Montag, 27. Gktober Ml Anna time von Anzeige« für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr desGormitragS Anzetgen-Pretie: Anzeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbrelte, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite NackläUe: Wiederholung Rialstaffell Abicblüne Mengenstaffel 6 Plavoorichntt (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr ,9t. Jahrgang Nr. 255 /■» H Ä A © m tzrtcheuu lagiich außer SH ▼ Eichener Anzeiger ocn einzelnen Nummern N ■ M M A-.' infolge höherer Gewalt IV^ kääm® »rüblick>.un^^"^'.», für (hlwMfott bch"m«it»ngund «eschiist-st.il.- Postscheckll68^rantt.M vrühlscheUnioerfilStrdruckereiLränge V/vllvlUl-^lll IVlUvl lUl VVVU/VlIvIl Siehrn,Schulftrahe7-9 Die wirtschaftliche Bedeutung des Baltikums Berlin, 27. Oft (DNB.) Der Führer hat Fortschreitende Besetzung des Donez-Sebiets Eichenlaub für Hauptmann Gollob. B e r l i n , 27. Oktober. (DNB.) Der F ü h r e r hat dem Hauptmann G o l l o b , Kommandeur einer Jagd gruppe, als 38. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und chm aus diesem Anlaß folgendes Telegramm gesandt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 80. Luftsieges als 38. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat an den jüngsten Eichenlaubträger Hauptmann Gollob folgendes Telegramm gesandt: „Ich habe die Meldung vom 600. Luftsieg der Gruppe erhalten und spreche der Gruppe hierzu und Ihnen persönlich gleichzettig zu Ihrem 80. Luftsieg meinen Dank und meine vollste Anerkennung aus. Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches." Eichenlaub für Oberleutnant Graf von Kageneck. Oer OKW.-Berichi vom Sonntag. DNV. Aus dem FührerhauplquarNer, 26, Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Besetzung des Donez Gebietes schreitet fort. Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wurden die Angriffsoperationen weitergeführt. Starke verbände der Luftwaffe richteten schwere Schläge gegen Truppenansammlungen, Befestigungen und Kolonnen des Feindes zwischen Donez und Don, im Kampfraum um Moskau sowie ostwärts des Wolchow. 3m hohen Norden zerstörten Kampfflugzeuge Teilstrecken der Murmansk-Bahn sowie Barackenlager auf der F i - scher-halbinfel. Bei Nachtangriffen auf Mos- kau wurden VombenvoHtrefferimKremt erzielt. 3m Seegebietum England vernichleke die Luftwaffe in der letzten Nacht drei Handelsschiffe mit zusammen 12 000 BRT. Andere Kampfflugzeuge griffen Häsen an der west-, Süd- und Südostküste der 3nsel an. 3n Nordafrika bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung militärische An- lagen in Tobruk. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden nicht statt. Oer OKW.-Bericht vom Gamstag. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 25. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: wie bereits durch Sondermeldung bekanutge- Hauptmann G o l l o b ist in kürzester Zeit einer der erfolgreichsten Jagdflieger geworden. An der Spitze seiner Gruppe im Osten mit unerhörtem Angriffsgeist kämpfend, errang er Sieg auf Sieg. Erst am 18. September d. I. wurde sein Name mit der Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz der Oeffenüichkeit bekannt. Damals zählte Hauptmann Gollob 34 Abschüsse, hiervon 29 im Kampf gegen die Sowfets. In wiederholten kühnen Tiefangriffen hat Hauptmann Gollob mit seinem Verband auch in den Erdkampf eingegriffen und dem Feind hohe Verluste an Menschen, schweren Waffen und Material zugefügt. Die Zahl seiner Luftsiege erhöht sich von Tag zu Tag. Am 21.9. waren es 42 Luftsiege, am 19.10. bereits 75, und jetzt konnte der tapfere Jagdflieger die stolze Zahl von 80 Abschüssen melden. Allein am 18. und 19. Oktober errang Hauptmann Gollvb 44 Luftsiege, hiervon 9 an einem einzigen Tage. an gedacht, was im vergangenen Jahr bei der Räumung Bessarabiens in unserer Seele vor sich gegangen ist und was sich heute zuträgt. Tag um Tag und Stunde um Stunde, wenn wir mit hohem Mut und mit Blut, mit sehr viel Blut den Haß Ihrer Rassegenossen aus Bessarabien bezahlen müssen, mit vem sie uns beim Rückzug aus Bessarabien bedacht haben, mit dem sie uns bei der Wiederkehr empfangen und mit dem sie uns vom Dnjestr bis Odessa und bis zu den Ufern des Asowschen Meeres verfolgt haben? Aber entsprechend Ihrer Ueberliefe- rung wollen Sie auch diesmal aus Angeklagten Ankläger machen, indem Sie vorgeben, daß Sie die Gründe vergessen haben, die zu der Lage geführt haben, die Sie jetzt beklagen. Und gesotten Sie, daß ich frage, daß ich durch Sie alle ihre Rasse genossen frage, die um so fanatischer Beifall geklatscht haben, je größer die Leiden und die Schicksalsschläge waren, die wir empfangen haben: Was haben ©ie im vergangenen Jahre urrternom- men, als Sie hörten, wie sich die Juden aus Bessarabien und dem Buchenlande gegenüber den rumänischen Soldaten verhalten haben, die im Rückzug begriffen waren und die bis dahin die Ruhe und den Wohlstand jener Juden gewähr- „Taten des Hasses." Brief Marschall Antonescus an einen Juden. - Eindeutige Abfuhr für jüdischen Heuchler. Bukarest, 26. Oft. (DNB.» Der Präsident des Verbandes der Mischen Gemeinschaften in Rumänien Fildermann richtete an Marschall A n - t o n e s c u ein Schreiben, in dem er sich über die schlechte Behandlung der I u d e n beklagte. Auf die- es Schreiben gab Marschall A n t o n e s c u folgende der Oeffentlichkeit übergebene Antwort: Herr Fildermann! Sie schreiben in zwei einander folgenden Eingaben über die „erschütternde Tragödie" und ,ilehen" mich, indem Sie von „Gewissen und von „Menschlichkeit" sprechen in eindrucksvollen Worten an, in denen Sie unterstreichen, daß Sie verpflichtet" seien, „an mich und nur an mich zugunsten der Juden in Rumänien zu appellieren, die in Ghettos überführt wurden, die für sie am «ua eingerichtet worden sind. Um Ihrer Jnterven- hon auch Tragisches beizumischen betonen Sie, daß diele Maßnahme den schuldlosen Tod bedeute, ohne andere Schuld als die, Jude zu sein. Herr Fildermann! Niemand kann für die Leiden dpr Bedrückten und Schutzlosen empfänglicher fein nu ick. Ich verstehe Ihren Schmerz, aber Sie müssen ober vielmehr müßten auch selbst meinen eigenen Schmerz verstehen, der der Schmerz eines. ganzen Volkes war. Denken Sw daran, haben Sre dargeben, wurde Charkow am 24. Oktober genommen. Lines der w i ch t i g st e n R ü st u n g s- und wirtfchaflzentren der Sowjetunion ist damit in deutscher Hand. Am selben Tage setzten sich deutsche Truppen in den Besitz des Verkehrsknotenpunktes Belgorod, 75 Kilometer nordostwärts von Charkow. Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen militärische und wehrwirtschaftliche Anlagen in 2H o s t a u. 3 m Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt versenkte die Luftwaffe vor der englischen O st k ü st e aus gesicherten Geleitzügen heraus drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 12 000 BRT. Außerdem wurde ein einzeln fahrendes Schiff von 4000 BRT. durch Bombenwurf vernichtete Vor der nordafrikanischenKüsteschossen deutsche Kampfflugzeuge nördlich G a m b u t ein feindliches Handelsschiff in Brand. Britische Bomber warfen In der letzten Nacht an einigen Orten Nordwest- und Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben, die geringe Schäden in Wohnvierteln verursachten. Sechs feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Hauptmann Gollob errang am 20. Oktober seinen 80., Major Lühow am 24. Oktober seinen 101. Luftsieg. „Man hat überhaupt keine Ahnung * Berlin, 27. Okt. (DNB.) ,Ln Londoner Militärkreisen ist man betreten, weil man seit drei Tagen keine offiziellen Nachrichten von dem Kriegsschauplatz im Osten erhalten hat. Man hat überhaupt keine Ahnung, was dort vor sich geht" — so wird aus den USA. gemeldet. Wir haben ähnliche Klagen aus England in letzter Zeit häufig gehört, vor allem bann, wenn es den Sowjets besonders schlecht ging und sie sich um ein Eingeständnis Herumdrücken wollten. Daß dieses Land den Bolschewisten entriffen werden konnte, bedeutet also eine wesentliche Stärkung der deutschen Kriegswirtschast. Man kann dabei in gewissem Sinne,auch sagen, daß das Baltikum nicht nur feinen kurzfristigen Besitzern, den Bolschewisten, entrissen wurde, sondern auch — England. Denn bevor diese Länder bolschewistisch wurden, ging der S Teil ihrer Ausfuhr nicht etwa nach dem barten Deutschland, sondern nach England. Die Briten nahmen im Jahre 1937 nicht weniger als 46,4 v. H. der gesamten litauischen Ausfuhr, 39,2 v. H. der Ausfuhr Lettlands und 33,9 v. H. der Ausfuhr Estlands auf, während nach Deutschland nur 17,7 v. H. der litauischen Ausfuhr, 30,8 v. H. der Ausfuhr Estlands und 35,3 v. H. der Ausfuhr Lettlands gingen. Selbst nach Amerika gingen nicht unbeachtliche Mengen. Um diese Ausfuhronteile der Briten und Amerikaner wird sich michin die Versorgung Deutschlands vergrößern, sobald nur einigermaßen geordnete Produktionsverhältnisse wiederhergestellt sind. Das wird schon in sehr kurzer Zeit der Fall fein, denn wie rasch das nationalsozia- listische Deutschland es versteht, die Produktion besetzter Länder wieder in Gang zu bringen, das beweist ja der Erfolg unserer Aufbauarbeit in den eingegliederten Ostgebieten und im Generalgouvernement. V. A. dem Oberleutnant GrafvonKageneckin einem Jagdgeschwader das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes JEelegramm übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich des 65. Luftsieges als 39 Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Gez.: Adolf Hiller. Nach der Eroberung von Dago ist nunmehr das lefamte Baltikum von den Bolschewisten gesäubert, kaum mehr als Jahresfrist hat die bolschewistische Zerrschaft in den drei baltischen Ländern Litauen, Lettland und Eslland gedauert. Ihre Wirkungen nd trotzdem verheerend genug gewesen, und es beicht kein Zweifel, daß alle früheren wirtschaftlichen Angaben aus der Zeit der Selbstänbigkeit dieser tänder heute pur noch bedingte Geltung beanspru- zen können. So ist zweifellos die Bevölkerung durch ;en bolschewistischen Mordterror, durch Verschleppungen und auch durch den Krieg selbst arg dezimiert worden, und die Bevölkerungsziffer, die für iefen gesamten Raum mit etwa 6 Millionen Men- hen angegeben wurde, wovon 1,1 Millionen auf Estland, rund 2 Millionen auf Lettland und etwa ,V Millionen auf Litauen entfielen, ist sicherlich icht unbeträchtlich kleiner geworden. Don weittra- «nder Bedeutung ist ferner die Tatsache, daß gelbe die tüchtigsten und fähigsten Kräfte dem Bol- hewismus zum Opfer gefallen sind. Wenn man fragt, was die Bolschewisten seinerzeit s-reizt hat, das Baltikum zu überfallen, das doch -,it feiner Größe von etwa 172 800 qkm (Litauen 3 500, Lettland 60 800 und Eslland 47 500 qkm), smessen an den 21 Mill, qkm der Sowjetunion n Nichts bedutete, so gibt es darauf nur eine Antwort: Es war lediglich die für einen Angriff uf Deutschland und für die Machtstellung in :r Ostsee günstige strategische Lage dieser Länder, i« Stalin zum Einmarsch veranlaßte. Bodenschätze ennensmerter Art besitzen die balllschen Länder, igesehen von den estländischen Brennschieservor- rmrnen und dem Holzreichtum Lettlands und Est- inds, in geringerem Umfange auch Litauens, nicht, ibenfo konnte die in den letzten Jahren vor dem riege recht gut entwickelte Industrie der balllschen Staaten die Sowjets an sich kaum reizen. Diese Jn- iftrie bestand in der Hauptsache in landwirtschaft- chen Deredlungsindustrien, Zellstoffwerken, Holzin- iftrie, einer recht gut entwickelten Baustoffindustrie rtb einer vielfältigen Konsumgüterindustrie, wie bei- xielsweise Gummi- und Lederverarbeitungswerke, ektrotechnische und Radiofabriken usw. Das, was e Sowjets vor allem interessierte, eine Rüstungs- Nb Schwerindustrie, gab es so gut wie gar nicht, lediglich einige Wehsten und,Maschinenbaufabriken, e allerdings zum Teil schon Kesselanlagen, Loko- wlloen, Textilmaschinen usw. bauten, können dazu- «rechnet meinen. Ihrer Hauptstruktur nach waren )er alle drei Länder des Baltikums überwiegend Igrarlänber, und an agrarischen Gebieten hatte die kowjetunion keinen Mangel. Wesentlich anders wird das Bild, wenn man die tirtfchaftliche Bedeutung des Baltikmsis im Hinblick f D e u t s ch l a n d und Europa betrachtet. Dann irb gerade der agrarische Charakter der baltischen linder zu einem wertvollen Aktivum. Denn alle i rei Länder sind landwirtschaftliche Ueberschuh- ibiete und bilden somit eine wertvolle Ergänzung r die knappe Nahrungsmittelversorgung Deutsch- nds und Europas. Wenn das Institut für Kon- | jmkturforschung seinerzeit für Litauen einen Selbst- irforgungsgrab mit Lebensmitteln von 110 v. H., für Lettland von 106 v. H. und für Estland von (2 v. H. errechnete, so besagen diese Ziffern nur tätig für die tatsächlichen Ergänzungsmöglichkeiten btr europäischen Nechrungsmittelversorgsing aus dem sikaltikum. Man muß nämlich wissen, daß in Litauen sil Hektar, in Eslland 246 Hektar und in Lettland 1:5 Hektar zur Versorgung von 100 Einwohnern litt Lebensmitteln notwendig waren, während für Im gleichen Zweck in Deutschland nur eine land- vrtschaftliche Nutzfläche von 52 bis. 54 Hektar er- fcrberlitf) ist. Die Steigerungsmöglichkeiten der Le- kimsmittelerAeugung durch intensive Wirtschaft sind ifo noch sehr beträchtlich. 1 Im landwirtschaftlichen Export der baltischen eraaten traten die Erzeugnisse des Ackerbaus hinter binen der Diehwirtschaft zurück, obwohl die Weizen- nzeugung mit etwa 480 000 Tonnen und die Rog- zrnprobuktion mit etwa 1,12 Millionen Tonnen kbenfalls eine Ausfuhr zuließen. Bei den Erzeug- ir‘1 en der Viehwirtschast stand die Butter an erster 6:eile des Exports. Ihr Anteil machte betspiels- fcife 1938 in Estland mit 24,2 v. H. und in Lett- Ittib mit 23,9 v. H. fast ein Viertel der Gesarntrnis- Wfchr der beiden Länder aus. Die Butterausfuhr I Gier brei Länder erreichte mit 64 Millionen RM. | etna den Wert der gesamten deutschen Butterem- tor vor dem Kriege. Im Gegensatz zu der' von der Anfuhr abhängigen Erzeugung von Molkeretpro- bitten in den Niederlanden und Dänemark beruht bi( Molkereiwirtschast der baltischen Länder zum Jö&ten Teil auf wirtschaftseigener Futtergrund- I w;e, nämlich auf den Wiesen und Weiden sowie inf den aus dem Anbau von, Leinsaat anfallenden Mfuttermitteln. Damit ist die Gewähr gegeben, bcß für die Zukunft diese Erzeugung nicht nur ge- I baten, sondern sogar noch vergrößert werden kann. I ftben Butter spielten Schweine, Speck und Eier bit wichtigste Rolle in der Ausfuhr. I Der Ackerbau liefert neben den Getreidesruchten I Rllzen, Roggen, Gerste (Litauen 260 000 *?,nnen' Sittlanb 220 000 Tonnen) und Hafer (Litauen M5IOOO t, Lettland 440 000 t) auch erhebliche Men- von Jndustriepflanzen. Die Erzeugung an Lein- M erreichte mit 68 000 Tonnen (Litauen 36 000 -innen, Lettland 22 000 Tonnen, Eslland 10 000 -innen im Jahre 1937) mehr als ein Viertel Der flamten europäischen Erzeugung an Leinsaat von 45 000 Tonnen und mehr als das l'A'fache der ätschen Erzeugung von 41 000 Tonnen. Ebenso nchtlsch P die Flachserzeugung. Sie bezifferte sich >957 in Estland auf 11 000 Tonnen, in Lettland aus ■5700 Tonnen und in Litauen auf 39 800 Tonnen, ö'r ist mit insgesamt 76 500 Tonnen also fast so I fB gewesen wie die Flachsproduktton Deutsch- i ;tbs (46 000 Tonnen) und des ehemaligen Polen M; 000 Tonnen) zusammengenommen. Schuetzlich h;.1 noch auf die Kleesamenausfuhr hingewiesen, o>e : *’v uns ebenfalls sehr wertvoll ist. Diese 3lnern eioeisen wohl, wie wertvoll bas Baltikum gerao : W« seiner agrarischen Produktion für Deutsch- Oos Buch kämpst mit Als „Schwert des Geistes" bezeichnet Reichsminister Dr Goebbels in seinem Aufruf zur Kriegsbuchwoche 1941 das deutsche Buch. Er weist dem Buche damit den Ehrenplatz zu, der ihm in diesem, über Schicksal und Leben nicht nur unseres Volkes entscheidenden Kriege gebührt. Verhält es sich doch mit diesem Abschnitt des deutschen Kulturlebens nicht anders als mit den Bezirken des Theaters, der bildenden Kunst, der Musik: auch sie erleben heute die Zeit der Bewährung. In einer solchen Zeit klären sich die Begriffe, scheidet sich Wesentliches vom Nichtigen, rückt das Lebenswerte und Lebenswichtige in das Blickfeld der Nation. Gehört das Buch wirklich in jenen Kreis des für die Nation Lebenswichtigen? Es hat in den letzten Jahren nicht an Stimmen gefehlt, die von einem angeblichen Gegensatz zwischen den Forderungen unserer Zeit und denen, die das Buch an feine Freunde stellt, sprechen zu dürfen glaubten. Sogar von einer Krise des Buches war die Rede. In einer gedankenreichen Rede, die er kürzlich vor den deutschen Buchhändlern und Verlegern hielt, hat sich Reichsleiter Baldur o. S ch i r a ch mit diesen Behauptungen auseinandergesetzt. „Das Buch verlangt nach Einsamkeit" — so stellt er fest. „Steht es damit nicht im Gegensatz zur Forderung der Zeit? Wir predigen die Gemeinschaft. Heißt das nicht, daß die Zeit des stillen Sich- versenkens vorbei ist? Ist die Krise des Buches gekommen? Nein, im Gegenteil. Nie wurden mehr Bücher verlangt als heute, und es ist geradezu ein Kennzeichen unseres Volkes, daß es während feiner Belastungsproben zum Buche greift. Und Gemeinschaft heißt nicht Tötung der Einsamkeit. Die Einsamkeit ist die Voraussetzung der schöpferischen Tat ..." Zahlreiche Beispiele lassen sich für die Richtigkeit dieser Worte anführen. Man höre sich nur an, was Frontbuchhändler von ihrer Arbeit zu berichten wissen! Man lasse sich von ihnen erzählen, wie überall, wohin sie auch auf ihren weiten Fahrten kommen, nicht Das Buch schlechthin, sondern das gute Buch verlangt wird — der Gedichtband nicht ausleistet hatten? Ich will es Ihnen in Erinnerung rufen: Noch bevor die sowjetischen Truppen erschienen waren, haben die 3uden, die sie verteidigen, in Bessarabien und in der Bukowina unsere Offiziere angefpuckt, sie haben ihnen die Achselstücke herunlergerlssen. sie haben ihre Uniformen zerfetzt und, wo sie konnten, die Soldaten meuchlings mit Knüppeln erschlagen. Wir haben Beweise. Dieselben Schufte haben die Ankunft der Sowjettruppen mit Blumen und mit überschwenglichem Jubel begrüßt. Wir haben Bildberichte als Beweise. Zur Zeit der b o l s ch e w i st i- schen Besetzung haben diejenigen, um die Sie sich jetzt Kummer machen, die guten jtumänier verraten, sie haben sie der kommunistischen Raserei preisgegeben und haben über viele rumänische Familien Schmerz und Trauer gebracht. Täglich werden aus den Kellern von K i s ch i n e w schrecklich verstümmelte Leichen unserer Blutzeugen hervorgeholt, die auf diese Weise dafür belohnt wurden, daß sie 20 Jahre lang diesen undankbaren Untieren eine freundschaftliche Hand hingestreckt hatten. Das sind Tatsachen, die bekannt sind, die sicher auch Sie kennen und die Sie wann immer im einzelnen erfahren können. Haben Sie sich gefragt, warum die Juden aus Bessarabien ihre Häuser in Brand ge st eckt haben, bevor sie sich zurückzogen? Können Sie es sich denken, warum wir bei unserem Vormarsch jüdische Kinder im Alter von 14 bis 15 Jahren angetroffen haben, die die Taschen voller Granaten hatten? haben Sie sich jemals gefragt, wieviele von uns, meuchlings von der Hand 3hrer Rassegenossen umgebracht, gefallen sind? Wieviele von uns begraben wurden, ehe sie tot waren? Denn Sie auch in dieser Beziehung Beweise haben wollen, können Sie sie haben. Ls sind Taten des Hasses, der bis zum Wahnsinn getrieben war, die3hre 3uden unserem duldsamen und gastlichen Volk gegenüber begangen haben, das heute nun seiner Würde und seiner Rechte eingedenk geworden ist. Als Antwort auf unsere Großmut, mit der sie in unserer Mitte ausgenommen und behandelt worden sind, haben Ihre Juden, nachdem sie Sowjetkommissare geworden waren, die Sowjettruppen bei Odessa durch einen Terror sondergleichen, den die sowjetischen Gefangenen bezeugt haben, zu einem unnützen Blutbad getrieben, nur um uns neue Verluste beizubringen' Im Gebiete des Asowschen Meeres hallen unsere Truppen, als sie sich einmal vorübergehend zurückzogen, einige Offiziere und Soldaten, die verwunoet waren, zurückgelassen. Als sie ihren Vormarsch wieder aufnahmen, haben sie ihre Verwundeten schrecklich verstümmelt wiedergefunden. Menschen, die hätten gerettet werden können, haben ihren letzten Atemzug unter furchtbaren Leiden aushauchen müssen. Man hat ihnen die Augen ausgestochen, man hat ihnen die Zgnae herausgeschnitten, die Nase und die Ohren abgeschnitten. Sind Sie, Herr Fildermann, sich dieses Schauspiels bewußt? Er- schrecken Sie? Fragen Sie sich, warum so viel Haß von Seiten einiger Juden aus der Sowjetunion, mit denen wir niemals etwas zu .schaffen gehabt haben? Aber ihr Haß ist der Haß aller. Lassen Sie sich nicht vom Schmerz darüber bewegen, was Sie nicht verdienen. Lassen Sie sich, wenn Sie wirklich eine Seele haben, das zu Herzen gehen, was Sie verdienen. Weinen Sie mit den Muttern, die auf diese Weise ihre Kinder unter solchen Leiden verloren haben, aber nicht mit jenen, die sich selbst und auch Ihnen so viel Schlechtes angetan haben. ' genommen! In den Buchhandlungen der Heimat bietet sich das gleiche Bild. Hier zeigt es sich, daß eins der Hauptanliegen der Buchwochen früherer Jahre: das Hinführen eines möglichst großen Teils des Boltes zum guten Buch, bereits feine Verwirklichung gefunden hat. So liegt denn auch das Schwergewicht der diesjährigen Kriegsbuchwoche auf anderem Gebiet. Sie will vor allem das ganze deutsche Volk daran erinnern, wie sehr es darauf ankommt, unseren Soldaten die Bücher zu geben, die sie brauchen. Daß bei der Erfüllung dieser Ehrenpflicht jeder Deutsche mithelfen kann, sei hier am Rande vermerkt. A,uch daß der Griff nach dem Lieblingsbuch auf dem eigenen Bücherbrett höher anzurechnen ist als der schnelle Gang in den nächsten Buchladen, mit dem der Angesprochene sich loskauft. Mit Stolx kann das deutsche Buchschaffen in allen seinen Zweigen auf das feit der Kriegsbuchwoche 1940 verstrichene Jahr zurückblicken. Es war ein mit angestrengter, aber auch erfolggekrönter Arbeit angefülltes Jahr. Galt es doch, die während des ersten Kriegsjahres begonnene Umstellung auf die besonderen Bedingtheiten des Krieges fortzusetzen und auszubauen. Vorbildlich arbeiteten Schrifttumsführung, Verlag und Buchhandel Hand in Hand, um die Gesetze des Krieges zu erfüllen, gleichzeitig aber das deutsche Buchschaffen auf einem möglchst hohen Leistungsstand zu halten. Der deutsche Verleger hatte bald verstanden, was die neue Lage von ihm forderte. Es galt, die Buch- Manuskripte mit vermehrter Sorgfalt auszusuchen und zu prüfen, die Autoren von abseitigen, verfehlten Themen zu finden und zu fördern, kurz: nur solche Bücher herauszubrinqen, für die der Der- legerische Einsatz im Kriege sich lohnte. Daß bei dieser Auswahl von den deutschen Verlegern nicht beckmesserisch vorgegangen wurde, beweist ein Blick auf die alle Buchgattungen und Themenkreise in reicher Auswahl enthaltende Liste der Neuerscheinungen. Das gleiche gilt für die Uebersetzungen ausländischen Schrifttums. Der selbstverständlichen Ausschaltung des Schrifttums der Feindstaaten stand eine gesteigerte Beschäftigung mit dem Schrifttum unserer Verbündeten und der Staaten gegenüber, die sich zum neuen Europa bekennen. Auch hier darf man also von einer Bereicherung des deutschen Buchmarktes sprechen, die sich mitten im Kriege vollzog. Dem guten Unterhaltungsroman, der (wie auch der gute Unterhaltungsfilm) gerade im Kriege wichtige Aufgaben zu erfüllen hat, galt weiter die Aufmerksamkeit asier für das deutsche Buchschaften Verantwortlichen. Er hat die Aufgabe, das billige und minderwertige Reihen-Schrifttum zu ersetzen, das in früheren Jahren an jedem Buchkiosk zu sehen war und zu der heute leider weithin noch üblichen negativen Bewertung auch des guten Unterhaltungsschrifttums beigetragen hat. Die Arbeit der Reichsschrifttumskammer darf nicht vergessen werden, wenn vom Einsatz für das deutsche Buch die Rede ist. Auch sie stellte der Krieg vor neue Aufgaben. Die schwierigen Fragen der Selbstverläge und der Buchqemeinschasten wurden u. a. geklärt, in Schulungslagern und Arbeitstagungen wurden Verleger und Buchhändler mit ihren Kriegsaufgaben vertraut gemacht. Wie immer fand im Frühjahr 1941 das große Leipziger Kantate-Treffen des deutschen Buchhandels statt, das starker denn je zuvor besucht war. Der Leiter des deutschen Buchhandels, W. Baur, konnte bei dieser Gelegenheit den deutschen Buchhändlern für ihre verständn'svolle und selstlose Arbeit danken. Einen schönen Hintergrund erhielten feine Worte dadurch, datz fast gleichzeitig zwei führende deutsche Verlage (Wilhelm Limpert. Berlin, und Ferdinand Hirt, Breslau) vom Führer zu Nationalsozialistischen Musterbetrieben ernannt und mit der Goldenen Fadne ausgezeichnet wurden. Nimmt man den großen Erfolg der zahlreichen deutschen Ruchausstellungen im befreundeten und neutralen Ausland sowie in den besetzten Gebieten hinzu, so darf man mit Stolz sogen: Das deutsche Buch, diese blanke Waffe des Geistes, hat auch im Zweiten Kriegsjahr bewiesen, daß es würdig neben feiner Schwester, der Waffe aus Stahl, zu stehen vermag. (Srönbuna eines europäischen c^chnffsteNerverbandeS. Weimar, 25. Okt. (DNB.) Auf der Deutschen Dichtertaqung in Weimar wurde auf Anregung der ausländischen Dichtergäste ein europäischer Schrift st ellerverband gegründet. Den Vorsitz des Verbandes hat der bekannte deutsche Dichter Hans Caroffa übernommen. Michelangelo, der Mensch und Künstler. Von Felix Timmermans. Felix Timmermans nimmt an der gegenwärtig stattfindenden Deutfchlandreise ausländischer Schriftsteller und an der Kriegsbuchwoche teil und wird in Berlin aus feinen Werken lesen. Es wird unsere Leser, von denen viele Timmermans bei seinen Besuchen in Gießen auch persönlich kennen gelernt haben, interessieren, den Dichter des Pallieter, des Franziskus und des Brueghel über Michelangelo sprechen zu hören. Als ich die ersten Werke Michelangelos zum ersten Male sah, war mir, als käme ich aus einer lieblichen Landschaft in einen mächtigen, dunklen Wald. Ich wüßte nicht, ob ich vor Ehrfurcht knien sollte oder aber die Flucht ergreifen. Im Geiste habe ich gekniet. Ein Gott stand vor mir: in der Sixtinischen Kapelle erlebt man die Schöpfung der Welt und des Menschen zum zweitenmal. Aber der Sündenfall durchschneidet die Verbindung zwischen Gott und Mensch, und während die Bäume des verlorenen Paradieses noch nicht alle verblüht sind, sehen Propheten und Sybillen bereits den Untergang, das Ende dieser Welt. Das Jüngste Gericht donnert durch den Raum. Im Feuer des Blitzes wirbeln und taumeln Riesen- fiyuren um den gewaltigen Gott, den ungeheuren König der Ehren, der seinen Fluch zerschmetternd über die Verdammten schleudert. Gott, Engel, Heilige und Propheten, Sybillen und Verdammte, die sind überdimensional und großartig, geschwollen und gemuskelt aus Ueberfluß an inneren Kräften, die nicht wissen, wohin-, Gewitter- gestalten, die prädestiniert sind, den Raum zu stürzen und die Zeit in Scherben zu brechen, Planeten gegeneinander zu zerschlagen. Keine Spur von Seligkeit, keine Hoffnung, kein gelobtes Land in Aussicht, kein Wunsch zum Weiterleben. Und sogleich sieht man ins Herz dieses Künstlers, ki dem Abgründe tiefster Schmerzen glühen. Zeitschriften. — Die Monatsschrift „K u n st d e m V o l k" (Her- ausgeber Professor Heinrich Hoffmann, Verlag Heinrich Hofsmann, Wien) hat ein Sonderheft der Großen Deutschen Kunstausstellung München 1941 gewidmet und bringt in einer ersten Folge eine Auswahl von malerischen, plastischen und graphi» schen Werken, die wohl als charakteristisch für das Gesamtbild gelten können. Die Wiedergabe ist durchweg vorzüglich und technisch einwandfrei, besonders was die farbigen Reproduktionen der Gemälde betrifft; wer die Ausstellung nicht selbst besuchen kann und auf (vielfach unzulängliche) Schwarzweiß-Wie- bergaben- angewiesen ist, wird hier am ehesten einen Eindruck gewinnen können. Aus dem reichen Jnhall seien hervorgehoben das „Bildnis des Führers" von Triebfch, das stimmungsstarke, sehr eindrucksvolle Weltkriegsbild „Sie trommeln" von Elk Eber, Franz Gerwins „Hochöfen", Hans Happs „Thetis" und Hans Schachingers „Ostmärkische Bauernfamilie 1940". Der Taucher und der Krake. Ein aufregendes Abenteuer hatte kürzlich em spanischer Taucher zu bestehen, der in der Nähe von Tarragona das Wrack eines gesunkenen Fisch' dampfers untersuchte. Er wurde plötzlich durch einen gewaltigen DftopuS, eine achtarmige Riesenkrake, angefallen, der seine Schlangen gleichenden Arme mit großer Heftigkeit um den Mann schlang. Das Tier hatte eine Größe von nahezu 2 Meter, und hätte der Taucher in letzter Sekunde nicht noch verzweifelte Hilferufe nach oben signalisieren können, wäre er bei dieser Begegnung mit dem Ungeheuer nicht mit dem Leben davongekommen. Man zog den Taucher auf seine Notsignale hin sofort an die Oberfläche und brachte mit dem Bewußtlosen zusammen das riesige Tier nach oben, das sich mit allen acht Armen fest an sein Opfer geklammert hatte. Der Oktopus wurde sogleich getötet und der naturwissenschaftlichen Sammlung in Tarragona übergeben. Das deutsche Buch im Kriege. Bindeglied der Heimat zur kämpfenden Front. Zett der stolzesten Blüte feiner Geschichte beginnt.* Die Worte des Ministers fanden den begeisterten Widerhall der Versammlung. Darauf erklärte der Minister die „Kriegsbuchwoche 1941" für eröffnet Weimar, 26. Okt. (DNB.) Mit einer festlichen Kundgebung in der Weimar-Halle wurde am Sonn- tagDormittag die „Kriegsbuchwoche 1941" durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels eröffnet Die Anwesenheit führender Autciren von 14 Nationen gab dieser Stunde eine kulturpolitische Bedeutung, nicht nur für Deutschland, sondern für alle mit uns befreundeten und verbündeten Länder (Europas, die im Kampf gegen den zersetzenden jüdisch-bolschewistischen Geist stehen. Vor Beginn der festlichen Stunde begab sich Reichsminister Dr. Goebbels mit dem Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Johst, und einer Abordnung in- und ausländischer Dichter zur Fürstengruft und legte an den Särgen Goethes und Schillers Lorbeerkränze nieder. Nach kurzen Ansprachen des Gauleiters Reichs- stattbalters S a u ck e l und des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Staatsrat Dr. I o h ft hielt der Präsident der Reichskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels eine Rede, in der er einen Rechenschaftsbericht über die Leistungen und Erfolge des deutschen Schrifttums im zweiten Kriegsjahr gab und in umfassender Darstellung die Bedeutung des deutschen Buches als Spiegel unserer Zeit und als Bindeglied von der Heimat zur kämpfenden Front umriß. Er wies auf das symbolische Zeichen dieser Buchwoche hin, das die Einheit von Buch und Schwert auf sichtbare Weise zum Ausdruck bringe. So wie das Schwert im Kampf um eine neue Anschauung auch eine Waffe des Geistes sei, so sei das Buch in diesem Kampfe eine Waffe der Front geworden. Der Krieg, den heute unsere Soldaten siegreich an allen Fronten durchfechten, fei für uns Deutsche mehr als nur ein Kampf um Rohstoffe und Lebensraum. Er bedeute für unsere Volksgemeinschaft die Behauptung der europäischen Kultur, die die Achsenmächte in ihren sicheren Schutz genommen hätten. Eines der wichtigsten kulturellen Güter, denen die nationalsozialistische Führung in den vergangenen Jahren des Ausbaues ihre besondere Fürsorge habe angedeihen lassen, fei das deutsche Buch. „Die Zeit, chendem Format herausgebracht und der Wehrmacht 3ur Verteilung übergeben. Als erstes Ergebnis dieser Aktion werden wir in Kürze drei Millionen Bücher an die deutschen Soldaten an der Front zum Versand gelangen lassen. Diese großzügige Maßnahme, die von unseren Soldaten mit Freude begrüßt werden wird, soll im Laufe des Winters noch einmal wiederholt werden." Daneben gehe die umfassende Ausführung des Aufrufs des Reichsleiters Rosenberg zur 3. Büchersammlung der NSDAP. Wenn die nationalsozialistische Bewegung jetzt wiederum an das deutsche Volk appelliere, so wolle das nicht heißen, daß der Bücherfreund noch einmal seinen Bücherschrank von überflüssigen Schmökern reinigen soll. Für unsere Soldaten sei auch hier das Beste gerade gut genug. Unter Einsatz von 7000 Mitarbeitern der Partei hätten bisher 6,7 Millionen Bücher an 60 000 Wehrmachtbüchereien abgeliefert werden können. Diese Großaktion werde mit einem machtvollen Aufwand fortgesetzt werden. Daneben gehe die Fortführung der Werbung für Buch- und Feldpostsendungen. Weitere sechs Millionen deutsche Bücher seien so an unsere Soldaten gelangt. Nach dem Dank an alle im Dienste des deutschen Schrifttums schaffenden Volksgenossen erklärte Dr. Goebbels abschließend, daß wir mehr denn je die Berechtigung hätten, in unserem Ausblick auf die Zukunft glücklich und zufrieden zu sein. Der Führer habe den Mut gehabt, den Kampf gegen den ewigen Weltfeind auf sich zu nehmen. Mit seinen Soldaten beschütze er alles, was wir besäßen: Haus und Hof, unsere Frauen und unsere Kinder, aber auch unsere Kultur, unsere ewigen Güter und nicht zuletzt unter ihnen das deutsche Buch als die schärfste Waffe unseres Geistes. In einem Ruf an die Dichter unserer Zeit faßte Reichsminister Dr. Goebbels das Bekenntnis dieser geistig Schaffenden in den Worten zusammen: „Daß wir der Zeit würdig sein wollen, das soll unser Gelöbnis in dieser Stunde sein. Mit der Kraft des Wortes wollen wir sie schildern, so wie der deutsche Soldat sie mit der Kraft des Schwertes gestaltet. Mit ihm gemeinsam wollen wir sie am Ende erfüllen. Die große Zeit soll uns in Bereitschaft finden. Dann wird die Stunde kommen, da das Reich die Graf Eiano beim Führer. Aus dem Führerhauplquarller, 25. Oktober. (DNB.) Der Führer empfing am Sams- tagvorrnitlag in feinem Hauptquartier den Königlich-Italienischen Außenminister Graf Llano zu einer Unterredung, die im Geiste der traditionellen Freundschaft und der bewährten Waffenbrüderschaft zwischen den beiden Völkern verlief. An der Unterredung nahm der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop teil, auf dessen Einladung Graf Liano zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland weilt. Das Ritterkreuz. Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Kurt Herzog, Kommandeur einer Infanterie- Division; ^-Oberführer Max Simon, Regiments, kommandeur in einer ^-Division; Oberstleutnant Walter Herold, Kommandeur eines Artillerie. Regiments; Major Hans Reinhardt, Abteilungskommandeur in einem Artillerie-Regiment; Major Max Lemke, Kommandeur einer Auf- klärungsabteilung; Hauptmann von Görne, Kommandeur einer motorisierten Aufklärungs- abteilung; Oberleutnant Plinzner, Kompanie- führer in einem Panzer-Regiment; Leutnant Wilhelm H ü m e r i ch , Zugführer in einer Panzerjäger-Kompanie; Leutnant Heinz Jürgen Lütje, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment; Leutnant Kylling-Schmidt, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment; Oberfeldwebel Wilhelm V i e lw e r t h , Zugführer in einem motori. fierten Infanterie-Regiment; Feldwebel Karl Hirsch, Zugführer in einem Schützen-Regiment; Unteroffizier Alois Z m u g g in einem Schützen- Regiment; Unteroffizier Heinz "Fritsch in einem Panzer-Pionierbataillon; ^-Sturmmann Christ en, Richtschütze in einer ^-Panzerjäger-Abtei- lung. die wir heute durchleben, findet im Buch ihren Ausdruck. So wie das Buch ein Zeichen der Zeit ist, so ist die Zeit auch im Buche gestaltet worden. Niemals kam das in unserer deutschen Geschichte stärker zum Ausdruck als heute. Wenn wir das epochale Werk des Führers Mein Kämpft hierbei mit in Betracht ziehen dürfen, so ist es nicht zuviel gesagt, wenn wir behaupten, daß Bücher die geistigen Durchbrüche unserer Zeit gewesen sind. Sie' haben zu ihrem Teil Geschichte gemacht. Dr. Goebbels wies dann auf zwei große Aufgaben hin, die das deutsche Buch im Kriege zu erfüllen habe: Es zeige dem deutschen Volke die gewaltigen Hintergründe des geschichtlichen (9e- schehens unserer Tage und es spende ihm Kraft und Entspannung in den schweren Wochen und Monaten des Krieges. Gerade darum sei das deutsche Buch vor allem zum wahren Eigentum des deutschen Soldaten an der Front geworden. 250 Millionen Bücher und Schriften seien im abgetan- fenen Berichtsjahr im Reich herausgebracht worden bei einer Durchschnittsauflage aller Erscheinungen von rund 11000 Stück. Wieder stehe an erster Stelle das schöngeistige Schrifttum mit einer Ge- samterzeugung von 72 Millionen Büchern. Hierunter befänden sich allein 39 Millionen Bücher aus Neuerscheinungen. Die Zahl von 44 Millionen neu aufgelegter Bücher'beweise, daß bei uns das Buch als Eintagssensation vollkommen verschwunden sei. An zweiter Stelle stehe die politische und dokumentarische Literatur der Zeit mit einer Gesamtauflage von 56% Millionen. Unter den 56% Millionen Büchern der Zeit befänden sich 33 Millionen Bücher als Neuerscheinungen auf dem Gebiete des Wehrund Kriegsschrifttums. Daneben stehe die stärkste Anteilnahme des deutschen Volkes am Schrifttum der uns befreundeten Nationen. Allein 641 ausländische Werke seien im Berichtsjahr ins Deutsche übertragen worden. Dr. Goebbels wies dann auf die bevorstehenden großen Aktionen im Dienste des deutschen Schrifttums hin und richtete zugleich einen Appell an das ganze deutsche Volk, mitauarbeiten an der ersten und vornehmsten Aufgabe, die deutsche Wehrmacht im kommenden Winter ausreichend mit guten Büchern zu versorgen. „Es werden dazu in der Hauptsache zwei Wege beschritten. Eine Auswahl bester ßitera* tur wird in Großauflage in handlichem und anspre- für den das Leben, das Dasein, ja, der Himmel selbst ein lastendes Gebirge ist. Seht diesen Adam, wie müde und matt erwacht er durch Gottes Finger aus feinem Schlaf! Sein Verlangen nach Leblosigkeit hat der Künstler auf dem Sarg der Medici in dem schlafenden Bild der Nacht ausgedrückt: lieb ist mir der Schlaf, doch lieber wäre mir ein Stein zu fein. „Wecke mich nicht auf, fei leise und gehe vorüber!" Wir wissen, das Leben war ihm zu schwer, schwer durch Angst und durch seine Dual mit sich selbst, durch die Springfluten der Wut, schwer durch Minderwertigkeitsgefühle, Zweifel und Zaghaftigkeit, durch Scham, Haß und Mißtrauen. Er kannte feine Grenzen, und sie reichten nicht weit, aber in feiner Kunst gab es für ihn keine Grenzen. Da war er Held und Kämpfer, da rang er mit einem Engel, mit Dutzenden, wenn es fein müßte, und er siegte. Er siegte immer. Er haßte das Leben, er hatte Angst vor ihm, und er würde sich am liebsten ins Unbewußte verkrochen haben. Aber in der Kunst sprach er mit Gott, da war er Feuer und Flamme, unnahbar, besessen, über das Leben hinaus jubelnd. Das Genie riß ihn heraus aus der Kleinheit der Menschen und der Welt, und packte ihn, ruhelos und unerschöpflich in Arbeitskraft und Phantasie. Er kannte keine Grenzen in feiner schöpferischen Kraft und.schreckte nie zurück, Tag und Nacht arbeitend, kärglich lebend von Wein und Brot. Ein Kind sieht in den Wolken allerlei lebende Wesen. Er sah in den Marmorfelsen von Carrara die Gestalten seiner Grabmäler, Sklaven und Helden. Er hätte sie auf der Stelle aus den Felsen hauen mögen! Keine Grenzen, und über dem St. Deter wölbt er die mächtigste Kuppel der Welt. Darin können die höchsten Türme: Freiburg, Antwerpen, Utrecht noch tanzen. Und doch, obwohl selten, blüht neben die der gewaltigen, aufbäumenben Kraft und Kunst eine frühlingshafte Zartheit auf, in der PietL, in dem Madonnenbild in Brügge, das wie ein blanker Seufzer von Mutterliebe ist, in der jugendlichen, kräftigen Davidsgestalt und in den kleinen Engels- köpfen, die wie Blumen über feine imposante Arbeit gestreut sind. Sharkow, emMrischastszentrumderSowjeianion Charkow, bisher der Sitz der ukrainischen Sowjetregierung, liegt an der Vereinigung der Flüßchen Lopani und Charkow. Infolge der Nähe des Do- nez-Kohlenbeckens, des Eisenreviers Kriwoi Rog und der fruchtbaren Schwarzerdegebiete bildet die Stadt das größte Wirtschaftszentrum der Sowjetunion. Die Stadt hat eine Entwicklung hinter sich, die an amerikanische Städte erinnert. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts noch ein kleiner Ort mit 10 000 Einwohnern, hatte Charkow um 1900 bereits gegen 200 000 Einwohner. Durch das gewaltige Vorwärtstreiben der Industrialisierung in der bolschewistischen Zeit ist Charkow inzwischen viermal so groß geworden. Heute weist die Stadt über 800 000 Einwohner auf, gehört also mit Leningrad, Moskau und Kiew in die Spitzenklasse der sowjetischen Großstädte. Diese Industrialisierung verwandelte gleichzeitig den ursprünglichen ukrainischen Charakter der Stadt, da die zugezogenen Arbeiter und Angestellten zu einem großen Teil aus anderen Gebieten kamen. Sein erstaunliches Wachstum verdankt Charkow feiner Lage inmitten der reichen ukrainischen Landwirtschaft und der Nähe des Erzbeckens Kriwoi Rog einerseits, des Donezbeckens anderseits. Sieben Bahnlinien, die die notwendigen Verbindungen nach allen Seiten geschaffen haben, machten Charkow zu dem wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt dieses Raumes. Charkow ist die wichtigste und größte Industriestadt der Ukraine. In ihr haben die führenden Werke der sowjetischen Elektro-Jndustrie und der metallverarbeitenden Industrien ihren Hauptsitz. Charkow nimmt ferner eine bedeutende Stellung in der Produktion von Eisenbahnwagen, Lokomotiven und Panzerkampfwagen ein. Das Charkower Traktorenwerk ist das drittgrößte der Sowjetunion und stellte früher jährlich über 10 000 Traktoren für die sowjetische Landwirtschaft her. In der letzten Zeit wurde es auf die Produktion von Panzerkampfwagen umgestellt. Zahlreiche Erzeugungsbetriebe des Eisenbahnbaues, der Werkzeugmaschinenfabri- kation und andere Werke machen Charkow zu Es konnte wohl beinah nicht anders fein, er mußte in Florenz geboren werden, wo die Medici residierten, Machiaoelli lauerte, wo Savonarola verbrannt wurde und Fra Angelico seine himmlischen Visionen zeigte, und Michelangelo selbst das Gesicht zerschlagen wurde. In diesem feurigen Florenz, wo Geschlecht gegen Geschlecht Krieg führte und jedes Haus eine Festung war; zu einer Zeit des Meuchelmordes, des Gifttrankes, der masfier- ten Entführungen, Zweikämpfe, Bacchanale und tiefsten Mystik; im vollen Glanz der Renaissance, im Luxus der Fürstenhäuser. Dies alles drängte sich in ihm zusammen. Aber er wächst darüber hinaus, über seine Zeit und über die Menschen, wie ein Gebirge über das Tal. Er kann zu den Menschen hinabsteigen, aber er kann sie nicht mitnehmen. Er wächst über fein Land hinaus, er ist so wenig Italiener, wie Rembrandt Holländer ist. Er gehört jedem, weil er von demselben Geist ist, aus dem wir alle unsere Seele ernähren. Michelangelo kann sagen: Mein Gott, ich bin ein Meißel in deinen Händen; damit gestaltest du die Bewunderung, die ich für dich fühle. Denn immer spürt er Gott in sich und um sich, er war froh wie ein Kind, und er konnte in tiefster Gottes- befeelung mitten in der Nacht unter den Sternen knien. Wie Faust durch seinen Zauberspruch den bösen Geist der Finsternis bannte und alles ihm gehorchte, während er trotzdem Faust und Mensch blieb, so Zog Michelangelo durch sein Genie das Wunder der Kunst auf die Erde, aber blieb doch Michelangelo. Zwischen Kunst und Mensch ist ein Abstand, der bei Fra Angelico, bei Goethe und da Vinci har- monisch überbrückt werden konnte. Bei anderen ist aber dieser Widerspruch notwendig. Er bedeutet Kampf und Heldenmut und vielleicht auch Sieg. Als Mensch war Michelangelo ein armer Stümper wie wir alle, als Künstler aber war er ein Gott. Das ist das große Wunder in diesem Menschen, das wir alle still und fromm belauschen und demütig schaudernd und dankbar anschauen. (Berechtigte Uebersetzung aus dem Vlä- mifchen. — Interpreß.) einem bedeutenden Glied der sowjetischen Industtie. Im Rahmen der Rüstungsindustrie war Charkow für die Sowjets besonders deshalb so wertvoll, well alle Werke der Charkower Industrie auf die Herstellung von Pänzerkampfwagen, Geschützen und dazugehörigen Einzelteilen umgestellt worden waren. Außerdem befanden sich in Charkow zwei Flugzeugsabriken mit einer beachtlichen Erzeugungskapazität. Charkow ist unser. Feindwiderstand, Regen und Schlamm bezwungen. Von Kriegsberichter Herbert Rauchhaupt. DNB...... 25. Okt. (PK.) Als vor etwa vier Wochen die große Umfassungsschlacht in der Ukraine oftmärts Kiew im Gange war, fiel zusammen mit der Hauptstadt Kiew auch Poltawa, die am Ostrand des von den deutschen Truppen gebildeten Kessels gelegene Großstadt. Der Fall Poltawas bildete gleichzeitig den Beginn neuer nach Osten gerichteter Operationen: der Angriffsbewegungen auf Charkow, das mit fast 850 000 Ein- wohnern nur wenig kleiner als Kiew und die viert- größte Stadt der Sowjetunion ist. Sind es auch nur 150 Kilometer von Poltawa nach Charkow, so sind doch die Schwierigkeiten taum zu beschreiben, die die Truppen bei der Verfolgung des geschlagenen sowjetischen Gegners überwinden mußten. Zwar war der Widerstand des Feindes nicht mehr der, den die deutschen Truppen von Kiew und der Umfassungsschlacht her gewohnt waren. Besonders das tiefgestaffelte Befestigungssystem, das die Einnahme von Kiew so schwer gemacht hatte, fehlte. Die Bolschewisten beschränkten sich vielmehr in erster Linie auf Der- tedigung in geschickt angelegten Feldstellungen, mit denen sie ihre Widerstandslinie spickten. Aber unvorstellbar waren die Wetter» und Straßenverhält- Nisse, die unsere Infanterie zu meistern hatte. Als am 7. Oktober ein eisigkalter Schneesturm iberwältigt von dem neuen deutschen Erfolg Bauch die Belgrader Zeitungen. Der militärische rbeiter der „Novo Drerne" würdigt die Bedeu- die tzn>! 'er. AI 3nbu|trit Charles tooll, wn kerlin, 27. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) In i(lr verbündeten Ländern, aber auch darüber hin- lus hat die Nachricht von der Einnahme des sow- jetihen Rüstungszentrums Charkow stärksten Druck gemacht. rmationsfest und Bußtao verlest l Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse Kriegswirtschaft werden das Reformationsfest 10.) auf den nachfolgenden und der Bußtag LI.) auf den vorhergehenden Sonntag verlegt, entsprechenden kirchlichen Feierlichkeiten finden nbcfen Sonntagen statt. _________________ i PoltB lierigkei!« i der 8ii' t Qegntn WerM deullchi! mgsW »igeftoN von ilscheirillk t auf ungen. $ l'eh Qüi 5-> leutnam lWritJ Ziment-, «’UhB (rtillito tloneJi, bi'lN ’flet bj, ‘ft* W 5,. Karin Grunelius Roman von Guiöo R. Brand ;rte b 3ffnet‘ / N egimemJ K N sornt, klärun«,!_____ ompanid 1 großen Schlagzeilen verzeichnet die rumänische ant U dieses „Ereignis von weittragender Wir- hin;". Die Blätter führen in längeren Aufsätzen ßütjT" ’ ‘ ' ...... tegiment; ett shavpi. etwa eia er UfroirJ jufaiw iwa, L,t penjefö1 all Polk euer ne: Ingrid OOOOSip !>ü;roße Rolle der Stadt als sowjetisches Rüstungs«, Mehrs, und Wirtschaftszentrum vor Augen, des. MFall die Sowjets schwer treffe. Der Schlüssel 'hur Donezbecken sei endgültig in deutscher Hand. großer Aufmachung beschäftigen sich die slowa- ’ijdn Zeitungen mit der Eroberung der ukrai. Den Industriestadt. Durch die Einnahme Char- do» und die Besetzung Belgorods werde deutlich, ihreibt „Slovak", daß der ganze Südabschnitt jkkFront in Bewegung sei und -unaufhaltsam vor- Aber f' ßenveD hatte, chnee!^ ■ Manila, 27. Okt. (Europapreß.) 500 japanische Mctsbürger verlassen innerhalb von 14 Tagen die ilippinen, wie am Sonntag bekannt wurde, r Mehrzahl der Japaner wird am 9. November iüer „Hakone Maru" in die Heimat zurückfahren. übrigen werden einen französischen Dampfer en. Front und Heimat — ine unlösbare Opfergemeinschast. r l i n, 25. Okt. (DNB.) Der zweite Opfer- löni ta g des Kriegs-Winterhilfswerkes 1941/42 l2. Oktober brachte mit seinem Ergebnis von i|!167 8 9 6 6,6 9 Reichsmark gegenüber der ifcr die flache Landschaft der Dnjepr-Ebene ost. tnicto des großen Stromes hinwegfegte, waren timen weniger Stunden die unausgebauten Wege bi< auf den sowjetischen Karten als Hauptstraßen eii^zeichnet sind, in riesige breite Schlammwüsten verwandelt. Nur mühselig konnten sich in den d.^uffolgenden Tagen die Jnfanterie-Divisionen Hirn Weg bahnen, denn der Schlamm wurde von 2qj zu Tag tiefer, zumal es fast unaufhörlich wei> kitchneite und regnete. Stellenweise bis an die Knie o;ranken die Infanteristen auf den unwegsamen Ien, aber sie kamen wenigstens überhaupt noch . Die Geschütze der bespannten Artillerie m staken bald ebenso hoffnungslos fest wie Fahrzeuge der motorisierten Truppenteile, r größer wurde der Abstand zwischen Truppe tackschub, der dock vorn so dringend benötigt . Aber mit Hilfe von Zugmaschinen und herbeigeschafften Traktoren wurde schließlich ,ie letzte Schwierigkeit überwunden, ein Mei- »ewerk deutscher Organisation. Luf breiter Front näherte sich schließlich nach U(!*rroinbung aller Hindernisse in den letzten taten die Armee der Stadt. In der Nähe westlich berStadt ging noch einmal konzentriert die deutsche Merie in Stellung und bereitete der Infanterie !)ci Weg in die an vielen Stellen brennende Nie- fcabt, in die in den Nachmittagsstunden deutsche Lippen siegreich Einzug hielten. Starkes » ... ■*' 6'cninbi SießenezVorfragsrinü SJ/ IStellenangebotel Wlkkk SÖ®C 1 11 .......... Nachtschränkchen leine Uriprnngi- und neues Regal oblchriftei« dem Be GLORlfl Q att&wäUde- Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön! PQLQST G । .essen I. HFRBtBT HERZOG Auch zum Feldpostversand zugelassen. feen, ifro’ife Heute Montag Erstaufführung des neuen lustigen Terra-Films M hir ULSgen Las 2 [ten, e rtä bis j*. 2e if aus ■ werfet 1 |elb[ hbietes M mit d 6im Qume Jen« Heinrich Blum jr. Dr. Karl Hofmann und Frau Betty, geb. Blum men c M «W Willi Blum, Masch.-Maat, z.Z. im Felde und Braut Martha Kammerer Mionen CiRi uv.gei liang n iwro Mische bien en H gen 5 50 3 k and sternl Für die mir anläßlich meiner Geschäfts-Eröffnung von ?llen Bekannten und Freunden schriftlich und telefonisch zugegangenen Glück- u. Segenswünsche sowie für die zahlreichen Blumenspenden sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. 4417A Johannes Lauer Haus- und Küchengeräte Gießen, Seltersweg 12 UHRMAC HERME IST El- GIESSEN fflTtP.5W.3-» HiL*875 G.B C. 41/14453 | Verkäufe | Ein Wurf Ferkel 7 St., 10 Wochen alt, zu verkaufen Engelbert Berkmano LanaSdorf bei Lich. l44r4v KCJ Ernst Walldorf II. und Frau Elisabeth, geb. Steller nebst Kindern Karl Walldorf, z. Z. im Felde Heinz Walldorf, z. Z. im Felde lind alle Angehörigen. Gießen (Kläranlage 64), den 21. Oktober 1941. 03545 Zum Inkasso und zur Betreuung unserer Mitglieder suchen wir für mehrere Hauvtorte deS Land- Sp.-Vg. 1900-BurMmS 3:2(0:1) Diesen Sieg dürfen die Blau-Weißen als sehr glücklich bezeichnen. Lerdient wäre er für Burgsolm; gewesen. Die Gäste zeigten nämlich eine weit des. sere Leistung als die Platzbesitzer. Auch war der größere Eifer auf ihrer Seite. Wenn es trotzdem nicht zu dem ersehnten Erfolg kam, dann war die; ausgesprochenes Pech. Mit dem Wind spielend, erlangen die Gäste gleich Feldoorteile, zumal 1900 vorerst nur 10 Mann zrn Stelle hatte. Die Angriffe sind jedoch nicht geschlos. sen genug, so daß die Verteidigung der Platzbesitzer immer wieder erfolgreich eingreifen kann. Hieraus versuchen die beiden Außenstürmer mit Weitschüs, sen zu Erfolgen zu kommen. Hier fehlt jedoch die Genauigkeit. Erst in der 30. Minute gelingt es dem Rechtsaußen, eine hohe Vorlage des Halblinken ge. rade noch mit ausgestrecktem Bein über die Linie zu bugsieren. Der Erfolg verleiht den Gästen mach: tig Antrieb, jedoch die Platzbesitzer wissen, daß ein weiterer Derlusttreffer gleichbedeutend mit einer Niederlage ist. Hierdurch wird der Kampf hart. Der Ball ist stets stark umkämpft. Eine freie Bahn firt« det sich kaum für ihn, wodurch auch keine Treffer zustande kommen. Nach dem Wechsel kommt 19(N1 einige Zeit gut in Fahrt. Kurz nach dem Wieder- anstoß ist es Jung, der einen Schnitzer der gegnerö scheu Verteidigung ausnutzt und allein mit dem Ball aufs Tor steuert. Seinen Schuß kann der kreifes Gießen nebenamtliche Ortsverwalter «Männer und trauen) Hüter nicht richtig fassen, prompt ist Erhard zur Steile und schießt überlegt zum vielbejubelten 2:1 em. Dies löst eine starke Angriffswelle der Gäste aus Mit Glück und einer glänzenden Leistung von Enders übersteht 1900 diesen Druck. Ja, als Schuld verletzt ausgeschieden war, gelingt es Jung, in einem Alleingang aus spitzestem Winkel auf 3:1 zu erhöhen. In den restlichen 12 Minuten gelingt es den Burgsolmsern wohl noch auf 3:2 zu verkürzen, zu dem mehr als verdienten Unentschieden reicht es jedoch allerdings nicht mehr aus. Die Gäste hatten eine stabile Elf zur Stelle. Ei« nach dem Wechsel vorgenommene Umstellung — der rechte Verteidiger führte jetzt den Sturm und der Mittelstürmer verteidigte.—, kostete der Mannschaft vielleicht den.Sieg, da gerade dieser Spiele» sich verschiedene Schnitzer leistete, die zu den Treffern der Blau-Weißen führten. 1900 in der Aufstellung: Enders, Schuck, Bötz, Ruhl, Sittner, Carsten-, Schuld!, Erhard, Weniger, Jung, Volkert brauchte einen langen Anlauf. Zum Schluß fehlte es an de» erforderlichen Kondition. Schiri Volkmar, Wetzlar^ war ein umsichtiger Leiter. DieDenlscbeMM Kreisdienststelle M 2 läuft n jed Sogei nier likrai Sloan Iflehen' Eich Mneti ’N i Ji alle Wert m Meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Marie Blum, geb. Trechsler ist nach langem schweren Leiden in Frieden heimgegangen. Die trauernden Hinterbliebenen: Helnr. Blum, Spenglermstr. Emmy Blum MI.MIM von älter. Dame, deren Mann in der Augenklinik liegt, sofort gesucht. Schr. Angebote u. 4427D an den Gießener Anzeiger erbet. Das große Lachen über einen der erfolgreichsten und lustigsten Bühnenschwänke Vater sein dagegen sehr! “ findet in dem Lustspielfilm — nach genanntem Bühnenstück — eine mitreißende Steigerung B Heute Montag, 27. Okt. 1941, im Theater, 19 Uhr 3. Veranstaltung im 16er-Ring Ich bin kein Casanova Tieferschüttert erhielten wir die Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Neffe Ernst Ludwig Walldorf Gefreiter in einem Artillerie-Regiment nach überstandenen Kämpfen in Frankreich am 17. September 1941 im Osten sein Leben im Alter von 22 Jahren für sein Vaterland L? hi R Dieter Hofmann, Enkelkind. Gi^ßsn (Grabenstraße 9), den 24. Oktober 1941. Beerdigung: Dienstag, den 28. Oktober, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. 0M8e Blauer Wellensittich entflogen. Abzugeben l44:'«v Markwlatzl7III „ÄU M m.Svrungrahm. und dreiteiliger Matratze, 2,10x 1,30 m und ein kL Biedermeier- Chaiselongue ohne Ueberzug, zu verkauf. 03591 HlinMurgwall I4l. NlGS Mt-9old auch Doublt, Alt-Silber 5? '"dl diesem Stand wiederholt sich der Verlauf, wie kurz zen dt vor der Pause. Mann gegen Mann gestaltet sich der Kampf. Durch ihre körperliche Vortelle gelanget Sie inb 3a JJ bler 2 JP bnei J Nv W C*wft 2JenPro n u" zwe |wit f Mst L™ be E?ut E*« Rtent Bk Sj»e rb p Es ist zwecklos, Schuhcreme dick aufzutragen. Man erschwert sich dadurch nur die Arbeit. Schuhcreme muß hauchdünn und überallhin verteilt werden; dann springtderGlanz schnell an, und die Bürsten bleiben viel länger sauber. Voraussetzung ist natürlich gute Schuhcreme, so das bestens bekannte, Erdal (Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung / Volksbildung Stätte Gießen in der NS.-Bemelnsch. Kraft durch Freite Dienstag, den 28. Oktober 1941, abends 7.15 Uhr, Neue Aula der Universität Feierstunde aus Anla6 der »Woche des deutschen Buches« M Dr. Hermann BURTE spricht über Die europäische Sendung der deutschen Dichtung Kartenverkauf Saalkasse. tigfein zyeutk die Gäste auch zu einer Feldüberlegenheit, ja es ist i I schon fast eine Dranqperiode. Hier hinein fällt der 0$ her Führungstreffer der Platzbesitzer. Bei einem Angrif! -Iinöaß' fe Feindes vorzudringen und das feindliche Stellungs- fystem zu erschüttern, daß der Widerstand bald zusammenbrach. Bereits am folgenden Tage konnte unter Ausnutzung dieser Erfolge eine weitere Sowjetwiderstandslinie im Angriff durchbrochen werden. Dafür führte Dielwerth wiederum seinen Zug in vorderster Linie gegen die überragende, stark ausgebaute Höhe bei Duderhof. Obwohl die hereinbrechende Dunkelheit erhebliche Schwierigkeiten für die Orientierung und Führung mit sich brachte, gelang es Oberfeldwebel Vielwerth, die Dergstellung ohne Rücksicht auf die Flankenbe- drohung zu nehmen und die noch besetzten Feldstellungen auszuheben. Damit war die Voraussetzung für das weitere Vorgehen auf Leningrad gesichert. Die Heltentaten des tapferen Oberfeldwebels Vielwerth fanden in der .Verleihung des Ritterkreuzes verdiente Anerkennung. * Oberfeldwebel Dielwerth entstammt einer seit 1900 in Büdingen ansässigen Familie. Schon sein Großvater war dort Bahnmeister; sein Vater Willi Vielwerth, aus Gelnhausen stammend, ist am Fi- ninzamt Büdingen angestellt; die Mutter, Marie geb. Heppner, ist Büdingerin. Der neue Ritterkreuzträger Wilhelm August (genannt Erich) Vielwerth besuchte in Büdingen die Volksschule, kam dann in die Werkzeugmacherlehre und war bei der Firma Albinger und Betzolü tätig. In der Krisenzeit arbeitete er, um nicht stempeln gehen zu müssen, zwei Jahre lang in der Landwirtschaft und trat dann, nachdem er ein halbes Jahr freiwilligen Arbeitsdienst abgeleistet hatte, in die Landespolizei in Darmstadt ein. Von hier aus wurde er, inzwischen zum Truppwachtmeister aufgerückt, 1935 als Unteroffizier in die Wehrmacht übernommen. Zwei Brüder von ihm stehen ebenfalls im Osten, einer davon als Schirrmeister im gleichen Bataillon. wird Jung kurz vor dem Strafraum umgelegt. Der Strafstoß, von ihm selbst ausgeführt, kann der Gäste' fiter Lc Mit dem Gedenken an die an der Front stehenden Berufskameraden, mit dem Gruß an Führer und Wehrmacht und mit den Liedern der Nation wurde die Feierstunde geschlossen. Von der Industrie- und Handelskammer Friedberg. Zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Friedberg wurde vom Reichswirtschaftsminister der Inhaber der Baufirma Karl Hofmann II. in Ortenberg, Karl Hofmann II., Ortenberg, berufen. Zum Vizepräsidenten wurde Kaufmann Wllh. Simon, Bad-Nauheim, berufen. Schwere Bluttat in der Frankfurter Altstadt. Lpd. Franks u r t a. M., 24. Okt. Bei der Revision eines Hotels in der Frankfurter Altstadt wurde der 28jährige, steckbrieflich gesuchte S e b a - stian Gundolf aus Einhausen von einer Kriminalbeamtenstreife gestellt. Er machte überraschend von seiner Schußwaffe Gebrauch, bevor die Beamten selbst zur Waffe greifen konnten. Zwei der Beamten erlagen alsbald ihren Verletzungen, während der Dritte Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat — wie wir auf der zweiten Selle dieser Ausgabe berichten — dem Oberfeldwebel Wilhelm D i e l w e r t h, Zugführer in einem mot Infanterie-Regiment, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Oberfeldwebel Wilhelm Dielwerth geboren am 10.2.1912 in Büdingen, hat, wo er auch im Kampfe eingesetzt wurde, seinem vielsagenden Namen alle Ehre gemacht. Er hat sich bereits in den Dorfeldkämpfen und im Westfeldzug durch besonderer; persönlichen Mut und entschlossenes Draufgängertum ausgezeichnet und im Abwehrkampfe gegen die Sowjets durch selbständiges Handeln' und mitreißende Tapferkeit als vorbildliche Führerpersönlichkeit bewährt, deren Leistungen bereits durch Verleihung beider Eisernen Kreuze anerkannt wurden. Als beim Kampfe um die Erzwingung des Durchbruchs durch den äußeren Befesti- gungsgürtel bei Nutaküla vor Leningrad die beiden vorderen Züge seiner Kompanie Dor J)en Sowjetbunkern und Feldstellungen fesllagen, stürmte Dielwerth trotz heftigen Flankenfeuers mit seinem Zuge aus eigenem Entschluß im richtigen Augenblick vorwärts. Es gelang ihm auf Grund der am Abend vorher bei einem Spähtrupp gewonnenen Geländekenntnis feinen Zug richtig nach vorn zu bringen. Er brach in die Stellung der sich zäh wehrenden Sowjets ein und rollte sie auf. Von Bunker zu Bunker riß er den Zug durch feinen beispielhaften Einsatz vor. Innerhalb kürzester Zeit waren zwei Geschützbunker mit gepanzerten 7.6-cm-Geschützen, darunter ein zweistöckiger, zehn MG.-Bunker und etwa 30 kleine Bunker genommen und eine Anzahl Gefangene gemacht. Diese von Oberfeldwebel V i el- wert h erreichten Erfolge ermöglichten es weiteren Teilen seines und des linken Nachbarbataillons, durch die Einbruchstelle bis tief in den Rücken des nes Vertrauen auch im neuen Wirkungskreise zu verdienen, und gelobte, seine neuen Pflichten und Verpflichtungen gewissenhaft zu erfüllen. Er fei gern nach Gießen mit feinem reichen Kulturleben und seiner schönen Umgebung gekommen. Er wünsche das beste Einvernehmen mit allen Stellen, bekenne sich aber als Feind des Papierkrieges zugunsten mündlicher Aussprache und persönlicher Beziehungen. Mit dem Dank an die Behördenvertreter verband Dn I a c 0 b i die Versicherung, alles für eine gedeihliche Zusammenarbeit tun zu wollen; auf enge Tuchfühlung mit der Partei lege er besonderen Wert. Im gleichen Sinne gelte fein Dank auch Oberstaatsanwalt K n a u ß. Der Abschied von der Wehrmacht sei ihm nicht leicht geworden; oder er werde den Geist soldatischer Pflichterfüllung auch an der neuen Arbeitsstätte pflegen. Mit dem Dank an Landgerichtsdirektor Dr. Feilbach bat Dr. I a c 0 b i die Gefolgschaft um volles Vertrauen. Im Geiste des Nationalsozialismus, mit Verständnis für das Volkstänze, mit Härte gegen Rechtsbrecher roefbe er "fein Amt führen; als oberster Grundsatz gelte: Recht ist allein, was dem deutschen Volke nützt. So werde man, trotz Personalmangel, im richtigen Korpsgeist die großen gemeinsamen Aufgaben für Führer und Volk merftern. Schriftliche Meldungen erbeten, saooeila, gumrenoerfid) -Walto.©. Bezirksverw.Gießen,Goetbestr.10. Igjj|inernu^|| Hornnaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mit Garantieschein. * Tube 60 Pfg. Sichend Zu haben: Part. 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