(91. Jahrgang Ur. 229 Erschein! täglich außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Kamilienblätter Heimat rmRild-DieScholle Berns Svreis: Monatlich.....RM1L0 Lustellgebühr.. ,, -.25 (Hieb bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlun 2251 DWhtan>hrift:„Anzeiger" Postscbe'-' 11686 Frankl greitag, 26. September (941 Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer biß 8‘/t Uhr desBormittags Anzeigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf. Je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengen,taffel B Platzvorschritt l vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen rcsasr der Kiew im Ccho des Auslandes Erpresserischer Druck auf Argentinien off- bri- Lisenbahnslrecken. Kampfflugzeuge griffen in letzten Nacht das Hafengebiet von Dover an. In Nordafrika schaffen deutsche Jäger warte So Hum ohne eigene Verluste sieben tische Jagdflugzeuge und einen Bomber ab. nismus" nachzuweisen. In der London School ofEconomics,die ungefähr die Aufgaben einer rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät wahrnimmt, wird seit Jahren marxistische Theorie gelehrt. Die künftigen Verwaltungsbeamten, Journalisten, Diplomaten, Sozialbeamten leben in einer geistigen Welt, die dem Institut schon seit langem den Namen „London School os Bolshev.ismus" eingetragen hat. Im Oberhaus wachen Lord M a r l e y oder Lord Strabolgi darüber, daß niemand der Sowjetunion oder dem Kommunismus zu nahe tritt. Die Kommunistische Partei Großbritanniens ist 1920 gegründet worden und hat sich nur mit großer Mühe einen Kern von Anhängern sichern können. Erst seit 1930 besitzt sie im „Daily Wörter" eine eigene Tageszeitung. 1925 wurde die Partei aus der Arbeiterpartei förmlich ausgeschlossen, ihre Anhänger dürfen auch nicht auf Umwegen in die Arbeiterpartei gelangen. Nach dem Ausschluß aus der Arbeiterpartei haben aber die Kommunisten nach und nach nicht weniger als 35 Organisationen gegründet, die für sie arbeiten sollten: eine „Vereinigung für kulturelle Beziehungen zwischen den Völkern des britischen Weltreichs und der Sowjetunion", eine „Antifaschistische Liga", eine „Nationalbewegung der Arbeitslosen" usw. Sie haben an den beiden brüchigen Stellen der englischen Sozialordnung, bei den Intellektuellen und bei den Dauerarbeitslosen, mit Erfolg einzudringen versucht. Aber auch diese Hilfsorganisationen blieben insgesamt so schwach, daß die Engländer an eine kommunistische Gefahr für sich selbst nie glauben woll- ten. Sie waren der Meinung, daß man mit dem Kommunismus am besten fertig werde, indem mgn seine sektiererischen Anhänger sich frei austoben lasse. Dann erledige sich die Sache eines Tages von selbst. In einem Punkt allerdings verstanden sie keinen Spaß. Wo sie unter farbigen Angehörigen ihres Weltreiches eine marxistische Agitation zu spüren vermeinten, in Kalkutta oder auf Jamaica, in Trinidad oder in Bombay, da griff ihre Polizei mit rücksichtsloser Härte zu. Im eigenen Lande aber wiegten sie sich in Sicherheit. Schlichte Offiziere wissen so wenig wie die gutgläubigen Massen des englischen Polkes, welches Spiel 'Churchill eigentlich spielt. Er verrät die englische Ueberlieferung zuerst an Amerika, er ver. rät sie bann noch einmal an den Bolschewismus. Er selbst in seiner Person trägt die Auflösung in sich, deren Vollendung England zerstören muß. hin- ; ter den Kommunisten der Bahnhofshalle hätte S'.r Henry Pownall, wenn er nur sehen könnte, die vor polizeilichen Zugriffen sicheren Damen der Londoner - Gesellschaft, die Professoren der London School of i Economics und auch seinen Ministerpräsidenten , sehen können, die alle für den Bolschewismus ar- - beiten, auch ohne von chm bezahlt zu werden. z BuenosAires,26. Sept. (DNB. FuNkspruch.) In der Kammer forderte überraschend der Finanzminister Ageoedo eine U S A.» 21 n l e i t) e von HO Millionen Dollar sofort zu genehmigen. Ein Vorvertrag sei vor neun Monaten mit dem U8A.-Schatz- amt abgeschlossen worden und bedürfe parlamentarischer Genehmigung. Die Wirtschaftslage des Britischer Geleitzug westlich Afrika gänzlich vernichtet Deutsche Ll-Boote versenkten elf Schiffe mit 78 000 BAT. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Jührerhauptquarlier. 25. Sepl. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Verzweifelte Ausbruchsverfuche der letzten noch lm Raum ostwärts Kiew eingeschlossenen feindlichen Kräfte wurden unter blutigen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Bei der Säuberung des Schlachtfeldes wurde die Leiche des im Kampf gefallenen Oberbefehlshabers der fowjetifchen Südwestfront, Generaloberst Kir- pon o 5, aufgefunden. Sein Stab fowie die Stäbe der 5. und 21. Sowjetarmee wurden aufgerieben. Die Luftwaffe bombardierte in der vergangenen Tlacht mit guter Wirkung militärische Anlagen in Moskau und Rüstungsbetriebe um Tula. wie durch Sondermeldung betanntgegeben, griffen Unterseeboote westlich Afrika einen nach England fahrenden Geleitzug von zwölf Schiffen an und vernichteten ihn trotz starker Zerstörersicherung. Nur ein kleiner Dampfer konnte entkommen. E l f Schiffe mit zusammen 78 000 BRT. wurden versenkt. An der schottischen 0 ff f ü ff e erzielte die Luftwaffe am Tage Bombentreffer auf verschiedene machten. Auch die deutsche Gegenblockade könne nicht ein Motiv zur Intervention von amerikanischer Seite abgeben, weil sie eben die Antwort auf die britische Blockade darstelle. Hitler habe ausdrücklich erklärt, daß er nicht die geringsten Expansionsgedanken gegenüber der westlichen Hemisphäre hege. Amerika habe kein Recht auf Intervention in dem von England provozierten europäischen Krieg. Llm die UGA.-Anleihe. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt. Wie der britische Geleitzug vernichtet wurde. Berlin, 25. September. (DNB.) Zur Vernichtung des feindlichen Geleitzuges westlich Afrika erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Als der Geleitzug entdeckt wurde, bestand er aus zwölf Han dels schiffen, die schwer beloben nördlichen Kurs steuerten. Die Ladung muß der Wie die Komintern in England arbeitet Von Professor Dr. Karl Heinz Pfeffer. Istanbul, 25. Sept. (Europapreß.) lieber die große Umfassungsschlacht von Kiew schreibt der militärische Mitarbeiter des „Cumhuriyet", General Erkelet, man müsse damit rechnen, daß mindestens drei Viertel der sowjetischen Südarmee vernichtet seien, und daß Deutschland nun die Wege der Ukraine und nach dem Kaukasus offenstünden. Bemerkenswert findet der General die Tatsache, daß die Armeen der Marschälle von Bock und von Nunvstedt die Möglichkeit hatten, sich nach Norden zu wenden, um Moskau von Süden her einzuschließen. Die Zeitung „Akscham" schreibt, aus den Veröffentlichungen in englischen und nordamerikanischen Leitungen gehe hervor, daß die Lage der Sowjetunion keineswegs gut fei. Die deutsche Armee beweise ihre Ueber- legenheit in der Technik der Kriegführung. Lissabon, 25. Sept. (Europapreß.) Ein be- kannter englischer Militärkritiker äußerte sich m der „Daily Mail" äußerst pessimistisch über die weiteren Möglichkeiten eines sowjetischen Widerstaickies gegen den deutschen Vormarsch. Die düstersten Erwartungen der Engländer seien erfüllt worden. Die Ereignisse im Osten entwickelten sich m einem weit schnelleren Tempo, als das Heran» nahen des Winters,. Es sei für Marschall Budrenny ein äußerst schwieriges Problem, genug Streitkräfte zu retten, um übe/rhaupt noch einmal eine stabile Verteidigungsfront vor Charkow und vor dem -v°- nezbecken aufzubaüen. Die Lage m Lenin g r beurteilt der MilMrkritiker ebenfalls sehr negativ. Strategisch gesehen) sei es unerheblich, so erklärt er, Feind für besonders wertvoll gehalten haben, denn vier Zerstörer und drei Bewachungsfahrzeuge versahen den Sicherungsdienst. Be- onders bemühten sie sich, einen großen Tan- ker zu schützen. Zwei Zerstörer sicherten ihn bau- Oer neue Sieg in der Atlantikschlacht. Von unserer Berliner Schristleitung. In der Sondermeldung von dem neuen U-Boot- Crfolg fällt zunächst auf, daß er „w e st l l ch Afrika" erzielt worden ist. Dieser Tatbestand bleibt erheblich, auch wenn schon früher U-Boote in dem mittleren Atlantik westlich von Afrika ihre Aufwartung gemacht haben. Die Entfernungen, die bezwungen werden mußten, haben an die U-Boot- Besatzungen sicherlich sehr starke Ansprüche gestellt. Da wir mit den Fahrten der U-Boote gewohnheitsmäßig die Vorstellung verbinden, daß sie vor allem in die Gewässer um England und westlich ober nördlich von England gehen, so befremdet zunächst einmal die Vorstellung, daß U-Boote an den afrikanischen Küsten auftauchen. Aber der Weg um Afrika ist durch die weitgehende Sperrung des Mittelmeeres sehr wichtig geworden: einmal für die Versorgung Englands und dann für die Versorgung der englischen Armeen in Aegypten, in Irak und Iran. Aus der Tatsache, daß sich di-e Aktionen der deutschen U-Boote auf allen Hauptzufahrtsstraßen zum britischen Jnselreich ersttecken, geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die Briten außergewöhnliche Schwierigkeiten zu überwinden haben, um mit ihren Geleitzügen die Jnselhäfen zu erreichen. Wenn sie auch versuchten, das Geleitsystem durch eine wesentliche Verstärkung der Sich e r u n g s st r e i t k r ä f t e vor Gefahren zu schützen, so werden sie sich doch mehr und mehr damit abfinden müssen, daß sich die deutsche U-Boot- Waffe cwf die neuen Gegebenheiten im Kamps gegen englische Geleitzüge sehr wohl emzustellen verstand. Beweis dafür sind ihre stolzen Erfolge der letzten Wochen! Ais der deutsch-sowjetische Konflikt ausbrach, erhofften die Londoner^ Kriegshetzer eine erhebliche Entlastung auch ihrer Dersorgungsfchift- fahrt. Daraus ist nichts geworden! Die deutschen Unterseeboote, die Uebevwasserstreitkräfte der Kriegsmarine und Bomber packten auf den Meeren den Feind, wo er sich blicken ließ. Die Größe des Ergebnisses dieser Kämpfe wird eindringlich gekennzeichnet durch die Tatsache, daß die Briten im Verlauf des ersten Vierteljahres der Kämpfe im Osten — vom 22. Juni bis 22. September — allein durch die Aktionen der deutschen U-Boote fast eine Million BRT. lebens- und kriegsnotwendiger Güter verloren haben, das sind 73 000 Eisenbahnwagen zu je 20 Tonnen! oder: ein Zug von 730 Kilometer Länge! Allein die U- Boot-Erfolge! Don hoher Bedeutung sind auch darüber hinaus die Ergebnisse, die im gleichen Zeitraum von Ueberwasserstreitkräften der Kriegsmarine und Flugzeugen erzielt wurden. Zu diesen gewaltigen Verlusten kommen des weiteren die schwer kontrollierbaren Einbußen durch deutsche Minen und die Schiffe, die durch Beschädigungen für eine bestimmte Zeit aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Jede Tonne, die jetzt auf den Boden des Meeres sinkt, wiegt dazu angesichts der ständigen wichtigen Gesetze genehmigen werde, bevor nicht Garantien hinsichtlich der beöorstehenden W a tz- len in der Provinz Buenos Aires gegeben feien. Die übrigen Parteien warfen den Radikalen, die die Mehrheit bilden, vor ihre Parteüntereffen über die Interessen des Landes zu stellen. Nach einer stürmischen Sitzung erreichten die Radikalen mit 69 gegen 65 Stimmen, daß die Anleihefrage nichtbehan - beit wurde. Die Sitzung wurde dann wegen eines Buenos Ai pes. 25. Sept. (DNB.) Wie die erstaunte Welt plötzlich -rsührt soll d>° «'«** Regierung im letzten Augenblick einer Verschwörung zuvorgekommen !°^D>e Regie getroffen habe,! um die Austech erhaltung der^Orü- nung zu gewährleisten. Um so Iau*cJM '/re A .2rQen. der von Reute'r sowohl wie P° V " nnn Temps" meinen, es komme dem Führer nicht bar= hßocben bie Militärmission der Sowjets an einem i auf an, unnötig Menschen zu opfern, um einige londoner Bahnhof abholte, mar er sichtlich er- i Tage früher oder später Städte zu nehmen, deren ft.aunt über die große Menschenmenge, die mit ihm ! Schicksal sowieso schon besiegelt sei. Das Ziel sei auf ben Zug wartete. Als er den Bolschewisteri die : vielmehr, das sowjetische Kriegspot en- schüttelte, durchbrach die Menge die polizei- tial systematisch zu zerstören. Es be|tet)e Iid)e Absperrung, um den östlichen Gästen besser kein Zweifel daran, daß dies bisher gelungen ^jubeln 3U können. Der Gesang der Internationale sei und daß durch die Einschließung von Leningrad, erfüllte die Bahnhofshalle. durch die Besetzung der Westukraine und des Donez- kamen diese Menschen her? Es gab und gibt deckens den Sowjets die Möglichkeit einer neuen nur einen einzigen kommunistischen Abgeord- Versorgung mit Kriegsmaterial so gut wie unmög= neten im englischen Unterhaus, William Galla- lich gemacht sei. Es sei auch völlig abwegig, W ch e r aus Glasgow, der sich im Weltkrieg durch die der Hoffnung hinzugeben, daß die deutschen Trup- Organisation wilder Streiks zuerst bekanntgemacht pen diesen Winter in der Sowjetunion dasselbe h^e. England war doch immer der Meinung, es Schicksal finden würden, wie die französischen Ar- fej immun gegen das bolschewistische Gift. Zaylen- meen im Jahre 1812, denn die Bedingungen, unter mäßig ist der Bolschewismus unzweifelhaft auch denen die deutschen Armeen heute kämpften, seien ßeute nod) außerordentlich schwach in England, wesentlich andere als die, unter denen Na- Mer auch in Spanien war er vor Ausbruch des poleon einst nach Rußland zog. Das Mindeste, was Bürgerkrieges in seinen ausdrücklichen Bekennem man heute sagen könne, fei, daß der Feldzug im schwach. Die Komintern verfolgt in England nicht Osten in London und in Washington keineswegs die Taktik des sofortigen Aufbaus einer eigent- Hoffnungen erfüllt habe, die man auf ihn fetzte. nj>en Tochterpartei, sondern der Durchdringung --------- vorhandener Organisationen, sie wartet darauf, daß die liberale Zersetzung' ihr eines Tages ein- • mal ein reifes Land zu Füßen legen solle. Sie. läßt den Boden durch Kräfte für sich vorbereiten, die von ihrer Aufgabe kaum etwas wissen. Der kommunistische Redner, der unter einem ro° in Buenos Aires aufhalten, um dann nach Uru- hen Fähnchen die Narrenfreiheit der Ecke im Lon- auan weiterzureisen. doner Hydepark benutzt, in der jeder seine eigenen 9 Diese Besuche zeigen deutlich, woher der Wind verrückten Ideen vertreten darf, ist nicht der eigent- kommt Die militärischen Besuche auf den Flug- liche Schrittmacher des Bolschewismus in England, vläden vasten in die Erpressungspolitik Roosevelts Die Spaziergänger hören ihm eine Weile zu wie und sein fieberhaftes Streben, Stützpunkte an allen bem religiösen Vegetarier oder dem Mormonen ne- mröhen Jberoamerikas zu erzwingen. Vorher schon benan, sie glauben ihm aber ebensowenig wie einem hatte er sich des Taborda-Ausschusses bedient, der her anderen Redner? Wenn aber ein angesehener bie argentinische Regierung einschüchtern sollte. Nicht englischer Schriftsteller von einer Reise nach der das lebte Mittel dabei sind die Gerüchte über an- Sowjetunion zurückkehrt und in einem Londoner aebliAe nationalistische Revolten, lieber die Folgen Konzertsaal vor einem Publikum im Abendanzug eines Nachgebens gegenüber den Rooseveltschen Er- auf teuer bezahlten Plätzen ausführt, daß weltan- vressunasrnanövern dürfte man sich auch in Argen- schaulich eigentlich kein Unterschied zwischen dem tinien im klaren sein, zumal England ein deutliches englischen Liberalismus und dem Bolschewismus Beispiel dafür gegeben hat, wie skrupellos diese bestehe, daß nur wegen der geschichtlichen und geo- Krieastreiber Nationen erpressen und dann im Un- graphischen Eigenart der russischen Welt dort eine alück im Stiche lassen. andere Takük nötig sei, dann glauben die Zuhörer _ , - , , , ~ /i schon eher etwas. Der alte Lord Pasfield, früher „Kem CRecpt auf Intervention. Sidney Webb, hat mit feiner Frau Beatrice Win de Janeiro, 25. Sept. (Europapreß.) Webb ein dickes Buch über die neue Sowjetverfaf- Die amerikanischen Völker wünschen nicht, durch jung geschrieben und damit auch manch einen Zweis- Ansteckung in einen Krieg hineingezogen zu wer- ler bekehrt. nuF htm htm der nickt itzr Krieg i ft", betonte der Pro- Emer der typischen Intellektuellen , aus Den Mor für iölferred)t, Renato Sarbofa in der Zei- snobistische junge Leute gern b°rt-n Liddleton ff Gazeta de Noticias". Man müsse sich an Ver- Murry, wußte sich keinen anderen Ausweg aus faires'unb an die britischen Intrigen gegen Deutsch- seiner persönlichen Krise des modernen -duschen , land erinnern, die eine friedliche Revision unmöglich als in einer Schrift die „Notwendigkeit des Kommu- ernü zu beiden Seiten. Die deutschen Unterseeboote setzten planmäßig zum Angriff an. Die beiden ersten Schiffewur- —o.-------- , , ¥ )en gleichzeitig torpediert, und jetzt geriet Bewe - Landes sei nicht verzweifelt, aber sehr e r n ft. Die gung in den Geleitzug. Die Zerstörer stteiften m OL^.-Anleihe fei außerdem dringend notwendig, wilder Fahrt hin und her, die Dampfer änderten ^ie argentinische Industrie d e m K r i e g s z u st an d Kurs und mit ihnen die Bewachungsfahrzeuge, die anzu pass en, in dem die Welt heute lebe. Ohne ich um die Opfer kümmerten. Aber die Kursände- &ie Argumente des Ministers anzuerkennen, erklärte rung half ihnen nichts. Beim nächsten Schlag gin- &er Sprecher der radikalen Partei, daß sie keine gen drei Dampfer unter. Alle Zerstörer sam-' ■ ■ - ' ■ ' " melten sich nun um den großen Tanker, der aber mitten aus dieser starken Sicherung durch Torpedos herausgeschossen wurde. Die Unterseeboote stießen nach, und in zäher Verfolgung, die sich bis zum nächsten Tage ausdehnte, wurden noch fünf Dampfer durch wohlge.zielte Treffer dem Geleit entrissen, obwohl schließlich die Sicherungsstreitkräfte die zu beschützenden Handelsschiffe an Zahl .. _______ übertrafen. Dann war nur noch ein kleiner Damp-1 Tumults aufgehoben. Die nationaldemokratische fer übrig. Er benutzte die Gelegenheit, sich aus dem Fiktion entsandte einen Sprecher zu Vizepräsident Staube zu machen, während die Unterseeboote mit C a st i 11 o und beschloß, den Sitzungen bis zum fetteren Brocken beschäftigt waren. Das Geleit war (£nbe &er Periode fernzubleiben, falls nicht die An- zunächst in alle Winde zerstoben. Es sammelte sich leiheprojekte behandelt werden. Die radikale Frak- dann auf den kleinen Dampfer zu, um diesen unter tion beschloß, ihre Haltung beizubehalten. siebenfache Bewachung zu nehmen, was in, der ^ie augenblickliche Lage ist dadurch bemerkens- Geschichte des Geleitzugwesens einzigartig dasteht. mert, haß' öie USA.^ßgierung die Anleihe nicht (Hrtd TtifforfreiH ohne parlamentarische Genehmigung JMlierrreuj. gewähren will. Die radikale Partei, deren Sympa- Berlin, 25. Sept. (DNB.) Der Führer und ihien für die Vereinigten Staaten bekannt sind, be- Dberfte Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf nutzt ihre Mehrheit in der Kammer, um von der Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Regierung innerpolitifche Vorteile zu erlangen. Em Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Wahlsieg der Radikalen in der größten Provinz Infanterie Hans Wolfgang Reinhard, Kom- Buenos Aires würde dieser Partei einen entschei- manbierenber General eines Armeekorps, Oberst tzenden Einfluß geben. Casper. Kommandeur eines Infanterieregiments. - -Flottenchef assistiert 'RoofeOClt Oberst Risse. Kommandeur eines Infanterie- Lier uihiiwiij vvj regiments, Oberleutnant Künzel. Kompaniefuh. N - u y o r k. 25 L-eptemb-r. (DM.) Affociat^ rer in einem Schützenregiment, Oberleutnant Preß meldet aus Washington daß der Od>v.-Ftot' Speidel, Kompanieführer in einem Panzer- tenchef Admiral Stark vor dem ^rd^^eraus- Pionier-Bataillon, Oberleutnant Möller, Bat- schuß des Abgeordnetenhaufes für schnelle Bewilli- terieführer in einer Sturmgefchützabteilung und gung der von Roosevelt eine wettere England- Oberwachtmeister Hai nie, Führer einer MG.° Sowiet-Hvlfe geforderten sechs Milliarden Staffel Dollar eintrat. Admiral Stark habe Ziffern über " ‘ die Schiffsverluste genannt, die andeuteten, daß der Schießbefehl für die U5A.-Flotte allein nicht ge» n ü g e n würde, die Seewege nach England offen zu halten. Er erklärte, daß größere Ausgaben notwendig feien, um die Verluste an Handelsschiffen, Kor- ob Leningrad n längerer oder kürzerer Zeit g°-1 ^obooten und anderen U-Boot-Jägern nommen werde. Die Deutschen hätten b er e i ts swettzumachen. _____ ihr Hauptziel erreicht und die wichtigen Jndustriewerke um Leningrad von den sowjetischen Resttruppen in Mittelrußland a b g e s ch n i 11 e n. Die Versuche Timoschenkos, eine Gegenoffensive durchzuführen, seien ohne jede strategische Wirkung wacht werden. Seit vierzehn Tagen wird diese Blockade durch fünf im Golf von Tadschura und bei Obok ständig stationierte englische Kriegsschiffe durchgeführt. Ein französisches Schnellboot, das sich von Dschibuti auf der Fahrt nach Obok befand, wurde von den Engländern mit Maschinengewehren beschossen, obwohl es auf die englischen Warnungsschüsse hin bereits gestoppt hatte. Auch die Landgrenze der Kolonie wird ständig von den Engländern verletzt. So raubte am 7. September eine südafrikanische Truppenabteilung 300 Hümmel an der südlichen Grenze der Kolonie. Am 17. September führten zwei Truppenabteilungen einen stundenlangen Angriff gegen einen französischen aus zehn Mann bestehenden Wachtposten durch, der sich schließlich auf eine benachbarte Insel zurückzog. Japanische Offensive gegen Tschangscha. Schanghai, 25. Sept. (Europapreß.) Einen entscheidenden Sieg gegen die Tschungking-Streit- kräfte haben die japanischen Truppen im Tschangscha-Gebiet errungen. Nach Zerschlagung der Hauptmacht der 28. Tschungking- Armee nahmen die japanischen Truppen die Stadt King sing, 35 Kilometer südwestlich von Ping- kiang, am Mi-Fluß, die Hauptversorgungsstation für die 9. Kriegszone der Tschungking-Ärmeen und das Hauptquartier der 26. Tschungkina-Armee. Die 4., 26. und 37. Tschungking-Armeen ziehen sich unter dauernder Verfolgung durch die japanischen Truppen zurück. Mit der Einnahme von Kingsmg ist die Einkreisung der feindlichen Streitkräfte am südlichen Ufer der Foi vollendet, neun japanische Luftwaffeneinheiten haben die 58. Tschungking-Armee mit Bomben belegt. Diese Armee ist in der Urn- aebung von Kwanwanki konzentriert. Gleich- falls wurden etwa 13 000 Mann bombardiert, die sich in der Gegend von Fnlinu, ungefähr 35 Kilo- meter südlich von Danlinkai, in nördlicher Richtung bewegten. Schwere Verluste erlitt auch die 74. Armee unter General Wanhuiwu in der Nähe von Liuyang, 55 Kilometer östlich von Tschangscha. Die am weitesten nach Süden vorgedrungene japanische Kolonne soll nur noch 28 Kilometer von Tschangscha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, entfernt sein. Die in die Kämpfe verwickelten chinesischen Truppen sollen zu den besten Truppen Tschian'kai- scheks gehören. Widerstand gegen die japanische Offensive wird östlich von Siangyin gemeldet. Dort stehen 200 000 Mann, die sich erbittert Aur Wehr setzen. Vermutlich ist diese chinesische Wi- oerstandslinie die letzte vor der Hauptstadt Tschangscha. Die Japaner stoßen in drei Gruppen vop, zwei aus der Richtung Sinshih, die dritte versucht, die chinesischen Streitkräfte aus südwestlicher Richtung zu umgehen. Das Hauptziel der japanischen Durchbruchsoffensive in der zentralchinesischen Provinz Hunan dürste H a n g t s ch a u sein. Die Stadt hat sich zu einem militärischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Provinz entwickelt und ihr Verlust würde daher einen besonders schweren Schlag für Tschiangkaischek bedeuten. Der Angriff gegen die berühmte Provinzhauptstadt Hunans, T s ch a n g t s ch a , ist in vollem Gange, und ihr Fall stündlich zu erwarten. Tschiangkaischek macht bereits verzweifelte propagandistische Anstrengungen, um diesen Rückschlag auszugleichen. Seine Agenten sind bereits in den besetzten Gebieten Chinas, besonders aher in Schanghai, unter englisch-nordamerikanischem Schutz rege tätig, die Beziehungen Japans sowohl zu der 'Sowjetunion als auch zu den USA. zu gefährden. Wie „Japan Times" zu wissen glaubt, dürste ein japanischer Schritt in Schanghai zu erwarten sein, der dem propagandistischen Treiben der englischen und nord- amerikanismen Korrespondenten zum Nachteil Japans ein Ende setzen will. „Die Kriegszeit - höchste Bewährung des Bauerntums." Oer Gauleiter auf dem Landesbauerntag in Frankfurt am Main. NSG. Zu Beginn des Landesbauerntages der Landesbauernschaft Hessen-Nassau im Saal des Palmengartens in der Gauhauptstadt wies der stellv. Londesbauernfiihrer, Landesobmann Bauer Weintz, die Richtigkeit der nationalsozialistischen Agrarpolitik nach, die durch Erzeugungsschlacht und Marktordnung die Kriegsernährungswirtschaft sicherstellte. Er gedachte der Verdienste aller, die im Bauerntum oder als freiwillige Helfer die Ernte einbringen halfen, wobei er auch der Wehrmacht dankte. Im Hinblick auf die weitere Kriegsernährung bezeichnete er eiserne Disziplin als Voraussetzung für einen reibungslosen Verlauf der Lebensmittelverteilung und rief das Landvolk zu unvermindertem treuen Einsatz für Führer, Volk und Vaterland auf. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger ging von der Tatsache aus, daß ein Volk alle Schicksalsschläge überdauern könne, wenn in ihm ein starkes Bauerntum vorhanden ist. Da das Bauerntum immer der Jungborn des Volkes ist, muß das deutsche Volk immer dafür sorgen, daß es über ein starkes Landvolk verfüge, und es muß auch dafür zu Opfern bereit fein. Der Gauleiter betonte, daß die beiden vergangenen Kriegsjahre Jahre bester Bewährungdes Bauerntums gewesen sind, besonders auch für Landfrau und Landarbeiter. Der vorbildliche Einsatz in der Landarbeit hat die Ernährung des Volkes gesichert. Der Gauleiter besprach dann Angelegenheiten der Lebens- mitteloerteilung und Bewirtschaftung und betonte, daß sowohl das erzeugende Bauerntum wie auch die verbrauchenden Bolkskreise unbedingt Disziplin halten müssen, zumal man heute den Verteilungsstellen nach der Entjudung und Bereinigung höchstes Vertrauen entgegenbringt. Der Gauleiter veranschaulichte die gewaltige und weittragende Tat, die Deutschland durch Niederwerfung des Bolschewismus für die gesamte weiße Rasse vollbringt. Das Ziel, um das es geht, ist für jeden Volksgenossen ein Appell, das Beste herzugeben, das in ihm steckt. Der Krieg wird gewonnen werden, wenn jeder bereit ist, mehr und immer noch mehr zu lei- sieg. Wenn jeder so handelt, daß er vor dem Blick des Führers bestehen kann, dann gewinnen wir den großen Endsieg für kommende Geschlechter und für die Ewigkeit des deutschen Volkes. * Anschließend an den Landesbauerntag wurde die Ehrung derjenigen vorgenommen, die sich in det Milcherzeu au ngssch lacht besonders ausgezeichnet haben. Landesobmann Bauer Weintz gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Ehrungen zu unermüdlichem Einsatz auch in der Zukunft An- sporn sein werden. Die Ueberreichuna der Ehren- diplome nahm der Vorsitzende des Milch- und Fett- wirtschastsoerbandes, D e s ch , vor, der erklärte, daß eine solche Auszeichnung durch eine sich steigernde Leistung immer wieder von neuem verdient werden muß. Tagung der Kreiswirtschastsberater. NSG. Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik erstrebt eine Volkswirtschaft, die, weil sie eine Lebensäußerung des Volkes darstellt, wehrhaft fein muß. Die Partei bringt Leben und Gesetz miteinander in Einklang. Dazu ist einheitliche Ausrichtung notwendig. Aus diesem Grunde veranstaltet der Gauwirtschaftsberater regelmäßig Tagungen mit seinen Kreiswirtschaftsberatern und auch mit den Dienstgemeinschaften nationalsozialistischer Wirtschaftsfachleute in den Kreisen. Sie dienen der Lösung der Frage des Einsatzes der Menschen und der Mobilisierung aller wirtschaftlichen Kräfte. In der letzten dieser Tagungen wurden vom Geschäftsführer des Gauwirtschaftsberaters, Beck, und Gaustellenleiter Reg.-Rat Kratz die aktuellen wirtschaftspolitischen Tagesfragen behandelt. Der Stabsleiter der Hauptabteilung III der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Landwirtschaftsrat Dr. Hartmann, konnte darlegen, daß auch im kommenden Winter die Versorgung gesichert ist. Der Reichstreuhänder der Arbeit, Dr. Schmetter, sprach über die Tarifordnungen. Die Errichtung einer kolonialwirtschaftlichen Abteilung soll dafür sorgen, daß der Gau Hessen-Nassau auch in der Beziehung zu den Kolonien wieder an führender Stelle steht. Die Ergebnisse der Aussprache faßte Gauwirtschaftsberater Schrumpfung des britifchen oder in englischen Diensten fahrenden Schiffsraumes doppelt ]o schwer als zu Anfang des Jahres. Mit dem neuen Erfolg haben die U-Boote im September die dritte große Beute auf den Grund des Meeres versenkt. Die Meldungen vom 12. und 13. September berichteten, daß 28 Dampfer mit 164 000 BRT. versenkt sind, am 22. September gingen 13 Dampfer mit 82 500 BRT. unter. Jetzt werden 11 Dampfer mit 78 000 BRT. als versenkt gemeldet. Berechnen wir die Durchschnittsgröße der versenkten Schiffe, so ergibt sich für den 12. bzw. 13. September eine Durchschnittstonnage für das einzelne Schiff von 5857 BRT., am 22. September von 6346 BRT. und am 25. September von 7091 BRT. Dem letzten Vorstoß unserer U-Boote sind also verhältnismäßig große Kasten zum Opfer gefallen. In den ersten Kriegsmonaten bekamen die U-Boote noch viele große Fahrgastschiffe vor die Rohre. Inzwischen ist die Zahl dieser Fahrgastdampfer und auch der großen Frachtschiffe zusam- . mengeschmolzen; oder sie werden von den Engländern systematisch in ungefährdeten Gewässern eingesetzt, also etwa im Verkehr zwischen der amerikanischen Westküste oder Australien nach Vorder- und Hinterindien, lange Zeit auch noch zur Fahrt in das Suezkanalgebiet. Darum konnten von dem Suezkanalgebiet noch im Juli und August Versenkungen von großen Fahrgastdampfern oder besonders ansehnlichen Frachtern gemeldet werden. Seither gilt auch diese Gegend nicht mehr als geheuer. Die Lichtung in der Zahl der droßen Ozeandampfer ist für uns naturgemäß erfreulich, für England recht peinlich. Denn die kleineren Schiffe haben auch in der Regel eine geringere Geschwindigkeit und das Schiff mit der geringsten Geschwindigkeit bestimmt die Geschwindigkeit eines ganzen Geleitzuges. Um so erfreulicher ist es, daß die U-Boote westlich Afrika diesmal recht große „Pötte" zur Beute hatten. Wenn die Londoner Kriegsverantwortlichen auch noch so wuchtige Töne in die Welt hinausposaunen, um die Tatsachen zu vernebeln, — die Wucht der Erfolge der deutschen Kriegsmarine und der deutschen Luftwaffe spricht eine eindeutige Sprache! Die Zunkuft wird erweisen, wer in der Schlacht auf dem Atlantik Sieger bleibt! Fortschritte vor Leningrad. Berlin, 25. Sept. (DNB.) In dem Kampfraum vor Leningrad machten' die deutschen Truppen weitere Fortschritte trotz des überaus fyartnädtigen Widerstand es der Bolschewisten. Eine Division eroberte nach heftigen Kämpfen ein großes Fabrikgelände. In den einzelnen Häusern leisteten die Bolschewisten zähen Widerstand, der im harten Nahkamps von den deutschen Soldaten gebrochen wurde. Eine andere Division eroberte nach schweren Kämpfen eine größere Ortschaft. In heftigen Gegenangriffen mit Infanterie und Panzerkampfwagen versuchten die Bolschewisten sich entgegenzustellen. Alle Gegenangriffe wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Sämtliche Ausbruchsversuche zurückgeschlagen. Berlin, 25. Sept. (DNB.) Im Südabschnitt der Ostfront versuchten sowjetische Kräfte in Stärke von zwei Divisionen in den frühen Morgenstunden des 24. 9. aus dem Einschließungsraum auszubrechen, wurden jedoch von der Vorausabteilung einer deutschen Infanteriedivision mit schwersten Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Teile einer deutschen Panzerdivision stießen auf die Masse von zwei sowjetischen Schützendivisionen. Die Panzerkampfwagen gingen sofort zum Angriff über. Die sowjetischen Divisionen mußten sich unter blutigen Verlusten zurückziehen. An einem Flußübergang wurden sie erneut von den Panzerkampfwagen gestellt, die die Bolschewisten mit einem vernichtenden Geschoßhagel überschütteten. 1700 Gefangene wurden gemacht. Verschärfter Druck auf Dschibuti. Vichy, 25.Sept. (Europapreß.) Der Rundfunksender Dschibuti berichtet neuerlich über die Ver- schärfung der von England gegen die fran- zösischeSomaliküste durchgeführten Blockade. Während bisher die englischen Kriegsschiffe sich damit begnügten, die Lebensmittel- ins Wasser zu werfen, die sie an Bord der nach Dschibuti fahrenden Schiffe sanden, versenken sie jetztjedes Schiff,, dessen sie habhaft werden können, und - zwar auch innerhalb der französischen Hoheitsgewässer, die Tag und Nacht über- 01t ürelWwlmgMM Boman von Horst Biernath 28. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bei dem Verhör, dem er nachher unterzogen wurde, wälzte er die Schuld auf Fräulein Zögling ab, und daß sie wortlos und ohne ihm zu helfen, an ihm vorbeigelaufen sei. Seine Nachricht, daß sie das Haus verlassen habe, war eine so glückliche Ablenkung von der Hauptfrage, daß er der einzige war, der sich noch später des Fräuleins dankbar erinnerte. Zunächst wollte ihm niemand Glauben schenken, bis Kathi dann schließlich nach oben ging und nach längerem Horchen feststellte, daß Fräulein Zögling ihr Zimmer tatsächlich geräumt hatte. Die beiden Koffer, mit denen sie gekommen war, standen neben der Tür, und obwohl das Fräulein das Haus „Gode Wind" ohne Dankestrophäen aus Metall oder Porzellan verließ, hatte sie ihr Gepäck doch um zwei große Pappschachteln vermehrt, die wohlverschnürt auf den Koffern lagen. Auf der Biedermeierkommode, dort, wo sich sonst das Geschenk des Grafen Jdell-Jdell befunden hatte, erblickte Kathi einen an Hellwang gerichteten Brief. Sie gab ihn Hellwang ab. Er enthielt in des Fräuleins schöner Schrift die kurze Mitteilung, daß ihr Gepäck und das ausstehende Monatsgehalt noch heute im Laufe des Nachmittags abgeholt würden. Gegen Abend erschien dann auch ein Münchener Dienstmann und wies sich durch ein Handschreiben von Fräulein Zögling, das er aus der roten Mütze hervorholte, als ihr Abgesandter aus. (£r schien die Dienstfahrt nach Greiffing mit einem kleinen Sommerausflug verbunden zu haben, denn er war offensichtlich in heiterer Stimmung. Um ihn schwebte ein würziger Duft nach ftischem Radi und hell-m Edelstoff des Greiffinger Floriansbräus. Kathi bekam handfeste Komplimente wegen ihrer „durchwachsenen Figur" zu hören, und Fräulein Zöglings Abgesandter wollte sich durchaus davon überzeugen, ob „dös ois echt sei". Auch schien er gar nicht abgeneigt, falls Kathi grab heut Ausgang hätte, sie beim Floricmsbräu zu erwarten. Aber Kathi klopfte ihm auf die Finger und warf ihn samt Fräuleins Gepäck hinaus. Als Hellwang nach einem Abendspaziergang durch die Lohe im Wirtsgarten vom Floricmsbräu einkehrte, um den in jeder Weise heißen Tag mit einem kühlen Hellen zu beschließen, gewahrte er an einem Tisch unfern der Schenke eine rote Scheibe, die mit kleinen Rucken zur Tischplatte niedersank und, wenn sie ihr Ziel fast erreicht hatte, energisch wieder emporschnellte. Es war eine rote Mütze mit einer blanken Messingnummer, und das Gesicht, das für Augenblicke unter dem schwarzen Lackschirm sichtbar wurde, ehe Kinn und Haupt wieder schwer auf die Brust sanken, gehörte Fräulein Zöglings Beauftragten an. Die Koffer waren nirgends zu erblicken! Mit ein paar Schritten war Hellwang bei dem Unglücksraben und rüttelte ihn an der Schulter. Der Dienstmann hob den Kopf und blickte aus schwermütigen Augen zu Hellwang auf. In seine verträumten Züge trat das Widerspiel schwerer Gedankenarbeit, bann aber trat der Ausdruck freudiger Überraschung in sein Antlitz: „Servus, Herr Doktor — ja freili, jetzt kenn i Eahna... Gratuliere! An Mordstrumm Madel, wo Sie Ham!" „Die Koffer, Mann Gottes!" unterbrach ihn Hellwang, „wo haben Sie die Koffer und wo den Brief, den ich Ihnen gegeben habe?" „Dö Koffa? Ab so, jetzt versteh t Eahna, dö Koffa ... hupp ... a faubernes Bier, dös Floricmsbräu, nix gegen zu sagen... hupp ... Und z'wegen den Koffan und dem Brief hab i telephonisch an Kol- leg'n b'stellt. Js scho ois an Ort und Stelle. Bitte toane Anfragen weiter... hupp... i bin heit bri« vat 1" Hellwang konnte beruhigt heimgehen, wenigstens in dieser Hinsicht beruhigt. Im übrigen stano er also nun wieder genau auf dem gleichen Punkt wie vor einem halben Jahr, nur, daß seine Mutter fehlte und daß er keinen Menschen hatte, der ihm jetzt einen guten Rat geben konnte. Er erwog den Gedanken, die alte Dame herzubitten, und verwarf ihn wieder, da er erst vor wenigen Tagen von ihr einen Brief bekommen hatte, in dem sie ihm schrieb, daß es seinem Vater gar nicht gut ginge, daß ihn noch immer die hartnäckige Bronchitis plage, an der er nun schon seit Monaten Herumkuriere. Hellwang stand ein paar Sekunden zögernd vor der Gartenpforte, bevor er sie aufdrückte. Die Front des Hauses war dunkel. Die Fenster starrten iyn schwarz und leer an. Ihn beschlich ein Gefühl der Mutlosigkeit. Er hatte dieses Haus einmal geliebt. Luisa, die Kinder, seine Arbeit und das Haus waren in seiner Vorstellung so etwas wie eine untrennbare Viereinigkeit gewesen. In der Nähe und in der Ferne, immer hatten magnetische Ströme seine Gedanken wie die Nadel eines Kompasses auf dieses Stückchen Erde ausgerichtet. Dann war Luisa von ihm gegangen. Dann war ihm die Arbeit gleichgültig geworden. Die Kinder wuchsen in ihr eigenes Leben hinein. Und die Anziehungskräfte des Hauses waren von Tag zu Tag schwächer geworden. Manchmal hatte er es schon als Bürde empfunden. Fräulein Zögling? Er konnte cs nicht abstreiten, mit ihrem Einzug waren die schwindenden Kräfte wieder gewachsen. Die Arbeitsfteude war ihm zu- rückgekehrt und das Haus war wieder zum Mittelpunkt seines Lebens geworden. Ach, es war nichts an dem gewesen, was Kathi geargwöhnt hatte. Nie war ihm auch nur für einen flüchtigen Augenblick der Gedanke gekommen, Sieglinda Zögling könne je Luisas Platz einnehmen. Wenn ihn etwas zu ihr hingezogen hatte, so war es nach langer Einsamkeit wirklich nur das arglose Bedürfnis nach menschlicher Gesellschaft gewesen, nach einer klugen Schachpartie, nach einem freundlichen Gespräch... Oft genug waren in diesen vergangenen Monaten Stunden gekommen, in denen er sich nach Zärtlichkeiten gesehnt hatte. Nicht nach Fräulein Zöglings Zärtlichkeiten! So blind hatte er ein halbes Jahr gelebt, daß ihm die ungeheure Veränderung von Fräulein Zögling erst nachträglich in dem Augenblick zum Bewußtsein gekommen war, als Kathi heute wie eine Rachegöttin und mit Luisas Panier in der Faust ihm die Augen öffnete und dem erstarrten Fräulein die Anklagepunkte entgeqenschleu- derte: Lippenstift, Nagellack, Puder, Blondriol, fesche Blusen, braune Knie — kurzum, die ganzen Werbungskosten, in die das arme Fräulein sich so erfolglos gestürzt hatte. E ck a r b t unter Herausstellung der für die Winter« arbeit herausgegebenen Richtlinien zusammen. Gottfried Feder gestorben. München, 25. Sept. (DNB.) Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Gottfried Fede r ist in Murnau (Oberbayern) im 58. Lebensjahr nach längerer Krankheit verstorben. Mit ihm verliert die nationalsozialistische Bewegung einen verdienten alten Mitkämpfer. Feder wurde 1883 in Würzburg geboren. Er studierte in München, Charlottenburg und Zürich Baufach und arbeitete von 1905 ab als Diplomingenieur in der Eisenbetonbranche. Nach dem Zusammenbruch kam er durch politische Vorträge mit der nationalsozialistischen Bewegung in Berührung, nachdem er bereits im November 1918 sein ..Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft" geschrieben hatte. In seiner Schrift „ Der deutsche Staat auf nationaler und sozialer Grundlage" hat er einen wertvollen Beitrag zum Gedankengut unserer Zeit geliefert. Feder ist außerdem durch zahlreiche Aufsätze, meist finanzpolitischer Natur, hervorgetreten. Seit 1927 gab er die Schriftenreihe der NSDAP. „Die nationalsozialistische Politik" heraus. Seit 1924 war er Mitglied des Reichstages. 1931 wurde er Vorsitzender des Wirtschaftsrates der NSDAP. Nach der Machtübernahme wurde Feder Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium und 1934 Reichskommissar für das Siedftmgswesen. Seit 1936 war er planmäßiger Professor in der Fakultät für Bauwesen an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Paracelsus als Arzt und Naturforscher Im Rahmen der Paracelsusfeiern in Salzburg veranstaltete die Reichsfachgruppe Volksgesundheit des Amtes Wissenschaft und Facherziehung des NS.- Reichsstudentenbundes eine wissenschaftliche Kundgebung, in der die Bedeutung des Paracelsus als Arzt und als Naturforscher gewürdigt wurde. Reichsfachgruppenleiter Dr. Otto schilderte den Kampf des Paracelsus und seine neue Heilkunde, wobei er besonders nachwies, wie sehr bereits Paracelsus auf vielen Gebieten das Ideal der modernen Medizin proklamiert habe. Prof. Dr. Walden (Rostock) würdigte Paracelsus als Chemiker. Es fei wesentlich, daß Paracelsus seine wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Naturkunde begann, und von ihr aus erst zur Medizin.gelangte. Der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, Prof. Dr. Helfferich, würdigte die großen Verdienste Waldens als Forscher und Lehrer auf den verschiedenen Gebieten der Wissenschaft und überreichte ihm anläßlich seines 50. Doktorjubiläums das Diplom, das von der Universität Leipzig erneuert worden war. Die Schlußworte sprach Reichsstudentenführer Dr. Scheel. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Dänemark zum Geburtstag drahtlich feine Glückwünsche übermittelt. * In Ostafrika griff eine Kolonne nationaler und kolonialer Truppen aus der Stellung von Cul- quabert heraus im Sturm eine befestigte Stellung des Gegners an, die nach heftigem Kampf erobert wurde. Der Feind erlitt bedeutende Verluste an Mannschaften, Waffen und Material. * Nach dem Londoner Nachrichtendienst weilt der britische Oberbefehlshaber in Indien, Wavell, in London, wo er mit Churchill und dem Generalstabschef Sir John Dill sowie dem britischen Oberkommandierenden für den Nahen Osten, Auchinleck, Besprechungen abhält. * Der Stabschef der SA. konnte dem Sturmführer Hans H^r f f r i tz, der als Feldwebel in einem Infanterieregiment mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, herzliche Glückwünsche übermitteln und ihn zum Obersturmführer befördern. Hoffritz gehört einer kinderreichen Familie an. Seine Mutter, die das Goldene Ehrenkreuz der deutschen Mutter trägt schenkte 18 Kindern das Leben. Sämtliche Brüder gehören der SA. an und stehen gegenwärtig als Zimmerleute in der Organisation Todt. Der Leiter des Zioilverttiidigungsamtes, der Neu- yorker Oberbürgermeister La Guardia, unterbreitete dem Kongreß ein Luftschutzgesetz. Er erklärte dabei, daß^piele Städte und Gegenden in den Vereinigten Staaten etwaigen Luftangriffen ausgesetzt seien und forderte die Beschaffung von Feuerlöschgeräten, Sanitätseinrichtungen, Schutzkleidung und Abzeichen für die Freiwilligen. Nein, es gab dabei nichts zum Lachen! Etwas hatte Kathi mit ihrer Torheit erreicht: seine Unbefangenheit war gründlich und für alle Zeiten zerstört. Und er ahnte, was ihn erwartete. Denn dieses Fräulein Zögling war wohl nur die erste einer langen Reihe von Fräulein Zöglings gewesen, die nun folgen würden. Er sah sie »'n Geiste, wie sie aufzogen, bescheiden, schlicht und gleichsam geschlechtslos, mit flachen Schuhen und glatten Scheiteln, mit hochgeschlossenen Blusen und reizlosen Strümpfen; und er sah auch, wie sie sich in kurzer Zeit veränderten, wie die Absätze hoher und die Sohlen dünner wurden, wie fie, lächelten und sich verjüngten, wie sie sich in den Hüften bogen und die glänzenden Beine übereinanderschlugen. Er scheuchte die verflossene und die zukünftigen Zöglings fort und trat in das dunkle Haus. Er sehnte sich nach Luisa. , Am Anfang hatte er geglaubt, die Zeit werde es ihm leichter machen, Luisas Verlu'st zu ertragen. Gewiß, es gab Augenblicke, in denen er an Luisa wie an einen fernen Traum dachte, »Augenblicke, in denen die Vergangenheit so nebelhaft und fern erschien, daß er sich kaum mehr voi stellen konnte, sie wirklich und wahrhaftig erlebt ziu haben. Das waren Augenblicke. Im allgemeinen ciber hatte die Zeit nichts dazu getan, die Wunde »vernarben zu lassen. Im Gegenteil, manchmal empfand er den Schmerz um sie jetzt noch tiefer als damals, da er uon dem jähen Schlage wie betäubt gewesen mar. Nur hatte sich der Schmerz geroanbelt.*’, (Er war von der Oberschicht feines Bewußtseins ins Innere gedrungen. Es war nicht mehr die wilde Trauer um den Verlust der Geliebten; er hatte, das Gefühl, seit Luisas Tod hätten alle Penaten Oieses Hauses ihre Gesichter verhüllt. T Kathi öffnete die Küchentür, als fie ihn hörte. Ob er noch einen Wunsch habe? Ein R:est von dem Fischsalat stände noch im Eisschrank, und auch etwas kaltes Huhn wäre da. Er dankt/.' und blieb vor der Treppe stehen. , „Ja, Kathi", sagte er mit einem kleinen Seufzer, "das Fräulein Zögling wären wir aHc> nun glücklich los..." ? (Fortsetzung folgt)- Gießen den Volk! Müller Schm and t B. (alle W.-Steinberg) Die erste Reichsstraßensammlung des Kriegs- i ADOX Fptofilrn Meermann i (LSV.) Mobs (W.-Steinberg) Burger Hedderich (beide W.-Stein'berg) der Gießener Nuder-Gesellfchast *1877. Am kommenden Sonntag findet aus Anlaß des Ehrendienstes des Sports für das Kriegs-Winterhilfswerk auf der Rennstrecke der Lahn das Ab- ri^ern der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 statt. In zehn Rennen finden vereinsinterne Wettkampfe statt. Auch ein Achter-Rennen über 1000 Meter ist vorgesehen. (DfB.-R.) Ziegler Lustwaffe und Heer im Kampfe Ein Vortrag von General der Flieger Quade in Gießen. (LSD.) Jansen (LSV.) Stadtmannschaft: Die Llmfassungskämpse bei Kiew in der neuen Wochenschau. zulernen. Die Hörer dankten General der Flieaer Quade mit herzlichem Beifall für seine aufschlußreichen Darlegungen. Das große Erleben, der Front, das aus seinem fesselnden Vortrage hier wiederum zu den Hörern sprach, hat die tiefe Dankbarkeit der Heimat für unsere Kämpfer aller Waffen noch weiter vertieft und erneut zu der Verpflichtung aufgerufen, auch in Zukunft in der Heimat alles 311 tun und alles einzusetzen für den vollen deutschen Sieg. C. Ehmann (DfB.-R.) Habeth (1900) (Kl-Linden) Harnisch Fett Volkert Pausch H (beide Kl.-Linden) Ebert Schelle Bruhn (1900) (LSV.) (LSV.) Winkelmeier Der deutsche Sport sammelt für das KWHW Oie ASRL.-Gemeinschafien Gießens zum Einsatz bereit. (VfB.-R.) Gruchmann (LSV.) Abrudern belohnen. Landmannschast: Knapp (Klein-Linden) Die neue Wochenschau gibt einen Eindruck von den Umfassungskämpfen bei Kiew, wie man ihn in dieser Eindringlichkeit bisher noch nicht gehabt hat. Das Zusammenklingen von Dokumentaraufnahmen, den belebenden Worten des Spre- chers und der Kartenzeichnungen fetzt jeden Be- chauer in die Lage, sich zu vergegenwärtigen, daß >ie Leistungen, die unsere Wehrmacht im Osten voll- iringt, nicht nur einmalig sind, sondern auch eine stetige und klare Entwicklung der deutschen Kriegskunst dokumentieren. Die ungeheuren Räume, die bei diesen Kämpfen überwunden werden müssen, spielen anscheinend nur für die Technik und die Organisation unserer Truppen eine Rolle. Die scheinbare Einfachheit der Planung wird 311 ungeheuren Aufgaben bei der praktischen Durchführung, so daß bet' Filmstreifen zugleich Bericht ist, aber auch der Heimat wieder einmal vor Augen führt, welche ungeheueren historischen Entwicklungen wir gerade jetzt erleben, so daß die Pflichten der Heimat jedem einzelnen gering erscheinen müssen, der miterlebt, was die Front, die eine starke und freudig arbeitende Bevölkerung zu Hause bvsucht, täglich immer wieder leistet. Mut zur Kolportage und zum Radau, zu einer Dildwestromantik, die sich über sich selber lustig macht gaben einem Abenteuer in dem Phantasie- iündch'en Pellargonien seine eigentümliche Würze, Wen das etwas unbekümmerte Spiel mit Leben und Tod — der Steppenhirt Pedro soll gehängt werden, weil er nach einem Streit in der Kneipe einen umgebracht hat — verdrießen sollte, wird doch lachen müssen, wenn er sieht, wie alles auf Parodie und ^paß gerichtet ist, und wie am Ende der vermeintlich Tmgebrachte wieder aufsteht. Das Ganze hat nicht viel Tiefgang, aber es ist mit draufgängerischem Witz und ironischem Schwung gedreht. Den Darstel- icrn bereitete es offenbar Vergnügen, sich über Dinge .ruftig machen zu können, die in> den Anfängen des Films im wahrsten Sinne des Wortes blutig ernst genommen wurden: das Abenteuer ist in jener rauhen Landschaft angesiedelt, wo die Messer verdammt ocker sitzen und die Revolver beinahe von selber osgehen, wo jedermann und jedes Mädchen ein Paprika-Temperament hat und, besonders wenn der Alkohol in den Gauchokneipen in Strömen flieht, bei erstaunlich geringen Anlässen zu explodieren geneigt ist. Eine interessante Gegend. Die schauspiel^ irisch bedeutendste Leistung sieht man von Heinrich 3 e o r g e, der, etwas überraschend in dieser Umwelt, fast halblaut den melancholischen und philo- oph'ifchen Schankkellner Manuel gibt. Gustav Knuth ist der unbekümmert-verwegene Pedro, ein gewalttätiger Don Juan, Jakob T i e d t k e derherr- ich scheinheilige Schurke von einem Wirt, Maria Landrock und Charlotte Witthauer zwei wild verliebte Mädchen. — Im Beiprogramm laufen äie Wochenschgu, ein aktueller Kulturfilm „Der Prisenhof tagt"- und ein Tobis-Trichter mit Szenen Don volkstümlichen Bühnen des Berliner Ostens. Hans Thyriot. Verdunkelungszeit 26. September von 19.11 bis 7.11 Uhr. von zuständiger Seite durch das DRB. besonders darauf hingewiesen, daß nur am Samstag und Sonntag gesammelt werden darf. WHD.-Spiel Stadtmannschast ließen — Landmannschast. Auch der Fußball wird am kommenden Sonntag in Gießen im Rahmen der Veranstaltungen zu- gunsten des WHW. zu Wort kommen. Da m letzter Zeit in Gießen der Fußball pausierte, hofft man, daß zu dem festgesetzten Spiel die Zuschauer zahlreich erscheinen werden. Sie beweisen damit nicht nur ihr Interesse an den Spielen, sondern darüber hinaus ihre Opferfreudigkeit. Vor längerer Zeit hat Stadt gegen Land gejpielt, dieses Spiel endete mit einem eindeutigen siege der Stadtmannschaft. Das damals erzielte Eraeb- nis ist irreführend, wenn man es als Grundlage für die tatsächliche Spielstärke der Landmannschaft werten wollte. Die Landmannschaft war damals gezwungen, mit stark ersatzgeschwächter Mannschaft anzutreten. Wie die jetzt angekündigte Mannschaftsaufstellung beweist, hat man aus der Niederlage die notwendige Lehre gezogen. Auf dem Papier ist die Landmannschaft sehr stark und geht nicht ohne Aussicht auf Erfolg in dieses Spiel. Besonders die Aufstellung des Sturmes weist darauf hin, daß die Landmannschaft von dem Grundgedanken beseelt ist, daß der Angriff zugleich die beste Der- teibigung barstellt. Bei bem Siegeswillen, ben man bei jedem Spieler der Landmannschast voraussetzen kann, wird die Stadtmannschaft auf einen schwer zu schlagenden Gegner stoßen. Die Stadtmannschaft ist in ihrer Aufstellung verändert, wenn man auch versucht hat, möglichst die Einheitlichkeit der Mann- schaftsteile zu wahren. Man erwartet von beiden Mannschaften, baß sie sich bewußt sinb, an diesem Tage einer höheren Sache zu dienen. Insgesamt dürfte von den Mannschaften ein guter Fußball ge- zeigt werden, und es liegt nun an den Zuschauern, dieses Wollen durch einen finanziellen Erfolg zu (Klein-Linden) Sittner SchariachbergMeisterbranS ^^p^i^i-Q^d/der hält/was fein, Name yerfpriclit Aus der Stadt Gießen. Eine von vielen. Jeden Tag geht Frau Margret ins Büro. Der )ienst beginnt erst gegen acht, aber vorher hat sie ■iod) ihren Haushalt in Ordnung zu bringen, wes- , olb sie früh aufstehen muß. Sie tut es mit selbst- ; «rstcindlicher Gelassenheit, als habe es nie eine < andere Dränung in ihrem Leben gegeben. Ehe sie ; ^och zu wirtschaften beginnt, liest sie noch einmal - en letzten Feldpostbrief ihres Mannes. Der Ge- : tanfc, vor der Arbeit des Tages noch für einige 1 Augenblicke stille Zwiesprache zu halten mit dem . cbenstameraden, hat immer etwas Beglückendes ir sie. Der Brief mag noch so oft gelesen sein, er ■galtet nicht und wandert erst dann in das Schub- ^ch zu den übrigen, wenn ein neuer eingetroffen t. Rach der Lektüre des Briefes aber geht Frau । Margret emsig daran, den Kreis ihrer Pflichten I ruszufüllen. Wenn in der Nachbarwohnung der Wecker rasselt ,nd Schmidts von nebenan sich allmählich erheben, ,at Frau Margret bereits gescheuert und gewischt. Iann geht es daran, das Essen vorzubereiten, und wischendurch muß Hannelore geweckt werden, vannelore ist zwölf Jahre alt und ein verständiges Mbchen, aber eine Frühaufsteherin ist sie nicht. Deshalb muß die Mutter wenigstens noch einmal M Schlafzimmmer erscheinen. „Nun aber fix, es it höchste Zeit!" Tatsächlich geht es dann rasch, und Denig später sitzen Mutter und Tochter am Kaffee- iisch. Das Kaffeetrinken ist immer eine Erholungs- _• auje für Frau Margret, die sie gern auskostet. 5ie bespricht mit Hannelore die Dinge des Tages, , Lnb Hannelore, die sich schon sehr nützlich zu machen ersteht, hat bereits ein erstaunliches Verständnis iir die Fragen des Alltags. Wenn aber der Zeiger er Uhr entsprechend vorgerückt ist, gehen beide ein Ztück des Weges gemeinsam. Hannelore muß in ; je Schule, und für Frau Margret winkt das Büro. Im Büro gilt es Lohnlisten auszufüllen, Rech- tungen aufzustellen und Buchungen vorzunehmen. Die Arbeit reißt nie ab, es gehören flink? Hände inb geistige Beweglichkeit dazu, sie zu bewältigen. Uber Frau Margret versteht ihre Sache, obwohl je vor dem Kriege nur ihre Hausarbeit kannte. allen Dingen des Lebens gehören eben guter Dille und ein bißchen Energie, dann läßt sich schon manches schaffen. Mit diesem Grundsatz hat Frau Margret alle anfänglichen Schwierigkeiten beseitigt. =0 schafft sie Tag für Tag. Am späten Nachmittag ; nbet der Dienst. Zu Hause hat Hannelore unteressen den Tisch gedeckt und ihre Aufgaben erledigt, llm Abend gibt es wieder allerlei zu tunfber Haus- alt kennt keine ruhenden Hände. Darm ist vielleicht Tod) ein Brief zu schreiben oder eine Näharbeit u verrichten, und wenn Frau Margret das Bett rufsucht, dann hat sie ein gerüttelt Maß an nütz- icher Arbeit geleistet. Aber sie ist froh darüber, aß sie diese Leistung vollbringen kann, und doch ft sie nur eine von vielen, die heute ebenso ver- | nntroorhingsfreubig wie selbstverständlich den Platz । nusfüllen, auf den sie durch die Zeitverhältnisse ge- ! teilt worden sind. H. W. Seh. Die Deine M «Wont Vortragsreihe „Der llebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung". noch einmal die gewaltigen kriegerischen Ereignisse in Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, auf dem Balkan und schließlich die jüngsten großen Kämpfe im Osten vorüber. Dabei trat insbesondere der Kampf unserer Luft- wasfe um die Luftüberlegenheit und die völlige Luftherrschaft gegenüber dem Feind al$ eine der wichtigsten Voraussetzungen für den siegreichen Vormarsch unseres Heeres in den Vordergrund. Die Hörer konnten sich ein lebhaftes Bild machen von der überragenden Bedeutung, die dem Einsatz unserer Luftwaffe bei diesem Abschnitt ihrer Kämpfe zukam. Darüber hinaus erhielten sie aber auch klare Vorstellungen über die große Rolle, die der Luftwaffe bei ihrem Eingreifen in den Erdkampf als Helferin der stürmenden Infanterie bei der direkten Nieder- kämpfung des Feindes am Boden bisher immer Vorbehalten war. Auch der Einsatz der Luftlandetrup- pen, die Kampfhandlungen der Stukas und die vielseitigen Aufgaben der Luftaufklärungsverbände, der Luftnachrichtentruppe, der Bodenorganisation usw. in ihrer weitreichenden Bedeutung für das Gesamtgeschehen traten bei dieser umfassenden Uebersicht über den Kampfeinsatz unserer Luftwaffe klar vor das geistige Auge der Hörer. Die bis in den Tod getreue Kameradschaft der Kämpfer in der Luft und auf der Erde, die das Verhältnis zwischen Luftwaffe und Heer wie auch zur Kriegsmarine so wunderbar auszeichnet, kam im Rahmen der Schilderungen der bisherigen Kämpfe eindrucksvoll zum Ausdruck. Zum Schluß hatten die Hörer noch Geleaenheit, einiges über die Führung der Luftwaffe zu hören und deren vielfältige Aufgaben in großen Umrissen kennensoll selbst ein wenig mittun. Er kann praktisch ausprobieren, wie man einen „Elfmeter" tritt, wie tük- kisch es ist, beim Korbball und Basketball in den „Korb" zu werfen. Bei den Schützen, die tn der Stadt ihren Scheibenstand aufbauen, wird mancher versuchen wollen, ob er noch „ins Schwarze trifft". „Für einen Groschen in die Dollen" lautet die Parole der Kegler, die auf der Straße ihre Bahn bauen. Das mag ein kleiner Ausschnitt fein aus der Fülle der Veranstaltungen. Zur Büchfensammlung treten alle Gießener NSRL.-Gemeinschaften an. Im Bereich der Ortsgruppe Mitte sammeln die Bezirksführung mit den bekannten Turnern und Sportlern, der Tv. 1846, der Ski-Klub und die Gießener Ruder-Gesellschaft! in der Ortsgruppe Ost der Männerturnverein, die Spielvereinigung 1900, der Gießener Schwimmver- ein, der Deutsche Alpen-Verein, der Oberhessische Gebirgsverein und die Gießener Radfahrer-Vereinigung; in der Ortsgruppe Nord die Postsportgemeinschaft, der Schützenverein und die Schützengesellschaft, der Westerwaldverein, die Frauengemeinschaft für Körperkultur und der Gießener Tennis- Club; in der Ortsgruppe Süd der Gießener Ru- derclub „Hafsia", der DfB.-Reichsbahn, der Vogelsberger Hohen-Club und die Paddlergilde Gießen. Als der Sportkreisführer zum Schluffe der Füh- rertftgung darauf hinwies, daß der deutsche Sport am nächsten Sonntag nicht nur sammelt, sondern daß dieser Tag gleichzeitig der „Dpfertag des deutschen Sports" sei, wurde dieser Appell gleich in die Tat umgesetzt. Der von den Anwesenden gespendete Betrag, mit dem diese als die Führer ihrer Gemeinschaften die Sammlung eröffneten, ergab ein über Erwarten hohes Ergebnis. Jiur am Samstag und Sonntag. Die obige Vortragsreihe wird am 30.9. und 1.10. 1841, jeweils um 19.30 Uhr, in Gießen, Hotel hln- tenbutg, Seltersweg 68, durchgeführt. Die Teilnehmerkarte ist am Saaleingang vorzuzeigen. Zulassung zu den Vorträgen nur nach vorheriger Anmeldung in der Dienststelle der DAF. und Ge- : ührenentrichtung. 3991D Lichtspielhaus: „Pedro soll hängen". Es ist außerordentlich aufschlußreich, gerade an 'diesem Filmstreifen festzustellen, was der Film eigentlich vermag. Durch ein einziges Bild, in dem etwa ein Schnellboot im Einsatz gezeigt wird, ist sehr viel mehr ausaedrückt, als ein langer Wortbericht geben könnte. Allein die Tarnung des Schiffes, das sich von der Wasserfläche kaum abhebt, gibt einen Eindruck wieder, der sich für eine Sekuräe zum Kunstwerk formt und lange im Gedächtnis haftet. Und wer Gelegenheit hatte, die Wochenschau, wie das z. B. in Venedig auf der Filmkunst schau der Fall war, einmal mit fremdsprachigem Text versehen zu erleben, der weiß, welche große Bedeutung auch der fein abgewogene und gut gesprochene Begleittext für die bestmögliche Wirkung hat. Die Wochenschauen werden, durch die immer stärker werdende Prägnanz des Schnittes und den unvergleichlichen Zusammenklang zwischen Wort und Bild jeweils zu einem so geschlossenen Werk, daß wir glauben müssen, daß sich von hier aus ganz neue Erkenntnisse auf filmdramaturgischem Gebiet ergeben werden. H. H. G. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 bis 22.15 Uhr „Die Zauberflöte". — Gloria-Palast, Settersweg: „Immer nur ... Du!' Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Pedro soll hängen". Gieken-Wieseck. Am morgigen 27. September wird Bäckermeister Karl P 0 st 70 Jahre alt. Herr Post, der seit 1. März 1898 in unserer Gemeinde eine Bäckerei betreibt, ist noch sehr rüstig und versieht die Bäckerei, da sein Sohn zum Heeresdienst einberufen ist. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. ♦ ♦♦ D ie Deutsche Arbeitsfront teilt mit: Die Vortragsreihe mit Prof. Dr. Auler über „Der Uebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung" findet in der kommenden Woche statt. Genaue Angaben über Termin und Ort der Durchführung bitten wir in der heutigen Bekanntmachung der DAF. nachzulesen. Gcheunenbrand durch spielende Kinder. * L i ch, 26. Sept. Am gestrigen Donnerstugmittag brannte die in der Nähe unseres Stadtrandes unweit der Landstraße von Gießen gelegene Feldscheune des Bauers Hermqnn Zimmermann vollständig nieder. Mit der Scheune wurden auch die bisherige Ernte sowie einige Maschinen und landwirtschaftliche Geräte ein Opfer der Flammen. Die Ermittlungen über die Brandursache ergaben, daß mit Feuerzeug spielende Kinder das verheerende Schadenfeuer verursacht haben. Dieser Vorfall sollte allen Ettern eine neue dringende Mahnung sein, ihren Kindern bas Spielen mit Streichhölzern ober anderen Zündgegenständen strengstens zu verbieten, besser noch mit größter Gewissenhaftigkeit darauf zu sehen, daß die Kinder derartige gefährliche Sachen überhaupt nicht in die Hände bekommen. Auf diese Weise bewahren die Ettern sich selbst vor der Pflicht zum Schadenersatz, und der Volksgemeinschaft helfen sie kostbares Erntegut erhalten. Klaren Kopf durch Klosterfrgu-Schnupfpulver, aus Heilpflanzen hergestellt und feit über hundert Jahren bewährt! Kopfschmerz schwindet oft bald nach mehreren Prisen uno der Kopf wird freier. Klosterfrau- Schnupfpulver wird hergestellt von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. 3877V Originaldosen zu 50 Pf. (Inhalt 4 Gramm), monatelang ausreichend, in Apotheken und Droge- 1 rien erhältlich. Flieger Quade tn einem Vortrage über das Thema „Luftwaffe und Heer im bisherigen Kriegsverlauf" zu hören. Der Vortragsabend hatte so viele Interessenten vereinigt, daß das Theater fast völlig ausverkauft war. KdF.-Kreiswalter Schemel begrüßte im Namen des am Erscheinen verhinderten Kreisleiters die große Hörergemeinde, insbesondere den General der Flieger Quade, und verzeichnete mit Ge- nuytuung die Herstellung des persönlichen Kontaktes zwischen dem bisher nur im Rundfunk gehörten Dorttagenden und feinen interessierten Gießener Hörern. Hierauf sprach General der Flieger Quade in außerordentlich fesselndem Dortrage über den Kampf feiner Kameraden der Luftwaffe an allen Fronten des Krieges und über die enge kameradschaftliche Verbundenheit von Luftwaffe und Heer in dem Ringen um Großdeutschlands Freiheit und Zukunft. Zu Beginn seines Vortrages machte er auf den gewaltigen Wandel der heutigen Kriegführung gegenüber dem Kriege von 1914/18 aufmerksam und stellte dabei in klarer Weise dar, daß die deutsche Wehrmacht in dem jetzigen Ringen überall neue Wege einschlug, insbesondere die Luftwaffe und die Panzertruppe die beiden großen Heber» raschungen für unsere Feinde waren und dem Kampfverlauf auf den Schlachtfeldern ein völlig neues Gesicht gaben. In packenden Darlegungen schilderte er sodann das Zusammenwirken von Luftwaffe und Heer im bisherigen Verlaufe des Krieges an allen Fronten, wobei er den mit größter Spannung lauschenden Hörern die mit keinerlei früheren Begriffen vorstellbaren Bedingungen des Kampfes der Luftwaffe im Raum gegenüber dem Ringen des Heeres auf der Fläche des Landes klarzumachen verstand. Vor dem geistigen Auge der Hörer zogen nun an Hand der Schilderungen des Vortragenden Das Deutsche Dolksbildungswerk der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" hatte am gestrigen Donnerstagabend im Theater der Universitätsstadt "" 1 * '^genossen aus unserer Stadt und der Umgegend die Möglichkeit geboten, den aus dem Rundfunk als Kommentator bekannten General der Daß die erste Reichsstraßensammlung des neuen Winterhilfswerkes ein weiterer Beweis der Bereitschaft der inneren Front zum freiwilligen Opfer werden wird, wissen wir; daß der deutsche Sport, dem vom Führer der ehrenvolle Auftrag erteilt wurde, diese erste Schlacht eines Winterfeldzuges, den die Heimat führen wird, siegreich bestehen wird, unterliegt bei der den deutschen Turnern und Sportlern eigenen Zähigkeit keinem Zweifel. Seit Wochen rüsten die einzelnen Gemeinschaften des NSRL. eifrig für diesen großen Auftrag. Die Vorbereitungen sind nunmehr zum vorlausigen Abschluß gekommen. Der Sportkreisführer Pg. Stein hatte seine Amtsträger und die Führer der Gießener Turn- und Sportvereine zu einer abschließenden Besprechung zusammengerufen, um die letzten Organisationsfragen zu klären und die geplanten Sonderaktionen endgültig festzulegen. Neben der eigentlichen Büchsensammlung wird der Sportbezirk Gießen ein umfangreiches sportliches Programm abwickeln, um mit den dabei erzielten Einnahmen das Sammelergebnis wesentlich zu erhöhen. Die Einzelheiten dieser Darbietungen haben wir gestern bereits berichtet. Die Sportler machen es diesmal ben Zuschauern besonders bequem. Der Weg zum Sportplatz fällt weg. Die Straßen und Plätze unserer Stadt werden 3®et Tage lang Spiel- und Sportplatz sein. Alle Sportarten, Fußball, Faustball und Handball, sind ver- treten. Besonders reichhaltig ist das Programm der Turner. Frauen- und Kinderturnen, Gymnastik, Spiel und Tanz, Reck-, Barren- und Bodenturnen geben in bunter Folge eine vielseitige Schau turnerischer Leibeserziehung. Auch die Ruderer, die Kanuten, die Tennisspieler und Rollsportler fehlen nicht. Die Skiläufer können verständlicherweise akttv nicht in Erscheinung treten. Deshalb führen sie die Schönheuen ihres Sports im Film vor. -- , - , . - - _ . Aber nicht nur kommen, sehen und spenden sol- Winterhilfswerkes 1941/42 wird am Samstag, 27., I len diesmal die Volksgenossen, sondern der Zuschauer und Sonntag, 28. September, durchgeführt. Es wird 31/3&fg. Eckstein verzichtet auf eine kostspielige Verpackung, um eine höhere Tabak-Qualität bieten zu können. Was an der Aufmachung gespart wird, kommt dem Tabak und damit direkt dem Raucher zugute. Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht,daß mein innigst- geliebter, hoffnungsvoller Sohn, mein geliebter Bruder, unser über alles geliebter Enkel und Neffe Herbert Lauer Panzerjäger in den schweren Kämpfen im Osten am 7. August 1941, im Alter von 19 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Margarete Lauer, geb. Glock Werner Lauer und alle Angehörigen. Gießen (Bleichstr. 25), Alsbach (Bergstraße), im September 1941. 03170 Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser braver, innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn und Stütze, unser herzensguter, unvergeßlicher Bruder, Neffe und Pate >. Albert Freitag Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 21 Jahren in den harten Kämpfen im Osten am 13. Aug. 1941 gefallen ist. , In tiefem Schmerz: Karl Ludwig Freitag u. Frau Emma, geb. Römer Elise Freitag Emmi Freitag und Hans Freitag. Heuchelheim, 26. September 1941. 3990 D Im 81. Lebensjahre entschlief heute nach langem Leiden sanft unsere über alles geliebte Mutter, Großmutter u. Urgroßmutter Anna Plank, geb.Hirschfeld Wilhelm Plank und Familie Dipl.-Ing. Franz H. Plank Dr. Else MaFx, geb. Plank Anna Lantelme, geb. Plank. Gießen, Gogolin, den 25. September 1941. Die Beerdigung findet Montag, den 29. Sept., um 14 Uhr, auf dem JQeuen Friedhof statt. 03193 Todes-Anzeige. Heute morgen um 10 Uhr wurde meine liebe Schwester, unsere treue Tante und Gote Marie Artz in Gießen von ihrem schweren Leiden im Alter von 78 Jahren durch einen sanften Tod erlöst. Im Namen aller Trauernden: Ludwig Artz, Lehrer i. R. Bindsachsen bei Büdingen, 25. Sept. 1941. Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 27. September, vormittags 11% Uhr, auf dem Neuen Friedhof zu Gießen. 03196 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter Frau Johanna Baunach geb. Eidmann sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte, sowie für die vielen Kranzspenden. Geschwister Baunach. Gießen, Kirchenplatz 2. 03190 Am 1. September 1941 erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter, unvergeßlicher Mann, mein guter, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber, einziger Bruder, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Enkel und Neffe Gerichtsassessor Berthold Bender Gefreiter in einem Infanterie-Regiment am 15. August 1941 im Alter von 28 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten sein Leben lassen mußte. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. In tiefem Schmerz: Mariechen Bender, geb.MUIIer Wilhelmine Bender Wwe. Walter Bender, z.Z. im Felde Ph. Bender und Frau Marg. Leib Wwe., Großeltern Familie Aug. Müller August Müller und Frau Familie Wilhelm Müller. Gießen - Klein-Linden, Krofdorf, Erfurt, im September 1941. 03175 Viel zu früh und unerwartet ist heute morgen 10% Uhr nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber, herzensguter Mann, unser stets treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel, mein guter Opa Ludwig Walther Maschinist i. R. im Alter von 63 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Marie Walther, geb. Lipp Ferdinand Walther und Frau Franziska, geb. Seubert Gertrud Walther Anneliese Walther und Eleonore Walther als Enkel. Gießen (Schiffenberger Weg 17), Langd, Alsfeld, Frankfurt-M.-Oberrad, Offenbach-M., JBoxtal a. M., den 24. September 1941. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. September, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ' ________________________________________________03186 macht den Kuchen locker? NanhläoOQ von3 V.H. erhalten Sie bei wies»- IldLniduSu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei | Mietgesuche | Ibis 2 möblierte Zimmer von berufstätig. Dame in gutem Hause für sofort gesucht. Schr.Angeb.unt. 3993Pand.G.A. Suche für meine Tochter (Ober- vrimanerin) für d.Winter!941/42 Pension in gutem Hause in Giehen. sssev Angeb. m. Preisangabe an meine Anschrift erbeten. Messel, Major z. 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