Rosso^dr Eisenbahnen Erdölleitungen 'Du Po »ko Solo) rfuwä \Slatppol. KfDnet Nis/me-ßchirskqjc lachitscbewon Nikol« 'Proietarskajo Kuscht Jeisk iroschilowsk '•(StDwropol)" 3lagodomnje tZubi 'Korasuboi Simfe« Krimskaja Maikop '''"•Ozonlfqj* Kr R I M Stupateria/ •udak :ejeWka .! "X Komintern) OospopinskajäV l 7 . STALINGRAD 2 /ZARIZiNbefX- XMigulinsRoji Karrt/etnl rv»ko Iherson wsk Perekot 0 _~^J^JeSerafimo w, Heschenskqja^r \ t '^<\^3Glubt ____ Kamensk'"*^ MnikidseV^ ■wUo*r^ MHjeiowpjt Wosnesrn'k L München / * Waroqi jO^jy-StfWrJSk I-Mgskowsk r^^Vjtonstontl n I) SinelnlkSKo ,k\^J^°'ujta LJEW fr® \ V XL STAU NO Txz~l (1NSOWM ORQSHJc / /tprierrfeid j ^MARIUPOL 4 , S Achoi ^^^Nemnnamysckoje f ' Mjne ra I nyja Wody GeergU*** Aen.uk,* •Pfatoorsk Nowoi Dienstag, 28 ©ffober 1941 l U III V* l/l t» lul^ Ut-Mllllll. Illi > )U|'uiiiuivmm • D i88®*J br Weltkrieg die Kablenvroduktion zu sinken, und kesr Zustand setzte sich bis 1920 fort, als ein Um- l^ung eintrat. Seit der ersten Hälfte des Jahres T‘*1 entstammen wieder vier Fünftel der gesamten E So lenprobuftion der Sowjetunion dem Donez- faen. he- 3n da- Er- Stelle. 6 istellung ■ Sturm 3 der M- eser Epi« u den!•> der Aup.' ?r, Carsl^ ert brat! :e es an!i ar, W »srii FolkiWH (dorclW dsTJItk it ibdBoM* At über einem politischen Kommentar erklärt „Tokio Asahi Schimbun", auf Grund der heutigen Lage seien die militärischen Sachverständig'n der Ansicht, daß gerade der hartnäckige Widerstand der der für Hli a ter, 19lra Ing nova 0,Tel.2K Kl' mten mineralischen Heizmaterials Nußlands. 3?r d°m Jahre 1914 beginnt im Zusammenhang mit Deutsche Sturzkampfflugzeuge versenkten in der Nacht zum 26. Oktober vor der uorvafrikanischen Küste ein größeres britisches Kriegsschiff durch Bombentreffer. Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte in Nordwestdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte vor allem in Hamburg und Bremen Verluste an Toten und Verletzten. Neun britische Bomber wurden abgeschossen. Major Oef au, Kommodore eines Jagdgeschwaders, errang am 26. Oktober seinen 10 0. Luftsieg. 11 britische Flugzeuge abqeschoffeu. Berlin, 27. Okt. (DNB.) Am Montag wurden nach bisher vorliegenden Meldungen elf britische Flugzeuge im Kanalgebiet und über Holland abgeschossen. An diesen Erfolgen waren deutsche Jäger mit dem Abschuß von fünf Jagdflugzeugen und zwei Bombern beteiligt. Flakartillerie brachte weitere vier Flugzeuge zum Absturz. und ihre Helfer also einen beträchtlichen Tell Welttonnage für geraume Zeit ausschließlich diese Aufgabe feststellen. Dazu kommen die Schwierigkeiten, die sich neben noch auftürmen, z. B. die Fabrikation des Sowjets ihre Vernichtung herbeige. führt habe. Die Verluste der Sowjets beliefen sich jedenfalls auf 80 Prozent der eingesetzten 10 Millonen Mann. Außerdem hätten die Sowjets rund 75 o. h. von Kohle und Eisen, 90 v. h. des Kaukasusöls wegen Unterbrechung des Verkehrs, 65 v. h. der landwirtschaftlichen Erzeugung und 90 v. h. des Mangans verloren. Der Gesamtoerlust der sowjetischen Produktionsfähigkeit sei mit etwa 80 Prozent zu beziffern. Unerfüllbare britische Versprechungen an die Sowjets. Berlin, 28. Oktober. (DNB.) Die Briten wollen Taste a ty von als Sdfj in, in ehr 3:1 zu? VN es!? irkürzen,! reicht «s Oer Wehrmachtbericht. DNB. Ans dem Führerhauplguarlier, 27. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Angriffsoperationen im Osten brachten trotz ungünstiger wUterungsverhaltniffe weitere Fortschritte. Im Donezbecken wurde der Versuch, unser Vordringen durch Gegenangriff zu verzögern, von italienischen Truppen vereitelt. Der Feind wurde unter schweren blutigen Verlusten zurückgeworfen und ließ mehrere hundert Gefangene in der Hand unserer Verbündeten. vor der britischen O st k ü st e griffen Kampfflugzeuge in der vergangenen Hadjt einen feindlichen Geleilzug zwischen The wash und der hum- bermünbung an. Sie versenkten einen Frachter von 8000 BRI. und trafen drei weitere große Handelsschiffe so schwer, daß auch mit ihrem Verlust gerechnet werden kann. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hafengebiete in Oft - und Südwestengland. Bezugspreis: [tonotlicb......RM1L0 iiiteUgebiibr... „ -.25 utb bet 'jiichterickemen yn einzelnen. Nummern ffolge Höherer Gewalt ^'vreckanfckl.uff &51 Druck und Verlag: [Stiebe™ 1168^Franri?M. vrühlsche UniverfttSKdruckerei 8. Lange dem genialen Entschluß des Führers und dem roischen Opfer des deutschen Soldaten verdankt. Sowjets verloren vier Fünftel ihrer Kraft. Tokio, 28. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) boten gehören dem von Stalin bei Beginn des Krieges gebildeten Ober st en Verteidi- gun gs ausschuß an, der damit praktisch aufgelöst wird. Die beiden wichtigsten Volkskommissare, Molotow und Berija, sind damit aus dringenden innenpolitischen Gründen von Moskau ebenso entfernt wie ihre Ministerkollegen, die teilweise in Kuibyschew, dem früheren Samara, an der Wolga einen Zufluchtsort vor den deutschen Bomben gefunden haben. Der Despot selber fährt im Panzerzug im Lande unruhig hin und her. Auch der „fahrbare Kreml" des immer einsamer werdenden Stalin ist ein Symbol für die Auflösung des Bolschewismus, die das sich neu ordnende Europa und darüber hinaus eine noch immer verstockte und verwirrte feindliche Welt En zweiter Stelle unter den Bodenschätzen des donezbeckens stehen die salz- und gipshaltigen Erd- fiten bei der Stadt Bachmut, jetzt Arte- trnoff genannt. Die Salzlager des Bachmuter zSkiels besteben aus drei verschiedenen Schickten: Stalin schickt Sendboten aus Oer Despot im „fahrenden Kreml". Annahme von An;emen für die Mittagsnummer bi§8V2nbr des Vormittags Arneigen-Prerie: Anzeigenteil 7 Nvt lemm bei 22 mm Zerlenbreite, Tertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm Seilenbreite Nackigste: Wiederholung Malstaffel I Abschlüße Mengenstaffel B Plavvornchrift (vorherige Vereinbarung) 25"/o mehr und zwar 170 zu je 5000 BRT. Das machte also bereits 9 70 Schiffe dieser Größe mit insgesamt 4 850 000 BRT. aus, falls sich dieses Kriegsmaterial wie Säcke nebeneinander verpacken ließe. Nun ist aber jedes einzelne Stück jo sperrig, daß es mehr Raum beansprucht als normales Ladegut. Man brauchte also weit mehr als 5 Millionen BRT. Diese Tonnage würde nicht für ein paar Tage, sondern für lange Wochen benötigt. Bis das Ersatzmaterial bereitgestellt wäre, würde der nächst- gelegsne Hafen von Archangelsk durch Vereisung ausfallen. Es bleibt noch die Fahrt von Großbritannien oder von der Ostküste Amerikas nach dem Iran, die 40 Schiffstage beansprucht, oder die Lieferungen von der Westküste der Vereinigten Staaten über die Sibirische Bahn, die 20 Eisenbahntage dauert. Da man zur Hinfahrt noch die Rückfahrt hinzurechnen muß, wurden die Briten laut der von Lord Beaverbrook im Oberhaus abgegebenen Erklärung den Bolschewiken alle Verluste ersetzen, die sie daoongetragen haben. Don diesen ist allerdings nur die in deutsche Hand gefallene Beute bekannt. Sie ergibt folgende Zahlen: Bis Ende September gingen über 12 000 bolschewistische Flugzeuge verloren; für ihren Transport wären allein 3Ä) Schiffe von je 5000 BRT. erforderlich. Die Sowjets büßten ferner bis zum 19. Oktober rund 17 0 0 0 Panzer und 27 00 0 Geschütze ein. Nimmt man dazu noch die vernichteten Lastkraftwagl diese Ersatztransporte auf 5 Weitere Fortschritte im Osten. Sowjetische Gegenangriffe im Donezbecken zurückgeschlagen. — Britisches Kriegsschiff von deutschen Stukas vor der nordafrikanischen Küste versenkt. jen, so kommt man für diese (Erf Öltransporte auf 500 Schiffe von je 5000 BRT. Für die bis Ende September vernich- teten oder erbeuteten 156 Eifenbahnzüge und neun Panzerzüge brauchte man Spezialschiffe, satzmaterials, die Zusammensetzung und der Schutz der Geleitzüge, die Ausladung, schließlich noch die Zuleitung der eingetroffenen Sendung an die auf dem Rückzug befindlichen Fronttruppen. Es kann schon jetzt mit Sicherheit errechnet werden, daß Lord Beaverbrooks Versprechen auch nur im Hinblick auf das Material selbst nicht erfüllt werden kann. Nun ist den Bolschewisten bei der jetzigen Lage mit Material allein nicht genutzt. Sie brauchen Ersatz für die 3 224 914 Gefangenen, die sie bis zum 19. Oktober eingebüßt haben, d. h. sie brauchten rund 180 Divisionen mit zugehöriger Ausrüstung. Wie jeder Sachverständige leicht nachrechnen kann, sind dafür rund 42 Mill. BRT., also 8400 Schiffe mit je 5000 BRT. erforderlich. Das aber ist eine Tonnage, die weit größer ist al-s die auf der ganzen Welt noch vorhandene. Es bleibt also dabei, daß die Versprechungen, die die Briten den Bolschewisten gaben, ebenso unerfüllt bleiben werden, wie die, mit denen sie ihren anderen Bundesgenossen den Mut dazu machten, ihre haut für Großbritannien zu Markte zu tragen. Berlin, 28. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Wie die Agentur Stefani aus Stockholm meldet, gibt die Nachricht, daß Stalin seine engsten Mitarbeiter und Vertrauten als Sendboten in verschiedene noch unbesetzte Gebiete der Sowjetunion geschickt hat in der schwedischen Hauptstadt Anlaß zu zahlreichen Kommentaren. Außenkommissar M o l o - t o w wurde in das Wolgagebiet kommandiert, aus dem man bekanntlich 400 000 Volksdeutsche nach Sibirien vertrieben hat. Der Innenkommissar der Staatssicherheit Berija soll in seiner tauf oft- schen Heimat nach dem Rechten sehen, der gestürzte Oberkommandierende der Nordfront, Mar- ckall W o r o s ch i l o w , soll im N o r d e n der Sow- etunion den er militärisch nicht sichern konnte, die Staatsautorität auf der inneren Linie festigen, und Malenkow, Stalins persönlicher Sekretär, einer her größten „Stars" in der Parteiführung, soll Sibirien und den Fernen Dften in Ordnung ^Es"muß schlimm aussehen in Stalins Reich, wenn der Tyrann gezwungen ist, seine nächsten Vertrauten au? den weiten Sektor der zivilen Verwaltung von Archangelsk bis Tiflis und von der Wolga bis zum Gelben Meer zu verteilen, während die militärische Front unter den Schlägen der deutschen Bejkeiungsarmee zusammmdricht. Alle tiefe S-iü>. reichbaren großen Oel- und Naphthagebiet von Baku im Kaukasus ein in der Sowjetunion einzig dastehendes, riesiges Montaninduftriekombinat dar, dessen Einzelglieder nur schwer voneinander zu trennen sind und einzeln kaum lebensfähig wären. Die günstige Lage und das glückliche Zusammentreffen so vieler wichtiger wirtschaftlicher Faktoren in einem zusammenhängenden Raum ha- ben das Donezbecken auch zu einer Rüst u ng s h o ch b u r g ersten Ranges in der Sowjetunion, nebep Moskau und Leningrad, sich entwickeln lassen. So befindet sich im Donbaß nicht weniger als ein Drittel der ganzen bolschewistischen Schwerindustrie, denn die Donezkohle eignet sich besonders gut zur Verkokung, und das Erz konnte bisher aus dem Gebiet von K r i w o j R o g bezo- gen werden, wobei das Mangan von N i k o v o l als Härtemetall diente. Die beiden letzten Orte oefinden sich bekanntlich schon seit längerer Zeit in deutscher Hand. Auf der Eisen-, Stahl- und Walzguterzeugung beruht wiederum eine wichtige Maschinen- und metallverarbeitende Industrie und auf den Derivaten der Verkokung eine ansehnliche chemische Industrie. So befinden sich hier neben den eigentlichen Rü- >(o:1 ‘als l ^ol6 weit», 1 n>ar l Ate gt !. A i Miet’ | Deit^ ■ ieboih\ : V es v blinken > ! . bie t! lften m:‘ n, daß t «ö» h l bart, z Nnt me Treü MW 11 m 5Bi^ ,er 9egn? i mit V. kann!> (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Ankara, Ende Oktober 1941. Wenn wir uns die Karte des weiten europäischen Iurnes anschauen, dann fällt unser Blick im :n der Sowjetunion, etwa in dem Gebiet dlich des Asows chen Meeres, unwill- h auf die charakteristischen Gebilde der drei laufe: Dnjepr, Donez und Don, von i jeder einen nach Osten hin ausholenden wei- Zogen schläat und die trotzdem fast parallel zu- der verlaufen. Und hier tn dem großen Raum lkrainischen Steppe, in der Mitte zwischen dem ^r-Bogen im Westen und dem Don-Bogen im , erstreckt sich, gleichsam eingebettet im West- i des Donez, des „kleinen Don", und gleick- feine natürliche Nord- und Ostgrenze bildend, heute im Vordergrund des Interesses stehende ige Donezbecken ober, wie es die Sowjets der russischen Bezeichnung Donezbassin kurz daß" nennen. Man stelle sich anderseits biD- ?in riesiges Kohlenbrikett von etwa 300 Kilo- f Länge und 80 Kilometer Breite vor und i hineinversetzt mitten in die sommerlich gol- ogenden Getreidefelder der ukrainischen Land- , bann haben wir den — „sowjetischen Kohlen- . Denn macht man sick einmal die Mühe, einen auf eine bunte wirtschaftsgeographische Karte erfen, dann drängt sich einem dieser Vergleich sellist auf, womit auch der Charakter dieses etes und die Produktion der gesamten Ukraine, lit den zwei schlichten, aber vielsagenden Wor- Kohle und Getreide alles besagt, im glztzen gekennzeichnet sind, obwohl viele andere mdjtige Jndustrieprodukte dieser an Bodenschätzen üL-raus reichen Gegend, vor allem das Eisen- eiz und das Manganerz nicht zu vergessen ftd. 2as Donez-Steinkohlenbecken nimmt eine von Asten, etwa bei Stalino beginnende, sich ost- vkrts dis zur Mündung des Donez in den Don h Rostow länglich erstreckende Fläche von 1,7 Rllionen Hektar ein, die im Norden, südlich von iein großen ukrainischen Wirtschaftszentrum Charkow, genauer bei der Stadt Slawjansk, ihren i'rfartg nimmt und im Süden bei dem Jndustrieort Ünwroßjewka endet, wo bereits das nord- lau kasische Land beginnt. Die in diesem gewaltigen feen enthaltenen Kohlenvorrate sind bis jetzt noch Mt genau berechnet, können jedoch mit mehr Zis 5 0 Milliarden Tonnen angegeben Werts ; andere Statistiken sprechen sogar von einer kinähernden Schätzung .von 70 Millionen Tonnen. geförderten Kohlen zeichnen sich durch große Mschiedenheit aus: es gibt hier trockene und fette hilen, Gaskoblen und Schmiedekohlen, halb- mthrazite und Anthrazite. Auch Kokskohle, die für le Bedarf be;r weitverzweigten lokalen metallurgisch n Industrie notwendig ist, wird gefördert. Dank 66 gut ausgebauten Verkehrsnetzes hat die Stein- toHeninbuftrie des Donezbeckens ganz bedeutenden lirfang angenommen und beherrscht die gesamte Sp!)uftrie der Sowjetunion. Auch Moskau und der Ihl waren bis zuletzt in der Brennstoffversorgung to tqehenb von der Donezkohle abhängig, die außer- dentlid) hochwertig ist und vor allem einen aus» Widmeten Koks ergibt, ähnlich dem Ruhrkoks, der j: auch in roeitab'Megene Hüttenbezirke geht, wo l'lft allerdings nicht so hochwertige Kohlen ge= friert werden Nicht zu vergessen noch, daß die fbmten jowjetilchen Eisenbahnen vorwiegend Do- is'iohlen zur Feuerung benutzen. Die industrielle Entwicklung des Beckens begann r Jen Jahren 1860 bis 1870. Im Jahre 1870 tour- lr hier 246 000 Tonnen Kohle gewonnen, im Jahre 1913 bereits 25 600 000 Tonnen, d. h. 70,2 v. h. des Llnerbittliches Gericht. Der Feldzug im Osten hat der Bekämpfung der Briten keinerlei Llbbruch getan. Vergeblich zerbrechen sich Millionen von Engländern die Köpfe, wie sie Stalin helfen könnten, denn die Briten können sich selbst nicht helfen, und die Wucht der Angriffe unserer Kriegsmarine gegen die lebenswichtigen Verbindungen der britischen Insel sowie die Tätigkeit unsexer Geschwader der Luft hat noch zugenommen. In einer einzigen Woche versenkten allein unsere Luftflotte und unsere U-Bootwaffe fast 100 000 BRT. Während England tn seinen Sorgen sich zu sinnlosen haßausbrüchen und utopischen Forderungen an die britische Kriegsleitung versteigt, ist das Bangen um den bolschewistischen Alliierten nachgerade in Verzweiflung übergegangen. Wenn die Sowjets geschlagen sind, so schreibt die „Times", bann hat England seine besten — soll wohl heißen letzten — Chancen für den Sieg verloren. Und der Kriegswüterich und Deutschenfresser, der U8^..°Marineminister Knox, gab offen zu, nur ein Wunder könne die Sowjets retten. Nach menschlichem Ermessen wird dieses Wunder aber nicht eintreten. Das „Wunder" an der Marne, das 1914 Frankreich rettete, wiederholt sich nicht, denn die Weltgeschichte bewegt sich nicht in Wiederholungen. Nur der bornierte Unverstand der englischen Schreibstubenstrategen glaubt daran. Wenn Lügenreuter jetzt versichert, die Deutschen hätten vor Moskau Panzer aus Holz eingesetzt — wörtlich: Panzer aus Holz —, dann ist diese kindische Er- finbung nur eine Wiederaufwärmung der grandiosen Lüge, wonach die englischen Panzer in Griechenland die deutschen Panzer „wie Käse zerschnitten" haben sollten, worauf die Deutschen die Briten bekanntlich aus Griechenland hinauswarfen. Die große und weltgeschichtliche' Bedeutung der Kämpfe im Osten hat zunächst ein ganz klares Ergebnis gehabt. Die Angriffsarmeen des Bolschewismus sind erledigt, die riesigen Kesselschlachten und die unablässige Verfolgung des Feindes durch die Deutschen haben den Koloß der zum Ueberfall auf Europa bereitgestellten Armeen so zerschlagen, daß jetzt nur noch zweite ober dritte Reserven ben verzweifelten, aber zur Erfolglosigkeit verdammten Versuch machen, den Krieg etwas zu verlängern ftungsbetrieben chemische Werke, Röhrenfabriken und Maschinenbauanstalten, unter anderem auch Lo- komotivfabriken, so vor allem in Woroschilowgrad, wo die großen Lokomotiobauwerke „Oktoberrevolution" liegen. Zusammen mit den im Bezirk Charkow befindlichen Lokornotiv- und Waggonfabriken konnten etwa 60 o. h/des normalen Bedarfs an Lokomotiven und Waggons der ganzen Sowjetunion aus den Donezbetrieben gedeckt werden. Den umfangreichen Energiebedarf des Gebiets liefert eine Reihe von Großkraftwerken, die sämllich auf der Kohle basieren. Auch befindet sich hier, und zwar in Nikitoska, bas bisher einzige größere Queck- silbervorkommen der UdSSR. Seine Bedeutung schließlich als wichtiges Zen^ trum der sowjetischen Rüstungsindustrie geht schon daraus hervor, daß es hinsichtlich der unmittelbaren Rüstungsproduktion gleich hinter den zwei größten Rüstungskammern der Sowjetunion, Moskau und Leningrad steht. Im Donezgebiet befinden sich nämlich zahlreiche Werke zur Herstellung von Munition, Geschützen, Pulver und Sprengstoffen, Handfeuerwaffen und mehrere Fabriken für Flugzeugbau. Vergegenwärtigt man sich diese Tatsachen in vollem Umfang, dann versteht man, daß die Eroberung dieses so überaus lebenswichtigen Donezbek- kens einen nicht mehr gut zu machenden Verlust für die sowjetische Kriegführung bedeutet. f^efteDt mit etwa 130 Millionen Tonnen Salz- ttfäten, die von dem Bachmuter Salztrust abge- h’t werden. Der Bezirk Artemowsk steht in bezug Salzvroduktion an erster Stelle in der Sowjet- lrim und liefert 35 v. h. der gesamten sowjetischen ^Ausbeute und 92 v. h. der Salzvroduktion der Dfriine. Die Bedeutung der chemischen Industrie di'sts Bezirks erhellt daraus, daß sie nicht weniger J'* 85 v. h. der Gesamtproduktion der ch"mischen Mituftrie der Sowjetunion liefert. Unerschöpfliche ®iräte der notwendigen Materialien zusammen lft dem Vorhandensein von Sjehftoffen bilden eine Endlage der weiteren Entwicklung dieses In- «st-iezweiges. Infolge der glücklichen Verbindung Jir Kohlenlager des Donezbeckens mit Eisen- und J^ganoortommen der Gegend der Dniepr- !^h«elle konnte sich die metallurgische Industrie hier str schnell entwickeln. Bereits im Jahre 1797 wur- «.i die ersten Eisengießereien in L u g a n s k er- P» der heutigen, nach dem Sowjetmarschall Wopilow benannten Stadt Woroschilowg ra b. -39 in der Sowjetunion am dichtesten besiedelte «6-et des Donezbeckens — hier reiht sich em 3n- Q-Meort an den anderen — stellt mit feinen rei- *n Kohlenschätzen zusammen mit den Eisenerlla- $h von Kriwoj Rog, die 60 o. h. der Ge- Itoförberung der Sowjetunion liefern, und dem aanerzvorkommen von Nikopol, die betoe jjrt) ein praktisch angelegtes Verkehrsnetz mit ’n eng verbunden sind, sowie mit dem schnell erGeneral-Anzeiger für Oberhessen Siehen?§chulftrahe7-9 •ImS VCfir lltll UU3 UlCl uiquj.vvvuv.. ~ ' ,1IB . ( er oberen 14 Meter starken, der mittleren 45 Meter p und der unteren sogar 85 Meter starken . / V |w d)t. Ein komvakte Salzablagerung mürbe auf D u e ’ r ungefähr 450 Quadratkilometer aroßen Fläche «er gefd» PM r if, wie h galtet I gelanz ia 6 in fallt! kern Anr igelcgf. f, n der U, ÄzurL( Das „Ruhrgebiet" -er Sowjetunion Von unserem J.-Sonderberichterstatter. A Jahrgang l!r. 256 jjCTgr ft q viel he ©Ivener Anzeiger UN- Bolschewikien endgültig auszubrennen. In diesem Stadium des Krieges befinden wir uns, und die gewaltigen Erfolge unserer und der uns verbündeten Truppen in der letzten Zeit werden erklärlich durch das Nachlassen der bolschewistischen De^ei- digungskraft. Bon Tag zu Tag bringt trotz des durch die Jahreszeit bedingten schlechten Wetters unsere Offensive immer neue Gebiete in unsere Hand, und unsere Luftflotte zerschlägt auch die letzten Versuche des Feindes, feine Massen und sein Material auf den Eisenbahnen usw. zu den Kampfabschnitten zu befördern. Genau wie während des Krieges in Frankreich, in Jugoslawien und in Griechenland wird so der Gegner durch die Vernichtung seiner rückwärtigen Verbindungslinien so geschwächt, daß von einem organisierten und nach einem einheitlichen Plan durchgeführten Widerstand keine Rede mehr sein kann. Die Widerstandskraft konzentriert sich auf einige Punkte, wo Menschen und Material vergeblich geopfert werden, sie müssen dan nim Laufe der planvollen Operationen unseres Führerhauptquartiers aufgegeben werden, neue Widerstandslinien werden zu bilden versucht, auch diese werden zerschlagen, dem Angriffsgeist der Deutschen kann der Gegner also nichts entgegensetzen als eine wilde und vergebliche Verteidigung, und so werden die letzten Massenheere Stalins, an sich schon zusammengestoppelt, in immer zunehmenderem Maße vernichtet. Der Fall Charkows, der viertgrößten Stadt der Sowjetunion, ist in London und in den USA. geradezu als ein Fanal betrachtet worden, denn die Eroberung dieser Stadt beweist, wie schnell das Verderben fortschritet. Stalin verliert eine Massenarmee nach der anderen, er wird auch genau wissen, daß die Eroberung immer neuer Rohstoff- und Rüstungszentren durch die Deutschen für ihn das Ende bedeutet. In den letzten Tagen ist nicht nur im Südabschnitt der Ostftont das Verderben für Stalin fortgeschritten, sondern auch in der Mitte der Front wurde starker feindlicher Widerstand gebrochen, und im Norden vollzog sich der gleiche Vorgang. Unentrinnbar sitzt der Bolschewismus in der Falle, die er anderen zugedacht. E. S. Kampf bis zum Endsieg. Eine Ansprache des Duce. Littoria, 27. Okt. (DNB.) Mussolini übereignete am Sonntag rund 3000 Bauern, durchweg ehemaligen Frontkämpfern, dis bisher als Pächter des Frontkämpferwerkes bebauten Bauernhöfe. Dabei führte er aus: „Tausende Eurer Kameraden treten heute in den Besitz des Bodens, den sie mit unermüdlichem Fleiß wieder fruchtbar machten, und ich habe die Gewißheit, daß sie ihn in Zukunft mit noch erhöhtem Verantwortungsgefühl ebenso unermüdlich weiter bebauen werden. Durch diese Kundgebüng erhält das gigantische Werk der Urbarmachung der ehemaligen Pontinischen Sümpfe, das einen unumstößlichen Beweis für unsere organisatorische Fähigkeit liefert/ nach seiner wirtschaftlichen und technischen nunmehr auch seine soziale Krönung. Mit dem gleichen unerschütterlichen Willen, mit dem wir dieses Ziel erreicht haben, werden wir auch das höchste Ziel erreichen, für das wir gekämpft haben, kämpfen und bis zum Endsieg kämpfen werden. Das Elend in Leningrad. Stockholm, 27. Okt. (Europapreß.) Seit die Kälte in dem Leningrader Abschnitt eingesetzt hat, versuchten Einwohner der Stadt zu den finnischen oder deutschen Linien zu fliehen. Der Korrespondent von „Stockholms Tidningen" berichtet, daß die Kälte und der Hunger der Zivilbevölkerung von Leningrad größere Leiden verursachen als die Bomben und Granaten, die fortgesetzt auf die Stadt niederprasselten. Tausende von Zivilpersonen seien verwundet, denen jedoch nicht geholfen werden könne, da seit langem die Krankenhäuser und Aerzte nicht mehr ausreichend seien. Obwohl Hunderte von Menschen jede Nacht versuchten, durch die weiten Minenfeloer an den sowjetischen Maschinengewehrnestern unbemerkt vorbeizuschleichen, gelinge es nur einer kleinen Anzahl von Flüchtlingen, ihr Ziel zu erreichen; die meisten fänden durch die Landminen den Tod. Englands Mangel an Schiffsraum. Rom, 27.Oktober. (Europapreß.) Die englischen Kohleoerschiffungen n crch Aeayp, te n nehmen, wie „Piccolo" aus Ankara erfahrt, immer weiter ab, da es an Schiffsraum mangelt. Wegen der ernsten Bedrohung des ägyptischen Eisenbahnverkehrs versucht das Der- kehrsministerium, eine Anzahl Lokomotiven auf Oel- betrieb umzuftellen. Erste Wolke. Von Joseph Baur. Das junge Paar ist erst wenige Tage verheiratet. Aber Otto, Soldat und nagelneuer Ehemann, hat bei aller heißen Liebe seiner Urlaubstage doch auch an die nahende Winterkälte gedacht und sofort Kohlen bestellt. Eine besondere Überraschung für die junge Ehefrau soll es sein, daß er die Lieferung auch gleich bar bezahlt. Das Geld hat er gespart, ein schöner Fünfzigmarkschein liegt im Geheimfach seines Schreibtisches bereit Am Tag der Kohlenlieferung erwacht Otto schon früh von Geräuschen, die sich anhören wie ferne, dumpfe Detonationen, und die sich in regelmäßigen Abständen wiederholen. Dazwischen stapfen feste Männerschritte ums Haus. Aha, begreift Otto, das ist kein Artilleriefeuer, sondern die Kohlen werden schon in den Keller getragen. Eigentlich recht freundlich von der Hauswirtin, den Kohlenmännern gleich Anweisung zu geben und das junge Paar ruhig, ausschlafen zu lassen. Wirklich sehr freund- lich! Aber nun kleidet sich Otto rasch an. Lilli reibt sich verwundert die Augen. „Kohlen", ruft ihr Otto zu, mit nicht ganz angemessenem Pathos, Sohlen, damit die kleine Frau nicht friert!" Er verschwindet in sein Arbeitszimmer und kehrt, den Fünfzigmarkschein schwingend, zurück. Lilli staunt und ist sehr gerührt. Dann steigt Otto hausväterlich wichtig in den Keller. Dort findet er die Hauswirtin mit den Kohlenmännern in Auseinandersetzungen verstrickt. Anscheinend gibt es hier eine Meinungsverschiedenheit zu schlichten. In Otto dämmert bereits ein Verdacht. Uno wirklich: es sind zwar seine Kohlen, aber sie wurden in den falschen Keller geschüttet! Frau Sckröder hat nämlich zufällig ebenfalls Kohlen bestellt, allerdings bei einer anderen Firma, und erst bei Aushändigung der Rechnung zeigte sich der Irrtum. Nun herrscht erregte Ratlosigkeit Weise schlägt Otto vor, entweder die Keller oder die Kohlen zu tauschen. Aber Frau Schröder hält zäh an ihrer Ordnung der Dinge fest. Also schaufeln die Kohlenmänner mit etwas verfinsterten Mienen Englands leßier Zestlandsdegen gebrochen. Oer Gauleiter sprach in Groß-Gerau. NSG. Der am Sonntag vom Kreis Groß-Gerau der NSDAP, veranstaltete Kreistag erfuhr feine besondere Bedeutung durch Ausführungen des Gauleiters, mit denen er vor dem Politischen Führerkorps des Kreises, wie auf einer Großkundgebung vor der Bevölkerung, die Stellung der Heimat im Zeitgeschehen darlegte. Im Gemeinschaftsraum der Helvetia-Konservenfabrik hatten sich in früher Morgenstunde über 800 Politische Leiter, sowie die Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände des Kreises zum Appell versammelt. Gauleiter uuv Ueichsstatthalter Sprenger behandelte in der Aufzeichnung der Parallele unseres inneren Ringens um die Macht mit unserem gegenwärtigen Freiheitskampf die Machtbeftre- öungen des internationalen Judentums mit seinen Vernichtungsabsichten gegenüber dem deutschen Volk und der Kulturwelt schlechthin. Der satanische Plan des Juden und Roosevelt-Ratgebers Theodor Kaufmann, das deutsche Volk durch Sterilisation vom Erdboden zum Verschwinden zu bringen, sei keineswegs eine unbedeutende, wenig gültige private' Meinung, sondern die von den Juden selbst im blinden Haß zu früh aufgedeckten wahren Absichten, die man mit einem zu Fall gebrachten oder aber zu einer Kapitulation bereiten Deutschland vorhabe. Diese Erkenntnis, so fuhr der Gauleiter fort, verpflichte die Nation, ihr Alles daranzusetzen, um den Sieg zu erringen. Mit dem Hinweis aus die bisher auf dem Wege unseres Sieges gebrachten Opfer, und der mahnenden Verpflichtung, die toten Helden durch eigene immerwährende Glaubenskraft an die nationalsozialistische Idee und die Tat für den Führer für immer lebendig sein zu lasten, klang die Rede in einer erhebenden Gefallenenehrung aus. Vor mehr als tausend auf einer anschließenden Großkundgebung versammelten Volksgenossen nahm der Gauleiter dann nochmals Gelegenheit, um auf die Bedeutung der gegenwärtigen Waffenerfolge im Osten einzugehen. Wenn damit auch das Ende der militärischen Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus noch nicht gekommen sei, so stehe doch endgültig fest, daß die Entscheidung gefallen ift Eine Bedrohung oder Gefahr durch den Bolschewismus sei für Deutschland und Europa damit endgültig gebannt und der legte Fe st land s- degen Großbritanniens zu Fall gebracht. Daraus ergebe sich für die Briten lediglich die bittere Erkenntnis, daß sie nunmehr selbst antreten werden müssen. Der in der Erkenntnis des gemeinsamen Feindes geeinte europäische Kontinent aber werde mit Großbritannien die letzte Bastion des internationalen Judentums in Europa bezwingen. „General Zeit", der vermeintliche Verbündete der Briten, habe mit dem europäischen Erwachen nunmehr einen entscheidenden Frontwechsel vorgenommen. Während das Reich durch die Ausrichtung des Kontinents auf den Einsatz gegen die britische Insel von Monat zu Monat eine Verstärkung seines Kriegspotentials erfahre, schwäche die Atlantikschlacht wie der pausenlose Einsatz unserer Luftwaffe unerbittlich mit stetig wachsender Wirkung die britisches Lebensgrundlagen. Mit einem Appell an die Heimat, sich durch Haltung und Gesinnung der kämpfenden Front würdig zu zeigen und dabei stets auf das Vdrbild des Führers zu blicken, schloß der Gauleiter seine wiederholt von zustimmenden Beifall unterbrochene Rede. Oer Krieg der Luden. Von unserer Berliner Schriftleitung. Ein Wunder hat sich begeben. Das Gallup-Institut in Neuyork hatte geschäftsgemäß eine Umfrage an die USA.-Bürger gerichtet, wer die Schuld an diesem Kriege habe. Die Antworten, die in der deutschfeindlichen „New Jork Times" veröffentlicht werden, sind sehr bezeichnend und sicherlich nicht zur Freude der Fragesteller ausgefallen. Dan ad), so ist die amerikanische Dolksmeinung, ist R o o s e v e l t der Hauptverantwortliche dieses Krieges, und dann folgen die Banken und Rüst u n g s i n d u st r i e l l e n , die bekanntlich zum größten Teil jüdischer Fasson oder mit den Juden versippt sind, und zum Schluß werden ausdrücklich die Juden genannt Wir wollen uns der Auslegung, als ob in den amerikanischen Massen bereits ein latenter Antisemitismus wirksam geworden sei, enthalten und stellen nur fest: Die Befragten gaben eine Antwort wie Luther auf dem Reichstage zu Worms. Das Londoner Labour-Blatt, der „Daily Hera! d", hatte im Oktober 1940 die trockene Feststellung gemacht: „Dieser Krieg ist der heilige Krieg der Juden." Mit diesen Worten sind die eigentlichen Kriegshetzer entlarvt, und bereits 1939 schrieb der englische Hauptmann Thomas Godman, das Haupt des britischen Bankhauses Rothschild, Anton von Rothschild, dessen Beziehungen zu Churchill bekannt sind, habe England zu diesem Kriege angeregt. „Dieser widerliche Jude", so schrieb Godman wörtlich, „erklärte im Verlaufe einer langen zankenden Auseinandersetzung, daß die ganze jüdische Finan^macht der Welt eingesetzt wird, um einen Krieg zwischen England und Deutschland hervorzurufen, da das Judentum hofft, aus den Trümmern eines solchen Krieges erneut zu eigener Macht auch wieder in Deutschland zu gelangen", und weiter schildert er, wie Rothschild gejagt hätte, der Tag der jüdischen Rache käme, wo die Juden den letzten Tropfen Blut aus dem Herzen des deutschen Volkes pressen würden. Englands Kriegsminister war damals, also noch vor dem Kriege, der jüdische Höre Belishcr, in Wirklichkeit Elias aus dem Judenghetto Moghreb in Marokko! , Die Juden, die Roosevelt und Churchill umgeben, gebärden sich heute, unter den vernichtenden Schlägen, die die bolschewistischen Juden einstecken müssen, allerdings sehr weinerlich. Wo ist die jüdische Legion geblieben, von der die Judenblätter schrieben? Seit Kriegsbeginn wird immer wieder versichert, jetzt käme endlich Judas Rache, aber die Juden sind heute noch soweit vom Schuß wie vorher, und selbst ein jüdischer Chefredakteur eines Pariser Blattes mußte im Mai vorigen Jahres zugeben, unter der englischen Expeditionsarmee befänden sich nur 239 Juden, als „Verwaltungsschieber"! Mit dieser jüdischen Legion der Rache ist es also nichts. Dafür aber schreien sie jetzt, aus Menschlichkeit solle man doch ihre Rassegenossen besser behandeln. Der jüdische Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Gemeinschaften in Rumänien, namens Fildermann —- der in Wirklichkeit und viel bezeichnender Fliedermann heißt, — hatte die echt jüdische Chuzde, in einem Schreiben an Marschall Antonescu sentimental darüber zu jammern, es sei doch nicht menschlich, wenn man dessarabische Juden in Ghettos verweise und sie damit von' der Gemeinschaft mit dem rumänischen Volk ausschließe. Die Antwort des rumänischen Führers ist geradezu schneidend. Sie verweist darauf, daß die Juden Bessarabiens die rumänischen Offiziere und Soldaten bespuckt und beschimpft und hinterrücks niedergeknüppelt haben, die einziehenden Sowjets aber als Befreier mit Blumensträußen und Lobhudeleien empfingen. Jetzt, da Bessarabien wieder befreit sei, hätten sie nur das gerechte Urteil über diese Untat zu empfangen, und die Leichen der Rumänen, die aus Kischinjews Kellern hervorgeholt wurden, seien gerade der jüdischen Blutraserei zum Opfer gefallen. Das vergesse das rumänische Volk niemals. Es ist die alte Geschichte: Der Jude ist frech und blutsaugerisch, wenn ihn keine Gewalt daran hindert; er ist feige bis zum Aeußersten, wenn eine Ordnungsmacht diesem höllischen Tun wehrt. Das wußte schon der alte römische Geschichtsschreiber Tacitus, der von den Juden als einer Gott und den Menschen verhaßten Rasse schrieb. Sehr klar aber hat der Führer vor dem Kriege, am 30. Januar 1939, gesagt: „Ich will heute wieder ein Prophet sein: wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, so wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit des Judentums fein, sondern die die Kohlen wieder in Körbe und schütten sie in den richtigen Keller. Nachdem das geschafft ist, sorgt Otto durch ein anständiges Trinkgeld für Wiederaufhellung der Gesichter. Soweit wäre ja alles gut Doch nun findet Otto seine ocycuijel nicht. Er sucbt überall, aber er findet nichts als ein Loch in feiner rechten Hosentasche. Vorwurfsvoll zeigt er es Lilli. Es sei eine alte Hose, gewiß, aber für den Kohlenkeller doch wohl die richtige, und Schlüssel müsse man als Ehemann ohne Sorge in jede Hosentasche stecken können. Jetzt sind die Schlüssel natürlich unter die Kohlen geraten. Mit täuschend echter, finsterer Kohlenmännermiene begibt sich Otto wieder in den Keller. Es ist eine verdammte Arbeit. Er muß noch einmal die ganzen Kohlen umschaufeln. Es dauert lange. Otto schwitzt und wird schwarz dabei wie ein richtiger Kohlenmann. Seine Erbitterung gegen Lilli wächst mit jeder Schaufel, die er schippt. Nach gut eineinhalb Stunden hat er sämtliche Kohlen auf die andere Kellerseite geschaufelt — aber die Schlüssel hat er nicht gefunden. Finsteren und geschwärzten Angesichts steigt er wieder nach oben. Schon auf der Treppe ruft er gebieterisch nach Lilli, entschlossen, ihr eine erste und durchaus ernste ehemännliche Rede zu halten. Aber sie rührt sich nicht. Die Küche ist leer. Auch im Eß- zimmer findet er sie nicht. Doch aus feinem Arbeitszimmer hört er ein unterdrücktes Schluchzen. Schon dämmert ihm wiederum ein Verdacht, und ein wenig bang öffnet er die Tür. Lilli sitzt wei- nend vor dem -Schreibtisch, eine Menge Briefe liegen darauf, daneben steht geöffnet Ottos Geheimkasfette, die gesuchten Schlüssel stecken daran. Otto ringt nach Worten. Lilli hebt ihr verweintes Gesicht, ein anklagender Blick trifft ihn: „Wenn ich das geahnt hätte —" sagt sie und ihre Stimme erstickt wieder in Schluchten. Geschwärzt und zerknirscht steht Otto an der Tür. Sein gequältes Schweigen wird nur ab und zu durch das leise Schluchzen Lillis unterbrochen. Da findet er endlich das erlösende Wort: „Aber Lilli", sagt er, „schau doch bitte, aus welcher Zeit diese Liebesbriefe stammen! Als ich sie erhielt, gingst du ja noch in die Schule! Gewiß, es war nicht recht, sie dir zu verheimlichen. Aber das habe ich ja nun drunten im Keller gebüßt.". Lilli greift nach einem der Briefe, liest das Datum und stürzt ohne Zögern in Ottos Arme. Und es dauert nicht lange, dann sieht auch Lilli ganz so aus, als hätte sie eineinhalb Stunden Kohlen geschaufelt. Kastanien. Von Walter Krrrppa. Um das Halbrund des Rasenplatzes, auf dem nun schon die Blätter des Strauchwertes gilben, ist eine doppelte Kette von alten Kastanienbäumen gelegt. Eine schone Allee mit dichtem und hohem Dach, auf dem das regenschwere Gewölk dahineilt. Vor mir geht gemächlich ein Mann, mit würdigen Schritten, hält ein, bückt sich zur Erde nieder und verharrt so, bis ich ihn erreicht habe. Da richtet er sich auf mit dem kleinen Lächeln der Verlegenheit und geht seines Weges, als fei er bei einer schlechten Tat betroffen. Ich gebe sein Lächeln zurück, aber nicht mit der Erhabenheit dessen, der gewähren läßt und bereit ist, das Ungebührliche zu übersehen, sondern ein Lächeln des Einverständnisses. Ich hatte zuvor, von ihm unbemerkt, mit nicht weniger Eifer das gleiche getan, und Jbie Tasche meines Mantels war rund und verräterisch gefüllt mit Kastanien. Einst, wenn die Unwirtlichkeit der Wintertage Garten und Wiesen den Spielen verschlossen hielt, waren die Kastanien das willkommene Werkzeug, das sich, schlicht und anspruchslos in seiner Form, den abenteuerlichen Bestimmungen der Knabenphan- tasie niemals widersetzte. Der Fußboden war der Raum, auf dem die gewaltigen Geschehnisse sich abspielten, und die Kastanien waren bald das Schiffsvolk, das in alten Schachteln nach Amerika fuhr, bald Kriegsvolk. Den dicken Kastanien kam es zu, die Reiterei zu stellen, während die Kleineren das gemeine Fußvolk zu bilden hatten, das im dichten Gehölz, für das ein Ziegenfell galt, das in der Stube der Großmutter lag, Deckung suchte. Welche herrlichen Schlachten mit viel echtem Reue Trager des Eichenlaubs zum Ritterkreuz. Der Führer und Oberste Befehlshaber hat den, Hauptmann G o 11 o b, Kommandeur einer Jagd gruppe (Bild links), als 38. Soldaten der deutschen Wehrmacht und dem Oberleutnant Graf von Kageneck (rechts) in einem Jagdgeschwader als 39. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichen- laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. — (Scherl-Bilderdienst- jOKW.j M.) So Jt. eine! Hüter A Oer Großmusti in Rom. Rom, 27. Oktober. (Europapreß.) Der Groß- mufti von Jerusalem ist, wie „Piccolo" atu Montagnachmittag meldet, in Rom eingetroffen. bit Ste.Ee iieger auch linM itt o wtoort iach ni .O W ein e is hur ter unter । ifiei Öen Ls «Mete an ih einen imme inent völlig spa N da M nun 130. Ott 11 Die | w Mr f Äi 9m Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa." Von Rechts wegen! Dank an Antonescu. Bukarest, 28. Oktober. (DNB-Funkspruch.) Die Zeitung „Porunca Vremii", die seit jeher für eine radikale Losung der Judenfrage eingetreten ist, dankt dem Marschall Antonescu für die Offenheit, mit der er Öen Kern des Problems enthüllt habe. Würde der Bolschewismus gesiegt haben, so hätten die Juden sicherlich feinen Augenblick gezögert, die Rumänen nach Sibirien zu schicken oder sie abzuschlachten. Am Pruth, am Dnfeftr, am Bug und am Asowschen Meer sei rumänisches Blat nicht nur zur Befreiung der unterjochten rumänischen Volksgenossen, sondern auch zur endgültigen A b s ch ü t te l u n g des jüdischen Joches vergossen worden. In Kürze werde von dem Judentum nichts mehr übrigbleiben als eine traurige Erinnerung als Warnung für alle, die die füge nannte Humanität auf Kosten der Lebensrechtt des eigenen Volkes übertreiben wollten. Dr. Goebbels ^SIahreGauleiiervonBerlia • Berlin, 27. Oktober. (DNB.) Am 28. Oktober sind 15 Jahre seit dem Tage vergangen, an dem der Führer Dr. Goebbels die Gauleitung des Gaues Berlin der NSDAP, übertrug. Aus diesem Anlaß versammelte sich am Montagabend die Alte Garde der Berliner Bewegung im Deutschen Opernhaus um ihren Gauleiter zu einer herzlichen Kundgebung der Treue und dec Verbundenheit. Der Stellvertretende Gauletter Görlitzec dankte Dr. Goebbels für feine Fürsorge für bie Partei und die Bevölkerung der Reichsh au ptstabl besonders in den beiden Kriegsjahren, und schilderte seine stete Sorge um die Stadt Berlin. Dr. G o e b b e I s dankte in einer Ansprache dem Stellvertretenden Gauleiter und vor allem den al- gens um diese 4V--Millionen-Stadt fjabe er sich in glücklichen wie in schweren Stunden stets auf seine alten Mitkämpfer verlassen können. Als Dr. Goebbels der 1430 Gefallenen der Bewegung in Berlin gedachte, die in diesem Kriege ihre Liebe und Treue zum Führer mit dem Tode auf dem Schlachtfeld besiegelten, erhoben sich die Versammelten 311 Ehren ihrer für das Vaterland gefallenen Parteikameraden. Die Kundgebung schloß mit einem Treu^gelobnis zu Führer und Reich. chiiche ' 2o. Df: fSber wurde •m Der! Einern c ■to dai R'hi tödli *- später i*jum § M der ten Parteigenossen für ihre selbstlose Arbeit an dec F?e QUf Partei und an der Bevölkerung und würdigte ihre Pöron‘3 Teilnahme an einem 15jährigen Kampf um die r:r v Reichshauptstadt, der zu so sichtbaren Erfolgen ye- führt habe. In all den schweren Jahren des Rtn- Sondermission Roosevelts für London Lissabon, 28. Okt. (Europapreß.) Frederik L. H 0 y d e, der Mitglied der Verteidigungskommissiora der Vereinigten Staaten ist und vor einigen lagern in Lissabon angekommen war, ist am Montag nach London weitergeflogen. Vor seiner 2Ibreife erklärte er portugiesischen Journalisten gegenüber, daß er mit einer Sondermission des Prä» sidenten R 0 0 s e v e l t betraut sei. Kriegslärm wurden in dem sonst so friedlichem Stübchen geschlagen, dessen alte Möbel braun uniu glänzend waren, wie die Kastanien. Wie stob das Fußvolk auseinander, wenn her Feldherr, einsam in seiner überragenden Große, mit geröteten Wangen mitten im Kriegsgewimmel kniend« mit beiden Händen feine Reiterei in den Kampf warf. Und er warf so heftig, daß etliche weit über das Schlachtfeld hinaus in die friedlichen Bezirk« der Großmutter gerieten und sie schließlich gar Ira Gefahr brachten. Die gute alte Frau wurde von all dem Lärm fauira berührt, denn ihr Gehör war schon sehr geschwächt, und Jd) war daher zu keiner Rücksichtnahme gezwungen. Bisweilen ging sie zwischen Schrank unk Fenster einher, bedächtig eine hohe Tasse mit Kaffe« vor sich hertragend. An jenem Tage tat sie auf diesem Wege plötzlich einen Schrei, dem das Klirrera des Porzellans folgte. War sie selbst glücklicherweise- nicht zu Fall gekommen, so hatte doch einer der versprengten Reiter, auf den ihr Fuß geraten war, den: Verlust der kostbaren Tasse verursacht und den heftigen Schreck dazu. Widerspruchslos mußte ich das Kriegsverbot hin- nehmen, und Freund und Feind wurden gemeinfaira in die Schachteln geschaufelt. Zu dem, was mir aus Knabentagen geblieben ist. gehört auch die Freude an den Kastanien. Es ist wahr, sie haben keinen Nutzen für mich, aber er. Zwingt mich in jedem Jahr neu, in den Bezirk der Kinder einzubrechen und mich, der Lächerlichkeit: preisgegeben, den eifrig Sammelnden au gesellen. Es ist ein anderer Laut als der Fall des Apfels im väterlichen Garten, wenn der grüne, stachelige: Ball auf das Pflaster schlägt und zerspringt. Uns. Städtern wirft Pan, wenn feine goldene Zeit- ko mm t, keine Aepfel in den Schoß, aber trifft er uns in der Allee, so wirft er lachend mit vollen Händen die Kastanien auf uns nieder, daß wir auf* wachen sollen aus der Schwermut der grauen Tag« und teilhaben an 'Öen goldenen Festen des Herbstes. Uns, denen nicht vergönnt ist, reich zu fein an her Freude der geborgenen Ernte, wirft er dies Bildnis des satten Herbstes auf den Weg, und viele, btt scheinbar unberührt vorübergehen, tragen heimlich die alte Knabenliebe, schämen sich ihrer und lächeln« % Wer NABVLAN-BARNPARTA gebraucht, kann lind darf lachen, denn tolrhe Zähne dürfen tick «eben lauen! Aus der Stadl Gießen. Ein schlichtes Buch. Es mar in einem vollbesetzten O-Iug-Abteil. Mir gegenüber saß ein Gefreiter, der offenbar aus dem Urlaub kam. Er hatte sich zurückgelehnt und las in einem schmalen Bündchen. Während der Zug eilig der nächsten Station zustrebte und die Mitreisenden ihre Ansichten darüber austauschten, ob sie dort ihre Anschlüsse erreichen würden, nahm der Soldat keine Notiz oon feiner Umwelt. Seine Augen glitten aufmerksam über die Zeilen des Buches, zuweilen verrieten feine Mundwinkel ein stilles Schmunzeln, und nur gelegentlich schaute er auf. Dabei war ihm dann anzusehen, daß er nur eine Lesepause einschaltete, um einem Gedanken nachzusinnen, den die Lektüre angeregt hatte. Als der Zug hielt, stand er auf und zündete sich eine Zigarette an. Da wir ins Gespräch kamen, fragte ich ihn nach feiner Lektüre. Er lächelte und hob das Buch auf. „Sehen Sie hier: Novellen von Theodor Storm. Haben Sie etwas anderes erwartet? Vielleicht einen Kriminalreißer?" Belustigt musterte er mich, als ich jedoch eine abwehrende Bewe- gung machte, meinte er, das gäbe es Natürlich hier und da auch. „Glauben Sie", fuhr er fort, „es wird viel gelesen bei den Soldaten. Mehr, als manch einer vielleicht cchnt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß das gute Buch durchaus den Vorrang genießt. Zn manchem Tornister stecken geradezu Perlen der Literatur, allerdings gewöhnlich in einfachem Gewände. Ein schlichtes Buch wie dieses hier ist uns das liebste, es macht äußerlich nicht viel her, kann überall mit hingenommen werden und birgt einen köstlichen Wert. Es gibt häufig eine Stunde, in der man gern darin blättert. Hat man es gelesen, bekommt es der Kamerad, und auch der gibt es wieder weiter. So wandert es durch unzählige Hände, bis es eines Tages vielleicht wieder zurück- kommt. Aeußerlich sieht es dann nicht mehr gut aus, aber an innerem Glanze hat es nicht gelitten, obwohl es wer weiß wie vielen Kameraden zur Erbauung gedient hat. Sehen Sie, das ist die segensreiche und dankbare Aufgabe, die ein schlichtes Buch bei uns erfüllt." Neue Reisende kamen ins Abteil, der Zug fuhr an und der (Befreite nahm seine Lektüre wieder auf. Ich sann über seine Worte nach, die besonders setzt betonte Geltung erhielten. Wieviel Glück und Iro-ft, wieviel stille Freude und ehrliche Begeisterung vermag das gute Buch Demjenigen zu geben, der es aerne aufnimmt und als treuen Kameraden mit sich führt. Gerade unseren Soldaten ist es immer willkommen, und deshalb sollten wir nach Kräften dafür sorgen, daß es ihnen niemals fehlt. H. W. Sch. Sorn»Hien. Tageskalender für Dienstag. Stabtheater: 18.30 Uhr „(Farmen*. — Gießener Dortragsring: 19.15 Uhr In der Aula der Universität svricht Dr. Hermann B u r t e über „Die euro- väische Sendung der deutschen Dichtung". — Gloria- Palast. Selterswea: „L"ichte Mule". — Lichttviel- haus. Babnhofstrake: „Glück im Schloß". — Ober- hessischer Kunstn^rein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Vuchwvche 1941 Gießen — Hermann Burfe spricht. Aus Anlaß der vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in der Zeit vom 27. Oktober bio 2. Nov-mber veranstalteten Woche des deutschen Buches 1941 werden die im Gießener Nortraa«ring zusammengeschlossenen Kulturverbände Goethe-Bund. Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen am Dienstag. 28. Oktober, in der Aula der Universität eine literarische Feierstunde durchführen. Der Dichter Hermann Bürte wirb über das Thema „Die europäische Sendung der deutschen Dichtung" sprechen. Derdunkelnngszeit 28. Oktober von 17.59 bis 8.08 Uhr. Kämpfen, arbeiten, siegen! IV. Landespferdeausstellung 1941 in Gießen Unter dieser Parole sinden am 30. und 31. Oktober, sowie am 1. und 2. November 1941 im Kreise Wetterau folgende Versammlungen der NSDAP, statt: Donnerstag, 3 0. Oktober, 20 Uhr: Annerod, Garbenteich, Ober-Bessingen, Rödgen, Ruppertsburg, Staufenberg, Trais-Horloff, Trais- Münzenberg. Freitag, 31. Oktober, 20 Uhr: Allen- borf a. d. Lumda, Alten-Buseck, Gießen-Klein-Linden, Lang-Göns, Langsdorf, Lich, Münzenberg, Saasen, Steinbach, Treis a. d. Lumda, Wohnbach. Samstag 1. November, 20 Uhr: Al- lendorf (Lahn), Burkhardsfelden, Gießen, Gro- ßen-^Buseck, Grünbera, (Srüningen, Holzheim, Hungen, Lauter, Lollar, Londorf, Melbach, Oberhörgern, Dillingen, Watzenborn-Steinberg, Wölfersheim. Sonntag, 2. November, 15 Uhr: Badtaunus: in der Gruppe Warmblut: 1. Oberhessen, 2. Maintaunus, 3. Rheinhessen. Siegerhengst waren der Kaltbluthengst „Herzog" und der Warmbluthengst „Husar", Siegerstute die Kaltblutstute ,,23e» nitaJ aus der Zucht von R. Walther, Reichelsheim (Wetterau) und die Warmblutstute „Beate" von Fr. Dörr, Trebur. Auch in diesem Jahr wird hier ein harter Wettstreit efntreten, zumal von Gauleiter Sprenger Die wertvollen Siegerpreise zur Verfügung gestellt worden sind. Besonderes Interesse oeanspruchen auch die Hengst-Nachzuchtsammlungen, für die jeweils vier direkte Nachkommen eines Hengstes gezeigt werben. In der ©nippe Kaltblut sind vertreten die Hengste Albion, Fürst, Hofer und Zeuß, unter denen Albion allein mit 12 Töchtern Dabei ift Zn der Gruppe Warmblut sind es sechs Hengstfamilien, und zwar Cherusker, Deichgraf, Dirigent, Emigrant, Egly und Gidran. Das Hauptprogramm am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr aus dem Walbfportplatz sieht nach der Vor- sührung sämtlicher Pferde ein Reit- und Fahrturnier vor. Drei gut besetzte Jagdspringen und zwei Fahrwettbewerbe kommen zum Austrag, während die Wehrmacht eine Schaunummer vorführt. Die 4. Landes-Pferdeausstellung in Gießen steht unter der Schirmherrschaft von Gauleiter Reichs- statthatter Sprenger, der für Sonntagnachmittag fein Erscheinen zugesagt hat und den Züchtern der Siegerftuten die Ehrenpreise übergeben wird. llS-SMlnWst M Stuft lUllltz 5tenöe SdJ.- Schwimmstunden * dienstags 20.00 bis 21.00 Uhr und 21.00 bis 22.00 Uhr freitags 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. u»7D Wenn der Landesverband der Pferdezüchter trotz der Kriegsverhältniffe feine IV. Landes-Pferdoaus- stellung am kommenden Samstag und Sonntag, 1. und 2. November, durchführt, so geschieht das einmal deshalb, um den dreijährigen Umlauf nicht abbrechen zu lassen, zum anderen aus der Erkenntnis heraus, daß gegenwärtig und in den Zähren nach dem Kriege alle für die Pferdezucht tätigen Kräfte mobilisiert werden müssen, um die großen Ausfälle, die dieser Krieg den Pferdebeständen Europas bringt, wieder auszugleichen. Schon lange nicht mehr ist die Unentbehrlichkeit des Pferdes so klar zutage getreten, wie im jetzigen Kriege. Auf die bedeutende Aufgabe, die dem Pferd nicht nur in der Landwirtschaft, sondern vor allem in dem jetzigen Ostfeldzuge zukommt, braucht nicht besonders hingeweisen zu werben. Im Hinblick auf diese Tatsachen kommt der 4. Landes-Pferdeausstellung in Gießen am kommenden Samstag und Sonntag besondere Bedeutung zu. Die erste Landes-Pferdeausstellung fand im Rahmen der letzten Landestierschau 1927 in Darmstadt statt. Die 2. Landes-Pferdeausstellung wurde 1935 in Frankfurt g. M., die 3 Landes- Pferdeausstellung 1938 ebenfalls in Frankfurt a. M. mit einer Beschickung von 360 Pferden abgehalten. Die diesjährige Schau bleibt erklärlicherweise mit einem Gesamtauftrieb von 200 unserer besten Hengste und Stuten hinter dem Friedensauftrieb etwas zurück, wird aber materialmäßig alle seitherigen Schauen übertreffen können. Die Beschickung verteilt sich etwa je zur Hälfte auf Kalt- und Warmblut. Sämtliche acht Pferdezüchtervereinigungen, im einzelnen also die Pferdezüchtervereinigungen Starkenburg, Rheinhessen, Maintaunus, Rheintckunus, Lahn, Westerwald, Lahn-Dill und Oberhessen, sind vertreten. Am stärksten ist natürlich die Pferdezüchtervereinigung Oberhessen beteiligt: an zweiter Stelle steht die Pferdezüchtervereinigung Starkenburg. Das Schergewicht liegt bei den Stuten, die allein für Kalt- und Warmblut je in acht verschiedenen Einzelklassen in Wettbewerb treten. Hengste werben nur einige wenige Spitzenhengste gezeigt werben; in der Gruppe Kaltblut werden drei, und in der Gruppe Warmblut vier Hengste ausgestellt werden. Das Nichten der Einzelttassen beginnt bereits am Samstag ab 14 Uhr. Die Hauptprüfungen werden jedoch am Sonntag stattfinden. Ab 9 Uhr werden die älteren Stuten ttafsenmäßig gerichtet, sowie die Familien und Hengst-Ngchzuchtsammlungen. Der Höhepunkt ist bann bas Richten ber großen Sammlungen ber Pferbezüchtervereinigungen unb ber Wettkampf um ben Siegerpreis für den besten Hengst und die beste Stute. Auf ber letzten Landesschau 1938 war bie Reihenfolge der Pferdezüchtervereiniqungen in ber Gruppe Kaltblut 1. Oberhessen, 2. Rheinhessen, 3. Rhein- Nauheim, Bellersheim, Beltershain, Bersrod, Baubringen, Freienseen, Gambach, Geilshausen, Gießen-Wieseck, Harbach, Hausen, Heuchelheim, Pohl» göns, Rockenberg, Rodyeirn a. d. Horloff. Sonntag, 2. November, 19.30 Uhr: Bettenhausen, Butzbach, Ettingshausen Griedel, Großen-Linden, Kirchgöns, Laubach, Lechgestern, Mainzlar, Ostheim, Reichelsheim, Reiskirchen, Steinfurth, Weickartshain, Weitershain. Deutsche Volksgenossen und deutsche Frauen! 3n diesen Kundgebungen hört Ihr, was unsere Feinde mit dem deutschen Volke vorhaben, welches grauenvolle Schicksal uns und unseren Kindern zu- gedacht ist. Darum kommt alle und stärkt Eure Kräfte und den Villen zum Sieg, denn nur unser Sieg kann unsere Zukunft fein. Daher die Parole: Kämpfen — arbeiten — siegen! opa." Br 30. Oktober 1915 schoß er den 6., am 5. Zanuar Zmmelmanns sollte Wunsch des Kaisers von beit an ihrer Wichtigkeit nicht verschließen konnte, nicht e er ?rlin. spräche i em den 19’.6 den 7. und am 12. Januar ben 8. Gegner ob Die höchste beutsche Kriegsauszeichnung di Weltkrieges, der „Pour le mörite", war der Styn.. Im März folgten drei weitere Abschüsse Ult die Beförderung zum Oberleutnant. Zwei Mo- nii* später würbe er, gerade 25 Zähre alt gewor- l am Mn auleiter t ie und k )örlitzü ge für h IshauptslS» und M । mmelten | nen M mit tinüi s auf ftflt > Dr. M g in BtlbI Liebe ril |L. Dir, zum Hauptmann befördert. r! Üad) dem tödlichen Absturz , U bilde auf ausdrücklichen Wun. , rtdiate i 1 Front zurückgezogen werben unb sich auf Grunb öf L 3 per großen Erfahrungen ganz ber Lehrtätigkeit rWaen l' der Ausbilbung ber jungen Kampfflieger wid- J irrt, eine Tätigkeit, bie ihm jeboch, wenngleich er " er V ’^rer Wichtigkeit nicht verschließen konnte, nicht Pruth.) h !r für eh «ngetretr für bie f) fctgs-ftabium ihrer Entwicklung ftanb, besonders ii eite. Sein Lieblinaswunscb, zur Darmstädter ßljegerschule fommanoiert zu werden, fand Wen auch Erfüllung. Am 1. September 1914 begann die Tätigkeit , leides als Aufklärungsflieger. So wichtig 'und erantwortungsDoII bie Aufgabe war, so vermochte fii doch nicht dem Tatendrang des jungen Fliegers « echt zu werden. Er ließ sich schon bald zu einem jmpfßesch-wader versetzen. Am 6. Juli 1915 gelang Pi fein erster Abschuß. ,Zn diesem, seinem ersten, Trios durchgeführten Luftkampf", so berichtete sein lobachter Hauptmann Aschenborn, „offenbarte er tt unser aller Verblüffung ein ganz ungeahntes, Algerisches Können. Die Art, wie er dem Gegner «' den Leib rückte, ihn aus etwa 2500 Meter auf IM Meter unaufhörlich herabdrückte, dabei oft so M an ihn heranfliegend, daß man jeden Augen- tif einen Zusammenstoß befürchten mußte, unb dch immer Darauf bedacht, ihn im Schußfeld des Berlii 28. Ottok n, an dr lleitlw AP. tt» AugeM sM J' Asches H, 'n rumÖT ^fiülti hen 5{ e von k eine bc> die die i lebensnh 'M He I * 'M » tDober r Eich, '•I M.) ! Aischinengewehrs seines Beobachters zu halten, Der völlig neu und dabei grundlegend für feine gstzen spateren Lustkärnvse und Erfolge und Hand in Hand damit für bie gesamte Jagdfliegerel." 'ilnb nun ging es Schritt auf Schritt vorwärts. Am heutigen 28. Oktober 1941 fährt sich zum . 3 ß. Mal der Todestag Boelckes, der — fj 3:rin liegt fein Hauptoerdienst — ber Lehrmeister \ dr deutschen Jagdflieaerei geworben ift, baut sich M Lch auf seinen Erfahrungen und Erfolgen die gtnfle deutsche Jaadstiegerel auf. Es mar ein Zufall gewesen, daß Boelcke in Be- phung zur Luftwaffe gekommen war. Der junge ^fixier. Der kurz vor Kriegsbeginn 1914 als Leut- it:iu zu einer Funkerkompanie nach Darmstadt virfetzt worben mar, lag mit seiner Kompanie in u-mittelbarer Nähe eines Flugplatzes. Kein Wun- bir, baß ihn diese Waffe, die damals noch im An- Ltnbesiegt in den Tod. Sor 25 Jahren siel Hauptmann Boelcke. äugte. So blieb er wieder, was er war: der er= f reiche Jagdflieger. Sieg reihte sich an Sieg; eil 26. Oktober 1916 erzielte er feinen 40. Ao- ftiß. Aber schon zwei Tage später, am 28. Oktober 1 >, wurde amtlich mitgefeilt: „Hauptmann Boelcke ift im Verlaus eines Luftkampfes am 28. Oktober mit einem anderen Flugzeug zusammengeftoßen und b-i der daraus erfolgten Landung hinter unseren Birten tödlich verunglückt." U Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) w. ; Zu Wunen. erkannten Kranken- und SSuelingspftegeachuten des Gaoea e»n^ Amt für Volkswohlfahrt, Oauleltung Hessen-Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17 Weitere Auskunft durch das 4383 Ausbildung X iViflhrigo Lern seit, staatliche Prüfung, praktlachea Jxhr. Fortbildung: Operation»-, Dilt- ßiuglingtichweiter nsw. , AafstlegamöglldikeltenX Jaogechweakrofibrerin. überschreiten Oberin. Gehalt nach neuem Tarif. -ks che Weise, wann Karin wieder abgeholt werben Ulte. Dann war Doktor Carli vorbeigekommen hatte ihr alle Mühe ber Verständigung abge» m. )er @ro!j Piccolo'4 eingefroR r Fredeiilif Einsatz der Reldisbund-Sdiwestert . Krankenhäuser, Sanatorien, Kinderkliniken. Mütter-. Siujlinga- und Kinderheime und Krippen, vorbeugende Familienhilfe auf dem Lande, krankenptlege- riiche Tätigkeit im Ausland. Werkscbweatern. Ä l’y kl#4 ’m Karin Grunelius Roman von Guiüo K.vranü i l7u| ir 6$ jtnah" ' len •< Einsatz der NS.-Sdiwestert Krankenbäaur, SS rette. SS-Mütter- und Säuglingsheime, NSDAP, und Ordensburgen Eie harmlos das alles war. Doktor Collinari sie in seinem kleinen Wagen nach Spaccasorno genommen, da er größere Besorgungen in ber heke machen mußte. Es mar eine seltsame ■t, mährend ber jeber von ihnen ängstlich baraus icht mar, nicht zu sagen, was ber andere nicht M:anb. So saßen sie stumm nebeneinander, und nicht fremd, wie Karin feststellte. Von ber »öerbaren, üppigen Lanbschaft gefangengenom» M hätte sie jeben Durchblick auf bas Meer fest- ptitm mögen, bas unter bem weißen Sonnenlicht kaum auf den Weg, ben er nahm. Um sich in biefem Gewinkel, diesen verschränkten Treppen und kurzatmigen Gäßchen auszukennen, mußte man vielleicht lange hier sein. Irgendwo kamen sie an ber Küste wieber heraus aus dem berauschenden Dust der Gärten und der Enge der weißen Mauern. „Hier male ich!" sagte Bröger nach einer langen Pause, die sich unterwegs ergeben hatte, ohne daß sie so richtig gewollt war. Hier unb da hatte er bie ersten Takte ber Giovinezza vor sich hingesummt unb unwillkürlich einen schnelleren Schritt angen» schlagen. Eine Frage nach bem Befinden Günther Mercks wurde von Karin nur halb beantwortet, wonach Thomas allem Anschein nach das Interesse an diesem Thema verlor unb wieber schwieg. „Sieben Sie eigentlich bie Kunst?" fragte er, für Karin ganz ohne Zusammenhang. Er hätte ebenso gut sich erkundigen können, ob sie gut koche oder etwas von Philosophie verstünde. „Ich habe noch gar keine Gelegenheit gehabt, sie kennenzulernen, Herr Bröger. Bei uns in ben großen Einsamkeiten Deutschosts hat man Jahr für Jahr anbere Sorgen. Da muß man schon nach Kapstabt, um sich Darüber zu orientieren. Erstens kann bas nicht jeber, unb zweitens regieren bort in ber Gesellschaft di« Juden. Ich weiß es, weil ich bort studiert habe!" Thomas war erstaunt über die Bestimmtheit, mit der Karin antwortete. Er vermied es auch, ihr in bie Augen zu schauen, weil er sich erst klar werben wollte darüber, worin das Irritierende und Rätsel- hafte ihres Blickes bestand. Unb .. würben Sie sich Dagegen wehren, wenn jemand Da wäre, Der Sie in bas Wunderreich einführen würde?" „ Dieser Jemand waren Sie!" unterbrach ihn Karin, als hätte sie plötzlich Lust, sich mit diesem Maler zu messen, dessen Wesen so ganz anders war als Das Der Männer, Die sie bisher tennengelernt hatte Ich würde nicht nein sagen. Erstens habe ich Aeit zweitens würde es mir die Zeit vertreiben, und drittens könnte ich wahrscheinlich viel dabei lernen. Um die ungeheuren Schätze Italiens zu begreifen ober die Bilder in den Berliner Galerien in sich aufzunehmen,' muß man vielleicht irgendeine Grundlage einen Raum in sich vorbereitet haben. Oder kann man dieser Welt des Schönen, Großen und ie chen 2E Üi-er wie bas alles nun weiter werben sollte, Wid) ihr völlig unklar. Drei ober vier Wochen in 1 'gmpleri, jeben Tag vielleicht nach Spaccaforno Wen, nutzlos eine Zeit verbringen, die vielleicht Mi erfüllt sein können von bem Rausch des Neuen, Mi ein Buch, ohne Zeitung oder sonst irgendeine ^krache, all das schien ihr bie so herrlich begon- ■■ifte Luftreise zu entzaubern. rtlr hätte Thomas Bröger Karins Rückkehr ab- Wertet, ftanb er vor Doktor Collinaris Haus unb t ihn mit einem Auftrag ab. So schnell wie Wich solle er zu Massimo Alvaro kommen. Er e schon, seine Frau ... Der Doktor zog die Wm, buschigen Augenbrauen ein wenig höher: jÄfpn?" Er sah fragenb vor sich hin und bewegte Rippen, als rechne er nach. Iwrin verstand von all bem kein Wort. Erst als WNas ihr bebeutete, baß sie aussteigen und zu jS ben Berg hinaufgehen müsse, hatte sie das Ge- daß Der Maler Diese Gelegenheit gesucht habe, hätte aber in Diesem Augenblick nicht sagen ob sie seine Begleitung abgelehnt hatte, 'vhr er sie gefragt haben würde. Sie achtete auch Deutschland werben Sie bestimmt frieren. Aber warum streiten wir uns eigentlich?" „Ich? Ich habe gar nicht Die Absicht!" kam es etwas spitz über ihre Lippen. „Na, wunderbar! Ich nämlich auch nicht. Im Gegenteil! Ich möchte ..." Er schien nicht weitersprechen zu wollen, griff sich einen kleinen Stein unb schleuderte ihn flach übers Wasser. „Was möchten Sie?" fragte Karin. .Haben Sie bie halben Sätze so gern, daß Sie bie Fortsetzung ber Phantasie anderer überlassen, oder haben Sie irgendeinen Haken?" Immer deutlicher spürte Thomas Bröger, daß Karin ihm nicht nur gewachsen, sondern in einer instinkthaften Dialektik überlegen zu sein schien. Er entsann sich auch ganz kleiner, kaum beachteter Vorgänge, wie zum Beispiel mit Eollinari am Bett gestern, bann am Abend, als er ihr vorschlug, einen Mondspaziergang auf bem Steilufer zu unternehmen, ober heute morgen, als er sich anbot, mit ihr nach Spaccaforno zu fahren. Ihre Ablehnung war fo liebenswürdig unb bestimmt, daß er schon aus reinem Taktgefühl keine Vorschläge mehr machte. Zu bumm, baß er jetzt einen Gebauten angefangen hatte, von bem er eine sichere Ablehnung erwarten konnte. ,Lch höre nichts, Herr Bröger!" stachelle sie ihn kampfeslustig auf. „Möchte es aber gern wissen." „Ach nichts ... es mar ganz blöb von mir ..." „Vielleicht können Sie sich auch bas einmal leisten!" „Donnerwetter, Fräulein Grunelius!" entfuhr es ihm. „Respekt! Jetzt kann ich es ja auch ruhig sagen. Erstens möchte ich Sie gern einmal malen, und zweitens möchte ich Ihnen Rom, Florenz, Mailand unb alle Kunststätten Italiens zeigen. Bis bahin ist bann Herr Merck wieder gefunb. Abgesehen bavon müssen Sie jetzt sowieso mit ber Dahn reifen!" Ihr Blick aus ben großen Augen, ber Schatten, ber ihr Gesicht plötzlich ernst macht, verwirrte ihn. Aber war bas alles so unerfüllbar? War benn bas nicht mehr als ein Zufall, baß er ein schönes Mäb- chen retten bürste, bas nun aus irgendeinem Grund in dieser schönen Einsamkeit vielleicht wochenlang bleiben mußte? (Fortsetzung folgt.) Erhabenen auch ohne diese Voraussetzungen gegen- übertreten?" Lag nicht ein kleiner Spott in ihren Worten? Klangen Sie nicht überhaupt fo, als könnte man ihr gar nichts Neues erzählen? Vorsicht! mahnte er sich selbst. Vielleicht sind afrikanische Mädchen schwierige Zum mindesten interessant, konstatierte er nach einer Weile. Sie hatten sich auf einen ber taufenb Felsen gesetzt, bie hier, in ber stillen Bucht, ben leisen Schlag ber Wellen wie ben Atem des Meeres aufnehmen unb ihn an ben Wind Weitergaben. „Sie kennen Deutschland gut?" wollte Karin wissen. „Don Ost nach West, von Nord nach Süd gibt es kaum eine größere Stabt, kaum eine Lanbschaft, bie ich nicht in mich aufgenommen hätte. Wenn Sie bas selbst einmal erleben, wirb Ihnen vieles klarer werden ..." „Und weshalb sind Sie bann hier? Weshalb malen Sie nicht deutsche Lanbschaften? Die Nordsee ober eine Gebirgslandschaft?" Thomas wurde unruhig. Es wirb Mühe kosten, ihr das klarzumachen, bachte er sich. Sie hat ja keine Ahnung von ber Psyche eines Künstlers, ber Weltweite eines Malerauges unb ben Bebürfnissen eines sehnsüchtigen, lichthungrigen Herzens. Irgendeine Antwort wirb er ihr wohl geben müssen! Aber nur nicht bie, baß bas gar nicht sein eigentlicher Berus war. — „Ja, Das ist schwer zu sagen, Fräulein Grunelius!" begann er ausweichend. „Seit Jahr- hunberten liegt in uns Deutschen Der Drang nach Draußen unD besonDers Die große Liebe zu Italien. Vielleicht haben Sie Das auch von Goethe, bem Kronzeugen aller Jtalienreisenden, gelesen? Von Den Nazarenern und ben taufenb anberen Künstlern, Die schönheitsburstig aus Dem kalten NorDen hierher gingen?" „Natürlich weiß ich Das! Deutsche Schulen im Auslanb finD nicht schlechter als irgendeine in Berlin ober Hamburg", gab Karin stolz zurück. Etwas betroffen sah Thomas sie an: „Entschul- bigen Sie, so meinte ich das nicht. Abgesehen davon wissen es wirklich nicht viele, und das Geheimnis selbst kann man schwer in Worte kleiden. In Afrika haben Sie vielleicht so viel Sonne und Hitze, daß Sie Sampieri wie eine Erholung empfinden. In ~SSwasÜMidienst - Beruf und Schule fifr’s Lehen . Freien Schwestern nnd Pflegerinnen e. V. «teilen laufend junge Midel und Frauen Im Alter von 18 bla 88 Jahren ate Lernachweitern ja den alaallieh an« Die NS.-Schwesternschaft nnd der Reimsntina oer r _ Weit€re AusbiJdungulätten 1® übrigen Beichagebiet werden durch die Beichidienstetellen der ßebweetern ach alten Berlin W 62. Kurfüratenetraße 110. vermittelt "wvciuutcn, üppigen 4juriu|uju|i yt|ui j sriM-, Inn hätte sie jeden Durchblick auf das ; braun hdtm mögen, das unter dem weißen -------— utzitzerte. Im Hof Des Krankenhauses perftänDig- - wenn len je sich bann auf eine ebenso merkwürdige wie " * • • - imnÄ! Den ÄQ Aus -er engeren Heimat bekannt. 44320 .htnteü i. A. Schuster. 18.3(5 «bv 4438 0 unt Garant für immer mit d. Wurzel entfernt Bleichstraße 18, Ruf 4167. in allen Apotheken und Drogerien Trauma Plast Nehmen Sie die zuverlässige Im Herz fier Stadt Ch lorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Putzfrau für den Laden gesucht. I 03601 Se1tersweg19 Schoa blutet es. 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VoMornvirot nach dem Simons - Verfahren ist als hochbekömmlich und nahrhaft lange ■2*4 i 7« hin ■ imm» J»on T der Um allen auswärtigen Theaterbesuchern am Sonntag, dem 2. November, Gelegenheit zu geben, eine Aufführung der Oper Savnren besuchen zu können, fällt die Nachmittagsvorstellung „Liebe in der Lerch eng ässe“ aus und die Aufführung von „Carmen“ wird auf 17 Uhr vorverlegt. Die Intendanz macht weiter darauf aufmerksam, daß ab heute die Vorstellungen aller musikalischen Werke um Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 1S59d ö W, Fran B.Gu4den.selt35Fr.W,Henkel 7jmmpFpr.|nni|nn ßifiRpn Sprechstunden jeden Miltwoch: Gießen, 4irJ, .J6’ 1" „ Magen, ii. Darmempfinblichen bestens uertrngr«- Machen Sie sofort einen Versuch! Beachten Inhalt u. Preis d. Packg.: 20 Tabl. nur 79 Psst- Jn all.Avoth. 0.Trineral GmbH.. München H271 ofl Kosten!. Brosch. „Lebensfreude d. Gesundheit" oed ! Ischias, Hereuschuh. ErkältuuüökraukhLtt., Gripv", Nerven- «ud Kovfschmerzeu helfen die hochwtrki- iich Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. He»"- ' folgenschwerer Unfug mit Schußwaffen. Sin junger Mann tödlich verletzt. (D Alsfeld, 27.Oktober. Am Sonntagnachmit- tag brachte eine leichtsinnige Schießerei, die von jungen Leuten auf freiem Felde in der Nähe unserer Stadt veranstaltet wurde, schweres Leid über eine hiesige Familie, indem durch sie em blühendes Menschenleben vernichtet wurde. Mehrere Jungen hantierten mit einer Luftpistole und einem F lodert- gewehr herum und schossen nach Vögeln. Aus Uebermut legte einer der Jungen auf einen aderen, den 16 Jahre alten Ernst Hartmann, das Flobertgewehr an, obwohl ihm zugerufen wurde, daß die Waffe geladen sei. Plötzlich krachte em Schuß und das Geschoß traf den jungen Hartmann so schwer in die linke Brustseite, daß starke innere Blutungen eintraten. Der schwerverletzte Junge wurde sofort mit dem Krankenauto der hiesigen Dienststelle des Deutschen Roten Kreuzes der chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, es gelang aber auch dort nicht mehr, sein Leben zu retten. Der bedauernswerte Junge st a r b noch am Sonntagabend, trotz sofortiger Operation, infolge des starken Blutverlustes; sogar eine sofort oorgenommene Bluttransfusion konnte ihn nicht mehr retten. Gericht und Polizei haben alsbald den Tatbestand festgestellt. ta TN >en i Ifitfifö« ■for, die 1' tthüll, fcöidiens ! Mil, den . r':'nfo, i So beurteilt der Arzt Trineral-Ovaltablette» „Die Trineral-Ovaltabletten tour> den an ein. groß. Krankenmaterirl - der „Medizin. Poliklinik d. deutsch Karls ■ Universität" erprobt. T- Wirkung trat regelmäßig u. rafä ein. Die Tabletten lassen sich leicht schlucken m werd, gerne genommen. Selbst bei Verwendum groß. Mengen trat, unangenehme Nebenwirku«' gen in keinem Falle auf. Jnsbes. verurs. sie It"‘ nerlei Magenbeschwerden." Dr. med. Gotsdi, 20. iz f Bei ©lieber* u. Gelenkschmerzeu, Gicht, 3ll>eu«a- Vorn- hui, hinien pfui! Das ist ein altes, volkstümliches Sprichwort und kennzeichnet treffend die Verächtlichkeit des leeren Scheins. Wenn wir ein Haus sehen, das zur Straße hin eine prächtige Fassade hat, wahrend es zur Hofseite hin verfallen ist, so finden wir für den Hausbesitzer wenig schmeichelhaste Worte. Mit der Verdunkelung ist es nicht anders. Wer nur die zur Straße hin gelegenen Wohnräume ordentlich ver. dunkelt, nicht aber die nach hinten hinaus ge. legenen, der ist ebenso oberflächlich. Selbstoerständ« lich darf überhaupt kein Licht nach außen bringen, weder zur Straße noch zum Hof hin. Es kommt nicht darauf an, daß die Straßenpassanten einen guten Eindruck bekommen, sondern daß der feindliche Flieger kein Bombenziel hat. Jeder sollte die Verdunkelungsvorrichtungen vor den zur Hofseite gelegenen Fenstern daraufhin einmal prüfen. Giehener Vochenmarktpreise. • Gießen, 28. Ott Auf dem heutigen Wochen- markt' kosteten: Molkereibutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 7, Meerrettich 70, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, i/10 10 Salat, das Stück 10 bis 12, Endivien 10 bis 15,'Oberkohlrabi 12 bis 16, Rettich 6 bis 10 Rpf. Gloria-Palast: »Leichte Muse". Was Paul Lincke mit „Frau Luna" recht war, ist Walter Kollo mit der „Leichten Muse" billig. Die populärsten seiner Schlager, noch immer'gefällig und zündend, illustrieren das etwas ausführlich geratene Drehbuch von Kurt Heuser: es schildert Armut und stürm.schen Erfolg, geschäslliche und häusliche Misere, Wiederaufstieg und spätes Glück des volkstümlichen Schlagerkomponisten P. P. Mül- mer in Berlin um die Jahrhundertwende. „Untern Linden, untern Linden", „Es war ein kleiner Finkenhahn", „Das ist der Frühling von Berlin", „Was eine Frau im Frühling träumt", „Es war in Schöneberg" und „Immer an der Wand lang" —: das sind die Melodien, die P. P. Müller in jeder Lebenslage spielerisch aus dem Aermel schüttelt, und die das bewegte Auf und Nieder seines Daseins sinnvoll illustrieren. Der Regisseur Arthur Maria Ra den alt, früher am Hessischen Landescheater, hat die Geschichte, nicht ohne emige scharfe Kontraste, m'tt viel Sinn für gewisse reichshauptstädtische Spezialitäten, für Betrieb und Stimmung, für typisch berlinerische Situationen, Redensarten und schlagfertigen Mutterwitz in Szene gesetzt Willy Fritsch spielt den Komponisten P. P. Muller zwischen unwiderstehlichem Leichtsinn und bösem Katzenjammer so, daß man immer den guten Kern herausspürt. Seine Frau Lisbeth ist Adelheid Seeck: neuer Marne, neues sympathisches Gesicht; nicht nur hübsch, sondern offenbar auch eine echte Begabung, die man wohl nächstens vor größere Aufgaben gestellt sehen wird. W.lly Rose, Jacob T i e d t k e, Gerhard Sammann, Paul Bildt und Ewald Wenck stellen eine Reihe drollig-urwüchsiger Berliner Volkstypen. Anja E l k 0 f f als pikanter Operettenstar Marion. Paul Hoffmann, Erich P 0 n t 0 und Fritz Dbemar zeichnen sich tm großen Ensemble mit seriöseren Umrissen, fast aus den Bereichen bes Charakterfaches, aus. An der Kamera stand Mlly Winterstein. — (Terra.) Im übrigen Programm läuft die sehr packende neue Wochenschau, die hier schon besprochen wurde. In der Bühnenschau fand ein Schlangenmensch mtt seinen Darbietungen freundlichen Beifall. Außerdem gibt es „Lili Marleen", die beliebteste Melodie dieser Tage, als Zugabe. Hans Thyriot. $ür un ere Verwundeten. Am Dienstag fand eine Veranstaltung unter dem Motto: „Aus deutscher Romantik" in einem Lazarett ftaü. Else Larnprnann sang mit guter Altstimme Lieder von C. M. v. Weber und Franz Hubert Heinz Schröter am Klavier begleitete die'Lieder und spielte aus den „Albumblättern" von Robert Schumann, sowie Kompositionen von C. M. v. Weber und Franz Schubert in vorzüglicher Weise. Der Sprecher Wolfgang Büttner las aus Werken von Clemens von Brentano, v. Eichendorfs und Achim von Arnim. — Am Freitag wurden die Verwundeten in zwei Lazaretten durch die Vorführung des Filmes: „3 Unteroffiziere" mit der Wochenschau zwei Stunden lang angenehm unterhalten. — Durch die Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterm, Pgn. W r e b e , lieferten bie Ortsfrauenschaften in Trais- Horloff, Utphe und Inheiden eine große Zahl schmackhafter Kuchen, welche den Dank der Verwun- unh Laden zur Sicherung des Sieges sowie die großzügige Bemessung der Familienunterhattsbel- Häfen setzen Millionen von Famllien in die Lage, regelmäßig kleinere oder größere Betrage zu erübrigen und auf Sparkonto einzuzahlen. Die Zunahme der Sparkonten bei Banken und Sparkassen um mehr als 30 0. H. in einem Jahr zeigt, daß diese Möglichkeit für die Angehörigen, Vorsorge für die Zeit zu treffen, in der bet' Gatte, ber Sohn ober ber Verlobte nach glücklichem Äriegsausaang zurückkehrt, wirklich in der Heimat überall verstanden und aufgegriffen worden ift Denn um eine Vorsorge für den Frieden handelt es sich, wenn em Geldbettag, sei er klein oder groß, für bie bann unser harrenden Aufgaben auf bie ,chohe Kante gelegt wird. „ Die Sparleistung ber Heimat ist somit ein Vorgang, ber ben Soldaten unmittelbar angeht. Auch er kann aber durch Miteinzahlen auf ein Sparkonto seinerseits dazu beitragen, die Sparleistung seiner Angehörigen in ber Heimat zu unterstützen, so daß auch mitten im Kriege ein neues Band gemeinsamer wirtschaftlicher Leistung zwischen Soldat und Familie, zwischen Front und Heimat geknüpft wer- Der Deutsche Spartag am 30. Oktober 1941, zu dem die Sparkassen, Banken und Genosienschasten vereint aufrufen, ist der rechte Anlaß für jeden einzelnen, sich diesen besonderen Sinn des Sparens im Kriege zu vergegenwärtigen und durch tätiges Mitsparen Volk und Familie die Zukunft zu sichern. !5 d« Q - [H- 'Ai «fc® Landkreis Gießen. z Steinbach, 26. Ott. Heute,26. Oktober, konnte der Schuhmachermeister Philipp Haas VI. fernen 80 Geburtstag feiern. Der alle Herr, dessen Gattin vor 12 Jahren verstarb, erfreut sich für sein hohes Atter einer befriedigenden Gesundheit und nimmt an dem großen Geschehen unserer Zeit noch lebhaften Anteil. Dem Jubilar gilt unser herzlicher Glückwunsch. . * Treis tu d. Lumda, 25. Oktober. Werkmeister L R. Heinrich Grau, Hauptstraße 88, beging heute, am 25.Oktober, seinen 82. Geburtstag. Wir gratulieren. , Kreis Alsfeld. * Homberg, 25.Oktober. Der jüngste Kalte Markt, ein Schweine- und Krämermarkt, hatte nur geringen Besuch aufzuweisen. Der Auftrieb be- beteit fanden, ht die hiesigen Lazarette. — Der Ge, : angverein „Harmonie" Großen-Linden unter Lei- । tung seines Ehrenchormeisters Wilhelm Sch a t t - l e r gab am Sonntag in einem Lazarett ein Konzert. Die Dorttagsfolge brachte Lieder von Kreutzer, Schrader, C. M. v. Weber in gutem Gesang. Die Verwundeten spendeten reichen Beifall. — In einem anderen Lazarett brachte die Veranstaltung „Geheimnisvolle Vorgänge um Meister I" den Verwundeten eine angenehme Unterhaltung. Die Künstler: Meister I, Artistische Angelegenheiten, Gitta Stief, Dorttagskünstlerin, Gretel Schubert, Elastikakt und Tanz, am Klavier begleitete Robert Piller, der sich auch als guter Akkorbeonsolist zeigte, erfreuten die Besucher. Reicher Beifall dankte den Künstlern. Gchülerkonzert mit Mozartfe»er bei 6'äre Schlesier-Altmann. Am Sonntagnachmittag veranstaltete bie Schule für Klavierspiel von Frau Cläre Schlesier-Altmann vor Ettern und Angehörigen der Schüler und vor Freunden ber Schule ein Schülerkonzert. Der pädagogische Wert eines solchen Konzertes steht außer allem Zweifel. Es ist, im musikalischen Alltagsleben des Schülers ein Höhepunkt, eine Abwechslung und gestaltet dadurch den Unterricht lebensvoller. Das Musizieren vor der Oeffentlichkeit bedeutet für den Schüler eine besondere Aufgabe, bie zu erledigen von ihm erhöhten Fleiß und intensivere Arbett fordert. Es gewöhnt ihn schon früh an unbefangenes, selbstsicheres Musizieren vor Zuhörern. und der „Erfolg" seines Auftretens erweckt in ihm erneute Freude an der Musik und spornt ihn und vielleicht noch manchen jugendlichen Besucher zur musikalischen Arbett an. Das Konzert ist schließlich geeignet, die Verbindung zwischen Elternhaus und Schule enger zu gestalten und zeigt den Eltern beim Vergleich der einzelnen Schüler- leiftungen deutlich ben Leistungsstand ihres Kindes. Diese Gedanken mögen auch für das Zustandekommen dieses Dorspielnachmittages bestimmend gewesen sein. Der erste Teil der Dortragsfolae, bie Darbietungen der verschiedensten Schwrerigkeitsgrade enthielt, brachte u. a. Werke von Schumann, Corelli, Burg- müller und Händel. Bei fast allen Schülern konnte man einen exakten Anschlag, gute Fingertechnik und rhythmische Genauigkeit feststellen. Die besonders für 4-händige Stücke notwendige Taktfestigkeit war vorhanden. Erfreulicherweise wurde viel auswendig musiziert, wobei der verständnisvolle Vortrag durchaus nicht auf etwaigen Drill schließen ließ. Der zweite Tell ber Dorttagsstunde war dem Gedenken Mozarts gewidmet. Der 150. Todestag des großen Meisters, den wir am 5. Dezember dieses Jahres begehen, war begründeter 2lnlaß für diese Feierstunde, welche die Zuhörer in ihren Bann schlug. Die bargebotenen Sonatinen und Sonaten zu 2 Und 4 Händen, der 1. Satz aus „Eine kleine Nachtmusik" und bie c-moll-Fantasie zeigten durchweg freudiges Spiel und liebevolle Hingabe zu den Werken. Besondere Erwähnung verdient die Leistung eines Jungen, der nach einjährigem Schulbesuch eine Wiener Sonatine mit gutem Vortrag zu Gehör brachte. Diese Tatsache ist wie der erfolgreiche Ablauf der Dorttagsstunde überhaupt ein beredtes Zeugnis für den emsigen Fleiß der Schüler und für die ziel- und verantwortungsbewußte Arbeit der Lehrerin. D. Front und Heimat vere 'nt beim Sparen. Wenn wir heute von Sparen sprechen, so denken wir zunächst an die Pflicht ber Heimat, sparsam im Verbrauch von Rohstoffen und Verbrauchsgütern zu sein; denn bei allem wirtschaftlichen Handeln muß immer und zuerst daran gedacht werden, den vordringlichen Bedarf der Front sicherzustellen. Die dadurch bewirkte Einschränkung in ber Belieferung der Heimat mit minder notwendigen Bedarfs- und Genußgütern erleichtert es den Zurückgebliebenen, zum Geldsparen überzugehen. Auch die tätige Mitarbeit ber Frau in Werkstatt lP.drauneu.lP. schwarze, f. neue Herr.-äalbschnhe (Gr. 42), 1 Paar Knickerbocker m. 1 pass. Sportjacke f. mittlere Figur, 1 ovaler Tisch zu verkauf Zu erfr. zw. 15—17 Uhr. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz^l 03599 KaufgesuchiT] Damenchriftl. Angeb. unt.03604anden Gießen.Anzeiger Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 H Damenbart