Donnerstag, Zy Januar Wl General-Anzeiger für Oberheffen fck ''iß bilde 3O '0‘ - Jn Anschluß an oen L4 »esichuß * Ulitorbeittn (Presse-Hosfma nn-Scherl-M.) e Sdiriftleitung und GeschaftrsteUe: Sietzen. Schulstratze 7-9 itrganflent iflentn eführer ds 31 'Ute eine tDlf sollte Vorsts er SkntfC' cmehl^ -ers. der« ZreiK zu ? gerade - hmen, W'' nverseh^ rieht.® iereitwfüW en 0'1* ichlw Druck und Verlag: vrühlsche UntversttälLdruckerei B. tauge Partei, vor Der Feldherrnhalle im Volksqenchts- hof, in Zelle 7 der Festung Landberg, in Coburg aus dem Wehrgang der Festung Wilseneck >m Kaiserhof in Berlin und vor jenem historischen Fenster der Reichskanzlei stehen, unter welchem der Fackelzug des 30 Januar 1933 oorbeizog Weiter zeichnet die Sendung den Weg von 1933 bis zum 8 Erinnerunastag des 30 Januar 1941 Den Ab- Gruß der kämpfenden Front zum Annahme oon '2(nicincn für die Mittagsnummer bis8'/..llbr dedBormiirags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, T enteil 50 Rvf. ie nun bei 70 mm >3cilenbreite Nachlässe: Wiederholung Mnlsfnffell Abschlüsse fMengenftaftel B Plavvorfchrift (norberiae Berenibnrnngl 25'.. mehr gung der Freiheit unseres Volkes sehen." So war im Aufruf vom 2 Februar 1933 zu lesen. Es sollte sich zeigen, daß auch diese Worte feine bloßen Bekenntnisse waren Mit der inneren Ordnung wuchs das äußere Ansehen und die Bund» nisfäbiakeik des Dritten Reiches Dor dem ftciaen» den Selbstbemußtsein des Volkes und der Zielklar- beit feiner Außenpolitik mußten die Winkelzüge feindlicher Politik versagen Mit Drohungen war dieses Deutschland nicht einzuschüchtern Zum ersten- mal zeigt sich wieder ein deutsches Volk, das einig und geschloffen war, während die fremden Völker gewohnt m>iren, aus deutscher Zwietracht ihren Nutzen zu ziehen Seine Außenpolitik" war friedlich, es nahm nichts für sich in Anspruch, was ihm nicht gehört hätte Sein Aufstieg war unverkennbar, und deshalb ward dieses nationalsozialistische Deutschland für gewisse Machthaber unheimlich. Die Grundsätze des deutschen Sozialismus, die hier nicht nur aufaestellt, sondern schon in der Zeit des Aufbaues verwirklicht wurden erregten das höchste Mißtrauen der feindlichen Vlutokratien f)ier fat sich eine Welt auf die allen großkapitalistischen Nutznießern gefährlich schien, die aus der Arbeit fremder Völker ein müheloses Dasein zu führen ae- wohnt waren. Die Börse in London und Paris vernahm den Ruf der jungen Nationen die nicht länger als „Habenichtse" durch die Geschichte gehen wollten Daraus ergab sich die Kamnfansage der Westmächte gegen das neue Deutschland Mit Verleumdung und Hetze begann dieser Feldzug, mit Boykott und Dumpina wurde er fortgesetzt. Als die „silbernen und goldenen Kugeln" des Kapitals die eiserne Front der Völker Deutschlands und Italiens nicht zerbrachen, wurde die Maschine des Genfer Bundes in Bewegung geletzt. Italien mit .Sanktionen" verfolgt und die Kriegshetze gegen Deutschland immer schamloser betrieben England hat bann den Krieg vom Zaun gebrochen, aber er ist ganz anders verlausen, als die Urheber es sich dachten Die Hoffnung auf einen , Umsturz" in Deutschland mußte als lächerlich begraben werden, Englands Verbündete wurden oer- iüchtet oder aus dem Felde geschlagen, die Insel ist gezwungen, nun selber in den Endkampf für die plutokratischen Interessen einzutreten Das deutsche Volk aber steht erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte völlig geeint unter einer Führung, die — wie im Preußen Friedrichs des (Broten — sowohl die politische wie die militärische Macht in einer Hand ^zusammenfaßt. Die deutsche Wehrmacht ist ein Dolksheer im wahren Sinne des Wortes. Partei und Soldatentum haben hier eine i unlösbare Gemeinschaft gefunden Aus diesem Geist i heraus sind die ruhmreichen Taten vollbracht wor» , den, die eine Welt in Bewunderung versetzten - Ebenso innig und untrennbar ist die Geschlossen- - beit oon Front und Heimat. Hier hat die : NSDAP eine besondere Leitung vollbracht Sie hat alle ihre Gliederungen und Kräfte einLefetz/, um Berlin, 29 Ian (DNB1 Der großdeutsche, ' Rundfunk bringt am 30. Januar oon 19. bis 20 Uhr bann die Gewißheit aus, daß durch die unabänder- tlche Freundschaft der beiden Führer und die brüderliche Verbundenheit der beiden Völker in dieser Zeit der wunderbaren Anstrengung die italienischen Arbeiter die -Gewißheit des Doppelsieges hätten, nämlich des Sieges im Kriege und des Sieges der Revolution. „T r i b u n a" schreibt, während sich der Krieg seinen entscheidendsten Abschnitten nähere, nehme das italienische Volk jene Geistesgemeinschaft, die sich im Bilde des Führers an der Seite des Duce darstelle, zum sichersten Vorzeichen des Sieges. „Giornale d'Italia" weist auf den unerhörten Aufstieg Deutschlands innerhalb der acht Jahre seit bet Machtergreifung, durch den Nationalsozialismus hin und schreibt Zu diesem achten ruhmreichen Jahrestag — dessen auch das italienische Volk ge», bcnft und den es mitfeiert — fühlt sich das faschistische Italien dem nationalsozialistischen Großdeutschland noch näher in seiner lebendigen Verwandtschaft Wegen dieser Verwandtschaft, wegen der jüngsten Vergangenheit, wegen der geistigen Tiefe ist die deutsch-italienische Solidarität, dieses Bündnis in einem Kriege ohne Frnnten-Unterlchiede eine natürl'ch- Tatsache ist es notwendig und un- wi^-rst-bijch. Heber allem aber leuchtet ein Wort: „Sieg!". talismus von selber Man kann nicht mehr als Herrenmensch gelten, wenn man nicht jederzeit dieses Herrentum neu erobert und neu bestätigt vor denen, denen man Herr.sein will. Die läppische Art, wie man in England seit mehreren Jahrzehnten lebte, vor allem nach 1918, war die Selbstaufgabe. Hier mußte das Schickfal 'sprechen. England hat es durch seine plutokratische Oberschicht selber gerufen. Ser 30. Januar im großdeutscben Rundfunk. fi* uf :e, o m nationalen ätschen Zolke. D e Jizöe wird um Italien im Zeichen des Jahrestages der Machtergreifung. Rom, 29. Ian (Guropaprefe.) Die italienischen Blätter widmen dem Jahrestag der Machtergreifung Adolf Hitlers die größte Beachtung. In Vor- bkrichten aus Deutschland und in ausführlichen Leitartikeln wird dem italieni;d)en Volk vor Augen geführt wie Adolf Hitler das deutsche Volk aus der inneren Zerrissenheit von den Fesseln des Versailler Diktates zu seiner heutigen Größe emporgefuhn und gleichzeitig eine beispiellose soziale Revolution durchgeführt hat v , .. „ , Zusammen für den Sieg der beiden Revolutionen" überschreibt „L a v o r o F a s c i st a" seinen Leitartikel und fährt fort, das ganze italienische Volk — feine Arbeitermassen vyran — hegten für ba« große deutsche Volk Gefühle aufrichtiger Wertschätzung, echter Kameradschaft und unbedingter Gewißheit'in den gemeinsamen Weg der beiden Völker und Revolutionen Diese Gefühle verdichteten sich in der echtesten Bewunderung für Adolf Hitler, den Sohn des Volkes, der in diesen Jahren feit der Machtübernahme die deutsche Nation zu einer Em- beit und einer Macht, geführt h"de die chresgl-ichen in der Weltgeschichte nicht kenne. Das Blatt drückt Heute spricht fr’, . Führer! Schacht hindui lebet ^in ei ’ u n ' p - «'M R ein« Noch j| ilten dH ien Oiüi, $ tr"ge , se • vor W di-r* Subei# enbbrot * Als er t- -- t Sie B» Den M r Ni-»- tt h-ltwS Z gflflDOU .er. H «a «"f.l Berlin, 30. Januar. (S7!B ) Erhebung, spricht der Fübrer W 16 30 tlhr Ufer alle deutschen f^en# Abendnachrichtendienst wird die Sei zu t.i- r u erh* Zki-d. »»I«. »en. tz, w« lte«N imb. die Reichssendung „30 Januar — Markstein am Wege zum Großdeutschen Rei ch". die den Hörer unmittelbar an die Stätten stellt, an denen sich die Geschichte der Bewegung und die Geschichte des nationalsozialistischen Staates vollzogen hat So werden wir u. a im Lazarettzimmer in Pasewalk, in München in der Kaserne, 'm Sternecker Bräu. >m ersten Geschäftszimmer der Oer 30. Januar. Es war vor acht Jahren, am 30. Januar 1933. Deutschland und die Welt standen unter dem gewaltigen Eindruck der Tatsache, daß Adolf Hitler mit der Regierungsbildung im Reich beauftragt worden war. Die politischen Rechenkünstler aller Schattierungen beschäftigten sich noch mit den parlamentarischen Aussichten der nationalsozialistischen Führung, als am Abend dieses geschichtlichen Tages das Volk selber die einprägsame Antwort erteilte. Es zog zu Zehntausenden durch die Wilhelm- traße, um dem greifen Reichspräsidenten von Hindenburg und dem jungen Volkskanzler Adolf Hitler in überwältigenden Kundgebungen zu huldigen. Damit kam symbolhaft zum Ausdruck, daß ein Bündnis geschloffen war zwischen der ruhmreichen Vergangenheit unserer Nation und der neuen Bewegung Adolf Hitlers, die sich in hartem Kampfe das Vertrauen der weitesten Schichten schon gewonnen hatte. Zeuge und Bürge dieses neuen Bundes war das deutsche Volk selber, das unter dem Marschtritt der SA. und nut dem Gesang der Lieder der Nation den Anbruch einer neuen Zeit verkündete, die mit überwundenen Begriffen nichts mehr zu tun haben will. Eine schwere Zeit des Kampfes und der Verfolgung lag hinter Adolf Hitler, als er den Ruf an die Spitze des Reiches erhielt, eine gewaltige Aufgabe lag vor ihm. Er hat in einer Parteitagsrede vom 12. September 1938 oon der Ent- stchung der NSDAP, folgendes gesagt: „Aus Arbeitern und kleinen Bauern, kleinen Handwerkern und Angestellten rekrutierten sich die Bataillone der SA. Sie bildeten die ersten Zellen der politischen Partei und füllten auch später die Ortsgruppen." Was dieser jungen Partei an geschichtlicher Tradition fehlte, ward ersetzt durch die Treue ihrer Anhänger, an die Stelle der materiellen Mittel trat der rücksichtslose persönliche Einsatz, über alle Verbote unb Bedrängnisse siegte der Glaube an den Sieg. Damit hat der Führer die Herzen des deutschen Volkes diesseits unb jenseits der damaligen Neichsgrenzen gewonnen, damit schuf er die Grundlagen für das grandiose Werk des großdeutschen Aufbaues. Die Rettung Deutschlands aus tiefer Not konnte sich nicht nach alten Methoden vollziehen oder auf ausgetretenen Pfaden bewegen Gebieterisch klangen die Worte des ersten Aufrufs der Neichsregierung am 2. Februar 1933: „Binnen vier Jahren muß her deutsche Bauer der Verelendung entrissen fein. Binnen vier Jahren muß die Arbeitslosigkeit endgültig überwunden sein." Wir haben es erfahren, daß diese damals fast unmöglich scheinenden Forderungen wahr gemacht wurden, noch bevor die dafür gesetzte Frist verflossen war. Jahr um Jahr mußte die Hoffnung der Feinde des Nationalsozialismus schwinden, den Sturz des neuen Reiches zu erleben. Immer stärker wuchs der Wall der Volksgemeinschaft heran, erfüllt oon neuen Ideen. In der deutschen Jugend, im Reichsarbeitsdienst und in der Wehrmacht wehte die Fahne einer neuen Zeit „Außenpolitisch muß die nationale Regierung ihre höchste Mission in der W a h ru n g der Le- bensrechte und damit der Wiedererrin- Stichtag einer Weltwandlung Von Curl Hotzcl. i 5 Ä» rA • Ä K 'n B Ä Vortk"' 1 ®toi Derri«, toirtf^ Ifcimfe vurde > übridje Ar Evi ier wurtt ng erteil- rinstMj i Tß nlti cht, nrotr, rung dn Vorsts 8t; er k ner, bt?. und l 5rr. fo geftirg»! eile einst Hügliebtn le mar u I), die B6 zu lafjei r angm- Schwei^ Ähren. . Jan. Ki goertii e Jahi» INgSMlil! i in ihn» entn urden. Ls auch L Wer ioi i betrcuir. fern Dplif ihresbech W w neg nch Befocki! m LazmL Dankes e cnifchst infen ihre Todfeinde sah Zuerst gab es drinnen »e draußen ein Köpfefchütteln, dann ein Erstaunen, j'd bann schieden sich die Geister. Das deutsche I Mf wurde überzeugt, gewonnen und gewandelt. außen erkannten viele, baß „dieses Volk wie- r den Kops hebt", wie es Mussolini aus» irfte. Sie sanden bestätigt, was sie — die Min- -rheit freilich in der Welt — oon dem deutschen »Ite immer gewußt und nach 1918 geglaubt hat- j »: — daß dieses Kernvolk Europas nämlich nie» nie unterzukriegen sei. So waren es vornehme d kluge Männer in Japan die das schon bald ich 1918 niedergeschrieben hatten. Sie waren ge» ß, daß ein Volk, das so hervorragende Geister 1 d Soldaten hervorgebracht hatte, wie das deutsche, Ncht durch ein Mißgeschick und politische Irrtümer mistig und seelisch vernichtet werden konnte. 'Aber es gab eine westliche Menschenart, die das i!?mols einsehen wollte und die jener (Emigranten» Innung zustimmte: — das „Experiment Hitler" turbe nicht lange dauern. Wenn es aber baure, t müsse man es vernichten. Für bieten Westen war brr 30 Januar unb seine stetige bestätigende Wie» drrkehr die ftampfanfage. Als die Macht des Notio- n lso.zialismus sich festigte, wich man dort zuerst d.6 Man ließ sogar die Rheinlandbesetzung unb bee Wiederauirichtung der Wehrfreiheit zu. Ja, irnn mußte noch mehr „zulassen" — einfach weil ,nzm nicht genügend gerüstet war und weil allen bir Schrecken vorn letzten Kriege her noch in den Wochen steckte Es wurde aber immer klarer, daß be? Scheidung der Geister sich vollzogen h tte Dafür sorgte vor allem das internationale ♦ rt y , r Komm^. srfyolt »manboftanb Eschener Anzeiger Judentum . _ , 'Es ist inzwischen bekannt geworden, bah aber Nicht nur die jüdische Frage der Punkt war, an bmi die Geister sich jchieden, fonbern daß — vor o em in England - die sozi a 1 istische Hal- t, n g des neuen Deutschland den tiefsten Hah e stachte Hier war etwas getroffen, was unter dem fir uns schwer verständlichen Begriff der »VriDi» Iqien" in England zu den undiskutierbaren Grund» linen des Lebens gehört. Es gibt eine sehr nuch» firne Feststellung eines britischen Politikers: ,,Ge» nroärtig haben die verwöhnten Nationen Die nerhand Zweifellos können wir auch sagen, datz i. ihren hohen Lebensstandard eben deswegen betupfen können, weil sie die Oberhand haben Zeis war die Schlußfolgerung aus dem ".enai'ichen Juhrhundert" Niemand war drüben bereit, sich zu äihern Jeder war — theoretisch — bereit, für die lcoitalistische Gesellschaftsordnung zu kämpfen, in b r es ihm auf Kosten anderer Volker gut ging. fcEn-r tue westliche Welt schlechthin sah keine Auf» gi den mehr, spielte mit allem, wurde unfruchtbar an Leib und Seele Sie mußte früher oder pater b m Nihilismus verfallen. Als nun bas tm leKten h roischen Aufwallen bes Westens im Weltkriege, n ebergerungene „Konkurrenzvolk . die Deu scheu sich auf ihre Ehre und die lange auch bei ihnen oer- Heuen Tugenden und Ideale der gefunden Dolk- h it besannen, da erhob sich Angst, Entsetzen, Haß auf der anderen Seite. Es muhte öu einer Auseinandersetzung kommen D,e nefllidjen Menschen wollten die Rettung Q uropa 5 n i d, t. bie Adols fiitler oorschlug Sie coUlen lieb.r den Krieg So wurde auch rar (te d r 30 Januar 1933 zum Schicksal. Dieser Krieg h», nun offenbart, wie es um den W-sten lieh' 3er Zusammenbruch Frankreichs war das Ergeb. r s her geistigen und seelischen Uebcrlcgenb^ten b-r Soldaten der nationalsozialistischen Revolution^ 3iie Wa.sen und die Zahl der Gegner waren mcht (1-rinqer Allein der Ge, st und 6 r c o e e I e d-s Soldaten und seiner Führung haben den Sieg O—ti dem Festlande erfochten. 5)ier zeigt sich die innere Entscheidung firer Ipnch d°- Schick,al Frankreich brach zusammen weil eine f ühruna versagte Hier war der Nihilismus schon f ’teüVbUen. dah der erste Ansturm dre Lmren t-r Verteidigung hinwegfegte Und wettee als z i erteidiguiig reich, es ia iM Wes en ni*l S21us dem Eualaud des durgerlicheu Untergangs, cjs dem zynischen nihilistischen Eualaud Churchills Bastion des Westens werden Das 3u eb zum stoischen Widerstand ^ugepeitscht verden, was der Ausweglosigkeit der dorOge Situation entspricht. Nun sinken feine Städte Der 30 Januar ist zum S t ich t a g u 'n Deltwaudlung geworden, die ballig war r.ußte wohl mit der Harte vollendet werd n »ir heute am Werke sehen Der europa'fche Meusch txitte sich verloren Er wußte bas Wozu n cht h Äie gigantische Ausgipselung der materiellen Mag l.u,.eiten hatten den Sinn des V 9™ n- - sckimarotzende Erilt-mz murbt,,el^'aenh,- SQOi, jiet. Damit erledigte sich der „welterobernde Kap,. stl. Zahrgang Nr. 25 U irDem: i ani iä) Niißer Gmntags unb Zeienags fSiilaaen: Tie.Uluitnerte KchenerFnuiilienblniier «imai iinBilb TieSrbülle Minato-Bezimourcis: Mi 4 Boi innen RM. 1.95 LmeIllustrierte - 1.80 Zil'iellgebülir. „ -.25 ttidi bei Nichterscheinen tun einzelnen 'Jiiniunem iitolae höherer Gervnlt fiirnivrcrbanirblufi 2251 a b t n nfchri f t .„Anzeiger" !Hi,scheck11^^rnnti. M ^ls am Mittag bes 30 Januar 1933 bekannt tn.rbe, daß Relchspräfibeut von Hindenburg den Fihrer der Nationalsozialisten, Adolf Hitler, zum Riichskanzler ernannt hatte, war es wohl auch in Liutschland nicht allzu vielen klar, daß Damit em e neue Epoche der Weltgeschichte mtiXen war Wohl kannten — weit über feine Prteigenosseuschast hinaus — damals schon viele putsche die weittragenden Gedanken des Führers, cb*r ihre Verwirklichung und die Auswirkung da- vci war an jenem Tage noch nicht deutlich. Die inierpolitische Wirkung lag zunächst im Blickpunkt — begreiflicherweise. Aber schon die innere Aus- nrfung Der Nationalsozialistischen Revolution ließ (inner klarer erkennen, daß es sich nicht um eine fc inale Umstellung handelte, sondern daß hier eine tv >e Epoche anbroch, die den inneren® an» ti I des deutschen Menschen verlangte.. Es 8). röe nicht nur mit einem überfälligen Zeitalter olrgeräumt, es wurde auch ein Mensch über» junben, der vergessen hatte, was Volk, Nation, H: Iksgemeinschaft und Rassebewußtsein ist. Das war aber zugleich die Kampfansage Hu e i n e Welt draußen, die in diesen Ge- - Mita wä > Wie Oberleutnant von Werra aus englischer Gefangenschast entwich. Zn Kanada aus dem fahrenden Zug gesprungen. — Zm Ruderboot ohne Riemen über den Et.-Lawrence-Strom. TS nahmü Ritterkreuz verliehen worden wcrr. :e, äußert sich der gesunde Sinn der amerika- 'n Bevölkerung. wieder an seiner Befreiung. Nach der Landung er wann, dem kanadischen Boden entronnen und nun in den Bereinigten Staaten angelangt zu sein: Er wurde nämlich durch einen Grenzrichter der USA. wegen unerlaubter Einwanderung fe st genommen. Darauf hat Oberleutnant von Werra Berbindunq mit dem deutschen in einem ostkanadischen Dafen wurden er und seine Kameraden in einem Eisenbahnzug abtransportiert. Hierbei stellte er fest, daß der Zug in nördlicher Richtung fuhr und die Fahrt inRichtungWin- n i p e g verlief. Er und seine Kameraden wurden von kanadischen Soldaten scharf bewacht. Ständig auf der Lauer nach einer günstigen Gelegenheit zum Entkommen, öffnete er plötzlich die Abteiltür und sprang aus dem fahrenden Zug. Damit hatte er den ersten Schritt in die Freiheit getan. Er machte sich in südlicher Richtung a u f den Weg nach den Vereinigten Staa. t e n. Auf der Landstraße bat er einen Kraftfahrer in fließendem Französisch, das in weiten Gebieten Kanadas Landessprache ist, mitgenommen zu werden. In der Stadt Ottawa beendete er zunächst '»^Generalkonsul in Neuyork ausgenommen, der wo ne Kaution stellte und ihm dadurch die schwer er- Wandnpfte Freiheit gab. So erfuhr er auch, daß ihm die Reise. Hiernach genoß er die Hilfe weiterer freundlicher Kraftfahrer, die ihn bis an den S t.- Lawrence-Strorn Mitnahmen. Dieser bildet in jenem Landesteil die grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Die Hoffnung, den Fluß zugefroren anzutreffen und auf dem Eise überschreiten zu können, wurde getrogen. Bald fand jedoch Oberleutnant von Werra ein Ruderboot, das allerdings ohne Riemen war, so daß er stundenlang auf dem Fluß stromabwärts trieb, ohne das andere Ufer erreichen zu könnem Erst nach langer Irrfahrt in eisiger Kälte kam er am Ufer an, wo er auf eigenartige Weise die Klarheit gereich panzerangriff in der Lyrenaika abgewiesen Berlin, 29. Jan. (DNB.) Nach Meldungen aus Amerika ist es einem deutschen Fliegerosfizler, dem Oberleutnant Franz von Werra, vor einigen Tagen gelungen, einem Transport von deut, scheu Gefangenen, die soeben von England i n Kanada eingetroffen waren, zu entweichen und nach einer verwegenen wie abenteuerlichen Flucht nach den Vereinigten Staaten zu gelangen. Dort hat er sich beim deutschen Generalkonsul in Neuyork gemeldet. Ober- leutnant von Werra geriet am 5. September 1940 nach einem tapfer bestandenen Luftkampf in englische Gefangenschaft und unternahm bereits in Eng. land zwei Fluchtversuche, die jedoch beide im letzten Augenblick scheiterten, bis dieser dritte Versuch in Kanada gelang. Wegen seiner hervorragenden Tap- ferkelt als Jagdflieger wurde Oberleutnant von Werra am 14. Dezember mit dem Ritter, kreuz ausgezeichnet. Bei einem einzigen Feindflug schoß er drei feindliche Jagdflugzeuge in der Luft ab und vernichtete fünf weitere feindliche Flug, zeuge am Boden. . Als der 26jährige Oberleutnant von Werra am 14. Dezember 1940 das Ritterkreuz erhielt, befand er sich in englischer Kriegsgefangenschaft, in die er nach einem Luftkampf über Mg- lischern Boden am 5. September geraten r zu- Er hatte jedoch bereits einen Fluchtversu? 385iter sich, über den der englische Rundfunk, ^one einen Steckbrief sandte, Mitteilung machte. nd Der unbeugsame Wille, wieder mit seinen Kameraden im Kampf an der Front zu stehen, ihn veranlaßt, nach dem ersten Fluchtversuch, t dadurch vereitelt wurde, daß er nahe dem Flmg *atz Croydon unter dem Draht des Gefangenenlht versteckt gefunden wurde, von einem schod schen Gefangenenlager aus ein zweiten Befreiungsversuch zu untern men. Diesmal ist er durch ^Lereland und das nö — ............ ...... liche England bis o n^drde die ,ch e S e e gelai) DünsOberleutnant von Werra ist von der amerika- Dort hoffte er auf ( 'er zu gelangehau^schen Presse mit Interviews bestürmt worden, die wurde jedoch wiedrden die M»^U.nd j er bereitwillig erteilte. In der unvoreingenommenen n o mmen. . cas für n ,Anerkennung seiner mutigen Tat, durch die er auf Darauf ist er, zusamt.en ?mt anderen deutschen neutralem amerikanischen Boden die Freiheit er- Gefanaenen, aus einem Dampfer nach Kanada * ' ** gebracht worden. Aber schon unterwegs arbeitete Der italienische Bericht Rom. 29.Ian. (DRB. Funkspruch.) Der ifalie- nische Vehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front haben uns Kämpfe von örtlicher Bedeutung in den Besitz wlch- Nger Stellungen gebracht, wobei Gefangene gemacht und Waffen erbeutet wurden. Unsere Luftwaffe hat in den verschiedenen Abschnitten aktiv eingegriffen und hat des weiteren Fahrstraßen sowie feindliche Stellungen, Batterien und Truppen ununterbrochen bombardiert. Ferner wurden militärische Ziele In Saloniki sowie die Eisenbahnstrecke nach Athen schwer getroffen. 3m Luftkampf wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen; zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. 3n der Lyrenaika wurde südlich von D e r n a ein Angriff einer feindlichen Panzerdivision von unseren Truppen abgewiesen, die dem Gegner beträchtliche Verluste belbrachten. Abteilungen unserer Luftwaffe haben feindliche kleinere Panzerabteilungen, Lastkraftwagen und Truppen unaufhörlich mit Bomben und WG.-Feuer belegt. Unsere Kampfflugzeuge haben sich durch ihren unermüdlichen heldenhaften Einsatz ausgezeichnet. 3n Ostafrika wurde ein feindlicher Angriff im Abschnitt von Galla bat abgewiesen. An der 6 e n i a - F . o n t haben unsere Truppen den Feind wiederholt angegriffen und ihn zum Rückzug gezwungen. Unsere Fliegerverbande haben feindliche Lastkraftwagen und Truppen wirksam bombardiert. Englische Flugzeuge haben Angriffe auf Asmara unternommen, ohne Schaden anzurichten. Lin englisches Flugzeug, das Eingeborene in einer Ortschaft in Somaliland mit Maschinengewehren beschoß, wurde von unserer Luftabwehr abgeschossen. Libyen und Gomali. Ein interessanter Vergleich. Rom, 29. Jan. (Europapreß.) Im Vergleich zu dem von den Italienern in schnellem Vormarsch eroberten Britisch-Somaliland ist der schmale SHiftenftreifen winzig klein, den die Engländer in Libyen bis jetzt besetzt haben. Eine Kartendarstellung im ,^Teuere" zeigt das in propagandistisch wirksamer Weise. In anderthalb Monaten haben die englischen Truppen den bereits von den Italienern besetzten Küstenstreifen von Sidi el Barani zurückerobert und sind bann weiter 150 Kilometer — bis über Tobruk hinaus — vorge- totzen. Der von den Engländern jetzt besetzte Kü- tenftreifen hat eine Tiefe von höchstens üufzig Kilometer. Demnach haben die Engländer nicht mehr als 18 500 Quadratkilometer besetzt, die von den Italienern bereits in Aegypten eroberten Gebiete mit rund 6000 Quadratkilometer einbegriffen. Im Somaliland haben die Italiener dagegen innerhalb von vierzehn Tagen 176113 Quadratkilometer erobert und halten dieses Gebiet fest in der Hand. Es fei übrigens interessant festzustellen, heißt es im „Teuere" weiter, daß die Engländer ihren Vormarsch nur längs der Küste vortrügen, wo sie unter dem Schutz ihrer Schisfsge- schütze operieren könnten und auch immer die Möglichkeit hätten, den Nachschub auf dem Wasserwege zu befördern. Offenbar hätten die Engländer deshalb auch keinen direkten Dor st oß auf Benghasi unternommen, sondern operierten jetzt zwischen der Küste und dem Hügelland der Cyrenaika. die Kriegsaufgaben der Heimat richttg zu erfütten und die Ausgaben des Staates ständig zu fördern. Die glänzende Lösung der kriegswirtschaftlichen Probleme und das gewaltige Werk der Rüstungsindustrie haben der Front die Waffen geschmiedet, um jeden Kampf siegreich zu bestehen. Die soziale Betteuung der Familien unserer Soldaten, die Fürsorge für die Volksgesundheit, besonders für Mutter und Kind, sind ehrenvolle Leistungen unserer Zeit. Neue Großtaten auf dem Gebiet des Wohnungsbaues sind vom Führer für die Zeit nach dem Kriege bereits angeordnet. Alle diese Leistungen sind nur möglich, weil die ganze Natton von dem Geist der Gemeinschaft und von unerschütterlicher Siegeszuversicht erfüllt ist. Damit ist ein Zustand geschaffen und eine Entschlossenheit gewachsen, die mit der „Stimmung" in den letzten Weltkriegsjahren nicht verglichen werden kann. Die Früchte und Erkenntnisse der nationalsozia- listischen Kampfzeit, die Jahre der Erziehung und Bewährung, sie kommen nun dem ganzen deutschen Volk zugute. Jeder Deutsche an der Front und in der Heimat weiß, worum es geht und wo sein Platz ist. In dieser Mauer gibt es keine Lücke und wird es keine geben. Deutschland aber ist noch niemals überwunden worden, wenn es einig war! Das ist die Lehre des 30. Januar und das Gelöbnis zu diesem Tage. o. R. Reichsjustizminister Or. Gürtner gestorben. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Reichsminister der Justiz, Dr. Gürtner, ist in der Nacht zum 29. Januar nach kurzer Krankheit infolge eines Herzschlages verschieden. Der Führer hat für den Verstorbenen ein Staatsbegräbnis angeordnet. Ferner hat der Führer Frau Gürtner in einem Handschreiben seine h e r z l i ch st e Ante i l n a h m e zum Ausdruck gebracht. Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Fr. Franz Schlegelberger wurde zunächst mit der Führung der Geschäfte des Reichsministers der Justiz beauftragt. Der so plötzlich aus dem Leben geschiedene Reichs- Minister der Justiz Franz Gürtner war am 26. August 1881 in Regensburg als Sohn eines El- senbahndeamten geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt besuchte er das Ma- yimilianeum in München, von wo aus er seine juristischen Studien machte. Gürtner diente in Regensburg und bestand dann mit hervorragender Note das' juristische Staatsexamen. 1909 wurde er in das bayrische Justizministerium berufen, wo er bis zum Kriegsausbruch als Personalreferent tätig war. Im Weltkrieg stand Gürtner als Hauptmann der Re- ferne an der Front und nahm zuletzt an der Expedition in Palästina teil, wo er als Dataillonskomman- deur den Rückzug der ihm anuertrauten Truppen durch das Ostjordanland leitete. Im Jahre 1920 wurde Gürtner wieder in das bayrische Justizministerium berufen, dessen Leitung er 1922 übernahm. Mit der Bildung des Kabinetts von Papen wurde Gürtner zum Reichsjustizminister ernannt. Im Zuge der Durchführung der Reichsreform übernahm dann Gürtner am 16. Juni 1934 neben dem Reichsjustizministerium auch noch das preußische Justizministerium, nachdem der preußische Justizminister Kerrl 3um Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt worden war. * Mit dem Dahingeschiedenen verliert die deutsche Rechtsprechung und Rechtspflege einen hervorragenden, klaren und deutschbewußten Kopf. Sein Ableben wird von allen, die an Deutschlands Größe glauben und dafür wirken, bedauert werden. Er war ein in den Formen konzilianter, aber in feiner Sache nach bestem Wissen und Gewissen urteilender Rechtsdenker. Es bedarf keines Beweises, daß sich auf dem Gebiete der Justtz rm Laufe seiner Amtsführung grundlegende Umstellungen vollzogen haben. Formell war es von Bedeutung, daß die Justizhoheit der Länder aufgehoben und an das Reich übertragen wurde. Das Justizministerium war das erste Ressort, in dem diese Entwicklung durchgesetzt wurde, bei den anderen Ministerien hat es noch einiger Zeit der Vorbereitung bedurft, bis auch sie ihre wichtigsten Aufgaben an das Reich abgeben konnten. Dazu trat die Neugestaltung wichtiger Gesetze oder die Anpaflung früherer Rechtsbestimmungen an die Erfordernisse der/ neuen Zeit. Er sei erinnert an das Reichserbhofgesetz, an die neuen Gesetze über die Ehescheidung, an die Nürnberger Gesetze und ihre Durchführung. Stets war Reichsminister Gürtner mit seinen Mitarbeitern bestrebt, die in der Rechtsprechung tätigen Kräfte mit nationalsozialistischen Rechtsauffassungen zu durchdringen, so daß die Justiz ihrer Aufgabe gerecht wurde, vom Volke verstanden zu werden und allein den Geboten der Gemeinschaft zu dienen. Gleichlaufend mit diesen gesetzgeberischen Arbeiten wurden die Vorarbeiten für die großen Reformen des Strafgesetzbuches und des bürgerlichen Rechts in besonderen Ausschüssen weitergeführt, in denen sich die sachverständigen Männer der Wissenschaft und Praxis vereinigten. Die Angliederung der neuen Ostgebiete und die Rückkehr der Ostmark zum Deutschen Reich stellte neue Aufgaben an die Justizverwaltung und machte die Angleichung der Gesetzgebung dieser Reichsgebiete an diejenige des Altreichs erforderlich. Aus alledem ergibt sich, welche großen Leistungen Dr. Gürtner zu vollbringen hatte. Umsicht und zielbewußtes Handeln waren notwendig, um die deutsche Rechtsprechung in möglichst kurzer Frist auf eine einheitliche Linie zu führen, wobei stets zu beachten war, daß die endgültige Neufassung wichtiger Gesetze noch der Zukunft vorbehalten ist. Dr. Gürtner war ein Mann, der auch in hohen Stellungen die Schlichtheit des Wesens und die entgegenkommenden Formen des Süddeutschen bewahrte und sich daher allgemeiner persönlicher Beliebtheit erfreuen konnte. An der Bahre Graf Csakys. Die deutsche Sonderdelegation in Budapest Budapest, 30. Jan. (D9lB.) Die Sonderdele- gation der Reichsregierung ist unter Führung des Botschafters von M o l 11 e zur Teilnahme an dem Staatsbegräbnis des verstorbenen ungarischen Außenministers Graf C s a k y am Mittwochabend in Budapest eingetroffen. Als der Zug in die mit den Farben des Reiches und Ungarns geschmückte Bahn- hofshalle einfuhr, erklangen von einem Musikzug der ungarischen Wehrmacht die Lieder der deutschen Nation sowie die ungarische Nationalhymne. Zur Begrüßung hatten sich eingefunden: der ständige Stellvertreter des Außenministers sowie der Chef des Protokolls. — Noch am Abend ihrer Ankunft legte die Sonderabordnung im Kuppelsaal des Par- lamentsgebäubes, wo Außenminister Graf Csaky aufgebahrt ist, im Auftrage des Führers einen Kranz nieder. Ferner wurden Kränze des Reichsmarschalls Goring, des Stellvertreters des Führers und des Reichsministers des Auswärtigen niedergelegt. Mittwoch nachmittag war auch ein Kranz Mussolinis niedergelegt morden. Im Namen des Diplomatischen Korps bekränzte der päpstliche Nuntius als Doyen die Bahre Graf Csakys. Auch die San- desgruppe der AO. der NSDAP, in Ungarn sandte ebenso wie die Vertreter der deutschen Presse in Budapest Kranzspenden. Der ungarische Sonvedminifler inverMginotlme. (DNB^) ..., 29. Jan. (PK.) Der ungarische Hon- vedminister, der auf Einladung des Oberkommandos der Wehrmacht in Deutschland weilt, traf gm Diens- tagmittag mit seiner Begleitung in Metz ein. Im Auftrage des Oberbefehlshabers der zuständigen Armee begrüßte den ungarischen Gast einer der Generale, die den großen Durchbruch durch die Maginotlinie an der Saar miterlebt haben. Mit großem Interesse folgten die ungarischen Herren den Ausführungen des Generals, die ein anschauliches Bild von der deutschen Offensivkraft gaben. In zwei Tagen wurde damals trotz der schweren natürlichen und technischen Hindernisse die Maginotlinie durchbrochen, und der französische Rückzug endete mit einem großen „Cannä" in den Vogesen. 500 000 Franzosen mußten hier die Waffen strecken. Die ungarischen Gäste konnten sich alsdann im Gelände selbst ein Bild von den Schwierigkeiten machen, die von den deutschen Truppen so glänzend gemeistert worden waren. Nach Besichtigung mehrerer großer Werke und von den Franzosen kunstvoll angelegter Geländehindernisse wurde in den Abendstunden die Rückfahrt angetreten. Dr. Karl Bier. Metaxas plötzlich gestorben. Belgrad, 29. Jan. (DNB.) Der griechische Ministerpräsident Metaxas ist Mittwoch früh 6 Uhr an einem Herzschlag gestorben. Zum neuen griechischen Ministerpräsidenten wurde Alexander Co- r y z i s ernannt. Coryzis ist Professor an der Athener Universität. Oer Wehrmachtbericht vom Mittwoch. Berlin, 29.Januar. (DRV. Funkspruch.) Dav Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot versenkte 1 1 500 VRT. feindlichen handelsschiffsraumes. 3m Zuge der bewefsneten Aufklärung griffen gestern einzelne Kampfflugzeuge kriegswichtige Ziele i n London mit Spreng- und Brandbomben erfolgreich an. Außerdem wurden auf Bahnanlagen einer Stadt in Ostengland Treffer erzielt. 3m Seegebiet westlich 3rland versenkten Fernkampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff von 4600 VRT. und beschädigten zwei weitere Handelsschiffe schwer. Fernkampfartillerie des Heeres beschoß erneut kriegswichtige Ziele in Südoflengland. Am gestrigen Tage und in der vergangenen Rächt weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete Einflüge des Feindes. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Das Ritterkreuz für Oberleutnant Zope. Berlin, 29. 3an. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Oberleutnant 3ope in einem Kampfgeschwader. Seine bedeutendste Wasfentat ist der Angriff auf die 42 000 VRT. große „Ernpreß of Britain“, das zweitgrößte Schiff der britischen hon- Raeders Diagnose. Großadmiral Roeder ist ein ruhiger, in sich gg, kehrter Mann. Ihm liegen die Trompetenstöße nicht Wenn er vor den Bremer Werftarbeitern am letzter Dienstag einige klare Worts gesprochen hat, so is, auf sie Verlaß. Er sieht voraus: „Unsere Flotte wir- die Ausgestaltung und Größe erfahren, wie sie eint; Weltmacht würdig ist." Das ist eine Perspektive, dir durch die unmittelbare Anrede an die Werftarbeitri unterstrichen wird, daß ihrer Hände Arbeit in der Flotte das Instrument schafft, das — zusammen mit den anderen Waffen — die Erlösung ihrer Familie, und ihrer Nachkommen von den Auswirkung fremder Herrschaft bringen wird. Großadmiral Roeder baut seine Erwartung cm- die eingehende Kenntnis der deutschen Waffen uni der deutschen Soldaten, ober auch auf die Diognch des Zustandes, in dem sich England befindet. Ei schildert ihn mit knappen Worten. Sein zusammekr- fassendes Gutachten lautet auf Knochenfraß de« englischen Empire: „Und so stehen wir vor der Tatsache, daß England immer rascher dem unaus- weichlichen Untergang entgegengeht. Keine Mache der Erde kann dieses Verhängnis mehr aufhaltm England kann sich selbst nicht mehr helfen, uni jede Hilfe von außen kommt angesichts der Wuchi der deutschen Schläge in jedem Fall z« spät ... Don Amerika erhofft man sich als letzt- Rettung die Unterstützung mit Kriegsmaterial. M kläglich ist dieses Schauspiel einer zusammenbrechen, den und am Rande des Abgrundes stehenden Macht, die sich nicht scheut, vor der Welt das Beispiel dir demütigen Bittstellers zu geben." Als Großadmiral Raed er am 1. Oktober 1928 bt< Stellung eines Chefs der Marineleitung übernahm, stand er vor der Aufgabe des Baues der damalz innenpolitisch so blödsinnig umstrittenen Westen- taschen-Panzerschiffe. Dos ist heute eine sehr ferne Erinnerung. Es war ein weiter Weg, den die neui deutsche Kriegsflotte von diesen Westentaschen-Pan. zerschiffen bis zum heutigen Stand zurücklegen mußte. Die Konstruktion und der Bau eines Gro^. kampsschiffes umfaßt tausend Einzelheiten, die in einem wohl abgewogenen Verhältnis stehen müssen: von der Einrichtung der Kammer und des Lazr, retts bis zur Panzerung, der Armierung und bei Maschinenonlage. In diesem Zusammenhang huf. sen die am Dienstag vor den Werftarbeitern gh sprochenen Worte gelesen werden, daß wir in der Entwicklung unserer Kriegsschiffe technisch außer- ordentlich rasch vorwärtsgeschritten sind. Das Großkampfschiff oder der Kreuzer stehen aber nicht allein. Im Weltkrieg sind die zahllosen Einheiten der Vorpostenboote, Minensuchverbände, Oe> leitflottillen, Sperrbrecher und Seeflieger entwickel! worden. Der massenhafte Einsatz von U-Booten ist ein Sonderkapitel. Großadmiral Raeder hat zweimal in seinem Leben den Aufbau einer Flotte erlebt. In feinem Munde gewinnen die Dankwort« ein besonderes Gewicht, die er bei dieser Gelegenheit gesprochen hat: ,^)eute dankt die Kriegsmarini durch mich allen ihren Werften und ihren Werftarbeitern für das im Jahre 1940 Geleistete." Dr. Ho. delsstotte. Mt zwei Vombenvolltreffcrn warf er des Schiff In Brand, so daß das Abschleppen erforderlich würde. Das Schiff wurde später von einem deutschen Unterseeboot versenkt. ch Bernhard Jope wurde 1914 in Leipzig als Sohr eines Kaufmannes geboren. Er besuchte das Rest- aymnasium zu Leipzig, studierte auf der Technischr» Hochschule Danzig Flugzeugbau, trat als Flieger In die Luftwaffe ein, wurde zur Luftkriegsschule @a.- tow.versetzt und dort zum Fahnenjunkergefteiteni, später zum Fohnenjunkerunteroffizier und als Flur- zeuaführer in ein Kampfgeschwader versetzt. Gi sand als Technischer Offizier Verwendung, wurde 1938 Oberleutnant und erhielt 1939 in Anerkennunk besonderer Leistungen als Angehöriger der „Legier Condor" ein vorgerücktes Rangdienstalter. Washington hegt keine Illusionen Neuyork, 29. Jan. (Europapreß.) In großei Aufmachung deutet die „New York Times" nm Mittwoch an, daß man sich in den Kreisen der Rr> gierung keinerlei Illusionen über den ®rn|i der militärischen Lage Englands mach«! und daß man deshalb den kommenden militärischeN Ereignissen mit erheblicher Nervosität entgegensieht. In Armeekreisen werde ein entscheidender deutscher Angriff auf England mit Sicherheit in den nächsten Wochen oder Monaten erwartet. Die Mehrzahl der bisher gegen England gerichteten deutschen Operationen! habe lediglich experimentellen Charakter gehabt. Bei dem entscheidenden Angriff werde Deutschland seine Kampfmittel in größtem Stil ein* setzen, so daß die Operationen ein Ausmaß wi l nie zuvor in der Weltgeschichte annehmen würden. Bombenangriffe auf Kriegsschiffe. Washington, 29. Jan. (Europapreß.) Ad miral Robertson erklärte vor dem Senat der USA. über die Wirkungen von Bombenangriffen auf Kriegsschiffe, daß die USA.-Marine Gelegen« heit gehabt habe, die Wirkungen solcher Angriff« im Mittelmeer unmittelbar zu beobachten. Dce Marineleitung fei noch zu keinem Entschluß gekoM' men, in welcher Weise in Zukunft Flugzeug« träger zu armieren seien. Verhältnismäßig hoch seien die Verluste an kleinen Fahrzeu« gen. Die britische Regierung habe z.B. festgestellt, daß Minensucher am stärksten gefährdet feien. Die Schiffahrts-Kommission des Senats hat dir Prüfung des Entwurfs über den Bau von 4 01 Schiffen und die neuen Industrieanlagen Herstellung und Modernisierung von Geschützen ad« gescylossen. — Der Ausschuß beschloß einen Kredil von 1,209 Milliarden Dollar für diesen Zweck F bewilligen, wie es in der Vorlage geplant mar. Argentinien lehnt Internationalisierung des La Plata ab. Montevideo, 29. Jan. (Europapreß.) Auf ber Sa Plata-Konferenz lehnte Argentinien arn^Dienstag die Internationalisierung des La Plata-Strom^ ab. Dadurch wurde bereits am zweiten Tage dek Beratungen eines der Hauptprojekte der Konferen; z u F a l l g e b r a cht. Die Internationalisierung bei Stromes, so heißt es in der Begründung der argentinischen Ablehnung, würde eine Einbuße b t» argentinischen Souveränität bedeuten- Jedoch erklärte sich die argenttnische Regierung dv' mit einverstanden, daß, wenn auch nicht furistM so doch wirtschaftlich allen Ländern auf W Strome gleiche Rechte gewährt werden sollm- Beförderungen in der Wehrmacht des vom 1.12.1940: Im Heer: zu Generalmajoren: tojthm, lqen Scnatsausschuß vertri J®Qfa 1 j lch jüdischen Hintergrund ' Z September 1939 erklärte besing *5 der on o. n der verte o e r u oj । e ve» v“1/*“1' Lnd des Duce schreitet. Die Treue zu diesen Der- ,7.,..._____«Aliti4rfv Artlhmn. sondern Leben. n roarf trit ppen etfotk ’t von dm m als K dos K er Ted)ni|t' ab Flieger;; iegsschule Gj luntergefreiir! und als Fir r versetzt t ndung, wd i AnerlE er der,N taltcr. aber M; 10 überrwk $ der bar 'nen X Morgenthau als englischer Gchahkanzler. Rumänien an der Seile derAchse. Antonescu über den Charakter seines neuen Kabinetts. Ehrenbezeigungen. * Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht hat dem Generaloberstabsarzt Professor Dr. Waldmann in Würdigung seiner «rosten Der» dienste um das Kriegssanitätswesen sein BHD mit eigenhändiger Unterschrift überreichen lassen. Der Reichsminister des Auswärtigen von Rib- bentrop nahm am Mittwochnachmittag an dem ersten Empfang teil, den der neuernannte Botschafter der UdSSR, in Berlin. D e k a s o n o w, in den Räumen der sowjetischen Botschaft gab. Bei einem Besuch i n Oslo hielt der Reichs- f ü h r e r j- im Fcftsaal des Deutschen Hauses eine grundlegende Ansprache an seine beauftragten ff- Führer in Südnorwcgen. Anschliestend fand auf Einladung des Reichskommissars ein kameradschaftliches Beisammensein mit,dem Reichsführer ff statt. In Posen begann eine mehrtägige Arbeitstagung der Siedlungsbehörden und Siedlungsgesellschaften aus dem Martheland, Dan- zig-Westpreußen, Riederschlesien, Oberschlesien und Saarpfalz-Lothringen, in deren Mittelpunkt die Er- örterung über die kommenden Aufgaben der Neubildung deutschen Bauerntums steht. In Royat starb der französische General Rollet im Alter von 76 Jahren. Rollet war seinerzeit Dor- fistender der berüchtigten Interalliierten Kontroll- kommission in Deutschland. J 3u(amc. ji im Interesse Englands und zu Lasten der Der- dienfraj tinigten Staaten die Höhe der englischen Guthaben vir Do,*2 ----,<"1 "" m -........m-a,*ä** dein. Keine hr aul „6)8^ j papttv' < ÄÄl Mw rh.) 3« W -t Times; Preisen der" ■ den 61' ilandr^ m militan t Nervosa- irbe ein u -jßi ’n Dpenl” ienSS«'1, ME öhtem S" 1 u 9 m a Bc onneftmen * egel# btm l«rin« W stlcher N b-°b°*L inffNK t S>« ntarten.j ’ SUrÜltli: 1 k'ne- i leiten, di, tehen müRt ; ib des 4 , ■ "una und! lenhang h Arbeitern s fl wir in! hnisch Qui„ id. er stehen ti zahllosen verbände, 6 ° !ger enhoin IbStooien: ! der hat z? acr Flotte t ie Danknii: | ieser Qelttr Kriegsnim^ ihren $$!r eistete." Dr. Ha ' aesay^. > Zenats (fi iÄ"' Das Schlachtschiff und seine Männer Von Kriegsberichter Dr. Walter Lohmann. Zflichtunnen ist nicht eine politische Haltung, sondern rin bewustter Zustand, den wir niemals verlosten werden. Zwischen Rumänien und den Achsenmächten wüst eine so eng wie mögliche ge ist ige Gemeinschaft organisiert werden, deren Durchfnh- ung eine meiner wichtigsten gegenwärtigen Auf- gaben sein wird." Au« aller Wett. heftiger Schneesturm über Istanbul. Seit Dienstag wütete über Istanbul ein heftiger Schneestprm, der auch in der Nacht zum Mittwoch anhielt. Am Mitiwochmorgen legte sich der Sturm, doch liest der Schneefall nicht nach. — Die grasten Luftschutzübungen, die für die Zeit vom 28. bi» 31. Januar vorgesehen waren, konnten infolge Des ungünstigen Wetters noch nicht durchgcführt werden. Autobus auf Lastkraftwagen aufgeprallt. Auf der Straße von Clermont—Ferrand nach Aulnat erfolgte ein Zusammenstoß zwischen zwei Lastkraftwagen. Ein Autobus, der kurz darauf an der Unfallstelle anlangte, vermochte den beiden P. K. Ich habe in diesen Tagen ein Schlachtschiff erlebt. Für die Landratte mag es schon ein Erleb- nis (ein, nur mal aus den Planken eines solchen Stahlriesen zu stehen im unmittelbaren Angesicht der gewaltigen Geschütztürme mit ihren drohend himmelwärts gereckten Rohren, hinaufzublicken zu den wuchtigen Ausbauten mit den übereinanderliegenden Kommandobrücken und Leitständen und den weitausladenden Meßgeräten, das Auge über die weite Fläche der Decks von der Schanz bis zur Back schweifen zu lassen, oder gar bei einem Gang durch das Schiss sich erst des ganzen Ausmaßes eines solchen Kolosses, seiner zahlreichen Räumlichkeiten und der verwirrenden Vielfältigkeit seiner maschinellen Anlagen bewußt »u werden, dieses stah. lernen Labyrinths, in dem überall ein geheimnisvolles Leben pulsiert und in dessen Suchten und Kammern und Decks Hunderte von Matrosen und Heizern Wache halten, arbeiten, schlafen, hingegeben einem rätselhaft anmutenden Lebensrhythmus, der ihrem Dasein den Stempel aufdrückt und der be- stimmt wird von dem schrillen Triller der Bootsmannsmaatpfeife. Modisch; zu Vizeadmiralen: die charak. Vizeadmirale von Arnauld de la Periere, Werth, Wülfing von Bitten; zu Konteradmiralen: die charakterisierten Konteradmirale Lorey, Dr. Conrad, Heyden, Hintz- mann, Kehrhahn, zum Konteradmiral (Jng): den charakterisierten Konteradmiral (Jng.) Betche; zu Admiralärzten: den charakterisierten Admiralarzt Dr. Brahms, die Flottenärzte Dr. D. Hargues. Dr. Duetschke; zum Kapitän zur See: den Fregattenkapitän Meyer (Hans); zum Kapitän z. S. (Jng.): den Fregattenkäpitän (Jng.) Mestner; zum Kapitän z. S. (W.): den charakterisierten Kapitän z. S. (W.): auf der Kommandobrücke oder im Kommandostand mit allen diesen Kraftfeldern und ihren Leitern ver- bunden, empfängt ihre Meldungen und erteilt seine Befehle gestützt ür den inneren Schifssbetrieb auf seinen ID. (Ersten Offizier), der im Gefecht tief unten in der Ko.nmandozentrale, zu der man sich vom Kommandostand auf der Brücke durch einen engen Schacht hindurchschleusen kann, den wichtigen und wieder ^in eigenes Kraftfeld bildenden Lecksicherungsdienst überwacht und überhaupt für die Sick-erheit des Schiffes sorgt. Erst im Klarschiffzustand, im Gefecht, entfaltet der Schiffsorganismus seinen vollen Lebensrhrfth- mus Da ist bis zum letzten Matrosen und Heizer jeder Mann eingesetzt an den Maschinen, Geschützen und Geräten, verwachsen Mann und Maschine in gemeinsamer Leistung. Und mögen auch Hunderte von stählernen Schotten das Schiss bienenkorbartig in ungezählte Zellen zerlegen, der Organismus leitet durch Kabel und Draht und Sprachrohr in allen seinen Teilen eng verflochten seine Gemeinschafts, arbeit, als gäbe es keine räumlichen Abtrennungen. Jeder Mann, jede Zelle, iedes Kraftfeld — fei es Schiffssührung, Artillerie, Lecksicherungsdienst, Maschine — arbeitet in ihrem Bereich, im festgefügten Umlauf ihrer Funktionen ruhig, sicher, exakt, uner- schüttert, mag da kommen, was will, mögen die feindlichen Granaten ins Schiff schlagen, mögen Männer und Maschinen ausfallen, Wastereinbrüche erfolgen, Feuer ausbrechen. Es gibt nichts, keinen Vorfall und keinen'Ausfall, auf den nicht jeder in systematischer Hebung und Schulung vorbereitet wäre und dem er nicht, ohne erst lange Überlegen Der amerikanische Finanzminister Morgen, ffrau hat vor bem außenpolitischen Ausschuß des Senats die Rolle eines britischen Schatzkanzlers üspielt. Er ist dazu auch berufen: Er heißt Mor- E")au und ist der Sohn jenes jüdisch-amerikani- Botschafters in Konstantinopel, der an der sfung der jüdischen Heimstätten in Palästina i>n und nach dem Weltkrieg ausschlaggebend beteiligt gewesen ist. Es ist ein Sinnbild, daß dieser »übe bie englischen Interessen vor bem ameritanl- ~ r' " vertritt unb bamit den eigent- zu müssen, zu begegnen wüßte. i Alles ist hundertmal geübt, jode nur erdenkliche < Störung rmal durchprobt worden, und im Anschluß an die Gefechtsübungen hat jeder, ob Offizier, Maat oder Matrose und Heizer, unter Dem tritt- i sch en Auge des ID's, des lAO's ober bes leitenben ' Ingenieurs sein Verhalten verantworten unb be- 1 grünben müssen. Eine hervorragende Erziehung zum Verantwortungsbewußtsein, zu Initiative und Entschlossenheit jedes Gliedes der Besatzung, eine Er- ziehung, ohne bie aller auch bas reibungslose Funk- Monieren eines so komplizierten, riesigen Organismus wie der eines Schlachtschiffes unter schwierig- ften Umftänben, im Toden der Schlacht unb im Heulen ber Granaten, gar nicht benfbar wäre. Rur so ist es möglich, daß, was immer auch passieren mag, bie Kampfkraft bes Schiffes b i s zur letzten Möglichkeit eins atz fähig bleibt, baß, mögen Männer fallen und Gerate zersetzt werben, der Kampf unbeirrt weitergeht, bie Artillerie ihre vernichtenbe Wirkung übt, die feindlichen Flieger abgewehrt werden unb feindlichen Torpedos durch geschicktes Manövrieren ausge- wichen wird. Unb man bedauert es nur, erlebt man das grandiose Bild eines kämpfenden Schlachtschif. fes, daß man nicht zugleich auf der Kommando- brücke, dem Vormars, im Maschinenleitstand unb in der Kommanbozentrale unb noch an vielen anderen Stellen bes Schiffes sein kann, bah man nicht mal mit einem Blick bie Gesamtheit Der Dor- qänge überschauen, burch bie stählernen Wände und Schotten wie burch Glas in alle Stellen bes Schins- organismus blicken kann, baß man die Große des Schauspiels, das sich da wuchtig und ergreifend ab- spielt, doch nur in Ausschnitten, kaleidoskopartig, zu erfassen vermag. So ist mir das Schlachtschiff zu einer Offenbarung geworden als Verkörperung eives im Drei- klang von Mensch, Material und Ma- di ine einzigartigen, schwimmenden, Kampflnstru- mente. Aus Stahl unb Eisen, Maschinen und Menschen wuchs ein lebenbiger, blutvoller Organismus hervor. Das unpersönliche, imposante Schlachtschiff Derroanbelte sich zu einer imponierenben Persönlich, feit unter Den Kriegsfahrzeugen. Nun verstehe ich es erst ganz, baß man auch einem Schlachtschiff verschworen sein kann wie ber U-Boot-Fahrer bem U-Boot, die Torpedoboot-, Schnellboot- und Räum- bootmänner ihrer Waffe. Denn das Schlachtschiff fasziniert nicht nur mit seiner Wucht und Kraft, sondern es lebt ... es lebt ein großes und stolzes Der thailändisch-indochinesische Waffenstillstand. Tokio, 30. Ian. (Europapreh.) Die am Mitt- wochabend unweit von Saigon an Bord de» japanischen Kreuzers „Natori emge- leiteten Waffenstillstands - Verhandlungen zwischen Thailand und Französisch-Jndochina wurden nach einer Ansprache des japanischen Generalmajors S u m i t a und einer ersten Aussprache zwischen den Delegierten auf Donnerstag vertagt. Kleine politische Nachrichten. Oie große Lnsel-Gchiebnng. Von unserer Berliner Schristleitunu. Aus Buenos Aines kommt die Nachricht, daß England über die Abtretung der Falkland- in fein mit den Vereinigten Staaten verhandele und außerdem die Frage erörterte, ob die Vereinigten Staaten nicht auch Die Kapverdischen Inseln unb bie Azoren besetzen sollten. Es ist kein Zufall, baß biese Nachricht aus Der Hauptstadt Argentiniens kommt. Die Falk- land-Inseln liegen im Süden Argentiniens, sind durch einen räuberischen Handstreich von den Eng. ländern 1833 geschnappt worden unb werden von Argentinien seit dieser Zeit zurückgefordert. Aber die Falkland-Jnseln sind wenigstens im tatsächlichen Besitz Englands. Viel toller ist, daß es über die Be- setzung ber Kapverbischen Inseln unb ber Azoren durch die Vereinigten Staaten verhandelt: denn beide Inselgruppen gehören seit vielen Iahrhun- Der Führer empfing in Gegenwart des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfelb- marschall K e i t e 1, in der Neuen Reichskanzlei den Königlich Ungarischen Honvedminister Vitez Karl Don Bartha. Eine Abteilung der Wehrmacht er- wies bei der An- unb Abfahrt bie militärischen Berlin 30. Jan. (DRB.) Der Führer und 1941: Zum Admiral: den charakterisierten Admiral Oberste Befehlshaber hat befördert: Mit Wirkung Gladisch; zu Vizeadmiralen: die charak. Bl.)eadmirale Bukarest, 29. Jan. (DRB.) Nach der Eides- ' -blegung ber Minister bes neuen Kabinetts gab ' Staatsführer Ministerpräsident General A n t o - - escu folgende Erklärung ab: „Die Regierung, die ich gebildet Halle, hat den Ilrocd, bie Orbnung sicherzuste 1 len und den ormalen Gang der Verwaltung wieber- --erzustellen. Das Land braucht Ruhe unb Arbeit, die Zerwaltungstätigkeit muß ohne Zögern ihre natür- ichen Aufgaben wieder aufnehmen und überall bas Lnsehen der Behörden wieder Herstellen. Meine Regierung auf militärischer Gr u n d - ; a « e ist der Ausdruck der E i n h e i t b e r D i s z i - p Iin bie die heutigen Umstänbe dem Lande auf- winflen. fjinWlid) der Außenpolitik de, «e- i mtDärtiacn Kabinetts. In dem ich mir dar Außen- j! Ministerium vorbehalten habe, ist es beinahe un- 1 r-ötig hinzuzufügen, daß Rumänien ohne Zagem o.n Der Seite der Achse des großen Führers derten Portugal. , , Eine absolute Neuheit sind diese angloamerikani- schen Raubabsichten auf die Azoren unb Die Kap- verdischen Inseln nicht. Schon im Herbst 1940 ver- öffentlichte der auch im Ausland bekannte amerl. konische Marinesachverständige Eliot eine Kar- tenskizze mit entsprechendem Text, auf der sogar der französische Hase» Dakar und der englische Hasen Freetown beide an der westafrikanischen Küste als amerikanische Krieashäfen gefordert wurden, wie Denn auch die Vereinigten Staaten seit jeher eine Art „moralischen" Protek- torates über die benachbarte westafrikanische Negerrepublik Liberia für sich in Anspruch genommen haben. Auf der gleichen Karte des amerikanischen Marinesachmannes waren die portugiesischen Azo- r e n und Kapverdischen Inseln durch entsprechende Zeichnung ebenfalls als amerikanisch e S t ü tz p u n k t e markiert. Kurz danach verlangte Roosevelt in einer Rund- funk-Wahlrede bie „friedliche Herrschaft auf bem ganzen Atlantik unb im ganzen Pazifik (Stillen Ozean) für bie amerikanische Schiffahrt". Man beachte, baß damals der Präsident noch von friedlicher Herrschaft sprach und bie amerikanische Schiffahrt vorschob. Im übriaen ist es bezeichnend, daß Amerika mit seinem Anspruch auf den Atlantik die Vorherrschaft über einen Ozean ver- langte, der bis dahin als ausschließlich britische Domäne gegolten hatte. Wenn jetzt diese amerita. nifdxm Absichten auf die Azoren und die Kapverdischen Inseln Gegenstand politischer Derhandlunaen mit England sind, dann ist das die beste Jllustratir dafür, auf welcher Seite des Atlantischen Ozeans die von Roosevelt so oft wider besseres Wissen behaupteten Angriffsabsichten wirklich liefen. Abenteuekliche Fahrt über das Mitteimeer. 5t o m , 29. Jan. (DNB.) Nach fünftägiger oben- :euerlid)er Fahrt ist e, dem Feuerle!t°ff>zier des in lobrut von feiner Besatzung gesprengten alten ita ienischen Panzerkreuzers „San @ i o r g t o , Kap, iinleuinant del Pin, gelungen, mit zwei wetteren Offizieren und drei Mann der Besatzung de- Sch.s- Fes auf einem kleinen Motorsegler ohne nautische ü'ilfsmittel und mit kärglichem Wasservorrat die italienische Küste zu erreichen. Der indische Nationalistenführer Bose verhaftet. Kabul, 30. Januar. (Europapreh.) Der indische Rationalistenj'ührer Subhas Bose ist nach dret- ! agiger abenteuerlicher Flucht von t>er Polizei in der indischen Stadt Hana aufsespur unb Derl)af tet worben. Bose, ber von den eng üschen Behärben angeklagt ist, die indtsche Bevcb terung zum zivilen Ungehorsam aufaesor^rt zu haben, hatte sich am Tage vor der Derhandlung äurrf) Flucht dem gegen ihn angestrengten Gerichts verfahren entziehen wollen. ,___ . ______„ J des von England am z September 1939 erklärten Krieges enthüllt. Mor- dnthau ist wiederholt vorgeworfen worden, daß J im Interesse Englands und zu Lasten der Ber- die Obersten Sodan, von Tschammer und Osten, Freiherr Neubronn von Eisenburg. Mit Wirkung vom 1.2.1941: zu GenraUeutnanten: die General- maiore von Scotti, Slumpff, Herzog, Ebechardt, Fclttmann, Dr. von Schaewcn, Loewcnbeck, Stapf, Konrad; zu Generalmajoren: die Obersten Schmidt, von Goelbel, Kruse (Hermann), von Leyser, Gerte, Kraiß, von Kalm, Freiherr von und zu Gilsa, Rit- ter von Kriebel; zu Obersten: die Oberstleutnante Manussi, Stadler (Joseph), Gajer, Strecker, Gerloch, Goretti, Eibit, Kruepl, Ruckser, Sternkopf, Pazak, Hyden, Pindter, Luschnig, Loren,), Jakwerth, Dipl.- Jng. Buck)llrrger, Felzmann, Graß (Rudolf), Simm- ter, Schusta, Stoppel, Dr. Bittner (Franz), Sorte, Kinzel, Scheffler (Kurt), Ourran, Hipp, ^.Firen, Boeckh-Dehrens, Graewe, von Wickede, Dr. Speidel, von Wolff, Heistermann, von Zielberg, Hammerstadt, Klimann, Schreiber (Artur), Wagner. Siea- fried, Swoboda, von Kalckreuth, von Bally, Uhse (Kurt), Ulrich (Werner), Engelmann (Eberhard); zum Oberstarzt: den Oberfeldarzt Dr. Wellein: zum Obervcterinär: Den Oberselbveterinär Dr. Schober; zum Oberst: den Oberstleutnant (W.) Muller (Oskar). In Der Heeresverwaltung: zu Ministerialräten: die Oberregierungsräte Greiner, Dr. Herzlich. Zum Direktor der Heeresplankammer: den Oberreglerungs- baurat Dr. Walther. In der Kriegsmarine: Mit Wirkung von 1.2. Bluhm. In der Luftwaffe: Mit Wirkung vom 1. Februar 1941: zum General der Flieger den Generalleutnant Mayer; £um General der Flakartillerie: den Generalleutnant Zenetti; zum Generalmajor: den Oberst Dr. Ziegler; zum Generalleutnant: den charakterisierten Generalleutnant Witting; zu Generalmajoren: die charakterisierten Generalmajore Ritter von Schleich, Frhr. v. Boenigk, Müller-Kahle, Dipl.-Ing. Klein, Adametz; zu Obersten: die Oberst- teutnante Dr. Goßner, Ruef, Dipl.-Ing. Vorwald, Schuler, Bauer, Protzen von Schramm, Pohl, Dietrich, Koch (Friedrich) II, Graf v. Baubissin, Ulbricht, Gratz, Baske, Virchow, Cizek, Morrö, -von Boehm, Martini, Mästner, Suhr, Biesantz, Merz, von Truetzschler, Frhr. zum Falkenstein; zu Oberst, ingenieuren: bie Flieger-Oberstabsingenieure Cornelius, Zellmann. Dic furk fetdöfenöe Wirkung, Oie iMi befifit, m.idn es zum zeitgemäßen Rcinigungehelfer für fdmnißigc ßcrufeklciöung. Es reinigt grünölidi unö madit Oie Verwendung von Seife tinO Wafdipulocr tiberf lüf fig! So, gewisteimaßen am Rande erlebt, bleibt ein Schlachtschiff eine Anhäufung von Material und Menschen, von Maschinen unb Funktionen, verblüf- send unb imposant, aber boch erdrückend, verwir- renb unb fremb, ein Koloß, vor dem es einem gru. seit unb dem man aufatmenb ben Rücken kehrt. Ein Schlach'schifst will anbers erlebt fein, soll cs sich einem erschließen, soll man es richtig erfassen als einen lebendigen Organismus von höchster Vollendung ImZusammenspiel von Mensch unb Maschine, als ein von taufenb- fachen Kraftlinien burchvulstes unb boch einem ein- zigen Willen gehorchendes Kampfinstrument stark- ster Sch.i-.ftrast, als mächtigste in Stahl und Eisen gefaßte artilleristische Kräfteballuna unb Vernich- tungsmaschine auf See, Die es gibt. So will ein Schlachtschiff denn auch erlebt sein in voller tjunt- tion, im kämpferischen Einsatz, in letzter Anspannung von Mensch und Material, in der Entfes- seiung aller ihm innewohnenden Kräfte. Die wuchtigste Offenbarung des Schlachtschiffes ist die Sprache seiner schweren Artillerie. Wenn die Drillings- unb Doppeltürme zu sprechen anfangen, wenn bie langen Stahlrohre zu Feuer- chlünden werden, wenn das Donnern der Geschütze übers Meer rollt, wenn dicke Rauchwolken das Schiff umhüllen und in allen Fugen wie. unter einem Erdbeben zittert, Dann ist es, als ob Urge- walten entfesselt wären. Ganz klein kommt man sich vor und fühlt doch zugleich die Große n^enschllcher Schöpferkraft, die sich machtvoll dokumentiert. Aber bas ist boch nur ber äußere Eindruck eines Vorganges, hinter bem sich ein rounberfames Kräftespiel, ein felngliebriges Raberwerk vielfältig- ter Funktionen von Männern und Maschinen burch das ganze Schiss hin abrollt, dessen reibungsloses Ineinandergreifen erst zur endlichen Auslo ung jener Effekte führt, bie wir an bem Schlachtschiff berounbern und auf denen feine Kampfkraft beruht. Da steht oben auf Dem Dormars, 35 Meter hoch über bem Meeresspiegel, Der l.AO. (erst e Art l- lerieof fizier) im gepanzerten Haupt leit- ftanb zwischen einer verwirrenben Fülle komplt- Äterter Ziel- unb Meßgeräte, bie von mehreren Männern bedient werben, in arger Beengtheit unb ' lenkt boch sicher und ruhig inmitten bes Trudels 1 ber Defehlsübermittler unb ber emlauienben Mel- I bungen ben Einsatz der schweren Artillerie em ! Herrscher im Bereich ber Schisssge chutze. Und von hier laufen die elektrischen Kraftlinien und bie Strippen burch bas Schfts zu ben ©anaer tarnen unb Geschützen, zu ben Leit- und Befehlsständen, die mit dem Einsatz der Artillerie zu tun haben, unb wo nun wieber die Befehle empfangen roeiter- geleitet ober ausgeführt werden. Ein vlelmaschlaes, von zahllosen Abe^n durchpulstes Kraftfeld, bas jeboch nicht m sich abgekapselt, sonbern sinnvoll mit anberen wichtigen Kra,fteldern gekoppelt ist, bie zusammen ben großen Schiffs- Organismus bilben, ber auf ben Komm an - . ä «ft nf« hpn Traaer be Indische Truppen müssen für England fämpfen. Stockholm. 29.Jan. (Europapretz.) Wie der britische Nachrichtendienst meldet, kämpft m Cr i..q lur Aeit kein einziger englischer Soldat. Die Operationen S-g'» d>- "°i-n-sch-n Stellungen werben vielmehr a u s s ch l i e tz 11 cy von inbischen Truppen ausgefuhrt. Wie es in englischen Meldungen heißt, ist 21 0 o.i* ^anten'a uVger icht - t ist als den Träger der »-i- vor i n i t ° l i e n i s ch - r ch ° n d D ^ Italiener »»" "str Schiss und Besatzung. Er ist verteidigen sich überaus hartnackig und zah^ ___—Sj——— "5 ch n niedrig angibt. Das ist nicht nur von zahlreichen J ei hingen geschehen, sonbern vor allem hat auch iis amerikanische Bundesbankenamt, eine selbstän- tge Institution, ausgerechnet, bah bie Engländer P2ch Bezahlung von Lieserungen in Hohe von 1>8 roch über 6,6 ölilllar b en Dollars ocr- ftQ[r Eigen können! Die neue Rede bes amerikanischen sich q[5 sinanzmlnisters Morgenthau ist ein Versuch, biefen naterioi« ÄiDerspruch zu ersticken. Er machte seinen Hörem nmenbrt^ f-aulich mit ber Behauptung, baß Austräge Groß- lenbenTb. iritannicns auf 2000 Kampfflugzeuge nicht in Seifabfl Angriff genommen worben feien, weil bie (nglänber bie vorweg zu leiftenben Zahlungen richt aufgebracht hätten. Trotzdem gelang es Rorgenthau nicht, bas Mißtrauen des Senatsaus- shusfes gänzlich einzufchläfem. Auf lebhafte An- tagen einzelner Senatoren erklärte sich Morgen- f»QU einverstanden, die britischen Guchaben i n y>ü d - unb Zentralamerika zu übemeh- nen. Das ist vom amerikanischen Stanbpunkt aus hließlich eine Selbstverstänblichkeit, nachbem Mor- Lnthau eben erst erklärt hatte, baß er bie englischen Leltkriegsschulben an Amerika in Höhe ion 5,7 Milliarben Dollar — der Betrag ist zu liebrig angegeben! — abgeschrieben habe. >er objektive Tatbestand geht aber dahin, daß, wie tian neulich gesagt hat, die „Aushäutung" les englischen Weltreiches fortgesetzt wird i-nb daß es feine sehr starke Finanzposition in Mit- sei- unb Sübamerifa verliert. Die Englänbcr hatten lisher ihr Gelb, bas sie ben lateinamerikanischen Staaten geborgt hatten, in Eisenbahnen, Schlacht- mD Kühlhäusern, Flußschifsahrtslinien und Staats- .nd Gemeindeanleihen angelegt. Jetzt müssen sie ib hergeben, um die USA.-Cieferungcn bezahlen zu lönnen. Dr-Ho- Fahrzeugen, die die Straße versperrten, nicht mehr auszuweichen. Es kam zu einem fürchterlichen Zu. fammenstoß, durch welchen der Autobus zum größten Teil zertrümmert wurde. Sechs Personen kamen ums Leben. Verdunkelungsverbrecher hingerichtek. Am 28. Januar 1941 ist der in Oldenstadt, Kreis Uelzen geborene Heinrich Sprätz hingerichtet wor- den, den das Sondergericht in Hannover als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Sprätz hat innerhalb von drei Wochen in sieben Fällen Frauen und Mädchen auf öffentlicher Straße in der Dunkelheit überfallen, um sie zu vergewaltigen. In einem Falle hat er eine verheiratete Frau unter Bedrohung mit einem Messer genotzüchtigt. Gewaltverbrecher hingerichtet. Der 1901 in Berlin-Schöneberg geborene Hermann Giese ist hingerichtet worden. Das Son- dergericht Berlin hatte ihn als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Der bereits mehrfach u. a. wegen Straßenraubes Vorbestrafte hat auf seinen 72jährigen Vater mit einem Sensenhammer eingeschlagen, um ihn zu berauben. Gleichzeitig ist der 65 Jahre alte Franz Thiel aus Neustadt an der Dosse hingerichtet worden, den das Sondergericht in Berlin als Volksschädling zum Tode verurteilt hatte. Thiel, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheits. Verbrecher, der 25 Jahre seines Lebens in Straf- anstalten zugebracht hatte, hat sich während eines Fliegeralarms erneut als (Einbrecher betätigt. Vier Jahre Gefängnis für kindesenlführerin. In Potsdam stand als Entführerin der kleinen Renate Klunter die 23jährige Ehefrau Charlotte Grintfcheck aus Bentsche vor der Großen S rafkam- mer. Die Angeklagte war, da sie von frühester Jugend an zu Eigentumsoergehen und Lügereien neigte, in Fürsorgeanstalten untergebracht und mußte 1935 wegen angeborenen Schwachsinns sterilisiert werden. Bei einem Bauern in Philippsthal, wo sie als Haushilfe beschäftigt wurde, zündete sie aus Wut, daß sie arbeitest und früh aufftehen mußte, die Scheune des Bauern an, roopür sie zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Die Angeklagte, die im November 1939 ihren jetzigen Ehemann, der Witwer ist und zwei kleine Söhne hat, heiratete, war nur von dem einen Wunsch beseelt, ein Mädchen zu besitzen. Bei einem Besuch Potsdams am 10. Dezember 1940 glaubte sie ihren Wunsch erfüllt zu sehen, als sie aus einem Kinder- । wagen vor dem Potsdamer Kaufhaus ein Kind , schreien hörte. Und schon zog Frau Grintscheck mit dem Kinderwagen und der darin liegenden Renate davon. In Bentsche gab sie die Kleine als ihr eigenes Kind aus. Ihr damals abwesender Ehemann, der von dritter Seite in Kenntnis gesetzt wurde, brachte später mit der Angeklagten Kind und Wagen nach Potsdam zurück. Neun Schreckenstage hat die junge Frau Klunter, deren Mann im Felde stand, durchmachen müssen, ehe sie ihr Kind zurückerhalten konnte. Der Staatsanwalt betonte, das gesunde Volksempfinden fordere eine Bestrafung der Täterin, die keinerlei moralische Hemmungen besitzt und 1 die daher aus der Volksgemeinschaft ausqeschütet werden muß. Der Strafantrag erging daher auf vier Jahre Gefängnis und Unterbringung der Aegeklag- ten in einer Heil- und Pflegeanstalt. Das Urteil lautete dem Anttag entsprechend. Das Tagebuch des Hauses konoye. Zu den ältesten Chron ken der Welt gehört das Tagebuch der Familie des gegenwärtigen japanischen Ministerpräsidenten Fürsten Konoye. Es ist rund 1100 Jahre alt. Die Konoyes sind eine der ältesten und vornehmsten Familien in Japan. In allen Zeiten der japanischen Geschichte haben sie bedeutende Rollen gespielt. Ihre Glanzzeit war vom 7. bis 10. Jahrhundert. Damals führten sie fast unumschränkt die Regentschaft Japans Neben jedem Kai'er stand mindestens ein Fujiwara (so hieß das Haus früher, im 12. Jahrhundert nahm es erst den Namen Konoye an), und meistens war der jeweilige Herrscher mit einer Tochter des Hauses Fujiwara vermählt. Japan hat zwei einschneidende Reformzeiten erlebt. Die eine war gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als unter dem Kaiser Meist die europäische Z'vilisation übernommen wurde. Die andere, wohl noch bedeutendere, war im 7 und 8. Jahrhundert, als Japan zugleich mit dem Buddhismus auch die Grundlagen einer wirklichen Staatsverwaltung des Steuerwesens und einer verantwortlichen Beamtenschaft aus China ein« führte. Diese unter dem Namen Taika-Reforrn ge« schichtl.ch bekanntaewordene Umwandlung hat für über 1000 Jahre das japanische Schicksal bestimmt. Schon damals waren die Vorfahren des jetzigen japanischen Ministerpräsidenten die führenden Staatsmänner ihrer Zeit. Und Fürst Konoyes Ahn, Kamatari Fujiwara, gehörte damals zu den zuver- lässigsten Mitarbeitern des kaiserlichen Reformers, Prinzen Naka-no-Oe. Das war die Zeit, da das Familientagebuch begonnen wurde. Von Geschlecht zu Geschlecht wurde diese einzigartige Familien« chronik, die zugleich japanische Geschichte ist, von ! dem jeweiligen Oberhaupt des Hauses fortgesetzt. Das Tagebuch wird im Hause des gegenwärtigen Ministerpräsidenten, Fürsten Fumimaru Konoye, aufbewahrt. Es füllt 15 mächtige Truhen. vaupiichnsUeiter ®r Zrtedrtcki Wtlbeim Vonge Eikllverneie» ote VauphdirifUdtere Ernst Blumschkln. ^etuntroortiirh fit Hoittt unb Biiber Dr Ät. W. üange für baö stein leron: Dr. Han» Thrriot; ilr etabi Gießen. Provm-, Winicha.. u. Sport: Lcn» ^>uin,che i. Druck uno Verlag itirübbdie Umver'itat-orukkerei R. Lange » an den Gießener Anzeiger. Meiler gesucht Lotz, Kohlenhandlung Kaiserallce 11. 509D • Ur. möb1. Zimmer sofort zu verm. Brandvfatz 5 I. | Mietqesuche | Beamter sucht 5-3 Ä- VMM mit Bad, eventl. Heizung z.l.April Schriftl. Angeb. unt. 0327 an den Gieß. Artzeiger. ÄW Mindesthöhe 2,60 Meter in Stadtmitte fürsofortgesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0329 an den Gieß. An;, erbet. Keine Ursprungs* Zeugnisse, vnvern nur Zeugnt» ab'cbrisren Dem Be ■ücrbunflöid)reiben bei eßen! — ßlditbübei undBewerbungsunrer open mühen zur '-Ker meibung von Verlusten iuf oer >Küd*eitc *J?a men unb Anschrift ves Beweiber« tragen 1 Suche einen Zettirita- teträger(ii) da langjährige Austrägerin aus gesundheitlichen Gründen aufgibt Noonstraße 1V. Varkee- Lehvllng sofort ob. später gesucht. 10324 Bäckerei und Konditorei Richard Witt Butzbach Langgasse 26. Zuverlässiges Äthen für ganz oder dreiviertel Tage zu ält. Ehepaar gesucht. 10331 Sonntag: Sonn en str. 10 II (Stellengesuche Aeltere, rüstige, gewissenhafte 1 e> Die lustige Geschichte von einem hübschen Abendkleid, das den Frauen die Köpfe verdreht und den Männern das Leben ungemütlich macht. Ein vetgnügliches Spiel von Liebe, Leid und Eifersucht. Hauptdarsteller: Elfte Mayerhofer* Albert Matterstock »Ellen Bang « Georg Alexander * Käthe Haack Paul Westermeier ♦ Lotte Werkmeister. Spielleitung: Erich Engels. Jleiiestc WocfiensiAau Heute Erstaufführung! 497A Lichtspielhaus Täglich 3.15, 5.15, 7.30; So 2 15, 4.45, 7 30. Wegen Geschäftsschließung können Reparaturen bis einschl. 1. Februar täglich von 4 bis 6 Uhr abgeholt werden Juwelier 2 s Seltersweg 47 Uhrmachermeister Ruf 2373 öa re timhi leichte Beschallung auf Büro bei Behörde oder Privat. Schr Ang. unt. 5041) a. d G^i. | Verkäufe | 3o. Onno zu verlaufen jlii ttergasse 17. Gebrauchter Dauerbrenner (Junker & Ruh > zu verkauf. |0338 Seltersweg 22. Kauf es bei Franz VogteG. Giessen Goelhestr. 32 Seltersweg 44 Ruf: 2464 SfldJldftt eenJNi io o. - erhalten 6it bet wteverdollen Auf tob mm rtnn ttiude» sKttfsavbettev mit F-ührerfchein IV gesucht Heyne, Walltorstraße 5. IsosD Neben verdienet Für den Stadtbezirk Gießen wird per sofort ein Austräger(iü) für Modöxeltichr. gesucht. Radfahrer bevorzugt. Schr. Ang. u. 503Va. d. Gieß.Anz. Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur um- gehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum« uiszuschlag berechnet und die Beitreibung einge« leitet werden muß: 4936 1. Gewerbesteuernachzahlung auf Grund der endgültigen Veranlagung für 1. bis 3. Rate 1940. 2. 2. Rate Beitrag zur Handwerkskammer 1940. Gießen, den 29. Januar 1941. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) Ofen zu verkaufen Auf der Weikerde 9. Gut erhaltener Btawn zu verkaufen Zu erfragen im Gieß. Am. 10328 OerWeilkr.eglDKIIH 6 Bände, 1 Bit- dermnvve und Kartentasche. Herausgeber: Reichsa^chiv. Neuwertig kür 60 Mk zu verlausen. Anschaf- fungspr.300Mk. Wo? sagt d. Ge- schäftsst. d. G.A. Wer erteilt kaufm. Lehrling Aachhise in Kurzschrift? Schriftl. Angeb. unt. 0332 an den Gieß. Anz. erber. 1WW fährt Anrang Febr leer tmcfi Köln zurück. Ladung gesucht. Schriftl Angeb. unt. 0330 au den Gieß.Anz. erbet. Stadttheater M Donnerstag AUSSER M 1 ETE 19 Uhr bis 21.80 Uhr Festvorstel ung zum Tage dei Machtübernahme TIEFLAND Oper von d’Albert. Preise: RM. 1.20 bis 4.10. \wP Donnerstag. ZV.IannarMl Stetzener Anzeiger (Senerai-Anzeiger fSr Vberhefien) Nr. 25 Zweiter Blatt m194041 zßrirgsroj t u 497 A US , 7 30. rahmt war, und der in seinem Ausdruck, in den Oer Krieg führte Regie ruk 2373 gegol- 3eiffd>riffen. sehen j ver- unge- ;1 von Ellen iaack fister. „Die berich. ßung Februar werden wenn auch in verschiedenen Variationen doch immer fast das Gleiche erlebt, und der Mann da- neben starrte genau so gebannt auf die Leinwand, weil da das wiederkehrte, was wir als Soldaten erlebten — einer wie der andere: den Krieg im - und trotzdem kann die Haut spröde und rissig werden, wenn NIVEA sie nicht schützt nachdem der Leutnant, dieser ganz junge Leutnant, mit einem Kopsschuß im hohen Ufergras der Aisne zusammengebrochen war. Es war nicht dieser Leutnant, den die Kamera erfaßt hatte, wie er mit seinen Leuten angriff, es war ein anderer Leutnant, wie es soviele gibt in unserer todesmutigen, einfachen und grauen Infanterie. Und dann gab das lonbanb des Films plötzlich die Geräusche von Granaten wieder. Es waren sehr vertraute Geräusche. Und man dachte, daß man zusammenzucken wollte — aber nein, es war ja nur Furn, „nur" Film — aber verdammt wahrheitsgetreu. Das waren richtige Granaten, wie sie uns in Deckung gezwungen hatten, irgendwohin zwi- schen zwei Mauern, irgendwohin ins Gras, in die Erde hinein, so tief wie möglich und man dachte an einen kleinen Splitter, einen wirklich kleinen Splitter, der genügt hätte, um den Nebenmann auszulöschen, weil er im Herzen gesessen hatte, genau im Herzen. Damals, als es hinter der Magi- notlinie vorwärts ging — und alles bereits so glatt verlief, daß man an solche kleinen Splitter eigentlich gar nicht mehr gedacht hatte. Mazedonische Skizzen Bon unserem Dr. I. B.-Sonderberichterstatter. iw# )ebr > AieiE^ Mw ui ‘^uniidv. z.- Dann marschierten Kolonnen, lange Infanteriekolonnen, um die der Staub dampfte. Himmel, hatte es damals viel Staub gegeben. Staub, der sich mit der Sonne zusammen in die Haut einfraß, der mit dem Schweiß zusammen das Gesicht her- unterlief, über die Augen hinweg, die brannten. Staub war da im Film — und auch er wirkte wie ein alter Kamerad, der damals ständiger Begleiter gewesen war. Und dann brauften Panzer über die Straßen, graue massige Panzer, und man hätte den Neben- mann gern in den Arm gezwickt und gesagt: „Weißt du noch, als damals die Panzer kamen, hinter uns Infanteristen durchbrochen und vorstie- ßen und uns die Arbeit abnahmen, so daß wir plötzlich Ruhe bekamen?" Aber der neben einem war ja im Westen ganz woanders gewesen, ihn konnte man gar nicht in den Arm kneifen. Vielleicht war es aber bei ihm in irgendeiner Phase genau so? Vielleicht. Man hat ja mit jedem, der damals dabei war, joviel gemeinsam« Erlebnis — r» hat ja jeder. ften bewahrt hat. Die Landschaft um den Ohrider See, hat ein sehr günstiges Klima. Auch im Juli und August steigt die Temperatur kaum jemals über 25 Grad und die Nächte sind sogar kühl. Liegt doch der Spiegel des Ohrider Sees fast 700 Meter über dem Meeresspiegel. Bei der Abendpromenade längs des See- ufers tragen die schönen Ohriderinnen selbst im Auoust Mäntel und zu Mittag mildert ein frischer Wind vom See die Hitze. Auch Malaria, die Geißel Mazedoniens, gibt es in Ohrid so gut wie gar nicht. Daß Ohrid trotzdem heute noch von wenig Frem- den besucht wird, liegt in erster Linie daran, daß die Derkehrsverhältnisse nicht sehr gün- Iftig sii as heißt „Deutsche Philosophie"? Bon Dr. Theodor Haering, o. Professor der Philosophie an der Universität Tübingen. nach Ohrid, aber der Zug braucht mehr als 2(1 Stunden für die Strecke, die ein Automobil in etrnfl 5 Stunden zurücklegt Günstiger ist die Autobus« Verbindung von Gradsko über Bitolj nach Ohrids Die Beschwerden der Fahrt werden durch die wildS Schönheit der rauhen Berglandschaft, durch die bet Weg führt, reichlich ausgewogen. Die erwähnte Kleinbahn ist übrigens eine Feld- bahn, die von den deutschen Truppen während des Weltkrieges gebaut wurde. Nicht nur die Bahn, auch einige trefflich angelegte Straßen sind nützlichs Zeugen der deutschen Besetzung, die den älteren Leuten noch in Erinnerung ist. Ein arnautischev Gastwirt in Ohrid, der übrigens wie viele seiner Landsleute weit in der Welt herumgekommen ist, erklärte: „Die Deutschen waren noch keine zwei verleiben zu können, ohne sich dadurch verfremden zu lassen. Eben darum kann es aber auch nicht wundernehmen, wenn in der deutschen Philosophie, als dem Selbstbewußtsein dieses deutschen Geistes, gerade dieser universalistische Zug sich, gegenüber den Philosophien anderer Völker und vor allem seiner Nachbarn, ganz besonders deutlich zeigt; ja wenn dieser, man darf wohl sagen, geradezu zum Inhalt der deutschen Philosophie geworden ist. Schon immer nämlich rft mit Recht bemerkt worden, daß deutsche Philosophie sich vor allem gerade durch die Universalität der Zusammenschau der von anderen oft als unvereinbar empfundenen Unterschiede und Gegensätze der Welt, der Seinsarten wie der Sollensarten (Äeale) immer ausgezeichnet hat. Während unsere westlichen Nachbarn fast in allen ihren großen Vertretern mehr dem Zuge folgten und auch unterlagen, die Welt auf eine möglichst einfache Formel zu bringen und (wie z. B. in den Extremen des Materialismus, Empirismus oder Rationalismus) von einem einzigen Prinzip (fei es Seins- aebiet oder Ideal) aus zu konstruieren bzw. zu lenken, finden wir bei allen großen deutschen Philosophen der oben angegebenen Reihe ohne Ausnahme den Zug bzw. die Sehnsucht, die Grund- g e g e n s ä tz e des Seins oder des Sollens möglichst in eine lebendige Einheit zusam m e n z u s cha u en: also z. B. Materie und Geist, Empirismus und Rationalismus bsw. ebenso, wie Individualismus und Ueberindividualismus oder auch, mehr metageworden sei. Und wie um diese Frage zu beantworten, zog an uns vorüber ein kleiner Trupp von Infanten- ften und unter ihnen jener Junge. Der Kragen (eines Waffenrockes war geöffnet, den Stahlhelm hatte er abgesetzt und eine blonde Strähne wirren Haares fiel ihm in die Stirn. Wie hatte sich sein Gesicht verändert! Da leuchteten in fester Gewißheit blaue Augen, und der Mund schien der eines Mannes geworden zu fein. Ich fragte Kameraden, wie sich der Junge ge- halten habe, und sie erzählten, daß er unter den Ersten gewesen fei, die mit Schlauchbooten über die Maas gesetzt waren und daß er sich glänzend gehalten habe! War es nun dieses Gesicht, das im Film wieder- kehrte? War es ein anderes? Der Streifen rollte so schnell auf der Leinwand ab, aber es war ja gleich, und es gibt ja in unserem Heer viele tausend solcher Gesichter, und wo es um bas Ganze geht, vereinen sie sich zu einem, einem großen Gesicht, bas auf ber Stirn den Abglanz des Sieges und im Zuge des Mundes entschlossene Zuversicht trägt. * Die Tonapparatur surrte, unb neue Szenen tra- ten aus dem Bild. Infanterie griff an, graue, todesmutige Infanterie. Sie stürmten, und vor mir stand plötzlich wieder jener Leutnant, der an der Aisne seinen Soldaten voraussprang, der einen Schuß in den Arm bekam und weiter stürmte, der im Oberschenkel getroffen wurde und weiter stürmte, der seine Männer bis zum Letzten mitriß, der sie mitzwang, durch fein Beispiel, obgleich um ihn herum die Hölle war, der eine unsichtbare Fahne 4H tragen schien, bw weiter Mranjlattirt«. such ließen Heimweg an. . Einen eigenen Stadtteil bildet K a n e o, bie Siedlung der Ohrider Fischer. Am Fuß einer steil zum See abfallenden Felswand unmittelbar am Gestade gelegen, ist Kaneo nur durch einen schmalen Pfad zugänglich, der sich von der Höhe bes . —---- - ----- .... z Felsens herabzieht. Hier hausen in kleinen, alters-I stig sind. Don Skoplje führt wohl eine Kleinbahn Augen und dem Mund die bange Erwartung dessen trug, ber in seine erste große Erprobung geht und dessen Jugend nicht weiß, ob sie diese Erprobung bestehen wird. Man hätte ihm auf die Schulter klopfen mögen oder ihm in irgendeiner Form Zu. verficht zusprechen wollen — aber bann war er schon vorbei — unb war ja keine Zeit um ein- zelne zu beachten, wo es um das Ganze ging. Aber bas Gesicht hatte sich mir eingeprägt und später, nach dem Kampf um die Maas, später als wir über den Fluß herüber waren und auf dem jenseitigen Ufer verschnauften, da dachte ich wieder an diesen Jungen und dachte, was wohl aus ihm NM- ennit.ti fallset” m treibuns «g i- kaninier M unb 7 «ft1 2U. bo y °n M chte if| 15 iorljfL n- K°d hen. s? .aM” Äl von Albert dem Großen über Eckehart, Nikolaus von Eues, Paracelsus, Böhme, Leibniz, Ehr. Wolf, Fant, Herder, Goethe, Schiller, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer bis zu Nietzsche gehen. Es ist erstaunlich, wie einheitlich in den mir bisher als Herausgeber zugegangenen Beiträgen — trotz aller bekannten Verschiedenheiten der behandelten Philosophen nach stammlichen, charakterlichen, zeitbedingten Umständen und besonders auch nach ihrer äußeren Form und Sprache — der Geist ist, ber sie boch alle zutiefst beseelt unb ber sie insbesondere von ben in ben Nachbarvölkern 'dominierenden Geisteshaltungen abhebt unb deutlich unterscheidet. Auch bei aller scheinbar ost vorhandenen äußeren Ueberfrembung in Form wie Inhalt, ist es doch nirgends eine sklavische Abhängigkeit und Nachbeterei fremden Importes — wäre es das, so hätten sie ja ohnehin den Namen und Ruhmestttel eines deutschen Denkers und vor allem eines Großen unter ihnen verwirkt, wie dies in der Tat bei manchen bloßen geistigen Söld- lingen etwa westlichen Denkens, in gewissen Extremen, z. B. des Materialismus, Positivismus, Ratto- nalismus usw., ber Fall gewesen sein mag. Bei allen wirklich Großen, b.h. im Leben ihres Volkes Epoche machenben eigenstänbigen beutfchen Denkern -dagegen läßt sich durchweg und ohne Ausnahme zeigen, wie selbst starke Anleihen bei fremden Gei- ftern unb ©ebanfengebilben — von sprachlichen Anlehnungen ganz abgesehen — doch immer eine spe- zifisch deutsche Verarbeitung, Durchdringung, ja Umgestaltung erfahren haben; wie es denn ja überhaupt immer den Ruhm deutschen Wesens ausgemacht hat, die ganze Fülle der Welt in sich auf nehmen und d e m eigenen Wesen ein- Von Kriegsberichter K. G. von Stackelberg. Im Vorführraum des Babelsberger Ufageländes rollte der Filmstreifen des Heeresdokumen- t a r f i l m 5 vor unseren Augen ab. Wir saßen m kleinen roten Stühlen, zumeist Soldaten. Und bann war es plötzlich so, als ob wir von der Lemwanb angesaugt würden, mit ben Augen, mit dem Herzen, mit Verstand und Gefühl, denn dort vor uns stand das wieder auf, was wir als Soldaten im Mai und im Juni in Frankreich erlebten, was sich inzwischen eingreifend und lebensbestimmend m uns niedergeschlagen hatte, was wir in dem begriff der Front aus Frankreich mitgenommen haben, in jenem Begriff, der große und kleine Er- lebniffe, Siegen und Sterben, Kameradschaft um> Glauben, Bangen und Hosten, Stöhnen unb Jubel in einem Wort zusarnrnenfaßt. Wir saßen in kleinen roten Stühlen, unb Das alles geschah in einem gewöhnlichen Fumvorsuyr- raum — aber man vergaß Raum unb Zeit und Umgebung und es stand vor einem w^er das, was im Mai und im Ium, wahrend der Flieder blühte unb ber Mohn rot auf ben Feldern der Champagne ftanb, geschehen war. Da trat aus bem Viereck der Leinwand plotzlA ein Gesicht heraus, ein junges schmales Gesicht unter dem Stahlhelm, und mir schien es pkW, als ob ich dieses Gesicht schon einmal gesehen hatte^ Wo aber? Man hatte so viele Gesichter gesehen und sie hatten sich mittlerweile ju einem Gesicht verdichtet: dem bes jungen Solbaten non 1940. Aber ba fiel mir ein: ja, sahst bu dieses Gesicht nicht damals im Mai, als wir bie ersten Schritte über br'Di9een3nfanterie ergoß sich unb Durchlaß hindurch, der von einem Schlagbaum und von einem französischen Grenzhauschen gebildet wurde, in das Tat ber Maas, unb non 00" Nouzonville her, hörte man bie Abschüsse der fran zösischen Artillerie, die den Kampf um bie Maas einleiteten. Es wußte jeber, baß vor uns ein schwe- ter, ein sehr schwerer Abschnitt Ia9 , h 6in Unb das war jener junge ^nfanterift, ber em «indergesicht hatte, das Rom Stahlhelm ernst »m- schwachen Häuschen die Fischer von Ohrib, deren primitive Kähne bei lag unb Nacht über ben wei- ten See ziehen. Jeder Kahn ist ein Museumstück; aus Brettern roh zusammengefügt, mit vollkommen flachem Kiel. Die Stabilität wird durch zwei Dal- ten erreicht, die zu beiden Seiten bes Kahns he. festigt sind. Mit diesen Kähnen, die nach bem aus. gehöhlten Baumstamm die Urform bes Kahns überhaupt barstellen dürften, trotzen bie Fischer ben ge- Ehrlichsten Stürmen. Vor ben Fischerhäuschen sind Netze zum Trocknen ausgespannt, Weiber bleichen Wäsche am Strand, nackte Kinder planstchen im seichten Wasser ober jagen kreischend schwarzen Ferkeln nach — ein Idyll, an bem zweitausend Jahre spurlos vorübergezogen finb. Arn Fuß ber Felswand entspringt eine Quelle, aus ber die Fischerfrauen von Kaneo ihr Wasser schöpfen. Ueber ber Quelle wölbt sich eine kleine Höhle, von Menschenhand erweitert. Hier findet all. jährlich das Fest der Wasserweihe statt. Wer weiß, welche Quellennymphe vor vielen hundert Jahren in dieser kleinen Grotte residierte und von gläubigem Volke verehrt wurde? Unweit von Kaneo erhebt sich auf einer weit in den See vorspringen, den Felsnase die Kirche „Sveti Jovan Kaneo", die aus der Zeit des Zaren Dusan stammen dürste. Sie gehört zu den schönsten Kirchen ber Stadt, bie heute noch deren fünfundzwanzig zählt. Laut der Ueberlieferung hatte Ohrid einst 360 Kirchen. Trotz dieser mächtigen christlich-slawischen Traditton haben bie Jahrhunderte der Türkenherrschaft Ohrid einen orientalischen Stempel aufaedrückt, den wiederum die „carsija", bie Hauptstraße der Stadt, am rein. Zu ben Fragen, wie sie für jede deutsche Wissen- ß'chaft heute an vorderster Stelle stehen, gehört vor allem auch die Gewissensfrage, ob unb wieweit sie wirklich beanspruchen darf, ihr Gegenstandsgebiet in einer spezifisch deutschen, b. h. deutschem ©elfte entsprechenden Weise zu bearbeiten unb zu durchbringen; ja womöglich sogar auf ihm unb zu ihm einen Beitrag zu leisten, ber in dieser besonberen Art vielleicht nur beutschem Geiste möglich, bann aber auch als Pflicht aufgetragen wäre. In ganz besonderer Weise aber wird diese Frage, was deutsch an ihr ist, sich der deutschen P h i l o - ßophie als Gewissensfrage nahelegen, sofern ja ooch gerade die Philosophie eines jeden Volkes von [jeher in ganz besonderem Sinn nichts anderes war unb sein kann, als ein besonders deutliches, zum Bewußtseinerheben unb Zusichselbstkommen bes für ihr Volk typischen Geistes, ber — sonst meist unbewußt — all sein Denken unb Tun burchwirkt unb treibt. Unb wenn gerabe heute bas Zumbe- wußtseinerheben ber, ebenfalls meist unbewußt unb unerkannt, in allem Sein unb Gehaben bes Volkes wirkenden rassischen Kräfte unb Anlagen ein besonderes Anliegen unb ein besonderer Ruhm bes deutschen Volkes ist, so wirb eine ebensolche Be- finnung auch auf bas geistige Ahnenerbe, i. h. auf bie besonderen, in allem einzelnen oft fast unbewußt wirksamen geistigen Kräfte unb Anlagen, gerade ber deutschen Philosophie ein desonde- les Anliegen sein müssen. Die Anbahnung auch eines „geistigen Rassenbewußtseins" in diesem I Sinne wird immer mehr sich als eine nicht minder Dringliche Pflicht unb Notwendigkeit im deutschen Volke Herausstellen und einprägen müssen. Der führet: Dein Opfer: Denn was geschieht Damit! M was haben wir in Deutschland für Wun* Den geheilt U)o haben wir überall geholfen, welche gigantischen soziale« Einrichtungen sind geschaffen mar Den! Tage da und zeigten uns schon, wie wir das und jenes besser machen müßten. Tüchtige Leute." Eine halbe Gehstunde ungefähr von Ohrid entfernt liegt „Stubencist a", ein beliebter Ausflugsort ber Ohrider. Dort entspringen hart am See. der an dieser Stelle von einem breiten Schilfgürtel gesäumt wird, am Fuße einer Felswand mehrere wasserreiche Quellen. Nach kurzem Lauf vereinigen sie sich und münden als starker Bach in den See. Vor ihrer Vereinigung durchplätschern die einzelnen Bächlein einen schönen Platanenhain. Die Kronen der uralten Bäume wölben ein dichtes Laubbach über den idyllischen Ort. Ein unternehmender Wirt hat ein kleines Gasthaus in den kühlen Schatten gebaut Nach halbstündiger Wanderung über bie staubige Landstraße unter ber heißen mazedonischen Sonne erquickt den Ankömmling der Schatten ber mächtigen Platanen ebenso« sehr wie ein Schluck bes herben Ohriber Weins. „Ohriber Quellen" (Ohridski izoori), so heißen diese Quellen, bie wie viele anbere ihr Wasser bem Ohriber See zuführen. Eiskalt ist ihr Wasser unb wunderbar rein. Früher haben wohl bie Frauen unb Mäbchen aus Ohrib ihr Linnen hier gewaschen und auf dem grünen Rasen gebleicht. Und während die Frauen wuschen, fangen sie Lieder. So hat irgendwann ein Mädchen einmal ihre Liebe und ihre unerfüllte Sehnsucht in einem kleinen Lied hinaus. gesungen, bas noch heute in ganz Südserbien, be- sonders aber in Ohrid und in Der Umgebung dieser Stadt gesungen wird. Es ist das „ßieb von Biljana". Eine Romanze von wunderbarer Zartheit und Tiefe. Sie kündet von Liebe, die keine Erfüllung fand. Die Melodie bleibt jedem, der sie einmal hört, im Ohr. In den Tönen sanfter Klage verströmt all bas Leib, das sich in Jahrhunborten voll Kampf unb Not in ben Herzen der Mazedonier an- gesammelt hat. Wie denn beim Mazedonier überhaupt Härte, ja Grausamkeit mit zartester Empfin- düng seltsam kontrastiert. Der südslawische Tanz, das o l o", das von ben Kroaten im Hügel- und weinreichen Zagorien unb in ber Weizenkammer Slawonien mit über» schäumendem Temperament in hinreißenbem_Tempo getanzt wirb, ist in Mazebonien ein abgemessenes, feierliches Schreiten. Das mazebonische Kolo gleicht eher einem Trauertanz als einem Tanz ber Festes- freube. Kontraste unb Paraboxe auf Schritt und Tritt, die sich fteilich durch die Natur des Landes und feine Geschichte erklären lassen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) IV. Am Ohrider See. Ohrid, im Januar 1941. Wegen seiner zahlreichen geschichtlichen Denk- mäler ist Ohrid eine der interessantesten Städte Jugoslawiens; dank feiner Lage gehört es unstreitig zu den schönsten Plätzen bes Landes. Ohrib liegt unmittelbar am Ufer des weiten, blauen Ohrider Sees, der ringsum von hohen Bergen eingeschlossen ist. Das Wasser des Sees ist so klar, bah man in mehr als zehn Meter Tiefe noch ben Grunb sieht, unb so rein, daß ein Großteil der Bevölkerung Ohrids ihr Trinkwasser daraus schöpft. Die Altstadt und Ohrid baut sich terrassenförmig vom See- ufer bis zu den mächtigen Mauerruinen auf, die den Gipfel des weit in den See vorspringenden Felsens krönen. Dom See aus bietet die Stadt einen wundervollen Anblick, besonders am Abend, wenn die Dunkelheit gefallen ist unb zahllose Lichter aufleuchten, die sich im See widerspiegeln. Dom Fuß des Berges, der bie Reste von Lychnibos trägt, zieht sich bie Stabt in bie Ebene und findet ihr Ende in ben weiten M e l o n e n g ä r t e n , die Ohrib umgürten. Fast jeder Ohrider besitzt ein Stück Land, auf ber er die süßen Früchte zieht. In ungeheurer Menge werden Melonen auf dem Markt in Ohrid feilgeboten. Auch aus den umliegenden Dörfern bringen die Bauern in riesigen Körben, die ben Esel, ber sie trägt, zu erdrücken scheinen, Melonen in die Stadt. Der Esel wird irgendwo an einen Zaun gebunden, sein Besitzer sucht sich ein schattiges Plätzchen, legt dort behutsam die prachtvollen Früchte im Halbkreis auf bie Erde, setzt sich dann davor und wartet geruhsam auf Käufer. Genügsam, wie der mazedonische Bauer ist, ißt er zu Mittag ein Stück Brot mit ein wenig Salz und tritt am Abend mit ein paar Dinar in der Tasche befriedigt ben stundenweiten beschwer- — Im Februarheft der Monatsschrift Kunst" (Verlag F. Bruckmann, München) tet Ulrich Christoffel von dem interessanten fen bes Schweizer Malers Heinrich Altherr, zügliche Reproduktionen einiger Werke umrahmen ben Aufsatz. Dem Schaffen Abolf von Menzels werben Worte ber* Erinnerung gewidmet. Herbert Straube stellt den hervorragenden Köniasberaer Bildhauer Hans Wissel heraus. Ulrich Christoffel würdigt in einem Nachwort zum 100. Geburtstag bas geniale Wirken Auguste Robins. Einen hoch, interessanten Aufsatz bringt G. F. Hartlaub über Meisterkopien. Die größten Meister wie Rubens, Tizian, Manet, Delacroix u. a. haben Werke, bie für sie von Bedeutung waren, kopiert, nicht skla- visch, sonbern mit eigenem Temperament, so baß oft bie Kopie das Original übertraf. Zahlreiche Bilbbeispiele oerlebenbigen biefe Ausführungen. Im zweiten Teil des Heftes wird ein von dem Münchner Architekten Franz Ruf ideal gebautes Wohnhaus gezeigt. Dr. Heinrich Ehl erzählt von einer Ateliergemeinschaft in Berlin. Hier fanden sich Architekten, Bildhauer, Maler, Graphiker und Kunst- Handwerker aller Gewerbe in einem neuen Versuch zusammen zu schöpferischer Gemeinschaftsarbeit. So- bann sind Abbildungen von Inneneinrichtungen bes Architekten Hans Eberhard Fritzsche zu sehen, so- wie Arbeiten ber Porzellanfabrik F. Thomas, Marktredwitz, und ber Meisterschule des deutschen Handwerks, Halle. Herbert Griebitzsch gibt einen Ueberblüf über die 200jähriae Geschichte bes Känd- ler-Porzellans. Neue Möbel ber Werkstätten Richard Münch, Fürth i. B., bie Beschreibung eines von Max Wiederanbers gebauten Hauses und ein Auf- satz über alter und neues Parkett beschließen das Heft. vhysisch: Endliches und Unendliches, Welt und Gott, Abhängigkeit und Freiheit, Immanenz und Iran- szenbenz. Nicht nur ba, wo dies Prinzip ausgesprochen heroortritt unb bas Zentrum einer ganzen Philosophie barstellt, wie in bes Cusaners „coin- cidentia oppositorum“, Schellings „Polarität" ober Hegels „bialekttscher Einheit" ist bies ber Fall, auch nicht etwa bloß bei Mystikern wie Eckehart unb Böhme ober in bes Paracelsus Einheit von Mikro- unb Makrokosmos. Auch bei allen -anberen zeigt sich vielmehr bem tiefer Lauschenben bieser Kampf gegen alle Einseitigkeit; ja selbst wo gelegentlich scheinbar sogar eine besonders betonte Einseitigkeit, etwa bei einem Kant aber Nietzsche vorliegt, erweist sie sich bei näherer Betrachtung nur als polemische, zeitgebotene Zuspitzung, b. h. nur als Einsatz für eine andere, bisher vernachlässigte Seite bes Ganzen, nicht als bloße neue Einseitigkeit gegenüber ber alten. So münbet dieser Kamps aller großen Deutschen schließlich unmittelbar auch in ben Kamps unserer Tage, wo der Deutsche etwa der Einseitigkeit eines bloß individualistischen Liberalismus bie üderindivibuelle Gemeinschaft, ber bes Materialismus ber marxistischen Vergangenheit bie „Jbee", aber ebenso auch umgekehrt einer allzu diesseits flüchtigen, z. B. die materiellen Grundlagen alles Seins in Körper und Raffe allzu sehr vernachlässigenden Geisteshaltung der Vergangenheit deren starke Betonung gegenüberstellt; nicht etwa nur in neuer Einseitigkeit, sondern indem er jeweils beide auch hier zu lebendiger Ganzheit und Einheit zusammenzuschließen unternimmt —: getreu dem geistigen Ahnenerbe, wie es sich in ben großen deutschen Philosophen mit besonderer Deutlichkeit offenbart. Es ist somit nur natürlich unb entspricht nur niner sachlichen Notwenbigkeit, wenn innerhalb bes Dom Reichswissenschaftsministerium angeregten »,Krieg5einsatzes ber Geisteswissenschaften" bie deutsche Philosophie unter anderen Gemeinschaftsarbeiten vor allem auch einen Sammelband über die { Frage: „W a s ist deutsch an der deutschen ^Philosophie?" vorbereitet, in bem eine Reihe philosophischer Hochschullehrer jeweils gegenüber einem auch sonst schon von ihnen in anerkannten Arbeiten I Gehandelten großen deutschen Philosophen sich die Frage vorlegen sollen, was ihnen an diesem Großen in besonderem Sinne als deutsch scheine, :bzw. was dieser selbst, ausdrücklich oder unausdrücklich, über deutsche Art funbgetan habe. Die Reihe ?ber in dieser Weise behandelten Philosophen wird Westen, der hier Regie führte, und die Mitspieler sind oft die gewesen, die später bann im Parkett sitzen werden und die Granate, die man im Bild zerkrachen sieht, hat vielleicht dir ober mir gegolten — wer kann es wissen. Aus der Stad« Gießen. Kjeßenel Woche für Kunst und Äieralur 1941 in allen folgenden Jahren bewiesen. Pionier im Automobilwesen - der Volkswagen weit voraus. wagens, die aui ten werden. Dis Gießen-Klein-Linden wieder allein. 12 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) .Schön, Gitta." (Er sprach etwas heiser und bc „——;— 7 —y.,—. „ ... lunu fiel uuj null) gurua. war ver ociroqene, I«9t. „Anscheinend hast du dir ü«s richtig tumb... bcr Don greunb unb grau unb Mutter meiner h aU !Ä"" Sijjj | Vom Turnverein 1846. Df, Der Durnbetrieb im Turnverein 1846 schreitet 1 rillig vorwärts, nachdem die Turnhalle am Oe. - oJbsgartcn für die Uebunaen wieder geöffnet ist. Stands a: 4 Tagen in der Woche steht die Halle jetzt auch Berufliches Können, Deruksstolz und Berufstreue vegründcn die persönliche Haltung, die allein zu Höchstleistungen führt. Der landwirtschaftliche Krästenachwuchs des national- Sozialistischen Staates wird unter diesen Ge- ichtspuntten ausgerichtet und dadurch zu per- önlichem Derantwortungsbewußtsein gegen- iber Volk und Bauerntum erzogen. Der Nachwuchsmangel für die Landwirtschaft ist bekannt. Umsomehr wird es notwendig sein, daß all die Maßnahmen der obersten Dienststellen der Partei, der Reichsjugendführung, des nationalsozialistischen Lehrerbundes usw. vom Bauerntum selbst voll unterstützt werden. Der schulentlassene Junge, der als Landarbettslehrling in den Beruf etntrttt, soll nun nach Möglichkeit au» den gewohnten und erfahrenen Geleisen des elterlichen Betriebes her- ausgelöst und in einem fremden Betrieb mit der Beherrschung aller Fragen des beruflichen Lebens vertraut gemacht werden. SieMeisterschafisspiele im Handball der Äsend (Dann 116 Wektrrau und Bann 88 Wetzlar.) Gauobmann Becker betonte zusammenfassend noch einmal die Notwendigkeit einwandfreier Zusammenarbeit, wie sie in allen Referaten zum Ausdruck gekommen war und oon allen Stellen verbürgt wird. Die Tagung, wie sie erstmalig durchgeführt wurde, erfüllte so ihren Zweck, den Männern der verschiedenen Organisationen einen gründlichen Einblick in das Arbeitsgebiet zu geben, das an anderer Stelle bearbeitet wird, und durch die Vertiefung des Verständnisses die Grundlage zu gut aufeinander abgestimmter Zu. sammenarbeit zum Nutzen von Volk und Staat zu gewährleisten. wünsche. , • Daubringen, 30. Jan. Am 1. Februar feiern Wagnermeister und Landwirt i.R. Ludwig Dort utzd Ehefrau Juliane, geb. Klingelhöfer, das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar, das sich noch guter Gesundheit erfreut, zu diesem Ehrentag herzliche Glückwünsche. -ü- Mainzlar, 29. Jan. Die hiesige Krieger- kameradschaft hielt bei Kam. Gastwirt V o • gel in her Gastwirtschaft „Zum Schwanen" unter Leitung des Kameradscha'tsführers Christian Lem# m c r ihren Jahresappell ab. Der Komeradfchafts- führer gab einen kurzen Rückblick auf das verflossene Jahr, wobei er auch der großen Tat unserer als seine höchste ^eistung veranschlagen, gerade deshalb, weil sie nicht um klingenden Lohn, sondern aus persönlichem Verantwortunasbewußtsein gegenüber Volk und Bauerntum vollbracht wurde. Nur durch die Jugend können wir uns selbst, können wir unsere Leistung für immer lebendig erhalten. Wer sein Können und Wissen ängstlich für sich behält, wird es mit sich ins Grab nehmen. Wer aber die Jugend ertüchtigt, der wird mit ihr den Schülern der Oeffentlichen Handelslehranstalt zur Verfügung. Einmal in der Woche hält die DI.» Sportdienstgruppe in einer Stärke von durchschnittlich 50 Jugendlichen unter Leitung von Kurt N e u « s e r darin ihre Uebungsstunden ab. An 2 Tonen in der Woche üben die Faustballspieler unter Lei. tung von Dr. Karl Pfeffer. Dienstag abends sind alle Abteilungen des Tv. 1846 unter Leitung der Turner Karl Reuter, Ludwig Herbert, der Turnerin Jdel Hauck und der Fechterin Elfe Wirth am Heben, um den bevorstehenden Arbeiten des Sommerhalbjahres gewachsen zu sein. chaften erwartet. Allerdings haben sie laufend ur- atz einstellen müssen, der sich in irgendeiner Form auswirken mußte. Staffel 3: 1. Tv. LützelN rtden 4:2; 2. To. Hochelheim 3:3; 8. Tv. Oberkleen 1:3. Der Gebiets- meister wird sich strecken müssen, wenn er Staffelsieger werden und seinen - vorjährigen Platz -mit Erfolg verteidigen will. An der Beständigkeit der Mannschaft ist allerdings nicht zu zweifeln, so daß kaum Anlaß ^u Befürchtungen besteht. Alles in allem gesehen, der Jugendhanvball marschiert, und die Stärke der einzelnen Mannschaften wird sicherlich dazu beitragen, interessante und span- nende Spiele zu vermitteln« Die Sieger haben das Zeug in sich, auch bei den «Spielen über ihre Banne hinaus ihren Mann zu stellen. ihtem Ausbilder Walter G ö tz in einer Riege mit Hebungen beschäftigt, die für die Durchführung des Rudersportes besondere dienlich und förderlich sind. Vom Februar ab ruft der altbewährte Oberturnwart Karl Erb die Altersriege des Tv. 1846 in ihrer Gesamtheit wieder auf den Plan. mengesaßt werden, zu nennen. Aus alledem geht klar hervor, daß Handwerksmeister au» allen Berufen in dieser Ausnahmezeit für hervorragende Präzisionsarbeiten, wenn auch vielfach außerhalb ihrer Werkstatt eingesetzt werden konnten. Diele Meister werden nach dem Kriege wieder in ihre Betriebe zurückkehren. Der selbständige Meister wird noch in ganz großem Maße gebraucht werden. Dr. Schüler führt dafür mehrere Beispiele an. Danach werden in den neuen Ostge« gebieten zunächst etwa 60 000 Meister benötigt, und auch im Westen, besonders in Lothringen, muß da» Handwerk verdichtet werden. Weitere Handwerksbetriebe werden gebraucht für neue städtische Groß- siedlungen im alten Reichsgebiet, so z. B. bei Fallersleben und bei Salzgitter, sowie auch in der Ostmark. Das Gleiche gilt für die neuen Wohnviertel, die im Zuge des Bauprogramms entstehen wer- den. Schließlich soll auch auf dem Lande das Handwerk verstärkt werden, was besonders für den Berufszweig der Landmaschinen-Jnstandsetzung gilt. Die Meisterschaftsspiele der Jugend haben dies- Ml eine verhältnismäßig gute Beteiligung aufzu- tDitfen. (Eine ganze Reihe von Mannschaften ist M hinzugetommen. Der Bann 116 mußte — um eie intensive Bearbeitung zu gewährleisten — auf- weilt werden. Die Spiele des südlichen Teils wer- Btt durch den dort zuständigen Bezirksfachwart für Hmdball überwacht. Alles in allem gesehen kann ei: Aufschwung festgestellt werden, der, wenn nichts mhr dazwischen kommt, zweifellos weiter anhalten w d. Denn da» Interesse besteht, und die Möglich- tt , dem Spiel nachzugehen, ist ebenfalls reichlich Händen. Der Betreuer der Juaendmannschast in bl beiden Bannen, k. Gebietssachwart Luh, hat D(* jeher größten Wert daraus gelegt, den Betrieb [0 interessant wie möglich zu gestalten und so die Draussetzungen für eine weitere Ausbreitung zu * Riffen. jNachdem ein großer Teil der Spiele abgeschlossen erben konnte, ist e» an der Zeit, einmal den Libellenstand zu veröffentlichen: a. D. Gründer (Frankfurt a. M.) als Bezirks- vcrbandsführer berufen worden sei. Die Bezirksführung komme in bewährte Hände. Oberbürgermeister Gründer habe bereits mit größtem Erfolg für die deutsche Heldenehrung gearbeitet. Der neue Bezirksverbandsführer versicherte, er werde seine ganze Kraft dafür einsetzen, in Hessen-Nassau immer weitere Bevölkerungskreise für die Betreuung unsrer Soldatengrüber jenseits der Reichsgrenzen zu gewinnen. Der stellvertretende Gauverbandsführer sprach dann über die Volksbundarbeit im Kriegs- jahr 1940. 1 Rätselhaftes Verschwinden eines Acht,ehnjähr'aen. , L» besteht Mordverdacht. LPD. Mainz, 29.Jan. Wie die Kriminalpolizei Mainz mitteilt, verschwand am Freitag, 17. Januar, auf unerklärliche Welse der in (kssenhenn wohnhafte Arbeiter Wilhelm Schreiber, geboren am 19. Januar 1923 in Essenheim. Er wurde um 17.30 Uhr letztmalig in der Mitte des Ortes gesehen, und feit dieser Zeit fehlt jede Spur von ihm. Es besteht der dringende Verdacht einer strafbares Handlung. Landkreis Gießen Tagunq der DA!?, und de« Neichstreuhänders der Arbeit. Zu einer ' W- KÄfi gen Fällen des Arbeitsvertragsbruches habe er streng durchgegriffen, so betonte der Reichstreubän- her, um hier abschreckend zu wirken. Zum Schluß behandelte er noch viele Einzelfragen, deren Lösung in enger Zusammenarbeit zwischen Deutscher Arbeitsfront und dem Reichstreuhänder erfolgen wird. (Einen Ueberblick über den Stand der Dlenstver» pflichtungcn und die Möglichkeiten der Dienstentpflichtungen in unserem Gaugebiet gab der Präsident des Landesarbeitsamtes Kretschmann. Es war besonders interessant, au» seinen Ausführungen zu entnehmen, daß die Zahl der Dienst- Verpflichtungen verhältnimäßia gering ist. Der Leiter des SD.-Abschnittes die verschiedensten Fahrzeughandwerker, dann Schlosser, Tischler, Sattler, Schuhmacher, Schneider, Färber, chemische Reiniger und viele andere finden. Im Bauwesen gibt es neben den Arbeitsgemeinschaften die 'Bauträger und Arbeitseinsatzge- ellschasten und schließlich für den Barackenbau Die Unterkunftslagergesellschast des Handwerks. Da» Maurerhandwert hat allein beim Bau des Westwalls die Hälfte der zivilen Arbeitskräfte gestellt. Außerdem sind noch der Gemeinschaftseinsatz in ~ * ganze handwerkliche Be- a , ... Werkstätten der Industrie Arbeiten aueführen, die sie in den eigenen Räumen nicht bewerkstelligen können, und dann die Gemeinschaftswerkstellen, wobei es sich um Einrichtungen handelt, durch die handwerkliche Arbeitskräfte und Maschinen für die Munitionserzeugung zusam- J Steinbach, 30. Jan. Am 31. Januar feiert der Landwirt und Friedhofsaufseher Jak. H a a s HI. in bester Gesundheit seinen 7 5. Geburtstag. Seit 37 Jahren versieht er seinen Dienst al» Kirchen- zugleich als Glöckner der politischen Ge« der er auch ein Menschenalter als Totengräber gebiert! hat. Don seinen 8 Kindern (6 Söh- nen und 2 Töchtern) ist der älteste im Weltkrieg gefallen, ein Sohn und eine Tochter sind gestorben. Dem alten Herrn gelten unsere herzlichen Glück- gedacht«. Das Andenken an die Toten wurde in üblicher Weise geehrt. Der Rechner L. Gröl z erstattete die Rechnung»avlage, der Schießwart Wilhelm Spa ar sprach über das Schießwesen. Der Vorstand blieb unverändert in seinem Amt. • Hungen, 29. Jan. Am Samstagabend fand in der Wirtschaft von Appel der Jahresappell der hiesigen K r i e g e r k a m e r a d s ch a f t statt Käme- radschaftsführer Hugo D ö l l konnte neben den Kameraden auch die auf Urlaub hier weilenden aktiven Soldaten begrüßen. Er gebuchte dann der Gefallenen des Krieges 1914'18, der Toten der Bewegung, der Gefallenen des jetzigen Krieges und der im ver- flossenen Jahre gestorbenen beiden Kameraden der Kriegerkameradschaft. Im Rahmen des geschäftlichen Teil» wurde die Rechnung des verflossenen Jahres barqelegt und verschiedene andere Angelegenhelten erledigt. Nach dem dienstlichen Teil verblieben die Kameraden noch einige Stunden in froher gemeinschaftlicher Unterhaltung zusammen. tzten Uebungsstunden konnte Der- Wiegand eine Abteiluna des a n f f i a N zur Gemeinschafts- er langen Enkel un) Kinder. 15 rn um Hi ZeitraB ilm ®el* Ms B 82 W seinem w Gemisst»' ohen M ,e >pf Ä kreis Alsfeld. (D Ulrichstein, 29. Jan. Als gestern nachmit- tag ein 3 ro e if P ä n im r ■ 5 a f) r a e u g eines hiesigen Handwerksmeisters von Ulrichstein her m die Lhmstrahe cinbiegen wollte, kam es ins Schleudern und stürzte um. Dio» Insassen wurden herausge- schleudert, kamen aber zum Gluck mit einigen Prellungen davon. Die Pferde rasten bis zu dem etwa 10 Kilometer entfernten Nachbarort weiter wo sie oufgehaiten wurden. Die Pferde blieben glücklicher- weise ebenfalls unversehrt, dagegen ging das Fahrzeug in Trümmer. -.-Homberg, 28.Januar. In der vollbesetzten Stadthalle führte die RSG. „Kraft durch Freude einen Film abend durch, der die Vorführung des Films „Drei Unteroffiziere" und außerdem dte Wochenschall brachte. Die Darbietungen sanden den verdienten Beifall der Besucher. linge für ihren Beruf zu begeistern und für die Dauer zu gewinnen. Die tüchtigsten Wirtschaftler und Fachleute des Reichsnährstandes sind für eine solche Aufgabe gerade gut genug, denn sie sollen in Die Herzen der Jugend die wichtigste Saat legen: berufliches Können, Berufs stolz und Berufstreue. „ Es ist dies eine Aufgabe, die manches persönliche Opfer und viel Idealismus erfordert, die aber auch viel Freude mit sich bringt und dem erfolgreichen Lehrmeister berechtigten Stolz verleiht. Wer sagen kann, daß «ine große Zahl junger, tüchtiger De- rufskameraden an feinem Vorbild zur Leistung herangewachsen sind, die ihren Beruf zum Wohl de» ganzen Volkes mit Freude und (Elfer ausüben und ihm treu bleiben, d wird diese Leistung mit Recht Im Grotzdeutfchen Reich gab es vor dem Kriegsausbruch nach Angaben de» Generalsekretärs des Reichsstandes des deutschen Handwerks Dr. F. Schuler rund 1,7 Mill. Handwerksbetriebe. Obwohl gerade in den letzten Jahren viele kleinere unrentable Betriebe von den Inhabern aufgegeben worden sind, weil sie in der Industrie als Werkmeister usw. bessere Detdienstmöglichkeiten fanden und auch ihre Arbeitskraft vorteilhafter eingesetzt werden konnte, hat der Kern des deutschen Handwerks sich gesund erhalten und durch die steigende Zuhilfenahme der Maschinen seine Leistungsfähigkeit be- trächtlich erhöbt. Auch neue Handwerkszweige ent- sichen fortlaufend im Zuge der Modernisierung des gesamten wirtschaftlichen Lebens. Dazu gehören u. a. Die Krastsahrzeughandwerker, die Rundfunk- Handwerker und die verschiedensten Handwerks« zweige, die sich mit der Instandsetzung von Maschi- nen befassen. . , „ Durch die Geschicklichkeit und Umstellungsfäblg- kett des Handwerks konnten viele Berufe zu den Großaufträgen der Wehrmacht herangezoaen wer- den. Zunächst stand dem entgegen, daß der Auftraggeber natürlich keine große Neigung verspürte, Großaufträge an zahlreiche Einzelunternehmungen zu verteilen. Der Reichsstand des deutschen Handwerks hat aber schon Jahre vor dem Kriege Gemeinschaftseinrichtungen geschaffen, die es ermöglicht haben, daß solche Großaufträge vielen einzelnen Handwerksbetrieben in Gemeinschaftsarbeit übertragen werden konnten. Diese großen Wirt- schaftekorper des Handwerks haben sich ihren Auf- gaben gewachsen gezeigt und auf allen Gebieten Grohlieferungen von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Gegenständen auegesührt. Dies konnte erreicht werden durch die Reichszentrale für Handwerkslieferungen, zu der 216 Landeslieferungsgenosse nschaften gehören und in welcher wir Ä Ä c, frofl „ UH ’ 11,11 Jf T« SÄ Bann 116. ; Staffel 1: l.Tv. Hausen 10:2; 2. Tv. Lich 6:2; 8.Lv. Wieseck 4:8; 4. Tv. Watzenborn-Steinberg 4:6; 5.sv. Garbenteich 0:6. In die Entscheidung werden Husen und Licy kommen. Ausgezeichnet gehalten Heien sich die Neulinge Watzenborn-Steinberg und Ä eseck, Die, kaum zusammengestellt, achtbare Er- Dts-nisse erzielen konnten. Auch Garbente:ch hat sich Kht tapfer gehalten. w I Staffel 2: 1. Spvgg. 1900 Gießen 8:2; 2.Tv. Kl' in-Linben 4:4; 3. Mtv. Gießen 1. 5:5; 4. Sp. G. Hoßen-Buseck 3:5; 5. Tv. Heuchelheim 2:6. Die Mannschaft der Spvgg. 1900 hat einen klaren Dor- fpiung, der ihr kaum noch streitig gemacht werden ii:-fte. Klein-Linden bat versagt. Die Mannschaft fy:tf zweifellos gute Aussichten. Mtv. hatte einen urMcklichen Start und dadurch guten Boden ver- loirn. Ansprechende Leistungen zeigten trotz ihres r^ellenstandes Großen-Buseck und Heuchelheim. Staffel 3: 1. Tv. Lang-Söns 8:0; 2. To. Holz- Alsfeld, 29.Jan. In der-am Dienstag un- *tt! Vorsitz von Bürgermeister Dr. Dölfing statt- Arabien Sitzung der Ratsherren gelangte der Ent- w. rf einer neuen Ortesatzung über die Mullab - ihr zur Vorlage. Nach den Ausführungen des Ersitzenden ist eine Aenderuna der seitherigen 6: tzung notwendig geworden infolge der iiAnstellung k Müllabfuhr auf einen neuzeitlichen staubfreien fodrieb. Die neue Satzung sieht den allgemeinen ^fchlußzwang an die städtische Müllabfuhr vor urü) bringt eine Neuregelung der Gebühren nach der w der benutzten ferner. Gesten den Entwurf Arden keine Bedenken erhoben. Dieser wird der Wfs. Landesregierung nunmehr zur Genehmigung tor gelegt. Die voröelegte Wirtschaftsrechnung de» Wasserwerk» vom Rechnungs- far 1989 schließt in Einnahme und Ausgabe im e^olgs- und Finanzplan mit 63 671 RM. ab, wo- ton 22 508 RM. für den allgemeinen Anan-bedarf E die Stadtkasse angeführt wurden. Die Prüfung br Rechnung ergab keine nennenswerte Beanstan- hng, und es wurde der vorgeschriebene Prüfungs- . tt: merk erteilt. Die Rechnung wurde ohne Aus- H,ache genehmigt. Die Hundefteuer für dav Mnung»jabr 1941 wurde in der setthengen Hohe gesetzt, d.h. 24 RM. für jebyi Hund. Ein 3«- l^ag für den mehrfachen Hundebesitz wird mcht '«naben. Hinsichtlich der Erhebung des Wasser- Silbe» für das Rj. 1941 wurde roieberum rote in .lii Dorjobren ein Zuschlag von 50 v. H ' n* «ch Einschätzuna und Wasiermessern zu eryeoen^ Mergelb beschlossen. Infolge der durch ben Äneg bedingten Verhältnisse konnte die für da» R>. 19 rln Aussicht genommene allgemeine Emführung von Dessermessern noch nicht durchgefuhrt werden. 9n br anschließenden nichtöffentlichen Atzung wurde ta Drundstückskäufe verhandelt. — k verstorbenen Oberreattehrers Karl Dotter m Dsfetd auf dem Gebiete der U r t u n b c n P f I e g e h r Stadt Alsfeld wurde dem Schulrat i. R Itcrl Rausch in Alsield die Verwaltung und Le.- luig tzes Alsfelder Stadtarchivs übertragen. Bezirkstagung her Krieasaräberfürsorge. Frankfurt a. 9J1., 29. Jan. Der Äezlrk ?M-n-N->Is°u im Volksbund Deutsche Krl-Eaber n^9n,,*3E(^riinmaeT ^«lonbere fflrünlnatn Chatte deren iRahmen die Dcuische Arbeitssront die be> nnrh im’sfmrn rfln H ,1» »«trEtuna xur 6 cUe I ionbtrt Ausgobe der neuen Sozial!,- tolluna und noch °° «««: d°r -u-'ur°l>°n N.uqestoltuni, des d-uijch.n^ Lb-ns nulchcn, »ob es einen Derl-ger nach ben, Nrttweg eine allein nach Hause gehende Frau von unbekannten Täter überfallen und ihrer Hand» She beraubt. In der. Tasche, die groß und aus varzem Leder ist, befanden sich außer Ausweisen :nuoerriuD9 ,,$) a j 11 a zur wcmt;in|u>u|i»- im) Bescheinigungen noch 24 RM. Bargeld. Bei arbeit begrüßen. Nach der Teilnahme an den regel« 1 Abfinden der Ta che, die der Täter nach der Tat mäßig dürchgeführten allgemeinen OrdnungsÜbun- ii-R ■ onmutlich weggeworfen hat, wird um Ablieferung gen unter Leitung von Karl Reuter werden diese e3)0110 an bi« Kriminalpolizei Gießen gebeten. Di« Krkkni- Kameraden, die in ihrer Sportart mit den Turnern h ■ no tioli^ei ersucht, die glatten Leverflächen möglichst das gleiche Ziel der Erziehung und Ertüchtigung tärI mit anzufassen. der Jugend an Körper und Geist verfolgen, von " < . . ~ r x I Ko 0 stellen 'von "Partei und Staat, vor allem mit Staffel 1: 1. PO- aß^9lll(rbe,[0, Reichstreuhänder. Besondere Aufmerksamkeit Tv. Katzenfurt 1. 6:4; 3. Tv. Garbenheim 6:6; 4. Tv aucf ben Uafle - - - Katzenfurt 2. 1:9. L» wird einen bauten Zweikampf ^ler konnte bi* 3roif^^^n ben beiben Inbellcnfübrern «eben, ber elnjt- bQ^ Nf Vorbereitungen für die spätere Reichslohn, weilen noch nicht entschieden ist. Aussichten haben, orönun{. in Hessen-Nassau besonder» weit fortge- beide Gegner. Abgefallen ist eigentlich nur Gar- sind benheim, da» allerdings in der unangenehmen Lage -»eidifltreuhänber Dr Schmetter war, immer wieder Spieler an seine akttvo Mann- $ ) fdwft abaeben au müssen gab einen Ueberblick über die geschäftliche Entwich- StaHcl 2:äL lu. Dutenl)of6n 8:0; 2. lu. Ärof. hrnfl ber Lohnsra« und über di- Ausgaben die borf 2:4; 3. To. Aftbach 0:6. Dutenhosen ist baut, bem Rkick-tr-uhänb-r gestellt sind Nach einer Dar. feiner ausgeglichenen Leistungen Staffelfiiefler und legung ferner Mrundgedanken zu I-'nen Lohngesta - damit Endfptelte-Ilnehiner geworben. Die Monn-1 tunasmabnabmen betonte er ble 5lotoenbi(!teit febaft ist recht ordentlich unb follte bei einigermaßen weiterer Leistungssteigerung und ber Fortsetzung Sliid noch ein Wort mitreben. (Eine bessere Lei- ber Mahnahmen ber Arbeitsplatz- und Betriedsqe- tung hatte man oon den beiden übrigen Mann- ftaltung. (Er sprach dann über den hohen Kranken- chaften erwartet. Ailerding» haben sie lausend (Er- stand in einigen Betrieben unb zeigte, batz dies eine Wirsing und Weißkraut. Wirsing und Weißkraut, ein wenig derb und kräftig im Geschmack, aber sehr sättigend und wärmend, die richtigen Gemüse für kalte Tage. Was gibt es kür eine Menge von Krautgerichten, wie Kraut- f uppen, Krauteintöpfe, Krautpuddings und -auf- läufe, Krautsalate und verschieden gefüllte Krautrollen. Versuchen Sie einmal das russische Nationalgericht „Borschtsch", das ist eine Krautsuppe mit Rindfleisch. Sie können sie zwar in der heutigen Zeit nicht ganz echt machen, aber sie schmeckt auch so sehr gut. Sie bringen etwas Rindfleisch mit reichlich Wasser zum Kochen und geben dann einen kleinen, feingeschnittenen Weißkrautkopf, 1 Stange Lauch, 1—H Möhren, 1—2 weiße Rüben, alles in dünne Streifen geschnitten, dazu. Lassen Sie die Suppe 1-—1'/» Stunde kochen. Geben Sie kurz vor dem Anrichten 2 gekochte oder auch eingelegte, grvbge- hackte Rote Beete dazu. Die Suppe bekommt eine herrliche rote Farbe. Gießen Sie einen Eßlöffel Essig dazu, so daß sie ein wenig säuerlich schmeckt. Würzen Sie mit Salz und Suppenwürze, auch mit einer Spur Zucker. — Sie können diese Suppe auch ohne Rindfleisch kochen und nachher als Einlage ein paar Fleischklößchen hineingeben. Die italienische Minestra ist auch eine Kraut- fuppe: ihre Zutaten sind: 1 kleiner Wirsingkopf, 1 Tasse Reis, etwas geräucherter Speck, in Streifen geschnitten, ein wenig Del, etwas Salbei, etwas geriebener Käse und gehackte Petersilie zum Bestreuen. Ein guter Krauteintopf ist der I ä g e r k o h l. Sie gebrauchen dazu: 1 Kilogramm Weißkraut, 500 Gramm Kartoffeln, etwas Speck, 2 Eßlöffel Mehl, Ve—V< Liter Wasser, Salz, wenn vorhanden Pfeffer, etwas Zitronensaft oder Essig. — Schneiden Sie die geschälten Kartoffeln in gleichmäßige Würfel, die Sie mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen. Geben Sie das feingehobelte Weißkraut darüber und übergießen Sie das Ganze mit einer Specktunke. Lassen Sie das Gericht zirka ’A—1 Stunde kochen. Zur Tunke braten Sie die Speckwürfel hellgelb, rösten das Mehl darin hellbraun und gießen unter Rübren das Wasser hinzu. Würzen Sie die Tunke mit Salz, Pfeffer, Essig oder Zitronensaft. Zu Jägerkohl gehört gebratene Blutwurst. Einen Krautpudding bereiten Sie aus einem mittleren Wirsing, 150 Gramm Hackfleisch, 130 Gramm Grieß. 30 Gramm Paniermehl (ober einem Ei), fnupp l/t Liter Flüssigkeit, etwas Salz und würzen ihn mit Suppenwürze, wenn möglich auch mit Tomatenmark und etwas Reibkäse. — Die Wirsingblätter lösen Sie vorsichtig ab, entfernen die dicken Rippen und kochen die Blätter in wenig Salz, wasser halbweich: lassen Sie sie gut abtropfen! Von der Kochbrühe nehmen Sie einen halben Liter, kochen ihn auf, gießen den Grieß hinein und lassen ihn darin ausquellen. Nehmen Sie den Topf vom Feuer, geben Sie das Hackfleisch, eine ganz feingeschnittene Zwiebel, etwas Paniermehl oder das Ei dazu und würzen Sie die Fülle, wenn möglich mit Entlastet den Handwerker! Jedermann weiß, wie unentbehrlich der Handwerker im Hause ist und daß alle eigenen Basteleien nur unvollkommenes Stückwerk bedeuten. Im Kriege aber muß ein jeder von uns Einsicht haben, provisorisch so viel wie möglich selbst in Orbnung ßu bringen, bis auch für uns wieder die Zeit kommt, m der der Fachmann unsere Schäden ausbessert. Der überanstrengte Handwerker, der seine ganze Kraft kriegswichtigen Arbeiten und Reparaturen zuzuwenden hat, muß vom privaten Haushalt ent- lastet werden. Wir tun nicht nur ihm, der alle Hände voll zu arbeiten hat, einen Gefallen besonders, da es ihm wegen Einberufung feiner Gefolgschaft an Hilfe fehlt' sondern auch uns selbst: Endlos lange müßten wir auf die Hilfe des Handwerkers warten, der heute beim besten Willen kaum ein Versprechen einhalten kann. Da heißt es also dann selbst zugreifen, wo es nur möglich ist; vor allem aber vorbeugen, ehe große Schäden entstehen. Fensterscheiben klirren leicht, besonders, wenn sie der Wetterseite ausgesetzt sind, was den Kitt schadhaft und brüchig macht. Um sie vor dem Zerspringen zu bewahren, kittet man sie selbst ein. Mit Fensterkitt, den man für einige Pfennige erhält, kann dem Schaden vorgebeugt werden. Sicher dauert unsere Laienarbeit recht lange und wird nicht so aleichmäßig wie von der geübten Hand. Aber das schadet nichts; dem Glaser wurde im Augenblick ein Weg gespart. Auch der Elektrotechniker wird uns dankbar fein, wenn wir ihn nicht wegen jeder durchgebrannten Sicherung anrufen oder zum Beheben eines Kurzschlusses am Bügeleisen, Staubsauger usw. in Anspruch nehmen. Sicherungen hat die Hausfrau ständig zur Reserve im Handwerks- kasten und braucht sie nur einzudrehen. Ferner ist fie sorgsam auf die elektrischen Kabel ihrer Haus- opparate und Lampen bedacht, fie achtet darauf, daß fie an Biegungen sich nicht durchwetzen. Schad- hafte Stellen werden sofort mit Isolierband verbunden, wodurch Kurzschluß vermieden werden kann. Der Küchenherd, zu dem sonst der Ofensetzer oder Schornsteinfeger kam, wird selbst gereinigt und von Flugasche befreit, damit er wieder besser zieht. Ebenso bessert man kleine Schäden mit Lehm aus. Sicher wird der Fachmann das notwendige Material ablassen und noch prakttsche Ratschläge erteilen, denn er ist dankbar, wenn er seine kostbaren Stunden nicht für derartige Kleinigkeiten aufwenden muß. Auch der Spengler kann geschont werden: Es gibt zum Ausbessern von Töpfen, Eimern, Kohlenkübeln manch praktisches Kaltlötmittel züm Eigengebrauch in Eisenhandlungen zu kaufen. Besonders wichtig ist es, Rohrbrüche zu vermeiden, denn fie nehmen sehr viel Zeit des Fachmanns in Anspruch, und es ist unangenehm, wenn er nicht sofort zu Hilfe eilen kann. Daher sollen alle in Frage kommenden Rohre schnell dick und warm verpackt werden, am besten mit einer Schicht Zei- hmgspapier, um die man alten Stoff wickelt. Besonders gefährdete Rohre werden durch eine Strohverpackung vor dem Einfrieren gesichert. Kleine de- fette Stellen an gemalten Wänden und Türen bessert man mit passend gefärbter Tusche oder Bunt- stiften aus, so daß alles wieder ordentlich aussieht, auch ohne daß der Weißbindergeselle einen halben Tag zu einer — allerdings fachgemäßen — Arbeit hinzugezogen werden muß. Möbel können mit in Drogerien gekauften Auffrischungsflüssigkeiten gut hergerichtet werden. Durch heiße Töpfe entstandene Ringe auf der Politur kann man durch sehr schnelles und leichtes Einreiben mit einem in Spiritus getränkten Leinenbausch verschwinden lassen. Tischlerleim in der Hand der Hausfrau spart dem Schreiner manche kleine Reparaturarbeit. H. v. L. nach und läßt den Gegenstand an der Luft trocknen. Zweckmäßig nimmt man die gründliche Reinigung am großen Waschtag vor, da dann die übrige Waschlauge benutzt werden kann. Die mit Bohn.er- maffe beklebten Borsten des Bohnerbesens werden in einer warmen Sodalösung aufgeweicht. Es stehen jedoch nur die Borsten in dieser Lösung, nicht das Holz. Die Borsten nach dem Aufweichen nur noch mit klarem Wasser nachspülen und luftig trocknen. Unser Mopbesen wird ebenfalls in heißer Sodabrühe ausgewaschen, gespült und getrocknet. Den Staubsauger immer sofort nach Gebrauch reinigen, besonders den Staubsack gleich entleeren. Staubtücher und Bohnertuch werden bei der großen Wäsche mitgewaschen. Das Fensterleder wird nach öfterem Gebrauch leicht hart und fleckig. Deshalb ist ein öfteres Auswaschen in Salzwasser und Nach- spülen in lauwarmen Wasser mit einem Schuh Salmiakgeist sehr zu empfehlen. Hierin läßt man es erst eine Viertelstunde liegen und trocknet es an der Luft, aber niemals am warmen ober gar heißem Ofen. Teppich- und Kleiderbürsten werden auch in Salmiakgeist gewaschen. Aber Vorsicht, da die Holzteile nicht mit dem Wasser in Berührung kommen dürfen. Beim Trocknen achte man darauf, daß die Bürsten nicht mit dem Holzteil zu unterft liegest, da sonst die Feuchtigkeit hineinzieht und die Borsten locker werden. Weich gewordene Borsten sind zu erhärten, indem sie in Alaunwasser getaucht werden. Man rechnet ungefähr 60 Gramm Alaun auf ein Liter Wasser. Die Farbpinsel werden hart, wenn sie nach Gebrauch einfach fortgestellt werden, ohne vorherige gründliche Reinigung. Sie müssen sofort in Terpentinersatz von der Farbe befreit und gereinigt werden. Salate. Kartoffelsalat (gerieben): 1 Kilogramm gekochte, kalte Kartoffeln werden gerieben und mit etwas heißem Wasser, Essig, Salz, geriebenen Zwie- beln angemacht, gut durchziehen lassen. Russischer Salat: 500 Gramm Rotkohl, 250 Gramm Aepfel, 1 saure Gurke, 1 Stück Meerrettich, Essig, Salz, Zucker, evtl. 1 Eßlöffel Del — Der Rotkohl wird fein gehobelt ober geschnitten, mit Essig, Zucker und Salz gemischt, mürbe gestampft und eine Stunde gepreßt. Dann gibt man die gewürfelten Aepfel, Gurken und den geriebenen Meerrettich und evtl. Del dazu und läßt den Salat noch einige Zeit durchziehen. Schweizersalat. Pellkartoffeln, gekochte Sellerie und rote Rüben werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten, mit einer Salattunke angemacht und zum Schluß mit Feldsalat vermischt Bunter Gemüsesalat: 1 Sellerieknolle, 1 große gelbe Rübe, 1 große Petersilienwurzel, 1 Salzgurke, 250 Gramm gekochte Kartoffeln, Ma- nnade von: Essig, Gemüsewasser, Salz, einer kleinen Zwiebel, Pfefferttaut, gehackter Petersilie und Del. Aus -em Reiche der Frau. Tomatenmark und Reibkäse. Legen Sie nun eine ausgefettete Puddingform mit gut abgetropften ft'rautblättern aus und füllen Sie dann die Form mit Hackfleisch und Krautdlättern. Schließen Sie die Form und kochen Sie den Pudding im Wasserdad in einem gutschließenben, großen Topf zirka 1 Stunde. Bringen Sie ben Pudding gestürzt mit einer Tunke, vielleicht mit Tvrnatentunke zu Tisch Es gibt noch mehr solcher Kraut-Hackfleisch-Mi- schungen, sie haben alle ben Vorzug, baß man wenig Fleisch bazu gebraucht und die Gerichte trotzdem kräfttg schmecken, weil Fleisch und Gemüse zusammengekocht wurden. Ich erinnere an den Kraut- a u f la u f, zu dem leichtgedünstetes Kraut abwechselnd mit einer Hackfleischmasse in eine Auflauf- form gefüllt und im Backofen gebacken wird; das richtige Gewürz dazu ist Kümmel. Auch Kraut und ein wenig Hackfleisch, vielleicht 100 Gramm, in einen Kochtopf geschichtet und unter häufigem Schütteln gegart, ist eine gute Sache. Mit Hackfleisch gefüllte Krautrollen kennt jeder, sie können aber auch mit einer Graupen- ober Reisfülle gefüllt werben. Auch Weißkrautsalat ist bekannt: er ist besonders gut, wenn Sie ein paar Apfelstückchen dazugegeben haben, wie auch das Weißkrautgericht „Bayrisch Kraut", das wie Rotkraut gekocht wird, durch die Aepfel einen besonders angenehmen Geschmack erhält. l- M. Mas sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS L Ein einfaches Nachmittagskleid mit zwei Möglichkeiten zum Verwandeln zeigen wir heute. Sein Material ist weiche, schwarze Wolle — es ist schräg in Kimonoform und am Halse nachdrapiert geschnitten. Seinen Schmuck erhält es durch einen aparten, breiten Gürtel mit Stickerei aus farbigen Perlen. Zum Verwandeln dienen ein Bolero aus dem gleichen Material mit Blenden aus schwarzen Pailletten (Mitte) und eine lange I a^k e aus goldfarbenem Satinkrepp mit dreiviertellangen Aermeln, großen Taschen und breitem Gürtel aus schwarzem Kreppgeor- gette. H. Richtig bügeln. Wolle wird stets von links gebügelt unter Auflegen eines feuchten Tuches, damit die Dberfeite nicht glänzend oder streifig wird. Nach jedem Bügelstrich wird das Tuch gelüftet, damit der Dampf entweichen kann. Baum.wolle kann von rechts und mit heißem Eisen gebügelt werden. Man bestreicht siss vorher mit einem feuchten Läppchen. Seide, reine Seide, darf wiederum nur von links gebügelt werden mit nicht zu heißem Eisen. Das Läppchen, mit dem man Druckstellen ober Falten befeuchtet, darf niemals zu naß fein, damit keine Ränder und dunklen Stellen entstehen können. Kunstfeide wird nicht zu heiß gebügelt und darf nicht befeuchtet werden. Lassen sich die Falten und Druckstellen so nicht entfernen, so muß das Kleidungsstück angefeuchtet und fest eingerollt eine Weile liegenbleiben, bis wir erneut mit nicht zu heißem Eifen zu bügeln beginnen. Glanzseide soll nicht allzu häufig, und stets nur von links gebügelt werden, da Knicke und falsche Striche sich schlecht entfernen lassen, die Seide durch häufiges Bügeln auch an Glanz und Frische verliert Phan- tafieftoffe soll man möglichst wie Kunstseide behandeln, um die Gefahr auszuschalten, etwas zu verderben. Gekreppte Stoffe dürfen gar nicht gebügelt werden, sie werden vielmehr nach dem Waschen in Tücher eingerollt, bann in noch feuchtem Zustand auf großen, weißen Tüchern ausgebreitet, in Form gezogen unb mit Stecknabeln gehalten, bis sie trocken sinb. Alle Falten werden mit Nabeln oben, unten unb in der Mitte gesteckt, bevor fie unter feuchtem Tuch gründlich und fest eingebügelt werben. Glocken unb Schrägteile müssen der Fabenrichtung nach geplättet werden, damit fie sich nicht verziehen unb bas Kleib plötzlich unerwünschte Zipfel unb Hängeseiten bekommt. Biesen unb Fältchen, die hochstehen sollen, werden am besten von links freischwedenb in der Luft gebügelt, während alle runden Halsausschnitte und Taillenpartien auf dem runden Bügelkissen in Form gebracht werden. E. Leiter. Oie pflege von Bürsten, Besen und Farbpinseln. Eine gute Hausfrau sorgt, daß auch der kleinste Winkel im Hause sauber ist, daß die täglichen Putz- gegenstände gepflegt werben, bamit sie eine lange Haltbarkeit haben. Wie sieht es nun aber in unserem Putz- unb Besenschrank aus? Jeder Gegen- stand will seine besondere Pflege. Besen und Schrubber hängen an der Wand ober werden auf den Stiel gestellt. Haarbesen reinigt man meist trocken, indem der Schmutz unb die Flusen mit einem groben Haarkamm ausgekämmt werben Zur gründlichen Reinigung nimmt man eine dünne Schmierfeistnbrühe, fpütt gut mit klarem Wasser 1 ine; Htnii urd) h $ ungeschickten Fingern von ben kostbaren ßek-« Ölfllt MM HM dk ps Iler di ■teil Wir Selbständigkeit bei Kindern. S W Hilfe für die vielbeschäftigte Hausfrau; ebenso i| ' HL schon manches größere Kind durch selbständig i I!,.r Beaufsichtigen der kleinen Geschwister der Mu^ ' jun?! m r er V Eid fionl mich Unte Sc ni di dl'.!!' Mit der Erziehung zur Selbständigkeit kann begonnen werden. Zunächst lernt das Kind b; sich allein zu waschen, anzuziehen, zu kämmen, seine eigenen Sachen aufzuräumen, muß es le Man läßt Kinder bald den Schulweg allein „ treten, nachdem man fie einige Deutsche Jugend soll selbständig erzogen weck Wir wollen keine zimperlichen, ängstlichen Kin haben, die dauernd an Mutters Schürzens hängen. Von Jugend an s."... 'L ,™ nur die Eltern einen Pflichtenkreis haben, fonb^t Ki auch sie selbst, unb daß die Mutter nicht bei jH llK'n Kleinigkeit die häusliche Arbeit aus der f) legen kann, um dem Kinde zu helfen. ihnen die Gefahren der C _ „ Augen hielt. Schularbeiten macht das Kind besten allein; erstens lernt es bann wirklich, renb es sonst auf Anleitung der Erwachsenen u; ausführt, unb außerdem wird es in der Schiiz besser aufpaffen, wenn es weiß, daß Mutter bei der Lösung der Aufgabe zu Hause nicht beift^ Auch das Einkäufen bei dem nahen Kausnicii fördert die Selbständigkeit, ist außerdem auch et WTa I Mutters SchiirzenM M sollen fie wissen, baß nt] [irhfpnPr»i^ fleischbrühe gargekocht. Aus Fett, Zwiebel und stellt man eine Mehlschwitze her, gibt fie an tti Gericht, läßt noch einmal durchkochen und schmeckt » Das Fleisch kann in Würfel geschnitten baruntC gemischt werden ober man gibt es in Scheiben W Zitronentunke: Man bringt 1 Liter fer mit Zitronenschalen zum Kochen, dickt mit 4 Gramm angerührtem Kartoffelmehl und schw c mit Zitronensaft und Zucker ab. Verbessert die. Tunke, wenn man statt dem Vt Liter Wa'p Apfelsast nimmt viel Arbeit abgenommen. Dft aber wird die Selbständigkeit des verkannt, unb eine falsche Erziehung zeitigt fein selbständiges, sondern ein eigenmäch^ ges Kind! Schuld haben meist Bequemlichkeit un Eltern ober Unwissenheit in Erziehungssta^ Zum Beispiel: ein Kinb hat Hunger. Dhne J u u fragen, geht es in die Speisekammer und holt jjj j dort, was ihm gerade gefällt. Das kann ihm n>{« \\ Ln. leicht unbekömmlich sein, ober aber von der W, L ur ter, ber bieses Lebensmittel nun fehlt, für en« k anberen Zweck bestimmt gewesen sein. Ein foldti \ Kind ißt zu ungeeigneter Zeit, verdirbt sich Appetit zur richtigen Mahlzeit unb schmiert if ; ! vühr oi'f r.,s bmu ! um l AI ' einer | unb Jidji Salfe lut , N : ti'roc Strei Sri fcni! 'i'rn lb (J Ml |9en IM •h | Ml Diiitl | lerer hi R 'rh Ik I l,i*t I |*n«i hioMi | Mi y ft '-'en Men Ulty ihr, tote w» , MU 'N v- NW