Mittwoch. 2b. Mär; Ml A Jahrgang Nr. 12 ien Reichsstatthalter Sprenger ÜNcktN als Wettproblem >ch rktnitd» r (Stuft Jugoslawiens Beitritt zum Dreimächtepakt die jugoslawische Regierung folgende glelch- Unser Bildtelegramm zeigt Ministerpräsident Zwetkowitsch beim Abschreiten der Front der Ehrenkompanie vor dem Bahnhos in feien; gmrz lmk^Reich-minister de- Auswärtigen von J ' Ribbentrop. — (Scherl-Bilderdienit-M.j, UM, |f, 6« Du tf lUfltti M)iu jr.kli von ft zeit,d * irr* ifterliM C. M 8:1, d« 1 mit 5:1 mar tri lenblM vorgesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen Fragen behandeln, die die Interessen Jugoslawiens bführen, werden zu den Beratungen bet Konünissionen auch Vertreter Jugoslawiens herangezogen werden./ Artikel 3. Der Wortlaut des Dreimächtepaktes ist diesem Protokoll als Anlage beigefügt. Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italienischer, japanischer und jugoslawischer Sprache abgesagt, wobei jeder Text als Urschrift gilt. Ls tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächke- pakl richteten die Regierungen der Achsenmächte an rer der Rational-Sämling in Rorwegen Staatsrat Quisling, den Leiter der Rationalsozialistischen Bewegung in Holland M u s s e r t sowie den Vertreter der dänischen nationalsozialistischen Arbeiterpartei und eine Abordnung führender Persönlichkeiten der flämischen Erneuerung. Unter den deutschen Ehrengästen konnte Gauleiter Sprenger die Gauleiter Sauckel, Florian, Egge- ling und Lauterbacher, sowie die Vertreter der Reichsdienststellen und Gliederungen der Bewegung, die Vertreter des Staates und die Vertreter der Wehrmacht, insbesondere Generalleutnant Reinecke als Vertreter des Ehefs des Oberkommandos der Wehrmacht, ferner die Direktoren deutscher Hochschulen und Vertreter des deutschen Geisteslebens, unter diesen den alten Vorkämpfer des Rassengedankens, Professor Dr. Hans Günther, und Geheimrat Eugen Fischer begrüßen. Rach einer kurzen Begrüßungsansprache des Frankfurter Oberbürgermeisters Staatsrat Dr. Krebs hielt Reichsleiter Alfred Rofenberg einen Vortrag über, das Thema „Rationalsozialismus und Wissenschaft-. Der Staatsakt - im Wiener Belvedere Das Institut zur Erforschung der Iudenfrage. Als Außenstelle der Hohen Schule von Reichsleiter Alfred Rosenberg in Frankfurt feierlich eröffnet. er n$ ein Dai« i mit 3m Daudm jen N Daubr egte n:i ieten b die N och ibeballr. -istechi ewichi' in ft« ni (DeuG PD. Frankfurt a. Al., 26. März. Im Bür- aal des Frankfurter Römer wurde am heutigen twochvormittag die erste Außenstelle der hohen ule der RSDAP., das Institut zur Erforschung Judensrage, durch Reichsleiter Alfred Rosenberg Anwesenheit des Gauleiters Reichssiatthalter renger sowie zahlreicher in- und ausländischer engäsle feierlich eröffnet. Gauleiter lautende Rote: Herr Ministerpräsident! Ramens und im Auftrage der Deutschen Regierung habe ich die Ehre, Euerer Exzellenz folgendes milzuteilen: Aus Anlaß des am heutigen Tage erfolgten Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächtepakt bestätigt die Deutsche Regierung ihren Entschluß, die Souveränität und die territoriale Integrität Jugoslawiens jederzeit zu respektieren. Genehmigen Sie, Herr Ministerpräsident, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. (gez.) Joachim von Ribbentrop. Herr Ministerpräsident! Mit Beziehung auf die Besprechungen, die antäh- alles )ört hakt. oaren ® )ie E «*? enntß bttrühte zunächst den Reichsleiter, sowie die >Rn|Z|........ “ --------—K r9 It:' ,k iboitr. 3. Wil Dfhn^: ■ Nöii rnlvrechanschluü 2251 ahtansmrift. „'Anzeiger" Ittoetf 11686$Vranff. M Gauleiter! durch politische Machtmittel geknebelt, sondern im Gegenteil einer neuen Forschung freie Bahn geschaffen. Der Neichsleiter wies auf die doktrinäre Haltung der Demokratie hin, die bestimmte weltanschauliche Behauptungen wie z. Bi die Gleichheit aller Rassen vertrete und andern Anschauungen keinen Raum mehr gewähre. „Weder auf Universitäten noch in der Presse Amerikas oder Englands können heute andere Ansichten wirksam vertreten werden als die, die den Besitzern der größten Vermögen der Demokratien bequem erscheinen." Der militärische Kamps einiger großer Demokratien gegen das erwachende Europa sei nur der letzte Versuch, eine neue Weltanschauung und eine neue freie Forschung z u unterdrücken, die der Herrschaft des Geldes gefährlich werden könnte. Historisch gesehen, werde man einmal den Kampf der Demokratien gegen die » Rassenerkenntnis auf die gleiche Stufe stellen wie : den Kampf des Jnquisitionszeitalters gegen die er- • wachende nationale Kultur und das persönliche . Selbstbewußtsein der europäischen Völker. i Demgegenüber werde der Nationalsozialismus der - gesamten exakten Naturwissenschaft und Technik l nicht die gering st en Hindernisse in den - Weg stellen: ganz im Gegenteil, es werden alle Forscherenergien sich hier auswirken können: denn es fei nicht Aufgabe der nationalsozialistischen Artikel 1. , Dngoftaroien tri« dem am 27. Sq>tem6et l940 » Berlin unterzeichneten Dreimächtepakt Zwischen vmilschland, Italien und Japan bei. Artikel 2. Sofern die im Artikel 4 des Dreimächtepaktes Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummbr biS8*/,Ubr deS Vormittags Anzklgen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rpf. le mm bei 22 mm Aeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Seilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift < vorherige Vereinbarung) 25’ n mehr -- ht Übel' -'S ’> jtDiinö “W Wcdemi täglich, außer ' G nntagS und feiertags nit h «Klage«: Die Illustrierte kn/ Gießener Familienblätter ZmmtnnBildDieScholle u! ^ Nanats-Bezugsvreis: a.3’ Ml 4 Beilagen RM. 1.95 ^ ; !vbneIllustrierte • 1.80 ertT'ü z Zustellgebühr. „ -.25 lenltr mich bei 'Richterschemen Hgon einzelnen Nummern 1 folge höherer Gewalt Jflm renger sowie Oberbürgermeister Staatsrat | 3)r Krebs für die Unterstützung bei der Ernch- tu q des Institutes. Besonderer Dank gelte dem Kchsschatzmeister der NSDAP. Reichsleiter Schwarz, der in großzügigster Weise sich der Ge- sMtfinanzierunq und Gesamtverwaltung der kom- I Mnden Hohen Lchule und ihrer Außenstellen ange- I Bürmen hat. Entsprechend dem Auftrage des Fuh- keis werde die Hohe Schule einmal „die.z en träte Satte der nationalsozialistischen Forschung, Lire und Erziehung" darstellen. EN Me *in’ tncliae Aufgabe in vollem Ausmaße ihre volle Verriß klichung erfährt, werden in verschiedenen Städten Lu h e n st e 11 e n der Hohen Schule errichtet Durch W Errichtung dieser Außenstellen als Forschungs- Üihhite werde die spätere Zentrale der Hohen ■foule weite Kreise des deutschen Volkes unmittel- tc- an ihrem Wirken teilnehmen lassen. Zugleich acebe sich eine nahe und loyale Zusammenarbeit mt den deutschen H o ch s ch u l e n, da ia dle Leiter urD Mitarbeiter' der Institute zum großen Teil zu- Aiith auch Professoren an diesen Hochschulen sein w;rben. Mit der Errichtung der Hohen Schule habe bi. nationalsozialistische Bewegung zum erstenmal d-wußt und dienstlich, für große Gebiete eme Ver- a'twortung für deutsche Forschung und Wissenschaft übernommen. Damit werde nicht die freie Forschung 3« der Front der jungen Völker. Vor einigen Monaten ging ein wunderschönes Geschichtchen durch die Presse: der inoffizielle Gesandte des amerikanischen Präsidenten, ein Herr Donovan, der Rechtsanwalt und Oberstleutnant dazu ist, hatte auf einer Animiertour durch den vorderen Orient und den Balkan in Einern Sofioter Animierlokal seine Brieftasche verloren und merkte den Verlust erst, als er im Schnellzug nach Belgrad saß, um auch dort seine Lockrufe des Neuyorker Börsenkapitals loszuwerden. Das Geschichtchen war zu schön, als daß nicht die ganze Welt gelacht hätte ... über diesen Mister Donovan, der die ganze Ueberlegenheit der „westlichen Hemisphäre" auf den Balkan bringen wollte und sich dann höchst undiplomatisch, aber nach besten Kräften blamierte. Sein Herr und Meister, Präsident Roosevelt, hat am 14. März 1941 die Ausdehnbarkeit des Englandhilfe-Gesetzes auf jede Macht proklamiert, die künfüg irgendwie der „Aggression" Widerstand leisten werde. Um keinen Zweifel über den inneren Sinn aufkommen zu lassen, erschien die „New $ort Herold Tribüne" mit der Balkenüberschrift: „Roosevelt deutet U5^.°Hilfe für Iugslawien und Türkei an, falls sich diese zum Kampf entschließen." Ein amerikanischer Militärsachverständiger rechnete bereits heraus, daß Griechenland, die Türkei und Südslawien allein 3,5 Millionqp Soldaten gegen k Deutschland in Marsch setzen könnten. Der amerikanische Gesandte in Belgrad, Arthur Bliß - Lane hat sich als englischer Hilfsbotschafter in Belgrad aufgeführt und Präsident Roosevelt hat außerdem eigene persönliche „Botschaften" an hervorragende Persönlichkeiten Südslawiens gerichtet. Nach der Schilderung dieser Blüten am grünen Zweig der USA. ist es kaum noch nötig, von dem tauben Holz am trockenen englischen Reis zu reden. Eden hat von Ankara und Athen aus alle Register in Belgrad gezogen, fein Gesandter wurde unverschämt und' Churchill selbst befleißigte sich auf einer Diner- Ansprache eines mehr rauhen als herzlichen Tones. Es war alles vergeblich. Südslawien hat nicht die Waffen ergriffen, hat kein Kontingent zu der 3^-Millionen-Armee gestellt, die vom Südosten her Deutschlands Flanke aufreißen sollte, sondern am 25. März 1941 den Dreierpakt u n - terzeichnet. Der realpolitische Sinn der jugoslawischen Staatsmänner konnte ihre Entschlüsse allein nach den Lebensinteressen des Staates bestimmen, die deutlich genug den Anschluß an Mitteleuropa und das System des Dreimächtepaktes fordern. Jugoslawien hat oft genug die undankbare Rolle empfunden, die ihm oie Siegermächte von 1919 zugedacht hatten, in der Kleinen Entente zur Bewegung an sich, etwa über kosmophysikalische Experimente oder über Atomforschung dogmatisch urteilen zu wollen. Unser großes Schicksal lege uns aber die Verpflichtung auf, den biologischen Gesetzen und den seelischen Geboten der Völker und Rassen nachzugehen und alle jene Mächte des Lebens ehrfürchtig anzuerkennen, die inmitten des deutschen Volkstums waren. „Diese Haltung der nationalsozialistischen Bewegung zur exakten Naturforschung einerseits und zum Schicksal des deutschen Menschen andererseits um- schre'kbt die unmittelbaren Beziehungen zwischen Nationalsozialismus und Wissenschaft. Inmitten jener Probleme, die das Leben uns unmittelbar gestellt hat, stehe die Judenfrage. Wenn unsere Generation durch Instinkt und letzte Einsicht diesen Dämon des Verfalls in Deutschland ausgeschaltet habe, so erwachse ihr nunmehr die Pflicht/ sich ein Gesamtbild des jüdischen Wirkens im Zusammenhang mit den anderen Völkern au bilden und allen irgendwie faßbaren Urkunden über die jüdische Wirksamkeit, namentlich in den letzten 200 Jahren, nachzugehen. Die Bibliothek des Frankfurter Instituts zur Erforschung der Juden- fiage sei heute schon die größte der Welt, die sich mit dem Judentum befasse. Sie werde noch in ganz entscheidender Weise vergrößert werden. Zahlreiche Forscher würden hier die Möglichkeit erhalten, in planvoller Weife und an Hand unbestechlicher Urkunden und genau belegter Aeußerungen alle Unterlagen durchzuarbeiten, die ein unbestechliches Bild von der Wirksamkeit des Judentums ergeben. Wir haben im Unterschied zu den Demokratien die Ergebnisse der Auswirkung des jüdischen Wesens und seiner letzten Periode besonders wirklich beobachtet, die Giftigkeit des jüdischen Blutes im Verlauf einer langen Geschichte streng erfahrungsgemäß festgestellt, wie man auch Gifte in gewissen Pflanzen feststellt, und nun nach diesem schmerz- l)aften Experimentieren an ganzen Volkstümern die Konsequenzen zum Schutze des arteigenen Blutes gezogen. Mag manches Urteil unserer kommenden Forschung vielleicht etwas anders ausfallen, als es im Kampf geschah, das sei nicht entscheidend: alles solle gewissenhaft verbucht und verarbeitet werden. Damit werde die deutsche Forschung auf einem bestimmten historischen und biologischen Gebiet auch den anderen Völkern jene hier begründeten Erkenntnisse vermitteln, die bei uns schon den Weg politischer Tat erreicht, die aber doch noch vielfach ihre letzte Begründung nicht gefunden haben, ja zum Teil noch inmitten heftiger Kämpfe stehen. Reichsleiter Rosenberg erklärte dann die „Außenstelle der Hohen Schule, Frankfurt a. M., Institut zur Erforschung der Judenfrage" auf Grund der ihm vom Führer erteilten Vollmacht für gegrün - d e t und ernannte zu ihrem wissenschaftlichen Leiter einen jungen Forscher, den Parteigenossen Dr. Wilhelm- Grau. lich des heule erfolgten Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächtepakt flattgefunden haben, beehre ich mich. Euerer Exzellenz namens der Reichsregierung hiermit das Einverständnis zwischen den Regierungen der Achsenmächte und der Königlich-Jugoslawischen Regierung darüber zu bestätigen, daß die Regierungen der Achsenmächte während des Krieges nicht die Forderung an Jugoslawien richten werden, den Durchmarsch oder Durchlransport von Truppen durch das jugoslawische Staatsgebiet zu gestatten. Genehmigen Sie, Herr Ministerpräsident, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. sgez.) Joachim von Ribbentrop. Empfänge beim Führer. Der Führer war Dienstag mittag in Wien eingetroffen. Die Wiener Bevölkerung bereitete dem Führer einen begeisterten Empfang. Der Führer, in dessen Begleitung sich die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann befanden, wurden vom Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall K e i t e l, dem Gauleiter und Reichsstatthalter v. S ch i r a ch sowie dem (Bauleiter und Reichsstatthalter von Niederdonau, Dr. Jury, begrüßt. Der Führer gab mittags im Schloß Belvedere aus Anlaß der Aufnahme des Königreiches Jugoslawien in den Dreimächtepakt in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop einen Empfang, an dem der jugoslawische Ministerpräsident Zwetkowitsch, der jugoslawische Außenminister Gincar Markowitsch, der italienische Minister des Aeußeren Graf Ciano, der japanische Botschafter O s h i m a , der italienische Botschafter 211 fier i, der jugoslawische Gesandte Anöri c, der ungarische Gesandte von Sztojay, der slowakische Gesandte Cernak, der rumänische Gesandte B o s s y , der bulgarische Gesandte Sraganoff, ferner der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel, Reichspressechef Dr. Dietriche Reichsleiter Bormann, Reichsstatthalter Reichsleiter von Schirach, der deutsche Botschafter in Rom von Mackensen sowie führende Mitglieder der Delegationen der Regierungen 'des Dreimächtepaktes teilnahmen. Nachmittags empfing der Führer in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den jugoslawischen Ministerpräsidenten Zwetkowitsch und den jugoslawischen Außenminister Cincar Markowitsch. Die Besprechung über gemeinsam interessierende Fragen verlief im Geiste der traditionellen freundschaftlichen Verhältnisse zwischen Deutschland und Jugoslawien. Der Führer empfing auch iw Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Königlich Italienischen Außenminister Gras Ciano zu einer längeren Unterredung, die im Geiste der alten Freundschaft zwischen Deutschland und Italien verlief. An der Besprechung nah- men auch der Königlich Italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, und der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen, teil. ipräfenfanlen der verschiedenen Regierungen und t hier verlrleleuen Erneuerungsbewegungen der keinen Länder, u. a. den Innenminister der floroa- nen Regierung Alexander Rlach, die Vertreter s ungarischen Regierung Staatssekretär General- Lektor L o v a c z und Sektionschef van k u t t - ' W f|r, die Vertreter der rumänischen Regierung, an bag r been Spitze Minister a. D. Professor Lu za, als infam Drfreier Bulgariens den Abgeordneten des bulga- R| Men Reichstags Schischkoff, weiter den Füh- flWFj T ‘ NI 4 Das Judentum 4 Linleitend dankte der Reichsleiter Gauleil N s»renaer sowie Oberbürgermeister Staats» Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen S*rteie6en.9$4>ilftra6e 7-9 Wien. LS. März. (DRB.) Abermals im Saue «n weniger als vier Wochen wurde da- Wiener s-lv-dere - Schloß am Dienstag zum Schauplatz iit.es Aktes von weittragender Bedeutung. 3" ben Wichen Räumen, wo erst am 1. Marz der Beitritt Klgariens zum Dreimächtepakt vollzogen wurde binte der Reichsaußenminister den lugostawstchen SI nisterpräsidenten Zwetkowitsch und den Koslawischen Außenminister Cincar Marko- tsch willkommen heißen. An der Seite des »ichsaußenministers waren zum Akt Unter- !-chnung erschienen der italienische AußenmiNl er 0raf Ciano, der japanische Bot^iafter Ä v!hima, der italienische Botsckaftor m Berlin. 6ieD 5 fi«ri, der jugoslawische Gesandte 21 n6 rtc Kfeer ungarische Gesandte Szto jay, der ramsche ft »bisandte Bosfy , der bulgarische Gesandte D r a «c n ofs und der Gesandte der Slowaker C er not t ; Kt» hpr Sttilofffreibeit des Belvedere hatte eme >r ; khrensorm^üon der Wehrmacht Ausstellung genom. frrei ; n!n Auf der blumenqeschmuckten großen Treppe M01!-. Ks Schlosses begrüßte der Reichsaußenminister: die beugt. W | Staatsmänner und Gesandten der fremden Machte hatte. nn3 geleitete sie in den Gelben Saal. Mellur Der Reichsaußenmini st er erklärte dann J V* n«iner Ansprache, daß die Königl^-Iugoslawische Kiner zinipruaje, uuD u.i ~ Nietung den Wunsch ausgesprochen habe, dem d,Simächtepakt beizutreten, und daß die IM Drei d-chtepakt verbündeten Großmächte und die ihnen mzeschlossenen Staaten llbereingekommen seien, e« Wunsch der jugoslawischen Regierung zu ent- ?,«chen. Anschließend wurde das Protokol fet den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt e lesen. Nach der Unterzeichnung des Protokolls °o der jugoslawische Ministerpräsident Zwet- r witsch eine Erklärung seiner Regierung ab. Ihr Reichsaußenminister begrüßte !°dann Jugofla. »I.n mit herzlichen Worten als neues Mitglied des dieimächtepaktes. Das Protokoll. ! Problems das Ansprache behandelte der Minister die einer Neuordnung Europas. Ili.fet D-U ° Diiner a enb I suden |tn ®re |ie staat teutfd und) not Wen die fcon Fre Men war Dd ins ist. Ein sehr ähnlicher Schulterumhang, der aus vier Reh feilen zusammengesetzt ist, wurde bei der Moor> leiche aus dem Ruchmoor bei Damendorf in Schleswig-Holstein gefunden, die, wie die ostpreuhische dis Leiche eines jungen Mädchens aus der älteren Eifeiv zeit ist. C. K. Nach einer Meldung aus Port of Spain wurde eine hundert Mann starke Abteilung Marine-Infanterie der Vereinigten Staaten «in Trinidad gelandet. Es handelt sich um das erste Kontingent der O8^.-Besatzung für den Stützpunkt, den England den Vereinigten Staaten auf der Insel überließ. Die rOdj der Etril* 1 vas A auf dem Boden des Hauses! Die eine Treppe war schnell erklommen, die Tür zersplitterte vor seinem gewaltigen Fußtritt, und mit einem Hanogrgi schraubte er geistesgegenwärtig die Sicherung des elektrischen Stromes heraus. Im gleichen Augenblick blieb natürlich auch der Fahrstuhl stehen, glücklicherweise gerade zwischen zwei Stockwerken. Der Einbrecher saß nun in der Falle, aus der ihn erst die berbeigeholte Polizei befreite — allerdings nur, um ihn hinter zweckmäßigere Gitter zu bringen I« Maisuoka im Sonderzug derReichs- regierung aus der Fahrt nach Berlin. daß für Schäden, die sich hieraus ergeben, von Deutschland reine Verantwortung übernommen werden kann, gilt nunmehr für Diem •e uer gr mrjprid vollzieh »och ' OEuropt Ruck i flt> tii N«, erweiterte Operationsgebiet. Irlands Neutralität. Eine Botschaft de Baleras an Amerika. Dublin, 25. März. (DNB.) „Die unnatürliche Trennung von 6 unserer Grafschaften von dem übrigen Irland ist immer noch einer der entscheidenden Gründe für Irlands Neutralität", erklärte de Valera in einer Botschaft an Amerika anläßlich des St.Patrick- tages. „Ein kleines Land, wie das unsrige, das Jahrhunderte hindurch den Aufsaugungsversuchen des Empire widerstanden hat, und das feine nationale Eigenheit zu behalten wünscht, tr i. Auf einer Arbeitstagung des Hauptpersonalamtes der NSDAP, sprach nach OberÄienstleiter Mar- re n b a ch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Reichsminister Dr. Goebbels empfing zwölf Hauptschriftleiter Schweizer Zeitungen, die auf Einladung der Reichsregierung eine Studienreise durch Deutschland machen. In einer längeren H MM her |ei hrbeu: Mts i Mn u ^tn £ J®0ll Ns t te St ? Qng s«? I kl» 6ln« "•«I Mei Ijletf;1 Haiuie Oer Aufzug als Oiebesfalle. Durch die Geistesgegenwart des Bewohners eines wolkenkratzerähnlichen Neubaues in Stockholm gelang die Festnahme eines langgesuchten, gefährlichen. Einbrechers. Dieser hatte in Erfahrung gebracht, daß. der neueingezogene Mieter des obersten Stockwerkes, ein reicher Edelsteinhändler, vorerst der einzige Bewohner des großen Baues war, da die anderen- : Mieter erst in der folgenden Woche einziehen soll» । teu; nur der Hauswart bewohnte im Erdgeschoß ein paar Räume. Diese Kenntnis machte sich der Verbrecher zunutze, indem er an einem Sonntag gege» 10 Uhr früh das Gebäude betrat und mit dem selbst! zu bedienenden Aufzug bis in das oberste Stockwerk fuhr. Dort verschaffte er sich unter irgendeinem Vorwand Einlaß in die Wohnung des Händlers, den er plötzlich niederschlug, knebelte und fesselte. Darauf ging er seelenruhig ans Werk, raubte die Wert- | fachen und das Bargeld, um dann das Weite zu suchen. Inzwischen hatte der Ueberfallene unbemerkt seine Fesseln zu lösen vermocht, und kaum war de« Verbrecher aus der Wohnungstür und in den Fahrstuhl getreten, als der Edelsteinhändler sich vollends befreite und ihm nachstürzte. Doch er kam zu spätt der Einbrecher fuhr bereits hinunter. An Einholen war nicht zu denken, selbst wenn er in rasender Eile das Treppenhaus hinabgelaufen wäre. Da kam dem Beraubten ein rettender Gedanke: die Hauptficheruntz chnell erklommen, die Tür zersplitterte vor sem«n Jhi gewaltigen Fußtritt, und mit einem Handgriff s ........... ft Malkinia, 26. März. (DNB.) Japans Außenminister Matsuoka traf mit seiner Begleitung in bar Nacht zum Mittwoch mit dem fahrplanmäßigen Zuge von jenseits der deutsch-russischen Jnteressen- grenze auf deutschem Hoheitsgebiet in d e r Grenzstation Malkinia ein. Der Bahnhof trug reichen Tannengrünschmuck, und die Fahnen des Reiches sowie des befreundeten Japan leuchteten, von Scheinwerfern an gestrahlt, von hohen Fahnenmasten. Als der svwjetrussische Zug einsuhr, spielte ein Musikkorps des Zollgrenzschutzes den Präsentiermarsch. Matsuoka wurde beim Verlassen des Wagens von Botschafter Stahmer im Namen des Führers und der Reichsregierung auf das herzlichste willkommen geheißen. Botscdäster Stahmer stellte dem Gast dann den deutschen Ehrendienst vor, zu dem der Stabsleiter des Derbindungsstabes des Stellvertreters des Führers, ^-Oberführer Stenger, und Oberst Matzky gehören. Matsuoka, in dessen Begleitung sich u. a. der Direktor, der Europäischen und Westasienabtei- lung des japanischen Außenministeriums, Tamao Sakamotu, befand, begab sich nach Begrüßung der Mitglieder des deutschen Ehrendienstes in das Diplomatenzimmer, wo er sich bis zur Abfahrt des von der Reichsregierung zur Verfügung gestellten Sonderzuges aufhielt. Pünktlich um 1.45 Uhr setzte sich der Sonderzug zur Fahrt nach der Reichshauptstadt in Bewegung. Vorher hatte der japanische Gast mit seiner engeren Begleitung auf Einladung des deutschen Ehrendienstes und der in Malkinia amtierenden Beamten der deutschen Ostbahn im Diplomatenzimmer des Grenzbahnhofes eine kleine Erfrischung eingenom- Ein ostpreußisches Mädchen vor 2500 Zähren. Im Juli 1939 wurde in einem Wiesenmoor bei Dröbnitz im Kreis Osterode, etwa 10 Kilometer südwestlich vom Tannenberg-Denkmal, von einer Arbeitsdienst-Abteilung eine Moorleiche auf gefunden, die erste ihrer Art m ganz Ostdeutschland, die durch das Landesamt für Vorgeschichte in Königsberg einer umfassenden Untersuchung zugeführt wurde. Aus einem Bericht über die Ergebnisse, den Professor Dr. W. La Baume in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" veröffentlicht, geht hervor, daß es sich um die Leiche eines zwölf- bis vierzehnjährigen Mädchens handelt, die etwa aus der Mitte des letzten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung stammt. Dabei brachte die chemische und botanische Untersuchung des Magen- und Darm- inhalts eine besondere Ueberraschung. Der Hauptbestandteil des Mageninhalts ist Wüdgemüfe, das aus verschiedenen Kräutern zusammengesetzt ift den Hauptteil daran haben Lungenkraut, Kreuzblütler, wahrscheinlich Hirtentäschelkraut, und Ampfer. Sonstige Pollenkörner von Huflattich, Hahnensuhge- wächsen, Habichtskraut, Hasel, Birke und Erle wurden nur in geringen Mengen gefunden, und es wird angenommen, daß sie durch Wind oder Insekten auf die gegessenen Pflanzen gekommen find. Der übrige Speisedrei hat aus Erbsen, Weizenmehlbrei, etwas Fleisch und viel tierischen Fetten bestanden. Unter den Weizenresten sind Spelzen erkennbar, es muß also Mehl von nicht naher bestimmbarem Spelzweizen Vorgelegen haben, und zwar nach der guten Erhaltung der Zellgefüae als Mehlbrei, nicht als Brot. Das Mädchen von Dröbnitz war in einen Pelzmantel eingewickelt, der ein wichtiges, seltenes Fundstück darstellt. Der Mantel besteht aus vier Schaffellen, die mit sehr sorgfältigen, überwendlichen Nähten aus feinen Ledernernchen zusammengesetzt sind; der obere Rand ift gehört eit, und es sind eine Oese und ein schmaler Riemen an gesetzt, der zum Verschluß des Mantels durch diese gezogen wur«. Der Mantel ist sehr lange getragen worden, das beweisen zahlreiche Lederflicken, die mit groben Steppstichen aufgesetzt sind, und ein Riß, der kbräg von oben nach unten hindurchgeht und notdürftig geflickt Abreise der jugoslawischen Minister. Wien, 25. März. (DNB.) Der jugoslawische Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch und der juao- slawische Außenminister Cincar-Markowirsch verließen Dienstag abend im Sonderzug Wien, um sich nach Belgradzurückzubegeben. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete die jugoslawischen Staatsmänner zum Bahnhof, wo er sich von ihnen herzlich verabschiedete. Um 19 Uhr verließ auch der italienische Außenminister Graf Ciano im Sonderzug Wien. Er begab sich nach herzlicher Verabschiedung von Reichsauhenminister von Ribbentrop, der den ita= mn Außenminister zum Sckckerzug geleitete, allen zurück. Cöens Fiasko aus dem Balkan Peinliche Ueberraschung in London. Stockholm, 26. März. (DRV. Funkspruch.) Der Sieg der deutschen Politik in Belgrad hat in England eine peinliche Ueberraschung bereitet In konservativen Kreisen Englands wird ohne weiteres zugegeben, daß Großbritannien durch Jugoslawiens Eittscheidung zu Gunsten der Achse eine politische Schlacht auf dem Kontinentver- ioren hat. Jugoslawiens fester Entschluß, fortan aktiv an der Gestaltung her neuen Verhältnisse Europas in der Linie des Dreimächtepaktes teil» Eehmen, wird, so befürchtet man in London, it über den Nahen Often hinaus für /land die schwersten Nachteile haben. Am pein- lichsten wird die Tatsache erachtet, daß Außenminister Eden ttotz wochenlanger persönlicher Wer- hung gegen Jugoslawien wieder ein ebenso schweres &le folgenreiches Fiasko erlitten hat.___________ konnte nur den Weg der Neutralität in diesem Kriege wählen. Kein anderer Weg hätte die nötige Einigkeit und gemeinsame Anstrengung des Volkes sichern können." De Valera legte Nachdruck darauf, daß die überwältigende Mehrheit der Irländer in Frieden zu leben wünscht. Es hat uns Jahrhunderte lang Anstrengungen gekostet, unsere Unabhängigkeit zurückzuwinnen und wir sind entschlossen, sie nicht wieder zu verlieren. Manöver der schwedischen Wehrmacht. Stockholm, 25. März. (DNB.) In der vergangenen Woche fanden in der Gegend von Arvika in der westschwedischen, an Norwegen grenzenden Provinz Värmland unter Leitung des Generals a f Edholm und in Anwesenheit des schwedischen Kronprinzen, des Prinzen, Gustav Adolf und des Oberbefehlshabers der schwedischen Wehrmacht General T h o r n e l l Manöver statt. An den Manövern nahmen auch Skiläufer, Panzerverbände, Fallschirmjäger und Teile der Luftwaffe teil. Unterlegene rote Streitkräfte hatten die Aufgabe, den Vormarsch in südlicher Richtung vorstoßender überlegener blauer Streitkräfte au foul) alten. Das Manöver endete unentschieden. Die von Norden kommenden blauen Streitkräfte waren an verschiedenen Punkten bis zur Hauptverteidigungslinie von Not durchgestoßen, ohne diese jedoch zu durchbrechen. Oie volksdeutsche Jugend in Ungarn. Budapest, 25. März. (DNB.) Heber die außer- halb der Schule erfolgende Pflege d-er deutschsprachigen Jugend in Ungarn hat die ungarische Regierung im Sinne des Wiener Zusatzabkommens vom 30.8.1940 eine Verordnung erlassen. Demnach können sich mit der Pflege und Bildung der deutschsprachigen Jugend die staatliche Iugendorga- nifation „Levente" und besonders dazu befugte Organisationen befassen. Zur Schaffung solcher Organisationen erhält das Recht der Volksbund der Deutschen in Ungarn. Mitglieder dieser Organisation können nur Jungen werden, die sich zum deutschen Volkstum" bekennen, vom Volksbund als Volksdeutsche anerkannt werden und dies nachweisen können. Levente-Vereinigungen können besondere deutschsprachige Abteilungen bilden. Kleine politische Nachrichten. NSG. Die Rede Alfred Rosenbergs wird um 18 Uhr auf die Sender Frankfurt a. M., Köln, Königsberg, Wien und Weichsel (Großsender Warschau) "über tr a gen. Oie ladenfüllende „Tonne". Es erscheint wieder einmal geboten, uns selbst dringend zu ermahnen, daß wir uns nicht durch die immer hoher steigenden Dersenkungszahlen verwöh. nen lassen, d. h. daß wir nicht anfangen, uns bei 20 000 oder 50 000 oder 80 000 Tonnen versenkten Schiffsraumes nichts mehr zu denken und es gewif. fermaßen gewohnheitsmäßig hinnehmen. Die enorme Versenkungszahl der vergangenen Woche liefert wie. der einmal ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, was die Schiffsversenkungen denn eigentlich für furchtbare Einschnitte in die Dersorgungswirffchaft Englands darftellen. In der vergangenen Woche sind von U-Booten, Schlachtschiffen, Fliegern» Schnellbooten usw. insgesamt 368 000 Tonnen» d. h. Sruttoregiftertonnen, an Schiffs, raum versenkt worden. Das bedeutet nicht weniger als 515 200 Gewichtstonnen. Das ist eine Zahl, von der man sich ohne Veranschaulichung keine greifbare Vorstellung machen kanp. Setzen zwei Bei- spiele dafür hierher: Wenn man 515200 Gewichtstonnen auf Eisen. bahnwaggons von je 15 Tminen Ladungsver» mögen verfrachten wollte, so würde man die ungeheure Masse von 34 347 Waggons oder 6 8 7 Güterzüge zu je 50 Waggons brauchen. Das wäre soviel wie der gesamte Eisend ahnsuhr. park einer ganzen Anzahl mittlerer Staaten zu« sammengenommen. Stellen wir uns nun vor, daß die ganze englische Wirtschaft und Bevölkerung wis sen, daß 687 Guterzüge voll beladen mit lebenswichtigsten Gebrauchsgütern sozusagen schon im Anro11en auf England sind, — da erfährt England plötzlich: diese ungeheure Masse von Rii- stungsmaterickien, Lebensrnitteln und anderen Gütern des Tagesbedarfes ist plötzlich vernichtet! Dann bekommt man eine leise Ahnung davon, welche ungeheure Schockwirkung solche riesigen Ausfälle auf das englische Wirtschaftsleben haben müssen. Ein anderes Beispiel. Nehmen wir einmal an» d i e Hälfte der 368 000 Bruttoregistertonnen oder 515 200 Gewichtstonnen habe aus Lebensmit» tein und anderen täglichen Bedarfsartikeln bestanden. wie sie der Verbraucher beim Einzelhandel kauft, also in Kolonialwarenläden usw.. Das würde die gewaltige Menge von 5152 000 Zentnern an Lebensmitteln und ähnlichen wichtigen Artikeln bedeuten. Setzen wir nun einmal den Fall, daß dar« aus zum Zweck möglichst breiter Verteilung je zehn Zentner an den Einzelhändler abgegeben werden würden, so würden 515 200 Einzelhandelsgeschäfte ht England, d. h. also der Einzelhandel in mehreren tausend Städten Englands versorgt worden sein. Diese Versorgung ist plötzlich ausgefallen. Das ergibt eine unübersehbare Folge von Schwierigkeiten, Entbehrungen, Wirrwarr in der Verteilung, zunehmenden Hunger. Aber, wir stehen erst am Anfang des Frühlings! dauernden Feindschaft gegen Deutschland verpflichtet zu sein. Das deutsche Volk und die nationalsozialistische Regierung haben sich aber nicht abhalten Stn, dem jugoslawischen Staat mit Wohlwollen Verständnis zu begegnen. Deutschland hat insbesondere durch seine Wirtschaftspolitik feste Brücken nach dem Balkan geschlagen, die zur Steigerung der Produktion beitrugen und die Balkanstaaten davor bewahrten, unter dem Druck der englischen Blockade in eine schwere Notlage zu geraten, um auf diesem Wege den Plutokratien dienstbar gemacht zu werden. Das Ende des Benesch-Staates bedeutete die Sprengung der Kleinen Entente; mit der Niederlage Frankreichs im Sommer 1940 wurden auch die französischen Aspirationen auf die Vorherrschaft im Sud- often Europas vernichtet. Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Bulgarien schlossen sich dem. Dreimächtepakt an und gewannen damit das Anrecht, an der Neuordnung Europas mitzuwirken. Durch die Wiener Schiedssprüche wurden alte Streitigkeiten zwischen den Völkern des südöstlichen Europas beseitigt. Die Rückgabe der südlichen Dobrudscha an Bulgarien und der Stuch des korrupten Systems Carols in Rumänien trug zur weiteren Entspannung bei. Durch den Einfluß Deuffchlands ist der Ausgleich und die Verständigung zwischen Jugosla- toten und Ungarn möglich geworden, der Besuch des Prinzregenten Paul in Berlin noch vor dem Ausbruch des Krieges bekundete die freundschaftliche Verbundenheit zwischen Berlin und Belgrad. Ohne Uebertreibung kann daher gesagt werden, daß Deutschland durch eine wahrhaft großzügige Politik zu einer Stabilisierung des jugoslawischen Staates betragen hat. Deutschland und Italien haben der englischen Agitation, die sich immer bann ton die „kleinen Völker" wendet, wenn England das Blut fremder Nationen braucht, eine erfolgreiche Politik der Befriedung und der Neuordnung entgegen gefleht. Mitteleuropa und die Donauländer gehören wirtschaftlich eng zusammen, sie hoben aufgehört, der Tummelplatz fremder Jnteresien zu fern. Auch die Einmifchnugsversuche der Vereinigten Staaten in diese Länder hatten ein unerträgliches Maß angenommen, sie vermochten aber nicht, In golft awien von dem richtigen Wege abzuhalten, den es mit Entschlossenheit beschritten hat. Damit hat sich Jugoslawien für die Neuordnung und den Wellffie- .den entschieden und sich voller Vertrauen den jungen Mächten zugesellt und von ihnen auch die Garantie empfangen, Hrß es damit einen wertvollen Beitrag zur Friedenspolitik geleistet hat. Mit sicherem Instinkt ist Jugoslawien den richtigen Weg gegangen. Sein Vertrauen wird nicht zuschanden werden, denn die Zukunft gehört den jungen Völkern. Dr. Ho. Tag auf einem steilen, steinigen Wege ein Esel, natürlich wieder mit einer schweren Last von Baumästen. Hinter ihm ging ein altes Weib, das ein eintöniges Helden- oder Liebeslied vor sich hinsummte und dem Lasttier bei jedem zweiten Schritt mU einem spitzen Stecken in die Hinterschenkel stieß. Faul ist der Esel nicht — aber geduldig. Und schön ist dieses Tier wir selten eines. Schön, das heißt klar und gesund in sich selbst ruhend, sind alle Tiere, wie sie aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen sind, bevor sie der Mensch für feine Zwecke verdirbt, aber es gibt kaum etwas Lieblicheres als einen Esel, der frei einen felsigen Hang hinabgeht; wie fest und zierlich er seine schlanken Beine setzt, wie klug, furchtlos und vorsichtig, ohne Getändel und Usbermut, wie ruhig und nachdenklich die Augen unter der starken Stirn blicken. Gar ein junger Esel ist das reizendste auf der Welt. Da gibt es einen großen dicken Kopf, der schon die starke Stirn und die ernsten Augen der Alten hat, und ein walzenförmiges Körperchen auf unwahrscheinlich dünnen Beinchen mit einem lächerlichen Schwänzchen. Und das ganze kleine Ding ift emst- hastig-lustig und schon nachdenklich in seinen Spielen. Nein, dumm und unangenehm ist der Esel aus dem Tierreich auch nicht. Eine schlechte Eigenschaft hat er allerdings, warum sollte auch gerade der Esel vollkommen sein: er hat eine fürchterliche Stimme. Die klingt, als stieße man mit voller Lungenkraft in eine verstimmte Trompete. Das ganze Jahr hört man diese Stimme nicht, aber zur Brunstzeit geht es durch Tage und Nächte, und wenn in der Nähe ein Esel schreit, gibt es keinen Schlaf und wohl auch kein Mittel, diese Stimme zum Verstummen zu bringen. Das ist die einzige Rache der Esel. Was maa wohl der Grund sein, daß der Esel immer übersehen und verachtet wird? Er ist schön, klug, nützlich und geduldig — woher der schlechte Ruf? Alle Tiere haben ihren Liebhaber und Bewunderer gefunden; die nützlichen wie Pferd und Hund und die gefährlichen wie Löwe und Tiger, aber für den Efel findet höchstens ein altes bäuerliches Christgeburtsspiel ein zärtliches Wort und nennt ihn „das Efulein". Sollte er zu wenig glänzend und aufdringlich, sollt» er zu still, zu klug und zu geduldig sein» In Bukarest fand i« Gegenwart des Mnister- Präsidenten General Antonescu die Auszeichnung der Soldaten, die sich bei der Niederwerfung des Januar-Aufftandes hervorgetan haben, sowie die Verteilung der Geldbeihilfen für die Verwundeten bzw. die Angehörigen der gefallenen Offiziere und Soldaten statt. General antonescu erklärte, König, Regierung und Staatsführung verbeugten sich vor jenen, die für ihr Vaterland, für Freiheit und Eigentum ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten. Ein Abkommen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten sieht die Entsendung einer sechsköpfigen Marinemifsion der Vereinigten Staaten nach Venezuela vor. Die Mission soll der Marine- leitung von Venezuela^ beratend zur Seite stehen. Lob des Csels. Von Franz Hauptmann. Was wissen wir von dem Esel? Wir kennen ihn aus den Bildern in der Fibel, aus den Weihnachtskrippen und von der „Eselsbrücke" her und haben gelernt, daß er in den Ländern um das Mittel- Meer und im Orient als Lasttier verwendet wird. Er soll aber sehr faul und unfolgsam sein und wohl auch dumm, denn sein guter Name wird als Schimpfwort gebraucht für einen unangenehm dummen Menschen. Als einzige gute Eigenschaft wird gerühmt, daß er genügsam sei und Disteln frefle. Das letztere stimmt nicht, ich habe mich davon überzeugt: an der dalmatischen Küste habe ich einmal versucht, mich mit einem Esel anzusreunden, den man mit feinem drückenden Holzsattel auf dem Rücken in einem klassischen Olivenhain an einen langen Strick gebunden hatte und der das spärliche harte Gras zwischen den Steinen zupfte. Ich wollte chm eine Freude machen, suchte einen schönen Strauß Disteln und bot sie ihm an, aber er mochte sie nicht. Er war nicht ungehalten über das stachlige Geschenk und versuchte gar nicht, mir seinen Aeraer über meine Dummheit zu bezeigen, .er wandte nur seinen schönen Kopf ab. Es ist überhaupt nicht leicht, mit Eseln aus dem Tierreich in Verbindung zu kommen und ich kann es diesen Geschöpfen nicht übel nehmen, wenn sie Menschen gegenüber eine an Verachtung grenzende Zurückhaltung beobachten. Im Gegenteil, ich muß ihre Geduld und Vornehmheit bewundern, denn feig und unterwürfig sind sie nicht, und was sie von Menschen zu erdulden hoben, das traut man sich'wirklich nur einem Esel zuzumuten. Während des Krieges habe ick oft gesehen, wie in mazedonischen Städten ein Esel nicht nur einen schweren Pack auf dem Holzsattel trug, sondern auch noch seinen HeHm, der obenauf saß und unter dem aufgespannten Sonnenschirm seine Zigarette rauchte. Wenn man so einen Herrn herunterholte, konnte man ihm auf*keine Weise begreiflich machen, daß dies des Esels wegen geschehe, sondern er hielt den groben Eingriff in seine Rechte sicher für eine barbarische Laune der Eroberer. In Dalmatien überholte mich einmal an einem glühend hetzen men und sich in das dort von dem japanischen Botschafter Oshirna vor einigen Wochen eröffnete Ehrenbuch der Grenzstation Malkinia eingetragen. Inzwischen war das Kuriergepäck aus dem sowjetrussischen in den deutschen Zug umge- laden. Nachdem der japanische Außenminister, seine Begleitung, die Mitglieder des deutschen Ehrendienstes sowie die deutsche Zugbegleitung den Sonderzug bestiegen hatten, verkürzte die Kapelle des Zollgrenzschutzes die bis zur Abfahrt des Zuges verbliebene halbe Stunde durch musikalifche Darbietungen. Bald nach der Abfahrt des Zuges empfing Außenminister Matsuoka die ihm aus der Regchshauptstadt entgeaengesahrenen Vertreter der japanischen Presse. Ein Empfang für die Vertreter der deutschen Presse wird im weiteren Verlauf der Fahrt stattfinden. Bei Tagesanbruch wird der Zug das Generalgouvernement verlassen und den Warthegau erreichen. Ueber Posen und Frankfurt (Oder) geht dann die Fahrt zur Reichshauptstadt, wo der Zug heute nachmittag gegen 18 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof einlaufen wird. Matsuoka bei Molotow. M o s k a u, 25. März. (DNB.) Am 24. März empfing der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdSSR, und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Molotowden japanischen Außenminister Matsuoka, den der japanische Botschafter in Moskau, T a t e k a w a, begleitete. Bei dem Empfang war Stalin zugegen. Die Unterhaltung dauerte über eine Stunde. Island in das deutsche Operationsgebiet einbezogen. Berlin, 25. März. (DNB.) Amtlich wird bekanntgegeben: Infolge der widerrechtlichen Besetzung der dänischen Insel Island durch englische Truppen wird neuerdings von nach England fahrenden Block-adebrechern versucht, Island als Stützpunkt zu benutzen. Diese Tatsache zwingt Deutschland, Island in das.Opera- tionsgebiet um En gland einzubezie- hen. Dieses Operationsgebiet wird daher in Zukunft durch folgende Punkte begrenzt: Von einem Punkt 3 Grad Oft an der belgischen Küste auf dem Meridian bis 62 Grad Nord, von dort bis 68 Grad Nord, 10 Grad West. Dann nach Westen auf dem 68. Breitengrad bis zur 3-Meilen- zone Grönland, dann nach Süden längs der Dreimeilenzone bis zum Punkt 65 Grad 24 Minuten Nord, 38 West. Don da nach Süden bis zum i Punkt 58 Grad 50 Minuten Nord, 38 West. Bon !da nach 45 Grad Nord, 20 Grad West; dann auf dem 45. Breitengrad nach Often bis zum Punkt 45 Grad Nord, 5 Grad West, von dort bis zur fran- zöfffchen Küste 47 Grad 30 Minuten Nord, 2 .Grad 40 Minuten West. Die bei der Erklärung der totalen deutschen Blockade um England am 17. August 1940 an die neutrale Schiffahrt ergangene Warnung, daß jedes Schiff, welches sich trotz dieser Warnung in das Operationsgebiet um England begibt, sich o e r Gefahr der Vernichtung aussetzt, und ff - '< KM •VENEDIG 7///Z TiIThX VRAH)l\ ALtiANlEi ^A'/A/Z>/ -100 V7AÄ//1 \ WW5I0PH bui,<;a7 MM5z/y7y\ f? w "-//t'/'' '"i '- wlfr^Ä WV- Sgfl: Wb^^*;''h P "< "’—JUrANT/iSa E-G __ - .1 Bill — Jugoslawiens Beitrag zur Befriedung Europas •eit kann (Europa Belgrad, die Hauptstadt Jugoslawiens Ser ganze neutrale Balkan im Laaer der Ordnung .Deutschland und England ein europäisches Unglück sahen, und die sich Daher für eine freundschaftliche. und die unst Blick auf die Festungoanlagen van Belgrad, die sich durch schöne Parkwege gut ergänzt in di« Umgebung einfügen. — (Scherl-Bllbarchiv-M.) Quer durch Jugoslawien Außenminister (Linear -Markowit Antlitz behalten; was in den er und in der Nahe der aui. kontinentalen Interessen es einer anderen westen na« schast die In neunte bad ft 1 tourt«1 em’i Mn k ah hi je W wert« Wi 'ehttni en (ä fn. 5« Igkelln, , zuch Anfa^ ation — Incr auf» rafomfn Mai. ’• 0 B' en, di, ohwitn- längeren IroÄtm! so |um Uutzen aller gedeihen läßt. Daß Jugoslawien seit dieser Neuordnung in einem zukünftigen blühenden Europa den ihm gebührenden PI ah aus/dem Balkan einnehnien wirb. Beaooa-Mofchee handelt, hämmert, webt, kocht oder Kasfee^schlürst, wird sobald nicht Schleier und Fe« r ans ier 3W in uW,6* Kinistn- lus $ Mtlvz n, [omil De» W'" ertlarte, rtbeugifi gnwl den ier SW Wlorif? stehen Ium Schluß des Staatsaktes im Belvedere be- rußte Reichsaußenminister von Ribbentrop luaoslawien herzlich als Mitglied des Dreimächte- litt' 5 nik lsK > "di, «t* - >4 >1 N N % WS 1 «I »keitz W nt ia ' 6SJI X en tz 'Lki «Uh ’n chte, * I ml enok emibl Mo* ’l^onk r der Geschichte auch gelingen, eine vernünftige Neuordnung Europa» nach den Gesichtspunkten der kontinentatcn Interessen durchzuführen. In Dftafien wird e» nicht ander» sein (Ev soll da» Atel der im Vretmächtepakt verbündeten Großmächte und der ihnen angeschlof- senen Staaten fein, dafür ju sorgen, daß ein (Europa und ein Ostaslen entstehen. In denen diese Staaten frei von fremden (E Infi ü ff f „ und Intrigen ihr eigene« völkische« und kulturelle« Leben aufbauen und ihre Völker einer langen 3rieben«teil und damit auch einer glücklichen wirtschaftlichen Zukunft entgegenführen können. vesonder» segenvreich aber, davon sind wir Überzeugt, wird sich dieser Zustand auf dem v a I f a n auvwlrken. der bisher immer ein besondere« Vetätlgungvseld fremder (Einflüsse gewesen ist und wodurch er wiederum nur zu oft zum Buvgangvpunkt großer europäischer Ausetnandersehungen wurde. Deutschland selbsl — ich fpred>e die« hier feierlich au« — hat auf diesen Gebieten weder territoriale noch politische Interessen. Sein augenbllck tlchev Ziel ist e« nur, zu verhindern, daß eine fremde Macht sich diese« Haumee bemächtigt, um von dort au« die Möglichkeiten zur Fortsetzung de« europäischen ft riefle« zu finden. Sein enbflülllge« Ziel aber wird e« anvfchließ- lich sein, mitzuhelsen an der Herbeiführung Defen, die europäischen Staaten zu sammeln und für den Gedanken einer neuen und ge- vchten Ordnung in (Europa zu gewinnen. Diese Be- triihungcn waren von Erfolg gekrönt, und zwar schr viel schneller und in weit größerem Umsang, os man dies in der Welt erwartet hatte, heute stets aufs neue zu bedrohen. heute flehen daher Deutschland, Italien, Japan, Ungarn, Rumänien, Slowakei, Bulgarien und Jugoslawien im Geiste einer neuen Soll« daritätzusammen, um vor allem jede weiteren Versuche einer Ausweitung des Krieges zu oer- Kindern. Dabei steht dieiunge Welt auf unserer Lette. Zum erstenmal wird e« damit ta Bewohner und desl... . und Bvlkhaften bedingt, wie sie Die Friedenspolitik Jugoslawiens steht in voller Uebereinstimmung mit den Lebensinteressen und den tiefen Gefühlen unseres Volkes. Alle politischen Verträge genau so wie die wirtschaftlichen, die In den leßten Jahren von unserem Lande unterschrieben wurden, sind DOTI den, Willen zn. Verwirk- lichunp eines oesferen und besser organisierten Friedens in Diesem Raume Europas beseelt. Am heutigen Tage, an dem Jugoslawien dem Dreimächtepakt beitritt, geschieht dies In der Absicht, seine friedliche Zukunft in Zusammenarbeit mit den Mächten des'Dreierpaktes, Deutschland, Italien und Japan, zu sichern. Indem es feinen Teil zur Or- flaniflerunq de» neuen Europas beiträgt, erfüllt es auf diese Weise die höchste Pflicht ebenso gegenüber sich selbst wie auch gegenüber der europäi(d)cn Gemeinschaft. hing einfindet und zweitens sich ein Staat zu uns gesellt hat, von dem England noch immer glaubte, t! könne durch Einmischung in seine inneren Verhältnisse gewisse Kräfte dieses Staates für die von hm angezettelten Intrigen gegen diese Neuordnung Europas mobilisieren. Erst in den letzten Tagen sind, wie man hört, Einmischungsversuche englischer und amerikanischer Stellen In die Politik dieses Landes unternommen worden, die als unerhört zu bezeichnen und die mit dem Respekt vor der Souveränität eines freien europäischen Staates schlechterdings nicht mehr zu vereinbaren sind. Dir begrüßen es daher um so mehr, daß Iugo- -slawlen sich der Notwendigkeit der Teilnahme Ä & Ä S völkerung. die mit dem Bauerntum nod) eng verbunden ist, sich in unsere Zeit hlnübergeretlel hat. Etwas merklicher wirkt Der Uebergnng von der Tiefebene Kroatiens zu dem bosnische n Hügel- lanbe; hier werden die Trachten In Anpassung an das ruhige Wald- und Wiesengelände Bosniens einfacher, In den. Farben gedämpfter, sie geben den beschaulichen Menschen diese« Landstriches gewisser- maßen den ruhigen Rahmen. Die Bosniaken, dl« hart um den „Segen der Erde" arbeiten müssen, hängen wie kein anderer Volksteil des Lande» an dem Hergebrachten In Lebensart, Sitte, Kleidung, und sie bleiben nicht nur den geschriebenen, sondern auch den urißefchrlebenen Gesetzen ihrer Ahnen treu. Das alte Bosnien wird lebendig in den verwitterten Burgmauern bosnischer Herzöge, in den gold- beladenen Stickereien wundersamer Frauentrachten ober In den getragenen Volksweisen, welche dl« Jugend im Schatten der Minaretts singt, wenn die lebten Rufe des Muezzin verhallt sind; die Zukunft vieles erz- und mineralreichen Landes lebt in den weiträumigen Fabrikanlagen, den riesigen Schloten sowie in wirbligen Industrieunternehmen. Mitten in Serbien, dem Kernland Jugoslawien«, liegt die Stadt Sarajewo, In deren Mauern im Juli 11)14 durch einen SMuß aus den österreichischen Erzherzog der Weltkrieg heraufbeschworen Jugoslawien wurde aus den politischen (Enlrolrf- lungen des Weltkrieges geboren. Serben, Kroaten, Slowenen schlossen sich zusammen und stellten damit ihr gemeinsames Schlckial unter die Führung eines neuen «roßen südslawischen Reiches. So ver- schieden die Menschen in ihren religiösen Anschau- unaen, in ihrem Volkstum und In Ihren Kulturen sind, so vielfältig Ist die Landschaft in den einzelnen Provinzen; wie hier Gletscher mit steinigen Wüsten- bereits tritt als fünfter Staat Jugoslawien zu uns, und wir alle empfinden hierüber aufrichtige Mriebiflun-fl. Dieser Beitritt ist aber für uns info- firn noch von besonderer Bedeutung, als erstens yerdurch nunmehr praktisch der gesamte bisher n e u t r a I e Balkan sich im Lager der vrd- buntfarbiges Gepräae gibt. Fast unmerklich Ist der Uebergang aus der öfter, reichlichen Bergwelt in die s I o w e n I s ch e A I p e n land schast: die Dorfsleblungen des südlichen Kärnten findet man geiiau so in dem hügeligen ftrainer Lande und In den (Ebenen um Laibach, dem heutigen Ljubljana. Die Lieblichkeit des viel- Bewundenen Savetales steigert sich durch die leisen ebergänge zu dem ertraflreldjen Paradies der kroatischen (Ebene. Je weiter man In das flache Land vordringt, umso bunter wird das Trach tenbllb; und in der kroatischen fjauptftabt, dem sauberen Zagreb (früher Agram), kann man aus Den kleineren Märkten der Altstadt erfahren, welch überreichen Schatz an Volkstrachten hier die Be. nents und feiner tausendjährigen Zivilist vorbereitet. Denn nur unter dem Zeichen eli rechten und positiven Zusammenarbeit umn u-mupu die Grundlage zu feiner Neuordnung sinken, die imstande fein wird, die alten Vorurteile und fünft» timen mc^atischen und materiellen Hindernisse ,-u beseitigen, unter denen wir alle heute In (Europa zu leiben haben. mürbe; trotz monumentaler Neubauten hat bleje -...... iht einstige» Aiitli..... Gassen um buo Miljacka-l! nlffe zum Ausbruck gekommen, die vom Jahre 19341 an bi« au bem heutigen Akt in den Beziehungen beider Länder eingetreten sind. Iuaosiawien hat fä>on seit seinem Bestehen immer gesuhlt und auch besonder« gewürdigt, daß seine nationale Einigung, die nicht Die Frucht irgendwelcher vertraglicher Kombinationen Ist, sondern den natürlichen Abschluß langer und schwerer Kämvse Der Serben, Kroaten und Slowenen baritellt, i n Deutschland stet« richtig aus gefaßt worden ist. In diesem Geiste hat Jugoslawien im Jahre 1937 einen bedeutsamen Vertrag mit Stallen geschlossen. Aehnliche Freundschaftvver- träge hat Jugoslawien auch mit Bulgarien und U n ßti r n abgeschlossen. Da Jugoslawien keine Forderungen nach außen zu stellen hat, sordern die vitalen Interessen (einer Existenz und seine« Fortschritts, daß her Südolten vor einer neuen Ausweitung des Krieges bewahrt und die durch die bestehende Lage fdymer geschädigte wirtschaftliche Zusam- m e n a rl> e i t auf dem europäischen Kontinent gestärkt wird, wie auch die Zusammenarbeit, die den Weg zur europäischen Besriedung — der einzigen Rettung unseres europäischen Konti- einem zukünftigen blühenden Eur bührenden Platz aui/dem Balkan ist eine zwangsläirflge Folge seines heutigen Beitritts zum Dreimächtepakt von Berlin. 3d) beglückwünsche deshalb das iugoflawifche Volk und leine Regierung im Namen der hier versammelten Staaten und vesonder« Im Nomen des deutschen 'Kolkes und seines Führers noch einmal auf das herzlichst«. lieber die Konsequenzen dieser Kriegserklärung Ist sich (Englanb damals allerdings kaum Im klaren gewesen, man lebte wohl dort noch Immer In Machtvorstellungen, wie sie In der Zett vor dem Weltkriege herrschten, und man glaubte vielleicht, wie schon einmal auch jetzt wieder, Deutichlanb durch besondere Methoden und durch die Mobilisierung der ganzen Welt bezwingen zu können. Wohl selten hat ein Staat In der Geschichte sich so fürchter- lich getäuscht. Denn als es klar wurde, daß England Den Krieg wollte, hat Deutschland g e h a n - beit unb sich zur berechtigten Abwehr eingerichtet. Mährenb aber nun England, bessen Machthaber biesen Krieg ohne leben Grunb verbrochen haben, sich schon vom Anfang an bemühen mußte, a n - Dere Völker für seine Interessen verbluten zu lassen, unb seltbem immer wieder versucht, neue Staaten in ben Dienst seiner KrlegafÜhrung zu stellen, hat Deutichlanb es Immer als sein oberstes Ziel angesehen, Den Krieg z u lokalisieren unb mit seinen eigenen Kräften sowie mit lenen bes zu iym gestoßenen DcroÜnbcten Italienischen Staates zu b e e n o e n. Es hat baher auch keinen anberen Staat bisher gebeten, Ihm seine militärische Hilfe im Kampf gegen Englanb zu geben. Wohl aber hat Deutschland mit ben Im Dreimächtepakt vereinigten Staaten bas Interesse, baß 1. jebe weiter von Englanb beabsichtigte Kriegs- ausweituna verhütet wird, baß 2. die Dorbebmgungen geschaffen werden, um den neuen Frieden in Europa und Ostaslen endlich einmal ben Interessen jener Nationen anzupassen, bie Sewlllt unb entschlossen sind. In der Zukunft In frlebenalnb Freunbschast mltelnanber zu leben, unb daß 8. vor allem ein dauerhafter Friede geschaffen wird, der es unmöglich macht, baß entgegen Ministerpräslbent Z w e t k o w 11 s ch. < n, seine Sicherheit äu festigen. Im Geiste dieser (olitik waren unsere Anstrengungen in erster Linie mmer auf die Konsolidierung friedlicher n b freundschaftlicher Beziehungen uden Nachbarn gerichtet, um ben Frieben an en Grenzen, bie Freiheit, bie Unabhängigkeit unb ie staatliche Einheit zu sichern. Mit bem Groh- rutschen Reich hat Jugoslawien schon vor unb uch nach der Verbindung der gemeinsamen Jnter- ssen die b e st e n D e z i e h u n a e n unterhalten, die on Freundschaft unb vollem Vertrauen durchdrun- en waren. Die nützlichen Ergebnisse bieser Politik nb insbesonbere in einer Reihe wichtiger Ereig- strichen, Uriuälber mit fruchtbaren Ebenen, fieber« bergenbe Geröttschluchten mit blühenben Meeresge- staden wechseln, das flnbet man sonst nlcgenbwv In Europa (Eine besinnliche Wanderung von, Nord- ich Südo ten zeigt deutlich, wie die Land- VerschieDenheit des täglichen Lebens der d des en Ausstrahlungen im Religiösen st, wie sie allen unb allein ihr ben ............ — .. Macht gelingt, burch bas Ausspielen europäischer Staaten aegeneinanber immer roieber neue Kriege zu Inszenieren unb bamit nicht nur ben Frieden, sonbern bie Wohlfahrt aller europäischen Völker Die Erklärung der jugoslawischen Regierung, die iach der Unterzeichnung de« Protokolls über den lei trift Jugoslawiens zum Dreimächtepakt der uaoslawische Ministerpräsident gab, lautete: Das Hauptziel unb fast bas einzige Ziel der lußenpolitlk Jugoslawiens war und bleibt, bem ugollawischen Volk ben Frieden zu erbat- wssen Japan sich in öftajien die Konturen der dort unter seiner Führung entstehenden Neuordnung hn« frer deutlicher abzelchnen, ist e» feil Abschluß bes Paktes von Berlin das Bestreben der Achse ge- tiefen, bie europäischen Staaten zu sam- Meine Herren! Mit eiserner Gesetzmäßigkeit, die iner großen Idee und der ihr innewohnenden Kraft itfpricht, und mit einer Präzision ohnegleichen nllzieht sich vor unseren Augen bereits heute, b h. o ch mitten im Kriege, bie Neuordnung uropas unb Ostasiens. Während burch die Staats- Machtentfaltung unseres Bundesge- sahen, unb bie sich daher für eine freunbschaftlich^ Verstänbigung zwischen den belben Ländern allcnf- bings auch vergebens — einseßten, benn bie ena» lische Krleaserkläruna vom 3. September 1939 Jehte bieser Politik bes Führers ein sähe« (Enbe. Die Schuld an dieser Entwicklung tragt vor der Geschichte ausschließlich England. W ■ />•'*’ ■ K w 'ÜJi'fWW MG! ML tew »*»A /<:.: MF OUrF l L des in den König Boris bei den deutschen Truppen rechnen könne/ 26 März (Europapreß.) In ihren Be- DDolk von fast 16 Millionen Seelen, ein "Staat von englischen Imperialismus, den Europa verdammt ganze Welt möge hieraus ihre Schlüsse ziehen. Ein Freudiger Widerhall in Velgrad ternationaler Wichtigkeit, so daß erwartet werden uuiv machen wer- K m Bewußtsein, {||| einzuschätzen, wo der größte Krieg leiten kan werden sich hald bemerkbar die Sicherung des Friedens in ken. Bon welcher Seite immer der Beitritt Jugoslawiens zum Ereignis von außerordentlicher machen und ebenso Südosteuropa stärbetrachtet, bedeutet Dreimächtepakt ein nationaler und inhohen wirtschaftlichen Möglichkeiten sei dem Dreier« vertrag beigetreten. Es handele sich um ein Bolk, das vöm Willen zur Arbeit und zum gerechten Aufstieg geleitet werde. Damit sei der Block der im Dreierpakt geeinten europäischen Völker auf 204 Millionen Seelen angewachsen England habe sich mit allen Mitteln einen Stützpunkt in Südosteuropa für fein unvorsichtiger Angriff auf das Lebensrecht und das Recht zum Aufstieg der arbeitsamen europäischen Völker. Die USA könnte somit heute begreifen, daß ihre Hilfeleistung für England nicht der Sache der Freiheit Europas diene, sondern ausschließlich dem kann, daß die günstigen Folgen davon sich bald bei allen interessierten Völkern bemerkbar machen den. Jugoslawien tritt tapfer und im T bie Pflicht gegenüber den Nachbarn und den geopolitischen Gesetzen zu erfüllen, dem Pakt bei." Kriegssystem im Mittelmeerraum zu schaffen gesucht. Auch dieser Plan Englands sei nun vollkom - men zusammengebrochen. Noch nicht eingeschlossen in das System des Dreierpaktes verbleibe in Südosteuropa nurdieTürkei. Aber trotz dem politischen und militärischen Bündnis mit England, trotz dem Freundschaftsvertrag mit Griechenland halte sich die Türkei sorgsam von einem Konflikt und seinen Gefahren fern; sie achte nur auf ihre eigenen nationalen Interessen Die Geschichte beweise, dnß diese Interessen niemals mit den englischen zusam- mengefallen seien. Auch die Türkei werde nicht verfehlen, die an ihren Grenzen auf dem Marsch befindliche Geschichte mit trockenem Realismus zu be- Bei der Besichtigung eines Flughafens schreitet König Boris von Bulgarien die Front einer Ehrenkompanie unserer Flieger ab. — (PK.-Bayer-Scherl-M.) Der Oberbefehlshaber des deutschen Afrikakorps, General Rommel (rechts), neben ihm der Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Afrika, General Gariboldi.- (PK.-Borchert-Scherl-M.) Oie Engländer besehen die Farsan-Znseln. I st a n b u l, 25. März. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Kairo haben die Engländer die i m Roten Meer der Jemenküste vorgelagerten ih '^eb, ßer; denn ein dem englischen gleichartiger Schritt fei auch von den Vereinigten Staaten in Belgrad unternommen worden. Der Dreierpakt setze nun Belgrad. 26. März. (Europapreß.) In der jugoslawischen Presse steht das Ereignis des Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächtepakt, im Vordergrund. „Vrerne" betont, daß die Regulierung der deutsch-jugoslawischen Beziehungen jetzt endgültig geworden ist, während „Politika" schreibt: „Jugoslawien ist heute dem Dreimächtepakt beigetreten. Alles, was Jugoslawien als unabhängiger und nationaler Staat am höchsten achtet und ständig beschützte, vor allem die Sicherung der Unabhängigkeit sowie den ungetrübten Frieden, kamen bei dieser Gelegenheit erneut zur Bestätigung, da Deutschland und Italien sie feierlich garantierten. Der Wert des Paktes ist um so größer m den heutigen Heiter, Die angelsächsische Niederlage Oie presse Italiens zu dem Wiener Protokoll. '-Ißt ll | in ter Mo !3ci de l löste jfias i hräutl ton R tirie, 9 uiidi ßslehr hriftl nmm fcjrüd Mi wnac srrzeic h vor Oer Wehrmachtbericht. Berlin, 25. März. (DRV.) Das Oberfom- mando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nordsee schoß ein Torpedoboot ein Flugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ab. Marineartillerie nahm Schiffsansammlungen bei Dover unter wirksames Feuer. Deutsche Aufklärungsflugzeuge griffen in Südengland drei Flugplätze wirkungsvoll mit Bomben an. 3n hallen. Baracken und Unterkünften entstanden heftige Brände und nachhaltige Zerstörungen. 3tn Tiefan- griff wurden abgesiellte 3agd- und Bombenflugzeuge mit Bordwaffen beschossen. 3m Blittelmeer bekämpften deutsche Kampfflugzeuge südlich Kreta einen stark gesicherten feindlichen G e l e i t z u g. hierbei wurden zwei große Frachtschiffe von je etwa 8000 BRI. schwer beschädigt. Gegen stärkste Abwehr führten deutsche Kampfflugzeuge Angriffe auf die Hafenanlagen von La Valetta durch. Zahlreiche Bombeneinschläge auf ankernden Schiffen und Ber- ladeeinrichtungen wurden beobachtet. 3m Seegebiet südwestlich Kreta wurde ein schwerer Bombentreffer auf einem britischen Schlachtschiff erzielt und ein feindliches Borpoftenboot durch Luftangriff vernichtet. Der nach dem Wehrmachtbericht vom 24. Mär; in sinkendem Zustand beobachtete Tanker von etwa 6000 BRT. ist als das 10 000 BRT. große Tankschiff „$ ul bei m“ sestgestellt worden. liebet Südengland vernichteten deutsche Kampfflugzeuge sechs Sperrballone. Der Feind flog weder am Tage noch in der Nacht nach Deutschland ein. Oer italienische Bericht Rom, 25. März (DNB.) Der italienische wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front nichts Neues. Einheiten des deutschen Fliegerkorps haben, begleitet von italienischen und deutschen 3ägern, von neuem die Hafenanlagen von La Baletta (Malta) und dort liegende Schiffe wiederholt angegriffen. Außer IBerftantagen und Brennstofflagern 2 In dem Falle, in dem die Türkei tatsächlich der Gegenstand eines Angriffes fein sollte und infolge, dessen gezwungen wäre, zur Verteidigung ihres San« des in den Krieg einzutreten, könnte die Türkei übereinstimmend mit dem bestehenden Nichtangriffspakt zwischen der Türkei und der Sowjetunion mit dem vollen Verständnis und der vollen Neu» tralität der Sowjetunion rechnen. Die türkische Regierung hat der russischen Regierung gegenüber ihren tiefempfundenen Dank für diese Erklärung ausgesprochen und wissen lassen, daß die Sowjetunion ihrerseits im Falle, daß sie sich selbst in der gleichen Situation befände, auf das volle Verständnis und die Neutralität der Türkei ablegen. Nördlich von Sarajewo liegt an den Ufern der Save das oielumkämpjte und oft besungene Belgrad, die Hauptstadt Jugoslawiens, der die hochgebaute Feste überragende Kalimegdan. die alte Türtenburg, erinnert am die wilden Horden der Janitscharen, die von hier aus das Abendland in Schach zu halten versuchten. Steigt man über den Paß von Ivan in die Herzegowina hinab, so kann man, wie ein jugoslawischer Journalist einmal treffend sagte, „Glut und Starre" fast nebeneinander finden Aus fruchtbaren, mit allen Gaben der Erde gesegneten Flußtälern führen Wege hinauf in öde, unwegsame, fast ertraglose Karstlandschaften, während in der Ebene um M o st a r Mais- und Tabakkulturen gedeihen, Oliven- und Zitronenhaine blühen, wachsen auf den weiter ostwärts gelegenen höhen nur wenige kümmerliche Aehren zwischen sandigem Gestein. In den von der Adria umspülten Gebieten brennt die Sonne des Südens, über den höher gelegenen gebirgigen Teilen wehen eisige Winde. Der größte jugoslawische Hafen an der Adriati- schen Küste ist S p l i t, wie die einstige dalmatinische Stadt Spalato jetzt genannt wird. Sie hat eine interessante Geschichte. Als die Bewohner Salonas nach der gänzlichen Zerstörung ihrer Stadt durch die Awaren flüchten mußten, retteten sie sich in den rund 30 000 Quadratmeter bedeckenden alten Palast des römischen Kaisers Diokletian, siedelten sich dort an und gründeten so Spalato; heute bildet der Palast den Mittelpunkt der Stadt und wird immer noch von 3083 Menschen bewohnt. Die Perle der Adriaküste ist D u b r o w n i k, das alte Ragusa, das neben römischen Ruinen herrliche Bauten der Renaissance aufweist, unter anderem die Dogana und das Franziskanerkloster mit der ältesten Apotheke Europas. Südlich von Dubrownik liegt ein wenig landeinwärts Cetinje, einst die haupt- rourben mehrere Dampfer und ein Kreuzer getroffen. 3n Nordafrika haben britische Flugzeuge in der Nähe von Syrte unsere Truppen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt. Es gab einige Berrounbefe. 3m öftlichen Mittelmeer haben unsere Flugzeuge burch Torpeboschuß einen großen Truppentransportbampfer getroffen unb anbere Schiffe mit Bomben belegt. Deutsche Flugzeuge haben einen Tanker von ungefähr 10000 BRT. sowie ein Borpostenboot versenkt. 3n 0 ft a f r i f a geht bie Schlacht von Keren weiter. 3m Abschnitt von Giggiga übt ber Feinb starken Druck aus, bem unsere Truppen IBiber- ftanb leisten. Das von uns geräumte Rege Hi würbe vorn Feind beseht. 3m Abschnitt von 3a- netto (Galla Sibamo) wurde ein seinblicher Angriff mit großen Berluflen für ben Gegner abgewiesen. Britische Flugzeuge unternahmen einen Einflug gegen Asmara, ber neun Tote, 23 Bet- rounbele sowie Schöben an Wohnhäusern zur Folge hatte. Neuer Oberbefehlshaber in Nordafrika. Marschall (tzrariani zurückgetreten. Rom, 25. März. (DNB.) Marschall G r a z i a n i ist auf eigenen Wunsch von seinem Posten als G e - neralstabschef des Heeres sowie a l s Gouverneur von Libyen und Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger als Generalstabschef des Heeres wurde der bisherige Staatssekretär General Mario Roatta ernannt, als Nachfolger auf den beiden Posten in Libyen General Jtalo Gariboldi. Der neuernannte Ge neralgouverneur von Libyen und Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika ist einer der tüchtigsten Offiziere der italienischen Wehrmacht. Nach dem Weltkriege, in dem er ein Regiment befehligte, zeichnete er sich als Chef der italienischen Abordnung zur Festlegung der Ostgrenzen aus und wurde daraufhin zum Brigadegeneral ernannt. Von 1933 bis 1936 leitete er die Militärakademie von Modena und nahm dann als Divisionsgeneral am abessinischen Feldzug teil Zum ^frmeegeneral befördert, wurde er auf den Posten des Stabschefs des Generalgouverneurs von Tripolitanien berufen. urteilen. Immer mehr zeige sich der englische Krieg in seiner vollen Nacktheit als ein überheblicher und stadt Montenegros, eingebettet in blühende Garten, in denen seltene Palmen und mannshohe Kakteen wachsen. Weitere Städte haben die Montenegriner, dieses anspruchslose Hirten- und Bauernoolk, nicht, sie kennen jedoch die vielen Geschichten und Sagen, die um ihre „Schwarzen Berge" gehen, den Steinadler nennen sie den „König der schwarzen Berge"; auf diesen schroffen, rauhen höhen fühlt man sich wirklich zwischen Himmel und Erde. In der südöstlichen Ecke Jugoslawiens liegt die alte serbische Handelsstadt S k o p l j e am breithinströmenden Wardar, seit den Tagen der Antike ein bedeutender Umschlagplatz für alle erdenklichen Waren; von einem Geschichtsschreiber wurde sie einmal mit Recht „das hohe Tor vom Abendland zum Orient" genannt. In den engen Straßen stehen neben neuen Prachtbauten hier und da noch schlechtgewinkelte, schmalbrüstige Einstockhäuschen, in denen fleißige Filigranarbeiter ihre mühselige Arbeit tun; haarfeinen Silberdraht biegen sie kunstvoll zu winzigen Ornamenten, und der Lohn hierfür steht in keinem Verhältnis zu der Geduldsarbeit an den Schmuckstücken. Längst vergangene Zeiten und verschollene Völker haben ihre Spuren in den Provinzen Jugoslawiens hinterlassen; über dem Schutt römischer Kastelle, zwischen den Säulengängen zerfallener Jmperatorenpaläste erheben sich alte Tore mit dem geflügelten Löwen Venedigs im Wappen, über verkehrsreichen Flußtälern steigen verwitterte Türkentürme in den blauen Himmel, aus dem Dächergewirr gewerbetüchtiger Städte ragen griechische Kreuze, schlanke Minaretts und romanische Burgruinen auf, aber die verschiedenen Völker des Landes fanden aus dem Schatten der fremden Symbole wieder zu sich selbst und zu einer Führung, welche ihre eingeborene Art in starker Hut hält. Alleinhersteller.P.3os.Möbs Seifenfabriken.Giessen Farsan-Jnseln besetzt, die laut internationalen Ver. trägen von Italien, Großbritannien und den ara. bischen Anliegerstaaten a l s Niemandsland anerkannt waren Diese vertragswidrige Besetzung hat am Hofe Ibn Sauds starkes Unbehagen hervorgerufen, ebenso wie die Nachricht, wonach Großbritannien durch Verhandlungen nut der jemenitischen Regierung Stützpunkte im Jemen zu gewinnen versuchte Die Regierung von Saudi-Arabien hat bereits beim englischen Botschafter in Dschidda Protest erhoben. Russisch-türkische Kreundschastserklarunq. A n k a r a, 25. März. (EP.) Nachdem am Montag eine russisch-türkische Nichtangriffs- und Freundschaft serklärung unterzeichnet mürben ist, wurde am Dienstagmorgen in Ankara in türkischer und russischer Sprache nachstehendes Kommunique veröffentlicht: „Folgende Erklärungen wurden zungst zwischen der türkischen und sckwjetrussischen Regieruna aus- getauscht: Im Zusammenhang mit den Nachrichten in der ausländischen Presse, die darüber berichten, daß, wenn die Türkei gezwungen würde, in den Krieg einzutreten, die russische Regierung sich die Schwierigkeiten zunutze machen würde, denen die Türkei dann gegenüberstünde, um ihrerseits die Türkei anzugreifen, sowie in Beziehung mit einer in dieser Angelegenheit aufgeworfenen Frage hat die russische Regierung die türkische Regierung wie folgt unterrichtet: 1 derartige Nachrichten stimmen in keiner Weise mit der Haltung der russischen Regierung überein. Rom, -------------- —, - , trachtungen zu dem großen Ereignis des Tages 'greift „Tribuna" auf die $rofje Bedeutung des vor vier Jahren zwischen Italien und Jugoslawien abgeschlossenen Freundschaftsvertrages zurück, der fördernd auf die durch den Beitritt Jugoslawiens zum Dreierpakt gekrönte Entwicklung des Verhältnisses Jugoslawiens zu den beiden Achsenmächten eiuge- wirkt habe. Die Formel „England- gegen Europa" schmiege sich immer nachdrücklicher der Wirklichkeit an. Weder Lockungen noch Drohungen seien mehr imstande, den schicksalhaften Lauf der Ereignisse zu verschieben. Der Ring um England schließe sich immer enger, und der Prozeß der fortschreitenden Isolierung Englands nehme mit unerbittlicher Schnelligkeit seinen Lauf. Für die Feinde Europas sei der Balkanraum endgülttg verloren. Auch Jugoslawien, so schreibt „Aoenire", habe blitzartig aus die Drohungen Londons geantwortet. Gleichartig wie in Sofia sei auch in Belgrad der Ausklang des vom englischen Gesandten auf Jugoslawien ausgeübten Druckes gewesen. Dach diesmal sei die angelsächsische Niederlage'noch grö- >!n M m Ifllht 'N x ißien lit The tan I jiiziehe iihlige |»ir ihn P! Jerreil !, Man ier he ausgcfochten wird und seine Folgen die Grundlagen eines neuen Europas auf einer neuen Weltordnung sein werden. Die Jugoslawen haben die Schicksalskraft des Gesetzes der Verbundenheit mit ihren deutschen Nachbarn erkannt. Ebenso ermöglicht der Beitritt die Vertiefung der freundschaftlichen Beziehung zu Italien, mit dem gerade vor vier Jahren am heutigen Tag der Belgrader Pakt unterzeichnet worden ist. Auch die guten Folgen zu den mächsten Nachbarn im Donaubecken und am Bal- Oas Echo in Bulgarien. IN* Sofia, 25. März. (Europapreß.) Der Beitritt Üeter Jugoslawiens zum Dreimächtepakt wird in Sofia M(f| als ein großer Sieg der Achsendiplomatie bezeichnet. Der Entschluß Jugoslawiens sei ein Beweis, daß sich in der jugoslawischen Außenpolitik die Realistik gegen die Sentiments durchgesetzt habe. Man vertritt hier die Ansicht, daß nunmehr als letztes Problem des Balkans Griechenland an die Reihe komme. Der Berliner Korrespondent des Blattes „Zora" hebt besonders die wichtige Rolle des Kroatenführers Dr. Matschet hervor, die dieser bei den vorangegangenen Verhandlungen ge« spielt habe. England, so schreibt der Berichterstatter, habe eine diplomatische Niederlage erlitten, die es in die südöstlichste Ecke des Balkans abdränge. Vum»id)n[Ueiter: Dr äriednch tßtibeie yawfle ©teilbetnet« dB paupnrt)tirtldtere Ernst Hieran lwomich ßt folttt uni Silber Dr ,?r. W. iiange für das iVfirideton: Dr. Hans Hattet; üi Stabi Gießen, Proonv, Wirncha,. u. Sport: iScnn Biamichem. Druci unc Wctlao Brühige Untrer lattonirferet R. Lange ft.®. HierlagSletter Dr. - Ing Ertcb Hamann Änzeigenle'ter Han» »<>rw-11 d' ftr den ^ndal' der »In-einen Thpotinr ffümmf Pi V-H ganz Europa und einen großen Teil Asiens den englischen Kräften und der nordamerikanischen Mitarbeit entgegen. „Ein neuer Schritt vorwärts", so schreibt Gayda . _..r____________, .... ____r_ _________ zu diesem hochbedeutsamen politischen Ereignis, „ist habe. Die USA. könne also keine moralisch" Levon wahrhaft freien Männern getan worden." Die gitimation für ihr Handeln geltend machen. \10 < ’....... " i Hr.72 Zweites Blatt Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) r Itl es San. TAk« mgG iion W 91811. °lonf0. et töor. fatQ h i Regi« nk sül wisse, rlle. d°? nbe, auj r Türk« r Weil! erein. toat DO, i Dreier' in 'Boil len Aus. im Drei- 1 Willis mit ah für fein a gefudjL lltoni' licht {in* oerbleide trotzt Jnglcc), chenk'ü iffiffimi e eigenen eise, M n MV- nicht otp karfch i>p äs zu bt- sche M lict-er uü : u nd br ropaiiid' elfen, t> Sache k ßlich^ verdank fch-ö«' machen. wische 'S aus, Mffjx nbe, Qierutij bene?, eits die it ein?? ige be ing tu, et wert" [j bali> ichen ewuhts^ AMchmsnsöerMt Roman von fltto Mseli». benje : bei." ien. ,r in e* je bewert n poütitj; ni** >I°" 5 °nE it* ” iß»«' . lungt"; bränfl^,: sä V6* Äi! -.rA n. otö,: l°ndi. U Hi.: ho. mt der llen b ler m Peter Theiß erwies sich als ein Muster an Hilfs- direitfchaft, und es war erstaunlich, wo er überall bbrauchbare Beziehungen hatte. Jedenfalls brachte er es ohne sonderliche Mühe fertig, Jockeles fragwür- biqes Dasein amtlich beglaubigen zu lassen. Er ver- biochte zwei Vormittage mit Charlotte und Iockele ir polizeilichen und sonstigen Amtszimmern, er testete Wunder an Beredtsamkeit, rührte auch dre biiteften Beamtengemüter durch die Darstellung vin Jockeles traurigem Los, und nachdem auch tarierte von den zuständigen Fürsorgestellen als geeignet befunden worden war, Iockele einstweilen in Pflege zu nehmen, halte sie es schwarz auf weiß, dcß sie an ihm Mutterstelle vertreten durfte — bis bi richtige Mutter sich wieder einfand. sie würde sich nie einfinden! Charlotte klammerte fit» an diese Ueberzeugung. Sie hatte Iockele cr= !trnpft und würde ihn behalten, ihn niemals mehr s ggeben, ihn keinem anvertrauen. .Abwarten -und Tee trinken!" sagte Peter. „Sie »Tben noch Scherereien haben und Tränen ver- nfken des Jungen wegen. Die Frau Mama taucht fip-es Tages aus der Versenkung auf! Verlassen eie le- daraus? Und wenn es nur geschieht, um sich den -ungen von Ihnen abkaufen zu lassen." I .Don mir abkaufen? Ich habe doch kem Geld! .Das hofft sie aber' Und wenn Sie ihr erzählen, G dis hätten nichts, dann wird sie Ihnen so lange zu- ff l?t-en, bis Sie sich's von Ihrem Vater borgen. Mhrten Sie ab und denken Sie an meine prophe- lfhen Worte!" Lharlotte mochte nicht an sie denken und tröstete Id damit, daß Iockele einstweilen wenigstens ihr klärte und keinem anderen. Sonderbarerweise wich Peter ihr beständig aus, »inn sie ihn drängte, ihr Näheres über hie Stellung | in sagen, die er für sie in Aussicht hatte. Sie be- Mm höchstens nichtssagende Antworten oder er u iig)te und meinte, daß sie noch „Augen. machen 4 >nde. Was ihn betreffe, fo wasche er schon jetzt Aus der Stadl Gießen. Unsere Heilpflanzen. Die Wahl heimischer Heilpflanzen als Abzeichen der letzten Winterhilfe-Straßensammlung ist ein chöirer, sinnfälliger Ausdruck für die hohe Wert- ichätzung, deren sich unsere deutschen Heilkräuter :it zunehmendem Maße wieder erfreuen, nachdem >'ie lange Zeit hindurch als „Volksmedizin" ein von iier Wissenschaft gering geachtetes Dasein geführt haben. Das Volk verdankt die Kenntnis der Heilwirkung gewisser Kräuter und Pflanzen einer viele .Jahrhunderte alten Überlieferung, die durch Erfahrung ständig bestätigt und bereichert worden ist. Als sich bei den Naturvölkern die Anschauung vom Wesen der Krankheit vom Dämonenglauben zu Öfen begann und man natürliche Ursachen der Krankheit erkannte, bot die Natur dem Menschen n Gestalt der ihn umgebenden Pflanzen sogleich Heilmittel gegen die verschiedenen Erkrankungen an. Teils Zufall, teils bewußtes Suchen und Forschen nögen den Menschen zuerst über die wohltätige Wirkung vieler Pflanzen belehrt haben, vielleicht hat ihm auch die Beobachtung der Dere, mit denen n unvergleichlich enger zusammenlebte als wir, und ihres Verhaltens bei Verletzungen und Erkrankungen auf den richtigen Weg geführt. Eine Anzahl mtifer Sagen und Fabeln berichtet von der Auf- 'indung gewisser Heilkräfte in Pflanzen durch das Beispiel von Tieren, die sich, rein ihrem Instinkt olgend, ihrer bedienten. Außer Aderlaß, Schröpfen unit) einigen ähnlichen Mitteln, neben denen auch immer noch Besprechungen und Beschwörungen standen, beruhte die antike intb mittelalterliche Heilkunde zum überwiegenden Teil in der Anwendung heilkräftiger Pflanzen, und selbst die moderne wissenschaftliche Medizin bleibt letzten Endes an die Stoffe gebunden, die die Na- ur ihr selber darbietet. Doch hat in neuerer Zeit Sie Chemie es gelernt, die Heilstoffe aus der Pflanze, vem Tierkörper oder wo sonst sie sich bieten, aus- uziehen, zu Drogen zu verarbeiten und in un- iähligen Formen anzubieten, während daneben die Volksmedizin dem ursprünglichen Gebrauch der gan- en Pflanze in der Form einfacher Abkochungen, Verreibungen und ähnlichem treugeblieben ist. Manche alten Völker haben es in der Kenntnis t;er Heilpflanzen erstaunlich weit gebracht. Das beweist j$. B. der „Pen-tsao", ein medizinisches Kräu- erlmch de r Ch inesen, das um 2700 v. Ehr. ab geatzt wurde und manche Stoffe aufzählt, die auch tt der europäischen Heilkunde bekannt sind, wie den Rhabarber, die Granatwurzel, Kampfer und Akonit. Sei den Griechen finden wir die Kenntnis der Heil- 'räfte gewisser Pflanzen schon bei Homer, der in der Mias die blutstillende Wirkung einiger gepulverter Kräuter beschreibt. In den griechischen Aerzteschulen on Rhodos, Kos und Knidos wurde neben Anato- rtie, Gynäkologie und anderen medizinischen Fächern uch eine ausgedehnte Kenntnis der Heilpflanzen gelehrt. Wie hochentwickelt diese Lehre im 5. vor- c>ristlichen Jahrhundert war, zeigt die Schriften- immlung, die auf den Namen des Hippokrates ^.irückgeht, und fast noch mehr die der gleichzeitigen 5-nidischen Schule, die außer aus griechischem Boden ?wachsene Pflanzen auch ägyptische und indische verzeichnet. Aus der Blütezeit des antiken Rom ist < vor allem der ältere Plinius, der uns im 20. bis "7. Buch seiner sicbenunddreißigbändigen Naturge- hichte das Wissen seiner Zeit über die Heilpflanzen termibreit, wobei er sowohl aus älteren Schrift- iellern, als auch aus eigener Erfahrens schöpft und m ganzen gegen tausend Pflanzen aufzählt. Noch l ngehender belehrt uns über diesen Punkt der große iowische Arzt Galen, der Leibarzt des Kaisers Marc turel, der zu den zahlreichen von ihm genannten Heilpflanzen auch genaue Anweisungen über die trt der Verwendung und der Dosierung hinterlassen tat. Auf dem antiken Wissen baute zum großen Teil t« Medizin des Mittelalters auf, die zunächst von «en Arabern, dann besonders von den hohen schulen von Salerno, Montpellier, Paris, Bologna .mb Padua gepflegt wurde. Daneben schöpfte sie :6er auch aus der Heilkenntnis der jungen germa- lifchen Völker, die sich aus eigener Erfahrung be- l.-utendes Wissen von den Kräften ihrer heimischen Pflanzen erworben hatten. Es handelte sich hier iinächst hauptsächlich um wildwachsende Kräuter, tre bald auch künstlich angebaut wurden. So führt Sich««« Anzeiger .MSrzl4^ Karl der Große in seinem ..Capitulare", seiner Verordnung über die kaiserlichen Gärten, eine große Anzahl von Heilkräutern auf, die hier angebaut werden sollten. Auch die Klostergärten wurden bald eine Pflegestätte- der Heilpflanzen, so der Garten des Abtes Wahlaftid Strabo auf der Insel Reichenau. Ebenso zeigt die Aebtissin Hildegard von Bingen in ihrem Buch „Causae et Curae“ eine überraschende Kenntnis der einheimischen Heilpflanzen, die sich offenbar gar nicht auch der gelehrten Medizin nährt, sondern ganz aus eigene Erfahrung stützt und zu ihrer Zeit, dem 12. Jahrhundert, besonders auch dadurch auffällt, daß sie neben den lateinischen botanischen Namen viele deutsche Ausdrücke gebraucht, wie Dludthvurtz, Brunnencressim, Lungvurtz u. a. Allerdings war die volksmedizinische Verwendung der Heilkräuter stets und sogar bis in die neueste Zeit hinein verquickt mit manchem Aberglauben und äußerlichen Verirrungen, wie etwa mit der Vorstellung, daß man aus Gestalt, Farbe, Name einer Pflanze auf ihre Verwendbarkeit für gewisse Leiden schließen formte, daß also beispielsweise die Stacheln der Disteln gegen alle stechenden Schmerzen gut seien, der Steinbrech, Saxifraga, gegen Steinleiden usw. Don dieser Verirrung war nicht einmal Paracelsus frei, der große deutsche Bahnbrecher der ärztlichen Wissenschaft an der Wende des 15. und 16. Jahrhunderts, der die Medizin aus den Fesseln des Aberglaubens erlöste und mit einer wirklichen Anschauung vom Wesen der Krankheit tiefe Einsicht in die Möglichkeiten des Heilens verband, wobei er vor allem aflf die Stoffe der heimischen Pflanzenwelt zurückgrift und betonte, daß die Natur überall da, wo bestimmte Krankheiten sich vorfinden, auch die entsprechenden Pflanzen $u ihrer Heilung wachsen ließe. Seit dem Beginn der Neuzeit hat die Medizin sich immer weiter von der Natur fortentwickelt und mit künstlich hergestellten Drogen gearbeitet. Die Verwendung der heimatlichen Heilpflanzen geriet mehr und mehr in die Hände von Kurpfuschern und Quacksalbern, die jedoch neben grobem Aberglauben zum Teil auch ein tieferes Wissen um die Heilkräfte der Natur durch die Zeiten retteten. Schon die Homöopathie, Anfang des 19. Jahrhunderts durch Samuel Hahnemann begründet, wandte den Säften unserer heimischen Pflanzen wieder erhöhte Aufmerksamkeit zu. Allmählich wagten es auch ernsthafte Leute, zur Naturheilkunde zurückzukehren, wie z. B. Sebastian Kneipp, der neben seinen Wasserkuren auch energisch auf die reichen Heilkräfte unserer heimischen Pflanzenwelt hinwies und damit sogar bei dem aufgeschlossensten Teil der Wissenschaftler Anerkennung fand. Heute ist auch die Schulmedizin von ihrer Verachtung der Naturheil- kunde abgekommen und läßt sich aus dem Schatz der Erfahrungen bereichern, den das Volk im ständigen Gebrauch unserer Heilpflanzen seit den ältesten Zeit gewonnen und festgehalten hat. W. Oer Frühling wandert durch Deutschland. Wenn sich der Frühling nach dem Kalender richten wollte, würde er pünktlich am 21. März jedes Jahres bei uns eintreffen. Aber dieser Tag zeigt nur den Beginn des astronomischen Frühlings an, die Tagundnachtgleiche. Der klimatische Frühling jedoch ist unzuverlässig. Er läßt sich auch nicht zur gleichen Zeit in allen deutschen Gauen erblicken, sondern unternimmt dazu eine Wanderung querfeldein durch die Landschaften, wobei er im Südwesten des Reiches startet. Die meisten Pflanzen beenden nun die winterliche Ruhe. Sie beginnen mit dem Wachstum, wenn die mittlere Temperatur am Tage 2 Grad Wärme beträgt. Auch die Ruhezeiten der Pflanzen sind in den deutschen Gauen nicht von gleicher Länge. Im Rh ei ng au und an der Bergstraße dauert der Pflanzenwinter durchschnittlich 60 Tage, in der ziemlich geschützt liegenden Berliner Gegend 75 Tage, in der Kurmark 90 Tage. Oestlich der Oder, aber auch in Mecklenburg und auf der Insel Rügen, muß man mit 110 Tagen rechnen, der Gau Danzig-Westpreu- ßen jedoch umfaßt zwei Gebiete, die Konitzer Höhe und die Tucheler Heide, wo der Pflanzenwinter ebenso lang ist wie in Ostpreußen, also mindestens 120 Tage. Oestlich der Linie Lyck—Tilsit—Memel und im Generalgouvernement müssen die Pflanzen mindestens 135 Tage darauf warten, daß der Frühling die erste Wärme bringt. Im Reingau, am Oberrhein, in einigen Bezirken am Main und am Neckar kommen diese Wärmetage meist schon zu Beginn des Monats März, zwischen Elbe und Oder jedoch kaum vor dem 27. März, und in Ostpreußen wird es gewöhnlich Mitte April, bis der Frühling das Signal zum Wachstum in der Pflanzenwelt gibt. Eines der markantesten Zeichen des Frühlings ist die Obstbaumblüte. Sie beginnt beispielsweise im Berliner Gebiet, wenn auch in Aachen und in Wien die Obstbäume damit einsetzen. Zu diesem Zeitpunkt blüht es in den Obstpflanzungen im Rhein- und im Maintale bereits fünf oder sogar zehn Tage, im Rheingau und an der Bergstraße sogar schon elf oder vierzehn Tage lang. Später als die Berliner Obstbäume blühen die im Rheinland, aber auch die der Nürnberger und der Passauer Gegend, wo man überall noch drei bis fünf Tage warten muß. In Norddeutschland zwischen Weser und Oder muß man, ebenso wie im Osten noch mindestens 16, meist aber 20 Tage warten. In einigen Gegenden beginnt die Blüte erst drei Wochen nach Berlins Obstbaum- blüte. Dann -aber hat die Wanderung des Frühlings ihr Ziel erreicht. Dornoiize«. lagesfalenber für Mittwoch. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palast, Seltersweq: „Der laufende Berg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die keusche Geliebte". — Öffentlicher Vortrag der Uni« niversität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaft- lichen . Institut Ludwigstraße, Lichtbildervortrag Professor Dr. Glöckner „Das Tier in der Kunst". — Oberhessischer Kunstoerein und Winterhilfswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmarkt (Schaumesse) auf Oswaldsgarten. Sladtthealer Gießen. Am heutigen Mittwoch wird die Neuinszenieruna der Leharschen Operette „Das Land des Lächelns^ zum ersten Male wiederholt. Musikalische Leitung: Arthur ApeU. Spielleitung: Harry Grüneke. Buh« nenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trö- mel. 24. Mittwoch-Miete. Mitgliederabend im Goethe-Bund Gießen. Der Goethe-Bund Gießen veranstaltet am kom« menden Donnerstag seinen zweiten dieswinterlichen Mitgliederabend. Der junge Dichter Hermann Stahl wird aus eigenen Werken lesen. Hermann Stahl, der in Dillenburg geboren ist und dessen erstes größeres Romanwerk „Traum der Erde" int Westerwald spielt, wird sicherlich auch in Gießest eine interessierte Lesergemeinschaft finden. BHC.-Zweigverein Gießen. Die Märzwanderung des DHC. am Sonntag führte zunächst mit dem „Bieberlieschen" ins Hinterland. Der Roten-Kreuz-Markierung folgend ging es bergauf, bergab auf wenig bekannten Wegen in das wunderschöne Schwarzbachtal, das mit zu den schönsten Tälern der Umgebung gehört, und von hier aus zur Dicken Eiche. In Blasbach wurde Mittagsrast gehalten. Arn Nachmittag wurde über den Simberg die Richtung Wetzlar eingeschlagen. Dom Simberg bot sich ein prächtiger Blick ins Lahntal und auf Wetzlar mit Dom. Im Hintergrund waren der Bismarckturm und die Ruine Kalsmunt, weiter rechts auch ein Stück des Dilltals zu sehen. Nach einer gemütlichen Schlußrast in Niedergirmes, bet der die im Felde stehenden Wanderkameraden mit Kartengrühen bedacht wurden, ging es in einem gemüttichen Spaziergang durch die Goethestadt. Auf der Heimfahrt kamen nacheinander der Dünsberg und wenig später auch der Gleiberg und Vetzberg in unser Blickfeld. —s*— Gießener Schlachtvießmarkt. Aus dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-De-rtellungsmarkt) in der Diehversteige« rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 33,5 bis 45,5, Bullen 31 bis 39,5, Kühe 20 bis 45,5, Färsen 34 bis 49,5, Kälber 30 bis 57, Schafe 35 Rpf. je V2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebend gewicht folgende Preise de,zahlt: a (150 kg und mehr) 1,13, bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e—f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschnel- der) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt. \ Gießener Wochenmarktpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A=9Bare. Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise, niedriger. * Gießen, 26. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM.» Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 7 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Weißkraut, Yi kg 10 bis 12, Rotkraut 13 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Zwiebeln 13 bis 15, Meerrettich 40 bis 65, Schwarzwurzeln 20,Feldsalat, ’/w 10, Aepfel, % kg 25 bis 40, Lauch 24, Sellerie 21 bis 23, Blumenkohl, das Stück 45 bis 70, Endivien 20, Salat, 1 ho 30 Rpf. ♦ ** Eine Achtzigjährige. Am heutigsn Mittwoch, 26. März, begeht Frau Wilhelmine Braun, Goethestraße 31 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. Der Jubilarin bringen auch wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. Guter Rat ist teuer, sagt das Sprichwort, das heißt: Guter Rat ist wertvoll! pm Anzeigenteil dieser Zeitung erscheinen in den nächsten Wochen Ratschläge des klugen Froschkönigs, dem bekannten Wappentier des altbewährten Erdal. Auch sie sind wertvoll! Einer der Ratschläge geht bestimmt jeden an! 1482V An alle schaffenden Deutschen! Am 29. und 30. März 1941 findet die letzte Reichsstraßensammlung des MHV. statt, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgesührt wird. Soldaten der Heimatfront t Mir fordern Luch aus, durch höchsten Einsatz Euren Kameraden an der Front draußen zu zeigen, daß wir in der Heimat ihren Einsatz und ihre Opfer verstehen und gewillt sind, es ihnen entsprechend unseren Möglichkeiten gleichzutun. Das Ergebnis der letzten Straßensammlung muß ein überwältigendes Bekenntnis aller schaffenden. Deutschen in der Heimat zum Führer und seinen marschbereiten Soldaten sein. Denkt daran, daß der letzte Gegner, der dem deutschen Sozialismus entgegenfieht, niedergerungen werden muß, um unser Ziel zu erreichen. Die Parole lautet: Schassende sammeln — Schaffende geben! heil Hitler! Backhaus Katze nmeier Kreisleiter. Kreisobmann der DAF. und unentwegt seine zarten Hande in Unschuld. Es schien mit der ,Zunggesellenwirtschaft" seine besondere Bewandtnis zu haben, und wahrscheinlich keine verlockende. Charlotte erkundigte sich bei Frau Rothe, ob sie ahne, was für Pläne Peter mit ihr habe, aber die alte Frau konnte sich nicht denken, für welchen Haushalt Peter eine Hilfe suchte. Allmählich aber wurde sie ungeduldig und nahm sich schließlich vor, auf eigene Faust ihr Heil zu versuchen. Ehe es aber dazu kam, erschien Peter eines frühen Nachmittags zu ungewohnter Zeit in der Wohnung. Er hatte den schäbigen Anzug an, den er gewöhnlich benutzte, men 11 er Motorradfahrten unternahm. Auf seinem Kopf saß eine rauhe Lederkappe. Frau Rothe befand sich mit Charlotte in der Küche, Iockele benutzte eine Müllschausel als Frachtschiff und beförderte kleine Holzstücke von einer Ecke zur anderen, als Peter in der Tür erschien. Sofort lieh Iockele Schaufel und Holz im Stich, um zu ihm zu laufen. Er begrüßte ibn mit einem Freudengeschrei. Peter griff ihn vorn Boden auf und schwenkte ihn durch die Luft, worauf das Freudengekreisch sich vervielfachte. „Um Gottes willen!" rief Charlotte erschrocken. „Lassen Sie den Jungen unbeschädigt!" Peter lachte nur. „Was ein richtiger Junge ist, der muß einen Stoß vertragen können, was, Iockele? Ein rauher Ton und ein Knuff gehören zu jeder guten Erziehung! Später gibt's noch genug Knüffe im Leben, und man kann sich nicht frühzeittg genug daran gewöhnen." Er setzte Iockele wieder auf den Boden nieder, hockte sich selber vor ihn hin und fragte: „Wollen nnr mal ’n bißchen ins Blaue fahren, Iockele?" „Au..." rief Iockele, obwohl es zweifelhaft war, ob er verstanden hatte, was gemeint roa* „Mit dem Motorrad?" „Ja.. „Weit weg?" „Weit weg!" rief Iockele und trampelte vor Begeisterung von einem Bein auf das andere. „Nach Gatow zum Beispiel?" Iockele drehte sich zu Charlotte um und überschüttete sie mit einem Wortschwall, den er in seinem Eifer so hervorsprudelte, daß kein Wort zu verstehen war. „Dann wollen wir wohl Lolott mitnehmen?" Iockele lief zu Charlotte hin und packte sie bei der Hand. Sie erkundigte sich: „Sie wollen doch nicht etwa hn Ernst mit Iockele eine Spazierfahrt unternehmen?" „Doch, es ist mir bitterernst! Und Sie sollen mit, wenn Sie gerade nichts Besseres vorhaben." „Was sollte ich schon vorhaben?" „Dann klappt's ja!" „Es soll zu Ihrem Freunde Hanne gehen?" „Richtig! Er zittert vor Verlmigen, Sie beide kennenzulernen." „Er erwartet uns? Sie haben uns angemeldet?" „Ich habe mit ihm telefoniert und ihm gesagt, daß ich ihm vielleicht Besuch mitbringen werde. Das war nötig, sonst würde er mir später Vorwürfe machen. Ueberfallen wir ihn unangemeldet, so wäre er auf Damenbesuch nicht eingerichtet, säße in seiner Werkstatt, sähe aus, als wäre er aus einer Oelgrube gezogen und würde sich schämen. Er hat ein so zartes Gemüt, der gute Hanne, obwohl man es ihm nicht ansieht. Wenn's Ihnen recht ist, Fräulein Machefius, fahren wir recht bald, kaufen unterwegs noch Kuchen zum Kaffee ein, Hanne hat inzwischen den Tisch gedeckt, und wir können es uns draußen gemütlich machen. Außerdem hat er sich ein altes Motorboot gekauft, es eigenhändig Überholt, einen neuen Motor eingebaut und man könnte vielleicht eine kleine Probefahrt damit machen — nach Wannsee hinunter oder zur Pfaueninfel, wie es Ihnen gerade gefällt. Das Wetter tfl herrlich und somit — kommen Sie!" ,/Ich komme!" ..Großartig? Wie lange dauert's bei Ihnen, ehe Sie fertig find?" ♦ .Zehn Minuten!" „Einschließlich Iockele?" „Jawohl, der eingeschlosien!" „Also, Mutter Rothe, dann leiste ich Ihnen zehn Miimten lang Gesellschaft und drehe zweimal die Eieruhr um. Wollen doch mal sehen, ob Fräulein Mathesius ihren Zehn-Minuten-Rekord schafft!" Sie schaffte ihn, und zu dritt brachen sie auf. Peters Motorrad war kein besonders elegantes Gefährt, der Beiwagen leicht zerschunden und eng, Über Charlotte fand mit Iockele darin Platz. „Wahrscheinlich haben Sie schon in etwas eleganteren Erzeugnissen der Autoindustrie gesessen/ sagte Peter, als er sich die Lederhandschuhe überstreifte. „Wenn Ihnen die Beine einschlafen, denken Sie bitte daran, daß es bei dem herrlichen Wetter und dem Ausflugsverkehr in Straßenbahn und Omnibus noch unbequemer ist. „Ich sitze vorzüglich!" ,Zockele, daß du nicht so viel strampelst! Zertritt deine Pflegemutter nicht! Kann's losgehen?" Iockele strampelte nicht, sondern machte große Augen. Als der Motor ansprang, verursachte ihm das wilde Knattern zunächst einen leichten Schreck. Er gewöhnte sich indessen bald daran, und als die Fahrt begann, überwältigte ihn die Begeisterung. Dergleichen hatte er noch nie erlebt. Er schrie und fuchtelte mit den Armen, lachte und versuchte Charlotte mitzuteilen, was er bei dieser rasenden Fortbewegung empfand. Es ging quer durch das ganze Berlin vom Osten bis zum Westen, sie erreichten die Bismarckstraße und Hatten hier freie Fahrt bis zur Heerstraße hinunter. Inzwischen hatten sie Kuchen eingekauft, und Iockele hatte schon ein Stück im voraus essen dürfen. Hanne Westphals Tankstelle und Reparaturwerkstatt lag mitten im Dorf. Die Tankstelle selber war funkelnagelneu. Unter ihrem flachen, ins Freie vorspringenden Dach hielt ein Wagen, der eine weite Reffe hinter sich zu haben schien, und hier mit frischem Brennstoff versorgt wurde. Ein Mann von gewalttgen Körpermaßen bediente die Pumpvorrichtung. „Das ist Hanne!" rief Peter Charlotte durch den Lärm des knatternden Motors zu und minderte gleichzeittg die Geschwindigkeit. „Gehen Sie mit ihm um wie mit einem gut dressierten Bären. Er sieht nur wüst aus, tut aber nichts." Dann gab er zweimal ein kurzes Signal. Darauf drehte der Mann an der Benzinpumpe sich mit einem Ruck um, bekam sichtlich einen Schreck, und es sah aus, als erröte er. Ohne sich weiter um seinen Kunden zu kümmern, kam er seinen Besuchern entgegen, wischte sich im Gehen die Handflächen an seinem Kittel sauber und stand nun zum Empfang bereit. (Fortsetzung folgt.) Aus der engeren Heimat Summe der Aktiva mit 290 996 RM., einen Rein» Peter Eornelius-Singen in Mainz. Am Sonnta, ran» ÄÄTt?. ftKÄS Punkte 10:2 8:4 6:6 0:12 KufMansch vieler Verbraucher gibt es henkv/ Henkel's Cinweich- unü Cnthärtungsmittel, jetzt auch im Ooppelpaket. Preis 25 Rpf. Gew. 5 4 3 0 Derl. 1 2 3 6 DfB.-R. Mendorf 1900 Heuchelheim war anwesend. Der stell Vertreters Präsident der Kammer, E. R. Niederhausen, betonte nach seinen Begrü- ßungsworten, um unsere Wehrmacht so stark wie möglich zu machen, sei es notwendig, daß alle Betriebe, die nicht unbedingt kriegswichtig sind, besondere Opfer durch weitgehende Einschränkungs- Maßnahmen auf sich nehmen. Dies werde überall gerne getan, weil man wisie, daß der Endsieg über den letzten Feind, England, nicht mehr fern sei. Ausnahmeerscheinungen seien, und diese würden kriminell verfolgt. Etwas anderes aber sei die Erfassung des Kriegsgewinnes. Dieser sei in den meisten Fällen bedingt durch bessere Ausnutzung der Produktionsanlagen, größere Serienfertigung, Verbesserung der Arbeitsmechoden oder sogar durch Auflösung von Lägern. Solche Gewinne, soweit sie nicht mit einer effektiven Mehrleistung des Unternehmers selbst Zusammenhängen, würden vom Staat restlos abgeschöpft. Für die Zukunft sei es nach der Forderung des Preiskommisiars die Pflicht jedes Unternehmers, bei Feststellung von Gewinnen, die höher liegen als die im Frieden, zu Preissenkungen zu schreiten. Ein selbstverständliches Gebot nationalsozialistischer Auffassung sei es, daß die Preise und Lebenshaltungskosten sich nach den kleinsten Einkommen zu richten haben, und dies müsse die Wirtschaft stets im Mge behalten. Dann sprach Herr Niederhausen noch über die Arbeiten der Kammer auf dem Gebiete der Landesplanung, soweit sie den Bezirk der Kam- nrer (Kreise Gießen, AlsfeD und Lauterbach) bs- Fn’iRor m-itrKö h-en in der üblichen Weise ge- ^©arb enteich , 25. März. Am vorigen Sonntag veranstaltete der hiesige Gesangverein „Viktoria" in einem Gießener Lazarett ein Chorkonzert, dessen Vortragsfolge dem Komponisten Silcher gewidmet war. Chormeister Sommer, Watzenborn-Steinberg, machte vor Beginn des Konzerts die Hörer in einem kurzen Dortraa mit dem Schaffen und Wirken Silchers bekannt, ferner gab er zu jedem Lied die näheren Erläuterungen. Den Sängern und chrem Chorleiter dankten die Soldaten mit herzlichem Beifall. Durch die Opferwilligkeit der Mitglieder war es möglich, die Soldaten mit einer Spende von Aepfeln, Rauchwaren und Getränken zu erfreuen. • . A Daubringen, 25. März. Die diesjährige Generalversammlung des Spar- und D-or• schußvereins fand bei Gastwirt Schäfer statt. Der Auftichtsratsvorsitzende eröffnete die Versammlung und begrüßte die Erschienenen. Darauf ehrte die Versammlung die im Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder in der üblichen Weise. Direktor A l d a ch erstattete darauf den Geschäftsbericht. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorfahr um rund 38 000 RM. auf 475109 RM. zurückgegangen, während die Spareinlagen um nahezu 59 000 RM. auf 258 693 RM. gestiegen find. Besonderen Dank sprach der Direktor der Schulsparkasse aus. Jedes Schulkind hat ein Sparbuch. Die Einlagen der Schulsparkasse betrugen im abgelaufenen Jahr mehr als 3600 RM., ihr Guthaben am Jahresende 12 697 RM Kassen- rechner Braun verlas in der Jahresrechnung die Nationalsozialistische Großprogramme nn Wirt- schasts- und Sozialleben Deutschlands gestatten den Arbeitsrhythmus des schaffenden Volkes. So war es nach der Machtübernahme 1933, so ist es rm Krieg, und so wird es auch nach dem Sieg bleiben! Wir wollen unseren sozialen Staat bauen. Dafür arbeiten wir, und daran glauben wir. Bei diesem Umbruch in unserem LrdeitÄeben tauchen im Handwerk hie und da veremzelle Sttm- men auf, welche die Frage stellen: Hat denn das Handwerk noch einen Platz in dieser Produkttons- schlacht? Die NSDAP, stellte sich in chrem Parteiprogramm pofitto zum Handwerk. Je größer das Ausmaß der einzelnen Maßnahmen ist, um so notwendiger ist es, die gestaltende Kraft meisterlicher Werk- arveit zu pflegen und unter keinen Umständen absinken zu lassen. Der Bau des sozialen Staates geht Schritt um Schritt mit der Schaffung einer wahren deutschen Dolkskuttur. In diesen grundsätzlichen Erkenntnissen liegt der Schlüssel für die Zukunft des Handwerks. Das Handwerk muß dielen Auftrag der Partei erfüllen und sich darin würdig erweisen. Es gibt viele unter uns, die berechnen den Bestand des Handwerks nach Erlassen, Kontingentscheinen, Dienstverpflichtung, Steuern usw. So wich tig dies alles fein mag, es trifft nicht Den Kern. Das Handwerk wird so lange seinem Auftrag gerecht werden, so lange es sich zu der Art seiner Ar- Dieses sängerische Ereignis bedeutet eine Huldigung her zehn besten Gauoereine für den liebenswürdigen und feinsinnigen Mainzer Dichterkomponisten Peter Cornelius, Den Freund Franz Liszts und Richard Wagners. Der Gau XII des DSB. hat es übernommen, Das Andenken dieses bedeutendsten Tondichters unseres Gaues durch Aufführung ferner Werke lebendig zu erhalten und hat die Durchführung dieser Kulturaufgabe den besten Gauvereinen übertragen. Durch das Los wird derjenige Verein bestimmt werden, der im Laufe dieses Jahres an einem ihm von der Sängergauführung bezeichneten Ort ein Konzert mit Werken von Peter Cornelius zu oeranftatten hat. An das Auftreten der zehn Männerchöre wird sich eine Gedächtnisfeier für^eter Cornelius unter Leitung von Kapellmeister Schocker (Wiesbaden) anschließen. Eingeleitet wird die sänge- rische Veranstaltung mit einer am Samstag, 18 Uhr, am Peter-Cornelius-Denkmal in Mainz ftattfmben- Den Feier, bei Der der stelloertr. Sängergcmfuhrer einen Kranz niederlegen wird. beit bekennt. Das Bekenntnis zur Arbeit findet seinen besten Ausdruck in Dem Ausmaß, in welchem Das Handwerk Berufserziehung an sich treibt Nur eine umfassende Derusserziehung sichert das Handwerk rn jeder Situation. Das trifft nicht nur für den Lehrling zu, sondern in viel entscheidenderem Maße für den Gesellen und für den Meister. Das Deutsche Derufserziehungswerk des Handwerks regelt die Trägerschaft Der Maßnahmen und schließt Kompetenzschwierigkeiten aus. Sachlich sind also alle Voraussetzungen geschaffen. Vielfach ist im Handwerk die Meinung vertreten, daß es genug kann und deshalb der Besuch der Lehrgemeinschaften und Ausbaukameradschaften zwecklos sei. Wir müsien Demgegenüber Den Standpunkt vertreten, daß wir niemals auslemen und immer wieder zu lernen nötig haben. Es muß im Handwerk geradezu eine Welle fanattschen Willens zur Berufserziehung entwickelt werden. Und im Kriege erst recht. In jeder Innung, in jeder Orts- Handwerkerschaft und in jeder Versammlung wird überprüft, wie sofort mit Der praktischen Seite Der Leistung zu beginnen ist Wir haben Fachschulen, Gewerbeförderungsan, stallen, Wanderlehrer usw. Es mangelt bei uns nicht an technischen Voraussetzungen. Wir brauchen nicht immer einen großen Kreis von Teilnehmern, wählen wir auch einmal einen kleineren. Die Rentabili- tat eines Lehrganges Darf nicht nur entscheidend für enUs-SMgeN m gewinn von 1545 RM. Dem Vorstand und Auf. 30 März, 9 Uhr, findet in der sjchtsrat wurde einstimmig Entlastung ausgefpro. Liedertafel zu Mainz, Große Bleiche 56, das von Aus dem Reingewinn erhalten Die Volksschule dem Gau XII Des Deutschen Sängerbundes zum 50 RM., Der „Verein Kleinkmderfteund und Kran, erstenmal veranstaltete Peter-Cornelius-Singen statt, kenpslege" 50 RM Der verbleibende Rest des Rem. .r.. hoh^iitot oin<> Aulbtouna g^wlnns wird nach Abzug Der Vergütung Der Geschäftsanteile je zur Hälfte Dem Reservefonds und Der Betriebsrücklage überwiesen. Die satzunqsgemaß ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Direktor Al. b a ch und dessen Stellvertreter Henkel, wurden einstimmig wiedergewähtt, ebenso Die Aufsichtsrats. Mitglieder Wilhelm Mohr III. und Karl Herr, mann. Nachdem Der Vorsitzende Des Aufsichtsrats besonders dem Direktor und Dem Kassenrechner Dank und Anerkennung ausgesprochen hatte, beschloß er die Versammlung in der üblichen Weise. Da sich in Gießen und Umgegend nur 6 Mannschaften zu Den Spielen um die Jungbannmeiste^ schäft gemeldet hatten, wurden nur 2 Gruppen 6uf«_ gestellt. In der Gruppe I steht der Meister bereite fest. Die I. SDG. (früher Schülermannschaft) oon VfB.-R. Gießen erwies sich als Die beste Mannschaft in dieser Gruppe. Die I. SDG. von Allendorf (LahnZ konnte sich durch ihren großen Eifer den zweitem Tabellenplatz sichern. 1900 folgt an Dritter Stelle. Spielerisch war Diese Mannschaft vollkommen auf Der Höhe, sie trat nur öfters nicht an. Die SDE- von Heuchelheim mußte wegen undisziplinierte» Verhaltens gesperrt werden. Die Tabelle lautet: Die Größenverhältnisie unserer ^Betriebe sind unterschiedlich. Wir haben viele gute Einmannbetriebe, aber auch Betriebe mit 100 und mehr Gesellen. Der Gedanke der Betriebsgemeinschaft hat nur dann einen Sinn, wenn sie eine Leistungsgemeinschaft :ft Wir müsien deshalb auch dem Gedanken des be» trieblichen geschlossenen Einsatzes bei Der Berufserziehung genügend Spielraum geben Nicht nur die ausschließlichen Berufsfragen, sondern auch Diebe- friedlichen Verhältnisse müsien gebührenD berücksichtigt werden. Als gut hat es sich erwiesen, in einen ausgezeichneten Betrieb (vorbildlichen Kleinbetrieb) einen Abendlehrgang zu legen und Damit alles sehr lebensnah zu üben. Es brauchen nicht immer große Schulen da zu sein, um Berufserziehung zu ver- wir-klichen. An einem Abendlehrgang können sich viele Einzelmeister und Gesellen beteiligen. Die Kosten brauchen nicht unerschwinglich zu fein, sondern sind meistens niedrig. Wo eine Wille ist. Da ist ein Weg. Das Amt hir Berufserziehung und Betriebsführung hat es sich zur Aufgabe gemacht, geeignete Handwerker als Uebungsleiter zu schulen bzw. auszubilden. Diese Unterstützung durch Das Amt für Berufserziehung und Betriebserttehung in der DAF. muß dazu beitragen, uns besonders freudig an die Arbeit gehen zu taffen. Mancher Handwerker kann sich hier neben feiner sonstigen Tätigkeit eine neue Lebensaufgabe als Uebungsleiter stellen, wenn er geeignet ist. Darum frisch ans Werk! In der Gruppe II steht der Meister noch nicht fest: Die SDG. von Steinbach und Watzenborn-Stein» berg stehen punktgleich. Am kommenden Sonntag findet Das Entscheidungsspiel statt. Der Sieger aus dieser Gruppe spielt gegen den Sieger der Gruppe L Million und daß i)L Todesurteils. Nochmals verlängert/Die letzten 3Ta0e! liest aus eigenen Werken. Odysseus' in So» 01085 Frauen Mädchen Buchhalter(in) später. 01077 Mainzer Landstraße 281/91 1406 P dox. ni Liebigstr. 58 L istGnÄ Gebr. i«mD 6 M ciMaMn Oeuilcnen i unlluz unblajtt iurd) di! n jjertit Aurm; ite & lny btt ie B jen Wti Beamten hinzugesügt der Buchungsmaschine ie W ’Munp iehach ie qew"1 uiW Halle a. d. Saale, Wörmlitzerstr.2411 getreidk. ingt bei enbe btt irisch^ ^zeuget, len, im [e* ob« unter 1483D an den Gieß. Anzeiger erdeten. Apothekerin z.Z. im Felde \ 1484D__ Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Lichtbild unt. 14900 an den Gießener Anzeiger erb. Die Mitglieder des Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein) haben auf Mitgliedsausweis (Kontrollabschnitt G.B. Nr. 4 und K.V. Nr. 11) freien Eintritt. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Täglich .3.00. 5.00 und 7.30 Uhr, Sonntag» 2.30, 4 45 und 7.30 Uhr Jagend hat Zutritt! _______1478A Herrenfahrrad zu verkaufen. Geritenbera, Wariweg 33. | Kaufgesuche"] Gut erhaltenes Herren- Fahrrad zu kauf, gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 01062 an b. Gieß. Anz. erbet. irrtümlicherweise von dem worden war, der sich auf vertippt hatte. Vollstreckung eines selbe Erziehung päter der kühne Beine Ursprungs- nengnlsse, ondern nur Zeugnit obldiriften dem ®e iverbungsichrrtben bet legen I — Lichtbilder andBewerbungSuntev agen müllen zur Ber Meldung von Bertusten aus der iRüd. Krnusch Stud.-Assestor z. Z. Kl. Mühl- gasse 7. Studienrat seit 20 Jahren Dauermieter in ein und derselben Wohnung, sucht schönes, sonniges lllilWlH Schlafzimmer inGegendIustuS v. Liebig-Schule. Angebote unter >01084 a.d.G.A. GOETHE-BUND/GIESSEN DER DICHTER Hermann 'Stahl bekannt als der Verfasset der Bücher „Traum der Erde“, „Vor der angelehnten *Di« Wurzel unter dem Gras“. „Der Läufer“ und „D.e Heimkehr des Oer Leiter einer llniversitätsklinik lucht zum möglichst baldigen Eintritt eine gewandte ärztliche SMM Gefordert werden Stenognwbie, Schreib' Maschinenkenntnisse, gewandte -^st^llan^ö- formen, ernste Berufsauffassung.Tle-Lchrerb^ kraft hat außerdem noch die ärztliche Biblw tbek und andere kleine Sonderausgaben zu ÄBVlLu Wenn Kleidergeld und Punkte rar, «r* 3 KUL Nimm den „Goldenen Schnitt" und nparl Einladung an alle Hausfrauen u. Töchterl n Zuschneideschau I 1 I Neuen aas Altem! Gat zugeschnitten ist halb genäht! I 1 1 Gießen: Hotel Bayrischer Hol, Bahnhof- ' straße, Donnerstag, den 27. März, I / 10.30 und 15.30 Uhr. \ 11 Freitag u. Samstag, den 28. und 1 U 29. März, 10.30, 15.30 u. 20 Uhr. »der goldene schnitt« Unkostenbeitrag 20 Rpf. Einmaliger Besuch genügt! MFM < W • '< w A % N -M .WK-W- « t >>£ ; mm UND sie )0 tlil ■ t w 1472 D Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist heute unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater,Bruder und Schwager Gottfried Leidich, Lehrer i. R. nach kurzer Krankheit im 80. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Tm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Matthes, geb. Leidich Emil Leidich Evelin Leidich, geb. Louis Philipp Leidich, Enkel Ludwig Matthes, Lehrer. Leeheim im Ried, Detroit, Grüningen, den 24. März 1941. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 27. März, nachmittags um 8 Uhr, in Langsdorf statt y 30 Jahre 4 ist Blutreinigung wichtig! . Nehmen Sie J Schoenenbergers Pflanzensaft-Kur: 6 Flaichen Brennerei-, Spitz- ? i wegerleb- and Löwenzahnsaft / V 2 Pakete Tee.... RM. / S Montagnachmittag 8Vs Uhr verschied plötzlich und unerwartet nach längerem Leiden unsere innigstgeliebte Schwester,Nichte, Kusine und Gote Fräulein Anna Volkmann im Alter von 46 Jahren. In tiefer Trauer: Margarete Volkmann Theodor Volkmann. Heuchelheim, den 25. März 1941. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 27. März, nachmittags 2 Uhr, von Gießener Straße 2 aus statt. 1487D Gemeinsame Bekanntmachung -er Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Vetr.: Verteilung von Gemüse- und Obstkonserven. Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat mit Erlaß vom 13. März 1941 die seinerzeit verfügte Bewirtschaftung von Gemüsekonserven aufgehoben. Mit Wirkung vom 24. März 1941 können sonach Gemüsekonserven ohne Karten an Verbraucher abgegeben werden. Gießen, den 24. März 1941. 14741) Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg. Gießen, Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen: ___Dr. Lotz._______,_____________ Bekanntmachung. Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 22. Versorgungsabschnitt. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Donnerstag, den 27. INärz 1941 2. „ Freitag, den 28. „ 1941 Montag, Dienstag. Mittwoch, den 31. „ 1941 den 1. April 1941 den 2. „ 1941 MliMSen Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waides in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier« und Manzenleden des hei« mailichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck« tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Linführungstexi von ^.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer er versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgeword. Natur« schönheiten in sick auf« zunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclamr Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Merbeblätter gu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin'Lichterfelde Achtung! Hausfrauen Achtung! Zum Jahrmarkt - Grüner Schirm Silbermond- Putzstein! Zum Putzen und Polieren von Möbel aller Art, Metallsachen, Fenster und Spiegel, Fliesen und Linoleum, Beachten Sic bitte die Vorführungen Vertreter: Willi Büttner, Halle-S., Weldenplan 28, Fernsprecher 21068 Bei Nichterfolg Geld zurück 61660 Verknet nur bis Samstag! Dauer Feuerzeugl D. R. G. M. (Westentaschenformat) Spendet en. 3 Mon. Fetter bei einmal. Auffüllung. Funktioniert tadellos. Unverwüstlich im Gebrauch. StOck®5 Fsg. Mit dazugehörigem Sortiment Brennstoff o. Feuersteinen RM1.5O, 6 Stück RM 7e— und Porto gegen Nachnahme. Ernst Weber, Langenehursdorf/Sa. SliA^LMWllelWW nutzbaum ober eiche. Schr. Angeb. unt. 1323D an den Gieß. Anzeiger. Nachlässe vo» 8 bis 90 r. Ä w* I halten Sie bei wiederholten Ver- bffentHchungen einer Anzeige) Städtthe'Bter 24. Mittwoch-Miete! 19 bis 22 Uhr l irsM Bas Land lies läcHos Operette von Lehär. Preise von RM. 0.90 bis 8.60. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ergibt sich autz der Aufstempelung auf 2>em Personalausweis. Die Reste der Karten des 21. Versorgungsobschnittes, außer den Nährmittelkarten, find zurückzugeben. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. II. Alle Karlen sind sofort bei Entgegennahme hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Verbrauchergruppen (Altersstufen) nachzuprüfen. Spätere Beanstandungen sind zwecklos. UL'Sei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Gebühr von 1,— RM. je Personalausweis erhoben. IV. Die im Besitz der Familien und Einzelpersonen befindlichen Personalausweise werden bei der Kartenausgabe eingezogen und bei der nächsten Kartenausgabe durch neue Ausweise ersetzt. Die Inhaber der Ausweise müssen bei der Abgabe der Ausweise angeben, ob hinsichtlich der Zahl der zum Haushalt gehörenden Personen Veränderungen eingetreten sind. V. Die Milchzuteilung an Personen über 70 Jahre fällt mit dem 7. April 1941 fort Die Gewährung ist zukünftig nur noch möglich, wenn von einem Arzt die Notwendigkeit der Verabfolgung von Vollmilch bescheinigt wird. Ohne ärztliche Verordnung.kann die Gewährung nur erfolgen, wenn eine Kürzung der Fett- oder Fleischration erfolgt. 1476C VI. Während der Ausgabetage werden Bezngschein- ankräge nicht entgegengenommen. Gießen, den 25. März 1941. Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. B und Wirtschaftsamt. MW-verskelgekMg Bonnerstog. den 21. ö. in., MmlllD 2 W vttnktlirb und bestimmt, versteinere ich aus dem Nachlasse der Frau (Emilie Schmidt Wwe., Gießen, Kaiserallee 62, meistbietend gegen Barzahlung: 1 komvl. Mahagoni -Schlafzimmer, bestehend 'Akten nut dreiteiligen Kavokmatratzen, öaköttfdb mit Marmor u. «srnegelaufsatz, zwei Nachtschränkchen mit Marmor, dreiteil. Spiegel- schrank, 2 Stühle; 1 älteres Speisezimmer: Büfett, Kredenz, Ausziehtisch und Lederslühie; 1 Sofa mit 2 Sesseln (la), 1 Vertiko, 1 Sofa, 2 §efen, 1 Chaiselongue, pol. Tisch, Schreib- ^f"l'Aufsaü. Auozlehtisch, Regulator, 1 Ständer für Vogelkäßg, Nähtisch, 2 Korbsessel und ein Lp^er, Hausapotheke, 1 Herd, 1 Kücheuschrauk, 2 Stuhle, 1 Eisschrank, 1 Bettstelle mit Matratze, Bilder, Spiegel, Nipp- und Aufstellsachen, Glas, Porzellan u. v. U. Versteigerung bestimmt. L. Althoff Sachverständiger d. D.R.F., gerichtlich beeidigter Taxator und Versteigerer. 147Ba rArlkysiv rrr 194041 Jever Oeutfthe wird eingeöenh der Opfer unfern Soldaten am Opferfonntng feine pflicht tun. Kaufe ständig gut genährte I01D Giefeen. Wetzsteingasse 10 Telephon 2168 Passiva 100.00 43515.98 Zugang Abgang Stand am 31.Dez. 1940 619 14318.71 4353.65 frl 500.00 RDt. 2 400.00 RM. 2 000.00 RM. 61 900.00 RM. 4801.85 4838.26 13422.50 4925.00 1.00 300.00 Aktiva 6095.12 1. Kasse 2. Bäuerliche Hauptg. Ffm. . 3. Laufende Rechnung ..... 4. Waren................. 5. Verkaufsstelle I . .2071.92) 6. Verkaufsstelle II . 2282.73 ( 7. Spar- und Darlehnskasse Wieseck 8. Immobilien 9. Mobilien 10. Beteiligung B. H. G., Ffm. 11. Beteiligung Spar- u. Dar- lehnskasse Wieseck 12. Geschäftsguthaben der Genossen 13. Betriebsrücklage 14. Reservefonds 15. Baufonds 16. Warenrückvergütung 17. Gewinn 1940 ........... 24 l 20 ! Die Generalversammlung finbet statt amMontag, hem 7. Aprü 1941, abends 8% Nhr, bei Gastwirt iseorg Steller. Tagesordnung: 1. Bekanntgabe der Jahresbilanz und Genehmigung derselben. ö ö 2. Verteilung des Reingewinns. 3. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrats. 4. Vorlesung des Revisionsberichts. 5« Ergänzungswahl des Vorstandes u. Auffichtsrats. 6. Verschiedenes. Der Airfsicktsrat. Ker Vorstand. Mitgliederbewcgung: i HaftsummLubewegung: Am 1. Januar 1940 .. .615 ! 1857.00 10000.00 9231.55 7000.00 5000.00 787 32 43515.98 -MW« Bei Notschlachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlachterei Sdhilllng £onöOw e.G.m.b.H. E Gießen-Wieseck. Vilanr rum SI Derembev 1640. Skizzen Die berei Som iml, Wf Ei)mb linem K K ioU 4 Ker 4! Wir! Miste' ijiirix. te » jopunili | rrit T Nei | 'Jnb di p|ptr i 3?njd I tm te «K i Wtl y Mn *r' Mngri Wk St Ml Nkr tanbf htbd krlri Me Weit ctben, Ur E [Mtid ■ JWe IN ft B e bui is 15, 16» ISt Nid ^iii Ira l8b | kn Ikr I eil Iw aus den Ursprungsländern der »R6< -Tabake i