Mittwoch, 2b. zebruar Ml Gießener Anzeiger K|< vmi Das deutsche Fliegerkorps in Libyen mmen fol- 2ln der griechischen Aron» normale Kampf- lungen von örtlicher Bedeutung. Ser Führer aus der parteiaründunasseier im Sosbräubaus in München Beginn seiner großen Rede, van seinen alten Mitkämpfern jubelnd begrüßt. — (Presje-Hofsmann-M.) Unser Bild zeigt den F ü h r e r vor Stellen zu erzwingen und aus das linke Ufer vorzudringen. An den übrigen Abschnitten Kampfhand- 3n Uo rdafrika die übliche Tätigkeit unserer schnellen Kolonnen und der Luftwaffe. 3n Giarabub dauert der Druck des Feindes an. Verbände deutschen Fliegerkorps haben einen feindlichen leitzug auf Fahrt im Mittelmeer angegriffen dabei ein 3000- bis 4000-Tonnenschiff versenkt ein weiteres mit Truppen beladenes Schiff Berlin, 26. Nachmittag des 24. oes Ge- und und von 15 000 Tonnen getroffen. Feindliche Flugzeuge beben einen Einflug über Tripolis durchgeführt, wobei es einige verwundete sowie unbeträchtlichen Sachschaden gab. 3n O st a f r i k a gelang es dem Feind nach einer einen weiteren großen Transporter so schwer, daß er brennend liegen blieb. 3nfolge ungünstiger Wetterlage wurde am 24. Februar in nur geringem Umfang bewaffnete Aufklärung über Großbritannien und über See durchgeführt, hierbei wurde ein Handelsschiff vor der britischen Ostküste durch Bombentreffer beschädigt. 3n der letzten Rächt richteten sich unsere Luftangriffe gegen Flugplätze in Ostengland, die Brände in hallen und Unterkünften zur Folge hatten. Außerdem griffen einzelne Kampfflugzeuge die Hafenanlagen in Harwich, 3pswich und Exmouth sowie die Dockanlagen in London mit Bomben leichten und mittleren Kalibers an. Der Feind flog auch gestern weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. Einzelne britische Kampfflugzeuge griffen in den gestrigen Abendstunden einen Hafen des besetzten Gebietes an, ohne Sachschaden anzurichten. Bei der Abwehr des Angriffs schoß Flakartillerie ein feindliches Flugzeug ab. An dem großen Erfolg der Unterseebootswaffe ist das Boot des Kapitänleutnants Lehmann-Wille n b r o ck mit 55 000 VRT. hervorragend beteiligt. Kapilänleutnanl Lehmann-Willenbrock hat damit in kurzer Zeit 125 580 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet. Oer stalienifche Bericht Rom, 25. Febr (DRB Funksprvch.) Der Uenifche wehrmachlbericht vom Dienstag ha» genden Wortlaut ArtiUenedueli Calais-Oover. Stockholm, 25. Febr. (Europapreß.) In den frühen Morgenstunden des Montags kam es nach dem englischen Nachrichtendienst über dem Kanal zu einem mehr als einstündigen Artillerieduell zwischen der deutschen und der englischen Fernkampfartillerie im Dovergebiet. Von englischer Seite werden keinerlei Mitteilungen über die angerichteten Schäden gemacht. Es wird lediglich erklärt, daß das Bombardement von deutscher Äite sehr heftig gewesen sei. Bei der Leibstandarte „Adolf Hitler". lortsührn in tabschrs änner, bit * ht stehen. * )Qtte. W'\ ZchwiegelmS Telephon q ührt Hove. daß der KM nie. »ffl t UNd lOflJ; ta, war,ßli cher unb % bmann|diik Mtv. Tch r zum Eti erweisen fa rer w Schiffe explodiert. Die Angriffstätigkeit der deut- schen Flieger habe sich weiter auch gegen Truppen» u nd Fahrzeugansammlungen im .hmterlond des Küstengebiets von Libyen gerichtet An einer Stelle fei eine größere Zahl von Kampf- wagen und anderen Fahrzeuaen in Brand gesetzt worden Durch Maschinengewehrfeuer sei ein Löschen unmöglich gemacht worden. Oer Wehrmachtbericht vom Oienstag. Berlin, 25. Febr. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: wie bereits bekanntgegeben, griffen Untersee- boote einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkten in zahlreichen hartnäckigen Angriffen 125 000 BRT., darunter einen zur Sicherung eingesetzten Hilfskreuzer. Der Geleitzug wurde aufgerieben. weitere Unterseeboote operierten zur selben Zeit ebenfalls erfolgreich im atlantischen S e e g e b i e t und vernichteten, zum Teil auch aus Geleitzügen heraus, eine große Zahl feindlicher Handelsschiffe, darunter einen großen Tanker mit zusammen 83 000 VRT. Durch Seestreit- k r ä f t e wurde,; 25 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt, und ein in Uebersee operierendes Kriegsschiff erhöhte seine bisherige Versenkungsziffer von 131 000 aus 151 000 BRT. Damit hat allein die Kriegsmarine in den letzten Tagen den feindlichen Handelsschiffsraum u m mehr als eine Viertelmillion vermindert. 3n den frühen Abendstunden des 23. Februar versenkten deutsche Kampsflugzeuge im Milte l m e e r nördlich Der na einen Truppen- transporter von 4000 BRT. und beschädigten £ UebereineViertelmillionBRT. vernichtet Sich steigernde Erfolge unserer Kriegsmarine. Generaloberst B l a s k o w i tz unternahm in diesen Tagen eine Besichtigung der unter Führung des ^-Obergruppenführers Sepp Dietrich (links) stehenden Leibstandarte ff „Adolf Hitler". (PK.-Gösling-Scherl.) Achtung Norwegenurlauber! Berlin, 25. Februar. (DRV.) Sämtliche Jlor- wegeu-Urlauber melden sich sofort mündlich, fernmündlich oder schriftlich bei der nächst erreichbaren Militärdienslstelle unter Angabe des befohlenen Abfahrtstages. Mißglückter Lustangriff auf deutsches Vorpostenboot. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags 9liMcmens*43rcife: Anzeigenteil 7 Rvf- te mm bei 22 mm Aeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr S°h" Echliwwff I immen E - Posten ftinwnt Kops, * 1 Wrie *,s •Sei W arum- $■: A v \ Rom, 26. Febr (Europavreß) Ein Sonderbe- tätigkeit. Die außerordentlich ungünstigen wilte- richterstatter des „Giornale dItalia- berichtet über rungsverhältnisse haben die Tätigkeit unserer Luft- die rege Angriffstätigkeit des deutschen Fliegerkorps roaffe eingeschränkt Die drei im gestrigen wehr- innerhalb der letzten 48 Stunden U u leien Die i n machtbericht als vermißt gemeldeten Flugzeuge sind einem libyschen Hafen liegenden englischen . Schiffe schweren Angriffen ausgesetzt gewesen Ein 3 9 ’ ' großer Dampfer sei von Bomben verschiedenen Ka-1 libers getroffen worden Andere Bomben seien in unmittelbarer Nähe ebenfalls vor Anker liegender 2«lb. V. i\ * Kl |er,€r Äl Berufung jedes einzelnen Gliedes der europäischen Familie auf feinen Platz im Rahmen und als Teil eines Ganzen erfolgen. Auf diesen Prozeß bereitet man sich in Dänemark heute vor Bewußt oder unbewußt ist die Nation in das Stadium der Besinnung auf eigene Werte und eigenen Wert eingetreten, sie setzt den langst vonnöten gewesenen Hemmschuh m die Kurve drohender Verflachung und Ueberfremdung des kulturellen Eigenlebens durch Impulse von außen, die oft eines politischen Einschlages nicht entbehrten und drohten es mit dem nationalen Gepräge dänischen Kultur- und Geisteslebens abzumachen. In diesem S'nne muß die Verinnerlichung des dänischen Menschen begrüßt werden als Weg zum großen Ziel der Verbindung aller schaffenden Kräfte für den Bau der Zukunft Europas. Die Zweifler und für ihre natio- Englischer Gchiffsiod. Als England am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärte, hatte es gehofft, das deutsche Volt mit Hilfe der bereits im Weltkrieg mit Erfolg angewandten Mittel schnell auf die Knie zwingen zu können Man glaubte an die eigene Kraft und vor allem an die der hilfsvölter — und übersah die gewaltigen Erstarkung der deutschen Waffen der deutschen Wirtschaft und des deutschen Volkes.' Die Blockade, das bequemste Kriegsmittel, wurde sofort von der englischen Flotte übernommen, während man den Krieg zu Lande seinen Bundesgenossen, den Polen und den hinter der „uneinnehmbaren" Maginotlinie stehenden Franzosen überließ Mit unglaublicher Wucht zerschlugen die deutsche^ Waffen diesen Traum, und die englischen Hoffnungen wurden sehr schnell in das Reich der Fabel befördert. Wie sah aber Englands Stärke eigentlich aus? Darüber war man sich selbst drüben nicht im klaren Durch seine geographische Lage und die Unmöglichkeit der Selbstversorgung durch Eigest- erzeugnisse ist die Lebenskraft Englands abhängig von der überseeischen Einfuhr. Träger dieser unumgänglichen Versorgung ist die Handelsflotte. Im vollsten Bewußtsein der Stärke der englischen Handelsmarine erklärte man zu Beginn des Krieges stolz: „Wir verfügen frei über die Rohstoffquellen der ganzen Welt?" Der Verlauf des Krieges hat es anders gewollt. Die deutsche Kriegführung hat auch hier ein unerbittliches halt geboten. Wohl besaß England bei weitem die größte Handelsflotte der Welt. Aber feit dem Weltkrieg hatte man sie vernachlässigt und hielt es für bequemer, fremde Schiffe in seine Dienste zu nehmen. So kam es, daß England (ohne Dominien) noch in den Weltkrieg mit einer Tonnage von rund 19 Millionen BRT. gehen konnte, während zu Ausbruch dieses Krieges nur noch rund 18 Millionen BRT. zur Verfügung standen. Dafür hatten allerdings die britischen Dominions und vor allem aber andere Staaten wie z. B. Norwegen, Holland und Griechenland ihre Tonnage vermehrt und fuhren im Solde Englands. hinzu kam noch, daß die Einfuhr in den letzten Jahren durch das Ansteigen der Bevölkerungsziffer und das Fallen der Lebensmittelerzeugung im eigenen Lande gestiegen war, wie selbst von englischer Seite zugegeben wurde. So schrieb der „Daily Herold": „Wir haben diesen Krieg mit fast 2000 Schiffen weniger begonnen als 1914. Wir haben viel mehr Schnäbel zu stopfen und unsere Nahrungsmittelerzeugung im Mutterland ist niedriger als im April 1917, dem schwersten Monat des Weltkrieges." Englische Wirtschaftler hatten auf Grund der Erfahrungen des Weltkrieges eine Steigerung auf 160 v. h. der Einfuhren für erforderlich erachtet, um den Anforderungen des Krieges an Lebens- nalen Werte ewig Besorgten nur sehen eine Gefahr im Zusammenschluß der Glieder des gleichen Stammes Sie möge das Beispiel ihrer Landsleute, des großen Komponisten Dietrich Buxtehude oder des berühmten Marchendichters h C Andersen beleb ren. die tm lebhaften Austausch mit dem nahen Deutschland ihre Begabung entfalteten oder auch das Wort eines bekannten Dänen unserer Tage, der die Frage erhebt: „Sind wir schlechtere Dänen geworden. weil wir den von Süden zu uns kommen den Protestantismus annahmen? Wie damals fordert auch heute wieder die Zeit ein Aufgehen der einzelnen in der großen Gemeinschaft aller", man wisse sehr wohl, daß nur solches Einfügen den Weiterbestand des nationalen Lebens zu sichern vermag „Laßt uns darum alle Voreingenommenheit die nichts anderes ist als geistige Trägheit, ablegen und dem Jahrhundert unseren Tribut leisten Und dies nicht widerstrebend oder erzwungen, sondern in freudiger Bejahung unserer Zugehörigkeit zum schaffenden Europa", erklärt die gleiche dänische Stimme. Febr. (DNB. Funkspruch.) Am Februar versuchte ein K a m p f • flugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ein deutsches Dorpostenboot anzugreifen. In- folge sofort einsetzenden Abwehrfeuers mißlang jedoch der Angriff. Drei Bomben schweren Kalibers verfehlten ihr Ziel. Das deutsche Dorpostenboot blieb unbeschädigt. Dänemark auf neuen Wegen Bon unterem H.A.-Korrezpondenten jltur eilen Eigenleben, das im Zusam- niifpiel aller schöpferischen Kräfte sich zu behaup- ti wissen wird Dabei ist Thorvaldsen durchaus keine isolierte Er- [rmung. der es gelang, sich zu den höchsten Höhen i juschwingen Zur festen deutsch-nordischen Künst- Kolonie in Rom des vergangenen Jahrhunderts gärten neben Moritz von schwind Koch, Overbeck v? Cornelius zahlreiche dänische Plastiker und Jnler; in Thorvaldsens Geist schufen die dänischen Ichitekten nicht nur im eigenen Lande, sondern wie h bekannte Schöpfer des antikisierenden Baustils iJ)amburg, C F Hansen, auch in der Fremde r b Asmus Carstens, der Bildhauer, wurde cs Rom nach Berlin berufen als Leiter der preu- ißchen Kunstakademie Damals verstand Dänemark c weitaus bedeutendster Staat des Nordens sich ii Austausch der kulturellen Kräfte in die Wechfel- b iehungen der zisalpinen mit der transalpinen ! It — gebend und nehmend zugleich — einzu- smlten. Die vorbildlich guten Bedingungen, welche Däne- ir rf noch im Glanze zerfallender Macht und alten Aichtumes den Künsten zu bieten hatte, ermöglich- if eine Entfaltung so vieler schöpferischer Kräfte ir 19 Jahrhundert, daß auf künstlerischem und kul- tiiellem Gebiete von einem ganz bewußten, sehr kisschiedenen Eigenleben gesprochen werden darf k.«s Guldalder , die goldene Zeit der Künste 'n Imemart, ist noch heute der Quell, aus dem den Men Generationen Kraft und Ansporn zum künst- !k ld)?n Schaffen fließt, und es ist naheliegend, ifnn Vergleich mit den Niederlanden zu ziehen k'Parallele zwischen Holland, Belgien und Däne- fr-rf deckt sich zwar nicht in allen Punkten Rubens ! 15 Rembrandts, van Dycks und Brueghels Welt- ! [ilung ist weniger zeitgebunden als Thoroalduns Jl-iibelebung von Plastik und Architektur im Geiste bi Antike Trotzdem muß erkannt werden, daß er a• jene Lohn eines Staates war. von dessen Glanz irn politischer Machtstellung einstiger Tage heute , Bnig mehr vorhanden ist. Um fo stärker sprechen uns die Zeugen vergangener Zeiten, die zugleich ' o rassische Zugehörigkeit dieser Völker zur großen Emilie bbr von dynamischem Schöpferdrang ge- P Uten germanischen Stämme erhärten Die Tage sind vorüber, da der dänische Hof (einer bi reichsten und glänzendsten Europas) das Dorado | Her Geister. Dichter und Denker. Musiker und I liüenber Künstler war. da Klopstock fein Garten I fkiis in der malerischen Sommerresidenz Lyngby | KDohnfe Schiller vom Dänenkönig unterstützt Morde Eichendorfs in sein Taaebuch schrieb: „eo || ölt will in drei Tagen ohne Mantel und Kragen | ich Kopenhagen . " Geblieben ist ein unoergäng- Klter Reichtum edelster Architekturen erhabener »Sirte musischen Schaffens aller Art', geboren in ■Üfier schöpferischen Epoche wurde bas Bewußtsein wie Zugehörigkeit zum großen germanischen Kultur- | H Die eigenwillige Rolle der Machtfaktoren wie ttii sich aus geopolltifchen Umständen ableiten ließ ■ ftoausgefpielt. Die Umwälzungen des 20 Iabrhun l le-‘s haben zu einer Neuregelung der machtpoliti- Mihni Struktur in Europa geführt, die sich in einer Kllnfe letzter Klärung befindet. Hiernach muß die BrflhUd)eUntDerfltät$bruderetB.£(mge General-Anzeiger für Oberhessen Sießen.gzchulstraße 7-0 erbitterten mehrtägigen Schlacht Im unteren 3uba- tta- Gebiet den Uebergang über den Fluh an einigen q,. Mrgang !7r. 48 .-irtieuu i a h 11 di nutzet l joonntaa? und ^eiertaaS tcilaaen: TieJllm'tnerte Siebener >viuuihenbnit ter ^lmoiEiiBild T'ieScbolle -'iiunato-Bezuaovreis: "kennen NM 1.95 I fbnCiUluftvierte 1.80 f ..luiteUgebübr ,, .25 irf) hei 'j.t(bferfcbeinen | inn einzelnen Nummern : \ iolae höherer Gewalt {"rnivrcdianirhlnn 2251 i nahtimfdiriit.„Anzeiger" I jfluifrtied H6«fi5Vrantf. M M--- Kopenhagen Februar 1941. Die eindrucksvolle Schilderung des Künstlers und Laichen Michelangelo Buonarotti wie sie :n j Fassung Oertels soeben über die Schaubühnen ) dänischen Hauptstadt rollte, hat den Anstoß ge- (nen für die Verwirklichung eines alten Planes. J nemarfs Anteil in der Gestaltung des europai» Jen Kulturkreises auizuzeigen durch Schaffung t es Thorvaldsen-Filmes, und hierdurch , ichzeitig der Welt das Gesicht der Nation die jgenart dänischen Wesens in feinen jlhepunkten zu weisen Nicht zuletzt ist hierbei viel- lri)t die Erkenntnis einer unvermeidlich werdenden {nglieöerung in das Mosaik europäischer Staaten e:beitimmenb gewesen für den schnell gefaßten Be- s: uß Dänemark wünscht, durch das sinnfällige Do^ Ifcwent des Filmstreifens um Berthel Thorvaldsen. i Wiedererweckers der Antike. Zeugnis abzulegen l hi seinem reichen, noch unablässig strömenden MS.,, i Mitteln und Rohstoffen zu genügen. Sie hatten dabei aber noch nicht die inzwischen eingtztretenen Verluste der durch Bombenwirkung ausgebrannten Lagerhäuser berücksichtigt. Das Abfallen der Tonnageziffer war eine natürliche Folge des Rückgangs des englischen Schiffs- b a u e s Noch im Jahre 1913 betrug des Anteil im Jahre 1938 nur noch rund 34 o. Sy Im Jahre im Jahre 1938 nur noch rung 34 v. Sy Im Jahre 1913 wurden nahezu 2 Mill. BRT. auf englischen Werften gebaut, im Jahre 1938 nur etwa 1 Mill. BRT. Das sind Zahlen, die zu denken geben, und wenn man erklärt, man hoffe jetzt während des Krieges 1,5 Mill. BRT. jährlich zu bauen, so ist das weiter nichts als Bluffs denn neben Neubauten treten in erster Linie Reparaturarbeiten an den durch Kriegeinwirkung beschädigten Handelsschiffen. Inzwischen wird aber die deutsche Luftwaffe dafür sorgen, daß diese Arbeiten nicht so schnell vor sich gehen werden, wie man sich das an der Themse auf dem Papier ausgerechnet hat. Auch die Beschlagnahme gewisser Teile der Handelsflotte, die den von Deutschland besetzten Ländern gehören, hat nicht die durch den Krieg eingetretenen britischen Schiffsverluste wettmachen können. Man hatte auch das natürlich als großen Erfolg ausgemalt, obwohl man selbst trübe in die Zukunft sah und genau wußte, daß ein Teil dieser Schiffe auch schon in Friedenszeiten dazu beitrug, die Lebensmittelversorgung der Insel sicherzustellen. So blieb als letzte Hoffnung Englands nur noch die Hilfe der USA. Im Laufe des Krieges wurden von den Amerikanern rund 500 000 BRT. teilweise veraltete Schiffseinheiten an britische Interessenten verkauft. Damit ift aber praktisch die amerikanische Reserve an Tonnage erschöpft. Auch der amerikanische Schiffsbau ist vorläufig nicht in der Lage, den bedrohten englischen Plutokraten zu Hilfe zu eilen: denn hier gilt es, in erster Linie das riesige Bauprogramm der amerikanischen Kriegs- und Handelsflotte zu erfüllen. Damit sind aber die amerikanischen Werften in den nächsten Jahren vollauf beschäftigt. Heute steht nun England, das im Jahre 1917/18 nahezu alle Staaten der Welt und deren Schiffe auf seiner Seite hatte, den deutschen Waffen allein gegenüber Seine führenden Männer, die nach den deutschen U-Bootserfolgen in den ersten Kriegswochen ihre Schiffsraumverluste für gering erklärten und immer behaupteten, daß in einigen Wochen die deutsche U-Bootgefahr vorüber sei, haben sich heute unter dem Druck der Ereignisse eine ganz andere Sprache angewöhnt. Durch die Erfolge der deutschen Wehrmacht fiel der europäische Markt für die Lebensmittel- und Rohstoffversorgung Englands aus. Die deutsche Kriegsmarine steht auf allen Meeren im Kampf gegen die englische Schiffahrt und zwingt die feindlichen Schiffe zu weiten Umwegen und zur Bildung von Geleitzügen, was eine große Verzögerung des gesamten überseeischen Verkehrs zur Folge hat. Die deutsche Luftwaffe legt durch ihre dauernden Angriffe den größten Teil der britischen Häsen lahm. Das sind alles Tatsachen, mit denen man sich scheinbar nun langsam jenseits des Kanals vertraut macht. Wet mehr denn 8 Millionen BRT. englischer und für England'nutzbarer neutraler Schiffsraum liegen auf dem Grund des Meeres, und England ist heute nicht mehr in der Lage, die furchtbaren Schiffsverluste auf irgendeine Weise auszugleichen. Die Engländer werden sich vielmehr, wie der Führer am Montag sagte, „von März und April ab au f ganz andere Sachen gefaßt machen müssen . So ist der englische Tonnagemangel zu einem unlösbaren Problem geworden. Auch die angeblich großen britischen Erfolge in Afrika müssen aus dieser Perspektive betrachtet werden: denn sie erfordern nichts als Schiffsraum zur Sicherstellung des Nachschubes. Und wenn es überhaupt einen Be- weis für die dahinsinkende Macht Großbritcchniens gibt, so ist es das Hilfesuchen um jeden Preis bei fremden Mächten wie den USA. 3m Banne der Führerrede. Italien. M a i l a n d, 25. Febr. (Europapreß.) In der italienischen Presse wird betont, daß Adolf Hitler in feiner Rede die unbedingte Siegeszuversicht der Achsenmächte in ähnlicher Weise wie Mussolini bestätigt. Der offiziöse „Popolo d'Jtalia" hebt besonders auch die Erklärung Hitlers von der Unlösbarkeit des Bündnisses zwischen Deutschland und Italien und die Ankündigung vom Beginn des Seekrieges in großem Maßstab im Frühjahr hervor. Der „Corriere della Sera" schreibt, der Sinn der Reden Mussolinis und Hitlers sei klar und wolle sagen, daß dieser Krieg das Ende der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ungerechtigkeiten bedeute. Die Solidarität des Geistes und der Herzen zwischen den Führern der Achse und den beiden verbündeten Völkern sei vollkommen und auch durch die harten Prüfungen noch bestätigt worden, die zu einer engen Zusammenarbeit auf allen Gebieten raten. „Giornale d'Jtalia" sagt, die Ankündigungen des Führers hinsichtlich der zukünftigen militärischen Entwicklung gründeten sich nicht auf irgendwelche hypothetischen Kalkulationen, sondern auf die tatsächliche Macht Deutschlands. Gleichzeitig sei die volle geistige, politische und militärische Solidarität der beiden Achsenvölker erneut bestätigt worden. Statt der von England erwarteten Spaltung hätten die Ereignisse der letzten Zeit die Gemeinsamkeit des Wollens und des Handelns nur noch verstärkt. „Popolo di Roma" schreibt, die Ankündigung der nahe bevorstehenden Seekriegunternehmungen gegen den gemeinsamen Feind, die warmen Worte über den Beitrag Italiens zu diesem Kriege, der Dtmfes* beweis für den Duce haben ein nachhaltiges Echo in den Massen der italienischen Hörer gefunden. Diese Massen wissen, daß der einträchtige Wille der beiden Führer der Achse sich in eine unwiderstehliche Handlung umsetzt. In den beiden Reden könne man eifie vollkommene Uebereinftimmung von Gedanken und Vorsätzen antreffen. Wahrscheinlich haben noch unter keinen Umständen zwei Staatschefs eine ähnliche Gemeinsamkeit der Gesichtspunkte, der Vernunft, des Gefühls und des Glaubens bekundet. Das erkläre sich nicht nur durch die Solidarität der beiden Männer, sondern auch durch das persönliche Geschick der beiden Völker, die durch ihre von der gleichen Idee beseelten Revolutionen geschichtlich verpflichtet sind, «veite an Seite gegen die alte feindliche Welt zu kämpfen. Die finnische preffe in Erwartung entscheidender Kriegshandlungen. Helsinki, 25. Febr. (Europapreß.) Die Führerrede wird als ein Beweis dafür angesehen, daß Europa am Beginn einer neuen entscheidenden Phase der Entwicklung steht. „Helsingin Sanomat" sagt, die Rede des Führers sei die Antwort auf die letzte Kundgebung des Duce gewesen, als solche der herzlichste Ausdruck der Solidarität in der Zusammenarbeit der beiden Staaten während der Vergangenheit und in der Zukunft. „Uusi Suomi" glaubt der Führerrede entnehmen zu können, daß große Kriegshandlungen bevorstehen. „Hufvubftadsblybet" sieht gleichfalls in der Rede des Führer ein Zeichen dafür, daß der entscheidende Kampf bald einfetzen werde. „Suomen Sosialistt" setzt den Satz der Führerrede: „Im März und April werden die Gegner sehen, wie das Volk die Wartezeit genutzt hat" an die Spitze seines Berichts. Daß entscheidende Kriegshandlungen bevorstehen, wird auch von „Lar- jala" hervorgeyoben. Das Echo in Spanien. Madrid, 25. Febr. (Europapreß.) Die Madrider Presse steht im Zeichen der Führerrede. Auch die Mussolinirede wird groß veröffentlicht, da die meisten Zeitungen seit Sonntagmorgen zum erstenmal erscheinen und die Ausführungen des Duce nicht eher veröffentlichen konnten. „ABC" schreibt: „Der Führer und der Duce haben ihren Glauben an die unzerbrechliche Solidarität der Achse, an die Sicherheit und Siegeskraft ihrer Waffen zum Ausdruck gebracht. Keiner von beiden übertreibt oder verdunkelt die Wirklichkeit. Mussolini hat offen von den Teilen des italienischen Heeres gesprochen, die allein gegen die Soldaten des ganzen britischen Weltreiches in Ostafrika ohne Hoffnung auf Verstärkung kämpfen müssen. Der Führer seinerseits gibt keine festen Taten an und zeigt sich in keiner Weise vor der Zeit ängstlich. Das einzige Datum, das er prophezeit, sind die beiden nächsten Monate, in denen der U-Boot-Krieg gewaltig wachsen werde. Seine Gegner haben sich l immer getäuscht. Der Führer spricht nicht von her I Invasion, auch wenn er durchblicken läßt, daß im| bevorstehenden Frühling das Reich seine Kräfte mit denen Großbritanniens messen wird. Man merkt in jedem Satz des großen Führers des deutschen Volkes eine erstaunliche Ruhe, eine Siegeszuversicht und eine glühende Liebe für fein Volk. Auch das Partei- und regierungsoffiziöse Blatt „Arriba" unterstreicht, daß beide Reden von großer Härte, Entschlossenheit und Siegeszuversicht erfüllt sind und die Lektüre überzeugen muß, daß England trotz seiner vorübergehend gewonnenen Kilometer in Afrika keine Siegesaussichten hat. Die sporadischen und kostspieligen kleinen Erfolge an der nord- afrikanischen Küste haben keineswegs ausschlaggebenden und endgültigen Charakter. „Die beiden Reden", so fährt das Blatt fort, „zeigen nicht nur eine Uebereinftimmung in den politischen Versicherungen, sondern sie zeigen die Absichten beider Mächte, auf jeden Fall und um jeden Preis den entscheidenden Schluß-Schlag zu führen". ©er Widerhall in der Schweiz. Basel, 25. Febr. (Europapreß.) Ebenso wie die Sonntagsrede Mussolinis wird auch die Ansprache des Führers im Münchner Hofbräuhaus von der schweizerischen Presse in großen Auszügen wieder- gegeben. Die Basler „Nationalzeituna" bemerkt, die Rede sei noch mehr als diejenige Mussolinis eine Vorbereitung auf den kommenden Entscheidungskampf gewesen. Der Führer habe sich zu einem unbedingten Zusammengehen mit seinem Achsenfreund bekannt und dem deutschen Volke gegenüber die Leistungen Italiens als ideologischer und militärischer Partner hervorgehoben. Starke Beachtung in USA. N e u y o r k, 25. Febr. (Europapreß.) Die Münchner Rede Adolf Hitlers findet in den Vereinigten Staaten starke Beachtung, besonders deshalb, weil sie konkrete Angaben über den verschärften U-Boot-Krieg enthielt. In fetten Schlagzeilen wie: „Im Frühjahr kann unser Feind andere Dinge erwarten" oder „Wo immer britische Schiffe auftauchen, sind unsere U-Boote bereit" kommt dies zum Ausdruck. Ferner wird — auch angesichts der Rede Mussolinis vom Sonntag — auf die Betonung der unlöslichen Freundschaft zwischen Deutschland und Italien hingewiesen. Nur einzelne Blätter glauben darin ein Schwächezeichen erblicken zu können. Das Frühjahr werde, so schreibt „New Pork Times", sicherlich den größten Massenangriff auf die britische Schiffahrt bringen, den England je erlebt hat. Die „New York Herold Tribüne" unterstreicht, daß England dringend Zerstörer, U-Boot- jäger und Patrouillenbomber benötige. Die Chika- goer Zeitungen heben den Hinweis auf die bevorstehende erhebliche Verschärfung des U-Boot-Krieges hervor. Das Englandhilfe-Gesetz. Washington, 25. Febr. (Europapreß.) Im Senat wandte sich nach Senator Clark auch La F o l e 11 e (Wisconsin) gegen das Englandhilfegesetz. Er betonte noch einmal,' daß England nicht den Kampf der Vereinigten Staaten kämpfe. Die bisherigen Aenderungen der Vorlage bedeuteten gar nichts. Man könne feinen Tiger durch Aufmalen von Streifen zum Zebra machen. Man könne auch kein Dynamitfaß anmalen und dann erwarten, die Explosion würde weniger verheerend sein. Er sei keineswegs der Meinung, daß die Vereinigten Staa- durch den Europakrieg bedroht seien, andernfalls würde er die sofortige Kriegserklärung befürworten. Der Krieg fei „Feind Nr. 1" der Demokratie. Der demokratische Abgeordnete Ellinger beantragte, daß das Gesetz nichts enthalten dürfe, was Roosevelt spezielle Vollmachten geben könnte, die USA.- Streitkräfte außerhalb der westlichen Hemisphäre oder van USA.-Besitzungen zu verwenden. Der oppositionelle Senator Johnson (Kalifornien) bezeichnete diesen Zusatz als den Prüfstein für die Ehrlichkeit der Anhänger des Englandhilfe-Gesetzes. Falls der Vorschlag Ettingers abgelehnt würde, befänden sich die USA. „innerhalb weniger Tage" nach Annahme des Gesetzes im Kriege. Boosevelt verlangt weitere Vüstungs-Milliarden. Washington, 25. Febr. (Europapreß.) Präsident Roosevelt unterbreitete dem Kongreß am Montag einen Militär-Nachtragsetat in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar. Mit diesem Betrag soll die Ausweitung des Heeres für den Rest des laufenden Haushaltsjahres finanziert werden. Japan hält am Dreierpakt fest. Vage Versprechungen können Tokio nicht beeinflussen. Tokio, 25. Febr. (Europapreß.) Die Forderung des Ausscheidens Japans aus dem Dreierpakt von Berlin, die in der nordamerikanischen Presse als Voraussetzung für eine Wiederannäherung Japan —USA. bezeichnet worden war, wird von „Hochi Shimbun" scharf zurückgewiesen mit der Feststellung, daß jeder einzelne Japaner von den anti- japanischen Maßnahmen der USA. lange vor dem Abschluß des Dreierpaktes wisse. Japan habe einen Ausgleich versucht, so schreibt das Blatt weiter, aber selbst die den Vereinigten Staaten freundliche Politik des Kabinetts Ponai und des Außenministers Arita fei vö11 i g fehl- geschlagen. Washington solle sich darüber klar sein, daß Japan bie USA. nicht fürchtet und sich auch nicht auf Grund vager Versprechungen in seiner festen Haltung beeinflussen lassen werde. „Hinter dem Dreierpakt steht die gesamte japanische Nation", so betont „Hochi Shimbun" fest entschlossen, in Ostasien eine Neuordnung gegen den ungerechten Einfluß Englands und der USA. au', zubauen ©ie LkSA.-Bürger sotten Thailand verlassen. Bangkok, 25. Febr. (Europapreß.) Alle Thailand sich aufhaltenden Staatsangehörigen d«r USA. erhielten von dem USA.-Gesandten in Thai» land, Hugh Gladney, die Mitteilung, daß er uo« der Regierung beauftragt sei, allen Frauen, Äii> dem und denjenigen Männern, deren Verbleibe, nicht von außerordentlicher Bedeutung sei, de Heimreise in die Vereinigten Staaten zu emp. fehlen. * Wie „Gazzetta del Popolo" aus Tokio melhet, ist der Waffenstilland zwischen Thailand und Frar. zösisch-Jndochina um zehn Tage verlängert worden. LMuppen der deutschen Luftwaffe in Rumänien - R> W i ■ w WW7' WJ Ihrem Charakter als Lehrmission entsprechend, haben die nach Rumänien verlegten Verbände die Auf. gäbe, die Weiterbildung der rumänischen Flieger tatkräftig durchzuführen. Die deutschen Instruktion;' Offiziere vermitteln ihren Kameraden die neuesten Kriegserfahrungen. Die rumänischen Flieger finl mit großem Eifer bei der Sache. — Eine weitere Aufgabe erfüllen die deutschen Flieger durch betr. Schutz der Wirtschaftszentren Rumäniens. — Während in weiter Entfernung von der auf unserem Bilde sichtbaren Anlage schwere Flakartillerie in Stellung gegangen ist, schützen leichte 2-cm-Batterieri gegen etwaige Tieffliegerangrifse. — (PK.-Grabler-Scherl-M.) Kameradschaft dergugend junger Völker. 14 Rationen mit über 2100 Wettkämpfern bei den Winterkampfspielen der HZ. Garmisch-Partenkirchen, 26. Februar. (DNB.) Im Festsaal ^er olympischen Kampfstätten in Garmisch-Partenkirchen wurden durch den Reichsjugendführer in Anwesenheit des Reichsministers für Bewaffnung und Munition Dr. Todt, des Gauleiters des Traditionsgaues München-Oberbayern Staatsminister Wagner, des Reichssportführers von Tschammer und Osten, des ^-Gruppenführers Schaub und vielen anderen Ehrengästen sowie der Führer der Jugendorganisationen aus 13 europäischen Nationen die 6. Winterkampfspiele der Hitler- Jugend durch die Verpflichtung der Wettkämpfer und Kampfrichter eröffnet. Die Bedeutung dieses Treffens der europäischen Jugend liegt nicht allein in der stattlichen Zahl von insgesamt fast 2200 Teilnehmern aus 13 europäischen Nationen, die während des Krieges zum ersten Mal auf deutschem Boden mit her Auslese der deutschen Jugend in friedlichen Wettbewerb treten, als vielmehr in der Tatsache, daß mit den aktiven Abordnungen eine Reihe namhafter ausländischer Ehrengäste in Garmisch eingetroffen sind. Der Eröffnungskundgebung in der Festhalle gaben bie Wettkämpfer in ihrer farbenfreubigen Sportkleidung eine befonbere Note. Auf der mit Fahnen aller teilnehmenden Länder geschmückten Bühne hatte der Reichsmusikzug der HI. seinen Platz. Im Saal und auf den Rängen aber saß die deutsche Jugend mit ihren ausländischen Kameraden, ein Bild gesunder, frischer, im Sport gestählter Kraft. Der Reichssportführer von Tschammer undOsten erinnerte an die herrlichen Kämpfe der Olympischen Winterspiele 1936 und wies auf bie ungeahnte Entwicklung ber Winterkampfspiele der HI. hin, der mit vollem Recht bie olympischen Kampfstätten eingeräumt seien. Die Bedeutung der Wettbewerbe gehe schon aus der Teilnehmerzahl von 1800 deutschen Jungen und Mädels und ungefähr 400 ausländischen Gästen hervor. Der Reichssporft. sichrer ermahnte bann die Jugend zu Ritterlichkei! und tapferem Kampf. Dann nahm der Chef bei Hauptamtes für Leibeserziehung in ber HI., Ober« gebietsführer Dr. Schlünder, bie feierliche Verpflichtung der Teilnehmer und Kampfrichter dox Nach dem Gelöbnis der Jugend erklärte der Reichs« jugendführer A x m a n n die 6 Winterkampfspielr der HI. für eröffnet. Mit den Liebern ber Ratio ü klang bie stimmungsvolle Kunbgebung aus. Während die Jugend bereits im harten Wettkampi liegt, trafen Montag und Dienstag bie vom Reichs jugendführer eingelabenen Jugenbaborbnnn- gen aus 13 Nationen als Gäste im Werdeii- fester Land ein. Den Auftakt dieser Tage austichii- ger Kameradschaft ber Jugend aller jungen Völker bildete eine gemeinsame Fahrt a u f bi i Zugspitze. Hunderte der ausländischen Teilnch mehr verbrachten inmitten dieser herrlichen Winter- landschaft frohe Stunden gemeinsamen Erleben- Vor der (Eröffnungsfunbgebung empfing der Reichs- jugendführer die Führer der ausländischen Abort» nungen. Besonders herzlich«gestaltete sich ber Emj» fang bes Generalvizekommanbanten ber GIL., D o - n a m i c i, und der italienischen Mäbestührerin Testa. Aus Portugal konnte ber Reichsjugendfühv- rer ben früheren Staatsjugendführer und peutigern Gesandten in Berlin. Nobre Guedes, begrüßen aus Holland den Führer ber bärtigen NS.-Jugento, ©eiferten, aus Ungarn ben Vertreter bes Hom- vebministers, General P e 11 y, aus Norwegen ben Führer der Quisling-Jugend, Staatsrat Axel Stang, ferner ben Oberkorpskornmandante« Macek ber slowakischen Hlinka-Jugend, ben Fühß> rer ber dänischen NS.-Jugend, Kapitän La er uni, den sinnischen Jugendführer, Vuolasvirta, sowie bie Führer der Abordnungen aus Ruma« n i e n, Bulgarien und Jugoslawien. 3m Slmzflug aus Handelsschiffe im Mielmeer. Zwei Tage gegen britische Geleitzüge mit Truppentransportern vor Dengasü Von Kriegsberichter Werner Mühlbradt. DNB.....25. Febr. (PK.) Wir sitzen in der Mensa Ufficiale unseres italienischen Feldflughafens. Deutsche und italienische Ordonnanzen fragen uns nach unseren Wünschen. Spaghetti, ein Fleischgericht und Mandarinen sind heute auf ber Speisekarte unseres vortrefflichen italienischen Kochs verzeichnet. Am Nebentisch hat ber Geschwaderkommodore Platz genommen, seine Anwesenheit beruhigt uns, benn es herrscht einftünbige Bereitschaft. Der Einsatzbefehl kann uns zu jeber Minute erreichen. Wir liegen gerade „im Kampf" mit den Spaghettis. Sie besitzen für uns „Anfänger" die verdrießliche Eigenschaft, bie Verdinbung zwischen Teller unb Munb nicht abreißen zu lassen. Da melbet sich ein Gefreiter beim Geschwaderkommo- bore. Wir hören nur bie ersten Worte unb wissen, ber Einsatzbefehl ift ba. Einsatzbesprechung, einsteigen in bie Maschine, Start und sammeln, alles vollzieht sich mit gewohnter Präzision! Dann geht es im Verband auf bie lange Reise. Leichter Dunst unb Wolkenschleier begleiten uns auf unserem Flug. Ein matter Seiden- schimmer ruht auf ben Wogen bes Meeres. Für Stunben sehen wir nichts als biefe leere Weite bes Meeres unb ben ebenso unenblithen, nur durch Wolken scheinbar unterbrochenen Himmel. In vorläufig fast noch unfaßbarer Ferne fährt der Tommy im Geleit, einige Hanbelsdampfer sind unter dem Schutz von Kriegsschiffen unterwegs. Sie bergen eine wertvolle Ladung. Truppen und ©eröü Waffen unb Munition zur Verstärkung ber nord- afrikanischen Front. Unsere Kamps- und ©tur.» fampfflieger haben im Verein mit den Zerstörern bie ersten Breschen in diese Front geschlagen. Bein- gasi und Agheila waren die Mittelpunkt! dieser Angriffe. Nach Wochen des Vordringen« folgte jetzt der e r ft e Rückschlag für die EnM länber. Doppelte Anstrengungen wurden nun unternommen, um ben britischen Vorhuten neue Verstärkungen zuzuführen. Bengasi ist b e r A u s l a d» Hafen bafür. Doch bie deutsche Luftwaffe IM Wacht, unsere Aufklärer haben bie Transports rechtzeitig gemelbet, unb gleich sind die Kamp!' verbände gestartet. Unsere. Gedanken richten sich auf den Angriff Wir fliegen als letzte Maschine unserer Staffel. Dr' Flugzeugführer wendet alle Kniffe an, um nicht aw zuhängen, vorn wird mit einem „mächtigen Zahn über den „Teich" gefahren. Aber w i r h a 11 e n d en Anschluß! Die afrikanische Küst e tauG auf, im rotbraunen Schleier liegt sie eingehüllt voa uns. Der Flugzeugführer macht auf schattenya^ Umrisse aufmerksam, doch ein mäßiger Dunst laffi- es vorläufig nicht zu, genaue Ziele anzusprechcn Wir beobachten weiter! „Da liegen die Pötte ja. Der Flugzeugführer hat recht: wir erkennen naw einander zwei, drei, vier und mehr Schifte. EmG von ihnen find bereits in den Hafen eingelauM et USA. Ihn. *1 Teil nimmel ist schwarz von angreifenden, kippenden. j Himmel ist sc urzenden Ju -ibisfen. Mit 88, das Meer bewegt von fliehenden !W :kn teri’ Aus dem Reich Schiffen. Mit Volldampf und wilden Kurven ver- .ichen sie, sich den deutschen Bomben zu entziehen, noch vergeblich! Mit unheimlicher Sicherheit stürzen iie Ju 88 auf ihre Ziele. Spuckend und zischend aus allen Rohren zieht -imitten dieses Gewoges der Kreuzer seine Bahn, ffiütenb schickt er sein Flakfeuer gen Himmel, doch m rasender Geschwindigkeit ziehen wir ab und urnrneln uns. Im Verband geht es heimwärts! 'M der Admiralität, Alexander, im Unterhaus gefragt wurde, ob man nicht doch etwas über dieses Ereignis erfahren könnte, lehnte Alexander die Be» antwortung der Frage mit dem Hinweis ab, daß der Feind k/ine militärischen Geheimnisse erfahren dürfte. Welck) eine klägliche Ausrede! Es liegt in der Natur der Seekriegführung, daß man die eige- nen wie die feindlichen Verluste während des Ge» fechtes sehr genau feststellen kann. Die Kom- Mandanten unserer U-Boote und Ueberwasserstreit- kräfte wissen, was sie versenkt haben. Es ist also blanker Unsinn, wenn Alexander von der „Notwendigkeit der militärischen Geheimhaltung" sprach. Öder vielmehr: es ist der Zwang zur Lüge, der den ßqrb zu seiner Dertuschungstaktik trieb und noch treibt. Wir wissen ohnehin Bescheid. Wer aber nach Churchills Willen in Unwissenheit gehalten werden muß, das ist das englische Volk. Denn wenn die Jnselbevölkerung erführe, welche ungeheuren Schläge England schon jetzt hinnehmen muß, ohne sich wehren zu können, dann würde es wohl verzweifeln, bann würde wahrscheinlich Britanniens innere Front zusammenbrechen, die während des letzten halben Jahres nur durch Lügen, Falschmeldungen und Prahlereien mühsam aufrecht erhalten wurde. H. Ev. mo er sich zeigt. Spanisch-argentinischer Baumwoll- und Weizenvertrag. rönde die & i Snftrufo *1 । Flieger (fe ? ger durch it ' auf unjto 2-mi-LMi? „Sieg im Westen." Entstehung und Herstellung des großen Heeres-Dokumentarfilms. Madrid, 25. Febr. (Europapreß.) Die spanisch argentinische Wirtschaftsannäherung hat in den testen Tagen einen entscheidenden Schritt vorwärts getan. Es kam zur Unterzeichnung des Saum- wolloertra ge s, der die Einfuhr von 120 000 Sailen argentinischer Pesos nach Spanien vorsieht. Die Unterzeichnung eines weiteren Vertrages, der *ie Einfuhr von 500 000 Tonnen argentinischen Weizens nach Spanien in Aussicht nimmt, steht oevor. Die Schwierigkeiten des Kompensationsver- ! ährens haben den argentinischen Landwirtschaftsminister nicht abgehalten, bereits anzuordnen, daß amtlichen spanischen, Schiffen, die sich in SIrgen- inten befinden, Weizen zum Transport zur Dersu- NSG. Des Heeresdokumentarfilm „Sieg im Westen" ist der erste Großfilm des Oberkommandos des Heeres. Er ist auf Grund eines Befehles des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, im Mai 1940 in Angriff genommen worden. Der Heeresdokumentarfilm setzt Fast zwei Millionen Arbeits- kraste zusätzlich mobilisiert. Oberregierungsrat Dr. Stothfang vom Reichs« arbeitsministerium gibt eine Uebersicht über den Arbeitseinsatz. Danach betrug die Zahl der befchaftig- ten Arbeiter und Angestellte^ im Gebiet des Groh- deutschen Reiches, ohne dis eingeglieberten Ost- gebiete rund 22 670 000, wovon 14 250 000 Manner und 8 420 000 Frauen waren. Der Referent erklärt, daß seit Ausbruch des Krieges auf der Seite der männlichen Arbeitskräfte eine zusätzliche Mobi- lisierung ermöglicht worden ist, die über 1,5 md- lionen Köpfe erreicht hat. Demgegenüber sind 300000. Frauen heute mehr als bei Kriegsausbruch m den Betrieben als Arbeiter und Angestellte tätig. Das für hochentwickelte Industriestaaten typische Verhältnis von 2:1, d. h. daß auf zwei beschäftigte Man- ner jeweils eine Frau kommt, ist durch den Krieg etwas verändert worden in Richtung eines stärkeren Anteils der Frau. Die zusätzliche Mobilisierung von nahezu 2 Millionen Arbeitskräften muffe um Jo höher bewertet werden, als wir bei Ausbruch des Krieges nicht über eine „industrielle Reservearmee in Gestalt von Arbeitslosen verfügten, sondern in den Krieg bereits mit einem Mangel an Arbeitskräften eingetreten sind. Der Referent unterstreicht die Notwendigkeit einer bevorzugten arbeite« traftoermittlung für die Rüstungswirtschaft, die Landwirtschaft und den Bergbau. Dann liege auch der Sinn der Hereinnahme von über einer Million ausländischer Arbeiter und des Einsatzes von über einer Million Kriegsgefangener. Auch in Zukunft erfordere die Verstärkung der Rüstung die Bereitstellung zusätzlicher Arbeitskräfte. Dabei tonne weder auf eine weitere Hereinnahme von Ausländern, noch auf die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels, Dienstverpflichtung und Reichsausgleich verzichtet werden. Dor allem aber müßten auch die Betriebs- führer zahlen- und leistungsmäßig mit einem Minimum an Kräften auszukommen suchen. Überprüfung der Enijuduugs-Gewinue. pung gestellt wird. Zusammenarbeit der arabischen Staaten. Beirut, 26. Febr. (Europapreß.) Die Zusammenarbeit der arabischen Staaten zur Sicherung ihrer Unabhängigkeit nimmt engere Formen an. Nach der kürzlichen Ratifizierung des Freundschafts-. Vertrages zwischen Saudi-Arabien und 3em Jemen tritt dieser Zusammenarbeit letzt auch Sas Fürstentum Koweit in Nordostarabien am Persischen Golf bei. Der Erste Minister von Koweit, Äzzet Djaffat, erklärte, daß die Freundschaft zwi- chen Koweit und Saudi-Arabien in erster Linie aus Öen engen persönlichen Beziehungen zwischen König 3bn Saud und dem Emir Sabah von Koweit besuche. Ibn Sand hat vor seiner Eroberung Saudi- Brabiens in Koweit gelebt. Kleine politische Nachrichten In Berlin traf eine Abordnung der i a p a n i' '"chen Marine unter Führung von Vizeadmiral Nomura ein. Die Gäste werden sich auf den verschiedensten Gebieten informieren. Auf dem tfiug. Platz wurde die Kommission durch den Leiter der Marineattachsgruppe, Korvettenkapitän Besthorn, begrüßt. General A n t o n e s c u ruft für den 2. März zu mner Volksabstimmung auf.' Das rumänische Molk soll sich darüber entscheiden, ob es die Art, wie General Antonescu regiert, genehmigt, ooer mißbilligt. Abstimmungsberechtigt sind alle über 21 Jahre alten rumänischen Staatsbürger. Don der Abstimmung ausgeschlossen sind Juden. Am 3. März wird die Deutsche Lufth a n s a nuf der Strecke O s 1 o — S t o ck h o l rn mit emern regelmäßigen Flugdienst beginnen, wobei die Strecke wöchentlich dreimal im Hin- und Ruckflug desto gen wird. Es besteht die Möglichkeit, m beiden Städten dringende Geschäfte an einem Tage abzuwickeln. ler Reichs zu RitteM der der j)3., L! 1 feierliche M mpfrichter d irte der M mtertampH ern der 91t-i ifl aus. irten üBcttfcrl bie Dom 9l-:i.’- iaborbni! ifte im Tage M ; jungen Wl hrt ouf H dischen M rrlidjen ®’r- amen (W nbifon y e sich der 6® der« ädelfühE jieichsfuf^ er und W\ -es,M ,en 915.* rtreter dem s Nomegni- StfldsrdJ: iiaenb, den M & “ lasv'w.l i aus?u8 >flaivl^ Namentlich in der ersten Zeit der Entjudungen sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen von einem wesentlich zu niedrig angefetzten allgemeinen Derkehrswert ausgegangen wurde. Es handelt sich dabei teilweise um Betriebe von erheblichem Wert. In solchen Fällen ist es aus staatspolitischen Gründen wie auch im Interesse der Billigkeit notwendig, nachträglich eine Ausgleichszahlung zugunsten des Reichs festzusetzen. Dabei ist keineswegs beabsichtigt, die ordnungsmäßig abgeschlossenen Entjudungsver- fahren etwa in ihrer Gesamtheit oder in großem Umfange nochmals aufzurollen. Die Nachprüfung wird sich vielmehr auf Sonderfälle beschränken. Der Auftchwung, den etwa ein Gewerbebetrieb auf Grund persönlicher Tüchtigkeit des Uedernehmers in der Zwischenzeit genommen hat, kann nicht als angemessener Entjudungsgewinn angesehen werden. Andererseits ist eine wesentliche Wertminderung infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, z. B. durch die Umstellung auf die Kriegswirtschaft, zu Gunsten des Erwerbers zu berücksichtigen. Bei Uebernahme jüdischer Hypotheken und sonstiger For- berungen soll arundsätzlich der volle Unterschiedsbe- trag zwischen Kaufpreis und Derkehrswert als Ausgleichszahlung zu Gunsten des Reichs bestimmt werden. Auch Vermittler können zu Ausgleichszahlungen herangezogen werden. Die Gauleitung wird bei der Entscheidung eingeschaltet. Eine Schiedsstelle wird bei dem Reichswirtschaftsgericht eingerichtet. Kriegsteilnehmer werden bevorzugt Bauern. ureffer auf vier Handelsschiffen, Beschädigung eines Sreuzers, Treffer auf den Kaimauern und Hafen- nlagen von Bengasi! Auch an Afrikas Küste bekämpft die deutsche Luftwaffe mit Erfolg den Feind, Die Arbeitsaufnahme des BelgraderDeutscken Wissenschaftlichen Instituts fand m dem Festsaal der Aolarac - Universität statt. An der Feier nahm Prinzregent Paul mit dem königlichen M Renten 2)r. Stankowitsch teil. Mims erp asi- »ent Zwetkowitsch und die anderen Kab^ett^ Mitglieder waren erschienen. Aus dem Reichwuren Die Rede des Führers ist den Londoner Kriegspolitikern mächtig in die Knochen gefahren. Mit >er nichtssagenden Bemerkung, der Führer habe „nichts Neues" mitgeteilt, suchen die Organe Churchills und Duff Coopers den gewaltigen Em- druck der Ausführungen Adolf Hitlers abzuschwachcn. Sie mögen aber selber fühlen, daß damit nichts getan ist, denn die Reden Adolf Hitlers wirken nicht nur durch die Volkstümlichkeit ihrer Sprache, sondern auch durch die Stärke der Argumente, denen seine Gegner nichts entgegenzusetzcn vermögen. Noch vor wenigen Tagen behauptete Sir Roderick Jones, der jetzt verabschiedete Präsident des Reuterkonzerns, mit heuchlerischer Augenver- drehung, daß die Reuterberichterstattuna ausschließlich aus „Wahrheit, Genauigkeit und Unparteilichkeit" beruhe — und schon ertappen nur das ehrenwerte Reuterbüro bei seiner neuesten Lüge. Hat doch dieses Schwindlerinstitut die Stirn, die vom Führer mitgeteilte Versenkung von 215 000 B R T. Schiffsraum einfach abzustreiten. Reuter be- zeichnete die Erklärung des Führers als „phantastisch und ebenso weit von der Wahrheit entfernt wie solche deutschen Ankündigungen gewöhnlich waren". Der Schock, den die Nachricht von der neuesten Geleitzugkatastrophe auf die britischen Machthaber ausgeübt hat, muß allerdings enorm gewesen sein. Insofern kann man eS verstehen, wenn sich die Zauberlehrlinge Churchills nicht anders zu helfen wußten, als den deutschen Erfolg einfach wegzuhexen. Aber schon in seinem zweiten Kommentar zur Führerrede wurde Reuter hinsichtlich der Ausdrucksweise etwas vorsichtiger. Da hieß es nämlich, daß Adolf Hitlers Mitteilung „eine Bemerkung mar, die zu sehr zu gelegener Zeit eintraf, um überzeugend zu sein". Hier wird also die M ö g l i ch k e i t des Verlustes schon indirekt zugegeben, und bald dürste auch der Zeitpunkt gekommen sein, da die britische Presse nachträglich, unauffällig und tropfenweise ein ~ geständnis der schweren Niederlage im Handelskrieg machen darf. Auf die gleiche Weise drückte sich die englische Regierung schon immer um die Bekanngabe unangenehmer Tatsachen herum. Als in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober 1940 siebzehn englische Han- delsschiffe mit insgesamt 11000Ö BRT. vernichtet wurden, fand die britische Admiralität erst 4 8 Stunden später die Sprache wieder, um einige kleine Teilverluste zuzugeben. In einem anderen Falle hat sich die britische Admiralität g a n z und gar ausgeschwiegen, denn über die Versenkung von 82 000 BRT. am 13. Februar 1941 hat das englische Publikum überhaupt keine Einzelheiten erfahren. Als der Erste Lord irfunfl hl,J Sä* S-Ä 'di! jrtq pnh6le J ÄK i <1,111 r\ fi'/'Ml ««vä Eine Anordnung erweitert die Möglichkeit von Ausgleichszahlungen zugunsten des Reichs bei Entjudungsgewinnen, die feit dem 30. Januar 1933 abgeschlossen sind oder künftig abgeschlossen werden. Ein Ausgleich ungerechtfertigter Entjudungs- qewinne zugunsten des Reichs ist herbeizuführen, wenn es der Erwerber verstanden hat, unter Aus- Nutzung der politischen Verhältnisse einen Gewerbe- betrieb oder einen sonstigen Vermögensteil erheblich unter seinem wahren Derkehrswert von einem Juden zu übernehmen, ohn< daß der Entjudungsgewinn durch eine entsprechende 2Iu5- gleichszahlung für das Reich erfaßt worden ist. maßgebend die Aktiengesellschaft für Filmfabrikation (Afifa) und die Kopieranstalt Paul Tesch beteiligt. Der Vertrieb erfolgt durch den Ufa-Verleih. Sowohl die Uraufführung wie die an den größeren Standorten des Heeres im Reich stattfinüen- oen Erstaufführungen erfahren eine feierliche Gestaltung derart, daß in Berlin durch den Ober- befehlshaber des Heeres, am Sitz der Wehrkreiskommandos durch den Stellv. Kommandierenden General, in den größeren Standorten durch die Standortälteften die Einladungen zur Ur- bzw. Erstaufführung ergehen. Im übrigen erhalten die Veranstaltungen durch Ge- fteüung von Musik, Truppenabordnungen ufro. einen würdigen Rahmen. In Gießen findet diese Erstaufführung im Gloria-Palast am Montag, 3. März um 14 Uhr nachmittags statt. Em Sonderheft zum Dokumentarfilm .Sieg im Westen". Anläßlich der Uraufführung des großen Heeres- Dokumentarfilmes „Sieg im Westen", der in einmaliger Form die Operationen im Mai und im Juni 1940 schildert, hat die Pr^ssegruppe des Heeres im Oberkommando der Wehrmacht ein Sonder- heft „Sieg im Westen" herausgegeben. Aus dem Film sind hier die größten Kampfhandlungen und Taten im Bild entliehen. Es werden die Kämpfe um Eben Emael, Dünkirchen, Somme und Aisne, um den Rheinübergang und die Maginotlinie in Aufnahmen gezeigt, wie sie bisher noch nicht zu sehen waren. Im Bild erlebt man noch einmal das große Antreten am 10. Mai, verfolgt den Weg des kühnen Stoßtrupps, der unter Führung von Feld- webe! Portsteffen gegen die Außenforts von Eben Emael vorgchg, die große Danzerschlacht nordost- märte Namur und vieles andere. Interessante Aufsätze geben darüber Aufschluß, wie der Film „Sieg im Westen" an der Front entstand und erklären seinen Sinn. So ist hier ein kleines Werk entftan- ben das bleibenden Erinnerungswert hat. (48 Seiten'stark, erschienen im Deutschen Verlag zum Preis i von 0,30 RM.) sich aus der Einleitung „Der Entscheidung entgegen" und dem Hauptteil „Der Feld- z u g' zusammen. Ausnahmen und Zusammenstellung der Einleitung erfolgten durch die Deutsche Filmgesellschaft (künstlerische Gestaltung die Herren K o r t w i ch und Smith). Für diesen Teil „Der Entscheidung entgegen" schrieb Horst Hanns Sieber die Musik. Für den Hauptteil „Der Feldzug" wurden die Ausnahmen von den Filmberichtern der Berichterstaffel des Oberbefehlshabers des Heeres und der Propagandakompanien sowie von Film- trupps der Heeresfilmstelle an der Front, zum Teil in verlustreichem Einsatz und unter Verwenduna eines eigenen Panzers der Berichterstaffel nach einem besonderen Plan durchgeführt. Es erfolgte mehrfach ein Großeinsatz von Kameras, die auf die Operationen bzw. das Schlachtfeld in der Tiefe verteilt wurden. Alle wichtigen Ereignisse wurden auf diese Weise festgehalten, so daß bei gleichzeitiger Verwendung eines umfangreichen, während des. Feldzuges erbeuteten Filmmaterials (französische, belgische und englische Filme) ein umfassendes Bild des gesamten Feldzuges gestaltet werden konnte. Die Herstellung des Hauptteils „Der Feldzug" erfolgte durch die Produktion N o l d a n , wobei die künstlerische Gestaltung in den Händen der Herren Svend No Id an und Fritz Brun sch lag. Die Musik dazu komponierte Herbert W i n d t. Die verantwortliche Leitung sowohl hinsichtlich des Einsatzes der Berichter wie der späteren Durchführung des Filmes lag bei der Pressegruppe des Heeres im Oberkommando der Wehrmacht (Oberstleutnant Universitäts-Professor Dr. H e s s e und Oberleutnant Dr. Welte r). Der Film wurde in enger Zusammenarbeit mit der Filmabteilung des Reichsprvpa- ganbaminifteriums (Leiter: Ministerialrat Dr. Hip - ler) gestaltet. An der technischen Herstellung waren Angehöriger erbgesunder, rassisch wertvoller und kinderreicher Familien, vor allem des Landvolks, finden durch neu gegründete Bauernhöfe und -dörfer unter Förderung des Reiches die beste Gelegenheit, sich als Bauern mit dem Boden zu verbinden. Da die Gemeinschaft der neuen Bauerndörfer nicht nur die Neubauern umfaßt, sondern auch andere Bewerber, so gelten die gleichen Auswahlbedingungen auch für Landarbeiter, Handwerker, Gewerbetreibende. Die Prüfung des Bewerbers und feiner Familie erfolgt an Hand von Fragebogen, durch Auskünfte, Inaugenscheinnahme und amtsärztliche Untersuchung. Die Endbeurteilung wird ausschließlich durch das Derwaltungsamt des Reichsbauernführers vorgenom- men. Der Antrag auf Erteilung des Neubauern- scheines ist bei der zuständigen Landesbauernschaft zu stellen. Die Grundbedingungen find: Der Bewerber muß die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen, er und seine Frau oder Braut müssen deutschblütig fein, er soll ein Mindestalter von 25 Jahren haben, er muß verheiratet ober mit der Aussicht auf nahe Eheschließung verlobt fein. Bewerber, die längere Zeit kinderlos verheiratet find, find ungeeignet. Der Bewerber, feine Frau und die Kinder muffen ge- - sund und erbgefuni) fein. Verminderte Leistungs- . fähigkeit infolge Kriegsbefchädigung ist kein Ab- aekommen der Leiter der Kulturpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandter von T w a r d o w f k i, der Ches des Amtes für Wissenschaft und Präsident des Reichsforschungsrates, Ministerialdirektor Professor Dr. M e n tz e l, der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Berlin, General von Masfow, Vertreter der Deutschen Akademie in München und der Deutsch- Jugoslawischen Gesellschaft Berlin sowie die Rektoren der Universitäten Wien, Prag, Graz und Belgrad. * In Istanbul roirb vom 1. März ab eine Tageszeitung unter dem Titel „T a n i n" erscheinen. Dieses Blatt soll die Tradition eines gleichnamigen Blattes fortführen, das einst das Sprachrohr oes Gründers der türkischen Republik, Kemal Atatürk, ankern anscheinend vor der Hafeneinfahrt. Wir c öinen fast senkrecht m die Tiefe. Ein kurzer Ruck, ' me kleine Kurve, das Ziel ist im Visier. Der dicke lisch 3" meiner Linken verlaßt seinen „Liegeplatz" K saust mit seiner verderbenbringenden Last in w, | U Tiefe. Mit uns haben auch viele andere Kame- I oben geworfen. Unsere Bombe rauscht mit mäch- e -iier Wucht auf die Kaimauer in der Nähe des dort iDflenben Frachters Wir beobachten weiter; mäch. Einschläge an den Kaianlagen linhohe Waisersaulen in nächster Nähe von Han- i'lsschiffen und ein Bombentreffer an der Bordwand Wunsch vieler Verbraucher gibt es WM Henkel s Einweich- unö Cnthartungsmitteh jetzt auch im Doppelpaket, "preis 25 Hpf. war. Zum Leiter ist der bisherige Chefredakteur des „Yeni Sabah", Daltfchin, bestellt worden^ der Senior der türkischen Journalisten. Das Blatt fol den Charakter eines Regierungsblattes in Istanbul erhalten. In Moskau wurde ein Wirtschaftsabkommen zwi« fchsn der Sowjetunion und der Schweiz abgeschlossen. Das Abkommen sieht gegenseitige Warenliefe- rungen in Höhe von 112,4 Millionen Schweizer Franken für das erste Dertragsjahr vor und in Höhe von 120 Millionen Schweizer Franken für das nächste Jahr. Die Schweiz wird Werkbänke, Elektro- ausrüftungen, Turbinen, Generatoren liefern, während die Sowjetunion Getreide, Holz, Naphtapro- butte und Baumwolle ausführen wird. lehmkngsgrund, die ordnungsmäßige Bewirtschaftung des Hofes muß aber gewährleistet fein. Der Bewerber und feine Frau müssen in politischer Hinsicht einwandfrei fein, sie müssen den beruflichen Ansprüchen eines Hofes genügen und in geordneten Vermögensverhältnissen leben. Der Nachweis von Eigenmitteln ist nicht Voraussetzung. Der Neu- bauernschein gilt zwei Jahre. Kriegsteilnehmer, insbesondere Kriegsbeschädigte sowie Bewerber, die ihren landwirtschaftlichen Grundbesitz für öffentliche Zwecke zur Verfügung stellen mußten, werden bei der Ansetzung bevorzugt. Kinderreiche Familien kommen eher zur Ansetzung als kinderarme. Im übrigen richtet sich die Reihenfolge nach der Dringlichkeit, der besonderen Eignung und den Familienverhaltnissen des Bewerbers. DieTamschemwerferblendeneinsteUeni Der Reichsverkehrsminister erinnert an die Vorschrift über die Einstellung des Wehrmacht-Tarn- scheinwörfers. Danach nnuh der Tarnscheinwerfer so geneigt fein, daß die obere Hell-Dunkel-Grenze des Lichtes in einer Entfernung von 5 m von der Lichtaustrittsöffnung mindestens 6 cm tiefer als die obere Kante der Lichtaustrittsöffnung liegt. Eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer muß unter allen Umständen vermieden werden. Nichtbeachtung der Dvrfchrift zieht Bestrafung nach sich. Ferner ist beobachtet worden, daß trotz Ausrüstung des Kraftfahrzeuges mit einem besonderen Tarnscheinwerfer daneben Fern- bzw. Abblendlicht verwendet wird. Ein solches Verfahren widerspricht dem Zweck des Tarnscheinwerfers und ist während der Verdunklung unstatthaft, auch wenn die Haupt- scheinwerfer vorschriftsmäßig abgedeckt sind. Unbeleuchtete geschlossene Eisenbahnschranken, Warn- tafeln und Balken sind bei getarntem Scheinwerfer- licht er ft aus geringer Entfernung wahr- nehmbar. Nur durch vorsichtiges und langsames Fahren während der Verdunklung können daher Unfälle vermieden werden. vaiu>nd)Fttin«r: Dr ^rtetrüft CM beim 8awge Stellvertreter Bei paupnttitiruetten• Ernst «lumschestr. Seianttoottft» ißt $odtL unb Bilder Dr. itt. W. Lange für das Reu-iieton: Dr. Han« Dhyriot; ,ta Sradi »teßen. Pronrv, Äfrtickmi u. Sport: 6enh Biumichf.n. Druck uno Vertag Brühldhe Uniöeriitaubrudeiet R. Lange K. G. BetiWleitet: Dr..Ing- Wth Hamann «nzeigenleiter: Han« Beck. Beran'wkmtl^ck, str den Inhal« der An'etaen: DdeodorKümmel PüRr.« Der Zwang zur Luge. Von unterer Berlmei ecbriitleitung. Draußen auf dem Meer sehen wir eine mächtige .ugwelle; mit hoher Fahrt strebt ein beachtlicher f.ott der Küste zu. Sollen wir angreifen? Nein, ptir fliegen über den Hafen. Einige Maschinen hin- j r uns stürzen sich auf diesen fetten Braten, wie I >»ir später hören, mit bestem Erfolg. Eine Bombe I af genau das Heck, zwei andere Bomben sausten □rt an der Bordwand vorbei ins Meer. Die an- Feifende Besatzung bemerkte, daß sich Truppen n Deck versammelten. Wir fliegen weiter. Vor ns banwft ein großer Kreuzer, aus allen bohren feuernd, mit Zickzackkurs davon, vor ihm [ »chen einige Frachter das Weite. Jeder die- I;-r Frachter wird angegriffen, fast geschloffen ftür- 5n sich die Maschinen auf ihre Ziele. Ein Frachter übält einen Treffer auf das Heck, bei zwei anderen nllen die Bomben dicht neben die Bordwand. Der re& ) tz,. I'^'Kreuzers find die Ausbeute des erstenUs." i, ' Die Parole für den nächsten Tag heißt: Nach- ftroi6n::: >tzen. Wieder starten wir zur Mittagsstunde, das en SA lief ist erneut ber Hafen von Bengasi. In ihm tuno ■ ’ nden einige Handelsschiffe Truppen und Gerät Wn ei us, und vor der Hafeneinfahrt sollen noch Han- Ä - > lüisfdjiffe liegen. Wir sitzen in der Maschine. Kaum Lnt der Flugzeugführer die Maschine abgehoben, > 'n schütteln uns die Böen durcheinander. Mit un- ln\0!,° IT:\ '-imlicher Wucht packen sie die Maschine, doch die no fr..' u 88 geht unbeirrt auf Kurs. Früher als gestern ’c rläno:7. ; f-bt sich die nordafrikanische Küste ab. Weit fliegen ■ idr über sie hinweg. Unter uns der braune afrikanische Küstenstreifen, die charakteristischen Küsten- । en, mit starken Wellen umgrenzt; Siedlungen der llrth (in Eingeborenen werden sichtbar, wir sind über afri- IIU|||[1 i »nischem Boden. Aus alter Wett. 60. Geburtstag Waldemar Bonsets. In seinem Heim zu Ambach am Starnberger See beging der Dichter Waldemar Bonsels seinen 60. Geburtstag. Waldemar Bonseis, der aus dem Holsteinischen stammt, aber seit Jahrzehnten in Süd- deutschl'and lebt, und dessen meistgelesenes Buck neben der „Jndienfahrt" wohl „Die Biene Maya geworden ist, hat vor allem den Wald und seine Tiere in reizvoller Weise geschildert. Zu seinem 60. Geburtstag wurden Bonsels eine Reihe von Ehrungen zuteil, so durch ein Glückwunschtelegramm des Reichsministers Dr. Goebbels. Ferner trafen ein Handschreiben des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hans Johst, sowie Glückwünsche des Reichsverbandes der deutschen Presse ein. Wertvolles Zuchtgeschenk aus Italien. Der italienische Landwirtschaftsminister hat als Gegengeschenk für 26 Stück Zuchtvieh, die ihm Reichsminister Darrö bei der Einweihung der ersten Ncubauerndörfer in Sizilien überreichen ließ, dem Minister sechs Eselheng st e aus dem Staatsgestüt Catania geschenkt. Sie sind inzwischen wohlbehalten im Reich angekommen. Es handelt sich um hervorragende Vertreter ihrer Rasse, wie sie in einer so guten Qualität bisher noch nicht in Deutschland benutzt worden sind. Sie werden zur Erzeugung von Maultieren, die auch bei der Wehrmacht gebraucht werden, Verwendung finden. Des Kindes Schutzengel. Im Bahnhof Weingarten bei Speyer lief ein drei- jähriges Kind van der Seite seiner Mutter weg und näherte sich den Bahngleisen. Im gleichen Augenblick kam der Lokalzug der Strecke Neustadt-Speyer. Das Kind wurde von der Lokomotive erfaßt und kam unter der Vorderachse der Maschine zu liegen, die sofort stillstand. Es dauerte allerdings geraume Zeit, bis das Kind aus seiner gefährliche Lage befreit werden konnte, i was erst gelang, als man Schottersteine zwischen ! den Gleisen herausnahm. Mit nur ganz leichten Kopfverletzungen kroch die Kleine dann unter der Lokomotive hervor. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften. In Breslau fand die Arbeitstagung des Reichsoerbandes der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiffeisen — E. V., Berlin, statt. Seit der letzten Zusammenkunft in Wien im Herbst vorigen Jahres hat die Organisation eine weitere Ausdehnung ihrer Aufgaben erfahren, und zwar insgesamt etwa 2000 Genossenschaften Zugang, so daß der Gesamtbestand über 48100 landwirtschaftliche Genossenschaften beträgt. Der Ausbau der Gcnossen- schaftsorganisationen in den West gebieten, im Elsaß, in Lothringen, Luxemburg und Eupen- Malmedy ist in vollem Gange. Raubmord im Walde bei Wiesbaden. Am Sonntagvormittag wurde auf ber Aar- straße, etwa 1 Kilometer oberhalb des Holzhackerhäuschens, ein Personenkraftwagen herrenlos aufgefunden. Als Eigentümer wurde der Metzger und Viehhändler August Schmidt aus Wiesbaden ermittelt. Das Auto stand schon seit Samstagnachmittag auf der Straße. Beim Absuchen der weiteren Umgebung wurde die Leiche des Schmidt im Walde mit mehreren Schußwunden auf- gefunden. Ein Geldbetrag von etwa 3000 RM. sowie die Papiere, die Schmidt in der Brieftasche bei sich führte, fehlten. Mithin muß Schmidt einem Verbrecher zum Opfer gefallen sein. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 25. Februar 1941 ist der am 30. März 1891 in Münsingen geborene Robert Ganter hinge- richtet worden, den das Sondergericht in Stuttgart als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Ganter, ein infolge Trunksucht verkommener gewalttätiger Mensch, hat einen 76jährigen Greis durch schwere Mißhandlungen ermordet. Zweifacher Mörder hiugerichtel. Am 22. Februar ist der 1903 in Schadwalde im Kreise Marienburg geborene Heinrich Wadro - w i tz hingerichtet worden, den das Sondergericht in Hannover wegen Mordes in zwei Fällen zum Tode verurteilt hat. Wadrowitz, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat in der Strafanstalt einen Mitgefangenen und einen Aufsichtsbeamten ermordet, um entfliehen zu können. Verwegener Raubüberfall in Paris. Bei einem verwegenen Raubüberfall, den drei Banditen in Paris in der Rue de la Dictoire auf drei Kassierer einer Bank des Credit Industrie! et Cornrnercial verübten, fiel den Räubern eine Beute von 3 780 000 Franken in die Hände. Einer der Bankangestellten wurde durch Revolverschüsse getötet, ein anderer schwer verletzt. Die Banditen konnten in ihrem bereitstehenden Kraftwagen entkommen. - Ein Aulobus in die Jjssel gefahren. Ein mit 18 Personen besetzter Autobus fuhr in der Nähe der holländischen Stadt Moordrecht in die Jjssel. Das Fahrzeug kam etwa sechs Meter unter Wasser unter den Kiel eines Schiffes zu liegen. Die Bergungsarbeiten find dadurch außer- ordentlich, erschwert. Don den Insassen wurden der Chauffeur und neun Fahrgäste gerettet. Sechs Leichen konnte man bereits bergen, doch vermutet man, daß sich noch vier Menschen in dem Autobus befinden. Als Ursache des Unglücks nimmt man Bruch der Steuerung an. Lastauto in den St.-Lorenz-Strom gestürzt. In ßongueil in Kanada stürzte ein Lastauto in den St.-Lorenz-Strorn. Bei diesem Unglück er- tranken elf Arbeiter. Gasvergiftung im Badezimmer. In Heidelberg kam ein löjähriger Junge durch Gasvergiftung im Baderaum ums Leben. Das Badezimmer war ziemlich klein und Fenster und Türen dicht verschlossen. Vermutlich hatte die ®a^ flamme den im Raum befindlichen Sauerstoff oer» braucht und war zurück-geschlagen, so daß das Gas ausströmte. Tödliche Pferdevergiftung durch Eibe. Iwei Pferde eines Spediteurs in Bad Reichenhall sind kürzlich an Eibenvergiftung eingegangen, wie die Sektion einwandfrei ergab. Die Tiere hat- ten eine halb Stunde vor ihrem plötzlichen Tod von einem an einem Straßengrundstück stehenden Eibenbusch Zweige gefressen, so daß die wertvollen Tiere unter Erstickungserscheinungen eingingen, da das in der Eide enthaltene alkoloide Toxin Lähmungserscheinungen, vor allem eine Atmungslähmung, hervorruft. Der Reichstierschutz, bund bittet daher, Eiben, die so weit in die Straße hineinragen, daß sie von den das Grüne suchenden Pferden erreicht werden können, zurückzuschneiden oder zu entfernen. • ji,rv 1: U V Reiskirchen, den 25. Februar 1941. 986 D Die Beeidigung findet Donnerstag, den 27. Februar, nachmittags 2 Uhr statt Heute morgen ist unsere liebe Mutter und Schwiegermutter Frau ElisabetheDebus, geb. Damm nach langem schweren, mit grober Geduld getragenem Leiden, im Alter von 71 Jahren, sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Launspach IV. Bekanntmachung. Detr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 21. Versorgungsabschnitt. I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Donnerstag, 27. Februar 1941. 2. „ Freitag, 28. Februar 1941. 3. „ Wontag, 3. Wärz 1941. 4. „ Dienstag, 4. Wärz 1941. 5. Wittwoch, 5. Wärz 1941. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ergibt sich aus der Aufstempelung auf den Personalausweis. Die Reste der Karten des 19. Dersorgungs- abschnittes, außer den Rährmittelkarten, sind zurückzugeben. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. II. Alle Karlen sind sofort bei Entgegennahme hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Verbrauchergruppen (Altersstufen) nachzuprüfen. Spätere Beanstandungen find zwecklos. HI. Jeder Haushalt erhält einen Sonderausweis für den Fischbezug. Der Ausweis berechtigt im Rahmen der jeweiligen Zufuhr zum Bezug von Fischen in den Fischspezialgeschäften „Cuxhaven, Koch Nachf. und Nordsee". Welche Abschnitte der Ausweiskarte jeweils beliefert werden, ergibt sich aus den Anschlägen in den Schaufenstern der vorgenannten Geschäfte. 979D IV. Bel nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Gebühr von 1, —RW. je Personalausweis erhoben. V. Während der Ausgabetage werden Bezugschein- anträge nicht entgegengenommen. Gießen, den 26. Februar 1941. Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. B und Wirtschaftsamt. ‘üid Treffer wurden schon gqognu lindvirisf auch das üliick gewogen! Der Mcksmann hot Dein Los dabei und wuascht.dass cs ein (Treffer 5ti! Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, Der Name des Herrn sei gelobet. im blühenden Alter von 11 Jahren 2 Monaten. Großen-Buseck, den 25. Februar 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Zeilstraße 24, aus statt. 992 D Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied gestern nachmittag in der Kinderklinik zu Gießen, nach kurzem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden unser lieber, unvergeßlicher Sohn, mein guter Bruder, Enkel, Pate und Neffe Walter In tiefer Trauer: Wilhelm Wagner XI. und Frau Lina, geb. Kratz nebst Kind Erna Wilhelm Wagner III. und Frau Ludwig Kratz. Kennen Sie schon unseren Steueraufklärungsdienst »D O B.« ? mo Wenn nicht, veri. 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März, 1041, 16.00 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Gießen folisten-Xonzert Solisten: ELSA EHLERT-HEBERMEHL, Klavier MARIE LOUISE MOENCH, Violine ER^JA STOLL, Sopran 990D Zum Vortrag kommen Werke von Bach - Händel - Schubert und eigene Kompositionen von Frau Elsa Ehlert - Hebermehl Eintrittspreise: RM. 1.00, 1.50, 2.00 und 2.50 Ringmitglieder 20%, Wehrmachtsangehörige 50% Ermäßigung. Karten im Vorverkauf: Kartenvefkaufsstclle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, und in der Musikalienh. Challier ........... ......... "" TU RIN EM DEUTSCHE MEISTERSCHAFT Vorrunde am 9. März in der Volkshalle Kartenvorverkauf ab Mittwoch, den 26. Februar, bis Mittwoch. den 6. März. — Vorverkaufsstellen: Zigarren-Moeser, Sportbaus Zeindt, Sporthaus Schwan, Leder-Becker. Caf6 Deibel. — Militär zu ermäßigten Preisen an der Tageskasse oder Sammelbestellungen bei der Bezirksführung. Schwerhörige Zu jeder Zeit hörbereit essv Ja, wenn Sie einen „ORIGINAL-AKUSTIK“ benutzen! 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Vieh°ers7ejge rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 35 5 hi« 45 Rps, Bullen 24 bis 43,5, Kühe18 bis 46 5 Färsen 34 bis 49, KStber 30 bis 57 b'S 42 je % kg Lebendgewicht, Für Schweine wur- den ie kg Lebendgewicht folgende Preise beznhu- Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM.bl (Ä 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 111 c (on bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 101 e-f .lunter 80 kg) 097 gl (fette Specksauen)' 1,13 i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 101 b /Eber) 1,01 RM. -*• Marktverlauf.- Auftrieb gut' alles zugeteilt. ' Mit dem Motorrad tödlich verunglückt. -Dm gestrigen Dienstag gegen 18 Uhr ereignete sich in der Rodheimer Straße ein schwerer Unalücks- fall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel D°r ZS Jahre alte Rudolf Rühl aus Raunheim bei Wetzlar befand sich aus dem Motorrad unterwegs zu feinem Heimatorte. Aus bisher noch un° bekannter Ursache fuhr er in der Nähe des „Feldschlößchens" mit seiner Maschine gegen einen Baum und stürzte bei dem heftigen Anprall so unglücklich auf die Straße, daß der Tod durch Genickbruch auf der Stelle eintrat. Gießener Dochenmarktpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für B-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * G i e ß e n, 26. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9,' Wirsing' V» kg 13 bis 14, Weißkraut 10 bis 11, Rotkraut 11 bis 12, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Unter- kohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 1 RM., */io 10 Rpf. Schwarzwurzeln, % kg 26, Kartoffeln 4,3, 5 kg 43, Aepfel, kg 28 bis 40, Lauch 24, Sellerie 21 Rpf. Strafkammer Gießen. Der Th. Sch. in B. war durch Urteil des Amts- aerichts Gießen vom 30. August o. I. wegen Beleidigung und Vergehen gegen das Neichsleistungs- gefetz vom 1.9.39 zu Geldstrafen von zusammen 130,— RM. verurteilt worden. Von der Anklage des Vergehens gegen das Reichsleistungsgesetz wurde der Angeklagte freigesprochen. Er war beschuldigt, am 5. Mai v. I. zwei Zeugen wörtlich und tätlich beleidigt zu haben. Gegen das Urteil legte der Vertreter der Anklage Berufung ein. Er vertrat den Standpunkt, daß eine Körperverletzung vorliege, außerdem handle es» sich hinsichtlich der Nichtablieferung nach dem Reichsleistungsgesetz um einen besonders schweren Fall. Er beantragte Geldstrafen von 2X50,— RM. = 100,— RM. und einen Monat Gefängnis. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde dahin abgeändert, daß der An- geklagte in zwei Fällen die tätliche Beleidigung zu einer Geldstrafe von je 60,— RM. und in zwei weiteren Fällen der Beleidigung zu einer Geldstrafe von je 30,— RM. verurteilt wurde. Die seitherige Unbestraftheit kam strafmildernd in Betracht. Aus der engeren Heimat. Schweinemarkt in Nidda. 0 Nidda, 25. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 87 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 RM., 8 bis 10 Wochen alte 35 bis 45 RM., Läuferschweine 55 bis 65 RM. pro Stück. Der Verkauf verlief flott, es verblieb geringer I Ueberstand. Landkreis Gießen. L e i h g e st e r n, 26. Febr. Am heutigen Mittwoch, 26. Februar, kann der Schmiedemeister Karl Schäfer, Hindenburgstraße 44 wohnhaft, in guter Pistolen sind geladen." Dm gleichen Augenblick gab e aus der Waffe, die er in der er zwei rechten Hand hielt, auf den Geschäftsinhaber ab. Tn Psafs verließ der Täter sofort den Geschäftsraum WnuepterjtaUDmorötniyronffurtOJJi und entfernte sich in Richtung Hauptwache. Nach blaugrauen ^ut I gend'nelche An- nge Mann auch Kärnten Köln-Aachen Schwaben Schlesien Ostland Wien Düsseldorf Sudeten Gesundheit seinen 7 0. Geburtstag begehen. Dem Jubilar, der sich in unserem Orte und darüber hinaus großer Wertschätzung erfreut, gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zu seinem heutigen Geburtstag und für einen weiteren schönen Lebensabend. alt — kann aber auch jünger sein —, 1,75 Meter groß, schlank mit schmalem Gesicht. Er trug einen hellen dünnen Mantel, sowie einen l, Wer kann zu seiner Ergreifung irgend Angabe des Verletzten hat der Täter vor etwa acht Tagen schon einmal in dem Geschäft vorgesprochen und nachgefragt, ob Pfandscheine angenömmen werden. Es muß angenommen werden, daß er die Verhältnisse in dem fraglichen Geschäft auskundschaften wollte. Der Täter ist etwa 20 bis 25 Jahre Die Eishockeymeisterschaft. Die Zwischenrunde zur Jugendmeisterschaft im Eishockey wurde im Kunsteisstadion fortgesetzt. Bemerkenswert ist in der Abteilung A das Unentschieden, das O st l a n d gegen den Titelverteidiger Wien mit 1:1 (0:0, 1:0, 0,1) erzielen konnte. An diesem Ergebnis hat der Schlußmann der jungen Ostpreußen, der im Länderturnier das Tor der Nationalmannschaft hüten wird, größten Anteil. Düsseldorf besiegte Sudeten land mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0). In der Abteilung B war Kärnten über Schwaben mit 6:0 (0:0, 3:0, 3:0) erfolgreich. Sehr achtbar schlug sich Köln-Aachen, das die Schlesier mit 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) durch eine Meisterleistung im zweiten Drittel bezwang. Die Tabellen: 6. Winterkampfspiele der M. Tag 6er Abfahrtsläufe in Garmisch-Partenkirchen. 2 Spiele 4:0 Punkte 2 „ * 2:2 „ Einer dieser Schüsse ging vorbei, der andere traf Pfaff in der linken Schulter Auf die Hilferufe des Abteilung A. 2 Spiele 3:1 Punkte 2 „ 3:1 „ 2 „ 2:2 „ 2 . 0:4 „ Abteilung B. Traube Mayer schnellste Abfahrsläuferin. Annemarie Fischer, die Siegerin im Abfahrtslauf des BDM. wurde noch übertroffen. Die in der Klasse B gestartete blutjunge Münchnerin Traudl Mayer erwies sich mit ihrer Siegerzeit von 4:09 als schnellste Abfahrstläuferin. Hildesuse Gärtner wurde im Wettbewerb der Berglandklasse mit über einer halben Minute erste Preisträgerin. Die weiteren Ergebnisse der Abfahrtsläufe: Hochgebirge. HI.-Klasse B: 1. Herbert Spieß (Tirol) 4:01; 2. Dominikus Berthold (Hochland) 4:05,6; 3. Felder (Tirol) 4:07,7; Deutsches Jungvolk: 1. Pravtl (Tirol) 4:28; BDM.-Klasse B: 1. Traudl Mayer (Hochland) 4:09; 2. Rose Ham- merer (Schwaben) 4:40,5; 3. Hannelore Zückert (Salzburg) 4:41,6; BDM.-Werk Glaube und Schönheit: 1. Erika Hofer (Tirol) 4:36,8; 2. Elli Kurtan (Salzburg) 4:49,9. Mittelgebirge: HJ.-Klasie A: 1. Heinz Eichler (Sachsen) 4:38,2; 2. Otto Acker (Schlesien) 4:42,4; 3. Walter Just (Sudeten) 4:48,2; HJ.-Klasse B: 1. Herb. Wiedeck (Schlesien) 3:45,4. DJ.: 1. Schwieg!» Hofer (Niederdoncru) 4:26. B D M.- K l a s s e A : 1. Hildesuse Gärtner (Baden) 4:00; 2. Rudi Gottlinger (Niederdonau) 4:09; 3. Elge Rees (Baden) 4:41; Klasse B: 1. Lisbeth Lang (Sudetenland) 4:50. Glaube und Schönheit: 1. Bobbi Fecht (Baden) 4:04; 2. Hannelore Sorge (Schlesien) 4:34,6. LPD. F r a n k f u r t a. M., 25. Febr. Am 25. Februar gegen 18 Uhr erschien in der Ankaufstelle sur Goldwaren und Juwelen der Firma Dietrich Pfaff, Frankfurt a. M., Biebergasse 3, ein unbekannter junger Mann und bot einen Pfandschein über zwei Brillanten zum Kauf an. Den Empfangsschein selbst sollte seine Mutter bei sich haben, die in der Nähe auf ihn warte. Es sollte sich um zwei Brillantringe hanoeln mit einem Schätzungswert von 800 RM., die jedoch nur mit 175 RM. beliehen feien. Während der Unterredung war nur der Geschäftsinhaber Psaff anwesend. Auf dessen Anraten entfernte sich der Unbekannte, um l Gebirgsjäger in Garmisch erfolgreich. Bei den Winter-Wehrwettkämpfen der SA.-Gruppe Hochland traten die Gebirgsjäger stark in den Vordergrund. Stabschef L u tz e und General Wachen- I e l d begrüßen die siegreiche Mannschaft im 15-km- Mannschaftslauf, Gebirgsjäger Norwegen II. (Scherl-Bilderdienst-M.) Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis' 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- ________________mittags geschlossen. Bitte hierl Das ist ein mit Nigrin Extra 9eptlegter Schuh, er glänzt nicht nur tadellos, sondern hält auch viel länger, weil Nigrin Extra das Leder kon- serviert. Verlangen Sie da- her ausdrücklich < NIGRIN EXTRA Hochbetrieb herrschte am Dienstag, dem ersten Wettkampftag der deutschen Skijugeno der Winterkampfspiele der HI., auf allen Abfahrtsstrecken. Sowohl auf der verkürzten olympischen Standardstrecke am Kreuzeck, der Damenabfahrt, mit dem gleichen Ziel an der Talstation der Kreuzeckbahn, als auch auf der kleinen Abfahrtsstrecke am Hausberg für die Bergland- und Flachlandklassen, kämpften die Jungen und Mädel mit prachtvollem Schneid und restlosem Einsatz. Einen überraschenden Ausgang nahm das Rennen der HJ.-Altersklasse A, in dem Fritz Todt (München) mit 4:47 die beste Zeit heraus- holte. Die beiden Tiroler Alois Seyerling und Herbert Lezuo, der Sieger im deutsch-italienischen Lün- derkampf in Asiago, kamen auf den zweiten b;w. dritten Platz. Bei den Mädeln war Annemarie Fischer (Garmisch) eine Klasse für sich. In der Berglandklasse kamen die erstmals teilnehmenden Jungen und Mädel der Befehlsstelle Böhmen-Mähren zu schönen Erfolgen. Die Ergebnisse: Hochgebirge: HJ.-Kkasse A: 1. Fritz Todt (München, Gebiet Hochland) 4:47; 2. Alois Seyerling (Tirol) 4:48,3; 3. Herbert Lezuo (Tirol) 4:49,8; 4. Markus Schwaiger (Hochland) 4:51; 5. Hermann Kuß (Steiermark) 4:53,4. B D M,° Klaffe A: 1. Annemarie Fischer (Hochland) 4:12,9; 2. Grete Mair-Mellenhoff (Salzburg) 4:33,4; 3. Gundel Baur, (Tirol) 4:34,6; 4. Mizzi Stüger 4*37,1; 5. Ria Heinlein (Hochland) Bergland: HI.-Klasse A: 1. Hermann Gereser (Niedersachsen) und Willi Pape (Westfalen) je 1:29,3; 3. Wolfgang Zischka (Böhmen-Mähren) 1:29,4. HI- Klasse B: 1. Hermann Ludwig (Böhmen-Mähren) 1:04,2; 2. Artur Jennewein (Niedersachsen) 1:06. Deu tsches Jungvolk: 1. Gerhard Tölner (Niedersachsen) 1:13,1. BDM.-Klasse A: 1. Käte Banse (Nieder- sachsen) 1:27,4; 2. Martha Wenhel (Mittelelbe) und Lene Rötz (Westfalen) je 1:32,'2; BDM.-Werk Glaubeund Schönheit, Klasse A : l.Erika Baumann (Böhmen-Mähren) 1:07; 2. Else Mayer (Westmark) 1:18,3; 3. Hilde Hanke (Böhmen-Mäh- ren) 1:20; Klasse B: 1. Anneliese Gereser (Niedersachsen) 1:12,1; Flachland: H J.-K lasse A: 1. Klaus Scherdt- feger (Berlin) 1:25,4; 2. Wolfgang Schönfelder (Brandenburg) 1:30,2; 3. Mar Wiedeck (Mecklenburg) 1:32,2. Klasse B: 1. Detlef Noack (Berlin) 1:05,3. Deutsches Jungvolk: 1. Schwarzlose (Brandenburg) 1:36. Am Torlauf am Mittwoch nehmen die je zwölf 1 besten Läufer und Läuferinnen der Abfahrt teil. Flachland. BDM.-Klaffe A: 1. Inge Rein« both (Brandenburg) 1:18,2; Klasse B: 1. Helga Debusmann (Brandenburg) 1:48,4; Glaube und Schönheit: 1. Bertha Reime (Brandenburg) 1:09,2. Böhmen-Mähren siegt im Geländelauf. Eine der wertvollsten Mannschaftskämpfe der Winterkampfspiele ist der Geländelauf. Diesmal hatten sich 38 Gebietsmannschaften eingefunden. Die 6 Kilometer lange Strecke führte über zwei 3 Kilo« meter lange Schleifen. Nach der ersten war im Skistadion eine Schießprüfung mit dem KK.-Gewehr in drei Schußserien auf 20 Meter entfernte Kopf-Fall- icheiben eingelegt. Die beste Zeit lief die Mannschaft der Befehlsstelle Böhmen-Mähren in der Bergland- klasse mit 38:a5, der dadurch der Ehrenpreis des I Generalfeldmarschalls Keitel zufiel. Bemerkenswert ist, daß noch die besten Mannschaften der Mittelge- birgsklasfe die Hochgebirgler bei weitem übertrafen. Ergebnisse: Hochgebirge: 1. Tirol°Vorarlberg 41.48; 2. Kärnten . 42:31; 3. Schwaben 44:03. Mittelgebirge : 1. Sachsen 38:53; 2. Schlesien 39:48; 3. Sudetenland 40:05. Bergland: 1. Böhmen- Mähren 38:35 (Bestzeit); 2. Westfalen 40:53; 3. Nie- dersachsen 41:50. 4. Kurhessen 43:20; 5. Köln- Aachen 46:05; 6. Westmark 46:28; 7. Hessen- Nassau 47:11; 8. Mittelelbe 47:16; 9. Moselland 48:45. Flachland: 1. Ostland 41:45; 2. Berlin 41:46; 3. Brandenburg 43:23; 4. Pommern 43:35. Lishockeyturnier der Pimpfe. Das von vier Mannschaften bestrittene Eishockeyturnier des deutschen Jungvolks begann mit zwei Spielen. Hochland siegte über Wien nrit 5:0 und Ostland über Schwaben mit 1:0. gaben machen? Ist der fragliche junge 4>|un uiiurqtrriu. ziuf in?||en, xn anderen Geschäften in ähnlicher Weise aufge- Anraten entfernte sich der Unbekannte, um den | treten? Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich Pfandschein zu holen. Nach etwa zehn Minuten er- ■ behandelt werden, nimmt das Polizeipräsidium, schien er wieder in dem Geschäft. In beiden Händen I Zimmer 399 bis 403, entgegen. hielt er jetzt Schußwaffen und rief: „Beides — ■ -- ülerrumpelt und hatte Neigung zu uisbrud). Als er aber auf die verlc einem r nes Swniiiuiiii im iv . D»es Jahr mit ihm in derselben Kompanie gestaw > Sie ist aber meine Frau, die Mutter meiner Kinder H . . ICV. bleibe ihr Mann, mögen einzelne daran tragen besser zu verzeihen als nachzu- - Frau d'Oleron nahm seinen Kopf in beide Arme ' und küßte ihn. „Hannes, es war ein bitterer Weg 1 für uns alle, ein Umweg. Es ist nur gut, daß er ttotzdem zum Ziele führt. Die Ideale einer unten gegangenen Zeiten waren mir bisher immer heilig. Ich verstand dich oft nicht, und wo ich dich zu ver- ; stehen glaubte in diesen ganzen Wochen, habe ich mit dir gerirrt. Jetzt weiß ich, daß dein Glaube und veine Haltung besser sind als die verstaubten Erscheinungen von Dünkel und Romantik meiner Jugend." Sie ging still aus dem Zimmer. 2^5 einem Winkel drang Schluchzen an das .Ohr Koßmanns. Er sah dorthin und erblickte seine Frau. Sie saß zusammengesunken, das Gesicht auf Oie verschränkten Arme gelegt. Schwerfällig stand Hannes Koßmann auf und trat zu ihr. „Gitta, wir wollen nicht mehr rechten miteinander. Unsere Ehe war lange ein schwerer Irrtum. Die Schuld liegt wohl bei uns beiden gemeinsam. Willst du es noch einmal versuchen? Wir haben noch so viele Jahre vor uns." Sie richtete sich auf und sah ihn erst ungläubig, dann strahlend an. Hannes?" Ein Jubellaut brach aus ihrer Kehle. „Mein Hannes. Ich werde dir dafür immer danken." „Nicht so, Gitta. Zu danken haben wir nicht uns, sondern dem Leben und den Menschen um uns, die uns beide lehrten, daß wir geirrt haben. Wie hochmütig ist es doch, nur in sich selbst Recht ober U1lre$L3U Das war dein und mein Un- recht. Das Geschick ist uns gnädig gewesen. Jetzt fnussen wir die Hand fassen, die es uns entgegen- streckt. Du bist nicht allein und ich nicht. Wir stehen zusammen. Und zu uns gehören unsere Kinder. Das sind wir, Gitta, mit inmitten einer großen Gemeinschaft, die es nicht duldet, daß wir eigene Wege gehen." ° „5a, Hannes.. Und glaubst du auch, daß ich immer nur dich lieb gehabt habe? Daß ich nur in die 3rre ging, weil ich dabei weniger an dich als an mich selbst gedacht habe?" „Der Egoismus der Liebe ist der verbreitetste Egoismus, wie ich glaube, aber dafür bleibt er doch ebenso falsch wie jede andere seiner Formen. Ich habe dich ja auch lieb gehabt, von Anfang an und immer bi- heute, am meisten als ich darunter am schwersten litt ..." Sic sahen sich an und neigten sich zueinander. So hielten sie lange Zeit still, um dem Schlagen ihrer Herzen zuzuhören, die im gleichen Rhythmus Umwege Ses Herzens Roman von H.S. Hansen Copyright by Prometheus •Verlag Dr. Ei di Acker • Gröbenzell (Schluß.) Hirte kam zu Ende mit seiner Verlesung. „Ich übergebe Ihnen diesen Brief und die dreitausend Unterschriften dazu, Herr Koßmann, und mache miet) zum Sprecher Ihrer Leute." Er reichte seinem Slienten das Bündel mit den Namenslisten über den 3isch, „Lassen Sie sich ein Buch daraus machen in bestem Leder und mit Gold beschlagen. Es ist die y^ößte Auszeichnung, die ein Betriebssichrer er- hilten kann." Ehe Koßmann in der Lage war, etwas er» Bibern, ging Frau d'Oleron zur Tür. Sie öffnete inb ließ sechs Männer eintreten. Es waren MitAie- bu des Vertrauensrates in Begleitung von Direktor Nistel. ..Hier, Hannes, kommen die Männer, die dich nicht weglassen wollen." Koßmann sprang überrascht auf. Er fühlte sich T».. c:r.?r zornigen llZsdruch Als er aber auf ’Eue verlegenen Gesichter, * voll rührender Bitte auf ihn gerichteten Augen, schwieligen Fäuste seiner Männer sah, verflog fcin A^rger wie Spreu vor dem Winde. ,Na was bringen Sie?" Er trat auf die Gruppe 1 borgen und nahm an dem Gespräch nicht teil. Um ' die letzte noch offenstehende Frage zu klären, damit ' » neue Tag keine Zweifel mehr vorfände, schnitt 1 otflu d'Oleron das heikle Thema an. 1 ,"2ft es dir recht, wenn ich meine Tochter morgen 1 mitnehme? Sie kann bei mir in Werder wohnen bis der Scheidungsprozeß erledigt ist und sich dann 1 einen eigenen Wohnsitz suchen." Koßmann sah auf und zeigte ein ruhiges Gesicht. «Liebe Mutter, ich habe in den Wochen der Hast sorgsam überlegt, was ich nach Wiedererlangung meiner Freiheit tun müsse. Verbort in die Einseitigkeit meiner Auffassungen, bin ich bis in die Gerichtsverhandlung hinein einen Weg gegangen, der starrsinnig und ohne Kompromiß mir als eines Mannes einzig würdig erschien. Heute muß ich gestehen, daß ich mich in vielem geirrt habe." Er senkte den Blick und sprach leise weiter. „Es ist schwer, Irrtümer zu gestehen, aber es nicht minder würdig und mannhaft, als sogenannten Grundsätzen treu zu bleiben, vielleicht noch mannhafter. Meine Arbeiter haben mir die größte Lehre erteilt. Sie stehen dem Leben näher als wir, die wir selbst aus unserer praktischen Arbeit zu leicht eine Theorie machen. Was war es doch für ein irrsinniger @e= dünke, ganz allein, ohne Gesetz und mit einem selbstcrfundenen Recht Vergeltung zu suchen? Ich will ja nicht fageft, daß ich unehrenhaft gehandelt habe, das nicht, aber es war verkehrt." Frau d'Oleron strich ihm liebevoll mit der Hand über das Haar, um die Erschütterung des Mannes zu beschwichtigen. Aber er fuhr in dem Bekenntnis seiner neuen Erkenntnisse fort: ,Lch wollte um meiner selbst, um meines eigenen kleinen Lebenskreises mein ganzes Werk aufs Spiel setzen, meins und das meines Vaters. Ich sah nur noch mich, und Egoismus ist wohl die größte Sünde, die man begehen kann. Verstehst du das?" Sie nickte nur und hatte nasse Augen dabei. „Egoismus ist es immer, wenn man sich selbst für wichtiger hält als die Umwelt, als die Familie den Beruf, das Volk. Man darf nicht so handeln,' als sei man allein da und nicht zwischen einer Gemeinschaft nur ein kleines Glied. Deshalb habe ich der Bitte meiner Arbeiter nachgegeben. Was bedeutet schon mein persönliches und privates Erleben, wo es um viel Größeres geht? hust du wegen Gitta gefragt. Mutter, es ist. die gleiche Problemstellung, die alles andere in mir hat aufkeimen und wuchern lassen. Sie ist i schuldig, das will ich nicht verkennen, aber bin ich -! denn ohne Schuld? Muhte ich als der Stärkere i von uns beiden nicht meiner Frau helfen? Viel- i leicht werden alle, du mit, mich verachten, wenn ich mich von Gitta nicht trenne. Es ist ja ein Schlag gegen alles, was ich bisher vertreten habe Aber ich will es nicht mehr. Sie hat gefehlt, ich habe gefehlt. den, ich als Gefreiter, unser Herr Koßmann als Leutnant. Damals war der Leutnant Koßmann der tapferste Offizier im Bataillon und hat nach einer Gewaltpatrouille ganz allein in der Nacht zwei Kameraden aus dem Drahtverhau der Franzosen zurückgeholt, die dort verwundet liegengeblieben waren. Und so warmer auch immer nach dem Kriege und in den schweren Jahren und jetzt, wo wir wieder mit Volldampf arbeiten. Nein, der Herr Koß- mann geht nicht von uns. Aber wenn Sie es doch tun, Herr Koßmann, dann strafen Sie einen ehrlichen Mann Lügen. Dann verraten Sie Ihren Vater, die Fabrik, die Arbeitskameraden und sich selbst. Das wäre Fahnenflucht. Aber das tun Sie doch nicht, Herr Koßmann/ Der Arbeiter streckte ihm die Hand hin. Koßmann hatte ihn ernst angesehen, während der Arbetter erregt sprach. Er zögerte einen kleinen Augenblick, dann schlug er ein. „Abgemacht, Barthel, solange wir noch gehen können, bleiben wir zusammen im Werk. Das könnt ihr den Kameraden sagen, wenn sie es hören wollen." Jetzt hielten sich die anderen Männer auch nicht mehr zurück. Sie standen in dichtem Ring um Hannes Koßmann, quetschten ihm die Hände, daß sie rot anliefen und waren in Versuchung, Hurra zu schreien. Einer entfernte sich so weit von allem Respekt, daß er seinem Chef kräftig auf die Schulter schlug. Koßmann schien es gar nicht zu bemerken und stand mit glückstrahlendem Gesicht zwischen seinen Leuten. Draußen im Werk sind sie alle versammelt, auch die keine Schicht haben", nahm Wissel das Wort. „Wollen Sie selbst zu den Leuten sprechen?" „Nein, lieber Herr Wissel, das nun doch nicht. Ich freue mich über die Liebe, die mir entgegengebracht wird, aber mich zum Gegenstand einer Huldigung machen, darauf käme cs wohl hinaus, das kann ich wirklich nicht. Dafür spreche ich aber, daß meine für den Fall des Todes bestimmte (Stiftung schon jetzt in Kratt gesetzt wird. Und am kommenden Freitag lassen Sie bitte allen Gefolgschastsmitgiiedern einen vollen Wochenlohn gesondert auszahlen. Außerdem gibt es im nächsten Jahrs für jeden als Besonderheit eine Woche länger Urlaub. Bttte, teilen Sie das der Belegschastsversammlung mit." „Dann schnell hinfahren." Der alte Arbeiter hatte wieder das Wort ergriffen. Ich habe keine Ruhe, bis die andern das wissen." Sie verabschiedeten sich chnell, aber doch gründlich, erhielten sogar von Frau d'Oleron Händedrücke und besondere Dankes- morte, die ersten, die die alte Dame in ihrem Leben i mit schwieligen Arbeitern tauschte. Ihrem Lächeln nach empfand sie das aber als besondere Freude. «Ta -k— ;<4t APfnot- umer i Eine Stunde später verabschiedeten sich auch die meinen Ü^nicht ^d) labe ein beiden Anwälte und ließen die Familienmitglieder Koßmann tut so etwas mcht^Jch^.yave^em @iöa Ä0&mann in einer £rfc h^h ver- ,Wissel ergriff das Wort. „Wir wollen uns per- ö-rlich die Antwort auf unseren Brief holen, Herr &1imann." Sin Lächeln überflog das Gesicht des Fabrikanten k- barg Stolz, Leid, Glück und Angst vor der Zu- M in sich „Es geht nicht, es geht wirklich nicht öime Stimme war fast tonlos. [Da schob sich aus der Gruppe ein untersetzter Dfonn mit gebeugtem Rücken und derben kt en man ein Leben der Arbeit ansah. Er hatte « ichars geschnittenes Gesicht und einen energilchen . Itrf. • . Hch bin nur em einfacher Schlosser, Herr Koß- Min. Niemals habe ich Ihnen bis letzt wider- 'liehen, aber heute tue ich es auf die Gefahr hin. if Sie mich rauswerfen, obwohl ich schon seit sechs- M^wanzig Jahren im Betrieb bin, die Knegszett iq rnitgerechnet. Der Herr Justizrat hat uns er- t, wie er und Frau d'Oleron Sie überreden oflten, und daß er Ihnen gesagt hat, es wäre i nenslucht, die Fabrik und uns im Such w lap i Zu meinen Kameraden habe ich gesagt: Um er Mittwoch, 2». zebrmrM Eichener Anzeiger (Senerai-Anzetger sSr Gbnh-Üen) Nr. 48 zweiter Blatt Die Aussteuerung in der Krankenversicherung Gesundheitsdienst ist Volksdienst. Der Affe Anton Von Karl Brinkmann. um seine Gesellenprüfung. Wenigstens sagt er das. und es wird auch wohl stimmen. Insgeheim fedvch nagen auch manchmal Zweifel an dieser starken Zu- veHicht, und dann möchte er, daß die Prüfung schon überwunden sei. Man kann eben nie wissen, wie eine solche Sache ausgeht. Da hilft bisweilen auch die stärkste Zuversicht nicht. Der Wilhelm hat in einer Schmiede gelernt. Seine Lehrlingszeit ist nach dem Vertrage erst in einigen Wochen beendet, aber er kann bereits jetzt seine Prüfung machen. Diese Maßnahme ist getroffen worden, damit die Fachkräfte schon zeitiger angesetzt werden können. Auch Wilhelm wird eine tua>- tiqe Kraft werden und als Schmiedegeselle seinem Beruf Ehre machen. Denn er ist ein fixer Zunge und hat in der Lehrzeit Augen und Ohren offengehalten. Am Tage der Prüfung erweist es sich auch, daß er wirklich sein Handwerk gründlich versteht. Er besteht die Prüfung mit einer vortrefflichen Note und kommt zum Feierabend mit strahlendem Gesicht in die Werkstatt. Verflogen sind alle Zweifel, fort ist jede Beklemmung. Aus dem Lehrling Wilhelm ist der Junggeselle geworden. Was kostet nun die Welt? immer recht für sich. Aber ich mußte meiner Geschichte diesen Anfang geben. John Clapton ist nämlich der traurige Held in ihr. Der sportliche Ruhm genügte diesem erstklassigen Mittelstürmer nicht, auch nicht die sicherlich gute Gage, die er als Berufsspieler bekam. Er tat bei. einer sich bietenden Gelegenheit einen tiefen Griff in die Vereinskasfe. Sie war ihm für ein,en Transport anoertraut worden, und es befand sich gerade die Einnahmen eines großen Spiels darin, etliche ... zigtaufend Dollar. Mit dem Geld verschwand er. Wahrscheinlich hatte er alles längst und gut vor- Am Montag führten die Reviergruppen I und II des Reichsluftfchuhbundes eine Aufklärungsveranstaltung in der Neuen Aula der Universität durch. Bedauerlicherweise steht ein größerer Raum als die Aula nicht zur Verfügung. Deshalb mußte eine polizeiliche Schließung wegen Ueberfüttung vorgenommen werden. Ungefähr 200 bis 300 Volksgenossen konnten an der Veranstaltung nicht teilneh- men. Es ist beabsichtigt, nach Möglichkeit eine Wiederholung stattfinden zu laßen. An dieser Veranstaltung nahmen äußer den Amtsträgern und Selbstschutzkräften als Gäste teil: als Hoheitsttöger der Partei der Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Ost, Treser, der örtliche LS.-Leiter, Major und Kommandeur^ der Schutzpolizei Hellweae Em- b en mit seinen Offizieren, sowie der Stab der Ortsgruppe des RLB. Die Veranstaltung sollte dem Zweck dienen, die Bevölkerung außerhalb der Wohnungen und der Lehrgänge über Luftschutzfragen zu unterrichten. Major Hellweae Emden ergriff im Laufe der Veranstaltung das Wort und mahnte bereitet. Ein falscher, zumindest neuer Paß war für ihn bereit. Er ließ sich einen Bart wachsen, färbte sein Haar, und es gelang ihm ohne Mühe das Ausland zu erreichen. Die amerikanischen Polizeibehörden verloren seine Spur. Es ging ein Jahr darüber hin. Wir hatten den Bericht aus Neuyork mit der Bitte um Unterstützung bekommen. Aber wo sollten wir suchen? Die Akte bedeckte sich bereits mit Staub. John Clapton war verschwunden; vielleicht verschollen, ums Leben gekommen, von einem Komplicen beseitigt, wie es ja solchen Menschen schon häufig gegangen ist. Im Sommer 1924 kam mein Junge eines Tages mit blutender Nase nach Haufe. Ich sah, daß es sich um nichts Ernstliches handelte und er erzählte mir denn auch mit einem Lachen, er habe beim Spiel auf dem freigegebenen Exerzierplatz einen Fußball an den Kopf bekommen. Wer hat denn da von euch so einen gewaltigen Schuß am Leib? fragte ich, zum guten Teil in die Fachausdrücke meines Sohnes eingeweiht. Ach, sagte er, da am Exerzierplatz in einem der schönen Einzelhäuser am Waldrand wohne ein Mann, er sei schon etwas älter, der habe ihnen beim Spiel schon öfter zugefehen und ihnen auch einige Male ein paar Tricks gezeigt, die fabelhaft seien. Nun, vorn Dribbeln, flachen Paß und Kopfsviel verstand ich nicht genug. Ich erfuhr nur, der Fremde sei ein wahrer Künstler im Fußballspiel, und unsere Kanonen, so sagte mein Sohn, könnten sich ein Stück davon abschneiden." Der Kriminalrat lachte. Er sah uns an. „Sie ahnen die Pointe. Ich will es kurz machen. Es war keine Eingebung, sondern ein Zufall, daß es mich lockte, mir den Mann einmal anzusehen. Er nannte sich Tom Garai, war ordnungsgemäß gemeldet und galt als kanadischer Staatsangehöriger, also Brite. Ich rede mit ihm. Er sprach fließend deutsch, aber mit dem Tonfall des Amerikaners. Wir.beobachteten ihn. Ein Verdacht keimte auf, unerklärlich in feinem letzten Ursprung. Sportleute unterstützten mich. Wir forderten ihn auf, und nach anfänglichem Weigern spielte er als Gast in einem Fußballwettspiel mit und verblüffte alle, er war ein Stürmer von einmaliger Klaffe. Ich ging nach dem Spiel auf ihn zu. Er hatte sieben Tore geschossen und seiner Mannschaft den Am vorigen Sonntag versammelte sich die Garde- Kameradschaft Gießen in ihrem Kameradschaftsheim „Hotel Prinz Carl" zum Jahreshauptappell. Kame- radfchaftsführer R e i ch a r d t teilte nach den Gruß- roorten an die sehr zahlreich erschienenen Kameraden mit, daß der Kamerad Wilhelm Klapp, der noch am Sonntag vorher eifrig für das Kriegs-Winter- hilfswerk gesammelt hatte, unerwartet zur großen Armee abberufen worden sei. Hierauf erstattete der Schriftführer Kamerad Hottenbach den Jahresbericht, dessen Darlegungen die Kameraden mit Befriedigung aufnahmen. Aus dem Kassenbericht des Rechners, Kamerad Kramer, ging hervor, daß die Vermögenslage der Kameradschaft gut ist. Aus Antrag der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm für seine ausgezeichnete Amtsführung vom Kameradschaftsfuhrer namens, aller Kameraden Dank und Anerkennung ausge- sprachen. Bei der Wahl des Kameradfchaftsfuhrers wurde der bisherige bewährte Leiter der Kameradschaft, Kamerad Reichard t, einstimmig wieder- qewählt, der anschließend seine bisherigen Mitarbeiter für die weitere Arbeit in ihren Aemtern bestätigte. Sodann gab der Kameradschaftsfuhrer einen Rückblick auf das verflossene Jahr, mirtet er die glänzenden Leistungen unserer unvergleichlichen Wehrmacht mit herzlichen Worten des Dankes an der im ersten Glied stand. Nach dem Waffenstillstand lag die Batterie in einem Dorfe, das von der Zivilbevölkerung nicht verlassen worden war. Eines Tages gegen Mittag war Anton verschwunden. Allerdings war er am Abeno wieder da. Am anderen Tage ergab sich genau dasselbe Bild. Anton machte sich irgendwohin dünne, aber wohin, das entzog sich der Kenntnis des dicken Mayer. Am dritten Tage kam er spät abends an uno machte einen mörderischen Krach. Er schwankte wie ein Segelschiff im Sturm, er kollerte hin und yer und lachte wie sieben Teufel aus der Hölle ein infernalisches Gelächter, daß die gesamte Batterie Msam- menströmte. Kaurn war Anton bei der Feldküche angelangt, nahm er die vorhandenen Porzellanteuer und fensterte sie zu Scherben. Niemand wußte M zu erklären, was in den Anton gefahren war. Naq einer Weile schlief er plötzlich ein und ließ den Kopf hängen. Er riecht nach Likör sagte einer. Wo av£ sollte Anton diese Trunkenheit herhaben? Sannucyc Spirituosen waren doch verschlossen. Am anderen Abend ergab sich dasselbe Bild. Wieder kam Anton sternhagelvoll zu seinem Mayer zw rück. Diesesmal hielt er eine Kravatte fest, die 'M jemand um den Hals gebunden haben mußte, un da keine Porzellanteller mehr vorhanden waren, nahm Anton die Blechteller und schlug sie gegen' einander. Mayer, sagte der Spieß, wenn Anw morgen-abend wiederum besoffen herumlauft, Hag es. Dann fliegt der Affe — und Sie mit —, verjta währt hat. Die bisherige — von den Versicherten nicht verstandene — Rechtsübung beruhte darauf, daß man die Besucher mit eindringlichen Worten, in ständiger Luftschutzbereitschaft zu bleiben. Er bezog sich dabei auf die Worte Unseres Reichsmarschalls Hermann Göring, die dem Abend vorangestellt wurden: „Der Kämpfer im Luftschutz hat soviel Verantwortung und soviel Ehre wie jeder Soldat an der Front." Die Veranstaltung wurde mit dem Gruß an den Führer und den Liedern der Nation abgeschlossen. Iahresappett der ehemaligen Gardisten in G-eßen. In der Batterie, die an Antwerpen vorbeimarschierte, gab es ein großes Hallo, als Mayer, der im Zivilleben Tierwärter in einem Zoo war, mit dem Affen an kam. „Haben Sie einen Namen für den Affen?" schrie der Spieß lachend den dicken Mayer an. „Sie müssen doch einen wissen, wo Sie immer mit Kamelen umgehen!" Mayer dachte scharf nach. Einer seiner Onkel hieß Anton, und der sah beinahe genau so aus wie der Affe. Und so hieß der Affe der zehnten Batterie in Zukunft Anton. Einige sagten auch Anton mit der Gcwrtterbacke, denn Anton hatte eine leidige Unart mitgebracht, er kniff mit Vorliebe und ganz unverhofft, er schlich dabei wie ein Indianer heran, die Soldaten in das verlängerte Rückenstück, und nahm dabei nicht mal Rücksicht auf Majore und Hauptmänner. Nur den Pferden tat er nichts. Er hopste auf jeden Gaul und kraulte den Tieren in der-Mähne herum. Nur wenn die Granaten einschlugen, das hatte Anton schnell von den Kanonieren gelernt, war er auf dem Boden und legte sich platt in irgendeine Ackerwelle ober in ein Grabenstück. Später brauchte man nur mal mit bem Kochgeschirrdeckel laut zu klappern, und schon lag Anton platt auf dem Boden. Wenn der Spieß einen Appell abhielt, gab es jedesmal einen Hauptspaß. Anton hatte nämlich bald heraus welche Gesten und welche Mimik der Spieß anwandte. Oft saß Anton dabei auf einem Apfelbaum und machte die Gesten getreulich nach, oder er warf mit Aepseln nach seinem Pflegevater Mayer, Verdunkelungszelt 26. Februar von 18.55 bis 8.17 Uhr. Schützt die Weidenkätzchen. Haben wir schon einmal daran gedacht, wenn wir einen Apfel, eine Birne oder eine andere Frucht essen, wem wir diese Früchte verdanken? Die Bienen haben die Blüten bestäubt und nur s o konnten die Früchte wachsen. Ohne Bienen gibt es wohl blühende Obstbäume und blühende Kleefelder, aber keinen Samen und keine Früchte. Die Bienenvölker fangen im Februar an, heue Brut zu erzeugen. Den ersten Pollen (Blütenstaub) liefern die Weidenkätzchen. Fehlt der Pollen, so ist die Heranzucht der neuen Bienen in Frage gestellt. Zur Blütezeit der Obstbäume und Beerensträucher sind dann die Bienenvölker noch so volkarm, daß sie ihre Lebensaufgabe in der Natur nicht erfüllen können. Wer also Weidenkätzchen nimmt, beraubt nicht nur die Natur und ihre Schönheit, sondern auch die Bienen um ihr Brot und letzten Endes unser Volk um Honig und Früchte. Freiwachsende Weidenkätzchen stehen unter staatlichem Schutz. Wer Weidenkätzchen plündert, wird unnachsichtlich zur Anzeige gebracht! Som Michsiustschutzbund Sieben Tore. Eine Geschichte von Fvank F. Braun. „Der bemerkenswerteste Fall, den ich erlebte", sagte Kriminalrat Harder, und er sah uns an, die wir ihn mit Fragen bedrängten, „war nicht einmal ein Mordfall, wie Sie vermuten werden. Haben Sie damals, es war in den Jahren der Inflation^ von der Verhaftung des Defraudanten Tom Garai gehört?" Wir schüttelten die Köpfe und hüteten urts, etwas zu sagen, damit der Kriminalrat nur ja nicht den Faden verlieren sollte. Er setzte sich denn auch bequemer in seinen Stuhl zurück. „Ich kann Ihnen die Geschichte erzählen", sagte er, „ohne mich dabei selber loben zu müssen; denn, ob Sie es glauben ober nicht, den Fall Garai, wie er lange bei uns hieß, hat im Grunde mein Sohn gelöst." Er lächelte und fügte hinzu: „Mein Sohn aber war damals dreizehn Jahre alt ... ober jung, wie Sie wollen." Wir redeten noch immer nichts, und er fuhr denn auch fort: „Im Jahre 1923 gewann der New Yorker Athletik-Club die amerikanische Fußballmeisterschaft der Berufsliga. Er gewann sie nach harten Kämpfen und die Zeitungen berichteten, daß dieser Sieg eigentlich einzig und allein auf das Konto eines Mannes komme, des Mittelstürmers John Clapton. John Clapton, ein Fußballtalent ohnegleichen, schoß alle Tore für den Verein und sicherte ihm die Meisterschaft. Nun, Sie werden mit Recht sagen, die amerikanischen Fußballspiele haben uns in Deutschland nie groß interessiert. Wir haben eigene Meisterschaften, und die Amerikaner blieben jenseits des Ozeans Und wie es dem Wilhelm ergeht, so ergeht es in der nächsten Zeit vielen jungen Menschen, die ihre Lehrzeit beenden und nun die erworbenen Fertigkeiten mit der Gesellenprüfung krönen sollen. Diese erste ernsthafte Probe handwerklichen Könnens, die sie damit ablegen müssen, wird'erweisen, zu welchen Hoffnungen ihre Befähigung berechtigt. Das Groß- deutsche Reich braucht auf allen Gebieten leistungs- fähige Kräfte, und jedem Lehrling, der seine Prüfung besteht, öffnen sich die Wege zu einer verheißungsvollen Zukunft. Deshalb gelten unsere guten Wünsche allen denen, die in diesen Wochen zwar mit leichtem Herzklopfen, aber dennoch zuversichtlich in die bedeutungsvolle Prüfung steigen. H.W.Sch. Dorrwttzen. Tageskalender für Mttwoch. StaMheater: 19 bis 21.30 Uhr „Der Biberpelz". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Schatten des' Berges". — Lichtspielhaus, Bahnhofftraße: „Re- gine". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheaier und im Turmhaus am Brandplatz. — Öffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße, Lichtbildervortrag von Professor Dr. Glöckner über „Das Tier in' der Kunst". Stadttheater Gießen. Am heutigen Mittwoch wird Gerhart Hauptmanns Diebeskomödie „Der Biberpelz" wiederholt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 21. Mittwoch-Miete. Ortszeit für den 27. Februar. Sonnenaufgang 8.19 Uhr, Sonnenuntergang 18.59 Uhr, — Mondaufgang 8.41 Uhr, Monduntergang 20.31 Uhr. den? Mayer ließ am anderen Mittag Anton nicht den Augen. Er tat, als ob er schliefe, als Anton I wegstahl. Dann aber wichste Mayer, wobei er p auf Deckung bedacht war, hinterher. Und um • machte Anton? Er kletterte drei Häuser roeiter i» ein Fenster hinein und war verschwunden. einiger Zeit schlich sich Mayer die Stiege heraus einer Stube hörte er merkwürdige vertraute r-a So konnte nur Anton lachen. Mayer u_ auf, und wer saß da gravitättsch mit einer Sero um den Hals Der Anton! Er trank mit einem ältlichen Franzosenfräulein eine Likorfl'chche » .. Wie ein ungezogener Junge benahm er sicy o« , und das bejahrte Mädchen wollte sich darüber ■ lachen. Sie war allerdings schnell gesund undun würdig blaß auf der Oberlippe, als Mayer ror ’ . Anton fortnahm und ihn gehörig verwichste. . 2» 1 Anton höchst sittsam wie ein kleiner SchuIMg der Hand des Mayer mitging und nie xövöä. einer Alkoholorgie teilnahm. Wehrmacht stehenden Dereinskameraden Gruße und ein kleines Geschenk übermittelt werden. Daß die in einer gemeinsamen Versammlung in gebahnte engere Verbindung mit den Sportkamera den von Gießen und Umgebung nicht roeite^.°u^* baut werden konnte, bedauerte Daupert sehr Die turnsportliche Arbeit im Verein ist weiter gut, die Pfingstwettkämpfe waren mit 250 Wettkämpfern em In einem bemerkenswerten Bescheid vom 21. Dezember 1940 hat das Reichsversicherungsamt neuer- dings zu der Frage der Aussteuerung beim Zusammentreffen verschiedener Krankheitsursachen Stellung genommen. Angesichts der Wandlungen m den ozialen Auffassungen ist es dabei zu Ergebnissen gelangt, die zu Gunsten der Versicherten wesentlich von der bisherigen Rechtsansicht abweichen. Wenn ein reichsgesetzlich gegen Krankheit Versicherter oei- pielsweise an Tuberkulose erkrankt und wegen die- er Krankheit ausgesteuert war und sich dann bei Fortdauer der Tbc.-Erkrankung ein Bein brach, erhielt er bisher für diese neue Erkrankung (Beinbruch) keine Heilbehandlung von der Krankenkasse. Diese lehnte Leistungen für das neu aufgetretene Leiben (Beinbruch) lediglich deshalb ab, weil Jie Heilbehandlung schon für die Tbc.-Erkrankung bis zur Höchstdauer gewährt habe, obwohl dieses Leiden auf völlig verschiedener Ursache beruhte. Das wurde von den Versicherten nicht.verstanden. Sie sehen es wohl ein, daß die Krankenkasse, die nur auf die Beitragseinnahmen angewiesen ist, nicht zeitlich unbeschränkt für langandauernde Krank- heitszustände eintreten kann, nicht aber, daß die Krankenkasse Leistungen für ein neu auftretendes Leiden lediglich deshalb ablehnt, weil sie für eine auf völlig verschiedener Ursache beruhende Erkrankung Heilbehandlung schon bis zur Höchstdauer ge- ujuruen. xjuh -cumvm —-- - . ... ~ wieder regelmäßig geturnt Die Jugend rst^zum Teil in Sportdienstgruppen ersaßt. Kamerad Daupert be- treut bie H^., für bie Sportdienstgruppen der Ji'ng- mädel werden Uebungsleiterinnen ausgebildet. Ge- fangsroart Gustav Weller führte aus daß es ihm nicht möglich ist, Singstunden durch^ufuhren. Kassenwart Pausch gab den Kassenbericht. Die finanziellen Verhältnisse sind in Ordnung, der Voranschlag ist ausgeglichen. Im letzten Jahre' touren wieder verschiedene Sportgeräte angeschafft. Als Kassenprüfer wurden die Kameraden Kolb und M andl e r bestimmt. Für 50jährige treue Mitgliedschaft wurden die Turner Ludwig Heinrich Kolb, Philipp Lotz IV. und Heinrich Rau VI. geehrt. Die Werbung für den Besuch der Bereichsgrup- penwettkämpfe in der Volkshalle in Gießen hatte vollen Erfolg. Mit dem Lied „Wenn alle untreu werden" und dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen. ”* Erfolg. . Im Laufe des vorigen Sommers ist auch der Spielbetrieb wieder ausgenommen worden. Eine Handballmannschaft der Jugend unter Betreuung von Aus der Giadi Gießen. Oie Gesellenprüfung. Es läßt sich nicht leugnen: das Wort Prüfung löst sehr leicht allerlei Gefühle des Mißbehagens aus. Eine Prüfung kann man nämlich bestehen, man kann aber auch mit Pauken und Trompeten durchrasseln. Und weil beide Möglichkeiten mit feder Prüfung notwendigerweise nun einmal verbunden find, bekommt der Prüfling schon am Tage vorher leicht Herzklopfen und peinliche Beklemmungen. Solange es wichtige Prüfungen und sachverständige Prüfungskommissionen gibt, wird sich an diesem Zustande nichts ändern lassen. Er hat schon den Großvätern Sorge gemacht, er hat den Vatern Stofs zu bänglichen Ueberlegungen gegeben, und er zwickt nunmehr die Söhne in derselben Weise. Bei dem kleinen Wilhelm hat das allerdings nichts zu besagen. Das liegt daran, weil er sich nicht »mitten laufen will. Er versteht nämlich fein Hand- werk von Grund auf, und es ist ihm nicht bange In einer gut besuchten Mitgliederveranstaltung brachte die Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehilfen und weiblichen Angestellten am Montag im Restaurant „Zum Burghof" in Gießen einen Vortrag über das Thema „Gesundheitsdienst — Dolksdienst und anschließend den Ufa-Tonfilm '.Quellen der Le« benskrast". Nach der Begrüßung durch den stellv Ortsvertrauestsmann Pg. F r e i e n s e h n e r hielt Pg. Borchmann von der Kassenleitung lv Hamburg einen Vortrag über das Thema „Gesundheits. ! dienst — Volksdienst". Er betonte, Gesundheitsfuh- rung sei eine planmäßige und sinnvolle Führung und Nach der Ehrung der im verflossenen 3af)re ver- ^Lm^^-s^^beitsdienst umfasse die Gebiete Kinder- storbenen Kameraden und nach Bekanntgabe ver- ^t^ubung, Kinder-Reihenuntersuchungen, Jugend- schiedener Eingänge, die eine kmze Aussprache her- 8 Jugenblichen-Reihenuntersuchum beiführten, schloß der^Kameradschaftsfuhrer■ b n 12 eigene und bestem soldatischen Geist erfüllten Appell in der Vertrags-Häuser ftünben für den Gcsundb-uis- üblichen Weise. bienrt &er PKW. zur Verfügung. Bisher gesundeten 'XrtfcrodfrtmBföerfdtnmluna mehr als 60 000 Kinder irt mehrwöchigen Kurgangen, ^ayresyaupryeriamnnuny Aerzte des Amtes für Volksgesundheit untersuchien des Turnverems löte^cr. * 33000 Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren und D-i- Turnverein Mefeck hielt am Samstag im I führten sie nachgehender Gesundheitsbetreuung Lokal von Braun seine diesjährige Generälver- Ueber 6000 Jugendliche im Alter bis zu 20 Jh lammluna ab Nach d m Gesang des Turnerliedes wurden in dreiwöchige Kurgange m ' ttt erklunaen" und der Ehrung der im gefunbungsftätten entsandt; insgesamt über 130 000 iahten ^abrTDeHtor^enen gab Vereins* beiderlei Geschlechts durch Aerzte des ohne Rücksicht auf die Krankheitsursache einen neuen Dersicherungsfall immer erst dann als gegeben an» sah, wenn vorher Heilbehandlungsbedürfigkeit nicht mehr vorlag. Diese Voraussetzung konnte aber ein Versicherter, der z. B. an Tbc. leidet, wegen dieses Leidens ausgesteuert ist und sich bei Fortdauer des Leidens ein Bein bricht, nicht erfüllen. Nur wenn pr nnr dem Beinbruch von dem Tbc.-Leiden völlig I Z)anooauiuuitiliu-U!^^ ------- wi-d-rhergeftellt und nicht mehr h-ilbehandlungs- Kamernd B - t t i n gib q"!f(egt^ri)cn bphürftia aewefen wäre, würde er wegen des Bein- ^piel wieder wie stuher m Wieiecr g pi 9 »CS Z. »Um - Ä h"urn die Härten, die mit dieser Rechtsübung ver- frühere Leiftungshöhe^ im Fußball mrtie öie bunten waren ünftig auszuschließen, trägt jetzt derausnahme dieses Spiels begrüßt u^ unterstu^ das Reichsversicherungsamt keine Bedenken mehr, Das Korbballspiel der Turnerinnen verspricht sich beim Zusammentreffen verschiedener Krankheitsur- weiter gut zu entnrirfeln. SkrfdjiebeneJIÖc;tt:^mpfe f°ch"nlkB Tbc und Beinbruch) bezüglich der Heil- wurden °°n Turnern behanbiuna von dem einzelnen Krankheitsbilde aus- Erfdlg be ucht, im ganzen litt der Vetneb zeitweilig zuaehen Da7 hat zur Folge, daß in Fällen der usite? Saalschwierigkeiten und dem Mangel an ooraenannten Art, d. h. in Fällen, in denen ein von Übungsleitern. ber § ersten Krankheitsursache nach ärztlichem Gut- Mit der WHW.-Sammlung stand der Verein erachten völlig unabhängiges Leiden auftritt, das ^Echerweise mit an der Spitze 'M Bereich mW feinerfeits der Heilbehandlung in bestimmter Weife «iich bie WHW.^traßensammlun^ bedarf, nunmehr eine zweite Aussteuerungsfrist m b und es für Leibesübungen hatte in Wiefeck em gutes Lauf gefetzt wird. Alsdann leistet die Krankenkasse Ergebnis. für jede einzelne Erkrankung, also 3-D. für die Oberturnwart Heller ergänzte die Aussubrun- Tbc wie für den Beinbruch, jeweils im Rahmen ^n des Vereinsführers und erwähnte, Satz v .neiajs ber durch Gesetz oder Satzung vorgesehenen zeit- sportabzeichen und 7 Jugendsportabzeichen erworben lichen Begrenmng mit den dem einzelnen Leiden wurden. Von Turnern und Turnerinnen1 wird fetzt angepahten Mitteln Beistand. 1 ---------------------Slimpnb lft xum Tei1 Sieg verschafft. Es war ein Versuch; schlug er fehl, war nichts verdorben. Das haben Sie wirklich großartig gemacht, John Clapton, sagte ich. Sie sind noch immer der beste Mittelstürmer wie damals im New Yorker Atylettk- Club. Er starrte mich an, als habe ich ihm einen Hieb über den Kopf versetzt. Dann erblaßte er, wahrscheinlich wähnte er sich bereits vollkommen erkannt, entlarvt. Er sagte nichts als: Verdammte Spürhunde! — Dann ging er willig mit.