Vichy, im Juli 1941. 29.5; LapanischeTruppenlandunginIndochina । $1 i Wehenden Verlauf des Krieges gegen England n'eufer' Wb eine Berichtigung erfahren wird. Vielleicht gibt nwer Mummen Tu K nlag gto Art'. Singapore z u m Militärdienst zu melden. Le. 'Kii. 2. N genannte Besatzung des auf einer 3000 Meter hohen Bergspitze Aethiopiens gelegenen Stützpunktes Uol- ch e f i t kämpft nunmehr, wie Agenzia Stefani berichtet, seit hundert Tagen einen heldenmütigen Kampf. Immer wieder versucht der Gegner, die Handvoll Männer in Uolchefit, denen nur wenige Tokio, 28. Juli. (WB.) Nach Berichten aus Bangkok haben die britischen Behörden der mala i i s ch e n H a l b i n s el die Entsendung größerer Truppeneinheiten in die Grenzgebiete angeordnet. In den Gewässern um Singapurs sei die Legung von Linen und gleichzeitig der Patrouillendienst verstärkt worden. Die im malaiischen Gebiet ansässigen Engländer hätten sich m , Id. Gz 1880 leben, WA M M Chii- IM Schanghai, 29. Juli. (DNB. Funkfpruch.) Japanische Truppen begannen am Dienslagmorgen, wie in Hanoi bekannlgegeben wird, mit der Ausschiffung nördlich der Camranh'Bucht. Die amtliche Bekanntmachung besagt ferner, daß der japanischen Luftwaffe insgesamt acht Flugplätze einschließlich des Flugplatzes von Saigon zur Verfügung gestellt wurden. In Saigon werden Vorbereitungen zur Aufnahme der japanischen Truppen getroffen. Das Gebäude der französischen Handelskammer wird dem japanischen Generalstab zur Verfügung gestellt, das Gebäude der chinesischen Handelskammer wird japanisches Hauptquartier. Die japanischen Truppen beziehen Kasernen außerhalb der Stadt. Die Hafenanlagen von Saigon werden der japanischen IHarine weitgehend zur Verfügung gesteltt. Die Hotels von Saigon sind mit seit dem Wochenende eintreffenden japanischen Offizieren überfüllt. Die Vorbereitungen zur Aufnahme der Japaner wickeln sich reibungslos ab. leichte Geschütze zur Verfügung stehen, zu vernichten. Aber immer wieder ziehen die Angreifer in den Kämpfen auf den steilen Abhängen des Berges um die Adlernestern gleichenden Stützpunkte den kürzeren. Auch die mehrmaligen Versuche des gegnerischen Befehlshabers, die Verteidiger von Uolchefit zur Niederlegung der Waffen zu oer= anlassen, finden unzweideutige Entgegnungen durch Ausfälle aus der Felsenstellung. An ledern Morgen steigt die italienische Trikolore erneut am Flaggenmast der höchsten Stellung empor. (auf dem Bilde rechts) Gesandter Schmidt (Scherl-Bilderdienst-M.) Sowohl Form und Inhalt dieses Briefes als auch die gesamten Begleitumstände seiner angeblichen Entdeckung lassen schon auf den ersten Blick erkennen, daß es sich dabei um nichts anderes als eine Fälschung denkbar Plumpester Art handelt. Der Gesandte Dr. Wendler hat der Reichsregierung sofort nach der Veröffentlichung des Schriftstückes telegraphisch die dienstliche Meldung erstattet, daß er einen derartigen Brief niemals erhalten und überhaupt mit Herrn Velmonte in keinerlei Verbindung gestanden habe. In voller Uebereinstimmung damit hat Herr Velmonte selbst im Auswärtigen Amt in Berlin am 26. Juli die Erklärung abgegeben, daß er an den Gesandten Wendler weder den veröffentlichten noch einen anderen Brief geschrieben und seinerseits von ihm niemals einen Brief erhalten habe. Das veröffentlichte Schriftstück sei eine glatte Fälschung. Herr Velmonte Hot dabei von sich aus den Wunsch geäußert, diese seine Erklärung auch öffentlich abzugeben. Die Reichsregierung muß hiernach feststellen, daß sich die bolivianische Regierung a u f Schritte einer dritten Macht bin und ohne auch nur den Versuch zu einer Aufklärung des Sachverhalts zu machen, zu einem im internationalen Verkehr beispiellosen Vorgehen gegen den diplomatischen Vertreter des Reiches bereitgefunden hat. Die Reichsregierung legt hiergegen erneut die schärfste Verwahrung ein.“ „Asahi Shimbun" weist darauf hin, daß die jetzt ergriffenen Maßnahmen E n g l a n d s u n d Nordamerikas zwar das japamfch-mdochme- ?lter * U. ®ro» Das Mißtrauen der Bevölkerung gegen die englischen Finanzinstitute bewirkte am Montag einen Ansturm auf die Schalter, so daß die englischen Banken sich gezwungen sahen, die Geldabhebungen auf 500 Piaster zu beschränken. * . IM 6 (9ib Sieben, 1,995; ßunfe ®eor$ M. auet, eben, 1 Ze- burq, Otto ^ernivrechanichluß 2251 Druck und Verlag : BrfiDIfdteUniDtrmätsbmdereiB.Emgt ch len. üng not. W'r Lin^ lang-?' inen Ä r» an W r < taute C- Hnfer Bild zeigt den bolivianischen Militärattache Major Belmonte bei der Verlesung seiner Erklärung vor den Pressevertretern. Neben ihm — — ^mihf vom Auswärtigen Amt. —- 1. l ID.W 'ü. D w rzbetzk 'd. Er .er) $ Berlin, 28. Juli. (WB.) Im Zuge einer Hetzkampagne gegen Deutschland hat die bollvra- nische Regierung den deutschen Gesandten Wendler ohne Angabe von Gründen aufgefor- dert, innerhalb dreimal 24 Stunden Bolivien zu verlassen. Nachträglich veröffentlichte Oie bolivianische Regierung einen angeblichen Brief des bolivianischen Militärattaches in Berlin, Mafor Belmonte, den dieser an den deutschen Gesandten Wendler geschrieben haben soll und begründet damit die unerhörte Maßnahme gegen den Vertreter des Großdeutschen Reiches. Den veröffentlichten angeblichen Brief will die bolivianische Regierung v o n einer ausländischen Macht zur Verfügung gestellt bekommen haben. Form und Inhalt dieses Briefes sowie die Begleitumstände seiner angeblichen Entdeckung lassen aus den ersten Blick erkennen, daß es sich um eine Fälschung dümmster und plumpester Art handelt. Diese Feststellung sand nun ihren endgültigen Beweis durch eine E r k l ä r u n g des bolivianischen [ID# I Ult» V Der gefälschte Brief. Die Erklärung des bolivianischen Militärattaches. - Scharfe deutsche Protestnote Dienstag. 29.Juli Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittags Anzeig en-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rpf. te mm bei 70 mm Aeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffel l Abschlüße Mengenstaffel B Platzoorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr ® Die Bitterkeit, mit der der letzt gesogene oor Häufige Schlußstrich unter Syrien m V.chy -mp Üunben wird, verbindet sich mit trüben Fel I »en. die man im Augenblick nur andeuten kann innb die sich aus der strate gt s che " Lage Sy »iens und dem Fehlen direkter Nachschubmoglich- leiten ergeben, welche zu dem Zulammenbruch des französischen Widerstandes geführtHabern m Iranzösische Regierung hat {rcmbc fiüfe 3 iteibigung Syriens nicht angerufen. Die g «eit, Verstärkungen nach Syrien zu ent enden ha mur aus indirektem Wege bestanden, sie ... geleitet, die Reise des Unterstaats,ekretius Beno1 Mechin nach Ankara ist noch '" inscher Erinnerung. -Aber man muß sich heute mit den Tatsachen ab iiinden. Einstweilen wird Frankreich den Kult seine Isyrischen Erinnerung weiterpflegen. Uolchefit. Rom, 28.Juli. (DRB.) Die in d°n meisten ,ta- iliemjchen Wehrmachtberichten der letzten . ® Valerlande dienen. Ich würde es daher dankbar begrüßen, wenn die bolivianische Regierung die etwa gegen mich getroffenen Maßnahmen nicht abändern würde.“ Die Reichsregierung hat auf Grund dieses Vorgehens und der Enthüllung des plumpen Fälscher- tricks, dem die bolivianische Regierung in unverständlicher Leichtfertigkeit und ohne auch nur den Versuch einer Nachprüfung anzustellen, aufgesessen ist. heute im Anschluß an die bereits veröffentlichte Protestnote vom 22. Juli der bolivianischen Regierung folgende Note übermittelt: „Im Auftrage der Reichsregierung habe ich die Ehre folgendes mitzuteilen: Nackdem die bolivianische Regierung zunächst ohne Angabe von irgend welchen Gründen die Aufforderung an den deutschen Gesandten in La Paz, Herrn Wendler, hatte richten lassen, binnen weniger Tage das Land zu verlassen, hat sie am folgenden Tage gegenüber Vertretern der Presse, und zwar ohne Angabe konkreter Tatsachen, den Vorwurf erhoben, daß der Schritt gegen den Gesandten erfolgt sei, weil er sich an Machenschaften gegen die bolivianische Regierung beteiligt habe. Die Behauptung, die sich von selbst als völlig freie Erfindung charakterisierte und jeder Grundlage entbehrte, ist bereits in der Note des Gesandten Wendler vom 22. Juli auf das schärfste zurückgewiesen worden. Daraufhin hat sich die bolivianische Regierung veranlaßt gesehen, ein Schriftstück zu veröffentlichen, das ihr nach ihrer eigenen Angabe von einer dritten Macht in die Hände gespielt worden ist. Sie behauptet, daß dieses Schriftstück ein von dem bolivianischen Militärattache in Berlin, Herrn Belmonte, an den Gesandten Wendler gerichteter Brief sei, der die gegen den letzteren erhobenen Vorwürfe beweise. Das Schicksal Syriens Von unserem E.F.-Korrespondenten. tim das WKmesische Meer. Ein Blick auf die Karte macht die politische Situation in Jndochina vollkommen klar. Im.Hintergrund liegt der Indische Ozean. An ihn schließt sich im Norden das von England besetzte Burma Dann folgt ein Stück Thailand, und im Süden schließen ich die Malaiischen Staaten an. An der Sudspitze dieser langgestreckten hinterindischen Landzunge liegt Singapur, unmittelbar gegenüber der großen durch ihren Tabak bekannten Insel Sumatra, mit der das gewaltige niederländisch-indische Jnselreich beginnt. Auf Sumatra folgt 3ana, bas koloniale Kleinod Niederländisch-Jndiens. Nördlich davon liegt Borneö, das im südlichen Teil ebenfalls holländisch, im kleineren nördlichen Teil englisch ist. Und daran schließen sich wieder die von den Vereinigten Staaten kontrollierten Philippinen an. Von den Philippinen bis zur japanischen Insel Formosa ist es ein Katzensprung. .. . Diese Gebiete umschließen das Sudchin e fische Meer. Die Verbindung zwischen dem Sudchinesischen Meer und dem Indischen Ozean fuhrt durch die Meerenge von Singapur. Die Uebermacht des englisch-amerikanisch-holländischen Kolonialkonzerns ist offenbar und würde endgültig besiegelt, wenn sich England mittelbar oder unmittelbar in den Besitz von Französisch-Jndochina setzen würde. Dagegen hat Japan jetzt reagiert. Es hat im Emoer-. nehmen mit der Vichy-Regierung und unter Anerkennung der französischen Oberhoheit See- und Luftstützpunkte in Jndochina erworben: als Flottenstützpunkt die von hohen Gebirgen umschlossene, weiträumige und durch vorgelagerte Inseln nicht leicht zugängliche Bucht von Camranh, als Luftstützpunkt Gelände in der Nähe der Handelsstadt Saigon. Die USA. betreiben das Erwerben von Stützpunkten weit jenseits der Westhömisphäre mit Passion. Wenn die Japaner sich der drohenden Ausschließung vom Südchinesischen Meer widersetzen, so sind sie nach amerikanischer Auffassung Schurken. Die Moral mit doppeltem Boden, wie sie in den Vereinigten Staaten mit technisch bewundernswerter Gewandtheit vertreten wird, feiert hier einen stolzen Triumph. Die politisch-geographische Ausschließung Japans vom südchinesischen Meer soll durch eine wirtschaftliche Konzernpolitik größten Stils ergänzt werden. Japan soll von den reichen Rohstoffen des ihm so lichkeit jedoch Glieder einer seit langer Zeit betriebenen Politik sind. Sie können als Verkörperung des Strebens der Vereinigten Staaten betrachtet werden, die Errichtung eines Großwirtschaftsraumes in Ostasien durch eine antijapanische Einkreisungspolitik mit wirtschaftlichen Mitteln zu Hintertreiben. „Japan habe aber", so stellt „Asahi Shimbun" fest, „ausreichende Gegenmaßnahmen wohl vorbereitet". „Tokio Nichi Nichi sieht in der Aufkündigung der britischen Handelsverträge sogar einen Nutzen für Japan. „Tatsächlich hatte Japan Nachteile auf Grund der mit England und seinen Besitzungen abgeschlossenen Meistbegünstigungs-Verträge", schreibt das Blatt. Der japanische Handel habe durch die infolge Englands Devisenkontrolle praktisch eingetretene Exportsperre die Balance verloren. Japan habe Unbequemlichkeiten gehabt durch Verzögerung der Zahlungen aus den Sterling-Ländern. England habe also durch die Aufkündigung der Handelsverträge tatsächlich Japan einen Gefallen getan. Britische Truppenbewegungen in Malaia. Ä .g toi toi >be'^ I Beweis durch eine E r k l ä r u n g des bouviamicyen Militärattaches Major Belmonte die dieser heute mittag vor der deutschen und der ausländischen Presse gab. Diese Erklärung lautet: „Meine Regierung hat ungewöhnliche Maßnahmen gegen den Gesandten des Großdeutschen Reiches mit einem Brief begründet, den ich an Gesandten Wendler in La Paz von Deutschland aus geschrieben haben soll und der der bolivianischen Regierung, wie sie veröffentlicht hat, von einer fremden Macht zur Verfügung gestellt wurde. Dieser angebliche Brief, von dem ich durch die Veröffentlichung zum ersten Male Kenntnis habe, ist von mir niemals geschrieben worden. Ich halte es im Interesse der Wahrheit und im Interesse der Beziehungen zwischen dem deutschen und meinem Volke für meine Pflicht, hier vor den Vertretern der Presse ehrenwörtlich als Offizier zu erklären, daß ich weder diesen Bries noch irgendein anderes Schreiben oder eine Mitteilung an den deutschen Gesandten Wendler jemals gerichtet habe. Dieser Brief ist eine Fälschung. Es ist in Bolivien bekannt, daß ich jederzeit meine heiligste Pflicht darin gesehen habe, den Interessen meines Vaterlandes zu dienen Ich weih, daß ich wegen meiner Haltung von politischen Kras- ten und von geheimen Organisationen f eit geraumer Zeit verfolgt werde Ich bm der Uebeneugung, daß dies der Grund ist. mir diesen Brief zu unterschieben und m,t dieser Fälschung sowohl meine ehrlichen nationalen Absichten wie gleichzeitig die deutfche Reichsregierung zu tret- fen Ich habe m ei n e r Regierung nach Kenntnisnahme der ungeheuerlichen Vorwurfe folgende Mitteilung gemacht: . Zum Wohle meines Vaterlandes und damit die Regierung nicht auf Grund falscher Informationen handele, erkläre ich, daß es vollständig unwahr ist, daß ich umstürzlerische Beziehungen zur deutschen Regierung oder ihrem Gesandten in Bolivien unterhalte oder unterhalten habe. Ebenso habe ich weder einen Brief noch irgendwelche Mitteilungen an den Herrn deutschen Gesandten Wendler geschrieben, noch solche von ihm erhalten. Diese Erklärung soll keine Verteidigung meiner xerjon sein, sondern meinem Levin ireubn 3. St WM enm, p. M .0. Ott. t, 0:1. r. M rte 116 Gicht le. Lev-r irg, 3. M . li dt, Jt W: er 3» :d. A »1. Jahrgang Ur. 178 gritSeint täglich , ousier Anntags und feiertags Beilagen: Aießener Familienblätter NatunBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich...... - RM 1.80 Zustellgebühr... „ . .25 7uda bei "Nichterscheinen -on einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt MetzenerAnzelger General-Anzeiger für Oberheffen ..... Itr dramatische Verlauf der Woche, die der Unter- nchnung der englisch-französischen Konvention vom «.Juli vorausgegangen ist, schon einen Anhalts- ;anft zur Beurteilung dieser Frage. Alle Einzel- ' leiten der Verhandlungen, die zum Teil auf dem Lege über die nordamerikanischen diplomatischen '•ertretungen geführt worden sind, sind noch nicht !kkannt, aber eine grundlegende Tatsache steht doch ivhl fest: Die französische Regierung hat es mit Irfolg ab gelehnt, sich in einem Abkommen io l i t i s ch e n Charakters ihrer Stellung als Man- !»tsmacht im Rahen Osten für alle Zeiten zu be-- t>ben, so wie die ursprünglich von London gestell- in Bedingungen es gewollt hatten. Vielmehr ist -jtzt zwischen den kommandierenden englischen und sivnzösischen Generälen lediglich ein Abkommen rilitärischen Charakters abgeschlossen worden. l(rst die weitere Entwicklung wird zeigen können, d England Grund hat, zu triumphieren. ’ Zweierlei ist auseinanderzuhalten: das Vorrücken br englischen Machtposition an den Ufern des öst- jchen Mittelmeers von Palästina und dem Irak Li5 bis an die türkische Grenze, und andererseits Le Möglichkeit eines Fußfassens des Petain-femd- chen, hochverräterischen Gaullismus in einer bis- - engen Position des französischen Kolonialreiches. Las den ersteren Punkt betrifft, so wird über das Schicksal Englands im Nahen Osten durch den wei- -sren Verlauf des Krieges entschieden werden, es t dabei gleichgültig, ob England 150 000 Quadrat- I lometer Wüstenboden mehr oder weniger zu vereidigen hat. Im Hinblick auf den zweiten Punkt, lie Stellung des Gaullismus im französischen Ko- vnialreich und die propagandistische Auswertung l«r jetzt erfolgten Waffenstreckung der Pstam- Sruppen, hat die Konvention vom 14. Juli zwischen Zeneral Dentz und General Wilson-Maitland die . rsprünglich von England gehegten Erwartungen i ch t erfüllt. Es ist in dem Abkommen keine Rede ' on den hochverräterischen Generälen de Gaulle und Satroux, ebensowenig von einer Aenderung des Randatsstatuts von Syrien und Libanon, und auch ■ on den entwürdigenden Bestimmungen, so wie sie m den ersten englischen Bedingungen enthalten wen und wonach die Petain-treuen Truppen, die gegen den englischen Angreifer gekämpft hatten, ^amnestiert" werden sollten, ist nicht mehr die Rede. Allerdings ist auch in der in Akka unterzeich- | leten Militärkonvention eine Bestimmung enthal- wn, wonach die französischen Truppen für die Sache der „Alliierten", d. h. also für den Gaullis- I nus, optieren können. Es bleibt aber abzuwarten, i eine nennenswerte Anzahl der französischen I Soldaten von diesem Angebot Gebrauch machen ! wirb. Am Rande sei bemerkt, daß eigentliche sran- Mche Truppen aus dem Mutterlande m Syrien ! in nennenswerter Anzahl nicht gekämpft zu haben deinen. Ein Ruhmesblatt haben die abtrünnigen 'Laullisten, die an der Seite der Engländer gekämpft haben und mit Hilfe einer vernichtenden Ueber- mad)t von 150 000 Mann Truppen Australiern, Engländern, Hindus usw., ihre ranzoslschen Landsleute nach einem erbarmungslosen Erschopsungs- Crieg zur Wastenstreckung gezwungen haben sich iin alle Fälle nicht erworben. In einem besonders ungünstigen Licht erscheint die Person des schon Brüher im Abwesenheitsverfahren zum Tobe ve urteilten Generals Catroux; er tft_ mi einer Äübin verheiratet und hat, wie man sich «ff Feine rasche militärische Laufbahn m Vorkriegs. »eit in der Hauptsache seinen engen und etwas merkwürdigen Beziehungen zu dem Dolkssront-Halbgott wnb Kammerpräsidenten Hernot zu verdanken Mül- i Der Nationalfeiertag des 14. Juli hat auch in y t e(em Jahr einen neuen schmerzlichen Einschnitt in 9Qt 1 । e Geschichte Frankreichs gebracht. 1940 wurde der tog als Trauertag begangen; Frankreich hatte den Waffenstillstand abaefchlosfen, nachdem es von Engend im Stich gelassen worden war. Die Regierung Marschalls Pstain hatte sich gebildet und suchte i retten, was zu retten war. In diesem Jahr sah i-r Regierungspalast von Beirut gerade am Na- honalfeiertag, dem 14. Juli, eine der tragischsten c jenen der französischen Kolonialaeschichte: Gene- :i( Dentz verabschiedete sich von den Mitgliedern l»r Libanon-Regierung, nachdem nach fünfwöchigem iompf die Waffenstreckung vor der englifchen Übermacht eine Tatsache geworden war. Darnas- «5, die Hauptstadt des muselmanischen Syriens, rar bereits Wochen vorher eine Beute der eng- i'chen Divisionen und ihrer Hilfsvölker geworden. Alles kommt darauf an, ob der billige Triumph, |»n die englische Uebermacht sich jetzt über schwache, lotterte französische Streitkräfte verschafft hat, nur ine Episode des Kampfes im Nahen Osten be- ubet, die durch den weiteren, im Endergebnis schon SCH KLON M0SAL5K MOßlLEW j)Wy4WEUS(H WITEBSK ISTRA er Truppe den Ausfall der eingekesselten sowjeti- chen Verbände. Deutsche Soldaten stellten dabei est, daß die Bolschewisten bei ihren Ausfallver- Berlin, 28. Juli. (DNB.) Bei ber Sichtung des von den Bolschewisten bei ihrer Flucht aus Luck zurückgelassenen Materials wurden im Stabsquartier der 5. Sowjetarmee einige eingemauerte Panzerschränke entdeckt. Im Schrank des Artillerieführers der 5. Armee fiel den deutschen Soldaten ein Blatt im Maßstab 1:500 000 in die Hand, welches das (Miet von Ostpreußen und des Generalgouvernements mit den anstoßenden sowjetischen Gebieten umfaßt. Die Karte zeigt bereits die seinerzeit vereinbarte deutsch- sowjetische Jnteressengrenze und bezeichnet Lr- ©er Fall Betmonte. Von unserer Berliner Schriftleitung. Am Montag erschien in Berlin vor den Pressevertretern der bolivianische Militärattache Bel- rnonte. Er machte vor diesem Forum der Wellöffentlichkeit Aussagen, die ein geradezu skandalöses Spiel der amerikanischen Kriegstreiber unter der Patronaz des Herrn Roosevelt enthüllen. Velmonte, ein Offizier, wie die südamerikanischen Republiken viele ausweisen, also ernst, zurückhaltend, nur seinem Beruf lebend und damit dem deutschen Begriffs des Militärs sich nähernd, gab die ehrenwörtliche Versicherung ab, daß sein angeblicher Brief an den deutschen Gesandten in La Paz, Dr. Ernst Wendler, der umstürzlerische Vorbereitungen in Bolivien zum Inhalt haben soll, von ihm nicht geschrieben ist. Damit wird dies böswillige Infamie der jüdisch-freimaurerischen Kriegstreiber bewiesen, dieser angebliche Bries tamrnt aus ihrer Fälschungsfabrik. Notgedrungen aber mußte der bolivianische Diplomat auch die eigene Regierung des Präsidenten Enrique Pena- randa bloßstellen, denn sie hat auf Grund dieses Fälscherbrieses sich als Hörige Roosevelts und seiner jüdischen Kumpane zu Schritten hinreißen lassen, die nicht nur außerhalb der diplomatischen Gepflogen- heilen stehen, sondern geradezu ein Gangsterstüä waren. Um den angeblichen Brief des bolivianischen Mili. tärattachss und seine Wirkung zu beurteilen, muß man die Methoden charakterisieren, die das Weißt Haus in Washington gegenüber den südamerikani. chen Republiken anzuwenden beliebt. Ueberall in )en Hauptstädten dieser Republiken wird zum Teil mit Hilfe jüdischer oder den Juden versippter Abgeordneter eine schamlose Hetze im Dienste Roosevelts veranstaltet, die sich gegen die Deutschen, Italiener und Japaner richtet und die nach nord- amerikanischer Gansterart nicht davor zurück sehr eckt, alsche Dokumente bei den widerrechtlichen Haus- uchungen in den Wohnungen der Deutschen einzw chmuggeln, um sie dann natürlich zu „entdeckens und Lärm zu schlagen. In dem Augenblick, da dir Rooseveltsche Kriegshetzerkanaille dazu überging, wirtschaftlich und finanziell diesen widerstrebenden ibero-amerikanischen Regierungen das Leitseil um den Hals zu werfen, verdoppelten sich diese „Enthüllungen" in Buenos Aires, in Montevideo und überall dort, wo der amerikanische Dollar zusammen mit den Interessen des Weltjudentums die bestehenden Gesetze unterwühlt. Nun hatte am 19. Juli Roosevelt selbst den ibero- amerikanischen Staaten den Schutz „gegen einen Angriff oder gegen die Gefahr eines Angriffs'' tauen als zur <5o miet union gehörig Das Kartenblatt, das die Geheimnummer 175 uni die Aufschrift „Operattonsplan für die Angriffs- armee" trägt, stammt also aus der Zeit nach 19 40. Nach diesem geheimen Angriffsplan ftan- den auf dem engen Raum gegen Ostpreußen bis zum Raum um Warschau sechs Sowietar- m e e n. Die 3. und 4. Armee sollte von Kowno aus mit 22 Divisionen und drei Reservedivisionen, darunter starken Panzer- und motorisierten Einheiten, antreten. Die Ab s p r un g i) äf e n der sowjetischen Luftstreitkräfte lagen nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Ms Stoßrichtung der 5. Sowjetarmee war das ostpreußische Städtchen Gehlen bürg vorgesehen. Die Armee setzt sich aus 17 Divisionen, darunter mehrere Pan- zevdivisionen, zusammen. Die 7. Armee im Raum um Bialystok sollte über Ostrolenka in das Generalgouvernement einbrechen. Bei dieser Sowjetarmee fällt die Bereitstellung starker Reserven auf. Warschau war das Ziel der 2. Armee, wäh- rend die erste Sowjetarmee von Brest aus nach Südwest en vorstohen sollte. Die Karte enthält weiter Angaben über die vermutete Stärke des deutschen Heeres in Ostpreußen und im General- gouDemement. Dabei ist bemerkenswert, daß die Sowjets selbst die Zahl der deutschen Divisionen in den entsprechenden gegenüberliegenden Räumen insgefamt mit weniger a l s der Hälft« ihrer eigenen angeben. Dieser KartenfmH rundet die bisher vorliegenden unwiderleglichen Beweise für die Ueberfallsgbsichten der Bolschewisten gegen Deutschland in eindeutiger Weise ab. Hervorragende Einzeltaten an allen Frontabschnitten. Berlin, 28.Juli. (DNB.) Im Raum dm Kiew hat eine deutsche Division im Zusammenwirken mit ungarischen Schnellen Truppen vom 19. bis 21. Juli durch wagemutigen Einsatz 9 3 sowjetische Panzer im übersallartigen Zufällen erbeutet oder vernichtet. Im gleichen Kampfgebiet wurde durch genaues Schießen der deutschen Artillerie ein sowjetischer Transportzug z e r» ftört, auf dem sich unter zahlreichem Kriegsgerot sieben sowjetische Panzerwagen befanden. * Eine deutsche Panzerdivision stieß am Dor mittag des 26.7. mit sowjetischen Panzereinheiten an bet| südlichen Front zusammen. In kühnen Angriffen kämpften die deutschen Truppen den hartnäckigen Widerstand der Bolschewisten nieder unb vernichteten 30 sowjetische Panzer. * Am 27.Juli schlugen finnische Truppen bolschewistische Gruppen westlich Hanaö unter schweren blutigen Verlusten' für die Bolschewisten zurück. Die Sowjets hatten vergeblich versucht, an zwei Stellen Hangös zu landen. ♦ Am 27. Juli stieß eine deutsche Division ausdeN Süden Bessarabiens gegen die Stalin-Lim« vor. In kühnem Angriff wurde die stark befestig» Linie durchbrochen. Die deutschen Truppen kämpstsn den hartnäckigen Widerstand der Bolschewisten nüber und nahmen 21 Bunker, darunter ein schweres Festungswerk mit 7,5°cm°Panzerbatteriem. ♦ Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes wurden am 27. 7. Sowjetverbänd«, die sich in ein Waldgebiet zurückgezogen hatten, von einer deutschen Division umschlossen und vernichtet. Die Bolschewisten hatten außerordentlich schwere Verluste. In den Gefechten im Raum westlich Wjas- m a am 26. und 27. 7. vernichtete eine deutsche Panzerdivision im kühnen Angriff eine frisch aus dem Osten herangeführte sowjetische Division. Im gleichen Frontabschnitt zerstörte eine andere deutsche Division 8 3 sowjetische Panzerkampswager, die versucht hatten, sich der deutschen Umklammerung durch einen Ausfall zu entziehen. Acht sowje- tische Batterien, die den bolschewistischen Ausfall unterstützten, wurden gleichfalls auf gerieben Das eroberte Smolensk 'tersüij iriffl». büfo 'erging e „h Hopkins Haßgesang I ~ v. ~ r -rif -i Gehirne unfaßbar rucr icylSios, veiiujiuycu Von unserer Berliner Schrrftleitung. "^illcksich kiimpsen die vom Bolschewismus fanati- jjet Sondergefandte und Busenfreund des Präsi- fierten Kreaturen. Wo sie von ihren Kommissaren LLL-LS ä* .L brÄÄ .nutz Im Verlauf eines Gefechts zwischen italienischen Maschinen. Ritterkreuz sürhervorragendeLagdflieger Generalin niederlän» Petro- aufge- * \ M ßornW i alt»'' Ijnen® »in M lebet»* nl"’ Leben f— v , Vollendung gefunden. Nach einer Domei-Meldung hat die disch-indische Regierung einseitig das leumabkommen mit Japan hoben. ;miti ter Jß. JHop’f, * , X' 1 ’<• ;'':S •A. ? - • ■■■ 'ff? deshalb von ihrer Zerstörungswut verschont blreb. — (PK.-Eckart-ScheU-M.) Der thailändische Ministerpräsident, major S o n g g r a m , ist zum Feldmarschall, zum Admiral der Flotte und zum Luftmarschall ernannt worden als Ehrung für seine Verdienste bei der Rückgewinnung indochinesischer Grenzgebiete. HeimtückischeKriegführungderGowjets Von Kriegsberichter Lorenz Bersch. ✓ s§ ' beieslx * •unter ; N. ^Öi« lullt s ire > R-u- tn M er 5r Resem: er, oct-1 isnti ! <' arte in ©entr6 i daß h sioM hiilsH | irtenjir' rl# Ichech! Kommunistische Tschungkingtruppen haben m der Provinz Honan eine italienische Mission üb erfüll en. Sie erschlugen einen Pater und verwundeten zwei weitere. Der Sohn Sun Yat-sens, des Gründers der chinesischen Republik, Vorsitzender des Zentral- amtes für die Gesetzgebung in Tschungking, ist so- fort nach seiner Ankunft im Flugzeug aus Mos- kau in Lantschau in der Provinz Kantsu verhaftet worden. * Die Reichsjugendführung hat mit der Staats- juaendoraantsation Brannik eine Vereinbarung getroffen, nach der im August 125 deutsche HJ.-Füh- rcr in die Ausbildungslager der bulgarischen Iu- gendführung eingeladen werden. Nach achttägigem Aufenthalt erfolgt eine Fahrt durch verschiedene bulgarische Provinzen. Zur gleichen Zeit wird dieselbe Anzahl bulgarischer Jugendsührer nach Deutsch- land kommen. * len. Lifaiwri' pen inföl ' iigrn y n M” be# ugr^ tW um sich non feinem Tode zu nergemiffern. Im gleichen Augenblick sprang der Bolschewik der sich ° e Stunden totgestellt hatte, auf und schotz dem Ober- leutnant eine Kugel in den Kops. Ein ähnliches Beispiel bolschewistischen Banditen- krieges erlebten wir vorgestern. Die Tankwagen- kolonne des III. Bataillons rastete in einem Waldeck das in der Nacht zuvor Schauplatz eines hitzi- aen 'Nahkampfes war. Zahlreiche tote Bolschewiken sagen Ä unbestattet auf der Erde. Ein Fahrer wollte nach einer kurzen Essenpause einen Desekt an seinem Lkw. beseitigen, kletterte unter das Fahrzeug - da lag einer der „taten" Sowietrussen auf Sem Differenzialgestänge mit einer Handgranate in der Rechten! JDcrßantHei: marabet in diesem Falle der Schnellere. Mit zwei Pistolenschüssen erledigte er den hinterlistigen Feind, der 24 Stunden den toten Mann gespielt hatte. In einem anderen Falle bezog eine Infanteriekompanie Biwak in dichtem Unterholz. Es war Eiw- graben besohlen worden. Ein Landser buddelte sich sein Schützenloch unter einer Hecke. Nach mehreren | Spatenstichen bewegte sich p lo tzlich o er Strauch, und aus dem dichten Gebüsch taucht langsam und vorsichtig der Kopf eines Sowietsol- Daten empor. Der Bolschewist lag hier tn einem raffiniert getarnten, mit Moos und Grasbuscheln gut verdeckten Hinterhalt. Er kam aber nicht mehr zum schießen. Auch die Handgranate, die er werfen wollte, konnte er nicht mehr wegschleudern ... Noch viele solcher Symptome einer verrohten, un- sauberen Kampsmentalität ließen sich, aufzahlen. Noch in keinem Feldzug hat der deutsche So bat ein solches Maß an unmenschlicher Grausamkeit, kalter Mordbereitschaft und bandltenhafter Krieas- Methoden erlebt wie jetzt im Kampfe gegen die Bolschewiken. Aber jedes ihrer Verbrechen wird hundertfach vergolten. Gauleiter a. O. Leopold gefallen. Schwedens Wirtfchaßskräste. Durch den Kampf des Großbeutschen Reiches und seiner Verbündeten gegen den Bolschewismus y auch der Ostseeraum ergriffen und damit Schwedens Wirtschaft in ähnlichem Umfange als tm -üor- fahre bei dem Norwegen-Unternehmen beruhst. Das nur dünn bevölkerte, etwa 6,4 Millionen zahlende, skandinavische Land umfaßt ein Gebietvon rum) 449 000 Quadratkilometer, die Binnenseen eingerechnet. Von der eigentlichen Landflache von 410 000 Quadratkilometer sind über die Hälfte, etwa 55 v. H-, mit Wald bedeckt. Hieraus erkennt man sofort die hervorragende Rolle der Waldwirtfchast der Holzindustrien und des Holzhandels. Der Holzbes^nd der chwedischen Wälder wird auf nahezu 15 IRU“ liarden Festmeter geschätzt, während der lahrliche Zuwachs auf 55 Millionen Festmeter mit Rinde veranschlagt werden kann. Die Abholzungen schwanken natürlich, dürsten aber im Durchschnitt der Forstwirtschaftsjahre nicht ganz den Zu Aachs erreichen. Berühmt sind die schwedischen Fichten- und Kiefernwälder, die über 80 v. H. des Waldbestandes ausmachen. Im Norden des Landes finden wir hauptsächlich die Birke vertreten. Ungefähr 45 v. H. des Waldes entfällt auf den Bauernwald. Schweden hat wegen seines Holzreichtums eine bedeutende Holzindustrie entwickell, m deren Betrieben etwa 65 000 Arbeiter beschäftigt sind. Bei I einem Eigenbedarf von Nutzholz von 1,5 Millionen Festmeter sind im Jahre 1937 18 Millionen Fest- I meter gewonnen worden. Auf Papierholz entfiel in diesem Jahre über 21 Millionen Festmeter. Hieraus ist die Bedeutung der schwedischen Holzindustrie und gleichzeitig die Exportkraft des Landes in Diefem Wirtschaftssektor zu erkennen. Auf die reichlich vorhandenen Wasserkräfte bauen sich weitere wichtige gefunden. Hauptmann von Hahn hat in zahlreichen harten Luftkämpfen im Westen, gegen England und im Osten insgesamt 21 Luftsiege errungen. Hauptmann F e e z ö hat an der Westfront und im Osten bisher 20 Gegner abgeschossen. Oberleutnant Redlich hat sich im Begleitschutz für Stukaverbände bewährt. Seinem unerschrockenen Eingreifen in die Luftkämpfe bei Tobruk ist es zu verdanken, daß die Ueberlegenheit der feindlichen Luftwaffe beseitigt werden konnte. Er hat bisher Boden vernichtet. Oberleutnant Huy hat im Sud- ostraum mit seiner Staffel bedeutende Erfolge aus Erd- und Schiffsziele errungen. Seinem persönlichen Einsatz ist die Versenkung bzw. schwere Beschad- qung von 34 000 BRT. Schiffsraum sow e Doll- treffer auf zwei britischen Kreuzern zu danken. Cm Volltreffer auf das Flaggschiff eines 20 Einheiten starken Flottenverbandes im Seegebiet von Kreta führte zur Sprengung dieses Verbandes Leutnant Baer hat 27 Gegner im Luftkampf beseitigt, davon 17 im Kampfe gegen England. Berlin, 28. 3ult (DHB.) D« Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ha> an, B Wag des Oberbefehlshabers der Lnstwasie do Sittntreu) des Eisernen Kreuzes oerhefjen an major waldenga. Major non VJintet. UM. hanplmann Seiler, £><>UP marin t,<» » Sahn, hauplmann Zeezo, Oberleu nanl Red ich, Oberleutnant Huy und Leutnant Baer. DK......29. Juli. (DIUS.) Je länaer dieser ■ • i "nsere Divi» striea im v|ic«i ^uuiu «•»' ' ___ Honen in den russischen Raum einbringen, um o deutlicher zeigt sich das Gesicht des Bolschewismus in seiner ganzen Verworfenheit. Für europäische Gehirne unfaßbar rücksichtslos, verschlagen und . ' r . r ... s.: - sYJ f (t-M t ei m 11G. rrttl Htl » Im Laufe der vergangenen Woche hat die italienische Luftwaffe bei Kämpfen in Nordafrika und im Mittelmeer insgesamt 28 feindliche Jagd- und Bombenflugzeuge abgeschossen. Die eigenen Verluste betrugen nur neun Maschinen. Industrien auf. , Neben dem Holzreichtum ist es der E r z d e r g - bau und die Metallgewinnung, die das Gesicht der schwedischen Wirtschaft bestimmen. Es handelt sich in der Hauptsache um drei Lagerstellen, die mittelschwedischen, das Erzfeld in Vasterbotten unb das bedeutenve Gebiet in Norrbotten. 5 v. H. Iber Weltvorräte von Eisenerz werden hier gewonnen, darunter aber etwa 80 v. H. der über 60pro- zentiaen Erze. Außerdem gibt es Manganerz, Gold-, Silber-, Blei- unb Kupfererz, Zink, Wolfram und Schwefelkies. Die Roheisenerzeugung hat 1938 rund 668 000 Tonnen betragen, während an Rohstahl etwa 995 000 Tonnen produziert wurden. Eisenerz ist neben Holz der Hauptausfuhrartikel. Kohle fehlt I in Schweden fast vollkommen unb wirb in der Hauptsache aus Deutschland eingeführt. Deutschland nimmt dafür Holz und Eisenerze. Hierdurch rundet sich das Bild des schwedischen Exporthandels der sich im Laufe des Krieges immer mehr auf Kontinentaleuropa eingestellt hat. „ , nnn smitebfE xeiat daß die Bolschewisten vor ihrer Flucht die ganze Stadt Di-I- Luftaufnahme oon WitebU Agt, °°tz^^..Schödl-ScheE Die schwedische Dersorgungslage an Brotgetreide ist in normalen Erntejahren so, daß der Bedarf des Landes aus eigenen Vorräten gedeckt werden kann. Geringe Mengen können exportiert werden. Dagegen geht die Erzeugung an viehwirtschaftlichen Produkten über den Be- darf des Landes hinaus. Im Jahre 1938 war em Ausfuhrüberschuß für Fleisch und Schweinespeck und lebende Tiere im Betrage von 22 Millionen Kronen vorhanden. Außerdem wurden Molkerei- erzeugnisse und Eier im Betrage von 60 Millionen |Kronen ausgeführt. Den Zuckerbedarf kann Schweden selbst decken. Dagegen ist bas Land auf die Einfuhr von Futtermitteln angewiesen. Man Hilst sich bei der Absperrung von Uebersee durch die Derfütterung von Zellulosen und in erhöhtem Maße durch den Anbau von Oelstüchten. Im ganzen kann somit festgestellt werden, daß Schweden seine Bevölkerung selbst versorgen kann und Ausfuhrüberschüsse aus Produktion der Vieh- wirtschaft zur Verfügung hat. Schweden ist ein Land mit starken wirtschaftlichen Eigenkräften und einer gut organisierten Industrie. Bs. Kleine politische Nachrichten. Am Samstag verließ das'erste Kontingent der „Freiwilligen-Legion Niederlande' Den Hag, um sich an die Ostfront zu begeben. Es handelt sich bei den Freiwilligen, die sich zum Kampf gegen den Bolschewismus meldeten, meist um gediente Offiziere und Soldaten der ehemaligen niederländischen Wehrmacht. In Helsinki wird mitgeteilt, daß die finnischen Flieger und die Bodenabwehr bis zum 27. Juli 191 Sowjetflugzeuge ab geschossen haben. In dieser Zahl sind die am Boden zerstörten Flugzeuge und die nicht sicher festzustellenden Ab- schüsse nicht einbegriffen. leo uy tllC3 --y „ ( * r 6en lassen, die ein Hohn auf jeden Völkerrechts- biet Krauch sind. Wird diese bolivianische Regierung ; inmehr, da sie bewußt oder unbewußt einem n ihm L infamen Schwindel aufgesessen ist, ihre Mah- i einnll tarnen zurückziehen? Wird sie die einfachste An- nqrih' birdspflicht erfüllen unb um Entschuldigung bitten? (xer wird die Regierung Penanbras nach ihrer ~ loßstellung handeln wie — Roosevelt und fein ......----- h°rk ^ltjudenkreis schon lange zu handeln pflegten? im Osten dauert und je tiefer un' 175 ur! Ev. I iM hon riiffilthen Raum eindrmge ln-ch t ncq, m ft® hen Üj 1 etai* DHOGI DlflOIKf, en fo der lot' tioniiü ®oi Jahr- von Dover entfernt fei. Es ^'"t nns^ JIs ob Herr Hopkins 2000 Meilen unb 3000 3^« unter der Zeit her ist. Es ist ihm anscheinend noch -icht aufgegangen, daß die deutsche Wehrmacht ,ede Entfernung überwindet und jede Schwierigkeit be- eltigt. Hopkins behauptete, daß der Krieg m den jabriten von Detroit unb Los Angeles Serbe. Im Gegensatz hierzu h°t bi- „New York "Limes" gesagt, bah bie wirtschaftliche Zusammen arbeit infolge mangelhafter Produktion durchaus nicht so glatt verlaust, wie man es gern WeUep möchte Hopkins ist es aber an chemenb mehr aus tie Agitation als auf die Wahrheit angekommen 5r gatt bisher als ber einzige Siebermann m der Umgebung Roosevelts, aber seine Runbfunkreb« mar eine Orgie bes Grolles Er erklärte ganz ofsen, iia6 Nonsevelt von tiefem Hao 5^9 Deutschland erfüllt sei und daß sich dieser Haß uuch auf alle feine Mitarbeiter übertragen habe, ffiiefe Schilderung der Motive ist keineswegs schrnei Shelhast, Denn schon ein Sprichwort sagt. der^Haß macht blind. « ton MMÄ °d7,s «r » V MZWSMWWWM WsWßSWW SVSSWZ Dover stehe, basier aber mehr als deutsche Offizier trat ar.den S°w-e.°lda.°n heran. hrch die Deutschen versprochen. Der PEdent Äjfolens, eines Staates von etwa über 3 Millio- ~lt Einwohnern hatte nun nichts Eiligeres zu tun, 3U behaupten, der deutsche diplomatische Ver° habe sich, wie ein beschlagnahmter Brief fei« angeblichen Freundes, des bolivianischen Mili- ^ttachös in Berlin, Belmonte, beweise, an auf- brenschen Komplotten beteiligt. Der deutsche @e= ffilte mußte Bolivien verlassen, während wir so- ai selbstverständlich das gleiche Verfahren gegen- , _______ Lr öem Gesandten Boliviens einschlugen und den 20 Luftsiege errungen und fünf Flugzeuge am Sid) bes diplomatischen Gebrauches, wonach dem wischen Gesandten in La Paz wenigstens dieses >- uneblid) kompromittierende Schreiben im Original M fl(7eigt werden mußte, auf das Schärfste brand- ' «^kten. I rb tz, 1 ^aum hatte Boliviens Regierung sich den Wa- % iinatoner Drahtziehern so gefügig aewgt, als der ^vertretende Außenminister der USA., Sumner rungr Kiles, verkündete, die bolivianische Regierung t mrbe von Washington jede Unterstützung erhalten, $en Er« die Ausweisung des deutschen Gesandten zu diel!, ^rnationalen Komplikationen führen würde. Der 1 (ebit- kioianische Präsident Penaranda benutzte den er- [en,ir, Lenen Brief, um sofort den Belaaerungszustand flogt- verhängen, die Opvosition gegen seine Hörigkeit .,tü | L Washington verhaften zu lassen, wobei ein ^entinisches Blatt auf das Malheur hinwies, daß in Washington vier Stunden vor der Ver- fhaung des Belagerungszustandes bereits infor- Jsrt war, die jüdifcde „New York Times" dieses erita- Tianis „vorgeahnt hatte und es schon vorher tqö . v uSA.-Oeffentlichkeit mitzuteilen in der Lage * Da Bolivien große Mineral- und Erdölvor-, Immen hat, die amerikanische Standard Oil in z iioien den Kampf gegen die Opposition mit Hilfe -iv h- gegenwärtigen bolivianischen Regierung führt, ) 2 i der Zweck dieser Maßnahmen und Fälschungen Ijdire rr Bolivien sollte das Signal zur hemmunas- |,en Hetze von Wallstreet und Washington in allen i eini Amerikanischen Hauptstädten bilden. Dazu wurde tbedir- Her ominöse Brief erfunden. Und nun, nach der unbezweifelbaren Aussage -r.„ ds bolivianischen Diplomaten und Militärattaches ebenbo \ imonte, ergibt sich: diese schamlose Agitation ist ftil n „tt zusammengebrochen. Die bolivianische Regie- uciu ^Wll I-------------- u iaifl hat, wissentlich oder unwissentlich, auf Grund ^ssischen Kirche empor, die von den Bolschewisten koes gefälschten Briefes sich zu Maßnahmen hm- »nn ihr»r storftnrunasmut vers . __lKah »in Anim niif il»den Völkerrechts-1 Major Wolbsnga h->t als K°mm°b°r° -m°- Sagbg-jchwabers bei Tief- und feinen Verband zu grosien Le.ftunge „ r, W Abfchuffe Kindlicher Flugzeuge, 114 Soo nz-r Körungen, die Versenkung von fünf ^hnellbooten und 81000 SRT. Sch.s^raum, d.e Pe^ad.gung Don weiteren 200 000 BRT. .^.“'1,. §riegs- und schweren und lNittleren fern pumßnfiC. Wffen der englischen M^Ameerflotte ■en die Leistungen des nsäben in Winterfeldt hat mit über ^0 Femdems tze den Kämpfen im Südostraum /e ne Gruppe 8 .einer 43 Lahre dem Verband f^fpDnDr^5Kr‘ in kühnen Tief« unb .D^enangrisfen 3 b lagenben Erfolgen :5^ L }*5 ®oben sechs Feinbflugzeuge abzuschießen u b 1, an ® SU vernichten. Hauptmann K e 11 e yi . in harten Luftkämpfen 16 und im Ost eins atz Kindliche Flugzeuge ?bge^ossen. Am . 6. y Hauptmann Keller im Lustkarirps oen Berlin, 28. Juli. (DNB.) Als Bataillonskom- manbeur fiel bei den Kämpfen im Osten Gauleiter a. D. Oberstleutnant Josef Leopold. Er war 1889 in Langcnlois in NiÄ-r-Oesterreich geboren, zoa bei Ausbruch des Weltkrieges als Unteroffizier ins Feld, wurde mehrfach ausgezeichnet unb tarn 1915 in russische Gefangenschaft. Anfang 1918 ge- lang Leopold di- Flucht. Nach dem Zusammenbruch wandte er sich schon im März 1919 der national- sozialistischen Bewegung zu. 1924 [mben mir iljn bereits als Ortsgruppenleiter m Krems. 1926 war er Kreisleiter im Waldviertel, und 1927 wurde er Gauleiter von Nieder-Oesterreich. Inzwischen hatte er auch in seinem weiteren Militärdienst den Rang eines Hauptmanns erreicht. Im 3uni 1933 wurde Leopold verhaftet. Er kam in bas berüchtigte Lager Wöllersdorf. Im Dezember 1933 freigelassen, würbe er bereits im Mai 1934 wiederum festgenommen unb blieb bis zum Juli 1936 Haft. Nach öer wqu| ri|w> we|CU;tD 0 .....- Rückgliederung war Leopold der V^^lkanzlei zur Schubbooten und feindlichen leichten Einheiten Erfüllung von Sondetaufgaben zugeteilt. Im^ Herbst i englifrf)er Zerstörer von Torpedos ge- 1939 zog er wiederum ms Feld. Sem kämpferisches ^er Zerstörer zeigte Schlagseite. Italienische " ' für Führer unb Volk hat nunmehr seine Aufklärungsflugzeuge konnten feftftellen, bah die _r Besatzung kurz darauf die Rettungsboote ausgesetzt hatte. 4 Oer neue deutsche Gesandte in Sofia. «4 , M .'Hi1 "•> ; V < / x - • *> W 1. '?•' 'V>-: * - , ’ ’S *5 V-/X 7... ■ SÜ2x ■ ■ ,£k V V • ■ • Hz -:: iMgSä#..'*>•<- . > .-&■ Der neuernannte Gesandte in Sofia, SA.-Obergruppenführer Adolf Heinz B e ck e r l e, auf dem Wege zum Königlichen Schloß in Sofia, wo er dem bulgarischen König Boris III. sein Beglaubigungsschreiben überreichte. — (Associated-Preß-M.) Zeitgenössische Plastik in der Grasten Deutschen Kunstausstellung. München, Ende Juli. Die deutsche P l a st i k, wie sie sich in der diesjährigen Großen Deutschen Kunstausstel- l u n g im Hause der Deutschen Kunst zu München darstellt, ist entschieden und zielsicher weitergeschritten auf dem Wege, auf dem sie sich auch 1940 schon zeigte. Der schöne deutsche Mensch im Mittelpunkt des Bemühens, seelische Vertiefung in der Darstellung, und neben dem reinen Dienst an der menschlichen Schönheit die Arbeit an der Gestaltung des deutschen Zeitgesichts in Porträtbüsten und der Wesenheit des neuen deutschen Menschen in vielen symbolischen Schöpfungen. Dies die Hauptlinien. Daneben bestehen alle nur erdenklichen anderen: Gestalt und Ausdruck des Tieres, viel zierliche und eigenwillige Bewegung in Kleinplastiken, sowohl in Metall wie in Keramik. Als besonders auffallend stellt sich die verhältnismäßig große Zahl der Brunnenfiguren und -entwürfe dar. Auch von ihnen, deren Erscheinen bereits auf künftige deutsche Städtegestaltung hindeuten dürfte, wird noch zu sprechen sein. Einen der Hauptsäle der Ausstellung beherrscht ein neues monumentales Werk von Josef T h o r a k, „Zwei Menschen", ein Doppelakt, Mann und Frau, beides Jdealgestalten, eng beieinander stehend. Die Zweiheit der Welt und allen Lebens zugleich, die ewig unzertrennliche Zusammengehörigkeit ihrer beiden Hälften sind hier zwingend zum Ausdruck gebracht. Welch prächtiger Ausdruck in den Zügen dieser beiden! Des Mannes, der Hinneigung, Tröst und Versprechen vereint; der Frau, die mit schutzsuchender Gebärde Hingabe bekundet, zugleich Glück und Ergänzung — selbst ein Ton von Mütterlichkeit schwingt schon mit. Die Körper selbst, wie untadelig, wie beglückend schön! Nicht minder köstlich das Material, dieser zartgeäderte weihe Marmor, der selbst zu leben scheint! Der zweite Hauptsäal ist ganz der Plastik gewidmet. Da stürzt auf den Besucher ein die Fülle der schönen und beseelten Körperlichkeit. Ferdinand F l o s d o r f (Düsseldorf), Arthur von Hüls (München) und viele andere gaben die weibliche Jdealgestalt, bei der der Gedanke beglückt, daß sie nach lebenden Modellen geschaffen wurde, wenn auch Auge und Hand des Künstlers vielleicht hier und da idealisierend nachhalfen. Ihnen steht gegenüber nur eine einzige männliche Jdealgestalt, die „Berufung" von Arno B r e k e r, dessen „Anmut" im vorigen Jahre außergewöhnlichen Erfolg davontrug. Aber man sagt sich: diese eine männliche Jdealgestalt genügt wohl, da der Begriff „Schönheit" sich doch fast ausschließlich um das Weib rankt. Doch nicht nur die einfache Darstellung der Schönheit des Menschen ist es, die uns entgegentritt. Entschlossenheit und geballte Kraft atmet der „Faust- kämpfev' von Emil (Sauer (Berlin), Wehrwille und Wachsamkeit künden die beiden Kolossalfiguren von Ernst Gorsemann (Bremen), Arno B r e ° t er s großes Relief „Der Rächer", das den Plastiksaal beherrscht, ist zum Symbol des deutschen Freiheitskampfes geworden, wie „Der deutsche Kampfflieger" von Richard Klein (München) zum Symbol des deutschen Aufstiegs. In Fritz K o e l l e s (München) „Der hockende Bergmann" hat der deutsche Arbeiter seinen Ausdruck gefunden, wie in der Holzplastik „LMG.-Schütze" von Bernd Hartmann-Wiedenbrück (München) der deutsche Soldat unserer Zeit. Auf besonderer Höhe stehen diesmal die Porträt b ü st e n. Da sind die Züge deutscher Menschen, Führender in Politik und Kunst, aus denen ihr Wesen ausstrahlt, ihre Art, ihr Denken und Schaffen, ihre Bedeutung und ihr Wert. So gestalteten Otto P l a c z e k (Berlin) Beethoven, Cirillo dell'Antonio (Bad Warmbrunn) Gerhart Hauptmann, Arno B r e k e r (Berlin) Richard Wagner und Hindenburg, Bernhard B l e e k e r .(München) den Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner. An der Spitze der Brunnenfiguren und Brunnenentwürfe, unter denen die Arbeiten von Georg Karl R ö d l (München) und Gustav A. B r e - dow (Stuttgart) besonders auffallen, steht wiederum ein gewaltiges Werk Josef Thoraks: das „Urteil des Paris". Auf weitgeschwungenem Brunnenrand drei ideal schöne Frauengestalten, ihnen gegenüber, sinnend auf einen Stab gestützt, Paris. Er wägt in ruhiger Gelassenheit. Trotz all dieses Großen bleiben auf dem weiten Gefilde der Plastik aber auch noch viele Prachtstücke der Kleinplastik im Gedächtnis des Beschauers, Tiere, besonders die oft groteske Gestalt der ganz jungen, — und auch wieder der Mensch in allerlei Gestalt. So schließt sich der Kreis. Die deutsche Plastik 1941 — in der grandiosen repräsentativen Schau der deutschen Kunst dieses Kriegsjahres behauptet könnerisch ihren Platz neben der Malerei. Sie steht auf weithin sichtbarem Podest, strahlend und ausdrucksstark, und wer immer in ihre Welt gerät, wird beglückt und bereichert von ihr scheiden. Karl Lemke, München. Aus dem Reich. Lustschutzaufwendungen bei der Steuer. Aufwendungen für Zwecke des Luftschutzes können schon bisher bei der Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft sowie Vermietung und Verpachtung einschließlich des Mietwertes der Wohnung des eigenen Hauses für die Zwecke der Einkommen- und Körperschaftssteuer abgesetzt werden. Der Reichsfinanzminister hat sich darüber hinaus damit einverstanden erklärt, daß Luftschutzaufwendungen bei der Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer wie Sonderausgaben abgezogen werden, soweit sie mit einer bestimmten Einkunftsart nicht im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Es ist dabei ohne Bedeutung, ob es sich um Aufwendungen für eigene Maßnahmen des Steuerpflichtigen handelt oder um Beiträge, die er freiwillig oder auf Grund einer Umlage geleistet hat. Diese Regelung gilt für Aufwendungen, die ab 1. Januar 1940 gemacht worden sind. Bei der Veranlagung sind sie neben dem Pauschbetrag für Sonderausgaben von 180 RM. zu berücksichtigen. Die Aufwendungen können auch noch bei der Veranlagung für 1941 geltend gemacht werden, wenn sie bei der Veranlagung für 1940 nicht berücksichtigt worden sind. Bei Arbeitnehmern sind die Aufwendungen in jedem Falle ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Werbungskosten und Sonderausgaben zu berücksichtigen. Die in den Kalenderjahren 1940 und 1941 gemachten Aufwendungen sind bei der Ergänzung der Lohnsteuerkarte 1941 auf den Rest des Kalenderjahres 1941 zu verteilen. Das Mitwirkungsrecht des Staatsanwalts in bürgerlichen Rechtssachen. Eine Mitwirkung des Staatsanwalts in gerichtlichen Verfahren war bisher in bürgerlichen Rechtssachen nur in beschränktem Maße vorgesehen; sie wird nunmehr allgemein ermöglicht, jedoch nur zur Wahrung der Allgemeininteressen der Volksgesamtheit. Der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht kann in rechtskräftig entschiedenen bürgerlichen Rechtssachen binnen Jahresfrist die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen, wenn gegen die Richtigkeit der Entscheidung schwerwiegende rechtliche oder tatsächliche Bedenken bestehen und wegen der besonderen Bedeutung der Entscheidung für die Volksgemeinschaft die erneute Verhandlung und Entscheidung erforderlich ist. H bleibt nach wie vor Sache der an einem Verfahren beteiligten Personen, Entscheidungen, durch die sie sich beschwert glauben, rechtzeitig selbst mit den je. weils zulässigen Rechtsmitteln anzufechten. Der Oberreichsanwalt wird nur dann eingreifen, wenn das Allgemeininteresse der Volksgemeinschaft es er. fordert. Gchmerzbekämpfungsmittel. Der Werberat der deutschen Wirtschaft hat den Werbungtreibenden die Beachtung einiger Mindestforderungen bei der Werbung für Schmerzke, kämpsungsmittel zur Pflicht gemacht. Auf keinen Fall darf der Eindruck entstehen, als ob die Ein- nähme derartiger Mittel unschädlich und vollkommen unbedenklich sei. Jeder Hinweis auf eine angebliche Unschädlichkeit muß unterbleiben. Ferner muß bei der Werbung der Schmerzbekämpsungs- mittel beachtet werden, daß nach dem Willen der Reichsgesundheitsführung im Interesse der Volksgesundheit Schmerzbekämpfungsmittel nicht bei jeder kleinen Unpäßlichkeit genommen werden sol, len, sondern nur bann, wenn es gilt, erheblichere Schmerzen -zu mildern oder vorübergehend bei gleichzeitiger Einleitung der wirklichen Heilmaß. nähme zu beseitigen. Jede besonders hervortretende Werbung für Schmerzbekämpfungsmittel soll unter, bleiben. Aus aller Wett. Professor Dr.-Ing. Liefer Beauftragter des (Bau. leiters für städtebauliche Maßnahmen der (Bau. Hauptstadt. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren. g er hat als Beauftragter des Führers für die Durchführung der von ihm für die Stadt de; deutschen Handwerks Frankfurt am Main bestimmten besonderen städtebaulichen Maßnahmen den Rektor der Technischen Hochschule in Darmstadt, Professor Dr. Lieser, mit der Bearbeitung aller mit diesem Auftrag verbundenen Aufgaben betraut. Professor Lieser erhält die Dienstbezeichnung Beauftragter des Gauleiters für dir städtebaulichen Maßnahmen in der Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main und ist dem Gauleiter unmittelbar unterstellt. Zu seinem Stell- Vertreter hat der Gauleiter den Stadtbaurat der Stadt Frankfurt am Main, Stadtrat Arntz, berufen. Blutiger Lebensretter ertrunken. Zwischen Bingerbrück und Trechtingshausen nahm ein auswärtiges Ehepaar ein Bad. Obwohl beide des Schwimmens unkundig waren, wagten sie sich zu weit in den Strom. Der etwa 17 Jahre alte Jungarbeiter Heinrich Decker aus Büdesheim der bei einer Eisenbahnrotte beim Gleisbau beschäs- tigt war, sprang in den Strom und begann die Rettung der beiden Ertrinkenden. Bei der Bergunz des Mannes verließen den jugendlichen Retter plöh- lich die Kräfte. Das Ehepaar wurde lebend und bei junge Decker besinnungslos aus dem Wasser her- vorgeholt. Man brachte den Erschöpften ins Binaei Krankenhaus, wo Wiederbelebungsversuche leider keinen Erfolg hatten. Erdrutsch im Kanton St. Gallen. Der Erdrutsch am Gspalten-Berg bei Sar> gans im Kanton St. Gallen ist wieder in Bewegung gekommen. Enorme Massen von Erde und Gestein, rasen den Berg unter ungeheurem Getöse hinunter Der Hauptrutsch, für den man mit einer Erd- und« Gesteinsbewegung von 1)4'Millionen Äubihneter rechnet, ist noch nicht vor sich gegangen.________ Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter M Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik uni Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrich für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft il. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UnivSrsitätsdruckerei N. Lange K L Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Set. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrL 4 Fehler in einem Haushalt Welche sind's? Können Sie beurteilen, um welche Fehler es sich hier handelt? Bitte, sehen Sie das Bild an. Wurden Sie so, wie in dieses Bild, von oben in manche Haushalte hineinsehen, so würden Sie häufig folgendes entdecken: es gibt heute immer noch Frauen, die glauben, sie könnten Schmutzflecke auf Fußböden, an Türen oder Fensterbrettern nur mit Seife wegbringen, so wie bei Bild 1. Andere Frauen bearbeiten stark verschmutzte Arbeitssachen auf dem Waschbrett mit Bürste und Seife (Bild 2), obwohl es dafür viel einfachere Mittel gibt, llnb was macht der Mann in Bild 5? Gedankenvoll hat er die Badewanne volllaufen lassen und merkt gar nicht, daß das Wasser das Seifennäpfchen überflutet. Außerdem hat er schon V3 Stück Seife verbraucht, um den ölschmutz von seinen Fingern zu kriegen, und er will gar nicht weggehen. Ist es auch notwendig, für stark verschmutzte Verufssachen unbedingt Seife zu verwenden? Nein, viel schneller geht's mit einem guten fettlösenden Reinigungsmittel, das den zähen, feftgekitteten und fetthaltigen Schmutz, wie er sich in Fleischer- und Väcker- wäsche, in Monteur- und Schlosseranzügen befindet, viel besser löst. Selbst ganz hartnäckig haftender Schmutz wird auf diese Weise viel schneller gelöst als mit Seife, und dabei schont man noch das Gewebe. Man braucht keine Wurzelbürste und kein Waschbrett. Man weicht zunächst gründlich ein (Metzger- und Väckersachen mit blut- und eiweißhaltigen Flecken werden in lauwarmer Lösung eingeweicht), hinterher wird in frischer Lösung gekocht. So spart man Seife und Wasch' pulver für die bessere Haushaltwäsche! Schäumt Ihre Waschlauge schlecht? Dann; verbrauchen Sie zuviel Seife, denn Sie müssen: zu lange reiben, bis es Schaum gibt. 9lber meist liegt die Ursache gar nicht an der Seife sondern am Wasser. Das Wasser enthält zu viel Kalk. Kalk läßt die Seife schwer schäumen. Kalk vernichtet Seife. Bei hartem, lalkhal" tigern Wasser werden in einem mittelgroßen« Kessel bis zu % Pfund Seife unwirksam.. Wenn Sie also Seife und Waschpulver! sparen wollen, machen Sie das Wasser vorhen weich. Man verrührt dazu am Abend vor dem Waschen einige Handvoll Bleichsoda im Kesse» und läßt das Wasser bis zum nächsten Morgen stehen. So wird es über Nacht wundervob weich. Am nächsten Morgen braucht mann nur noch einen Teil der WasHpulverrnengei, die man sonst nötig hat. Mit anderen Wok" ten: man kommt mit der gleichen Meng" Waschpulver viel weiter als sonst! Suche Ofen Praxis geschlossen! IAJ CDDC DRUCKSACHEN WcrCDE Brühl, Oleflen 02485 Zahnarzt Dr. Gonter Vertreter in unaufschiebbaren Fällen die Zahnärzte: Dr. Adam, Dr. Geyer Dr. Hinrichs, Dr. Schmitt für einen größeren Raum Nerkev Marburger Str. 15, Tel. 2558 02488 Todesanzeige. Nach mit großer Geduld getragenem Weltkriegsleiden verschied am 28. Juli, 2 Uhr nachts, mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Johann Deuker, Bäckermeister und Gastwirt im 58. Lebensjahr. Sein Leben war Opfer, und wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefer Trauer: Frau Lina Deuker, geb. Leunlng Heinrich Gerhard, z. Z. Im Felde, und Familie Hans Deuker, z. Z. Im Felde, und Frau nebst allen Angehörigen. Steinbach, Holzhausen, Wiesbaden, Kassel, Solingen, Gießen, Frankfurt, den 28. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 30. Juli, nachm. 2.15 Uhr vom Sterbehause aus statt. 3164 D Wir suchen 3-5innnet-WoHnnng für einen Angestellten sofort oder später. aieaD E. H. Müller, K.-€L Holzwarenfabrik, ießen Telefon Nr. 2332 nnd 4546 Stel8enangebote| Keine Ursprungszeugnisse, lonbern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsschretben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Kraft., sauberer talpinge für nachmittags 2 Stunden gesucht. 3162D Steuert & Sonn Plockstrabe 7. 6 kleine Räume ganzod.getrennt evtl. ganz. Haus sofort zu verm. Schr.Angeb.unt. 3154V an den Gießen. Anzeig. | Mietgesuche~| Alleinstehende ältere Frau sucht eine kleine Wohnung Schriftl. Angeb. unter 02489 an denGieh^Anzeig. MeMM in Dauerstellung sowie Suarüeiterln gesucht. iL>chriftl. Angeb. unter 02486 an den Gieß. Auz. Sauberes Mädchen ob. Krau zum Waschen u. Putzen vormitt. 2 Stunden gesucht. 3i6iD Plockstr. 7 T. Nettes, junges Mäddien für leichte Hausarbeit und Mithilfe im Geschäft zum 1. 8. oder später gesucht. Färberei (5roon, Marb. Str. 40 p. 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Neuer Gpielplan mit neuen Kräften Hundstage und Hungersteine. _ zÄ. _ K22C 2 . K 1 Das Gießener Stadttheater in der Spielzeit 1941/42. gewonnen wurden. Da die Verdunkelungszeit 29. Juli von 21.18 bis 5.34 Uhr. Lumpen als Rohstoff Warum Reichsspinnstoffsammlung? Vom 28. Juli bis 23. August wird eine Reichs-Spinnstoffsammlung durchgesührt. Am Flügel: Luise Llllrich. Kleine Szene in einem Filmatelier. Wenn die Lichter im Zuschauerraum erlöschen und die Leinwand die Namen derer nennt, die mitgeschaffen haben an dem Werden das neuen Films, all die Autoren, Spielleiter, Architekten, wird nicht jedem Betrachter bewußt sein, daß die Arbeit jedes einzelnen dieser Männer nicht wezudenken war bei dem Zustandekommen auch der kleinsten Szene. Nur die Leute vom Bau wissen um das kameradschaftliche Zusammenarbeiten von Darsteller und den vielen, vielen anderen, die nur die Stab-Liste des Drehbuchs in ihrer Vollständigkeit verrät. Es ist immer wieder ein Erlebnis, an der eigentlichen Geburtsstätte des Films, im Atelier, zu verfolgen, wie eine Idee sich in solcher Gemeinschaftsarbeit gestaltet zum lebendigen Bild. Wir sind in Johannisthal bei den Innenaufnahmen zum „Fall des Leutnants Rai- n e r". Ein Musikzimmer des Schlosses Kronenburg ist aufgebaut. Pausbäckige barocke Engelsköpfe lächeln von Türen und Gesims, in schwerer goldner Steifheit warten Sessel und Ruhebänke an den Wänden, und in hundert Facetten gebrochen sprüht ein Kronleuchter strahlendes Licht aus den Flügel, der das Bild beherrscht. Luise Ullrich, die Prinzeß Unter der Gesamtleitung des Intendanten Hans Walter K lein werden als Bühnenvorstände tätig sein: Wilhelm Michael Mund (vom Stadttheater Greifswald) als Oberspielleiter des Schauspiels und Chefdramaturg, Karl Maria Zeppenfeld und Gerd Fritz Ludwig als Spielleiter des Schauspiels, Karl V o l ck als Spielleiter des Lustspiels, Max Schwarze (vom Deutschen Theater Wiesbaden) als Oberspielleiter der Oper, Horst Vergne r (Oberschlesisches Landestheater Beuchen) als Spielleiter der Operette, Kurt Deichmann als Dramaturg und Regieassistent, unb Andreas Volpe r t (Deutsches Nationaltheater' Weimar) als Ballettmeister unbr Solotänzer: ferner als Musikvorstände.- Otto Söllner, 1. Kapellmeister und musikalischer Oberleiter, Oswald E n t e r l e i n (Mitteldeutsches Landestheater Halle) als Kapellmeister und Chordirektor, Karl Willy Hahn als Solo- repetitor, Heinz Markwardt (z. Z. Wehrmacht) als Kapellmeister und Chordirektor, und Franz Kerzisn i k als 1. Konzertmeister. — Als tech- nifcfjer Oberleiter und Bühnenblidner wird, wie seit Jahren, Karl Löffler tätig sein. Eine Liste der zahlreichen für Schauspiel, Oper, Operette, Chor und Ballett neuverpflichteten Mitglieder ist bereits am Ende der letzten Spielzeit an dieser Stelle veröffentlicht worden. Außer ihren Bildern bringt das Werbeheft kurze programmatische Hinweise des neuen Oberspielleiters Wilhelm Michael Mund („Junges Schauspiel in Gießen") und Max Schwarze („Heber meine Inszenierungen".) Nach dem Geburtstagsessen wurde die Flasche feierlich eingeholt, wie eine Fahne. Behutsam wischte Herr Kruger die Spinnweben und den Staub ab. Dann stellte er sie einen Augenblick zur Bewunderung auf den Tisch. Allen war ein wenig feierlich zumute. An den Wänden der guten Stube hingen die Bilder aller Vorfahren Herrn Krugers, durch deren Hände diese Flasche gegangen war. Sie schienen voll Ernst und Würde an dem Schicksal der Flasche teilzunehmen. Herr Kruger kratzte das Siegel ab, setzte den Korkzieher an und zog. Lautlos glitt der Kork aus dem Flaschenhals. Im nächsten Augenblick gluckste das kostbare Naß in das Glas. Aber immer länger wurden die Gesichter. Der hundertjährige Wein sah gewöhnlichem Wasser zum Verwechseln ähnlich. Nach der ersten Kostprobe gab es keinen Zweifel mehr: in der Flasche war nichts als Wasser. Voll Bestürzung entschuldigte sich der Hausherr bei seinem Gast. Der Professor lächelte und sagte: „Daß sich ein guter Wein hundert Jahre halten kann, ohne getrunken zu werden, ist an sich schon unnatürlich, um nicht zu sagen, unmenschlich. Aber daß von deinen Vorfahren keiner auf den guten Gedanken gekommen sein sollte, den Wein auszu- trinken und durch Wasser zu ersetzen, würde mich wundern. Am ehesten würde ich die Sache deinem Ur-Onkel, dem Bankier zutrauen, der dort neben der Wanduhr so verschmitzt herüberlächelt. Schon so mancher hat Wein in Wasser verwandelt. Dein Vorfahre war sicherlich ein guter Menschenkenner. Er wußte, daß der Augenblick des .Trinkens nur ein flüchtiger Genuß ist, während die vermeintliche Weinflasche im Keller ein wirkliches Glück bedeutet. Vielleicht siebzig Jahre lang hat die Weinflasche eurer Familie die Freude eines kostbaren Besitzes gewährt. Zwei Generationen sind im Glauben an sie dahingeschwunden. Wie leicht wiegt dagegen der kleine Augenblick der Enttäuschung, dem ja auch bei dir viele Jahre gläubigen Glücks vorangegangen sind. Ich möchte daher vorschlagen, daß wir die ehrwürdige Flasche neuerlich mit Wasser füllen und sie zur Freude künftiger Geschlechter weiterhin aufbewahren." Anfangs schien dieser Gedanke Herrn Kruger im höchsten Grade verwerflich. Dann aber sand er Ge- Ärn Kriege, in dem die Einfuhr sowohl von Neu- wie Alttextilien außerordentlich beschränkt ist, ist ... , , Rohstoffen aber noch größer war, mußten im gleichen Jahre noch Alttextilien für rund 25 Millionen RM. vom Auslande eingeführt werden. fallen daran. Er füllte die Flasche mit Wasser, verkorkte und versiegelte sie wieder und hüllte sie abermals in Spinnweben und Staub. Er konnte sich jedoch nicht entschließen, die Flasche einem der wenigen noch lebenden Verwandten zu schenken. Er bewahrte sie in seinem Keller auf bis zu seinem Tode. Dann ging die Flasche an seine alkoholfreie Tochter über und fand dort im Keller für viele Jahre ein ruhiges Plätzchen. Sie schenkte die Flasche ihrem Sohn, und dieser hob den kostbaren Wein auf für feine goldene Hochzeit. So ging von der Flasche wieder Glück aus für viele Generationen. Und so ist es bei vielen Dingen, an welche die Menschen ihr Herz hängen. Wer das Glück lange bewahren will, möge sich an seinem Besitz erfreuen. Nach dem Inhalt soll er nicht fragen. Die Zähne hängen eng mit dem Blutkreislauf zusammen. Ist es ein Wunder, daß kranke Zähne den Körper vergiften? Dornotizen. Tageskalender für Dienskag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Hohe Schule". —• Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Christl". Steuerinspektor a. O. August Siebe. Der Verwaltungsführer des NS.-Kreiskriegerver- bandes Gießen, Steuerinspektor a. D. August Glebe, kann am heutigen Dienstag, 29. Juli, in aller Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Aus diesem Anlaß übermittelte ihm der Kreiskrieger- führer Regierungs-Obervcterinärrat Dr. M o n • narb, die herzlichen Glückwünsche der alten Soldaten des Kreises Gießen. August Glebe wurde am 29. Juli 1871 in Asbach (Kreis Hersfeld) geboren. Er diente vom 14. Oktober 1893 bis 30. September 1895 aktiv im Infanterie-Regiment 143 in Straßburg i. E., kapitulierte dann, wurde 1895 zum Unteroffizier und 1901 zum etatsmäßigen Feldwebel befördert. Er bestand dann die Prüfung und die Probedienstzeit für den Garnisonoerwaltungsdienst, war hierauf vom Oktober 1908 bis April 1911 Karnisonoerwal- tungsinspektor in Langensalza (Thüringen), vom Mai 1911 bis Juni 1919 Garnisonverwaltungsin- fpektor in Hagenau (Elsaß), dann bis November 1919 in Thale am Harz und vom 1. Juli 1919 bis 30. Juni 1921 Garntsonoerwaltungsinspektor bei der Garnisonverwaltung in Gießen. Er schied dann aus Die „Hundstagshitze" ist sprichwörtlich geworden Sie gehört der meist ziemlich langen Reihe von fielen Jahren im letzten Drittel des Monats Juli beginnt und gar nicht so selten den ganzen August über anhält. Allerdings 6'bt es m den verschiedenen Gauen des großen deutschen Vaterlandes immer Abweichungen von der Durchschnitts-Wetterlage. Gewöhnlich werden die vorn europäischen Kontinentalklima beeinflußten Gebiete beständigeres Wetter und deshalb auch größere Hitze aufweisen als etwa die nordwest- deutsche Ecke der großdeutschen Heimat. Nicht der yechelnde, von der Hitze mitgenommene Hund hat dieser Schonwetterzeit den Namen gegeben, sondern der Hundsstern, der Sirius, der vom 23. Juli bis zum 23. August gleichzeitig mit der Sonne auf- uuo untergeht. Das warme, beständige Wetter, das in diesen Wochen häufig beobachtet wird, kommt ,r Landwirtschaft im großen und ganzen recht ge- !E6.en. Es ist Erntezeit, es ist vor allem die große Zeit des Mähens und des Einbringens der Brot- getreiideerute. Da wünscht sich der Bauer nicht qe- rade errdlose Regengüsse, Gewitterplatzregen oder Hagelschlage, denn das Korn soll weder durch Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Die Weinflasche. Von Bruno Wolfgang. Mit der Weinflasche des Herrn Kruger hatte es Ane eigene Bewandtnis. Sie war ein altes Familienerbstück und sicherlich das Feinste, war Herr Iruger in seinem bürgerlichen Haushalt besaß. Sie ag jahraus, jahrein im Keller, halb im Sand vergraben, und immer zum Geburtstag wurde sie hervorgeholt und der versammelten Familie gezeigt. Es mar eine dickbauchige, grünliche Flasche. Der ■iorf war luftdicht versiegelt und der Hals mit Spinnweben bedeckt. Die Aufschrift war nicht mehr esbar. „Sollen wir oder sollen wir nicht?" sagte Herr Kruger mit einem lüsternen Augenzwinkern. Aber er wußte im voraus, daß weder er noch sonst jemand in der Familie das Herz gehabt hätte, einen 9 köstlichen Wein auszutrinken. Das „Sollen wir «der sollen wir nicht?" gehörte zu den Jugenderin- iierungen Krugers bis in die früheste Kinüerzeit. Der ^ater hatte die Flasche von Onkel Eduard bekommen, der ein Bankier in Graz gewesen war. Dieser fatte sie von seinem Vater, einem Arzt, und dieser Mieder von dem Großvater, dessen Vater ein See- fchrer gewesen war und die Flasche aus Italien lvitgebracht hatte. Die Jahre vergingen. Es war schon recht einsam in Ha.use geworden. Der Sohn war nach Amerika 0-isgewandert und ließ nur selten etwas von sich bxen. Die Tochter war in Böhmen an einen fana- b'chen Feind des Alkohols verheiratet. Nur ein Q ter Freund, Professor Grill, kam hie und da zu besuch. Der sechzigste Geburtstag Herrn Krugers slund vor der Tür. Nach alter Gewohnheit wurde Die Flasche hervorgeholt. „Sollen wir oder sollen “ir nicht?" blinzelte Herr Kruger sein Frau an. diesmal war die Frage ernster gemeint als sonst. Stetes hatte sich in der Welt geändert. Vieles, was iierschütterlich schien, war gestürzt. Was sollte noch “ie Flasche in dieser veränderten Welt? Für wen ic^te sie nach aufbewahrt werden? "Weg damit!" rief Herr Kruger mit plötzlichem ^tschluß. Seine Frau stimmte nach kurzem Zögern Sie beschlossen noch, zur Geburtstagsfeier den 6-eund, Professor Grill, einzuladen. Decken, Gardinen usw. werden feit langen Jahren unter Beimischung von, Reißwolle und Reißbaumwolle angefertigt. Aus groben und minderwertigen Lumpen fabriziert man Roh- und Dachpappen. Weiße und hellbunte Leinen- und Baumwolllumpen werden von der Papierindustrie gebraucht, die sie zur Herstellung von Banknotenpapier, Zigarettenpapier, feinem Briefpapier und anderem Spezialpapier benötigt Die Polsterindustrie verwendet zur Herstellung van Polstermöbeln aller Art fast ausschließlich die aus Lumpen gewonnene Polster- und Putzwolle. Schließlich bedient sich auch die Preßstoffindustrie der Lumpenschnitzel als Füll- und Bindematerial. Für die Hausfrauen ergibt sich nun die Frage, was alles durch die Sammlung erfaßt werden soll. Dazu ist zu sagen, daß Textilien jeder Art aus Wolle, Baumwolle, Leinen, Zellwolle, Seide, Kunstseide, Jute, Hanf oder Kokos erwünscht sind. Neben nicht mehr tragfähsgen Kleidungsstücken, darunter auch alte Hemden, Kragen, Taschentücher, Unterwäsche, Hosenträger und Kravatten, alte Strümpfe, Schneidereiabfälle U'sw. kann man beispielsweise nicht lyehr oerwendungsfähige Teppiche/ Kokosmatten, Säcke, Scheuertücher,Bundfadenreste, ja auch Abfälle von Strick-, Stick- uni) Stopfgarn zur Verfügung stellen. Man braucht auch keinen Anstoß daran zu nehmen, wenn diese Dinge verschmutzt sind. Allerdings sollen die zur Ablieferung gelangenden Textilien möglichst von fremden Bestandteilen wie Knöpfen, Leder, Gummi usw. befreit fein. Die Spender bringen, wie bei der Metallspende, bie Alttextilien selbst zur Annahmestelle, wo sie eine Spendenurkunde erhalten, auf der der Name des Spenders und das Gewicht der abgegebenen Spinnstoffe verzeichnet werden. Da sich die Reichs- spinnstoffsammlung an den Opfersinn des deutschen Volkes wendet, kommt eine Bezahlung oder eine Punktoergütung nicht in Betracht. Die Aktion soll dazu beitragen, die Spinnstoffreserven des Reiches zu vergrößern. Wie bei der Metallspende, wird das deutsche Volk auch bei dieser Gelegenheit seinen bewährten Opfersinn zeigen und die auf die Spinn- toffsammlung gesetzten Hoffnungen nicht enttäu» chen. Die Bedeutung der Lumpen als Rohstoff ist schon vor Jahrzehnten erkannt worden. Deutschland hat bereits vor dem Weltkriege eine leistungsfähige Reigwoll- und Reißbaumwollindustrie besessen, in öer beispielsweise im Jahre 1913 40 000 Tonnen Lumpen im Werte von 30 Millionen Mark verarbeitet wurden. Es mag erstaunlich klingen, ist aber Tatsache, daß die besten englischen und deut- schen Exporttuche schon immer beträchtliche Beimischungen von Reißwolle aufgewiesen haben, die dem Gewebe eine besondere Festigkeit verliehen. Nach dem Weltkriege ist die Altwoll-Jndustrie aus- gebaut worden, und die verarbeiteten Mengen an Reißwolle und Reißbaumwolle stiegen erheblich an 1937 wurden in Deutschland 170 000 Tonnen Alttextilien im Werte von 130 Millionen NM. verarbeitet, woraus 60 000 Tonnen Reißwolle, 44 000 Tonnen Reißbaumwolle und 37 000 Tonnen Polster- und Putzwolle ae ... Nachfrage nach diesen R> • fin Battenstein des Spiels, läßt die Finger über die Tasten gleiten und hört — gesammelte Auf- merksamkeit in den ernsten Augen — auf die Worte Paul Verhoenens, des Spielleiters. Es geht um die Szene, in der sie nach dem Willen des Autors ihr Herz verliert an'den jungen Leutnant, der — durch Paul Hubfchmid verkörpert — über ihre Schulter hinweg ebenfalls auf den Spielleiter sieht. Eindringlich schildert Verhoeven seine Auffassung von dieser Szene. Der Held des Stückes soll die Prinzessin auf der Violine begleiten, aber bedrückt von der ungewohnten Umgebung verpaßt er wieder und wieder den Einsatz, bis ihn ein nachsichtiger Anruf seiner Partnerin wieder zurückbringt auf die Erde. Der Spielleiter hat geendet. Fast unbewußt probt der Offizier Blick und Geste, wie sie eben besprochen waren. Behutsam aber erhebt Frau Ullrich Einwände. Sind Liebesdinge nicht auch eigentlich die ureigenste Sphäre der Frau? — Die Prinzessin wird den Mann anlächeln, der, die Violine umkrampfend, vor ihr steht in einer Befangenheit, die er vergeblich abzuschütteln bemüht ist. Ja, aber kränkt nicht bereits ein Lächeln in dieser Situation und kann eine Frau einen Mann verletzen wollen, den sie doch liebt? Es ist nicht müßig, um ein Lächeln so lange zu reden, das Erwachen dieser Liebe muß glaubhaft sein und echt; aus ihr ergeben sich alle -weiteren Phasen des Spiels. Deshalb muß Verhoeven versuchen, sich verständlich zu machen; noch einmal erklärt er, entwickelt die Szene in jedem Wort, der sparsamsten Geste, in jedem Augenauf- schlag. Und nun ist es so weit: die Kamera läuft. Ein Schubertsches Liebeslied klingt in bebenden Rhythmen durch den Raum und bricht jäh ab< Ratlos wandern die Blicke des jungen Offiziers. Auf den Lippen der Prinzessin aber erblüht ein Zanz kleines Lächeln und umfängt zärtlich den großen dummen Mann, der Zeit hat, mehr zu sehen als das junge blühende Geschöpf da vor ihm. — Viertelstunde um Viertelstunde ist vergangen, bis dies kleine Lächeln einer bezaubernden' Frau 'eingefangen war. Wird das Publikum später fühlen, wieviel Geduld, wieviel Arbeit und — wieviel Nerven dieses Bildchen gekostet hat, das in feiner Zartheit doch nur ein Hauch ist von der Stimmung des ganzen Films. , Kurt Spillen Bi^et, „Die B o h ö m e" von Puccini und „F i - garos Hochzeit" von Mozart (Neuinszenierung). Die Operette bringt außer der „Z i g e u n e r- liebe" von Lehar den „O p e r n b a I l" von Heuberger, „Karneval in Rom" von Johann Strauß, „Monika" von Nico Dostal, „Saison in Salzburg" von Raymond, den „Zarewitsch" von Lehär, „Liebe in der Lerchen- g a s s e" von Vetterling und „Frau Lun a" von Paul Lincke. Ferner sind geplant: ein Tanzabend, zwei Kindermärchen, zu Weihnachten und zu Dffern, -ehn Morgenfeiern, deren Spielplan noch bekanntgegeben werden soll, außerdem im Kon -> 3 ß r t r i n g vier Orchesterkonzerte und vier Solistenkonzert. Im Spielplan sollen auch, gegebenenfalls durch Austausch, wertvolle Neuerscheinungen berücksichtigt werden. Das Gießener Stadttheater wird die neue Spielzeit 1941/42 am 2. September mit einer Festoorstellung des „Prinzen von Homburg" von Kleist unter der Spielleitung von Wilhelm Michael Mund eröffnen. Als nächste Premieren folgen am 7. September die Operette „Zigeuner- liebe" von Lehar und am 12. September „Die Z a u b e r f l ö t e" von Mozart, beide unter der Regie von Otto Söllner. Dem soeben erschienenen Werbeheft des Theaters, dem Geleitworte von Reichsminifter Dr. Goebbels, Reichsdrama- turgen Dr Rainer Schlösser, Kreisleiter B a ck- h a u s, Oberbürgermeister Ritter und Bann- fuhrer Sigurd T a e s l e r nebst einem kurzen Auf- nif des Intendanten Hans Walter Klein an das Gießener Publikum vorangestellt sind, entnehmen wir die folgende Uebersicht über die zur Aufführung m der Spielzeit 1941/42 vorgesehenen Werke. Im klassischen Schauspiel ist außer der bereits erwähnten Neuinszenierung des „P r i n - z e n von Homburg" von Kleist eine solche der „Jt aub e r" von .Schiller und die Erstaufführung des Schauspiels „Don Juan und Fau st" von Grabbe geplant, im klassischen Lustspiel: „Das Auge der Liebe" von Jmmermann, „Der Lugner von Goldoni und „Der D i a man t" von Hebbel. e . . Für das moderne Schauspiel finden wir die folgende Zusammenstellung: „Veit Stoß" von H. H. Ortner, „Dschungel" von Frank, P . r,DOn Skoepen" von Friedrich Bethge, „C h r t ft i a n d e W e t" von Krieger, „Die ver- f u n F e n e Glock e" von Gerhart Hauptmann (als Neuinszenierung), „Der Reiter" von Heinrich Zerkaulen und „Jakob von Artevelde" von SerrM.aCDl (ols Uraufführung). Hinzu kommt als Volksstuck „Der Verschwender" von Raimund. rc £?••? stspiel und Schwank sind folgende Erstaufführungen oder Wiederaufführungen geplant: „Die Perlenkette" von Külb, „Das Himmelbett von H i l g e n h ö h" von Brück- ^/^^^^.^erboxer" von Schwarz und Acathern, „Ich bin kein Casanova" von Bielen, „Das Mädchen Till" von Gondolat ch und „Hokuspokus" von Curt Götz. Der Spielplan der Oper sieht im Werbeheft öic folgenden Werke vor: „Die Z a u b e r f l ö t e" von Mozart, „O t h e l l o" von Verdi, „DerWild - schütz" von Lortzing, „K ö n i g s k i n d e r" von Humperdinck,, „I e n u f a" von Janaceck, „Don Pasquale" von Donizetti, „Carmen" von es eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit, die Alt- textilien weitgehend zu erfassen und der Wieder- oerarbetfung zuzuführen. Daß hier noch große Mengen von Textil-Rohstoffen zusätzlich gewonnen werden können, geht daraus hervor, daß bisher durchschnittlich nur 25 v. H. der Neutextilien -als Altmaterial in den Rohstoffkreislauf zurückgekehrt sind. Da aber im Höchstfälle nur 50 v. H. der Textilien durch Verschleiß vollständig verloren gehen, bleibt noch ein Rest von 25 v. H., der in den meisten Haushalten verbrannt wurde, im Müll verrottete, oder im Lumpensack den Motten zum Opfer fiel. Diese 25 v. H. stellen aber, wenn man den Durchschnittsverbrauch an Textilien in den letzten Jahren zu Grunde legt, eine Menge von etwa 200 000 Tonnen oder 200 Millionen Kilogramm Alttextilien dar. Diese ungeheure Menge für die Wlederverarbeitung zu erfassen und damit für die deutsche Volkswirtschaft zu retten, ist der Sinn der Reichs-Spinnstoffsammlung. Reißwolle und Reißbaumwolle werden in erster Linie zur Deckung des Kleidungsbedarfs verwandt. Das ist übrigens, wie bereits angedeutet, keine Kriegserfindung, sondern ein seit Jahrzehnten geübtes Verfahren. Die sogenannte „Stapelware" der Herrenkleiderfabriken war größtenteils aus Reißwolle hergestellt. Aber auch Teppiche, Hauswäsche, „Lagern" beeinträchtigt werden, noch soll andauernde Feuchtigkeit das Getreide gefährden. Dagegen hilft die Glut des Hochsommers die Trocknung beschleunigen, und deshalb nimmt der Bauer bie vielen Schweißtropfen geduldig hin, die ihm eine derartige „Reihe von guten Tagen" abzwingt. das allmählich in immer größerem Umfange zur Reise gelangende Kern- und Steinobst, vor allem aber die Weinrebe kann jetzt einiges an Son- nenglut vertragen. Regenfälle von längerer Dauer — die bei dem jetzt zumeist Ferienfreuden sich hingebenden Städter als „Landregen" einen besonders schlechten Ruf haben — können gegenwärtig schon einmal entbehrt werden, weil sich in den Nächten der Hundstagszeit wieder reichlicher. Tau niederschlägt als in den Wochen des Frühsommers. Eine ganze Reihe von Wettervoraussagen, meist bäuerlicher Prägung, geht von den „Lostagen" wahrend der Hundstagszeit aus. Daß der Inhalt vieler Wetterregeln scheinbar oft recht widerspruchsvoll ist, sagt durchaus nichts gegen die Genauigkeit der Beobachtung, wie man in der Stadt zuweilen meint, sondern versteht sich einfach daraus, daß die „Orakel" ja aus den verschiedensten Gauen des Reiches stammen und deshalb auch über die verschiedensten klimatischen Einflüsse aussagen. In vielen Gebieten stimmt es meist, wenn der Bauer sagt: „Wie die Hundstage eingehen, so gehen sie auch aus!" Andere Gaue, deren Witterung mehr von ozeanischen Klimaeiuflüssen abhängig ist, lassen den Bauern die gegensätzliche Meinung äußern: „Beginnen die Hundstage naß, so enden sie ttocken; beginnen sie trocken, so enden sie naß." Ueberwie- gend heißt es jedoch: „Zeigt sich der Hundsstern rem und klar, laßt er erhoffen ein gutes Jahr." Nicht selten hat die Hundstagshitze zuviel Ausdauer gezeigt, so daß es zu regelrechten Trockenperioden kam. Da der mangelnde Regen die Quellen immer dünner sickern oder sogar versiegen ließ, trockneten die Bäche aus, und die Flüße und Ströme verwandelten sich in Rinnsale. Im trodeng-etegten Flußbett wurden die Steine sichtbar, die im Zusammenhang mit der knappen Ernte als „Hungersteine" bezeichnet werden. „Wenn sich die Hungerstein' tun zeigen, Muß alle Fröhlichkeit wohl schweigen. Der Sommer hat nicht gut getan. Ein böses Hungerjahr geht an", so heißt es in alten Berichten. Doch hat der deutsche Bauer aus den Erlebnissen seiner Väter gelernt. Insbesondere entwickelte die Erzeugungsschlacht Maßnahmen im Landbau, die zwar nicht die Dürre beseitigen, aber ihre Folgen so weitgehend beeinflussen können, daß uns weder Hundstagshitze noch feindliche Blockadeversuche gefährlich werden können. 16 SJL-tfpoit 2. Rb. Bad Homburg (Nachdruck verboten.) 42. Fortsetzung. «' erledigen, das euren klaren _ bi allerhand zu bedenken und Lind i! {rieben. ( 3. 1. 2. 3. Nord. 3 3 4 weiter „Ich nerl-ang« Ne fofortige (Einberufung einer außerordentlichen General-Derfammlung auf dem gesetzlich hierfür vorgefchriebenen Weg mit folgender Er sagt es ein paarmal vor sich hin. ohne es zu - ■ ~ ; den Kamps. Den Kampf um Sie deutsche Frau Hilst dem Einzelhandel. Frie- daher der dringende Appell an alle grauen und 5 .... < t___u r;a PiövnttiA ntrhf nebuilbcn UNd M Wetzlar 05 Gruppe BD. 06 Kassel VfL. 60 Marburg SG. Petersberg Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 10 000 Zigaretten gestohlen. LPD. Frankfurt a. M„ 28. Juli. In H ochst wurde am hellen Tage ein dreister Kollidiebstahl ausgeführt. Von einem Speditionsfuhrwerk ver- fchwanden Pakete, in denen stch etwa 10000 Zigaretten befanden Bei der Untersuchung stellte sich heraus, daß man den Bock zum Gartner gemacht Hatte, denn der Spitzbube war kein änderet: al sbet Bohrer der Zugmaschine des bestohlenen Fuhrwerks. Er hatte noch Helfershelfer und Hehler, die das gestohlene Gut fortbrachten Vzw. ankauften. Insgesamt wurden fünf Personen, darunter auch eine Frau, unter dem Verdacht des Diebstahls und der Hehlerei v e r h a f t e t. Lind will ihn vernichten. Dominik sieht den Weg, den der andere gehen will, klar vor Augen. Die Tagesordnung sagt es ja Hoffentlich hat sich Nissen das kleine Madel da drüben noch nicht zu fest in den Kopf gesetzt! Mattheus Lind ist am Mittag dieses Tages mal zu Hau e. Er ist sehr aufgeräumt. Plaudert. Schwatzt. Lacht. Frau Martha kann sich nicht genug wundern. Auch Brigitte kennt einen so vergnügten Vater Der Lebensmitteleinzelhandel hat sowohl in dens- als auch in Kriegszeiten lebenswichtige Funk- tionen zu erfüllen. Durch ihn wird die Versorgung der Bevölkerung mit dem zunächst emmal lebenswichtigsten Stoff, den Nahrungsmitteln, teilt Ohne den Einzelhandel wäre eine planvolle und reibungslose Verteilung an den Verbraucher nicht möglich. Diese Aufgaben können aber nur dann im^Jnierefse aller VerbraucherI rich ig.gelost werden, wenn die notwendigen Kräfte zur Ver- ».FE.Teutonia^Wahenborn-Steinberfl Anläßlich des 15jährigen Bestehens des FE. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg gastiert am kommenden Sonntag, 3. August der Dreimalige^Be* reichsmeister des spielstarken Gaues 13 (Sud-West), die 1. Mannschaft des OFC. „Kickers 01 Offenbach a. M., bei den „Teutonen" in Watzenborn- Steinberg. Beim zehnjährigen Jubiläum des Der- eins gastierte der zweimalige Bereichsmeister des gleichen Bereichs, „Wormatia" 08 Worms, in weiß genug Bescheid in Geldgeschäften, um sich zurechtzufinden. „Ist der Schaden groß?" fragt sie „Darauf kommt's gar nicht an. Dielleicht ist der Kauf von Birk & Co. sogar von Vorteil Bei dm zur Zeit lausenden großen Aufträgen ist diese Mog- ltchkeit nicht von der Hand zu weisen. . ,,Ia, aber ..versucht Frau Lmd einen Ein wand zu machen. Ihr Mann läßt sie nicht zu Worte kommen „Neeneeneeneenee. Bloß keine ©enttmentai täten. Fiat justitia! Aus deutsch: Hande weg, oder ich haue zu! Ganz gleich, ob der Kauf notig war ober nicht — er hatte zu fragen ... „Und wenn er nun gefragt hatte? „Dann hätte ich mir als Aufsichtsrat die Grande erklären lassen." „Und wenn sie dir einleuchteten? „Dann hätte ich nein gesagt und Birk & Co. für die Norddeutsche Werft gekauft." Brigitte kann nicht länger an sich halten. „Aber, Vater", ruft sie dazwischen und kämpft ihre Tränen herunter. „Das ist doch em Himmel' schreiendes Unrecht, daß du ..." „Papperlapapp!" fährt ihr der Vater über den Mund „Taceat mutier in ecclesia. Auf deut^. Junge Mädel sollen ihren Mund halten, wenn Erwachsene von Dingen sprechen, die sie nicht ver ,tCjlnb nun willst du ..fragt Frau Lind ihren Mann. Borussia Fulda zweimal geschlagen. Hessens Fußballmeister Borussia Fulda stellte sich am Wochenende im Bereich Mitte vor, wo er aber keine Lorbeeren ernten konnte. Am Samstag ging der Freundschaftskampf gegen Cricket-Diktona Magdeburg mit 1:3 (0:0) Toren verloren, weil der Sturm zu wenig Durchschlagskraft zeigte. Das einzige Tor der Fuldaer resultierte aus einem Selbsttor Lind macht sich keine Gedanken herüber. Warum soll nicht auch einmal einem Otto Frinzka die Ge- duld reißen? Aber ob er nochmals wegen der Aktien antippt?" Nein! Jetzt nicht. ... , < Wenn die Generalversammlung vorüber ist uno der Krach in der Zeitung steht, kriegt man sie sur ^SluA^rinsta überlegt, ob er auf das Gespräch vom Rambower Jagdhaus, zurückkommen soll. Nein —! In vier Tagen lauft die Dommik gestellte Frist ab. So lange muß man warten. Außer- dem: Wenn man jetzt Lind daraufhin an spräche, denkt der, man hätte Angst, die Dommik-Werft ginge vor die Hunde, und bietet einem - drei aus- geblasene Eier ... Seit er die Redensart damals von Lind gehört hat, geht sie ihm nicht mehr aus ~aa)9ber Stauf* der Firma Birk & Co. wird nicht b) di?^G^ch'äftsführung des Vorstandes wird einer eingehenden Revision unterworfen; c) der Direktor Dominik wirb wegen groben Ver- trauensbruches zum Schaden der Gesellschaft mit sofortiger Wirkung abberufen und wegen feiner Verfehlungen gerichtlich zur Verantwortung gezogen. Mattheus Lmd. Dominik faltet den Brief sorgfältig zusammen und schließt ihn in den Tresor. Cs nicht notig, daß die Angestellten vorzeitig den Inhalt kennen bar. Verhütetilnfällewährendder Erntezeit! Die Erntearbeiten bringen erfahrungsgemäß eine aroße Anzahl von Unfällen mit sich, die vielfach auf Unachtsamkeit oder verbotswidriges Derha en zurückzuführen sind. Meist handelt es sich um Unfälle durch Sturz vom Wagen, um Verletzungen durch ungeschützte Sensen, durch Mähmaschinen, durch Stiche mit der Heugabel u. «. Alle m der Landwirtschaft tätigen Personen tun daher gut m ihrem eigenen Interesse und m dem ihrer Mithelfer folgende Ratschläge zu beachten: 1 Jedes Auf- und Absteigen wahrend der Fahrt vom Fuhrwerk ist zu vermeiden. 2 . Das Sitzen und Stehen auf der Deichsel, dem Langbaum oder der Waage, der Schere oder dem Wagscheit wahrend der Fahrt bringt Ge- △ Dutenhofen, 28. Juli. Der hlesige Kindergarten (K i n d e r b e w a h r a n st a 11) konnte dieser Tage auf fein 40jähnges De steh en zurückblicken. Aus diesem Anlaß fanb ein ^tnber= fest statt, an dem mit den etwa 80 Kindern, die täglich den Kindergarten besuchen, auch deren. Eltern und zahlreiche weitere Volksgenossen teilnahmen. Bürgermeister G e r l a ch gab dabei ln einer Ansprache einen Ueberblick über die Entstehung und Entwicklung des Kindergartens und insbesondere über dessen große Bedeutung in der Gegenwart und für die Zukunft. Er dankte gleichzeitig allen bisherigen Helferinnen und Helfern dieser gemeinnützigen Einrichtung für deren dankenswerte For- berung. - Ein Fuchs stattete dem Huhnerstall eines hiesigen Einwohners nachts einen Besuch ab und tötete 15 junge Huyner. Eme Anzahl davon hatte er bereits fortgeschleppt, wahrend tue übrigen auf dem Grundstück noch herumlagen. — Unsere Schule beteiligt sich wieder m eifriger Weise an der Altmaterialsammlun g. Größere Mengen Altmaterial wurden bereits dujam mengetragen und werden nun an die Sammelstelle weitergeleitet. dem Heeresdienst aus und trat zur Deichsfinanzverwaltung über, wo er vom 1. Juli 1921 bis 31. Oktober 1936 als Steuerinspektor beim Finanzamt Gießen tätig war. Nach Erreichung der Altersgrenze trat er am 1. November 1936 m den Ruhestand. Seit 1. Mai 1936 übt er ehrenamtlich die Tätigkeit des Verwaltungsführers des Kreiskriegerverbandes Gießen aus. Der Jubilar wurde mit dem Verdienst- treua für 25- und 40jährige Dienstleistungen, mit dem Eisernen Kreuz und dem Kriegsehrenkreuz, ferner vom Reichskriegerbund mit dem Jubilaums- abzeichen für 25jährige Mitgliedschaft unD dem Knffhäuser-Ehrenzeichen 2. Kl-asse ausgezeichnet. Im Kreise der alten Soldaten und feines großen Bekanntenkreises erfreut sich der in vielfacher Hinsicht verdienstvolle Jubilar nicht nur wegen feiner Dienstleistungen, sondern auch wegen seiner vortress- lichen menschlichen Eigenschaften großer Wertschätzung. Diele werden daher heute gern des beliebten Mannes gedenken. Auch mir bringen ihm untere herzlichen Glückwünsche zu seinem heutigen 70. Geburtstage und für sein weiteres Wirken als alter Soldat im Dienste einer großen Verpflichtung b°Am nächsten Morgen findet Friedrich Dominik den Niederschlag der luristifchen ^ratung in einem Briese, den die Friihpost ihm auf den Schreibtisch legt. Der Brief kommt eingeschrieben und mit Ruck- schein. Dominik erkennt den Absenderausdruck und hat gleich das Gefühl, daß der Brief nichts Erfreu- liches bringen werde. Er schiebt ihn beiseite. Erst das Wichtigste erledige, das einen klaren Kopf erfordert! Es gibt allerhand zu bedanken urch zu ordnen. Das Werk kommt zuerst! Auch anHttr beitereinstellunaen kann jetzt wieder gedacht werden In den letzten Wochen war die Zahl der Belegschaft auf wenig mehr als dr^hundert gesunken. Nu" kann 8- Co.!" Frau Lind hat in ihrer Sorge an trgenbetne strafbare Handlung gedacht, die sich Dominik hatte zuschulden kommen lassen. Also, bas ist es nicht, Gott sei Dank! „Ist bas so ein Unrecht?" fragt sie. „Unrecht?" lacht Linb. „Unrecht? Du fragft naiv. Wie das Mäbel den Pastor, wenn es — ach so, Brigitte ist da. Also, ich hab' nichts gesagt. Natürlich ist es ein Unrecht, wenn der Direktor einer Aktiengesellschaft ohne ben Aufsichtsrat zu fragen unb ohne sich um die Statuten zu kümmern, auf eigene Faust Käufe macht, zu denen er nicht das Recht hat." _ „ , Ach so! Hm. Die Tochter des Senators Spreckels unterlagen zu beschaffen hat, mit Arndt, der den Materialeinkauf mit Hochdruck einleiten muß. Erst danach kommt er endlich zur Lektüre des Lindschen Brieses. Schon nach den ersten Zellen beginnen die Worte zu schwimmen. „Sie sollen unter Verletzung Ihrer Befugnisse unb unter Umgehung des Aufsichtsrates widerrechtlich die unter Ihrer Leitung stehende DomiNik-Werft AG. durch Erwerb der Firma Birk & Co. Der- p^minU^rückt seine Brille auf die Stirn. Vielleicht kann er so besser lesen. „Wie Ihnen bekannt ist, verfüge ich über mehr als ein Zwanzigstel des Grundkapitals der Werft, um nach §264 des Handelsgesetzbuches die Einberufung einer Generalversammlung nut bestimmter Tagesordnung durchzusetzen. Ich bin aber auch bereit, Aktien in dem gesetzlich nominierten Umfange bei einem von Ihnen zu benennenden Notar zu hinterlassen, falls Sie das für erforderlich halten. Dominik läßt die Brille wieder über die Augen fallen. Also, es ist soweit! Der offene Kampf beginnt. Er fühlt, Wie sich seine Nerven auf diesen Streit einzustellen beginnen und ruhiger werden. Jetzt gibt es keine Ungewißheit mehr. Jetzt wird man endlich wissen, was man zu tun hat. Er lieft dem sinn. bem Ausgang der Unterredung zu- Er läßt feinen Wein halb stehen und geht kaum. Der lacht leise vor sich hm. Tja", sagt er, unb bläst ben Rauch feiner Zigarre durch die Nase. „Das hätte sich unser alter Freund da drüben auch nicht träumen lassen. Jetzt sitzt er brin in der Falle, bie er sich selbst gebaut hat. Brigittes Herz droht zu stocken. „Unser alter Freund da drüben" — das kann doch bloß einer sein — ein einziger! Lind erzählt wieder weiter. „Ich kann nicht verstehen, wie ein Mann so töricht sein kann. Er weiß doch, daß ich aufpasse. Daß ich ihm nichts durchgehen lasse. Das weiß er doch! Das habe ich ihm damals zugeschworen — in jener Nacht, wo du —" Ihm fällt ein, bah bas Kind, das Mabel, im Zimmer ist unb bricht ab. „Was hat er benn gemacht?" fragt Frau Lind. Lind steckt die Zigarre, die ausgegangen ist, wieder paffend in Brand. _ .. f „Tja. Was ich sagen wollte. — Eine Kardmal- dummheit. Kauft der Mensch die Werft von Birk Er nickt vergnügt. „Kapiert! Sehr ricytig! Nun will ich —! , Er macht die Hand zu und dreht sie herum, aie würge er irgendein Tier ab. „Nun will ich - Knacks! Vorbei. .. Die Frau schaut an sich nieder. Sie stndrt mch die Kraft, die Augen zu heben, wahrend ihr Man weiterspricht. „Jeder muß die Suppe ausloffesn, die er Win gebrockt hat. Ich habe ihn aufgefordert, eine Gene ralversammlung einzuberufen." „Die Generalversammlung sagt nein. J p kursverwalter von Birk & Eo. besteht auf ! Vertrag. Was ist die Folge?" „Was ist die Folge?" weint Brigitte aus uno beißt wieder auf ihr Taschentuch. (Fortsetzung folgt) s" Innerster Linie mangelt es dem Lebensmitteleinzelhandel an tüchtigem, geschultem Derkaufsper- sonal. Ist dieses in ausreichender Zahl nicht vor Händen dann treten für alle Teile Stockungen und Uebertaftungen ein, die sich nach verschiedenen Richtungen hin ungünstig auswirken. Einmal muß die Hausfrau beim Einkauf länger warten, sie ver lert Seit, die sie zur Erledigung anderer wichtiger Dinge braucht. Weiter kann bie Bedienung nicht so aufmerksam erfolgen, wie es im Interesse einer Beratung der Käuferin und planvollen Derbrauchslenkung erforderlich wäre. Zum anderen wird das Derkaufspersonal sowohl körperlich als auch seelisch überbeansprucht, so daß sich nach einiger Zeit hier Rückwirkungen zeigen, die weiteren Ausfall von Verkaufskräften nach sich ziehen müssen. So entsteht durch den Diangel an Verkaufskräften gerade im Lebensmitteleinzelhandel ein nutzloser Verschleiß an Arbeitskraft, der gerade im Kriege unbedingt vermieden werden muß. Hier kann dem Verteiler wie auch dem Verbraucher nur geholfen werden, wenn Verkaufskräfte zur Verfügung gestellt werden Die deutsche Frau, die nicht berufstätig, im Haus halt aber wenn irgend möglich "Och abkömmlich ist, findet hier ein Arbeitsfeld, auf dem sie sich sehr zum Nutzen der Gemeinschaft betätigen kann. Es ergeht 3. Beim Ausladen von Getreide und anderen Feldfrüchten sind die Zugtiere stets unter Auf- sicht zu halten; die auf dem Wagen arbedenben Personen sind vor dem jedesmaligen Weiterfahren hiervon laut zu verständigen. Gefährlich ist es, Kinder beim Heimbringen der Feldfrüchte oben auf dem Fuder mitfahren zu lassen. 4. Beim Stecken und Abnehmen von Garben ist Vorsicht am Platze. 1 5. Vor der Beseitigung von «Störungen an be- spannten Mähmaschinen ist das Getriebe aus- Mrücken, und die Zugtiere sind abzuhangen. Beim Arbeiten an der Mähmaschine nie vor, sondern stets neben ober hinter den Messerbalken treten. . _ rk 6 Beim Tragen von Sensen zum und vom Felde ist die Klinge in ihrer ganzen Länge zu verkleiden. (Sensenschuh.) Gießener Wochenmarkkpreife. Nachstehende Preise sind H^rldlerpreise und verstehen sich für A’2ßare. Für B-Sßare ober abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * G i e ß e n, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, kg 9, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 20 bis 30, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 9 bis 10, Bohnen, grün, 31 bis 38, Mischgemüse 8 bis 10 Tomaten 30 bis 40 Zwiebeln, das Bund 98, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salatgurken, XA kg 15 bt5 35, Einmachgurken, das Stück 1 bis 6, Oberkohlrabi 12 bis 15, Rettich 10 Rpf. * ** 85 Jahre alt. Am heutigen Dienstag, 29. Juli, kann Frau Witwe Luise Gail, bei der Familie Schultheis, Marktstraße 3 wohnhaft, in aller Frische ihren 85. Geburtstag begehen. Die alte Dame bringt den Ereignissen unserer großen Zett lebhaftes Interesse entgegen und lieft noch täglich bie Zeitung. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag und für einen weiteren schönen Lebensabend. hast Du vergessen, daß aus Deinen Lumpen und Spinnstoffresien wieder gute Kleider gemacht werden? Was wir im Inland haben, brauchen wir nicht einzuführen. Also nicht in den Ofen oder in den Mülleimer, sondern alle Reste und alle Rohstoffe zu den Altstoff. sammetstellent I°w°i7 sie beruflich nicht g-bnnden und in ihrem Haushalt, wenn auch nur für halbe Tage ab kömmlich sind, sich als Verkäuferin für den Lebensmitteleinzelhandel zu melden. Die Frau bringt l)ier- au bereits eine gewisse Vorkenntnis mit, denn durch das Einkäufen öunb Verarbeiten der Lebensmittel im Haushalt sind ja Erfahrungen und Kenntnisse vorhanden, die das Einarbeiten m den neuen Be ruf fehr erleichtern. Es sei hier darauf hmgewi sen daß vor Dem Einsatz in den Betrieben.^ne Schulung durch die Deutsche Arbeitsfronr, Abteilung für Be- rufserziehung und Betriebsfuhrung, auf folgenden Gebiete vorgenommen wird: Warenprüfung und Warenpflege, Verkaufspraktische Hebungen Wiegen unb Verpacken, Umgang mit Lebensmittelkarten, einfaches Rechnen im Einzelhandel, Die wichtigsten behörDlichen Richtlinien. Der Einsatz als Verkäuferin kann je nach den persönlichen Verhältnissen Der einzelnen Haus- frauen unD der Zeit, bie ihr für Die berufliche Be tatigung zur Verfügung steht, halb- unD ganztags erfolgen. Die vorherige Schulung ist kostenlos, wah renD Die Bezahlung als Verkäuferin nach Den üblichen Sätzen erfolgt. Krauen und Mädchen, die sich als Verkäuferin auf Zeit Dem Einzelhandel zur ^Agung stellen wollen, melden sich umgehend bet der Deutschen Ar beitsfront, Kreiswaltung Wetterau Hauptabteilung für Berufserziehung unb Betriebsfuhrung, Gießen, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 4 (täglich von Z12 unb'14.30 bis 18 Uhr). ^UgHeber der NS.- , Frauenfchaft melden sich bei der Geschäftsstelle der , Kreisfrauenschaft, Frankfurter Straße 1. DieMe- i Dung kann sowohl persönlich als auch jlhnftlich er t folgen. Letzter Meldetermin ist Der 31. Juli 1941. Vorbildliche Kameradschaft. Daubringen, 28. Juli. Am Sonntag gaben KameraDen Der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr ein schönes Beispiel ihrer kameradschaftlichen Gesinnung und Einsatzfreudigkett. «Sie trafen sich an Dem großen Acker eines schon feit längerer Zeit erkrankten inaktiven Feuerwehrkame- raben, der sein reifes Korn nicht selbst schneiden der Magdeburger. Noch W«*« U Hessenmeister beim Dessauer SV. 05, der mit iu.1 (4:1) einen Bombensieg landete. Im Sturm der Fuldaer fehlte der Nationalspieler Gartner an allen «den unD Äanten. Am wtkrMgsten war noch Schaffert, der beim Stand von 3:0 auch das Ehren tor schoß. Aus Ver engeren Heimat. ! Watzenborn-Steinberg. Die Veranstaltung am kommenden Sonntag wird hinter derjenigen vor fünf Jahren kaum zurückstehen. An dem am Sonntag an Der Neumuhle veranstalteten Jugendblitzturnier der „Teutonen nahmen die Juaendmannschaften von Gruningen, Leihgestern, Rödgen, Wetzlar 05 und Watzendorn-Stein- berg teil. Gespielt wurde nach dem ko.-System, also jeweils der Verlierer fiel aus Dem Wettbewerb. Das Los führte im erjten Spiel Grumngen und • Rödgen zusammen. Nach interessantem Spiel stand die Partie nach zweimaliger Führung von Rödgen 2:2. In Der Verlängerung holte Gruningen den Sieg durch einen schön geschossenen Strafstoß heraus. Im weiteren Spiel standen sich die beiden spielerisch besten Mannschaften, der Bannmeister Leihgestern und die Jugend des ters Watzenborn-Steinberg, gegenüber. Mtt o:U blieben überraschend die jungen „Teutonen Sieger. Im folgenden Spiel trat Grüningen gegen Wetzlar an. Der Sieger aus diesem Spiel kam ms Gnbfptel und hatte sonach Aussichten auf Den Pockal. Gruningen mar in diesem Spiel nicht mehr mtt kompletter Mannschaft zur Stelle, und Wetzlar holte sich durch einen Alleingang des MittMurmers einen l:0-Sieg. Hätte Grüningen seine Mannschaft wie beim ersten Spiel zur Stelle gehabt, so wäre Wetzlar um eine Niederlage nicht herumgekommen. Das Endspiel wurde sonach, nachdem voryer noch em Gesellschaftsspiel zwischen der 2. Jugend von Rödgen und Watzenborn-Steinberg zum Austrag gekommen mar, von W-tzlar und Watzenborn-Stemberg be- stritten. Auch in diesem Spiel blieben die Watzenborn-Steinberger Sieger; sie errangen somit den 1. Platz. Auf dem 2. folgte Wetzlar, wahrend Gruningen den 3. Platz belegte. Die '.Teutonen als Veranstalter des Turniers verzichteten auf Den Pokal, Der Dem 2. Sieger, Der Jugendmannschaft von Wetzlar 05, zufiel. aui wenig iiiyi ^^'Uank Es gibt nichts daß die Angestellten vorzeitig Den ^nyaii RSä:r..7 .. “ »• rsÄn'S«“" ^Dann'hat er noch Besprechungen mit Nissen, der Gir fagt es ein naarmal vor sich hin, °h den Birkschen Betrieb übernehmen soll, mit Lietzen- beachten. Jetzt gilt es l... ....... darf, Der für Die Fluhdampfer Die Konstruktwns- alles. stand: Gruppe Sud. 1. Germ. Niederrodenbach 2 ..... 2 2 S.Wesdig-Bergfest. Das Weidig-Bergfest auf dem turngeschichtlich bedeutsamen Schrenzer bei Butzbach wird am 17. August zum 5. Male durchgefuhrt. Die volkstümlichen Wettkämpfe sind offen für die Bereiche Hessen und Südwest. Eine vorbereitende Bespre- chung wurde jetzt in Butzbach durchgefuhrt. Wie das Bergtreffen tm Vorjahre wird auch das zweite Kriegstreffen auf dem Schrenzer ferne starke Anziehungskraft auf die hessischen Turner und Sportler wieder ausüben. Um den Aufstieg in Hessen. Germania Niederrodenbach und BV.06 Kassel find'weiterhin die Favoriten bei den Aufstiegsspielen zur hessischen Fußball-Bereichsklasse. Niederrodenbach, der Spitzenreiter Der Südgruppe, war Diesmal spielfrei, hat aber Durch den 3:2- (1:0) Sieg von Reichsbahn 05 BaD Hornburg über den SV. Wetzlar 05 seine Spitzenstellung nicht unwesentlich befestigen können. In Der Nordgruppe fertigte der ührende BV. 06 Kassel die SG. Petersbera tm Ruck- piel glatt mit 4:0 (1:0) ab, und nun fallt d>° Ent. (heibunq im letzten Treffen zwischen VfL. 60 Marburg und BV.06 in Marburg. Die Marburger mußten mit mindestens 3 Toren Unterschied gewinnen, wenn sie es noch schaffen wollten. Der Tabellen- SchÜhe Deine Ernte vor Brandgefahr! Brandschaden ist Landschaden!_______________ konnte um die wertvolle Crntefrucht in gemeinsamer Arbeit zu b - r g e n. 3n etwa zweistündiger Arbeit wurde der große Acker abge- mäht und das Korn in Haufen gesetzt, so daß Da mit Die Ernte von Dem Acker auch wahrenD der Krankheitszeit des Eigentümers sichergestellt wer- den konnte. Diese vorbildliche Haltung der^ wackeren Feuerwehrmänner verdient alle Anerkennung. Gefängnis für Verfütterung von Brotgetreide. * Alsfeld, 29.Juli. Das hiesige Amtsgericht verurteilte einen Mann aus einem Nachbardorfe Der Roggen an sein Vieh verfuttert hatte zu Drei Monaten Gefängnis. Hinzu kommen noch die Kosten des E°Mtrv°rfahren-,. bi« Der Verurteilte zu bezahlen hat. Nur dem Umstand, daß er das Brotgetreide m der Hauptsache schon vor Ausbruch Des Krieges im Jahre 1939 ver füttert hatte — was aber auch damals schon dura) Gesetz verboten war — hatte ver Angeklagte es zu verdanken, daß Die Strafe für fern Tun nicht noch schwerer ausfiel. 1 ' kreis Alsfeld. _Homberg (Ohm), 28. Juli. Die Eheleute Wilhelm unD Henriette Ar n o ID , Haimühle, konn- ten heute im Kreife ihrer Kinder und Enkel das Fest Der goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 74, feine Frau ist Jahre alt; beik^ erfreuen sich nochx bester Gesundheit. Dem JubA- paar nachträglich unseren herzlichen Gluckwunsch. Kreis Wetzlar. 9:2° 4:0 3:7 2:2 4:7 0‘.4 11:4 5:1 10:8 3:3 5:14 2:6