M. Jahrgang Ur. 254 fcrtthenii täglich außer fconntags unb feiertags Beilagen: Siebener Familienblätter Heimat unNild-DieScholle Bezugsvrers: rtonarlich......RM1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 jutfj bei yiicnterfmeinen ton einzelnen Nummern infolge höberer Gewalt Bivreckanschluk 2251 ,ianicmnft:„Anzeiger" rbe-11168KfVTtmtf^9n. Annahme von Anzeige« für bie Mittagsnummer biöS'/tUbr bes vormittags An-eiaen-Pretle: Ämetnemeil 7 Nrn le mm bei 22 mm Beilenbreite, Wertteil 50 Nrn. le mm bei 70 mm Seilenbrette Nachlässe: SBieberbolung Malftaffell Abschlüsse Mengemtaffel B Plavvorlchntt (vorbenae Vereinbarung > 25"/» mehr vrühlsche Uniterfttähbridarei R. tauge General-Anzeiger für Oberhessen * «I«tze^Sch,l»kä?rr-, JESaa? y & aw q Samstag, 25.' Sonntag, 26 ©ffober 1941 Giehener Anzeiger Sein en lie en lie di lie en. ies eben. Die internationale Armee. Von unserem L.-Korrespondenten. ZU vereinigen. In her Wüste von Sollmn unb Mar- ,ah Matruk mehren sich die sübasrikanischen Der- bänbe; Neuseeländer und Australier sind ebenso wie die Truppen von der Insel fast überall anzu- treffen. Im Irak unb Iran stehen starke indische langer, im Oktober 1941. «Derer Ansicht. Er dürfte wohl gemeinsam mit Lneral W a v e l l und anderen die Regierung be» slnmt haben, schon frühzeitig militärische Dorkeh- mgen im Mittleren Osten zu treffen. Jeden- fals hat er als Premierminister diese Politik kon- ifcuent fortgeführt mit dem Ergebnis, daß die Irmee im Mittleren Osten nicht nur schon sehr viel rnhr Pulverdampf gerochen hat als die meisten Suppen auf der Insel, sondern daß außerdem tiefes Gebiet heute so sehr im Vordergrund steht, bö3 die Regierung immer wieder auf die über- rc ende Wichtigkeit der Jnselposition und der Atlan- tüchlacht Hinweisen muß. Zinige Wochen nach Ausbruch des Krieges ver- kndete die britische Propaganda die Ankunft der erten australischen und neuseeländischen Truppen in Suez. In England selbst nahm die Oeffentlich- fü nur wenig Notiz von dieser Nachricht: man be- lichtete die Tatsache als erfreuliches Anzeichen I für die Solidarität der pazifischen Dominien, glaubte \ it übrigen aber, daß diese Truppen niemals eine «ttsthafte kriegerische Aufgabe gestellt bekommen Arden. Churchill allerdings, damals noch frier Lord der Admiralität, und mit ihm eine firne Gruppe von Politikern und Mllitärs waren Über |CiU|i roenn |ui ueii einen „ Klk ?'* ohnehin schon zu knappe Schiffsraum verfug» ik? yi Dir fein sollte. Das bedeutet in der Praxis, daß Verschiebung größerer Verbände von d-r einen «Ltfiitt * 8roit zur anderen unmöalich ist. Dieser Tatsache üVirtl die Engländer inzwischen auch Rechnung ge- h-p’n und zwei völlig getrennte Armeen gebildet. abletl" 41/1^ i Job- Artikel, je voll i wird di die- mbon- n sein sadie: ramel- or da. ®^ren verfüg!. 1s Ergebnis dieser zahlreichen Reformen V™ ^toBifationen ergibt sich heute solgendes -BUO. len« -rpv-b^ schl"^ Bet Mllu zwei völlig getrennte Armeen gebildet, «i besten stebt jetzt die N i l a r m e e unter Gene- re! Marshall-Cornwall, während m Sy- r’n "nd Palästina die sogenannte Nordarmee ptn General Wilson befehligt wird. Beide unterem nach wie vor dem Oberbefehl General «"chinlecks in Kairo. . . . ferner hat man, da auch General Wilson in sei- [ll’n Gebiet durchaus genug zu tun hat, den I rar indischen Oberkommando -General W a v e 11 fbeschlagen, der auch für die K a u k a su s fron t S die übrigen Gebiete Irans zuständig ist. Da ^st Gebiete aber in politischer Hinsicht dem Osten angehörig bleiben, entsteht eine seh Verflechtung zwischen diesem und> Indien, die die Lösung der vorhandenen Aufgaben isvit-r erschwert wird. Augenscheinlich wollte man ’üfonbon diesem Problem dadurch begegnen, paß seinerzeit Auchinleck und Wavell die Posten toen ließ, so daß heute der eine Befehlshaber eine intime Kenntnis des Arbeitsgebietes des lLatsächlich richtet sich aber auch das Augenmerk tzurchills und seiner Mitarbeiter weiterhin in 8>rmiegenbem Maße auf den Mittleren Osten. tdem der Krieg gegen den Bolschewismus Eng- lad nicht nur eine kurze Erleichterung vom Alp- tmim der Invasion, sondern mit der Besetzung ? ans auch die vollständige Herrschaft über den Amm des Mittleren Ostens gebracht hat, will man k London möglichst schnell viel zur Stützung dieser El Ilung unternehmen. Das dürfte keine leichte Ar- ttir fein, da das gesamte Gebiet des Mittleren tftns riesengroß ist. Wenn man das weiß, er» L4): int auch die kürzlich mit Nachdruck vorgetragene, tm übrigen aber durch nichts bewiesene Behauptung .tfirch'lls, im Mittleren Osten stände eine Armee 750 000 Mann zum Kampfe bereit, im Lichte eires richtigeren Größenverhältnisies. llls die „ruhmreichen" Eroberungen des Irak in) Syriens den Aufgabenkreis des Oberbe- ftshabers in Kairo immer mehr erweiterten, sah jßh in London ein, daß die bisherige Organisation ausreichte. Es wurde vor allem immer notwendiger, neben die militärischen Behörden eine Mle Verwaltung zu setzen. Aus diesem Grunde N'andte man im letzten Juni den Kabinettsmmister (Iber Lyttleton nach Kairo. Wie der Minister tilängft bei seiner ersten Berichterstattung in Lon- l)r mitteilte, ist aus seiner Tätigkeit als Beob- cfjer und Ratgeber inzwischen eine richtige Filiale bi britischen Regierung in Kairo entstanden, welche bi Namen eines Kriegsrates für den Mittleren DJI n trägt und unter dem Vorsitz Lyttletons ar» biet. Mitglieder dieses Kriegsrates sind die Mit- t$ber der drei Wehrmachtteile: der Ches der Wehr- mhtverwaltung, b:e britischen Botschafter in Kairo uii Bagdad, der Oberkommissar in Palästina und bie Gouverneure von Cypern und Aden. Wenn tm über das Schicksal des Iran erst ganz ent» sii den bat, dürfte wahrscheinlich auch der dortige di'ische Gesandte dem Rat beitreten. Außerdem Itijen die Bedürfnisie und Planungen des Mitts' ui Offens mit denen Indiens abgestimmt wer- bm. und schließlich kommt noch hinzu die etwas hi?le Frage des Verhältnisses zu den verbündeten, er nicht immer verbindlichen Anhängern des Otrerals de Gaulle in Syrien und anderswo. dieser Schwierigkeiten kann natürlich nicht Wannt werden, daß die Einrichtung dieser aleich- f‘T autonomen Selbstverwaltung des Mittleren Lins gegenüber dem früheren Zustand eine fühl- bct> Erleichterung bedeutet. SSenn schon die politischen Fragen auf betracht- f'f): Schwierigkeiten stoßen, so gilt das in erhöhtem ®oße von dem Einsatz der militärischen Sri f t e. Kamvfgehiet ist zwar augenblicklich nur So 5 ruf und die Wüste um S'ollum, aber das 'Kr ücken der deutschen Divisionen in der Ukraine b-l den Kaukasus in die Gefahrenzone gebracht: Unfalls wird dieses Gebiet von den Engländern km durchaus als echte Front betrachtet. Ein Blick fcf d'e Karte offenbart nun alle Schwierigkeiten: Tobruk bis Täbris sind reichlich zweitausend Rlcmeter, aber mit Flugzeugen ist den Engländern rob gedient. Jeder Tank, der von der Sollumsront ">cf dem Kaukasus gebracht werden soll, müßte Hunderte von Kilometern durch die ®ufte Iwien, selbst wenn für den ersten Teil der R^ife In politischer Hinsicht ist der Mittlere Osten ein äußerlich einheitliches Gebilde geworden, das hinsichtlich der britischen Erfordernisse vom Kriegsrat in Kairo verwaltet wird. In militärischer Hinsicht zerteilt sich das gleiche Gebiet in zwei Hauptgruppen, von denen die eine mit Irak unb Iran dem indischen Kommando Wavells untersteht, während die andere Auchinlecks Oberkommando des Mittleren Ostens unterstellt ist; diese Gruppe besteht wieder aus den genannten zwei Armeen. Dazu kommt noch die Organisation der Luftwaffe unb der Flotte, die jedoch weniger kompliziert ist. Im Mittelmeer steht vor allem der östliche und größere Teil der Flotte von Sir Andrew Cunningham zur Verfügung — diesem untersteht jedoch auch das in Gibraltar stationierte West-Geschwader unter Admiral S o - m e r o i l l e —, während im Roten Meer und im Persischen Golf bas ziemlich kleine Jndiengeschwader operiert Die Luftwaffe untersteht für den ganzen Mittleren Osten dem Oberkommando in Kairo. Allerdings kann angenommen werden, daß hier ähnlich wie bei der Armee eine Unterteilung kommen wird, wenn erst die genügende Anzahl von Flugzeugen vorhanden ist. Schon dieser auf das Wesentlichste sich beschrän- kenbe Ueberblick zeigt deutlich, wie kompliziert die gesamte Organisation des Mittleren Ostens heute geworben ist. Churchill und seine Regierung hätten sich diese Mühe kaum gemacht, wenn sie nicht von der Wichtigkeit dieser Position überzeugt gewesen^ wären. Dabei siat er es verstanden, an dieser Stelle des Empire Truppen aus fast allen Reichsteilen Kontingente. Nur Kanadier sind bisher mit Rücksicht auf das ungewohnte Klima in geschlossenen Verbänden nicht beteiligt worden. Außerdem gibt es gaullistische Einheiten, in Syrien eine Emigranten» lcgion, in Palästina jüdische Truppenteile und ver- ftreut über alle Einheiten und besonders die Luftwaffe finden sich Vertreter aller „alliierten Mächte", die mit den geschlagenen Engländern die Flucht nach Aegypten rnitgemachf hatten. Diese kunterbunte Armee, deren Verschiedenartigkeit der obersten Führung ihre Aufgabe nicht gerade erleichtern dürfte, ist dennoch mit einiger Absicht so zusammengewürfelt worben. Der Kampf um den Mittleren Osten soll dem ganzen Empire und darüber hinaus auch den „Alliierten" als eigenste Angelegenheit erscheinen. Oer Führer an den König von Rumänien. Berlin, 25. Oft. (DNB.) Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Rumänien zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Das Iiitlerkreuz. Berlin, 24. Oft. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Gefreiten Heinrich Schulz in einem Pionierbataillon. Angriffs- und Aerfolgungsoperaiionen im Osten schreiten fort. Oer Wehrmachiberichi. DNV. Aus dem Führerhauplquartier, 24. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten schreiten die Angriffs- und Verfol- gungsoperationen weiter fort. Bei der Abwehr eines fowjetruffi- fchen Gegenangriffes im Nordteit der Ostfront fügte die spanische „Blaue Division" dem Aelnd schwere Bertufte zu und brachte mehrere hundert Gefangene ein. Die Luftwaffe versenkte im Seegebiet der Krim einet) sowjetischen Dampfer von 6000 BEI. und belegte Bl o s f a u mit Sprengung Brandbomben. 3n Nordafrika schossen deutsche 3äger drei britische Flugzeuge ab. Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte des norddeutschen Küstengebietes, u. a. auf Hamburg und Kiel. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Die Schaden sind unerheblich. Lin britischer Bomber wurde abgeschossen. Moskau sott bis zum letzten verteidigt-werden. Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Moskauer Nachrichtendienst verbrettete einen Aufruf des Generalleutnants Arteljew zur „Verteidigung Moskaus", in dem es u. a. heißt: „M osfau und die umliegenden Gebiete sind in Gefahr. Mit jedem Tag nähert sich der Feind mehr und mehr dem Zentrum unseres Vaterlandes. Wir müssen darauf vorbereitet sein, daß die Straßen Moskaus der Schauplatz heißer Kämpfe werden. Das bedeutet, daß die Straßen schon jetzt Kriegscharakter annehmen. Jedes Haus muh eine Festung werden, jedes Fenster eine Feuerstellung und jeder Einwohner Moskaus einSoldat. Kämpfen bis zum letzten Atemzug für die geliebte Stadt, das ist die Parole der Moskauer. Wir verteidigen jetzt das, was uns am teuersten ist." Eine offizielle Ankündigung der noch in Moskau verbliebenen Behörden besagt, daß die Haupt st a d t der Sowjetunion, bevor sie dem Seinde überlassen werden müsse, in die Lust gesprengt werden solle. „Wenn auch die deutschen Truppen das Gebiet der Stadt Moskau erobern können, so werden sie die Stadt Moskau selbst nicht besitzen", so heißt es ausdrücklich in einem Aufruf, der von Moskau an alle Städte der Sowjetunion verbreitet wurde. ,WemgHoffnungfürMoskau^ Erkenntnisse eines Londoner Journalisten. Genf, 25. Oktober. (DNB.) In der englischen Wochenzeitschrift „The Jllustrated London News" beschäftigt sich Cyrill Falls mit der Kriegslage in der Sowjetunion und stellt dabei u. a. fest, daß bie Schnelligkeit des deutschen Vormarsches „sensationell" gewesen sei. Ob- aleich Drei noch etwa 100 Meilen von der ursprünglich vordersten deutschen Linie gelegen habe, hätte sich Orel innerhalb weniger Tage in deutscher Hand befunden. Aber auch die anderen wichtigen Verkehrsknotenpunkte wie Moskau, Brjansk, Wjasma und Kaluga usw. seien äußerst schnell eingenommen worden. Das müsse eine vernichtende Wirkung auf bie Sowjet-Verbindungslinien gehabt haben, vor allem, wenn man daran denke, daß zerstörende Angriffe der deutschen Luftwaffe sich gleichzeitig gegen die rückwärts liegenden Verkehrsknotenpunkte richteten. Die deutsche Luftwaffe sei sicherlich sehr kühn vor- geaangen. In England fehlten die Einzelheiten, um die Lage genau zu übersehen. Alles hänge davon ab, inwieweit die Deutschen die bolschewistischen Heere vernichteten. Wenn die von Deutschland bekanntgegebenen Zahlen zuträfen, dann bestehe in der Tat wenig Hoffnung für Mos» kau. Eine neue Offensive sei gar nicht mehr nötig, denn jeder organisierte Widerstand der Sowjets habe in dem Fall zu bestchen aufgehört. Jrn Augenblick herrsche allgemein in England eine pessimistische Stimmung, denn das, was die Deutschen innerhalb von drei Monaten auf militärischem Gebiet leisteten, sei das „Extravaganteste in der deutschen Militärgeschichte". Kritiker aber, die dauernd die deutschen Erfolge zu verkleinern und zu verzerren suchten, glichen „pfeifenden Spatzen auf den Dächern". Wettwirtschast unter Führung der USA. Roosevelts Bedingungen für die Unterstützung Englands. Neu York, 25. Oktober. (DNB.) Das feit lan- aem erkennbare Beftreben Washingtons bie Herrschaft über die Weltmärkte durch Uedernahme der britischen Exportmärkte, der Rohstoffkontrolle unb der Stützpunkte zu erhalten, werben erstmalig in der Wochenschrift „NewsWeek" von deren Herausgeber Raymond M o l e y zugegeben und klar herausgearbeitet. Nach Mitteilung von Moley sind in Washington und London äußerst w'chtiae Abkommen in Vorbereitung. Washing- t o n schlug England als Voraussetzung für bie fortgesetzte Pacht- unb Leihhilfe bestimmte Grundsätze vor, bie Englanb annehmen soll. Darum f 1 kßünräumung des Rechtes an die USA., bie britischen Stützpunkte im gefam- tenWeltreichzu benutzen, wenn Dashing- lon dies für die Selbstverteidigung als wichtig erachte; 2 die formelle Anerkennung der Grundsätze des Freihandels, also die Abschaffung des Präferenz-Sy st ems von Ottawa und die G l e i ch b e r e ch t i g u n g des U S A.- Exportes nicht nur innerhalb des Deltrei- ches, sondern auch auf dem Weltmarkt mit dem britischen Export; 3. ein offizielles Abkommen über die B e e n b i - gung der britischen Rlonopolstel- lung in wichtigen Rohstoffen wie Gummi, Zinn, unb bafür eine Beteiligung der Bereinigten Staaten an der britischen R o h st o s f k o nt r o ll e. Denn England die genannten Grundsätze annimmt, würden sie als Bestandteil des Planes der Zusammenarbeit Großbritanniens und USA. proklamiert. „News Week" fügt hinzu, daß Washington dieses Abkommen, falls es abgeschlossen werden sollte, als den ersten Schri'tt in der Führung der Weltwirtschaft durch die USA. in der Nachkriegszeit ansehe. Diese Besttebungen kämen aus dem klaren Gefühl der USA., daß ihr Land zu dieser führenden Rolle verpflichtet sei, da die inbu» strielle Macht der USA. vollständig mobilisiert sei und von den Märkten dringend benötigt werde, während Englands Reserven weitgehend erschöpft sein würden. Außerdem werde von Wallstreet Sie Sewaffnung amerikanischer Handelsschiffe Von Ministerialrat Dr. Eckhardt. Nach dem von dem amerikanischen Präsidenten am 12. September 1941 bekanntgegebenen Schießbefehl an die Kriegsmarine bereitet Roosevelt nunmehr auch noch die Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe vor. Amerikanischen Nachrichten zufolge sind 200 Kauffahrteischiffe bereits in der Armierung begriffen, denen weitere folgen werden. Für den Einsatz dieser Schiffe war die Aenderung des Neutralitätsgesetzes von 4.11.1939 erforderlich, da in dessen § 6 die Bewaffnung amerikanischer Handelsschiffe so lange verboten ist, als sich die Vereinigten Staaten von Amerika nicht selbst im Kriegszustand befinden. Die Frage der Bewaffnung von Handelsschiffen hat, soweit es sich dabei um solche der Kriegsmarine handelte, bekanntlich schon sehr bald nach Ausbruch des Krieges dadurch eine wichtige Rolle gespielt, daß es sich nach deutscher Auffassung derartige Handelsschiffe gefallen lassen müssen, vom Gegner wie ein Kriegsschiff behandelt zu werden. Aus einer von dem amerikanischen Völkerrechtler John Basset im Jahre 1936 vorgelegten Denkschrift über diese Frage ergibt sich, daß der deutsche Standpunkt gerade von den prominentesten amerikanischen Juristen voll geteilt wird. Angesichts der von Roosevelt zur Rechtfertigung feines Schießbefehls beliebten Vorschützung deutscher Völkerrechtswidrigkeiten ist die Bemerkung von I. B. Moore in seiner Denkschrift von Interesse, daß die Gegner Deutschlands während des Weltkrieges zur Irreführung des amerikanischen Volkes in der Frage des bewaffneten Handelsschiffes mit einer rechtswissenschaftlichen Fälschung gearbeitet haben, indem sie in ihrem Rechtsgutachten bei dem Zitat des „Nereide"-Vorganges die Festsetzung des amerikanischen Chief Justice Marshall fortgelassen haben, daß dieses Fahrzeug wegen feiner Bewaffnung allen Risiken eines Kriegsschiffes ausgesetzt gewesen fei. Die mit der Bewaffnung von Handelsschiffen für deren Besatzung und Fahrgäste verbundene Gefahr hat in Verbindung damit, daß eine gewaltsame Widerstandsleistung gegen prisenrechtliche Maßnahmen seitens neutraler Schiffe allgemein als rechtswidrig, ja sogar als Piraterie angesehen wird, dazu geführt, daß die Bewaffnung neutraler Handelsschiffe, jedenfalls im Seekriege der neueren Zeit, nicht aktuell gewesen ist. Demgemäß gab es auch in der ersten Hälfte des Weltkrieges kein einziges bewaffnetes Handelsschiff unter neutraler Flagge. Erst in den der amerikanischen Kriegserklärung voran» gegangenen hundert Tagen ist es der auf die Vermehrung von Zwischenfällen bedacht gewesenen amerikanischenKriegspartei vorbehalten geblieben, auf dem Umwege über die am 12. März 1917 verkündete Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe und den sich daraus ergebenden Verlust amerikanischer Menschenleben die schließliche Kriegsbereitschaft der bis dahin gegen den Eintritt in den Krieg eingestellt gewesenen Mehrheit des amerikanischen Volkes zu erschleichen. In den Aus- führungsbestimmungen über das Verhalten von Kauffahrteischiffen mit einer bewaffneten Abteilung an Bord wurde dieser zur Pflicht gemacht, innerhalb der Kriegszonen auf jedes deutsche U-Boot zu schießen, das eine Annäherung versuchte oder sich in einem Umkreis von 4000 Pards von der Fahrtroute des sichtenden Schiffes befand. Außerhalb der von Deutschland erklärtes Kriegszonen sollten die Han- ein amerikanisches Führertum erwartet, das die britischen Regierungen bisher nicht hätten stellen können. „News Week" schließt diese Meldung mit der Mitteilung, daß Roosevelt bereits mehrere Behörden und Planungsämter mit dem Aufbau dieses Nachkriegs-Weltpro- gramms beauftragt habe. OasBuch als Quelle der Kraft Großadmiral Raeder zur Büchersammlunq der NSDAP. Berlin, 23. Oktober. (DNB.) Schwert und Buch gehören zusammen! Das gute Buch ist eine Quelle der Kraft für den Kamps. Im deutschen Buch will und muß der Soldat seine kämpferische, heroische Haltung bestätigt finden, die den Sieg im großdeutschen Freiheitskampf gewährleistet. Darum ist es notwendig, daß die Heimat unseren Soldaten das beste deutsche Schrifttum zur Verfügung stellt. R a e d e r, Großadmiral. Ritterkreuzträger Oberst Schubert gefallen. Berlin, 23. Okt. (DNB.) Ritterkreuzträger Oberst Schubert, Kommandeur eines schlesischen Infanterieregiments, ist beim Angriff auf den Toroba-Abschnitt ostwärts Toropjez an der Spitze seines Regiments gefallen. Ein vorbildliches Soldatenleben hat damit ein Ende gefunden. Als Kommandeur eines schlesischen Bataillons zog er in den Polenfeldzug, wo er zahlreiche, besonders schwierige Aufgaben durch seine Umsicht und kühne Führung erfolgreich lösen konnte. Mit dem Durchbruch durch die polnischen Grenzbefestigungen bei Geftyn, dem Weichselübergang bei Ostrowce und der Umfassungsschlacht bei Tomaszow verbindet sich sein Name. An der Spitze des gleichen Bataillons kämpfte er 1940 im Westen, wo er sich beim lieber- gang über die Maas westlich Tricointe auszeichnete. Seiner energischen Führung war es damals zu danken, daß ein entscheidender Brückenkopf genommen und gehalten wurde. Für diese Tat erhielt er das Ritterkreuz. Im Ostfeldzug führte Oberst Schubert als Regimentskommandeur ein schlesisches Infanterieregiment. Hier im Osten erfüllte sich nun jein Soldatenleben. delsschiffe zum Waffeneinsatz schreiten, wenn das U-Baot sich eine „ungesetzliche" Handlung zuschulden kommen ließ, durch die das Schiff gefährdet würde. Wurde die damalige Armierung der Handelsschiffe, deren Verwendungszweck nach den erwähnten Ausführungsbestimmungen durchaus offensiver Natur gewesen ist, nach außen hin nur mit dem rechtlichen Scheingrunde der Abwehr ungesetzlicher Angriffe motiviert, so ist sich der gegenwärtige amerikanische Präsident der Gefügigkeit seines Parlaments so sicher, daß er in seiner phrasenreichen Rede am 12. 9. über die Wahrung der Freiheit der Meere den Kern der Sache richtig dahin kennzeichnen zu dürfen geglaubt hat, der Schießbefehl habe den Zweck, dazu beizutragen, daß die der Vernichtung des „Hitlertums" dienenden amerikanischen K r i e g s m a t e r i a l l i e f e r u n g e n die englische Bestimmung effektiv erreichen. Für die von Roosevelt jetzt betriebene Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe gilt, abgesehen von der dem amerikanischen Präsidenten ebenso wie im Weltkrieg durchaus willkommenen Provozierung von Zwischenfällen, das gleiche, da die Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe sinnlos wäre, wenn diese nach den bisherigen Vorschriften auch weiterhin keinen Kriegsbedarf für den Gebrauch eines kriegführenden Staates befördern dürften und sich zudem außerhalb der von dem amerikanischen Präsidenten zur Kamvfzone erklärten Seegebiete zu halten hätten. Darüber, daß die Schiffe nach ihrer Bewaffnung ähnliche Schießanweisung erhalten werden wie im März 1917, dürften nach der Parole des Präsidenten vom 12. 9. Zweifel kaum entstehen. Die Bedenken der amerikanischen Öffentlichkeit gegen die Beseitigung der auf Grund der Weltkriegserfahrungen nach mehrjähriger Prüfung durch das amerikanische Volk zum nationalen Staatsge- fetz erhobenen neutralitätsrechtlichen Schranken gegen die Machenschaften kriegslüsterner Interventionisten wurden bei der propagandistischen Vorbereitung der Parlamentsdebatte über die Aende- rung des Neutralitätsgesetzes u. a. damit zu beschwichtigen versucht, daß als Präzedenzfall auf die Bewaffnung amerikanischer Kauffahrteischiffe gegen die Korsaren des Mittelmeeres Anfang des 19. Jahrhunderts hingewiesen wurde. Es bedarf keiner näheren Ausführung darüber, wie stark dieser Vergleich hinkt, handelte es sich doch damals um einen Akt der Abwehr gegen widerrechtliche Uebergriffe des Bey von Algier, während zugegebenermaßen jetzt einevölkerrechtswidrigeKriegshilfe- leistung mit Waffengewalt erzwungen werden soll. Wenn schon bei der Hochachtung des amerikanl- schen Volkes vor Präzedenzfällen das Vorgehen Roosevelts an bedeutsamen Vorgängen der See- kriogsgeschichte gemessen werden soll, so mag an Stelle der unzutreffenden beiden amerikanischen Zitate daran erinnert werden, daß in der Zeit der bewaffneten Neutralität die daran beteiligt gewesenen neutralen Staaten zwar auch zum Schutz ihrer friedlichen Handelsschiffahrt im Bedarfsfälle den Einsatz eines Kriegsschiffes vorgesehen hatten, daß diese Wahrung der Derkehrsfrei'heit auf See damals aber gleichzeitig mit dem von den betreffenden neutralen Regierungen an ihre Staatsangehörigen gerichteten Verbote des Transportes von Bannwaren mit Bestimmung für die Kriegführenden verbunden war und daß das Recht der Krieg, führenden, allen Handelsverkehr nach und von den Häfen des Gegners auf dem Blockadewege völlig zu sperren, ausdrücklich aufrechterhalten geblieben war. Danach ist also auch in dieser Hochperiode eines kollektiven Selbstschutzes der neu- tralen Handelsschiffahrt das Recht der Kriegführenden auf Unterbindung des Banngutverkehrs nach seinem Gegner von den durch ihren damaligen Zusammenschluß stark gewesenen neutralen Staaten durchaus respektiert worden. Um so krasser und folgenschwerer hebt sich daher die von dem amerikanischen Präsidenten unter dem Einsatz amerikanischer Waffengewalt betriebene, sich daher nicht nur als Intensivierung der transport- technischen und kriegswirtschaftlichen Hilfeleistung, sondern sich als aktive Teilnahme an Kriegsyandlungen darstellende jüngste Neu- tralitätswidriqkeit aus der Kette der durch die Lieferung der 50 Zerstörer, die Zulassung der Wiederherstellung der Kampfbereitschaft beschädigter englischer Kriegsschiffe in amerikanischen Häfen usw. bereits begangenen Völkerrechtsverletzungen heraus. Europas Rettung durch die deutsche Wehrmacht. Oie Zerschlagung der bolschewistischen Armeen. Berlin, 24. Oktober. (DNB.) Die Schwere der bolschewistischen Niederlage, aber auch die Größe der Gefahr, die durch den Kampf gegen den Bolschewismus vom Führer für ganz Europa gebannt wurde, läßt sich aus den V e r l u st z i f f e r n des Sowjetheeres ermessen. Bereits in den ersten 14 Tagen des Ostfeldzugs rollte die große Doppelschlacht von Bialystok-Minsk ab, die mit der Einbringung von 324 000 Gefangenen die bis dahin größte Vernichtungsschlacht der Weltgeschichte war. Dieser Schlacht folgte eine Umfassungs- und Vernichtungsschlacht nach der anderen. Sowjet-Division auf Sowjet-Division und Sowjet-Armee auf Sowjet- Armee wurden vernichtet und zerschlagen. Die Gefangenenzahlen stiegen ständig. An allen Frontabschnitten haben die Bolschewisten auch außerhalb der großen Schlachten schwere Verluste erlitten. Genaue Ermittlungen haben ergeben, daß in der Zeit zwischen dem 2 2. Juni und Ende September 19 41 weit über 260 Sowjet-Divisionen vernichtet worden sind. Diese Divisionen wurden teilweise vollständig aufgerieben, gefangen genommen oder so stark angeschlagen, daß von ihnen nur geringe versprengte Reste übrig blieben. Darüber hinaus büßten zahlreiche Sowjetdivisionen mehr als 50 v. H. ihrer Kampfkraft ein. Immer aufs neue mußten die Bolschewisten in dieser Zeit ihre Divisionen mit ständig schlechter werdendem Mannschaftsersatz auffüllen oder aus angeschlagenen Divisionen und Armeen neue Formationen aufstellen. Die Vernichtung von über 260 Divisionen, darunter 226 Schützendivisionen, 40 Panzerdivisionen und zahlreichen anderen Einheiten, bedeutet für die Sowjets einen Verlust von mehreren Millionen Soldaten, von denen nur ein Teil in deutsche Gefangenschaft geriet. 260 Divisionen mit dem dazugehörigen Kriegsgrät — das bedeutet nicht nur die Zerschlagung der zum Angriff gegen das Reich und Europa bereitgestellten Sowjetarmeen, sondern darüber hinaus auch der hinter der Aufmarschfront angetretenen zweiten und dritten Welle. Die deutsche Wehrmacht hat die bolschewistische Gefahr für Europa endgültig gebannt. Oie Bedeutung dieser Zahlen. Wir sind an große Zahlen gewöhnt. Vielleicht zu sehr schon! Einmal sind große Zahlen kaum vorstellbar und dann liegt es in der menschlichen Natur, heute das selbstverständlich zu finden, was gestern noch „unerhört" oder „kolossal" oder „großartig" gewesen ist. Allein, wenn wir jetzt hören, daß nach genauen Ermittlungen allein in der Zeit vom 22. Juni bis Ende September 1941, also ohne die neuen Riesenschlachten, weit über 260 Sowjetdwi- fionen vernichtet worden sind, so gibt es uns doch einen Ruck. Wohlverstanden: das sind die vernichteten Sowjetdivisionen, die entweder vollständig aufgerieben oder gefangen genommen oder bis auf geringe versprengte Reste zerschlagen wurden. Außerdem büßten zahlreiche Sowjetdivisionen 50 v. H. und mehr ihrer Kampfkraft ein. Wieviele Menschen umfassen 260 vernichtete Divisionen, wobei die angeschlagenen Divisionen außer Betracht bleiben? Die sowjetische Schützendivision zählte ursprünglich 13 000 Mann; im Zusammenhang mit der Umwandlung der sog. Territorialtruppen in die reguläre Armee erhöhte sich der Bestand der Schützendivision auf 20 000 Mann im Jahre 1939. Infolge der vermehrten Zuteilung leichter und schwerer Waffen seit 1939 darf der Mannschaftsbestand einer Schützendivision noch höher als 20 000 geschätzt werden. Wenn wir unter Berücksichtigung eines vielleicht etwas geringeren Mannschaftsbestandes bei den Panzerdivisionen eine durchschnittliche Stärke der vernichteten Sowjetdivi- sionen mit 20 000 Mann annehmen, so ergibt sich allein hier ein Menschenverlust von über fünf Millionen, wozu noch die Verluste der „nur" angeschlagenen Sowjetdivisionen kommen. Und die Verluste an Kriegsmaterial, das praktisch unersetzbar ist! Die großen Rohstoff- quellen der Sowjetunion sind in deutscher Hand und Kriegsindustrien können nicht liefern, die umziehen. All dieses Geschwafel von einer „Verlegung" der sowjetischen Kriegsindustrien unter dem kolossalen deutschen Druck ist nichts als Verlegenheit jener, die das Ende kennen, es aber I nicht zu gestehen wagen. Dr. Ho. Stalin und feine Marschälle. Von unserer Berliner Schriftleitung. Jetzt gehen die Gehirntrustjuden aus dem Weißen Haus in Washington und die englischen Bolschewistenfreunde an die Klagemauer Stalins, denn ihr neuer Jahwe im toten Kreml hat den Kopf verloren und wütet fürchterlich unter feinen Marschällen. Das emporgeschwindelte Genie, Marschall Timoschenko, so „glorreich" in der Verteidigung Moskaus, ist durch Stalin abgesetzt worden und dürfte wohl ziemlich erledigt sein und ausgespielt haben. Der Marschall Budjenny, so „siegreich" auf dem bolschewistischen Südflügel, sitzt ebenfalls in bolschewistischen Kerkern, und Woroschilow, der mit Vorschußlorbeeren bedeckte Verteidiger Leningrads, ist gleichfalls abgesetzt. Dafür hat Stalin nun endlich, nach über dreimonatigen Niederlagen, das neue militärische und patentierte Genie in der Person des bisherigen Vorsitzenden des bolschewistischen Generalstabs entdeckt. Dieser Gre- gorij ©ufoff soll endlich die Moskauer Katastrophe abwenden. Der köpferollende Stalin befiehlt es, nachdem er selbst ob der Katastrophe seines Systems und seiner Halbgötter den Kopf verloren. Jäh brach das phantastische Lügengebäude mos- kowitisch-washingtoner-londoner Judenfasson zujammen. Was waren das für prächtige Verteidiger der demokratischen Weltunterdrückungsinteressen, diese Kreaturen Stalins! Die Vorschußlorbeeren, die ihnen die Judenpresse in aller Welt gewunden hatte, haben sie erdrückt, aber wie sie gewunden wurden, das ist eine Sache für sich. Woroschilow war der Verteidiger von Leningrad, der das Delirium des Entzückens bei allen Londoner und Washingtoner Kriegsspekulanten erregt hatte, Budjenny war der tapfere Reiterführer, der die deutschen Truppen gleich zu Millionen vernichtete, und noch vor wenigen Tagen erzählte der Londoner Nachrichtendienst, Timoschenko sei der befähigtste Heerführer der Bolschewisten und werde Hitler meistern, während Moskau urbi et orbi verkündete, die' verächtlichen deutschen Generale hätten in ihm ihren Meister gefunden, der die Nazis schlüge, wo er sie treffe. Hatte Timoschenko nicht zur Verteidigung Moskaus eine große Offensive auf Smolensk eröffnet? Tagelang beteten alle plutokratifchen Juden für den Erfolg dieses Meisterstreiches, der Kurzwellensender Boston, eine typische jüdische Hetzzentrale, wußte zu erzählen, Timoschenko habe unzählige Dörfer zurückerobert, Lügenreuter, Timo- fchenko habe bei Smolensk einen außerordentlichen Sieg errungen, und bis in die letzten Tage wurde diese Lüge aufrechterhalten, obgleich das deutsche Oberkommando über solche Phatasmagorien nur lächelte und nichts sagte, aber handelt e. Denn diese berühmte Offensive Timoschenkos in Richtung Smolensk stand nur auf Judenpapier, und ganz plötzlich wurde die wirkliche Sachlage Roosevelt, Churchill und Stalin furchtbar deutlich: die deutschen Heere hatten Moskau umklammert, und sie haben jetzt bereits den äußeren Verteidigungsgürtel von Moskau durchbrochen. Das war das Ende dieses Halbgottes Stalins. Schon vorher war Woroschilow auf Leningrad zurückgewor- fen, Budjenny hatte im Süden eine Schlacht nach der anderen, damit das wichtigste Rüstungsgebiet der Sowjets, das Donezbecken, verloren. Die Götzendämmerung brach so plötzlich herein, daß die Londoner und die Washingtoner Lügenfabrikanten nicht einmal Zeit fanden, durch lleberbrücfungslügen den Weg zum neuesten Halbgott Stalins zu finden und den drei abgesägten Marschällen die bei den Plutokratien üblichen Eselsfußtritte zu versehen. Stalin verlor den Kopf, und damit brach das Kartenhaus Roosevells und Churchills plötzlich zu- jammen. v . __ „Nichts spricht dafür", schrieb noch vor bret Tagen der Londoner Nachrichtendienst, „daß die Deutschen die Vernichtung Timoschenkos, das Hauptziel der jetzigen Offensive, auch nur annähernd erreichen." Die von uns erzwungenen Tatsachen zwangen Stalin, Timoschenko und die übrigen mit dem Katzengold der plutokratifchen Lobhudler umschimmerten Marschälle selbst zu vernichten. Am 9. Oktober hatte Reichspressechef Dr. Dietrich bereits die militärische Lage im Osten fest umrissen und gesagt, mild tärisch sei die Lage im Osten bereits entschieden, das bolschewistische Angriffsheer zertrümmert, die bolsche- wistischen Marschälle erledigt. Damals schrie man in den Metropolen der Demokratie, das sei nicht wahr. Und heute? Timoschenko. Timoschenko ist heute 46 Jahre alt Er ist ein Bauernjunge aus Bessarabien und kam im Weltkrieg als Rekrut zur Zarenarmee. Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches wurde sein Regi- Timoschenko. (Scherl-Bilderdienst-M.) ment geschlossen in die ,Iiote Armee" übernommen und der mit natürlicher Klugheit ausgerüstete, auch ruhige und selbstbewußte junge Timoschenko machte bei dem Mangel an Offizieren in der Sowjetarmee blitzschnelle Karriere. In knappen drei Jahren stieg er bis zum Kommandeur der 6. Kaoalleriedioision au'f und machte damals unter Budjenny den Sow- jetjeldzug gegen Polen mit. Fünfmal wurde er wahrend seines Verlaufes im Jahre 1920 verwundet. Er hatte bisher nur einen Kursus als Maschinengewehrschütze mitgemacht Nun suchte er mit aller Kraft die Mängel feiner Ausbildung nachzu- holen. Zwischendurch avancierte er weiter. Er war Stalin bei den Bürgerkriegskämpfen um Stalin- grad-Zaryzin bekannt geworden, ohne aber im eigentlichen Sinn zu den Hofgenerälen des Kreml zu gehören. Diese Rolle spielten seine Marschallkollegen Woroschilow und Budjenny. Nach der großen Stalinschen „Reinigungsaktion" wurde er Kommandeur des wichtigen Militärbezirks Kiew. Von dort holte chn Stalin an die finnische Front im Winterkrieg 1939/40. Die Rolle der Sowjetarmeen in dem damaligen Krieg mit Finnland enttäuscht! allgemein. Timoschenko wurde so etwas wie der Retter aus der Blamage. Er wurde bald darauf an Stelle von Woroschilow zum Kriegsminister ernannt. Nach außen hin fiel auf, daß er die Grußpflicht wieder einführte, ein strengeres Regiment in der Sowjetarmee begründete, für Ordnung und Sauberkeit bei Offizieren und Mannschaften sorgte und auch erfolgreiche Schlachten ober Feldzüge der zaristischen Zeit der Armee als technisches Muster vor Augen stellte. Darüber hinaus suchte er die Sowjetarmee auf die Ergebnisse des deutschen Feldzugs in Frankreich umzustellen. Letzten Endes blieb er ,ber General ohne Fortune", um an das Wort Friedrichs des Großen zu erinnern. Timoschenko war dem Kreml niemals sympathisch. Am wenigsten Stalin. Woroschilow und Budjenny waren viel bequemer: Der eine lief den Weibern nach, der andere trank. Das waren zwei Laster ober- wenigstens Untugenden, die für Stalin das LeitseiL Dem Manne Buch und Schwert! Von Wilhelm von Scholz. „Dem Manne Buch und Schwert!" Der große Vorläufer Goethes, Johann Christian Günther, hat dieses Wort geprägt, das dem Buche seinen Platz im gleichen Range mit der uralten Waffe des freien Mannes, dem Schwerte, anweist, und gibt ihm damit seinen ihm gebührenden Platz. Es klingt freilich, als ob der Dichter vor allem an das kämpferische kriegerische Buch gedacht hätte, wie es das Buch Ulrichs von Hutten war; an das schwertscharfe Buch, das in der neueren Geschichte oft eine gefährliche Waffe gewesen ist. Aber ich glaube nicht, daß Günther sein Wort so gemeint hat. Er hat wohl eher daran gedacht, daß das Buch die große umfassende Ergänzung des Schwertes und daß es ein ebenso gültiges Sinnzeichen des Mannes ist wie das Schwert, hinter dem es während des Krieges an die zweite Stelle tritt, ohne doch an Bedeutsamkeit zu verlieren. Es ist der Träger all unseres geistigen Lebens. Es ist nicht nur das unbeirrbare Gedächtnis des Einzelnen und der Menschheit; es ist, indem es dem Vorstellungs- und Gedankenwogen im Geiste des Menschen Gebilde und Gestaltungen ablöft, unverrückbar festhält und dem Geiste sachlich klar gegenüberstellt, geradezu die Ermögl chung geistigen Lebens; fast: das lebensnotwendigste Organ des Geistes! Das Buch, das wir zwischen seinen Deckeln so selbstverständlich in der Hand halten, ist eine der größten, ältesten und zugleich künstlichsten Erfindungen des Menschengeistes. Ich meine nicht seine Form — obwohl auch sie ehrwürdig ist und in der Art des geschützten Zusammenhaltens der Blätter aus leichtestem, gefährdestem Stoff, die allein die unendliche Fläche für die Fülle und Vielfalt des Geistes bieten, ein Erzeugnis schöpferischer Erfindungsgabe. Ich meine die unerhörte grandiose Leistung des Menschengehirns — neben der alle Maschinen, Rundfunk und Kinematographie fast bedeutungslos werden: den Weg zu finden, die Weite und den Reichtum der Welt, alles, was die Augen sehen, die Ohren hören, die Sinne aufnehmen, ja, was das Herz fühlt und der Verstand denkt, gültig festzuhalten, es in gleicher Zeit vielen Tausenden in unveränderlicher Gleichheit und über Zeiträume von Jahrhunderten hin zum mindesten im wesentlichen Gehalt zu vermitteln. Ja, das Buch ist geschaffen aus den zwei größten menschlichen Erfindungen: zuerst der Sprache und sodann der Schrift, die wieder ihrerseits erst die volle Entwicklung und Ausbildung der Sprache ermöglichte! Ich will hier nicht auf die Entstehung der Sprache zurückgehen, wozu soviel Bogen gehörten, wie mir hier Zeilen zur Verfügung stehen. Wohl aber möchte ich, daß wir — die wir alle Angehörige eines technischen, das Technische am meisten bewundernden und wohl auch bewertendem Zeitalters sind — uns einen Augenblick klarmachen, welche großartige Schöpfung die Erfindung der Schrift war, an der durch die Jahrtausende unzählige technische Genies weitergearbeitet haben, bis sie zu der Vollendung gedieh, in der sie uns heute zur Verfügung steht. Wir dürfen nie vergessen: urtümliches Sprechen war ein fließendes Band von Gefühls- und Nach- ahmelauten in schwimmenden Uebergängen, in welchem erst sehr allmählich sich wiederholende Klangstücke als Worte erkennbar, abtrennbar, herauslösbar wurden. Aber die Urahnen der Wörter in grauen Vorzeiten waren ohne jeden Zweifel in ihrem Lautfluß so schwankende, noch unfeste, noch wolkige Gebilde, wie es uns die gesprochenen Worte einer uns durchaus fremden Sprache — etwa des Chinesischen — sind. Wenn man einem selbst langsam sprechenden Asiaten nur insoweit mit dem Ohr zu folgen versucht, um lautliche Wortbilder aufnehmen zu wollen, so steht man hilflos einem Tonfließen gegenüber, in welchem fern Vokal und kein Konsonant deutlich herauszuscheiden ist; von dem man kaum das kleinste Stück festzuhalten vermag. Welche geniale Tat der Menschheitsahnen, die es vermochten, aus solchem Tonfließen immer mehr sich wiederholender kleinster Stücke herauszuhören und als Einzelsprachlaute zu bezeichnen, bis es in d esem zusammenhängenden Band Sprache keine Stelle mehr gab, die sie nicht bezeichnet hatten — so daß sie nun mit den Einzellauten, die sie unverlierbar erkannt hatten und besaßen, den Buchstaben das ganze Band fließender Sprache auflösen und wieder zusammensetzen konnten. Mit dieser genialen Tat erst wurde die Schrift möglich. Und was folgte, war vielleicht der einfachste Akt in der Entwicklung: daß man den Einzellauten bestimmte verabredete Zeichen zuwies, mit denen man sie auf dem Papyrvs, dem Pergament, dem Papier fefthielt. Man hatte nun die Lautwelt des Ohrs in das viel sicherere und beherrschbarere Gebiet des Auges hinübergenommen. Nun konnte das Auge auch Klang aufnehmen. Und wenn wir heute still für uns ein lyrisches Gedicht lesen, so klingt lautlos in unserem Geist die Seite so schön und so in ihrem Ablauf bestimmt wie eine Grammophonplatte nicht richtiger und nicht schöner klingen kann. Der Schritte, die von der Schaffung der Schrift noch nötig waren bis zum gedruckten Buch, das wir in der Hand halten, find keine so entscheidenden mehr wie die vorangehenden. Und vor allem: sie sind nicht so aus unserem Bewußtsein geschwunden, nicht so zum Selbstverständlichen und damit Vergessenen geworden, daß es nötig wäre, an sie zu erinnern. Wenn wir jetzt in die Woche des Deutschen Buches eintreten, so wollen wir feststellen, daß wir einem Urtum der Menschheit gegenüberstehen, das unsere höchste Achtung verdient, das unser Volk auf seine große herrliche Weise ausgebildet und entwickelt hat. Das Buch ist das Schwert friedlicher Eroberung! Wer das wertvolle deutsche Buch fordert, so daß es leichtere Lebensbedingungen erhält und gedeihen kann, dient unserem Volke in der Welt, hilft mit zu feinem Siege! Oer zärtliche Elch. Von Paul Eipper. In Berlin lebten drei Elche. Sie hatten vielleicht die allerschönste Freianlage, die es in zoologischen Gärten gibt, ein mit Tannen und Eichen, mit Büschen und Bäumen bepflanztes Gelände, das sanft zu einer Suhle abfällt, zu einem See, in den — von der anderen Seite her — über hohe Felsblocke ein Gebirgsbach mündet. In dieser naturhaften Landschaft schreiten nun auf hohen, silbergrauen Beinen die urweltlich anmutenden, nordischen Hirsche mit den langen Pferdeköpfen und der melancholisch fameTartigen Schnauze. Sie waren sehr scheu, als sie im Frühling kamen, und die Eingewöhnung mußte behutsam oorgenom» men werben, ja lange Zeit war vor dem Gehege eine Schutzwand aus Tannenreisig errichtet, damit die Waldtiere nicht erschraken vor den menschlichen Zuschauern. Dann aber trollten die Elche unbefangen durch ihr Revier, schliefen an sonnigen Tagen, im Sand am Ufer, ästen die Eichenblätter, ein Anblick, den es nach meiner Kenntnis in feinem andern zoologischen Garten der Welt mehr gibt Ich habe nicht einen Tag versäumt, der mir die: Möglichkeit bot, die Elche zu besuchen. Und immer war die Sehnsucht in mir, einmal ganz nah bet solch einem Geschöpf zu fein, feine Körperlichkeit zu. fühlen, die Distanz des trennenden Wassergrabens- zu überwinden. An einem regnerischen Sommertag ließ mich der Wärter in den Futtergang, während er das Stallinnere in Ordnung brachte. So stand ich ganz nah bei den unter breitfchir* migen Tannen wiederkäuenden Elchen, konnte an: der Bewegung der Flanken und des Halses dem Herzschlag erkennen und die Atmung, sah die Re* gentropfen herunterrieseln an den Stangen des Geweihs — plötzlich stand der eine große Elch auf und kam geradewegs zu mir. Ich rührte mich nicht hatte große Angst, daß vielleicht mein Regenmantel rascheln und das Tier erschrecken konnte. Aber dec Elch blieb, schnupperte, schob fein Geäse ans Gitter, und nach vielleicht fünf Minuten (wer weiß, wie endlos diese Zeit dauert, wenn man ohne Stütze unbeweglich stehenbleiben muß) schob ich meine Hand in millimeterkurzen Rucken vor, den Elchmi- ftern entgegen. Es wird mir nicht gelingen, die Ergriffenheit in Worten auszudrücken, die mich erfüllte, als dec große Elch plötzlich feine Stirn an meinem Handrücken rieb; erst dachte ich, es fei eine Abwehrbewegung des Tieres; aber schließlich habe ich meinem ganzey Arm um den Tierkopf geschlungen, und es konnte fein Zweifel sein, wie angenehm diese Liebkosung war für den Elch. Er schnupperte, Mund, Nale, K'nnbacken und Hals an der Gummihaui meines Mantels; er drückte wollüstig feine langem Ohren in meine Finger und wühlte sich so sehr im die Umarmung, daß alle losen Haare feines Felles sich auf mich übertrugen, meine Hände und mein Mantel gleich einem borstigen Pelz bedeckend, mer wieder schnaubte das hingebungsvoll zärtliche Tiergeschöpf. Der Wärter war inzwischen mit seiner Stoßarbeit fertig geworden, und weil er weggehen wollte, nickte er mir mahnend zu. Es war sehr schwer, eim Ende zu machen, doppelt schwer, weil der Elch stn» feits des Gitters mittrollte und schließlich in den Absperrgraben hinunterstieg. Ich glaube, daß ikn" die Bekundung seiner Freude nicht weniger Wohltat als mir. X bei -.Hiner e ■i (ein, in ;>er not Mont k 250 r::en Den stanzei iiSesci Msch litrgeit Von rargi'i ilj B krli"' be stntabs M # d L Panz L Trupp per hen. J kn m Macht u wellt. W ö V eines e rjfie und träger i j i sowjet V oorrüdi Lj heran i Straf L von Misten Muts Heren E .'dsljier M 9b hreitoii ::n ihm ;! wirb if! "menbäi :$roble mhiis c Emann N I JW M hloL. an mar rnig ( fownate: leitet mi Hau ü jBelt p Inten wir Mimt ^Am: Snbeteni LS1 »Je Ä« l?" Ist. leib 5Jer frem W zu r * Ers Ä die £ r» Lallt 1 Achum A deka c ihm di A®e[( . -/Seme ■5” mit M ui M1 Mei , Mona, \ Mer M ny : M (Er l krtleft Aetr lLW Mar .... \ • * * * * • « / ?* ’ i Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! OSRAM Kinder. 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Vertreter aller Parteien beteiligten sich an der Aussprache. Besonders kampflustig zeigte sich hier auch der Erzbischof von Canterbury, der erklärte, er hoffe, daß angesichts der großartigen Einigkeit, die augenblicklich "unter den Bolschewisten herrsche, die sowjetische Regierung nach dem Kriege die Prinzipien der Freiheit und der Religion vollkommen anerkennen würde. Um keinen Zweifel über seine Sympathie für den Bolschewismus aufkommen zu lassen, sagte er wörtlich: „Wir sind jetzt die Kameraden der bolschewistischen Armeen und des sowjetischen Volkes, nicht nur, indem wir dem wilden und skrupellosen Ehrgeiz Hitlers Widerstand leisten, sondern auch in dem tiefergehenden Kampf gegen den Geist des Bösen." Nach der Moral des Erzbischofs verkörpert also der Nationalsozialismus das Prinzip des Bösen, während die Bolschewisten für das Prinzip des Guten kämpfen. Der bekannte Vertreter der Opposition, Neel B a - ker, ließ sich im Laufe der Aussprache zu der sensationellen Feststellung hinreißen: „Unsere Grenze liegt an der Wolga und am D 0 n." Diese Proklamierung der neuen englischen Grenze soll den lebhaften Beifall des Hauses ausgelöst haben. Die Weltöffentlichkeit allerdings wird für diese neue britische „Grenzverlegung" von der Elbe, vom Rhein, von der Kanalküste, von der Weichsel nun zur Wolga und zum Don nur ein mitleidiges Lächeln übrig haben. Ein Mißton wurde in den sonst so einmütigen Ton zum Lobe der englischen Maßnahmen zugun« SS sten der Sowjets gebracht, als der Labour-Abge- ordnete Becan erklärte, es fei die Zeit für eine allgemeine Umbildung derRegierung und für eine Aenderung der derzeitigen Politik gekommen. Mr. Eden fühlte sich darauf berufen, zu antworten: „Dies fei eine schwere Beschuldigung, die Regierung stelle es den Mitgliedern frei, die Regierung in einer namentlichen Abstimmung herauszufordern." Den Ausdruck „Hilfe für die Sowjets", fo sagte Eden weiter, „liebe er nicht", besonders, weil er ihm zu nichtssagend sei, da die Unterstützung der Bolschewisten eine rein englische Angelegenheit sei und für den gemeinsamen Sieg gebracht werde. Die Sache der Bolschewisten sei die Sache Englands, erklärte Anthony Eden und brachte damit zum Ausdruck, daß die Hilfe für die Sowjets nicht eine Hilfe für eine beliebige Macht fei, sondern für diejenige, von der Englands Schicksal abhänge. „Es ist nicht ein einziges Parlamentsmitglied unter uns", so sagte Eden, „das nicht den aufrichtigen Wunsch hat, alles zu tun, was in feiner Macht steht, um den Bolschewisten in diesem Kampf beizustehen. Was wird aus uns, wenn Rußland sich nicht halten kann?", fragte er ahnungsvoll. „Darum", fo versicherte er nochmals, „ist dis Regierung entschlossen, den Sowjets zu helfen, und zwar mit allen Mitteln, über dis wir verfügen." So bunt und kampflustig auch dieses Frage- und Antwortspiel verlaufen ist, in einem sind sich die Herren im britischen Parlament einig: den Bolschewisten muß geholfen werden. Vernichtend aber steht über allem Geschwätz die harte Tatsache: Zu spät! beiträgt an der Ausweitung der Erkenntniffs und der Einsicht in und über unser Volk. Je mehr die andere Welt sieht, daß hier dieses große Volk eine einzige Gemeinschaft ist, um so mehr wird sie einsehen, wie aussichtslos ihr Beginnen ist. Menschen, die, voneinander getrennt, jeder ihres Weges gingen, die könnten sie brechen — 85 Millionen aber, die einen Willen haben, einen Entschluß und zu einer Tat bereit sind, bricht keine Welt!" Widerum ein Jahr später kommt diese gesammelte Kraft in einer einmaligen, überzeugenden Weise zum Ausdruck, als der Führer nach langen Monaten im Rahmen der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 seinen stolzen Bericht gibt vom größten Kampf und Sieg des deutschen Heeres im Osten, von der Vernichtung des „grausamen, bestialischen, tierischen Gegners mit seiner gewaltigen Rüstung." Dazwischen liegen die Niederwerfung Jugoslawiens, die Besetzung Griechenlands mit dem Abschlußkampf und Sieg auf Kreta. Wiederum baut sich in den Ausführungen des Führers über den Dank für die einmaligen Leistungen der deutschen Soldaten die Brücke zur Heimat: „Hinter dieser Front des Opfers, des Todesmutes und des Lebenseinfatzes steht die Front der Heimat, eine Front, die gebildet wird von Stadt und Land. Wir können wirklich sagen: Zum ersten Male in der Geschichte ist ein ganzes Volk jetzt im Kampf — teils an der Front, teils in der Heimat. Jeder weiß, was er tun muß in dieser Zeit. Jede Frau, jeder Mann, sie wissen, was man mit Recht von ihnen fordert und was zu geben sie verpflichtet sind." Damit ist auch die Erfüllung der Aufgaben ge» kennzeichnet, d-ie dem Winterhilfswerk, das feit dem Beginn des Krieges die Bezeichnung Kriegs-Winter- bilfswerk trägt, während der Kriegsdauer im besonderen Maße obliegen: das ganze deutsche Volk zu einer einzigen Opfergemein, fchaft zusammenzufchweißen. Wenn wir in diesem entscheidenden Ringen des deutschen Volkes, in dem es nur um Sieg oder Vernichtung geht, uns vor Augen halten, daß die Männer unseres Volkes ihr Leben lassen, um des Lebens unseres Volkes willen, daß der einzelne stirbt, damit Deutschland lebt — so erfährt dieses Sterben doch nur dann feinen letzten Sinn, wenn die deutsche Frau als Hüterin des Lebens unseres Volkes ihrer Familie und damit der deutschen Nation Kinder schenkt. Den Boden, den das deutsche Schwert jetzt erobert, werden wir nur dann besitzen, wenn unser Volk in seinen Kindern weiterlebt. Unsere ganze Sorge hat sich daher den Müttern und den Kindern zuzuwenden. So hat auch das Winterhilfswerk, nachdem die Zahl der Bedürftigen an sich stark gesunken ist, den größten Tell seiner Mittel für Maßnahmen verwandt, die der Gesundheit von Mutter und Kind dienen. Wenn die deutsche Frau und Mutter das Leben weitertragen soll, dann müssen aus der Gemeinschaft heraus die Einrichtungen geschaffen werden, die notwendig sind, um der Mutter und den Kindern Erholung, Hilfe und Betreuung zuteil werden zu lassen. An diese wichtige Aufgabenstellung des Kriegs-Winterhilfswerkes ist zu denken, wenn es zur Beteiligung am gemeinsamen Opfer aufruft. Wenn du, deutscher Volksgenosse, dein Opfer bei einer WHW.-Sammlung bringst, dann legst du damit nicht nur ein Bekenntnis zur Volksgemeinschaft ab, sondern schaffst durch diesen praktischen Sozialismus mit die Voraussetzung für den B e - standdesEwigenDeutschland. Kein Opfer ist dafür zu groß. Von diesem Opfer darf sich keiner ausschließen in einer Zeit, in der täglich, stündlich das höchste Opfer von dem deutschen Soldaten gefordert wird. Erinnern wir uns immer an das Wort des Führers aus feiner letzten Rede zur Eröffnung des Winterhilfswerkes: „Wenn sie nun einmal auf die Straßen gehen und im Zweifel fein sollten, ob sie noch einmal geben sollen, neben müssen oder nicht, dann mögen sie einen Blick seitwärts wenden: vielleicht wird ihn-n dann einer begegnen, der viel mehr als sie für Deutschland geopfert hat." 65. Geburtstag des Generalintendanten Or. ydin. Am 26. Oktober 1941 begeht der Generalintendant und Chef der Wehrkreisverwaltunq IX, Dr. jur. Paul Pelin, seinen 65. Geburtstag. Aus einer alten, angesehenen württembergischen Beamtenfamilie entstammend, trat er nach Beendigung seiner juristischen Ausbildung zur Heeresverwaltung über und war im Frieden fast ständig in Württemberg tätig. Am Weltkrieg nahm er von Anfang bis Ende in den verantwortungsreichen Stellen eines Divisions-, Korps- und Armeeintendanten teil. Besonders in feiner letzten Kriegsstelle hatte er als Armeeintendant einer Heeresgruppe in Palästina interessante und schwierige Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Weltkriege wirkte Generalintendant Dr. Nelin zunächst als Armeeintendant der im Grenzschutz gegen den Osten ausgestellten Truppen und war dann Korpsintendant in Stuttgart. Am 1.4. 36 erhielt er den Generalsrang und wurde am 1. 4. 37 zum Gruppenintendanten öei dem Heeresgruppen- kommando 4 in Leipzig befördert. Nach feiner Teil- nähme an der Befreiung der fudetende-utfchen Gebiete als Armeeintendant wurde er zum Stellvertretenden Generalkommando nach Kassel versetzt und zum Chef der Wehrkreisverwaltung IX ernannt. Seit etwa zwei Jahren leitet er hier die großen und vielseitigen Aufgaben der Wehrkreisverwaltung, vermöge feiner jahrzehntelangen Erfahrung als Heeresbeamter, in reibungsloser Zusammenarbeit mit den militärischen und zivilen Stellen, und er ist mit seinem großen sozialen Verständnis seinen Beamten, Angestellten und Arbeitern ein gerechter Vorgesetzter und guter Kamerad. Von -er Börse. Sflüe Aktienmärkte. Frankfurt a. M., 24. Oft. An den Aktienmärkten war die Umfatztätigkeit in der Berichtswoche weiterhin eng begrenzt. Allerdings kamen auch kaum nennenswerte Verkaufsorders an den Markt, fo daß kursmäßig der Grundton freundlich war und größere Kursschwankungen selten waren. Von den schweren Werten waren Rheinbraun mit etwa 7 v. H. Kursgewinn am meisten verändert, auch Felten und Harpener zogen über 5 v. H. an, während Zell Waldhof nach 5,95 v. H. Dividenden- abschlag diesen wieder aufholten und weitere 3 v. H. anziehen konnten. JG-.Farben lagen meist nur knapp behauptet und zwischen 194 bis 19«= schwankend. Am Einheitsmarkt waren Kursnotierungen vielfach nicht möglich, da keinerlei Umsatztätigkeit bestand. Nach langer Pause wurden Schramm Lack wieder notiert, und zwar etwa 16 v. H. unter dem Stand von Mitte September, auch für Grün & Bilfinger hörte man wieder einen Kurs, der etwa 40 v. H. unter dem letztnotierten lag. Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß diese Werte schon feit Monaten nicht mehr notiert wurden, daher auch Rheinelektra gaben etwa 8 v. H. her, dagegen waren Stahlverein unverändert gut behauptet. Auch Süddeutscher Zucker gaben nur unwesentlich nach. Metallgesellschaft, VDM., Scheideanstalt waren ebenfalls meist unverändert. Am Rentenmarkt war die Reichsaltbesitz unter Schwankungen mit 162,13 bis 162,5 wenig verändert, Steuergutscheine I lagen zwischen 104.25 und 104,13 leicht schwankend. 3,50 v. H. Reichsschätze Folge IV wurden weiterhin sehr lebhaft ab- aesetzt, sonst hatten Neichsschätze nicht ganz einheitliche Kursentwicklung, wobei 4vroz. meist ewas anziehen konnten. Jndustrieobligationen ebenfalls wenig verändert. In Pfandbriefen steht der Nach- frage nach wie nur geringes Angebot gegenüber. frmibtWftiefter Tr. ffdebd* Wilbelm Prniac. nbertreter be3 Ernst Blumen Verantwortlich für Volltst unb BNb-r- Dr. fir. W. Lanae tafranft), V. Ernst YlunEln- füc ba$ ^eiMetvn- Dr. Sans Tfinrirf iür Stabt (Bfefren Probtn,. Wirr- ckiaft u. Svcn-t: Ernst SBhimftfieht Tnirk unb Verlern- Brübllche UniberlitStsbnickeret R. Lanae ff. (9. Vetlaatidter: Dr - Ina. Ench Hamann- SlntefcrenWfer Han- Veck. Ner-mtwörtlich fflr b-n bm 9IniHdpn- Tfierbnr Mnint»' mpaO Bubjenm ; 'IW kaster M as W t E mit* , Oer «4g w N W ’Ä fr» -S ch?.,, K S traten, um beide Kantonisten kurz zu halten. Ti- ^schenko hatte tatsächlich militärischen Ehrgeiz. Sol. fr Ehrgeiz war in kleinem Format willkommen- großem Format wurde er als peinlicher Wett- perb von Stalin empfunden, der sich selbst seit 1 Verteidigung von Stalingrad-Zaryzin im Bür- «er krieg als Stratege fühlt. Die Rivalität zwischen ;alin und Timoschenko trat gleich nach Lrsgsdeginn in Erscheinung. Einmal 'wurde die gerjetfront nach den ersten katastrophalen Schlachte in drei Abschnitte untergeteilt: Im Norden be- M Schau über die soziale Tat im nationalfoziali- Msn Deutschland in einer inneren und n 0 twen- |i$en Berbinöung zu den Ereignissen ß'l W e l t p 0 l i t i k steht und nichts Zufälliges ist. [tmfen wir zurück an das Jahr 1938: Im März vudie Ostmark befreit worden und ins Reich heim- Mrt Am 1. Oktober rückten deutsche Truppen in los Sudetenland ein, um einen unerträglich gebotenen Terror zu brachen und um tiefster sozialer und Verelendung deutscher Volksgenossen, die =.< Liter fremder Gewaltherrschaft erdulden mußten, M Snde zu machen. Der Führer stellte damals fest, W diese Erfolge nur möglich gewesen seien, weil Mcchst die Voraussetzungen hierfür im Innenleben wer es Volkes geschaffen worden waren. An die Mvirklichung dieser Ziele konnte der Führer, wie 's Übst bekannte, glaüben, weil er wußte, „daß Mer ihm das ganze deutsche Volk stand und zu Mm Einsatz bereit war". 8'Liese Geschlossenheit ist eine organisierte neue Aki'che Gemeinschaft. Es ist das, was wir National- Ifctiften mit dem Begriff Volksgemeinschaft um- Mn und umschreiben. Ohne diese deutsche Volks- ZWeinschaft wären alle Probleme nicht zu lösen H^i'en, die in den letzten Jahren zur Lösung ge- MLsten sind. Diese deutsche Volksgemeinschaft ist M/ch praktisch angewandter Sozialismus und da- Nationalsozialismus im höchsten Sinne des ' L.^s." Qfergemeinfchast und Tatsozialismus als Fundament aller deutschen Siege. Von Oberbefehlshaber Erich Hilgenfeldt, Reichsbeauftragter für das WHW. fehügte Worischolow, tn der Mitte Timo. s ch e n k 0 , im Süden B u d j e n n y. Außerdem wurde der Verteidigungsrat gebildet, dessen Vorsitzender Stalin selbst ist. Timoschenko blieb Verteidigungskommissar (Kriegsminifter), war aber durch sein Kommando an die Front gebunden. Tatsächlich folgte ihm Stalin in der Eigenschaft eines . rü^enben des Verteidigungsausschusses im Kriegs- ministerium, ohne aber die formelle Verantwortung zu übernehmen! Dr. Ho. P^r nicht nur die Aufgabe der Beseitigung so- F1 Notstände durch materielle Hilfe übertragen ^d-n, sondern der chm innewohnende Erziehunas- zum Sozialismus der Tat sollte ” Haus zu Haus und in jede deutsche Familie stoben werden. Die Verbreitung und willige Auf- Me dieses Gedankens hat dann jenen Gesin- psroanbel herbeigeführt, der für die ganze wei- P politische und soziale Entwicklung entscheidend Mrden ist. [Ji-, der Führer am 10. Oktober 1939 das Win- PU swerk eröffnete, war inzwischen Deutschland F Kampf und 311 r militärischen Auseinander- Wü mit jenen Mächten gezwungen worden, die P^ernichtung lieber heute als morgen wünschten, ren erfolgreichen Operationen in diesem Frontabschnitt hat eine ostmärkische Infanterie-Division großen Anteil. In kühnem Vorstoß nahmen Truppenteile dieser Division drei zur Sprengung vorbereitete Straßenbrücken und eine Eisenbahnbrücke in Besitz. In einem anderen Abschnitt der Südfront haben deutsche Truppenteile die Sowjet st el- l u n gen dur ch b rochen. Alle Versuche der sowjetischen Luftwaffe, deutsche Truppenkolonnen anzugreifen, wurden mit schweren Verlusten für die Bolschewisten abgewiesen. 34 sowjetische Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. Im Norden der Ostfront erlitten die Bolschewisten bei aussichtslosen Gegenstößen gegen die Linien des deutschen Heeres wieder schwere Verluste. Dagegen gelang es den deutschen Truppen an verschiedenen Stellen, den Bolschewisten in kühnen Angriffen mehrere Ortschaften zu entreißen und wichtige F l u ß ü b e r q ä n g e in die Hand zu bekommen. Ein spanischer Freiwilligenverband machte bei der Abwehr starker Angriffe der Bolschewisten 300 Gefangene. Die Zahl der in diesen Kämvfen gefallenen Bolschewisten ist mindestens ebenso hoch. »Freiwillige Schweizer Hilfsaktion-- für die Ostfront. ; Berlin, 25. Okt. (DNB.) Unter schwierigen ! Merungs- und Wegeverhältnissen haben sich die ! Tr.ppen des deutschen Heeres im mittleren Frontabschnitt gegen ft arten Wideret rnd, den die Bolschewisten in ausgebauten, tief Wts^feUen Stellungen leisteten, weiter v 0 r - irp.rts gedämpft. Eine einzige deutsche Division oenichtete dabei in zweitägigem Ringen 18 sow- Mche Panzerkampfwagen. Die Erfolge der deut- Mi Truppen waren am 22. 10. gekennzeichnet buch die Gefangennahme von 6500 Bol- ((te to i ft c n und der Erbeutung von 71 Geschützen. Im Verlaufe von Söuberungsaktionen m den am 23.10. weiterhin zahlreiche Gefangene s mebracht und größere Mengen von Kriegsmaterial Wrgestellt. Alle Störungsversuche der sowjetischen ßirioaffe wurden erfolgreich abgewehrt. Im Be- rti-i eines einzigen deutschen Korps schossen Flak- artJerie und Infanterie-Einheiten drei Bomber und 'nen Jäger der Sowjets ab. i jie sowjetische Führung wirft den auf M 0 s • 'tat vorrückenden deutschen Truppen immer neue, Mell herangeführte Verbände aller Art entgegen. Ach Straßensperren, Sprengungen und Zerstö- rwn von Unterkunftsmöglichkeiten versuchen die Bc'chewisten vergeblich, das Vordringen be: deutschen Truppen aufzuhalten. i sm Auge der Säuberungsaktionsn im Süden M, Ostfront machte eine deutsche Panzerdivision am 22,10. 2500 Gefangene. In heftigen Nah- törpfen vernichteten die Panzerschützen 14 Sow- je panzerkampfwagen und brachten ferner adi Geschütze, sowie zwölf Panzerab- vihrgeschütze zum Schweigen. An den weite- —1-7- jhcon ihm entwickelt wird. Gerade in einer solchen öer"or> Ifcuibe wird er aber auch einen Hauch von jenen 8 ! mmenhängen zwischen sozialen und weltpoli- weil ein soziales Deutschland nicht in ihr System paßte. Wie anders war es gekommen! Polen war in einem Feldzug von wenigen Wochen niedergeschlagen worden. Die Feindmächte hatten sich von der Einheit, dem Opfermut und der mllitärischen Stärke des deutschen Volkes überzeugen müssen. Und wieder stellte der Führer im Hinblick auf diese innere und äußere Geschlossenheit fest, daß das Winterhilfswerk mit feinen Maßnahmen dem Zweck diene, „im deutschen Volke manches Mal ganz scharf das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit zu erwecken", daß das Winterhilfswerk mithelfen muß, „tue deutsche Volksgemeinschaft härter denn je zu machen". Je größer die Anforderungen sind, die durch die militärischen Auseinandersetzungen gestellt werden, um so stärker müssen die oolksgestaltenden, volksbildenden und volkstragenden Kräfte entwickelt werden, wie sie in der praktischen Arbeit des Winterhilfswerkes ihren einfachen und überzeugenden Ausdruck gefunden haben. Wer bereit ist, im kleinen Opfer zu bringen, wird auch den Gedanken des größeren Opfers für die Gemeinschaft, für das ewige Leben unseres Volkes fo in sich aufgenommen haben, daß er fähig und willens ist, ihn in entscheidender Stunde zu verwirklichen. Darin liegt die tiefe Verbindung zwischen sozialer Tat und höchstem Opfer, das von einem Menschen gefordert werden kann. Im September 1940 war das erste Kriegs-jahr beendet. Als der Führer am 4. September 1940 zum deutschen Volk anläßlich der WHW.-Eröff- nungskundgebung sprach, war es in das zweite Kriegsjahr eingetreten. Erfolge von noch nie da- gemefenen Ausmaßen hatte das deutsche Heer an feine Fahnen geknüpft. In kühnem Zugriff war Norwegen besetzt, im Westen war nach dem Siege über Holland und Belgien in einem gigantischen Kampf Frankreick zerbrochen wardpn. England hatte fein Dünkircyen erlebt. „Weil wir aber wissen, daß dieser Kamps doch letzten Endes ein Kampf um die soziale Grundlage unseres Volkes, um die Substanz unteres Lebens und gegen diese Substanz gerichtet ist, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als gerade im Kampf für dieses Ideal uns \zib\t immer mehr zu diesem Ideal zu bekennen." Wiederum kennzeichnete damit der Führer in seiner großen Abrechnung mit den Plutokratien die inneren Zusammenhänge zwischen sozialen und politischen Problemen, die den Inhalt dieses Krieges ausmachen. Und wiederum weist er dem Winterhilfswerk feinen Standpunkt in dieser Auseinandersetzung mit den folgenden Ausführungen zu: „Das Winterhilfswerk ist hier eine gewaltige Gemeinschaftskundgebung der Heimat angesichts der gewaltigsten Kundgebungen der Gemeinschaft unserer Front. Denn fo wie dort ein Riefenkörper wohl organisiert seine Pflicht erfüllt, so steht zu Hause diese Heimat und ist zu gleichen Leistungen bereit und gewillt zu jedem Opfer, das dieser Kampf um Sein oder Nichtsein unserer Zukunft uns auferlegt. Es ist der Geist unserer Volksgemeinschaft, der uns alles ertragen läßt, und der unser Polk stark fein läßt für alle Auseinandersetzungen und Entscheidungen der Zukunft. Auch damit hilft jeder einzelne dann, den Willen des Feindes zu brethen, indem er ihm solche Illusionen raubt, seinen Tell labern, der bas Glück hatte, einmal unmittelbar LI leymer einer WHW.-Erösfnung durch den Füh- !ktt,u fein, wurden die Stunden in der alten Kampf- Wr der nationalfozialistifchen Bewegung zu einem Müderen Erlebnis. Denn kaum stärker und mäch- ii ' als hier fühlt er sich gepackt von der Größe der Mischen Idee, wie sie der Führer verkündet, und jhir breitwirkenden sozialen Programm, Regime inng wi !en W efarmeti—. v , irtäufd)l«Eenn man sich die Reden des Führers in die '-Wnerung zurückruft, mit denen jeweils in den (jntmonaten jedes Jahres das Winterhilfswerk ft’pleitet wurde, dann wird aber auch klar, daß J3'"> 03574 Königswinter. 4391P Reiskirchen, den 20. Oktober 1941. 4379 D Für Feldpost versand zugelassen. storben ist. In tiefer Trauer: 4380 P sucht [03532 4346 A |)ao OPFEBMaSlIWB H>> uln- Chr. Jacobi und Frau Johannette Wagner S anderes Saubere Putzfrau Mädchen 4399D W Juwelen er S Gold u Silber 7 AN! an Z i i Rill ?»6 Mädel,33Jatzre, m. schön. Ausst., sucht einen geb. Herrn in sicherer Stell, zw. spät. Heirat kennenzulernen. Zuschriften unt. 03566 a.d.G.A. Mittwoch, 29. Oktober, nachmittags 3 und 6 Uhr, „Rest Boller* Farbige Lichtbilder! Eintritt frei! 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Tieferschüttert erhielten wir die so schmerzliche Nachricht, daß unser braver, einziger, so hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, Schwager, Neffe, Onkel und Pate Jungbauer Albert Schmandt Gefreiter in einer Panzerjägerkompanie am 15. September 1941 im Alter von 31 Jahren im Osten den Heldentod für Deutschland ge- Einlösung der Gtadttheater-Miete Die Einlösung der dritten Rate der Stammtet e hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu er folgen, und zwar: 6g. Schmandt und Frau Marie, geb. Heß Marie Schaum, geb. Schmandt Ewald Schaum, z. Z. Im Felde Lothar Schaum nebst allen Angehörigen. Leihgestern, Watzenborn- Steinberg, den 18. Oktober 1941. Gießen, den 23. Oktober 1941. Der Oberbürgermeister. Familienlogen . I. Ring . . . H.Ring . . . III. Ring . . . IV. Ring . . . V. Ring . . . Achtung! - Hausfrauen! 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Dr. Hermann Hering. M Ijr GO H das aübewäWe Krugeroi sä* ÄDOX WW anffurt i ’C5 @1P! mithin^ ilbinieti R. im „ lr ,08el, rau" Stanau i 3, jij t „ ir „ 2- I unb?4 Aus der Stadt Gießen. Nach fier herbstlichen Feldarbeit. Dankbar und froh beging der Bauer und mit chm Iras ganze deutsche Volk das Erntedankfest. Es war rin schöner Abschluß der arbeitsreichen Wochen. Die Hauptarbeit war nun getan. Aber Ruhe hat der Bauer nicht. Roch sind Rüben Md Gemüse draußen. Viele Aecker müssen noch ge- iflügt werden. Das Wintergetreide wird gesät. Da, ®o noch vor kurzem das»Laub der Kartoffelsträucher )en Boden bedeckte und nach eingebrachter Ernte ter Acker verlassen und kahl lag, hält dör Bauer mit dem Pflug. Run glänzen die dunklen Schollen im Herbstlicht. Die Sämaschine rattert darüber und legt die neue Saat. Voll Hoffnung und Zuversicht chreitet der Bauer hinterdrein. Er tut die Arbeit, mb Gott läßt wachsen und gedeihen. Es gibt kein schöneres Bild als einen Sämann zur Herbstzeit auf dem braunen Acker. Leise und fast mbemertt fallen im Wald die Blätter zur Erde. ** Arbeitsjubiläum Herr Heinrich F ö r - pe r, Gießen, Kaiserallee 28, begeht am 26. Oktober 1? n 50jähriges Arbeitsjubiläum als Optiker bei der ßirma Ernst Leitz GmbH, in Wetzlar. Herzlichen ' Äückwun sch! __ Oma's Seifensparer war »-im Wäschewaschen da« welche R-g-nwass-r. Ihr Seifen. spare-, de- in kn-,er 3-'< Masse- weich mach,, isi in handwerklich sauber gearbeiteten, anmutig-schlich- ten Formen. Derdunkelungszett 25. Oktober von 18.05 bis 8.02 Uhr. 26. Oktober von 18.03 bis 8.04 Uhr. Ein anderes Entwicklunasbild aus einer uns nähe» ren Zeit: „Mit der Vervollkommnung der Techniken von ^Bronzeguß und Bronzehärtung entwickelt sich des Mannes vornebmst" T^ffe vom Dolch über das Kurzichwert zum langen Hiebschwert der Bronze- zeit Dollgriffdolch und Dollqri''fschwen sind Zeugnisse für die Waffenlreud'gkeit d"r Germanen der mittleren Bronzezeit (1600 bis 1400 o. Ehr.)." Man sieht hier originalgetreue Nachbildungen, auch Funde, z. B. einen Dolch vom Trieb in Gießen und Griffzungenschwerter" von Langsdorf, Kreis Gießen und Windhausen, Kreis Alsfeld. — Ein Schau- kallen erläutert anschaulich den lapidaren Satz „Der Mann der hessischen Bronzezeit besaß ausschließlich Waffen für den Nahkampf: Streitbeil, Dolch und Schwert. Sein Schmuck bestand in einem Armring, für das Gewand brauchte er eine Nadel." Weibliche Besucher werden von den hier ausgestellten Proben gut erhaltenen Schmuckes aus Frauengräbern in un> fcrer Gegend entzückt sein Radnadeln und Arm- ringe Knöchelband, Halskette und Schmuckspirale Wenn mir von hier aus auf dem Wege, den der Besucher. der Zrittolge entsvr''chend, normalerweise einscblägt, ein Stück zuriickgehen — mit wenigen Schritten aewalt'ge Z°ttrii"me der Menschb-itsge- schickste leichthin überbrückend —, feffelt uns ein anderes B'ld- Ausgrabungen von Rrof. Richter entdeckten 1925. wie großformatige L'chtb-ilder »eigen, altsteinzeitlich" Wohnhöhlen im Ouarrit des Tot-n- h-rae-^ von Trris an d"r ßu-mb-v darüber findet llch die sehr lebendige und dramatisch hem^nfe Darstellung emer steinzei^ich"n Jagd: wie die M'n^ch°n jener K'ndHeifs"n^ch» mit ihren nrimitin-n Waffen -in"M ri-'ftaen Höhlenbär-m xu Leih- aehen N"ben dem Umstande, daß sie schon des Feuers mächtig waren, wird der Betrachter auch das Größenver- hältn's zwifch-n M-nfch und Tier, das sich im Lause der Fahrtanf-nde einigermaßen verschoben Hat, be- m^k-mswert finden O'hr lehrreich sind die Schaukästm. welche über bi? Kultirrvflanien Auskunft a-b-n. die den Bauern- völk-rn d»r iünnerfln St-inzeit bereits »ur Verhü- mma standen- Einkorn ^w-rgw-rien K->fbenhirfe. sech^zeilige Gerste und Flachs: feit der Bronzezeit wurden außerdem angebaut Dinkel oder Svelz. seit der Eisenzeit Saatweizen. Roggen, 5>acer und Buchweizen. Hierzu paßt die Nachbildung eines steinzeitlichen Pstuges und auch die der sehr sinnreichen Erfindung des Bohr"rs. der es dem vorzeitlichen Handwerker ermöglichte, Steinbeile zu durchbohren. •blt ' für rtf. llerhü! u> Kod. lea wts d)amm. ["S WS schm RJ1. |J RM.I dH s Ufo Es ist bekannt, daß der Philosoph Friedrich Nietzsche zu den rückhaltlosesten Bewunderern der Musik von B i z e t s „Carmen" gehörte. Nachdem er diese Oper bereits zum 20. Male gehört hatte, erschien ihm die Musik immer wieder „vollkommen". Sie kommt leicht, biegsam mit Höflichkeit daher. Sie ist liebenswürdig. Das Gute ist leicht, alles Göttliche läuft auf zarten Füßen: erster Satz meiner Aesthe- tik. Diese Musik ist böse, raffiniert, fatalistisch: sie bleibt dabei populär. — Sie hat das Raffinement einer Rasse, nicht eines Einzelnen". Mit der letzten Wendung erkennt Nietzsche das innere Wesen von Bizets Musik als den echten Ausdruck des Rassischen an. Bizets Bildungsgang steht vornehmlich unter dem Einfluß der romanischen Musik. Das bezeugen seine drei Jahre Rom-Studium als „Laureat" ebenso wie der Kreis der Umwelt, in der Bizet seine Erfahrun« gen reifen lassen konnte. Zudem war Bizet durchaus ein Tatsachenmensch, der sich z. B. nach gelegentlichen philosophischen Studien als „Verächter der Systeme" bekennt. „Prüfe die bekannten Tatsachen, erkläre die wissenschaftlichen Forschungen und ignoriere völlig das, was sich nicht als exakt bewährt hat." Deshalb war es ihm gegeben, in nie versagender Schlagfertigkeit und Treffsicherheit den Angelpunkt der dramatischen Situation zu kennzeichnen und in unmittelbarer Ursprünglichkeit das Milieu einzufangen. Die Fähigkeit, die Eigenart des Stoffes zu erfassen, hoste Bizet schon in oorausgegangenen Werken, „Die Perlenfischer" und „Djamileh", gezeigt. „Carmen" beweist er sich auf der Höhe feinens Könnens (nach seinen eigenen Aeußerunnen) und trifft mit sicherem Griff das gegebene Ausdrucksmittel in der dramatisch gespannten, melodischen Linie, in dem zuckenden, temperamentdurchglühten Rhythmus, in neuartigen harmonischen Wendungen, die nie der Natürlichkeit entbehren, in einer tarbfräftigen charakteristischen Instrum"ntierung, immer in enger Bindung an das nationale Lokalkolorit. inbunMZ; dtno|tye)l iteL W* lOtitwt y. püh'tol« * idt Bi* Theater -er Universitätsstadt Gießen Georges B'zet: „Carmen". * Mar Schwarze legte als Snielleiter ganz besonderes Gewicht auf die Durchbildung der Massenszenen im einzelnen wie auf die Gesamtwirkung an nhentftarfem A"«druck. Man konnte hier geneigt sein, bei dieser Art von einem Nolksdrama „Carmen" zu sprechen. wob"i die einzelnen V"rfonen sich al-; Erponenten ihrer Gruvven herausbeben. Hnbes M'lieu wurde in d-n ihm eigenen Triebkräften betont und zu äußerster Entfaltung herausgesteigert mit nackender dramatischer Zuspitzung. Jede einzelne Nersänlichkeit wurd- mit d-r ihr zustehenden Eigentümli''hkeit in den Gesamtrahmen eingealiedert als oraan?frher K-mzentratmnsnunkt. B-i alledem legte der Snielle'ter aber ’n der Entfettung einzelner Enifoden besonderen Wert auf ihr Ausschwin- aen in st^mmungsg"himden"r Breite Der musikg- l'fche ^mnvfs der Masse strahlte sich in schönster Brgzision wie auch in ausgeglichenster Klonglichkeit in den Choren aus (Oswald EnterleinX diese fn zu wirklichen bram^tifchen Faktoren erheb-md. Dabei fei weder die Tanzgruppe veraesien (Andreas Bolpert). die in der Schankizene des Zweiten Aktes nvt höchster Temn-rnmentsenffnltung diese bis zu bacchantischer Entfesselung auflöste und im letzten Akt dos Auge bannte, nn* die Pantomime d"r Straßenhuben in ihrer Straffheit. Dem hatte Karl Löffler mit feinen Bühnenbildern non außerordentlicher nlostischer Tiefe und malerischer (Schonzeit ein treffliches Ausw'rkungsfeld negeben, das sich im -'rein mit her vielfältigen Fgrb-nfreu- hiafpif der G"wänder (Ruth 8i ufert) zu starker Wirkung einte. Den Kontakt zwischen Orch"ster und Bühne wahrte Otto S ö l l n e r , der den mannigfaltigen Differenzierungen des Musikalischen ebenso Ausdruck gab und in ihrer spezifischen Eigenart betonte, wie den dramatischen Höhepunkt machtvoll kräftig unterstrich. Die Einzelkräfte des Orchesters führte er zu williger Einsatzbereitschaft; das Vorspiel zum dritten Auszug mit der Harfe und den Solobläsern sei besonders hervorgehoben. ♦ Aus diesem äußerst charakteristisch geprägten Milieu wuchs die Carmen Gertrud M e i n e l s herAus der Vorgeschichte unserer Heimat Lebendiger Anschauungsunterricht im Oberhessischen Museum. *■ V Was wir hier, zwanglos und unsysternattsch aus- gewählt zu beschreiben versucht haben, soll zu häufigem Besuche unserer schönen Sammlungen gerade in der kommenden Jahreszeit einladen, wenn der Sonntagvormittag nicht mehr zum Spazierengehen lockt. Wie die Schätze des Oberhessischen Museums als Anschauungsmaterial des Schulunterrichtes fruchtbar gemacht werden können, zeigte eine Führung, die Dr. Krüger für die Quintanerinnen einer Mittelschule in der neugeordneten vorgeschichtlichen Abteilung veranstaltete. Hier werden Vorstellungen, Sachkenntnisse, Geschichts- und Kulturbegriffe aus der unmittelbar-lebendigen Anschauung zum geisti- gen Besitz. Hier werden so lapidare Fragen beantwortet wie die nach dem Atter des Menschen schlecht- hin: 360 000 Jahre. Eine unheimliche, fast astronomische Ziffer; sie wird dem Verständnis angenähert durch die Ueberlegung, welchen winzigen Bruchteil dieser Zahl, 2000 Jahre feit Christus, die historische Entwicklung umspannt. Was ist ein Faustkeil, den man etwa in der Röd- gener Sandgrube gefunden hat? Was haben die Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 19 Uhr „Liebe in der ßerchengasie". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Komödianten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Weiße Sklaven". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 12 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Tageskalender für Sonntag. NSG. „Kraft durch Freude": Stadttheater 15 Uhr „Zigeunerliebe". — Stadttheater: 19 Uhr „Liebe in der Lerchengasse". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Komödianten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Weiße Sklaven". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 12 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. — Schüler-Konzert mit Mozart-Feier 16 30 Uhr bei Cläre Schlesier-Altmann. Der Dichter Hermann Vurte spricht in Gießen. Die im Gießener Dortragsring zusammengeschlossenen Kulturverbände Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen veranstalten aus Anlaß der Kriegsbuchwoche 1941 mr Steinzeitmenschen schon gewußt, gekonnt und gehabt? Wie waren sie angezogen, und was hatten sie zu essen? Dr. Krüger erzählt sehr fesselnd, wie die moderne Forschung aus winzigen Bodenfunden eine ganze vorgeschichtliche Speisenkarte zu rekonstruieren vermag (wie überhaupt eine unscheinbare Tonscherbe für die Wissenschaft von der gleichen aufschlußreichen Wichtigkeit sein kann wie das ganze, anschaulicher wirkende, unversehrte Gefäß); er schildert die Entwicklung vom Faustkeil zur Axt, die Erfindung des „langen Armes". Es ist wahr, daß die Germanen „Bier" getrunken Haden, man kann es nachweisen, — aber woher wissen wir daß sie blond und blauäugig waren? Wir lernen nicht nur in Pflug und Einbaum ehrwürdige Zeugen ältester menschlicher Kultur kennen, wir bedenken auch, welchen Fortschritt es beispielsweise bedeutete, dem kugeligen Kump einen standfesten Boden oder Fuß zu verleihen. Man sieht ferner etwa, wie die Frage der vorgeschichtlichen Totenbestattung zugleich eine Frage des Glaubens war (Grabbeigaben), und man erfährt, warum die Bandkeramiker sich Wohngruben bauten in die Erde hinein. — Auch dies sind mir ein paar Beispiele; man wird daraus erkennen, wie viel an gerade uns heute wieder wichtiaem Wissen eine Stunde Anschauungsunterricht im Museum zu vermitteln vermag. Das haben die kleinen Mädchen aus der Quinta erlebt, und mancher von uns Großen sollte es sich auch gesagt fein lassen: es ist f i 0lito^ tr ‘ fb e»,e DM! i- ;5« aus, mehr das Weib an sich In ihrem Liebeserleben zeigend, als sich, wie man es oft hört, auf ein besonderes Moment charakterlich zuspitzend. Ihr Alt, der mehr dem Mezzofach mit seiner breit sich entfaltenden Höhe zustrebt, war ein gefügiges Ausdrucksmittel, die verschiedenen seelischen Stadien zu künden. In der schicksalhaften Betontheit der letzten Akte stieg sie zu besonderer Höhe empor. Ihr gegenüber war Josef Sattler als Don Josä innerlich stark belebt und groß im Ausdruck seines Kampfes zwischen soldatischer Pflicht, Weibesliebe und Kindesliebe. Sein heldisch strahlendes Organ war ihm an den dramatischen Höhepunkten ein williges Werkzeug zur Kündung seines inneren Zustandes und Erlebens. Das bestätigte sich in der „Blumenarie", ganz besonders aber in den Schlußakzenten der letzten Auftritte. Gewinnend in ihrer schlichten Natürlichkeit, innigen Hingabe und Treue zu Don Josö gestaltete Gabriele P o s s i n k e die Micaela mit Gesanglich- feit und feinem musikalischen Empfinden bei weicher Entwicklung des Tones, zumal in der Höhe. Der Escamillo von Hans Lott war innerlich schwungvoll und temperamentsgebunden bei einem sehr füllig strömenden, dunkel timbrierten Stimmklang, dem auch lyrische Töne zu eigen waren. Bernhard Schmitz gab einen Zuniga von militärischer Straffheit; auf die Szene des Morales verstand Ludwig D r u s ch e l das Augenmerk zu richten. Llesel Schröter-Beckers und Cilly Mauer als Mercedes und Frasquita, dazu Heins Roux und Kurt Bosny als Dancairo und Remend'-'do einten sich mit der Titelpartie zum charakteristischen Schmugglerquintett; die beiden Damen waren in der Kartenszene besonders bemerkenswert. — Der Beifall war besonders freudig und gab den einzelnen Verdiensten ehrende und dankbare An- Sie haben ihre Arbeit vollendet. Auf dem Felde iber schreitet der Bauer über den Acker und sorgt Mr die neue Saat. Dort im Walde das langsame Jergehen, hier der Anfang eines neuen Lebens. Mögen auch falte Stürme blasen und der Winter frohen Wohlgeborgen werden die Hälmchen des gingen Getreides unter der winterlichen Decke stehen. Und es fommt ein Frühlingstag, an dem überall :eues Leben hervorsprießen wird. I Die Tage werden merflich fürzer. Schnell bricht er Abend herein. Aber wie lebendig ist es bann och im Dorf auf der Straße! Da kommen die chten Wagen mit den Rüben und dem Gemüse, -ämaschinen fahren vorbei, und dort hält mitten uf der Straße die Dreschmaschine. Nirgends ist tuhe, überall gibt es noch zu richten und zu ordnen, schwere Wagen, hoch beladen mit gefüllten Kar- Dffelfäcfen, fahren zu den Bahnhöfen. Polternd Illen die dicken Knollen die Eisenbahnwagen. tSlber sobald der Winter einsetzt, atmet der Bauer leichtert auf. Dann ist die Arbeit fast restlos er» bigt. Dankbar für die gute Ernte und hoffnunas- :oll auf die kommenden Tage sieht er in die Zukunft. Er hat getan, was in seinen Kräften stand, tm die Pläne unserer Feinde, die uns aushungern nolften, zunichte zu machen. Wir haben Brot genug und auch Feldfrüchte in Menge. —h. ©eine Liebl'naslbuck^r iur Tro*^! Draußen an der Front steht der Soldat im Osten nd Westen, im Norden und Süden auf der Wacht ir Deutschland. In den dienstfreien Stunden freut r sich über jede Verbindung mit der Heimat. Die efte Verbindung ist das gute deutsche Buch. Diele Millionen Bücher wurden schon bisher urch tue Büchersammlung der NSDAP, für die eutsche Wehrmacht an die Front und in die Sonette geschickt. Das Ergebnis der letzten Bücher- immlung im Kreise Wetterau war e'n sehr gutes, 5 war, gemessen an dem Gaudurchschnitt, mit seien LI fertigen Truppenbüchereien sogar ausge- üchnet. Jedem Spender sei hier öffentlich gedankt, nd jeder darf davon überzeugt fein, daß viel ireube bereitet wurde. Die sofort einsetzende 4. Büchersammlung liegt i den Händen der Frauenschaft und wird durch e Ortsgruppen und Gliederungen unterstützt. Alle iüchersammlungen werden auf der Kreisdienststelle er NS.-Frauenschaft, Gießen, Frankfurter Str. 1, ^geliefert. Welche Bücher sollt ihr schenken? Nur die testen. Die Büchersammlung für die Wehrmacht ist keine Altpapiersammlung. Fast die Hälfte aller Bücher, die im Kreise 83eterau in der letzten Sammelperiode gesammelt ciirben, war unbrauchbar. Schlecht gebunbene ober überhaupt nicht gebundene Bücher, Zeitschriften, Jungmädchenbücher, i Gartenlaube, Alpenvereinsnachrichten usw. gehören | nicht in eine Truppenbücherei! Der Soldat braucht Rite, moderne Romane aus guten Verlagen, Novellen und Erzählungen unserer guten deutschen lichter, Reisebeschreibungen (auch Karl May!), Gerichte, Kunstbände, gute Fachbücher neuesten Dahm« usw. Es ist völlig unnütz, Bücher, die man Mcht selber lesen mag, zu schenken. Sie werden bki der Durchsicht, die von Fachkräften vorgenom- luen wird, ausnahmslos ausgeschieden An die front darf nur das Beste! Und wer zu r.iufe keine Bücher hat, die er schenken kann, frage Ihnen Buchhändler um Rat. Es gibt noch genug J'-ite Bücher Niemand darf bei der 4. Bücherfamm- lung zurückftehen, denn: Bücher find die l'bendigsten Grüße vom Herzen des Volkes an dasHerz desFrontsoldaten! Wir wandern durch die Räume, welche die vorgeschichtlichen Sammlungen des Oberhessischen Museums beherbergen. Hier wird nach Jahrtausenden gerechnet. Ueberbleibfd, Bodenfunde, Kulturdokumente aus der dämmernden Frühzeit des Menschengeschlechtes. Was hier, für manchen gewiß in überraschender Fülle, zusammengetragen ist, wurde neuerdings vom Museumsdirektor Dr. Krüger sehr übersichtlich angeordnet und beschriftet, so daß sich der Besucher ohne Schwierigkeiten und auch ohne sachkundige Führung selbst zurechtfinden kann. Wir haben hier das sog. Hannoversche Prinzip der Selbstführung. Mr lesen da beispielsweise: „4000 bis 3000 o. Chr. Die „Bandkeramiker" bringen von ber mittleren Donau auf naturgegebenen Wanberwegen nach Deutschland vor. In den löß- bedeckten Sieblungsräurnen werben sie seßhaft unb führen, wohl erstmalig, Ackerbau und Viehzucht ern. — Kennzeichnende Gefäßform: der kugelige Kump mit Spixalband- und Winkelbandverzierung " Das wäre das Allgemeine und Grundsätzliche; das Besondere und zugleich Anschauliche ergibt sich, wenn man unter der Siedlungskarte mit dem erwähnten Text die Beziehung unserer engeren Heimat zur Bandkeramik sinnfällig dargestellt findet in einem Brandgrab mit Schmuckkette, einer Sondererscheinung ber bandkeramischen Kultur der Wetterau, aus Windecken, Kreis Hancm, 4000 bis 3000 v. Chr. „Die Schmuckkette aus flachen durchbohrten Kieseln mit dreieckigem Anhänger wurde dem bzw. der Toten ins Jenseits mitgegeben." Das geschah also, großzügig gerechnet, vor nunmehr fünf ober sechs Jahr. tausenben. Ein kleiner Schauer kann einem bei bie- fern Anblick über ben Rücken laufen: minbeftens wirb der Besucher, dem es boch gemeinhin schon sehr schwer fällt, sich einen Zeitraum von „nur" wenigen Jahrhunderten einigermaßen faßbar oorzustellen ober ihn anschaulich zu überbrücken, sehr nachbenk- lief) werben. Gleich b an eben finbet er, aus noch unmittelbarerer Nähe, ein erstaunlich vollstänbiq erhaltenes Ske- lettgrab ber Banbkeramik aus Leihgestern, gegen Ende ber jüngeren Steinzeit, etwa 3000 v Chr.; darüber den ßageplan eines bandkeramischen Dorfes bei Griedel. Kreis Friedberg, etwa 3. Jahrtausend, heute bei Kilometer 45,4 von ber Reichsautabahn überschnitten. Man kann wohl sagen, baß sich hier über Jahrtausende hinweg zwei Kulturen auf höchst kennzeichnende und sinnfällige Weise berühren. — Eine weitere Heb ersieht faßt dem Besucher knavp und beauem die Ergebnisse langwieriger und mühsamer Forschungsarbeit zusammen, indem sie ihn ‘■^-tw-.rtm^Hg über das gesicherte Wissen von den Bandkeramikern unterrichtet: Alter, Herkunft, Verbreitung; Gefäß, unb Gerätformen; Wohnweife; Siedlungsdichte: Wirtschaftsform: Grabrifus, Valks- unb Rasfenzu-gehöriakeit. — Hierzu gehört eine Karte Verbreitung ber Bandkergm'ker in Oberhessen": der Besucher wirb über bie Fülle der Siedlungsfunde und ber Funde von S^eingeräten staunen. mit nuch dies nicht theoretsch-unanschaulich bleibe, betrachtet man gleich nebenan bie schönen sehr roohf-’rhaftenen Fund" aus ber Si"dfung Griedel bei Friedbera (Autabahngrabung 1936. Dr. Stnrns) und hie verseh'"d"nförmigen meist recht stattlichen Gefäße aus anderen oberhessischen Fundorten. Nur das «-Kreuz auf einer Heilmiffelpackung kennzeichnet unverwechselbar alle • 53afMtt«-Arzneimitfel. Es ist ein Sinnbild wissenschaftlicher Verantwortung. •flayet«. Arzneimittel haben sich millionenfach in der ganzen Welt bewährt. f A \ überall gilt das - Kreuz BAYER! als Zeichen des Vertrauens Dienstag, 28. Oktober, in der Aula der Universität eine literarische Feierstunde. Der alemannische Dichter Hermann Burte wird über das Thema ,JDie europäische Sendung der deutschen Dichtung" sprechen. Auf dem vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda veranstalteten Groß- deutschen Dichtertrefsen 1940 in Weimar gab Hermann Burte in diesem weit ausholenden und tiefgreifenden Vortrag ein eindrucksvolles Bild von der weltbewegenden Kraft und den Zukunftsaufgaben unseres Schrifttums. Es wird daher für alle Schrifttumsfreunde unserer Stadt ein besonderes und einmaliges Erlebnis bedeuten, in dieser Feierstunde aus Anlaß der Woche des deutschen Buches 1941 den wegweisenden Vortrag des Dichters Hermann Burte zu erleben. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen wird die Feierstunde und Dichterlesung mit einer Ansprache eröffnen. Gießener wochenmarktpreije. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A°Ware. Für L-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 25. Oft. Auf döm heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 6 bis 10, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, ’/w 10, Blumenkohl, das Stück 20 bis 60, Salat 8 bis 12, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 6 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Amtsgericht Gießen. Der H. Sch. in Reiskirchen hatte einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Sein jugendlicher Sohn hatte sich eines Abends um zehn Uhr in einer Wirtschaft in Lindenstruth aufgehalten. Dies war nur möglich, weil der Angeklagte als Vater des Jugendlichen seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hatte. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 10 RM. verurteilt. Die A. B. in Gießen, wegen Diebstahl und Hehlerei vorbestraft, hatte einer Freundin in. einer Wirtschaft in Gießen die Geldbörse mit 6 RM. und einer Kinokarte entwendet. Die Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rafe von vier Monaten verurteilt. Straferschwerend wirkten die Vorstrafen. Strafkammer Gießen. Der L. B. in Büdingen war angeklagt, in den Jahren 1934 bis 1940 als Geschäftsführer der Milch- absatzgenosfenschaft in Büdingen sich den Betrag von 4364 RM., den er eingenommen hatte, angeeignet und für sich verbraucht zu haben. Sein früheres Geständnis widerrief der Angeklagte ietzt. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde e^ wegen Unterschlagung in Tateinheit mit Untreue zu einer Gefängnis st rafe von 10 Monaten und einer Geldstrafe von 500 RM. verurteilt. Mit Rücksicht 'auf sein Leugnen wurde die Untersuchungshaft von annähernd drei Monaten nicht angerechnet. „Der letzte Sprung des alten Löwen." Vortrag und Rezitationen von Or. Blaß, Berlin. ten von Angehörigen unterdrückter Völker und von Engländern selbst. Die Schandflecke englischer Geschichte, Sklavenhandel und Opiumkrieg, wurden her- ausgestellt. Die Kennzeichnung der Engländer durch die deutschen Schriftsteller Anton Renk und Johannes Gillhof wurden zu Gehör gebracht; ebenso Worte des großen Norwegen Knut Hamsun, wo dem Rückgang der Engländer die zukunftweisende Kraft der Deutschen bewundernd entgegengestellt wird. Mit herben Worten über die Engländer konnte Hans Grimms Roman „Volk ohne Raum" nicht fehlen. Nach dem Abriß englischer Ungeheuerlichkeiten, belegt aus englischem Munde, klang der Abend aus in einem Bekenntnis zu deutscher Kraft, einem kla- ren Erkennen und harten Willen mit dem Mahn« gedicht unseres zu den großen Toten des Weltkrieges gehörenden Sängers Gorch Fock: An England. Die atemlose Spannung, mit der die Erschienenen dem Vortrag folgten und in der sie ständig in' Gedanken die Parallelen zu unserer Zeit gewaltigsten Geschehens zogen, löste sich am Schluß in einem großen Beifall, den als Dank an den Vortragenden Beigeordneten Nicolaus unterstrich. Er zog als Summe des Gebotenen die Stärkung unseres Vertrauens zu Führer und Wehrmacht, die mit einem Siegheil geehrt wurden. Lluaufhallsam siegreich vorwärts! Bilder aus der neuen Wochenschau. Wjasma und B r j a n f k k Diese beiden Namen sind mit der gewaltigsten Doppelschlacht der Weltgeschichte für immer verknüpft. Was hier von den deutschen Soldaten, ja, von jedem Manne aller eingesetzten Truppengattungen, insbesondere von unserer ruhmreichen Infanterie geleistet wurde, ist nur schwer vorstellbar. Die realistischen Kampfszenen, die am Auge des Beschauers vorüberziehen, vermitteln einen Begriff von dem, was sich hier ereignet hat. Heber verschlammte, unwegsame Landstraßen, durch brennende Dörfer und Städte, unübersichtliche Waldgebiete geht es dem geschlagenen Feinde nach. Das ist überall das gleiche, zwischen Ladoga- und Oneaa-See bei den tapferen finnischen Soldaten, oder im Raum um Leningrad, wo das Schicksal der eingekesselten Sowjetarmee schon besiegelt ist. Deutsche Panzer schließen den Ring um die Bud- stnny-Arrnee am Asowschen Meer, auch sie wind m gigantischer Vernichtungsschlacht aufgevie- ben, der Rest nimmt gleich den vielen Hunderttau- senden bolschewistischen Gefangenen den Weg in die Gefangenenlager. Was der Heeresbericht und die PK.^Berichte an Ereignissen von den Kampfabschnit- ten der Sowjet-Front melden, wird hier zur Gegen, wart. Der Winter schickt seine Vorboten mit erstem Schnee und Frost, aber hinter der Front werden schon feste Baracken gebaut, aus den Heeresdepots treffen ganze Wagenladungen von Stiefeln, warmer Unterwäsche und Wintermänteln ein. Pelzwesten werden genäht, die in kalten Tagen gute Dienste tun. So ist für alles vorgesorgt, damit unsere Soldaten vor den Unbilden der Witterung geschützt sind. Die Kamera der Kriegsberichter hat auch „Sol- iratenleben hinter der Front" eingefangen. Diese friedlich-heiteren Bilder werden überblendet von den siegreichen Kämpfen an allen Frontabschnitten. Jede neue Wochenschau wird zum Heldenlied des beut- schen Soldaten. LJV1. J. In der Reihe der von der Stadtverwaltung angesetzten betriebseigenen Vorträge sprach gestern abend in der Aula der Universität der in Gießen aus früheren Veranstaltungen bekannte und geschätzte Vortragskünstler Dr. Blaß, Berlin. Beigeordneter Nicolaus begrüßte die zahlreich er- schienenen Zuhörer und den Redner auf das herzlichste. Dr. Blaß kam es darauf an, anhand von Zeugnissen großer englischer Dichter und Denker der letzten drei Jahrhunderte ein Urteil über das System der Engländer zu vermitteln. Vorweg fei gesagt, daß ihm dies glänzend gelungen ist. Seine packende, eindringliche Vortragsart, der ein an allen Schattierungen gepflegter Sprachkunst reiches Organ zur Verfügung steht, verfehlte ihre Wirkung nicht. Der Titel zu feinem Vortrag geht zurück aus einen Aufsatz des irischen Satirikers Bernhard Wer MABYLAN-TAHNPAWTA gebraucht, kann und darf lachen, denn wiche Zähne dürfen «ich sehen lasten I VecteaueMwücdig«, fdiacnia&eutiuke Pcä^acate. sind keine Modeartikel. Sie send nicht aus irgendwelchen Zeitströmungen heraus entstanden. Langjährige Forscherarbeit bildet die Grundlage für ihre Herstellung. Ihre tägliche Anwendung durch Jahrzehnte ist eine Prüfung von einzigartiger Gründlichkeit und zugleich der Beweis für ihre bleibende Anerkennung und Wertschätzung. SANATOGEN FORMAMI NT KALZAN Bauer & Cie. • Johann A. Wülfing Berlin SW 68 Shaw, den dieser im Dezember 1914 unter der- selben Ueberschrist in der englischen Presse veröffentlichte. Er lieferte den Nachweis, daß England seit Belle Alliance jede Gelegenheit benutzte, Deutschland einzukreisen, um es schließlich zu überfallen. Dr. Blaß wies dann in einem Ueberblick über die englische Geschichte nach, wie England immer die stärkste Festlandmacht angegriffen hat, um sie mit Hilfe anderer niederzuringen. So erging es den Spaniern, den Holländern, den Franzosen und schließlich Deutschland im Weltkrieg. Dabei vergrößerte sich dann England immer auf Kosten ehema- liger Freunde und Gegner. Kleinere Staaten wurden geknebelt und in wirtschaftlicher Abhängigkeit gehalten. Die englischen Methoden dieser Kriege wurden gekennzeichnet. Aus Shaws: „The Man of Destiny“ las Dr. Blaß jene Beschreibung heuchlerischer englischer Art des Kolonialerwerbs, die der Führer mit feinem Wort kennzeichnete: Mit der Bibel in der Hand haben sie sich chre Kolonien ergaunert. Es folgten Proben aus Weltkriegsaufsätzen Houston Stewart Chamberlains, des großen Gefchicbts- Philosophen, der als geborener Engländer ein Bewunderer und Verfechter deutscher Art wurde. Diese Proben belegten die ruchlose Irreführung des englischen Volkes über Deutschland, die verbrecherische Benutzung des Weltkabelnetzes zu gemeinster Lügenpropaganda und brachten jene seherischen Worte Chamberlains aus dem Jahre 1916 zur Geltung, nach denen In Deutschland aus tiefer Not ein großer Mann erstehen müsse, der ein treffliches Herz in sich trägt und selbst unerschrocken und unerschreckbar ist. Auch der Glaube Chamberlains an Adolf Hitler, den jener aus einer persönlichen Unterhaltung mit unserem Führer im Jahre 1923 schöpfte, wurde beleuchtet. Dann wurde der große Schotte Thomas Carlyle in seinem Lebenswerk gewürdigt, der, ein Bewunderer Friedrichs des Großen und Schillers, den Engländern in einer Rede ihre Heuchelei in Staat und Religion, im häuslichen und öffentlichen Leben vorhielt. Diese Stelle wurde gelesen. Jonathan Swifts auch bei uns als Kinderbuch bekanntes Werk „Gullivers Reifen zu dem Land der Riefen und Zwerge" war ursprünglich eine Anklageschrift gegen das System der Engländer. Die Antwort des Riesenkönigs auf einen Vortrag des Engländers Gulliver über das Parlament erklang: Aufs klarste hast du bewiesen, daß Unwissenheit, Trägheit und List drei Eigenschaften sind, oie bei Euch einen Mann zum Gesetzgeber befähigen. Worte Ruskins und Edward Carpenters sagen den Untergang Englands voraus, ebenso die Stellen aus Lord Byrons Werk. In einem zweiten Kreis, einer Betrachtung Englands von den Kolonien her, belegte der Vortragende die ganze Schamlosigkeit englischer Kolonialmethoden aus zahlreichen Schrif9 Ji.-Sport Sp. Vg. 1900—Burgsolms. Die Blau-Weißen empfangen morgen den F. C. Burgsolms zum fälligen Meisterschaftsspiel. Die Gäste mußten sich am vergangenen Sonntag auf eigenem Gelände den Naunheimer» 3:2 beugen, was für die Platzbesitzer jedoch kein Anlaß sein sollte, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Burgsolmser sind nämlich in der glücklichen Lage, noch einen großen Stamm von aktiven Liga- Spielern zu besitzen. Was dies bedeutet, weiß man wohl noch von den beiden vorjährigen Spielen, die zwar für 1900 gewonnen wurden, aber großer Anstrengungen bedurften. Im morgigen Spiel haben die Blau-Weihen zwei weitere Gastspieler, die die Mannschaft, die gegen den V. f. B.-R. den Lokalkampf gewann, wesentlich verstärken wird. ,$G. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Nachdem sich einige ältere Spieler zur Verfügung gestellt haben, nimmt die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg ebenfalls an den Meisterschaftsspielen der Bezirksklasse teil und muß am morgigen Sonntag zum ersten Spiel zu den „Sportfreunden" in Wetzlar. Da die Spielstärke der Wetzlarer zur Zeit nicht bekannt ist, die „Teutonen" längere Zeit pausiert haben und die Mannschaft in der Mehrzahl aus älteren Spielern besteht, ist der Ausgang dieses Spieles nicht vorauszusagen, Naunheim - Luftwaffe. Vor einer schweren Aufgabe steht die Luftwaffe, die bei Tuspo Naunheim gastiert. Hier ist man auf das Kräfteverhältnis der beiden stärksten Mannschaften dieser Staffel gespannt. Der Sieger ist schwer vorauszusagen. Gpielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — Cid) 1. Igd. 1:1 (1:0). Dieses Spiel brachte eine große Ueberraschung. Konnte doch Lich das Spiel unentschieden gestalten, obwohl Leihgestern in seiner zur Zeit stärksten Aufstellung antrat. Dem Spielverlauf nach wäre ein zweistelliger Sieg Leihgesterns gerecht gewesen. Daß es nicht dazu kam, lag an dem Schubpech des Leih- gefterner Sturmes und an dem überaus sicheren Torhüter von Lich, der die bestgemeinten Schüsse meisterte, ferner verteidigte Lich das ganze Spiel hindurch mit acht bis neun Mann. Daß durch eine solche Dielbeinige Mauer keine Tvre zu erzielen wa-- ren, ist verständlich. Fand der Leihgesterner Sturm aber trotzdem hier und da eine Lücke in der vielbeinigen Mauer, bann stand im Tvr der hervorragende Licher Tormann, der alle sich bietenden Gelegenheiten zunichte machte. Am kommenden Sonntag findet bas Spiel Gro- ßen-LrNden gegen Leihgestern statt. Nach den am Sonntag gezeigten Leistungen gegen Lich müßte ein Leihgesterner Sieg im Bereich des Möglichen liegen. Da Großen-Linden auf eigenem Platze schwer zu schlagen ist, muß allerdings um den Sieg gerümpft werden. Die zweite Jugend spielt zu Hause gegen Garbenteich. Handball. Gauklasse. Pfungstadt — Luftwaffe Gießen. Die Luftwaffe unternimmt die Reise nach Pfungstadt. Nach dem klaren Sieg über Friedberg ist man Stuhl das Kalk nähr- und Kräftigungsmittel für jedes Lebensalter. Hergestellt nach Vorschrift der UniverslIHts- professoren Dr med Emmerich und Dr Loew. Kalzan festigt Knochengerüst und Zähne und erhöht die Widerstandskraft gegen Krankheiten. Von besonderem Wert für Mutter und Kind. Kalzan beugt Gesundheitsstörungen vor, die sich im Alter leicht einstellen. Erhältlich In allen Apotheken und Drogerien In Pulver- und Tablettenpackung. Karin Grunelius Roman von Guiöo K.Branö 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Soll ich wiederkommen, Signore? Morgen?" „3a, natürlich! Ich muß das Bild doch fertig malen!" verabschiedete er sie. Dann rief er ihr noch nach: „Ich sag' dir noch Bescheid!" Ihm fehlte plötzlich jede Lust zur Arbeit. Wie gewaftig dehnte sich das Meer, tiefblau und regungslos, in den Himmel, der sich fast weiß am Horizont abhob! Bizarr und wie in unbändigem Uebermut türmten sich die Felsen in die hängenden Gärten von Sampieri hinein. Die weißen Mauern und roten Dächer der verschrobenen alten Häuser, die wie Trauben am Berg hingen, hoben sich grell aus dem Grün heraus, das von dem dunkelsten Schatten bis zu den silberhellen Blättern der Olivenbäume schimmerte. Zwischendurch leuchtete eine steile Treppe; an Luccates Wirtshaus zeigten ein paar grellrote Sonnenschirme, daß es ein ganz besonderes Haus war. Eine Landschaft lag vor ihm, wie er sie sich als Maler nicht schöner, romantischer hätte träumen können. Aber jetzt schien sich ein grauer Vorhang darüber gelegt zu haben. Unwillig packte er die Staffelei, klappte den Kasten und den Stuhl zusammen und rief einen der herumspielenden Jungen, ihm beim Tragen zu helfen. Mit wildem Geschrei stürzten sich ein halbes Dutzend Knaben auf die Gegenstände, rissen sie sich gegenseitig aus den Händen, bis Bröger mit einem donnernden Fluch dazwischenfuhr. Nicht weit von der Stelle stand eine verlassene Hütte, in der er alles unterbrachte. Eir Fischer hatte sie ihm mit dem Boot überlass«>n auf dem er jeden Morgen, ehe er zu malen anfmg, auf das Meer hinausruderte. Als er die knirschende Tür wieder abschloß und den Jungen ein paar Saldi hinwarf, hatte er das Gefühl, als würde er heute nicht mehr malen können. Irgendwie spürte er, daß seine Sicherheit erschüttert war, daß seine Gedanken, die sich bis jetzt so sorglos dem Tag hin- fleben konnten, eingeengt wurden. War es nun das schaurige Erlebnis, ein Flugzeug wie einen toten Vogel aus der Sonne stürzen zu sehen? Oder hatte das Mädchen, das jetzt schlafend in Luccates Haus lag, ihn verwirrt? Die dunklen Haare, die wie ein Kranz um das schöne Gesicht lagen ... die merkwürdigen, still erstaunten und fragenden Augen, die unergründlich zu fein schienen ... Das müßte ich einmal malen ... sagte er vor sich hin. Noch nie hatte er sich beeilt, wenn er die Arbeit beendete und nach Hause ging. Jetzt ertappte er sich dabei, wie er mit langen, schnellen Schritten die steilen Wege unter die Füße nahm. Riccardo lief ihm wie zufällig auf einer Treppe entgegen. „Sei morgen wieder am Felsen! Ich muß das Bild doch fertigmachen. Entsckuldige, wenn ich dich vorhin etwas angesahren have." Ein Leuchten glitt über das dunkle, schmale Ge- icht des Mädchens, eine aufsteigende Röte ließ hre Wangen wie Samt aussehen. „Si, Signore!" lästerte sie und ging beschwingt und voller Grazie weiter. Als müßte sich Bröger gegen einen Ueberfall wehren, sagte er ein paarmal vor sich hin: „Natürlich muß ich das Bild fertig malen! Ganz klar ... halbe Arbeit gibt es nichts 6. Günther Merck sah nichts als zwei weiße Kittel vor sich. Mit dem Denken ging es noch ein wenig schwer, denn immer schoben sich ganz andere Dinge dazwischen und verwirrten ihn. So viel er sich auch fragte, wie er in dieses Helle Zimmer hineingekommen sein mochte und weshalb er eigentlich nicht am Steuer seines Flugzeuges saß und auf Berlin zusteuerte ... er konnte es sich nicht erklären. Er versuchte, den Arm zu heben. Aber der Arm schien gar nicht da zu sein. Mit aufgeriffenen Augen starrte er an sich hinab ... da lagen doch zwei Hände!! Ach so! Die eine konnte er heben, aber die andere war irgendwo festgenagelt! „Ganz still liegenbleiben!" hörte er den einen der weißen Kittel sagen. „Soweit ist alles in Ordnung." Günther wunderte sich, daß der Mann ein so merkwürdiges Deutsch sprach. Aber bann fragte er dock zuerst nach Karin Grunelius. Niemand wußte Bescheid, wer das fein sollte, bis eine Krankenschwester darauf kam, daß es vielleicht eine Dame fein könnte, die mit aufgefischt worden war. Ein jäher Schmerz zwang Günther, die Augen zu schließen. Furchtbar bohrte sich die Vorstellung in sein Hirn, daß Karin ertrunken sein könnte. Plötzlich sah er wieder das Meer und den auf« spritzendem Gischt um sich, hörte einen schmetternden Aufschlag und das Gurgeln des Wassers über sich. Mein (Sott, wenn Karin nicht mehr lebte ... und er trüge die Schuld daran? Flehend kam es noch einmal über feine Sippen: „Wo ist Karin?" Erst als man ihm sagte, daß in Sampieri Nachforschungen angestellt würden, beruhigte er sich. Um seine Brust glaubte er einen Panzer zu haben, unter dem ' ihn ein bisher unbekannter Schmerz quälte. Aber ohne daß er erfuhr, was ihm fehlte, verließen ihn die Aerzte. Mit einem müden Blick sah er ihnen nach, legte sich wie zerschlagen zurück und versuchte, sich einige Zusammenhänge zu erklären. Nur eins schien ihm gewiß zu sein, wenn er durch die offenen Fenster ins Freie schaute. Weder Die Bäume noch die roten Dächer in der linken unteren Ecke bewegten sich. Auch die weiße Wolke, die hinter dem kleinen Kamin hing, wollte nicht näherkommen. Wie lange er so ohne rechtes Bewußtsein und im Halbschlummer gelegen hatte, konnte er sich nicht vorstellen, als ihn eine zarte Stimme, das sehr behutsam weiche Streicheln einer schmalen Hand in die Wirklichkeit zurückrief. „Günther!' Willst du nicht endlich auswacken!" hörte er jemanden sagen. Vor feinem Gesicht schien noch ein hauchdünner Schleier zu hängen, der alle Gegenstände unscharf machte und jede Entfernung aufhob. — „Karin! Du bist es!" sagte er mit einem beseligten Gefühl, das ihn allen Schmerz vergessen ließ. Er machte den Versuch, sich aufzurichten. „Bleib liegen, Günther! Ja, ich bin es und völlig gesund! Mir ist nichts passiert! Gar nichts, hörst du!!" wiederholte sie, als sie beobachtete, wie Günther von neuem die Augen schloß. „Gott fei Dank, Karin! Ich bin sehr glücklich darüber. Und unsere Maschine?" Sie glaubte ihn aufheitern zu müssen und lackte: „Abgesoffen! Rettungslos! Hundert Meter tief ließt sie auf dem Meeresgrund! Aber dich hat es, wie ich hörte, erwischt, wie? Rippen-, Armbruche, Fleischwunden!/ Bist auch ganz schön verbunden. Siehst aus wie eine halbe Mumie!" Ihre burschikose Art hatte etwas Verkrampfter und Erzwungenes. Aber mit Jammern und hilf' losem Gestammel wurde auch nichts gebessert. Sie war ein wenig erschrocken, als sie ihn vorhin von der Tür aus hatte daliegen sehen, blaß und unförmig vorn Verband. Günther lächelte. Daß er Karin unverletzt vor sich wußte, beruhigte ihn. Jrn gleichen Augenblick kam Ordnung in seine Gedanken. Nur begriff er nicht, was die beiden Polizisten von ihm wollten, die neben den weißen Kitteln standen, deren er sich noch als Aerzte erinnerte. „Ich glaube, es ist doch besser, wenn die Herren später wiederkommen?" meinte Karin zu Doktor Carli, der als Dolmetscher mitgekommen war. „Was ich berichten konnte, wird vielleicht vorläufig genügen, wie? Aus Herrn Merck werden Sie kaum etwas Vernünftiges herausbekommen." Doktor Carli, ein jüngerer, sehr eleganter Arzt, Assistent am Krankenhaus Santa Margherita, war der gleichen Meinung und legte den Polizisten, die den Auftrag hatten, den aufsehenerregenden Vorfall zu untersuchen, nahe, Karins Sitte Folge zu leisten. Uebermorgen kämen sie wieder, verdolmetschte er ihr, nachdem sie sich mit einem strammen Gruß entfernt hatten. „Ich will auf stehen!" kam es plötzlich aus den Kissen. „Wie lange soll ich denn überhaupt st baliegen? Wir haben doch allerhand zu besorgen in Berlin!" meinte er vorwurfsvoll. Mit besorgtem Gesicht beugte sich Karin über ihn und strich sanft über seine Hand. Was ihr Doktor Carli im Empfangszimmer mitgeteilt hatte, war wenig ermutigend. Vier, wenn nicht noch mehr Wochen mußte Günther im Krankenhaus bleiben, bis alles ausgeheilt war! (Fortsetzung folgt) Backwunder Reese-Gesellschaff,Hameln Man verlange beim Einkauf Möbelhaus fäuhl Berat und Schule für s Leben Hvcheshelm — Niedergirmes und Garbenheim — Katzenfurt find die Gegner im Kreis Wetzlar. HJ.-Spiele im Bann 116. Li ch Igd. — M t v. Gießen 1. Igd. Die Gießener konnten in den bisherigen Spielen die Punkte erringen. Lich hat nach feinem ersten Punktspiel pausiert. Dies wird mit dazu beitragen, daß die Gießener das Spiel siegreich gestalten. Holzhei m* — Lang-Göns. Lang-Göns muß man als die stärkste Einheit in dieser Grupe bezeichnen. Im letzten Spiel hatte jedoch Holzheim in Gießen einen wurfsreudigen Sturm. Die Gäste müssen sich daher schon vorsehen, um keine Ueberraschung zu erleben. M t o. Gießen 2. Igd. — Grüningen Igd. Die zweite Mannschaft der Gießener hat in ihrer Staffel einen schweren Stand. Trotz allem Können werden sie Grünin>gen die Punkte überlassen muffe n. B3.«$piele im Bann 116. M tv. Gieße n—W atzenborn-Steinberg. Die Kleinen aus Watzenborn tragen ihr erstes Spiel aus. Bringen die Gießener die letzten Leistungen auf, so rst ihnen der Sieg sicher. Heuchelheim — Lang-Göns. Heuchelheim wird versuchen, auf eigenem Platz die ersten Punkte zu erzielen. Lang-Göns konnte in den letzten Spielen nicht überzeugen. Arbeitstagung des deutschen Dichter- treffens in Weimar. SBeimar/24. Ott. (DNB.» Die Arbeit», tagung des deutschen D i ch t e r t r e f f e n s wurde im Kreishaus zu Weimar von Ministerialdirigent Hägert, dem Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, eröffnet. Er wies u. a. darauf hin, daß während im Osten die deutschen und verbündeten Armeen den Todfeind europäischer Kultur schlagen, sich in Weimar, der geheiligten Stätte deutschen Geistes, eine geistige Auslese aller europäischen Nationen treffe, um für die kommende gemeinsame Arbeit einen Grund zu legen. „Möge das Schaffen der Dichter aus den Weimarer Tagen eine Förderung erfahren und Werke in kommender Zeit erstehen, die eine seelische Erhebung unseres Volkes bedeuten." Regierungsrat (Erdmann ging als der verantwortliche Sachbearbeiter für deutsche Autorfragen im Reichspropagandaministerium auf Sinn und Zielsetzung der Weimarer Tagung ein. Der von der Ostfront auf Urlaub zurückgekehrte junge Dichter Hans Baumann sprach über. „Bewährung des Dichters", während der Dichter Moritz Zahn die Marschrichtung aufzeichnete, die die Dichter der europäischen Länder in der Zukunft zu gehen haben. — Zu der Tagung waren Grußtelegramme u. a. von Knut Hamsun und Sven Hedin eingegangen. Kunst und Wissenschaft. »Heimkehr" — »Film der Nation." Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda hat dem Ucicky-Film der Wien-Film „Heimkeh r" das höchste Prädikat „Film der Nativ n" verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing Filmregisseur Gustav Ucicky und überreichte ihm nach Emil Iannings als zweitem deutschen Filmschaffenden den mit der Erteilung dieses Prädikates zur Verleihung kommenden Film- ring. „Zugvögel der Liebe.* Der seinerzeit von uns besprochene Roman .Zugvögel der Liebe" von Anton Schnack, dessen deutsche Ausgabe im Verlag Paul List, Leipzig, erschienen ist, wurde ins Tschechische übersetzt. Die tschechische Ausgabe erscheint im Verlag Mazac, Prag. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 dis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschlossen. spannt welches Resultat sie dort erzielt. Pfimg- strdt spielte schon im letzten Spieljahr Bereichsklasse. Sreisklasse. Luftwaffe 2. — Heuchelheim. Heuchelheim stellt jetzt wieder eine aktive Mann- föaft Da die letzten Spiele der Luftwaffe immer weder abgesetzt werden mußten, wird sie versuchen, br ersten Punkte zu erlangen. Kann Heuchelheim ir.f ältere Spieler zurückgreifen, so muß man das i bie yfflismt Benn i in Gießen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 38571 an den Gießener Anzeiger erbet. Soviel, wie man verdient» soU man nicht ausgeben. Jeder kann regelmäßig einen Teil seines Verdienstes abzweigen und zur Sparkasse bringen. Es kommt nicht auf die Höhe der Einzahlung an, es kommt darauf an. daß überhaupt gespart wird. Darum gehe am 30. Oktober zur Sparkasse und lasse Dir ein Sparkassenbuch ausstellen. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goefhestr.32 K5Ö -ElNIUCHTUNGEM Gießen. Bahnhofstraße. ll etneres IfiDdlldirs Anwtseo mit einig, Morgen Wiese u. Acker sq pachten gesucht. «seD Johannes Becker,Bildhauer Oberwilllngeu über Arnstadt. Gießen, den 24. Oktober 1941 x______________________________03570 Ihre Vermählung geben bekannt Werner Girard et Gertrud Girard et geb. Volck Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher> r. Z.Steyerbg .-Stolzenau — Bahnhofstr.43 Kirchl.Trauung Sonnt. 15 Uhr Stadtkirche \03548/ [Meter ’h üleich !M°stl s'Wch 8 Mittel Ankauf nur gegen sofortige Kasse Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Mäckeler kaufm. Leiter der Eibia-Werke Else Mäckeler, geb. Stroh 25. Oktober 1941 einjährige Handelsfach klasse noch bis 1 November 1941 Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen Goethestraße 32 Ruf 2486 SIMM Fernr. 37526 9mnm Fernruf 285 Fernruf 41332 MS für gf «uropö 'Mikum. ; M-NSlN ^setzen Kimen i Ibis, in Btilniisliiit 500 Stück, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 03493 an den Gießener Anzeiger erbet. ’S” Mer Sng MW iS ler V31931 der Schm utz^^öser mit‘tier Doppelwirkung FRAU MULLER Frau Müller spart beim Waschen Seife, Arbeit und Geld. Die Wäsche wird klar und hält länger. Ganz einfach! 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