Mehener Anzeiger l?hne Illustrierte Zustellgebühr.. 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 tudn bei Nichterscheinen Von unserem Dr. A- Tokio, Mai 1941. Flottenchef Admiral Lütjens. (Scherl-Bildarchiv.) Oie Stärke der deutschen Kriegsschiffe rage nach rot jedoch veränden, kam mich Material und MH logijch l- x uns DOf' ie nicht bu 10. Jahrgang ktr. 124 srirtieini lagiich. aufoei Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte VienenerIamilienblätt«7 tzeimatlmNild DieSckrc.ue RonatS-Be-ugsvreis: Nit 4 Beilagen ?RM. 1.95 tischen Empires errungen wurde, der im gesamten Machtbereich der Briten begangen wird, und zum Ueberflutz auch noch am 122. Geburtstag der Königin Viktoria. Ein großes amerikanisches Blatt betont u. a., die britischen Verluste bei Island seien nur mit den Verlusten Englands in der Skagerrak- Schlacht zu vergleichen. Ein anderes Blatt findet es rätselhaft, daß eine deutsche Granate in die Munitionskammer des britischen Schlachtkreuzers, also in das Innere des Schiffes eingedrungen fei. Diese Frage hat insofern eine gewisse Berechtigung, >vre»ansrb>ui! 3251 »Nick Mldvtkl««: SiwÄf9™ BrflMto.tortwrttätseraderda.teiy Elf britische Kreuzer im Mttelmeer versenkt. Schwere Einbuße der britischen Mittetmeerflotte durch deutsch-italienische Zusammenarbeit. — Oie Kämpfe auf Kreta weiter erfolgreich. abgestellle Jagdflugzeuge und beschädigten sechs weitere schwer. In Aordafrlka schwache Artillerietätigkeit vor Tobruk. 3m Seegebiel um England versenkten Kampfflugzeuge zwei Frachter mit zusammen 2000 VRT. und beschädigten zwei große Handelsschiffe schwer. Bei Vorstößen deutscher Jäger gegen die englische Südküste und bei Versuchen des Feindes, am Tage in besetztes Gebiet und in die Deutsche Bucht einzufliegen, wurden in Luflkämpfen drei britische Jagdflugzeuge und drei Kampfflugzeuge abgeschossen. Außerdem schoß ein Vorpostenboot drei und Marineartillerie zwei britische Kampfflugzeuge ab. In das Reichsgebiet flqg der Feind weder bei Tage noch bei Rächt ein. Oer italienische Bericht. Rom, 26. Mai. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika wurden im Verlauf einer Aktion von Spähtrupps an der Tobruk-Front Panzerabwehrgeschütze und andere automatische Waffen erbeutet. Deutsche und italienische Flugzeuge haben im Sturzkampf feindliche Schiffe im Hafen von T o - brüt bombardiert. Vier Dampfer mit einer Ge- samttonnage von 11000 Tonnen wurden versenkt. Ein Kreuzer wurde getroffen und schwer beschädigt. Unsere Luftoerbände haben wiederholt militärische Ziele der Insel Kreta bombardiert und mit Maschinengewehrfeuer belegt. ■ In Ostafrika haben unsere Truppen in der Gegend von Galla und Sidamo auf dem linken Ufer des O m o - F l u s s e s Angriffe des Gegners siegreich abgeschlagen. Amerikas „Neutralität" Von unserer Berliner Sch'riftleitung. Am 21. April 1939, also noch vor dem von England und Frankreich angezettelten Aus-bruch des Krieges, brachte die nordamerikanische Zeitschrift ,,Liberation" eine Karikatur, die die Außenpolitik Roosevelts aufs schärfste angriff, ihn als Tobsüchtigen charakterisierte, der brüllte: „Ich will Krieg". Vor der Tür war dec Wagen der Irrenanstalt gekennzeichnet. Aehnliche Karikaturen, die Roosevelt als eisern entschlossen zeigten, für England zu kämpfen, brachten amerikanische Tageszeitungen. Abgesehen davon, daß der amerikanische Präsident damals schon durch seine Botschafter und Gesandten in Europa gegen Deutschland zum Krieg Hetzen ließ, hatten diese Äußerungen der amerikanischen Volksmeinung um so mehr Bedeutung, als sich barirj deutlich der Wille zur Neutralität bekundete, dem selbst Roosevelt, wenigstens in seinen Wahlversprechungen, im Vorjahr nachgeben mußte, als er feierlich dem amerikanischen Volke versprach, cs vom Kriege fernzuhalten. Wenn heute die nächsten Mitarbeiter Roosevelts eine Aufhebung des amerikanischen Neutralitätsgesetzes und die sog. Freiheit der Meere fordern, dann fordern sie in Wirklichkeit damit einen Rooseveltschen W o r t - b r u cf), die direkte Unterstützung des zusammenbrechenden Englands durch amerikanische Kriegs- hilfe, und die Freiheit der Meere wird von chnen dahin ausgelegt, daß Europas Völker verhungern können, nur, damit die englische Plutokratie gerettet werde. In Wirklichkeit sind diese höllischen Prinzipien nicht nur direkt den Interessen des amerikanischen Volkes gegensätzlich, sondern bilden auch die schärfste Verneinung alles dessen, was Amerika als politische Doktrin seit den Anfängen der USA befolgte. Die Freiheit der Meere ist eine Forderung, die 1609 der große europäische Völkerrechtslehrer Hugo Grotius in seiner Schrift „Mare liberum“ verfochten hat und die im Jahre 1713 im Utrechter Frieden als verpflichtendes Gesetz anerkannt wurde. Da- Fahr. 'n Der« -gesamt 'de we. samt, verur- unb bie icht zu. en An- Dienstag, 27. Mal Ml Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Bormittags Anzetgen-Preiie- Änaeigenteil 7 Rpf. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse Mengenstaffel B Plavoorichrttt (vorherige Vereinbarung) 25"/v mehr tierten jt 45,5 bis 4,5, b) 40 dis 44,5, ; 25, $ör- 56,5, d) 27 70, untere 50, d) 30 b- 40, dl i 40, c) 25, ;) 57,5, d) -knOlfe ^ben. eines "klage nnung is. an. Äe mbem ' beim '°dge- haben anbeit. ' einer n Mo. geklag- Der Wehrmachtbencht Berlin, 26. Jliai. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kampf um Kreta erzielte die Luftwaffe — wie durch Sondermeldung bekanntgegeben — außergewöhnliche Erfolge gegen die britische Wittel- meerflotte. Unter Zusammenfassung der bisherigen Weldungen versenkten allein die deutschen Luftstreitkräfte seit dem 20. Wai sieben feindliche Kreuzer oder Flakkreuzer und acht Zerst ö r e r sowie ein Unterseeboot und fünf Schnellboote. Durch Vombenvolltrefser wurden ferner ein Schlachtschiff sowie mehrere Kreuzer und Zerstörer schwer beschädigt. Italienische See- und Luftstreitkräste versenkten in der gleichen Zeit vier feindliche Kreuzer und beschädigten mehrere Schiffseinheiten. Damit Hal die englische Seeherrschaft im östlichen Wlttel- meer durch die hervorragende Zusammenarbeit der See- und Luftstreitkräste der verbündeten Achsenmächte eine schwere Einbuße erlitten. Auf der Insel Kreta verlief der Kampf der dort eingesetzten Verbände der Luftwaffe und des Heeres unter ständiger Zuführung von Verstärkungen weiterhin erfolgreich. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auch gestern wirksam in die Erdkämpfe auf der Insel ein, warfen brittsche Stützpunkte und Wunilionslager in Brand, vernichteten zwei größere Handelsschiffe und schossen in Luftkämpfen drei britische Kampfflugzeuge und drei Jagdflugzeuge ab. Drei weitere feindliche Flugzeuge wurden am Boden zerstört. | Auf der Insel Walia vernichteten deutsche Jäger durch Beschuß mit Bordwaffen vier am Boden | ; biliaren nö f>Llr6 ‘ Schlachtschiffen beruht, deren erstes Opfer die von dem unvergeßlichen Prien versenkte „Royal Oak" war. In diesem Falle bei Island ist der Ausfall für England noch besonders empfindlich dadurch, daß es sich um ein neues Schlachtschiff handelt. Die Schiffe der „King-George"-Klasse, zu denen die „Prince of Wales", „King George V." (seit dem Amtsantritt des Botschafters Halifax drüben in Amerika), „Duke of York" und „Beatty" gehören, find neuesten Datums. Sie wurden erst 1939 auf Stapel gelegt, brauchen dreieinhalb Jahre bis zur Fertigstellung und sind erst unter Aufwand äußerster Beschleunigung mit zwei Schiffen in der Front vertreten. Es handelt sich um Schlachtschiffe von 35 000 Tonnen und 30 Seemeilen Geschwindigkeit. Sie haben 10 Geschütze von 35,6 Zentimeter (vielleicht auch schon 40,6 Zentimeter) als schwerste Artillerie, ferner 16 Geschütze von 13,2 Zentimeter Kaliber und 32 Flakgeschütze von 4 Zentimeter Kaliber zu je 8 zusammengefaßt. Die Schiffe find mit 1500 Mann besetzt; sie haben eine Länge von 226 Meter, eine Breite von-31,4 Meter und einen Tiefgang von 8,5 Meter. Für die amerikanische Presse bildet die kurze, für England so folgenschwere Seeschlacht bei Island die Sensation des Tages. Zahlreiche Blätter bringen halb- oder ganzseitige Bilder des vernichteten britischen Schlachtkreuzers „Hood", enthalten sich aber bezeichnenderweise größerer Kommentare. Dafür weist man beispielsweise darauf hin, daß der deutsche Seesieg bet Island am Tage des Bri- sich irgendwelche über das Notwendigste hinaus- aehende Nahrungs- und Genußmittel zu beschaffen. Auch macht es den Eindruck, als gehe es diesen Militärsiedlern nahe der Grenze materiell erheblich besser als der Bauernbevölkerung im Innern des Landes. Wir nähern uns der Grenzstation Otpor (jenseits der Grenze, schon auf mandschurischem Gebiet, liegt Mandschuli). Im Speisewagen hat es heute nicht mehr recht geklappt. Es wird spät, erst gegen zehn Uhr abends erhalten wir unser Abendbrot. Der ,^Intourist"-Mann sagt geradeheraus, man wolle uns beschäftigen, damit wir nicht erst ins Bett gingen, denn bald nach Mitternacht ist die Grenzpolizei im Zuge zu erwarten; gegen zwei Uhr in der Frühe sollen wir in Otpor eintreffen. Aber „Vollmond" hat keine rechte Lust mehr und die Mahlzeit, die uns für unsere fünf Mark (das ist der festgelegte Satz für eine Mahlzeit) aufgetischt wird, ist kaum geeignet, uns lange zu beschäftigen. Sie besteht nur aus zwei dünnen Scheibchen Jagdwurst und zwei ebenso dünnen Scheiben Käse. Ein Protest mit Worten hat keinen Erfolg. Als aber eine entschlossene Dame sich aus ihrem Abteil eine aus Deutschland für alle Fälle auf die Reise mitgenommene Wurst herbeiholt und unter den hungrigen Fahrtgenossen zu verteilen beginnt, da greift der „Jntourist"-Mann ein. Wenn wirklich die geschlossene „Belegschaft" unseres Wagens zu dieser Selbsthilfe schreiten würde, dann müßte das bedeuten, daß die Speisewagenvcrwaltung ihr „Gesicht verlieren" würde. Schließlich sind wir ja mittlerweile in Ostasien. So wird uns denn nach längerer Beratung verkündet man habe noch eine Gans „gefunden", und diese werde uns in Kürze gut gebraten serviert werden Was denn auch so gegen Mitternacht geschieht. Und „Vollmond" macht gute Miene zum bösen Spiel und lächelt in unveränderter Freundlichkeit auf uns herab. Er will uns nicht auf den Gedanken kommen lassen, daß er ärgerlich sei, weil er nun diese Gans nicht am nächsten Tag, dem ersten Ruhetag nach zehntägiger Fahrt, selber verspeisen kann. als die aus dem Baujahr 1918 stammende „Hood" gerade auf Grund der britischen Erfahrungen mit der Durchschlagskraft der deutschen Granaten in der Skagerrak-Schlacht in den Jahren 1929/30 umgebaut und mit einer stärkeren Panzerung versehen wurde. Die Tatsache, daß die schweren Geschosse der Gefechtstürme unserer Schlachtschiffe auch diese Panzerung so zu durchschlagen vermochten, daß sie erst im Innern des Schiffes explodierten, besagt genug über den technischen und militärischen Wert unserer deutschen Kriegsschiffe. Der Flottenoerband, der unter Führung des Flottenchefs, Admiral Südens, den Seesieg bei Island gegen schwere englische Seestreitkräfte erkämpfte, war, freilich in anderer Zusammensetzung, schon einmal im Frühjahr zu Operationen in die Weite des Atlantik ausgelaufen. Damals gelang die Versenkung von 22 bewaffneten Handelsschiffen mit 116 000 t, und das britische Geschwätz von der meerbeherrschenden englischen Flotte war wieder einmal genau wie jetzt ad absurdum geführt. Die Seeschlacht von Island ist der erste große Kampf zwischen deutschen und britischen schweren Einheiten seit der Skagerrak-Schlacht. Es wirkt wie ein Symbol, wenn die Meldung über diesen Sieg am Tage des Flottennachrufes auf Günther Prien, den ersten Sieger über ein englisches Schlachtschiff in diesem Kriege, und gewissermaßen am Vorabend der 25. Wiederkehr des Skagerrak-Tages erschien. „Bismarck" wieder in schwerem Kampf. Gegen feindliche Uebermacht. Berlin, 27. Wai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Das Schlachtschiff „Bismarck" steht seit Wonlagabend 21 Ahr wieder in einem schweren Kamps gegen eine feindliche lieber-, macht. Hauptsache bleibt ja, daß die gebotene Kost gut und ausreichend ist. Ausreichend ist die Verpflegung im sibirischen Zuge bestimmt, und die Küche ist nicht K, allerdings für deutsche Begriffe reichlich. md schwer. Leute mit zartbesaiteten Mägen tun deshalb gut, einmal einen Fasttag einzulegen, und wer die Reise nach dem Fernen Osten unternimmt, sollte nicht versäumen, Natron und Kohletabletten in seiner Reiseapotheke mitzunehmen, um ouftretenden Unpäßlichkeiten sofort entgegentreten zu können. Die Russen im Zuge nehmen von uns nicht viel Notiz. Meist sind es Offiziere und Soldaten, zum Teil in Begleitung von Frauen und Kindern, die sich hier bei reichlicher Verpflegung, Wodka, schalem Bier oder übersüßer Limonade gütlich tun. Es kommt kaum vor, daß sich einer von ihnen! an einen Tisch setzen würde, an dem wir Platz genommen haben. Je weiter wir nach Osten kommen, um so größere Bedeutung erhält der Speisewagen für die Bevölkerung längs der Bahn. Auf den kleinen Bahnhöfen in Dftbaifalien strömen Männer und Frauen der näheren und weiteren Umgebung herbei, um im Speisewagen Leckerbissen einzukaufen, die sie in dieser gottverlassenen Gegend sonst nicht auftreiben können. Es sind zum großen Teil die hier in der Nähe der mandschurischen Grenze planmäßig angesiedelten Reservisten und ihre Frauen, aber auch Mongolen, Männer und Frauen kommen auf ihren struppigen Ponies von weither angetrabt, um im Speisewagen Kuchen, Obst, Konfekt, Zigaretten und Limonade zu kaufen. Die Preise muten uns recht hoch an. Ein kümmerlicher kleiner Apfel kostet einen Rubel (etwa 50 Pf.), ein kleines Paket trockene Keks zwei Rubel 50 Kopeken. Aber schließlich haben die Leute hier sonst kaum Gelegenheit, Der Sidirienexpreß fährt durch die Taiga, ’ Irgendwo zwischen Krasnojarsk und Irkutsk. Es ist lüh am Morgen. Ich bin rechtzeitig aufgestanden, o nn wenn sich vier Personen verschiedenen Geflechts in ein kleines Waschabieil teilen müssen, einn muß schon rechtzeitig angefangen werden, । pnn alle um die Frühstückszeit ihre Morgentoi- jitte beendet haben wollen. So sitze ich denn im lang auf einem der an der Wagenwand ange- ' t achten kleinen Klappsessel und sehe in die Land- |->aft hinaus. Mit ihrem lichten Baumbestand, reißens Birken, Föhren und hie und da Lärchen lid den weiten offenen Flächen dazwischen wirkt i fast wie ein großer Park; der Schnee ist größ- .nteils jetzt in der zweiten Aprilwoche schon ge- ;ut, nur hie und da auf den Hügeln liegt er noch t größeren Flächen. Dann und wann einmal ein jon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt General-AnzeigerfurGberhefsen 5ch«lstratze^-y jrf mit Feldern, welche Zeichen der vorjährigen $?|teUung zeigen, und mit Drehbrunnen. Auf den fjfen sieht man einzelne Frauen, die nod) dick rmummt gegen den leichten Frost sind, bei der :beit. Mein „innerer Mensch" beginnt sich zu be= roeren, ick) habe Hunger. Aber noch hat der „Jn- trttrist"°Angestellte, der unseren Zug begleitet, nicht ,m Frühstück gerufen. Der Zug fährt in einen kleinen Bahnhof ein Lif dem Bahnsteig laufen allerlei Einheimische rum. Neben den unvermeidlichen Polizisten oder nidarmen, die in ihren langen rotbraunen Münir mit der blaß karmesinfarbenen Mütze oder der der gleichen Farbe besetzten Pelzkappe recht sol- ttisch und stramm aussehen, Bauern und Bäue- inen, meist in Baumwollkleidern unter schädigen Loli- ober Schafpelzmänteln, aber auch schon Manien in Nationaltracht mit ihren eigenartigen nitzmützen. Auf einem Verkaufstisch, der auf ! cihlen steht, die in die Erde gerammt sind, hat ie alte Bäuerin mit dicker Pelpkapuze zwei Fla- ren mit Milch zum Verkauf aufgestellt. Ein paar /Hhritte entfernt bietet eine jüngere Frau mit ichtend rotem Kopftuch aus einem großen Korbe tr an. Neben ihr aber steht eine andere junge fr au, die einen großen Globus emporhebt und o'enbar den Reisenden des Expreßzuges zum Ver- kcufe barbieten möchte. Jawohl, einen richtigen 1 Lchulglobus, ziemlich groß, auf einem schwarz- klierten Fuß, allem Anschein nach recht gut erhellen. Sie hebt ihn mit ernster Miene empor, zcgt ihn nach rechts und nad) links, läßt ihn um fene Achse spinnen. x Im Zuge aber scheint außer mir und den Be- flnteii noch alles zu schlafen. Weder für die Mild), Ilch für bie Eier, nod) für ben Globus finden sich ' iirbhaber. Ein Schaffner, der vorübergeht, scheint rire neckende Frage an bie Verkäuferin bes Globus : u richten, er selbst lacht herzlich auf, als er weiter «tzt, sie aber verzieht keine Miene unb bietet nach De vor bas seltsame Verkaufsobjekt nach allen bitten aus. Der alten Bäuerin wirb die Zeit zu twg, sie gibt es auf und zieht mit ihren beiben 1 faschen Milch ab. Auch die Frau im roten Kopf- ! fah verliert die Geduld und macht sich mit ihrem ! bdrkorb bavvn. Von ber Lokomotive ertönt der ; Here Schrei ber Sirene und langsam rollt ber jrg an. Die Frau mit bem Globus aber steht un= erroegt da, noch einmal hebt sie bie(en empor, «I: hoffe sie, noch in letzter Sekunbe einen ber fRifenbcn zum Kaufe zu bewegen Als ich sie zu- leit sehe, schaut sie mit unbewegtem Gesicht dem fto langsam entfernenben Zug nach. Ich mache mir Gebauten darüber, was wohl in ihrem Kopf w" gehen mag und wie oft sie wohl noch vergeblich iir dem Bahnsteig stehen wird, ehe sie einen Ab- etvmer für ben Globus, vielleicht ihr einziges Ver- ||!iflen5ftütf von Belang, finbet. Über bann melbet sich roieber der Hunger bei mir. d sehe nach ber Uhr... nein, noch ist keine Aus- '41, baß „Vollmond" sich erweichen lassen konnte, c' Wolf, ber an meinen Eingeweiden nagt, zu item. „Vollmond" ist ber Oberkellner in unserem „Englanb besitzt eine Waffe, ber Deutschland etwas Gleichwertiges nicht gegenüberstellen kann, bie aber ben Kamps entscheiden wirb. Sie heißt: Seemacht!" So klang es am Samstag, 24. Mai, aus bem Lonboner Rundfunk in bie Welt hinaus. Wenige Stunden-später dröhnten bie Trommeln und schmetterten die Fanfaren der deutschen Sonder- meldung über bie Seeschlacht in den isländischen Gewässern unb über ben deutschen Sieg. Nehmen wir gleich vorweg, baß ber Sieg bes beut- schen Schlachtschiffes „Cismar ck" über ben mehr als 7000 Tonnen größeren englischen Schlachtkreuzer ,^oo b", bas größte Kriegsschiff der Welt, in nur fünf Minuten errungen würbe. Daraus geht hervor, daß schon bie ersten Salven ber schweren Gefechtstürme ber „Bismarck" gut deckend im Ziel gelegen haben müssen. Der riesige englische Koloß flog infolge eines schweren Treffers in die Munitionskammer in bie Luft, lieber diesem Seesieg unserer jungen Flotte darf der weitere, höchst bedeutsame Erfolg nicht vergessen werden, wonach außerdem eins der modernsten englischen Schlachtschiffe ber „King-George"-Klasse zum Abbrehen gezwungen wurde. Es hat sich beschleunigt dem vernichtenden Feuerbereich der schweren deutschen Schiffsartillerie entzogen, muß also schwere Beschädigungen erlitten haben. Das ist innerhalb weniger Tage das dritte englische Schlachtschiff, das Infolge schwerer Beschädigungen ausscherbet, unb bas wiederum fällt insofern schwer ins Gewicht, als die Stärke der Kritischen Flotte ja gerade auf ihren fiten, gewisse ung des Gesetzes Wfts. ne Aus, ung non Ja Zu Wochen- cs Eicke ir. Auch । erreich- ordstuick. beachtet, tin. hier 349 noch den weihen und renburger iktie lag tanaftien luch Mailich. Am rei etwas ) an, fiel ieber auf diese Seim ejTjj hinten ” zsisewagen. Ich habe ihn so getauft, denn er eit bem leudjtenben Nachtgestirn sprechend» ähn- d. Auch bie unnahbare Ruhe hat er mit dem 'eien Gefährten ber Mutter Erbe gemein, unb es itit ihn nicht im minbeften, als ich nun boch in er Speisewagen vorstoße, meinen Platz einnehme n> burch Gesten (ich spreche nicht Russisch und er ; it*t Deutsch) zu erkennen gebe, daß ich hungrig :r In aller Ruhe verzehrt er vor meinen nei- lltjen Augen zwei weich gekochte Eier. Er schlürft -ii sichtlichem Behagen die Dotter, trinkt sein Glas ||et„ nickt mir freunblich zu, aber weder er noch Jirie beiben Gehilfen, bie junge Kellnerin mit bem Inilen Lockenkopf und ben blutrot lackierten, aller- im Laufe der Reise immer mehr an Glanz Ewmßenben Fingernägeln und ber schwarzhaarige i-'mmpfiffige Pi'kkolo, denken daran, mir gegen । lernen Hunger zu helfen. Noch sind sie daran, feiler recht ausgiebig zu frühstücken, und auch als sie j|ri:g sind, ruhen sie erst noch ein wenig aus, bis «r ,Lntourist"-Mann, ber enblich erscheint, bas Ritual zum Frühstück für bie Schlafwagengäste i |bL Hann beginnen allmählich bie Vorbereitungen für unsere Atzung, nach unb nach erscheinen die- MZen, die klugerweise länger als ich im Bett ijttisgebalten haben, unb mir wird schließlich doch ersehnte Sättigung zuteil. Aber trotz dieses i&rtens gibt es keine Feindschaft zwischen uns unb s^cfllmonb". Wir Fahrgäste sehen ein, baß er unb fürs Gehilfen kein leichtes Leben Haden. Ohne Ab- Bling müssen die Drei während der ganzen Reise tttr Morgen bis spät in den Abend die Gäste des Ingen Zuges mit Speise und Trank versorgen, jMj man ihnen ein wenig Phlegma und Geruh- sttkeit nicht verübeln darf Zu ändern war daran [iils, und Jo mußte man sich daran gewöhnen . "Vergleiche den ersten Reisebericht unseres Korre- f>3. benten in Nr. 113 vom 14. Mai 1941. Eren, M5 '* ■ MNsmM :hc.upt sch° meine. der fof dese« Möcht-« b )«n?' i. )5 bie % ch unter * arte, *1 nnerkop^ b '4 ■- - tzug bedeutet shoofing). Da der Sieder von den Deutschen völlig überrascht u <1 Große Nervosität und Entrüstung in England. Q« llt ■ ■ a jin Nr L tarn’' Um sie trotzdem hervorzurufen, wird alles getan. um die Grenze zwischen Neutralität, Aggression und Krieg zu verwischen und durch immer neue völkerrechtswidrige Maßnahmen die Linie des „short of war“ weiter auszudehnen. Ih nicht jl ft_gew t Li) über I-'N Illi Fntse 11 le für MBM 3^ am W Jp alle f »iitiabi er sich in Gefahr begibt, sucht Händel" Erklärungen des Großadmirals paeder. KW İ)ied-k Jl« ,?Ä »Len lvitv' JiTintb i” Km :-:Ur BStten i)al *>n m< Wi-Hen « riMB s 01 enc an v it J nicht leiüf ar u riuft >ch u lvedi ud< en L eane ragis !W stelle" n jj^ner erfi «ire, „als nrine ber W. gjaieifello ■H« für IM aber Kcrgerurcn er,gen uni n'djine, i Ide viele t Md, zu g' M denen mag zu D Mts hieb Frage: Deuten Sie dabei in erster Lime an die Vorschläge, die sogenannte Patrouillen- tätigfeit der amerikanischen Kriegsmarine bzw. Luftwaffe zugunsten der Sicherung der britischen Kriegstransporte in Richtung Atlantik auszudehnen oder in irgendeiner Form das System der Gele i t z ü g e in der Absicht einzurichten, einen K o n « flikt zu provozieren? Antwort: Beide Mahnahmen sind von so maßgebender Seite und in so kategorischer Weise gefordert worden, daß man sich darauf einrichten und von vornherein die Verantwortung feststellen, aber auch eine nochmalige ernste Warnung aussvrechen muß. Was die Geleitzüge betrifft, so kann ich nur die Ansicht des Präsidenten Roo sevelt bestätigen: „Geleitzug bedeutet Schießen" (convoy means shoofing). Da der Charakter der Ladungen der geleiteten Schiffe nach den amerikanischen Eingeständnissen als Banngut von vorherein feststünde, wäre der Uebergang zu dieser Art von Geleitsystem nicht ein neutrales Geleit im Sinne internationaler, auch von USA. abgeschlossener Verträge, sondern eine offene Kriegshandlung und ein nackter, unprovozierter Angriff. Die deutschen Seestreit-- kräfte wären daher berechtigt, gegen diese Banngutträger nach den Regeln des Seekriegsrechts vorzugehen und würden eine Behinderung bei der l“jMie it |S;E femblid & " erbeut u^fr : inH , Heren s l ^e w 'd7«re bi JWtö I Smenn &•' ssi äS 7° öier Info e angenehm wäre es .. /' Berlin, 26. Mai. (DNB.) Der Sprecher des Londoner Nachrichtendienstes gab am 25. Mai folgenden Kommentar über Kreta: „Tag für Tag lauscht die Welt atemlos den Nachrichten über die jüngste und seltsamste aller Schlachten, der Schlacht von Kreta. Wolken von Fallschirmjägern sinken weiter nieder. Deutsche Sturzkampfbomber und britische Fernkampfjagdflugzeuae erfüllen die Lust mit häßlichem Geräusch. Dem Romantiker bietet sich ausreichend Material für eine Novelle. Wie angenehm wäre es, wenn wir ganz einfach sagen könnten: „Wir siegen! Aber die Lage ist v i e l z u v e r - wickelt, um sie in einem einfachen Satz zusammenzufassen. Die Truppen aus England, Neuseeland, Australien und dem griechischen Festland machen aus Kreta ein Symbol und eine Bastion des Krieges, der die ganze Welt umfaßt." Am Schluß seiner Ausführungen gibt sich der .Zxttchex sivLü wevklichea Ruch ynb. v^sucht zur In einigen Krisen der britischen Bevölkerung wird bereits — dies geht aus einer Aeußerung in der letzten Rundfunkrede des liberalen Unterhous- abgeorbneten Vernon Bartlett hervor — ganz ernsthaft ist die Frage erörtert, ob England überhaupt keine führenden Persönlichkeiten m e h r h a b e. Mit größter Nervosität und Unruhe reagiert die britische Oeffentlichkeit auf die übliche Entschuldigung der maßgebenden Stellen, der britische Soldat sei zwar „dem deutschen überlegen", aber England habe nicht genügend schwere Waffen und nicht genügend Flugzeuge. Man erklärt, diese Entschuldigung habe man bisher nach jeder Schlappe seitDünkirchen gehört, und es wirke einfach provozierend, wenn man sie 1 heute immer noch vorbringe. nach sollten neutrale Schisse auch in Kriegszeiten uneingeschränkt Handel treiben, außer mit „Konterbande^ in der „wirklich blockierten Zone". England i hat sich diesem völkerrechtlichen Grundsatz widersetzt; im Jahre 1812 brach deshalb ein Krieg der USA. gegen die englische Willkürherrschaft zur See aus und in den sechziger Jahren wäre es wegen der gleichen Streitfrage beinahe wieder zu einem Krieg zwischen den USA. und England gekommen. Noch 1 1915 trat die amerikanische Regierung scharf ein für die Freiheit der Meere, gegen die England ’ kämpfte. England also hatte sich den amerikanischen ' Freiheits- und Friedensibeen auf das schärfste 1 widersetzt und die europäischen Festlandsstaaten • standen in der Forderung der Freiheit der Meere ; durchaus zu Washington. Diese traditionelle ame- | rikanische Außenpolitik wurde aber bereits 1935, 1 damals allerdings sehr vorsichtig, durch Roosevelt : und Hüll revidiert. Die Freiheit der Meere wurde, wenigstens im Prinzip, aufgegeben zu Gunsten des englischen Standpunktes, also des einzigen Gegners der großen Idee von der Freiheit der Meere gegenüber der britischen Gewaltpolitik. Das amerikanische Volk, das außerhalb des Krieges bleiben wollte, veranlaßte nun den Kongreß, die sogenannten Neutralitätsgesetze burchzubringen, die im Jahre 1935 auch angenommen wurden. Im Juni 1939 stand bas amerikanische Repräsentantenhaus im Zeichen lebhafter Debatten über eine Abänderung des Neutralitätsgesetzes nach Roosevelts Wünschen, die nichts weniger erstrebten als das bisherige Ausfuhrverbot für Masten und Kriegsmaterial, also bas Nichteinmischungsprinzip schlechthin, aufzuheben und bas Neutralitätsaefetz in ein Anti-Neutralitätsgesetz zu verwandeln. Am 30. Juni 11939 lehnte zwar das Repräsentantenhaus diese Forderungen Roosevelts ab, machte allerdings gefährliche Konzessionen insofern, als nur bas bisherige Verbot auf Ausfuhr von sogenannten töb- lichen Waffen und Munition aufrecht erhalten, dagegen die Ausfuhr von Fluazeugen usw. gestattet wurde. Ferner wurde die sog. cash-and carry- Klausel angenommen, wonach Flugzeuge usw. nur gegen Bezahlung auf fremden Schiffen aus den USA. geholt werden dürften. Roosevelt erklärte, alle diese Bestimmungen dienten —- „den faschistischen und nationalsozialistischen Regierungen" und Staatssekretär Hüll verstieg sich zu der Behauptung, diese Abänderungen seien eine „bedauerliche und dem Frieden der Welt abträgliche Er- fcheinung". Trotzdem blieb das USA.-Parlament fest und zu Beginn des Krieges erließ Roosevelt eine Verordnung, in der den amerikanischen Kriegsschiffen und Frachtdampfern verboten wurde, das Blockadegebiet zu befahren. Aber er setzte bann durch, daß die USA. trotzdem England mit allem unterstützten, was England forderte. Liese amerikanische Neutralitätsgesetzgebung ist ohne die Anerkennung des Rechtes auf die Freiheit der Meere nicht bentbar, aber wenn bie Washingtoner Kriegshetzer jetzt die Frecheit der Meere zu verteidigen vorgeben und bie Neutralitätsgesetzgebung ab ändern wollen, dann beabsichtigen sie ja gar nutzt bie wirkliche Freiheit der Meere, sondern die Unterstützung Englands ohne jeden Vorbehalt, also den Eintritt der USA. in den Krieg, durchzusetzen. Ein amerikanisches Blatt wies ganz richtig darauf hin, hinter dieser Forderung verberge sich die Absicht, zugunsten Englands ganz Europa aus- zuhungern, denn selbstverständlich würde Roosevelt die Freiheit der Meere glatt brechen, wenn z. B. Frmttreich auf den Gedanken käme, den freien Transport von Lebensmitteln von den USA. zu fordern. Er hat ja bereits bas Verbot ber Lebensmittelausfuhr nach Frankreich usw. ausgesprochen. Damit sind die Hintergründe dieser jüdischen Mache, enthüllt. E. S. „Laßt auf Deutschland uns stützen." Aufruf des griechischen Ministerpräsidenten Ausübung dieses Rechtes auch gegen USA.-Kriegs- schiffe notfalls mit ber Waffe zurückwei. j e n müssen. was bie sogenannte Patrouillentätigkeil bekifft, so steht auch ihr aggressiver Charakter bereits jetzt fest, nachdem von einer deutschen Gefahr für Amerika keine Rede sein kann, und nachdem dieses System jetzt schon praktisch auf eine Unterstützung des britischen Gegners hinausläuft, kann vor seiner Erweiterung nur dringend gewarnt werden. Dieses System dient schon bisher nicht defensiven Sicher- heitszwecken Amerikas, sondern dem Nachrichtendienst zugunsten der Engländer. Ihm sind bereits deutsche Handelsschiffe, z. V. „Columbus", zum Opfer gefallen. Man kann es keinem Kommandanten eines deutschen Kriegsschiffes zumuten, mit gebundenen Händen zuzulassen, baß sein Standort von einem amerikanischen Kriegsschiff dem Gegner gemeldet wirb, erst recht nicht, wenn dieses ihm solange -folgt, bis stärkere britische Streitkräfte herbeigerufen sind, um ihn nicht nur in der Durchführung seines Auftrages zu hindern, sondern auch sein Schiff und seine Besatzung zu vernichten. Er sieht sich in diesem Falle ebenso wie in dem des Geleitzuges einer aktiven kriegerischen Handlung gegenüber und ist nach den Regeln des amerikanischen Kriegsrechtes berechtigt, das betreffende Schiff zur Einstellung der feindseligen Handlung aufzufordern, nötigenfalls mit Waffenge walt dazu zu zwingen. Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einen weiteren Punkt berühren. Die neutrale Hande l s s chi f fa h rt ist bereits vor längerer Zeit davor gewarnt worden, ab geblendet zu fahren, da sie sich dadurch einer Verwechslung mit feindlichen Kriegsschiffen und damit einem unmittelbaren Angriff aussetzt. Dies gilt in noch verstärktem Maße für neutrale Kriegsschiffe. Bei dem Stank Der modernen Kriegstechnik ist es im Interesse ber eigenen Sicherheit notwendig, auf jedes abgeblendete' Schiff sofort bas Feuer zu eröffnen. Wer trotzdem ab geblendet fährt, hat etwas zu verbergen, hegt böse Absichten und muß also mit dem warnungslosen Angriff rechnen. Wer in Kenntnis dieser völkerrechtlichen und tatsächlichen Sachlage sich in Gefahr begibt, der sucht Händel. Da ber Krieg nicht nach Amerika kommt, muß die amerikanische Kriegspartei Tausende von Seemeilen hinter dem Krieg herlaufen und die Gefahr fern von den Küsten des amerikanischen Kontinents aussuchen, um sich für bedroht erklären und die gewünschten Zwischenfälle herbeiführen zu können. Die deutsche Kriegsmarine wird sich dadurch an der Durchführung ihrer Aufgaben nicht hindern lassen. Die Verantwortung für eilten so eintretenden Konflikt aber liegt ausschlieMch auf den Schultern jener, die nicht nur über die deutschen Warnungen, sondern auch über den Willen des amerikanischen Volkes hinweg bewußt dorthin gehen, wö geschossen wird. tieffte Bestürzung ausgelöst. Die „3)0 ob hatte ich verschiedentlich in Gibraltar aufgehatten und wurde wegen ihrer starken, kürzlich erst verbesserten Panzerung für unverletzlich gehalten. „Nicht rechtzeitig und nicht energisch genug/ Genf, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Schon bet oberflächlicher Durchsicht ber Lonboner Zeitungen ällt bie immer heftigere Kritik auf, mit der die Maßnahmen ber britffchen Regierung bedacht wer- den. Angesichts des tödlichen Ernstes der Lage wirft man den zuständigen Kreisen besonders vor, nicht rechtzeitig und nicht energisch genug einmal notwendige Maßnahmen getroffen zu haben, um in Kriegszeiten auftauchenden Situationen gewachsen zu sein. So meint bie „Daily Mail", man könne bei den harten Schlägen, bie England im Atlantik einstecken müsse, nur noch das Aller- notwendigste an Lebensmitteln einführen. Die vorhandenen Lebensmittel müßten daher „streng rationiert" werden, damit endlich „arm und reich gleichgestellt" würden. Die Lebensmittelparaiten müßten schonungslos behandelt werden. Auf allen Gebieten und vor allem in ber Landwirtschaft und auf den Schiffswerften müsse mit Hochdruck Tag und Nacht gearbeitet werden. Der „Daily Heralb" ruft immer wieder nach mehr Schiffen, mehr Kanonen und mehr Flugzeugen. Der „Daily Telegraph" beklagt sich bitter darüber, daß man bas Volk unzufrieden mache, weil die Regierung gegenüber den durch Schiebungen zu phantastischer Höhe anwachsenden Lebensmittelpreisen tatenlos zusehe. Die „Financial News" schließlich übt besonders harte Kritik an dem „System des Gehenlassens wie es eben geht" und findet es völlig unverständlich, wenn das Landwirt- chaffsministerium noch Entschuldigungen für die Futtermittelzuteilungen für die Rennpferde habe. Innerhalb von 5 Minuten in die Lust geflogen. Berlin, 26. Mai. (DNB.) Einzelheiten über den Untergang des britischen Schlachtkreuzers „H o o d" liegen zur Zeit noch nicht vor. Bekannt geworden ist immerhin, baß bas Schiff, bas man den „Goliath ber sieben Weltmeere" nannte, innerhalb von fünf Minuten in bie Luft flog. Die beutschen Granaten haben also bie Pan- zer glatt burchschlagen, obgleich bie Deckpanzer ber „Hoob" bis zu 102 mm stark waren. Die Panzer des Kommandoturms, der Wasserlinie und ber oer- wundbarsten Stellen waren bis zu 305 mm stark. Die Türme waren mit 381 mm dicken Platten umkleidet. Die Versenkung der „Hood" ist damit nicht nur ein Beweis für bie ausgezeichnete artilleristische Durchbildung unserer Kriegsmarine, sondern auch für die überragende Güte und ungeheure Durchschlagskraft der deut- pur (Englä «der gür M deckst ii:id)en i un Angl M die r bes sie ni sch lapfi Msgeist M auf ilnbern fd Dublin, 27. Mai. (Europapreß.) Zu den Planen der britischen Regierung auf Einführung der allgemeinen Wehrpflicht auch in N o rd- irlanb nahm der irische Ministerpräsident de Val er a am Montag vor dem vollzählig versammelten Dail Stellung. Er erklärte, daß, wenn die britische Regierung ihre Vorschläge zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht weiter verfolge, das Volk von Großbritannien und bas von Jrllrnd „in bie alten, unglücklichen B e- Ziehungen zurückgeworfen werden würbe". Der Ministerpräsident erklärte u. a. weiter: ■ „Es kann keinen schwereren Eingriff in die fundamentalen Rechte des einzelnen geben, als wenn man ihn zwingt, für ein Land z u kämpfen, dem er nicht angehören wil l." Er erinnerte daran, daß er in London vorstellig geworden sei, als die britische Regierung ihre Vorschläge zur Einführung der Wehrpflicht in Norb- itlanb machte. Die sechs nördlichen Grafschaften sind ein Teil Irlands und ihre Bewohner sind Iren. Nichts könne an dieser Tatsache etwas ändern. Irland habe seine Neutralität erklärt. Es habe alles vermieden, was als feindselige Hand- lung habe ausgelegt werden können. Anschließend an die Erklärung de Valeras im irischen Parlament sprach der Führer der Opposition, Eos grave, der betonte, daß die Erbitterung im irischen Volk über die Einführung der Wehrpflicht zweifellos sehr groß sein wurde. Das Ergebnis würde auf alle Fälle Die Vorteile der Wehrpflicht für England völlig aufheben. Auch ber Arbeiterführer Stören wiber- Me ÜÄ der LinWruog dex Wehrpflicht Minuten gedauert. Eigenartig berührt es, daß Admiral Holland, der jetzt auf ber „Hoob" seinen Tod gefunden hat, der Befehlshaber ber Streitkräfte war, die seiner Zeit die nicht gefechtsbereite französische Flotte bei Oran zusammengeschossen haben. Dem mörderischen Ueoerfall fielen damals über 1000 französische Seeleute zum Opfer. Exkönig Georg „eingeladen". Der frühere König von Griechenland hat mit seiner feigen Flucht von Kreta nach Kairo das schimpfliche Schauspiel wiederholt, bas er bereits mit seiner Flucht aus Griechenland im Rücken seiner kämpfenden Soldaten gegeben hat. Unter denjenigen Persönlichkeiten, die während dieses Krieges durch ihren Verrat am eigenen Volk für alle Zeiten auf bas Niveau staatenloser Kreaturen abgesunken sind, spiett dieser ehemalige König, der sich auf fern Soldatentum stets so viel zugute hielt, eine ber abstoßendsten Rollen. _ ... Geradezu widerwärtig fft die Begründung siu seine zweite Flucht, die angesichts des schnellen beut' scheu Vordringens auf Kreta unter sehr peinlichen Umständen erfolgt ist. Exkönig Georg teilt in feiner letzten Verlautbarung au bie Bevölkerung von SrrerQ mii c§ fej ihm dort nicht möglich gewesen^ mit osv Berlin, 26. Mai. (DNB.) Großadmiral R a e - „er gewährte dem Vertreter der japanischen Agentur Domei, Ejiri, folgendes Interview: Frage: Sie haben, Herr Großadmiral, gewiß die außerordentlich lebhafte Diskussion in den Vereinigten Staaten verfolgt, bie sich mit der Frage beschäftigt, wie man mit amerikanischer Hilfe einerseits bas für England bestimmte Kriegsmaterial sicher nach der Insel und den ver- chiedenen Kriegsschauplätzen bringen, andererseits Die furchtbaren Verluste Englands an Kriegs- und Handelstonnage herabdrücken könnte. Wie beurteilt die deutsche Kriegsmarine die sich daraus ergeben» den eventuellen Folgen? Antwort: Sie beurteilt sie sehr ernst, zumal ich nicht nur die Presse, sondern auch verantwortliche Mitglieder der nordamerikanischen Regierung dazu in einer Weife ausgesprochen haben, daß kein Zweifel über den völkerrechtswidrigen, aggressiven Charakter der bereits getroffenen, vor allem aber der weiter vorgeschlagenen Maßnahmen bestehen kann. Kein Fachmann der modernen Kriegführung, ber auf feinen Ruf Wert legt, hält einen Angriff über die Weite des Ozeans hinweg als möglich und durchführbar. Wer trotz- dem Deutschland Angriffsabsichten unterstellt, tut es wider besseres Wissen und in ber Absicht, feine eigenen aggressiven Pläne und seinen Willen zur Einmischung damit zu rechtfertigen. Die Sorge bet Kriegstreiber ist nicht ein deutscher Angriff, sondern daß es nicht gelingen will, die gewünschten Zwischenfälle zu schaffen. Athen, 26. Mai. (DNB.) Der griechische Ministerpräsident General Tsolakoglou erließ einen Aufruf an bas griechische Volt, in bem er allen arbeitenden Griechen und insbesondere der griechischen Handels- und Jndustriewelt empfiehlt, sich schnellstens der neuen Wirklichkeit anzupassen und chre wirtschaftliche Energie zu verdoppeln. Griechenland habe eine Katastrophe ohnegleichen erlitten. Es müsse der neuen europäischen Ordnung mit bem Bewußtsein beitreten, baß es ein lebensfähiges Volk fei, bas zu einem wertvollen Element für bie Stützung und Fortentwicklung der neuen Ordnung im Südosten Europas werden könne. Dann heißt es wörtlich: „Unsere Handelsbeziehungen zu Deutschland, das früher unser bester Abnehmer war und auch in Zukunft sein wird, sollen demnächst wieder aufgenommen werden. Laßt auf Deutschland uns stü tz e n. Laßt uns mit allen Mitteln versuchen, unsere Produktion zu steigern. Wir werden es bestimmt nicht zu bereuen haben." Gegen die Wehrpflicht in Nordirtand. Warnung an die Engländer. Rom, 27. Mai. (Europapreß.) Der Neuyorker Korrespondent des „Giornale d'Jtalia" berichtet seinem Blatt, aus maßgeblicher Quelle erfahren zu haben, daß sich ber von dem beutschen Schlachtschiff „Bismarck" versenkte britische Schlachtkreuzer „H o o d" in ben Gewässern von Island aus ber Heimfahrt aus einem n o r b a m e r i ta n i - schen Hafen befunden habe, wo das Schiff seit Monaten insgeheim zur Ausbesserung von im Mittelmeer erhaltenen Beschädigungen gelegen habe. Diese Ausbesserung habe sogar noch vor ber Bewilligung bes norbamerikamschen Hilfeleistungsgesetzes begonnen. Dor einigen Tagen sei bie „Hood" wieder in See gegangen. An ber Grenze der nord- amerikanischen Gewässer sei dieser Schlachtkreuzer von dem Schlachtschiff „King George V." als Begleitschiff auf der Heimfahrt erwartet worden. Gelegentlich des Kampfes im Nordatlantik fei auch „K i n g George V " beschädigt worden, welches Schiff seinerzeit den neuen britischen Botschafter Lord Halifax nach ben Vereinigten Staaten gebracht habe. Die Beschädigungen dieses Schlachtschiffes seien auch von London bestätigt worben. Mit der »Hood" untergegangen. Algeciras, 26. Mai. (DNB.) In Gibraltar wird eine Mitteilung der britischen Admiralität bekannt, nach der Admiral Holland, ber Kom- manbant ber „H o o d", und sein ganzer Stab als verloren anzufehen sind. Don ber 1340 Mann starken Besatzung bes Schiffes konnten nur wenige gerettet werden» Diese Nachricht feai iß Gibraltar Stockholm, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) In ber englischen öffentlichen Meinung hat man, wie die letzten Berichte aus London zeigen, mit größte r Entrüstung davon Kenntnis genommen, daß die maßgebenden Stellen ber britischen Heeres- unb Flottenleitung wieder von ben Deutschen völlig überrascht worden sejen. Man fragt, wie' es möglich gewesen sei, baß die beuffchen Vorbereitungen zur Landung auf Kreta vom britischen Nachrichtendienst nicht rechtzeitig gemeldet wurden. Man wirft ben zustänbigen Stellen vor, ie hätten sich wieber einem durch nichts begrün» beten Optimismus hingegeben. Noch 24 Stunben vor ber deutschen Landung auf Kreta habe ein vom Kriegsministerium inspirierter militärischer Sachverständiger im „Daily Telegraph" nachzuweisen versucht, aus welchen Gründen ein deutscher Angriff auf Kreta nicht zu erwarten sei. Dieser Sachverständige habe erklärt, ein solcher Angriff würbe ben Deutschen solche großen Verluste beibringen, daß sie ihn gar nicht erst wagen würden. Ebenso habe man es in der britischen Admiralität für ausgeschlossen erklärt, daß ein deutscher Verband von Ueberwasserschifsen es wagen würde, starke Einheiten der britischen Kriegsflotte anzugreifen. Man habe erneut mit der üblichen briti» schen Selbstgefälligkeit ben Gegner unterschätzt, obwohl man boch durch so viele schlechte Erfahrungen hätte gewarnt sein sollen. nüchternen Wirklichkeit zurückzu kommen. Weh- leibigen Tones erklärt er: „Da Hitler nun einmal seinen Angriff begonnen hat, ist es nicht wahrscheinlich, daß er einen Zurückzieher machen wird, und ganz abgesehen vom Prestige ist die Insel Kreta eine Schlüsselst ellung auf seiner Karte des Nahen Ostens." Eingeständnis des englischen Admirals Cunningham. Rom, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Schlacht um Kreta steht am Dienstag im Mittelpunkt der römischen Presse, die als wichtigstes bereits erzieltes Ergebnis bie furchtbaren Verluste der englischen Flotte heroor- hebt und unter Bezugnahme auf ben deutschen Wehrmachtbericht den günstigen Verlauf der Kämpfe unterstreicht. „Popolo bi Roma" weist in biesem Zusammenhang auf die Aeußerungen von Admiral Cunningham hin, ber ben Ernst' ber Lage erkannte und zugeben mußte, daß es ber englischen Flotte nicht gelungen sei, ben Gegner zu verhindern, Truppen nach Kreta zu schaffen. Diese Erklärungen des Oberbefehlshabers ber englischen Seestreitkräfte im Mittelmeer seien, wie das Blatt betont, bezeichnend genug, bestätigten sie boch von amtlicher englischer Seite, baß die englische Flotte jene Kontrolle, deren sie sich so lange rühmte, nicht besitze. Oie „Hood" war unterwegs von USA. nach Europa. schen Panzergranaten. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, baß Abmiral Hood, ber bem jetzt versenkten Schlachtkreuzer ben Namen gab, vor fast genau , 25 Jahren mit seinem Flaggschiff „Invincib l e" untergegangen ist. Bekanntlich ist auch bie „Jnvin- cible", bie an ber Schlacht vor dem Skagerrak am 31. Mai 1916 beteiligt war, in bie Luft geflogen. An diesem für Deutschlands Kriegsmarine glorreichen Tage war sehr diesiges Wetter. Ein kurzer Augenblick, in bem tiefhängende Wolken bie Sicht auf die „Jnvincible" freigaben, genügte, um sie ben Salven der „Derfflinger" und „Lützow" auszu- fetzen. Das englische Flaggschiff erwiderte bas Feuer und Hood rief feinem Artillerieführer zu: ,Jhc Feuer liegt gut". In. diesem Augenblick ging ein deutscher Treffer in die Pulverkammer und Hood ging mit feinem Schiff in die Lust. Auch damals wie jetzt vor Island hat das Gefecht nur wenige 'S Weint * rgnterell t nw1' Deutsche Fallschirmjäger landen. Unser Bild zeigt sehr anschaulich, wie Welle auf Welle aus den Flugzeugen sprang. (PK.-Blschhaus- Scherl-M.) ältan m -cunuu ^halten habe. Wenn man nd ist das Fläschchen noch so klein kann trotzdem groß der Nutzen sein raldirektor der Erdölg^sellschast Concordia, Ingenieur Jon M a r i n e s c u , zum Wirtschafts- minister ernannt. ■ Wenn man das Echo verfolgt, das die neuen Rutschen Siege und Erfolge in den verschiedenen eile auf ischhaiw kicher hervor, als daß Roosevelt den Engländern 120 bis 140 Küstenwachschiffe zur Verfügung stellen will, die bisher von der amerikani- )" hatte len unb >erbess«, Ausbildung in der Düste. Geregelter täglicher Dienst sorgt dafür, daß auch beim Wüstenleben Körper und Geist stets geschmeidig bleiben. — fiter ist eine Luftnachrichtenkompanie auf dem afrikanischen Kontinent zu einer Unterrichtsstunde angetreten. (PK.-Sturm-Scherl-M.) Marinescu rumänischer Wirtschastsminister. B u k a r e st, 26. Mai. (DRV.) An Stelle des am Samstag zurückgetretenen Wirtschaftsministers Ge- neral Potopeanu wurde am Montag der Gene- teilt w 1# Kreisappelle im Gau Hessen-Nassau Oer Gauleiter sprach. Nie Lage im Irak. D a m a s k u s, 27. Mai. (DNF. Funkspruch.) Das Hauptquartier der irakischen Streitkräfte tbi* I'* öl««# * ft Unter . » di<Ä - MAGGP WÜRZE Sfr Die Welt steht noch vollständig unter dem Ein- ärucf der schweren Schläge, die England in diesen Tigen wieder hinnehmen mußte. Besonders in Lon- üm und in Washington haben die deutschen Erfolge $ren Eindruck nicht verfehlt, und es ist nicht bloß eie Phrase, wenn eine Zeitung konstatiert hat, daß uan in London und in Washington den Atem an- rchon bei ieihingen der bit i cht tter. 'er Luge ilers cor, genug ju haben, onen ge. lil", man gland im äs Allee, Anfuhren, n daher ,arm unb littelpara, ten. Aul 'wirtschch Hochdruck r „Dailg ' Schis, ugzeu. sich bitter m mache, Schiebun, 1 Lebens- ial News' an dein jety“ unb Landwm, । i für die erde habe. mfen t. eiten übe chtkreuzer- r. Velars , das w mnte, in- die Lusl o die Pan, panzer de! )te W nd der vei- mm start Matten M damit n$ artilh' >r Kriege rageni, t Mr üerjen'te* W M j i n c i b l / die Eagerrat ® ist ge» rtne g» Ein kE m die , um (le M r und i)D M b05 nur scheu Zollbehörde zu Jagden auf Alkohol- und andere Schmuaaler verwendet worben sind. Es handelt sich bei düsen Schiffen nur teilweise um neuere Bauten: zum großen Teil sind es alte Rumpelkästen, deren Besatzung sich nur wohl fühlt, wenn Land in Sicht bleibt. Dr. Ho. jvrfunimanbo in ständiger Fühlung ui bleiben. ! abei hatte gerade er selbst nach seiner Ankunft auf reta die Gemeinsamkeit des Kampfes mit England rsonders unterstrichen und hat selbst die ihm verbliebenen Reste an griechischen Truppen dem -itischen Befehlshaber, General Freyberg, Unterst. Seine Behauptung, daß seine Anwesenheit auf reta die britischen Operationen behindern könne, «scheint schon eher begreiflich: wer tj-at schließlich 11 Interesse daran, seinen eigenen Truppen im impf die Figur eines ehemaligen König zu zeigen, r nichts weiter als ein feiger Deserteur ist. Cf folgt jetzt, wie er mitteilt, einer „Einladung" wr englischen Regierung, auf den Gedanken, daß imn für seine eigene Sache auch kämpfen und fal- lei kann, kommt dieses Zerrbild eines Königs an- Jeinend gar nicht. Unterdessen dürfte ihm klar worden fein, daß auch seines Bleibens in Kairo cht lange sein wird. Denn erstens könnte er auch dcrt wieder „die Operationen stören" und zweitens j ja schon inzwischen sogar dem verflossenen Knm l,.nkönig Peter die Luft im vorderen Orient als * ungesund erschienen, so daß er sich weit weg wch Kanada begibt. 3« atemloser (Spannung. der RSDA D., bei denen sich das Führerkorps der Partei zusammenfindet, haben ihre letztlich Bedeutung in der klaren Festlegung gemeinsamer Aufgaben für die weitere umfassende Arbeit der hat, hat sich in freiwilliger Opferbereitschaft in die Fronr der schaffenden fieimat eingereiht. Bon wiederholtem, stürmischem Beifall unterbrochen betonte der Gauleiter, daß es in diesem Kampf nicht um Utopien, sondern um das Leben und das Neue Iteife des irakischen Kriegsministers nach Ankara. Teheran, 26. Mai. (DNB) Im Auftrage der irakischen Regierung begab sich Kriegsminister Schaukat in einer Sondermission erneut nach Ankara. Britisches Oetlager von Arabern angegriffen. Damaskus, 27. Mai. (DRB. Funkspruch.) Arabische Freiheitskämpfer haben einen Angriff gegen die O e l l a g e r in Santa! b am Tiberiassee in der Rühe der syrischen Palästinagrenze gerichtet. In der Nähe des Dorfes Tarchiha kamen sie mit einer englischen Polizeipatrouille ins Gefecht, wobei zwei Polizisten getötet und drei verletzt wurden. Die Araber konnten sich in die Berge zurückziehen * geb am Montag bekannt: Westfront: Unsere Truppen schlugen mit Erin g alle feindlichen Angriffe in der Gegend van Ra m a bi ab. Unter Zurücklassung mehrerer Toter beträchtlichen Materials zog sich der Feind zu- riicf. Die irregulären nationalen Streitkräfte griffen bit feindlichen Stellungen zwischen R a m a d i und Rutb a an. Nach zähem Kampf mußte sich der $iinb zurückziehen. Wir machten mehrere Gefangene irb erbeuteten ein Maschinengewehr. 5 übfront: Im Laufe von Gefechten bei M a a- kc l und Chouiba, van denen bereits in einem sicheren Bericht gesprochen wurde, verlor der Feind 15 Tote und Verwundete, unter denen sich einige Diniere befanden. Luftwaffe: Bei C i n c l b e b b a n e belegten ’nfere Flieger feindliche Flugzeuge am Boden mit Viaschinengewehrfeuer Zwei fiurricane-Apparate vlrrden zerstört, andere beschädigt. Unsere Flugzeuge «öffneten Maschinengewehrfeuer auf einen Trup- pngeleitjug südwestlich von fi a b b a n l a und oer- -nachten schwere Verluste. Das Telegraphenamt ton Cjneldebbane wurde durch Bomben zerstört, ttenfo vier Kanonen. Britische Flugzeuge warfen in der Gegend von b b a n t a mehrere Bomben ab, verursachten sttoch infolge der kürzlich vorgenommenen Verteidi- gungsanlagen nur unbedeutenden Schaden. NSG. Die im Gau fiessen-Nassau in gewissen Zeit- l soldatischen Tugenden zu erfüllen. Auch die deutsche abftänöen sich wiederholenden Kretsappelle Frau, der unsere Nation unendlich viel zu danken ‘ ) hat. hat sich in freimiUiaer Doferbereiticbaft in die Bei den peUfunkern auf einem Feldflughafen. Verantwortungsbewußt verrichten hier Peilfunker in dem oben gezeigten Peilyaus eines Feldflug- hafens ihre interessante, aber für die strategischen Operationen der Luftwaffe überaus wichtige Tätigkeit. Sie stehen mit den Besatzungen der Flugzeuge, die zum Feindflug gestartet sind, in ständiger Verbindung. (PK.-Reinelt-Scherl.M.) Indern der Welt hervoraerusen haben, so wird nn feststellen Müssen, daß die Welt nicht weiß, Mlchen Erfolg sie höher werten soll, ob den des Aigriffs auf Kreta ober die Vernichtung des größten englischen Schlachtschiffes „fi o o d". Wäh- nid man von dem Angriff auf Kreta sagt, er habe »e eine Trompetenfanfare gewirkt, beurteilt man di- Vernichtung des größten Kriegsschiffes der Welt brch deutsche Seestreitkräfte dahin, daß es sich licht nur um einen außergewöhnlich schweren Eft fttivverlust, sondern in ganz besonderem Maße ad) noch um einen Prestige Verlust gehandelt habe. schwedische 3 ei tu na „Ästonbladet" versteigt sich stzar zu dem Urteil, daß mit der Versenkung des etgüschen Schlachtschiffes „fiood" „der Seekrieg auf bin Ozeanen in einer Katastrophe kulminiert habe, biren tragische Wucht alles Bisherige in den Scha l - ! in stelle" und daß diese Versenkung, die durch einen i Q?gner erfolgt sei, der materiell unterlegen gewesen j llire, „als das größte Unglück, das je eine Kriegs- ilirine der Welt erlitten habe", bezeichnet werden fffle. : Zweifellos wird jedes der beiden gewaltigen Er- | chniffe für sich von der Welt besonders bewundert: »is aber den so außergewöhnlichen Eindruck her- nrgerufen hat, ist die Dokumentation der einzig- attigen unb einmaligen Kraft der beutschen Kriegs- mschine, die imstande ist, auf Kriegsschauplätzen, bl? viele tausend Kilometer von einander getrennt ftid, zu gleicher Zeit Waffentaten zu bollbringen, vm denen jede einzelne die Welt in atemlose Spannung zu versetzen vermag. Die Welt hat sich ange- sitzts dieser beibeft schweren Schläge wieder ein- Ml davon überzeugen müssen, daß die deutsche Wehrmacht den Engländer überall dort, wo er sich stillt, angreift und schlägt. In beiden Fällen hatte bir Engländer die Ueberlegenheit unb befand sich in der günstigeren Position. In beiden Fällen haben M: deutschen Streitkräfte mit einem Elan sonder- glkichen und unbekümmert um die Ueberlegenheit bin Angriff gewagt unb der Welt gezeigt, baß es für die deutsche Wehrmacht kein fiinbernis gebe, 1 W3 sie nicht überwältigen könnte. So hat die deut- l|e Tapferkeit getragen von einem seltenen An- gtiffsgeift unb gestützt auf eine überlegene Füh- j nng, auf den beiden Kriegsschauplätzen den Eng- Mdern schwerste Verluste zugefügt. Wieder sind damit zwei gewaltige Teilerfolge in W gigantischen Schlacht gegen England errungen Drden. Sie haben der Welt gezeigt, daß Deutsch- kib nicht ruhen wird, bis es diese Schlacht end- |i[tig gewonnen hat, und daß es andererseits aber ich über die Kraft und die Macht verfügt, diese Tchlacht zu einem siegreichen Ausgang zu bringen. ■ Sie Fortsetzung dieser Schlacht wird weitere Be- »ise für diese Tatsache erbringen. TI. Oie Subtraktion der Ll-Boote. Die Engländer sind große Produzenten von fiand- aelenkMrgumenten. Als der Führer den U-Boot- krieg im Frühjahr anfünbigte, subtrahierten sic in aller Eile die deutschen U-Boote. Sie behaupte- ten, es könne gar nicht genug U-Boote ?eben. Oder höchstens soviel, wie etwa 9 17. Das ist die berühmte Beweisführung, daß etwas nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Die Wochenschrift „Das Reich" wirft nun in ihrer letzten Ausgabe die Frage auf, wie es mit der Zahl der deutschen U-Boote auf der Grundlage der Weltkriegs-Erfahrungen stehen kann. Sie gibt folgenden Ueberblick: „Der englische fiinroeis auf die Produktionsziffern von 1917 ist willkommen, weil sie einen Begriff davon geben, wessen wir heute fähig fein würden: zwischen 1914 unb Ende 1916 mürben durchschnittlich im Monat 3 bis 10 U-Boote in Dienst gestellt, einmal waren es sogar 15. Diese Leistung war der damaligen deutschen Industrie möglich, obwohl die Beftellungen, infolge bürokratischer unb politischer Hemmungen, sehr unregelmäßig gegeben wurden, obwohl es keinen Bauplan, keine Serienfabrikation gab unb die Erzeugung willkürlich auf einzelne Werften beschränkt war. Alle Sachverständigen waren sich indessen damals darüber einig, daß mindestens von 1918 an 30 U-Boote je Monat hätten gebaut werden können, wenn jene Hindernisse hätten beseitigt werden können. Jedenfalls waren für 1919 33 Boote monatlich geplant. Ist es schwer, sich auszumalen, was bas heutige Deutsch- l a n b leisten rann, das unter einer entschlossenen Führung steht und auf weite Sicht arbeitet." Die Englänber behaupten, einen funkelnagelneuen Tip gegen die U-Boot-Gefahr gefunden zu haben: die „'M o s k i t o ‘ 3 ä g e r" unb bie „U-Boot- Korvetten". Unter Moskito-Jägern versteht man ursprünglich nichts anderes als die ... deutschen Schnellboote. Die Engländer selbst haben diesen rühmlichen Beinamen für die deutschen Schnellboote erfunden, als ihre Wirksamkeit während des Norwegen-Unternehmens und vor Dünkirchen so er- folgreich ausprobiert wurde. Die Herstellung der englischen Moskito-Jäger soll sich in Serienfabrikation sowohl in England selbst wie in USA. vollziehen. Serienfabrikation setzt aber sehr lange und gründliche Vorstudien voraus, sonst wird aus der Serie ein Pleite Die Amerikaner haben jedenfalls den Engländern zunächst nur ein Dutzend Moskito- Boote in Aussicht gestellt. Die U-Boot-Korvetten, die ein Mittelding zwischen Minensuchboot und hochseegängigem Zerstörer sind, brauchen selbstverständlich sehr viel längere Bauzeiten. Wie akut im Augenblick der Mangel an englischen Abwehrschiffen gegen die U-Boote empfunden wird, geht aus nichts deut- Partei. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger nimmt in den meisten Fällen persönlich Gelegenheit, feinen Parteigenossen, in den einzelnen Ho- heitsbereschen den Weg des weiteren Einsatzes auhujeigen. Wenn jo am Sonntagvormittag in Schlüchtern unb Steinau und am Nachmittag in Bensheim ber Gauleiter selber sich in flammenden Ausführungen an bie versammelten Parteigenossen unb Parteigenossinnen manbte, bann gaben seine Worte einbeutig bie weitere Marschrichtung an.. Es ist dem deutschen Menschen zur Selbstverständlichkeit im Lause ber Jahre nach ber Machtergreifung geworben, baß die NSDAP, alle Gebiete ihres Lebens in ihre sorgenden Hände genommen hat. Dennoch darf von dem Einzelnen keineswegs übersehen werden, mit welch eifriger Zielstrebigkeit und mühevoller Arbeit tausende von Parteigenossen und -genofsinnen ihren Dienst neben dem täglichen Beruf ehrenamtlich und freudig draußen auf dem Lande und in ber Stadt erfüllen. Gerade ber Krieg hat der Partei — trotz der vielen Einberufungen von Kameraden zur Wehrmacht — Pflichten zugewiesen, die ihr im Blick auf bie Stärke ber Heimat und damit auf den Endsieg des deutschen Volkes eine historische Ausgabe des Führers an der ganzen Nation bedeuten. Die Geschichte die- ser Zeit wird dereinst ber weiteren Zukunft ein Beispiel für jenen unerschrockenen und opferbereiten Einsatz ber nationalsozialistischen Bewegung im Kampf um ben gewaltigsten Endsieg bes Reiches fein. In ihr zeugt bann allein die Tat von Millionen deutscher Männer und Frauen, von Jungen und Mädels aus ben Reihen ber Partei. Wer selbst einmal dem Kreisappell beigewohnt unb selbst miterlebt hat, der wird stets den Eindruck gewinnen müssen, daß sich hier Kameraden und Kameradinnen einer verschworenen Front zusammenfinden und am Ende eines Arbeits- abschnittes ihren neuen, noch verstärkten Auftrag empfangen, und in seiner Erfüllung bie Bekräftigung ihres dem Führer und dem deutschen Volke gegebenen Gelöbnisses sehen. Die Rede bes Gauleiters verdeutlichte, daß durch bie jüngsten gewaltigen Ereignisse, durch die Stärke unserer Wehrmacht der beutsche Lebenskampf in ein entscheidendes Stadium getreten i st. Jetzt gilt es, in der letzten Phase noch mehr in ber täglichen Arbeit in ber fieimat bie Oer angemessene Gewinn. Erläuterungen zur Gcwinnabsührung und Preissenkung Der Reichskommissar für bie Preisbllbung hat in einem Erlaß klargestellt, baß bie Angemessenheit eines im Kriege erüelten Gewinns im wesentlichen vom Unternehmer selbst unter eigener Verantwortung beurteilt werben muß. Das gilt auch, wenn Richtpunkte für ben angemessenen Gewinn sestgeleat worden sind. Die Richtpunkte sollen dem Unternehmer nur eine fiilfe bei ber Gewinnbeurteilung bieten, ihn aber nicht entlasten Zu den Maßnahmen auf bem Gebiet der Preissenkung und Gewinnabführung liegen gleichzeitig in der „Deutsck)en Volkswirtschaft" Erläutermigen von Regierungsrat Dr. Issel vor. Er erklärt, die wirtschaftliche Entwicklung im Kriege habe gezeigt, baß sehr wohl Preissenkungsreseroen vorhanden seien. In erster Linie müsse das bei ben Unternehmen angenommen werden, die bei ben bisherigen Preisen übermäßig hohe Gewinne erzielt haben, ohne daß es dabei darauf ankäme, ob sie mehr als vor dem Kriege verdient haben. § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung solle aber keineswegs lediglich die Entstehung von Kriegsgewinnen verhindern. Er erfasse alle Vorgänge, die sich preislich auswirken können. So ergebe sich aus § 22 ein allgemeines Kopplungsverbot, ein allgemeines Ket« tenhandelsverbot, das Verbot unangemeffenen Kostenaufwands, das Verbot ber fierstellung von Erfatzwaren, die keinen kriegswirtschafüich gerechtfertigten Verkaufswert haben, unb vieles andere mehr. Dem Gewinn komme allerdings eine her- vorragende Bebeutung.für die Erkenntnis zu, ob ein Preis gesenkt werben könne. Der Preiskommisfar verlange beshalb bei unangemessen hohen Gewinnen eine Preissenkung in einem Ausmaß, baß künftig nur noch ein angemessener Gewinn erzielt wirb. Für die Vergangenheit sollen dagegen lieber» gewinne abgeführt werben, ba Preissenkung gen für abgeschlossene Lieferungen regelmäßig nicht mehr durchführbar seien. Es sei deshalb auch un- zweckmäßig, baß Unternehmungen ihren Kunden Rückvergütungen usw. überweisen, um ben Heber» gewinn abzuschmelzen, wie bas mehrfach versucht worden sei. Die Abführung bes Uebergeminns habe keinen steuerlichen Charakter, sondern sei eine rein preispolitische Maßnahme. Die nachträgliche Wegnahme des Erlöses werde dem Unternehmer jeden Reiz nehmen, an hohen Preisen zu vor- dienen.Der im Kriege ausfallende Wettbewerb als Preisberichtigungsfaktor werde dadurch ersetzt. Die Abführung übermäßiger Gewinne schaffe einen Ausgleich zwischen dem Unternehmer, ber unter den Waffen steht und seinen Betrieb geschlossen hat und demjenigen, der weiter sein Geschäft versieht. Die Gewinnabführung sei der Ersatz für eine unterlassene ober umögliche Preissenkung. Sie habe nichts mit Strafe zu tun. Selbstverständlich werde es Fälle geben, in denen ein Verschulden des Unternehmers vvrliegt, wenn er z. B. bei Kriegsausbruch genau wußte, daß feine Preise unmäßige Gewinne abwerfen. Von der Bestrafung werde aber im allgemeinen bann abgesehen, wenn ber Unternehmer sich in einer Art tätiger Reue feiner lieber, gewinne burch rechtzeitige Abführung entledigt. Anders sei es jedoch, wenn er nicht aus eigenem Antrieb bie Gewinne ab führt, sonbern erst angesichts eines drohenden Verfahrens. Schließlich wird klargestellt, daß aus der Tat- fache, daß für diesen ober jenen Wirtschaftszweig noch keine Anweisungen ergangen sind, nicht ge- schlossen werden dürfe, daß man einstweilen nichts zur Erfüllung ber kriegswirtsHaftlichen Preispflich- ten zu tun brauche. Die Anweisungen dienten lediglich zur Erleichterung der Durchführung, während die Verpflichtung auf gesetzlichen Vorschriften beruhe. Lebensrecht unseres Volkes und unserer Kinder geht. „Don unserer Arbeit hängt der Sieg ab. Alles andere tritt hinter dieser Aufgabe zurück. Ein ,unmöglich' gibt es nicht, sondern wir werden die erforderliche Arbeit gemeinsam leisten." Insbesondere wandte sich der Gauleiter auch an die Jugend. Auch ihr Anteil an unseren Erfolgen ist keineswegs gering. Ihr tapferes Zupacken bei der Erfassung von Altmaterial hat bereits reiche Früchte getragen. Es gilt für sie weiterhin die Parole, nicht müde zu werden und nicht abzulasfen bei ber unentwegten Sammlung von Papier, Knochen. Alteisen und Altmetallen jeder Art. So kann auch unsere Jugend in reichem Maße dazu beitragen, Deutschland wichtige Rohstoffquellen zu erschlie- tzen, deren es in dieser Zeit bejonfrers bedarf. Es heißt für jeden eine Selbstverständlichkeit, bie Weisungen unb Gesetze zu befolgen, deren eine Kriegswirtschaft, eine planmäßige Ernährungslenkung und auch eine Sicherung der fieimat bedürfen. Wenn so jeder seinen Beitrag durch Mithilfe und Zupacken, burch Verständnis unb Einsicht dieser Zeit schenkt, dann wird unsere große nationalsozialistische Kampfgemeinschaft nur um so härter. Dazu hat der Führer um unserer felbft willen bas deutsche Volk aufgerufen. In Ordnung und Ruhe dürfen wir auf ihn vertrauen und gemeinsam mit der Wehrmacht dem größten aller Siege der deutschen Geschichte entgegen« sehen. Die Welt der Feigheit und des Kapitals muß in Bälde vor dem Mann kapitulieren, der Deutschland weltanschaulich, militärisch unb politisch in Frieden geeint und im Kriege zum Siege ge» führt hat: Adolf Hitler. Das war die Bedeutung auch der Kreisappelle des Sonntags, die in den Kreisen Alzey-Oppenheim, Bergstraße, Rheingau - St. Goarshausen, Oberlahn- Usingen, Alsfeld-Lauterbach, Biedenkopf-Dillenburg. Schlüchtern und Worms stattgefunden Hadens Sie endeten mit dem Schwur von der äußersten Bereit- sä>ast und unverbrüchlichen Treue unserem Führer und seiner Bewegung gegenüber. Was Gewißheit und Glauben dem deutschen Volke sind, wird die heroische Geschichte der Gegenwart unter das eine Thema stellen: Die Freiheit Groß-Deutsch- l anb s heißt die Freiheit unb ber Frieden Europas. Mllenslräger deutscher Wehrgemeinschast. Von SA.-Hauptsturmführer Rehm. Es ist eine merkwürdige Gruppe, die am Sonntagmorgen draußen auf einem freien Platz vor der Stadt sich versammelt. Soldaten sind es nicht, denn sie tragen keine einheitliche Uniform; der eine steckt in einem Sportanzug, der andere im blauen Arbeitskittel, wieder andere in irgendwelchen abgetragenen Kleidungsstücken. Das Ganze ein bunt zusammengewürfeltes Bild! Wenn aber die ersten Kommandos erschallen, die Männer sich zusammenreißen und in Reih und Glied ausrichten, die ersten Wendungen und Schwenkungen gemacht werden, merkt man sofort, daß hier Männer stehen, deren Geist und Willen von einem Gedanken beseelt ist, gleichviel in welchem Rock sie stecken, gleichviel welchem Beruf oder Stand sie angehören. Es sind Männer der verschiedensten Altersstufen, 40er neben 18jäh- rigen — aber alle diese Unterschiede verblassen gegenüber dem einheitlichen Willen, der sie beseelt, der aus ihren Augen uns entgegentritt und in ihrem exakt ausgeführten Dienst sichtbar wird. Hier übt eine der vielen SA.-W e h r m a nasch a f t e n, die sich überall im Reich auf den Befehl des Führers gebildet haben, um sich unter der Leitung erfahrener SA.-Führer die Grundlagen der militärischen Ausbildung anzueignen und darüber hinaus ihren Geist und ihren Willen wehrmäßig zu stählen. Das Bild erinnert an die Kampfzeit der SA. vor 1933. Wie oft sah man damals während der langen Zeit des Uniformverbots ähnliche Formationen, äußerlich in ihrem Räuberzivil unansehnlich, aber in ihrer Haltung und ihrem Benehmen gestraffte Männlichkeit und uneigennützigen Einsatz offenbarend. So marschierte damals in der SA. die Auslese des deutschen Volkes, die das neue Reich erkämpfte — so marschiert heute in den SA.-W'ehr- mannschaften wieder eine Auslese der Nation. Es sind diejenigen, denen es vorerst noch nicht vergönnt ist, mit der Waffe vor dem Feind zu stehen, die aber das ewige völkische Gesetz erkannt haben und erfüllen, daß nur ein dauernd wehrbereites und wehr starkes Volk den Kampf um fein Dasein siegreich zu meistern m der Lage ist. Der Dienst in den SA.-Wehrmannschaften ist ein Einsatz, der vor den Augen £er Oefsentlichkeit nicht besonders in Erscheinung tritt. Er bedeutet für die Männer, die jetzt während des Krieges sowieso ein Uebermaß von Arbeit leisten müssen, ein empfindliches Opfer an Zeit und Kraft. Er ist das stolze Bekenntnis zum ewigen Ideal deutschen Soldatentums, zur Wehrhaftigkeit des deutschen Mannes nicht bloß während der Zeit seiner Einberufung zur Wehrmacht, sondern während des ganzen Lebens; er ist die Bewährung der nationalsozialistischen Weltanschauung in der Tat des persönlichen Einsatzes und des freiwilligen Opfers für das Ganze. Die SA. war schon während der Kampfzeit die große Erziehungsschule für den neuen deutschen Menschen. SA.-Mann konnte schon damals nur sein, wer beides in sich verkörperte: die nationalsozialistische Weltanschauung und den kämpferischen Einsatz für diese Weltanschauung. Das gleiche gilt auch vom SA.-Wehrmann. Wie einst in der Kampfzeit der SA.-Mann sichtbarster Träger der nationalsozialistischen Idee war, so soll dies in Zukunft neben dem SA.-Mann der SA.-Wehrmann sein im Kampf um die Erhaltung und Verankerung nationalsozialistischer Haltung im Volk. Die einzigartigen Erfolge der deutschen Wehrmacht im gegenwärtigen Krieg sind u. a. mit darauf zurückzusühren, daß die in der SA. verkörperten Kräfte der Einsatzbereitschaft, der Opferwilligkeit, der Kameradschaft und des Gemeinschaftssinnes dem neuen deutschen Heer den Charakter der nationalsozialistischen Wehrmacht und damit eine unüberwindliche innere und äußere Kraft gegeben haben. Nun hat die SA. die Aufgabe, der Nation durch die Verwirklichung des nationalsozialistischen Ideals deutscher Männererziehung auf immer wehrst a r k e Generationen heranzubilden und dadurch die Wehrgemeinschaft des deutschen Volkes zu sichern. Die pflichtgemäße Zugehörigkeit zur SA.-Wehr- mannschaft bedeutet nach den nationalsozialistischen Grundsätzen nicht die erzwungene äußerliche geistlose Ableistung einer Dienstverpflichtung. Sie soll vielmehr dazu dienen, in jedem Mann die Ueber- zeugung von dem alle Deutschen innerlich verpflich- tenden Gesetz der Wehrhaftigkeit zu wecken und zu verankern. Die SA.-Wehrmannschaft unterscheidet sich deshalb grundsätzlich von den militärischen Wehroerbänden der Nachkriegszeit und von den Milizen der meisten anderen Staaten. Der SA.- Wehrmann ist ein in der Wehrgeschichte neu entstandener Typ, der seine Prägung vom politischen Soldatentum der SA. her erhält. Er ist der Träger und Künder des Wehrwillens, der Wehrfteudigteit und der Wehrkraft des Volkes. Deshalb darf den SA.-Wehrmann, auch wenn in der Oefsentlichkeit von seinem Dienst nicht viel Aufhebens gemacht wird, ein freudiger Stolz erfüllen. Wer in den SA.-Wehrmannschaften steht, rückt in die Schar derjenigen Deutschen ein, die in Erkenntnis und Bejahung der geschichtlichen Sendung unseres Volkes zu allen Zeiten für das Reich kämpften. Vor einem Lahr. Am 26. Mai 1940 gelingt ein tiefer Einbruch in die feindliche Front bis dicht vor Ypern. Nach hartem Kampf fällt Calais in deutsche Hand. Die Luftwaffe griff Dünkirchen mit nachhaltiger Wirkung an und fügte den Engländern, welche Teile ihrer eingeschlossenen Truppen über den Kanal zu retten versuchten, schwere Verluste zu. Die Hafenanlagen von Dünkirchen gingen in Flammen auf. Flug« . Plätze in der Umgegend von Paris, Verkehrsanlagen südlich Reims und feindliche Truppenbewegungen wurden wirkungsvoll angegriffen. Der Feind verlor 73 Flugzeuge. Am 27. Mai 1940 stehen wir 10 km vor Brügge und Thourout. Thielt wurde durchschritten. Nördlich Valenciennes die französischen Grenzbefestigungen durchbrochen, westlich der Scheldekanal überschritten. Orchies und Douai genommen. La Basses, Merville, Hazebrouk, Bourbourg-Ville in deutscher Hand. An der unteren Somme 30 feindliche Panzer vernichtet. Aus dem Reich. Die Rechtsprechung. Reichsminister Dr. Frank erklärt im „Deutschen Recht", es sei leider Hebung geworden, daß an Beispielen manchmal wirklich bedenklichen Versagens der Rechtsprechung eine Kritik des R i ch- tertums geübt werde, die auf die Dauer in einer rechtsbewußten völkischen Gemeinschaft nur mit Schaden für alle sich auswirken könne. Die dauernde Verunglimpfung des Juristenstandes sei nicht vereinbar mit den Notwendigkeiten der Rechts- übuna und der Rechtsfindung in unserem Volke. Das Richtertum könne man nicht beschimpfen, ohne dem Rechtsempfinden unseres Volkes ins Gesicht zu schlagen. So wie eine Gemeinschaft nicht büßen könne für Unwürdige, ebenso wenig könne auch der Rechtsstand ganz allgemein verunglimpft werden, weil einmal ein Urteil unter hunderttausend anderen Anlaß zur Kritik geben könne. Handle es sich jedoch bei der Kritik um ehrliches Bemühen um die Besserung des Rechtslebens unseres Volkes, dann fei sie willkommen. Daß in den Wahrem des Rechts das Bewußtsein des Dienstes an der Gemeinschaft sich verwirklicht, sei der Sinn der Gerechtigkeits- Übung des Dritten Reiches. Soll die Frau studieren? Ndz. Zu der Frage, ob das Hochschulstudium der geistigen oder seelischen Veranlagung der Frau entspreche, hat der Nationalsozialismus eine entscheidende Klärung eingeleitet, so betont die Reichsreferentin der Arbeitsgemeinschaft Nationalsozialistische Studentinnen (ANSt.), Dr. Aenne Kotten h o f f. Nur begabte, verantwortungsbewußte Mädel sollen den Weg zur Hochschule finden. Der Nationalsozialismus erkenne nicht nur der Frau die Berechtigung zu, in akademischen Berufen tätig zu werden, sondern der durch den Nationalsozialismus herbeigeführte Ausbau der deutschen Frauenarbeit erfordere geradezu Akademikerinnen. Die Anerkennung der Frau in den akademischen Berufen hänge jedoch davon ab, in welchem Maße diese Frauen es verstehen werden,, ihr Frauentum zur Entfaltung zu bringen. Auch die Oefsentlichkeit habe heute die Meinung aufgegeben, daß die Studentin wegen'ihres. Studiums auf Ehe und Familie verzichte. Der Krieg zeige, wie notwendig es fei, daß wir genügend geschulte Frauen auf allen Berufsgebieten haben. Außerdem könnten auch innerhalb des Familienlebens Umstünde eintreten, die es nötig machen, daß die Frau, obwohl schon Familienmutter, wieder in das Berufsleben zurückgehe. Aber auch, wenn eine Frau, nachdem sie eine Ehe eingegangen ist, nicht wieder Gelegenheit haben sollte, ihr fachliches Können berufsmäßig zu verwerten, gehe der Gewinn des Studiums doch niemals verloren. Hautschonende Mittel statt Einheitsfeinseife. Eine Anordnung der Reichsbeuustrn-Hten für In- dustrielle Fettversorgung läßt als Austausch- mittel von Feinseife, Einheftsfeinlseife und Kernseife nun die hautschonenden Reinigungsmittel, z. B. Präoutan und Satina, die sich als solche Austauschstoffe bewährt haben, zu. Bisher buchen sie nur gegen Be-scheimwmg des Betriebsarztes ausgegeben werden. Diese Bescheinigung ist nicht mehr erforderlich. Vorübergehende Einschränkung im Eilzustelldienst der Reichspost. Zur reibungslosen Durchfühmng vordringlicher kriegswichtiger Aufgaben hat die Reichspost den Anspruch auf Eilzustellung von Postsendungen vorübergehend a u f g e h o b e n. Es wird sich nur um Fälle dringender Notwendigkeit an einzelnen O r t.e n handeln. Sobald die Verhältnisse es gestatten, wird die Eilzustellung wieder ausgenommen. Bei der (Einlieferung von Postsendungen werden Vorauszahlungen von Eilzustellgebühren nicht mehr entgegengenommen. Die Gebühren werden dort, wo die Sendungen noch besonders zugestellt werden, von den Empfängern eingezogen. Die Ein- liieferer sehen zweckmäßig auch vom Aufkleben von Freimarken auf den Sendungen und Paketkarten ab. Au« aller Wett. Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. Am 24. Mai ist der am 4. Mai 1907 in Radzivn- kau geborene Johann S ch e n d z i e l o r z hin gerichtet worden, den das Sondergericht in Kattowitz als Volksschädling zum Tode oerurteilt hat. Schendzfelorz war ein vielfach vorbestrafter gcfäbr. licher Gewohnheitsverbrecher. Er hat unter Aus» Nutzung der Kriegsoerhältnifse zahlreiche $etrüge» reien begangen, wobei er unbefugt das Partei ad» zeigen und ^-Uniform trug. Am 24. 5. 1941 ist der am 17. Januar 1919 in Muskau geborene Erwin Dreyhardt hingMchtst worden, den das ^ondergericht in Breslau als ge» fährlichen Gewohnheitsverbrecher, Volksfchädlinz und Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat Dreyhardt war trotz seiner Jugend ein mit hohen Gefängnis- und Zuchthausstrafen vorbe. f traf ter Gewohnheitsverbrecher. Er entwich aus der Strafanstalt und hat, zum Teil unter Ausnutzung der Verdunkelung, zahlreiche Einbruchsdiebstähle begangen und wurde dabei mehrfach gegen feine Der» folger gewalttätig. Zwei Millionen Flugkilometer zurückgelegt. Flugkapitän Hans Lange der Deutschen Lust» Hansa legte jetzt bei einem Streckenflug seinen zwei» millionsten Kilometer im Luftverkehrsdienst zurück. Lange lernte vor 29 Jahren fliegen und gehört so« mit zu den ältesten Flugzeugführern. heftige Erdstöße in der Türkei. Aus Istanbul wird gemeldet: In den Bezirks von Denisli und Mugla in Westanatolien mürben in den letzten Tagen mehrere heftige Erbftöße Der« zeichnet. In Mugla ist die Wasserleitung undrauch» bar geworden. Ein Zehntel der Wohnhäuser der Bezirke sind vernichtet und ein Viertel der Wohn» Häuser sind unbrauchbar. Die Bevölkerung ist ins Freie geflüchtet. 12jcihriges Mädchen reitete zwei Menschenleben. In Hersfeld hat im Auftrag des Führers der Re> gierungsprüsident der Schülerin Maria St em ar eine öffentliche Belobigung und Anerkennung aus gesprochen. Das Mädchen bewies am 5. Juni v. I in einem After von erst 12 Jahren eine beispielhaft« Hilfsbereitschaft und Entschlossenheit, indem es un< ter Einsatz seines Lebens zwei Schul käme« rabinnen aus der Haune rettete und sie so vor dem Tode des Crttinkens bewahrte. Der Bürgermeister überreichte der jungen Lebensretterin bi« Urkunde und teilte ihr mit, daß sie mit Erreichung des 18. Lebensjahres für die Verleihung der Rettungsmedaille am Bande vorge schlag en wird. Bahnverbindung zwischen Biscaya- und Mittelmeerküste Spaniens. Madrid, 22. Mai. (Europapreß.) Die Vollen, düng einer wichtigen spanischen Eisenbahnlinie ift durch einen Beschluß des Kabinettsrats gesicherte worden. Die Strecke soll die atlantische Nordküsüj des Landes mit der Mittelmeerküste verbinden. <5ieJ führt von Santander nach Saragossa, wo ein Anschluß an die Mittelmeerhäfen bereit« besteht. Das Kabinett bewilligte für das laufend« Jahr 47 Millionen Peseten, die Hälfte der Gesamt, kosten für die Fertigstellung der Bahnstrecke, die bereits unter Primo de Rivera begonnen wurde. Die Arbeiten sollen an vier Abschnitten gleichzeitig be» ginnnen. Auf der Strecke ist auch die Anlage Dort sieben Tunnels nötig. In Santander und den übrigen von der Eisenbahnlinie berührten Provinzen Burgos, Soria und Saragossa hat die Nachrichr über die Fertigstellung dieser für Nordspanien wichtigen Eisenbahnlinie großen Jubel ausgelöst. \ Schweinemarkt in Butzbach. ♦ Bu-tzbach, 27. Mai. Mkf dem heuttgcn S chwe i n e m a r f t waren 28» Ferkel aufge- trieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 24 RM, 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 28 RM., 8 bis 10 Wochen alte 28 bis 32 RM. pro Stück. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt. \ Hauphchrtftletter: Dr. Webtid) Btiöel» Lauge Stellvertreter öd Hauptschrtftletters: Ernst Blum schein. Berantworllich für P olitll uni Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gtetzen, Provtry, Wirtschaft u. Sport: Ernst Bllrmsche n. Druck und Verlag: Brühlsche UniversttätSbruckerei R. Lange 8. <1, Verlagsletter: Dr.» Ing. Erich Hamann: Bnzeigenleiter: Haus Beck, verantwortlich für den Inhalt der Am eigen: TheodorSümme! Wegen Betriebsferien vom 1. bis 23. Juni geschlossen! Franz Bette _________________________________________________________________________________________________________2371 D Konzerlgemeinschall blinder Künstler „Südwestdeutschland“ #KONZERT• am Mittwoch, dem 28. Mal, 19.30 Uhr in der Aula der Universität in Gießen Mit wirkende: . 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Sei es ein stolzer Kastanienbaum oder ein hübscher Gartenhusch, die Blumenpracht im Vorgarten oder die Schönheit einer Anlage: wer mit offenen Sinnen heran vorübergeht, der nimmt teil an der belebenden Kraft der blühenden Welt, die jetzt in Dust rommcn, und man sieht im Winter das große weiße lud), das der Schnee ausbreitet. Vor den Fenstern >ind die Schraubstöcke angebracht, und es ist ganz natürlich, daß dann und wann der Blick der Arbeitenden über die Landschaft gleitet. Zu allen Jahreszeiten gibt es dort etwas zu sehen, am (häuften aber ist dieser Blick aus den Fenstern etzt, wo alles rings umher in lieblicher Schönheit wrangt. Der älteste Geselle, dem die Arbeit sehr flink öon der Hand geht, schaut gelegentlich von seinem Arbeitsstück auf und betrachtet über seine Brille hinweg das Stückchen Natur, das sich in seiner ganzen Pracht präsentiert. „So ein bißchen blü- ,AufWiedersehen, Franziskast Ein Terra-Film im Gloria-Palast. An dem krassen Gegensatz zwischen der großen, abenteuerlichen, weiten Welt und dem alten, engen, träumerischen Städtchen Burghausen entzünden sich die äußeren und inneren Spannungen einer Liebes- und Ehegeschichte. Eine winzige hölzerne Spielzeug-Eisenbahn wird zum greifbaren Symbol der Handlung, die um den ganzen Erdball schwingt und dennoch immer wieder in das malerische Nest an der Salzach als ihre Herzmitte zurückkehrt. Die cdjte Zuneigung zweier Menschen muh sich an der Problematik eines Berufes bewähren. Das Leben eines Reporters großen Stiles, eines Wochewschau- photographen dieser Zeit ähnelt dem eines Seemannes oder eines Handlungsreisenden m dem hier entscheidenden Umstande, daß der Mann, der ihn ausübt, die längste Zeit unterwegs und immer nur wie auf Besuch daheim ist; der Mann in diesem Film liebt seinen Beruf so leidenschaftlich wie seine Frau. Die Frau wiederum liebt nicht minder leiben» slböstlich den Mann; sie versteht sogar, daß er ganz für diesen Berus geschaffen ist, sie ist auch sehr tapfer, aber es geht doch beinah über ihre Kraft, jahrelang ein Leben zu führen, das eigentlich nach endlosem Warten immer nur begrenzt ist oon einem Anruf aber einem Telegramm und den Worten „Aus Wiedersehen, Franziska!" am abfahrenden Zöge. Auch wer von den Bildern dieser Geschichte sehr überzeugt und gefangen ist, wird einsehen, daß da ein kaum zu bewältigendes Problem angeschnitten ist: es gibt keine Lösung, die wirklich befriedigend ausgeht. Es ist nicht nur wegen des Anschlusses an b;e nächste Gegenwart ein hübsches Motiv, daß der Mann nach der letzten Heimkehr aus der weiten Die neue Wochenschau wurde schon angezeigt. Eine aufregende Trapeznummer aus der Bühne vervollständigt das Programm. Hans Thyriot. usw. weichten . Wir o und g von jefügt Voniotize«. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Auf Wiedersehen!, Franziska". —Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tiergarten Südamerika". Konzert blinder Künstler in Gießen. Drei blinde Mnstler aus Stuttgart werden sich am Mittwochabend in der Aula der Universität, hier, hören loffen: der Bassist Spang, der Geiger M e g g l e und der Pianist Wieland. Schützt die Eidechsen! Sonnige Abhänge, Steinhalden, sandige Raine, Wurzelstöcke in Waldblößen, auch Hecken und Zäune sind die Aufenhaltsorte unserer einheimischen nützlichen Eidechsen. Sich sonnend liegen die flinken Tierchen auf der Lauer und spähen nach Beute. Vor ihren umsichtigen und klugen Augen ist die gönnt. Friedrich hat durch all die Jahre unter steter Lebensgefahr dieses mühevolle und entbehrungsreiche Leben nur mit Widerwillen ertragen und sich seinen Vertrauten, wie Catt, gegenüber ost sehr darüber beklagt, daß er durch die Not der Zeit dazu gezwungen' war. Mit bitterer Ironie pflegte er sich mit dem Irrenden Ritter der Sage zu vergleichen, der ewig auf allen Straßen durch die Länder fährt und überall neue Feinde trifft, die er bekämpfen muß. c-K- Aus der Stadt Gießen. Blühende Welt. Die Werkstatt liegt am Rande der Stadt, wo die Häuser nicht mehr in dichter Enge beieinander itehen. Dafür gewinnt der Blick freiere Sicht, und wenn die Werkstattfensler auch nicht gerade groß ind, so sieht man dock) durch sie ein Stückchen der netten Landschaft. Man kann die Richtung der straffe verfolgen, über die in rascher Fahrt die Autos sausen, man nimmt die Krähen wahr, wenn sie kurz vor der Dämmerung in Scharen geflogen fers ber 1 Stein«. Innung on x 5uni d.m be'spielh^ es ui kc, Nis 'd he so K Retterin K t Erreiche ng der S? wird. liscaiH Arbeitstagung der Firma Abermann Zur Feier der Verleihung des Gaudiploms. Kinderreiche Ehen - Deutschlands Zukunst Tagung des „Reichsbundes deutsche Familie". Ite 23711 Mit dieser Feststellung soll niemandem die Freude an dem erheblich über dem Durchschnitt stehenden Film genommen werden, dessen Buch Helmut Käutner und Curt I. Braun Trieben. Staut« ner, bekannt geworden als einer der witzigsten Köpfe der Münchener Nachrichter, gab auch mit der Inszenierung eure sympathische und ausgereifte Lei- stung: man kann ihn schon an der Dialogführung erkennen; er hat den Blick für das echt Filmische, ihm gelingt der unsentimentale Griff ins Leben; er hat Humor und auch ein sehr zartes Gefühl, und es spricht für ihn, daß die stillen, fast fanunerfpiel- haften Liebes- und Kinbers^nen für den Gesamt« eindruck entscheidender sind als die heftigen Span» nungsreize der knatternden Reportagesensationen in aller Welt. Die Staatsschauspielerin Marianne Hoppe, Gemahlin von Gustaf Gründgens, spielt eine bezaubernde Franziska, und obwohl ihre norddeutsche Eigenart nicht ganz ins Bayerische paßt, ist es wunderschön zu sehen, wie ihre kühle, klare, überlegene Gefühlsverhaltenheit sich immer wieder in der hingebungsvollen Zärtlichkeit und fraulichen Sicherheit des Herzens löst und bewährt. Hans Söhnt er gibt den Michael fo bubenhaft frech, so weltläufig trocken und so männlid) bewußt, daß in ihm der Typus des rasenden Reporters unseligen Angedenkens auf eine wirklich akzeptable Weise ver- wande-lt scheint. Den Gegentyp gibt knapp und überzeugend Hermann Speelmans. Der hochbo gabte Rudolf 5 er na u hat hier zum ersten«Male eine menschlich erfreuliche, sensationslos stille Rolle. Fritz Ode mar als Franziskas Vater, sehr fein, Herbert Hübner, Margot H i e l s ch e r und Rudolf K a l v i u s seien vom Ensemble hervorgehoben. — Der Kameramann Jan Roth verwirklichte Käutners Stil vorzüglich. — Mücke selbst im Fluge nicht sicher. Der Falter ant Blumenkelch fällt ihrer Gewandtheit zum Dpfcr< Auch Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Larven, Grillen und Heuschrecken bilden die Nahrung der Eidechsen. Darum schütze sie! Sie vertilgen als Feld-, Wiesen- und Waldpolizei viele Schädlinge. Deutsd)lands schönste Eidechse ist die prächtige grün« gefärbte Smaragd-Eidechse. Andere Eidechsenart.'n ilnserer Heimat sind die Zaun-, die Berg- und die Mauereidechfen. Mit den Eidechsen verwandt ist die Blindschleiche, ein harmloses, ebenfalls sehr nützliches Tierd)en, das in Wiesen und lichten Buchenbestanden nach den Nacktschnecken und Re- genwürmern jagt. Keine unnötige weisen. Die Beanspruchung der Deutschen Reichsbahn durch Gütertransporte der Kriegswirtschaft hat in letzter Zeit derartig zugenommen, daß die Zahl bet Reisezüge erheblich eingeschränkt werden mußte. Es wird daher der dringende Appell an alle Volksgenossen gerichtet, ab sofort bis auf weiteres jede nicht unbedingt nötige Reise zu unterlassen und die wenigen vorhandenen Fahrmöglichkeiten denjenigeni Volksgenossen zu überlassen, die beruflich zu reifen gezwungen sind. Auch zu Pfingsten können die Einschränkungen nicht gelockert werden. Es muß in dieser Zeit Pflicht jedes Volksgenossen sein, dieser Lage Verständnis entgegenzubringen und seins Reisepläne auf -später zu verschieben. Lösung von Lehrverhättnissen bei jähriger Militärdienstzeit. Lehrlinge, die sich freiwillig zur zwölfjährigem Dienstzeit'in der Wehrmacht melden, bedürfen nach einer Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht der Einwilligung des Lehrherrn. Die Wehr- machtsstellen werden Meldungen von Lehrlingen ohne Zustimmung des Ausbildungsbetriebes nicht annehmen. Oberhessischer Gebirgsverein. In vorweggenommener Würdigung der ihr zu- < teil gewordenen Auszeichnung hatte die Baufirma 1 M. Abermann K. G., Gießen, ihren alljährigen I Gesamtbetriebsappell besonders feierlich ausgestaltet, i Jugenderziehung und Ausbildung standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Einführung der neuen Lehrlinge und die Freifprechung der Ge- : feile na nwärter wurde in feierlicher Form unter der Betriebsfahne vorgenommen. Es folgte ein Lichtbildervortrag von Korvettenkapitän Chorus über die neue e Uebermacht (einer Feinde zwang ihn zu dauernden Marschen, weil er bald auf dem einen, bald auf dem anderen Kriegsschauplatz sich schlagen mußte. So hat er einen großen Teil seines Lebens mitten unter feinen Soldaten zu Pferde zugebracht. Mit ihnenl hat er unendliche Strecken in Sachfen, Böhmen Mahren, Schlesien und Brandenburg zu allen Jahreszeiten und unter allen Unbilden der Witterung zuruckge- leat Selbst wenn er von der Gicht und vom meder ' ti wurde, lehnte er es ab, auf dem ^torlch In feinen Erinnerungen erzählt Heinrich b e Catt, der 22 Jahre lang ber offizielle Vorleser .mb Vertraute Friedrichs des Großen gewesen ist ? und seit 1758 alle Feldzüge in der Umgebung bes Königs mitgemacht hat, viele interessante Einzel- weiten aus dem Alltagsleben des Krieges Emma 1 ' 3ean'Simm Munde kann diese Aeußerung erstaun, idier klingen als im Munde des großen Ko"igs,^ H dessen Lebten bis zum letzten Tag mit ber Arbeit | ür sein Land angefüllt war. Catt Qibt in femei Erinnerungen bie genaue Einteilung bev Arbeite ’ :ages des ^Königs mährenb feines n Breslau im Jahre 1759. Danach staub der Kon g um 5, zeitweife auch um 4, aber nie fpa er al z ijhr auf Nachdem er sich angetleibet hatte, la. er die eingegangenen Briese und Meldungen. Dann pielte er eine Viertelstunde Flöte. Darau wurden die Kabinetts-Sekretäre gerufen, und !derKon.g diktierte di- Antworten tn zw'len und m>lrtanfch-n ilngelegenheiten. Gatt bemerkt dazu, daß ^nednch mstande war, mit größter Schnelligkeit 3® 39 Briefe hintereinander zu lesen und d°nn anfchli ßend ebenfoviele Antworten über die DErW'“^( ■ten Angelegenheiten zu diktieren, ohne n°^n°^ einen Blick in die Briese zu werfen. Nachdem Briese, Befehle und Erlasse °bgesandt w°r°n, b^ "djäftigte sich der König bis um 11 Uhr wu feine literarischen Arbeiten. Uyi 11 Uhr wur e P ausgegeben. Der König arbeitete dann we^i-r wurde, lehnte er es ao, au, oem Der Oberheffifche Gebivgsverein, Zweigverein Gießen, fiihrte im Monat Mai zwei Wanberungen durch. Die erste führte vom Bahnhof Friedel Haufen aus ben „Hessenweg" bergan. Rechterhanb grüßte bie Burgruine Staufenberg; bie Dörfer im Lohnt al unb bie Waldberge bahinter lagen im Sonnenschein. Noch kurzer Rast folgte eine längere Walbwanbe« rung. Von einer Hohe am TB alb raub hatte man eine besonders gute Fernsicht auf bie Glabenbacher Berge bis zu ben Höhen des oberen Lahntales. Auf grüner, wind geschützter Waldblöße wurde Mittagsrast gehalten. Weiter leitete das Wanderzeichen über bie Höhe bes Totenberges zum Abstieg nach Allendorf. Noch eine Wegstunde lurn-da-abwärts nach Treis beendete eine genußreiche Wanderung. — An Stelle des üblichen Himmelsfahrtstreffens wanderten die Mitglieder zum Sd)walbenbachtal, einem ber reizvollsten Punkte unseres engeren Heimatgebietes. Durch bie Fluren zwischen Heuchelheim und Kinzenbach führte der Weg zum Atzbacher Wald. Vom Himberg aus ging es abwärts zum Schwal- benbad)tal. In ber versteckt liegenden Schwalben- mühle kehrte man zur Mittagsraft ein. Dann führte der Weg bas Tal aufwärts bis zum Hofgut Bubenrod, -eine schöne Wald wände rung nach Bieber, von wo man bie Heimfahrt an trat. Welche Heilkräuter find jetzt sammelwichtig? Der Gaufochbearbeiter der Reichsarbeitsgemein» fdyaft für Heilpflanzenkunbe unb Heilpflanzenbeschaffung e. V., Gauabteilung Hessen-Nassau, teilt mit: Die Schlehe oder der Schwarzborn ist noch nicht verblüht, da öffnet schon ber Weißdorn seine Blüten. Im Mai und noch Anfang Juni, in rauheren Gegenden noch etwas länger können diese Blüten, bie wie die Früchte eine wertvolle unb vielgebrauchte Arzneibroge barstellen, geerntet werben. Arzneilich begehrt ist fast ausschließlich ber stumpf- blättrige Weißdom (Crataegus oxyacantha), int Volfsmund Hagedorn ober Mehlfätzchen genannt? Seine Blüten stehen in reichblütigen Dolbenrispei^, Zum Unterschieb vom eingriffeiigen Weißborn hat ber stumpfblättrige 2—3 Griffel. Demgemäß hat :n ber Regel die spätere Frucht, bas Mehlfäßchen, Welt eine ihm gemäße, aber neue und größere Aufgabe in einer Propaganda-.Kompanie findet, und )aß die letzten Worte am abfahrenben Zuge dies- mal lauten: „Auf Wiedensehen, Michael!" — der Kern des Konfliktes ist freilich auch.damit nicht aus der Welt geschafft. gen. Solche Verbesserungen müßten eine organische Gestaltung erfahren. Um bies beutlich zu machen, ließ ber Betriebsführer bie einzelnen Sachbearbeiter über ihre sozialen Arbeitsgebiete berichten. Begin- nenb mit einer Darstellung ber Gefolgschaftsstruk- tur würbe über bie Entwicklung ber Soldatenbe- treuung, Solbatenunterstützung, Jugenberziehung, Lebensversicherung, Verbienststafselung, Leiftungv- üerbefferungen, Krankheits- unb Unfallverhältnisse, Betriebseinrichtungen unb Betriebsentwicklung gesprochen. Im Zusammenhang damit wies Prokurist Rack auf die bebeutsamen Veränberungen hin, die er während seiner ^jährigen Baumeistertätigkeit im Betriebe miterleben konnte; er würdigte insbesondere die Verdienste, bie sich schon ber vor 14 Jahren verstorbene Seniorchef ber Firma durch seine warmherzige soziale Einstellung in seinem Unternehmen erworben hatte; so sei es ft'ir seine Nachfolger nicht schwer gewesen, sich ben Bestrebungen ber DAF. anzupassen. Im Rahmen der Berufserziehung wurden ,e- weils die zwei besten Lehrlinge ber brei Jahrgänge nach den Ergebnissen ber letzten Haupt- zwischenprüfung und ihren Schulzeugnissen mit Bil- bern bes Führers unb des Reichsmarschalls ausgezeichnet. Der Vortrag eines Führerwortes unb das Spiel eines Streichquartetts bes Städt. Orchesters gaben hierzu bie festliche Begleitung. Der Betriebsobmann schloß mit ber Mahnung zur weiteren Leistungssteigerung auf allen Gebieten unb mit bem Gruß an ben Führer bie einbrucks- volle Veranstaltung. jenen uuv uem , .. -i würbe Catt zum König gerufen unb traf Ihn mit Rechnen beschäftigt. „Raten Ste einmal, was ich rechne?" rief er bem Eintretenben zu. „Vielleicht die Summe Ihrer Schätze?". „Ach, ich.habe eine wehr!" „Ober wieviel Geld Sie im Kriege ausge geben haben?". „Das weiß ich nur zu genau, aber Sie raten es nicht. Ich habe berechnet, wie niel Minuten ich gelebt habe. Was tft bas füretne ' Summe, unb wieviel Augenblicke sind ungenutzt . tnur' Vnl)rQii(k' d-r ®o'„. ‘ 2—3 Steine, während der erste nur einen Stein in der Frucht besitzt. An Hecken, Eisenbahndämmen, Waldrändern und in Gebüschen sehen wir beide Weißdornarten ziemlich häufig. Alle Teile werden arzneilich gebraucht, sowohl die Blüten als auch die Blätter und Früchte. Weißdornhecken sind oe- liebte Nistplätze von Singvögeln. Man muß daher bei der Ernte darauf achten, daß das Brutgeschäft dieser Vögel nicht gestört wird. Um eine richtige Droge zu erhalten, erntet man die ganzen Dolden- rispen dieser weißblühenden Sträucher, indem man sie vorsichtig abpflückt, damit die Blumenblätter nicht ausfallen. Um den Blütenstand stehende Laubblätter können mitgeerntet werden. Man kann die letzteren jedoch auslesen, so daß dann die reine begehrtere Blütendroge erhalten wird. Don Sträuchern, die bereits am Abblühen sind, soll nicht geerntet werden, weil die Blumenblätter dann beim Trocknen leicht bräunlich werden, was sie fast schon wertlos werden läßt. Die Blüten müssen in sehr dünner Lage auf schattigem Dachboden vollständig getrocknet werden, damit sie am Ende weiß bzw. elfenbeinfarbig, nicht etwa braun aussehen. Der Weißdorn ist arzneilich so geschätzt, daß von ihm ausgehend heute viele Präparate, Extrakte, Tinkturen usw. hergestellt werden, die ärztlich bei der Behandlung von bestimmten Erkrankungen des Kreislaufs und des Herzens Anwendung finden. Auch in zahlreichen Herzmitteln, die die Industrie in den Handel bringt, ist Weißdorn aus diesem Grunde in irgendeiner Form enthalten. Es sei nickst versäumt, auf die Sammlung dieser wichtigen Droge besonders hinzuweisen. Genaue Anweisung erteilen auch hier die Kreissachbearbeiter RfH., deren Anschriften bei den Kreisleitern der NSDAP, zu erfahren sind. Fernsprecher als Telegrammzusteller. Jeder Zeitverlust in der Uebermittlung von Telegrammen läßt sich ohne weiteres adst'ellen, wenn bei Telegrammen an Empfänger, die einen Fern- f^rechanschluß besitzen, in die Anschrift statt der Straße und Hausnummer lediglich die Fernsprech- nmnmer aufgenommen wird. Telegramme mit Fern- sprechanschluß spricht das Telegraphenamt dem Empfänger sofort nach Eingang kostenlos zu. Die Niederschrift des Telegramms wird anschließend ohne Kosten durch die Post zugesandt. Beispielsweise muß die Anschrift eines solchen Telegramms lauten: „— 2044 — Müller, Elmshorn" oder „— 7111 76 — Krüger, Berlin". Die Fernsprechanschlußbezeichnung zählt nur als ein Gebührenwort. Inhaber von Fernsprechanschlüssen können auch bei ihrem Postamt schriftlich beantragen, daß ihnen Telegramme zugesprochen werden. Gießener Dochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ä-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 27. Mai. Auf dem heutigen Wochen- martt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 NM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln 5 kg 46, neue, XA kg 25, gelbe Rüben, Ä kg 12 bis 15, rote Rüben 8 bis 12, Spinat 15 bis 17, Spargel 70 bis 92, Erbsen 35, Zwiebeln 17 bis 18, Meerrettich 40 bis 60, Rhabarber 16, Lauch 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 18 bis 25, Salataurken 70 bis 85, Rettich 25, Radieschen, Bund 12 Rpf. * ** Schont unfern Wald! Es wurde in der letzten Zeit mehrfach beobachtet, daß Kinder auf Spaziergängen und Ausflügen in unfern Wäldern beim Spielen die dort aufgeschichteten Holzstöße mutwillig auseinandergerisfen und das Holz um- heraestreut haben. Trotz manchen Warnungen muß auch immer wieder festgestellt werden, daß Kinder ohne genügende Aufsicht im Walde grüne Zweige obreißen und fortwerfen oder mit nach Hause nehmen. Es wird von zuständiger Seite wiederholt auf die Bestimmungen des Naturschutzgesetzes hinge- wiesen, die den Wald in Obhut nehmen und Zerstörungen der 'geschilderten Art mit empfindlichen Strafen bedrohen. Die Eltern sollten es sich daher zur Pflicht machen, ihre Kinder auf ein angemessenes Verhalten bei Spaziergängen und beim Spielen >m Walde hinzuweisen und dafür zu fargen, daß unsinnige Zerstörungen der geschilderten Art Der« .Mieden werden. )** Zum Kreis lei st ungssingen in Watzenborn-Steinberg. Zu unserem gestrigen Bericht über das Kreislest tung ssinge n in Watzenborn-Steinberg stt ergänzend nachzutragen, daß der für 50jährige Sangestätigkeit ausgezeichnete Sänger-Jubilar Weigel der Sängerabteilung des Turnvereins W i e s e ck angehört. Aus der engeren Heimat. Deutscher Wald entsteht durch Kinderhand. LPD. Schotten, 26. Mai. Ein vorbildliches Beispiel des Dienstes für die Volksgemeinschaft gaben die Schulkinder in Schotten. Im vorigen Jahre haben sie unter Anleitung' eines Försters im Schot lener Stadtwald zur Sicherstellung des Waldbestandes rund 10 0 0 0 junge Fich- ten anaepflanzt. Diese Aufsorstungsarbeit, von der spätere Geschlechter unseres Volkes den Nutzen haben metben, soll in diesem Jahre mit der Anpflanzung vgn weiteren 7 000 jungen Fichten fortgesetzt werden, während für das nächste Jahr das Setzen von rund 15 000 jungen Fichtenpflanzen vorgesehen ist. Durch diesen lobenswerten Dienst für die Volksgemeinschaft erwirbt sich die an den Waldkulturarveiten beteiligte Jugend gerade jetzt in der Kriegszeit einen Ehrentitel, auf den sie noch in späteren Jahren stolz sein kann. Erstickungstod eines ^jährigen Kindes. LPD. Schlitz, 26. Mai. Im Dorfe Berns- Hausen bei Schlitz hatte, eine junge Frau ihr sechs Monate altes Kind allein gelassen, um in Schlitz Einkäufe zu besorgen. Als sie nach Hause kam, fand sie das Kleine, einen Jungen, erstickt in seinem Bettchen vor. Es war im Schlaf mit dem Gesicht auf das Kissen zu liegen gekommen und hierbei den Erstickungstod gestorben. Landkreis Gießen. * Großen-Linden, 27. Mai. Die älteste Einwohnerin von Großen-Linden, Frau Sophie Menges Wwe., geb. Leun, Bahnhofstraße 23, feiert am morgigen 28. Mai ihren 8 9. Geburtstag. Sie ist für ihr hohes Aller geistig und körperlich nach ziemlich rüstig und kann auch im Haushalt noch manches mitt)elfen. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. s. Lang-Gons, 27. Mai. Am heutigen Dienstag, 27. Mai, kann unsere Mitbürgerin Frau Anna Elisabeth Wagner, Wwe., geb. Velten, Pinggasse, bei guter körperlicher und geistiger Frische ihren 8 2. Geburtstag begehen. Wir wünschen der Jubilarin viel Glück für ihren Lebensabend. fireis Wetzlar. (D Dutenhofen, 26. Mai. Die Krieg er - kameradschast hielt bei Kamerad Weber ihren Jahresschluhappell ab. Kameradschaftsführer Weber begrüßte die Kameraden herzlich. Darauf wurde der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden und der Gefallenen gedacht. Anschließend gab der Kameradschaftsführer einen Rückblick auf das Kriegsjahr 1940 und erstattete den Jahresbericht. Opferschießen und Opfersammlungen für das WHW. erzielten schöne Ergebnisse. Am Bundeswettkampfschießen und an der Kreisführertagung in Wetzlar war die Kameradschaft zahlreich beteiligt Sammlungen für das Deutsche Rote Kreuz und für die Kriegsgräberfürsorge erbrachten namhafte Be- träge. Kassenführer Loh erstattete den Kassenbericht, der von den Kameraden Müller und Hahn geprüft wurde. Dem Kassen führ er wurde Entlastung erteilt. Auch der Schießdienst hatte erfreuliche Ergebnisse. Kamerad Loh VI. wurde für 40jährige Mitgliedschaft im Reichskriegerbund geehrt, Kamerad Weller (Münchholzhausen) zum Ehrenmitglied ernannt Die neueingetretenen Kameraden wurden durch Handschlag verpflichtet. Die Karnerad- schaftsstärke beträgt zur Zeit 149. Propagandawart Walter sprach allen Kameraden seinen Dank für die im abgelaufenen Geschäftsjahre geleistete Unterstützung aus. Kameradschaftsführer Weber schloß nach weiteren Dankesworten den Hauptappell in der üblichen Weise. dereichsmeisterschasten der Schwerathleten. Arn Sonntag fanden die Meisterschaften der Schwerathleten in Alsfeld statt Es wurden ausgezeichnete Leistungen geboten. Der deutsche Rekordmann im Hammerwerfen, Karl Storch (Fulda) zeigte im Dreikampf (Rasenkraftsport) mit 332 Punkten eine Leistung, die bisher noch nicht erreicht worden ist. Auch die Leistungen im Gewichtheben und Ringen waren zum Teil sehr gut. Von den beteiligten Vereinen schnitt der VfB.-Reichs- bahn Gießen mit fünf 1., neun 2. und sechs 3. Plätzen am besten ab. Dabei waren einige Gießener Sportler noch sichtlich vom Pech verfolgt, denn Fritz Funk mußte beim Gewichtheben mit 1 Pfund Uebergewicht ins Leichtgewicht, ebenso erging es beim Ringen Klotz. Grabowski, (Hanau 1860) konnte für seine kürzlich in Gießen erlittene Niederlage Revanche nehmen, indem er den bedeutend leichteren Klotz, als dieser Ueberstürzer von vorn ausführen wollte, abfing. — Die Ergebnisse: Gewichkwerfeu (12,5 Kilo): Federgewicht: 1. Hermann, Marburg, 16,55 m; 2. Fritz Funk, DsB.-R. 12,25 m; 3. Götz, DfB.-R. 11,45 m. Leichtgewicht: 1. Adolf Klotz, VfB.-R. 14,33 m; 2. Melzer, Fulda 12,35 m. Mittelgewicht: 1. Noeller, VfB.-R. 13,33 m; 2. Hobein, Hanau 1860 12,85 m. Schwergewicht: 1. Karl Storch, Fulda 20,83 m; 2. Anton Gary, Marburg 15,55 m; 3. Jos. Binder, Alsfeld 14,30 m. Rasenkraftsport, Dreikampf. Federgewicht: Stein Gewicht Hammer 1. Herrmann, Marburg 7,52 16,55 44,60 211 Pkt. 2. Fritz Funk, VfB.-R. 6,80 12,25 32,12 116 Pkt. 3. A. Götz, VfB.-R. 4,82 11,45 30 88 Pkt. Leichtgewicht: 1. A. Klotz, DfB.-R. 6,50 14,33 33,18 136 Pkt. 2. Melzer, Fulda 102 Pkt. Mittelgewicht: 1. Hobein, Hanau 1860 7,40 12,85 30,60 124 Pkt. 2. Noeller, VfB.-R. 7 13,30 25,85 108 Pkt. Schwergewicht: 1. Karl Storch, Fulda 10,60 20,83 57,60 332 Pkt. 2. Gary, Marburg 180 Pkt. 3. Binder, Alsfeld 137 Pkt. Gewichtheben: Bantamgewicht: Drücken, Reißen, Stoßen 1. Mootz, Marburg, 475 Pfd. 2. Lorenz, VfB.-R. 325 Pfd. 3. Rabow, DfB.-R. 300 Pfd. Federgewicht: 1. Götz, VfB.-R. 375 Pfd. Leichtgewicht: 1. Herrmann, Marbg. 540 Pfd. 2. Fritz Funk, VfB.-R. 405 Psd. 3. Müller, DfB.-R. 360 Pfd. Mittelgewicht: 1. A. Döbelt, VfB.-R. 495 Pfd. V Uffz. Beirodt, VfB.- 465 Pfd. Reichsb. (Luftwaffe) 3. Clement, Marburg 405 Pfd. Halbschwergewicht: 1. Hobein,Hanau 1860 530 Pfd. 2. Grabowski, „ 480 Pfd. 3. P. Fischer, VfB.-R. 455 Pfd. Schwergewicht: 1. Gary, Marburg 620 Pfd. 2. Haas, Rb. Hanau 370 Pfd. 160 135 180 95 100 130 90 90 120 120 115 140 170 160 210 115 120 170 110 110 140 160 145 190 150 135 180 125 120 160 150 160 220 150 1-50 180 130 135 190 200 180 240 Ringen, klassischer Stil: Bantamgewicht: 1. Allmeroth, Rb. Kastel; 2. Lorenz, VfB.-R. Gießen; 3. Rabow, VfB.-R. Gießen. Federgewicht: L Wissel, Rb. Hanau; 2. Lecke, Rb. Kassel. Leichtgewicht: 1. Schwalm, Alsfeld; 2. Herrmann, Marburg. Weltergewicht: 1. Neumeier, Rb. Hanau; 2. Reifing, Nb. Hanau; 3. Braun, Alsfeld. Mittelgewicht: 1. Feldw. Grabowski, Hanau 1860; 2. Klotz, DsB.-R. Gießen. Halbschwer: 1. Georgi, Rb. Hanau; 2. Fischer, VfV,-R. Gießen. Schwergewicht: 1. Haas, Rb. Hanau; 2. Hobein, Hanau 1860. Ringen, Freistil: Weltergewicht: 1. Neumeier, Rb. Hanau; 2. Braun, Alsfeld. Mittelgewicht: 1. Grabowski, Hanau 1860. Halbfchwer: 1. Georgi, Rb. Hanau. Fußball in Klein-Linden. Klein-Linden Igd. — Mendorf (Lahn) Jgd. 10:0. Beide Ingendmannschäften trafen sich am Sonntag in Klein-Linden zu einem Wettspiel, bei dem die Mannschaft van Allendorf gegen die technisch und körperlich überlege nere Mannichast eine hohe Niederlage hin nehmen mußte. Oefteres Handspielen der Gäste wurde mit Elfmeter-, bzw. Strafstößen ge^ rügt, die fast immer zu Torerfolgen für Klein-Linden führten. Wie in der ersten Spielt)alste, so spielte sich auch nach der Pause das Spiel fast nur in der Torhälfte von Allendorf ab. Nur selten gelang den Gästen ein Durchbruch, der aber an der Hintermannschaft von Klein-Linden zerschellte. Kurze Sportnotizen. Die deutsche Keglermeisterschaft auf der I-Bahn wurde in Karlsruhe entschieden. Sieger und Meister wurde der Karlsruher Käser vor Muck (Dresden) und Maier (Stuttgart). Karlsruhe sicherte sich auch die Sechser-Mannschaftsmeisterschaft, während die Dreier-Klubmeisterschaft an Klub Schwabenkugel Stuttgart siel. Das Lang streckenrudern „Quer durch Frankfurt a. M." sah 53 Mannschaften in verschiedenen Bootsgattungen im Wettbewerb. Auf der 7,5 Kilometer langen Strecke erzielten die Jung- mannön der RG. Oberraü die beste Zeit. Schwedens Geher gewannen in Berlin den Länderkanwf gegen Deutschland mit 25:19 Punkten, lieber 10 Kilometer stellte Schmidt (Hamburg) mit 45:08,6 einen neuen deutschen Rekord auf. Deutschlands Hockeyspieler gewannen in Kopenhagen den 7. Länderkamps gegen Dänemark sicher mit 5:1 (3:0) Toren. Ruck (3), Schmid und Baum waren die deutschen Torschützen. Zeitschriften. — „Freude am Leben", bebilderte Monatsschrift des Reichsbundes für Biologie, Herausgeber Dr. Walter ©reite, Hugo Bermühler Verlag, Ber, lin-Lichterfelde, bringt in ihrem neuen Heft (2/3, Mai/Juni) an erster Stelle einen grundsätzlich wichtigen Aufsatz von Profestor Dr. Karl Hinsberg über biochemische Fragen in der Krebsforschung. Vom Pflanzenwuchs der Dünen berichtet an Hand von Bildern Studienrat Baur, über die Orchideenpracht im mittelamerikanischen Urwall» Regie, runas-Rat Dr. F. I. Morton, Ein interessantes Kapitel beschäftigt sich mit „Winterschlaf und Frühlingserwachen bei Schmetterlingen", worüber Dr. E. von Frankenberg Betrachtungen an- stellt. Der Assistent am Zoologischen Institut der Universität Gießen, Dr. F. Kessel, scblldert an Hand von Zeichnungen sehr anschaulich oen Geschlechtsapparat, den Nestbau und die Eiablage der Weinbergschnecke. Einen hübschen Beitrag liefert, illustriert mit eigenen Naturaufnahmen, Kurt Knaak über den heimischen Dacks. Pros. Dr. Ernst Schultze untersucht die Beziehungen zwischen Vogelzug und Menschenwanderung, em Thema, das der Verfasser bereits in einem schnell bekannt gewordenen Buche behandelt hat. In einem gewissen Zusammenhangs mit diesem Problem steht der bebilderte Aufsatz über die Rassengruppen Afrikas von K. G. von Levetzow, der außer Rassentypen-Aufnahmen auch zwei lehrreiche Uebersichtskarlen beifügt. Unter den .Meinen Beiträgen" erscheinen die von Prof. Heinitz in Ham. bürg angestellten Beobachtungen über Körperbewegungen beim Hören und Sehen, die Feststellun- gen über den Rückgang des Rebhuhns nach dem strengen Winter 1939/40 und eine Uebersicht über neuerdings bevorzugte Dissertationsthemen besonders bemerkenswert. Buchbesprechungen, die Lists der Neuerscheinungen und die stets geschätzte Preisfrage vervollständigen den Inhalt des reichhaltigen, wie immer vorzüglich ausgestatteten Heftes. — Das Maiheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rastenpolttifchen Amtes der NSDAP, Verlag Berlin SW 68) bringt u. a. einen grundsätzlich bemerkenswerten Beitrag „Zur Lösung der Ju- denfrage" von Dberbienftleiter Professor Dr. Groß, ferner einen zeitgemäßen, hübsch bebilderten kleinen Aufsatz „Acht Madel suchen einen Beruf", und einen vielfach anregenden, mit Bildbeispielen geschmückten Hinweis auf deutsche Familienwappen. Eine Menge interessanten Materials enthält auch diesmal die Spalte „Völkische Lebensfragen", in der das Rassenpolitische Amt Auskunft erteilt. Rassenpolitisch bedeutsam ist weiterhin eine mit ungeschminkten Aufnahmen illustrierte Abhandlung „Balkanzigeuner, ohne Romantik gesehen". Mit dem rumänischen Volkstum befaßt sich — an Hand guter Aufnahmen—ein Aufsatz von Georg Gunesch. ZieName imPch. Roman von Elisabeth ^olf. 28. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wieviel Sie hier gelernt haben!" Kemps lächelte schwach. „Nicht wahr'? Lauter Dinge, die mir nichts nützen." „Kindchen", sagte Clemens, „überlassen Sie die nützlichen Wissenschaften ruhig häßlichen Frauen!" Er stand jetzt hinter ihr, eine Welle von lieber* legenheit ging von ihm aus und ein solcher Wille, daß Gerda ihren Rücken straff werden fühlte. Wie stark sie auf ihn reagierte! — Das Abendessen näherte sich seinem Ende. Drinnen redete der Manager noch immer, nach dem sich häufenden Gelächter dazwischen zu schließen, steuerte er auf einen geschickt vorbereiteten launigen Schluß zu. In fünf oder zehn Minuten werden alle Türen offen fein, und die Luckner wird mit den gewissen halbgeschlossenen Augen,--eine Miene, die Gerda fürchtet wie Prügel, — anfragen, weshalb sich Dr. Kemps nicht am epeifefaal gezeigt habe. — „Wollen Sie sich nicht das Musikzimmer anschauen?" fragte Gerda, „dort hängt die Leinwand für den Film." Er begriff gleich. „Wie kommt man da hinein?" „Durch den kleinen Salon — da hinten gibt’s auch eine Tapetentür." ßeiermann beendete seine Rede, es hatte alles in allem acht Minuten gedauert. Schütz und der Kellner gbssen die ausgetrunkenen Champagnergläser wieder voll. Man servierte das Eis und den Nachtisch, niemand schwang sich zu einer zweiten Tischrede auf, niemand wollte sich anstrengen. Als Gerda nachher den Kopf wendete, schlenderte Dr. Kemps gerade in den kleinen Salon. Nach zehn kam noch ein Schub Leute an, die nur zum Film geladen waren, sie erfreuten sich keiner besonderen Wichtigkeit, sie erhielten einen Händedruck und ein Lächeln und wurden mit einer unbestimmten Geste zum Büfett gewiesen. Während der knappen halben Stunde zwischen Essen und Film stellte man einstimmig fest, USA. sei zur Zeit miserabel, — hoffnungsloses Gebiet wie die Klippen von Grönland. Die Kreim hatte in Neuyork leere Häuser gesehen, in Chikago leere Häuser, der Tenor Schwerthof desgleichen, sogar der junge Glanz der Pattini zog nicht. Sie sagten „sogar die Pattini" und schielten dabei nach der Luckner hin, die wie eine Dompteuse im Zirkus inmitten ihrer Löwen stand. Sie war sehr schön heute abend, sehr wach und um eine Spur zu lebendig. Diel später begann die Filrnoorführunb, । d. h. sie sollte beginnen. Weil die große Flügeltür wegen des Kabels nicht geöffnet werden durfte, drängten alle Leute durch die enge Seitentür ins Musikzimmer, und bann quetschten sie sich in den Hintergrund des langen Raumes höchst beengt zusammen — niemand wollte vorn sitzen, die Leinwand wäre zu nahe, sagten sie. So schleppte man die Goldstühlchen ein paar Meter weiter nach hinten und gruppierte sich, die schöne Reihenordnung auflösend, in nächster Nähe der Projektionsapparate. Es war ungenügend geheizt, kühl wehte es durch । den großen Raum mit den tiefreichenden Fenstern, । und die Damen, fröstelnd in ihren ausgeschnittenen Abendkleidern, verlangten nach Umhängen. Wieder eine Verzögerung. Schließlich kamen die Umhänge aus der Garderobe herauf, die Stühle wurden auseinander und wieder zusammengeschoben, sie bildeten einen ungeordneten Haufen, in dem keiner mehr neben dem andern saß. Die Brokatfalten der zugezogenen Vorhänge bewegten sich unter den Windstößen, die gegen das Haus anftürmfcen. Dann wurde es finster, vollkommen finster. Eine luftlose zusammengeballte Dunkelheit, die sich über den Raum stülpte wie ein schwarzer Sack und übergangslos tiefe Stille auslöste. Jemand lachte kurz auf, jemand sagte erschreckt „oho!", jemand ließ ein mitgebrachtes Likörglas zu Boden fallen, dann sck)oß ein dicker weißer Strahl Licht wie eine Stahlstange durch die Schwärze, und die Leinwand wurde hell. Gleichzeitig begann die Ouvertüre. \ Als Gerda durch das Eßzimmer ging, wo der Tisch schon ab geräumt inmitten ordentlich aufge» ; rechter Stühle stand, zeigte sich Milli unter der Tür und forderte kategorisch die Erlaubnis, den Film ansehen zu dürfen. „Wenn jemand läutet, wird der Kellner aufmachen." Gerda sagte weder ja noch nein, sie nahm Milli i mit sich, als sie im schwach erhellten Rauchzimmer vorsichtig die kleine Tapetentür zum Musiksaal off- l nete. Anfangs sah sie gar nichts, sie geriet in die Finsternis wie in ein Netz, schräg oberhalb chres Gesichts war eine Helle, wie mit Phosphor bestrichene Fläche, auf der sich grotesk vergrößerte Gestalten bewegten. Unmöglich, etwas zu erkennen. Eine Zeitlang penbelte Millis weiße Servierfchürze zwischen unsichtbaren Hindernissen umher und oer- schwand. Aber als Gerda folgen wollte, stieß sie schon beim zweiten Schritt an einen leeren Stuyl, der polternd umfiel. Gleich zischte jemand ein ungehaltenes Pst, und erschrocken tastete sich Gerda zurück zu der schmalen Polsterbank, neben der Tapetentür. — Oben auf der Leinwand nahm das Spiel seinen Lauf. Vanroy, hutlos, den zerbrochenen Hirtenstab in der Hand, eine Frau lachte perlend, und die Stimme der Luckner sagte: „Geh Er, Tölpel, suche Er sich eine Bauernmagd für sein Herz!" Kurz darauf, als Pola-Marion noch an ihrem Putztisch umhertrödelte, begann sie mit einer Stimme wie gehämmertes Metall zu fingen. „Meine Seele gehört der Nacht und den Sternen---." Es war die große, immer wiederkehrende Arie, die sich in mannigfachen Variationen wie ein roter Foden durch das ganze Filmstück hinzog. Die Luckner fang herrlich und sah wunderbar jung dabei aus. „Pola vor zehn Jahren", äußerte jemand ungeniert und viel zu laut Ein Stuhl stieß hart an die Wand. Das Surren der Eiskristalle draußen gegen die Fensterscheiben wurde immer stärker, der Wind schien zum Orkan anzuwachsen, die zugezogenen, in starren Fallen niederhängenden Vorhänge blähten sich langsam zu großen schwarzen Halbkugeln auf und stießen kalte Lustwellen in den Raum. Eine Männerstimme fluchte unterdrückt, und es gab ein bißchen Geschiebe und Stolpern — die Herren an der Fensterwand verließen ihre zugigen Standplätze. Gerda saß noch immer auf der schmalen Polsterbank schräg unterhalb der Leinwand, sie wußte nichts von der Bildwirkung des Films, die grotesk । bewegten Riesenschatten sahen von ihrem Platz aus wie Zerrbilder eines Vexierspiegels---von der hellen Fläche kamen nur Stimmen herunter, Vanroys verführerischer Bariton und die in sich widerhallende Sängerinnenstimme Polas. Den Dialog fand Gerda miserabel, die Liedertexte sentimental, die Handlung zusammenhanglos. Sie lang- wellte sich, und irgendetwas an Saal zog plötzlich ihre Aufmerksamkeit an. Sie schaute angestrengt m die Finsternis hinein. Jemand kam da aus dem Sinfergrunb des Saales heran — es war eine rau und hinter ihr ein Mann. Außerhalb der ichtbahn der Projektionsapparate bewegten sie sich lautlos und erstaunlich geschickt zwischen stehenge-- bliebenen leeren Stühlen, sie wichen der niederen Blumenbarriere aus, und erst dann, erst als die Frau unsicher nach der Türklinke tastete und dabei, ihr lose umgeworfenes Cape lüftend, cm Gerda anftreifte, spürte sie mehr als sie sah — es ist ja die Luckner. Natürlich war es Pola! Es war das starke Hyazinchenparfüm des Zobels, es war ihre brillantgeschiente weiße Hand — und dann flüsterte Pola sogar ein paar ungeduldige Worte---- „Ich versteh dich nicht! Gerade jetzt muß es sein?" Der Mann antwortete nicht — er war es, der schließlich die Klinke erwischte und die kleine Tapetentür öffnete. Dahinter war es ebenso finster wie im Saal, wahrscheinlich hatte die dumme Milli zuletzt noch das Licht ausgedreht. Gerda blieb unbeweglich und unbemerkt in ihrer Nische, und weil fit. sich nicht vorbeugen mochte, sah sie mir den Rücken des Mannes, der vor Dola schattenhaft zur Tür binausglitt. Gleich darauf wurde es draußen hell. Aber alles was Gerda erblicken konnte, war ein Streifen stumpfschwarzes Tuch über einer Männerhand, die vor der Luckner die Tür aufhielt ---und dann ging die Tür wieder zu. Gerda stand entschlossen auf. Wenn die zwei den Weg finden konnten, sollte sie selber doch imstande fein, einen besseren Platz zu ergattern. Eine Sttecke weit tappte sie sich längs der Wand hin, dann stieß ihre ausgestreckte Hand an eine weihe Hemdbrust, und ein grundgewalliger Baß sagte „hoppla". Sie wurde auf einen Stuhl gesetzt, und endlich gliederte sich auch für sie das Chaos auf der Leinwand in wirkliche Gestalten. Es lief gerade eines der schönsten Bilder — vierzig junge Frauen, eine immer hübscher als die andere, tanzten eine Sarabande. Dann riß das Bild entzwei, die süße Sarabande riß entzwei, und verzweifelte Weiber, wütend erregte Männer hetzten über die Dorfstraße, wo sie eine verspätete Kutsche aufhielten, die mit zwei Kavalieren im Fond dem Schloß zusttebte. Wustes Geheul — der Wagen stand, und herausspringend zogen die beiden Hofmänner ihre Galanteriedegen, um sofort im Getümmel unterzutauchen. Ihr Schicksal schien besiegelt. (Fortsetzung folgt)