Donnerstag, 27. Mär; Ml GietzenerAnzeiger OieNeichshauptstadtbegrüßtIapansAußenmimster BotschaftMaisuokas an das deutscheVolk Jugoslawien nach der Entscheidung Oie jugoslawischen Staats männer wieder in Belgrad. ■ en-grün, blühende Frühlingssträucher und Blumen, Zahnen und Embleme verbergen völlig den «auchgeschwärzten Bau. Noch außerhalb der Halle beginnt bereits die grüne Wand der Tannen und sichten, die sich den ganzen Bahnhof entlang zieht, l*r ebenfalls mit einem roten Teppich belegt und rem den Fahnen dicht verhängt ist. Den Bahnsteig Sat das Geviert der Fahnen zu einem geschlossenen Raum verwandelt, dessen Wände Tannen- und Lor- ikerkränze bilden, vor denen weißer Flieder, Spiräen und Schneeball, Goldregen und blaue Hortensien eine zauberhafte Farbensymphonie er- ssben. Beherrschender Mittelpunkt ist die aus d»eißen Astern und rotem Mohn gebildete auf» kshende Sonne Nippons, die, von Scheinwerfern mrgestrahlt, die Stirnwand fast vollkommen ver- stckt und dem Ganzen einen strahlenden und fest- lchen Schimmer gibt. Reiä, ist auch der Schmuck der Straßen. Festlich ^präsentiert sich vor allem die Wilhelm st raße. Jas strahlende Weiß der japanischen Fahnen hellt i e dunklen Häuserfronten auf. An markanten Punk- i n des Anfahrtsweges, so auf dem Askanischen Natz, dem Wilhelmplatz, am Brandenburger Tor, lnterbrechen die Fahnen des verbündeten Italiens Belgrad, 26. März. (DNB.) Ministerpräsident Zwetkow itsch und Außenminister Cincar- Markowitsch trafen Mittwoch vormittag in Be- aleitung des deutschen Gesandten von Heeren im als Erbe vermachk wurde und auf dem der Grundstein des Kaiserreichs ruht. Dieses Ideal kommt in der Präambel des Dreimächtepaktes klar zum Ausdruck, ja, es ist tatsächlich die Grundlage des Paktes. Unser Volk vertraut darauf, daß auch das deutsche Volk dem Geist und dem Ziel des Dreimächtepaktes die Treue wahrü Ich brauche kaum hinzuzufügen, daß die Herzen unseres Volkes für die deutsche Nation schlagen in dem gigantischen Kampf, der gegenwärtig geführt wird: es betet, daß die Kraft und der Mut der tapferen deutschen Nation zu einem raschen Sieg seiner Sache führen möge. Ich komme auf Einladung der deutschen und der italienischen Regierung und hoffe, durch meinen Aufenthalt in den beiden Ländern zu lernen und daraus Nutzen zu ziehen, so daß es mir vergönnt ist, noch besser zur engeren Zusammenarbeit der verbündeten Nationen beizutragen." schafter Ritter und Ott, der Chef der Ordnungspolizei Daluege, die ff Obergruppenführer Heih- meyer und Lorenz, General der Kavallerie Freiherr von Dallwick der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Admiral Förster. Nachdem Reichsaußenminister von Ribbentrop den japanischen Gast aufs herzlichste willkommen geheißen hatte, stellte ihm Außenminister Matsuoka die Herren seiner Begleitung vor. Der Reichsminister des Auswärtigen machte sodann den Gast mit den zu seiner Begrüßung erschienenen Missionschefs der verbündeten Großmächte und ihren angeschlossenen Staaten, den Mitgliedern der Reichsregierung, Reichsleitern, führenden Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht und den Abteilungsleitern des Auswärtigen Amtes bekannt. Darauf geleitete der Reichsaußenminister den japanischen Außenminister auf den Vorplatz des Bahnhofsgebäudes, wo er unter den immer wieder aufbrausenden Heil- Rufen der Berliner Bevölkerung mit dem Reichsaußenminister die Front der Ehrenformationen der Wehrmacht und der Partei abschritt. Dann fuhren die beiden Außenminister durch ein Spalier der Wehrmacht und der Formationen der NSDAP, zum Gästehaus der Reichsregierung, dem Schloß Bellevue. Während der Fahrt durch die fahnengeschmückten Straßen der Reichshauptstadt wurden ein, wo sie vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr.' M a t s ch e k und den in Belgrad anwesenden Regierungsmitgliedern begrüßt wurden. Weiter waren der italienische und der rumänische Gesandte, die Geschäftsträger von Ungarn, Bulgarien und der Slowakei sowie die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft-zugegen. Ministerpräsident Zwetkowitsch begrüßte seinen Stellvertreter Dr. Matschet mit den Worten: „Jetzt ist alles in Ordnung!" Die Sonderausgaben der „Politika" und der „Breme" wurden durch Extraflugzeuge in die serbischen Landesteile gebracht. Aus allen Berichten geht hervor, daß die Rundfunkübertragung der Unterzeichnung des Dreimächteabkommens sowie die Nachrichtensendungen des jugoslawischen Rundfunks beruhigend und aufklärend gewirkt haben, so daß es im ganzen Lande trotz der Hetzarbeit der englischen Agenten zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist. „Vetsche" stellt fest, daß die Bedeutung des feierlichen Aktes in Wien vielfacher Natur sei. In erster Linie sichere er Jugoslawien seine jetzige Stellung und verhindere, daß das Land die Schrecken eins furchtbaren Kampfes erfahre. Alle Pläne, die auf ein Hineinziehen Jugoslawiens in den Krieg abzielten und aus den tapferen jugoslawischen Soldaten Söld'° ner für fremde Truppen machen wollten, seien ge- Berlin, 26. März. (DNB.) Der japanische Außenminister M a s u o k a, erließ folgende Bot- fchaft an das deutsche Volk: „Nun, da der Dreimächtepakt Tatsache geworden ist, wird die japanische Nation mit Luch sein in Freude und Leid. Sie hat einen unbedingten Glauben an die große Persönlichkeit des Führers und die hervorragenden Eigenschaften des deutschen Volkes. Sie wird nicht hinter Euch zurück st eh en an Treue, Mut und fester Entschlossenheit, die Welt auf Grund einer neuen Ordnung aufzurichken. Wir müssen i n d e r Zukunft und nicht in der Vergangenheit leben. Laßt uns vorwärts und nicht rückwärts schauen! Das Ideal, das dem japanischen Volk über alles teuer ist, wird in „hakko Ichiu" verkörpert, jener harmonischen Weltgemeinschaft mit Raum für alle Völker zur Verwirklichung ihrer Wünsche und Erfüllung ihrer Sendung, ein Ideal, das der japanischen Nation seit undenklichen Zeiten sich ihnen damit bot, und sie haben die Freundeshand, die ihnen entgegengestreckt wurde, ergriffen. Zwetkowitsch an den Führer. B e r l i n, 26. März. (DNB.) Der Königlich-Jugoslawische Ministerpräsident Zwetkowitsch hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet: „Im Augenblick, wo ich das Reichsterritorium verlasse, habe ich die Ehre, Eurer Exzellenz die Ausdrücke meines besonderen Dankes für den freundschaftlichen Empfang, den Sie uns in Deutschland zuteil werden ließen, zu übermitteln. Ich bin überzeugt, daß sich in dieser Ihrer Aufmerksamkeit der Ausdruck der Freundschaft spiegelt, welche Eure Exzellenz Jugoslawien und dem jugo- slawischen Volke entgegenbringt. Ich bitte Sie, Herr Reichskanzler, auch bei dieser Gelegenheit die Versicherung meiner tief ft en Hochachtung entgegennehmen zu wollen. «panischer, deutscher und italienischer Flaggen ge- laucht. Don hohen weißen Masten, von allen Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anzeigen-Preike r Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Oie Begrüßung. Zur Begrüßung hatte sich der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop eingefunden, ferner waren u. a. erschienen: der Chef des Ober» klnnmandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall k eitel die R e i ch s m i n i st e r Dr. Frick, Dr. Svebbels, Lammers, Graf Schwerin von Krosigk, [Coneforge, Funk, Dr. Todt, Reichsorganifattonsleiter kr. Ley, Reichsführer ff Himmler Stabschef !Lrutze, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichs- !«lbeitsführer Hier!, Reichsleiter Korpsfuhrer Hühnlein, zahlreiche Staatssekretäre, die Bot- M-Jahrgang Nr. 73 Erschemi täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Iamilienblätter Heimat nnBild DieSÄolle Monats-Bezngsvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Lbne Illustrierte - 1.80 Zustellgebühr. „ .25 i auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernfvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 ^rankf. M „Europas wirkliche Lage mißverstanden" Oie nordamerikanischen Störungsversuche in Jugoslawien. £» ft BÄ I BwäSeflsi 5 efon-bers prächtig ist der PariserPlatz ausge« fömücft. Auf hohen Säulen sind die Fahnen der r-rbündeten Mächte gebündelt. Im Mittelportal des $ randenburger Tores weht, vom Abendwind ge» foroeüt, eine riesengroße japanische Flagge, wäh- x nd die vier anderen Durchfahrten mit Hakenkreuz- f hnen geschmückt sind. Auf der O st w e st a ch s e fintieren soweit das Auge reicht, bis hin zur -vle- k'ssäule, rechts und links die Farben der beiden t-rbünbeten Mächte die Straße. Vor dem Schloß Bellevue ist ein großes Rund geschmückt mit den iranischen Fahnen. dem japanischen Gast durch die Berliner Bevölkerung, die dichtgedrängt hinter dem Spalier der Wehrmacht und der Partei auf die Ankunft Mcttsuo- kas gewartet hatte, begeisterte Kundgebungen bereitet. Am Schloß Bellevue wurde der japanische Gast im Auftrage des Führers vom Chef der Präsidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meißner, begrüßt. Begeisterung auf dem Wilbelm-plah Berlin, 26. März. (DNB.) Nachdem die^Auto- kolonne vorüber und der japanische Gast im Schloß Bellevue angekommen war, strömten die Mensä-en- massen zum Wilhelmplatz vor die Reichskanzlei. Immer wieder hörte man Rufe, wie „W i r danken unserem Führer!" In Sprechchören wurde der Wunsch laut, den geheuten Führer auf dem Balkon zu sehen. Das Ausharren der Menge wurde belohnt. Plötzlich öffnete sich die Tür zum Balkon der Reichskanzlei und unter unbeschreiblichem Jubel der Tausende erschien der Führer, um die Grüße seiner begeisterten Berliner zu erwidern. Der weite Platz wogte von den Fähnchen, die begeistert geschwungen wurden, und der Jubel schallte in die Nebenstraßen, aus denen heraus immer neue Menschenmassen dem Wilhelmplatz zuströmten. Nach der feierlichen Unterzeichnung des Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächtepakt beglückwünschte der Reichsaußenminister vonRibbentrop Ministerpräsidenten Zwetkowitsch und unterhielt sich herzlich mit ihm über die mit dem Pakt zusammenhängenden Fragen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) General der Flieger Löhr in Sofia. Sofia, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Am Mittwoch traf General der Flieger, Löhr, Befehlshaber eine Luftflotte, in Sofia ein, um die in Bulgarien eingesetzten deutschen Fliegerverbände zu besuchen. Der Oberbefehlshaber der königlich-bulgarischen Luftwaffe, Generalmajor B o j d e f f empfing ihn auf dem Flughafen, wo eine Ehrenkompanie der bulgarischen Luftwaffe Ausstellung genommen hatte. Später wurde General der Flieger Löhr von König Boris empfangen. Die Unterredung verlief sehr herzlich. Am Nachmittag gab der italienische Gesandte Graf Magistrati einen Empfang, bei dem führende Persönlichkeiten des bulgarischen öffentlichen Lebens, sowie der deutschen Fliegerverbände zugegen waren. Nach verschiedenen Besuchen wird sich General der Flieger Löhr auf eine In s p e k t i o n s r e i s e zu den deutschen Lust- wajfenoerbänden begeben. ||Die Empfangshalle am Anhalter Bahnhof prangt bereits im Schmuck der japanischen Farben (roter hßonnenbaü auf weißem Grund), die in Harmonie imit Hakenkreuzfahnen das Bild umrahmen. Im Vordergrund des festlich geschmückten Raumes das Symbol Japans, die aufgehende Sonne, die hier in I linem wundervollen Blumengebinde dargestellt ist. (Scherl-Bilderdienst-M.) : Dächern und Häusern wehen fie; die Fenster sind mit Tüchern ausgele-gt. Der Bahnhofsausgang zur Röckernstraße ist ganz mit Tannengrün überdeckt :nd von Lorbeerbäumen flankiert. Hinter den ff= Abfperrmannschaften stehen bereits seit Stunden die ,-Menschen in unabsehbaren Scharen. Zu beiden Sei- Ln des Ausganges in die Möckernstraße sind im Inneren kleine Tribünen errichtet. Auf den Podesten -er mit roten Teppichen belegten Treppe stehen Hortensienbüsche in den japanischen Farben, von )ien Decken, an gestrahlt von Scheinwerfern, wehen Vie Fahnen der im Dreimächtepakt zusammenge- »chlossenen Nationen. Zu einem in allen Frühlings- larben leuchtenden Garten aber ist die Bahnhofshalle geworden, die nach den Entwürfen von Prozessor Benno von Arents gestaltet wurde. Tan- Belgrad, 26. März. (Europapreß.) Ue-ber die Einmischung der Vereinigten Staaten in die deutsch- jugoslawischen Verhandlungen erfährt man von bestunterrichteter neutraler Seite, daß der nordamerikanische Gesandte in Belgrad, Lane, in den vergangenen vier Wochen Höch st aktiv war, um die jugoslawische Regierung sowie die Parteiführer des Landes dazu zu bewegen. Widerstand gegen den Beitritt des Landes zum Dreimächteabkommen zu leisten. Lane hat in den vergangenen vier Wochen täglich Nicht weniger als fünf bis sechs Regierungsmitglieder und Oppositionelle ausgesucht, um ihnen zu versichern, daß die Vereinigten Staaten bereit sind, jeder Nation, die gewillt ist, sich selbst zu verteidigen und an der Seite Englands in den Krieg einzutteten, alle nur erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen. Am vergangenen Sonntag hat Lane schließlich eingesthen, daß feine Bemühungen zwecklos waren. Schon zu diesem Zeitpunkt habe er die Sperrung der jugoslawischen Guthaben in den Vereinigten Staaten seiner Regierung vorgeschlagen. Oer japanische Gast. Von unserer Berliner Schristleitung. Tage der Entscheidung sind in Europa und in Asien angekündigt worden, eine neue Epoche im Weltgeschehen meldet sich an, deren Kommen unvermeidlich und unaufhaltsam ist. Der Besuch des japanischen Außenministers in Berlin und in Rom ist als eines der Ereignisse zu werten, die dem Umschwung im Weltgeschehen vorausgehen, und deren Bedeutung bald hervortteten wird. — Äosuke Pogu Matsuoka trat zum ersten Male auf dem internationalen Felde als Hauptdelegierter Japans auf der Völkerbundssitzung im Jahre 1932 hervor, er war es, der Japans Austritt aus dem Genfer Bunde verkündete. In feine Heimat zurückgekehrt, trat er öffentlich mit einem großen Reformprogramm für oie innere und auswärtige Politik feines Landes hervor: er forderte die Auflösung der bestehenden Parteien und strebte, wie auch der heutige Erstminister, Fürst Ko- n o y e, eine nationale Bewegung zur Stützung des Thrones und zur Schaffung einer einheitlichen Organisation an. In seiner Erinnerung an die Genfer Erfahrungen empfahl Matsuoka ein Zusammengehen mit Deutschland, dessen Aufstieg unter Adolf Hitler er schon 1933 vor aussah. Nach Ausbruch des europäischen -Krieges bekannte er sich als entschiedener Verfechter eines deutsch-italienisch-' japanischen Bündnisses gegen England. Fürst Ko- noye, der diese Ueberzeugung teilte, beauftragte ihn im Jahre 1940 mit der Leitung des Außenministeriums. Außenminister Matsuoka ist ein ausgezeichneter Kenner westlichen Wesens und westlicher Denkungsart. Ebenso wie sein Chef, Fürst Konoye, hat auch er in seiner Jugend lange Jahre in den Vereinigten Staaten verbracht und dort feine Studien vollendet. Er hat die Universität in Oregon absolviert und beherrscht die englische Sprache wie feine Muttersprache. Das Schicksal nun hat es gewollt, daß die Amtsperiode Matsuokas gerade mit der schweren Spannung zwischen Washington und Tokio zusammenfällt, ein Konflikt mit dem ' Lande, in dem der Minister seine Jugend verbrachte, und wo er feine Studien vollendete. Es sind nur wenige Wochen darüber vergangen, daß ein neuer Botschafter mit ganz bestimmten Aufträgen von Roosevelt nach Tschungking gesandt worden ist, um dort mit einem großen Stab von Beamten dem Marschall Tschiangkaischek bei her Verwendung der 08-4.-Dollar gegen Japan behilflich zu sein. Tschungking hat sich ganz der anglosächsischen Dollardiplo- Oer Anhalter Bahnhof im Festschmuck. Berlin, 26. März. (DNB.) Arn Mittwoch, kurz aach 18 Uhr, traf im Sonderzua der Kaiserlich-Japanische Außenminister Matsuoka zu einem Staatsbesuch in Berlin ein, wo er auf dem festlich zeschmückten Anhalter Bahnhof von Reichsaußen- «linister von Ribbentrop herzlich begrüßt wurde. Die Berliner Bevölkerung bereitete dem Aast einen begeisterten Empfang. Die Umgebung , tes Anhalter Bahnhofes ist in ein einziges Meer vröhlscht Untoerfttätsb ruderet 8. tauge General-Anzeiger für Oberhessen ^eiefttibSdtHlfttaht 7-9 Unter der Überschrift „Der Balkan und die Vereinigten Staaten" erinnert das Stockholmer „Aston- bladet" daran, daß die Englandhilfe der USA. den besonderen Zweck haben sollte, Jugoslawien für England zu retten. Um dieses Ziel zu erreichen, habe auch Roosevelts Sondergesandter in Belgrad Vorspiegelungen und besondere amerikanische Versprechungen gemacht. „Astonbladet" stellt fest, daß die Bestrebungen oer USA., zugunsten Englands in die europäische Politik einzugreifen, mißlungen seien, eine Tatsache, die in ähnlichen Situationen wahrscheinlich auch anbererorts Rückwirkungen haben werde. Der größte Teil der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten sei äußerst verwundert, daß die „Demokraten-- unterstützungspolitik" Roosevelts nicht eine unmittelbare und radikale Wirkung auf den Gang der Ereignisse gehabt habe. Man habe sich in USA. eingebildet, daß schon allein auf Grund der Milliardendemonstration eine Veränderung der Lage eintreten werde. Sehr wahrscheinlich habe die offizielle amerikanische Psyche in hohem Grade die augenblickliche wirkliche Lage Europas mißverstanden. scheitert. Ein friedlicher Aufbau in vollkommener Freiheit, in Uebereinftimmung und enger Zusammenarbeit mit jenen Mächten, die das Gesicht des neuen Eurc^a bestimmten, seien dem Lande und seinem Volke gesichert. „H r o a t s k i D n e o n i k", das Agramer Zentralorgan der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Matschek geführten kroatischen Bauernpartei, stellt fest, daß der Paktbeitritt für Jugoslawien einen Gewinn bedeute. Die kroatische öffentliche Meinung sei schon längst für eine solche Lösung gewesen. Die klar unb feierlich abgegebenen Erklärungen sind ein überzeugender Beweis für die freundschaftlichen Absichten gegenüber uns und unserem Lande. Es gibt keinen verantwortlichen Staatsmann, der eine so angebotene Freundschaftshand ausschlagen würde. Wir haben sie genommen, und die Ereignisse werden zeigen, daß wir damit keinen Fehler begangen haben. Das in Neusatz erscheinende „Deutsche Volksblattt", das Zentralorgan der deutjchen Volksgruppe in Jugoslawien, schreibt: Durch den Beitritt Juaoslawiens sind jetzt auch die letzten Unklarheiten, _oie da oder dort noch bestanden hoben mögen, beseitigt und jene Gesichtspunkte, unter denen die Teilnahme Jugoslawiens am Neuaufbau Europas sich vollziehen soll, unzweideutig herausgestellt worden. Vor allem das eine steht unwiderleglich fest: Jugoslawien hat den Pakt als völlig gleichberechtigter Partner abgeschlossen. Jugoslawien sind außerordentlich günstige Voraussetzungen für seine weitere ungestörte Entwicklung und die Sicherheit feiner Zukunft zugestanden worden Deshalb haben auch die verantwortlichen Staatsmänner Jugoslawiens die einmalige Chance erkannt, die U I matte verschrieben, und so ist es nur natürlich, daß Tokio mit Mißtrauen nach den Vereinigten Staaten blickt. Die Reden und Taten Roosevelts haben dieses Mißtrauen eher gesteigert als behoben. Japan will nichts anderes, als seinen Lebensraum gesichert sehen. Der anglo-amerika- nische Plutokratismus imperialistischer Prägung steht dem entgegen. Folglich hat Japan nüchtern die Konsequenz aus seiner Lage gezogen und sich mit Deutschland und Italien zum Dreimächtepakt in unlösbarer Verbundenheit zusammengeschlossen, um den Weltfrieden zu bewahren und um seine gerechten Forderungen gegen die Einmischungsversuche Roosevelts und der englischen Plutokratie durchzusetzen. Mit allen Mitteln, wenn es die Zeiten erfordern sollten. Mit voller Siegeszuversicht, die den Mächten der neuen Ordnung innewohnt und für eine vermorschte gegnerische Welt den Tod bedeutet. Kein anderer als der japanische Botschafter in Berlin, General O s h i m a, hat ausgesprochen, was er von dem Besuch seines Außenministers erhofft: „Die japanisch-deutsche Zusammenarbeit ist ja nicht nur durch das Fehlen jeglichen politischen Gegensatzes gekennzeichnet, vielmehr tut sich darin im weitesten Sinne die Gemeinsamkeit der Ziele kund, diese Zusammenarbeit beruht auf dem Gedanken und auf der Tat, an Stelle der alten morsch gewordenen Weltordnung eine neue aufzurichten ... Aus dieser Gesinnung heraus, die den beiden Völkern eigen ist, und die sie zielbewußt gepflegt haben, hat der bedeutungsvolle Dreimä chtepakt Gestalt gewonnen. Er verleiht unserer Einstellung, die auf eine rasche Schaffung einer neuen Ordnung gerichtet ist, eine verstärkte, weil zusammengefaßte, organisierte Stoßkraft, die unbedingten Erfolg verheißt ... Der Besuch des Außenministers Matsuoka gewinnt erhöhte Bedeutung durch den Umstand, daß er in dem Augenblick erfolgt, da die Lage in der ganzen Welt voller Spannungen und im Tumult der Ereignisse schon die erfolgreiche Entwicklung und Erneuerung zu erkennen ist." 31500 BRT. vernichtet und 6000 BNT. beschädigt. Neue Schläge der deutschen Luftwaffe für die britische Handelsschiffahrt. Berlin, 26. März. (DNB.) Das OKW. gibt bekannt: Die Luftwaffe versetzte am heutigen Tage bei gutem Angriffswetter der britischen Handelsschiffahrt erneut harte Schlage. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden insgesamt etwa 31500 BRT. feindlichen Handelsschiffraumes vernichtet und 6000 BRT. schwer beschädigt. 3m Atlantischen Ozean, mehrere hundert Kilometer westlich der Shetland-Inseln, griff ein deutsches Fernkampfflugzeug einen besonders stark gesicherten G e l e i t z u g an und versenkte daraus ein vollbeladenes Handelsschiff von rund 10 000 BRT. durch Volltreffer. 3m gleichen Seegebiet fielen zwei weitere Handelsschiffe von 9000 BRT. und 6500 BRT. Angriffen anderer Fernkampfflugzeuge zum Opfer. 3 n der Themse- bucht, unmittelbar unter der englischen Küste, vernichtete ein leichtes Kampfflugzeug einen Tanker von etwa 6000 BRT. Das Schiff mittelbarer Nähe ins Wasser. Das Boot wurde geradezu in Wassersäulen eingehüllt. Die Abwehrwaffen beschossen das feindliche Flugzeug so wirksam, daß sein Backbordmotor aussetzte, worauf es den Angriff a u f g a b. Ob es mit dem Steuerbordmotor allein die Heimat erreichte, muß bei der großen Entfernung fraglich erscheinen. Das Vorpostenboot, das von beiden Flugzeugen auch mit Maschinengewehren beschossen worden war. hatte mehrere Einschüsse in der Brücke und im Rettungsboot. Seit dem 21. März sind vier Angriffe englischer Bombenmaschinen auf deutsche Vorpostenschiffe gescheitert. — Bei diesen mißlungenen Vorstößen wurden vier englische Kampf-j f l u g z e u g e, darunter ein Torpedoflugzeug, v e r - j nichtet und ein Kampfflugzeug nach Beschädigung zu beschleunigtem Abdrehen gezwungen. Die deutschen Vorpostenboote erlitten bei diesen Angriffen keine Verluste. — Diese bemerkenswerten Abwehrersolge sind dem seemännischen Können der Kommandanten und der schnellen Einsatzbereitschaft sowie der ausgezeichneten Schießausbildung der Besatzung zu verdanken. Der italienische Bericht Rom, 26. März. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch Hal folgenden Wortlaut: An der griechischen Front normale Artillerietätigkeit. Einheiten der Luftwaffe haben auf dem rechten Ufer des Devoli Verpflegungsstüh- punkte, Depots und feindliche Zeltlager wiederholt bombardiert. 3n Rordafrika haben italienische und deutsche Flugzeuge Zusammenziehungen feindlicher motorisierter Streitkräfte mit Bomben und MG.- Feuer belegt. 3n der Nacht zum 25. März hat der Feind einen Einflug auf Tripolis unternommen. Unsere 3ager haben neuerlich auf der 3 nsel krela -den Flugzeugstühpunkt 3raklion erneut mit MG.-Feuer bestrichen. Ein feindliches Flugzeug am Boden wurde in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge haben einige unserer Stützpunkte im Aegäi- schen Meer angegriffen. Einige Personen wurden verletzt. 3n Oftafrika geht die Schlacht von Keren weiter, gewaltige Verluste auf beiden Seiten. 3m Galla-Sidamo-Gebiet ist ein feindlicher Versuch, den llebergang über den Labus zu erzwingen, erneut abgewiesen worden. 3n Luftkämpfen über Keren hat unsere Luftwaffe ein Flugzeug vom Muster hurricane abgeschossen. Formationen unserer Lustwaffe haben einen feindlichen Flugslüh- punkt bombardiert und dabei zahlreiche Flugzeuge am Boden getroffen. Schwedisches Kühlschiff in Englands Diensten versenkt. Stockholm, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Das schwedische Außenministerium gab bekannt, daß das in Stockholm beheimatete 6683 BRT. große Motorschiff „K o r s h a m" gesunken ist. 26 Seeleute werden vermißt, 11 wurden in einem englischen Hafen an Land gebracht. — Es handelt sich wieder um ein Kühlschiff, dessen Ausfall die Versorgung Englands, in dessen Diensten es fuhr, besonders schwer trifft. stand nach kühn geführtem Tiefangriff, bei dem auch die Bordwaffen in Tätigkeit traten, lichterloh in Flammen. An der britischen Südostküste blieb außerdem ein Handelsschiff von 6090 BRT. nach Bombentreffer mit Schlagseite liegen. Der Wehrmachtbericht V e rl i n, 26. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe vernichtete am 25. März im Seegebiet um England 5000 RBT. und beschädigte rund 15 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum. Es wurden verfenkt ein Handelsschiff von 2000 BRT. ostwärts Elacton on Sea durch Vomben- volltrefter, ein zweites von 3000 BRT. am Eingang des Bristol-Kanals. Ein Schiff von 8000 BRT. wurde vor Great Parmouth in Brand geworfen. Ein Dampfer von 4000 BRT. blieb nördlich New Ouay nach Tiefangriff mit Schlagseite liegen. Südlich der Faroer-3nseln wurde ein weiteres Handelsschiff von etwa 3000 BRT. getroffen. 3n Südengland bombardierte ein Kampfflugzeug die Gaswerkanlagen einer 3ndustriestadt mit guter Wirkung. Bei Luftkämpfen über der englischen Südküste verlor der Gegner ein 3agdflngzeng vom Muster Spitfire. 3n der Nordsee schoß ein Vorpostenboot ein angreifendes feindliches Torpedoflugzeug ab. Der Feind flog in der vergangenen Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Möglichkeiten der deutschen Geekriegsührung. Kopenhagen, 26. März. (Europapreß.) Der militärische Mitarbeiter von „Berlingske Aftenaois" erklärt zu den kürzlichen Erfolgen der deutschen Seestteitkräfte: „Wir stehen hier vor Operationen von einem bisher unbekannten Umfang und von Konsequenzen, die nicht zu übersehen sind." Der Umstand, daß deutsche Ueberwasser- streitkräfte 2 00 0 Seemeilen ro eä t auszulaufen vermöchten und ohne Brenn st offauf- nahme ihre Heimatbasis wieder erreichen könnten, sei völlig verblüffend und schaffe eine ganz neue Situation. Die deutschen Angreifer 'in- schädlich zu machen, sei „eine Aufgabe, die nicht ganz leicht sein dürfte." Nur vereinzelte englische Schlachtkreuzer und ein einziges Schlachtschiff erreichten die Geschwindigkeit der deutschen Schiffe. Außerdem sei die Tatsache nicht hoch genug einzu- schätzen, daß Deutschland über eine Unzahl von Stützpunkten an der ganzen europäischen Küste verfüge, die es den heimkehrenden Schiffen erlaubten, den Hafen zu wählen, der ihnen am besten entspreche. Für diesen Kampf müsse England seine alten Stützpunkte Plymouth und Portsmouth benutzen. Diese lägen in der Gefahrenzone der Luftbombardements. Aber England habe nichts Besseres. Borpostenboot schoß Torpedoflugzeug ab. Berlin, 26. März. (DNB.) Zu dem im OKW.- Bericht gemeldeten Gefecht eines deutschen Vorpostenbootes gegen zwei englische Flugzeuge erfahren wir folgende Einzelheiten: Das Vorpostenboot befand sich vor derKüste auf einer Wacht- Position. Plötzlich näherte sich ein feindliches Torpedoflugzeug. Das Dorpostenboot eröffnete mit leichten Flugzeugabwehrwafsen das Feuer, dem britischen Flugzeug gelang es aber noch, im Tiefflug einen Torpedo z u Wasser zu bringen. Während die Führung des Schiffes ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Äusweichemanöver lenken mußte, fetzten die Abwehrwaffen die Beschießung des kurz vor dem Boot vorbeisausenden Gegners fort und erzielten hierbei mehrere gutsitzende Treffer. Das feindliche Flugzeug- stürzte ins Wasser. Im selben Augenblick ging der von ihm abgeschosiene Torpedo am Heck vorbei. Dem Kommandant war das Ausweichmanöver im letzten Augenblick gelungen. — Zwanzig Minuten später erschien ein zweites britisches Flugzeug und griff das Vorpostenboot mit Bomben an. Zwölf Bomben fielen rund um das Boot in un» Geistige Verdunkelung. Berlin, 26. März. (DNB.) Lord Halifax, der britische Botschafter in Amerika, hat in Neuyork eine seiner berüchtigten Reden gehalten, die ihn aufs neue als Meister der Verdrehungskunst zeigen. Reichspressechef Dr. Dietrich prägte das Wort von der „Hemisphäre der geistigen Verdunkelung",, ein Ausspruch, der am treffendsten das Niveau dieser verlogenen Tiraden des Lord Halifax kennzeichnet. Wie eigenartig nimmt es sich z. B. aus, wenn ein englischer Lord vom „sozialen Grundsatz der individuellen Freiheit" als einem der Grundsätze spricht, die für das Leben der Engländer ausschlaggebend seien und für die England kämpfe. Sozialismus ist ein fremder Begriff für England. Das beweisen die Arbeitslosenzahlen, die Slums, die verarmten Ar- beiter und tausend andere Dinge. Wie ein hohn klingen dann die großtönenden Worte von dem „Rechte der freien Verbindung mit anderen sowobl auf nationalem wie auch auf internationalem Gebiet", wenn die Machenschaften Englands und Arnc- rikas in Belgrad noch in frischem Gedächtnis sind. Wie sah denn dort „das Recht der freien Derb in- bunq' aus? Dem jugoslawischen Staat wurde kaltschnäuzig von den Gesandten Englands und Amerikas gefügt, entweder schlagt ihr euch auf unsere Seite, oder Jugoslawien wnd nach dem „britischen Sieg" aufgeteilt. Aus fast allen seinen Aeußerunaen sprechen die Angst und das schlechte Gewissen dieser abjterben« den Plutokraten cligue. „Für Europa", so sagt Halifax, „bedeutet Hitlers Plan der sogenannten Ord- nun eine Fesselung von Industrie und Wirtschaft, Zwang an Stelle freien Vertrages und ständige Versklavung aller Völker." Das trifft haargenau auf England zu. Dann operiert Churchills gelehriger Schuler wiederum mit dem Kind erschreck, d er USA.-KontineUit sei ständig von der deutschen Herrschaft bedroht. Das geschieht natürlich nur in der Absicht, um Amerikas Lieferungen für die bedrohte Insel zu forcieren und die angesichts der hohen Versenkungsziffern stärker werdenden Stimmen der Besorgnis in Amerika zu übertönen. Den Höhepunkt der Heuchelei erreicht Halifax nut seinen Aeuherungen über die englischen Kriegszielen, wenn er sagt: „So ist es das Hauptkriegsziel meines Volkes und derjenigen, die mit uns kämpfen, diesen Kampf auf Leben und Tod für die menschliche Freiheit zu gewinnen." Diese Worte klingen schlecht im Munde englischer Kriegsbrandstifter und.Unterdrücker kleiner Völker. England zettelte diesen Krieg an, um seine Vormachtstellung in der Welt zu behaupten, um unbeschränkter Herrscher zu bleiben über ein Weltreich, das es im Laufe der Jahrhunderte mit Ström n fremden Blutes und unter brutalster Knechtung kleinerer Völker und Minderheiten zusammenraubte. Abschließend ging Halifax auf die Kriegslage ein. Er meinte — und damit wird er nicht ganz unrecht haben — daß der kommende Monat England schwe re Verluste bringen könnte. Die nächsten Monate würden ein Wettrennen zwischen wachsenden Schiffsverlusten und der Stärkung der eigenen Verteidigung und Rüstung sein, wobei die Verluste eine nicht ungefährliche höhe erreichen würden. Also auch Halifax sieyt schwarz. Er betont dann allerdings zum Schluß, er zweifle nicht daran, daß die amerikanische Hilfe England dieses Rennen gewinnen lassen werde. Das also ist der Weisheit letzter Schluß und der tiefe Sinn der Rede des englischen Botschafters in Amerika, einzugestehen, daß man allein aus sehr schwachen Füßen steht und nur noch eine Chance hat, wenn Amerika Hilst. Und diese Hilfe soll mit allen Mitteln erkauft werden, mit den Mitteln der Lüge und Verdrehung. „England wird Atemnot haben." Neuyork, 26. März. (Europapreß.) Die Zeitung „New York World Telegram" äußert sich pessimistisch über die nächste Zukunft. „Wir sollten uns darauf gefaßt machen", schreibt das Blatt, „wahrscheinlich eine Zeitlang schlechte Nachrichten zu hören, bevor gute kommen. England blutet stark. Einige Plymouth- Angriffe mehr, und es wird Atemnot haben. Niemand in Washington glaubt, daß Deutschland bereits seine volle Angriffswucht entfaltet Wird in England — Hafen für Hafen — niedergeschlagen werden?" Die USA.-Äonüoid, so wird berichtet, würden rascher kommen, als viele glauben. Die Schiffsverluste bewiesen, daß Englands Flotte unfähig sei, die Gefahr abzuwehren. Jeder Amerikaner müsse sich auf kommende große Ereignisse vorbereiten. Oie USA. und Südamerika. Außenpolitik und eigene Wirtschaftsinteressen in Kollision. Neuyork, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Wie „New York World Telegram" meldet, steht die USA.-Regierung infolge des Widerstandes von Abgeordneten der Weststaaten neuen Schwierigkeiten in ihrer sog. Freundschaftspolitik zu den südamerikanischen Nationen gegenüber. Dieser Widerstand komme aus dem Lager der Abgeordneten jener Weststaaten, deren Haupterzeugnisse Wolle und Fleisch seien. Die Regierungsanhänger im Senat hätten geglaubt, daß die Luft einigermaßen bereinigt sei, als sie kürzlich eine vom Repräsentantenhaus angenommene Vorlage st r i ch e n , die der USA.-Marine den Einkauf argentinischen Büchsenfleisches erlauben wollte. Nunmehr stellten jedoch die Regierungsanhänger etwas verspätet und unerwartet fest, daß das Abgeordnetenhaus in die jüngste Finanzforderung für den Wehretat eine Klausel eingefügt habe, die der USA.- Wehrmacht auch den Ankauf im Auslande herge- stellter Wollstoffe untersagt. Somit sei der Wehrmacht und Marine nicht nur untersagt, argentinisches Büchsenfleisch einzukaufen, sondern auch argentinische und uruguayische Wolle. Im Staatsdepartement sei man darüber äußerst ungehalten. Gtreikunruherr in USA. Chikago, 26. März. Amerikas größte Fabrik für land wirtschaftliche Maschinen, die International h a r v e st e r Petrol, die seit vielen Wochen bestreikt wind, war am Dienstag der Schauplatz blutiger Zusammenstöße zwischen der Polizei und streikbrechenden Mitgliedern der amerikanischen Facharbeitergewerkschaft einerseits und stteikenden Mitgliedern der Cio-Gewerk- schaft andererseits. Als "die Gewalttätigkeiten zwischen den rivalisierenden Gewerkschaften einsetzten, ging ein über tausend Mann starkes Polizeiaufgebot mit Tränengas und Gummiknüppeln vor, während gleichzeitig an allen Fabriktoren ein wildes Handgemenge entstand, in dessen Verlauf zahlreiche Personen verletzt wurden. Später löste die Polizei mehrere 2)emonftrationsgüge der Eio-Gewerkschaft auf, die teilweise eine drohende Haltung ein nahmen. Auch ernstere Zusammenstöße zwischen Polizei und Streikenden in den Bethlehem-Stahlwerken werden von den Abendblättern in riesiger Aufmachung gemeldet. Die Lage in Bethlehem hat sich so verschärft, daß die Polizei Unterstützung angefordert hat, weil sie nicht mehr Herr der Lage zu sein glaubt. Britanniens Ausverkauf geht weiter. N e u y o r k, 27. März. (DNB. Funkspruch.) „Wallstreet Journal" berichtet, daß man demnächst eines der größten Aktienpakete verkaufen wird, das sich in den Händen von Briten in USA. befindet. Es handelt sich um 250 000 Aktien der Pennsylvania R a i l r o a d, die auf ungefähr sechs Millionen Dollar geschätzt werden. Das Stützpunkt-Abkommen vor der Unterzeichnung. Stockholm, 27. März. (Europapreß.) Nach langen Verhandlungen ist jetzt das englisch-nord- amerikanische Uebereinkommen über die Ueber- lajjung von Stutzpunkten an die Vereinig- ken Staaten zustandegekommen. Das Abkommen soll am Donnerstag von Churchill und dem nordamerikanischen Botschafter W i n a n lt unterzeichnet werden. Es legt im einzelnen die Bedingungen klar, unter denen die Verpachtung der Stutz, punkte an die Vereinigten Staaten stattfinden soll. Die Veröffentlichung des Abkommens wird gleich- zeitig in Großbritannien und in den Vereinigten Staaken vorgenpmmen werden. Kurzlebige Lügen. Berlin, 26. März. (DNB.) Zu einer Zeit wo England Teile seines Reiches gegen schrottreife Zerstörer eintauschen und seine Guthaben in USA, flüssig machen muß, ist es nicht verwunderlich, wenn in der englischen Lügenflut Lügen auftauchen, die auch die Deutschen mit solchen Notverkäufen belasten sollen, so die Lüge, Deutschland sei dabei, eine Museen zu entleeren und ferne alten Meisterbilder zu Geld zu machen. So brachte die Zeitschrift „The Jllustrated London News" sogar die Abbildungen von 14 Hauptwerken des Berliner Kaiser-Friedrich-Museums mit der Behauptung, sie würden nach Amerika verkauft, ja ein Teil sei auf dem Wege nach Amerika sogar von englischen Kriegsschiffen abge- fangen worden. Am Dienstag konnten Vertreter der in- und ausländischen Presse die als verkauft gemeldeten Bilder im Kaiser-Friedrich-Museum In einer Sonderausstellung sehen. Die Lügengeschichte gipfelt darin, daß die erste Sendung dieser Bilder über den Atlantischen Ozean von britischen Kriegsschiffen au f gefangen worden sein soll, ein verzweifelter Versuch, nachzuweisen, daß die englische Flotte den Atlantik uneinge- schränkt beherrscht, aber ein Wunschtraum, der von der Wahrheit so weit entfernt ist wie der Verkauf der 14 Bilder. Englische und amerikanische Missionarinnen in Korea wegen japanfeindlicher Betätigung verhastet. T o k'i o, 27. März. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) Die Behörden in Korea sahen sich gezwun- gen, 15 britische und amerikanische Missionarinnen wegen antijapanischer Betätigung unter religiösem Deckmantel z u verhaften. Die Sicherheitsbehörde hat festgestellt, daß sich unter den britischen und amerikanischen Missionaren zahlreiche Elemente befinden, die sich mit antijapanischer Agitation beschäftigten', vor allem seitdem die Beziehungen Japans zu USA. und England gespannt wurden. Auf Anweisung der International Prayer Association seien Tausende von japanfeindlichen Flugzetteln in Korea verbreitet worden. Trotz scharfer Warnungen hätten die Behörden keineswegs die Absicht, sich in religiöse Dinge einzumischen. Sie müßten sich aber scharf gegen anti- japanische Betätigung der Missionare unter religiösem Deckmantel wenden. Sie Umsiedlung aus Litauen, Lettland und Estland beendet. Berlin, 26. März. (DNB.» Am 10. Januar wurden Abkommen mit der UdSSR, über die Umsiedlung von Reichs- und Volksdeutschen aus Litauen, Lettland und Estland ins Deutsche Reich und von Litauern, Russen und Weißrussen aus dem. Memel- und dem Suwalkigebiet nach der UdSSR, abgeschlossen. Diese Umsiedlungen sind vereinba- rungsgemäß am 25. 3.1941 beendet worden. Insgesamt sind über 60 000 Deutsche nach Deutschland und über 20 000 Litauer, Ru s- s e n und Weißrussen in die UdSSR, umgesiedelt. Das deutsche und das sowjetrussische Umsied- lungskomrnando sind in ihre Heimatstaaten zurück- gekehrt. Kleine politische Nachrichten. Nach portugiesischen Meldungen wurde der 8124 BRT. große englische Tankdampfer „Malancha' im mittleren Atlantik versenkt. Die Verluste der englischen Handelsschiffahrt an diesen hochwertigen Spezialschiffen sind in her letzten Zeit beträchtlich gestiegen. Es wurden allein seit dem 22. März sechs große Dampfer mit zusammen 50 000 BRT versenkt. * Die britische Baumwollbörse wird aller Voraussicht nach am Monatsschluß zugemacht, ein Zeichen, daß England nicht mehr in. der Lage ist, seine Rohstoftzufuhren aufrechtzu« erhalten. Der Präsident des Deutschen Sparkasien- und Girovexbandes, Ministerialdirektor a. D. Dr. heintze begeht seinen 60. Geburtstag. Reichs- wirtschaftsminister Funk übermittelte Dr. heinhe seine Glückwünsche und sprach ihm für seine verdienstvolle und erfolgreiche Arbeit als Leiter der Sparkassenorganisation des Großdeutschen Reichen seinen Dank aus. • , Unter der Schirmherrschaft des Reichsprotekwrr veranstaltete das italienische Kulturinstitut zu Gunsten des Deutschen Roden Kreuzes im Spanischen: Saale der Prager Burg ein Festkonzert. Neben dem Reichs Protektor und Dem Staatspräsidenten Dr. Emil S) ad) a sah man Staatssekretär ^-Gruppenführer K. h. Frank, den tschechischen Ministerpräsidenten Elias und zahlreiche Mitglieder der Protektoratsregierung. Reichsminister Rust hat die Teilnehmer einer Studiengruppe schwedischer Indu strielle 5 empfangen, die unter Leitung des Direktors der kgl. schwedischen Akademie der Ingenieur-Wissen schäften, Professor Velander, eine Reihe hervorragender deutscher wissenschaftlicher Institut« und Forschunhsstätten besucht hat. Professor Delan- ber äußerte sich anerkennend über die vorbildlich« Arbeit der deutschen Vorschungsinstitute. * Der ungarische Handelsminister Dr. Varga traf auf seiner Deutschlandreise auf- Einladung de» Staatssekretärs für Fremdenverkehr Esser zu kurzem Besuch in der Hauptstadt der Bewegung ein. In Frankreich werden in Kürze — für das besetzte Gebiet im Einvernehmen mit den De- satzungsbehörden — neue Maßnahmen gegen die Juden ergriffen werden. Auch der Generalkommissar für die Judenfrage, dessen Bestellung dl« Regierung in Vichy schon vor einiger Zeit beschlossen fyat, soll demnächst ernannt werden. * Dem Caudillo ist vom Kriegsminister das Großkreuz vom San Hermenogildo-Orden über» reicht worden. Zugleich wurde er zum Chef des Ordens ernannt. Das Kreuz wird allen Mlitar- perfonen nach 25jädriger Dienstzeit verliehen. Der Chef des Ordens ist jeweils der ranghöchste Genera». mit dem Schornsteinfeger^ " Zur Schuhpflege I 1 I I ■x-T 1 AM i ^8B» Mafia Sm Die Miffibnen Frttmtfe der ECKSTEfl^ Nr.5 wissen, daß ihre Zigarette nicht voiw so hoher Qualität sein könnte, wenn die Verpackung kostspieliger wäre. Wichtige Mitteilung! Don feiten unserer Mitglieder wird Klage darüber geführt, dah Schuhreparaturen wochenlang nach Fertigstellung nicht abgeholt werden. Wir bitten daher die Volksgenossen. Schuhe, welche nicht unbedingt benötigt werden. erst dann zur Reparatur zu geben, wenn solche erforderlich ist. Hierdurch können die Schuhreparaturen für die Volksgenossen, welche dringend solche benötigen, schneller fertiggestellt werden, andererseits benötigt aber auch der Schuhmacher die Zahlung für die ausgeführten Reparaturen, um feinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Wir bitten daher die Kundfchaft, Schuhreparaturen innerhalb 4 Wochen nach Ablieferung wieder abholen zu wollen. Für die Folge müssen die Ramen der Kunden, welche ihre Schuhreparatur nicht Innerhalb 4 Wochen abgeholt haben, durch die Innung den Wirtschaftsämtern gemeldet werden? welche dann bei Ausgabe von Bezugscheinen hiervon Vormerkung nehmen. isood Schuhmacher-Innung für Stadt- und Landkreis (Siesten. Bürogehilfe gesucht. Verwaltung der Veterinärkliniken u. -Institute Gießen. umd Zuverlässig, selbständige 1511D für ganze ober halbe Tage ges. Jrau Will Hitlerwall 43 v. NetteS Stelzimnier ohne Frühstück, möglichst in der Nähe des Bahnhofs, ver 1.4.41 gesucht. U98D Bahnhof- gaNtstatten Gießen. Wegen Erkrankung des jetzig. Mädchens, tüchtige Mobl. Wohnung 2-4 hochherrsch. Zimmer zu vermieten. 01092 Wo? sagt die Ge- schäftsst. d.G.A. Anzulehen 17 bis 18 Mir, Alliiertes Zimmer Nähe Ludwigs- platz bei bürgerl. Familie, sofort oder später zu mieten gesucht. Ang. m. 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Konzert (Gruppe B Nr. 5) ORCHESTER-KONZERT Solist: KARLROBERT KREITEN (Klavier) Dirigent: OTTO SÖLDNER Ausführende: Das Städtische Orchester Gießen Vortrags folge: Liszt, Totentanz — Pfitzner, Ouvertüre zu „Käthchen von Heilbronn“ —* Strauß, Burleske in D-moll — Schubert, Siebente Sinfonie in C-dur Karten zu 1.55, 2.05, 2.80, 8.55 RM. im Musikhaus Ch^llier, Neuenweg 10 (Tel. 2771), in der Karten Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg CO (Tel. 2141) und an der • Abendkasse des Stadttheaters. 1496D Mille Füchse 2. 3. 4. Deutsche und veredelte, verkauft in sauberster Kürschner- Arbeit, solange Vorrat reicht Gerard & Ernier, Leipzig;. zur Zeit zur Messe in Gießen. Grauer SWeillSlM- WMllh im ober. Seltersweg verloren. Abzugeben geg. Belohnung.iso« v H. Schmoll Frankfurter Straße 7, Büro. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen. Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Abrechnung und Sicherstellung der Restbestände an Röstkasfee. Der Reichsbeaustragte für Kaffee hat mit Anordnung Nr. 16 vom 17. 3.1941 folgendes bestimmt: 1. lieber die nach Ablauf der 20. Zuteilungsperiode bei den Einzelhändlern, Großhändlern und Röstern verbliebenen Restbestände an Röstkasfee verfügt ausschließlich die Reichsstelle für Kaffee mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft. wünscht nach Ostern an mehr. Tagen d. Wome, evtl, tägl., leichte SeWslWUg für 3-4 Stunden vor- oder nachm. (Anfangskenntnisse in Steno u. Schreibmaschine. Schriftl. Angeb. unt. 01088 a. den Gieß. Anz. erbet. gesucht für mein. Sohn in Mathematik u. Englisch Klasse vi. Lchr.Angeb.unt. 1506D an d.G.A. Hochträchtige schwarzbunte Kuh (4. Kalb) zu verkaufen. 0108» Sichertshausen Haus Nr. 47. stelle anzuzeigen. 5. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. 6. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. 1502D Gießen, den 25. März 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Der Landrat des Landkreises Gießenr Dr. Lotz. Die Einzelhändler haben die Abschnitte N 24/25 der Nährmittelkarte 20, die über Bohnenkaffee lautenden Berechtigungsscheine usw., die gemäß Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft 00m 6. Januar 1941 — II C 1/5900 — (Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 10 00m 13. Januar 1941) bei den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) zur Ausstellung von Empfangsbescheinigungen einzureichen sind, bis zum 31. März 1941 bei diesen abzugeben. Einzelhändler, die nicht selbst gemäß Anordnung 13 der Reichsstelle für Kaffee 00m 21. September 1940 (Deutscher Reichsanzeiger und Preuß. Staatsanzeiger Nr. 223 vom 23. September 1940) geröstet haben, sind verpflichtet, den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) ebenfalls bis zum 31. März 1941 ihre Reftdeftände an Röstkasfee auf drei von den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) zu beziehenden und von diesen als Erst-, Zweitoder Drittschrift gekennzeichneten Formblättern (Röstkaffee-Bestandsmeldung) zu melden. Die Erftschriften, die von den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) unter Beidrückung eines Dienstsiegels unterschrieben und zurückgegeben werden, sind von den Einzelhändlern aufzubewahren. Einzelhändler, die ihre Restdestände an Röstkaffee gemäß Abs. 2 den Ernährungsämtern gemeldet haben, dürfen diesen nur gegen Vorlage der Drittschriften der Röstkaffee-Bestandsmeldun- gen aushändigen. Die Einzelhändler haben die Drittschriften aufzubewahren. Die Großhändler, die nicht selbst aemäh Anordnung Nr. 13 der Reichsstelle für Kaffee geröstet haben, sind verpflichtet, der Reichsstelle bis zum 29. Mär; 1941 e r p e n Goethes „Urfaust" zum ersten Male in flämischer Sprache aufgeführt. Die Uebersetzung besorgte Ions Diels. Die Inszenierung ist dem Leiter des Instituts für Theaterwissenschaft in Köln, Professor Dr. Carl studentische Arbeit und über die besondere Ausrichtung und Zielsetzung im Kriege. Der Rembrandt-Preisträger Derhulst f. Der flämische Dichter Raffael V e r h u l st, der vor kurzem mit dem Rembrandt-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet worden ist, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Der Verstorbene, der der feierlichen Preisübergabe noch hatte beiwohnen können, war schon im Weltkrieg Mitglied der flämischen aktivistischen Bewegung gewesen. Ein verdienter Kriminalist. Auf dem Parkfriedhof Lichterfelde wurden die sterblichen Ueberreste des nach kurzem Leiden mitten aus reichstem Schaffen dahingefchiedenen Ministerialrats Liebermann von Sonnenberg mit soldatischen Ehren zu Grabe getragen. Der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, Aus alter Wett. Gaustudentenführertagung in Dresden In Dresden fand unter der Leitung des Reichsstudentenführers Dr. Scheel die 4. Kriegstagung der Gaustudentensührer statt. Besonders wurden die Einsätze in den neugewonnenen deutschen Gebieten behandelt, der Siedlungseinsatz Ost, der Fachemsatz Ost und der Westeinsatz der Studenten. Der Gaustudentenführer Dr. Streit (Posen) und der Gaustudentenführer Dr. Scherberger (Baden), die beide als Kuratoren beim Neuaufbau der neuen deutschen Universitäten Posen und Straßburg stehen, berichteten über die Vorarbeiten für diese Universitätsneugründungen. Zum Abschluß gab der Reichsstudentenführer Dr. Scheel einen Ueberblick über die V. Nachtstromtarife. (N.) Für Wärmespeicherzwecke (Heißwasserspeicher, Futterdämpfer, Speicheröfen usw.) beträgt der Arbeitspreis in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr 4 Rpf./kWh. Für die zur Messung dieses Verbrauchs erforderlichen Meßeinrichtungen wird ein Zuschlag zum Grundpreis nach den unter Ziffer VII7 angegebenen Sätzen verrechnet. VI. Pauschaltarif. (P.-Kl.) Für Kleinstleiftungsgeräte wird als Entgelt für den vom Zähler nicht angezeigten Stromverbrauch ein Pauschalpreis berechnet. Er beträgt bei Klingel, und sonstigen Kleintrafos und Synchronuhre» monatlich 20 Rpf. je Gerät. nach Tarif I . 3,—RM. . -20 ,, . 8 Rpf./kWh " I --:---------------------------------------------------------------- Schloff er jachen und »holen, ffialcrkittcl, ßäckcr» und ffießgerhleiöung - kurz, alles, was besonders stark verölt oder beschmutzt ist, verlangt nach >J iMi. ImI macht die Verwendung von Seife und Waschpulver überflöflig I nach Tarif I 1,20 RM. 1,20 „ 1,80 „ 2,40 „ 3- „ —,60 „ 8 Rpf./kWh 2. Als Raum wird ohne Rücksicht auf Vorhandensein oder Umfang einer elektrischen Anlage jeder bewohnbare Raum und je Haushalt höchstens eine Küche angesetzt. 3. Außer Ansatz bleiben: a) Räume von weniger als 6 qm Grundfläche, b) Flure, Dielen, offene Veranden, Baderäume, Toiletten, Kellerund Bodenräume, Waschküchen, Bügel-, Holz-, Kohlen-, Heiz- und ähnliche Räume, c) Garagen, die nicht gewerblich genutzt werden, d) vieh-, land- und vorratswirtschaftlich genutzte Räume des Haushalts (z. B. Ställe, Scheunen, Speicher, Vorrats- und Futterkammern). r , Die unter b)—d) genannten Räume bleiben nur so lange außer Ansatz, als sie vorwiegend den bezeichneten Zwecken dienen. 4. Ställe mit mehr als 50 qm Gesamtgrundfläche werden für je angefangene weitere 50 qm Grundfläche mit einem Raum angesetzt. 5. Treppenhäuser in Einfamilienhäusern rechnen als je ein Raum, soweit sie als bewohnbare Räume (Wohndielen) anzusehen sind. 6. Grundpreisfrei bleiben Treppeiibeleuchtungsanlagen in Mehrfamilienhäusern und Außenbeleuchtungsanlagen, soweit sie das übliche und notwendige Maß nicht überschreiten imb ihr Strom- verbrauch über die Zähler der einzelnen Wohnungen gemessen wird. 7. Werden die in Ziffer 3 genannten Räume von mehreren Parteien benutzt und wird zugleich der Stromverbrauch in diesen Räumen über einen besonderen Zähler, über den Zähler des Hauswirts, Hausmanns oder eines Mieters gemessen, so wird der Grundpreis für diese Anlagen nach dem Gewerbetarif bestimmt. Unter den gleichen Voraussetzungen wird auch der Grundpreis für Treppen- und Außenbeleuchtungsanlagen in Mehrfamilienhäusern nach dem Gewerbetarif bemessen. 8. Soweit einzelne Räume in Wohnungen gewerblichen oder beruflichen Zwecken dienen (z. B. Werkstätten, Läden, Büros, Amts-, Sprech-, Wartezimmer usw.), wird der Grundpreis für sie bzw. für die in ihnen vorhandenen Verbrauchseinrichtungen nach den Gewerbetarifen berechnet. 9. Wohnungen, deren sämtliche Räume (einzeln genommen) 6 qm Grundfläche nicht erreichen, werden wie Einraumwohnungen be- Bei einem Zweileiterzähler bis 10 Amp. Meßbereich monatlich Bei einem Drei- und Vierleiterzähler ' bis 5 Amp. Meßbereich monatlich n ^0 „ o » « 20 „ „ v n 30 „ „ „ über 30 „ „ „ Bei einem Doppeltarifzähler bis 5 Amp. Meßbereich monatlich ,, n H " w 20 „ „ „ M 30 „ „ H über 30 „ „ „ Bei einem Hochstleiftungsmesser monatlich........... nauDiidiartieiter: Dr. itrteond) «tibeim L-Mge. SleUverrrewr M VaiStlchrhtietteö- Ernst Blurnftfieix. Bermtworili» «Uber Dr. Fr. W. Lange für das Feuilleton. Dr. Hans Thtzriot, ftr Stadl Gießen, Provnu, 2Birt|d)41 Metze»« Mmtlj« <«El-AiiM« für Gb«I,etze«4 Am 29. das Städtische Orchester Gießen. Gruppe B, Nr. 5 480 Die Romane von G a n g h o s e r die fncher vrel Die Romane von GangYo, u, ™ ™ l£w Diesen wurden, erleben einer nach dem andern eine 5 derxäte Wiederauferstehung im Mm. Nach ."Schloß 2ee^ Hubertus". ..Der Jäger von Fall , ..'Schwöen m Walde", .Llosterjäger". ..Edelweißkonig und..Wald. L- ' ausch" folgt jetzt ..Der laufende Berg . und bei der 0rU^ nter?rischen Fruchtbarkeit Ganghofe^ ist vorerst sind" loth nicht zu befürchten, daß die Reihe abreißt Das chauptereiguis in der jüngsten Bersilmung aus fStzlläerL Äurmanr^robu-ttion der Ufa. zu der Peter 180 180 80 40 30 12 40 40 40 40 40 40 40 30 30 27,50 27,50 18,50 leßeinchl Wer VU1 40 Std. 40 „ 6,50 6,50 6,50 8,50 10,50 12,50 12,50 15,50 5,50 8,50 10,50 8,50 8,50 8,50 8,50 8,50 4,50 10,50 10,50 10,50 12,50 12,50 12,50 7,50 7,50 7,50 7,50 7,50 7,50 7,50 7,50 8,50 30,50 20,50 20,50 verdunkelungszeU 27. März von 19.47 bis 7.10 Uhr. sondern werdet Den Prototyp dieser Welt des hohlen Scheins trifft Paul Dahlke ungeheuer sicher, mit frecher Nonchalance macht er den maitre de plaisir eines reichen Hauses, wird aber zum eiskalten Erpresser, als sich seine gesellschaftlichen Fähigkeiten auf andere Weise nicht mehr bezahlt machen. Earl Kuhlmann spielt sehr nobel, fast scheu und den Charakter des Romanen, der hier gewollt ist, am besten treffend, den eifersüchtigen Bankier. Seine Frau, im Widerstreit der Gefühle zu ihrem Mann und dem plötzlich wieder aufgetauchten Jugendgeliebten hin und her gerissen, ist die anmutige Camilla Horn. Willy Fritsch wirkt als sieggewohnter Liebhaber fast zu selbstsicher, um ihm die innere 'Wandlung zu glauben, deren Lohn die kleine spröde Tänzerin ist, der Maria L a n d r o ck viel Charme und etwas sehr reizvoll Schlichtes gibt. Kurt M e i - s e l macht weich und gefühlsbetont einen genialischen jungen Maler, Hans Schwarz jun. mit warmherzigen Natürlichkeit einen herkulischen „Urwald-Riesen". — Mit großem Raffinement ist milieugetreu die Szenerie getroffen (Kamera: B. Stephan, Bauten: A. Günther und H. Kuhnert). Fr. W. Lange. cheral-- ^ruildprk? den W len. r liglitbe, l?. esenUeil* soll.......... Kurzschrift u. Maschineschreiben Kurzschrift I . . • • • • • • Kurzschrift II (60—80 Silben) . . Kurzschrift-Diktat (100 Silben) . . Eilschrift-Einf. . - • • • • • Eilschrift-Praxis (140 Silben) . . Uebungsgemeinschaft (140 —180 Silben)......* • • Maschineschreiben I - » Maschineschreiben II . • • - Maschineschreiben III (Praxis- Meisterschreiben) Technische Berufe Techn. Zeichnen I ...» » » Techn. Zeichnen II Techn. Zeichnen III Techn. Rechnen I ..... Techn. Rechnen II . . - » * • Techn. Rechnen - Techn. Messen I ...... . Techn.Messen II. . * • • • Techn. Messen III . * * • • Elektrotechnik I • Elektrotechnik II . . . . • • Elementare Mathematik. - । Arbeitsstudien nach Refa: 48 48 48 24 24 24 24 24 24 24 24 40 60 30 30 ..auch ihr hilft Nivea die Haut wirksam zu schützen. Mit Z Nivea gepflegte ll Haut bleibt glatt V und geschmeidig. mache dich daran, daß du änderst und selbst mal deine Sachen in Ordnung bringst und andern hilfst, technik) . - - - - - -. Dopp. Buchführung IV (Schwierige Abschi.) . - - - - - ' Dopp. Buchführung-Bilanz . . . Lohnbuchhaltung...... Durchschreibebuchführung . . • Einfache Buchführung für Klem- handel und Gewerbe . . . - Steuerkunde: a) Umsatzsteuer und andere Der- kehrssteuern....... b) Besitzsteuern . . . •■ ■ ■ • c) Steuerkunde für Lohnbuchhalter ..... ■ _• •, • Betriebskunde für den Industrie- kaufmann: a) Fabrikbuchführung * - • • b) Selbstkostenrechnung . * * • c) Betriebsstatistik ... - - - Sondermaßnahmen zur Ausbildung und Förderung kaufm. Hilfskräfte: a) Bon der Hilfskraft zum Buch- Halter......... b) Die gute Stenotypistin . . - c) Der Korrespondent, wie er sem 12,50 9,50 5,50 RM. 8,50 8,50 „ 160,— Behandlung Sammler sind die Walter unb Warte der Deutschen Arbeitsfront, Betriebsführer, Betne^s- obmanner und Werkicharmänner emgefttzt Sie werden an jeden Schaftenden des Rheln-Mam-Ge- 24 „ 24 „ 24 „ 40 „ 40 „ 40 „ 40 „ 40 „ 12 „ 30 „ 40 „ „Oer laufende Berg." Ein Ufa-Film im Gloria-Palast. Für alle Berufe Gutes Deutsch .•*•*•* Rechnen * ‘ ‘ kaufm. Berufe Kaufm. Rechnen I . * « • ‘ ‘ Kaufm. Rechnen II . . . • • - Kaufm. Rechnen III . . * » • Dopp. Buchführung I . . » - Dopp. Buchführung II • • • Dopp. Buchführung III (Abschluß- der Dormiete. Ortszeit für den 28. März. Sonncnaufaang 7.12 Uhr, Sonnenuntergang 19.51 Uhr. — Mondaufgang 7.19 Uhr, Monduntergang 20.41 Uhr. Helfen. Übung teil erpfliM ii BerhL - späteste t Anzch )en Stet) iltnijie, i? gednk je gemat itraum (n erben. jlrecht I um Abli. sis für ö stens eine lternehM xngsund äruuM j fedvch ft nb. chwch, bi julben Mdip iehrner r er 2 uni >t statt. 1 ihltenTc en Leü: nehmer t nzeigelk uernach ■ Grunde :n zur Mng^ Der w- te Erhö^ g nsekiel abgelöst wurde. Ein unbekannt gebliebe- M- Mensch „erfand" den Gänsekiel als Schreibge- tr Diele Jahrhunderte war der Kiel aus der Enfefeder die einzige Möglichkeit, um Aufzeich- Tngen zu machen. Noch Goethe schrieb semen ^aust" damit! . . 5rst zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts »iröe der Gänsekiel von der Schreibfeder aus bieg- lcuem Stahl abgelöst, doch läßt sich heute nicht i * hr genau sagen, wem die Stahlfeder elgentlich ! jl Dasein verdankt. Es ist anzunehmen, daß saft ichzeitig der englische Chemiker Prmstley, der nnzösische Mechaniker Arnoux und Alois Sene- tber der Erfinder der Lithographie, sie schufen. rr Amerikaner war es dann, der für stme reich wordenen Landsleute zum erstenmal eine Schre^b- üer aus reinem Gold mit einer sogenannten Dia- bretes herantreten und von ihm das bereitwillig gegebene Opfer entgegennehmen. So wird die letzte Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks 1940/41 zu einem überwältigenden Bekenntnis zum Führer und zu semen einsatzbereiten Soldaten werden und wird zeigen, daß die Männer und Frauen der schaffenden Hei- matftont ihren Einsatz und ihre Opfer verstehen und durch ihre Spenden den Dank und die Verbundenheit zum Ausdruck bringen. a) Grundlehrgang . . . • • • b) Fachlehrgang (Spangebende Formung) . . • • • • • c) Fachlehrgang (Spanlose Formung) .....■ • • • Sondermaßnabme zur Behebung z des Mangels an technischen Kyrath. — Im Beiprogramm läuft eine neue Wochenschau: aus ihrem Inhalt: der Staatsakt am Heldeng denck- taae- der Führer in Linz: Beilegung des Thailand- Konfliktes: Fußball-Länderkampf Deutschl-and gegen die Schweiz: Hebung der Sturm Pioniere: Vormarsch in Bulgarien: erfolgreiche U-Boots-Kommandanten: deutsche Truppen in Afrika. Hans Thynot. „Oie keusche Geliebte." Em Tourjansky-Film der Ufa. Für das fin de siede ist die enge Tuchfühlung zwischen Hochfinanz und Kunst besonders charakteristisch. Ein in der Zeit der Industrialisierung schnell reich gewordenes Großbürgertum gefiel sich als Mäzen der schönen Künste als Staffage für ein Dasein, das in Sinnenfreude und Lebensgenuß Oie letzte Vollendung sah. Was in Deutschland im alb gemeinen nur schwache Nachahmung blieb, weil sich unser Volk für ein Rentnerleben zu iung fühlte, wurde in gewissen Kreisen von Paris und Brutzel, die vom Millionensegen der kolonialen Erschließung zu profitieren verstanden, heiß begehrter Lebensstil Der äußeren Sorglosigkeit des Daseins entsprach auch bald eine seelische Verflachung. Aus großem ehrlichem Gefühl wurde frivoles Spiel. Viktor T o u r i a n \ t i hat diese schwüle Atmosphäre einer saloppen Moral, wie sie sich ihm in dem Drehbuch von Richard Dillinger und Werner Epli- n i u 5 bot, mit einer subtilen Akkuratesse reproduziert hat aber auch mit feinem Empfinden für das, was' den Reiz dieser Epoche ausmacht das be- schwingt Graziöse einer überfeinerten Lebenskultur vollauf gelten lassen. Die Zeit hat uns zueinanderg^führt und — mein Stillschweigenkönnen. Jetzt brauche ich nur an die Stäbe der Abgrenzung zu kommen, dann tritt der kleine Kudubock in zierlich schönen Schrittchen herbei, schiebt die feuchtglänzende, ebenholzschwarz« Nase mir entgegen, so weit es nur möglich ist, und senkt den Kops. Er hat es besonders gern, wenn meine Finger behutsam über seine Stirn streicheln, rings um die großen, dunklen Augenkugeln: er liebt die bürstende Bewegung längs des Rückekammes, und ich fahre auch immer wieder Den dünnen weißen Querstreifen nach, Die wie silberne Rippen Den Leib des Tieres aufteiien. Schließlich wölbe ich meine Hand zur Schale, in die der Kudu feine Schnauze bettet, die weichen, warmen, von Blut und Leben pulsierenden Sippen. Ich spüre den Tieratem, spüre eine naturhafte Ruhe und zugleich em Suchen, das bann erst endet, wenn der Kudu meinen Daumen gefunden hat, ihn mit seiner Zunge wäscht und inbrünstig daran saugt. Zuweilen hört der Kudu mit solchen Freude kund- gedungen plötzlich auf, läuft zum Heuhaufen, wühlt darin und kommt wieder, Gehörn und Schädel mit langen, grüngoldenen Fäden geschmückt, eine flatternde, raschelnde Zier. Es macht ihm eine große Freude, mir Widerstand zu leisten, wenn ich die Fäden der Heukrone abzupfen will. Doch der Wb derstand ist nicht ernst, das Antilopentier bleibt ja dicht an meiner Hand, und wenn ich ihm bas Heu an die Lippen halte, schlürft seine Zunge den dufte» den Leckerbissen aus» Paul Eippa. schon des öfteren erwiesen haben. Die lebendigsten Figuren stellen Fritz Kämpers als der masstv- aewalttättge Purtfcheller und Gustl Stark-Gstet- tenbauer als der munter verliebte funge Daxen- fchnned: auch Paul Richter Hansi Knoteck, Maria Andergast und der drollige Herne Martin Schmidhofer sind in typischen Ganghose^ Rollen mit dabei. An der Kamera stand Ekkehard front durchgeführt wird. Zum Verkauf kommen dieses Mal deutsche Heilkräuter m nuturgetreuer Nachbildung, die in ihrer farbenfreudigen Aufmachung sicher gern gekauft werden. Hundertfach sind mir früher an so manchem unscheinbaren Kraut oorübergegangen, ohne daran zu denken, wieviel Nutzen in ihm steckt. Das darf heute nicht mehr sein. Wir wollen die kommenden Sommermonate nutzen, um, wo sich immer Gelegenheit bietet, die reichen Schätze der Natur einzusammeln. Das Einsammeln von Heilkräutern setzt immer Die genaueste Pflanzenkenntnis voraus. Die Abzeichen der nächsten Reichsstraßensammlung werden Dazu beitragen, daß wir Die Heilkräuter kennenlernen. Zwanzig verschiedene Heilkräuter werben für das Krie gswinterhilfswerk. Im Rhein-Main-Gebiet wird Die Deutsche Arbeitsfront auch in Diesem Jahr wieder ein reichhaltiges Programm aufstellen, um der Bevölkerung unseres Gaues Gelegenheit zu geben, besonders reichlich zu spenden. Volkstums- unb (Sportgrup« pen werden ihr Können zeigen, Werkskapellen, Werkschöre, Wehrmachtkapellen sorgen für Unter- haltung: Werkscharen unb Werkfrauen sind eingesetzt die für Die NS.-Gemeinschäft „Kraft durch Freude 1 tätigen Künstler helfen mit. Wir finden Schieß- Tageskalender für Donnerstag. Mitgliederabenb Des Goethe-Bundes in Verbindung mit Der Kulturellen Vereinigung Des VD2T imb bes Heimatbunbes für Hessen und Nassau: 19.15 Uhr in Der Aula Des LanDgraf-LuDwig-Gymnasiums (Eingang Bismarckstraße): Dichterabend Hermann Stahl — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der lau- fenDe Berg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die keusche Geliebte" - Oberhessischer Kunstoereln unD Winterhilsswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung nn Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmarkt (Schaumesse) auf Oswaldsgarten. Konzert des Gießener Konzertringes 1941. Am Montag findet das elfte Konzert des Gieße- r.er Konzertringes 1941 statt. Zur Aufführung Kommen Werke von Liszt, Pfitzner, Strauß und tzvchu- bcrt Die Dortragsfolge beginnt mit „Totentanz von'Franz Liszt.' Solist ist Karlrobcrt Kreiten (Klavier) Es folgen dann zwei Erstaufführungen, uns 30 mär, finM di- 7. R-ichsstraß-". stimd-, Kasp-ri°.TH«at°r uni) m-l- andere Darsiih. lammen yai. oer roiro uuu luhh |iu/ <*m c-x>. unü au. .uiarj juiuri ,ntnaP)1 Itrfir von ihm trennen. Er ist ihm em guter Freund sammlung für das Kriegswinterhilsswerk des deut. 9 • K rben u7b stets bereit, foftirt ohne alle Um- schen Volkes statt, die von Der Deutschen ArbmtS' Als M?roen m mnt hurA^rü-hrf wird. 3um Verkauf kommer Gfs. Das ist das Wort, das für jedes Mädchen, für jede Frau immer und immer wieder das Wichtigste ist. Wir wollen helfen, überall wo es fehlt Sei es, daß wir in der Krankenstube einen Wickel machen, einem Kranken helfen beim Umkleiden beim Betten, immer möchten wir es fo tun, Daß wir ihm wirklich helfen. Wie gern bringt man kleinen Kindern eine Erleichterung, wenn sie krank find. Sie tun einem doch fo sehr leid, daß auch sie schon Schmerzen aushalten müssen. Wir erleichtern ihnen alles, wo wir nur können. Helfen heißt es aber auch auf anderen Gebieten. Da stehen wir vor unserem Kleiberschrank, und der ’ Sommer kommt und alles soll hell und freundlich ' - und unsere Punkte! Wieder der Stadtwerke Gießen. Mit Wirkung ab 1. April 1941 treten die von der Landesregierung für das Stromversorgungsgebiet der Stabtwerke Gießen genehmigten Grund- gebührentarife für Gewerdellcht und Gew erb kraft sowie einheitliche K l e i n st - abnehmertarise in Kraft. Bei der April-Ablesung kommen diese Tarife erstmalig zur Vorrechnung. Dis zum 15. April müssen die Stromab- nehmer den Stadtwerken mitteilen, welcher Tarif für die Verrechnung ihres Stromverbrauchs zu Grunde gelegt werden soll. Diese Terminsetzung ist unbedingt einzuhalten. Kameradschaft ehem. £3R. 116. Zeichnern Der Arbeitsplan mit ausführlicher der einzelnen Maßnahmen, Zahlungsbedingungen und Anmeldevorschriften ist erschienen und kann kostenlos von der Kreiswaltung der DAF., Haupt- ier" OstermayrkProduktion ‘tat Ufa, zu Der Peter < Ostermayr unb Josef Dalman bas Dreh- vuch schrieben, ist ein Naturereignis: bas ta un-. regelmäßigen Intervallen erfolgende Abbröckeln -nnes Berges Droht eine Katastrophe für Die an einem Fuß wohnenden Dauern zu werben, bis ■mer durch Zufall herausbe ommt, bah im ^nnern Des Berges eine Quelle sprudelt deren Wafser- massen keinen Ausweg finden und immer Mieder Bergrutsch unb Steinschlag vermachen Da tun sich bie Bauern zusammen unb schäften dem Wast Abfluß in einem Graben, u)oDurch das Unheil ab- Ae wen bet ist. Im übrigen erweist sich wieber, dah Die Verfilmung eines Rowans, der «m Hwuskeine filmischen Anlagen besitzt, chre Schwierigk^ten hat. die notwendige Verkürzung eines breiten erzählen 'chen Flusses und Die Uebertragung seiner motivisch wichtigsten Stationen ins Optische fuhrt Zu emer Dckd-er- und Szenenfolge, deren Verbindungslinien sich Der Beschauer, dem Der Roman fremd i|t, er]i ziftammensuchen muß. Der Spielleiter Hans De p p e reiht vor Der malerischen Bergkuli sie ernste und heitere Szenen zwanglos nebeneinander Die gegen Ende ein dramatisches Tempo sinD rmt Der Spren ßung nach dem in gemeinschattlicher Arbeit voll «ndeten Grabenbau ihren bilD- und hanDlungs mäßigen Gipfelpunkt erreichen. Diemit der Sprengung zusammenfallende menschliche Rata Itrophe findet in Den letzten Szenen eine romanhafte Lösung, die freundliche Ausblicke in eine fneD^ ftche Zukunft gestattet. In-Der Spiel^meinschaft stehen eine Anzahl von Anrstellern "i »gründe, die ihre Eignung für Aufgaben solch Mein Freund Kudu. Ich habe eine heimliche Liebe unter den Zoo- tieren, eine sehr leidenschaftliche, wenn auch stumme. Das ist der kleine Kudubock. Unsere Sympathien sanden im Winter zusammen, als das Antilopenhaus in Den Morgenstunden nur von wenigen Menschen besucht wurde. Da stand ich oft por jenem Gehege, bewegungslos, sah Die kleine, rötlich-grau« braune Antilope an, Die fo besonders stolz den Kopf trägt mit Dem schönen Schraubengehörn. Aber das Tier blieb scheu im Hintergrund, äste kaum, solang ich da war, schlua nur zuweilen mit Dem fernen, langen Vorderlauf ins Heu am Boden. NU AM 2.M.U. 30.MÄRZ Die Kameradschaft des ehemaligen L.-J.-R. 116 - hielt am Samstag bei Kamerad Kimpel ihre dies- ■ jährige Hauptversammlung ab. Der Kameradschaftsführer Rudolf Schneider begrüßte die Kameraden, besonders herzlich auch drei, die den Weg zu unserer Kameradschaft wieder gesunden haben. Er gab Dann einen Rückblick auf Das abgetaufene Jahr unD geDachte vor allem im Hinblick auf Den Heldengedenktag Der Gefallenen und Verstorbenen des Regiments, Derjenigen Der Bewegung und Des jetzigen Krieges. Dann erinnerte er an Die letzten großen Erfolge, Die unsere Marine unD Luftwaffe gerade in diesen Tagen errungen haben. Er erteilte darauf dem Schriftführer Kamerad Pfeifer das Wort für den eingehenden Jahresbericht, der in allen Teilen gutgeheißen wurde. Alsdann trug Kamerad Fritz Schneider Die Rechnung vor, Die mit 298,66 RM. in Einnahme unD Ausgabe abschließt. Ihm rourDe nach Prüfung Durch zwei Ka- mer ab en Entlastung erteilt. Als KarneraDschasts- sichrer rourDe einstimmig roieber Rudolf Schneider vorgeschlagen: auch Der bisherige Beirat soll beibehalten werben. Zum Schluß wurDen Bekanntmachungen des Reichskriegerbundes zur Kenntnis gebracht betr. Dienstanzug, Schießsport und Fahnen- beschafsung. Mit begeistertem Sieg-Heil auf Führer unb Vaterland schloß Rudolf Schneider tue Der- wfc rtr 75 Zweites Blatt ttitn - fiäi Der züllfederhatter. Ber einmal einen guten Fülls-Derhalter in Ge- ta' krcidi genommen hat, der wird and kann sich Nicht B-jik- ».IM ihm trpnnpn. Er ist ihjn ein guter Freund 0,50 0,60 0,70 0,80 l,°o 2,00 0,8« 1,0» 1,30 1,60 2,00 0,5» 0,50 J bc«ö l/J ySn tti s,ntenspitze anfertigte. Als Der Bonner Friedrich Soennecken, Der \,vt 76 in seinem Betrieb in Bonn-Koppelsdors Rund- ciiftfebern herstellte, am Ende Der achtziger Jahre ivon erfuhr, ruhte er nicht eher, als bis er einen Überhälter konstruiert hatte, der ein Schreiben ohne ■5 stete Eintauchen Der Feder in Die Tinte ermog- bte Nach monatelangem Experimentieren patte , es geschafft, unb bet erste Füllfeberhalter mar jboren! Diele Millionen FüllfeDerhalter sindi seit- !M aus Der Beethovenstabt Bonn in alle Welt hin- tL5geganqen. Eine große Deutsche Füllfeberhalter- Lbuftrie hat sich aus kleinsten Anfängen heraus m ^rhältnismäßig kurzer Zeit entwickelt, der es Dank b t Qualität ihrer Erzeugnisse von Jahr zu Jahr im- rer mehr gelang, sich Den Weltmarkt zu erobern unD sch ollen ausländischen Konkurrenzen gegenüber vor VJV1UVI„/. ----- dem Der amerikanischen Füllfeberhalter-Jnbustrie ^nd zwar i-on Hans Pfitzner Die Duoertme .zu rx behaupten. Heute ist Der Füllfederhalter ein wich- .Mthchen von Heilbronn" unb wieDerum mit Äari-- fqer deutscher Exportartikel, der am Nil genau so ^bert Kreiten als Solist die Burleske in dmwll hfnnnt ist wie am Kongo ober am Ganges unb ÜCn Richarb Strauß. Den Abschluß bübef bie eie» rtne Den Mlllionen Menschen einfach nicht mehr , bentc Sinfonie in C-dur von Franz Schubert Die «uskornmen können. r Leitung Des Konzerts hat Otto S o l l n e r. Es spielt Der Vollstänbigkeit halber muß m diesem Zu- fflr"nlw s Is, mmenhong noch erwähnt werden, daß fast zwei- lindert Jahre, bevor die Füllfeder praktisch zur Ausführung kam, ein deutscher Gelehrter shre Idee t'reits veröffentlichte. Es war Der 1585 in ^lurn-1 terq geborene Orientalist unb Mathematiker Dämel Schwanker, ein universeller Kopf unb höchst ongi* rclter Geist, ber sich seinerzeit bereits als genialer Außenseiter eines Schreibwerkzeuges bediente das in Prinzip unserem heutigen modernen Fullseder- lalfer sehr ähnlich ist. Als Kuriosum sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, noch 1936 Der Erziehungsmimster Der d)ine= Heben nationalen Regierung den Gebrauch von Tullfederhaltern bei Schulprüfungen untersagt hat. Der Federpinsel wird seit Jahrhunderten benutzt , rklärte Der Minister, „unb er genügt. Die prach- nqen chinesischen Buchstaben, die unsere Schrift zu ftnem wahren Kunstwerk gemacht haben, können nicht mit Füllfeberhaltern gezeichnet werden. Diese Ansicht Des chinesischen Erzlehungsmmiste.s dürfte jedenfalls einmalig unb einzigartig Dastehen. 5? Ä'»» i.» ... lud) in Asien durchgejetzt hat und genau wie .n der I hecht J«mm sammlung. Die „keusche Geliebte" ist ein BallettmäDchen, dos durch Zufall aus der Boheme-Welt ihrer Maler-Freunde in die prunkvolle Gesellschaft der Bank- und Vörsenfürsten gerät. Sie wird, ohne es zu wissen, Gegenstand einer Wette, die um ihre Unnahbarkeit geht. Aus Spiel wirb Ernst. Der junge Zyniker, Der aus lockerer Laune sich auch Dieser SpröDen gegenüber als Der UnwiDerstehliche erweisen möchte, fängt ernsthaft Feuer. Aus bloßem tänDelnbem Flirt wirb Die große Liebe. Doch Dunkle Schatten ber Vergangenheit schieben sich zwischen beibe. Die QugenDneigung zu einer inzwischen verheirateten schönen Frau gibt zu MißverstänDnissen Anlaß und als bie ehrlich mit ihrer Liebe ringende junge Künstlerin von Der abscheulichen Wette hört, verzerrt sich ihr Das BilD des Geliebten vollenDs. Nur offenes Bekenntnis unD aufrichtige Reue führen beide für ein Leben zusammen, das sich fern von Den Fährnissen einer allzu glatten Gesellschaft im Urwald neu für sie auftun soll. ^2 Gewünschte .^Schwarz auf Weiß" zu Lugen. Doch nur Die wenigsten wissen, baß ber “Jr. knte für Den moDernen Menschen einfach Unenb ^HUiörliche erst vor kurzer Zeit sein fünfzigjähriges Wiläum feiern konnte. Das älteste deutsche Reichs- Lmt für Füllfederhalter datiert pämlich aus dem tet: Syre 1878 — d. h. der Füllfederhalter ist also ge- H L. erst 63 Jahre alt. , ■S Blättert man im gewaltigen Buch der Jahrhun- ■Ä herte zurück, so erfährt man aus alten Ueberlie’e« ru gen, baß Die Aegypter ihre Aufzeichnungen der- tßW ieir'l mit der Rohrschreibfeder machten, Die im fünf’ ftei Jahrhundert nach Christi Geburt Durch Den BUS der Giodi Gießen. Schaffende sammeln - Schaffende geben Oie Deutsche Arbeitsfront sammelt. es auch zu tun. „ Die Kurse des Reichsrnütterdienstes wollen uns das Rüstzeug geben zu diesen Aufgaben. Gleich nach Ostern beginnt sowohl ein Kurs für häusliche Krankenpflege, als auch ein solcher für das Nahen und Aenbern. Melden Sie sich gleich an, auf Der Kreisgeschäftsstelle ber NS.- Frauenschaft, Frankfurter Straße 1. Neue Stromtarrfe FolqenDe Lehrgemeinschaften beginnen in Kürze: u y Dauer Gebühr übrigen Welt von Jahr zu Jahr immer mehr zum unentbehrlichen Hilfsmittel des zivilisierten Menschen wirb. Dornviizen. Bcrufscrjictiungscocrli Dtruflf i Betriebe 1497D (Eingang Löwengasse). e v( Mr i chnber | ! ö tifli 6p 24. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) n Mi Detr.: DHW Sammlung der DAA. An die Sammler der DAI.-Ortswaltungen Gießen! er! enm G Die Sammelbüchsen sind jeweils in der zuständigen Ortsgruppe der NSV. am Freitag, dem 28.3. 1941, ab 20 Uhr, in Empfang zu nehmen, und zwar: Gießen-Nord: NSV.-Dienststelle, Walltorstraße (Caf6 Leib, Vorderhaus). Gießen-Ost: NSV.-Dienststelle, Kaiserallee 34. Gießen-Mitte: NSV.-Dienststelle, Seltersweg 38 Max erklärte sich nur halb befriedigt. Der Kurz- wellentc-il, meinte er, sei noch voller Störungen, aber er werde denen schon noch auf die Spur kommen. „Aus dem Jungen wird noch mal was!" erzählte Peter. „Ein begabter Kopf. Wenn ich erst hier bin, werde ich mich feiner annehmen. Aus dem muß was werden!" einen kantigen Schädel. „Das ist Petzl Achtung vor dem Anprall!" beim rechten Namen zu nennen: er hat mich durch' gefüttert, bemuttert, mir das Rückgrat steif gemacht — und warum? Nur, weil er ein guter Kerl ist So was gibt's nicht alle Tage! Er ist der Treueste der Treuen." „Wenn ich mir erst mal etwas in den Kopf gesetzt habe, muß es rasch erledigt werden. Ich hab's eiliy, weiterzukommen. Denken Sie an die Aufgabe, tue der große Mathesius in Oschnitz mir stellen wird- draußen. Mit Hanne ist ein gutes Zusammenleben." Immerhin erstaunlich. Sie gleichen sich nicht sehr." „Vielleicht läßt sich dem abhelfen," meinte er y- heimnisvoll. „Ich ziehe jedenfalls hier heraus. Hanne braucht mich und ich ihn. Ich sagte Ihnen je schon, daß ich mich hier als Baukünstler betätigen will." Finnlands Ringer, die am vergangenem Sonntag in Nürnberg im Länderkampf gegen Deutschland 2:5 verloren, gingen am Dienstag in München und Augsburg auf die Matte. In München wurden die Finnen Pihlajamäki, Koskelo und Mullaoeo sowie der deutsche Meister Müller (Bamberg) Turniersieger, während in Augsburg Kiifseli (Finnland), Wicke (Berlin) und Baitinger (Stuttgart) zu Erfolgen kamen. Es sammeln am 29. und 30. 3.1941: Betriebsführer Betriebsobmänner Vertrauensratsmitglieder Werkscharen x Werkfrauengruppen DAF.-Walter und -Warte der und Ortswaltungen. herübersiedeln will? Weshalb sehen' Sie mich so entsetzt an?" 1 1 „Ja, aber ich dachte nicht, daß Sie schon fe bald..." „Vielleicht vertragen wir uns gerade deshalb V* gut" {^llen Sie damit sagen: wenn ich erst hier j l'nft p6 P? zu tinWdjfflanficrWf Roman von (Otto ncufelöt. kS e < W be: Insters P fid) IM; K w\ itofiei tsga' e, de itislh nbte bi Ober . „Sie kennen sich schon lange?" „Seit ich nach Berlin gekommen bin, um zu studieren. Es ging mir hundeelend. Ich habe nicht s» „7lur Handwerker...!" Ein Wort zur Berufswahl. abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schonzenftraße 18, bezogen werden. Anmeldefchluh: 10. April 1941. Nicht zögern, sofort anmelden! (14920 Jeder macht mit — jeder kommt vorwärts! schen Berufe unter-, die geistigen Berufe dagegen überschätzt. Dann wollen wir ihm etwas näher auf den Zahn fühlen und feststellen, ob der junge Mensch nicht vielleicht bereits Liebhabereien und Fertigkeiten für einen handwerklichen Beruf mit- bringt, von denen er sich nur deshalb keine Rechenschaft abgelegt hat, weil ihm „Höheres" vorschwebte. Wir werden ihm Beispiele dafür anführen, daß oft aus Handwerkern hervorragende Künstler, kaum aber je aus mißglückten Künstlern leidliche Handwerker geworden sind. Dann werden wir ihm aber auch eine ausführliche Lektion erteilen müssen: wir werden ihm zeigen, daß das Handwerk im nationalsozialistischen Deutschland nicht nur einen festen, sondern auch einen „goldenen Boden" wiedergewonnen hat. Weiter wird in dem Aufsatz darauf verwiesen, daß sehr viele unserer großen Wirtschaftspioniere aus dem Handwerk hervorgegangen sind und daß die handwerkliche Produktion durch die Beteiligung an den Messen, durch die handwerkliche Ausfuhr, längst die Grenzen der engsten Heimat gesprengt hat. Schließlich wird an die außerordentlichen Möglichkeiten erinnert, die dem Handwerker in den neuen deutschen Ostgebieten gegeben sind. Die Zeiten, in denen der intelligente Lehrling in die sogenannten geistigen Berufe kam, d. h. auf das Büro, und der weniger schlaue in das Handwerk, sind wirklich vorbei. Wer heute noch mit irgendwelchen sozialen Vorurteilen sich gegen die Erlernung eines Handwerks sträubt, sei es der Jugend- liche, seine Eltern ober Anverwandten, der beweist seine ganze Verständnislosigkeit. Die spätere selbständige Ausübung eines Handwerks verlangt von dem Handewrker, der seinen Betrieb sicher durch alle Fährnisse des Wirtschaftslebens zu Wohlstand und Ansehen steuern will, dieselbe geistige Beweglichkeit und Aufgeschlossenheit, wie sie ein tüchtiger Beamter und Angestellter besitzen muß. i ißtrli z-Frt' 3um Stödteaeskalier von Oschnitz ernannt werde und „Entsetzt? Nein!" antwortete sie. „Es tut mir nur mir dort solchen Ruf erwerbe, daß man sich um leid, daß ich mm einen anderen Nachbarn be- mich in ganz Deutschland reißt." kommen werd«.' 1 (Fortsetzung folgt.) entgegennehmen. Der Iubilarverein wurde qn 13. Juli 1839 ins Leben gerufen. Schwerer Berkehrsunfall bei Fulda. Ein Toler, ein Schwer- uni» mehrere Leichloerlehtf. Lpd. Fulda, 26. März. Drei Kilometer siidl» von Fulda auf der Hauptverkehrsstraße nach Fra,I furt befindet sich unter einer EisenbahnübersühruH! eine unübersichtliche Kurve, an der sich laufend löfj.■ kehrsunfälle ereignen. So forderte gestern ein Ufr fall erneut ein Menschenleben, einen Schwer- ufr zwei Leichtverletzte. Als ein Fernlastzug mH der Kurve ein Pferdefuhrwerk uberholch wollte, kam von der Gegenseite ein mit Baun» stämmen beladener Lastwagen. Durch das schach Bremsen geriet die Holzladung ins Rul. schen und ein Holzstamm stieß mit aller Wucht in das Fahrerhaus des entgegenkommenden Fer» lastzuges, wobei dem Fahrer K o p f und Brust eingedrückt wurden, auch der Beifahrer litt schwere Verletzungen. Die Insassen des Lcmq, holzwagens kamen mit leichteren Verletzungen bi. von. Der Gespannführer konnte sich rechtzeitig retten. Todessturz aus dem Bett. LPD Marburg, 26. März. In A m ö r 4 bürg stürzte ein Mann in Abwesenheit seiner 2hii gehörigen derart unglücklich aus dem Bett, er tot liegen blieb. Canbfrete Gießen # Mainzlar, 25. März. Am Samstnaabenst fand bei Gastwirt Hch. Vogel IV. („Zum ^chw nen") die Jahresschlußoersammlung d " Spar- und Vorschußkasse statt, sitzende des Aufsichtstates Christian Le mm er leitete die Versammlung. Nach her Totenehru erstattete der Direktor der Sparkasse, Hein S p a a r IV., den Jahresbericht, der eine günftic Entwicklung der Kasse aufwies. Anschließend folg! die Rechnungsablage. Dem Rechner Hch. Schüfe wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb i Amt. Für- das verstorbene Vorstandsmitglied Pflü ger wurde Wilhelm Pfeiffer neu bestimmt. Di Spar-Werbung durch Wilhelm Sommer brachte ei gutes Resultat. Kreis Alsfeld. —Homberg (Ohm), 25. März. Die N „KraftdurchFreude" veranstaltete am So tag in der stark besetzten Stadthalle einen Ton f i l m a b e n d, bei dem auch die neueste Woche schau gezeigt wurde. Die Darbietungen fanden De lebhaften Beifall der dankbaren Besucher. — De hiesige Wanderverein unternahm am Sonn tag eine Wanderung über Ober-Ofleiden, Ganters hausen und Haarhausen nach Erfurtshausen, die M Zufriedenheit aller Teilnehmer verlief. kurze Sportnotizen. Die Deutsche Fußballmeisterschaft miYb, wie vorgesehen, am 6. April mit fünf Grup> penspielen in Angriff genommen. Das einzige Spiel der Gruppe 3 zwischen Kickers Offenbach und ins Helene Essen findet im Frankfurter Sportfeld statt Der Hessenmeister Borussia Fulda hat in Hannover oder Osnabrück anzutteten. Die Gruppe 4 nimmt die Spiele erst an den Dfterfeiertagen auf. Der Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und Jugoslawien rourh vom 10. August auf den 15. Juni oorocrlegt uni findet in Wien statt. Nach Breslau soll dafür bie nächste Begegnung mit der Slowakei angesetzt werden. SA. Frankfurt und VfL. Haßloch bestreiten nun am kommenden Sonntag in Frankfun das erste Endspiel um die Südwest-Handballmeister- schast. Das Rückspiel ist zum 6. April angesetzt. Neusel und Köldlin sollen die Endnusschci- dung zur deutschen Schwergewichtsmeisterschaft am Ostersonntag, 13. April, in der Beniner Deutschlandhalle bestreiten. Der Sieger wird mit Lazek um den Titel kämpfen. Jockele verriet keinerlei Furcht, als Petz an Peter emporsprang, sondern streckte beide Hände nach ihm aus, bekam aber nur eines der Schlappohren zu fassen. Er strampelte und wollte zu Boden, um Petz näher zu sein. Peter setzte ihn nieder. Der Hund fuhr spielerisch zurück, tat, als setzte er zu einem mächtigen Sprung an, er knurrte, schüttelte wild den Kopf, aber dann ging Jockele auf ihn zu — sie waren ungefähr von gleicher Größe — und umarmte ihn. Petz gab das Knurren auf und warf sich . Dazu brauche ich Muße, und die habe ich ffter zu Boden, wobei er Jockele, der seinen Hals um- — ir* ---*--- ------* klammert hielt, mitriß. Charlotte stürzte hinzu. Peter lachte beschwichtigend. „Der tut ihm nichts!" „Aber der Mantel!" rief Charlotte erschrocken. „Tja, für diesen Ausflug hätten Sie Jockele nichts als ein Paar Lederhosen anziehen sollen!" Sie retteten wenigstens den kostbaren Mantel und überließen Jockele darauf dem Hund. Sie _ ..... ____________ _______ , setzten ihre erste flüchtige Besichtigung fort. Im; viel Talent wie Hanne, mich mit dem praktischen: Hintergründe des Hofes befand sich ein scheunen-! Leben obzuftnden, wissen Sie? Das haben Sie je artiges Gebäude, das nun die Reparaturwerkstatt wohl schon gemerkt, als ich mir an unserem erften. beherbergte. Ein Junge sah heraus und grüßte Abend rrieine Rühreier machen wollte. Hanne Peter oertraut. „Guten Tag, Max" rief Peter zu-' schlägt sich immer und überall durch. Um das Kind rück. „Was macht der Superhet? Endlich zusammen- ' gebastelt?" Zahlreiche Schulentlassene werden in Kürze ihren ersten Schritt in das berufliche Leben tun. Unter ihnen befinden sich viele Jungen und Mädchen, die sich für die Erlernung eines Handwerks entschieden haben. Vielleicht war bei ihnen diese Wahl nicht ganz einfach. Viele Schulkameraden hatten sich einen Büroberuf gewählt, und schließlich war man doch genau so intelligent wie diese. Anstatt nun „bloß ein Handwerker^ zu werden, hätte man sich doch auch einen intelligenteren und angeseheneren Beruf wählen können, in dem man es später bequemer hätte, stets einen weißen Kragen trug und nie schmutzige Finger bekam. Und vielleicht zweifelt man heute noch, nachdem 'die Wahl schon entschieden ist, ob es nicht für mehr gereicht hätte als „nur" zum Handwerk. Denjenigen,/die so denken, wird in einem Aufsatz in der letzten Ausgabe der Zeitschrift der Technischen Nothilfe „Die Räder" der Marsch geblasen. Die „Teno" hat hierzu ein Recht, denn wohl keine Organisation außerhalb des Handwerks ist so eng mit dem Handwerk verflochten wie gerade sie. Die großen Leistungen der Teno während des Krieges sind im wesentlichen möglich geworden, weil sich unter ihren Mitgliedern zahlreiche Handwerksgesellen, Handwerksmeister, Facharbeiter, Techniker usw. befinden. Sie kann deshalb schon mit gutem Grund ein Urteil über den Wert des Handwerks abgeben. Sie tut das gründlich. Sie wäscht demjenigen, dem der Handwerksberuf zu gering erscheint, ordentlich den Kopf. Zunächst wollen wir ihn einmal fragen, so heißt es in Dem Aussatz, was er sich eiGentlich unter handwerklichen Berufen vorstellt. Sck)on dabei wird sich meist ergeben, daß er nur Gehörtes und Unverstandenes weitergibt. Wir werden feststellen, daß er in allem: in der Arbeit, der Bedeutung, der Entlohnung und nicht zuletzt in der Abständigen Gestaltung seines Lebens die prakti- Charlotte seine freie Hand. „Ich habe schon von Ihnen gehört, Fräulein Mathesius, und Sie wohl von mir auch. Peter ist gestern hier gewesen und hat mir erzählt, daß Sie mal herauskommen wollten. Hoffentlich gefällt's Ihnen bei uns. Kommen Sie, ich helfe Ihnen 'raus. Das ist schon ein Ding von Beiwagen, wie? Man kommt bloß mit'm Schuhanzieher ’rein. Geht's so?" Er hob sie halb aus dem Beiwagen, und stellte sie sanft auf die Füße. Er war wirklich bärenstark und faßte doch sanft zu. Man mußte ihm gut fein und fand sofort Vertrauen zu ihm. „So früh hab' ich Sie nämlich nicht erwartet," sagte Hanne entschuldigend, indem er an seinem schmierigen Kittel heruntersah. „Peter sagte was von fünf Uhr ober so, und jetzt ist es knapp vier." „Wir wollten bei Ihnen Kaffee trinken." „Ach, du lieber Gott! Da muß ich aber rasch den Lehrjungen zum Bäcker schicken." „Wir haben Kuchen mitgebracht." Jockele bestätigte es laut und griff nach der Tüte, die noch im Beiwagen lag. Peter rief: „Dann komm wenigstens kassieren, Hange! In deine Geldwirtsck)aft will ich mich nicht auch noch einmischen." Hanne eilte zu seinen Pflichten zurück. „Und wir," setzte Peter hin,zu, „sehen uns nun mal ein bißchen um. Das ist nun also das Schloß am Meer. Schon etwas wacklig, aber innen ganz gemütlich." Es war ein niedriges Haus mit neu-gedecktem roten Ziegeldach und einigen Mansarden im Obergeschoß Davor befand sich ein verwilderter Garten, dessen schönste Pracht ein großer Fliederbusch war. An der Südseite rankte Wein „Er ist sogar zum Essen," erklärte Peter, „und so sauer, daß sich jedes Loch im Schuh zusammenzieht, wenn sie ihn auf der Zunge zergehen lassen. Kommen Sie, wir gehen hinten herum' Nimm dich in Acht, Jockele! Es gibt hier einen bissigen Hund Damit er dich nicht um* rennt nehm' ich dich lieber auf den Arm, bis du dich mit ihm angefreundet hast." Sie gingen durch die Einfahrt zum Hof. und richtig kam aus einem Schupven, der sich im Hinter- - flrunb befand, ein großer Hund herangejagt, fein reinrassiges Edeltier, sondern eine Mischung von Schäferhund und Neufundländer. Er hatte ein schönes, braunleuchtendes Fell, Schlappohren und lub, isbru unfe i rbe Det i feilt lAu M lötr i! her (in ki ulme a fcl °u II Ipn !' 1 dnZ Amtsgericht Giehen Der H. Sch. in Frankenbach ljatte einen Strafbefehl über 8 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Der Mann war am 5. Dezember 1940 mit seinem Personenkraftwagen auf dem Kreuzplatz in Gießen auf der linken Seite der Fahrbahn gefahren und hatte dort noch längere Zeit gehalten, obwohl dem Anfahren auf der rechten Seite der Fahrbahn nichts entgegenftanb. Der Angeklagte bestritt jegliche Schuld, er wurde aber überführt und zu einer Geldstrafe von 8 RM. verurteilt. CDtraffammer (Sieben. Der F. W. in Lauterbach hatte sich wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Er war am 16. November 1939 mit seinem Personenkraftwagen mit erheblicher Geschwindigkeit am Nordausgang von Lauterbach gefahren, dabei war ein Schüler von dem Wagen erfaßt und so heftig zu Boden geschleudert worben, baß ber Tob bes Jungen bald darauf eint^at. Der Anklagevertreter beantragte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen eine Geldstrafe von 600 RM. Der Angeklagte wurde der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit Uebertretung der Straßenverkehrsordnung schuldig erkannt und zu einer Gefängnis st rase von drei Monaten verurteilt. Das Gericht stellte ausdrücklich fest, daß die Tat mit einer Geldstrafe wicht gesühnt werden könne. Strafmildernd wirkten die seitherige Unbestraftheit des Angeklagten und der Umstand, daß den düngen ein gewisses Mitverschulden traf. Aus der engeren Heimat. Auszeichnung für mehr als hundertjährige Ganqestreue LPD. Nidda, 26. Marz. Gelegentlich seines hundertjährigen Bestehens im Jahre 1939 war dem Gesangverein „Sängerkranz 1839 Nidda" d-ie Zelterplakette als Lohn für über hundertjährige Treue zum deutschen Sangeswefen verliehen worden. Diese Auszeichnung konnte ber Verein nunmehr aus der Hand des Beauftragten ber Kreismusikersckzaft Gießen, Dr. Roese. in einer schlichten Feierstunde 1 Aus den in der Verhandlung gepflogenen Erörterungen ging hervor, baß ein Taxichauffeur ohne weiteres Personen mit Gepäck von Bahnhof zu Bahnhof vefördern kann, daß er Kranke, Gebrechliche, Verwundete fahren darf, nicht aber einen Reisenden ohne Gepäck. Wenn zwischen den in Betracht kommenden Verkehrspunkten die Möglichkeit der Benutzung der Straßenbahn besteht, darf ber Taxichauffeur nicht fahren. Bei Verdacht des Mißbrauchs mufj er die Fahrt ab lehnen. Im vorliegenden Fall war die Fahrt wegen der bestehenden Straßenbahnverbindung abzulehnen. Der Angeklagte nahm seinen Einspruch zurück. Gietzen-Klein-Lin den. In der Wirtschaft von Fritz Weller fand am Montagabend eine Versammlung von Freunden der Ziegenzucht statt, die zur Gründung eines Ziegern zuchtoereins führte. Ortsbauernsuhrer Heinrich 8 e d) t o I b hieß die Ziegenzüchter und die der Ver- ammlung beiwohnenden Züchter aus Gießen herzlich willkommen und sprack) über die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller intereffierter Ziegenzüchter. Bezirksstellenleiter Hebel (Gießen) der Eisenbahnkleinlandwirte sprach darüber, daß die Verwaltung der Reichsbahn den Bestrebungen ber im Eisenbahndienst stehenden Ziegenzüchter beim Ankauf und der Vermittlung von Zuchtlämmern weitgehendst Unterstützung gewähre. *Der Vereins- Ührer des Ziegenzuchtvereins Gießen, Herr Theiß, prack über die Vorteile der Mitgliedschaft in einem anerkannten Verein, während Herr Philipp (Gießen) über Stattbauten und bergt. Aufschluß gab. Nach weiterem Gedankenaustausch würbe die Gründung des Ziegenzuchtvereins vorgenommen. Das Amt des Veremsführers übernimmt August Schmidt; stellvertretender Vereinsführer wurde Ludwtg Volk IV., Schrifttvort Theodor Leib und Kassenwart Ludwig Jung XVII. Als Ortsfachberater für Ziegenzucht wurde Wilhelm Schlosser berufen. Eine größere Anzahl von Ziegenzüchtern trat bereits in der Versammlung dem neuen Verein als Mitglied bei. Nach weiteren Besprechungen über Fragen ber Ziegenzucht, wie Futterbewirt- chaftung, Beschaffling von ZuckMeren bei Absd)af- img von Alt- und Anschaffung von Jungtieren chloß Ortsbauernsührer 5)einrich Bechtold die Versamms'ung in üblicher Weise. Er war ein ungeschlachter Mensch mll einem breiten, aber kindlich gutmütigen Gesicht, einer kleinen Nase, hellblauen Augen unb rotblonbem Haar. Genau vor ihm brachte Peter seine Masdstne zun» Stehen. Hanne Westphal war keinen Fußbreit zur Seite gewichen ober zurückgetreten. „Na, das ist dock) aber..." beaann er, „unb schon so früh .ich habe gebacht, baß ihr erst... und ber Junge ... Komm, mein Kleiner! Von dir hab' ich schon gehört!" Er streckte seine mächtigen Hänbe aus unb hob Jockele aus bem Beiwagen. Er tat es behutsam, als habe er etwas Zerbrechliches tu ben Händen. Jockele hielt sich stumm und steif. Er betrachtete Hanne noch mit einigem Mißtrauen unb Unbe- Hagen. Aber bann hielt ihn Hanne mit ausgestreckten Annen von sich, sah ihn an, ließ sich auch selber ansehen, unb darauf lächelte Jockele, Hanne lächelte gleichfalls, und so hatten sie Bekanntschaft geschlossen „He, Sie! Herr Westphal!" rief der Kunbe, den Hanne vergessen hatte. „Ich kriege noch rehn Liter." Hanne sagte au Jockele „Äar's fein auf der Fahrt? Nun paß mal auf, was wir hier alles zu sehen kriegen! Da brüden ist bas Wasser, und ein Boot haben wir hier, unb angeln können wir! Unb bann gibt's Kaninchen, unb einen Hund unb .. . na, du mußt bir eben alles' allein ansehen. Wie heißt du denn, kleiner Mann?" „Da hast hu aber einen großartigen Namen! Wie einer vom Zirkus. Ich heiße Hanne." „'n Tach!" sagte Jockele. Peter war abgestiegen, warf Charlotte einen Blick zu unb wendete sich zur Tankstelle, um selber ben vergessenen Kunden abzufertigen. „Mach dich selber mit Fräulein Mathesius bekannt, Hanne. Ich sehe nach deinem Kunden, daß er seine restlichen zehn Liter bekommt." Unb er machte sich an bie Arbeit. Hanne behielt Jockele auf bem Arm rmd reichte Gießen-Süb: NSV.-Dienststelle, Crebnerstraße. Der Kreisobmann. Aushilfe mit Lebensmittelmarken erlaubt. Nach einer Mitteilung des Reichsjusttzminifbers ist es nicht strafbar, wenn Bekannte sich an einem Tisch im Gasthaus gegenseitig mit Lebensmittelmarken aushelfen, wenn Fremde einem Soldaten ober Eltern ihren Kindern Marken abgeben, ober wenn Verwandte einander den einen oder anderen Abschnitt ihrer Vezugsausweife überlassen, ganz gleich, ob die Marken im Tausch oder unentgeltlich hergegeben werden. Dagegen macht sich jeher strafbar, der mit Marken Handel treibe. Der Verkauf zum Beispiel der Kleiderkarte oder einzelner Abschnitte davon sei verboten. Der Käufer einer Kleiderkarte oder einzelner Abschnitte, der auf diese fremde Karte Waren für sich beziehe, mache sich ebenso wie der Verkäufer der Karte ftrafbar. Punktbewertung von zweiteiligen Knabenanzügen. Aus der zweiten Reichsklleiderkarte für Knaben sind zweiteilige Anzüge mit 40 Punkten bewertet. Wie die Reichsstelle für Kleidung amtlich mitteilt, rechnen hierzu nicht Anzüge, die aus Hche und Pullover oder Strickweste bestehen. Diese finb vielmehr unter Zugrundelegung der Punktbewertung ber Einzelteile zu berechnen und daher mit 28 Punkten zu bewerten, wenn der Pullover oder die Strickweste Aermel hat, und mit 25 Punkten, wenn der Pullover aber die Strickweste keine Aermel hat. Wann darf ein Taxi benutzt werden? Lpd. Autodrolchken dürfen bekanntlich nur Fahrten ausführen, Die im öffentlichen Interesse liegen. Handelt ber Fahrer einer Autobroschke gegen biefe Vorschrift, so macht er sich — wie jetzt eine Verhandlung vor be*m Amtsgericht Frankfurt wieder ergab — strafbar. Ein Kelkheimer Möbelfabrikant hatte sein Auto zur Reparatur in einem im Osten von Frankfurt vefindlichen Werk stehen. In dem Auto befanden sich Möbelzeichnungen für die Einrichtung einer Kundin. An einem Spätnacl)mittag wollte er bie Zeichnungen holen und bestieg mit der Auftraggeberin im Stadtzentrum eine Taxe, um noch vor Fabrikschluß im Ostend zu sein. Unterwegs wurde ber Wagen von Volizeibeamten angehalten, die sich über ben Zweck Der Fahrt orientierten. Es wurde feftgeftellt, daß bie Fahrt nicht in öffentlichem Interesse erfolgte unb bie Fahrgäste sehr gut die Straßenbahn hätten benutzen können. Der Fabrikant wie ber Kraftfahrer erhielten Strafnumdate. Letzterer ließ es auf eine Einspruchsverhandlung vor dem Amtsgericht ankommen. Hier wurde die Frage erörtert, wann Fahrten auszuführen unb wann sie abzulehnen sind. Der Taxifahrer berief sich darauf, daß er glaubte, die Fahrt aus führ en zu Dürfen, weil sie zu einem wehrwirtschafllichen Betrieb ging und im öffentlichen Interesse läge. „Es ist nett, wie Sie von chm sprechen." „2kber es ist kein Wort zu viel! Lernen Sie chn nur erst kennen! Ein Herz von Golb' Manchmal viel zu gutmütig! Unb bei bieser Schwäche kann ich ihm wiederum das Rückgrat steif machen. Er be- kommt*s fertig unb verschenkt bie letzte Hose." ----- i „Ja, und nun wollen Sie sich hier also zu« | „Habe ich Ihnen noch nicht gesagt, baß ich hier- sammentun?" herüberfiedeln will? Weshalb sehen Sie mich so „Richtig!" Er wies zu den TIanfarbenfenftern entsetzt an?" hinaus: „Da oben richte ich mich einstweilen ein, Sie mar wirklich erschrocken, versuchte es aber bis ich genug verbient habe, um mir selber was ein- letzt zu verbergen. Ich werbe ihn vermissen! dachte zurichten. Vielleicht baue ich uns mal auf diesem lie unb aeftanb sich zum ersten Male ein, wie un- Grund unb Boden etwas ganz Bikseines auf • ■ ■" entbehrlich er sich in diesen wenigen Tagen bei ihr Er lochte. „Vorausgesetzt natürlich, daß ich nicht gemacht batte. zum Städtegestalter von Oschnitz ernannt werde und