Mittwoch, 20. Januar MI fi 11 Millionen ?ß fun d t äg l ich Guthaben h ° re i n z u n ° h m e n. England zw ■t (8roti :m er oy lener & lolk mitic gicsisch-Angola.) „ , . Als es dann am 10. Mai 1940 für ganz Belgien fo kam, wie man es im vergangenen Winter m dem Luftipiel „Brussel op de Vlucht" dargestellt hatte, da steckten die „Diamantiers" in Antwerpen ihre rohen und ihre geschliffenen Diamanten in d,e Tasche und begaben sich südwärts Die deutschen Stellen brachten es fertig, einen so großen Teil dieser Fluchtdiamanten" aus Frankreich, Spanien und Portugal wieder nach Antwerpen zu schaffen, daß damit überhaupt mit der Arbeit wieder begannen werden konnte. So ist diese Leistung um so erstaun- ÜC^er W noch mit Koblendampf betriebene Zug knirscht hörbar, ruckt und hält nach Durchfahren dieses bedeutungsvollen Diamantenviertels i m gedeckt worden. Morgenthau erklärte auf Befragen, daß er im Geist bereits vor einiger Zeit Englands Welikriegs- schulden an Amerika in Höhe von rund 5,7 Milliarden Dollar abgeschrieben habe. Weiter bestätigte er, daß die Aufträge Großbritanniens au 2000 Kampfflugzeuge bisher nicht in Angriff genommen wurden, weil Dollarguthaben fehlten. Die Kriegsmaterialkäufe Londons feien im Dezember g e st o p p t worden. Auf die Frage, ob die britischen Guthaben in Süd - und Zen- tralamerika nicht für weitere Darlehen nutz- bar gemacht werden könnten, antwortete Morgenthau es liege in der Absicht des Kongresses, diese Hauptbahnhof der Hafen- und Handelsmetropole Antwerpen. Jedem Ankömmling, der nicht bestimmte Geschäfte zu erledigen hat, sondern „nur" besichtigen will, stellt sich bei solcher Ankunft in der Bahnhofshalle jedesmal die Frage: „Wo wollen wir zunächst hingehen? Hier in Antwerpen, heißt das wollen wir zunächst über den Bahnhofsplatz gehen und in dem großen im Zentrum der Stadt gelegenen mehr als hundert Jahre berühmten T i e r g a r t e n zusehen, wer von den Insassen den Krieg überstanden hat, zum Hafen herausfahren, wo jetzt aus der Schelde die dicken Eisschollen treiben, nachschauen, wieweit die Wiederherstellung des Hauses, in dem Rubens einst wohnte, und dessen Grundstück mit Park und Gartenhaus erhalten blieb, gediehen ist, wollen wir die alten Gildehäuser und Patrizierhotels, die Museen mit ihren Gemälden der niederländischen Schule, die Kirchen mit ihren flämischen Schnitzereien, die einzig erhaltene Großdruckerei des 16. Jahrhunderts im Planton-Moretus-Haus besichtigen? oder 60 v. H. des Nationaleinkommens. Die Ausgaben stiegen jedoch täglich. Bisher seien nur 40 o. H. der Ausgaben durch Steuern politik zeigt? v Warum appellierte Roosevelt vor der Münchener Vierer konteren i an die europäischen Staatsmänner |9b Jahrgang Nr. 24 LiiicDciiit inniirt) anker Sonntags und »feiertags Beiinnen: Tie.Illustrierte Gießener munilienbintter HennanmBild DieLctwUe Mvnats-Bczuasvrcis: •Wit 4 Beilagen RM.l.stL tlmc Illustrierte 1.80 Zustellgebühr „ -.25 auch bei Wirkt erschein en von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fermvrechanschluk 225l Dm btmi fchri ft.„An zeiger" Poi.scheckUßwftrantf. M Truppentransporter. Schon früher wurden —... Dam"fern oer enh die „E a r i n t h i a “ " vor eint gendes: Es ist nicht genug, daß man feststem, daß sich Deutschland ohne Gefährdung lebenswichtiger Interessen niemals in die Angelegenheiten anderer Staaten, geschweige denn fremder Erdteile eingemischt hat. Vielmehr muß man daran erinnern, daß es darüber hinaus die ernstesten Anstrengungen zur Herbeiführung normal-friedl'cher und wenn irgend- möglich freundschaftlicher Verhältnisse selbst gegenüber solchen Staaten machte, mit denen ohne deutsche Schuld Mißstimmigkeiten ober gar konfliktartige Probleme bestanden. Wir nennen nur das Flottenabkommen mit England die wiederholten weitgehenden Bemühungen gegenüber Polen und Oesterreich, das aütlich" M"mei°Abkummeu mit tarnen und das DezembenAbkornrnen von 1938 mit Frankreich. Das sind lauter Dinge, d,e in Washing- ton so gut bekannt sein müßten wie sonstwie n der Welt Nachdem sich Deutschland seit dem Amtsantritt Franklin D Roosevelts 1933 nicht gerade über ein Massenauftreten amerikanischer Freund- fehoftsberoeife zu bekla^u gebubt hatte, iah es 'ich durch die Ehikagoer Rede des Präsidenten vom 5 Oktober 1937 zusammen mit Italien und Japan vor aller Welt als ..Aggressor", als Angreifer hingestellt, ohne daß die USA. dem Reiche auch nur die leiseste Störung amerikanischer Interessen nachweisen konnten Washington beanspruchte mit jener Rede praktisch so etwas wie ein intcr- nationales Richteramt über die Angelegen'' iteti solcher Staaten, deren Regime ihm nicht paßte. Seitdem steigerte sich dieser Anspruch über zahlreiche unerbetene Ratschläge und herausfordernde Reden bis zur Einmischung in den englischen Krieg in Gestalt von zunehmenden Lie- ferunqen an Kampfmaterial aller Art. Die Neutral!, tätsbill wurde zu diesem Zweck entsprechend durch, löchert Schließlich verordnete Roosevelt kürzlich in der Kaminrede, als sich die Weltöffentlichkeit hörbar mit den schroffen Widersprächen in der arnerikani- schen Neutralitätspolitik befaßte, daß das ganze amerikanische Kriegslieferungs-System „keine Kriegs- Handlung" fei — als ob es in der Welt nur eine amerikanische Meinung und einen angel» sächsischen Rechtsstandpunkt gäbe! Was würde das amtliche Amerika wohl sagen, wenn Deutschland in einem Konflikt Am-rikas mit einem angenommenen Staat, sagen wir mit ©rönlanb, eine derart organisierte Hetzpolitik gegen die USA. treu ben, schließlich Grönland mit Kriegsmaterial en gros beliefern und zugleich erklären würde: „Wir sind natürlich neutral, und wenn wir trotzdem an dem Kriege durch Lieferungen usw. teilnehmen, dann geht das niemanden etwas an, weil es keine Krieg''Handlung ist", — würde Washington bann wohl bie überlegene Gelassenheit auf bringen wie sie Berlin gegenüber ber amerikanischen Offensiv- Wir ziehen es vor, auf dem Bahnhof ben Zug abzuwarten, ber 4 5 0 belgische K r i e g s - gefangene aus ber deutschen Gefangenschaft noch Hause bringen soll. Es ist das schon der dritte Zug dieser Art, der an diesem Tage em« läuft Der Zug fährt ein, und lachend und schreiend stürzen sich die Kriegsgefangenen auf die Tische an denen weißgekleidete Rotekreuzschwestern Kaffee ausfchenken. Tja, Kinder, die Gefühle kann man verstehen, denken wir, und erinnern uns an jenen Iulitag, an dem wir selbst von der französisch- spanischen Grenze aus den Pyrenäen zurückkamen, wohin wir von Brüssel aus nach dem 10 Mai und „ach vielen Uebergangsftationen verschleppt worden waren Und wieviel Härter war es da! Wir konnten nicht schreiben, keine Briefe und Päckchen empfangen, wie bie hier. „Es war halb so schlimm" — meint benn auch ein junger Schlosser aus Wetteren bei G"nt, bem bie Troddel des beloischen Käppis ins Gesicht baumelt. „Ich Habe auf bem Lanbe gearbeitet, unb wenn ich jetzt meine Leute wieber- gefehen habe, gehe ich zurück nach Deutsch- f o n b zur Arbeit. Diesmal allerbings .freiwillig' unb .gegen Bezahlung'" — fügt er mit merklicher Betonung Hinzu. (Schluß folgt.) Die „Empreß os Australia" in, ÜBon- iQmilit & lunb^ ■ Teil »2 0. —' ,r __x rtlr.mh R«»r solle. in ber e - II teil geh:- iropas ti- Mn ihm ihnen,, n bie U alten ien Mg rd) Freut, nnen Nch Betrag Hetzen ms als bie & »e stehe, 6 ctzen M r uns eii zu erlr Volker n krfahm-! Derfiunbr jur Vnhii bie Kp? M, berc Hattet k sfähig w ht fi* in ben D müßten ei unb bflfi^ sb ber beö chlosten. | röte. Finanz ber W , geb. wegen 1^' Idstr«I» nchM wurde v. :5fftnW Ix ilten l 'der J - ft1"« i friebens ausliefern mußte Die ganze at» 6nfllanb 193« für die Ameri,°r-,,« feines Königspaares kern anberes L,.... W-aUenpSe6befa”U1939 plötzUch unterbrochen wurde. 38 Schiffe über 20 000 Tonnen. Die meisten dieser l ent W eringerM llt. BeiJ ■ en E is8M^ L Kurze Fahrt. Brussel, Januar 1941. Annahme von '2ltuemnt für die Miuagsn'liiimer bisH'/.llbr beoBoriiiltiags An^emen-Preile: Vlmeincmetl 7 Rvf le mm bei 22 mm Seilenbreite# Tertteil 50 Rvf. >e mm bei 70 mm Scilenbreite Nnkbläsie: Wiederholung Mnlstaffell Abfct'liiiieNte'igenuanelV Plavvvrfrtirift < vorherige Bereiiibarung 125 <. mehr 1 ÄW nilre' fü». Neuyork, 28. Jan. (DNB.) Finanzmimster Morgenthau erklärte vor bem außenpolitischen Senatsausschuß, baß bie finanziellen Rückwirkungen bes Zusammenbruchs Frankreichs England schwer getroffen hätten. Es könne zwar bie bereits in ben Vereinigten Staaten vergebenen Austrage bezahlen, verfüge aber nicht über Dollars für zusätzliche Auftrage. Vor dem Zusammenbruch Frankreichs hatten auch dessen Gold- unb Dollarguthaben in Amerika zur Verfügung gestanden. Die Engländer konnten jetzt auf die französischen Guthaben nicht weiter zuruckgrei- fen. In sechzehn Kriegsmonaten seien Englands Gold- unb Dollarguthaben um 2,31b Milliarben Dollar z u r ü ck g e g a n g e n. Die Gnglänber schulbeten für neu vergebene Auf- träge bereits 1,4 Milliarben Dollar. Der Krieg koste iion Tobt unb ber beutschen Eisenbahnverwaltung. Denn, verschieben in Wesen unb Antlitz, gehören Diese beiben großen Stöbte seit altersher zueinan- Der unb geben zusammen erst bas belgische Gleich- gewicht. Brüssel ist eine geschäftige, Antwerpen eine geschäftliche Stabt. Das bunte Brüssel ist roenbig unb lebendig, zweisprachig unb zwiespältig, ein gei- ftiger und völkischer Schneibepunkt, ein Umsteige- bahnhof in jeglicher Beziehung. Antwerpen dagegen ist einheitlich flämisch, solid und behäbig, reicher Welthafen mit hanseatischer Vergangenheit. Im Ei- senbahnzug kann man diesen Uebergang vom einen zum anderen höchstens daran bemerken, daß derselbe Schaffner, der kurz nach Brussel „s il vous plait“ unb .,merci“ sagte, nach einer Welle mit „alftublieft" bie Fahrkarten abverlangt unb sie mit .dank U wel" zurückgibt Er hat das so im GejuHl. von welchem Meilenstein an bas Flämische richtiger ist. Denn wenn er selbst auch als Brüsseler persönlich bas Französische bevorzugt, so weiß er doch gc. nau. innerhalb ber flämischen Provinz Antwerpen tm Dienst französisch zu sprechen, kann seit._ber 1930 eingeführten Einsprachigkeit in Belgien (flämisch in Aniwerpen, Limburg, Ost- unb Westflanbern, fran- zösisch in ßuremburg, Lüttich Namur und Henne- geu, beide Sprachen in Brabant) recht unangenehme Folgen nach sich ziehen. r Mußte der Schaffner früher diese Grenze tm Gefühl haben, so wird ihm das heute etwas einfacher gemacht Denn auf halber Strecke, gleich nach dem Uebergang auf Antwerpener Prooinzgeb.et heißt es In Mechein: „A u s st e i g e n" Em kleiner Marsch von einigen hundert Metern über eine hölzerne Not- drücke zeigte dem Reisenden, daß bie abyehenben Enclländer, welche bie vormalige Brücke gesprengt haben, ihre „Hilfeleistungen" für Belgien gewissen- haft ausführten, unb man gemeinhin in wenigen Minuten mehr zerschlagen kann als m monatelanger Arbeit wieder in die Reihe bringen Gleich- zeitig aber kann der Reisende bei feinem Weg über Lie Notbrücke an dem S-h-Id: „Rechts gehen - rechts houden — Omif ä droite bie derzeitige Rangfolge ber in Belgien gebräuchlichen Sprachen -'üraiiE-, 5 ieid^l i und Lil l il buch»,! England kann feine Aufträge nicht mehr bezahlen. Morgenthau enchüiit Englands Zinanz-Debakel. paßten. Diese Dampferversäumnis bewirkte es, daß bie Juben Antwerpens, fast alles zugewanberte Oft- juben, teilweise noch mit Kaftan unb Peijkes sich von 2500 Anno 1896 auf 42 000 Anno 1939 oer- mehrten. Da mein Gegenüber ein Belgier ist, interessieren ihn bie Diamanten mehr als bie Juben, unb er berichtet noch schnell, baß Antwerpen als Dia- mantverarbeitungsplatz vor Amfterbam unb Jdar- Oberftein-Hanau, ben einzigen europäischen Orten, an benen sonst noch Diamanten verarbeitet werben, an erster Stelle steht Don ben etwa 30 000 Diamantenschleifern, bie es auf ber ganzen Welt gibt, müssen Sie wissen, befanben sich vor bem Kriege 20—22 000 in Antwerpen Ein höchst eigentümlicher Zustanb, wenn Sie hebenden, baß bie Diamond Korporation in ßonbon (gleichzeitig Eigentümerin her großen Diamantenlager in Südafrika unb in Deutsch-Südwest) mit Monopolverträgen so ausgerüstet war, baß praktisch fast alle Rohbiornanten den ßonboner Markt passieren rnußt^i. um bann größtenteils in Antwerpen verarbeitet zu werben. Dabei förberte Belaien in seinem Kongo nicht weniger als ein Fünftel ber Weltvroduktwm '(gegenüber 40 v. H. fübofrikanischer Probuktion, 10 v H in Deutfch-Sübwest unb 10 v. H. in Portu- Intel« M81*" p ii»' m Groß-Antwerpens Geburtsstunde Von unserem Dr. P.-Korrespondenten. f“erertann bes ©eiferen bei fi* ®efro»fuwn darüber anftellen. bafi hier in Hecheln der im nreng kachofiichen Flandern mach',ae Ertbt chai, Ml ar nan SRntje. feinen Sitz bat. fi» m b'efer aetfi. lieben finupfftabt Beiqiens bie berubmte St R m> baut-Satbebrale und autzerdem die «wbie Mobel tndu.trie des Landes hehnbet. deren 7000 Slrbpl er dank der enerqiichen Matznabmen der deutsch n Mt. li-ärperrontiuna jetzt alle wieder befrbafhgt find. Nach ioteben Abfchwei'unaen der ^danken wab renb derer man oom Strom der TOttreifenben Jrboben fein S»;enbein an einem querffehenben Ninbwaaen beschädigt Hat, man gl.ickl'ch m d n Zua gelangt, der den P e n d e l v e r k e b r M e - —Antwerpen besorgt und dessen ms ?eriqe Mafien die na» Brüffel «"ff-n au der B-f'cke so unsanft entgfgebrannten Da die « fläffie betanntfi» die kuriere ift. »erqeM I»le !R« e VON Mechein nach Antwerpen lehr oiel (»neller als bie non Arüff", nach M-che'n und an S'efie oon fanoaemqenen Kanälen mit 'Popnefrefiien an S efie d^r Nachen ietzt fchneededeckten Nämifchen Sandfchai schieden sich qraue fiäufermauern oor die UoupS AngelfächsischeOemonstration Daß gekrönte unb ungekrönte Staatsoberhäupter Reisen auf Kriegsschiffen zu hochpolitischen Zweiten machen, ift seit einigen Menschenaltern gang unö gäbe. Die Mode war desonbers zur Zeit ber Pom- car^ unb Nikolaus 11. im Schwange, ber Kompagnons für Einkreisungspolitik im Dienste Englanbs. Daß bagegen ein neu ernannter Botschafter bie Reise zu feinem Bestimmungsort auf bem neuesten Schlachtschiff unternimmt, wie es L o r d Halifax auf dem „King George V tat, ift durchaus ungewöhnlich Der Herr Botschafter hatte sehr wohl ben Lustweg über Lissabon nehmen und ich bann bem regelmäßigen amerikanischen Clipper über Den Atlantik anvertrauen können, wie es sein Vorgänger Lorb Lothian ober auch Roosevelts Senbboten, Oberst Donovan, Hopkins und Willkie, taten, es wäre ihm gewiß ebenso wenig passiert. Aber es kam hier auf etwas ganz anderes an. Der nüchterne und alltägliche Vorgang der Riise eines neuen Missionschefs zu feinem Amtssitz so 11- te zu einer angelsächsischen Demonstration gemacht werden. Der Botschafter Seiner Britischen Majestät bekam die Admiralskajüte auf bem eben erst m Dienst gestellten Schlachtschiff zugewiesen und man rechnete in ßonbon bamit, baß ber funkelnagelneue 3'> 000-Tonner mit seinen 36.3-cm-Türmen für den Protektor jenseits bes Ozeans eine nette kleine Illustration britischer Seemacht sein würbe, wenn es schon mit bem Passagierschiff nicht mehr zu machen war Washington seinerseits übernahm bie Fortführung unb Steigerung der Demon- ftration: Roosevelt, also das Staatsoberhaupt, nicht etwa ber für solche Empfänge an sich Man- bige Staatssekretär, begab sich ungeachtet ferner körperlichen Behinderung mit ber Staatsjacht „Po- tomac" bem englischen Botschafter entgegen. Er de- grüßte ihn nicht im Hasen ober auf ber Reebe, sondern schon auf See, wozu er immerhin bie ganze Chesapeake-Ban hinunterfahren mußte, unb behielt ihn gleich an Borb. Auch bas alles ift ungebräuchlich. Es wäre beispielsweise für englische Begriffe völlig unbenFbar, baß Georg VI. von England —- Krieg hin, Krieg her — bem neu ernannten amerikanischen Botschafter Winant auf ber Königlichen Jncht „Victoria anb Albert" etwa bis in bie Irische See entgegenfahren würbe. Aber das finb Äußerlichkeiten, wenn auch sehr unterstrichene. Halten wir uns an bie Grünbe unb Hmtergrünbe bieser ganzen Kundgebung unb bringen wir sie unter Weglassung aller Kniffligkeiten unb biplomatischen Umschreibungen auf eine möglichst einfache Formel. Dann ergibt sich etwa sol- lngen zig dritte tz schloß ir er au-fütz'ttch-r- Auskunst «eben wE! ,0 mützte er »mzufuqen. d-k> d« P°l^^ gl-lch.'-'liq oon mnn»en bern» » fl cbm 6nr, weil aufier der D'°man«nmdustr e ’ um du, (ogononnte Ant"-rp'tz°r ® P bie sich hier befindet und em fi^eL0„'.Smiat. der Je- hier beweqen. einst aus der lustwqn- rusolimsku °d-r b°r 'M Mn'e k, Wort» > de»en dos , Grond.^otel n ^hl(m fonn. aniahen weit sie eme mi) »der ohne ten und qrötz'ente, - In Absicht den Anlchlubdampser nach Timer, GiehenerAnzelger General-Anzeiger für Oberhessen rasss- Da sehen Sie. man art eitet m i e b e , ru4 mein Gegenüber ein beleibter fterT' . schwirren M-lone eine gelbe Aktenmavve r a nj. [pjf iff ersten ^OS^Ruf fing die S^atto n DoNarmilliarden in den englischen Knea ob- letzten Funkspruch auß ber unoerstanDluy war uno nmeriFaniMip Regieruno leibst mit einer . - - ______—, I völligen Nieberlage Englanbs rechnet, wie Kriegs- Minister Sttmson und Marineminister Knox übereinstimmend geäußert haben? Warum übersieht man in Washington geflissentlich die streng korrekte Haltung Deutschlands? Dieses hat sich um die notorische Einmischungspolitik Amerikas in Mittelamerika, in Südamerika, im Stillen Ozean und in Ostasien innerhalb der letzten Jahrzehnte nicht gekümmert, obwohl die Panamerika-Propaganda eine fatale Aehnlichkeit mit dem Paneuropa-Rummel Briands hat und zudem deutsche Handelsinteressen berühren muß. In London wie in Washington aber sollte man sich darüber klar sein, daß auch die neueste angelsächsische Demonstration nicht das Geringste an der Tatsache andern wird, daß das politische Gerüst unseres Erdteils dis Achse Berlin—Rom ist, daß England das Mitbestimmungsrecht in Europa endgültig verspielt hat und daß der Berliner Dreimächtepakt nicht vor, sondern nach den amerikanischen Offensivaktionen gegen die .Aggressoren" abgeschlossen wurde. B. R. Oie La-plata-Konferenz. Montevideo, 28. Ian. (DNB.) In Anwesenheit der diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten, Chiles und Perus, die als Beobachter teilnahmen, ist am Montagabend die Regional- konierenz der La-Plata-Staaten eröffnet worden. Außenminister Quant, der als Vorsitzender der uruguayischen Abordnung zum Kongreßpräsidenten aewählt wurde, wies auf die dringende Notwendigkeit ernster wirtschaftlicher Zusammenarbeit hin. Die Konferenz sei eine Etappe auf n Rosario % j-'Pü.dei Este BOLIVIEN M * I diesem Wege, den Brasilien durch den Plan einer Wirtschaftskonserenz der Amazonas- st a a t e n weiterzugehen beabsichtige. Die gesteigerte Zusammenarbeit beruhe auf den Grundsätzen des friedlichen Amerika unter Beachtung eingegangener Verpflichtungen und Verträge. Außenminister Gutierrez brachte die beson- deren Wünsche Boliviens vor. Nach Beendigung des Chaco-Krieges mit Paraguay feien trotz vertraulicher Zusage noch immer Boliviens berechtigte Ansprüche auf direkten Anschluß an den Welthandel unerfüllt geblieben. Der La- Plata-Strom dürfe kein trennendes Hindernis, sondern müsse ein einigendes Band werden. Paraguyas Außenminister A r g a n a erklärte, daß man unter Ausschaltung aller eigensüchtigen Interessen mög- lichst schnell zu konkreten Ergebnissen kommen müsse und sich nicht mit platonischen Entschlüssen begnügen dürfe. Die Erklärungen des argentinischen Delegationsführers Uriburu sowie des Leiters der brasiliamschen Abordnung Barros bewegten sich im gleichen Rahmen. Dabei wurde Unterstützung der Wünsche Boliviens und Paraguays zugesagt. Boliviens Wunsch geht dahin, über den Pil- eomayo-Fluß einen Wasserweg zum Atlantischen Ozean zu erlangen. An diesem Plan ist auch Paraguay interessiert zur Entwick- hing des Chaco-Gebietes. Das Projekt erfordert jedoch ungeheure Mittel. Die Regulierung dieses Dreiländer-Grenzflusses, der wegen seines ständig wechselnden Laufes im Volksmund „V a g a - d u n d" genannt wird, ist mehr eine Kostenfrage als eine solche des guten Willens. In Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftsdepression sind Bolivien und Paraguay allein aber wohl kaum in der Lage, die notwendigen beträchtlichen Mittel aus Staatsgeldern zur Verfügung zu stellen. Französische Lebensmittel> Sendungen geraubt. Madrid, 28. Ian. (DNB.) Die amtliche spanische EFE.-Agentur meldet aus Lissabon, daß verschiedene französische Handelsschiffe von den englischen Seestreitkräften in letzter Zeit aufgebracht worden sind. So sei der Dampfer „Zantal" aus Martinique mit 1,5 Millionen Liter Rum an Bord in Gibraltar eingebracht worden. Die Ladung sei unter den Soldaten der Garnison verteilt worden. Zwei weitere Frachter, „Mary Maerizy" und „Les Gemeux", mit Lebensmitteln an Bord, seien ebenfalls aufgebracht worden. Fünf Millionen Eier, 4800 Kisten Apfel inen, Tee und eine große Menge Stockfische, die für die französische Bevölkerung bestimmt waren, seien ebenfalls von der englischen Behörde beschlagnahmt worden. Schließlich seien die französischen Dampfer „Joseph Deuchamel" und eirf anderer Dampfer ohne nähere Namensangabe nach Großbritannien verschleppt worden. Der gleichfalls beschlag, nahmt« Dampfer „Charles P l u m i e r" solle in einen Hilfskreuzer in englischen Diensten ver- wandelt werden. Oie Besitzungen Rothschilds vom französischen Nationalen Hilfswerk übernommen. Paris, 27. Jan. (DNB.) Durch eine Verordnung des Staatschefs Marschall Pölain sind die beschlagnahmten Besitztümer der Familie Rothschild vom Nationalen Hilfswerk und der Jugendfürsorge übernommen worden. Die Zentralverwaltung des Nationalen Hilfswerk» hat fid) jetzt im Gebäude der Rothfchildoank in Paris eingerichtet. Das Schloß Ferriöres im Departement Seine et Marne ist der Jugendfürsorge zur Verfü- gung gestellt worden. Das Schloß diente während der Belagerung von Paris im Jahre 1870 zeitweise als Hauptquartier für König Wilhelm. Die übrigen Besitzungen der Rothschilds sollen in der nächsten Zeit ebenfalls eine neue und bessere Bestimmung erhalten. Das Ritterkreuz für entscheidenden Anteil an der Eroberung Norwegens. Berlin, 28. 3an. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Kummeh. Führer einer Kampfgruppe, Kapitän zur See Thiele, Kommandant eines Kreuzers, unfr Kapitän zur See Heye, Kommandant eines Kreuzers, in Anerkennung ihrer Verdienste bei der Eroberung Norwegens. Die endgültige Würdigung des durch die Besitznahme Norwegens erzielten strategischen Erfolges zeigte erst in vollem Umfange den entscheidenden Anteil, den diese Offiziere an dem Gelingen der Gefamtope- ration halten. Konteradmiral K u m m e h und Kapitän zur See Thiele halten die Besetzung des Oslo- fjordes vnd die ersten Truppenlandungen vorbereitet und trotz feindlicher Gegenwehr erfolgreich durchgeführt. Hierbei hat sich Konteradmiral kum- meh gerade in stürmischsten Situationen als vorbildlich tapferer und unerschrockener Führer erwiesen. Nach seinem Ausfall durch Untergang des Flaggschiffes, des Kreuzers „Blücher-, hat Kapitän zur See Thiele die selbständige Führung des Kriegsschifisverbandes übernommen und somit den Enderfolg in dem ihm zugewiesenen Abschnitt sichergestellt. Kapitän zur See Heye hat an der Spitze eines kleinen Berbandes den befesttgten Drontheimfjord aufgebrochen und damit den für die Eroberung AUllelnorwegens wesentlichsten Hafen Drontheim in deutsche Hand gebracht. Danach hat er bei verschiedenen Unternehmungen im Nordmeer unter vollem Einsatz seines Kreuzers hervorragende Erfolge erzielt. Konteradmiral Kummetz wurde 1891 als Sohn eines Oberzollrevisors zu Jllowo, Kreis Neidenburg geboren. Er trat 1910 als Seekadett in die Kriegsmarine ein und erhielt seine erste Ausbildung auf dem Kadettenschulschiff „Viktoria Luise". Während des Weltkrieges war er Wachoffizier auf einem Torpedoboot, nahm an zahlreichen erfolgreichen Unternehmungen teil und wurde mit dem EK. I ausgezeichnet. Im März 1918 wurde er Kommandant eines Torpedobootes. Im Oktober 1934 wurde er Führer der Torpedoboote und 1936 Kapitän zur See und Chef des Stabes der Marine- ftation der Ostsee. ♦ Kapitän zur See Thiele wurde 1893 als Sohn eines Konteradmirals in Charlottenburg geboren. 1912 trat er in die Kriegsmarine ein. Die ersten Jahre des Weltkrieges erlebte er auf den Linienschiffen „Preußen" und „Deutschland". Nach einem Kommando als Wachoffizier auf dem kleinen Kreuzer „Medusa" wurde er Erster Offizier des Vermessungsschiffes „Meteor". 1930 Navigationsoffizier auf dem Kreuzer „Emden", mit dem er an einer Weltreise teilnahm. In den Jahren 1935 bis 1939 war Thiele Kommandant der Segelschulschiffe „Gorch Fock" und ,Horst Wessel". Nach Beginn des Krieges wurde. ihm das Kommando über einen Kreuzer übertragen. O Kapitän zur See Heye wurde 1895 als Sohn des Generalobersten a. D. Heye in Beckingen (Saar) geboren. 1914 trat er in die Kriegsmarine ein. Als Leutnant zur See war er 1916/17 bei der Hochseeflotte. Gegen Ende des Weltkrieges Wachoffizier auf Unterseebooten, dann Kommandant einer Tor- pedobootsslottille, später Referent in der Operationsabteilung der Marineleitung und Kommandant 'des Kreuzers „Admiral Hipper. Ow Kämpfe östlich von Derna dauern an. Der italienische Bericht Rom, 28. Fan. (DNB.) Der italienfiche Dehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front haben wir in Kämpfen von örtlicher Bedeutung dem Gegner starke Berluste beigebracht. Ls wurden Gefangene gemacht und automatische Waffen erbeutet. Abteilungen unserer Luftwaffe haben heftige Angriffe auf feindliche Kraftwagenkolonnen, Truppenzusammenziehungen und Stellungen durchgeführt. 3n der Lyrenaika dauern die Kämpfe östlich von Derna an. Unsere Truppen haben eine feindliche Kolonne zurückgewiesen und ihr Berluste beigebracht; es wurden Gefangene gemacht. Unsere Luftwaffe hat Panzerfahrzeuge und Infanterie mit Bomben und TNaschinengewehrfeuer belegt. Unsere Jäger haben im Luftkampf zwei feind- liche Flugzeuge vom Hurricane-Typ abgeschossen. In O st a f r i f a haben Abteilungen unserer Dubst (Eingeborenen-Truppen) an der Kenia-Front eine vorgeschobene feindliche Stellung überrascht und dabei dem Gegner beträchtliche Berluste an Wann und Material zugefügt. Formationen unserer Luftwaffe haben feindliche Lastkraftwagen und Panzer- krastwagen wirkungsvoll bombardiert. Unsere Jäger haben ein Flugzeug vom Gloster-Typ abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug wurde von unseren Auf- klärungssliegern abgeschossen. In der Nacht zum 28. haben feindliche Flugzeuge einen Angriff auf Catania unternommen und dabei einige Bomben abgeworfen, die weder Schaden noch Opfer zur Folge hatten. Lin weiterer Angriff auf Neapel und Umgebung hat ganz leichte Schäden verursacht, aber feine Opfer gefordert. Die neueste Lügenkampagne. Das englische ßügemnimfterium kann von seinen schlechten Gewohnheiten nicht lassen. Das hat der Londoner Rundfunk bewiesen, der unter Duff Coopers Kontrolle steht, als er die Nachricht verbreitete, in Turin und Mailand seien Unruhen ausgebrochen. Wie nicht anders zu erwarten, mußte in der Phantasie der englischen Lügner deutsches Militär herangezogen werden, um die Ruhe wieder herzustellen. Mehrere italienische Offiziere wurden angeblich erschossen. Von amtlicher ita- lienischer Seite hat man sich damit begnügt, die englischen Erfindungen niedriger zu hängen und sie durch Radio dem Volke von Turin und Mailand be- kannt zu geben. Auf diese Weise sind schamlose Me- thoden der Londoner Propaganda wirksam ange- prangert worden. Wie sagte doch Lord Halifax bei seiner Ankunft in Amerika? „Wir haben die Mo- ral." Wie diese Moral beschaffen ist, zeigt sich in dem Lügenfeldzug gegen die Achsenmächte, es ist die Moral der politischen Heuchler und plutokratischen Schwindler. TreuekMgehungenfmdenDuce Mailand, 29. Jan. (Eurovapreß.) Die Verbreitung von Greuelmärchen über angebliche Unruhen in Italien hat in mehreren oberitalienischen Städten spontane Kundgebungen ausgelöst. In Mailand versammelten sich in einigen Fabriken die Arbeiter nach Vetriebssckluß, um dem Duce eine Ergebenheitskundgebung darzubringen. Der Parteisekretär betonte, jedermann könne nach Italien kommen, um sich zu überzeugen, wie sehr das italie- nische Volk den Duce liebe, besonders in Mailand, der Wiege des Faschismus. — In Turin kam es zu einer großen Volkskundgebung auf der Piazza Carignano, wo der faschistische Parteisekretär eine Ergebenheitsadresse an die Regierung verlas, in der die Bevölkerung von Turin ihre Enffchlossenheit I ausdrückt, den Kampf an der Seite des deutschen Verbündeten bis zum Siege fortzusetzen. An einer ähnlichen Kundgebung in Verona haben 30 000 Personen teilgenommen. Volltreffer auf einem Handelsschiff. Der Wehrmachtberichl vom Dienstag. Berlin, 28. Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Seegebiet westlich Irlands erzielte ein Fern- Kampfflugzeug B oIHref f er auf einem kleineren Handelsschiff. Ein britischer Hafen wurde vermint. Fernkampfbatterien beschossen in den Abendstunden des 27. Januar militärische Ziele in Südoftengland. Der Feind flog in der letzten Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Jagdflieger schossen gestern ein feindliches Flugzeug vom Typ Lockhead-hudfon ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Oie englischen Schiff-Verluste fast verdoppelt. Stockholm, 29. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nach dem amtlichen Bericht der britischen Admiralität betragen die Schiffsverluste für d i e Woche, die am 19. Januar endet, 58212 Tonnen. Dem gleichen Bericht zufolge beliefen fleh die Gesamtver. lüfte in der Vorwoche nur auf 30226 Tonnen. Erfahrungsgemäß bleiben die von der britischen Admiralität angegeben Zahlen weit hintet den tatsächlichen Verlusten zurück. Da- zu kommt, wie gerade in der letzten Zeit in amtlichen Verlautbarungen immer wieder behauptet wurde, daß die der britischen Marine zugefügten Verluste von Woche zu Woche geringer geworden seien. Nun muß sich die britische Admiralität unter dem Druck der Tatsachen selb st demen, Heren und zugeben, daß die erlittenen Verluste in der Berichtswoche sich gegenüber der Vorwoche fast verdoppelt yaben. Oie neue rumänische Regierung. Bukarest, 28. Jan. (Europapreß.) Zur neuen rumänischen Regierung betont „Universal", sie ent» spreche den Notwendigkeiten des gegenwärtigen Augenblicks; denn das Land verlange Ruhe und Ordnung sowie positive, aufbauende Arbeit im Dienste des Volkes. Mit Hilfe der Fachleute in den verschiedenen Ministerien werde es den neuen Ministern möglich sein, dem öffent« liehen und privaten Leben, der Wirtschaft und dem Handel sowie der Industrie den unter den heuti- gen Umständen notwendigen Rhythmus zu geben. Die neue Regierung habe das Vertrauen der breiten Masten des Volkes, die von ihrer guten Absicht überzeugt seien. In der heutigen Zeit bilde diese Ueberzeugung die Grundlage einer erfolgreichen Regierung und einer nationalen Verständigung. Oer Führer zum Ableben Graf Csakys Berlin, 28. Ian. (DNB.) Aus Anlaß des Ab- lebens des ungarischen Ministers des Aeußem, Graf S t e p ha n C s a k y, hat der Führer dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn, Admiral Hor 1 hy von Nagybanya, nachfolgendes Telegramm übermittelt: „Euere Durchlaucht bitte ich, zum Ableben Seiner Exzellenz des Königlich Ungarischen Außenministers Grafen Cfaky meine aufrichtige Anteilnahme entgegenzunehmen." — An die Gattin des Verstorbenen richtete der Führer folgendes Beileidstelegramm: „Zum Ableben Ihres von mir hochgeschätzten Herrn Gemahls bitte ich Sie, sehr verehrte Frau Gräfin, meine herzlichste Anteilnahme entgegenzunehmen." Der Neichsminister des Auswärtigen van Ribben. ttop sprach dem Ministerpräsidenten Graf Teleki und der Gräfin Cfaky seine Anteilnahme aus. • Zu den Beisetzungsfeierlichkeiten in Budapest wird von der Reichsregierung eine Sonderdele- gation entsandt werden unter der Führung des Botschafters von M o l t k e. Die deutsche Kriegsmarine im Kampf gegen England Großadmiral Naeder spricht vor den Werstarbeitern. Bremen, 28. Ian. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, sprach am Sienstagoormittag zu den Werftarbeitern der Beschimaa in Bremen. Die Ansprache des Großadmirals wurde im Gemeinschaftsempfang van den Werftarbeitern aller übrigen Werften, die im Kriegsschiffbau für die Kriegsmarine tätig sind, gehört. Der Oberbefehlshaber führte u. a. aus: Deutsche Werftarbeiter! Ein Jahr ist vergangen, seitdem ich vor den Ge- solgschaften der Kriegsmarinewerften Wilhelmshaven und Kiel gesprochen habe. All die rastlose Arbeit für die Wiederaufrichtung und Wehrhaft- machung unseres Volkes, der heroische Einsatz für Lebensrecht und Freiheit des Großdeutschen Reiches, sie fanden ihre Erfüllung in den Siegen in Nor- roeoen und im Westen. Norwegen wurde angesichts der stärksten Flotte der Welt, die selbst alle Vorbereitungen für einen Ueberfall auf die norwegischen Häsen getroffen hatte, in beispielhaftem Zusammenwirken aller drei Wehrmachtsteile er- obert und besetzt; und die bisher stärkste Land» macht Europas — ja der Welt — wurde in wenigen Wochen zusammen mit ihren Hilfsvölkern ver- nichtend geschlagen und militärisch vollständig zer- trummert. Hierbei wurden in kühnstem Ansturm und letztem Einsatz überkommene Anschauungen des Seekrieges ebenso überwunden, wie der Traum von der Unbesiegbarkeit der Maginot-Linie ausgelöscht wurde. Neben der Genialität der Führung war es der unvergleichliche Geist unserer Soldaten, die diese gewaltigen Sieae errungen haben. Führung und Truppe aber hatten das sichere Gefühl, über Waffen zu verf üaen, auf die sie sich blindlings verlassen konnten. Und diese Waffen waren geschmiedet worden von deut- schen Arbeitern, die sich ihrer kriegswichtigen Aufgabe ebenso bewußt waren wie der kämpfende Soldat. Gleicher Geist beseelte Front und Heimat. Stärkstes Zusammengehörigkeitsgefühl verband Sol- bat und Arbeiter. Sie lieferten von neuem den Beweis der Unbesiegbarkeit gesammelter und auf das gleiche Ziel ausgerichteter Kraft. Diese Siege waren der höchste Ausdruck einer unlösbaren Gemeinschaft des ganzen Volkes. Wenn es überhaupt noch einen Zweifler gegeben hätte zu Beginn des Jahres 1940, heute kann niemand mehr daran vorübergehen, wie weiffichtig unser Führer von An- beginn seiner politischen Tätigkeit als erstes Ziel die Schaffung einer wahren Volksgemeinschaft an- gcstrebt hatte. Denn in ihr liegt unsere größte Stärke. Für die Kriegsmarine ragt aus dem an geschichtlichen Ereignissen überreichen Jahr 1940 die Belegung der wichtigsten norwegischen Häfen als bedeutendstes Ereignis heraus, denn hier handelte es sich darum, ttotz unserer Unterlegenheit zur See dem Feinde, der die Absicht hatte, uns vom Norden her anzugreifen, rechtzeittg zuvorzukommen und damit nicht nur die englischen Absichten zu vereiteln, sondern auch den freien Ausgana zum Atlantik mx gewinnen, um so den Lebensnerv Englands, feine überseeischen Zufuhren, entscheidend treffen zu können. Damit war ein kriegsentscheidender Schritt getan. Und öie Kriegsmarine ist stolz darauf, ihren Beitrag unter Einsatz aller ihrer Mittel in kühnstem Angriffsgeist geleistet zu haben. Der Sieg im Westen brachte uns mit der Be- setzung der französischen Kanal- undAtlan- tirruften die Ergänzung unserer Ausfallstel- lungen gegen England von Osten und Süden her. Heute stehen wir vom höchsten Norden Norwegens bis zum Golf von Biskaya. Die Abschnürung Englands oom europäischen Fest- 1 a n d e ist damit vollzogen. Unsere Stützpunkte ermöglichen es uns, zur See und in der Luft den Ning um England immer enger zu schließen und diesem Lande, das uns wie im Weltkriege durch feine brutale Hungerblockade zu Boden zwingen wollte, nunmehr das Schicksal zu bereiten, das es uns zugedacht hatte. Holzer aller Art, Erze aus Skandinavien, wichtige und zahlreiche Lebensrnittel, die allem schon einen hohen Prozentsatz der bri« tqajen 3uful)ren im Weltkriege ausmachten, aber aud) die für England so notwendigen Kriegsmate- naUiefepungen aus Belgien und Nordfvavkrsich sind in vollem Umfange abgeschnitten. Die fran- höfischen Werften, die im Weltkriege zur Reparatur und für Neubauten zur Verfügung standen, sind dem englischen Zugriff entrissen. Und anstatt Eng- land ist heute Deuffchland der Nutznießer. Die ganze Schlagkraft der Kriegsmarine kann jetzt, im Besitze der neuen Stützpunkte, auf die lebenswichtigen britischen Zufuhren aus Uebersee ^gesetzt werden. Diese Zufuhren werden überall angepackt, im Atlantischen, im Indischen und >m Pazifischen Ozean. Unterseeboote und Ueberwasser- ftreitträfte aller Art teilen sich unter vollstem Ein- fafe in diese Aufgabe. Ich möchte hier besonders unterer U-Boote und unserer in Uebersee operier enben Streitkräfte gedenken, deren heldenhafter Angriffsgeist immer wieder in Der ganzen Welt ^'sehen erregt. Aber auch die anderen ©eeftreit» frafte, und hier wieder besonders die Zerstörer, Torpedoboote und Schnellboote, haben großen Anteil an den Erfolgen unserer Seekrieg- fichrung. Diese Erfolge wären indessen nicht denkbar, wenn nicht auch die kleinsten Einheiten, die Minensuch. und Räumverbände die Unterfeebootsjäger und Vorposten- o,/ rzeuge, ihren aufreibenden und entsagungsvollen Dienst mit unerschütterlichem Mut und stolzer Einsatzfreude in Sommer und Winter, bei Tag und Nacht versehen würden. Gerade sie sind es, die — wie die Unterseeboote — vom ersten Tage des Krieges ab unentwegt am Feinde gestanden und |o manches Opfer gebracht haben, um den Großen » /u bahnen durch Minenfelder und U- ?ic, Tag um Tag und Nacht um AaHt Wache gehallen haben auf der stürmischen 9l0r^o5>cLt.D0llr Transporte geleitet und sich unermüdlich für ihre Aufgaben eingesetzt haben. Und mit ihnen kämpfen die Küsten flieg er- Gaffeln, deren Aufgaben sich nicht nur auf die Fri“ arcUtJ2 2"? Sicherung des deutschen Küstenvor- feldes beschranken, sondern die sich auch in schnei- mgem Einsatz gegen den Feind selbst, gegen Geleit- juge und Bewachungsstreitkräfte bewähren, wobei sie glanzende Leistungen und Erfolge erzielt haben. A» ter Küste Mst ist es die Dieneuen Gaue Mederschlesien und Oberschlesien ir Zurückhaltung des Feindes nach der Skagerrak- —--- rlufli W.. Ober- 28. San. ($31®.) Reichsmarschall Berlin Wortlaut: int ^Vergleichen wir diese heutige Lage mit dem Weltkrieg, so wird aus den ersten Blick der ge- aaltige Unterschied deutlich. Damals stand der Kriegsmarine nur die enge Nordsee als zlup marschraum und Operationsgebiet zur Verfügung. Kohl gelang es unseren U-Booten und auch einigen Gau Oberfchleficn den Parteigenossen Fritz Bracht. 4. Die Gauleitung Oberschlesien hat ihren Sitz in Kattowitz, die Gauleitung Niederschlesien in Bres- in Ona, beharr gefügt« r gewot. imirafiti Urnern SÖerlufti LonvDh lau . 5. Die Verfügung tritt mit sofortiger Wirkung in _ . « * - r i* _ f « 1 £ wt Ui • v 1. Ich verfüge die Teilung de» fetzigen G-ue- Schl-sien der NSDAP. in ü>^ Gaue überfchlesien und Niederschlesien. M . 2 Der Gau Oberschlesien umfaßt die Regierungs- bezirke Oppeln und Rattoroifo, der Gau Nieder- Gauleiter -ante, Oberpräsident von Nieder- schlesien. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Amtseinführung der neuen Oberpräsidenten. überschwemmt. Neuer Komet entdeckt. i* Dr Fritz Bracht, der neue Gauleiter und Präsident von Oberschlesien. — (Scherl-M.) Oberpräsidenten Gauleiter B r a ch t für Oberschle., sien und Gauleiter Hanke für Niederschlesien m ihr Amt ein. In seiner Ansprache betonte der Reichsmarschall' die besonderen Pflichten die das Amt eines Oberpräsidenten in Kriegszeiten in erhöhtem Maße mit sich bringt. il«6. leng^ 2t H Jlng^ lterqang e n t g e g e n g e h t. Keine Erde kann dieses Verhängnis mehr auf- abschneiden in einem zähen und unerbittlichen Rm- gen und dem Feind damit die Lebenskraft nehmen. Gleichzeitig aber wird die Luftwaffe auf ber Insel selbst die Zerstörung kriegswichtiger Ziele vollenden. Die Kriegs- und Rüstungsindustrie, Ha- fenanlagen und Werften, Versorgungszentren und Verbindungswege werden ihr anheimfallen. Uno dieser gemeinsame Kampf wird so lange fortgesetzt, bis die Stunde der En tsch eibun g kommt Großbritannien hat den Krieg gewollt. Großdeutschland wird ihn siegreich beenden. Dann wird unfeu Flotte den Schutz der deutschen Interessen m der Welt in ihre starken Hände nehmen und wird Die deutsche Flagge und den deutschen Namen gemein, sam mit unserer Handelsflotte in die Welt tragen und Künderin sein von der Große und der Schönheit unseres Landes, in dem der Sozialismus der Arbeit Wirklichkeit geworden ist. brindlichen Häfen von den großen Schiffen sicher uiü unversehrt angelaufen und wieder verlassen « rden können, wie und wann es für die See- fr eqführung notwendig ist. Diese große Bcwe- (luigsfreiheit, die uns der heutige Krieg verschafft ha, ist ein entscheidendes Merkmal für die nmt- notige Planung und hervorragende Durchführung cker Operationen unter unserem Führer Adolf decker getauft. Eine Ururgroßmutter. Eine Ehre, die wohl sehr wenigen Frauen be- schert wird, wurde einer alten Frau in Bergent- heim in der holländischen Provinz Overijssel zuteil, die durch die Geburt eines Mädchens Ururgroßmutter wurde. Die Mutter des neugeborenen Km- des ist 23 Jahre alt, die Großmutter 42, bic Ur« großmutter 70 und die Ururgroßmutter 92 Jahre alt. Alle erfreuen sich der besten Gesundheit. Ein Nachkomme des Columbus gestorben. Don Ramon Colon Carvajal, Herzog, o o n Veraqua, ein direkter Nachkomme des Entdeckers von Amerika, Christoph Columbus, ist in Madrid gestorben. Im spanischen Bürgerkrieg war Colon m Bilbao von den baskischen Separatisten gefangen- genommen worden. Erst nach längerer Hcht wurde er durch das Eingreifen des argentinischen Geschäfts, trägers freigelassen. Colon trat dann als Rittmei. ster in das nationalspanische Heer ein und wu'-de in den Kämpfen um Teruel schwer verwundet. Nach der Genesung übernahm er erneut sein Kommando und kämpfte in vorderster Front bis zum Ende des Bürgerkrieges. Den Titel eines Herzogs von Be- ragua erbte er von seinem Vetter, der wahrend des Bürgerkrieges in Madrid ermordet wurde. Oer Opfersonntag brachte über 22,6 Millionen Reichsmark. Berlin, 28. Jan. (DNS.) Der am 12. Januar durchgeführte 5. Opferfonntag im Meilen Kricgs-Winierhiisswerk 1940/41 erbrachte nach bi,- her vorliegenden Meldungen das Ergebnis von 22 675 884,— Reichsmark. 3m Vergleiche zum Opfer- lonntag des ersten Kriegs-Wmlerhistswerkes im )anuar 1940 hat sich das Ergebnis um 9 246 874^2* das sind rund69 vom hundert, erhöht. Der durchschnittliche Betrag je haushalt stieg von rund 58 Rpf. auf 98 Rpf. Kleine politische Nachrichten. Reichsmarschall Göring empfing als Vertreter des japanischen Heeres und der Heeresluftwaffe die Generale Yamashita, Aiabe, Okamoto ferner Obersten Harakxi und tue Oberstleutnante Jizima und Kishimoto General Yamashita uberreiäste d-.m Reichsmarschall ein Ehrengeschenk und em Schreiben des japanischen Kriegsministers sowie des Chefs des japanischen Generalstabes. Mit seinem Dank brachte Reichsmarschall Göring seine besten Wun che für das befreundete japanische Volk und die tapfere japanische Wehrmacht zum Ausdruck. Reichsminister Dr. G o e b b e l s gab deni zu> einem Lehrgang in Berlin weilenden Chefs der Propa ganda. und Kriegsberichterkompanien ein umfassendes Bild der Lage sowie Richtlinien für die aktuelle Arbeit der PK. Die Chefs der Propaganbakompa- nien, die unter Führung von Oberst d. G. vo n Wedel an dem Empfang teilnahmen, weilten als Gäste von Dr. Goebbels zum Mittagessen tn den Räumen seines Ministeriums. Der Führer hat dem Privatgelehrten Major d R a.D. Dr. Georg Fried eri ci in Ahrens- bürg (Holstein) aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner Derdienste als Amerika- und Südseeforscher die Goethe- medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Wie aus Vichy gemeldet wirdhatte die Dermitt- lunq Japans im indochinesisch-thailändischen Kon- litt in erster Linie die sofortige Unterbrechung der Feindseligkeiten zum Ziel. Es ist beschlossen worden, daß die Feindseligkeiten am 28. Januar morgens 10 Uhr eingestellt werden. Eine Dreierkommission wird in Saigon zusammentreten, um Einzelheiten festzulegen. * Nach einem Besuch in Bolivien und Peru traf in Santiago be Chile eine japanische Handels- abordnung zum Ausbau des Warenaustausches ein. Der Abordnung gehören Vertreter der Baum- woll-, ber Farben-, ber chemischen und ber Ma- schinenindustrie an. Au« aller Welt. Deutscher Offizier als Retter aus Feuersgefahr. In dem nahe bei Charleroi gelegenen Ort La Lou viere (Belgien) entstand ein Hausbrand, bei dem die Mutter der Hausbesitzerin nicht mehr fluchten konnte. Obwohl das Haus bereits in h e l - len Flammen stand, wurde die alte Frau doch noch durch einen deutschen D f f 13 i e r gerettet, welcher in das Haus, das keiner mehr zu betreten wagte, elnbrang und die Frau durch die Aus Damaskus wird eine Hochwasserkatastrophe gemeldet, die weite Gebiete Syriens heimgesucht hat. Durch das Hochwasser ber über bie Ufer getretenen Flüsse würben 700 Häuser 3er ft ort. Die Schöben werben auf mehrere Millionen Franken geschätzt. Die von den Militärbehörden gewarnte Bevölkerung rettete sich auf die nahegelegenen Hügel. Zweitausend Menschen sind obdachlos. Mehrere Kinder werden vermißt. ^Im Gebiet von Hama wurden mehrere Brücken zerstört, wodurch zahlreiche Straßen unpassierbar wurden. Auch aus Eskischehir an ber Anatolischen Estenbahn werden Ueberschwemmungen gemeldet. Dort ist ber Fluß Porsuk über die Ufer getreten und hat bie links und rechts des Ufers liegenden Hauser Das ist heute alles gründlich andere eworden. Was England im Weltkriege und auch och zu Beginn dieses Krieges an Zufuhren aus em europäi eben Raum bekommen hatte, mutz es l eute über riesige Strecken, zum Teil so- ar aus Australien und Neuseeland, heranschaffen, ber Zwang, die Schiffahrt in G e l e i 13 u g e n zu-1 immenzufassen, bedeutet große Verzögerung und Erschwerung. Die Schiffe müssen Zunächst-ganz be-1 dimmte Häfen anlaufen, wo sie zu Geleitzugen zu- ammengestellt werden. Die müssen oft tagelang □arten, bis der Geleitzug vollständig ist ober bi* !ie notwendigen Sicherungs- und Bewachungsstreit- ! Iräfte zur Verfügung stehen- Dann beginnt ber Marsch über ben Ozean, wobei bie Schiffe nicht ihre »olle Geschwindigkeit entwickeln können, sondern ich in ihrer Fahrt nach dem langsamsten Schiff des! yeleitzuges einrichten müssen. Die Geleitzuge muss n I xroße Umwege machen, um ben auf sie wartenden Rutschen U-Booten nach Möglichkeit aus dem Dege ,u gehen. Und schließlich Ekt sich das gleichzeittge Eintreffen der zahlreichen Schiffe m den von der deutschen Luftwaffe ständig angegrstfenen und be. »rohten britischen Einfuhrhafen auf bie Entladung >er Schiffe verzögernd aus. Man kann sagen, daß I -ll-in durch das G-leil,uMtem r u n d e , n Vi-r. ir e i ber in Friedenszeiten für dieselbe ElnfuhrrnengeI Denötiflten Tonnage verloren geht. ....... I Wenn nun die deutsche U-Bootwaffe, unterstützt! durch die Luftwaffe und bie Streitkräfte ln Ueber-1 I fee, in systematischem Ansatz m immer steigendem! Maße täglich wertvolle Tonnage versenken, so ist! ^s ganz klar, dah England früheroder später zum Erliegen kommen muß, weil sein tieben und seine Existenz mit seinen Zufuhren steht unb fällt. Denn England ist heute nicht mehr in! 6er Lage, bie furchtbaren Schiffsoerluste durch Neu-1 fcauten auszugleichen. Auch die Beschlagnahme gr -! jßer Teile von Handelsflotten der von Deustchland! Leichten Länder hat bie Verluste nicht wettmachen! können Und was an beschädigtem Schiffsraum m «England selbst liegt, bleibt entweder verwendungs- mnsähig oder mu§ auf Soften ber AÄ«.".Ä MS un? bie ohne in !ch°n beschädigten Schisse wieder wnnriert werden sollen, so leuchtet es ein, daß der Much d7e Verluste durch eigene Anstrengungen ouszugieichen, ein hossnungsioses Beginnen ist. Und |o stehen wir heute vor der Ta stäche, daß England immer rascher d e m unau-" ej ch liche Untergang^ e"tgegengeh^t. i elQmtDR. Sonnet british, Flammen trug. Auch Dachlawinen sind gefahrttch. Don ber Gefährlichkeit ber Dachlawine, sei es auch nur von einem kleinen Gebäude, zeugen zwei Mel- düngen aus Oberschlesien und dem Allgau. In Le ob schütz wurde der Oberpostsekretär i. R. Merker von einem vereisten Schneeklumpen getroffen, der sich vom Dach eines Hauses gelöst hatte. Der Klumpen fiel ihm auf den Kopf und verletzte ihn tödlich. In Füssen polterte eine Dachlawme auf die Straße und traf den zehnjährigen Sohn des Hilfsarbeiters Schilling. Er erlitt mehrere Schadel- drüche und wurde schwerverletzt in das Krankenhaus gebracht. Hochwasser in Syrien. durch die so geschaffene Lücke hindurch um den Feind nicht mehr zur Ruhe kommen zu lassen. Was hier geübt wurde, das war eine Kampf- Handlung, wie sie das Regiment im Kriege wieder- holt siegreich durchgefochten hat. Die Geschichte bie- ses jungen Regiments meist mancherlei Ruhmes- blätter auf. Es nahm teil an bem Angriff auf Sehern, erkämpfte sich unter schwierigsten Bebmgungen ben Uebergang über bie Maas, war beteiligt an bem Durchbruch durch bie Bunker der verlängerten Maginotlinie, nahm bann wieder teil, als es galt, die 'englisch-französischen Armeen in Flandern emzu- kreisen und zu vernichten, wobei es von Gefecht zu Gefecht eilend bis kurz vor Dünkirchen gelangte Nach kurzer Ruhepause wird bas Regiment erneut eingesetzt und stößt nun gegen die sich immer wie. ber zur Wehr setzenben Franzosen vor, bis es in feinem Siegeszuge Lyon erreicht. In den Gesprächen mit den Ritterkreuzträgern des Regimentes kommt bas eine immer wieder sehr stark zum Ausdruck, daß es letzten Endes doch immer der Mensch ist, auf den es ankommt. Wenn das Bataillon trotz aller Schwierigkeiten, die fern 2Iurtrag mit sich brachte, diese Aufgabe glanzend loste und damit ben nachfolgenden deutschen Truppen den Weg ^reizumachen wußte, wenn an der entschlossenen chaltung der Mannschaft der Pak, die immer meder einsetzenden feindlichen Panzerangriffe zerschellten, : und wenn in allen diesen Kämpfen sich der sieg an . bie Fahne des Regimentes heftete, so war es ber nicht zu erschütternde Angnftsgeist der den Auv- . schlag gab. Das Regiment bewies, daß es der Pa- , rote, die sein Kommandeur bei der Namensgebung verkündete, treu war und treu bleiben wird. So sagt auch das Merkblatt, daß bei diesem Regiment bienen zu dürfen Ehr- und Auszeichnung bedeutet Das Regiment nimmt während des Krieges wwohl langer dienende Freiwillige, die die Unterofftz,er- {aufbahn einschlagen wollen, als auch Kriegsirei- willige, bie ihre zweijährige aktive Dienstzeit ab- leisten. (Bewerbungen sind zu richten an das Ersatz-Bataillon Infanterie-Regiment „Großbeutsch- lanb", Annahmestelle in Neuruppin.) Die frw Jieparoflj nben, I'™ statt Tilg' t. rine . auf N ■ liebes en überall n und n® 'benochl' M ** besondtf rfee oPe' lUfl Len .rstörek. SeeknH ni*t nde, rpofi«”' iB * ßS Im ©rauen Observatorium ber argentinischen Provinz Cordoba richteten die Astronomen Martin Dartayet und Jorge Bobone zusammen mit Armando Cecilio von ber Universität xueuman bet ber Beobachttmg des Cunningham-Kometen >m Sternbild Altar („Ara") einen neuen Kometen, dessen Helligkeit zweiten Grades ist. Der Kometenschweif besitzt eine Länge von drei Grab Dieser Komet ist der größte, der 'N diesen Breiten nach dem Komet Skellerup vom Jahre 1927 gesichtet wurde Er wurde auf den Namen seiner drei Ent- Seim Mulme-Regiment „GroßdeuWand" Von unserem W. S.-Berichterstatter Göring führte die vom Führer nimernannten festen die Regierungsbezirke Breslau undLiegmtz. ______ürK-L*-*. r n ch t für Dberfdile- A ou Gauleitern ernenne ich für den Gau Nie- ’ d-rschl-fien den Parteigenosten Karl chanke. Für den Macht ber Erbe kann dieses Ueryangnev .. halten England kann sich nicht mehr Helsen und ebe Hilfe von außen kommt angesichts ber 1 Wucht der deutschen Schlage IN I-dem, FE ö l n ö t Wenn es überhaupt eines Beweises für Die L’Ä“.«.. 1.1.«>. i" : b'ÄiÄSÄfe SÄÄÄS’j Ostasien, sie zeigen mit aller Deutlichkeit, °>'e i bie einst welturnspannenbe Macht bes vnnscye Der^beutsche^ Arbeiter steht neben bem deutschen S^daten in vorderster Fron, im Kampf um d d^ustche Freiheit. Sein Werk und lemer chande A Wirkungen fremder ch-rrfchas. bnngen ^.^^m^ärnyag-ndurf-mdach ee^ KLHWMSL mer wieder vor Augen onderau,gabe zu, den Nachwuchs an Unteroffizieren ^an^u- bilden Die Manner, die hier ausgebildet wurden, Serben, wenn sie zum Unteroffizier be orbert ftnb an andere Regimenter abgegeben, wo sie das^ was sie beim Infanterie-Regiment „Großdeutschland lernten, weitergeben sotten an die Manner Deren militärische AusbilDung ihnen nun anoertraut roirD Eine Einsatzübung m bergtgeni Gelände zeigte wie umfassend die Ausbildung auch heute in Kr?eg'szeiten, in denen ja nicht die Monate und Jahre des Friedens zur Verfügung stehen ist. Noch standen, in den Waldzipfeln gut getarnt, Die Panter und auch die Sturmgeschutze. Gegen die vom Feinde hartnäckig verteidigten Hohen setzte ber Kommandeur des angreifenden Bataillons den ihm unterstellten Zug Unterstützungswaffen em, f^ld diese , Trtnb. 1 u r Stellungen einroanMrei erkannt waren, öie bahn- Ä äae kn Den Sturmpionieren den Weg. D.e letzten feind- 1 unsere >-.cy g ... Kräfte wurden geworfen, und nun stieß mit Rrabfl‘Ciben ®r 'L-Ich-nd-r Schn°lligk°ft Die Voran-ab.-ilung flacht nicht mehr zum Ausdruck, die Bewegungen 1 nferer Flotte wurden immer mehr eingeengt durch ,€ unzähligen Minen, die in ber Nordsee selbst und r ihren Nord- und Südausgängen vom Femde ge-1 corfen wurden. Trotz des heldenmütigen Ringens nferer U-Boote gelang es uns damals nicht, Eng- ■nb von feinen Zufuhren, nicht einmal ben euro- jifdien, abzufchneiden, Denn immer wieder lotfk er Profit bie neutralen Länder zur Fahrt nach Dl- D-rfüpung des Füh^r- °ber die Teilung Kraft Der WA*— SÄ des bisherigen Gaues Schlesien hatte folgenben ”cu^nr9unflm5beftimm^ (gez.) Ädolf Hitler. COTTBUS -S BRESLAU IRSOfBERt 'CiLATZ \iEQNlTZ\3- TTn L_ M LfSSA GRUNBERlqS* <.QLOQAU^ fg • OPPELN* gf \ RATI&OR , VgorützJ DRESDEN XS ( kurz nach Vollendung 489 D im 78. Lebensjahr. Heuchelheim, den 29. Januar 1941. 491 D Gießen - K'ein-Linden, den 28. Januar 1941. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Hofmann, geb. Sack Familie Hermann Kröck Wwe. Familie Friedrich Gernandt, Die Beerdigung tindet Freitag, den 31. Januar, um 15 Uhr, vom Sterbehause, Bachstrahe 44, aus statt. Gestern abend um 22 Uhr verschied nach langem schweren Leiden mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser guter, treusorgender Vater. Schwiegervater. Grobvater, Urgroßvater. Schwager und Onkel Jakob Hofmann XIL, Landwirt Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 30. Januar, nachmittags 2.30 Uhr. vom Ster behaus, Wetzlarer Strabe 79, aus statt geh. Weigel ihres 90. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Wilhelm Langsdorf II. Mana Adolph, geb. Langsdorf Ludwig Langsdorf II. Philipp Langsdorf Friedrich Langsdorf. Gestein verschied nach kurzer Krankheit unsere liebe Mutter, Grobmutter. Urgrobmutter, Ururgrobmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Maria Langsdorf Wwe. im vollendeten 71. Lebensjahr. Gießen-Wieseck. den 27 Januar 1941. 487 D Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. Januar, um 14.30 Uhr vom Sterbehaus. A'icestrabe 35, aus statt. In tiefer Trauer: Wilhelm Bierau. Geste.n abend 21.30 Uhr verschied nach kurzer schwerer Krankheit meine herzensgute, treusorgende Frau, unsere gute Gote, Schwägerin und Fante Frau Lina Bierau, geb. Völzel Bett.: Ehrenkreuz der Deutschen Mutter. Bekanntmachung. Die nächste Verleihung von Mutter-Ehrenkreuzen wird am diesjährigen Muttertag (18. Mai 1941) erfolgen. 284C Weitere Anträge von Müttern, die mindestens 4 Kinder lebend geboren haben, werden bis 31. Januar 1941 an das Standesamt, Marktplatz 14 (im Alten Rathaus) erbeten Antragsvordrucke sind da- selbst abzuholen oder durch Postkarte anzufordern. In den Ortsteilen Klein-Linden und Wieseck werden die Anträge bei den dortigen Verwaltungsstellen entgegengenommen. Gießen, den 11. Januar 1941. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Ausstellung der Arbeiten des Technischen Seminars der Stadt. Frauenarbeitsschule Geöffnet: Samstag, 1. Februar, 13-17 Uhr Sonntag, 2. Februar, 10-17 Uhr für Schulen: Samstag, 1. Febr., 10-18 Uhr 469 D Kaufe ständig gut genährte 1201 D ^SciilachlpHe Bel NotschlachtunA* Trankpor auto zur Verfügung Roßschlachterei Schilling Gießen Wetzsteingasse 10 Telephon 2180 dannhabenSie das Beste und auf 'diebauer das Billigste! Werkzeuae fürHällSun Beruf Edgar BORRMANNg; Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 490 A Kennen Sie schon unseren Steueraufklärungsdienst »DOB,«? 2ii d Wenn nicht, verl. 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Februar 1941 an das Finanzamt zu erfolgen, in dessen Bezirk die Lohnsteuer karte 1941 ausgeschrieben worden ist. Die Lohnsteuerkarten dürfen also diesen Arbeitnehmern nicht ausgehändigt werden. Für die im Kalenderjahr 1940 beschäftigten Arbeitnehmer, deren Lohnsteuerkarte 1940 dem Arbeitgeber nicht Vorgelegen hat, und für die vor dem 31. Dezember 1940 ausgeschiedenen Arbeitnehmer, bei denen die Lohn- uni) Wehrsteuer- bescheiniguna auf Seite 2 der Lohnsteuerkarte 1940 beim Ausscheiden aus dem Arbeitsoerhält- nis versehentlich nicht ausgestellt worden ist, müssen die Arbeitgeber Lohn- und Wehrsteuer- Ueberweisungsblätter zum gleichen Zeitpunkt an das Finanzamt der Betriebsstätte übersenden. Vordrucke zu Lohn- und Wehrsteuer-Ueberwei- sungsblättern werden von den Finanzämtern auf Antrag unentgeltlich an die Arbeitgeber abgegeben. 2 Alle Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 1940 in keinem Dienstverhältnis standen, sind verpflichtet, die in ihrem Besitz befindliche Lohnsteuerkarte 1940 bis zum 15. Februar 1941 bei dem Finanzamt abzultefern, in dessen Bezirk sie am lO.Oktober 1940 gewohnt haben. Diese Verpflichtung obliegt auch den Arbeitnehmern, die eine Lohnsteuerkarte für 1940 erhalten haben, aber im Laufe des Kalenderjahres 1940 zur Wehrmacht oder zum Reichsarbeitsdienst einberufen und am 31. Dezember 1940 noch nicht entlassen sind. 3. Für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1940 den Betrag von 8000 RM. überstiegen hat, sind von dem Arbeitgeber außer der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf der Lohnsteuerkarte 1940 besondere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar 1941 an das für den Arbeitnehmer nach seinem Wohnsitz zuständige Finanzamt einzusenden. Wird der Lohnzettel an die dritte Seite der Lohnsteuerkarte 1940 angeklebt, dann erübrigt sich die Ausschreibung der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Lohnsteuerkarte oder des Lohn- und Wehr- steuer-Ueberweisungsblattes. Vordrucke zu Lohnzetteln werden den Arbeitgebern auf Antrag vom Finanzamt kostenlos geliefert. 4720 Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter. Gießen, 25. Januar 1941. Finanzamt Alsfeld, Bübingen, Friedberg i. h., Gießen, Grünberg i. h.» Hungen, Lauterbach. Nidda ___________________und Schotten. Bekanntmachung. Die städtische Fuhrwerkswaage am Wetzlarer weg wird ab sofort bis auf weiteres geschlossen. Gießen, den 28. Januar 1941. 477C Der Oberbürgermeister. I. B.: gez. Nicolaus. Belonntmachung. Befr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 20. verforgungsabschnitt und der Relchs- feifenkarten für die Monate Februar bis Mai 1941. I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Donnerstag, 30. Januar 1941 2. „ Freitag. 31. ., 1941 3. „ Montag. 3. Februar 1941 4. Dienstag, 4. ,, 1941 5. „ Mittwoch, 5. „ 1941. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberech- tigten in Frage kommt, ergibt sich aus der Aufstempelung auf dem Personalausweis. Die Reste der Karten des 18. Versorgungsabschnittes außer den Nährmittelkarten und die Stammabschnitte der alten Reichsseifenkarten sind zurückzugeben. Die Karten werden nur an Erwachsene aus» gehändigt. II Alle Karten sind sofort bei (Entgegennahme hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Derbrauchergruppen (Altersstufen) nachzuvrüfen. Spatere Beanstandungen sind zwecklos. III Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Gebühr von RM. 1,— je Personalausweis erhoben. IV. Während der Ausgabetage werden Bezugschein- anträge nicht entgegengenommen. 4750 Gießen, den 28. Januar 1941. Der Oberbürgermeister. — Ernährungsamt Abt. B und Wirtschaftsamt. — Gemeinsame Belaimmiaanma der Landräte der Landkreise Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Bett.: Ausgabe von Fi-chvollkonserven. Im März dieses Jahres gelangen Fischoollkon- seroen an die Bevölkerung zur Verteilung, und zwar je Kopf '/i-Dose. Die Vorbestellung der Konserven hat bis längstens zum 9. Februar 1941 gegen Abtrennung des Abschnitts N 38 der rosafarbenen und blauen Nährmittelkarten durch den Einzelhändler zu erfolgen, bei dem die Konserven bezogen werden sollen. Als Einzelhändler, über die die Konserven verteilt werden, kommen nur Fisch-Spezialgeschäfte oder sonstige Händler, die vor dem Kriege mit Fischkonseroen gehandelt haben, in Frage. Bis zum 20. Februar 1941 haben sich die Einzelhändler gegen Einlieferung der bei ihnen eingegangenen Abschnitte einen Bezugschein beim Ernäh- rungsamt — Kartenausgabestellen — ausstellen zu lassen und diesen unverzüglich an ihren Großhändler weiterzugeben. . Die Großhändler haben die Bezugscheine nach Umtausch in einen Großbezugschein bis zum 28. Februar 1941 an das Landesernäbrungsamt Hessen, Abteilung A, in Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25, einzusenden. Abschnitte von ^-Karten dürfen von Einzelhändlern nicht angenommen werden. 4740 Die Ausgabe der Konserven erfolgt auf den Abschnitt N 38 der Nährmittelkarten der 20. Zuteilungsperiode. Der Zeitpunkt der Ausgabe wird noch bekanntgegeben. Gießen, den 27. Februar 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg. Gießen. Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt G eßen: Der Landrat des Landkreises Gießen: Dr. Lotz. Ihre Verlobung geben bekannt Emmi Hild Helmut Haber HnferoffLler in einer mol. Einheit (§ibach (Dilllreis) Gießen, Dernenvall 9 29. Januar 1941 lr 3- im Felde ___________________________________________________________________________üdl/ Ihre Vermählung zeigen an Robert Müller -Leutnant und Abt.-Adj in einem Art.-B egt. Flau Meline, geb. platt Vodheim sÄieber), den 29. Ianuar 494-1 _________________________________________________________0313 Die Deutsche Arbeitsfront ' NSG. Kraft durch Freude HAIltA 19.30 Uhr in der Neuen Aula der Universität Gießen Lichtbilder -Vortrag; Der Volkswagen seine Entstehung und Entwicklung bis heute ________________________________________________________484 D | Vermietungen"] Kleine 2-Zimmer- Wohnung mit Küche an ruhige Leute sofort zu vermiet. WeftlarerWegSO | Mietqesuche | Student sucht sofort Zimmer mit Zentralheizung od. Dauer- brenneri.Kliniks- näbe. Sehr. Ang. u.0323a.d.G.A. 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Ins fehlt die souveräne Geste, mit der Herrenrnen- i)en und Forschungsreisende einer neuen Situation egenüberstehen. Ein Griff, ein Riß, das ist alles. Iber was geht in uns vor! Wir erschrecken immer. Wir verlieren einen Ausblick die gute Haltung, kommen aus dem Gleich- 'wicht Ein Telegramm ist gekommen! Ein Telegramm hat eingeschlagen, müßte man richtiger sa- len. Wie heute: ich komme ahnungslos nach Hause, nd da liegt ein Telegramm auf dem Tisch. Ich n erschrocken. In Gedanken gehe ich blitzschnell i!le Möglichkeiten durch, die mit diesem Telegramm aentuell in Zusammenhang stehen könnten, aber ich veiß keine. Ich lasse mir einen neuen Anzug ma- mm endlich! Es ist alles gut!" Und jetzt bin ich wieder ahnungslos nach Hause -kommen und finde ein Telegramm auf dem Tisch, ch habe keinen Vertrag zu erwarten. Ich habe keine Tri)feit zu feiern. Ich habe fein Examen bestanden, ch weiß nicht, wer mir ein Telegramm schicken nnte. Ich ahne nur, daß da in dem zusammen- e falteten Papier etwas lauert, etwas Böses, Dro- !"ndes. Ich strecke die Hand danach aus, wie durch die Htter eines Raubtterkäfigs, jetzt reiße ich es auf, nb während noch das Papier zwischen meinen . Ungern raschelt, fällt mir dunkel jener Abend ein, 1-5 ich ahnungslos wie heute nach Haufe kam und pn Telegramm auf dem Tisch lag: „Vater gestörten!" Mir gehen im Bruchteil von Sekunden Na- MSUhr, ekannte HÜREl un? Knltarilii haben ai r. 8> bis: ie Milglieii orlegen M itgiitider ii1 halten gr;« ermäßig "rauenscW- oat erhalt': , Nichtig ?eg. Dielt EJ. erhallt: von 30 PL • ond BDI1 ttcn durch den Kopf. Vor meinen Augen flimmert die Schrift. Es ist, d-s mollfen die Buchstaben davonlaufen, ich muß t mit starrem Blick festnageln, aufsaugen, ich lese, er paar Worte, ich weiß alles, alles... Mt atme ich tief und lang aus, als würde so i fr? Angst aus meinem Körper gestoßen. Die schreck- li-he, unbegründete, lächerliche Angst vor einem Megramm, das unerwartet auf meinen Tisch flog. Es ist nichts Schlimmes. Jemand ist auf der Zmrchreife, will mich sehen, nach langer Zeit. Ein Telegramm hat eingeschlagen. Kalter Schlag. ?ch erhole mich, freue mich, lache... K. R. N. borgen keine Sprechstunde des Kreisletters Die Sprechstunde des Kreisleiters fällt am 30. Ja- r.iar aus. Gießener Vochenmarkkprelfe. fiMchstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sch für ä-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware f fimiie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger *: Gießen, 29. Ian. Auf dem heutigen Wochen- r arft kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., " Waffe 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, k. k» 10 bis 12 Weißkraut 8 bis 10, gelbe Ruben h* bis 14, rote Rüben 11 bis 13, Unterkohlrabi S bis 8, Grünkohl 10, Feldsalat (‘/m) 8, % kg 80 Jnrtoffcln, % kg 4,2, 5 kg 42, Aepfel, % kg 28 1 s 40, Lauch 24, Sellerie 21 Rpf. Ortszeit für den 30. Januar. Sonnenaufgang 9.12 Uhr, Sonnenuntergang 18.05 Ihr. — Mondaufgang 10.03 Uhr, Monduntergang 2153 Uhr. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesjen) Mittwoch, 29.)anuar 1941 Veamle nnb Handwerkersammeln für dasWHW Von diesen aus Majolika gefertigten Abzeichen sind 45% Millionen hergestellt worden. Die Figürchen wurden in verschiedenen deutschen Gauen angefertigt und können bei der Reichsstraßensammlung am Samstag und Sonntag erworben werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Als Sammelabzeichen für die fünfte Reichsstraßensammlung des zweiten Kriegs-Winterhilfs- werks 1940/41 gelangen am kommenden Samstag und Sonntag, 1. und 2. Februar, zwölf Symbole des Tierkreises mit astronomischen Zeichen zum Verkauf. Männer der Beamtenschaft und des Handwerks als Sammler werden die schönen Abzeichen aus Majolika den Volksgenossen anbieten. Wie in anderen größeren Städten unseres Gaues sollen auch in Gießen bei dieser Sammlung mancherlei Sonderveranstaltungen durchgeführt werden, mit deren Hilfe das Sammelergebnis gesteigert werden soll. Die Reichsbahner werden eine große deutsche Scynellzuglokomotive und als Gegenstück dazu eine französische Lokomotive zur Besichtigung freigeben, ferner eine Signalanlage zeigen und Schaffnerinnen mit einem Elektrokarren der Reichsbahn durch die Straßen der Stadt fahren lassen. Die städtischen Beamten werden' auf einem Wagen die Amtsstube eines Stadtschreibers der alten Zeit in Begleitung von Stadtsoldaten in alter Uniform in die Straßen der Stadt entsenden und damit an ein Stück Alt-Gießen erinnern. Zollschranken am Selterstor, vor deren Passieren „der Der stellvertretende Bezirksführer des NSRL- Bezirks Gießen, Stein (Gießen), führte mit seinen Mitarbeitern eine wichtige Sitzung durch, der auch der hessische Bereichssachwart für Turnen, Hermann Schäfer (Kassel), und Bereichspressewart O ß - w a l d (Bad-Nauheim) bewohnten. Die Besprechung galt dem Vorrundenkampf für d i e 2. Deutsche Kriegs meist erschaff im B e - r e i ch s m a n n s ch a f t s k a m p f der Turner, auf dessen Bedeutung wir vergangene Woche bereits hingewiesen haben. Kamerad Stein hat bei den bisherigen Vorbereitungen bereits das weitgehende Entgegenkommen der Partei und des Gießener Oberbürgermeisters gefunden, die die Veranstaltung, die auch andere Städte gern in ihren Mauern gesehen hätten, freudig unterstützen und Zoll" für das Kriegs-WHW. erlegt werden muß, werden die Beamten des Hauptzollamts errichten, um mit dieser Einrichtung dem Kriegs-WHW. zu dienen. Die Forstbeamten planen etwas Besonderes, worüber sie sich aber bis jetzt noch in Schweigen hüllen. Ferner ist ein Platzkonzert des Musikzuges der SA.-Standarte 116 vorgesehen. Daneben findet noch eine Sondersammlung statt, die von dem Kreisleiter, dem Oberbürgermeister, dem Rektor der Universität und dem Landgerichtspräsidenten durchgeführt werden wird. Das Handwerk macht sich ebenfalls bereit, dem Kriegs-WHW. bei dieser Sammlung mit aller Kraft zu dienen. Alle Sammler und alle Pläne stehen im Dienste des Kriegs-Winterhilfswerks, dessen Erfolgsziffem von Jahr zu Jahr im Anwachsen sind. Wir wollen deshalb auch bei der kommenden Straßensammlung am Samstag und Sonntag die Worte des Führers beherzigen: „Das Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40 ist ein Dokument einer sozialen Volksgemeinschaft, wie es etwas Aehnliches auf der ganzen Erde nicht gibt. Das Kriegs-Winterhilfswerk 1940/41 wird — das kann heute schon erklärt werden — diesen Eindruck nur verstärken." fördern werden. Jetzt schon zeigt sich in Stadt und Land lebhaftes Interesse für den turnerischen Großkampf, der bekanntlich die ersten Kräfte der deutschen Spitzenklasse nach Gießen führen wird. Der Kamps findet in der Gießener Volkshalle am 9. März statt. Er beginnt am Vormittag. Die Endkämpfe am Nachmittag werden von Vorführungen der besten Turnerinnen des NSRL.- Bezirks Gießen und von Darbietungen im Kinderturnen (Tv. 1846 Gießen) umrahmt. Verantwortlich für die Durchführung ist der damit vom NSRL- Bereich Hessen beauftragte stellvertretende Bezirks- führer Stein, der von seinen Mitarbeitern in der Bezirksführung und den noch zu bildenden Arbeitsausschüssen tatkräftig unterstützt wird. DornoNze«. Tagskalender für Mittwoch. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude": 19.30 Uhr in der Großen Aula der Universität Lichtbilder oortrag des Gauvolkswagenwarts Müller über „Der Volkswagen, feine Entstehung und Entwicklung bis heute". — Stadttheater. 19 bis 21.15 Uhr „Der Ahnenpaß". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Wunsch, konzert". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Herrscher". — Oessentlicher Vortrag der Universität 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße, Lichtbildervortrag Prof. Dr. Glöckner über „Das Tier in der Kunst". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung „Deutsche Graphik der Gegenwart" im Foyer des Stadttheaters. Lichtbildervortrag über den Volkswagen. Am heutigen Mittwochabends 19.30 Uhr beginn nend, veranstaltet die NSG. „Kraft durch Freude" in der Großen Aula der Universität einen Lichtbildervortrag, der dem Volkswagen, feiner Entstehung und Entwicklung bis heute gewidmet ift Der Vortrag soll Sinn und Zweck des Volkswagens, der nach dem Willen des Führers geschaffen wird, darlegen und dazu beitragen, daß unser ganzes Volk an diesem Fortschritt der Technik teilhaben kann. Der Vortragende wird die Vorzüge des KdF.-Wagens schildern und über Versuchsfahrten über Millionen von Kilometer mit diesem Wagen berichten^ Weiterhin wird er die Hörer mit den vielerlei technischen Einzelheiten des Wagens bekannt machen. Gießener Vortragsring. „Wiens deutsche Sendung" ist das vielverspre- chende Thema des Lichtbildervortrages, den der von seinen früheren Dorträgen in Gießen bekannte Kunsthistoriker Dr. Oskar Schürer am Mon« tag, 3. Februar, im Rahmen des Gießener Vor- ttagsringes auf Einladung des Goethe-Bundes, den Kulturellen Vereinigung und der Volksbildungsstätte Gießen halten wird. Mit der Heimkehr der Ostmark und insbesondere Wiens in das Reich ist uns allen, uns im Altteich und den Volksgenossen in der Ostmark, eine tiefe Verpflichtung zur Besinnung aufgegeben worden: Was hat die Ostmark und Wien für das Reich von je bedeutet? Was sollen sie künftighin für das Großdeutsche Reich bedeuten? Wir sind zu leicht geneigt, das Wien des 19. Jahrhunderts zu sehen, das Wien mit seinen Walzerklängen. Wir müssen das wirkliche Wien, das alte Bollwerk gegen den Osten, die Stadt des Prin. zen Eugen, erkennen lernen. Dr. Schürer gestaltet an Hand ausgezeichneter Lichtbilder einen Gesamte eindruck der alten- Kaiserstadt, aus dem lebendig wird, was Wien allen Deutschen zu fagen und zu geben hat. ffleingarfetwerein „toftnfot*. Nachdem der Obst- und Gartenbauverein seine Jahreshauptversammlung abgehalten hat, führte auch der Kleingartenverein „Lahntal" feine Jahreshauptversammlung im „Burghof" durch. Im letzten. Jahre hat sich der Kleingartenverein, der stärker auf genossenschaftlicher Grundlage aufgebaut ist, von dem' Obst- und Gartenbauverein, der mehr wirt- schaftliche Ziele verfolgt, gelöst. Der Kleingartenverein umfaßt die Pächter auf Gailfchem Land und die auf städtischem Gebiet am Leimkauterweg. Wie Vereinsführer Ehr. Junker in seinem Jahresbericht ausführte, ist die Mitgliederzahl unverändert geblieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden Schulungen in den Gärten statt, um den Kleingärtnern praktische Anleitungen zu geben. Durch Gemeinschaftsarbeiten konnten die Gartenanlagen instandgehalten werden. Um in der heutigen Zeit eine intensive Ausnützung der Gärten zu erreichen, wird in den nächsten Wochen ein Vortrag über die richtige Bewirtschaftung der Garten, die Pflanzzeiten und Fruchtfolgen sowie dis Bodenbearbeitung veranltaitet werden. Aus dem vom Vereinsführer erstatteten Rechnungsbericht cing hervor, daß bei sparsamster Verwaltung der Mittel gute Erfolge erzielt wurden. Für die An- laae der Gärten am Leimkauterweg wurden etroa 2100 RM. aufgewandt. Die Erledigung des Reichsdarlehens wird in der nächsten Zeit erfolgen. Der* Verein wird eine gute wirtschaftliche Grundlage Der Vereichsmamschasiskamps der Turner. Am 9. März in der Dolkshalle zu Gießen. ien L-G. ; 161/71 iSleöel«1* UintfW* der spät" lllil irbeitef hrlinge I* n- lermeis" Idieü und ,8* ch es’ucbt- den Rundfunk schon zu einer populären Melodie geworden. Die Partitur wurde von Kapellmeister Apelt in sorgfältigem Eingehen auf die dynamischen Schattierungen und kräftiger Herausarbeitung der rhythmischen Akzente vorteilhaft erschlossen. Herr Grüneke führte Regie und brachte eine farbige, figurenreiche und belebte Aufführung mit beifällig aufgenommenen gelegentlichen Abstechern ins Schwankhafte heraus. Auch für den Bühnenbildner, Herrn Löffler, und den Kostüm-Meister, Herrn End r ich, ergaben sich aus dem grünweißroten Thema dankbare Motive, besonders für die großzügig ausgestattete Ballettszene im Preßburger Schloß. Die Tanzgruppe unter Führung von Irmgard Xrömel hatte hier und überhaupt an diesem Abend mancherlei lohnende Gelegenheit, sich farbenfroh zu präsentieren. * Gabriele Possinke gab die Janka, eine fast über das übliche Operettenmaß hinausreichende Partie, mit vollem Einsatz ihrer organischen Mittel und breiter Entfaltung der gesanglichen Linie. Herr Reuland war der Obergespan Graf Bardossy und nahm sich dieses galanten Kavaliers und seines Verwandlungsabenteuers darstellerisch wie in der musikalischen Steigerung des Ausdrucks mit ungarischem Temperament an. Herr Grüneke, als der gräfliche Kammerdiener Erdödy, nutzte die ihm unvermutet zuteilgewordene Rangerhöhung und die sich daraus ergebende Verwirrung der Beziehungen zu lebhaft ausgespielten komischen Wirkungen. Der Soubrette Gerti Vogt bot die Rolle der unversehens zu einem Mann kommenden Etelka allerlei Chancen, die heitere Partie gesanglich, darstellerisch und im Bühnentanz auszuschöpfen. Herr Heinz Müller war der sündige Stuhlrichter, der hier am wenigsten zu lachen hat, Hella H e n z k y seine energische und geistesgegenwärtige Gemahlin. Die gute Kaiserin Maria Theresia war in Luise Präs- s e r s Händen eine liebenswürdig menschliche, weiblich anziehende Majestät, die auch im ungewohnten Raume der Operette die Würde der geschichtlichen Persönlichkeit bewahrte. Herr B o s n y (Pötök) und Herr ßa p orte (Halmay) seien vom großen Ensemble noch genannt. — Besuch und Beifall ließen nichts zu wünschen Hans Thyriot. Gießener Giadiiheater. Hermann Hennecke und Rico Tostal: „Tie ungarische Hochzeit." Die drei Akte von Herwecke spielen aus einem d r schon klassisch zu nennenden Operettenschauplatze, ii Ungarn, das sich seit langem, unmittelbar nach feien, ber Vorliebe der Librettisten erfreut unb par um 1750, zur Zeit ber großen Mana The- Sia Die Fabel hat kulturhistorische fjintergrunbe i d neu man sonst in diesem Umkreise selten begegnet 2ie Kaiserin pwnfcht die sremden Kolonisten die [i- in Ungarn angesiedelt hat, nicht nur mit Land simdern in weiser Voraussicht auch durch fteira nit einheimischen Bauerntochtern dauernd sehhast 8i machen. Im Dorse Poplaka entsteheni Wider- lliinbe, weil ber bort amtierenbe Stich nchter ben ftomben nicht gerabe bie Blute der weiblichen Sanb iixienb zur Hochzeit angeboten hat. Als der Ober g span von Hermannstadt, Gras Bardossy, em g beiten Abenteuern geneigter Junggeselle, ,m Aus- tage der Majestät nach dem Rechten sehen ,oll. intoniert man in Poplaka e.ne Schemhochzett mtt lnbschen Mädchen, die das ungarische Dorf den be r hinten Patemkinschen ähnlich macht Immerhin mürbe bies für eine ausgewachsene, L'bret °hanb- 'lima mit brei Akten unb einem Vorspiel kaum ge- nig9en. Deshalb tauschen, um das Durchemanber willkommen zu machen, ber gra iche vbersespan uiib fein Sammerbiener -hr- Rollen, woraus sich itneberum bie erforberlidjen Berwick ungen für bie it Poplaka sich anspinnenbe, amouröse Doppechanb- lung ergeben, mbem bie Tochter bes adligen Ctubl- rchters den verkleideten Grafen für einen armen «foloniften halten muß, während das muntere und MH iratslustige Bauernmädchen Etelka deni Lokai e , ■ h den sie sich verschossen h zu- I giter Letzt der leutseligen und menschenkennerifchen l&ferin bie Ausgabe in den Schatz, mit gnad, er hfnnb die Fäden zu entwirren und alles zum oegen ! l kehr"Nico Dostals Musik, breit unb recht f i anspruchsvoll gesetzt, sanb in ben national-unga- h rächen wie ben historischen (Elementen ber itabe Il nnUtommene Anregungen: ber ^urd^ ,'st U°ch I Diener Malier noch immer die beliebteste Operetten Iknzform und ber Märchentraum der Liebe" durch übrig. Mit Blitzlicht und Büchse. C. G. Schillings ;um 20. Todestage. Am 29. Januar vor zwanzig Jahren starb der leider allzu früh vergessene Professor Carl Georg Schillings an einem Schlaganfall, noch nicht 55 Jahre alt. Sein Bruder, der Komponist Max von Schillings, trat das künstlerische Erbteil der Mutter, einer geborenen Brentano, an, er dagegen erbte vom Vater eine große Tierliebe. Schon als Knabe züchtete er Stubenvögel, vor allem edle Sänger, und auj dem Weiher (großer Teich) des väterlichen Gutes „Weiherhof" bei Düren (Rheinland) sammelte er allerlei Wassergeflügel, das er vom Berliner Zoologischen Garten bezog, Papageien sprechen zu lehren, bemühte er sich damals schon derart, daß es für seine Schulzeugnisse nicht immer gerade vorteilhaft war. Jeglichen Sport betrieb er, ritt „wie ein Beduine" und war ein guter Schütze Als sein Freund und Landsmann Schüller eine große Afrikareise vorbereitete, bot er Schillings die Leitung des zoologischen Teils an. Damit war die Wende in dessen Leben gegeben. C. G Schillings kam nach Berlin, lernte den damaligen Leiter des Zoologischen Gartens, Geheimrat Dr. Heck, kennen und holte sich bei diesem Rat für das Unternehmen. Ueber diese Begegnung hat Tiervater Heck selbst berichtet: „Als ich von seinem Vorhaben hörte, war mein erstes: Da müssen Sie aber auch photographieren, daß uns das afrikanische Wild endlich einmal nicht nur mit Worten geschildert und bestenfalls in einigen Aufnahmen erlegter Jagdbeute gezeigt, sondern lebend inmitten seiner natürlichen Umwelt vor Augen gestellt wird. Daraus warten wir alle, die wir dieser reichsten, prächtigsten Tierbevölkerung unserer Erde mit Begeisterung zugetan sind " Zunächst wollte der Sportsmann und Jäger Schillings davon nichts wissen, allenfalls einen Diener zum Photographieren anlernen lassen; als er jedoch den Wert der Anregung erkannte, warf er sich mit seinem ganzen Temperament und fein'er zähen Ausdauer auf die neue Arbeit. Die deutsche optische Weltsirma von Gorz nahm sich der Sache an, und ihr militärischer Mitarbeiter, Major Kiesling, stellte seine ganze Erfindungsgabe begeistert in den Dienst der Schil- lingschen • Wünsche und Bedürfnisse. Geheimrat Heck wies in einem Vortrag in der Berliner Kriegsakademie zum erstenmal auf die Bedeutung der Schillingsjchen Aufnahmen lebenden Großwil- erhalten, weil bet der Anlage der Gärten durch Gemeinschaftsarbeit viele Unkosten gespart werben konnten. Im Voranschlag sind wieder als Gemeinschaftsarbeit die Erneuerung der Pumpanlage und die Bepflanzung des Einganges zu den Gailschen Gärten sowie die Instandsetzung der Wege in den Gärten am Leimkauterweg vorgesehen. Gleichzeitig soll der Gemeinschastsgedanke auch rein äußerlich in der möglichst einheitlichen Gestaltung der Anlagen zum Ausdruck kommen, denn sie sollen Mustergärten darstellen. Für die Gärten am Leimkauterweg werden einheitlich geformte Gartenhäuschen beschafft, die 2 Meter lang, 1,50 Meter breit und 1,80 Meter hoch sein werden. Jeder Pächter erhält die notwendigen Bretter zugeschnitten geliefert, die andere Arbeit kann er selbst verrichten. Es bleibt dabei noch soviel Spielraum, daß jedes Häuschen ein eigenes Gepräge tragen kann. Die Häuschen sollen so beschaffen sein, daß sie bei evtl. Veränderu.rgen vom Nachfolger übernommen werden können. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen gab der Vereinsführer bekannt, daß in einen anderen Garten überhängende Aeste jetzt schon beseitigt werden sollen. Es darf kein Garten unbestellt bleiben. In den Gärten der einberufenen Mitglieder wird die Bestellung in Gemeinschaftsarbeit durchgeführt. Für die einberufenen Mitglieder wird vom Oberkommando des Heeres in Gemeinschaft mit dem Reichsbund der Kleingärtner ein Lehrbrief in monatlichen Folgen mit einem Arbeitskalender herausgegeben, die durch die Truppe anzufordern sind. Anschließend wurden einige praktische Fragen und hierauf die neuen Satzungen besprochen. Damit die Mitglieder beim Einkauf von Dünger gut beraten sind, sprach der Vereinsführer über den Wert, die Beschaffenheit und die Anwendung von Wirtschasts- und von Kunstdünger. Be,Hilfen für Maulbeerhalbstämme. Für die bevorstehende Pflanzzeit hat das Reich Beihilfen zum verbilligten Bezug von Maulbeerhalbstämmen zur Verfügung gestellt. Diese werden gewährt, wenn von privaten Interessenten auf Eigenland wenigstens 18 und höchstens 20 Maulbeerhalbstämme zur Anpflanzung kommen. Die Höhe der Beihilfe beträgt 5 v. H. des Bezugspreises. Anträge auf Gewährung der Beihilfe find an die zuständige Landesbauernschaft, Bestellungen auf Maulbeerhalbstämme an die Reichsfachgruppe Seidenbauer e. V., Berlin W 50, Neue Ansbacher Str. 9, zu richten. Gießener Gcklachtviebmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehoersteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 47,5, Bullen 32,5 bis 49,5, Kühe 19 bis 43,5, Färsen 40 bis 49,5, Kälber 32 bis 57 RM. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13, bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01 e—f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt. ♦ ** Seinen 70. Geburtstag beging eine bekannte Persönlichkeit unserer Stadt, der Postinspektor a.D. Karl Flohr, Fröbelstraße 28, ein sehr rüstiger Wanderer, der dem Oberhessischen Gebirgsverein angehört. ** Mutterehrenkreuze in der Ortsgruppe Gießen-Nord. Am nächsten Sonntag, 2. Februar, um 10.30 Uhr, findet im Rahmen einer schlichten Feier die Ueberreichung der Mutterehrenkrei^ze an diejenigen kinderreichen Mütter statt, die im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Nord wohnen und denen dieses Ehrenzeichen verliehen wurde. ** D ie Einsendung der Lohnsteuer» tarten 19 40 an die Finanzämter betrifft eine wichtige Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die hiermit hingewiesen sei.' Briefkasten der Redaktion. J. G. G. Eine erschöpfende Auskunft auf Ihre Frage kann von hier aus nicht gegeben werden, da zuvor verschiedene Rückfragen gehalten werden müßten. Es fei Ihnen empfohlen, mit der für Ihren Wohnort zuständigen Kreishandwerkerschaft in Verbindung zu treten und dort den Versicherungsschein, die letzte Prämienquittung und den letzten Einkommensteuerbescheid vorzulegen. Aus der engeren Heimat denn ein Bauer, es war im Jahre 1720, auf den Gedanken, vor dem Ort tiefe Keller »ns Erdreich zu graben. Auch mag der hohe Erundwasserstand des Ortes erst diesen Einfall hervorgebracht haben. Die anderen Bauern griffen den Gedanken auf und leg. ten einen Kartoffelkeller neben dem anderen an. So entstanden im Verlauf von etwa fünf Jahrzehnten die Keller st raßen von Wohnbach, die heute jeder Fremde wie einen Engpaß durchschreiten muß, um ins Dorf zu gelangen, dessen Höhen ringsum von prächtigen Obftbäumen bestanden find. Jahreshauptversammlung des Oberhessischen Gebirgsvereins solch teuren Leckerbissen wie die Kartoffel leist« konnten, revolutionierend in der wetteramschen Land, wirtschaft. Die Bauern erkannten sehr wohl den Segen, der mit der neuen Frucht ins Land kam. Aber wohin mit diesem Segen? Das war die Frag^ die sich in manchen Dörfern der Wetterau erhob. Die Fruchträumlichkeiten genügten den neuen Raum. ' ansprüchen nicht mehr. Jetzt mußten die Vorrats* Heil!" Oie ersten Wanderungen. Zu der ersten Wanderung des Zweigverems Gießen des Oberhessischen Gedirgsvereins im neuen Jahre hatten sich etwa 30 Wanderkameraden eingefunden. Durch den Bergwerkswald ging es über die Rindsmühle und Leihgestern nach Großen-Lin- oen, wo Mittagsrast gehalten wurde. Dann wurde, ein Stück Wegs dem Kleebach folgend, weitermarschiert, an Lützellinden vorbei nach Klein-Linden, wo eine Stunde geselligen Beisammenseins den Wandertag beschloß. — Am Sonntag darauf unternahmen einige Wanderer eine Wanderung nach dem Dünsberg. Don Krofdorf ging es nach Fellingshausen, wo zunächst eine kurze Rast stattfand. Dann ging es über die Hänge und Wälle des Dünsbergs hinauf zur Höhe, von der aus die Teilnehmer einen prachtvollen Blick über die herrliche Landschaft genießen konnten. Nach frohgestimmter Kafteepause in der rasch geheizten Hütte wurde der Abstieg vom Berg vorgenommen, lieber Fellingshausen ging es nach Rodheim, von wo aus die Heimfahrt mit der Biebertalbahn angetreten wurde. Landkreis Gießen. t Albach, 29. Jan. Am morgigen 30. Januar kann der frühere Bürgermeister und Ehrenkirchen* Vorsteher Ludwig Arnold II. feinen 87. Geburtstag feiern. Der alte Herr erfreut sich emer I für fein Alter erstaunlicher Gesundheit. Noch im letzten Jahre ging er zu Fuß von Albach nach Gießen und zurück, um feine Angelegenheiten dort zu erledigen. Dem Jubilar unsere herzlichen Glückwünsche. O Großen*Buseck, 28. Januar. Der Schweine- Versicherungsverein G rotz en-Buseck hielt unter Leitung des Vereins- führers H. Wagner VII. in der Gastwirtschaft von Hahn seine diesjährige Generalversammlung ab. Dor Eintritt in die Tagesordnung wurde der verstorbenen Dereinsmitglieder in der üblichen Weise gedacht. Danach erstattete der Rechner Ernst Dörr den Geschäftsbericht. Dem Rechner wurde für feine tadellose Kassenführung Entlasttmg erteilt Vorstandsmitglied Schlossermeister H. D ö r i n g gab anschließend eine Reihe von praktischen W nken über verschiedene Fragen der Schweinezucht, wobei er auch auf die zweckmäßige Förderung der Schweinehaltung hinwies. Der bisherige Vorstand wurde erneut in seinen Aemtern bestätigt; er besteht aus dem Dereinsführer H. Wagner, den Taxatoren H. Döring, W. Hahn und ft. Damm sowie dem Rechner Emst Dörr. Di- Mitgliederzahl des Vereins ist auf 160 gestiegen; daraus geht hervor, wie hoch die Vorteile einge* * schätzt werden, die der Verein seinen Mitgliedern bietet. Trotz zahlreicher Derstcherungsfalle war es dem Verein im verflossenen Jahre möglich, die Beiträge auf der seitherigen geringen Höhe zu lassen. Aus der Mitte der Versammlung wurde angeregt, auch in diesem Jahre die Impfung der Schweinebestände der Mitglieder wieder durchzuführen. ♦ Watzenborn-Steinberg, 28. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Gesangverein „Germania" im Dereinslokal seine Jahreshauptversammlung ab. Nach Begrüßungsworten des Dereinsführers Theo Jung wurde in ehrender Weise derer gedacht, die im abgelaufenen Jahre durch den Tod dcm Verein entrissen wurden. Der Vereinsführer schloß in das Gedenken auch alle diejenigen ein, die im Kampfe für Führer und Vaterland ihr Blut gaben. Der Verein betrauert zwei hoffnungsvolle Sänger, die von diesem Opfer- gang nicht mehr zurückkehrten. Den Jahresbericht erstattete der Vereinsführer. Aus dem Bericht war zu entnehmen, daß der Verein trotz Krieg mehrmals an die Oesfentlichkeit treten konnte Besonders unterstrich er das Chorkonzert in einem Lazarett Ferner sprach er herzliche Worte des Dankes an den Chorleiter des Vereins Georg Harnisch für seine erfolgreich geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Für den zum Wehrdienst eingezogenen Der- einsrechner K. P i tz verlas der Vereinsführer den Kassenbericht, der mit einem kleinen Ueberschuß ab« schloß. Dem Dereinsführer und seinen Mitarbeitern konnte Entlastung erteilt werden. Die Vorstandswahl zeigte keine Neubesetzungen der Aemter, lediglich wurde Sangeskamerad Habermehl mit der Führung der Kasse kommissarisch beauftragt Mit einer Ermahnung des Dereinsführers, der mt Felde stehenden Sangeskameraden in Treue zu gedenken, aber auch das deutsche Lied gerade in . Kriegszeiten besonders in Obhut zu nehmen, damit es nach siegreichem Friedensschluß unversehrt in ' ein größeres Reich, in eine bessere befriedete Welt ■ hineingestellt werden kann, schloß der Dereinsführer t mit dem Gruß an den Führer als den Gestalter des neuen Europa die Versammlung. 614. Am Jahresende bestanden an Guthaben auf Girokonten 496 474,— RM., gegenüber 340 409,— RM. Ende 1939; sie haben sich mithin um 156 000,— RM. erhöht. An Krediten waren am Jahresende beansprucht 91904,— RM. Die Nachfrage nach Darlehen war sehr gering, so daß infolge der Rückflüsse ein kleiner Rückgang im Darlehensbestand eintrat. Der Bestand an Hypotheken und sonstigen Darlehen betrug am Jahresende 1935 987,— RM. Die reichlichen Mittel der Sparkasse konnten daher für die vordringlichen Aufgaben des Reichs durch Kauf von Wertpapieren zur Verfügung gestellt werden. Die ausgewiesenen Rücklagen der Bezirksfpar- faffe betragen 456 411,— RM. Unter Hinzurechnung der stillen Reserven besitzt die Kasse ein gesamtes eigenes Vermögen von über 600 000,— RM. Das sind rund 11 v. H. der Gesamteinlagen. Nach Abschreibungen auf Gebäude und Geschäftseinrichtung auf je 1,— RM., verbleibt ein Reingewinn von 38 986,— RM. Merkwürdige Kellerstraßen in der Wetterau. Lpd. Wohnbach in der Wetterau zeichnet sich durch merhöürtnge Kellerstraßen aus. Solche Anlagen gibt es auch noch in anderen Orten der Wetterau, etwa in Berstadt und in Obbornhofen. Doch in keinem zweiten Dorf sind die ft eiter= straßen so ausgeprägt wie in Wohnbach. Ste stammen aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts. Damals wirkte der siegreich vordringende Anbau der Kartoffel, die bis dahin als Seltenheit in botanischen Gärten wuchs und als luxuriöse Kostbarkeit die Tafeln der Reichen zierte, die sich eben einen Oie Bezirkssparkaffe Grünberg im Kriegsjahr 1940. -r- Grünberg, 27. Jan. Der Jahresabschluß der Bezirkssparkasse Grünberg für 1940 zeigt ein Bild außergewöhnlicher Aufwärtsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Jahresumsatz betrug 32,6 Millionen, gegenüber 22,4 Mill. RM. im Vorjahre; er ist also um 10 Millionen RM. gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1209 000,— RM. auf 6 095 000,— RM. Im Sparoerkehr wurde der schon sehr günstige Zuwachs des Vorjahres mehr als verdoppelt. Die Einzahlungen betrugen mit Einschluß Der kapitalisierten Zinsen 1486182,— NM.; zurück- bezahlt wurden 442 578,— RM., so daß ein Reinzuwachs an Spareinlagen von 1043 604,— RM. erzielt wurde, gegenüber 434 752,— RM. im Jahre 1939. Damit sind die Spareinlagen auf 5 089 966,— RM. angewachsen. Neue Sparkassenbücher wurden 751 Stück ausgestellt und 252 Stück aufgelöst. Am Jahresende waren 6195 Sparkassenbücher der Bezirkssparkasse im Umlauf. Hier ist zu beachten, daß die Aufwertungssparkonten vollständig erledigt find, so daß es sich nur um neue Sparkassenbücher handelt. Auch, das Kleinsparen (Schulsparkassen, Heimsparbüchsen) brachte recht befriedigende Ergebnisse. Von den ausaegebenen Spargeschenkgutscheinen für neugeborene Kinder wurden 171 Stück ä 3, —RM. auf neuangelegte Sparkassenbücher gutgeschrieben. Auch im Giro- und Kontokorrentverkehr ist eine wesentliche Erweiterung des Geschäftsverkehrs feft« zustellen. Der Umsatz in dieser Abteilung betrug 8 037 555,— RM., gegenüber 6 928166,— RM. im Vorjahre. Die Zahl der Konten stieg von 582 aus Unter dem Vorsitz des Dereinsführers Hugo Lucas fand im „Hotel Hopfeld" die diesjährige Jahreshauptversammlung des Zweigvereins Gießen des Oberhessischen Gebirgsvereins statt. Der 23er» emsführer gedachte der verstorbenen Wanderkameraden (Steuerinspektor Hch. Zimmermann und Kaufmann Paul Heidlindemann) und verband damit die Ehrung der Gefallenen. Hieraus galt dem Führer der erste Gruß. Mit besonderer Freude wurde Kamerad Geldmacher begrüßt, der in Urlaub weilt. Der Dereinsführer erteilte den Jahresbericht und betonte dabei, daß die Mitgliederzahl behauptet und der Wanderplan mit einer Wanderung über-, troffen wurde. Durch die Beteiligung am Deutschen Wandertag in Marburg, den viele Mitglieder be- suchten, um wieder einmal den Deutschen Wanderführer Professor Dr. F.Werner, Breslau, zu hören, kamen statt 14 sogar 15 Wanderungen zustande. Die Wanderungen führten in den Taunus, oen Dogelserg, ins Salzböde- und Blasbachtal, nach Blasbach, Schwalbach und die nähere und weitere Gießener Umgebung, sowie mehrmals nach Marburg. Die für Gemünden an der Wohra angefetzte Hauptversammlung des Gesamtverbandes fand gleichfalls in Marburg statt, die Sternwanderung führte zahlreiche Zweigvereine in Staufenberg zusammen. An den Wanderungen beteiligten sich 385 Mitglieder, das sind durchschnitlich 26 Personen, ein beachtlicher Prozentsatz des Mitgliederbestandes. Am 13. Oktober war der Zweigverem 07, am 20. 10. der Zweigverein 1894, beide aus Marburg, in Gießen zu Gast. In finniger Form wurde die Ueberreichung der Wanderauszeichnungen vorgenommen. Acht Mitglieder erhielten das goldene Eichblatt, und zwar Elisabeth Meyer, Martha Will, Minna Weller, Maria Wagner, Erna Heimes, Paula Süßel, Heinrich Meyer und Vereinsführer Hugo Lucas; 12 Mitgliedern wurde die silberne Eichel überreicht. Im letzten Jahre wurden die Mitglieder Hans Schäfer und Hugo Lucas für Verdienste um die Wandersache mit dem Ehrenwanderstock ausgezeichnet. Die Adoentsfeier war von Frl. Dreyer in sehr schöner Weise durchgeführt. An der Reichs- straßensammlung für das WHW. hat sich der Zweigverein erfolgreich beteiligt. Mit den Kameraden an der Front wurden enge Verbindungen aufrechterhalten. Der Gefamtverband hat b^m un|p1UujcH •••*•/*• ~-v- —w - . Deutschen Roten Kreuz 100 RM. gespendet. Der räume der neuen Frucht angemessen sein. So kam Vereinssührer H. Lucas dankte allen Mitarbeitern --- ....... iM1 1720 ÖUf ben für ihre Hilfe und das treue Zusammenstehen. Aus dem von Kassenführer Höpfner erteilten Kassenbericht war zu entnehmen, daß die finanziellen Verhältnisse in bester Ordnung sind. Der Zweig- oerein überwies dem WHW. 20 RM. Der Beitrag wurde in gleicher Höhe belassen. Rechnungsprüfer Steinhäuser beantragte die Entlastung, und Wanderkamerad Emil Kinkel sprach namens der Versammlung dem Vereinsführer das Vertrauen und den herzlichen Dank für die umsichtige Führung aus. Der Dereinsführer bestätigte alle seine Mitarbeiter in ihren Aemtern. Hierauf wurde der Wanderplan für das laufende Jahr festgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Beteiligung an der Haupt- Versammlung des Hauptverbandes, die in Gemünden an der Wohra stattfickden wird. Es schloß sich eine lebhafte Aussprache am Dann schloß Vereinsführer Lucas die Hauptversammlung mit dem Wunsche des Reichswanderführers Professor Dr. Werner: „Ehre und Heil dem deutschen Führer! Stärke und Sieg dem deutschen Schwert? Ruhm und ^rieben dem deutschen Vaterland-! Sieg Umwege des herzens Roman von h.G. Hansen Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eichacker - Gröbentell 11 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Darauf verabschiedeten sich die Besucher und fuhren in Koßmanns Wagen wieder zurück. Der Staatsanwalt bemerkte unterwegs: „Alles so, wie ich es gedacht habe. Die Gründe für das Fernbleiben von der Verabredung zur Jagd sind ausreichend. Ich hätte nach sechzehnstündiger Arbeit auch keine Lust dazu gehabt, am allerwenigsten um zwei Uhr, dorthin zu fahren. Außerdem reicht die Zeit gar nicht hin, die Mordstelle zu erreichen, da der Kraftwagen in der Garage stand." „Die Zeit würde doch reichen. Koßmann wohnt nicht weit vom Bahn- Hof Grünewald, also in einem Stadtteil, der vor den andern in Berlin den Vorzug hat, dem Mordrevier besonders nahe zu sein. Es sind mit der Bahn kaum dreißig Kilometer bis dahin. Und Züge fahren noch so spät. Schließlich wissen wir ja nur, wo Koßmann bis ein Uhr war. Heber die Stunde von eins bis zwei liegen nur Angaben von ihm selbst vor, desgleichen über die Zeit bis sieben Uhr." Doktor Fecht lächelte. „Alles zugegeben. Aber wenn wir jeden Menschen verdächtigen wollen, der Zeit genug gehabt hätte, ohne Zeugen zu der Mordstelle hinauszufahren, müßten wir eine ganze Menge verhaften. Bei Herrn Koßmann liegt doch nicht der geringste Grund zur Tat vor." „Genauer gesagt, wissen wir keinen Grund. Ob keiner vorliegt, ist uns nicht bekannt." „Sie sind ein scharfer Dialektiker. Aber ich glaube, wir halten uns an den verhafteten Korn. Bei dem Mann sind eine Menge Indizien vorhanden, die ur feine Täterschaft sprechen." „Ganz richtig. Ich verdächttge Koßmann auch ?eineswegs. Ich bin nur gewohnt, jede denkbare Möglichkeit ins Auge zu fassen." * Als die Tür hinter seinen amtlichen Besuchern «schlossen war, machte sich die seelische und gerftige [nfpannung der letzten zwei Stunden bei Koßmann bemerkbar. Er sank in seinen Schreibttschsessel zurück und zündete sich zur Beruhigung der Nerven eine Zigarre an, die er hastig rauchte. Soviel wußte er von der Praxis einer gerichtlichen Untersuchung, daß dabei der Vernommene meist völlig im unklaren über die Ziele und Beweggründe des Vernehmenden blieb. Also konnte hinter den glatten und entschuldigenden Worten des Staatsanwalts mehr stecken als auf den ersten Blick erkennbar war. Koßmann ging seine Lage Stück für Stück und Abschnitt für Abschnitt sorgfältig durch. Er fand keine Lücke. Nachzuweisen war ihm auf jeden Fall nichts, nicht das geringste. Der einzig mögliche Rechenfehler war gewesen, daß er beim Nachhausekommen von einem der Dienstboten gesehen worden wäre. Damit hatte er gerechnet und für diesen Fall auch eine Erklärung zurechtgelegt. Sie war nicht notwendig geworden. Niemand hatte ihn gehen und kommen gesehen. Niemand konnte vermuten, daß er während der Nacht fast sechs Stunden aus dem Haufe gewesen war. Die Zugverbindungen zum Revier waren leicht festzustellen, aber es wckr ausgeschlossen, daß darauf gegen ihn eine Anklage aufgebaut werden konnte. Niemand wußte von dem Verhältnis zwischen Frau Koßmann und Ralf Kühlitz außer ihm und der Frau selbst. Ein Motiv zum Mord an seinem Freunde war unauffindbar. Damit entfiel auch jeder Grund zu einer Verdächtigung. Er atmete auf, als auch bei Berücksichtigung aller Möglichkeiten keine Lücke in seinem Gedankengebäude zu finden war, nur das eine ließ sich nicht wegwischen, die Verhaftung des Unschuldigen. Er hatte sich gescheut, den Staatsanwalt nach Einzelheiten in der Affäre Korn zu fragen. Das wäre vielleicht auffallend gewesen. Zudem konnte ein Beamter kaum über die dienstlichen Angelegenheiten zu einem Dritten sprechen. Koßmann wußte nur das, was in den Zeitungen stand. Die Mittagsblätter hatten neue Einzelheiten gebracht, in großen Umriffen jedoch das gleiche wie am Morgen. Je weiter die Zeit fortschritt, um so beklemmender war es ihm aber zumute, wenn er sich die Lage des Verhafteten vorstellte. Gegen den Mann sprach eine ganze Menge, abgesehen von seiner Vergangenheit, vor allem der Fund der Büchse, die zu der Mordkugel paßte, und die Tatsache, daß er um die Zeit des Mordes irgendwo draußen beim Wildem gewesen war. Die Geschichte mit den in einer ganz andern Gegend gelegten Schlingen konnte von der Polizei als reine Finte angesehen werden. Immerhin war es fraglich, ob die Indizien dazu ausreichten, den Mann zu verurteilen. Eine schwere Bestrafung wegen Wilddieberei war sicher auch verdient. Ob aber eine Bestrafung wegen Mordes in Frage kam, entzog sich vorläufig der Beurteilung jedes Außenstehenden. Einige Blätter stellten es so hin, als ob in Korn wirklich und endgültig schon der Mörder gefaßt sei. Das konnte Ansichtssache und Effekthascherei fein. Ein unerschütterlicher Schluß ließ sich daraus nicht ziehen. Dann bohrte die Frage in Koßmann: Und wenn es nun doch zu einer Verurteilung kommen sollte? Wenn ein Unschuldiger zum Tode verurteilt würde? Nur ein Mensch wußte ganz bestimmt, außer Korn selbst, daß dieser nicht der Täter war, — er, der Fabrikant Koßmann. Als er seine Sühne an Kühlitz beschloß, hatte er sich deren Verlauf anders vorgestellt. Das hinterlistige Vorgehen des Kapellmeisters rechtfertigte den Mann, der die Ehre seiner Familie vertreten hatte, erst recht. Es war kein Mord, nicht einmal ein Duelloergehen, sondern lediglich ein Akt der Notwehr gewesen. Nicht einen Augenblick empfand Koßmann Gewissensbisse. Aber Korn, der Vater von sechs lebenden Kindern, der Ehemann seiner Frau. Mit seiner letzten Kraft redete Koßmann sich selbst zu, ruhig die weitere Entwicklung abzuwarten. Die Haft war nebensächlich für Korn. Er wäre ohnehin als Untersuchungsgefangener abgeführt worden, wenn die neuesten Wilddiebereien bekannt geworden wären. Nur durfte der Mann nicht wegen Mordes bestraft j werden. Vielleicht konnte seine Abwesenheit an dem verhängnisvollen Morgen noch aufgeklärt werden. Vielleicht hatte ihn jemand gesehen. Man durste nichts überstürzen und mußte nur eins tun, in Ruhe ab warten. Eine Stunde hatte Koßmann gegrübelt. Dann raffte er sich zusammen und ging an die Erledigung seiner Arbeiten. Um sechs Uhr abends machte er Schluß. Er wollte unbedingt die Kinder noch vor dem Schlafengehen sprechen. Dazu kam, daß er zu Hause möglichst unbefangen auftreten muhte. Eine schwere Unterredung mit Gitta stand ihm zweifellos bevor. Sie mutzte auch noch erledigt werden, bevor er nach außen hin Ruhe hatte. Gegen dreiviertel sieben Uhr traf er vor seinem Hause ein. In der Halle stürmten ihm die Kinder, die den Wagen gehört hatten, mit Jubelgeschrei entgegen. Die kurze Zeit bis zum Abendbrot verbrachten sie mit Spielen und Scherzen. Als er das Speisezimmer betrat, meldete ihm das Mädchen, seine Frau sei krank und liege zu Bett. Sie könne nicht zum Essen kommen, bitte aber den Herrn, sie nach dem Essen zu besuchen. Er nickte und dankte Gitta innerlich für ihre Zurückhaltung. Der Grund zur Erkrankung lag auf der Hand. Sie wollte oder konnte ihm nicht in Gegenwart her Kinder und Fremder gegenübertreten. Die Mahlzeit verlief wie immer in ungetrübter Heiterkeit und mit munterem Geplauder. Um halb acht Uhr nahm er seine beiden Jungen auf den Arm und trug sie die Treppe hinaus in ihr Zimmer. Beim Waschen half er fürsorglich und sorgfältig. Zum Lohn dafür wurde er nahaespritzt. Dann noch Gutenachtküsse, und er verließ den Raum, in dem er den Schalter umdrehte. Vor der Tür zum Zimmer seiner Frau zögerte er eine Sekunde. Dann klopfte er an und betrat auf ein leises Herein den Raum. Gitta richtete sich langsam Zoll auf Zoll hoch, bis sie aufrecht saß. Sie bot einen rührenden Anblick. Die dunkelbraunen Haare umrahmten etwas verwirrt ein blasses Gesicht mit fiebrig glänzenden Augen und einen unnatürlich roten Mund. Er trat näher und zog sich einen Stuhl heran, um Platz zu nehmen. „Guten Abend. Du hast mich hierher bitten lassen." Er sprach beherrscht und kühl. Sie sah ihn brennend mit weit aufgeriffenen Augen an. Ein Schlucken stieg die fast durchsichtige Kehle empor und wurde nur mühsam unterdrückt. Sie krampfte mit den Fingern in der Bettdecke und suchte offenbar nach passenden Worten, ohne sie gleich finden zu können. Jannes, warum hast du das getan?" Die Frage war wie ein Hauch, wirkte aber wuchtig wie ein Schlag. „Was meinst du denn?" „Ditte, verstell dich nicht. Du hast das nie gemocht, und es paßt nicht zu dir. Warum hast du . hast bu ... Ralf ... Herrn Kühlitz erschollen?* (Fortsetzung folgt)