national-bulgarischen liid) e und der mehr internationalen griechi s ch- nt)o-boxen Kirche hat in gewissem Sinne eine llh lichkeit mit den religionspolitischen Kämpfen Bilgen römisch-katholischem Papsttum und natw- Mein Protestantismus im Abendland. Die gefchicht- W Einzelheiten sind zu kompliziert, als daß sie »Nahmen dieses Aufsatzes näher dargestellt wer- )c könnten. Kurz: als im Jahre 1876 sich der Man genötigt sah, in Konstantinopel noch em »Mil es, ein bulgarisches Exarchat zu er- Mn, da entschied sich die christliche Bevölkerung M damaligen türkischen Mazedonien mit großer I Ährljeit für den Anschluß an die bulgarische Hier- [ R? Alle diese mazedonischen Entwicklungen im I l^ahrhundert sind eng verbunden mit der poltd fik____ Fidhirpn mar eben iben W > dieser | Macht B i i 5 unser FB , nKrieges > vrühlfche UtttöerfttätsbnKferd R. Lange General-Anzeiger für Gberhessen Gietzen^chulftrafze 7-9 en und unter ihnen besonders die B u l g a - . auf dem Balkan sich niederließen, war Maze- ein besonders wichtiges Ziel chrer Aus- nng. Unter Zar Boris entwickelte sich das iirofi)ulgarifd)e Reich noch weit hinüber bis zur Mischen Küste. Um bas Jahr 1000 ebbte bie tiirifthe Welle roieber zurück: am längsten aber U e Mazebonien ber erneut vorbringenden oft» ii! chischen Macht Widerstand. Es war auch vH der politischen Entscheidung stark genug, um Ffiner christlichen Prägung bie prawoslawische tHudoxie, bie in Sprache, Schrift und Liturgie ai nal-bulgarisch war, zu bewahren. Im 14. Jah^ uiL’rt breitete das groß serbische R e i ch nut Macht bis nach Mazedonien aus, aber bann hm ber gewaltige Ansturm des Islam und der töten — und diese Herrschaft behauptete sich bis »ljabreong Ur. 102 Liitfini i a n 11 tt) naas und .veiertag^ Es® i Er L. »inAelnen Nummern - LW böberer Öieroah Ln nrctbaufdiluR 22.51 teä’J 1 i ' .......i ' ■ - ' "v-, M w U Wien bezahlte Agent, der den Anschlag auf Eisenbahnzug ausgeführt hat, befindet sich in den Bewegungen in italienischen Städten berüchtigt Sturm in Australien Organisation in Bulgarien ausgegeben haben. worden ist. Campbell war einer der britischen y» Das Regierungsblatt „Vecer" schreibt, unter dem einpeitscher bei der Regierung Simowitsch und h ein gerüttelt Maß Schuld an dem < ~*imenh Standgerichte in England ab«r Äff 1 ®a<$ versagen der Behörden in den von Luftangriffen betroffenen Gebitil Land sind, liche Wettspiele statt. hat." In Tokio wurde die eines De> Gii und fen. Oer italienische Bericht s an Oberleutnant und das vor das den ten, den. allem in Plymouth der Polizeiapparat t schwerste gestört worden war. Da die Dehj infolge ihrer Organisationsunfähigkeit vusl müssen jetzt Standgerichte eingesetzt d Oeffentlichkeit beschwichtigen. Von unserer Berliner Schnftlettung. Meine politische Nachrichten. Am 40. Geburtstag des Tenno fand eine Tr^ . v --- ------ hat sich bei der Norwegen- April richteten altwn hervorragend bewährt. Bei späteren Opera- eine Darstellung davon bekommt, welch große Geldmittel die Engländer für ihre Spionage. Auf Einladung des Reichsorganisuttonsle-iters d Ley traf der Leiter der spanischen Falang«*S?« dikate, Salvador Merino, an der Spitze Delegation in Berlin ein. Und was die großen Werke der deutschen Kunst anlangt, mit denen man im Westen diesseits und Plymouth w rb Evakuierungsgebikt Stockholm, 30. April. (Europapreß.) dem die Evakuierung von Plymouth von röfe Seiten, besonders von der Parlomentsvertrctml Lady Astor, die gleichzeitig Dberbürgermeiil;^ von Plymouth ist, verlangt wurde, erklärte der bri| tische Gesundheitsminister die Stadt als EvaW rungsgebiet. Es wurde angeordnet, daß fämh liche Schulkinder so schnell wie möglich od Plymouth evakuiert werden. Zum neuen Präsidenten der Republik Deut z u e l a wurde General Medina gewählt. 2W General hatte bisher das Ministerium für M und Marine inne. in den angegriffenen Bezirken schon am Morgen nach einem Angriff völlig normal verlause, ob. wohl in Wahrheit die Zustände in einigen englischen Städten nach den letzten deutschen Angrif. fen unhaltbar zu werden drohten. Die Hauptursache der Desorganisation und Zuchtlosigkeit liege in dem Versagen der Behörden. In Plymouth waren die Zerstörungen so groß, daß die zuständigen Stellen dem Obdachlosenproblem völlig hilflos gegenüberstanden. Die Verpflegung der Bevölkerung setzte Tage hindurch völlig aus. Das gleiche wird auch aus bestimmten Bezirken Londons berichtet, die zwei Tage nach dem letzten Luftangriff völlig ohne Verpflegung blieben. Nicht Fu bei hei wii evi sei, 801. Kr Kr Bulliit will einen Krieg riskieren. Von unserer Berliner Schriftleitunq. ist Feldts besonderes Verdienst, Feld! wurde m Sohn des Konteradmirals a. D. Feldt 1912 ijl Kiel geboren. Nach dreijähriger Seefahrtzeit fljL Segel- und Dampfschiffen der Handelsmarine mir nach einem einjährigen Besuch der See-fahrtsÄWI Hamburg trat Feldt 1935 in die Kriegsmarine imI Er war zunächst als Fähnrich, später als. Leutm zur See Wachoffizier auf Torpedobooten. 193 wurde ihm die Führung eines kleinen Kriegs^ zeugs für Spezialaufgaben übertragen. Spitr wurde er Schnellbootkommandant. Die britischen Umtriebe in Bulgarien Riesige Summen zur Vorbereitung eines Staatsstreichs. Sofia, 29. April. (Europapreß.) Der Chef der bulgarischen Polizei teilt mit, es sei festgestellt worden, daß die Eisenbahnkatastrophe, die sich vor einigen, Wochen bei Kalotina in der Nähe der früheren bulgarisch-jugoslawischen Grenze ereignet hat, auf ein Attentat englischer und jugoslawischer Agenten zurückzu- führen ist. Die bei diesem Anschlag verwendeten Sprengkörper waren englischen Ursprungs und von der gleichen Art, wie sie von den Engländern bei ähnlichen Attentaten in Norwegen und Rumänien verwendet wurden. Der von England und Jugosla- M 1 P'l tag L Leist IM tV V# kung Ada W w Cflef < ww Morte« MUH Heber perf J sie die s eigen kig em sich un lülifd) herben ! U eine I Weite hij nicht Merdii airbe to her »et Wen hb ffia1 hurten hebout i milden \ Der N nann .< Di ™os himfioii MW pk ha p: Kan liu'M ihmerat Daß d Mmur un ehi N Qi Stein ICberroe «beiter gutem C eis non Kreuzer erhielt Volltreffer von Bomben schweren Kalibers. 3n Nordafrika haben deutsche und italienische Flugzeuge in Tobruk zu wiederholten Malen Befestigungen und Batteriestellungen getroffen und feindliche Flugzeuge am Boden mit Maschinengewehrfeuer belegt. Im Gebiet von S o l l u m brach, ten italienisch-deutsche Aufklärungsabteilungen dem Feind empfindliche Verluste bei. In Ostafrika nichts Besonderes zu melden. Oie Generalkommission des Oreimächiepakies in einmal der Luftschutz und die Räumungsabteilvi gen erhielten ihre Rationen. Die Folge war, bo sich einzelne Leute zusammenschlossen, um gemeh sam etwas Eßbares irgendwo zu „requirieren1 Bald entstanden unter dem Deckmantel der Hilfe für hungernde Obdachlose Banden, die sysllnu tisch auf Raub und Plünderuna ausgingen. L fanden kaum irgendwelchen Widerstand, da M Die Hauptabteilungsleiterin der Reichsstrmist führung, Frau Dr. Else Worwerck, ist auf ei.il Reise durch Norwegen, um der norwegischen FrE bemegung mit Rat und Tat behilflich zu sein. Vor Australien steht gerade in diesen Tagen die bittere Erinnerung an das Jahr 1915, an das Ga l - lipoli-Unter nehmen, in dem vornehmlich auch australische Truppen bluten müssen, und für das gleichfalls Churchill die Verantwortung trägt. Der Weltkrieg hat Australien etwas mcchr als 00 000 junge Leute gekostet, abgesehen von den Verwundeten und Verkrüppelten. Der ganze fünfte Erdteil mit seinen knapp 7 Millionen Einwohnern fann sich die Wiederholung eines solchen Aderlasses nufyt gestatten, ohne dadurch in seiner Existenz ernst- lich gefährdet zu werden. Wieder ist es die Küste der Aegäis gewesen, an der Tausende von Austra- licrn zugrundegegangen sind und gehen. Man begreift allmählich in Sidney und Melbourne, in Brisbane und Adelaide, daß die Söhne Australiens die Opfer eines Verbrechens geworden sind, und daß eine schwere Verantwortung auf den Schultern der Schuldigen lastet. Churchill sucht die australische Störung mit einem regelrechten Bauernfängertrick auszuschalten. Nachdem aus der famosen Reichskonferenz nichts gewor- den ist, weil der Australier erklärte, er müsse unbedingt nach Hause, und der Kanadier die Teil- nähme überhaupt verweigert hatte, will er jetzt Menzies, den Kanadier Mackenzie King und den Südafrikaner Smuts in das engere Kriegs- f a b i n e 11 der englischen Regierung hineinnehmen. Das soll nach außen hin den Anschein erwecken, als sollten die Dominionsvertreter plötzlich der Ehre gewürdigt werden, an der Lenkung des britischen Schicksals maßgeblich mitzuwirken In Wirklichkeit ist es natürlich nichts anderes als der Versuch, angesichts der verzweifelten Lage Englands die volle Last der Verantwortung für die gesamte Katastrophenpolitik Churchills auf eine breitere Basis zu verlagern. Die Chefs der Dominien-Regierungen werden, wie das Beispiel Kanada zeigt, vermutlich bleiben, wo sie sind. Große Aufmerksamkeit in LlGA. Boston, 30. Avril. (DNB.-Funkspruch.) In amerikanischen Kreisen verfolgt man die Entwicklung der Stimmung in Australien mit großer Aufmerksamkeit. Die zahlreichen Erklärungen australischer Politiker, die sich in Loyalitälserklärunaen für das Mutterland und Churchill überbieten, haben in USA. nicht überzeugend gewirkt. Aus den auftra. lischon Ministerreden spreche doch die Angst vor der weiteren Entwicklung der öffentlichen Meinung in Australien. Man sehe in Canberra dem Zusammentritt des australischen Parlaments mit ernster Besorgnis entgegen, da die Oeffentlichkeit dringend verlange, daß man ihr vollständigen Aufschluß über Me Operationen der australischen Hände sein Lebensrecht immer wieder erkämpfen. Diese Arbeit hat einen Typus Deutscher geschaffen, der freilich anders geraten ist als gewisse Jobber- und Schmarotzertypen der westlichen Welt, mögen sie sich nun „Gentleman" oder sonstwie nennen. Dieser Deutsche der Arbeit ist in seinem innersten Wesen ein soldatischer Md n sch, dem das Gehorchen eine Ehre ist. Er verachtet die im Westen so verdächtig laut ge- priejene „Freiheit" des Individiuums, jene Pseudo- 0reihest, der man dann — mit einem zynischen ugenzwinkern wird es immer wieder versichert — die größten Vermögen verdankt. Diese „Freiheit" des Plünderns bedeutet bitterste Not und menschenunwürdiges Dasein für den Rest der Völker, für die Ausgeplünderten und Enterbten. Für diese Freiheit danken wir! Der chilenische Finanzminister hat dem Bätsch»^ ter Chiles in Washington mitgeteilt, daß Chile cif die von der USA.-Export- und Importbawk an botene Anleihe von 5 Millionen Dollar Verzicht dr die an die Anleihe geknüpften Bedingung^ nicht annehmbar seien. * Der ehemalige Chefredakteur des „Petit sien", Elie Bois, ist bei einem Bombardon^ Londons ums Leben gekommen. Bois, der jüdiM Abstammung ist, war zusammen mit PertinH Madame Tabouis und Bure einer der schling sten Kriegshetzer unter den französischen Iourr°1 listen. Er hat, wie nachträglich festgestellt nfli'W größere Geldsummen aus London bezogen. • Infolge der feindlichen Einstellung der Re^uM Panama haben die in dieser Republik ansässig Japaner, zumeist Kaufleute und Fischer, beschlosst^ das Staatsgebiet von Panama zu verlassen. Die eriti Gruppe dieser Japaner kehrt an Bord des Dampst" „Buenos Aires Maru" nach Japan zurück» Mit dem ganzen Hochmut der plutokratischen Kaste hat es die Regierung Churchill dahingebracht, daß der menschenleerste Erdteil, gleichzeitig bas menschenleerste britische Dominion, Australien, wie schon im Weltkriege vor Gallipoli jetzt auf dem Balkan und in Afrika die größten Blutopfer für den englischen Krieg zu tragen hat. In London denkt man zwar nicht daran, nun die Australier aus der vorderen Linie herauszuziehen und durch Engländer zu ersetzen. Aber man versucht, dem drohenden Konflikt mit dem entrüsteten Dominion durch kostenlose Mittelchen zu begegnen. Zunächst Hut man soviel beschwichtigende Telegramme nach Australien geschickt, daß schließlich der stellvertretende Ministerpräsident Fadden erklärte, man werde bis zum Siege weiterkämpfen. Inzwischen aber, während sich Ministerpräsident Menzies anschickt, nach Australien zurückzukehren, ist dort der Einpeitscher der Regierungskoalition gestorben, so daß die Regierungspartei jetzt nur noch eine einzige Stimme mehr als die Opposition hat. Die United Australian Party und die Country Party, auf die sie sich stützt, kann nur zu leicht von der Labour Party, die von Anfang an gegen eine Teilnahme am englischen Kriege war, die sich aber bisher abwartend verhalten hat, überstimmt werden. Die Labour Party verlangt jetzt kurz und bündig den Rücktritt der Regierung Menzies, sie erhärt, daß Menzies nicht der Mann sei, der die Autorität besitze, im Namen Australiens in London zu sprechen. Das Schicksal der Regierung hängt also an einem seidenen Faden — dies in einem Augenblick, in dem man sich in London überlegt, mit welchen langfristigen Versprechungen man weitere Kontingente australischer Truppen aus dem Dominion herauslocken kann. Wir erinnern daran, daß sich schon einmal australische Truppen im Heimathafen geweigert haben, an Bord zu gehen, und daß es vor drei Tagen in Singapore mutige Zusammenstöße zwischen australischen und indischen Truppen gegeben hat. Auf diesem Hintergründe spielt sich der kaum mehr latente Konflikt En gl and ^Australien ab, und es ist kein Wunder, wenn die australischen Missionschefs in Washington und Tokio ihre Regierung beschwören, diesem Zustande ein Ende zu machen, weil er in Amerika und Japan in breitester Oeffentlichkeit erörtert wird. des australischen Volkes infolge der Span n un g im Fernen Osten für eine Zu rückziehung der australischen Trup v en von europäischen und aftikanischen Kriegsschauplätzen ein treten. Australien verliere kostbares, unersetzliches Blut, das es zu Hause dringend notwendig habe. Bei einer Versammlung zur Gewährung von fünf Millionen Dollar für die China-Hilfe in Neuyork erklärte nun Bullitt, „daß China in gewissem Sinne die Westfront der USA." bilde und daß die Vereinigten Staaten zu ihrer Selbsterhaltung die Briten und Chinesen unterstützen müßten. „Wir dürfen nicht nur produzieren, sondern müssen auch liefern. Wenn wir zögern, werden wir unter* gehen. Die Chinesen führen ebenso wie die Briten Schlachten, die unsere Sicherheit bedeuten. Sie werden unseren Kampf nicht bestehen können, wenn sie nicht mehr Hilfe von den Vereinigten Staaten er* holten, als sie bisher empfangen haben. Im vergangenen Jahre hätten wir soviel produzieren müssen, als ob wir den Krieg führten. Wir haben nichts getan. Sogar jetzt noch dulden wir Verzögerungen und benehmen uns weiter so, als ob unser Motto jenseits des Ozeans so gern Handel treibt, so wissen Eisenbahnzug ausgesührt hat, befindet sich in den wir, daß auch sie jenem deutschen Genie der Arbeit Händen der bulgarischen Polizei. und des schaffenden Geistes entsprangen, das Jahr- In der Wohnung des Agenten Dirnitroff, tausende schon überdauert und immer wieder zum der zunächst in die jugoslawische Gesandtschaft ge- Staunen der Welt seine Offenbarungen spendet, flüchtet war und sich heute vielleicht noch in Vul- Die Welt nimmt sie zwar gern hin, aber sie muß garien verborgen hält, wurden bei einer Hauslernen, daß hinter diesen Gaben- ein Volk steht, suchung 280 000 Lewa in den Bettsäcken das endlich den Stolz gefunden hat, zu dem solche eingenäht gefunden. Bei der Durchsuchung an- Werke aus seinem Geist und Blut verpflichten. derer Wohnungen der verhafteten Agenten in an- Curt Holzel. deren Städten Bulgariens wurden ebenfalls viele -------- Hunderttausende von Lewa gesunden, so daß man tements für chemische Kriegführung bekanntgegel Zum Leiter ist Generalleutnant Mochijiri emo worden. maßgebender australischer und britischer Stellen! , ., on .f /<7.mro ,, , x enthüllen, daß ihre Wirkung auf die Bevölkerung ! fa 00 * $0. April. (DNB. Fsinkspruch.) Die nicht abzusehen (ei. Dazu komme, daß bereit- Kreise Achtung °°n Zimten Standgenchten in eng- v ' ■« -- - ' - lischen Bezirken, die das Ziel deutscher Luftangriffe , | wurden, hat in den Vereinigten Staaten größtes Aufsehen hervorgerufen und wird als ein Zeichen dafür angesehen, wie außerordentlich weitreichend die Wirkungen der deutschen Luftangriffe sind. Man war in USA. in keiner Weise auf derartige Maßnahmen vorbereitet, da die amtlichen englischen Berichte immer wieder hervorheben, daß das Leben das nämlich den Herren des westlichen Geldes erlauben würde, mit den Deutschen zu machen, was sie wollten. Einmal noch, im Jahre 1918, sind gewisse deutsche Kreise, von Juden und Marxisten verführt, darauf hereingefallen. Die Quittung war Versailles. Das ist aber nun endgültig vorbei! Der Führer hat es deutlich genug gesagt und bewiesen. Wenn man heute den plumpen Versuch wieder- statt und beweisen will, daß dieses nationalsozialistisches Deutschland der Arbeit nicht bas „wahre" Deutschland sei, so kann man das nur noch als eine armselige Zuflucht in überständige Propaganda- Methoden bezeichnen. Es fällt diesen Hetzern auf der anderen Seite nichts mehr ein. Bezeichnend ist das Eingeständnis gewisser Amerikaner, daß sie unzufrieden mit USA. seien, weil Amerika sich seiner „Mission" noch nicht gewachsen gezeigt habe. Denn Amerika habe nun einmal die Mission, der Wett ein amerikanisches Gesicht zu geben. Um dieses eigene Unvermögen —- diesen Mangel einer Idee zu verbergen, greift man immer wieder zu den alten abgetanen Methoden, den Deutschen zu versichern, sie seien gar nicht die Deutschen. Nun — den Beweis des Geaenteils geben heute die deutschen Waffen. Und diese Waffen und ihre Träger sind die leidhaftiae Darstellung des Deutschen, wie es in einem schweren Jahrhundert geworden ist. Deutschland hat den Reichtum der westlichen Völker und Reiche nicht gehabt. Es mußte sich durch Arbeit des Gei st es und der lüste trotz der überwältiaenden Erfolgc sicht der Führung und Der vorzüglich, jedes einzelnen Mc P pMi MX ■ re R In Valencia wurden wegen feindlicher W nen gegen den spanischen Staat 31 (England verhaftet, von denen ein Teil gegen ZasM von Geldstrafen und Stellung von Bürgschaflri vorläufig auf freien Fuß gefetzt worden ift Gin weiters Zahl trifft auf Anordnung des brltW Konsuls Abreiseoorbereitungen. pi ent-1 Das Ritterkreuz für verdienten Schnellbootkommandanten. ausländische Diplomaten und bezahlte Agents \ Versuch unternommen, Verbrechen gegen den bull rischen Staat zu organisieren. Ein Umsturz fei J bereitet worden. Wenn er geglückt wäre, Hölle j die schrecklichste Tragödie ereignet. In der H geschichte sei kaum ein ähnliches Beispiel zu f^. bei dem die einfachsten Grundgesetze des interna} nalen Rechtes in einer solchen Weise mißachtet y, den seien. Britischer Gesandter einem italienG, Torpedovoot in die Hand gcfaikn, Mailand, 28. April. (WB.) Der „S»J della Sera" meldet aus Belgrad, daß der enM Gesandte in Belgrad, Sir Ronald Campbel und der britische Militärattache, Oberstleutnant (f,| Clarke, die der jugoslawischen Regierung q ihrer Flucht gefolgt waren, von e u* m i talj, nischen Torpedoboot in dtWklldrii, Bord genommen worden fitflpo.ls sie O0 suchten, mit einem kleinen Dampfer Kreta yi fl reichen. An Bord des Schiffes befand sich auq amerikanische Journalist Brook, der durch tz Verbreitung falscher Nachrichten über reoolutimii Der frühere amerikanische Botschafter in Paris, Bullitt, hat durch seine amtliche Tätigkeit gezeigt, daß ihm jede Qualifikation als Diplomat und Politiker schlechthin fehlt. Er war noch nicht einmal imstande, einfache Tatbestände vichtlg zu erfassen, geschweige denn zu kombinieren; auf seine völlig unsachlichen und falschen Informationen ist ja die heutige Haltung Amerikas zum nicht geringen Teil zurückzuführen. U .V utiicmnen uns roener |O, als ov un er Molto Rom 29 Avril lEurvvavrek 1 «Xm Ralnrw Säf 'S W unicrTm Ltz d°- G'aÄ X UH und^Me,-^mi^°ll°n Jjitteta mS « rät Um rJTp Ä eÄ” b« -Iw Ä? lÄAW Ä rinV ju(ammenfaffenbe -ehren. " das Deutschland gegenüber ohnehin nicht verfängt Fragen, die unter den Bereich bes Drei* Aber er wird et LZ machtepaktes fallen. Alsdann wurden die Richillmen Vereinigten Staaten auüer im Wettkrienp' nn* nh> entworfen, die in Zukunft sowohl von der General- mah 'hien ebenbüSa^ S I kammission als auch von der militärischen und wirt- haben Im Welttrieac aber mar AineHk^nnrühm fmnMiungen. einer unblutigen Eroberung des Balkans nicht ge- , Stockholm, 29. April. (Europapreß.) Der worden fei. Die Deutschen hätten nämlich empfind- irische Dersorgungsminister wandte sich gegen Beuche Verluste gehabt. — Der „gewisse Trost' sei bingungen, bie Englanb und die Vereinigten Stoa- Mister Mackenzie King neidlos gegönnt. Allerdings ten in den Verhandlungen mit dem Derteidiaungs- sind die Folgen des englischen Einmischungsversuches Minister Aiken Irland zugemutet haben. Irland ganz anders ausgefallen, als sie Mackenzie King werde seine Hoheitsrechte nicht gegen Weizen, vorzutäuschen sich müht. Während die deutschen Ver- Tee, Kohle oder andere Waren d c r • t..n. k.. ......v T,' '^e dank der Um- t u s e n. Im übrigen habe Irland große Ein- uno oer vorzüglichen Ausbildung kaufe an Lebensmitteln getätigt und werde sie in .. , annes erfreulicherweise erstaunlich den nächstgelegenen neutralen Hosen befördern las- gering sind, scheiterte bas englische Bolkanabenteuer fen, um sie bann nach Möglichkeit von bort a u f klüglich, unb die zur Deckung ber Flucht der alt- eigenen Schis fen nach irischen Häfen zu schaf- englischen Truppen aufgeforberten Australier ‘ Neuseelänber mußten einen schweren Blutzoll richten. Schutze ber biplomatischen Exterritorialität unb i... ..... . Vertretung im britischen Kriegskabinett soll die Empörung der australiischen llnter Ausnutzung aller Mittel hatten Jugoslawiens. „ . ijrb?Ü5c penparabe in Tokio statt, an ber über 100 Panzer wagen und 500 Flugzeuge sowie zahlreiche Tcq ra| venverbände teilnahmen. Der Tenno nahm de Vorbeimarsch ber Garnison von Tokio in Begleiw vollf der japanischen Generalität und ber ausländisch Militchrattachös ab. In ganz Japan fanden riume, mer, PPe, Rtii 'ulomrn 3O'ö. f)_, Trotz ouch de Berlin, 29. April. (DNB.) Der Führer _ „ 1 Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieb Born 29.April. (DNB.) Der italienische Wehr- Ritterkreuz des Eisernen Kreuze Machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: zur See Feldt. Er hat sich b 3n den ersten Stunden des 28. ........... vcu,uvll. IFUUfen uperu« unsere Flugzeuge einen Tiefangriff gegen Honen hat er als Sckinellbootkommandont einen al ta und zerstörten öab.ei Kriegsmateriallager, feindlichen Zerstörer unb vier bewaffnet« feinbliche Flugzeuge bes beu djen Fliegerkorps setzten in der Handelsschiffe mit insgesamt 6100 BRT. versenkt Umgebung bes Wosserflugplatzes von Calafrana Auf vielen Feindunternehmungen zeigte er sich 5"^sche Wasserflugzeuae der Bauart Sünder- durch sein sehr gutes seemännisches Können und land durch Maschinengewehrfeuer in Brand. In der durch seine Kaltblütigkeit auch den schwierigsten Nacht zum »9. April bombardierten zahlreiche Der-1 Lagen gewachsen. So versenkte er als stellv^rtte- banöc des d e u t s ch en Fli ege rk 0 rps bie tenber Chef einer SchneUbootflottiUe mit feinem tjlotten- unb Luftstützpunkte von Malta. Es ent- Verband bei einem Vorstoß gegen die englische ftanben Brande und Explosionen. 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Der deutsche 10-km-Meister erzielte mit 2:30:33,6 einen neuen Weltrekord, der um fast VA Minuten besser als der Grittners aus dem Vorjahre ift ttit (Miq täitmungsobij .Folge oii,| men, um M „requiiij kmantel bei '»den, die ) nusgingtii Erstand, da । olizeiappM r. Da die & lnfähigkeit k te eingeschi gegen 5-7-Zim.-Wahn. zu tauschen ges. Schr. Ang. unt. 01504 a.d.G.A. äsationsM, der Spitz« Feldt mit! . Feld! V SeefaM andelsmam ter SeeW AriegsmaM •ater als. 2td rpebobooknl leinen fi'ritg lertragen. Ä L achn-t!- faiÄ eine Ä über 100 N > zahlreiche I Ecnno nahm ! okio in BtW der an?lW pan fanden!^ Höchste Leistungen durch Gozialgestaltung. Hhein-Mainische Musterbetriebe berichten von ihrem erfolgreichen Kriegseinfah Sas akademische Förderungswerk für den Frontsoldaten. Gut möbl. Zimmer möglichst Stadtmitte, von Dame sofort gesucht. Sckr. Ang. unt. 01514 a.d.G.A. In Gießens verkehrsreich., guter Lage ist eine Hofreite mit Laden, Garten, reichl.Neben- gebäudesofort zu verkaufen. 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Schaff' ner, die Mitglieder aller Fachgruppen des Na- tionaksozialistifchen Bundes Deutscher Technik (NSBDT.), die Vertreter der Kreisleitung und eine Reihe weiterer Gäste im Hörsaal des Chemi- schen Institutes der Universität Gießen zu einem Vortrag begrüßen. . Kreisamtsleiter Schaffner wies zu Beginn darauf hin, wie der Führer die Männer und die Schöpfungen unserer Technik in die deutsche Wehrmacht eingebaut und diese auch dadurch zur besten Wehrmacht der Welt gemacht hat. Darauf durften die Männer der Technik aller Fachrichtungen besonders stolz sein. Er erinnerte dann noch an die Auszeichnung einer Reihe von führenden Männern der Technik, mit dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition Dr.-Jng. Todt an der Spitze, durch den Führer und bezeichnete diese Auszeichnung als Ehrung für alle an den großen Leistungen der deutschen Technik beteiligten Mitarbeiter. hierauf hielt Bergrat a. D. Adams einen fesselnden Vortrag, in dem er anhand von Lichtbildern das Vorkommen, den Abbau und die Verhüttung des Eisensteins unter Berücksichtigung des Ueber- und Untertagebaues eingehend schilderte. Dabei betonte der Redner u. a. auch die hohe Anerkennung, die der Führer durch die von ihm gestellten Ausgaben für die Technik gerade im Kriege zum Ausdruck gebracht habe, die aber auch im weiten Ausmaß für die Nachkriegszeit gelten. Die Männer der Technik würden sich dieses Vertrauens des Führers stets würdig erweisen. Nach dem lebhaften Beifall der Hörer sprach Kreisamtsleiter Dipl.-Ing. Schaffner dem Vortragenden nach den herzlichen Dank der Versamm- limg aus. Strafkammer Gießen. Ueber die Kriegsarbeit im Portland Zement- werk Mainz-Weisenau schreibt der Betriebsführer: Die Berufserziehungsmahnahmen sowie die Ausbildung des Facharbeiternachwuchses im eigenen Lehrwerk und die Erwachsenenumschu- lung ermöglichten es, daß trotz Einberufung von igach. und Spezialarbeitern die freien Stellen automatisch von geeigneten Nachwuchskräften besetzt iwerden konnten. Die Einsetzung eines Werkarztes und eines Heilgehilfen sowie Einrichtung eines Ge- 'fundheitsraumes zeigen sich in dem außerordentlich niedrigen Krankenstand von 2,7 bis 3 v. h. im Jahresdurchschnitt. Die Werkküchenverpflegung wurde während des Krieges in Betrieb genommen. jDer Betrieb kümmert sich um Arbeitskleidung, ihr Waschen und ihre Instandsetzung. Neue Umkleide- und Waschräume mit zweckentsprechenden Spmden 'wurden geschaffen. Werkswohnungen wurden umgebaut und neu hergerichtet. Zum Selbstbebauen wurden neue Gartenanlagen hergerichtet. Der NS.-Musterbetrieb Dr.-Ing. Hans Hey- mann in Darmstadt wurde weiter ausge- b baut. Die Einstellung von Frauen vollzog sich rev- bunaslos. Die Ausbildung der Lehrlinge wurde intensiviert. Seit Jahren hat der Betrieb einen gemeinsamen Mittagstisch. Die Werksküche liefert eine »oute Hausmannskost. Zur Zeit werden an Stelle des Kameradschaftszimmers und der Küche größere Räume eingerichtet, in denen em ^legsverletzter Kamerad als Wirtschaftsleiter eingesetzt ist. Daß die Aufwendungen für die Heranbildung des < Nachwuchses eine gute Kapitalanlage sind, auf die i man eher zurückgreifen mußte als man glaubte zeigt auch der Bericht des Betriebsfuhrers der Steinwerke M e y s 8- So. Luckenbach > (Dberroeftermalb). Da ein großer Teil der Facharbeiter eingezogen ist, wurde der Nachwuchs mit j gutem Erfolg früher in die Produktion eingerollt, als normal. Durch die Herrichtung von troctenen < Arbeitsplätzen, Trockenräumen sur Arbeitskleidung, j geschlossene Kipperbuden usw. ist die Krankenziffer ! auf das geringste Maß heruntergedrucki- worden. _ J In der M eiferet Zell (Odenwald) haben sich Kdie vollständige Verpflegung, Stellung einer emhelt- I lüften Arbeitskleidung, Schlaf-, Wasch- und Bade^ I räume, Gefolgschaft- und Leseraum, Krankenzimmer, Betreuung durch den Betriebsart, Werkfrauen- | gruppe Betriebsschwimmbad und Sportplatz — in - den Kriegszeiten erst richtig bewährt. Die neu hm- zukommenden Arbeitskameraden werden m me|e Gemeinschaft eingegliedert. So war es möglich, eine 30-v. h.-Mehrerzeugung zu erreichen. Trotz der krieasbedingten Schwierigkeiten lauft auch der Betrieb der Dyckerhoff Port! and - Zementwerke in Mainz-Amöneburg reibungslos weiter. Die Werkbeköstigung wurde weiter aus- gebaut und wird von Arbeitern und Angestellten gemeinsam eingenommen. Außerdem steht zu jeder ^ages- und Nachtzeit ein warmes Teegetränk unentgeltlich zur Verfügung. Jedes Gefolgschaftsmitglied erhält eine Geldprämie, wenn fein Bezirk in einer festgesetzten Zeit unfallfrei bleibt. Die Beratungsstunden des Betriebsarztes werden rege aufgesucht. Sanitätsräume mit heil- und Bestrahlungsapparaten geben dem Arzt die Möglichkeit, Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. So gelang es, die Kranken- zahl zeitweise bis auf 2 v. h. zu senken. Die Berufserziehungsmaßnahmen wurden erweitert. Das betriebliche Vorschlagswesen führte zu Verbesserungen, für die die Gefolgschaftsmitglieder eine Belohnung erhielten. Jetzt wird die heirats- und Geburtenbeihilfe eingeführt. Mit den einberufenen Arbeitskameraden wird enge Verbindung aufrechterhalten. Bei der Nassauischen Landesbank in Wiesbaden wurden gute Erfahrungen mit den weiblichen Arbeitskräften gemacht, die sich an Buchungsmaschinen, Kontrollposten, im Schalterverkehr und als Kassiererinnen bewährt haben. Durch Lehrlingsschulung gelang es, die Jugendlichen schon bald zu guten Mitarbeitern heranzuziehen. Die weiblichen Anfängerinnen nahmen rege an den Fachkursen der Deutschen Arbeitsfront teil. Der Gesundheitszustand ist besonders günstig, was auf die regelmäßige Verteilung von Medikamenten, die Schaffung gesunder und Heller Arbeitsräume, die staubfreie Lagerung der Akten, die systematische Durchlüftung der Arbeitsräume zurückzuführen ist. In der Landesbankstelle Frankfurt am Main besteht eine Betriebsküche. In den anderen ermöglichte die Mittagspause den Gefolgschaftsmitgliedern, das Mittagessen zu Hause einzunehmen. Die Schaffung von Duschräumen wurde beendet. Das Werk Frankfurt am Main der Chemisch- Pharmazeutischen A.G. Bad Homburg hat eine große Zahl von Gefolgschastsmitgliedern in sein Patendorf Arnoldshain (Taunus) in Erholungsurlaub geschickt. In besonderem Maße hat sich jetzt, wo viele Väter von ihrer Familie abwesend sind, die Patenschaft für Jugendliche bewährt. Durch die Mithilfe der Sozialen Betriebsarbeiterin wurde die häusliche soziale Belreuungsardeit durchgeführt. Beste Arbeitsdisziplin und Bereitschaft zur Höchstleistung hebt der Betriebsführer von Winklers Verlag in Darmstadt hervor. Zur Kennzeichnung des Geistes in feinem Betrieb nennt er folgendes Beispiel: „Bei Erkrankung eines Offsetdruckers übernimmt ohne jede Aufforderung ein anderer Drucker die Offsetmaschine des erkrankten Arbeitskameraden (Rotationsmaschine) zu seiner hinzu, bedient also zugleich zwei große Ofsset- maschinen und vermeidet dadurch, daß die Produktion einer Höchstleistungsmaschine für 200 und mehr Arbeitsstunden ausfällt. Um den verheirateten Frauen Gelegenheit für ihre Besorgungen zu geben, wurde neben dem freien Samstagnachmittag an einem weiteren Wochentag Frühschluß eingerichtet. Eine Werkftauengruppe wurde gebildet. So haben die Nationalsozialistischen Musterbetriebe im Rhein-Main-Gebiet die im Frieden begonnene Arbeit auch im Kriege mit gutem Erfolg fortgesetzt und konnten dabei die an sie gestellten wirtschaftlichen Anforderungen zuverlässig erfüllen. Der Erfolg bei der Bewährungsprobe des Krieges hat bewiesen, daß beste Sozialgestaltung auch beste Wirtschaftsentfaltung bedeutet. Der Leistungskampf der deutschen Betriebe ist so ein wertvoller Baustein für die Widerstandskraft unserer inneren Front im totalen Krieg gegen die Feinde der deutschen Arbeit und der deutschen Freiheit. Vier Männer aus W. waren angeklagt, in der Nacht zum 28. Februar in W. gemeinschaftlich und vorsätzlich einen Landstreicher S. körperlich mißhandelt und dadurch den Tod des S. veranlaßt zu haben. Einem weiter Mann aus W. wurde vorgeworfen, er habe die Tat veranlaßt. Die Angeklagten waren im wesentlichen geständig, sie glaubten aber mit Rücksicht auf die krassen sittenlosen Zu- stände bei der Frauensperson, bei der der S. öfters und so auch am Tage der Tat wieder nachts kam- piert hatte, im Interesse der Dorfgemeinschaft zu ihrem Vorgehen berechtigt zu sein. Die Sachver- ständigen gaben übereinstimmend der Ansicht Aus- druck, daß bei dem Gesundheitszustand des S. der Tod doch in absehbarer Zeit eingetreten wäre. Mit Bestimmtheit könne nicht gesagt werden, daß der Tod infolge der Mißhandlung beschleunigt worden wäre. Der Anklagevertreter betonte, es handle sich um eine schwere Tat, doch seien den Angeklagten unter Berücksichtigung der ganzen Verhältnisse mil- dernde Umstände zuzubilligen. Verurteilung müsse erfolgen, wenn auch nur wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung bzw. Anstiftung hierzu. Es wurden folgende Gefängisstrafen beantragt: sechs Monate bzw. fünf Monate bzw. je drei Mo- nate und sechs Monate Gefängnis. Hie Verteidiger führten aus, wenn der S. nicht gestorben märe, bann wäre wegen dieses Vorganges nie eine Anklage gekommen. Eine Anstiftung zur Tat liege nicht vor. Das Dorf hätte von dem Gesindel, das sich im Hause der Frauensperson fortgesetzt em- fanb, befreit worden sollen. Zwei Angeklagte wur- den wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu je drei Monaten, zwei Angeklagte zu je zwei Monaten, ein weiterer Angeklagter wegen Anstiftung ebenfalls zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde in vollem Umfange angerechnet. Der Haftbefehl wurde ausgehoben. In der Urteilsbegründung wurde betont, me Iustände im Hause der Frauensperson hatten schon längst beseitigt werden müssen. Die Angeklagten hätten sich nicht strafbar zu machen brauchen, wenn die öffentliches Aergernis erregenden Zustande bei Zeiten abgeftellt worden wären. Die seitherige Un- beschottenheit der Angeklagten wirkte strafmildernd. NSG. Zum Nationalen Feiertag des deutschen . Boltes am ersten Mai zieht die Deutsche Ar- , e i t s f r o n t ihre Erfolgsbilanz im Rahmen des ^ekstungskampfes der deutschen Betriebe. Neue Berede erhalten vom Führer mit der Auszeichnung jls Nationalsozialistischer Musterbetrieb bas Recht an Führung der goldenen Fahne der DAF. Unser Bauleiter wird alte Gaudiplome für hervorragende Wungen erneuern und neue verleihen. Leistungs- ibzeichen für Erfolge auf einzelnen Gebieten natio- lalsozialistischer Sozialpolitik werden anerkannt. In »iesem Augenblick interessiert uns die Antwort auf )ie Frage, welche Möglichkeiten sozialpolitischer Gestaltung in dem heutigen Zeitpunkt bestehen, der in unseren Betrieben höch- len Einsatz und größte Leistung erfor- »ert, um den höchstmöglichen Beitrag für )en' heutigen Sieg zu geben. Wir haben daher pie BettWsführer der Nationalsozialistischen Mu- fterbetrieb'e im Rhein-Main-Gebiet gebeten, uns jber ihre Erfahrungen zu berichten. Der Betriebsführer der Deutschen Milchige rke in Zwingen berg (Bergstraße) hebt i hervor, daß der politische Stoßtrupp in seinem | betrieb einen wesentlichen Anteil an der Aufklä- -ung der Gefolgschaft hat und auf diese Weise zur Steigerung der Arbeitsleistung beiträgt. Die sozia- [ en Leistungen wurden beibehalten. Mit zu der Jahne einberufenen Arbeitskameraden steht die Be- mebsgemeinschast in enger Fühlung. Bei der (Ein« ckellung zahlreicher neuer Arbeitskräfte wurde erdicht, daß Unfälle sowie Verluste an Zeit und Ma- cerial vermieden wurden. Die Ausbildung des Nachwuchses erfolgt mit größter Sorgfalt. Während der Arbeitspausen stechen den Gefolgschaftsmitgliedern I die Gartenanlagen des Werkes zur Verfügung. Jns- kbesondere das Schwimmbad erfreut sich einer regen IBenutzung. Wanderungen und Radfahrten führen 8 die Gefolgschaft in die Natur hinaus. WW Wien Liieren nad) ver Naturschuyverordnung vom 18. Mär 1 1936 (Rcs EL I Seite 181) und den erqänzrnden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W Weder, o. ö. Prof, der Rechte und Refereni im Reich»- und Preußischen Ministerium für Wiljenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoeniihen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz Gebunden RM. ?,60. Bestellungen durch alleBuchha-id ungen I öuso BetmüöiR s«laa.Betiin£toietf. Teiche Vorteile Ihnen ,,Kufehe“ bietet? Verdauun$sbeiJwerden fibt et h V IU die Kinder „erden froh und zufrieden, nehmen bekommen fe.le.Fleisd. undgeeunde Knocken. C,eben O-= Ihrem Kind „Kufeke", Sie „erden zufrieden .ein. Irimrjacke Gr. 40 42, sehr gut erhalt.preiswert abzugeben. Näheres in der Geschäftsstelle b. Gieß. Anz. oisio Familiendrucksachei Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeiger Geburtsanzeigen Hi Brübl. Schulstr.? tuna ei"" 1fl bekaiE K-chijin 51 »'S W Gebrauchter VMM zu kaufen gesucht. 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Schwestern für ihre Pflege, dem Herrn Thibaut für seine fürsorgliche Hilfe, dem Reichstreubund ehern. Berufssoldaten, den Berufskameraden des Hauptzollamte un er Kriegerkameradschaft 1874 für die ehrenden Worte und Kranzniederlegung. Frau Käthe Mohr und Kinder. Gießen (Am Kugelberg 31), Kassel, den 29. April 19«. 01505 Für’die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir herzlichen Kriegsteilnehmer, die über zwei Jahre aktiven Wehrdienst, davon mindestens '/r Jahr während des Krieges, geleistet haben, erhalten neben der Jöcr* gütung laufend Unterhaltungszuschüsse für V< der Ausbildungszeit (fehlenden Ausbildunas- zeit), diejenigen, die über 3Vz Jahre aktiven Wehr- )ienst, davon mindestens zwei Jahre während des Krieges, geleistet haben, erhalten Unterhaltungszu- chüsfe für die gesamte Ausbildungszeit (fchlende Ausbildungszeit). Versehrte der Versehrtenstufe II und III erhalten Unterhaltszuschüsse für die gesamte Dauer der Ausbildungszeit (fehlende Aus- bildungszett) auch dann, wenn die zeitlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Die Zahlung des Unterhaltszuschusses erstreckt sich ferner auf die für einzelne Studienzweige vorgesehene praktische Ausbildungszeit vor Beginn des Studiums, während des Studiums oder nach bestandener Abschlußprüfung. Kriegsteilnehmern während dieser praktischen Ausbildungszeit gewährte laufende Bar- vergünsttgungen werden auf den Unterhaltszuschuh an gerechnet. Der Unterhaltszuschuß beträgt m o - natlich 50.— Reichsmark. Er erhöht sich auf monatlich 10 0— Reichsmark für die Ausbildungszeit außerhalb des cheimator- t e s für die Dauer von vier Monaten je Semester. lieber diese Vergünstigungen hinaus können stu- inerende Kriegsteilnehmer bei nachgewiesener Bedürftigkeit und beim Vor liegen der übrigen Voraussetzungen durch die bestehenden Einrichtungen wirtschaftlich gefördert werden. Für diese Förderungen kommen auch solche Studenten in Frage, die die Vergünstigung nicht erhalten können, weil sie die zettlichen Voraussetzungen nicht erfüllen. Dies gilt für die Gebührenerlässe. Hierbei sind Kriegstellnehmer älterer Geburtenjahrgänge vorzugsweise zu berücksichtigen. Die Betreuung der Kriegsteilnehmer ist eine der wichtigsten Aufgaben der Hochschulen. Der Rektor trifft die notwendigen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Studentenführung und dem örtlichen Studentenwerk. Der Rektor kann zu seiner Unterstützung geeignete Personen des Lehrkörpers : und der Assistentenschaft der Hochschule — die nach . Möglichkeit selbst Kriegsteilnehmer sein sollen — Danzig, 29. April. (DNB.) In der Aula der Technischen Hochschule fand die Uebernahme der Technischen Hochschule Danzig und der medizini- . schen Akademie in die unmittelbare Verwaltung < des Reiches durch den Reichsminister Rust statt. Er verkündete bei dieser Gelegenheit einen Erlaß zur Förderung der Kriegsteilnehmer bei der Durchführung des Studiums an wissenschaftlichen Hochschulen. Mehr als 30 000 Studenten stünden heute in der deutschen Wehrmacht. Im ganzen würden 100 000 Abiturienten, die jetzt an der Front stehen, nach dem Kriege zu den deutschen Hochschulen streben. Es gelte, alle diese Kräfte dem akademischen Beruf zu erhalten und zu verhindern, daß sie möglicherweise aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus Berufe ergriffen, die ihre dem Volk wertvollen Fähigkeiten nicht voll ausnutzten. Es dürfte namentlich keinen Verwundeten geben, dem nicht der Lebensweg gesichert werde. Der Erlaß zur Förderung der Kriegsteilnehmer sieht folgende Regelung vor: Kriegsteilnehmer, die über zwei Jahre Wehrdienst, davon mindestens 1/2 Jahr während des Krieges geleistet haben, erhalten Gebührenbefteiung für V« der Studienzeit (restliche Studienzeit). Kriegsteilnehmer, die über 2*/2 Jahre aktiven Wehrdienst, davon mindestens 1 Jahr während des Krieges, geleistet haben, erhalten Gebührenbefreiung für die Hälfte der Studienzeit. (Restliche Studienzeit). Kriegsteilnehmer, die über drei Jahre aktiv Wehrdienst, davon mindestens IV2 Jahre während des Krieges, geleistet haben, erhalten Gebührenbefreiung für Dreipier-' tel der Studienzeit. (Restliche Studienzett). Kriegsteilnehmer, die über 3'/- Jahre aktiv Wehrdienst, davon mindestens zwei Jahre während des Krieges geleistet haben, erhalten Gebuhrenbefremng für'die gesamte Studienzeit (fehlende Studienzeit). Bei der Befreiung von den Prüfungsgebühren tritt die gleiche Staffelung ein. Eine Befreiung von Promotionsgebühren tritt nur m den Studienqebieten ein, in denen die Promotion üblicherweise den Abschluß des Studiums bedeutet. Die Bestimmungen gelten entsprechend für Frauen und Kinder gefallener und an den Folgen einer Wehidienstbeschadigung verstorbener Kriegsteilnehmer für die gesamte Dauer der Studienzeit. ________ [ Empfehlungen] i Ihre Geschäfts* Drucksachen •teilen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt »Ich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Beachäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen preiswert I Brtlhl’sehe Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 [Verschiedenes IA-TO- lastwaHeo monatlich eine Woche m.Fahrer zu vermieten. Schr. Ang. unt. 2015V a.d.G.A. Spaniel-Hündin vom Gießener Bahnhof beim Umlaöen am 17. März entlaufen. 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Die Stellung ist nicht । L-.A * SX><^ »in frfmrfor Wirf — Sie sah den Vetter ihres verstorbenen Man'les neugierig. „Auf einer Probe, sagst Bauingenieur aus Brettern herum, die nicht seine H-ciruyiruer letzte Punkt ßamkeit. Sie Auch schmutzige Arbeitshände reinigt Griechische Götter und Helden in Gießen Wiedergaben klassischer Bildhauerkunst im Vorlesungsgebäude. und ein Jahr später fuhren sie in Achtzylinderwagen. Ts gab eine Periode in Polas eigenem Dasein — nein, Kleider bedeuten weniger als nichts. Die stürmisch vorwärtsschreitenden Ereignisse auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz haben die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich gezogen. Sie lenken den Blick auch — es war in der letzten Ausgabe unserer Familienblätter schon davon die Rede — wieder einmal aus die große und reiche kulturelle Vergangenheit jener klassischen Schauplätze, die mit den Namen des Olympos und der Thermopylen, des Peloponnes und der Städte Korinth und Athen, um nur einige der berühmtesten anzuziehen, heute in aller Munde sind. Mancher, der die letzten Wehrmachtberichte las und die jüngsten Sondermeldungen hörte, mag, verlockt von dem Versuch, eine Brücke zu bauen in Gedanken und Betrachtungen aus der brausenden Gegenwart über Jahrtausende hinweg in die klassische Der- gangenhett, nach langer Zeit wieder einmal im Homer geblättert oder die Dramen der griechischen Tragiker aufgeschlagen haben; mancher mag auch bedauert haben, daß ihm heute und hier der Weg versperrt ist, der in andern Städten zu den Sammlungen großer antiker bildender Kunst führt, wie etwa zum Pergamon-Altar in Berlin. Wem aber das Original in Deutschland (und im griechischen Ursprungslande erst recht) nicht zugänglich ist, der mag sich gerade heute bewogen fühlen, einen Blick in eine Sammlung zu werfen, die noch nicht sehr lange allgemein zugänglich und auch für uns bequem zu erreichen ist: wir meinen den kürz- lich geschaffenen Oberlicht-Saal im Dorlesungsgebäude unserer Universität, der — wie seinerzeit berichtet — mit der repräsentativen Um- und Ausgestaltung des Vorlesungsgebäudes seiner Bestimmung übergeben worden ist: hier ist ein Teil der vom Archäologischen Institut verwalteten Sammlung von Abgüssen klassischer griechischer Bildhauerkunst untergebracht, die vordem nur ganz vereinzelt (rechts und links vvm Haupteingang) ausgestellt waren und gezeigt werden konnten, während andere Bestände aus Raumgründen magaziniert bleiben mußten. Paul blieb etwas kühl, der Glücksfall schien ihn nicht zu überwältigen. „Sie hätte an eine Schlechtere kommen können", sagte er pratttsch, „aber wie ist das, Gerda? Wirst du deine Wohnung aufgeben und bei der Luckner leben? Du warst doch noch nie Schriftsteller Martin spielte, war die sicherste Ge- währ dafür gegeben, daß dieser wunderliche Ilie- bende und Dichtende so erschien, wie er gedacht war: so ttotzig, ablehnend, verbockt und wirklichkeitsfern, wie Dachstuben-Poeten sonst fast nur noch in Vil« derbüchern vorkommen, aber auch so glückstrahlend, befreit und verwandelt wie ein Märchenprinz zum Schluß. Hannelore Hinkel (Karin) setzte.sich mit hingebender Geduld, weiblicher List und Zärtlichkeit für ihre delikate Aufgabe ein. Anneliese Garbe und Herr Eberhard Kratz machten mit munterer Geschäftigkeit das zweite Paar. Es gibt sogar noch ein drittes: Herr Reuter spielte einen phanta- stischen Dramaturgen und Hilde Kneip das verführerische Fräulein Eline. Herr E r n st machte mtt vieler Natürlichkeit den Intendanten, wie man sich ihn oorstellt. Die Herren ßa p orte (in einer hübsch ausgeführten Chargenrolle) und Schneider« F a c i u s vervollständigten das Ensemble. — Das vollbesetzte Haus bestätigte mit ausdauernden Beifallskundgebungen, Blumen und anderen Gaben dem Autor einen ausgesprochenen Erfolg. Hans Thyriot Alleinhersteller:P.3qs.M Seifenfabriken. Giessen in Stellung." „Ich habe keine eigene Wohnung — schon lange nicht mehr. Seit vierzehn Monaten wohne ich zur „jvcu.iH vu die Luckner schon lange, Paul?" „Vor zwei Jahren sah ich sie auf einer Probe Stirn und versuchte die letzte Stunde zurückzuholen, ' ■ auf ja und, Denk dir Paul", sie drückte die Hand an die Welt bedeuten?" . *«.. «.•_ «.1.L, r-.x.—k- I Paul ging nicht auf den leisen Spott in Gerdas Worten ein. „Damals wurde der Umbau des ganzen Bühnenhauses geplant, man wollte mir die Leitung geben, wollte, sage ich, es wurde nichts daraus, aber die Luckner lernte ich kennen, als ich die Vorarbeiten machte. Seitdem verfolgt sie mich mit diesem Garagenbau, kein angenehmer Auftrag, aber er trägt wenigstens etwas Geld." Paul trank den Rest seines Kaffees aus, zündete sich eine neue Zigarette an und schwieg. „Dann werden wir uns öfters sehen, Paul, bas freut mich. Das Haus ist so groß und so fremd, es ist gut, daß man hin und wieder einen Menschen 67 5. Aus der Stadt Gießen Oie Glücksmänner. ÄTS £ Sr« w - zweites Paar, ebenfalls vom Theater, und die Vertauschung übers Streu* dient nicht nur von alters her dem Lustspiel, sondern fördert auch die Chancen von Martins Stück im Theaterbüro. Gottlob stellt sich die Eifersucht, hüben wie drüben, als unbegründet heraus, und die beiden getrennten Liebenden gestehen nächtlicherweile, bei Mond- und Laternenschein, nicht ohne alkoholische Beschwingtheit, daß sie im Grunde ihres Herzens nicht den gegenwärtigen, sondern den leider abwesenden Partner meinen. Wenn sie sichs zuletzt selber sagen können, ist die Frucht des beliebten Verwechslungsspieles prächtig gereift, und ehe die Verlobungsfeier beginnt, erscheint, zwar unter falschem Namen zunächst, aber es ist doch wie im Märchen, der Intendant persönlich bei dem verbiesterten Dichter und zückt wahrhaftig einen Scheck mit Vorschuß — nicht ohne freilich ihm zuvor einen lehrreichen Vortrag über Illusion und Wirklichkeit gehalten zu haben. Aber dann ist der Bann endlich gebrochen, und der geheilte Martin wird nach zweimaligem Klopfen zur endgültigen Versöhnung nebenan vorgelassen. (Die Premiere ist in vier Wochen.) — Die Bezeichnung der fünf Bilder als Komödie erscheint etwas anspruchsvoll, wenn man davon überzeugt ist, daß die echten Komödien in deutscher Sprache rar und noch immer etwa an den Fingern beider Hände herzuzählen sind; aber auch ein unterhaltsames Lustspiel zu machen, ist durchaus verdienstvoll (und das Publikum unterhielt sich sichtlich ungemein). Der Dialog fließt munter, wenn auch stellenweise ein wenig künstlich hergerichtet; eine gewisse Differenzierung (die Sätze eines Obers in der Bar müßten sich von denen eines Dramaturgen, selbst wenn er auf hohen Touren läuft, etwas abheben) würde u. E- dem Stück ebenso zugute kommen wie eine Verkürzung des Textes, vor allem im ersten und letzten Bilde. — Wirkungen. “ Herr Caninenberg auch persönlich den Nach kurzer Unterbrechung erscheinen die Glücks- manner die für das Kriegs-Winterhilfswerk des v-utschen Volkes bis in die ersten Tage des März ,n ihrer grauen Uniform gearbeitet haben, am ■ ffllai erneut, um dem Aufruf des Führers, beim ■) Kriegshilfswerk mitzuhelfen, Folge zu leisten, ^luch die Glücksmänner wollen dazu beitragen, das sul che Volk mehr denn je zur freudigen Hilfs- ihereiHdjaft für das große Werk zu vereinen. Die Reichslotterie für das Kriegshilfswerk wird nieder als Losbrief-Lotterie mit sofortigem Gewinn- .„tscheid durchgeführt. In 8 Reihen werden ins- .refamt 8 000 000 Gewinne und Prämien ausge- j!vielt Fiir 0,50 RM. kann man sofort 1000 RM. gewinnen, abgesehen von den vielen Gewinnen zu *00 100, 50 RM. und der großen Anzahl kleinerer «Gewinne. An jedem Los befindet sich wieder ein iPrämienschein. 21m 30. August 1941 werden in jeder •'Reibe eine Sonderprämie zu 5000 RM. und Prämien zu 500 RM. und 100 RM. verlost. Insgesamt »allen auf die Prämienlose Prämien im Werte von 108 000 RM. Prämienlose also gut aufbewahren, Nenn mancher hat sich schon durch leichtfertige Behandlung feines Prämienloses um sein Glück gebracht. Der Prämienschein hat auch in diesem Jahr mieder einen Kontrollstempel, der den Gewinn oder Das „Nicht" des Loses wiederholt, so daß die Gewinnauszahlung unter doppelter Kontrolle erfolgt. Bornottzen Tageskalender für Mittwoch. Hans Caninenberg: „Zweimal klopfen" Uraufführung am Gießener Stadttheater. jOerr Caninenberg, Held und Liebhaber am Stadttheater, stellte sich gestern abend auch als Autor vor. Das Stück heißt „Zweimal klopfen" und spielt im Umkreise des Theaters, in einer topfjäre also, in welcher der Verfasser sich zu Hause fühlen muß. Es ist nicht uninteressant, zu erfahren, wie ein Schauspieler das beliebte Milieu sieht und wiedergibt. Die Hauptperson ist aber diesmal ein Außenseiter, ein junger Mann nämlich, der ein Stück schreibt und damit nicht zu Rande kommt, weil er ein etwas schwieriges Talent ist und leider in feiner Dachkammer nicht in der Wirklichkeit lebt, deren auch ein Dichter nicht ganz ermangeln kann. Ein Glück, daß neben seiner Kammer eine zweite Kammer liegt, in welcher eine junge Schauspielerin wohnt. Natürlich lieben sich die beiden. (Zweimal klopfen an der Verbindungstür ist ihr geheimes Signal: daher der Name.) Das Fräulein Karin hat es mit Herrn Martin nicht leicht, aber weil sie ihn liebt und an ihn glaubt und etwas für ihn tun will, greift fie zu einem Mittel, das sonst auf der Bühne in der Regel andern Zwecken dient: sie macht ihn eifersüchtig. Dies hat den verblüffenden Erfolg, daß Martin aus den Wolken fällt, zum Leden erwacht und fein Stück zu Ende schreibt. Außerdem ergibt sich mit Naturnotwendigkeit ein —----—,,— Es xeiate sich basi er rächt viel Wert daraus i morgens bis abends hätte ich anhören müssen, so SÄÄer fra tua Ä fr iÄI loI, ffewZ OutfnTr zu gehen, obwohl sei es, wenn man mit einem Geiger in die Welt abzuschutteln. Aber das war nuyt zo unajr y Gleicht ein Bauauftrag in Aussicht stand. > ziehe! Dann wäre wieder em gewisser heirats« fc0?1Clcf> fd5n>aÖsnbe :ebl(er wollte mt ® zur ö unteHrdische Garage sollte es sein, die Sän- luftiger Schuldirektor aus Detmold aufs Tapet ge« Feier des erfolgreichen Tages m em (Safe. (£r ^r, das alte Haus , kommen, na - und so weiter." selbst war heute ftel ,4 ^rminieren und eine Garage darunter zu „Nein", sagte sie und hatte die Augen weit offen, rV,ß!5?ßr^^errä^h.Ä °in?'Ar? nack-1 schieben Schau, da soll der Zwölfzylinder später i „ich bin immer noch Nicht so weit, um dem ver- schnurstracks nach Hause. Ich habe eine Art nad) Kj) fahren" I säumten Schuldirektor nachzuweinen. Ich bin noch ttagliches Lampenfieber, -ich mochte mich sch , ( ^ute weiter erklären, aber Gerda mochte immer nicht gewitzigt, es kommt mir noch immer ■ toAnifrfwn D-nsen missen. Sie so vor. als wäre es für mich noch der Mühe wert. Es ist in diesem Zusammenhang vielleicht nicht ohne Interesse, ein paar Daten aus der Geschichte der Archäologie in Gießen zu nennen. Das erste Kolleg über Archäologie'las Professor Adrian im Jahre 1824. Zwei Jahre später ist die Gründung des Akademischen Kunstmuseums zu verzeichnen; es enthielt Gipsabgüsse, Münzen und Gemmensammlungen. Die Abgüsse stammten von Jaauet in Paris. Mit dem Kunstmuseum war eine Zeichenschule verbunden, der die Erwerbungen des Mpseums als Vorlagen dienten. Aus dem Akademischen Kunstmuseum entwickelte sich 1864 das Institut für Bau« und Jngenieurwissenschaften. Diese Disziplinen mürben 1874 wieder getrennt, unb Gießen behielt nur bie von Professor v. Ritgen verwaltete Kunstwissen-- schaft. (Ritgen war ber erste Professor für Baukunst in Hessen.) Ein Jahr nach bem 1889 erfolgten Tobe Ritgens würbe bie Verwaltung bes Kunstinstituts voruoergehenb bem Oberbibliothekar Professor Haupt übertragen. 1894 ging bann bie Leitung wie- ber an ben Vertreter ber Kunstwissenschaft über. 1899 erhielt bas „Kunst-, Münz- unb Antiken« tabinett" feinen jetzigen Namen: Archäologisches Institut. 1903 wurden bem Institut von ber Generalverwaltung ber Königlichen Museen in Berlin zahlreiche Dubletten von Schliemanns trojanischen Altertümern überwiesen, bie als ein Grunbstock ber heutigen Sammlung zu bettachten finb. * Die jetzt im Oberlichtsaale, auch an ben Treppen« aufgängen rechts unb links unb in ben Podestnischen des Obergeschosses übersichtlich angeorbneten Abgüsse finb Wiedergaben von z. T. sehr berühmten, z. T. weniger bekannten Werken klassischer Plastik. Es kann nicht der Sinn dieses Aufsatzes fein, ein lückenloses Verzeichnis aller Stücke der Sammlung zu geben, aber vielleicht ist es dem einen ober andern nicht unerwünscht, einen Hinweis auf einige besonders markante unb anziehende Skulpturen aus ber Hochblüte antiker bilbenber Kunst in bie« fern Zusammenhänge zu erhalten. Eine ber schönsten Figuren, bie schon vor bem Stadttheater: 15.15 Uhr bis 17.30 Uhr „Der Froschkömg"; 19 bis 22 Uhr „Hans Heiling"". — Moria-Palast (Seltersweg): „Der 7. Junge". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „Rivalin ber Zarin". Tageskalender für Donnerstag. NSG. ,Lraft durch Freude": Zu Gunsten des 1 Z. Kriegshilfswerkes ab 14 Uhr Unterhaltung auf : O-roaldsgarten. — Gloria-Palast (Seltersweg): .Hochzeitnacht". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): k reitet für Deutschland." Sladtthealer Gießen. Am heutigen Mittwoch wird zum erstenmal Heinrich Marschriers romantische Oper „Hans Helling" wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. I Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: | Karl Löffler. Chöre: Erich Richter. 28. Mittwoch- Miete. — Am Nachmittag wird zum letztenmal das !■ reizende Ostermärchen „Der Froschkönig ober Der [ eiserne Heinrich" wieberholt. Außer Miete! Konzert des Musischen Gymnasiums in Gießen. Am kommenben Sonntag, 4. Mot, findet im Rah- | nen ber Konzertreihe bes Gießener Konzerttinges ! 1940/41 in der Großen Aula ber Universität bas l; Fünfte Konzert für die Gruppe B statt. Das Konzert wird von dem Musischen Gymnasium Frank- ' furt a. M. unter Leitung von Professor Kurt T h o - ! was gegeben. Die Vortragsfolge weist einen Or- | chesterfatz, Chorlieder und eine Kantate für Chor und Orchester mit Baritonsolo auf. Zahlreiche Besprechungen in ber Presse sowie Zuschriften von ! rlonzertbefuchern bei einer Konzertreise bes Musiken Gymnafiums äußern sich sehr lobend über bie ! künstlerischen Qualitäten bieser Musiziergemeinschast und geben einen verheißungsvollen Hinweis für Die Interessenten ber Gießener Veranstaltung. I UM---Mlr-iwr—""T—» f (Sterba schwieg, unzufrieben mit sich selbst und dem, was sie da gesagt hatte. Paul schien ihre Verlegenheit nicht zu bemerken. „Ja",sagte er, „ich werbe oft in deiner Nähe sein, vielleicht macht mir der Garagendau nun doch Spaß." Als sie später durch die dunkle, etwas feuchtkalte Nacht gingen, hatte Gerda zum einmal feit langer, länger Zeit ein Gefühl öej» Geborgenseins. Aber in dieses Gefühl mischte sich, kaum merklich, ein anderes, fremdartiges, über dessen leises be» unruhigendes Wesen sie sich keine Rechenschaft geben konnte. (Fortsetzung folgt) fQtiefe." u „Warum hast du dich nicht an mich gewendet?" „Wohin hätte ich dir schreiben sollen? Wo bist du überall gewesen, seit wir uns zuletzt gesehen haben? In Candreni, im Aschantiland, m Kanada und auf dem Mond?" Ich war überall", sagte er bedruckt, „und vor allem auf dem Balkan. Es war kein Genuß." „Weißt du, Paul, ich hätte nach Hause fahren können, nach Bremen, um eine Zeitlang bei meinem Schwager zu schmarotzen. u In Bremen hätte sie Klavierstunden geben können, i." Von Schmarotzen könne also keine Rede sein. " Li» i czH henke mir, es gibt in Bremen genug gute a Luckner. Du siM m ime neue seufzte Gerda Mein Schwa- Gehst du fetzt ymem. frag 1 De mich ganz umsonst gefüttert und von Im übrigen hatte die Aufführung ben in diesem Falle unbestreitbaren Vorzug, daß sie vom Autor, der außerdem selbst bie Hauptrolle trug, inszeniert war unb von seinen Kollegen und Kolleginnen mit Lust und Liebe gespielt wurde. Die unbeschwerte Spielfreudigkeit aller Beteiligten war ber schöne Gewinn dieser Premiere, in ber bie Alltäglichkeiten wie die gebrechselten Ironien gerecht verteilt waren unb bas Vergnügen, sozusagen in eigener Sache an ber Rampe zu stehen, viel zum Erfolg beitrug. Kleine Abstecher in ben Schwank würben nicht verschmäht unb heiter entgegengenommen. Herr Löffler hatte so sachliche wie reizvolle Dekorationen entworfen; befonbers bie im Titel angebeutete Zweiteilung ber Bühne ergab dankbar ausgeschöpfte __ . . ,«<«<■< << usaut roouie roeirer eiumen, auci vyciu« uivu.;».». munvi -............ „®re6Ier empfiehlt Sie warm, aber seine Sym- chnell hmlegen. I nitf, _n_ bier,n technischen Sinnen wissen. Sie so vor, als wäre es für mich noch der Muhe wert, pothie genügt natürlich nicht. Sie Stellung ist nichts Serba brückte tue Klmke der Gartentür hmunter, mchts von tnesen^ P^zu l-ben/' leicht, durchaus nicht." Noch em scharser Blick — unb bas -Ntffprlngenbe Gitter fuhr einem cherrn, < bic Straften gehef, selber erzählen und ihn Sie sah den Vetter ihres verstorbenen Mannes die junge Person gefiel ihr, sie war mcht unschem- ber gerade klingelte, mit f fragen! Wie kam Paul eigentlich zu an, unb plötzlich fiel ihr ein, was sie ihn noch hatte bar und nicht auffallend. Ein stilles, ungeschminktes Gemurmelte Bitten um V°rz°>hung Huben und dru. ^°«^2uck«r, kannte er sie? Warum gab sie Paul, fragen wollen. Gesicht, ein ernster Mund und aufmerkiame Augen ben, der Herr luftett höflich den Hut, u . landfremden Architekten, einen Bauaufttag? „Kennst du । Nicht gut gekleidet, aber die Luckner wußte zu viel beigehen erblickte Gerda noch aus einem Augem öe^inleaT^Vbe fpäter saßen sie in einem „Vor zwei vom Leben, um auf Kleidung zu achten, sie hatte winkel sein Gesicht, ein ^L^maßig s, M g sch tIeinen am Rande der Vorstadt einander in der Budape —— ------ "... .......... u- , ■ . sein Gesicht ein regelmatziges gut »ei^nil-! am Rande ber Vorstabt einanber in der Budapester Oper." _ , . _ ...........................'JÄfÄ’lTi.«sM-Ä"“” - nein, xi-wer oeoemen weniger > seinen Hut noch unnur in. i’e’Li^',«"®crDa " _ „Haben Sie Schulen besucht?" wollte sie wissen, sagte er ungläubig, ..bist du das wirli m- buckuer hat mich genommen - aus ja und Gerda saß auf ihrem Stuhl, hatte eiskalte, feuchte Sie spurte. w h - wirklich, nein hat fie mich genommen! Bloß weil Gredler Hände und bemühte sich, ruhig zu atmen. „Ich war und wie s^ ku^atm'g lachte „Ich wiruny. | lechs Jahre im Lyzeum unb vier Jayre im Kon- Paul. Nicht beso nausi blieb etwas kühl, ber Glucksfall schien ihn feruatorium. Klavier. Klasse Professor Bau enhelm. . am Qtb n. ^re ginger lagen ftin ' / b Mr Sie Sängerin horchte auf. „Sie sind k°me. sw hartes 'chw-enttauMen ^Korr^ "in in Bremen daheim und durch meinen! Summ war daei.^kinWsb °-rachtllch. sentime^al. verstorbenen Mann nach Wien gekommen. ®aP1’V .er h fetter ihres verstorbenen Mannes „Das wäre mir sympathisch. Norbbeutsche sinb verliebt in ben f zuverlässig. Ich wollte, Grebler, Sie waren auch gewesen w . h tte^s ch ma5 ohnehin *Ä.... .* 1.1*. tarierte der Korrepetitor gekrankt den S-,tenhi-b. »-luche^bei^b^ „^^ulichen Gegenden, Zwanzig Minuten lang würbe bie °u.^' - spnpn er arbeitete Als.Hans bann starb, konbo- fiefragt, bann wußte Pola so ziemlich Beschs m dienen er. arbeitete, ^-^nnest. Nachher ließ er ;-ie wußte, baß Gerba flott Maschineschreiben unb wehr von sich hören. stenographieren konnte, gut Klavier spielte, keinen „jp mQ^u if)rc Finger los. „Woher kommst bu? Liebhaber hatte, unb baß es ihr bretftg ging^ Der v-.vd war wichtig. Pola neigte zur npar- _ . lamfeit. Sie lebte zwar auf großem .^uße ihre -vvoap, ß.nß @rimaffe. „Aus Canbrem — Reifen verschlangen ein Vermögen, aber ihre Dienst- . . m0 ^as ist? Die wenigsten Leute wiyen boten bekamen wenig Lohn. . ' Dort habe ich einen Getteibesilo gebaut Frag Man wolle es mit ihr einmal versuchen. Damit. • sag' mir lieber, woher bu kommst. entließ Pola Luckner ihre neue Sekretärin. Von Pola Luckner. Du siehst m mir threner I Als bie junge Frau mit etwas zitternben Kmen -g { c ... fraate sie b. «die zwölf Stufen in bie Halle hinunterging, nahm ' b. sie sich vor, sofort nach Hause zu fahren unb -- ( ntritt in die Halle den Blick des Besuchers auf sich zieht, ist die Nachbildung des vergleichsweise bekannten und häufig abgeöüdeten Diskuswerfers des Myron: die gesammelte Kraft und die ausholende, schwingende Bewegung des prachtvoll durchgeoildeten Athletenkörpers spricht den modernen Betrachter mit einer zeitlosen Eindringlichkeit ebenso an wie etwa die Gruppe der beiden ringen» bcn Knaben, in der sich die im wörtlichen Sinne dramatische Aktion auf eine geradezu spannende Weise verdoppelt: der Beschauer erwartet gewissermaßen in der nächsten Sekunde des Bewegungsablaufes die den Kampf entscheidende Wendung. Zu den verhältnismäßig bekannten Werken zählt auch die nervige Gestalt des Schabers, des sag. Apoxyomenos des Lysipp, eines Athleten, der sich nach dem Kampfe säubert. In eine thematisch verwandte Gruppe von Bildwerken gehört der Diadu- menos, ein Sieger im Kampfe, der sich mit der um den Kopf gewundenen Binde schmückt. Eine sehr edle, in sich geschlossene Figur ist der delphische Wagenlenker, die ruhig in sich gesammelte Gestatt von starken, strengen Gewandfalten umflossen, die in ihrer stilisierten Gleichmäßigkeit wie die Kanel- lierung einer griechischen Säule um den Körper gelegt sind. Eine der minder bekannten, aber anmutigsten Figuren der Sammlung ist die Mädchenstatue von der Akropolis, sehr zierlich in Haltung und Ausdruck, mit einer reichen, sorgfältig in Flechten auslaufenden Haartracht und fast kokett gerafftem Gewände. In der Kunstgeschichte wie in der griechischen Mythologie gleichermaßen berühmt sind der Apollon von Tenea, eine archaische Plastik mit merkwürdig perückenhaft wirkender Haartracht, und die Aphrodite von Melos (Original im Louvre). Wir nennen weiter die Amazone des Polyklet mit der die Figur kennzeichnenden Hebung des rechten Armes über den leicht gezeigten Kopf. Dann einen betenden Knaben, sehr ausdrucksvoll in der Linienführung des unbekleideten Körpers; ferner das gewaltige, mächtig bewegte Bruchstück des Giganten- kampf-Frieses vom Zeusaltar in Pergamon und die nicht minder monumentalen Bruchstücke vom Ostgiebel des Parthenon, endlich einen dreifigurigen Relief-Torso, der als die sog. Thronlehne aus Der Billa Ludovisi in der Archäologie bekannt ist. Damit sei der kleine Rundgang und Ueberblick, der vielleicht den einen oder andern zum Besuche der Sammlung anregt, beschlossen. Es wäre wünschenswert, die einzelnen Abgüsse mit einer knapp erklärenden Beschriftung zu versehen, die etwa über Herkunft, Benennung, Datierung und den Standort des Originals Auskunft gäbe. —y— Ile üeotroe d Wßfranl Achtung? Erfinderberatung! Auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 15b werden 14tägig montags von 10 bis 12 Uhr Sprechstunden zur Erfinderberatung durchgeführt. Die Sprechstunden im 2. Vierteljahr finden statt am 5. 5., 19. 5., 16. 6. und 30. 6.1941. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 45,5 Rpf., Bullen 38 bis 49,5, Kühe 12 bis 46, Färsen 39 bis 48, Kälber 35 bis 57, Schafe 42 je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (100 bjs 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 99,5 kg) 1,01, e—f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 30. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Weißkraut, % kg 10, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Spinat 15 bis 18, Schwarzwurzeln 24 bis 35, Rhabarber 20, Feldsalat, */io 10, Lauch, chen, das Bund 10 bis 15, Unterkohlrabi, XA kg 6 Rpf. Gießen-Klein-Linden. Der Ziegenversicherungsverein Klein-Linden hielt in der Wirtschaft von Fritz Weller feine Jahreshauptversammlung ab. Bereinsführer PHUipp Weigel XXIV erstattete den Jahresbericht, dann berichtete der Kassenwart Ludwig Will über die Kassenoerhältnisse. Dem Rechner und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Es wurde u. a. noch einstimmig der Beschluß gefaßt, dem Deutschen Roten Kreuz den Betrag von 25 RM. zu überweisen. Mitglied Pg. Valentin Kehl schloß mit dem Treu- gelöbnis zum Führer die Versammlung. ♦ * * 85Jahre alt. Der Rentner Wilhelm Wagner, Steinstraße 43 wohnhaft, begeht am 1. Mai in geistiger und körperlicher Frische seinen 85. Geburtstag. Dem Jubilar bringen wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. ** Ein Feldpostbrief nach 26 Jahren angekommen. Dieser Tage traf bei der Witwe Georg Schäfer I. in Watzenborn-Steinberg, Borngasse, ein Feldpostbrief ein, den einer ihrer drei Söhne im 'Heltkrieg in Rußland geschrieben hatte. Der Briefschreiber, der am 3. November 1915 in Rußland fiel, hatte den Brief am 12. Oktober 1915 geschrieben. Der Feldpoststempel der 48. Reserve-Division zeigt als Tag der Absendung deutlich lesbar den 26. Oktober 1915 10—11 Uhr vormittags. Der Brief ist also von der damaligen Front in Rußland bis nach Watzenborn-Steinberg bei Gießen fast 26 Jahre unterwegs gewesen. In welchem Winkel mag er wohl inzwischen „geruht" haben? ** V H C., Gießen. Zu Der Aprilwanderung des VHC., Gießen, hatten sich am Sonntag über 40 Wanderer eingefunden. Vorn Erdkauterweg aus führte der Marsch durch den Bergwerkswald bis vor Leihgestern. In der Rindsmühle wurde Frühstücksrast gehalten. Später ging es durch Leihgestern am Gut Neuhof vorbei über den Ziegenberg und von dort, dem blauen Keil folgend, am Pfahlgraben entlang, der hier recht gut erhalten ist und stellenweisi noch die drei hintereinander liegenden Wälle en kennen läßt. Von der Holzheimer Höhe aus bot fi» ein umfassender Blick auf die schöne Wetterau. Voiv Schiffenberg schweifte der Blick nach Münzenberg und weiter rechts zum Winterstein und Haustier» Im Hintergründe konnte man Friedberg erkenne? In Holzheim kam man gerade recht, um die Sonder. Meldung des Oberkommandos der Wehrmacht zu hören. Doll Freude über die neuen großen Erfolg unserer Truppen gab es eine schöne Mittagsrasi Gestärkt und ausgeruht wurde am Nachmittag bit Richtung Butzbach eingeschlagen. Auf manchmal noch feuchten Feldwegen wanderte man durch dis Fluren und durch den herrlichen Waldbestand der Wetterau. UeberaU gaben junges Grün und Blüten- knospen Kunde, daß es nun doch endlich Frühling geworden. Nach einer gemütlichen Schlußrast jn Butzbach, zu der sich auch einige Wanderfreunde von Friedberg eingefunden hatten, brachte die Bahn die Wanderer gegen 20 Uhr nach Gießen zurück. Kreis Alsfeld. * Ruppertenrod, 30. April. Am heutige. Tage wird Altbürgermeister Karl Völzing.der lange Jahre die Geschicke unserer Gemeinde leitete und weithin bekannt ist, in voller Rüstigkeit siebzig Jahre alt. Stets zum Fortschritt neigenb, brachte er es zuwege, daß während seiner Amtszeit! hier die Wasserleitung und ein Schulhaus gebaut wurden. Seiner Initiative ist es auch zu danken» daß die Hauptstraße gepflastert und das Gotteshaus, renoviert wurden, wodurch unser Ort ein gutes. Gepräge erhielt. Die Gründung der hiesigen Spar, und Darlehnskasse, deren Direktor er heute noch ish. ist ebenfalls sein Werk. Er war ferner Mitglied des seinerzeitigen Landgemeindetages und Leiter des Kreisvereins der Bürgermeister des Kreises Alsfeld. Das Amt eines Kirchenvorstandes wird heute noch von ihm bekleidet. Seine vielen Freunde werden sich anläßlich dieses Tages gern feiner erinnern. verdunkelunaszett 30. April von 20.46 bis 5.54 Uhr. 1. Mai von 20.48 bis 5.52 Uhr. Za Gunsten desiKriefchillswerta Sonntag, 4. Mai 1941,19.30 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Gruppe B 2012D 100 Mitwirkende 2010 D Ski-Klub Gießen e.V GLORIfll 2017 D 2011 D andere schädliche Stoffe aus. andere schädliche btotte aus. gDal leiztPU Mele das Oslenwdien WMM«W ' Der Fr .sdikönij Der eiserne Heinrich Paket RM. 1.—. 2009 A Stadttheater Beginn täglich um 14 Uhr. — Ende bei Eintritt der Dunkelheit. Der Unterhaltung von groß und klein stehen an den Tagen vom 1. bis einschließlich 5. Mai am Oswaldsgarten M^rchensj.iel von Bürkner. Preise von RM. 0.80 bis 1.60. ------ 1993D Abends 19 bis 22 Uhr ^8. Mittwoch-Miete! Hans Helling Oper von Marschner. e von RM. 1.20 bis 4.10. unter der Leitung von Professor Kurt Thomas, bringt Chöre und Orchesterwerke von Th. Morley, H. L Haßler, J. H. Schein, H. Isaac, H. Stefani, A. Scandell, Hugo Distler und eine „Eichen- dorff-Kantate“, bearbeitet von Kurt Thomas für Chor, Orchester und Baritonsolo Eintritt: RM. 1.50, 2.-, 2.75, 3.50. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60 (Ruf 2141), und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10 (Ruf 2671) Samstag, 3. Mai, im Stadttheater 14. Veranstaltung im 16er-Ring Götter auf Urlaub Komödie von Paul Helwig Anfang 19 Uhr Mehr Freude au der Natur durch Bermühler-Bücher! reitet für Deutschland Täglich 2.50, 5.00, 7.30 Uhr - Sonntags 2.30, 4.45, 7.30 Uh-. Jugend hat Zutritt I Gertrud Eysoldt • Gerhild Weber Herbert A. E. Böhme • Willi Rose Hans Zesch-ßallot • Paul Dahlke Spielleitung: Arthur Maria Rabenalt. - Musik: Alois Melichar. Verlobung«-A gen liefert BrQhl'sche flackeret *Pa5 Atu.5i5cke (jym.na.5iu.in Frankfurt am Main GIESSENER KONZERTRING 1940/41 Arbeitsgemeinschaft: NSG. Kraft durch Freude, Gießener Konzertverein, Stadttheater Die Deutsche Arbeitsfront NSG. ..Kraft dureb Freade“ Kreisdienststelle Wetterau Unsere Geschäftsstelle befindet sich ab Freitag, den 2. Mai 1941 Neuen Baue 2 pari Ecke Sonnenstraße. Der Lebensweg eines der kühnsten und hervorragendsten Turnierreiters aller Welt Frhr. von Langen, ist der Vorwurf zu diesem neuesten Spitzenfilm der Ufa, eine Menschenschilderung, die durch die Darsteilungskunst Willy Birgels als einmalig be- ■ ' zeichnet werden kann. ■ --- Ausgezeichnet mit den Prädikaten: „Staatspolitisch wertvoll“, „Jugendwert“ Tleuelie 3>eutl