8reitag.28.8ebruarMI ie Wifür ll. Das i Handelsschiff von 8500 BRT. zu Vorschiff hart an der Bordwand Der Londoner Vertreter von „La 9t t c i o n" be» l e n sehe ich es nicht nur. sondern ich merke auch, •itteitirf1 jggOlllM wonnen. lug M tist a Aermrl bekannt: Deutsche Fernkampfflugzeuge griffen am 26. Februar 500 Kilometer west- lich Irland einen gesicherten britischen G e l e i t z u g an. Sie versenkten durch schneidig geführten Angriff neun Schiffe mit insgesamt 58 000 BRT.. außerdem wurden drei Schiffe so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Vier weitere Schiffe erhielten schwere Treffer. Mmard Rosenkranz, die Berman, Gold usw. sind dtkchweg Juden -- häuft sich nur in den Groh- noch einmal den Schauplatz des Kampfes betrachten, 1 vergessen wir fast, daß wir so viele Kilometer fern Und ein paar Minuten später ragen gerade noch die Masten des Schiffes aus dem Wasser. Zehn feindliche Bombenflugzeuge wurden am Boden vernichtet, eine Anzahl schwer beschädigt. Zwei Flugzeughallen, Unterkunftsbaracken und Tanklager gingen in Flammen auf. 3n Luftkämpfen schossen deutsche Jäger vier, italienische Jäger zwei feindliche Jagdflugzeuge ab. 3m INittelmeer versenkten deutsche Kampfflugzeuge einen Frachter von 5000 BRT. und warfen im Hafen von Tobruk einen Zerstörer in Brand. 3n der letzten Rächt führten stärkere Kampffliegerverbände erfolgreiche Angriffe auf London und Cardiff durch. 3n beiden Häfen entstanden starke Brände. Bei Angriffen auf Flugplätze in Südostengland wurden mehrere feindliche Flugzeuge am Boden zerstört und zwei britische Flugzeuge über ihrem eigenen Flughafen abgeschossen. Jogdflieger und Flakartillerie vereitelten gestern den Versuch eines britischen Luftangriffes auf Calais, hierbei verlor der Feind sechs Flugzeuge in Luftkämpfen. 3n der Rächt zum 27. Februar warf der Keind an einigen Stellen Westdeutschlands planlos Bomben, im wesentlichen auf Dörfer. Es enksland nur geringer Sachschaden an nichkmilitä- rischen Gebäuden. Einige Zivilpersonen wurden gelötet oder vexleht. In der Zeit vom 23. bis 26. Februar vernichtete die deutsche Lustwaffe 33 feindliche Flugzeuge, davon 18 in Luftkämpfen und drei durch Flakartillerie, der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen zehn eigene Flugzeuge verloren. Oberstleutnant 2N ö l d e r s errang gestern seinen 6 0. Luftsieg. 3« 4 Tagen 33 Briten abgeschossen. Der deutsche Wehrrnachtbericht. Berlin, 27. Februar. (DRB. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Schnellboot versenkte an der englischen Küste einen bewaffneten Handelsdampfer von 4500 BRT. Luftangriffe auf Schiffe im Seegebiet um England führten zur Versenkung eines Vorpostenbootes und eines Handelsschiffes von 2000 BRT. Lin größeres Handelsschiff wurde schwer beschädigt. Lin Angriff leichter Kampffliegerkräste auf den Flugplatz Lympne in Südengland richtete erhebliche Zerstörungen an. Stärkere Kampf- und Sturzkampffllegerverbände des deutschen Fliegerkorps in 3fcTfkn unter Führung des Generals Geißler unternahmen mit Geleitschutz deutscher und italie- n scher Jäger einen erfolgreichen Bombenangriff gegen den Flugplatz Luca auf der 3nsel Malta. Platzvorschrift (vorherim Vereinbarung) 25% mehr Mit deutschen Fernkampfflugzeugen im westlichen Atlantik. Harte Schläge gegen die britische Schiffahrt. Von Kriegsberichter von Danwitz. richtet über eine Inspektionsreise des argentinischen Botschafters in England, Le Breton. Aus dem Bericht geht trotz der Formulierung, die wohl mit Rücksicht auf die britische Zensur gewählt wurde, hervor, wie stark Städte wie namentlich Sheffield, Manchester und Liverpool durch die deutschen Bombardements gelitten haben. Auch die Hafenanlaaen von Liverpool seien stark beschädigt, wenn auch Oer Hafenverkehr mit Hilfe von Notanlagen weitergeführt werde. Manchester habe namentlich in zwei Dezember - Nächten gelitten. Zahlreiche Fabriken seien zerstört. Aus dem Bericht geht weiter hervor, daß das britische Ernährungsministerium „in vte- Orten von Nord-Wales" untergebracht ist. t viel M >e RtM irferet beleben, . Ein iM n Teiler il rate in W e durch H welchen nci am sein. > O.Wfftl Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormtttagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlasse: Wiederholung MalttaffeU Abschlüsse Mengenstaffelv I fe'11-. neu ein. ls einmat . »eit zur^s benutzen j beschE tatter', er enM-1 hsrlnden M | auch nitl j berum^jl Geschick $r,f 1 Wesen« nmal beriY - termaß ml nun an® I irfenfleitai en Möck» len ner™ Eentleibfll schlank il en Stoss! V ehr ganiil uffallenbe *1 . das nfa | rben inirl gepflegten;' nichtige sis irfen W- sich ein« * Aktionen „von ganz beträchtlichem Ltmfang". Stockholm, 27. Febr. (Europapreß.) Die deut- schen Aktionen gegen militärische Ziele in England haben in der Nacht zum Donnerstag einen „ganz beträchtlichen Umfang" angenommen, teilt das englische Luftfahrtministerium mit. Es wird erklärt. daß die ganze südliche Hälfte Englands im Gebiet der deutschen Angriffe gelegen hat, und daß mehrere Städte bombardiert wurden. Heber die angerichteten Sachschäden sprach man sich in den üblichen Redewendungen aus. Die Aktion begann kurz nach Einbruch der Dunkelheit und hielt mit Heftigkeit an bis kurz nach Mitternacht; um dann etwas abzuflauen. Die letztenBomben wurden beim Morgengrauen abgeworfen. iette, l r S* • ei > fluPF unbN' ; sauber Wonne: : & wird f M i ilspa‘11 etnoS kennen. 1 nunung J Großadmiral Lord Chatfield warnt vor Illusionen. Berlin, 28.Februar. (DRB. Funkfpruch.) Ls müsse im Handelskrieg damit gerechnet werden, daß Großbritannien in nächster Zeit noch viel mehr Schiffe als in den vergangenen Wochen verliere, ja, die handelsschiffsverlusle könnten „vorübergehend sogar eine alarmierende höhe erreichen, erklärte Großadmiral Lord LHatfield in einer Rede. Der Feind habe in diesem Krieg England gegenüber große Vorteile. Trotzdem solle sich die Bevölkerung nicht einschüchtern lassen. Dieses offene Eingeständnis des Großadmirals hebt sich eindrucksvoll ab von der kindischen Illusionspropaganda der Helfershelfer Churchills. Neun Schiffe mit 58000BRT versenkt Erfolg deutscher Fernkampfflugzeuge gegen britischen Geleitzug. ;Di«^ fr gier.'«.- ■ L; A Jetzt geht alles in einem tollen Wirbel. Der Geleitzug ist wild durcheinander geraten. UeberaU detonieren Bomben. Schiffe platzen auseinander. Feuergarben der MGs. durchziehen die Luft. Unsere Bordwaffen hämmern ihren Takt. Wir greifen ein zweites Mal ein. Einem-Frachter von 6000 BRT. bohrt sich eine Bombe in die Bordwand. Don rechts greift denselben Frachter das Kommandeurflugzeug an, nachher erzählt der Kommandeur, daß er in feinem Flugzeug noch etwas von der Wucht der Detonation unserer Bombe spüren konnte. Seine eigenen Bomben treffen den Briten mitten aufs Schiff. Doppelt genäht hält besser! Noch ein letztes Ziel für unsere letzten Bomben. Leider fallen sie zu weit. Das Schiff bleibt unbeschädigt und schickt einen großen Granatensegen hinter uns her. Eine Granate explodiert im Wasser unter unserer linken Tragfläche Gelbgrüne Schwaden quellen herauf, mischen sich mit den Wolken von Rauch und Brand, die der Wind vom Geleitzug her zu uns herüberweht. Drüben raucht es an allen Ecken, und während wir in einer weiten Kurve Oer brüchige Schmelztiegel Bon unserem Rt.-Benchterstatter England verliert auch den Frieden. Die Beherrschung der Weltwirtschaft durch Ena- land beruhte auf der Beherrschung des Welthandels durch die Londoner City. Das einmalige Zusammentreffen des Vorhandenseins großer Kapitalmengen im englischen Bank- und Versicherungswesen, des Angebots von Transportmitteln nach allen Gegenden der Welt über die von der englischen Flotte beherrschten Meere, die Begegnung von Angebot und Nachfrage aus allen Ländern der Erde auf dem großen Londoner Markt ist durch die Entwicklung des bisherigen Kriegsoerlaufes bereits im Kern zerstört. Teils wortwörtlich. Die City sowohl als auch ein großer Teil der Londoner Docks liegen in Trümmern. Mag man sich mit Notadressen und improvisierten Telephonanschlüssen auch zu helfen versuchen, so kann man damit doch nicht mehr die zerstörten Warenvorräte der Londoner Docks herbei- zaubern. Diese Vorräte aber bedeuteten viel mehr als nur eine Anhäufung von Waren. Sie bedeuteten wirtschaftspolitische Macht. Hier in den Docks „poolten'5 die Kaufherren der City die Heberschüsse irgendeines der wichtigen Rohstoff» Märkte, sei es nun Kupfer oder Zinn, Wolle oder Kautschuk. Wenn die Preise infolge eines Heberangebots der Produktion den englischen Krämern nicht genug Profit ließen,, dann lagerte man die Heberschüsse in den Docks ein und wartete nun, nachdem man selbstverständlich dafür gesorgt hatte, daß die Produktton eingeschränkt wurde, darauf, bis die Nachfrage wieder größer war als das Angebot und die Preise allmählich in die Höhe kletterten, um schließlich die billig eingekauften Vorräte eines schönen Tages zu teuren Preisen auf den Markt zu werfen. Worauf dann das Spiel von neuem beginnen konnte. Das war die politische Bedeutung der Docks für die City. Ihre spekulativen hatte zur Folge, daß Raubbau getrieben wurde und kurzfristige Pachtverträge abgeschlossen wurden. Der amerikanische Farmer war, wenn er nicht aus deutschem ober nordischem Bauernblut stammte, Profitjäger geworden, der ungeheure Konkurrenzkampf zwang ihn, Boden und Wald rücksichtslos auszunutzen, und so trat d i e „Tragödie des amerikanischen Bodens" ein, die erst jetzt, und zwar auch nur teilweise, erkannt wird. Infolge der Abholzung ist — das haben sogar amtliche Einzeluntersuchungen nachgewiesen — der einst so fruchtbare Boden ausgesaugt und weggewaschen worden. Man berechnet, daß infolge der Heftigkeit der Regengüsse etwa die Hälfte alles amerikani- wie die Luft jetzt nach Pulver und Rauch riecht und wie die ganze Atmosphäre davon erfüllt ist. Darein dröhnen die Motoren. Nur daß die Wogen sich rasch wieder glätten, wenn die Geschosse sie aufgewühlt haben. Unfere Flugzeuge haben ganze Arbeit geleistet. Gerade fliegt noch eines seinen letzten Angriff, und neue Rauchwolken zeigen den Erfolg. Um uns herum aber spritzen noch immer die Granaten. Die Zerstörer schießen nicht schlecht. Unser Flugzeug bekommt eine Reihe von Splittern in Rumps, Fläche und Leitwerk, aber lebenswichtige Teile sind nicht beschädigt. Erst tief in der Nacht treffen wir uns 'wieder auf dem Gefechtsstand unserer Fernkampfgruppe. Fast gleichzeitig mit uns ist der Kommandeur gelandet. Im Laufe der nächsten halben Stunde sind alle Besatzungen vom Feind- slug zurück. Erfolg addiert sich zu Erfolg. Abschließend kann unser Kommandeur feststellen, daß der heutige Angriff ein unerwartet großer und vollständiger Sieg war. Neun Schiffe mit insgesamt 58 000 BRT. sind vernichtet, sieben Schifte mit insgesamt 42 500 BRT. beschädigt worden. Die Gruppe hat damit allein im Monat Februar 129 000 BRT. feindlichen Handelsschiffraum vernichtet und 93 500 BRT. beschädigen können. Mit solchen Ziffern kann sie auch neben den neuen Erfolgen unsererU-Boote würdig bestehen. Immer entscheidender wird die deutsche Ueberlegenheit auf dem Atlantik. (9. lohrgang Nr. 50 ÄW • W y ■ GiGner Anzeiger A tess -.ÄXw General-Anzeiger für Oberhessen ~zssstr- ieberlQ - --- 1 — QWit schen Bodens weggewaschen ist, und ähnlich verhalt es sich mit den Bodenverwehungen, die gerade- zu katastrophale Formen angenommen haben. Unter solchen Umständen wird es verständlich, daß selbst im sogenannten Lande des Ueberflusses nach amtlichen Untersuchungen ein Drittel der Bevölkerung nicht einmal 5 Cents, das sind nach deutschem Gelde rund 10 Pfennig, für eine Mahlzeit ausgeben kann. Die Wirkungen auf die Rasse lassen sich ausmalen. fen und Richter Lynch wird im weitesten Matze M Duldung der Behörden als Rassenschutz der Sitzen ausgeübt. Aber feit dem Weltkrieg hat sich Ht Negerbevölkerung nach den Nordstaaten Hr verschoben und vor allem in den Grotz- ' Nlöttlick sehe ich, wie das Kommandeurslugzeug nach Backbord hinübeschwenkt „Backbord voraus Rauchiahnen", ruft unser Funker. Der Geleit- zua ist gefunden, und während ich, da ich mit dem Rucken zur Fahrtrichtung sitze, noch immer nichts anderes als Wasser und Wolken sehe^ haben die Männer im Führerstand bereits das Bi d des imposanten Geleitzuges vor sich. Seltsam, wie sich der Atlantik nun in den nächsten Minuten verwan- dett Ich sehe, wie sich jedes unserer Flugzeuge eine aünstiae Angriftsposition aussucht, und merke daß ?idi der von mir noch gar nicht entdeckte Feind bereits eingehend mit uns beschäftigt. Äm Himmel wimmelt es von schwarzen Sprengwolken der Flak- artillerie Schon diese ersten Schutze scheinen gut zu Heaen Die feindliche Abwehr ist heute am dem Posten. Allerdings ist sie rechtzeitig gewarnt worden Dor ein paar Stunden hat Oberleutnant H. mit seinem Fernkampflugzeug diesen Gelettzug zum erstenmal angegriffen und hat auf Anhieb d r e i Schiffe mit insgesamt 21 000 BRT vernichtet. Nachdem jetzt eine größere Anzahl solcher Ririen- vöael am Horizont aittgetaucht ist, weiß der Gegner sofort, was ihm blüht, und setzt sich mit allen ^Das" erste was^'ich selbst von dem Geleitzug er-' der "Küste chid. Senn 'bas Bllb des Krieges ist fast ist ttnks neben wir ein Zerstörer. Das l bas gleiche, bes ^rbPricges. Dom offenen Heckend Mündungsftuer seiner Kanonen blitzt immer wieder l aus sehe ich es nicht nur, sondern ich merke auch, nfo -sttt öin «WS Mt und bM M, "KM zma' 28 fiebr orM E i «Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, Februar 1941. jüdische Bestandteil der U8A.-Be- B'erung mit seinen korrumpierenden Eigenschaf, rochen ' ter — die Gangsterführer wie Al Capone, Dutch Me/s Sculuz alias Arthur Giggenheimer, Jack Diamond, n » jöirmroeg xjuuen — IJUUJI |IUJ HUI in ucn wiuw unhT ftäten an. Der Jude ist so stark assimilations- Hennri''t äl fl, daß er in kurzer Zeit das Aeutzerliche des als $ I kteetums annimmt, selbst wenn typische Ghetto- .ei t*“1 eiomschaften, die übrigens hier nicht weiter ausfal- ■ lp'f l [£f nicht zu verbergen sind, während der Deutsche, Zd« Engländer, der Skandinavier, Südslawe ober Kiener noch nach Generationen auf den ersten jUck erkennbar ist. Diese Beobachtung macht man Inft in Neuyork, wo die Zahl der halbschlächtigen 5u)en alle Begriffe übersteigt. Nun hat zwar Mark Main gesagt, Amerika fürchte die Juden nicht, Itzin die Yankees seien ebenso gerissen (fmart), | Berlin, 27. Febr.' (DRV.) Das OKD. gibt ton nicht noch gerissener. Unter den eigentlichen «Uiustriemagnaten gibt es denn auch nicht allzu M jüdische Namen, dafür beherrschen die Juden I'chr die öffentliche Meinung und bestätigen die Lissage eines bekannten Volkswirts, die USA. iMn mit jüdischem Wesen angefüllt bis oben hin- Man macht daraus auch kein Hehl. i|l[[le anderen Rassen sind wenigstens äußerlich tu Yankee aufgefangen. Die Italiener und Süd- ’sizven, aber auch die Iren — Tammany Hall, die republikanische Wahlorganisatton Neuyorks ist eine trifte Gründung — erhalten zwar ihre Zusam- muigehörigkeit sehr stark aufrecht und bilden so im- m 'bin noch ein unverschmelzbares Element im afrikanischen „melting pot“ Die Deutschen find iitowgen einflußlos, und das läßt sich daraus er- K-en, daß sie noch aus einem Deutschland kamen, Jbai überhaupt noch formlos und in viele Territo- i*(i zerfallen war. Immerhin gab und gibt es hier -Up ba ein typisches Binbeftrich-Amerikaner-Deutsch, W. in Philabelphia, bas eine ganz eigenartige jflingfärbung aufwirft. Alle die nordischen (Ein- ijUnberer brachten Geld ins Land, während die rchfolgenden Einwanderungen romanischer ober ftmscher Gruppen erst Gelb erwerben wollten. Folge davon war, daß sie sich sofort in den ßstädten massierten, während die Menschen nor- Rasse die Farmen bauten, die Wälder Uch- n und nach Westen vvrdrangen, bis zum Stillen Manipulationen auf allen Rohstoffmärkten der Wett waren ohne sie nicht möglich. Freilich, die Docks könnte man wieder aufbauen, und wenn nur sie zerstört wären, wäre noch keineswegs alles für England verloren. Aber es ist noch viel mehr zerstört worden. Der wirtschaftliche Krieg hat England ebenso schwere Wunden geschlagen wie der militärische Krieg. Die englische Wirt- Mastsstruktur hat im Kriege versagt. Beweis: Das offene Eingeständnis, daß man ohne die Hilfe der Bereinigten Staaten von Amerika nicht mehr weiter kann. Nun steht aber fest, daß der kommende Frieden an die Wirtschaftskraft der Länder noch erheblich größere Anforderungen stellen wird, als es der Krieg getan hat. So berechnet beispielsweise Generalleutnant Hanneken den Bedarf an Stahl und Eisen für die nächste Friedenszeit auf rund das Doppelte der jetzigen Erzeugung, und der Leiter der Energiewirtschaft, Oberbürgermeister Dill- gardt, nimmt sogar an, daß der Strombe- dars der deutschen Wirtschaft nach Friedensschluß sich verdoppeln bis verdreifachen wird. Gewiß sind diese Schätzungen der kommenden Friedensbeanspruchung in Deutschland zu einem großen Teil bedingt durch seinen Willen zum sozialen Aufbau, wie etwa das große soziale Wohnungsbauprogramm. Mit solchen Anforderungen rechnet natürlich die englische Wirtschaft nicht. Die sozialen Versprechungen, die man jetzt macht, würden sicherlick auf dem Papier bleiben. Demgegenüber ist aber der Aufbau der zerstörten und beschädigten Gebäude in England ganz ungleich umfangreicher als in Deutschland, so daß schon aus diesem Grunde die englische Wirtschaft ebenfalls vor sehr erhöhten Beanspruchungen im Frieden stehen würde. Daß Englands Industrie solchen Beanspruchungen nicht gewachsen ist, hat bereits der Krieg gezeigt. Ein Aufbau der Industrie wäre also unbedingt nötig. Das erfordert große Kapitalinvestitionen. Und hier liegt nun die wundeste Stelle für England. Es ist auch kapital- mäßig dem kommenden Frieden nicht gewachsen. Man muß sich einmal die Struktur der englischen Wirtschaft, so wie sie bisher war, klarmachen. Englands Zahlungs- und Leistungsbilanz beruhte darauf, daß ein großer Einfuhrüberschuß stets durch Einkünfte aus Kapital, aus Dienstleistungen (Schiff- fahrt), Versicherungen usw. ausgeglichen werden konnte. Das war bis kurz vor dem Kriege der Fall. 3n den letzten Jahren zeigte sich allerdings die strukturelle Schwäche Englands bereits darin, daß bei ständig wachsenden Einfuhrüberschüssen die Einkünfte aus Kapital und Dienstleistungen nicht mehr in gleichem Ausmaß wuchsen, mit dem Ergebnis, daß das im letzten Dorkriegsjahr zu verzeichnende Defizit der Handelsbilanz von rund 400 Millionen Pfund nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Diese Entwicklung hat sich nun im Kriege weiter fortgesetzt. Die Schere klafft immer mehr auseinander. Aus der einen Seite ist der Einfuhrüberschuß auf die bisher unerreichte Höhe von 661 Millionen Pund im Jahre 1940 geklettert. Auf der anderen Seite aber gehen die Einkünfte Englands aus Kapital- urfo Dienstleistungen ständig zurück. Die Einkünfte aus der Schiffahrt sind im Kriege natürlich über- Haupt kaum vorhanden, da England ja noch fremden Schiffsraum hinzunehmen, also auck bezahlen muß. Wenn das nur eine vorübergehende Kriegserscheinung wäre, wäre damit noch nicht viel verloren. Leider ist das aber nicht der Fall. Jedes englische Handelsschiff, das versenkt wird, bedeutet auch für den kommenden Frieden die Vernichtung einer ständigen Einnahmequelle. Jede Verdrängung englischer Schiffe auf einer bisher befahrenen Linie schmälert das künftige Friedenseinkommen. Dor allem aber steht England vor der Gefahr des Vertu st es seines Kapitaleinkommens überhaupt. Die hochwertigen amerikanischen Effekten, die fette Dividenden abwarfen, sind bereits restlos dahin. Jetzt haben die Vereinigten Staaten ihr Augenmerk auf Englands südamerikanische Guthaben geworfen, die sowieso schon durch Rückkäufe der südamerikaniscken Staaten (wie das übrigens auch in Kanada geschehen ist) vermindert wurden. Ob sich England der Forderung der Vereinigten Staaten nach Ueberlassung der Guthaben auf die Dauer wird entziehen können, ist bei seiner völligen Auslieferung an die amerikanische Hilfsbereitschaft für seine Kriegführung mehr als fraglich. Mußte doch bereits das Aktienkapital des Bahrein-Erdöls den Amerikanern gänzlich ausgeliefert werden, die ebenso die Ueberlassung wervoller Aktienpakete eng- lischer Zinn- und Kautschukgesellschaften fordern. Die englische Kapitalsubstanz wird also mit jedem Tage, den der Krieg länger dauert, kleiner. Was schließlich überhaupt davon übrig bleiben wird, ist heute noch gar nicht abzusehen. Eines aber bleibt sicherlich und wird sogar noch größer werden, der englische Einfuhrbedarf. Denn auch das englische Volk will essen, will Klei- düng und Wohnung haben. Diesem vergrößerten Einsuhrbedarf aber steht dann eine zum großen Teil zerschlagene Industrie gegenüber, die selbst erst wieder aufgebaut werden, muß, ehe sie exportieren kann u^d ein bis auf klägliche Reste zusammengeschmvl- zenes Auslandskapital. V. A. Wirrwar auf den englischen Werften. Schiffe können wegen Personalmangels nicht auslaufen. Stockholm, 28. Febr. (Europapreß.) Die „Daily Mail" setzt ihre Angriffe gegen Schiffahrts- Mlmster Croß fort. Das Blatt bringt ein Beispiel, aus dem hervorgeht, welche Zustände zur Zeit aus den englischen Werften herrschen. Fünfhundert Werftarbeiter kamen vor einigen Tagen zu ihrer Arbeit zu spät; offensichtlich, weil deutsche Luftangriffe das pünktliche Erscheinen verhindert hatten. Daraufhin entschloß sich die Werft, die Arbeiter dadurch zu strafen, daß die Arbeit bis mittags 1 Uhr abgesagt wurde. Das englische Blatt nennt ein derartiges Verfahren einen Skandal und fordert Maßnahmen, die verhindern sollen, daß durch derartige Methoden Tausende von Arbeitsstunden an einem Tage verlorengehen. Außerdem wird Klage darüber geführt, daß sich immer weniger englische Seeleute bereit erklären, sich auf die hohe See zu wagen. Es wird berichtet, daß ein Schiff vom 1. bis zum 26. Januar in einem englischen Hafen lag und nicht aus- laufen konnte, weil es unmöglich war, einen -weiten Maschinisten aufzutreiben. Wieder zwei französische Dampfer durch die Engländer aufgebracht. Vichy, 27. Febr. (Europapreß.) Am Mittwoch- morgen war erst gemeldet worden, daß die Engländer zwei französjscheHandelsschiffe, die mit dem Bestimmungsort Dakar unterwegs waren, in den Gewässern der Kanarischen Inseln angehalten haben. Einzelheiten über das! Schicksal dieser Schiffe fehlen noch. Nun wird am Mittwochabend ein erneuter UeberfaU berl Engländer auf zwei andere französische Han- delsdampfer bekannt. Es handelt sich um die „Jean Louis Dreyfuß" und die „Sombay", die zwangsweise in englische Häfen gebracht wurden. Das erstere Schiff war mit dem Bestimmungsziel Madagaskar unterwegs, während die „Som- bar)“ nach einer Zwischenlandung in Madagaskar nach Frankreich fuhr; sie hatte e n tm o b i I i - fierte Truppen aus Jndochina und Lebensmittel an Bord. Von 176000 BRT. nur 37636 BRT. zugegeben. Willkürliche Berichte der britischen Admiralität. Berlin, 27. Febr. (DNB.) Die britische Admiralität gibt in ihrer letzten Wochenverlustliste für Handelsschiffe, die am 16. Februar endet, bekannt, daß zwölf Schiffe mit 37 636 BRT. versenkt worden seien. Wenn auch im allgemeinen von deutscher Seite auf die willkürlichen wöchentlichen Derlustauf- stellungen der englischen Admiralität nicht eingegangen wird, so liegt in diesem Fall eine derartige Verzerrung dertatsächlichen Lage vor, daß eine Stellungnahme geboten erscheint. Nach der Mitteilung der britischen Admiralität entfallen in dieser Verlustliste fünf Schiffe mit insgesamt 23 986 BRV. auf den von deutschen Seestreit- Der italienische Bericht Rom. 27. Februar. (DRV. Funkfpruch.) Der italienische Dehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front nichts von Bedeutung zu melden. Trotz der ungünstigen Witterungsbedingungen haben unsere Flugzeuge Verteidigungsstellungen und Verbindungsstraßen im feindlichen Hinterland mit Splitterbomben und Wafchi- nengewehrfeuer belegt. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zuruckgekehrt. Deutsche Bomberverbände haben, be- gleitet von italienischen und deutschen Jagdflugzeugen, einen Massenangriff gegen die Flugplätze auf Malta unternommen. Zehn feindliche Flugzeuge wurden am Boden brennend beobachtet. Zahlreiche weitere Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Flugzeughallen und hafenanlagen wurden getroffen. 3n Luftkämpfen wurden vier hurri- canes von deutschen und zwei von italienischen Jagdfliegern abgefchossen. 3n Rordafrlka haben unsere Flugzeuge feindliche Kraftwagenkolonnen und Feldlager mit Spreng- und Splitterbomben belegt. Am 25. Februar haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps einen feindlichen Zerstörer vor dem Hafen Tobruk sowie krafiwagenparks und Artilleriestellungen in der Umgebung der Stadt mit Bomben schweren Kalibers getroffen. Line Abteilung deutscher Torpedoflugzeuge hat im Tokio, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung „Hotschi Schimbun" und das Handelsblatt „Schugai Schogyo machen auf die englisch-amerikanischen Versuche aufmerksam, die thailändisch - indochinesische Friedenskon- f e r e n z in Tokio zum Scheitern zu bringen. Dieselben Kreise hätten auch die j a p a n ks ch - h o l - ländischen Verhandlungen in Batavia zu hintertteiben versucht. Derartige Manöver seien aber nur dazu geeignet, die japanische öffentliche Meinung zu erregen und Japan in dem Willen zu bestärken, seine Friedenspolitik in Ostasien mit aller Entschlossenheit durchzuführen. „Schugai Schogyo" unterstreicht besonders, daß Japans Vermittlung auf der Konferenz in Tokio einen Teil feiner Mission darstellt, die Sphäre gemeinsamer Prosperität im großasiatischen Raum zu verwirklichen. Japan kann dort — so schreibt das Blatt weiter — keine Tätigkeit von unzuftiedenen Elementen gestatten. Für die Folgen derartiger Störungs- attionen würden die Schuldigen zur Verantwor- ttmg herangezoaen werden. Unter den Amerikanern des Fernen Ostens herrscht große Mißstimmung über die von den diplomatischen und konsularischen Vertretungen der USA. in Siam und China und von den Behörden der Philippinen vorgenommenen Evakuierungsmaßnahmen. Es wird darauf hingewiesen, daß man in Washington schon mehrmals Alarm geschlagen habe, ohne daß sich dann irgend etwas ereignete. Die Folgen seien schwere Schädigun- Oie LlGA. selbst leiden an mangelndem Schiffsraum. Neuyork, 27. Febr. (Europapreß.) „New Pork Times" meint, daß die deutschen Versenkungsziffern abzüglich optimistischer Stützungen, welche Flieger und U-Boote aus der (Entfernung immer machten, sicherlich stimmten. Die Situation der britischen Lebenslinien sei sicherlich äußerst e r n st. Der Washingtoner Korrespondent der „New York Times", Arthur Crock, schreibt, daß Washington die zwingende Logik der Ereignisse annehme. Roosevelt habe am 20. Januar zugegeben, daß er niemals an die Einrichtung amerikanischer Konvois gedacht habe. Washingtoner Realisten sähen nur drei Wege, „um der deutsch-italienischen Herausforderung zu begegnen": 1. müßte Eng- land mit Schiffen versorgt werden, 2. müsse die nordamerikanifcheRüstungs- produktion auf die Spitze gebracht werden, und 3. müßten die Waffentransporte über den Atlantik gesichert werden. Wenn die nordamerikanische Regierung mit dem Einverständnis der Dolksmehrheit eine geroifle Politik verfolge, müßd Prüften am 12. Februar tm Atlantik zersprengten und teilweise vernichteten Geleitzug. Die Admiralität hatte elf Tage bis zu ihrer ersten Veröffentlichung über diese Geleitzuaverluste gebraucht. Sie beschränkt sich auch jetzt auf Teilgeständ- nisse der tatsächlich entstandenen Verluste. Sie setzt damit jene Praxis fort, die sie bei der durch deutsche Unterseeboote in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober 1940 heraufbeschworenen Geleitzugkatastrophe angewandt hat. Damals gab die englische Admiralität auch erst nach mehreren Tagen die Verluste von sechs Dampfern zu, während die deutschen Unterseeboote tatsächlich i n 5 g ej a m t 17 Dampsermit 110000 BRT. bei dieser Aktion versenkt statten. Auch die übrigen Berechnungen der Admiralität in dieser Wochenverlüstliste werden durch die Tatsachen, widerlegt. Nach der englischen Aufstellung wurden außer den Verlusten des genannten Geleitzuges in der Woche bis zum 16. Februar alles in allem nurl3650BRT. versenkt. In dieser Zeit wurden aber außer den durch deutsche Handelszerstörer aus dem Geleitzug im Atlantik her-- ausgeschossenen 82 000 BRT. von deutschen Seestreitkräften 65 000 BRT. versenkt. Hiervon entfallen auf Unterfeebote 55 000 BRT., auf Handelszer- ftö rer 10 000 BRT. Außerdem versenkten Kampfflugzeuge in der Berichtswvche 29 000 BRT., darunter einen großen Tanker von 8000 BRT. Die deutsche Gegenrechnung umfaßt daher in der englischen Berichtswoche 176 000 BRT. westlichen AMlelmeer einen 5000-Ionnen- Dampfer versenkt. 3n Ostafrika haben sich laut Wehrmachtbericht vom 24. Februar im Gebiet von Zilmani (Sudan) die geschlagenen feindlichen Truppen aus Burma zurückgezogen unter Zurücklassung von zahlreichen Toten und Kriegsmaterial auf dem Schlachtfeld. 3n S o m a l i l a n d ziehen sich unsere Truppen nach einem Wonai erbitterten Widerstandes angesichts der überlegenen feindlichen Kräfte kämpfend auf Mogadiscio zurück. General der Flieger Geißler. Nach einem der letzten deutschen Wehrmachtberichte haben stärkere Kampf- und Sturzkampfverbände des deutschen Fliegerkorps den Flugplatz Luca auf der Insel Malta mit Erfolg angegriffen und dabei zehn feindlicke Bombenflugzeuge am Boden zerstört. Die Angriffe standen unter Führung des Generals Geißler. — (Scherl-Bilderdienst-M.) gen des Geschäftslebens gewesen, ferner ist man aber in amerikanischen Kreisen des Fernen Ostens davon überzeugt, daß die jetzigen Maßnahmen nicht in erster Linie im amerikanischen, sondern im britischen Interesse erfolgen. England habe durch seine ungeschickte Politik einen Alarm nach dem anderen ausgelöft und zerstöre damit die letzten Reste des Ostasien-Geschäfts. Die Sicherheit und das Vermögen der amerikanischen Staatsbürger würden für die Ziele Großbritanniens geopfert. Zu alledem tritt das Gefühl, daß der jetzige große Ost-Alarm nur taktischen Zwecken dient und dazu bestimmt ist, dem Kon- greß der über die England-Bill berät, die Lage im Fernen Osten so gefährlich wie irgend möglich darzustellen, um dadurch feine Arbeiten zu beschleunigen. Englands Ehinahandel um 80 Prozent zurückgegangen. Schanghai, 28. Februar. (Europapreß.) Das Central-China-Preß-Bureau in Nanking stellte in einem Wirtschaftsbericht fest, daß der britische Handel mit China infolge des europäischen Krieges um 80 v.H. zurückgegangen ist. Auch der Handel der Bereinigten Staaten mit China habe unter den Folgen des europäischen Krieges schwer gelitten. Große Mengen von Waren könnten nicht verschickt werden; dabei vermindere sich die verfügbare Tonnage von Monat zu Monat weiter. sie diese auch erfolgssicher gestalten, so sage man in Washington. Diese und ähnliche Bemerkungen, so teilt Crock mit, stammten von amtlichen Stellen, die bis vor kurzem noch die Theorie eines kurzen Krieges vertraten. Diese Theorie sei jedoch durch die Reden Hitlers und Mussolinis sowie durch die neuesten Versenkungszifsern zersprengt worden. Anaesichts der Bemühungen Englands um amerikanischen Schiffsraum erklärte die Bundesschiffahrts- behörde, die Vereinigten Staaten könnten England zur Zeit keine weiteren Handelsschiffe ab treten. Aller amerikanischer Handelsschiffsraum würde für mindestens neun Monate benötigt, um die amerikanische Rüstungsindustrie zu versorgen. Tatsächlich brauchten die bereinigten Staaten selbst weitere 60 Schiffe von je 10 000 Tonnen, um ihren Eigenbedarf decken zu können. Der Schiffsmangel sei so groß, daß die Reeder in der nächsten Woche auf Wunsch der Bundesschiffahrtsbehörde freiwillig das Prioritäts- system einführen werden, um die Beschaffung wichtiger Rohstoffe für die USA.-Rüstungsindustrie sicherzustellen. Die Handelsflotte der Vereinigten Staaten betrage zur Zeit 1276 Schiffe mit 7,55 Millionen Tonnen, davon Mr den Uebrrseedientz nur Admiral Arnauld de la perlLre verunglückt. Wie wir schon gemeldet haben, verunglückte dx Marinebefehlshaber im besetzten Gebiet, Vizeadmiral Lothar o. Arnauld de la Periöre, tödlis. Er war Ritter des Ordens Pour le m^rite urb einer der hervorragendsten Seeoffiziere aus btn Weltkrieg. — (Scherl-Bilderdienst-M.) —---—-------- 331 Frachter und 46 Tanker mit einer Gesang tonnage von 2,4 Millionen Tonnen. In den USA. j Häfen liege viel Material fest, das fj England bestimmt sei, aber durch den englisch, ; Schiffsmangel aufgehalten werde. Aber auch die fa die Vereinigten Staaten bestimmte Fracht häufe sih : in überseeischen Häfen an, da die USA.-Flotte D, gesteigerten Anforderungen nicht gewachsenjij. Oas Cnglandhilfe-Geseh. Washington, 27. Febr. (Europapreß). Mittwochabend ließ die Regierung durch ihre pari;, mentarischen Vertrauensleute bekannt werden, sie sich im Interesse der nationalen Einigkeit i einer bedeutsamen Konzession gegenütn; der Opposition entschlossen habe." Danach wird di Ueberlassung von Kriegsmaterials England nicht, wie ursprünglich vorgesehen, : 3 Ermessen des Präsidenten, sondern 13 Ermessen des Kongresses stehen, welch» die hierfür erforderlichen Mittel in jedem Faj einzeln zu bewilligen haben wird. Diese 5b schränkung des Rechts des Präsidenten auf ein in seinem Ermessen stehende Zuteilung des für in USA.-Wehrmacht hergestellten Kriegsmaterials, eh schließlich der Bombenflugzeuge usw., nach (England war von der Opposition mit allem Nachdruck jo fordert worden. Die Senatsdebatte über das Englandhilfe-Gesuj war recht lebhaft. Der Demokrat Chandler fo stritt, daß das England-Hilfs-Gesetz den (Eintrii Amerikas in den $rieg bedeuten werde. Senol« Whee 1 er trat diesem Standpunkt entgegen uir) erklärte, er müsse darauf bestehen, daß dieser Äritj nicht Amerikas Krieg sei. Der Demokrat Brom lehnte die Ansicht ab, daß das Englandhilfe-Gesq I ein Kriegsgesetz sei. Wheeler sprang erregt auf N ! erklärte: „Und dennoch beharre ich darauf, daß w 1 sich hier um Krieg oder Frieden für US-l handelt". Senator Nye erklärte, Lftnerika sollte $ bewußt fein, daß das britische Empire die grötzli A n g r c i f e r n a t i 0 n in der modernen Geschichp sei. Das britische Empire seien nicht die sich felbt regierenden Dominien, sondern das (Ethpire fei hi despotische und manchmal auch tyrannische j)en schäft über fast 500 Millionen Menschen, die einem Kolonialministerium in London und einnt herrschenden Schicht, die aus der britischen Arista fratie hervorgehe, regiert würden. Das sei bei (Empire, das die USA. rufe. Die Vorlage schob Krieg und Roosevelt-Diktatur. Die Meinung, es b ein Angriff Hitlers auf Amerika zu befürchten, k lächerlich. Deutschland werde, ob die USA. eingr» fen oder nicht, den Krieg gewinnen. 2*r Demokrat Woodrum erklärte, daß nach her England-Hilfe-Gesetz 5 0 v. H. des vom Kongrez bewilligten Kriegsmaterials, vor allem Flugzeugic an England gehen würden. _ Oie wirtschaftliche Zusammenarbeit der Achse. Die römische Presse zu den Wirtschastsvereinbarungeu. Rom, 27. Febr. (Europapreß.) Im Vörde» gründ der Betrachtungen der römischen Presse sich die Tragweite der deutsch-italienischen Wirtschafl» Vereinbarungen. Diese Vereinbarungen bestätiglor neuerdings, so schreibt die Presse der HauptstabU wie verfehlt die englischen Berechnungen und $otr aussagen waren, Deutschland und Italien wirtschoD lich niederzuzwingen. Der Grundsatz, jede krieg» wirtschaftliche Lieferung müsse ohne Bedacht' nähme der .Bewegung der Handel!' und Zahlungsbilanz erfolgen, wird besoiv ders hervorgehvben. Es fei bekannt, so schreibt „I* bune", daß Das Clearingverfahren oft zu (ptörunflo®‘ komme ne n Harmonie Kenntnis nehmen, so äußell sich „Popolo di Roma", welche die Achse auch oir wirtschaftlichem Gebiet erreicht hat. Die Abmachum gen seien eine neue Etappe der fortschreitende! deutsch-italienischen Vereinigung auf allen Gebieten. Nicht wenig habe zu dem Abschluß der AbmachuiP gen die Gleichartigkeit der Verwaltungs- und d1*1 nanzstruktur beider Länder beigetragen. Edens Bemühungen im Nahen Oste» Rom, 28. Febr. (Europapreß.) In römische' Kreisen sieht man den Zweck der Reife Eden' nach Ankara in dem Bestreben, England gröh^ mögliche Hilfe im Nahen Osten zu sichern, 3unw» beft aber die moralische und politische Stellung Englands in diesem Gebiet zu erhalten. In Roh warte man den Erfolg dieser Bemühungen oh^ Besorgnis ab, Erfolgreicher Angriff ans die Flugplätze Mllas. Schwere Bomben auf Krastwagenparks und Artilleriestellungen um Tobruk. Japan gegen Störung seiner Friedenspolitik. Oer britische Alarm stört das amerikanische Ehina-Gefchäst. „Zwingende Logik der Ereignisse." Großer Eindruck der neuen Dersenkungsziffern in USA. **>ä£A M ö 'E^ Aus aller Welt Filmen, die Gustav Waldau auch ,Die Kronzeugin", „Die ganz qro- Aus dem Reich Schule und Hitler-Jugend einige genannt: tzen Torheiten t a Er in marschall Keitel, gewannen. Die Jungen, die die etwa sechs Kilometer lange Strecke — die mit einer Reihe natürlicher Hindernisse durchsetzt war und auch eine Schießübung enthielt — in 38:35 zurücklegten, waren damit allen übrigen klar überlegen. Sie stehen im Alter von 16 bis 18 Jahren und sind prächtige Jungen, wie sich jeder überzeugen konnte. So kommt der junge Z i s ch k a, 18jährig, aus einer alten Sportlerfamilie. Sein Vater ist ein verdienter Pionier der Leibeserziehung im Protektorat. Ein anderer wieder, Hruza, gleichfalls 18jährig, konnte sich nicht nur im Skilauf, sondern a u ch i n der Leichtathletik auszeichnen. Sein Vater ist Pensionär. Er kommt aus ganz einfachen Verhältnissen. Ein anderer wieder, Hawelka, 16jäh- rig, entstammt der I g l a u e r Sprachinsel und ist ebenso wie sein Kamerad der gleichfalls 16jährig ist, Ripper, Bauernsohn. Beide haben, wie auch die übrigen er st seit einem Jahr den Skilauf richtig gepflegt, aber, wie ihr Mannschaftsführer versicherte, tun sie alles nut vollstem Einsatz. Der fünfte Junge, ein 17jähriger, W a l e n t a, entstammt einer Jngenieurfamilie aus Budweis. „Der Weg der Schieber und Kriegsgewinnler führt heute nicht wie einst in die Villa Neureich, sondern ins Zuchthaus oder auf das Schafott." Mit diesen Worten brachte der Anklagevertteter vor dem Son- dergericht in Freiburg zum Ausdruck, daß die deutschen Gerichte mit unnachsichtiger Strenge gegen alle Bühne und Film gleich bekannte und beliebte Darsteller, wird heute 7 0 Jahre alt. Waldau gehört seit 1898 zum Ensemble des Bayerischen Staats- Oer Tierforscher Oskar Heinroth 70 Jahre alt. mietet worden. Zuchthaus für preistrelber. -gen- > E den zahlreichen v in der Provinz bekannt gemacht haben, seien nur ’TÄ en StaaA 1 rinn Mehr als sportliche Sieger Vom W. Schn.-Sonderberichterstatter. einer oU 3n den M cft, biiil Den enxI! •t auch MI hcv ll wachs,' s GM H rchihneMl werben, ■ 1 Eini^M MM wach wirigJ Qteri: II orgesehen ■ . sondern W stehen, o f l jedem W >rd. Dies,« nten au1 ; og des ™ material-« nach EnM NachdraW landhilsM handit!» i den GiJ )erde. Sri entgegen, iß dieserfc ikrat Sri landhilfe4 erregt cuj: Jarant bt> ) e n für l icrifa soll!! e die ar cs •ntn die sich | Mpirr sei annische t ischen, die Ion und r rilischen tlr Das seil Vorlage ü: Meinung, t besürchlrr. USA. eiff öinnen- daß nach । vom N (em SM* „Gastspiel im Paradies", „Aus dem Leben eines Taugenichts", „Ivette", „Frau Sixta", „Ein Leben lang". Sein Bühnenrepertaire reicht vom „Schwierigen" und vom Fedja im „Le- 'ere.tz ,e wSch ,ere QU;, 'nst'Aj Kräften, denen bie Möglichkeit zum Lefttunas- beweis im Berusswettkamps noch versagt bheb, Die Gelegenheit einer sorgfältigen Begutachtung Bera- tung und beruflichen Lenkung. Die Ausleselager werden jeweils für bestimmte Berufe oder Berufsgruppen durchgeführt, wobei Eisen- und Metallwirtschaft, Luftfahrtindustrie, Bauwirtschaft, Bergbau und Chemie im Vordergrund stehen. Aus der Gemeinschaftsarbeit von Partei, Staat und Wirtschaft wird sich im Verfahren der Auslese und Eignungsbegutachtung ein enges Zusammenwirken für die materielle Sicherstellung der beruflichen Forderung und des sozialen Aufstiegs entwickeln. Es gilt, die fachlich und menschlich gleichermaßen hoch- wertige Kraft zu erkennen Der Weg zum beruflichen Ziel muß für den Tüchtigsten der kürzeste fein. Voraussetzung ist dafür, daß die berufliche Laufbahn nicht in erster Linie von Berechtigungen oder routinierten Erfahrungen abhängig gemacht wird, sondern von Eignung und allgemeines Einarbeitungs- fähiqkeit. Der soziale Aufstieg veranlagter Kräfte aus minderbemittelten Schichten ist durch sorgsame Auslese und wirtschaftliche Hilfestellung zu erleichtern. Bmtsträger als Luftschutzwarte. Im Rahmen der Aktivierung der Luftschutzarbeit werden vielfach Luftschutzwarte, besonders Frauen, durch solche Hausbewohner ersetzt, die auf Grund ihrer Stellung und Persönlichkeit besser geeignet sind, bisher jühoch nicht heranaezogen wenden konnten. In einer Anordnung des Präsidiums des Reichsluftschutzbundes wird es als selbstverständlich bezeichnet, daß sich auch A m t s t r ä g e r des Reichsluftschutzbundes, sobald sie wäh- rend des Fliegeralarms nicht anderweitig eingesetzt werden, als Luftschutzwarte zur Verfügung stellen, da sie für diesen Selbstschutzposten immer besonders geeignet sein dürften. ursprünglich Priester werden, wurde aber für den Offizersveruf bestimmt, trat mit 14 Jahren «ns Bayerische Kadettenkorps ein und wurde später Leutnant im Münchner Jnsanterie-Leib-Regiment. wende bereiste er als Zoologe und Arzt in Menckes Südsee-Expeditton Neu-Guinea. Von dieser und anderen Forschungsreisen brachte Heinroth eine große Anzahl lebender Tiere für den Berliner Zoo mit, für den er auch 1912/13 die Pläne zum Neubau des Aquariums ausarbeitete-/ nach dessen Fertigstellung wurde Heinroth 1913 zum Kustos, 1929 zum Direktor des Aquariums bestellt; gleichzeittg übernahm er die Leitung der weltberühmten Vogelwarte Ros- sitten. Unter den wissenschaftlichen Veröffentlichungen Heinroths, an denen sich auch seine inzwischen verstorbene Gatttn, Frau Magdalene Heinroth als zuverlässige Helferin beteiligte, und die sich u. a. mit dem Federwechsel der Vögel und Problemen der Tierpsychologie beschäftigen, nimmt die dreibändige grundlegende Publikation „Die Vögel Mitteleuropas" (Verlag Hugo Bermühler, Berlin-Lichterfelde) als ein Standardwerk der modernen Ornithologie eine hervorragende Stellung ein Das Berliner Aquarium, das von Heinroth geschaffen wurde und geleitet wird, ist so angelegt und ausge» baut, daß es in der ganzen Welt als vorbildlich gilt. — Unsere Aufnahme (Scherl-Bilderdienst-M.) zeigt den Jubilar an der Stätte seines Wirkens in Berlin. Oie Goethe-Medaille für Gtaatssckauspieler Gustav Waldau München, 27. Febr. (DNB.) Gustav Waldau, der in Berlin und München als Schauspieler bei dem jahreszeitlichen Ablauf angepaßt werden, lieber die Umarbeitung von Lernbüchern und besonders der Fibel ergehen noch Anordnungen. Die Stoffverteilung in der Volksschule nach Jahrespensen soll auch in den Jahrgängen, die noch zum Oster- termin entlasten werden, in Uebereinftimmuna mit dem neuen Schuljahr stehen. Die Schulleiter haben jedoch dafür Sorge zu tragen, daß auch in diesen Jahrgängen das Klassenziel erreicht wird Eine Vorausnahme einzelner Unterrichtsaufgaben aus der nächsthöheren Klaffe wird vielfach zweckmäßig sein. Sinngemäß gelten diese Grundsätze auch für die Mittelschule. Die Termine für die Halbjahreszeugnisse sind künftig der letzte Schultag im Januar und der letzte Schultag vor den Sommerferien. Zu Ostern 1941 werden Zeugnisse nur an die zur Entlassung kommenden Schüler erteilt. Solange in der Mittelschule Schüler der Klasse 6 zum Oftertermin ent- lassen werden, können zu diesem Zeitpunkts auch Schüler anderer Klassen, die nach der Erfüllung der Schulpflicht in einen Beruf übergehen wollen, entlassen werden. Diesen Schülern ist ein Zeugnis über die Versetzung in die nächste Klasse nur dann zu erteilen, wenn einwandfrei feststeht, daß sie das Klassenziel am Ende des Schuljahres erreichen würden. Begabtenförderung. Reichsjugendführer A x m a n n macht in der Zeitschrift „Das junge Deutschland" Mitteilungen über einen weiteren Ausbau der Begabtenförderung. Der Vervollkomnung einer geregelten Auslese der Tüchtigen zum Zwecke der beruflichen Förderung und des sozialen Aufstiegs soll in Zukunft im Anschluß an den Berufswettkampf durch die Einrichtung besonderer Ausleselager gedient werden. Im Ausleselager bieten die Deutsche Arbeitsfront und die Hitler-Jugend den Siegern aus dem Reichs- berüfswettkampf wie auch anderen begabten Alle Jungen haben aber auch in ihren Einheiten das Beste schon geleistet, so daß sie nicht nur~ im Sport, sondern auch in der politischen Führung Vorbild sind. „Und darauf legen wir besonderes Gewicht", stellt Obergebietsführer Dr. Schlün- der fest. „Die Jungen sollen nicht nur im sportlichen Kamps ihre Leistung beweisen, sie sollen auch Vorbild sein in ihren Einheiten, um so einen immer besseren Stand zu erreichen. So ist z. B. Zischka Ge- folgschaftsführer in der Motor-HJ., Hruza ist Schar- sichrer und Mitarbeiter auf dem Gebiet der Leibeserziehung im Bann Brünn, Hawelka ist Stammführer in Jglau, Ripper Gefolgschaft^ und Fähn- leinführer und Walenta ist Junggenosse in der Flie- $ Mit diesem Beispiel, das aus der Fülle des Geschehens der 6. Winterkampfspiele herausgegriften ist, fei zugleich auch aufgezeigt, daß das Prinzip der Auslese sich keineswegs auf die Leibeserziehung an sich beschränkt, lieber den weiteren Weg der sonstigen Auslese im Sport befragt, erklärte Dberge- bietssichrer Dr. Schlünder: „Mit dem großen Appell des Reichssportwettkampfes, zu dem der Führer die gesamte Jugend aufrief und an dem über 7 Millionen Jungen und Mädel teilnehmen, beginnt im Frühling eines jeden Jahres der sportliche Wettkampfbetrieb. Er ist das größte Jugendsportfest aller Zeiten. Neben diesem Reichsfportwettkampf, der sich auf die einfachsten Formen der Leibesübung, den Lauf, Sprung und Wurf, beschränkt, finden die begabten Jungen und Mädel genügend Möglichkeiten, sich weiter kortzu- bilden, um so zu gegebener Zeit in« die Reichs- leistungsgruppe eingereiht zu werden." So sehen wir das Bestreben, der Jugend den Weg zu Turnen, Spiel und Sport zu ebnen und die Lei- besübung so zu fördern, daß sich dauernd eine Ergänzung der Spitzenmannschaften ermöglichen läßt. Aber oberstes Ziel ist und bleibt die große Erziehungsaufgabe, auch im sportlichen^ Wettkampf im großen und im kleinen Meister tüchtige, echte und bescheidene Jungen und Mädel zu besitzen DNB.....Febr. (PK.) Dor dem großen, grauen Kriegsschiff mit dem bunten Tarnanstrich, das nngsherum eingefroren an der Pier liegt, herrscht augenblicklich trotz der klirrenden Kälte ein Leben oie auf dem Exerzierplatz. „Eins — zwei — drei - vier! Raus mit den Knochen!" Gruppenweife macht die Besatzung Dienst, übt Gewehrgriffe, Schwenkungen in verschiedenen Formationen.' An W treiben Leichtathletik- und singen dazwischen ill untere neuen, schönen Soldatenlieder, wie es }ie Infanteristen sicherlich auch nicht besser können So bringt sie der Kommandant über die erzwungene Liegezeit hinweg, und man sieht es den Matrosen an, daß ihnen dieser Betrieb Freude macht. Denn er hält die Spannkraft und die Diszip- lin aufrecht und ist vielen von ihnen sogar noch red)t vertraut, denn an Bord befinden sich eine ganze Menge junger Matrosen, die nach eben be- ! mbeter Grundausbildung nun ihre erste Seefahrt uiter sich haben. Dieses große, schöne Schift ist ein Sperrbrecher, ter den Schutz von größeren und kleineren Kriegschiffeinheiten gegen Minen zu übernehmen hat. LVenn sie auslaufen, fährt der Sperrbrecher -or iynen her und bringt die Minen, die der Kunst Haden Bis zur Errichtung eines Kunst- und Kameradfchaftshauses, in dem Vortrage, Konzerte und sonstige Darbietungen stattfinden können, ist eine Villa für die Zwecke der Kameradschaft ge- Garmisch, Februar 1941. i Anläßlich der 6. Winterkampfspiele der i Hitler-Jugend in Garmisch-Partenkirchen hatte ich । Belegenheit, mit dem Chef des Hauptamtes II >er Reichsjugendführung, Obergebietsführer Dr. Schlünder, über das Prinzip der Auslese zu sprechen, das gerade hier bei den Sport- vettkänivfen besonders augenscheinlich wird Ober- cgebietsfuhrer Dr. Schlünder betonte, daß in der vergangenen Zeit die Auslese der sportlich besten Zugendlichen ausschließlich den Prinzipien des individuellen Sports diente, so daß die wett- !ampsmäßige Erfassung aller Jugendlichen unter )en Gesichtspunkten des bestehenden Wettkampf- ystems nicht möglich war. „Die Hitlerjugend, die nach ihrem Erziehungs- zrundjatz erstmalig diese Forderung nach wett- ampfmahiger Betätigung aller Jugendlichen erhob, inerwirklichte sie sodann auch durch die Einführung bes Mannschaf tskompses. Träger war nun laicht mehr der einzelne Hitlerjunge, sondern die Kameradschaft und die Jung en schäft. Damit wurden auch die Jungen am Wettkampf interessiert, die nicht zu den Besten zählten, denn ihre Leistung wurde nun für die Mannschaft gewertet. So war zum erstenmal allen Jungen die Möglichkeit gegeben, an einem sportlichen Wettkampf teilzunehmen. Nur galt das Leistungsstreben nicht mehr dem Ich, sondern dem Wir, der Mannschaft." Dieses Prinzip des folgerichtigen Einsatzes aller ür die Gemeinschaft kommt bei den 6. Winterkampf- pielen besonders wirksam zum Ausdruck. Hervor techend ist dieses Merkmal gerade beim G e - änbelauf, an dem sich alle Gebietsmannschaften beteiligten. Hier galt es für jeden der fünf Jungen einer Mannschaft, sich so einzusetzen, daß die Einheit keineswegs darunter zu leiden hatte, daß also eder sein Bestes gab, aber auch die schwächere Leitung eines Jungen durch die bessere eines anderen ausgeglichen werden konnte. Bevor diese Gebiets- inannjchaften für den Geländelauf ausgewählt würben, hatten sie eine Leiftungsprobe zu bestehen. Daran anknüpfend sagte uns Dr. Schlünder: „In den Fähnlein des Deutschen Jungvolks und ben Gefolgschaften der Hitler-Jugend beginnen die Jungenschasten bzw. die Kameradschaften ihren Mannschaftskampf, der über die Bann- und Ge- bietsmeisterschaften bis zu den Sommerkampsspielen jolgerichtig fortgesetzt wird. Dieses Prinzip ist auch j in gewissem Sinne auf diesen Geländelauf ange- j wandt, wenngleich auch hier keine Ausscheidung in bem sonst üblichen Sinne vorgenommen werden konnte. Die Gebiete mußten bie beste Mannschaft zu dieser hervorragenden Leistungsprobe ber Jungen stellen, so daß gerade dieser Geländelauf eine überaus wertvolle Prüfung für bie Hitler- Jugend ist." . Ueberraschend setzte sich bei diesem Gelandelaus »icht eine Mannschaft der Wertungsgruppe Hochgebirge, auch nicht eine Mannschaft der Gruppe Mit- telgebirge mit der besten Zeit durch. Vielmehr waren es die in der Gruppe Bergland startenden Jungen von Böhmen und Mähre n, die >um Siege kamen und damit den Preis des Chefs bes Oberkommandos der Wehrmacht, Generalselo- Dr. med. Oskar A. Heinroth, Direktor des Berliner Aquariums und Leiter der Vogelwarte Rosfitten, kann am 1. März seinen 7 0. ©eburts- g begehen. Heinroth stammt aus Mainz-Kastel. studierte,zunächst Medizin und wandte sich 1896 Berlin Der Zoologie zu.' Um die Jahrhundert- Tommy manchmal legt, zur Detonatton, so daß sie ihre zerstörende Kraft nutzlos in hohen, unschädlichen Wassersäulen verpuffen. Und sollte er dabei zufällig einmal auf eine treibende Mine stoßen, dem Sper-rbrecher macht das nicht viel aus, Denn er ist sozusagen unsinkbar. Alle wasserdichten Schotten sind ständig geschlossen, und seine Laderäume bergen eine seltsame Ladung von leeren Fässern und Kästen, so daß der Sperrbrecher jederzeit auf seiner Ladung schwimmfähig bleibt. Auch das Geleit aus - und einlaufender U-Boote durch die Minensperren in die freie See gehört zu seinem vielseitigen Aufgabenbereich. Besondere Verdienste erwarben sich diese Schiffe im vorigen Winter, als wir nur unsere eigenen eingefrorenen Küsten als Unterseebootsbasen hatten und die Sperrbrecher gleichzeitig auch als Schlep- per und Eisbrecher fuhren. Stolz zeigt der Kommandant auf eine Stelle im Kriegstagebuch feines Schiffes, an der vermerkt steht: „Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, daß die operativen Ausgaben der Unterseeboote und der Flottenstreitkräfte trotz schwieriger Auslaufverhältnisse durchgefühN werden konnten ..." Der Reichserziehungsminister hat Ausführungs- Anweisungen zum Abkommen über Schule uno Hitler-Jugend erlassen. Es ist darauf zu! achten, datz Me schulaufgabenfreien Nachmittage Iber HI tatsächlich uneingeschränkt zur Vertagung liehen Es dürfen an den Tagen mit aufgabenfre en Nachmittagen Schulaufgaben für Öen nach ft en Schultag nicht gestellt werden. Der zweite aufgaben- freie Nachmittag kann auf Wunsch der AI- l" mehrere Schulen desselben Ortes auf v^MEne Dage festgelegt werden. Ferienfahrten werden von ber Schule nicht mehr veranstaltet. Für die in ledern 'Vierteljahr vorgesehenen ßebrroanberungen Schule soll möglichst für alle Klassen einer Schule der gleiche Tag festgesetzt werden. Den Ur^ubs Anträgen für Führerschulungslehrgangen und Wehr s rtüchtigungslehrgängen ist 'M Regelfall st 3 den, es sei denn, daß der Leistungsstand des jugendlichen so unzureichend ist, daß die Lu e ) 1 wieder ausgeglichen werden kann. Von,den. I 9 : üchen in der 8. Klasse der höheren Schulen muß im Hinblick auf die Verkürzung der Schulzeit eine besondere Konzentration auf die Schularbeit langt werden. Von den Jugendlichen mit ausre hendem Leistungsstand wird erwartet, datz 1______ Anforderungen der Schule neben der Beanspruchung durch den HJ.-Dienst entsprechen Bei Jugendlichen mit unzureichendem Leistungs- st a n d ist im Benehmen mit den Erziehungsberechtigten zu prüfen, ob und für welche Dauer eine Beurlaubung vom HJ.-Dienst beantragt werden muß. Ein unzureichender Leistungsstand liegt vor, wenn der Jugendliche in einem ober mehreren Fächern nickst ausreichende Leistungen ausweist. Die Beurlaubung kann zu jeder Zeit nach Beginn des Schuljahres bis zur Dauer von drei Monaten beantragt werden. Vor Ablauf der Urlaubszeit ist zu prüfen ob der Leistungsstand eine weitere Be- urlaubung erforderlich macht. Der Reichserziehungs- Minister gibt der Erwartung Ausdruck, daß durch das neue Abkommen das Bewußtsein der Einheit der Erziehung in Elternhaus, Schule und Hilter-Jugend gestärkt, die L e , st u n g s - fähiqkeit der Schule erhöht und lieber ’ fchneidungen der Erziehungsbereiche vermieden ! werden. _ Zeugnisse >m Januar > und vor den Sommerferien. ; Dis Umstellung des Schuljahrss macht auch eine , entfpredienbe Gestaltung der Lehrpläne not- , wendig. Soweit erforderlich, müssen die Stosfplane chener Staatsschauspiel treu geblieben, wo er 1938 fein 40jähriges Bühnenjubiläum feiern konnte. Waldau ist nicht nur der populärste Schauspieler Münchens geblieben, sondern auch vor allem durch seine Tätigkeit beim Film, einer Der bekanntesten Deutschen Schauspieler überhaupt geworden. Nachdem er als junger Liebhaber und Heldendarsteller viele Erfolge gehabt hatte, wandte er sich dem Fach des älteren, leise komischen Bonvivants zu, in dem er den ganzen Charme und die noble Art feiner liebenswürdigen Begabung entfalten konnte Von che r M t anmflw *n SSS Yen W: der !nqen * Men .h jede ft * H in, ■ !» i. ... ctoi Männer auf unsinkbaren Schiffen 'Bon >tnea«bencbter Walter Melms. benben Leichnam" bis zum österreichischen Volks» stück der Nestroy und Raimund. In jungen Jahren hat er sogar auf der Opernbühne gestanden. — Für Waldaus Beliebtheit bei seinen engeren Landsleuten mag eine kleine Erinnerung aus dem Weltkriege sprechen. Ein Feldwebel des Münchener Leibregiments wurde in Frankreich gefragt: „Na, wie seid ihr denn mit eurem Hauptmann (Gustav Waldau) zufrieden?" Die Antwort war: ,. v i, Bevölkerung erfassen, Die Interesse und Sinn für Gustav WalDau entstammt Dem deutschen Uradel > - . -» - und einer alten Offiziersfamilie; er heißt eigentlich Gustav Freiherr von Rummel, wurde am 27 Februar 1871 in Piflas in Bayern geboren, wollte Als 27jähriger gab er den Offiziersberuf auf und wurde Schauspieler unter dem Bühnennamen Gustav Waldau. Mit Ausnahme einer kurzen Tätigkeit in Köln und einiger Gastspielreisen nach Amerika, nach Wien und Petersburg ist Waldau ,. . „ „ „ .. — trotz vielen verlockenden Angeboten — Dem Mün- jene Elemente vorgehen, die glauben, die durch die O - Kriegsoerhältnisse auf einigen Gebieten der Bedarfsdeckung geschaffene Lage zu eigennützigen Zwecken zu mißbrauchen. — Angeklagt war die Ehefrau Paula Obrecht aus Freiburg, die in 77 Fällen beim Berkaus von Möbeln Ueberpreise bis $u 2 00 v. H. berechnet und sich dadurch einen zusätzlichen Gewinn von rund 10 500 RM. verschafft hatte. Erschwerend fiel ins Gewicht, daß die überhöhten Preise auch von Volksgenossen verlangt wurden, die durch die Kriegsfolgen ihre Habe verloren hatten und nun gezwungen waren, sich neue Möbel anzuschaffen. Das Sondergericht verurteilte die Angeklagte zu vier Jahren Zuchthaus und 10 000 RM. Geldstrafe, Einziehung des vereinnahmten Ueberpreises sowie zum Berufsverbot auf die Dauer von fünf Jahren. Zur Abschreckung wird das Urteil auch öffentlich bekanntgegeben. Wegen Vorbereitung zum Hochverrat hlngerichkel. Der 33jahrige Paul Schurr aus Frankfurt am Main, den der Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Begünstigung des Feindes zum Tode und dauernden Ehrverlust verurteilt hat, ist hingerichtet worden. Schurr hat während des Krieges zahlreiche Kettenbriefe und Flugzettel staatsfeindlichen Inhalts verbreitet, die den Feinden des Deutschen Reiches Vorschub leisten konnten. Schwangerschaft und Geburt vorgetäufcht. Die 29jährige Ehefrau Erna Gohla aus Techwitz bei Weißenfels war Anfang Juli 1940 zu einem Arzt gegangen, hatte sich als schwanger ausgegeben und über Schmerzen geklagt. Sie wurde deshalb krank geschrieben. Mit dem Krankenschein aing Frau G. zu der zuständigen Hebamme und erhielt eine Bescheinigung ihrer Schwangerschaft. Daraufhin wurden der angeblich werdenden Mutter z u - sätzlich Lebensmittel bewilligt, sie erhielt auch Bezugscheine a u f Wäsche st ücke. Am 2. November ging Frau G. dann zum Standesbeamten, stellte sich als angebliche S ch w e st e r der Frau Gohla vor und behauptete, ihre Schwester habe am 1. November ein Mädchen geboren. Der Standesbamte stellte einen Geburtsschein aus. Nun erhielt Frau G. weitere zusätzliche Lebensmittel, es wurden ihr auch 78 RM. W chnerin- nengeld ausgezahlt. Als sie aber auf der Geburtsurkunde eine Aenderung vornahm, um auch noch für Oktober erhöhte Familienunter- st ü tz u n g zu erhalten, kam der Schwindel heraus. Frau G. war überhaupt nicht schwanger gewesen. Wegen Uebertretung der Verbrauchsregelungsverordnung, schwerer Urkundenfälschung und fortgesetzten Betruges wurde die Angeklagte zu fünf Monaten Gefängnis und sechs Wochen Haft verurteilt. Der älteste aktive Feldwebel des Weltkrieges. In Ingolstadt konnte der Oberleutnant i. R. Georg Kurzendörfer feinen 86. Geburtstag feiern. Im August 1914 war Kurzendörfer als ältester noch aktiver Feldwebel der damaligen deutschen Armee, bereits H9 Jahre alt, mit der 11. Kompanie des 10. Infanterieregiments ins Feld gerückt und hat den ganzen Weltkrieg mitgemacht. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 26. Februar ist der am 23. Oktober 1906 in Leipzig geborene Karl Vorwerk hingerichtet worden, den das Sondergericht in Leipzig als Dolks- fchädling zum Tode verurteilt hat. Vorwerk hat mehrere Monate hindurch viele Feldpost Päckchen ge stöhlen und beraubt. Eine Frih-Reuter-Gedenkstätte in Graudenz. Seit Fritz Reuter in einer Kasematte der Festung Courbiere einen Teil seiner „Festungstid" verbracht hat, ist Graudenz eng mit dem Namen Reuter verbunden. Aus dem Raum, der Fritz Reuter beherbergte, hatten deutsche Män- ner mit liebevoller Sorgfalt eine kleine Erinnerungsstätte geschaffen, die von vielen Reuter-Freun- den besucht wurde, bis sich die polnische Vernichtungswut auch an diesem Reuter-Museum vergriff. Nur wenige Erinnerungsstücke konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Deutsche Offiziere haben jetzt die Pflege des Gedenkens an Fritz Reuter wieder aufgegriffen und alle erreichbaren Erinnerungsstücke gesammelt. Das städtische Kulturamt hat es sich gleichzeitig zur Aufgabe gemacht, eine würdige Fritz-Reuter-Gedenkstätte in Graudenz zu schaffen. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsmimster für Ernährung und Landwirtschaft, Reichsbauernführer Darrs, empfing 40 junge Bauern und Bauernsöhne ausNorwegen, die als Gäste des Reichsnährstandes eine Fahrt durch Deutschland gemacht haben. * Donnerstag traf der Reichsleiter für Jugenderziehung, Baldur von Schirach, in Garmisch ein. Nach seiner Begrüßung durch den Reichsjugendführer wohnte der Reichsleiter den Wettkämpfen im Eislaufstadion bei, wo ihm der Gene- raloizekommandant der GIL., Bunamici, und die übrigen Führer der europäischen Jugendorganisationen vorgestellt wurden. ♦ Die 1927 von dem verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall von Hindenburg an- > läßlich seines 80. Geburtstages errichtete Stiftung Hindenburg - Spende veröffentlicht ihren 13. Jahresbericht. Ihm ist zu entnehmen, daß die Stiftung seit ihrer Errichtung 12 066 923,65 RM. verteilt und damit in 72 243 Einzelfällen Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene des Weltkrieges, Veteranen ufw. unterstützt hat. * Der beratende Ausschuß für Donauangelegenheiten oberhalb Braila, der in Wien unter deutschem Vorsitz tagte, schloß seine Beratungen ab, an denen Vertreter der italienischen, sowjetrussischen, bulgarischen, rumänischen, slowakischen und ungarischen Regierung teilgenommen haben. Es handelte sich um die erste Arbeitstagung des nach Auflösung der Versailler Internationalen Donaukommissioy im Herbst vorigen Jahres errichteten Ausschusses Die nächste Tagung ist für Ende Juni in Aussicht genommen. Der Austausch der Ratifikationsurkunden des ungarisch-jugoslawischen Freundschaftsvertrages fand Zwischen dem ungarischen Außenminister von Bar- dossy und dem jugoslawischen Außenminister Cincar. Markowitsch im Beisein des Ministerpräsidenten Graf Paul Teleki statt. In Berlin fand eine Arbeitstagung aller D R K.- O b e r i n n e n in der Wernerschule des DRK. statt, die der Ausrichtung auf die kommende Arbeit und der Vertiefung poljtifcher, erzieherischer und fachlicher Fragen galt. * Der im Jahre 1935 gegründete Verkehrs- wissenschaftliche^ Forschungsrat beim Reichsverkehrsministerium hielt eine Tagung ab, auf der die in großer Zahl auftauchenden Themen für verkehrswissenschaftliche Arbeiten beraten wurden. * Für die olympischen Spiele, die nächstes Jahr in Buenos Aires stattfinden sollen, will man ein olympisches Dorf nach dem Muster des olympischen Dorfes bei Berlin errichten. * „New York Sun" will aus verläßlicher Quelle erfahren haben, daß der englische Dampfer „Siamese Prince" (8456 BRT.) um den 22. Februar herum im Atlantik versenkt wurde. Der Dampfer gehörte der Furnueß Prinoe Line, London. Haupllchnllleuer: Dr »VrteDrtcb WUdeim Lange Stellv eraei« VW Vau»tid)rittldtcti- Ernst vlomschrin. Beran-wörtlich üt Pottti uni Bllder Dt. Fr. W. Lange für da» FeuMelon: Dr. Han» Dhvriot; to Stad- Gießen. Provin,, Wlrnchau u. Sport: Eran Bmmiche n. Druck avo Verlag Brühliche UniventtflUDcuderet R. Lange fi. G. 8erunr-lotter Dr.-Ing. Erich Hamann tajriflenleitet Hane Beck. ftr b-it fhtbeP bet fln-doen • rbeobot ftümmei 9lr.i Nachruf! Herr Hermann Fiedler Gießen, den 27. Februar 1941. 1013C Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Haarwuchs Gießen, den 28. Februar 1941 1011 v 3. 0711 Pelikanapotheke. 6«V FFany'i’e Hastig ist überglücklich Stadttheater Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Poppe & Co., Gießener Gummi war enfabrik. Dös scheint nur so, denn es ist längstens kein Geheimnis mehr, dal} nunmehr Hühneraugen und Hornhaut rasch sicher und schmerzlos durd) die bewährte und erprobte Nach kurzer Krankheit verschied am 23. Februar 1941 unser Gefolgschaftsmitglied Wir haben ihn in langjährigerlatigkeit und Zusammenarbeit als einen tüchtigen, unermüdlichen Mitarbeiter und Arbeitskameraden kennengelernt. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Samstag, 1. 20'/- Uhr Knoblauch-Beeren „Immer Jünger“ machen froh und Mach* Sie enthalt alle wirksamen Bestandteile de» reinen unverfälschten Knoblauch» in leicht lös lieh ar. grut verdaulicher Form. Vorbeugend gegen« Lojähvkgev 12 Jahre im Handwerksbetrieb tätig, allgem. kaufmännische Kenntnisse, sucht für sof. Stellung als Lagerist, Verkäufer oder im Veband. Schrift!. Angebote unt. 0718 an den Gieß. Anzeiger erbet Ledersofa Schiilerpult dunkelblauer D.-Haarhut zu verkaufen. Zu erfrag.i n der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. loris Mit olieoeo Angeo Drei Jungen un ein Nabel en decken ihre Waldhdmai. Don IBerner Siebolb 135 Seiten Text unr 8 Aunftbruditafeln Leinen RM. 2,88 tztrgo Darmühler Verlag Vttttv'Li-tertrlde Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Verschleimung, Bronchialkatarrh. Asthma den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt Die Beerdigung fand auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt. Unser lieber Kamerad Heinrich Weber wurde zur großen Armee abgerufen. Er bleibt uns unvergessen. Die Beerdigung findet heute Freitag um 14 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Beteiligung Kameradenpflicht. Artillerie-Kameradschaft 1895 1022 D Kameradschaft« Avend im Hessischen Hof Art.-Kameradschaft14895. Verkäufe | Volksempfänger (gebraucht) zu verkaufen RM. 30.-. (1017d ta (Musch Alicenstratze 22. durch das nicht fettende Köhlmeiers Naturhaaröl (Pflanzenauszug) wirkt wie einWunder. Schuppen verschwinden sofort. Haarausfall hört auf. Zahlt. Dankschreiben. Originalfl. 2.20, Doppelfl. 3.90. Alleinverkauf: Löwendrogerle W. Kilbinger Nach!., Seltersweg 69. 618d - S * leere oder teilte. M. Zimmel gesucht. Kochgelegenheit Ul Zentralheizung erwünscht. Sehr. Angeb. unt. 0696 an d. Gieß. Anz. Bekanntmachung. Nach der Polizeiverordnung vom 4. II. 1882 haben die Garten- und Feldbesitzer die Hecken, die chre Grundstücke umfriedigen, an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen bis zum 15. Würz jeden Jahres auf eine Höhe von 1,25 m und eine Breite von 0,50 m zu beschneiden. In der Zeit vom 15. März bis zum 30. September dürfen nach § 14 der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 Hecken nicht geschnitten werden. Zuwiderhandlungen werden bestraft. 22. Freitag-Miete! 19 bis nach 22 Uhr Schwarzer Peter Märchenoper von Schultze. Preise von RM. 1.20-4.10. I«71O diejenige Person die im Zigarrenhaus Fackiner am Donnerstag das Portemonnaie mit Inhalt an sich nahm, ist erkannt, u. wird eriucht, dasselbe sof. bei Fackiner wieder abzugeb., andernfalls Anzeige ersolgt.iv2»v Kaufmännisches Lehrmädchen oder junge Hil straft (Textilwaren-Geschäft) für sofort oder z. 1^ Avril 1941 gesucht. moD Beier Boll ®roe..8aiferollee 2. Deutscher Alpenverein Zweig Gießen - Oberhessen Sonntag, den 2. März 1941, nachmittags 4 Uhr. im Hotel-Restaurant „Hindenburg", Seltersweg, Lichtbilder-Vortrag d.Hrn. Univ.- Prof. Dr. Schlievbake, Gießen Mooren LWiWisflJoiittocgehie! für Mitglieder, Angehörige und Gäste (Eintritt frei). iozsd LaGlasieovN»«, r» o. erhoffen 6tt W lvteserhotten taf nadmev etart tatet* | Vereine | r entfern» werden.-Verwenden J । Sie Eidechse Führern« und I Fuhbad. 1 Niederlage: 780a Patfibnetie "Doll Marktstraße 28 Keine Ursprünge- xengnisse, andern nut Zeugnt» abschristen dem Be verbring»,chrelben bei egen I — Lichtbilder andBewerbuag-untev agen wüsten zur Ber meidung von Verlusten aus Der Rückseite Ra- men und Inschrift de« Bewerber« kragen! Tüchtige Hausgehilfin gesucht für ganz oder % Tag Bl eher, Georg-Philivv' Gailstr. 6. ivisv Aelter.,erfahren. Haqelfn mit Kochkennt- nisien gesucht. Angeb. mit, Gehaltsansprüchen unt. 884D an den Gießen.Anzeiger | Mietgesuche"] leeres Zimmer zum Unterstellen von Möbeln baldigst gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 0695 an den Gieß. Anz. erbet. BonöBiUfst Dome Glaslüster und verschiedene Campen. Stehlelter. Silber GMWgei billig zu verkauf, zwischen 16 und 17 Uhr. 1019D Alicens». 431. [Verschiedenes Vorerhebung zur Vodeubenuhuugserhebung 1941. Zur zuverlässigen Feststellung der Bettiebsflächen ist vor der eigentlichen Bodenbenutzungsaufnahme im Mai 1941 auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft im März 1941 eine Vorerhebung durchzuführen. Dazu ist es nötig, die landwirtschafllichen Betriebe, Forst-. Weinbau- und Gartenbaubetriebe zu ermitteln und ihre selbstbewirtschafteten Gesamtflächen festzustellen. Zu diesem Zweck erhäll jeder Betrieb mit einer Bodenfläche von 0,50 und mehr Hektar — Erwerbs- aartenbaubetriebe auch unter 0,50 Hektar — Ende Februar 1941 vom Oberbürgermeister 2 Vordrucke, und zwar: 1 Betriebskarte (Vordruck 3), 1 Berichtigungsnachweis zur Betriebskarte mit Anleitung zur Ausfüllung (Vordruck 2). Die Betriebskarte und der Berichtungsnachweis sind sorgfältig auszufüllen und spätestens am 4. März 1941 an den Oberbürgermeister zurückzugeben. Die Betriebsinhaber oder deren Vertreter sind nach der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 (Reicksgesetzblatt I Seite 723) gesetzlich verpflichtet, die erforderlichen Angaben zu machen. Betriebsinhaber, die am 1. März 1941 die Vordrucke noch nicht erhalten haben, müssen sie vom Oberbürgermeister sofort anfordern. Alle an der Erhebung beteiligten Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Angaben werden zu volkswirtschafllichen und statistischen Zwecken benutzt. Die amlliche Landwirtschaftsstatistik bildet die Grundlage für alle Maßnahmen zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes. Es wird deshalb erwartet, daß alle Beteiligten ihre Betriebskarten und Berichtigungsnachweise wahrheitsgemäß und sorgfältig ausfüllen und pünktlich an den Ober- bürgermeister zurückgeben. Der Direktor des Hessischen Landesstatistischen Amts. _________ Dr. Lind. sie hat auch Grund dazu, denn dec wochenlang die ganze Familie qu^i lende Husten ist wie weggebloi sen. Husta-Glycin half in wenigen Tagen. Husta-Glycin löst den hart-j nöckigen Husten und beugt ErkflH tungskrankheiten vor. Fl. nur RM 1J Drog. Winterhoü, Kreuzplatz 9 Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69 Drog. Seibel, Frankfurter Straße 89 Drog. Bernemann, Bahnhofstr. 17 Drog. Elges, Seltersweg 66 Lieh: Drog. Zimmer.y»y ----t---------------- -- -- - —' - -• • • - L--J ________________ An jedes Waschbecken gehört eine Flasche ATA. ATA ist beim Reinigen stark beschmutzter Hände 'allein oder in Verbindung mit etwas Seife/ ein ausgezeichnetes Mittel zurti Seifesparen! Nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse entschlief Montag. 24. Februar, abends 10% Uhr, plötzlich und unerwartet nach kurzem schweren Leiden mein lieber, guter Mann, mein lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Dr. Leo Lampe Privatlehrer im 49. Lebensjahre. In tiefer Trauer; Elly Lampe, geb. Schäfer Maria Lampe Clara Lampe Familie Schollin. Gießen, Berlin, Dinslaken N.Rh., 26. Februar 194L hohen Blutdruck. Magen-, Dann* Störungen, Alterserscheinungen. S toffwechselbesch werden. Geschmack- und geruchfrei Monatspackung L— Achten Sie «f die grim-weiße Paclanfl Drog. Winterhoff, Kreuzplatz W; Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39 Drog. E. Karn, Schulstr. 3SV Löwen-Drog. W. Kilbineer Nacht Drog. Bornemann, Bahnhofstr.17 Drog. Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 Drog. H. Noll, Ludwigsplatz Viktoria-Drog., Marktstrabe 1 Drog. Herrn. Eifies. Selters weg 66 Engel-Apoth. Habrich, Marktpl. Kronen - Drogerie Oebr. Michel« Wall tot strafte 29__ Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Bekanntmachung. In der Zeit vom 3. bis 31. März 1941 werden sämtliche städtischen Slrahenkanäle gespült. Während dieser Zeit sind die Rückstauverschlüsse an den Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. 1015D Gießen, den 27. Februar 1941. i Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. __________________I. A.: Gravert.__________________ Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung des Hessischen Landesstatistischen Amtes bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. 1014C Der Oberbürgermeister. I.D.: Nicolaus. |stellenangebote| Schaeiderin gesucht 07ie Kreiert 4 Sohn Plookstraßo 7. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) ft. 50 Zweites Blatt hat. Vom Kaisermanöver zum Englandflug SCHAUMPON c.K. Unser Bild zeigt, welche gewaltige Entwicklung der Flugzeugbau in Deutschland durchgemacht Eine Anzahl der gewaltigen Ju 88-Bomber z um Einsatz bereit. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Freitag, 28. Zebruar 1941 das Muttertier im Augenblick einer Gefahr seine Jungen auf dem Rücken davon trägt. Nach der Sage von Aeneas, der seinen Vater Anchises auf seinem Rücken aus dem brennenden Troja heraustrug, werden diese Ratten Aeneasratten genannt. Es gibt auch tropische Ameisen, die gegenseitig ihre Rücken zu einer Art lebendiger Leiter benützen, um auf diese Weise von einem Blatt zu einem anderen zu gelangen. Eine Ameise hebt eine zweite empor, an diesen beiden klettert eine dritte hoch usw, bis die auf einander reitenden Ameisen in langer Reihe ein lebendige Leiter bilden. Doch die Kunst des Reitens ist in der Tierwelt noch weiter ausgebildet. Manche Tiere lassen sich von anderen zu einer weit entfernten Beute tragen. So benutzt zum Beispiel der Polyp, der als söge- nanntes Pflanzentier keine richtigen Beine hat und daher allein in der Fortbewegung ziemlich hilflos ist, Krabben und Krebse als Reittiere. Er setzt sich auf die Krabben oder das Schneckenhaus eines Einsiedlerkrebses und reitet so der Beute zu, die diese Tiere aufspüren Allerdings ist dieses Reiten insofern unvollkommen, als der Reiter an seinen Eine Prophezeiung vor 40 Zähren. Aus unserem Leserkreis erhalten wir fol« gende Zuschrift: Ein zur Zeit in Kassel im Ruhestand lebender Pfarrer hatte vor 40 Fahren ein merkwürdiges Erlebnis, von dem er in einer großen Berliner Zeitung berichtet, das aber wichtig genug ist, um soviel wie möglich verbreitet zu werden. Als er Pfarrer im nördlichen Hannover war, besuchte ihn Ibaa ein Pfarrer der englischen Hochkirche. Dieser war ein aufrichtiger Freund Deutschlands im Gegensatz zu seinen Amtsbrüdern. Als Abkömmling der vor 1500 Fahren nach Britannien übergesiedelten Angeln und Sachsen wollte er gern die Ursitze dieser seiner angelsächsischen Vorfahren an der unteren Elbe und in Holstein kennen lernen sowie deren heutige Bewohner, die er als seine Stammesvermandten ansah. Er stammte aus der Gegend von Liverpools war 40 Fahre alt und hatte- in Oxford studiert. Da er den besseren Kreisen Englands angehörte, war er über die in diesen Kreisen herrschenden politischen Ansichten genau unterrichtet. Er kannte die aus Reid und Habgier geborene Verblendung seiner Landsleute gegen das seit 1870 so mächtig und wohlhabend gewordene Deutschland und sein Gemüt war dadurch so bedrückt, daß er auffallend ernst war. Er hieß Fr. Tudsbery und war Pfarrer f Blondes Haar bete M / darf wegen seiner y X) n Jtflßfl'l Empfindlichkeit be- • sonderer Pflege. Man • wäscht es daher nur JAM U mit Mitteln, die kein Rikali und keine Kalkseife im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also mit Schwarzköpf „Extra-Blond* imstande. r<_ .. Wo bin ich denn? Sieh da, man schließt die Türen. Die Töne drunten sind verstummt, die Gespräche auch. Das Dunkel sinkt weich herein. Gegen einen unbestimmten Schein von unten sehe ich einen erhobenen Arm, der den Taktstock hält. Der Platz n<@5n mat schön,^voll^ Erwartung zu sein, verliebt Träger gebunden ist und nicht nach Belieben aufx in das Kommende. Aber es muh alles fein Ende und absteigen kann. C.K« tet, ferner das Einschietzen der Artillerie. Fn Amerika entwickelte man das „Mehrzweckeflug, zeug": Aufklärer, die auch als Jagdflieger oder Hilfsbomber zu verwenden waren. Einen ganz be. sonders weitgreifenden und mit einer Reihe tech- nifcher Hilfseinrichtungen gekoppelten Ausbau erfuhr die Lichtbilderkundung, namenthd) nachdem die optische Technik Fernsehkameras entwickelt hatte. Heute ist dieser Zweig der Aufklärungsstrategie zu besonderer Bedeutung gekommen. Auch in der Zuteilung der einzelnen Staffeln zu Bodenformationen haben sich die Ansichten in den verschiedenen Ländern wiederholt geändert: be- greiflich, da mit neuen technischen Konstruktionen sich auch neue Verwendungsmöglichkeiten ergaben. Wenn man auf diesem einen Sondergebiet der Luftwaffe den Aufbau innerhalb weniger Jahre beobachtet, so wird man unschwer erkennen, welche Summe an technischer und militärischer Leistung hier aufgebracht werden mußte, um die Luftwaffe zu ihrer heutigen Bedeutung zu entwickeln. in der Grafschaft Wetzex. Obwohl damals zwischen England und Deutschland Friede herrschte und der deutsche Kaiser der Enkel der englischen Königin war, war Tudsbery fest überzeugt, daß dies äußerlich gute Verhältnis nur Trug und Schein sei und daß eines Tags das Schlimmste geschehen werde. Vierzehn Tage war er Gast bei dem deutschen Pfarrer und fast jeden Tag kam er auf die hohe Politik zu reden und schloß ungefähr so: „Ich prophezeie es gibt einmal ein großes Unglück zwischen England und Deutschland! Meine Landsleute sind zu dumm: sie reisen wohl durch Deutschland, um berühmte Gegenden zu sehen, aber für die Hauptsache, f ü r das deutsche Volk, haben sie keine Augen. Sie wollen nicht sehen, wie fleißig und friedlich die Deutschen sind, sie verachten und hassen sie nur. Sie sind so dumm, daß sie auch die deutsche Sprache nicht lernen wollen. In den deutschen Theatern werden die Dramen Shakespeares aufgeführt, wenn aber in London, was sehr selten vorkommt, Goethes Faust aufgeführt wird, bann, bleiben gerade die vornehmen Leute zu Hause." Wie geringschätzig, ja wie wahrhaft stumpfsinnig die Abneigung der vornehmen englischen Kreise gegen deutsche Sprache und deutsches Geistesleben sei, dafür erwähnte er ein sehr bezeichnendes Er- st^^dHichlani.deutlich «-worden: von Düften, die einem die Nüstern wetten. Ach, diese erregenden Düfte! Mit ihnen habe ich immer wieder eine sonderbare Muhe. Natürlich weih i* genau wenn ich an einer leibhaftigen Rose rieche, daß sie, wenn überhaupt, noch Rosen riecht. Aber kaum riecht die Lust um eine schone Krau Ijerutn nad) unsichtbaren, in ihre ätherischen Oele «rs uchtigten Rosen so muh ich mir scharf und lange überlegen, ob es nicht am Ende doch Maiglöckchen l'nd^Und wenn es Maiglöckchen sind, ob nicht eher doch Veilchen, und wenn Veilchen, ob nicht vielleicht Flieder oder jänazinthen oder was weih >ch! Man sagt, es gäbe Tewrüfer die nicht nur schmecken oder riechen, wÄr eine Sorte stamme, sondern auch wie beim Wein die genaue Lage und den Wgong daraus 15u bestimmen wissen. Sollte es auch den Beru, des Duftschmeckers geben — zugegeben, ich komme da nidit in Betracht. Es geht meiner Nase mit bieten Mischdüften wie meinem Kopf mit Witzen: Ich habe schon am nächsten Tag nur noch mibe- stimmte Erinnerungen daran und der selbe Mensch kann sie mir also immer wieder neu erzählen. Das oll weder heihen. dah ich für Witze, "Och daß ich für den Re , solcher Düste unempfänglich biw Ich meine nur immer: wer gut riecht, sollte auch gut aUfieutn'ift daran kein Mangel. Die Reihen haben npfüQt- ringsum summt es von halblauten Ge Köchen Nur der Platz neben mir ist noch leer. ^Schö'n^ett "einer" W^ile ist "»-h -twas anderes rxriib^e"^ ^ Bewußtsein Von dorther, wo zwischen Buhne mb Zusthauerraum ein Schacht sich einsenkt kommt un° ^tomadien Ahnung von Licht zugleich ein Schwall v!n Tönen herüber: die Musiker drunten WAch eine ^wunderliche Seligkeit den erregten der Geige, die plötzlich abbrechen, zuzu- S.^ch^n d g ßJ^en einer Klarinette, m ?-OrChprbfräftiae %Iu5 einer Trompete hineinfährt. ^rnn?en Schall der Kesselpauke, die vor lauter j Gespanntheit zu explodieren scheint und die glerch- Die hervorragende Bedeutung der Flugzeuge in der strategischen Aufklärung ist eines der bedeutendsten Kennzeichen des gegenwärtigen Krieges. Dis Erkundungsflieger haben heute, lriegs- wissenschaftlich gesehen, eine Aufgabe übernommen, dir jahrhundertelang der Kavallerie zugewiesen war: Damals zwar in vergleichsweise räumlich bescheidenen Grenzen, aber in ihrer strategischen Bedeutung ebenso wesentlich und unter Umständen entscheidend. , Llls man im Jahre 1911 in Deutschland Militar- fluazeuge zu entwickeln begann, sahen nahezu alle militärischen Fachleute die Aufgabe der neuen Waffe im wesentlichen in einer taktischen Eingliederung zu Ncchaufklärungszwecken. An eine Bewaffnung von „Aeroplanen", an Bomber oder gar an Schlachtslieger dachte damals noch kein Mensch, außer einigen optimistischen Zukunfsstrategen, damals belächelt, heute längst gerechtfertigt. Wu a_le Neuerungen, fand auch das Flugzeug m jemen Anfängen auch unter den Theoretikern der iQitir und Strategie manche skeptische Beurteiler. Aber die e r st e n praktischen Versuche im Kcussr- manöv->r von 1912 gaben den jungen deutschen Fli"ae-n Gelegenheit, ihre militärische Bedeutung zu beweisen. Die Folge war dann ihm Fahre 1913 die „Geheime Dienstvorschrift für das gesamte Militärflugwesen". Hierin blieb die operative Fernaufklärung und der strategische Weitflug den Luftschiffen vorbehalten, in die damais weite Kreils große Hoffnungen setzten. Dem Flugzeug dagegen traute man höchstens einen Radius von 250 Kilometer zu, bei einem Raum von ^0 bis 1200 Meter Höhe. Die Hauptaufgabe für die Militärflieger fei „.die taktische Aufklärung bis in oie Schlacht hinein" auszuüben. Als im folgenden Jahre der W e l t k r i e g au5= brach, erwiesen sich die wenigen vorhandenen Mili- tä"stieaer während des Vormarsches im We^en als wertolle Aufklärer — leider wurden ihre Beobachtungen infolge des mangelnden Verständnisses für bis neue Waffe felbft an hohen Stellen damals nicht immer genügend ausgewerteh Eine größere Bedeutung kam den seinerzeitigen Aufttarungsflie- schäftigen. « , . Infolge des Versailler „Vertrages" war nach dem Krieg eine weitere Entwicklung der Luftwaffe in Deutschland nicht mehr möglich. Erst mit der Rücknahme der deutschen Wehrfreiheit durch den Füh- rör und mit dem Aufbau der neuen deutschen Luftwaffe durch Generalfeldmarschall Göring wurde die Bahn auch für deutsche Flieger frei. Mit welchem Erfolg, wissen wir heute! Inzwischen hatten aber alle übrigen Staaten aus den Erfahrungen des Weltkrieges ihre Folgerungen ziehen können und dementsprechend ausgerüstet. Dabei waren allerdings in' verschiedenen Ländern die taktischen Auffassungen geteilt. Sa bevorzugte Frankreich für Aufklärungsflüge das Einzelflugzeug, während die Engländer zu dem gleichen Zweck den Geschwaderflug entwickelten. Als eigentliche Aufgaben der Aufklärungsflugzeuge wurden vor allem Nah-, Gefechts- und Fernerkundung betrach- wohl den Sternenfchauer nicht auszulöschen vermag, den eine unsichtbare Harfe in einen imaginären Himmel hinausfprüht. Es ist im Grunde gar nicht zu fassen, wie alle diese Tongeräte, die nur ihre eigne Sache betreiben ohne Rücksicht auf die andern, dennoch eine so beglückende lieberem« stimmung und das Gefühl freudevollster Erwartung hervorbringen. Aber es ist nicht anders als im Wald, wenn alle Vögel durcheinander fingen, und etwas von Frühilng scheint uns auf diese besondere Weise auch im Theater ausgebrochen — eh die Fiedler und Tirilierer da drunten mit einem Schlag verstummen, der Herr Kapellmeister hereintritt, das Haus weich im Dunkel versinkt und das Vorspiel in seiner unerbittlichen Tonfolge anhebt — das Vorspiel, da unweigerlich das Aufgehn des Vorhangs den Beginn des Spieles nach sich ziehen wird. Halt ein! denkt man da wohl. Noch nicht, ich bitte. Allzu herrlich ist es, voll Sehnsucht und Erwartung zu sein und dem entfesselten Frühlingssturm der Instrumente zu lauschen? Gewiß, alle Verliebtheit ist ein vorläufiger, zum Vorübergehn verurteilter Zustand. Was dauern soll — wenn es gut geht, ein Leben lang, ja Übers Grab hinaus, ist ja die Liebe. Verliebheit soll zur Liebe hinfüh- rcn, sich in Liebe verwandeln, in ihren noch tieferen Entzückungen, aber auch selbstloseren Opfern oufgehn. Zwar kann sich der Mensch, dank der Freiheit seines Willens, solcher Liebe entziehen, die ihn auf einen Menschen festlegen möchte. Aber der im Vorläufigen — gleichwie in einer schöneren Erfüllung — verharrende, der ewig neu Verliebte, der zuletzt mehr ins Verliebtsein selber als in ihren Gegenstand Verliebte, er entdeckt eines Tages, daß er zu wahrer Liebe nun nicht mehr von Herzen gern im Osten zu. Die weit größeren Räume der Ostfront erlaubte die Aufteilung in strategische Auf- klärungszonen, aus denen Meldungen überhaupt nur durch L u f t e r k u n d u n g herbeigebracht werden konnten. Mit Recht konnte der Generalfeld- ma.rschall von Hindenburg später schreiben: „Ohne Flieger, fein Tannenberg!" Meldungen zweier Aufklärungsflieger haben später auch den in der Kriegsgeschichte einzig dastehenden D u r ch d r u ch bei Brzeziny und damit die Rettung des völlig eingeschlossenen XX. Armeekorps überhaupt erst ermöglicht. Als dann die Strategie durch die Erstarrung der Fronten vor neue Aufgaben gestellt wurde, entwickelte sich dte N a h a u f - k l ä r u n g und mit ihr die taktische Zusam - menar_beit mit d e r Infanterie und Artillerie. In raschem Tempo ging die Entwicklung und mit ihr eine Spezialisierung ter Luftwaffe vorwärts. Mit den neuen Aufgaben entstanden auch die neuen Typen für besondere Zwecke: Heute unterscheidet man im wesentlichen vier Arten von Kriegsflugzeugen: Aufklärer, Jagdflieger, Bomber und Schlachtflieger. Hier soll uns indessen im folgenden nur die weitere Entwicklung der speziellen Aufklärungsflugzeuge be- Ehe der Vorhang anfgehi... Von Hanns Brann Der Vorhang Ist noch nid)t aufgegangeir Er vird es bald tun; aber ich mochte e'9"ntl >»be sich Seit. Das tzaus funkelt im Lichterglanz, i'ie Lichter spiegeln sich im Schmuck schon F ^- ton denen zu allen Türen immer neue, g ü£)r kreintommen, während ihre ob i-rer Sesselreihe erst verneigen um lestzustellem,ov <5 auch die richtige ist. Trotzdem gibt ftbaren Mißverständnisse. Die Same mit bem .cL[0«cn ftelz um die Schulter, die schon sreihinerschloß Klien, den leeren Platz neben d°m memen e>nz^ nehmen, kehrt noch einmal um; dönn ihr fli«^ itt o fenbar gesonnen, die Platze vor d ™ ü Inr die richtigen anzusehen. Dort sitzt allerdings ll)on eine andere Dame, die, als j bleibt iün paar gemurmelten Worten ^Zr ihrs d teleiöigt den Mund verzieht und darauf $ - t l“i ihr Platz. Worauf sich, der Herr heuchlerischen^ huldigt, ein paar Schritte zurück tu lilter heranwinkt, ihm die Emtr ttskar n Y.ny nd auf jene Same - nicht allzu auffällig ut> ragens — hindeutet. Das Ende vorn^Ll 1 ' •ne hartnäckig Sitzende aufstehn und. 9 m ‘ ■*m der uniformierte kleine ^nauzbarttg h ad) Einsicht in ihr umständlich °us dem Täschchen -eholtes Sitzkärtlein nachgewiesen, sie faße G Jber sie hätte links. . .. ber Sie Damc hat sich aufgerafft ul 9cb . Unredjt JRiene eines Mensche» dem soeben «chw-r-s U "getan worden, nach links hmuben T>’ Jt noch eine kleine bedauernde Schutteroe^w ach und nimmt den warmen Platz ,maeschrie> peinigenden Gefühl, gegen baben Er >enes Gesetz der tzöslichkett o-rstotzen zu d°°e airb es noch bis weit m den ersten an ) icht los werden. . „„fxfHaen Er- Ä aber habe nun also S" meine'' Afa Atzung einen kunstvoll ausgefuhrten ock _ uene leinen Augen, darunter einen weitz schlingt. ?al5, um den sich eine erlesene Perlenkette schims Samit nicht genug, ist auch die Lujt klng-umyer haben; wer möchte im Ernst, daß es nie anfinge? Der Taktstock da vorn senkt sich. Das Vorspiel beginnt! Reitende Tiere. Daß ein Tier das andere zum Reiten benützt, ist keine zoologische Fabel, sondern eine naturwissenschaftlich mehrfach festgestellte Erscheinung, lieber die Frage, ob die Geschichte in Freiligraths bekannter Ballade „Der Löwenritt" von dem Löwen, der die Giraffe zu Tode reitet, wirklich möglich oder eine reine Phantasie des Dichters fei, ist feiner Zeit viel gestritten worden. Einer der besten Kenner der afrikanischen Tierwelt, der Forscher C. G. Schillings, hat aber erklärt, daß die Geschichte durchaus denkbar sei. Doch gibt es, besonders in der kleineren Tierwelt, eine ganze Anzahl Geschöpfe, denen das Reiten Gewohnheit ist. So gibt es in Amerika eine Art von Beutelratten, bei denen Zum Tag der deutschen Lustwaffe. Der 1. März ist zum Tag der deutschen Luftwaffe bestimmt worden. Ganz Deutschland wird die- sis Tages jetzt mit besonderer Genugtuung geben» L beim unsere jüngste Waffe hat sich in biefem Hege ebenbürtig an bie Seite ber beiben älteren Vhrmad)tteile gestellt, sie hat alle Fortschritte ber 2-chnik erlebt und in dem gigantischen Ringen um putsche Freiheit eine einzigartige Rolle übernom» nan. Die deutsche Luftwaffe ist nicht nur technisch, j ibem auch durch den Geist ihrer Ossiziere und Mannschaften zur tödlichen Schwertspitze der deut- stien Wehr geworden. Unverwelklicher Lorbeer r nkt sich seit dem Blitzfeldzug gegen Polen, seit der Wegnahme aller Positionen der englischen Pluto- |.itie in Norwegen, den Niederlanden, Belgien Vil> Frankreich um sie. Als der Weltkrieg zum selbstverdammenden Ur» । isfprud) über die Lebenskraft der Demokratien fhrte, hat schnöde Selbstsucht uns diese Waffe ge= Linmen, die sich so überraschend schnell entwickelt Hte. Uns wurde die Fliegerei verboten. Die Franken pochten aus ihre Luftwaffe und bauten sie riter aus, die Engländer ahmten die Franzosen sich. Wer den Luftraum in künftigen Kriegen be» lösche, so meinten sie mit Recht, der habe den kidsieg in der Hand. Aber was die Feindeswut scht dämpfen konnte, war der Geist, der die auf f,cheiß der Entente abgelieferten Flugzeuge des Weltkrieges überdauerte. Die Bölke und Jmmel- icmn und Richthofen waren die heroischen Vor- lder unserer Besten geblieben, und Hermann Öring, ein Weltkriegsflieger, der nach dem Flieger- d Manfred von Richthofens dessen berühmte Jagd- jffd kommandiert hatte, übernahm es, die Grundgen einer neuen Luftwaffe zu schaffen und diese 5 elbftänbigcn Wehrmachtteil so zu entwickeln, ß sie die erste der Welt geworden war, als es nft wurde. Das mar das Ueberraschende. Frankreich war ich dem Scheindiktat von Versailles auf seinen bügeln eingeschlafen, England hatte mit der geahnten britischen Saumseligkeit allerlei versäumt, ir nicht, das Maul über seine angeblich unschlag- ire Luftrüstung aufzureißen. Wir hatten dagegen irt und schwer gearbeitet, unsere Technik und den rfinbungsgeift unserer Ingenieure einem Ziel un- raeorbnet: so schnell unb so flut wie nur eben »glich bie beste Luftwaffe der Welt herzustellen id dazu bie erforderlichen Kämpfer zu schulen, ermann Göring vollbrachte das Unmögliche auf (5 Führers Befehl, aber nur, weil sich gleichzeitig ie deutsche Jugend willig in den Dienst des gro- en Gedankens stellte, Deutschland auch m der Luft i!d)lagbar unb allen Feinben überlegen zu machen. ' Der in 18 Tagen beenbete Blitzkrieg gegen Polen l iate zum erstenmal bie vernichtende Wirkung deut- yr Bomber. Im Westen arbeiteten die deutschen Xugzeuge in unmittelbarem Zusammenwirken mit ! n Streitkräften auf der Erde, und so präzis war deses Zusammenarbeiten der deutschen Waffen, daß Frankreichs traditionsschwere Armee glatt über den Raufen gerannt wurde, und bie Briten verzweifelt ihre Insel flüchteten. Dann aber zeigte sich, diß bie gerabezu unbegrenzten Möglichkeiten ber ruen Waffe von uns immer vollkommener aus» c-nutzt wurden. Die Luftwaffe — schon beim Nor- ' regenunternehmen aufs höchste bewahrt rief U zur See eine wahre Revolutionierung aller runbfähe für' Angriff unb Verteibigung hervor. Zusammenwirken mit der beutschen ^otte unb dein haben unsere Bomber, denen bann die Fern- hmber folgten, die Zufuhren Englands weit von Jnselküste entfernt versenkt, Englands Nerven- fränge durchschnitten und so manches st^ze Kriegs- |t-)iff auf den Grund des Meeres geschickt. Und als Ihurchill mit einer unterlegenen Luftwaffe den iifinnigen Fehler beging, die deutsche Zivilbeoolke- ring zu bombardieren, kam die Vergeltung tausend- ich Englands Werften unb Hasen, Englanbs Ru- fungsinbuftrien unb Verkehrswege, Englanbs Vor^ rite und Lagerhäuser sanken m krummer. Stands tingt die deutsche Luftwaffe am Feind, sie Zermürb inmer stärker (eine letzten Anstrengungen und auch in Mittelmeer und Nordafrika haben unsere Flug^ ,1‘uge bas Wort bes Führers wahrgemacht baß wir de Engländer überall schlagen, wo sie ßch stellen. Der Frühling dieses Jahres wird den Endkamps pifdien dem neuen Deutschland und dein englische Aratenstaat cinteiten. Deutschland ift b°r°>t, und i ite Adler Hermann Görings werden voranstteg^ I, > ■ST fault, als wir dieses Fort wenige Tage nach Einnahme zum ersten Male besuchten. Wer ein emni ig, während die englischen kben bis auf den heutigen un' Spitzbergens Erwachen Machthaber dumm bliel Tag. tischen und militärischen Vorbereitungen zum Vernichtungskrieg gegen Deutschland fertig war Aber —£— war klug, während die englischen erkennung eines zähen Kämpfers, aber die veral teten Einrichtungen des Forts Marre, die kümmi liebe Ausstattung, zeigen, daß man auf den angc licyen Lorbeeren des Jahres 1918 eingeschlafen w und jetzt ein schauerliches Erwachen folgte. D, Stroh in den Unterkünften war schmutzig und oe vor Augen, die nichts von den Granaten sahen, sondern nur Verdun und nichts als Verdun. Die Vorstadt B e llev i lle war erreicht und genommen, obwohl das Fort Belleville nod) feuerte, und dann führte der Wea in die Stadt, während draußen endlich die Forts schwiegen, der Weg zur Zitadelle und zum Denkmal der Schlacht von Verdun. So verbinden die Gedanken hier oben auf dem Fort Marre Vergangenheit und Gegenwart. Diesmal war der Marschall P 61 a i n nicht mehr in der Lage, Verdun zu retten. Hier oben aber sehen wir auch, mit welcher Schuld die französischen Machthaber belastet werden müssen. Es bleibt heute noch rätselhaft, woher man den Mut nahm, dem Reich einen Krieg aufzuzwingen. Wir versagen heute wie damals 1916 dem französischen Soldaten nicht die An- Oie Bogel-Klinik. In einer Stadt in Texas hat eine vermögende Einwohnerin ein Spital für Vögel eingerichtet. Die Gründerin des sonderbaren Spitals hat angeordnet, daß an den Tieren ohne Narkose keine Operation und überhaupt keine schmerzhafte Behandlung vor- genommen werden darf. Papageien und Kanarienvögel sind die häufigsten Patienten des Spitals die mit allen möglichen Verletzungen pnb Krankheiten emgeliefert werden. Die Operationen an den kleinen Tieren sind durchaus nicht leicht, und der Tierarzt, der sie vornimmt, gill als ein besonders tüchtiger Mann in feinem Fach. Tatsache hat dazu geführt, daß die einzelnen Koh lengruben, die bereits zu Beginn des Iah Hunderts an den Küsten in Betrieb waren, sich i jüngster Zeit wesentlich vergrößern konnten, we sich mit der Klimaänderung und namentlich m den längeren Perioden schnee- und eisfreien We ters die Lebensbedingungen und die Arbeitsmö, lichkeiten für den Kohlenabbau wesentlich verbesse ten. Kohle ist für Finnland, Schweden und No> wegen sehr wichtig. Es ist daher durchaus begrei, lich, wenn man Ueberlegungen hinsichtlich eine stärkeren Ausnutzung und namentlich der roeiterei Erforschung und Erschließung Spitzbergens anstell Die bisherige Kohlenförderung in Spitzbergen wo S, einmal deshalb, weil die Kohlenflöze an de i höchstens ein Meter Dicke besitzen, ferne weil diese Kohle nicht besonders wertvoll ist. Do< sind Möglichkeiten gegeben, den Abbau im Küste, gebiet zu erweitern und damit auch den Ertra entsprechend zu erhöhen. Die Tatsache, daß am die Sowjet-Union an der Ostküste Spitzbergens de Kohlenabbau stark intensiviert und damit offer sichtlich guten Erfolg hat, könnte als Zeichen dc für gewertet werden, daß Spitzbergen als Kohlen revier des europäischen Nordens noch eine groß Rolle spielen wird. Die Kohlenförderung hat sich bisher nur auf di. Küstenstrecken beschränkt. Dabel ist man sich in Fachkreisen aus Grund der erd geschichtlichen Ben gangenheit Spitzbergens und der neueren geolom schen Forschungen durchaus klar darüber, datz auch im Innern Spitzbergens Kohle vorhanden feil muß, die vermutlich wesentlich besser und umfang« reicher ist als in den Ausläufern der Flöze, die mi Küstengebiet abgebaut werden. In Verbindung mii der eingangs erwähnten Klimaänderung und unfei Benicksichtigung der heutigen Bergbautechnik er» scheint es möglich, nach dem Kriege auf Spitzbergen^ systematische Untersuchungen und Vorbereitungen zu einem großzügigen Bergbau zu treffen. Begreiflicher« weise wird der Mensch trotz seiner technischen Fort« schritte und Hilfsmittel in diesem polaren Raum, der immerhin den größten Teil des Jahres über minfel ist und nur drei Monate ein erträgliches Klima ausweist, auf Schwierigkeiten stoßen, dis der Bergbau der gemäßigten Zone nicht annähernd besitzt, aber dafür ließe sich in den Sommermonates Sum bis August eine Produktionssteigerung er* reichen, die für die Versorgung der nordeuropäischen Lander mit Kohle zwar Nicht ausreichen wird, aber immerhin einen beträchtlichen Zuschuß bedeutet. Lichtspielhaus: „Herz geht vor Ankers „Weitgereister Seemann in den besten Iahrem aber innerlich vereinsamt, wünscht, fern der Heimat Korrespondenz mit nettem, jungen Mädel, welches Verständnis für feine Seelennöte hat." Mar braucht kein Wahrsager zu sein, um vorauszusehen baß es hier verschiedene nette Mädchen gibt, welch Verständnis haben. Es ist auch klar, daß dies ersl mal schief geht sobald der weitgereiste Seemann in den Heimathafen eingelaufen ist und an Lanv kommt, um die Früchte der Korrespondenz zu gc< niefjen; daß er zwei Kameraden an der Braut« schau beteiligt, dient keineswegs dazu, die nabe« hegenden Konflikte auszufchalten — im Gegenteil sie komplizieren sich im Laufe der Ereignisse so sehr; daß einem himmelangst werden könnte, wie das ausgehen wird, wenn die Anlage der Handlung nicht unmißverständlich erkennen ließe, daß beit Verfassern des Drehbuches (Jacob Geis und Toni Huppertz) ernstere Absichten ferngelegen haben, und daß es hier nur auf lustfpielhafte oder schwank« maßrge Verwicklungen abgesehen war. Daran fehlt es ja nun mit Nichten, aber zuletzt ist es zur Be« lohnung fo weit, daß nicht nur ein Herz vor Ankek geht, sondern gleich mehrere. Die Hochzeitsreise wird gemeinsam auf der Viermastbark „Padua" gemacht, und die Aufnahmen von diesem prachtvollen Schiff gehören zu den schönsten Bildern in dem von Joe Stöckel mit munterer Laune in S^ene gesetzten Film: an der Kamera stand Otto oeck e r. Der innerlich vereinsamte Steuermann ist Gustav Fröhlich, den man lange nicht gesehen hat, und der sich hier mit einem Windhunds* temperament ins Zeug legt, ehe er endgültig ooS Anker geht. Joe Stöckel und Heini Handschuh mach e r bilden in ihrer männlichen Veranlagung das wünschenswerte Gegengewicht zu dem ausgeN hungerten Draufgängertum des Steuermanns. Viktoria v. Ballasko, Winnie Markus, ßottil Rausch und Gusti Wolf bilden ein sehr appetitliches Quartett verständnisvoll-verliebter Mädchen. Ai Ide v. Stolz in einer kleinen komischen Szene sei nicht vergessen (Bavaria.) — Ein Luftschutz- Lehrfilm und die hier schon angezeigte neue Wochen«' schau vervollständigen das Programm. Hans Thyriol dem Bischof von Viriningham, dem Oberhirten Chamberlains, mit und druckte die Hoffnung aus. daß nun die schlimme Weissaguna Tudsberys mit dem Weltkrieg für immer erfüllt fei und von nun an Deutschland und England einträchtig zusammen für den Frieden der Welt arbeiten würden. Der Bischof von Birmingham hat darauf nicht geantwortet. Vielleicht hat er fein Schäflein Chamberlain gekannt und gewußt, daß dessen Versprechen nichts als Heuchelei war und darauf berechnet, Eng- land Ruhe zu verschaffen, bis es mit allen diploma- Verdun vor 25 Jahren und heute Von Karl Brammer. empört: O nein, ich kann es nicht. Wenn ich nach Deutschland komme, spreche ich deutsch nur mit Kellnern und Schutzleuten." — So dumm sind meine Landsleute, fügte der englische Pfarrer an, daß sie sich schämen, wenn sie im Verdacht stehen, deutsch zu verstehen. Darum sage ich: Es gibt einmal ein schreckliches Unglück zwischen Deutschland und England. Pfarrer Tudsbery hat richtig prophezeit. Jetzt ist das Unglück über Enaland hereingebrochen Die Machthaber in London haben in ihrer Dummheit und Hoffart alle Warnrufe verachtet und das englische Volt durch amtliche Lügen in seiner Verdummung gehalten. Jetzt rächt sich das. Als Chamberlain 1938 in München unserem Führer Friede und Freundschaft gelobte, teilte der in Kassel lebende Pfarrer die Prophezeiung des Pfarrers Tudsbery In diesem Jahrhundert ist Spitzbergen, die norwegische Inselgruppe im Nördlichen Eismeer, aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, den es unter einem Panzer von ewigem Eis und Schnee schlief. Bis dahin hatte Spitzbergen zu den nordeuropäischen Landkomplexen gezählt, die, zur Polarzone gehörig, keine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung besaßen noch erwarten ließen. Allerdings haben nicht Menschen und ihre kulturtechnischen Mittel Spitzbergen aus dem Banne von Eis und Schnee gerissen, die Natur selbst griff im Laufe dieses Jahrhunderts ein und löst in den Fjorden und an den Hängen die Eisbarrieren. Im Zuge einer allgemeinen Erwärmung, die man seit einigen Jahrzehnten und namentlich in den letzten Jahren im Nordpolarraum feststellt, hat sich das Winterklima Spitzbergens, wie zahlreiche Forschungsexpeditionen ergeben haben, im Laufe von drei Jahrzehnten um sieben Grad qe° steigert. Die eigentliche Ursache dieser Erwärmung des Klimas scheint dabei von einer gesteigerten Intensität der Golfstromausläufer in dieser Erdzone auszugehen. Die relativ warmen Meeres-- fluten, die Spitzbergen umfluten, minderten zunächst die normale winterliche Vereisung allgemein herab und wirkten außerdem auf die untere Atmosphäre, so daß diese die erwähnte Temperaturzunahme im Durchschnittswert erhielt. Die Gesamtwirkung war, daß die im Laufe des Winters in den Fjorden und auf dem Festland von Spitzbergen sich bildenden Eis- und Schneepanzer nicht mehr so stark waren, daß sie sich nicht während der Sommerzeit von Juni bis August auflöfen konnten. So kam es zu der überraschenden Erscheinung, daß Gebiete Spitzbergens, die nach photographischen Aufnahmen aus Sommermonaten des vorigen Jahrhunderts selbst im Juli und August vereist waren, in den letzten Jahren des laufenden Jahrhunderts in den gleichen Monaten fein E i s mehr aufwiesen, vielmehr eine gewisse Vegetation besaßen, die sehr deutlich die Klimaänderung Spitzbergens dokumen^ tierte, wie sie inzwischen auch durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt worden ist. Mit dieser Tatsache haben wir jedoch nicht nur einen interessanten klimatischen Fall zu registrieren, sondern es verbinden sich für das Land Spitzbergen damit wirtschaftliche Folgeerscheinungen, die von Bedeutung werden können. Die Zufahrt nach den Spitzbergen-Häfen ist jetzt während eines großen Teiles des Jahres offen. Diese Ventilator ab, nickt erst dem Schalter und bann dem Fräulein bedeutsam zu und bringt seine endlosen Glieder darauf wieder still und stumm auf feinem Platz unter. ..Das Fräulein dankt Herrn Bohnsack mit einem rührend-verlegenen Neigen ihres schmalen Kopfes und spricht weiter in den Apparat: „... ja, und da bin ich gestern hier nach Seewalde, das hat dir Mutter wohl gesagt... ja, natürlich wieder in den Lindengarten, wie damals ..." Es ist so still, so peinlich still, seitdem der Ventt- lator nicht mehr brummt. Das Fräulein ist über und über erglüht, sie duckt sich förmlich in den Apparat. .Mas willst du, Peter? — Ach, ja, Peter, doch ... Nein, heute nicht, heute geht kein Zug mehr nach ... wie? Nein, Peter, ich bin nicht merkwürdig, ich bin nicht kurz ... Peter, ich kann dir das jetzt ... morgen sage ich dir alles ... ach, Gott, Peterle .. In diesem Augenblick schiebt Postassistent Rockstroh geräuschvoll seinen Stuhl hinter sich und steht auf. .Kameraden", sagt er mit lauter Stimme, „tch glaube, ein kleiner Korn zwischendurch an der Theke ist nicht zu verachten!" Und wie ein Mann erheben sich auf dieses Wort dreißig Männer, ftreben stumm und still der Tür zu und sind innerhalb von wenigen Augenblicken, ohne das Fräulein anzusehen, aus dem Dereinszimmer verschwunden. Der letzte macht die Tür zu. Es ist der große Mewes vom Sägewerk, der hinten in der Ecke gesessen hatte. Ganz leise macht er die Tür zu mit seinen riesigen Hdlzfällerpranken, ganz leise und behutsam. baten des Großdeutschen Reiches ist gewiß eigentümlich zu Mute gewesen, als sie nun über die alten Drahthindernisse des Weltkrieges hinwegfttegen und hier noch verrostete Helme und zerbrochene Waffen fanden, lieber Trichter ging es an den Kieshügeln alter Stellungen vorbei. Da meldete sich auch schon unsere schwere Artillerie Aum Wort, um den Kampf mit den letzten französischen Panzerforts aufzunehmen, und in diesem Artilleriekampf blieben mir Sieger. Wieder war es wie ein ^chicksalswalten, daß gerade am Toten Mann auch diesmal die Kämpfe am heftigsten waren. Aber auch selbst hier vermag sich der Gegner nicht zu halten. Es gab zwar noch gelegentlich Feuerüberfälle, die auch an diesem Juni- Dreißig Mann und ein Mädchen. Von Joachim Lange. Hinten im Dereinszimmer bei Kanecke klappern die Sammelbüchsen. Sie sind zwar noch leer, aber bekanntlich klappern auch leere Sammelbüchsen. Das heißt: ganz leer sind die Büchsen doch nicht, denn jeder Sammler hat beim Empfang feiner Büchse erst einmal ein paar Groschen aus der eigenen Tasche in den Schlitz gesteckt als Heckpfennig. Das ist guter Brauch in Seewalde und sicher auch anderswo. Ja, heute ist Freitagabend, morgen und übermorgen ist Haus- und Straßensamrnlung, da haben sich die Seewalder Sammler bei Kanecke im „Lindengarten" einzufinden, wo sie ihre Bezirke und ihre Büchsen bekommen. Auf dem langen Mitteltisch türmen sich die Kartons mit den Abzeichen, große Bogen Packpapier liegen schon in der Ecke, hier zählt Fleischer Gramzow seine Figuren ab, dort quittiert gerade Herr Bohnsack von der Landwirtschaftlichen Sparbank den Empfang der Büchse Nr. 18703, Dro- gift Warband verabredet mit seinem Mitsammler Treffpunkt und Stunde, und der große Mewes vom Sägewerk ist in einem lauten Gespräch mit Post- assistent Rockstroh begriffen, weil er sich nicht ganz klar ist, wo sein Bezirk beginnt, ob bei oder erst hinter Dr. Mahlitz. (Dr. Mahlitz will er nämlich gerne bei sich haben, der gibt immer besonders viel ...) Mitten in dieses Stimmengewirr hinein klingelt plötzlich das Telephon an der Wand Das ist so eine merkwürdige Einrichtung im „Lindengarten", daß das Telephon im Dereinszimmer hängt. Aber recht betrachtet, ist das gar nicht so merkwürdig, denn Herr Kanecke, der Wirt, hat sich gesagt: hänge ich den Apparat vorn ins Gastzimmer neben die Theke, bann kann jedermann jedes Gespräch mitanhören Und wozu das? Aber das Dereinszimmer steht meistens. tagsüber immer, leer, da hängt es am besten Das Telephon klingelt also, und der Nächstbeste, der lange Bohnsack von der Sparbank, steht auf, nimmt den Hörer ab und ruft: „Hier Kanecke, Gastwirtschaft Lindengarten!" III. Wenn der Blick von den PanAertürmen des Forts Marre hinüberwandert zu Den alten Schlachtstätten vor 25 Jahren, dann wandern die Augen auch in das vor uns liegende Maastal, und nun verbinden sich die Erinnerungen an die Februarkämpfe des Jahre 1916 mit denen des Juni 1 940. Das Fort Marre, unter dessen tödlichen Geschossen so viele deutsche Soldaten des Weltkrieges verbluteten, ist diesmal schnell Aum Schweigen gebracht worden durch die Angriffe Der deutschen Stukas, die mit mathematischer Genauigkeit ihr Ziel trafen. Diesmal war die Frage nicht, ob Derdun in langwierigen Angriffen vom rechten, vom linken oder von beiden Maasufern genommen werden sollte, diesmal zogen siegreiche deutsche Truppen durch das Maastal geraden fffieges zur Zitadelle, nachdem die französischen Truppen, die nur noch die Aufgabe hatten, am Toten Mann und auf der Höhe 304 hinhaltenden Widerstand zu leisten, außer Gefecht gesetzt waren. Auch in Derdun selbst hatten die deutschen Bomben Tod und Verderben gesät, so daß die Stadt zur Verteidigung nicht mehr fähig war. Wenn man sich ein Bild davon machen will, w i e es möglich war, daß Frankreichs stärkste Lager- feftung in einem Tage fiel, so darf man dabei nicht Die Gesamtlage außer acht lassen, wie sie sich am 15. Juni darstellte. Nachdem die Franzosen und Engländer in der Schlacht im Artvis und in Flandern zerschlagen worden waren, gingen, die deutschen Angriffsstöße unaufhaltsam über die Marne, die diesmal nicht zum Schicksalsstrom Frankreichs geworden war, tief in das Herz des Landes hinein. Schon war Paris gefallen, und die ersten deutschen Vortrupps standen an diesem Tage bei Auxerre. Wichtig war aber vor allem, daß motorisierte deutsche Abteilungen über die Hochebene von Langres vorgedrungen waren und dabei in Richtung auf Besan^on die französischen Armeen der Maginot- linie einkesselten. Gleichzeitig war ja wenige Tage vorher der Durchbruch durch die Maginotlinie bei Saaralben und am Oberrhein erfolgt. Das hieß also, daß auch der Rest der französischen Front ins Wanken gekommen war. Aus diesem Grunde lagen Befehle des französischen Oberkommandos vor, wonach die Festungsbrigaden sich aus der Maginotlinie langsam zurückziehen sollten. Ernsthafter Widerstand konnte nicht mehr geleistet werden. Es galt nur noch Zeit au gewinnen. Insofern war die Lage diesmal bei Derdun selbstverständlich ganz anoers als sie 1916 gewesen war. Verdun war diesmal nicht der Anfang, Derdun war gewissermaßen das Ende. Die deutschen Soldaten, die an der verlängerten Maginotlinie den großen Frontdurchbruch erkämpft hatten und die Truppen, die jetzt auch an den Zentralstellen der Maginotlinie durchgebrochen waren, sie sind es gewesen, die mit die Einnahme von Verdun gewährleisteten. Damit soll aber in keiner Weise das Verdienst der Männer geschmälert werden, die in schnellem, raschem und endlosem Vorgehen sich der Stadt und Festung Verdun bemächtigten. Die Stoßtrupps, die am Ostufer der Maas von Samo- aneux aus gegen Derdun vordrangen, machten an der Cüte d e T a l o u, der Höhe von V a ch e r a u - Dille, zum ersten Male halt. Don hier aus sahen sie, was wir im Weltkriege nie gesehen hatten, zum ersten Male die Rauchschwaden über dem brennenden Derdun. Zwar schossen noch starke Forts, aber es gab ja keine Front von französischen Soldaten mehr, die die Zugänge sperrte. Den jungen Sol- eignis, das er selber erlebt hatte. Auf der kirchlichen Synode zu Bristol, wo alle Geistliche des Bistums versammelt waren, zeigte der Bischof das neueste Buch eines berühmten deutschen Unioerfi» tätsprofessors, das der Buchhändler ihm zugeschickk hatte und worin eine Stelle besonders angemerkt war. Da der Bischof nur wenig Deutsch verstand, fragte er, ob einer der Anwesenden die Stelle übersetzen könne. Keiner meldete sich, der Bischof reichte »das Buch dem Archidiakon mit den Wor- itte, Mr. I. übersetzen Sie doch." „Bedaure sehr, das kann ich nicht." „Wie, Sie können das nicht? Sie reisen doch seit 20 Jahren jedes Jahr an den Rhein und in die Schweiz, da müssen Sie doch das Deutsche verstehen." Da bekam der Archidiakon einen roten Kopf vor Entrüstung, daß man ihm zutraute, er verstünde deutsch, uno erwiderte gesehen hat, wie deutsche Soldaten in den Befesttgu gen des Westwalls untergebracht waren, der oe steht es überhaupt nicht, oaß es eine franziW Truppenführung gab, die in dieser Weise ihre baten behandelte. Die Gefangenen sagten freilich iw mer wieder aus, daß das Durcheinander schließt so groß war, daß sich niemanb überhaupt zurech finden konnte. Auch bei dem Kampf um das Fort Marre sin einige deutsche Soldaten gefallen. Das Schicksal hl es diesmal besser mit uns gemeint. Der Boden vo,- Verdun hat Blut genug getrunken, als daß er nod mals einen solchen Opfergang hätte erleben müsse. Schließlich muß es die Einsicht gewesen sein, gege die deutschen Soldaten nicht standhalten zu können die dazu führte, daß Befesttgungen rote Marre, Belleville, Douaumont und Vaux nach kurzer Kampf in unsere Hand fielen. Unseren vorrückende Soldaten blieb an jenem Iunitag nur wenig Sei: denn der Vormarsch mußte weiter fortgesetzt roeröer So viel Zeit aber hatten sie noch, daß sie schweigen an die Gräber der deutschen Kameraden tratet die vor fünfundzwanzig Jahren ihren Angriff b« gönnen. Heute haben ihre Söhne in der gleiche Stellung gekämpft und gesiegt. So hat sich jetzt i Verdun vollendet, was 1918 die Geschichte uns schul big geblieben war. Der alte Soldat grüßt die junge Soldaten, und bie Jungen gedenken voll Ehrfurcht der Kämpfe, die hier vor einem Vierteljahrhundert begannen. Der Kampf um Verdun ist zum Sie urnVerdun geworden. So hat erst jetzt der Opfei tob der gefallenen Kameraden feine höchste Weih erhalten. Anläßlich der 25. Wiederkehr des Tages, an dem die Panzerfeste Douaumont erstürmt wurde, legte die Kameradschaft „Sturm Douaumont" Inf.-Regt. N r. 2 4 von der NSKOV. 6 einen Kranz am Ehrenmal Unter den Linden in Berlin, nieder. (Scherl-M.) tag von unseren Truppen Opfer verlangten, aber wir sind dem Schicksal dankbar, daß es erfreulicher- weise diesmal nur wenitze sein mußten, die ihr Leben hinzugeben hatten. Die Franzosen hatten freilich die Forts Vaux und Douaumont erneut zum Kampfe hergerichtet. Sie hatten Douaumont sogar modernisiert, indem sie den alten Batterien eine neue Befestigungsanlage hinzufügten. Aber alles hat nichts genützt. Die französischen Geschütze wurden, wie man in den Panzerkuppeln sehen konnte, durch direkten deutschen Beschuß einfach außer Gefecht gesetzt: Und während wir uns hier oben vom Fort Marre aus den Fall der Festung Derdun am 15. Juni zu erklären versuchen, wird uns berichtet, wie ein Regimentskommandeur im Kraftwagen einfach die Straße an der Maas entlangfuhr. Das lockende Ziel „Hier bei Kanecke!" verbessert ihn Postassistent Rockstroh, und alles lacht. Da kommt Herr Kanecke schon selbst aus dem Gastzimmer, nimmt Herrn Bohnsack den Hörer aus der Hand und sagt: „Ja, hier Lindengarten, Seewalde, wer ist denn da? — Fräulein Wagner aus Berlin wollen Sie sprechen? Augenblick, bitte!" Er geht wieder hinaus, und kurz darauf erscheint ein schmales, dunkelhaariges Mädchen in der Tür, bleibt einen Augenblick sichtlich verlegen auf der Schwelle stehen und geht dann unter den Blicken von dreißig Männern, die ihr folgen wie dreißig Feldstecher der Spitzengruppe in einem Pferderennen, mit kleinen, zögernden Schritten durch das halbe Zimmer an den Apparat. Das Buch, in dem sie wohl vorn im Gastzimmer gelesen hat, hält sie noch in der Hand. Anscheinend ist sie auch nicht wenig erstaunt, zu so später Abendstunde noch angerufen zu werden. „Ja, wer.ist denn dort?" fragt sie etwas unwillig in den Apparat hinein. Aber gleich danach jubelt ihre Stimme: „Du, Peterle? Ganz plötzlich drei Wochen Urlaub? Und vor einer Stunde bist du in Berlin ...?" Sie besinnt sich plötzlich, wo sie ist, ihre Stimme sinkt ab, ihre dunklen Augen werfen einen raschen, verwirrten Blick über das Zimmer. Dreißig Männer, die eben noch durcheinander geredet und mit ihren Büchsen und mit Geld geklappert haben, sitzen da, still und stumm wie die Fische, weil sie ja das Ferngespräch nicht stören wollen. Fleischer Gramzow zählt noch einmal seine Figuren ab, Drogist Warband zündet sich zum zweitenmal seine bereits brennende Zigarre an, Postassistent Nockstroh nimmt einen endlosen Schluck aus seinem Bierglas, die meisten sehen starr in die verqualmte Luft oder auf das rot-weiß gewürfelte Tischtuch. Keiner lächelt Herr Bohnsack wiegt bedenklich den Kopf. Nur der Ventilator brummt aufdringlich. Das junge, dunkeläugige Mädchen, Fraulein Wagner also, faßt sich etwas. „Ja, ich hatte noch zehn Tage Urlaub zu bekommen, und da bin ich gestern . was sagst du? Ich verstehe kein Wort . " Herr Bohnsack steht plötzlich lang wie eine leie- graphenftange neben dem Fräulein Das Fräulein schrickt nervös zusammen und blickt ängstlich an Herrn Bohnsack hinauf. Aber Herr Bohnsack will gar nichts besonderes, er dreht nur den Schalter vom lieb plötzlich st dessen Aeste aus einem Dor- löst. 1016V -r 2fnf( [Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Alles worden: von der zu Tag nicht zu Spenden für Soldatenheime. cs wird gebeten, Spenden für Soldatenheime i r auf das Postscheckkonto der Bank der Deutschen lveit Berlin» Berlin Nr. 3898, zu überweisen. Auf m Postabschnitt ist zu vermerken, daß die Spende lirSoldatenheime" bestimmt ist. Arosa war von ganz besonderer Art. Sie war völlig verquollen, und die Augen gingen ihr über. Der liebenswürdige Lasard nahm sich auch dieses Schnupfens an. Er schleppte Frau Triebsch und Lo- lott in den Speisewagen, ließ der alten Dame dort ein heißes, alkoholisches Getränk geben, dessen Zu- sammenstellung er dem Kellner genau vorschrieb, und dieses Getränk bewirkte Wunder. Zunächst wurde Mama Triebsch auf ungewohnte Weise neckisch und heiter, sie kicherte wie ein Backfisch, daß es geradezu peinlich anzusehen war, und später, im Abteil wurde sie schläfrig und schlief — schlief ziemlich bis Arosa. Gert machte sich über dies alles seine Gedanken. Da er nun mal von Anfang an ein Mißtrauen gegen Lasard gefaßt hatte, blieb er auch dabei, ohne sich zu sagen, daß es wohl ganz ungerechtfertigt war. Ihm wollte es scheinen, daß der freundliche Lasard selber zu jenen internationalen Gepäckdieben gehörte. Er hatte die Damen in der ersten Klasse beobachtet, hatte ihr Aussehen, ihre Kleidung, ihr Gepäck abgeschätzt und die erste Gelegenheit benutzt, um eine ungestörte Untersuchung der Koffer vorzunehmen. Bei Frau Triebsch waren keine Kostbar- feiten zu finden gewesen. Auch bei Charlotte nicht. Aber vermutlich hatte er an den Kofferschildern den Namen Mathesius gelesen, und der hatte auch für einen Lasard einen vielversprechenden Klang, hinter dem Geld steckte. Deshalb also hatte er nichts gestohlen, sondern sich auf ein späteres, besseres (Geschäft vertröstet. war von ihm aufs gescheiteste angelegt In Arosa wich er den beiden Damen nicht Seite. Sogar Frau Triebsch, die von Tag von ihm stärker eingenommen war, kam Verdunkelungszeit 28. Februar von 18.58 bis 8.13 Uhr n empor, den. W einen gJ i des M aren, $1 annten, J menilich J freien M Arbeiiz^ ich Derbf ] n und M Ms bed ichtlich A der weid gens anfid tzbergen 4 'flöze and sitzen, )0Ö ist M i im ti den Grti ie, daß d tzbergens M damit W Zeichen ti als Som ) eine gnj nur aufli man sich! Wen ren mo(i r. datz ad chanden * und llnm W. M rbindmg i ig und us autechnik t f Epihder« Sporfamt kdI. Heute, Freitag, 16 bis 17 Uhr: Kindergymnastik Schillerschule, Turnhalle. Tanztee, ihr Begleiter bei Schlittenausflügen. Anscheinend hatte sie keinen Schritt in Arosa ohne ihn getan. Durfte man ihr glauben — und Gert glaubte ihr unbedingt — so hatte sie Lasard widerstanden. Das paßte zu ihrer Art. Sie war und blieb — auch wenn sie verliebt war — eins Mctthesius. Aber dann war es doch geschehen. Sie hatte mit Lasard einen Skiausflug unternommen und dabei waren sie nach einem langen und beschwerlichen Aufstteg in ein ab« -nischen Fa (aren N Zahns Ä i ertrag ; stoßen, i ht anM irniermonol teigening । teuropiiij en wird, i bedeutet W ÄS ^Jj/I tilMSchmsiifSwMchl Roman von Otto llenftlöl. Bester Nachwuchs sichert das Handwerk Oie Ausbildung in der Meisterlehre immer ausschlaggebend. , „ kurz. Selbstverständlich kümmerte er sich am meisten um Lolott. Er war immer um sie. Er war ihr Lehrer beim Skilaufen, ihr Partner beim nAr J 'M 1 "jta J w M er J ■ben M sein, (J töte ad) (Jj Dorrü(f(r1 toenin jj setzt vL VMeij ™en ä der gd w ie uns lt diesig >l.l M Hahrhuch zum 6ii tztderbp ochste die ru. 'ie fC [°lgte '8 R Menschliche Größe verpstichtet. • SA., ff, NGKK., NGFK. und NSKOV. sammeln für das Kr.egs-WH'D. fcheuliches Wetter geraten. Das Schneegestöber war so dicht, daß sie nach fünf Minuten nicht mehr wußten, aus welcher Richtung sie gekommen waren und wohin sie sich wenden mußten. Es ging um Tod und Leben. Charlotte war im allgemeinen furchtlos; inmitten dieses eisigen Hexensabbaths verlor sie doch die Nerven. Glücklicherweise entdeckte Lasa.d eine verlassene Hütte, in der sie Unterschlupf fanden, bis das Aergste vorbei war. Sie hatten stundenlang warten müssen. Charlotte mußte wohl einen kleinen Nervenzusammenbruch erlebt Haden nach all den Anstrengungen und Aufregungen. Als sie jedenfalls ;u sich kam, lag sie in Lasards Armen und hatte ihn geküßt und ihm gesagt, daß sie ihn liebe, wie er sie liebe. Ihre Schilderung dieses Abenteuers war flüchttg und diskret, aber Gert konnte sich die Einzelheiten recht anschaulich ausmalen. Dieser Lump — er nannte Lasard in Gedanken jetzt schon „Lump" — hatte die arme Lolott einfach überrumpelt. Gert wußte aus Erfahrung, daß die Wetterwarten in den Wintersportplätzen alles taten, was menschenmöglich war, um ihre Gäste vor solchen Abenteuern und Gefahren, wie Lasard sie mit Lolott erlebt hatten, zu bewahren. Ein Wettersturz kam nicht unangemeldet. Die Warten wußten davon im voraus. Entweder war Lasard bodenlos leichtsinnig gewesen, oder er hatte es absichtlich darauf ankommen lassen, Lolott in solche Gefahr und Erregung zu bringen. Er wollte, daß sie ihm endlich erläge. Und er hatte genau das erreicht, was er wollte. Die überstandene Gefahr hatte auf Lolott einen tiefen Eindruck gemacht. Lasard hatte sie aus der Gefahr des Todes gerettet. Sie hatte gemeinsam mit ihm an jener Schwelle gestanden, von der man nur noch einen einzigen Schritt zu tun braucht, um in das ewige Schweigen einzutreten. Er hatte sie zu- rückgeführt. Ihm dankte sie ihr Leben, und ihm gehörte sie nun! Noch jetzt zitterte die tiefe Ergriffenheit und Dankbarkeit in ihrer Stimme. Nun, sie waren also nach Arosa und ins Hotel zurückgekehrt, wo man ihretwegen schon in Helle Aufregung geraten war. Es hatten schon Suchkolonnen nach ihnen ausgeschickt werden sollen. Frau Triebsch geriet beim Anblick der Zuruckkehrenden in Derzückungszustände und fiel Lasard buchstäblich um den Hals» ^Fortsetzung folgt.) Deutschland wird nicht ohne Grund das Land der Dichter und Denker genannt. Schon in der Schule lernt jedes deutsche Kind die Bedeutung Albrecht Meisterwerke Menzels, die Lieder er*5' b*e vollendeten Dichtungen Goethes und Schillers kennen. Später erleben die herangereiften Menschen Mozartsche Sonaten, Beethovens Sin- fonien, Bachs Fugen und Wagners Opern, welch eine Welt von Tönen und Klängen! Philosophen wie Kant und Schopenhauer und andere mehr, sie alle tragen den Ruhm des deutschen Volkes in die Welt. Dazu kommen aus der Geschichte geniale Feldherren: Der große Preußenkönig Friedrich, Blücher und Moltke, sowie die Namen geistvoller Staatsmänner, wie der eines Freiherrn vöm Stein und des eisernen Kanzlers Bismarck. Aus dem Mittelalter kennen wir Heinrich den Löwen, einen Mann von Geilt und Kühnheit, und heute steht an der Spitze des deutschen Volkes der Mann, der auf Jahrhunderte seinen Weg bestimmen wird, der Führer Adolf Hitler! Die Bildnisse dieser Männer aus Deutschlands Geschichte und Gegenwart werden uns bei der kommenden Reichsstraßensammlung am 1. und 2. März in einer Serie von» 20 hellfarbigen Glasplaketten 3um Kaufe angeboten. SA., ff, NSKK, NSFK. und Ehrenformationen der NSKOV. sammeln. Was kann uns ein kleines Opfer leichter machen als das Vorbild jener Männer, deren Leben restlose Hingabe an Deutschland war, und von denen keiner je ein Opfer scheute! Aber nichts kann uns größerer Ansporn fein als das Bildnis Adolf Hitlers, der jede Stunde feines Lebens dem Volke opfert! So uizida zizwa . ziijo eine ivceqe, stellte der Mann »st und verweilte noch einen Augenblick. Im hasten- in (Betriebe des Alltages hat man im allgemeinen i,-nig Zett, den Stimmen der Natur zu lauschen, nd dort, wo der Verkehrslärm brandet, hört man ;l( gewöhnlich überhaupt nicht. Um so erfreuter jiuröe der Meisenruf jetzt von dem Manne aufge- I «Mjmmen. Kam er nicht wie ein Vorbote des Früh- -Jetzt nicht mehr?" 'Hast du es je erlebt, daß sie den Mut hat, anderer Meinung zu fein als unser Herr Vater?" Die Zunge war ihr mit einemmal gelöst, und sie begann zu erzählen, sehr ausführlich und ganz den Erinnerungen an die ersten Tage ihrer Bekanntschaft mit Lasard hingegeben. Sie war wirklich schrecklich verliebt. In Gert regte sich Eifersucht gegen diesen Unbekannten. Er gestand sich's selbst nicht ein, aber Charlottes Bericht machte ihn mißtrauisch gegen diesen Reisebekannten. Lasard hatte eine etwas ungewöhnliche Art der Gesprächsanknüpfung gefunden. Ursprünglich hatte er gar nicht im Abteil der beiden Damen Platz genommen, sondern war nur mehrmals draußen auf dem Gang vorbeigeschlendert und hatte zu ihnen hereingesehen. Dann war Charlotte mit Frau Triebsch in den Speisewagen gegangen, und bei ihrer Rückkehr sanden sie Lasard in ihrem Wagen vor. Er saß da, ohne sein Gepäck mitgebracht zu haben. Er begann ein Gespräch und sagte, daß er sich verpflichtet gefühlt habe, auf die Koffer der Damen zu achten. Eins der Gepäckstücke — es war der neue Schweinslederkoffer von Frau Triebsch — sei leichtfertigerweise nicht geschlossen worden, und das hätte doch leicht verführerisch wirken können auf jemand, der nach einer Gelegenheit suchte, in anderer Leute Gepäck Umschau zu halten. Man müsse vorsichtig sein in internationalen Zügen. Er scheint sich merkwürdig gut auf die Praktiken internationaler Zugdiebe zu verstehen, dachte (Bert, sagte aber nichts dergleichen zu Lolott. Sie begannen also ein Geplauder. Sie entdeckten, daß sie ein gemeinsames Reiseziel hatten. Lasard erbot sich, ihnen behilflich zu fein, bestätigte, daß das Hotel, in welchem sie Zimmer vorbelegt hatten, durchaus zu empfehlen fei, denn auch er werde dort obfteigen Er erbot sich weiter, Lolotts unvollkommene Skikünfte zu oerbeffern — kurzum, er machte sich schon jetzt unentbehrlich. Gert sand, daß Lasard sich ziemlich aufdringlich benommen habe. Was nun Frau Triebsch betraf, so hatte sie wahrend der Reise einen Schnupfen. Daran litt sie häufig und wenn sie erkältet war, rasselte und schnaufte und krächzte es aus ihr daß es nur so eine Art hatte. Ihr Schnupfen auf der Reise nach H.W. Sch. Lornotizen. Tageskalender für Freitag. leater: 19 bis 22 Uhr „Schwarzer Peter". Ausgestaltung seiner Werkstätten (Werkzeuge, Maschinen und Sauberkeit!), eine positive Nachwuchs- auslese des Handwerks zu fördern. Fachliches können sichert beruflichen Ausstieg. Das wichtigste Moment der Lehrlingsausbildung fteilt aber die fachliche Seite dar. Ihre Grundlagen bilden die „Fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens", die in jedem Betrieb vorhanden sein müssen. Das gesamte Lehrlings-, Zwischenprü- sungs- und Gesellenprüfungswefen ist fachlich für die einzelnen Handwerke reichseinheitlich geregelt. Das Handwerk kannte bisher keine Ausbildung in „Spezialberufen", sondern vermittelte eine umfassende Grundausbildung iy Vollhandwerkern, die ihre Gesellen und Meister später zum vielseitigen Einsatz befähigt. Und das ist der große Wert der handwerklichen Meisterlehre! Trotzdem wird bas Handwerk nicht daran vorbeikönnen, auch die Ausbildung in sogenannten Teilberufen ober -Handwerken (Anlernberufe) durchzuführen. Es steht fest, daß auch in Handwerksbetrieben solche Spezialtätigketten ausgeübt werden. Disziplin und Leistung prägen den kommenden Meister. Die Erziehung des jungen Menschen, wie sie sich aus einem neuzeitlich gestalteten Lehrverhäl'üs ergibt, muß straff und diszipliniert sein. So wahr diese Erkenntnis ist, so wichtig ist auch die andere, daß dabei jede Ueberfteigerung zu vermeiden ist. Es sei hier besonders auf das Jugendfchutzaefetz verwiesen mit seiner Grundsorderung: Iugendschutz ist Volks- schutz! Es darf nicht vergessen bleiben, daß die Iu- gendlichenausbildunq in der Meisterlehre eine Aufgabe des Handryerks ift, deren Wert in der Ver- gangenheit tausendfach bewiesen wurde. Die neu- gebildete Deutsche Handwerksführung in ihrer Zusammenfassung der Kräfte aus der DAF. und gewerblichen Wirtschaft wird dafür sorgen, daß auch in Zukunft die Meisterlehre keineswegs inhaltlich veraltet, sondern jederzeit in berufs- und sozialpolitischer Hinsicht so ausgerichtet wird, daß sie immer das wertvolle und zeitgemäße Instrument zur Ausbildung eines tüchtigen Nachwuchses an handwerklichen Fachkräften bleibt Ortszeit für ben 1. * Irz 1941. Sonnenaufgang: 8.14 Uhr, Sonnenuntergang: 19.02 Uhr. — Monbaufgang: 9.15 Uhr, Mond- untergang: 22.51 Uhr. Der teilweise Rückgang des Bestandes an handwerklichen Lehrlingen ift dadurch bedingt, daß sich auch hier die geburtenschwächeren Jahre der Systemzeit bemerkbar machen, zum anderen das Handwerk durch Festlegung von Lehrlingshöchstzahlen eine aewisse Drosselung des zu starken Zustroms veranlaßte, was jede „Lehrlingszüchterei" unmöglich machte. Ein weiterer Grund ist der, daß sich die Industrie in den letzten Jahren durch Errichtung von Lehrwerkstätten mehr um die Heranbildung ihres eigenen Nachwuchses an Fachkräften kümmerte. War bas Handwerk früher fast ausschließlich die Ausbildungsstätte für ben gesamten gewerblichen Facharbeiternachwuchs, so gewinnt es durch diese Entlastung mehr Möglichkeiten, seinen Nachwuchs zu erziehen! Lehrwerkstatt und Meisterlehre bilden oen Nachwuchs aus. Da das Handwerk politisck und wirtschaftlich notwendig ist und demzufolge die volle Förderung der nationalsozialistischen Staatsführung erfährt (vgl. Punkt 16 des Parteiprogramms), ist sein Bestand für die Zukunft gesichert. Mit dem gesicherten Bestand des Handwerks ist auch die Frage: Lehrwerkstatt oder Meisterlehre? überflüssig geworden. Beide haben chre Berechtigung. Nur bedeutet das leinen Freibrief für das Handwerk in bezug auf die Güte seiner Lehrlingsausbildung, sondern verpflichtet es v'clmeyr, jeinerfeus alles oaranzusetzen, den Anschluß an die laufende Entwicklung der beruflichen Ausbildung unserer Jugend zu halten. Die Persönlichkeit des Meisters muh Vorbild fein. Weil die Lehre ein besonderes Ausbildung^- und Erziehungsverhältnis darstellt, genügt der Meister- titel allein nicht, Lehrlinge auch „erziehen" zu können. Deshalb kann die Handwerkskammer, wenn bestimmte Gründe hierfür vorliegen, die Lehrbefug- nis auf Zeit oder für immer aberkennen. Es sollten aber von vornherein nur solchen „Lehrbetrieben" Jugendliche übergeben werden, deren Meister nachweislich alle — also neben den fachlichen auch die pädagogischen — Voraussetzungen hierfür erfüllen. Außer der Perfon des Meisters verdient der Betrieb selbst als Ausbildungswerkstatt besondere Beachtung, stehen deren Qualitäten doch in direktem Zusammenhang zueinander. Nicht nur die Hand' werksorganisatlonen, sondern jeder einzelne Handwerksmeister sollte bedenken, daß das Handwerk von sich aus alle Anstrengungen machen muß, auch durch d-'.e blickte zu ihm auf, und jetzt sah er, baß in fjm Augen wahrhaftig Tränen ftanben. Das er« Sterte ihn stark. Seit vielen Jahren hatte er sie dit mehr meinen sehen. Sie nahm sich auch sogleich =1- mmen. 'Llso ja, bu hast recht — ein Mann!" Und du hast ihn dir gleich mitgebradjt?" "5r hat mich nach Hause begleitet." War er schon hier? Ich meine, hat et hier im fr je Besuch gemacht?" "kopa hat es für richtig gehalten, seinen Besuch Zehnen." "Zm Und weshalb?" „Janad) mußt bu ihn selber fragen. Seine Ge- ^"en find unerforschlich wie beim lieben Gott." fas klang nach ungestümer Auflehnung. Gert schmatz einmal bas Zimmer, warf feine Zigarette, E "hm nicht mehr schmeckte, zum Fenster hinaus 11 blieb wieder vor Lolott stehen. „Nun erzähl Zusammenhängend, Kleines. Was ist das für h Mann, den bu dir mitgebracht hast. Wie heißt 'denry Lasard." »alingt gut. Ein Franzose?" »-in Schweizer ober vielmehr .. ach, ich weiß ist nirgenbs zu Hause und überall * gpn schwerer Fehler!" e machte eine heftige Hanbbewegung, die be- t4.”n fällte: Nun fängst bu also auch schon an! Er B« sofort ein: „Das war nur so hingeredet, F1«! (Es sollte nichts gegen deinen Schweizer Lln' der überall und nirgends zu Hause ist. Du P 'M in Arosa kennengelemt?" s£$on auf der Fahrt dorthin. Wir haben uns 'lßchen unterhalten, so wie man sich eben wäh- J1» einer langen Fahrt unterhält, und dabei stellte i.heraus, baß er auch nach Arosa wollte. Und I1 ®ir doch fremd waren, kümmerte er sich um Frau Triebsch war entzückt von ihm — werden die kleinen Plaketten der 6. Reichsstraßensammlung im zweiten Kriegswinterhilfswert zu einer machtvollen Kundgebung deutscher Größe einst und jetzt. Veranstaltungen der SA. in Gießen. Zur Förderung des Abzeichen-Verkaufs hat die SA.-Standarte 116 in Gießen für den morgigen Samstag eine Reihe von besonderen Veranstaltungen vorgesehen. Im Laufe des morgigen Vormittags werden SA.-Führer geschloffene Serien der Abzeichen in Geschenkpackung zum Kauf anbieten. Am Samstagnachmittag wird den Kindern an der Ecke Plockstroße-Johannesstraße Gelegenheit zum Reiten und Fahren mit Pferden der Gießener Rei- ter-SA. der Reiter-Standarte 147 geboten sein Auf dem freien Gelände neben dem .Lotzekasten" (Hofraum) kann man sich mit Ballonschießen vergnügen, während einige Häuser weiter in dem früheren Schulzeschen Laden Ecke Kreuzplatz Torpedos auf ein englisches U-Boot geworfen werden können. Die Marine-SA. stellt am Ludwigsplatz das Modell einer Hafeneinfahrt zur Besichtigung bereit. DerNachrichten- Sturm wird sich mit feiner Lautsprecheranlage in den Dienst der Sache stellen. Der Musikzug der Standarte 116 wird am Samstag von 17 bis 18 Uhr auf dem Kreuzplatz mit einem Platzkonzert unter Leitung von Obersturmführer Herrmann erfreuen. Die NSKOV. wird an der Ecke Licher Straße/Kaiferallee einen Schießstand aufbauen und alle Schießfreudigen dort erwarten. Im Laufe des Sonntags wird die Sammlung in ben Häusern burchgeführt werden. ■ Kloria-Palast (Selterswea): „Im Schatten des krges’'. — Lichtspielhaus Buhnh-»fst-<»be)r M vor Anker . — Overhefiischec Kunstverein: 730 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater n) hn Turmhaus am Brandplatz. SSkineillsM M W iM Steifte eften WJ j n der Nil tadel, » h°t" ®j| wausjjll daß H j > geeniOl unb inbenz 1 1 der die im Wyl ; iÄ'll mte, ®'L der ehe. ober IW »rl k Mit; Ä line i" stand, ’ 6t< n I Aus der Siaöi Gießen Vorboten am Dege. Gib acht auf deinen Deg? Hoppla! Bei der Verdunkelung kann es schon einmal Vorkommen, daß man mit Jemand auf der Straße zusammenstößt. Ein kleiner Schreck, eine kurze Entschuldigung, und alles ist wieder in Ordnung. Wie anders ist das, wenn man nicht mit einem Menschen zusammenstößt, sondern z. B. mit einem Fuhrwerk, einem Auto oder einer Straßenbahn! Da braucht man sich nicht zu entschuldigen. Dafür bekommt man meistens mehr ab als ein paar Beulen. Denn es ist schon einmal so, ein Straßenbahnwagen ist härter als der dickste Schädel. Drum gib acht auf deinen Weg, Volksgenosse! Am eiligsten hast du es meistens auf deinem Weg zur Arbeitsstätte. Da willst bu Minuten abjagen und wirst achtlos. Irn Betrieb hängt schon am (Eingang eine Warntafel, die auf die Unfallgefahren im Werk hinweist An entsprechenden Maschinen find Unfallschutzvorrichtungen angebracht. Aber hier wie auf dem Weg zur Arbeitsstätte ist her einzelne selbst durch seine Achtsamkeit der beste Schutz gegen Unfall. Es gehört bazu Verantwortlichkeit ber Gemeinschaft und sich selbst gegenüber, sowie Beherzigung ber Verkehrsoorschriften und Ratschläge, an denen es gewiß nicht fehlt. Bedenke, als gesunder Mensch nützt du durch deine Arbeit deinem Volk. Und im Krieg braucht das Vaterland jeden einzelnen. Ein verunglückter und invalider Mensch fehlt unserem Produktionsleben. Darum gib acht auf deinen Weg zur Arbeitsstätte! Auch das ist Dienst an deinem Volke! Oie Versorgungslage im lihein-Main-Gebiet. Milch - und Fettwirtschaft: Der Bedarf an Milch, Milcherzeugnisfen, Deien und Fetten war in ber Berichtswoche ausreichenb geberft. Getreibewirtfchaft: Bei Futtermitteln ist bie Lage unverändert. Von ber Hauptvereinigung würben 150 t Gerstefuttermehl zugewiesen, welche vorwiegenb für nichtlandwirtschaflliche Schweinehalter Verwendung finden sollen. Viehwirtschaft: Aus allen Märkten waren bie Gesamtanlieferungen an Rinbern, Schweinen und Kälbern so reichlich, daß auf keinem Markt und keiner Verteilungsstelle im Verbandsgebiet Fleisch- Zuschüsse notwendig waren. Die gesamten Fleisch- Qualitäten waren mit mittel bis gut zu bezeichnen. Die Belieferung der Märkte und Verteilungsstell^n wird auch in ben nächsten Wochen für ben eigenen Bebarf ausreichenb fein. Kartoffelwirtschaft: Die Dersorgungs- lage ist nach wie vor sehr gut. Es fanden nur geringe Verladungen im engeren Grenzverkehr und im eigenen Gebiet statt. Die Lage auf dem Saat- kartoffelmarkt hat sich insofern geändert, als es dem Handel und ben Geossenschaften nunmehr gelungen ist, größere Kartoffelaufkäufe au tätigen. Gartenbauwirtschaft: Ein Zug spanischer Apfelsinen würbe schlüsselmäßig verteilt. Zitronen sind etwas knapper geworden, nachdem jetzt die Wehrmacht in stärkerem Maße als Käufer auftritt. Auch Apfelsinen erhält bie Wehrmacht jetzt in größerer Menge. Die Versorgung mit Gemüse kann im Verhältnis zur Jahreszeit als ausreichend angesehen werden. Selbstverschuldeter Unfall berechtigt nicht zu Gehaltsanspruch. Eine Verkäuferin, die wegen eines Unfalls auf der Straßenbahn arbeitsunfähig geworden war. klagte am Kölner Arbeitsgericht auf Weiterzahlung des Gehalts bis zu sechs Wochen, auf das sie nach den gesetzlichen Bestimmungen Anspruch habe. Die beklagte Firma machte geltend, daß die Klägerin den Unfall selbst verschuldet habe, indem sie während der Fahrt aus dem Wagen abgesprungen und zu Fall gekommen sei. Dagegen erklärte die Klägerin, bie ein Selbstverschulden bestritt, sie ^ei an der Haltestelle ausgestiegen und dabei infolge der herrschenden Dunkelheit gestürzt. Ein als Zeuge vernommenes Ehepaar bekundete, daß sie der Klägerin bei dem Unfall die Hand verbunden hätten, wobei die Klägerin selbst zugegeben habe, sie sei von der noch fahrenden Straßenbahn abgesprungen und dann hingefallen. Nach dieser Beweisaufnahme erklärte das Gericht, daß nach der eigenen Angabe der Klägerin, bie sie gleich nach bem Vorfall den Zeugen gegenüber gemacht habe, ein selbstverschuldeter Unfall oorliege und daher die Klage abge« wiesen werden müsse, falls die- Klägerin es nicht vorziehe, ihren Anspruch zurückzuziehen. Die Kläge- rin folgte bem guten Rat. Der Passant, der eben noch eilig über den Bür- ersteig hastete, blieb plötzlich stehen. Er sah an rm Baum empor, dessen Aeste aus einem Dor- ^rteu ragten. War von dort oben nicht eben ein eblicher Vogelruf gekommen? Richttg, dort oben ber kleine Künstler und pfiff ein munteres /zida zizidä. Also eine Meise, stellte der Mann üigs? Der niedliche Sänger turnte hurtig auf den Zeigen entlang, und schon kamen zwei andere I üiner Gattung, um es ihm gleichzutun. Im Weitergehen nahm ber Passant bas hübsche Hlb ber buntgefieberten Gesellen im kahlen Geäst t-s Baumes als ein Geschenk mit, das ihm ber Mag em Straßenrands bescherte. Er fühlte sich schwingt und warf einen Blick zum Himmel, ber im mit einem Male heller unb ermutigenber er- Kien. Natürlich, es ging ja dem Lenz entgegen, ben le kleinen Sänger injnitten ber Stabt so eifrig t rausfagten, als feien sie zu Herolden berufen. |nb, als wären seine Ohren geschärft, vernahm ii aufmerksam gewordene Mann jetzl auch ein lohaftes „pink — pink — pink". Von dem Pfeiler ner Gartenmauer ertönte es immerzu. Das war k Buchfink; wer hätte es auch anders fein tön- irn?'(Er pfiff zwar noch keine Strophe, wie sie so pm im Frühling gehört wird, aber immerhin: er j lelbete sich bereits. Seine Brust zeigte schon eine | -ilichtige Röte, bie ausgezeichnet zu dem Graublau |||tmes Kopfes kontrastierte. i Tatsächlich, noch ein Vorbote, dachte ber Mann Hs städtischen Treibens unb gönnte sich einen wei- [jtren Augenblick, um ben munteren Finken zu beachten, Der zutraulich sitzen blieb. Aber bann flog jdr hübsche Sänger boch auf, um sich auf bem näch- |n Pfeiler niederzulassen, wo er wiederum ein liites „pink —pink —pink" anschlug. Es ist Zeit, «H bem Manne ein, sons^ komme ich zu spät ins eiro. (Es war in ber Mittagszeit, unb seine Pause fcig zu (Enbe. Beschleunigten Schrittes setzte er Hnen Weg fort, aber er fühlte sich frohgestimmt. ! las doch Kleinigkeiten ausmachen können, über« j Irie er, wenn man sie beachtet, auch wenn sie sich ! W alltäglichen Wege zeigen. Ein paar Meisen und p Buchfink — eine Erscheinung, die nicht viel besten will, unb bie doch so viel bedeutet, wenn man \ viß, daß sie eine neue Jahreszeit ankündet. Eine ?8ihreszeit, deren aussichtsreiche Nähe allein schon l ^gestimmte Glücksgefühle und anregende Impulse „Jagd im März?" wird mancher denken, der im Schießen die Erfüllung seines Jagens sieht und der nach Art und Maß „Strecken sehen" will. Fürwahr, er kommt im März nicht auf seine Kosten. Denn das Frühjahr hält seinen Einzug, und wenn es ringsum leise zu grünen und zu blühen anhebt, dann verkünden auch Tauberruf und Vogellied den Lenz, und das erste Junghäschen ist genau so sein Vorbote wie das erste Gelege. Auf solche kleinen Zeichen aber achtet der Weidmann schon lange. XSr freut sich über die erste Bachstelze, die am Mühlenwehr hastig dahintrippelt, und er grüßt lächelnd den ersten Rotschwanz, der auf dem Gartenzaun knickst. Denn beide sind ihm Verkünder seines Frühlingsboten, der Waldschnepfe, die im März gen Norden zieht, nachdem sie irgendwo im südlichen Frankreich, in den Weinbergen und Oelgärten Spaniens oder Nordafrikas den Winter verbrachte. Nun zieht ie der Heimat entgegen und fällt dabei einzeln oder ruppweise dort ein, wo junger Laubwald stockt und der Waldbach das erste Grün zeigt. Hier streicht sie im Abenddämmern, wenn der Abendstern zu leuchten beginnt, nach der Aesung, oder sie schaukelt im Hochzeitsflug mit „Puitz" und „Quorr" über den Frühlingswald. Rascher kehrt sie im Morgendämmern dorthin zurück, wo sie den Tag verbringen will. Mit ihrem Einzug beginnt für viele Jäger eine, der liebsten, besinnlichsten Zeiten im Jagdjahr. Wenn aber morgens die Sonne hoch steigt und über die ersten Fichtenwipfel leuchtet, dann weckt sie die Liebe im kleinen Herzen des Ringeltaubers, und sehnsuchtsvoll ruft er sein „O, du, du, du" seiner Taube. entgegen und erhebt sich mit klatschendem Flügelschlag zum werbenden Balzflug. Der Jäger freut sich, wenn es ihm gelingt, den einen oder anderen der kleinen Minnesänger anzuspringen wie den „großen Hahn" und mit sicherem Schuß herunterzuholen aus dem Gewirr der Aeste. Schnepfenstrich und Tauberbalz sind für den Jäger nur ein Nebengrund, der ihn in sein Revier führt. Er nimmt sie gwissermaßen am Wege mit. Denn Wichtigeres gibt es draußen für ihn zu tun. Die Felder find schneefrei geworden und die jungen Saaten beginnen wieder zu wachsen. Da drängt das Rehwild hinaus auf die Felder. Noch sind die Sprünge, die sich im Winter bildeten, zusammen, und für den Jäger gilt es nun zu zählen, was und wieviel durch den Winter hindurchkam. Denn er muß ja bald das Ergebnis seiner Wildzählung zur Grundlage einer Abschußvlanung machen und dem Kreisjägermeister seinen Abschußplan vorlegen. Dieser hat nur Sinn und kann sich nur zugunsten des Reviers auswirken, wenn die Zählung so gründlich war, wie das überhaupt möglich ist. Je rascher in den nächsten Wochen das Frühjahr seinen Einzug hält, um so ausgeprägter wird der Drang des Wildes zur Grünäsung, die nach der langen winterlichen Trockenäsunq immer eine gewisse Gefahr in sich trägt. Es gehen erfahrungsgemäß im Frühjahr oft mehr Rehe ein als im Winter. Hier hilft der Heger die Uebergangszeit erleichtern, indem er die Salzlecken aüffrischt, die eigentlich nie unbeschickt sein sollten, oder neue anlegt. Wo keine Lecksteine zu haben sein sollten, kann man ebensogut Stöcke, die schon zu modern anfangen, mit Viehsulz bestreuen. Der salzdurchzogene Mulm wird sehr gern Oie Jagd im März. von dem Wild angenommen. Ebenso empfiehlt sich die Anlage von Lehmsulzen, wenn guter, steinfreier Lehm zur Verfügung steht. Damit sind wir vom Jagen zur Wildhege und Wildpflege gekommen, und diese spielen im Frühjahr die Hauptrolle. Denn all das, was jetzt heranwachsen will an Jungwild aller Art, bedarf unserer Betreuung. Aus Mangel an Deckung setzte die alte Häsin auf blankem Acker im Huftritt eines Pferdes oder in einer Furche. Bald hat die Krähe vom benachbarten Birnbaum aus den willkommenen Bissen erkannt. Das Nest der Märzente findet das Diebesauge der Elster, und so geht es fort auch noch den April hindurch, bis allmählich der Bodenwuchs so hoch wird, daß er schützt. Hat aber wirklich eine Hasenmutter einen schützenden Rain mit altem Gras gefunden, Hann kommen dumme Menschen oder böse Buben und sengen das Gras ab und vernichten dabei alles, was sich an Lebewesen auf diese Schußinsel rettete. Bei der zahlenmäßigen Höhe der natürlichen Vermehrung unserer Wildarten müßten die Strecken viel, viel großer sein, wenn diese Abgänge sich nicht in erschreckender Weise summieren würden. Nur tätige Hilfe kann hier Milderung bringen. Drum ist jetzt Zeit, vorhandene Hecken durch Schnitt und Zwischenpflanzung zu verbessern, wobei darauf verwiesen sei, daß aus Gründen des Vogelschutzes da^ Schneiden nach dem 15. März strafbar ist, genau fo. wie das Abbrennen von Hecken und Rainen. Wo feuchtere Stellen sich finden, z. B. an Gräben oder auch in Steinbrüchen und alten Sandgruben, lassen sich leicht Weiden durch Stecklinge heranziehen, die zugleich Winteräsung und Bienenweide geben können. Für Wildäcker ist der Boden vorzubereiten. Daneben herläust die aktive Bekämpfung tierischer Feinde unseres Wildes. Vorab sei dabei der Krähen und Elstern gedacht, die für die Niederjagd mit die ärgsten Feinde darstellen. Wer hier am Schuß spart, tut es an der falschen Stellet Daneben kommen Gifteier als Bekämpfungsmittel in Frage. Das raubende Wiesel sängt man in 'Kastenfallen, die in Steinhaufen und Durchlässe eingebaut sind. Auch Fuchs und Iltis können zunächst noch ohne Bedenken bejagt werden. Von Monatsmitte ab allerdings sind führende Stücke dieser Wildarten genau wie beim Schwarzwild mit der Jagd zu verschonen. Wenn das Wetter schöner wird, beginnen auch bald die Katzen wieder zu feldern, während es jagende Hunde draußen zu allen Jahreszeiten gibt. Sie sind di§ geschworenen Feinde des Jägers, die ihn um die Frucht seiner ganzen Arbeit zu bringen vermögen. Jede Rücksichtnahme auf den rücksichtslosen Besitzer ist da fehl am Platze! Das Gesetz gibt dem Jager, der zum Jagdschutz verpflichtet ist, die Handhabe gegen sie in die Hand: es ist sein eigener Schaden und seine eigene Schuld, wenn er davon keinen Gebrauch macht. z Wer sich einmal selbst mit ganzer Person für den Gedanken eines Aufbaues seines Reviers eingesetzt hat, plant, wirkt und schafft an seiner Verwirklichung und sieht, wie es da und dort aufwärts geht und sich seine Mühe lohnt, der freut sich alljährlich auf diese kommenden Wochen, die für ihn keine irtifrer jaMose Zeit sind. Hubertus. sji.-'fpoYt Gebietsmeisterschasten der HZ. in Mainz. Bei den am vergangenen Sonntag in Mainz stattgefundenen Gebietsmeisterschaften schnitten die jungen Gießener Schwerathleten teilweise ganz gut ab. Fritz Dem (116) wurde in der Klasse bis 120 Pfund 2. Sieger im Gewichtheben mit der sehr guten Leistung von 335 Pfund (einarmig Reißen 75 Pfund, beidarmig R. 115 Pfund u. b. Stoßen 145 Pfund.) In der gleichen Klasse belegte G r ö tz s ch (Manne-Gef. 116) den 3. Platz. Müller (116) erkämpfte sich in der Klasse bis 130 Pfund den 4. Platz. Im Ringen belegte Dern bei 9 Konkurrenten in bet Kla^e.bis 120 Pfund den 4. Platz. Er verlor in bi idkämpfen gegen den Frankfurter Schmitt und den Mainzer Emig nur knapp nach Punkten. In der gleichen Klasse wurde Weichsel (Marine-Ges. 116) 6. Sieger. A l t - haus (116) wurde bis 90 Pfund 3. Sieger im Ringen. Wieder leichtathletische Hallenwettkämpfe. Nachdem bereits zwei erfolgreiche Hallenveranstaltungen durchgeführt wurden, hat das Fachamt für Leichtathletik für den kommenden Sonntag einen weiteren Hallenwettkampf ausgeschrieben. Bei den seitherigen Wettkämpfen, die zum Teil auch Wettkämpfern aus dem übrigen Bereichsgebiet Startmöglichkeiten gaben, wurden außerordentlich gute Stiftungen, insbesondere von den heimischen 6. Mierkampsspiele der HZ. OeutschlandführtimLänderkampf.-GudetenländerIugendmeisterimLanglauf Teilnehmern erzielt. Dr. Luh vom VfB.'R. Gießen stieß mit 15,42 Meter Gaubestleistung und erreichte beim zweiten Start ebenfalls mit 15,27 Meter eine sehr gute Leistung: dann sprang Weiler, VfB.- Reichsdahn 6,50 Meter weit, und im Dreisprung wurde die 13-Meter-Grenze annähernd erreicht. Die Wettkämpfe am kommenden Sonntag sind nur offen für den Bezirk 8, Gießen und sollen allmählich zu den 'Frühjahrskämpfen, die mit dem Waldlauf beginnen, überleiten. Als Gäste werden wahrscheinlich wieder einige Leichtathleten aus Marburg teilnehmen. Zum Äustrag kommen die nachstehenden Konkurrenzen: 30-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Weit-, Hoch- und Dreisprung, sowie ein Dreikampf. Die Klasseneinteilung sieht eine Männer-, eine Frauen- und eine HJ.-Klasse vor. Wenn auch voraussichtlich, besonders in der Männerklasse, nicht mit einer großen Teilnehmerzahl zu rechnen ist, so sollen doch denen, die noch zur Verfügung stehen, alle Moöglichkeiten gegeben werden, sich immer wieder in den Wintermonaten im Wettkampf zu betätigen. Vor allem aber sollen die Frauen und Jugendlichen jetzt mehr als zuvor erfaßt werden. Im Zusammenhang mit diesen Wettkämpfen wird ein Lehrgang für Vereins - Uebungsleiter und -Uebungsleiterinnen durchgeführt, her die Fortsetzung der beiden vorhergegangenen Lehrgänge, die sich auf theoretische und praktische Schulung bezogen, bildet. Der Lehrgang findet vormittags, die Wettkämpfe nachmittags in der Halle des VfB.-Reichsbahn Gießen'statt. Giehen-Klein-Linden. Im Vereinslakol „Zur Stadt Gießen" hielt der „Schützenklub Roland" ferne Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Wilhelm Erle gab den Jahresbericht, aus dem u. a. zu ersehen war, daß im April v. I. an zwei Sonntagen ein Preis^chie- ßen ftettfanb und im Herbst im Rahmen des NSRL ein Schießen für das WHW. durchgeführt wurde. Der Verein beteiligte sich mit gutem Erfolg an dem ersten Gemeindesporttag, bei dem fünf Vereinsmitglieder als Sieger hervorgingen. Den Kassenbericht erstattete der Kassenwart Heinrich K e u d e l. Die Rechnung wurde genehmigt. Nach Besprechung einiger geschäftlicher Angelegenheiten schloß der Vereinsführer die Versammlung in üblicher Weise. — Obergefreiter Emil Luh, wohnhaft Hügelstraße, wurde zum Unteroffizier befördert, Soldat Otto S t r ö h e r, wohnhaft Lützellindener Straße, wurde zum Gefreiten ernannt. * * Dienstjubiläum. Herr Wilhelm Dern, Masseur in der Chirurgischen Klinik der Universität Gießen, feiert am morgigen 1. März 1941 fein 25jähriges Dienstjubiläum. Der Jubilar erfreut sich bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern des besten Ansehens. Aus her engeren Heimat. Landkreis Gießen. & Steinbach, 28. geb r. Unser früherer lang- iähriger Förster Karl Herbert feiert am 1. März seinen 8 0. Geburtstag. Der Jubilar verlebt seinen Ruhestand in Andernach a. Rh. bei seinem Sohne, der dort leitender Arzt am Krankenhaus ist. «Unsere Glückwünsche dem hier in bestem Gedächtnis stehenden alten Steinbacher. Kreis Friedberg. * B u tz b a ch , 27. Febr. Hier wurden wegen Verbrechens gegen § 175 zwei Männer verhafte t und nach Gießen in das Gerichtsgefängnis ein- geüe-fert. Einer der Verhafteten ist wegen, gleicher Verbrechen fchon zweimal vorbestraft, darunter zuletzt mit 3V2 Jahren Zuchthaus, die er in der hiesi- Sn Strafanstalt verbüßte. Nach der Verbüßung der träfe verblieb er hier in Arbeit, und nun machte sich der Unverbesserliche erneut in der gleichen Weife strafbar. Betriebsschließung wegen preisüberschreitung. Lpd. Frankfurt a. M., 27. Febr. Den Straßenhändler Ludwig Kolb, geboren am 12. Januar 1907 zu Frankfurt a. M., Goldenstelzstraße 6 wohnhaft, hat die Preisüberwachungsstelle in Wiesbaden zur Unterbindung feiner fortgesetzten^ Preisüber- fchreitungen dauernd aus dem Straßen'3 handel entfernt. Zuwiderhandlung gegen das Verbot, auch durch Beteiligung (Vorschieben usw.) Dritter, ist mit Gefängnis und Geldstrafe bedroht. 80000 AM veruntreut und in Bars ausgegeben. Lpd. Frankfurt a. M., 27. Febr. Bei einer Firma, deren Leiter viel, auf Reifen war, vermochte her 32jährige Adam Eberle innerhalb zwei Jahren 80000 RM. zu veruntreuen. Die Gelder hat er, wie er in der Verhandlung vor Gericht zugab, restlos verbraucht. Der Angeklagte hatte zuletzt ein Bruttoeinkommen von monatlich 470 RM., kam damit aber nicht aus, weil er-über feine Verhältnisse lebte. Die Unterschlagungen verdeckte er durch fingierte Eintragungen in den Geschäftsbüchern. Der verheiratete Angeklagte, der monatlich etwa 3000 R M. verbrauchte, machte sich kostspielige Anschaffungen, gab die Gelder aber in der Hauptsache in Bars und für seine beiden recht anspruchsvoll auftretenden Geliebten aus. Der zweimal wegen Unterschlagung vorbestrafte, aber stets amnestierte Angeklagte wurde oom Amtsgericht wegen fortgesetzter Untreue zu 15 Monaten Gefängnis und 300 RM. Geldstrafe verurteilt. Zperfonen durch Bohusnsalatvergistet. Line Frau und zwei Kinder gestorben. Lpd. Fulda, 27. Febr. Nach dem Genuß von aus Konserven hergestelltem Bohnensalat erkrankte die fünfköpfige Familie eines Lehrers in Steinau (Kreis Fulda), sowie zwei zu Besuch weilende Personen Unter Vergiftungserscheinungen. Ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war, st a r b e n die zu Besuche weilende Schwägerin, deren Kind und ein Kind der Lehrerfamilie. Die übrigen vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht und konnten gerettet werden. Dieses tragische Unglück ist dadurch möglich gewesen, daß die Konserven vor dem Genuß nicht vorschriftsmäßig a b g e k o ch t worden sind. Börse: sehr still. Frankfurt a. M., 27. Febr. Auch in dem neuen Berichtszeitraum hielt die Stille an den Aktienmärkten an, wenn man von einer kurzen vorübergehenden Belebung absah, die nach der Führer-Rede eintrat. Die Umsatztätigkelt blieb unvermindert klein, und gegen Wochenschluß traten wieder einige kleine Abgaben ein, die ein weiteres Absinken der Kurse nach sich zogen. Seit Wochen bröckelt nunmehr das Niveau langsam ab. Allerdings zeigen einige Werte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, so am Baumarkt. Heidelberger Zement, die bis 196 anziehen konnten. JG.- Farben lagen zeitweise unter Druck und gaben bis 109 nach. Die Veränderungen hielten sich aber meist m bescheidenen Grenzen und gingen an den einzelnen Tagen kaum über 1 v. H. hinaus. Der Einheitsmarkt zeigte ebenfalls nur geringe Umsatztätigkeit, zumal hier der Markt sehr eng ist. Drauereiaktien lagen dabei nicht' ganz einheitlich, Mainzer Aktienbrauerei konnten sich bis 171,25 erholen, dagegen gaben Schöfferhof bis 273,5 noch Im Aktienfreiverkchr wurden die Aktien der Katz & Klumpp AG. Berlin-Gernsbach (Murgtal-Baden) bis 146 herauf gehandelt (nach etwa 138 zu Wochenanfang), in Rastatter Waggon ist die Steigerung bei 140,5 stehengeblieben. Mehrfache Umsätze kamen in Aktien der Lad Salzschlirf AG. zustande, die von 59 bis 63 anzogen und gesucht blieben. Auch Sektaktien noch etwas gefragt. Am Renten markt sind die (börsenmäßig nicht gehandelten) 3,5 proz. Reichsschätze gesucht. In den 4,5 und 4 o. H. Reichsschätzen waren die Umsätze nicht erheblich, die Kurse leicht schwankend. Jndustrieobligationen ruhig, doch freundlich, Stadtanleihen sehr still. Von Pfandbriefen sind die 4,5 proz. kündbaren vereinzelt eher zu erhalten als die unkündbaren, für die nach wie vor Nachfrage besteht und meist auf letzter Basis Geld notierten. In Steuergutscheinen I setzte sich die Abwärtstendenz bis 108,5 fort. Tagesgeld unv. 1,75 v.H. Bei den 6. Winterkampfspielen der Hitler-Jugend galt am Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen die größte Aufmerksamkeit dem Beginn des S k i l ä n - derkampfes, an dem acht Nationen beteiligt sind. Didier Wettstreit der europäischen Jugend ergab im ßanglauf über 6 Kilometer, in dem zugleich die Deutsche Jugendmeisterschaft entschieden wurde, einen deutschen Sieg, der um so erfreulicher ist, als er nicht erwartet wurde. Italien, dessen Jungen im Langlauf von der HI. noch nie bezwungen wurden, Slowakei, Norwegen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Spanien und Deutschland schickten je fünf Läufer über die 6-Kilometer-Strecke, von denen jeweils die drei besten gewertet wurden. Es gab auf den vorderen Plätzep abermals einen Kampf zwischen den Jungen von Deutschland und Italien, wobei zum größten Teil wieder die Gegner des kürzlichen Länderkampfes von Afiago zu- fammentrafen. Diesmal blieben die deutschen Hitler- jungen durch Erich Hofer (Tirol) in 32:04 siegreich und konnten den Kameraden von her faschistischen Jugend zum erstenmal im Langlauf den Weg zum Siege verlegen. Auf den nächsten. Plätzen fahren die Italiener Bruno Muraro und Giuseppe Bro- metti ein, also die Ersten des 8-Kilometer-Lang- laufes von Asiago. In der Länderwertung führt Deutschland mit einem Punkt Dorsprung. Die HJ.- ßäufer hatten dabei noch das Pech, daß der wahrscheinlich Beste des ganzen Wettbewerbs, Dietrich Lenz, wegen Auslassens einer Kontrolle nicht gewertet wurde. Zu dem Sieg von Hofer kamen aber noch die Punkte für den vierten und siebenten Platz, den Hubert Neuper und Josef Wieser einnahmen, während die Italiener mit dem zweiten, dritten und fünften Platz als zweitbeste Mannschaft aus dem Wettbewerb hervorgingen. Die jungen Slowaken hielten sich als Dritte der Nationalwertung ausgezeichnet, dagegen waren die Norweger etwas schwächer als man erwartete. Die Strecke hatte im ersten Drittel leichte Anstiege, dann ging es ziemlich eben weiter, im letzten Drittel folgte eine Abfahrt, die noch hohe Anforderungen stellte. Im Kampf um die Deutsche Jugend meist erschuft im Langlauf war Franz Tippelt (Sudetenland) noch um drei Sekunden schneller als der Beste im Länderkampf. Tippelt wurde mit einer Siegerzeit von 32:01 Deutscher Jugendmeister von Friedrich Hofer (Tirol) und Hubert Neuper (Oberdonau). In die Front der Tiroler konnten im übrigen nur der Sachse Harald Leonhardt und der Schlesier Hans Köhler einbrechen, die den 5. bzw. 6. Rang einnehmen. Ergebnisse: 6-Kilometer-Langlauf: 1. und Deutscher Jugendmeister Franz Tippelt (Sudetenland) 32:01; 2 Erich Hofer (Tirol) 32:04; 3. Hubert Neupcr (Oberdonau) 32:33; 4. Johann Wiesner (Tirol) 32:53; 5. Harald Leonhardt (Sachsen) 32:54. Tippelt war unter den 127 Teilnehmern gleich- Bitaminspender. In einigen Wochen werden wir vor dem Beginn' der ersten Frischgemüselieferungen des neuen Jahns stehen. Es ist nicht zu befürchten, daß es an NaH frage für das Gemüse mangelt. Es bedarf dah:ö keiner Anpreisung des gesundheitlichen Wertes einen genügend großen Gemüseverzehrs. Notwendig ist aber, dafür Sorge zu tragen, daß alles das, w«« uns der Gemüsebau an Vitaminerzeugnissen M Verfügung stellt, restlos ausgenutzt wird. Das ss! ganz besonders für die Sicherung der Vitamin'M forgung. Unter den gegenwärtigen Umständen mA dem Vitamin-A-Reichtum grüner Blattgemüse der Karotten, Möhren, Tomaten und des Rosenkotllt besondere Beachtung zukommey, zumal durch M haushaltsübliche Zubereitung der Gemüse eine derung des Vitamingehaltes im Gegensatz zum Vv tamin C praktisch nicht eintritt. Die grünen Blumen' kohlblätter stehen hinsichtlich des Vitarnin-A-GelM tes mit 12 500 Einheiten in 100 Gramm an Spitze. Dann folgen der Grünkohl, der Spinat, grünen Kohlrabiblätter und die Mohrrüben nnt jfl 10 000 Einheiten, Salat und Porreeblätter mitJv 8000 Einheiten. Zum Vergleich sei angeführt, M z. B. der Blumenkohl selbst, die Kohlrabiknou^ ebenso wie Weißkohl und Rotkohl überhaupt 'm Vitamin A enthalten. Einer Anregung der Reichs gesundheitsführung folgend, werden im Rohm» der Ausweitung des Gemüseanbaues die Bitarn^ A-reichen Gemüse besonders gefördert. Weseum» wird es künftig auf die Mitverwendung des grün"- Blattes bei Porree und Kohlrabi und vor bei Blumenkohl ankommen. Bei Porree und ftmp* rnbi ist die Mitverwendung teilweise schon M üblich, sie muß aber allgemein gebräuchlich werM Gleiches gilt für die Blumenkohlblätter, die am- hings meist nicht zu der gleichen Mahlzeit verwem bar sind, dagegen zu einem anderen Gericht. W ' falls sollte man künftig davon absehen, diese w sichtlichen Vitaminspender etwa in den Abfall wo dem zu lassen. Gemüsebauer untr Gemüsebau werden sich dann leicht darauf umstellen, regelnE' genußtaugliche Blätter mitzuliefern. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 27. Febr. Es notierten ! ' 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 ;; 46,5, b) 39,5 bis 42,5, Bullen a) 43 bis 44,5, b)J ■ bis 40,5, c) 33 bis 35,5, Kühe a) 43 bis 44,5, b * bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 20 bis 25, gärfen al bis 45,5, b) 40 bis 41,5, c) 36 bis 36,5, Sonderklasse —, andere Kälber a) 59, b) 55 bis c) 45 bis 50, d) 34 bis 40, Hümmel b2) WeidenM Hümmel 48 bis 51, Schafe a) 42 bis 44, b) 38 bis ' c) 15 bis 32, Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) ■5 * c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, gl Sauen) 57,5. Mm- Derlaufc alles zugeteiltt zeitig der Beste in der Mittelgebirgsgruppe D» Leonhardt und Köhler. In her Gruppe Bergland Flachland siegte Havelka (Böhmen-Mähren) w Heinz Weiß (Berlin) und Willi Kruse (Niedre sachsen). Jnternationaler6-Kilometer-LanD lauf: 1. Erich Hofer (Deutschland) 32:04; 2. Brun Muraro (Italien) 32:15; 3. Giuseppe Brometti (Jtv lien) 32:26; 4. Hubert Neuper (Deutschland 32:33,3; 5. Chiochetti (Italien) 32:33,4; 6. Antenon Cuiel (Italien) 32:45; 7. Josef Wieser (Deutschland 32:53. Länderwertung: 1. Deutschland 67 2. Italien 66 P.; 3. Slowakei 51 P.: 4. Nonvegn 42 P.: 5. Bulgarien 33 P.: 6. Ungarn 23 7. Spanien 16 P.; 8. Rumänien 6 Punkte. Die jüngsten Kunstlaufmeister. Im Äunsteisstadion wurden die Meisterschaft?' im Kunstlaufen für Jungmädel und Jungvolk nur der Mr beendet. Bei Jungen und Mädeln setztn sich die Vorjahressieger durch. Eva Pawli (Wien) war bei den Jungmädeln klar überlegen beim Jungvolk wiederholte Bert Asche obren ner seinen Vorjahressieg. Ergebnisse: Jungmädel: 1. Eva Pawlik (Wien) Platzz. 6 126,3 D.: 2. Hilde Aveltauer (Wien) 9/124.1. 8 Ruth Mittelberg (Hochland) 18/118; 4. Inge WoH steiner (granken) 18/118,4. — Jungvolk: 1. Ben Aschenbrenner (Berlin) 6/109,2; 2. gred ernannt? (Westfalen) 12/105,1; 3. Willi Schilling (Berlin, 15/103,0. wiener Doppelsieg im Kunstlaufen. Außerdem gab es zwei spannende Eishockey treffen. Die stämmigen Kärtner überspielten ba. Gebiet Düsseldorf mit 5:0 (1:0, 4:0, 0:0). Körnte' und Wien bestreiten am Samstag den Schlußkamp^ Im Turnier der Pimpfe bezwang Oftlan: die jüngsten Wiener mit 7:0 (0:0, 2:0, 5:0), Scham den war mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) über Hochland en folgreich.. In der Jugendmannschaft im E i s k u n st l a u. fen sind beide Titel an das Gebiet Wien gefalle. Von den 17 Mädeln, die noch zum Kürlauß zugt- lassen wurden, war Martha M u s i l e k mit Plasp Ziffer 5 und 227,18 Punkten die Beste. Bei b< Hitlerjungen ist Sieger und Jugendmeister Roda (Wien). Zum Kampfspielwettbewerb Im Springe - hatten sich über 200 Hitlerjungen und Pimpfe eiir- gefunden. Die vorläufigen Ergebnisse: Hochge b i r g e : A-Klasse: 1. Otto Sujaf (Kärnten) 91 oft 132 (48 und 52 m). Mittelgebirge: A-Klassa: 1. Heinz Kampf (Sachsen) 48 und 52,5 m; 8-Klass» 1. Heinrich Siegemund (Sachsen) 4,8 und 49 m. - B e r g l a n d : 1. Walter Bäringhaus (Kurhesseir 40 und 41,5 m; B-Klass,: 1. Walter Brandder (Mil telelbe) 37 und 40,5 m. — gla'chland: 1. Hein Weiß (Berlin) 37 und 40,5 m. Oer kommende Handbattsonntag. Tv. Hochelheim — Tv. kesielstadl. Außerordentlich kurzfristig sind die Vorspiele zu Ermittlung des Bereichsmeisters angesetzt roorto' Wie Hochelheim antreten wird, steht heute w nicht fest. Die Spielleitung wird nichts unuerfudr lassen, um alle Möglichkeiten zu erschöpfen, bamk Kesselstadt am Sonntag einen Gegner vorfindet, du, sich keineswegs unter der Hand abtun läßt. Es will einen Meisterschaftskampf geben, über dessen ta gang sich nichts voraussagen läßt. Die Leistung!!, müssen diesmal entscheiden, gür Hochelheim gilt t« sich durchzusetzen, wenn es weiterkommen will. Die Spiele der Jugend im Bereich des Bamii-!, 116 pnö oeenoct. Ms Staffelsieaer steyen fest: 1-t Lich, Spvgg. 1900 Gießen und To. Lang-Göns. Kürze werden die Spiele um die Bannmeiftersch^ beginnen. Der Sieger / der Gruppe Gießen foifll! dann noch gegen den Sieger der Gruppe griebberg. Erst dann steht der Meister fest. In Garbenheim gibt es ein greundschaftsspiL zwischen Garbenheim und Niedergirmes. Die Gaw benheimer sind recht aktiv. Sie werden ihrem vorsonntägigen Sieg einen wetteren anreihen otö wohl sie mit Ersatz antreten müssen und Rieden girmes stark geworden ist.