gibt im Kampf gegen das britische Mutterland. ■■ Der britische Schlachtkreuzer „hooD" — (Scherl Bildarchiv) Das deutsche Schlachtschiss „Bismark - (Scherl BitüerdiensE) Vertin, 24. Mai. (DVV.) Das OKW. bekannt: I'' ' ■ feX - hu u111 Berlin, 25.Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Fallschirmjäger- und Luftlandetruppen stehen — wie durch Soudermeldung bekanntgegeben — feit den frühen Morgenstunden des 20. Mai auf der Insel Kreta im Kampf gegen Teile des britischen Heeres. In kühnem Angriff aus der Luft eroberten he — unterstützt durch Jagd-, Zerstörer-, Kampf- und ^iturzkampffliegerverbände — taktisch wichtige Punkte der Insel. Nach weiterer Verstärkung durch Verbände des Heeres sind die deutschen Truppen auf der Erde zum Angriff übergegangen. Der Westteil der Insel ist bereits fest in deutscher Hand. Die Kampfhandlungen verlaufen im Zusammenwirken von Fallschirm-, Luftlandetruppen und Verbänden des Heeres weiter planmäßig. Die deutsche Luftwaffe zerschlug den Versuch der britischen Flotte, in die Entscheidung um Kreta ein- zugreifen, vertrieb sie aus dem Seegebiet nördlich Kretas, versenkte und beschädigte eine große Anzahl feindlicher Kriegsschiffe und errang die Luftherrschaft über dem gesamten Kampfraum. Italienische See- und Lufistreitkräfte beteiligten sich in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Streitkrästen seit dem 20. Mai an dem Kampf um Kreta und find an den bisherigen Erfolgen in hohem Maße beteiligt. . Gestern griff die deutsche Luftwaffe wieder m 11 starkem Erfolg in den Kampf um die Insel Kreta ein. Weitere Fallschirmtruppen wurden unter Jagdschutz zur Verstärkung ^gesetzt. Kampfflugzeuge bombardierten mit guter Wirkung feindliche Vatterieslellungen und Maschinengewehr- uester, Baracken, Feldlager und Truppenansammlungen: sie zerstörten mehrere britische Flakstellungen und Funkanlagen, vernichteten zwei Flugzeuge am Boden und versenkten südlich Kreta cm Handelsschiff von 1000 BRT. Wie ebenfalls durch Soudermeldung bekanntge- geben wurde, stieß ein deutscher Flottenverband unter Führung des Flottenchefs Admiral Lut- jen5 im Seegebiet um Island auf schwere britische Seestreitkräfte. Vach einem kurzen schweren Gefecht versenkte das Schlachtschiff „ö\s- marck" den britischen Schlachtkreuzer „h o o d", das größte Schlachtschiff der britischen Flotte. Lin weiteres Schlachtschiff der neuesten englifdjeu „fiing-®eorg“-ftl«ffe wurde beschädigt und Deutsche Kampffliegerverbände versenkten gestern im östlichen Mittelmeer drei britische Zerstörer, beschädigten drei weitere Zerstörer schwer und vernichteten fünf britische Schnellboote in der Sudabucht. In der letzten Vacht richteten sich erfolgreiche Luftangriffe gegen Flugplätze in Mittel- und O st e n g l a n d. Ein Handelsschiff wurde durch Bombentreffer schwer beschädigt. In Vordafrika zerstörten Spätrupps des deutschen Afrikakorps bei einem Vorstoß ostwärts Sollum zwei britische Panzer und mehrere Geschütze. Der Feind warf in der letzten Vacht mit schwachen Kräften Bomben auf verschiedene Orte Westdeutschlands. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste an Toten und Verletzten. Vor allem in Köln und Düsseldorf entstanden Gebäudefchäden. Während der Führung des Kampfes gegen England fand der Kommandierende General und Befehlshaber eines Fliegerkorps, Generaloberst Grauert, den Heldentod. Generaloberst Grauert, ßertyugtö^i, cuch von M luchten M» ,01a die StiMi mit erhoben zum Abdrehen gezwungen. Die deutschen Seestreitkräfte fetzten ohne Verluste ihre Operationen fort. Im Kampf gegen das britische Mutterland bombardierten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage und in der letzten Vacht Werke DerFlugrüsidngs- industrie und Hafenanlagen an der englischen Süd- und Südostküste. Sie versenkten zwei Handelsschiffe mit zusammen 3600 BRT. und beschädigten zwei große Frachter schwer. In Vordafrika vernichteten Spähtrupps des deutschen Afrikakorps bei Tobruk unter anderem zwei britische Panzer. Der Feind flog weder bei Tage noch in der Rächt nach Deutschland ein. Angriffsversuche auf hollän- disches und norwegisches Küstengebiet hatten den Abschuß von zwei englischen Kampfflugzeugen durch deutsche Jagdflugzeuge zur Folge. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. heben. Allgemein wird die schwere und „schock« artige" Wirkung der gänzlich unerwarteten Hiobsbotschaft zugegeben. Der Washingtoner Korrespondent der „New Dort Times" schreibt, der Ernst des Schlages gegen die britische Ueberlegenheit zur See könne hier an dem bestürzten Schweigen gewesen werden, mit welchem die Nachricht von dem Verlust der „hood" in den Washingtoner amtlichen Kreisen ausgenommen worden sei. Die tödliche Treffsicherheit des „Bismarck" und das anscheinende Unvermögen der „hood", wenigstens einen lähmenden Treffer gegen seinen Gegner zu erzielen, werde mit schmerzlicher Ueberraschung be- prochen. Generaloberst Grauert f. Generaloberst Ulrich Grauert wurde am 6. 3. 1889 zu Berlin als Sohn eines Majors geboren. Nach Besuch der Gymnasien in Danzig, Königsberg und Berlin kam er in das Kadettenhaus zu Potsdam und von Ostern 1905 bis 1909 in die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde, wo er das Reifezeugnis erlangte. Er trat im selben Jahre als Fähnrich beim Fußartillerieregiment 2 ein und, wurde 1910 zum Leutnant befördert. Im August 1914 rückte er mit seinem Regiment ins Feld und Oie erste Meldung. Berlin, 24. Mai. (DVB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Fallschirmjäger- und Luftlandetruppen stehen seit den frühen Morgenstunden des 20. Mai auf der Insel Kreta im Kampf gegen Teile des britischen Heeres. 3m kühnen Angriff aus der Luft eroberten sie, unterstützt durch Jagd-, Zerstörer-, Kampf- und Sturzkampffliegerverbände taktisch wichtige Punkte der Insel. Vach weiterer Verstärkung durch Verbände des Heeres find die deutschen Trup. peu zum Angriff übergegangen. Der Westteil der Insel ist bereits fest in deutscher Hand. Die deutsche Lustwaffe zerschlug den Versuch der britischen Flotte, in die Entscheidung um Kreta einzugreifen, vertrieb sie aus dem Seegebiet nördlich Kreta, versenkte und beschädigte eine große Anzahl feindlicher Kriegsschiffe und errang die Luftherrfchaft über den gesamten Kampfraum. Die Gefamtoperationen verlaufen weiter planmäßig. Die Erklärung Churchills, daß auf Kreta deutsche Truppen in neuseeländischen Uniformen abgeseht worden feien, ist unwahr. Sollte sie der Anlaß oder die nachträgliche Begründung dafür fein, daß deutsche Fallschirmjäger nicht nach den Regeln des Völkerrechts behandelt werden oder behandelt worden sind, so wird das Oberkommando der deutschen Wehrmacht die entsprechende Vergeltung an der zehnfachen Anzahl britischer Kriegsgefangener anordnen. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. Montag, 2b. Mai t§41 Lmwbme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desVormittagS Anzeigen-Preise i Anzeigenteil 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zellenbreite, Lerttell 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zellenbreite Racklatte: Wiederholung MalstasteU Abschluss e Mengenstastel B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr ert durch i:e i könne. $r:| ers müsse g?« ie Projektion, auch nicht tai lls Durchzog Seiteneingan;, etracht. „3liäl Der sich besondere Verdienste um den Wiederaufbau Der Deutschen Luftwaffe erworben hatte, war mit feinem Fliegerkorps maßgebend an den Erfolgen Der FelDzüge in Polen unD im Westen beteiligt. Als vorbildlicher Soldat und Befehlshaber führte er fein Korps zu den höchsten Leistungen für alle, "I. genau y mit anderei it feuchten Juchen dam endrein eine dann nafü« it sich heute, zpulvei Fabrik ebig. wie in eitf* an muß lüfltii. Schütz tau:n \ wurde es nti i f reppe und xsi' iten Brust:-" e Schleppe H , ein BriA'- -scheinliche ' Arm, der aJ einem ■ aus —" mb |ch°uk „fie tragt 111 die 64*: ht, Pola fr*»1 noch m B roten lüte >l mar da. Eine der kühnsten Taten der Weltgeschichte. Deutsche Truppen auf der Insel Kreta gelandet. — Planmäßiges Fortschreiten des Angriffs Das größte britsche Schlachtschiff vernichtet Großer Erfolg des deutschen Schlachtschiffes ,/Bismarck". Berlin, 24. Mai. (DVV.) Das Oberkommando Der Wehrmacht gibt bekannt: Lin im Atlantik operierender deutscher Flottenverband unter Führung des Flottenchefs Admiral Lütjens stieß im Seegebiet um Island auf schwere englische Seestreitkräfte. Das Schlachtschiff „Bismarck" hat hierbei einen englischen Schlachtkreuzer, wahrscheinlich hood" vernichtet. Em weiteres Schlachtschiff wurde zum Abdrehen gezwungen. Die deutschen Seestreitkräfte sehen ohne nennenswerte Beschädigung ihre Operationen fort. lieber das schwere Gefecht Zwilchen dem 35 000 Tonnen großen deutschen Schlachtschiff „Bismarck" und dem größten Kriegsschiff der Wett, dem 42 000 Tonnen großen englischen Schlachtschiff o o b", liegen noch weitere Einzelheiten vor. Das britische Schiff erhielt im Laufe des Gefechts einen miibloeüelten Volltreffer in d i e Muni- Ärnmer. Selbst die britstche Admiralität mußte angesichts dieses schweren Schlages für Die jffenen roöser ; Pachoven F; nen, wennf • Angriff auf Kreta. Deutsche Fallschirmjäger- und Lustlandetruppen ind in den frühen Morgenstunden Des 20. Mai auf der Insel Kreta gelandet, eroberten in kühnem Angriff aus der Luft taktisch wichtige Punkte der Insel und befinden sich seitdem im Kampfe gegen Teile des britischen Heeres, mit dem Erfolg, daß der Westteil der Insel bereits fest in deutscher Hand ist. Dieses große Ereignis vollzog sich, ohne daß das Oberkommando der Wehrmacht sich dazu äußerte. Erst am 24. Mai brach es fein Stillschweigen und gab der Welt die Tatsachen bekannt. Diese Schweigepolitik war dadurch veranlaßt, daß das Oberkommando der Wehrmacht einerseits nur einwandfrei eststehende Tatsachen melden und daß es anderseits, )em Gebot der militärischen Notwendigkeit folgend, dem Feinde keinen Einblick in seine Absichten geben wollte. Die Lage war ähnlich wie seinerzeit bei Der Eroberung von Abbeville, die ja auch erst drei Tage, nachdem Abbeville in deutschen hänNn war, der Welt vom Oberkommando der Wehrmacht bekannt- gegeben wurde. Auch Herr Churchill und die englischen Lügenpriester blieben im Falle Kreta wieder bei chren alten Methoden. Sie nahmen den Mund gleich von Anfang an reichlich voll und nützten das Schweigen des Oberkommandos der Wehrmacht weidlich aus, mit „Siegesnachrichten", hostend, daß s- Wen X?1 •ts ? Martin 'wttdenZ 1 ^Mtertüej 'tag. 15. Harbin S?bi* not» 9fi Stehlt id)L illtort« bi,], ®!e ®e6enn -i- %n weite« offen, Generaloberst Grauert. (Scherl-Bilderdienst jOKW.j.-M.) wurde im Februar 1915 zum Oberleutnant befördert. Als Beobachter tat er feit dem 10. 3. 1915 Dienst bei verschiedenen Fliegerabteilungen und wurde 1917 zum Hauptmann befördert. Im gleichen Jahre erhielt er das Ritterkreuz zum hohenzollern- schen Hausorden. Im Januar 1918 erfolgte feine Ernennung zum Führer Der Fliegerabteilung 17. Nach Beendigung des Krieges wurde er in die Reichswehr übernommen. Nach verschiedenen Verwendungen bei Der Truppe und in Stäben wurde er im Februar 1929 zum Major befördert und im März 1929 in das Reichswehrministerium versetzt. Im Oktober 1932 zum Oberstleutnant und im Juli 1934 zum Oberst befördert, trat er im März 1935 in Die neugegründete Luftwaffe ein. Nach verschiedenen Kommandierungen zu Fliegerschulen wurde er im Oktober 1936 zum Generalmajor befördert und im Juli 1937 zum höheren Fliegerausbildungskommandeur 2, anschließend zum Kommandeur einer Fliegerdivision ernannt. Im April 1938 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant, im Oktober 1939 zum General der Flieger und gleichzeitig Die Ernennung zum Kommandierenden General und Befehlshaber eines Fliegerkorps. Am 29. Mai wurde ihm auf Vorschlag des Reichsmarschalls Göring vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht für hervorragende Verdienste in der Führung des ihm unterstellten Fliegerkorps auf dem westlichen Kriegsschauplatz das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 19. Juli 1940 wurde er zum Ge- neraloberft befördert. Mit dem Namen dieses Generals sind größte Erfolge der Luftwaffe in diesem Schicksalskampf des deutschen Volkes verbunden. Das von ihm geführte Fliegerkorps öffnete im Weftfeldzug des vergangenen Jahres der 4. Armee die Tore zum Sie^e unversetzte der britischen Insel vernichtende Lxhläge. Generaloberst Grauert, der sich unvergängliche Verdienste um den Wiederaufbau der deutschen Luftwaffe erwarb, mar als Soldat und Befehlshaber ein Vorbild seiner Truppe. Seine persönlickc Haltung hat das Korps zu den höchsten Kampsteistun- gen' hingerissen. MW englische Kriegsmarine zugeben, daß das Schiff in die Luft geflogen ist. Der vernichtete britstche Schlachtkreuzer „hood war mit 42 100 Tonnen das größte Kriegsschiff der Welt. Auch seine Geschwindigkeit war mit 31 Seemeilen sehr beträchtlich. Die Bestückung Der ,Hood" setzte sich aus 8 Geschützen von 38 cm, 12 14-crn- Geschützen, 8 10-crn-Geschützen sowie Der entsprechenden Luftabwehr und 6 Torpedorohren zusammen. Die Besatzung betrug 1341 Mann. Der Schlachtkreuzer „hood" ist bereits im Oktober 1939 von Der deutschen Luftwaffe angegriffen und beschädigt worden. Oer Eindruck in Amerika. Washington, 26. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Versenkung Der „h o o d" bildet für Die Blätter Die größte Sensation, die sämtlich längere Artikel von OZ^.-Sachverständigen veröffentlichen, Die Meldungen aus Berlin und Lon- Don bringen unD dabei Die Bedeutung des großen deutschen Sieges und schweren englischen Verlustes in materieller unD psychologischer Hinsicht hervor- 18 GietzenerAnzeiger wJSSu. General-Anzeiger für Gberheffen -tssät" nach bem alten ©prfdjroorf doch etwas hängen bfeb den würde. Wenn man auch auf Kreta feinen Sieg zu melden hatte, so hasste man In London dach, die Fülle der Slcgeanachrichten mürben sich In der Welt so ft art feststen, dich die Berichte des Dberfominan- das der Wehrmacht dann fchließlich erheblich abgc- schwächt, wenn nicht gar iw ersehen werden würden. Man sprach nicht nur wie der Oberbefehlshaber General Wavell in Kairo, davon, daß „alle" deutschen Soldaten entweder getütet oder gefangen- genommen worden seien, sondern der englische Nach- richtendienst erklärte au herb em, bah die beutschen Truppen ,/Feine einzige Stellung hätten halten rönnen". Meuter meldete gar, das; die Schlacht wieder einmal „zu Englands Gunsten" verlause. Der Kampf um die Insel Kreta, der den Angriff fortführen unb zum guten Ende bringen muh, wird fein leichter sein. Man wird ihn später sicher einmal zu den schwierigsten Operationen rechnen. Schwierigkeiten über Schwierigkeiten sind dabei zu überwinden. Diese größte griechische Insel, die 260 km lang und GO km breit Ist, Ist ah Bertel- digungsgelänbe geradezu Ideal. Die Berteidigungo- Positionen, die die Natur an sich schon bietet, sind natürlich von den Engländern, die bereits seit bem Herbst des vergangenen Jahres starke Verbände auf Kreta haben, durch alle Mittel der Fortlsika ttonskunst auogebaut und verstärkt morden, so baft man ruhig sagen kann, Kreta sei sowohl eine einzige Festung als auch ein Netz von Festungen. Daneben bildet die Insel Kreta einen guten Angriffspunkt für Luststreitkräfte, ganz gleiä)gültlg, ub sie von Flugzeugträgern aufsteigen ober von Eypern unb Aegypten her angreisen. Auch ble englische Flotte, ble bekanntlich Im östlichen Mittel- nie er sehr viele Einheiten zählt, hat Möglichkeiten in Hülle und Fülle, in den Kamps um Kreta ein» zugreifen. Schließlich darf man auch die Entschlossenheit der Verteidiger zu ben erheblichen Kräften. die England bereits im Herbst des vergangenen Iayres auf der Inlel Kreta stationiert yat, sind inzwischen noch verschiedene griechische Divisionen und starke 'Jlefte der englische» Grled)enland-Trup- pen, ble aus Gried-enland flüchten konnten, gekommen nicht unterschätzt werben. Hier stehen diesen Verteidigern keine Möglichkeiten zur Verfügung, Kreta einfach zu verlassen, wenn die deut- scheu Truppen In bedrohliche Nähe kommen: sie müssen hier ihren Mann stellen und kämpfen, unb sie werben das auch tun. Die deutsche Wehrmacht hat aber in den vergangenen Monaten ble schwierigsten Situationen gemeistert. Sie wird auch diesmal siegreich aus dem harten Kampfe hervorgehen. Ist es ihr schon gelungen, über weite Meeresstrahen hinweg ble erste Bresche In ble Verteidigung der Insel Kreta zu schlagen, so dürfen mir zuversichtlich hoffen, bah sie auch hier in siegreichem Fortschreiten den Feind zertrümmert unb auf reibt. Das ganze deutsche Volk ist in (Hebanfen bei feinen Soldaten, die wieder einmal ben Engländer in einem Schlupfwinkel aufgestöbert haben, wo er sich vor deutscher Bedrohung sicher fühlte. Mit un* ermeßüchem Stolz und ndi verwschenvei Dankbm feit nehmen wir an diesem Unternehmen teil, bao eine der kühnsten Taten der Kriegsgeschichte barstellt. Wir wissen, bah and) der Kamps um Kreta ein Teil — unb nicht ber geringste — jener großen Schlacht gegen Englanb ist, ble seht geschlagen wirb unb ble ben Weg In ble deutsche Äufünft srelmacht. E. Ehurchill verleumdet Fallschirmjäger. Im Unterhaus verst'leg sid) Ehurchill zu einer Greuellilge, ble eo in sich bat. Man kennt die Art ber Briten, immer, wenn sie ober ihre Hllfonölker Prügel bezogen, die Ursache dieser Prügel in ber angeblichen Hinterlist der bösen Hunnen zu suchen, ble sich als Mönche, Nonnen nsw. verkleidet hätten, »in ble naiven britischen oder sonstigen Soldaten zu schlagen. Aber was Ehurchill im englischen 11 u tvrlMlv verzapfte, ist doch ber Mosel. Er behauptete, wir hätten nach einer intensiven Bombardierung auf Kreta 1600 Mann gelandet, ble n e u f e e l ä n • bische Uniform getragen hätten. Churchill will damit ble englische Niederlage vertuschen unb die Maßnahmen bereits im voraus reä)tfertigen, die nvlber alles Kriegs recht ble geschlagenen Briten wohl gefangenen deutschen Soldaten angedeihen lassen möchten. Nun ist eo klar, daß nach einem, wie Churdiill mgibt, intensiven Bombardement die beut|d)en Truppen nicht unerwartet gekommen sind. Dao Ueberraschungvmament fd)elbef also aus. Wenn die "Briten vis'lletcht trotzdem von dem plötzlichen Auftreten unserer Truppen konsterniert waren, so hoben Hd> das die britischen Soldaten selbst zuzuichrel'en. Sie haben eben nicht genügend ausgepagl. Aber die Behauptung, diese Truppen hätten die Uniform ber Neuseeländer getragen, Ist so abgrundtief gemein, daß nur ein Churchill sie Vorbringen kann. 'Ukim er damit vielleicht anbeulen will, eo handele sich um die Uniform ber deutschen Fallschirmjäger, bann mutz man doch sagen, baß (Thurdyill sid) nucht derart vor dem englischen Unterhaus produzieren bars, denn die Uniform ber deutschen Fallschirm Higer ist sattsam bekannt. Bei ben Paraden ber Vorkriegszeit haben ausländische, auch britische Milltär- atiad>ö» sehr genau auf diese ffliletruppc der deutschen Luftwaffe und aus ihre Uniform gead)tet, sie haben selbslverstandlid) ihren Negierungen darüber Bericht erstattet, und da deMsche Fallschirmjäger ben Briten bereits bekannt sind, z. B. aus 'MoHerborn aber Korinth, ist die Ehurchlllsche Behauptung geradezu unverstänblich, wenn er damit nicht die Absicht hatte, eine neue Greuel lüge in die Welt zu setzen. Aber das war der Zweck. 0 burd)in m ollte ein neues Greuel Märchen erfinden Demgegenüber erklären mir mit aller Deutlichkeit, baß ble F all] ch i r m t r u p p e n ein Teil » n • lerer Luftwaffe find unb demgemäß krlego- rechtlich genau io zu behandeln find wie jeder andere Soldat. Wenn Ehurchill andeutel, es werde doch gejdjehen, bann erklären wir ihm mit aller Deutlichkeit unb mit dem nachdrücklichen Ernst: Für jeden deutschen Soldaten, dem widerrechtlich von ben Briten ein Haar m'kriimnit wird, stellen wir zehn gefangene Engländer an die Wand Wir halvn genug von ihnen, um unserer Warnung ben notwendigen Nachdruck wrheiben zu können. E. S OchiffSfriebhiffe für (Stifllonö. '-Berlin, 25. Mai. (DNB.) Deutsche Aufklä- rungsslugzeuge beobachteten am 24. Mal in einer Bucht von Kreta einen großen britischen Tanker, ber in Hellen Flammen stand. Mächtige Rauchentwicklung zeigte an, daß das Schiff wohl kaum noch zu retten ist. Außerdem wurden I gesunkene Iran » p o r t, d) 1 f f e sestgestellt, deren Masten neben anderen bereit» versenkten Dampfern aus dem Wasser ragten. Der Sprung nach Kreta. Bon Krieqsberlchter Mittler. DNB. ..., (PK.) Einer Sandwüste glcidjt unser Feldflugplatz auf dem Peloponnes, so spärlich ist er bewachsen; die wenigen Halme vermögen den seinen Sand nicht zu binden, können ihn nicht festhalten, wenn ber heiße, trockene Winb darüber ylnweabläst unb ble von ber Hitze slimmernbe Lust mit diesem feinsten Staub ourchseht ist. So ist es aud) am heutigen Tag. Während Ich In einem abseits gelegenen Olivenhain sitze unb Im Schatten diesen Bericht schreibe, habe ich unseren Feldflugplatz vor mir liegen, über bem diese Sanbl-ust als stickige, brütenbe Schicht liegt. Als wir vor brei Stunben, just als die Sonne senkrecht über uns staub unb ihre Strahlen unbarmherzig herunter- sengen ließ, zum Start mit unseren Zerstorerflug^ zeugen rollten, war bleser Platz nächt roleber zu erkennen. Was der Winb noch nicht vermochte, lei- steteten die Propeller unserer Motoren. In eine einzige Staubwolke war da ber gesamte Platz gehüllt. Zelte uqb alles anbere verichwanben unter Ihrer braunen Mhsse. Selbst in der geschlossenen Kabine spürte td) diesen feinen Sand, wie er sich zwilchen die Lippen schob, zwischen den Zahnen aufknicschte. Die wenigen vom Bodenpersonal aber, ble nicht schnell genug in einem Zelt Deckung suchen konnten, waren erbarmungslos bMer Staubwolke vreiogegeben. Der Mann, ber am Start stand unb ble Maschinen einwinken sollte, hatte die eine Flagge um seinen Kopf geschlungen, wahrend er mit ber anberen seinen Winterdienst auoüotc. Aus diesem Staub unb Dreck starteten mir in tiefem Augenblick zum Sprung nach Kreta. Wir freuten uns, als mir nach wenigen Minuten bereits eine größere Höhe erreicht hatten, wo es kühler mürbe, wo bas He mb nicht mehr am Körper klebte. Nun ist bic See unter uns, die See, nie fo 11e|i>iHii ist, «in Abbild des Himmels, der uns hier unten jeden Tag in der gleichen Farbe sein monotones Gesicht zeigt, an dem kaum ein paar Wolken durchkommen, die versprechen fönnten, daß einmal Regen auf dieses Land niederfällt. Während der Blick in diesen langen Minuten auf diese glatte, sich kaum bewegende Wasserfläche gerichtet ist, wandern meine Gedanken nordwärts, sind bei den Kameraden, die vielleicht zur gleichen Stunde ebenfalls in einem Flugzeug sitzen, aber entgegengesetzten Kurs fliegen, den Kameraden, ble gegen ble Insel gestartet sind, ben Sprung über ben Kanal machen ober vielleicht in ber fommenben Nacht in ihren Maschinen sitzen, um über irgend einem englischen Rüstungszentrum die töbliche Bombenlast avzuwersen! Jetzt sind wir auf Südkurs, gegen die größte griechische Insel, die von den Engländern als Bollwerk des Ollmittelmeerraumes mißbraucht wird. Die deutsche Luftwaffe im Norden und im Süden Europas, Kampf- und Iagdfliegergeschwader Im Angriff gegen den gleichen Feind an entfernten Fronten — das find meine Gedanken, als ich in ben heißen Mittagsstunben in ber Me 110 sitze und nach der felsigen Küste Kretas Ausschau halte. In wenigen Minuten muß diese Insel aus dem leichten Bobendunisl auftaud)en, muß ber Flugplatz sichtbar werden, den wir heute angreifen sollen, dessen Flakstellungen lohnende Ziele für unsere Bomben ab- geben. Nun zieht sich diesem graue Band der Küste ins Blickfeld, wird das selsenzerklüftete Steilufer sichtbar, sehen wir bas Ziel. Jetzt werden wir aus größerer Höhe hinunterstürzen, werden mit hem Flugzeug bas Äiel anvisieren, in das unsere dicken Brocken fallen sollen. Wir stürzen, haarscharf haben die Augen dieses Ziel umkrallt, das nun größer und größer wirb, Formen annimmt, aus bem uns nun die ersten Flakgranaten entgegenschwirren. Ein kurzer Ruck erfdyuttert ben Ruinös, bie Bomben sind ge- löst — fallen. Vor mir sehe ich die Einschläge von ben anderen Masclsinen, wie über gähnenden Trichtern schwarze Rauchwolken stehen. Dort, wo unsere Aufklärer die Flakstellungen ausgemacht haben, wo wir sie beim Abfangen der Ma- fdyinc nun deutlich erkennen, sind die schweren Bomben eingeschlagen. Im Abflug sehe ich, wie uns noch Schüsse nachgeschickt werben, wie zwei graue Wattebäusche weit hinter der Maschine stehen. Dann ist unten Schluß, wenn ble letzten Bomben ben Rest ber Geschützbedienungen unschädlich gemacht haben. Noch lange schaue id) auf dem Rückflug nach diesem Kreta, bis auch ber letzte Felsen entschwunden Ist. Während wir fd)arf über die leichten Wellenkämme dahinpresd)en, fliegen über uns Stukas auf Gegenkurs, unsere braven Iu 88-Maschinen, deren Bomben in wenigen Minuten ebenfalls auf wichtige Ziele dieser Imel fallen werden. Ein Bild der ungeheuren Schlagkraft unserer Luftwaffe, wie sid) hier über bem Mittelmeer weit von ber Heimat entfernt zwei deutsche Flieger- verbände begegnen. Für uns ist an diesem Tag ber Sprung getan. Wir helfen den Fallschirmjägern. Zerstörer greifen in den (SrNompf auf her Insel Kreta ein. Von Kriegsberichter Wolfgang Küchler. DNB.....24. Mol. (PK.) Die Schlacht um Kreta Ist mit einer Härte unb Heftigkeit ohneglel- chen entbrannt Der kühne Vorstoß deutscher Fallschirmjäger unb Lustlandtruvpen gegen ble Insel ist auf ben zähen und erbitterten Widerstand ber Briten gestoßen, bic bamit bic strategische Bedeu- tuna, ble Kreta für sie hat, bciillld) unterstreichen. Zwischen ben beutschen und britischen Truppen sind (d)iüerc Gefechte im Gangc. Ilm jeden Meter Boden, um jede kleine Anhöhe wird heftig gekämpft Unsere Soldaten stehen einem zahlen- und material- mäßig überlegenen Gegner gegenüber, bem noch dazu bas unzugängliche, für die Verteidigung außer- orbcntlld) günstige Gelände als Verbündeter Aiir Seite ftcht. Um so höher ist der Heldenkarnpf der Fallschirmjäger und Luftlandetruppen einzuschätzen, die hier unter schwierigsten Bedingungen gegen eine starke Uebemiachi ihre Stellungen nicht nur halten, sondern täglich verbessern und v o r v e r - lege n. Für uns gibt cs in dielen Tagen keine schönere Aufgabe, als ble Kameraden, die drüben so hart kämpfen müssen, zu unterstützen, wo es nur irgend geht. Mit bem Einsatz aller verfügbaren Flugzeuge werden die Tommleo immer unb Immer wieder angegriffen, werden ihre Stellungen plamnäßia durch Bomven unb MGs zerpflückt. Am blauen Himmel Kretas kreisen den ganzen Tag über die deutschen Flugzeuge. Der Tommi) hat in ben letzten Tagen versucht, diese unbeftrUtcnc deutsche Luftherrschaft über Kreta durch einen intensiven Einsatz seiner im Mittelmeer operierenden Flotte wettzumachen, aber and) hier hat bie beutschc Luftwaffe hart und unerbittlich ziigesd;lagen. Der 22. Mai ist ein beson- bero schwerer Tag für ble Flotte Seiner Majestät gewesen. Vier Kreuzer unb vier Zerst Ö r e r manberten auf ben Meeres- gründ, ein Schlachllchiff und vier weitere Kreuzer wurden schwer beschädigt. Auch unsere Zerstörergrupvc hat Einsätze auf Sd)iffvziele geflogen. Dabei hat ein Unteroffizier Volltreffer anuf einem englischen Kreuzer erzielt Dav Hauptgewicht unkt en G Image aber lag In der Unterstützung der Fallschirmjäger unb Viiftlanbctrup- pen bet ihren Kämpfen auf ber Insel Kreta. In länblflen Feindflügen schipperten die Maschinen immer wieder nach Kreta hinüber. Besonders Artilleriestellungen, ble unseren Männern drüben schwer zu sd)affen madjtcn, wurden bei ben Angriffen aufs Korn genommen. Zwei Maschinen bei Staffel landeten beim ersten Tageseinsatz auf dem von ben Fallschirmjägern genommenen Flug- vlatz, um zu erkunden, wo die Hilfe besonders dringend gebraudrt würde, denn von oben waren die feindlichen Stellungen nur schwer zu erkennen. Natürlich vermieden es die Tommleo zu schießen, solange sich deutsche Flugzeuge in der Nähe befanden, um den Standort ihrer Geschütze nicht zu nerraten. Erst als die Zerstörer sid) anschickten, aus dem Flugplatz zu landen, jagten sic wieder ihre Gefckmsse herüber, unb ben Weg zum Gesechtsstand muhten ble Flugzeugführer halb laufend, halb Hegend zurückiegen, so dicht fünfte die feindliche Artillerie dazwisd)en In per'lönlldKr Fühlungnahme zwischen den Offizieren ber Gebirgsjäger und Lustlanbetnipven unb ben Fllegeroftizieren wurden die Ziele der kommen- bim Aiigidkfe festgeiegt und auf Skizzen genau der Standort ber fcinblidKii Stellungen vermerkt. So war es möglid), die britische Artillerie bei einem erneuten Angriff am Nachmittag vernichtend z u treffen. Als am Abend des gleichen Tages unsere Flugzeuge wieder über Kreta erschienen, waren die feindlichen Stellungen bereits ge» nominen, und die Gebirgsiäger winkten begeiftert herauf. Inzwischen hatten sich die anderen Flugzeuge der Stasfi-l englische Tanks vorgeknöpft, bie auf ber Straße westlich Eania vorgingem In kühnen Tiefangrlffci! eröffneten sie ein vernichtendes Feuer mit Bordkanonen und MGs auf di es ei ndll chen Pan- Eicr. Tiefe mußten ihren Weitermarsch schon bald loippen, so wirkimigsooll waren sie getroffen tuor- cn. Nicht lange daraus züngelten die ersten Flammen aus den Kampf wagen, unb beim Zurückkurven sahen die deutsd)en Flieger die Tanks bereits lichterloh brenne n. Auch eine britische B e o b a ch t u n a s ste l le würbe angegriffen. Es ist bezeichnend für die Methoden der engllsdnn Kriegführung, daß man diese Bcobachtungsftelle in elm? Kirche gelegt hatte. Die deutschen Flieger aber kamen trotzdem hinter diese niederträchtige Gemeinheit unb räucherten den Beobachtungsposten voll- kommen aus. Am Abend dieses Tages starteten wir zur Insel hinüber, lieber der See und dem kahlen Gebirge Südgricd)enlands liegen bereits die bläulichen Sd)leier der Dämmerung, als wir nach Kreta hin- iiberkommen. Die Sicht ist schon ziemlich schleckst. Das aufblitzendc Mlindung»ftuer^ das gegen die deutschen Linien gerichtet ift, verrät uns deutlich, mohln wir zu hallen haben. Sck)on klappt die erste unserer brei Mes 110 im steilen Gleitflug nach unten ab. Rasend tacken die Kanonen. Wir sehen, wie sick> bie Leuchtspurmunition in die Gebüsche hineinnstihlt, in denen sich die feindlichen Geschütze versteckt halten. Das hat gesessen. Dann sind wir an der Reihe, nachdem auch Die zweite Maschine die Artillerie mit ihrem tödlichen Feuer bei) ar ft hat. Langsam drückt der FluMeugführer den Steuerknüppel nach vorn. Immer schneller geht die Ma- schine nad) unten. Ganz fest wird man gegen den Sitz gepreßt, so daß man sid) kaum rühren kann. Und als mir dann schon ganz tief über bim Geschützen sind, drückt der Flugzeugführer auf die Knöpfe, und in Sekundenabständen speit die Schnauze unserer Maschine feurige Witze aus, die sid) verderbenbringend in die feind- 1 i d> c n Geschütz ist «llungen bohren. Von hier aus wirb man unsere Truppen wohl kaum uod) beschießen können. 2l(ß Unteroffizier M., ber Flugzeugführer, die Maschine rolebcr aufgezogen hat, sehe ich aus dem Rücksitz heraus, baß dort, wo unsere Kanonen- > a l v e n hineinprasselten, Gele blaue Raudstringel hodsttelgen. Mir haben gut getroffen. Nach einigen Kurven hat unser Kettensiihrcr nod) eine weitere Artilleriestellung entdeckt, die auf einer beherrschenden Anhöhe eingerichtet ist. Auch diese Stellung wirb von unseren brei Ma Minen In mehrfachen Angriffen inibnaudibar gewacht. Diesmal gehen mir auch mit Bomben vor. Das ist diese wichtige Stellung, die ben Vormarsch unserer Truppen aufhält, inert. Auch hier tzcigen wenig später viele graue Naud>pilze aus dem Berg, aud) hier wird sich ber Feind nicht mehr rühren können. Dann halten mir weiter Ausschau nach lohnenden Zielen. Da ber Sprit nod) reicht, machen mir einen kleinen Abstecher In Richtung der Stabt E a n i a, die noch in der Hand des Gegners ist. Im Tief- sing huschen mir über Häuser, Bäume unb Wälder dahin, um genau beobachten zu können. Bald haben mir auf ber von Canla westwärts führenben Straße auch ein fckstines Ziel entdeckt: Es find mehrere Lastkraftwagen, bie offenbar Nachschub in ble vorbere Linie bringen. Ansd)einenb haben mir einen guten Fang geniackst, denn aus zwei Wagen sckstcßeii, nad)b*mi wir sie ein paar- mal mit ben Bordkanonen bepflasterten, hellgelbe Stichflammen. Al» wir längst auf bem Rückflug über See find, sehen wir noch immer in gewissen Ab ständen kleine Flammen aufblitzen. Offenbar haben wir einen Munitionstransport er- wischt. Dem Tommi) sebenfalls wirb seine Labung bei den fommenben Kämpfen fehlen. Tie .Dunkelheit liegt bereits über unserem Feib- ftngplatz, all- mir micber landen. Ein elnsahieicher Tag ist vorüber, und bic Staffel kann mit dem almflidjeii Gefühl in bic Unterkunft fahre», daß fic mit ihren Tief- unb Bombenangriffen wesentlich zur Unterstützung der auf Kreta kämpfendeß deutschen Truppen beigetragen hot. Die italienische», Berichte Rom, 24. Mai. (DNB.) Der italienische Weh» machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: In Norbafrika würbe an der Tobruk-Front in bem von ber Division Brescia gehaltenen Ab, schnitt ein feinbliches, von Panzern unterstütztes Sturmtruppunternehmen im Keime erstickt. Einige Panzer würben zerstört ober beschädigt. Oestlich Sollum würben zwei englische Panzer und einige Geschütze zerstört. Ein feindlicher Luftangriff auf Bengasi verur, sachte einige Opfer unter ber muselmanischen Bevölkerung. Im o st l i ch e n Mittelmeer hat das unter Befehl von Fregattenkapitän Francesco Mim- belli stehende Torpeboboot außer dem im gestrigen Wehrmachtbericht erwähnten, in der Nacht zum 22. Mal torpedierten Kreuzer bei demselben Angriff einen zweiten Kreuzer der Dido-Klasse (5450 t) versenkt. Anschließend stieß ein unter bem Befehl von Oberleutnant z. S. Giuseppe (Eigala Fulgosi stehenbes italienisches Torpeboboot am Hellen Tagaus einen englischen aus brei Kreuzern bestehenden Verband. Das Torpedoboot griff aus nächster Nähs ben Gegner an und torpebierte einen Kreuzer ber Leanber-Klasse (7270 t). Der feindliche Kreuzce würbe in ber Mitte getroffen, brach burch bic Gewalt her Explosion auseinander unb versank. Nad) den bisher vorliegenben Melbungen hat also ber Feind vom 20. bis 23. Mai vier Kreuzes verloren, von benen zwei von Torpedobooten und zwei von der Luftwaffe versenkt wurden. Weiter wurden zwei Kreuzer von unseren Schnellbooten schwer beschädigt unb ein Kreuzer von einem Tor« peboboot torpediert. In Ostafrika verstärkt der Feind im Gebie- von Gala-Sidamo seinen Druck in Richtung auf Sobbu. Unsere tapferen Truppen leisten zähen Wiberstanb. In den Sübostgebieten von Amara leisten einige unserer isolierten, umzingelten unb von allen Selten von überlegenen Kräften ang?» griffenen Posten zähesten, heldenhaften Widerstand unb wiesen wiederholte Aufforderungen zur Ergebung zurück. EI» italienisches Unterseeboot unter bem Befehl von Ko-rvetteukapitän Giuseppe Vocatureo Hai im Atlantik einen 12000-Tonnen-Dampfcr versenkt. * R o m , 25. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr, machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlauts Unsere See unb Luftstreitkräfte kämpfen in enger Gemeinschaft mit ben beutschen Streitkräften seit ber Nacht auf ben 20. Mai im östlichen Mittel» ielmecr für bic Besetzung Kretas. Unsere Torpeboboote haben die in den Wehr machtbcrichten vom Frcltaa gemeldeten Gefecht, flegreld) bestanden unb ber felnblichen Flott, schwere Verluste zugefügt. Bomben-, Jagd unb Aufklärungsflugzeuge kamen ununtcrbrochei zum Einsatz. Bodenziele auf Kreta wurden wicberholt wirksam bombardiert. Bei zahlreichen Angriffen gegen bie zum Schuha ber Insel eingesetzten feinblichen Flottencinheitcn warben bem Feind bic in den Wchrmachtbcrichteu vom Mittwod) und Freitag gemeldeten Verluste zugefügt. Die englische Flotte mußte sich infolge ber ihr burch die Streitkräfte der Achse zugefügten Verluste nach ihren Stützpunkten zurückzichen. Aus Norbafrika ist nichts von Belang zu melben. Im 0 ft a f r i k a mürbe der Feind bei Kämpfen im nördlichen Teil bes Gebietes von Galla unb Sibamo zurückgewiesen, wobei er Verluste erlitten hat. In U o g g h i b i (Ammara) hat sich eine unter bem Befehl von Oberst Maraventano stehende isolierte Kolonne noch langem tapferen Wiberstanb unb nachdem ihr bie Lebensmittel und die Munition aius.gcgangeuen waren, mit Waffenehre ergeben. Eines unserer U-Boote unter bem Befehl von Korvettenkapitän Carl F c c a bi Casfato hat Im Atlantik brei Hanbcls-damvfer, barunter einen Tanker, mit zusammen 21 OOÖ BRT. versenkt und ein feinbllches Kriegsschiff, vermutlich einen Kreuzer, durch ein Torpebo getroffen. Im mittleren Mi11elmeer haben unsere Sck)nellboote einen Gegenangriff gegen ein feindliches Unterseeboot burchgeführt, bas versucht hatte, einen unserer Geleltzügc anzugreifen, und haben es versenkt. Im Verlauf der Aktionen im östlichen Mi t- t e I in e c r haben wir einen Zerstörer unb ein Torpedoboot verloren: bie Besatzungen konnten fast vollstänbig gerettet werden. Neue Träger des Ritterkreuzes Berlin 24. Mai. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers ber Kriegsmarine, Großadmiral Racdcr, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an Kapitänleutnant Georg Sche we, an Kapitänleutnant 5)erbert Ku ppi sch und Kapitänleutnant Herbert 28 o h l f a r t h. Kapitänleutnant Sd)ewe hat als Äominanbant eines Unterseebootes bis jetzt 14 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 96112 BRT. vor- enft. Zähigkeit und Ausdauer und Geschick sind Üe Eigenschaften, die ihm auf verschiedenen Feind- ährten diesen ausgezeichneten Erfolg einbrachten. Auch einzelne Sonberunternehmungen besonderer Art hat er mit Erfolg hurdjgeführt. Kapitänleutnant Herbert Ku pplsch hatte als Untcrseebootskommanbaut 1 Zerstörer und 17 bewaffnete Handelsschiffe mit zusammen 90 260 BRT versenkt. Außerdem hat er Minenaufgaben bicht unter der englischen Küste mit Ruhe und Umsicht erfolgreich durchgeführt. Es gelang ihm, selbst auf größte Entfernungen auf Geleitzüge taktisch hervor- ragenb zu operieren und ben bekannten großen Erfolg zu erzielen. Kapitänleutnant Herbert Wohlfarth hat als Unterseebootskommanbant insgesamt 22 bewaffnete fcinblid)e HanbelsschiffS mit 95 977 BRT., darunter ein Bewachungsfahrzeug, versenkt. 18 Handelsschiffe mit zusammen 75 477 BRT. versenkte er hiervon als Kommandant eines kleinen Bootes. Dieser Erfolg mit einem Boot dieses Ti)ps ist einmalig. Beson- bers gesdsicktem Operieren auf Geleitzüge unb steter Entschlossenheit beim Angriff ist dieser Erfolg zu verdanken. Hilfsschiff ber britischen Kriegsmarine versenkt. Stockholm, 26. Mai. (DNB. Fimkspruch.) Wie die britische Admiralität bekanntgibt, ist die Jacht ,.V i n a i i", frühere Eigentümer T. 0. M. Sap- mich, die auf den Amerika-Pokal Anspruch erhob, al» Hilfsschrfs der britrschen Kriegsmarine ver* f cr>ft worden. 24. Mai (PK.) Am Abend vorher, als q-loponnes mit einem Feuermantel überzog, starte- 7 . . X Alt I Ain t- 1 iPrt A n I I A«M A MA M < w.. 1 X 1 . 's ... ‘Am in »i*?® tnn die Besetzung erfolgen, und wer selbst einmal leistenii,er Kreta geflogen ist, wer diese von wilden und von fif »ten Gebirgen zerklüftete Insel gesehen hat, auf linaeüon { ®e97icr an wenigen markanten Punkten Lasten Un 'liwn Widerstand konzentrieren kann, der kann er- n kh S mit welcher Verweaenheit und welchem Jen m c >desmut die Männer rangehen müssen, die diesen ° °Ur w Köstlichen Eckpfeiler Europas angreifen sollen. emsche 9IUn hie Aufgabe zugefallen, den Anflug der un« >en WorUai? Transportmaschinen zu schützen, die San. fampfen i« der Fallschirmtruppen gegen feindliche Lust« ©treitfrdHti decken und - wenn nötig - in den Men fiDi f r WMf selbst eingugreifen. ilühen Miü,l. Murz und knapp sind die Worte des Komman- s. mben», nunterbn ederholt wir!. bauerntag Schlesi Reichsnährstandes, ■ zum Schuf, Meneinheitri mochtberichtk, eten Verlute Ein fliegendes Heer marschiert heran. Von Kriegsberichter Wolfgang Küchler. Hier bitte ein gutes Rezept: pfiagfttorte mit Rrtmfüllung und'Zuckerglasur i ganzes Ei und Et-Ersatz entsprechend 1 Ei (oder 2 ganze Eier), 175 g Zucker, 20 g Fett, 4 Eßlöffel Milch, t Päckchen Moadauün-Damllmzucke^ 250 g Wehl (oda 175 g Mehl un6 75 g MondawÄ), Itz VäckLw ich., Mit den Fallschirmjägern nach Kreta El art) Zocker schlagen, Milch plkaffmrsFett VazugLm aflD wdttr schkagm. Dcs mSMEMkdEackpülor» gesiebte Mehl bazutun, den Teig in eine gefettete Springform füllen und ca. 30 Minuten abbacken. Am nächsten Tag die Sorte 2 mal aufschnelden und mtt Marmelade oder Danillekrem füllen, der aus einem Päckchen Mon- Lamto-Davtlle-Soßenvulver mit ist 1 Milch und 25 g Zucker gekocht wurde. Die Carte mit Zuckerglasut übarlehm. rtg* ei<* gehen hat. Die Schwierigkeiten, die einer Besetzung der Inch infolge bis gefügten Sei. cfjie^en. i Belang jl bei Sämpfti Galla will Verluste ein ) hat sich eimi ifano stehenfü m Widerst^' nb die Mi" nehre ergebt^ i Befehl w ssatohatim er einen loim senkt und eti; inen Krells, haben unf^l ien ein feint" versucht Ml, n, und habe- lichen M ■ und ein y konnten Jd Europäische Solidarität Bon unserem FCH.-Mitarbeiter. dem tzes»'! * W Hellen 5 '..bestehend wickelt werden. Durch die deutsche Erzeugungs« schlacht sei dagegen gegenüber 1933 eine Ertrags« steigerung um 27 v. S). erhielt worden. Heute stünden wir vor der europäischen Erzeugungsnonen" sei zum Symbol der Schlagkraft des deut schen Volkes geworden. Neben dem Heer, das mit Die türkische Regierung beschloß, die große Um- siedlungsaktion der Türken aus Bulgarien und Rumänien nach Anatolien forteusetzen, noch« dem wieder eine große Zahl von Siedlungswohnungen fertiggestellt worden ist. Oie Leistung des deutschen Landvolks im Kriege. Breslau, 23. Mai. (DNB.) Auf dem Landes- Luftwaffe fast täglich dem Gegner harte, kaum i überwindende Schläge zugefügt. Wieder, ein An- pnn gegen die englisch-griechische Zwingburg soll Är. forte steigen. Hunderte von Transport- Mbie T ln'3' unzählige Fallschirmsäger stehen auf ihren bru.. ™ f-ldflughäfen zu dem vielleicht kühnsten militäri- Unternehmen bereit, das die Weltgeschichte je Kleine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeld- Marschall von Brauchitsch, wellte mehrere Tage in den besetzten W e st g e b i e t e n zu Trup- penbesuchen und Besprechungen bei Kommandobehörden des Heeres und Dienststellen der Militärverwaltung. * Der Stabschef der SA. führte eine Fahrt durch das Elsaß zur ersten Besichtigung der neu auf geteilten SA.-Einheiten durch. Die erste Besichtigung erfolgte in Zadern. Dann ging die Fahrt durch Unter- und Oberelsaß und endete in Urbeis. Der Reichsjugendführer traf auf Einladung des Partei ekretärs Serena in Rom ein. Der Reichs- jugendführer wird auch einer Kundgebung der fa- schlstiscycn Jugend beiwohnen. ♦ Am 23. Mai vollendete Oberst 57ans-Wolfgang Herwarth von Bittenfeld sein 70. Lebens- fahr. Durch die Veröffentlichung seines „Handbuches der Auslandspresse" im Jahre 1918 ist er zum Pionier der Zeitungswissenschaft geworden. Die Universität Munster verlieh ihm die Würde eines Ehren- Doktors der Philosophie. In Straßburg begann die Reichstagunades V D A., an der aus allen Gauen des Reiches Hauptabteilungsleiter der Bundesleitung mit den Mitarbeitern, die ©auöerbani)steiler und Gauverbandsgeschäftsführer teilnahmen. Der Duce hat am 2. Jahrestag des stählernen Paktes im Beisein des Grafen Ciano eine Vertretung der deutschen Botschaft empfangen, die in Abwesenheit des Botschafters dem Duce vom Ersten Geschäftsträger der deutschen Botschaft, Gesandten Fürst Otto von Bismarck, vorgestellt wurde. Der Armeegeneral Guzzoni wurde von Musso- lini seiner Aemter als Unterstaatssekretär des Krieges und stellvertretender Generalstabschef ent« bunden. Die Stelle des stellvertretenden Generalstabschefs wird aufgehoben. Zum neuen Unterstaatssekretär im Kriegsministerlum wurde der Di- visionsgeneral Antonio Scuero, bis jetzt Oberintendant des Oberkommandos der Albanien-Armee, ernannt. Der südafrikanische Ministerpräsident Smuts hat aus Anlaß seines 71. Geburtstages von König Georg die Würde eines FetdmansHalls verliehen erhalten. In Auckland (Neuseeland) kam der australische Premierminister Menzies mit dem Clipper-Flug» zeug aus San Franzisko an, um mit dem stellvertretenden neuseeländischen Ministerpräsidenten Nash Besprechungen über Kriegsfragen zu haben. Die Morgensonne glitzert silbern über die Wasser he Aegäischen Meeres. Der Himmel ist strahlend bin und nur mit wenigen dünnen Wolkenschleiern durchsetzt, als wir starten. Staub, brauner dichter 6«ub, von den vor uns startenden Maschinen in dikken Fäden heraufgewirbelt und wie ein undurch. fit tiger Mantel einhüllend, begleitet diesen Start, lld dieser Staub, das ewige Uebel unserer grie- ch'chen Feldflugplätze, wirft sich auch noch gegen bi Scheiben, als wir schon auf 200 Meter Höhe fiiid und in einer weit ausholenden Kurve den Platz umrundet haben. Vor und neben uns brummen die mtieren Maschinen, die den gleichen Auftrag hoben. Lunn geht es südwärts. Die kleinen griechischen Jj-rfer, die Olivenbäume und Zypressenhaine, die kylen Bergkuppen, die Burgen und Tempelruinen, fc von Griechenlands großer Vergangenheit kün. bn, bleiben unter uns, und bald sind wir über brn Meer. Es ist noch früh am Morgen und über bi riesigen Wasserfläche, die nur hier und da von t inen weißen Schaumkronen durchbrochen ist, liegt rrf) eine dichte, graue Dunstschicht, die den Blick luch vorn ziemlich stark behindert. Hin und wieder lucfjen winzige Felseneilande auf, die wie kleine d iße Edelsteine aus dem Wasser ragen. Der Flugzeugführer kann jetzt nur noch nach den ft ftrumenten fliegen, denn die Inseln sind so klein, bsß sie nicht einmal auf der Karte verzeichnet sind tib deshalb nicht zur Orientierung dienen können. 9m Rückspiegel sehe ich das Gesicht des Unteroffi- zv-rs, der unsere Bruno" führt. Ruhig und ent- lllossen ist fein Blick nach vorn gerichtet, und sein jlnges GesiHt strahlt die Besonnenheit aus, die er ich auf vielen Feindflügen erworben hat. Die Kasserfliegerei", wie die Flieger den Flug über bcs Meer nach Kreta getauft haben, macht ihm wie bm anderen Flugzeugführern die Aufgabe wahr- fr'ftig nicht leicht, aber ohne einen Ausfall und knie sich zu verfranzen fliegt der Verband stur "üch Kurs. — .Endlich, nach langen, langen Minuten kommt, it t einem hörbaren Aufatmen begrüßt, wieder Sanb in Sicht. Es ist Kreta, dessen mächtige terge sich wie eine gewaltige drohende Festung r-s dem Dunst herausschälen. Phantastisch und ein- tnllg ist dieser Anblick der wuchtig und massiv k’8 dem Meer emporsteigenden Insel, gegen die ch in diesem Augenblick, das können wir wunderer beobachten, ein riesiger Heerwur m 3nn Transportflugzeugen wälzt. Hun- borte von Ju 52 ziehen in einer kaum absehbaren ^sihe auf der Straße nach Kreta entlang, e i n liegendes Heer marschiert heran, bm iommt) auf seinem letzten Schlupfwinkel an- l'-igreifen, den er sich noch aus dem Balkankrieg grellet hat. Vald haben mir die Jus erngeholt, fliegen über und neben ihnen entlang, immer auf der" Lauer legen feindliche Jäger, die das Anrollen der deut- chen Fallschirmtruppen vielleicht verhindern wollen. Aber keine Hurricane, keine Spitsire, keine Gloster läßt sich blicken. Ob es ihnen schon den Atem ver- chlagen hat? Oder ob sie durch die dauernden Schläge unserer Flieger schon so dezimiert sind, daß ie sich nicht mehr an diese Phalanx deutscher Flugzeuge heranwagen'? Oder ob sie etwa schon nach !>iblischem Muster die Flucht noch Aegypten ange° treten haben? Wir wissen keine Antwort auf diese Frage, jedenfalls sehen wir an unserer Stelle keine eindlichen Jäger. Was die feindlichen Jäger ver- äumen, das versucht die Flak doppelt wettzumachen. Sie legt einen riesigen Feuervorhang vor die deutschen Flugzeuge, und die schwerfällig dahin- tampfenden Jus mögen den britischen Flakkano- üeren vielleicht als ein besonders leichtes Ziel er« cheinen. Aber mitten in das wüste Geballer der feindlichen Geschütze hinein rasen plötzlich wie ein unaufhaltsamer Wirbelsturm die Zerstörer, die Habichten gleich aus chrer Höhe herunterge- chossen sind, und in mchreren Tiefangriffen Die F la kartill e r i e zum Schweigen b r i n • g e n. Eine Maschine der Gruppe echält bei diesen Angriffen so schwere Treffer, daß sie auf dem Flugplatz, in dessen Nähe schon Teile der Fallschivm- äger gelandet sind, notlandet. Die Leistungen der „Sitten Frau Ju", wie die Flieger gern scherzhaft, aber doch mit dem Untertan der Achtung und der Bewunderung die Ju 52 nennen, die unverwüstlichen und schon seit Jahren immer wieder bewährten Transportmaschinen, sind an diesem Tage über jedes Lob erhaben. In immer neuen Wellen schäften sie Kompanie auf Som« panie von Fallschirmjägern heran. Es ist ein stets von neuem packender Anblick, wenn sich Die Türen der Ju’s öffnen und in Sekundenabständen Jäger auf Jäger in die Tiefe stürzt, wenn sich bann die Fallschirme entfalten und zur Erde pendeln. Mitunter sHweben Hunderte von Fallschirmen in der Luft, und oann sieht es von oben so aus, als sei die Landschaft mit lauter kleinen weihen Farb- klecksen betupft. Wir können beobachten, wie sich unten sofort nach der Landung die Fallschirmjäger in Gruppen sammeln und rote sie dann nach einem vorher genau ™eftgelegten Plan ihre Aktionen gegen die feindlichen Stützpunkte beginnen. Degkeitung des Führers der „Nasjonal Samllng^, Vidkun Quisling, des Jj^Iruppenführers Iüttner. Chef des Kommandoa>mtes der Waffen-ff, des f-Gruppenführers Berger, Chef des ff-Haupt- amtes, eintraf. Der Reichsführer ff begab sich m das Kaineradschaftssheim des Trupvenlagers, wo er eine Ansprache hielt. Am nächsten Vormittag wohnte der Reichsführer ff einem Bataillonsgefechtsschie- }en bei. Englisch-australische Barbarei Rom, 26. Mai. (DNB. Funkspruch.) Im Ab- chnitt von S o 11 u m haben die englifd)- a u ft r a l i f d) e n Irunpen, wie ein Sonderbe- richterflatter der Agenzia Stefani meldet, bei ihrem mißglückten Durchbruck)sversuch vom 15. Mai aus Wut über den zähen Widerstand der deuftchen und der italienischen Truppen italienische Verwundete niedergemad)t und damit erneut ihr barbarisches Wesen bestätigt. Bei diesen Kämpen hat sich besonders das 8. Bersaglieri-Regiment ausgezeichnet. Dem Der Befehlshaber Des deutschen Verbandes, mit dem das Reaiment im Kampf stand, in seinem Tagesbefehl seine Anerkennung für seinen Kampfgeist, seine Tapferkeit und seinen Opfermut ausgesprochen hat. Paris, 24. Mal 1941. Frankreich ist am Wendepunkt feiner Geschichte angefommen. Seit Dem kürzlichen Besuch des Admirals D a r l a n bei Adolf Hitler weiß man, daß der Sieger von 1940 nicht Daran denkt, den Besiegten zu knechten und zu demütigen, wie es 22 Jahre zuvor der umgekehrte Fall gewesen war. Man weiß aber jetzt auch, daß Frankreich sich die Großmut des Siegers erwerben muß, indem es sich rückhaltlos auf den Boden der durch den gegenwärtigen ftrieg neugeschaffenen Tatsachen stellt. Und dieses Gebot hat Frankreich verstanden. Seine politische und publizistische Führuna hatte es jedoch vermocht, dieses ursprüngliä)e Gefühl in ihm zu ersticken und ihm sogar die Ueberzeugung aufzudrän- gen, daß ein Krieg gegen Deutschland ihm endlich die ersehnte Ruhe bringen werde. Frankreich und das französische Volk haben durch die Ereignisse, die zur größten Niederlage ihrer Geschichte geführt haben, eine sehr harte Lehre erhalten. Und wenn sie nicht überall sofort verstanden wurde, so ist Das damit zu erklären, daß der Zusammenbruch mit einer Schnelligkeit erfolgt ist, die besinnungsraubend war. Man konnte einfach nicht glauben, daß eine große Armee, die Milliarden gekostet hatte, und eine Maginotlinie, die als die beste Festungsanlage der Welt galt, in wenigen Wochen zu einem Nichts geworden waren. Nur wenige Franzosen erkannten die WirkliHkeit. Sie hatten viel Mühe, ihre Meinung durd>zusetzen und dem französischen Volk in seiner Gesamtheit klarzumachen, was geschehen mar, unö was zu geschehen habe, um die Folgen der Niederlage zu mildern. Doch diese Männer bedurften bei ihrem Werk äußerer Hilfe und fanden sie bei Deutschland, dem Sieger, und bei England, dem ehemaligen Verbündeten. Beide zeigten Frankreich — freilich auf durchaus verschiedene Art und Weise — wo es sein Heil zu suchen und zu finden habe. England tat dies, seiner politischen Tradition getreu, indem es btn Verbündeten von gestern überfiel und zu berauben versucht. Deutschland, angesichts des glorreichsten Sieges seiner Geschichte, tat nicht dem Besiegten, was Paris vorher Deutschland angedroht Halle, sondern hat ihm Die Möglichkeit eines ehrenvollen Platzes beim Wiederaufbau Des alten Kontinents gelassen. Frankreich hat sich Dafür entschieden, Der Neuordnung Europas zu dienen. Die Neuordnung Europas aber ist heute nur noch gegen England möglich. Frankreich hat begriffen, daß es z u Europa gehört. Es begreift, daß sich ein neuer Konttnent zu ordnen beginnt. Was Montesquieu ernst schon sagte, nämlich daß nicht Frankreich, sondern Deutschland in Der Mitte Europas liege, wird zur allgemeinen Erkenntnis. Fr an kreid) ordnet sich in die europäische Solidarität ein. Sofort nach dem Bekanntwerden Der Unterredung zwischen Dem .Führer und Admiral Darlan V to. Wir sind stolz und glücklich, an diesem einzig- atw k ^0™ Unternehmen teilhaben zu können. Unserem ureo gi-, § rstörer°G schwader, Das sich bereits in Den ver- p'er versenkt fingen en Tagen durch ständige, kühn geführte Tief- i »griffe auf Flugplätze Kretas ausgezeichnet hat, ist h_lle Die Aufgabe zugefallen, den Anflug der un- haben Die Vereinigten Staaten von Nordamerika ihre Versuche, Frankreich unter Druck zu setzen, verstärkt. Sie beschlagnahmten französische Schiffe und drohten mit Der Besetzung französischen Kolonialbesitzes. Frankreich hat sich durch liefe Machenschaften nicht verblüffen lassen. Presse und Oeffentlid)kett sind einmütig in der Ablehnung der Einmischung Roosevelts und seiner Sendboten. Man wußte schon lange von der dunklen Tätigkeit des nordamerlkanischen Botschafters Leahy in Vichy, Der kümmerliche Lebensmitteltransportc in Aussicht stellte, wenn Frankreich sich Den angloamerikanischen Wünschen anpaßte. Man weiß, was ■Dutter Der geheuchelten Menscbenfreundlichkeit Der USA. stand — und Die USA. scheinen keinen Wert mehr darauf zu legen, ihre Faftchspielerei zu leugnen — und man wird auch in Frankreich deutlicher. Man verbittet sich die Einmischung Der Vereinigten Staaten, unter welchen Vorwänden sie auch immer erfolgt; man erwidert ihnen, daß sie ebenso wenig berufen seien, über Den deutschfranzösischen Wasfenstillstand-soertrag zu wachen — Der sich erwiesenermaßen günstiger auswirkt, wenn Frankreich sich ohne Umwege an Deutschland wendet — wie über die Neuordnung Europas. Die Vereinigten Staaten haben in der letzten Zeit verschiedene Wahrheiten zu hören bekommen und müssen sich darüber klar geworden sein, daß Frankreich sich zu Europa zählt. Die deutlichste Antwort mar jene, Die ihnen entgegen- hielt, daß, roenn sie wirklich Fran kreid; „retten" helfen wollten, sie Dies doch im vergangenen Früh- sommer hätten beweisen können, als der Damalige Ministerpräsident Paul Reynaud sie um Hilfe anging. Man hat nach den bisherigen Erfahrungen keine Lust mehr, auf die vagen Versprechungen eines Churchill oder Roosevelt hereinzufallen und zieht ihnen die Mitarbeit am Ausbau des neuen Europas vor, mag es Den Franzosen auch am deutlichsten zum Bewußtsein kommen, daß dieses Europa sich wesentlich von demjenigen unterscheidet, Das sie bisher kannten. So bleibt es doch immer ein Europa, Das ihnen näher ist als Amerika und ein durch feine führende Schicht zum Niedergang verurteiltes Großbritannien. ©er Reichsführer ff bei den norwegischen Freiwilligen einer ^-©ivifion. Oslo, 23. Mai. (DNB.) Die norwegischen Freiwilligen einer Division der Waffen-^, die der Reichsführer jf im Januar d. I. in Oslo feierlich zum Waffendiervft in der Waffen-^ verpflichtet und in die Gemeinschaft der deutschen Soldaten ausgenommen hatte, sind nach viermonatiger, harter militärischer Ausbildung zu einsatzbereiten Sonaten herangewachsen. Ihnen galt der Besuch des Reichs- führers jj Heinrich Himmler, der am 22. Mai von Oslo kommend im Flugzeug auf einem Feldftug- Hafen eines deutschen Truppenübungsplatzes sich in bauerntag Schlesien gab Der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Behrens, einen Ueberblick über Die Gesamtleistung Des Deutschen LanDvolkes im Kriege. Unsere LanDwirtschaft sorge für eine ausreichenDe Ernährung auch heute, da Die Arbeit zu 5 0 v. H. von Frauen geleistet merDcn müsse, so Daß Der Appell zur Mitarbeit Der Frauen, den Der Führer ausgesprochen habe, in der Landwirtschaft bereits verwirklicht worden Jei. Die Versorgung des deutschen Volkes sei in allen Teilen in Ordnung. Während Deutschland bei friedensmäßigem Verbrauch 85 v. H. des Bedarfes aus feiner Erzeugung decke, muffe England 75 v. H. feines Verbrauches einführen. England werde es daher nicht möglich sein, aus eigener Erzeugung seine Nahrung zu sichern. In einer Landwirtschaft wie Der englischen könne nicht mit einem Male eine starke Produktionskraft enter Insel selbst durch eigenen Augenschein so genau, dß aum noch viel Worte gemacht zu werden buchen. In unserem Zielraum haben sie die Aufgabe, einen Flugplatz zu nehmen. In großer Zahl liegen die Fallschirme bereits um Den Platz herum und immer noch kommen neue Springer hinzu. Der Westrand des Platzes scheint bereits in deutscher Hand zu fein, während sich am anderen Ende noch Der Feind verschanzt hat. Auf Der Straße rücken bereits größere Truppen Fallschirmjäger vor. Im Tiefflug ziehen wir über Die Kolonne hinweg. Die sich ostwärts vorarbeitet. Dann klettert unsere „Bruno" mieDer auf größere Höhen. Von oben können wir Dann noch einen Feldplatz sehen. Auch Dort sind bereits Fall, schirmjäger in großer Zahl gelanDet. Hier wurden besonders schwierig zu nehmende Punkte mit kühnem Angriff genommen. Eine Scheune, in Der sich anscheinend Der Gegner festgesetzt hat, ist von Deutschen Truppen umstellt, Die hier mit Maschinengewehren oorgehen. Das Ende kann kaum zweifelhaft sein. Inzwischen sind wir mieDer bis auf 2000 Meter gestiegen. Während unten die Fallschirmjäger in tapferem Vorgehen Stellung auf Stellung des ©eg- ners nieDerrinaen, bleiben wir weiter auf der Wacht gegen eventuelle Überraschungen aus der Luft. Großartig ist der Ueberblick, den mir aus Der Höhe haben. Hinter uns, fast verschrnindend im Dunst, die über 2000 Meter noch ansteigenden Ge birge Kretas, die zum Teil noch mit Schnee bedeckt sind, vor uns Das Meer, dessen reines Blau in allen Regenbogenfarben ölig schimmert: Deutlid;e Spuren Der vielen Schiffstragödien, Die sich in den letzten Wochen unter dem deutschen Bombenhagel hier abgespielt haben. Jetzt rnird auch nach halbrechts in die Suda bucht der Blick frei, in der noch immer eine Reihe feindlicher Schiffe liegt Aber der schrnarze Rauch, der über Dem größten Dort vor Anker liegenden Kahn turmartig hochquillt und eine weitere bläuliche Rauchspur, die von einem etwa 6000 BRT. aroßen Pott hochgeht, sagen uns ein- deutia, daß hier unsere Stukas bereits am Werk gewesen sind und wieder einmal gute Maßarbeit geleistet haben. Wir ziehen über unserem Zielraum unsere Kreise. In dieser Jett sind fast ohne Unterbrechung Die Iransport-Ju’s angerollt, und auch, als es jetzt auf Den Heimflug geht, reißt dieser enolose Strom nicht ab. Mit Bewunderung haben wir Den Beginn dieses in der Geschichte wohl einmaligen Unternehmens verfolgt. Andere Kameraden lösen uns jetzt ab und übernehmen für die nächste Zeit Den Begleitschutz Der Transvortmaschinen. Wir aber fliegen heim mit Der Gewißheit: Das Unternehmen Kreta, Das in allen Phasen auf Das grünDlichste und genaueste vorbereitet worden ist, hat einen guten Start gehabt. Daß auch fein weiterer Verlauf erfolgreich fein wird. Dafür bürgen uns die Fallschirmjäger, Deutschlands sieggewohnte und auserlesenste Truppe. rtreuj« Führer in* nt verlief KriegsMM irq Schevr. isch unbfr '' Kommas oaffnete fein [12 w-E > GeM ff iedenen JJ lq embrag ;, jen 'Tt& irmtm «E arth ti 22 «Ä> Dieser ntÄ a ft S*$rfe# Wen«ny JStft te 6onm Ichon weit im Westen stand und mit biflt. y.A fcem rötlichen Licht Die Berge und Wälder Des r uttb J’ iefoponnes mit einem Feuermantel überzog, starte- $ bi noch einmal die Stukas zu einem vernichtenden M ligriff gegen Die Insel Kreta. Den ganzen Tag ^chen » fam hatte Der Feind Angriff auf Angriff über sich ^fxgehen lassen müssen. Zerstörer, Stukas und die it bas illlveren Kampfverbände hatten vom frühen Morgen ■sco ts in den späten Abend hinein in ununterbrodje- m in* -111' nir Reihenfolge Flugplätze, Kasernen, Schiffsziele, Raffte Hungen und andere bedeutsame Ziele des Regners mit Bomben belegt, und die ausgezeichnet ftießende feindliche Flakarttllerie wie auch Die eng« laben Jäger hatten Die Lawine Der deutschen An- jiffe nicht aufhalten können. Seit mehr als zwei Wochen schon hatte die Deut- 'ersank. 1 ^ngen eben »J? f entgegenstehen, sind ungeheuer, und selbst Rot- MneHur tdam, Norwegen und Korinth sind wohl nicht so i einom £e| jährliche Aktionen gewesen, wie diese Inbesitz- rchme Der Insel Kreta. Ohne Unterstützung von <: nD oder^von der See her, lediglich aus Der Luft, «n, jrs, als er zu seinen Staffelkapitänen spricht und hen die kommenden Aufgaben erläutert. Eine AM 2ße Karte Der Insel, genaue Luftbilder Des Ziel- ‘ lume^ die letzten Nachrichten über die militärische '■ *a™ L ~ erleichtern dem Kommandeur die Besprechung Mch, und im übrigen kennt ja fast jeder Flug- ihrer Der Gruppe Den Weg nach Kreta und d?r Gewalt der deutschen Waffe die Feinde des Reiches zu Boden werfe, stehe das deutsche Landvolk, das durch feine unermüdliche Schaffenskraft die Ernährung sichere und damit entscheidend zum Endsieg beitrage. Gemeinschastseinsah der deutschen Wiffenschast. Für die Zukunft wird der Gedanke der Plan- wissenfchaft stärker als bisher die wissenschaftliche Arbeit befruchten, sagt Oberregierungsrat Huber vom Reichserziehungsministerium in der Zeitschrift „Der Alcherrenbund". Der Grundsatz der Plan- Wissenschaft hebe die selbständige, schöpferische Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers keinesfalls auf. Er beseitige auch nicht die Freiheit der Forschung, zumal er nur auf die Aufgabenstellung, nie aber auf das Ergebnis forschender Arbeit ein- wlrke. Gemeinschaftliche Forschungsarbeit sei heute nicht etwa auf die Naturwissenschaften oder aus die technischen Wissenschaften beschränkt, bei denen es auch dem Laien einleuchte, daß die mühevollen Untersuchungen im Laboratorium und in den Instituten nicht von einer einzigen Persönlichkeit durchgeführt werden könnten. Auch die Geisteswissenschaft kenne heute die gemeinschaftliche Inangriffnahme wichtiger Arbeiten. Der Referent hebt dabei den „Atlas der deutschen Volkskunde" oder „Das Handwörterbuch des Grenz- und Auslandsdeutschtums" oder die Fortführung des Deutschen Wörterbuches" hervor. Unter Planwissenschaft verstehe man, daß der Wissenschaft eines Landes oder bestimmten wissenschaftlichen Einrichtungen durch eine außerhalb der Wissenschaft stehende Stelle Aufgaben zugewiesen werden und daß die Durchführung dieser Aufgaben unterstützt wird. Diese Erscheinung finde man in den Bereinigten Staaten besonders ausgeprägt, wo die Initiative und Unterstützung der Wissenschaft fast ausschließlich von der Privatwirtschaft ausgeht. Das Neue sei die besondere Ausgestaltung nach den völkischen Erfordernissen. Der Staat selbst trete als Auftraggeber an die Wissenschaft heran. Am deutlichsten komme das im Vier- jahresplan und in der Kriegführung zum Ausdruck. Auch nach dem Kriege würden die aroßen dann der deutschen Wissenschaft gestellten Aufgaben in zunehmendem Maße staatliche Betreuung erfordern. Mehrarbeit bei llrlaubsentgelt. In einer Reihe von Tarifordnungen werden bei der Regelung des Urlaubsentgelits weder die über die regelmäßige Arbeitszeit hinausgehende Mchr- arbeit noch der über den Tariflohn hinausgehenüe Leistungslohn berücksichtigt. Der Reichsarbeitsminister hat die Reichstreuhänder der Arbeit gebeten, bald eine Neuregelung vorzunehmen. In den neuen Tarifordnungen ist meist der durchschnittliche Verdienst eines vor dem Urlaubsbeginn liegenden Zeitraums der Bemessung des Urlaubsentgelts zugrunde gelegt. Künftig soll ein Zeitraum von sechs Die Pioniertat von Eben Emael. Von Oberstleutnant Dr. Rotzmann. Es gibt wohl kaum eine zweite Tatsache, die so entscheidend ist für das Gepräge des gegenwärtigen Krieges und für den Erfolg der deutschen Waffen mit so geringen Verlusten wie die unbedingte Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe. Jeder Soldat des Heeres, insbesondere der Weltkriegsteilnehmer, weiß diesen Vorzug zu schätzen und ist von tiefer Dankbarkeit erfüllt gegen die Kameraden der Luft und den Schöpfer dieser kriegsentscheidenden Waffe. Der Pionier vor allem möchte chre Unterstützung nicht vermissen bei der Erfüllung zweier Aufgaben, die zu den schwersten zählen, die ihm gestellt werden können, beim gewaltsamen Fluß- übergang und beim Angriff auf Befestigungen oder gar bei einer Verbindung von beiden. Wie wäre wohl manches Uebersetzen und mancher Brückenschlag verlaufen, hätte nicht die Luftwaffe den Himmel abgeschirmt. Und wie oft sind die Stoßtrupps der Pioniere dem rollenden Stuka-Angriff gefolgt und haben dann mit geringen Verlusten besonders schnelle Erfolge erzielen können. Aber nicht nur im Angriff mit Bomben und Bordwaffen der Flieger hat der neue Wehrmachtteil den Pionier unterstützt, sondern auch auf der Erde selber ist er ihm stets ein treuer Helfer gewesen mit Flakartillerie, Fallschirmjägern bzw. Luftlandetruppen. Am 10. Mai jährte sich zum erstenmal ihr erster Einsatz bei der Eroberung der Werkgruppe Eben Emael. Dieses nördlichste Fort der Festung Lüttich sperrte gerade an der schwächsten Stelle der belgischen Verteidigungsfront den Durchmarsch zwischen der starken Festung Lüttich und der doppelten Linie der Tournhout- und Albert-Kanalstellung. Es war eines der stärksten und modernsten Forts, die Belgien aufzuweisen hatte. Seine Einnahme bedeutete die Umgehung Lüttichs und den Fall der Kanalstellungen. Durch überraschende Landung auf hierzu geeigneten Stellen der Werkgruppenoberfläche und durch Anwendung neuartiger Pionierkampfmittel gelang es Oberleutnant Witzig mit seinem L u f t- sandepionierzug wichtige Teile des Werkes, insbesondere die wetttragenden Geschütze in Drehtürmen und Kasematten kampfunfähig zu machen und die überraschte Besatzung niebersu* halten. Dann galt es aber, möglichst schnell der kleinen, tapferen Schar von außen zu Hilfe zu kommen und den bisher erreichten Erfolg auszunutzen. Die Hilfe aber war bereits unterwegs: Ein verstärktes Pionierbataillon unter Oberstleutnant Mikosch war im Anmarsch. Die Maas und der ttefeinaeschnittene Albertkanal allerdings mußten erst überwunden werden. Beides war schwierig und vor allem zeitraubend. Es kam aber auf jede Minute an. Deshalb entschloß sich Oberstleutnant Mikosch, den Uebergang der Fahrzeuge und des größten Teils der schweren Waffen über die Maas nicht abzuwarten, ssndern durchzustoßen, koste es, was es wolle. In kühner und doch umsichtiger Weise hat er den Entsatz der tapferen Lutt- landetruppen durchgesetzt; obwohl ihm noch verschiedene Voraussetzungen für die erfolgreiche Erfüllung seines Auftrages fehlten, hatte er den schweren und verantwortungsvollen Entschluß gefaßt, indem er auf die vorzügliche Ausbildung und den ■ glänzenden Angriffsschwung seiner Pioniere vertraute. Wie recht er hatte, zeigt allein das Beispiel eines Stoßtruppführers, des Oberfeldwebel P o r t fte f f e n, der in stärkstem Feuer über 'Verhaue und Sperren hinweg als erster die Verbindung mit den Kameraden der Luftwaffe Herstellen konnte, nachdem er zuvor in dreimaligem Ansatz einen wichtigen Bunker außer Gefecht gesetzt hatte. Für immer wird der Entsatz der gelandeten Fallschirmjäger auf Eben Emael ein leuchtendes Beispiel dafür sein, daß überall, wo Kameraden in Not sind und wo ihnen das Letzte zur Krönung ihres Erfolges noch fehlt, sich Helfer finden werden, gleichgültig welchem Wehrmachtteil und welcher Waffe sie angehören. Daß es Pioniere waren, die damit gleichzeitig den Dank des ganzen Heeres für die nimmermüde Unterstützung durch die Luftwaffe zum Ausdruck^ bringen konnten, erfüllt uns mit ganz besonderem Stolz. Monaten gewählt werden. Ein Muster für die tarifliche Regelung des Urlaubsentgelts geht davon aus, daß regelmäßig an sechs Tagen in der Woche gearbeitet und der Urlaub nach Arbettstagen berechnet wird. Der Durchschnittsoerdienst wird dadurch ermittelt, daß der Gesamtbruttoverdienst des Gefvlgschaftsmttgliedes während der sechs Dttmate durch 150 geteilt wird. Zahlungen im Kranv)eits- falle, Gratifikationen usw. bleiben außer Ansatz. Kranbheitstage und Arbeitstage, für die das Ge- folgschaftsmitglied infolge Freistellung von der Arbeit oder aus einem ähnlichem Grunde keinen Lohn erhalten hat, werden von der Teilungszahl 150 abgezogen, nicht dagegen pflichtwidrig versäumte Arbeitstage. Bei Kurzarbeit sind für jeden Urlaubstag Mindestens sechs Stundenlöhne zu vergüten Weltkriegsteilnehmer ebenfalls bevorzugt im neuen Osten. Auf mehrfache Anfragen wird vom Oberkommando der Wehrmacht feftgefteUt, daß selbftverftänd- Am 22. Mai 1941 verstarb unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Karl Tränkner S ehr einermeister Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Arthur Tränkner. Gießen, den 26. Mal 1941. Die Beisetzung hat in aller Stille stattgefunden. 2360 D B Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Pate Robert Hedi, Oberpostinspektor im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit heute sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Engenie Heck, geb. Funk Ernst Heck und Fran Dr. Eugen Heck n. Frau Ludwig Sommer u. Fran Else Dickel Wwe. und Kinder. Gießen (Horst-Wessel-Wall 27), Köln, Darmstadt, den 25. Mai 1941. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 27. Mai, 14 Uhr, in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. ___________________ 2366 D Gewinnauszug 2. Klasse 5. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus rede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III____________ 2. Ziehungstag 21. Mai 1941 Zn der Vormittagsziehung wurden gezogen 8 Gewinne zu 50000 RM. 3 Gewinne zu 10000 RM. 3 Gewinne zu 5000 RM. 3 Gewinne zu 4000 RM. 9 Gewinne zu 3000 RM. 6 Gewinne zu 2000 RM. 24 Gewinne zu 1000 RM. 140820 197658 155154 327637 12416 19607 391991 37538 168376 53143 134463 191800 253832 >74381 294758 301244 319057 72 Gewinne zu 500 RM. 9363 17702 48243 71466 79228 94149 105365 131190 171115 192153 192364 198191 217734 218476 236855 270991 276458 290615 293836 299713 330529 350325 350930 398419 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 86556 84 Gewinne zu 500 RM. 3686 5233 6091 17096 32555 43209 49944 59544 87378 117431 150936 158777 182277 370155 321110 156465 178411 296394 290778 288193 356598 2694 22967 321047 30 Gewinne zu 1000 RM. 23658 48263 48387 144791 206459 213947 224467 297852 395053 3 Gewinne zu 5000 RM. '6 Gewinne zu 4000 RM. 12 Gewinne zu 3000 NM. 15 Gewinne zu 2000 RM. 022573 195089 214512 226625 226971 227318 282247 285261 307036 032674 335371 338357 350022 383061 390807 394768 Oie Ziehung der 3. Klasse 5. Deutsche Reichslotterie findet am 20. und 21. Juni 1941 statt. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderien, Icichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der J4atur. —Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Freude am Leben“ Hugo Bermühler Verlag > Berlin-Lichterfelde | Mietgesuche | Suche Wohnung 2 Zimmer und Stürbe auf dem Lande. Schrift!. Angeb. unt .01800 an den Gieß. Anz. erb. 2mö6!.5tOIOf- linnner mit Menbem. mögl. ruh. Lage z. 1. Juni oder später gesucht. Schr. 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Dr. Eng au, Amtsarzt. 2362D Ein Furioso der ungebändigten Natur kraft steigt vor unseren gebannten Augen auf: ein gewaltiges, unerhört reiches, zauberhaftes und eindringliches Bildwerk von den Herrlichkeiten eines Kontinents packt unsere Sinne und läßt uns verstummen vor so viel Herrlichkeit Vorprogramm und neueste deutsche Wochenschau Nur 2 Tage: Heute Montag und morgen Dienstag Lichtspielhaus Täglich 8.30, 5.30, 8.00 — Jugend hat Zutritt! 2342 A DAS PARADIES aller Natur-, Tier- und Jagdfreunde Südamerika MH W Auf Freiwildbahn vom Kap Horn bis zdm Aequator Ein Ufa-Kultur- Großfilm Expeditionsleitnng: Pro!. Dr. Hans Krieg Dor einem Lahr. Am 23. Mai 1940 wird der Ring um die fein! lichen Armeen im Artois und Flandern weitech verengt. In Flandern werden die befestigten Scheid Stellungen durchbrochen. Tournai genommen. Man beuge in deutscher Hand. Lorettohöhe nordwestä Arras genommen. Unsere Panzer nähern sich d- französische n Kanalhäfen. An der Süd front wird ei feindlicher Vorstoß auf Amiens abgewiesen. Dr Boulogne wurden 6 beladene Transporter versenk Schnellboote konnten einen feindlichen Hiffskreuz< und einen Zerstörer versenken. ♦ Am 24. Mai 1940 ist der Ring um die belgisch Armee, Teile der ersten, siebenten und neunte französischen Armee und die Masse des englische, Expeditionsheeres endgültig geschloffem Gent un Kortryk sind genommen, die Lys ist überschritte« Zwischen Roubaix und Dalenciennes Angriff ar französische Grenzbefestigungen. Vimy - Höhen ge nommen. Boulogne gefallen, Calais umschlöße« Ein feindlicher Zerstörer und 7 Transporter mi insgesamt 20 000 BRT. wurden durch Bombentres fer vernichtet bzw. schwer beschädigt. Am 25. Mai 1940 wird der Rina um die iiti Flandern und im Artois eingeschlossenen feinw chen Armeen weiter verengt. Die Luftwaffe beletpr die Hafenanlagen der belgisch-französischen Küste' mit Bomben. Im Seegebiet von Calais mürben 2 Handelsschiffe von je 5000 BRT. sowie 2 flei« nere Handelsschiffe und ein Kriegsschiff getroffen.. jiNf1 Ml der be scheu, lings den fr So der de das ti- traft t nänüid dicht t im we findet, zu reif nerM lich Kriegsteilnehmer des Weltkrieges 1914/18 je* wie Freikorpskämpfer und Spanienkämpfer bei der Ansetzung in den neu eingegliederten Ostgebiete« den Kriegsteilnehmern des jetzige« Krieges gleichgestellt werden. Diese Fest stellung des OKW. bedeutet, daß die bevorzugte Behandlung auch der Weltkriegsteilnehmer m neuen Osten gesichert ist. FahrausbildungallerMedizinstudente, Zm „NSKK.-Mann" erklärt Reichsstuüentenführer Dr. G. A. Scheel die selbstverständliche Beherrschung aller Kraftfahrzeuge durch den Studenten sei eine Voraussetzung für den schnellen und reibungslose« Vormarsch der Motorisierung des zivilen Lebew nach dem Kriege. Zur Durchführung dieser wich, Ligen Aufgabe wurden die Kraftfahrtechnischen Ar« bettsgemeinschaften an den Technischen Hoch- unJ Fachschulen ins Leben gerufen. Ihre erste Aufgabi1 noch in diesem Kriege sei die Fahrausbildung allei Medizinstudenten. Haupychrtslletter: Dr. r^tedrich ®übäe Lange. Stellvertrewr M HaupstchrtsttetterS: Trust Bkumschri*. Verantwortlich ffit Poltlil unk Bilder: Dr. Fr. SB. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans T-yriotz für Stadt Gießen, Provinz Wirschaft U- Sport: ®mft Biumschem. Druck und Vertag. Brühljche UnlverMätSdruckeret 8L Lange f. 9. Serlagslettrr: Dr..Jng. Erich Hamann: Anzetgenleiter: Haas 83et Verantwortlich für den Inhalt der An,eigen: Theodor Kümmel <ßL3hJL 'selten Vanne Marge ihrer ! ser Ge die Go hältnis chen ge schlichte durch c ihm ur im 8oi specht । FB inAfri bringt, wie die seine K in die i vor te ternden Halmen les Nes einen t selten v gelinge, steckt u auslade FGLORIS Heute Montag Erstaufführung I Auf Wiedersehen Anim t PQ LP ST G jesser». Marianne Hoppe Hans Söhnker Beachten Sie die neuen Anfangszeiten: Tagt 3.30, 5.30, 8 Uhr; Sonntags 3, 5.15, 8 Uhr Ein Film von Helmut Käutner und Curt I. Braun mit: Fritz Odemar* Rudolf Fernau Hermann Speelmans * Herbert Hübner* Margot Hielscher Spielleitung: Helmut Käutner Musik: Michael J a ry. Marianne Hoppe, bezaubernd in der Rolle einer jungen, tapferen Frau, der es gelingt, den lebenshungrigen, abenteuerfrohen Mann ----------—— zu halten. " —— Neueste Deutsche Wochenschau! Gloric hiyisl garten $ hes M; k , AHivn | '■°Qtne K Aaser • ■ N. j °^«en 1 2QtlQ" St L1* I PQQI Mug e Bern, lei * ‘«1 Ilie 1 In ft als hei seine nahm b unb zoi Käfigvö auch bi , ihr heri halb se j einige i nicht at So \ auch n uns m I uns be 3u mac 3m Go also nu sehen, e iöer möi er m«hr mit wei kommen Wir sind davon überzeugt I Aber auch die „Große Wäsche" kann die Ordnung nicht gefährden, wenn Sie zum Einweichen stets „Schwarz-Weiß"* Bleichsoda verwenden. Die tüchtige Hausfrau weiß: richtiges Einweichwasser spart die halbe Arbeit! Und „ Schwarz -Weiß"- Bleichsoda ist für Ihre Wäsche , bestimmt das richtige Einweich- mittel ! Das ganze Paket kostet ' 12 Pf 1! • der Versuch lohnt!! Jagend hat keinen Zutritt! üriüjtr urloube^ !>°gel bie fter 0 Eichede Weiner ’nUenm WtBg t* n Nr. 123 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffe«) Der Monat Zum im Gießener Stadttheater eröffnet Schneider-Facius. Oer Zugend-Sporttag in Gießen den be- tropischen können. vorstellbar. — Do ist, vom kleinsten bis zum groß- wieder dasselbe: Anpassung, Umweltbedingtheit t>cg ten, kein einziges Tier, welches nicht dem Beob- Lebens. achter Gelegenheit gäbe, über die gestaltende, aus-1 —------ Verdunkelungszeit 26. Mai von 21.27 bis 5.12 Uhr. Abenteurer. Wir erleben Abenteuer, oft mehr als uns lieh ist, ober wir prahlen nicht damit. Wir haben Besseres zu tun. Fast acht Jahre habe ich bisher in den Wäldern, Savannen, Steppen und Sümpfen, auf Bergen und Flüssen des gewaltigen südamerikanischen Kontinents verbracht; zwischen freien Indianern, Gauchos und einfachen Kolonisten habe ich, oft nur mit wenigen Begleitern oder sogar ganz allein, ein buntes Jägerleben geführt. Stets war ich aber dabei im Grunde nur das eine: Wissenschaftler. Die vielfältige Tierwelt Süd' a m e r i k a s stellt den Forscher vor viele und schwierige Probleme. Es kommt uns heutigen Forschungsreisenden nicht mehr darauf an, 'möglichst viele neue Tiere zu entdecken (wenn wir auch natürlich von feder Reise neue Arten Heimbringen), sondern es ist uns viel wichtiger, die Tiere der Wildnis wirklich kennen zu lernen, sie zu beobachten und als angepaßte Glieder ihrer Umwelt verstehen zu lernen. Die Natur gestaltet die Kreatur nach hohen Gesetzen. Hier ein paar Beispiele: Das G u a n a k o , dieses südamerikanische Wildkamel, lebt in den regenarmen Steppen Patagoniens und den Trockengebieten der Anden. Genügsam, oft nteit ab von jeglicher Wasserstelle, ziehen seine Rudel in weichem Paßgang dahin: Tiere der Steppe, wie sie im Buche stehen. Wie ein herrlicher Drache segelt der über drei Meter spannende Kondor im südamerikanischen Wind der Berge und im Aufwind der sonnigen Ebenen, die am Fuß der Gebirge liegen: eine Anpassung an Wind und Weite. Unbeirrbar verläßt sich das hübsche Stinktier auf die Abwehrwirkung seiner Stinkdrüsen. Ist es nicht vielleicht besser geschützt als manches andere Tier, das ihm an scheuer Geschwindigkeit weit überlegen ist? So lebt es in der offenen Steppe, wohl angepaßt, und hat außer dem Menschen, dem Pelzjäger, fast keinen Feind. Mit periskopartig hochgerecktem Halse steht der sichernde Pampa st rauß auf der Savanne, um dann mit großer Geschwindigkeit davonzurennen. Ein jeder sieht sofort, wie weitgehend dieser flua- unfähige Vogel an das offene, freie Land angepaßt ist. Strauße im dichten Walde — das wäre kaum lesende, züchtende Wirkung der Natur Beobachtungen zu sammeln und über die Art nachzudenken, wie das alles zustande gekommen fein mag. Besonders reich sind die Eindrücke, welche wir in den Zum 5. Reichssportwettkamps derHJ. hatte sich die Gießener Jugend am Samstag und Sonntag zusammengefunden. Die Jungens waren in einer stattlichen Anzahl auf dem Sportplatz des Männerturnvereins zum sportlichen Wettkampf angetreten. Reger Betrieb herrschte an den beiden Wettkampftagen, und alle Teilnehmer waren mit Eifer bei der Sache. In groß angelegten Mannschaftskämpfen zeigten die Jungens ihre Stärke auf dem Gebiet des Sports. Weitsprung, Schlagballweitwurf, 60-Meter-Lauf, 100-Meter-Laus und Keulen Weitwurf waren die Wettbewerbe, in denen die Besten ermittelt wurden. Die Mädels bestritten ihre Wettkämpfe auf dem Universitäts-Sportplatz. Auch dort war eine rege Beteiligung. Spitzenleistungen zu erzielen war nicht der Sinn dieser Wettkämpfe, sondern es sollte in erster Linie gezeigt werden, daß sich die HI. dem Sport im allgemeinen widmet und dafür sorgt, daß jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel überhaupt Leibesübungen treibt. Unter diesem Gesichtspunkt sind die ausgetragenen Wettkämpfe zu beurteilen. Die gesamte Veranstaltung kann trotz des Krieges als roohlgclu-ngen bezeichnet werden und wird ein Ansporn dazu sein, an den bisherigen Leistungen weiterzuarbeiten, um im Sinne der der HI. gestellten Aufgaben den Gedanken des Sports bei unserer Jugend weiter zu vertiefen. Am Schluß der Veranstaltung nahm der Beauftragte des Standortführers Oberscharführer Wolf, die Siegerehrung vor und zeichnete alle erfolgreichen Wettkämpfer aus. Nack)ftehend die Er- 7. Lahr, Fähnlein 2 mit 243 Punkten; 8. Metzler, Lehrfähnlein mit 242 Punkten; 9. Hillebrecht, Bannspielschar Gef. 1/SZ/II mit 241 Punkten und K 10. Konrad, Lehrfähnlein mit 241 Punkten. Jung stamm 1/116: Fähnlein 1: Beste Mannschaft Jgschft. 5 mit 1563 Punkten. — Beste Ein- zelleistungen: 1. Becker mit 238 Punkten; 2. Kun ort mit 228 Punkten und 3. Rüdler mit 220 Punkten, Sieger wurden 20 Pimpfe: Fähnlein 2: Beste Mannschaft Jgschft. 1 mit 1958 Punkten; beste Einzelleistungen: 1. Lahr mit 243 Punkten; 2. Geißler mit 238 Punkten und 3. Scheid mit 234 Punkten, Sieger wurden 27 Pimpfe; Fähnlein 5: Beste Mannschaft Jgschft. 3 mit 1849 Punkten; beste Einzel- leistungen: 1. Magel mit 252 Punkten; 2. Pcurlus mit 240 Punkten und 3. Deibel mit 230 Punkten; Sieger wurden 27 Pimpfe. Lehrfähnlein: Beste Mannschaft Jgschft. 3 mit 2425 Punkten; beste Einzelleistungen: 1. Reinwein mit 320 Punkten; 2. Metzler mit 242 Punkten und 3. Konrad mit 241 Punkten, Sieger wurden 60 Pimpfe; Stammjung-- zug: Beste Mannschaft Jgschft. 3 mit 1728 Punkten, beste Einzelleisttrngen: 1. Volk mit 250 Punkten; 2. Bock mit 215 Punkten und 3. Uihleim mit 209 Punkten, Sieger 6 Pimpfe. Bannspielschar: Gefolgschaft <5/1/116: Beste Mannschaft Jgschft. 1/SZ'II mit 2057 Punkten; beste Einzelleistungen: 1. Hillebrecht mit 241 Punkten; 2. Frey mit 239 Punkten und Halbroth mit 239 Punkten; Sieger wurden 22 Pimpfe. Gefolgschaft 5/2/116: Beste Mannschaft: Jgschft. 1/FZ/I mit 1758 Punkten. Beste Einzelleistung: Ruth mit 302 Punkten; 2. Malech mit 205 und 3. Rosenbecker mit 200 Punkten; Sieger wurden 18 Pimpfe. Gefolgschaft 5/3/116: Beste Mannschaft: Jgschft. 1/OZ. mit 1996 Punkten. Beste Einzelleistungen: 1. Lep- perth mit 265 Punkten; 2. Müller, Konstantin, mit 255 Punkten und 3. Krause mit 236 Punkten; Sieger wurden 32 Pimpfe. Bannspielschar, HI.-Ergebnisse: Beste Einzelkämpfer der Bannspielschar: 1. Becker II. Gef. 5/3/116 mit 282 Punkten; 2. Ru- land, Gef. 5/2/116 mit 251 Punkten; 3. Pfann mit 242 und 4. Geck, Ges. 5/3/116 mit 231 Punkten; Sieger wurden 11 Hitlerjungen. Hitler-Jugend-Wertung: Beste Einzel- leistungen: 1. Cappeler, Marinegej. 1/116, mit 285 Punkten; 2. Becker II, Bannspielschar Gef. 3, mit 282 Punkten: 3. Kirstein, Motorgef. 3/116, mit 277 Punkten; 4. Ruhl, Streifendienstgef. 1/116, mit 274 Gebieten Südamerikas sammeln >em Komponisten. Die Spannkraft der Oper liegt chon in dem Buch des Dichters Somma verankert, an dessen Gestaltung der Komponist so regen Anteil nahm, wie kaum an einem anderen seiner früheren Libretti. So ist aus seinem klaren Blick für „Wahrheit" der Handlung und des Dialogs ein Textbuch entstanden, das durch die eindeutige Charakteristik der Personen und den logischen Gesamtaufbau die Grundlage werden konnte für eine Ton- chöpfung, die der Forderung nach dem „Musikdrama", wie sie Wagner aufgestellt hat, mit der ihr durch die italienische Eigenart bedingten Abwandlung, in seltener Vollendung nahegekommen ist. Die Mischung des Lichten und Dunklen, das Eingehen ins Dämonische — in der Szene der Wahrsagerin und im Galgenakt — die heitere Beweglichkeit und Bewegtheit — der Chöre und der Ballmusik — erwirken eine Einheit von textlichen Gegebenheiten und psychologischen Erfordernissen, die dem „Maskenball" seine hohe Reife in der großen Reihe der Verdi-Opern gegeben haben und ihn herausheben als fast „gesungenes Schauspiel". Wie das Orchester „redend" an der Handlung teil- nimmt, wie die Singstimmen in der Sprache der lltontag,26.maW, — ' ■■■■■ 1 g e b n i f f e von den Kämpfen der Hitler-Jugend und des Jungvolkes, lieber die Ergebnisse von ' Wettkämpfen der Mädels werden wir später an ? Er ist ein Tier der stille» Dickichte, ein heimlicher Geselle, den man nicht oft in freiem Sonnenschein erblickt, ein Freund der Flüsse und Suhlen. Ein solches Tier wäre in der Uebernahme von Schätzen der Weltliteratur fn deck Spielplan besondere Beachtung. An modernen Lustspielen werden „Kleiner Herr auf großer Insel" von Just Scheu und Peter Albert Stiller und „Das Himmelbett von H i l g e n h ö h" von Gerhard Brückner vorbereitet. Das erste dieser beiden an anderen Bühnen schon mit großem Erfolg aufgeführten Werke ist von zwei erfahrenen Theaterfachleuten — Scheu ist Schauspieler am Staatstheater in Berlin — geschrieben. Ein neuartiges Lustspielthema in neuartigem Gewand, führt es die Unzulänglichkeit N** Titel und Vorbildungen gewisser „gehobener" Pe. sönlichkeiten vor, wenn sie vor einfachste Aufgaben der reinen Selbfterhaltung gestellt werden unö läßt den praktisch unverbildeten Sinn des einfachen Mannes über die Dinge und ihre Schwierigkeiten und — wie könnte es im Lustspiel anders sein — auch über die Liebe triumphieren. „Das Himmelbett von Hilgenhöh" bringt in amüsanter Form und voll tiefer Bedeutung die Verwirrungen ans Licht, die ein Schalk bewußt unter feinen Verwandten anrichtet, indem er sie gemeinsam in den Besitz eines wertvollen Besitztums setzt. Damit wird von dem Schalk demonstriert, wie unzulänglich doch die Fähigkeiten vieler Menschen sind, wenn cs darum geht, etwas gemeinsam sich zu erhalten und neidlos mit anderen zusammen zu genießen. „Ein heiteres Spiel", hinter dem Weisheit und Ernst stehen. Mit den Inszenierungen dieser geplanten Werke wird die Spielzeit 1940/41 ihren Abschluß finden^ Nach einem Ferienmonat, in dem ein Teil des Spielkörpers in Bad-Nauheim im Kurtheater wirkt, wird mit dem 1. August in Gießen die Vorbereitungszeit für den Winter 1941/42 beginnen. Dis neue Spielzeit wird dann um den 1. September Ein Tapir tritt vorsichtig aus dem Dschungel. Sieh' ihn dir „Hoffentlich habe ich Sie, rechtzeitig geweckt", schneidet chm die Dame lächelnd das Wort ab. „Ja, natürlich. Ich muß hier umsteigen. Hätte ich glatt verschlafen." Er nimmt seine Sachen. „Verzeihung — und vielen Dank." Ich steige ebenfalls aus. Sehe draußen den jungen Soldaten, wie er belustigt den Kopf schüttelt. Da trete ich zu ihm und scherze: „Ich glaube. Sie werden nachzahlen müssen, da Sie Polsterklasse gefahren sind. Das war doch nun wirklich angenehm." Der kleine Oberschütze sieht mich mit einem nachdenklichen Lächeln an und sagt: „Ja, das war schon. Jetzt weiß man doch gleich, daß man zu Hause ist. Zu Hause in Deutschland." Aus der <5foM Gießen. Oer pfingstvogel. . Wenn die Wälder bereits im Schmuck ihres lungen Laubes stehen, trifft als letzter unserer Zugvogel tm Mar der Pirol von seiner Aftikareise wie- ?Ir bGXr“?5 etlJ unb erfreut uns mit seinem melodi- Gen Flotenrus. Wenn dieses lustgeschwettte, präch- llg geschwungene „Dudeldich" aus den grünen Wip- i^nrr?c! Buchenwaldes und der Aulandschaften schollt, die der späte Rückkehrer hauptsächlich bewohnt, wissen wir, daß die Herrschaft des Früh- lmgs fest gegründet ist und es langsam schon auf oen frühen Sommer zugeht. So auffällig das fast tropisch anmutende Gesie- der der „Goldamsel" ist, zu deren leuchtenden Gelb das tiefe Schwarz der Flügel einen lebhaften Stom traft bildet, so schwer ist es trotzdem, des scheuen Vogels ansichtig zu werden. Meist treibt er sich nämlich, wenigstens bis zum Sommer hin, in den dicht belaubten Baumkronen umher, wo er feine im wesentlichen aus Insekten bestehende Nahrung findet. Später, wenn in den Obstgärten die Kirschen zu reifen beginnen, legt er freilich einen Teil seiner Menschenscheu ab, und wir können dann nicht selten beobachten, wie die von dem goldgelben Männchen geführte Familie Pirol zumal in der Morgenfrühe sich in die Nähe der Dörfer wagt und ihrer Naschlust an süßen Dingen sröhnt. Bei dieser Gelegenheit fällt es auch auf, wie unscheinbar die Goldamselweibchen und ihre Jungen tm Verhältnis zu den fast prahlerisch angezogenen Männchen gekleidet sind: sie kommen nämlich mit einem schlichten Zeisiggrün aus, und wenn sie sich nicht durch einen stürmischen und gewandten Flug von ihm unterschieden, konnte man sie leicht mit dem im Bogenflug dahinstrebenden gleichgroßen Grünspecht verwechseln. Fast möchte man vermuten, als habe der Pirol in Afrika, wo er den größeren Teil des Jahres verbringt, Studien für feinen Nestbau getrieben. Denn wie die Webervögel und andere Exoten hängt er seine Kinderwiege als kunstvoll geflochtene Gebilde in die äußersten Spitzen schwankender Aeste, wo sie vor den Nachstellungen aller fliegenden und kletternden Feinde geschützt sind. Nur webt er fein aus Halmen, Gräsern, Pferdehaaren und Wolle gewirk- tes Nest nicht als geschlossene Kugel, sondern als einen tiefen, nach oben offenen Napf. Aber nur feiten wird es auch einem scharfäugigen Waldläufer gelingen, das Nest ausfindig zu machen, so versteckt und hoch steht es in den Kronen und weit- ausladenden Aeften. In früheren Zeiten, als der Pirol häufiger war als heute, mag es freilich leichter gewesen fein, seine Nistplätze ausfindig zu machen. Man entnahm damals den Nestern gelegentlich auch die Brut und zog sie auf. Aber die Freude an den hübschen Käfigvögeln währte meist nicht lange, denn so sehr auch die feurige Strophe der Männchen entzückte, ihr herrliches Gefieder vrrlor in der Gefangenschaft balb seinen strahlenden Glanz, und länger als einige Jahre hielten sie es hinter den Drahtgittern / nicht aus. So spät der „Pfingstvogel", wie man den Pirol auch nennt, bei uns eintrifft fo zeitig verläßt er uns wieder.^ Denn schon im August hat er es eilig, uns den Rücken zu kehren und sich auf die Reise zu machen, die ihn bis in den Süden Afrikas führt. Im Ganzen dauert das Gastspiel, das er uns gibt, also nur ein Vierteljahr, und so ist er, genau besehen, eigentlich mehr Afrikaner als Europäer. Aber wer mochte es dem schmucken Gesellen verdenken, daß er mehr Sonne nötig hat als andere Kreaturen, die mit weniger hochsommerlichen Temperaturen auskommen? SortwfUen. Tageskalender für INonlag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Aus Wiedersehen, Franzisko". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tiergarten Südamerika". — Oberhessischer Geschiehtsver- ein, Hessische Vereinigung für Volkskunde: 20.14 Uhr in der Aula des Gymnastums Vortrag Prof. Dr. K. Helm (Marburg) über „Die germanische Relispon und ihr Weiterleben". Instrumente untermalt werden, das ist wahrhafte musikdramatische Gestaltung. Es verdient ein besonderes Interesse, daß „Ein Maskenball" als zweite Verdi-Oper dieser Spielzeit zeitlich in der Entstehung vor der „Macht des Schicksals", — zu Beginn der Spielzeit als erste Oper aufgeführt — liegt, das spätere Werk aber an Geschlossenheit des dramatischen Aufbaus, an Reinheit der musikalischen Durcharbeitung und an Reichhaltigkeit der Erfindung übertrifft. Das Schauspiel wird mit drei Lustspielen den Anforderungen der vorgeschrittenen Jahreszeit gerecht werden. Im Vordergrund steht dabei die geplante Uraufführung einer Holbergschen Komödie in neuer deutscher Übertragung. „M a s f e r a b e" von Ludwig Holderg ist eine Zeit- und Sittenkomödie aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die im Anklang an Molierefche Vorbilder auf dänisck>e Zeitveryältnisse geschaffen wurde. Holberg, der als der Schöpfer der dänischen Nationalliteratur und des dänischen Theaters zu gelten hat, besitzt darüber hinaus noch eine besondere Bedeutung für das deutsche Lustspiel. Er hat die Entwicklung des Lustspieles in Deutschland nach Gottsched stark mitbeeinflußt und sich so auch einen Platz in unserer Nationalliteratur geschaffen. Sein „Politischer Kannengießer" gehörte und gehört zu dem ständigen Bestand einer großen Anzahl deutscher Bühnen und ist als Verkörperung eines Charaktertypus von mehr als lokaldänischem Umfang zu einem stehenden Begriff geworden. Die Uraufführung der neuen Übertragung der Komödie „Maskerade^ von Hans und Agathe Holtorf (Verlag Ralf Steyer, Leipzig) verdient als Fortsetzung der in Gießen gepflegten Dom Dramaturgischen Büro des Stadt- cheaters gehen uns die folgenden Ausführungen zu. Das Stadttheater Gießen, das in diesem Jahre zum ersten Male ganzjährig, lediglich durch einen Fenen-Monat unterbrochen, durchspielt, bereitet für ben Monat Juni noch einige Neuinszenierungen vor. Zu Pfingsten wird Franz von Suppes große Operette „Boccaccio" aufgeführt werden. Franz von Supps, den man mit Recht den Schäp- ser der Wiener Operette nennt, ljat sich mit feinem „Boccaccio" einen Weltruf begründet, der heute nach mehr als siebzig Jahren nach der Uraufführung noch ebenso glänzend erklingt und so frisch und jung geblieben ist wie zur großen Glanzzeit der Wiener Operettenuraufführungen. Mit feiner Operette hat öer Komponist nach dem Buche von F. Zell und R. Genöe — dem großen Schöpfer und Meister brr italienischen Novelle — ein Denkmal gesetzt, das so recht zu der heiter beschwingten Muse des Dichters einer finnenstohen Zeit paßt. Das Buch stellt den Titelhelden der Operette auch als Helden der in den unvergleichlichen Novellen beschriebenen Ljebes- abenteuer und lustigen Streiche in den Mittelpunkt der Handlung. Aus dem Schatz der Boccaccioschen Geschichten sind mit die nettesten herausgenommen, zusammengefaßt und dramatisiert. So wird all der kluge Witz, all die Genußfteudigkeit des Florenz des vierzehnten Jahrhunderts lebendig in einem bunttollen Treiben der Bürger und Studenten, fo erflinaen Liebessehnen und Schönheitstrunkenheit der „Acteurs" der Komödie in einem herrlichen Kranz blühender Melodien. Supp6, der Sohn eines italienischen Vaters und einer Wiener Mutter, hat aus dem ererbten Mufikantentum zweier musik- freudiger und -erfindungsreicher Elternteile all die prächtigen Weisen mitbekommen, die seinen „Boccaccio" so echt im Kolorit des italienischen Volkslebens und so echt im romantischen Empfinden der deutschen Liebesmelodien gemacht haben. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß der „Boccaccio" zum Bestand jeder Opern- und Operettenbühne gehört. Die Neuinszenierung im Stadttheater wird von Reinhard Lehmann — Spielleiter der Oper am Hessischen Landesthecfter Darmstadt — als Gatt be- orgt. Die musikalische Leitung des neuausgestatteten Werkes hat Arthur 21 p e 11. Als zweites großes musikalisches Werk wird der letzte Monat der Spielzeit 1940/41 noch Verdis Oper „Ein Maskenball" bringen. „Un ballo in maschera", so lautet der italienische Titel der Oper, ist wahrscheinlich, von den göttlichen Alterswerken „Othello" und „Falstaff" abgesehen, die reiffte und vollkommenste Schöpfung des Meisters. Als „eigenartig intimes Seelendrama" zeigt es eine Tiefe und Weite des Empfindens, eine Sicherheit und Vielfalt des Ausdrucks, die es ebenbürtig nben die mehr auf Aeußerliches obgestimmte „Aida" teilt, und die es an die Vollendung des ebenfalls das Eifersuchtsthema behandelnden „Othello" heranbringt. Dabei ist „Maskenball" 12 Jahre vor „Aida" und rund 30 Jahre vor dem „Othello" entstanden. Welch ein erstes Zeugnis von Vollreife des Meistes. Welch ein Abschluß einer künstlerischen Entwicklung schon in der Mitte des Lebens bei Steppe undenkbar. Ein kleiner Spießhirsch, häufig und doch meist unsichtbar, tritt aus der gewaltigen Dickung des Urbusches. Sein runder Rük- Fen, feine Kleinheit, feine für den Körper scheinbar viel zu zarten Läufe und sein minjiges Spießge- weih zeigen dir an: das ist ein richtiger Bewohner dichter Gebüsche, kein Renner über freies Gelände^ Betrachte dir die Ameisenbären, die Gürteltiere, die Faultiere genau! Wer würde, ohne ihren inneren Körperbau genau zu kennen, auf den Gedanken kommen, daß sie recht eng miteinander verwandt sind und wohl gemeinsame Vorfahren hatten? Wie verschieden sind sie iit ihrer Gestalt und ihrer Lebensweise, diese termitenfressenden Ameisenbären mit ihren langen zahloseu Kiefern und ihrer wurmförmigen Zunge, diese wühlenden Gürteltiere mit ihren Panzern, diese langsamen, aber nur scheinbar lebensuntüchtigen Faultiere mit ihren langen Kletterarmen, die wie Greifhaken sind. Die Verschiedenheiten ihrer Umwelten! werden es wohl fein, welche ihre Entwicklung in (a grundverschiedene Richtung gelenkt haben. Betrachte dir die M ä h n e n r o b b e n unti Bärenrobben, die in gewaltigen Mengen an! der Küste und auf einsamen Inseln auftreten! Säugetiere, Fischjäaer sind sie, von landlebenden Formen abstammend und doch so hervorragend an- gepaßt an das Leben im Meer. Riesenschlangen, Kaimane, große groteske Vaumechsen! sind nur in tropischen Ländern denkbar, denn nur dort finden sie die Bedingungen für ihr mächtiges, oft wie Luxus anmutendes Wachstum. — So sehen wir überall, in vieltausendförmiger Gestalt, immer Güdamenkanische Tierwelt. Von Professor Dr. Dr. Hans Krieg, München. Viele Leute haben von uns Zoologen eine ganz falsche Vorstellung. Sie sehen uns als etwas komische Menschen an, die mit ungeschicktem Eifer ein Schmetterlingsnetz schwingen, ihre Beute an Ort und Stelle mit einer riesengroßen Lupe betrachten, lebendig auf eine Nadel spießen und auf den Hut stecken. Sie halten uns für gelehrte, ewig dozierende Herren mit ungepflegten Sollbärten, für Menschen, welche sich einbilden, daß alles, was sie zufällig interessiert, auch ihren Mitmenschen wichtig sein müsse, für harmlose, aber doch nicht so recht für voll zu nehmende Burschen, welche enorm viel wissen, aber kaum fähig sind, ohne Kindermädchen allein eine Großstadtstraße zu überqueren. Es gibt in jedem Beruf „solche und andere". Aber es muß einmal gesagt werden, daß gerade wir Zoologen durchschnittlich recht normale und gesunde Menschen sind und daß besonders die For- schungsreisenden unter uns es sich nicht erlauben können, weltfremd, unpraktisch und engherzig durch Urwälder und Steppen zu stolpern. Wir müssen einen gesunden Körper und wache Sinne haben und aufgeschlossen sein gegenüber allem, was die Wildnis uns bietet. Wir müssen Strapazen und Widerständen gewachsen sein, denn unsere Spannkraft wird oft genug auf harte Proben gestellt. Eins will ich noch betonen; mir sind feine richten. Oie besten Standoriergebniffe. Jungvolkwertung; beste Mannschaften: 1. Lehrfähnlein Jgschft. 3 mit 2425 Punkten; 2. Bannspielschar Jgschft. 1/SZ/II mit 2057 Punkten; 3. Bannspiel sch ar Jgschft. 1/OZ mit 1996 Punkten. — Beste Einzelleistungen: 1. Reinwein, Lehrfähnlein mit 320 Punkten; 2. Ruch, Bannfpielschar Gef. 2 (Fanfarenzug) mit 302 Punkten; 3. Lepperth, Bannspielschar Gef. 3 (Singkreis) mit 265 Punkten; 4. Mütter, Konst., Bannfpielschar Gef. 3 (Singkreis) mit 255 Punkten; 5. Magel, Fähnlein 5 mit 252 Punkten; 6. Volk, Stammjungzug mit 250 Punkten; Heimfahrt. Von Stephan Georgi. Frühmorgens. Auf dem Nebengleis ist ein Froni- urlauberzug eingelaufen, und jetzt kratzen die Schuhnagel die Treppe zum Anschlußbahnhos herauf. Ein Ijunger Oberschütze kommt ins Abteil, mit Gasmaske, Wäschebeutel und Schaftstiefeln, die um so massiger erscheinen, als der Träger ein kleiner, schmächtiger Brillenmann ist. Er nimmt mir gegenüber neben einer stattlichen Dame Platz, die freundlich ein Stück rückt. Man sieht es ihm an, daß er eine lange und wohl auch schlaflose Nacht hinter sich hat. Die Uugenliber sind müde gesenkt, das Kinn ist einer Rafür bedürftig. Er nimmt eine Zigarette heraus, aber schon nach iin paar Zügen kommt der Tabakgenuß nicht mehr gegen die überhandnehmende Müdigkeit an. Die Augen schließen sich, die Zigarette entgleitet den Ringern, der zurückgelehnte Kopf pendelt an der Wand leicht hin und her. Und nach einer Weile geschieht es, daß der haltlos gewordene Kopf mehr mb mehr nach rechts sinkt und endlich Halt findend, cuf der Schulter der Dame landet. Die anderen Gesichter im Abteil schmunzeln. Aber tce Dame bleibt ruhig, trägt geduldig ihre Last. Sie nad)t eine abwehrende Bewegung zu einem anderen Soldaten, der aufstehen will, um den peinlichen Schläfer zu wecken, und legt den Zeigefinger an den , Nund. Jedoch, nicht nur daß die Dame in ihrem i Minnen Kleid recht ungewappnet gegen den Stop- Feibartangriff ist, jetzt beginnt des Schläfers Kopf auch noch langsam aber stetig abzugleiten. Nicht daß r nun gleich ins Uferlose zu versinken droht, da besteht keine Gefahr, er gleitet nur, sozusagen auf shiefer Ebene weiter. Das Schmunzeln tm Abteil wird zum Grinsen, inb in den Augen liegt ein interessiertes „Was run?" Aber die leise lächelnde, mütterliche Art, mit b?r die Dame behutsam den Kopf des Schläfers inieber auf die Schulter zurückschiebt, nimmt jedem dir Umsitzenden das Frivole aus dem Lächeln. Bei der nächsten größeren Kreuzstation weckt sie ihn leise. „Müssen Sie umsteigen?" Er blinzelt, wird sich der Situation bewußt und if erschreck^ verlegen. „Verzechen Sie SJ.Jporl Roman von Elisabeth jjolt (Nachdruck verboten.) 27. Fortsetzung. bringen?" Er beteuerte seine hervorragende Eignung. „Nimm keinen Fisch — er reicht nicht." „Ich will mich von Wasser und Brot nähren, aber ich will dich bei Tisch wenigstens sehen, wenn ich schon nicht neben dir sitzen darf." „Später, Paul", sagte Gerda und horchte mit einem Ohr auf das dumpfe Brausen, das durch die offengebliebene Türspalte heraufdrang. „Du kriegst eine sehr nette Tischdame. Wer links von dir sitzt, weiß ich nicht, aber rechter Hand hat du die Sängerin Kreim, unterhalte sie gut, hörst du?" „Deswegen bin ich ja hier!" Er lachte verdrießlich „Uebrigens, Gerda, ich bilde mir ein, daß die Luckner mich schneidet, Hätte ich Birinskys Einladung nicht ernst nehmen sollen?" Frankfurt a. M., 24. Mai. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in NM.: Ochsen a) 45,5 bis 46,5, b) 42 bis 42,5, Bullen a) 44 bis 44,5, b) 40 bis 40,5, c) 33 bis 35,5, Kühe a) 43,5 bis 44,5, b) 39 bis 40.5, c) 30 bis 34,5, d) 20 bis 25, Far- jen a> 45 bis 45,5, b) 40,5 bis 41L, c) 36,5, d) 27 bis 28, Kälber (Sonderklo e) 62 bis 70, andere KäLer a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 30 bis 40, Hämmel bl) 49 bis 51, c) 38 b' 5 40, d) 14 bis 18, Schafe s.) 42 bis 44, b) 35 bis 40. c) 25, Sie seufzte nur, ihre dünnen Arme bewegten sich wie die Flügel eines müden Vogels, der zur Erde Meister im Zweier-Kunstfahren wurden Nuhn- U s i n g e r, Kassel, mit 262 Punkten. Zweier-Radball : Bereichsmeister Sch roder - Nippel, Großauheim. 2. Deibel-Von Eiff, Gießen. 3. Engel-Hagner, Wetzlar. Harbrg auch 1000-m-Weltrekordmann. Ladoumegues Bestzeit um 2,1 Sekunden verbessert. „Das ist schön", äußerte er zufrieden und warf seinen Wintermantel über einen Stuhl, logisch erweise wäre also anzunehmen, daß man uns vorläufig in Frieden läßt. Warum sind Sie nicht bet Tisch?" Sie ließ ihn wissen, daß ihr Dienst als dirigttrew der Verbindungsmann ungeteilte Aufmerksamkeit erfordere. Er setzt" sich gelassen nieder und holte die Das Kreisleistungsslngen in Watzenborn-Steinberg Ziehungen zu der Luckner stand, auf eigene Faust Gäste eingeladen hatte, und weil diese Gäste fast ausnahmslos kamen. , „Wir haben zu wenig Gläser, und der Fisch wird nicht ausreichen", zischelte Fräulein Rosa und hatte gezirkelte rote Flecken auf den Lederwangen, „mindestens zehn Portionen zu wenig sind da." „Dann soll man irgend etwas anderes dazwischen servieren." Gerda kam gerabe aus dem Eßzimmer, wo ein Hotelkellner die Tafel deckte. Er arbeitete schon ewig lange daran herum und kam zu keinem Ende, weil man alle paar Minuten die Tlschordnung änderte. Soeben war Howard Carter einpassiert 'Mit Geschrei und Gelächter stellte er zwei junge Reporter des „Herold" vor — sie hätten eigentlich erst nachher zum Film kommen sollen, aber weil sie nun schon einmal da waren, konnte man sie nicht gut während des Essens aufs Eis legen. Wieder zwei Gedecke mehr! Gerda entschloß sich, als Verbindungsoffizier zwischen Küche und Speisezimmer Dienst zu tun. Gegen halb neun, es wurde leer in der Halle, kam Paul Bürger heraus und erwischte gerade noch einen Zipfel Spitzenrock, der hinter der Tür zur Küche verschwinden wollte. „Gerda, wohin? „-In die Küche." „In diesem Kleid?" Er betrachtete sie mit Augen, die alles und noch mehr sagten. Ja!" Sie lächelte über den Blick. ,Unten geht 1 alles brünier und drüber, der Koch schimpft und wir haben zu wenig Gläser. Kannst du ein Opfer heraus. frankfurter Schiachtvlehmarkt. feS- W sS vermocht, noch eine Wendung herbeizuführen. Während aber der Dresdner SC. .genau mit dem gleichen Ergebnis — 3:0 — in Gleiwitz gewann wie vor acht Tagen im Ostragehege, gelang es dem Hamburger SV., den deutschen Meister Schalke mit 1:0 (1:0) zu schlagen. Dieser knappe Sieg genügte allerdings nicht, um die Knappen" aus dem Rennen zu werfen, denn diese hatten ja das erste Spiel mit 3:0 gewonnen. Bei Punktgleichheit verzeichnen die Westfalen das bessere Torverhältnis. TiSÄL-Fübrerrat tagte. Zigaretiendose hy-aus. „Ich verstche. Kapitän auf der Brücke, ^vr ist es grn.'ldfalsch. we > Sie annehmen, v;. üd. ÄapÜ2fie auf der Brüa - betonter* Meßritac ü ■ -• nehmen Sie c. . „a meistens unanständige W^.'e und schimpfen. Haben Sie überhaupt schon einmal eine Schiffsreise gemacht? Ich meine, eine Fr ankfurt a. M., 22.Mai. An den Aktien, markten zeigten sich im Wochenverlauf gewiße Unsicherheitstendenzen, da die Derofienllichung des neuen Dividenden- und Kapttalaufitockungsgefetzes noch immer auf sich warten ließ. Dre Gefchafts- tätigteit war daher weiterhin beschränkt. Eine Ausnahme machten einige Werte, die in Erwartting von Kapitalausttockungen stark bevorzugt wurden. Zu diesen gehören u. a. VDM., die mit 276 am Wochenschluß bezahlt wurden, nachdem der Kurs Ende i)origer Berichtszeit bei 256 angelangt war. Auch oÄ Zucker konnten weiter anziehen und erreicy- ten mit 306 nach 291 ebenfalls einen Rekordstand. Conti Gummi waren dagegen weniger beachtet, wenn sie auch zuletzt mit 344 notiert wurden. Hier ist der bereits erreichte Höchststand von 349 noch nicht wieder erlangt Einiges Interesse fanden weiter Bauwerte bei geringeren Veränderungen und ZellstLffaktien, in denen namentlich Aschaffenburger stärker anziehen konnten. Die Farbenaktie sag schwankend und schloß mit 197,5. Montanaktien ustter Schwankungen ziemlich gehalten, auch Ma- r jL: ....S, ztnrrl »itlhPlr 1'101. zlm Brocken. . Als man das Geflügel servierte, gab es brinnen im Eßzimmer ein erschrockenes Kreischen, bas in lautem Gelächter verebbte. Rosa stürzte mit einer nassen Serviette in die Halle und berichtete von dem Mißgeschick. Natürlich war es Milli. Sie hatte Schütz, der gerade Wein einschenkte, angestoßen, und die Gräfin Steinmark hatte den Segen auf ihr Kleid bekommen. Auch der Aermel des daneben- sitzenden Herrn war bis zum Ellbogen naß. Gott sei Dank war es fein Rotwein gewesen, aber auch Weißwein hinterläßt Flecke. Rosa stürzte weiter. Draußen fuhr ein Auch vor, fern und gedämpft meldete sich die Klingel, und weil keiner sonst zur Hand war, öffnete Gerda die Tür vor Dr. Kempf. Er war einigermaßen erstaunt. Sein Blick, der Blitz seines Monokels traf sie wie ein Schuß. „Wundervoll!" sagte er. „Sie haben an der Tür auf mich gewartet?" „Sie kommen viel zu spät!" Gerda zeiate vorwurfsvoll auf die große, Standuhr. „Man ist langst bei Tisch." ____________ Sportverein Wetzlar 05 Meister der Gruppe Gießen-Wetzlar. DsL. Marburg — wehlar 05 2:5 (0:3). Nach diesem Spiel am gestrigen Sonntag in Marburg ist Wetzlar 05 Meister der Gruppe Gie- ßen-Wetzlar. Wetzlar muß jetzt gegen den Meister der Gruppe Dill zum Entscheidungsspiel antreten. Der Meister der Gruppe Dill steht noch nicht fest. Meisterschasten im Radfahren im Bereich XII. Am gestrigen Svnntag wurden in Gießen die Bereichsmeisterschaften des Bereiches XII aus getragen. Heiß umstritten waren die Meisterschaften im Zweier-Radball und Einer-Kunstfahren. In beiden Wettbewerben übernahm die Jugend vor den alten Kämpen im Radsport die Führung. Em erfreuliches Zeichen dafür, daß auch im Radsport der Nachwuchs nicht fehlt. Im Einer-Kunstfahren siegte Engel, Wetzlar, mit 222,2 Punkten knapp vor Nuhn, Kassel, mit 221,1 Punkten und Döpfer, Kassel, mit 216 Punkten. Im Mittelpunkt der ersten Prüfungskämpfe der deutschen Mittelstreckenläufer am Samstagnachmittag in Dresden stand der 1000-Meter- Lauf, der mit einer neuen Weltbestleistung unseres Meisters und Nekordmannes Rudolf H a r b i g (Dresden) ausklang. Harbig durchlief die Strecke m 2'215 Minuten und verbesserte damit die seit dem Jahre 1930 bestehende Bestleistung des Franzosen Jules Ladoumegue (2:23,6) um 2,1 Sekunden. Kaindl (München) und Giesen (Berlin) biteben mit je 2:24,0 Minuten unter dem erst am vergangenen Sonntag von Harbig aufgestellten deutschen Rekord von 2:24,9 Minuten. uirirt qujufuiuuh^u ; o, Rudolf Harbig ist nun dreifacher Weltrekordmann, schien- und Autowerte nicht ganz einheitlich. Am Bereits im Jahre 1939 holte er sich die Weltbest- Einheitsmarkt fielen Mainzer Aktienbrauerei etwas leistungen über 400 und 800 Meter mit 46,0 Se-1 aU5 öem Rahmen, der Kurs zog bis 170 an, fiel tauben bzw. 1:46,6 Minuten. dann aber auf 163 zurück, um später wieder auf 165 anzuziehen. Irgendwelche Gründe für diese Bewegung sind nicht erkennbar. Am R e n t e n m a r k t war die Nachfrage nach Anlagepapieren weiter rege, das Angebot jedoch knapp. Die Kittse lagen daher wenig verändert, aber meist freundlicher. In Pfandbriefen kam auch nach der Kursheraufsetzung nicht mehr Material .;,runa her Arbeit des NERL wahrend des Krle. ges und in der kommenden Friedenszeit. Nach den Erfahrungen, die in den Kriegsiahren gesammelt wurden, sieht der NERL. auch seinen zukunft-g-n Ausgaben mit voller Zuversicht entgegen. Strafkammer (Sietzen. Der O. St. und der H. Sch. beide in Gießen, waren angeklagt, durch FahrlässigkeitdenTodeines Menschen verursacht zu haben. Nach der Anklage hatte Sch. durch unvorschriftsmählge Trennung zweier Hochspanungsleitungen den Todf eines_ au* deren herbeigeführt; St. hätte durch pflichtryaßige Beaufsichtigung des Sch. diesen Vorfall verhindern können. Ein Landwirt aus Heuchelheim hatte beim Berühren des herabhängenden Drahtes den Tod gefunden. Nach dem Sachverständigengutachten haben die Angeklagten nicht vovfchriftswidng gehandelt. Der Anklagevertreter beantragte je an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat eine Geldstrafe von 150,— RM. Die Angeklagten wurden freigesprochen., Amtsaerickt Gietzen. Der ft Sri aus Duisburg hatte sich wegen Fahr- raddlebstahls zu verantworten. Er hatte an ver- iSenen Orten, zuletzt in Gießen, msgesamt 9 Fahrräder gestohlen. Der Angeklagte wurde wegen Diebstahls in 4 Fallen zu emer G e s amt aefänanisstrafe von 7 Monaten verurteilt. Strafmildernd wirkten das Geständnisund die seitherige Unbestraftheit des Angeklagten. Nicht zuletzt brachten die häuslichen Verhältnisse den Angeklagten auf die schiefe Bahn. Von der Börse. Betreuung unserer Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht bereitete durch die NSG. „Kraft durch Freude" in der letzten Woche unseren Verwundeten wieder einige frohe Stunden. An drei Tagen der Woche führte Lehrer Appel- mann von der Kreisfilmstelle in drei Lazaretten Filme vor, welche von der Landung aus Oesel, vom Bergsteigen im Allgäu und vom Wettlauf zwischen Hase und Igel Handellen. In zwei anderen Lazaretten wurde die Wochenschau und der Film „Das indische Grabmal" vorgeführt. Sing- und Spiel- scharen des BDM. und der Jungmädel erfreuten die Verwundeten mit Musik und Gedichtvorträgen. Feldpostsendungen nach Afrika. lieber die Feldpostsendungen nach Afrika bestehen in der Oeffenllichkeit noch immer Unklarheiten Es muß unterschieden werden zwischen Feldpostsendungen 1. an Wehrmachtangehörige deutscher Truppeneinheiten in Afrika und 2. an deutsche Freiwillige, die bei der italienischen Wehrmacht in Italie- nisch-Ostafrika dienen, also italienische Wehrmacht- angehörige sind. Auf die Sendungen an die erstgenannten Wehrmachtangehorigen finden die allgemeinen Vorschriften über den Feldpostoerkehr Anwendung. Die Anschriften dieser Sendungen dürfen nur den Vermerk „Feldpost", den Namen und Dienstgrad des Empfängers und die Feldpostnummer enthalten. Sonstige Zusätze, wie Afrika-Korps, Nordasrika usw. sind nicht zugelassen. Besondere Bestimmungen gellen dagegen für die zweite Gruppe, die deutschen Freiwilligen in Italienisch Ostafrika. Hier sind lediglich gewöhnliche Postkarten und bis 5 Gramm schwere Briefe zugelassen. In der Anschrift müssen unter Benutzung lateinischer Schriftzeichen der Vorname und Name des Empfängers, die Feldpostnummer und die Bezeichnung der Abteilung angegeben sein. Am oberen Rande der Anschrift ist der Vermerk „Feldpost — Posta militare“, am unteren Rande die Landesbezeichnung „Africa Orientale Italiana“ anzubringen. * ** Diphtherie-Schutzimpfung. Am morgigen Dienstag, 27. Mai, findet in der Schiller- Schule von 15 bis 16 Uhr die letzte öffentliche zweit- malige Diphtherie-Schutzimpfung statt. Der Führerrat des NS.-Reichsbundes für Leibes- 14 bis 18, Strafe_a)i 42 bw 44, b) « ms w, übunaen erledigte auf einer Tagung in Berlin eine Schweine a) 60,5, bl) 60,5, b2\ 59 5, c) Reihe^ schwebender Fragen. Im Mittelpunkt standen 54,5, e) 52,5, gl) Sauen 60,5. Marktverlauf. Alles Angelegenheiten der Organisation und der Finan- zugeteilt. leit: Strauch (Gießen), Pfaff, Ruckel s° Hausen, Schneidmüller (Watzenoorn-Stem- berq), Lotz (Wiefeck) und S ch m a n d t und Jun g Watzenborn-Steinberg, für 50jährige Sangestatig- Di? Krllik wurde ausgeübt durch Studienrat Samper und Komponist Grim (Darmstadt). Beide Gesangsrichter waren des Lobes voll über die gezeigten Leistungen. Manche zweckdienlichen Hinweise fachlicher Art wurden dankbar angenommen. Mit Freude und Genugtuung wurde der von dem Kreiskulturwart Pg. Schemel durch Kreischormeister Blaß übermittelte Dank von KdF. fürden chönen Einsatz unserer Vereine beim Lazarettsin- aen entgegengenommen, lieber 40mal fangen bis jetzt Vereine aus den verschiedensten Orten vor den Verwundeten. . Sängerkreisführer Müller schloß dann das Leistungssingen mit einem warmen Dank an die Vereine von Watzenborn-Steinberg für die gute Vorbereitung des Tages und Herrn Bürgermeister Schäfer für freundliche lleberlaffung der Volks- Halle. Ein dreifaches Sieg-Heil auf unseren Fm-rer Adolf Hitler machte den Beschluß. steuert. Kempf beobachtete sie interessiert. „Möchten Sie gern mit der Luckner nach Neuyork fahren?" Gerda stand frei in der Mitte des Raumes, chr Rückenwirbel, der sich, wenn sie mutlos die Schultern hängen ließ, zart und zerbrechlich unter der Haut bewegte, offenbarte jetzt die Biegsamkeit einer jungen Gerte. „Nein", sagte sie. „Erstens hat mir Pola gekündigt, und zweitens bin ich darauf gekommen, daß es höchste Zell ist, aus dieser Atmosphäre von Reichtum und Theater herauszukommen. Ich verfüge nicht über die nötige Stärke, um Abstand zu halten." Gerda schaute in den Spiegel, in dem die noble und kühne Kurve eines blonden Männerkopfes zu sehen war. „Und drittens" fragte er — „es gibt doch noch ein Drittens'!" Gerda zuckte die Achseln. Drinnen im Speisesaal wurde es plötzlich ganz still, und dann «begann ein Mann zu sprechen. Obwohl man in der Halle nichts verstand, was er sagte, wußte man sofort, daß cr gut - sprach, prägnant, witzig, seiner Pointen gewltz- „Wer ist bas?" „Herr Leiermann." „Hat der Mann einen langen Atem? „Vermutlich ist er bald fertig — lange Tischreden sind so' ermüdend, und Leiermann weiß das. (Fortsetzung folgt) Zankten, 5. Grau, Marineges. 1/116, mit 271 Minken und Seid, Motorgef. 3/116, mit 271 Punkten-, Hauck, Fliegergef. 1/116, mit 265 Punkten-, 7. Kley, Streifendienstgef. 1/116, mit 264 Punkten-, S. Merlau, Fliegergef. 1/116, mit 260 Punkten-, 9. Kell, Fliegergef. 1/116, mit 259 Punkten; 10. Wimmler, Marineges. 1/116, mit 254 Punkten, 11. Ruland, Bannspielfchar, mit 251 Punkten; 12. Nachtigall, Motorgef. 3/116, mit 248 Punkten und 13. Pfann, Dannftnelschar, mit 242 Punkten. Stamm 1/116: Nachrichtengefolgschaft 1/116: Beste Einzelleistungen: 1. Lang mit 228 Punkten; 2. KSbler mit 213 Punkten; 3. Schneucker mit 205 Punkten. Sieger wurden 5 HiÜerjungen. Manne- -•Mgfdjaft 1/116: Beste Einzelleistungen: 1. Cap- -5 r mit 285 Punkten; 2. Grau mit 271 Punkten; * Jtnrmlcr mit 254 Punkten. Sieger wurden 20 xtlerjungen. Motorgefolgschaft 3/116: Beste Einzelleistungen: 1. Kirstein mit 277 Punkten; 2. Seid mit 271 Punkten; 3. Nachtigall mit 248 Punkten. Sieger wurden 15 Hitlerjunaen. Streifendienstgefolg- schaft 1/116: Beste Einzelleistungen: 1. Ruhl mit 274 Punkten; 2. Kley mit 264 Punkten; 3. Chansse mit 259 Punkten. Sieger wurden 24 Hitlerjungen. Feldschergefolgschaft 1/116: Beste Einzelleistungen: 1. Ketterer mit 288 Punkten (außer Konkurrenz^ 2. Reichmann mit 232 Punkten; 3. Sanner mit 230 Punkten. Sieger wurden 13 HiÜerjungen. Flieger- gefolaschast 1/116: Beste Cinzelleistungen: 1. Hauck mit 265 Punkten; 2. Merlau mit 260 Punkten; 3. Keil mit 259 Punkten. Sieger wurden 19 Httler- jungen. Gefolgschaft 1/116: Beste Einzelleistungen: 1. Adolf mit 187 Punkten; 2. Ziemeck mit 182 Punkten. Sieger wurden 2 Hitlerjungen. Das am gestrigen Sonntag abgehaltene Le i- stunassingen war von den 22 gemeldeten Vereinen besucht Zu Beginn begrüßte Sangerkr^s- führer Müller (Gießen) die Sanger und Sanges- reunde. Das anschließende Singen nahm einen sehr guten Verlaus; die Leistungen der einzelnen Vereine waren ausnahmslos überraschend gut. Es war erne Freude, liebe alte Weisen von Silcher in vortrefflichen Darbietungen zu hören, aber auch die anspruchsvolleren Chöre fanden eine würdige Wiedergabe. Am Nachmittag versammelten sich Sanger und Hörer zur Kritik. Vorher sprach der Gau- beauftragte Dr. Schmitt (Bad-NaUheim) lAsDer- treter des verhinderten Gauführers. Dr. Schrnttt gab seiner Genugtuung Ausdruck, solche Leistungen in Kriegszetten vorzufinden. Solche vorbildliche Einsatzbereitschaft im Kreis Gießen stelle diesen Kreis an die erste Stelle im ganzen Gau. Das sei vor allem dem rcksttosen Schaffen des Sängerkreisfuhrers Müller zu danken. Das Singen an diesem Tag ei als Vorstufe für das große Gauleistungsflngen gedacht, an dem alle Vereine sich beteiligen sollen, yie eine bessere Note als 2 erhalten haben. Dann wurden durch den Gaubeauftragten eine Reihe verdienter Sänger geehrt. Für 40jährige Sgngestatig- Nun stehen die ^letzten Vier" in der deutschen Fußballmeisterschaft endgüttig fest. Zu VfL. 99 Köln und Rapid Wien haben sich erwartungsgemäß noch der Titelverteidiger Schalke 04 und der vorjährige Endkampstellnehmer Dresdner SC. gestellt, so daß für die Vorschlußrunde am 8. Juni alles klar ist. Wir wiederholen noch einmal die von der Reichssportführung angesetzten bzw. ausgelosten Paarungen: Schalke 04 — VfL. 99 Köln Dresdner SC. — Rapid Wien. In Kürze dürfte Berlin auch die beiden Kampforte bekanntgeben, bekanntlich wird in neutralen Städten gespielt. VR. Gleiwitz und Hamburber SV. haben es also bei den Rückspielen in heimischer Umgebung nicht Gredler steckte die Hände in die Taschen seiner wetten Frackhose und gab keine Antwort. Er dachte nicht gern an die Umstände bei Alwines Tod. Bevor Polas Gefolge damals das Züricher Hotels verließ, waren zwei Scheuerftauen des vierten Stocks in frühester Morgenstunde durch das sonderbare Tun eines Gastes in Erstaunen geraten. Durch die Türspalte einer versteckten Kanuner, wo man die Stiefel putzte, beobachteten sie einen Herrn, der in farbentollem Pyjama nachdenklich den leeren Korridor enllangwandette, um gerade dort, wo der Gang ein Knie bildet, Aufstellung zu nehmen Es war in der nächsten Nähe des Dahrstuhlschachtes, wo tags zuvor die arme Dame hinunterstürzte die beiden Frauen waren besorgt, ob der nachdenkliche Herr nicht vielleicht die Absicht habe, den Lift zu benützen, obzwar natürlich die Gittertur gesperrt und von der Polizei versiegell war. Ader der Herr tat nichts dergleichen. Er tanzte nur eine Viertelstunde lang an der Biegung umher und sah aus, als suche er einen bestimmten Standplatz, der es chm ermöglichte, beide Setten des Ganges zu übersehen. Als er dann endlich ging, hatte er nichts von seiner Ve^sonnenhett eingebüßt. Dieser versonnene Herr war Gredler gewesen. Gredler, dem nichts entging und der sich über alles Gedanken machte. Pola hatte damals an der Biegung des Ganges gestanden, und Pola war nicht so kurzsichtig, wie die unglückliche Alwine, im Gegenteil, Pola hatte scharfe Augen. Sie hätte-- melleicht---. Nein, Gredler dachte nicht gern an die Umstände bei Alwines Tod. — — Draußen in der Halle machte Schütz die Fenster wieder zu und begann, in allen Zimmern die Luster anzudrehen. Zchn Minuten später tarnen die ersten Gäste. Es kamen viel zu viel Gäste. Trotz aller Vorsorge und Berechnung zeigte sich's, daß man dem Ansturm nicht genügend gerüstet gegenuberstand. Das kam daher, weil jeder, der in engeren Be- „Unsinn!" sagte Gerda. „Warum soll dich Pola schneiden? Sie nennt dich ,den guten Bürger', aber heute hat sie für gute Bürger keine Zeit, heute mutz sie den unangenehmen Zeitgenossen Honig um den Mund schmieren." v , .. Der Kellner tauchte auf und verkündete mit Strenge, es sei halb neun Uhr durch. Ob man nun endlich anfangen könne zu servieren? Gerda schickte Paul weg. Sie half Rosa die hohen italienischen Kerzenleuchter auf der langen Tafel anzünden und drehte den Kronleuchter ab. Nachher stand sie noch eine Minute lang allein im Zimnur uni) überblickte den Tisch. Silber, Blumen und Spitzengedecke, die stillbrennenden Kerz?nflammen jpiegetten sich in der glatten Vertäfelung der Wä^e. lemma) eme Kl|B w ......... Als Rosa die große Flügeltür für die Gaste öffnete, Y-- ^ßi|e _ Amerika — Ostasien oder so.- ging Gerda durch eine Seitentur hnwus. -- Wenn eine junge Frau, die ein sehr frhh.-es Kleid auf dem Leib hat und mit beremf^em Mißtrauen in die nächste Zukunft blickt, em)am in einer Halle steht, während nebenan fechsundfünszig wohlgelaunte Menschen mit erheblichem Gelächter und Radau speisen, wird sie sich enterbt vorkommen und mit sich selbst tiefes Milleid, wie einen würgenden Brocken, im Hals verspüren. Gerda kam fick) enterbt vor, und sie spürte den !le - Köln - Rapid - Dresden Oie Meisterschafts-Vorschlußrunde im Fußball. ’ Del Sib vH»! U °>e"' > ij r 'n 11111 ■ Lun alle |M beend iM E, | IrJiiN 11 M l)l« Iti ens i U denn W W ®’! II F Ifcji, nur t jii gröhere j jjrf niil gji.'iieflung jf ien feb i i.lBinmt 21 beit ifflcren, i 8 ijin jrül)1 ? Der Zu !L' deni herum. Ne j j liöonnci g I.: mit dl \ iii der glei Bhilif) uni ur neu, mi | oder grien in Irchniütze Mahlen f 8fne alte \ ilic.’n mit llWitte < l jichtend Of'tr an. g |ra«, die i. nbar 1 ütciie bai j Uchulglob i Üaierten Witen. E i ififigt ihn ifeine vM Zi uuniten nt moch für Ncbhabe We neck W richten i, sie < j nie vor , feiten fli ! ftno, sie Ulrichen S M verlie Mkorb I |»i(ere Sc I h an. 1 ■ rimegt bi JcJtoffe Vsth langsa 1111 Gebar y-' Nljen n ,ea' hem J r hhmer füt W^ssiuc H _ 'M bar Me n( WM , Tals jg-'ljöoge iErt'oem ? N yrrt> । Speise !SVd) 1?N ul w al BL r niett beide. LIen L°l * ! ük/^enbe h^Niiii -Ä j jp sind, I fr* b; fej llldNil K Ife'Nei । ^ten