Dienstag. 2b. August Ml 9er britisch-bolschewistische Überfall auf Iran Iran Beitritt: e Ee die Keinerlei Rechtfertigung aus alten Verträgen »rudsDoU iftc a, die den? el Washington zu er- r sei vom Weißen Haus .«-r Angriff auf den Iran gehört- schon ,°U tm Iran Na^.egt ieiei Prers gefunden werden, und er 5 für den Ueberfall gewesen. Es gäbe keine uL den deutschen Agenten im Iran. Der Iran linnen, ooiDDni uic -----„ s tirrkte und maßvolle Haltung alles tat, um den OWJET-BMrOM Aschchabad WCTW TUR K E I rSmWMd -CYPERN SYRIEN SAeDARABlEN Oer iranische Gesandte bei Sumner Welle«!. VBRITISCH- ■vJnoier Ctockholm, 25. Aug. (Europapreß.) Nach einer jieDung aus Moskau wurde am Montagmorgen in !er sowjetischen Hauptstadt offiziell mitgeteilt, daß ovjetische und britische Streitkräfte :m Montag früh den BefehlzumEinmarsch n ) e n 3 r a n erhalten haben. MNg, mä' J erfe Schluß,! zweiten M islin erruiyD igsberg eit • , c) 33 biü 5, b) 4161^ nderklasse) 59 C) 41JB; 51, c) M bis 28; na einginr der am 24 c» lßrunde m4; - Schalte M- Washington, 26. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Der iranische Gesandte in Washington Mohammed Schayesten begab sich am Montag zu dem Unter- ftaatssekretär Sumner Welles. Im Anschluß erklärte er Pressevertretern, er habe Welles die Lage im Iran klargelegt und dabei betont, daß fein Land Istanbul, 26. Aug. (DNB.) Der Teheraner Rundfunk verbreitete eine Proklamation des Schahs an die iranische Bevölkerung und den Befehl an die iranische Armee, dem sowjetischen und britischen Einmarsch bewaffneten Widerstand entgegenzusetzen. Der sowjetische Einbruch vollzieht sich an zwei Stellen, nämlich längs der Bahn Maschitschewan — Täbris in Richtung Täbris und zum anderen bei 21 ft a r a längs der Küste des Kaspischen Meeres nach Süden und auch nach Westen in Richtung auf Ardebil. General Wavell leitet die Operationen im Iran. Stockholm, 25. August. (Europapreß.) Die Operationen im Iran werden auf englischer Seite vom Oberbefehlshaber in Indien, General Wavell, geleitet. Die Engländer marschieren vom Süden her und die Bolschewisten vom Norden her über den Kaukasus in Iran ein. Im Persischen Golf sind außerdem Seestreitkräste versammelt, die unter dem Befehl des Kommandeurs der britischen Seestreitkräfte in Indien stehen. Die Stadt Täbris wurde von sowjetischen Flugzeugen in den frühen Morgenstunden des Montag ohne jede vorherige Warnung angegriffen. Unter anderem wurden der Flugplatz sowie die Kasernen mit Bomben belegt, wobei allerdings nur geringe Wirkungen erzielt wurden. Es wurden einige Tote und Verwundete gemeldet. Briten und Bolschewisten auch nicht den Schein eines olchen Vorwandes zu liefern. Der Griff nach dem Erdöl. Die Meinung in Rom. tow ihm mitteilte, daß die Aktion gegen den im Gange fei. Aufruf des Schahs zu bewaffnetem Widerstand. #1*5» I immer# stunbe im fiel wnnschchn. 1 »urden amfc men waraio : im-MmW | g der P°!c!r vV. 96 W . i e n den $ 1 d i e t u n t o n bedrohten. Die Deutschen, m e es, bekleideten wichtige Posten in 50 indu- arinelade X bparmänen^ ; itten ** » über#’’ ki, | einmal I ■en ihre * &en, P , iber "hie •«;*; •ab ij* L aber E, ' lüden I* 1 19 IN1!1! I eine« ie" I L Metz, bei i ie unterstützen, e starke W: e durch hinterlis konnte unti 5e M** \ Irans Gchicksalskampf. Am Montagmorgen, unmittelbar auf Churchills verlogener Sonntagsrede, sind englische und bolschewistische Truppen in Iran eingeruckt und haben begonnen, durch die Vergewaltigung dieses neutralen Staates Churchills Lügen, die Plutokraten» Bolschewisten kämpften für die Unabhängigkeit der kleinen Nationen, aller Welt sichtbar zu wider egen. Das vergewaltige Iran wird sich diesem Pressions- versuch mit allen Kräften widersetzen, denn die Zeiten sind andere als 1907 und 1918. Im Jahre 1907 hatte ein zwischen Rußland und England in Petersburg geschlossener Vertrag tatsächlich das Ende der Unabhängigkeit des alten Persiens, des jetzigen Iran, bedeutet. Die Russen hatten den Norden und die Engländer den Süden Irans annektiert, die Russen aus Eroberungslust und die Briten aus Interesse an den südiranischen Oelquellen. Damit waren die reichsten Gebiete Irans in die Hände dec Fremden gefallen, denn die Mitte des Landes wird von der großen, schwer zu erschließenden Wüste Lut gebildet. Im August 1919 hatten die Engländer die südrussischen Oelquellen von Baku, die zunächst nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches von den Türken besetzt waren, verlassen, da die Bolschewisten sich als stärker denn die Engländer erwiesen. Der britische General Dunfteroille hatte damals dis Kaukasusvölker zur Freiheit aufgerufen, um sie dann ihrem Schicksal und der Mordgier der Bolschewisten kaltblütig zu überlassen. Seit 1925 hat Schah Resa Pahlawi Iran erneuert. Wie Kemal Atatürk die Türkei, so führte dieser tatkräftige Soldat und Staatsmann das alte Iran in die Reihe der modernen Staaten. In der Verkehrserschließung und der Urbarmachung des Landes hat der Schah ebenso seine Tatkraft bewiesen wie in der Schaffung eines modernen Heeres. Die Bolschewisten schauten seinem Werk mißvergnügt zu, die Briten, die im Süd-Iran die Oelquellen besaßen, gerieten mit dem selbständig gewordenen Iran in Konflikt, da Iran der Jranian Oil-Company die Konzessionsverträge kündigte, um einen größeren Konzessionsanteil zu erlangen. Wie in Syrien die Anwesenheit Deutscher zum Vorwand genommen wurde, um Syrien der Vichy- Regierung zu entreißen, wurden jetzt die geradezu lügenhaften Behauptungen verbreitet, Iran hätte, eine der Fünften Kolonnen, das sollen die 600 bis 700 deutschen Ingenieure, Techniker, Werkmeister, Kaufleute sein, während sich mehrere tausend Briten ständig im Iran aufhalten. Der Schah, seine Presse, und sogar die der Türkei, wies den beabsichtigten Bruch der iranischen Neutralität scharf zurück, da es sich um lügenhafte Vorwände handele. Aber die Briten, von Moskau darauf aufmerksam gemacht, daß nur der Weg über Iran den Bolschewisten Hilfe bringen könne, küm- •’S *•< x len Betrieben und übten eine Aktivität aus, !ie direkt gegen sowjetifche Interessen gerichtet sei. jrtrnal habe die Sowjetregierung in Teheran gegen Heft Verhältnisse protestiert und die Ausweisung ine bestimmten Anzahl von Deutschen gefordert, in allen drei Fällen seien die Proteste von Iran iiritfgeroiefen worden. Schließlich heißt es in der lot, daß die britisch-sowjetische Besetzung des &ei5 nur so lange dauern solle, wie die Gefahr rstche, und daß die Erreichung territorialer Ge- ürrie nicht beabsichtigt sei. Der britische Gesandte 1 Teheran hat im iranischen Außenministerium eine lot ähnlichen Inhalts abgeliefert. Der iranische Zes ndte in Moskau wurde am Montagmorgen ins Fetische Außenkommissariat beordert, wo Molo- Jehnut 8, < Ml jkt:e Geschichtsfälschung. de englische Rechtfertigung wird durch ü- Rebe des englischen Außenministers E d e n vom i.iljguft widerlegt. Darin hatte Eden drohend er- Ifir: „Unsere Truppen im Mittleren Orient werden irit Bezug auf Mannschaft und Material verstärkt, tarnt fie für die n ach st e A n g r i s s s a 111 o n hieit sind. Ich erkläre den Völkern im Mittleren Orient, daß die Schläge, welche diese Truppen aus- leilen werden, Schläge sind, die ebenso sehr sur ihre cheae Unabhängigkeit als auch für die unsere ge- fuljrt werden. Dementsprechend müssen diese Lander mit uns Zusammenarbeiten." D escbt-1-KewirtA < A FGHAWSTAN (Salzwösfe) / \ *> An ka ra, 26. Aug. (DNB.) Von der iranischen ftichast in Ankara wirid darauf hingewiesen, daß ickers,bj: iit?em Punkt 6 des sowjetifch-persischen Vertrages reiche im.■ M Jahre 1921. der Einmarsch keineswegs zu recht- i Pokchir mgen sei, da keine der. darin aufgeführten T. Nürnbeix: z Miussetzungen für die sowjetische Aktion zutrifft. " hi,iner Note vom 12. Dezember 1921 stellt die wrjetunion u. a. fest: „Artikel 5 und 6 haben iii^g und allein den Fall von Vorbereitungen inb bewaffneten Kampfes gegen die Svwjetrepu- jjm von feiten der Anhänger des gestürz- ki Regimes ober derjenigen fremden Mächte. ■ äm Auge, wodurch gewaltsame 9. durch hinterlistige Bemächtigung des persischen iebetes O p e r a t i o n s b a s e n gewonnen werden Mn für direkte oder mit Hilfe gegenrevolutionärer litte durchzuführenlder Angriffe gegen die Sow- 1 'upubliken. Die Artikel beziehen sich nicht auf lilxnffe durch Wort und Schrift gegen das Sow- etrqime, sei es durch persische Gruppen oder Migranten in Persien." Daraus geht klar hervor, «ß sich dieser Vertrag eindeutig auf die be'fürehrte Tätigkeit russischer Emigranten und h Hintermänner bezieht. Unter ihren J)tnter= iiäniern aber verstand, wie der Zeitpunkt des Ab- Gsses ergibt, den Vertrag niemand anders als knzland, dessen Versuche, wie früher über das Eege Meer eventuell Aktionen über Persien gegen it? Sowjetunion zu starten, verhindert werden soll- «. Diesen Vertrag heute für einen Ueberfall aui ■ )ei Iran wegen der Anwesenheit deutscher Tech- ffler und Wissenschaftler heranzuziehen, ist eine habe stets den Wunsch gehabt, zu feinen Nachbarn freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Bestürzung in der Türkei. Ankara, 25. Aug. (Europapreß.) Die Nachrichten von dem Einmarsch sowjetischer und britischer Truppen im Iran verbreitete sich mit Windeseile. In türkischen Kreisen ist man entsetzt über den Ueberfall auf den Nachbarstaat, mit dem man durch den Pakt von Saadabad verbunden ist. und dem alle Sympathien des türkischen Volkes gehören. Blitzartig ist der türkischen Oeffentlichkeit noch einmal die Gefährlichkeit der britisch-sowjetischen Allianz für die Länder des Vorderen Orients und damit auch für die Türkei selbst zum Bewußtsein gekommen. In zerstörten Städten Ostkareliens. Kopenhagen, 25. Aug. (Europapreß.) Der Korrespondent von „Politiken" berichtet von einem Besuch in dem wiedereroberten Sortavala Ganze Distrikte der Stadt seien eingeäschert. Nur im Zentrum ständen noch Häusermauern unbeschädigt ba, aber rauchgeschwärzt und von Granaten durchlöchert seien sie alle. P i t k a e r a n t a habe noch in Flammen gestanden, als er die Stadt durchfuhr, eine Stadt, die fast nur aus nackten, in die Luft ragenden Schornsteintrümmern bestehe, eine Riesenfabrik, wo nur die Außenmauern noch ständen, ein Millionen-Unternehmen, dessen kostbare Maschinen blind zerschlagen seien, eine Eisenbahnstation, wo nur noch verbogene Schienen und rauchende Trümmer vorhanden seien und bann mitten in aller Zerstöruna die riesige Kriegsbeute. 22 Lokomotiven, lange sowjetische Züge mit voltbelaste- ten Tankwagen, alles völlig unbeschädigt, Wagen mit Munition und anderem Kriegsmaterial, alles in größter Elle verlassen. Die roten Zerstörungs- tolonnen hatten flüchten müssen. Das Eichenlaub für Oberleutnant Philipp. B e r 1 i n, 25. Aug. (DNB.) Der Führer Hal Oberleutnant £ f) 11 i p p als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er sandte ihm aus diesem Anlaß folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 6 2. Luftsieges als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Gez.: Adolf Hiller." Jahrgang Rr.202 jwa G vu • Glchencr Anzeiger KZ ... V General-Anzeiger sur Oberhessen Ma&n t Hamme rrairedtihr-:^ 'Sdirras' dosdiir Svttanebad WH bHWAQZE5\MEER Basra’ KAmol ,gE>a^ R A TT? X : JORDAN \ LAND nflis^S werten sich weder um Recht noch um Neutralität. Denn der transsibirische Weg über Wladiwostok ist für die englisch-amerikanische Bolschewistenhilse praktisch versperrt. Die deutsche Luftwaffe sperrt den Weg über Murmansk im Norden. Das Schwarze Meer ist für jede Hilfeleistung durch England abgesperrt. Also blieb nur der transiranische Weg. So ist England nunmehr zur krassen Verletzung der Neutralität Irans geschritten, während die Bolschewisten von Norden her sekundieren. Iran steht also in der gleichen Lage wie im Jahre 1907. Aber eins hat sich geändert: Damals war das alte Persien schwach. Heute ist das neue Iran entschlossen, sich dem Bruch seiner Neutralität energisch zu widersetzen. E. S. Das Ritterkreuz für kühne Flieger. Berlin, 25. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Kaminski, Hauptmann R o s s i w a t l und Leutnant T h u r n e r. * Hauptmann Kaminski hat, an der Spitze seiner Gruppe fliegend, obwohl in diesem Kriege schon zweimal schwer verwundet, in zahlreichen Luft- kämpfen und Tiefangriffen neben 5 Luftsiegen eine große Anzahl von Flugzeugen am Boden zerstört. Er hat eine serbische Kolonne vernichtet und während des Fallschirmunternehmens gegen den Kanal von Korinth einen englischen Panzer und 5 mit Truppen besetzte LKW.s zerstört, während er beim Einsatz gegen Kreta 3 Geschütze am Flugplatz Jrak- lion trotz stärkster Flakabwehr außer Gefecht fetzte. Nach kühnem Angriff auf sowjetische Flugplätze bei Sunna und auf ein zum Angriff auf deutsche Panzer startbereit stehendes Fliegerregiment konnte er trotz Flak- und Jagdabwehr mit seiner Gruppe 11 Feindflugzeuge in der Luft abfchießen und 51. Maschinen am Boden zerstören. Das feindliche Fliegerregiment war damit vernichtet. — Hauptmann Rossiwall hat auf seinen die Zahl 100 weit überschreitenden Feindflügen 10 Flugzeuge, davon 7 englische Jäger in der Luft abschießen können. An dem Fallschirmunternehmen gegen Korinth und Kreta hat er hervorragenden Anteil. Während der Einkreisungsschlacht von Bialystok griff er, trotzdem seine Maschine schon stark zerschossen war, in Tiefangriffen nach Osten zurückflutende Panzer und Fahrzeugkolonnen an, so daß die Straße verstopft und die Kolonnen zersprengt wurden. — Leutnant Thur- ner hat ein englisches Flugzeugwerk trotz stärkster Flakabwehr und Ballonsperre im Tiefangriff an- geflogen und schwerste Bomben ins Ziel gebracht und ein Aluminiumwerk bei Birmingham völlig zerstört. Zwei Stukas versenken 20000 BRT Von Kriegsberichter Rudolf Hartmann. DNB....., 26. August. (PK.) Es war einer jener Augusttage, in denen schon der Schritt des nahenden Herbstes klingt. Am Himmel brauste die wilde Jagd, und die Wellen des Atlantik rollten mit großen, weißen Schaumköpfen an die Küste. Eine Nacht vorher war an Besatzung und Maschine die höchste Anforderung gestellt worden, als wir auf der Rückkehr vom Feindslug nach England ein Wetter antrafen, bei dem selbst ein erfahrener Steuermann auf großer Fahrt die Stirn gerunzelt hätte. Nach dem Einsatz gegen den Feind kam der Kampf gegen die Elemente. So mar jeder frvh, als die Maschine dann endlich auf dem Platz ausrollte. Mensch und Flugzeug Haden wahrhaft die Ruhe verdient. Da kam der A l a r m r u f. Geleitzug 1000 Kilometer weit im Ozean. Es galt blitzschnell zu handeln. Kaum war der Cinsatzbefehl durchgekommen, da waren die Bodenmannschaften auch schon mit den Bombenkarren heran. Die Last hing unter den Tragflächen der Sturzkampfbomber, die sich in früher Nachmittagsstunde dem Meer entgegenhoben. Dann waren sie Stunde um Stunde mit sich und der Wasserwüste allein. Die beiden Maschinen, die von zweien unserer Oberfeldwebel als erfahrenen Flugzeugführern geflogen wurden, blieben dicht beieinander. Ueber drei Stunden waren sie über dem Ozean, ohne daß sich etwas Besonderes ereignet hätte. Als der Beobachter „Geleitzug voraus!" meldete, waren im Augenblick alle Anstrengungen des bisherigen Flugverlaufes, die scheinbare Nutzlosigkeit der Ereignisse, vergessen. Die Entfernungsmesser der englischen Schiffsflak faßten den anstürmenden deutschen Gegner über 1500 Meter auf, als sich die Kampfflugzeuge zum Angriff neigten. Dann rasten sie hinunter und die Bomben fielen. Einmal, zweimal, dreimal, viermal, Feuer, Tod und Verderben. Der zweite Angriff, Granaten jagten der stürzenden Maschine entgegen, Wölkchen, mattrosa und schwarz gefärbt, standen sekundenlang in der Luft. Verwirrung im Konvoi. Befehle, Schiffglocken schlagen an. Sirenen gellen. Die beiden Oberfeldwebel am Steuer ihrer Ju 88 sehen auf einen schönen Erfolg herab. Ein Fünfzehn- t a u s e n d t o n n e r hat Schlagseite, ein Fünf- tauf-enbtonner neigt seine Bordwand ebenfalls allmählich dem Meere zu. Es brennt auf beiden Schiffen. 1000 Kilometer weit im Ozean. Und während dieser Bericht abgeschlossen wird, jagt unsere Kampfgruppe mit allen Maschinen schon wieder auf den Atlantik hinaus. Es gilt dem Geleitzug den Rest zu geben. Im Osten oder hier bei uns im Westen. Die deutsche Luftwaffe schlägt zu. Operationen im Osten Überall in gutem Fortschreiten. Oer Wehrmachtberichi. DNB. A.u 5 dem Führerhauplquartier, 25. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Operationen im O st e n sind überall in gutem Fortschreiteu. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, vernichteten Unterseeboote und in überseeischen Gewässern operierende Kriegsschiffe 2 5 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 148200 BRT. hiervon haben die Unterseeboote allein in mehrtägiger Verfolgung und nach hartem Kampf aus einem von England nach Gibraltar bestimmten Geleitzug 21 Handelsschiffe mit 122 000 BRT. her- ausgeschossen. Außerdem versenkten sie im Kampf gegen stärkste Sicherungsstreitkräfte einen Zerstörer der „Afridi"-Klasse, eine Korvette und einen Bewacher. Im Kampf gegen England belegte die Luftwaffe am Tage den Hafen Great Zarmouth mit Bomben schwersten Kalibers. Während der Rächt richteten sich Luftangriffe gegen Hafenanlagen an der b r i t i s ch e n O st k ü st e sowie gegen mehrere Flugplätze auf der Insel. Vorpostenboote schossen vor der niederländischen Küste einen britischen Bomber ab. Eine geringe Zahl britischer Flugzeuge warf in der letzten Rächt an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Schäden sind unerheblich. Rachtjäger schossen drei der angreifenden Bomber ab. Bolschewistische Entlastungsangriffe zusammengebrochen. Berlin, 25. August. (DNB.) An einem Abschnitt der mittleren Ostfront warfen die Sowjets starke Panzerkräfte, von Artillerie unterstützt, gegen die Stellungen einer deutschen Infanterie-Division. In heldenhaftem, tagelangem Kampf schlug die Division alle Angriffe ab und schwächte die Sowjets zahlen- und materialmäßig. In drei Tagen blieben 95 Sowjetpanzer vor den deutschen Limen liegen. Auch im benachbarten Abschnitt lief der Vorstoß der Bolschewisten in der wirkungsvollen Abwehr der deutschen Infanterie fest. Achtmal schickten die Sowjets am 23.8. ihre Wellen gegen die Deutschen. Achtmal blieben zahlreiche bolschewistische Soldaten im Feuer liegen. Nach dtr tapferen Gegenwehr der deutschen Truppen stießen dann am gleichen Tage deutsche Panzer in die erschöpften bolschewistischen Kräfte hinein und brachten ihnen weitere schwere Verluste bei. Neben einer noch nicht erfaßten Anzahl von Gefallenen und Verwundeten ließen die Sowjets zahlreiches Kriegsgerqt in deutscher Hand. Weitere 28 Sowjetpanzer verfielen der Vernichtung. 31 Geschütze und 30 Lastkraftwagen wurden zerstört oder erbeutet. So brachen die unter schonungslosem Einsatz aller Kräfte vorgetragenen Entlastungsangriffe der Bolschewisten unter schweren Einbußen der Sowjets zusammen. ' Nach 6 Tagen härtesten Kampfes. Von ^-Kriegsberichter Fritz Horstmann. ^-PK. Im Osten, August. Daß die Sowjets mit allen Mitteln versuchen würden, sich auch in dem Raum, in den unsere Standarte der Waffen- zu neuen Aufgaben rollte, der drohenden würgenden Umklammerung zu entziehen, war, als uns unser Auftrag bekannt wurde, als sicher anzunehmen. Nur allzu schnell merkten und spürten wir es an den heftigen Durch st oßverfuchen der Bolschewisten, an der enorm zähen Abwehr, wenn unsere Männer zum Angriff antraten, an der Massierung der schweren Waffen, der gut schießenden Artillerie, der unheimlichen Pak und der zahlreichen schweren Granatwerfer. Sind es wirklich erst sechs Tage her, seit die Standarte in der Dämmerung dieses regenschweren Frühmorgens nach zwei Tagen und zwei Nächten auf den schlechten Straßen und Feldwegen der Ukraine in die erste Sicherungsstellung und den Ausgangspunkt für die späteren Angriffe einrückte? War es wirklich erst vor knapp einer Woche, als wir, ganz weit zurück, drüben am Horizont, durch den nassen Klee, den mannshohen Hanf, den weißblühenden Buchweizen und die ährenschweren Kornfelder, in breit auseinandergezogenen Schützenketten langsam vorwärts stapften, voll höchster Aufmerksamkeit, blitzschnell Deckung suchend, wenn das Geknatter der dumpf schießenden Feind- MG.s die Geschoßgarben über uns hinweg zischen ließ ober bie Einschläge ber Störungsfeuer schießenden Artilleriebatterien immer näher lagen? Ja, es sind erst sechs Tage vergangen, feit wir uns — von unserem heutigen Standpunkt _au§ — kilometerweit zurück einschanzten, unsere MG.s und leichten Granatwerfer in Stellung brachten und die schweren Waffen hinter uns in Feuerstellung gingen. Heute, da wir unser Angriffsziel erreicht und die Standarte damit ihren Auftrag an diesem Frontabschnitt erfüllt hat, die Fußeinheiten der Wehrmacht nachgerückt und über unsere letzte Stellung hinweg oorgegangen sind, heute, da wir die wichtige Eisenbahnlinie, an der wir jetzt liegen, in unserer Hand haben, da mutet uns die Dauer dieses Einsatzes wie eine kleine Ewigkeit an. Es ist ein hartes, zähes Ringen gewesen, ein Kampf um jeden Kilometer, um jedes Gehöft und jedes Dorf, um jedes Tal und jede Erhebung. Denn es geht den Sowjets um die Verteidigung wichtiger Rückzugsverbindungen. Welch ein lebhafter Betrieb, welch ein Verkehr von Fahrzeugen und Mannschaften vor uns, drüben auf der anderen Seite des breiten Tales. Prächtige Ziele für die schweren Waffen. Weiß ber Sowjet bort noch nicht, daß wir ihm so nahe auf der Pelle sind? Nur kurze Zeit nachbem bie Schützeneinheiten ihre Stellungen bezogen haben, fährt neben uns auf einer beherrfchenben Höhe ein schweres Flak- g e s ch ü tz in Stellung. Panik bei den Bolschewiken, als die ersten Einschläge schon haargenau in den marschierenden und rollenden Kolonnen liegen. Bald sind auch zwei schwere Artilleriebatterien in unserem Abschnitt in Stellung gebracht. Der Feuerhagel, der dann gegen die immer wieder austauchenhen jve Japans Antwort an Churchill ■ ju Seite werden sich doch manche Briten ihre eigen Gedanken gemacht haben. Solche Bedenken zu zx. streuen, stellte Churchill bewundernd fest, auch bt „Russen kämpften mit prachtvoller Hingabe". Hedy! die prächtige Hingabe ließ er sich nicht im einzeln^ aus, und so erfuhren die Engländer auch nich; von in Panzern eingeschlossenen Sowjets und mit Maschinengewehren unterstützenden Sowj B UM Mm 3i 11 tagt | V'V hs L. 3ii)b feiföe h die Mel Mdjer R» FÜati fcni lik iw $ ■Huf! 1 :'rl Ihn i MF unb IlfMget Wch; ■Ris. Ai Wijche M ir, ■firiebi ■Mio Iß ie ■Rtoi IN* 1 Ihn d ILM IfÄ «SM ilpan Hm UM UM Mui hie 2.5 enbgültig aus ihm vertrieben. Als letzte Gegenwehr fetzt er Panzerwagen eir. Aber auch sie können, wie Artillerie unb Pak, Granatwerfer unb Maschinengewehre, Karabiner um) Handgranaten, deren Einschläge sich bis zum spälm Abend zu einem wütenben, wilden Taumel Derw nen, die gefallene Entscheidung' nicht ändern. E- weicht kein Mann der Standarte, mag der KamU auch noch so hart toben. Das Angriffsziel ist en« reicht! Erfolgreicher Einsatz der Lustwaffe. Berlin, 25. Aug. (DNB.) Mit besonderem v* folg belegten deutsche Kampfflugzeuge Schiffs" ziele im Finnischen Meerbusen nui Bomben aller Kaliber. Ein vollbeladenek Truppentransporter von 6000 BRT. wurde durch mehrere Bombentreffer so schwer beschädig; baß das Schiff in Brand geriet und sank. Nach alle« Seiten sprangen die Solbaten über die Reeling um) versuchten, sich zu retten. Zahlreiche weitere SchM j wurden durch Volltreffer schwer deschäbigt darunta! i drei Handelsschiffe von zusammen 5000 BRT. 5® Raume bes Ilmensees wurden Infanterie-, An- tillerie- und Nachschubkolonnen vernichtend getroffen und zersprengt. Besondere Angriffe richteten H i gegen Flak- und Artilleriestellungen südlich Pk?', t e r s b u r g , die durch Volltreffer zum Schweiget gebracht wurden. Angriffe der Luftwaffe richteten sich im mitä' l e r e n Teil der Ostfront gegen Eisenbahnlinien und Nachschubwege der Sowjets. In zahlreiche Bahnhofsanlagen wurden durch Bombentreffer W fangreiche Zerstörungen heroorgerufen. Zahlreitzö Eisenbahnstrecken wurden unterbrochen. Im Raum von Gomel griffen Sturzkampfflugzeuge so"l- jetische Panzerzüge im Tiefflug an. Die PanzerziO wurden so vernichtend getroffen, daß nur Trümmsc übrig blieben. Im südlichen Teil der Ostfront griffen Kampfflugzeuge erfolgreich sowjetische Rü^' zugskolonnen an. Kamps- und Sturzkampfverbäin-r belegten Eisenbahnlinien im Rückzugsgebiet der Bo>> schewisten erfolgreich mit Bomben. Weiter wurden Hafenanlagen am Dnjepr und sowjetische Flaksü'' lungen durch Bombenvolltreffer vernichtet. öer finnische Vormarsch. Helsinki, 25. Aug. (Europapreß.) Dom rasche Vordringen'der finnischen Armee im Rau sN von W i b o r g und den bevorstehenden O p e r at i o n V im Petersburger Gebie-t schreibt „Helsingirl | Sanornat" folgendes: „Die finnische Armee von I nördlicher unb die deutsche Armee von südlichst Richtung nähern sich Petersburg. 2)ie 3p’ j lierung Petersburgs von ber übrigen Sowjetunmr i wird auf die Produktion der Kriegsindustrie P® < ganzem Sowjetunion ejnwixLW*. Das Deutschlandlied. fuhr er an die Front. J >r-1che militärische Kreise mit steigendem Ernst die ö^MAnivickluna der Kämpfe in der Sowjetunion. In Nach empfangen. nWenfo Oer Zall Belmonte. V"» ■rumente an oen 'pariameiltvuu-iu-uo em» «uh» u... ~ , v ■ h lüiii da eine gleichzeitige Untersuchung des unserer Generation und die Sprache des Lotke., 6, Fl-s Belmonte durch Regierung und Parlament das die Verpflichtung fühlt das große Geschehen kMütz di Aufklärung des Tatbestandes abträglich feu allen.nachfolgender< ©efd^'e^tern 311 Der^nb™e r Lsxrdem werden mit wenig stichhaltigen Argu- der Trauer verbindet sich du! stolze Dokumentterung K v,r°n 7ie lautq-Edenen Zweifel an der Echt- des Sieges, für den die Opfer gebracht werden LfonW l und Beweiskraft des vorliegenden Mater,als I mußten. Jmm.r ab-r ,ft --d.e Landfch f. X Ml IvLttscher Schlepper beschossen. Hans Arens, Sonne scheint. n n ?Hr tut so Gutes, Frontbuch-Leute: Bleibt guten Mutes Hier und heute. Bleibt es auch morgen, In Arbeit vereint. Bis wieder des Friedens limniMe Wst-narlillerie nahman der Küste des vs üschen Meerbusens einen oOOO BRT. g v i t jetHdxen Truppentransporter un- b' Feuer. Rach mehreren Treffern begann das L| dem Churchill über das Thema ,,Bolsche. 0Ismus" hinweggegangen fei. Diesem Gegen, ta'i) habe der britische Premier offenbar aus- Uetzen wollen. Es sei ihm vielleicht inzwischen Wi aufgefallen, wie grotesk die Ehe zwischen dem Mi-kauer Bolschewismus und der angelsächsischen gli7.okratie, den Gottlosen und dem Erzbischof von xaiterbury sei. Besorgnisse in London und Washington. merite. Nach dem Umsturz wurde er mit der Fäh- rung des bayerischen Armeekorps in Würzburg be. auftragt. Nach Ueberleitung der bayerischen Truppenkontingente in die Reichswehr wurde er als Ge- ncral der Artillerie zur Disposition gestellt. Während der letzten Tage hat König Michael in Begleitung des Marschalls Antonescu zum ersten Male die befreiten Gebiete besucht. Nachdem der sind. Und einen t._,— — Monate führen dürfen; zuerst entlang der Grenze im Westen, dann im norddeutschen Küstengebiet, anschließend in Dänemark und abschließend im Generalgouvernement. Es waren schöne Monate, denn die Aufgaben, die dem Frontbuchhändler gestellt waren, bestanden doch darin, Kameraden, die weit der Heimat entfernt lagen, das kostbare Gut zu bringen: Bücher. — Es waren nun, wie wohl mancher glauben mochte, keine „Spazierfahrten" ins Blaue hinein. Wir waren noch nicht an unserem Bestimmungsort angelangt, mitten auf den Straßen schon haben sie uns angehalten, denn an unserem Wagen stand ja in großen Lettern: Frontbuchhandlung. Wer Tokio, 26. Aug. (DND.) J>etfd)i Schimbun" fordert die Schließung der Sugaru- und S e y a - S t r a ß e n für die ausländische Schiffahrt, besonders für die Schiffe, die Japan feindlichen Ländern gehören. Tatsache ist, schreibt das Blatt, daß die Vereinigten Staaten den Panamakanal für japanische Schiffe geschlossen haben. Es ist also. . keinerlei Grund vorhanden, daß Japan nicht die Am 26. August 1841 zahrt sich zum 100. Male der Meeresstraßen schließen sollte, die in japanischen Tag, an dem H o f f m a n n v o n F a l l e r sieben Hoheitsgewässern liegen und für Japan viel wich- auf der Insel Helgoland das Deutschlandlied dichtet^, tiaer sind als der Panamakanal für die Vereinigten dessen Weise von Joseph Haydn stammt. Die nacy- Staaten. sten „Familienblätter" werden einen Beitrag über Hoffmann von Fallersleben bringen. (Scherl-Archi-v-M.) Stockholm, 25. Aug. (Europapreß.) Nach Be- schwedischer Blätter aus London beurteilen jiiiict»-halten. Es ist bewußt davon Abstand genommen, einen )emirL Die Reichsregierung hat sich aus politischen Gründen genötigt gesehen, den in Deutschland ansässigen Konsuln des Staates Haiti das Exequatur zu entziehen. Für die Abwicklung ihrer Geschäfte wurde den Konsulaten eine Frist gegeben, die am 5.-September abläuft. Die deutschen Berufs- Sturjfomti elfen, bgültig miil 5 3n fault] hellwach, R i wir trotz uj aut durch« irts NNi erreichend«^ Wwehrfeuk^ pf wird, )tweckiß M i, der W Herrscher mit den Offizieren des Großen Hauptquartiers der Armee bekanntaemacht worden war, begab er sich in Begleitung Antonescus nach Tiraspol. Darauf ' ' S If W- Mit Büchern zu unseren Soldaten Erlebnisse eines Frontbuchhändlers. einer Reife durch die interessantesten Gebiete Rumäniens und nach der Rückkehr von den bessarabischen Schlachtfeldern wurde die Abordnung deutscher Schriftleiter, die die rumänische Regierung zu einer Rumänienfahrt einge- laden hat, in Bukarest vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Professor Mihai Antonescu er die 8, ajonette fe achen uni i Angelsachs«, Verteidigung v zu kämps^ hen Zieles nne Hebung« Anfeuemz» 15 der Ach 1 so beliebte« Hie Rede fc| r zu beuM •M Mw WLjfljjr 1 Mailand, 25. Ang. (Europapreß.) Die italie- !«ist« Presse verzeichnet mit Genugtuung den Ver- fnu italienischer Schiffe in den argentinischen Häfen in Argentinien, das damit den Grundstock zu einer eignen Handelsflotte legt. Das Abkommen sei in tot ten Verhandlungen mit der argentinischen Re- i jng auf Grund der hergebrachten sreundschaft- m Beziehungen zwischen Rom und Buenos fito zustandegekornmen. Die Bildung einer eigenen ßMelsflotte werde zur politischen und wirtschaft- |mn Erstarkung Argentiniens beitragen. ’ handelt sich bei dem Ankauf um insgesamt V- Schiffe, von denen acht nach dem Kriege von 'M-en zurückgekauft werden können. Die Gesamt- torr-age beträgt 90 000 BRT. ®er selber Soldat ist, kann es ermessen, was es bedeutet, wenn eines schönen Tages, ganz unerwartet ein Buch zu ihm kommt. Ich habe es ost erlebt in den kalten Wintermonaten 1939/40 im Vorfeld des Westens. Spätabends kamen mir wieder heim Das erste war bann: ist Post gekommen'. Leider so oft: nein! Betrüblich ging man bann von bannen. Aber, wenn die Post kam und es war etwas dabei", dann, ja bann war die Freude groß. Der Gruß aus der Heimat? Draußen haben viele Menschen kermengeiernt, was es. heißt: Bücher können Freunde fein. Ich habe viele Kameraden beobachtet, wie sich so langsam das entwickelte, was man „Bücherfreuich" nennt. Damals entstand bei mir der Wunsch, man mochte mich holen, um als Frontbuchhändler mit Dielen Büchern zu meinen Kameraden zu fahren, I denn ich wußte, wie sehr sie sich nach guter Lektüre lehnten Und schneller als ich annehmen konnte, ainq mein Wunsch in Erfüllung, denn: das OKW. ! hat in enger Zusammenarbeit mit dem Verlag der NSK. Auf Vorschlag des Generalbauinspektovs hat der Führer unlängst den Architekten Professor Dr. Wilhelm Kreis als Generalbaurat mit der Gestaltung der Kriegerfriedhöfe beauftragt In der kurzen Zeit feit dieser Beauftragung hat der Architekt nun schon eine ganze Reihe von Zeichnungen geschaffen, die er unmittelbar nach dem Eindruck, den er beim Besuch der Schlachtfelder erhalten hat, anfertigte, und die eine erste Niederschrift der gestalterischen Idee des Künstlers darstellen. Meisterhaft ist mit wenigen Strichen der Eha- rakter der Landschaft wiedergegeben, und aus ihm heraus erwächst ein Mahnmal, das dieser Landschaft tief verbunden, auch aus ihrer Kraft und Eigenart . entsprossen ist. Kampf, Kraft, Opfer und Siea, die IlHo de Janeiro, 25. Aug. (DNB.) Die boli- elementaren Kräfte im S^ofeen (EnW^ung^ampt lösche Abgeordnetenkammer hatte vor einiger bes Volkes, haben in diesen Bauten einen großen Hi die Uebermeifung der Beweisstücke zum künstlerischen Ausdruck erhalten. . fe Belmonte gefordert, da sowohl in der boli- Es ist bewußt davon Abstand Summen, einen »irischen Oeffenttichkeit wie in Kreisen des Parla- Einheitstypus auf allen großen itStreife! an der Beweiskraft des vorliegen-1 erstellen, ebenso wie auch selbstverständlich außer »»Materials erhoben worden waren. Der Staats- liche, historische Formentwurden bmn d fraibent hat jedoch die Ueberlassung der Beweis-Sprache, in der diese Male von der stolzen Trauer |!m=nte an dcn Parlamentsausschuß ° b g ° - eines Volkes um f-m- Sohne kündet 'st d e Sprache Der Sarkophag in der weiten Land,chast einer Ebene, die geschlossene, kantige Form des Pyramidenstumpfes als Mahnmal des Sieges der Panzer in der Wüste, der durch die großen Adler auf den Ecken einen ganz neuen Sinn unb neue Bedeutung erhält Unter den vielen schonen Losungen der Bekrönung von Berg- unb Hügelkuppen fmbet man den geschlossenen Rundbau der Soldatenburg an der Weickfel bei Warschau oder die achteckige Bogenhalle auf einem Vogesenkopf. Monumentale Torbildungen als Eingang zu einem Soldatenfriedhof inJRorb: frankreich oder das Ehrenmal am Fuße des Olymps ßanjenwO je unb Al H Karabimi ch bis 311m R lauiwl nicht änbMj mag b£r F; tgriffszielvl liffabon, 25. Aug. (Europapreß.) Nieder- Misch-Jndien liefert große Mengen kriegs-! öfitiger Rohstoffe an die Vereinigten^ atnten. Die Bezahlung durch die USA. erfolgt j || Form von Kriegsmaterial, vor allem Wich Bomben- und Jagdflugzeuge. In den letzten im Wochen sollen in Batavia 68 Flugzeuge, Lt Dutzend Tanks, Flakbatterien und sonstige. 8 kiutze eingetroffen sein. Auf den Werften von Merländisch-Jndien seien zahlreiche Torpedo- bctc, U-Boote und andere leichte Einheiten im Ba., die für die holländische Kriegsflotte bestimmt |cc. Verkauf italienischer Schiffe an Argentinien. .feneral d Art. a. D. Ritter von Burk ti bi in Würzburg begeht I°m«n 80. iu der bayerischen Armee heroorgegan4°n. W - ls Kosnmanbcur der 4. Bayerischen vewartü K-Brigade in den Weltkrieg Zn Apnl^181« « li er das Kommando der 10. Bayerischen v > ti-Di-visian. Als Kommandeur der MMivision erwarb er sich den Orden "u;;f her »“SW sin?°n"DerTruppeniransport°r jttilmit^Mannschaften. Geschützen und Kra,twag°n jichtel ..pil:belaben. Im gleichen KustenabschMt wurde ein bolivianische Regierung machte einen grd^en SMstungsrummel auf unb schickte dem deutschen fidi febten feine Pässe. Major Belmonte erklärte (Fifen*;^ Lj siner Pressekonferenz unter feinem Ehrenwort, fS M an dem Schwindel fein Wort wahr seu Die Gerung des bolivianischen Staatspräsidenten, 8r°£, M MParlameiÄ eine Nachprüfung des Dokumenten- Än M Mrials zu gestatten, setzt die Demokratie der 1 ff^«nfälscher ins grellste Scheinwerferlicht. «Äi-Z Arme politische Nachrichten. oav' 1"^ «... . « ...__Saw ßiifb de Mahnmale Über den Schlachtfeldern Ans dem Schaffen von Generalbanrat Professor Kreis.-Oie ersten Entwürfe I!daß^ jeder ^auch ^die Möglichkeit betommt, unsere für die Gestattung der Kriegerfriedhöfe. lÄ^e7reifcSe einer kurzen „Voruntersuchung" wird bann die Stunde festgesetzt, in der alle Einheiten Befehl erhalten, die Frontbuchhandlung zu „besichtigend Aber was heißt hier besichtigen? Sofort ist der Laden voll. Sie können alles betrachten, das wir so mitführen: rund 3000 Bücher. Schön übersichtlich ist ber Laden eingerichtet, überall sagen Schilder, welche Art von Literaturgruppen vorhanden sind. Unb natürlich kann jeder sich selber aussuchen, was er haben mochte, er kann also ganz wie in einer richtigen Buchhandlung in Ruhe und Frieden wählen, darf jedes Buch zur Hand nehmen, bis er glaubt, das richtige gefunden zu haben. Und ob sie das richtige fanden, denn wir haben ja für jeden etwas; versteht sich von selbst: nur gute Bücher, keinerlei Schund oder Kitsch. Dafür sorgt schon die Zentrale in Berlin und auch die Frontbuchhändler, die ja wissen, was sie verkaufen. Natürlich: verkaufen, denn das ist ja gerade das Schöne bei uns fahrenden Buchhandlungen: jeder Soldat kaust sich nach eigenem Wunsch und Geschmack das Buch, das Unser Bild zeigt den Soldatenfriedhof und das Ehrenmal am Kanal nach einer Federzeichnung von er haben möchte. Professor Kreis. — (Scherl-Bilderdienst-M.) unb wie haben unsere Kameraden gekauft, daß jemand 4 bis 6 Bücher auf einmal mitnahm, war in klassisch-antikem Rhythmus der Pfeiler und Hof-1 keine Seltenheit. Eines hat wohl jeder genommen, geftaltung bezeichnen den Reichtum der Gestaltung, | Wcher waren, wo ich auch immer mit meiner Buch, den der Künstler für dieses Thema aufzugreifen ge- Handlung hinkam, ein begehrter Artikel. Ja, oft willt ist. mußten wir unsere oorgeschriebene Reise nach 14 In Zusammenarbeit des Generalbaurats mit füh- Dagen abbrechen, weil sämtliche 3000 Bücher aus» renben Architekten und Bildhauern werden eine verkauft waren und wir erst wieder Nachschub von Reihe dieser Mahnmale entstehen. \ unserem Standort holen mußten. Eine besondere U-berraschung.aber^sind.die^beiden Bücher nun gefragt werden? Nun. alle! Federzeichnungen die Kreis geschaffen hat, und b unser Bücherverzeichnis zeigt, daß mir dem Heft in drucktechnisch schöner ^usftihrungi aus! üe5 vorrätig haben: Nationalsozialismus — Welt- großen Falttaseln be,gegeben sind. Sie stellen einen — Rassenkundc - Männer der Wirt. Soldatensriedhos und em Ehrenmal bei Drontheim .W unbHber — Wehrmacht und Solda- und ein Ehrenmal am Kanal dar Was sonst aus tenfalm _ spoIitiE _ Geschichte. — Gedicht und den Blättern IN skizzenhafter, aber bestimmter Drama — Romane und Erzählungen — Kunst- in Erscheinung tritt, das zeigt sich bei diesen Bei- _ Philosophie — usw. Man kann also spielen in genauer Darstellung der Einzelheiten Geschmack — aus allen Literaturgattun. Der Generalbaumspektor Alber S p e e r hat dem wählen. Dabei ist es natürlich selbstoerständ. cheft eine Würdigung des Architekten Kr-is vorange- ba6 ba5 unterhaltende Schrifttum beoorzuat stellt, aus dem seine Verehrung für ben Künstler ^^b, also Romane und Erzählungen. Machen diese und Menschen Kreis spricht. Dort heißt es u. a.: I . ba5 „Rennen", so ist es boch erfreulich zu „Seiner Gesinnung verbindet sich eine wahrhaft jelhr anck andere Bücher begehrt werden, schöpferische Phantasie. Ich finde es immer mieberl ^eifpid: Geschichte und Politik stehen mit an erstaunlich, wie aus diesem seltenen Menschen em P -ter stelle °t“e“ tanbkn™»r Es war nicht feiten, daß ein Kamerad ein Buch oorbricht - teufe p elleW mebr benn e Zuo°n, Fpoerl, sagen wir den „Gasmann", kaufte und Allerdings erlebt dieser Meister heute in |e r Rießlcbes Zarathustra" dazu legte. Daneben vollen Reife ben Nährboden auf dem aüem ferne W aktuellen Bucher unb Schriften bevor- 34 ^cr ©rofrVpr- so Z- B. bie Büche? von Pahl und Zischka taste ist es fedoch nicht der der Architekt der- . ö bricht Monopole), denn der Wille, sich artige Arbeiten ”£rb£ntth?^ V orientieren über bie Probleme der Welt ist sehr fruchtbar, wenn sich ^re un«laßliche S^ch 0 genau so, wie der Wunsch, tiefer vertraut zu des Formgefuhls paart Dieses Formgefuhl mcrben mit den Fragen über Wehrmacht und Sol- herrscht den Architekten Kreis mit^rab 8“ $öatentum unserer und vergangener Zeiten. Deshalb wandlenscher Sicherheib Ein seltener Jnstin t W LGcben ^ch die Bücher von Göring, Übet, Prien ihn d.e allem richtige Form, und Zwar bis m das! Q w DerIangt Das Buch bes Führers sicht letzte Detail. fmben. Nur wer selber schaffend am Qn ^er Spitze: unzählige Exemplare sind durch Brett arbeitet, weiß, mie fehr ,.^a( LnL bie Frontbuchhandlungen in die Hände ber eob Idee nur burch die richtige Formung leder Einzel- gekommen. hett sprechend und gültig wird. a _ r , ,£ , . Das deutsche Volk kann aus diesen Angaben ent-1 Da unb bort, wo eine Gelegenheit vorhanden nehmen, baß bie Gestaltung dieser Aufgabe in den war, habe ich aus Büchern der heute lebenden Dich- beften Händen liegt. Sie zeigt uns aber auch, daß, ter vorgelesen. Das Ideal, einen Dichter selber lesen während wir heute die wahre Kultur der Menschheit zu lassen, konnte ich leider ,nur zweimal verwirk- verteidigen mir gleichzeitig neue kulturelle Werte lichen. Im norddeutschen Küstengebiet hatte sich ber schaffen ' Hamburger Dichter Lubwig H i n r i ch s e n für einige Wochen uneigennützig zur Verfügung gestellt. Er las kleine ernste und heitere Geschichten und vor allem aus seinem großartigen Buch „Meerumschlungen". Der andere war Martin Luser ke; er fyat die Frontbuchhandlung nach Dänemark begleitet unb dort viel Begeisterung gefunden. — Aus den vielen Fahrten habe ich auch manchen Dichter ateick ui Antano des Krieges ein« t-enfral- g«fr°isen, der zum Heeresdienst einberufen war. So »“•»•ä “ä >"ä "ort^u erscheinen, wo deutsche Soldaten stationiert den Wagen besichtigte J W Wagen habe ich durch 12 ^-7- Namm fchr-eb, deststerchm In Krakau traf ich Oberleutnant Otto Brü e s. Mit seinem kleinen Vers, den er in unser Gästebuch schrieb, will ich diesen Bericht beschließen: tr-rfgemiefen. . • I Uralt^große^orme^n sind m diese Skizzen wieder ^jefe Weigerung bedeutet für aste Welt ein Ge- ausgenommen und ZU ueuer Darstellung gebracht, ß Z erinnert sich noch des Falles, der! *2? ««rfnnhM in der weiten Landschaft emer fc »einigen Wochen Staub aufwirbelte. Der boli- ° 'stche Militärattache in Berlin, ein Major Bel- frne, sollte an den deutschen Gesandten m Boli- M Dr. Wendler, einen unglaublich törichten Lrier ^rieben haben, in dem gute lips für eine ,Mazi- f!''t ution" in Bolivien gegeben wurden. Die guten * einigen ' Redensarten ohne Mimruma/tn ^hx/uxxS. Die bolivianische Regie- R selbst erklärte, daß ihr das Material von drit- -—jeleitet worden sei. Die Spatzen pfiffen lernte zugleich bie vorbildliche Unterbringung der ] Kinder aus luftgefährdeten Heimatgebieten kennen. । Wie Reuter meldet, gibt ein amtlicher Bericht der brittschen Abmiralität bekannt, daß das Unterseeboot „U n i o n" überfällig sei und als verloren angesehen werden müsse. * In Posen begann ein Sondergerichtsoerfahren gegen 28 ehemalige Polizeibeamte und Hilfspolizisten, die als Begleiter eines Verschleppten- zuges aus Obornik 350 internierte Volksdeutsche auf ber Marschstraße bis dicht vor Warschau in unmenschlicher Weise ermordet haben ober für die an den Deutschen verübten Gewaltoerbrechen verantwortlich sind. Im Rahmen des „Doberaner Dichtertages", der Vertreter ber gesamten nieberbeutschen Dichtung in ber alten Mecklenburgischen Stadt Doberan vereinigte, wurde ber mecklenburgische Dichterpreis 1941 an den niederdeutschen Dichter Moritz Jahn verliehen. Schließung der japanischen Meeresstraßen gefordert. it bes-E' ijeiige 1 e»rbuen' 5K0ÄS tomer WJ up nieit^£ i 5000 2-. » l|| bestanden aus ei n 3nfaI!^ umständlichen Inhalts T'kV erklärte, daß -iffe E.- k: Seite zugeleitet rootoen sei. -uie öpu9c,v*,ii'|V'* en füiOti* $lDn den Dächern, daß die USA. bahmterstanden. 1 , jijF im. , . . .«« _______ omon aroRen ai)J ... «ederländisch-Zndien erhält Kriegs - $it iijll material aus USA. wollien, oii] Italia", nut ^NÄBiMaiung uet jvumplL- m uec ^owjerumon. yn englischen Oeffentlichkeit, so heißt es in ben ^"MMMichten, sei eine gewisse Unruhe über bas 2Ius= ssOer hlsr-en einer sichtbar werbenden britischen Hilfe für s-Mihill J it Sowjets zu beobachten. Die englischen Blätter 9°n einj ^krstreichen, daß eine sofortige Hilfe für die Sow- Äen.<| Union nötig sei. Versprechungen für bie Zukunft Mr iLtz-en nichts. In verschiedenen Blättern wird die y enb|'/| U-^rung erhoben, mit der größten Eile Jagdflug- öa3U, ieu:< an die Sowjetunion zu liefern. Mit welch )en |r em Ernst man die Lage verfolgt, geht aus ber bei hlftinbai) Times" hervor, in der es heißt: „Auch 1 .begchy. 9 1 Hitler am Dnjepr steht, hat er die Themse !rIl Südwest genügend koloniale Erfahrung gesaniAj 11 i hat, um ohne falsche romantische Vorstellungen « - ein Brodlern beraniuaeben, das heute wieder " (ft)i renb litte A' 339430 364998 169112 151209 161305 292022 Vornehm I Geschmackvoll! Persönlich I Oleee drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brühi'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 w initi bau fiau 9l( aul M I ut Gewlnnauszug 5. Klasse 5. Deutsche Reichslotterie Wiederaufnahme der Praxis 27. August 1941 Die trauernden Hinterbliebenen: Margarete Rodenhausen u. Kinder nebst allen Angehörigen Gießen, den 24. August 1941 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 27. August, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen 3568 D — Adolf Kaempffer: Das erste Iah- Roman eines kolonialen Morgen. Preis in fieimj geb. 5,80 RM. Verlag Georg Westermann, fit Das Jahr 1866, das der Freien Reichsstadt Frankfurt ihre Selbständigkeit kostete, brachte auch der Festung Mainz preußische Besatzung, denn nach dem zwischen Preußen und Bayern abgeschlossenen Friedensoertrag mußte die aus bayerischen, kurhessischen und nassauer Kontingenten bestehende Besatzung abrücken, um den Preußen Platz zu machen. Das war am 26. und 27. August 1866, also genau vor 7 5 Jahren. Die Preußen rückten am 25. August mittags 1 Uhr, über die Kasteler Schiffsbrücke kommend, in Mainz ein. An der Spitze ritt Prinz Holstein, der spätere Gouverneur und Ehrenbürger von Mainz. Sieben Bataillone besetzten die Stadt. Prinz Holstein wurde unweit Kastel von dem abrückenden bayerischen Gouverneur Grafen Rechberg-Löwenroche und dem kurhessischen General von Loßberg begrüßt. Die preußischen Truppen marschierten, nachdem sie die Schiffsbrücke passiert hatten, über die Rheinstraße, den Markt, die Ludwig- und die Schillerstraße zur Großen Bleiche. Dann löste sich der Truppenverband auf und die Soldaten kamen in die Quartiere. Man kann nicht sagen, daß die Mainzer Bürger die Preußen besonders herzlich bewillkommnet hätten, denn auf den Einzugsstraßen standen nur ein paar Neugierige, die Mainzer, die etwas auf sich hielten, waren zu Hause geblieben. Als dann am gleichen Nachmittag die kurhessischen und nassauischen Truppen abgerückt waren, die meist in der Ge- — Heinz Maaßen: Ueber die Maas. Die Erzwingung des Uebergangs bei Monthermä. 140 Seiten. Mit 24 Bildseiten. 2,80 RM. Völkischer Verlag, G. m. b. H., Düsseldorf. — (52) — Der Verfasser, der schon den Polenfeldzug mitgemacht hat, gibt hier aus persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen ein dramatisches Bild von den schweren Kämpfen eines Schützenbataillons an der Maas während des Feldzuges im Westen. Die Erzwingung des Uebergangs über den Fluß bei Montherme, wo ten festgestellt. In Elvas betrug die Temperatur 38,5 und in Portalegre sogar 40,1 Grad im Schatten. Elf Tole bei einem Großfeuer in Kolumbien. Durch einen großen Brand wurden im Mittelpunkt der Stadt Barranquila (Kolumbien) 16 große Gebäude zerstört. Elf Personen, darunter drei Feuerwehrleute, kamen in den Flammen um. Fünf weitere Personen trugen ernste Brandwunden davon. Die Sachschäden sind beträchtlich. Kalkofen in die Cuff geflogen. Während des lebhaften Sonntagsverkehrs hat sich im Zentrum des Bauerndorfes Piovene in V e n e z i e n eine gewaltige Explosion ereignet. 285177 1137 275631 181673 35826 93977 1939 8341 nach ar fiofse sind durch die ein Kalkofen in die Luft flog. Durch die herabfallenden Steine wurden drei Passanten getötet und 20 mehr oder weniger schwer verletzt. Der Besitzer des Kalkofens hatte Sprengstoffe für den Betrieb in den Steinbrüchen in dem Kalkofen aufbewahrt. Explosion im Hafen von Istanbul. Im Hafen von Istanbul, auf dem kleinen asiatischen Bahnhof Haidar Pascha, explodierten drei mit Benzin beladene kleine Schiffe vom Typ Mahon. Die Explosion war kilometerweit zu hören. Riesige Stichflammen stiegen zum Himmel, der noch Stunden später mit schwarzen Rauchwolken bedeckt war. Die Arbeiten der Feuerwehr gestalteten sich sehr schwierig, lieber die Ursache der Explosion und ihren Umfang liegen noch keine Meldungen vor. 15 Gewinne zu 284972 51 Gewinne zu — Wer knacktdie Nuß? Von Fritz S o l Mit Zeichnungen von Otto Nückel. 224 (Seite, Verlag Knorr & Hirth, München. Geh. 2,90 geb. 3,70 RM. — (48) — 2400 Fragen sind , beantworten, sauber eingeteilt in 40 verschied „Nüsse" zu je 60 Fragen. Fragen, wie sie h Leben täglich stellt. Jeder soll sie aus seinem Wi^ und aus seiner Erfahrung beantworten, entw allein ober noch besser mit anderen zusammen einem unterhaltsamen Gesellschaftsspiel. Besond anregend sind nicht nur für Kenner dabei die zel „Spezialnüsse", wie etwa die „Fliegernuß", bi „Hausfrauennuß", die „Wiener Nuß", die „Sv datennuß" usw. Die Antworten sind gesondert r zweiten Teil zusammengestellt. Aus den viel-, tausend Fragenüssen des Lebens stellen diese 24j nur einen Bruchteil dar, aber der Verfasser hat i mit Bedacht, Geschick und auch mit Humor gewähr Hugo Bermühler DerWI Berlin-Lichterfelde Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Dogelliebh^ mit Begeisterung lesen und schauen wer>» UnlerSäbelsKnäblea und Seeschroalben Beobachtungen, und Natururkunden aus der Dogelweltder deutschen Nordsee»-- Don Tugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern Wundervollen Naturaufnahmen, un tn - gebunden RM. 3.S0. Bestellungen nimmt IP Buchhandlung entgegen. Verlangen Sier' das ausführliche bebilderte Werbet Hugo Bermühler Derlaj Berlin.Lichterfelde Pickel, Sommer- spross. usw. entf. u.Gar.iür immer Fran B. Gulden seit1935Fr.W.Henkel Svrechstund. jetzt Mittwochs,Gießen Am Biegelplad 32, 3-17 Uhr dnrchg. fkn h' 2 hieb Mit tiefer Trauer erfüllt uns das unerwartete Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten, treusorgenden Vaters, Sohnes, Bruders, Schwiegervaters, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels Karl Rodenhausen Kaufmann hat, um i , , . , ein Problem heranzugehen, das heute wieder vi t bewegt, hat auch schon in seinem mit dem lieber! tt, Preis ausgezeichneten Südweftafrika-Roman Trutzberge" die Fähigkeit gezeigt, Wirklichkeitssi-, und dichterische Gestaltung miteinander zu verbind^ Dieser neue Roman entstammt dem gleichen M auch wenn er, wie der Verfasser in einem Nachmq bekennt, von falschen kolonialpolitischen Vorau.« setzungen ausgeht. Das Problem der WassererU,-, j X- J ßung wird für Südwest, in welcher Form auh JLi z immer die Kolonie als Rohstoffquelle für ie | iWM deutsche Wirtschaft nutzbar gemacht werden wii), eine Lebensfrage sein und deshalb verdient dr | Roman, der in figurenreicher, spannender fiart» | lunq an dies Problem anknüpft, unser Jnterch. Fr. W. Lange' fohl b.S i! brin Hibimr Am 31. Juli fiel in den schweren Kämpfen im Osten für Führer und Vaterland unser geliebter, sonniger Junge, unser lieber Bruder, Schwager Onkel, Enkel und Neffe Hans Wahl Gefreiter und Offz.-Anw. in einem Inf.-Regt. im Alter von 21 Jahren. Im Namen der Angehörigen: Carl Wahl, Pfarrer und Frau Marie, geb. Dietz Butzbach, den 22. August 1941. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 24. Juli in den Kämpfen im Osten mein lieber Mann, unser guter, hoffnungsvoller Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Erich Bergk Feldwebel in einem Kradschützen-Bataillon Inh. desE. K. II u. d. Westwall-Ehrenzeichens im blühenden Alter von 27 Jahren den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Frau Maria Bergk, geb. Merkel August Bergk und Frau Familie Karl Merkel August Bergk, z. Z. im Felde, und Familio Albert Fischer, z.Z. im Felde, u.Frau Marie, Richard Bergk, z. Z. im Felde. [geb. Bergk Lang-Göns, Horchheim, Leihgestern. 164858 235876 319873 390315 394564 144 Gewinne zu 1000 RM. 7349 22420 36524 41404 43865 56042 63338 65192 67640 74562 81623 92357 94500 97966 | Verkäufe | Großes MoskeWt (vier Plätze) mit Untersatzschränk. preiswert zu verkaufen. 3547D Chr. Inderthal, Gießen,Seltersweg 55 Naumann Heilpraktiker 6 Gewinne zu 10000 RM. 15 Gewinne zu 368995 Verlobungs-Anzeig* bei Brühl. Schulflj In Bieber, v* Dünsberg ew kleiner, grair-- Pintsdiei entlaufen» Abzugeben M 30.— RM. 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Stellvertreter»l Hauptschriftleiters: Ernst Blum sch ein. Verantwortlich für Politik nn Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans TM' (beurl.), i. V.: Dr. Fr. W. Sange; für Stadt Gießen, Provinz, schäft und Sport: Emst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitatsdruckerei R. Lange K.ii, Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hawann; Anzeigenleiter: Hans Sei Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PI.SK Am Sonntag, dem 24. Aug. 1941, verschied plötzlich unser langjähriges Mitglied, Kamerad Sanitätsrat Dr. med. Hermann Fritz Memeler Straße 4. Die Trauerfeier findet Mittwoch, 27. August, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Bauer. 128 Seiten und 64 Seiten Kupfert-t druckbilder. Brosch. 4,— RM. Chr. Besser, 35? lagsbuchhandlung, Stuttgart. — (43) — Das H z erzählt fesselnd von der Gemeinschaftsleistung seres Volkes, von den Männern der Organisati» Todt, von ihrem Einsatz, ihrer Kameradschaft, ju Opferbereitschaft und von ihrem Willen, Schsj> der Heimat und Wegbereiter des Sieges zu u Ferner behandelt das Buch den Einsatz des arbeiters im besetzten Gebiet. Für den Nächst und damit für die Schlagkraft der Wehrmacht qL der Einsatz des Frontarbeiters von besonderer Q«, deutung. Das Buch ist für den Frontarbeiter Dokument seines großen Erlebens und für Soldaten des Westwall» eine lebendige (Erinnern# an die Si'inkon irtmur lgssirbtorslillnnn im Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzen Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinkl mung entstehen. Fragen Sie Ihren Arzt. Hat Ihnji dieser ein Bruchband empfohlen, dann kommen zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt, 0 starren Eisenbügel, und wie viele Leidensgenosw sich mit Hilfe meiner Spezialausführungen sogii geheilt haben.- U. a. schreibt Herr August Köpp®1 „Teile Ihnen mit, daß mein Bruch sich durch m Tragen Ihrer Bandage so gebessert hat, daß n- als Maschinenschlosser mit 64 Jahren alle Arbeit ohne Beschwerde verrichten känn. Als Dsm können Sie dieses Dankschreiben veröffentliche Berlin-Schöneberg, Fregestraße 77, den 19.6. Iw'- Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? UeW zeugen Sie sich kostenlos und unverbindlich mdi Wetzlar, Mittwoch, 27. August, von 3 bis 6 Uhr.iJi Hotel Kaltwasser. Marburg, Donnerstag, 28. Mit von 9 bis 11 Uhr, im Bahnhofhotel. Gießen, Freit®Ä 29. August, von 9 bis 12 Uhr, im Hotel Kobel. law’ L. Rülfing, Spezialbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str..11 | Verschiedenes | Sonntag, 17. 8., inderStadtkirche Brotehe ßez. C verloren. Abzugebengegen Belohnung [02814 Brandgasse 4. 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[Stellenangebote) Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnis- abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers trageu! gend von Hattersheim und Flörsheim in Quartiere gingen, kamen die Mainzer aus ihren Häusern und Wohnungen, um die ahnungslos in der Stadt her- umfpazierenden Preußen zu „begrüßen", es gab allenthalben Rempeleien, die teilweise in derbe Prü- gelfchlachten ausarteten. Der preußische Gouverneur drohte mit dem Belagerungszustand, wenn die Belästigungen der preußischen Truppen nicht aufhör- tey. Da waren die Mainzer die Klügeren und gaben nach. Aber freundschaftlich war das Verhältnis zwischen Preußen und Mainzern keineswegs, denn man vergaß nicht, daß die Preußen sich ihre Anwesenheit in der Festung gut bezahlen ließen. Für jeden Soldaten mußte die Stadtkasse 30 Kreuzer pro Tag bezahlen, ein Unteroffizier kostete schon einen Gulden, ein Leutnant fünf Gulden, ein Hauptmann sieben und ein Stabsoffizier sogar deren zehn. Das lief' ins Geld, zumal in den nächsten Tagen noch mehr preußische Truppen nachkamen. Später bestand dann die Garnison der Stadt aus den Infanterie-Regimentern 19, 32, 81 und 87, dem Fußar- tillerie-Regiment 3, einem F e ld a r ti lle r i e -R e gi me n t, den Her Pionieren und zwei Schwadronen Dragonern. Mit den Preußen kam $tn schlimmer Gast nach Mainz: die Cholera. Am 27. August 1866 gab es den ersten Todesfall und bis Ende September 1866 starben über hundert an dieser furchtbaren Krankheit. Dann erlosch die Seuche allmählich. Eröffnung der 5. Sommerkampfspiele der Hitler-Jugend. Breslau, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die 5. Sommerkampfspiele der Hitler-Jugend wurden durch den bevollmächtigten Vertreter des Reichs- jugendfuhrers Stabsführer Helmut M ö ck e l mit der Verpflichtung der Wettkämpfer und Wettkämpferinnen eröffnet. Die Breslauer Jahrhunderthalle, die als einzigen Schmuck an der Stirnseite über 200 Fahnen der Jugend aufweist, war mit den Wettkämpfern und Wettkämpferinnen und den Einheiten des Standortes Breslau bis auf den letzten Platz gefüllt. Nack) der Meldung der Jugend und der großen Kantate für Chor und Orchester „Land, mein Land" von Heinrich Spitta sprach der Gauleiter Hanke, der den jungen Gästen ein Bild von der großen, ehrenvollen Geschichte und der Bedeutung Schlesiens zeichnete. Dann ergriff der Chef des Hauptamtes II, Obergebietsführer Dr. Schlünder, das Wort, um nach einem Dank an die Partei und die gastgebende Stadt und Bevölkerung von Breslau die Verpflichtung der Wettkämpfer und Wettkämpferinnen vorzunehmen. Ihren Höhepunkt erreichte die Kundgebung mit der Ansprache des bevollmächtigten Vertreters des Reichsjugendführers, Stabsführer M ö ck e l. Die Durchführung von Sommerkampfspielen der Hitler-Jugend auch in diesem Kriegsjahr stelle ein Bekenntnis der Jugend dar, sich selbst für die Ertüchtigung des Körpers zu schulen und zu erziehen, im Wettkampfgedanken aber ihrer Bereitschaft, die Kräfte zu messen, Ausdruck zu geben. Der älteste Ehrenbürgermeister gestorben. In Landau/Pf. ist der Ehrenbürgermeister der Stadt Bergzabern, Konrad Schlitt, der erst kürzlich seinen 94. Geburtstag feiern konnte, gestorben. Schlitt war der älteste Ehrenbürgermeister. Er hatte in der Schlacht bei Gravelotte gekämpft, und zwar im Wormser Leibgrenadierregiment. 3m Sande erstickt. In Landau/Pf. begab sich der 14jährige Sohn Hugo des Malers Orth auf der Aehrenlefe, die er mit anderen Jungen durchführte, an den Wassertümpel einer Sandgrube. Plötzlich brach die senkrecht abgestochene Wand herunter und begrub, den Jungen unter sich, so daß er erstickte. Schwere Sturmschäden in New Jersey. In Woodbridge im Staate New Jersey zerstörte ein orkanartiger Sturm 20 Wohnhäuser, entwurzelte zahlreiche Bäume und zerriß die Telephonleitungen. 15 Personen wurden verletzt. Kurz nach dem Sturm brach in einer Gummifabrik ein Großfeuer aus. Philadelphia wurde gleichfalls von einem heftigen Sturm heimgesucht. Eine Person wurde getötet, über 20 wurden verletzt. Fünf Fabrikschornsteine stürzten um, wodurch mehrere Wohnhäuser zerstört wurden. Hitzewelle in Portugal. Eine neue Hitzewelle sucht seit einigen Tagen den südlichen Teil Portugals heim. In Lissabon wurde eine Temperatur von 36,5 Grad im Schat- Schnauzer 8 Wochen alt, abzugeben. Wo? zu erfragen beim Gieß. Anz. o-8is Stühle, rd. Tisch (Kirschb.), zwei hölz.Bettstellen, Zuglamvez. verkaufen. Schwarze neuwert.Frauen- schuhe 41 gegen 39-40 zu tauschen gesucht. 02803 gflifecanee 58 a p. 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August Ml Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Opfer von Lohn und Gehalt gegenüberstehen, aber da die eßbaren ten zu pflücken, die er wirklich genau kennt. ren tsspiel. rcn von Giften, einmal um ein Toxin aus der Unter Der Gruppe „'L5er,cyreoenes tragt man ein.- |umöiuii« ; x » De. Nähmaschine, Fotoapparat, Musikinstrumente, No» andere Exemplar iedoch an einer anderen Stelle De stn, Höhensonne ufw. Eine weitere Rubrik sieht die | paniert. _______________ ___ V das hauptsächlich aus und auch in anderen allem im Fliegenpilz dem es seinen Namen sehr viel gefährlicheren gibt, so muß es i, nur diejenigen eine entfernte Aehnlichkeit mit- und es keine allgemeinen Unter» Unglücklicherweise hat einer unserer bekanntesten ur edelsten Pilze, der Champignon, einen Vetter, häen, sich erst nach 10 oder 12, manchmal sogar er nach 18 oder gar 24 Stunden im Körper be- lus|einem| nrfbar machen, also zu einer Zeit, wo die Im Kriege muß jeder Haushaltungsvorstand damit rechnen, daß er durch feindlichen Angriff aus der Luft an feinem häuslichen Besitz Schaden erleidet. Um solche Schäden nachweisen zu können, damit sie ihm von Staats wegen ersetzt werden, ist es nützlich, eine möglichst genaue Aufstellung der gesamten Wohnungseinrichtung, ^Iso Möbel, Ge- chirr, Wäsche, Schmuck und dergleichen in der Hand zu haben. Ein Formular, das jetzt mit behördlicher Genehmigung erschienen ist, trägt die Ueberschrift „Mein Hab und Gut". Bald wird es in allen Papiergeschäften zu haben sein. Durch seine genaue Unterteilung in alle nur denkbaren Positionen ist es ein wertvoller Helfer bei der Aufstellung des gesamten beweglichen und unbeweglichen Besitzes, den man in der Wohnung hat. Man läuft so keine Gefahr, etwas von den vielen Dingen, die man im Hause hat, bei der „Inventur" zu vergessen. Mit einem Beispiel sei dies gezeigt: Der Besitznachweis für ein Schlafzimmer sieht die Kennzeichnung des Stiles, der Holzart und der Ausführung vor, außerdem ruft er die Frage auf, wann es angeschafft wurde und was es kostete. Unter der Gruppe „Verschiedenes" trägt man ein: verdunkelungszett 26. August von 20.25 bis 6.18 Uhr. Zu den verschiedenen Sammlungen kommt auch in diesem Jahr wieder das Opfer von Lohn und Gehalt und sonstigem Einkommen. Für diese Spenden bildet die Lohnsteuer — ohne Knegszu- schlag — die Grundlage, von der 10 v. Sy, bei Lohnsteuerfreiheit jedoch mindestens 0,25 RM. in Abzug gebracht werden. Gewerbetreibende, Inhaber von offenen Han- delsgesellschaften und Kommanditgesellschaften, Angehörige der freien Berufe und sonstige Einkorn- menbezieher, die zur -Einkommensteuer veranlagt werden, erhalten genau wie die Betriebsführungen in diesen Tagen die Richtlinien des Beauftragten für das KWHW 1941/42, nach denen die Fest- jetzung der Spenden vorzunehmen ist. Wer seine Zähne immer richtig pflegt, erhält sie gesund und dadurch schön. ine schillern? 0 bis RM. 3t T ippe des Muskarins, tgen und Darm wirkt 0 tpilzen vorkommt, vor f/nanita muscaria), nach hc. dann aber um einen ra fand sie unter der kleinen Geldschein, — still und ohne Er- „Mein Hab und Gut." Vollständiger Sesitznachtveis bei Fliegerschäden. Bayerns Bauerndichter. Ludwig Thoma zum 20. Todestag am 26. August. Unsere Zeit, die von der Wiederkehr jener Dichtung spricht, die in heimatlicher Landschaft, im deut- chen Bauerntum wurzelt, wird eines Mannes gedenken müssen, dessen Schaffen — wenn er auch vor zwanzig Jahren von uns ging — heute wie ehedem lebendig blieb und auch fürderhin wirksam bleiben wird als das Lebenswerk des deutschen Bauerndichters Ludwig Thoma. o Thomas Ahnen waren Bauern, fein Vater war Förster: tm väterlichen Forsthaus wuchs er auf und gewann hier die leidenschaftliche Natur- und Heimatliebe, die sein Werden und Wirken bestimmte. Seine Gymnasiastenzeit verbrachte er in München bei Verwandten, Typen bayerischen Bürgertums: Die Ferien verlebte er bei der Mutter auf dem Lande am Chiemsee, wo diese nach dem frühen Tode des Vaters ein Gasthaus gepachtet hatte. Hier fand er besondere Gelegenheit, das Volk in gelösten, und daher um so aufschlußreicheren Augenblicken zu beobachten, ebenso in mehreren kleineren Land- städten, wo er als Referendar tätig war. Immer stärker spürte er den Unterschied zwischen dem Volk und denen, die es regierten. „Hier lebt ein tüchtiges Volk", schrieb er einem hochgestellten Freunde, „das sich Rasse und Eigenart fast unberührt erhalten hat, und ich lernte verstehen, wie sein ganzes Denken und Handeln, wie alle seine Vorzüge begründet liegen in der Liebe zur Arheit und in ihrer Wert- s-hätzung. Arbeit gibt ihrem Leben ausschließlich Wert- schätzung, weiht ihre Sitten und Gebräuche, bestimmt einzig ihre Anschauungen über Menschen und Dinge. Es liegt eine so tiefe, verständige, gesunde Sittlichkeit in dieser Lebensführung eines ganzen Eintragung von Kunstgegenständen und sonstigem Wertbesitz (Schmuck, Antiquitäten) vor Das Formular fragt auch nach Tafelgeschirr, Kristall, Bestecken, nach Tisch- und Bettwäsche, nach Kleidungsstücken, vom Schuh angefangen bis zum Zylinder- >is in terniann, j. Fragen d 1 40 oeti gen, wie d ........... ™|tni dem er trotz bedeutender Unterschiede oft ver- , unser y wchselt wird, den Knollenblätterschwamm. Min- Fr.W.™jbecns dreiviertel der jährlich bei uns vorkommen- » ersten Rosenblüte stieß Julia beim Aufräumen hi* eine kleine blaue Glasvase, die sie seit langem Bu benutzte, getrocknete Blumen darin aufzube- ta>ren. Entweder waren es die blaßvioletten Blu- Im des Bondestabs, die sie auf den Halligen ge> Rckt hatte, oder Strohblumen und Lavendel aus M Garten ober ein Strauß aus der Heide, Den rurK«$$' i yo" . Ei es-h-K rtCHIj Kleine blaue Vase. „schiecht^l | Von Hilde Fürstenberg. enzto™8*1 ätn einem sommerlichen Vormittag um £e,J8ett , dannko^'.; .■ jein, wie klialten V] e Leiden-« isfübruml rrAuny® ucb Stz >77, den yn -.-s “Ä nD », J dr tödlichen Pilzvergiftungen gehen auf diesen ge- x , y:: i ifär(id)en Schwamm zurück. Das hat seinen Grund (SH ennal in seiner Aehnlichkeit mit dem Cham- ' 2,901 pj non, bann aber auch in bem hohen Prozentsatz un ber Art feiner Giftstoffe, die bie Eigenschaft auf Nähmittel B für gültig erklärt worden Vom 1. September 1941 ab können sonach sämtliche -öe« zugsrechte nach den auf jeder Zusatzkleiderkarte auf- gedruckten Bestimmungen beliefert werden. Die zweite Zusatzkleiderkarte für Jugendliche güt nur in Verbindung mit der zugehörigen zweiten Reichskleiderkarte: ihre Gültigkeitsdauer ist — m gleicher Weise wie die der zweiten Reichskleider- karte —bis zum 31. August 1942 verlängert worden. Welche Heilkräuter des August brauchen wir in größten Mengen? Eine gute Pilzkarte macht es dem Sammler mög- lich, sich über jeden Pilz zu vergewissern, so daß Verwechslungen eigentlich ausgeschlossen fein mutzten Doch kommen Erkrankungen auch häufig oa- dukch vor, daß an sich gute und eßbare Pilze zu lange aufbewahrt und in verdorbenem Zustand genossen werden. Kaum ein anderes Nahrungsmittel ist so rasch der Fäulnis ausgesetzt wie die Pilze Wer daher Pilze sammelt, pflücke nur die jungen und noch festen Exemplare, trage sie m einem lustigen Korb nach Hause, putze sie dort sofort und koche unh verzehre sie möglichst frisch. K- Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Stukas". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heute abend bei nur . Zweite Zusatzkleiderkarte für Jugendliche. Von der tm März d. I. ausgegebenen zweiten Zusatzkleiderkarte für Jugendliche ist bisher nur die Hälfte aller Bezugsrechte gültig. Mit Wirkung vom 1 September 1941 sind nunmehr auch die Bezugs- abschnitte 26—50 der Knabenkarte und die Bezugs- abschnitte 21—40 der Mädchenkarte, ferner (bei bet» den Karten) der Bezugsnachweis für 1 Paar Strümpfe ober Socken II fowie bas Bezugsrecht^ Am 1. September beginnt bas Kriegswinterhilfswerk 1941/42, zu einer Zeit, in ber uns bie Meldungen über große militärifche Erfolge im Osten erreichen. Ganz Europa erhebt sich gemeinsam mit bem beutschen Volk zum Kampf gegen ben Bolschewismus, unb gerade der deutsche Mensch empfindet bei den Nachrichten über die bestialische Kriegführung des Gegners größte Dankbarkeit für den raschen Entschluß des Führers, Rußland anzugreifen, ehe es feine Horden gegen das Herz Europas vorzufchicken vermochte. Das Opfer, das wir im Winterhilfswerk zu geben bereit sind, kann immer nur gering fein neben den gewaltigen Lei- tstungen und Taten nuferer Wehrmacht, in der jeder einzelne bereit ist, die größten Strapazen zu ertragen und, wenn es fein muß, fein Leben in die Schranken zu werfen. Der Gaufachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung, RsH., Gau Heffen-Naffau und Kurhessen teilt mit: Lindenblätter (Tilia cordata). Huflattichblätter (Tussilago farfara). Grüne Blatter ohne Stiele. ror... Fingerhutblätter (Digitalis purpurea). Die Blatter der blühenden Pflanze. Vorsicht! Giftig! Schachtelhalmkraut (Equisetum arvense). Die oberirdischen grünen Teile, kein Wald- oder touinpf« schachtelhalm. , . . . m „ Spitzwegerichblätter (Plantago lanceolata). Nur grüne Blätter. Birkenblätter (Folia Betulae). Sttcfmütterchenkraut (Viola tncolor). Blau- unö gelbblühendes Feldstiefmütterchenkraut, getrennt ab- ^^Haustee-Kräuter: Brombeer-, Himbeer-, Erdbeerblätter. , v Alle Mitarbeiter der RfH. werden gebeten, Der Sammlung dieser Arten in größtmöglichen Mengen noch ihren Einsatz zu widmen. Frohe Stunden für unsere Verwundeten. In den letzten Tagen erfreute Kreisleiter Ba ck- f) au 5 bie Verwundeten in unseren Gießener Laza- retten wiederum mit seinem Besuch. Er unterhielt sich mit allen verwundeten Kameraden und überreichte ihnen als Andenken das „Kleine Buch von der Lahn", während die betreuenden Frauen un Lazarett, NSD.-Organisationsleiter Hortig und der Lazarettbetreuer der NSKOV. den Verwundeten Zigaretten, Briefpapier, Rasierklingen, Ansichtskarten usw. überreichten, die dankbar angenommen wurden. Ferner besuchte Kreisleiter Backhaus ein Genesungsheim für verwundete Soldaten im Kreise Wetterau und ließ hier von den Beauftragten der NSV. und der NSKOV. ebenfalls Liebes- gaben verteilen. — Studienrat Dr. Quentin aus Dillenburg erfreute im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main die Verwundeten mit einem Vortrag über den schönen Westerwald bei gleichzeitiger Vorführung zahlreicher, meist farbiger Lichtbilder. Die Zuhörer bekundeten lebhaftes Interesse an der ihnen meist unbekannten Landschaft und dankten dem Vortragenden für seine interessanten Darlegungen mit herzlichem Beifall. — Im Auftrage ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" brachte Frau Gerda Bachfeld vor den Verwundeten eines Lazaretts ernste Dichtungen und Balladen zum Vortrag. Unter dem Motto „Deutschland Du!" hörte man ostmärkische Bauerngedichte und Arbeitergedichte von Oppenberg, ferner Geschichten von Karl Heinrich Waggerl. — Die Ortszahlreichen Standes, in dieser Auffassung von Recht und Unrecht, von Pflicht und Ehre, daß mir daneben die höhere Moral der Gebildeten recht verwaschen vorkam." Als er wegen seiner „neuen Ansichten" immer wieder den Kollegen zusammenstieß, schied er aus dem Staatsdienst aus, lieh sich in Dachau nieder als Rechtsanwalt und sah nun noch tiefer hinein in die Nöte und Sorgen des Volkes. So kam er dazu, in Erzählungen dieses Leben festzuhalten: was er chrieb, wurde fast von selbst zur bald schärferen, ;ald milderen Gesellschaftskritik, die in fast allen einen Arbeiten zutage tritt. Der ersten Schrift „A g r i c o l a" ließ Thoma die Bauernromane „Andreas V ö st" und „D e r Wittiber" folgen, die leider vor seinen sehr volkstümlich gewordenen „Lausbubengeschich- t e n" und „Kleinstadtges chichten" ein wenig in den Schatten gedrängt worden sind. In den * „B r iefe n eines bayerischen Landtags- abgeorbneten" hat er Mißstänbe des damaligen Parlamentarismus gegeißelt: aber selbst hier geschieht dies nicht zynisch, sondern mit jenem „stillen Humor", der heilend wirkt". Thomas sämtliche Bauerngeschichten liegen in dem Bande „Meine Bauern" vor. Es sind tatsächlich „seine" Bauern, die er bei ber Arbeit unb bei ihren Festen fchilbert als natürliche Menschen, bie das Herz auf dem rechten Fleck haben. Wenn er auch nur bayerische Bauern zeigt, so sind die Geschichten dennoch bei- spielhaft für das starke deutsche Bauerntum. Später hat Thoma auf eigenem Hof zwischen seinen Bauern gehaust unb in seinen Erinnerungen geschrieben: „Wenn ich bei ihnen bin, bann ist um mich Heimat!" Erwähnt seien noch bie Spiele in Thomas Schaffen. Sie werben am besten bargestellt von ber Thoma-Bühne ober von ähnlichen Bauerntheatern unb finb bann hervorragenbe Laienspiele. Sie können jeboch auch von großen Bühnen gebracht werben, weil bie Spieltexte für ben Berufsschauspieler bie Anweisupg zur Verwanblung enthalten. In biefem Sinne dürften die Schauspiele Thomas, man denke an die „Lokalbahn", die „Moral", die „Brautschau" ober an „Magbalena", wichtige Merksteine sein am bem Wege, ber von Hans Sachs ausgeht unb zu einem neuen deutschen Dolksschau«. spiel führt. In Ludwig Thoma ist einer ber bebeutenbften Dichter unserer Zeit von uns gegangen, ber hinter Scherz unb Satire nur bie Scham eines gläubigen unb unsagbar gütigen Menschen mit einem weichen unb weiten Herzen verbarg, ber sein Land unb sein Volk liebte mit jener Ehrfurcht vor allem Lebenbigen die nur wirklichen Gestaltern eigen ist. Hans Sturm, fragte der Vater. „ Ich behalte ja noch Zeit genug zum Ausruhen , antwortete er, „ich möchte eine Sommerreise ver- ^Von da an fand Julia von Zeit zu Zeit einen Geldschein unter ihrer Vase. Nie gluckte es ihr, dem Bruder einen Dank zu sagen, er wich ihr immer aus auch wurde kein Wort von dieser Sache zu Vater ober Mutter gesprochen. Erst am letzten Fe- rientagc sagte der Bruder nach dem Abendessen zum Vater: „Nun bitte ich dich, daß du Julia die Erlaubnis zu dieser Reise gibst, die sie sich Jo sehr wünscht. Das Geld hat sie nun beisammen. „Das Geld — hat — sie beisammen?" fragte der CrGinUgro6mütiger Gönner spendete ihr dies um ihres lieben, schwesterlichen Herzens willen , lachte der Bruder, und als der Vater noch immer nicht recht wußte, was dies zu bedeuten hatte, fuhr er fort: „Sieh ihn beschämt errötend vor dir sitzen. Der Vater lächelte ein menia und räusperte sich, dann sah er mit glücklichen Augen zuerst Die Geschwister uni) bann die Mutter an. Unb Julia fuhr ans Meer. Vierzehn gleißende Sommertage lang ging sie mit nackten Fußen aus dem weißen schimmernden Sanb ober auf dem kurzen weichen Gras des Vorlandes spazieren, an der fjanö der Freundin, — das junge Herz voll Erwartung und Entzücken dem Leben Angewandt. Als sie heimkam in die Heide, hatte sie den Gefährten fürs ^Jusia kstand mit der Vase in den Händen, als die Türe aufging und ihr Mann ms Zimmer trat. ein sicheres Unterscheidungsmerkmal, der beim Champignon angenehm unb würzig, beim Knollen- blätterschwamm widerlich scharf ist. Unser zweithäufigster Giftpilz, der Fliegenpilz, ist durch seine auffallende Färbung so bekannt, daß er mit keinem anderen verwechselt werden kann und Vergiftungen durch ihn höchst selten sind. Es ist aber Tatsache, daß Zigeuner und andere primitive Völker den Fliegenpilz nach Abziehen ber Haut kochen und essen, ohne davon Schaden zu nehmen. Allerdings üben sie wohl die Vorsicht, bas Kochwasser wegzugießen. Es soll keinem beutschen Volksgenossen geraten werden, den Versuch nachzumachen! Wohl aber kennen wir einen anderen Pilz, ber in rohem Zustand giftig ist, dem aber durch das Abkochen die Giftstoffe entzogen werden. Das ist die bekannte Speiselorchel, einer der frühesten Pilze des Jahres und einer der schmackhaftesten. Das Kochwasser ist auch hier sofort wegzugießen. Zu meiden sind ferner noch der Kartvffelbovist, em knollenförmiger Pilz mit lederfarbiger, mit kleinen Warzen besetzter Haut, der Giftreizker, leicht zu erkennen an seiner rötlichen Oberseite, der Satanspilz, der von oben dem Steinpilz ein wenig ähnelt, aber an seiner roten Unterseite und bem rötlich angel aufenen Stiel leicht von ihm zu unterscheiden ist. Auch ber Gallenpilz sieht dem Steinpilz ziemlich ähnlich, ist aber nicht giftig, sondern nur durch seinen bitteren Geschmack ungenießbar. „Möchtest du es denn so schrecklich gern?" fragte der Bruder. Sie nickte, und ihre Tränen liefen Diese genaue Besitzunterteilung macht es ber Fest- stellungsbehörbe möglich, einen genauen UeberbUck über bie in einer Wohnungseinrichtung steckenden Vermögenswerte zu erhalten und hilft oermeiDcn, daß ein Geschädigter unterbeurteilt wird. Zu einem vollständigen Besitznachwels gehören aber auch Rechnungen und Quittungen über bie ge- kauften Gegenstände. Man tut ferner gut daran, den Wert kostbarer Einrichtungsgegenstände durch die Vorlage von Fotos ersichtlich zu machen. Das Nachweisformular über den häuslichen Besitz ist von zwei Zeugen zu unterschreiben, bie sich auf dem gleichen Formular schriftlich bereit erklären, bei der Feststellung eines eingetretenen Schadens- falles eine eidesstattliche Versicherung abzugeben. Die Pesitzaufstellung fertigt man am heften in Zwei Ausfertigungen an, wobei man eine stets tm schutzkoffer bei seinen Wertpapieren mitfuhrt das I ...s*.. iohnrfc nn oitipr anderen Stelle De» immerzu. Am nächsten Ta> blauen Vase einen Geldschein, — fttll und oyne ^r- fläruna lag er da, und die blauen und weihen Frühlingsblumen neigten ihre Köpfe freudig zu ihm herab. Julia stand und sann darüber nach, was dies wohl zu bedeuten habe, und es wurde ihr nicht eher klar als bis hernach über ben Mittagstifch hinüber der Bruder ihr strahlend in die Augen lächelte und verstohlen den Finger auf den Mund legte Sie wurde rot und schüttelte den Kopf, aber er lächelte immerzu. Als sie ihn nachher suchte, war er nirgends zu finden, — am Abend erzählte er im Kreise der Eltern und Geschwister daß er m diesen Semesterferien den beiden Gutssohnen Nachhilfe- stunden geben und daß er den Küster an den Dann- tagen auf ber Orgel vertreten wolle. Warum willst bu bich nicht lieber ausruhen?" «Nichts weiter", h-tt- sie geantwortet, „als daß h mit Johanna eine Sommerreise ans $ tun wollte, aber ber Vater hat es nicht erlaubt, er i(t, es sei zu teuer." nu. 2er Bruder schwieg eine Weile. „Weißt du, Ju^ sagte er dann, ,chu mußt verstand gs • cr 'm Dorfschullehrer sechs Kinder hat, bann kann men nicht jeden Wunsch erfüllen. Johanna :a ein Gut und ist ein reicher Mann. Sie nickte und bemühte sich, ^^fer zu stm, !t< Tränen wollten sich nicht duruckha ten lasst I»", sagte sie, „ich sehe das ein, und der Somnier t ja auch hier schön. Aber ich bin nun s . fll5 ktgre alt unb bin noch nie weistr fort gew i v. zur Kreisstadt." euuiiui |u tun«, «»u thoufj erneuert werden mußte, bie Strohblumen ’jbiren verblichen und voll Staub. tls Julia so in Gedanken die alten Blumen zur eie legte und mit dem Staubtuch die Dase ret- hte, erinnerte sie sich plötzlich, wann und woher ! die kleine Glasvase bekommen hatte. Der Brw . n hatte sie ihr in ihren Madchentagen, da er als . «tbent von Hause fort war, mitgebrgcht, als er pen Semesterferien heim kam. Julia betrachstte :e Vase, unb während sie stand und sann, taten sich ie Tage ihrer Äugend vor ihr auf. !5on dem entlegenen kleinen Bahnhof her kam wn auf einem breiten Sandweg durch -^eiöc “ r ppelfiefem zu dem langgestreckten, strohgedeckten Las, von dem die Hälfte Schule, die ander Halfst iSdhnhaus war - wenig nur vom 3™ne Des togattens entfernt führte eine " br Heidebach. Julia erinnerte M da sie mit dem Bruder an diesem H^oebach ang gegangen war und bie erften JB^^afe hptj unb Gänseblümchen für bie Heine blaue ctlndit hatte — sie war ein wenig still unD traun« | srwesen, und er hatte sie nach ihrem Kummer g ' 6? ff aus ber Gruppe der Hämolysine, die daher ihn Namen haben, daß sie die roten Blutkörper- d)s auflösen. Die Erkrankungserscheinungen be° einen hier gewöhnlich mit plötzlich auftretenden Grchdurchfällen, bann stellen sich Gliederkrämpfe ' im) Gehirnkrämpfe ein, endlich führen Lähmungen Sfif wi qualvollem Leiden zum Tod ■*** 'm Gegensatz zu anderen Giftpilzen verlieren ober Wmiindern die Knollenblätterschwämme ihr Gift auch II ti/uticii viji die'Mutstr^von daheick geschickt hatte. Jetzt war r- weder einmal so weit, daß dieser kleine, trockene Ur. 202 Zweiter Blatt Ms Aus der Giadi Gießen Le'hj I Giftpilze und Pilzvergiftungen. ai. Ivar maajen, ui|u zu einer ovu, U1V roorten, ent (tz tstosse schon längst in die Blutbahn eingedrun- du|aniB< sind und ärztliche Hilfe zu spät kommt. Es ge ngt daher nur sehr selten, eine nach dem Genuß babei b;,: 1 jty. Knollenblätterschwamm erkrankte Person noch 'Fliegemh' »u retten. Dabei handelt es sich hier um zwei N", bie F • sind gefonbcl Aus ben J riöt durch Abkochen ober Trocknen, und ein einziger Mz, ja sogar ein Stück davon kann schwere Ver- L ültSatli jungen unb ben Tod herbeiführen. Durch einen 1 einigen Irrtum kann also ein ganzes köstliches ©e» ist, 19.30Champignons dem Menschen zum Verderben ? Mden. Man muß daher allen Sammlern dringend full $ iw nag chr' und B 292,5 kg; Leichtgewicht: Karl 3anfen (Essers ' 337,5 kg; Mittelgewicht: Adolf Wagner (E, i fen) 350 kg; Halbschwergewicht: Hans Bah (Wien) 355 kg; Schwergewicht: 3ofef Mang^ (Neuaubing) 412,5 kg. Gpiewereiniguug 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — Aliendorf (Lahn) 1.3gb. 4:J Leihgestern 2. Jgd. — Grohen Buseck 2. Jgd. fr; Allendorfs 1. Fügend war am Sonntag (Z^ in Leihgestern, um das fällige Rückspiel ausz», tragen. Nachdem Allendorf das Vorspiel bereis verloren hatte, mußte es auch in Leihgestern eim eindeutige Niederlage hinnehmen. Dem Spielvei. lauf nach ist das Resultat vollauf gerecht. das Resultat nicht höher ausfiel, ist nur auf ba Schußpech der Leihgesterner Stürmer zurückzi. führen, die die 'besten Vorlagen daneben schoss oder eine Beute des Tormanns wurden. Das Spij wurde fair und anständig ausgetragen. 2« | Schiedsrichter hatte daher ein leichtes Amt. Die 2. Fügend war gezwungen, zu diesem Spij mit zehn Mann anzutreten. Trotzdem ließ sie nicht entmutigen und erkämpfte sich einen hoher Sieg. Leihgestern zeigte ein schönes Spiel und wann in dieser Höhe verdient. Das Ehrentor fyie* Großen-Buseck allerdings verdient gehabt. Ringerturnier in Gießen. Mit einem Lehrgang für Kampfrichter oertnii wurde am Sonntag in Gießen ein Ringerturn! im Bantam und Leichtgewicht durchgeführt. Sö liche teilnehmenden Kampfrichter bestanden ih Prüfung und können nun im Bezirk bzw. Bereich P bie 11?" Wie, Jjim Wir jhrch ■ bie hrt R» P bie fjat M die sch i ks fcbe K hals Nu Nio k 1« !?an /■): H: Uetia K & - • 8t alles einrenken, und du wirst mich gar nicht pea- missen, wenn wir erst einen netten, anständigen Menschen gefunden haben. Sieh einmal, noch will dir die Geschichte nicht recht in den Kopf, aber b« wirst es nicht bereuen, im Gegenteil ... Denn bi; brauchst ja unbedingt jemand, der aufs Haus vm- auf die Kinder achtet, schon wegen deiner Arbeit. JcA poltern die Kinder über die Treppen und stören dich mit jedem Quark und lassen dir keine Ruhe Und du mußt arbeiten, es ist das einzige Heilmitm für dich, um wenigstens für ein paar Stunden om Tage Ablenkung zu finden und nicht mehr darM zu denken ..Sie vollendete den Satz nicht. Hel!' mang blieb allein und lauschte ihren entschwinde«" den leichten Schritten. Nicht mehr daran zu denken, daß Luisa nie mck' im verströmenden Lichtkreis seiner SchrssibtW lampe im Sessel kauern und ihm zuhören würm wenn er ihr den neu entstandenen Abschnitt eines werdenden Buches vorlas ... Nicht mehr daran zu denken, daß Luisas Pla>? neben seinem Steuersitz in dem kleinen Wagen sein würde, wenn die Kinder schliefen und bes Sommerregen aufs Dach plätscherte Nie mehr die langen Spaziergänge zu durch die nahe Lohe dis nach Maria Eich hinM und nie mehr die süßen Umarmungen und die v»' glückenden Zärtlichkeiten. Darußen prasselte aus tiefliegenden dunklen Wolken ein kurzer Hagelschauer hernieder. M Kinder rannten jauchzend in den Schutz des ubeT springenden Daches und warteten dort, mit den kleinen Absätzen gegen das Haus bumpernb, den Wetterschwall ab. Er unterschied ihre Stimmet Söhnchens krähendes Bubengeschrei, Lydias fpig^ Gelächter, und dann Brittas warnenden Zuruli „Seids stad! 3hrwißt doch ...!" Lydia verstümmle nur der kleine Mann federte luftig und unW? kümmert weiter. Mochten sie lärmen, mochten !>' *1 'lüti N gebiet eingesetzt werden. Durch Ausfall der Kasseler und der Hana Ringer war das Turnier schwächer besetzt, ttotzde sah man schöne Kämpfe. Ergebnisfe: a Bantam: 1. Thisen, VsB.-R. Gießen, 3 Feh!- punkte; 2. O. Rabow, VfB.-R. Gießen, 3 punkte; 3. Schuchmann, Alsfeld, 4 Fehlpunkß- ^ Schuchmann, Alsfeld, mehrmaliger Gaumeister, b* siegte Thisen nur ganz knapp nach Punkten und o sich selbst einen Fehlpunkt zu. Durch diesen Kavy! zu sehr verausgabt, mußte er in der 12. Min aufgeben gegen Rabow. Thisen besiegte dann bow in 3 Minuten entscheidend. Leichtgewicht: 1. Sieger Braun, AlssiH 0 Fehlpunkte; 2. Sieger Müller, Gießen, 3 F punkte; 3. Sieger Schwalm, Alsfeld, 3 Fehlpunktt. Braun besiegte Müller entscheidend. Miller le Schwalm in der 1. Minute auf beide Schultern. Schwalm wurde hierbei verletzt, und so kam es M zur Entscheidung zwischen Schwalm und Bro 3m Gesamteindruck haben sich die Nachwu ringer und Thisen (VfB.-R.) vorzüglich gegen starken Ringer Alsfelds gehalten. Kurze Oportnotiien. Der Leichtathletik-Städtekampf Oi feen — Kassel, der für den 24. August geplod war, wird zusammen mit Einladungskämpfen ctr 14. September in Gießen nachgeholt. 110 M e i st er t u r ne r wurden zu den Deutsche'? Zwölfkampfmeisterschaften am 6. und 7. ©eptemte in Ulm zugelassen. Da Willi Stadel feinen Tilsi nicht verteidigt, müssen Krötzsch, Müller, Karl Str del, Beckert und die Brüder Theo und Erich Wiee! am höchsten eingeschätzt werden. Einen Segelslug ungewöhnliche: Art vollbrachte der NSFK.-Führer Hohenleitm (3nnsbruck), der mit einem neuen Modell „Ady Ul' aus 900 Meter Seehöhe startend die 3nnsbrud>f Nordkette (rund 2500 Meter) überquerte. Drei neue Weltrekorde verbesserte Däne- marfs Schwimmwunder Ragnhild Hveger in No penhagen, indem sie ihre, eigenen Weltbestzeitei - über 800 Hards auf 11:08,7 (bisher 11:16,1), üb?»: 1000 Meter auf 13:54,4 (14:09,2) und über IM Meter auf 20:57 (21:10,1) Min. drückte.