Regierung vorstellig geworden. Außenminister Misuoka Gast des Führers Der Empfang in der Neuen Reichskanzlei ihrer Sendung. Diesem Ideal einer harmonischen Weltordnung, die jedem Volk die freie Entfaltung seiner Kräfte in seinem natürlichen Lebensraum gestattet, näherzukommen ist das Ziel des Dreimächtepaktes, der die drei verbündeten großen Völker und die ihnen angeschlossenen Staaten zu einer Schicksalsgemeinschast zusammengefügt hat, einer Schicksalsgemeinschaft auf Leben und Tod, wie es Reichsaustenminister von Ribbentrop hi seinen Begrüstungsworten für den japanischen Gast nachdrücklich und uninistverständlich formuliert hat. ilud Matsuoka hat in seiner Antwort diesen Gedanken unterstrichen, indem er keinerlei Zweifel darüber liest, dast jede Einmifchung raumfreinder Mächte in die Interessensphären der verbündeten Nationen aus die entschiedenste Abwehr stostcn werde. Der Todfeind jeder gerechten und sinnvollen Neuordnung, wie sie die im Dreierpakt derbündeten Grostmäehte für Europa und Ostaiien als den ihnen, von Natur aus zugewiesenen Lebensräumen erstreben, ist 'England, dessen brutal zusammengeraubtes Empire sich mit seinen Dominions, Kolonien und Stützpunkten über den ganzen Erdball erstreckt, dessen Weltherrschaftsanspruch die natürlichen Le- bensbedingungen der jungen aufstrebenden Völker mistachtet, die Freiheit der Kleinen blutig unterdrückt und auch dort Unfrieden und Zwietracht sät, wo England — man denktz nur an den Balkan — Ankara, 28. März. (Europapreß.) Da die griechische Regierung in den letzten Tagen mehrfach türkische Transitwaren, die s ü r d i e Schweiz Schickfalsgemeinschast aus Leben und Tod. in Kairo, eilten arabischen Block unter Einschluß Aegyptens, Palästinas, des Iraks, Transjordaniens und der Türkei zu bilden, sind nach der ägyptischen Zeitung „Mussawar" als völlig mißlungen zu bezeichnen. Das Blatt weist auch darauf hin, daß von ägyptischer Seite kein einziger Empfang für Eden angesetzt worden sei, während englischerseits zahlreiche Veranstaltungen unter .Hinzuziehung hochstehender ägyptischer Persönlichkeiten aufgezogen wurden. Türkei vermeidet Transitverkehr über Griechenland. Der Führer im Gespräch mit Matsuoka. Links Gesandter Dr. Schmidt. (Ausnahme: Presse-Hoffmann-M.) protze Iranerkömg Darajawusch, bekannter unter Il?m Namen Darius I., nannte sich mit berechtigtem ö olz „Arier aus arischem Stamm". Die Bezeich- nmg Pursten geht auf die alten Giechen zurück, die t ne Provinz für das ganze nahmen und ist deshalb rrtumlich. Die Wiedergeburt Irans ist^das Werk eines gelt aten Mannes, des jetzigen Schahs Resa Pah- la v i. Das große Berg!and Iran zerfällt in die «rötere, westliche Hälfte des eigentlichen Kaifer- r^ichs Iran und in einen östlichen, durch Afghani- icn und Beludschistan gebildeten Teil. Iran war md ist die Drehscheibe n a ch I n d i e n. Im !ohre 1919 hatte ein willfähriger Schah einen Der- t°ag mit Rußland und England geschlossen, der faktisch Iran aufteilte, und zwar in eine iLrdliche russische und eine südliche eng.,-schc (Ein- sichzone. Die Zonen waren militärisch besetzt, das Militär und die. Zivilverwaltung englischen Kon- rolleuren unterworfen. Das Ende der Selbständig- l*it Irans schien gekommen. Da erhob sich General resa Pahlavi. Am 25. Februar 1921 mar- thierte et auf Teheran. Rußland verzichtete auf tie Verträge vom Jahre 1919, annullierte die Kon-- Unionen und» Anleihen und wurde seitdem der i -reund des neuen Reiches. England zögerte, ; -der die damalige Weltlage gestattete ihm nicht, es uf den Widerstand ankommen zu lassen. Es sicherte iid) den Besitz der Oelquellen auf der Insel B a h - ein und stellte sie unter den Befehl ihrer Ad- ; niralität, aber die englischen Truppen und Ausbeuter verließen Iran. Es war der größte biplo» -ratifche Triumph, den die neue Re-gierung Irans A tiislcmg davongetragen. Die iranische Souveränität ;l| Dar gerettet, der Wiederaufbau des Landes begann. Aber zunäck)st mußte sich Resa Pahlavi mit dem I tton England unterstützten Scheich von M oh a m- “t e r a b herumschlagen. Der baute auf englische Zu- I dgen und Garantien, aber im Jahre 1924/25, als '[ ine Truppen Irans konzentrisch den Scheich angrif- $ *n, verließen, treulos wie immer, die Engländer tiefe ihre Schachfigur. Aber erst 1934 verlegte der ■ t Mglische Resident seinen Sitz vom iranischen Brschir ' >ach Koweit in Arabien. Im Jahre 1932 löste Iran il iie bisherigen Monopolverträge und schloß wegen , k ter Oelquellen in Bahrein neue Verträge ab, I lie für die Engländer aber sehr wenig vorteilhaft ! Daren. Im Jahre 1940 mußte England, da Iran | mit der Nationalisierung der Oelquellen drohte, zu I kreuze kriechen und Nachzahlungen für die ab gell irosselte Erzeugung der Oelquellen in die iranische |! Staatskasse zahlen. Der Weg zur vollen Souverän:- U iit über die Oelquellen ist jedoch für Iran damit noch nicht beendet. . Die weise Staatsmannskunst des Befreiers von Iran, des Schah-in-Schah Resa Pahlavi, hat von wrnherein daraus gesehen, daß eine i r a n i 11J c '£ r me e gebildet werde, die mit den modernsten Soffen ausgerüstet ist. Gleichzeitig erfolgte die verte h r s t e ch n i s ch e Erschließung, die groß- ?-igige Inangriffnahme wirtschaftlicher Reformen, her Abschluß von Handelsverträgen vor dient mit Rußland und dem treuen Freunde Irans, item nationalsozialistischen D e u t s ch e n R e r ch e, lie Hebung der Bauernschaft und die Sorge für Neusiedlungen sowie die Bewässerung des ernst s» fruchtbaren und durch die jahrhundertelange Schlamperei verödeten Landes. Gleichzeitig folgten Reformen des tag- Lebe n s u. a. fiel der Schleier der Frauen, genau wie in der Türkei, und die iranische Frau Titnmf heute gleichberechtigt am öffentlichen Leben teil. Die Jugend wird militärisch erzogen, die alten und neuen Dichter Irans, an denen kein Mangel, Her Uebersluß besteht, leben tn aller Munde. Wenn lie Jugend Irans am Geburtstage ihres Herrschers t-aditionsgemäß Bäume pflanzt, dann knupst diese Sitte an die der alten Arier °>>. denn alten •'iran war Bäumepflanzen eine heilige $fW m» luirch ein Sebot Zaraasters |lll V/ Wlljv||v 11 «iefeen,Schnlftratze 7-9 Vereinbarung)25'/«»mebr tat in dem deutschen Ringen gegen die englische Plutokratie erklärt, und England hat trotz aller englischen und amerikanischen Versuche, Panit zu Listen und das Land in den Krieg und damit wie- )er in die frühere Unfreiheit zu ziehen, eine glatte Absage des aus seinen Herrscher und aus seine neu erwachte Kraft stolzen Irans erhalten. So ist es jetzt, am Tage des Jahresbeginns, 20 Jahre nachdem Resa Pahlavi Irans Souveränität rettete, das iranische Volk eins in dem Bewußtsein, daß Gott Iran den rechten Mann schenkte, der es aus den Händen der Knechtschaft erlöste und zur Sonne führt. Edens Bemühungen um einen arabischen Block gescheitert. Ankara, 28. März. (Europapreß.) Die Bemühungen Edens während seines Aufenthaltes Matsuoka und Reichsaußenminister von Ribben- trop empfingen nachmittags Vertreter der deutschen Presse und Korrespondenten der dem Dreimächtepakt angehörenden Staaten mit den in Berlin ak- trebierten Presseattaches ber oerbünbeten Mächte im Auslandspresseklub. Reichspressechef Dr. Diet» rich gab ber bejonberen Freube ber Presse Aus- bruck über bie liebenswürbige Bereitwilligkeit, mit ber sich Exzellenz Matsuoka auf seiner Europareise ihr zur Verfügung stellte unb über bas außerordentliche Verständnis, das er ihrer Arbeit unb ihrer Aufgabe entgegenbrachte. Persönliche Gespräche mit ben beiben Außenministern boten ben Pressevertretern Gelegenheit zum Gedankenaustausch unb Informationen. Empfang in der japanischen Botschaft. Der japanische Botschafter in Berlin, Oshima, gab am Freitag zu Ehren bes japanischen Austen- mmisters in ber Botschaft einen Empfang, an dem ber Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, Generalfeldmarschal» Keitel, Reichsführer ff Himmler, Reichspresiechef Dr. Dietrich, bie Reichsminister Lammers unb Funk, Staatsminister Meist- ner, ber Staatssekretär im Auswärtigen Amt von Weizsäcker unb der deutsche Botschafter in Tokio, Ott, teilnahmen. Bei bem Empfang waren ferner anwesend ff-Obergruppenführer Lorenz, Unter- staatsfekretär Woermann, Abmiral Förster, kommis- j.iriffber Oberbürgermeister Steeg, Ministerialdirektor Wiehl, Generalleutnant von Hase, ff Grrlppen- führer Wolff, bie Gesanbten im Auswärtigen Amt Chef bes Protokolls von Dörnberg, von Rintelen, A^iter des Minifterbüros Dr. Schmibt-Hevel, Leiter ber Presseabteilung Dr. Schmibt, sowie vom Ehrenbienst Botschafter Stahmer, Gesandter Kordt, ff- Oberführer Stenger unb Oberst im Generalstab Matzki. Von japanischer Seite waren die Mitglieder der Delegation des japanischen Austenministers unb Herren ber japanischen Botschaft anwesend. wahr' uni) viel wichtiger sein muß, ist, daß uns amerikanische Hilfe in der Atlantikschlacht Erster britischer Geleitzug vom La Plata nach England. ®e« Der« in Manila auf den Philippinen, von deren Lösung aus der amerikanischen Herrschaft schon lange keine Rede mehr ist, während die pazifische Flotte selbst in Pearl Harbour auf Hawai ihren wichtigsten Stützpunkt hat. Aber oon dort bi« Manila sind es rund 9000 Kilometer und oon Manila bis nach Italienische Geefireitkräste in die Gndabncht eingedrungen Oer italienische Bericht. Keren nach blutigen Kämpfen vom Feinde besetzt. Rom. 28. März. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Artillerietätig- keit. Unsere Luftverbände haben im Sturzflug feind- liche Stellungen und Verpflegungslager bombardiert. 3n der Rächt zum 26. März sind Angnffskräfte der italienischen Kriegsmarine in die S uda- bucht (Kreta) eingedrungen und haben vor Anker liegende Kriegs- und Transportschiffe angegriffen, wobei dem Feinde schwere Vertu st e zugefügt wurden. Ein feindliches Kriegsschiff ist gesunken. Englische Flugzeuge haben einige italienische Stühpunke im Aegäischen Meer bombardiert. Einige perfonen wurden verwundet. Rach sechs Wochen ununterbrochener blutiger Kämpfe haben die feind- tichen Truppen Keren beseht. Die Schlacht geht in der unmittelbaren Rahe weiter. 3m Harra- Gebiet haben unsere Truppen die Stadt harrar geräumt, um ihre Bombardierung zu vermeiden. Unsere Bomberverbände haben zahlreiche feindliche Kampfwagen im Offen der Stadt mit MG.-Feuer und Splitterbomben belegt. Oer Wehrmachtbericht. Vertin, 28.März. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe fetzte auch gestern den Kampf gegen die britische Schiffahrt fort. An der Südwestküste von Wales griffen drei Kampfflugzeuge einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an. Sie versenkten drei Frachter mit zusammen 15 000 VRT. Vier weitere Schiffe dieses Geleitzuges sowie ein fünftes im gleichen Seegebiet angegriffenes Schiff wurden durch Bombentreffer beschädigt. Aufklärungsflugzeuge bekämpften bei Tage Hafeneinrichtungen, Fabrik- und Bahnanlagen in mehreren südenglischen Städten erfolgreich mit Bomben. Der Feind flog in der Rächt mit schwachen Kräften nach Westdeutschland ein. In einigen. Orten entstanden durch Spreng- und Brandbomben Schäden nur an Wohnhäusern. Einige Zivilpersonen wurden getötet und verletzt. Bei den erfolgreichen Angriffen auf de« G e l e i t z u g an der Küste von Wales zeichnete sich Hauptmann Müller, der die Einheit als stell- vertretender Gruppenkommandeur führte, besonders aus. 3m Tiefangriff vernichtete er allein drei Han- delsschiffe. Der im Wehrmachtbericht vom 27. März erwähnte Angriff auf ein Werk der britischen Flugzeug-Rüstungsindustrie wurde von einem einzelnen Kampfflugzeug in kühnem liefflug mit stärkster Wirkung durchgeführt. Die Besatzung bestand aus Leutnant vom Felde als Kommandant, Feldwebel S ch ö m h o f f, Feldwebel 3 a • nopa und Feldwebel R i b i c. Der Gegner verlor gestern sechs Flugzeuge, davon drei bei dem Versuch, in der letzten Rächt nach West- deutschtand einzudringen, durch Rachtsäger und Flakartillerie. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. „Wir können nicht warten. England braucht jedes amerikanische Schiff und jeden amerikanischen Seemann. Für eine Festaufführung von Kleists großem historischen Ritterschauspiel „Das Kätchen von Heilbronn", die im Deutschen Theater zu Berlin (1905) stattsinben sollte, wurde Hans P f i tz- n e r um seine musikalische Mitarbeit gebeten. In Schaffenserregung antwortet er: „Ähre Anregung ist bei mir auf fo fruchtbaren Boden gefallen, daß ich den Kopf ganz voll davon habe." Die enge Geistesverwandtschaft zwischen Pfitzner und GM lieh ch« ganz in seiner Ausgabe aufgehen, wandeln werde, um dann fortzufahren: „Die Mächte des Dreierpaktes wollten den Konflikt begrenzen. Sie wollen nicht zulassen, daß in ihren Lebensräumen fremde Mächte operieren. Das britische Weltreich und die Bereinigten Staaten hätten weiterhin ihre großen Territorien ausnutzen können, ohne sich in die Angelegenheiten einzumischen, die rein europäisch unb asiatisch sind. Heute befindet sich nach den Worten Ribbentrops, ganz Europa m einem Kamps um seine Freiheit an der Seite der Achse. Die Achse hat tatsächlich den Krieg schon gewonnen, und noch am Ende dieses Jahres wird die Welt dies erkennen. Der deutsche Auhenmimfter deutet natürlich in keiner Weise an, mit welchem Plan England besiegt werden wird. Die Achse und Japan zeigen eine Gemeinsamkeit der Ideen, Ideale und Interessen. Es besteht eine Einigkeit SU f Tod und Leben, und es wird nicht möglich sein, einen Anschlag auf eine der drei Mächte auszuüben, ohne die entschlossene Feindschaft der beiden anderen herauszufordern". Zettschristen. — „Freude am Leben." Bebilderte Monats* schrift des Ifteichsbundes für Biologie. Herausgeben Dr. Walter Greife. Hugo Berrnühler Verlag, Ber- lin-Lichterfelde. — Das Märzheft der stets anregenden Zeitschrift für Naturfreunde bringt an erster Stelle einen mit schönen Aufnahmen illustrierten Beitrag „Seeadler in Deutschland": eine Bildreihe der Bavaria-Filmkunst von Professor W. Hege und K v. Loewenstl in befaßt sich mit dem Vorkommen, des unter Naturschutz stehenden deutschen Raubvogels, vor allem in Mecklenburg, wozu Br. Glasewald, der Ornithologe der Reichsstelle für Naturschutz, sachkundige Angaben liefert. In besonderer Weise zeitgemäß erscheint ein Beitrag „NordNorwegen und der Fisch" von Assessor Günter Diberg. Einen äußerst interessanten Aufsatz lieft man über den Iltis. Kurt Knaak, der vor einiger Zeit eine hübsche kleine Monographie über den Eisvogel herausbrachte, teilt hier auf Grund eigener Beobachtungen und Aufnahmen allerlei Wissenswertes,, vielen sicher noch' Unbekanntes über das kleine Raubtier mit. Volkswirtschaftlich und ernährungspolitisch gleicherma'ßen bedeutsam erscheint, gerade im zeitigen Frühjahr. Dr. F. W. Frickhmgers Beitrag „Wichtige Fraget des obstbaulichen Pflanzenschutzes^ auch hier, erläutern Bilder den Text. , geistsprühendes Werk, das sich frei macht von äNgst- sich gehüteter, traditioneller Gesetzlichkeit, geboren aus schalkhafter sprudelnder Laune. Hier pulsiert jugenofrischer Wille, lebensbejahend, aber voll spöttischem Ton bereit, allem Hergebrachten ein Schnippchen zu schlagen. Nicht ohne Absicht hat wohl Richard Strauß hier den Pauken gewichtigen motivischen Anteil zugewiesen, und bas nicht nur zu Anfang des Werkes, sondern auch in seinem weiteren Verkauf, wo das Klavier sich mit den Schlaginstrumenten thematisch auseinandersetzt. Lassen auch Einzelheiten, zumal auch in der Instrumentation, schon den späteren Strauß erkennen, so bekennt dennoch Richard Strauß vier Jahre später (1890), daß er schon über bas Werk weit hinaus sei und nicht mehr mit voller Ueberzeugung bafür eintreten könne, obwohl bie Burleske einige Monats vorher auf bem deutfchen Tonkünftkerfeft bes allgemeinen beutfchen Musiker-Vereins in Eisenach ihre Uraufführung 1890 erlebt hatte. Eugen b'Albert, bem das Werk „freundschaftlichst zugeeignet" ist, spielte damals den Klavierpart. neuen Schlachtschiffe, darunter zwei zu je 45 000 Tonnen fertiggestellt sein. Mit größtem Eifer treiben die USA. den Ausbau ihres Netzes von Flotten- und Flugzeugstützpunkten voran, mit bem sie in weitem Bogen ben ganzen östlichen Pazifik abgeriegelt haben. Seit 1935 sind diese fprungbrettartig nach Westen vorgeschoben und mit der Insel Guam in der Gruppe der Marianen haben die USA. einen Stützpunkt unmittelbar im japanischen Mailand, 29. März. (Europapreß.) Ein leitzug unter dem Schutz britischer Kriegsschiffe ließ in diesen Tagen als erster die uruguayische Hauptstadt Montevideo. Die britischen Kriegs, schiffe gehören dem Südatlantikgeschwader an. Der Geleitzug besteht aus etwa 30 Schiffen, worunter sich auch einige argentinische befinden, die landwirtschaftliche Erzeugnisse an Bord haben. Diese erste Bildung eines Geleitzuges am La Plata beweist, daß sich England selbst in diesen fernen Meeresteilen, weitab vom Kriegsschau- Nie Blumenmädchen. Als her Generalmusikdirektor Karl Muck einmal in Bayreuth eine Probe zu Wagners „Parfivaft Ifitete und bie Blumenmädchen auf ber Bühne dis Stelle fangen: „Ich dufte süß, ich dufte süßer", kam es Muck so vor, als ob eine der Sängerinnen mit dem Text nachhinke. Er ließ die betreffende Stelle wiederholen und machte dabei die gleiche Entdeckung. Da klopfte er ab und sagte zu der jungen Dämel „Leiter kann ich von meinem Platz aus nicht fest» stellen, wie süß Sie duften, mein Fräulein! Aber das eine' weiß ich mit Bestimmtheit: Daß Sie regelmäßig u.m einen Achteltakt z u spät geduftet hoben!" erneuert, hatte den Japanern die Rückendeckung verschafft, die sie gegen interventtonslüsterne dritte ! Mächte brauchten. 2m Weltkrieg lag es in der Linie der japanischen Festlandspolittk, daß Japan sich Tsingtaus bemächtigte und von dort die nord- chinesische Provinz Schantung durchdrang. In den Interventionskriegen ber Westmächte gegen die Sowjets überläßt man Japan auch noch die Hauptlast des Kampfes in Sibirien. Aber daraus abge- lettete Ansprüche Japans werden rundweg adge- lehnt und dem vereinten Druck der beiden angelsächsischen Mächte, denen Japan zu groß zu werden drolst, fühlt man sich in Tokio damals noch nicht stark genug, die gewonnene Stellung in Nordchina zu behaupten, Japan räumt Tsingtau und Schantung, ja es sieht sich genötigt, auf ber Flotten- konserenz von Washington 1922 in eine Beschränkung feiner Flottenrüstung im Verhältnis 3:5:5 zur englischen und nordamerikanischen Flotte ein- zuwikligen. Das japanifchL Volk hat diese Demitti- gung außerordentlich bitter empfunden, namentlich da sie von seinem ehemaligen Verbündeten England ausging. Washington wurde das japanische Versailles, denn die von den Vereinigten Staaten und von England für seine Dominions und Kolonien erlassenen verschärften (Einroanberungsbeftimmun* gen für Japaner, bie einem Verbot gleichkamen und eine brüst verletzende Deklassierung bedeuteten, trafen das japanische Volk an seiner empfindlichsten Stelle, in seiner Ehre. Man wurde sich in Tokio darüber klar, daß der zweite Absprung in die Weltpolitik nur in schärfstem Widerstreit mit England und den Vereinigten Staaten geschehen konnte. Der Sprung gelang 1931 mit der Besetzung Mandschukuos, eines Landes, das feines Klimas wegen zwar bem japanischen Menschenüberstuß nicht das erwünschte Ventil öffnete, aber mit seinen reichen Naturschätzen ber japanischen Wirtschaft einen guten Teil jener kriegswichtigen Rohstoffe bot, in denen sie bisher ausschließlich auf bie Zufuhr aus den Vereinigten Staaten angewiesen war. Damit war bie Ausgangsstellung für eine erweiterte Fest- landsvolitik und weit darüber hinaus für eine oft» asiatisthe Großraumpolitik gewonnen. 1936 kündigte Japan bie Flottenverträge, um in seiner See- rüftung, der Voraussetzung jeder Großmachtpolitik für das Jnselreich, wieder volle Bewegungsfreiheit zu erhalten. England antwortete mit dem Ausbau von Singapur zu einer gewaltigen Seefestung an einem strategischen Scheitelpunkt des Pazifischen Ozeans unb bem Aus kiel legen von fünf Großschlachtschiffen zu 35 000 Tonnen, die den Kern eines besonderen Ostasiengeschwaders bilden sollten. Der Einmarsch ber japanischen Truppen in China, der 1937 beginnt, um die 400 Millionen des chinesischen Volkes aus den Wirren eines ewigen Bürgerkrieges frei zu machen unb zur tätigen Anteilnahme am Aufbau eines mächtigen Großostasiens zu zwingen, lost einen hinterhältigen aber verbissenen Widerstand der beiden angelsächsischen Mächte, namentlich Englands aus, dessen Aussaugungssystem zusammenzubrechen droht, wenn dem bequemen Status quo in China radikal ein Ende gemacht wird. Mit der Besetzung Kantons — ber britischen Kronkolonie Hongkong gegenüber — und der Insel Hainan im Südchinesischen Meer stoßt Japan mitten in den Raum vor, der anglo-amerikanischem Machtanspruch unterliegt. Als unmittelbare Rückwirkung der deutschen Siege auf den Schlachtfeldern Frankreichs vermag Japan durch gütliche Vereinbarung mit Jndochina dort Flugzeugstützpunkte zu gewinnen, von denen aus seine Luftwaffe die letzte Zufuhr- strahe für Tschiangkaischek durch Britisch-Burma unter ständiger Bedrohung hält. England unb bie Vereinigten Staaten haben in ihrer Gegenwirkung erhöhte Anstrengungen eingeleitet, um ihren Machtanspruch im ostasiatischen Raum und in der Südsee aufrechtzuerhalten. In Washington ist eine neue Anleihe für Tschiang- kaischek bewilligt worden, es ist nur die Frage, auf welchem Wege man bem Marschall bas Kriegsmaterial zukommen lassen will, bas man ihm zugedacht hat unb das er bringend braucht, wenn er den Widerstand gegen die japanische Besriebungs- aktion fortsetzen soll, wie seine englischen unb amerikanischen Gönner es wünschen, um dadurch Zeit zu gewinnen für ihre Rüstungen gegen Japan. Denn das nordamerikanische Flottenbauprogramm ist zwar weit gespannt, aber cs wird noch Jahre dauern, bis das Ziel, sowohl im Atlantischen wie im Pazifischen Ozean eine jedem Gegner gewack)- fene Kriegsflotte zu besitzen, erreicht fein wird. Vorerst verfügen die USA nur über 12 Schlachtschiffe im Pazifik unb brei ältere im Atlantik, im laufenden Jahre sollen zwei weitere dazu kommen unb erst 1943 werben bie im Bau befindlichen sechs Von Schubert bis pfitzner. Zum bevorstehenden Orchester-Konzert. Unter dem Eindruck des Bildes „Triumph des Todes" im Campofantv zu Pisa, das dem Maler Orcagna zugeschrieben wurde, faßte Franz Liszt den Plan für [einen Totentanz (Klavier unb Orchester). Als ßeitgebanCen legte er eine gregoria- Nische Melobie, bas „Dies irae“, zugrunbe unb ließ die Schrecken bes Todes in einer schauerlich großartigen Bison durch eine Reihe von ^nricttio- nen erleben. Mit machtvollen tiefen Klängen führt er bas Thema ein, und in der Folge bet Abwandlungen werden die Bilder bes Todes mit eindringlicher Färb kraft und scharfer Linienführung lebendig im Wechsel zwischen Soloinstrument und Orchester unb im gegenseitigen Verweben ber Klänge, insbe» sondere symbolischer Soloinstrumente, zu einem grausigen, phantastischen, erschütternden Erleben geführt. Bald orgelhatt tonend, bald wild klagend, bald geisternd im aufgeregten Tremolo durch ein Fugato die Mächte der Unterwelt wachrufend. Immer wieder rollen eindringliche Bilder vor dem Hörer ab, breite Kadenzen bes Klaviers mit weiten lyrischen Ausdeutungen. Da beschwört ber Klang ber Hörner bie Schrecken bes Jüngsten Tages, hohe Holzbläser binden sich mit bem Klavier zu bild- haften Klängen. Zum Schluß hin steigert sich bas Thema, unterstrichen durch die Blechbläser, zu tief- stem Erschüttern. Durch die Knappheit ber einzelnen Sätze und die Vielfalt ber Abwandlungen wird ber Hörer ständig gebannt und in Spannung gehalten, und selbst ohne den Gedanken an eine Bildhaftigkeit steht diese tßariationenabfolge im rein musikalischen Sinne plastisch vor ihm. Singapore wiederum etwa 2400 Kilometer, also Entfernungen von kaum vorstellbarem Ausmaß, bie die amerikanische Flotte zudem noch durch die Inselwelt bes japanischen Mandatsgebietes zurücklegen müßte, wenn sie in Singapore die Engländer ad- lösen wollte. Es ist schwer anzunehmen, daß Japan es untätig hinnehmen würde, wenn die amerikanische Flotte Anstalten machen sollte, hier eine Ope- rationsbafis gegen bie japanischen Inseln zu beziehen. In Washington wirb man sich darüber ver- muttich klar fein. Aber die japanische Dermittlungs- aktion im indochinesisch-thailändischen Konflikt bat doch eine erhöhte angelsächsische Aktivität ausgelöst. Ein amerikanisches Geschwader weilt zu „Freun.d- schaftsbcsuchen" in australischen Gewässern und der amerikanische Geschwaderchef versichert in Sidney und Brisbane, daß Australien nicht allein gelassen werde. Die Engländer haben australische und neuseeländische Truppen, die für Nordafrika bestimmt waren, nach Singapore geleitet und indische Truppenverbände längs der thailändischen Grenze zusammengezogen, während die angelsäckssische Diplomatie in Batavia, der Hauptstadt Niederländisch- Jndiens alle Minen springen läßt, um dessen Wirtschaftsverhandlungen mit Japan zu konterkarieren. In welchem Maß England und hier vor allen Dingen die Vereinigten Staaten ihre wirtschaftliche Machtstellung ausgenützt haben, um Japan zu erpressen, ist bekannt. Roosevelt hat im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Interessen seines Landes, dessen Farmer in Japan den besten Abnehmer ihrer Baumwolle hatten, mit Ausfuhrverboten für Schrott und Del Japans Rüfttmgswirtschaft xu treffen versucht. Es war gewiß nicht leicht für die Japaner, die über ein Drittel ihrer Einfuhren aus den USA. bezogen und damit Amerikas drittbeste Kun-^ den waren, für diesen Ausfall an kriegswichtigen Rohstoffen Ersatz zu schaffen. Die energisch voran- getriebene Erschließung Mandschukuos und Nord- chinas macht es in wachsendem Maße möglich. Mit diesen Druckmitteln wird es also Roosevelt ebensowenig glücken, Japan einzuschüchtern wie mit milirischen Demonstrationen. Japan wird gewiß nicht mutwillig einen Streit vom Zaun brechen, es hat keinen Zweifel gelassen, daß es noch immer zum Frieden in Oftafien bereit ist, es wartet ab, seiner Stärke bewußt unb zum Kampf gerüstet, wenn es die Gegenseite nicht anders haben will. Matsuokas Berliner Besuch öffnet Roosevelt die Augen darüber, daß Japan bereit ist, dem Dreimächtepakt getreu, aus ber Schicksalsgemeinschaft der jungen Völker eine Kampfgemeinschaft zu machen, sobald bie Lage es erfordert. Dr. Fr. W. Lange. An die Adresse Roosevelts. Eine spanische Stimme zu den Berliner Trinksprüchen. Madrid, 28. März. (Europapreß.) „ABC" nimmt zu den Erklärungen Matsuokas und Ribbentrops Stellung, bie das Blatt als an die Adresse der Vereinigten Staaten geriet) t e t kennzeichnet. Die Zeitung geht von einer vor wenigen Tagen gegenüber einem italienischen Journalisten gemachten Erklärung Matsuokas aus, . daß, wenn Roosevelt darauf bestehe, dieser Krieg sich in einen Weltkrie g ver- Es war ein Verhängnis, daß Franz Schubert außer ber Ersten niemals eine seiner Symphonien gehört hat. 1828, also im Todesjahr, war die große H-ckur-Symphonie Nr. 7 entstanden. Aber die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien lehnte die Aufführung ab, weil das Werk „zu schwer und schwulstig" sei: Robert Schumann war es vorbehalten, die Symphonie unter dem Notennachlaß bei Schuberts Bruder Ferdinand im Jahre 183o zu entdecken unb ber Aufführung zuzuleiten. Fast mochte man in ihr ein Gegenstück zu Beethovens kürzlich gehörter „Siebenten" sehen; sie ist ein rauschhastes Auskosten aller in C-dur ruhenden Möglichkeiten, vom Einsatz ber Hörner bes Begin ns an bis zu dem sestesfrohen Finale. Nur bem Andante-Satz fließt in den wehmutsvollen Gesang ber Oboe etwas von ber Schmerzhaftigkeit ber „Winterreise" hinein. Ein Werk aus Klangseligkeit geschaffen, ein Sich-Ergehen in ber Fülle des Musikalischen, das vom Hörer hingegebenes Mitgehen als Einzigstes verlangt, unb er wirb bestätigen, was Hans von Bülow einmal nach ber Aufführung aussprach: „Man hatte in ew'gen Räumen einer zeitlosen Welt gewellt.- Dr, Hermann Hering. und hier fand ein Dichter ben ihm in seiner Geistes- struktur äußerst nahestehenden Musiker. Di« romantische Welt dieses Märchengedicktes mürbe in ber Echtheit ihres Empfindens lebendig, voll Fähigkeit bes inneren Versenkens, in kindlich aläubiger Ursprünglich kett. „Dem unvergänglichen Dichter als geringe Huldigung" gewidmet, stellt bie Ouvertüre mit bas Blühendste unb Lebensfrischeste dar, was Pfitzner geschrieben hat. Pfitzner selbst setzt seiner Ouvertüre eine Inhaltsangabe voran. Sie läßt uns erkennen, wie die Musik das Gesamtgeschehen- bes Scharstpiels hier in einer Einheit zu- sammenfäßt, wie wir es etwa in Goethes Egmont- Duoertüre erleben ober etwa im programmatischen Sinne ber Leonoren-Ouvertüre. Die Musik will also nicht rein zeichnerisch, malend oder illustrierend gewertet werden, sondern sie will bas Drama aus dem Geiste der Musik und damit aus den ihr zu- stehenden Bedingtheiten erleben lassen. Mit frischen Farben fängt Pfitzner in ber Einleitung eine Welt voll „rübluftiger Ritterlichkeit, voll fröhlicher Kämpfe mit Schwert und Pferd" ^ein. Wir folgen Kätchen an ihr Lieblingsplätzchen, den „zerfallenen Mauerring, wo in süß duftenden Ho- lunderbüschen ber Zeisig sich bas Nest gebaut". Eine romantische Welt voll Klangzauber tut sich auf mit wundervollen Mischungen von Holzbläsern und hohen Streichern, dazu die Harfe. Wir erleben die Erscheinung des Cherub, der dem in „wirrer Fie- bemacht" liegenden Ritter zu Strahl verkündet, daß „Kätchen des Kaisers Tochter sei". Er wird dem Leben zurückgegeben, ber letzte Teil läßt bas Liebesglück ber Beiden musikalisch sich verklären; nur vor bem Schluhakkord klingen bie Posaunen mit dem Motto der Giftmischerin (Schmerzenssexte) hinein. — * Di« Meininger Lehrjahre hatten bie Dirigenten- Fähigkeiten von Richard Strauß ans Licht gezogen unb bem Schaffenben bie Wege zum eigenen Stil finben lassen. Es ist eine Zeit ber Auseinan- dersetzung mit den Werten, die ihm in seiner Um wett entgegentreten. Sein eigener Witte regt sich voll Kühnheit und Keckheit, unb bas Sichaufbäu- men gegen bas Philisterhafte, wie wir es später in der symphonischen Dichtung „Till Eulenspiegel" antreffen, bricht zum ersten Mal in ber B u r l e s k e in D-Moll für Klavier unb Orchester durch. Ein bas jetzt in amerikanischen Häfen still liegt. Wir brauchen jebes amerikanische Schift, bas Amerika nicht für sich benötigt. Wir brauchen jeben amerikanischen Kapitän, jeben amerikanischen -....... r Bordmechaniker, jeden amerikanischen platz, vor den deutschen Streitkräften nicht Seemann, den Amerika nicht selber braucht. I m e h r sicher fühlt. Churchill verschweigt das plutokratische Kriegsziel. Auf weitere Rückschläge gefaßt. Stockholm, 28. März. (DNB.) Lord Halifax hat in Washington deutlich genug die wahren Kriegsziele der jüdisch-angelsächsischen Ausbeuterclique enthüllt. Diese Offenheit beeilte sich Chur« ch i l l jetzt in einer Rede vor dem Zentralausschuh der Konservativen Partei wieder etwas abzuschwächen. Es liege im Interesse der nationalen Einheit, wenn er bisher davon Abstanb genommen habe, die britischen Kriegs» unb Friedensziele zu katalogisieren. jedermann weiß sehr wohl, worum mit kämpfen", aber wenn wir jetzt versuchen wollten, aufzuzählen, wie wir die Angelegenhetten in einer Zeit, die wir heute überhaupt noch nicht Voraussagen können, im einzelnen regeln wollen, so würden wir finden, daß im Augenblick, wo wir das Gebiet der Gemeinplätze verlassen, wir wieder ill i"———■■— Raum, der freilich für die Anlage eines modernen ! drin^nden Hilferuf aus. Es mag wahr sein so Kriegshafens nicht ausreichen dürfte. So konzen- I schreibt das Blatt, daß unsere Sä)iftsverluste den triert sich das Interesse ber Vereinigten Staaten gefährlichen Charakter angenommen haben, ber am immer mehr auf bas britische S.ingapore, das i gekündigt war. Ein solches Mißgeschickscheint gegen- die Engländer, wie schon gesagt, zu einer ber ftärt- , roärtig unabwendbar Was aber gleichfalls ften Seefestungen der Welt ausgebaut haben, bie r*'*A~ "w>‘ mu6 rff hn6 aber ohne Flotte — und die Engländer sind in L Europa und auf bem Atlantik zu sehr engagiert, um versprochen wurde und daß die öe\t zu helfen ge° wesentliche Seestreitkräfte nach Ostasien zu deta- kommen ist, nicht in sechs Monaten, nicht m drei chieren — ein Arm ohne' Schwert ist. Dagegen ! Monaten, sondern.je 0 t! Amerika hat uns noch haben die USA. eine Vorhut ihrer pazifischen Flotte ^eitere 50 Schisse v e r s p r o ch e n. Wir ... _..t crxk,,.,n ! brauchen jebes einzeln«, sobald es uns übergeben werben kann. W i r benötigen jedes Schiff, Genf, 28. März. (DNB.) Die Londoner „Daily I Und wir brauchen sie alle sofort. Wir können Sketch" stoßt in einem Leitartikel unter Hinweis nicht warten. Auch kann sich Amerika nicht er- auf die immer anwachsenden Schiftsoerluste einen tauben, zu märten Wenn Amerikas firiegsprobuf. ■ • "" Es mag wahr fein, fo ; tion nicht nutzlos fein soll, so ist rasche Lieferung r- ----»>-i i lebenswichtig. k verspräche im Augenblick aller Vernunft. Auch " gtojeixlt sei derselben Ansicht. ,wei- Das war die Oase Giarabub Eine interessante Luftaufnahme der Oase Giarabub, die vier Monate lang sich, abgeschnitten non jeglichen Zufuhren, gegen eine große Uebermacht des Gegners verteidigt hatte. (Scherl-Bllberdlenst-M.) esühm, Ä L asRisiko derUGA.-Konvois über -en Atlantik. nioDtn übertragen. leidig ils M ^oubtti d tyb 7.M, ÜW cha«, ni^J t Sfc in. S< 150» dffemj igt len ki Vch erfolg r N eln.lt Vttch Jinis: Oer Verräter les Dampfers „Columbus". Amerikanischer Kreuzerkommandant wird ausgezeichnet. h;( Niederung leidenschaftlicher Meinungsver» sc jeden heilen herabsteigen ^müßten. Dies fa h s e n treffen wolle. Zwei Flieger mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. 5 erlin, 28. März. (DAV.) Der Führer und Me Befehlshaber der Wehrmacht hat auf vor- folig des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das ilii-rkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem ^-leutnant Bob, Staffelkapitän in einem 3agb- Swader und dem Leutnant Höflingerm m Kampfgeschwader. Oberleutnant Bob schoz er 19 Gegner im Luftkampf ab und hat In vie- Kl Angriffsflügen höchste Einsatzbereitschaft und be- ktiiimbe6 Führungsgefchick bewiesen. Leutnant *>of- hger hat auf vielen Feindflügen mit unbeirrbarem Villen die ihm gestellten Aufgaben durchgeführt. k) «griff er ein Motorwerk in Birmingham bei 100 Miet Wolkenhöhe, Schneetreiben, starker Flakab- und rings herumstehender Ballonsperre aus D Meter höhe an. Alle Grotzeinsähe auf Coventry, Birmingham, Liverpool, Southampton und London flog er in den Monaten November und Dezember 1940. 3m Wehrmachtbericht vom 9. Januar wurde Leutnant höflinger ats Kommandant des Flugzeuges rühmend erwähnt, das trotz stärkster Flakabwehr in einem von Sperrballonen geschützten Motorenwerk in der Nähe von Coventry aus hundert Meter höhe zwei Volltreffer erzielte. Hanna peitsch erhielt das Eiserne Kreuz Berlin, 28.März. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat der bekannten Fliegerin Hanna Reitfch das Eifeme Kreuz 2. Klaffe verliehen. Hanna Reitfch hat sich unter fortgesetztem Einfah ihres Lebens besondere Verdienste um die Entwicklung von Luftwassengerät erworben. Bereite am Vortage hat Reichsmarschall Göring Hanna Reitfch durch die Verleihung des p i l o t e n - abzeichens in besonderer Ausführung ausgezeichnet. Feder tue seine Pflicht! NSG. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Willy Becker, erläßt folgenden Aufruf: „Männer und Frauen der Betriebe Heffen-Nafsaus! Wieder ist der Deutschen Arbeitsfront der Auftrag geworden, die letzte Reichs st raßenfammlung für das Kriegs- Winterhilfswerk des deutschen Volkes durchzuführen. 3ch bin überzeugt, daß 3hr Euren ganzen Stolz darein sehen werdet, als Sammler und als Gebende die Sammlung zum oollen (Erfolg zu führen. Wie ihr tagtäglich in soldatischer Haltung an Eurem Arbeitsplatz Euere Pflicht tut, so werdet 3hr auch hier ganze Arbeit leisten. Wir wollen unseren Kameraden an der Front und vor allem unserem geliebten Führer unseren Dank abstatten, indem wir durch doppelte Spende unseren Beitrag leisten für Deutschlands Zukunft und größten Sieg." Verpflichtung der Jugend. in eitt ■ i Doras ’ |o r wir M nieder i> ommoa- d Zi. e, twwa chW lung des US^.-Kriegsmaterials nach britischen Wien mit allen 2)1 i 11 e l n zu verhindern. Bu* diesem Grund sei das USA.=23011 vor die M ge gestellt, ob es die zur erfolgreichen Durch- fö-ung des Englandhilfe - Gesetzes erforderlichen Mitnahmen trotz der unbestreitbaren ! i s s a b o n, 29. März. (DNB. Funkfpruch.) Die in Connecticut erscheinende amerikanische Zeitung ^Heenwich Times" berichtet unter der Ueberfrbrift „5 lohnung über den Anteil, den ein amerikanischer jjduzerkommandant an dem Schicksal des Lloyd- darpfers „Columbus" hatte: „Captain Harry ö t ist ein prächtiger Bursche. Er war bisher Kimmandant des Kreuzers ,^E u s c a • l o» | a", auf dem Präsident Roosevelt feine fixier fahrt in die westindischen Gewässer unter» n 'm. Seine Beförderung zum Chef des gesamten Pi ionals der Marine hat einen bedeutsamen Hin- terrunb. Harry war Kommandant der „Tusca- Cora", als der d e uts che Dampfer „Colum- b sich aus Vera Gruß mit unbekannter Be- stl.lnung auf See hinaus schlich. Die „Tuscaloosa" |*r damals auf atlantischer Patrouille, verfolgte I« „Columbus" und teilte der Marineradiostation n. LLas'hington alle paar Stunden die Position des IZ lumbus" mit. Damit die Engländer die 1'1 Ibungen verstehen konnten, .vergaß' Kleine politische Nachrichten. Stabschef der SA. Lutze hat den Führer gebeten, ihn von seinem Amt als Obervräsident der Provinz Hannover zu entbinden, da er von seinen anderen wichtigen Aufgaben voll in Anspruch genommen wird. Der Führer hat dieser Bitte entsprochen und auf Vorschlag des Reichsmarschalls Göring den Gauleiter Lauterbacher zum Oberpräsidenten von Hannover ernannt. In Berlin traf der erste stellvertretende Volks» kommissar für den Außenhandel der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Krutikow, zu dem im deutsch-sowjetischen Wirtschaftsvertrag vorgesehenen vierteljährlichen Wirtschaftsbesprechungen em. Die Technische Hochschule Berlin und die Technische Hochschule P r e ß b u r g haben die Aufnahme besonders enger Beziehungen zueinander vereinbart. An der Einführung des Rektors der TN. Preßburg wird der Rektor der Technischen Hochschule Berlin, Pros. Dr. Storm, teilnehmen. Die Reederei Barber Steamship Co. in San Pedro meldet, der britische Frachter „Greystoke Caslle", sei seit zwei Wochen auf dem Wege von Kalkutta nach England überfällig. Das 5853 BRT. große Schiff hat Manganerz geladen. Aus aller Welt. Jörg Ritzel f. Jörg Ritzel, der rheinische Heimatdichter, ist we» nige Tage vor Vollendung seines 77. Geburtstages gestorben. Als Verfasser des Liedes vom Rolands- bogen wurde er weithin bekannt. Geschätzt ist seine humorvolle Sammlung „Der lachende Rhein". Desgleichen haben ihm seine Heimatromane „Trutzkatz" und „Die Herrgottsschänke" viele Freunde gewonnen. Sein Lustspiel „Spalierobst" wurde an mehreren Bühnen erfolgreich aufgeführt. Das gefährliche Fensterpuhen. Belgrad, 28. März. (DNB.) Es verlautet, daß Mitglieder der Regierung Zwetkowitsch verhaftet worden sind. Prinzregent P a u l hat in der Nacht zum Freitag mit seiner Familie Belgrad verlassen und sich ins Ausland begeben. Die Belgrader Blätter, die diese Nachricht in besonderer Aufmachung veröffentlichen, behaupten, daß die Abreise auf eigenen Wunsch geschehen sei. In der B 2 l- grober Telegraphenagentur Avala sollen wesentliche personelle Veränderungen vorgenommen worden sein. Die bisherige Leitung sei abgesetzt worden. Kommissarischer Leiter sei jetzt der als englandfreundlich bekannte Direktor oer „Prawd a", Stokitsch. Eine Reihe von Redakteuren,'die seit einiger Zeit in den Hintergrund getreten waren, sind in wichtige Funktionen eingesetzt worden. In den Straßen Belgrads fanden am Donnerstag deutschfeindliche Demonstrationen statt, an denen sich vor allem Mittelschüler, Studenten und andere halbwüchsige Elemente beteiligten. Die Demonstranten trugen neben jugoslawischen auch englische Fahnen mit. Vor der englischen Gesandtschaft, vor welcher Flugblätter verteilt wurden, fanden Kundgebunden statt. Die Demonstranten unternahmen Angriffe auf deutsche Personen, zerstörten die Auslagen des Deutschen Derkehrsbüros und verwüsteten die Räume des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes. In Rqubaix hatte ein 17jähriges Mädchen sich m ein Fenster des 3. Stockes gestellt, um die Fenster -u putzen. Die Eltern warnten das Mädchen und baten sie, ihren gefährlichen Standort aufzugeben. Im gleid^n Augenblick machte das junge Mädchen einen Fehltritt und stürzte aus dem Fenster. S,e fiel in einen Baum des Vorgartens, blieb dort einige Sekunden mit den Haaren hängen und stürzte UEt x * . u v . dann zu Boden. Kopfhaut und Haare waren in dem Jungmädelbund in' Baum hängen geblieben. Das junge Mädchen wurde in eine Klinik mibergeführt, wo man es trotz dieses schweren und ungewöhnlichen Unfalles zu retten kic. Q^fain Badt, die Meldungen chiffrieren zu lassen Hilij un! schickte sie in offenem Englifch. Endlich a'k'wg es ihm, hierdurch die Aufmerksamkeit eines bk tischen Zerstörers zu erregen, der ihn fr^te, was das für ein sonderbares Schiff fei, das er »erfolge. Captain Badt ist Diplomat. Er schickte ।dm Briten einen Funkspruch: .Komm und sieh eiD i r f e Ib ft a n , aber kommfchnelltt Der folänber kam, und als John Butts Zerstörer über b.r Horizont erschien, versenkte sich der .Columbus' VW iKpie diese Handlungsweise des amerikanischen Mgsschiffskommandanten zu bewerten ist, dar- jjiib-r' tft sich bas amerikanische Blatt völlig klar. Es ffut sich auch nicht, es auszusprechen, sondern setzt , - ; xv unverkennbarer Genugtuung hinzu: „Wenn Inie Vereinigten Staaten eine neutrale Nation W?en, dann würde Captain Ba'dt degradiert oder '• irr ein Kriegsgericht gc ft eilt worden jjQlb W- B e i uns wirb er beförbert." ofeoelt fei derselben Ansicht. "Hefe Zurückhaltung ist allerdings nicht verwun- dettch, denn die schönen Zeiten von 1918 sind für bi( Demokraten unwiderbringlich vorbei. Heute kann Lun das deutsche Volk nicht mehr mit einem I) manitären" Blendwerk nach Art der 14 Punkte Msons übertölpeln. Heute weiß nicht nur Mr. Je^rd)iU, worum der Kampf der Plutokratie geht, fnrDcrn auch in Deutschland und Italien wirb es lln rnanb geben, ber sich noch irgenbwelchen Jllusio- IM' hingiot. Dah dieses plutokratische Hauptkriegs- — die Verewigung der Knechtung aller Völker je Dtj, Lm’r dem erbarmungslosen Joch der internationa- Qt)i^f|[cr Finanzmächte — durch die militärischen und omatischen Erfolge der Achsenmächte, schon jetzt 6111«-^erreichbare Ferne gerückt ist, muß selbst Chur- W'lldyu im Grunde erneut eingestehen. Aus dieser en, Igrge ist auch ber Hinweis auf den „grimmigen" i. 6; jChratter der „Schlacht im Atlantik" zu verstehen ita k Ul die ahnungsvolle Anbeutung von den „wei- fern^l itrn Schwierigkeiten und Gefahren". Unb wenn 1 g^rchill schließlich schonend auf „gelegentliche Rück- Mige" vorbereitet und dabei den „poetischen" Satz Kraucht, daß England bereit sein müsse, „das Kcihe mit dem Zarten zusammen hinzunehmen", fo'imnen wir ihm ausnahmsweise beipflichten. Die gelaöte Kraft der jungen Völker wird dafür sor- gei, daß die „Gelegenheit" zu Rückschlägen nicht ab^iht. M-i Washington, 28. März. (Europapreß.) Der X. L in seiner Informationsreise nach Europa und Hta zurückgekehrte U8A.-Oberst Donovan hielt "'t tiis Rundsunkan prache über die Möglichkeit der mol!!!' ! G Sortierung von K r i e g 3 l i e f e r u N g e N Potential und Politik. Von Dr. Paul Rohrbach. Deutschland ist im Umbau begriffen unb fordert den ihm gebührenden Platz unter den Völkern. Jedes Volk hat seinen nationalen Willen, und jeder Dölkerwille kreuzt sich mit einem andern Wollen. Die Arbeit ber nationalen Willensburchsetzung an» bern Völkern gegenüber nennt man auswärtige Politik, und ihre Erfolge sind abhängig von ben lebendigen Kräften, die in einem Volke wirksam sind. Man kann sie zusammenfassend bas nationale Potential nennen. Als es sich darum handelte, im Versailler Diktat die Stärke ber Deutsch- land erlaubten Armee zu bemessen, sollten es anfangs 200 000 Mann sein. Die Franwsen aber bestanden darauf, es dürften nur 100 000 fein, denn Deutschland besäße auch abgesehen von ber Zahl feiner Solbaten ein „Potential de guerre”, ein gefährliches Kriegspotenttal. Das war eine Prophetie wider Willen. Seitdem ist der Potentiakbegriff Ummer mehr in Gebrauch gekommen. Man ginge fehl, wollte man das politische Potential eines Volkes nur materiell verstehen, wie es Clemenceau tat, indem er auf unsere Bergwerke, Fabriken, Eisenbahnen u. bgl. hinwies. Das Potential hat eine materielle unb eine geistige Seite, unb zwischen beiden läuft eine dynamisch wirksame Verbindung. Nirgends ist ihre Dynamik mächttger als in Deutschland. Alle Welt fragt, wie Deutschland, das nach dem Verlust des Weltkrieges auf alle absehbare Zeit aus ber Reihe der großen, zukunftsreichen Nattonen gestrichen zu fein schien, so unfaßbar schnell nicht nur sich wieder emporarbeiten, sondern seinen heutigen Gegnern in dem Grade überlegen werden konnte, wie es die Vorgänge im jetzigen Krieg zeig» ten. Es ist nicht nötig, erst noch zu entwickeln, was die nationale Erziehungsarbeit unter dem Führer dazu getan hat. Diese Arbeit konnte nur gelingen, weil sie am „tauglichen Subjekt^ oorgenommen wurde. Vergegenwärtigen wir uns das äußere Bild. Deutschland besitzt schnellere und zahlreichere Flugzeuge als irgendein anderes Land, mächtigere Geschütze, furchtbarere Panzerge- schwader und Explosivstoffe, unb dazu eine beispiellose Fähigkeit, alle diese technischenn Kriegswert» zeuge zu handhaben. Was steckt dahinter? Erstens einmal die Leistungsfähigkeit des deutschen Arbeiters: zweitens die Dr- ganifation des Dierjahres-Plans als wirtschaftliche, unternehmerische Leistung. Dazu gehört, daß zu ben Rohstoffen, die der deutsche Boden enthält und trägt, aus deutschem Material vollwertige Ersatzmittel für fehlende Auslandsgüter geschaffen wurden, und daß für die allgemeine Versorgung Deutschlands, auch die mit Lebensmitteln, ein den europäischen ©üb» offen mitumfassender Großwirtschafteraum gebildet wird, der die Bedürfnisse aller zu ihm gehörigen Länder in gleicher Weise befriedigt. Ein Drittes ist der wissenschaftliche Unterbau der materiellen deutschen Rüstung. Sie ruht auf den In- dustrien der Kohle, des Eisens unb Stahls, ber Me. tallurgie, des Maschinenbaues, der Chemie, der Elektrotechnik. Das meiste davon fassen wir unter dem Begriff der Schwerindustrie zusammen. Sie erlebte ihre erste Ausbildung in England, aber Eng- land konnte schon vor dem Weltkriege die Führung auf diesem Gebiet nicht behaupten, es mußte sie an Deutschland abgeben. Die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihrem riesenhaften innem Markt mögen quantitativ eine schwerindustrielle Spitzenstellung behaupten — qualitativ können sie es nicht. Daß man sich darüber ärgert und daß ein amerikanischer Chemiker kürzlich in einem langen Artikel im „National Geographie" einen Beitrag zu dem jetzt in Gang gesetzten Propagandafeldzug gegen die wissenschaftliche Vormachtstellung der deutschen Che» mie geliefert hat, ist nur ein Beweis für schlechtes Gewissen. Warum ist Deutschland in der Erzeugung von Aluminium, dem entscheidenden Material für den modernen Flugzeugbau, an die Spitze der Welt- produktton getreten? Aluminium wurde im Jahre 1827 von einem deutschen Chemiker, Wöhler, entdeckt und 1854 zum erstenmal von Bunsen, wiederum einem Deutschen, elektrolythisch dargestellf. Das ist noch heute die Methode der Gewinnung im Großen. Der Rohstoff Bauxit, eine Art Tonerde, aus dem Aluminium gewonnen wird, muß in Deutschland sogar eingeführt werden, aber bas hat die deutsche Metallurgie nicht gehindert, auf diesem kriegstechnisch mitentscheidenden Gebiet die Führung an uns zu bringen. Deutschland hat die natürlichen Nachteile seiner geographischen Lage unb feiner unvollkommenen Versorgung mit wichtigen Rohstoffen überwunden, indem "es die besten Industriearbeiter erzog, die besten Chemiker und Nhysiker ausbildete und die besten Ingenieure schulte. Das ist aber keine abge- schlosfene, sondern eine lebendig bleibende unb dauernd fortwirkende Summe von Leistungen. Das Fundament unsrer großen Kriegserfolge ist schon in ben Zeiten unsrer Friedenstechnik und Friedenswirtschaft gelegt worden, und es wird hinter diesem Kriege neue große Friedensleiftungen Deutschlands tragen. Deutschlands Potential wird augenblicklich auf' dem Wege über unsere Waffentechnik in die Volittk übersetzt, aber es ist seinem Wesen nach nicht ein Potenttal des Krieges, sondern des Friedens. : ■' ..jsgggggg ' für für arische Kultur- und Sprachwissenschaft unter Ernennung zum ordentlichen Professor übertragen worden. Wüst ist Mzepräfident der Deutschen Aka- bemie und Kurator der Lehr- und Forschungsgemeinschaft „Das Ahnenerbe". 1000 RW. für einen Schlag Erbsen. , Am Tage der Wehrmacht bezahlte in 5)annover i ein Spender einen Teller Erbsen mit Speck mit [ einem Tausender. Ebe sich der aussichtführende Offizier von feiner Uederräschung erholen konnte, war der Spender schon wieder im Menschengewühl - verschwunden. _____________ vauvlichmtteil«: Dr. Ättebhd) BtiDele La-r-e Stellvertreter t* vauptid)ti Silber: Dr. ffr. SB. Hange für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtotr Ito Stadt Gießen, Prvotry, SBtniAah u. Sport: fcoft Bmmschem. Drull ubd «erlag Brühl>che Untver-itätbbmckeret R. Hange R.«. 3etWetter Dr.-Zng. Erich Hamann- An^genleter £aw »eC Berrmtwortllck, Ito den Fnball derAnieiaen:Dhek>dor Kümmel Pl-iur.ü. Ä ..... / 1 HM* W4- '** Mr Den Wir stellen eint 1423 A von Frauen Mädchen eSÄL* für «eichte Arbeiten Wieseck, Leihgestern, Wetzlar und im Felde, 27. März 1941. GIESSEN-NEUENWEG 4. AM KREUZPOT J.&C.A.Schneider, Schuhfabriken, Frankfurt a. M Mainzer Landstraße 281/91 1406 V Herrn Karl Deibel II, 275 A Gießen -Wieseck, den 29. März 1941. 1551 P gesucht 1509D zurück. 01141 Eierfarben Tüchtige vuchbinder- ’UUfVUlVCV nl, | * Lehrling FipKlMIl ber Arbeitsamt j llüIlllllU Selbstverständlich auch in diesem Jahd Über hi H RMAC HERM EISTERJUWEUEti M.Brotkmann Stadttheater xJvu/viAeh gu/f I jtinllidje bis ode guten Schmuck zur Einsegnung Herde-Oef en Kesselöfen 3n te ebe c ifien Arb iiveib Buchbinderei Hilfsarbeiterin Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Eisenhandlung Wünch Gießen, Wetzlarer Weg (auch halbtägige Mitarbeit) Bruhkdie Universitäten drudcerei/ Sdiulstr* 7/9 ub der nie e Qi Krit dank übet iiuen i Dlsgc ijchreil ieblid 3 vci i Leite [onben kf das O fö M, der leit I wen, r tdische jelne BURO-EINRICMTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. Z-i-ZimmemsliMg in Lich od.näherer Umgebung gesucht.— Schriftl. Angebote unter 1544D an den Gieh.Anz. 000 OOOlnoooonS Philologin, Staatsex., Dr„ Universal geb. in Natur- u. Geistes- wiss. (alte u. neue Spr.,Math.,Theol. 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en auf Pergamentpapier einzeln aus und lassen Sie sie warm gestellt, später an der Lust trocknen Falsche Marzipankartoffeln. 1'/- Tassen Milch, 2 Tassen feinen Grieß, 3 Tassen Zucker, 1 Fläschchen Bittermandelöl oder etwas Bitter» mandelpulver. Etwas Kakao aber Puderzucker. Kochen Sie bie Milch auf. Streuen Sie unter Rühren Grieß unb Zucker hinein und gießen Sie bas Bittermandelöl dazu. Kochen Sie das Ganze 7 bis 10 Minuten. Formen Sie aus der noch warmen Masse kleine Bällchen, bie Sie in Kakao ober etwas gesiebtem Puderzucker rollen. Nußkugeln. 125 Granrm Puberzucker, 125 Gramm geriebene Nüsse ober Manbeln, ein roemg Rumaroma ober Vanillezucker, etwas Rosenwasser, ein wenig Wasser. Etwas Kakao oder Puderzucker zum Bestreuen. Sieben Sie den Puderzucker und vermischen Sie ihn mit den Nüssen. Geben Sie das Rofenwasser, Rumaroma oder Vanillezucker dazu und verrühren Sie das Ganze nach unb nach mit etwas Wasser. Sie dürfen nur so viel Wasser dazu- Seben, daß die Zutaten eben zusammenhalten. Der >ig wirb genau wie bei den Pfefferminzfonbants nachher leicht geknetet. Formen Sie kleine Kugeln baraus, bie Sie in Kakao ober Puderzucker wälzen. Falls Sie genügend Kakao haben, können Sie auch etwas m den Teig geben. I. M. ji;ee nicht einsehen wollte. Wie anders liegen die Dinge heute. Schon vor I n Kriege, schon bald nachdem die Arbeitslosig- 5 Int dank der nationalsozialistischen Wirtschaftspo- tf überwunden war, nahm die Einstellung von N auen in fast allen industriellen und gewerblichen beitsgebieten zu und wuchs ständig. Im seloen Winterkleidung mottensicher oufbewahren? Nicht nur wir Menschen freuen uns der zurück- körenden warmen Jahreszeit, sondern auch unsere Unterkleidung atmet sozusagen erleichtert aus, denn ll" sie tritt nun die Zeit der Ruhe ein. Da aber w'llene und andere Wintersachen für uns wahre ft ftbarfeiten bedeuten, haben wir die Pflicht, all bm warmen Sachen eine sorgenlose Sommerruhe ii bieten Und bie Sorglosigkeit liegt für alle wm- leIIid)en Stoffe in dem Schutz gegen Die l e i b e r m o t te Währenb der ganzen Heber- Ilngs- sowie warmen Jahreszeit sind aber unsere vinterkleider ein beliebtes Futter für die gefräßige vEe. Daher heißt es für die Hausfrau alle Klei- bl', die während des Sommers nicht gebraucht vrden, mottensicher aufzubewahren. Da ist zunächst einmal eine gründliche N e i - n g u n q notwendig, denn die Motte interessiert fh besonders für schmutzige und fleckige Stoffe. Uu einem sonnigen Frühjahrstage bangt man aue Lintersachen auf dem Hofe auf, laßt sie tüchtig birch lüften, klopft und bürstet ausgiebig. Vor U$m müssen die Taschen, die Nahte, Stulpen an hirrenhosen usw. beachtet werden, denn m ihren Hinteln nistet bie Motte besonbers gern, außer- bmi haben sich in allen Falten und Winkeln des ikslbungsstückes Staub unb Schmutz besonbers an. | nennen, um bie Kleiber »u schützen. Ein gut tiiefcenber fReifetoffer ober «ine ebenfold)e Stifte »Men ben gleichen Zweck Mit hechem Sobo- Mer wirb sie ausgewaschen unb d'cht^tt frischem Jiitungspapier aufgelegt ehe an Verpack b.- Sachen gehen kann F r i s che s Zeitungspapier f unbedingt notwendig, da tue Motte ber duckerschwärze Reißaus nimmt Ist alles fauver Mb glatt hineingelegt, ein gutes Mottenpulver zur richstr.ün 11941. r.,, Behörden Nie liebe Eitelkeit. Stoßt es uns nicht alle ab, wenn ein junaes Mädchen nichts weiter im Kopf hat als Puh und otaat? Meist geben bie Erzieher an baß biefcr Hang nn0: köni»' 19-22 hrfchaftshilfe, ber Tätigkeit im Roten Kreuz, im rcb/1 frauenhilfsbienft u. ä. hilft sie die vermehrte Last, wWv der Krieg diesen Einrichtungen bringt, tragen, ly.-i! end) in Handel und Gewerbe im öffentlichen Dienst nb nicht zuletzt in der Industrie ist sie an die ra£ (deUe der Männer getreten und hilft mit ihrer - ' jebeit den Sieg vorbereiten und gewinnen. Wie aber die Wehrmacht immer wieder neue Jänner zu ben Waffen ruft, bebarf auch das roirb hiastliche Leben immer wieder neuer Kräfte, um |2 stetjg wachsenden Aufgaben, die der Krieg ihm f llt, zu bewältigen. Die Wirtschaft muß darum timet wieder an die Frauen appellieren, die noch loßerhalb der Reihen der arbeitenden Heimat- schrumpft und der vorher abgetropfte fehlende Saft ben Geschmack wesentlich beeinträchtigt. Sehr gut läßt sich eingemachtes Ob st verwenden, wenn wir einen Puddingguß vor dem Backen über das Obst geben. Wir können so auch äu Hefekuchen weniger geignete eingemachte Obstsorten, besonders Stachelbeeren und Johannisbeeren unb nicht zu süße Preiselbeeren, Rharbarber und Erdbeeren verwenden und ebenso alle Mar- melabenforten. Aus 3/< Liter Milch unb 1 Pubdingpulver stellen wir mit etwas Zitronenschale und Zucker einen kremeartigen Pudding her, ber halb erkaltet über das auf dem Hefeteig ausgebreitete, abgetropfte Obst gegossen wirb. Backzeit etwa 30 Minuten. Mit Hilfe von Apfelmus, nicht zu süßem Zwetschenmus unb Aprikosenmarmelabe stellen wir einen auch gut schmeckenben Gitterkuchen her. Der Boden für den Hefekuchen wird recht dünn ausgerollt, das Mus darüber gegeben, gitterartig mit dünnen Teigftreifen belegt und diese mit verdünntem Eigelb ober gezuckerter Milch bestrichen. Mit Hilje eiher beliebigen Marmelabe stellt man einen Marmelaberollkuchen her. Wir rollen ben Teig von 500 Gramm Mehl aus, bestreichen mit Marmelade unb rollen roieber zusammen unb lassen biefe Rolle entroeber so auf bem Blech nochmals gehen ober teilen sie in 7 Stücke, die wir aufrecht in eine Springform setzen. Allerdings muh die Form in dem Fall vorher einen Boden aus dünnem Hefeteig haben, damit die Marmelade nicht ausläuft. Beide Arten bekommen nach dem Backen einen dicken Zitronenzuckerguß. Rezepte. Hessischer Eintopf: 250 Gramm Fleisch, 250 Gramm Graupen, 750 Gramm Kartoffeln, Salz, Suppengrün, Petersilie, 2 Liter Wasser. — Wasser, Graupen, Suppengrün zum Kochen ansetzen, das in Würfel geschnittene Fleisch zugeben, nach etwa einer Stunde bie Kartoffeln, beim Anrichten Petersilie zufügen. Graupenpubbing: 250 Gramm Graupen, 1 Liter Milch, 1 Ei, 2 Eßlöffel Zucker, Salz nach Geschmack, Marmelabe. — Man läßt bie Graupen in ber Milch, der man ben Zucker unb etwas Salz zugesetzt hat, ausqellen unb ein wenig abkühlen. Dann wirb das verquirlte Ei untergezogen und ter. . B -au in uorbi * i-bensgebieten » Jjs ist ebenso ein Trugschluß, wie so mandje ver- bildliche „Unabkömmlichkeit" aus bem häuslichen Ali;:, jreis ober aus einem wehrwirtschaftlich unwichtigen Irruf. Viele Frauen werben auch noch beherrscht ««wgsii rn her „Angst vor dem Betrieb" Sie haben ein» raiithfj pj DOn ben schweren Verhältnissen gehört, ober Will dben noch eigene Erinnerungen daran, unter denen RAnFw*» ~ grauen in den Jahren 1916—1918 in ber Inh?' iiegsinbustrie von bamals gearbeitet haben. Der riM% kmsatz bieses „Unbekannten Heeres", wie die Leite- Ostern steht vor ber Tür. Wenn auch in Anbetracht bes Krieges große Feiern sich von selbst verbieten, so wollen wir es boch uns möglichst festlich machen. Dazu gehört der Fefttadskuchen. Hefekuchen ist am vorteilhaftesten, weil mir dazu nur wenig Fett oder Del unb zu vielen guten Kuchen gar keine Eier benötigen. Andererseits fehlen uns im Augenblick manche Zutaten, die den Hefeteia üblicherweise schmackhaft gestalten, z. B. frisches Obst, Rosinen, Fett zu Streuseln, genügend Quark für Ouark- kuchen. Trotzdem können wir allerlei gute Hefekuchen mit anderen Mitteln Herstellen. Wenn wir auf 500 Gramm Mehl 50 bis 60 Gramm Fett ober Del nehmen, ist das ausreichenb. Es ist besser, bas Fett nicht flüssig zu machen, sonbern in „Flöckchen" ober gerieben (bei Rinberfett) auf ben „Mehl frans", in bem wir bas Hefestück ansetzen, zu geben. Der Kuchen wirb bann mürber Viel zarter wirb er wenn wir ben Teig nur mit soviel Mehl, baß man ihn eben kneten ober schlagen kann, Herstellen. Diesen einfachen Hefeteig, ben man noch mit Zltro- nenschale ober ein paar Tropfen Bittermanbelöl chmackhafter gestalten kann, verwenben wir zu ben althergebrachten Zöpfen, Kränzen, Osterwecken unb Osterbroten Der nach bem Backen aufgestrichene Zuckerguß, mit Zitronensaft hergestellt, macht alle biefe Gebäcke schmackhafter unb festlicher Aus bem gleichen Teig backen wir in einer Kastenform für 1 Kilo Mehl einen „rheinischen Plön" Wie einen Topfkuchen läßt man ben Teig in ber Form nochmals gehen. Man kann ben Platz erst am 1 ober 2. Tag nach bem Backen aufschneiden Er wirb im Rhemlanb mit Vollkornbrot unb Apfelkraut ober Gelee besonbers gern gegessen. Mit ein paar geschälte unb feingeriebenen Manbeln ober Kürbiskernen hergestellt — bie es gerabe nach Weihnachten hie unb ba gab — wird er noch feiner Rheinischer Mandelpkatz ist besonders beliebt Diesen einfachen Hefegrundteig verwenden wir auch zu allen Plattenkuchen. An Stelle von Streuselkuchen versuchen wir es einmal mit Zwiebackkuchen Hier- zu rollt man den Teig auf dem Blech aus und bestreicht ihn mit etwas flüssiger Margarine. Dann bestreut man ihn mit einem Gemisch aus geriebenem Zwieback, Zucker und Zimt. Auch mit Hilfe von eingemachtem Obst und Marmelade lassen sich . gute He'sekuchen zubereiten. Allerdings ist das ein» Ine Masse lagenroeiie nnt steifer Marmelade m eine fache Belegen wie mit frischem Obst weniger anzu- Puddingform gefüllt. Der Pudding wird eine raten, da das schon erhitzte Obst sehr stark ein-> Stunde im Wasserbad gekocht. ben sind. Aus dem Reich vor Unterrichtsbeginn. KriimenlJÄ (Nachdruck verboten.) 26. Fortsetzung. be» willkürlich gefragt hatte, was man in Oschnitz dazu weil " Er lachte und sah sie treuherzig Junggesellen den Haushalt führte. Mit einem Kind! uns an? Genügt es uns nicht, wenn wir vier uns [Ifo er meinte ich hätte mein goldenes Herz Sie sah den Kreis der Damen vor sich, den ihre offen in d>e Augen sehen können? Sie werden weil. Zuwachs, her hier erwartet wird.. " „ ... bin ich! Jawohl!" „Weiß Herr Westphal schon davon?" ,^d) habe mit ihm darüber gesprochen." „Und seine Meinung?" „Um die Wahrheit zu sagen, er war nicht „Jetzt kenne ich sie aller." „Und wie gefällt sie dir?" „Sie ist ein großartiges Mädel." t „Dann sind mir beide wieder mal einer Meinung „Und was den Jungen betrifft," meinte ftanU „fo was wie den hab' ich mir schon immer ht« Haus gewünscht. Ein feines Kerlchen! Den würden wir beide richtig erziehen, was?" hallen!" Sie war sich selber nicht ganz klar über die Art Bedenken nicht wären...?" Da glänzte es in ihren Augen auf: „Daun mit tausend Freuden!" Er stand auf, sah sie beglückt an und hob ihr Ge- sicht am Kinn in die Höhe, damit sie ihn ansähe ..Nun bin ich meiner Sache ganz sicher, Charlotte! Sie werden fommen! Wir vier werden ein Herz und eine Seele sein! Eine wundervolle Kameradschaft mit vorbildliches Arbeitsteilung! Du lieber Älter, wo man ihn alle Viertelstunde trocken legen muß, weißt du? Aber er ist ja schon ein richtige „Und ob, Hanne!" ! „An dem i st wenigstens schon was zu erziehen! „Und was sagt er jetzt zu Ihrem Plan?" „Noch hat er keine Gelegenheit gehabt, sich zu äußern, aller ich irre mich wahrscheinlich nicht, wenn ich annehme, daß er Sie schon des Jungen wegen brennend gern hierhaben möchte. Es kommt also wohl nur noch auf Sie an." Eine kleine Pause entstand. „Ich will es mir überlegen," erklärte sie zögernd. „Schade." „Noch Halle ich ja keineswegs ,nein‘ gesagt! „Gewiß nicht! Aber ich Halle mir ein gebildet, Sie würden mit beiden Händen zugreifen." Er stand auf und ging einige Male, während er sprach, vor ihr in dem Raume auf und all. „Ich hab' es mir nämlich herrlich vorgestellt: Sie, Hanne, Jockele und ich! Einer für alle und alle für einen! Durch dick und dünn! Meine Arbeit! Die Oschnitzer Siedlung! Wir arbeiten zusammen daran und zeigen Ihrem erlauchten Herrn Papa, was eine Harke ist! Auf den Rücken soll er sich legen, wenn er erfährt, daß seine Tochter mit beteiligt ist an dem preisgekrönten Entwurf. Er wird der verlorenen Tochter ein Kalb schlachten... Was sage ich? Eine ganze Kalbsherde wiro er hinmstzeln, um Sie wieder an sein väterliches Herz ziehen zu können! Und Hanne! Ihr kleiner Junge! Wo wäre er besser aufgehoben als hier? In Wind und frischer Luft und am Wasser! Wir vier immer zusammen! Ach, Charlotte Mathesius! Wenn Sie nur ein Fünkchen von der Vorfreude In sich hätten, die ich in mir halle, Sie würden ,ja‘ sagen!" Sie schmieg Er blieb vor ihr stehen. „Sagen Sie mir ehrlich: Was paßt Ihnen nicht an meinem Vorschlag? Ist es Ihnen hier zu schäbig?" „Aber nein! Wirklich nickst!" „Dann sagen Sie mir also, welche Bedenken Sie ■= . yir ru nm ircjiuriifcit i - ,Zch weiß es wahrhaftig noch nicht, Herr Theiß!" V Er machte eine abschließende Handbewegung und Junge!" „Und wird noch viel richtiger werden!" „Wenn sie zu uns kommt!" „Sie will nicht recht, Hanne!" I „Das hall' ich befürchtet? Es paßt ihr nicht? I „Doch, aber lle hat's mit der Moral." Hanne machte ein verdutztes Gesicht. „Mit hd Moral? Wieso denn mit der Moral?" „Du bist ein argloser Engel, Hanne! versetze bi® in ihre Lage! Sie ist ein alleinstehendes jUJIg Mädchen, und sie soll zwei Junggesellen In befM Jahren obendrein einem Schürzenjäger, wie n einer bist, den Haushalt führen, mit uns urstrl einem Dach leben, schlafen, essen, trinken,. / (Fortsetzung folgt) W MW» Ws Ser Ml Roman von Otto lleuseiSl. wo und unter welchen Umständen die Tochter des großen Mathesius in Berlin ein Heim gefunden hatte. Peter ließ sich mit einem tiefen Seufzer auf seinen Stuhl fallen. „Wenn jemand so lange schweigt wie Sie und dazu ein so nachdenklic^s Gesicht macht, überlegt, wie er seine Ablehnung rn möglichst diplomatische Formen kleiden soll. Machen Sie's rasch, Fräulein Mathesius! Geben Sie mir den Korb!" „Nein! Sie müssen ein wenig Geduld mit mir hallen, Herr Theiß! Ich bin in einem Nest namens Oschnitz ausgewachsen, und dort ist man noch zwan- zig Jahre zurück." „Aber Sie leben jetzt in Berlin!" „Ja, ja, ich weiß, aber Oschnitz klebt noch an mir! Lachen Sie mich ruhig aus! Ich ftvnn's nicht ändern! Nennen Sie mich eine dumme Gans. Es geht mir noch nicht in den Kopf, daß ich hier bei Ihnen und Hanne Westphal... das ist ja beinahe wie ..." „Nun...?" Sie hatte ungefähr sagen wollen- Eine wilde Ehe zu dritt! So würde Oschnitz es jedenfalls au-ffaffen. Sie sprach es nicht ans. „Gellen Sie mir bitte vierundzwanzig Stunden an. Also er meinte, ich hätte mein goldenes Herz -....... - - -- - - , ■ ■ . ... - v. f an Sie verloren und wollte mit Ihnen hier Liebes- Matter nachmittags um sich versammelte, sie iah. kommen, Charlotte! Morgen um dies« Zeit werden glück genießen. Das habe ich ihm zwar aus geredet, die vor Langerwsile gleichförmig gewordenen Ge-, Sie es mir bestätigen!" w aber er blieb argwöhnisch. Nun hat er Sie ja sichter und stellte sich vor, welche SenfoHon es er-> ** —" te@nen($eternt,./ jregen würde, wsna m diesem Kreise ruchbar würde,- < . ..... _ _ Das Ltrlaubsrecht im Kriege. Einen Ueberblick über das Urlaubsrecht der privaten Wirtschaft im Kriege gibt in den Monatsheften für NS.-Sozialpolitik Oberregierungsrat Küppers vom Reichsar-lleitsministerium. Das Urlaubs- jahr 1940 ist bis zum 30. Juni 1941 verlängert worden. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der rückständige Urlaub für das Jahr 1940 gegeben werden. Abgeltung des Urlaubsanspruchs ist nur zulässig, wenn die Freistellung von der Arbeit sich infolge des Kriegszustandes als unmöglich erweist. Weitere Voraussetzung ist die Zustimmung des Reichstreuhänders der Arbeit. Für Gefolgschaftsmitglieder, die zum Wehrdienst einbe- rufen sind, ist der vor der Einberufung entstandene Urlaubsanspruch wie bei ausgeschiedenen Gefola- schaftsmitgliedern abzugelten, soweit er noch nicht erfüllt wurde. Verwaltungen und Betriebe dürfen die besonderen Leistungen für Einberufene auf das Urlaubsentgelt anrechnen. Keinesfalls darf es geduldet werden, daß Gefolgschaftsmitglieder ohne ausreichenden Grund von der Arbeit fernbleiben. Daher ist die pflichtwidrig versäumte Arbeitszeit in voller Höhe auf den Erholungsurlaub anzurechnen. Hält das Gefolgschaftsmitglied die Maß- nähme für unbillig, so kann es den Reichstreuhän- Jm Anschluß an ein Urteil des Reichsgericht, i haben die Schulaufsichtsbehörden vielfach Weisungen ! für die Beaufsichti>gun-g der Schulkinder vor Beginn des Unterrichts erlassen. Der Reichserziehungsmim- j fter weist darauf hin, daß eine A u f si cht s p f li chi i der Schule über Schulkinder, die sich auf dem. Wege zur oder von der Schule befinden. ' nicht besteht, daß aller die Aufsicht über bii Kinder, die si ch in der Schule aufhalten, auch schon vor Beginn des Unterrichts sichergeftellt fein muß. Die dauernde Amvesenhck eines Lehrers im Klassenzimmer vor Beginn des Unterrichts ist jedoch nicht erforderlich. Es soll dafür gesorgt werden, daß eine angemessene Zeit vor Bt> ginn des Unterrichts eine genügende Zahl von auf- sicht-führenden Lehrern hn Schulgebäude anwesend ist. Die Schüler und Schülerinnen sind anzuhalten:, soweit nicht besondere Derhältntsse vorliegen, sich nicht früher als 15 Minuten vor Beginn des Unterrichts In der Schule einzufinden. kehrte auf feinen Platz zurück. Sein Gesicht strahliü vor Glück. Später fügte es sich so, daß Peter mit Han« eine Weile allein war, weil Charlotte Jockele wecken und für die Heimfahrt ankleiden mußte. Die bcibflt schwiegen eine Zeitlang. Hanne saß an feinem 0* wohnten Platz neben dem Fenster, rauchte feiiK kurze Pfeife und sah zur Decke empor. Dann ttahcn er die Pfeife aus dem Mund, betrachtete das yr triff ene Mundstück und fragte: „Na? Wie ltelst's*' Peter wußte sofort, was gemeint war. „Ich kM mit ihr gesprochen." „Deshalb bin ich auch ein paar Minuten länget als nötig draußen geblieben. Ihr solltet Zett Vyafotr. fertig zu werden. Was sagt sie?" Peter lachte. „Die wichtigere Frage ist zunöchstk Was sagst du? Du bist der Hausherr! Du wirst ihr Brotgeller sein." „Rede nicht solchen Quatsch!" t „Du hast neulich nicht viel von chr wissen wollet«. Som Facharbeiter zum Ingenieur. Das DAF.-Amt für die Berufserziehung und Be- triebsführung, das sich der Förderung der Ingenieurschulen angenommen hat, hat unter dem Titel „Weg zur Ingenieurschule" ein Fernun. terrichtswerk geschaffen, das allen, die feint Gelegenheit haben, das für den Eintritt in eine Ingenieurschule erforderliche Schulwissen auf dem üblichen Wege zu erwerben, oder die ihre Eignung und Neigung zum Jngenieurberuf erst zu spät erkennen, die Möglichkeit gibt, sich auf bai ordentliche Jngenieurstudium in planmäßiger Weist vorzubereiten. Obwohl der erste Lehrgang des Fernunterrichtswerkes erst im vierten der vorgesehenen fünf Fernsemester lief, haben bereits weit über 200 Teilnehmer dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung mitgeteilt, daß sie die Aufnahmeprüfung für das erste Hauptsemester einer Ingenieurschule bestanden haben. Die Anzahl der Fernunterrichtsteilnehmer beträgt rund 10 000. Dir guten Erfahrungen veranlaßten das Amt, auch für Kaufleute und Schr i ftfetzer ähnlich, Fernunternchtsmaßnahmen einzurichten. Beaufsichtigung der Schuttinder Betreuung Seite« und Reichsdeutsche» aus dem Generalgouvernement. Volks- und Reichsdeutschen, die vorn 1. (September 1939 bis zum 31. August 1940 aus dem Ge- biet des Generalgouvernements (also nicht aus den jetzt zur Sowjetunion gehörenden Gebieten) in das Großdeutsche Reich gekommen sind, ohne am Heimatort durch eine Ums ied- lun^skommission erfaßt worden zu sein, werden zur Meldung a u f g e f o r b e r t, ba. mit auch sie von der Deutschen Umsiedlungs-Treu. Hand-Gesellschaft betreut werden können. Die Mel. Dung soll schriftlich bis sum 15 April 19 41 auf einer Postkarte bei der Deutschen Um- siedlunqs - Treuhand - Gesellschaft m. b. H., Berlin \V 8 Mohrenstraße 42—44 erfolgen. Anzugeben sind nur: Namen und jetzige Anschrift des Haus, baltungsvorstandes, Herkunftsort, Gemeinde und Kreis, das Kennzeichen: IV/4/VOR. Deutliche Schrift ist unbedingt erforderlich. 115000 neue Wohnungen 1940. Die Gesamtzahl der im Jahre 1940 fertiggeftdlten Wohnungen wird für das alte Reichsgebiet auf 115 000 geschätzt. Der aus dem Jahre 1939 vorhandene Bauvorrat von 170 000 Wohnungen, die Ende 1939 noch im Bau waren, ist somit im Jahre 1940 zum großen Teile aufgearbeitet worden. Dazu kamen noch die währeno des Jahres 1940 neu begonnenen Wohnungsbauten. Diese Zahl rolrt auf 44 000 Wohnungen geschätzt. Ende 1940 waren somit noch etwa 100 000 Wohnungen im Bau, die als Bauvorrat in das neue Jahr übernommen worden sind Die Tatsache, daß im zweiten Kriegssahr 115 000 Wohnungen fertiggestellt und darüber hinaus 44 000 neu begonnen werden tonn-» ten, muß angesichts der durch den Krieg bedingten Umstellung der Bauwirtschaft als beachtenswerte Leistung angesehen wenden, da im zweiten Welt» kriegssahr nur 55 000 Wohnungen fertigstem roor- zu sorgen. Heute hat Roosevelt als bewußt höhnisches Symbol für die augenblickliche Weltlage den gleichen Juden an die Spitze seiner Munitionsdiktatur gestellt wie sein Vorgänger, nämlich den alten Juden Bernard Baruch. Damit steht auch die heutige Industrie der Vereinigten Staaten unter einem jüdischen Spitzelsystem und mit den gleichen Lügen wie 1917 wird das betrogene amerikanische Volk in den Kamps gegen das alte Europa geführt, dessen Blut es doch einst fein Dasein und seinen Aufstieg zu verdanken hat. Nur haben -sich all die jüdischen Finanzgrößen, die in Paris, London und Neuyork herrschen, heute m einem getäuscht: Deutsch- land ist heute nicht ein gekreist. Die natto- nalsozialistische Revolution und die deutsche Wehrmacht haben nahezu ganz Europa gegen diese seine Bedrohung durch die Hoch- finanzgeetnigt. Der Deutschland aufgezwungene Krieg ist der Krieg einer ungeheuren Umgestaltung. Er Überwindet nicht nur die Gedankenwelt der französischen Revolution, sondern tilgt auch unmittelbar alle jene blutmäßig verseuchenden Keime, die vom Judentum und seinen Bastarden nunmehr seit über hundert Jahren hemmungslos sich inmitten der europäischen Völker entwickeln konnten. Die Judenfrage, die als Aufgabe feit 2000 Jahren den Völkern Europas gestellt und nicht gelöst wurde, wird, nunmehr durch die nationalsozialistische Revolution für Deutschland und für ganz Europa ihre Losung finden. Da nunmehr Deutschland mit seinem Blut und seinem Volkstum diese Judendiktatur einmal für immer für Europa gebrochen und dafür zu sorgen hat, daß Europa als Ganzes wieder frei wird von dem jüdischen Parasitismus, da dürfen wir, glaube ich, auch für alle Europäer sagen: Für Europa ist die Judenfrage erst dann gelöst, wenn der letzte Jude den europäischen Kontinent verlassen hat. Wir wollen und können es nicht mehr dulden, daß sich die schmierigen Finger der jüdischen Hochfinanz noch einmal in die völkischen Interessen Deutschlands ober anderer Völker Europas hinein- mengen Wir wollen es auch nicht mehr dulden, daß in deutschen Städten und Dörfern anstatt deutscher Kinder Juden- und Negerbastarde berumlaufen. Wir werden es nicht dulden, daß die alte Kultur der europäischen Völker von irgendwelchen jüdischen Journalisten beschimpft und in den Schmutz gezogen wird. Wir können das nicht dulden, sonst wäre unser ganzer 14jähriger Kampf und unsere jetzt achtjährige Aufbauarbeit gefährdet, es könnte geschehen, daß nach einigen Jahrzehnten vielleicht schon wieder das alte Gift neu zu wirken beginnen wurde. An dieser Säuberung wird uns auch nicht Herr Roosevelt mit seinen Baruchs und seinen Filmk'.tsch- juden zu hindern vermögen Das stärkste militärische Instrument, das die Geschichte gesehen hat, die Wehrmacht Adolf Hitlers, wird dafür Sorge tragen, daß dieser letzte wütende Versuch, noch einmal die weiße Rasse zugunsten der jüdischen Finanzherr- schaft gegen Europa marschieren zu lassen, für immer ein Ende findet. Wir sind des Glaubens, daß auch jene Völker, die heute noch gegen uns stehen, am Ende dieses Krieges erkennen werden, daß Deutschlands Sache Ijtute die Sache des ganzen europäischen Kontinents, die Sache der ganzen weißen Rasse aber auch die Sache aller anderen Kultur- rassen auf diesem Erdball ist, die für ein gesichertes arteigenes Kultur- und Staatsleben kämpfen. Mit Deutschland solidarisch. Am letzten Tage der Arbeitstagung des Instituts zur Erforschung der Judensrage nahmen die Vertreter der auswärtigen Nationen das Wort zu (Erflnungtn über d-e Jude- frage in ihren Ländern. Es sprachen der Führer der Nattonalen Sammlung in Norwegen, Staatsrat Ouisling, im Auftrag des Führers der Nationalsozialistischen Bewegung, in den Niederlanden, Mussert, der Schulungsleiter van Genechten, der Vertreter Rumäniens, Prof. Dr. George (£ u) a, die Vertreter Ungarns, Staatssekretär a. D Kovacs und Sektionschef van Kults ar, als Vertreter Bulgariens der Abgeordnete Dr. Peter S ch i e s ch- koff, der Vertreter Dänemarks Stabsgruppsnlei- ter Erling Callas vom Stabe der National- sozialistischen Arbeiterpartei Dänemarks und Rechtsanwalt L a m b r i ch t s , Herausgeber der Zeitschrift „Völkischer Angriff", der gleichzeitig eine flämische antijüdische Bewegung leitet. Oberbereichsleiter Dipl.-Jng. Schirmer dankte als Leiter des Amtes Juden- und Freimaurerfragen allen auswärtigen Gästen für ihre so offenherzigen und ehrlichen Worte. Die Tagung wurde bann mit einer kurzen Schlußansprache von Gauleiter Sprenger beendet. Bedenkzeit, Herr Theiß! Ich möchte es nicht aus dem Handaelenk entscheiden. Ich bin nach so schrecklich unselbständig. Bisher ist immer über mich und | meiiren Kopf entschieden worden. । ,,mn vem i aienimien» WU9 M „Gut! Die Bedenkzeit ist Ihnen bewilligt! Nur Ich habe ihn mir kleiner^ vorgestellt, noch in dein eine Frage noch: Wenn die moralischen Oschnitz- Oie Judensrage als Wettproblem. Reichsleiter Alfred Bosenberg über die europäische Ausgabe dieses Krieges Der Reichsletter gab dann einen Ueberblick über die Zersetzungspolttik des Judentums in Europa, die das Ziel einer Atomisierung des euro- päischen Festlandes batte. Er kennzeichnete die Tätigkeit der Alliance Jsraelite Universelle in Rumänien, die jüdischen Umtriebe in Ungarn und umriß den schließlich immer größer werdenden Einfluß der Juden bei den sogenannten Siegerstaaten. Deutschland, in dem die Juden den Hochverrat gegen das Reich eingeleitet hatten, mußte neben dieser Herrschaft der Judenfinanz und Judenpresse noch die ganze Ausbeutunaspolitik der Hochfinanz tragen. Die Phrasen von Freiheit der Völker und Humanität aus London und Neuyork hätten heute keine Wirksamkeit mehr, seitdem Wilson als Präsident der Vereinigten Staaten seine 14 Punkte verkündete und schließlich vor den Augen des deutschen Volkes als Wortbrüchiger aufgab. „Das ist jene „Freiheit", die heute wieder Herr Roosevelt als würdiger Nachfolger Wilsons in den Mund nimmt. Um ihr Wesen ganz deutlich zu illustrieren, hat auch er In seiner ganzen Umgebung in all diesen Jahren in entscheidender Weise das Judentum heranziehen müssen. 1933 prägten ihm die Juden bereits eine Denkmünze. Sie trug auf der einen Seite den Kopf Roosevelts und auf der anderen Seite zur Symbolik dessen, wofür er zu wirken hotte, den sechszackigen jüdischen Stern. Der amerikanische Präsident, der offenbar die Lorbeeren feines Vorgängers Wilson erneuern will, ist in diesen Wochen auch in Hollywood gewesen. Vor der Filmversammlung dieser Rlesenfilmkttschstadt erklärte er, der ckm e r i k a n l s ch e Film sei es gewesen, der die Ideale der amerikanischen Freiheit verkündet habe. Herr Roosevelt wußte, warum er diesen sogenannten amerikanischen Film gerade jetzt heraussttich; denn dieser amerikanische Film oesindet sich zu 100 v.H. in jüdischem Besitz. Nimmt man diese Tatfache so wie sie ist, dann sind die einstmals großen Pionlematuren der Bereiniaten Staaten, die einmal dieses Land mit ihrem Blut eroberten, plötzlich zu Zeugen für bas Gegenteil dessen aufgerufen, wofür sie einst gekämpft haben. Denn zu sagen, daß die Freiheit des Peter legte seine Zigarette weg und zerdrückte sie im Aschbecher. „Nun, bann will ich also mal ganz tief Luft holen und meine Karten ausdecken. Am besten ist es, ich falle gleich mit der Tür ins Haus Wollen Sie hier mitmachen, Fräulein Mathesius?" Sie verstand ihn nicht gleich. „Mitmachen? Hier?" „Hab' ich mir gedacht! (sie tun begriffsstutzig, weil Sie nicht gleich frisch von der Leber m>eg ,nein< sagen möchten. Legen Sie sich keinen Zwang auf! Es wäre zwar schade. Ich habe es mir sehr nett vorgestellt: wir drei oder vielmehr: wir vier, wenn wir Jockele mit dazu rechnen " „Einen Augenblick mal, Herr Theiß! Ich begreife jetzt allmählich. Sie wollen sagen, daß ich mit Ihnen zusammen hier herauskommen soll, um Ihnen und Herrn Westphal den Haushalt zu führen." „Sie haben es erfaßt! Genau das meine ich! Und was sagen Sie dazu?" „Hm!" „Das war nicht viel." „Es kommt mir ziemlich Überraschend! Das also ist die verwahrloste Junggesellenwirtschaft? Und dex früheren amerikanischen Pioniers gleichzusetzen sei mit dem heutigen jüdischen Filmkitsch, das bedeutet eine Grabschändung, wie sie schlimmer nicht ausgeübt werden kann Und daß dies ausgerechnet durch den Mund eines Präsidenten der Vereinigten Staaten geschieht, ist ein Symbol, das die Völker der ganzen Welt niemals vergessen sollten. Die Rede Roosevelts in Hollywood kann uns nur darin bestärken, uns gegen diese geistige Entartung der weißen Rasse und aller Kulturrassen der Welt zu wehren. Herr Roosevelt weiß genau, daß er einen gleichen Weg gehen muß wie Wilson. Auch ieser wurde vom amerikanischen Volke gewählt, als er ihm versprach, für Frieden und soziale Wohlfahrt der der Arbeit anrufen. Die zum Wehrdienst einbe- rufenen Gefolgschaftsmitglieher benötigen zur Ordnung persönlicher und häuslicher Angelegenheiten in der Regel etwas Freizeit für einen ober mehrere Tage vor dem Gestellungstag. Diese Freizeit soll nicht versagt werden, wenn das Gefolgschafts- Mitglied rechtzeitig einen Antrag stellt. Soweit Einberufene ihre Gestellungsbefehle kurzfristig erhalten, sollen sie auf Antrag baldigst von der Arbeit entbunden werden. Soweit noch ein Urlaubsanspruch besteht, kann ein Teil dieses Urlaubs noch vor der Gestellung erteilt werden. Fehlt ein Urlaubsanspruch, so nrihfoe an sich nur unbezahlte Freistellung von der Arbeit in Betracht kommen. Der Reichsarbeitsminister hat jedoch keine Bedenken, wenn für die kurze Zeit der Freistellung der Lohn fortgezahlt wird. Die Dauer des Erholungsurlaubs für Arbeitsurlauber beträgt im allgemeinen 6 Urlaubstage. Werktägige Frauen, deren Ehemänner mindestens drei Monate wegen ihrer Einberufung zum Wehrdienst vom Wohnort abwesend waren, erhalten auf Antrag bis zu 18 Arbeitstagen im Urlaubsjahr Freizeit, wenn der Ehe- mann von her Front beurlaubt ift Der Reichsarbeitsminister erwartet, daß die Betriebsführer solchen Frauen einen Urlaub von 3 bis 4 Tagen aus Anlaß der Entlassung des Ehemannes bewilligen. geistert" „Sehen Sie wohl!" „Sie müssen mich ausreden lassen! Er war nicht ,—........ begeistert, weil er meinte, Sie seien so eine Art ihrer Bedenken und überlegt« sich, daß sie sich un- höherer Tochter, die nicht hierherpaßt, und ich legte h'"'. , ri t , .. mich nur deshalb für meinen Plan so ins Zeug, sagen würde, wenn man dort erfürre, daß sie zwei Gott! Die Oschnitzer Moraltanten! Was gehen Oie Lpd. Frankfurt a. M., 28. März. Die ur- prünglich auf einer öffentlichen Kundgebung in Frankfurt a. M. zum Abschluß der Tagung des Instituts zur Erforschung der Judenfrage" vorge- feljene Rede des Reichsleiters Rosenberg wurde von Berlin aus über sämtliche deutschen Reichssender übertragen. Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger hatte die in- und ausländischen Ehrengäste in den kleinen Festsaal des Hotels „Frankfurter Hof" gebeten, um mit einem Gemeinschastsempsang der Rede der Tagung einen würdigen Abschluß zu geben. Reichsleiter Rosenberg führte u. a. aus: „Der jetzige Kampf ist ein Weltkampf allergrößten Ausmaßes. Von feinem Ergebnis wird für die Jahrhunderte das Schicksal der europäischen, aber weit darüber hinaus auch der außereuropäischen Nationen bestimmt werden. Die Fronten dieses Krieges find nahezu die gleichen wie 1914, nur haben sich einige Partner verlagert und neue Steilungen in diesem Kampfe für eine neue Zukunft, wie sie in ihrem nationalen Interesse liegen, bezogen." Zur Kennzeichnung dieser Lage wies der Reichsleiter auf folgendes Symbol hin. Auf dem 2)ouaumont, der am heißesten umstrittenen Festung vor Verdun, steht eine riesige weiße Steinwand. Ihre Mitte ift mit jüdischen Buchstaben bemalt und unter diesen steht folgender Spruch: „Die Juden der ganzen Welt den Juden, die im Weltkriege auf Seiten der Alliierten für ihre Vaterländer geblutet haben". Die Aufschrift dieses Denk» mals war ein Zeichen des alljüdischen Triumphes, ein Zeichen dafür aber auch, wie seltsam gerade in Zeiten mancher Siege das Judentum in seiner Geschichte d i e weltpolitische Lage verkannt hat. Immer, wenn es einmal in der Vergangenheit in einem Volke dazu kam, daß das indische Geld nahezu Herr über dieses Volk wurde, sind im Triumph stets Worte gesprochen worden, welche die ganze im Grunde dumme jüdische Ueberheblichkeit nach außen kehrten und da- durch allein schon die moralischen und politischen W i b e r ft ä n b e gegen diese Umkehrung vom Sinn eines Völkerlebens hervorriefen. * ttt. 75 Drittes Blaff 29./50. mär} 194t Lietzener Anzeiger (Leneral-Anzelger für Gbertzetzen) Das tft zwar nicht gerade ruhig, denn am selben 5hir haben sich die Funker eingerichtet und tasten chre Sprüche, und alle paar Tage sitzt, nur durch töne Glaswand getrennt, nebenan in einem Büro- ung inder all üeur. lunbfc Spießbürgern „rächen" wolle: er wurzelt vielmehr elbst durchaus in der Sphäre des Spießertums uni) unterscheidet sich von seinen Stammtischbrüdern nur in einem: „Sein Horizont ist nicht weiter, aber piel Heller als der ihre." Das macht ihn wiederum an« ziehend für seine Umwelt. Gewissen bekennen, daß er stets, getreu der Weisung des Führers, die Anreicherung des Volkes mit friedlicher Schaffenskraft betrieben hat, daß er über die Man hat den Datterich öfters einen hessischen Falstaff genannt, das trifft aber doch wohl nur eine Seite seines in manchen Farben schillernden Wesens; auch fehlt ihm der Embonpoint, die Leibesfülle; einen feisten Datterich kann man sich gar nicht vorstellen: der Beweglichkeit seines Witzes und Hellen Verstandes -muß auch, trotz aller Wirtsbaushockerei, eine gewisse körperliche Wendigkeit entsprechen. Er ist gewiß in allem oder fast allem, was er denkt, sagt und tut, ein Spießerschreck, aber Karl H. Ruppel, selbst Darmstädter, weist in der Kölnischen Zeitung mit Recht darauf hin, daß man der Gestalt von der sozialen Seite allein so wenig beikommen könne wie mit der Ansicht, in ihm einen „Ausgestoßenen" zu finden, der sich an den 100 Jahre „Datterich" Ein hessisches Jubiläum. vie es sich gerade einrichten lieh, und schlqfen dort. Das ist zwar nicht gerade ruhig, denn am selben war und wegen alkoholischer Ausschreitungen aus dem Dienst entlassen wurde. (Uebrigens wurde er, wie Esselborn berichtet, später wieder angestellt und ist als angesehener Bürger 1866 gestorben.) Auch ein Stammlokal „Zum Prinzen Emil" hat Esselborn ausfindig gemacht, außerdem neben jenem handgreiflichsten noch ein weiteres Modell in der Ge- talt eines Darmstädter Komikers angeführt, „der ich zur Zeit der Ebbe seiner Kasse einmal tot stellte, damit feine Frau das Sterbegeld erheben konnte, ähnlich wie Datterich den Sterbenden darstellt, um sich vor den Gewalttätigkeiten seines Gläubigers Bengler zu retten." Es ist ja in diesem Sinne kennzeichnend, wenn man in der letzten Szene, bei Dummbachs, bedauert, daß bei der Hochzeitsfeier des doch noch glücklich vereinten Brautpaares ,,ahns fehle muß" — eben der Datterich: er bleibt ein Außenseiter, Aufschneider, Schnorrer, Schuldenmacher, Trinker und Spie« ter; daß er aus alledem ein Lebensprinzip macht, erhebt ihn zwar nicht zum Vorbilde, aber zu einer komischen Charakterfigur von besonderen Graden. Sein Leden von Tag zu Tag ist viel schwerer zu führen als das der andern, die er vbers Ohr haut und vor den Kopf stößt; sie würden es, solide und ordentliche Bürger, die sie sind, au- Ueberzeugung ablehnen, mit ihm (den sie gelten uffsen und vielleicht sogar im stillen ein bißchen bewundern) zu tauschen, aber es ist auch keine? unter ihnen, der die Phantasie, den Witz und div Frechheit ausbrächte, so zu leben, wie er es immer wieder fertig* bringt Keiner prägt so großartige Sentenzen wie er* „aurora musis amica, des haaßt uf Deitsch: Mor« jends schläft mer am Beste". Keiner vermag mit s» viel Optimismus und so tiefer Selbsterkenntnis nach dem Aufstehen die ironische Frage an sich zu richten: „Wie werd mer sich dann heit dorchschlage?" Keiner wie er im Handumdrehen eine aufregende und dramatische Geschichte von unglücklicher Liebe und blutigem Zweikampf erfinden, keiner mit soviel Lebenserfahrung und soviel schauspielerischer Improvisation ein galantes Rendezvous nebst verlogener Liebeserklärung einstudieren: „Sie sinn's Eoche und ich bin Sie. Jetzt mache Se emol e recht vascheemt Gesicht ..." oder: „Erscht kimmt e ohrms- dicker Seifzer, der macht de Ahfang, un Sie seifze aach, awwer mehr piano"... Grenzen des Deutschen Reiches gegangen ist, bei unseren Nachbarn echte Freunde und echte Freundschaft zu suchen. Aber, wie überall, so kann man die Verblendung der plutokratischen Welt auch auf dem Gebiete des Sports nachzeichnen. Was es überhaupt an Verleumdung gibt, hat man uns ins Gesicht gespien. Keine unserer Maßnahmen — mochte sie noch so vernünftig sein, mochte sie noch so weitherzig sein, mochte sie noch so zukunftsweisend sein — wurde gutgeheißen. Alles, was diese Herren an sich gor nichts anging, haben sie mit der boshaften Absicht, uns zu schaden, und uns in den Augen ihrer Völker lächerlich zu machen, entstellt wiedergegeben, verhöhnt, verlacht. Als dann schließlich Deutschlands Erfolg bei den Olympischen Spielen das ganze Lügengeschwätz von dem einzigen Kasernenhof, zu dem der deutsche Sport geworden sei, und von dem Zwang und der Beraubung der Freiheit der deutschen Männer und Frauen, die sich den Leibesübungen ergeben hätten, zerriß, da verfielen sie in einen anderen Fehler. In den Fehler nämlich, die deutschen Leibesübungen für genau das gleiche zu halten, wie sie teilweise in den demokratischen Ländern sind: einesteils eine Beschäftigung für Plutokratensöhne, die nicht wissen, auf welche Weise sie das Geld ihrer Väter am besten ausgeben sollen, oder eine Beschäftigung für Derufsathleten wie drüben in Amerika, wo sich jede Universität mehr oder weniger einen menschlichen Rennstall hält, um damit Rekorde zu erzielen. Diese alte Welt hatte wohl offenbar gar nicht begriffen, 5aß wir Deuffchen auf den Traditionen eines Friedrich Ludwig Jahn aufbauen, daß der Nationalsozialismus alle Quellen völkischer Leibeserziehung wieder geöffnet hat, an denen das Leben des deutschen Volkes feit Jahrtausenden so reich ist. Sie sahen nur die deuffchen Erfolge bei Olympischen Spielen, sie sahen nur die Resultate unzähliger Länderkämpfe und glaubten, diese Erfolge und Resultate feien mit rein materialistischen Mitteln erzielt, also mit Mitteln, die Lebensinhalt dieser alten Welt sind. Sie sahen nicht den ungeheuren Schwung und Idealismus eines erwachten Volkes dahinter, und so legten sie sich bei dem Gedanken schlafen, daß es bei uns im Sport ja wohl offenbar genau so sei, wie bei ihnen zu Hause. Auch hier wieder hörten sie nicht auf die ver- Man könnte Gestalt und Rolle noch mit einet ganzen Reihe ähnlicher Redensarten beleben und belichten; es mag genügen, wieder einmal an das witzige Original, an feinen Schöpfer und an ein nicht alltägliches Jubiläum erinnert zu haben. Vielleicht bekommt der eine oder andere Lust, den „Datterich" wieder einmal zu lesen und sich damit eine Stunde bodenständig-heiterer Ergötzung zu verschaffen. Es darf wohl auch erwartet werden, daß die hessischen Theater eines so seltenen Anlasses gedenken und sich, was Niebergall und fein bestes Stück betrifft, nicht von den Berlinern beschämen lassen» hth» Df Sfflii i MM' : rpM lut In! t befaM I t ß&t! M shaltn erriifi'1 lmokstik' Segirni!" 5 Ml br, ?it OTT* von (' > cmM'1 •fielen, '■ des Ult igui u.Heijert* er« -ZA t A"" y „B" m«"'(V ii MO. ft hrr fy en. leub-, M QH >0 DM!» Tn oit, urs 'en ltztz» beding en A telltW ? * % i’ Uti, 'i.S He Jh »i»il 'de uY MlHi ?aum ein Kriegsberichter und schreibt bis in die lacht hinein Maschine, weil in den Unterkünften ias Licht um neun Uhr abgeschaltet wird. Aber so ind sie bet ihren Telephonen und immer er- : e i d) b a r, wenn etwas Wichtiges vorliegt. Die Werftzüge, das technische Personal, die die Flug- euge überholen und reparieren, marschieren zu den fallen, aber das Bodenpersonal wohnt zum Teil V Zelten am Rande des Rollfeldes, so daß auch ie schon die wenigen Schritte zu ihrem Arbeits- | »laß zurückgelegt haben, wenn bei Sonnenaufgang I »ie italienische Flagge gehißt wird. ! Der Kolonisator Libyens, Marschall Jtalo Balbo, • rab auch diesem Horst eine Gestaltung aus seinem | Steifte. Die großzügige Anlage berücksichtigte nicht «ur die Dienstgebäude; auf die Unterkünfte und die ihrigen Einrichtungen für die Soldaten erstreckte lief) ebenso der planende Wille ihres Schöpfers. Be- anders für die Chargen, die im allgemeinen die länger dienenden Berufssoldaten einnehmen, wurden vorbildlich schöne und zweckmäßige Quartiere "nd Spei segel e gen h ei ten gebaut. Wir haben einen IlOeil eines einstöckigen Gebäudes inne, das im 1u brigen von italienischen Feldwebeln bewohnt wird. Ilm zwei palmenbestandene, längliche und so schmale böfe, daß die Sonne nur am hohen Mittag ganz I ineinfältt, sind die Stuben angeordnet. Zwischen I kn Höfen liegt ein großer Wafchraum mit zcchl- I »eichen Duschgelegenheiten. Die Wohnräume sind [ normalerweise ein- bis dreibettig und mit großen, praktischen Schränken versehen. Dicke Mauern hal- | vn die Wärme zurück und Fensterläden das Son- । renlicht, während die aufsteigende warme Lust saufend an deren Schlitzen vorbeistteicht und damit die Raume entlüftet. Dadurch bleibt es im Innern der Häuser so kühl, daß wir uns manchmal gegen Morgen fester in unsere Decken wickeln. An den Speisesaal schließt sich ein Restaurations- ■aum an, in dem man unter anderem einen vorzüglichen Kaffee auf arabische Art, sehr süß, sehr „Die wo Der doht geschosse Hot, läwe noch." „Datterich", V, 8. Wie haben sie uns verkannt! Oie Plutokraten und der deutsche Sport. Von Reichssportführer von Tschammer und Osten. Berichte aus Berlin erinnern an ein Jubiläum, »essen zu gedenken wir hier in Hessen erst recht allen Anlaß haben: im Deutschen Theater wurde »er „Datterich", das berühmteste und auch beste Stück des Darmstädters Ernst Elias Nied erhall, mit großem Erfolge wieder einmal gegeben; »ie Aufführung wird von Kennern als die voll- ' ommenfte und echteste Ehrung gerühmt, welche »ie Reichshauptftadt dem frUhverftorbenen hessischen Dramatiter bisher bereitet habe. Die Kolonie der Darmstädter in Berlin habe zum Schluß wie eine Blauer gestanden und die Darsteller (an der Spitze »en in der Provinz aus manchem Film bekannten Theodor Loos, der die Titelrolle hatte) noch aus »em eisernen Vorhang herausgeklatscht. Die Ehrung galt natürlich vor allem £cm Darm- itädter Landsmann, dessen Bescheidenheit wahrscheinlich nicht gewagt hätte, seinem Stück ein rundes Jahrhundert unverwüstlich-heiteren Lebens voraus- ufagen: im Frühjahr 1841 erschien, übrigens nicht "hne Eingriffe der Zensur, im Verlage von L^Pabst m Darmstadt „Datterich. Localposse, m der Mund- art der Darmstädter. In sechs Bildern" Der Der. taffer war nicht genannt, nicht einmal Niebergalls Pseudonym E. ©treff; aber der Verleger fugte m •er Ankündigung der Neuerscheinung in der .Großh. Hessischen Zeitung" dem Titel die folgende Bemerkung bei: „Vom Verfasser des tollen Hund s. Mn farbigem Umschlag, mit Handzeichnungen, geh. •4 fr. Allen Freunden einer heiteren Lektüre empfehle ich diese trefflich gezeichneten, an echtem Jlsig mb Humor reichen Bilder." «1E ein w mit ocfele r , Die i setneß l 'ciUlhtr Dann & tete »3« $5 Diese Szene (drittes Bild) beleuchtet überhaupt den vielleicht charakteristischsten Zug in Datterichs Porträt auf eine so treffende wie komische Weise: seine überquellend - geistesgegenwärtige Phantasie und feine hieraus strömende Fabulierkrost. Man kann natürlich auch sagen: er lügt; das wäre gewiß nicht zu bestreiten, aber er lügt, wenn dies zu sagen erlaubt ist, auf eine elegante, beinahe scharmante und jedenfalls witzige Art. Man muß die kurze Szene (III, 6) einmal nachlesen, um die schauspielerische Erfindungs- und Darstellungskraft zu würdigen und zu genießen, mit welcher der Datterich diesen Auftritt spielt, mit welcher komödiantischen Verwandlungsbereitschaft und Verwandlungsfähigkeit — „An eme Kranke werd er sich net vagreife" — er stöhnend aufs Bett sinkt, um sich alsbald vor den Prügeln des stockschwingenden Metzgermeisters in blühende Fieberphantasien zu retten ... Kaum ist der verblüffte, aber auch vorsichtige und menschlichen Regungen nicht unzugängliche Gläubiger zur Tür hinaus, da springt der angeblich in den letzten Zügen Liegende ebenso elastisch wie zuvor vom Bett auf, „schlägt einen Entrechat und dreht ihm eine Nase". Zwar klopft es gleich wieder an der Tür seiner kahlen Dachkammer, „awwer vor de Annere fercht ich mich net". Der kürzlich verstorbene Professor Esselborn, »er sich um die Niebergall-Forschung verdient gemacht und auch eine gute, auf eingehenden Studien «eruhende Ausgabe veranstaltet hat wandte sich m »eren Einführung gegen die Ausfassuna der „Dat- lerich" stelle so etwas wie em ironisches Selbst- Dorträt Niebergalls bar; daß die Hauptperson von »er das ganze Stück lebt, „manches Selbstbekennt- ms" des Autors ausspricht, ist allerdings kaum zu bezweifeln. Ernst Elias Niebergall wurde 181s als Sohn eines grohherzoglich^ Kammermusikers m Darmstadt geboren, war Miffchu er Buchners nnb studierte wie dieser in Gießen allerdings nicht Zoologie und Medizin, sondern ^^^ogie. C Bundesbruder Karl Vogt (nachmals Professor a„ loer Ludoviciana) Hai eine nicht gerade erhebend toren und Waffen nach, während der Staffelkapitän die Besatzungen zur Besprechung rufen läßt. Bald rollen die Flugzeuae über das Feld, läsen sich vom Boden, ziehen in steiler Kurve nach Osten, wo die Wagenkolonnen und Panter der Engländer ihren Bomben und Bordwaffen lohnende Ziele bieten. Gegen Abend findet sich, wer dienstfrei hat, zum Schwimmen ein. Zwei Bäder gibt es im Horst, das Offiziersbad unter Palmen mit einem Basthaus zum Auskleiden und das Bad für Unteroffiziere und Mannschaften, beides große Betonbecken, in die Süßwasser eingelassen wird. Dieses Bad ist den deutschen Soldaten vorbehalten, denn die italienischen find hier in der afrikanischen Garnison meist Süditaliener und dürfen um diese Jahreszeit noch nicht baden, und ein italienischer Posten wacht über die Einhaltung dieses Verbotes. Dafür dürfen wir diese Gelegenheit genießen. Manchmal bringt eine Besatzung ihr Schlauchboot mit und benutzt dessen Erprobung zu einem ausgelassenen Schiffsbetrieb. Mische Flieger zwischen Sand und Palmen Bon Kriegsberichter Werner Butz. 5 ist gut und ausgiebig. stark, schwarz und aus kleinen Tassen, zu trinken bekommt. Wir deutschen Soldaten essen in der italienischen Unteroffiziersmesse. Zum Frühstückskafsee essen die Italiener nur trockenes Brot; in größeren Hotels bekommt man noch Marmelade, Butter erst auf besondere Bestellung. Das ist nicht nur durch die Bescheidenheit in der Lebensweise bedingt, es liegt auch in dem wärmeren Klima begründet, unter dem man weniger Fleisch und Fett ißt. So gibt es zu dem warmen Mittag- und Abendessen tets Salat. Der erste Gang sind Makkaroni ober Spaghetti, der zweite Fleisch oder Fisch, oft ein sehr gut schmeckender Tunfisch. Kartoffeln, die schon in Süddeuffchland seltener, in Italien recht rar sind, gibt es überhaupt nicht. Dafür ißt man Brot, em locker gebackenes, helles und in frischem Zustand sehr knuspriges und leckeres Maisbrot. Dazu wird Chianti eingescbenkt, den man zweckmäßig mit Wasser verdünnt. Aber nicht jedes Wasser ist hierfür geeignet. Das gereinigte Wasser wird in Flaschen geliefert, entweder Trinkwasser ober kohlensäureversetztes aqua minerale. Als Abschluß gibt es die häufigste Frucht, den Reichtum des Landes: Apfelsinen. Um diese Jahreszeit müssen aber auch sie zum großen Teil im Nachschubwege aus Italien beschafft werden. Der Nachschub für unseren Horst wird zum großen Teil durch die Luft mit der J u 52 bewältigt. Auch hier, in Hitze und Sand, hat sie sich als Transportpflugzeug glänzend bewährt. Bei größter Sicherheit schleppt sie gewaltige Frachtmengen über das Meer von Italien herüber und weiter zu den kleineren und den kleinen und einsamen Plätzen, wo die Verbände liegen und von wo die Heereseinheiten in stundenlangen Lastwagenfahrten ihre Nachschubguter abholen. Jetzt liegen sie noch am Rande unseres Rollfeldes, die Fässer in langen Reihen und die aus gestapelten Kisten. Wir haben es schon auf eine Viertelmillion Kilogramm am Tag gebracht. Unter der Aufsicht und Leitung deutscher Soldaten werden sie ausgelaben. In der Ferne erscheinen zwei Ketten Ju‘s. Sie kommen schnell näher, kurven in die Windrichtung, setzen sich hintereinander und landen in kurzen Abstanden. Die Räder wirbeln den Sand zu einer riesigen Wolke auf, der Luftzug hinter den Propellern drückt sie nach hinten, und nun erfaßt sie der Wind, zieht sie in seine Richtung, nimmt die Mauer aus Sand auf, die sich hinter dem rollenden Flugzeug bildet und führt sie quer über den Platz. Wer in ihren Bereich kommt, setzt eilig seine Schutzbrille fest auf, die Auslademannschaften flüchten hinter die nächste Deckung, einen Lastwagen, einen Stapel aus Kisten oder Fässern, in die Zelte oder Hallen. Währenddessen fährt ein Unteroffizier von den Transportstaffeln mit seinem Krad auf den Halteplatz des ersten Flugzeuges zu. Er hätt fast gleichzeitig mit der Ju, schreibt ihre Kennung auf und erfragt die anderen notwendigen Angaben, vor allem die Beladung. Die Kampfverbände, die auf diesem Horst liegen, führen ihren Flugbettieb unabhängig von der Flugleitung durch. Zu den Liegeplätzen der Staffeln gehen die Telephonleitungen, Zelte sind aufgeschlagen für bas Gerät und als Aufenthaltsräume. Draußen stehen Liegestühle, in denen man sich an Ruhetagen und in den Stunden des Wartens sonnen kann. Dort geht einer über das Feld zu feinem Flugzeug, und ein anderer sieht in der Halle nach seiner „Mühle", deren Motoren überholt werden. Manchmal befiehlt der Staffelkapitän seine Besatzungen an Ruhetagen zum Zelt, um Unterricht über technische und taktische Fragen abzuhalten. So fügen sie sich fast unauffällig in das Bild des großen Platzes ein, bis der Einsatzbefehl alles in Bewegung bringt. Bomben werden unter die Flächen gehängt, die Warte sehen noch einmal Mo- Gut nachpolieren. Dann erst erhält die. Herdplatte den schönen Glanz, auf den die Hausfrau so stolz ist. Restlos muß der Niederschlag entfernt werden. Oft genügt eine alte zerknüllte Zeitung an Stelle eines weichen Lappens. WEEN Herdputzpufver Schilderung von Niebergalls Gießener Studentenzeit geliefert mit den Worten: „Kartenspielen, Stipendiumsuppen essen, hungern, kneipen, wenn man Geld hatte, und Kollegien schwänzen". Immerhin hat der junge Studiosus aus Darmstadt daneben Zeit gefunden, in unserer Stadt unter dem Motto „Nix vor ungut!" das vieraktige Lustspiel „Des Burschen Heimkehr oder der tolle Hund" zu chreiben, das 1837 erschien. (Auf Anregungen, die Niebergall aus den Frankfurter Dialektstücken von Karl M a 1 ß erhielt, ist schon des öfteren hingewiesen worden.) 1835 wurde Niebergall Hauslehrer in Dieburg, fünf Jahre später Lehrer an einem Knabeninstitut seiner Vaterstadt. 1841 erschien der „Datterich". 1843, im April, ist er im Alter von erst 28 Jahren gestorben. Es sind nicht nur das kurze, wenig glückhafte Leben, der frühe Tod und andere, äußerliche Gemeinsamkeiten, die den Blick von Niebergall auf seinen berühmter gewordenen engeren Landsmann Georg Büchner lenken: daß ihm dessen vulkanisch ausbrechende, naturwissenschaftlich und philosophisch unterbaute dichterische Schöpferkraft fehlte, braucht so roeAig bezweifelt zu werden wie der Umstand, daß Niebergall seinen „Datterich" in einer sehr liebenswürdigen Bescheidenheit selbst unterschätzte: man ist sich im Laufe dieser nun vergangenen hundert Jahre darüber einig geworden, daß der hessische Musikantensohn, Student und Hauslehrer hier doch etwas mehr geleistet hatte als bloß eine „Localposse in der Mundart der Darmstädter"; etwas vom jugendlichen Genietum Büchners ist auch hier zu spüren, obwohl es sich in einer ganz anderen Sphäre und anderen Richtung entlud und Luft machte. (Gerade wenn man Büchners einziges Lustspiel „Leonce und Lena" neben Niebergalls Stücke hält, werden einem die tiefen Verschiedenheiten des Wesens und der Weltbetrachtung der beiden größten hessischen Dramatiker klar werden.) Man wird aber auch begreifen, daß Niebergall den dauerhafteren Beitrag zum deutschen Lustspiel geleistet hat, daß der „Datterich" eine echte Charakter- komödie ist, der gültigste Dialekt-Beitrag Hessens in unserer dramatischen Dichtung, ein lebendiges Kultur- und Sittenbiw aus dem Biedermeier, wie es sich in der Mundart der Darmstädter und in der weiland großherzoglichen Residenz malte. Esselborn, der sich gegen die Auffassung wandte, als ob der „Datterich" in wesentlichen Zügen eine Selbstkarikatur des Dichters darstelle, stützte diese Ansicht sehr einleuchtend vor allem dadurch, daß er auf das Urbild von Niebergalls fragwürdigem Helden hinwies, einen zu dessen Zeit in Darmstadt lebenden jungen Finanzbeamten näm- ; lich, der unter dem Spitznamen „Datterich" bekannt Die Dunkelheit kommt schnell, fast ohne lieber« gang. Nachdem die Sonne unter den Horizont ge* taucht ist, herrscht bald völlige Dunkelheit, mrr die Sterne funkeln als strahlende Punkte am Himmel, und die Silhouetten der Palmen zeichnen sich schwach gegen ihn ab. Dor ihrer Unterkunft sitzen die Kameraden einer Transporfftasfel. Ein Unter» offizier — hn Zivilleben hat er irgendeinen nähr« hasten Beruf — hat Bezugsmöglichkeiten feftge- stellt und eine Kantine eingerichtet, in der wir alle, Deutsche und Italiener, Zigaretten, Bier und andere gute Dinge eintaufen. Ost sitzen wir noch lange in die Nacht hinein auf den Stufen vor dem Gebäude oder auf den Kisten mit Mineralwasserflaschen, die hier den Eingang jedes bewohnten Gebäudes kennzeichnen, und manchmal klingt ein beut* sches Lied durch die Nacht, ein Stück Heimat für uns, doch seltsam fremb anmutenb unter den leise schwankenden Palmenwedeln und den hellen südlichen Sternen. Herzens wirklich kennenlernten, sondern auf die Emigranten und bas ganze Geschmeiß, das nach 1933 Deutschland mit Recht verlassen mußte, weil es auch nicht ein Stück vom wirklichen Deutschland war. Diese Emigranten hatten freilich in der Zeit, als sie das deutsche Volk noch zu vergiften in der Lage waren, selbst jenes wahnwitzige Wort geprägt, daß „ein Rekordlauf wichtiger sei als der Sturm* lauf der deutschen Regimenter auf Langemarck." Diesen Geist vermuteten die Plutokraten dies- und jenseits des Kanals noch im deutschen Sport, als sie seine Erfolge mechanisch zusammenrechneten. Wie haben sie uns verkannt! Alles, was wir getan haben in den deutschen Leibesübungen, war für den friedlichen Einsatz bestimmt. Aber der Lorbeer des Heldentums und das heilige Wissen um das Mannesopfer für Volk und Vaterland werden stets die Krönung nationalsozialistischer Leibeserziehung bleiben. Um alle Rekorde der Welt werden wir niemals auch nur den Schatten des Gedankens jenes symbolischen Sturmlaufs der deutschen Freiwilligen bingeben. Er ist im Gegenteil für jede Leibeserziehung des deuffchen Menschen Krönung und letzte Vollendung. Deswegen darf der deuffche Sport auch heute mitten im Kriege vor das deutsche Volk hintreten und schlicht und selbstverständlich feftftellen, daß er in unsere Männer und Jünglinge den brennenden Ehrgeiz gelegt hat, z u Deutschlands besten Soldaten zu zählen — eine Feststellung, die weitab jeder Ruhmredigkeit ist und nichts beinhaltet als eine einfache Selbstverständlichkeit, denn: männliche Leibeserziehung ohne jede letzte Zielsetzung der Vorbereitung zur Wehrtüchtigkeit hat ihren Sinn verloren. PK. Zwei Verwaltungen, zwei Drganifatwnen beherbergt der libysche Platz: die ttattenische und »ie deutsche. Die Geschäftsräume, die Unterkünfte, Die Einrichtungen wurden geteilt, es gibt jetzt zwei Kommandanturen, zwei Flugleitungen, zwei ^Tele- .chonzenttalen, und wenn man die Vermittlung veräugt, muß man hinzufügen: „Tedesco" oder Jtaliano". Wir lernen erst jetzt die Arbeit der Dolmetscher richtig würdigen. Wie oft haben nur uns in der letzten Zeit schon mit ein paar Vrocken Italienisch mit einem kleinen Reifelexikon und der Zeichensprache durchgeholfen beim Einkauen und im Restaurant, — aber hier, wo es auf chnelle und genaue Verständigung ankommt, reichen tiefe Hilfsmittel nicht.aus. Der Dolmetscher ist der gesuchteste Mann, feine Liebenswürdigkeit und Ge- chicklichkeit und oft auch feine Landeskenntnis haben ans schon vielfach zu Dank verpflichtet. Es fei hier »mural ausgesprochen. Durch den Horst geht ein Trompeter, ein Angeborener Soldat. Dor den Unterkünften, bei »en Antreteplätzen bleibt er stehen und bläst das Signal zum Dien ft beginn für die italienische Wehrmacht. Sie kommen aus den Gebäuden, sam- nein sich, hatten sich zum Antteten bereit. Zur fei« »en Zeit nehmen auch die deutschen Stellen ihren Dienst auf, soweit sie nicht, wie die Funker und Fernsprechler, in Tag- und Nachtschicht arbeiten. Mber ihr Dienstbeginn tritt weniger in Erscheinung, »enn die Leute von den Geschäftszimmern und ^ommandostellen haben sich ein Bett in ihre Ar- »eitsräume gestellt, in eine Ecke, hinter Schränke, Der nationalsozialistische Sport kann mit bestem nünftige Stimme derjenigen unter ihren Lands- ' ' - ' *■ * j leuten, die Deutschland offenen Auges und offenen mter te erniu bi« I in eis auf te ihr« f» f erft auf h fier A des Fm rgefeben« seit üte !hung ui lufnah’ ler (l-t Inzahl to 0 000.fi mt aff r ähch Aus der Stadt Stehen. Vom Ziegen. „Sonne und Regen müssen ja fein, sollen zum Segen Saaten gedeihn." So singt ein schwedisches Wiegenlied. Ja, wichtig i[t der Regen, aber allzuviel? Nein! Lieber nicht! Was ist nun eigenllich Regen? Es sind „Wasser- tropfen, die sich bei Abkühlung wasserdampfhaltiger Lust bilden und zur Erde fallen". Leider fallen nicht alle zur Erde, sondern auch sehr viele auf meinen neuen Hut und Mantel, auf mein Haar und auf meine Nase! Und nun müssen Sie sich vorstellen, was der Regen alles enthält: Sauerstoff, Stickstoff, Kohlensäure, Ammoniak, salpetrige Säure, na, ich danke! Als Kind konnte ich den Regen- Pfeifer nicht ausstehen, da ich ihn in dem unberechtigten Verdacht hatte, den Regen herbeizupfeifen, auch fand ich es schrecklich ungerecht, daß es nicht auch einen Sonnenpfeifer gab! Der Stadtmensch, der keine Felder hat, die nicht dürr werden dürfen, möchte doch lieber im Sonnenschein spazierenwandeln, als in den, wenn auch noch so wichtigen und nötigen „Wassertropfen, die Verdrmkelmrgszeil 29. März von 19.51 bis 7.05 Uhr. 30. März von 19.52 bis 7.03 Uhr. sich bei Abkühlung ..." (Siehe oben!) Immerhin, wenn es auch in Gießen ganz schön gießen kann, wir können uns trösten; nach genauen Feststellung Sen — sowas können dock nur Männer auskno- ein! — ist der regenreichste Ort in Deutschland der Brocken, und der ist ja ziemlich weit von Gießen entfernt! Wie wichtig aber der Regen für das Land und die Landbestellung ist, zeigt die große Anzahl von Dauernregeln, die von ihm handeln. Ein Teil von ihnen beschäftigt sich mit den Folgen des Regens, wie etwa diese: Nach dem Regen ist gut fischen." ober: „Ein Tag Regen tränkt sieben dürre Wochen." Ein anderer Teil der Bauernregeln beschäftigt sich mit der Dauer des Regens: „Wenn die Spinnen im Regen spinnen, wird der Regen nicht lange rinnen." „Morgenregen dauert nicht lange." „Wenn die Hühner in den Regen gehen, so hält er lange an." Wieder andere kennen die Anzeichen, die Regen Voraussagen; nämlich, wenn die Frösche quaken, die Ameisen sich verkriechen und die Fische im Wasser emporspringen, gibt es sicher Regenwetter. Aber auch: „Wenn die Schnecke ein grünes Blatt mit sich führt, es gewiß gut Wetter wird. Beladet sie sich mit Grund, so tut sie starken Regen kund." oder: „Wenn der Hund das Gras benagt, und die Frau ob Flöhen klagt, der Rauch nicht will zum Schornstein naus, kommt bald ein Regen übers Haus." E. L. St Vornotizen. Tageskalender für Samslag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der laufende Berg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die keusche Geliebte". — Oberhessischer Kunstoerein und Winter- hilfswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmesse auf Oswaldsgarten. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Die stumme Schönheit"; 19 bis 22 Uhr „Schwarzer Peter". — . Gloria-Palast, Seltersweg: „Der laufende Berg".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die keufche Geliebte". — Oberhessischer Kunstverein und Winterhilfswerk: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmesse: Schlußtag auf Os» roalbsgarten. Stadttheater Gießen. Am morgigen Sonntag wird in der 9. Moraen- oeranftaltung die seinerzeit verschobene Erstaufsüh- rung des Lustspiels „Die stumme Schönheit" von Johann Elias Schlegel stattfinden. Spielleitung: Gerhard Reuter. Bühnenbild: Karl Löffler. Es mir» ken mit: Anneliese Garbe, Waltraut Goettke, Hella Henzky, Luise Prasser, Walter Erler, Heinz Müller, Gerhard Reuter, Hans Seitz. Außer Miete. — Am Abend wird die Märchenoper von Norbert Schultze „Schwarzer Peter" wiederholt. Außer Miete. Montag, 31. März: Orchesterkonzert, (List, Pfitz- ner, Strauß, Schubert), Gruppe B Nr. 5. Leitung: Otto Söllner. Solist: Karlrob. Kreiten (Klavier). Dienstag, 1. Aprll: Neuinszenierung „Clavigo", Trauerspiel von Goethe. 26. Dienstag-Miete! Mittwoch, 2. April: „Madame Butterfly", Oper von Puccini. 25. Mittwoch-Miete! Freitag, 4. April: „Clavigo", Trauerspiel von Goeche. 26, Freitag»Miete. Sonntag, 6. Avril: Nachmittags Erstaufführung „Der Froschkönig , Märchenspiel von Rob. Brükner. Außer Miete! Abends: „Das Land des Lächelns", Operette von Lehär. Außer Miete! Ortszeit für den 30. INärz. Sonnenaufgang 7.07 Uhr, Sonnenuntergang 19.54 Uhr. — Mondaufgang 8.08 Uhr, Monduntergang 22.45 Uhr. Mond in Erdferne. Ortszeit für den 31. März. Sonnenaufgang 7.05 Uhr, Sonnenuntergang 19.56 Uhr. — Mondaufgang 8.39 Uhr, Monduntergang 23.47 Uhr. Veranstaltungen zur OAI.-Sammlung Zur Förderung der Reichssttaßeirsammlung der DAF. für das Kriegs-WHW. wird am heutigen Samstag von 15 bis 17 Uhr an verschiedenen Stellen der Stadt ein Doppelquartett singen. Am Kreuz- platz, in dem früheren Laden von Sckulze, steht ein Schiehstand heute von 15 bis 18 Uhr und am morgigen Sonntag non 14 bis 18 Uhr zu jedermanns Benutzung bereit. Im Saale des Cafö Leid werden sich unsere Kinder am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr in einem Kasperle-Theater erfreuen können, bas bei gutem Wetter sogar hn Freien wirken soll. Für den morgigen Sonntag von 14.30 bis 15.30 Uhr soll bei gutem Wetter auf dem Linden platz ein Konzert des Musikzuges der SA.-Standarte 116 stattfinden, bei dem die Bolkstumsgruppe Leih- geftern unter Leitung von Georg Heß mit Volkstänzen und Volksliedern in Erscheinung treten roilL Dazu werden allenthalben die Sammelbüchsen für bas Kriegs-WHW. herumgereicht. Von der Zwiebeliüie bis zur „Erika". Verlorene und vergessene Dinge des Alttags. - EinBlick in Listen und Schränke derFundbüros. Ein kleines Kind im Kinderwagen wurde dieser Tage aus der Eifel als „gefunden" gemeldet Die Mutter selbst, die anscheinend vieles besprechen mußte, hatte ihr Kleines mttsamt dem Kinderwagen in einem Eisenbahnzug stehen lassen und den Der- lüft erst bemerkt, als der Zug längst „über alle Berge" war. Durch den Fernsprecher konnte das Mißgeschick behoben werden. Glücklicherweise gehören derartige „Verluste" nicht zu den täglichen Erscheinungen. Aber es wird doch noch allerlei verloren, und die „Musterkollektion", mit der die Fundbüros aufwarten können, ist von erstaunlicher Reichhaltigkeit Manche Spezialitäten würden mit ihrer Zahl ausreichen, ein ansehnliches Ladenge- chäft laufend mit reicher Auswahl zu versorgen. * Was alles verloren oder liegen gelassen wird, offenbart schon ein Besuch im Fundbüro im Bahn- Hof Gießen. Von kleinsten Dingen dis zu gewich- tigen Sachen kann man in dem Fundverzeichnis dieser Dienststelle mit allem Möglichen Bekannt- chast machen. Da nimmt sich z. V. die Tüte mit Zwiebeln, die ein Volksgenosse aus Lang-Göns in Butzbach gekauft und beim Aussteigen vergessen hatte, so daß sie erst von Gießen aus ihren Herrn wiedersand, recht eigenartig aus neben der Reiseschreibmaschine „Erika" in dem eleganten Reise- küfferchen, die im Gießener Bahnhofsfundbüro ebenfalls eine Gastrolle gab. Silberne Trauringe, die anscheinend nicht sorgfältig genug in die Westentasche gesteckt worden waren, guckten sich die Tüte mit zwei Kilo Dickwurzkernen an, die in Friedberg gekauft, beim Aussteigen in Bad-Nauheim aber vergessen worden war und herrenlos im Gießener Bahnhof eintrudelte. Ein Stiefelknecht und zwei Bände von Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen", einige Päckchen mit „Fettigkeiten" wje Butter, Wurst und bergt, aber auch ein philosophisches Lehrbuch über „Griechische Tempel" und eine wohlgespickte Brieftasche mit einem Sparbuch über tausend Reichsmark und etlichen hundert Reichsmark Bargeld fanden sich hier ein. Ein Volksempfänger, der in Herborn gekauft worden war und mit feinem Eigentümer nach Ballersbach im Dillkreis fahren sollte, wurde „ot)ne Herrchen" im Gießener Bahnhofsfundbüro angetroffen. Das gleiche Geschick hatten eine neue Kaffeekanne, die kurz vorher in einem Gießener Geschäft gekauft und prompt im Bahnhof stehengelassen worden war, eine Mundharmonika, eine Maurerwasserwaage und ein eben erst gekaufter und noch gutverpackter Wandspiegel. Wir konnten roeiter vernehmen, daß noch vielerlei andere Sachen vorübergehend Obdach im Bahnhofsfundbüro beziehen mutzten, well ie plötzlich auf der „Verlustliste" des Lebens standen. Da waren in Jahresfrist rund 400 Damen- chirme vom Knirps bis zum größten Famllien- chirm als „Regendach für sechs Personen", rund 200 Herrenschirme — den Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen wird hoffentlich niemand zu ungalanten Kommentaren benutzen — etwa 100 Damenhüte, 500 Aktentaschen (hört, hört, Ihr Herren!), 100 Damenhandtaschen und 150 Geldbörsen, viele Handschuhe, rechte ober linke, 200 Spazierstöcke, die in der „Hitze des Gefechts" beim Aussteigen vergessen bzw. vertauscht wurden. Daneben gab es noch Armbanduhren, Ohrringe, Photo- apparate, Musikaliengegenstände, Bügelsägen, Kognak, Schuhe, Wein, Kaffeepakete und andere nütz- liche und schöne Dinge des Lebens als Derlierergut. In den Wintermonaten bemühten sich die Ski- (portier, durch stehengelassene Ausrüstungsgegen- stände verschiedener Art in den Zügen oder auf den Bahnhöfen zu bekunden, daß sie „auf der Bahn" gewesen waren. Pelze aller Art zeigten sich auch nicht so anhänglich an ihre Besitzerinnen, wie man eigentlich meinen solste, und das Fundbüro des Bahnhofs gewährte dann diesen molligen Wärmespendern vorübergehend Gastrecht. Daß Koffer vertauscht werden, kann schließlich Vorkommen, wenn es aber innerhalb eines Jahres auf einem einzigen Bahnhof etwa hundertmal in Erscheinung tritt, so ist das doch etwas reichlich, und wenn eine Reisende sogar erst in Berlin feststellt, daß sie ihren Koffer beim Einsteigen auf dem Gießener Bahnhof stehengelassen hat und ihn durch ein Telegramm refla» miert, dann bleibt einem doch vor Staunen „die Spucke weg". An jedem Tage kommen durchschnitllich 15 bis 20 „Verluste" auf dem Gießener Bahnhof zur Sprache. Im vorigen Jahre waren es rund 2000, seit Jahresbeginn bis jetzt sind schon wieder rund 400 „Findlinge" in die Verzeichnisse dieser Dienst- stelle eingeschrieben worden. Manche Tage bringen geradezu eine .Invasion", z. B. an Regentagen mit Schirmen, an Sonntagen mit Wanberstöcken, Rucksäcken usw. Etwa 14 Tage werden diese Sachen im Fundbüro des Bahnhofs aufbewahrt. Wenn sich ihr Eigentümer bis dahin nicht gemeldet hat, werden die Sachen an das Fundbüro der Reichsbahndirektion in Frankfurt a. M. abgeliefert. Dort bleiben sie noch zwei Monate in Verwahrung. Sind sie nach Ablauf dieser Frist immer noch herrenlos, bann werden sie öffentlich versteigert. Die Eigentümer haben bann enbgültig bas Nachsehen. In den meisten Fällen erhalten sie aber bereits durch die einzelnen Bahnhofsfundbüros ihre verlorenen Sacken wieder zurück. Die „Wiedersehensfreude" ist dann immer groß, die kleine Verwallungsge- bühr an das Fundbüro tut nicht weiter weh. Meistens freuen sich die Frauen und Mädchen, denn sie stellen den größten Teil der Verlierer dar. Deswegen brauchen aber wir Männer uns nichts einzubilden, denn auch die Zahl der vergeßlichen ober unachtsamen Mannsbllber ist weit größer als man sich gemeinhin benkt. Wer es nicht glaubt, lasse sich im Funbbüro darüber belehren. e Das Fundbüro der Polizeidirektion Gießen kann man beinahe als ein kleines Geldinstitut bezeichnen. Was dort an Geldbörsen mit mehr ober minber großem Inhalt als Funbgegenstand von ehrlichen Menschen abgeliefert wirb, ist geradezu erstaunlick. Unter ben rund 450 Funbeintragungen im Verlause des jetzt zu Ende gehenden Gesckäftsjahres ist ein sehr großer Teil in die Rubrik „Geldtaschenverlust" einzuordnen. Ob daran vielleicht die Nähe des Wochenmarktplatzes schuld ist? Schon möglich, daß manche Käuferin beim Einholen derart „in Fahrt" gerät, daß sie ihre Geldtasche daneben steckt. Man kann in den Schubkästen des Polizeifundbüros eine erstaunlich große Menge von Damenportemonnaies feststellen, die bis jetzt immer noch auf ihre Eigentümerinnen warten. Ein Jahr lang werden die Funde aufbewahrt. Wenn sie bis zum Ablauf dieses Jahres nicht abgeholt sind, gehen sie mit dem Geldinhalt in das Eigentum des Finders über. Wer also von unseren Hausfrauen — aber auch von Männern, auf die viele Herrenporternannaies hin. weifen — aus der Zeit vom 1. April vorigen Iah. res bis jetzt einen Geldverlust zu beklagen hat, her sehe sich einmal auf dem Fundbüro Der Polizei, direktion um. Neben den „Moneten" sind es noch viele andere nützliche Dinge, die dort in Kästen und Schränken auf ihre rechtmäßigen Besitzer warten. Die gefundene geräucherte Leberwurst ist allerdings schon aus diesem Büro wieder verschwunden. Ein Wolfshund, der ebenfalls als Findling bei der Polizei erschien, wartet inzwischen in der Veterinär-Klinik noch immer auf seinen Herrn. Eine große Rolle Dach, pappe sahen wir in einer Ecke stehen und auf die Stunde warten, die für ihre Verwendung schlagen wird. Auch ein Sack Briketts passierte als Findling bei der Polizei ein, ja sogar ein Fohlen, bas sich her- renlos in den Straßen unserer Stabt herumtrieb, würbe im Funboerzeichnis regiftriert; es fühlt sich mittlerweile bei seinem Eigentümer wieder wohl Armbänber, Damenhüte, Damen- unb Herrenschirme, Aktentaschen und eine Unmenge Handschuhe, immer nur entweder der rechte ober ber linke, führen in ben Behältern des Funbbüros ein trauernd beschau- liches Dasein, bis sie wieder an bie Oberfläche des Lebens kommen können. Währenddessen sind gefundene Fahrräder in einen Kellerraum verbannt, wo sie mit anderen größeren Fundsachen auf ihre Herren warten. Alle „Gäste" dieser Polizeidienststelle sind in einem dicken Buch sorgfältig registriert. Wer als rechtmäßiger Abholer erscheint, hat in diesem Buche durch eigenhändige Unterschrift über den Empfang Quittung zu leisten. Die Quittungsspalten dieses Buches weisen aber aus diesem Geschäftsjahr noch viele Lücken auf, wodurch deutlich gemacht wird, daß es immer noch sehr viele Volksgenossen gibt, die anscheinend nicht gern mit der Polizei zu tun haben wollen, obwohl es sich ja hier um eine so ganz und gar unkriminelle Sache wie die Wiedererlangung eines rechtmäßigen Eigentums handelt. Oder sollten diese Verlierer \p „gutgesvickt" sein, daß sie ihren Verlust, auch an Geld und Armbändern, sogar eines Brillanttinges, nicht als wett genug ansehen, um den Weg zum Abholen bei der Polizei anzutreten? Vielleicht geben diese Zeilen ihnen Anlaß dazu oder frischen ihr Gedächtnis auf, nach den verlorenen Sachen auch in diesem Büro einmal zu fragen. Im Fundbüro ber Straß enbahn tft das Bild nicht anders. Im nerfloffenen Jahre tarnen hier runb 400 Fundstücke zusammen. Auch in diesen Räumen waren es meist Damenschirme, Damen» unÄ Herrenhüte, rechte oder linke Handschuye, Portemonnaies, viele Pktentaschen und Einkaufsnetze, Haus- und Wohnungsschlüssel, Trauringe, Koffer und Pakete, sogar ein Paket mit Seife und eins mit Bohnenkaffee, die sich als herrenlos ein Stelldichein gaben. Vielfach waren es Sachen, die eben erst im Laden gekauft und auf dem Heimweg sofort in ber Straßenbahn liegengelassen worden waren. Die meisten Gegenstände wurden von ihren Eigentümern wieder abgeholt, der Rest wurde versteigert. Als Verlierer hielten auch hier die Frauen und Mädchen den Rekord. B. Garteninspektor i. Jt. Uehnelt 80 Jahre alt. Der langjährige Mitarbeiter des Botanischen Gartens ber Universität Gießen, Universitäts-Gar- teninspektor i. R. Friedrich Rehn e 11 in Gießen, kann am morgigen Sonntaa, 30. März, in ausgezeichneter körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen. In weiten Bevölkerungs» kreisen unserer Stadt und des Kreises Gießen ist der Jubilar durch sein berufliches Wirken bekannt geworden, und vielen Gartenbauern unb -freunben hat er jeberzeit seine Förberung angedeihen lassen. Friedrich Rehnelt stammt aus Schlesien, wo er in einer großen Obst- und Gemüsegärtnerei seine Lehrzeit durchmachte und anschließend seine ersten Gehilfenjahre erlebte. Dann ging er zur Lehranstalt für Obst- unb Weinbau in Geisenheim a. Rh-, wo er von 1885 bis 1888 wirkte. Hierauf war er von 1888 bis 1890 im Palmengarten m Frankfurt a. M. tätig. Sein Weg führte ihn banach nach Oberitalien, wo er sich von 1890 bis 1892 in einer Export-Samenhandlung betätigte. Im Herbst 1892 kam er nach Meßen zum Botanischen Garten der Universität, wo er 34 Jahre lang mit arbeitete und im Herbst 1926 als Unioersitäts-Garte ninspektor in ben wohlverdienten Ruhestand trat. In feinen jungen Jahren unb während seines Wirkens in Gießen unternahm Herr Rehnett zahlreiche Studienreisen, um sein Wissen und seinen fachlichen Gesichtskreis zu erweitern und immer meyr zu verttefen. U. a. bereifte er zum Studium der Pflanzenwelt die Alpenländer und Südeuropa bis nach Sizilien, ferner die Niederlande und England. Zweimal machte er bie weite Reise nach ber Insel Ceylon, zum ersten Mclle vom Herbst 1911 bis zum Frühjahr 1912 als Begleiter von Geheimrat Hansen, zum zweiten Male von 1913 bis 1914 allein, um sich mit ber dortigen Pflanzenwelt und deren Lebens» und Wachstumsbedingungen Der traut zu machen. Die praktische Arbeit im Gießener Botanischen Garten erschöpfte die Schaffensfreude des jetzigen Jubilars nicht. Er gab durch schriftstellerische Arbeiten unb in zahlreichen Vorträgen in Gartenbauvereinen usw. sein reiches Fachwissen unb seine vielfältigen Erfahrungen gerne auch ber Gemeinschaft aller Gartenfreunde zur Nutzanwendung bekannt. Lange Jahre war er erster Vorsitzender des Gießener Obst- unb Gartenbauvereins und zweiter Dorfitzenber Des Kreis-Obst- unb Gartenbauvereins für den Kreis Gießen. Ferner gehörte er früher als ehrenamtliches Mitglieb dem Prösibium der Deutschen Gartenbaugesellschast an. Seiner Wahlheimatstadt Gießen hat er wahrend lanaer Jahre als Berater auf dem Gebiete ber Anlagenpflege, des Blumenschmucks und ber einschlägigen Wettbewerbe unter der Betreuung des Fremoenverkehrsoereins in guter Weise gebient; u. a. hat er auch einen lehrreichen kleinen Führer burch die Anlagen der Stadt Gießen geschrieben, für ben auch jetzt noch allenthalben großes Interesse besteht. In verschiedenen anderen öffentlichen Ehrenämtern stellte er seine Mitarbeit ebenfalls gerne in ben Dienst der Allgemeinheit. Sein Mrken in allen diesen Funk- fronen hat ihm wohlverdiente reiche Anerkennung gebracht. Mit der Lesergemeinde des „Gießener Anzeigers" fühlt er sich als gewissenhafter und unermüdlicher Mitarbeiter unserer Beilage „Die Scholle" eng verbunden. Seit Bestehen dieser Beilage (1925) hat er als Ratgeber in allen Fragen des Garten- und Obstbaues durch viele wertvolle Aufsätze und sorgsame Beantwortung von Fragen aus dem Leserkreis an der Förderung des Gartenbaues in unterer engeren Heimat eifrig mitgearbeitet. Sein geradezu universelles Wissen in allen Zweigen des Obst- und Gartenbaues ist auch auf diesem Wege für viele Gartenbauer in Stadt und Land zu einer Quelle vielfachen Nutzens geworden. Sein vornehmer Charakter und sein persönlich bescheidenes, allezeit hilfsbereites und liebenswürdiges Wesen haben ihm in breiten Volksschichten in Stadt und Land große Wertschätzung gesichert. Diele werden daher am morgigen Sonntag gerne des Achtzigjährigen in herzlicher Gesinnung gedenken. n5-6emWflft M Statt W Stenöe Achtung! Briefmarkensammler! Am Dienstag, dem 1. April, 20 Uhr, findet in Gießen, „Württemberger Hof", Bahnhofstraße 15, eine öffentliche Tagung ber NSG. .Kraft burch Freube — Briefmarkensammelgruppe — statt. Alle Sammler, die sich bereits angemeldet ober Verbin- bung mit bem Kreis-, Gau- oder Reichssammlerwart aufgenommen haben, sowie Freunde unb Gäste werben zu dieser Besprechung eingeladen. 1561D Siehen-Klem-Linden. Am kommenden Sonntag feiern Werkmeister i. R. Adolf Brandenburger unb Frau Elisabeth, geb. Kinzebach, in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Brandenburger, der sich um die deutsche Turnersache große Verdienste erworben hat, war viele Jahre lang erster Vorsitzender des hiesigen Turnvereins unb wurde in Anerkennung feiner treuen Mitarbeit zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. An bem» selben Tag können der Friseur Johannes L e n ß X. und Ehefrau Marie, geb. Schäfer, wohnhaft Lützel- lindener Straße 16, das Fest ber goldenen Hochzeit begehen. Mr gratulieren beiden Familien herzlich — Am Freitagnachmittag wurde eines ber ältesten Glieder unserer IBor ort gerne inte, Frau Johannette Naumann, geb. Wagner, die im 81. Lebens» jahr verstorben war, zu Grabe getragen. Sie hat ihren Mann, mit dem sie noch im November vorigen Jahres bie diamantene Hochzeit hatte begehen können, nur um wenige Wochen überlebt Gießener lvochenmarktpreije. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A«2öare Für B-Ware ober abfaüenbe Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * (3 i e 6 e n, 29. März. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 7 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Weißkraut, % kg 10 bis 12, Rotkraut 13 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 5 bis 8, Zwiebeln 13 bis 15, Meerrettich 40 bis 65, Schwarzwurzeln 20, Lauch 24, Sellerie 21 bis 23, Aepfel 25 bis 40, Blumenkohl, bas Stück 45 bis 70, Enbivien 20, Feldsalat, Vio 10, Salat, 1/M 30 Rpf. * ** D i e Wochenmärkte werden vom 1. April ab wieder am Dienstag, Donnerstag und Samstag jeder Woche durchgeführt ** Die Betreuung der Kriegsbeschädigten. Zu unserem Bericht vom vorigen Montag über die Arbeitstagung ber NSKOV. wird uns von ber Betreuungsstelle Gießen ber NSKOV. zur Richtigstellung mitgeteilt, daß ein Kinberzuschlog beim Vorhandensein von Kindern in allen Fällen gewährt wirb. Die Erwähnung eines Häneaus- gleichs (Uebergangsrente) bei ben Hinterbliebenen- Renten ber Witwen beruht auf einem Irrtum; richtig ist, daß dort, wo sich in einzelnen Fällen ein sozialer Abstieg ergibt, von ben Fürsorgestellen vor- läufia eine Uebergangsbeihilfe (nicht Uebergangs« rente) gewährt werben kann. Hinsichllich ber Be- schäbigten des neuen Einsatzes kann bei ben leichter Beschäftigten die Versorgung ziemlich ter ber Versorgungsberechtigten nach bem Reicksoer- sorgungsgesetz gleichgestellt werben. Bei ben schwe- rer Beschäftigten ergibt sich in manchen Fällen eine Härte. Hinsichtlich ber Umschulung ber Beschädigten soll in erster Linie versucht werben, bie Beschädigten ihrem früheren Berus wieber zuzuführen, nur dann, wenn dies auf Grund ber Beschädigung nicht mehr möglich ist, soll eine Umschulung erfolgen. ** Front gegen Feuer! Immer wieder wirft der Feind England Brandbomben auf unsere friedlichen Städte und Dörfer. Der Reichsluftfchutz- bund hat bas deutsche Volk zum Kampf gegen bie britischen Brandstifter auf gerufen. Im neuesten Heft ber „Sirene , ber großen deutschen Luftschutz- Illustrierten, beginnt ein Praktikum ber Brandbekämpfung für jedermann. In Wort und Bild werten Wirkung und zweckmäßige Bekämpfung ber britischen Brandbombe leicht faßbar erläutert. Das geht jeden Deutschen an! — Im gleichen Heft werben ausführlich unb allgemein verständlich die neue Kriegssachschäden-Verordnung behandelt sowie bie neuen Richtlinien des R ei chsl uftfahrtminifteriums über „Art und Umfang des Beitragens bei der Ausführung von behelfsmäßigen Lustschutzräumen und von Brandmauerdurchbrüchen" im Wortlaut abge» druckt. Amtsgericht Gießen Eine Frau aus Gießen hatte einen Strafbefehl über einen Monat Gefängnis erhalten, gegen den sie Einspruch einlegte. Sie war beschuldigt, einen Beamten ber Stabt Gießen in ber gröblichsten Weise beleidigt zu haben Die Angeklagte bestritt jegliche Schulb, sie wurde aber überführt unb unter Einbeziehung einer bereits erkannten Gefängnisstrafe zu einer Gesamtstrafe von fünf Mona« Wenn Äugen versagen Magnus-Brillen tragen! foj, S.lJpoil n Stell'' LUUyCll= .....* H * " '----- sind bei dem Unfall zwei Todesopfer zu beklagen. tiun;^| bnrf» reckt knavv Unsere Riege wird daher auch in ! Turnern bestehenden Landermannschaften turnen Nachfrage für einige ZI men. Stuttgart mil^groyem Widmend rechnen müffcn. je drei am Bonnittag unb fünf am Nachmittag. Die _______ x.m Tr,ff»n mit Keinnderer 6nan- Dtannfdiaften treten nne folgt an: ® V6™«, pikBt I« Gel AG. Kühnle, Geld. 1,75 v.H. Btt Optiker am Bahnhof] 2 i i i o i. Verl. 2 3 5 6 4 7 5 8 7 11 Pkte. 21:5 21:7 18:12 16:14 15:9 14:16 9:11 7:17 5:15 2:22 Licfcranr au di 3h ter Kranken kaffe Unentsch. 1 1 2 2 befch^ en > wirb^ M 5 erzuschi-1 !N 3^ hat. Und da die Marburger die Blau-Weißen zu allem Anfang aus dem Pokalwettbewerb ausgeschaltet haben, besteht ein weiterer Anlaß zu besonderer Leistung. den soll Die Maroirrger oejigen nanuug in uei= (iieuuny uiu lllUD Xr 1 irl zLZ r sckiedenen neuen Gastspielern Kräfte, die die Schlag- j Recht noch Anspruch auf den Bannmeistertttel er- traft der Mannschaft wesentlich erhöht haben, wie hebt. Da die Gäste über eine gute Mannschaft ver- der glatte Sieg gegen VfB.-Reichsbahn bewiesen 1 fügen, erwartet man einen spannenden Kamps. befriedigt werden konnte. Der Freiverkehr lag still bei anhaltender Nachfrage für einige Aktien. Gefragt auf die Be- ..... i Maschinenbau • AG. Am kommenden Sonntag empfängt die 1. Jugend von Daubringen die gleiche von Garbenteich zum weiteren AusscheDungsspiel um die Bannmeisterschaft. Beide Mannschaften treten in stärkster Aufstellung an. Daubringen muß beweisen, daß es mit Frankenthal steigend gesucht und bis 145 anjiehenb. Der Kassamarkt glich den Bewegungen am Markt der variablen Werte. Tagesgeld unverändert SPD. Fulda, 28. März. Zu dem gemeldeten schweren Derkehrsunfall in einer unübersichtlichen Kurve südlich von Fulda wird ergänzend mitgeteilt. Ungarn: Lasos Toth, Lajos S Pataki, Jenö Dörtskö, Gyula Hajau, töt, G. Szabo und I. Temesi. jlieb «itf'l Ädch er m) n W en- ini Psüh llssnm , W ind ein 11.M Gomskjl Zum fünften JHale gegen Ungarn Länderkampf der Turner in Stuttgart. Deutschland: Kurt Krötzsch (Leuna), Kurt Haustein (Leipzig), Helmuth Bantz (Speyer), Franz Beckert (Neustadt), Karl Weischede! (Stuttgart), Richard Reucher (Ludwigshafen-Oppau), Jakob Kie-, fer (Bad Kreuznach), ÄarJ Stadel (Ettlingen) und als Ersatzmann Alfred Müller (Leuna). Ein Blick auf die Tabelle zeigt, daß in Steinberg ehre Vorentscheidung fällt. Gewinnt Steinberg, so stehen sie mit Wetzlar punktgleich, und der Kampf um die Meisterschaft ist fpannenber denn je. Sollten die 1900er eine spielstarke Mannschaft stellen können, so ist ein Sieg sicher. Die Reichsbahner stehen m Naunheim vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Die augenblickliche Spielstärke der Luftwaffe ver- spricht einen einwandfteien Sieg in Wetzlar. In Burgsolms hat Bissenberg keine Aussichten auf Spielgewinn. 1900 — VfL. 1860 Marburg. Weiter sieht man dem Tressen mit besonderer Span- Mannschaften treten wie folgt an: nung entgegen, weil hier erstmals die neue Richtung - ----- systemoollen Turnens, die eine Rückkehr von der kraftbetonten zur beschwingten Uebung erstrebt, auch international zur Anwendung kommt. Aus diesem Grunde besteht der Länderkampf nur aus vier Kür- Übungen am Barren, Reck, tm Pferdsprung und mi Bodenturnen, wozu eine Vorführung an den stillhängenden oder schwebenden Ringen kommt. Weggefallen ist das Turnen am Seitpferd. Damit kam man auch der Jugend entgegen, der gerade dieses Gerät auf dem Weg zum Spitzenkönner Schwierigkeiten macht. Sowohl Deutschland als auch ^fördert. Zum Tode verurteilt. Lpd. Mainz, 28. März. Das Sondergericht »rurteUte den 38 Jahre alten Halbluden Alfred Sonnenberg aus Mainz-Kastel wegen Derbrc- tens gegen §1 der Verordnung gegen Gewaltver- diiecher und wegen versuchten Mordes zum Tode ntb Ehrverlust auf Lebensdauer. I Sonnenberg hatte am 22. Februar b. 3. ein lädchen, das mit ihm im gleichen Betrieb arbeite e, abends an eine einsame Stelle gelockt und durch Schläge mit einem in einer Aktenmappe mttgesuhr- iin Beil zu ermorden versucht. Das Mädchen tonnte sch trotz der Schläge auf Kopf und Hand frei flachen und fliehen. Es lag wochenlang im Kranken- chnis und ist noch nicht völlig wiederherge tellt. lSonnenberg versteckte sich nach der Tat an feiner iL-beitsftätts in einem Mainzer Werk, wo er aber Kunden und verhaftet wurde. Der Angeklagte war kgiftändig und behauptete, die Tat aus Verzweiflung Wer feine zerrütteten Familienverhallmsie und aus Ivirschmähter Liebe begangen zu haben. Das Motw ||tr Tat war Huß gegen das Mädchen, weil er nicht Iirrhr als eine kameradschaftliche Unterhaltung er= Ist.chen konnte. Wenn man Diamanten im Steinbruch sucht. I SPD. Marburg, 27. März. Dah in feinem hiimattidjen Bafaltsteinbruch in der Ziegenhainer Srgen-d ebenfoout Diamanten fein tonnten, wie |ir Ausland, bildete sich ein junger Monn em, der pme geologischen Kenntnisse, tme er ongab, fiö) b'.rch Has Äsen diesbezüglicher Schriften angeeign.t Itote. Um zu seinem Ziel zu gelangen, entweiidete In in einem Betrieb, mo er beschäftigt war hmrenaftoff und stand nun wegen Diebstahl- Lb Uebemetung des Sprengstoffgeseizes «°r dem Ivmt-gericht Bei seiner Vernehmung gab er ferner k daß er auch Interesie für die Benutzung, emer Ivmnschelrüte z7ige unb sich f»on mit dem suchen kch Wasier beschäftigt habe. Durch bas Gutachten liises ärztlichen SachoerstSndigen wurde f-stg- teilt, b.sh der Anaetlogte in seiner Arbeit und Art em l Irnnlofer und fleißiger Monn fei, aber doch a.s ! "was vermindert zurechnungsfähig gelten musie. Ens Gericht tonnte deshalb den gall' I «teilen und erkannte, wie beantragt, ®J Itickl» unb Deraebens gegen das Sprenaitofsge; v |M die Mindest^trafe von drei Monaten Gefängnis. DfV.-Reichsbahn in Naunheim. Außer Wetzlar 05 war es noch keiner Mannschaft vergönnt, in Naunheim zu siegen. Wenn auch die Gießener auf eigenem Gelände gewonnen haben, so treten sie diesmal unter ganz anderen Voraussetzungen an. Leutheuser wird nicht mit dabei sein, ebenfalls nicht Fleischhauer und Gvdglück. Man hat daher im Lager des VfB. mit Recht Sorgen um die Aufstellung der Mannschaft, die bis zur Stunde in ihrer Besetzung noch nicht feststeht. Aber gleichgültig in welcher Besetzung die Gießener fahren, wirb die Mannschaft kaum zu einem Siege kommen. Ein Unentschieden wäre mehr, als man erwarten kann. Auf jeden Fall hat auch der vergangene Sonntag gezeigt, daß die Mannschaft über einen starken kämpferischen Willen verfügt, der sie zur lieber- raschung befähigt. Die VsBer wollen geschlagen sein. Scksiedsrichter ift Gerhardt, Annerod. Daabringen 1. Jugend — Garbenleich 1. Jugend. Die neue Lebensmittelkartenperiode Neuregelung der Brotkarten. fallen eflen^j bedarf. der 8c bei mlich W ReiN »en IW äßin/J BeschE hren,Z! iunflnl* >r iuf USp M s-s-'k, Dtp sW KrE Bild-- Z »wKJ? D-L 5* Von der Börse. Aklieumärkte erholt. FWD. Frankfurt a. M., 27.März. In der Derichtszeit wirkte sich die oorangegangene De- unruh igung am Aktienmarkt zunächst noch aus, und das herauskommende wenig umfangreiche Material fand weift nur zu weiter gedrückten Kursen Ausnahme. Aeußerungen von unterrichteten Stellen führten zu einer Beruhigung, dazu kamen auch Anregungen auf politischem Gebiet, so daß der Wochenschluß recht fest war. Per Saldo schloß bie Berichtswoche ziemlich ausgeglichen ab. Die Kurs« entwicklung war dabei sehr unterschiedlich. Während IG. Farbenindustrie zwischen 185 bis 187 schwankten, konnten Conti Gummi, die im Verlaufe sehr stark gedrückt lagen, ebenso nennenswert wieder aufholen und haben mit 284 wieder den Stand vom 17. 3. erreicht (am 12. 3., dem Tage der Reichsbank- Hauptversammlung mit den Dimbenbenerorterungen, stand das Rapier allerdings noch 303). Auch Eß- [inger Maschinen konnten von ihrem Verlust von 164 auf 149 wieder 156,75 aufholen. Beachtet wurden vor allem Aktten, deren Dividenden nicht oder nur wenig über 6 v. H. hinausgingen, während bie Frage der Kapitalserhöhungen bei offensichtlich unterfapitalifierten Gesellschaften weniger beachtet wurde. Jrn einzelnen konnten Montanwerte sich gut halten bzw. im Verlause leicht befestigen. Don Auto- aktten stiegen BMW. wieder auf den Stand von 214, den sie schon vor dem Kursabbruch hatten. Bauwerte uneinheitlich, Cement Heidelberg unter Schwankungen wieder 198, Berger länger unter Druck, doch zuletzt ebenfalls teilweise wieder erholt. Scheibeanstalt erreichten wieder chren Stand von 306 vom 12. März. Elekttoaktten uneinheitlich, doch per saldo im Wochenverlaus wieder ausgeglichen. Bankaktien befestigten sich zuletzt kräftig. Am Rentenmarkt erhielt sich die Nachfrage nach 3 50 v. H. Reichsschätzen, in 4'/rprozenttgen waren Angebot und Nachfrage unter leichten Kursschwankungen ziemlich ausgeglichen. Steuergut- scheine I gaben fortlaufend leicht nach, um mit 104,50 zu schließen. Altbesitz des Reiches um 159 gut gehalten. Jnduftrieobligattonen freundlich, mit Aktien verbundene ebenfalls erhall. Für Pfandbriefe bestand weiter starke Nachfrage, 4prozeuttge finb kaum erhältlich. Für die neueingeführten 4 v. H. Badische Kommunale Landesbank ÄommunaloM. Reihe 4 bestand wieder eine Nachfrage von mehreren Millionen RM., die nufr zum aller kleinsten Teil kN mV W schnitte kann der Verbraucher nach seiner Wahl Backwaren aus Weizen- oder Roggenerzeugnissen unb gegebenenfalls Weizen- oder Rogaenmehl beziehen. Die Einzelabschnitte der Reichsorotkarte B, der Kuchenkarte sowie der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu sechs Jahren haben keinen „R“«2lufbrud und berechtigen nach wie vor in vollem Umjang zum Bezug von Roggem ober Weizenerzeugmssen nach Wahl des Verbrauchers. Die Brothersteller und Brotverteiler werden verpflichtet, in den Verkaufsstellen anzuzeigen, in welchem Verhältnis Roggen- und Weizenerzeugnisse tm Mischbrot enthalten sind und demgemäß gekennzeichnete und nichtge kennzeichnete Brotkartenab- ichnitte abgegeben werden müssen. Auf nicht gekennzeichnete Abschnitte kann selbstverständlich stets Roggen- und Weizenmischbrot auf Wunsch des Verbrauchers abgegeben werden. Die Reise- und Gaststättenmarken für Brot berechtigen zum Bezüge von Roggen unb Weizenerzermnissen. Eine Ausweitung des Umtausches von Brotkarten in Reisemarken soll jedoch verhindert werden. Die Urlauberkarten gelten ebenfalls sowohl zum Bezüge von Roggen-, als auch von Weizenerzeugnissen. Im übrigen bringen die neuen Lebensmittelkarten unveränderte Rationen. Die Sonderzuteilung von Kunsthonig fällt fort. Letztmalig wird in der 22. Zuteilungsperiode eine Sonderzuteilung von 125 g Reis verteilt. Butterschmalz wird nicht mehr ausgegeben. Zum Ausgleich wird die Butter- unb Margarineration der Normalverbraucher um je 62,5 g erhöht. Kinder und Jugendliche erhallen wieder wie vor der Butterschmalzausgabe statt der 100 g Butterschmalz 125 g Butter. Die Gesamtfettmenge bleibt mithin in jedem Falle bie gleiche wie bisher. Die Butterration der Kinder von drei bis sechs und von sechs bis vierzehn Jahren beträgt 750 g je Zuteilungsperiode. Die Abgabe erfolgt auf vier Einzelabschnitte: von denen zwei über je 125 g und zwei über je 250 g Butter laufen. Um insbesondere den kinderreichen Familien Gelegenheit zu geben, den Einkauf der Butter gleichmäßig auf die Zuteilungsperiode zu verteilen, gelten bei der Reichs- ftttkarte für Kinder von drei bis sechs Jahren die Abschnitte über 250 g Butter für bie erste und dritte Woche, für Kinder von 6 bis 14 Jahren dagegen für die zweite unb vierte Woche. Schließlich ist noch von Interesse, daß zur Erleichterung der Waren- abgabe bei den Brotverteilern die über je 100 g Brot lautenden Abschnitte der Reichsbrotkarten für Kinder künftig für die ganze Zuteilungsperiode gelten. Damit haben in Zukunft alle Brotkartenabschnitte über 100 g, 50 g und 10 g während der ganzen Zutellungsperiode Gülligkeit. jrn und drei Wochen Gefängnis ver» {urteilt In nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen einen gtann aus Gießen wegen Beleidigung verhandelt. 2er Angeklagte hatte Beamtinnen des Fernamts in gießen von öffentlichen Fernsprechern aus auge- r.fen unb mit unsittlichen Aeußerungen belästigt. 2er Angeklagte wurde, unter Freisprechung im Trigen, wegen Beleidigung in zwei Fällen und gegen Hausfriedensbruchs zu einer Gesamt- fl2fängnisftrafe von vier Monaten ver- ' icteilt. Dem Angeklagten wurde der Schutz des §51II Str GB. zugebilligt. Strafkammer Gießen. Hin junger Mann aus Gießen hatte sich wegen liebstahls zu verantworten. Er war beschuldigt, | y der Zeit vom 22. Oktober bis 5. November 1940 ogt Fahrräder entwendet, diese beschädigt und dann fr die Lahn oder in die Wieseck geworfen zu haben, br Angeklagte war, soweit er sich auf die Strafften entsinnen kann, geständig. Der Sachverständige eiferte die Ansicht, daß bei dem Angeklagten ftwere Psychopathie bestehe, dem Angeklagten sei ufolge verminderter Zurechnungssähmkett der Lchutz des § 51 II Str. G.-B. zuzubilngen. Der inllagevertreter beantragte wegen Diebstahls in tzFällen eine Gesamtgefängnisstrase von ftchp Mo- niten. Der Verteidiger betonte, der Angeklagte linne nur wegen Sachbeschädigung bestraft werden, bnn um bie Fahrräder zerstören zu können, batte ß der Angeklagte sich erst aneignen müssen. Die Mcht, bie Fahrräder zu behalten, könne dem An. «klagten nicht nachgewiesen werden. Der Ange- tigte wurde der Sachbeschädigung in 4 Fällen jtußng erkannt unb zu einer Gesamtgefäng- 4iis{träfe von drei Monaten unter An- Stdjnung von sechs Wochen der Untersuchungshaft Brurteilt Im übrigen wurde das Verfahren ein» «stellt. Dem Angeklagten wurde der Schutz des !51 II Str. G.-B. zugebilligt. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. Die Blau-Weißen empfangen morgen den VfL. Marburg zum fälligen Rückspiel. Gegen diesen Gegner bedarf es einer anderen Leistung, als gegen Sportfreunde Wetzlar, wenn für bie im Vorspiel erlittene knappe Niederlage Revanche genommen werden soll. Die Marburger besitzen nämlich in ver- Erweiterte Auswahl für die national- politischen Erziehungsanstalten. Der Reichserziehungsminister legt Wert darauf, daß den nationalpolitischen Erziehungsanstalten ht ausreichendem Maße Jungen zubesührt werden, bie den besonderen Anforderungen dieser Anstalten entsprechen. Er hat angeordnet, daß die Volksschulen die geeigneten Jungen des dritten unb vierten Schuljahres jeweils zum 1. Dezember dem Kreisschulrat zu melden Haden. Um die Auslese zu verbreitern, ist auch der Ueber« gang solcher Schüler erwünscht, die bereits eine Mittelschule ober die Klasse eins bis vier her höheren Schulen besuchen. Dorratspflege im Frühjahr. Es ist unbedingt erforderlich, daß gerade jetzt tm Kriege uni» vor allem in diesen Wochen eine äußerst iorgfaltige Vorratspflege getrieben wird. Besondere Auftnerkiarnkeit muß im Frühjahr beit Kartoffel. Vorräten geschenkt werden. Auch wenn sie in den bekannten unb bewährten Fallkisten untergebracht sind, müssen sie ebenso wie die am Boden gelagerten Kartoffeln sorgsam ‘ nach fleckigen Stellen und einzelnen fauligen Kartoffeln nachgesehen und aus- sortiert werden. Gleichzeittg kann man das gründliche Entkeimen vornehmen. Zu den Nahrunasmib- kein, die bei längerer Lagerung sehr leicht leiden, gehört auch das Mehl. Uebiich ist die Aufbewahrung in Papiersäcken, vorzuziehen sind jedoch stets Glas-, Porzellan- und Steingutgefäße. Bei größeren Vorräten — vor allem in Landhaushalten — haben sich Holztisten gut bewährt. Welche Arf tet Vor- ratshaltung man auch beoorjugt, immer ist es wichtig, daß für trockene und luftige ßagerung gesorgt wird. Nach Möglichkeit soll der Behälter, der luftdicht sein muß, nicht direkt auf dem Fußboden stehen, sondern in einem Fach ober einem Ständer untergebracht werden. Defteres Umschütten ift dort erforderlich, wo Mchl in größeren Mengen vorrätig ift. Wichtig ist, daß bas Mehl in, regelmäßigen Abständen burchgesiebt wird, ehe es sich verfärbt oder Klümpchen bildet. Äst dieser Zustand jedoch schon ein getreten, bann kann das Mehl bei sofortigem Durchsieben und baldiger Verwendung meistens noch verarbeitet werden. Braunkohlenbriketts in Zeutral- und Ctigenheizung. Wie aus Fragen an die Dcrsuchsstelle des Deutschen Frauenwerks heroorgeht, wurde in manchen Gegenden für Zentral- und Etagenheizung an Stelle von Koks ein TeU des zustehenden Brennstoffs in Braunkohlenbriketts geliefert. In solchen Fällen muffen die Briketts für sich (ohne Koks) verbrannt werden, da bei Gemischfeuerung (Koks mit Braunkohle) sich durch die unvollkommene Verbrennung der den Braunkohlenbriketts entweichenden Gase Niederschläge in den Heizzugen bilden, die sich nur sehr schwer wieder entfernen lassen. Bei Brikett- feuerung dürfen die Defen nur 20 bis 25 cm hoch beschickt werden, damit oberhalb der Kohle ein genügend großer Raum zur Verbrennung der Gase vorhanden ist. Ein zweites Todesopfer. Die neuen Lebensmittelkarten für bie 22. Zu- teilungsperiobe vom 7. April bis 4. Mai bringen als wichtige Neuerung eine Aenberung der Warenabgabe auf die Reichsbrotkarten. Der Verbrauch an Weizenerzeugnissen ift seit Kriegsbeginn gegenüber der Vorkriegszeit erheblich angewachsen. Damit durch eine derartige Verbrauchssteigerung die vorhande- neu. Weizenbestände nicht stärker als geplant in Anspruch genommen werden, ift es notwendig, durch entsprechende Gestaltung der Brotkarten eine stärkere Ausweitung des Weizenoerzehrs zu verhindern. Die auf die Brotkarten ausgegebenen Gesamtrationen an Brot und Mehl bleiben unoer« är b e r t. In Anlehnuna an bU Verzehrsgewohnheiten der Vorkriegszeit wird das Reichsgebiet zum Zwecke der Verbrauchslenkung in vier Zonen mit einem unterschiedlich festgesetzten Verbrauchsoerhältnis von Roggen unb Weizen eingeteilt. In der ersten Zone soll Der planmäßige Verbrauch etwa 70 Teile Roggen unb 30 Teile Weizen betragen. Für bie zweite Zone ist ein Verhältnis von etwa 55 Teilen Roggen zu 45 Teilen Weizen, für die dritte Zone ein solches von 50 Teilen Roggen zu 50 Teilen Weizen vorgesehen, während das planmäßige Verbrauchsverhältnis in der vierten Zone 40 Teile Rogaen und 60 Teile Weizen beträgt Die Zone I umfaßt die Gebiete der Landesernährungsämter Danzig-West- preußen, Mecklenburg, Sachsen, Sudetenland unb Thüringen unb der Provinzialernährungsämter Mark Brandenburg, Hannover, Hessen-Nassau, Ostpreußen, Sachsen-Anhalt, Pommern unb Schle- sien. Die Zone II umfaßt die Gebiete der Landes- ernährungsämter Alpenland, Bayern, Donauland, Hessen, Oldenburg, Saarpfalz unb Südmark unb der Provinzialernächrungsämter Rheinprovinz. Schleswig-Holstein unb Westfalen. Die Zone III umfaßt das Gebiet des Provinzialernäyrungsamtes Berlin, des Landesernährungsamtes Hamburg unb des Haupternährungsamtes Wien. Die Zone IV umfaßt die Landesernährungsämter Baden unb Württemberg. Die in den vier Zonen geltenden Verhält ms zahlen für Roggen unb Weizen bilden die Grundlage für die Umgestaltung der Brotkarten. Dieft Umgeftab hing konnte sich darauf beschränken, bestimmte Ab- schnitte der Brotkarten mit dem Aufdruck „R“ zu versehen, um so klarzustellen, dah sie nur zum Bezüge von Roägenerzeugnisftn berechtigen. Auf die mit einem „R“ gekennzeichneten Einzelabschnitte dürfen nur Backwaren aus Roggenerzeugnissen und außerbem Roggenmehl abgegeben werden, wenn die Abschnitte auch zum Bezug von Mehl bereck- ttgen. Auf die nicht besonders gekennzeichneten Ao- n 'ML i itS 'Ml s imtriti schir«! iniiTit hren - beschw bt; 1 ßefur.. rtnt, G: uf sind j, 8er ei. n Ach ;mpfGr; i ditss hr uüh it ttty en gib- tun eine |g Wird«, handL n? irmbia ls wert bei d« w nis ai-i, n M IBabenborn-Steinberg I — Sporlo. 05 wehlar I. |UUIIU/ vull ..........., Die Watzenborn-Steinberger „Teutonen^, die die ’ baß der schwerverletzte Beifahrer des Last- vorjährige Dezirksklassenmeisterfchast zu verteidigen wagens seinen Verletzungen erlegen ist. Somit haben, empfangen am Sonntag den derzeitigen Tabellenführer, der um 2 Punkte besser liegt als die Platzmannschaft. Die Einheimischen werden ver- suchen, auch die diesjährigen Spiele auf eigenem Platze wenigstens ungeschlagen zu beenden. Sollte Wetzlar in Watzenborn-Steinberg siegreich bleiben und das ist anzunehmen, wenn die „Teutonen" nicht mehr Siegeswillen als am vergangenen Sonntag aufbringen, so durfte ihnen die diesjährige Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. Der FuhboNsonniag. 1900 — VfL. Marburg. Watzenborn-Steinberg — Wetzlar 05 Naunheim — DsB.-Reichsdahn. Sportfreunde Wetzlar — Luftwaffe. Burgsolms — Bissenberg. Da zwischenzeitlich über die Wertung der Spiele des vergangenen Sonntags entschieden ist und Burgsolms gegen die Sportfreunde Wetzlar 5:1 gewann, sieht die Tabelle folgendermaßen aus: Am moraiaen Sonntag tragen die Turner von | Ungarn haben in ihren Landermanchchosten den Deutschland und Ungarn in der Stuttgarter Stadt-, Nachwuchsturnern zahlreiche Platze eingeraumt. Die halle ihren fünften Länderkampf im Geräteturnen; Aussichten auf den Lanberkampssieg stehen Jur aus Das Treffen ist in zweifacher Hinsicht höchst Deutschland etwas besser Es wirb aber größter interessant Ungarn zählt zu den Nationen, die als-! Ansttengungen, insbesondere unserer jungen Tur- balb nach Deutschland beM Turnen besondere Pflege ner, bedürfen wenn sie in Stuttgart wahrgenorn- ' angebeiben ließen, unb hat badurch einen hohen , men werden sollen. Die Ungarn sind besonders im I Leistungsstandard erzielt. In den vorausgegangenen Bodenturnen sehr gut, wo Ferenc Pataki neben Beaearningen mit dem Geburtsland des Turnens ! Kurt Krötzsch am höchsten elnzuschatzen ist. Aber :m blieben die Ungarn zwar viermal unterlegen, aber , Pserdftrung, am Barren und Reck ist stets ein deut- Zweimal — in Budapest — war der Vorsprung un- scher Vorsprung zu erwarten, wenn mcht gerade ifn- lerer Turner mit 5,8 unb zuletzt mit 3,1 Punkten glückliche Umftanbe emtreten. Don den aus acht Lollar, 29.März. Am morgigen Sonntag, März, feiern die Eheleute Gustav Lehr und (jefrau Kacharina, geb. Seim, bei bester Gesund- iit das Fest der goldenen Hochzeit. Dem $ibeipaar herzlichen Glückwunsch. * Daubringen, 29. Marz. Am morgigen Hznntag, 30. März, begehen die Eheleute Rotten- farer L R. Georg. Heinrich Walther^ und Ehe- hu Sophie, geb. Weimer, in voller Rüstigkett im 4-eise ihrer 6 Kinder, 15 Enkel und 1 Urenkel das f ft der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar ‘eilten auch unsere herzlichen Glückwünsche. 1^1) G r o ß e n - B u s e ck , 29. März. Am morgigen fonntag, 30. März, feiert der wett über die Grenze seines Heimatortes hinaus bekannte Diehka- Herer Philipp Henß in körperlicher und geistiger fische seinen 7 5. Geburtstag. Der Jubilar h:t vor 2 Jahren eine schwere Operation sehr gut verstanden und verrichtet seitdem alle noch vor- te-nmenben landwirtschafttichen Arbeiten. Ebenfalls : o:i Sonntag, 30. März, feiern Wilhelm Henß 3. feine Ehefrau Katharine, geb. Mattern, bas i RJt der Goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar er reut sich noch bester Gesundheit. Den JUbilaren bie^ I i-ftre herzlichen Glückwünsche. = Lich, 28. März Am kommenden Dienstag, mm L April, vollendet der Gutspächter Karl Petry fftwlw voller körperlicher und geistiger Frische sein rS Ul Lebensjahr. Don 1910 bis 1932 bewirt- ' U (heftete Pächter Petty den dem Fürsten zu Solms- 8 Wch gehörigen Albacher Gutshof, den er dann an II jenen Sohn als Pächter ab trat In früheren Jähren ’lpirmaltete er den Prauenheimer Hof bei Frank- H hrt a. M. Seit etwa einem Jahr hat er in unserer 8 »k adt seinen Wohnsitz genommen, um hier an der E Uknte feiner Frau seinen Ruhestand zu verleben, i b- mit ihm am Freitag, 11. April, das Fest der 'V Menen Hochzeit begehen kann. OLaudach, 28. März. Aus der D o I k s f ch u l e - Laubach kommen Ostern 7 Knaben und 8 Mad- t}»ti zur Entlassung. Die Knaben wählten sich fol- cribe Berufe: Kaufmann 2, Landwirffchaft 2, tagner 1, Weber 1, unbestimmt 1. Die Mädchen: im elterlichen Haushalt 4, Haushaltslehrlinge 2, liridwirtschaft 1, Nähen 1. Bei Beginn des neuen Schuljahres werden zwei Kmrben und drei Mad- ton in die Oberschule für Knaben uber- hsten. Zur Neuaufnahme in die Do 1 ksschule nurben 19 Knaben und 13 Mädchen gemeldet. Zer Feldwebel Erich Högel wurde zum Leutnant Verein Spiele Gew. Wetzlar 05 13 10 W.-Steinberg 14 10 VfB-Reichsbahn 15 8 1900 15 7 Naunheim 12 7 Burgsolms 15 6 VfL. Marburg 10 4 Luftwaffe 12 3 Bissenberg 10 2 Sportfreunde 12 1 Gutei Farbband und Kohlepapier Ist notwendig für eine taubere Korrespondenz! lie erhallen ei bei; Oft tnb(£ii9eh Wejnigk£o»D und großer Auswahl KARLEGNER med. Fachgeschäft Frankfurter Strafoe 9 Lieferant aller Krankenkassen ' Mlnms ■ im @1 Ml'ir De ilin|au Helt 1 Kreis is HI«! 'Wieseeft! 1661D Nonning ab 16 Uhr: (Tanz bei (lasiwlrt Braun Gorbentcich-Huusen, den 29. März 1941 __________________________________________________!•!!=./ VW^Mlivstanzon ZU R7. REICHS1 JTnT STRASSEN» teBl SA/WV\LUN6 AM-2Qu.5O.AWR? SAMMELT DI E Ml DAR . Reichsverbilligungsschein II (gartenstraste 2, Zimmer 16 A—Z Areltag, den 4. April 1941, l Klößen, den 25. Marz 1941. Der Oberbürgermeister. I. B.: Bogt, Bürgermeister. H. Die nach § 86 der Deutschen Kemeindeordnung vorgesehene (genehmigung der Aufsichtsbehörde zu § 3 der Nachtragshaushaltssatzung ist unter dem 28 März 1941 erteilt. Kiesten, den 28. März 1941. Der Oberbürgermeister. F. B.: Bogt, Bürgermeister. führungeerten «ohne» und tu müeigen ■rOhPaehe Druokerel, SchulftniOe 7* f Georg Wallenfels Lebensrnittel, Feinkost, Kaffeerösterei Weinhandlung und Spirituosen Gießen, Marktpl.21, gegenüber der Engel-Apotheke.Tel.2202 27. Februar 1939 zur Abänderung des Sonder, gebäudesteuergesetzes vom 19. Februar 1938 (NegBl 1939, Seite 22) hingewiesen, hiernach sind a/lch für das Nechnunasfahr 1941 die für die "........ festgesetzten Steuerbeträge so lange weiterzuentrichten, bis sie biird) neue 12 Uhr. J Äie vorstehend aufgeführten Ausaabetermine unbedingt einzuhalten An Nachzügler werden JdH scheine nicht mehr ausgegeben. J An Kinder werden Neichsverbifligungsscheine nl®1 auvgehändigl. Fede Aenderung des Einkommens und des fonenftandes ift der betreffenden Ausgabestelle uo1' gehend zu melden Die Unterlassung dieser Meldmni und der unberechtigte Bezug von ReichsverbiT aungsscheinen kann strafrechtliche Berfolgung nw sich ziehen. Kiesten, den 28. März 1941. Der Oberbürgermeister. — Sozialamt, a) für Kleinrentner und b) für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebli« j f und Empfänger von Familienunterhalt: Kartenstraste 2, Zimmer 16 A—H Dienstag, den 1. April 1941, 15 ft 17 Uhr, J-R Mittwoch, den 2. April 1941, 15 ft 17 Uhr. S—Z Donnerstag, den 3. April 1941, 15 Uh 17 Uhr: c) für Sozialrentner und d) für Unterstützungsempfänger der Allgemein« » M'^l 15480 > Kegen die nach Absatz 1 dieser Bekanntmachung festgesetzten Steuerbeträge ist das Anfechtungs- verfahren der Reichsobgabenordnung gegeben. Füchse Deutsche und veredelte, vor« kauft in sauberster Kürschner- Arbeit, solange Vorrat reicht tiernrd & Eruier, Loipzi«. zur Zeit zur Messe in Mosten. Dio Immer gioichgatoo and nie verderbenden IlmiNiiiltlel: VoHsmlln Mchwiicli, glänz, bewährt bei: Wundsein, Wundlauf., Wundliegen, (Säuglingspflege); V oNsnllii. ninrk. glänzend bewährt bei Ausschlag jeder Art, Brandwunden usw. 1msd Vossalln Hu 101hell, (fett und nicht fettend), gliinz. bewährt bei Spröder, rissiger Haut usw. Fine Umwälzung in Pflastern bringt VoMMnpluut, Wundkiseenpflaster verwendungsfvrtig mit Frivossal- Auflagc, D.R.P. an gern., als Vor beugungsmittel bei Reißen, Schneiden, Brennen, Nngclumlauf, Insektenstichen usw. — Erhältlich: Drog JUgJMoll, Dießen, BahnholstnM Rachtragshaushaltssahung der Stadl Giesten für das Rechnungsjahr 1940. Auf Grund des t) 88 Abs. 1 in Verbindung mit t) Hfl Absatz 2 der Deutschen (Gemeindeordnung vom 30. Januar 1936 (RGBl. I, S. 49) wird nach Bern- tung mit den Ratsherren für das Rj. 1940 folgende Rachtragshaushaltsfatzung bekanntgemacht: I. 8 1. Der Nachtraashaushaltsplan wird im ordentlichen Rachtragshaushalisplan in den Ausgaben auf . . 10 926 711,09 RM. (gegenüber 10 855211,09 RM. Ausgaben ini ordentlichen .Haushaltsplan) und im austerordentlichen Nachtragshaushaltsplan in den Ausgaben auf . . 1 504 726,07 RM. (gegenüber I 393 400,07 RM. Ausgaben tm ausserordentlichen Haushaltsplan) festgesetzt. 8 2. Die Bistimmnngen der Han-chaltssatznng vom 25. September 1940, soweit sie sich aus die Steuer* sätze und Kassenkreditö beziehen, bleiben unverändert. i y i w i ^fll । (jotbn i nnfll । Diu (Bin Quell der Freud« für den Naturfreun» Belauschtes Leben Jtleln« Kreatur In Wager, Busch unb j)olni «Don Marl Otto Bartels. 164 Naturaufnahme» au» dem Geben der nie» deren TieruieU mit erläuternde» Bllbunter» schriflin, Jlanientanaaben und auasUhrNchem Irrt (62 Selten). Mit einem Geleitwort von «Profc|Jor Dr. Deegener, Universität Berlin. Diele» Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Blldsvl- gen um) dem reichen Leben der zahllose» kleineren Lebewesen. Ad» der Freude am Beob- achten ist ein wertvolle» naturgeschtchtliche» Urkundenbuch geworden, da» hervorragend geeignet ist, die Liebe und) zum kleinsten Na- uiroe|d)el)rn zu erwecken. Gebunden 4,HO Bitte verlangen Sie kostenlo» unsere bebilderten Werbeblütterl Do» Buch ist durch jebe Buch» Handlung zu beziehen i Hugo Vermühler Verlag ®erltn-Cid)terfeIbe xx-.. Durch Komik von Speisen und (Setränken dir f dimer vcrdaulich oder SU deist oder ah killt sind, und ebenso durch nernölr Verdauunasstörungen treten häufig Bkageiibeschmerden schmerzhafter Art auf. Versuchen Sie bitte dann Klosterfrau« ' S Melissengeist nach Kebrauchsvorschrlst, die jeder Packung beUieat. Richtig ange- wandt wirkt er meist rasch, und Begleiterscheinungen — mir Avvetitmangel. -3’ CrmübunflSAuftfliibr. Arbeitvunlust — verschwinden: die Besserung wird bald , fühlbar. Biele Freunde de- Zvlostersrau-Meltsfengeift haben ihn deshalb ständig T A t F im 5>aus. $ Wie Berbraucher urteilen, dafür einige Beispiele- Iran Therese Akmann (BUd V nebniftrbenb), Hausfrau. Oannooer. Schaufelder-Strake 16. berichtet am 4.8.40: htak. .3d) litt schon seit längerer Feit an neroäsen Maaenbesdiwerden. Da wurde ich '-K aus ZUostersrau-Melissengeist aufmerksam gemacht. Daraufhin nahm ich ibn einige 3elt regelmätziii ein Schon nach kurzer Zeit nenoürte ich eine Minderung meiner <*> - Hx Beschwerden. Ich bin mit dem Erfolg sehr zufrieden und kann ZHostersrau-Me- lissenlltnl »dem empfehlen," ------ ^^eiter 5>err Heinrich (Srennn. Bergmann. Gelsenkirchen. Saarbrücker Straf,e 33 am 5.8.40: ^Seit längerem litt ick an Appetitlosigkeit. Durch Omvfehlung Karn ich aus Doftersrau-Melissen» geist und oerfuchte diesen. Schon nach kurzer Seit stellte sich Besserung ein. Ich kann deshalb ledern, der unter ähnlichen Beschwerden leidet. Klosterfrau-Melissengeist emiOehkn.“ Auch Sie sollten einmal einen Versuch mit .^lostersrau.Meliflengeist machen. Die Wirkung wird Sie bestimmt von der Güte dieses altbewäbrien Hausmittels überzeugen. Den bekannten Dostersrau-Meiissengeiit in der blauen Vackung mit den drei Nonnen erhalten Sie In Avotdeken, Droaerien und Resounbäuittn ill Jlaichea du RM, 2.80, 1.65 und Q,QO (Anhalt M, 5Q ^nd 25 ctm)., • ■ -*z • . ’ * r **" < . * -