6mJ123i Berk ANk* dMckW^ WZM > . zrettag, 29. August 1941 Gießener Anzeiger General-Anzeiget für Oberhessen Verbannungen, der Folterungen und der Genickschüsse erzählt hat, übersteigt alle Begriffe. Die Menschen, denen man das Leid ins Gesicht ge-1 Zchristlettung und Geschäftsstelle: Gieße«. §ch«lstrahe 7-9 Nachdruck, auch ohne Quellenangabe, verboten. Riga, im August 1941. tine große Fahrt deutscher Pressevertreter in die leiten Gebiete an der Ostfront hat deutschen Qe-imgsmännern Gelegenheit gegeben, den Bol- ^»ismus so zu erleben, wie er wirklich ist. Aus >c: Ruinen von Minsk, Sluzk, Brest und un- «uliger anderer Städte und Dörfer, aus den kläg- jltm Ueberbleibseln der roten Kriegsmaschinen, die eie gefahrdrohend ihre Rohre nach dem Westen «einnbt hatten und die heute, zertrümmert und ungebrannt, die Wege zu beiden Seiten säumen, an der Rot und dem Elend der arbeitenden W'sen, über denen unbarmherzig die Hunger- pe-che geschwungen wurde, aus der Zerstörungs- iin) Vernichtungswut des geschlagenen Bolsche- mimus, der bestrebt war, überall nur Haufen von gcntt und Asche zurückzulassen — in alledem »ei: sich mit furchtbarer Deutlichkeit das Gesicht le; Bolschewismus! tu ist er, der die Lehre von der Beglückung der men Menschheit aufgestellt hat, den Menschen ab nur als Roboter ansieht, über dessen Bedürf- ni er hohnlächelnd zur Tagesordnung übergeht, bei: n Würde er mit Füßen tritt und dessen Leben erils ein Nichts achtet. Das ist der Bolschewis- nti„ der seit dem ersten Tage seines Bestehens ein ernste, ständige Gefahr für Europa und die M ist, dessen Stunden aber heute gezählt sind. Ur*eschminkt und ohne Maske, in seiner ganzen eieren Verkrampftheit und inneren Verzerrung ift :r uns gegenübergetreten — eine Ausgeburt des Bons, eine Verkörperung des Bösen, ein Regime der Untermenschen. graben sah, teilten uns mit tränenerstickter Stimme mit, wie ihre Familien Zug um Zug auseinandergerissen, verbannt, gefoltert und gemartert worden sind, und wenn jener Blutkeller von Lemberg, die Mordtaten in Dubno und Riga, in Sarny und Dorpat die ganze gesittete Menschheit entsetzt haben, so waren das doch nur Taten, die zum Teil auf das Konto der militärischen Niederlagen zurückzuführen sind; hier aber haben Millionen diese ununterbrochene Hölle 24 Jahre lang ertragen müssen, und keine europäische Presse hat den zahllosen feigen Mordtaten nachspüren können. Es gibt im Russischen einen aus dem Französischen übernommenen Ausdruck, der Cauchernar lautet und der mit „Alpdruck" nur unvollkommen übersetzt ist. Mit ihm will der bolschewistische Mensch — so erzählte mir ein Greis in Minsk — das ausdrücken, was ihn ständig zu Boden beugt, was ihm das Leben unerträglich macht, was stets auf feiner Seele lastet, was ihn schließlich zum Selbstmord treibt. „Es ist also ungefähr die Zusammenfassung all der Qualen der Danteschen Hölle?", fragte ich. „Jawohl!. Ja, das ist es!" fiel mir der Alte 'eifrig ins Wort. Daran muß ich oft । denken, wenn ich mich dieser Fahrt durch die er= I oberten Ostgebiete erinnere. Riga über die unmenschlichen Methoden der Verfolgung und Bedrückung, der Einkerkerungen und r gebebef M heute in des SBaberj m ist, s° h dort oitbtr Bolschewismus leisten muß für 150 Rubel und 1,2 Zentner Getreide im Jahr und dieses „Einkommen "nicht einmal mehr für die Anschaffung von einem Paar Bastschuhen ausreicht, so daß er barfuß laufen muß — dann stellen die Zahlen dem dem bolschewistischen Regime ein Zeugnis aus, demgegenüber weitere Erläuterungen überflüssig sind. Die soziale Ausbeutung und Bedrückung des Sowjetmenschen wird schließlich nur noch von einem übertroffen, nämlich von dem ungeheuren Terror, den das Regime entfalten und den es ständig steigern muß, um 180 Millionen Menschen zu unterjochen, seine Kreaturen zu züchten und sich selbst am Ruder zu halten. Was man uns in Sluzk und Minsk, in Brest und Kobryn, in Wilna und Zwei Sowjetdivisionen ostwärts Galla vernichtend geschlagen. Operationen an der gesamten Ostfront weiter planmäßig. — 127 Sowjet flügzenge von deutschen, ungarischen und italienischen Fliegern abgeschossen Gefangenenzahlen haben sich inzwischen auf 34 000 erhöht, die Zahl der vernichteten und erbeuteten Geschütze auf 452. In der Schlacht von Welikije-Luki wurden darüber hinaus große Mengen sowjetischen Kriegsgeräts erbeutet, darunter 333 schwere Granatwerfer und 19 sowjetische Panzerkampfwagen. Schnelle Truppen überraschen Gowjeiverbände. Berlin, 28. Aug. (DNB.) Im Raum südlich des Ilmensees stießen schnelle deutsche Truppen überraschend in sowjetische Verbände hinein. Unter den völlig überraschten Bolschewisten brach eme wilde Panik aus. Die Sowjetsoldaten flohen unter Zurücklassung ihres Kriegsmaterials und ihrer gesamten Artillerie. Große Mengen von Handfeuerwaffen, feuerbereite Geschütze und Munition wurden als Beute eingebracht. Nachschubkolonnen und Eisenbahnen am Onjepr bombardiert. Seflar, W.-Rech Worts. Ws den sich bi- f der innere? hrertüchtigNz der gedient!- standen bi* n, Juli imb ihrend sich «i Jahre U ten in diese?. , j . Don 80 $1' ! des beteiligten , impf setzte sch innerhalb b.q gmit 5 W stampf innen11 m Titel,M | mit 10 SA | pf der Meisten I mit 10 W I nrnercLschch | M AßlarM r 216 9t, h-1 Mge. ützen erreichtes nar, 57 W| dolf v.d.M ar 1926, W R., Jakob A \ 55 R-, 6>| >ls, Verg^ Älbert W ! MannWB l /mit 10 inden des D>>' l an. Dabei r' I 410 Wy Aßlar 1926 "j jofen mit £ lschiitzenI ismeiE dt, Wk M M103WI reismeW^I M Sb hal» tW jenes kommenden Europas, das wir in der Jugend heute schon bekennen. Uns alle, die wir in solchem Geist versammelt sind, geht irt tiefer Dankbarkeit bas Wunder der Wiedergeburt des europäischen Geistes auf, wenn wir dessen gedenken, der heute gemeinsam mit Benito Mussolini Schwert und Fahne Europas in den Händen hält. Wir grüßen ihn, den Führer, zur großen gemeinsamen Zukunft. Am Entfernungsschild in Kirkenes. w. xK t A , SÄ upfPut arf | PZ 'M; 1 M le. Stu ?• Mb bis 2= 15 bis 20,' chleudert' eit. eignet« tu »MS ’etd)enQjQty, 9ttn, le, j, " der ta °r mtz u °n Zerlejm, uchei, iei|e Jn. ®ieja Anlieferung ©er Wehrmachtbenchi. DNB. AusdemFührerhauptquarlier, 28. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der gesamten Ostfront verliefen die Operationen auch gestern planmäßig. An der f i n n i s ch e n F r o n k haben deutsche und innische Truppen in engem Zusammenwirken einen bedeutsamen (Erfolg errungen. Nach tagelang unter chwierlgsten Gelände- und Witterungsverhältnissen rurchgeführten Kämpfen im Raum ostwärts Salla wurde eine feindliche Kräftegruppe in Stärke von zwei Divisionen vernichtend geschlagen. Nur schwachen Teilen gelang es, unter Zurücklassung fast des gesamten Kriegsgeräts zu entkommen. Verbände der deutschen Luftwaffe vernichteten am gestrigen Tage 109 Sowjetflug - zeuge, außerdem schossen ungarische Jäger 10, italienische Jäger 8 sowjetische Flugzeuge ab. Im Seegebiet um England versenkte ein Kampfflugzeug am Tage bei den Faröer-Jnseln einen Frachter von 4000 BRT. Wirksame Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen mehrere englische Flugplätze. An der Kanalküste verlor bie britische Luftwaffe am gestrigen Tage 11 Flugzeuge in Luftkämpfen und zwei durch Flakabwehr. Deutsche Kampfflugzeuge erzielten in der Nacht zum 27. August Vombenvolltreffer in den Anlagen des Flugplatzes Jfmailia am Suezkanal. Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Rächt den Raum um INannheim an. Die Schäden sind unerheblich. Flakartillerie schoß einen der angreifenden Bomber ab. Bis jetzt über 34 000 Gefangene in der Scblacht bei Welikije-Luki. a„„.....„ re „ rr: n 28 Auaust (DNB.) Jn der Schlacht den in diesem Abschnitt in Luftkämpfen 35 Sowjet- ® WeMje-Luki wurde die 22'Sowjetarmee voll-1 flugzeuge abgeschossen, ohne daß eigene Verluste ständig vernichtet. Die am 27. August angegebenen l emtraten. Gemeinsame Ideale verbinden die Jugend Europas Neichöleiter von Schirach sprach in Breslau. Breslau, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Auf dem Schlvßplatz in Breslau vereinigte sich die Hitler-Jugend mit ihren ausländischen Gästen zu einer Kundgebung, auf der der Rerchs- leiter für Jugenderziehung der NSDAP., Baldur v Schirach, das Wort ergriff. Mitten m einem Krieg so sagte er, in dem Deutschland und Italien und die der Achse verbündeten und befreundeten Mächte gegenüber der bolschewistischen Anarchie und der vlutokratischen Demokratie das Gesetz einer neuen Ordnung Europas verkünden finden wir uns hier zusammen auf dem Boden dieser Stadt, um als Jugend Europas die Fahnen unserer allen gemeinsamen Kultur zu entrollen. So grüße ich in Euch Abordnungen dieser Jugend das neue, das kommende das größere Europa. Mag es m der alten Generation der europäischen Völker, den einen oder anderen geben, der diese neue Lehre nicht begreift. Wir meine Kameraden, wir verstehen uns. Unsere Sprache ist vielleicht verschieden, aber unsere Herren schlagen im selben Takt. Gemeinsame Ideale verbinden uns: Das Ideal der ^elbst- sührung der Jugend, das Ideal der.sozialen Gerechtigkeit und der Gedanke der Schicksalsgemein- t.-hnft her jungen Generation Europas. Wir sind Brüder und Schwestern im Kampf um die Freiheit bes europäischen Geistes gegen den Terror des Bolschewismus und gegen die Macht des Goldes. e=ür biete Ideale marschieren mir und kämpfen wir. U von dir. du deutfch- Jugend Adolf Hitlers, verlange ich, daß du wie in den vergangenen Jah- Nill man eine Bilanz dieser Reise, die vierzehn Itrt lang durch neu- und „urbolschewistische" Ge- bikS führte, ziehen, so wird diese — ganz gleich, ob man vom militärischen oder wirtschaftlichen Ob;- sozialen Standpunkt aus an die Beurteilung hkiungeht, gleich negativ ausfallen. Jn seiner 2ßirt= Mt hat der Bolschewismus dort, wo er bereits ib.~ 24 Jahre am Ruder war, nicht vermocht, £rmung zu schaffen und seiner Aufgabe, den Men- slh-i ein wenigstens einigermaßen erträgliches int auskömmliches Leben zu sichern, zu erfüllen; kapitalistischen Ländern des Auslandes als überwunden gelten. In militärischer Hinsicht »süßlich ist die Niederlage so vollständig, sind die »Hüdigungen, die die Sowjetarmee durch die deut- Itzn Schläge erlitten hat, so nachhaltig daß der KWchemismus niemals mehr in der Lage fein | ito, sich davon zu erholen. im der ganzen Welt ist das Wort '.Polnische HD tschaft" ein Inbegriff für Mißwirtschaft und ■Gtilamperei. Man wird dieses Wort für den glei- Begriff in Zukunft abwandeln und ,/-Bol = Mwistische Wirtschaft" sagen müssen. HSr n nirgends in der Welt ist man mit so primi= firm Mitteln an den Aufbau einer Wirtschaft her- Mangegangen. Nichtsdestoweniger hat man oiesen aSrfcau im Vorhinein mit der Aureole der „ersten KW tschast der Welt" umkleidet. Nirgendwo in der ÄW t sind so viele unersetzliche Werte aus Um M-enheit und Schlamperei verlorengegangen, sind liii e Jmportmaschinen in Dreck und Schlamm ver; ■ formen und unbrauchbar geworden sind die Fel- ■ ici so verunkrautet und ist der Ik.rig wie in der Sowjetunion Ueberheblichkei ■ ü .iwar Trumps und mit großen Redensarten setzt Bien sich über alle Skrupel weg, die hier und da Mmal auftauchen mögen, aber Unfähigkeit regiert, V i man könnte unzählige Beispiele einer so B^ "sträubenden Mißwirtschaft beibringen, daß die B^qe berechtigt erscheint, ob denn in der -tat ■tmanb in diesem Lande einsichtig genug war H'jt zu merken, wohin dieses Regiment fuhren Staunend steht ein deutscher Soldat in Kirkenes, einem der nördlichsten Stützpunkte der Kriegsmarine, vor dem humorvollen „Wegweiser". So gewaltig ist der deutsche Kampfraum, der vom Nördlichen Eismeer bis zur Libyschen Wüste reicht. — (PK.-Busch-Scherl-M.) mßte. ... : rotz aller Mißerfolge und des ständig anhalten- "in Rückschritts aber war man borniert genug, m !♦? neu eroberten Gebieten, so in Gouzien, feinen und Lettland, ungeachtet des ümia lehr viel höheren Standes, den die -öSirr dieser Gebiete in der vorbolschermstlschen Je : bereits erreicht hatte mit den e'genen Metha kie. sofort auch hier zu beginnen und mit Feuer Schwert alle tiieienigen ausjurot en 6ie ein_ »münftigen Beschränkung das Wort redeten. L9i ie bolschewistische Wirt chaft war schließlich et !.-'ahr °s!§° die europäische Wirtschaft geworden, n niemand anders als die ®e”oI?”^,9utjl4,[antl feien Gebiete selbst dankt es heute Deutschland, pr es die Eiterbeule aufgeftocheu HO': bie ;iod) verheerender 'aber find die Wirkungen, d hi bolschewistische Sozialpol111 RjrDin,fer fe Wir sprachen auf unserer über 4000 Moweter felgen Reise unzählige Arbeiter und »inner und Frauen, alte und ,unge und befrag hr sie über Einkommens- und Lebensverhaltt n brr Preise und Löhne, über Wohnungs- und Ar Etsfragen. Es befand sich unter -hn°n "cht -wer fe-auch nicht ein einziger, der dem chewismus | »ngetrauert hätte, der nicht aus v «Gärt hätte: „hoffentlich kommt r nie meyr llilber!" Bei federn Arbeitenden erschöpft l'w hiehlich die ganze Problematik Preis I Ingen in dem Verhältnis "on Loh „«gung I»inander. Wenn ein Schuster für d>e erhält, Ei: einem Paar Stiefel 25 Rubel Lohn eryau, [iliilt aber für das gleiche Paar Stiefel t kbn Staat ab kaufen mutz, 400 bis 500 W>e äar> imn ein Arbeiter für den g eichbleib nden tagn 1° 275 Rubeln feine , Leistungen mm-r^ von I leiem steigern muh, einen neuen »lnzug V 600 bis 900 Rubel bekommen kann und M ber icge ist, sich nur alle zwölf Jahre einen folchen M lijfen, wenn schließlich ein löauer s ,. | |ionarbeit im Dienste des staatskap Amatlich... .RM1.80 Äilellgebühr... u -.25 Jifij bei Nichterscheinen Jn einzelnen Nummern injlge höherer Gewalt ^^'breKanichluß .2251 Druck und Verlag: W^!scheck116^Franks?M. vrühlsche Univerfitätrdruckerei H. Lauge Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeig en-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvk- ie mm bei 22 mm Zeilenbreite,, Wertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm 8edenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengemtaftel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Lustwaffe und Erdoperationen. Von Major a, D. von Keiser. War die Luftwaffe noch im Weltkriege eine bloße Hilfswaffe des Heeres, so ist sie heute ein elbständiger Wehrmachtteil, dessen Luftbeherr- chung die Vorbedingung für alle größeren Kampserfolge auch auf der Erde und dessen Anteil an den Operationen unseres Heeres ein außerordentlich vielseitiger ist. _ , £ . Die Bedeutung der Tätigkeit der Lu ft au f- klärungsverbände für die Erdoperationen kommt vielleicht dem Nichtsoldaten nicht so unmittelbar zum Bewußtsein wie die der L u f t k a m p f- verbände. Und doch liefern die Fernaufklärungsflieger, die weit über die feindliche Front hinwegfliegen, dem Feldherrn durch ihre Meldungen bzw. Lichtbilder vom Aufmarsch des Feindes, von der Versammlung seiner Lust- treitkräfte und größerer motorisierter Verbände überhaupt erst die Grundlage für seine operativen Entschlüsse und Befehle, während die N a h a u f - klärungsflieger die genauere Gliederung und Verteilung der Kräfte des Feindes feststellen und damit die höheren Führer in die Lage ver- etzen, rechtzeitig vor dem Zusammenstoß mit dem Feinde bzw. während der Schlacht selbst diejenigen Angriffsbefehle zu geben, die am sichersten zum Siege führen. Man versetze sich einmal in die Lage der deutschen Heeresführung im heutigen Feldzuge in der Sowjetunion, der sich über eine Front von rund 2000 Kilometer erstreckt, man bedenke die hundertfachen Möglichkeiten, die der Feind innerhalb dieses gewaltigen Raumes zur ■ Bildung starker Widerstandszentren besitzt, man mache sich die Schwierigkeiten klar, die sich in den zahlreichen Flußläufen einer schnellen Erdaufklärung entgegenstellen, die doch meist nur die vordersten Teile des Feindes feststellen kann, und man wird begreifen, daß so schnelle und gewaltige Vernichtungssiege, wie sie schon nach wenigen Wochen erfolgten, niemals ohne eine schnell und genau arbeitende Luftaufklärung denkbar gewesen wären. Für den außerordentlichen Anteil, den die Kampfflugzeuge und Stukas, die Fallschirmjäger und Luftlandetruppen, geschützt von unseren Jägern, an der glücklichen Durchführung der Erdoperationen haben, dafür haben die einzelnen Feldzüge dieses Krieges eine solche Fülle von Beweisen geliefert, daß hier nur einige besonders markante Beispiele angeführt werden sollen. Im Feldzuge in Polen haben die beiden Luftflotten unter den Generalen der Flieger Kesselring und Löhr laut Wehrmachtbericht „die polnische Fliegertruppe restlos zerschlagen, den Luftraum in Kürze beherrscht". Dadurch konnten nicht nur die umfassenden Angriffsoperationen unseres Heeres fast ungestört durch feindliche Fliegerangriffe sich vollziehen, andern unjere Luftkampfverbände konnten schon wenige Tage nach Beginn des Feldzuges fast in voller Kraft zur unmittelbaren Unterstützung der Kampfhandlungen des Heeres eingesetzt werden und durch ihre ununterbrochenen Angriffe auf feindliche Bunkerstellungen, Batterien, Truppenan- ammlungen und Marschbewegungen die polnische Widerstandskraft derart zermürben, daß die Einkesselung der polnischen Hauptkräfte im großen Weichselbogen und ihre Kapitulation sehr erheblich erleichtert und beschleunigt wurden. Im Feldzug in Norwegen hat sich die Lust- Bolschewismus ohne Maske Von unserem E. P.-Berichterstatter. Berlin, 29. August. (DNB.-Funkspruch.) Arn 28. August richteten sich die T a g e s e i n s a tz e der deutschen Luftwaffe irnRaurne Saporoshje — Dnjepropetrowsk gegen feindliche Nachschubkolonnen und Eisenbahnziele. Der Feind erlitt wieder starke Verluste an Material. Es wurden allein in diesem Raume 60 L a st - kraftwagen zerstört, ein Munitionszug durch Bombentreffer zur Explosion gebracht und fahrende Eisenbahnzüge durch Bombenabwur aus dem Gleis geworfen. Die Eisenbahnlinie Saporoshje— Pawlograd wurde an mehreren Stellen für jeden Verkehr unterbrochen. Der Bahnhof Slawgorod brannte stundenlang. Fünf Züge blieben schwer getroffen auf der Strecke liegen. Sie boten den folgenden Flugzeugbesatzungen em Bild schwerer Zerstörung. Die Luftwaffe belegte auch die 1 Eisenbahnanlagen im Raum Brjansk — Tscher- 1 nigowmit zahlreichen Sprengbomben. Dabei wur- p, Jahrgang Nr. 205 scheint täglich., mitzer I nntags und Feiertags Beilagen: sssmmbe Bezugspreis: ren so auch in aller Zukunft ein Beispiel gibst und in deinem Leben und Kämpfen dem alten Grundsatz gehörst, den wir einst in der Kampfzeit der Bewegung verkündet haben: lieber Gräber vorwärts! r. Es sind 100 Jahre her, daß in unserem Volke jenes Lied „Deutschland, Deutschland über alles" erklang, das uns Kindern dieses Volkes zum hehrsten und heiligsten Symbol unseres Vaterlandes geworden ist. Wir, die Jugend des Führers, wir bewahren dieses Lied als teuerstes Vermächtnis der Front. In unseren Reihen klang es wieder auf in der Zeit der Verfolgung, in der Zeck der größten Not unseres Vaterlandes, und mit den marschierenden Kolonnen der NS.-Bewegung brauste dieses Lied über die deutschen Lande dahin, brauste über die Grenzen. . Es bewegt uns alle, die mir hier in Bre s - l a u uns zusammengefunden haben, daß diese Stadt gleichsam der politische Boden ift, auf dem das Deutschlandlied erwuchs. Hier, meine Jugend, wo zwei der größten Gestalter des deutschen Lebens gerungen haben, Maria Theresia und Friedrich der Große, um diese deutsche Provinz, hier verstehen wir die ganze Bedeutung des Liedes der Deutschen. In tiefer Verehrung neigen mir uns vor den großen Geistern unserer Geschichte und begreifen beglückt das Gemeinsame und Emige, das uns zusammenschließt. Hier in Breslau verstehen mir auch, daß der Streit der eigenen Volker Europas untereinander einmal mesenlos sein mird vor der Gemeinsamkeit, Einigkeit und Verbundenheit be Gaulle. E. 8. Heue iramscheRegierung stellt den Widerstand ein Das Attentat auf Laval er von der Polizei vernom- Vernehmung gab er an, sich Legion verpflichtet zu haben, zu finden, auf Laval und der Luft ihren schon heute an der sowjetischen sieghaften Fortgang nehmen, der dem endgültigen Zusammenbruch Wehrmacht keinen Zweifel mehr men wird. Bei seiner zu dem Zweck für die um eine Gelegenheit D6at zu schießen. läßt Luftwaffe und Heer werden an diesem neuen großen Vernichtungssiege in gleicher Weise beteiligt sein. Nach den letzten Informationen ist der Z u - stand Lavals ziemlich besorgniserregend. Er soll einen Schuß in die Leber davongetragen haben. Nach anderen Informationen heißt es, daß sich auch die Verletzung D 6 a t s als schwerer herausgestellt hat als man ursprünglich angenommen hatte. Oberst Durvy, der die erste Abteilung der französischen Freiwilligen zum Kampf gegen den Bolschewismus führen sollte, ist nur leicht verletzt worden. Ueber den Hergang des Attentats gibt Botschafter de Brinon als Augenzeuge folgende Schilderung: ,Hch ging ziemlich an der Spitze der Ehrengäste, als ich fünf Revolverfchüfse hörte. Ich gab darauf nicht weiter acht, weil ich glaubte, daß es ein Legionärsscherz sei, wie sie öfters vorkommen. Als ich mich jedoch umdrehte, sah ich den Ministerpräsidenten Laval, den man auf beiden Seiten stützte und der mit schwacher Stimme sagte: ,J ch bin getroffen!' Ich habe ihn unverzüglich in meinen Wagen bringen lassen und man hat ihn in das Krankenhaus von Versailles gebracht, wo man feststellte, daß er von zwei Kugeln getroffen war, von denen eine den rechten Arm durchschlagen hatte und die andere in die rechte Körperhälfte eingedrungen ist. Man findet sich einem umfangreichen Komplott gegenüber und man kann nur mit Gewalt darauf antworten!" Pierre Laval hat.sich aus dem Krankenhaus in Versailles mit seiner Gattin, die sich auf der Laval- schen Besitzung von Chateldon bei Vichy aufhielt, telephonisch in Verbindung gesetzt. Frau Laval ist nach Paris abgereist, um sich an das Krankenbett Paris, 28. August. (Europapreß.) Zu dem Anschlag auf den ehemaligen Ministerpräsidenten Laval und den ehemaligen Luftfahrtminister und Chefredakteur des Oeuvre Marcel D 6 a t erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Der Attentäter ist ein gewisser (Toilette, er Istanbul, 28. Aug. (DNB.) Wie der Rundfunksender Teheran meldet, wurde Mittwoch abend eine neue iranische Regierung gebildet: Ministerpräsident wurde Mohammed Emir Fernst, während das Außenministerium von Aghai Saruri übernommen worden ist. In der neuen Regierung werden die Ministerien für Krieg, Finanzen, Erziehung, Handel und Landwirtschaft von den gleichen Ministern wie im Kabinett Ali Mansour geleitet. Neuernannt wurde Ameriy als Innenminister. Ministerpräsident Ali Furughi war schon in den Jahren 1932 bis 1935 iranischer Ministerpräsident. Nachdem die schwachen Streitkräfte der jungen iranischen Wehrmacht in den Kämpfen gegen die modern ausgerüsteten englisch-sowjetischen Truppen, die sich in einer erdrückenden Uebermacht befanden, schwere Verluste erlitten hatten, verkündete in einer Sondersitzung des iranischen Parlaments der neue Ministerpräsident, daß die Regierung, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, den Truppen den Befehl zur Einstellung des Widerstan- d e s gegeben habe. Nie „gemeinsame Grenze". Genf, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Das Haupt- thema der Londoner Presse ist der englisch-sowjetische Einmarsch in Iran. Sämtliche Blätter bemühen sich, unter Anführung der bekannten verlogenen Argumente, diese Aktion zu rechtfertigen. Es gelingt ihnen dabei aber nicht, d i e wahren Gründe zu verschleiern. So heben alle Kommentare — wenn auch nur in ganz kurzen Aus- sührungen — hervor, daß endlich England und die Sowjetunion ihre „gemeinsame Grenze" gefunden hätten und man die Bolschewisten von dieser Seite her unterstützen könne. So schreibt der militärische Korrespondent der „Times", zum ersten Male kämen nun die englischen mit den waffe „als der ausschlaggebende Faktor für das' Gelingen der Operation erwiesen". Und zwar nicht nur hinsichtlich ihres hier nicht zur Erörterung stehenden Einsatzes gegen die feindlichen Seestreitkräfte, sondern auch für dar schnelle Fortschreiten der Landoperationen zwischen Oslo und Dront- heim, wo die Bewegungen der Erdtrupppen an enge Täler ohne Umgehungsmöglichkeiten gebunden und daher auf die Hilfe der Kampfflieger mit ihren wuchtigen Angriffen auf die Gebirgsstellungen des Feindes dringend angewiesen waren. Dor allem aber ist der endgültige Sieg der Gruppe Narwik zum erheblichen Teil dem Einsatz der Luftwaffe zum Kampf gegen den weit überlegenen Feind und zur Versorgung der abgeschnittenen, schwer kämpfenden Erdtruppen mit dem nötigen Nachschub zu verdanken. Im Westfeldzuge ermöglichte die Luftwaffe durch die erfolgreiche Landung von Fallschirmjägern und Luftlandetruppen im Innern der „Festung Holland" das Offenhalten der mächtigen Brücken bei Moerdijk bis zum Eingreifen von Panzer- und motorisierten Verbänden und hatte damit ein Hauptverdienst an dem raschen Fall Rotterdams und der Kapitulation der holländischen Armee. Auch bei der unerhört schnellen Ueberwin- dung der Maas zwischen Dinant und Sedan, bei den mehrfachen Durchbrüchen durch die Maginot- linie an der Saar- und Rheinfront wurden die Angriffe der Erdtruppen, vor allem das stürmische Vorbrechen der Panzertruppen, durch die ununterbrochenen Bombenangriffe aus der Luft auf die Befestigungen, die Artillerie und die Reserven des Feindes unterstützt und vielfach überhaupt erst ermöglicht. Ganz besonders hat die Luftwaffe auch die großen Umfassungsoperationen unseres -Heeres in Flandern und später in Elsaß-Lothringen dadurch aufs wirksamste unterstützt, daß sie die feindlichen Durchbbuchsversuche durch den eisernen deutschen Umklammerungsring rechtzeitig erkannte und durch ihre Bombenangriffe auf die bereitgestellten feindlichen Angriffstruppen manchen geplanten Angriff schon vor seinem Beginn unmöglich machte. Schließlich hatte die Luftwaffe durch ihre vernichtenden Angriffe auf die Flugplätze und die Luftrüstungsindustrien um Paris sowie durch die Zerschlagung zum Gegenstoß bereitstehender feindlicher Verbände einen sehr wesentlichen Anteil an denz Gelingen des schnellen Durchbruchs von der Weygandlinie bis zur Seine. sowjetischen Truppen in Berührung, und Material könne auf dem Wege durch Iran nach der Sowjetunion geschickt werden. „Daily Expreß" stellt als weitere Motive der Engländer heraus, die Straße nach Indien zu schließen und die 10 Millionen Tonnen Rohöl, die Iran jährlich gewinne, vor einem deutschen Zugriff zu sichern". Durch den Hafen von Basra — so schreibt das Blatt — könnten Menschen, Material und Maschinen, wenn die bolschewistische Armee zu einem großen Rückzug gezwungen werde, in den Kaukasus oder nach Turkestan geschafft werden. Im Leitartikel bemerkt „Daily Expreß" u. a.: Man habe in der Jran-Aktion die erste Auswirkung der Churchill- Roo sevelt-Erklä- rung zu erblicken. Quinan Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Iran. Stockholm, 28. Aug. (Europapreß.) Wie am Donnerstag in London bekanntgegeben wurde, ist der Befehlshaber der britischen und indischen Streitkräfte in Iran der Generalleutnant Edward Pellew Quinan. Quinan war zuletzt Befehlshaber der britischen und indischen Streitkräfte im Waziristan-Distrikt, der durch die Eingeborenenkämpfe bekannten Nordwestgrenze Indiens. Roosevelt unterstützt den tleberfall auf Iran. N e u y o r k, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) United Preß meldet aus Ankara, der l_I8^.-Botschafter Macmurray habe den türkischen Außenminister Sa- racoglu davon unterrichtet, daß Washington das britische Vorgehen in Iran unter st Ütze. Vichy, 28. Aug. (DRV.) Der Rundfunk in Dschibuti gibt die Sterblichkeit in der französischen Kolonie für die erste hälfte des Monats August mit 15 gegen 13,9 v. H. im Monat Juli an. Die Zahlen bewiesen die Grausamkeit der britischen Blockade. Der Skorbut habe sich weiter ausgebreitet, vier britische Patrouillenboote und mehrere kleine bewaffnete Boote überwachten ständig die Küste und verhinderten jede Lebensmltlelzu- fuhr. Nach dem Zusammenbruch Frankreichs hat die britische Regierung im Gegensatz zu ihren feierlich gegebenen Worten nichts unversucht gelassen, um Marschall Petain Daumschrauben auszusetzen. Der Uebersall auf die französische Flotte mitten im Frieden bei Oran läßt sich nur mit der Infamie der Briten, die vor hundert Jahren Kopenhagen ruchlos bombardierten, vergleichen. Dann kam der allerdings abgeschlagene Landungsversuch bei Dakar, wobei sich die Engländer blutige Köpfe holten, und schließlich erfolgte unter der gleichen Beschuldigung, wie sie jetzt gegen Iran angewendet wird, der Uebersall auf Syrien. Auch .hort sollten, wie in Iran Deutsche die französischen Behörden angeblich zwingen, eine englandfeindliche Politik einzuschlagen. Die Mischung von Lüge, Sentimentalität, harter Selbstsucht und Gangstertum, die die Briten wie üblich bei solchen Gelegenheiten entwickeln, aber hat den Franzosen die Augen geöffnet, und sogar in der seit altersher deutschfresserischen „Action Fran- vaife" wird jetzt an Hand von Dokumenten nachgewiesen, daß die Briten sich gegenüber Soldaten der Dichy-Regierung in Syrien benommen haben wie die Gangster Roosevelts untereinander. Sie haben französische Gefangene abgeschlachtet, sie beraubt, und alles das im Namen der englischen Humanität. Ein Schulbeispiel für die englische Verlogenheit, die mit frommeif Redensarten gespickt ist, bietet das Schicksal der französischen Kolonie Somali- l a n d. Diese kleine Kolonie ist deshalb besonders wichtig, weil von ihrem Hafen Dschibuti aus eine Bahn direkt nach Addis Abeba, der Hauptstadt ist 21 Jahre alt und in Caen wohnhaft. Er ist sofort nach dem Attentat verhaftet und nach Paris verbracht worden, wo Abessiniens, führt. Da die Kolonie sich selbstver» stündlich der Bichy-Regierung zur Verfügung stellte, blockierten die Briten die Zufuhr nach Fran. zösisch-Somaliland. Die dortige französische Be. völkerung ist sehr klein. Neben 1600 französischen Soldaten besteht sie aus rund 400 Frauen und Kindern der wenigen französischen Beamten und Militärs, die diesen Posten halten. Da die Kolonie nicht genügend Lebensmittel hat, mußte alles, sogar die Milch für die Kinder, eingeführt werden. England hoffte nun, aus dieser Lage Vortelle zu ziehen und seine schmutzigen Geschäfte machen zu können. Als General W a v e l l noch Oberkommandierender der britischen Streitkräfte im Nahen Osten war und noch nicht zum Piratenzug auf Iran angesetzt hatte, schrieb er, wie am Dienstag der französische Sender Dschibuti enthüllte, in einem Brief an den französischen Gouverneur in Dschibuti, Nouailhetes, er wisse, daß die Regierung von Vichy Syrien der deutschen Durchdringung preisgegeben hätte, und Französisch-Somaliland auch. Da er aber wisse, daß die überwiegende Bevölkerung von Französisch-Somaliland gegen die Regierung sei, fordere er den französchen Gouverneur auf, sich zu ergeben, das heißt Frankreich zu verraten. Der französische Gouverneur hat darauf im Juni erwidert, die Behauptung General Waoells von einer deutschen Durchdringung sei unwahr. Er könne nicht glauben, daß eine Regierung, die sich als Vorkämpferin der Freiheit ausgebe, Methoden anwende, die beispiellos in der Geschichte der modernen Zeit daständen. Nun ist es bekannt, daß die britischen Soldaten sehr erstaunt waren, in Syrien nur Franzosen und keine Deutschen als Gegner vorzufinden. Das gleiche wäre ihnen auch wohl in Französisch-Somaliland geschehen, wenn General Wavell den Versuch gemacht hätte, aktiv gegen den tapferen Gouverneur und seine Soldaten vorzugehen. Das hat er nicht riskiert. England hungert vielmehr die tapferen Verteidiger dieser winzigen französischen Kolonie aus und hat die Stirn, durch Lügenreuter erzählen zu lassen, wie glänzend und wie christlich England handele. Es liege nur an dem bösen Willen des Gouverneurs, wenn er die englische Wohlfahrt nicht in Anspruch nähme und sein Vaterland verriete wie treten sei, um für die Sache der Kultur zu kämpfen, haben London und Moskau den Arm eines Mörders bewaffnet, um dies zu verhindern. Frankreich müsse dieses Attentat damit beantworten, daß es sich noch enger um den Marschall schare, und um alle diejenigen, die den Mut hätten, das Land von der widerlichen Tyrannei zu vefreien, die London und Moskau ihm auf erlegen möchten. Das „Oeuvre" erklärt, daß Botschafter de Brinon bereits die Worte gesprochen habe, die unter diesen Umständen nötig seien. Ganz Frankreich sei mit ihm einig, daß auf schnellstem Wege alles geschehen müsse, um das Land von diesen Terroristen und Mördern zu befreien. „Paris-Midi" schreibt: „England hat also ein neues Verbrechen begangen. Die Geschichte ist da, um uns daran zu erinnern, daß es sich hierbei für England nicht um den ersten Fall handelt. Mord und Erpressung sind die Waffen der Schwachen; und diese beiden Waffen sind es, die bei dem Attentat auf Laval gehandhabt wurden." Auch im Balkanfeldzug sind die siegreichen Operationen des Heeres aufs Stärkste durch den Einsatz der beiden Luftgruppen Löhr und Richt- Hofen unterstützt worden, die laut der Führerrede nach dem Feldzugsabschluß ihre Aufgabe, die feindliche Luftwaffe zu zerschlagen, die Verschwörer- zentrale Belgrad durch ihre Angriffe von Anfang an auszuschalten, und der kämpfenden deutschen Truppe überall zu helfen, den Widerstand des Gegners zu zerbrechen und durch den Einsatz von Luftlande- und Fallschirmtruppen dem Heere eine weitere wichtige Hilfe zu geben, glänzend erfüllt hat. Der todesmutige Einsatz dieser letzteren a u ft Kreta hat dann die Landung von Heerestruppen daselbst und die überraschend schnelle Eroberung dieses überragend wichtigen britischen Stützpunktes überhaupt erst möglich gemacht und der Welt erstmalig die entscheidende Bedeutung der Luftwaffe beim Kampf um eine stark befestigte Insel gezeigt. Wie bei dem Kampf in Nordafrika die Kampfflieger die treuesten, unentbehrlichsten Kameraden der Erdtruppen sind, wie sie immer wieder die feindlichen Panzerangriffe zunichte gemacht und die eigenen Angriffe durch Zerschlagung vieler Hunderter von feindlichen Kampfwagen ermöglicht haben, wie sie bei den Kämpfen um Tobruk und im Raume von Sollum den Fortgang der Operationen unterstützt und dem feindlichen Nachschub durch ihre Bombenangriffe auf die britischen Häfen, vor allem Alexandria, schwersten Abbruch getan haben und noch tun, das kann jeder Deutsche aus den täglichen Wehrmachtberichten entnehmen. Daß auch jetzt bei den Kämpfen in der Sowjetunion die Luftwaffe wiederum eine entscheidende Rolle spielt, das zeigt allein schon ihre Vernichtung sowohl durch Jagd- wie auch durch Kampfflugzeuge von vielen Tausend feindlichen Flugzeugen, die zum Angriff auf das deutsche Heer und vor allem auch auf die Reichshauptstadt bestimmt waren. Binnen wenigen Wochen war die sowjetische Luftwaffe in ihrer Kampfkraft zum größten Teil ausgeschaltet, und damit konnten die Operationen des Heeres, ähnlich wie 1939 im Feldzuge in Polen, ohne allzu große Störungen aus Maffenheere. Von Massenheeren spricht man in der modernen Kriegsgeschichte erst seit Napoleon. Das Wort wird auch heute gebraucht. Aber die Größenverhältnisse zwischen den Massenheeren der napoleonischen Kriege, des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71, auch des Weltkriegs und des jetzigen Krieges, insbesondere des Ostfeldzuges, haben ebenso einen völligen Begriffswandel von „Massenheeren" herbeigeführt wie die Fortschritte der Technik. Eine kleine Aufstellung mag die Intensität dieses Begriffswandels, der unter dem Einfluß ganz verschiedener Größenverh ältnisse eingetreten ist, einigermaßen illustrieren: Feindliche Verluste Oie britische Blockade Dschibutis Bon unserer Berliner Schriftleitung. Auch die Presse der unbesetzten französischen Zone verurteilt einstimmig das Attentat von Versailles und verlangt, daß alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um ähnliche Dinge zu verhüten oder ihnen vorzubeugen. Der „Nouvelliste de Lyon" schreibt: „Dieses Attentat schließt sich in der Reihe denen an, die kürzlich von Innenminister Pucheux und Botschafter de Brinon erwähnt wurden. Es ist eine Bestätigung dafür, daß die Regierung des Marschalls Petain die ihr notwendig erscheinenden Maßnahmen zur Unterdrückung der kommunistischen Tätigkeit ergriffen hat." Der „Petit Dauphinois" schreibt: „Dieses Attentat beweist, daß die von der Regierung gegen den Kommunismus ergriffenen Maßnahmen unerläßlich waren." Der „Progres de Lyon" erklärt: „Wenn sich diese Akte von Terrorismus vermehren, setzen sie das Land einer schweren Gefahr aus. Die durch die Regierung zur Schau getragene Sorge, den Wiederaufbau des nationalen Lebens mit allen nur möglichen Ordnungs- und Sicherheitsgarantien zu umgeben, wird dadurch gerechtfertigt." Die in Clermont-Ferrand erscheinende Zeitung „Le Moniteur" sagt, das feige und schändliche Attentat beweise auf die eklatanteste Weise, wie sehr die von der Regierung zur Unterdrückung der kommunistischen Machenschaften ergriffenen Maßnahmen begründet und notwendig seien. Es bestehe tatsächlich keinerlei Zweifel über den Ursv rung dieses verbrecherischen Anschlages. Das Attentat beweise, daß alle französischen Persönlichkeiten, die bestrebt sind, Frankreich in dem Rahmen eines neuen Europas wieder aufzubauen, in ihrem Leben durch Agenten des Auslandes bedroht seien. Einzig und allein die unerbittliche Unterdrückung dieser ausländischen Umtriebe werde den Terror und die Versucke, Unordnung nach Frankreich zu tragen, zurückweichen lassen. Auch das gleichfalls in Clermont-Ferrand erscheinende Blatt „Petit Journal" bezeichnet die Untat als einen Terrorakt, der die Notwendigkeit, außerordentlich harte Maßnahmen gegen den Kommunismus zu treffen, nur noch zwingender erscheinen lasse. Todesurteile des französischen Sondergerichtshofes gegen Kommunisten. Paris, 28. Aug. (DRV.) 3m Zuge der Maßnahmen der französischen Regierung gegen die kommunistischen Sabotageakte in der letzten Zeit, die ihren besonderen Ausdruck in dem RI o r d a n - schlag auf einen Angehörigen der deutschen Wehrmacht fanden, wurden fran- zösischerselts energische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ergriffen. Die Sondergerichte, die auf Grund eines Gesetzes vom 22. August eingesetzt wurden, haben am Mittwoch die ersten Entscheidungen getroffen. Drei Personen, darunter ein Russe, sind zum Tode verurteilt worden. Die Todesurteile wurden am Donnerslagmorgen vollstreckt. Sechs weitere Personen erhielten schwere Zuchthausstrafen. Zwei Personen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Dieser Wandel der Größenverhältnisse vollzog sich in kaum 130 Jahren. Bis Tannenberg ftofjen* Heere auseinander, deren Gesamtstärke (auf beiden Seiten) ungefähr um eine halbe Million schwankt. Mit den Gryßenverhältnissen hängt auch die DauerderSchlachten zusammen. Die Schlacht von Leipzig erfüllte drei Tage (16. bis 19. Oktober 1813), die Schlacht von Tannenberg, deren Erinnerung sich gerade in diesen Tagen ebenso wie die von Sedan jährt, vom 23. bis 31. August 1914, nimmt also bereits neun Tage in Anspruch. Die Schlacht von Sedan fällt wegen ihrer operativen Eigenart — Umzingelung und Schlacht erfolgten sozusagen in einem Zug — etwas aus dem Schema. Sie wurde am 1. September 1870 geschlagen, und am 2. September erfolgte die Kapitulation. In diesem Sinn ist die Schlacht von Sedan nicht typisch. Die allgemeine Entwicklungstendenz geht auf eine Vergrößerung der Massenheere und auf eine Verlängerung der Schlachtdauer. Der Sprung von den Größenverhältnissen der Schlacht von Tannenberg bis zu den Größenver« hältnissen der Vernichtungsschlacht von Bialystok— Minsk ist riesengroß. Heute stehen sich an der Ostfront — mindestens! — neun Millionen Kämpfer gegenüber! 1914 betrugen die Gesamtstreitkräfte des Zaren in Ostpreußen 800 000 Mann. Die Schlacht von Tannenberg kann als solche auch nicht isoliert betrachtet werden. Sie muß immer in enger Verbindung mit der daran anschließenden Schlacht an den masurischen Seen vom 5. bis 15. September verstanden und gewertet werden. Im Grunde gehört zu ihr auch noch die Winterschlacht in Masuren, die vom 4. bis zum 22. Februar 1915 bei Lyck aus der Linie Johannisburg—Lötzen—Gumbinnen heraus geschlagen wurde. Aehnlich wie das Größenverhältnis hat auch d i e Ausrüstung der heutigen Massenheere und das Bild der Schlacht und die Bewältigung großer Räume gänzlich verändert. In der Schmcht von Bialystok—Minsk wurden allein 3332 Panzerkampf- wagen vernichtet. Bis zum 11. Juli wurden insgesamt folgende phantastische Vernichtungszahlen erreicht: 7615 Panzerkampfwagen, 4423 Geschütze und 6233 Flugzeuge. Flugzeuge sind bei Tannenberg praktisch ebensowenig in Erscheinung getreten wie Panzerkampfwagen. Die Geschützzahl war sehr viel geringer. Vergleichen wir gar die Zahl der bei Leipzig und Sedan erbeuteten Geschütze mit den heutigen Beutezahlen, so kommen wir auf den fundamentalen Tatbestand, daß die Größenverhältnisse im Ostfeldzug von 1941 ungefähr zehnmal so groß sind wie die Größenverhältnisse des 19. Jahrhunderts. Man ist versucht, Tannenberg nach den Größenoerhältnissen noch zum 19. Jahrhundert zu rechnen und erst von der durch die Schlacht bei Gorlice 1. bis 5. Mai 1915) eingeleiteten großen operativen Bewegung des Weltkrieges den Begriff der modernen Massenheere und der entsprechenden Vernichtungs- und Materialschlachten zu datieren! Diese allgemeine Feststellung von der Vernehm fachung der Größenverhältnisse wird bestätigt durch einen Vergleich des Moskau-Zuges der „Großen Armee" unter Napoleon mit den heutigen Verhältnissen. Zuerst war Napoleon zahlenmäßig' überlegen, dann die Zarenheere. Beide zusammen haben ihres Gatten zu begeben. Die Aerzte hoffen, daß, wenn keine Komplikationen eintreten, die gesunde Natur Lavals den Sieg davontragen wird. Der Zustand Marcel Deals hat sich dagegen verschlimmert. Aus Polizeikreisen wird bekannt, daß hinsichtlich des Attentats und feiner britischen wie sowjetischen Hintermänner noch Unklarheiten bestehen. Sehr beachtlich findet man es, daß der englische Rundfunk bereits um 19.30 Uhr das Attentat melden konnte. Man sieht darin einen Beweis dafür, daß das Verbrechen von Versailles das Ergebnis einer Bewegung ist, die auf französischem Boden für britische und sowjetische Rechnung arbeitet. (Toilette hat zugegeben, daß er den Gedanken, eine Persönlichkeit, die sich für die deutsch-französische Zusammenarbeit einsetzt, zu ermorden, nach Abhören der Hetzmeldungen des Londoner Rundfunks gefaßt hat. Der Londoner Rundfunk hat in den letzten Wachen und Monaten unaufhörlich zu Mord und Totschlag aufgefordert, um die deutsch-französische Zusammenarbeit zu stören. Die Tatsache, daß der Attentäter, der zugibt, Gaullist zu sein, aus Caen nach Versailles gekommen ist, hat den zuständigen Stellen insofern zu denken gegeben, als vor einiger Zeit dort ein gaullistisches Propaganda- und Spionagenest aufgedeckt worden ist. Damals wurde der Chef der Polizei von Caen und kurz darauf sein Stellvertreter von einem britischen Agenten niedergeschossen, als sie zu dessen Verhaftung schreiten wollten. Der Täter wurde als ein übel beleumundetes Subjekt entlarvt und dingfest gemacht. Nas Echo in Pans und Vichy. London und Moskau bewaffneten den Arm des Mörders. Paris, 28. Aug. (DNB.) „La France au Tra- oail" geißelt das „feige und dumme Attentat, das sich all den vielen anfügt, die bereits im Solde Moskaus ober Londons verübt worben sind". Der „(Tri du peuple" erklärt, dieses Verbrechen habe eine symbolische Bedeutung. In dem Augenblick, da Frankreich in die europäische Gemeinschaft wieder mit militärischen Ehren einge- Streit- (Tote u. Ge- Ge- Leipzig • fräfte Verwund.) fangene schütze 190 000 37 500 20 000 325 Sedan 135 000 17 000 109 000 419 Tannenberg ca. 310 000 150 000 93 000 300 Bialystok ca. ca. Minsk 1 250 000 600 000 324 000 1809 irrten in der Heimat. ij Tiefangriffe, die die Vernichtung feindlicher Üitt.ien, mehrerer hundert feindlicher Flugzeuge aben tbenji hat. Wrstorer-Vorstoß an derMurman-Küste n. Insgesamt konnte zugleich der mtabfchuß feit Kriegsbe- lassenheem' Lechnit ensität diesö ch ganz Dei. : eingeta x Loden, von hundert Panzern, einigen hundert stkaftwagen und die Aufreibung von Kolonnen Der Himmel ist von einem warmen, gold-glänzenden Licht erfüllt. Das Meer äst tiefblau. Zwei kleine graue Punkte, die im Süden einen Daumen breit über der Kimm zu sehen sind, zer- Der italienische Bericht. stcm, 28.Aug. (DNB.) Der italienische Wehr- Bericht vom Donnerstag hat folgenden Wort- Oie Luftwaffe der Achsenmächte richtete am 27. August heftige Angriffe gegen Tobruk. Begleitet von unseren Jägern, griffen starke italienische und deutsche Kampfflugzeugoerbände Hafenanlagen, Batterien und andere Anlagen wirksam an. lieber Sibi 25 a ran i schossen deutsche Jäger zwei britische Curtiß-Flugzeuge ab. Italienische Luftwaffenverbände bombardierten feindliche Stellungen in der Oase Giarabub. An der Landfront von Tobruk lebhafte Tätigkeit vorgeschobener Abteilungen und Artilleriefeuer. Die englische Luftwaffe griff Tripolis und Bengasi erneut an. %5n Ostafrika setzten unsere Truppen, unterstützt von lebhaftem Feuer der Artillerie und dem wirkungsvollen Einsatz unserer kühnen Flieger, dem heftigen feindlichen Angriff gegen Uolchefit Zähen Widerstand entgegen. Torpedoflugzeuge der italienischen Luftwaffe griffen im Mittelmeer in aufeinanderfolgenden Wellen zwei britische Einheiten, einen Leichten Kreuzer und einen 12 000-t-Hilsskreuzer an und erzielten Treffer. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurück- gekehrt. Außenminister Gras C i a n o hat sich am Donnerstag einer Halsoperation unterzogen. Die Operation ist von Professor Ferrerie mit gutem Erfolg ausgeführt worden. Reichsrninister Dr. Frick, der sich auf einer Inspektionsreise durch den Gau Kärnten befindet, hat sich in die besetzten Gebiete Südkärntens begeben, um mit dem dortigen Chef der • Zivilverwaltung seinen Amtsbereich betreffende Fragen zu besprechen. o.r. der Erfolgszahl liegen. Eine größere Zahl N ii Luftnot geratenen Piloten des Geschwaders 'agdgeschwaders M ö l d e r s zugeheftet wer- 3ei I. wurde ein sowjetischer Bombenverband am Boden zerstörte Flugzeuge kommen, dann weiß man, daß das Jagdgeschwader Mölders an der ver- 000 000 s 19. Stick' ieren Enm , wie die M 1914, ntaß Die SW , (Eigenart- Mehr als 1000 Lustsiege im Osten. ii Jagdgeschwader Mölders erzielte lIOOGesamtabschüffe seit Kriegsbeginn Das Geheimnis der Zahl liegt darin, daß die deutschen Flieger diesem Zustand gegenüber ihre Einsatzfreudigkeit und Tapferkeit mehren und erhöhen. Ihre ideelle Kraft siegt über den dumpfen, erzwungenen Mut der Verzweiflung, mit dem der Sowjetflieger in den Kampf getrieben wird. Der Bericht des OKW. veröffentlichte vor kurzem alA» zwischenzeitliches Gesamtergebnis der Operationen im Osten die Vernichtung von 10 000 bolschewistischen Flugzeugen. Wenn man berücksichtigt, daß zu den 10 000 Sowjetmaschinen noch einige Hundert Dashinglon. 28. Aug. (DHB.) Der japanische Botschafter Nomura überreichte — laut Associated Preß — Roosevelt ein persönliches Schreiben des japanisch en Premiermini st er s. Er hatte eine Unterredung mit dem Präsidenten und dem Außenminister hüll. Der Presse gegenüber lehnte er jegliche Andeutung über den Inhalt der Botschaft ab. Aus die besondere Frage, ob sich die Botschaft aus die Verschiffung nach den UdSSR, beziehe, antwortete er, daß er das nicht glaube. ion schvmti |t auch di! Oie Schlch Ein Schreiben Konoes an Roosevelt Oer japanische Protest gegen die LlSA.-Lieferungen nach Wladiwostok. 000 1808 9-ri x Ölt» nisse oofc: em Kleine politische Nachrichten. Deutsche Kampfflugzeuge spürten im Schwarzen Meer südlich Otschakow zwei bolschewistische Hilfskreuzer auf, griffen sie im Tiefflug an und erzielten mehrere Treffer. Die beiden Hilfskreuzer lagen mit schweren Beschädigungen und manövrierunfähig still. * Im Mittelmeer ist ein großer feindlicher lieber» feebampfer durch Flugzeuge versenkt worden. Reuter meldet, daß es sich um den holländischen Überseedampfer „B l a m a t" (11 636 BRT.) handle, der zu britischen Truppentransporten verwendet worden war. p v überschritten werden. Diese Zahl bedeutet h i lbrnichtung von etwa 20 bis 22 feindlichen Ge- |i mei ern. Inzwischen nähern sich die Abschuß- ijlt: bereits dem 1100. Luftsieg im Osten. Zu den Wimpfen und Ueberwachungsflügen kommen Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilbelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. (bcurL), t. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirt- jchast und Sport- Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.^Zng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. jKr gsmarsch! Wir kommen in das Grenzgebiet bir ifjerften Ausläufer des Golfstromes gegen m.von Osten kommende Meeresströmungen, das häufige, flach auf der See aufliegende Nebel- gekennzeichnet wird. Stundenlang sehen wir Sonne nur wie durch eine Milchglasscheibe Minder Stärke. Wir laufen mit verminderter wflfi Der Vordermann hat seinen achteren Schein- ■Mfc in Betrieb gesetzt, um uns das Fühlung- Ml zu erleichtern. Immer wieder müssen wir Teeka - Fruchftee in der Packung oder im hygienisch gepackten Aufgußbeutel Teeka-Fix ergibt das beste Austausch- lu getränk für den altbewährten „Teekanne"-Tee. Er wird wie v dieser mit kochendem Wasser aufgebrüht. An kalten Tagen (s ,\ trinkt man ihn heis), im Sommer kühl gestellt. Er wird dann \ nach Belieben mit Wasser, Zucker und Zitronensaft versetzt. Auch Kinder trinken ihn gern. Teeka-Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeutel Teeka- Fix, .sowie Meta - Fixminze, der aromatische Pfefferminztee jm AufgußbeulsL sind, übera 11 zu erhalten! E »°-L let unmnk__ gierung, E I M2. ..., 28. Aug. (PK.) Ein neues Ruhmes- isgebe V st iti konnte in diesen Tagen der stolzen Chronik !r®< —— ......M 65 bekM juiit ware? Md)en ii: lhnen oti *, mm nwöernp, konnten. Dabei muß hervorgehoben wer- k raß sich die Eigenverluste, so schmerzlich sie -nverhchch , X n jedem einzelnen Falle sind, zwischen 1 und apoleonW D; t)er Erfolgszahl liegen. Eine größere Zahl krieger dl- n t Luftnot geratenen Piloten des Geschwaders etzigen Ärib J [(jE Notlandungen noch auf eigenem Gebiet „ _ „ v . , nbpn 0 LI gelangten in abenteuerlichen Irrfahrten zur öffentlichten Gesamtzahl einen einzigartigen Anteil reißen im Nu den Abendfrieden. Fliegeralarm. Lange Zeit vergeht, bis sie uns entdeckt haben. Dann kommen sie schnell näher. Zwei Sowjetaufklärer, Flugboote amerikanischer Herkunft. Sie setzen zum Angriff aus der Sonne an. Kurz bevor sie über uns sind, gehen wir auf Zick-Zack-Kurs und feuern. Acht Bomben fallen daneben. Eine Maschine gerät ins Trudeln, fängt sich aber .wieder und zieht schleunigst davon. Die andere folgt bald darauf. Wir sind also „angemeldet", daran ist nichts zu ändern. Um Mitternacht genießen wir ein seltenes Schauspiel. Die Sonne berührt zum erstenmal seit vielen Wochen im Norden die Kimm, sackt als flacher, roter, unförmiger Pfannkuchen müde hinunter, um sich kurze Zeit darauf noch gänzlich unausgeschlafen mit mürrischem Gesicht zu neuem Dienst zu erheben. Im Süden taucht indessen als schmaler dunkler Streifen hie Murmanküste auf. Eine fteile, wildzerrissene Felsküste; darüber wellige Hochflächen, kahl, baumlos, menschenleer. An den Felswänden hängen Nebelschwaden, klettern über niedrige Vorsprünge hinweg und stoßen in flachen Zungen auf die See hinaus vor. Aus einer solchen Nebelbank schauen plötzlich d i e Mastspitzen eines Dampfers. Ein Zerstörer löst sich vom Verband, geht auf wenige hundert Meter heran und erledigt den „Fall" mit drei Salven. Tiefrote Flammen schlagen aus dem brennenden Schiff und dicker, pechschwarzer Qualm. Ein Tanker offenbar! Eine riesenhafte Rauchwolke überragt die hohe Steilküste um em Vielfaches und muß auch vom Landmnern her wett 3u sehen fein. __,. , 5 Nach einer Stunde gibt es Fli ege ralarm. Alte Bekannte — zwei Flugboote. Aber was ist das — sie schießen S. S. (Erkennungsstgnal): sie halten uns offenbar für Sowjets. Daß deutsche Ze^ störer dicht unter ihrer Küste im engsten Bereich h-er Luftflotte Handelskrieg treiben, halten sie an- Aeinenb nicht für möglich. Prompt antworten wir mit dem gleichen 6. £. Sie fallen tatsächlich darauf herein umkreisen uns, greifen uns aber nicht am Die eine Maschine scheint Motorschaden zu haben. Sie geh nieder, wasfert dicht unter der Kust°, D.° andere zieht einige Kreise um sie m geringer Hohe - Kompromiß veranlassen zu können. Es wäre jedoch besser für ihn, diese Hoffnung aufzugeben, um dem nordamerikanischen Volk bittere Enttäuschungen zu ersparen. Auch der wirtschaftliche Druck ber Vereinigten Staaten auf Japan habe i n e Gre n • ,5en. Wenn Washington in dieser Hinsicht zu weit gehe, müsse es wissen, daß auch Japan die Möglichkeit habe, die Vereinigten Staaten von ihren unentbehrlichen Rohstoffquellen in Niederländisch- Indien und auf Manila abzuschneiden. ßin unfreundlicher Akt. Mailand, 28. Aug. (Europapreß.) Der „Cor- riere della Sera" meldet aus Tokio, die Entsendung einer - Militärmission nach T s ch u n g k i n g werde in japanischen Regierungskreisen als unfreundlicher Akt der Vereinigten Staaten gegenüber Japan ausgenommen, der jedoch nicht überrascht habe. Die Zeitung „Porniuri Shimbun" schreibe, dix bevorstehende Entsendung einer nord- amerikanischen Militärmission nach Tschungking sei eine weitere Drohung Roosevelts gegen Japan. Die USA. unterstützten 'Sowjetrußland und Tschungking, um diese beiden Staaten für die Einkreisungspolitik gegen Japan zu vereinigen. Die Regierung von Tokio sei jedoch auf der Hut. Teilmobilmachung auf den Philippinen' Tokio, 28. Aug. (Europapreß.) Die erste Mobilmachungsmaßnahme seit Schaffung einer eigenen Philippinen-Wehrmacht vor fünf Jahren begann mit der Einberufung von tausend Offizieren und Unteroffizieren sowie etwa 30 000 Mann zur Aufstellung von zehn Reserveregimentern. Diese Reservisten, die am 1. Sep» tember gemeinsam mit dem zehntausend. Mann umfassenden aktiven Philippinen-Heer in die USA. - Wehrmacht eingegliedert werden sollen, sind nicht, zu einer beschränkten Uebungs» zeit, sondern für d i e „Dauer b e's bestehen- den Notstandes" eingezogen. Oie USA. möchten Beobachter an die Eowjetfront schicken. Washington, 28. August. (Europapreß.) Auf der Pressekonferenz wiederholte Marineminifter Knox den Wunsch der nordamerikanischen Regierung, nordamerikanische und englische Beobachter an die Ostfront reifen zu lassen, um sich ein genaues Bild von den Kämpfen und dem Zustand der sowjetischen Armee durch eigene Beob - :t gelangten m abenteuernd) Miriirften deutschen Linie zurück. D,- Ueberschreiten des 1000. Abschusses durch kreisen. Ein Zerstörer erhält den Auftrag, den Sowjet zu „liquidieren". Er muß ziemlich dicht an die klippenreiche Küste herpn, von der wir hier keine genaue Seekarte besitzen. Ein Volltreffer seiner 12,7 genügt, um den Vogel in Flammen aufgehen zu lassen. Seine Tanks müssen noch ziemlich voll gewesen sein. Wieder gibt es eine tiefrote hohe Flammensäule und eine pechschwarze Rauchwolke. Sie muß mindestens bis Murmansk zu sehen sein. Wir setzen unseren Kurs nach Norden von der Küste ab. Die Sonne ist inzwischen höher geklettert. Der Himmel ist wolkenleer, nur eine feine Dunstschicht liegt in der Luft. Sie erzeugt ein diffuses Licht, das die Beobachtung außerordentlich erschwert. Mehrere Gruppen von Sowjetfliegern suchen eine günstige Ausgangsposition für ihren Angriff. Es sind moderne schnelle Kampfmaschinen. Wir rauschen mit hoher Fahrt nach Norden. Dann legen wir Hartruder und feuern aus allen Rohren. Denn wenn der Gegner einen Zielfehler macht, laufen wir vielleicht gerade in feinen — theoretisch falschen — Wurf hinein. Diesmal liegen die Bomben hundert Meter achteraus in unserem Kielwasser, wären also auf jeden Fall zu kurz gegangen. Nicht alle Maschinen haben geworfen. Ein paar setzen zu neuem Angriff an. Diesmal gilt er einem anderen Boot. Wir verstärken die Feuerglocke, die die Nachbarboote über den angegriffenen Zerstörer legen. Nach 10 Minuten greifen frisch angekommene Ketten in den Kampf ein. Ständig halten ein bis zwei Maschinen in sicherem Abstand Fühlung, wahrend die anderen neue Bombenlasten holen. Plötzlich springen vier, fünf riesige weiße Fontänen neben dem Flottillenboot hoch. Unbemerkt sind einige Maschinen in großer Höhe aus der Sonne angeflogen. Keine Nacht deckt uns mit ihrem schützenden Mantel zu. Aber im Norden zeigen sich eben über der Kimm einige flache, blaugraue Gebilde. Wir halten darauf zu.' Unser alter Freund, der Polarnebel! Bald fahren wir in die ersten Nebelfetzen hinein. Aber durch zahlreiche Lücken blickt' der blaue Himmel hindurch. Ein äußerst mangelhafter Schutz, während uns die Sicht auf angreifende Flugzeuge völlig genommen ist. Jeden Augenblick erwarten wir,'daß die Bomben auf uns herabprasseln. Plötzlich knattern irgendwo im Nebel die Maschinengewehre los. Der Gegner hält also unsere Fährte. Der Nebel wird etwas dicker. Wir ändern den Kurs. Es scheint, wir sollen nochmals davonkommen. Ein letzter Schreckschuß: Das elektrische Ruder auf unserem Boot versagt; das eingekoppelte Handruder klemmt. Das Boot schert aus und läuft auf das im Nebel backbord voraus stehende Nachbarboot zu. Die Maschine wird gestoppt. Wir sind Manövrierunfähig! Wenn sich der Nebel jetzt etwa lichtet...! Er lichtet sich nicht! Das Glück blieb uns treu. Äet Holzstämmen auszuweichen. Zugleich trei- Rassen von Seetang und gelblichbraunem Km auf der Oberfläche. Das Wasser zieht wei- schwerfällig kreisende Wirbel. Scharen von WArzweiß gefärbten Polartauchern kämpfen auf hi £d,llÄ2 i5 SeM I iSrunie I : in Wsurk | beiÄ-x mbinnen eere , | % sfc ’S g^cid &\ 55*, fix erg A ti WL« liefe« Q i »e«S ■M i9e«r"> I uM’ Japans Vorstellungen in Moskau und Washington gegen die USA.-Lieferungen nach Wladiwostok stützen sich nach einer Europapreß-Meldung aus Tokio auf eine politisch-juristische Begründung, die ähnlich ist der japanischen Haltung im Falle der „Asama Maru". Es wird als unvereinbar mit Japans Presttge und gefährlich für den Frieden und die Ordnung Ostasiens bezeichnet, wenn Kriegsmaterial so nahe Japans Küsten passiere, sei es auch in Gewässern, die rechtstechnisch als offene See gelten. Japans Vorstellungen finden die nachdrückliche Billigung der Presse. Mehrere Blätter unter- stteichen die provokatorische Natur der Entsendung ausgerechnet von Flugzeugbenzin nach Wladiwostok, welches die Vereinigten Staaten Japan verweigert haben. „Hochi" erklärt, daß die Verantwortung für alle etwaigen Konsequenzen den USA. zufalle, die gemeinsam mit England die Einkreisung im Süden aufbauten und jetzt diese d u r ch di e Benutzung nördlicher Gewässer für die Sowjethilfe zu vollenden suchen. Die Durchbrechung dieser Front hänge von der geeinten Stärke des japanischen Volkes und der Verstärkung des Verhältnisses zur Achse, Deutschland und Italien, ab. Aehnlich bezeichnet „Nichi Nichi" das Vorgehen der USA. als Beleidigung Japans. Japan müsse in voller Erkenntnis des Ernstes der Lage seine nationale Politik durchsetzen. Die USA.« Hilfe über Wladiwostok sei der Absicht entsprungen, Japan vom Südwestpazifik, woher die USA. wichtige Rüstungsmaterialien beziehen, durch einen Konflikt mit den Sowjets nordwärts abzulenken. „Nichi Nichi" schreibt weiter, die Vereinigten Staaten mühten zwangsläufig in eine schwierige Lage, ja sogar in eine direkte Kriegsgefahr kommen, wenn das nordamerikanische Volk nicht im letzten Augenblick noch erwache und den Präsidenten veranlasse, eine maßvollere Politik gegenüber Japan einzuschlagen. Japan habe nie versucht, die nord amerikanischen Interessen zu gefährden, während die USA., deren Belange doch Fernen Osten — gemessen an Japan — viel 1 Ü„J k--" anL,v^- T und 15 000 Geschützen gemeldet. Dazu verlor -»wjetluftwaffe 11 250 Flugzeuge. Diese Zahlen )(r. aber nur einen annähernden Begriff von der isriltung, weil sie eben Verlustzahlen der einen xte sind und den riesigen Ausrüstungsbedarf der ict ^uborganisation ebensowenig berücksichtigen e je entsprechende technische Ausrüstung der sozusagen v j i. Sie®“® L ....... J L. - ) am 2.6^ nu teuerborb oder backbord ausscheren, um trei- dieselN vBs isch'.r«.» h eine if eine S® f le» tze- W. ..., 27. Aug. (PK.) Oelübernahme! Vier mene fÄ Isaugen gleichzeitig den schwarzen unentbehr- 000 325 li h-n Lebenssaft in sich hinein. Intensiver Oelgeruch 419 Ii ic iber dem ganzen Schiff. Ununterbrochen ar- W b !tüi; die Pumpen. Oefter als sonst wandern die (Mc zum Himmel. Wenn uns die feindlichen Flie- g i i n-r entdecken — Schiffe vor Anker, Bord an das dürfte sogar für die (Somjetbomber "-».»»vtt'cht zu verfehlendes Ziel feig.. Aber das Tan- nberg t k n «cht schnell. Morgen schon gtf)t es zu neuem ! (auf beito 2o-ittz gegen di e Murmanküste und d as Zllcize Meer. L Flugzeugen durch Jäger unseres Geschwaders tftfampf völlig vernichtet. Elf Kampfflugzeuge i Sowjetstern zerschellten am Boden. Die ■irbaffen unserer Jagdmaschinen hatten ihnen, k sh mit allen Mitteln dem Kampf zu entziehen i hu, in hartem Kampf trotz zähester Abwehr, ein Hjneles Ende bereitet. Mit diesem Luftsieg wurde L sei Geschwader zum tausend st enmal Sie- L ,r n den Luftkämpfen gegen die bolschewistischen « A sind zufrieden. Zwar hat der Nebel unsere Mtshgeschwindigke'it herabgesetzt. Aber er verhm- ,r :ud), daß wir vorzeittg von feindlichen Aufkla- entdeckt werden. Nun steuern wir südwärts. W^edelbänke bleiben als eine weit hi ^Ziehende, pUUuc ~... ,-----. ^•aue Wand hinter uns. Der Himmel über um, anoere 3 j - um Hilfe herbeizurufen. Wir 1 ll': 3od) und hell. Dünne weiße Wolkenbanke se- das aber der Genosse hört nicht auf zu E£it großer Höhe. Die Sonne steht im Norden, kommen naher, aoer ■ — ) im ach tun gen zu machen. Bisher fei nur in einem Fernen Osten — gemessen an Japan — Diel un-' einzigen Fall einem englischen General die Erlaub- bebeutenber seien, seit ber Konferenz von Washing- nis erteilt worben, wogegen alle nordamerikanischen ton 1922 eine herausfordernde Politik Gesuche ab gelehnt worden seien. „Die Sowjets gegenüber Japan befolgten. Roosevelt glaube offen- haben bisher den Krieg als ihre private Angebar, durch Druck und Drohungen Japan zu einem legenheit betrachtet", erklärte Knox bedauernd. iif der. Tru an den Gieß. Anz. Am kommenden Sonntag findet in Leihgestern der Ortssporttag 1941 statt. Daran sind sämtliche Verbände der Partei sowie der Turnverein und die Spieloereinigung 1926 Leihgestern beteiligt. Am Vormittag kommen die Vorkämpfe in der Leichtathletik, Turnen und Schießen zum Austrag. Am Es genügt doch heute, jedes Motiv nur ein einziges- mal zu knipsen. Mehrere Aufnahmen vom gleichen Objekt sind Film-Verschwendung! Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer ____________in den drei Abteilungen I, II und III__ Gewinne zu 20000 RM. Gewinne zu 5000 RM. Gewinne zu 4000 RM. Gewinnauszug 5. Klasse 5. Deutsche Reichslotterie 48 Gewinne zu 2000 RM. 7955 8059 57388 76024 77748 138174 147189 167307 268974 299790 310169 329164 346235 362827 371361 385316 114 Gewinne zu 1000 RM. 1801 9922 22008 33603 41436 42708 51471 72289 88716 95764 111112 133928 135033 160204 163699 180459 185673 205259 214844 215911 216166 230366 254176 258633 266843 266901 269974 272200 273047 275721 281046 288440 317105 319421 345338 356834 365399 375100 201 Gewinne zu 500 RM. 5559 8035 19111 23267 26349 38724 39377 62449 76241 78300 78652 83768 88410 91841 Gewinne zu Gewinne zu Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsschretben beilegen! — LichtbUder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! 184360 201272 219602 220561 221472 231876 251312 271654 308895 310614 342134 387016 Wei imb -flott ilich ’tr bi ieloi Kinder- Sportwagen zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. u. 02848 a.d.G.A. 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Ein gewaltiger Wald brand wütete im Guatzp. rama-Gebirge in der Umgebung der Ortschaft,, Fascafra und Miraflores, etwa 70 Kilometer Madrid entfernt. Ueber 300 Hektar Wald stand,, in Flammen. Auch eine wertvolle Pinien-Bau:>, schule wurde vernichtet, die der Aufforstung die^ Die Ursache des Waldbrandes ist auf die Leich sinnigkeit eines Schäfers zurückzuführen, der nQdj51 einige Büsche ansteckte, um seine Herde besser üb<>. i wachen zu können. Das Feuer griff auf die troch - nen Weiden über und dehnte sich schließlich u einem riesigen Waldbrand aus. Preisausschreiben für Volksschauspiele. fier Reichsbund für Volksbühnenspiele hat eit Preisausschreiben zur Erlangung von Bühnenwn ken für das nichtberufliche Theaterspiel Erwachse^ beschlossen. Der Bundestag beschloß ferner dke en.* Zusammenarbeit mit dem Deutschen Volksbildung ' werk und seinen Volksbildungsstätten zur För^ rung der Sprechkultur. Die dem Reichsbund anfi-> schlofsenen Spielgruppen, die früher als TheaiZ vereine bezeichnet wurden, sind auch in der tu. turellen Truppenbetreuung eingesetzt worden. Eine bezaubernde Film-Operette mit den unsterblichen Melodien von (faul Xincfie Lizzi Waldmüller • Fita Benkhoff Irene v. Meyendorff • Else v. Möllendorf • Theo Lingen • Paul Kemp Paul Henckels • Georg Alexander Karl Schönböck u.v.a. bescheren Ihnen unter der einfallsreichen SPIELLEITUNG THEO LINGENS Stunden voller Humor, Musik und köstlicher Einfälle DEUTSCHE WOCHENSCHAU Täglich 3.00, 5.15, 8.00 - So. 3.00, 5.15, 8.00 Jugend hat keinen Zutritt! ^Parfümerie 3)oll Marktstraße 28 Gießen Marktstraße 28 ADOX WM" Erster Opfersonntag am14. September Bedingt durch den Umstand, daß das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 bereits im September beginnt, wird der erste Opfersonntag am 14. September durchgeführt. Rach der Anweisung der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe dürfen an diesem Sonntag wie bisher von 10 bis 17 Uhr nur Eintopfgerichte angeboten werden. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird aber davon abgesehen, für die Opfersonntage die einzelnen Eintopfgerichte vorzuschreiben. Die Betriebe sind berechtigt, Eintopfgerichte nach eigenem Ermessen herzustellen. Mehr als drei Eintopfgerichte dürfen nicht angeboten werden. Die Speisebetriebe werden wie bisher in drei Klassen geteilt, in denen die Gerichte 70 Rpf., 1 RM. und 2 RM. kosten dürfen, wobei dann 20 Rpf., 30 Rpf. und 1,20 RM. als Spendenbeträge quittiert, werden. llebergabe des Goethe-Preises an Wilhelm Schäfer. Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt wurde, wie schon gemeldet, in diesem Fahre dem Dichter Dr. h. c. Wilhelm Schäfer verliehen. In einer Feierstunde im Geburtszimmer Goethes fand am Donnerstagmittag die Uebergabe des Preises an den Dichter statt. In Vertretung des Oberbürgermeisters Staatsrat Dr. Krebs hielt Bürgermeister K r e m m e r eine Ansprache, wobei er betonte, der Dichter Wilhelm Schäfer sei der vierzehnte Träger des Goethe-Preises der Stadt , Frankfurt, die nicht nur die stolze Verpflichtung übernommen habe, das Geburtshaus des größten deutschen Dichters zu hüten, sondern auch sein geistiges Erbe als das eines Erziehers des Volkes durch die alljährliche Verleihung einer Ehrengabe an große deutsche Dichter und Künstler weiterzugeben. Keinen Geringeren als Wilhelm Schäfer habe man diesmal dazu ausersehen, den Preis zu erhalten, der als Dichter zum Wieder-Volk-Werden der deutschen Menschen sein gut Teil beigetragen und daran mitgearbeitet habe, daß der menschlichen und sittlichen Kultur im deutschen Raume wieder ein Haus werde im Sinne Goethes. Die Verleihungsurkunde lautet: „Die Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt a. M. verleiht den Goethe-Preis des Jahres 1941 Herrn Dr. h. c. Wilhelm Schäfer. Die Ehrung gilt dem dichterischen Ge st alter deutscher Landschaft und deutschen Volkstums, dem Künder der deutsch en Seele und Mei st er geprägter Sprachform, in dessen Leben und Werk sich der Begriff des Klassischen im Goetheschen Sinn rein und zuchtvoll verkörpert. gez. Dr. Krebs, Oberbürgermeister und Preußischer Staatsrat." Ergriffen dankte der Dichter: nicht die Blicke derer allein, die vor ihm der Ehrung teilhaftig geworden seien, gelte es für ihn zu ertragen, sondern Gießen, Kreuzplatz 9. 3600a --------- zu 1000 RM. 4213 10860 13741 21205 28290 36118 41131 47389 49356 55039 55734 57794 100218 129584 130627 132745 186771 201343 244746 246653 274891 286909 M K riii« hiiir Hersteller: Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 34752 Nachmittag finden die Fußballspiele Leihgestern 1. Jgd. — Nieder-Florstadt 1. Jgd. Leihgestern 2. Jgd. — Annerod 1. Jgd. Leihgestern Schüler — Rödgen Schüler statt. Die I.Jgd. von Leihgestern wird sich an- strengen müssen, wenn sie einen Sieg gegen die spielstarken Nieder-Florstädter herausholen will. Da Leihgestern mit seiner zur Zeit stärksten Mann- 'm Ä % Nt, Mit BrauW&Siffler “enr®*e"’ ourco Seltersweg 69, eine Kleinanzeige abzugeben. 028491 sagen Sie es allen 3Ö Gewinne zu 3ÖÖÖ RM^ 73630 86267 98078 160231 183460 230260 273826 337922 377652 379586 au ■ -z-brsoll i tttn bi Hl nicht amt) Zuverlässige, kinderliebe WsgeMn in Dauerstellung gesucht. Dr. Lange AnderJohannes- kirche 6. ossaD Am 31. Juli starb nach Gottes Willen in den Kämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung den Soldatentod unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Sohn Bruder, Schwager und Onkel Willi Hasselbach Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 28 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Hasselbach I. und Frau Marg. Hasselbach, geb. Lieh Friedrich Hasselbach und Familie Heinrich Hasselbach und Familie Wilhelm Hasselbach und Familie Ludwig Hasselbach und Familie Ernst Hasselbach, z.Z. im Osten, u. Familie Karl Hasselbach, z.Z. im Osten. Londorf, Kesselbach und im Felde. 3605D 90 Gewinne zu 1000 RM. 3587 12850 21122 23291 55838 ~1. 68?77. 74209 97090 115608 133147 1 35161 138371 flu 500 RM. 1478 10217 12181 12762 14795 15065 21917 30454 35891 40954 42453 43742 43825 52812 Holzheim (H.) z. Z. im Felde im August 1941 3607 D«/ 11 i||M e>i tlrjr mit Sporttag in Watzenborn-Steinberg. Am nächsten Sonntag findet in Watzenborn- Steinberg der diesjährige Orts-Turn- und Sporttag statt. Die Veranstaltung beginnt am frühen Vormittag auf dem Sportplatz an der Neumühle. Außer den beiden örtlichen NSRL.-Vereinen beteiligen sich die Partei, die SA. und SA.-Wehrmannschaften, die HI., Flieger-HI., das DJ., der BDM. und der BDJM. Am Vormittag finden die volkstümlichen und leichtathletischen Wettkämpfe statt. Es wird in folgenden Klassen gestartet: Altersklasse, Männerklasse, HJ.-Klasse 1 und 2, DJ.-Klasse 1 und 2, BDM.-Klasse 1 und 2 und BDJM.-Klasse 1 und 2. Nachmittags werden Einzelkämpfe, Staffelläufe, ein Handballspiel und sonstige Kämpfe durchgeführt. Ein Fußballspiel FE. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg 1. Mannschaft gegen die Stadtmannschaft Gießen bildet den Abschluß des Sporttages. Ortssporttag in Leihgestern. Die in Deutschland geschützten Pflanzen Nach der Naturschuhverordnung vom 18.3.1936 Don Prof. Dr. Walther Schoenichen Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin 80 Seiten mit 100 Abbildungen nach Feder» Zeichnungen von Kunstmaler Erich Schröder. Einzelpreis (nur geheftet): RM. 0,60 Bei Abnahme einer gröberen Anzahl gelten Partiepreise, die der Verlag auf Wunsch mitteilt. Diese aufschlußreiche Schrift ist in erster Linie für die Jugend (53.), ferner als Klassenlektüre für die Hilfsbüchereien der Schulen gedacht und für Behörden, Beamte, Erzieher, Jugendherbergen, Gasthäuser, Fremdenheime, Wanderer, Natur- und Heimatfreunde als Naturschutz-Kampfschrift bestimmt. Jeder kann sich daher den Besitz dieser inhaltsreichen Flugschrift sichern, um sich vor Vergehen und Strafe zu schützen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde schäft antritt, rechnet man mit einem Sieg von ßen> gestern. Die 2. Jgd. hat die I.Jgd. von Annen) zu Gast. Die Gäste sind in Leihgestern wenig bü kannt, weshalb eine Voraussage über den Aw gang des Spieles nicht möglich ist. Die Schilf empfangen die Schüler oon Rödgen zum Rückspiel. In den Pausen zwischen den Fußballspielen fink die Endkämpfe der Leichtathletik sowie Schautuniu statt. Den Abschluß bildet die Siegerehrung durh Pg. Kreisschulungsleiter und Ortsgruppenleit < Groß. ; L gelten nicht für Hinterbliebene, die schon in der reichsgesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Die Krankenversicherung für Kriegshinterbliebene wird voll der Allaemeinen Ortskrankenkasse oder der Landkrankenkasse durchgeführt. Die Versicherten erhalten die vollen Leistungen der reichsgesetzlichen Krankenversicherungen: lediglich Barleistungen (z. B. Krankengeld) werden nicht gewährt, weil der Lebensunterhalt der Hinterbliebenen schon durch die Fürsorge- und Versorgungsbezüge gewährleistet ist. Die gesamten Krankenkassenbeiträge zahlt das Reich, so daß die Hinterbliebenen den Versicherungsschutz kostenlos erhalten. Aus aller Wett. Flugzeugzufammenstoh in USA. Ueber der Stadt Blackpool sind zwei Verkehrsflugzeuge zusammengestoßen. Sechs Personen, darunter das Personal der beiden Maschinen, fanden den Tod. Weitere 16 wurden schwer verletzt. Einer der Apparate stürzte nach dem Zusammenstoß auf einen Bahnhof, wob'ei weitere 30 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. | Verkäufe ] Im Auftrag eine Schreibmaschine (MarkeMignon), noch neu, zu verkaufen. 02847 Hammstraße 7. Werk. RangsteNung und Grußpflicht der Rachrichtenhelferinnen. Das Oberkommando des Heeres hat verfügt, daß die Führerinnen der Nachrichtenhelferinnen des Heeres in ihrer Stellung-nicht mit Offizieren und Beamten im Offiziersrang gleichzusetzen sind, oa jede Führerin einem Offizier, gleich welchen Dienstgrades, unterstellt werden kann. Die Führerinnen sind lediglich in fraulichen Angelegenheiten Leiterinnen der ihnen unterstellten Nachrichtenhelferinnen und haben diesen gegenüber nach dex Dienstordnung bestimmte Befugnisse. Sie sind außerdem ihren militärischen Vorgesetzten unterstellte Beraterinnen in allen fraulichen Angelegenheiten. Für die Nachrichtenhelferinnen des Heeres ist die Grußpflicht unter sich selbst und gegenüber ihren unmittelbaren und Disziplinarvorgesetzten angeordnet. Das OKH. erwartet, daß darüber hinaus die Angehörigen des Heeres einen gegenseitigen kameradschaftlichen Gruß mit den Nachrichtenhelferinnen des Heeres in einer Form wechseln, in der die Achtung vor der Frau zum Ausdruck gebracht wird. Beitragsfreie Krankenversicherung für Hinterbliebene. Die 1939 für die Hinterbliebenen des Weltkrieges geschaffene Krankenversicherung für Kriegshinterbliebene umfaßt vom 1. Oktober 1941 an auch die Hinterbliebenen der neuen Wehrmacht, der Waffen-^, des Reichsarbeitsdienstes sowie Hinterbliebene, die nach der Personenschädenverordnung versorgt werden. Gleichzeitig werden einbezogen, die nach dem Altrentnergesetz, dem- Wehrmachtver- sorgungsgesetz, dem Reichswasserschutzversorgungs- gesetz und dem Kriegspersonenschädengesetz versorgt werden. Versicherungspflichtig sind Hinterbliebene, denen bestimmte Versorgungsgebührnisse nach dem Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsgesetz, den Reichsarbeitsdienstversorgungsgesetzen, dem Einsatzfürsorge- und Versorgungsgesetz, der Personen- schädenoerordnung oder dem Reichsversorgungsgesetz zuerkannt worden sind. Die versicherungspflichtigen Hinterbliebenen erhalten von der für sie zuständigen Versorgungsdienststelle eine Mitteilung über ihre Aufnahme in die Krankenversicherung. Nicht- oersicherungspflichtige Hinterbliebene (Elternbeihilfeempfänger) können der Versicherung im Falle der Bedürftigkeit freiwillig beitreten; versicherungsberechtigt sind ferner bedürftige Ehefrauen und andere, die die unentgeltliche Pflege von rentenberechtigten Pflege- oder Blindenzulageempfängern übernommen haben. Anträge sind an Die Versorgungsdienststelle zu richten. Die Vorschriften Bom Fußball. Annerod 1. Jgd. — Launsbach 1. 3gb. 1:0 M Am Sonntag war die 1. Jugend aus Annerij in Launsbach zu Gast. Beide Mannschaften trat« durch Ersatz geschwächt an. Die erste Halbzeit v«, lief torlos. Jeder Sturm hatte einige.Torgelege:, heiten, die jedoch nicht ausgenutzt wurden. Gn!e der zweiten Halbzeit gelang es Annerod, den SS-. gestreffer zu erzielen. Lollar 1. Jgd. — Saubringen 1. 3gb. Nach mehrwöchiger Ruhepause tritt die l.'g» gend oon Daubringen am Sonntag wieder auf d« Plan. Gegner ist die spielstarke Mannschaft vcci Lollar. Daubringen tritt in bewährter Aufstelluirz an, so daß ein spannender Lokalkampf zu erwar!« ist. Das Spiel wird im Rahmen des Orts-Tun. und Sporttages in Lollar ausgetragen. Radio (Gleichstrom) preiswert zu verkaufen. Zwischen 18 und 20 Uhr anzusehen, oassi Euler, Ebelstraße 41 p. Komplettes Kinderbett und einige Pfund Bettfedern zu verk. Zu erfr. i. Gieß. Anz. J6v6v | Kaufgesuche | Gut erhaltenes Herrenfahrrad 113059 156476 193896 234125 278672 305610 340661 Heute Freitag Erstaufführung Frauen- Sommermantel oder Zäckchen Größe 46 /48, zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. u. 02853 a.d.G.A. Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 |Verschiedenes| Diejenige die am Freitagnachmittag geg. 17Uhr IP. beige WWe in der Bahnbof- str. an sich nahm, ist erkannt u.wird gebeten, diese bei jeder, der hier stünde, müsse sich prüfen, ob er würdig sei, gerade an dieser Stelle die Augen Goethes im Geiste auf sich ruhen zu fühlen und vor diesem klaren Blick zu bestehen, denn v “ Preis gelte zuerst der Persönlichkeit und dann l ^nho rohe oder gekochte / j Früchte mit oder ohne Zucker in Zubindegläsern und -gefäßen 1t. 205 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Wandervorschläge für den Sonntag kbe. ggeben auifühnd ML .falle kM'^sgeglitzer/' iS währen rtNS^ I Iki habe, sich 101' W^lhnen. Es • !»r.; foi ___ Bingel rRohm der den > I.Z.M aust 1941 er so oft besungen hatte: „Das grüne Gläslein zersprang in meiner Hand, Brüder, ich sterbe fürs Vaterland!" Löns bekundete seine soldatische Gesinnung nicht nur in seinem dichterischen Werk, er bestätigte und erfüllte sie mit der Tat. Bereits achtundvierzigjährig kannte er keinen brennenderen Wunsch, als mitantreten zu dürfen und die Waffe für Deutschland zu führen. An seinen Verleger Eugen Diederichs schrieb er in den ersten Augusttagen 1914: „Don allen Seiten mahnt man mich, aber es kommt mir dumm vor, dazusitzen und zu dichten, wo andere, schwächere als ich, ihre Knochen vor den Feind bringen ..." In einem anderen Brief heißt es: „Ist das eine wunderbare Zeit. Hoffentlich werde ich (als Kriegsfreiwilliger) genommen. Mensch, das Leben ist doch so schön jetzt, daß es sich lohnt, zu sterben. Die Feder schmeiße ich in den Dreck. Das Schreiben ekelt mich." Ende August rückte Hermann Löns als Kriegsfreiwilliger ein. Sein Glück war grenzenlos. Einen Monat später, am 26. September, siel er im Westen. Ein Kamerad berichtet über seinen Tod: „Den Morgen sollte er nicht mit, als der Angriff begann. Schon sonst war ihm die Teilnahme öfter abgeschlagen worden. Aber er wollte und wollte durchaus. Zuletzt Verdunkelungszeit 29. August von 20.18 bis 6.23 Uhr- Bieber — Helfholz — Hohensolms — Blasbach- lal — Simberg — Wetzlar. Von unserem Ausgangspunkt Bieber wandern wir durch das Biebertal zur Obermühle. Beim Wegweiser verlassen wir die Straße, gehen geradeaus in das Dünsbachtal, bis wir auf die vom Dunsberg kommenden schwarzen Punkte stoßen, oenen wir nach links folgen. Durch Wald und Feld, unterwegs überraschende Blicke auf Königsberg, den Dünsberg und später auf die Westerwälder ^öhen genießend, führt uns das Zeichen über das Helfholz hinauf nach Hohensolms, wo wir rasten können. Von hier benutzen wir die Landstraße, die am Altenberg vorbei nach dem lieblichen Blasbach- tal führt. Die mancherlei Windungen, die durch das waldumsäumte Tal führen, können wir durch Fußwege abkürzen. Nachdem wir das schön gelegene Blasbach passiert haben, steigen wir nach links in die Höhe, genießen von oben prächtige Blicke auf das Dorf und die umliegenden Höhen und folgen jetzt roten Strichen, die uns nach dem unbewaldeten Simberg bringen. Auf dem mit Ruhebänken versehenen Kamm des Berges erschließt sich eine reizvolle Aussicht in das Lahntal, auf Wetzlar mit seinem Dom, auf Bismarcktum und Ruine Kals- munt. Den Abstieg nach unserem Endziel Wetzlar nehmen wir über Niedergirmes. Wanderzeit fünf Stunden. IO«1**' 4 hat der Kompanieführer es erlaubt. So froh habe ich Löns nie gesehen als an diesem Morgen." Zn offener Feldschlacht beim Sturmangriff fand Dichter den schönsten Soldatentod, jenen Tod, s. der eA 'Ä fren, u» Die neuen Mitglieder unseres Stadltheaters Sie berichten über ihr bisheriges Wirken. °A lil Ni * M !*■ Jit ä kpiPidiit, m,e Sollte Mmiu Ortsgruppe hilft und Weihe trank — aus dieses Tages Rosen- K. K. Hermann Löns. Zum 75. Geburtstag des Dichters am 29. August. Von Hans Spanholz. IlWK. Wer sich damit begnügt, Hermann Löns die Mmizeichnung eines „Heidejängers" und „Tler- f Mirrs" anzuheften oder ihn als „Jagdschriftsteller M „Naturjchilderer" abzustempeln, beweis , daß er M Dichters Werk in seinem tiefsten Wesen nicht e-i.t und ausgeschöpst hat. Er haftet an der Ober- i|e, statt auf den Grund hinabzustelgen. . !. Mellich hat Hermann Löns die Heide wie kein ter besungen, die geheimsten Regungen der MIL belauscht und kundgetan, das edle Weldwerk i ' diu,nachahmbarer Weise dichterisch geformt und ge- i |lti, das alles aber macht nicht Wesen und Wert Miiis Werkes aus. Entscheidend ist für uns die Tat- W daß er ein deutscher Dichter im besten und J Men Sinne des verpflichtenden Wortes ge- Nation beruhe, bei den Bauern, Handwerkern und Arbeitern. Er ' will lieber am blankgescheuerten Eichentisch des Baurrn sein Brot brechen, als in erlauchter Gesellschaft mit silbernen Bestecken hantieren. Des Dichters ganze Liebe gehörte dem Wurzelechten, dem Bodenbeständigen und Eigenwüchsigen. Alles Art- und Wesensfremde ist ihm zuwider, er bekämpft fremden Flitter und Tand und die deutsche Vorliebe dafür in scharfer, rücksichtsloser Kritik: „Von Rom und Athen, Jerusalem und Paris, und von wer weiß wo noch her ließen wir uns den geistigen Hausrat und Wandschmuck aufschwatzen ... Kein Volk der Welt ist so arm an äußerer Eigenart, so weltbürgerlich verwurstelt, so um sein ureigenes Angesicht gebracht wie wir", klagt er 1913 unverblümt und verbittert. „Meine Tendenz ist , schreibt er als Fünfundvierzigjähriger einem Freunde Apffe - städt „meinem Volk den Rücken mit Franzbranntwein einzureiben, es mit Freude und Grimm zu füttern und mit Wonne und Weh zu tranken, damit es so bleibt, wie es ist, sich nicht verplempert m fremder Art, und nicht vergißt, daß es zwei Gesichter bat- ein gutmütiges und ein bösartiges. Wir kriegen allmählich zuviel Gemütsembonpoint, seufzen wenn irgendwo ein Schweinehund geköpft wird, und stöhnen wenn wir die Knarre zur Hand nehmen sollen, ffinen firieq, den möchte ich erleben, aber attiDl Löns haßt/ alles Halbe und Weichliche, ihm kam es darauf an, feinem Volke den Nacken zu fteifen und feine Haltung zu starken, ihm Selbstbewußtsem und nationalen Stolz anzuerzlehen. >,Ein Pfui dem Mann, der sich nicht wehren kann. Not lehrt das Gebot: Schlah dot, schlah bot!" Bester fremdes Blut am Messer, als fremdes Mester im eigenen Blut", läßt er 'tn „Werwolf Harm Wulf sprechen. In dem gleichen Roman he,ßt es Wer sich und die Seinen 8-gen Schandtat und Greuel wehrt und Witfrauen und Waisen beschützt den wird unser Herrgott willkommen heißen und " " (efne Hände auch über und über rot find. 2™ber aus dem „Kleinen Rosengarten" werden gelungen werden, solange deutsche Soldaten mar- cksteren Als Subeifanfare tont gegenwärtig des Mers Matrosenlied „Heute wollen wir em Lieden fingen, trinken wollen w,r den ckuhlen Wem , ba" Englandlied, landaus und landab um ruhmreichen Sieg über das von ihm so glühend gehaßte England zu verkünden. Das Lied der roten Hufaren fteift ist die Liebe, kalt ist der Schnee, der Schnee gchört zum eisernen Bestand jeder sangesfrohen Wannschast. Aus der Stadt Gießen. Kraft am Morgen. Am Morgenhimmel Verladern die letzten Rosen- Himmen. Jetzt fallen die ersten Sonnenstrahlen jcräg und Mit wunderbar tiefem altgoldfarbenen glichten durch die dichten Zweige. Im kleinen Gar- singt ein früher Vogel. Er hat mich mit uner- Mdlich wiederholtem Lockruf aus dem Morgenschlaf zweckt, so bin ich vor Tag und Tau aufgestanden, ll-.b ihm dankbar dafür, denn so eine stille Morgen- jlmbe spendet Kraft und Gesundheit. Auf den grünen Rasenflächen in den Anlagen rofcen die hauchfeinen Silbernebel der unberührten Kühe, der Tau fällt in großen klaren Tropfen mit le.em Klingen. Unbeweglich ruhen die Silhouetten -c Bäume im Frühnebel, sie schlafen noch ... sie [öntjd) in der Wahl seiner Stoffe, m Kompo- h, Stil und Sprache, deutsch auch m der Cha- kliiirzeichnung seiner Romangestalten. Lons Lpa- Mr wurzelt im Bäuerlichen und Soldatischen. und Schwert, scharf geschliffen, blinken durch Dichtung dieses Sohnes, des deutschen Osten I*- rn und Kriegern hat er im „Werwolf em un- v'Sangliches Denkmal gesetzt. Der Rauer ist ihm -Kulturträger und Rasseerhalter". „Ehe ihr da fix ihr Leute aus der Stadt, ob reich, ob arrm >och und niedrig, war ich da! Ich brach d Mm, ich säte das Korn, ich schuf das Feld, auf dem | Isben und gedeihen konntet mit eurem Gewero , W i urem Handel, eurer Industrie, eurem Verkehr. & -and das Recht, ich gab das Gesetz, ich wehrte || Feind ab, ich trug die Lasten jahrtausendelang. bin der Baum, und ihr seid die Blatter. -3d) | *ie Quelle, und ihr seid die Flut. Ich bm das und ihr seid der Schein!" Ein Volk, d «vm seßhaften Bauernstand hat, ist nach des D cy- F Meinung kein Volk, sondern eine Handels 8Mast, ein Wirtschaftsunternehmen Die Bauern S:t gelten ihm als ein „adelig Volk, adelig und Sinn". Klar und eindeutig bekennt er sily ih Rassegedanken, indem er feststellt: „Adel s Mi.. Adel ohne Reinrassigkeit ist Tressenstand und '^nsgeglitzer." Gegen Ende seiner Tage erzaylie ? l«ß während der Schulzeit ein Lehrer ihn - sich die' „Tendenz nach unten abzu- .«-ihnen. Es sei ihm aber nicht gelungen Sem W sei vielmehr immer bei dem breiten Untervau Wis Volkes geblieben, auf dem das Leben oer Mendorf—Nordeck—Dreihausen—Holzhausen— Schröck—Clisabethbrunnen—Marburg-Süd. Wir benutzen die Bahn bis zur Station Allen- dorf a. d. Lda., gehen durch den Ort und verfolgen die Straße nach dem.malerisch gelegenen, von seiner Burg überragten Nordeck, um von hier den mit gelben Punkten bezeichneten Weg nach Dreihausen einzuschlagen. Links vom Bahnhof bringt uns ein Fahrweg über den Seenberg und durch den Wald geradeaus nach Holzhausen. Hier versäumen wir nicht den großartigen Park des Freiherrn von Stumm nebst Schloß „Neu-Potsdam" zu besichtigen. Von Holzhausen gehen wir zunächst den Fahrweg durch das Gut in gerader Richtung auf Schröck, kommen dann auf die Straße, die von Roßdorf und Wittelsberg hier gemeinsam nach Schröck führt Von hier gehen wir die Straße weiter zu dem von der Sage umsponnenen Elisabethbrunnen, der von Linden und Buchen beschattet und mit Ruhebänken versehen ist, und über die Schröcker Gleiche durch den Wald an den Hansehäusern, beliebte Marburger Gaststätten, vorbei. Die Straße führt weiter in der Richtung auf Marburg-Süd. Rechts sehen wir den Bismarckturm, dessen Besuch sich wegen der schönen Aussicht auf Stadt und Umgegend von Marburg lohnt. Später wendet sich die Straße nach rechts. Bei der zweiten Rechtsschwenkung geht links ein schöner schattiger Fußweg zum Bahnhof Marburg-Süd. Dauer der Wanderung 5 Stunden. Ines Rasst,' Jugendliche Sängerinsoubrelle. Ich bin in Wien geboren und machte mit 15V2 Jahren die Aufnahmeprüfung für die Akademie für Musik und darstellende Kunst. Ich hatte das große Glück, in die Klasse der ausgezeichneten Gesangs- pädagoain Frau Professor Singer-Burian zu kommen. Als ich dann auch noch die Opernschule Professor Markovskis besuchte, hatte ich die Ehre, bei einer Gesamtaufführung der „Fledermaus" die Ida zu singen und zu spielen. Zuletzt kam ich in die Meisterklasse von Professor Duhans, wo ich öfters Gelegenheit hatte, bei Fragmentabenden mitzuwir- ken und so mein Können in vielen Rollen zu beweisen. Bei der heurigen Schlußaufführung im Schönbrunner Schloßtheater fiel mir die ehrende Aufgabe zu, den Bastien zu singen. Mein Austritt aus der Akademie ist mir bestimmt nicht leicht gefallen, denn die sechsjährige Dauer meines Studiums war mit vielen Freuden verbunden. Von Februar bis Juni sang ich dann an der Volksoper Wien in Gastspieloerpflichtung die Adele in „Fledermaus" und die Cola in „Cavalleria rusticana". Ich sehe nun mit großen Hoffnungen meinem ersten Engagement entgegen. Käte Jaenicke- Naive Sentimentale und muntere Liebhaberin. Ich verlebte eine herrliche Kindheit am Ostseestrand in unserem lieben, alten Danzig. Durch die Schönheiten unserer Stadt und durch Reisen nach Italien und Oesterreich angeregt, gewann ich früh eine tiefe Liebe zur Kunst, besonders zur Architektur und Malerei. Immer bedrängte ich meine Eltern, mich doch endlich auf die Theaterschule gehen zu lassen. Ich lernte für mich alle großen klassischen Rollen, wahllos durcheinander, die mich immer sehr erschütterten. Von der Oberprima meldete ich mich heimlich auf Anraten einer Schauspielerin, bei der ich vorsprach, zur Eignungsprüfung am Danziger Staatstheaters. Da ich sie als Beste bestand, gaben meine Eltern endlich nach. Ich wurde Schülerin der Staatlichen Schauspielschule in Danzig. • 3gb. l;0 n nd aus 1.- nnschastenitz cste halbKi nigelorjtJ |t wurden. U nnerob, beni Jen 1.3gb. I tritt die LI 9 wieder W« MannschchM hrter ÄußH impf zu errl i des Dtis-lJ tragen. ? Dornotizen. Tageskalender für Freitag. l loria-Palast, Seltersweg: „Frau Luna". — Mspielhaus, Bahnhofstraße: „Diskretion — Ehren- w*. ^-SMinWfk M KM öuriU fteuöe Volksbildungsstätte. । toniitag, 31. August, Pilzwanderung, Treffpunkt ß.3 Uhr am Cafe Nizza. Mittwoch, 10. September, Führung durch die Vci ichen Tonwerke, Treffpunkt 15 Uhr am Ein- ß:r| der Werke, Erdkauterweg. | ^ilnehmerkarten sind in der Kartenverkaufsstelle, Mersweg 60, abzuholen. 36020 z ♦ i * Befreiungen von der Rundfunkgei ü h r. Nach einem Entscheid des Reichsarbeits- Wsters kann die Befreiung von der Rundfunk- M hr auch Angehörigen der Empfänger von Mgsbesoldung gewährt werden, wenn das Ein- tur nen die Grenze für den Einsatzfamilienunter- |bol nicht übersteigt. Eine schuldlos geschiedene Fru mit zwei Kindern kann einer Witwe mit zwei ’roro ern gleichgestellt werden, wenn Unterhaltsoei- tchs von dem Ehemann nicht zu erlangen find. Seltsamer Bergfreund. Von Joseph Baur. Mein Bergkamerad und ich fühlen uns tzuweilen noch recht jung Und die „Wand", die wir diesmal bezwingen wollen, ist immerhin eine jener Wände, an deren Fuß schlichte Gedenktafeln von tödlich Abgestürzten künden ... Wir haben gerade mit dem Einstieg begonnen, — da hören wir das herannahende Stapfen zweier Bergstockspitzen. Ein Herr und eine Dame kommen gemächlich den Pfad herauf, der am Fuße der Wand vorbei auf gefahrlosen Umwegen ebenfalls zum Gipfel führt. Der Herr ist alt, die Dame jung, offenbar sind es Vater und Tochter. Beide tragen Sonnenbrillen. Der Herr trägt außerdem einen weißen Spitzbart, einen hellen Sommeranzug und einen Strohhut, die Dame ein fesches Sportkostüm, glänzende Seidenstrümpfe und ein sehr buntes Kopftuch. slsofen ganz wahrhaftig! Und auch die zahllosen M."en an den schlanken Stämmen scheinen leiser als er Tage in der herben Morgenluft zu atmen und m duften. Kein einziges Rosaschälchen der zarten Menblätter rührt sich, nur wenn ein Tautropfen lik'ingleitet, geht ein leises Erschauern durch die lösende Rose, aber nur für eine einzige Sekunde. ist, als ob sie ein bißchen lächelte, — wie ein stufender Mensch wohl lächeln mag, wenn man iljn. Rosen auf die Bettdecke legt und ihr Duft seine SiLume leise streichelt. )ie taubesprengten Bänke in den Anlagen sind tb auf eine einzige noch leer. Darauf sitzt ein Ar- 6e: