5reitag,27.ZuniMl Annahme von Ameisen für bie Mittagsnummer biS8'/,Uhr des Vormittags Ameigen-Preiie: Anzeiaemeil 7 Rvk. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Dlengenftaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr 's'VM i $ big 3 ’M D e ans »8: If. Jahrgang llr. jgey • * W G Gießener Anzeiger ^^^1686Frankf?M. vrühlscheUniverfi1ätrdruckerei8.ra»ge General-Anzeiger für Oberhessen S4ri«He6eii,8$b ggek ,VARy liur foipf kaum 19 Monate nach dem ersten Angriff liv ifernen. Der neue Angriff der Sowjetunion auf JMI W Sowjetunion nach dem Frieden in Moskau in La,des zu zerstören und unser Volk ersklaven. i! Solschewistische Unaufrichtigkeit. In s wir im Winterkriege 1939/40 ohne militäri- Wzig auf Finnland getrieben hat, und deren Ziel >» mar, die Selbständigkeit unseres XE IN ■k Hilfe verblieben, waren wir gezwungen, am MMärz in den dunklen Stunden der Nacht mit 6tr Sowjetunion einen Frieden zu schließen, der ni dem mit großen Opfern erfolgreich durchge- ■ten Berteidigungskampf lähmend schwer er- sci.i. Aus den Friedensbedingungen konnten wir «gl ersehen, welche die innersten Absichten der . i Jpi jetunion beim Diktat waren. Die neue Grenze np uijpto |bu'>e so bestimmt, daß die B e r t e i d i g u n g s ° urUllvllv! rög lichkeiten Finnlands e i n für alle- liiik zerstört waren. Die Grenze wurde durch ■MM natürlichen Verteidigungslinien hindurchge- __„ 'Mn, und zwar so, daß das Wegenetz völlig zer- wurde. Die Sowjetunion schaffte sich im Frie- Mijjchluß eine strategisch vorteilhafte Ausgangs- iBflft- für den Fall eines neuen Angriffs- Bedrohung des Selbflbestimmungsrechts. Dimn wir Finnen auch schlimme Erfahrungen 1 Rü gemacht hatten, wie wenig ein von der Sow- Ä Uhr.lv, seburtZ' Wiegen. ' oie die serEnl. 'Uhingen hr. statt IL ____w i r'- 9e 5- «i 8>er hiermit nicht genug! Um Finnland vollstän- M wehrlos gegen den Angriff ihrer gewaltigen Mgsmacht zu machen, forderte die Sowjetunion f o als Seestützpunkt und den Bau der Ma la-Bahn. Sie begründete die Pachtung des Mi^punktes von Hanko damit, daß die Sowjetunion M S ch l ü s s e l st e l l u n g am Finnischen Meerbusen brauche, um die Sicherheit ihrer Wsen Hafenstadt Leningrad zu wahren. Die nach Hpn'o verlegten Streitkräfte weisen aber kaum aus Merdeine Marineverteidigungsaufgabe, sondern aus t ' Land an griff hin. Für einen Seestreit cht man weder große K a m p f w a g e n a b - Mn u n g en noch enorme E i s e n b ach n a r t i l - >Mr e. Die ganze Stteitkraft in Hanko ist Haupt- WM! ch im Hinblick auf einen schnellen 21 ng rtff iWLande zusammengesetzt. Hanko war eine direkt dem Herzen Finnlands gerichtete Pistole. Die Opferung des Baues der S a l l a - B a h n war ' Mowenig wie die Gebietsforderungen in Noro- ffinland in den Voroerhandlungsbedingungen, die stt innifchen Regierung überreicht wurden, enthülle. Die Salla-Bahn, durch die das finnische Eisen- Wmetz mit der M u r m a n b a h n verbunden wer- ollte, bedeutete offenbar, daß eine Angriffs- Wtung der Sowjetunion zur Verfügung gestellt fort-e. Die Drohung, die sich in dieser Forderung Mbirg, richtete sich auf ganz Rordskan d i - ■11 e n, war aber zunächst ein auf Finnland tief IIbeit Rücken gerichteter Dolch. Mti Zusammenhang mit den Friedensoerhano- wurde von der Sowjetunion als endgültige hl absolute Ansicht gemeldet, daß der geschloffene Irirag vollständig die Forderungen der Sowjet- Adi befriedige. Die Vertreter der Sowsetunion Herrn der Ansicht, daß er die Sicherheit Len in- Mat) s garantiere, zu deren Wahrung ja die Sow- $irion zu den Kriegshandlungen gegriffen hatte, kttfso versicherten die Unterhändler, daß der Frie- »siertrag die Sicherheit der Bahn nordöstlich vom o g a garantiere, die die Sowjetunion für ihre Mimdungen für wichtig hielt. Außerdem verstcher- :e; ine Unterhändler, daß die Art, in der Finnland pe inner- und außenpolitischen Angelegenheiten ■ teabe und entscheide, ganz seine eigene Sache sei 1 &HD wie es seine wirtschaftlichen Verhältnisse hi-. Die Sowjetunion habe hierfür kein Jnter- 1 e l s i n f i, 27. Juni. (DNB. Funkspruch.) Staats- Eiibent Risto Ryti hielt am Donnerstagabend ionischen Rundfunk andasfinnischeVolk I n|i=nbe Rede: Mitbürger! lnser friedliebendes Volk, das nun schon über ein jaJr alle seine Kräfte bis aufs äußerste angespannt 01 um das Land nach dem vorigen Krieg wieder m Blühen zu bringen, ist wieder das Ziel i ,, es rohen Angriffs geworden. Wieder „al ist derselbe Feind, der im Laufe der letzten y Jahre 90 Jahre lang in kurzen Zwischenzeiten - nr er wieder unser kleines Volk verheerend, zer- ^tternb und mordend angegriffen hat, i n , er Gebiet eingedrungen und hat mit tr>r Luftwaffe friedliche Mitbürger, hauptsächlich ; rnse, Frauen und Kinder, getötet und den Besitz Bücher Mitbürger zerstört. Gleich nachdem der Krieg zwischen Deutsch- tnd und der Sowjetunion ausgebrochen war, lurde unsere Grenze seitens der «owjetunion zahlreiche Male v e r - l l- ht, wogegen wir starken Protest erhoben, ker ohne irgendein Ergebnis. Seit gestern kben die Streitkräfte der Sowjetunion, ohne fh um Verträge zu kümmern, und ohne Ursche aus Befehl ihrer Regierung regelmäßige iusgedehnte Kriegshandlungen in £en Teilen unseres Landes unternommen und -ivohnheitsgemäh sie hauptsächlich auf ganz / rfene Ortschaften und friedliche Zivilbevöl- Irung gerichtet. jetunion gegebenes Wort oder ein Vertrag bedeuten, hatten wir doch erwartet, daß man in gewissem Grade und wenigstens eine Zeitlang daran festgehalten hätte. Aber wieder müssen wir unmittelbar erfahren, daß man sich nicht auf ein von der Sowjetunion gegebenes Wort verlassen kann. Ohne Beachtung dessen, daß man versprochen hatte, sich nicht in die Außenpolitik Finnlands einzumischen, stellte die Sowjetregierung Forderungen in bezug auf die Außenpolitik Finnlands auf. Nach den harten Kämpfen und den großen Verlusten und ohne die Stütze jeglicher Geldausrüstung war unser Land vollständig schutzlos gegen mögliche Angriffe der Sowjetunion. Um in irgendeiner Weise das Dasein zu sichern, strebte die finnische Regierung nach einer Diskussion, um eine Verteidigung der nordischen Lände r zu schaffen. Diese Diskussion wurde am selben Tage veröffentlicht, an dem der Frieden in Moskau geschlossen war. Als die Dokumente des Friedensvertrages im finnischen Reichstag am 21. 3. behandelt wurden, erhob die Sowjetunion einen scharfen Protest gegen diesen Plan mit der grundlosen Behauptung, daß er sich in Widerstreit mit dem Friedensvertrag befände. Wegen derselben außenpolitischen Frage mischte sich die Sowjetunion noch dreimal in drohendem Tone in unser Selbstbestimmungsrecht: am 27.9.1940, am Sel6- ständigkeitstag desselben Jahres, und danach noch am 18.12. Das geschah, obwohl der Verteidigungsbund damals nicht gegen jeden gerichtet, sondern nur bestrebt war, diese Brudervölker zu beschützen. EinmischungininnereAngelegenhetten und Spionage des Konsularkorps. Gegen alle internationalen Bräuche haben sich die sowjetischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Finnland auch in die inneren Angelegenheiten Finnlands eingern i s ch t u n d Spionagebetrieben und dabei sogar falsche Pässe und Namen gebraucht. Zu diesem Zweck ist das Personal der sowjetischen Vertretungen in ungeheurem Maß erweitert worden. In der Gesandtschaft in Helsinki gibt es 31 Personen, die dem diplomatischen Korps angehören, und 120 Personen als Hilfspersonal. Im Petsamoer Konsulat gibt es drei Konsuln und 21 Personen als Hilfspersonal, und im Konsulat Maarianhammina acht Konsuln und 30 andere Personen. Insgesamt standen im Dienst der sowjetrussischen Vertretungen also 52 Personen, die zum diplomatischen Konsularkorps gehörten, und 171 Personen als Hilfspersonal. Sowohl durch die Gesandlfchafl, als auch durch Mithilfe von finnischen Staatsbürgern, die gewillt waren, ihr Vaterland für die Silberlinge des Judas einzutauschen, ist die Sowjetunion rücksichtslos bestrebt gewesen, sich in die inneren Angelegenheiten Finnlands einzumischen. Durch die Unterstützung und Ankurbelung der revolutionären Tätigkeit der ^Gesellschaft für Freundschaft zwischen Finnland und der Sowjetunion", die von Moskau aus geleitet und angezettelt Einstimmigkeit im finnischen Reichstag. Helsinki, 26. Juni. (DRV.) Die staatliche Nachrichtenstelle gibt bekannt: „In der Plenarsitzung des Reichstages am Mittwoch gah der Staatsminister Rangelt über die Lage und die Umstände, die diese Lage geschaffen haben, einen Bericht. Der Staatsminister stellte fest, daß Finnland seil Mittwoch morgen Gegenstand von Angriffen der Sowjetunion ist und daß die Sowjetunion Kriegshandlungen gegen Finnland vornimmt. Aus diesem Grunde hat Finnland mit allen verfügbaren militärischen Mitteln Verteidigungsmaßnahmen getroffen. Rach der Erklärung des Staatsministers sprach der Reichstag der Regierung einstimmig sein Vertrauen aus." '.acnmei 'egelvh '4/ten 'romst Enore-S. M Kautokeino Salangei Kyrö $yväjärvi Katta!c> .Masselsk Ko'o-1 Rovanen Kiruna Bobins k*. *Kittita Kandataksk Koriaj, 1a tm berget Kolari Luiro Kuolojärvi Umba Porjus Tuulijäryi Over ko Hx• Rohjola Kuusamo Hapo_randc Kem! Taiva! U/eaborg Amse/e (alajoki Umea Vaasa amd Joensuu Karstu/a Suojarvi Kasko Pieksgmaki Merikorvta '! Micbel •ors, 7mi Honet Lahti' 'illmanstrani Ab o 1erikshami Alqn,ds J Salo rtkü: ■kenö: REVAL iatra- 'alle To*a Ladoga 'HisseIburg t Murmansk \Kota ■jsabm^^A ELado q a See H z Lovisg. Borga 'vala | Salmi ^LENINGRAD , Liters borg) lorwa /__ ELS »N kl ImandraSSee ’U+sjoki J Kirkeht Turtola Rovaniami Tanffa Vardö "A Vadsi „nizju, Xynto- S. Juscnkosersk Pyhöjärvt 'Jakobstod V 'y , Natosersk. 'OngeJsk. A'&SäJ-ßnderi Nurmosjy\e\\ *yv, Podansi Juuka _ ^^jorkö^Rajajok - Krons ^^^=Vaitolgthi r^MEiJcher-Hatbi ns Z/ MatowskB*°vT- - ■ Z/ • jS Gawn/owo Zyr Alexandrows™' %-Grigorjew\ e wnieni \ Andosero Puolanken yk ) ^Ulea-S. H Kernasosersk , B^Paltümo Z \Lun9Ul Igrietiamn^r- r=JKimito~ Mäni 1 Finnland und die Grenze Sowjelrußlands. (Karte: Scherl-Bilderdienst-M), wurde, versuchte die Sowjetunion, Finnland für eine ähnliche Entwicklung wie in den baltischen Staaten reif zu machen. Die Sowjetunion hat sogar den Versuch gemacht, sich in innere Personalange» legenheiten zu mischen. Die Agitation und Sabotage der Sowjetunion in Finnland wurde immer rücksichtsloser und aktiver. Jeden Finnen, den die Sowjets zu faffen bekommen haben, von den Kriegsgefangenen angefangen, hgt man versucht, anzürn e r b e n oder zu zwingen, um Spionage gegen Finnland z u treiben. Die sowjelrussische Agitation hat die Feindseligkeit gegen die finnische Regierung und die Regierungsbehörden geschürt. Sie ist bestrebt gewesen, den Bolschewismus und bolschewistisches Denken in Finnland zu verbreiten. Der letzte Beweis der in verschiedensten Zusammenhängen hervorgetretenen Anmaßung der Saw» jetunion ist der von amtlicher Stelle gemachte Antrag der Sowjetunion, eine Person, die seinerzeit im Zusammenhang mit einer der größten Spionage- geschichten in Finnland verurteilt wurde und jetzt ihre Freiheitsstrafe abbüßt, freizulassen, damit sie nach der Sowjetunion fahren düsfe. Immer neue Versuche politischer und militärischer Bevormundung. Die politischen und wirtschaftlichen Forderungen der Sowjetunion über den Friedensvertrag hinaus erstreckten sich auf viele Gebiete und wurden im Hinblick auf die Sicherheit Finnlands immer bedenklicher. Ich erwähne einige davon: Arn Johannisabend, dem 23. Juni v. I., nahm die Sowjetunion überraschend die Frage der A a [ a n s i n f ein auf, die nicht in den Friedens- bodingungen enthalten war. Als man zur Zurückweisung der neuen Forderungen sich auf diesen Um- stand berief, sagte der Außenminister Molotow zynisch, daß die Sowjetregierüng die Frage nach den Aalandsinseln nicht im Zusammenhang mit dem Friedensschluß aufgenommen habe, weil dies hätte hindernd auf die FriedensverHandlungen wirken können. Die Sowjetunion forderte jetzt, daß die Aalandsinseln entmilita« r i f i e r t werden sollten. Die dort befindlichen Verteidigungsanlagen sollten zerstört werden, und die Sowjetunion selbst sollte über diese Arbeit die Kontrolle haben. Durch diese Forderungen wollte sich die Sowjetunion deutlich die Gelegenheit reservieren, in einem günstigen > Augenblick mühelos die Aalandsinseln zu erobern. Zur selben Zeit, also vor einem Jahr, stellte die Sowjetunion ihre Forderung bezüglich der Nickelgruben in Petsamo auf. Sie begnügte sich nicht, einen Anteil an der Produktion des Bergwerkes zu fordern, sondern ihre Forderungen hatten ein direkt politisches Gepräge. Die Sowjetunion forderte, daß sie u. a. die Leitung der Gruben erhalten und den fünften Teil des Personals stellen könne. Die Verlegung einer solchen Menge Männer dorthin hätte bedeutet, daß die Sowzetunion faktisch auch einen militärischen Stützpunkt in Petsamo gehabt hätte. Bezeichnend für das doppelzüngige Dersah r en der Sowjetunion war, daß sie die Natur ihrer Forderungen den an dem Nickel von Petsamo intereffierten Großmächten ganz anders darstellte. Der einen erklärte sie, nur wirtschaftlich am Nickel interessiert zu sein, der anderen, daß die Sache ganz politisch sei. Eine Maßnahme, die sich auch auf das Petsamogebiet richtete. Die dritte bedenkliche Forderung berührte militärische Eisenbahntransporte durch finnisches Gebiet nach dem gepachteten Hanko. Diese Abmachungen waren auch nicht in dem Friedensvertrag vorgesehen. Die Gefährlichkeit der Transporte im Hinblick auf die Sicherheit unseres Landes und unser Selbstbestimmungsrecht war offenkundig. Auf diese Weise war die Sowjetunion auf verschiedene Art bestrebt, die politische und militärische Stellung Finnlands zu schwächen. Zur selben Zeit, als dies geschah, versuchte die Sowjetunion auf alle Weise, wirtschaftlich unser Wider st andsvermögen zu schwächen. Ohne jegliche Begründung forderte sie die 21uslieferung einer bedeutenden Menge unseres Eisenbahnmaterials. Ebenso forderte sie Entschädigung für den Besitz, der von den abgetretenen Gebieten wegtransportiert worden war oder von dem behauptet wurde, daß er zerstört sei, und erstreckte diese Forderung auch auf den Besitz, der von dem Pachtgebiet Hanko entfernt worden war, worauf sie auf feinen Fall Ansprüche haben konnte. Bezeichnend für diese Forderungen war, daß Entschädigungen auch für solche Maschinen gefordert wurden, die schon Jahre vordemKriegsausbruch aus den karelischen Jndustrieunternehmungen verkauft und wegttans- portiert worden waren. Sie waren augenscheinlich in den alten Listen der russischen Spionage, auf Grund deren die Entschädigungen gefordert wurden, notiert. Weiterhin forderte die Sowjetunion für sich die wertvolle StromschnelleDaullinkoski, die zweifellos ganz auf finnischem Gebiet liegt. Der Grund dieser Forderung war, daß die Finnen seinerzeit geplant hätten, diese Stromschnelle mit dem K r a f t w e rk Enso zu vereinen, das auf die russische Seite gekommen war. Auf diese Weise erstrebte die Sowjetunion durch fortgesetzten Druck ihre Stellung zu stärken und ihren Einfluß in Finnland auszudehnen und unsere bereits schwache wirtschaftliche Stellung noch mehr 31; schwächen. In zahllosen Fällen waren wir gezwimi oen, den Forderungen nachzugeben, in anderen Fällen waren die Verhandlungen bei Kriegsausbruch noch im Gange. Zurückweisung aller Verständigungsbemühungen. Gewohnt, an einem gegebenen Wort festzuhalten, wollte das finnische Volk den Vertrag erfüllen, den wir in Moskau abschliehen mußten. Wir kamen füll überein und erklärten es unzählige Male offiziell, daß wir die Verluste, die durch die Abtretung Kareliens verursacht wurden, durch heimische Erneuerungen innerhalb unserer Grenzen wieder- erobern wollten. Durch kalte Ueberlegung kamen wir zu dieser Erkenntnis. Der Gedanke an Rache ist uns nicht gekommen und hat unsere Handlungen nicht geleitet. Don finnischer Seite versuchte man, das Unrecht und die Demütigungen zu vergessen, obwohl die Wunden des Angriffskrieges, den die Sowjetunion gegen alle Forderungen des internationalen Rechts und der Moral angefangen hatte, noch im Herzen des Volkes schmerzten. Unser Ausgangspunkt war, daß das Verhältnis zur Sowjetunion geordnet werden mußte, da wir nun einmal in diesem Teil der Erde in unmittelbarer Nachbarschaft mit Rußland wohnen. Wir wollten wieder, ungeachtet des Geschehens, einen bleibenden Frieden mit der Sowjetunion qufbauen. Dieser Friedenswille wurde das eine Mal nach dem anderen auf die Probe gestellt, wie man aus den ständigen Forderungen, die ich vorhin nannte, ersehen kann. SasZielderSowjetpoMVemichlungIinnlands Um unseren Friedenswillen zu zeigen und in der Hoffnung, daß wir durch Erfüllung der Forderungen die Sowjetunion endlich befriedigen oder einen offenen Konflikt vermeiden könnten und damit die Beziehungen festigten, haben wir großes Entae- genkommen gezeigt. Aber wir beschränkten uns bei dem Aufbau der Beziehungen nicht nur auf eine passive Nachgiebigkeit, wir strebten auch darnach, aktiv die Beziehungen zu beleben. Auf den verschiedensten Gebieten griffen wir nach einem Austausch. Um Kulturbeziehungen zu schaffen und zu pflegen, wurde auch eine Gesellschaft gegründet, „Der Ostsee-Kreis". Die Initiative dieses Kreises sowie alle anderen von privater Seite her gemach, ten Versuche wurden von der Sowjetunion zurückgewiesen. Auf dieselbe Weise verhielt sich die Sowjetunion zu den offiziellen Annäherungsbestrebungen der Regierung. Die. gründliche Darstellung der Kommission, die zur Förderung der Kulturbeziehungen zwischen Finnland und der Sowjetunion vom Unterrichtsministerium ernannt war, fand keinen Anklang in der Sowjetunion, die nicht einmal den finnischen Unterrichtsminister, der über die Entwicklung der Kulturbeziehungen verhandeln wollte, empfing. Auf Grund des Dargestellen stehl man deutlich die Richtung der Bestrebungen der Sowjetunion mit Bezug auf uns. Die Selbständigkeit Finnlands sollte vernichtet werden, entweder auf dem Wege der inneren Umwälzungen und Schwierigkeiten, oder durch Gewalt, durch die Eroberung des Landes. Als der Weg der inneren Revolution sich zu verschließen schien infolge der starken Freiheitsliebe unseres Volkes und infolge feiner Einigkeit, beschloß die Sowjetunion, den Weg der äußeren Gewalt einzuschlagen. In dieser Absicht forderte der Haupt- und Außenkommissar der Sowjetunion, Molotow, in den Verhandlungen in Berlin am 12. und 13. November 1940 — also nur sieben Monate nach dem Frieden in Moskau — von Deutschland freie Hand, seine Rechnung mit Finnland abschließen zu können und dieses Land zu liquidieren. Wir sind dem deutschen Führer zu tiefstem Dank verpflichtet dafür, daß er sich damals enl- schlosfen hal, sich den Forderungen der Sowjetunion zu widersehen. Seit dem Ausbruch des Großmächtekrieges hat man deutlich feststellen können, welches die Bestrebungen der Sowjetunion und ihre Einstellung zu diesem Krieae sind. Die Sowjetunion sah gern denBeginn des Krieges, und sie hat die ganze Zeit danach gestrebt, den Kriea zu verlängern und zu erweitern, so daß die europäischen Völker, und wenn möglich, auch außereuropäische, hierdurch moralisch und materiell geschwächt würden, ihre Widerstandskraft verringert und sie auf diese Weise eine leichte Beute für die imperialistischen Bestrebungen der Sowjetunion geworden wären. Rücksichtslos Hal die Sowjetunion die Situationen ausgenüht, und fo geriet Finnland, als der Großmächtekampf an den verschiedenen Fronten raste, in einen einsamen Kampf gegen die fowjetrussifche Uebermacht. Wir hassen nicht die Völker der Sowjetunion, aber wir kleiden uns auch nicht in Trauer, wenn Molotow und mit ihm die verantwortlichen Kreise für die fowjetruffifche Politik jetzt ihrem eigenen Schachspiel zum Opfer fallen. Da die Sowjetunion im Zusammenhang mit dem Kampf zwischen Deutschland und der Sowjetunion jetzt durch den Angriff auf unser friedliches Volk die Kklegshand- lungen auch auf finnisches Gebiet ausgedehnt hat, ist es unsere Pflicht, uns zu verteidigen. Und wir tun es entschlossen und einig mit allen uns zu Gebote stehenden moralischen und militärischen Mitteln. Unsere Möglichkeiten, erfolgreich aus diesem zweiten Verteidigungskampf hervorzugehen, sind diesmal ganz andere als zuletzt, als wir einsam gegen den Druck des großen Riesen standen. Vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer. Das heutige Großdeutfchland unter der Leitung seines genialen Führers Hitler kämpft erfolgreich an unserer Seite gegen die uns schon bekannten Streitkräfte der Sowjetunion. Außerdem haben einige andere Völker Kriegshandlungen gegen die Sowjetunion begonnen, so daß sich eine einheitliche Front vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer gebildet hat. Die Sowjetunion kann uns demnach nicht die erdrückende Uebermacht entgegenstellen, die letztes Mal unseren Verteidigungskampf hoffnungslos machte. Jetzt hat die Sowjetunion einen zahlenmäßig gleichgestellten Gegner, wodurch das Gelingen unseres eigenen Verteidigungskampfes sicher ist. Unsere gestählte Wehrmacht kämpft ebenso mutig und aufopfernd, aber besser bewaffnet als im letzten Krieg, für die Freiheit unseres Landes, für den Lebensraum unseres Volkes, den Glauben unserer Väter und unsere freie Gesellschaftsordnung. Unser Vertrauen zu unserer Wehrmacht und ihren Feld- marschall Mannerheim ist unbedingt. Mitbürger! Die Jahrhunderte haben bewiesen, daß an dem Platz, auf den uns das Schicksal gestellt hat, fein bleibender Friede zu erreichen ist. Der Druck des Ostens stehl uns immer entgegen. Um diesen Druck leichter zu machen, um die ewige Bedrohung zu vernichten, um den kommenden Generationen ein glückliches und friedliches Leben zu sichern, kämpfen wir unseren Verteidigungskampf. Und mir haben dieses Mal viel bessere Möglichkeiten des Erfolges als je früher. Der die Geschichte lenkende Gott sei.mit uns und weise uns den Weg. ♦ Finnland diesmal nicht allein. Es wird niemanden in Deutschland geben, der die in ihrer unparteiischen Schlichtheit so besonders eindrucksvolle Anklagerede des finnischen Staatspräsidenten R y t i gegen die Erpressungspolitik der bolschewistischen Verbrecher nicht mit tiefster Erschütterung zur Kenntnis nimmt. Ein kleines friedliches Bauernvolk sollte nach dem Willen der moskowitischen Machthaber kaltherzig „liqui- diert" werden, nur weil es gewagt hatte, in einem übermenschlichen Heldenkampf seine Heimat gegen einen brutalen Ueberfall zu verteidigen und dann den fortgesetzten weiteren Erpressungen der Sowjets Widerstand zu leisten. Die niederträchtigen Methoden des ständigen Druckes und Der fortschreitenden Vergewaltigung denen Finnland im letzten Jahr ausgesetzt war, enthüllen der Welt wieder einmal das wahre Wesen des blutgierigen und gewalttätigen Bolschewismus, derselben Teufelsfratze, die schon in fast allen Ländern Deutschlands drohend ihr Haupt erhoben hat. Deshalb wird der mutige Entschluß des tapferen finnischen Volkes, zum zweitenmal in Jahresfrist die Waffen zur Verteidigung seines Heimatbodens gegen die bolschewistische Barbarei zu erheben, von allen Völkern Europas und darüber hinaus der ganzen Welt — soweit sie nock einen Funken nationaler Selbstachtung und völkischen Lebenswillens besitzen — mit der ro ä r m ft e n Sympathie ausgenommen werden. Finnland steht, wie Präsident R y t i mit Recht betonte, diesmal in seinem Kampf nicht allein. Reben anderen nationalgesinnten Völkern hat auch Deutschland aus der gleichen Erkenntnis ber g e g e n das Leben Europas gerichteten bolschewistischen Gefahr zum Zwecke der Selbsterhaltung zu ben Waffen gegriffen. Wie richtig dieser Entschluß war, zeigt das erschütternde Schicksal des finnischen Volkes, für das auch England, das sich heute in feinem blinden Haß gegen das deutsche Volk mit den geschworenen Feinden aller Kultur verbindet, noch vor gar nicht langer Zeit Mitleidsphrasen heuchelte. Deutschlands Kampf richtet sich nicht gegen die von der Moskauer Verbrecherclique terrorisierten Völker der Sowjetunion, sondern ausschließlich gegen ihre bolschewistischen Verbrecher. Es kämpft damit den Kampf aller ehrlieben- den Nationen gegen das Regime organisierten Verbrechertums, das auch die Rede des finnischen Staatspräsidenten vor aller Welt so treffend iy seiner ganzen Niedertracht blohgestellt hat. OasEchobeimsinnischenBott. Helsinki, 27. Juni. (Europgpreß.) Die finnt» sche Presse betont in ihren Ausführungen, daß, ob- wohl der Krieg noch nicht erklärt fei, sich Finnland tatsächlich mit Sowjetrußland im Kriege befände. „K a u p p a l e h t i" schreibt: „Rußland hat seine Kriegsoperationen gegen Finnland begonnen. Man weiß jetzt, was Sowjetrußland nach dem Friedensschluß Finnland gegenüber geplant und daß nur die deutsche Intervention die Durchführung dieser Pläne vereitelt hat. Es besteht fein Zweifel darüber, daß der jetzt begonnene Krieg zum Zusammenbruch der Sowjetmacht und der vollstän- bigen Auflösung des Sowjetsystems führen wird. Dies wird und muß das Schicksal der Sowjettyrannei sein. Finnland wird sich jetzt ebenso tapfer für seine Freiheit und Unantaftbarfeit fchlagen wie 1939/40. Die Armee, die unsere Grenzen schützt, besteht aus denselben ftahlharten Männern, die durch ihre Tapferfeit im letzten Krieg großen Ruhm erworben habe». Der Krieg gegen die Bolschewisten wird uns endlich den wirk- lichen Frieden geben, und diesen Frieden zu gewinnen, ist unser Ziel. „I l t a - S a n o ma t" führt aus: „Die Angriffe, die gestern und heute die sowjetrussische Luftwaffe gegen uns unternommen hat, zeigen, welche Absichten Sowjetrußland uns gegenüber im Schilde führt." Das Blatt schreibt weiter, die finnische Armee werde diesmal im Verband mit der ruhmreichen deutschen Armee fämpfen und der Kampf jedes deutschen Soldaten sei zugleich auch ein Kampf für Finnland. Die alte deutsch-finnische Waffenbrüderschaft sei zu neuem Leben erwacht. ’ Moskaus Wühlereien auf dem Balkan. Agram, 26. Juni. (DM8.) lieber die hetzerische Agententätigkeit, mit der M o s k a u seit langem den Balkan zu zersetzen versuchte, werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Sv haben Agramer K o m m u n i ft e n Flugblätter verteilt, die für ein Zusammengehen mit Sowjetrußland werben sollten. Auch in Bulgarien sind weitere sowjetrussische Wühlarbeiten aufgedeckt worden. Hier hatte man unter Führung eines zu fünf Jahren Kerker Verurteilten eine bolschewistische Organisation unter Schülern höherer Gymnasialklassen und Jung- bauern geschaffen. Eines der führenden Mitglieder gehörte im spanischen Bürgerkrieg dem Komitee an, das Freiwillige für die Rote Armee ward und nach Spanien sandte. Sowjelrußland wird gegen Deutschland Wen K Bereits Anfang Mai provokatorische Kriegshetze in Moskau. p 31 feierlich bekräftigte Verträge verbunden war. läßt die Ankündigung des Kampfes „auf wieder Dabei Gefühl beseelt. Aber diesmal führt Finnland sei,' nen Kampf nicht allein. Unter Deutschlands rung kämpft es zusammen mit anderen europäisch« der beiden jüdischen Internationalen hergestellt. Ein bemerkenswertes Geständnis. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Ein bemerkens^ eindeutiges, wenn auch unfreiwilliges (Seftänbnis der schon seit Monaten bestehenden «nget Zusammenarbeit zwischen Moskau und Lon, i> o n bringt der Sender Boston (USA.), der in mz> Uscher Sprache über Kurzwelle sich wie folgt aus. läßt: „Nachrichten aus London bringen Einzehej, ten über die britische Mission, die sich lenv nächst nach Moskau begeben wird. Es wird dir größte sein, die je in ein fremdes Land gesW worden ist. Die Churchill-Regierung hat tüf( schon seit Monaten vorbereitet? Ä DOn ? Mide & Wn Parte M Leben ° fer wichtigst MM; :ittn Statin- feindlichem Boden" die £) f f e n f i ü a b f i djte? der bolschewistischen Verräter mit brutaler Offens erkennen. Bezeichnend in dieser Hetzrede ist auch bii verlogene Behauptung von den anzc' lichen Weltherrschaftsplänen Deutschla^ Dieselbe infame Verleumdung hört man auch innig wieder aus dem Munde der plutokratischen Krieg» Hetzer diesseits und jenseits des Atlantik. Also auij in der Lügenhetze ist bereits die Einkeitsfcv« Weichste ! i Weich Ein des W fj ebenfalls 2 Wed des 0 /der WS h racharjew H derbem ii te Lorsihende p Zlellvertr IMimissar Mngreß 1941 erc ..Jit folger ' 5. Semi N L. D N. M. K i|li, den M. B. ' lieh den Verbände« i»|fi. Als Jenlraltor knutsch •M 2. M. ' tik die Die „Gefahr aus -em Osten" Eine amtliche Erklärung der dänischen Regierung. e unverhi eten Pa; ißsten oen «i der Ukr ee und do lfn allen dahat. Versetzung, deren Ergebnis entscheidend dazu betragen wird, die Länder Europas vor einer Lus' lösung der inneren Ordnung zu bewahren, befiel ein gemeinsames europäisches Interesse. Wenn Dänemark auch nach wie vor an der Irk gerischen Auseinandersetzung nicht teilnimmt, fi kann ihm aus diesem gemeinsameck europäisches Interesse heraus doch die Entwicklung keinesirep gleichgültig sein. Durch die Z u r ü rf b e r u f iinj! der dänischen Gesandtschaft in Mrs-; kau hat diese Erkenntnis ihren Ausdruck gefunlen Die Beziehungen zwischen Dänemark und btf Sowjetunion sind damit abgebrochen. seines E efoi zu falle' Mins m lommenoi ijhir $1' , M 3" L und luae Expeditionskorps derLialiemr gegen die Bolschewisten Rom, 26. Juni. (DNB.) Am Donnerstag i sichtigte der Duce in einer Stadt der Po-Ebr die erste motorisierte Division des Expedition korps, das an die sowjetrussische Froutl abrücken soll. In Begleitung des Duce befand sich der deutsche Militärattache General von Rin telen, der Chef des Generalstabs General ®o vallero, der Chef des Generalftabs der Lu roaffe General Pricolo und Parteisekretär 6( r e n a. In einer Ansprache an die Division hob der Diki hervor, daß die Soldaten einem Geschehnis at doch der Faschismus als erster den Krieg gegen den Bolschewismus begonnen und führt ihn nun feit 23 Jahren. Er führte ihn in Italien und in Spanien, aber auch in der Welt, wo immer der Bolschewismus den Weg des Faschismus kreuzte. Der Faschismus hat den Kampf gegen den Bolschewismus feit jeher als eine Notwendigkeit empfunden, um welche früher oder später die jungen Völker nicht h jnw egge kommen wären. Man sagt in Italien, England sei aus Europa verjagt, nun gelte es, auch den Bolschewismus aus Europa zu vertreiben. Die ideologischen Gegensäke zwischen den Achsenmächten und dem bolschewistischen Rußland haben, so erklärt man in Italien, seit jeher bestanden. Den Anlaß zu dem gegenwärtigen Kampf habe aber der zwischen Rußland und England besprochene Plan eines Angriffs auf die Achsenmächte gegeben. Die Beweggründe gingen klar aus den unwiderlegbaren Beweisen hervor, die Berlin gegeben habe. In politischen Kreisen Roms erklärte man, das Ereignis müsse im Zusammenhang mit der Aufbaupolitik der Achse zur Schaffung eines neuen und gesünderen Europas gewertet werden, dessen Frieden auf Gerechtigkeit gegründet fei. Die Völkerschaften Rußlands würden durch eine barbarische Staatsführung geknechtet; es gäbe in der Geschichte kein Beispiel für eine solche Unterjochung. Nun habe das deutsche Heer gemeinsam mit den Heeren zweier kleiner Völker das Befreiungswerk begonnen. Italien stehe, getreu seiner faschistischen Tradition, in dieser neuen Phase des in Europa geführten Krieges in erster Linie. Der Krieg der Achse und ihrer Verbündeten werde nicht gegen das russische Volk geführt, sondern gegen die Streitmacht des Bolschewismus, des Unterdrückers und Vernichters Rußlands. Der Kampf gelte auch der Befreiung der vom Bolschewismus unterdrückten Völker: der Weißrussen, ber Ukrainer, der Völker der Baltischen Staaten und vieler anderer. Die diplomatische Geschichte der Sowjets ist seit den Zeiten von Gens eine dichte Serie von Wider- sprächen, Ränken und Doppelspiel. Es werde London, so erklärte man in Pom, schwer fallen, Verständnis bei dem Konflikt fernstehenden Völkern dafür zu finden, daß nun ein Staat mit bolschewistischer Ideologie mit England eine fo enge Interes seng e rn ei ns cha ft habe. Der deutsche Gegenangriff, der dem bolschewistischen Einfall vorbeugen sollte, werde die Billigung aller Kulturvölker finden, denn nun sähen sie, daß der kommunistischen Gefahr die Spitze geboten werde. Van vielen Seiten ist, so erklärt man in Italien, den Völkern vorausgesagt worden, daß nach allen Kriegsanstrengungen der Bolschewismus als tragischer Epilog folgen werde. Diese Gefahr ist nun beseitigt. Wenn Churchill in seiner Agitationsrede behauptete, nun sehe er den russischen Soldaten als Verteidiger feiner Felder, die feine Väter im Schweiße ihres Angesichts bebaut haben, als Verteidiger seines Hauses, in dem feine Gattin und feine Mutter um Errettung beteten, so müsse man doch fragen: „Wem gehören denn die Felder, deren Eigentümer von den Bolschewisten ermordet und beraubt worden waren?" Zu welchem Gott beteten denn seine Mutter und seine Gattin, wenn nicht zu dem Christengott, denen ihnen der Bolschewismus mit allen Mitteln zu rauben suchte, und zu dem sie nur insgeheim beten können, daß er sie von den Mördern der GPU. befreie. England müsse freilich, um den Kamps fortsetzen zu können, den neuen Verbündeten nehmen, möge auch Herr Churchill betonen, daß niemand m den letzten 25 Jahren em unentwegterer Gegner des Kommunismus gewesen sei als er selbst. England habe üotnjetunio öling im 8,des gar yijolgenbe ‘‘slommiffar ■ $°* «• JtQgan „l.des Re 1'M Mer {r AM Kontrolle Re $.uNani 7er nenn S Wues, be SS JSn Orq daß 2 veil er ’Snten Ä L «ich/ der Kampf nach Sowjetrußlands e rn tul; tem Angriff auf Finnland wieder aufgel nommen ist, wird das dänische Volk von demseüch B*U * [(jillt f1' W?«»1 r. n Cm”1 fe tzs W. hi» Ä $f*J WN Me Toast auf König Georg und Siali« Genf, 26. Juni. (DNB.) Bei einem Essen britischen Verteidigungsausschusses, so wird aus b don berichtet, brachte der Vorsitzende, M Nathan, einen Toast auf den König ij einen Toast auf Stalin aus. Der anwese v Sowjetbotschafter Maisky bedankte sich für ® Art, in der die Anwesenden den Toast aufnahin^ Abreise der Amerikaner aus der Sowjetunion. Rom, 26. Juni. (Suropaprefj.) Das Sto°E bepartement in Washington hat, wie „Laooro .M scista" von dort meidet, mitgeteilt, es habe für »• Abreise einiger hundert Nordamerika»'' scher Staatsbürger aus Sowjetriil land gesorgt, die bisher dort gelebt hätten. Neuyork, 27. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Agentur Ins, der die Verantwortung für diese sensationelle Enthüllung überlassen werden muß, berichtet aus Bern, daß Stalin bereits am 6. M a i 19 41 (!) in einer Rede vor den Abiturienten der Sowjet-Militärakademie erklärt habe, Sowjet- rußland werde gegen Deutschland kämpfen müssen. Die wichtigste Stelle der Rede, die bezeichnenderweise nicht veröffentlicht wurde, habe gelautet: „Unsere ruhmreiche Armee muß jeden Tag gefaßt sein, gegen das faschistische Deutschland zu kämpfen, und zwar auf feindlichem Boden. Solange Hitler sich mit der Beseitigung der Ungerechtigkeiten von Versailles befaßte, konnten wir Deutschland unterstützen. Jetzt erstrebt Hitler die Weltherrschaft. Wir können das nicht dulden. Wir werden bis zum letzten gegen Deutschland kämpfe en." Es ist ein neuer eindeutiger Beweis für die H i n- terhältigkeit der bolschewistischen Machthaber, wenn der anerkannte Lenker der Sowjetpolitik i n s» geheim kriegshetzerische Reden gegen einen Staat hält, mit dem sein Land durch immer Mächten für die Verteidigung einer Gt- sellschaftsordnung auf dem Bodenbei europäischen Kultur. An dieser Auseiim, Kopenhagen, 26. Juni. (DNB.) Die däni- sche Regierung hat durch eine am Donnerstagabend veröffentlichte Erklärung zu der großen Auseinandersetzung im Osten wie folgt amtlich Stellung genommen: Mit dem Krieg, der zwischen Deutschland und der Sowjetunion ausgebrochen ist, ist die große kriegerische Auseinandersetzung in Europa in eine neue Phase eingetreten, die die Aufmerksamkeit Dänemarks in einem ganz besonderen Grade beanspruchen muß, denn Deutschland hat nunmehr im Osten seine Waffen gegen eine Macht ge- richtet, die durch Jahre hindurch eine Bedrohung ber Wohlfahrt und des Gedeihens der nordischen Staaten bedeutete. Daß im Norden die Front vor einer Gefahr aus dem Osten keineswegs unbegründet war, zeigt der Angriff, den die Sowjetunion Ende 1939 gegen Finnland unternahm, dessen heldenmütige Verteidigung in einem ungleichen Kampf hier im Lande eine Welle von Sympathie für unsere kämpfenden Brüder im Norden ausgelöst hat. Jetzt, da (chMechlis i to für Vol eines jvicyen Vunoesgenoyen. ■■vslaaisfonh ■" i« Zentral nerte an die schweren Verluste, die die deutsch Kameraden bereits den sowjetrussischen Horden b gebracht haben. Mussolini gab zum Schluß fein Ueberzeugung Ausdruck, daß die italienischen baten in jeder Lage und gegen jeden Feind neu Ruhm an ihre Waffen heften werden. Oer Wunsch des spanischen Bottes. Madrid, 26. Juni. (DNB.) Der Chef des plomatifchen Kabinetts des Außenministeriums klärte vor spanischen und ausländischen Press tretern am Donnerstag, daß seit Beginn des Ali griffe auf Sowjetrußland eine unu brochene Flut von Briefen und Telegrammen h Außenministerium einläuft mit der Bitte, *c Kampf gegen d i e Sowjets teilnehnii zu dürfen. Falangistenführer aus allen Provinz ehemalige Frontkämpfer, ehemalige Gefangene Kommunisten-Horden in Spanien, Angehörige falangistischen Jugendvereine, wünschten sich ii11 Rettung der Zivilisation zur VersüD zu stellen. Ganz Spanien billige aus ganzem W zen die Worte des Außenministers gegen Mos! und bitte um die Gelegenheit, zusammen mit ii deutschen Soldaten unter dem glorreichen Na des Alcazar, des Ebro oder Madrids Rache n seine Gefallenen nehmen zu dürfen. D' völlige Zustimmung habe bei der Regierung nughiung ausgelöst, und es erübrige sich festzustell! daß die Regierung geschlossen hinter den des Außenministers vom 24. Juni stehe. W Bastion des Judentums Für die Befreiung der Menschheit.! Dänemarks neuer Gesandter in Berlin II. Vyn Wolfgang Fehrmann. Als der Außenminister der Sowjetunion F i n - tüjlll impf mit Palliativ-Cream Erhältlich in Apotheken und Drogerien zu JL 1.10, 0.55 und 0.30 2724 V zu zu feindlichen Bomben« eine Blenheim abge- italienische und deut« von Marsa Luch, Mittelmeer mit einem verband ins Gefecht, wobei schossen wurde. In Nordafrika haben Zahlreiche Grenzschlachten zu unseren Gunsten entschieden leistet Palliativ-Cream sehr gute Dienste PALLIATIV CREAM hilft! Wir schwiegen zu diesem Vorgang, ja wir schwiegen zwei Jahre aus nüchternen Gründen staats- lolitischer Notwendigkeit, die jedoch in keinem suqenblick die Aufgabe weltanschaulicher Erkenntnisse bedeutet hat, und ohne in dieser Zeit unsere röbachtende Aufmerksamkeit auch nur im geringen einzuschränken. iberragende Einfluß des Judentums im bolsche- kistischen Partei- und Staatsapparat, sowie im ge- cmten Leben aufgezeigt. Der wichtigste Mann ist nach wie vor Lazar iudentums in der Sowjetunion unterrichtet nun sne kommende Publikation der Antikomintern ^tioneller Wandel in der gesamten Sowjetpolitik nzudeuten. Es fehlte nicht an Deutungen, die hier- L xjng Abwendung von den Plutokratien, ja eine Einengung oder gar Ausschaltung der jüdischen ""* i in der Sowjetunion sehen wollten. g, 1941). In dieser Veröffentlichung, die sich auf cnge und lückenlose Beobachtungen stützt, wird an Litauer, die von den Sowjets zum Heeresdienst gepreßt wurden. Diese Litauer waren von den Sowjets zum Heeresdienst in der Sowjetarmee gezwungen worden. Bei der ersten Gelegenheit liefen sie über die Feuerlinie zu den deutschen Truppen über. Nun werden sie verhört. — (PK.-Vorpahl. — Scherl-M.) Oer italienische Bericht. Rom, 26. Juni. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: In der Nacht zum 26. Juni wurden die Flug« Häfen von Malta bombardiert. In Luftkämpfen im Luftraum der Insel zwischen unseren und feindlichen Jägern wurden drei englische Maschinen abgeschofsen. Unsere Jagdflugzeuge kamen im mittleren or einer 5 wahren, das bewährte Hausmitteibei: Hautausschlägen, Verbrennungen, Ätzwunden, Wundgehen, bei rauher, rissiger Haut und ähnl. Hautschäden Auch In der Säuglingspflege beruht ft Mi Vormarsch an brennenden Häusern vorbei. Wo die Sowjetrussen sich in Häusern einzunisten versuchten, um von dort aus unsere Truppen hprnmnfen gab es keine andere Möglichkeit, als solche Widerstandsnester auszurauchern und b Pi ' 9 zerstören. — (PK.-Tannenberg. — Scherl-M.) 'ruck gefeit i emar? un)| d)en. Oer Wehrmachtbericht Aus dem Führerhauptquartler, 26. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten wurden auch gestern die Operationen zu Lande und in der Luft planmäßig fortgesetzt. Nachdem die Entscheidungen in zahlreichen Grenzschlachten zu unseren Gunsten gefallen sind, zeichnen sich operative Erfolge großen Ausmaßes ab. Während Einheiten der Kriegsmarine am Kampfe gegen die Sowjetunion teilnehmen, wird der Kampf gegen Großbritannien mit Erfolg fortgesetzt. Unterseeboote griffen lm Nordatlantik auf den Schiffahrtswegen zur britischen Insel Geleilzüge an, die durch eine größere Zahl von Zerstörern stark gesichert waren. Weitere Angriffe richteten sich gegen einzeln fahrende Schiffe. Insgesamt wurden acht feindliche Handelsschiffe mit zusammen 48 800 BET. versenkt. Der Schwere Kreuzer „Admiral Scheer" ist unter dem Kommando des Kapitäns zur See Krancke nach langer, erfolgreicher Unternehmung lm Nord - und Südatlantik in einen deutschen Stützpunkt zurückgekehrt. Er hat dabei, wie schon früher bekanntgegeben, insgesamt 152000 BEI., darunter einen ganzen Geleitzug von 86000 BEI., versenkt. Der Hilfskreuzer „Pinguin", der zur Störung des feindlichen Handels in auherheimischen Gewässern eingesetzt war, ging im Indischen Ozean lm Gefecht mit dem weit überlegenen britischen Schweren Kreuzer „Cornwall" verloren. Der Kommandant und der größte Teil der Besatzung fanden nach heldenmütigem Kampf den Tod. Ein Teil geriet in Gefangenschaft. Der Kreuzer „Cornwall" wurde beschädigt. In monatelanger Unternehmung hat dieser Hilfskreuzer unter dem Kommando des Kapitäns zur See Kräder den Atlantik und Indischen Ozean durchstreift und über 140000 BET. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt und eine große Anzahl von Handelsschiffen mit wertvoller Ladung aufgebracht, die inzwischen in deutschen Stützpunkten eingetroffen sind. Insgesamt führte diese ruhmvolle und erfolgreiche Kreuzerfahrt zum Verlust von fast 200 000 BET. feindlichen Handelsschiffsraumes. Im Kampf gegen die britischen Zufuhren versenkte die Luftwaffe vor der englischen Off - küste ein Handelsschiff von 1500 BET. und erzielte Bombentreffer auf einem zweiten großen Frachtschiff. Britische Kampf- und Iagdfliegerverbande er griffen. In Ostofriko unternahm der Feind zwei heftige Angriffe gegen unsere Besatzung von D e • bra Tabor, die sofort abgewiesen wurden. Im westlichen Gebiet von Galla und S i d a m o haben unsere wohlgelungenen Gegenangriffe den Gegner zu einer Verminderung seines Druckes ge« zwungen. Einstimmig ratifiziert. Der deutsch-türkische Freundschaftsvertrag. Ankara, 26. Juni. (DNB.) Der türkisch- deutsche Freundschaftsvertrag wurde am Mittwoch durch die Große Nationalversammlung von 308 anwesenden Abgeordneten ein ft im« mig ratifiziert. Oie Briten sollen die Türkei verlassen. Rom, 27. Juni. (Europapreß.) Das britische Generalkonsulat in Istanbul hat allen britischen Staatsbürgern den Rat erteilt, Istanbul zu verlassen und nach Aegypten überzusiedeln. Der größte Teil der in Istanbul lebenden Engländer ist zusammen mit denen, die vom Balkan her nach Istanbul geflohen waren, bereits im Laufe des Monats abgereift. lift J > -s 7(iM M er llhel^ ninifierQ * E3 icginn N5 A fr eine ’M illenM SefarJ Ange« schien M »'S id- ?'j'J u burM ter Wl i M Der zum Königlich Dänischen Gesandten in Berlin ernannte bisherige Direktor des dänischen Außenministeriums, Otto Karl Mohr, traf am Mittwochabend in der Reichshauptstadt ein. Er wurde auf dem Stettiner Bahnhof durch den Gesandten Freiherrn von Grundherr begrüßt. — Unser Bild zeigt von links nach rechts die Gattin des Gesandten, Frau Mohr, den deutschen Gesandten Frei- Herrn von Grundherr vom Auswärtigen Amt und Legationsrat Peter-Pirkhan bei ihrer Ankunft. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ■5 -i- h p? ,r Moissejewitsch Kaganowitsch, der seit vielen 1 europü re »0 Erwarteten wir schon von vornherein keine Handlung weltanschaulicher Art, so gaben uns un- re Beobachtungen in kurzer Zeit die konkreten Beweismittel dafür in die Hand, daß Moskau die ssitschlosfenste Bastion des Judentums und Bun- Issgenofse der jüdisch-angelsächsischen Plutokratie -lieb. Kurze Zeit nach dem Freundschaftspakt ind das — und damit die Zwiespältigkeit der 5owjetmachthaber — seinen betonten Ausdruck bar- i, daß Finkelstein an wichtigster Stelle, nämlich im Zentralkomitee der KPdSU, als Leiter der außenpolitischen Abteilung auftrat. Seitdem hat das Judentum nicht nur keine Min- leiung seiner Macht, sondern eine genaue registrierte Verstärkung erfahren, während Moskau sich in Schatten der Verträge rüstete, Deutschland wäh- ^nd seines Existenzkampfes verräterisch in den ^^q^unbertsätze von vierzig, fünfzig ja neunzig lluf eine Gestalt fei aber noch besonbers aufmerk- sam gemacht. Es ist bas die Frau des Volkskommissars für Auswärtige Angelegenheiten, Molotow: >2 ch e m t ch u ch i n a , bie selbst lange Zeit als Stellvertreterin des Volkskommissars für Nahrungsin- ouftrie eine hohe Stellung bekleidete. Die Schemtchu- chma ist eine geborene Karp; sie stammt aus der bekannten jüdischen Waffenlieferantenfamilie dieses Namens. Sie ist verwandt mit den amerikanischen Fmanzjuden Earp und hat enge alte Beziehungen 3u ben Mischen Neuyorker Bankhäusern Jakob Schiff, Warburg unb Kahn. Von hier läuft ber .private" Draht zu bem Juden Maiski, dem 2>owjetbotschafter in London. Wenn die deutsche Wehrmacht auf Befehl des Führers zum Schlage gegen das Derräterneft Moskau angetreten ist, um die niederträchtigen bolschewistischen Pläne des Ueberfalls auf das Reich rechtzeitig zu zerschlagen, bann wissen wir, baß sie auf bie Festung bes Jubentums trifft, baß sie aber ebenso wie den jübischen Bolschewismus bie internationale jüdische Plutokratie befäntpft unb überroinbet. Pre ßburg, 26. Juni. (DNB.) Der Befehls- Haber der flowakifchenArmee und National- verteibigungsminister General E a 11 o s erließ einen Befehl an die slowakische Wehrmacht, in dem er auf die Gefahren hinweist, bie ber die primitivsten Rechte ber persönlichen unb religiösen Freiheit unterbrücfenbe jübische Bolschewismus in sich birgt. Der Führer bes Deutschen Reiches, so heißt es in dem Armeebefehl weiter, erkannte die Gefahr. Fast alle Völker ber Erbe nahmen den Entschluß Adolf Hitlers mit Genugtuung auf unb stellten sich hinter ihn. Slowakische Truppenteile überschritten bie Grenze, um sich mit ihren deutschen Kameraden zu vereinigen. Der Armeebefehl weist darauf hin, daß General Stefanik bereits im Jahre 1918 mit einer Handvoll slowakischer Freiwilliger in Sibirien gegen die Bolschewisten heldenhaft kämpfte. Dieser Kampf geht nicht gegen das russische Volk, sondern wird für bie Befreiung ber Menschheit unb vor allem auch ber russischen Nation von einem verbe r b l i ch e n liebel geführt. Mitt! piflen, lonnenftti ber W -pediih: '> sch esst« Duce stüNV :al d o n j| General ili tabs hei Vi leisekrck || n hob bei ZescheststM mmer in i gegen:« t lobft'U rjer Duce « e die dcarM jen N1?« i Schluß M alieniW « m Feind« den. ^lkskommissar für Eisenbahnwesen fest verankert. Inch Mechlis ist Stellvertretender Vorsitzenber bes hotes für Volkskommissare sowie Volkskommissar s.r Staatskontrolle. Das Zentralkomitee ber KPdSU., bas auf dem Krteikongreß 1939 zusammengestellt unb im Fe- tuar 1941 ergänzt würbe, enthält neben zahllosen („deren folgenbe besonbers einflußreiche Juden: 9. S. Semljutschka, bann den bereits er« Ahnten L. M. Kaganowitsch, seinen Bru- fcr M. M. Kaganowitsch, bann S. A. L o - f wski, ben bereits erwähnten L. S. Mechlis, knn M. B. Mitin unb G. M. Stern unb I ö ließlich den unrühmlich bekannten Vorsitzenben |bs Verbandes kämpfender Gottloser, Jaro- awski. Als Anwärter auf bie Mitgliedschaft |zum Zentralkomitee nennt die Liste I. W. Sm risst kewit sch unb ben Sowjetbotschafter in L»nbon, I. M. Maiski, der in ber Zentrale der 5 utokratie bie Fäden nach Moskau aufrechterhrelt, d e schon jetzt durch die Churchillrede aus britischem ünnbe unverhüllt offenbart wurde. Von den nach- Lltrrbneten Parteistellen wollen wir nur auf die I vchtigsten verweisen, wie bas Zentralkomitee der | ijirtci der Ukraine, bann das Moskauer Gebrets- | limitee und das Moskauer Städtische Komitee, in Lbinen allen das Judentum bie Zügel restlos in ber Ijjmb hat. , I Die völlige Verquickung von Partei unb Staat in Ihr Sowjetunion hat natürlich zur Folge, daß die lü*rjubung im Parteiapparat zugleich eine Ver- Ijciung des ganzen Staatsapparates bedeutet. Hier IInten folgende Juden sichtbar in Erscheinung: der »8>lkskommissar für Verkehrswesen unb stellvertre- Wender Vorsitzenber bes Rates der Volkskommissare Lr M. K a g a n 0 w i t s ch, der siellvertretende Vor- W'cnbe des Rates der Volkskommissare L. Seml- Wc t s ch k a . der stellvertretende Vorsitzende des Ra- Iie: ber Volkskommissare unb Volkskommissar für ■caatsfontrolle L. S. Aste ch 1 i s , ber Jnnenkommis- i|a- L. P. Berija. Die Seeschiffahrt hat S. S. ■Dubelskij, das Bauwesen S. S. Ginsburg, We, Außenhandel J.M. Kaganow i t s ch ■ Weiter nennt die Veröffentlichung Mische Jta- ■nm für die Kommissare der Naphtaindustne, des ■öTjiffbaues, der Hüttenindustrie, der Baumatena- Ulin in ber Ukraine, ber Justiz, der Holzindustrie und lirb S. K. Caratkin, ben Leiter der zweiten fernost- ■lii en Abteilung im Außenkommissariat. 17 der wich- fcFtcn Staatsstellungen — 17 jüdische Machtpost, etitnen; ein Organismus, von dem es Unsinn ift, an- MZehmen, daß er sich jemals vom Judentum lösen ■lörne, weil er selbst Festung des Judentums be- Bentet v , ■ Wir nannten nur bie wichtigsten Männer ber be- Lrelltendsten Zweige. Es ist überflüssig unb würbe p, Uferlose führen, bie Hunberte unb aber Hun- ■tetc von Namen aufzuzählen, bie burch diese mäch- | Juben zu Amt unb Stellung gekommen sind V ira bie nicht nur im Partei- unb Staatsapparat, w'bern ebenso in sämtlichen Wirtschafts- und In- wuitriezweigen, auf bem Gebiet bes kulturellen und vilsenschaftlichen Lebens unb in ber bolschewistischen sche Flugzeuge im Norden östlich von Tobruk, fahrenbe Schiffe ange- fahren Stalins „rechte Hanb" ist unb ohne den ..■ | ine Entscheibung von größerer Bebeutung getrof- Ä. , im wird. L. M. Kaganowitsch ist neben Stalin bas irnflußreichste Mitglied bes Politbüros, bes höch- ten bolschewistischen Machtgremiums (bie Kanbi- liten bes Politbüros Schwernik unb Berija | id ebenfalls Juben). L. M. Kaganowitsch ist ferner skitglieb bes Organisationsbüros des Zentralkomi- ics ber KPdSU., wo er von feinem Raffegenossen lern Sacharjewitsch Mechlis unterstützt wird. Er •: außerdem im Staatsapparat als stellvertreten- Vt Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, l ute Stellvertreter Stalins und Molotows und als litten auch am gestrigen Tage bei wirkungslosen Vorstößen gegen die besetzten Gebiete im Eaum Calais schwere Verluste. Jäger schossen 21, Flakartillerie fünf britische Jagdflugzeuge ab. Während der letzten Nacht richteten sich Luftangriffe gegen Häfen an der englischen Südküste. Bel guter Erdsicht wurden in den durch Luftangriffe schon weitgehend zerstörten Anlagen des Versorgungshafens Southampton eine Eeihe großer Brände hervorgerufen. Deutsche Sturzkampfflugzeuge griffen am 24. Juni im Seegebiet um Tobruk britische Alotlenslreit- kräfte an und versenkten einen leichten Kreuzer unb einen Tanker. Lin Schwerer Kreuzer exhielt einen Bombentreffer. Am gestrigen Tage bombardierten deutsche Kampffliegerverbände mit gutem Erfolg militärische Ziele in Haifa. Schwache britische Kampffliegerkräfte warfen in der letzten Nacht wenige Spreng- und Brandbomben lm norddeutschen Küstengebiet. In einem Lager wurden mehrere Kriegsgefangene getötet oder verletzt. Nachtjäger schossen zwei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. In der Zeit vom 15. bis 25. Juni wurden 136 britische Flugzeuge abgeschossen, und zwar 117 in Luftkämpfen und durch Nachtjäger, 14 durch Flakartillerie und fünf durch Einheiten der Kriegsmarine. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 35 eigene Flugzeuge verloren. Marineartillerie erledigte britisches Kampfflugzeug. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Deutsche Marine- artillerie schoß an ber Norbseeküste einbritisches Kampfflugzeug ab. Sowjet-Flugzeug von deutschem Minenräumboot abgeschoffen. B e r l i n , 26. Juni. (DNB.) Ein beutsches Minen- räumboot schoß am 25. Juni in ber östlichen Ostsee ein Sowjetflug^eug ab. Drei Walkochereien als Prise aufgebracht. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Der nach seinen er- folgreicheii Kreuzerfahrten ehrenvoll untergegangene Hilfskreuzer „Pinguin" hat neben einer großen Anzahl wertvoller Prisen auch b r e i für Englanb fahrenbe Walkochereien mit insgesamt 36 500 BRT. aufgebracht. Sie waren mit W a l ö l voll beloben, bas inzwischen ber deutschen Wirtschaft zugeführt wirb. ■Rienv leuics m vt.il nn x d t ücfen zu fallen, lieber bie gegenwärtige Lage des »,n WH icbenhims in ber Sowjetunion unterrichtet nun sne kommende Publikation ber Antikomintern wwta \ Darum Krieg mit Moskau? Das Rot- n ’W 5 i-u cb ber Antikomintern" (Nibelungenver- etnerj ----- - r - — —° «ober:, nge u luucmujc ocuuuujiunym pugi, wuv v*«i - and von authentischem Tatsachenmaterial ber tch baiv । gQ, 2115 Der ziuöeHiiuiujici uci öuiujeiuniDn y t n » elstein-Litwinoff, jene Gestalt geworbene )e Gemeinschaft von Plutokratie unb Bolschewismus, n h 0|Jf on der weltpolitischen Bühne zurückgenommen ourbe, schien sich für die Weltöffentlichkeit ein sen- n ,attoneUer Wandel in der gesamten Sowjetpolitik CjA^Änengung o leÄ Zrachtpositlon Wir schwiex au Iconse rvierungsmi I 27. Zu- Portugal überreicht« UM rführers dem Sport« .•) Ai Der deutsche Gesandte in Sinsen sc * Der augenbliFlich in Wag in c daß die Angriffskraft des Gegners sich nach und £ bX Am* - nach erschöpfte. Trotz taktischer Erfolge ist ihm der O <* LJ A I I KA D N n I der beabsichtigte operative Durchbruch nicht an-I O VriM W IVI r Wli Gebrauchte llllllllllllllllllllllllllllli Schreihmaschine 2748 V | Verkäufe | | Kaufgesuche"| 2746 A ^/Oöxc^ 1STRASSENSAM MLU NG128.29. □UNI Holtorf. 2726D I» 5riho Preise von RM. 0.60 bis 3.10. ZKOPF, SCHWi Stadttheater poliert Postfach 225 Ruf: 347 52 ATA ®| ATA© Hersteller: Friko-Drrtmund, Hergestellt in den Persil-Werken das sein al wenn 3 M ich nc ifflÄinb im herrlichstem Changeant Charakter. Bei feindünne' Ausführung größte Holt borkeit. Alleinverkauf für Hessen: Ernst Volkmann Bochum-Brenschede, Burgstraße 15, Ruf 81589 und Rk i": > Gebraucht, mögl. gut erhaltenes BüöienfflDtroö zu kaufen gesucht. Angebote an Germer & Wagner Gießen l 2750V Neuenweg 18. kann. Im amtlichen deutschen Generalstabswerk wird die Brussilow-Offensive vor 25 Jahren als die grüßte Abwehrschlacht gegen zahlenmäßige Uebermacht bezeichnet, die nur wegen der geringeren Ausstattung der Russen mit schwerer Artillerie, Luftstreitkräften und technischen Mitteln aller Art nicht voll zur Wirkung kam. Die deutsche und österreichische Abwehr ist unter beträchtlichen Verlusten an Menschen, Gerät und Gelände bei möglichst sparsamem Kräfteaufwand mit dem Endergebnis durchgeführt worden, zogen. Dahinter befindet sich eine 5 Kilometer breite, militärisch bewachte und besonders befestigte Zone. An wichtigen Punkten sind starke Verteidigungsanlagen errichtet worden. In dieser Zone ist allen Bewohnern der Aufenthalt bei Todesstrafe unter- sagt. Hinter dieser befestigten Zone befindet sich ein etwa 45 Kilometer breiter Landstreifen, aus dem die meisten der ursprünglichen Bewohner ausgesiedelt worden sind. Zwischen diesem Gürtel und dem inneren Lande besteht ein 10 Kilometer breiter Streifen, der ebenfalls militärisch stark bewacht ist. Hier lebt zum Teil zwar noch die angesessene Bevölkerung, praktisch ist indessen jede Verbindung mit dem Siedlungsstreifen neuer Art und dem inneren Lande ausgeschlossen. Wenn an Teilen der finnischen Grenze diese Grenzsicherung noch nicht durchgeführt worden ist, so glauben sich die Sowjets einstweilen durch die karelischen Sümpfe genügend geschützt. Soviel ist jedenfalls sicher, daß durch diesen Befestigungswall und durch die „tote Zone" das Bolschewistenreich vom übrigen Europa völlig abgeschlossen worden ist. Das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz Vor einigen Tagen hatte der Führer dem erfolg, reichen Jagdflieger Oberstleutnant Galland di erstem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, ebenso als zweitem Offizier dein Oberstleutnant M ö l d e rs. Unser Bild zeigt die neu geschaffene Auszeichnung. (Scherl-Bilderdienst-M.) im Auftrage des Reichsjugendsührers führer der portugiesischen Staatsjugend, Margret Perreira, den Ehrendolch der Hitler-Jugend. wcn u und roie- rohe oder gekochte I s Früchte mit oder f j ohne Zucker in Zubindegläsern und -gefäßen verlangt «Jas Frlko- Rezeptheltcnen. Beutel 25 Plg. Suche 2Bettenzimmer und Küche oder 2 Zimmer mit Kochgelegenheit - auch eins, möbl. - in oder bei Gießen. Wäsche vorband. Schr.Angeb.unt. 02155 and.G.A. KAMERADSCHAFT UND 19.30-21.30 Uhr. Außer Miete! Maskerade Komödie in 8 Akten von Ludwig von Hol berg Deutsch von Hans und Agathe für das Geschäftsjahr 1940 41 in der Zeit vom 1. bis 15. Juli in ihrer Verteilungsstelle abzuliefern. Bei dieser Gelegenheit weisen wir daraufhin, daß ab 1. Juli das Rabattmarkensystem bei uns zur Einführung gelangt. Wie bisher gewähren wir auf fast alle Waren einen Rabatt von 3% W? @oeti Kipr ■ In seinem Geburtsort Bad Schwartau versterb im 88. Lebensjahre, nach einem bis zum letzten Tage arbeitsreichen Leben Dr. med. und phil. Hermann Adolf Griesbach ordentl. Honorarprofessor für Hygiene in der medizinischen Fakultät der Universität Gießen. Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher Wissenschaft!. Gesellschaften. Die Einäscherung fand am 26. Juni im engsten Familienkreise in Lübeck statt. Amalie Griesbach, geb. von Heimburg, Bad Schwartau Dr. med. Erika Thienhaus, geb. Griesbach, Berlin Obermedizinalrat Dr. Rolf Griesbach, Augsburg und 3 Enkelkinder. 6000 Mthlt verkauft [02152 Ilehmig Franks. Str. 27. verstärkt wurde und die'neuen Ansiedler zwangsweise zur Flüchtlingsjagd herangezogen wurden. Grenzsiedler, die sich besonders verdient gemacht hatten, wurden in den Sowjetzeitungen abgebildet und mit Geld und verschiedenen Gebrauchsgegenständen belohnt. Besonders gern wurden Uhren und Grammophone verteilt. Kinder erhielten dieselbe Belohnung wie Erwachsene und durften in gleicher Weise als sowjetrussische Helden ihr Bild in den Zeitungen bewundern. In den letzten Jahren ist ein neuer Grenzschutzplan entwickelt worden. Aus der Erkenntnis heraus, daß die Westgrenze der Sowjetunion ihren angeblich empfindlichsten Teil darstellt, wurde beschlossen, dem Grenzstreifen folgende Gestalt zu geben: Zwischen der neutralen Zone und dem Sowjetgebiet wurde zunächst ein 30 Meter breiter Stacheldrahtverhau ge- kor, das tr Mm Rosei Mer die 9 M* und Mer sagt: nach Art Melkt die 3 *[t jagt j prüfen kar •Mbifö der W. „Del '•die Sfraud Fracht, brim wichen Uns Alki der Tr Nre, so Wien norm D-r Treue MMMW«dMckttlUd.ll. DER VORSTAND Gefahr abzuwenden. Die nächsten Tage brachten weitere Angriffe und schufen eine ziemlich ernste Lage. Es zeigte sich hier, daß die Führung ver- ..... .... sagte und auf Antrag des Generalobersten vonlder beabsichtigte operative Durchbruch nicht an uhu-SECüS|^ in allen Teilen, vor ollem Em fei Lt'lirN R « IM und ist L ogt: „Noje Mht". u-' jWgder W.W ®! 5, deinen 2t jtolt strahlt Mnn." In srohliche tiin ins hac ;■[$ denn W ^initMyrll Klltosen sch 4 ich in d -N die Ros dustig sei Ml singt: „( Men um den n gescktes Sinnbi! Glücks, d tu Binnen» u Der augenbli^lich in London weilende britifcht Botschafter in Moskau, Sir Stafford Cripps, ym unb e ist Mitglied des britischen Staatsrates geworden. Alters Nack Die Vrussltow-Offenfive. - Dor 25 Zähren Von Walter Steding. [ Mietgesuche~| Alleinst. Witwe sucht sofort eine 2-3iniiner- Ww m. Küche. Schr. Angeb. u. 02145 an d. Gieß. Anz. Wir bitten unsere Mitglieder, die Rückvergütungsmarken und Anteilkarten zwecks Verrechnung der RÜCKVERGÜTUNG 7 ein । J* neu t Än 1 JW der to Jknber h 2 Glaube 3°n eine 1 m5 Iw den hi ZMschen J °i- °i »di-- Wli! alte & S V. der 5^ li | ^!"e nJ°9e 5*8 ‘•fc Von Vaitolahti am nördlichen Eismeer bis in die Gegend von Wiborg erstreckt sich die ungeheuer lange Grenze zwischen Finnland und der Sowjetunion. Diese Grenzlinie ist mehr als eine Grenzlinie zwischen zwei Ländern. Hier in Finnland ist der Westen, hier ist Europa mit allem, was es an Werten der Kultur und der Zivilisation zu, verteidigen gilt. Drüben auf der anderen Seite ist der bolschewistische Nachbar, dessen Nachbarschaft Finnland gründlich kennenlernte, drüben ist fanatische Vernichtungswut mit dem ständigen Angriffswillen zur Weltrevolution. Man hat Finnland zweimal überfallen und wir wissen jetzt, daß man es ein zweites Mal überfallen wollte, um nachzuholen, was beim erstenmal nur mangelhaft geglückt war. Dor allem kam es den Bolschewisten darauf an, ihre Machtposition im Eismeergebiet entscheidend zu vergrößern. Was heute drüben im bolschewistischen Karelien geschieht, das ist zwar zum größten Teil den Blicken der Welt entzogen, aber allein das, was bekannt geworden ist, genügt um zu wissen, daß die Kola-Halbinsel militärisch stark ausgebaut und daß z. B. Poljarnoje zu einem Marinestützpunkt ersten Ranges geworden ist. Dom Herzstück Finnlands, vom Koli-Berg fährt uns ein kleines Motorboot in knapp einer Stunde Fahrt über den Pielinen-See zu einem kleinen Ort Vuonislathi, der an der neuen Bahnstrecke Viipuri (Wiborg) — Oulu liegt. Diese aut ausgebaute Bahn erschließt einmal die östlichen Teile Finnlands dem Verkehr, zum anderen bietet sie auch die Möglichkeit, verhältnismäßig schnell Truppen in gefährdete Grenzgebiete zu werfen. Von Vuonislathi find es nur noch zwanzig Kilometer Luftlinie bis zur Grenze — und dann beginnt Sowjetrußland. Rein äußerlich ist heute nichts davon zu spüren, daß nach wenigen Stunden eines Marsches durch dichte Wälder wie mit einem Schlage die zivilisierte Welt aufhört. Die Einwohner von Vuonislathi feiern an diesem Tage nach alten finnischen Sitten eine Hochzeit und freuen sich ihres ruhigen Lebens — und doch wissen alle, was drüben ist und drüben vorgeht. Und wer es nicht weiß oder nicht wissen will, der braucht nur nach Lieska zu gehen. Dort wohnen und arbeiten heute die Menschen gleichen Schlages und gleicher Ztmge, denen es unter größter Lebensgefahr gelungen ist, der Sowjethölle zu entfliehen. Hier kann man hören, wie der Sowjetstaat mit seinen Sowjetbrüdern umgeht. Da die Bolschewisten den finnischen Bewohnern des von ihnen besetzten Teiles von Karelien nicht trauen, so sind diese rücksichtslos aus dem Grenzgürtel entfernt und zwangsweise ins Innere gebracht worden. Die Bolschewisten wissen genau, wie schwer dieses Gebiet mit seinen Wäldern, Seen und Sümpfen zu bewachen ist, denn in der Vorkriegszeit haben hier rote Revolutionäre in versteckten Hütten Schlupfwinkel und Unterkunft gefunden. Hier sanden die heimlichen Zujammen- künfte statt, hier wurden Waffen aufgestapelt. Bomben fabriziert und Attentate vorbereitet. Gerade weil die Bolschewisten das nicht vergessen haben, sehen sie jetzt in erster Linie darauf, die Grenze nicht nach außen, sondern nach innen zu bewachen. Wie in Finnland, so sind auch in den übrigen Grenzzonen die ehemaligen Bewohner dieser Gebiete entfernt und durch zuverlässige Elemente ersetzt worden. Sogar Burjato-Mongolen sind, weil sie als besonders gesinnungstreu gelten, aus den entferntesten Teilen Asiens hier angesiedelt worden. Diese Grenzstützen der Sowjetunion werden noch dazu durch besondere „Fangprämien" geködert und zur Wachsamkeit angehalten. Nach außen hin wird von Spionen gesprochen, die sich in die Sowjetunion angeblich einschleichen wollen. In Wirklichkeit gilt die Aufmerksamkeit jenen Flüchtlingen, denen aus den großen Derbannten-Lagern unter Einsatz ihres Lebens die Rückkehr in die Welt gelang, unter unsäglichen Entbehrungen das schützende Finnland zu erreichen. Die Zahl der Flüchtlinge ist in letzter Zeit geringer geworden, weil die Grenzbewachung sehr nähernd gelungen. Auch hat der Russe keineswegs W die Front so weit zurückzudrängen vermocht, daß er M Entscheidendes damit erreicht hätte. Die Ruhen M haben bei ihren immer wiederholten durch Artillerie W meist unzureichend unterstützten MassenangrifjenW aufs schwerste gelitten. Ihre Angriffskraft war cm| Schluß der Brussilow-Offensive längst nicht mehr Heal* gleiche wie am Anfang. Ihre besten Truppen waren W. vergeblich gegen die Fronten der Mittelmächte on-M gerannt. Die Gesamtverluste der Offensive betrugen M auf russischer Seite von März bis August 1916 ius-W gesamt eine Million Mann. Die russische Dampf. M walze war wieder einmal zum Stoppen gebracht W worden. Kleine politische Nachrichten. I Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Le« reitschaftsdienstführerinnen der Deutschen-Rotreuz. Landesstellen und die Stabsführer des Deutschen Roten Kreuzes in den besetzten Gebieten, die zu einer Arbeitstagung nach Berlin gekommen sind. Die Generalführerin des Deutschen Roten Kreuzes, Ilse Göring, stellte ihre Mitarbeiterinnen vor. Dr. Goebbels betoüte in eikier Ansprache, daß im Kampfe um den Endsieg auch voll Deutschlands Frauen (in stets opferbereiter Einsatz gefordert werden muß. Reichspostminister Dr. Ohnesorge besuchte in Begleitung des Staatssekretärs Nagel den Lehrgang der Gaufachgruppenwalter der Reichspost der Fachamtes Energie—Verkehr—Verwaltung in B:r- lin-Wannsee. Bei der Begrüßung wies der Fach, amtsleiter Körner darauf hin, daß Dr. Ohnesorge von jeher der Schrittmacher für den sozialen Fock« schritt in dem öffentlichen Dienst gewesen sei. Finnische Grenzfahrt Von unserem K.B.-Berichterstatter. rrt reichdebilderten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeug nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturge schehens und damit durch erweitertes Wissen er- höhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probe- hefte der Zeitschrift Freude am Leben. Hugo ßermlihler Verlag Berlin-Lichterfelde. llllllllllllllllllllllllllllli --i------ KleineAnzeigeu im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien. Deutsche Soldaten marschieren wieder gegen Osten, und sie marschieren heute wieder durch das Gebiet, in dem vor 25 Jahren der General Brussilow seine Massen gegen die deutsch-österreichische Front und in den Tod hetzte. Rußland hat immer seine Hoffnungen auf die Masseln, also auf die russische Dampfwalze gesetzt. Diese russische Dampfwalze wurde aber gestoppt -bei Tannenberg, in der Winterschlacht von Masuren und auch während der Brussilow-Offensive in den schweren Monaten Juni und Juli 1916. Im Frühjahr des Jahres 1916 fand eine Geheim- befprechuna zur Vorbereitung der großen russischen Sommerosfensive unter dem Vorsitze des Zaren in Mogilew statt. General Alexejew wies darauf hin, daß die Russen an der Nordfront den Deutschen fünfmal und an der Westfront sogar sechsmal überlegen seien. General Brussilow forderte eine Offensive an der von ihm befehligten Südwestfront, Hier könne nicht nur, sondern hier müsse angegriffen werden. Der Juni brachte die Hauptkämpfe, während gleichzeitig die deutschen Kräfte durch die französisch-englischen Angriffe an der Somme festgehalten wurden. Die Kampffront erstreckte sich insgesamt über eine Länge von 350 Kilometern von den Ro- kitnosümpfen bis Rumänien. Vier russische Armeen waren aufmarschiert, die 7 , 8., 9. und 11. russische Armee. Die 8. russische Armee unter General Ka l e- d i n sollte den Hauptstoß an und südlich der Bahn Rowno — Luck aus einer 23 Kilometer breiten Front heraus führen. Auf russischer Seite standen zu diesem Angriff 148 Bataillone bereit, während die Oesterreicher und Deutschen zusammen nur über 53 Bataillone verfügten. Die Russen hatten außerdem ein Kavalleriekorps bereit stehen für den Fall, daß der Durchbruch gelingen sollte. Dem General Alexejew kamen allerdings in der Nacht vor dem entscheidenden Angriff doch noch Bedenken, aber Brussilow bestand aus der Offensive und bot sogar seinen. Rücktritt an, falls der Angriffsbefehl zurückgezogen würde. Der russische Hauptangriff galt zuerst der 4. österreichisch-ungarischen Armeec. Hier gelang es dem Gegner die Front einzudrücken, während seine Angriffe gegen die deutsche Südarmee, die unter dem General der Infanterie Grafen Bothmer focht, im wesentlichen ergebnislos blieben. Der Raumge- rotnn, den die Russen am ersten Kampftage b e i Olyka erzielten, war recht beträchtlich-, er betrug 25 Kilometer Tiefe, und es mußten deutsche Truppen herangeholt werden, um die hier entstandene Linsingen wurde der Generaloberst Erzherzog Joseph Ferdinand seiner Stellung enthoben. Da in der Folgezeit die Lage am Pripjet immer schwieriger wurde, so mußte zur Entlastung etwas geschehen. Es wurde deshalb ein deutscher Gegen- angriff im Raum von Kowel geplant. Die Angriffsgruppe Kowel stand unter dem Befehl des Generals der Kavallerie v ander Marwitz. Dieser Raum war gerade deshälb bedeutungsvoll, weil er als das Angriffsziel der russischen Kavallerie dienen sollte, die nach geglücktem Durchbruch in Richtung Kowel vorzustoßen hatte. Das Kampsgelände war ziemlich unübersichtlich und eine Aufklärung deshalb sehr erschwert. Das Gebiet bestand im wesentlichen aus größeren und kleineren Wäldern. Gewitter und schwere Wolkenbrüche hatten die Wege grundlos gemacht, so daß auch die Her- anschaffung von Munition und Nachschub erschwert wurde. Man fürchtete auf deutscher und österret- chischer Seite damals vor allem den Eintritt Rumäniens in den Krieg, falls die Russen weiter vo» dringen sollten. Generaloberst von Conrad hielt sogar ein weiteres Vordringen der Russen entscheidend für den Weltkrieg. Ueberaus störend machte sich gerade in diesen Tagen die fehlende Einheitlichkeit in der Befehlsgebung geltend. Und in diesen Tagen der Krise gab es sogar gewisse Etiketteschwierigkeiten, als der damalige Generalmajor von Seeckt der 7. österreichisch-ungarischen Armee als Oberaeneralstabschef zur Verfügung gestellt werden sollte. Glücklicherweise war aber auch im russischen Lager nicht alles so, wie es sein sollte. Die Russen verlangten zur Fortführung der Angriffe Reserven, die sie dringend benötigten, weil sie bei ihrem rücksichtslosen Vorgehen selbst überaus starke Verluste erlitten hatten. Es gab in den Tagen der Brussilow- Offensive manche ernste Stunde, aber schließlich wurde durch zähesten Einsatz die Front doch noch gehalten, und die russische Dampfwalze abgestoppt. Es zeigte sich hier, daß auch ein rücksichtsloser Einsatz von Menschen allein nicht zum Ziele führen | Verschiedenes"! Benoten! Auf d. Postamt H ElnlMMtz enthaltend Karton mit 1 Paar neuen Schuhen von werdender Mutterliegengelassen. Der ehrliche Finder wird gebeten, selbige geg. Belohnung auf dem Fundbüro abzugeben. Brauner fiinlietW a.d.Philosophen- wiese vertauscht. Abzugeben [02157 Am Riegelpfad 80II. zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02148 and.G.A. 1 Waschtisch 1 Rachitisch ITisch, 2 Stühle zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt 02151 an d. Gießen. Anzeig. ELSE 271 DITTMAf Gießen, Seltersweg 52 ni 12 Pfg 5reitag,27.)uniM1 Ur. 151 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Rcichsposi iltung in?| V ml gut zur . je besuch I e 1 ben fit ienöe to rb Criss!.« ües geworfen zal übend s dem T ienb, Maris itler-Jugeni telmäG» 'fine betrijj D 1916 rj hldje PPen gebrc Verdunkelungszeit 27. Juni von 21.49 bis 5.00 Uhr. e kein^ "Sk r>° k “nenaneriii- Dornotizen. Tageskalender für Freilag. Stadttheater: 19.30 bis 21.30 Uhr „Maskerade". J- Gloria-Palast, Seltersweg: „Dreimal Hochzeit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Erste Liebe". Ja, die „Königin der Blüten", sie wird sogar zum Symbol des Todes selbst, zum Bild der Todeswunde. Schon in Heinrich vvn Freibergs „Tristan" heißt es: „und der die roten rüsen truoc und bitterlichen smerze"; bei Herwegh: „Sie (die Lerche) singt von des Schlachtfeldes Rosen". H. von Kleist ruft schmerzlich aus: „Ach, diese blut'gen Rosen, auch, dieser Kranz von Wunden um sein Haupt!" Und Geibel spricht von „dex Todeswunden dunklen Pur- purrosen"! So ist es denn begreiflich, daß Rosen aufs Grab gepflanzt werden, und daß da» Volkslied singt: „Und sterb ich denn, so bin ich tot, so gräbt man mich in die Röslein rot", und Grillparzer — in übertragenen Sinn —: „Ewig blüht die Rose au der Liebe Gruft." „Und, als ihr „drei Röselein gerat) in den Schoß" fallen und „die drei Röselein sind rosenrot", da weiß das Mägdlein nicht: „Lebt mein Schatz oder ist er tot." So ist denn die leicht entblätternde Rose ein Zeichen des Werdens und Vergehens — es fei hier auch erinnert an Hauffs: „Tust du stolz mit deinen Wangen, die wie Milch und Purpur prangen, ach, die Rosen welken all!" — und wenn er liest: „Zett bringt Rosen, spricht von Nürnberg Hans Sachs", so ist weise der Mensch, der da ist „wie ein Gras", wenn er die Worte Geibels beherzigt, die da lauten: .Darfst nicht weilen, wenn die Zeit Rosen dir entgegenbringt!" oder Höltys Mahnung: „Rosen auf lpfmg dic.W ichen'Avli^ des Seuiiiy bieten, bi? q kommen h| loten ÄML nnen vor. K im Koch is Frauen» werben r i Zeitschriften. — „Kunst dem Volke", Monatsschrift für bildende und darstellende Kunst, Architektur und Kunsthandwerk, Herausgeber Professor Heinrich Hoffmann, Verlag Heinrich Hoffmann, Wien. — Das Juni-Heft wird mit einem Aufsatz über das Barockmuseum in Wien eingeleitet, der über dessen Geschichte und Bestände Auskunft gibt und oon vorzüglichen Reproduktionen charakteristischer, aber verhältnismäßig wenig bekannter Werke der Epoche begleitet wird. Neben Plastiken von Georg Raphael Donner seien vor allem die Prinz Eugen-Büste von Permoser und ein farbig überaus delikater Deckengemälde-Entwurf von Gregorius Guglielmi („Allegorie der Macht") hervorgehoben. Ein Aufsatz des Herausgebers Karl Strobl beschäftigt sich mit dem Maler Heinrich Hönich und seiner Prager Schule. Die Frühjahrsausstellung des Wiener Künstler- Houses wird, ebenfalls an Hand von Bildbeigaben, besprochen. Ein Beitrag von Dr. Franz Ottmann ist dem Werke des steirischen Malers Karl Mader gewidmet. Eine Notiz verzeichnet die Ergednttse der mikrochemischen Untersuchung der Signatur des neu entdeckten Vermeer (Bildnis eines lesenden Mannes), worüber in einem frül)ercn Heft bereits ausführlich gehandelt wurde. - aus: _ , Tante Emilie an ihrem Geburtstag zu einigen Damen: „Er ist trotz allem im Grunde doch ein netter Kerl, das wollen wir ihm nun lassen!" * Ein unbekanntes Fräulein gestern in der Stra- ßenbahn: „Was fällt Ihnen ein, mem Herr! (Aber sie lachte dabei.) P M. an einem weinfröhlichen Abend unter Freunden (Berauschte reden bekanntlich die Wahr- heit). er legte mir den Arm um die Schulter: „Den hier" sagte er, „hättet ihr früher mal kennen sollen, da raufte er sich mit Kirchtürmen, so ein l Kerl war das." aß duftig sei der Trank, gewobne Rosenringe", Irnbt singt: „Schling' Rosen um das Haar, schling' Miosen um den Wein", und Lessing: „Kann ich nun Makulatur. Von Arnold Ulitz. Nur ein einziges Zimmer unserer Wohnung »urde neu tapeziert, aber das genügte, um aus »er ganzen Umwelt ein Chaos zu machen. Mit der wilden Gereiztheit, die sich ein geistig arbeitender Hausherr in solchen Fällen ausnahms- »eise erlauben darf, nannte ich die ganze Reno- lation eine verdammte Schweinerei und fand im Sebrauch möglichst kräftiger Ausdrucke dieser 2m »■ine gewisse Erleichterung. .. , r. Um' den Herrn Tapezierer zu moglichs em Tempo «uf zupeitschen, spendierte ich ihm eine flasche «Ud eine Schachtel Zigaretten; er nahm auch■bei Ns mit lächelndem Dank, behielt aber das uuen chütterliche Gleichmaß bei, das er sich W taufe wn Jahren angewöhnt hatte. Ich als völliger Laie hoffte, ihn zehn Minute nach Arbeitsbeginn schon bei der eigentlichen Wandbekleidungsarbeit zu finden und druckte chm, >ls dies nicht der Fall war, meine Enttäuschung °us, natürlich sehr behutsam, um lhn nicht etwa zu „vergrämen" wie einen edlen empftndamen Hirsch. Er lachte freundlich; nein, nein., so 1g .ehe das ja nun nicht, zuerst müsse sel-stverstand- ich die alte Tapete herunter, und dann beklebe ur die Wand zunächst mit Makulatur. Auf dem Boden häuften sich d« abgM •en Stücke der alten Tapete, an deren nie vor Jahren verwendete Makulatur noch h l ete. Das Zeitungspapier war setzt u oon kleinen kalkigen Kornern besät. Man kon §inen Schritt im Raume tun, ohne daß Knirschen und Rascheln gab. nnll„. nuf Als ich nun in meiner miserablen Laune diesem Fetzenqebirge herumstampf e, las ich ' einem der vergilbten Makulaturstucke. „19. ^un Das Role Kreuz im Dienst an unseren Soldaten Zur Reichsstraßensammlung für das Kriegshilfswerk. Seit über fünf Jahrzehnten gibt es •»Saya»«-Arzneimittel. Das bedeutet mehr als 50jäh« rige Erfahrung und Bewährung. _ Diesen Erfolgen verdankt das ZjjX »Soyei«- Kreuz das große und [BAYER] allgemeine Vertrauen. VR/ Das Gchmeichelbuch. Von Christian Vock. Im Leben braucht man wohl manchmal etwas, an dem man sich aufrichten kann, Zuspruch und Trost und schulterklopfende Ermutigung, wenn einmal alles grau und traurig ist, so weit man sehen kann, wenn einem innen so richtig hundeelend zumute ist — neulich habe ich von einem Mann gehört, der eine wunderbare Idee hatte, eine Idee, jage ich euch, wer sie hört, der strahlt das ganze Gesicht herauf und herunter und spricht: Fürwahr, das ist eine Idee, prächtig und wohl zu bedenken! Manchmal, wenn man Ermunterung braucht, Hilst ja eine Grammophonplatte, ein gutes Wort oder ein wenig zu trinken, wenn es etwas richtig Gutes ist, aber manchmal hilft das alles miteinander Nicht. Der Mann, von dem ich berichte, ging in einen Papierwarenladen und verlangte ein Notizbuch. Er wählte ein Wachstuchheft aus, biegsam und ganz rot wie Sonnenuntergänge. In dieses Buch trägt er ab und zu etwas em. Und dann also, wenn er Trost braucht, holt er sich das Buch und setzt sich damit in einen Sessel — und steht nachher getröstet auf. 3n dem Buch stehen Schmeicheleien eingetragen, die ihm irgend jemand sagte oder die ihm zugetragen wurden. In dem Buch sieht es ungefähr so chuld und Reinheit. Lohenstein schreibt in seinen Rosen": „Da Geist und Kuß sich nicht von Mund rnb Rosen scheidet, so muß die Liebe ja nichts nders sein als Rosen." Den gleichen Sinn hat die Hofe, wenn Walther oon der Vogelweide schreibt: Möcht ich noch erleben, daß ich Rosen bräche mit ?em Kind im golbnen Haar, traun, das gäb ein Küssen und ein Kosen!" Bei Geibel heißt es in Volkers Nachtgesang": „O Minne wundersüße, du ^osenhag in Blust", und an anderer Stelle: „Ein 3aar, das treu und redlich liebt, muß trotz ben Settern Rosen brechen." — Der Jugend vergleicht Schiller die Rose: „Trauet nicht den Rosen eurer Hugend" und „Ihrer Götterjugend Rosen blühen»'. Yünther sagt: „Wie schnell der Jugend Fruhlmgs- ;uft nach Art der Ros' entfahre", und Arndt: „Hier »erwelkt die Rose und die Jugend." Von der Sin- lenluft sagt Hofmann von Hofmannswalbau: „In Euberofen kann sie Schnee und Eis verkehren"; ein Sinnbild der Lebensfreude ist sie Rückert, wenn er chreibt: „Dem armen Herzen, welchem nie der larfte Strauch des Lebens / Genusses Rosen hat gebracht, bring östliche tröstliche Rosen!" Der jung« iräulichen Unschuld vergleicht Arndt die Rose: „Und »flückt der Tod auch die Rose zart, die ich so treu »ernähre, so miß, die Ros' wird aufgespart dem Treuen norm Altäre." Der Treue wird die Rose verglichen. So lesen den sei, aber in ^Wirklichkeit stamme sie mitfamt ihrer Makulatur schon aus dem Jahre 32. Ich achtete sck)on nicht mehr auf seine Erklärungen, andern hatte mehrere Tapetenstücke ausgenommen und schmökerte nun — Makulatur. Nicht immer natürlich waren die Terte voll- tändig, aber das meiste blieb doch sinnvoll genug, unb ich erlebte zum erstenmal die nachbenklich timmenbe Schwermut bes Altpapiers. Da gab es Erdbeben, Ueberfchwemmungen, Mißernten, Wirbelstürme, unb natürlich war auch damals ein Zug engleift, ein Kind war zum brüten Stock heruntergefallen und gottlob gesund gelandet, eine Dachpappenfabrik hatte gebrannt, und eme Frau hatte vergessen, den Gashahn zu schließen, eine andere war von der fahrenden Straßen- bahn gesprungen und lag ferner perlefct im A ller- heiligenkrankenhaus, und em natürlich mit Nicht- schwimmern bemanntes Boot war auf der Oder umgekippt. ■ Mer nicht diese Dinge, die eigentlich zeitlos sind und 1950 genau so geschehen werden, wie sie Anno 32 geschahen, nicht diese Dinge erregten Unbern all diese hochwichtigen Reden oon Ministern unb Abgeordneten, die Unterhaussitzun- qen in London, die Senatsbeschlusse von Pans,, bic Kabinettsrücktritte und -Neubildungen in aller Wei all dies ehedem so Wichtige und heute so Nichtige, das erschütterte mich ins tiefste. ciäx erschauerte vor der Gewaltigkeit der ge|chicht- lichen Umwälzung unb bes neuen Werdens ... Da erklang im Nebenzimmer der erregende __der eine Sonbermelbung des Ru°nbsunks onmelbete. „Sondermeldung!" schrien Jtuno uru Tapezierer unb ich, und Mv7rsLch nahm ich chn mit. Ne Arbeit M Äi-nstMond!" Hub zwei Jungen draußen", sagte er leuch. Zügen. Langsam rollt der Zug aus der Halle, nebenher laufen Schwestern vom Roten Kreuz mit Kaffeekannen und Brotkörben und reichen Verpflegung zu den Kameraden herauf. Tag und Nacht, immer bereit — für uns. Kriegsberichter Helmut Haring. 5pee singt in „Trutznachtigall": „Wann der jammer mederkehrt, rote rosen gähn herfür". Hochgelobt wird die Schönheit der Rose: „Diu ßfe ist diu schoenste unber aller blüete" (Wacker- - agel, Kirchenlieder) ober I. Ehr. Günther in bem Zedicht: „Rosen": „Die Rose trägt bas Blut von Böttern unb ist ber Blumen Königin", während Her- |er sagt: „Rose, Königin ber Blüten, unter Dornen :nfgeblül)t", unb E. M. Arnbt: „Da sah auf Dornen ch blutig ber Rose Majestät." L. Tieck lobsingt also: Rose, fuße Blüte, ber Blumen Blum, ber Kuß ist uf deinen Lippen gemalt. O Vos', auf deinem Jlunbe strahlt ben Küssenden Lieb, Anbacht unb Heiligtum." Der fröhliche Zecher ober ber Buhle winben sich Rosen ins Haar, sie bekränzen sich mit Rosen. So bricht benn Wielanb von ber „heitersten ber Stir- en, mit Myrth' unb Ros' umkränzt", Günther singt: Mit Rosen schmück ich Haupt unb Haare, bie Rosen nuch' ich in den Wein", bei Platen heißt es: „O, ■ imm bie Rose auf, unb um ben Becher schlinge, lies ber nein gesalbtes Haupt stolz mit Rosen umschließen." Dr. Dbneltm gjn Sinnbild der Liebe ist bie Rose unb bes jojinlen m Liebesglücks, ber Freude unb ber Jugenb, Gleichnis ifenfet [ ‘er Sinnen- unb Lebenslust, aber auch bas ber Um finben uns mit einem Teller Suppe, einem Topf Kaffee unb ein paar Scheiben Brot auf ber Suche nach einem Platz. In das überroiegenbe Grau des Heeres mischen sich bas Blaugrau ber Lustwaffe, bas Blau ber Kriegsmarine unb bas Braungelb ber OT. Jetzt haben wir einen Platz gefunden und lassen uns das Essen schmecken. Neben uns schreibt ein Flakartillerist einen Brief nach Hause, uns gegenüber sitzt an einem langen Tisch ein junger Jnfan- terielcutnant inmitten seiner Männer. Seine graue Uniform schmücken das schwarzweißrote Band des EK. II, das schlichte Kreuz des EK. I und das silberne Jnfanterie-Sturmabzeichen. Sie sprechen von vergangenen Kampftagen. Zwischen den Tischreihen gehen die Schwestern hin und her, verteilen Feldpostkarten und Päckchen mit Knäckebrot für bie Fahrt. Plötzlich fährt mir eine Hanb über bas Haar. „Kamerad, wollen Sie mir bitte einmal tragen helfen?" fragt eine dünne Stimme hinter mir. Ich drehe mich um und blicke in das müde Gesicht einer kleinen alten Schwester. Drei, vier Mann von uns springen auf und bringen zwei der großen Suppenkübel zur Anrichte. „Ich bitte, ben Raum für die nächsten Kameraden zu räumen!" Eine Schwester ruft es, mitten im Raum stehend. In fünf Minuten läuft wieder ein Zug ein, der einen neuen Transport bringt, unb diese Männer wollen auch verpflegt werden. Wir ziehen uns an, nehmen unser Gepäck und treten raus. In fünfzehn Minuten fährt unser Zug. Jetzt lehnen wir in den offenen Abteilfenstern, -der Zug steht in der fast völlig verdunkelten Bahnhofshalle. „Lotsen" des Wehrmacht-Bahnhofsdienstes geleiten die Kameraden, die hier gleich umsteigen müssen, mit blauen abgeschirmten Lampen zu ihren ,SE ma .Itersw-fl® scheu Rundfunks triumphierte: Erneuerung, Erneuerung! Entfernung des Verstaubten unb Vergilbten! Reinigung! Schönere Ordnung nach wildem Chaos! Renovation der Welt! die Suppe. Wir haben unsere kleinen Pappmarken, bie wir am Eingang empfangen haben, abgegeben unb be-1 Sinb bas nicht Schmeicheleien, an benen man sich orbentlid) bie Hände warmen kann? Ich habe vor, mir auch so ein rotes Wachstuchheft zu kaufen, unb manchmal sitze ich schon da unb benfe Jahre zurück, was mir einmal Schmeichelhaftes gesagt würbe, bas ich gleich eintragen könnte, es stäube doch bann chon ein wenig brin in bem Schmeichelbuch. Für Damen möchte ber Entdecker des Schmeichelbuches noch eine besondere Anleitung geben. Der Umschlag dars, im Rot ber Sonnenuntergänge ein- gedruckt, ein sanftes Blumenmuster haben, das gleich bie heitere Gefälligkeit, ben Sinn gefangen nimmt. Unb alles Schmeichelhafte, bas jemals je- manb sagte, barf ohne Scheu hineingeschrieben wer- ben, selbst wenn es um zwei Grabe zu dichterisch geschworen war. (Wie gelb bein Haar ist! Wie Wei- zenfelber im August.) Unb so ein Schmeichelbuch hilft manchmal mehr als Spiegel, bie schmeichelhaft berounbern — es Yibt non innen her: beschwingten Schritt unb festliche Bereitschaft, ben Tag, ber heute ist, zu loben. Die Wangen bes Mägbleins, sie gleichen ben Rosen, unb bas Volk singt: „Blönbkopfet, blauauget, a Rösle im Gsicht", unb Hölti) bichtet: „Die Rosen ihrer Wangen sind vom Tob hinweggepflückt." Denn nicht nur Sinnbilb bes Lebens und seiner Wonnen ist bie Rose, gar oftmals bient sie bem Gleichnis ber Vergänglichkeit. So im „Begtabnisgebicht" von Hofmann von Hofmannswalbau: „Es muß ber Haare Gold ber Jahre Silber weichen, bie Funken, bie vergehn, bie Rosen, bie verbleichen." Aus der Stadt Gießen. Oie Zlose^ Schon wenn bas Wort Rose an unser Ohr schlägt, itauben wir nicht, ben süßen Duft ber Blüte zu «rspüren? Es ist neben ber leuchtenben Farbe ber rJg in erster Linie ihr lieblicher Duft, ber viel- L* gerühmt wirb. So singt Klopstock: „Rosen 'iospen bir auf, baß sie mit süßem Duft bich um- lömen", Goethe: „Dir mit Wohlgeruch zu kosen, 'sine Feste zu erhöhn, knospenb müssen tausend Sojen erst in Gluten untergehn", unb Uhlanb bich- »I- „Die Röslein bufteten still unb blickten lieblich terfür"; Rückert aber schrieb: „Ich senbe einen Gruß nie Duft ber Rosen, ich senb' ihn gn ein Rosen- mgesicht!" Neben bem Duft macht vor allen Dingen bas purpurrot ber Rose starken Einbruck. Im „Venus- iirtlein" steht zu lesen: „Wie bie rohten rößelein 'gier blumen zierath seyn", unb in ben von Uhlanb Rammelten Volksliebern: „Sie wollte in den iirünen Wald nach roten Röslein gen", unb: „Die Jeiß unb roten rosen Helt man in großer, acht." fragte ich betroffen. "Wir P denn das möglich? Die Wohnung iyurde ^noviert, - Hier einzogen, aber bas ist boch ers XBer Mann erklärte mir mit "^"legenheü eines wohlgesinnten Fachmannes, . ^lide vorliegenden Fall um eine ausgezeichnete s cnlte Tapete handle, bie vor vier Mm- 5 »'mzogen, einfach elfenbeinfarbig uberftr ch PK. Wir zwangen uns burch eine Gasse oon Tornistern, Seesäcken, Gewehren, Koffern, Paketen unb sonstigem Marschgepäck. Nun noch ein paar Stufen, unb wir stehen in einer Unter tun ft bes Deutschen Roten Kreuzes auf einem der großen Durchgangs- unb Umsteigebahnhöfe für Fronturlauber unb auf bem Marsch bcfinblidjer Truppen. Ein Heller, langgestrpckter, hoher Raum hat uns aufgenommen. Wir stehen an einem Tisch vor einer älteren Frau. „Können wir hier etwas zu essen bekommen, Schwester?" — „Dort gerabeaus, mein Junge!", erroibert sie, mit ber Hanb nach vorn weisenb, unb blickt mich über bie Ränber ihrer einen golbenen Brille freunblid) an; über ihrem silbergrauen Scheitel leuchtet bas weiße Häubchen mit bem roten Kreuz, bas sie, obwohl bie Solbaten sie einfach „Schwester" nennen, als eine ber vielen Rotkreuzhelferinnen aus ben Verpflegungseinheiten ber Wehrmacht kennzeichnet. Langsam nur können wir uns an ben langen, bichtbesetzten Tischreihen vorbei nach vorn zur Essensausgabe durchbrängen. Hier herrscht Hochbetrieb. Teller, Lössel unb Emailletöpfe klappern burchein- anber, am Spülstein rauscht bas Wasser in bie Abwaschwannen, in einer Ecke brutzelt es auf einem Kocher in ber Pfanne, ein herzhafter Geruch von gebratenem Speck zieht burch ben Raum. Hinter einer breiten, wuchtigen Anrichte stehen bie Schwestern mit ihren nimmermüden Hänben, alle Altersklassen unb Volksschichten stehen hier zusammen im freiwilligen Dienst für bie Söhne ihres Vaterlandes. Die Schwester, die mir gerade, den mit warmem Kaffee gefüllten Topf reicht, könnte in ihrem Beruf Lehrerin fein, neben ihr steht ein zartes, blasses Mädchen beim Brotschneiden, unb aus ben großen Suppenkübeln, aus benen langsam ber Dampf auf« steigt, schöpfen zwei bralle ßanbmäbels mit frischen roten Gesichtern, in benen ein luftiges Lachen steht, wir im „Berliner Helbenbuch": „bu roaere in bmer jugenbe ber triuroe rehte eine rose", unb Wieland pricht davon, daß die Tugend „deckt ben Lebensweg mit Rosen"; und Haller sagt: „Der treuen Liebe Hand streut Rosen auf ben Weg." Weiter gilt bie Rose als Symbol bes Schweigens; besonbers vom 15. bis 17. Jahrhundert redete man „fub rosa" oder „unber ben rosen". Unb Jean Paul kennt bie „Rose bes Schweigens". Ueberhaupt können sich bie Dichter kaum baran edättigen, bie Rose zu Vergleichen aller Art heran- zuziehen! So steht bei Lohenstein: „Ja, wie bie rose wirb bie sonne seyn auf erben!", bei <5pee: ,4ns gar bas schöne Morgenrot sich krönt mit frischen Rosen." (Sehr ähnlich bei Geibel.) Max Dauthenbey aber dichtet: „Der Mond ist wie eine feurige Ros", unb Rilke bichtet: „Dach manchmal bin ich oor bem Morgen bang, unb greife scheu nach seiner Rosen Röte." L. Tieck singt: „Nie welkt die Ros', bie mir im Herzen.tragen", und Platen: „Wie ein Flämm- chen flackert eine Rose, die noch aus Eden stammt, in meinem Busen." Logau nennt den Frühling „bes Jahres Rose". Rosen unb Mäbchen, sie sinb überhaupt unlösbar miteinanber verknüpft! Das Mäbchen wirb verglichen mit einem Rosenstrauch, mit einer frischen Ro e, wir hören von „Rosenangesicht", Rilke spricht (nach älteren Vorbildern!) von ber „Rosenreinen , Tieck singt: „Rosen, Lilien sinb gestreut auf ben wunberfüßen Leib." Von ben Lippen (Gretchens) sagt Mephisto: „Das Zwillingspaar, bas unter Rosen weidet", unb Opitz: „Noch röter ist ber Lippen Schein, als eine Rose pflegt zu fern. Boben- ftebt (Mirza-Schaffi) rebet von „Rosenmund und Rosenlippen", und Logau behauptet: „Wann Weiber Reime schreiben, ist bopptfi ihre Zier; benn ihres Munbes Rose bringt nichts als Rasen für! Im Dolkslieb heißt es: „Zwaa Raisla im Gsicht , Platen singt: „Rosen sinb bes Schenken Lippen. ben Weg gestreut und des Harms vergessen! Eine kleine Spanne Zeit ist uns zugemessen." Aber auch bem Zaungast bes Lebens, dessen Zugriff bie Rose sich weigert, ist Trost zubereitet; benn ingt nicht Mirza-Schasfy: „Der Rose süßer Dust genügt, Man braucht sie nicht zu brechen — Unb wer sich mit bem Duft begnügt, Den wirb ihr Dorn nicht stechen! L B. Gloria-Palast: „Dreimal Hochzeit". Die Bilber biefes Films wirken wie photographische Stationen eines Romans, ober es gibt bics- mal feine literarische Vorlage; bas Drehbuch von Ernst M a r i s ch k a geht auf eine Jbee von Gerhard Menzel zurück, dem mir schon eine Anzahl guter Filme verdanken. Eine Geschichte von großer lind unwandelbarer Liebe, die erst bei der dritten Begegnung ihre dauerhafte Erfüllung findet. Ein zaristischer Offizier, Großfürst im Vorkriegsrußland, verliebt sich während der Einquartierung im Manöver in eine Gittsbesitzerstochter und will sie auch gleich heiraten, aber der erste Versuch endet mit einem Skandal, den die hochmögende Petersburger Gesellschaft inszeniert. Bei der zweiten Begegnung, nach dem Weltkriege in Berlin, sind die sozialen Unterschiede nicht aufgehoben, nur die Nollen vertauscht: der ehemalige Großfürst ist Taxichauffeur geworden, die Verlobte aber ein berühmter Revue- tar. Sie lieben sich noch immer, aber auch diesmal kommt die Trauung nicht zustande. Endlich, wieder noch Jahren, begegnen sich die beiden zum dritten Male: ayf einem Dampfer, unb diesmal gibt es keine Hindernisse, keine Bedenken, keine Hemmun- gen und kein Halten mehr; sie ist ein Mannequin geworden jmb er ist Mixer an der Bar. Als ihm klar wird, daß sie sich diesmal auf einer Ebene gesunden hatten, mo es keine Niveau-Unterschiede mehr gibt, stürzt er hinter seiner Bar hervor mitten in die Modenschau unb schleppt bas geliebte Mannequin vor ben Kapitän, oer unverzüglich bic Trauung auf hoher See vollzieht. — Geza von Bolvory hatte bie Spielleitung, unb es entstand ein Film, der mehr als romantische Episode mirpt, als idyllisches Spiel am Rande ber Wirklichkeit, weniger als dramatisch-fpannenbes Abenteuer Willy Fritsch ist ber verwandelte Großfürst, liebenswürdig, sympathisch, ohne Starmanieren; seine neue Partnerin: Marte Hare11, eine hübsche und zärtliche, angenehm unkonventionell erscheinende Geliebte und Braut. Um die beiden herum gibt cs nicht sehr viel zu spielen, aber Hedwig Bleib treu, Theodor Dancgger, Nikolai Kokin und Theo Lingen (obwohl seine Komik schon unmittelbarer und schlag- , kräftiger herauskam ale( hier) seien vom Ensemble genannt. (Wien-Film im Verleih der Terra.) — ■ Dazu bie Wochenschau, bic bereits besprochen wurde. Hans Thyriot. »'S. Sä eilen, vor 'm Ch-* Bei feind'1 ig 8'ilile ** -i* auch einen. Bei den Stukas", sagte ich. Er ging wieder an die Arbe.t, und ,ch ,olg.e ihm denn nur mußten nach sprechen, werl die &nen tar zu unrußenall non greube unb Sto 5 yjer^en u o schippten bie großen Worte ...... .. . "^ProÄte bamaliger S.an.-lenker, Dolkofithrer rnes, baß es sich & Volksoersührer raschelnd vor sich her. ausgezeichnete, solche un£a5 ganje Suropo oon bonwts tnar als wir J ^Makulatur, aber lebe Meldung bes Deut« 1 klärung und Hinweise eine große Menge der jät] Die steuerfreien Veiräge der Krtegsbeschüdiateii [en. einsetzt. K. H. R. andervorschläge für den Sonntag 15 gon $ die Ar« rechnung. SJl.^fport Platz zu in dec iihuiifln" or< auf wie ifl, daß G. zu- (Fortsetzung folgt.) tf ich dem 211 il; rii-mlichk Irotit in di i inneren uni „Wenn Sie es wünschen die meisten Leute hier am pflichtiger wegen außergewöhnlicher Belastungen bi| Freilassung weiterer Beträge beantragt. Angerechnet voll es ist, an dieser Stelle zu stehen. Und so gut auch die Bezahlung dafür ist. „Ich werde mir erlauben, morgen auf die Angelegenheit noch einmal zurückzukommen!" sagt er und zwingt seine Stimme dazu, daß sie nicht laut und nicht brüchig klingt. An der Tür nimmt er die Hacken zusammen und verbeugt sich kurz. Friedrich Dominik blickt nicht hin. Aber Nissen ist's mit einem Male so, als habe er einem Menschen Unrecht getan. — gern. Ich bin Ort der Meinum anstrengen müssen, um als Sieger den verlassen. sind jedoch nach Auskunft des Reichsfinanzministe» riums grundsätzlich anzurechnen, wenn ein Steuer« immerhin insgesamt einen Wert von etwa 20 Ml, Honen Reichsmark, der in Zukunft auf keinen Fall! durch Nachlässigkeit oder Bequemlichkeit verlöre» gehen darf ! Ulli8 9ea Unberun Darüber ! ^»arbeit idik „Gesell L«l, ™ § a in 'N Die ersten Krontberichte ans dem Osten in der neuen Wochenschau. Lltz MZ Er -larung )di russisch^ bdleie, war ,dit Soviel keimt nai jofuniente < Mn Sinzel j-eit W ischen De ife bolschewi $ Mit S ini ein ganz jiiitlani Im oom Mar jMg.dtt w Druck d! 'mschen Reg in, unb mar MN Maska ch bei der einer neuen t worden, ob bei Kriegsbe- Zauschbeträgen für erhöhte iöhte Sonderausgaben auch noch die im Abschnitt 15 der Einkommensteuerricht- liniert für 1940 bestimmten Pauschbeträge für Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit und für Sonderausgaben abzusetzen sind. Diese Frage wird vom Reichsfinanzministerium verneint. Die Pauschbeträge für Kriegsbeschädigte im Sinne von Abschnitt 84 EStR. 1939 sind bereits erhöhte Pauschbeträge, sie umfassen damit die ge- wohnlichen Pauschbeträge aus Abschnitt 15 EStR. 1940. Bischen T !-nd zum er mi seit ungel 'ch nach (! Utber Cf deren.hc Wer „So »erden tna: Mite fe: B«bcn wer Raum mt den a treisung- Mittelbar ■ 'e Üloj Ißkgen D ' ein um chen (! vorgesehen. Nun ist häufig gef schädigten außer bei Werbungskosten und r Knochen ist ein wertvoller Rohstoff Er gehört nicht in den Mülleimer oder ins Feuer. Das Fachamt Handball führt auch in diesem Jahre wieder die Spiele um den Lahn°Pokal durch. Infolge der Bann-Kreis- unld Bezirkssportfeste wer. den sich die Spiele etwas in die Länge ziehen. Trotzdem werden sie in Bor- und Rückspielen aus- getragen. Erfreulicherweise ist die Beteiligung gut. ' der Gruppe Gießen: Lang-Göns, iSu HZ JJn -JH, ausgesetzt war. Bon den Unterseekl euzern sagt er I natürlich kein Wort. Dor Geschäftsgeheimnissen muß das Privatinteresse schweigen. | Lang-Göns — Luftwaffe Gießen. In der Gruppe Gießen eröffnen diese Mannschaften die Runde. Die Handballer der Luftwaffe sind noch nicht weiter in die Öffentlichkeit getreten. Trotzdem wird sich die junge Platzmannschaft sehr f gar nicht verwundern, daß der Knochen einen geeigneten Rohstoff für eine Fülle wichtiger Erzeugnisse abgibt, deren Folgeprodukte vielfältige Verwendung in allen Teilen der Industrie finden, baf7 unter z. T. für Probukte, bie einen befonberen Anspruch auf Appetitlichkeit unb Sauberkeit erheben. Ja, manche Frau, bie sonst einen Knochen nur mit spitzen Fingern und gerümpfter Nase anfaßt, wird staunen, wenn sie erfährt, daß deHelbe Knochen das Fett für ihren Lippenstift odek für die Rasierseife ihres Mannes abgibt. 400 000 Tonnen Knochen jährlich fallen auch während des Krieges in Deutschland an. Davon werden in Schlächtereien und Großküchen sofort 60 000 Tonnen erfaßt und durch Schulsammlun- „Nichts anderes, als was sich die Spatzen den Dächern ^upseifen." „Wollen Sie nicyt deutlicher werden?" liefern. Lediglich die Sportdienstgruppe trägt zu Hause gegen die Schüler von Allendors (Lahn) ein Freundschaftsspiel aus. Es spielen in der Gruppe Gießen: Lang- Holzheim, Grüningen, Luftwaffen-Sportverein Gießen, Mtv. Gießen und Heuchelheim. In der Gruppe Wetzlar sind es folgende Vereine: Hochelheim, Lützellinden, Garbenheim, Wetzlar - Niedergirmes untz Katzenfurt. Daß der Knochen ein wertvoller Rohstoff ist, aus dem man hochwertige Fette, besonders wichtige technische Oele, Leim, Gelatine sowie wertvolle Futter- und Düngemittel gewinnt, ist dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der zuständigen Stellen wohl hinreichend bekannt. Aber trotzdem bedeutet ein Knochen auch heute noch für viele Leute etwas so Unappetitliches, daß sie sich nur schlecht dazu entschließen können, diesen Abfall auch noch auf- zuheoen. Man wirst ihn lieber schnell ins Feuer, in den Mülleimer oder vergräbt ihn, bann ist er aus dem Wege geräumt und mit ihm die besonders jetzt in der warmen Jahreszeit bei unsachgemäßer Lagerung bestehende Gefahr, daß er uns mit seinem Geruch etwa lästig fällt. Daß es an der Zeit ist, diese Vorurteile gegen den Knochen aufzugeben, sollte sich nicht nur aus feinen mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten ergeben, sondern ebenso sehr daraus, baß der Kno- Reichswettkämpfe für Studentinnen. 3m Darmstädter Hochschulstadion. Die Reichsstudentenführung veranstaltet ihre altüberlieferten Reichswettkämpfe in diesem Jahr nur für Studentinnen und beschränkt bas Programm auf Leichtathletik, Schwimmen und Tennis. Die Wettkämpfe werden vom 24. bis 27. Juli im Darm- stäbter Hochschul-Stabion abgewickelt. In ber Leichtathletik unb im Schwimmen sind gewisse Minbest- leistungen vorgeschreiben. Das Programm in den drei Sportarten lautet: Leichtathletik: 100 Meter (Mindestforderung 13,5 Sek.), 200 Meter (29 Sek.), 80 Meter Hürden (13,5), Hochsprung (1,35 Meter), Weit- fprung (4,50 Meter), Diskus (26 Meter), Speer (32 Meter), Kugelstoßen (9,50 Meter), 4 mal 100 Meter. Schwimmern 100 Meter Kraul (1:40 Min.), 100 Meter Rücken (1:50), 200 Meter Brust (4:10), 3 mal 100 Meter Lagen, Kunst- und Turmspringen. Tennis: Einzel- und Doppelspiele, Mannschaftswettbewerb (zwei.Einzel, ein Doppel). Handball um den Lahn-pokal. Doch sein Gastgeber winkt mit der Hand. „Eine Sekunde bitte. Ich weiß natürlich, daß Sie da drüben beargwöhnt werden und daß man Sie gerne hinausekeln würde. Aber gerade das sollte für einen Mann, ber weiß, was er will, Anreiz [ein, erst recht ba stehen zu bleiben, wohl« er gestellt ist." ter bes totalen Entscheibungskampfes um bas Schicksal Europas gibt auch weiteren Ereignissen Raum in ber Deutschen Wochenschau: ber Beitritt Kroatiens zum Dreimächte-Pakt in Venebig, ber Besuch bes japanischen Botschafters General O s h i m a in Hannover, ber Besuch bes italienischen Ministers für Volksbilbung Pavo - lini in Berlin unb ber gemeinsame Kampf der Achsenmächte in Norbasrika finb sinnfällige Beispiele für die Völkergemeinschaft bes Dreimächtepaktes, bie mit ganzem Einsatz für eine gerechte Neuorb- nung in ber Welt eintritt. Daß der Anteil der deutschen Wehrmacht und vor allem der Luftwaffe als bedeutsamer Faktor der modernen Kriegführung habet eine entscheidende Rolle spielen wird, zeigt ein Blick in eine Lagebesprechung beim Reichsmarschall, zu der sich bie führenben Männer ber beutschen Luftwaffe eingefunben hatten. Einen stolzen Beweis für bie ungebrochene Volkskraft Deutfchlanbs bieten die Bilder vom Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft, ein Zeichen der Sicherheit, ber Ueberlegenhett unb Größe bes Reiches aerobe in einer ber entscheiden- ben Phasen biefes Krieges. Die ganze Wochenschau läßt es spürbar werben: bie Zukunft Europas liegt in ben Händen eines würdigen Volkes, das sich wie kein anderes zuvor für das Schicksal unseres Erdteils „Ich habe Ihnen zuliebe ausgehalten", schlicht er, „und weil ich mir keines Unrechts bewußt war Aber die Sache fängt an, mir über die Nerven zu gehen. Sie wird mir unerträglich." Linds linke Hand trommelt einen kleinen Gene« ralmarfch auf ber Tischplatte. „Wollen uns eine Flasche Rheinwein kommen lassen", meint er bann. „Es spricht sich leichter dabei. Und ich sehe, es wird doch länger dauern mti uns beiden. —» Oder ziehen Sie Mosel vor?" Lietzendorf ist es gleich. Aber eine Zigarette würde er nehmen, wenns gestattet ist. Nein, feine Zigarre! Dazu sei er zu nervös, um so lange hintereinander zu rauchen. Lind hat nichts dagegen. Während sein BesuH sich bedient, klingelt er nach dem Wein. Und bann wirft er hin: „Offen gestanden, lieber Herr Lietzendorf, ich wundere mich eigentlich, daß Sie sitz diese kleinen Plänkeleien so zu Herzen nehmen. „Aber bedenken Sie...", will der Ingenieur ein- wenden. Weiter ist gefragt worden, ob die Pauschbeträge | aus Abschnitt 15 der Einkommensteuerrichtlinitll8 1940 neben deck erhöhten Pauschbeträgen für Krieg- beschädigte aus Abschnitt 84 der Einkommensteuer, z richtlinien 1939 für eine Ehefrau abzuzieheß Jinj, die mit ihrem kriegsbeschädigten Ehemann zusanve men veranlagt wird. Hierfür gilt, wie das Finanz. Ministerium mitteut, die allgemeine Regel, daß über den erhöhten Pauschbetrag für Sonderausgaben hi»! aus weitere Sonderausgaben des Ehemanns oder der Ehefrau nur bann geltenb gemacht werben ko» nen, wenn bie Sonberausgaben ber Ehegatten z» fammen ben erhöhten Pauschbetrag bes Ehemann» Bieber — Dünsberg — Todmal — Bieber. Wir fahren mit bem Früh zu g 7.45 Uhr ber Bie- dertaldahn nach Bieder. Gleich bei den ersten Häuern beginnt die schwarze Punktmarkierung, die uns lurch ein Wäldchen zur Fellingshausener Straße, obann hinüber an einem eingefallenen Bergwerk vorbei zum bewalbeten Dünsberg bringt. Am Eingang bes Walbes genießen mir einen hübschen Rückblick. In langsamem unb bequemem Ausstieg führen uns bie Zeichen $ur Höhe. Da der letzte Ausstieg über bie Ringwälle in jüngster Zeit halsbrecherische Formen angenommen hatte, wurden bie Zeichen im Vorjahre vom VHC. verlegt, so baß man nunmehr nahezu mühelos nach oben kommt. Wir versäumen natürlich nicht, von ber Plattform des Turmes bie herrliche Runbfchau zu berounbern unb folgen nach Einnahme einer Erfrischung ben weißen Strichen, b(e uns über ben Kreuzbuchenplatz hinab in bas anmutige Dünsdachtal unb jenseits bes Tales wieber zum Walb bes Tobmals führen. Balb barauf gelangen wir zu einer reizvoll gelegenen Jagdhütte, von ber sich ein überraschenb schöner Blick auf ben Dünsberg barbietet. In ber Richtung nach Königsberg weitergehend, kommen wir auf aussichtsreichem Wege wieber zur schwarzen Punktmarkierung, ber wir nach links bis zur Strupbach folgen, gehen bann einen Heckenweg mit schönem Runbblick auf Königsberg entlang bis zur Landstraße unb auf biefer an den Mühlen vorbei nach unserem Ausgangspunkt Bieder zurück. Wanderzeit knapp 4 Stunden. drunft nach einer anderen Frau empfing und in sich trug. Der Vater hat sich gegen ihn in seinen Gefühlen und Herzensregungen abgeschlossen wie gegen jeden Fremden. Die innerste Welt Nissens ist ihm ein fernes, unbekanntes Eiland, nach Dem er sich in der stillen und herben Verschlossenheit seines Gemütes wohl oftmals sehnt, nacy dem zu forschen aber seine spröde und einsame Natur niemals den Mut findet, und wenn es gleichwohl sein eigenes Kind betrifft, den einzigsten Menschen, dem er durch Bande des Blutes und der innigsten Zuneigung verbunden ist. Der innigsten Zuneigung! Trotz alledem! Ja! Niemals hat Nissen die trennende Wand zwischen ihm und dem Vater so stark, so hemmend, so undurchdringbar empfunden wie jetzt. Das alles ist nur Gespensterspuk von Sekunden. Dominik ist wieder Herr über sich. Keiner braucht zu wissen, wie tief es ihn erschüttert, zu wissen, daß das Geheimnis von der Tragik seines Lebens nicht mehr sein ist. In diesem Augenblick haßt er Lietzendorf, der es gewagt hat, das verborgenste Heiligtum seines Menschentums anzutasten. „Sie haben sich vorhin unterbrochen!" sagt er kalt. Lietzendorf blickt ihm nach den Augen. Da ist etwas darin, was ihn erbeben läßt. Nicht der Kampfeswille von vorhin, etwas anderes, Menschliches, Urhaftes, Leiderfülltes, gegen das er keine Waffe weiß. Er braucht einige Sekunden, um den Faden wieder anzuiplnnen. Da hat Nilsen endlich sein Herz freigemacht, daß es für den Vater eintreten kann. „Bitte, lassen Sie uns allein, Herr Lietzendorf." Der wird hitzig vor Erregung... „Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll?" „Ueberlegen Sie sich's! Aber draußen!' Lietzendorf steht starr. Seine Augen sind zusammengekniffen, die Hände zu Fäusten geballt. Einen Augenblick meint er, er müsse irgendeinen Gegenstand nehmen und zerschmettern. Am besten über dem Kops dieses jungen Mannes ba, der es wagt, ihn in dieser Weise herauszufordern. Aber bann hat er sich wieder in der Gewalt. In dieser Minute ist er SSerrn Lind nicht mehr dafür dankbar, daß er ihm den Betriebsleiterposten auf ber Dominik-Werst verschafft hat. So ehren- Für Kriegsbeschädigte und ihnen Gleichgestellte sind — abgestuft nach der Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit — nach Abschnitt 84 ber Einkommensteuerrichtlinien für 1939 erhöhte Werbungskosten bei ben Einnahmen aus nicht selbständiger Arbeit unb erhöhte Sonberausgaben in Form von Pauschbeträgen zu berücksichtigen. Außerbem sinb in biefer Vorschrift für Kriegsbeschädigte und ihnen Gleichgestellte ohne Rücksicht darauf, ob sie erwerbstätig sind ober nicht, Steuerermäßigungen wegen außergewöhnlicher Belastungen in Höhe von festen, noch ber Minberung ber Erwerbsfähigkeit ab gestuften Abzügen (Pauschbeträgen) vom Einkommen Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Grünberg 1. 3gb. — Leihgestern 1. 3gd. Die 1. Jugenb fährt am kommenden Sonntag nach Grünberg. Sie trägt gegen die 1. Jugenb bei bärtigen Sportvereins ein Gesellschaftsspiel aus. Das letzte Mal stauben sich beide Mannschaften als Meister ihrer Gruppen im Ausscheidungsspiel um bie Vannmeisterschaft gegenüber. Dos Sviel wurde von Leihgestern mit 10:5 gewonnen. NM treffen sich beibe Mannschaften im Freundschaftsspiel. Do Grünberg inzwischen an Stärke geroon- nen hat, wird es in Grünberg ein interessante» Treffen geben, wobei der Sieger mit bem Schluß, pfiff erst feststehen wird. Die 2. Jugend begleitet bie 1. Jugenb bis nach Gäbelnrob. Sie trägt ebenfalls ein Gesellschafts- spiel aus, unb zwar gegen die 1. Jugend bes Sport' Vereins Göbelnrob. Die Aufgabe, bie sich hier bh % Jugenb gestellt tjat, wird sie wohl kaum lösen, benn ber Gegner ist sehr stark. Allerdings sollte fle bei dem nötigen Einsatz eine gleichwertige Partie Die neue Deutsche Wochenschau enthält bereits bie ersten Frontberichte aus bem Oste n. Wenige Tage nach bem gewaltigen historischen Ereignis bes 22. Juni erleben wir im Film noch einmal die Morgenstunden jenes Tages, bie Verkündung der Führerproklamation an das deutsche Volk und an die Welt durch Dr. Goebbels über den Rundfunk und den Presseempfang bes Reichsauhenministers. Wir spüren das Gewicht der Stunde, die von dem größten Aufmarsch der D)elt- geschichte und den ersten Phasen seiner kämpferischen Entwicklung berichtet. Wir werden Zeuae der er st en Kämpfe um Brückenköpfe, Fluß- übergänac, Feldstellungen und Bunker. Die ersten sowjetrussischen Gefangenen werden eingebracht, Bombenangriffe auf russische Stellungen, Flugplätze und Bahnhöfe vor unseren Augen durchgeführt. In einer gewaltigen Steigerung der Bildsolge wird uns die einmalige Größe und Konzentration, bie Wucht und Stärke dieses Angriffes gegen die bolschewistischen Verräter vermittelt. So kündet auch die Wochenschau auf ihre Weise an, was der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht umschrieb: große Erfolge sind zu erwarten. Man sollte meinen, daß das Geschehen an der Dftfront und der Leistungsaufwand, es schon jetzt im Wochenschaustreifen darzustellen, andere Themen in ben Hintergrund drängen würde. Aber ber Charak- Ihre Werst und bie Norddeutsch« Werft 21' sammenaehcn sollten und bah nicht eine Frau... Er bricht jät) ab. Landkreis Gießen. - Lich, 27. Juni. Am Sonntag, 29. Juni, kann unser Mitbürger Johann Ludwia Alles (Huid gener Straße) in voller korverlicher und geistiger Frische sein 8 0. Lebensjahr vollenben. Dh Jubilar war in früherer Zeit lange Jahre als Maurerpolier bei Bauunternehmer Heinrich Mini in Gießen tätig. Katzenfurt — Garbenheim. Katzenfurt unb Garbenheim eröffnen ... Gruppe Wetzlar die Runbe. Beide Mannschaftei haben schon jeweils bie Sieger gestellt. Deshalbwollen wir bas Spiel als offen bezeichnen. Ri Ech von fallende itit gege rN ana ^Mtung Weit al JJh der i ^p&BI ! eit1«n 8 h b-» h' W bie & 3 der Nervenprobe nicht mehr gewachsen." Lind setzt ein dünnes Lächeln auf. „Zum Drittenmal sprechen Sie jetzt von Ihre« Nerven. Erinnern Sie sich, was Hindenburg gesagt hat? Dos sind die besten Nerven, die ma« nicht spürt. Wenn ich nervös werde, pfeife ich. — Kein Mensch hat ihn jemals pfeifen hören." Das Mädchen bringt den Wein und Gläser und verschwindet wieder. Lind gießt ein. Dann fährt der Gastgeber fort: „Es ist Der gleiche Teig, aus dem Die großen Heerführer und die großen Industriellen vom Schicksal gefnctel werden." Er trinkt seinem Gast zu lind beim Hin» chen einen durchaus wertvollen Teil des tierischen Organismus darstellt. Die Aufbaustoffe für die Knochenbildung im Tierkörper werden nach einem langen Neinigungsweg an der Baustelle abgelagert. Sic kommen weder mit Drüsenausscheidung noch mit dem Magensaft noch mit ben Exkrementen in Berührung. Deshalb sind die Bestandteile des Knochens die saubersten Teile des Körpers überhaupt. Das im Knochen sich bildende Fett und die Eiweißstoffe sind reiner als jedes andere Fett und Eiweiß im Tierkörper. Auch nach der Schlachtung ist die Behandlung der Knochen die gleiche wie beim Fleisch und keineswegs unappetitlich ober unf)i)- gienisch. Erst wenn die Knochen als Abfall achtlos fortgeworfen werden und dem Verderben anheimfallen, beginnt der Verlust für die Allgemeinheit. Vergegenwärtigt man sich die besonders sorgfältige Bildung der Knochensubstanz und seine Funktion im tierischen Körper, so kann es auch Am Abend bittet Lietzendorf seinen alten Gönner Motthous Lind um eine Unterredung. Lind ist nicht gleich zu sprechen. Aber der In- genieur kann ja warten. Es dauert ziemlich lange, vis der Industrielle für ihn frei ist. Und auch Da ist er in Host und drängt zur Eile. „Fassen Sie sich kurz, lieber Lietzendorf. Sie wissen, wie geplagt ich bin. Ich will morgen in aller Frühe nach Hamburg und muß noch ziemlich viel Dorbereiten. Ist's denn wirklich so wichtig. „Allerdings!" Der Ingenieur zögert eine Sekunde. Und bann sprudelt er es heraus: Ich will meine Beziehungen zur Dominik-Werft lösen. Der Gedanke lebt schon lange in mir. Aber ich habe immer wieder versucht, ihn zurückzuschieben. Nun geht es nicht mehr. Unb ba ich Ihrer Fürsorge die Position verdanke, hielt ich es für notwendig, Sie von meinen Absichten zu informieren, bevor ich ben entscheibenben Schritt tue/ „Hm." Lind hat ruhig zugehört. Das Vorbringen Cie- hendorfs kommt ihm nicht gerade überraschend. Er hat schon lange damit gerechnet, daß ber Ingenieur eines Tages kommen mürbe, um zu sagen: „Ich mache nicht mehr mit." Aber so etwas gibt es natürlich nicht. Er braucht einen Vertrauens- Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Was meinen Sie damit, Herr?^> gen etwa 60—70 000 Tonnen jährlich gefammrt Man sieht an diesen Zahlen, daß trotz aller 2hjL —,v klärung und Hinweise eine große Menge der ja^M^HM^ lich anfallenden Knochen noch immer ins Fei.er Lrfüfi® oder in ben Mülleimer manbert, anstatt forgfäl iß aufbewahrt an bie Sammler abgegeben zu werde? Gelingt es, 100 000 Tonnen Knochen zusätzlich L3k"',F verarbeiten, so konnten hieraus 10 OOO Tonnen Feß,j^^' 15 000 Tonnen Leim bzw. eiweißhaltige Futtermt-' tel unb runb 45 0Ö0 Tonnen sonstige Futter- u*l Düngemittel gewonnen werben. Unb bas bebeuljl Mornshausen — Rollshausen — Attenvers — Reimershausen — Oberwalgern — Aronhausen. Wir benutzen bie Bahn über Nieberwalgern nach Mornshausen an ber Salzbobe. Von ber Station aus nehmen wir ben mit roten Punkten bezeichneten Fahrweg, ber sich zwischen Bergen durch bie sog. Subach hinzieht, über Rollshausen nach Attenvers. Von hier bringt uns die Straße nach Reimershaufen mit unterwegs schönen Blicken auf ben Dünsberg unb bie heimatlichen Berge sowie in das anmutige Salzbödetal. Von Reimershausen nehmen wir die Straße nach Oberwalgern, welche bei der Stein- furthsmühle das Salzbödetal durchquert und durch ein Stück Wald führt, an dessen Ende wir das Dorf auf der Hohe vor uns sehen. Hier kürzt rechts ein Fußweg die große Straßenkehre, die sich um bas Dorf hlnzieht, ab. Im Dorf haben wir bie Hohe erreicht und benutzen von hier aus die Straße nach Fronhauien. Auf Der Hohe genießen wir sehr schäne, umfassende Blicke in Das Lahntal unb auf bie jenseitigen Berge bis in bie Marburger Gegenb. Die Straße senkt sich nach Fronhausen hinab, boch kürzt ein Fahrweg bie große Schleife berselben. Wir können uns unterwegs noch ben interessanten Kirchturm besehen und von ber Station bie Bahn zur Heimfahrt benutzen. Dauer der Wanderung 4 Stun- den. übersteige Auf Grund von Abschnitt 84 Abs. 2 der Gintoni M MM, mensteuerrichtlinien 1939 werden wegen außergt« ,D, veil d wohnlicher Belastungen Freibrtäge gewährt. Dies» :Ml des Noch nie l)at er eines Menschen Gesickt so jäh sich wandeln sehen. Dominiks Lippen sind blaß und zusammengekniffen. Die Hände krampfen sich um die Stuhllehne. Erschrocken sieht Nissen zu seinem Vater hinüber. Was hat den alten Herrn dermaßen entjetzt? Er mochte zuspringen. Etwas fragen. Etwas jagen. Etwas helfen... Aber er ist wie gelähmt. Er weiß nichts. Nichts zu helfen. Nicht ein Wort zu sprechen. So sel)r er tn Friedrich Dominik den überragen- den Geist, ben tatkräftigen Mann ben erfolgreichen Industriellen verehrt, so fremd ist er ihm als Vater. Es gibt keine Verbindung zwischen seinem Menschentum und dem des Mannes, dessen Blut er sein Leben verdankt. Es gibt nicht einmal in diesem erschreckenden Augenblick ein gutes Wort, so sehr es Nissen Im Munde brennt. In dieser Stunde erfüllt sich das Schicksal zweier Menschen, die Vater und Sohn finb. Es geht seinen ehernen Schritt, vorbei an dem Gesicht des Fremden, der mitten dazwischen sitzt und nichts davon ahnt, daß das Zimmer plötzlich voll ist vom tiefsten Menfchenleio. Auch In Friedrich Dominik drängt etwas an, das genau so tief und qualvoll Ist wie die Not der Eln|amkeit, die Nissen ben Mund verschließt. Dieser einzige Sohn jollte die Erfüllung seiner heiligsten, heimlichsten Sehnsucht werden und wurde doch nur Das Kind einer Frau, die dem Herzen Ihres Mannes fremd blich, auch als sie seine In- : j- Vle Üb t IÄ mit i fixeres i ist Ä Kr -Das hab' ich auch zuerst gedacht, aber ich bl« .....K U hnen\^d)n kthnl? werden sie allerdings nur, wenn sie mit der Kriegz, beschädigung zusammenhängen; fehlt es an einem solchen Zusammenhang, so unterbleibt mann Da Drüben. Heute mehr als je. „Darf ich wissen, was vorgefallen ist?" „Natürlich!" LiehenDorf berichtet im allgemeinen unb in großen Zügen. Nicht nur über den Zu- —■- sammenstoß von geute. Sondern auch von all den ltUlen des Glases schließt er den Satz: ,,Es anderen Quälereien, denen er im Laufe der Zeit vlPcr^!SS' ^e.Lr Ingenieur, daß idJ ..... ' - Sie überscl>atzt habe. Schade! Lietzendorf verteidigt sich.