«S. % tW tz-L -sx * Wall I g-IOSil'?IW« ^T-Sß-x^LS, i-i^lssSg:fW"isitlsilO * r< ______MAF Wr Samstag. 26. / Somtag. 27.ZM Ml „ Jahrgang Ur. 176 Stockholm, 22. Juli 1941. en konnten. Sie | sinnvoll geordnetes Europa durchaus n e b e n e i n - englifd Oxford und stell- ander bestehen könnten. Zu dieser Fortführung s macht. Mationsministerlums war. Len ist Milners Kindergarten nicht hinwegzu- de»en. An der Lösung der iris che n und der m schen Zweck- Zusammen- :nb, daß die Paraguay m ü n d l i Bolivien zu haben. niti die wer Agram, 26.Juli. (DNB. Funkspruch.) Der stellvertretende kro-atische Staatsführer und Verteidigungsminister Marschall Kvaternik erklärte nach seiner Rückkehr der Presse, er habe Gelegenheit gehabt, die S ch l a ch t f e l d e r zu besuchen, auf denen sich das Schicksal der Menschheit entscheide, und auf denen mit Gottes Hilfe Schulter an Sfulter mit sei, für die er streite „Ich sah Truppen" — so erklärte der Marschall —, „die 50 Kilometer Marsch hinter sich hatten und vor Fröhlichkeit sangen. Ich sah die Disziplin und Ordnung, die Ausrüstung und Verpflegung, die einen unvorstellbaren Grad der Vollkommenheit erreicht haben. Die deutschen Soldaten haben unbedingtes Vertrauen zu ihrer Führung und bringen ihr die größte Verehrung entgegen. Die Truppenbewegungen und Schlachten, Verfassung ge- ^ren Umriß ich nur ahnen konnte, sind etwas den Gedanken (gigantisches und spielen sich in unvorstellbar großen INarshall und Welles wider besseres wissen beuffdje Angriffe auf N-uIrale und be- vorstehende Putschversuch« z.S. in Bolioien Brasilien und Columbien, ankunden. (Anfrage des Senators Smith: worin besteht diese^ Gefahr und Bemerkung „Chicago Daily Tribüne.) Der Terror, mit dem Roosevelt die betreffenden Regierungen unter seinen willen zwingt, ist derartig stark, daß die Regierungen entweder nicht wagen, zu widersprechen oder sogar den nordamerikanischen Intrigen ihre Unterstützung leihen. Räumen ab, in denen sich das deutsche Heer mit einer Sicherheit bewegt, die mich als Weltkriegskämpfer immer wieder verblüffte." „Ich hatte auch Gelegenheit" — so fuhr der Marschall fort —, „das b o l s ch e w i st i s ch e .Paradies zu sehen. Ich möchte alle Ideologen und Weltbeglücker nach Sowjetrußland senden, damit sie das gefolterte russische Volk, dessen Intelligenz ausgerottet wurde, und die zerfallenen Städte und Dörfer sehen. Wer alles das erlebt hat, der weiß, was der Bolschewismus ist. Man kommt zu der Ueberzeugung, daß er st'unsere Nachfahren das für die Rettung Europas vergossene deutsche Blut so würdigen können, wie es sich gebührt. Alle Völker Europas müßten bis zum letzten Mann und bis zum letzten Atemzug an der Seite unseres großdeutschen Verbündeten stehen! Ich bin glücklich, daß der Poglavnik dem Rufe der Zeit gefolgt ist, und daß das kroatische Volk ihn verstanden hat. Meine Kameraden werden auf dem Schlachtfeld an der Seite ihrer deutschen Waffenbrüder voll und ganz ihre Pflicht erfüllen." Marschall Kvaternik über den Einsatz der deutschen Wehrmacht. der deutschen Wehrmacht auch die kroatischen Soldaten kämpfen würden. Auf diesen Schlachtfeldern Erst unsere Nachfahren werden das für die Rettung Europas vergossene deutsche Blut würdigen könnend ton waren, sind sie abgetreten. Der Begriff der heute maßgebenden englischen Lord Milners Kindergarten Von unserem O.-Korrespondenten. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Ameigen-Preife: Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette 9» Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) H5°/° mehr ^uae dieser Kampagne ist der Fall Bolivien besonders bezeichnend. Hier gab sich die Regierung eines souveränen Staates dazu her, dem deutschen Gesandten das Agrement unter dem Vorwande zu entziehem er habe mit bolima- nifdien Kreisen gegen die Sicherheit des Staates und der Regierung konspiriert Als die Ablehnung der sowohl vom deutschen Gesandten wie vom Diplomatischen Korps vorgebrachten Forderung nach Einsicht in die Unterlagen für das völkerrechtlich unqualifizierbare Verhalten zu einer peinlichen Auch in Paraguay: Nicht nur vom deutschen, sondern auch vom Standpunkt der übrigen, bei iberoamerikanischen Ländern vertretenen Staaten hat besonders die Einmischung Rosevelts in die Frage der Erteilung des Agrements für den deutschen Gesandten Barandon bei der Regierung von Paraguay Aufsehen erregt. Die Regierung von Paraguay, mit der Deutschland freundschaftliche Beziehungen verbinden, hatte das Agrement für den Gesandten Barandon bereits ' '" ch zugesagt. Zn diesem Augenblick mischte sich die amerikanische Regierung durch ihren Gesandten Frost in die Angelegenheit ein und ließ beim paraguayischen Außenminister und Staatspräsidenten drohen, man werde im Falle der Genehmigung des Agrements wie bei der Nichtregelung gewisser politischer Angelegenheiten nach amerikanischem Wunsch die versprochenen Anleihen zurückhalten sowie Waffenlieferungen ein st eilen. Dieser Fall einer frechen und brutalen Erpressung einer Regierung steht bisher in der Geschichte der Diplomatie einzig da. Wie im Falle des Vorgehens gegen den deutschen Gesandten in Bolioien hat auch die Einmischung in die Angelegenheit Paraguays im ganzen diplomatischen Korps dieser Lander größtes Aufsehen und Abscheu erregt. Dem Präsidenten Roosevelt blieb es vorbehalten, nuu auch auf dem Gebiete der Diplomatie zwischen Kulturvölkern die Mittel und die Moral von Gangstern eingeführt tätigkeitsgesellschaft in Anwesenheit des Vorsitzenden der berüchtigten Parlamentskommission, Tabor d a , und eines Richters mehrere Stunden lang Haussuchungen vorgenommen. In der berechtigten Erwartung, daß sie ergebnislos verlaufen müßten, hat man sich nicht gescheut, auf Wildwesi- Methoden zurückzugreifen und zu Beginn der Durch- wühlung belastendes Material einzuschmuggeln, um es nachher von der Polizei beschlagnahmen lassen zu können. Die Polizei beschlagnahmte dann auch einen äußerlich als angebliches Privateigentum des früheren Landesgruppenleiters Gottfried Brandt gekennzeichneten, dem angeblichen Besitzer und jedem Mitglied der deutschen Vereine bis zu diesem Augenblick völlig unbekannten Schnellhefter, in dem man, um die argentinische Oeffentlichkeit vor Furcht und Schrecken erzittern zu lassen, sage und schreibe einen — Dolch ohne Scheideeingekle-nrnt hatte. Man kann die Liquidation auch dieses Zwischenfalles wie bisher der Objektivität der argenttni- fchen Behörden und Gerichte überlassen. Argentinien. Nach Bolivien Argentinien. Auch in Argentinien wurde ein neuer „Zwischenfall" arrangiert. Irn Verlauf der letzten zwei Jahre waren von nord- amerikanischer Seite in diesem Lande bereits mehrere Male angebliche deutsche Putschversuche unter Zuhilfenahme gefälschter Dokumente erfunden worden. Es wurde ein großer Untersuchungsapparat in Bewegung gesetzt, dessen Arbeit aber vollständig ergebnislos war und zur Rechtfertigung der beschuldigten Deutschen führte. Die Fälle Juergens, Missiones und Patagonien schlossen mit der Entlarvung der erkauften Denunzianten, _ . , , Bei der nunmehr von den Kriegshetzern m Washington neu gestarteten Deutschlandhetze m Argentinien bedient sich die amerikanische Regierung willfähriger Parlamentarier, die Mitglieder der berüchtigten argentinischen P a r l a m e n t s k o m - Mission sind, gegen deren die Ruhe des Staates gefährdende Betriebsamkeit im Dienste einer oon den USA. gewünschten Kriegspsychose erst m diesen Tagen die Regierung in einer ausführlichen Erklärung Stellung zu nehmen sich gezwungen sah. So wurden am 23. Juli unter Arrangierung sensationeller Begleitumstände in d e n H e im en deutscher Vereine und der deutschen Wohl- Situation für die bolivianische Regierung und ihre USA.-Drahtzieher wurde, veröffentlichte man gestern nachträglich einen angeblichen Brief des bclivianifchen Militärattaches in Berlln, Bel- monte, an den deutschen Gesandten Wendler als Beweisstück. In diesem angeblichen Brief wird ein Putschplan gegen die bolivianische Regierung und gegen den nordamerikanischen Einfluß entwickelt, der mit Hilfe der deutschen Gesandtscha, durchgeführt werden sollte. Nach Inhalt und Form erweist sich der Brief auf den ersten Blick als eine ebenso freche wie dumme und naive Fälschung. Die bolivianische Regierung will ihn von einer fremden Macht erhalten haben. Wenn das der Fall ist, dann stammt er zweifellos aus der nord amerikanischen Fälscherzentrale, was auch daraus heroor- qeht daß darin sämtliche nordamerikanischen Zwecklügen in einer geradezu klassischen Zusammenstellung enthalten sind. Es ist bezeichnend, daß die bolivianische Regierung der Gesandtschaft vor der Abreise des Gesandten die Einsicht in diese Unterlagen verweigert hat. Es ist ferner bezeichnend, daß bolivianische Staatsträger, die im Interesse der Aufklärung und der Wahrung der Neutralität die Veröffentlichung dieser Unterlagen verlangten, sofort verhaftetund zwei Zeitungen auf die Schwarze Liste gesetzt wurden. bi chen Vers 8t. Die größte Rechtfertigung und Eh^m Le Gedankengänge jemals erfahren haben. । Hi Annahme der W e stm i n st e r - D e r fa s Aus dem Kriegspsad. „Der Präsident kann das Land in einen Krieg ziehen, denn er kann zwar nicht den Krieg erklären (allein der Kongreß kann es tun), aber ihn un-> abwendbar machen durch seine Haltung, die er in einer Krise annimmt, oder durch eine be- tfmmte Lage, die er schafft, etwa indem er Truppen um Schutze amerikanischer Bürger auf fremdem Boden landen läßt." Das find Sätze aus einem vielverbreiteten Lehrbuch des amerikanischen Staatsrechts, die lange vor der Aera Roosevest geschrieben sind, die aber gleichwohl wie eine Gebrauchsanweisung anmuten, nach der der gegenwärtige Präsident der Vereinigten Staaten ine Verfassung seines Landes feinen Zwecken dienstbar macht. „Den Krieg unabwendbar machen , das ist die Grundthese der Außenpolitik Roosevelts zumindest seit jener berüchtigten „Quarantäne"-Rede vom 5. Oktober 1937, in der sich der Präsident bereits zum Verteidiger des Status quo der Pariser Frie- densdiktate aufwarf und als Wortführer aller „Freiheits- und Friedliebenden" auftrat, die eine Quarantäne errichten müßten „gegen die Gefetz- losiakeit, die sich ausbreitet wie eine Weltseuche ... „Es ist meine Aufgabe", so sagte der Präsident damals, „eine Friedenspolitik zu verfolgen und jede geeignete Maßregel anzuwenden, um eine Verstrickung in den Krieg zu vermeiden. Es mußte undenkbar sein, daß in unserer Zeit und angesichts unserer Erfahrungen irgendein Volk so wahnsinnig und erbarmungslos sein könnte, es darauf ankommen zu lassen, die ganze Welt in Krieg zu stürzen, indem es, entgegen den feierlichen Verträgen, das Gebiet anderer Völker verletzt." Der Mann, der sich hier in der weißen Toga des Pazifisten gefällt, weiß sehr wohl, daß die Verträge deren Heiligkeit er wiederherstellen will, Verträge des Unfriedens und der Gewalt sind, die die natürliche Lebensordnung eines ganzen Kontinents in ihren Grundtiefen erschüttert haben und seine Volker nicht zur Ruhe kommen lassen. Roosevelt weiß das alles sehr wohl, aber das Bild, das ihm seine jüdischen Freunde und Logenbrüder von dem neuen Deutschland, dem neuen Italien gemacht haben, hindert ihn an den logischen Folgerungen aus einer gerechten Beurteilung der Lage. Wenn damals auch die Vereinigten Staaten noch weit daoon entfernt schienen, über eine rein platonische Geste hinaus, sich ernsthaft um die europäischen Dinge zu kümmern, so meldete sich in dieser Chikagoer „Quarantäne"-Rede Roosevelts doch schon tn bedrohlicher Weise der Anspruch an, als Hüter der politi chen Moral über Gerechte und Ungerechte zu Gericht zu sitzen und apodiktische Urteile des Wohlverhaltens zu fällen, die zwar der amerikanischen Ueberzeugung entsprungen fein mögen, „god’s own country“ zu fein und der übrigen Menschheit erst die wahre Freiheit und das rechte Glück zu bringen, Beilagen: tiHqener Familienblätter Ljnat nnVild'DieScholle Bezugspreis: bei Nichterscheinen hmals, um 1910 herum, waren die drei die Li tführer des Kindergartens. Sie versuchten, die «Südafrika gesammelten Erfahrungen m größere i^une zu projizieren. Sie hatten Die ©iwafftnt= ifoe Union geschaffen und ihr eine Verfassung < f^n. Don jetzt an ventilierten sie den Gedanken irnenber Verfassungen für andere Teile des Weltes und schließlich für das ganze Empire. Im Krqen Krieg erschienen zwei Bücher von Curtis jb- das „Commonwealth of Nations“; die wisse: ifinHirfxon ßh-nnhlaaen des volitischen Bestrebet MM A smnsiag.zo. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen S*ti6it6en^$d)#l|ita6e7-9 ihres Werkes fehlte den Männern des Kindergartens aber das Format. Wir wissen heute, daß „vernünftige Gedanken ober zwanglose Wochenendbegegnungen in Elioeoen, dem Landsitz der Familie Astor, nicht ausreichen, um an den leidenschaftlichen Regungen unserer Zeit Anteil zu nehmen. Trotzdem mag als eine Illustrierung des heutigen Englands daran erinnert werden, daß es die Chauvinisten um Churchill und die Kommunisten waren, die gerade dann einigen Mitgliedern des Kindergartens eine größere Publizität zuteil werden ließen, als sie mit dem sogenannten Cliveden Set in Verbindung traten. Das blieb ebenso Episode wie der Kindergarten im Strom größerer Ereignisse zur Episode wurde. Der Rückblick auf ihn enthüllt kein weltpolitisches Wirken, aber er bestätigt den Eindruck, den wir aus anderen Anlässen und aus anderen Quellen gewinnen, daß England sich in einem Sinne wandelt, der eine Fortführung der großen Auseinandersetzung chis zum bitteren Ende", um einen vielgebrauchten englischen Ausdruck zu zitieren, unvermeidlich 1 Politik erschöpft sich im Namen Churchill. Die- to Dutzend Männer fand sich vor nun bald vier. H«r gehört zu den Engländern, di-^bas Empire un- • inhrprTiim Den ersten enaliscben Generalgouver- l ter mißverstandenen militärischen Nutzlichkettsge. Ä n als M-punkten bettachlen ahne imstande zu em bas S- emes Engländers geborenen Lord Miln - r Reich das Größere geschaffen haben, mrt ge t.gem rtJunen; seine Mitarbeiter waren alle in ben ober ideellem Gehalt zu erfüllen. Er gehört zu den k, Jahren geboren, also damals Ende der zwon- Engländern, die Europa, in wessen Gestalt auch ißr Jahre. Südafrika war erobert worden. Ein immer es sich präsentierte, als Englands Ki das eine große Zukunft hatte, war zwar Hauptfeind ansehen. Soweit Milners Kmder- britischen Empire einverleibt worden, aber die garten mit der Außenpolitik m Berührung kam, lii rfeit des eben beendeten Kampfes machte es geschah es in der begreiflichen Erleuchtung, daß W eriq, es dem Empire auch einzuordnen. Das das von ihm innerhalb des Empires erprobte Ord- hir-nb junger Leute sah in jenem Land, das uns nungsftreben sich auch auf bas Verhältnis des Em- SeHchen Hans Grimm verlockend geschildert hat, pires zu Europa anwenden ließe, daß also em m zweites Feld zur Erprobung von Talenten, diel sich sinnvoll geordnetes britisches Empire und ein k 'isher nur theoretisch versuchen konnten. Sie sinnvoll geordnetes Europa durchaus n^b e n^e i n - fcnten alle von der Universität Oxs “"** * ' *" ' ° Epie erste akademisch-wissenschaftliche Mannschaft Ui die als geschlossene Grupve in der englischen Mik zu Einfluß kam. In Schlüsselstellungen der itaoattung, der Politik und Wirtschaft Südafri- Iccrerftanben sie es, unter Milners Leitung ihre tzö-etischen Gedanken und ihren Empire-Jdealis- M in'die Wirklichkeit umzusetzen. Was ihnen an Lrhrung fehlte, erwarben sie sich in dieser Zeit. De Ergebnis war die Südafrikanische 11] on, die 1910 ins Leben trat. Die meisten die- jteGreifes kehrten darauf nach London zurück und W.en sich zu neuen Aufgaben berufen. Sie be- untereinander Fühlung. Ihr Kreis blieb Ki-bern Namen „Milners Kindergarten tin"Begriff in der englischen Politik. (» war für den akademischen Charakter der Auf- sas.ngen, von denen diese Männer beherrscht DC2H, bezeichnend, daß sie zunächst eine Zeitschrift mWen, die „R o u nd Tabl e , die noch heute Limaßgebliche politische Zeitschrift des britischen kw-ire ist. Ähr erster Hauptschriftleiter war Philipp ( r, der spätere Lord Lothian, der tn diesem,------ . r® in Washington als britischer Botschafter starb, habe er em Heer angetroffen, in dem ieder ein - is anderer aus dem Kreis, der HPoriker (Eur« Leine Kämpfer fi ch der Idee bewußt erhielt in Oxford einen Lehrstuhl für Kolo- - • ~' r ' * Geschichte. Als Neuankömmling gesellte sich Si ag hinzu, dessen Name zu Beginn dieses l®es in der Oeffentlichkeit auftauchte, als er zeit- jei2 parlamentarischer Unterstaatssekretär des 3n= I^sfnberg^arto^wurben ^urch^den stäubigeuI Roosevelts Generalangriff auf Südamerika, putzchabsicht-». - al-°gung zu biesem Ruckbl.ck burch bre Nochr.cht gegen bie Achjenmäch.e G^7g^Cur Hs I auf allen «ebieien enifeffelt, bie vor keiner ifjnben sich ebenfalls im Sjintergrunb wie der TNethobe zurückschrecki. H”°ft0Elf “nier.[*f * , ü-chchastler chichins unb ber Elly-Mann bewähr,er Methode — den Achsenmächten eine B-anb Junten bekleidet bas Amt bes Gene-1 eigenetl Absichten. Set politische unb mota ifdje 'cgoueerneurs in Südafrika. Der einzige, der noch mit dem dabei gegen die südamerikanifchen Lichte der Oeffentlichkeit steht und überhaupt (en ygrgegangen wird, scheut nicht vor pals den Rang eines Kabmettsministers erreicht Dokumentenfälschungen und den l kv ist der Jndiemmmster A m e r y , der Mit M 9 Dabei weicht Roosevelt jeder pÄ^(gÄT Unb 8qen wenSÄkanHen Namen''im' wesentliche Aotme'l"aus, er könne nicht definieren was ein An- toners Kindergarten ausmachten, könnten mcht griffsverfuch sei. Hmgegen ln^t er durch Genera si«ichnender fein. Sie alle haben Einfluß und ! Mt besessen und in Südafrika ebenso wie IN Jn- »m, Australien und Kanada em tätiges Leben nsgefüllt. Sie alle aber blieben stets in o e r Zeiten Reihe. Die höchsten Remter und Ehren Hen ihnen versagt. Der Verzicht auf Ruhm mag i-em Mann schmeicheln. Es ist aber m ber Pol t tat auch der Verzicht auf höchste Verantwortung Mlbunöen. Diese kann nur in der Außenpolitik zur Mung kommen. Die Beschränkung, die demi Wir- le:: von Milners Kindergarten Treimttitg ober un- riwillig auferlegt war, äußerte sich deshalb auch ta, daß fein Einfluß in sich zufammenfank^ als H außenpolitische Schicksalsstunde des Empire «Lüg. Seine Arbeit blieb im wesentlichen em Stuck »rmenber Empire-Innenpolitik. Soweit Ausschau n H Außenpolitik gehalten wurde, {Jen ber W ff»ner, weniger von Scheuklappen beengt zu s . üi bei den englischen Politikern, mit denen wrn ir heute zu tun haben. Aber es machte sich /b taertbar, daß weder die Dämonie der Schöpfer Vö Empire noch die Phantasie und der Schwung fhes Willenmenschen, wie etwa Joseph Eham- & Hains, dem Blick Feuer und den Worten Li Drang zur Tat verliehen. Leise, wie fte ge die jedoch mit dem Wunsch der mit diesen Urteilen bedachten Völker, nach ihrer eigenen Fasson selig zu werden, schwer in Einklang zu bringen sind. Heute handelt es sich freilich nicht mehr um Urteile, die wir als unverbindliche Meinungsäußerungen eines amerikanischen Staatsmannes mit gleichmütigem Achselzucken hinnehmen könnten. Der Präsident ist längst von Reden zu Taten übergegangen, die seine politische Linie eindeutig festlegen und nichts anderes bezwecken, als jene bestimmte Lage zu schaffen, die den Krieg unabwendbar macht. Wenn er im Oktober 1937 noch davon sprach, „jede geeignete Maßregel anzuwenden, um eine Verstrickung in den Krieg zu vermeiden", so bedeutet seine Politik seitdem in Wahrheit die vollständige Umkehrung dieses Wunsches. Von einer inneren Wandlung wird man trotzdem nicht sprechen dürfen. Damals mochte Roosevelt noch meinen, die durch Deutschland und Italien heraufgeführte Revision der europäischen Unordnung Versailler Gepräges ohne aktives Eingreifen der Vereinigten Staaten verhindern zu können. Man konnte es noch England und Frankreich überlassen, die Gegenminen zu legen und durfte sich selbst auf die Erteilung der Zensuren beschränken. Die innere Einstellung war damals schon die gleiche wie heute, nur die Mittel, ihr Geltung zu verschaffen, sind heute andere. Wir wissen heute, wie die offiziellen Botschafter der Vereinigten Staaten, wie die persönlichen Vertrauensmänner Roosevelts, wann und wo auch immer, ob in London, Paris und Warschau, ob in Belgrad oder in Tschunaking, der Partei der Friedenssaboteure, der Scharfmacher und Unentwegten den Rücken gestärkt haben. Heute begnügt man sich nicht mehr mit unverantwortlichen Ratschlägen, mit leeren Versprechungen und Aufstachelung aller Leidenschaften, sondern treibt längst schon eine eigene aktive Kriegspolitik. Ob das dem amerikanischen Volk selbst schon voll bewußt geworden ist, muß bezweifelt werden. Roosevelt und seine Leute haben cs auf eine geradezu raffinierte Weise verstanden, die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten mit aller Vorsicht Schritt für Schritt an das Wort „Krieg" zu gewöhnen. Das amerikanische Volk, das in seiner großen Mehrheit vom Kriege nichts wissen wollte, weil jedenfalls die ältere Generation das Experiment Wilsons noch vor Augen hatte, das den Vereinigten Staaten Tausende ihrer Söhne auf den europäischen Schlachtfeldern, eine schwere wirtschaftliche Zerrüttung und eine Menge uneinbringbarer Forderungen gekostet hatte, dies Volk hatte die scharfe Neutralitätsgesetzgebung gutgeheißen, die jede Wiederholung des Wilsonschen Abenteuers einer Verwicklung in europäische Streitigkeiten zu verhüten schien, und hatte mit Argwohn jeden Schritt der Regierung betrachtet, der von diesem gradlinigen Wege abzuweichen schien. Trotzdem hat Roosevelts Propaganda es offenbar fertig gebracht, diesen Argwohn einzuschläfern und im amerikanischen Volk jene imperialistische Begehrlichheit zu wecken, die zumindest seit Beginn des vorigen Jahrhunderts ein charakteristisches Merkmal der amerikanischen Außenpolitik ist, verbrämt durch den mit großer innerer Ueberzeugung verkündeten, auf andere Völker zwar überheblich und anmaßend wirkenden Glauben an die besondere Sendung des amerikanischen Volkes, der übrigen Welt Vorbild zu sein und sie für die amerikanische Lebensform, die amerikanische Freiheit, das angeblich höchste Glück der Erdenkinder reif zu machen. Bei Roosevelt selbst mischt sich der ihm von seinen jüdischen Freunden eingeimpfte Haß gegen die autoritären Mächte mit dem Wunsch, die Enttäuschung über das Mißlingen seiner wirtschaftlichen Reformpläne durch eine neue Wirtschaftsankurbelung vergessen zu machen, für die die Aufrüstung der Schrittmacher sein soll. Zudem kommt ein ungeheurer Ehrgeiz, in den großen weltpolitischen Auseinandersetzungen die führende Rolle an sich zu reißen und die Verlockung, clus der Katastrophe des britischen Empire ein amerikanisches Weltreich aufzubauen, das weit über den Kontinent hinaus die Meere beherrscht und auf die Gegenküste hinüber- greist. Roosevelt spiegelt seinem Volke vor, seine Sicherheit sei durch das Bemühen der autoritären Mächte um eine sinnvolle Neuordnung des europäischen und ostasiatischen Raumes bedroht. Mit dieser verlogenen Behauptung, die schon durch die unangreifbare geopolitische Lage des amerikanischen Kontinents ad absurdum geführt wird, begründete Roosevelt die Hilfe für England, die Einrichtung von militärischen Stützpunkten auf den atlantischen Besitzungen Englands von Neufundland über die Karibische See bis nach Trinidad, die Einbeziehung Grönlands in die „westliche Hemisphäre" und schließlich die Besetzung Islands durch amerikanische Marinetruppen. Damit sind die Vereinigten Staaten schon auf dem europäischen Kriegsschauplatz selbst erschienen. Mit der Landung amerikanischer Truppen auf fremdem Boden ist eine weitere Möglichkeit gegeben, eine bestimmte Lage zu schaffen, die einen Krieg unabwendbar macht, um noch einmal mit dem anfangs angeführten Zitat amerikanischer Staatsrechtler zu sprechen. Aus Island sollen im Nordatlantik Nordirland und Schottland folgen, auf britische Empfindlichkeiten braucht man angesichts der prekären Lage Churchills anscheinend keine Rücksicht mehr zu nehmen. Schon lange ist der Blick Roosevelts auf die Azoren gefallen, obwohl Portugal durch Entsendung zahlreicher Truppen und jetzt durch die Reise seines Staatsoberhaupts mit aller Deutlichkeit sein unveräußerliches Besitzrecht auf die Inseln geltend gemacht hat. Die K a p- Verde-Inseln vor der nordwestafrikanischen Küste, ferner an dieser Küste selbst das französische Dakar und neuerdings auch das britische Sierra Leone und die von befreiten nordamerikanischen Negersklaven gegründete und von den Vereinigten Staaten abhängige Republik Liberia sind weitere Ansatzpunkte der amerikanischen Begehrlichkeit. Es sollen dies gleichsam die auf die Gegenküste vorgeschobenen Außenforts der strategischen Stellung sein, deren innere Linie durch die atlantischen Besitzungen Englands und weiter nach Süden verlängert durch Stützpunkte an der brasiilianischen Küste und in Uruguay an der La-Plata-Mündung gebildet wird. Der Pazifik wird über der Sorge, sich immer näher an den atlantisch-europäischen Kriegsschauplatz heranzuschieben, keineswegs aus den Augen gelassen. Hier ist e5 erheblich leichter, dem amerikanischen Volke angebliche militärische Notwendigkeiten plausibel zu machen, denn schon seit Jahrzehnten stehen die USA. in einem latenten Gegensatz zu Japan trotz der denkbar engsten wirtschaftlichen Verflechtungen, die beiden Mächten nur Vorteile gebracht haben. Wenn es den Vereinigten Staaten gelungen war, auf der Flottenkonferenz von Washington im Jahre 1922 das durch das furchtbare Erdbeben schwer erschütterte japanische Reich noch einmal zurückzudrängen, so hat Japan seitdem mit eiserner Zähigkeit und einer kaum faßbaren Geduld an seiner Wiedererhebung gearbeitet. Als es mit der Gründung Mandschukuos den ersten Schritt zur Neuordnung des ostasiatischen Raums tat, sand es in den Vereinigten Staaten seinen erbittertsten Gegner und im chinesischen Krieg sind die USA. neben England und der Sowjetunion stets die stillen Verbündeten Tschiangkaischeks gewesen. Längst haben die Vereinigten Staaten ihre Stützpunkte in der pazifischen Inselwelt über die einst verabredete Linie nach Westen vorgeschoben und seitdem England durch seine Inanspruchnahme im Atlantik und im Mittelmeer sich nicht mehr in der Lage sieht, seine pazifischen Stellungen aus eigener Kraft zu behaupten,, trifft Roosevelt alle Maßnahmen, nun auch hier Fuß zu fassen. Nicht nur daß die aus ihre Unabhängigkeit wartenden Philippinen wieder so fest wie jemals zuvor in amerikanischen Händen sind, wird bereits davon gesprochen, Niederländisch-Jndien und Singapore, ja sogar Australien durch Landung amerikanischer Truppen in ihrer Verteidigungskraft 3u stärken, amerikanische Militärflugzeuge sollen dort überall schon in großer Zahl vorhanden sein. Meldungen aus Paris und Tokio sprechen in diesen Tagen mit wachsender Eindringlichkeit von einer Bedrohung Französisch-Jndochinas durch die beiden angelsächsischen Mächte im Verein mit Tschiangkaischek von dem britischen Birma und der südchinesischen Provinz Pünnan her, wobei gleichzeitig auf Thailand ein verstärkter Druck ausgeübt wird, um es von Japan zu lösen. Gleichzeitig sorgt Roosevelt daheim durch die alarmierende Note, die er weiteren militärischen Forderungen gibt, dafür, daß das amerikanische Volk in den autoritären Mächten den Feind sieht, der im Begriff ist, sich auf den amerikanischen Kontinent zu stürzen, so absurd eine solche Annahme auch für seden ruhig denkenden Amerikaner sein mußte. In einer Botschaft an den Kongreß fordert der Präsident, daß sämtliche eingezogenen Reserveoffiziere und Soldaten der amerikanischen Armee und Nationalgarde auf unbestimmte Zeit bei den Fahnen bleiben, weiter fordert er die Aufhebung der Beschränkung der Neueinstellungen auf eine bestimmte Höchstzahl. Das bedeutet einmal die Schaffung des Kerns eines stehenden Heeres und zum anderen die unbeschränkte allgemeine Wehrpflicht. Da beides in den USA. sehr wenig populär ist, muß Deutschland, das Roosevelt als Feind der Sicherheit der USA. an die Wand malt, dazu herhalten, das Schreckgespenst sein, das die Amerikaner wehrfreudiger machen soll. Mit allen Mitteln der Propaganda, die der Präsident selbst auf höchste Touren gebracht hat, soll dem Volke, das in diesen Maßnahmen einen Schritt zum Kriege sieht, ihre Notwendigkeit plausibel gemacht werden. Da wird vor keiner Verleumdung, vor keiner Lüge zurückgeschreckt, mag sie noch so plump und durchsichtig sein, wenn sie nur den Präsidenten und die jüdischen Drahtzieher des Weißen Hauses ihrem Zweck näherbringt, das amerikanische Volk in die Panikstimmung zu versetzen, in der vom Kongreß alle Vollmachten für Roosevelt verlangt werden können. Dazu gehört auch die Forderung des neuen Achö- Milliarden-Rüstungskredits. So rundet sich das Bild einer Politik des Angriffs, die eine in ihrem Haß und ihrer Machtgier gleich hemmungslose kleine Clique von Juden und Freimaurern mit Roosevelt an der Spitze dem amerikanischen Volke aufzwingt, um eine ihren Weltherrschaftsplänen entgegen« stehende Neuordnung im europäischen und ostasiatischen Raum durch die autoritären Mächte zu verhindern und ihrerseits die Vernichtung der jungen Völker nach dem schamlosen Rezept des Juden Kaufmann einzuleiten. Heute sorgt die jüdische Agitation in Presse und Rundfunk dafür, daß das amerikanische Volk diese inneren Zusammenhänge nicht zu durchschauen vermaa. Aber wir haben den Feind erkannt und werden ihm zu begegnen wissen. Dr. Fr. W. Lange. Gegen Roosevelts schwarze Listen. Santiago de Chile, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Exekutivausschuß der „Federacion de Comerciantes" veröffentlicht einen energischen Protest gegen Roosevelts Schwarze Listen, die eine schwere Schädigung der nationalen Wirtschaft und einen Eingriff in die nationale Souveränität der südamerikanischen Länder bedeuteten. Das Verfahren der USA. widerspreche der von Roosevelt stets verkündeten „Politik der guten Nachbarschaf t". Angesichts der zu erwartenden üblen folgen für die nationale Wirtschaft und den Lebensstandard in Chile müsse die chilenische Regierung beim Weißen Haus um Entkräftung der Schwarzen Listen vorstellig werden. Das bedeutendste chilenische Handelsblatt „Mercurio" schreibt, Roosevelts Schwarze Listen seien von der öffentlichen Meinung Südamerikas mit Ueberraschung auf genommen worden. Sie würden zweifellos ernste Schäden für die Wirtschaft zeitigen, die zu den als Folge des Krieges bereits erlittenen Schäden und Beschränkungen des neutralen Handels hinzutreten. Auffallend fei, daß ein Entschluß von solcher Tragweite durchgeführt worden sei ohne vorherige Fühlungnahme mit den Regierungen der betroffenen Länder und ohne Beratung - durch die panamerikanischen Wirtschafts- und Finanzausschüsse in Washington. Frühere interamerikanische Vereinbarungen hätten den USA. ein anderes Vorgehen zur Pflicht gemacht. Die chilenische Regierung sei stets Gegner des Systems der Schwarzen Liften gewesen, so z. B. im Weltkrieg. Jetzt sei angesichts der vollendeten Tatsache nur zu hoffen, daß die chilenische Regierung ihre traditionelle Stellungnahme aufrechterhalte. * Der chilenische Innenminister antwortete auf eine ihm von der Zeitung „Nacion" wegen der Veröffentlichungen über einen angeblich geplanten „Naziputsch" in Chile vorgelegte Frage, er halte es für seine Pflicht, solche Informationen zu dementieren. Es handle sich hier um eine Alarmkampagne, die durch keinerlei tatsächliche Vorgänge oder offizielle Unterlagen gerechtfertigt sei. Die einzige Folae dieser Kampagne sei die Schaffung einer Atmosphäre der Unsicherheit, die niemanden nutze. Erregte Kammerdebatte in Buenos Aires. Buenos Aires, 25. Juli. (Europapreß.) Vertreter zahlreicher argentinischer Firmen unternahmen jetzt beim argentinischen Außenministerium Protestschritte gegen das System der Schwarzen Listen, das gegen die Zusicherung der Gleichberechtigung bei der Geschäftsausübung in Argentinien, wie sie in der Verfassung festgelegt sei, verstoße. Aus den gleichen Gründen protestierte der konservative Abgeordnete Didela Dorna (Regierungspartei) öffentlich vor der Kammer gegen die Schwarzen Listen der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Er verurteilte namentlich das Vorgehen der USA.-Handelskammer in Buenos Aires, die zahlreichen argentinischen Firmen Fragebogen gesandt und sie um genaue Auskunft über ihre Geschäftsbeziehungen, Bestellungen, Art der Lieferfirmen, Bestimmung der gelieferten Waren, Zusicherung keines Verkaufs an Schwarz-Listen-Firmen ufw. ersucht habe. Der Abgeordnete betonte weiter, die kürzlich vom Parlament eingesetzte U n t e r s u ch u n g s - Ko m m i si- s i o n brauche sich nur an die U8A.-Handelskammer zu wenden, die ihr alle Untersuchungsarbeit in Argentinien bereits abgenommen habe. Ferner betonte der Abgeordnete, daß die Schwarzen Listen einen starken Sektor des argentinischen Handels bekämpften, weil dieser nicht den USA.-Jnteressen diene. Auf die Feststellungen des Abgeordneten Videla Dorna erfolgte in der Kammer eine lebhafte Auseinandersetzung mit Abgeordneten der Linken, die für eine engere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika eintreten. G LlGA.-Einmischung auch in Kernost. Von unserer Berliner Schriftleitung. Zwischen Tokio und Vichy ist eine Vereinbarung über eine japanisch-französische Zusammenarbeit für die Verteidigung Jndochinas getroffen worden. Die englischen Absichten auf die französische Kolonie erfahren damit eine sehr deutliche Warnung. Javan und Frankreich sind aber gemeinsam entschlossen, ihre eigenen Interessen auf Grund sehr realistischer Erwägungen zu wahren. Diese Tatsache hat die Kriegshetzer und Aggressoren in den Vereinigten Staaten auf den Plan gerufen. Staatssekretär Hüll und Unterstaatssekretär Sumner Welles haben Erklärungen abgegeben, aus denen hervorgeht, daß die Vereinigten Staaten durch das erwähnte Abkommen eine Bedrohung ihrer Interessen erblicken. In diesem Sinne sind auch diplomatische Schritte von Washington aus unternommen worden. Sumner Welles führte aus, daß die japanischen Stützpunkte in Jn- dochina die Beschaffung von Rohstoffen gefährden, die für die USA. sehr wesentlich seien, wie Zinn und Kautschuk. Diese Materialien seien sowohl für die normale Wirtschaft wie für die Rüstungen Amerikas notwendig. Die japanischen Schritte würden außerdem die Sicherheit der Philippinen bedrohen und damit die nationale Sicherheit der USA. gefährden. Es ist eine unerhörte Anmaßung der Dollar-Politik, sich in die Angelegenheiten fast der ganzen Welt einzumischen und überall die Gefährdung amerikanischer Interessen ins Feld zu führen. Zuerst wurde Grönland besetzt, dann folgte der Schlag gegen Island, in ganz offener Weise werden die Azoren, die Kapverdischen Inseln, Liberia und Dakar als nordamerikanische Stützpunkte gefordert, die südamerikanischen Staaten werden wirtschaftlich vergewaltigt — aber die Kriegshetzer in Amerika stellen sich als die verfolgten Unschulds- lämmer hin, die sich bald von Deutschland ober von Italien und Japan „bedroht fühlen". Erst hat Roosevelt, die westliche Hemisphäre als das eigenste Interessengebiet der Vereinigten Staaten hinge- stcllt, als er aber seine Absichten auf europäische Stützpunkte vertrat, erklärte er zynisch, man wisse nicht so genau, wo die eine Hemisphäre anfängt und die andere aufhört, sicher aber müsse Nordamerika alles tun, um jeder Bedrohung enthoben zu sein. Sumner Welles erklärte damals, daß die USA. niemals dulden würden, daß solche Stützpunkte wie die Azoren sich in anderen Händen befänden als in den „befreundeter" Staaten. Nun wird mit derselben Dreistigkeit der Versuch gemacht, die Verständigung zwischen Japan und Frankreick) über Jndochina zu stören. Wenn die amerikanische Rüstungsindustrie sich durch diese Vereinbarungen in ihrer Produktion gefährdet sehen sollte, so ist das eine lächerliche Uebertreibung, auf keinen Fall aber ein Grund zur Einmischung in die fernöstlichen Probleme, die zunächst einmal von den beteiligten Staaten selbst zu regeln sind. Man darf gespannt sein, ob die Dollar-Politiker auch diesmal das Schlagwort von der „Demokratie" heranziehen werden, wenn sie ihre Drohungen gegen die Befriedung im Fernen Osten begründen, lieber dieses Thema hat gerade jetzt der bekannte Zeitungsverleger Hearst im „New York Journal American" sehr lehrreiche Worte gefunden. Er hat den Demokratien Englands und Amerikas vorgehalten, welche Haltung sie gegenüber Finnland und den baltischen Staaten eingenommen haben, als diese sich gegen den sowjetischen Despotismus zur Wehr setzten. Die westlichen Demokratien hätten aber nur Versprechungen geliefert. Die einzige tatsächliche Hilfe hätten diese Staaten nur von Deutschland bekommen. Die Sowjets und Stalin hätten sich nicht geändert, aber die großen imperialistischen Demokratien hätten sich von ihren angeblichen hohen Idealen weit entfernt. Mit diesen Worten erinnert Hearst an die Tatsache, daß die amerikanische Demokratie nichts anderes ist, als der Deckmantel für die rein persönliche Politik Roosevelts, der seinerseits wieder von den Plutokraten, Freimaurern und Börsenjuden abhängig ist. Aus ihren Befehl tritt er als Friedensstörer auf und läuft dem Kriege nach, erst in Europa, jetzt auch im Fernen Osten. Britischer Banngut-Transport für Tschunking. Schanghai, 25. Juli. (DNB.) Der britische Dampfer „Hilda Moller" mit etwa 600 Tonnen Baumwollwaren und Maschinenteilen an Bord, die laut Zolldeklaration für Kalkutta und Rangun bestimmt waren, wurde von den japanischen Marinebehörden angehalten, als er aus Schanghai auslaufen wollte. Der Dampfer mußte die Ladung löschen, nachdem festgestellt worden war, daß sie tatsächlich Tschunkinger Eigentum und fiir Gebet für das Gowjetbundnis Der anglikanische Erzbischof von 9) forderte am 24. Juli zum Gebet für „die rücksichtz,! lose Unterstützung des Bündnisses Englands mit btt Sowjetunion im Kampf gegen Deutschland" qu In dem Blatt seiner Kirchengemeinde schreibt tv. „Wir dürfen uns nicht von bösen Ahnungen beeinflussen lassen, wenn wir uns mit Rußland vy, einigen, um den gemeinsamen Feind zu bekämpfi,.! Wir können hoffen, daß durch die Vereinigung nj uns die öffentliche Gottlosigkeit in der Sowjetunion nachlossen und letzten Endes aufhören wird." Dir Hinweis auf „böse Ahnungen" deutet an, daß Mitglieder feines bischöflichen Sprengeis nicht ga» mit dieser Parole des anglikanischen Kirchenhirtkn einverstanden sind. Es ist derselbe Erzbischof von York, der im Jahre 1937 amerikanischen Pressevertretern erklärte,. zur Begründung des Völker bundes müsse ein neuer Weltkrieg geführt werde,, da der erste Weltkrieg nicht alle wünschenswert^ Ergebnisse gebracht hat. Wenn ein deutscher Leser fragt, wie ein hoher Kirchenfürst zu solchen Aeuße. rungen kommt, so ist die Antwort einfach: die enz- liche Hochkirche ist die Gründung jenes Heu- rief) VIII., der sich vom Papst lossagte, um inj, gesamt sechs Frauen heiraten zu können. Drei vy ihnen endeten auf dem Schafott. Die anglikanisch Kirche ist nie des geistigen Einflusses dieses koni^ lichen Blaubarts verlustig gegangen. Tschungking bestimmt war. Der Kapitän gab z,, daß die von den Japanern vorgeschriebene Unter- suchung der Ware vor Auslaufen des Schiffes vkr, den Engländern umgangen worden war. Japan läßt sich nicht einschüchtern. T o k i o, 25. Juli. (DNB.) Mit der Haltung lands und der USA. gegenüber Japan, besonder; mit Rücksicht auf zahlreiche Meldungen über feine geplante wirtschaftliche Einkreisung, beschäftigt sih ein großer Teil der japanischen Presse. In Bezrg auf die Erklärung Roosevelts, daß die USA. daraus vorbereitet seien, bei einer Veränderung der Lage in Fern ost wirtschaftliche Sanktionen gegen Iopcn durchzuführen, erklärt „Tokio Nitfchi Nitschi": „Die USA. irren f i ch gewaltig, wenn sie annes- men, daß derartige Gewaltakte Japan ein schlich« tern oder veranlassen könnten, sich der sogenannten Fernostpolitik der USA. zu unterwerfen. Die dem Außenamt nahestende Zeitung Times and Advertiser" schreibt, die durch EnglaO, die USA. und Tschunking geschaffene Lage an bei Grenzen Französisch-Jndochinas bedrohe dir Sicherheit dieser Kolonie, die für eine friedliche Zusammenarbeit mit Japan pnd gleich zeitig auch für die Operationen Japans gegen chinesische Kräfte in Südchina unerläßlich sei. Die ernst Lage, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, oer« lange deshalb eine „prompte Aktion, M Mächten zuvorzukommen, die nicht nur Japan von Zufuhren aus* Französisch-Jndochina abschnei den wollten, sondern auch neue Wege zur Unterstützung Tschungkings zu finden suchten. Das Interesse Frankreichs. Vichy, 25. Juli. (DNB.) In Vichy wies men im Zusammenhang mit der chinesisch-englischen drohung Jndochinas auf die vertragliche Anerkennung Japans als meiftintereffieti Macht im Fernen Osten hin und findet es logisch, wenn Jndochina gemeinsam mit Japan vorbeugende Maßnahmen gegen diese Bedrohung treffen würde. Die Meldungen der japanischen Presse, daß es in Burma, Singapore und in o et Pünnan-Provinz zu englisch-chinesischen Besprechungen und Zusammenkünften gekommen ist, wirst den durch Meldungen aus Jndochina bestätig!. Eden hatte selbst am Mittwoch im Unterhaus amf eine militärische englisch-chinesische Vereinbarung hingewiesen. Man hat daher in Vichy volles 23er- ständnis dafür, daß Japan angesichts dieser Bedrohung im Fernen Osten beunruhigt ist. Das „Oeuvre" erklärt, Frankreich suche mit Japan bis Grundlage eines Abkommens, um d-r Souveränität Jndochinas im Rahmen der durch Tokio gegebenen Garantien zu erhalten. Der„M- tin" schreibt, über Jndochina stehe heute bat gleiche Drohung w i e über Syrien Dir zwei Monaten, diesmal richtete sich die Drohung aber nicht nur gegen Frankreich, sondern auch gegen Japan. Jeder Versuch Englands, in 3i- dochina festen Feß fassen zu wollen, würde b'it Gegnerschaft Frankreichs und Japans bringen. Unb England werde diesmal weder den Vorteil b leiter Cosgrave in unmißverständlichen Worten entgegen. Ebenso unterstrich Ministerpräsident de Valero abermals, daß' Irland alles tun werde, um seine Neutralität zu wahren. Er erinnerte an das Versprechen Großbritanniens im Weltkriezt, das die Freiheit für die kleinen Nationen ffltf sichert hatte, dennoch aber die Teilung Irland vornahm. Die Neutralitätspolitik sei weder ein leichte noch eine feige Politik. Irland wolle leben und leben lassen.„Jch hoffe, daß kein Irländer mit einer Freiheit zufrieden sein wird*die einem Te" Irlands zuteil wird, bis die ganze Nation als Jol(ft frei ist und in Freiheit von Vertretern des irischen Volkes regiert wird. Dies ist unser Ziel und folan$e wir es nicht erreicht haben, hat es keinen Zwea. über die großen Prinzipien zu reden, für die di« eine Seite angeblich kämpft, und die die andere Seite angeblich vernachlässigt." General Weygand als Generalgouverneur von Algier. Vichy, 25. Juli. (Europapreß.) Der zum Gelie- ralgouDerneirr von Algier ernannte General Wely> ganb hat sein neues Amt angetreten. Er hielt anläßlich seiner Amtsübernahme eine Ansprache, m der er erklärte, daß in Zukunft bei der Verwaltung die Interessen der Eingeborenen-Bevölkerung berii^1 sichtigt werden müssen. Der französische Wirtschaftsfachmann Gaillet wurde General Weygand Das Bild des Tiefrufen. Der französische Schlachtenmaler Edouard De» t a i l l e (1848—1912), der zu seiner Zeit bei seinen Landsleuten fast ein Ansehen genoß, wie bei uns etwa Menzel, saß in seinem Pariser Atelier und malte an einem Soldatendi'lde, als ein hunger Re- krut bei ihm eintrat. Als der Künstler fragte, was er wolle, sagte er etwas verlegen: „Ich wollte mich mir erkundigen, ob der Herr Detaille nicht vielleicht so gut sein wollte, ein Bild oon mir zu malen, ich brauche eins." „Wer hat Sie denn zu mir geschickt?" „Ach, die Kameraden im Regiment haben mir gesagt, ich sollte mal zu Ihnen gehen, Sie mochten so gute Bilder, und die roärep auch ähnlich. Meine Eltern möchten so gern von mir ein Bild als Soldat haben. Was würden Sie wohl dafür berechnen?" „Run, wieviel haben Sie denn in Ihrer Lasche?" fragte der Maler lächelnd, da er sah, welchen Scherz sich die Kameraden mit dem guten Jungen aus der Provinz gemacht batten. „26 Franks ... , sagte der Rekrut zögernd, zog sein großes buntes Taschentuch heraus, knüpfte es auf und zählte dem Meister viele kleine Silbermünzen und Kupferstücke vor. Der Maler sah vergnügt zu, sagte aber kein Wort. „Ist das vielleicht nicht genug?" fragte der Soldat schüchtern. „Aber ja, durchaus genug", sagte der Maler beruhigend, „kommen Sie nur und setzen Sie sich dort hin!" Der Rekrut mußte sich auf einen Stuhl setzen, der Maler nahm Stift und Pinsel und Palette, und mit schnellen Strichen entstand bald ein lebens- volles Bildnis des jungen Kriegers. „Sie müssen mir aber auch mitteilen, ob Ihre Eltern mit dem Bilde zufrieden waren", sagte Detaille, als er fertig war. „Oh, ich hoffe doch", meinte der Soldat und besah sich dann selbst sein Porträt, „es ist gar nicht so übel." Und er schickte sich an, den letzten Rest seiner kleinen Geldstücke aufzuzählen. „Das behalten Sie bitte für sich", sagte der Maler und schob ihm die Münzen wieder zu, „aber ich stelle zwei Bedingungen: erstens müssen Sie dieses Geld auf mein Wohl vertrinken, und zweitens — schicken Sie mir ja keinen Kameraden oon Ihren Regiments" CK* 37000 BRT. im Mittelmeer versenkt // Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet uptschriftleiterö: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politt! und so ganz unrecht. Insel. SeeffreUfräfte schossen drei britische Kampfflugzeuge ab. Die brlllfche Luftwaffe erlitt auch gestern an der Kanalküste eine schwere Niederlage. Der Feind verlor 33 Flugzeuge, von denen 27 — darunter neun viermotorige Kampfflugzeuge - durch Jäger und sechs durch Flakartillerie abgeschossen wurden. Vier eigene Flugzeuge gingen verloren. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht im nordwestdeutfchen Küstengebiet Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und verletzten. Wehrwirtschaftlicher oder militärischer Schaden entstand nicht. Nachtjäger und Flakartillerie schossen zwei der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. feier mit der Rede des Ministers wird über alle deutschen Sender übertragen. doch bern nicht dies Und nicht König Michael und der Staatschef General Anto- pescu trafen in der Hauptstadt der Bukowina Czernowitz ein, wo sie von der Bevölkerung mit tiefer Freude empfangen wurden. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, S. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Irtannh Die Operationen lm Osten schreiten auf Itt gesamten Front unter teilweise harten ? ämpfen planmäßig fort. Große Mengen von ßefangenen und Kriegsmaterial werden läglich ein- irbracht. Einzelne Kampfflugzeuge belegten in der letzten Lacht militärische Anlagen im Ostteil der Stadt Moskau und nördlich des Kreml mit Bomben. Im Kampfe gegen England bombardieren Flugzeuge, die zur bewaffneten Aufklärung ein- ,eseht waren, Hafenanlagen im Rordosten der planmäßiger Fortgang der Operationen im Osten Militärische Anlagen in Moskau erneut bombardiert. — Die schwere Niederlage der britischen Luftwaffe an der Kanalküste. doch. Sie hatten Glück. Sie waren beide nicht dumm. Sie tarnen wieder zusammen, kühl beinahe bis ans Herz hinan zwar, aber sie kamen eben doch zusammen. Sie hatten gemerkt, daß sie einander vielleicht liebten, und wollten sehen, wie es beim anstünde. Dies und das und jenes gefällt mir an ihm, dachte sie, und jenes und das und möchte ich an ihr anders haben, dachte er. in manchem dachten beide, hat sie, hat er ja Der neuernannte spanische Bots ch a fter ' sinat y Esriva de Romani, Am Vorabend der Eröffnung empfing Reichs- Pressechef Dr. Dietrich im Hotel „Bier Jahres- Zeiten" die Vertreter der deutschen und ausländischen Presse. Außer dem Staatskommissar des Hauses der Deutschen Kunst, Gauleiter 2ldols Wag- ner, waren Professor Heinrich Hoffmann und Di- rettor Kolb vom Hause der Deutschen Kunst er- schienen. Kleine politische Nachrichten. Zearbeitung aller zwischen Algier und Frankreich chwebenden Wirtschaftsfragen beigegeben. Man er. ■ lieft in dieser Ernennung den Wunsch, die Wirt- chaft Nordafrikas mit der des Mutterlandes vor- ehmlich auf dem Gebiet der Versorgung enger zu lerflechten. Französische Freiwilligen-Legion zum Kampfe gegen die Sowjets. D i ch Y, 25. Juli. (DRB.) Der Zentralausschuß !er französischen Freiwilligen-Legion gegen den Bolschewismus, der in Vichy zusammentrat, gibt sie Gründung der französischen Freiwilligen-Legion lefannt. „Diese Legion", so heißt es in der Verlaut- lorung, „die in verschiedenen Einheiten organisiert oirb, hat bie Aufgabe, gegen bas bolschewistische Lußlanb zu kämpfen. In den Einheiten werden alle Waffengattungen vertreten fein. Der neuernannte s p in Berlin, Don Iosö Fi.— - Graf von Mayalde, ist in der Reichshaupt- stabt eingetroffen. Die Leiben des lettischen Volkes unter bem Sowjetregime sinb Oegenftanb eines ausführlichen Berichtes eines Rigaer Korrefponbenten von „Svenska Dagblabet". 80 bis 90 v. H. ber lettischen Intelligenz seien aus gerottet, heißt es in bte- fern Bericht. Der französische Kriegsminister General Hunt- z i g e r hielt in Marseille anläßlich ber Rückkehr ber Fahnen ber Levante-Armee nach Frankreich eine Rebe, in ber er bie tapfere Haltung ber fron- zösischen Truppen in bem ungleichen Kampf gegen bie britischen Streitkräfte in Syrien hervvrhob. Als erster finnischer Offizier in biefem Kriege ist Oberst Ernst Ruben Lague in Anerkennung feiner Tapferkeit vor bem Fembe zum Ritter des finnischenFreiheitskreuzes ernannt und mit bem Mannerheim-Kreuz II. Klaffe ausgezeichnet worben. Oberst Lague hat mit seinen . Truppen in hartem Kamps Schritt um Schritt einen bebeuten- den Teil von Ost-Karelien am Lagoda-See befreit und die finnische Grenze überschritten. fiauptfdjrtftleiterö. ----- -------------- ; . Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für da« Feuilleton: Dr. Han« Thyriot, für Stadt Gieren, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitStSdruckeret «.Lange K.<8. Verlagsleiter: Dr.-Ina. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Han« Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. Wie eine Liebesgeschichte? Von Rudolf Schneider-Schelde. Es hatte begonnen, wie es fast immer beginnt, tut Blicken und Blumen und scheuen Worten, mit Mnbebrüden und Briefen, und bann kam ein ln&. Dann kam ein Stellbichein und wieder em Inch. Sie sagten, daß sie einander liebten. Sieschr^- len es auch. Es kamen mehr und andere Kusse und refjr Blumen, bas heißt, bie Blumen kamen immer hin ihm, unb sie nahm sie an. Die Kusse kamen par auch von ihm, aber he 8^ sie ab und zu Z rück. Es war wie eine Liebesgeschichte. Sie hat- hn von Liebesgeschichten gehört und hatten Llebes- o schichten gelesen, und also begannen sie so, wie F genört und gelesen hatten, und wie es ihnen st'fiel unb auch natürlich vorkam. Sie sagten i« Leier, daß sie einander liebten. Es war sehr schon. 6ue empfanden, daß es sehr schön war unt> h* fctten es auch so gelesen. Es mar bie Lu^e, emp Mden sie. Sie waren beide sehr jung unö glaub- bn an bie Liebe, obwohl sie von ihr nur wußten, Das sie gehört und gelesen hatten. Sie waren siHer, daß es so bleiben würde. Aber es blieb nicht so. Einmal kam ein Tag, va buchte er keine Blumen mit, einmal kam ein xag, t>: verstand sie nicht, was er in sich fühlte. Es kam Sein Tag, an dem sie stumm voreinander stanoen, ihb es war, als blicke aus jedem von ihnen em tr so ft oh mit Blumen gekommen war? Sie nev im einander doch? Es war doch wahr, daß sie [Mianber liebten? War es wahr? Sie forschten m Ity-er Erinnerung. Da waren die Liebesgeschichten, sie gelesen und gehört hatten, und war, daß 1\ Lander liebten, wie es in diesen Geschichten.stand. Aber sie kannten einander nicht. Sie liebten ein- fluider, ohne viel voneinander zu wissen, sie nevt andern bas, was sie von ihm flüchtig -g^traum, kil.chtig gesehen, flüchtig gehört und fluchtig gesuhlt h^Mten, sein hübsches Aussehen, ihre reizende Ge- Mt, seinen redlichen Mick, ihre, zurückhaltende • Bärme, seine süßen Liebesworte, ihr seliges ui Jäger mit ebenfalls mehreren Luftsiegen. Das stolze Gesamtergebnis eines 30ftstndigen Kampfes waren 87 abgeschosfene Briten. Darunter befand ich auch die Führermaschine eines vier- notorigen Verbandes, ber geschlossen an- 'log und von einem tollkühn angreifenben deutschen Feldwebel zersprengt wurde, nachdem er zuerst den Staffelführer abgeschossen hatte. Die aufgelöst nach Westen fliehenden Engländer verloren bann noch weitere 8 Maschinen, so bah nur drei Flugzeuge ber chweren Bomberstaffel sich durch die Flucht retten konnten. Angriffsversuch auf Berlin. Fünf britische Kampfflugzeuge in der Nacht zum Samstag abgeschossen. Berlin. 26. Iuli. (DBB. Funkfpruch.) In der Nacht znm 26. Juli flogen britische Kampfflugzeuge ins Reichsgebiet ein. Infolge der wirksamen Jagd- und Flakabwehr gelang es nur einzelnen britischen Flugzeugen, bis zur Reichshanpt- st a d t vorzuftohen. Sie konnten jedoch nicht bis zum Stadtkern vordringen. Einige Bomben fielen in den Außenbezirken auf Wohnviertel. ohne militärischen oder wehrwirtschaftlichen Schaden anzurichlen. Einige Personen sind getötet und verletzt worden. Bei den Angriffsversuchen aufs Reichsgebiet wurden fünf britische Kampfflugzeuge abgeschossen. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin. 25. Juli. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Kommodore Major Freiherrn von Malt- z a h n das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 40. Cuflfieg als 29. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." Glückwunsch des Führers an den Gauleiter. 3X5(6. Frankfurt a. M.. 25. Iuli. Der Führer sandle an Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger anläßlich seines 57. Geburtstages nachstehendes Telegramm: „Führerhauptquartier. 24. Juli. Rehmen Sie zn Ihrem Geburtstag meine herzlichsten Glückwünsche entgegen. Adolf Hiller." Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung Berlin. 25. Juli. (DRV.) Reichsminister Dr. Goebbels wird am Samstag, 26. Juli, vormittags 10.30 Ahr. zur Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst i n M ü n ch e n f p r e ch e n. Die Eroffnungs- „Man hatte uns erzählt. Ein gefangener brittscher Pilot berichtet. Von Kriegsberichter W. Höphner-Flatow. Schwedische Freiwillige zur Verteidigung der Freiheit des Tiordens Stockholm, 25. Juli. (DRB.) Zur (Entfenbung fchwebifcher Freiwilliger zum Kampf gegen den Bolschewismus veröffentlicht der Arbeitsausschuß bes Verbandes bes schwedischen Freiwilligenkorps eine Verlautbarung, in ber es heißt, baß sich viele frühere Mitglieber des Korps für den finnischen Kriegsdienst gemelbet hätten. Diese hofften, bah immer mehr ihrem Beispiel folgen würben. In ber gegenwärtigen Lage gäbe es keinen anderen Weg, auf bem schwedische Männer bie Sache Finnlanbs unb bie Verteidigung ber Freiheit bes Nordens besser fördern könnten. Weiter berichtet bie Stockholmer Presse, baß sich eine Reihe von Offizieren als Freiwillige gemelbet hätten, die teilweise b e - reits nach Finnland abgereift seien. Kreuzer, der auf der Rückfahrt nach Gibraltar begriffen war, wurde von unseren Flugzeugen torpe» biert. Ein weiteres Kriegsschiff großer Tonnage würbe mit Bomben von 500 Kilo getroffen. Aus weiteren Nachrichten ergibt sich, baß am 23. Juli auch ein Flugzeugträger von unseren Bomben be- schädigt würbe unb einer ber getroffenen Dampfer gesunken ist. Die Zahl der vom Feind verlorenen Flugzeuge erhöht sich von sieben auf acht, die ber unseren von brei auf fünf. Bei ber Torpebierungsaktion haben sich bte Mannschaften unter bem Kommanbo ber Flugzeugführer Hauptmann Moiolo, Leutnant Rivoli, Leutnant bi Bella unb bie Sturzkampfoerbände unter bem Befehl ber Hauptleute Zucconi unb Rizzi ausgezeichnet. v L In Norbafrika würben an ber Tobruk- Front feindliche Abteilungen, bie sich einem unserer Stützpunkte genähert hatten, mit Verlusten zurückgeschlagen. In Ostafrika Artillerietätigkeit in bem Abschnitt von Uolchefitunb C u l q u a b e r t ((Son- bar). ter Gebauten gemacht über den wilden Zickzackkurs bes Schiffes unb bie zahllosen Begleitboote. Als uns bann aber alte, ordengefchmückte Piloten der RAF. erzählten, bah in den oon ben beutschen besetzten Gebieten im Westen einfach nichts mehr ba fei, glaubten wir tatsächlich, wir mürben nichts an« beres mehr zu tun haben, als mit ungefährlichen Spazierflügen die letzten Reste ber deutschen Wehrmacht in Holland, Belgien und Frankreich zu zertrümmern." , „, „Aber bas ist boch ein geradezu verbrecherischer Leichtsinn", warf einer von uns ein, „jungen Fliegern ohne Fronterfahrung einen solchen Unfug zu erzählen. Ober hat bas einen besonderen Grunb?" Der Mann lächelt bitter: „Ja, man sucht auch Dumme, die sich freiwillig zu Feindflügen melben. Denn bie alten Hasen, bie die Mwehrkraft unb den Angriffsgeist ber deutschen Luftwaffe am eigenen Leib tennengelernt haben, die fliegen nicht mehr! Sie behaupten, sich auffparen zu müssen für die Abwehr des großen Schlages gegen die Insel, von dem Hitler sprach, ©ie finb es, die mit ihrem Märchen von den Spazierflügen uns — b i e Freiwilligen aus ben Dominien, ober die letzten Franzosen und Polen — ins Feuer schicken, damit sie, bie die Furchtbarkeit unb Unfehl, barteit ber beutschen Luftwaffe zu spüren bekam- men unb sie fürchten gelernt haben, nicht mehr selbst ben Kopf Hinhalten müssen ...!" 87 Briten in 30 Stunden. Berlin, 25.Juli. (DNB.) Bei den Luftkämpfen über dem Kanal am Mittwoch, 23., und Donners- tag, 24. Juli, entschied neben dem überlegenen beutschen Material insbefonbere ber A n - g r i f f s g e i ft und die vielseitige Erfahrung der deutschen Flieger ben erfolgreichen Ausgang. Unter den Siegern des Tages stehen z w e i O b e r - Leutnante mit je 6 Abschüssen an ber Spitze, ihnen folgen bekannte Namen unserer Sie kamen wieder zusammen. Zuerst war es nicht so schön, wie es anfangs gewesen war. Der Glanz war fort. Sie flogen nicht mehr so hoch in ben Wolken, sie berührten, wenn auch nicht ganz, die Erbe. War das die Liebe? Sie erfuhren jetzt etwas mehr voneinander, weil sie etwas mehr Zu- frauen zueinander faßten. Sie konnten ruhig etwas mehr Zutrauen fassen, der Nimbus war fort. War bas die Liebe? Ihr Verhältnis wurde menschlicher; er gab sich nicht mehr wie ein junger Gott, bem bie Welt untertan ist, und sie stieg ein paar Stufen von dem Piebestal herab, auf dem sie hoheitsvoll geweilt hatte. War bas die Liebe? Jener andere im andern, der beide so erschreckt hatte, sah nicht mehr so furchtbar aus, feit die Maske gefallen war. Die Maske? Waren sie denn in Masken gewesen damals, als ihre Liebe wie eine Liebesgeschichte gewesen war? War bas bie Liebe: daß die Maske fallen kann? Sie hatten Glück. Zufällig ober nicht zufällig liebten sie einander, und sie erfuhren es wirklich, als ihnen das Leben ein Bein stellte, wie es alTen ein Bein stellt. Jetzt kam auf einmal ein ganz neuer in beiden zum Vorschein, einer, den sie bisher überhaupt noch nicht im andern gesehen hatten, unb es war auch nicht viel Zeit zum Anschauen ba, aber dieser neue bewirkte, daß sie nur stolperten unb nicht fielen. Sie stolperten, aber siehe: Sie sanden anetnber Halt. War bas die Liebe? Jetzt hatte ihr Verhältnis fast gar keine Aehnlichkeit mehr mit einer Liebesgeschichte, wie sie sie aekfen und geträumt hatten, doch jetzt lernten sie allmählich erkennen, was bie Liebe war, unb manchmal, wenn sie einander sehr nah waren, dachten sie lächelnd und in einer Art Schreck daran, was aus ihnen geworden wäre, wenn es geblieben wäre, wie es begonnen f)attet wie es in Liebesgeschichten steht. ftern. Eine ganze Welt? Eine Welt ber Liebesgeschichten. Es war nicht viel mehr, was sie voneinander wußten. Bisher war alles so glatt und gut gegangen, was war jetzt? War bas Leben anders? Jetzt blickte aus bem andern ein anderer her- vor, nicht immer, aber manchmal, wie ging bas zu war alles Lüge? War es Verstellung, wie fie gelächelt hatte, war es Abgefeimtheit, wodurch er so redlich erschienen war? Würde nun aus bem andern dieser andere, dieser fremde, dieser unge- liebte dieser, dem die Liebe, die man empfand, gar nicht gatt, immer mehr und immer weiter herauskommen, bis ein Mensch vor einem stand, von bem man nichts wissen wollte? Was war dagegen zu tun? Die Liebesgeschichten gaben keine Auskunft. In ben Liebesgeschichten ging es glatt und gut weiter, und damit horten sie meistens auf. Die Erfahrung gab keine Auskunft. Was tun? Es war schwer, jemanden um Rat zu fragen. Es gab zwar Liebesgeschichten, bie eine gewisse, sehr unangenehme Auskunft gaben, es waren bie, bei benen alles mit ber Enttäuschung endet. War es also eine Enttäuichuna? Würde es also so geben, wie es in diesen häßlichen Enttauschungsae- schichten ging: Tränen unb aus bei ihr, unb bet ihm eine schlechte Meinung über bie Frauen? Sie hatten beide Angst davor. Sie hatten Angst vor bem andern im andern und hatten Angst vor der Enttäuschung, wenn ber andere im andern sich als ber eigentliche entpuppen würbe, und darum versuchten sie die Augen zuzumachen. Ader es ging nickst. Die Folge war, daß sie gekünstelt, aefpannt, geladen unb gereizt waren, so oft sie zusammen- tarnen, unb dann kam eines Tages ber große Krach. Er warf ihr vor: Du bist nicht so, wie bu getan haft, unb sie warf ihm vor: Dann bist nur bu schuld, denn du bist erst recht nicht so. — Ich bin, wie ich bin, schrie er, und er schrie, weil es nicht ganz wahr war, unb sie schrie zwar nicht, fonbern fleibete es in die Form einer Frage: Darf ich denn nicht fein, wie ich bin?, aber sie meinte genau bas« clbe und es war ebenfalls nicht ganz wahr. Dann sagte jedes: Du hast mich nie geliebt! Sie wollte meinen, und er wollte eine schlechte Meinung über bie Frauen bekommen, und sie meinte auch, unb er bekam auch seine schlechte Meinung, aber beides dauerte nicht lange. Zufällig oder nicht zufällig liebten sie ffnww. Der neue spanische Generalkonsul in Gibraltar hat bem Militärgouoerneur der Festung, Lord Gort, seinen Antrittsbesuch abgestattet. In der nächsten Woche wirb sich der neue Befehlshaber ber spanischen Truppen im Vorfeld von Gibraltar, General Fernando Barron y Ortiz, der an die Stelle des jetzigen Kommandeurs der „Blauen Division", General Munoz Grande, getreten ist, nach Gibraltar begeben. Oer italienische Bericht. Rom, 25. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Der Geleitzug von 18 Dampfern und bas zahlreiche Geleit von Schiffen der britischen Kriegsmarine, bie sich ins mittlere Mi11elmeer jemagt unb bereits von unseren See- unb Luft- treitfräften schwere Schläge erhalten hatten, waren am gestrigen Tage wieberholten Angriffen unserer Luftwaffe ausgesetzt. Bomber, Sturzkampf- unb Torpedoflugzeuge haben in unermüdlichem Schwung die Reste ber englischen Einheiten, die durch ihre Aufteilung unb bie schlechten atmosphäri- chen Bebingungen sich bem Angriff zu entziehen hofften, ba die eigene Flotte zu einem wirksamen Schutz nicht mehr imstande war, zunächst zer- p r e n g t unb bann bis zur Grenze ihrer Reichweite verfolgt. Die Bomber haben einen Dampfer von 10 000 BRT. überrascht unb mit einem Volltreffer getroffen, fo baß er sank. Die Torpeboflug- zeuge haben zwei weitere Großschiffe getroffen unb versenkt, unb zwar einen Dampfer von 12 000 BRT. unb einen Tanker von 15 000 BRT. Auch ein DNB......26. Juli. (PK.) Blaß, ein wenig lerlegen unb unruhig faß er uns gegenüber, bie I reffen eines Wings-Commanber am Blusenärmel, mb zu seiner eleganten, gepflegten Erscheinung lafjte nur eins nicht recht: Sein rechter Fuß nackt inb ber linke nut mit einem zerrissenen Strumpf l-tleibet. Den anberen Strumpf unb ben Pelzstiefel litte ihm ber Fahrwind heruntergerissen, als er ns seiner brennenden Maschine aussteigen mußte, im irgendwo im besetzten Gebiet Frankreichs festen 5 oben zu gewinnen. Drei ßanbfer, mit ihrem Lkw. ahnungslos ihres Steges ziehend, hatten ihn aufgefunben: Er kauerte remlich mitgenommen unb teilnahmslos in einem '('kraßengraben unb leistete ihrer fteunblichen Auf- jirberung, sie zu begleiten, ohne Widerrebe Folgen Li, er bot ihnen sogar Zigaretten an unb schien - nachbem er sich etwas erholt hatte — sehr zusieben mit seinem Schicksal. Später, in bem behag- Ich eingerichteten Zimmer bes Ortsfommanbanten, ab er unumwunben ben Grunb für seine Zu- - Ebenheit zu: Er hatte-den Krieg einfach ott! In Australien gehören unb mehr burch Zu- ill als burch fein eigenes Zutun zur Royal zur orce verschlagen, fühlte er sich von b e n Eng- Iq n b e r n betrogen unb im Stich gelassen, hb ba sie ihn gutwillig nicht mehr „ausfteigen letzen aus ihrem reizenben Krieg, war er fron, daß jir ihn Fliegen unb Kämpfen auf biefe Weise ein (mbe gefunben hatten. . „Sehen Sie", so erzählte er, nachbenkttch dem l auen Rauch seiner Zigarette nachbttckend, „als tir vor fünf ober sechs Wochen in England langten, ba hatte man uns erzählt: Jetzt ist ber ganze hrieg für uns nur noch ein Äi ni> e r f p t e l. färing hat alles, was ihm zur Verfuaung stand, inch bem Osten, gegen ben Russen werfen müssen, letzt fliegen wir ein, wie wir sollen mb bringen bie ganze Sache in em paar Wochen ;i einem Ende, wie wir es wollen! V Wir hatten uns zwar schon auf bem Transpor- Am 30. Juni 1941 fiel bei den Kämpfen im Osten mein lieber Mann Regierungsrat Heinz Anders Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment im 33. Lebensjahr. In tiefer Trauer: GertraudeAnders, geb.Müller mit Inge und Heinz-Dietrich. Gießen, den 22. Juli 1941. Ich bitte, von Beileidsbesuchen abzusehen. 3123 D 02450 Am 10. Juli fiel in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland bei den Kämpfen im Osten mein lieber, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser herzensguter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Helmut Bauer Obergefreiter in einer Panzerjägerkompanie im blühenden Alter von 25 Jahren. In tiefem Schmerz: Frieda Bauer, geb. Geller, und Kinder sowie alle Angehörigen. Gießen, Essen, den 24. Juli 1941. Von Beileidsbesuchen bitte abzusehen. W Es fiel am 1.7.1941 für Führer und Vaterland imOsten mein über alles geliebter, stets treusorgender, unvergeßlicher Mann, unser lieber Sohn und hilfsbereiter Schwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager u. Pate Wilhelm Luh Soldat in einer Flakbatterie im blühenden Alter von 29 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Erna Luh, geb. Seipp und alle Angehörigen. Leihgestern, den 23. Juli 1941. 024421 Nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief gestern abend unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Naumann Wwe. geb. Herbst im Alter von 57 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Naumann Familie Reinhard Lang Familie Georg Naumann Familie Reinhard Schormann Familie Hans Naumann Käthi, August u. Heinz Naumann. Klein-Linden, Heimertshausen, Dutenhofen, Gießen, Hagen, im Felde, den 25. Juli 1941. Die Beerdigung findet statt am Samstag, dem 26. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause aus. 02471 ;ene, mit den örtlichen Wir suchen eine g. u. 3129D d. Gietz. Anz. -N! [02473 sucht. Kavlansgassel7 3113 o Lich 3136b 3132 b gesucht, welcher alle vier Wochen gvuUVll *• V1 vHvl (J. 11 v V IvA • ’ vVllvll - — «. » v-* die Fenster (vier Stück) dekoriokch»- - Oiort ^1.[3124D Frau Ad. Möhl, n< IBoseflschoeider Kaufgesuche fragt an bi en Gießener Danksagung. Fam. Jakob Philipp. Gießen, den 26. 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Ite Berge und die Blumen ganz so, wie das Auge sie cbzutasten imstande ist. Schöne Menschenkörper sechsen unter der formenden Hand des Plastikers i. iitb trugen wieder das edle Maß der Schöpfung. ft et Glanz des natürlichen Lebens durchweht wie- ler die deutsche Kllnst. tbek Wobt? miü 9HR. ! ihmel. । itW |! stig it ufq> 02469 efeenu ier_- mgM' ellur.it r./ er-' lwcniz j cheit * W .) oöet i enneif { ). fpfc at ] ageli®' n u} -er Oie Große Deutsche Kunstausstellung München 1941. Lebendiges Zeugnis ungebrochener Schaffenskraft im Kriege. Lese libett WB oW' [osr- 5trjj 5^ gen :er chlli* in 5«rt*" , „Der Mensch kann nur werden durch Erziehung" st' ein Wort von Immanuel Kant, das für die hutsche Gegenwart geprägt sein könnte. Wie wäre ei möglich, daß sich ein Volk so gewaltig in die feit dehnt, daß es in einem Höhenflug sonder- oeichen das Gesicht einer neuen Zeit für Völker I Jib Kulturen in den eigenen Händen formt, wenn Acht seit Jahren in diesem Volk ein Erziehungs- j tert gewachsen wäre, das sinnvoll und verant- H Mtungsbewußt ursächlich zum Leistungsträger ent- [ uictelt worden ist. Alle Lenkung vom Staat her iss. j;ägt erzieherischen Charakter. Das Wort des Königs- l.rger Philosophen gilt indes nirgends mit so vor- j Dinglicher Kraft wie in der Kunst, wo in nur we- rgen Jahren eine kategorische Form der Erziehung je schlimmen Folgen jener Verwilderung des Gest,macks beseitigen konnte, die Kunst und Volk so rünblid) trennen konnte, daß das Volk die Sprache i-r Kunst und die Kunst die Seele des Volkes nicht rehr verstand. Wenn heute die „Große I st. ünchne r", die Repräsentationsausstellung im ktaatsbau der deutschen Kunst, mitten im Lebens- hom des Volkes^ steht, bann nur, weil die Er- -ehung uns wieder zum Betrachten des Einfachen tib Ähönen hingeführt hat. So malte man wieder tn Baum, das Bauernhaus, den schaffenden Men- I ken, das Tier, den Acker und den Wiesengrund, len wird." _ . _ Jetzt hatte Bismarck für den Beginn der Verhandlungen in Nikolsburg eine sehr aussichtsvolle, ja geradezu überragende Stellung gewonnen. Oesterreich war besiegt und Napoleon mifcben preußischen Vorschlägen einverstanden. Am 2£ Juli 1866 begannen die Verhandlungen in Nikolsburg. Bismarck legte den Verhandlungen nicht seinen eigenen Entwurf zugrunde, sondern den Vorschlag Napoleons. Das war ein feiner psychologischer Schachzug. Oesterreich hatte am 4. Juli 1866 Vene- । tien an den Kaiser der Franzosen abgetreten und um dessen Vermittlung gebeten. Also rtrnr Oester- - Mattbias Padua, München. — (Scherl-Bilderdienst-M.) lreich in gewisser Beziehung von Frankreich ab- „Der 10. Mgi 1040". Gemälde von Paul * DieGroßeDeutscheKunstausstellung 1941 steht an Gehalt den Darbietungen der ver- langenen Jahre nicht nach. Sie könnte auf allen Lchaffensgebieten einer weiteren Verdichtung der ^esenselernente der deutschen Gegenwartskunst lachgehen. Die Ausstellung umfaßt 13 47 21 r b ei - len von 745 Künstlern. Der Katalog fuhrt h55 Werke der Malerei, 427 Plastiken, 167 Graphiken und 4 Wandteppiche auf. die Fülle der guten Arbeiten war vor Abschluß Iles Einsendungstermins bereits so groß, daß man lomit rechnete, bei weitem nicht alles aushangen \mo. aufstellen zu können. Man wird al o auch| m liefern Jahr zu dem inzwischen bewahrten Mittel r les Austauschens greifen und im Herbst Die i erkauften Kunstwerke durch solche ersetzen, die aegen Raummangels nicht gleich hatten berucksich- igt werden können. Durch Sinn und Aufbau der Ausstellung ist ihr Gesicht weitgehend festge egt. Mud) das ist ein wichtiges Mittel der Kunsterziehung, daß der gewisse Gleichklang, ber bieJMus= tetiunqen vieler Jahre untereinander bindet. Die Absicht vertieft und die Sicherheit des Aufnehmens teiqert. Man qeht mit jedem Jahr vertrauter durch >ie vierzig hohen Hellen Sale, man be- 1 zegnet einem Stamm von Namen, der sich zu Ve- I griffen dessen verschmilzt, was man heute als■den I Tatbestand der deutschen Gegenwartskunst nehmen :ann. Daß der Krieg auch als Stimmungswert hängig, und daher eher geneigt, die Vorschläge Napoleons anzunehmen als die des Siegers. Oesterreich nahm die französischen Vorschläge an mit den Annexionen. Es muß dem alten Kaiserstaat, nachdem er fast 600 Jahre in Deutschland eine führende Stellung eingenommen hatte, schwer geworden sein, das alles aufzugeben. Aber vor Moltkes Strategie und Bismarcks kluger Politik mußte Habsburg kapitulieren. Damit war zunächst der unselige Dualismus Preußen—Oesterreich, der feit der Zeit öe# großen Königs die deutsche Politik beherrscht hatte. „Junge Mutter", Plastik von Lore Friedrich Gronau, Berlin. (Scherl-Bilderdienst-M.) hohen politischen Gebankenflug seines Ministers zunächst nicht folgen. Es kostete Bismarck schwere Kämpfe, ehe es ihm gelang, seinen Herrn zu überzeugen. Der Kronprinz schreibt in seinem Tagebuch von schweren Zusammenstößen zwischen Bismarck unb bem König. Dazu kam, baß Frankreich unb Oesterreich bie Erhaltung Sachsens wünschten. Oesterreich hielt es für ein Gebot seiner Ehre, für Sachsens Erhaltung einzutreten. Bismarck wollte Sachsens militärische Kräfte bem neuen Norbbund einfugen, unb wünschte eine Militärkonvention mit Sachsen. Bismarck hielt es für nötig, in einem Jmmebiatbericht an ben König feine Auffassung barzulegen. Darin heißt es: „Der Ausschluß Oesterreichs aus bem Bunde, in Verbindung mit der Annexion von Schleswig-Holstein, Hannover, Kur- hessen, Oberhessen und Nassau, darf als ein Ziel beseitigt. _ Nun waren noch zwei schwierige Fragen zu erledigen: Das Problem Sachsen und die Integrität Oesterreichs. König Wilhelm war durch die unerhörten Erfolge seiner Truppen in einen solchen Siegesrausch versetzt, daß er glaubte, Annexionen fordern zu müssen, und zwar tanb» abtretung von Sachsen und von Oesterreich. Aber Bismarck war dagegen. Er dachte weiter. Ihm schwebte fein künftiges Deutsches Reich vor Augen, und zum Bau dieses Reiches war es einerseits nötig, daß Oesterreich nicht dauernd feindlich, und bah Sachsen erhalten blieb. Der König konnte bem 1 ,Der Führer im Kampfgelänbe" — Gemälbe von Conrad H o m m e l. — (Scherl-Bild Das Drama von Moisburg. Bismarcks Kampf um Deutschland vor 75 Jahren. Von Professor Dr. Hans Meyerfahm, Kiel. Prägen Sie es sich guf ein! Es isi das Merkmal deutscher Arznei« mittel, die Weltruhm erlangt haben und Millionen Linderung und Heilung brachten. Jedes Arzneimittel trägt auf \ der Packung dieses Zeichen. Es [BAYER! ist das Zeichen des Vertrauens» vIV In großen Linien ist zu sagen, baß sich bie Malerei weiterhin völlig klar und unkompliziert gibt, sie ist ber weiten Welt bes Gegen- stänblichen verpflichtet und greift bas Abbild als das Wesentliche aus der Fülle der Schöpfung. Weit voran steht das Figurenbild, das am besten gestattet, die Beziehung zwischen Mensch, Umwelt und Tat aufzuzeigen, zu schildern. Sepp Hilz, der 2liblinger Bauernmaler, tritt in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer thematischen großen Arbeit auf. Seine bäuerliche Trilogie ist ein allegorisch- anekdotischer Zusammenklang von drei großformatigen Oelgemälden. Im großen Malersaal fällt weiten" von Hans Schmitz-Wiedenbrück auf. ten" von Hans Schmitz-Wiedenbrück auf Der Düsseldorfer Tiermaler Julius Paul Jung- Hanns bildet einen weiteren starken Akzent. Gern gesehen sind auch diesmal die Landschaften des Nürnberger Hermann Gradl. Der Frankfurter Maler Hans Happ reicht mit feinen beiden Figurenbildern „Wafferfchöpferin" und „Thetis" in die Spitze der Ausstellung. „Der Führer im Kampfgelände" von Conrad H o m m e l unb „Bilbnis des Führers" von Franz T r i e b f ch find die beiden großen repräsentativen Arbeiten, die den bei-, . ben Saalreihen bes Erbgefchosses vorangestellt stick). Die politische Bedeutung des Sieges von Das K r i e g s b i l d ist diesmal mit einer Reihe Komggratz liegt darin, daß Bismarck durch Den ] ausgezeichneter Arbeiten vertreten und trägt gründ- Sieg in die Lage versetzt wurde, bei den Verhand- i ätzlich mehr und besseren Akzent als bisher. Ein- Hungen irt Nikolsburg über die Neugestaltung ■ drucksvoll und von malerischer Kraft sind wieder Deutschlands die national-deutschen In- । die zahlreichen I n du st r i e b i l d er. Land-teressen weitgehend zu fordern. Es war hierbei [ (haft und Blumenst ü ck stellen in natur- außerordentlich wichtig, daß er die Zustimmung > ichem Reichtum das gute Tafelbild, wie man es im Frankreichs und Oesterreichs für die von ihm ge- Haus der deutschen Kunst als aus echter Natur- plante Neugestaltung Deutschlands gewann Ver- freude sich gebend gewohnt ist. Das Porträt treter Preußens m Frankreich war damals Graf und der Akt treten diesmal deutlich in den Hm- Robert v. d. Goltz, einer der.besten preuß^- tergrunb. Thomas Baumgartner gibt in fei- chen Diplomaten, ber in Pans Bismarcks Nack- nem mächtigen Oelbilb „Kampf bes Arztes mit folger geworben war Graf v d. Goltz war hoch- dem Tod" eine Problematik des Thematischen und befähigt, außerordentlich geschickt in der Behänd- (einer kompositionellen Fosinng, die in diesem S)QU5 hmg der M-nfchen, dab-, -hrgeiM ,-l>r °°n sich nnlfin neu ift überzeugt und dadurch für Bismarck rem ve- * I guemer Untergebener. Ende 1863 hatte Graf von Breitet sich in ben Sälen der Malerei in vor- der Goltz über die Behandlung der schleswig-hol- bildaetreuen Arbeiten jene reiche Gegenständlichkeit steinlschen Frage eine andere Auffassung als Bisher Natur wie sie unser Auge zu bergen weiß, Imarck. Daher sah sich Bismarck im Dezember so wird im anderen Teil des Hauses die zur Auf- 1863 veranlaßt, feinem Pariser Bertreter einen Luuna gekommene Plastik in ihrer Mehrzahl von langen Brief zu schreiben, m bem am Schluß fol- jenem9 inneren Maß bes Architekturgefühls be- genber Satz steht: „Ich habe nicht bie herrscht bas ben großen Bauten von Partei unb Sie zu überzeugen, aber ich habe bas Vertrauen Staat wgrunbelieqt. Auffällig treten Brunnenkom- zu Ihrer eigenen blenstlichen Erfahrung unb zu Positionen in biefein Jahr hervor, unter ihnen Josef Ihrer Unparteilichkeit, baß Sie mir zugeben wer- W a ck e r l e ß „Monumentalbrunnen" mit einer ben, es kann nur e i n e Politik auf einmal gewacht schwer hockenden Frauenfigur und Josef T h o r a t s werden, und das muß die sein, über welche bas Urteil des Paris" das hier wohl zum ersten Mal I Ministerium mit dem König einig ift non einem Plastiker als Motiv gewählt wurde. Von Graf v. d. Goltz war es gelungen, bas Vertrauen Arno B r e k e r ist mieber ein Großrelief ba („Der des Kaisers Napoleon III. gewinnen, und Räckier"! unb eine Großplastik „Berufung" — ein bas war von großer Bebeutung für bie Stellung fihenber Mann mit trotzig seitwärts gewenbetem I Napoleons zur berckschen Frage. In ber Zeit nach S 3m^'übrigeu^«etoräntt fid) bie Plastik, aufs Köniagrätz batte Graf v d Goltz mehrere Ge- Ganze gesehen daran ben schönen Menschen bar- spräche mit Napoleon III. über den Inhalt ber ■ Sen ’ X aüem ben weiblichen Körper, unb I preußischen Friebensbeblngungen, an denen Napo- 1 bedient sich dazu säst ahne Ausnahme der ausrecht l°°n ,chr m -resiu-^war Grch m ^G°ltz^ucht^ - stehenben ober schreitenben Flgur. gewinnens unb es gelang ihm, Napoleons Zustim- v ... ... munq zu erreichen, für bie vom Grafen v. b. Goltz Hervorragenb und künstlerisch reich ist Die Gra - formulierten Friebensvorschläge, bie baburch, baß phik vertreten. In weitem Maß ist wieber denf^^ösische Kaiser sie annahm, als französische Zeichnern unb Rabierern Gelegenheit gegeben, Vorschläge galten. Der Inhalt war folgenber: biefe hanbwerklich gebundenste Art des Kunst- i. Oesterreich wird die A u f 1 ö s u n g d e s a l t e n schaffens, bei ber Geltung stets am Msten £) e u t f e n Bunbes anerkennen und sich einer Können gepaart ist, in vielen hundert -plattem zu neußn Organisation Deutschlanbs nicht wibersetzen. zeigen. Die schöne Darbietung ber Graphik iw' Oesterreich wirb baran nicht beteiligt sein. Obergeschoß bes Hauses ber beutschen Kunst bietet Preußen wirb einen Norbbeutschen stets ben Genuß einer außerorbentlichen Geschlos- u n b bilben, ber alle Staaten nörblich ber Main- senheit des künstlerischen Ewbrucks. Vielleicht ist so- umfafet P^ußen wird mit dem Oberbefehl gar gerade von hier aus am selbstverständlichsten die militärischen Kräfte dieser Staaten betraut, zu begreifen, welches Forum bie „Große Nlunchner $ Die beutschen Staaten füblich bes Mains, haben innerhalb ber Situation ber abendlanbifchen Gegen- Freiheit, unter sich einen Sübbeutschen wartskunst bebeutöt unb welches Maß an Absicht sß u n ,u bilben, ber internationale Unabhängig» und Leistung verbinblich hier zugrunb-e gelegt wird. teit h^sitzen soll. Die Herstellung einer nationalen Alfred Dahlmann. Perbinbung zwischen bem Nordbunb unb bem Süb- Gießener Künstler auf der Ausstellung ^ ^rd durch gemeinsame ueb°r°inkunf. g°. Auf der Grahen Deutschen Kunstausstellung in 4. Die E l b h e r z ° g tu m e r werden m it Mllncken ist der Gießener Biidhduer Carl Baur-Preußen vereinigt außer den Bezirk«» ® Ä wie wir erfahren, mit einer plastischen van Nardschleswig. deren Bevölkerung durch eine Arbeit vertreten. Seine Figurengruppe „Vereinte freie Abstimmung wünscht, mit Dänemark vereinigt ftrriH" ffeUt in überlebensgroßen Figuren sym- zu werden. hnlifch die Wehrmacht, die Arbeit und das Bauern- Es ist geradezu unbegreiflich, baß der französische Mrn^ar Die Fchuren bauen sich auf einem runben Kaiser seine Zustimmung gab zu prieben9bebmgun» ftj Lpnh Sckulter an Schulter im Dreieck auf gen, bie als ein Markstein auf bem Wege zur unb bilden so ein Symbol ber Einheit ber Kräfte, beutschen Ewigung bezeichnet werben müssen. Aber die Deutschlanbs Größe funbamentieren uhb feinen Graf v. b. Goltz hatte erkannt, baß Napoleon burch ^ieren* I nutzung biefer seelischen Stimmung bes Kaisers die Vorschläge gemacht in der Ueberzeugung, bie Zustimmung bes Kaisers zu gewinnen, unb bas ist ihm gelungen. Zweifellos war es ein großer biplo- matifcher Erfolg bes preußischen Gesanbten. Aber Bismarck war noch, nicht zufrieben bamit. Er vermißte eine Anbeutung von Annexionen für Preußen, bie er als durchaus notwendig bezeichnete für ben Abschluß bes Friebens. Also mußte Graf v. b. Goltz roieberum mit Napoleon verhandeln. Am 22. Juli 1866 konnte Graf v. b. Goltz melben, baß Napoleon mit ben Annexionen ein» verstauben sei. Es heißt in bem Telegramm des Gesandten: „Der Kaiser ermächtigt mich, zu melden, daß er nicht alfein ber Annektierung von [vier Millionen Norbbeutscher nicht widersprechen, sondern dieselbe als billig anerkennen unb empfeh- ■ Der Stalin-Kanal. ungesehen werden, so groß, wie es bei Ausbruch des Krieges niemals gesteckt werden konnte. Wenn dieses Ziel durch einen raschen Abschluß von Präliminarien gesichert werden kann, so würde es ein politischer Fehler sein, durch den Versuch, einige Quadratmeilen mehr von Gebietsabtretung oder wenigen Millionen mehr von Kriegskosten von Oesterreich zu gewinnen, das ganze Resultat wieder in Frage au stellen." Sehr interessant sind die Randbemerkun- gen des Königs zu diesem Jmmediatbericht. Zur sächsischen Frage bemerkt der König: „Daß außer der Erhaltung Sachsens auch noch dessen Jntegritä zugesichert wird, ist mir sehr schwer geworden, weil Sachsen der Hauptanstifter des Krieges ist und nun ungeschmälert aus demselben her- vorgeht." Zu der milden Behandlung Oesterreichs schreibt der König: „Wenn vom Besiegten nicht das zu erlangen ist, was Armee und Land zu erwarten berechtigt sind, d. h. eine starke Kriegskostenentschädigung von Oesterreich, als dem ftauptfeinb oder Landerwerb in einigem, in die Augen springenden Umfange, so muß der Sieger an den Toren Wiens in diesen saurem Apfel beißen und der Nachwelt das Gericht dieserhalb überlassen." Aus diesen Bemerkungen des Königs geht hervor, wie schwer es dem König geworden ist, den Forderungen seines Ministerpräsidenten nachzugeben. Aber er gab nach, und am 24. Juli 1866 war diese wichtige Frage im Sinne Bismarcks entschieden worden. Nun drohte die Konferenz an einer anderen Klippe zu scheitern, und zwar an der Frage, o b Sachsen zum Nordbund oder zum Südbund gehören sollte. Nach den französischen Präliminarien, die von Oesterreich angenommen waren, mußte Sachsen zum Nordbund treten. Aber König Johann von Sachsen wünschte, daß Sachsen zum Südbund gehören sollte. Oesterreich unterstützte diesen Wunsch des Königs von Sachsen. Im Nordbund war Sachsen gegenüber dem preußischen Einfluß machtlos. Aber im Südbund konnte Sachsen das Werk der deutschen Einigung hindern und im Sinne Oesterreichs wirken. Auch Frankreich hätte deshalb lieber gesehen, wenn Sachsen dem Südbund beitrete. Aber Bismarck blieb in dieser Frage unerbittlich. Sachsen durfte dem preußischen Einfluß nicht entzogen werden und mußte daher zum Nordbund gehören. Bismarck erklärte, lieber die ganze Konferenz scheitern zu lassen, als in dieser Frage nachzugeben. So entstand am 25.Z26. Juli 1866 eine schwere Krisis in Nikolsburg. Kaiser Franz Josef überließ die Entscheidung dem König von Sachsen und ließ ihn bitten, den Entschluß im Laufe des Tages (26. Juli) mitzuteilen. König Johann zögerte mit der Antwort. Mittags 12.30 Uhr bat der österreichische Außenminister Graf Mens- dorff telegraphisch die Verhandlungen um einige Stunden aufzuschieben, da wichtige Beratungen bevorstünden. Zugleich rüstete man sich auf beiden Seiten zur Wiederaufnahme des Kampfes. Alles stand auf des Messers Schneide, um 4 Uhr nachmittags am 26. Juli 1866 fand unter dem Vorsitz des Kaisers Franz Josef die entscheidende Sitzung statt. König Johann von Sachsen fügte sich, erklärte, die Verantwortung für den Weitergang des Krieges nicht auf sich nehmen zu können, stimmte der Unterzeichnung der Präliminarien zu, und um 4.45 Uhr nachmittags konnte Mensdorff telegraphieren, daß die Zustimmung Sachsens erfolgt sei. Jetzt konnte nach schweren Kämpfen, nach Verhandlungen, die sich oft dramatisch zuspitzten, der Vorfriede von Nikolsburg am 26.Juli 1866 unterzeichnet werden. Damit hatte Bismarck ein großes Ziel erreicht, ein neuer Meilenstein auf dem Wege zur deutschen Einigung war gesetzt. Der Südbund, der leicht hätte gefährlich werden können, wurde überhaupt nicht gegründet, und der Nordbund so gestaltet, daß er die sichere Grundlage bildete, auf der sich das Gebäude des neuen Deutschen Reiches erheben konnte. Gute Hilfe bei Kopfschmerzen infolge von Stockschnupfen, Verstopfungen und Stauungen im Nasenrachenraum bringt meist Klosterfrau-Schnupfpulver. Bei mehrfachem Gebrauch pflegt ohne schädliche Nebenwirkungen bald eine angenehme und befreiende Erleichterung einzutreten.. Seit über hundert Jahren bewährt! Aus Heilkräutern hergestellt von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau- Melissengeist erzeugt. Bitte machen Sie einen Versuck! Originaldosen zu 50 Pfg. (Inhalt 4 Gramm) in Apotheken und Drogerien. Eine der vielen Hoffnungen und Illusionen Englands bestand darin, die Sowjetunion werde nach ihrem Eintritt in den Krieg ihre Zerstörer- und Unterseebootflottillen von Kronstadt aus durch den Stalin-Kanal ans Eismeer nach Murmansk schicken, um den Deutschen an den Küsten Nordnorwegens in den Rücken zu fallen. Man rechnete damit, daß Sowjetarmeen über den schmalen, unbefestigten Petsamostreifen in das durch die Deutschen besetzte arktische Gebiet einfallen, sich Narviks bemächtigen und die geschlagenen Deutschen den Briten als leichte Beute in die Arme treiben wurden. Der Plan klang in den britischen Ohren in der Tat wundervoll, nur hatte man dabei in London und in Moskau nicht das geniale Können des deut- chen Oberkommandos in Rechnung gestellt und er- itt deshalb ein furchtbares Fiasko. Der Stalin-Kanal, auf den man so große Hoffnungen gesetzt hatte, hat seine Feuerprobe nicht bestanden. Es ist wahr, daß er für Schiffe bis etwa über drei Meter Tiefgang gebaut worden ist und für Schiffe bis zu 10 Meter Breite und 100 Meter Länge befahrbar ist, daß also Unterseeboote und Zerstörer über ihn von der Ostsee an das Eismeer befördert werden konnten. Nur hatten die Erbauer des Kanals und die sowjetischen und britischen Strategen bei allen ihren Kombinationen nicht daran gedacht, daß die gesamte Kanalstrecke in den unmittelbaren Radius der angreifenden feindlichen Luftwaffe fällt, und daß somit jeder Verkehr auf ihm gesperrt werden kann. Das ist eine sehr einfache und einleuchtende Antwort auf die verzweifelte Frage der englischen Zeitungen, wo denn die Sowjetunterseeboote und Zerstörer in der Arktis geblieben sind. Durch eine geographische Laune besitzt die Sowjetunion eisfreie Häfen nur an den Küsten des Eismeeres, dort, wo sie von den Ausläufern des Golfstromes bespült werden. Voraussetzung zur Ausschließung dieser Eismeerzone war zuerst e i n Bahnbau, an dem 1915 bis 1917 deutsche und österreichische Kriegsgefangene mit arbeiteten. Er führt von Petersburg bis zur Südspitze der Kola- bucht über eine Strecke von 1450 Kilometer. Dort wurde die Stadt Murmansk gegründet, die heute mit 120 000 Einwohnern die nördlichste Großstadt der Welt. ist. Ein großer Seeverkehr, die Stellung des arktischen Fischfanges und schließlich reiche Bodenfunde haben dieser Stadt eine außerordentliche Bedeutung gegeben. Der Murmanküste reiht sich im Norden der Kolabucht als stark aus- gebauter Kriegshafen und als Standort der Sow- PK. Leutnant E..., ein junger Ordonnanzoffizier des Befehlshabers unserer Panzergruppe, war seit Tagen Überfällig. Er war im Beiwagen eines Kraftrads zur X. Panzerdivision geschickt worden, hatte dort auch seinen Auftrag erledigt; dann aber verlor sich seine Spur im Sand der östlichen Straßen. Keiner gestand es dem andern ein, aber jeder war sich selbst in stummer Trauer darüber klar: Es bestand kaum mehr Aussicht, den jungen Leutnant wiederzusehen. Im Zeitraum weniger Tage war nun der zweite Offizier aus der unmittelbaren Umgebung des Befehlshabers ausgefallen ... Heute war er plötzlich wieder da. Man sah es ihm an: er hatte schwerste Tage hinter sich. Gesicht und Hände waren von Dreck überkrustet, die Uniform blutoerklebt; aus den Augen nur sprach eine stille, tiefe Freude. Unser Willkommensgruß war ein fester Händedruck ohne Worte. Alle anderen Ausdrucksformen unserer Anteilnahme wären uns banal erschienen. Auch der Zurückgekehrte kam nur langsam zum Erzählen; mir warteten geduldig, bis der Bann des Erlebten in ihm gebrochen war und er Worte fand für das, was hinter ihm lag. Leutnant E... war vom Divisionsgefechtsstand aus in einem Panzerkampfwagen zur Rückfahrt aufgebrochen, da ein Durchkommen auf dem Kraftrad unmöglich erschien. Die Sowjets hatten, wie schon manchesmal, hinter den vorderen Panzereinheiten die Flanken der deutschen Vormarschstraße besetzt. Diese Erscheinung ist bei einem Vorstoß, dessen Ziel im raschen Vorwärt sdringen und in der möglichst weiträumigen Umfassung des Gegners jet-Eismeerflotte der Kriegshafen von Pol, ar- n o j e, das frühere Alexandrowsk, an. Aber erst der Bau des S t a l i n - K a n a l s , der unter Benutzung des Ladoga- und des Onegasees die Ostsee mit dem Weißen Meer verbindet, zeugt für die große Bedeutung, die die Sowjets diesem arktischen Teil ihres Herrschaftsbereiches beimaßen. Sie verkündeten 1933 bei der Eröffnung des Kanals mit Triumphfanfaren der Welt, daß die Bauzeit nur 21 Monate gedauert habe. Sie verschwiegen dabei aber wohlweislich, daß dieses technische Wunder, wie sie es nannten, durch die grausamste und fürchterlichste Sklavenarbeit erzwungen worden war. Die GPU. trieb ganze Armeen zusammengepreßter und enteigneter Bauern und den Sowjets verdächtiger Arbeiter in die Zwangslager im Norden und verurteilte sie unter den Peitschenhieben entmenschter Aufseher und bei einer unzureichenden Kost zu einer 12- und Mündigen harten und den meisten ungewohnten Arbeit. Ueberall im halb gefrorenen Moor modern längs dem Kanal Zehntausende von Leichen jener Unglücklichen, die den Stalin-Kanal gruben. Die Abergläubigen behaupten, daß man noch heute ihr Stöhnen und Fluchen in den dunklen Nächten hören könne. — Es ist bisher vielleicht nicht genügend beachtet worden, daß der 1939 in Szene gesetzte Ueberfall der Sowjets auf das kleine Finnland nicht nur der Schaffung einer erweiterten Angriffsstellung an der Ostsee dienen sollte, sondern auch auf das Eismeer zielte. Auch die Helfingfors auferlegte Abtretung von Salla zielte in dieser Richtung. Moskau wollte mit allen Mitteln den Karelischen Korridor ausweiten und sich zum unbeschränkten Herrn in dem arktischen Meer aufwerfen. Die Säulen, auf denen das Sowjetreich sich im hohen Norden stützen wollte, sind unter den deutschen Schlägen zusammengebrochen. Deutsche und finnländische Soldaten haben den Karelischen Korridor besetzt, stehen an den beiden Ufern des Ladogasees und rücken auf Petersburg vor. Petersburg mit feinen Vororten und Fabrikgelanden reicht faft an den Ladogasee heran. Eine Kleinbahn verbindet die einstige Hauptstadt mit Schlüsselburg am Ausfluß der Newa. Im Sommer sind es zahlreiche Dampfer, die den Verkehr vermitteln. Die Festung Kronstadt an der Newa^Mündung liegt unter den Kanonen, die am finMndischen Ufer des schmalen Meerbusens aufge- sahren werden. Das siegreiche Vordringen der deutschen und finnländfichen Truppen längst den Ufern des Ladogasees verriegelt das Fenster, das einst Peter der Große für sein russisches Reich nach Europa öffnete. U. St. liegt, nicht verwunderlich; sie bleibt auch, so tragisch sie in Einzelfällen werden kann, für die Gesamtoperationen der deutschen Panzertruppen, die eine Säuberung der von ihnen durchschrittenen Gebiete zumeist den nach-rückenden Infanteriedivisionen überlassen, ohne besonders hemmende Wirkung. Leutnant E... rollt also nach Einbruch der Nacht eine solche Straße entlang, an deren Flanken der Feind lauert. Ueber 20 Kilometer schon geht die Fahrt, ohne daß außer vereinzelten Schüssen sich Bemerkenswertes ereignet hätte. Aus dem Dunkel einer Dorfstraße aber ertönt plötzlich lautes Hupensignal; Zurufe und Schreie mischen sich darunter, dann blendet ein Scheinwerfer auf, der dem deutschen Panzerfahrer jede Sicht nimmt. Es gibt für den Leutnant keine andere Möglichkeit, als mit voller Kraft weiterzSstoßen. Da aber fährt fein Panzer mit einem tauten Krach gegen einen dunklen Koloß, der sich hernach als bolschewistische Zugmaschine erweist. Der deutsche Kampfwagen fit weder, nach vom noch nach rückwärts zu bewegen; es bleibt nichts übrig, als auszusteigen und sich in die Nähe der Sowjets zu begeben. Aber nein — da erwacht der Widerstandswille. Zwanzig, dreißig Sowjetsoldaten umstehen den deufichen Panzerwagen, begleiten gestikulierend und schreiend bte Bewegungen des deutschen Panzerleutnants. Der aber schreitet, mit umgehängter Maschinenpistole, aufrecht und entschlossen in Begleitung seines Panzerfahrers die Dorfittaße enilung und verschwindet, ehe die Sowjets zur Besinnung kommen, im Dunkel der Nacht. Im nächtlichen Kornfeld wird zunächst Atem »geholt. Dann geht es, Meter um Meter vorwärts« kriechend, der vermuteten deufichen Linie zu. Eine feindliche Sicherungslinie nach der andern muß überwunden werden, und als die Feldwachen de? Sowjets immer dichter werden, entschließt sich de? deutsche Panzerleutnant abermals dazu, sein Heil im Bluff zu suchen und sowjetische Patrouille zu spielen. Er schreitet aufrecht, die Maschinenpistole auf dem Rücken, an den feindlichen Posten vorbei. Auch ein Bachlauf darf fein Hindernis fein; schnell und lautlos werden ein paar Bretter darüber ge> legt. Schließlich muß noch eine Schutzkette von zehn feindlichen Panzern überwunden werden, die an der Flanke der deufichen Dormarschstraße bereit, tehen. Auch das gelingt, und gegen zwei Uhr mor. gens stoßt Leutnant E... mit seinem Panzerfahrer auf eine deutsche Nachschubkolonne, von der die bei. den auf genommen werden. Doch auch das sollte noch nicht die Rettung sein! Nach kurzer Fahrt wird die Kolonne von einem Dutzend sowjetischer, mit Soldaten beladener Last, krafttoagen Überholt — eine Tatsache, die nur in diesem eigenartigen Feldzug und wohl auch nur auf den Rollbahnen der weit ins Feindgebiet vor. stoßenden deufichen Panzertruppen vorstellbar ist. Es kommt zu einer wilden Schießerei, in bereit Verlauf der Fahrer des Leutnants durch einen Kopfichuß tödlich getroffen wird. Der Wagen rollt in den Straßengraben. Was nun kommt, fit wieder ein Martyrium tat Kornfeld, ohne Essen und Trinken, ahne die Mog. lichkeit der Orientierung, bei steter Gefahr, von den Sowjets aufgegriffen zu werden. Nach der bereits sicher scheinenden Rettung fit der erneute Rückt schlag eine seelische Belastung von. kaum tragbarem Ausmaß. Am Tage fit jede Bewegung unmöglich bei Nacht kaum weniger gefahrvoll. Zu ßeutnant E... hat sich bei dem Ueberfal auf die deutsche Nachschubkolonne noch ein deutscher Oberleutnant gesellt; die beiden Offiziere tragen ihr Schicksal gemeinsam. In der zweiten Nacht rollen Sowjetpanzer in breiter Front an. Wird man die Deufichen nun entdecken oder unbemerkt zev malmen? Der Oberleutnant will fliehen; er fallt dabei. Leutnant E... bleibt regungslos liegen; difeindlichen Panzer rollen an ihm vorbei. Nach Stunden raschelt es im Gebüsch. Dor der erhobenen Waffe des Leutnants E - - - taucht ein russischer Zivilist auf, der sich in den Besitz der Klei, düng und Ausrüstung des gefallenen deutschen Ober» leutnants gesetzt hat. Der Bolschewist zittert am ganzen Leib und bettelt um sein Leben; Leutnant E... stoßt ihn zur Erde, denn die in der Nähe liegende sowjetische Maschinengewehrbedienung darf keinesfalls auf die kleine Gruppe im Kornfeld auf, merksam werden. „Zeig mir, wo die Deufichen liegen, dann schenk ich dir dein Leben: führst du mich falsch, dann stirbst du!" Mit Hilfe seines Taschen» lexikons bringt Leutnant E... diese Verständigung zustande. Und tatsächlich gelangt er nach einigen Stunden wieder auf die Rollbahn der deufichen Panzer, um nach dreieinhalb Tagen endgülttg wie« der bei seinem Befehlshaber zu fein. 30 Jahre Abrichteanstatt für Polizeihunde. In diesem Jahre begeht die dem Chef der Old« nungspolizei unterstehende Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für 6a5 Polizeihunde, wesen in Grünheide in der Mark ihr 30« jähriges Bestehen. Die guten Erfahrungen mit dm Hunde im Weltkriege steigerten das Interesse für. den Polizeihund. Die Lehrgänge der Anstalten hat«' ten ständig erhöhte Teilnehmerzahlen. 1926 wurdr ein Hundekrankenhaus errichtet, 1928 ein besonderes Lehrgebäude. Im Kriegsjahr 1939 wurde noch ein Unterkunftsgebäude für Kursusteilnehmer urO ein massiver Winterstall geschaffen. Damit ist die Anstalt zu einer Vollkommenheit gelangt, die in Europa nichts Gleiches aufzuweisen hat. Ein W* reiches Beispiel für den Einsatz von Dolizeihur« den bot der Polenfeldzug. In vielen Fällen hat der Polizeihund bei der Ermittlung von Polenbanden vorzügliche Dienste geleistet. Zahlreiche Ueberfälle auf deutsche Polizeimänner wurden durch die Ar« Wesenheit von Hunden vereitelt. Lieferant auch Ihrer Krankenkasse Zweimal hinter den Linien -er Sowjets. Von Kriegsberichter Herbert Hahn. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 40 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Nissen überlegt eine Weile. „Du hast doch noch andere Effekten, die du verkaufen könntest. Unsere Villa ist schuldenfrei — da kriegst du eine Hypothek. Vielleicht hilft dir auch die Bank .. Alles leicht gesagt. Aber fünfhunderttausend Mark! In diesen Zeiten! Wo das Geld wahrhaftig nicht auf der Straße liegt. Wer soll da Geld für Effekten- täufe leihen? Noch dazu für Dominik-Aktien, die in den letzten Monaten von zweihundertundzwanzig auf hundertsiebenundachtzig gefallen find! Man darf sich keine Hirngespinste vormachen. Immer festen Boden unter den Füßen behalten. Sonst gibt es eine Katastrophe. Nissen hat einen neuen Vorschlag. „Die Werft ist doch gerade eben ziemlich flüssig." Dominik wird heftig. „Die Werft bin nicht ich ..." „Gewiß, Vater. Du sollst dir ja das Geld auch nicht aneignen. Nur leihen! Pumpe die Werft an. Du verzinst ihr has Geld wie jeder andere. Du bist ihr sicher wie jeder andere. Und du hast mehr Anrecht, als irgendein anderer. Und du hast soviel für die Werft getan! Da kann sie dir doch auch einmal helfen?—'" Dominik fängt an zu malen. Das Löschpapier muß herhalten, um seine zitternden, fliehenden Gedanken zu sammeln und ihm die Ruhe zum Ueberlegen zu schaffen. „Was meinst du wohl, was dann die Generalversammlung mit mir macht?" Nissen hat sich auch diese Frage schon in blitzschnellen Gedanken überlegt. „Die Generalversammlung." Ach du meine Güte! Die meisten werden sich im stillen freuen, daß du deinem Widersacher eines auf die Nase gegeben hast. Ich wette, da rührt sich keiner. Und wenn du noch etwas Besonderes tun willst, bann gibt den Aktionären zehn Prozent Dividende. Dann freuen sie sich wie die Schneekönige und sind zuftieden." „Du vergißt Lind!" Nissen denkt daran, daß er im Hause dieses Mannes zwei Verbündete hat, die den Dominiks helfen werden, soviel in ihren Kräften steht. „Herr Lind?" Er lächelt versonnen. „Auch der wird sich fügen lernen müssen. Wenn er wirklich quängeln wollte — du hast doch dann die Majorität!" Dominik grübelt. Er kann das nicht so schnell fassen. Es gibt so vieles zu bedenken. Die Jugend hat es besser. Sie ist nicht so beschwert. Allerdings, wenn er es sich recht überlegt, so scheint nichts gegen den Vorschlag zu sprechen. Er leiht sich das Geld von der Werft, wie er es von einer Bank oder einem Herrn Schulze leihen konnte, er verzinst es angemessen, wie sich das gehört. Da ist alles recht und richtig und korrekt. Wirklich korrekt? Er kritzelt auf feinem Löschpapier. Aber diesmal find es nicht Bogen und Striche, keine Maschinenteile, keine stolzen Schiffspläne. Er schreibt Zahlen. Zahlen. Zahlen. Und starrt harten Blicks auf die Kolonnen. Leise geht Nissen hinaus. Knackend schnappt das Schloß in die Tür. Dominik fährt nervös zusammen. Langsam und mühselig rafft er fick auf und geht wie im Traum an den Wandtresor, schließt ihn auf und entnimmt ihm eine alte, abgegriffene Ledermappe. Darinnen liegen die Briefe und Bilder von einer, die einst Martha Spreckels hieß. Und die dann später ... Er machte eine unschlüssige, unsichere Bewegung, als ob er das um die Mappe gelegte Band öffnen wolle — und legt sie wieder an ihren Platz. „Die Vergangenheit ist tot", wiederholte er leise seinen Satz von vorhin. „Die Toten sollen ihre Ruhe haben." Das Telephon schrillt. Er nimmt-den Hörer nicht auf. „Ich mag jetzt mit keinem Menschen sprechen." Er geht mm Zimmer hinaus. Ueber den Hof, j vorbei am Mafckinenhaus, an Schmiede und Schlosserei, an den Hellingen *— Dort kämpfen die Elemente und Urkräfte. Kohle, Feuer, Eisen, flüssige Glutmassen, Elektri- • zität — Und dazwischen Menschen, winzig klein im Verhältnis der Ausmaße der Räume, mit blauen Adern, nassen Leibern, schwarzen Gesichtern, verbrannten Augenbrauen und Bärten. Mit muskulösen, nackten Oberkörpern stehen sie da gleich Giganten der Vorzeit und schaffen-- Sklaven der Arbeit — Herren der Elemente. Pulsende, werkschaffende, harte, unerbittliche Gegenwart. Schiffe — Schiffe! Neue Wege in altes Land. Kulturgut für ein Volk in Not. Schiffe — Wege zu wahrer Freiheit, zur Freiheit der Bewegung, des Geistes, der sich stets erneuernden, ewigen Tat. .Die Vergangenheit hat ihre Macht verloren. Er wird seinen rechten Weg finden. Mit einemmal überstürzen sich die Ereignisse. Am fünfundzwanzigsten Juli kommt Don Bautista de Castro mit einer Kommission von Ingenieuren und Schiffahrtssachverständigen zur Dominik-Werft. Sie verhandeln, besprechen, besichtigen, telephonieren mit Berlin. Telegraphieren mit Buenos Aires und Rio de Janeiro. Bleiben vier Tage. Fahren fort. Kommen eine Woche später wieder. Besichtigen, besprechen, verhandeln. Legen Zeichnungen, Aufftel- lungen, Vertragsvorschriften vor. Der ganze Jngenieurstab der Werft samt dem Büropersonal wird zusammengewirbelt. Friedrich Dominik und Nissen kommen nicht mehr zu den Mahlzeiten, sondern effen mit den Gästen im Werkkasino. Zuletzt noch ein paar lange Telephonate mit Berlin und ein paar chiffrierte Telegramme nach Rio. Es ist geschafft! Wenn man jetzt Birk & Co. hätte! Und vor allem den Birkstahl! Was konnte man da sparen! Nichts mehr? Unsinn, daran nur zu denken! Es wird so schon schwer genug sein, die Mittel für den Schiffbau flüssig zu bekommen. Da darf man nicht noch an Expansionen denken! Ran an die Arbeit. Die Konstruktionsbüros schaffen mit Ueherftunben. Die Kalkulationsabteilung fegt eine zweite Schicht ein. Arndt kommt überhaupt kaum noch ins Bett. Und Dominik und Nissen und Lietzendors erst recht nicht. Alles sitzt und arbeitet, skizziert, plant, rechnet beschreibt, kalkuliert, disponiert, konttolliert. Wenn man die Lieferfristen einhalten will, darf keine Stunde versäumt werden. Da müssen sich alle Kräfte auf das eine Ziel kow zentrieren. Jetzt darf nichts mehr stören. Mit einemmal melden sich die Japaner im$. schicken den Auftrag auf den Zwanzigtausendtoniun mit (Sauggasmotorenantrieb. Drei Jahre hat man deswegen hin und her oer< handelt, hat sich fast die Finger wund geschrieben, hat Entwürfe, Angebote, Berechnungen, Skizzen, Erläuterungen, Spezialausarbeitungen gemacht urb nochmals Entwürfe und nochmals Berechnungen. Lietzendors hat die Sache bann schließlich M Enbe gebracht und das Schiff für den Einbau v»n Sauggasmotoren durchkonstruiert. Das hat den panern gefallen. Aber sie beschweren sich, daß dir Sauggasanlage zuviel Raum und Gewicht bean-. spruche! Und sie verlangen, daß Raum und Gewich auf andere Weise eingespart werden müsie. Als ob das so einfach wäre! \ Ja---wenn man den Birkstahl hätte! \ Was vor ein paar Monaten ein Wunsch wKk. ßft mit einem Male dringende Notwendigkeit--n Lebensnotwendigkeit geworden. Es geht nicht mehr ohne Birk & Co. Jetzt braucht man ihre Gruben und Fabrik^ tionseinrichtungen. Jetzt braucht man ihren Stahle Das muß auch Mattheus Lind einsehen. Und die' Generalversammlung. Und wenn sie es nicht einsehen wollen. Dann--- Ach was! Not termt kein Gebot! Friedrich Dominik weiß am besten, was er feinen Aktionären schuldig ist. Als man damals die Akttengefellschaft grün» dete, hat kein Mensch daran gedacht, daß maf ein Herr Mattheus Lind im Aufsichtsrat der Firma fitzen und feine Meinung diktiert fein wurde von den Interessen der Norddeufichen Werst und von dem Haß gegen den Mann, dem er die Frau weg- genommen hat, ohne selber darüber glücklich 311 werden. (Fortsetzung folgt) dient nggen monamcn oei uen ' -----1 «h-. hmtenrenten 6 RM., bei den Witwen- und Wit- “ Ulie eines ötamme». x»re ■ h._ XüMjM tot die Rentenempfänger, bei der Abhebung der äiH* Eguftrente nur einen Rentenempfangsschein vo liegen und diesen auf den Gesamtbetrag auszu fon. Der Gesamtbetrag umfaßt den bisherwen sichel Ertrag der Rente und die Zuschläge für drei Mo- inte. Wer also zum Beispiel bisher eme Invaliden teilte von 31,50 RM. bezieht, erhalt künftig ma- ADOX und und Vorhängen, nicht mehr tragfähigen Kleidungs- Wäschestücken ufro. wird In der Zeit vom Verdunkelungszeit 26. Juli von 21.22 bis 5.30 Uhr. 27. Juli von 21.21 bis 5.31 Uhr. durfte. Warnung vor dem Genuß von Mabarberblättern. «uf Anordnung des Führers werden di- Leistun. W in der Rentenversicherung vom 1. Juni Die Baumwoll- und Schafwollindustrie war für England lange Zeit die englische Industrie. Durch den Handel mit Daumwollerzeugnissen nach allen Ländern der Erde wurde England erst die wirt- chaftliche Weltmacht, die überall die Preise diktierte, die Konjunktur „belebte" oder drosselte, wie es eben der Profit erheischte. Lancashire, Liverpool und Manchester waren Begriffe geworden. Hier liefen die Handelsfäden aus der ganzen Welt zusammen, die dem Lande einen immer stärker ließ end en Goldstrom sicherten. achtlos aufbewahrlen oder vermeintlich als wertlose Lumpen liegengelasfenen Textilien einem großen und nützlicheren Zweck zuzuführen. Alle diese Abfälle, die sich in jedem haushalt und insbesondere im Lumpensack der Hausfrau befinden, werden •gen können. B i e hw irtschaft: Die Auftriebe hatten an allen Märkten wieder einen Umfang, daß die Versorgung mit Weisch und Fleischwaren glatt von- statten ging. Es war möglich, Kälber für die Vorratshaltung herauszunehmen. Die aufgetriebenen Schweinemengen ermöglichten verschiedentlich Umleitungen. Die Qualitäten wurden bei Rindern und Schweinen mittel bis gut, bei Kälbern als befriedigend bezeichnet. Milch- und Fettwirtschaft: Die Versorgung mit Milch, Milcherzeugnissen, Deien und Fetten konnte, im großen gesehen, sichergestellt werden. Auch das Bedürfnis nach Käse konnte durch entsprechende organisatorische Maßnahmen befriedigt werden. Eierwirtschaft: In der Berichtswoche wurden auf den Abschnitt b und c der Reichseierkarte je zwei Eier aufgerufen. Es ist dazu dasselbe wie beim letzten Ausruf zu bemerken, daß nämlich nicht alle Einzelhandelsgeschäfte gleich im ersten Moment I über die betreffenden Eier verfügen, daß aber der Aufruf im Hinblick auf die Haltbarkeit zeitig ein» treffender Eier nicht weiter hinausgeschoben werden selbst in den kleinsten Stücken und Mengen, Gardinen, Portieren, Teppiche, Läufer, Kokosmatten, Säcke, Filz, und Tuchhüte, Filzschuhe, Vohnerlappen, Scheuertücher, Bindfadenreste, Abfälle von Strick- und Stopfgarn. Ls ist ganz gleichgütig, ob diese Spinnstoffe ungemischt oder gemischt sind, ob sie zerrissen, verschmutzt oder vermottet sind, nur mit Metall, Leder, Glas oder Gummiteilen sollen sie nicht verarbeitet sein. u iicmen luujie uci ucn . ;a. MM. und bei den Waisenrenten 4 RM. für jede Öaife eines Stammes. Die Deutsche h ’ s-atz anspornen! Die Reichsspinnsioffsammlung 1941, die in der Zeit vom 28.3uli bis 23. August durchge- führt wird, soll ein stolzes Zeugnis unseres Einsatzes auch auf diesem Gebiet werden. Die Bevölkerung muß sich über die Wichtigkeit dieser Spinnstoffsammlung klar sein und mithelfen, durch Abgabe von nicht mehr verwendungs- und gebrauchsfähigen Spinnstoffen jeder Art der Wirtschaft die Rohstoffe wieder zuzuführen, die nötig sind, um neue Werke fertigen zu können. . Jeder Volksgenosse wolle sich darüber klar fern, daß ein Krieg nicht vom Soldaten allein gewonnen werden kann, sondern daß jeder einzelne immer und immer wieder das Seine dazu beitragen muß. Auch die Reichsspinnsioffsammlung ist em Beitrag zur Durchführung dieses Krieges, an dessen Ende der deutsche Sieg steht! Lndkampf angetreten. Ls gilt nun, den Sieg zu vollenden. Ein unbeugsamer Siegeswille verleiht unseren Soldaten an allen Fronten die Kraft zu beispiellosen Leistungen und Erfolgen. Die Heimat bewun- dert nicht nur die Dasfentaten ihrer Soldaten, sondern ist auch stets bereit, ihre ganze Kraft in diesem Kampf einzusehen. So wird auch die Heimat einmütig mit ihrer Spende hinter der Reichsspinnstoffsammlung stehen und zur Schaffung einer textilen Rohsloffreserve beitragen^ Eine umfassende Sammlung von Textilien aller Art, bestehend aus Stofsabfällen, alten Teppichen Alle Gioffabfälle zur Gammelstelle! Aufruf zur Reichsspinnstoffsammlung vom 28. Juli bis 23. August. gebraucht und verarbeitet. Ich rufe daher die deutschen Volksgenossen, besonders aber die deutsche Frau auf, alle vorhandenen Sloffabfälle zu den Sammelstätten der Reichs- fpinnstofffammlung zu bringen und dort abzuliefern. Berlin, 26. Juli 1941. Der Reichskommissar für Altmalerialverwertung und Reichsbeauflragte der RSDAP. für Altmaterialerfassung. Hans Heck. Sich widersprechende Zeitungsnotizen, die einer, seits die Verwendung von Rhabarberblättern zur Herstellung eines spinatartigen Gemüses empfahlen, andererseits vor ihrem Genuß warnten, gaben dem Reichsgesundheitsamt im Jahre 1940 Anlaß, von einer Verwendung von Rhabarberblättern zum menschlichen Genuß abzuraten. Inzwischen hat eine Berufsgenossenschaft ein Merkblatt herausgegeben, in dem eine Tabelle mit der Angabe des Ditamin- E-Gehaltes verschiedener Nahrungsmittel abgedruckt ist, aus der hervorgeht, daß Rhabarberblattsalat recht reich an diesem Vitamin ist. Die Befürchtung, daß diese Angabe unter den augenblicklichen Verhältnissen zu einer allgemeinen Verwendung der Rhabarberblätter für die menschliche Ernährung führen könnte, sei es in Fyxm von Spinat oder Salat, läßt es anqezeigt erscheinen, erneut vor dem Verzehr dieser Blätter zu warnen, um so mehr, als in der Zwischenzeit im Reichsgesundheitsamt aus- geführte Versuche die gesundheitsschädigende Wir- kung von Rhabarberblattspinat erneut bestätigt haben. Im übrigen sind nach den vorliegenden Angaben nach dem Genuß von Rhabarberblätterspinat nicht nur ernsthafte Erkrankungen, sondern vereinzelt auch Todesfälle vorgekommen. Bei der Gefahr- lichkeit der Rhabarberblätter muß vor der Verwendung dieser Blätter zum menschlichen Genuß gewarnt werden, wenn ihnen nicht zuvor die gesundheitsschädigenden Stoffe zum größten Teil ent- zogen werden, wodurch allerdings das Vitamin C der Blätter wahrscheinlich mehr oder weniger voll- ständig zerstört werden wurde. Gießener Wochen Marktpreise. * G i e ß e n, 26. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 'N, geB^ IchnulO' Tageskalender für Sonntag. Moria-Palaft, Seltersweg: „Venus vor Gericht . -!Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lachparade . Uentenerhöhungen. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. „ Moria-Palast, Seltersweg: „Venus vor Gericht. I - ^Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lachparade . England und wir! Gedanken zur Heichsspinnstoffsammlung vom 28. Juli bis 23. August. Oer Obus-Betrieb. Fahrplanmäßiger Verkehr der Wagen. - Verbesserungen für die Stunden des Spihenverkehrs. Wir haben uns gestern Nachmittag nut । dem Leiter unserer Stadtwerke, Direktor I Lok, über mancherlei Fragen des Ob u s - 1 Betriebes und die Wünsche der Bevol- kerung an diese neue Derkehrseinrichtung unserer Stadt unterhalten. Der Dbus-Betrieb ist nun seit einigen Wochen im Gange. Niemand, auch die Leitung der Stadllverke nicht hat erwartet, daß m dieser kurzen Zeit sich schon alles ganz glatt und frei von Wünschen entwickeln werde. In großen Zügen betrachtet muß man aber die Feststellung machen, daß sich dieses neue Verkehrsmittel bisher schon ols 3wecwrenlich und für die weitere Förderung des Verkehrsdienstes in unserer Stadt verheißungsvoll erwiesen hat. Nun handelt es sich darum, die aus der Praxis des Betriebs entstehenden Wunsche zu erkennen, auf ihre Berechtigung hm zu pusen und soweit wie möglich zu erfüllen. In dieser Hinsicht steht die Le - tung des Betriebs der Bevölkerung nut aller Au - geschlosienheit zur Verfirnung, sie nimmt ^derzeit gerne Anregungen und Wunsche entgegen und sie wird bestrebt sein, alles zu tun, was in ihr en Kräften steht, um die berechtigten Wunsche zu erftillen. Zur Zeit wickelt sich der Dbus-Betrieb noch1 nut uinf Wagen ab, von denen drei auf der Strecke Ralmbof—Ende Rödgener Straße, zwei auf der 9inie Bahnhof—Ende im Wald an der Sicher Straße als Kurswagen planmäßig fahren. Erne noch größere Zahl von Wagen — die hier bereits vorhanden sind - in den Verkehr einzurechen ist zur Zeit nicht möglich, da hierzu das erforderliche Per- sonal unter den jetzigen Umstanden nicht verfügbar gemacht werden kann, weil der Nahverkehrsdienst nicht als kriegswirtschaftlich wichtig gilt. Die Ler- tunq des Betriebs hat es aber ermöglicht' noch einen sechsten Wagen täglich für die Stunden der Verkehrsspitzen, d. h. des außerordentlich verstärkten Andranges, in den Fahrdienst alte Strümpfe und Socken, Schneidereiabfälle, Oer landwirtschaftliche Marktbeobachter NSG. Getreidewirtschaft: Auf dem Getreidemarkt erfuhren die Verhältnisse gegen die Vorwoche keine grundsätzlichen Aendevungen. Auch in der Versorgung mit Roggen- und Weizenmehl zeigen sich gleichbleibende Verhältnisse. Die Aus- nahmebereitschast für Heulieferungen ist auch weiterhin vorhanden. , Kartoffelwirtschaft: Die Aufwartsent- Wicklung der Frühkartoffelanlieferungen hat auch in der ab gelaufen en Woche angehalten. Da es zunächst die Lucken der vorausgegangenen Zeit aus- zufüllen gilt, tritt die Mehranlieferung noch nicht tn Erscheinung, wie man dies zunächst annehmen , möchte. Es ist dabei zu berücksichtigen, daß neben den Einzelhaushaltungen auch Großverbraucher und Gemeinschaftsküchen mit Kartoffeln bedacht werden müssen. In Anbetracht dieser Verhältnisse wird sich eine Entspannung auf dem Kartoffelmarkt nur Schritt für Schritt fühlbar machen können. Gartenbauwirtschaft: In der Anliefe, jrung von Gartenbauerzeugnissen sind an den Be- ! Kirschen und Pfirsiche in wechselnden Mengen vertreten. Selbstverständlich kannte diese Besserung den Ausfall in der zurückliegenden Mangellage noch nicht ausgleichen. — Eim beginnende Entspannung auf dem Gemüsemarkt war dadurch ersichtlich, daß in den Auslagen der Geschäfte wieder Gemüse in Erscheinung trat. Kopfkohl und Erbsen waren mengenmäßig stärker vertreten als die übrigen Gemüse arten. Bei Erbsen konnte sogar zeitweilig von reichlichem Vorhandensein gesprochen werden, so Idatz sich die Verbraucher damit weitgehend versor- « falsche Kleiderkarten. S1U iHngeflogene britische Flugzeuge haben in den $)t fielen Tagen gefälschte kleiderkarten abgeworfen. Mch! einem abgeschlossenen englischen Bomben- der.r-slmeug wurden große Stapel solcher gefälschten gefunden. Die Fälschungen sind als solche itterl r.|e i( erkennbar. Die Engländer beabsichtigen offen - he mit diesem plumpen Trick Verwirrung und der N ^mhe in das Gebiet der im Krieg nowendigen 2 ^Dürauchslcukung zu tragen. Es ist selbstverständ- daß jeder deutsche Wann und jede deutsche i d - Fm, die eine solche Karte finden, diese sofort bei TashvVmächslen Polizeidienststelle abliefern und sie nicht tänbi-rr. z, «muhen versuchen. Die Verwendung einer solchen f) MWMe bedeutet Sabotage an der Kriegswirtschaft, sich ihrer schuldig macht, muß damit rechnen, er als Volksschädling durch das Sondergericht zvllangjähriger Zuchthaus- oder gar Todesstrafe ■e.irteitf wird. In seinem schicksalhaften Ringen um die Freiheit 128. Juli bis 23. August durchgeführt. Viele ftdfeige der Ration ist das deutsche Volk zum entscheidenden Hände werden sich regen, um bie bisher vleisach ... . . rf « - _ -CL L.i «Kam MAMM4 OtHtll /’M nid rtlPI I * , Rödgener Straße und umgekehrt wird die gleiche Pendelfahrtverbindung geschaffen werden. Dadurch werden alle die Fahrgäste, die nicht schon an den Endpunkten, sondern erst unterwegs emsteigen, tn Zukunft besser als bisher die Möglichkeit des Fahrens haben, während für die Fahrgäste non öen Endpunkten aus auch genügend gesorgt tft Btefe Regelung gilt, wie gesagt, für die Zeiten des Spitzenverkehrs, d. h. täglich morgens, mtt- I tags und abends, außerdem Mittwoch, Samstag und Sonntag nachmittags. . Zum Schluß noch ein kurzes Wort der Ermah- nunq an die Fahrgäste. Dringend erwünscht und für die schnelle Abfertigung aller Mitfahrer, damit also für das flotte Fahren der Wagen ist es, das Fahr- gelb in kleinen Münzen schon beim Besteigen des Wagens bereitzuhalten. Also nicht erst etnsteigen und dann an der Eingangstür lange in den Taschen nach dem Fahrgeld Herumsuchen! Ferner ist es angebracht, bert Weisungen des Schaffners unbe- dingt zu folgen, denn sie werden ja nur tm Jnte^> esse der Verkehrsbeschleunigung unb natürlich auch ! zum Besten ber Fahrgäste gegeben. Wer dem • Schaffner auf diesen beiden Wegen den Dienst erleichtert, fördert den gesamten Betrieb und dient auch sich selbst. . £ , Der Dbus-Betrieb ist zweifellos ein guter Fortschritt in unseren Verkehrseinrichtungen, über den I wir nur zufrieden sein können. Ihn immer tnepr zu vervollkommnen ist das Bestreben ber Betriebsleitung, bie babei auch auf bie verstanbmsvolle Mithilfe ber Fahrgäste rechnet und jederzeit gangbare Vorschläge unb vernünftige Wünsche begrüßen wird. o- Ui-resse die Krafträder, die Geschütze, die Kisten 5t Packen, und von jedem der offenen Wagen der M?ten uns freudige, stolze, stoppelbärtige Menschen p Soldaten, aber in offenen Uniformröcken, be- ibur'S! m und tn Ruhelage, bie meisten pfeiferauchend, ■t ihr l> ir~ einer stand aufrecht und wichste seine schweren t mitte Merftiefel. Sie riefen und winkten uns zu. Sie tertri 2 D-en so begeistert, so tatenfreudig und hatten so talfcids Mich?, so mutige, so swlze Gesichter, daß em 326 wck riMges Wort bei uns aufflog: „Die fahren an bie mrfieä: sicher, dahin fuhren sie. Wir hatten das Ge- thmeri st, als sei uns mitten auf der Reise, mitten tm nitO ÜHen Land, Deutschland begegnet, Deutschlands at bie r B^en, bie Kraft, ber Wille. am Wk Ver dicke Herr sah solange wie möglich Hin, nam- ßßfhfltah li: bis nichts mehr zu sehen war. Dann Nickte er [ n bs -x ^nn nervösen Manne zu und sagte in seiner brei- h. ruhigen Art: „Sehen Sie, damit wir Zivi- lijj Ihm reifen können, reisen zunächst mal b i e, unb x tzi d reisen schlimmer, aber in Stimmung sind sie. $ lIch habe ja gar nichts gesagt", verantwortete —— fr ber Nervöse. _ ■fll Tr sprach es weich und klein, ganz ohne Spitze, By’l bn:n auch er hatte lange, lange hingesehen. ■ >.Gar nichts habe ich gesagt", roieb erb ölte er. I M werde ich denn?" Felix Riemkasten. Mus der Giadi Gießen. Hj’ l Erlebnis auf der 5teifc. Uü je Leute im O-Zug unterhielten sich. Vor - Fenstern zog endlos Landschaft vorüber, die - srJ er, die kleinen Städte, die dunkelgrünen Wälder bie freien, weiten Wiesen und Ackerfelder. Wir n etwas benommen von der langen Fahrt. Sonne glühte gegen die Fenster. Der Zug xn. ^rr^e» die Wagen schütterten ein wenig. Und immer Y lüKbte draußen unerbittlich groß und weit die ..^^k^schaft. sine Fahrerei--zum Derrücktwerden", ent- Äilfii ein Nervöser, ein Bleicher. lassen Sie gut sein, lieber Herr", sagte ein |Kr, ihm gegenüber. „Wir können froh jein, daß hiEf fahren. Was glauben Sie, was die Leute in 1 ^elLren Ländern darum geben würden, wenn sie n ^ÜEysen im Kriege derart schön und sicher durchs '’£(!) fahren könnten, zum Geschäft, zu Verwandten niL sogar zum Vergnügen?!" Da eben , sagte eine Frau aus der Ecke am (jv.g, „das hat mir auch mein Mann geschrieben. J Mann ist nämlich im Felde." 9 sagten wir und sahen uns diese Frau nilL einem neuen Interesse an. : :jie errötete ein bißchen. Dann lächelte sie ein nu» »Wien, unb bann faßte sie Mut, ein paar Worte W|L'ir zu sprechen. Mtüt-r Wie da nämlich die Franzosen 'und Belgier r bertüLfle reifen möchten, aber es geht nicht. Die wür- te %6Re für solche Reise gern auch hundert Stunden ^Wien, wenn sie nur könnten." lWt|r üerzu nickte der Dicke sehr stark. Der Nervöse hjJc es nach wie vor nicht gehört haben. Er sah llebe^gir Fenster hinaus. beuhi*" 'jine Weile später brausten wir mit Gedonner eh or»einem Güterzug vorüber, der auf der Strecke in giSKi Unter Zeltplanen verhüllt sahen wir mit Wie bei der Metallspende werden wiederum von allen Ortsgruppen Sammel st eilen errichtet, bie im einzelnen noch genau bekanntgegeben werden. Hier sind die Spinnstoffspenden abzugeben. Jeder Spender erhält eine Urkunde, die den Namen des Spenders enthält und auf der auch das Gewicht seiner Spende verzeichnet ist. Es soll niemand denken, daß es im Zeichen der Reichskleiderkarte und ber Bezugscheine für Spinnstoffwaren ein unbilliges Verlangen fei, eine solche Spinnstoffsammlung durchzuführen. Es liegt überall noch sehr viel unnützes, nicht mehr brauchbares Zeug in Kästen und Schränken und Kommoden, ''erftmalia wieder die Anzeichen ba5nhbUr£^, mTrbn e5€lq^d>bii6a3bie einer etoas besseren Anlieferung wahrgenommen roendung zugefuhrt wird. Es ist gewiß, .otre|morben. Auf den Märkten war gegenüber den vor- Sebefreubigfeit ^ßr Mfsgenoff^ roieöer.au5.gegan.qenen Wochen wieder etwas mehr Obst haft sein wird, und daß der Wettelfer msbeson^ sehen. Es waren Stachelbeeren, Johannisbeeren, dere der Frauen, hier wieder einen ganz großen 1!^c,u .., . ----------- Erfolg bringen wird. Das zeigt auch das Beispiel eines kleinen Ortes, in dem eine Sammlung schon früher bei 100 Familien 580 Kilogramm ergab. Ein solches Beispiel muß uns alle zu höchstem Ein- q er ad en Zeiten den Platz am Bahnhof, also 6 07V, bzw. 6.22V- bzw. 6.37V« Uhr usw. In um- । gekehrter Richtung fahren die Wagen nach der glei- aen geraden bzw. ungeraden Abfahrtszeit. Durch diese Regelung des Fahrplans besteht zwischen Bahnhof und Ludwigsplatz bzw. umgekehrt praktisch ein 7V--Minuten-Verkehr vom Ludwigsplatz bis Ende Rödgener Straße bzw Wald an der Licher Straße und umgekehrt praktisch der Diertelstundenverkehr. Die Fahrstrecke in der Rodge- ner Straße endet an dem Endhaltepunkt, die darüber hinausreichende kurze Strecke bis zum Wendeplatz des Wagens ist nicht für den Pud ikumsver- kehr freigegeben, sondern kommt -als Betnebsfahrt nur für das Wenden des Wagens in Betracht, die I Fahrgäste haben also nicht das Recht, zwischen dem Endhaltepunkt und dem Wendeplatz mitzufahren. Zwingende Gründe des Betriebs sind für diese Regelung maßgebend. Die Fahrstrecke im Wald an der Licher Straße endet bzw. beginnt direkt am Wendeplatz vor dem Wartehaus, hier kommt ^lso | eine sog. Betriebsfahrt nicht in Betracht. Um dem starken Verkehrsandrang noch besser als bisher entsprechen zu können, läßt die Leitung des Betriebs im Saufe der nächsten Tage eme begrüßenswerte Verbesserung im Fahrdienst auf beiden Strecken eintreten. Auf der Strecke vom Bahnhos^ in Richtung Wald an der Licher Straße werden die Kurswaaen, d. h. die nach dem Fahrplan verkehrenden Wagen in den Spitzenzeiten des Verkehrs nur bis zur G r a u d e n z e r S t r a ß e fahren unb dort zur Rückfahrt nach dem Bahnhof wenden. In dieser Zeit werden zwischen dem Endpunkt im | Wald an der Licher Straße und dem Ludwigsplatz Sonderwagen im Pendelverkehr gefahren, bie es ben Fahrgästen von bem Enbpunkt aus in Richtung Stadt und umgekehrt ermöglichen, gut zur unb aus ber Stabt zu kommen, ohne bie Kurswagen schon am Enbpunkt bzw. bis borthin so zu füllen, daß für Fahrgäste ber Unterwegshaltestellen kein Platz mehr ist, wie es bisher oft der Fall ge- wesen war. Soweit bie Fahrgäste vom Enbpunkt aus nur zur Stabtmitte gelangen wollen, haben sie vom Ludwigsplatz aus ja nicht mehr weit zu gehen, soweit sie ihr Ziel am Bahnhof haben, müssen sie am Ludwigsplatz in einen Kurswagen umsteigen und mit diesem weiterfahren. Umgekehrt gdt bie gleiche Regel. Für die Strecke Ludwigsplatz — Ende teilte von 31,50 RM. bezieht, erhalt künftig mo- I Mich 37,50 RM. Für August erhalt er.außerdem di Nachzahlung für Juni und 3uli pon je 6 JtJJU I ha^' J ;c ^r Rentenempfangsschein für August auf Viiiisih l» [(=50 RM. lauten mutz. Eine Witwe, deren Rente beifpielsmeife 18,50 RM betragt stellt d°n ^ntenempfangsscheuz für August auf 33,5 aO in den folgenden Monaten auf 23,50 RM. aus Ah Waisenrente eines Vormundes von brei zu yf^agberÄn Kindern erhöht fid) monatlich um £ RM. Angenommen, eine solche Rente macht brs nicht -"si: 26 RM aus, so beträgt sie nunmehr manat- 38 RM. Im August werden in diesem Fall ,3! RM. gezahlt. Für Renten, bie erst von JU" MS Ai an gezahlt werden, ist der bishenge Betrag :fl' r August nur um die Zuschläge für zwei Mona e erhöhen Heber weitere Emzelhei^n Erteilen . $ imter und Amtsstellen ber Deutschen Reich p \ Rt W ’^sfunft. __________ o.)r i < i' verbessert. Die Sozialrentenempfanger erhalten x neuen Zuschläge zu den Renten an den Post- qjanfJ Intern erstmalig im August gleichzeitig mit den lilsend^ sllchzahlungen für Juni und Dull, soweit die Ren- „ >e bereits im Juni 1941 laufen Die 8u be- B h«? Mn monallich bei den Invaliden-, Alters- uno a&B totenrenten 6 RM., bei den Witwen- unbjföib 9 OTrenten sowie bei den Witwenkrankenrenten r tk 1 Ü SJl.-Sport In I" Geschlossen bis 11. August 275 A I 3t4or> V I: Werbe-Drucksachen liefert Brdhl'sche Drucker* erhält die Gurken knackfest und frisch. Seit Jahren von Millionen Hausfrauen erprobt und gelobt. Neue Rezepte — auch für Tomatenmark • bei Ihrem Handlet GEHRINGS NEIWEISER-8IEIE F _E_L_D_ Dr. med.vet. Friedrich Carl Zahn Marianne Zahn, geb. Schaaf geben ihre Vermählung bekannt BÜRO-EINRICHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. Mit offenen Hüten Drei Jungen uno ein Mädel entdecken ihre Walddeimai. Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktaieln Leinen RM. 2,85 HugoDermühler Verlag Berlin.Lichterfelde ■i Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vonn.Heßer Nacht. Bandagistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Auftakt in Darmstadt. Reichswettkämpfe der Studentinnen. Nach der feierlichen Eröffnung der Reichswett- wettkämpfe der Studentinnen am Donnerstagabend im Schloßhof zu Darmstadt, bei der Reichsstudentenführer ^-Brigadeführer Dr. Gustav Scheel die Verpflichtung der Wettkämpferinnen vornahm und Gauleiter Neichsstatthalter Jakob Sprenger sowie Darmstadts Oberbürgermeister W a m b o l d t zu den rund 1200 Teilnehmerinnen aus allen deutschen Gauen und den Studentinnen-Abordnungen von 14 befreundeten Nationen sprachen, nahmen am Freitag auf den verschiedenen Wettkampfstätten des Darmstädter Hochschulstadions die Wettkämpfe ihren Anfang. Der erste Tag war ausschließlich den Vor- und Ausscheidungskämpfen in der Leichtahletik, im Schwimmen und im Tennis vorbehalten. Schon diese Vorwettbewerbe bewiesen, daß auch bei den deutschen Studentinnen der Leistungssport mar» schiert, denn die Ergebnisse waren, nicht nur in der Spitze, hochachtbar. Das gilt vor allem für die Leichtathletikkämpfe, an denen viele bekannte Mädel, u. a. deutsche Meisterinnen und Weltrekordlerinnen, beteiligt sind. Hervorzuheben sind Grete Winkels (Uni Bonn) und Christel Schulz (Uni Münster), die über 100 Meter mit 12,8 bzw. 12,7 die besten Vorlaufzeiten erzielten, ferner Erika B i e ß (Uni Berlin), die ihren 80-Meter-Hürden°Vorlauf in 12,3 Sekunden erledigte, und Lore Grebe (Uni Halle), die sich mit 12,34 Meter die Führung im Kugelstoßen sicherte. ____________________ Gießen (Großer Steinweg 231), den 26. Juli Id^l l>E ToddemHausschwamm Beseitig.auf ehern. Wege.ohneAb- bruch v. Mauerwerk, lOj. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfurt Main Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566 128 R.; Erwin Eckhard, Launsbach, 127 R.; Ha Hartmann, Launsbach, 125 R.; Martin Rudi Salzböden, 123 R.; Willi Bittendorf, Launsk Heuchelheim — Lang-Göns. Heuchelheim hat feine ausgetragenen Spiele nut knapp verloren. Lang-Göns enttäuschte am letzten Sonntag auf eigenem Platz. Deshalb ist das «Spiel als offen zu bezeichnen. Zugend-Wanderpreisschießen des llnterkreises Wetzlar-Nord. Im Haushalt gibt es viele Reinigungsarbeiten, wo Waschpulver und Seife gut zu entbehren sind, wenn man ATA zu Hilfe nimmt - auch beim Reinigen stark beschmutzter Hände. MflüraiitSotlsnilie ab 1.8.1941 wieder geöffnet. Der Wirt. Einlamilienhans gegen bar inGießen oder Umgegend au kaufen gesucht. Räumung auf Wunsch erst in zwei bis drei Fahren. Schriftl. Preisangebote unter 3070 D an den Gießener Anzeiger erbeten. Stottern Auskunft über Beseitigung durch natürliche Methode erhalten Sie sofort kostenlos u. unverbindlich von ehemalig, schweren Stotterer, der selbst durch dieTiefen seelischerZer- rüttungen gegangen ist. (Falls Zusendung im verschl. Umschlag ohne Ausdruck erwünscht wird, bitte ich um Einsend, von 24 Pf. in Briefm.) Keine Anwendung von Medikamenten oder Hnvnose. Nur die Svrechangst muß durch systemal. Neuanfbau der Sprache beseitigt werden. 35iahrige Praxis. I20MV L. Warnecke. Berlin-Halensee Kurfürstendamm 93. Auftrag auf gröfe. Stückzahlen Dicke 10 mm, mit Gewindelo-cl M 20, aus ca. 75 mm Stangen' material herzustellen, geeigne' für Automaten, zu vergeben. Kurze Fristen Bedingung- Telef. Angebote unter Nr. 81251/52, Frankfurt a -« 1 Studentische Jugend im Kamps um den Endsieg Gießener Studenten und Studentinnen im MstungSeinsah. der Gruppe Gießen gibt es am Sonntag zwei Lokaltreffen. Luftwaffe Gießen — Männerturnverein Gießen und Grüningen — Holzheim. Heuchelheim — Lana-Göns ist die weitere Paarung. In der Gruppe Wetzlar stehen sich Katzenfurt — •dlUHSUUU) Ulli ‘i'JI «/llliycil VW«. | Beste Einzelschüßen Rudolf Bepperling,^SalzbM UonhläocQ von3bi$20V,H*ertla,tenslebelwMeh naCniuuSe holten Vssöftsnlliebiingsn einer Anzeigei können, da der Angeklagte in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt*chabe. Landkreis Gießen. * Hungen 25. Juli. Am nächsten Sonntag, 27. Juli, veranstaltet der K a n i n ch e n z u ch t v e r- e i n Hungen und Umgegend die zweite Jungtierschau dieses Jahres in R 0 d h e i m. Preisrichter ist Josef Wihler, Neu-Isenburg. Die Schau ist mit einer Verlosung von Jungkaninchen verbunden. :Rstfim.a istfieitöar ober oft wenigstens so zu bestem, daß die SHnfdlfe wesentlich [eltener und schwächer werben. Doiu gibt t* ein von prosestorm» Merzten und Rranlen erprobtes und anerkanntes Mittel gegen Grtranfungen Der Luttweqe (atfo auch Kehtkopt-, LustrShren«, Lronchlalkalarrh). das .GlfpooSroiln-. — SS wirkt ngmllch nicht nur schleimlösend, auSwutttördemd und entzündungS - bemmenb, sondem vermag bas Gewebe der SllmungSswIelmhaut wlderstanbSsöhlger und weniger retzempfinbllch zu machen, und bas Ist ausschlaggebend! das Hai den »Silphosralin. Tabletten* Ihren großen Huf eingetragen. — Achten Gte beim dlnfauf auf den Bornen .GllphoScalln', die grüne patfung und den er« mößlgten preis von JtDI. 2.06 für SO Tabletten. SrhöltUch In allen Apotheken, wo nicht, bann Rosen-Apofhele, Ulüngen, Kosenstraße 6. — Verlangen Sie von der Firma Carl Bühler, Konstanz, kostenlos und unverbindlich die' interessante, Illustrierte Aufklärungsschrift 5/ 859 Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Vom Fußball. 3- C. „Teutonia“ Watzenborn-Steinberg. In diesem Jahre kann der F. C. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg auf sein Ibjähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß findet am morgigen Sonntag aus dem Platz an der Neumühle ein Fußball-Blitzturnier für Jugendmannschaften statt, zu dem mehrere Vereine ihre Zusage gegeben haben. Am Sonntag 3. August, findet anläßlich des 15jährigen Bestehens des Vereins ein Pokalturnier für Aktwe statt. Auch hierzu werden namhafte Gegner erwartet. Lich 1. Jugend — Steinbach 1. Jugend. Am morgigen Sonntag stehen sich beide Jugendmannschaften zum fälligen Rückspiel gegenüber. Die Gastgeber konnten in der letzten Zeit beachtliche Erfolge erringen, so daß mit einem spannenden Kampf zu rechnen ist, der erst mit dem Schlußpfiff entschieden sein wird. Garbenteich 2. Jugend — Steinbach 2. Jugend. Die 2. Jugendmannschaft von Steinbach fährt nach Garbenteich. Ob es ihr dort gelingen wird, einen Sieg zu erringen, bleibt abzuwarten. Handball-Vorschau. wodurch jeweils eine Arbeiterin einen zusätzlichen bezahlten Urlaub erhält. Der Einsatz II dauert 10 Wochen und entspricht dem Rüstungseinsatz der Studenten. Die Studentinnen werden hier vorzugsweise im Labor und mit kaufmännischen Arbeiten beschäftigt. Die Unterbringung erfolgt teils in Sammellagern, teils in Einzelquartieren. Für die Lager wird jeweils ein Student oder eine Studentin als Lagerführer oder Lagerführerin ernannt. Die Studierenden sind während der Dauer des Einsatzes vom Einsatzbetrieb und vom Studentenwerk zusätzlich versichert, damit bei Unfällen eine möglichst hohe Prämie gezahlt werden kann. An der Universität Gießen kommen für den Rüstungseinsatz rund je 40 Studenten und Studentinnen in Betracht. Die Veterinärmediziner werden in den Ferien als Helfer bei Tierärzten eingesetzt und sind auf Grund dieser Tätigkeit vom Rüstungseinsatz befreit; außerdem haben die Veterinärmediziner jedes Jahr einen ämpf-Einsatz (Schweine-Jmpfen), der heute bereits absolviert ist. Der Rüstungseinsatz tritt dieses Jahr an die Stelle des seit 1934/35 eingeführten Erntedienstes, der jetzt von der Hitler-Jugend betreut wird und sich auf Schüler und Schülerinnen erstreckt. Im Rüstungseinsatz der Gießener Studenten stehen alte und junge Semester der verschiedenen Fakultäten nebeneinander. Befreit sind lediglich Kliniker vom 7. Semester ab, die bisher 'weniger als anderthalb Monate famuliert haben, weil sie sonst die vorgeschriebenen 6 Monate Famulatur vor der Ablegung des medizinischen Staatsexamens nicht ableisten können. Ausgenommen sind endlich die von der Wehrmacht zum Studium beurlaubten oder als Versehrte befristet entlassenen Studenten. —y— Am Montag, 28. Juli, beginnt in diesem Sommer reichseinheitlich der Rüstungseinsatz der Studenten und Studentinnen. Wir hatten Gelegenheit, vom Studentenführer der Ludwigs-Universität, cand. ehern. Stein, Einzelheiten über den Einsatz der Gießener Studenten und Studentinnen zu erfahren. Der Einsatz dauert für Studenten 8, für Studentinnen 10 Wochen. Die längere Einsatzdauer bei den Studentinnen soll einen gewissen Ausgleich dafür darstellen, daß diese nicht, wie ihre Kameraden, zum Heeresdienst einberufen werden oder mit einer (Einberufung zu rechnen haben. Der Studentenführung obliegt die Erfassung der für den Einsatz in Betracht kommenden Studierenden; sie erhält von der Reichsstudentenführung die Einsatzbetriebe zugewiesen. Das Arbeitsamt nimmt die Ueberweisung an die Betriebe vor. Nicht erfaßt werden zum Rüstungseinsatz ge- sundheittich Untaugliche (nach vorhergegangener ärztlicher Untersuchung), ferner Examens-Semester, endlich Studierende bäuerlicher Herkunft, die auf ihrem elterlichen Hof Verwendung finden können. Unterschiede nach Fakultäten, Studiengebieten' oder etwaiger Vorbildung werden nicht gemacht. Die zum Rüstungseinsatz abgegebenen Studenten werden in den Betrieben, denen sie zugewiesen sind, ausgebildet oder angelernt. Die für die Universität Gießen zugewiesenen Rüftungsbetriebe befinden sich in unserem Gaugebiet. Außerdem werden von Fall zu Fall Studenten auf Anforderung von Rüstungsbetrieben oder Heeresbauämtern abgegeben. Bei den Studentinnen gliedert sich der Rüstungseinsatz in Einsatz I und Einsatz II. Einsatz I umfaßt den für jede Studentin obligatorischen, unentgeltlichen Fabrikdienst auf die Dauer von 4 Wochen, alte, 5 kg 47, neue, 14 kg 9, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 15 bis 18, rote Rüben 8 bis 10, Römischkohl 12 bis 14, Bohnen, grün, 35, gelb 40, Erbsen 25 bis 30, Mischgemüse 10, Zwiebeln 15 bis 20, Rhabarber 15, Pilze 45 bis 50, Stachelbeeren 35, Johannisbeeren 35, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 8 bis 12, Endivien 10, Oberkohlrabi 15 bis 20, Rettich, das Bund 15 Rpf. ♦ ** Störche verlassen schon die Heimat! Am 23. Juli, gegen 17 Uhr, kreiste eine größere Anzahl Störche (19 Stück) über dem Gelände zwischen Heilstätte Seltersberg und Standortlazarett. Sichtlich orientierten sie sich und strichen dann nach Süden ab, wobei sich zwei Langbeine von der Reisegesellschaft abzweigten, um die Richtung SO einzuschlagen. In aller Eile entschwanden alle Tiere in kurzer Zeit dem Auge des Beobachters. Auffallend früh ist dieser Termin des Wegzugs. *♦ (Ein Kind tödlich verunglückt. Am gestrigen Freitagnachmittag geriet im Wiesecker Weg das zwei Jahre alte Söhnchen des Gärtners Karl Rieger beim Spielen vor einen von Wieseck kommenden Straßenbahnwagen. Das bedauernswerte Kind wurde überfahren und so schwer verletzt, daß es auf der Stelle tot war. Die Ermittlungen über die Schuldfrage wurden von der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Gießen sofort ausgenommen. ** Disziplin gegen Bomb en. UeberaU dort, wo britische Flieger die friedlichen Wohn- jtäftee deutscher Arbeiter und Bauern heimsuchten, bewährte sich die vom Reichsluftschutzbund in jahrelanger Aufklärungs- und Ausbildungsarbeit gelehrte Luftschutz-Disziplin. Für Selbstschutzkräfte, die mit ihren Ausgaben vertraut sind und auch im Ernstfall ruhig und besonnen bleiben, hat der Kampf gegen Brandbomben und Entstehungsbrände längst seine Schrecken verloren. Auch im neuesten Heft der „Sirene", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, wird an Beispielen aus der Praxis gezeigt, zu welchen Leistungen der deutsche Selbstschutz fähig ist. Es lohnt sich für jeden, in dem interessanten, reich bebilderten Heft zu lesen und daraus zu lernen. Amtsgericht Gießen. Der Ph. K. in A. hatte einen Strafbefehl über 15 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Er war beschuldigt, auf einem Zimmerplatz in A. mit einer offenen Tabakspfeife geraucht zu haben. Der Angeklagte gab zu feiner Entschuldigung an, er habe sich etwa 35 bis 40 Meter vom eigentlichen Sägewerk entfernt auf dem freien Platz, wo nur frisches Rundholz lagert, befunden. Da allgemein Zimmerplätze unter das Rauchverbot fallen, wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 10 RM. verurteilt. Die Strafermäßigung erfolgte mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Angeklagten. (Straftommer Gießen. Der G. Sch. aus G. war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 13. Mai wegen Tierquälerei zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt worden. Er hatte im Dezember v. I. mit einem Polen eine Kuh von Bettenhausen bei Lid) nach Lang-Göns transportiert und hierbei in der Nähe von Grüningen, anstatt mit dem durch den langen Marsch ermüdeten Tier Geduld zu haben, auf dieses so rücksichtslos eingeschlagen, daß nod) nach der Schlachtung des Tieres Blutungen im Unterhautfettgewebe und in der Muskulatur von dem Beschau-Tierarzt festgestellt wurden. Für den Polen war der Angeklagte mitverantwortlich. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Die Schuld des Ängeklagten wurde jetzt wiederum festgestellt. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde aufgehoben und der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 70 R M., ersatzweise zwei, Wochen Gefängnis, verurteilt. Die seitherige Unbescholtenheit und der gute Leumund schützten den Angeklagten vor einer Freiheitsstrafe. Ein Einwohner von Allendorf a. d. Lda. war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 2. Mai wegen falscher Anschuldigung zu einer Geldstrafe von 300 RM. verurteilt worden. Er sollte einen Einwohner von Gießen des Mordversuchs bezichtigt haben. Der Gießener Einwohner hat im Jagdrevier des Vaters des Angeklagten einen privaten Schießstand. Als der Angeklagte sich im Jagdrevier befand, und in seiner Nähe Kugeln cinfdjlugen, erstattete er bei der Gendarmeriestation Anzeige. Der Anklagevertreter vertrat, wie früher, den Standpunkt, daß Laboratorium Bierau & Müller Hindenburgwall 7 02456 dem Angeklaaten falsche Anschuldigung nicht nachgewiesen werden könne, und er stellte die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde ausgehoben und der Angeklagte f r e i g e s p r o ch e n. Der Vertreter des Nebenklägers hatte für den Fall, daß eine Verurteilung wegen falscher Anschuldigung nicht erfolgen sollte, beantragt, den Angeklagten wegen Beleidigung zu bestrafen. Das Gericht führte dazu in der Urteilsbegründung aus, daß auch eine Verurteilung wegen Beleidigung nicht hätte erfolgen BobmMulsiH Hochwertige Hartglanzware, bis zu 4O"/o Wachsgehalt.Farbe: Weiß, Gelb u. Rotbraun.Verp: Eimer 9 u. 10 kg, br. f. netto. Genehm.Verbrpr. kg RM. 1.90. Nur anGroßabnehm. lieferbar. Lndw. A. Bachmann, Chem. Erz. Frankfurt a.M., Fellnerstr. 12 '3107 V 121 Ringe. Von der Börse. Frankfurt a.M., 25. Juli. Die Berichtsws verlief im allgemeinen an den Aktienmarkt ruhig, da sich keine Anregungen boten und 1 Kundschaft zurückhielt. Verschiedene Aeußerunger den hohen Kursen veranlaßten vereinzelte Abga.d die zögernd und auf ermäßigter Basis aufgenom wurden. Das Kursniveau insgesamt ist jedoch wenig verändert. Besondere Vorgänge waren ri zu beobachten, die Farbenaktie lag zwischen 213 215 schwankend, fest waren weiterhin Metallgel schäft, die wieder den Kurs von 211 erreichl Eonti Gummi lagen demgegenüber etwas u Druck und bis 394 vorübergehend nachgebend. M tanaktien meist freundlich, vor allxm Buderus. ® aktien kaum verändert; von Autowerten fonn BMW. stärker bis 275,5 anziehen. Am Kassaim standen einige Brauereiwerte im Mittelp Schwartzstorchen wurden für mehrere Tage — notiert, später mit 190 nach 183 unter starker Rei tierung festgesetzt. Von Banken lagen Reichste anteile um 137 bis 137,25 leicht schwankend, aberg behauptet. Freiverkehrsaktien hatten kaum Um1 auf meist unveränderter Basis, Elsaß-Bad. 2? nachgebend, auch Katz 8c Klumpp vorübergel nach den vorangegangenen Steigerungen niedrig Am Renten markt waren die VeränderurM sehr gering, Altbesitzanleihe zwischen 160,75 bis 161, Steuergutscheine I 103,25 bis 103,40. PfandbiU sind weiter gesucht bei unveränderter nomineller 51 tierung. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Personenwagen mit oder ohne Bereifung zu kaufen gesucht. Angebote sofort an [3125D Firma H. W. Rinn 8. m. b. H. Gießen, Hitlerwall 12, Fernruf 4036. Verlobungs-Anzeigen liefert Brdhl'sche Druckerei Hochelheim und Dornholzhausen — Niedergtrnßu gegenüber. Luftwaffe Gießen — Alännerlurnvereln (Sief^i Die Luftwaffe konnte bis jetzt alle Spiele g*1 winnen. Der Mtv. hatte im letzten Treffen ü schon wesentlich bessere Aufstellung gefunden. Qjj|l noch jugendlichen Spieler des Mtv. werden einsetzen, um günstig abzuschneiden. Grüningen — Holzheim. Li Beide Mannschaften haben schon gegeneinanb^$ gestanden und abwechselnd die Sieger gestellt. f)oÜW,e' heim wird sich sehr anstrengen müssen, um in ningen zu siegen. Am Sonntag fand in Fellingshausen das Jugend. Wanderpreisschießen bet guter Beteiligung M Geschossen wurden 10 Schuß liegend freihiM ohne Probeschuß. Mannschaften zu 4 Mann. Äp ger wurde auch in diesem Jahr die 1. Jugendmannil schäft von Launsbach mit den Schützen Erwi,! Eckhard, Willi Bittendorf, Hans Hartmann, Ml Balser mit 376 Ringen. Es folgten Launsbech,! 2. Mannschaft mit 362 Ringen; Salzbödkn? 1. Mannschaft, 346 R.; F e 11 i n g s h a u s 1. Mannschaft, 326 R.; Salzböden 2. schäft 291 Ringe. Beste Einzelschützen waren Eroii- Eckhard, Launsbach, 100 Ringe; Otto Hettche, öty. höben, 97 R.; Willi Bittendorf, Launsbach, 96 R.,' Richard Bender, Bieder und Hans Hartmans Launsbach, 94 Ringe. Zum Schluß wurde iV eine Ehrenscheibe, vom Vereinsführer Georg Mtzj ner gestiftet, ausgeschossen, die Erwin Rolshachijl Launsbach, errang. ■] Bei den Unterkreisschießeiz, die in Krumacusr ausgetragen wurden, stellte in der Schützenklasse di!' 1. Mannschaft von Bieder mit 526 Ringen top Unterkreismeister. Es folgten Krumbach, 495 A - Fellingshausen, 475 Ringe. Beste Emzelschchz Wilhelm Kramer, Fellingshausen, 144 R.; Albest Leib, Bieber, 143 R.; Georg Wagner, Fellir^c Hausen, 139; Otto Debus, Launsbach, 138 R.; M Christ, Bieber, 136 Ringe. Jugendmeister wM Launsbach mit 457 Ringen vor Salzböden, 456 3t ff Der in Stadt und Land bekannte ooohooooT hdZizv/Zj im i b: