Beilagen: Bezug svreis: niii- c Wolf. die hau- Probezeit Der spamsche Außenminister Suner n. teil her be» ge' PO- den Ich 1$ ivrechansckluß 2251 ,raniwrist:„Anzeiger" »check 1168« Frankl. M wenn bit: ingen" im l u _ Magna Charta eines neuen Europas. Das Vehikel, auf dem die Bolschewisten zum Triumph der Weltreoolution gelangen wollten, war die Spekulation auf die „Klassenkämpfe", die d,e Völker zerreißen, auf die soziale Unruhe, die sich als Folge einer verdreifachten Bevölkerung in Europa und einer rasenden Entwicklung der technisch- wirtschaftlichen Lebensuttistände einstellte. Der Kniff der Bolschewisten war, diese soziale Unruhe auszu- nutzen zur Eroberung der Weltherrschaft, deren offizielle' Flagge Hammer und Sichel auf rotem Grund, deren inoffizielles Wappen der Davidstern ein sollte. , _ Feder Versuch der Gegenwehr gegen dieses Doppelziel, das offene und das geheime, mußte mit dem Kampf gegen die soziale Unruhe beginnen. Die Menschen mußten aus der Trostlosigkeit herausgeführt werden: sie mutzten an etwas glauben lernen; sie mutzten für sich und für ihre Kinder in ein sicheres Leben blicken können. Damit hat Adolf Hitler begonnen In diesem Sinn be* chloh er, in den trüben Novembertagen 1918 als Kriegsblinder im Lazarett von Pasewalk „Politiker 3U werden". 23 Jahre find seither vergangen. Es hat niemals in der Weltgeschichte einen Angreifer, einen „Aggressor" gegeben, der in größerem Maßstab und mit bedenkenloseren Mitteln als die Bolschewisten den Kampf um die Weltherrschaft aufgenommen hat. Immer hatte ein Kampf großer staatlicher ober soldatischer Figuren etwas Gewaltiges, Erhabenes, Begeisterndes an sich Wir sprechen mit Bewunderung von einem Alexander dem Großen, von einem Julius Cäsar, von einem Napoleon; wir lassen auch einen Cromwell gelten. Aber keinen Stalin und Lenin. Dieser Instinkt trügt nicht Was die großen Feldherren und Shmtengründer von einem Lenin und Stalin unterscheidet, ist eine simple Sache: Sie haben einen offenen Kampf mit dem Einsatz ihrer Person und ihrer Heere geführt. Stalin und Lenin dachten immer nur an Leichenfledderei. Ihr Ziel war, die Völker in sich selbst zu zersetzen und sie damit zu ihrer leichten Beute zu machen Ein ergänzendes Hilfsmittel war die Ausnutzung her ..imperialistischen Gegensätze" in der rein politischen Sphäre. Ihr Kalkül war immer dasselbe und wurde mit überlegter Präzision zwischen 1939 und 1941 , angewendet: Die anderen zum Kriege zu treiben und als lachende Dritte die ganze große Erb- : schäft einzukassieren. Adolf Hitler ist in der Innenpolitik von dem Wesentlichsten und Einfachsten ausgegangen: bte soziale Unrast zu stillen und damit den Herren des Kremls, den Erben und Vollstreckern des petrmt- scheu Testamentes, die Hoffnung auf die Zersetzung des deutschen Volkes aus der Hand zu schlagen. Mussolini hat dasselbe in seinem eigenen Bereich gemacht. Alle Staaten, deren Vertreter sich in 'Berlin versammelt haben, hatten ihre Erfahrungen mit dem Bolschewismus gemacht. Kurz und deutlich sagte der Vertreter Rumäniens im Botschatter- saal der Reichskanzlei, daß es nicht vieler Worte bedarf, um diesen Sachverhalt scharf zu umreisten. Deshalb greift auch der Antikominternpakt, der am 25. November in Berlin verlängert und ergänzt wurde, an die Wurzel des Nebels und stellt dem zersetzenden Geist die positive Schöpfung gegenüber. Das ist eine echt deutsche Art. Kein anderer hat ihr das große Werk seines Lebens gewidmet als Goethe in seinem „Faust": Gegen den Geist, der verneint, den Boden und das Volk zu schützen, auf dem ein tätig-freies Leben sich entfalten und von Geschlecht zu Geschlecht getragen werden kann. Die europäische Einheitsfront gegen den Bolschewismus. (Karte: Tresler-Scherl-M.) Druck und Verlag: vrühlfcheUniuersttStrdruckerei B. tauge m Theater 5 er* Ri D Theater ygf'Rtol! leoE JQhi nicht: ^ebenen > Fielen | alls Bus. cher Dch n Nahen- ns infoloe i jen können 1 etoertrage* j Uetnertrag, .. h wohl ab- i sich doch. entrichten- sagte sodann: Ich brauche nicht besonders zu tonen, daß der welthistorische Pakt von 1936 schlossen wurde unter der Voraussetzung der litischen und geistigen Zusammenarbeit gegen gemeinsamen Weltfeind, den Bolschewismus^ weiß, unendlich vieles ist auf diesem gesunden Fundament für die Entwicklung der Neuordnung im Osten und Westen bereits geleistet worden. Es ist darum nur ganz natürlich, daß heute dieser Pakt verlängert wird. Wir sind voll und ganz bereit, an der Durchführung der Ausrottung der Vernichtungsidee des Bolschewismus mitzuarbeiten. Ich bin fest überzeugt, daß unsere gemeinsame idealistische Aufbauarbeit mit verständnisvoller gegenseitiger Unterstützung, angefeuert durch den Abscheu der Menschheit gegen die zerstörenden Kräfte, zu unserem gerechten Sieg und zu dem wahren und ewigen ^rieben führen werde 5 der Fal i iinzelhM | unter Ihn-1 setzes eint !* w 'N sich i! l9en bafr j < ’lt noth I denen £ i hr letzte; die Haus- Berlin, 25. November. (DNB.) Am Dienstag- -setzt gegen, mittag um 12.30 Uhr fand im Botschaftersaal der Heuen Reichskanzlei der Staatsakt statt, bei dem »je Vertreter der Vertragsmächte des Anti ko - minternpaktes das Protokoll zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Ab- mnmens gegen die Kommunistische Internationale Unterzeichneten und die Vertreter Bulgariens, Dänemarks, Finnlands, Kroatiens, Rumäniens und der Slowakei den Beitritt ihrer Länder zu tiefem Pakt gegen den Weltfeind Bolschewismus »ekanntgaben. Im Namen des Führers und der Heichsregierung eröffnete der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den Staatsakt mit Worten der Begrüßung. Er betonte, daß Die Zusammenarbeit der im Antikominternpakt zusam- mengeschlossenen Staaten sich nach i^er.Dichtung Bewährt habe und die Unterzeichnermachte daher ^.schlossen hätten, den Vertrag auf weitere mnf Jahre zu verlängern und weitere Staaten zum Beitritt aufzufordern. Daraufhin fand die feierliche Unterzeichnung des Protokolls durch den Reichsaußen- Minister, den italienischen Minister des Aeutzeren ©ruf Ciano, den japanischen Botschafter General O s h i m a , den ungarischen Ministerprasiden- ten und Außenminister von Bardossy, den Ge° ßandten von Mandschukuo Lue-i-Wen und den spanischen Außenminister S u n e r statt. ren über die Grenzen der Demokratie in den heiligen Boden Spaniens eingebrochen und hatten dort ihre blutigen Furchen gezogen. Und all die auflösenden Mächte des Kapitalismus — international und materialistisch wie der Kommunismus — hatten ein Bündnissystem mit letzterem aufgebaut, das von Moskau ausging, bis Washington reichte und über Genf lief, wo der Vol- kerbundsrat die geniale Formel der „Nichteinmischung" erfand, nachdem uns schon die internationalen Brigaden beschert worden waren, nachdem schon Schiffe ihre Waffen- und Munitionsladungen in den Häfen Rotspaniens gelöscht hatten und die Tanks und die russischen Kampfwagen über unsere Straßen rollten. Gegenüber jener Freundschaft der Paladine der Demokratie mit erwiesen, dessen ganze Gröhe erst spätere Jahrhun- derhe voll bewerten können. Oe- Gesandte von Mandschukuo M. Jahrgang Nr. 28t gncveui. lagnd) auwei Sonntag- und feiertags ÖbWr "’oren t, J °-h«. 5 : ®e'fhinc : '7 Set. d-° fc "b M«ii. 8 Raum zu verstehen, und Japan bei diesem Kampf alle möglichen Widerstände entgegensetzen. Deutschland, Italien und die übrigen Staaten des Anti- kominternpaktes haben jedoch von Anfang an die japanische Politik in dem Kampf gegen den Kommunismus unterstützt. Ich bin fest davon überzeugt, daß die Notwendigkeit immer großer wird, daß die Staaten, die von dem gleichen Willen beseelt sind, den Kommunismus zu bekämpfen, sich immer enger zusammenschließen und sich gegenseitig unterstützen, damit jeder Staat in feinem Raum die ihm aufgetragen# Mission erfüllen kann. Die Einheitsfront der Staaten, die im Antikominternpakt vereint sind, hat sich in einer • harten “ ' " von fünf Jahren mit unbestreitbarem Führer des deutschen Volkes der seit zwei Jahren an allen Fronten siegreichen deutschen Wehrmacht den Befehl erteilte, der Gefahr des unmittelbar bevorstehenden bolschewistischen Generalangriffes aus Europa und seine Kultur zuvorzukommen, griffen auch die ungarischen Soldaten, dem Befehl ihres obersten Kriegsherrn folgend, zu den Waffen. Die Entschlossenheit und Begeisterung, mit der das ungarische Volk an diesem Kampf teilnimmt, ist ver- bunden mit dem zutiefst empfundenen Gefühl der Dankbarkeit zum Führer des deutschen Volkes der die drohende Gefahr erkannte und die gesamte soldatische, moralische, geistige und materielle Kraft fernes Volkes in diesem Kampf einsetzte. Damit hat ar der gesamten zivilisierten Welt gegenüber einen Dienst festelle der 0T< ©er italienische Außenminister .erklärte dann u. o.: „Am fünften Jahrestage bes Abschlusses des Antikominternpaktes sind wir heute hier versammelt, um in einem feierlichen Akt diesen Bund zwischen Deutschla n d.Italien unb3apan zugleich mit den drei Landern Spa - nien, Ungarn und Mandschukuo 3^ betraf- tigen, die nunmehr gewillt sind, sich der Abwehrund Kampffront anzuschließen die wir damals gegen die vom bolschewistischen Rußland über Europa heraufbeschworene finstere Welle der Barbarei, der Korruption und der rohen Gewalt gebildet hatten. Als wir den ursprünglichen Anti- fominternpatt schlossen, tobte biefer blutige Brett auf dem edlen Boden S p a n ie n s das zum Schau- platz des Kampfes zwischen der altüberlieferten Kultur Europas und dem Bolschewismus wurde, wahrend im Fernen Osten Japan in scharfem Kampf stand und sich heldenmütig gegen den gleichen Feind und die gleiche Bedrohung behauptete. Damals erfaßten wir alsbald die Gefahr, die noch unbekannt die Welt bedrohte und bezeichneten sie als die aller- schlimmste. Seitdem haben die Ereignisse unsbe- wiesen, wie ungeheuer groß diese Gefahr tatsächlich war, wie nötig es ist, ihr zu begegnen, um sie zu bekämpfen, heute bekräftigen wir aufs neue unsere Schicksalsverbundenheit, während die siegreichen Heere Deutschlands und feiner Verbündeten berecks tief in das sowjetische Gebiet vorgestoßen sind, um jenem furchtbaren System: das seit fahren sich d z rüstete, unsere Kiiltur zu untergraben unb zu ver Nichten, löbliche Schläge zu versetzen. Rauh unb beschwerlich ist bieser Weg. Wir müssen nicht nur bey Bolschewismus bekämpfen, sondern a u * fei n e Verbündeten unb Fvrberer msbeonbere bas Britische Reich, das unter Verletzung se ner Pflichten als Mitglied einer Kulturgeme.nscha t sich zur Beschützerin dessen gemacht hat. was die Engländer selbst seinerzeit als die widerwärtigst^ barbarische Tyrannei bezeichneten, die esjemalsum Laufe der Geschichte gegeben hat. Aber diesen Weg werden wir bis zu Ende gehen mit .^f^nem Men mit unerschütterlichem Glauben, mit dem Bewußt sein, daß wir kämpfen wirken unb siegen müssen um einer Kultur zum Siege zu verhelfen, die grötzte unb teuerste Erb- unserer Volker Erstellt, unb den tommenben Generationen ein $cJ’cn_ Drbnung unb Arbeit zu sichern, wie es b-m Duce unb dem Führer ovrschwebte unb von ihnen wirklicht wirb." Avtsckaster Grat Ottstma erklärte: Für Japan hat sich dieser Pakt wahrenb b e s C h i n a k r > - g - s befonbcrs bewahrt. Diesen Krieg haben wir unter ber Parole des Anti komm an ismus begannen und fampien nach heute in biesem Geiste. Es gibt Staaten b - Nicht willens sinb, Japans Bestrebungenl zur am- richtung einer Neuordnung wn großasiatlfch Erfolg bewährt und sich dabei immer mehr ver- । qrößert. Schließlich ist eine große Vereinigung i von Staaten entstanden auf ber Grundlage eines Paktes, der uneigennützig dem Gemeinwohl aller Volker dienende Ziele hat. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß dieser Pakt zur Herstellung einer wirklichen Gerechtigkeit und einer wahren Weltkultur dazu beiträgt, das Glück der Menschheit zu fördern. Ich möchte betonen, daß Japan von der festen Entschlossenheit beseelt ist, die neue Ordnung in Ostasien im Geiste des Antikominternpaktes aufzubauen unb nie abmgehen und bis zur Erfüllung an bem gemeinsamen erhabenen Ziel zu arbeiten, in seinem Raum bie Ideen des Paktes zu verwirklichen." Oer ungarische Ministerpräsident sagte: Ungarn war der erste europäische Staat, ber 1919 bem bolschewistischen Terror zum Opfer fiel, ber erste Staat aber auch, der bie Gefahr über- rounben unb ben Weg zur inneren Genesung und -um nationalen Wiederaufbau betreten hat. Die blutigen und schmerzlichen Erfahrungen ber ersten Auseinandersetzungen mit ber roten Gefahr sinb daher nicht verlorengegangen, und so war Ungarn wiederum der erste Staat, der sich Deutschland, Japan unb Italien anschloh unb sich offen unb feierlich zum Kampf gegen den in ber Komintern verkörperten Weltfeinb bekannte. Unserer nationalen unb europäischen Pflichten vollauf bewußt und n: klarer unb frühzeitiger Erkenntnis ber Interessen unserer gemeinsamen Kultur, leisteten wir freiwillig diesen Beitrag jener Sache, die alle Anwesenden jetzt verbindet. Als im Sommer dieses Jahres der Und hier greift der Antikominternpakt weit in die Zukunft des neuen Europas. Er setzt gegen das bolschewistische Argument nicht ein Argument ber gleichen Art; er setzt gegen die Zerstörung das höhere Argument der Neuschöpfung. Der Antikominternpakt ist zugleich die magna Charta eines neuen Europas Alles, was zukunfts» froh ist, was bestehen will, darf kein bloßes Erhalten jein. Es muß der menschlichen Arbeit und dem menschlichen Streben große unb erhebende Ausblicke freilegen. Nur was begeistert, wirkt in die Zukunft. Flickwerk begeistert nicht Adolf Hitler ging aus von feinem Volk, das im Unglück war, das unter einer jahrhundertelangen Zersplitterung gelitten hatte. Das war der Anfang, heute greift er und greifen alle die, bie an feiner Seite stehen, über bie Rettung bes eigenen Bezirkes hinaus m ben Willen ber Gemeinschaft, einer europäischen Gemeinschaft. Die Gemeinschaft tritt ber Zersetzung entgegen Blut ist ein besonberer Saft. Kein Volk war auf ber Berliner Tagung vertreten, bas nicht Opfer gebracht hatte Auch schwerste Opfer Wir selbst tragen unseren reichlich bemessenen Anteil. Unsere Toten blicken auf unseren Marsch in bie Zu- kunft Dieses tiefernste Gefühl beherrschte bie Schlußworte bes Reichsaußenministers, mit benen bie Unterzeichnung bes neuen Paktes abgeschlossen würbe: nicht zu ruhen bis zu ber Ausrottung des Bolschewismus und bis zu der Beseitigung ber fonr munistischen Internationale. Die Große des Opfers > verpflichtet zum Radikalismus der Tat. Dr. Ho. erklärte u. a.: Im März 1939 trat Spanien bem Vertrag gegen die kommunistische Internationale bei hiermit vollzog Spanien lediglich eine Formalität denn in dem tatsächlichen Kampf gegen den Kommunismus war Spanien begriffen, seitdem es feit Juli 1936 das beste Blut feiner Ju- genb, bie von Franco zu ben Waffen gerufen war, gegeben hatte. Denn unser Krieg war ja em Kampi von Jbeologien und moralischen Begriffen universellen Wertes. Die Schlächter Stalins wa- Unser Bild zeigt st-r S c a o e n i u Sieben neue Mitglieder des Antikominternpaktes Oie Berliner Kundgebung gegen den Wettfeind Bolschewismus. D •■ocuagcn. Monatlich... RM 1.80 Zustellgebühr.. •• -.25 Jjcb bei Nichterscheinen tin einzelnen Nummern hi folge höherer Gewalt Lp Mittwoch, 26 November Mt ▼ ▲ Annahme von Anzeigen GietzenerAnzeiger Wy Wiederholung Malstastell General-AnreigerfilrOberheffen "gar ES - 1000km LONDON, ^0'.' ROM^ Sowjet; z UNION / 7///////Z ■ Dem Anlikommtern-Abkommen anqesdilossene Lander ", 7/// Besetzte Gebiete o ■ Q ft ■ BERLIN DEUTSCHES^, REICH , <0^ VTeuDAPLit ■ MADRID f\OSLO^ 2t 1 ST0CKH°i den Horden des Kreml haben Spanier, Deutsche und Italiener mit ihrem Blut eine heldische Brü- derschast besiedelt, die stärker als alle Verträge um jeden Preis gegen die Barbaren die wesentlichen Werte einer Zivilisation verteidigten, in der wir erzogen sind und deren Vernichtung wir Nicht dulden können. Als selbständige Folge dieser Brüderschaft konnte Spanien seit Beginn' der großen Auseinandersetzung, die Europa zur Zeit durchkämpft, nicht die kalte und uninteressierte Stellung eines bloß neutralen Landes einnehmen. Es erklärte die „Nicht- tri e gführun g" als Begriff eines neuen pragmatischen Völkerrechts, das eine größere Beweglichkeit in der Anwendung der Regeln der Neutralität voraussetzt. Und als daher die deutschen Soldaten die Ostgrenze in einem gigantischen Kampf gegen die UdSSR, überschritten, konnten weder unsere inneren Schwierigkeiten noch die große Entfernung der Front verhindern, daß unsere Kameraden der Blauen Division auf russischer Erde erschienen und dadurch die Begeisterung des spanischen Soldaten bewiesen, der stolz darauf ist, tn den Reihen der Heere Europas zusammen mit alten und neuen Waffenbrüdern in dem heldenmütigen Kampf gegen den größten Feind der Menschheit zu marschieren. Aus all diesen Gründen kann niemanden der heutige Staatsakt überraschen, noch viel weniger die Teilnahme Spaniens an ihm,- überrascht könnten lediglich die Völker und die Männer sein, die verblendet durch Uebermut und Egoismus bereit waren, die ganze Welt in den Abgrund ihres eigenen Unterganges zu stürzen. Die Beitrittserklärungen der sieben Länder. Sodann gab der Reichsaußenmimster der Genugtuung darüber Ausdruck, daß Bulgarien, China, Dänemark, Finnland, Kroatien, Rumänien und die Slowakei sich bereiterklärt haben, dem Pakt beizutreten. Die sechs anwesenden Vertreter überreichten draufhin die Beitrittsnoten und gaben dazu noch weitere Erklärungen ad, in denen es hieß: Oer bulgarische Außenministerpopoff: ,Hch freue mich, daß sich für Bulgarien jetit die Möglichkeit bietet, auch in diesem Rahmen seinen Beitrag beizusteuern zur Abwehr einer Gefahr, die die Ordnung und Ruhe der Völker in der ganzen Welt bedroht, einer Gefahr, die Bulgarien besonders gut erkennt, da es bereits in der Vergangenheit einen harten und entschlossenen Kampf zu führen hatte. Im Anschluß an den großen Krieg wurde Bulgarien zu einem der wichtigsten Objekte der Dritten Internationale, da diese das Unglück unseres Landes ausnutzen wollte, welches ihm durch dgs aufgezwungetre Friedensdiktat zugefügt wurde, ein Diktat, das Teile vom lebenden Körper Bulgariens trennte. Diese kommunistischen Pläne schienen um so erfolgversprechender, als unser Land dem gleichen Fri^ensvertrag zufolge abrüsten mußte unb damit die Möglichkeit verlor, sich selbst zu verteidigen. In der letzten Zett wurden von demselben Zentrum aus erneut Versuche unternommen, durch den Einsatz von Spezialgruppen in Bulgarien Unruhe zu stiften und Sabotageakte durchzuführen, um die Ordnung in unserem Lande zu stören. Aber auch dieses Mal wieder wurden die Versuche dank der raschen und sicheren Zusammenarbeit der breiten Massen des bulgarischen Volkes und der öffentlichen Gewalt erbarmungslos unterdrückt. In dem Bewußtsein, daß es in seinem eigenen Territorium über die Gefahr, die der Kommunismus für alle Völker darstellt, Herr geworden ist, nimmt Bulgarien mtt Freuden die ihm gemachte Einladung an urtb schließt sich den Staaten des Paktes gegen den Kommunismus aus dem festen Entschluß an, mit seinen Kräften und Erfahrungen dazu beizutragen, daß all« mit vereinten Bemühungen das gesteckte Ziel erreichen: Die völlige Vernichtung des Kommunismus im Namen der europäischen Kultur und der europäischen Zukunft? Oer dänische Außenminister ScaveniuS: Als der Krieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion ausbrach, trat die große Waffenauseinandersetzung in eine neue Phase, die in besonderem Grade die Aufmerksamkeit.meines Landes Hervorrufen mußte. Deutschland mußte jetzt seine Waffen gegen eine Macht richten, die in einer Reihe von Jahren eine Bedrohung der nordischen Staaten bedeutete. Diese Furcht war nicht unbegründet. Finnland wurde Ende 1939 von der Sowjetunion angegriffen. Mit der größten Sympathie wurde der tapfere Kampf Finnlands in Dänemark verfolgt. In dem Kriege, der jetzt vor sich gebt, steht Finnland nicht allein, sondern es kämpft zusammen mit europäischen Mächten unter der Führung Deutschlands, um eine Gemeinschaftsordnung in Uebereinstimmung mit der europäischen Kultur zu bewahren. Dänemark steht zwar außerhalb der kriegerischen Auseinandersetzungen, so hat die dänische Regierung doch in Erkenntnis der Gefahr, die der Kommunismus für unsere ganze Kultur dar- stellt, gleich nach Ausbruch des Krieges gegen die Sowjetunion die Beziehungen zwischen Dänemark und diesem Lande durch die Zurückberufung der dänischen Gesandtschaft in Moskau abgebrochen. Die Regierung ergriff Maßnahmen gegen den Kommunismus. Kommunistische Vereine und kommunistische Tätigkeit überhaupt sind in Dänemark verboten. Als eine natürliche Konsequenz der politischen Linie, die in Dänemark befolgt worden ist, hat die dänische Regierung es für richtig befunden, der Einladung der deutschen Reichsregierung Folge zu leisten. Oer finnische Außenminister Witting: Das Land, welches zu vertreten ich die Ehre habe, hat ständig in Verteidigungsstellung gegen den Bolschewismus sein müssen. Das finnische Volk gehört zu denjenigen, welche zuerst eingesehen Haven, wie sehr die gesamte Menschheit durch den Kommunismus bedroht ist. Zur Sicherung seiner Freiheit ist das finnische Volk gezwungen gewesen, sich mit Waffengewalt gegen den Angriff des Bolschewismus zu verteidigen. Das finnische Volk hat durch harte Arbeit die Wildnis urbar gemacht. Dies Erbe der Jahrhunderte hat die Freiheitsliebe und das Gefühl der Gemeinschaft und der persönlichen Verantwortlichkeit entstehen lassen. Die Schule der harten Prüfungen, welche das finnische Volk im Laufe seiner Geschichte durchgemacht hat, hat den Sinn für die Freiheit erzeugt, der sich immer dann geltend gemacht hat, wenn die teuersten Werte unseres Volkes bedroht worden find. Wir sind den Regierungen Deutschlands, Italiens und Japans sowie denen Ungarns, Mandschukuos und Spaniens, von welchen ein Teil auch im offenen Krieg unsere Waffenbrüder sind, zu Dank verpflichtet für die Gelegenheit, unserem Wunsch, dem Abkommen gegen die kommunistische Internationale beizutreten, Ausdruck zu geben. Dadurch können wir uns über die Tätigkeit der kommunistischen Internationale unterrichten, über die notwendigen Abwehrmaßnahmen beraten und diese in enger Zusammenarbeit durchführen. Oer kroatische Außenminister Lorkovir: „Indem sich die Regierung des unabhängigen Staates Kroatien dem Protokoll gegen die kommunistische Internationale anschließt, wird sie nicht nur einer Verpflichtung gegenüber den höchsten Werten menschlicher Kultur gerecht, sondern setzt auch eine alte als Sendung empfundene Tradition des kroatischen Volkes fort, Vorposten abendländischer Gesittung zu sein. In der richtigen Erkenntnis der tödlichen Gefahr, die allen Nationen von der kommunistischen Zersetzung droht, hat sich das kroatische Volk noch zu einer Zeit, wo es unter Fremdherrschaft leben mußte, durch nationale Gesinnung und innere Geschlossenheit gegen den Kommunismus gewappnet. Kaum als unabhängiger Staat wiedererstanden, griff die kroatische Nation aktiv mit den ihr zu Gebote stehenden Mitteln in den Kampf regen den Bolschewismus ein, und zwar gleichfalls innerhalb der eigenen Grenzen, wo es gilt, eine böse Erbschaft zu beseitigen, wir auch an der großen Front Europas gegen die kommunistische Barbarei und Vernichtung. Stolz an der Seite der großen Mächte der neuen Ordnung, Deutschlands, Italiens und Japans, marschieren und kämpfen zu können, wird das Kroatien der Ustafcha feine Pflicht erfüllen." Oer rumänische Vize-Ministerpräsident Prof. Mihail AntoneScu: An der Seite der ruhmreichen Wehrmacht des nationalsozialistischen Großdeutschen Reiches ist das rumänische Volk in den Krieg getreten — für Recht und Gerechtigkeit, für Freiheit und Zivilisation. Ist die Geschichte gerecht — und sie vermag nur gerecht zu sein — so wird sie den antikommunistischen Kamps der Achsenmächte und das überwältigende Ringen des großen Streiters und Schöpfers Adolf Hitler uns als ein unserer Zivilisation und Europa dargebrachtes Geschenk würdigen. Es ist das in höchstem Maße aufbauende Wert unseres Jahrhunderts Wirklichkeit geworden durch Blut und Opfer. Oer slowakische Ministerpräsident Prof. Tuka: Als die tschechoslowakische Regierung mit der Sowjetregierung einen Bund zur gegenseitigen Unterstützung ihrer Politik schloß, und Benesch damit dem Kommunismus das Tor nach dem Herzen Europas öffnen wollte, lehnte das slowakische Volk unerschrocken und kompromißlos den Schritt der Prager Regierung ab. Am 20. September 1936, an dem Benesch in die slowakische Hauptstadt kam, um seine Ideen zu verbreiten, berief die Slowakische Volkspartei, die Trägerin des politischen Willens des slowakischen Volkes, eine nationale Manifestation in Piestany ein. Hier unter dem Vorsitz des verewigten Führers der Slowaken Andrei H l i n k a sprach die Slowakei feierlich dieses Bekenntnis aus: „Wir lehnen in der Innen- wie in der Außenpolitik jene Richtungen ab, welche die Vernichtung der europäischen Zivilisation bedeuten. Wir verdammen die Zusammenarbeit mit den internationalen Repräsentanten der jüdisch-bolschewistischen Anarchie. Wir reihen uns in die antitommunistische Front ein. Als dann zwei Monate später, der erste Antikominternpakt unterzeichnet wurde, war das slowakische Volk schon solidarisch mit den Signatarmächten des Paktes. Als wir daher inm Juni d. I. mit der Waffe in der Hand zur Bekämpfung des Bolschewismus schritten, erfüllten wir nur die moralische Verpflichtung, die wir vor mehr als fünf Jahren tn jenem Manifest freiwillig auf uns genommen haben. Wenn wir heute, ein selbständiger Staat, dem Antikominternpakt formell beitreten, wollen wir damit feierlich betonen, daß wir auch in der Zukunft auf diesem Wege unerschütterlich und konsequent weiterschreiten wollen. Oos Telegramm des chinesischen Außenministers. Reichsauhenminister v. Ribbentrop gab hierauf folgendes Telegramm des chinesischen Außenministers Dr. Tsumin-Pee bekannt: „Ich beehre mich, Ew. Exzellenz mitzuteilen, daß die chine- ische Nationalregierung die Einladung der deut- chen, italienischen und japanischen Regierung betrügt und dem Abkommen gegen die kommunistische Internationale am 25. November 1941 beitritt. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß hierdurch die freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, Italien und Japan sowie allen anderen dem Abkommen beigetretenen Staaten vertieft werden mögen. Dr. Tsumin-Yee." Die Schlußansprache des Reichsaußenministers. Dann begrüßte Reichsaußenminister von Ribbentrop die neu hinzugekommenen Staaten herzlich und sagte: „Als vor fünf Jahren der Antiko- minternpakt abgeschlossen wurde, stand die Welt unter dem Eindruck der Versuche der Kommunistischen Internationale, nach ihren endgültigen Niederlagen in Deutschland und Italien, in anderen Ländern Europas und Ostasiens festen Fuß zu fassen. Die Wühlarbeit der Komintern hatte sowohl in Spanien wie in China furchtbare Resultate gezeitigt. Der Pakt ist damals aus der klaren Erkenntnis ent. standen, daß auf die Dauer nur eine gemeinsame Abwehrfront aller gesunden Staaten der drohenden Weltgefahr Einhalt gebieten könnte. Ich habe daher beim Paktabschluß heute vor fünf Jahren der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die übrigen Kuttur- ftaaten die Notwendigkeit des Zusammenschlusses gegen die Arbeit der Kommunistischen Internationale erkennen und sich diesem Abkommen anschlie- ßen würden. Diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Während schon bald nach Abschluß des ursprüngli- chen Vertrages drei weiter« Staaten beitraten, ist dieser Kreis heut« erneut um sieben andere Staaten er wettert worden. Die gewaltigen Ereignisse dieses Jahres lassen die Gründe, die für den Zusammenschluß in diesem Pakt seinerzeit maßgebend gewesen sind, n o ch i n einem ganz anderen Lichte erscheinen, als ursprünglich vorgesehen war. Erst in diesem Sommer sind der Welt die Augen darüber geöffnet worden, daß das bolschewistische Moskowitertum jederzeit entschlossen war, auch seine gesamten st a a t l i ch e n Machtmittel für di« Verfolgung seiner Ziele einzusetzen. Nur durch die unvergleichlichen Siege und das Heldentum der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten und Freunde im Norden und Süden ist es gelungen, solche Versuche Mos-, kaus ein und für allemal zu vereiteln unlb die Rote Armee vernichtend zu fragen. Damit ist der Macht I des Kommunismus zweifellos ein Schlag versetzt worden, von dem er sich nicht mehr erholen wird. Mit der Vernichtung^ der staatlichen Macht des Bolschewismus, dieser Tat von welthistorischer Bedeutung, bleibt es jedoch immer noch eine bedeutende Aufgabe der im Antikominternpakt verbundenen Regierungen, dafür zu sorgen, daß auch die restlichen in der Welt noch vorhandenen Keimzellen des Bolschewismus endgültig beseitigt werden, sodaß sie niemals wieder aufleben und eine Gefahr für die Kulturwelt werden können. Diese Aufgabe ist umso wichtiger, als heute in völliger Verkennung der auch für sie damit verbundenen Gefahren und aus purem Egoismus und Opportunismus die westlichen Demokratien mit dem Bolschewismus ge- meinsame Sache gemacht haben und dadurch zum Helfershelfer der kommunistifchen Internationale geworden sind. Mit dem heutigen Tage sind nunmehr der überwiegende Teil der europäischen und ostasiatischen Völker in diesem Pakt vereinigt. Damit ist eine weltweite Jront von S f aa- t e n geschaffen, die die Gewahr für den Erfolg ihres gemeinsamen Kampfes gegen die Zersetzung der Kulturvölker bietet. Ich bin sicher, die Veberzeugung aller hier anwesenden Bevollmächtigten zum Ausdruck zu bringen, wenn ich sage, daß unsere Regierungen nicht eher ruhen werden, bis das Ziel der Ausrotlung des Bolschewismus und der Ausrottung der kommunistischen Internationale endgültig erreicht ist." Im Anschluß an den Staatsakt sand im Hotel Adlon ein Frühstück im kleinen Kreise für die Delegationsführer statt. Oie Schlacht in der Marmarica. Oer italienische Bericht. Rom, 25. November. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: , Auf dem Schlachtfeld von Marmarica standen die Streitkräfte der Achse auch im Verlauf des gestrigen Tages in erbittertem Kampf. Im Gebiet von Bir el Gobi vernichteten die Division „Artete" und die deutschen Panzerdivisionen als Abschluß eines am 23. November begonnenen Einkreisungs- manöoers d i e 2 2. englische Panzerbrigade. Es wurden weitere Gefangen« gemacht. Die Säuberung des Kampfplatzes, der von feftaefahre- nen oder in Brand gesteckten englischen Panzern übersät ist, geht weiter. An der Belagerung von Tobruk, wo der Feind mit Unterstützung der Artillerie und der Luftwaffe Ausfälle von Panzerwagen versuchte, die alle von unseren Truppen zurückgewiesen wurden, hat sich nichts geändert. Es wurden 12 Panzer vernichtet und 3 Flugzeuge abgeschossen. An der S o H u m f r o n t stießen die Angriffe, die der Feind mit dem Einsatz aus Osten heran- gezogener Divisionen unternahm, auf die entschlossene Gegenwehr der deutschen und italienischen Truppen. Die prachtvolle Haltung der D i v i- f i o n „S a o o n a", die erbittert kämpfte und die Hauptstellungen behauptete, ist hervorzuheben. Die verbündeten Luftwaffen griffen unentwegt durch intensive Bombardierungen und Beschießungsaktionen in den Kampf ein. Auch die Anlagen und der Hafen von Tobruk wurden wiederholt bombardiert. In Luftkämpfen schoß unsere Luftwaffe 8 feindlich« Flugzeuge brennend ab. Wettere 12 wurden von der deutschen Luftwaffe abgefchossen, die auch 6 Flugzeuge am Boden in Brand steckte. Im Verlauf der harten Kämpfe dieses Tages wurden dem Feind schwere Verluste an Mannschaften, Panzern und Material zugefügt. Auch unsere Verluste sind empfindlich. Im Süden der Cyrenaika setzte die kleine Garnison der Oase G i a l o dem Druck des Feindes zähen Widerstand entgegen. Unsere Luftwaffe griff erneut die motorisierten englischen Kolonnen, die in Richtung auf die Oase vorgehen, heftig an. Es wurden wiederum zahlreiche Kraftwagen der Kolonne getroffen und in Brand gesetzt. Englische Flugzeuge führten Einflüge auf Tripolis, Bengasi und einige kleinere Ortschaften Libyens durch, wobei es keine Opfer gab und nur geringe Schäden verursacht wurden, lieber Tripolis schoß eines unserer Jagdflugzeuge eine Blenheim ab. In Sizilien schoß am gestrigen Nachmittag die Bodenabwehr eine Hurrikane ab. Der Flugzeugführer wurde gefangen genommen. In 0 ft a f r i f a trat der Feind mit den vorgeschobenen Stellungen von G o n d a r in Berührung und griff mit der Luftwaffe und mit der Artillerie unsere Verteidigungsstellungen an, die sich heftig zur Wehr setzten. An der Nordfront von (Bonbar wurden feindliche Verbände vor dem Stützpunkt (Setter (llalag) angegriffen und von unseren Verbänden zerstreut. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Ausdem Führerhauptquartier. 25. Rovember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Angriffskämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront verlaufe« weiterhin erfolgreich. Vor der britischen Küste griffen Schnellboote unter Führung des Flottillenchefs, KapitSn- leutnant V ä t h g e, einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an und versenkten bei heftigen Kämpfen mit britischen Zerstörern vier schwerbeladene Handelsschiffe mit zu- Roosevelts neuester Raubzug. Jetzt hat der „Schützer der kleinen Nationen", der viel redende und viel moralisierende Roosevelt, Jbero-Amerika direkt angegriffen. Er hat Hol- ländisch-Guyana durch feine Truppen be- setzen lassen und zwar, wie er angibt, um dort in Jbero-Arnevika die USA. gegen die bösen Achsenmächte zu „verteidigen". In Wirklichkeit will er eingestandenermaßen die für die amerikanische Flugzeugproduktion wichtigen Sauritlager in seinen Besitz bringen, denn ohne Aluminium ist heute eine Flugzeugproduktion nicht denkbar, und der Aluminiummangel in den USA. ist infolge der Kriegsrüstungen Roosevelts bereits so groß, daß die Hausfrauen ihre Aluminium-Kochtopfe und Pfannen abliefern müssen. Weiter wird zur Illustrierung dieses Nooseveltschen Raubgriffes angeführt, die Achsenmächte kontrollierten bereits über die Hälfte sämtlicher Bauxitvorkommen der Welt, die USA. hätten bislang aus Holländisch-Guyana ihren Bauxitbedarf zu 60 v. H. gedeckt, aber jetzt heiße es, sich den notwendigen Rohstoff für Aluminium direkt zu sichern. Das ist ein kolonialer Diebstahl, der durch nichts zu rechtfertigen ist, denn die Bauxstlieferungen aus dem visherigen Nieder- ländifch-Guyana nach den USA. sind niemals gestört gewesen. Roosevelt muß also mit dieser direkten Aggression gegen Jbero-Amerika auch noch andere Ziele verfolgen. Welche Ziele das sind, ergibt sich ganz einwandfrei aus Den Verhältnissen. Das klein« Niederländisch-Guayana mtt 175 000 qkm und ungefähr 180 000 Einwohnern, wovon nur etwa 1 v. H. Europäer sind, wird begrenzt von Sri- tisch-Guayona und von Französisch-Guayana, im Süden von Srajitien, das im Dumua-Humac-Gebirge gegen Holländisch-Guayana, das auch mtt Surinam bezeichnet wird, eine natürliche Grenze hat. Nun hat ein deutschfresserisches USA.-Blatt, die „New Port Post", geschrieben, USA.-Truppen seien gegen Jberoamerika marschiert, und ein anderes Neuyorker Blatt hat bereits Surinam mtt dem Sternenbanner bedeckt. Der Vorsitzende des Außenousschusses im USA.-Senat, Conally, hat erklärt, die USA. würden möglicherweise bald auch Französisch-Guayana und die Insel Martinique „in Schutz nehmen", das heißt, diese Gebiete der Vichy^Regierung rauben. Nebenher wird der Zweck verfolgt, dem renitenten Brasilien, das sich dem Liebeswerben des Dollarimperialismus gegenüber kühl verhielt, zu zeigen, was im Notfall dieser Dollarimperialismus mit USA.-Truppen vermag. Es handelt sich, wie die „New Port Post" ganz richtig ausplauderte, darum, daß die USA.« Truppen gegen Jberoamerika in Bewegung gesetzt werden. Die exilierte sogenannte holländische Regierung, hat Ja und Amen zu diesem Raubzug Roosevelts gesagt, aber es steht fest: Diese Roosevelt-Aggression gegen ein kleines Ländchen, das zur Sicherung der USA. gar nicht notwendig ist, ist der unerhörteste und schmachvollste UeberfatI auf ein in Wirklichkeit im Gegensatz zu Nordamerika stehendes südamerikanisches Land,.der überhaupt denkbar ist. Südamerika ist kulturell und wirtschaftlich ganz anders geartet als Nordamerika. Immer wieder hatten seit dem Präsidenten Monroe die Nordamerikaner betont, keinerlei Absichten auf Südamerika zu haben. Roosevelt machte große Worte über seine angebliche „Politik der guten Nachbarschaft", und jetzt sieht Südamerika, was in Wirklichkeit dahintersteckt: die nackte Raubgier, der zügelloseste Imperialismus der jüdischen Finanz- und Rohstoffspekulanten. Und der Held der Demokratie, der Vorkämpfer für die Freiheit der Völker, der Befürworter einer besonderen ,chemokr tischen Kultur" ist der gleiche Roosevelt, der jetzt ibie ein Flibustier handelt. E. S. Empörung in Holland. Amsterdam, 26. Nov. (DN. Funkspruch.) Die Meldung von der Verschacherung Surinams an die USA. hat in den Niederlanden heftige Entrüstung hervorgerufen. „Het Vaderland" schreibt, der. Leiter der niederländischen nationalsozialistischen Bewegung, M u s s e r t, der erst am 26. Oktober in Utrecht gegen die Pläne zur Verschacherung der holländischen Kolonien durch die Londoner Emigrantenclique protestierte, habe recht behalten, obgleich Mustert damals nur von Cura?ao sprach. Mit Recht habe er damals betont^ daß nach Curaxao noch andere Teile des niederländischen Kolonialreiches dem Dollarimperialismus zum Opfer fallen würden. Das niederländische Volk werde sich keinen Sand in die Augen streuen lassen. Es sei überhaupt nicht ersichtlich, worin die angebliche Bedrohung der Bauxit- minen in Surinam bestehe. Selbstverständlich werde das niederländische Volk sein Recht auf die Besitzungen in Ueberfee nicht aufgeben. Einstimmig erhebe Holland Protest gegen die Macheistchaften der Emigranten. fammen 16 500 VRT„ darunter einen Tanker von 6500 VRT. Alle Boote kehrten unversehrt zu ihren Stützpunkten zurück. Kampfflugzeuge beschädigten in der letzten Rächt im Seegebiet um England zwei größere, in Geleilzügen fahrende Handelsschiffe durch Bombenwurf. An der britischen Süd- o st k ü st e wurden Hafenanlagen bombardiert. 3m Kanalgebiet versenkte die Luftwaffe ein britisches Schnellboot. 3n der Rächt zum 24. Rovember versuchten die Briten mit einigen Booten an der französischen Kanalküste zu landen. Sie wurden durch die deutschen Küstensicherungen verlustreich abgewiesen. 3n Rordafrika wird an allen Frontabschnitten erbittert weitergekämpft. Nördlich Sidi B a r a n i erhielt ein größeres britisches Kriegsschiff einen Lufttorpedotreffer. Die britische Luftwaffe versuchte mit schwachen Kräften in die Deutsche Bucht und in die besetzten IDeftgebiefe einzufliegen. Drei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Heftiges Erdbeben. Die Erdbebenwarten verschiedener Länder registrierten am Dienstagabend ein besonders heftiges Erdbeben, dessen Herd noch unbekannt ist. Der Seismograph der Sternwarte Königsstuhl bei Heidelbera verzeichnete es in einer Entfernung von etwa 2700 Kilometer. Amerikanische Erdbebenwarten erklärten es für das heftigste seit ihrem Bestehen. Bei einer englischen Warte wurden die Instrumente sofort bei Beginn der Registrierung durch oie heftige Erschütterung defekt. In Lissabon wurde das Beden unmittelbar verspürt. Es dauerte hier mehrere Sekunden und die Häuser schwankten. Die Bevölkerung eilte aus den Wohnungen und der Verkehr stand für kurze Zeit still. Schäden sind nicht entstanden. Auch die italienischen Erdbebenwarten von Imola und Prato verzeichne« Aus der Gtadi Gießen schäft Ihr Adolf 5)1 Her. Verbunkelungszett 26.11. von 17.15 bis 9.00 Uhr. Dein Opfer für die VDA.-Schulfammlung 1941 iff ein Beitrag zur Festigung des deutschen Volkstums. Spende bei der VDA.-Schulsammlung 1941 am 28.—30. November! Zufuhren, Yak oer vwuysnnmjiet Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Re'chs- kommissar für die Preisbildung eine Anordnung her Hauptvercinigung der deutschen Diehwirtschaft genehmigt, nach der bei der Lieferung von über WO Kilogramm schweren Schlachtschweinen an Schlacht- mehmärtte und Derteilungsstellen vom 24.11. Ms zum 17.11.1942 Preiszuschläge je Schwein ge.zahlt Ausgeschlossen! Es ist unverkäuflich! Hat Ihnen das der Prackl nicht gesagt?!" kam es unbeholfen laut über seine Lippen. „Das Bild bekommt niemand! Niemand!" Sie hatte das Gefühl, als müsse der Sturm erst abebben, ehe sie weitersprach. Mit großen, wcttgc- öffneten Augen stand er vor ihr; auf seiner ötirn bewegten sich die Falten unaufhörlich. Er schien einen Ausbruch gewaltsam niederzwmgen zu wollen, der ihn überfallen hatte. „Und warum?" fragte sie sanft und behutsam. Mell es mir gehört! Weil es keine anderen Augen sehen sollen! Es ist unverantwortlich von Prackl! Das Bild muß aus dem Laden heraus! Profane Augen sind nur eine Beleidigung dafür! meinte er mit mühsam unterdrückter Heftigkeit. „Der Kunsthändler behauptete, Sie seien gar nicht in München. Ich habe ihm dann nur gesagt, er bekäme in einer halben Stunde Bescheid." Ohne eine Antwort zu geben, lief Thomas ,ns Nebenzimmer und rief Prackl an. In herrischem Ton verlangte er die Zurückziehung des Bijdes Im übrigen käme er am Nachmittag vorbei. Auf die hundert Gründe, die der Kunsthändler vorbringen wollte, ging er gar nicht ein Das Gespräch schien ihn beruhigt zu haben. Er strich sich ein paarmal über die Haare und schien befriedigt. Karin, die im Laboratoriumsraum geblieben war, konnte sich eines Erstaunens über seine Veränderung nicht erwehren, als er wieder heiter und lächelnd zurückkam. „Ist es recht so?" fragte er mit heiterem Ton in Karin Grunelius Roman von Guido fi. Brand Tageskalender für Mittwoch. < Veranstaltungsring der Hitler-Jugend: 16 Uhr im \ Drohen Hörsaal der Universität Dichterstunde mit Eugen Roth. — NDG. „Kraft durch Freude : 19.15 Uhr m der Neuen Aula „Dichterlesung Eugen Roth . । - Stadttheater: 18.30 bis 22 Uhr „Carmen — Glonia-HZaläst, Seltersweg: 14.30, 16.45, 19.30 Uhr „Paradies der Junggesellen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14.30, 16.45, 19.30 Uhr "Fraulein Liselott". — Oesfentliche Dortrage der Universität: 18 bis 19.30 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstr.-34) Dortrag mit Licht- bildern Professor Dr. G l o ck n e r über „Der Humor in der bildenden Kunst". — Oberhessischer Kunstverein: 16 bis 17 Uhr Ausstellung oberhessischer Kunst- ler im Turmhaus am Brand. Eugen Roth liest heiteres aus eigenen Werken. Im Rahmen des Gießener Vortragsringes wird der Goethe-Bund zusammen mit der Kulturellen Bereinigung und der Dolksbildungsstatte Gießen am heutigen Mittwoch. 26. November, in der Neuen Aula der Universität eine Lesung des bekannten Dichters Eugen Roth veranstalten. Der Dichter wird Heiteres aus eigenen Werken lesen. Orchesterkonzert des Konzertringes. Am Montag, 1. Dezember, findet im Theater der Universitätsstadt Gießen das 2. Orchesterkonzett der Gruppe A des Konzertringes statt. Es spielt das Rhein-Mainische Laridesorchester. Die Leitung hat als Gastdirigent Professor Hermann Abendro 1h. Solistin ist Gutta B u st a b o (Vwlmc). Die Dor- . tragslolge bringt: 1. Suite für Orchester von Albert Luig. 2. Konzert für Violine und Orchester von - Beethoven, 3. Sinfonie F-dur von Hermann Goy. Futterstellen für Vögel. Im Winter heißt es, Futterstellen für die Vögel errichten, wenn die beliebten und nützlichen Sanger nicht zugrunde gehen sollen. Ein Futterkastchen^st^ In der Tat! Also so was gibt's!" sagte er trotz seiner Korpulenz empfindsam. Er wiegte den prächtigen Kopf, aus dem ein paar kluge Augen schauten. Was verschafft mir die hohe Ehre, Fraulem? erkundigte er sich höflich, wobei er unter freund- liehen Händereiben seine Verwunderung zu verber- An Ihrem 50. Geburtstag erinnere ich mich bewegten Herzens der langen Jahre, die ich Sie nun kenne und in denen Sie mir unentwegt in gleicher Treue und Ergebenheit Ihre Mitarbeit schen kten. Daß diese Bekanntschaft noch bis in die Jahre des ersten Weltkrieges zurückreicht, erachte ich als ein glückliches Anzeichen dafür, daß uns das Schicksal im zweiten nunmehr endlich das ernten läßt, was sich das deutsche Volk schon im ersten verdient hatte. Als ich Sie einst bat, die Leitung des Franz E h er - De rlag e s zu übernehmen, besaß die junge Partei überhaupt noch keine Presse. Es ist I h r D e r d i e n st, der nationalsozialistischen Bewegung und damit dem heuttgen Reich die Organisation einer Presse gegeben zu haben die weit noch über das hinausrelcht, was sich vor 20 Jahren selbst die gläubigsten Fanatiker unter uns als möglich vorstellen konnten. Daß öie mich dabei in diesen Jahren aller persönlichen Sorgen um den Ausbau des Parteiver- lages — und später der' ganzen deutschen Presse — enthoben haben, rechne ich Ihnen als besonderes Verdienst an. Es gibt nur wenige Mit- arbeitet in der Bewegung, die das ihnen von mir gegebene Vertrauen so rechtfertigten, wie Sie, mein lieber Amann! An Ihrem 50. Geburtstag verbinde ich daher meinen Dank für Ihre mir immer geschenkte Treue und Mitarbeit mit dem Wunsche, daß Sie vor allem mir, der Bewegung und dem deutschen Volke noch lange Jahre gesund erhalten bleiben mögen; denn Sie sind aus der Zett der Entwicklung der nationalsozialistischen Partei und damit des Aufsttegs der Nation als einer meiner aller- ersten Mitarbeiter überhaupt nicht wegzudenken. Nehmen Sie das Bild, das ich Ihnen aus An- laß des heutigen Tages schenke, als em kleines Zeichen meiner Dankbarkeit entgegen Mtt herzlichen Grüßen in immer gleichbleibender Freund- noch mathematische Größen zurechtfinden; der gewöhnliche. Sterbliche verlor sich in diesen „Hohen Der ©esamtbesfand an Schweinen mußte fett Be- ginn des Krieges den Erfordernissen der Kneyser- nährungswirtschaft und der während des Krieges gegebenen Futter Versorgung angepaßt werden. Hier- 6ei ist der Anteil der über ein halbes 3afjr alten Schlachtschweine erheblich über das Normalmatz hinaus angestiegen, weil die Mast infolge der Futter- Verhältnisse während des Krieges langer bauert Je mehr die jetzt geernteten Futtermittel für die Ausmästung dieser älteren Schlachtschwrine verwendet werden, um so weniger Ferkel und Läufer werden aber in $ufun-ft aufgezogen werden tonnen. Es kommt hinzu, daß ältere und ausgewachsene Schweine verhältnismäßig mehr Futter benötigen, um schlachtreif zu werden, als jüngere, noch tm Wachstum befindliche Tiere. Dine solche Futterver- merhinfl muh schon deshalb vermißen werben, die für gewerbliche Schweinemast hauptsächlich nötigen Futtermittel, wie Kartoffeln und Getreide im Kriege nur soweit hierfür bereitgestellt werden ton- nen, wie es im Hinblick auf die allem vorangehende Sicherung des Brotgetteide-, Nährmittel- und Speise- kattoffelbcdarfes vertretbar erscheint Um daher wieder eine angemessene Nachzucht von Ferkeln und Läufern zu ermöglichen und uni zur Sicherung des Brotgetteide-, Nährmittel- und Spei- sekattoffelbedarfes den Anteil der über V2 Jahre ab ten Schtachtschweine auf das normale Maß zurück- Stunde bekommen Sie Bescheid. Von Herrn Brö- flcr! Auf Wiedersehen!" Viel zu viel Zeit schien sie versäumt zu haben. Sie nahm sich eine Taxe, als hatte sie Angst, Gun- ther könnte schon unterwegs sein zu chr. Sie traf Thomas noch allein an. Sem ernstes Gesicht fiel ihr auf. Als sie eintrat und ihn freund- lich wie immer begrüßte, trommelten feine Finger auf der Tischplatte; er holte achtlos cm Reagenzglas aus dem Regal und stellte es wieder hinein. Das Wetter macht mich wahnsinnig. So etwas von Föhn!" sagte er. „Wie kann ein Mensch nur so abhängig von diesen Dingen sein. Uebngens hat vorhin ein Herr nach Ihnen gefragt. Er ruft spater wieder an!" Es klang ganz nebensächlich. „Das wird wohl mein Verlobter gewesen sein! Er" ist gestern unerwartet angekommen!" Entgeistert tarn ein Blick aus Thomas Augen. Es lag völliges Nichtbegreifen darin: „Ihr Verlobter. Herr Merck?" wiederholte Thomas, als verstände bald hergestellt, doch muß es gegen die Wet erfeite geschützt sein. Sonnenblumen- und Unkrautsamen werden von den meisten Vögeln gern genommen. Die Meisen, eine der nützlichsten Dogelarten, picken auch gern an einer Speckschwarte oder an einem Saunabel. Letztere hebe man beim Schlachtfest für diesen Zweck auf. Auch Küchenabfälle eignen sich zur Winterfütterung der Vögel, doch sollte man Brot- und Kartoffelreste dazu nicht verwenden. Man glaubt gar nicht, wie leicht sich die Vogel an ditz Futterstellen gewöhnen und wie sie nach und nach immer zutraulicher werden Hängt man noch im Winter in der Nähe em Nlstkastchen auf oder orgt für eine sonstige Nistgelegenheit, so kann der Doqelfreund mit ziemlicher Sicherheit damit rechnen, daß sich auch ein Dogelpaar ansiedelt und bamT im Frühjahr unb Sommer im ©arten viel Untiefer, befonbers Raupen, vertilgt. Deshalb ergeht die Mahnung an alle Gartenbesitzer und Dogeifreunde: Vergeßt im Winter die hungernden Vögel nicht! 6ine Maß Sier = 520 Milliarden. Der teuerste lag vor 18 Jahren. — ' Wer denkt noch daran? „Auch nicht, wenn jener Herr mehr bieten sollte. Prackl kniff die Augen etwas zusammen, öffnete sie aber sofort sehr wett, als Karrn nut einiger Ueberlegenheit sagte; *Dantel In einer halben In München beging die nach Tausenden Zählende Gefolgschaft des Zentralparteiverlags den 50. Geburtstag von Reichsleiter Max Amann mtt einer Feierstunde, in der Staatssekretär Esser das Handschreiben und Geschenk des Fuhre r s.über brachte. Relchsrnarfchnll «arrng übersandte I°m Bild mit Widmung. Ferner übermittelten za^re^e Reichsminister und Reichsleiter, unter ihnen Reichs Minister Ör. Goebbels und Reichspressechef Dr Dietrich sowie Gauleiter und führende Männer aus Partei, Staat unb Wehrmacht Reichsleiter Amann ihre Glückwünsche. ber Stimme. , .. . „Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen! erroiberte sie, als hätte sie nicht zugehört. Das Bilb verschwindet aus dem eehaufenfterl iumpbierte er. „Mein Bild ... nein, Ihr Bild! Dom Lande. Ich bin jetzt auf dem Lande, feit zehn Tagen, um eine geroiffe Angelegenheit zu betreiben. Dom Haufe aus sehe ich über die Felber hinweg vier Kilometer entfernt die Türme ber Stabt ragen. (Man sagt immer „ragen". Das ist ber Beruf der Türme, sie müssen „ragen".) Es hat etwas Erregendes, dieses Ragen. Da bin ich nun Großstädter, da kenne ich nun Städte genug, und dieses Städtchen jenseits ber Felder ist eine Kleinstadt, nichts weiter, und zehn Tage bin ich erst hier, aber als es bann hieß, morgen gehen wir in die "6tabt... Es war erregenb, es war ein Ereignis. Mr nahmen ben Rucksack mit, und in ber Stadt umfing uns „wogendes Leben". Es war ein bißchen Markt fcheinlich nicht! Sie waren zu kurz m oampicri, und hier haben Sie sich mit einem Panzer umgeben, ber sich Wissenschaft nennt. Vielleicht hätten Sie einmal darüber nachbenken sollen, baß sich eine Umkehr bes Schicksals nur schwer erzwingen laßt unterbrechen Sie mich bitte nicht, sonbern Horen Sie mich ruhig an. Irgendwie scheint ber Weg 'm Augenblick eine Biegung machen zu wollen. Aber ich - möchte bas verhindern. Umwege sind nicht immer gut, unb einer genügt oft für bas ganze Leben. Ich wollte mich damals in Samvieri für Sie em- jetzeu ..." (Fortsetzung folgt) Die Zuschläge betragen in der Zeit vom 24.11. bis 20.12.1941 14 Reichsmark je Stuck, in ber Zett vom 21.12.1941 bis 17.1.1942 12 Reichsmark je Stück für alle Schlachtschweine über 100 Kilogramm Lebendgewicht (Schlachtwettklassen a, bl, b2, c "«Die Gewährung der Zuschläge muß auf den Der- kauf auf Schlachtviehmärkten und Vetteilungsstel- len beschränkt werben, weil die zu ermattende Mehr- anlieferung zur Dorratsbilduna verwendet werden muß. Diese besonderen Stückzuschläge beim Verkauf auf Schlachtviehmärkten unb Derteilungsstellen werden im Einvernehmen mit bem Reichsminister der Finanzen aus Reichsmitteln gezahlt werden. Der Schweinebestand bildet die Grundlage der deutschen Fleischverforgung. Die den kriegswirtschaftlichen Gegebenheiten angepaßten Maßnahmen dienen zur Sicherung der Aufzucht neuer Ferkel unb Läufer der künftigen Fleischverforgung. 9%erUplöölirf)e Einfall, ben Karin, ohne ihre innere I Erregtheit zu zeigen, äußerte, erschreckte sie. „Ich möchte bas Bilb in Ihrer Auslage „Deutsches Mab- < chen in Italien" kaufen! Was kostet es? Das füffifante Lächeln Prackls erboste sie „Lei- , her leibet ... bas Bild ist unverkäuflich! Thomas Bröger hat es eigenhändig auf bie Ruckfette geschrieben unb nur mit Wiberwillen mir bis Er laubnis gegeben, es auszustellen. Er )st em genialer Eriche Das ist kein Porträt im üblichen Sinne. Das ist bie intuitive Erfassung einer Seele ... wahrhaftig ... Sie finb es ... rounberbar ... großartig. Schade! Ich kann ben Thomas auch gar nicht erreichen. Er ist noch gar nicht hier! Log Prackl absichtlich? Im Grunbe aber war es gleichgültig. In einer Viertelstunde wurde Thomas wohl bei ihm anrufen unb bas Bilb aus ber Aus- "■XWÄ «;■ S.VIÄ'S S. 'Ä.Ä b", ^ts06ramI1»nld,r manble «r M i|* ’“s schönste Stück. Unb Jrgenbemen Anziehungspunkt biete Ihnen zweitausend Mark!" platzte Karin ohne Ueberlegung heraus Sie hatte keine Ahnung, wie sie bas Gelb beschaffen sollte. Wie gut Sie schätzen können! Heute morgen roar schon ein Herr hier unb bot zwettausenbfunfhun- ‘ dert!" lächelte ber Kunsthändler. ' Wer war ber Herr?" erkundigte sie sich erschrocken. Ob cs Günther war? ' Prackl zuckte bie Schultern „Keine Ahnung Ich mußte ihm benfelben Bescheid geben wie ^hnen. Sein Interesse war nicht geringer als bas Ihre, mein Fräulein!" . „Also Sie geben es auf keinen Fall her. So kostete z. B. vor 18 Jahren eine Maß Bier 520 Milliarben unb ein Laib Brot 500 Milliarden Mark Eine Billion Papiermark war gleich einer Golbmark. Diele, viele Sparer verloren bamals ihr Gelb, ihre Sparpfennige fürs Alter, bafur aber ging es ben Mischen Schiebern, Schacherern und Wucherern um so besser. Mit ber Stabilisierung ber Reichsmark war zwar ber Inflation äußerlich ein Enbe gefetzt, aber bas Volk litt noch auf Jahre hm- aus unter ber eingetretenen Verarmung. Mit Schrecken henkt bas beutsche Volk an biefc Zelt, bie ^Ach ©ott, ihr Sieben, da ist gebrauchte Wäsche brin, einige hundert beschriebene Seiten Papier (woraus ein Buch werden soll) und nur--menn ich Glück habe--ein Hühnchen. Aber die Verhandlungen darüber sind noch fange nicht abgeschlos- stn. Felix Riemkasten. Dornolire«. 37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie ging über den Odeonsplatz um sich ö» über- zeugen, datz ihre gestrige Entdeckung kerne Phan taste war. Das Wetter war em wenig trübe und die Lust von einer I-lsiam druckenden Schwule Es schien ein Föhn im Anzug- zu sein. D'-llercht m brierten deshalb ihre Nerven, als ^lagen sie völlig entblößt auf der haut. Alles war Die durchsichtiger fast kristallen. Wenn sie bie Gesichter ansah, die an ihr vorbeihasteten, glaubte sie eine lp^^berette Widerspenstigkeit ablesen zu können eine Ner^s tat, die sich jederzeit in einer unmißverständlichen Angriffslust entladen würde. e, Sie hatte keine G-fpenster gef-h-n. Znm-r noch hina ihr Bild, umrahmt von Landschaften und Sk^en °°n Fischern und italienifchen Mädchen. Mehr noch als gestern abend kamen dl« Ermm rungen wie ein Sturmwind über st- ■ • ■ 1«"« “j“" Eindrücke von Europa, di- ihr °.n Men ch o-r mlttelte, der nichts von ihr wollte, als ihr dl- Tage, die vor Langeweile barsten, schon *'■ Er schien ihr, als hatte er sie die ganze 3-lt u an die Hand genommen und durch das Leben g sührt, dorthin, wohin er sie hoben wo . Ohne daß sie cs recht wollte, betrat sie wn Laden des Kunsthändlers Prackl und fragte h-in junges Mädchen mit schwarzer Hornbr ., c-r* Inhaber. Ein- zögernde Antwort -in S,°N°rn^s°st klang ihr entgegen: „Ja, memer , mracf[ sowas aa! Bitt schön, glei wer i ben Herr P holen. Nehmens doch Platz! . Karin konnte sich vor Erregung nicht setzen denn sie wußte gar nicht, was sie sagen sollte^ h a gar keinen Grund, hier hercinzukommen Nach wenigen Minuten schon erschien der^Kunst Händler, hinter ihm mit offenem Mund unb ncr vösen Fingern, die fortwährend i.ber schwapzes zerzaustes Haar fuhren, bas bebrillte £ au ü Prackl, eine Autorität auf bem Geb^t der atten Malerei, aber ein ebenso lcibenschaftlicher^F junger Talente, näherte sich zu kurz geratenen Beinen, ^"b seinen reichen Bauch heftig atmend uor sich h ^^nb in einiger Entfernung, die rechte Hand schatteno über die Augen legend, stehen« affetn In ben Jahren marxistischer Mißwlrtschafl Heutt aber ist es um so dankbarer dasür, daß es wieder voll Vertrauen und Zuversicht m die Zu kunft blicken kann, unb baß es bas Reich in der Hand des Führers vor ber Wicbcrholung eines > solches jiibischen Verbrechens bewahrt weiß. Wechnachts- und ReujahrS- zuwendungen in der Steuer. Weihnachts- unb Neujahrszuwcnbungcn können auf Verlangen des Arbeitnehmers in bestimmter Hbhe auf Eisernes Sparkonto cingezahlt werden. Beträge, die eisern gespart werben, sind frei von Reichssteuern unb frei von Beiträgen zur Sozialversicherung. Soweit Weihnachts. unb Neujahrzuwendungcn nicht auf Eisernes Sparkonto cingezahlt werben, unterliegen sic bei allen Arbeitnehmern voll der Einkommensteuer (Lohnsteuer) unb bem Kriegszuschlag mr Einkommensteuer (Lohnsteuer). Der Erlaß bes Neichsfinanzministers über bie steuerliche Behandlung der Weihnachtsgeschenke 1940 galt nur für das Jahr 1940. Es kommt ab 1941 eine Befreiung von Reichssteuem nur in Betracht, soweit bie Zuwen- tyungen auf Eisernes Sparkonto eingezahlt werden. Giehener Schiachtviehmartt. Aus bem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-VerteNungsmarkt) in ber Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 50,5 Rpf., Bullen 26 bis 43,5, Kühe 15 bis 43 5, Färsen 25 bis 44,5, Kälber 22,5 bis 57 je Vi kg Lcbenbgewicht. Für Schweine würben je kg Lebenb- ' gewicht folgenbe Preise erzielt: Klasse a (150 kg unb ■ mehr) 1,20 RM , bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 ■ bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl I (fette Specksaucn) 1,20, i (Altschneiber) 1,18, g2 (anbere Sauen) 1,08 RM. Marktvcrlauf: alles zu- geteilt. 3ur Sicherung der Schweinehaltung. - - -ufübr-n, hat d-r R-tchsmintst-r für Ernährung und Giehener lvochenmarktpreife. ♦ Giehen, 26. Nov. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käfe, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, /= kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Ruben 7 bis 10 rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Felbfalat, ‘/w 10, Enbivicn, bas Stück 10 bis 17, Rettich 6 bis 10 Rpf. Fulda-Werra an zweiter Stelle. Lpb. Aus bem Kleinkaliber-Wcttkampf ber Gaw friegeroerbänbe um bie höchste Beteiligungsziffer ging 1941 als Zweiter nach bem Gaukriegcrvcrband Elbe ber Gaukriegerverband Fulda-Werra mit 35,08 v. H. Beteiligung hervor. An weiterer Stelle folgen die Gauverbände Main und Sübwest. lleren als ich Sie als triumphierte er. „Mein Bild ... nein, Iyr jbuoi ich aber so als An- fügte er träumerisch hinzu. „Ja, Lhr Bild, ^isen Daß ich aber \o zin ’■ mid) bedeutet, Karin? Wohr- mnron m klirr in Samvieri. und Lpb. Der teuerste Tag in ber Inflation überhaupt, bie ben furchtbaren Währungsverfall »m Gefolge hatte, jährt sich in biefem Monat zum 18. Male feit dem Jahre 1923. Es werden nur wenige daran denken, baß am heutigen Mittwoch vor 18 Jahren dieser teuerste unb schwärzeste Tag war, ber )e erlebt würbe. Nach ben bamaligen Mitteilungen bes Neichsstatistischcn Amtes war bies ber 2 6. November 192 3. In dieser Zeit konnten sich nur Ja. Er will mich sogar nachher besuchen! lächelte sie. „Er hat zwar kein großes Interesse an meiner Arbeit, aber schließlich, wenn er schon em- mal in München ist, warum sollte er sich nicht wc- nigstens meine Arbeitsstätte h Natürlich! Warum auch nicht! Selbstoerstanb- lick'" bestätigte Thomas dreimal hintereinander, aber mehr für sich als für Karin, die ihren we.tz-n Sittel aus dem Schrank holte. Sem- Stimme klang sehr gekünstelt. Nicht einmal bie Ironie war echt. 3q ... so ist es ... unb ba wäre es ganz gut, fterr Bröger, wenn ich mit Ihnen etwas besprechen könnte. Ich bin gestern abend ganz zufällig an ber Kunsthandlung Prackl vvrbe.gegangen. Sie haben Ihre Silber aus Samplen ausgestellt. Das wurde mich nur insoweit interessieren, als ich Sie als Maler von dort her kenne. t nU 9/n' ziehungspunkt figurieren soll, geht mich an. • habe Prackl zweitausend Mark geboten. Ich wollte das Bild kaufen!" . .,. Thomas hatte eine Zeitlang mit einem leichten Lächeln zugehört. Er wusite nicht, daß feine Bilder ausgestellt waren. Mit Prackl war in dieser Hm- sicht kein Termin ausgemacht worden, ybgefehen davon kümmerte er sich wenig darum. Als aber Sarin von dem Kauf ihres Bildes fprach. nß er sich wie aus einem Traum. Wie ein Tier, das sich ; ausgeruht hatte, schnellte er hoch, stürzte auf ste zu. > „Was wollten Sie tun?" 6 i ' Karin hatte sich schnell gefaßt: „Das Bild kaufen. mit Buden, es gab Händler, die unter bem Schirm „Patente" oorfühtten, unb ich--ich aus der Großstadt — — stand unb gaffte und war neugierig wie alle, bie vorn Lande in bie Stadt kommen. Nachher waren wir froh, daß wir heraus waren. So ein Schwindel! Lauter hattes Pflaster, viel zu viel künstliche Menschen, alles auf Hätte und Fixigkeit eingestellt, alles Umsatz, Rührdich unb bares Geld. Nichts zu machen in der Stadt ohne Geld! Wir waren froh, als endlich das letzte Haus hinter uns lag unb bie erste Kuh roieber zu sehen war m'tt weißem Dampf um das dicke Maul und dem fünften Treueblick ihrer geduldigen Augen. Etwa zehn Tage bleibe ich nun noch! Ich glaube, ich bewundere mich selber, wenn ich zur Großstadt zurückfahre. Die bort aber werden mich bewundern, denn Heuer sind die Zeiten so. „Ah", werden sie sagen, „Sie waren ja auf dem Lande, nicht wahr? Und dabei schielen sie andeutungsreich auf ben Soffer, ben ich trage. Sie machen lüsterne Anspiclun» ien ein außerordenttich heftiges Beben, das die Seismographen außer Betrieb setzte. Das Beben »erlief von Norbosten nach Südwesten. Die Ent- ernung seines Epizentrums wirb auf 2330 Kilometer geschätzt. # Die Instrumente ber Reichsanstalt für Erbdeben- orschung in Jena verzeichneten ein Erbdeben größten Ausmaßes mit einer Herbentfcrnung von | 3000 Kilometer. Die Aufzeichnungen, bie fast 20 Minuten anhielten, begannen um 19.09 Uhr 28 Se« Eunbcn MEZ. mit einem Stoß aus Sübwesten. Lis Herblage kommt ber mittlere Atlantik in ber Nahe der Azoren in Frage. Die genannte Herblage ist als Gebiet sehr reger Erb- bebentätigteit bekannt. Sie befinbet sich gerade an ber Stelle, wo bie Bruchzone bes Mittelmeerbeckcns bie atlantische Schwelle kreuzt. Die Bcbcnhcrbe liegen meist submarin, jeboch sind wiebcrholt Groß- beben von solcher Stärke bekannt geworben, baß noch Ausläufer ber Bobenbewcgung bis z u m europäischen Festlanb,. insbesondere im Süden ber iberischen Halbinsel, verspürt rourben. Der Führer an Reichsleiter Amann. Berlin, 25. Nov. (DNB.) Der Führer hat Reichsleiter Amann zum 5 0. Geburtstag durch Staatssekretär Esser folgendes Handschreiben überreichen lassen: Führerhauptquarticr, ben 25. November 1941. Mein lieber Amann! Zischzug im Merlauer Teich Angesprochenen waren eingetroffen 485*0 ADE I in GIESSEN r t L Marburger Str. 145. bei [4849A 4853 D Mit regenweichem Wasser waschen! JNH. HERBERT HERZOG Henko S Nur darin wird das Waschpulver restlos ausgenutzt. Regenweiches Wasser erhalten Sie auf einfachste Weise durch den Geifensparer Sprechstunden beginnen ab 26.11. dem von zu verk. [*84?D Allendorf an der Lahn, Untergasse 37. UHRMACHERMEISTER »ESSEN SHTmw.j^jlvfjBZS O. B. C. 41/14453 THEATER der Universitätsstadt Gießen G. Strauß Heilpraktiker Gießen, Bahnhofstraße 65 puppenstuben- Taveten inreich. Auswahl empfiehlt s 47281) Tavetenhaus H.Kreiling, Bahnhoistr. 3». Feldwebel Beck (vorn rechts im Korbstuhl sitzend) berichtet vor dem Mikrophon des Kriegsberichters. (PK.-Berichter Böninghaus. Aufn.: Wanderer.) Giefcener Konzertring 1941/42 (Arbeitsgemeinschaft NSG. Kraft durch Freude, Theater - Konzertverein) Handwerksbetrieb sucht Buchhalter(in) für Handdurchschreibebuchfübrung 8 — 10 Stunden wöchentlich. Schriftliche Angebote unter 03985 an den Gießener Anzeiger erbeten. 4000 qm Land i. d. Eichgärten zu verpachten. Schriftl. Angeb. unt. 03964 a. d. Gieß. Anzeiger. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Hermann PröIcHoId, SthloHermeiller ist nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 72 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Marie Ppöschold, geb. Jendt Heinrich Pröschold und Familie. Gießen (Dammstr. 19), den 24. November 1941. Trauerfeier Donnerstag, 27. November, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes. 03988 drei Männer, die ebenfalls erst vor wenigen Stunden im Lazarett eingetroffen waren. Nun lagen sie, die Ruhe genießend, in den Betten: der eine mit verbundenem Kopf — ein Streifschuß hatte ihm die Wange aufgerissen —, der zweite Danksagung. Für die vielen Beweise wärmsten Mitempfindens sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen Katharina Sack, geb. Gorr sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Auch danken wir Herrn Pfarrer Weisel für die tröstenden Worte am Gfabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Sack VII. Heuchelheim und Gießen, den 25. Nov. 1941. 4854 D Möbliertes Serrnzimmer «.Schlafzimmer mit Zentralheiz. u. Tel. zu verm. Schr. Anfr. unt. 03965a.d. G.A | Mietgesuche | Reichsangestellt, sucht 3 Zimmer und Küche. Schr. Ang. unt. 03979 a.d.G.A. Feldwebel Beck, von dem hier berichtet wird, ist ein Sohn der Stadt Gießen. Kaufe Stutzflügel Pianos = Beschreibung und Preisangebote an R. Schönau Bahnhofstraße 76 Tel. 3269 Grünberg, 24.Nov. Dieser Tage fand in in der Gemarkung Lehnheim, nicht weit ____ der Bahn Grünberg—Mücke liegenden dreizehn Morgen großen Teich, der im Bolksmunde den Namen „M e r l a u e r T e i ch" trägt, ein Fischzug statt. Die Ausbeute an Fischen war, gemessen an der im Vorsommer 1940 ausgesetzten Brut, ziemlich mager. So wurden von 2000 ausgesetzten Karpfen nur 100 (je etwa zweipfündig), von 2200 Schleien 1000 (%• bis Xpfündig), von 30 Hechten 20 (zweipfündig), aber von 500 Regenbogenforellen keine geerntet. Karpfen, Hechte und ein Teil der Schleien wurden hier abgesetzt. Forstmeister Bähringer, dem als Leiter des Forstamtes Nieder-Ohmen der Teich untersteht, will die alte Schleuse durch eine neuzeitliche ersetzen lassen. Der Hochwald an der Südseite soll bis auf etwa 20 Meter vom Ufer entfernt werden. Außer- Gut erh. Anzug für 7-8)ähr. Jg. u. Kleid, Gr.^2 bis 44, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03974 a.d.G.A. JlU-Sold auch Doublt, Alt-Silber „Seid ihr die notgelandeten Flieger?" fragte der Oberleutnant in der feldgrauen ^-Po- lizeiuniform gleich an der Tür der Krankenstube des Feldlazarettes. Er trug einen frischen Verbund am Oberarm, und die MEKOL- Frostschutzmittel to Danksagung. Für die vielen.Beweise aufrichtiger Teil- nähme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Mannes erlitten haben, sprechen wir allen herzlichen Dank aus.z Im Namen aller Angehörigen: Käthe Döring, geb. Preis Gießen, den 25. November 1941, Hinter den Schießgärten 14, Im Sandfeld 5. 03984 mit verklebtem Gesicht und Unterarm, der dritte mit einem Pflaster auf der Mittwoch, 26. November 18.30—22.00 Uhr <7890 IS.Mittwochmieteu.HalbmieteB CARMEN Oper von Georges Bizet. Preise von 1.20 bis 4.10 RM. Montag, 1. Dezember 19.15 Uhr, im Theater 8. Konzert, Gruppe A Nr. 2 Crcficsterßonzert Ausführende: Rhein-Mainisches Landesorchester Gastdirigent: Prof. Hermann Abendroth Solistin: Guila Bustabo, Violine Werke von Luig, Beethoven und Herrn. Götz Karten zu RM. 1.55, 2.05, 2.80 und 3.55 in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft d. Freude, Seltersweg 60, Teleph. 2141, und im Musikhaus Challier, Neuenweg 10, Telephon 2671. 4856D Zjgamnsortiererm evtl, zur Aushilfe sofort gesucht. Zigarrenfabrik Ludwig Georgi, Gießen, Dammstr. 40. [03939 Stirn. Ja, die notgelandeten Flieger wären sie, antwortete der Feldwebel B., und der vierte, unverletzt, wäre eben zum Fernsprecher gegangen, die Staffel zu verständigen. „Dann seid ihr wohl auch heute nachmittag dabei gewesen, als die llu-88-Stasfel die Feldstellungen vor W. bombardierte?" fragte der Oberleutnant weiter, und man merkte freudige Spannung in seiner Stimme. Ja, um Punkt drei Uhr hätten sie dort ihre Bomben geworfen, und dann wären die Sowjetjäger gekommen. — „Kinder, da muß man euch ja doppelt gratulieren!" strahlte da der Oberleutnant, „einmal zu eurer glücklichen Rettung, und zum zweiten zu eurem glänzenden Erfolg!" Und er schüttelte den Dreien, die ziemlich erstaunt und verlegen lächelten, kräftig die Hände. „Das ist ein Zufall; ich bin nämlich von der ^-Division, die eurer bombardierten Feldstellung gegenüberlag, und eine Stunde, nachdem ihr eure Bomben geworfen hattet, ging ich mit meinen Leuten zum Angriff über. Ihr habt wirklich großartig Gearbeitet, das könnt ihr mir glauben! Ihr habt die Bolschewiken derart zur Sau gemacht, daß wir die Stellung fast ohne eigene Verluste nehmen konnten. Die Unseren sind zur Stunde weiter im Vormarsch, ich selber kann leider nicht mehr mittun, wegen dem da", und der Oberleutnant deutete auf seinen Verband. Nun lächelten auch die drei Flieger, etwas verlegen und sehr glücklich. Vergessen waren in diesem Augenblick der Freude und des Stolzes, daß sie verwundet in einem Feldlazarett lagen und daß sie vor wenigen Stunden noch dem Tod näher als dem Leben gewesen waren. „Aber nun erzählt mal, Ihr müßt ja allerhand mitgemacht haben." Feldwebel B., der Flugzeugführer, begann: Vier Flieger im Niemandsland. Unter der Kanzel der Ju 88 lag das Ziel: freies Gelände zwischen weiten Wäldern westlich von Leningrad, die schnurgerade, lehmgelbe Linie eines Panzergrabens, Schützengräben und Köcher, gut getarnte Batterien. Eine der zahlreichen Feldstellungen, in die sich die eingekesselten Sowjets festgebissen hatten. Der Beobachter sah viele Rauchpilze unten aufsteigen; die Maschinen der Staffel, die not ihm heimwärts kurvten, hatten eben ihre Bomben geworfen, und auch er hatte einen Teil seiner tödlichen Last abgeladen. Den Rest konnte er nicht mehr genau ins Zi?l bringen, aber um keinen Preis hätte er sie blindlings einfach über Bord geworfen. „Du mußt noch einmal anfliegen, sagte er ruhig zum Piloten, während die Flakleuchtspuren gefährlich um den Vogel tänzelten. Die Maschine scherte aus dem Verband, der weiter nach Südwesten zog, zum zweitenmal brauste sie tief über das Ziel hinweg, mehrfaches Aufblitzen und Rauchwolken über den Gräben verrieten, daß die Bomben richtig lagen. Plötzlich sah der Pilot eine Kette feindlicher Jäger auf sich zurasen. Sie flitzten vorbei, hängten sich sofort an die Maschine an. Drei zu eins — das kann ja gut werden, dachte Feldwebel B., und schon tackerten die MGs. seines Bordschützen und des Funkers, und schon spritzten die MG.-Garben der I 18 um die Flächen. Der Pilot suchte vor der Ued er macht die rettende Kumuluswolke über sich zu gewinnen. Zu spät. Zur Lin- ken sah er die Fläche durchlöchert wie ein Sieb, und kurz darauf schoß eine Flamme aus dem rechten Motor, dunkler Rauch entquoll und wuchs zu einer langen schwarzen Fahne. „Verflixter Teisi!" hörte er „Franzl", den Funker, in unverfälschtem Wienerisch fluchen; ein MG.- Streifschuß hatte ihm die Backe aufgerissen, Blut Fahrkuhl Javier Bekanntmachung. Die Kassestunden der unterzeichneten Geldinstitute sind wegen Abschlußarbeiten im Dezember 1941 und Januar 1942 nur von 8 bis 13 Uhr festgesetzt. — Die Kundschaft wird gebeten, Verständnis für die erforderliche Maßnahme zu haben und möglichst in den frühen Vormittagsstunden ihre Geldgeschäfte zu tätigen, damit eine schnelle Bedienung gewährleistet ist. Mathildenstift Butzbach Bezirkssparkasse Gewerbe- und Landwirtschafts-Bank Butzbach e.G.m.b. H. Vereinsbank für Butzbach u. Umgegend eingetr. Genossenschaft mit beseht. Haftpflicht 4851 D und alte Silbermünzen kauft 4245 D rann in Bächen über sein Gesicht. Auch der Bordmechaniker hatte, wie sich später zeigte, eine Ladung kleiner Splitter abgekriegt. Eine verdammte Situation, dachte der Flugzeugführer grimmig, ein Motor brennt lichterloh, aussteigen kommt nicht in Frage, den wir sind noch über Feindesland — da sah er unter sich einen wohlbekannten, schlanken Vogel: eine Me. 109! Das war Rettung aus höchster Not; sofort drehten die Sowjetjäger ab; eine Gefahr war gebannt, aber wie lange würde sich die brennende, über Feindgebiet mit einem Motor fliegende Maschine noch halten lassen? Bauchlandung im Niemandsland. Immer rascher verlor sie an Höhe. Es blieb keine Wahl: „Festschnallen, ich mache eine Bauchlandung", sagte Feldwebel B. Er sagte es so ruhig, wie es seine Kameraden immer von ihm gewohnt waren, aber ihm war nicht ganz wohl dabei. Unten nichts als Wald, unübersehbarer Kiefernwald, die kleinen Lichtungen kamen fürs Landen nicht in Frage. Endlich entdeckte er freies Feld zwischen zwei Waldspitzen, zur Linken und zur Rechten je ein Dorf. Der Beobachter meinte, hier müßte ungefähr die Front verlaufen, aber ob das nun schon jenseits der deutschen Linien fei, könne er nicht bestimmt sagen. Es gab jedoch ohnehin nichts mehr zu überlegen. Das Dach der Kabine wurde abgeworfen, wenige Meter nur noch hoch glitt die Ju 88 über dem Boden dahin, streifte eine Telegraphenleitung, rutschte Sekunden später über das Rübenfeld, stieß mit der Wanne an einen Felsbrocken, daß es die vier Männer nach vorn schleuderte, drehte sich nach links um ihre Achse — und stand. Jetzt nur raus aus der brennenden Kiste! Von der nördlichen Waldspitze her ratterten MG. und Karabiner — sie schossen schon seit dem Augenblick, da die Maschine zur Landung ansetzte, der Pilot hatte es nur nicht gemerkt; so vollkommen nahm die Landung seine Konzentration in Anspruch. „Von da drüben schießen sie ja auch!" rief einer, aber im nächsten Augenblick hatten sich die vier schon im nahen Haferfeld auf den Bauch geworfen. Jetzt erst, während sie keuchend und mit pochenden Pulsen im Getreide lagen und die Geschoßgarben über ihre Köpfe pfeifen hörten, wurde ihnen die Lage klar: sie waren zwischen den Fronten gelandet, im Niemandsland. Auf kaum 300 Meter lagen sich die Deutschen und die Bolschewisten in ihren Löchern und Gräben kämpfend gegenüber, und sie mitten in dem Feuerhagel. Es waren scheußliche Minuten. Sie merkten nun auch, daß sie alle bluteten, nur der Beobachter war heil geblieben. Ekelhaft ist das, so hilflos dazuliegen und warten, bis ein MG. das Versteck abgrast; womöglich trifft einen noch die eigene Kugel, dachte Feldwebel B., während er nervös an einer Aehre knabberte. Gott sei Dank, wenigstens hören unsere auf zu schießen — kurz Darauf raschelt es im Getreide, die Aehren bogen sich zur Seite, ein Mann schälte sich kriechend heraus — ein feldgrauer Landser! Die vier hätten ihn umarmen mögen! „Los, mir nach", sagt der Landser, „aber laßt euch nicht blicken!" Sie kriechen hinter ihm her, dann noch ein paar Sprünge über die freie Wiese und sie sind in der Waldstellung, geborgen und gerettet! Feldgraue bemühen sich in rührender Sorge um die Flieger, verbinden ihnen notdürftig die Wunden, bringen sie sofort zu dem nahen Hauptverbandplatz. dem sollen zwei Dorteiche angelegt werden, der schon im Bau fertige anschließende Teich umfaßt etwa 2% Morgen, der vor diesem liegende, der sich bis an die Bahn Grünberg—Mücke hinziehen wird, ist 5 bis 6 Morgen groß. Dieser war früher schon einmal Teich und ist unter dem Namen „Fräuleinsteich" bekannt. Auch an der Straße Lehnheim— Atzenhain, wo der alte Burgaemündener Weg diese Stratze kreuzt, soll der alte Abtsteich, etwa 12 bis 15 Morgen groß, wieder als Fischteich eingerichtet werden. Ebenfalls soll der Baumgartenteich, der südlich unserer Stadt liegt, im nächsten Sommer wieder mit Fischbrut besetzt werden. Die erste Besetzung, die in diesem Jahre erfolgte, hatte leider kein Glück. Der für diesen Zweck erhöhte Damm konnte dem starken Wasserdruck nicht standhalten. Es bildeten sich unterirdische Wasseradern, die das Wasser rasch entführten und dabei den größten Teil der im Frühjahr eingesetzten Fische mitnahmen. Nur etwas über 400 Stück (zum Teil fast einpfündig) konnten geborgen werden. Landkreis Gießen. = Hunge n, 24. Nov. Die von Lehrer Jockel verwaltete Bezirks sammel stelle der RfH. (Reichsarbeitstzemeinschaft für Heilpslanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung) hat gegenüber dem Vorjahre ihr Sammelergebnis ganz wesentlich gesteigert. Es wurden über 1000 Kilo Trockengut an Heil- und Teekräutern an die Hauptsammelstelle des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt a. M- Höchst abgeliefert. An diesem Aufkommen sind nachstehende Schulen beteiligt: Volksschule Steinheim 297; Volksschule Trais-Horloff 281, Volksschule Hungen 108; Volksschule Utphe 104; Volksschule Obbornhofen 72,5; Volksschule Villingen 57,7; Volksschule Inheiden 31; Volksschule Rodheim 27; Volksschule Bellersheim 26; Oberschule Hungen 19; Volksschule Langd 2,2 (+ 38 Kilo Hagebutten); Volksschule Rabertshausen 1,2 Kilo. „Und so sind wir denn nun da", beendet Feldwebel B. seine Erzählung. Der Oberleutnant mit dem verwundeten Oberarm reicht ihm mit wortlosem Lächeln die Hand. Fest ruhen die Soldatenhände ineinander, die des ff- Offiziers und die des Flugzeugführers Am nächsten Tag erfuhren die vier Flieger, daß die deutschen Erdtruppen durch die Feldstellung, die sie mit ihren Bomben sturmreif gemacht, fünf- zehn Kilometer vorstießen. Fünfzehn Kilometer in Richtung Leningrad. Wir danken herzlichst für alle erwiesene Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Ent- schlafenen. FamUle Karl Storck Familie Philipp Michel Familie Heinrich Michel. Göttingen, den 25. November 1941. 4836 D Vier Flieger im Niemandsland Von Kriegsberichter Dr. Kurt Honolka. [Stellenangebote] Aelt. ob. jüngere Hilfe für d. Haushalt, auchz.Strickenu. Flicken für halbe Tage ober ganz gesucht. [03971 M. Fourier, Günthersgrab. 8 Wegen Verhei- ratuny m. Haus- hälterm suche ich, als älterer alleinstehender vens. Beamter, eine öMöllestn z. 1. Jan. [4846D Karl Sehrt, Hofmannstr. 71. Zur Mithilfe im Haushalt tooWchen stundenweise ob. für halbe Tage gesucht. 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