Jahrgang llr.152 $nn kann sich kaum die Tiefe und den Umfang den Platz kleinen Otlliuucusniuuiici . . ■i6< ersetzt werden konnten. Die'se Umtriebe, die ■ v n. ilten", W , bewußl Sie Ner«" >9. Juni, la illles iß- 3m Dienste eines europäischen Mandats. Oer Freiheitskrieg des Reiches und seiner Verbündeten gegen die Bolschewisten. L lnen in Manns eilt. 2)eäl ihnen. hgeffm । 1.3gb. Len So wiesen darauf hin, daß Moskau bestrebt war, Rach dem Abschluß des für die Sowjets alles ols rühmlichen Winterfeldzuges 1939/40 Finn- joweit in die Hand zu bekommen, daß es in inneren und vor allem in seiner auswärtigen :k nur mehr eine Puppe in den Händen der ewistischen Drahtzieher sein sollte. Damit wäre and zum ersten Pfeller der Brücke geworden, an seit ungefähr einem Jahre nach dem Westen, heißt nach England, bauen wollte, deren aggeber Churchill und Stalin waren fcs deren Handlanger Sir Stafford Cripps lritischer „Sonderbotschafter" nach Moskau geworden war. ..... den Beginn der großen Auseinandersetzung ‘I a n b und der Sowjet- 'io n ausgenommen wurden. Mit einem Schlage ije weltpolitische Lage auch für die Schweden an, daß sich die schwedische Regierung vor kurzem gezwungen sah, im ganzen Lande schlagartig gegen die kommuni st ische Partei durch- z u g r e i f e n und zahlreiche Verhaftungen vorzunehmen. Dabei rouröe in den Parteilokalen und in den Schriftleitungen der kommunistischen Zeitungen umfangreiches Material beschlagnahmt, das zur Zeit von den Polizeibehörden noch gesichtet wird. Nähere Einzelheiten über die dabei gemachten Feststellungen waren bisher noch nicht zu erfahren. Diese ganze verstärkte kommunistische Tätigkeit sollte das Fundament schaffen für den Bau des schwedischen Pfeilers, auf dem die geplante skandinavische Brücke zwischen England und Moskau hätte sicher ruhen können. Der mehrtägige Aufenthalt, den Botschafter Cripps vor kurzem auf seiner Reise von Moskau nach London in Stockholm nahm, diente zweifellos der weiteren Festigung und dem weiteren Ausbau dieser Oer Wehrmachtbericht DRV. Aus dem Führerhauplquartler, 27. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die ersten fünf Operationstage haben bewiesen, daß die sowjetrussische Wehrmacht zum Angriff gegen Mitteleuropa bereit war. Auch in jenen nach Westen vorspringenden Grenzbogen um Lemberg und B i a l y st o k, die von vornherein einer deutschen Umfassung ausgesetzt und daher für die Zwecke einer reinen Verteidigung ungeeignet waren, fanden unsere Verbände eine 2Haffie- rung russischer Angriffstruppen vor. Dadurch kam es schon in den ersten Grenzschlachten zum Zusammenprall mit der sowjetrussischen Armee und Luftwaffe. Unsere an alten Fronten siegreichen Truppen haben große Lnt- scheidungen errungen. Ihre Bekanntgabe steht bevor. Kriegsmarine und Luftwaffe führten den Kampf gegen die britische handetsfchiffahrt erfolgreich weiter. Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Metzler versenkte westlich Afrika fünf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 31500 BRT. Kampfflugzeuge vernichteten in der letzten Nacht vor der britischen Ostküste drei Frachtschiffe mit zusammen 18 000 BRT. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Themfe-Mündung und gegen einen Flugplatz in S üdengland. Die Verminung britischer Häfen wurde fortgesetzt. Eine Fernkampf, batterie der Kriegsmarine beschoß feindliche Schiffe im Kanal. In Nordafrika griffen deutsche Kampfflug. Hochdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Ende Juni 1941. ge Jah^ Heinrich lenb bis n: GeseW' nd des 5 sich hier l kaum 1° rings solll! lertige B igt zu N ) ein N Finnlands Abwehrkamps. Unerhörte Verbrechen haben sich die Bolschewisten gegen Finnland zuschulden kommen lassen. Die Der- brechen werden jetzt ihre Sühne finden, aber was der Staatspräsident Finnlands, Risto Ryti, am Donnerstag der Weltöffentlichkeit über das Ausmaß dieser Schandtaten mitteilte, wirkte um so erschütternder, je mehr sich der Staatspräsident befleißigte, klar und sachlich zu bleiben und die Tatsachen sprechen zu lassen. Finnland ist nur ein kleines Land von rund vier Millionen Einwohnern. Aber es ist der Vorposten europäischer Kultur und Zivilisation gegenüber den Völkern Rußlands, die mehr als zwanzigmal so stark sind wie das finnische Volk und von einer jüdisch-bolschewistischen Gangsterbande beherrscht werden, die darauf ausging, die Nationalität und Kultur aller noch freien Völker mit Stumpf und Stiel auszurotten. Insofern ist Finnland wirklich die Zitadelle, von der aus die Freiheit der Nationen in schwerstem Kampf gegen die Bolschewisten verteidigt werden mußte. Und Finnland hat seit 450 Jahren heroisch die abendländische Kultur und Sitte gegenüber Moskau verteidigt und aufrechterhalten. Ryti erinnerte an die Ereignisse, die zum Frieden zwischen Finnland unti' Moskau am 13. März 1941 zwangen. Er stellte kurz fest, daß Finnland ohne militärische Hilfe geblieben sei, und sprach damit ein Dernichtungsurteil über die Plutokratien aus, die so freigebig jeder demokratisch eingerichteten Nation ihre Hilfe versprechen, um dann nichts zu tun. Im Gegenteil: Diese Plutokratien haben jetzt einen ihrer würdigen Verbündeten, den bolschewistischen Aggressor, den Erbfeind jeder Selbständigkeit und jeder Kultur. Wie dieser Erbfeind wühlte, was er plante, wie er feine Planungen in die Wirklichkeit zu übertragen versuchte, davon gab Staatspräsident Ryti ein geradezu erschütterndes Bild. Die Bestimmungen des März-Friedens waren einfach darauf angelegt, Finnland einzukreifen, es zu erdolchen und damit ganz Skandinavien unter die Knute des Bolschewismus zu bringen. Drei militärisch-strategische Wege hatten die Bolschewisten ausgeklügelt, einmal den Ausbau Hankos zu einem großen Militärlager, in dem Angriffswaffen massiert standen. Dieser Plan richtete sich direkt, wie Ryti sagte, auf Finnlands Hevz. Dann forderte Moskau den Bau der Sala- Bahn, die den Bolschewisten den Weg nach ganz Nordskandinavien frei machen sollte. Und schließlich wollten die Bolschewisten noch die finnischen Nickelwerke von Petsamo gewissermaßen mitten im Frie- ^Satten » Che Die AlMiffsbereitschasi der Sowjettvehrmachl gegen Mitteleuropa bewiesen. Oie deutschen Truppen an allen Fronten im Osten siegreich. W ”e»i* Die „Deutsche Diplomatisch-Politische Information" schreibt: Der Kampf Deutschlands gegen Moskau wird zum Kreuzzug Europas gegen Öen Bolschewismus. Mit einer über alle Erwartungen hm- ausgehenden Anziehungskraft erfaßt die Erkenntnis, daß es hier um die Sache Europas geht, den ganzen Kontinent: Freunde, Neutrale und selbst jene Völker, die noch vor kurzem mit Deutschland die Klingen gekreuzt haben. Das Reich und seine Verbündeten führen diesen Kreuzzug mit einem europäischen Mandat versehen, das über die scheinheiligen Deklamationen Englands und der amerikanischen Kriegspartei von der angeblichen Rettung der Freiheit in dieser Welt zur Tagesordnung übergeht. Europa findet sich und verteidigt alles, was es in tausendjährigen Kämpfen, Arbeiten und schöpferischen Leistungen zum Mittelpunkt aller menschlichen Kultur und Gesittung gemacht hat. Fast ohne Ausnahme sind seine Völker bereit, in irgendeiner Form ihren Beitrag zu diesem gesamteuropäischen Freiheitskrieg zu leisten. An der Seite Deutschlands und des faschistischen Italiens stehen heute schon Finnland, Rumänien, die Slowakei und Ungarn im Krieg gegen Moskau. Auch Schweden hat sich der gemeinsamen Ausgabe nicht entzogen und erleichtert durch geeignete Maßnahmen die Kriegführung des welches und Finn- land-i Hinter diesem Beitrag steht das gesamte schwedische Volk und alle seine verfassungsmäßigen Oraane In der schwedischen Jugend wachit das Ge- iühl dafür, daß auch sie bereit sein muß, um im freiwilligen Dienst an der finnischen Front dieses gigantischen Kampfes Europa zu verteidigen. Dänemark hat die Beziehungen zu Moskau bereits ab- aebrochen und sich im Innern gegen die kommunistischen Umtriebe gesichert. Auch die dänische Jugend will zur gegebenen Zett zur Stelle lern, um an der Seite Deutschlands für Europa zu kämpfen. Norwegische Einheiten marschieren schon setzt in der Standarte Nordland. Die Völker des Baltikums, die sich gegen den bolschewistischen Unterdrücker erhoben haben, begrüßen die deutschen -Soldaten als Be- Amrahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Anzeig en-Preife: Anzeigenteil 7 Ryf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe? Wiederholung Malstaff ell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr der Ginhj| ttn ach 'wahrt : ein H t der JU es an ei ibt bit Auch Schweden atmet aus Von unserem Str.-Sonderberichterstatter. Politik, mit der Rußland sich eine Flankenstellung im Norden gegen Deutschland zu sichern hoffte. Daß es dabei nicht nur den analogen Wünschen und Plänen Englands entgegenkam, sondern bestimmt auch bereits aktiv mit England zusammenarbeitete, steht außer Zweifel. In diplomatischen Kreisen Stockholms sind Aeußerungen der Frau Kollon- t a i bekannt, die deutlich genug auf den wahren Sinn der hier geschilderten Sowjetpolitik im Norden und auf die sowjetrussisch-englische Zusammenarbeit schließen lassen. Man kann sich vorstellen, welchen Albdruck diese Dinge in Schweden verursachten, man kann sich ab»r nun, wenn man alle diese Dinge weiß, auch ein Bild von der Erleichterung machen, mit der die Nachricht vom Beginn des großen Entscheidungskampfes gegen Sowjetrußland in Schweden aufgenommen worden ist. Wieder einmal sind die Pläne, Nordeuropa in den Krieg zu ziehen, durch -ie rechtzeitige Initiative Deutschlands vernichtet worden. In Schweden fühlt man daher mit einigem Schauer die Nähe des Abgrundes, vor dem man gestanden hat, und in den das Land von England und Sowjettußland gemeinfam gestoßen werden sollte. visellgebüÄ... «• ->25 L bei Nichterscheinen ' einzelnen Nummern stlge höherer Gewalt prechanschluß 2251 Druck und Verlag: NW-'AMM. vrühlschellnioersttätrdruSereiU. Eaxge : 6 des Kontinents dem Bolschewismus möglich ist, von einem Sechstel der bewohnten Erde aus einen Block von über 180 Millionen Menschen für destruktive Zwecke einzusetzen, vor allem, wenn es den britischen Absichten, dieses Europa durch einen langen Krieg zu ermüden, gelänge, den Kontinent für den bolschewistischen Angriff sturmreif zu machen. Um so gewaltiger ist die Rückwirkung dieses Ab wehrkampfes, den Deutschland aus feiner nationalsozialistischen Grundhaltung heraus um die E r - Haltung und Wiederherstellung der großen Grundprinzipien alles mensch- lichen und völkischen Zusammenlebens führt: Um die Wiederherstellung der Würde und Freiheit der menschlichen Persönlichkeit, der Familie als Trägerin des sittlichen und natürlichen Lebens jedes Volkes, um die Wiederherstellung des Begriffes des Privateigentums, der Freiheit der religiösen Ueberzeugung, der Freiheit der kulturellen Eigenständigkeit der Völker und Volksgruppen als Glieder der europäischen Gemeinschaft, kurzum der Wiederherstellung der Fundamente, über denen sich das Gebäude eines geeinten Europas erheben soll, das entschlossen ist, seinen Platz in der Welt zu behaupten. In diesen Dingen gibt es heute keine Meinungsverschiedenheiten mehr; denn durch die bolschewistische Drohung einerseits und den Angriff Englands auf Europa andererseits sind die Dinge dahin gekommen, daß ohne diesen Freiheitskampf die europäischen Völker einem System ausgeliefert worden wären, dessen raison d’etre die Vernichtung aller menschlichen und euro« päischen Werte, die organisierte Gotllosigkeit, die Derproletarisierung aller und der Weltherrschaftsanspruch des Bolschewismus ist. Um so verwerflicher die Rolle Englands, das offen mit dem Bolschewismus gegen Europa zusammenarbeitet. Schon bisher betrieb es mit seinem lieber fall auf Deutschland und der versuchten Blockierung Europas die Geschäfte des Bolschewismus, der nur auf seine Stunde wartete. Heute ist es auch offen der Komplice des Todfeindes von Europa geworden. Keine Ausrede und kein scheinheiliger Vorbehalt, keine rabulistische Unterscheidung zwischen dem Kommunismus, den man ablehne, und der Sowjetunion, die man als gemeinsamen Gegner Deutschlands willkommen heiße, ändert etwas an der verbrecherischen Absicht, den Bolschewismus zum Sieger rn Europa zu machen und es ihm als Siegesbeute zu überlassen. Schon heute wäre England machtmäßig weder imstande, noch gesinnungsmäßig gewillt, dem bolschewistischen Bundesgenossen die europäische Beute im letzten Augenblick wieder ftreitig zu machen. Es würde sich zynisch und kaltherzig auf feine Inseln zurückziehen, aus einem Empire leben und Europa seinem Elend und seinen Ruinen überlassen. Die amerikanischen Kriegstteiber könnten und würden nicht anders handeln. Auch diese inneren Zusammenhänge zwischen der bolschewistischen Drohung und dem englischen Verbrechen werden den Völkern Europas immer klarer. Instinktiv sammeln sie sich daher um jenes Kraftzentrum, das allein imstande ist, die säkulare Auseinandersetzung zwischen den Kräften der Zerstörung und denen der Erneuerung zum Siege zu führen. Das Ergebnis des Anschlages von Westen und von Osten wird daher eine europäische Schicksals Lebensgemeinschaft sein, wie sie bisher noch nie bestanden hat, aber von den Besten aus allen europäischen. DÄkern angeftrebt ist. diesem Zwecke beschritt man zwei Wege, die cheinbar in verschiedene Richtungen führten, Wirklichkeit aber doch dem gleichen Ziele zu- n. In der Gegensätzlichkeit dieser Bestrebun- ieigte sich wieder das satanische Doppelgesicht Doppelspiel der sowjetrussischen Machthaber: der einen Seite suchte man der schwedischen itung beizubringen, daß Rußland für den m Europas nur die „freundschaftlich- i Gefühle" hege und man bereit sei, alles tm, um die Souveränität und die Unab-- igfeit Schwedens zu sichern und auch seine östlichen Interessen zu fördern. Madame 11 o n t a i, die Gesandte der Sowjetunion m olm, die über die Zeit, in der sie als Kaffee- eratin mit ihren Geschichten über die freie bas Interesse der Sowjetgewaltigen erweckte, 5 hinaus ist, vertrat mit unschuldiger Miene Freundschaftspolitik, während zur gleichen ihre Hände die Fäden zogen, die das Jn- Schwedens aufwühlen sollten. Par- mit der nach außen hin demonstratio zur getragenen Freundschaftspolitik setzte näm= - und dies ist der zweite Weg, den die ruft Politik jetzt in Schweden betrat — eine Der« v fte Wühltäti gkeit der Kommu - ti n t n Schweden ein. Man suchte das Land '"inen her zu erobern und für die Jntereßen sowjetpolittk zu sichern. Das Sprachrohr der luer Internationale in Schweden und Haupt- der kommunistischen Partei „Nya Dag", das e" schon sehr genau nach den gus Moskau -nen Richtlinien und Weisungen arbeitete, tefte zusehends seine aufhetzende Haltung und allem auch seine Hetzpropaganda gegen t^schla nd. Gleichzeitig machte sich in Triebe tri eben eine verstärkte kommunistische y*eit geltend, so daß bei Vertrauensmänner- in manchen Fällen bereits die alten sozial- und M öUenben.» zeuge am 25. Juni erfolgreich britische Truppenansammlungen im Raume von $ i b i e l Batani und Flakstellungen bei Tobruk an. Angriffsversuche britischer Kampf- und Jagdflugzeuge an der Kanalküste wurden auch am gestrigen Tage unter erheblichen Verlusten für den Feind abgeschlagen.Jn Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden neun, durch Marineartillerie zwei britische Flugzeuge abgeschossen. Lin Unterseebootjäger der Kriegsmarine wurde im Kanal von zwei britischen Kampfflugzeugen angegriffen und schoß beide ab. Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten West- und Nordwestdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An verschiedenen Orten wurden Wohngebäude zerstört oder beschädig'. Nachtjäger und Flakartillerie schossen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. Hauptmann I h l e f e l d, Kommandeur einer Jagdfliegergruppe, errang am 26. Juni seinen 39. und 40. Luftsieg. Eichenlaub zum Ritterkreuz für Hauptmann Fhlefeld. Berlin, 28. Juni. (DNB. Funkspruch.) Hauptmann I h l e f e IÖ , Kommandeur einer Jagd gruppe, errang am 26. 6. seinen 39. und 40. Luftfi eg. Aus diesem Anlaß richtete der Führer und Oberste Befehlshaber an Hauptmann Jhlefeld folgendes Schreiben: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 40. Luftsieg als 16. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." Jugend chsspiel Mannschj cheidungch Das nonnen, Freund -türke ge tnteress dem : ö II t g geändertes Gesicht, und diese rÄe Aenderung wurde, so wie im übrigen skan- ilchen Raum, in Schweden besonders stark jnben, weil das Schicksal Rußlands und damit Schicksal des Bolschewismus für den Norden pas von lebensentscheidender Bedeutung ist. der Klärung der Dinge auf dem Balkan, die Den russisch-bolschewistischen Einfluß endgültig Mete, war das neutrale Schweden die letzte e, die Sowjetrußland mit dem Westen verband. :e kennt nach der Veröffentlichung der deut- Dokumente auch die schwedische Oeffentlichkeit lonzen Einzelheiten der sich anbahnenden und 5 weit fortgeschrittenen e n g l i s ch - s o w j e t- lischen Verschwörung. Im Jahre 1940 die bolschewistische Propaganda und die diplo- e Taktik Sowjetrußlands in Schweden und and ein ganz neues Gesicht bekommen. Gegen- Finnland dauerte auch nach dem Moskauer en vom März 1940 eine stark aggressive poli- Haltung der Sowjets an. Man suchte durch Lgen Druck die Souveränität und die Autorität nnischen Regierung langsam aber sicher zu ver- 71, und man weiß, welch' ungeheure Ein- Wungen Moskau in innenpolitische finnische 23er- ffse bei der Neuwahl des Staatspräsidenten einer neuen Regierung im vergangenen Jahr jg. Darüber hinaus wurde die kommunistische -feungsarbeit in Finnland neu organisiert und |n der „Gesellschaft zur Verständigung mit der etunion" organisierten Agenten unter den •n Schutz Moskaus genommen. Alle diese Tatzweite feste Pfeiler dieser Brücke sollte soeben werden. Damit begegneten sich im chen Raum jetzt die Interessen Sowjetruß- nrit den alten Plänen der Londoner kreisungspolitiker, die schon aus der lit unmittelbar vor dem deutschen Norwegenfeld- W !>efannt waren. Damals.wurden diese Pläne itzten Augenblick durch das rasche Zuschlägen !>eutschen Wehrmacht vereitelt. Als aber nun reml die Kriegsabsichten gegen das Deutsche 14 festere Gestalt annahmen, kam man auch itiuf die alte englische Idee, daß der skandi- pr sche Norden zu einem Flanke nan- rf gegen Deutschland besoirders geeignet wnn ein unmittelbarer Frontalangriff an der -deutschen Grenze aussichtslos oder auch nur u großes Risiko werden sollte. Ungefähr feit !Enfünft von Cripps in Moskau datiert auch auffallende Intensivierung der sowjetischen ipolittk gegenüber Schweden. Sie war zu- barauf angelegt, sttmmungsmäßig eine antt- he Haltung Schwedens zu erzeugen und zu 0Q5 yip-y jnn IU1UI |iu; iuwuv Ult UHU UCH uiiquiiy 9e[, ba6 xleberraschung vorstellen, mit der am Sonntag- usgaberf” :r t Nein,1 so lange d sein ein. Und : Herr ? daß S>- rzen Ingenia Hank naturM- und da° er ger^ was er blliW t, * sen." Ws W\ freier. Die Erneuerungsbewegungen öer Flamen, Wallonen unö Hollänöer begrüßen begeistert öle Abrechnung mit Moskau als größte Tat öes Führers. Der Führer öer nationalsozialistischen Bewegung in Holland, Mussert, ruft öie Freiwilligen auf. In öer StanÖarte Westlanö roeröen sie sich mit Flamen und Wallonen zusammenfinöen. Die Soliöarität Bulgariens im europäischen Freiheitskampf ist selbst- verstänölich. Die junge Wehrmacht Kroatiens rechnet es sich zur Ehre an, sich öer öeutschen Armee anzuschließen. In Spanien haben Falange unö Armee, von öer jubelnöen Zustimmung öer öemonstrieren- öen Volksmassen getragen, beschlossen, öurch freiwillige Kontingente öie Sache Europas, öie sie schon einmal in einem langen unö blutigen Kriege aus spanischem Boöen verfochten haben, nun auch im Osten Europas zu führen. In Portugal, öeffen Haltung schon bisher öaöurch gekennzeichnet war, öaß es keine öiplomatischen Beziehungen zu öer Sowjetunion unterhielt, ist das Verständnis für den sittlichen Imperativ diefes Kampfes durch die öffentliche Meinung ebenso zum Ausdruck gekommen wie in der des besetzten und unbesetzten Frankreichs, dessen neue Staatsaüffassung in schärfstem Gegensatz zum Bolschewismus steht. So wie alle diese Staaten und Völker sich bewußt geworden sind, daß es hier um d i e Substanzihres nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens geht, so empfinden auch die kirchlichen Gemeinschaften unter Hintansetzung aller weltanschaulichen Auseinandersetzungen, daß an öer riesigen Front im Osten auch ihre Sache verteiöigt wird. Der Ueberblirf über die Haltung der europäischen Völker zeigt klar, wo sie in diesem Kampf stehen. Was tte dazu sagen, oder jedes nach seiner Art und an seinem Platz dazu beizutragen haben, stellt eine gesamteuropäische Legitimation für Deutschland und seine Verbündeten und zugleich eine Absage an jene dar, die sich mit dem Bolschewismus im Angriff gegen Europa gefunden haben und dem Abendland in den Rücken fallen. Es gehört zum gesamteuropäischen Bewußtsein, daß es für bas neue Europa so lange keine Sicherheit und keinen Frieden gibt, als es im Osten iQpQ?Cr l'aLfceint täglich,, außer ' in^ ' und feiertags att l Beilagen: 1 Jör9l - m-«enerFamilienblätter L^WWild-DieSch-ll- Besugsvreis: Ä“4....... N 20 ett Dtn General-Anzeiger füt Gberhessen ir-gevrv in manchen Fallen bereits Sie anen \uym- UJ® . jl pbrattfd)en IBertrauensmänner durch .^ornmu- Ö 4rJ)'c ersetzt werden konnten. Diese Umtriebe, die en|(U 1 »»Tellos nach einem einheitlichen Plan und nach JJjn. feststehenden Richtlinien in Szene gesetzt such, nahmen schtteßk ch dermttrge Formen ▲ w* d Samstag, 28. / Sonntag, 29. Juni Ml Gietzener Anzeiger den fowjetesieren, also eine bolschewistisch« Eiterbeule am Körper Finnlands errichten. Unterstützt wurde diese Politik der Zersetzung der äußeren Machtposition Finnlands durch intensive Wühlarbeit der Sowietdtplomaten in Finnland selbst. Sie bildeten den Inbegriff aller Spionage, sie versuchten Finnen gegen Finnen zu Hetzen, sie arbeiteten mit den gemeinsten Mitteln der Lüge und Bestechung, kurzum mit bolschewistischen Methoden, und die Sowjet- dlplomatie mischte sich in geradezu unverfrorener Weife in di« Jnnenvolitik und Jnnenwirtschaft des souveränen Finnland ein, gleichsam, als sei Finnland Moskau schon hörig. Das Ziel dieser Sowiet- politik war klar: die Vernichtung Finnlands. Und Molotow fragte kaum neun Monate nach Beendigung des ersten Ueberfalls auf Finnland beim Führer an, ob wir etwas dagegen einzuwenden hätten, wenn die Bolschewisten Finnland «infach von der Karte ausradierten. Das war eine Aggresfions- Drohung der schärfsten Form, es war ein Attentat gegen den einfachsten Grundsatz staatsmännischer und bürgerlicher Moral. Indem der Führer ihn zu- rückwies und die Stellung Deutschlands für Finnland Molotow erklärte, gab er damit seiner selbstlosen Haltung Ausdruck, daß ieder Angriff auf die finnische Souveränität Deutschland aus Finnlands Seite finden würde. Der bolschewistische Imperialismus hat seitdem unerhörte Grenzverletzungen Finnland gegenüber bedangen. In den letzten Tagen wurden friedliche Bürger, Frauen und Kinder Finnlands vyn bolschewistischen Bomben getötet. Finnland muß daher sich verteidigen,, uno Staatspräsident Ryti hat nunmehr den Eintritt in die Front vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer vollzogen, die den Unruheherd und die Giftküche in Moskau austreten wird. E. 8. Grenzenloses Vertrauen auf die deutsche Wehrmacht. Die Stimmung in Finnland. Helsinki, 28. Juni. (Eutopapreß.) Die finni- sche Presse steht noch vollkommen im Zeichen der Rede des finnischen Staatspräsidenten. Di« Erklärung des Staatspräsidenten sei, so stellen die Blät» ter fest, eine Kriegserklärung an d e n Staat, der seit Jahrhunderten Finnland unterdrücken wolle. Wenn Finnland nach dem Ueberfall Sowjetruß- land den Krieg erkläre, so bedeute das, daß sich Finnland als zum europäischen west- lichen Kulturkreis gehörend betrachte und nicht zur östlichen Barbarei. Die Rede des Staatspräsidenten sei ein aufsehenerregendes Doku- ment über die Terrorpolitik der UdSSR, gegenüber Finnland. Dieses Dokument enthülle klar den Zustand jener Schwäche, in die Finnland ohne Freunde und Verbündete geraten sei. Jeder Finne sei froh, so heißt es in der finnischen Presse, daß diese dunkle Verlobe nun vorbei sei. Der oeut- sche und der finnische Soldat seien wieder Waffenbrüder gegen den gemeinsamen Feind. Der Kampf werde mit einem Sieg der neuen Ordnung und Weltanschauung enden. Der Bolschewismus und der bolschewistische Staat hätten ihre elende Rolle ausgespielt. Das neue Europa sei hn Entstehen begriffen. „Kauppalehti", das Blatt der Geschäftswelt, schreibt u. a.: „Der Bolschewismus ist von einem tiefen Haß gegen Finnland erfüllt, heut« mehr denn je. Die offiziellen sowjetischen Aeußerungen besagen, daß das finnische Volk völlig ausgerottet werden müsse. Aber die Allmacht Gottes hat sich selbst den Mann aus dem Land« Goethes und Kants erwählt, das die größte historische A u f g a b e d er M e n s ch h e i t in der neuen Zeit zu erfüllen hat. Er hat sein Schwert gezogen für die menschliche Kultur, und auch wir werden siegen als seine Verbündeten." Unter der Ueberschrift „Finnland vertraut auf die deutsche Wehrmacht" bringt das Stockholmer „Svenska Morgenbladet" «inen Stimmungsbericht aus Finnland, der das grenzenlose Vertrauen der Finnen aufdiedeutscheWehrmacht,zum Ausdruck bringt. Wörtlich heißt es u. a.: „Das Ber- hältnis zwischen Deutschen und Finnen ist das allerbeste. Man verläßt sich blind auf die Deutschen, deren Ruhe und Disziplin den an und für sich so ruhigen Finnen imponiert". Weiter heißt es in dem Finnlandbericht des schwedischen Blattes, daß die Zulassung des Durchtransportes deutscher Truppen van Seiten der schwedischen Regierung in Finnland große Genugtuung hervorgerufen habe. Auf den Inseln der Vögel. Bon Friedrich Schnack. Di« Inseln der Südseevögel sind kleine Sandinselchen, hineingestreut in das Meer zwischen die großen bewohnten Eilande. Von vielerlei Seevögeln, erzählte unser Freund, waren sie zum Wohnort erkoren. Zu Tausenden nisteten die wunderbaren braunen, weißen oder schwarzweißen Möwen auf ihnen. Diese eifrigen Flieger und hochbegabten Segler geben sich nicht lange damit ab, kunstvolle Nester zu bauen, sondern sie legen ihre Eier einfach in den Sand und setzen sich zum Brüten auf das frei daliegende Gelege. Landete ich mit meinen eingeborenen Begleitern auf ihrer kleinen Sandinsel, ließen W durch unsere Annäherung keineswegs stören. mm er blieben sie ruhig sitzen und zeigten vor uns fremden Besuchern nicht die geringste Angst. Oft setzte ich mich zu einer brütenden Möwe nieder, faßte sie an und streichelte sie. Unter dieser Berührung hielt sie sich völlig ruhig und ließ nur leise Töne wie Glucksen vernehmen. Streute ich dann Futter — häufig nahm ich auf dem kleinen Segelschiff getrocknetes Hirschfleisch oder Maiskörner mit — dauerte es nicht lange, bis ich ein großes, flügel- schlagendes Gefolge um mich versammelt hatte. Weniger angenehm war diese Zutraulichkeit, sobald ich wieder an Bord ging: dann flatterte die ganze Vogelschar auf mein Sck)iff, so daß es von Möwen nur so wimmelte und nach kurzer Zeit wie weiß gekalkt aussah. Die Diener schimpften dann immer gehörig, weil sie die Arbeit hatten und das Deck säubern mußten. * Oft hatte ick> auf einer der Dogelinseln wochenlang mein Zelt aufgeschlagen, um die Meeresvögel bei- ihren Lebcnsgewohnheiten zu beobachten, auch Muscheln und Schwämme am Ufer zu sammeln. Der Aufenthalt am Strand war in Hellen Mondschein- nächten immer fesselnd und abwechslungsreich. Während ick still auf den Klippen und Sandhügeln saß, cnttauchtcn groß« Schildkröten der Flut, blickten sich vorsichtig um und krochen auf den Sand. Es waren weibliche Tiere, die auf den unbewohnten Ellandep Ungarn im Krieg mit den Sowjets Stockholm Schildkroteneier sind «ine Leckerei. Das Weiße ist jedoch nicht zu genießen, selbst nach stundenlangem Kochen wird es nicht fest. Das Gelbe jedoch erstarrt und schmeckt wie Hühnerei. Manche Schildkröten fingen wir selbstverständlich auch, um sie zu töten. Dann aßen wir an unserem einfachen Jnseltisch die köstlichste Schildkrötensuppe, wozu die Brandung des Meeres ihre Barkarolen spielte. LV« MM Wn M Ausrui eine sp. Wrib, ; chtcht seit F tu für dir 5 "uzzug ifilanb. D um des La imn Fr« !gen den iiNinN Marcia Wchen über und beft i Madrider In Brand geschossen. Sowjetrussischer Panzerspähwagen, der an einer Vormarschstraße in Brand geschoßen wurde. (PK.-Hermann. — Scherl-M.) M LlN ft L>» Die erste Panzerschlacht im Osten Gowjeipanzer von deutschen panzern glänzend geworfen. Von Kriegsberichter Hans Huffzkh. VS ö*««“ [! Ntftätte c IN VlW irjerrortatei an sandigen Stellen ihre altgewohnten Legeplätze aufsuchten. Sie krochen an die achtzig Schritte landein, gruben Löcher und legten in dies« ihre Eier. Dabei waren sie sehr fleißig: wir zählten oft zwan- zig bis dreißig Eier, die sic in einer Nacht dem Sand anvertraut hatten. Diese Schildkröten waren manchmal sehr groß, der Durchmesser ihres Panzerschildes maß bis zu anderthalb Metern. * Seeschildkröten sind das Sinnbild der Vorsicht, doch sind sie nicht mutig: sie greifen selten an und suchen lieber ihr Heil in der Flucht. Sobald sich eine Schildkröte mit Eierlegen beschäftigt, ist sie völlig machtlos. Sprang ich dann, während sie auf ihrem Gelege ruhte, mit einigen meiner Leute zu ihr, konnten mir sie unbekümmert anfassen und hoch- heben, wobei immer noch ein Ei nach dem anderen zu Boden fiel. Wieder zur Erde gesetzt, lief sie so schnell als möglich zum Strand zurück. Meistens verhielten wir uns jedoch anders. Wir versteckten uns und beobachteten die Meeresbewoh- nerin, ohne daß sie uns sehen konnte. War sie mit dem Eierlegen fertig, scharrte sie mit den Vorder« süßen den Sand wieder in ihre Grube, glättete ihn schön und verwischte vorsichtig ihre Spuren, damit das Gelege nicht zu entdecken sei. Wir hatten uns aber seine Lage gemerkt, suchten es am nächsten Morgen auf, entnahmen ihm zehn bis fünfzehn Eier und brachten das Nest gleichfalls wieder in Ordnung, damit die gute „Henne des Meeres" von unserem Raub nichts merken sollte. Mehrere Tage kam sie allabendlich zu demselben Nest, um es mit neuen Eiern zu versorgen. Dadurch waren auch wir gut versorgt: wir hatten immer vorzügliche Frisch- eier. «I km K auseir “ rs, nicht । 1g* 8“, Eaiiii»«9, Kto! E über die 6 I# Is-I- Et >rn 50 Ee. Diese EenM? Wtispltll WtvolllMNt ■wW! Kl und Mr der Neu | Arg davon ■ 'M niemals Imertre Mbun^en ■ liefe Ausfu MDenten hab MMsle Bea Miningschef eir 1s Aschewis MDEingrei m gelungen, MW Aufst« Kiierbrüden. ilnbch Üt dwischl Das Ende eines Sowjelpanzers. So sieht es an den Straßen aus, auf denen urfetJ Truppen vorwärts marschieren. Ueberall liegeii Trümmer zusammengeschossener Panzer. 1 (PK.-Huschke. — Scherl-M.) Und so kam es zu Kampf und Sieg: Das Pa» zer-Regimeut war am Vormittag über Etl Bug gesetzt und war, nachdem die Schützen bei ersten Widerstand niedergekämpft und den Mdem köpf aebildet hatten, in den vorgeschriebenen Rcu« vorgestoßen, als Spitze der nachfolgenden Divifon, Am frühen Nachmittag wurden durch AufklärmW flieger feindliche Panzer gemeldet, und es kam cui zu einer ersten Fühlungnahme, aber auf mehr ließ sich der Gegner nicht ein, er drehte ab. Als das lang auseinandergezogene Regiment «j späten Nachmittag vorsichtig von Süden auf .ine der großen Stratzen zusteuerte, sahen sie vor sch auf einer Lichtung an die 20 grün-braun« feindliche Panzer stehen, die Rohre sänUich zur Straße gerichtet, als erwarteten sie hort Seid Gegner. Kein einziger entkam. Noch ehr die meisten wenden oder abdrehen konnten, Haien sie ihren Schuß im Turm, ihren Sckpiß, d-nn DNB.....27. Juni. (PK.) Auf einer der wichtig- sten Straße in das Herz der Sowjetunion hat sich ein gewaltiges Drama vollzogen: Deutsche Panzer sind zum erstenmal gegen Sowjetpanzer angetreten. Das Ergebnis ist für uns außerordentlich gut. Nicht weniger eindrucksvoll ist das Bild -der Straße. Sie ist ein schreiendes Fanal der Niederlage: Riesen aus Stahl in jämmerlicher Vernichtung, geborsten, zerrissen, geschmolzen. Einige von ihnen brennen jetzt, nach acht Stunden der Schlacht, noch immer. * Wir haben die deutschen Panzersoldaten, die diesen ersten glänzenden Panzersieg auf sowjet-russischem Gebiet erfochten, wenige Stunden nach dem Kamps in ihrer neuen Bereitstellung aufgesucht. Es sind längst bewährte Männer einer Panzergruppe Die Wett in hundert Jahren ... Kleine Zukunstsphantasie anno 1776. Sebastien Mercier, ein äußerst fruchtbarer französischer Schriftsteller des ausgehenden 18. Jahrhunderts, Zeitgenosse und begeisterter Verehrer des deutschen Sturmes und Dranges, Goethes und Schillers — er hat auch als Erster Schillers Jungfrau von Orleans" ins Französische übersetzt — hat im Jahre 1776 ein Buch veröffentlicht, in dem er die Welt im Jahre 2040 schildert. Für uns, dle vir diesem Zeitpunkt schon erheblich näher gerückt ind, ist es ganz lustig, sich in diese Zukunftsvision >es 18. Jahrhunderts zu vertiefen. Der Verfasser elbst dürste wohl am überraschtesten sein, sogar wenn er die Welt heute, hundert Jahre vor dem von ihm angegebenen Zeitpunkt, betreten würde und sie weit gründlicher verändert fände, als er s'ch in seinen damals so revolutionär erscheinenden Zukunftsgesichten träumen ließ — ein Beweis dafür, wie sehr der Mensch mit seinen Vorstellungen in seiner eigenen Zeit befangen ist und wie sehr die Wirklichkeit die menschliche Phantasie übertrifft z Mercier gibt vor, ums Jahr 2040 mit einem zeitgenössischen Begleiter in einer Stadt spazieren 3u gehen. Unter den Sacken, die ihm auffallen, ist die Tracht der Männer besonders erwähnenswert. „Ich bemerke", schreibt er, „daß alle Leute einfach und anspruchslos gekleidet sind, ich habe nicht einen goldbetreßten Anzug und keine Spitzenmanschetten gesehen. Die Hüte hatten nicht mehr die traurige urtb düstere Farbe und nicht diese störenden Ecken (der Dreispitz des 18. Jahrhunderts). Es mar nur noch eine Kappe, tief genug, um den Kopf zu umhüllen, mit einer Krempe. Diese Krempe blieb ein- gerollt und zusammengefaltet, so lange sie nicht be- nötigt wurde, konnte aber nach Belieben niedergelassen werden, um den Träger der Kopfbedeckung sowohl gegen Regen als auch gegen Sonnenstrahlen zu schützen. Das Haar war ordentlich geflochten und bildete einen Knoten hinter dem Kopf, und ein leichter Hauch von Puder ließ ihm seine natür- liche Farbe. Der Hals war nicht mehr in ein steifes Leinenband eingezwängt. sondern von einer mehr von hohem Klang. Si« haben ihre Panzer einst durch Polen gefahren, sie haben im vergangenen Jahr Frankreich niedergeworfen, und jetzt sind sie auch nach der Sowjetunion aufgesessen. Sie haben also eine Kriegserfahruna wie keine and«re Panzertruppe der Welt. Uno da jeder einzelne von ihnen ein Mann von Mut und Schneid ist, bezeugen die Auszeichnungen an ihren schwarzen Blusen. Ihre «rste Schlacht gegen die Sowjetpanzer war, während sie ihre Fahrzeuge für den nächsten Einsatz vorbereiteten, noch immer ihr Gespräch. Nicht, weil sie einander von ihren Leistungen ausführlich berichteten, sondern weil sie sich durch den Austausch gegenseitiger Erfahrungen letztlich klar werden wollten über die Kampfweise des neuen Gegners und seiner Geschütze. Ä h der f WS M Uh es nun auch militärisch aus freiem^ Entschluß seine Pflicht erfüllen. „Die ungarische Arme« wird Vergeltungsmaßnahmen treffen, sagte am Freitagmorgen der ungarische Ministerpräsident im Abgeordnetenhaus. Die Presse steht ganz im Zeichen dieser neuen Wende. „Pest" schreibt, „infolge der unbegründeten und barbarischen Angriffe der Sowjets, der ungarischerseits nicht provoziert wurde, war es ein Gebot des Ehrgefühls, den Kriegszustand gegen die Sowjetunion zu erklären. Es ist heilige Pflicht, das Land, feine Einwohner und feine Werte gegenüber solchen unqualifizierbaren Angriffen zu schützen. Darüber hinaus gibt Ungarn ein neues Zeugnis der Solidarität, die das Land mit den Mächten der Achse verbindet." „Pesti Ujsag" erklärt, das Moskauer System habe seine Schrecken verloren, denn es sei klar, daß der Bolschewismus bald erledigt sei. Bolschewistischer Lleberfatt auf eine friedliche Giadi. B u d a p e st, 27. Juni. (DNB.) Amtlich wird mit- geteilt: Die bolschewistische Luftwaffe unternahm am Donnerstag um 13 Uhr einen Luft- angriff auf Kafchau. Mehrere Gebäude wurden zerstört. Als Opfer sind unter der Zivilbevölkerung fünf Tote und eine größere Anzahl von Verwundeten zu beklagen. Die Sowjetflieger wiederholten um 17.30 Uhr ihren Angriff, wurden aber von der ungarischen Flak vertrieben. Budapest, 27.3unl Amtlich wird mitgeteilt: Ungarn betrachtet sich Infolge der wiederholten völkerrechtswidrigen sowjetruffischen Cuff- angriffe auf ungarisches Hoheitsgebiet als im Kriegszustand mit der Sowjetunion befindlich. ♦ Ministerpräsident Bardossy teilte in der Freitagssitzung des Abgeordnetenhauses den Eintritt des Kriegszustandes zwischen Ungarn und der Sowjetunion mit und kündigte militärische Verteidigungsmaßnahmen als Antwort auf den feigen Ueberfall der Somjetluftwaffe auf Kaschau an. Die Mitteilung wurde mit begeistertem Beifall ausgenommen. Ungeteilte Zustimmung des ungarischen Volkes. Budapest, 28. Juni. (Europapreß.) Der Eintritt des Kriegszustandes zwischen Ungarn und der Sowjetunion, Den die ungarische Regierung am Donnerstag nach dem hinterhältigen sowjetrussischen Fliegerangriff gegen ungarisches Gebiet feststellte, findet in der öffentlichen Meinung des Landes u n • geteilte Zustimmung. Die Entrüstung über die barbarischen Angriffshandlungen der Sowjetflie- jer ist tief und nachhaltig. Die Haltung des unaarl- chen Volkes konnte keinen Augenblick zweifelhaft ein. Nachdem Ungarn mit den Mächten der Achse bisher im Geiste schon stets mitgetämpft hat, wird Hatte die Ueberm-acht gesiegt? Die befand W auf der Seit« der Sowjets, denn sie halb» mehr Panzer verloren, als D e utfet mit ihnen im Kampf gelegen hatten. Gesiegt hat der deutsche Panzermann und gefwgt hat das deutsche Material! Der deutsche Panz,^ mann mit seiner weit überlegenen Taktik und ÖH i deutsche Material mit seiner stärkeren Widerstand-« i kraft. Die Sowjetpanzer waren zwar kleiner all die deutschen, die ihnen gegenüberstanden, aber ’it waren dafür schneller und wendiger, und außerM waren sie durchweg stärker bestückt. oder weniger dicken Krawatte umschlungen, je nui Der Jahreszeit. Die Arme konnten in mäßig nm' Aermeln volle Freiheit genießen, und der Rum^ in ein bequemes Wams gekleidet, war von einitn rockähnlichen Mantel bedeckt, der gegen Kälte tun) Regen gleich nützlich war. Eine lange Schärpe uiif gürtete stolz feine Hüften und spendete gleichmäßig! Wärme. Es gab nicht mehr diese Kniehosen, dir die Kniekehlen einschnürten und den BlutkreisltLi hemmten. Ein langer (Strumpf bedeckte die Bei ui! bis zum Gürtel, und bequeme Schuhe oder hecht Stiefel hüllten die Füße ein. Tausende von Menschen Daren an einem Ort 'ji> sammengeströmt und bewohnten in engen Strahl Häuser von sieben Stockwerken. In jeder gab es einen Wachmann, Der über Der öfsentliHr Ordnung wachte und den Verkehr der Wagen ud Menschen lenkte (!). Auf hundert Karren, die rf Waren und Lasten aller Art beladen waren, tir® ich nur eine Kutsche, und in diesen Kutschen saßßti noch dazu Menschen, die mir leidend erschiemm ,Wo sind Denn', fragte ich, »alle Die prächtigen ffi® gen hingekommen, die zu meiner Zeit Die Straße füllten?' ,Es ist nicht mehr erlaubt', wurde mir antwortet, „solche Fahrten zu machen. Gute setze haben den Luxus unterdrückt. Unsere Dornap men Herren gebrauchen heutzutage ihre Beine/ Nirgends auf den Märkten oder an anderen Ur* beitsftätten sah man Frauen arbeiten. Den Psli'h' ten chres Haushaltes wiedergegeben, erfüütcn Eil Frauen die einzige Aufgabe, die ihnen der Schiri fer auferlegt hat, nämlich sich um ihre Kinder u kümmern und denen beizustehen. Die sie mit M Zum Leben NotwenDigen versorgen. Sie M Frauen und Mütter, und aus diesen beiden TugN' den entspringen alle anderen. Diese Frauen raüiM sich verunehren, wenn sie sich Die Gesichter nrd Rouge schminkten, wenn sie rauchten oder AlkEci tränken. Sie sind erfüllt von Der Aufgabe, die äfften Jahre ihrer Kinder zu lenken, und diese hab'-» keine anderen Erzieher als sie..." Unschwer kann man in diesen Zukunftsträum»« Den Idealismus Rousseauscher Prägung erfennang während die tatsächlich weltumgestaltenden Mäch'Hi Die Technik und in ihrem Gefolge der Weltoerketzl-1 mit keinem Gedanken gestreift werden, meistens aenügte einer, und ein Feuerstrahl |äoj aus der Luke, oder Der ganze Panzer war exilo- Diert. In voller Fahrt rasselten dann Die Deulfcen Panzer weiter durch den Wald, Baume umleget, Gestrüpp niederfahrend, keine Senke scheuend, hmb Mir Straße. Wo ein heimtückischer Schuß aus eirtm Der weiteren verstreut in Deckung liegenden Em- jetpanzer ausklang, folgte ern zweiter, nämlich ter Unbeh, aus einem deutschen Rohr, und dem gelang bann, was Dem sowjetrussischen nicht gelang: Ihn so , zu durchschlagen, daß er karnpfunfällig wurde. Wie Die Hasen tiefen und hüpften iit övüllll Sowjettanks durch Den Wald. Aber auch den cts< digsten und schnellsten erreichte sein Schicksal. -Eins Teil fiel auf Der Straße und zeichnete sie mit bi lammenden Fanal Der Niederlage. Einem Wi 'chien die Flucht gelingen zu wollen. Er jammt ' ich noch einmal aus einer Höhe, von Der aus ii Straß« gut einzusehen war. Dort wartete das lvz Häuslein einer ga n z e n s o w j e t r u s s i s ch i PanzerbrigaDe, um wenigstens noch ein „Ehrentresfer" anzubringen. Wieder hatten sie üi Rohre auf die Straße gerichtet. Doch diesmal kamen sie den Tod von hinten in d Turm gesandt. Während nämlich einige sche Panzer den weiteren Vormarsch aus Der Strc andeuteten, fiel eine Kompanie den Sowjets in bni Rücken und erledigte sie. MW - X'W - / Die deutsche Armee wird siegen. (Sin früherer bulgarischer Ministerpräsident über den gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus. Beratungen in Tokio. Tokio, 28. Juni. (DNB. Funkspruch.) Kriegs- Minister General To jo berichtete dem TennS in einer Audienz über militärische Angelegenheiten und beantwortete gleichzeitig Fragen des Thrones. Für Samstag nachmittag ist abermals eine Konferenz zwischen der Regierung und der Wehrmacht angesetzt. Spaniens unbeglichene Rechnung mit Rußland Im Zeichen des Kampfes gegen den Bolschewismus. „Erfüllt Eure Pflicht - eine neue Zeit bricht an." Gauleiter Sprenger sprach vor Hüstungsarbeitern. Madrid, 28. Juni. (Europapreß.) Ganz Spa- icn steht seit Freitagmorgen im Zeichen der Werbe- 'tion für die Teilnahme ameuropäischen reuzzug gegen das bolschewistische u h l a n d. Die Werbebüros der Faianae in allen täüten des Landes sind umdrängt von Taufen- en von Freiwilligen, die an diesem Kreuz« ig gegen den Bolschewismus teilnehmen wollen, er Provinzialchef der Falange in Madrid, Carlos uiz Garcia, hat feine große Zufriedenheit aus- Iprochen über die begeisterte Teilnahme der Fange und besonders der Falange-Jugend, welche c Madrider Werbebüros füllt. Die Falangisten lgen in Massen und begeistert dem Ausruf des ulanaeführers. Spanien steht in Sowjetrußland c Heimstätte aller jener geflüchteten Elemente, die ihren Organisationen unglaubliche Verbrechen ib Terrortaten verübten. Die Zeitung „Madrid" treibt: „Spaniens Rechnung mit Rußend i ft noch nicht abgeschlossen. Deshalb tben die Manifestationen und die Einladungen zu n Freiwi lligen-Meldun gen so großen Widerhall i ganzen Volke." Emen Aufruf an die Gauleiter der Falange, orin eine spanische Legion zum Kampf ?gen Sowjetruhland gefordert wird, ver- sentlicht die gesamte spanische Freitag-Presse. Tarin werden die Gründe des spanischen Entschlusses, an dem Kampf gegen Sowjetrußland teilzü- frfynen, auseinandergelegt. Es handelt sich, so h ißt es, nicht nur darum, die Sympathie für den MSG. Am Donnerstagnachmittag sprach Gauleiter Rsichsstatthalter Sprenger in einem der größten Äidustriebetriebe des Rhein-Main-Gebietes. In der gießen Montagehalle waren die vielen Frauen und Männer des Rüstungsbetriebes versammelt, um den Bauleiter zu hören. Unter den Gasten von Partei, eraat und Wehrmacht konnte der Betriebsführer inben dem Gauleiter insbesondere den Befehlshaber bis Wehrkreises XII, stellvertretenden Kommandie- rinden General der Infanterie S t e p p u h n, be- Seißen. Die schaffenden Menschen des Betriebes verstau- bin den Gauleiter, als er eingangs seiner Rede bcrauf hinwies, daß das deutsche Volk nun der letz- Entscheidung gegenüberstehe, einer Entscheidung, »in der nicht allein sein Leben und sein Bestand tityänge, sondern darüber hinaus die Kultur ganz Biropas. Gerade die Rheinländer wüßten aus eige» nur Erfahung, was es bedeute, dem Feind ausge- li-fert zu sein, machtlos und entrechtet dahinzuveg^ toen. Im Weltkrieg habe der deutsche Soldat auch 2 eg auf Sieg erfochten, und doch sei es durch die schwäche der Heimat unmöglich gewesen, schl^n"ch dir Niederlage zu verhindern. In diesem Wassen- zcmg aber sei das anders. Da erweise sich b'e Hei- >nvt der kämpfenden Front würdig. Schon bei der llochtübernahme habe der Führer vorausgesehen, bcjj eines Tages der Neid und die Mißgunst der Wnmelt zum Kriege treiben würden, und wenn di-utschland nicht gleich von seinen Feinden über« tien worden sei, dann lediglich deshalb, weil die Autokraten und Juden geglaubt hätten, nach drei »i*r sechs Wochen breche Deutschland von selbst Kammern In der dem Gauleiter eigenen packenden Art schilderte er nun, wie der Führer die Macht des Goldes zerbrach und an seine Stelle den Wert der Arbeit setzte und so das deutsche Volk zum Auf- stieg führte. Schließlich sei der wahrhaft nationalsozialistische Staat — Großdeutschland — seinen Widersachern zu stark und mächtig geworden, und aus der reinen Furcht heraus, daß die von Juden und Plutokraten geführten Völker sich eines Tages nach seinem Vorbild sehnen würden, erklärte man bann schlichlich den Krieg S-it zwei Jahren aber habe das junge naiianalsazlaUsiische Deutschland (eine ungeheure Kraft gezeigt und einen Feind nach dem anderen zerschmettert. Vom Weltkriegs, teilnehmer bis zum letzten Pimpf stehe alles in Be- munberung vor dem namenlosen Heldentum des deutschen Soldaten, und die Heimat müsse geschlos. sen und unerschütterlich alle Kräfte für den Sieg einsetzen. Heute gehe cs nicht darum, über klein- liche Dinge zu diskutieren, zu murren ob irgend eines an und für sich ganz bedeutungslosen Man- gels, sondern alles Denken und Wollen fei auf die Niederrinauna des Gegners ausgerichtet. Vergeblich wäre alle Tapferkeit der Soldaten, wurde die Heimat sie verlassen. Schon erkenne klar und deut- lidi bie Welt, daß die deutschen Waffen dazu be- tu en seien, Menschheit und Kultur vor dem Un- tergang zu retten, und Deutschland werde es sein, hn« diele Gefahr für immer banne. Als der Gauleiter ausrief „Erfüllt ^ure Pfl^st! Eine neue Zeit bricht an!" - steigerte sich der Bei- ftill der Gefolgschaft des Werkes zu einer begeisterten Kundgebung für den Führer und den Sieg der deutschen Waffen. Kampf kundzutun; es ginge darüber hinaus darum, Deutschlands Kampf gegen Sowjetruhland auch als eine ureigenste spanische Angelegenheit zu erkennen. Grundsätzlich wirb weiter aus geführt, welch tiefer politischer Gegensatz zwilchen den national- revolutionären Bewegungen uno der Gedankenwelt der bolschewistischen Revolution, dessen negativer Charakter überall in der Welt erkannt worden ist, besteht. Die Solidarität zwischen den n att o- nalrevolutionären Bewegungen im Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind fei total. Weiterhin wird ausgefuhrt: „Sowjetruß- land wollte Spanien zerstören und hat auch große Teile zerstört. Sowjetrußland wollte Spanien als Sprungbrett benutzen, um in den Westen cinzudrinaen. Das hat Spanien mehr als eine Million Menschenopfer gekostet. Ganz Europa wird weder Frieden noch Ruhe haben, solange Sowjetrußland besteht. Die wirkliche Revolution des Volkes wird niemals ganz siegen können, olangc an den europäischen Grenzen der Schatten des Kommunismus steht. Wir müssen für unsere Gefallenen Genugtuung fordern und unseren Nachkommen das Levensrecht sichern. Wir müssen Spanien rächen. Wir müssen außerdem zugegen jein, wenn Europa feinen Kreuzzug unternimmt.' _ In Barcelona meldete sich als Erster auf dem Werbebüro der Falange der Zivilgouverneur und Provinzialchef der Bewegung, Antonio Correa. Entwicklung der Ereignisse im Osten. „Dom militärischen Standpunkt aus gesehen", so berichtet heute der Londoner Nachrichtendienst, „biete der deutsche Schlag gegen Rußland für Deutschland Dorteile, für England Nachteile." Es sei schwer, so heißt es weiter, etwas über die Leistungsfähigkeit de; Sowjetarmee zu sagen; bekannt sei aber, daß die deutsche Armee schlagkräftig und gut ausgerüstet fei. Jedenfalls seien die Vorteile der überlegenen Ausbildung, Kriegserfahrung und des Selbstvertrauens der deutschen Streitkräfte nicht zu unterschätzen. Man merkt also auch in England, daß Churchill wieder einmal einem großen Rechenfehler gemacht hat, wenn er hoffe, aus einem Einsatz der Sowjetarmee und des ganzen Sowjetstaates Vorteile für die unvermeidliche Endabrechnung ziehen zu können. „Die deutschen Wehrmachtberichte außerordentlich akkurat". Ein amerikanisches Urteil. Neunork, 28. Juni. (DNB. Funkspruch.) Auf Grund oer Erfahrungen aus den früheren Feldzügen ist ein Teil der U 8 ^.-Presse hinsichtlich des Verlaufs des deutsch-sowjetrussischen Krieges vorsichtiger. Bezeichnenderweise gibt der Militär- sachverständige der „New Port Post" Fletcher Pratt, zu, daß die russischen Darstellungen, die Sowjettruppen hielten sich gut, unsinnig sind. Dies anzunehmen sei ein ebenso aejährlicher Trugschluß wie Chamberlains klassische Bemerkung, daß „Hitler in Norwegen den Autobus verpaßt" habe. Alle günstigen Meldungen stammten aus russischer Quelle — und man wisse vorn Finnen-Krieg her, daß diese äußerst unzuverlässig seien. Auf der anderen Seite seien die deutschen Wehrmachtberichte während des gesamten Krieges im großen wie im einzelnen außerordentlich akkurat gewesen. Wenn jetzt deutsche Meldungen von großen Erfolgen sprachen, so sei es sehr wahrscheinlich, daß das zutreffe. Die bisher vorliegenden Einzelheiten ließen vermuten, daß die Sowjetrussen einer in der Geschichte beispiellosen Katastrostrophe zueilten. Sofia, 28.Juni. (DNB. Funkspruch.) lieber die jrünbe des Krieges zwischen Deutschland und ler Sowjetunion schreibt der frühere bulga- ,'sche Ministerpräsident Professor Za n ko ff an litenber Stelle in der Abendzeitung „Slovo" u. a.: Deutschland habe nicht nur den aufrichtigen vunsch, sondern auch große Geduld gehabt inb alle Bemühungen angewandt, um diesen Kampf * ME' i|l es, dl B srfolfl allein I Ml" , ilinai W 3nfornia -;i es damals Chamber! 1 Denen sich B märe ehi Atsem Für «Zeit aber Äiih infolge itoaien, l hjlanb dazu Wicklung, w timalen offen Mleunigung litten, ihre f} ig Merikanis Photo - Kino, Kreuzplatz 9 Fernruf 3153 a7,M^ Juwelier SS Giessen Kreuzpl.8 Tel. 3602 G.B. A*C411325 SS IM8K8K8888888888M iS-' M'" «tf jti« 11 S Miltw., 2. 7., 20.30 Bibelstunde. Freie cvang. (Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. - Dienst., 1. 7., 20.30 Bibel- und Gebetstunde. - Freit., 4.7., Allianz-Gebetstunde^ Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. ---Kindergottesdienst, HG. --Hauvtgottes- oienst, HG.-Abendm.--Vaupt- gotteSdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 29. Juni. Stadtkircke. 8, Becker,' 10, Lenz; 11 KG. Mattb.-Gem. Fohanneskirche. 10, Ludwig; 11.15 KG. Luk.- u. Jobs.°Gem.; 14.30 Frauenoersammlung m. Andacht u. Vortrag; 20 fällt aus. Kavelle Älter Friedhof. 10, Walther; 11.15 Ebristenlebrc. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. vr.Jost; 11.15 KG. Gießen-Klcin-Linden. 9, Ludwig; 10 KG. Gießen-Wicseck. 10 G.r 11 KG. Kirchberg. 10 G.; 11 Christenlehre (männl, Jugd.); 11.20 KG. Lollar. 13.15 KG.: 14 G. Lick,. 9.30, Kahn; 13.30 KG. Berufstätige Dame Anfang 30, mit kleinem Vermögen und Ausstattung, sympathische, mittelgroße Erscheinung, blond, sucht die Bekanntschaft eines wertvollen Menschen zwecks spät.Heirat. Schriftl. Angebote unt. 02166 an den Gietz. Anzeig, erbet. Heute abend 20 Uhr Ms Werl im Säule Broun. Vieseik 19-22 Uhr. Außer Miete! Abschiedsvorstellung für Crerti Vogt, Heinz Müller und Christoph Reuland. Das land des Lächelns Operette in 3 Akten von Franz Lehär. 2736D Preise von RM. 0.90 bis 3.60. Frau oder Mädchen zum Putzen gesucht für täglich 1-2 Stund. 02161 Meuscr, Wernerwall 1. [Stellengesuche] GeschallsmaDD (60 Jahre) übernimmt Posten als Lagervcrw., Massierer oder sonstige Vertrauensstellung. Schriftb. Angeb. unt. 02170 a. d. Gietz. Anzeiger. ?er Name *Mer ft] * mu6 i 3ei M habe id 't”?Qn kl •5 Nmen Madam ^brUmr 1 J? eine t* tzEionar. Da .A* 'S* jy? SÄ Tüchtige Hausgehilfin gesucht. 2753D Bankdirektor Bleyer Georg-Philipp-Gail-Straße 6. Möblierte Wohnung Wohn-u.Schlafz. u. Kücke für sof. zu vermieten. Besichtig, beute Samstagnachm. 11. SoNNt.[2776O Wilhelmstr. 491 Schönes, großes leeres Zier ZU vernt. [02154 Schics. Str. 15. llieteesnche 4-5-Mehj. oder Ma-Daus in Gießen oder Wieseck zu miet, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 02167 a. d. Gieß. Anzeiger. 3-Zimmer- Wohnung Stadtmitte, für 1. 8. oder 1. 9. gesucht. - Auch Wohnungstausch mit Frankfurt. Angeb. an [02146 Hotel Schütz. Wenig gebrauchte Personenwagen (mögl. Bauj. 1939) gesucht. OPEL« Automobile Gießen <2 Ruf 2847 | Dreirad gut erhalten, für 4jährig. Jungen z. taufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 02168 a. d. Gieß. Anzeiger. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 2-3-Äer- Wmlng mit Bad f. sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 02174 a. d. Gieß. Anzeiger. Möblierte 2-2^3imm.- Mmm per sofort ges. Schriftl. Angeb. unt. 02160 a. d. Gietz. Anzeiger. Klavierlehrerin sucht z. 1. Sept. 1—2 möbl. Zimmer mit oder ohne Klavier für vier Tage der Woche. Volle Monats- bezablung. Schr. Ang. unt. 02147 a.ü.G.A. MöhLWohn-D. Schlafzimmer oder kleine möbl. WohnnnO möglichst Nähe Stadttheater u. mögl. m. Zentr.- Heiz. u. Bad in ruhig. Gegend v. ruh. Dauermiet. per 1. Aug. ges. Angeb. an: G. F. Ludwig, Kassel,Ainalien- straße 8. [2765V Ig. Dame sucht in der Nähe der Klinik. s.3.Sem. snt möbl. Zimmer vart. od. 1. St., mit Zentralheiz. u. evtl, fließend. Wasser, per sof. oder später. Schriftl. Angeb. unt. 02153 a. d. Gieß. Anzeiger. Berufstat. junge Dame sucht zum 1. Aug. heizbar, möbl. Zimmer (mögl.Zentralh.) in gutem Hause, Nähe d. Klinik. Schr. Angeb. in. Prcisang. unter 02175 a. ü. G.A. Juwelen alter Schmuck Gold u?Silber j alte Silbermarken ' kauft Zur Sicherung ihres Nachwuchses jür die Beamtenlautbahn im gehobenen techn. Dienst (Inspektorenlaufbahn) bewilligt die Deutsche Reichsbahn jungen Bewerbern, die in den Dienst der Deutschen Reichsbahn eintreten wollen, zum 1.10.1941 nach Reichsgrundsätzen erhebliche Ausbildungsbeihilfen zur Ableistung des für diese Laufbahn erforderlichen Fachschulstudiums als Ingenieur. Vorbedingungen: Mindestens 17 Jahre alt, abgeschlossene Volks- oder bessere Schulbildung. Zugehörigkeit zur H I. oder einer anderen Gliederung der NSDAP., 2 Jahre praktische Tätigkeit als Praktikant, und zwar für die bautechnische Fachrichtung in einem Bauhandwerk oder Baunebengewerbe (auch Bauschlosserei), für die maschinentechnische Fachrichtung im Maschinenschlosser-, Schmiede-oder Dreherhandwerk, oder in beiden Fachrichtungen vollständige Ausbildung als Lehrling. Diese Vorbedingungen müssen zeitlich spätestens bis Ende Sept. 1941 erfüllt sein. Die Bewerber werden zum 1.10.1941 nach dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung in das 1. Semester der Bau- und Ingenieurschulen auf genommen; für Volksschüler sind hierbei zusätzliche Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie erforderlich. Diese Kenntnisse können sich die Bewerber bis Ende September aneignen. Die Ausbildungsbeihilfen werden für die Kosten des Studiums einschl. der Lehrmittel und des Unterhalts fortlaufend für die 5 Semester bewilligt. Die zunächst darlehnsweise gewährten Beträge gelten entsprechend der später zurückgelegt en Eisenbahndienstzeit ohne weiteres als getilgt. Die Ausbildung in der Beamtenlaufbahn umfaßt 2 Jahre bei Zahlung ausreichender Unterhaltszuschüsse. Nach bestandener Prüfungzumtechn. Reichsbahninspektor werden die Beamtenanwärter sofort als ap. techmKeichsbahninspektoren angestellt und in der Regel nach 1 x/i Jahren planmäßige techn. Reichsbahninspektoren. Ausbildungsbeihilfen können auch solchen Bewerbern bewilligt werden, die sich bereits als Studierende im 1. bis 5. Semester an den Bau- und Ingenieurschulen befinden. Als Bewerber werden auch Volksdeutsche zugelassen. Alle näheren Auskünfte erteilen die Reichsbahndirektionen, die auch Merkblätter über die techn. Beamtenlaufbahnen abgeben. Die Bewerbungen sind binnen 14 Tagen einzureichen und haben zu enthalten: Selbstgeschriebenen Lebenslauf, Paßbild, beglaubigte Abschriften von Schulzeugnissen und Beschäftigungszeugnissen über die handwerkliche Tätigkeit, soweit bereits vorhanden. Bescheinigung über Zugehörigkeit zur HJ. oder einer anderen Gliederung der NSDAP. Die Bewerbungen sind zu richten an: | Vermietungen | Zweimöbl.Ziuinier mit Küche für 2 Personen geeignet, sof. zu vermieten. Schr. Anfr. unt. 02165 a. d. G.A. Wohn- und Schlafzimm. m.sep.Eing.,obne Beüg. u. Wäsche sof. z.verm., evtl. Küchelchen, nach Vereinbarung. Schr. Ang. unt. 2778Pa.d.G.A. Schönes Hinzioiiw m. Balkon u. gr. Schlafz., Heizg., irt gut. Einfam.- Haus (Klinik- nühe) an ruhig. Dauermieter zu vermieten. Schr. Ang. unt. Acht Woch. alte Zerkel abzugebeb. 02156 W. Höchst, Gießen, Marb. Str. 66. Wachsamer Sund Farbe Schwarz, 1 Jahr alt, in gute 'vände abzugeben. [2780D Watzenborn, Ludwigstraße 38 1,8 Opel- Limousine evtl, mit Anhänger zu verkaufen. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 02181 Wanderer- Motorrad Sport-Modell, geg. Taxwert zu verkaufen. 02150 Schomber, WieseckerWeg40 Gebrauchtes Klavier zu vcrk. [02176 Oür, Wetzl. Weg 55. Schreibmaschine gebraucht, Marke „Ideal", Upistände halber zuverk. [2771D Klein-Linden, Bergstraße 12. Gut erhaltene Schneider- Nähmaschine (Pfaff) zu verk. [02173 Weidengasse HI Gut erhaltene Meuiigel für RM. 30,— zu verkaufen. Schr. Anfr. unt. 02177 a.d. G.A. Komplettes Bett zu verk. [2783D Noll, Neustadt 47. Sportwagen klein. Kinderbell zu verk. [02172 Aulweg 30 p r. Kioderbelleheo zu verk. [02173 Wieseck, Turnstraße 17. | Kaufgesuche | Berufstät. Frl. sucht freundlich möbliertes Zimmer Schriftl. Angeb. unt. 2784D a. d. Gieß. Anzeiger. Suche zum 1.8.41,auch früher od. etwas später, Z-l-Zimmer- VotzWng mitBad. Preisofferten an R.Lott'Hildebrand Frankfurt a. M. Westerba chstr.39 Kinder- Klappstühldien zukaufengesucht. Sehr. Ang. unt. 02159 a.d. G.A. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Wer erteilt Unterricht« Stenographie? Schr. Ang. unt. 02162 a.d. G.A. Weitzer »MW entflogen. Abzugeben geg. Bel. im [2785D Gießener Zoo. Gartenftraße 2, Zimmer 16 A—Z Freitag, den 4. Juli 1941, 8 bis 12 Uhr. Die vorstehend aufgeführten Ausaabetermine sind unbedingt einzuhalten. An Nachzügler werden Fell- scheine nicht mehr ausgegeben. An Kinder werden Reichsverbilliaunqsscheine nicht ausgehändigl. Jede Aenderung des Einkommens und des Personenstandes ist der betreffenden Ausgabestelle umgehend zu melden. Die Unterlassung dieser Meldung und der unberechtigte Bezug von Reichsverbilligungs- scheinen kann strafrechtliche Verfolgung nach sich Ziehen. 2751D Gießen, den 28. Juni 1941. Der Oberbürgermeister. — Sozialamt. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Giehen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadl Giehen. Betr.: Aufruf des Abschnittes 7 des Futtermittelscheines für Pferde. 1. Futtermittelscheine für Pferde. Der Abschnitt 7 des Futtermittelscheines für Pferde für das Wirtschaftsjahr 1940/41 wird hiermit zum 1. Juli 1941 aufgerufen. Es kommen wiederum je Pferd bis zu 420 kg Pferdefutter für die Bedarfsdeckung in den Monaten Juli und August 1941 zur Verteilung. 2. Bezugscheine für Futtermittelverteiler. Die FutterrNittelverteiler werden hiermit aufgefordert, innerhalb einer Woche nach Erlaß dieser Bekanntmachung die bei ihnen eingegangenen Abschnitte 6 des Futtermittelscheines für Pferde zum Umtausch in Bezugscheine dem für sie zuständigen Ernährungsamt Abt. B vorzulegen. Gleichzeitig werden die Verteller darauf hingewiesen, daß als Verfalltag der Bezugscheine der 20. Juli 1941 festgesetzt ist. 2768D Gießen, den 23. Juni 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld,'Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt^ Giehen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. ßescnjf die leichte Maßei^ von -**üiesser. Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen Gast waren, inzwischen meinen Later um sechshunderttausend Pesos gebracht hat?" Das klang wie ein Peitschenhieb. Irgendwo ertönte ein unterdrückter Aufschrei. Marino war weiß bis in die Lippen, — aber sie lächelte. „Oh, gewiß, — ich habe von der Sache gehört! Aber Sie würden mir einen Gefallen tun, wenn Sie von diesem Swann nicht als von seinem Freund sprächen. Ich habe in Tucumän flüchtig seine Bekanntschaft gemacht, ohne zu wissen, um was für eine Sorte von Menschen es sich bei ihm handelte. Selbstverständlich bestanden und bestehen zwischen ihm und mir keinerlei Beziehungen! Und nun kommen Sie! Nehmen Sie Platz! Sie auch, lieber Don Perez! Was darf ich Ihnen anbieten lassen?" Wie ein allgemeines Aufatmen ging es durch die ganze Gesellschaft. 12. Don Ricardo betrat sein Hotel und steuerte auf einen Empfangsherrn zu. „Ist meine Frau im Hause?" „Frau Calvo hat sich vor etwa einer Viertelstunde in ihre Zimmer begeben!" antwortete der höflich. Calvo lief eilig zum Lift, der ihn nach dem ersten Stockwerk hinaufbrachte. Dort bewohnte das Ehepaar eine Reihe Zimmer, an die sich die von Don Francesco und der Zofe anschlossen. Donna Elena hatte die beiden gerade bei sich, als Ricardo eintrat. Er stürmte auf Frau Elena zu. „Das Neueste!" „Von Manuela!?" fragte seine Gattin. „Ja! Ich komme gerade aus dem Fremdenklub. Ich dachte, der Schlag treffe mich, als man mir dort erzählte, Manuela fei im Klub gewesen und habe dort einen Florettkurs begonnen! Und was meinst du, wer in ihrer Begleitung war?" „Am Ende doch — dieser Deutsche?" riet Elena. „Kein Gedanke! Der junge Perez Castillo!" „Perez Castillo aus Irmin? Aber das ist ja — einer der besten Namen der Pampa!" „Allerdings!" nickte Ricardo. „Aber davon ist jetzt nicht die Rede. Ich sage dir nur eines: Meine Geduld ist zu Ende! Ich habe nicht Lust, mich von diesem Grünschnabel an der Nase herumführen zu lassen!" „Sprichst du — von unserer Tochter?" fragte Frau Elena. m. 152 Zweiter Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GSerhessen) aller- ganz Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! . Marina tanzte mit einem nicht mehr ganz jungen 'Htrn, von dem die Rede ging, daß er in Texas -r»fee Oelfelder besäße und an Bord einer eigenen W auf eine Reise um die Welt begriffen fei. ten unterrichtete Amerikaner kein Hehl daraus, daß amerikanische Wirtschaftskreise, die am Del in Niederländisch-Indien stark interessiert sind, an der Festsetzung der Delmengen mitgewirkt haben, welche die Verwaltung von Niederländisch-Indien Japan zugestand. Diese amerikanischen Delkreise arbeiteten eng mit dem Außenministerium und mit dem Kriegsministerium in Washington zusammen. Legt man diese Erfahrungen zu Grunde, dann braucht man nicht lange zu suchen, um die Urheber des jetzigen Bruchs zwischen Japan und Niederländisch-Indien zu entdecken. Zugleich kommt in dieser amerikanischen Kulissenarbeit eine Auffassung zum Ausdruck, die unsere schon erwähnte Vermutung bestätigt, daß Amerikas Teilnahme an den Auseinandersetzungen im Fernen Osten die Ursache für einen rascheren Ablauf der Ereignisse zu werden scheint, als er der bedrängten, aber in fernöstlichen Dingen auch erfahreneren britischen Diplomatie vor Augen steht. Weniger die provozierende amerikanische Inselbrücke über den Pazifischen Ozean, an deren Ausbau und Auswertung die Vereinigten Staaten noch lange zu arbeiten haben, als vielmehr diese von Menschen erdachte und von Menschen gemachte Politik, mit der sich Roosevelt und seine Mitarbeiter in die gegenwärtigen weltpolitischen Auseinandersetzungen einzuschalten versuchen, bringen es zuwege, daß eine Betrachtung der englisch-japanischen Beziehungen unvermeidlich auf eine Darstellung der amerikanischen Aktivität hinauslaufen muß. Im Fernen Osten bahnt sich das gleiche Schicksal an, das in Europa ein weit fortgeschrittenes und schon als endgültig anmutendes Stadium erreicht hat: der Rückzug Englands aus priviligierten Stellungen. Unter diesem Gesichtswinkel ist die Reise des Londoner japanischen Botschafters zu betrachten. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Ende Juni 1941. In Madrid ist es endlich wärmer geworden! Der deutsche Leser dürfte kaum erwartet haben, diese Feststellung im Monat Juni zu hören: Die spanische Hauptstadt liegt 2000 Kilometer südwestlich von Berlin sowie südlicher als Neapel, und da hört man so häufig über „bie Hölle von Madrid?" Das Thema „Wetter" besitzt auch hier den gleichen ewigen Aktualitätswert wie bei unp in Deutschland und es gibt hier wie dort kaum Sprichwörter, die so häufig zitiert werden, wie die auf das Klima oder Wetter bezüglichen. Mit dem Wort „nueve meses de in- vierno y tres meses de infierno“ ist das Klima Madrids am besten charakterisiert:- Neun Monate Winter und drei Monate Fegefeuer! Und wenn je- „Nun, Ada?" „Es ist alles noch ruhig. Er wird es nicht wagen! „Stehen die Männer im Garten, wie ich es befohlen habe?" „Ja! Jeder mit einem Revolver!" „Uebrigens — wo ist Herr Droste?" „Ich werde — nach ihm schauen." Marina eilte zu ihren Gästen zurück. Ada bediente sie mit Erfrischungen. Als sie einigen Senoras Süßigkeiten präsentierte, erblickte sie an der Tur den Luciano. So schnell sie es einrichten konnte, lief sie zu ihm. Was gibts?" "Unser Haus ist — von der Polizei umstellt! Zwei von den Leuten da draußen gehören zum Geheim- Schüsse in Tucumän Roman von Heinrich Lang. 23. Fortsetzung. te ber Seemeg von den Vereinigten Staaten durch i ^en Ozean nach England hat. Sie ist zunächst durch Roosevelts Erklärung unterstrichen Horden, daß das Rote Meer für die amerikanische ^chlssahrt offenstehe, bleibt aber auch bestehen, wenn infolge einer veränderten Lage der Weg um das Kap der Guten Hoffnung führen müßte. An einer entscheidenden Stelle dieser Route liegt Singapur. In den kürzlichen Besprechungen auf Ma- J11 krem britischen Oberkommandierendcn in Ostasien, Luftmarschall Sir R. B r o o k e - P o p - 7?™/ un& höheren amerikanischen Befehlshabern soll die Auffassung amerikanischer Marinekreise zu- lage getreten sein, daß am gleichen Tage, an dem etwa japanische Seestreitkräfte in dem indochine- p|a)cn Hasen Ca m r a m h auftauchen sollten, der als einer der besten des Fernen Ostens gilt, die Vereinigten Staaten Singapur übernehmen JD.urpen Unabhängig davon, ob diese Ansicht zu- trisft oder nicht, wird jedenfalls offen von einem bevorstehenden neuen Tauschgeschäft gesprochen, burct) das England weitere überzählige Zerstörer von den Vereinigten Staaten gegen die Abtretung Singapurs und anderer Stützpunkte im Fernen Osten erhalten würde. Oer Abbruch der Wirtschaftsverhandlungen zwischen Japan und Niederländisch-Indien hat die Lage im Fernen Osten weiter verschärft. Als vor einigen Monaten ein Abkommen über die Lieferung einer bestimmten Oelrate aus Hollän- disch-Indien an Japan abgeschlossen wurde, mach- mals ein Wetterspruch zutraf, so war es in diesem Jahre der Rat: „hasta el cuarenta de mayo no te quitas el sayo“: „Bis zum 40. Mai behalte dein Unterhemd an! Haargenau am „41. Mai" begann der Sommer ... Der Reisende, der Pfingsten z. B. im Wannsee, dem Riesenbad der Reichshauptstadt, badete und braungebrannt im leichten Sommeranzug gen Süden flog, zog noch zu Beginn dieses Monats blaß und fröstelnd durch die iberische Metropole. Ein ungemütlicher Wind blies über die Hochfläche, während in Berlin bereits sommerliche Wärme herrschte. In den Kirchen Spaniens wurden Bittgottesdienste abgehalten, denn dieses Land braucht besonders dringend eine gute Ernte. Glückliche Besitzer motorisierter Vehikel fahren an den Sonn- ! „Der Name ist nicht selten!" antwortete Ada. IjUber woher kennst du so vornehme Leute, Kaj?" „Das muß ich dir einmal erzählen, wenn du I cintas mehr Zeit hast als jetzt, liebe Ada!" [ „Zeit habe ich jetzt allerdings sehr wenig!" rief |2ba. „Man klingelt schon wieder! Auf Wieder- IlHen! Kommen Sie übrigens bald herunter, Herr 2rofte? Madame scheint Sie bereits zu vermissen! I Droste brummte etwas Unverständliches.^ „Manila wird eine kleine Enttäuschung erleben! sagte IN ,Lch werde keine vierundzwanzig Stunden m [fiter Millionärskolonie aushalten! Meinst du nicht [»ich, Kaj, daß du bald wieder etwas Ernsthafteres packen müßtest, als die kleine Manuela spazieren führen?" „Meine Manuela heißt jetzt Ada", lächelte der . bine. „Wir haben schon allerlei Pläne gemacht. wirst staunen." .,Am Ende gar Heiratspläne?" fragte Droste. --UN, — die Wienerin scheint mir nicht die schlechte Partie zu sein!" ,Und Marianne Clevenz?" Heinz Droste trat ans Fenster. „Lassen wir bas!" 'a;te er. „Es sollte wohl nicht sein! Du trafst sie pii)t an, als du in meinem Auftrag nach Tucuman tauft! Dann hat Manuela, dieser Irrwisch, meinen Sief verloren. Und zuletzt kam ich eine knappe blinde zu spät, als ich durch dich ihre Adresse Mchuhr..." .Du hast recht, — es war eine Kette widriger Önftänbe!" nickte Kaj. „Aber die Welt ist klein. barfft bie Hoffnung noch nicht aufgeben!" Heinz Droste lächelte vor sich hin. „Weiß ich denn, sie überhaupt noch an mich denkt? Das Leben Mt roeiter.^mit oder ohne Marianne." Stockholm, Ende Juni. Mit dem englischen Flugzeug nach Lissabon, mit dem amerikanljchen Clipper nach den Vereinigten Staaten und von dort mit einem japanischen Darnp- fer nach Japan reift in diesen Tagen der Londoner japanische Botschafter Shigernitsu. Für einen japanischen Diplomaten in Europa ist eine Fahrt in jeme Heimat ein solcher Umstand, daß sie nicht un- fonunentiert zu bleiben pflegt. „Die Frage einer englisch-japanischen Annäherung", die früher in einem solchen Fall automatisch auftaudjte, muß heute in der neutraleren Form als Frage nach dem gegenwärtigen Stand der englisch-japanischen Beziehungen gestellt werden. Man mag es als durchaus sinngemäß ansehen, daß die Reise von England nach Japan über die Vereinigten Staaten führt, berei Zwischenschaltung dazu beigetragen hat, das englisch-japanische Verhältnis auf die einfache Frage „Krieg oder Frieden" zuzuspitzen. Das jetzige Stadium ist nicht unähnlich dem eiltzlisch-deutschen Verhältnis zur Zeit der Münchner Krise 1938. Ein englischer Diplomat, von dem es hieß, er habe den Auftrag, eine englisch- japanische Verständigung herbeizuführen, und der iu dem Ruf stand, mit Ueberzeugung und Optimismus an diese Aufgaben heranzugehen, antwortete .einem Berichterstatter der „Saturday Evening Post" «uf diö Frage, ob er wirklich glaube, ein Krieg mit Japan lasse sich vermeiden, folgendes: „Nein. Wir j werben gegen Japan zu kämpfen haben. Meine Aufgabe ist es, den Kampf soweit wie möglich hin - ouszuschieben. Ich vermute nicht, bah ich großen Erfolg haben werde, aber ich hoffe, daß wir nicht allein stehen werden, wenn die Schlacht kommt." Klingt diese simple Auskunft nicht wie eine ge- Fieimc Information aus den Münchner Tagen? Nur kfieß es damals Deutschland statt Japan, und hätte innn Chamberlain damals die Motive zugeschrieben, zu denen sich ein ungenannter Diplomat bekennt. Dann wäre empörte Entrüstung Englands Antwort gewesen. Für ein englisch-japanisches München ist Die Zeit aber schon zu weit fortgeschritten — we- entlid) infolge der Haltung der Vereinigten Staaten, deren fernöstliche Hilfsstellung für England dazu geführt hat, daß das Zeitmaß der Entwicklung, welches dem erwähnten englischen Diplomaten offenbar vorschwebt, eine unvermeidliche Beschleunigung erfährt. Wenn die Amerikaner behaupten, ihre Hilfe für China, die schon so weit geht, laß amerikanische Flieger als „Freiwillige" die an Lhina gelieferten Maschinen bemannen, diene nur iazu, die „Japaner von den Engländern fernzu- jalten" (also im Sinne des obenerwähnten Aus- pruches des englischen Diplomaten zu liegen scheint), frann übersehen sie vielleicht, daß der offensive Cha- - öfter ihrer Maßnahmen den Ausbruch eines Fern- »stkonfliktes zu'einem sehr viel früheren Zeitpunkt »erbeiführen muß, als den Engländern lieb zu feyi cheinsi Es wäre nid)t das erste Mal, daß die Ver- Inigten Staaten einem Lande, dem sie ihre diplo- uatische Hilfe gewähren, einen Bärendienst leisten. Von japanischer Seite ist mit Recht die Frage auf- :i>morfen worden, was die Amerikaner hindern ein ne, Java oder Borneo zu „übernehmen", nach- em sie hinsichtlich der spanischen und portugiesischen Itlcmtikinseln ihre Absichten mehr als deutlich zu | rfennen gegeben haben. Könne nicht die „Verpach- | iung" von Stützpunkten in Westindien, so fragt man I 'ch nicht nur in Japan, in Ostindien wiederholt ! werben? Grunbsätzlich besteht kein Unterschieb zwi- |r |3jen bem Erwerb Trinibads und dem Erwerb Sin- I icipurs durch die Vereinigten Staaten. Die andau- I irnbe Ueberführung amerikanischen Kriegsmaterials, | \or allem von Hunderten amerikanischer Flugzeuge » ivch Singapur, könnte sich schon in absehbarer Zeit | i(5 Beispiel für andere Formen amerikanischer I Hilfe" für England entvuppen. ■< Von amerikanischer Seite wird in diesem Zu- I !immenha»g die große Bedeutung hervorgehoben, Sturmgeschiihe werden über einen Fluß transportiert Auf einer von deutschen Pionieren erbeuteten Fähre werden schwere Sturmgeschütze und anderes Kriegsmaterial über einen Fluß in Sowjetrußland gebracht. — (PK.-Schödl. — Scherl-M.) Zwischen Madrid und Aranjuez. Von unserem R.-Berichterstatter. Englands Rückzug im Kernen Osten Von unserem Ttr.-Korrespondenten. Marina verstand sich darauf, solche „Beziehungen" zu „pflegen". Aber immer wieder schweiften während des Tanzes ihre Augen fragend zu 2lba hin. Ein Wink — und Ada verstand. Marina^schien sehr erheitert^ „Sie haben . recht," erwiderte sie gelassen. „Mem Name i t Dir . lich Celina Naaella. Da ich m Tucuman als Stu- bentin lebte, führte ich natürlich nicht meinen Kunst, lernamen, sondern meinen bürgerlichen. Hier in Buenos und San Isidro aber kennt man weniger Studentin Nonello als die Schauspielern, hall- ®r Ä- Aufklärung sagte Ma- nueta ,Sie haben sicher schon gehört daß Ihr Freund Swann, mit dem Sie damals bet uns zu dienst des Polizeipräsidiums! Ada hatte ganz blasse Lippen. An der entgeistert dastehenden Zofe vorbei tanzte em elegantes Paar. Marina und ein junger Inder, der auf der Universität von Buenos seinen Studien oblag. Der gallo- nierte Diener kam auf Marina zu. „Herr Perez Castillo!" meldete er. Und fügte hinzu: „Fraulem Manuela Calvo!" ' _ Die Herrin der Villa Mantovam erbleichte. Dann hatte sie sich wieder in der Gewalt ’ Don Perez! Sehr erfreut, daß Sie mir die Ehre geben. Und die junge Dame die Sie da bei mir einführen, — welche Ueberraschung! Wir sind alte Bekannte,' nicht wahr, Senorita?" Manuelas Lippen zuckten „Ich kenne Cie binas’ Aber nannten Sie sich damals nicht tftau Novello, als Herr Everett Swann Sie in unser J 2S./29,3nttl 1941 tagen dem Sommer entgegen nach Aranjuez, dem Garten Madrids an der Mündung des Manzanares in den Rio Tajo, wo die schönsten Spar- geln und Erdbeeren des Landes gedeihen und wo Paläste und großzügig angelegte Parks mit wuchernden Blumengärten von der Pracht der spanischen Könige zeugen. So recht von Herzen kann sich jedoch niemand an dem Blühen und Gedeihen dieses schönen Erdenfleckchens erfreuen, denn schon jenseits der Gärten strecken sich dem Fremden hungrige Hände entgegen, die feit Beginn des Bürgerkrieges nidjt weniger wurden. Das Land blutet noch aus vielen Wunden, die vor Beendigung des großen Ringens mit England schwer heilbar erscheinen. Die breiten Straßen und Alleen von Madrid zeigen an den Feiertagen ein besonders xeges Leben. Jede verwandelt sich in einen „Rummel", dem dis Lebensfreude des jungen Spaniens, das Temperament und die Sorglosigkeit des Südländers das Gepräge geben. Mail wünscht so manchem deutschen Volksgenossen, daß er sich wie ein Spanier mit einer Handbewegung über manche — meist unabänderliche — Widerwärtigkeiten des Alltags hinwegsetzen könnte. Wie sehr diese Eigenschaft des Spaniers sich ausprägen kann, wird in den Außenbezirken Madrids deutlich: Auf Schritt und Tritt sieht man dort die Spuren heftiger Kämpfe aus dem Bruderkrieg, Schutthaufen und Ruinen, in denen ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich ein notdürftiges Asyl hergerichtet hat. Zwischen den Ruinen, wie eine Verheißung, die Zukunft des schwergeprüften, tapferen Volkes: Scharen spielender Kinder, die immer und überall Sonne finden und Sonne bringen, in denen man hier Gottesgeschenke sieht. Es drängen sich unwillkürlich vielerlei Betrachtungen auf angesichts dieses Kindersegens: Madrid mit seiner rund 1 Million zählenden Einwohnerschaft hat einen Geburtenüberschuß von fast fünfzig vom Hundert, wobei allerdings eine verhältnismäßig hohe Kindersterblichkeit berücksichtigt werden muß. Woher nimmt das Volk in dieser schweren Zeit den Lebenswillen? Wie bringen seihe vielfach unterernährten Frauen die Kraft auf, neues Leben zu schenken und ihre Kinder auch zu ernähren — lieber selbst zugrunde zu gehen, als die Kleinen hungern zu lassen? Liegt der Grund in der größeren Ursprünglichkeit des Volkes und in seiner Genügsamkeit? Schon mancher, der etwas in der Welt herumgekommen ist, hat sich gefragt, wie die Metr- schen hier überhaupt existieren können, wovon sie sich ernähren. Wenn man dabei etwa deutsche Maßstäbe anlegt, kommt man aus der Verwunderung über die unbeschreibliche Genügsamkeit mancher Menschen und Völker nicht heraus. Ader man sieht schließlich, wo ihr Existenzminimum liegt: Millionen und aber Millionen in Indien, in China, in Japan und auch in beiden Amerika leben von einer Handvoll Reis täglich mit etwas Soyabohnenöl, oder von einigen süßen Kartoffeln, einigen rohek oder gebackenen Bananen ... Man sieht, daß der italienische Arbeiter sich mit weniger als der Hälfte dessen, was der deutsche verzehrt, ernähren kann: man sieht, daß der japanische ober chinesische mit dem dritten ober vierten Teil existieren kann, und baß zwischen den Ansprüchen an-bie Reichhaltigkeit und Abwechslung des Speisezettels noch unverhältnismäßig viel größere Divergenzen bestehen. Wie es jedoch möglich ist, daß die Masse der ärmeren Bevölkerung Spaniens ohne Mehl, ohne Kartoffeln und praktisch ohne Brot, ohne Fleisch, ohne Fett und ohne Zucker leben kann, davon kann man sich sehr schwer einen Begriff machen. Auch die tüchtigste deutsche Hausfrau hätte an diesem Problem IVier Regeln, um mit dem Herdputz auszukommen: l.Nur die handwarme Herdplatte putzen Sie brauchen dann weniger Putzmittel 2. Den Putzlappen immer feucht halten das Putzmittel ist dann ergiebiger 3. Statt mit weichem Lappen nachzupolieren, einfach eine zusammengeknüllte Zeitung nehmen. So sparen Sie Putzlappen 4. Nur Qualitäts-Herdputz kaufen weil Sie damit die beste Putzwirkung haben WEEN Herdputzpulver aus der - Fabrik 5 ist gut und ausgiebig. „Von wem sonst? Ich werde ein Ende machen! Dieser Castillo wird Manuela — heiraten!" Da schnarrte das Haustelephon. Francesco nahm den Hörer auf. „Ein Herr Cesar Leccia!?" sagte er flüsternd. Da lief Calvo zum Fernsprecher. „Es ist einer meiner Detektive, die ich sofort hinter Castillo hergeschickt habe!" sagte er hastig. „Hier Calvo! Nach San Isidro, ' cherung elektrischer Energie und ebenso Die tUl* Irischen Motoren entbehren und aeminnen dadurch Tragfähigkeit und Raum für Die Nutzöllast. Der Kapitän zur See ist interessiert, aber ftip* tisch. „Natürlich bedeutet die EinheitsantriebsmaschiE« eine Steigerung der Nutzlast. Natürlich." Er reicht Lind seine Zigarettentasche und zünde! sich selbst eine Zigarette an. Bläst nachdenklich bfi Rauch in die Luft. Hört plößlich auf zu spreche Lind kennt diese Taktik, mit der man den ® 3firmie 40 g y __ w i Mlbb falt anrubrtn. Di. übrige MNL »« abgenebener Zttronnrschale und dew Zucker zum Kochen oufsegen. m öw Pod>cnD€ Milch daS ongerührte Mondamin gieße« und unter Rüder» 2 Minuten kochen lassen. Di- Masse in ttnt falt ausgespLte ®orm gfcfcen, »rfatten lassen und stürzen Zu dieser Speise gibt man rohes, gezuckerte- Obst oder Kompott. ^ruAtaruttr 'h bi- Yi Anschlagsarten liegend, kniend und stehend freihändig geschossen. An diesem Schießen beteiligten sich: 1. Kleinkaliber militärischer An schlag: 12 Vereine mit 103 Schützen (19 bis 50 Jahren), 6 Vereine mit 26 Altschützen (über 50 Jahre), 7 Vereine mit 53 Jungschützen. Die Bedingung erfüllten 90 Schützen, 23 Altschützen und 38 Jungschutzen. - 2 Kl einkaliber beliebiger Anfchlag^ 6' Vereine mit 26 Schützen und 4 Vereine mit lo Altschützen. Die Bedingung erfüllt haben 23 «chutzen uiid 14 Altschützen. - 3. Wehrmanngewehr 175 Meter (Großkaliber) : 3 Vereine mit 28 Schützen, wovon 25 die Bedingung erfüllt haben. L e r e i n s m e i st e r wurden: 1. Kleinkali - verein Gießen, mit 129; 5. Richard Dern, KKSV. Leihgestern-, mit 143; 6. Hermann Süssel, KKSV. Lich, mit 99; 7. Erich Haas, KKSV. Steinbach, mit 131 Ringen. Becher- und Preisschießen der Schützen- geseilschast 1926 Gießen. Am vorigen Sonntag hielt die Schützengesellschast 1926 Gießen e. V. ihr diesjähriges Becherschießen auf den Wanderbecher ab, das mit einem kleinen Preisschießen verbunden war. Die Resultate sind trotz der wenigen Hebung, die die Schützen hatten, als gut zu bezeichnen. Den Wanderbecher schoß mit 5 Schuß, 100 Meter, 12er-Ringscheibe, stehend, ohne Nachlösung mit 48 Ringen Kamerad Fritz Dewald. Hieran schloß sich ein kleines Preisschießen. 1. Kleinkaliber, 50 Meter, 12er-Ringscheibe in den 3 Anschlagsarten mit je 3 Schuß ohne Nach- lösung; a) Jungschützen: 1. Fritz Helfenbein mit 79 Ringen; b) Schützen: 1. Ludwig Schnei- der, B Klasse - 86 Ringe; 2. Willy Becker, C- Klasse -- 91 Ringe; 3. Joh. Frohn, v-Klasse = 81 Ringe; 4. Konrad Becker, Altersklasse, 82 Ringe. 2. Großkaliber: 100 Meter, 3-Schuh stehend, 12er-Ringscheibe: a) Meisterscheibe: 1. Gust. Krüger mit 33 Ringen; 2. Martin Guht mit 31; 3. Johann Frohn mit 31; 4. Willi Becker mit 31; 5. Fritz Dewald mit 30 Ringen; a) Gabenscheibe, die gleiche Bedingung: 1. Gustav Krüger mit 33 Ringen; 2. Martin Guht mit 31; 3. Joh. Frohn 31; 4. Fritz Dewald mit 31; 5. Ed. Gondner mit 29; 6. Ludw. Schneider mit 29; 7. Konrad Becker mit 28; 8. Willy Becker mit 27. Zum Schlüsse wurden auf 100 Meter mit Großkaliber mit je 1 Schuß noch 3 Ehrenscheiben her« ausgeschossen. Die 1. Ehrenscheibe erschoß Fritz De- wald, die 2. Ehrenscheibe erschoß Willy Becker, die 3. Ehrenscheibe erschoß Gustav Krüger. Im Laufe des Nachmittags hatten sich die Familien der Schützen und einige Freunde des Schießsportes auf dem schönen Waldschießstand eingefun« den. Nach Schluß der Schießen nahm der Vereins- führer, Eduard Gondner, die Preisverteilung vor. Er betonte in einer Ansprache, daß das jetzige Schießen nicht mit den früheren Schießen zu vergleichen sei. Wenn die jetzt zur Verteilung kommenden Gaben und Preise nicht so wertvoll seien wie früher, so sollen sie doch als eine kleine Anerkennung für gute Schußleistungen und als Ansporn für weiteres fleißiges Heben angesehen wer- den. Für Oie Schützen sei es heute die vornehmste Aufgabe, vor allem die Jugend im Schießen zu unterrichten, zu guten Scharfschützen zu erziehen und die älteren Schützen in der Hebung zu halten. Er schloß, eingedenk des Eintritts Rußlands in den Krieg am gleichen Tage, seine Ausführungen in der üblichen Weise._____________________________________ _ 5 kg 47, neue, V» kg 22, gelbe Rüben 20 bis ! Spinat 15, Römilchkohl 15, Bohnen, grün, 50, Men 35, Mifchgstcküse 14, Tomaten 50, Rhabarber ff Erdbeeren 50 bis 80, Lauch 24, Sellerie 21, «iimenkohl, das Stück 50 bis 60, Salat 8 bis 12, Uataurken 30 bis 50, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lieschen, das Bund 15 Rpf. 2PD. Darmstadt, 25. Juni. In Gegenwart plreicher Vertreter der Partei, der Reichs- und xidesbehörden und der Rechtswahrergruppen der jiare und Rechtsanwälte fand im großen Szungsfaal des Landgerichts die feierliche Amts- ^fuhrung des von Gießen nach Darmstadt kyftntn Landgerichtspräfidenten Colnot statt, srlandesgerichtspräsident Dr. S c r i b a begrüßte Erschienenen, an ihrer Spitze Kreisleiter Dr. Hilling, gedachte der im Kriege vor dem •_nb gefallenen oder verstorbenen Berufstamera- s und übergab dann dem neuen Landgerichts- «Menten das verantwortungsvolle Amt unter ,weis auf die untrennbare Einheit zwischen irionalsozialistischer Weltanschauung und einem Wortes dringlich st en Aufgaben erforderlich. Der Kraftpostbetrieb im Bereich des Postamts Gießen steht zur Zeit auf sechs Linien im Dienste des Berufsverkehrs. Die Kraftomnibusse geben den Volksgenossen in Krofdorf, Fellingshausen, Kirchners, Krumbach, Frankenbach und Erda alltäglich am frühen Vormittag und gegen Abend ausreichende Fahrgelegenheit, um zu ihren Arbeitsstätten in Gießen zu kommen und am Abend zu ihren Heimatorten zurückkehren zu können. Im Verlaufe des Tages ist auch den in Krofdorf-Gleiberg wohnenden zahlreichen Schülern und Schülerinnen der Gießener Schulen günstige Gelegenheit geboten, nach Hnterrichtsschluß alsbald mit dem Kraftomnibus heimzukehren. Die Linien Gießen— Kircyvers bzw. Gießen—Frankenbach bzw. Gießen— Erda gelten dabei je als eine selbständige Betriebs- einheit, für deren Notwendigkeit die regelmäßiae starke Besetzung der 'löagen hinreichend Beweis ist. Selbstverständlich dienen oie Fahrten auch dazu, die gesamten Postladungen für diese Orte von Gießen aus mit zu besorgen. Unb wenn dabei neben dem ausgesprochenen Berufsverkehr noch genügend Platz vorhanden ist, können auch die übrigen Fahrtinter- essenten mitbeförbert werben. Der Dienstplan des Gießener Kraftpostbetriebes ist so gestaltet, daß auch die Autobusfahrten der Strecken Gießen—Steinberg—Grüningen—Holzheim bzw. Gießen—Annerod—Steinbach—Albach ausgeführt werden können. Auch auf diesen Strecken ist starker Berufsverkehr nach Gießen und zurück zu bewältigen, ferner ist hier die Menge des zu transportierenden Postgutes (Briefe, Pakete, Päckchen usw.) besonders groß. Man sieht denn auch^die Wagen auf diesen Strecken stets in voller Besetzung fahren. An jedem Samstag ist außerdem eine sog. Marktfahrt von Hochelheim—Hörnsheim nach Gießen und zurück zur Heranbeförderung der Marktfrauen mit ihren Lebensmittelvorräten für den Gie- ßener Wochenmarkt und zur Heimkehr der Händlerinnen durchzuführen, wobei aber nicht, wie früher, der Ort Lützellinden angefahren, sondern der Verkehr mit Hochelheim—Hörnsheim direkt durchgeführt wird. Welche Betriebsleistungen bei all diesen Fahrten täglich vollbracht werden, kann man ermessen, wenn man bedenkt, daß der gesamte Fährverkehr auf den sechs Linien mit vier großen Wagen zu bewältigen ist. Neben der Personenbeförderung des umfangreichen Berufsverkehrs ist aber auch der gesamte Dienst der Landpostverkraftung mit kleineren Kraftfahrzeugen durchzuführen. Da- unterbau ^verbundenen unabhängigen Richtertum. Land- ßinS -ichtspräsident Colnot dankte für das ihm un mA,', rch seine Berufung geschenkte Vertrauen und für nuiiiML bi von seinem Stellvertreter übermittelten Grüße 9 $ 81 »Ö Glückwünsche der Beamten und Angestellten t Landgerichtsbezirks und versprach, sich jeder- oes Glauben an den Führer und die kämpfende M der M onf der Wehrmacht für die Pflichterfüllung unb nöes in bm - Ansehen der Rechtspflege m der Heimatfront M 'er darf > (tttb von einem Ommbus totgefayren. 'gen, dir bfl innen, auch BMW. fester. Maschinenwerte ge- nnen ebenfalls mehrere Prozente. Am Montan- rkt erreichten Stahlverein mit 160,50 einen neuen ichststand, Buderus gingen auf etwa 153,50, Rhein- hl nach vorübergehender Abschwächung auf 201. merkenswert fest lagen Bankaktien, die allein in ü letzten drei Tagen kräftig anzogen: Deutsche nk 3, Dresdner 6, Commerzbank 4, Dt. Effekten- dt 1,50 v. H. Von Elektrowerten waren Siemens b 329 gesteigert. Vielfach erschienen Papiere mit szeichen, da kein Material erhältlich ist. Auch Einheitsmarkt ergaben sich vereinzelt kräftige gerungen, ebenso einige Freiverkehrspapiere, von Len besonders Katz 8- Klumpp bis 163 aiuogen, in wenigen Tagen nahezu 8 v. H. Renten t 5 erW- > Mu" KtS Lfiie erste hyr^nn a p-n pom e gut g^Ze 2 zDtungen !* M W, alles M Satze Ä-on und üg ZU Nch die in Krieges 8«hnnachtde W lh!» K ki über on Kstierung Fj) kam ers lionniert i 0|taL Währ kchhlagter irr sür demc pon zukon $tge, wobei k Leslhaff Str allgM bA Rooseve N LugeM sei, was M schon di men Bund Daren. Abei fvißheit, Ätitg, und »eit zu ech Das deut! Mer Erreg, Vehrmachtbi pug und i Ai, um • ^egen spre dffEntwickl jungen : chn Kamp D lassen, ai chrer vort «i der Dei dissch den sc ich über t e?i’9 Mr '»hat das M den Ar bnnnanbo t Meimnis d -J entschleiei Mure An * seine Jnheutungcr aus de Munk 3 Mick erb Weit de ^n, die i ^gen u Sdjierenb, ? ^tn n S £> |ot ENnin Äi Sy* Ät E ersten § Äen ^ezn- 1 J UNd S ä:,;* :*ä Bohnerwachs lose, rotbraun und weiß wieder eingetroffen I Behälter bitte mitbringen! 25jähriges Fliegerjubiläum. Flugkapitän Gaim, der im 50. Lebensjahr steht, kam 1916 zur Fliegerschule Schleißheim und von dort als Abteilungs- und Jagdflieger an die Front, wo er sich bis zum Kriegsende in zahlreichen Luftkämpfen auszeichnete. Nach dem Kriege wurde er Verkehrsflieger bei Junkers und später seit ihrer Gründung bei der Deutschen Lufthansa. Anfang 1937 wurde Flugkapitän Gaim in die Fliegerstaffel des Führers berufen und nahm seitdem an allen ihren Einsätzen teil. Flugkapitän Gaim hat sich außer auf fliegerischem Gebiet auch im deutschen Sport einen Namen gemacht. Er war fünf Mal deutscher Meister im Stabhochsprung und ist häufig in anderen leichtathletischen und skisportlichen Wettbewerben hervorgetreten. Adolf-Hitler-Schüler in Frankreich. Mit großem Erfolg führt zur Zeit eine Spielschar der Adolf-Hitler-Schule Sonthofen eine Frankreich-Reise durch. Sie besucht unsere deutschen Soldaten in Lazaretten und Soldatenheimen und übermittelt ihnen mit ihren Liedern und Spielen die Grüße der Heimat, im besonderen der deutschen Jugend. Bei ihrem Aufenthalt in Paris wurde sie vom Stadtkommandanten von Paris empfangen. Viele der Soldaten, die feit Anfang des Krieges an der Front stehen, haben sich durch persönlichen Augenschein überzeugen können, daß die Arbeit in der Heimat auf allen Gebieten vorwärts geht und keinerlei Unterbrechung durch die Zeitverhältnifse erfahren hat. Kleine Anxelfl«« richten sich an »e Bevölkerung M engerenHeitnar- Darum: Kleinan zeigen in die-ve matzeitung, psn BießenerAnxeill« Gießen (Liebigstraße 31), Köln, den 27. Juni 1941. Die Beerdigung findet Montag, den 30. Juni, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 2767D ToddemHausschwamm Beseitig.auf ehern. Wege,ohneAb- bruchv. Mauerwerk, lOj. Garant. F. A. Carl Weber, Franktort/Main Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566 Hühneraugen Das sicherste Mittel, sich von Hühneraugen, Ballen und harter Haut zu befreien,-besteht darin, morgens und abends SAH U KO - Hühneraugen- Tropfen aufzutragen. Nach 6 Tagen kann man sie mit Stumpf und Stiel entfernen. Packung 65 Pf. Zu haben bei: Drogerie Bornemann Bahnhofstraße 17 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstraße Löwen-Drogerie M. Pierenkemver, Seltersweg 69 Kreuz-Drogerie August Noll, Bahnhofstraße53 Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurt.Str. 39 Med.-Drogerie H. Elges. Seltersweg 66 Kronen-Drogerie Gebr. Michel,Inh.Aug.Michel Walltorstraße 29 K58v Ti B5 02171