verzog von Japan und -er Dreimächtepakt ich offen stehe, .Deshalb emp- Oie halbe Million bereits überschritten. Immer noch wachsende Gefangenenzahlen in der Llmfaffungsschlacht von Kiew. Dor einigen Jahren machte unsere A. D.° Berichterstatterin eine Orientreise an Bord des italienischen Ueberseedampsers „Roma", wobei auch der größten russischen Hafen- und Handelsstadt am Schwarzen Meer, Odessa, ein kurzer Besuch abgestattet wurde. Der nachstehende Artikel spiegelt die Eindrücke dieses Besuches wider. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rom, im September 1941. An einem sonnigen Herbstnachmittag fuhr die mächtige, weißleuchtende „Roma" langsam durch den engen Bosporus stromaufwärts, passierte die letzten türkischen Befestigungen und ließ die klein- asiatische Küste im rosigen Abendlicht hinter sich zurück. Das Schwarze Meer mit seiner tiefblauen Färbung machte seinem Namen alle Ehre. Schon in Konstantinopel waren drei Sowjetbeamte, zwei Männer und eine Frau in russischen Hemden, an Bord gekommen, um d i e P ä s s e der Touristen aus aller Herren Länder und besonders aus Amerika — einer strengen Kontrolle zu unterziehen. Jeder, der im „Sowjetparadies" an Land gehen wollte, mußte 16 Dollar zahlen und DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Vernichtung der letzten ostwärts Kiew noch eingeschlossenen Kräfte des Gegners sieht unmittelbar bevor. Die Zahl der Gefängenen ist inzwischen auf 574 000 angestiegen und befindet sich noch ständig im Wachsen. Das erbeutete Kriegsmaterial ist unübersehbar. Der Wehrmachiberichi. DRV. AusdemFührerhauptquartier, 26. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, schreitet die Vernichtung der o st w ä r t s K i e w noch eingeschlossenen Reste des Gegners unerbittlich fort. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 492000 2Hann erhöht. Sie ist noch ständig im Wachsen. Die Luftwaffe zerstörte Eisenbahnlinien und Rii- stungsbetciebe im Raum um Charkow, Tula und W o s k a u. Im Seegebiet um England warfen Kampf- flugzeuge in der letzten Nacht ein großes Handels- Im roten Odessa Von unserer A. D.-BerichterstaLterin. für die Mittagsnummer biS8V,Uhr desVormittags Arueigeu-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt l vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr Jn 3 Monaten über eine Million BRT Ein schwarzes Vierteljahr für Englands Handelsschiffahrt. französische Emigranten waren, der Herzog von Richelieu (1803—1814) und A. de Langeron. Unter Len Architekten der öffentlichen Gebäude waren viele Italiener. Aus der Zeit Richelieus stammt auch die imposante Marmortreppe mit ihren 200 Stufen, die zur Küste hinabführt und den Namen „Poternkm- Treppe" trug zur Verherrlichung der auf diesem Kreuzer ausgebrochenen Meuterei von 1905. 2lber die mit russischer Großzügigkeit angelegten Straßenzüge machten einen ebenso verödeten Eindruck wie der Hasen. Zwischen den Pflastersteinen sproß Gras, die Fensterscheiben waren zerbrochen und notdürftig verklebt, der Anstrich und Bewurf der Hauser bröckelten langsam ab. Besonders auffallend war das völlige Fehlen von Automobilen. Nur vernachlässigte und überfüllte Trambahnen vermittelten den Verkehr. Unsere Autobuskarawane erregte daher das größte Aufsehen. Zuerst rumpelte unser Gefährt durch eine Straße mit verstaatlichten Kaufhäusern, die aussahen wie ländliche Kramläden, in denen man alle lebensnotwendigen Gegenstände, von Petroleum, Salz und Wolle angefangen bis zu Streichhölzern, billigen Bonbons und bunten Krawatten emhandeln konnte. Für uns ausländische „Kapitalisten" hatte die staatliche Organisation „Torgsin" (Handel mit dem Aus- land) besondere Jahrmarktstände aufgebaut, m denen wir nur gegen ausländische Valuta eintaufen durften, die augenscheinlich sehr begehrt war. Die Ein- und Ausfuhr russischen Geldes war verboten. Ueberall, wo uns vom „Intourist em kurzer 2hi,= enthalt vergönnt war, erwartete uns ein solcher Kaufladen, wo man typische Erzeugnisse der ru s scheu Heimarbeit, wie gestickte Hemden, bunte Puppen und holzgeschnitztes Geschirr aber auch Kaviar und Pelze, erstehen konnte. Diese Gegenstände waren wiederum den Einheimischen nicht zugänglich scheck 11686 Franks ^M. vruylfche AmverfitatrdnlSereiv. Lange Der Jahrestag beherrschte auch das Gesicht Der japanischen Presse. „Asahi Shimbun" erklärt, daß der Dreierpakt die Welt in zwei Lager teilte, indem er eine klare Trennung schuf zwischen den Ländern, die ein- Interesse an der Erhaltung des Status quo haben und jenen, die sich für eine Neuordnung ein« setzen. — „Es ist klar", so schreibt die Zeitung „Nichi Nicht", „daß Japan einen englisch-nopdamerika- nischen Gegendruck mit allen Mitteln — notfalls mit Gewalt — zurückweisen wird." — Hauptsächlich dem Bündnis mit Deutschland und Italien habe Japan es zu verdanken, daß es bei seinen Plänen im Fernen Osten von einer Intervention dritter Mächte verschont geblieben sei. Der frühere Flottenchef und Kriegsrat Admiral Sankichi T a k a h a s ch i erklärt in „Hotschi Schimbun": Es sei richtig, daß England und die USA. Japan von der Achse lösen möchten, aber Japan werde es niemals ruhig hinnehmen, wenn die USA. ihm etwa den Rat geben sollten, sich in die alten Grenzen der Feudalzeit zurückzuziehen. Falls Japan immer nur auf materielle Versorgung bedacht sei, würden die USA. um so stärkere Anstrengungen machen, Japan an die Wand zu drücken. Deutschland und Italien sollten wissen, daß Japan nicht ein so armes Land sei, um seinen Verpflichtungen nicht nachzukommen. Die Stim- mung des Volkes gegenüber seinen Verbündeten schwanke nicht. Italiens Kriegswirtschaft. Rom, 26. Sept. (DNB.) Vor dem Direktorium der faschistischen Partei beschäftigte sich Parteisekretär Serena besonders mit kriegswirtschaftlichen Maßnahmen Italiens. Die Aufgabe der Partei in der inneren Front bestehe auch in der Kontrolle der Preise der vordringlichen Lebensmittel. Die Lösung dieser Aufgabe erfolge in Uebereinstimmung mit den staatlichen Organen, denen die Verantwortung für die Produktion und die Warenverteilung übertragen ist. Während viele Italiener auf den Schlachtfeldern für den Sieg der faschistischen Waffen kämpfen, könne keinem die Möglichkeit, sich den Pflichten der Stunde zu entziehen, zugebilligt werden. Die Verordnungen über die Disziplinierung des Verkaufs seien durch wirtschaftliche Erfordernisse gerechtfertigt und hätten vor allem eine moralisch uni) politische Bedeutung. Die Notwendia- feit eines absolut herben Lebensstils müffe zur vollkommenen Ausschüttung jeder Form von Uebertteibuna, insbesondere auch auf dem Gebiet der Mode, fuhren. Niemand habe das Recht, den Platz der Arbeit und des Opfers zu verlassen, der ihm an der inneren Front zugewiesen ist. Englands Blockade gegen die Schweiz. In harten Kämpfen weiter Boden gewonnen. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Gegen heftigen Widerstand eroberte im Nordabschnitt der Ostfront am 25. 9. ein deutsches Infanterie-Regiment zwei Ortschaften. Eine Aufklärungsabteilung stieß an das Ufer eines Sees vor. Vorn Ufer aus vernichtete sie zwei mit Sowjetsoldaten vollbesetzte Boote. In heftigen Kämpfen um eine von den Sowjets zäh verteidigte Feldstellung gewannen die deutschen Truppen im Sudabschnitt weiter Boden. Die Bolschewisten versuchten, durch mehrere Gegenangriffe, die durch Panzerkampfwagen unterstützt wurden, den deutschen Truppen das eroberte Gelände wieder zu entreißen. Bei allen diesen Versuchen wurden die Sowjets mit schweren blutigen Verlusten zurückgeschlagen. Panzerjäger vernichteten von 40 angreifenden sowjetischen Panzerkampfwagen 17, zahlreiche Gefangene wurden eingebracht, sowjetische Geschütze und 283 Kraftfahrzeuge erbeutet. An einer Stelle ritten 400 Sowjetkavalleristen eine Attacke gegen die deutschen Stellungen. Den Reitern folgte Sowjetinfanterie, deren Vorgehen von Panzerzügen unterstützt wurde. Die Masse der sowjetischen Angreifer wurde im Feuer der deutschen Infanterie und für sie auch viel zu teuer. .. Von d-m einzigen Reichtum Od-!!asz°ugt°nd>- SiUenoororte, durch die wir fuhren. Große Vor kriegsvillen in schonen Parks rechten sich.dort aneinander, die fast ausnahmslos in staatliche Oana torien und Erholungshiiufer umgewandelt Eden waren. Da dos gewaltige Rußland ^u Kurzw nur über die verhältnismäßig kurze Schwarzmeer käste verfällt so war diese em einziges Sanatorium, Än blaffen, abgezehrten Gesta ten wimmelte. Von neueren, zu diesem Zweck «nieten Kuranstalten war aber keine Spur zu entdecken. Endlich langten wir in einem Seebadsan, wo es — welche Errungenschaft! — gestattet , ohne Badeanzüge zu baden. Die der Erh 9 liegende Bevölkerung umbrangte uns m dichten bcharen, aber in ängstlicher Entfernung. schiff in Brand. . „ ., ’________ Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs- vernichtet. gebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. britischen Geleitzug westlich Afrika, so daß in drei Monaten über eine Million britischer Handelstonnage verloren ging. Eine Million BRT. Schiffsraum transportierten die Ladung von 1 460 000 Tonnen kriegswichtiger Güter. In einem Eisenbahnzug transportiert, würde der Zug die Gesamtlänge der britischen Insel aus- macyTN. 73 000 Wagen würden die Strecke von 730 Kilometer einneymen. Der Verlust dieser gewaltigen Gütermenge wird für die Briten gewiß nicht die „Erleichterung" bedeuten, die sie sich vom Ostfeldzug erhofft haben. Tokio, 26. September. (DNB.-Funkspruch.) Der Präsident des Jnformationsamtes Noburni Ito erklärte in einer Radio-Ansprache anläßlich des 1. Jahrestages des Dreimächte-Paktes/ es bedarf keiner Erwähnung, daß die Aufrechterhaltung des Weltfriedens und die Stabilisierung Ostasiens mit dem Geist, der zur Gründung unseres Reiches führte und der unsere unveränderliche Politik darstellt unzertrennlich sind. Die Bedeutung des Dreierpaktes liege auch in der Tatsache, daß durch ihn Japan als führende Nation bei der Schaffung einer Neuordnung im größeren Oftasien endgültig anerkannt wurde. „Manche denken, imgermeife, daß Das Festhalten an der alten Ordnung den Frieden bedeute und andere, die zwar die Notwendigkeit der Aenderung erkennen, hangen sich immer noch an den Status quo und stellen sich damit dem Aufbau der Neuordnung in Oftasien durch Japan entgegen, -zto betonte daher, es sei „vollkommen natürlich, wenn Japan mit Deutschland und Italien zusammenarbeite, die mit uns dieselben JDecue umb Be» jtrebungen gemein haben". Italien und Deutschland nug von diesem „Paradies" und kehrten an Bord der „Roma" zurück. Wir anderen ließen uns noch einmal von den ratternden Autobussen herumfahrcn. lieber ausgefahrene Landstraßen ging es nach der Schlammbadeanstalt von Liman an der Dnjestr-Mündung. Auch dieses ehemals berühmte Bad war in vollem Verfall. Wir fragten uns, was man damit bezwecken wolle, uns diese verschmierten Korridore und verrosteten Badewannen zu zeigen. Nur eine völlige Ahnungslosigkeit dessen, wie westliche Kuranstalten aussehen, konnten diesen Regiefehler erklären. Hier war offensichtlich, ebenso wie in der Stadt, seit 1914 nichts erneuert worden. Die Industrieanlagen, in denen Maschinen, Munition, Flugzeuge u. a. hergestellt wurden, bekamen wir natürlich nicht zu sehen. Nur einen Blick warfen wir auf die weite südrussische Ebene, die ja im Frühling, wenn die Steppe blüht, so bezaubernd ist. Hier ist eines der reichsten Landgebiete der Welt: die fruchtbare Schwarzerde bringt Weizen, Zucker, Oel, Melonen, Tabak, Wein, im Ueberfluß hervor, das Vieh gedeiht, Eisenerz und Kohlenlager schlummern im Boden. Und doch konnte man gerade damals folgende Bemerkungen in der „New Port Times" lesen: „Im Winter 1932/33 starben in Sowjetrußland mindestens sechs Millionen Menschen durch Hunger, Typhus und andere Epidemien. Die Hungersnot ist einzig und allein durch Stalins Kollektivierung hervorgerufen worden. Die Bauern sind mit Gewalt in die Kollektive getrieben worden. Man hört in der letzten Zeit oft die Ansicht, der Kommunismus käme nie für Amerika in Betracht, „obgleich er sich in Rußland gut bewährt habe". Wir finden es nicht möglich, von einem System zu erklären, daß es „sich gut bewährt habe", welches im Lauf von bloß 15 Jahren nicht weniger als dreimal in der elementaren Pflicht, fein Volk mit Brot zu versorgen, kläglich versagt und dadurch viele Millionen unschuldiger Menschenleben hingeopfert hat ..." Nichtsdestoweniger scheut sich die kriegslüsterne Rooosevelt-Klique heute nicht, mit dem Untermenschentum der Sowjets zu paktieren! ffl. Jahrgang Nr. 230 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat nnBild DieSchoÜe Bezngsvreis: Monatlich.......RM1L0 LustellgMibr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9ttnnmern infolge höherer Gewalt hätten das Signal zur Inangriffnahme der Ausrichtung einer neuen Ordnung in Europa gegeben, die Anerkennung der Nattonalregierung Wangt- schingweis in China, die Vermittlung bei den thai- ländisch-französischen Grenzstreitigkeiten und der gemeinsame Derteidigungspakt in Jndochina seien Beweise dafür, daß die Schaffung der Neuordnung auch in Oftasien ständig fortschreite, einem Oftasien, in dem Japan die Verantwortung auf seine Schultern genommen habe. Abschließend sagte Ito: „Angesichts der gegenwärtigen internationalen Lage möchte ich besonders betonen, daß, welche Veränderungen sich auch in Zukunft in der internationalen Situation ergeben mögen und welchen Schwierigkeiten wir auch zu begegnen haben werden, so wird es doch keinerlei Veränderung in der Tatsache geben, daß der Geist des Dreirnächte-Pak- te s die Grundlage unserer Diplorna- t i e bildet. Dieser Geist kann nicht im geringsten durch die Bestrebungen dritter Mächte geändert werden, die die drei Länder voneinander zu entfernen trachtet General-Anzeiger für Oberhessen $d>ti»it6tn,9Sd>eI1tra6eä?9 ein seltsames Völkergemisch aus Groß- und Kleinrussen, Juden, Griechen, Armeniern, Tataren, Türken usw. Die Kleidung war mehr als ärmlich. Man sah sich einer kompakten, gleichförmigen sturen Masse gegenüber, die auf einem sehr bescheidenen Lebensniveau standardisiert war. Sehr befremdlich war es, daß auch der Gesichtsausdruck dieser Menschen keine Aehnlichkeit mit dem eines gebildeten Westeuropäers auswies. Man fühlte die durchdringenden Blicke dieser „Proletarier" auf sich ruhen, aber es war schwer, ihren Sinn zu ergründen. Die wenigsten von ihnen waren frei und unbefangen, alle hatten etwas Lauerndes und Mißtrauisches an sich. Sie sahen uns an, wie über einen Abgrund herüber. Es schien, als ob unser Anblick hinter diesen Stirnen eine intensive Gedankenarbeit wachrief. Man hatte ihnen gesagt, daß sie als Angehörige des bolschewistischen Jbealstaates uns zurückgebliebenen Vertretern einer verächtlichen bürgerlichen Wett turmhoch überlegen seien. Wandausschriften dieses Inhalts konnte man an verschiedenen Stellen lesen. Und nun sahen sie uns sorglos, fröhlich und feingefteidet, die Taschen voll klingender Valuta, von den eigenen Behörden wie rohe Eier behandelt, herumgefahren und geführt, mit einem üppigen Frühstück bewirtet und durch künstlerische Darbietungen zerstreut. Und dies alles gegen klingende Münze, gegen bare und — ach — so ganz kapitalistische Dollar und Pfunde? Wäre es einem aus dieser namenlosen Menge gestattet gewesen, einen Besuch auf dem italienischen Luxusdampfer zu machen —, eine Wett des Trugs wäre in ihm zusammengebrochen. Nach dem Frühstück, das uns von grauhaarigen Kellnern zaristischer Schule serviert wurde, denn dieser Beruf war im bolschewistischen Rußland aus- gestorben, hatten die meisten Amerikanerinnen ge- Berlin, 26. Sept. (DNB.) Aus allen Teilen des Atlantik errangen deutsche Unterseeboote vom 22. Juni bis 22. September in zum Teil harten Kämpfen bedeutende Erfolge. Es nutzte den Briten nichts, ihre Geleitzüge mit stärkstem Geleitschutz zu umgeben, die deutschen Unterseeboote durchbrachen diesen Ring Der Bewachungsfahrzeuge und schossen aus den Geleitzügen heraus, was sie erreichen konnten. Dom 22. Juni bis 22. September versenkten sie 931 730 BRT. britischen Handelsschiffsraums. Dazu kommt die Versenkung von 78 000 BRT., bei dem letzten Angriff auf einen Basel, 26. Sept. (Europapreß.) Zu der Verschärfung der britischen Blockade, die in der Schweiz unliebsames Aussehen erregt hat, schreibt der „Zürcher Tagesanzeiger", jedes Türchen, das der Schweiz für ihren Handel mit der Welt noch offen stehe, habe vielfache Bedeutung erlangt. „Deshalb empfinden wir die neuen Handelsabkommen mit Deutschland und Italien, die uns die für unsere Wirtschaft unentbehrlichen Rohstoffe wenigstens in minimalen Mengen sichern, als einen Lichtblick. Aber auch Lissabon unb Genua sind für uns hochgeschätzte, lebenswichtige Pforten geworben. Um so schwerer mußte uns nun die Nachricht treffen, daß die britische Regierung beschlossen hat, die Blockade gegen die Schweiz zu verschärfen im Hinblick auf den neuen deutsch-schweizerischen Handelsvertrag. Dieser Schlag gegen ein kleines, sich wie kein anderes unabhängig fühlendes Volk muß als. befremdend bezeichnet WerdeM* Der Erpresser. In Buenos Aires und Santiago de Chile ist es am vergangenen Wochenende vor den Gebäuden der diplomatischen Missionen des Deutschen Reiches zu Demonstrationen gekommen, deren Ursprung und Charakter als Machwerk bezahlter Subjekte der nordamerikanischen Propagandazentralen offenkundig ist. Radaulustige Elemente sind in den Groß- tädten Jberoamerikas, deren Bevölkerung mit zunehmenden Absatzschwierigkeiten unter wachsender Arbeitslosigkeit leidet, gewiß für wenig Geld zu jedem Zweck und jederzeit zu haben. Erstaunlicher ist schon, daß die Regierungen Argentiniens und Chiles sich offenbar nicht bemüßigt fühlten, rechtzeitig Vorkehrungen zur Vermeidung von Dor- ällen zu treffen, die angesichts der von einer gewissen mit U8A.-Dollars gespeisten Presse feit vielen Monaten getriebenen Hetze gegen die europäischen Ordnungsmächte immerhin oorauszusehen waren, aber von Regierungen, die auf korrekte diplomatische Beziehungen zum Ausland Wert legen, im allgemeinen peinlich empfunden werden. Wenn schon die Großen so wenig Rückgrat und Haltung zeigen, ist es weiter nicht verwunderlich, daß in einem kleinen und ganz in den Netzen des Dollarimperialismus zappelnden Lande wie Costarica der Nationalfeiertag der Unabhängig- keitserklärung zu lärmenden „Anti-Nazi-Demon- ftrationen" eindeutig bolschewistischen Charakters ausgenutzt wurde, denen die Regierung Schutz und Unterstützung angedeihen ließ, der schlagendste Beweis dafür, daß es mit der Unabhängigkeit dieser kleinen iberoamerikanischen Republiken bei Licht besehen nicht mehr weit her ist. Für die spanische Kolonialherrschaft, die sie 1821 abschüttelten, haben sie längst die Finanzherrschaft der USA. eingetauscht, die erheblich weniger mit sich spaßen lassen, als einst das milde Zepter der spanischen Vizekönige. Dem iberoamerikanischen Kontinent hat Roosevelt in seiner imperialistischen Politik aus naheliegenden Gründen eine besondere Rolle zugedacht. Auf dem Weg in den europäischen Krieg, den Roosevelt beharrlich verfolgt, ist Jberoamerika als Anrainer des südlichen Atlantik sowohl wie als die Gegenküste zu Westafrika eine wichtige Etappe. Einst ganz eindeutig umrissene, aber im täglichen Gebrauch Roosevelts so völlig verwaschene Begriffe wie „Panamerikanische Solidarität", „Monroedoktrin" und „Westliche Hemisphäre" müssen dazu her- ; versprechen, sich nicht von den übrigen Touristen zu trennen, die sämtlich der Leitung und Kontrolle 1 ies „Intouri st" (staatliche Organisation für internationalen Tourismus) überantwortet wurden. Ein Betreten sowjetrussischen Bodens auf eigene Faust war streng verboten. In keinem anderen Land, das wir bisher berührt hatten, weder in der Türkei noch in Palästina oder Aegypten waren wir auf ähnliche Bestimmungen gestoßen. Ueberall hatten wir volle Bewegungsfreiheit gehabt. Nur im Lande der „proletarischen Freiheit" wurde jeder unserer Schritte überwacht. Als wir am nächsten Morgen an Deck erschienen, i lag unser Schiff schon auf der Reede d o n Odessa vor Anker. Die weite, dünnbesiedelte Küste -vor uns hauchte die ganze Melancholie der russischen Landschaft aus. Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, daß der Hgfen mit seinen fünf ausgedehnten Bassins fast beröbet dalag. Und doch herrschte in Odessa, der fünsgrößten Stadt Rußlands, ehemals regstes Leben; Handel und Wandel blühten.. In eleganten Tendern mit bunten italienischen Wimpeln wyrden wir an Land gebracht, um dort den Sowjetgewalten überantwortet zu werden, nicht ohne daß uns ein leises Gruseln überlief. «Eine Reihe von Autobussen, die extra aus Mos- | tau geschickt worden waren, stand für uns bereit. F Der Besuch eines „kapitalistischen" Luxusdampfers f mit Hunderten buntgescheckter Touristen war nämlich | in Odessa eine Seltenheit. Es hieß, man hätte seit [I Wochen Vorkehrungen getroffen, um den Straßen und Häuserfronten ein möglichst vorteilhaftes Aus- ■: fehen zu verleihen. Aber was wir sahen, war trotz- iem niederdrückend genug. In jedem Autobus gab es einen Führer, der uns Insassen überwachen und Ibie „Sehenswürdigkeiten" erläutern sollte. Odessa ist eine noch jüngere Gründung als Lenin- ägrab. Erst 1795 kam die Schwarzmeerküste nach wechselvollen Schicksalen unter russische Herrschaft, und wenige Jahre Darauf, noch zur Zeit Der großen Katharina, wurde die Stadt Odessa begründet. Es ist sehr bezeichnend, daß Die ersten beiden Gouverneure, denen sie ihren raschen Aufstieg verdankte, ® Samstag, 27. / Sonntag, 28. September 1941 Eichener Anzeiger halten, die kraß imperialistischen Ziele der USA. zu bemänteln, die Roosevelt auf dem iberoamerika- nischen Kontinent mit seinen Forderungen nach politischer und militärischer Zusammenarbeit und nach Ueberlassung von Stützpunkten für die Kriegsmarine und Luftwaffe der USA. verfolat. Im Pazifik ist sein Blick auf die Galapagos-Jnseln gefallen, die fast unter dem Aequator etwa 1000 Kilometer von der Küste entfernt gelegen im Besitz Ekuadors sind und bislang im wesentlichen nur durch ihre Riefenschildkröten und seltenen Vogelarten bekannt waren. Ihre Lage etwa 15 000 Kilometer südwestlich des Panamakanals macht sie für die Einbeziehung in das Verteidigungssystem dieser wichtigsten strategischen Schiffahrtsstraße der USA. begehrenswert. An der atlantischen Küste geht Roosevelts Streben nach einer Verlängerung der Stützpunktreihe, die er sich im Nordatlantik durch Ueberlchsung des britischen Kolonialbesitzes von Neufundland am Rande der Arktis bis nach Trinidad vor der Küste Venezuelas und Britifch- Guayana gesichert hat und die über Grönland und Island schon in weitem Bogen in den europäischen Raum hineingreift, nun auch auf der südlichen Halbkugel. Hier hat er sich einmal besonders für Natal interessiert gezeigt, den Ausgangspunkt der europäisch-südamerikanischen Luftverkehrslinien an der äußersten Ostspitze Brasiliens, zum anderen für die La-Plata-Mündung, deren Ufer im Besitz Uruguays und Argentiniens sind. In Montevideo hat man sich den Wünschen der USA. willfährig gezeigt, was nicht wundernimmt, denn Uruguay ist eines der wenigen iberoamerikanischen Länder, die aus dem Kriege wirtschaftlichen Nutzen ziehen, da es für den Verlust seiner europäischen Kunden für seine Ausfuhrprodukte Wolle und Häute in den USA. einen Käufer gefunden hat, der ihm diese für seine Aufrüstung notwendigen Waren liebend gerne abnimmt. In Buenos Aires dagegen zeigte sich die Regierung erheblich reservierter, weil sie den Pferdefuß des Angebots der Uebernahme des Schutzes der iberoamerikanischen Küste vor rein imaginären Feinden sehr wohl sah. Doch Roosevelt ließ nicht locker. Er griff auf die alten Methoden zurück, die in der Geschichte des USA.-Jmperialis- mus sich noch immer bewährt haben, wenn es galt, eine südamerikanische Regierung den Wünschen Washingtons und Wallstreets gefügig zu machen. Die deutschfeindliche Agitation einer von den USA. ausgehaltenen Presse wurde auf höchste Touren gebracht. Der Dollar mußte auch in parlamentarischen Kreisen die Ueberzeugung von der Bedrohung Argentiniens durch den „Nazismus" stärken, wozu der berüchtigte Taborda-Ausschuß, ein parlamentarischer Klüngel, der, vom jüdischen Finanzkapital bestochen, Roosevelts Schleppenträger in Argentinien ist, sich Untersuchungsrechte anmaßt, und weder vor Diebstahl noch Dokumentenfälschungen zurückschreckt, um den diplomatischen Vertreter des Deutschen Reiches zu diskreditieren und das Deutschtum in Argentinien überhaupt zu schmähen. Ein zweiter „Fall Belmonte" sollte konstruiert werden, um die deutsch-argentinischen Beziehungen zu vergiften. Wie vor wenigen Wochen in Bolivien, so scheut sich Roosevelt anscheinend auch in Argentinien nicht vor einer Einmischung in innerpolitische Dinge. Es ist jedenfalls ein zumindest eigenartiges und viel beachtetes Zusammentreffen, daß zwei USA.-Born- ber mit einer USA.-Militärmifsion gerade in dem Augenblick in Buenos Aires landeten, in dem die argentinische Hauptstadt durch Gerüchte von einem Militärputsch beunruhigt wurde, der in den Provinzialhauptstädten Cordoba und Parana von Angehörigen der argentinischen Luftwaffe geplant worden sein soll. Der Vizepräsident Castillo, der für den seit langem erkrankten Präsidenten Ortiz die Geschäfte führt, hat erklärt, daß die Umtriebe sehr verschiedenen Ursprungs seien, Ruhe und Ordnung seien nirgendwo in Argentinien gestört, und die Regierung habe lediglich Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Wenn auch Castillo hinzufügte, es beständen keinerlei Zusammenhänge zwischen den staatsfeindlichen innerpolitischen Umtrieben und der gegenwärtigen internationalen Lage, so wäre es doch nicht das erstemal, daß der Dollarimperialismus einer ihm nicht gefügigen fremden Regierung innerpolitische Schwierigkeiten macht, um sie unter Druck zu setzen. Durch eine Revolution unter dem Schutz amerikanischer Marine-Streitkräfte wurde Hawai 1898 in die Einflußsphäre der Vereinigten Staaten einbezogen und wenig später annektiert. Die von den USA. kräftig geschürte Revolution auf Kuba mußte als Vorwand für den Krieg mit Spanien herhalten, dex den USA. die Philippinen, die Antillen-Jnfel Puerto Rico und die Marianen-Jnfel Guam, heute der am weitesten in den japanischen Interessenbereich vorgeschobene Stützpunkt der USA. im Pazifik, einbrachte. Schließlich verdankt auch die Panamakanalzone ihre Entstehung einem Aufstand, den die USA. anzettelten und finanzierten, um 1903 den nach Mittelamerika übergreifenden Teil der Republik Columbien abzutrennen und als Republik Panama den strategischen Zwecken der USA. dienstbar zu machen. Daß USA.-Schiffe heute zur Umgehung der nordamerikanischen Neutralitätsgesetze unter der Flagge Panamas mit Kriegsmaterial in die Kriegszonen fahren, wirft ein bezeichnendes Licht auf die „Unabhängigkeit" dieser Republik. Wie in Nicaragua und Mexiko so hat auch in den meisten südamerikanischen Staaten der Dollar in der an Revolutionen überreichen Geschichte dieses Kontinents eine hervorragende Rolle gespielt, weny es galt, eine den Finanzgewaltigen von Washington genehme Regierung ans Ruder zu bringen. Damit berühren wir schon die wirtschaftspolitische Situation Iberoamerikas, ohne die die heutigen Vorgänge, sei es in Bolivien, Chile oder Argentinien, gar nicht zu denken sind. Die iberoamerikani- scheu Staaten hatten im Weltkrieg ähnlich wie Dänemark, Schweden und Holland zur Gruppe der ausgesprochenen Kriegsgewinnler gehört. Wenn ihnen auch die bis dahin recht regen Handelsbezie- Hungen zu Deutschland abgeschnitten waren, so hatten sie doch an den Lieferungen für die Alliierten, namentlich England, beträchtlich verdient und sogar, für manche Zweige eine eigene Industrie ausgebaut. In diesem Kriege hat sich das grundlegend geändert. Als Kunde ist von Europa einzig und allein England übriggeblieben, das jedoch trotz großspuriger Versprechungen der nach Südamerika entsandten britischen Wirtschaftsmission aus Mangel an Frachtraum und aus Gründen der Devisenersparnis au dem südamerikanischen Markt als Käufer kaum noch von Bedeutung ist. England muß vielmehr sehen, seinen Bedarf in den Dominions zu decken, wo es keine Devisen braucht, die es im übrigen für die Ankäufe von Kriegsmaterial in den USA. benötigt. Süd- und Mittelamerika find jedoch als Ueberfchuß- gebiete von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und industriellen Rohstoffen auf den Außenhandel angewiesen. Da Europa als Kunde ausfiel, mit England aus den genannten Gründen keine nennenswerten Geschäftsabschlüsse zu tätigen waren und ein c^genjeitiger. Güteraustausch nuch dem Beispiel Europas bei der Gleichartigkeit der Erzeugung nicht in Frage kommt, blieb als letzte Hoffnung nur ein verstärkter Absatz nach Nordamerika. Die Vereinigten Staaten versprachen auch Hilfe, und sie ind tatsächlich zum größten Kunden und Lieferanten Südamerikas geworden, aber sie nehmen den Südamerikanern nur das ab, was sie brauchen, vor allem also kriegswichtige Rohstoffe. Sie kaufen also aus Argentinien und Uruguay Wolle und Häute, aus Mexiko Blei und Zink, aus Chile und Peru Kupfer, aus Bolivien Zinn und Wolfram, aus Bra- ilien Mangan und Eisen. Aber auf ihren landwirt- chaftlichen Produkten lassen sie die Länder ruhig itzen, weil Nordamerika davon selbst genug hat. Die Riesenernten der letzten Jahre an Weizen, Mais und Leinsaat in Argentinien werden zum Fluch, denn es findet sich kein Abnehmer. Brasilien weiß nicht wohin mit seiner Baumwolle, und nicht besser wird es mit dem brasilianischen Kaffee, den die USA. abzunehmen versprochen hatten, als sie politische Vorteile erlangen wollten, für den sie aber jetzt in wahrer Erpressermanier das Einfuhrkontingent herabgesetzt haben. Und wo die iberoamerikanischen Länder für die Absatzstockung ihrer landwirtschaftlichen Produkte in der Ausfuhr ihrer Bodenschätze nach den USA. einen Ausgleich zu finden hoffen, da ist dieser Ausgleich meist nur scheinbar, da die Bergwerke vielfach im Besitz nordamerikanischer Kapitalgruppen sind. . So legt sich die wachsende wirtschaftliche Abhängigkeit der ibero-amerikanischen Länder von dem mächtigen USA.-Nachbarn wie ein Würgegriff um ihren Hals. Er bestimmt bereits Brasilien, statt Kaffee und Baumwolle lieber Kautschuk- und Maulbeerbaumplantagen anzupslanzen, um von der unsicheren Zufuhr von Kautschuk aus Britisch-Malaya und von Seide aus Japan unabhängig zu werden. Das Geld dafür wird selbstverständlich Wallstreet vorschießen und damit eine weitere goldene Schlinge um die Unabhängigkeit der iberoamerikanischen Staaten legen, wie es überhaupt stets bereitwillig Kredit gegeben hat, wenn es mit ihm seine politischen Ziele erreichen zu können meinte. Damit lenken die USA. wieder zurück zu jenem berüchtigten Dollarimperialismus, dessen sich Jberoamerika in den Jahrzehnten nach dem Weltkrieg zu erwehren geglaubt hatte. Gegenüber den Ländern, die wie Deutschland damals eine ausgeglichene Zahlungs- 'bilanz mit Süd- und Mittelamerika hatten, befanden sich die USA. deshalb im Nachteil, weil fie mehr nach Jberoamerika liefern wollten, als sie von dort beziehen konnten und gleichzeitig große Einnahmen aus ihrem Schiffsverkehr und ihren Kapitalanlagen zu ziehen suchten. Deshalb liefen sie Sturm gegen die Verrechnungsabkommen, in denen Einfuhr und Ausfuhr mit den einzelnen Ländern getrennt aufgerechnet wurde und forderten die freie Devisenwirtschaft, bei der Südamerika die aus feinem Europageschäft vereinn-ahmten Devisen zur Bezahlung der aus den USA. importierten Waren verwenden sollte. Nun müssen sie für diese Warenkäufe der iberoamerikanischen Staaten Kredite gewähren und suchen dafür politiscke Vorteile herauszuschlagen. Der Kampf, der gerade eben in der argentinischen Kammer um die USA.-Anleihe tdbt, ist bezeichnend für diese gefährliche Verquickung von Politik und Wirtschaft in den Beziehungen der USA. zu den iberoamerikanischen Ländern. Die USA. fordern zudem noch von England eine Abtretung seiner südamerikanischen Guthaben als Gegenwert für die Waffenlieferungen. Das ist eine Schuldenlast von etwa 1000 Millionen Pfund. Die Zinsverpflichtungen daraus machen einen sehr beträchtlichen Posten in den Haushalten der meisten südamerikanischen Staaten aus. Mit den USA. würde an die Stelle Englands zudem ein sehr viel gefährlicherer Gläubiger treten, der seine Situation rücksichtslos ausnützen würde, um sein Ziel, die politische Versklavung Iberoamerikas, zu erreichen. Da- 2)er amerikanische Präsident hat in „Colliers Magazin" einen Artikel unter seinem Namen veröffentlicht, der sicher in diesem Augenblick eine besondere Bedeutung haben soll. Roosevelt legt darin dar, daß er schon seit 1937 Öen Krieg vorausgesehen und sich auf ihn vorbereitet habe. — Dieses Geständnis ist außerordentlich eindrucksvoll. Während in Europa die besten Kräfte noch bemüht waren, die Elemente des Friedens zu stärken und die Verständigung zwischen den Völkern durch vernünftige Reformen zu erreichen, während insbesondere der Führer einen Friedensvorschlag nach dem andern an die Welt richtete, um dem Unheil eines Krieges vorzubeugen, hatte Herr Roosevelt kalt lächelnd den Krieg längst in seine Kalkulation eingestellt. Es winkten für die amerikanische Plutokratie reiche Kriegsgewinne und für den amerikanischen Imperialismus neue Ziele. Deshalb hatte Roosevelt nach Europa seine besten politischen Freunde als Botschafter geschickt, Kennedy, Bullitt und Biddle, die jeder an seinem Platz dafür zu sorgen hatten, daß eine europäische Verständigung nicht zustande kam und die Aussichten für den Krieg im Steigen blieben. Weiter machte Roosevelt dem amerikanischen Kongreß zum Vorwurf, daß er nicht bereit war, schon im Juli 1 93 9 das Waffenausfuhrverbot zu widerrufen. Aber fast alle Abgeordneten hätten sich gegen feinen Plan ausgesprochen. Dabei sei es doch gerade dieses Neutralitätsgesetz gewesen, das Deutschland gewissermaßen zum Kriege angereizt habe, und der Krieg sei dann auch ausgebrochen. Nein, der Krieg ist nicht ausgebrochen, weil das Neutralitätsgesetz bestand, sondern weil der jüdische Geheimtrust in Washington unter Führung des Präsidenten Polen, England und Frankreich zum Kriege gegen Deutschland aufgefordert hatte! Es ist erstaunlich, wenn Roosevelt nach all den Enthüllungen diplomatischer Akten, die über seine und seiner europäischen Boffchafter Tätigkeit so viel Licht verbreiteten, diese Lüge auszusprechen wagt, um das amerikanische Volk in den Krieg zu zerren. Roosevelt hat den Krieg gewollt, seine Boffchafter in London, in Paris, in Warschau und in den Kapitalen der Dalkanstaaten haben zum Kriege gehetzt. Bereits das dritte Weißbuch unseres Auswärtigen Amtes gab dafür den dokumentarischen Beweis. In Faksimile wurden damals z. B. die Berichte des polnischen Botschafters in Washington, des Grafen Potocki an den polnischen Außenminister vom 21. November 1938 und vom 16. Januar 1939 veröffentlicht. Der Graf erzählt von zwei Unterredungen, die er in Washington mit Roosevelts Botschafter Bullitt gehabt hätte. Bullitt war es, der als Botschafter Roosevelts in Paris die Regierung Da- ladier zum Kriege gegen Deutschland aufstachelte. Dieser, so berichtet am 21. November 1938 der polnische Botschafter, sprach sich „über Deutschland und zu kommt noch, daß die wenigsten südamerikanischen Staaten über hinreichend eigenen Schiffsraum verfügen, um auch nur unter sich einen normalen Warenaustausch zu bewerkstelligen. Das hatte man vor dem Kriege vorwiegend nordamerikanischen Reedereien überlassen, die aber jetzt bei dem wachsenden Mangel an Schiffsraum in der Nordatlantikroute und der Ablösung englischer Gesellschaften im Ostasienoerkehr nur noch den direkten Verkehr zwischen Nord- und Südamerika aufrechterhalten. So ist Südamerika wirtschaftlich völlig in der Hand der USA. Wir sahen ja schon bei der Aufstellung der „Schwarzen Listen" des famosen Herrn Nelson Rockefeiler, der seinem Namen als dem eines der brutalsten Jndustriemagnaten größten Stils wahrhaft alle Ehre macht, wie die USA. feine wirtschaftliche Machtstellung rücksichtslos ausnützen, um Die deutsche Konkurrenz, ja Europa überhaupt, aus dem südamerikanischen Geschäft restlos auszuschal- ten. Hier wollen die USA. sich schon bei Zeiten einen Ersatz sichern für den vielleicht drohenden Verlust ihrer Absatzmärkte in Europa und Ostasien. So liegt die Hand Roosevelts schwer auf dem iberoamerikanischen Kontinent. Ein gewissenloser und mit allen Wassern gewaschener Erpresser ist am Werk, Jberoamerika für die Fänge des Dollarimperialismus erneut reif zu machen. Dr. Fr. W. Lange. König Christians Geburtstag. Kopenhagen, 27. Sept. (Europapreß.) Ganz Dänemark feierte am Freitag den 71. Geburtstag König Christians X. Die Hauptstadt war festlich geschmückt. Gegen 5 Uhr früh schon begann sich eine tausendköpfige Menschenmenge auf dem Ama- lienborg-Schloßplatz zu versammeln, um dem alltäglichen Ausritt des Königs zu folgen. Vormittags erschienen sodann im Residenzschloß die führenden Männer des dänischen Reichstages sowie das Diplomatische Korps mit dem Bevollmächtigten des Reichs, Gesandten v. Renthe-Fink an der Spitze, der den telegraphischen Glückwünschen des Führers in herzlichen Worten auch die des deutschen Volkes beifügte. Am frühen Nachmittag erfolgte die traditionelle Ausfahrt des Königspaares durch Kopenhagen. „König Christian hat einen entscheidenden Einfluß auf die Haltung des dänischen Volkes unter der Besetzung des Landes ausgeübt", heißt es im Leitartikel von „Politiken" anläßlich des 71. Geburtstages des Königs. „Berlingske Tidende" schreibt, daß Ruhe und Kraft, die vom Thron ausstrahlten, jeden einzelnen in dieser Zeit beeinflußt und dazu beigetragen hätten, daß die Gegensätze im VolE ausgeglichen worden seien. — Der Ober- kommandierende der deutschen Truppen in Dänemark, General der Infanterie Lüdke, hat einen Tagesbefehl erlassen, in dem „die besten Wünsche der sich augenblicklich im Lande befindenden deutschen Wehrmacht für den hochgeachteten König zum Ausdruck gelangen." Oie kommissarischen Staatsräte Norweqens zu Ministern ernannt. Oslo, 26. Sept. (Europapreß.) Reichskommissar Terboven gab in Anwesenheit des Führers der „Nationalfammlung", Vidkun Quisling, einen Empfang für die kommissarischen Staatsräte Norwegens. Er erklärte, daß er die bisherigen kommissarischen Staatsräte zu Chefs ihrer De« p a r t e m e n t s mit dem Titel „Mini st e r" befördert habe. Gleichzeitig bekam der Generalsekretär der „National-Sammlung", Fuglesang, den Minfftertitel und die Zuteilung neuer Ausgaben als Chef des Sekretariates. Staatsrat M e i d e l l trete auf eigenen Wunsch aus seiner Stellung zurück, um sich wieder seinen Arbeiten an der Uni- Von unserer Berliner Schriftleitung. den Kanzler Hitler mit größter Vehemenz und mit starkem Haß aus. Er sprach davon, daß nur Gewalt, schließlich ein Krieg der wahnsinnigen Expansion Deutschlands in Zukunft ein Ende machen kann." Auf des polnischen Botschafters Frage, wie er sich diesen kommenden Krieg oorstelle, erwiderte er, daß vor allem die USA., Frankreich und England gewaltig aufrüsten müßten, um der deutschen Macht die Stirn bieten zu können. „Dann erst, westn der Augenblick reif ist", so sprach Bullitt weiter, „wird man zu der letzten Entscheidung schreiten können." Weiter berichtet der polnische Botschafter, daß Bullitt gesagt habe: „Da das Kräfte- potential der Sowjetunion bisher nicht bekannt fei, könne es fein, daß sich Deutschland zu weit von seiner Basis entferne und zu einem langen und schreckenden Krieg verurteilt werde. Dann erst würden die demokratischen Staaten, wie Bullitt meint, Deutschland attackieren und es zu einer Kapitulation zwingen." Auf des polnischen Botschafters Frage, ob die USA. an einem solchen Krieg teilnehmen werden, antwortete er: Zweifellos ja, aber erst bann, wenn England und Frankreich zuerst losschlagen." In einer Unterredung mit Bullitt am 16. Januar 1939 erklärte dem polnischen Botschafter dieser als Definition des Standpunktes des Präsidenten Roosevelt: „1. Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der scharf und unzweideutig die totalitären Staaten verurteilt. 2. Die Kriegsvorbereitungen der USA. zur See, zu Lande und in der Luft, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden, und die kolossale Summe von VA Milliarde verschlingen. 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und England jeder Kompromißpolitik mit den Totalstaaten ein Ende machen müssen. Sie sollen auf keine Diskussion mehr eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen bezwecken. 4. Eine moralische Versicherung, daß die USA. die Jsolierungspolittk verlassest und bereit sind, im Falle eines Krieges aktiv auf feiten Englands und Frankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, fein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zu ihrer Verfügung zu stellen." Daraus geht hervor, daß schon 1938 und 1939 Roosevelt England, Frankreich und Polen Versicherungen für den Kriegsfall gemacht hatte, die er jetzt einzulösen beabsichtigt, ob auch das USA.-Volk sich dagegen sträubt. Aus Grund der Roosevelt-Versicherungen gaben England und Frankreich Polen die berüchtigte Garantie, auf Grund Roosevelffcher Zusagen schlugen Polen, England und Frankreich los. Und dieser jämmerliche Kriegshetzer versucht jetzt, sich von dieser ungeheuren Blutschuld reinzuwaschen! Daß es sich im übrigen angesichts der provokato- rischen Maßnahmen des Präsidenten bei der Aufhebung des Neutralitätsgesetzes nur um ein Mäntelchen handelt« das Roosevelt den Schein der versität zu widmen. Der Reichskommissar sprack seine Freude darüber aus, daß die Universität sich jetzt in einer Periode der Neuordnung befinde. Iranische Gesandtschaft und Konsular- behörden in Deutschland aeschlossen. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Im Zusammenhang mit dem Verhalten der iranischen Regierung gegenüber der deutschen Kolonie in Iran nach dem Einmarsch englischer und sowjetischer Truppen in dieses Land hat die Reichs- regierung sich veranlaßt gesehen, die iranische Gesandtschaft und die iranischen Konsularbehörden m Deutschland und den besetzten Gebieten zu schließen und deren Mitgliedern eine Frist von zehn Tagen zur Abreise zu geben. OaS Ritterkreuz. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberleutnant Hogeback, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, der vor allem im Mittelmeerraum dem Gegner in kühnen Angriffsflüaen schwersten Schaden zugefügt, in der Panzerschlacht bei Sollum entscheidend in den Erdkampf eingegriffen und im Kampfe um Tobruk viele erfolgreiche Angriffe durchgeführt hat, ferner an Oberfeldwebel Bender, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, dem es gelang, wirkungsvolle Treffer in einem Gaswerk bei London zu erzielen. Im Ost- feldzug erhielt sein Flugzeug einen Flakoolltreffer, durch den er schwer verwundet und der Staffelkapitän und der Funker aus dem Fluzeug geschleudert wurden. Trotzdem gelang es ihm, das Flugzeug wieder in feine Gewalt zu bekommen und auf dem Einsatzhafen zu landen. Ferner an Leutnant Nordmann, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader. Er hat 5000 BRT. Handelsschiffsraum versenkt und 32 000 BRT. schwer beschädigt, Volltreffer in militärische Anlagen auf Malta und auf Tobruk erzielt, 21 Panzer und 14 Flakbatterien vernichtet. — Ferner auf Borschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine an Kapitänleutnant Dobber st ein, der als Chef einer Räumboofflottille innerhalb kurzer Zeit 500 Feindminen geräumt hat. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels überreichte im Beisein des Gauinfpekteurs Schach und des Gaube- auftragten der DAF. Spangenberg 16 Berliner Arbeiterinnen aus der Kriegs- und Rüstungsindustrie, die sich im Rahmen des Kriegseinsatzes der deutschen Frau besonders verdient gemacht haben, die ihnen vom Führer verliehene Kriegsverdienstmedaille und dankte ihnen in herzlichen Worten für ihre beispielgebende Haltung. * In Oslo wurde in Anwesenheit des Staatssekretärs im Reichsministerium für Volksaufklärui-*g und Propaganda, G u 11 e r e r , die Deutsche Buchausstellung eröffnet. Unter den Anwesenden sah man Reichskommissar Terboven, den Führer der Nas- jonal-Samling, Vidkun Quisling, und eine Reihe norwegischer Persönlichkeiten. ♦ Das argentinische Kriegsministerium gibt bekannt, daß der Chef der Luftwaffe, General Zu- loaga, zur Disposition gestellt worden sei. Die Blätter deuten an, daß weitere umfangreiche Veränderungen innerhalb des Fliegerkorps zu erwarten seien. Loyalität geben soll, geht aus einer Erwiderung im Abgeordnetenhaus hervor, in der ihm erklärt wurde, daß das Neutralitätsgesetz nur noch eine leere Schale sei. Keinen Teil des Gesetzes, so wurde ihm entgegengehalten, habe der Präsident unverletzt gelassen, sondern es tatsächlich der Lage seiner Wünsche entsprechend abgeändert. Der berüchtigte Schießbefehl sei nur noch der deutlichste Beweis dafür, daß Roosevelt das Neutralitätsgesetz diktatorisch erledigt habe. „Bei der von den verantwortlichen nordamerikanischen Kreisen beabsichtigten Aufhebung des Neutralitätsaesetzes handelt es sich schon nicht mehr um eine Rechtsfrage, sondern um eine Frage der Gewa11", so kommentiert das Madrider Blatt „ABC" den im USA.-Senat eingebrachten Antrag auf Aufhebung des Neutralitätsgesetzes. Das Blatt fährt fort: „Ohne das internationale Recht studiert zu haben, weiß die ganze Welt, daß neutrale Schiffe weder Kriegskonterbands an Bord führen, noch bewaffnet fein dürfen. Ebensowenig ist es üblich, daß der Chef einer neutralen Macht erklärt, es sei seine Absicht, mit allen Mitteln zur Besiegung einer der kriegführenden Mächte beizutragen. Unter diesen Umständen hat der Versuch der Aufhebung des Neutralitätsgesetzes im Washingtoner Senat für Deutschland gar keine Bedeutung mehr. Formalgesetzlich wirb sich einiges geändert haben, materiell aber absolut nichts. Here Knox erklärt bereits, daß die nordamerikanffchen Truppen dort eingesetzt werden müssen, wo es nötig ist, daß also ihre Aktivität nicht auf die westliche Hemisphäre begrenzt bleiben wird". Der demokratische Senator M c K e U a r legte dem Senat eine Entschließung vor, in der die Abschaffung des Neutralitätsgesetzes vorgeschlagen wird mit der Begrüdung, daß es in direktem Widerspruch zu der amerikanischen Politik der Freiheit der Meere stünde. Daher müsse bas Gesetz vollständig abgeschafft werden. Es habe zwar Gültigkeit, doch werde es von der Regierung nicht beachtet. Wenn man sich erinnert, daß das Neutralitätsgesetz im Jahre 1936 unter dem Druck Neutralitätsgesetz im Jahre 1936 unter dem Druck der öffentlichen Meinung zum Schutze ber USA erlassen würbe und Roosevelt persönlich erklärte, daß es die Ausfuhr von Waffen und Munition an Kriegführende und die Benutzung amerikanischer Erzeugnisse durch Kriegführende verhindern solle, tritt der ungeheure Betrug des Präsidenten am amerikanischen Volk klar zutage. Roosevelts Wahlversprechen, das USA.-Volk aus dem Kriege herauszuhalten, war niemals ernst gemeint. Für ihn kam es nur darauf an, wiedergewählt zu werden, um dann im Auftrage der Wallstreetjuden das USA.-Volk in den Krieg zu hetzen, aus dem es sich mit Hilfe des Neutralitätsgesetzes heraushalten wollte. Roosevelt beschuldigt sich selbst. AUF DEM SEEWEGE HAUS NEUERBURG Heide Marken in der fudendicbten CFriscbbaltepackunr) Semesterbeginn: 1. April u. 15. 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Freiwillige für tue deutsche Polizei, Jahr- gang 1905-1912 (Ausnahmen U1900),Körver- grobe mindestens 170 cm (bis 20 Jahre 168 cm). Nähere Ausführungen im redaktionellen Teil dieser Zeitung, ferner im Merkblatt der Erganzungs- stelle und durch die Untersuchungskommission. । Von der Wehrmacht Gemusterte können, sich melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben fein. Die Annahme-Untersuchung findet statt am 3. Oktober 1941,14 Uhr, m Friedberg, im Ltadtkasino. Arbeitsbuch und Wehrvah sind mit- zubringen. Ergänzungsamt der Waffen-A Erg.-Stelle Hulda- Werra (IX), Kassel - Wilh., Löwenburgsttabe 10, Televbon 36683, 34441. 3»osD herung hn ärt wurde, September 1941 03223/ l.Rat: VtixUt Nein, nicht sparen, sondern dos Leder ausreichend pflegen! Dann spart man Schuhe, denn gut gepflegte Schuhe holten länger und bleiben länger schön! 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Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genom- iBKvl men werden; er läßt eine leuchtende Spur zurück gleich jenen erloschenen Sternen, deren Bild noch nach Jahrhunderten die Erdbewohner sehen. etwa 2 Monaten so verheilt habe, datz ich keinen Apparat mehr zu tragen brauche. Ich als Bauer, der ich bei dem großen Arbeitermangcl in der jetzigen Notzeit für zwei arbeite» must, bin dem Herrn Tanzeisen so dankbar, daß ich dieses Dankschreiben sehr gerne gebe. Wo ickf kann, empfehle ich das Patent. Ich bin 57 Jahre alt. THEATER der Universitätsstadt Gießen 'K A Karl Zöller, Lehrer, und Frau Emma, geb. Kling Gertrud Zöller, techn. Lehrerin Dr. Walter Zöller, Stabsleiter, z. Z. Kriegsverwaltungsrat in Frankreich, und Familie Paul Zöller, Dipl.-Ing., und Familie Werner Zöller, Studienrat, im Heere, und Familie und alle weiteren Angehörigen. Gießen (Bleichstr. 16), Wiesbaden, Mainz,Wien, den 24. September 1941. Wir bitten, von Beileidsbesuchen abzusehen. 4003D Fürstenfeldbruck, Gießen, 27. Sept. 1941. 3994 D berg(Oberh.) m. etwas Garten zu kaufen gesucht, od. in dort. Nähe 3-4-Z.-Wohnung z. mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 03203 a.d.G.A. Tttcht. Fachmann wird Gelegenheit geboten, ein. gutgehenden Bierverlag mit Brunnenvertrieb in schöner Harzstadt preiswert zu kaufen. Schriftl. Angebote unt. 03191 an den Gießener Anzeiger erb. | Kaufgesuche | MWege zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03151 an den Gieh. Anz. Heizungsbedienung die auch Reinigung des Büros mit übernimmt, sofort gesucht. Näheres Mittwoch und Sams tag von 8 bis 11 Uhr. Hess. Brandversicherungskammer Dienststelle Oberhessen Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Akademischer Gesangverein Wiederbeginn der Proben: Montag, 29. Sept., 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität. 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August 1941 bei den Kämpfen im Osten unser lieber, Unvergeßlicher ältester Sohn und Eruder Erich Schmidt Unteroffizier in einem Schützenregiment im blühenden Alter von 22 Jahren sein Leben lassen mußte. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof. * In tiefem Schmerz: Familie Albert Th. Schmidt Apfelsafi erhalten Sie, wenn Sie Ihre 1 Aepfel zur MllioslkelMI bringen. hoisD B. Grober & Sohn Alten-Buseck. Fernruf: Großen- Buseck 52. Von gröber. Industriebetrieb in Gieben wird weibliche Bürokraft mit Kenntniss.im Maschinenschreiben zum mögl. baldigen Eintritt gesucht. Schriftliche Angeb.mit Lebenslauf, Lichtbild und Gehaltsansprüchen unter 4014D an den Giehener Anzeiger erbeten. KONTORISTIN eventuell für halbe Tage sofort gesucht. 03199 von Itochowsche Universitäts-Druckerei Wilhelm Schmitz, Gießen. Plötzlich und unerwartet ist meine innigst- geliebte Frau, unsere gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Dina Kuhl geb. Hengst nach einem arbeitsreichen Leben am 25. September im Alter von 52 Jahren für immer von uns gegangen. e In tiefer Trauer: Otto Kuhl Wolfgang Kuhl, Leutnant, z.Z. im Felde Hedwig Kuhl Otto Kuhl, Unteroffizier, z.Z. in Urlaub Liebel Oehler als Braut und alle Angehörigen. Gießen (Sonnenstr. 10), den 26. Sept. 1941. Die Trauerfeier findet am Montag, 29.Sept., um 16 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 03218 Juwelen alter Schmuck Kostenlos zu sprechen bin ich für jeden Druchleidenden, der vorher die Broschüre gelesen hat, in Mannheim, Samstag, 27. 9.: Hotel Hessischer Hof, 14—17.30 Uhr: Heidelberg, Montag, 29. 9.: Hotel Bayrischer Hof, 8—12 Uhr: Würzburg, Dienstag, 30. 9.: Hotel Schott (Deutscher Kaiser), 8—12 Uhr: Aschaffenburg, Dienstag, 30. 9.: Hotel Luitpold, 15—18 Uhr: Darmstadt, Mittwoch, 1. 10.: Zur Post am Hauptbahnhof, 14—18 Uhr: Frankfurt a. M., Montag, 6. 10.: Hotel Hansa- Ronal, 8—12 Uhr: Frankfurt a. M., Dienstag, 7. 10.: Hotel Hansa-Rohal, 8 bis 12 Uhr: Friedberg/H., Mittwoch, 8. 10.: Hotel Deutsches Haus, 8—12 Uhr: Gießen, Donnerstag, 9. 10 : Hotel Hindenburg, 8—12 Uhr: Dillenburg, Freitag, 10. 10.: Hotel Hirsch, 8—12 Uhr. — Wilhelm DackbiwS,. Aeittta-t/Mkirrfirgb?. LrleLrLÄltrM 2«___ 19—22.15 Uhr 40i7D Der große Erfolg: Die Zauberflöte Oper in 2 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Preise von 1.20 bis 4.10 RM. 1OO Eigenheime mit Beschreibungen, Kostenberechnungen usw. finden Sie in unserer Baumappe, Ein-, Zwei- u. Mehrfamilienhäuser. Alle veröffentlichten Häuser sind ausgeführte Bausparerheime. Gegen Voreinsendung von RM. 1.40 erhalten Sie die Mappe sowie auf besondere Anforderung + „Bnidiieidende hört zur + iRptinr Sie zu mir in die Sprechstunde kommen, lassen Sie sich von mir „gratis" die Broschüre mit ärztlichen (Gutachten und Dankschreiben Gedellter vom Kind bis zum Greis „Tie Wahrheit über das Danzeden-SMem" und den Preis senden! (Postkarte genügt, bitte genaue Adresse mit Bezirk. Stempel.) Sehr geehrter Herr BackhauSl Heute, nachdem ich den Danzeisen-Apparat schon 2 Monate nicht mehr trage, teile ich Ihnen folgendes mit: Mein Hodenbruch, der so groß war wie der Kopf eines größeren Kindes, ist geheUt. Sie, Herr Backhaus, haben meine Familie und mich nicht nur von dem schweren seelischen Druck befreit, der jahrelang auf uns lastete, nein. Sie haben mich auch wieder arbeitsfähig gemacht. Nächst Gott, der Sie uns zufllhrte, danke ich Ihnen sehr für Ihre Hilfe. Alles, was ich tun kann, soll geschehen, um das Bruchhctlshstem Danzeisen bekannt zu machen, damit es Ihnen gelingt, daß das Mißtrauen, das gegen dieses System noch herrscht, beseitigt wird. Ter Heilprozeh war sehr einfach und absolut nicht störend. Nun bin ich trotz meiner 70 Jahre wieder stark und darf Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kinder- gottesdienst, HG. = Hauvtgottes- oiertft, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 28. Sevtember. Stadtkirche. 10, Schmidt,' 11 KG., Matth.-Gem.; 11 KG., Mark.- Gem. (Marknssaal). Johanneskirche. 10, Liz. Wih- mann; 11 KG., Luk.- u. Johs.- Gem.,- 20, Liz. Trommershausen. Johannessaal. 15, Konfirmanden- Mütter aller Gemeinden. Kapelle Alter Friedhof. 10, Liz. Trommershausen,- 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. Jost: 11 KG. Gießen-Klein-Linden. 10, Lenz: 11 KG. Gießen-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 10 ©.; 11 Christenlehre (weibl. Jugend),' 11.20 KG.,- 14G. Lich. 9.30, Kahn. Christenlehre für d. männl, u. weibl. Jugend: 13 KG.,-14, Naumann. Jreie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 28. 9., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonntagschule: 15 Erntedankfest: 20.15 Predigt. Redner: Prediger G. Monnlng, Hartenrod. Freundl. möbl. Zimmer mögl. in Kliniksnähe, z. 1. Nov. gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03195 an d. Gieh. Anz. Leeres Zimmer oder Mansarde zum Unterstellen von Möbeln für sofort gesucht. Schr. Ang. unt. O32O7 a.d.G.A. Aeltere, höhere Beamtenwitwe sucht für Mitte Oktob.in Giehen od. allernächster Umgebung ein behaglich möbL Zimmer in gutem Hause, am liebsten mit voller Pension. Zentralheiz., jedoch nicht Bed. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 3998Da.d.G.A. [Stellenangebote! Zuverlässige il kinderliebe taangeslellle z. 1.10. gesucht. Borst, ab Sonntag zw. 16-18. Frau Zimmer, Bahnhofstr. 79. Zuverlässiges Mädel (auch Kindergärtnerin) zur stundenweise Beaufsichtigung oder für ganz zu drei Buben ges. Schr.Angeb.unt. 3951Dand.G.A. Suche für sofort od. später saub., fleißiges Mädchen tagsüber f. den Haushalt. [4020D Frau Hahn Samenhandl., Bahnhofstraße V D O sucht zur sofortigen Sonderausbildung und zum schnellstmöglichen Dienstantritt weibliche Arbeitskräfte 1. für einf. 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VDO sucht zur sofortigen Sonderausbildung und zum schnellstmöglichen Dienstantritt männliche Arbeitskräfte 1. Anlernkräfte für feinmechanische Arbeiten, 2. Kräfte aus Uhrmacher-, Optiker- und Gold- und Silberschmiedehandwerk, 3. Vorarbeiter und besonders qualifizierte Kräfte ausFein- mechanik und Uhrmacherhandwerk. Auch fachfremde Kräfte, die für feine, präzise Arbeiten Interesse haben, können nach Anlernung einige der in Frage kommenden Arbeitsvorgänge mit gut. Leistungen durchführ. Handschrift!. Eilangebote unter Kennziffer „VA“ mit kurzen Angaben über Eintrittstermin und bisherige Beschäftigung erbeten an die Personalabteilung der VDO TACHOMETER Schriftl. Ang sh., unter 4012D aff den Gieh. Anz. Eleganter Korbkinderwagen mögl.Peddigrohr mit Korbdach, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03198 a.d.G.A. Gebrauchsfähige Wulffien ä 20 bis 30 Liter Jung.Landwrrt, 35 Äahre, sucht ein Mädchens od. 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Die trauernden Hinterbliebenen > Vermessungsrat Karl Wagner und Familie Rudolf Lenz und Familie nebst allen Angehörigen. Beuern, Bingen a.Rh., 26. September 1941. Die Beerdigung findet am Montag, dem 29. September, um 14.30 Uhr statt. 4024 D und güdienmflödjen in angenehme Dauerstellung gesucht. (03219 Hotel Bayrischer Hof, Gießen. Suche alsbald drei Vormittage wöchentlich 4 Hilfe für den Haushalt. [03179 Sckiffnie, Kaiserallee 3. 1 WWW lält.Schreibtisch iNachtschränkch. versch. Spiegel 1 Flurgarderobe u.elektrLamven z. verkauf. [03225 Bruchstraße 111 Irischer Wstatl-Olen sowie einige Mörtelträger- Gestelle z. verkauf. [03200 Heuchelheim, Bachstraße 25. Großer, weißer Roeder-Herd m.Nickelbeschlag, Nechtsf^uerung, m.fahrb.Kohlenkasten u. großem Wärmeofen, zu verkaufen. Zu erfragen in d. Geschäftsst. d. Gieh. Anz. [03182 Für gepflegten, neuzeitlichen Haushalt wird ehrl., fleißiges Mädchen per sofort oder 1. Oktober gesucht. Genehmig, des A.-A. Vorhand. Schriftl. 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September 1941 Giehener Anzeiger (Seneral-Anzelger für Gderhessen) Nr. 230 Zweites Blatt Cin Lahr Oreierpakt statische Vertngsansta. lung M-roÄmeHkäs nach. Weit über eine Million ben en aber6 be in weü n Beziehungen und Ichastende bodenständige Volksd-ustch-legen noch aroßgliedr§en Gestaltungen pl°n-n?D°- taten die- heute İngms oon dem germanisch-deutschen Volk-. Deutschen des Mittelalters. Was früher nur den tum ab. ________ stillen Gelehrten in seinem Kämmerlein erfüllte, Aus dem Reich Abgabe von Hüten an Verbraucher. Millionen-Armee in Zetten B Lange. yui. lununi ciuinQ“*“»- --- . setzfürsorge- und -Versorgungsgesetzes, wenn der xoo n s Seif über fünf Jahrzehnten gibt es Arzneimittel. Das bedeutet mehr als 50jäh- rige Erfahrung und Bewährung. Diesen Erfolgen verdankt das »Boy«»«-Kreuz das große und >ecks trat :N Oe. ER t Gießen swen 0319] r erb. tob ?^r Wehr^e«äd^g P und der Bersten. - . ... . u _r__________ A/T mönn n0T S Df) __ flteiteiti . 1ßem anbtoitt, ire, futfc bebentot. , das in L mirW. !itenM BAYER] allgemeine Vertrauen. \rV Der Reichsbeauftragte für Kleidung und verwandte Gebiete hat die Verkaufssperre für Hute aufgehoben und die Punktpflicht für Hute aus Spinnstoffen für Männer, Frauen, Knaben, Mädchen und Kleinkinder eingeführt. Danach können Hüte aus Spinnstoffen (z. B. Haarfilz-, Wollfilz., Velour- und Seidenhüte) jetzt wieder an Verbraucher abgegeben werden, jedoch nur gegen Abtrennung von drei Bezugs ab schnitten (Punkten) der entsprechenden Reichskleiderkarte je Hut. Für Hüte aus Spinnstoffen, die vor der Verkaufssperre an Verbraucher fest verkauft wur- | Iben, aber noch in Arbeit sind, ist eine Sonderregelung getroffen worden. Die Bestimmungen gelten auch für Trauerhüte. Hüte aus Stroh oder aus Kunststroh sind keine Hüte aus Spinnstoffen. M in Sie, I -ie Jh« el zur s» *Ä Regent. inoernK einsE >el eirat ritten t i an £ Oie Raucherkarte. Den Landwirtschaftsämtern ist die Ermächtigung gegeben worden, Einkaufskontrollkarten für Tabakwaren einzuführen, sofern die örtlichen Verhältnisse es erfordern. Ueberall, wo eine Raucherkarte ausgegeben wird, dürfen Tabakwaren .an Verbraucher von allen Betrieben einschließlich lder Gaststätten und Kantinen nur noch gegen Kon- -trollkarte verkauft werden. Für Wehrmachtsurlauber ust eine besondere Regelung vorgesehen. Auswärtige Personen, die keine Kontrollkarten besitzen und sich vorübergehend in einem Bezirk mit Kontrollsystem aufhalten, beziehen Tabakwaren auf Grund ihrer Reichsfleischkarte. Mit der Einkaufskontrolle ist ferne Bindung an ein bestimmtes Geschäft verbunden. Die Abschnitte lauten auch nicht über.bestimmte Mengen. Die Kontrollkarten werden ausgehandigt durch den Facheinzelhandel sowie diejenigen Kolomalwaren- und Gemischtwarengeschäfte, die Tabakwaren fuhren, gegen Abtrennung eines bestimmten Abschnittes der zweiten Reichskleiderkarte, wahrscheinlich des Abschnitts VI, der sonst nicht gebraucht wird. Steuerfreie Beträge bei Elternzulage. des Soldaten die Folge einer Beschädigung bei be- onberem Einsatz ist. Hat der Verstorbene den Lebensunterhalt der Eltern oder der anderen Verwandten der aufsteigenden Linie nicht überwiegend bestritten, so wird für die Dauer der Bedürftigkeit auf Antrag die Elternzulage für sich allein gewährt. Auch diese Elternzulage ist als Hinterbliebenenbezug zu betrachten. Das Finanzamt hat daher auf Antrag den steuerfreien Betrag auf der Lohnsteuerkarte des Empfängers der Elternzulage einzutragen. Die Elternzulage selbst ist in vollem Umfange steuerfrei. Büchertisch. Eltern und andere Verwandte der aufsteigenden Linie verstorbener Soldaten erhalten für die Dauer der Bedürftigkeit auf Antrag ein Eltern- qeld oder eine Elternrente, wenn der Tod die Folge iff imh her !Berftors tewdek Ihr ihase Jrfen , %»«■ dl ** w •flöte -s -bC*x9 w »°°° hr „ r»nLee ften unL | cm ben . An zeig. was die Feldgrauen des Weltkrieges erahnend spür, ten, das ist heute im Lichte des weltgeschichtlichen Geschehens dabei, Allgemeingut aller zu werden. Ganzer weist nach, wie die Legende von dem angeblich unpolitischen Deutschen eben nur eine Le- gende war, ein Propagandaschlagwort unserer Feinde, die besser wußten, was die Wahrheit war. Das deutsche Volk, so sagt Ganzer, ist das Urvolk Europas, das Reichsoolk Europas, das dem iLro- teil zum erstenmal die Form gab und in sich die echten Kennzeichen politischer Ordnung tragt, nämlich Führung, ausgreifenden Lebenswillen und Dauer. Und weil der Deutsche die Kraft zur Ord- nung besaß, wuchs ihm auch die Aufgabe der Ord- nung zu. Ganzers Bekenntnis zur deutschen Macht als europäischer Verantwortung, zum Reich als der Wirklichkeit von Jahrtausenden ist das beste Zeichen der geschichtsnahen Lebendigkeit der jungen Wissen. Arbeit nehme! . .., . Ein Gymnasialprofessor m München, der über der Korrektur von Heften saß, sprang wütend aus, weil er seine Pensionäre, die schlafen sollten, statt dessen noch toben hörte, und lief über den Flur, um sie zur Ruhe zu ermahnen. . „ . Ein Hauswirt in Zürich, der mit feinem im Erdgeschoß wohnenden Mieter wegen dessen unharmo- nischer,^)ie Nachbarn oft durch peinliche Austritte störend» Ehe schon manche Auseinandersetzung gehabt hatte, klingelte, ttotzdem es so spät war, bei diesem Mieter und schalt ihn, daß er schon wieder die Frau schlage. Er werde ihm kündigen! Diese vielen Ursachen, die von jedem anders, aber von jedem im Bereich seines kleinen Lebenskreises für das laute Schüttern des Hauses, des Bodens und der Wände in jener Nachtstunde angenommen wurden, vertraten im Geiste der Leute eine wirkliche gemeinsame und gewaltige Ursache: das Erdbeben, das durch das südliche, südwestliche Deutschland, die Schweiz und die Nachbargebiete lief, war die Kuh, die sich losgerissen hatte, die schranke- rückende Köchin und der seine Frau prügelnde Ehemann! . Wie oft mögen wir mit dem Gebanntsein m unsere Enge beim Aufsuchen der Ursache eines Ereignisses so irren! Wie verschieben sich im Geschehen für unseren Geist die Perspektiven, nicht anders als vor unserem Auge die des Raums! Wie klein ist der Kreis ... Lehm gebrannt. Seine Herdplatte ist eine ausgediente Autoradfelge, das Ofenrohr eine sinnvolle Konstruktion aus gebogenem Blech und ineinandergeschachtelten Konservenbüchsen. Das gute alte Landsknechtsleben mit seiner Lager- feuerromantik ist in den Zeltstädten im Osten wieder lebendig geworden. Man darf aber nicht denken, daß deshalb dieses rechte Soldatenleben eitel Wonne und reines Vergnügen wäre. Die Zelte haben auf die Dauer ihre Tücken. In den heißen Sommertagen glichen sie Backöfen, und nachts raubten blutgierige Gelsenschwärme dem Landser seine wohlverdiente Ruhe. In den naßkalten Herbstnächten bieten auch doppelte Decken nur notdürftigen Schutz vor der empfindlichen Kälte. Das ist d i e Kehrseite der bunten Lagerfeuerromantik. Aber die Zeltstädte im Osten sind die glücklichen Symbole des Bewegungskrieges. Die Millionenarmee in Zelten zeugt davon, daß der Feldzug im Osten nicht in zermürbenden Stellungskrieg erstarrt. Kriegsberichter Kurt Honolka. — Kuno Graf von Dürckheim: Marcus Atilius Regulus, Geschichte eines Römers aus dem Ersten Punischen Krieg. (Verlag I. L. Schräg in Nürnberg. Preis in Leinen geb. 9,50 RM.) — Das dem Erneuerer des römischen Imperiums, Benito Mussolini, gewidmete Werk baut auf ungemein gründlichem Studium einer Epoche auf, die zumeist zu Gunsten der an großen Gestalten und dramatischen Abläufen reicheren beiden Entscheidungskriege zwischen Rom und Karthago m den Hintergrund zu treten pflegt. Und doch ist sie in mancher Hinsicht interessanter und bezeichnender, weil sie noch in die bäuerlichen Ursprünge des römischen Staates zurückreicht und die Entwicklung des öffentlichen Lebens im alten Rom aus dem enaen Kreis der Familie und Sippe noch ganz unverfälscht aufzeigt. Das lag dem Verfasser auch wohl besonders am Herzen. Er hat keinen historischen Roman landläufigen Charakters geschrieben, sondern schildert vielmehr mit wissenschaftlicher Akribie wenn auch in lockerer erzählender Form den Lebensweg eines römischen Feldherm und Staatsmannes der genannten Epoche. Seine Mitarbeiter und Gegenspieler sehen wir in scharf umrissenen Profilen, sie verbinden sich zu einer fpannungsreichen, mit geschichtlicher Treue geschilderten Handlung, die in em sehr farbiges Bild der Kultur Alt-Roms und Ka^ thagos hineingestellt wurde. Trotz des gelegentlich etwas papierenen Dialogs bekommen wir doch einen sehr lebendigen Eindruck dieser Epoche altrömischer Geschichte und bewundern immer wieder die Gewissenhaftigkeit und Liebe, mit der der Verfasser sich in seinen Stoff versenkt hat. Dr. Fr. W. Lange. Wie klein ist der Kreis... Von Wilhelm von Scholz. Hnhre 1006 ober 1907 kam ein Mann auf einen neuen Gedanken der Kaufwerbung, den er nach eifriger Vorbereitung °us breltester Grundlage ausführte Die Angelegenheit hat damals alle Ze hingen, bann bie Gerichte beschäftigt und >st heute völlig oergeffen. Das ist schade, denn sie hatte eine le^nieerr®=nter erwarb Verlagsrecht eines beliebigen Schundromans und ließ hohe Auflagen drucken Nun, damit stand er nicht allem aber ■r hatte das gläubige Vertrauen der anderen die Schundromane drucken lassen, , sondern nicht ohne weiteres auf niete Raufer, fonflern spannte, um sie zu fangen, em «raßes Netz aus° Er richtete ein Büro ein, m welchem eine Jteuje von Schreibern zwei, .drei Muster mi ^reiben unzählige Male vervielfältigten. bleichem Jn- täuschten Privatbriefe vor von mest 9 ? fon)OM halt: „In dem Roman „Doppelte Moral sei^sowohl der Schreiber wie der (Empfänger bes lief; erkennbar gezeichnet auf unangenehm v ng, SÄ’» U®ank?hatte fein kleines Vermögen in dieser- fteUung und Frankierung Mcfej Adressenlisten tausend Briefe gesteckt die nun nach Adr-«enust auf bekannte und unbekannte Leut . . ti un& losgelassen wurden, in denen gute f (Zroßkauf- Geld vorhanden war: Beamte, OffSchriftleute, Bankherren genannte Künstler u steiler. Ganter nahm an, daß die I ’ & ger der geheimnisvollen ^'Nwe'se hlll Raman kaufen und nach . b«„ W Hüllungen fahnden wurden, em .. Aus- In Ganters Berechnung war me Luck- » - lieferung des Buches konnte zumal^ore,e rsiche Unternehmer mit dem Duchha schäft- _ , — Dr. Franz Niedermayer: 3 b e r o - Amerika. Räumliche Grundlagen und geschichtlicher Werdegang, Gegenwartslage und Zukunstsfragen. Mit 10 Karten. Kart. 2 RM. (Macht und Erde, Hefte zum Weltgeschehen, Heft 17.) Verlag B. G. Teubner in Leibzig. — (54)— Der Verfasser läßt in klar gegliederter Tatsachenfulle die natürlichen sowie geistigen Voraussetzungen für das gegenwärtige Geschehen in Jbero-Amerika aus den Gegebenheiten des Raumes und den Leitlimen seiner Geschichte erstehen. Auf einer erdkundlich- geschichtlichen Grundlage schält sich eine m die Zukunft weisende umfassende Gegenwartskunde der südlichen Neuen Welt heraus, die in der Auseinandersetzung zwischen dem demokrattschen und autoritären Staatsgedanken den Weg zur nationalen Idee findet, aus der neue Menschen geformt, Staa- ten umqebaut und Kulturen weiterentwickelt werden. Zum Schluß weist der Verfasser historisch den bedeutsamen Beitrag der Deutschen zur Entwick' 4 , M _ X (TA.: L .".Lam Yin tlltnH auf andere Nationen bewiesen. Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und die Slowakei haben ihren Beitritt vollzogen. Im europäischen Raum ist aus dieser Jdeengemeinschaft die Waffenbrüderschaft vieler Staaten im Kampf gegen den Bolschewismus und alle Kräfte der Zerstörung geworden. Am Mittelmeer trägt Italien die Hauptlast des Kampes. Das Mittelmeer gehört zum europäischen Raum, und sein erster Platz gebührt der italienischen Nation. In Ostasien hat Japan seine Politik kraftvoll geführt. Unterstützt oon ben Achsenmächten ist es gelungen, die militärische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Jndochina sicherzustellen. Damit hat Frankreich, obwohl es dem Dreierpakt nicht angehört, den Führungsanspruch Japans im Osten anerkannt. Durch die Stabilisierung der chinesischen Nationalregierung in Nanking ist em starker Pfeiler für die Befriedung des Fernen Ostens geschaffen worden. Vor einem Jahr sagte Reichsminister von Ribbentrop: „Der Pakt ist ein Militärbündnis zwischen drei der mächtigsten Staaten der Erde.... Jeder Staat aber, der bie Absicht haben sollte, sich in die Endphase der Lösung der Probleme in Europa ober in Ostasien einzumischen und einen Staat dieses Dreimächtepaktes anzugreifen, wird sich mit der gesamten zusammengeballten Kraft der brei Völker von über 250 Millionen auseinanderzusetzen haben." Damit ist eine sehr ernste War- nung gegen Friedens st örer und gegen die Politik der Kriegsausweitung aufgerichtet worden. Damit muß die Welt rechnen, daß der Dreierpakt ein unumstößlicher Faktor geworden ist, der schon jetzt das Gerüst und den Rahmen für bie Zukunft der Völker darstellt. b. R. — Eine W i lh e l rn- Di e hl - Fe stsch r i f t ist zum 70. Geburtstag des um die hessische Geschichts-, Heimat- und Volksforschuna hochverdienten Prälaten D. Dr. Dr. Wilhelm Diehl als XII. Band der Beiträge zur hessischen Kirchengeschichte von Staatsarchivdirektor Dr. Ludwig Clemm tm Selbstverlag des Historischen Vereins für Hessen herausgegeben worden. Es ist ein Sammelwerk entstanden, das in seinem wissenschaftlichen Wert und seiner Vielseitigkeit dem Lebenswerk des Geburtstagers, den es zu feiern galt, sich würdig zur Seite stellt und dem Herausgeber unb seinen zahlreichen Mitarbeitern zur Ehre gereicht. Der Raummangel verbietet es, die in dem umfangreichen, vorzüglich aus- gestatteten und mit zahlreichen Bildbeigaben versehenen Bande vereinigten 25 Aufsätze einzeln zu nennen, geschweige denn zu besprechen. Sie umspannen das ganze Gebiet der hessischen Kirchengeschichte in weitestem Sinne vom frühen Mittelalter bis m die jüngste Vergangenheit. Baugeschichte Volkskunde und Familienforschung sind unter Wahrung des kirchengeschichtlichen Grundcharakters des Werkes mit wesentlichen Beiträgen vertreten. Auch unser engeres Oberhessen, das dem Historiker so mel des Interessanten bietet, finden wir in einer Reihe von Abhandlungen namhafter Forscher gewürdigt Manner wie Theoder Mayer (Marburg), Widmann (Schotten), Vogt (Biedenkopf), E. E. Becker (Barm- stadt), Kornmann (Darmstadt), Walbe (Darmstadt), Hepding (Gießen), Frölich (Gießen), Heymann (Langsdorf) u. a. sind durch Leben oder Werk mit Oberhessen eng verbunden unb zumeist ben Lesern unserer „Heimat im Bild" wohl vertraut. Sie werden auch in diesem schönen Bande, mit dem die hessische Kirchengeschichtsforschung einem ihrer bedeu- PK .. Soldaten wohnen keineswegs auf Ka- ■ iwnen, wie es einst ein Kaffeehauslyriker zwischen Mokka und Zigarre erklügette. Soldaten wohnen sehr vielfältig: In der Heimat in den sauberen und vorbildlichen Kasernen, in Frankreich in mehr oder weniger verwahrlosten Chateaus, jedenfalls aber innerhalb sicherer Ziegelmauern, in Norwegen m Blockhäusern unb hölzernen Baracken. Und nun ergibt sich im Osten eine der wenig beachteten Eigentümlichkeiten dieses Krieges: Millionen Soldaten leben seit Monaten schon im Zelt, vom General bis zum Schützen und Flieger. Da und dort haben wohl die Baukompanien Baracken gezimmert, da und dort konnten, sofern nicht Ungeziefer und Schmutz sich stärker erwiesen, Sowjetkafernen bezogen werden. Im allgemeinen aber ist das Zelt die typische Wohnung des Frontsoldaten im Osten. Es märe gewiß beguemer und wetterficherer gewesen, sich in die leerstehenden Häuser der gefluchteten oder verschleppten Bauern einzuquartieren. Aber man muß einmal die Nase in so eine Behausung gesteckt haben, um jeden Gedanken an Quartiermachen schleunigst aufzugeben. Das kgnn man keinem deutschen Soldaten zumuten. So blieb allem das Zelt, unb man ahnt nicht, was die Landser aus dem Zelt gemacht haben. Unser Zelt z. B. liegt am Rande eines Feldflugplatzes im Kiefernwald, an der Hauptstraße der Zeltstadt, in der die ganze Kampfstaffel wohnt Ein Zelt ist die Behausung des Kapitäns und feiner Offiziere, ein Zelt ist die Küche, in Zelten sind all die vielfältigen Geräte untergebracht, die der Einsatz von zehn Ju 88 benötigt. Unser Zelt hat ein Gerippe aus selbstgezimmerlen Kiefernbalken, man kann aufrecht darin stehen und, wenn man sehr rücksichtsvoll ist und nicht allzu wohlbeleibt, an einem schmalen Tisch sitzen. Auch haben wir elektrisches Licht, und abends ist es sehr trauhd). Unser Stolz aber sind die Veranda und der Garten. Die Veranda ist ein überdachter Vorbau aus Kieferngeäst mit grüngestrichenem runden Tisch und dazugehöriger Bank, alles selbst gezimmert, und der Garten davor besteht aus Erika und Kiefernbaum- chen. Unser Ofen steht im wahrsten Sinne des Wortes festgemauert in der Erden aus Ziegeln und Am 27. (September besteht der Dreimächtepakt zwischen Deut chland, Italien unb Japan ein Jahr. *|n dieser Frist hat sich eine solche Fülle politischer Ereignisse vollzogen, daß man glauben möchte, ein ganzes Jahrzehnt seit vergangen, seitdem in der Reichskanzlei in Berlin die Vertreter der drei Mächte ihre Namen unter dieses Dokument setzten. Ganz oon selbst wird sich die Frage erheben, in welchem Umfang die Erwartungen des Paktes in dieser kurzen Zeit in Erfüllung gehen konnten. Da- Lei wird man an die Grundlagen erinnert, die diesem Bündnis zu eigen sind. Es wollte solche Völker zusammenschließen, deren Ideale unb Zielsetzungen nniteinanber verwandt sind. Es war als der K r i - fstallisationspunkt einer neuen Ordnung gedacht. Mit voller Genugtuung kann heute »gesagt werden, daß sich diese Erwartungen inwei - jtem Maße erfüllt haben. In Deutschland ist »es die Reichsidee, die den Inhalt unb das Panier ier nationalsozialistischen Weltanschauung bildet, ibas faschistische Italien hat das Imperium, Japan -bie historische Kaiseridee zum politischen Glaubens- Ibekenntnis erkoren. Diesen geistigen Kräften, diesem 'Erneuerungswillen einer neuen Zeit vermag bie mite Welt gar nichts entgegenzustellen. In der praktischen Politik hat der Dreierpakt keinen aggressiven Charakter bekundet. An keiner 'Stelle überschreitet er bie Grundlagen des moralischen Rechtes. Er grenzt die Interessen Europas von denen anderer Erdteile ab und verbindet doch wieder Völker miteinander, die hier in Europa und im Fernen Osten den Anspruch erheben können, Ordnungsmächte zu sein. Sie stehen zur gegenseitigen Unterstützung bereit. Der Dreierpakt :hat, weil er seinen Appell an die Ehrlichkeit und Vernunft der Völker richtet, seine Anziehungskraft ^Jch bekam diesen Brief auch, fand als blicksicherer Mann des Fachs beim Durchgehen meiner Her- ganqenheit bis in die Kinderschuhe nichts was auch nur annähernd die kleinste Nebenhandlimg eines Romans hätte speisen können, bewahrte Ruhe und vertraute daraus, daß mir em guter Freund, roenn s wahr wäre, das Buch schon schmunzelnd zuschrcken würde. Statt zum Buchhändler zu laufen, studierte ich die mir zunächst nicht entzifferbare Uuterschnft und — wußte nach gar nicht langer Zelt den ent- lernten Bekannten, der es fern müsse, der etwa diese Hand schrieb, von dem ich kernen Dergleichs- brief da hatte und der vielleicht im Geheimen em wenigstens halbdunkler Ehrenmann fern konnte. Es dauerte nicht lange, da traf ich einen anderen Bekannten, der einen ebensolchen Brief erhalten hatte, und auch er — wußte, von wem! Selbstverständlich batte er einen anderen, mir ganz unbekannten, Absender herausgefunden. Nach der öffentlichen 2lufdeckung des Schwindels stellte ich noch mehrmals mit Vergnügen fest, daß Empfänger des bösen Schreibens stets in ihrem Kreise ben Verfasser des Briefes vermutungsweise herausbekommen hatten. Das ist das höchst Lehrreiche an dieser Sache: I mag ein Ereignis noch fo fern und groß ftm unb dieser Briefschwindel, der sich über ganz Deutschland erstreckte, war für alle die einzelnen Adressaten einer kleinen Stadt zum mindesten etwas außerhalb ihres Kreises Liegendes - wir bauen es mit seiner vermuteten Ursache und fernem ganzen Zusammenhang m uns-ren engsten Kreis em. Ge- mikr' das ist hier natürlich, da der Schreiber ja unstr Bekannter zu sein behauptete. Aber das Be- — Karl Richard Ganzer: Das Reich als europäische Ordnunasrnacht. (Schriften des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands.) Kartoniert 2,80 RM. Hamburg. Hanseatische Derlagsanstalt AG. - (66) — Geschichtlich . - 7 # • r i ?..... . — rXawPaw >T rung m -durch un* i für dir B. irbeer ßt »rben-JJ »Ile ®W atte M' im ainittt Ahl die * hteten ih" am- . Lydia ei» llte SB anzuletz rill an i^ ^nS jfiobsboi neue %*« „m i»dJ xS 3uia;jy I"®’ 'W,! -WES se' jfljl 6d et in der kestert - gen vd»r , ist irrig und 3'-' dlungsK sberechti» ie M-Hl infelW iltung du eiter leb mt eim > jeher, i echam Freiwillige für die Waffen-^. Don der U-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten wir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilliaen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen--- einzu- treten. Die Divisionen der Waffen--- kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ähre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Äugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Arttllerie, Pioniere, Panzer, Rachrichtenttup- pen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen und Sanitätsttuppen. Sofort eingestellt werden- a) Freiwillige auf Kriegszeit (ohne Dienstzeitver- Pflichtung) vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr; vom 17. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr nur für Infanterie, Panzer und Nachrichtentruppen (Funker); b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung (4Vt Jahre) vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 35. Lebensjahr; c) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung (12 Ächre) vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen--- ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführerund Führerlaufbahn, sowie Sonderlausbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! Annahmeuntersuchungen finden am 3. Oktober in Friedberg im Stadtkasino statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Außerdem nimmt die ---Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10, Tel. 36683 und 34441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche Merkblatt. Oie KdF.-Gprochkmse. Äm Mittelpunkt jeder sprachlichen Beschäftigung steht für den Deutschen die Muttersprache. Auch bie Erlernung fremder Sprachen muß heute dem $iel dienen, im Vergleich mit der eigenen Sprache eine Vertiefung der letzteren zu erreichen. Fremo- sprachen erlernt man aber auch aus einem Drang zu geistiger Betätigung und in dem Streben, durch Die fremde Sprache tiefer in das Wesen anderer Völker einzudringen. Verwertbar ist die Kenntnis Verdunkelungszett 27. September von 19.08 bis 7.13 Uhr. 28. September von 19.06 bis 7.15 Uhr. fremder Sprachen für ein Volk wie das deutsche immer, das im Herzen Europas auf vielseitigen Verkehr mit anderen Völkern angewiesen ist. Und wenn der Krieg siegreich bestanden ist, wird der sprachenkundige Deutsche nicht nur eine innere Befriedigung über seine Sprachkenntnis empfinden, er wird sie auch mannigfach praktisch verwerten können.. Kein Wunder, daß daher die Möglichkeit, Sprachen zu erlernen, oder eine bereits erworbene Fähigkeit auf diesem Gebiet zu erweitern und zu vertiefen, gerne ergriffen wird. So erfreuen sich die Sprachenkurse, die im Zuge der ihr übertragenen Erwachsenenbildung von der NS.-Gemein schäft ,Kraft durch Freude" eingerichtet wurden, eines ständig steigenden regen Besuches. Die Winterkurse beginnen Anfang Oktober. Einem aus vielfachen Anfragen sich ergebenden Bedürfnis Rechnung tragend, wurde erstmalig ein Lehrgang m Deutsch angesetzt. Hier will man in Ehrfurcht unserem höchsten sprachlichen Gut, der Muttersprache, dienen. Durch Lesen guter deutscher Werke, in Sttlübungen und sprachlichen Bettachtungen will man den Sinn schärfen für die Verantwortung unserer eigenen Sprache gegenüber. Ebenso sieht der Lehrplan erstmalig einen Lehrgang in Latein vor für Berufe wie Drogisten und Apotheker, die der Kenntnis dieser Sprache in ihrem Beruf nicht entbehren können. Neu erscheint auch eine Einführung ins Ukrainische, eine Sprache, die durch die neuesten deutschen ©iege in den Blickpunkt gerückt ist. Die seither verttetenen Sprachen Französisch, Englisch, Italienisch, Russisch und Spanisch werden auch in oiesem Winter wieder gelehrt. Für alle Kurse stehen gut vorgebildete Lehrkräfte ntr Verfügung, die ihre Sprachenkenntnis z. T. im fremden Land selbst erworben haben. Die Leitung der Kurse liegt wie seither in den Händen von Studiemat Dr. Hillenbrand von der Justus-von- Liebig-Schule. Nähere Auskunft in der Dienststelle der NS.-Geme in schäft „Kraft durch Freude", Schon- Mstraße 18, dienstags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr.____________________________ Ejr ee _ ■ das altbewährte Kruaerol Hustenbonbon ■H Uhl nur im Orangebeutel Ritterkreuzträger Karlfn'ed Nordmann ein fliegerisches Vorbild. Von Kriegsberichter Eugen Preß. PK. Ich erinnere mich genau, es war am 17. Oktober 1940 an der Kanaltufte. lieber der englischen Küste und dem Kanal tobte ein ungleicher Luftkampf. Eine Staffel Messerschmittmaschinen hatte einen Verband von 25 Hurricanes angetroffen, den Luftkampf mit diesem Gegner ausgenommen und erfolgreich zum Abschluß gebracht. Eine schwer getroffene deutsche Maschine baute eine Notlandung an der französischen Küste, der Pilot konnte noch schnell die Kabine verlassen, dann ging das Jagdflugzeug in Flammen auf. Das war Oberleutnant und Staffelkapitän Nordmann, der eine Hurri- cane abgeschossen und zwei weitere wirksam beschießend, von der überlegenen Zahl seiner Gegner ebenfalls schwere Treffer in seine Maschine erhielt, sie trotzdem in brennendem Zustand noch über den Kanal zurückflog. Es war ein stolzer Tag für ihn, denn dank seiner überlegenen und draufgängerischen Führung konnte seine Staffel im Verlause dieses besonders heftigen, lang anhaltenden Luftkampfes zehn Flugzeuge vom Muster Hurricane abschieben. Oberleutnant Nordmann, der seit Kriegsbeginn weit über 300 Frontflüge machte, ist am 22. November 1915 in Gießen geboren. 1936 ging er zur Luftwaffe, war 1938 Lehrer an einer Jagd- fliegerfchule und wurde bereits im Herbst 1939 für feine Erfolge mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Am 1. September 1940 betraute man ihn mit der Führung einer Jagdstaffel, die er seither von Erfolg zu Erfolg führte. Oberleutnant Nordmann hat seit Beginn des Krieges im Westen und im Osten in zahlreichen Luftkämpfen insgesamt 31 Feindflugzeuge abgeschossen. Mit dieser persönlichen Leistung, zu der noch die überlegene Führung seiner Jagdstaffel kommt, ist Oberleutnant Nordmann in seiner Gruppe das von allen Flugzeugführern angeftrebte jagdfliegerische Vorbild. Der Gießener Sport im Dienste des WHW. Die gau ft baller leiten die Darbietungen unserer Gießener Sportler zum Besten des Kriegs- WHW. am heutigen Samstagnachmittag mit ihren Runden um die Stadtmeisterschaft auf Oswalds- garten ein. Seit Jahren gilt Gießen als eine Hochburg dieses wohl ältesten Kampfspieles. Der Turnverein 1846 holte Jahr für Jahr die Gaumeister- schaft und später die Bereichsmeisterschaft nach Gießen. Im letzten Jahr hat sich die Zahl der faustballspielenden Gemeinschaften vervielfacht. Die Mannschaften der Luftwaffe, der Bezirkssparkasse u. a. werden dem Bereichsmeister, der im Augenblick nur Rixinger und Dr. Pfeffer zur Verfügung hat, seine Stellung streitig machen. Die Spiele beginnen um 16 Uhr. Um 18 Uhr kommen die Handballer zum Zuge. Auch hier stellt die Luftwaffe eine starke Mannschaft. Der wieder erstarkte Mtv. aber will erst geschlagen sein. Die Kreisriege unter Führung des Altmeisters und Kölner Turnfestsiegers Karl Reuter zeigt am heutigen Samstagabend im Gloria-Palast die hohe Kunst deutschen Geräteturnens. Außer Reuter selbst turnen Kaiser, Herbert, Schulz, Pils, alle Tv. 1846 bzw. Luftwaffe, und als Gäste Seth (Großen-Linden) und Bettin (Wiefeck). — Am Sonntagabend tanzen und spielen an gleicher Stelle die Turnerinnen des Tv. 1846 und des Mtv. unter Leitung von Frl. Hauck und Fr. Seim. Die Kinder gruppen unter Leitung von Ädel Hauck werben am Sonntagvormittag am Stadttheater und im Rahmen der Hauptveranstal- tung am Schwanenteich zu Wort oder „zu Gehör" kommen. Die Turnerinnen werden wir beim Basketballspiel (Mtv. gegen DfB.-R.) am Sonntagvormittag an der Stadtkasse sehen. Bekanntlich war Gießen bis vor einiger Zeit eine Hochburg dieses Spieles. Für die jetzt fehlenden Männer springen — wie überall — Frauen ein. Korbball und Flugball der Mädel vervollständigen das Programm. Daneben kommt aber auch die anmutige Seite der Leibeserziehung der Frau zur Geltung. Tanz und Spiel und Gymnastik werden die Pflege der gemein» schaftsgebundenen Hebung zeigen und freudige Anteilnahme finden. Neben der Bühnenschau im Gloria-Palast gestalten die Turnerinnen noch die Vorführungen am Stodttheater und wirken bei der „Schau der Leibesübungen" am Schwanenteich mit. Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei eine Gruppe finden, die dem NSRL. sich bereitwillig als Helfer zur Verfügung gestellt hat. 100 Nachrichtenhelferinnen zeigen unter Leitung von N. F. Dietrich Gymnastik und Tanz. Sie sind ganz besonders Beweis dafür, daß Sport heute Allgemeingut des deutschen Menschen geworden ist, gleich in welchem Einsatz er steht. Diese Ausschnitte aus dem reichhaltigen Programm, das wir am Donnerstag bereits veröffentlichten, zeigen, welche Mühe und Arbeit alle Beteiligten aufgewandt haben und aufwenden wollen, um die erste Reichsstraßensammlung siegreich zu bestehen. Sie haben nur noch zwei Wünsche; der eine gilt dem Wettergott und der andere dem Zuschauer. Dieser soll vor lauter Schauen nicht vergessen zu spenden. Denn dafür treten die Männer unb Frauen der Sportbewegung an. Sie kommen als Sendboten des Führers. Oie (Sammler auf dem Seltersweg. Es hat eine Zeit gegeben, die die „Sportkanone" verherrlichte und zum Helden machte. Wir erinnern uns dieser „Starzeit" noch gut genug. Der nationalsozialistische Sport kennt keine derartigen Auswüchse. Unsere Zett hat wirkliche Helden. Auch im Sport ist der Kanonenfimmel gründlich ausgerottet. Aber er kennt den Spitzenkönner und will ihn, weil er, wie überall, nach Höchstleistung strebt. Dieser Spitzenkönner hat keine Vorrechte vor dem unbekannten Turner und Sportler, er hat nur besondere Pflichten. Er soll Vorbild und erster Repräsentant sein. Nach diesem Gesichtspunkt hat der Sportbezirksführer auch für den heutigen Samstag und den morgigen Sonntag die Könner der Gießener Sportbewegung für die Sammlung eingesetzt. Sie sollen nicht nur auf der Kampfbahn die ersten sein, sondern auch, wenn es gilt, eine hohe völkische Aufgabe erfüllen. Neben dem allgemeinen Einsatz als Sammler und Teilnehmer hat er deshalb eine Sonderfammlung feiner Aktiven und feiner Amtsträger angesetzt. Die Altersturner Will, der 83jährige Wilhelm D a p p e r, die Turner Reuter, Herbert, Kaiser, die Turnerinnen Hauck, Seim und Schmieder, die Leichtathleten Dr. L u h , Olympiakämpfer Becker, Weiler und Zerndt, die Faustballer Dr. Pfeffer, Rixinger, die Ruderer Becker und Joedt, der Altmeister der Straßenfahrer August Deibel und die Amtsttäger des NSRL. sammeln unter Führung des Sport- bezirksführers Stein am heutigen Samstagnach- mittag im Seltersweg. Sie werden bei ihren vielen Anhängern und Freunden nicht umsonst bitten. Wandewvrschläge für den Sonntag. Wieseck — Hangelstein — CoUatet Kopf — Lollar — Wißmar — Gießen. Zu dieser Wanderung benutzen wir zweckmäßig die Straßenbahn nach Wiefeck und gehen vom Endpunkt die Straße nach dem Friedhof, wo wir rote Keile antreffen. Das Zeichen führt uns zunächst über freies Feld zum bewaldeten Hangelstein. Bei einer Waldblöße, zu der unser Weg steil aufwärts geht, bietet sich eine weite Aussicht über Gießen bis zu den Höhen des Taunus. Wir überschreiten den Kamm des Berges, genießen über dem Stein- bruch den prächtigen Blick über das Lahntal nach den Burgen, bei der Felsen kanzel einen hübschen Durchblick zum Staufenberg, überqueren die Dau- bringer Straße und kommen hinüber ,zum Lollarer Kopf. Um auch von hier die schöne Aussicht nach den Marburger und Hinterländer Bergen zu ge- nießen, besteigen wtt den Gipfel des Berges und kehren auf demselben Weg wieder zurück. Bald darauf erreichen wir Lollar. Wir gehen bis kurz vor den Bahnhof, durchschreiten die beiden Unterführungen und folgen jetzt schwarzen Strichen, die uns über die Lumda und später über die Lahn führen. Die Zeichen verlassend, wandern wir am Bahnkörper entlang bis zu den ersten Häusern von Wißmar und von hier über die Lahnbrücke nach Gießen zurück. Dauer der Wanderung 4 Stunden. Gladenbach—Racheishaufen—Daubhaus—hünfteln— Sprech—Gladenbach. Don unserem Ausgangspunkt Gladenbach, dem anmutigen, bergumkränzten Städtchen, gehen wir zunächst nach der nahen, auf steilem Scyieferfelsen gelegenen Ruine Blankenstein, in deren Mauern eben eine Wohnstätte errichtet wird. Kum hinter der Ruine kommen wir in das liebliche Zillertal, das wir vollständig durchschreiten, um sodann auf den Weg zu gelangen, der uns nach dem am Fuße des Rachelshäufer Kopfes oder Daubhaufes schön gelegenen Racheishausen mit interessantem Kirchlein bringt. Don hier steigen wir aufwärts, blauen Dreiecken nach, an einem mächtigen Grünsteinbruch vorüber, genießen unterwegs prächtige Ausblicke, überschreiten das bewaldete Daubhaus (550 Meter) und kommen zum Hünitein (500 Meter), dem nördlichsten Vorsprung der zllberge, von dessen Holzturm sich ein entzückender Ausblick nach den Hinterländer Bergen und auf freundliche, in die Landschaft gestreute Dörfer bietet. Nunmehr folgen wir blauen Kreuzen, die uns abwärts geleiten. Wir überschreiten die vielfach gewundene Straße Gladenbach-- Biedenkopf und gelangen nach Sprech, einem Teil von Runzhausen, wo gute Einkehr ist. Nachdem wir noch ein kurzes Stück die Straße verfolgt haben, schlagen wir einen aufwärts führenden Feldweg ein, um sodann bei einer Ruhebank in den Wald einzubiegen und alsbald in die sog. Hinter« länder Schweiz zu gelangen. Auf halber Höhe des Bergwaldes gehend, kommen wir an gewaltigen Schieferfelsblöcken von seltsamen Formen vorüber, die teilweise mit Namen, wie Felsenmeer, Rabenstein, Teufelsklippe bezeichnet sind. Am Fuße des Blankensteins verlassen wir den Wald und genießen beim Austritt einen wundervollen Blick auf Gladenbach mit seinem turmbekrönten Kirchberg und dem Hemmerich, der Koppe und dem Treisberg im Hintergrund. Bald darauf erreichen wir das vor uns liegende Gladenbach, von wo wir über Nieder- Walgern heimfahren. Wanderzeit 4 Stunden. Oie Krankenversicherung -erInvaliden- und Angestelltenrentner Gegenüber Zweifeln, die in Kreisen der Sozialversicherungsrentner hinsichtlich ihres Sterbegeldanspruches entstanden sind, teilt der Reichsarbeits« minifter mit, daß den Rentnern, die bisher schon iit der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, die Sterbegeldansprüche auch auf Grund der kürzlich erfolgten Neuregelung in vollem Umfange ec* halten bleiben. Gießener Dochenmarklpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehe^ sich für A-ffiare. Für B-Ware ober abfallende War« sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 27. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM^ Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 50, Wirsing, % kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün, 20 bis 30, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 25 bis 30, Zwiebeln 15, Meerrettich 80, Schwarzwurzeln 40, Kürbis 10, Frühäpfel 35 bis 40, Birnen 30 bis 45, Lauch 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 10 bis 12, Salatgurken 30, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 12, Rettich 10 bis 15, RadiesL chen, das Bund 12 Rpf. * * D i e Wochenmärkte werden vom kommenden Donnerstag ab um 8 Uhr beginnen und um 14 Uhr enden. Amtsgericht Gießen. Der W. G. in Gießen hatte wegen Milchfälschung einen Strafbefehl über drei Monate Gefängnis erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Er hatte am 21., 22. und 25. April Vollmilch zum Verkauf gebracht, die durch Zusatz von Magermilch verfälscht war. Der Angeklagte suchte sich damit zu entschuldigen, daß er durch einen Mangel an Vollmilch zu der Tat gekommen sei. Das Gericht erkannte mit Rücksicht auf die seitherigRe Unbescholtenheit des Angeklagten auf eine Gefängnis st rase von zwei Monaten. Der K. G. in H. hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Anläßlich der Verlobung seiner Tochter hatte dis Jugend Scherben geworfen. Das Brautpaar räumte die Scherben von der Straße weg und brachte sie in den Hof des Angeklagten. Dieser warf dis Scherben wieder auf die Straße. Der Angeklagte wurde wegen Straßenverunreinigung und Verkehrsstörung zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Jüc gecegelten Stuhl Packung ( 75St) RM. 1.45 bas Barten nach Oetber-Rqepten l r;.p ML Mit der vereitungsvorschrift für Brcmbteig wir- die Bekanntgabe -er 4 Teigarten abgeschlossen. Brandteig-Rezepte können erst wieder tn späterer Zett veröffentlicht werden- glatten itloB . - _ heiße wasser gegeben wirb, muß ; ein glatter Klofj entstanden ist. Zu 5 Zu 1 b) Damit das Mehl gleichmäßig und m mchtzi liegt, schlägt man das Backblech mit em Die Verarbeitung des Teiges man rasch rühren Zu man das kochende wasser von der Kochstelle und gibt bas gesiebte Mehl auf einmal hinein. Niemals langsam einftreuen. 8. . . rührt es zu einem glatten Hiob Sobalb das Mehl ins (/.y- und zwar so lange, bis ein glatter Nloß entstanden 3. . . und erhitzt diesen unter Rühren noch etwa 1 Minute . . Durch dieses Erhitzen (Ubbrennen) wird der Teig fester. Ein Zeichen für genügend langes flbbrennen des Teiges ist eine dünne haut am Boden des Topfes. 4. . . Den beißen Klofo gibt man sofort in eine Schüssel • • 5. . . und rührt nach und nach die Eier darunter . . Die Eier kommen in den heißen Teig. Jedes Ei wttd über einer Taffe aufgeschlagen und geprüft, ob es frisch ist. Man gibt ein Ei nach dem anderen in den Teig, well sie sich dann besser unterrühren lassen. 6. .. weitere Eizugabe erübrigt sich, wenn der Teig stark glänzt und so Notwendige Dorardeite» t. Die angegebenen Zutaten werden in der vorgeschriebenen Menge $u bereite e|teHt. 3b 2. Das Mehl wird gesiebt. Das Sieben lockert auf. 6. Brandteig wird auf einem mit Mebl bestaubten Backblech gebacken. a) IHan siebt etwas Mehl auf bas Backblech vom Löffel abreibt, dah lange Spitzen hängenbleiben . . Da die Größe der Eier verschieden ist, prüft man nach der Zugabe der vorletzten Eies die Teigbeschaffenheit. Sollte der Teig schon stark glänzen und so vom Löffel reißen, daß lange Spitzen hängend leib en, muß weitere , Eizugabe unterbleiben. Zu flüssiger Leig ergibt brettgelaufenes Gebäck. 7. . . Danach gibt man das „Backin" in den erkalteten Teig. „Backin" darf niemals vor dem Backen mit warmen Zutaten zusammen» gebracht werden, da seine Triebkraft dann vorzettig ausgelöst wird und verlorengeht. 8. WM man den Teig z. v. zu Windbeuteln ausbacken, bann seht man ihn mit 2 Teelöffeln oder einem Spritzbeutel auf ein vorbereitetes Backblech. Soll der Teig in Zett ausgebacken werden, daim wird er mit 2 Teelöffeln abgestochen oder in Zorm von Kränzen auf em gefettetes Pergament- Zu papiei gespritzt und in das heiße $ett gegeben. 8 4. BR AN DTE IG Dr 'tßaeßin” — seit 50 Jahren bewährt! Vhe gebacken. (Siehe Inserat „1.— Wirb der Teig in Zett ansgebaden, dann erhitzt man es vorher ge- 6öas Seit gehaltenen holzlöftelsttel »löschen buben. , Puddingpulver G A.-Sport. Handball. Spiele für das Kriegs-Winler-Hilfswerk. Das Fachamt Handball kann erfreulicherweise eine große Anzahl von Spielen für das KWHW. durchführen. Einige Treffen find auch an solche Orte gelegt, wo der Spielbetrieb zur Zeit ruht. Man hofft, dadurch auch dort wieder Fuß zu fassen. Die Spiele eröffnen schon am Samstag: Luftwaffe — M t v. Gießen. Dieses Spiel gelangt auf Oswaldsgarten zum Austrag. In dem letzten Treffen zeigte trotz der Niederlage der Mtv. eine große Leistung. Können beide Einheiten ihre besten Garnituren stellen, so ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen, in dem die Luftwaffe die besseren Aussichten besitzt. Hochelheim — Luftwaffe I. Am Sonntag muß die Luftwaffe die Fahrt nach Hochelheim unternehmen. Die Platzmannschaft ist mit den stärksten in der Umgebung. Taktische Einstellung der Soldaten sollte jedoch für ein gutes Resultat Gewähr leisten, wenn auch die Platzmannschaft die besseren - Gewinnmöglichkeiten hat. Heuchelheim — Mtv. Gießen. In den letzten Treffen stellten die Gießener die Sieger. Da diese jedoch schon am Samstag tätig sind, besitzt Heuchelheim einen Vorteil. Ob dieser neben dem eigenen Platz genügt, können die Gäste beweisen. , „ Krofdorf — Luftwaffe II. Krofdorf führte sich am vergangenen Sonntag gut ein. Die Soldaten müssen deshalb schon alles aufbieten, um Sieger zu werden. Holzheim — Grüningen. Lokaltreffen in Holzheim. Das letzte Spiel konnte Grüningen gewinnen. Holzheim zeigte jedoch am letzten Sonntag in der ersten Hälfte in Krofdorf eine gute Leistung, während die Gäste spielfrei waren. Grüningen muß sich daher schon anstrengen, um auch diesmal den Sieger zu stellen. HI. - Spiele im Bann 116. Die Spiele um die Bannmeisterschaft nehmen am Sonntag ihren Ansang. Auch die Jugend will nut ihren Treffen werben für das Kriegs-W-mterhllfs- werk. Grüningen — Holzheim. Die Jugend beider Vereine trägt ihr Lokaltreffen in Grüningen aus. Eine Vorhersage ist hier sehr schwer zu beantworten. Lang-Göns — Mtv. Gießen 2. In diesem Spiel besitzt Lang-Göns die Swges- ausfichten. Die Gießener müssen sich sehr anstrengen, um ein günstiges Resultat zu erzielen. Watzenborn-Steinberg — Li ch. Das letzte Freundschaftsspiel konnte Watzenborn gewinnen. Die Gäste müssen daher auf fremdem Gelände schon alles einsetzen. Die besten Siegesaussichten besitzt die Platzmannschaft. Großen-Buseck — Mtv. Gießen 1. Igd. Großen-Buseck ist weiter nach nicht hervorgetreten. Bringen die Gießener die letzten Leistungen auf, so ist der Sieger gegeben. Sport in Watzenborn-Steinberg Am morgigen Sonntag steht der Sport auch in Watzenborn-Steinberg im Zeichen der 1. Reichs- straßensammlung des Kriegs-WHW. Bereits am Vormittag führen die Mitglieder des FC. „Teutonia" und des Turnvereins „Gut Heil" die Straßenfamm- lung durch, während am Mittag auf dem Sportplatz an der Neumühle ein Fußball- und anschließend ein Handballspiel stattfindet. Fußball im Tv. Großen-Linden. Am Sonntag spielt die erste Jugend in Heuchelheim. Da Heuchelheim in Lich wider Erwarten siegte, wird Großen-Linden schwer kämpfen müssen, um die Punkte mit nach Hause nehmen zu können. Auf eigenem Gelände empfängt die 2. Jugend die gleiche von Annerod. Das Vorspiel endete 4:0 für Großen-Linden. Rudern der Schulen im Sommerl 941. bei der G.R.G. 1877. Auf Veranlassung des Studienrats Artur Scharmann nahmen die höheren Schulen Gießens nach einjähriger Pause das Rudern wieder auf. Je em Nachmittag in der Woche stand jeder Schule zur Ausübung des Rudersports zur Verfügung. Es fand sich eine große Anzahl Jungens nachmittags ein. Es wurde nicht Wert auf Leistung gelegt, son- dern Breitenarbeit geleistet; d. h., es sollte der Sport den Jungen in seiner ganzen Schönheit ge- zeigt und das Interesse für den Sport wachgeru.en werden. Uebungsleiter für die Justus-von-Liebig- Schule war Studienrat Dr. D u s e b e r g , wahrend für Gymnasium und Langemarckschule der Vereins- führer der G.R.G., Studienrat Scharmann, verantwortlich zeichnete. Am Donnerstag fanden nun unter den Schulern der einzelnen Schulen Wettfahrten über 1000 Meter statt, um den besten Vierer jeder Anstalt des Jahres 1941 zu ermitteln. Dom Gymnasium ging als erste Vierermannschaft durchs Ziel: 1. Schmidt, 2. Schliephake, 3. Möbs, 4. Krause; Steuer: Wolkewitz. Von der Liebig-Schule: 1. Mörler, 2. Dar, 3. Fischer, 4. Beckert; Steuer: Freund. Don der Langemarckschule: 1. Dahmer, 2. Seim, Kurt, 3. Salzmann, Helmut, 4. Göbel; Steuer: Scharmann jun. Nach dem Rennen erhielten die Sieger von dem Dereinsführer Studienrat Scharmann die kleine Ruder-Fibel von Schroeüer als Geschenk überreicht. Man verlange Reese-Gesellsdiaft,Hameln ADOX FW Seit vielen Jahren für die richtige Mund- und Zahnpflege bevorzugt wird HIUHJCL weil auf Mineralsalzbasis aufgebaul. Kein Schleifmittel, sondern ein Pflegemittel für die Gesunderhaltung der Zähne, des Mundes und des Rachens. J222J223 ll Hilm iiimimi mim 280 v. H. 36,— RM. . . 18,— RM. 993 250,— RM. festgesetzt. II. . 115 230 115 Be- Aufnahme in die 391 oA Halbmiete v. H. 360 v. H. 280 280 Die Einlösung der zweiten Rate muß unbedingt 360 3997C v. H. 280 280 v. H- 360 v. H. 4006C 280 v. H. Persil merke senket L Cie., fl 6., Düsseldorf. Ko 304 b/41 280 v. H. 135 v. H. v. H. v. H. v. H. v.H. v. H. v. H. Sil iMi ATA beim filarfpülon Der LDäfcho und f loche ntfornon, bei der Reinigung scdmuhiger B o r u f • io ä f cht. beim Scheuern und putzen, sowie beim Händewaschen 17,50 RM. 7,50 „ 5,- „ 4,— „ 2,50 „ 2,- „ 'u m ui til hi in 280 v. H. 280 v. H. 280 v.H. 135 v. H. III. Bürger st euer. Stadt Gießen mit eingemeindeten Vororten auf vor der 5. Mietvorstellung erfolgt sein. Gießen, den 23. September 1941. Der Oberbürgermeister. 3. Stadtteil Giehen-klein-Linden: a) für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf.......... der Steuermeßbeträge; b) für Grundstücke aus...... der Steuermehbeträge. einjährige Handelsfachklasse Beginn 13. Oktober 1941. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 82, Ruf 2486. b) vom Gewerbeertrag auf. der Steuermehbeträge. auf......... b) vom 1. Oktober ab auf. . für jeden Hund. Mim Ott MMt-MlM Die Einlösung der zweiten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: Montag, den 29. September 1941, für die Diens- tag-Mieler, Dienstag, den 30. September 1941, für die Mitt- woch-Mieter, Mittwoch, den 1. Oktober 1941, für die Freitag- Mieter während der Kaffenftunden vormittags von 10 bis 13 Uhr und nachmittags von 16 bis 17 Uhr. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Nr. 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung einer besonderen Quittung. L Grund st euer. 1. Stadt Gießen: a) für land- und forstwirtschaftliche Be> triebe auf......... der Steuermeßbeträge; um 14 Uhr. Gießen, den 27. September 1941. Der Oberbürgerweisten Bitt-» Bekämpfung des Frostspanners an Obstbäumen. Nach § 1 Abs. 1 der Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 16. September 1938 sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Obstbäumen verpflichtet, an allen Kern- und Steinobstbäumen, mit Ausnahme von Pfirsichen, bis zum 10. Oktober jeden Jahres Haltsplan in den Ausgaben auf . . 600 v. H. des Reichssatzes. IV. Hundesteuer. 1. Stadt Gießen: a) wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem 1. Oktober fällt, 4. Schiffenberg: a) für land- und forstwirtschaftliche triebe auf........ der Steuermeßbeträge; b) für Grundstücke auf ... . der Steuermeßbeträge. II. G e w e r b e st e u e r. 1. Stadt Gießen: a) vom Gewerbekapital auf . . . der Steuermehbeträge; b) vom Gewerbeertrag auf . . . der Steuermehbeträge, c) Zweigstellensteuer auf . . . . der Steuermeßbeträge. Klebegürtel sachgemäß anzubringen und sie wenigstens drei Monate lang klebefähig zu erhalten. Ich fordere alle Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Obstbäumen auf, dieser Bestimmung nachzukommen. Da es sich hier um eine Maßnahme handelt, die der Erzeugungsschlacht dient, muß sie erst recht im Kriege zur Durchführung kommen. Gießen, den 24. September 1941. 4021G Der Oberbürgermeister. I. A.: Gr avert. Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörde zu den §§ 2, 3 und 4 sind unter dem 11. August 1941 bzw. dem 16. September 1941 erteilt. 40070 Gießen, den 24. September 1941. Der Oberbürgermeister: Ritter. Familienlogen . I. Ring . . « II. Ring . . . III. Ring . . , IV. Ring . . . V. Ring . . . 2. Stadtteil Gießen-Wieseck: a) für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf ... .......280 der Steuermeßbeträge; b) für Grundstücke auf . der Steuermeßbeträge. unseren aufhlärenbon Anzeigen geben wir der Hausfrau erprobte Ratschlage, die' inimniim &Q6 Haschen und die Roinigungsarboit erleichtern. Sie erscheinen deshalb auch dann» 111111,11,111 wenn einmal ein Erzeugnis unseres Hauses nicht in beliebiger Monge erhältlich ist« 35,— RM. 15,— „ 10,- „ 8,— „ 5,— „ 4— „ 2. Stadtteile Gießen-Wieseck, Klein-Linden sowie für Schiffenberg: auf 24,— RM. bzw. 12,— RM. § 3. Der Höchstbetvag der Kasfenkredite, die im laufenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Be- triebes der Stadtkasse in Anspruch genommen wer- den dürfen, wird auf 600 000,— RM. festgesetzt. In diesem Höchstbetrag sind 400 000,— RM. Kassenkredite enthalten, die auf Grund früherer Ermächtigung ausgenommen und noch nicht zurückgezahlt sind. § 4. Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes bestimmt sind, wird auf 495 000,— RM. Bekanntmachung. Die Wochenmärkte beginnen von Donnerstag, den 2. Oktober 1941, ab vormittags um 8 Uhr und enden festgesetzt. Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern, die für jedes Rechnungsjahr neu festzusetzen sind, werden wie folgt festgesetzt: QansltflltüfaBanQ der Stadt (Sieden m das MNillWiA 1941. Auf Grund des § 86 Abf.2 der Deutschen Gemeindeordnung vorn 30. Januar 1935 (RGBl.I S.49) wird für das Rechnungsjahr 1941 folgende Haushaltssatzung bekanntgemacht: I. § 1. Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1941 wird im ordentlichen Haushaltsplan in den Ausgaben auf . . • 11035189,97 RM. und im außerordentlichen Haus- Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 HH ____. INI 77 Uli II HU Die zu zahlende zweite Rate beträgt für: Vollmiete f * fluch die Sehnsucht nach Persil wirb nach dem Siege wieder ihre Erfüllung finden, für die Dauer de« Kriege« aber gilt es. fo fdienen» wie möglich zu waschen. Seife zu sparen und bem IDafchpuloer die Arbeit leichter zu machen. Auch hierbei zeigen sich Henkel-Erzeugnisse al« durch Jahrzehnte bewährte Heiser: Henko beim gründlichen Einweichen und Wasserenthärten. Bekanntmachung. Betr.: Fettverbilligung. Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für die Monate Oktober bis Dezember 1941. Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Fettversorgung der minderbemittelten Bevölkerung werden auch für die Monate Oktober bis Dezember 1941 durchgeführt. Die Reichsverbilligungsscheine werden verausgabt: a) für Kleinrentner, Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Empfänger von Familienunterhalt: Gartenstraße 2, Zimmer 16 Dienstag, den 30. September 1941, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr; b) für Volksgenossen, die nicht in Betreuung des Sozialamtes stehen: Gartenstraße 2, Zimmer 16 Mittwoch, den 1. Oktober 1941, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr; c) für Sozialrentner und für die Unterstützungsempfänger der Allgemeinen Fürsorge: Lonystraße 2, am Schalter Mittwoch, den 1. Oktober 1941, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr. Die vorstehend aufgeführten Ausgabetermine sind unbedingt einzuhalten. An Kinder werden Reichsverbilligungsscheine nicht ausgehändigt. An Nachzügler werden Fettscheine nicht mehr ausgegeben. Jede Aenderung des Einkommens und des Personenstandes ist der Ausgabestelle umgehend zu melden. Die Unterlassung dieser Meldung und der unberechtigte Bezug von Reichsoerbilligungsscheinen kann strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Gießen, den 26. September 1941. 3999D Der Oberbürgermeister. Sozialamt. 2. Stadtteil Gießen-Wieseck: a) vom Gewerbekapital auf..... der Steuermehbeträge; b) vom Gewerbeertrag auf . . s e . der Steuermehbeträge; c) Zweigstellensteuer auf. der Steuermehbeträge. 3. Stadtteil Gießen-Klein-Llnden: a) vom Gewerbekapital auf..... der Steuermehbeträge; b) vom Gewerbeertrag auf . . . . . der Steuermehbeträge; c) Zweigstellensteuer auf ... • . . der Steuermehbeträge. 4. Schiffenberg: a) vom Gewerbekapital auf . . a ■ ■ der Steuermeßbeträgez Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Reichsseifenkarten und Zusatz- feifenkarten für die Monate Oktober 1941 bis Januar 1942. I. Die Ausgabe der neuenReichsseifenkarten und der Zusatzseifenkarten für Kinder erfolgt in «der gleichen Weise wie die der Lebensmittelkarten. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Montag, 29. September 1941 2. Ausgabetag: Dienstag, 30. September 1941 3. Ausgabetag: Mittwoa), 1. Oktober 1941 4. Ausgabetag: Donnerstag, 2. Oktober 1941 5. Ausgabetag: Freitag, 3. Oktober 1941. Die Seifenkarten werden durch die Bezirks-Geschäftsstellen gegen Vorlage der Personalausweise in der Zeit von 8 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr aus- gegeben. Die Zufahkarteu für Aerzte und in der Krankenpflege tätige Personen werden in der gleichen Zeit auf Zimmer 1 ausgegeben, soweit sie nicht von Kliniken und Anstalten in Empfang genommen werden. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. Die Stammabschnitte der alten Reichsseifenkarten und Zusatzseifenkarten sind zurückzugeben. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten hinsichtlich Zahl und Gruppe nachzuprüfen. Spatere Beanstandungen sind zwecklos. III. Bei nicht terminmähiger Abholung der Karten wird eine Ordnungsgebühr erhoben. IV. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß Seifenkarten ohne Eintragung von Name und Wohnung des Bezugsberechtigten ungültig sind. V. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine nicht entgegengenommen. 40270 Gießen, den 27. September 1941. Der Oberbürgermeister. — Wirtschaftsamt. b) für Grundstücke auf . . b . « der Steuermehbeträge. Für fteuerbegünftigte Wohngebäude m land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ist die Grundsteuer nur mit 50 v. H. der sich hiernach errechnenden Steuerschuldigkeiten zu entrichten. Nervöses HerzT Bei Herzklopfen, Atembeschwerden, Angstgefühl, Herzbeklemmung und anderen leichten Herzleiden hatTole- dol-Herzsaft schon vielen die gewünschte Besserung ft. Stärkung deS Herzens gebracht u. einer Verschlimmerung vorgebeugt. Warum quälen Sie sich noch damit? Pckg.RM. 2.10 in Apotheken. Verlangen Sie kostenlose Aufklärungsschrift von Dr. Rentschler L Co., Laupheim 543 llllllllll » II ll li