Rom, im Juli 1941. Stalins Sohn sagt aus Oie Auswirkungen der deutschen Umzingelung. - Planlosigkeit der Sowjetführung. Die Operationen im Osten erfolgreich fortgesetzt -l lei ifm •6. Jul"1' haai bekäs: dgzä Jen orb, 05 jung' sich,' t. Ein britischer Spähtrupp, der sich den deutschen Stellungen zu nähern versuchte, wurde unter schweren britischen Verlusten zurückgeschla- gen. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 27. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der gesamten Ostfront werden die Operationen mit Erfolg fortgesetzt. Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Rächt Verkehrsanlagen und Versorgungsbetriebe der Stadt Moskau mit guter Wirkung an. . In Südostengland lombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Rächt wehrwirtschaflliche Anlagen. . Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Rächt zum 27. Iuli militärische Ziele am Suezkanal mit Bomben. , . Bei einem im Schuhe der Wolken durchgefuhrlen Tagesangriff einzelner britischer Kampfflugzeuge auf Wohnviertel der Stadt Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohngebäuden wurde zerstört und beschädigt. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden in der letzten Rächt nicht statt. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. DRB. AusdernFührerhauptquartier. 26. Juli. Das OKW. gibt bekannt: In der Ukraine wurde örtlicher widerstand feindlicher Rachhuten gebrochen. Die verbündeten Truppen setzten trotz schlechter witterungs- und schwieriger Wegeverhältnisse die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Die Sauber u n g Bessarabiens durch rumänische Verbände steht vor dem Abschluß. 3m Raum westlich und sü b- westlich Wjasma scheiterten Angriffe starker Zwei Ozeane und vier Kontinente Von unserem M.P.-Korrespondenten. gehört. Ob England Hilfe leisten werde, wisse er nicht: „Bisher hat England noch niemandem eine Hilfe geleistet". , . . Jakob Dschugaschwili mußte dann zugeben, daß alle Behauptungen von schlechter Behandlung der Gefangenen erlogen seien. Er selbst sei gut behandelt worden und könne nicht klagen, er habe auch die feste Ueberzeugung, daß die Gefangenen alle genau so behandelt worden seien wie er. Zum Abschluß seiner Vernehmung wurde er noch nach seiner Familie gefragt. Er hat eine Frau und eine dreijährige Tochter. Ob sein Vater bei der Flucht der Regierung seine Frau mitnehmen würde, be- C unuqiiuiüu: „Vielleicht ja — viel- .. Es wurde im angeboten, einige Zeilen an seine Frau zu schreiben. Er dankte für das Ent- „Vorläufig ist das fen Seite mit Ecuador Waffenlieferungen gegen ^Mügpunkte auszutauschen suchte, gegen die >oßzuqiqkeit", mit der man die Überlassung Manischer Stützpunkte an die VSA. als selbst- Mndlich hinstellte, schließlich sind ja auch d^e maischen Reutralitätsoerstcherungen der Minister iw Präsidenten so vieler ideroamerikamscher Staa- ki ebenfalls Proteste gegen das planmäßige her- ni fordern zur Teilnahme am europäischen Ron« jfc, das von Washington ausging. Leber die Ziele, die man in Washington verfolgt, »•man sich in Rom völlia klar Ein aktives Em- jjiilfen, ja auch nur eine klare Stellungnahme für L shington fordert - ja erwartet man gar nicht tiimal. Es genügt für die politischen Kreise des «ißen Hauses vollkommen, daß die lberoamerika- nichen Republiken ihre wirtschastlichen Derbindun- ze mit Europa aufgeben müssen. Dann smd diese Mi der Ein- und Ausfuhr völlig abhängigen Staa- Ir in der Hand ber.USA. Aus USA. werden ste em» jüren müssen, was sie brauchen, abnehmen wird man h.en, was man unbedingt muß, und was man icht aus taktischen Gründen lieber aus dem _br - fyn Empire kaufen will. Dann muß ihre Ochul iettast gegenüber den USA. wachsen mie fatnjelle. ^Man wird die Werte ihrer Substanz, ihen nach dem anderen, als Pfand .^hmen un H letzten ihre politische Unabhängigkeit vom Wet- $n Zaus. Eine Welt, einen eigenen Kontinent Unfalls, der bisher nicht mit der angelsachs chen zoilisation, sondern mit der Kultur der Iberischen r ibinfel verknüpft war, will man auf d s Oie Seeseflung Malta. Bon Konteradmiral a. D. Brüninghaus. Kurz vor dem Weltkriege galt Malta, um mit den Worten eines bekannten englischen Publizisten zu reden, als die stärkste Seefestung der Welt, starker als Gibraltar oder Hongkong, da es keine Landgrenzen zu schützen hat und deshalb einer stärkeren Selbstverteidigung fähig ist als die an- leren Bollwerke des Empire. Die geopolitische Lage Maltas auf dem halben Seewege zwischen Gibraltar und Port Said ist eine denkbar günstige. Sie erkannt zu haben, ist das Verdienst Nelsons, der 1798 mit seinem Geschwader vor der Insel, dre damals auf Befehl Napoleons von den Franzosen besetzt war, erschien. Erft 1800 ergab sich die ausgehungerte Besatzung. Die diplomatischen Verhandlungen zwischen London und Paris führten dann zu dem Vertrage von Amiens, in welchem u. a. teht: „Die Streitkräfte Seiner Britischen Majestät werden die Insel innerhalb dreier Monate nach Austausch der Ratifikationsurkunden räumen oder auch früher, wenn es sich machen ließe." Malta sollte dem Orden (den früheren Johannitern, später Maltesern) zurückgegeben werden. England dachte selbstverständlich nicht entfernt daran, einen derartig günstig gelegenen Stützpunkt zu räumen oder feine Herrschaft mit jemand anders zu teilen. Im Pariser Vertrage von 1814, bestätigt durch den Wiener Kongreß, wurde Malta notgedrungen als britische Besitzung anerkannt, da „sich an der Tatsache als solche nichts mehr andern ließe." lieber der Tür eines maltesischen Verwaltungsgebäudes findet sich folgende Inschrift: „Die Liebe der Malteser und die Stimme Europas vertrauten 1814 diese Inseln dem großen und unbesiegten Britannien an." Ein blutiger hohn, für die Malteser, die von den Engländern über hundert Jahre in übelster Weise drangsaliert worden sind, zugleich auch ein Zeichen dafür, wie die englische Raubpolitik ihre Eroberungen stets nut einem moralischen Mäntelchen zu umgeben versteht. Die vier Inseln Malta, Gozo, Comino und Fil- fota umfassen einen Flächenraum von 320 qkm, wovon auf die Hauptinsel Malta allein 246 qkm kommen. Ihre größte Längenausdehnung betragt 28 Kilometer, die größte Breitenausdehnung 13 Kilometer. , Die Inseln Comino und Gozo liegen nordwestlich von der Hauptinsel. und sind militärisch wie wirtschaftlich von geringer Bedeutung. Die Insel Comino teilt das Fahrwasser' zwischen Malta und b Es ist gewiß kein Zufall, daß fast gleichzeitig Lord Halifax in San Franzisko iene eigentümlich aus Drohungen und freundschaftlichen Versicherungen gemischte Rede an Japan hielt, in der er erklärte, England -beabsichtige nicht, auch nur auf das geringste seiner Rechte im Fernen Osten zu verzichten. Die USA.-Presse hat sich nach dieser Rede gefragt, ob Halifax wohl hier aus eigener Machtvollkommenheit oder im Auftrag feiner Regierung gesprochen hat. Daß es ein recht ungewöhnliches Ereignis war, um nicht zu sagen eine erstaunliche Entgleisung, wenn der Botschafter eines Landes bei der Regierung eines zweiten non einem Platz dieses zweiten Landes eine, Strafpredigt an die Regierung eines dritten Landes ^ar lelbjt der in Taktfragen durch die lange Präsidentschaft Roosevelts nun schon stark abgehärteten USA.-Presse ausgefallen. In Rom hat man keinen Augenblick irgendwelche Zweifel daran gehabt, w e r Die Faden gezogen hat, an denen die Puppe Halifax ihre Gesten machte: man glaubte sofort, Roosevelts Spiel zu erkennen. Schon als Beauftragte Roosevelts zu einer Sitzung des britischen Kabinetts ein« geladen wurden, so sagt die italienische Presse, habe man darin erkennen können, daß der Mann im Weißen Haus die Verantwortung für die Politik Englands mitübernehme. Damit ist also tatsächlich nur ein weiterer Schritt auf dem gleichen Wege getan worden. Der Universalerbe in spe begann dem alten kranken Mann in London bei der Verwaltung seiner Besitztümer zu „Helsen Die Schafsgeduld, mit der das Volk von USA. mit sich geschehen läßt, was die Roosevelt, Baruch und Morgenthau beschließen und durch Pepper, Stirn- son und Knox ausschreien lassen, stellt mall m Rom mit Bedauern fest. Die stolze Generation der Pioniere, die mit der Büchse und der Bi'del m die Urwälder zog, um eine neue Welt zu erobern, von einem Ozean zum andern, und die in weiser Selbstbesinnung die Monroe-Doktrin zur Richtschnur ihres handelns wählte, i'st ausgeftorben. Man will nicht mehr Werte schaffen, sondern verdienen. Das ist das Los letzter Generationen, und die Vertreter dieser „hoffnungslosen Geschlechter" führen augenblicklich in den USA. das Ruder. „Es ist schade darum", sagen die Italiener, von denen so viele USA. aus eigener Erfahrung von früher her kennen. „Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, der alte!" hat Goethe einmal gesagt, Goethe, dem alles Junge und Starke so verständlich mar. 121ber das ist über hundert Jahre her. W Irti Mittag,28.MMI Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags Artreigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zellenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenttaftel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr Berlin, 28. 3uli. (DNB. Funkspruch.) Der 1 älteste Sohn des Sowjetdiktators Stalin, Jakob j Dschugaschwili, der sich, wie bereits berichtet, , bei Ljosno angesichts der Aussichtslosigkeit weiteren Widerstandes und entgegen den ausdrücklichen Be- ; fehlen feines Vaters ergeben hatte macht bei < feiner Vernehmung aufschlußreiche Aussagen über die mangelhafte bolschewistische Organisation tn der sowjetischen heeressührung. Nach Urnen Aussagen waren die Reste seiner Division bereits am 7. Juli zerschlagen und bei der Stadt Ljassowo ümzmgelt Aber erst am 16. Juli, also 9 Tage spater, hat Mob Dschugaschwili den völlia aussichtslosen Widerstand aufgegeben und sich ergeben. . lieber die Auswirkungen der Umzingelung macht Stalins Sohn folgende Angaben: "Dorgestern Nacht am 16. Juli - 1,5 Kilometer von Ljassowo waren wir umzingelt. Es ent st and eine P a - nif die Artilleristen haben, solange es anging, geschossen. Wohin sie bann verschwanden, weiß ich nicht, ich war von ihnen weggegangen und wartete im Wagen des Divisionskommandeurs, er selbst war nicht da. In diesem Augenblick b e g a n n ö i e B e - sckießun g. Die deutschen Truppen beschossen den Rest unserer 14. Panzerdivision. Ich beschloß, zum Kommandeur zu eilen, um an der Verteidigung teib zunehmen. Bei meinem Wagen versammelten sich versprengte Soldaten, Leute vom Tram. Sie baten mich- Genosse Kommandeur, führe uns m den Kampf." Ich wollte sie zum Angriff fuhren doch haben sie es sicher mit der Angst begonnen. Als ich umkehrte, stand niemand mehr bei mir Zu mein n Leuten konnte ich nicht mehr zuruck' da Ke deutschen Minenwerfer starkes Feuer eröffneten. wartete einige Zeit und blieb ganz allem, weil iene Kräfte die mit mir zum Angriff vorgehen ollten um einige deutsche MG.-Nester zu unterdrücken — dieses war notwendig, um durchzubre- cken - nicht mehr da waren. Es fing -schon. an beU zu werden. Ich wartete auf meine Artilleristen, aber feiner war zu sehen. Ich gmg weiter imh traf auf kleine Gruppen. Aus der motorisierten SWon auVbem Train allerhand Sefinbel. Aber es blieb mir nichts anderes übrig, als M.t ihnen 3U aehen. Da sah ich, daß ich umzingelt war, daß man nirgends mehr hingehen kannte - ich kam und sagte dann: „3 d) ergebe mvd). Das rerunzr. .- le fc- Wu, Was dazu die Iberisch- Halbinsel zu sagen hat ■ ►■folgt man mit gespannter Aufmerksamkeit. Klar . *D deutlich hat der C aubiH 0JefPrDfte"1'attba iWt in Rom, welches Echo diese Worte überall da ieen muhten, wo die spräche Kastiliens nicht üi verstanden und gesprochen wird. I°" . , iS ein Grund des Stolzes ist. einen Iropjen (pa lidjen Blutes in den Adern Zu haben; denn cher «Härte einer, das Blut der besten Manin P ii ns sei vergossen worden von den kampfes. rohen 3 enteurern, die einst für die oaen u- Eroberung einer neuen Welt ausgezogen B-ren. Niemand sei berufener gewesen als Spamem !° schrieben dazu die römischen Blatter m ine „er Eranbe seine Stimme zu erheben, weil niema e hr als Spanien unter den Räubereieni der^Ange !°!hsen gelitten habe. Die Blatter erwähnten dab, IC'toDll, aber unmihverständ ich Kuba Uich d'e liilippinen. die nicht das britische Empire sondern nordamerikanische an sich gerissen h ■. Das heutige

eiaas dafür zu geben? Die Alte I- sagt man, das Zeitalter Der EntDeckungen, hatte e*ne blühende Kultur und eine Fülle von . r-llern Fortschritt zu bieten. Sie war bereit 3 1 lchren, was sie selber konnte, und das war 9 ifVen i‘ erit a als zwei getrennte, selb ständig e teÄmtine nte auf. Es ist, als habe eines der in 1 krr Gegend so häufigen Erdbeben die Erdbrucke in N Mchen Nord und Süd verschlungen. Sieht man Pmir teuer hin, so wirkt das Bild von Dem Erdbeben Hr ährend. Nicht eine entfesselte Naturgewalt, son- ||er, eine Reihe planmäßig geführter Hammer- ge brechen die Bresche. UnD Der Mann, Der Den lEimer führt, sitzt im Weißen Haus unD glaubt, erigier>red>e Bausteine für Das zukünftige panamen« mSr» kölsche Heim. ?n uti i :er Protestschrei aus einem halben Dutzend uns ^amerikanischer Hauptstädte, Der Den letzten fei- ißt.-n Die Veröffentlichung Der Schw arze n jfQer ßit e n mit Den Namen von 1800 Firmen begleitete, Llljl tine Der vielen Bestättgungen, Die man m Rom waren« diese Anschauung m Der letzten Zett gefunden den WM Man stellt diesen Protest in Die Reihe Der an« w'Kn, Die sich in fast täglicher Reihenfolge gesagt ^ 5 En gegen Den Versuch Der öffentlichen Meinung, L;;-^toamerifa Die Augen mit Dollarnoten zu ver- 2• 1 -len, gegen Die zweideutige Haltung tm Kon- ■Ofno..fRr / m . „ rc , „ a h n r mn ^Rnlhinaton einer« Dummen Befehle — idiotischen kann man schon sagen — waren Die Divisionen direkt ms Feuer geschickt worden." Stalins Sohn hatte seinerzeit noch keine Mitteilung über Die neubeftätigten Machtbefugnisse Der politischen Kommissare. Er selbst war noch Der Meinung, Daß die politischen Kommissare die Gehilfen Der Kommandeure seien. Entweder war die Verbindung zu Den unteren Sowjetstäben außerordentlich schlecht oder man hatte bewußt Die Offiziere nicht von Den entscheidenden Veränderungen in Kenntnis gesetzt. Er sprach sich aber eindeutig gegen diese politischen Kommissare aus. ... v , .... - , Denn Die Führung Der Truppe könne nur ein Korn- anwortete „er unbestimmt. manDeur innehaben. Nicht der Kommissar, sondern -leicht nem E« Der Kommandeur müsse „die erste Person Jein." an seine Fr^.- u- 1-7- - - - Heber die Englandhilfe äußerte er sich sehr gegenkommen, erklärte aber, skeptisch. Er habe tm Rundfunk von dem Bündnis nicht notwendig. Angelsächsischer Wirtschaftskrieg gegen Japan die vom Staatsdepartement gegebene BegründuG wonach die Verlängerung der Dienstzeit wegen btf Handstreich italienischer Sturmkampsboote aus die Flottenbasis von Malta. Die Verteidigung Lndochinas Das französisch-japanische Abkommen. Dienstzeit wegei Vorhandenseins eines „nationalen Notstav' d e s" erforderlich sei, a b g e l e h n t und seinen Ent- schluß statt dessen damit begründet, daß das na* tionale Interesse in Gefahr sei. Deutsche Konsulatsbeamte aus USA. zurückgekehrt. Lissabon, 27. Juli. (DNB.) Die deutschen Äof sulatsbeamten aus den Vereinigten Staaten, die von der U8A.-Regieruna unter haltlosen Derdäcy- tigungen und Anschuldigungen aus g e w ie se-r wurden, sind mit dem Hilfskreuzer „Westpoint" Lissabon eingetroffen. Zu ihrer Begrüßung hatten sich Botschafter Dieckhoff, der deutsche Gesandte in Lissabon von Hoyningen-Hüne, der LandesgruI- penleiter der NSDAP, und viele deutsche Volk';' genossen eingefunden. Die Konsulatsbeamten fW in Sonderzügen nach Deutschland weitergereist. M Hilfskreuzer „Westpoint" hat mit den aus Deutsch' land und Italien ausgewiesenen Konsulcitsbeamttv die Rückreise nach den Vereinigten Staaten onflP treten. Rom, 26. Juli. (DNB.) Eine Sondermeldung des italienischen Hauptquartiers gibt bekannt: In der vergangenen Nacht ist die außerordentlich stark befestigte Flottenbasis von Malta mit unvergleichlicher Kühnheit von einer Gruppe Sturmkampfboote der Königlich Italienischen Marine angegriffen worden. Die kleinen Einheiten, die sich bis auf geringe Entfernung an die Hafeneinfahrt heranbrachten, haben berichtet, daß die erzwungene Durchfahrt gelungen ist trotz des heftigen Kreuzfeuers der feindlichen Artillerie und Maschinengewehre, die durch eine flüchtige Entdeckung eines Scheinwerfers alarmiert worden waren. Die gleichen kleinen Einheiten wurden entdeckt und ohne Erfolg beschossen. Acht außerordentlich heftige Explosionen mit hohen Stichflammen im Hafen wurden beobachtet, wodurch der Beweis gegeben ist, daß das kühne Unternehmen des Einbruches von Erfolg gekrönt war. „Giornale d'Jtalia" schreibt dazu: Mehr als drei Tage hindurch hätten italienische Luft- und See- streitkräfte dem unter außerordentlich starkem Schutz fahrenden achtzehn schwer beladene große Dampfer zählenden Geleitzug zugesetzt, der dem durch die zahlreichen Luftangriffe stark mitgenommenen Mittelmeerstützpunkt Englands Munition, Brennstoff usw. zuführen sollte. Am Freitag habe man die Schiffe, denen es gelungen war, unter dem Schutz des diesigen Wetters die Straße von Sizilien zu passieren, noch ungelöscht im Hafen von Malta gewußt. Ein reiches und sicheres Ziel habe sich geboten. Blitzschnell sei der Entschluß zum Einsatz der Sturmkampfmittel der Marine beschlossen und ebenso schnell durchgeführt worden. Acht Explosionen, acht Flammensäulen, die hinter den Sperren, also inmitten des Hafens im Liegegebiet der feindlichen Schiffe aufstiegen, hakten den Erfolg bezeugt. Dem großen Erfolg dieser eines der wertvollen Geheimnisse der italienischen Wehrmacht bildenden Sperrbrecher seien lange Jahre der Vorbereitung und Entwicklung oorangegangen. In völligem Stillschweigen habe die italienische Kriegsmarine dieses „ebenso winzige wie leistungsfähige Kampfmittel" geschmiedet und körperlich und seelisch die zu ihrer Handhabung bestimmten Männer vorbereitet, die bei ihrem Einsatz mit Sicherheit wüßten, daß ihr Schicksal Tod oder Gefangenschaft sei. Einfrierung japanischer Guthaben in LlGA. und England. Washington, 26. Juli. (Europapreß.) Präsident Roosevelt verfügte am Freitagabend die Einfrierung aller japanischen und chinesischen Guthaben in den Vereinigten Staaten. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Gleichzeitig hat auch die britische Regierung die Einfrierung sämtlicher japanischer Guthaben verfügt. Diese Maßnahme erstreckt sich auf das gesamte britische Empire. Politische Kreise Londons weisen auf die Erstmaligkeit einer solchen Maßnahme gegen ein Land hin, das „weder als Feindmacht noch als vom Feinde kontrolliertes oder besetztes Gebiet" erklärt worden ist. Gleichzeitig wird angedeutet, daß die jetzt eingefrorenen japanischen Vermögenswerte besonders in den britischen Fernoftkolonien und in Australien -beträchtlich seien. Weiter wird berichtet, daß die USA. und Kanada alle j a p a n i - Id) en Schiffe, die sich in amerikanischen Gewäs- ern befinden, mit Beschlag belegt hätten. Die vor er USA.-Westküste liegenden japanischen Schiffe haben die Funkverbindung mit den Nordamerika- niscben Küstenstationen eingestellt. Sämtliche javanischen Schiffe sollen auf eine Anweisung von Tokio abgedreht haben. Japans Gegenmaßnahmen. Tokio, 27. Juli. (Europavreß.) Die japanische Regierung erließ ein Gesetz üoer die Kontrolle aller Auslandskapitalien und -guthaben in Japan. Die gleichzeitig erlassenen Ausführungsbestimmungen verfügen die Einfrierung aller Guthaben von USA.« Staatsangehörigen und UZA.-Firmen sowie von Untertanen aller USA.-Besitzungen einschließlich der Philippinen. Auf Grund Der Bestimmungen des javanischen Finanzministeriums über die ausländischen Guthaben in Japan werden praktisch auch alle englischen Guthaben in Japan njit dem Augenblick einfrieren, da in Tokio offiziell die Einfrierung der japanischen Guthaben in England begannt wird. Im Auftrag der Churchill-Regierung unterrichtete der britische Botschafter Craigie den japanischen Außenminister Toyoda, daß die Briten alle mit Japan geschlossenen Handels- und Schiffahrtsverträge kündigen. Finanzminister Ogura stellte fest, daß die Auswirkung der nordamerikanischen Maßnahmen verhältnismäßig gering sei. Erstens seien die japanischen Guthaben in den USA. nicht groß und zwei- tens sei der Handel zwischen beiden Ländern seit Monaten ständig zurückgegangen. Auch die Kündi- gung des Handelsabkommens zwischen England und Japan stelle für Japan keinerlei Grund für irgend» eine Beunruhigung dar. Man dürfe versichert sein, daß Japan darauf zu reagieren wisse. Ostasien mit Japan, Mandschukuo und China als Zentrum verfüge über große Rohstoffquellen, es sei daher die vordringlichste Aufgabe Japans, alles für die Schaffuna des unabhängigen asiatischen Wirtschaftsblocks emzusetzen. Außerdem werde man der Sicherstellung der Lebensbedürfnisse des Volkes größte Aufmerksamkeit schenken, da finanzielle und wirtschaftliche Probleme in engster Verbindung ständen mit diesen täglichen Lebensbedürfnissen des Volkes. Die U S A. - G u t h a b e n i n I a p a n, die von der japanischen Gegenmaßnahme betroffen werden, schätzt „Tokio Nitschi Nitschi" auf insgesamt 215 Millionen Dollar. Roosevelt, so schreibt das Blatt, glaube vielleicht, daß sich Japan durch Druckmittel zu einem Kompromiß bewegen lasse. Aber auch der nordamerikanische Wirtschaftsdruck gegenüber Japan habe feine Grenzen. Beispielsweise werde eine Abschneidung der von den USA drin- Vichy, 26. Juli. (Europavreß.) Zum Abschluß der Besprechungen zwischen Frankreich und Japan über Jndocyino ist folgende japanische Erklärung veröffentlicht worden: „Seit dem Abschluß des im Monat August 1940 von Außenminister Matsu- o k a und dem französischen Botschafter Arsöne Henry unterzeichneten Abkommens haben sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Französiscy-Jndochina ständig konsolidiert. Sie haben sich rasch weiter entwickelt durch die Abkommen, die im Anschluß hieran getätigt wurden. Im Anschluß an die freundschaftlichen Besprechungen ist eine vollständige Ueberein ft immun g zwischen den beiden Regierungen verwirklicht morgen. Die japanische Regierung ist fest entschlossen, die Pflicyten zu erfüllen und bie Verantwortung zu tragen, die ihr infolge der verschiedenen mit Frankreich bestehenden Abkommen zufallen, und besonders auf Grund ihrer übernommenen feierlichen Verpflichtung mit Bezug auf die Achtung der territorialen Integrität von Franz osisch-Jndochina und der Souveränität Frankreichs aus dieser Union. Die japanische Regierung, die weiter an der Festigung der französisch-japanischen Freundschaftsbande arbeitet, hofft zur gemeinsamen Prosperität der beiden Nationen beizutragen." Vom französischen Außenministerium wird in Er- gänzuna dieser japanischen Erklärung folgendes hinzugefügt: „Seit einiger Zeit bildete die Frage der Verteidigung von Jndochina in Anbetracht der außerordentlichen Umstände den Gegenstand von Besprechungen zwischen der französischen und der japanischen Regierung. Im Geiste, der die Erklärungen vom 30. August 1940 und die diplomatischen Akte vom 6. Mai 1941 beseelt, haben diese Besprechungen zu einem Abschluß geführt. Abkommen, die gegenwärtig noch geprüft werden, werden die praktischen Modalitäten der französischjapanischen Kooperation im Hinblick auf die gemeinsame Verteidigung Jndochinas festlegen, im Rahmen ber Achtung der territorialen Integrität und der Souveränität Frankreichs über alle Teile dieser Gebiete der Union: gend benötigten Rohmaterialien aus den Südsee- gebieten, vor allem Gummi und .Zinn, für Nordamerika mindestens dieselbe Wirkung haben, wie sie sich Roosevelt von seinen Maßnahmen gegen Japan verspreche. Die Haltung Roosevelts gegenüber den Mächten des Dreierpaktes sei mit der gestrigen Maßnahme zweifellos gegenüber Japan endgültig klar. Hier zeige sich die neue Form der sogenannten USA.-Dollar-Diplomatie. Japan werde in engster Zusammenarbeit mit Nanking und Hsingking geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen wissen. England sei der USA.-Maßnahme gefolgt und habe außerdem die Handelsverträge mit Japan gekündigt. England glaube ebenso wie die USA., daß nunmehr die erfolgreiche Wirtschaftseinkreisung Japans vollzogen sei. Doch der Handel zwischen Japan und dem britischen Empire bzw. Indien und Burma sei durch den Krieg und durch britische Maßnahmen an und für sich schon fast bis zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken. Schon seit dem Frühjahr plane England derartige Maßnahmen. Sie bewiesen, daß England nicht in der Lage sei, wirkungsvolle Aktionen gegenüber Japan durchzuführen. Der Schutz, den man Japanern in britischen Gebieten auf Grund dieser Verträge zu- gesichert hatte, sei schon längst illusorisch durch Verhaftungen und andere japanfeindliche Maßnahmen. „Die Lage im Fernen Osten hat einen Zustand erreicht, wo Japan eine entscheidende Aktion zur Selbstverteidiguna ergreifen muß." Mit diesen Wor» ten antwortet „Kokumin Shimbun" auf die Drohungen des nordamerikanischen Präsidenten Roosevelt gegenüber Japan. „Dem nordamerikani-schen Volk sollte klar sein", so fährt das Blatt fort, „daß das japanische Volk nicht durch Drohungen beeinflußt werden kann. Welchen Druck die USA. auch aus üb en, Japan wird niemals zögern, alle zur Selbstverteidigung erforderlichen Maßnahmen durchzuführen. Die Einmischung der USA. im Fernen Osten steigt ständig. Japan aber ist bereit, jede Einmischung entschlossen zurückzuweisen und gegenüber allen Hindernissen entschlossen zu handeln." LlGA.-Ornck aus Brasilien. Rom, 27. Juli. (Europapreß.) Die Regierung der USA. maße sich nun auch schon die militärische Kontrolle Brasiliens an. Die Ankündigung des Generals Marshall, USA. habe nun auch Pernambuco als Stützpunkt für feine Wehrmacht gewühlt, bestätige diese Tatsache, so äußert man sich in Rom; der von den USA. auf die ibero-amerikanischen Republiken ausgeübte Druck richte sich vor allem gegen den größten und wehrfähigsten dieser Staaten, gegen Brasilien. Die an Brasilien gestellten Forderungen der Einrichtung eines ständigen, unter dem Vorsitz der USA. stehenden gemischten Militä raus sch us- s e s, dessen Aufgabe die Verwirklichung gemeinsamer Maßnahmen zur Verteidigung Brasiliens einleiten solle, bedeute in Wahrheit die Unterordnung der brasilianischen Militärhoheit unter jene der Vereinigten Staaten. Um Brasilien für die Forderungen der USA. zu gewinnen, gleichzeitig aber auch vor der Weltmeinung zu kompromittieren, flüstere man Brasilien ein, so rasch als möglich Holländisch-Guayana zu besetzen und diesen Willkürakt mit der von den Vereinigten Staaten erfundenen Formel zu begründen, es müsse verhindert werden, daß die Achsenmächte auf Guayana Fuß fassen könnten. Giornale d'Jtalia schreibt dazu, dieses Vorgehen der USA. sei ein neuer Beweis der von Washington betriebenen, heuchlerischen Gewaltpolitik, den neuesten Vorstoß der USA. gegen eine ibero-amerikanische Republik. Das klare Ziel dieser erpresserischen Gewaltpolitik sei auch die Verwicklung dieser Staaten in jenem Zusammenprall der Mächte, von dem sich die ibero- amerikanischen Republiken weise fernhalten wollten. Oie fünfte Kampfwoche. Von unserer Berliner Schriftleitung. Am Samstag ging die 5. Kampfwoche gegen iitz Sowjets zu Ende. In ihr ist eine Material- Dernichtungsschlacht von ungeheuren Ausmaße durchgekämpft worden, die in ihrem Ablauf uch hinsichtlich des neuartigen Kampfes in Tiefen, zonen der großen Schlacht zwischen Kanal mfr] Maas vom 7. bis 14. Juni 1940 ähnelt. Di^ Schlacht schuf damals die Voraussetzung für dir endgültige Entscheidung des Krieges im Westen. Är unterscheidet sich jedoch in zwei wesentlichen Puch ten von der jetzigen Material- und Vernichtung, schlacht im Osten. Einmal umfaßte sie eine Front« ausbehnung von nur 400 Kilometer, während dir jetzige Schlacht im Osten eine s e ch s mal große Frontbreite aufweist. Der zweite Unhr« schied ist darin zu erkennen, daß uns 1940 in diesen Kämpfen im Westen nach dem Ausfall der del. aischen Armee und des englischen Expeditionskorps im wesentlichen nur noch Truppen gegenüberfton. den, deren Ergänzungsmöglichkeiten bereits schwächt waren. Im Osten hat es sich nun gezeigt, daß die Sowjets trotz der gewaltigen bisherigen Einbußen an Menschen und Material in der Log waren, immer neue Truppenverbände heranzubringen, deren Kampfkraft vielfach zwar nicht mehr vollwertig war, die aber doch erst jy zähen und blutigen Kämpfen nacheinander nieder, gerungen werden mußten. So stellt sich die gewtf. tige Material- und Vernichtungsschlacht ostwönr der „Stalin-Linie" als ein fast ins Ueberdimensv. nale potenziertes Ringen um die Entscheidung dar, in dessen Verlauf die sowjetische Verteidigungsstont in zusammenhanglose Gruppen zerrissen wird. Ditle von diesen Gruppen konnten bereits einzeln nieder, gerungen werden. Gleichzeitig mußten aber stark, Entlastungsangriffe neu herangeführter Sowjet, verbände abgewiesen und damit das weitere Dor« bringen nach Oste» erkämpft werben. Im Verlach bieses zähen Ringens finb nun bie vorbem noch etwas abhängenben Infanterie-Divisionen aufee. rückt, bie Panzerverbänbe haben ihnen bie SäM rung bes Kampfgelänbes unb das Aufräumen der mehrfachen Kessel erleichtert. Jetzt ist ber Zeitpunkt abzusehen, an dem alle biefe Kräfte nach bem Nie» berringen bes immer verzweifelter fämpfenben Oeg. ners zu neuem Eingreifen bereitstehen. Bereits am 17. Juli wies der Wehrmachtbericht darauf hin, daß sich jetzt an der gesamten Ostfro^I rund neun Millionen Soldaten im Kampf gegen, überstehen, dessen Ausmaß alle geschichtlichen Tor. stellungen übertrifft. Es ist selbstverständlich, daß eine solche gigantische Massen- und Materialschlacht ihre Zeit braucht. Die großen Materialschlachlen des Weltkrieges haben mehrere Monate gebauert Nun übertrifft aber bie jetzige Schlacht sowohl in der räumlichen Ausdehnung als auch hinsichtlich des Einsatzes von Kämpfern und Material die großen Materialschlachten des Weltkrieges bei weitem. Außerdem haben sich im Weltkrieg die Geanerf in diesen Materialschlachten bis zur Erschöpfung gegeneinander abgerungen unb ge» schwächt. Heute haben bie deutschen Truppen den Sowjets gewaltigste Verluste beigebracht, ohne ———। । !!■■■ bie „Apostel des Friedens" zeigten sich somit bm ernt) als Heraufbesckwörer von Unordnung uin Konflikten und als Agenten einer angriffslustixeii Vorherrschaft, die den gegenwärtigen AugenlM nützen wolle, um ihre raubgierigen Hände auf bt ganzen westlichen Erdteil zu legen. Carmona auf den Azoren. Lissabon, 27. Juli. (Europapreß.) Der por tugiesische Staatspräsident, General C a r m o n a.l wurde nach seinem festlichen Einzug in Ponßaj D e l g a d a auf den Azoren im Regierungspalost begrüßt. Der Präsident der Stadtverwaltung unb ber Zivilgouverneur von Ponta Delgaba versiehe!- ten, daß die Bewohner von Konta Delgada auch weiterhin die gleichen Portugiesen sein werden nie immer. In seiner Antwort führte der portugiesisch Staatspräsident u. a. aus: ,;Jcb grüße alle Öl' wohner dieser herrlichen Insel uno fühle den berech tigten Stolz, in dieser Stunde feierlich zu erklären! Hier ist Portugal, das Portugal ber gleich« »en, ber gleichen Sprache, bes gleichen Glin- er gleichen Trabition, mit allen Bindungen, die die Einheit einer Nation stärken und befestig« > können. Leider ist die Freude dieser Kundgeburz i durch den Krieg getrübt, der augenblicklich bie 5ta« 1 Honen mit Trauer erfüllt. Als vor 500 Jahren u.n- fere Vorfahren hierher kamen, herrschte gleichfalls Krieg in Europa. Damals war Portugal in bei brennenben Welt eine Zone des Fri« ! bene, unb das wird es auch heute fein. Um dies« Frieden zu erhalten, haben wir keine Anstregnu.»'! gen und keine Arbeit gescheut, und wir werdens weiterhin bestimmt alles tun, was nöligI ist, in der ernsthaften Ueberzeugung, daß wir baitiO nur unsere Pflicht tun." Der Staatspräsident schkv mit einem begeisterten Ruf voller Vertrauen in die Stärke des portugiesischen Heeres und ber portugiesischen Marine, bie Portugal als wachsame Boi- posten feiner Rechte unb feiner nationalen Eh« auf bie Azoren verlegt habe. LlSA.-SenatSausschuß für die Oienstzeilverlängerung. Washington, 27. Juli. (Europapreß.) M i> neun gegen eine Stimme hat der MilM' ausschuß des Senats bie Vorlage gebilligt, bie einu Verlängerung ber Dienstzeit für die Nationalgarben und bie Reserven ber Armee übet ein Jahr hinaus forbert. Der Ausschuß I Gozo in den Norb» und Südkanal. Die kleine Insel Filfota ist unbewohnt. Die Bevölkerung Maltas beläuft sich ohne die britische Besatzung auf 265 000 Personen. Die wichtigsten Städte sind Valletta mit 23 000 Einwohnern, genannt «ach dem Ordens- großmeister Jean de la Valletta (1565) unb Nota» bile. Die Sübwestseite ber Insel hat Steilküste, während die Nordostseite allmählich zum Meer ausläuft. Ausgesprochener Flachstrand ist nur in den inneren Abschnitten einiger Buchten vorhanden. Malta ist, ebenso wie Gibraltar, Kronkolonie. Ein Verwaltungsbeirat von 20 Mitgliedern besteht aus zehn, die vom Gouverneur ernannt werden und zehn, die die Bevölkerung wählt. Vorsitzender ist der Gouverneur, der Stimmrecht hat und infolgedessen auch Beschlüsse der zehn von der Bevölkerung gewählten Mitglieder einfach niederstimmen kann. Seit vielen Jahrhunderten ist italienisch die Sprache der gebildeten Kreise, insbesondere der Geistlichkeit, der Juristen und der Universität. Seit 1881 werden in den höheren und mittleren Schulen Maltas die Hauptfächer ausschließlich in englischer Sprache gelehrt. Der Schiffsverkehr ist bedeutend: 1937 liefen 2507 Schiffe mit 4,4 Millionen BRT., darunter unter britischer Flagge 2,5 Millionen BRT., Malta an. Malta ist Flottenstützpunkt erster Klasse und war im Frieden Hauptliegeplatz und Reparaturhafen für die britische Mittelmeerflotte. Welch hohen Wert England auf den sicheren Weg durch das Mittelmeer legt, geht daraus hervor, daß schon im Frieden die Mittelmeerflotte etwa ebenso stark war, wie die aktive Heimatflotte. Zur Zeit ist sie sogar stärker. Der Umfang und die Leistungsfähigkeit Der Malteser Werften und Docks übertrifft Die von Gibraltar ganz erheblich. Die zentrale Lage der Inselgruppen an der Trennungslinie des westlichen' und östlichen Mittelmeerbeckens war vor Entwicklung der Luftwaffe von geradezu ausschlaggebender Bedeutung für die Kriegführung im Mittelmeer. Die Bedrohung aus ber Luft hat jedoch die Verwendungsmöglichkeiten des Stützpunktes eingeschränkt und bereits während der Abessinienkrise 1935/1936 zur Verlegung bes größten Teils der Mittelmeerflotte nach den Stützpunkten im östlichen Mittelmeer — Alexandria und im kleineren Umfange Haifa — geführt. Seine Bedeutung als Anlaufhafen für die Geleitzüge und als Reparaturbasis für kleinere Einheiten hat es aber auch heute noch behalten. Vor allem ist es als Zwischenstation für Flugzeuge, die nach dem Osten wollen, nach Wegfall der französischen Stützpunkte an der Nordküste Afrikas von erhöhtem Wert geworden. Die Anwesenheit starker britischer Luft- ftreitträfte auf den Fliegerhorsten der Insel, deren Zahl auf mindestens sechs geschätzt wird, bedeutet eine dauernde Bedrohung Siziliens unb Unteritaliens, sowie der etwa in der Straße von Sizilien operierenden feindlichen Seestreitkräfte. Die deutsche und italienische Luftwaffe haben allmählich die mit Befestigungs- unb Flugzeugabwehranlagen gerabezu gespickte Insel so zugebeckt, daß die Engländer wohl oder übel sogar den von den deutschen Stukas schwer mitgenommenen Flugzeugträger „Jllustrious" nach notdürftiger Reparatur in Malta zur Wiederherstellung der GefechtstäHgkeit nach Alexandria geschafft haben. Die fortifikatorischen Anlagen zur Verteidigung der Stadt Valletta unb der Küstenlinien sind im Lause der Jahre so stark ausgebaut, daß eine Einnahme der Insel durch ausgeschiffte Landungskorps jedenfalls keine leichte Aufgabe sein dürfte. Die Hauptwiderstandslinien, die sogenannten „Victoria Lines" erstrecken sich in einer Gesamtlänge von etwa 13 Kilometer von Nordosten bis Nordwesten der Insel. Unter Benutzung der natürlichen Vorteile des Geländes sind sie auf den Nordabhängen eines Höhenzuges angelegt unb sollen wohl das Vordringen eines etwa gelandeten Gegners in das Innere abriegeln. Die in den Verteidigungswerken aufgestellten Geschütze gehen vom leichten 5,7 cm bis zum schweren 23,4 cm. Die Luftabwehr ist auf der Insel, besonders in und um Valletta, sowie in Marso Scirocco im Südosten der Insel sehr stark ausgebaut. Eine große Anzayl schwerer unb leichter Flak, sowie Flak-MG. machen bei jedem Angriff den deutschen und italienischen Flugzeugen das Leben sauer. Gegen das Eindringen von Unterseebooten, Schnellbooten, Torpedoflugzeugen sind die Hafeneinfahrten durch , Unter- und Ueberwassersperren geschützt. Es handelt sich bei derartigen Sperren um Netz-Bojen-Sperren, sogenannte Torpedo- und U-Boot-Sperren, sowie um Kombinierte U-Boot- und Schnellboot-Sperren. Malta ist auch die wichtigste Zwischenstation für den Kabelweg nach Indien. Die Staatswerft in Malta ist reine Reparaturwerft unb für sämtliche Ueberholungs- unb Jnstandsetzungsarbeit von Kriegsschiffen jeder Art und Größe ausgerüstet. Die Belegschaft belief sich 1939 auf 9400 Mann. Fünf Trockendocks und ein Schwimmdock (65 000 Tonnen) stehen zur Verfügung. Die gewaltige Ausdehnung der Befestigungs- und Werftanlagen auf Malta lassen es, auch für den Nichtfachmann, verständlich erschetnen, daß eine Nied^ kämpfung dieser Insel durch Luftbombardements eroiffen «ne i) In entscheidende Schwächung, baß sie seil 30 lagen M lich« mehr fähig |inb, Anslugversuche au, bmUlche ™ Wie ju wagen. Selbst '"der Abwehr hab n iie Sorojefs nichl mehr bie «rast, bie deutschen - ngriffsoperationen zu beeinträchngen. München, 26.Juli. (DRB.) In Anwesenheit zahlreicher führender Persönlichkeiten von Partei, 1 Staat, Wehrmacht und Kunst eröffnete der Gau- ! leiter des Traditionsgaues Adolf Wagner nach einer Rede des Reichsminister Dr. Goebbels im Namen des Führers die Große Deutsche Kunstausstellung 1941. Nach Beethovens „Weihe des Hauses", gespielt vom Großen Rundfunkorchester )es Reichssenders München unter Stabführung eines Dirigenten Karl List, begrüßte August von Finck die Teilnehmer des Eröffnunasaktes, wies darauf hin. dah der Schirmherr der Anstalt inmitten seiner Truppen in siegreichem Kampf für die Freiheit, Kultur und Zivilisation im Osten unseres Kontinentes steht und gab der Freude darüber Ausdruck, daß sich so viele unserer Künstler aus allen Teilen des Großdeutschen Reiches zur Eröffnung der Ausstellung eingefunden haben. Anfchlie- ;end nahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Dann erklärte Gauleiter Adolf Wagner im Namen und im Auftrag des Führers die Ausstellung für eröffnet. Es schloß sich ein Nundgang der Ehrengäste durch die Ausstellung an. Dann wurde sie dem öffentlichen Besuch zugänglich gemacht. Reichsminister Dr. Goebbels rief in seiner Eröffnungsrede die Erinnerung an den großen Fest- Aug zum Tag der Deutschen Kunst wach, der alljährlich bis zum Ausbruch des Krieges in färben- prächtigen Gruppen und Bildern 2000 Jahre deut- cher Geschichte vor den Augen des Beschauers Revue passieren ließ. In ihm sei zur Darstellung gekommen, was die deutsche Nation seit ihrem Werden und Bestehen an Leid und Schmerz, an Sorge und Not, aber auch an Glück und Triumph, an höhe und Sieg durchgekostet habe. Biele von denen, die alljährlich diesen großen Festzug an sich vorüberziehen ließen, hätten damals empfunden, dah das Ende des Festzuges tatsächlich gar kein Ende war, daß vielmehr noch das Kapitel hinzugeschrieben werden mußte, in dem alles Leiden und . hoffen, alles scheinbar vergebliche Bluten und Op- l fern deutscher Generationen in dem langen Ab- , lauf unserer Geschichte schließlich doch seine Er- ’ füllung finden würde. Diese Zeit der letzten ge- . schichtlichen Reife sei nun gekommen. Während unsere Soldaten in triumphalen Feldzügen, jetzt schon umglänzt von der Glorie nie verblassenden Schlächtenruhms, unter der genialen Führung ihres obersten Feldherrn dieses Kapitel deutscher Geschichte schreiben, behaupteten aber auch die Künste nach wie vor ihren beherrschenden Platz im Leben des deutschen Volkes. Unsere Soldaten verteidigten alles, was wir besäßen, auch das, was wir den deutschen Geist schl^hthin nennten: die deutsche Kunst und die deutsche Wissenschaft, die Freiheit der Forschung, 'die Ehre und die Wurde der Nation, alles jene Werte die unsere Feinde haßten und niederzukämpfen suchten, weil sie sich ihnen nicht gewachsen fühlten. Es sei eine Anmaßung sondergleichen, dah gerade die uns gegenüber auf ihre kulturschützerische Mission pochten, deren ganze Geschichte von den blutigen Spuren ihres Barbarismus, ihrer Kulturlosigkeit und Zwlli- sationsfeindschaft gezeichnet sei. Die westlerische Plutokratie empfinde ja auch jetzt nicht bie Spur von Scham darüber, daß sie nun endlich auch nach außen hin den würdigen Bundesgenossen im sowjetischen Bolschewismus gefunden habe, und sie wage es sogar, selbst dieses aufreizende Konkubinat heuchlerisch als Schutzwehr gegen die angebliche Bedrohung des freien Geisteslebens durch uns zu empfehlen. Aber diese unmißverständliche und zynische Fron- tenbildung zeige nun enblich ben ^wachenden Vol- kern, vor uselche Gefahr Europa gestellt ei. Um das Schicksal unseres Erbteils sei es ge- chehen, wollten wir nicht aus dieser Lage die praktischen Folgerungen ziehen. Auch bie Neugeburt Europas lasse sich burch die hohl unb leer gewordenen Phrasen der Zimlisationsliteraten nicht mehr aufhalten. Mit ehernen Schrttten setze bie Geschichte ihren einmal oorgeschriebenen Gang fort; die donnernde Sprache Der Kanonen bahne dem neuen Europa den Weg. . . Im Zeichen dieser geschichtlichen Auseinander- setzung versammle sich die deutsche Kunstwelt nun wie. alljährlich zur Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung. Dr. Goebbels erinnerte daran,wie der Führer in Friedensjahren den deutschen Kunstschaffenden selbst Weg und Ziel zu weisen pflegte wie er aus seiner warmen und wohltuenden Verbundenheit mit allen Künstlern des Reiches die Fehler unb Sünben einer früheren Kunstent- wicklung gegeißelt, der literarischen Schwärmerei ohne bildnerische Substanz ober dem feuilletomsti- schen Geschwätz seniler Kunstpäpste der. Vergangenheit den Kampf angesagt, bann aber aud) tn anfeuerndem Idealismus bie Künstler der Gegenwart zu hohen Werken ebelster Kunst im Dienste an unserem Volke aufgerufen habe. Jetzt führe er seine 511,1 f jM»'1 unb wenn der Zug der Atpeitaufenijahrigen ®e- schichte an ihm vorbeidefiliere dann sollten am Schluß dieses Zuges die marschieren, d.e das Ka- pitel dieses Kneaes geschrieben: die Soldaten, die bie Vernichtungsschlachten von Kutno, von And als- nes, von Flanbern unb von der Mamnotlinie, von Skoplje unb vom Rupel-Paß, ?on Bialystok und von der Beresina schlugen. Damit schließe sich bann der Ring unserer Geschichte und sei bann auch die Stunde Der Begnadung für unsere deutsche Kunst gekommen. Ihre Bilder unb Bauwerke, ihre Ge- dichte, Lieber und Sinfonien wurden zum Ausdruck bringen, was wir alle empfanden: bas tiefe und unbeschreibliche Glück Kinder dieser. großen Zeit sein zu Dürfen. Der Gruß an ben Führer sei Dank dafür und Gelöbnis zugleich. hatten die Bedienungstechnik bald herausgefunden und überschütteten die Panzerkampfwagen nut sow- jetischen Panzerabwehrgranaten. Zwar prallten mehrere Geschosse an den dicken Stahlwanden der 52-Tonnen-Kolosse ab, aber nach wohlgezielten Schüssen auf die Panzerkuppeln blieben zwei Der rollenden Ungetüme kampfunfähig auf der Strecke liegen. Ein dritter fing an zu brennen. Zwei weitere wurden im Zusammenwirken Dreier Pakgeschütze aus unmittelbarer Nähe erledigt. Erfolgreicher Vormarsch der Sinnen. Helsinki, 26. Juli. (Europapreß.) Das Oberkommando der finnischen Wehrmacht gibt bekannt: Der Angriff, der vor zehn Tagen nordöstlich des Ladoqa-Sees begonnen wurde, hat zu bedeutsamen Erfolgen geführt. Di- frühere Landes- grenze ist in weitem Umfang über i ch r i t t e n worden, und unsere Truppen haben an wichtigen Abschnitten bi- zu 40 Kilo mt er hinter der Grenze zuruckgelegt. In einem nördlichen Abschnitt haben unsere Trupp-n em feindliches Regiment umzingelt und vernichtet. . Weiteres Vordringen der ungarischen Truppen. Budapest, 27. Juli. (Europapreß.) Amtlich wird am Sonntag bekanntgegeben: „Die ungarischen schnellen Verbände sind wieder weiter vorge- drungen. Der Feind versuchte, den Vormarsch durch Einsatz von Tanks auszuhalten. Unsere chonoeds vereitelten jedoch auf der ganzen Front diese Ver- suche und warfen die Nachhuten der Sowiets wiederholt zurück. Unsere Verluste sind äußerst gering. De? Kampfgeist unserer Truppen ist trotz der schweren Verkehrsoerhältnisse und der großen Hitze i musterhaft." # j In gut unterrichteten ungarischen Kreisen ver- An verschiedenen Stellen der Front, im Oßen imtben In heftigen Kämpfen am «samt 230 Panzerkampswage", darunter Hwerste Typen, vernichtet bzw. erbeutet. ,arten Verlusten in die Sessel 3-rackgeschlagene tolschewislen mußten zahlreiche Geschütze. Dass- mb Kriegsgerät aller Art zurücklaffen. Sowjetpanzer mit Beutegeschützen erledigt. Berlin, 27. Juli. (DNB.) Am Morgen. d°- I >6.Juli überwältigte sine deutfche Jn,° i a- r i e - K ° m p a n i e im Raume von Lmot-nzr ingeschlossene Bolschewisten und erb-ut-teni dabei auch zwölf Panzerabwehrgefchutze unb SB Mengen Munition Als di- deutschen Soldaten die -etzten bolschewistischen W-d-rstandsnest r «usge^ Luchert hatten, tauchten plötzlich am Os . Botfes schwere S o w j e t - P a n Z - r k ° m p I nagen auf. Der deutsche Kompanieiuhrerb- He eigenen Panzerjäger a°ch )uruck ren, Wabe erbeuteten Panzerabwehrgefchutze 6 Straße in Stellung gehen. Findig* Infanteristen Klarer unb einbringlicher als je unterrichtet die Große Deutsche Kunstausstellung 1941 t über Den Stanb Der Deutschen Malerei und ihre • Entwicklung. Die Fülle Der Erscheinungen unb ber ausstellenben Künfller macht es auch in Die em Jahre schwer, Namen unb Werke herauszugrei en, J ohne bas Gefühl begangenen Unrechts an ben ; Nichtgenannten. Wenn es gleichwohl unternom» ; men wirb, so lediglich unter Dem Gesichtswinkel, durch Anhaltspunkte eine Grundlage für bie eigene Betrachtung burch ben Besucher zu schaffen. Was in erster Linie auffällt, ist bie stärkere Heranziehung ber Ereignisse ber Gegenw a r t als Motiv. Vor allem ist es natürlich ber Krieg, ber Das Erleben vieler Künstler be- herrschte, so baß sie wie von selbst diesem Erleben künstlerischen Ausdruck gaben. So wie etwa Herbert Schnürpel (Liegnitz) in seinem „Nach vorn zwingend bas Gefühl des Marschierens ins Unge- wisse auf bem zerwühlten Boden im Feindesland miebergibt. Das große, kühne Geschehnis des Rheinübergangs 1940 haben Georg Lebrecht (Berlm) unb Paul Padua (München), von dem man bislang weiche, reizvolle Frauenakte gewohnt war, -eindringlich gestaltet. Unheimlich, fast visionär wirkt Ferdinand Staegers „Panzer am Ver- uchsplatz". Das Schicksalhafte unserer Tage bringt Conrad H ornrnel (Berlin) in seiner großen figürlichen Komposition „Der Führer im Kampfge- lände" vortrefflich zum Ausdruck. Willrich Wolf (Berlin) bringt mit zehn Porträts führender Persönlichkeiten der Wehrmacht prachtvolle Typen, die die Kriegszeit prägte. . Nicht minder gehaltvoll unb zahlreich sind bie Bilder der Zett abseits vom Kriege. In Paul Herrmanns (Berlin) Gemälde „Feier des 9. November vor ber Feldherrnhalle zu München pielt bas meisterhaft hingesetzte Licht eine bedeut- ame Rolle. Licht wird vollends zum Symbol in )em schönen Werk „Die Heimat ruft" von Hans Jacob Mann (München). Stark im Ausdruck und trefflich in ber Komposition ist Hans Schmitz- Wiedenbrücks Tryptichon „Arbeiter, Bauern und Soldaten", indes Constantin Gerhardin- g er (Törwang) in seinem Gemälde „NS.-Ge° meinderatssitzung" dem Ernst und Verantwortungsbewußtsein ber Gegenwart Ausbruck verliehen hat. Im Eingangssaal tritt bem Besucher der Ausstel- lung in seltener ßebenbiofeit und Wesenhaftigkeit ein neues großes Bild des Führers von Franz Stieb ad) (Berlin) entgegen. Aus den Gefilden der Landschaft ist manch schöne Einzelheit herauszugreifen. Gustav Behre (Limburg) und Hans-Albert S i m o n s ch ä f e r (Düsseldorf) haben es — mit vielen anderen — ausgezeichnet verstanden, die Stimmungswerte deutscher Landschaft herauszuarbeiten, während Alex Kalderach (Hamburg) und der als Bühnenbildner bekannte Walter v. W e c u s (Düsseldorf) in Bildern aus Italien und Griechenland die Wirkungen des südlichen Lichts wirkungsstark wiedergegeben haben. Urgewaltig zeigt sich das Wesen Der wilden Bergwelt in der „Bernina" von Hanns Maurus (Rottach-Egern). In „Nordsee' weist man Darauf, daß in der Gegend von Kiew die von drei Seiten eingekreisten sowjetischen Truppen verzweifelte Versuche machten, sich dem immer enger verdenden Ring zu entziehen. Die verbündeten Streitkräfte brächen aber ber Reche nach ben Wiberstanb ber Nachhuttruppen, bie sich zäh oerteibigten. Kriegsgefangene sagten aus, baß die sowjetischen Streitkräfte unter bem Einfluß ber Nieberlage ber letzten Tage stellenweise völlig ungeordnet den Rückzug angetreten hätten. Kampfwoche richtig gewürdigt werden. < ujl hiv» jie Voraussetzungen geschaffen worden \i Die erfolgreiche Wetterführung Des Feldzuges h Offen Ihre wahre Bedeutung wird daher erst »ich Dem Abschluß der kommenden Operationen er- bnnt werden können. Heere gegen bie Bedrohung unteres nationalen Lebens und Damit auch unserer deutschen Kirnst. Denn unsere Zett solle nicht bas Ende unserer Ge- chichte, sondern einen neuen herrlichen Anfang bringen, und bie deutsche Kunst solle auch m Zukunft blühen und gedeihen können. Für das gleiche Ziel schaffe aber auch der deut- sche Künstler in Den reichen Stunden seiner schöpferischen Einsamkeit. Mit größter Freude könne man feststellen, wie nach dem harten unb schmerzhaften Eingriff des Jahres 1937 das Niveau der ausgestellten Werke sich von mal zu mal hebe. Der Krieg habe dieser Aufwärtsentwicklung kein Halt bieten können, er habe sich auch hier als der leidenschaftliche Ansporner erwiesen. Der nationale Ehrgeiz habe auch das deutsche Kunstschaffen ersaht. Es sei das Ideal ber Freiheit und Der Schönheit, das uns allen als bunkle, nie erfüllte Sehnsucht ins Herz gelegt sei und Das Der Künstler uns in Jemen begnadeten Stunden ahnen und aus weiter Ferne erschauen lasse. An jenem glücklichen Tage Des fiea« reichen Friedens habe unsere Generation ihre Pflicht vor Der Geschichte erfüllt. Dann sei das Kapitel unserer Geschichte geschrieben, Das allem Sehnen, Leiden und Kämpfen unserer Väter von grauesten Vorzeiten an feinen letzten Sinn gebe. Wenn Der Führer wieder mitten unter uns weilen werde, Das Genrebild hat stark an Boden gemon- nen. Franz Homoet (Münster) gibt im seinem Westfälischen Herbst" wundervoll das Gefühl des Dienstes an der Erde wieder, Lothar Sperl (Eisenstein) gestaltet in seiner „Vesper inhaltsreich die Fruchtbarkeit, Sevp Hilz vereint, stark ms Seelische gehend, in seiner „Bäuerlichen Trilogie die wichtigen Dinge des Lebens, auch Oskar Mar- tin (Amorbach-Roßholzen) gelingt dies m seiner „Heimkehr", wenn auch mit ganz anderen Mitteln. Wie vielfältig aber ist Der Gehalt des Bildes der Spitzentänzerin von Julius Engelhard.(München)! In dem beschwingten Frauenkorper rn Blick und Stabhalfung des Dirigenten sind alle Jude- grienzien des Tanzes und der Lebensfreude zufam- mengefloffen: Bewegung, Licht, Klang, Rhythmik, Heiterkeit. — Hier sind wir sKon angelangt beim Porträt. Don dem zwingenden Blick des Selbstbildnisses Des Münchener Altmeisters Leo Sam- b e r q e r s über die einprägsamen Studien von Bernhard Lippsmeier, Geseke, Hans Schiere th, Gräfelfing, Käte Schuh (München) und anderen bis zu dem großartigen Portrat Professor Pembaurs, wiederum von Samberger — welch em Areis! Welche Vertiefung in der bargefteUten Wesenheit? Hier schließt sich ber Akt an. Welch herrlich kühle Jugendfrische strahlt Wllh. Hemp- finqs „Nach dem Bade" aus, welch blutvolles Leben Ivo Saligers „Einklang". Auch „Die Sinne" von dem gleichen Künstler gehört zu Den Werken, bie ungewöhnlich fesseln. Vieles wäre noch zu sagen. Es wäre zu sprechen von ber prachtvollen Projektion bes S ier e s jn feine natürliche Umwelt, wie sie Michael Matthias Kiefer, Feldwies, Karl Ewalb Olfzewskl'- München und andere gegeben haben, von prächtig duftigen Blumenstilleben und von dem Apfelbaum Wilhelm Kemp ins, Oldenburg. Von der hochinteressanten Sonderschau der Werke Raffael S ch u- st e r - W o l d a n s (Berlin), bie mit Partrats Akt- unb Genrebilbern in ihrem leichten, oft lustvoll- verhaltenen Anklang an antike Auffassung bie er- staunliche Vielseitigkeit bes Künstlers beweist. Und . noch von vielem anderen. Die deutsche Malerei 1941 — nur schwer findet man sich aus ihrer großen Schau im Hause der । Deutschen Kunst zu München wieder zurück in den , Alltag. Hinterher aber spürt man, wie stark und , tief bas Erlebnis den Geist weiterbeschaftigt, rote । groß Befriedigung und Freude Darüber sind, daß ' Deutschlands Maler auch mitten im Krieg in solcher i Fülle ihre Kunst offenbaren konnten. Und diese große i Freude ist ja wohl auch das Beste, was mit Kunst ' erreicht werden kann. Karl Lemke, München. c-bet dadurch in ihrer Handlungsfreiheit beein- lila L&tiat zu fein. Während also die Materialschlach- -lg. DZeltkrieges reine Abnutzungsschlachten Mmren ohne mit einem entscheidenden Ergebnis zu riQ1,' t»ri«n' rourben in ber gegenwärtig tobenben Mas, unb Materialschlacht im Osten, wenn auch um • lriiischweren und lana anbauernben Kämpfen, bie ( ''sii^l-aussetzungen für Die künftige Fortsetzung s Bewegungskrieges erzwungen. Das , f,, bas Hauptergebnis ber 5. Kampfwoche gegen 1 'feil t'ii ©orojets. Im einzelnen kann noch hinzugefügt , Shi Die deutsche Luftwaffe hat ihre Vernich- »»Misserfolge gegen bie Sowjetflieger abermals er- h ^»i-llich steigern können. Sie hat außerbem die Ope- Ikonen und Kämpfe bes Heeres durch wirksame f?! i griffe gegen bie eingeschlossenen Feinbtruppen • - w auch gegen Rückzugskolonnen unb Transport- ber Sowjets unterstützt. Seit ben letzten fünf ■ 1 ' Men richtet bie beutsche Luftwaffe erfolgreiche SwEflriffe auch gegen bas Befehls-, Verkehrs- unb ’Ül Wungszentrum Der Sowjetunion, Die Hauptftabt rei*5; | ifliD s t a u. Währenb bie ersten vier Angriffe je- nachts erfolgten, würbe am Freitag zum er-. Male auch ein Tagesangriff burchgeführt, ein ??? | Weis, wie überlegen Die beutsche Luftwaffe ist. J0- h Die Säuberung Bessarabiens von : „a Bolschewisten steht vor bem Abschluß. Die ver- ?r J Ödeten rumänischen Streitkräfte hgben die Ge- 7- irqtuung, baß sie burch bie enbgültige Befreiung (P# Ärabiens bie alten rumänischen Staatsgrenzen rhM as Der Zeit von 1940 roieber erreicht haben. Zu- leimen mit beutschen, ungarischen und slowakischen . Lbänben befinben sie sich jetzt nörblich bes Dnjestr 55 sübukrainischen Raum in ber Verfolgung bes g,Magenen Feinbes. Auf bem Norbabfchnitt können ach Die Finnen weiteres Vorbringen ostwärts L'M Ladoga-Sees melben, so baß auch bort bie rf»??1 tont, wenn auch wiederum unter verzweifelten ? ' 5 ckzugskämpfen ber Sowjets, in ftänbiger Vor- d^Wrt-b-w-gung ist. Auch im n ° r d b a l ti sch ° u „ ■ Snum werben halb bie letzten Reste bes ehemali- 5'I Randgebietes füblich des Finnischen Meerbusens ben Bolschewiken befreit fein. Auf Der ganzen Ä Sättigen Front schreiten bie Angriffe fort. Der H'hrmachtbericht vom Samstag erwähnte ben Ort •“ fgnasma Tewa, 150 Kilometer ostwärts Smo- ■noeilM fHf. Neu in ben Kampf geworfene starke Sowjet- tjste find dort unter schweren Verlusten für den »inb geschlagen worben. Immer roieber vergeblich n M suchen bie Sowjets eine neue Front aufzubauen. m! SiVlßenn man bie Leistungen der Deutschen Trup- SM h an Der Ostfront richtig werten will, so muß ,'5'1 sich vergegenwärtigen, Daß allein Der bereits M H °°N d°ut,ch°n Truppen besetzte Abschnitt bst. irts Der einstigen deutsch-sowjetischen Jnteressen- ' ff ff;:nie sich 1500 Kilometer von Norden nach Su- I h und 700 Kilometer von Westen nach Ost^i er- Ht lieb erträgt man vergleichsweise diesen Raum M nd) Mitteleuropa, so muß man feine Scgren» roi «tnaspuntte zwischen Köln, Kopenhagen, Posen Jb JRom suchen. Erst Dann wird einem Die 11 b'HllFef e Des bisher im Angriff Durchschrittenen Humes und Die L äng e n au sD e h nun g der F-ont klar. In Diesem Raume ist in Den ver- «eigenen fünf Wochen nicht um irgendwelche Ge- Ldeabschnitte, Befestigungszonen oder Ortschaften giiämpft worden. Das Entscheidende ist vielmehr, dlß alle Diese Kämpfe Der Vernichtung Der «»IDarmee der Sowjets galten. Erst unter om > Her: armer n |oi: rungif- altung ■ a vB »Igaba c merie’; ortugii- > e alle-' Öen bff ' )U iill-r der B ichen v- Sininß! d befer lich dii' I W-- G LORI Al ist ab 29. Juli nieder geöffnet? 3153 V 3155 D Ein Spiel von Liebe, Glück und Freude Frei nach Motiven aus von Ludwig Ganghofer | Verkäufe | infolge eines Unglücksfalles. NEUESTE WOCHENSCHAU In tiefer Trauer 3152 D im 87. Lebensjahr. 3150 A Schriftliche Angebote unter 02481 an den Gießener Anzeiger. 09480 im 67. Lebensjahr. k/iiMclte w vcden Wid4Ukk«i In Süddeutschland bekannt praktiziert wieder 3148 D PALAST Giessen. CH EM. REINIGUNGSWERKE JNH. HERBERT HERZOG Die ewige Schönheit der Berge als Rahmen eines Filmwerkes von besonderer Eigenart, das für jeden Besucher zu einem nachhaltigen Erlebnis wird! Mehr Freude an der Natur durch Bermühler- Bücher! Zu erfr.i. d. Ge- schäftsst. d. G.A. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 29. Juli, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 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Die Erhaltung der Kleidung Ist heute von so „großer Wichtigkeit, daß Ihre Bedeutung gar nicht überschätzt werden kann. Kluge Hausfrauen wissen schon lange, daß sich gute und wertvolle Kleidungsstücke durch fachgemäße chem. Reinigung oder Umfärbung In der Regel wie neu herstellen lassen, wobei Kleiderpunkte gespart und teure Anschaffungen vermieden werden können. Wenn auoh die Lieferzeit heute infolge der enormen Beanspruchung unseres Werkes von öffentl. und privater Seite naturgemäß etwas länger dauert, als man dies Von früher gewohnt Ist, so dürfen wir hierfür sicherlich Ihr Verständnis voraussetzen. An der Güte der Ausführung lassen wir es nicht fehlen. Unsere Leistungsfähigkeit Pi I Q . In Gießen: Seltersweg 63, Fernsprecher 2739 In Bad-Nauheim: Karlstraße 10, Fernspr. 2171 Gießen, Nordeck, Winnen, Moischt, den 27. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Dientag, dem 29. Juli, nachmittags 3 Uhr in Nordeck statt. großer Schnelligkeit vor und stand am Abend des 5. Operationstages 300 Kilometer jenseits des Bug. Generalleutnant Kauffmann hat seine Infam terie-Division in unermüdlichem persönlichen Einsatz hervorragend geführt und als es darauf ankam, trotz schweren Kampfes bei Kuznica weiter vorzustoßen, um wirksam die Flanke der Armee decken zu können, durch den Entschluß, mit einer Kampfgruppe die Flanke des Feindes anzugreifen, die Voraussetzungen für die erfolgreichen spateren Kämpfe des Korps geschaffen. Generalleutnant Sinnhuber erkannte durch eigene Erkundungen in vorderster Linie am ersten Angriffstage, daß der zähe Widerstand der starken Befestigungen nicht in kurzer Zeit zu brechen war. Er stieß daher südlich unaufhaltsam in die Tiefe des Feindes vor. Es ist sein persönliches Verdienst, daß die Division bereits am ersten Kampftage abends die Grenzstellung durchbrochen und den Njemen gegen zähen feindlichen Widerstand mit breiten Brückenköpfen überwunden hatte. ____________________ Warum soll Ihnen nicht auch gelingen, rooS schon Tausende von Bausparern mit unserer Hilfe erreicht haben? Unser verbilligter Tarts bietet Ihnen: 3% Zinsen btS zur Zuteilung, unkündbare, ztnsbilltge 2. Hypothek, Beschaffung der 1. Hypothek ohne besondere Kosten, Steuervergünstigung, Lebensversicherungsschutz. Bet 85 bis 30% Ctgenkapital in geeigneten Fällen sofortige Zwtschenfinanzierung möglich. im Namen der Hinterbliebenen: > Karl Rieger, Gärtnereibesitzer. Gießen (Wiesecker Weg 19), den 28. Juli 1941. Edmund rfchuhhaiis Täglich 8.15, 5.30, 8.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 3149A Lagerraum mit Anfuhrmöglichkeit gesucht | Mietgesuche | Ruhiges gutmöbl. Zimmer mit gut. Klavier, möglichst Nähe Stadttheater, z 1. August von Herrn zu mieten gesucht. 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C. 41/14453 2861 D Samstag abend entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Karl Kuhl Dr. med. Gros Facharzt für Augenkrankheiten In den Hauptrollen: KARIN HARDT • ROLF VON GOTH Theodor Loos • Otto Wernicke • Joe StÖdd Die Lieder singt: JULIUS PATZAK Am Samstag, dem 26. Juli, abends 8% Uhr, verschied plötzlich und unerwartet unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Johannes Diehl Bergwerksaufseher i. R. NEUESTE WOCHENSCHAU Heute Montag Neuaufführung Lichtspielhaus Täglich bis Mittwoch: 3,15, 5.30 und 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! Heute Montag Neuaufführung des Rudolf-Forster-Films leuffdilanös größte Bnulpatkofle * in LudwtgSburg'Württ. Neuadlchlljfseily-o über 83 Millionen NM Dtrtrogslumme 1. Halbjahr: 1941 „ 55 „ „ Verlangen Sie unseren kostenlosen bebilderten Ratgeber R Beratung durch örtliche Mitarbeiter Kontoristin die auch Stenogramm und Schreibmaschine beherrscht, für sofort gesucht. Eventuell auch für halbe Tage. Volksfüvfovge Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft der Deutschen Arbeitsfront. Geschäftsstelle Gießen, Bahnhofstraße 46. 3147 D Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange K. <3, DerlagÄeiter: Dr.-Ing. Erich Hamann,' Anzeigenleiter: Hans Bcck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.g, durch MG.-Schüsse zwei der Fluggäste, sowie den Notsignale gebenden Funker und verletzte den zweiten Flugzeugführer, Auch den im Wasser treibenden Bordmechanischer erschossen die Engländer meuchlings. IVT^i pL ] X von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie •L CLCJJ iClOoC bei mehrmaligen Veröffentlichungen! Der deutsche Gesandte in Sofia, Hans Adolf B e ck e r l e, wurde am Samstag vom bulgarischen König zu einer Audienz empfangen. Der' deutsche Gesandte legte am gleichen Tage in Anwesenheit des deutschen Militärattaches in Sofia einen Kranz am bulgarischen Kriegsgefallenen-Denkmal nieder. * Dem Plenum des Repräsentantenhauses ging eine neue Steuervorlage zu, die eine Rekord- Arn 25. Juli verschied plötzlich und unerwartet unser liebes, hoffnungsvolles Söhnchen, mein liebes Brüderchen, unser liebes Enkelchen Karl Rieger steuererhöhung um 3529 Millionen Dollar vorsich zur Beschaffung zusätzlicher Mittel für die Auf, rüstung. Reue und alte Steuern reichen aber lediglich zur Deckung von 60 v. H. der Voraussicht, lichen Ausgaben im laufenden Etatjahr, so daß btt restlichen 40 v.H. durch Anleihen aufgebrach! werden müssen. * Die Polizei in Warna (Bulgarien) hat eine tom, munistische Bande festgenommen, die im AufÜragt der Komintern Sabotageakte im Hafengebiet oec. üben wollte. In den letzten Wochen wurden im ganzen Lande einige hundert Personen festgenoiw men, die sich als Agenten des Bolschewismus betätigten. [Stellenangebote! Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben bet- legen! - LichtbUder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift deS Bewerbers tragen! Zuverlässige Hausgehilfin in Dauerstellung für kinderreiche Familie gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers, siorv 3n Ostafrika hat der Feind die seit hundert Tagen belagerte Besatzung von Uochelfit zur lieber» gäbe aufgesordert. Die italienischen Truppen antworteten mit Feuer und einem kühnen Ausfall. Wen zu verkaufen E. Muth, Ludrpigstraße 42 | Verschiedenes | Silbernes Wann auf dem Wege Lndwiasvlatz— Schifsenberg verloren. Abzug, geg. Belohnung VoNN. [02472 Franks. Str. 24. öescnansarucksacnen Rechnungen Brtefblfltter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühi. Schulstr.1 Nach langem, mit unendlicher Geduld ertragenem, schwerem Leiden ist heute unsere geliebte Mutter, Großmutter, Schwester und Schwiegermutter Marie Heinz Wwe., geb. Hofmann von uns gegangen. trauer: Meta Dornberger, geb. Heinz Wolfgang Dornberger Willi Heinz, Stabszahlmeister Ingeborg Heinz, geb. Ellerbrock Artur Heinz Liesel Heinz, geb. Keppler Theodore Heinz Herbert Petzold, z.Z. im Felde Emma Walter und 3 Enkelkinder. Gießen, Butzbach, Hamburg, Tangermünde, den 27. Juli 1941. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 30. Juli, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 02482 lt-(jold -Sillxttt und. - ffoulde kauft ständig HoheSdiule »Das Geheimnis des Carlo Cavelli« Mit: RUDOLF FORSTER in seiner Doppelrolle als CARLO CAVELLI — Graf Werffen Angela Salioker als Irene von Ketterer Dinah Grace als graziöse Varietö - Tänzerin Hans Moser als ßavellis Diener t nll fli lassen die Ofentür offen. Dr. O. W. Dornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Hohe Schule". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Christel". Mehr Taktgefühl! NSG. Während der warmen Sommertage weisen nfere öffentlichen Schwimmbäder einen starken besuch auf. Selbstverständlich sind auch unsere Sollten zahlreich vertreten. Und recht oft ist auch i ner darunter, der den Einsatz für Volk und Vater- lind mit dem Verlust feiner gesunden Glieder ein- labüßt hat. Manch einer ist dabei, der angesichts !-'sunder Menschen seinen Zustand um so härter empfinden muß. Selbstverständlich muß bann unser ganzes Feingefühl ausgeboten werden, um jenen Kameraden über ihre Lage hinwegzuhelfen. Unb darum ist es ganz und gar unangebracht, diese Amputierten als Schauobjekte oder Sensationen in bcn Schwimmbädern zu betrachten. Jedes widerliche und neugierige Anstarren hat zu unterbleiben. Aufdringliche Hilfsbereitschaft ist ebenso wenig am Plötze, und da zumeist genügend andere Kameraden dabei sind, kann so etwas oftmals mit Recht als plumper Annäherungsversuch ausgelegt werden. Unbefangene Artigkeit, freundliche Unaufdringlichkeit, — das ist die erwünschte Art, den amputierten Kameraden zu begegnen. Statten wir alsd unseren Verwundeten einen kleinen Teil unserer Dankesschuld dadusch ab, daß wir es ihnen ermöglichen, sich ungeniert unter Gesunden bewegen zu können. Denn dadurch helfen wir ihnen am schnellsten, wieder das Gefühl zu bekommen, vollwertige Menschen zu sein. Frohe Stunden für unsereVerwundeten Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" vermittelte im Auftrage des Oberkommandos de>r Wehrmacht den Verwundeten in unseren Lazaretten wjederum einige schöne Veranstaltungen. In zwei Lazaretten wurde der KdF.-Film „Narren im Schnee" gezeigt, ferner die neue Wochenschau vorgeführt. Unter dem Motto „Heiterer Mozart" fand in zwei Lazaretten je eine Stunde beschwingter Musik statt, ausgezeichnet gesungen und gespielt von Frl. Christel Speth (Sopran) und Elfte B r u cf (Violine), wobei Dr. Georg Kuhlmann Erläuterungen zur Vortragsfolge gab und die Darbietungen der beiden Künstlerinnen in vortrefflicher Weise am Klavier begleitete. Die NSKOV.-Kameradschaft Bad-Nauheim hatte eine Anzahl Verwundete nach Bad-Nauheim zu einer Besichtigung der Kuranlagen und der Sehenswürdigkeiten der Badestadt eingeladen, wobei die Gäste am Teichhaus bei einer Kaffeetafel erfrischt wurden. Für das weitere leibliche Wohl hatte die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. in vortrefflicher Meise Sorge getragen. Die schönen Stunden gingen den Besuchern nur all. zuschnell dahin. Sämtliche Veranstaltungen fanden verdientermaßen den dankbaren und lebhaften Bei- fall unserer verwundeten und kranken Soldaten. * ** 7 5 Jahre a l t. Am heutigen 28. Juli begeht der Buchbindermeister Justus W o e l k e , Wil- Helmstraße 48 wohnhaft, in aller Frische seinen 75. Geburtstag. Von morgens früh bis abends spät steht er noch heute an seiner Werkbank und druckt selbst noch mit geübter Hand und sicherem Blick Goldzeile um Golozeile auf seine Bücherrücken. Viele Bibliotheken der Heimat und in der Ferne, bei der Universität, in Schlössern und bei Gelehrten und Bücherliebhabern können Zeugnis geben von seiner Handbindekunst. Interessant sind seine Erinnerungen an viele bekannte Persönlichkeiten, für die er „gebunden" hat und mit denen er dadurch in nähere Beziehungen trat. — Natürlich hat ihn nicht aus» schließlich die rastlose Arbeit so frisch erhalten. Seiner Haltung merkt man den früheren Turner an und den Wanderer, der bis heute noch keinen Sonntag vergehen läßt, ohne seinen Waldspazier^ gang gemacht zu haben. Lebhaft anteilnehmend am großen Geschehen unserer Zeit ist er noch vielseitig interessiert. So werden sich viele Liebhaber der Kon zertzither seiner als Leyrer oder Dirigent erinnern. ** 'Beim Ueberschreiten der Geleise tödlich über fahren. Arn gestrigen Sonntag, früh gegen 7.30 Uhr, ereignete sich im Gießener Bahnhof ein schwerer Unglücksfall, durch den leider ein Menschenleben vernichtet wurde. Der 37 Jahre alte Lokomotivheizer Konrad Tr ö l l e r aus Merlau bei Mücke überschritt nach Verlassen seiner Lokomotive die Geleise und wurde dabei von einem rangierenden Güterwagen, den er nicht bemerkt hatte, zu Boden gerissen. Der bedauernswerte Mann wurde so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte hinterläßt feine Frau und zwei Kinder. DieDmchsührungdesvereinsachtenLohnabzuges Von. Steuerberater Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Berlin. Die Betriebsführer haben bereits vom 1. 8. 1941 ab die Vereinfachung des Lohnabzuges zu berücksichtigen, die sich aus der Ersten Lohnabzugs-Verordnung vom 1. 7. 1941 ergibt. Ein Durchsührungs- erlaß des Reichsfinanzministers vom 10. 7. bringt dazu wichtige Anordnungen für die Betriebsführer. Abführung der Lohn- und Btirgerffeuer bis zum 10. — Fortfall der Wehrsteuer. Die Abführung der vom Arbeitslohn der Arbeitnehmer einbehaltenen Lohnsteuer hat künftig nicht bis zum 5., sondern erst bis zum 10. nach Ablauf jedes Kalendermonats an das Finanzamt der Betriebsstätte zu erfolgen. Die im Juli einbehaltene Lohnsteuer ist nach der Verordnung zwar noch vis zum 5. 8. zu entrichten; der Durchführungserlaß läßt jedoch die Abführung bereits bis zum 10. 8. zu. Gleichzeitig hat die Lohnsteueranmeldung zu erfolgen, sofern dem Arbeitgeber nicht auf Antrag vom Finanzamt gestattet ist, sie vierteljährlich abzugeben. Die Bürgersteuer, die vom Arbeitslohn der Arbeitnehmer nach dem 30. 6. einbehalten ist, muß künftig gleichzeitig mit der Lohnsteuer erstmalig bis zum 5. bzw. 10. (11.) 8. d. I., und zwar für sämtliche Arbeitnehmer in einem Betrage an das Finanzamt der Betriebsstätte abgeführt werden. Lohnsteuer und Bürgersteuer sind in einem Betrage zusammen — in der Regel nicht In bar, sondern durch Ueberweisung oder Einzahlung auf Postscheck oder Reichsbankgirokonto — der Finanzkasse zu entrichten; jedoch lind auf dem Postscheckabschnitt die Höhe der Loyn- und Bürgersteuer getrennt aufzu- führen. Anzugeben ist auch, auf welchen Zeitraum die Bürgersteuer entfällt, ohne daß die einzelnen Arbeitnehmer wie auch die hebeberechtigten Gemeinden bezeichnet zu werden brauchen. Die Bürgersteueranmeldung ist mit der Lohnsteueranmeldung zu verbinden. Das oorgeschriebene. Muster, das auch für die Wehrsteuer, die vom 1. 8. d. I. ab nicht mehr erhoben wird, bestimmt ist, ist vom Arbeitgeber entsprechend abzuändern; die Worte „zugleich Wehrsteueranmeldung" sind in „zugleich Bürgersteueranmeldung", „Wehrsteuer" in „Bürgersteuer" zu ändern. Arbeitgeber, die zu Beginn des Kalenderjahres oder bei Betriebseröffnung nicht mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigten, brauchen die Lohnsteuer erst abzuführen, wenn sie 100 RM. übersteigt, spätestens jedoch bis zum 10. Tag nach Ablauf des Kalender- Vierteljahres (z. B. bis zum 10.10.). Trifft dies zu, so ist auch die Bürgersteuer vierteljährlich zu überweisen, ohne daß es auf ihre Höhe ankommt. In gleicher Weise hat die Anmeldung der Lohnsteuer und Bürgersteuer vierteljährlich zu erfolgen. Arbeitgeber, die ausschließlich Arbeitnehmer beschäftigen, für die nur Bürgersteuer, keine Lohnsteuer abzuführen ist, brauchen die Bürgersteuer nur halbjährlich, also bis zum 10. 7. und 10. 1. zu entrichten, insbesondere also Haushaltsvorstände die Bürgersteuer der Hausgehilfin. Die Bürgersteuer ist vom Arbeitgeber nach wie vor jjn Lohnkonto unter Angabe der hebeberechtigten Gemeinden und der Bürgersteuerbeträge einzutragen. Der Gesamtbetrag der einbehaltenen Bürgersteuer ist auch bei Ausschreibung der Lohnsteuerbe- lege einzutragen, insbesondere auf der Lohnsteuer- tarte bei Ausscheiden eines Arbeitnehmers oder am Ende des Jahres, 1941 jedoch noch nicht. — Die Wehr st euer vom Arbeitslohn ist infolge des zeitweiligen Fortfalls erstmalig von Arbeitslöhnen für nach dem 31. 7. endende Lohnzahlungszeiträume (Monate, Wochen usw.), sowie von nach diesem Zeitpunkt gezahlte sonstige Bezüge nicht mehr einzubehalten, ohne daß die Lohnsteuerkarte hinsichtlich des Vermerks über die Wehrsteuerpflicht geändert wird. Anzumelden ist die Wehrsteuer also lctzmalig bis zum 5. bzw. 10. 8., bei vierteljährlichen Anmeldungen bis zum 10. 10. Aenderungen und Ergänzungen der Lohn- sleuerkarle. Aenderungen und Ergänzungen der Lohnsteuer- karte (z. B. hinsichtlich des Familienstandes) können rückwirkend bis zum Beginn des K a - lenderjahres auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden. 'Angegeben wird auf der Lohnsteuer- karte als maßgebender Zeitpunkt der Tag, an dem alle Voraussetzungen für die Aenderung oder Ergänzung der Steuerkarte erstmalig vorhanden waren, insbesondere der Zeitpunkt des maßgebenden Ereignisses, wie Heirat, Geburt des Kindes usw. Für die Eintragung steuerfreier Beträge wegen Werbungskosten und Sonderausgaben (von über 39 RM. monatlich) sowie wegen außergewöhnlicher Belastung ist grundsätzlich der Zeitpunkt maßgebend, an dem der Antrag beim Finanzamt ein- geht. Der Arbeitgeber darf nach wie vor die । gän zun im tat erst nach der Vorlage der geänderten bzw. ergänzten Steuerkarte berücksichtigen. Er isl jebod) berechtigt, bei den auf die Vorlage folgenden Lohnzahlungen so viel weniger an Lohnsteuer einzubehalten, als er seit dem. Tage der Rückwirkung zu viel einbehalten hat; Barauszahlung an den Ar- bettnehmer ih nicht gestatte^. In allen Fällen, in denen der Arbeitgeber eine Aufrechnung nicht vorgenommen hat, steht dem Arbeitnehmer ein Rechts- anspruch auf Ersta11ung der zu viel einbehaltenen Lohnsteuer gegenüber drm für seinen 'Wohnsitz (am 10. 10. des Vorjahres) zuständigen Finanzamt zu. Der Antrag muß spätestens am 31. 12. des Kalenderjahres gestellt werben, das auf das Jahr der riickwirkenden Aenderunvl oder Ergänzung der Steuerkarte fällt (z. B. bei Aenderung irn Jahre 1941 bis 31. 12. 42). Die NeiiregeKing gilt für alle Fälle, in denen über einen Antrag auf Aenderung oder Ergänzung der Steuerkarte enhveber am 31. 7. dieses Jahres noch nicht entschieden mar, oder der erst im Juli 1941 gestellt worden ist. Ausrechnung seitens des Arbeitgebers und Erstattung' der Lohn- steuer durch das Finanzamt sind jedoch auch dann zulässig, wenn bep der Aenderung bzw. Ergänzung der Steuerkarte überhaupt ein vor dem 1. 8. 41 eingetragener Zeitpunkt eingetragen worden ist. Nachforderungen sollen anderseits seitens des Finanzamts von dem Arbeitnehmer unterbleiben, wenn sie mangels Verschulden des Arbeitnehmers unbillig find. Mufrunbung der steuerfreien Beträge lmrch bcn Arbeitgeber. Die auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen steuerfreien Beträge für erhöhte Werbungskosten und Sonderausgaben, für außergewöhnliche Belastungen und für Kriegs- oder Dienstbeschädigte sind, jun die Rechenarbeit durch Vermeidung von Pfennigbeträgen zu erleichtern, aufzurunden. Diese Aufrundung ist an sich Sache des Finanzamts. Hinsichtlich der Lohnsteuerkarte 1941 soll jedoch der Arbeitgeber bei dem Abzug der steuerfreien Beträge vom Arbeitslohn die Aufrundung von sich aus vornehmen, und zwar Monatsbeträge auf den nächsten vollen Rcichsmark-Betrag (z. B. 24,68 RM. auf 25 RM ), Wochenbeträge auf volle 10 Rpf., Tagesbeträge ober 4-Stundenbeträge auf volle 5 Rpf. nach oben ab, runden. Fortfall bes Hinzurechnungsvermerls bei . mitverbienenben Ehefrauen. Mit mitverdienenden Ehefrauen hat der Arbeitgeber vom 1. 8. an die Hinzurechnung von 52 RM. monatlich (12 RM. wöchentlich usw.) zum lohn- steuerpflichtigen Arbeitslohn trotz Vermerks auf der Steuerkarte nicht mehr vorzunehmen. Die späteren Aenderungen. Erst vom 1. 10. 1941 ab wird die neue einheitliche Lohnabzugstahelle gelten, aus der die verschiedenen Lohnabzüge für die Lohnsteuer, die Angestelltenversicherung bzw. Invalidenversicherung und die DAF.-Beiträge, vom 1. 1. 1942 an auch die Beiträge zur Krankenversicherung sowie zum Reichsstock für Arbeitseinsatz — jeder Abzug für sich — abzulesen sein werden. Die Lohnstufen sind zur Vermeidung von Härten stark verengert. Der Arbeitslohn wird nicht mehr abgerundet. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Juli. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 47,5 bis 48,5, b) 42,5 bis 44,5, c) 39,5; Bullen a) 45 bis 46,5, b) 41,5 bis 42,5, c) 37,5; Kühe a) 45 bis 46,5, b) 40 bis 42,5, c) 34 bis 36,6, d) 20 bis 27; Färsen a) 46,5 bis 47,5, b) 42 bis 43,5, c) 36,5 bis 38,5; Kälber (Sonderklasse) 70; andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 35 bis 40; Hämmel b2) 48 bis 51, Schafe a) 42 bis 44, b) 38 bis 40, c) 12 bis 32; Schweine a) 64, bl) 64, b2) 63, c) 61, d) 58, e) 56, gl) 64. Marktverlauf: alles zugeteilt. blieb stehen, blickte in die Höhe, aus der ihm der bunte Farbenfall gekommen war, schüttelte den Kops und sagte mit der ganzen Gemütlichkeit seiner heimischen Mundart: „Nu hör emol! Ihr seid Körle! Siebenhundert Jahre habt ihr Zeit gehabt, un ausgerechnet heile mißt ihr das Haus streichenI" Worauf Friedrich, in der Haustür stehend, erwiderte: „Jo, min Söhn, dat is man so. Säben» hunnert Johr hev wi up di luert, dat du tarnen deihst und bin Sägen trägst." Der Sachse nickte ihm zu und sagte ti-fsinnigl „Un das nennt mer Weltgeschichte!^ Und Friedrich rief selig hinter ihm drein: „Dorüm mak wie sche ook Jubilium." Oie Fahnenstange. Von Otto Anthes. Daß weltweiter Sinn auch in räumlicher Enge kuchnen kann, und daß man kein bochgelehrter Mensch zu fein braucht, um den Zusammenhang 'Her Dinge zu ahnen, habe ich schon öfter erfahren, (m eindringlichsten an meinem Freund Friedrich, l:r in einer engen Gasse hinter dem Rathaus der den Hansestadt ein kleines Haus fein eigen nennt. $ enn ich „Haus" sage, so tue ich schon ein übriges, hs sonderliche Gebäude hat in der Breite nur en Zimmer mit zwei dicht nebeneinander liegenden k'nstern. Nach der Tiefe hin ist es ebenso be- kränkt, indem die Nachbarn von rechts und links Wen darum herumgreifen und ihm weder Hof noch Törtchen lassen. Was aber die beiden Seiten an- 8gt, so gibt ein Ausspruch Friedrichs Aufschluß, W zu sagen liebt: ich betreibe mein Gewerbe ösedlich zwischen meinen eigenen zwei Wanden. E'is Häuschen hat nämlich tatsächlich nur zwei Cänbe, eine Vorder- und eine Hinterwand. Zu den 6 iten rechts und links müssen ihm die Nachbarn il-shelfen, zwischen deren feste Brandmauern man 'A einer Zeit, als es noch keine Baupolizei gab, Wes seltsame Bauwerk hineinhängte gewisse^ ^fjen. Der Zustand hat sein Gutes, kann aber auch merkwürdigen Erlebnissen führen. So vergrößerte JO erhöhte sich der Nachbar zur Rechten einmal. Rührend nun der Umbau im Gange war, kam 'i'es Mittags, da Friedrich mit feiner Familie bei £id) saß, plötzlich mit ungeheurem Gepolter, unter ^«rtelspritzen und Steinefall, ein eiserner Trager Il-'ch die Wand geschossen, fuhr ein Stückchen ins Immer und saß dann so fest und preislich in der ynuer, als ob er das größte Recht hätte, so in r edrichs Stube hineinzugucken. Als aber dann 16 Bauführer in ziemlicher Betretenheit €r1/7.ieJ1, tr den Schaden zu besehen und meinte, es bliebe J'fll nichts anderes übrig, als das ein gedrungene ''"ck abzusägen, da sagte Friedrich: „Lat dat Enn n,m ruhig sitten! Dat kann ick ganz god gebruten. 7 Und jetzt steht auf der eigenartigen Konsole em Ön auf der Kunstausstellung gewonnen hat, uno i-if)t sich sehr gut da. „ ; Run war es zur Zett der höchsten vaterländischen Das Grammophon im Urwald. Zwischen zwei Negerstämmen Mittelafrikas am Ubangi-Fluß ist es vor einiger Zeit zu erbitterten Kämpfen gekommen. Kriegs gründ: ein altes Grammophon. Eines Tages war nämlich am Ubangi ein Forschungsreisender erschienen, der ethnographische Studien machte und u. a. auch die Stimmen der Schwarzen auf Platten bannte, um sie später einem Museum zu übergeben. Er veranlaßte eines Tages den Stamm, bei dem er zu Gast war, einen anderen Stamm einzuladen, um die Verschiedenartigkeit der Dialekte und Gesänge zu studieren. Alles klappte gut, und die Ausbeute war mehr als befriedigend. Um nun seinerseits den Schwarzen eine Freude zu machen, ließ er einige europäische Schallplatten spielen. Die Eingeborenen waren über die ungewohnte Musik entzückt, und da der Wissenschaftler den unmodernen, schon stark mitgenommenen Sprechavvarat nicht mehr nach Hause schlepven wollte, schenkte er ihn samt ein paar Platten Den Schwarzen. Leider sagte er dabei nicht ausdrücklich, wer nun eigentlich der Beschenkte sei, so daß sich nach seiner Abreise zwischen beiden Negerstämmen bald ein hitziger Streit um das Eigentumsrecht erhob. Dieser artete in so blutiger Weise aus, daß man sich genötigt sah, Polizeisoldaten in das Unruhegebiet zu schicken, um die Ordstung wiederherzustellen. Das gelang aber erst, als durch die bewaffnete Macht Das alte Grammophon „verhaftet" wurde. Seitdem herrscht wieder Einigkeit unter den Eingeborenen. Dafür sind sie aber nun der Polizei bös«. Begeisterung, damals als die Hansestadt die Feier ihrer siebenhundertjährigen Reichsfreiheit beging, ihr Jubiläum, wie Friedrich sagte. Allenthalben rüstete und richtete man für das seltene Fest, man baute an den Häusern und malte sie, man putzte und scheuerte, und Rewoldt in der Alsstraße konnte nicht Fahnentuch genug für den Feierdrang der Einwohner anschaffen. Das Raunen und Rauschen der großen Begebenheit drang auch in die enge Gasse hinter dem Rathaus, aber Friedrich in seiner Bescheidenheit war noch lange Zeit der Meinung, daß es für ihn in feiner abgelegenen und versteckten Ecke geradezu eine Ueberheblichkeit wäre, sich und sein Häuschen groß herauszuputzen. Bis ihm denn doch klar wurde, daß auch er sich der allgemeinen Verpflichtung zur festlichen Erneuerung nicht entziehen könne. Die Zeit wurde ja nun ein bißchen knapp; aber der Maler, obwohl er alle Hände voll zu tun hatte, schaffte es schließlich doch noch, die Vorderseite des Häuschens in frische Farbe zu legen. Als er fertig mar, fragte ihn Friedrich, wie- viel denn nun wohl eine Fahnenstange koste. „Dat Meter een Mark", sagte der Maler. „Und woveel Meter hett fo’n Ding?" „Nu — dat givt ehr to acht Meter, to kein, to twölf —" „Uemme großzügig", sagte Friedrich. „Mak mi een to twölf Meter!" Bier Meter Fahnentuch waren leicht besorgt. Aber es wurde wahrhaftig der Morgen des ersten Festtags, bis der Maler mit der Stange vor das Haus gerückt kam. „Wohenn barmet?" fragte er. „Rin in ’t Hus!" sagte Friedrich. Aber das hatte er leicht sagen. Es .zeigte sich, daß die zwölf Meter schlechterdings nicht die kurze und steile Treppe hinaufzubringen waren. Wat nu? Aber Friedrich ist nicht der Mann, der sich in schwierigen Lagen aus der Fassuna bringen läßt. Beweis dafür ist sein Verhalten Damals, als er während des Krieges als Landwehrmann auf Sylt die Kühe feines Truppenteils betreute. Da wurde eines Tages ein großes Faß mit Spinat abgeliefert, der sich bei dem ersten Versuch als gänzlich ungenießbar erwies. Was tat Friedrich, um in jener unsäglich knappen Zeit nichts umkommen zu lassen?. Er strich mit dem Zeug, das sich Spinat^ nannte, feine Baracke wunderbar grün an und erhielt bei der nächsten Besichtigung noch ein besonderes Lob für seine Sorge um die Verschönerung der Unterkunft. Er war auch jetzt nicht verlegen. Kurzerhand ging er zum Rathausherrn und erwirkte sich die Erlaubnis, mit seiner Fahnenstange durchs Rathaus hindurch zum Ziel zu gelangen. Vier Mann hoch — die Helfer fanden sich leicht — zog er nun mit seiner Stange unter den Arkaden hindurch, sperrte auf einige Minuten die Breitestraße, kam durch Portal und Diele die Treppe hinauf in den Bür- gerschaftsfaal und schob das Untier durch die Fenster über die Gasse hinweg in seine Wohnung. Da die Gasse nur drei Meter in der Breite mißt und die ganze Wohnung, zwei Zimmer hintereinander, acht Meter in der Diese, so mußte die Stange noch um einen Meter hinten wieder ins Freie tauchen. Dafür lag sie nun aber auch fest, zumal Friedrich sie erstmals am Fensterkreuz, darauf am Tischbein im Wohnzimmer und letzlich am Bettpsosten im Schlafzimmer gehörig anband. „De ganze Kommunikatschon war sche nu gestört in de Wohnung", sagt Friedrich, wenn er darauf 0U sprechen kommt. Aver schließlich, wann war man in seiner Wohnung in jenen festlichen Tagen? Und wenn Friedrich zur Nacht über die Stange weg- steigen mußte, um in sein Bett zu gelangen, so hatte er dabei nur das Gefühl, noch etwas Besonderes für die geliebte Vaterstadt zu tun. Damit sind wir indes zeitlich schon um einiges über den Brennpunkt unserer Geschichte hinausgeraten. Als man nämlich vom Bürgerschaftssaal her mit der Stange nach Friedrichs Fenster zielte, war man zuerst ein paar Zentimeter zu weit seitwärts gekommen und hatte ein Stück des frischen Verputzes abgestoßen. Das so zu lassen ging unmöglich an. Und so mußte der Maler noch einmal herbei und auf einer Leiter stehend den Schaden ausbessern. Inzwischen hatte der Strom der Fremden in die Stabt schon eingesetzt. Dom Markt kommend, zogen sie truppweis durch Friedrichs schmale Gasse der Marienkirche zu. Und gerade als eine Schar sächsischer Waller, Die der Zufall oder der Ruf bes bevorstehenden Festes herbeigeführt hatte, unter der Leiter hindurchtrottete, ließ oer Maler feinen Pin- fei fallen, so daß die schone grüne Farbe einen braven Sachsen von oben bis unten bekleckerte. Er runde. Suren-Fuchs siegten mit 2:6, 6:0, 6:0 über SJzfpori Innsbruckerin Lor- Psl°iderer g°wonn S°s »«aq> ^mt cher Teilnehmerinnen zur Abschlub- Endspiel mit 3:6, 6:0, 6:3 gegen d e fünfmalige marsq ,am Mittelpunkt eine Ansprache Reichsmeisterin Isolde Kröhling sB-rlms und -am kundgebung^^ gtuft ftPanb. R-ich-studenten. damit zu einem bemerkenswerten Ä . J fübrer Dr Scheel nahm dann die Siegerehrung hatte Lore Pfleiderer bereits^die D°rl°hr^weite, fuhrer^ unb den National- in^der Schluß- Hymnen klang die Beranstaliung aus. Gäste waren der Halbrechte und Rechtsaußen. De- VJU LC LUULCU VtV ---- - - < - • v M sonders von dem Halbrechten wurden immer wieder nrläbrlickie Anariste eingeleitet. Allerdings ist dabei Hessisches Vereichsatterstreffen in Lich STS k^n:m° Le gMchsten Leute der bis^zum Schlüsse bleib, ReichswMmpsederSindenimnenmDalmsiadi und gaben ihr Bestes. Spielverlauf: Die Gießener Mannschaft erringt sofort eine leichte Feldüberlegenheit die wenigen Vorstöße scheitern schon an der Verteidigung. Immer wieder sind die Gießener im Strafraum der Fauer- bacher, der Ball wandert in diesem Raum von Mann zu Mann, dabei werden die zwingendsten Torgelegenheiten ausgelassen. Als kurz vor ch alb zeit der Mittelstürmer auf eine Vorlage von Nikolei genommen wird, ist ein Elfmeter fällig. Dieser wird prompt verwandelt. Als ein scharfer Schuß von Fröhlich die Latte trifft, glaubt man an..den Aus- gleich. In der zweiten Hälfte vuckt Fröhlich auf Linksaußen, Ehmann in die Mitte und Kraft I auf Rechtsaußen. Sofort wird hierdurch das Spiel des Jnnensturms gefährlicher. Der Ausgleich wird er- zielt und das Führungstor. Kraft II. hebt dann den Ball über den herauslaufenden Tormann m das Tor. Ein Bombenschuß von Ehmann, und es h-ltzi 4:1. Als Nikolei den zweiten Elfmeter verschuldet, haben die Gießener das Glück, daß der Ball nur die Torlatte trifft. Als Schlitz, von vier Mann angegriffen, den Ball nicht zuruckgrbt, heißt es 4:2. Aber schon im Gegenangriff schießt Kraft II. das fünfte Tor; er stellt damit die Tordifferenz her, die ^nqeleitet wurde der Nachmittag mit einer feierlichen Heldenehrung, der die letzten Entscheidungen in der Leichtathletik, Vorführungen, und Tanze der Studentinnen und ein Handballspiel folgten. Als schnelle Kurzstreckenläuferin erwies sich die Jü)em= länderin Grete Winkels (Uni Bonn), die sowohl die 100 m in 12,6 als auch die 200 m in 25,8 gewann. Die 80-m-Hürden wurden in 12,4 eine sichere Beute der Berlinerin Erika Bi eß, ebenso endete in der Viererstaffel Berlin in Front. Eme noch verbesserte Leistung bot die deutsche Speerwurs- meisterin Hilde Plank (Um München), die in der Entscheidung auf 49,50 m kam und damit eine neue Jahres-Weltbestleistung ausstellte. Im Handball war eine NSRL.-Mannschaft non Frankfurt-Darmstadt mit 6:2 (3:2) über eine Reichsmannschaft der Studentinnen erfolgreich. Frl. Schuchardt (4) und Frl. Wöhr (2) warfen die Tore für Frankfurt-Darmstadt, während für die Reichs Mannschaft Frl. Lackner (Berlin) zweimal erfolgreich war. , Wettkämpfe erfolgte der Auf- Eltern? Heiliger, köstlicher Gedanke. Friedrich Dominik fürchtet sich, sein Sinnen weiterzuspinnen. Und immer wieder sieht er ein lächelndes Gesicht, das heute noch jung sein soll unter seiner Krone weißen, silbernen Haares. Er steht langsam und schwerfällig aus seinem Stuhl auf, fährt Nissen scheu über den Kopf — noch nie vorher hat er das gemacht, wenigstens m den letzten Jahren nicht mehr, und geht hinüber m sein Zimmer. Da sitzt er lange allein. Grübelt, denkt — plant. , , Sollte der Junge auch sein Leben zerbrechen —? Man wird ihm helfen müssen. Auch dem Madel, auch der — der Martha. ♦ Die Stadt ist klein wie ein Dorf. Kaum vierundzwanzig Stunden ist es her, daß abqedeckt wurde und hierdurch viel Spielraum hatte. Bei den Gießenern war Schlitz der überragende Mann, wenn auch das zweite Tor auf sein Konto kommt. Die übrigen Spieler setzten sich alle em chen der besser zusammenspielenden Berlinerinnen, aber alle Bemühungen um ein Tor blieben er- Dominik die Werft von Birk & Co. gekauft hat, H schwatzen davon schon alle Stammtische. Auf diese Weise erfährt auch Mattheus Lind v«' von. Er hat noch am gleichen Abend eine lange AL' sprechung mit seinem RechtsbListand. .. Die Unterredung ist sachlich und nüchtern, rou alles, was. Mattheus Lind tut. Es kommen vielt Zahlen darin vor und viele Bestimmungen osr Aktienrechts. Auch die Statuten der Dornimk-Weri AG. werden eingehend besprochen. - Von dort fährt Lind in die kleine Weinstube, M der Otto Frinzka gelegentlich verkehrt. Er hat Gluv. Gießen Am Nachmittag gab es noch Vereinsmannschasts- f(impfe mit Mannschaften zu je drei Mann im Kugelstoßen und Ballweitwurf. Im Kugelstoßen blieb Tp. Weilmünster Sieger, während im Bauweitwurf sich Tv. Lich an die Spitze. setz e., Das Faustballspiel, in dem sich Tusp. Rodheim (Bieber) und Tv. Bad Homburg-Kirtorf gegenuberstanden, gewannen die Kirtorfer 49:45 (21:25). Sehr gefielen die Vorführungen einer von den Vereinen Wetzlar, 1846 Gießen, Wieseck, Krofdorf, Dillenburg, Burgsolms zusammengestellten Turnennnen- ®nippe des Bezirks Gießen unter Leitung von Bezirksfrauenturnwart Heinrich Schneider (Wetzlar). _ Die Siegerehrung nahm Sportbezirksfuhrer Stein (Gießen) vor. Anschließend richtete Bürger- meifter Geil herzlich- Worte der Begrüßung an die Gäste aus dem weiten hessischen Bereich Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Turner trotz schwerer Zeit die zum Teil sehr wetten Wege nach Lich gefunden hätten und sprach die Hoffnung aus, in der Friedenszeit sie wieder einmal als Gäste in Lich begrüßen zu tonnen. Ueber- zeugend würdigte Bürgermeister Geil, den tieferen Sinn vom Turnen und Sport wahrend des uns aufgezwungenen Krieges. Bereichsfachwart für Turnen, Hermann Schäfer (Kassel), dankte der Gießener Bezirksführung und dem Tv. Lich für die treffliche Vorbereitung und der Stadt Lich für Die freudig gewährte Unterstützung. Er gedachte der tapferen Heldentaten unserer Wehrmacht und schloß mit dem begeistert aufgenommenen Treuegelobnis für Führer, Volk und Vaterland die wohlverlaufene Veranstaltung. Lich wird allen Besuchern des Treffens stets eine liebe Erinnerung fein. Aus -er Sieaerttffe. Die gemischten Siebenkämpfe. A l t e r s k l a s s e I, 32 bis 40 Jahre (19 Bewer. ber): 1. Ludwig Malkomesius, CT. Hessen-Preußen Kassel, 73; 2. Otto Dietz, VfL. Lollar, 67; 3. Dr. Karl Pfeffer, Tv. 1846 Gießen, 66; 4. Walter Zerndt, DfB.-Reichsbahn Gießen, Hrch. Eichenauer, Tv. Jahn Dauernheim, 65; 7. H. Nückel, Tusp. Rodheim, 60; 9. Hrch. Volz, Tv 1860 Lich 58; 10. Otto Wahl, Tv. 1860 Lich, 57; 11. Willi Zumpft, Ordnungspolizei Gießen, Rudolf Schmidt, Tusp. Rod- heim 56; 12. Walter Schmitz, SA.-Standarte 118 Gießen, 55; 14. Adolf Müller, Postspgem. Gießen. 53; 15. Ernst Jung, VfL. Lollar, 52 Punkte. Altersklasse II, 41 bis 50 Jahre (31 Bewerber): 1. Frdr. Stöckel, Tgm. Bad Homburg, 97; 2. Wilh. Hofmann, Tv. Alten-Buseck, 96; 3. Fntz Adam, Tv. Braunfels, 94; 4. Karl Aenß, T. u. Spg. Großen-Buseck, 89; 6. Adolf Schardt, Tv. Hausen, 81; 8. Otto Dieruff, Tv. Lich, 75: 9 ßubmig Hasselbach, Tusp. Rodheim 74; 18. Walter Jur- gens, Tv. 1846 Gießen, Gustav Mertens, Tv. 1846 Gießen, 60 Punkte. Altersklasse III, 51 bis 60 Jahre (6 Bewer- ber): 1. Adam Popp, Tgm. Friedberg, 91; 2. Karl Oestreich, Reichsb. Spg<. Treysa, 80; 3. Gg. Friedrich, Tv. Bad Homburg-Kirtorf, 64 Punkte. Vereinsmannschaftskämpfe. Ballweitwurf (10 Mannschaften): 1. T», Lich (Karl Volz, Hrch. Volz, Wahl) 85; 2 Tv. 1846 Gießen (Baldauf, Reuter, Pfeffer) 82; 3. Tv Wei - Münster (Weitershaus, Bördner, Volpel) 81,5; fc Tgm. Bad Homburg (Kofler, Stöckel, Herzberger Kugel st oßen (5 Mannschaften): 1. Tv. WeD Münster (Weitershaus, Bördner, Volpel) 30,54, - Tv. Lich (Karl Bolz, Hrch. Volz, Otto Wahl) 28,J. 3. VfL. Lollar (Jung, Bierau, Dietz) 27,25; 4. Tgm Bad Homburg (Kofler, Stöckel, Herzberger) 26,k) Meter. ___— Inzwischen war aus den benachbarten Tenms- Plätzen die Entscheidung im Emzel gefallen. Die Innsbruckerin Lore, P ft ° i d ere r^g-wann das seinem Schwiegersohn als Mitgift für seine Tochter zur Verfügung stellte. Das alles hat man damals Dommik erzählt Und er hat die Geschichte in sich hineingetrunken mit der Gier eines Verdurstenden. , ~ Er hat alles gehört und alles geglaubt und alles für Lüge gehalten und wieder gehört und geglaubt und für Lüge gehalten. , . , . Und endlich hat er darüber eine andere geheiratet. Aber wenn er sie umarmte, hat er die Küsse Martha Spreckels gefühlt. Als sie ihm emen Sohn gebar, da war es das Kind einer Liebe, die Martha Spreckels galt und Martha Spreckels meinte. Und als Clara an diesem 'Kinde starb, da war es gut und richtig so, denn sie hatte ihr Leben erfüllt. Das alles muß Friedrich Dominik in dieser Stunde denken. Das alles ist furchtbar Und nun wirbt dieses Kind um die Tochter der Frau, die nicht feine Mutter werden durste! Seltsame Wege der Menschen. Ist das ein Ausgleich der ewigen Gerechtigkeit? Oder — neue Heimsuchung? Aber muß nicht zwischen diesen beiden Kindern eine Gemeinsamkeit bestehen, eine Sehnsucht aus mystischer Gebundenheit einer Liebe, die hmausragt aus dem engen Kreis ihrer eigenen Geburten und hinüberwurzelt in das unerfüllte Da-fem ihrer Die Dominiks. Roman üon Hellmuth M. Böttcher. 41. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Dominik rüst den Konkursverwalter an Noch am gleichen Vormittag treffen sie sich beim ^Verhandelt haben sie ja schon genug über die ^Em' paar Paragraphen sind schnell formuliert. Genau fünfzig Minuten später sind die gesamten Werkanlagen der Firma Birk & Co. auf die Dominik-Werft übergegangen. Es gibt kein Zurück mehr. . An diesem Tage weiht Nissen Jemen Dater m sein Herzensgeheimnis ein. Er erzahtt von Brigitte uni) von ihrer beider Liebe. Friedrich Dominik sitzt am Tisch mit halbgebeugtem Kopf, schaut die Tischdecke cm und sagt kem ^Nissen erzählt weiter. Von gemeinsamen Ritten, von Segelfahrten, von Spaziergängen. Als er den Tag erwähnt, wo er bei Frau Lind Besuch gemacht, sieht der Vater zum ersten Male auf, aber gleich wieder läßt er den Kopf.sinken- Friedrich Dominik sagt noch immer kein Wort Manchmal atmet er tief und schwer, manchmal stoßt er die Luft pfeifend aus Mund oder Nase. Dann kommt Nissen auf den Julinachmtttag zu sprechen, an dem er von Frau Lind im Garten an- nebelten worden ist, und er ihr unterm Kirschbaum sein Herz ausgeschüttet hat. Er berichtet alles genau, auch das, was Frau Lind von ihrer ölten Freundschaft zu Friedrich Dominik angedeutet hat. Und daß sie nun seine, Nissens, Bundesgenossin geworden sei. Friedrich Dominik hört zu. Ganz stille. Er unter- bricht mit keinem Worte. Seine Brust geht schwer — auf und nieder. — . .. Seine Stirn ist zusammengezogen und zeigt Oie tiefe Falte zwischen den grauen, hochauf gewölbten Brauen. Ein paarmal blickt er scheu empor, als wolle er etwas sagen, etwas fragen. Er hört die junge, frohe, zuoersichlliche Stimme feines Sohnes. So hat auch er einmal um eme Frinzka ist da. ,. Sie ziehen sich in eine unbelauschbare Ecke zmuv. Lind berichtet von dem, was er weiß. Aber vos ist Frinzka nichts Neues. Was er davon den re. Nichts Gutes natürlich! Ein Beweis übrigens M die Selbstherrlichkeit dieses Direktors, der offeru^ vergessen hat, daß er fremde, ihm anvertraute der verwalte. Lind gibt ihm recht. Ob er diesen Standpunkt in der GeneralversanM luna auch vertreten würde, fragt Lind. . „Aber natürlich. Mein Geld ist auch kein Dre» > schimpft Frinzka. „Wenn einem von einem Urne* nehmen soviel gehört, daß man mit seinem Aktte-i' besitz gewissermaßen das Zünglein an der Waa.z bilden kann, dann will man auch eintreten kann für fein Geld." „Und ja und amen jagen?" frotzelt Lind. „Nein? Mit der Faust auf den Tisch schlagen o sagen: Wir sind hier nicht Ihre dummen ^)UNM Herr Direktor Dominik. Sie können mit uns nij machen, was Ihnen gerade einfällt, Herr Dom"» Wenn Ihnen die Werft von Birk & Co. so gm 8 fällt, dann übernehmen Sie diesen bankrotten i pelkasten für Ihr Geld und machen Sie sich selbständig. Wir verzichten sowieso auf Ihre ' für die Zukunft. Kein Anstellungsvertrag ist W und auch Verträge auf Lebenszeit sind nach i J- Jahren kündbar. Und die sechs Jahre sind bei 39™. um, Herr Dominik." „Das würden Sie nicht sagen!" hetzt Linv. „Das werde ich sagen? Meine Geduld ist Ie9* >' Warum feine Geduld am Ende ist, erwÄ^ Frinzka nicht. (Fortsetzung folgt) 2. Karl Reuter, Id 1846 Meßen, 138,5: 3. helm Ferber, Tv. Waldgirmes, 135,5; 6. Walter Bierau VfL. Lollar, 131; 11. Otto Bender, T. u. Sog Rodheim (Bieber), 120,5; 25. Willi Frey, Tv^Gießen-Wieseck, 101,5; 28. Karl Schmidt, Sufp. Großen-Buseck, 95; 31. Richard Ruhl, Tusp. Gro- ßen-Bufeck, 89 Punkte. Altersklasse II, 41 bis 50 Jahre (32 Bewerber): 1. Gottlieb Krebs Tv Bad ^omburg-Kir- terf, 165; 2. Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 147; 3. Hans Thöt, Tv. Alsfeld, 143; 4. Emil Muller, Tv. 1846 Gießen, 139; 7. Wilh. Stephan, Tusp. Großen-Buseck, 134; 8. Karl Feilmg, Tusp. Rod- Heim, 133; 11. Rudolf Keller, Tusp. Rodhelm, 129,5. 15. Karl Sarnes, Tv. Hausen, 124, 17. F^sSauer, Tv. 1846 Gießen, 122; 28. Hch. Jsheim, Mtv. Gießen, Im Darmstädter Hochschul-Stadion sielen am ' Samstag bei den Reichswettkämpfen der Studen- । tinnen die ersten Entscheidungen im Schwimmen und in der Leichtathletik, während- das Tenmstur- nier gut gefördert werden konnte. Ganz vorzügliche Leistungen wurden vor allem in der Leichtathletik geboten, wobei beispielsweise die neue deutsche Meisterin Änge Plank (Um München) im Vorkampf auf eine Weite von 45,19 Meter kam und damit eine neue Jahres-Bestleistung aufstellte. Auch die 43,24 Meter der Rheinländerin Anneliese Steinheuer (Um Bonn) können sich sehen lassen. Entschieden wurden bisher lediglich das Kugelstoßen und das Weitspringen wo mit Lore Grebe (Uni Halle) und Weltrekordlerin Christel Schulz (Münster) zwei Favoritinnen m Front endeten. Frl. Grebe siegte mit ihrer Vor- rampfleistung von 12,34 Meter, wahrend Fraulem Schulz mit 5,60 Meter unangefochten Relchssiegerm wurde. Frl. Schulz ist auch erste Anwärterin au den Sieg im 100-Meter-Laus; im Zwischenkampf konnte sie sich auf 12.6 Sekunden verbessern, wahrend Grete-Winkels wiederum 12 8 lies. Die Rheinländerin lies dafür über 200 Meter nut 26,0 die beste Vorkampfzeit. In der Viererstaffel mmmt die Universität W i e n mit einer Zett von 50,7 die Favoritenstellung ein. Schöne Kämpfe gab es auch im benachbarten Schwimmbecken, wenn auch die erzielten Zelten nicht ganz den Vergleich mit denen der Leichtathletik aushalten können. Im Kunstspringen vermißte man leider die deutsche Meisterin Gerda DaurneAang (Uni Wien). In ihrer Abwesenheit holte sich Erika Wettengel (HfL. Dresden) den Sieg Die deutsche 400-Meter-Meisterin Hannelore T Haler (Uni Wien) tarn auf der 100-Meter-Kraulstrecke, wo Josefine Schegg (München) in 1:16,0 siegreich blieb, nur auf den dritten Platz, ^"^n Wiener Sieg gab es über 100-Meter-Rücken durch Fritzi Kummer, während die 200-Meter-Brust an Waltraut M ü l'l e r von der Universität Münster sielen. Am Sonntagvormittag gab es einen?interessanten Hockeykampf zwischen der deutschen Meisterelf der Würzburger Kickers und einer Ber l in e r Studentinnen - Auswahl, den die Wurz- burgerinnen verdient mit 2:0 (2:0) ^oren siegreich gestalten konnten. In der ersten Halbzett hatte der Meister klare Vortelle und erzielte auch durch die Rechtsaußen Jung unb die Halblinke Dollem zwei Tore. Die zweite Halste stand dann ^Eh^in^Zei- ^UerVnaffe III, 51 bis 60 Jahre (30 Be- werber): 1. Friedrich Kofler Tgm. Bad Homburg, 168,5; 2. Hrch. Koch, Tv. Herborn, 167, 3. Otte Meier, Tgm. 1860 Bad-Nauheim, 145; 5. Hrch. Hamel, Tv. 1846 Gießen, 135; 7. WlPP Postspg. Gießen, 132,5; IC Gustev Pfeiffer, Tv. 1846 Gießen, 127,5; 14. Wilh. Schmidt, Pos spg. Gießen, 121,5: 17. »n 3gnnicr; Xd. 1860 Lich, 118,5; 18. Ludwig PetN' Tv.1846 Gießen, 118; 19. Fritz Wiegand, Tv. 1846 Gießen, 117,5, 21. Karl Rühl, Tusp. Zroßen-Buseck, 116; 22. Hrch. Schmidt, T. u. Spg. Großen-Buseck 115, 23. Hrch. Größer, T. u. Spg. Großen-Buseck, 114'5; 26. Christian Schäfer, 111,5; 27. Paul Schenk, Tv. 1846 Gießen, 109,5 Punkte. Altersklasse IV (über 60 Jahre):!. Georg Dickhaus, Tv. Alsfeld, 147; 2. Karl Muller, Dttv. Gießen, 146; 3. Hrch. Hofmann, Tv. Herborn, löö, 4 Karl Erb, Tv. 1846 Gießen, 125; 7. Karl Heuser Tv. 1846 Gießen, 120; 9. Emil Marx, Tv. 1846 Gießen 117,5; 12. Richard Glagow, Tv. 1846 Gießen, 108: 14. Hermann Haubach, Tv, 1846 Gießen, 100,5; 16. Wilhelm Dapper, Tv. 1846 Gießen, 99,5; 18. Karl Lichtenfels, Tv. 1846 Gießen, 90,5 Punkte. Die volkstümlichen Dreikämpfe. ammenbrud). v Die Leute tuschelten. Jetzt hätte das Geld von Senator Spreckels helfen könnest. Der Herr Senator dachte anders darüber. Friedrich Dommik nahm es ihm nicht übel. Er wollte die Tochter. An der Seite dieser Frau würde er dreifach, vierfach stark fein... Da erschien Mattheus Lind. Es hieß in der Stadt, das Marcha Spreckels während der Derlobungszett mit Mattheus Lind nie mit ihrem Bräutigam allein ausging. Es hieß in der Stadt, daß Martha Spreckels ihren Verlobten niemals küßte. Es hieß in der Stadt, das Marcha Spreckels an ihrem Hochzeitstage verweinte Augen hatte. Und es hieß in ber Stadt, daß Martha Spreckels am Hochzeitsabend von der Tafel heimlich b?pon- lief und erst am nächsten Morgen in den Wiesen hinter dem Dominikschen Grundstück von ihrem Vater aufgefunden und ihrem Gatten wieder zugeführt wurde. Es sollte eine erregte Besprechung zwischen den beiden Männern gegeben habe, bte damit endete, daß Spreckels die Mittel zur maßgeblichen Beteiligung an der Norddeutschen Werft-AG. Dte Reichsbahner spiellen an sich nicht schacht. Der Sturm übertrieb jedoch die Kombination. Man hatte in der ersten Halbzeit den Eindruck, als hatte keiner der Stürmer den Mut, einmal zu schießen. So kam es, daß in aussichtsreichsten Positionen ber Ball immer noch einmal zum Nebenmann gespielt wurde. Zum Schluß scheiterte man an der inzwischen zurückgezogenen Abwehr. Die Fauerdacher sind eine Mannschaft von durchschnittlichem Können. Sie sind schnell und hart, spielen auch streckenweise schön zu. Sie sind jedoch in ihrer Spielweise zu durchsichtig, um eine gute Hintermannschaft über- Mit Lich als Deranstaltungsort hatte man eine glückliche Wahl getroffen. Stellvertretender Bezirks- führer, Handelsstudienrat Hans S t e l n, und seine Mitarbeiter, allen voran Kreismannerturnwart Karl R e u t e r und Bereichsobmann für Sommer’ spiele Dr. Karl Pfeffer (Gießen), von der Bereichsführung mit der Vorbereitung und Durchführung des Treffens beauftragt, hatten fettens der Stadt und der Vereinsfuhrung des Tv. Li ch> Mit Vereinsführer Karl Volz an der Spitze wei- gehende Unterstützung gefunden, fo daß die Ver anftaltung auch in schwerer Knegszeit zu emem schönen Erfolge geführt werden konnte Allen <5teilen die dazu verhalfen haben, insbesondere auch Kamerad Stein (Gießen), wurde un Verlaufe des Treffens der Dank des Bereichs und der rund 250 Turnergäste ausgesprochen. rtit ~r. Sonntag früh holte der Tv. Lich bte ausmar tiaen Besucher mit einem Mufikzug der HI. am Bahnhof ab. Auf dem schönen Turnplatz an der Turnhalle gaben eine Morgenfeier und die Flag- qenhifsung dem Tage der „Arbeit tm Gewände der Freude" die feierliche Einstimmung. Der stellvertretende NSRL.-Bezirksführer Stein (Gießen) entbot dabei die Grüße des Bezirks Gießen. Er bezeichnete die Leibesübung, wenn sie bis ms Alter hinein planmäßig betrieben wird, als einen unversiegbaren Quell der Freude, der auch mi Alter jung und frisch erhält. Mit dem Liede ^Turner auf zum Streite" marschierten dann 175 Wettkämpfer der verschiedenen Altersklassen auf bte Kampfplätze; die Kämpfe wickelten sich reibungslos ab Das bunte Bild, das der eifrige Kampfeinfatz der Alten bot, erfreute die stattliche Zahl der Zuschauer, unter denen sich als Gäste auch Burgermetster Geil, Sturmbannführer Dr. Erb, Gauehrenoberturn- wart Wilhelm Will (Gießen) und Ehrenkreisver- treter Artur Pfeiffer (Wetzlar) befanden Erstaunlich war, was in der Riege der über Sechzig- jährigen die ganz Alten noch leisteten, allen voran der 83jährige Mlhelm Dapper vom Tv. 1846 Altersklasse I, 32 bis 40 Jahre (36 Bewer- ber)- 1. Fritz Weitershaus, Tv. Weilmünster, 139,5; DfB.-Reichsbahn schlägt Friedberg-Fauerbach. Zn letzter Minute waren die Reichsbahner gezwungen, ihre Mannschaft umzustellen. Unter dem gut amtierenden Schiedsrichter Best lief sie tn fob genber Besetzung auf: Ziegler II., Nikotel, Schlitz, Weniger, Ziegler I., Michel, Ehmann, Kraft II., Kraft I., Fröhlich, Erb. Es fehlten Möbs, Mark und Frau gebangt, die er im stillen feine Braut nannte und die ihm in unvergeßlichen Stunden köstliche Versprechungen gab. Alles ist heute wie damals. Nur die Namen find anders. Nissen oder Friedrich —, Brigitte ober Martha.. Oder Martha —! Auch damals Ringen um die Zustimmung eines geldbewußten Vaters, der einer Liebe zwischen seiner Tochter und dem jungen Domimk nut Argwohn gegenüberstand. 3n ber Stadt steckten die Leute bereits bte Kopfe zusammen. Die Tochter von Senator Spreckels wollte den Friedrich Dominik heiraten, den früheren Schmiedemeister oder Schlossermeister und jetzigen Schiffsbauingenieur. Der alte Spreckels bremste. Erst abwarten, wie sich der junge Dominik entwickelte. Sich bloß nicht verplempern! Martha meinte — unb mußte gehorchen. Friedrich Dominik arbeitete wie ein Besessener unb — mußte warten — warten. Aber er kam vorwärts. Er wurde sogar wieder bei Spreckels emgeladen. Dann begann der Balkankrieg — und der Zufolglos. In der Leichtathletik fielen zwei wettere Ent- febeibungen. Christel Schulz (Uni Munster), bte Weltrekordlerin und Reichssiegerin im Wettsprung, entpuppte sich auch als eine glänzende Hochspringerin unb holte sich mit ber auch international erst- «affigen Leistung von 1,56 Meter den zweiten Reichssieg. Ihr gleichwertig war Luise Lockemann von der Universität Jena, die aber bei gleicher Höhe mehr Versuche hatte. Auf ben dritten Platz kam die rheinische Kurzstreckenläuferin Grete Winkels (Uni Bonn) mit 1,54 Meter. Etwas schwächer waren die Leistungen tm Diskuswerfen, wo Hanni Pard (Uni Köln) mit 36,45 Meter Reichssiegerin wurde. Arn Sonntagnachmittag war der Höhepunkt. Rund 10 000 Besucher hatten sich im Hochschulstadion einqefunden, und Reichsstudentenführer Dr. Gustav Adolf Scheel konnte als Ehrengäste u. a. den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, Gauletter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger, General der Infanterie S t e p p h u h n, ---Gruppenführer Kaul, Ministerialdirektor Professor Dr. Krummei unb Oberbürgermeister Wamboldt, außerdem die Abordnungen von 14 befreundeten Nationen be- 63. schoß in Gießen. |unu_ .........—...... Zwölf der besten Bann-Auswahlmannschaften des gefährliche Angriffe emgelettet. Allerdings ist dabei HI.Gebiets 13 Hessen-Nassau kämpften am Sonn- berücksichtigen, daß er tm ^telfeld zu wenig taq beim Gießener Schützenhaus um den Ehrenpreis l imh hterhurdi viel Spielraum hatte, des Gebietsführers. Von den Vierer-Mannschaften waren liegend srechändig je 4 X10 Schuß lttizu- geben. Den Sieg trug ber Bann 116 Gießen mtt 391 Ringen vor den Bannen 303 Dillenburg mit 384, 149 Bensheim mit 279, 118 Worms mit 370 unb 166 Bab Homburg mit 368 Ringen davon.