(9b Jahrgang Nr. 228 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen: Gietzener Familienblätter Heimat nnRild-DieScholle Be-ugSvreis: Monatlich-------RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Ammern infolge höherer Gewalt ffernivrechanschlutz 2251 Dmbtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M. Donnerstag, 25. September 1941 Ägpy d d vonnerrr Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/.Uhr desGormittags Anzeigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstatzel 8 Platzvorschriit (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr vrühlsche Universttättdnlckerei L Lange General-Anzeiger für Oberhessen Chaotische Verhältnisse unter den eingekesselten Bolschewisten. Der Wehrmachtbericht. D71B. Aus dem Führerhauplquarlier, 24. Sept. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum ostwärts Kiew wurden gestern weitere Teile des Feindes vernichtet. Der Rest Ist in zwei eng umschlossene Kessel zusammengetrie- ben, deren Luftbild chaotische Derhältnisse aufzeigt. Jn wenigen Tagen kann mit der völligen Befeiti- flung dieser Kräfte gerechnet werden. In der K r o n st ä d t e r Bucht erzielten kampf- vnd Sturzkampfflugzeuge Bombenvolltreffer auf Schlachtschiffen und einem Zerstörer der Sowjets. Im Küstengebiet des weihen Meeres vernichtete ein Kampffliegerverband ein Grohkraftwerk. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich wirksam Hegen militärische Anlagen in Leningrad und Moskau. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierten Kampffliegerverbände in der letzten Rächt Hafenanlagen am St.- Georgs-Kanal sowie der Südküste der Insel. Gröhere Brände, 41. a. in Wilfordhaven, liehen den Erfolg .dieser Angriffe erkennen. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs- Heblet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. Schlachten von Gefangene Panzer 3332 3205 401 570 Die Rekordzahlen von Kiew. Von unserer Berliner Schriftleitung. Noch niemals sind während des Weltkrieges und Les jetzigen Krieges so viele Gefangene gemeldet worden wie bei Kiew. Es wurden gemeldet nach den Geschütze 1809 3120 1388 2100 350 Dialystok-Minfk (11.7.) 323 898 Smolensk (7. 8.) 310 000 Uman (9.8. bzw. 19.8.) 163 000 Kiew (23. 9.) 380 000 Tannenberg (31.8.1914) 93 000 Die höchste bisher erreichte Gefangenenzahl un Vstfeldzug wurde in der Schlacht von Bialystok- Minsk erreicht. Es war nicht die höchste Gefangenen- zahl, die in diesem Kriege überhaupt erreicht wurde. Im Vorjahr, am 3. Juni 1940, wurde berichtet: „Die im Zug der großen Dernichtungs- schlacht in Flandern und im Artois gefangenen Engländer und Franzosen haben die Zahl von 330 000 erreicht." Die große Umfassungsschlacht im Westen brachte also noch mehr Gefangene als die Schlacht von Bialystok-Minsk. Trotzdem hat der Wehrmachtbericht vom 11. Juli 1941 diese Schlacht „die größte Material- und Umfassungsschlacht der Weltgeschichte" genannt. Und das mit Recht. Denn die Zahl der blutigen Verluste des Feindes überstieg bei Bialystok-Minsk weitaus die entsprechenden Zahlen der Franzosen und Engländer im Juni 1940. Alle diese Ergebnisse sind übertrumpft durch die Schlacht von Kiew, wo sich die Gefangenenzahl bis jetzt auf rund 380 000 beläuft. Vier Armeen mit 50 Divisionen sind vernichtet. Und nun kommen wir zu den B.eutezahlen, die überaus interessant und unterschiedlich sind. Dor allem fällt auf, daß die Zahl der bei Uman und im Gebiet von Kiew erbeuteten oder vernichteten Panzer gegenüber den Zählungen von Bialystok-Minsk und Smolensk sehr stark — bis auf ein Sechstel oder gar Achtel! — zurückgegangen sind. Hier machen sich die bisherigen Materialverluste bereits bemerkbar! Den größten Verlust an Geschützen haben die Bolschewisten in der Schlacht bei Smolensk erlitten. Hier sind sichtljch starke Reserven eingesetzt worden. Bei der Vernichtungszahl an Geschützen im Kiewer Raum sind zwei Umstände bemerkenswert: Einmal hat die Feldarmee Budjennys schon bei Uman und in den vorher gehenden Kämpfen von Lemberg an schwerste Einbußen erlitten, auf der anderen Seite war das eigentliche Festungsgelände von Kiew mit Artillerie reichlich garniert. Um diese neuen Verluste im richtigen Zusammen- hang zu sehen, seien die Angaben des Wehrmacht- berichte vom 22. August in Erinnerung gerufen. Er verzeichnete 1250 000 Gefangene, rund 14 000 erbeutete oder vernichtete Panzer, 15 000 Geschütze und 11 250 Flugzeuge. Rach dem Wehrmachtbericht vom 19. September erhöhte sich die Zahl der Sowjetgefangenen aus 1,8 Millionen. Dazu kommen jetzt die Rekordergebnisse von Kiew. 3n erbitterten Kämpfen weitere Leite der Vesestigungsanlagen Leningrads genommen des Vormarsches wichtige Bergstellung ist genommen, deren Besatzung niedergemacht oder geflüchtet. Die Nacht spendet kurze, wohlverdiente Ruhe. Kalter Wind schnaubt zwischen den Stämmen durch. In den Gräben sammelt sich Wasser. Irgendwo müssen die Sowjets einen Weg gebaut haben, aus dem sie ihre Panzer heranbringen konnten. Kaum ist es Tag, beschießen sie die ihnen entrissene Höhe. Doch haben sie nicht mit der Schnelligkeit unserer Fahrkolonnen gerechnet. Auf „Wegen", die größtenteils quergelegten Baumknüppeln ihre Ent- tehung verdanken, wurde Pak nach vorn ge- i rächt. Sie macht drei Sowjetpanzer unschädlich und den Weiterweg für das Bataillon frei. Nachmittag. Im diesigen Nebellicht schleicht ein feindlicher Spähtrupp, bestehend aus fünf Mann, an die vordere deutsche Linie heran. Da ist er schon in den Schußbereich eines MG.-Trupps geraten, der das Feuer eröffnet. Die Fünf antworten mit modernen automatischen Waffen. Vergeblich! Drei, darunter ein Oberleutnant, sind tot, die beiden anderen ergeben sich. Der folgende Tag sieht das Bataillon ein großes Stück weiter vorn in einem schwer durchdringlichen flachen Wald, in dem Banden erspäht werden sind. Das Waldstück wird in seiner ganzen Breite systematisch durchgekämmt. Eine Kompanie stoßt auf eine feindliche Vorpostenkette. Dahinter sind stärkere feindliche Kräfte. Im kühnen Entschluß wird sofort der Angriff votgetragen. Das Feuer der Maschinengewehre und der Granatwerfer zerhackt den auf so rasches Zupacken nicht gefaßt gewesenen Gegner. Wohl wehrt er sich verzweifelt, rufen sie auch hier wieder ihre Panzerkräfte zu Hilfe, doch ihre Kraft erlahmt zusehends. Nach zwei Stunden hartnäckigen Ringens ist der Feind auch aus dieser Stellung gewichen. Er hatte große Verluste. Unsere Leute bauen die eroberte Verteidigungsstellung aus, bereiten den gefallenen Kameraden eine würdige Ehrenstätte. Die Verwundeten werden auf langen beschwerlichen Wegen nach hinten getragen bis zur Straße. Für die nächsten Tage übernimmt die inzwischen herangekommene Einheit Die Führung im Vorgehen. Das Bataillon hat die ihm übertragene Aufgabe, tief in die Flanke des sich an der Straße festklammernden Feindes einzudnrn qen, in zwei siegreichen schweren Gefechten und nach tagelangen Marschen erfüllt. Die sowjetischen Der- teldigungsstellungen sind auf der ganzen Lime ins Wanken geraten. Ein großer deutscher Sieg ist an- gebahnt und wird im Zusammenwirken der planmäßig eingesetzten Truppenteile erkämpft — Die Bresche im nordkarelischen Wakdland ist geschlagen. Der deutsche Stoß sitzt tief. Sieg -ersittlichen Kräfte Von Oberbefehlsleiter Erich Hilgenfeldt, Reichsbeauftragter für das Winterhilsswerk. Mit heißem Herzen verfolgt das deutsche Volk in diesen Monaten das Ringen im Osten. Täglich erhalten wir Kunde von den glänzenden Heldentaten unserer Soldaten an allen Fronten, insbeson» dere von ihren heldenhaften Kämpfen und Siegen in der Weite des sowjetrussischen Landes. Stündlich wird dort von jedem einzelnen der ganze Mann gefordert! In diesem Kampf geht eo nicht um Augenblickserfolge, es geht um die Zukunft Deutschlands, wie um die Neugestaltung ganz Europas. In einem opferbereiten Einsatz ohnegleichen hat der deutsche Soldat die Gefahr des kaltbrutalen bolschewistischen Dernichtungswillens gebannt, dessen Durchsetzung bereits in umfassender Weise mit allen zur Verfügung stehenden militärischen und politischen Machtmitteln von den bolschewistischen Machthabern geplant und vorbereitet war. Dieser Vernichtungsstoß sollte das deutsche Volk bis ins Mark treffen, die Grundlagen unseres kulturellen Lebens zertrümmern, die Ordnung in Chaos, den Aufbau in Zerstörung verwandeln. Diese Gefahr ist gebannt, sie ist gebannt dank einer glänzenden und überlegenen militärischen Führung und dank der beispiellosen soldatischen Leistung der Truppen. Wenn man einmal tiefer die Frage durchforscht, auf welchen Voraussetzungen diese, die Welt immer wieder in Staunen und Bewunderung versetzenden Erfolge beruhen, so ergibt sich dabei, daß nicht allein die militärtechnischep Mittel unserer Sol- baten die Ueberlegenheit gegenüber einem auf reine Vernichtung eingestellten Gegner sichern, sondern, daß hieran auch die die Haltung des deutschen Soldaten bestimmenden sittlichen Kräfte ihren wesent- lichen Anteil haben. So besitzt auch für unseren Kampf das Wort Scharnhorsts Geltung, „daß zu allen Zeiten nicht nur die physischen Kräfte entschieden, sondern daß es ebenso sehr auf die moralischen ankam". Die Liebe zu Volk und Heimat, die Verbundenheit des einzelnen mit der Schicksalsgemein, schäft seines Volkes, seine Stärke, sein Mut und seine Ausdauer, seine Einsatzfreudigkeit und Opferbereitschaft sind Faktoren, die — ebenso wie die äußeren militärischen Machtmittel — dann von besonderer, ja entscheidender Bedeutung sind, wenn ein Volk, wie unser Volk heute, zu einem Waifen- qang auf Tod oder Leben gezwungen wird. Diese sittlichen Kräfte zu wecken und sie im Leben unseres Volkes in ständiger Wirksamkeit zu erhalten, hat sich die NSDAP, als eine ihrer Hauptaufgaben gestellt Ihre Organisationen mit den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden dienen in ihren viel- Degradierte britische Generale. n mußten. Erfolgreiche Lustangriffe im Raum von Charkow. Berlin, 24. Sept. (DNB.) In ununterbrochenen Einsätzen wurden Eisenbahnlinien und Straßen im Raum von Charkow angegriffen. Dabei wurden 38 Eisenbahnzüge getroffen und zum Teil zerstört, die Gleise unterbrochen, abgestellte Munitionszüge in Brand gesetzt. Eine große Anzahl beladener Eisenbahnwagen flog in die Luft, dabei wurden auch Bahnhofsgebäude und Lagerhäuser durch den .Luftdruck zerstört. Im gleichen Raum griffen Kampfflugzeuge sowjetische Panzer an. Zahlreiche Panzer wurden vernichtet. Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen wieder Artilleriestellungen und Feldbefestigungen sowie Bahnhöfe auf der Landbrücke zur Krim in rollendem Einsatz an. Starke Explosionen und Brände wurden beobachtet. Eine große Zahl von Geschützen wurde zerstört. Verzweifelter Ausbruchsversuch -er Sowjets gescheitert. Durchstoß im nordkarelischen Waldland Von Kriegsberichter Jos. G. Blattl. Maisky warnt London vor vagen Hoffnungen. Von unserer Berliner Schriftleitung. müssen. Keine leichte Sache bei der mangelnden Sicht. Eine besondere Gefahr bilden die Minem womit die Sowjets glaubten, unseren Vormarsch aufhalten zu können t Ä M t Plötzlich Schüsse i m K l e f e r n d lck i ch t. Eine Kompanie steht am Fuß eines kleinen Berges, von dem aus der Gegner unser Vorwartskommen >u stören versuchte. Also gilt es: Hinaus. Der §emd schient aus Erdlöchern heraus und von den Kronen der Baume herab Wenn es ihnen nicht gelingt, un (ehten Augenblick noch das Weite zu suchen, wer- den sie erledigt. Aushalten können sie den Sturm n cht Vergeblich sucht« sich der F-.nd unsichtbar zu maeben Ihrerseits die Baumdeckung ausnutzend, arbeiten sich unsere Soldaten in das Bolschow,sten- nelt Im Nahtampf überwältigen sie den Gegner, der M und erbittert wehrt. 2tS jur tue. Sicherung neraf Winter" oder „General Dreck" oder „General Epidemie". Der „Daily Telegraph" schreibt im Anschluß an die Feststellungen Maiskys: „Es hat kernen Zweck, mit dem Nachlassen der Angriffe eines Feindes zu rechnen, der immer noch furchterregend und gut ausgerüstet ist und sich heutzutage im Besitz eines beträchtlichen Teils der sowjetischen Hilfsquellen befindet." _ , Mit der Degradierung englischer Lieblingsgene- rale ist es nicht getan. Das Problem ist sehr viel verzwickter. Die Amerikaner haben durch John Biggers, den Londoner Vertreter zur Durchführung der Englandhilfe, mitteilen lassen, daß die Vereinigten Staaten den Höhepunkt ihrer Nüstungserzeu- gung kaum vor 19 43 erreichen werden. Angesichts der dringenden sowjetischen Hilferufe ist diese Erklärung eine Katastrophe für die Engländer, die sich immer auf die Hilfe anderer verlassen Die Eng- tänber erzeugen an Stahl und Eisen nur die Halste besten, was die Sowjetunion als Höchstmaß produzieren konnte, nur ein Fünftel dessen, was der großen Leistungsfähigkeit Deutschlands auf Grund feiner europäischen Machtstellung möglich ist. In den unendlich wichtigen Werkzeugmaschinen ist aber England gänzlich auf die Vereinigten Staaten angewiesen. Die „Daily Mail" sagt daher auch zu der Bitte Maiskys um mehr Flugzeuge und mehr Pan- zer, daß alles davon abhänge, ob d i e- a m e r 11 a ■ nischenHersteller fähig sind, „uns die Werk- zeuge, die wir benötigen, zu geben sobald sie genau wissen, was wir brauchen. Ein Mitarbeiter be< schon erwähnten John Biggers bei der Durchführung der USA.^ilfe an England verlangt aber nun seinerseits bessere Informationen aus Großbritannien und erklärt, es sei besser, Gefahr zu laufen, dem Feind einige Informationen zu liefern, als den Partner uninformiert zu lassen. So wird die Verantwortung für die Lieferunsahigkeit von einem Teil dem anderen Teil zugeschoben. Englische Geistliche versichern Maisky ihre Sympathie und Bewunderung. Stockholm. 24. Sept. (DNÜH «Eiche der Anglikanischen Kirche aus der Grastchast Essex haben an den Botschafter der Sowjetunion m Lon- bon, den Juden Maisky, ein Schreiben gerichtet m bem es unter anderem heißt: „In Anbetracht dessen, daß zwischen uns früher Unstimmigkeiten geherrscht haben, sehen wir uns heute ver- anlaßt, Ihnen jetzt u n s e r e S y m p a thien un d unsere Bewunderung für die ruhmreichen Taten der Sowjetarmee zum Ausdruck zu bringen. Wir sind dessen gewiß, daß uns in unserem gemein, famen Kampf gegen die heidnischen Kräfte des Faschismus der Sieg geschenkt wird und versprechen der Sowjetunion, die für die Kultur der Menschheit kämpft, unsere Hilfe mit Wort und Tat" Das Schreiben trägt die Unterschrift eines Bischofs, 14 Geistlichen sowie des Kirchenaltesten. Berlin, 24. Sept. (DNB.) Nach heftigen Kämpfen vor Leningrad nahmen deutsche Truppen weitere Teile der Befestigungsanlagen. Eine Division Drang in tief ausgebaute und durch Bunker verstärkte Feldstellungen der Sowjets ein und eroberte nach harten Häuser-" und Straßenkämpfen einen größeren Ort vor Leningrad. Eine andere Division stieß mitten in einen sowjetischen Angriff hinein und erreichte einen Panzergraben am Rande einer Ortschaft. Andere Verbände eroberten in erbittertem Häuserkampf eine Ortschaft und Netzten im Nahkampf zahlreiche Bunker außer Gelecht. Eine starke Feldstellung, m der die Bolschewisten hartnäckigen Widerstand leisteten, wurde ge- •nommen. Unter schweren Verlusten wurde-i die bolschewistischen Verteidiger aufgerieben, Einheiten Der deutschen Luftwaffe griffen an allen Stilen iber Front vor Leningrad erfolgreich in den CrD= ffampf ein und unterstützten das Vorgehen der In- ^Sehr'starke Kräfte der Luftwaffe konzentrier- tfen ihre Angriffe wiederum auf die tm Raum non Leningrad eingeschlosfenen Sowfettruppen. In »enden Einsätzen zerschlugen Kamps- und Sturz- -ampsslugzeuge bolschewistische Artillerie, und F-ld- sstellunaen Schlachtslieger und Jager gnssen gleich- lalls in die Erdkämpfe ein. In.den Fahrzeugpark- »er Sowsets wurden große Zerstörungen erzielt. Die blutigen Verluste der Sow,etoerbande muffen wieder sehr groß fein. Allein m diesem Kampsraum wurden am 23.9. in Lustkämpsen 25 S°w,et-Flug- 3-uge abgeschossen. Leningrad selbst und °n- Dere in der Nähe der Stadt hegende Orte wurden Lombardiert, wobei eine K a s e r n e n a nla g e von einer sehr schweren Bombe getroffen wurde. Ein sowjetisches Kriegsschiff versuchte sich den deutschen Stellungen an der Küste der Insel Oesel zu nähern. Deutsche Küstenbatterien nahmendas Kriegsschiff unter Feuer. Mach mehreren Volltreffern geriet es in Brand und blieb bewegungsunfähig liegen. PK. Der Morgen graut über den nordkarelischen Waldhügeln, als8 bie Spitze aufbrach. Sie umg g nördlich die Seenfperre und tauchte '"' Walde un ter. in gelockerter Marfchovdnung D. Baume stehen schütter, versenkt von den Einschlagen u lerer Geschütze. Der weiche Boden triest vor. Ih Zieht man die Schuhe aus dem Dreck. , . sie beim nächsten Schritt tm Gras wieder sauber “spuren im Moos künden, daß g auf der Fährte des Feind e s n>etterten>egi. Es heißt fchars nach links und “'S*5 iP ricf) die Flanke schützen, denn allzu leicht kann es sch um ein Scheinmanöver des zuruckgehenden 3 '°SMnde um Stunde geht der Marsch im Wald- kmb, zwischen Höhenzügen, ins erkundet w Berlin, 24. Sept. (DNB.) Im Laufe des 23. 9. wurden bei verzweifelten Ausbruchsversuchen aus dem Kessel ostwärts Kiew wiederum starke sowjetische Kräfte vernichtet. In diesen Kämpen fiel der Kommandierende General des 46. sowfe- tifdien Armeekorps. Die großen Erfolge un der Um- fassunqsschlacht ostwärts Kiew sind mit g e w a l - ! igen Marsch - und K a m p f l e l st u n g e n derJnfanterie verbunden. Eine hervorragende Leistung vollbrachte am 21. 9. ein Jnfanterleregl- ment, das kämpfend und marschierend eine Strecke von 90 Kilometern zurücklegte. Die Marschleistung wird vor allem dadurch unterstrichen, daß die Truppen sich auf schlechtesten Wegen und in tellwe, e wegelosem Gelände oorwartskampse Der Londoner Sowietdotschafter, der Jude Maisky, hat in der Handelskammer der City sich beschwert über jene kümmerliche Propaganda, die mit immer neuen vagen Hoffnungen und unbe= timmten Stichworten von einem Tag zum anderen hüpft, die keine Wirtlichkeit und keine Leistung hinter sich hat, sondern mit Wortgeklingel die Leute bei der Stange halten will. Die Sowjets wissen, daß ihnen heute nur „ein Niagara-Fall" von Lieferungen aus England und den Vereinigten Staaten helfen kann. Sie waren zuerst grobe Förderer, dann bemütige Bittsteller. Jetzt brennt ihnen das Feuer derart auf den Nägeln, daß sie eine Sitzung Der Londoner Handelskammer zur Tribüne machen, um ihre Forderungen als das Gebot der letzten ötunbe hinauszuschreien. Maisky sagte: „Das Schicksal der Menschheit durch viele Generationen hindurch wirb jetzt bei Leningrad und in der Ukraine entschieden. Zahlreiche Amateur-Strategen machen in wohlwollender Weise Propaganda für den „General Winter" und den „General b er aufgeweichten W e g e". Dies ist außer- orbentlich gefährlich. Das sowjetrusslsche Volk zieht es vor, den Tatsachen direkt in die Augen zu sehen. Die deutsche Kriegsmaschine ist stark und Die Sowjetunion befindet sich in einer harten und schweren Lage. Der moderne Krieg hat Faktoren wie Die oben genannten aufgehoben. Ich glaube, daß Der General Winter" zum Oberst und der „General der ausgeweichten Wege" zum Leutnant b e g r a - b i e r t worden sind. Es wird kaum Ruhepausen im Kriege an Der Ostfront geben, selbst wenn ber Winter noch so hart werden sollte. Das Sowjetvolk setzt seine Hoffnung nicht auf Derartige Tröstungen, sondern auf konkrete H i l f e. UnD wie antwortet Die große englische Presse? Sie erscheint im Büßerhemd. Die „Times" nennt Mm,kys Rede einen „eindrucksvollen und zeitgemäßen Aufruf" und sagt, daß es nicht mehr als recht fei, Den unangenehmen Tatsachen und ihren unausbleiblichen Folgen voll ins Gesicht zu sehen: „Ein leichtlebiger Optimismus, der auf dem Glauben beruht daß die Sowjets für uns die Arbeit leisten, muß entschlossen beiseite gesetzt werden." Sehr richtig! England muß selbst auf die Schanze. Die urenglstchen Generale Winter" und „Dreck" und „Epidemie sind von Maisky schmählich degradiert. Nichts Schlimmeres konnte Der englischen Öffentlichkeit passieren als Die Feststellung des Sowjetbotschafters, daß der Winter keinen Stillstand der Operationen verbürge. Der Winter in Osteuropa fetzt relativ spät em, im Norden von Mitte ober Ende Oktober an und Dann fortschreitend bis in den Süden, wo er erst Ende Dezember seine richtige Kraft entfaltet Der Grund für diese Erscheinung ist einfach: Die Lust über der ungeheuren osteuropäischen Landmasse ist sehr trocken, so daß viele spätherbstliche Niederschlage, wie wir sie noch unter Dem Einfluß Der atlantischen ©inDftrömungen kennen, in Wegfall kommen. Aber nun lassen wir wieder den (Englärtbern Das Wort bei tzrec Iptentlage um die bewährten tzeljer «Ge° li 6 fl£ 11 fr fr Spitzbergen I u B U jener Gnade lehrt, deren man entweder teilhaftig man besitzt, die man aber nie 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 0 U 8 l r hi n 5 $ 3 « 3 $ ist oder nicht, die erwirbt. Sowjetunion es sich beispielsweise leisten konnte, die von einer holländischen Aktiengesellschaft betriebenen Gruben Barentsburg und Grumant City zu erwerben, und durch Investierung großer Kapitalien einen schwunghaften Bergbau aufzuziehen. Bereits 1936 überstieg die Steinkohlenförderung des russischen Trustes „Arctic Ugol" die Erzeugung Norwegens erheblich. Die Ausfuhrziffern der russischen Kohlenproduktion sind seither weiter gestiegen und liegen auf mindestens 500 000 Tonnen jährlich. (Die Gesamtvorkommen an hochwertiger Steinkohle auf Spitzbergen werden mit schätzungsweise 9 Milliarden Tonnen angegeben.) Bezeichnend für das außerordentliche Interesse der Russen für Spitzbergen darf der Umstand genannt werden, daß während 1933 noch nicht ein einziger Russe auf den Inseln zu finden war, im Jahre 1935 bereits Dreiviertel der überwinternden Bevölkerung in diesem Teile Norwegens aus Grubenarbeitern bestand, die aus der Sowjetunion hergebracht waren. Einen weiteren Anreiz mag das Gebiet für Rußland damit gewonnen haben, daß die zahlreichen geologischen Untersuchungen der neueren Zeit untrügliche Anzeichen für das Vorkommen w i ch- tiger Metalle ergeben haben. In jedem Falle hat man rufsifcherseits auf der Bäreninsel, die gleichfalls zur Spitzbergenverwaltung gehört und auf halbem Wege von hier nach den russischen Eis-^ meerhäfen liegt, vorsorglicherweise eine große, sehr moderne meteorologische Station mit Radi.osender eingerichtet. Für Dänemark kommt die Einbeziehung Spitzbergens in das politische Spiel der neuen Verbündeten England—Rußland auf Grund der vorliegenden Tatsachen wenig überraschend. Auch die kaltberechnende Verletzung der Gebietshoheit eines kleinen Staates wundert hier niemand mehr. Man begreift nur nicht ganz, rote Deutschland zu schädigen ist, wenn man seine eigenen kostbaren Kohlenminen auf Spitzbergen unbrauchbar macht. Berlin, 24. Sept. (DNB.) Roosevelt bekannte am Mittwoch in der Pressekonferenz offen, daß das sogenannte Reutralilätsgefeh seinen Zielen im Wege steht. Der Präsident wurde über die Versenkung eines bewaffneten, unter britischem Geleit und unter der Flagge Panamas fahrenden Dampfers, „pink Slot“, befragt. Das Schiff stand in nordamerikanischem B e- f i h und war auf dem Wege nach Island. Roosevelt gab ohne weiteres zu, daß die „pink Star" mit einem Geschütz bewaffnet war und unter kanadischem GeIeits,chuh fuhr. Die USA.-Regierung werde die Frage der Bewaffnung von nordamerikanifchen Handelsschiffen prüfen; es werde alles getan werden, um diese Schiffe z u schützen, erklärte Roosevelt. Das würde eine Abänderung des Reutrali- tätsgesehes bedingen. Bis zur nächsten Woche werde man eine Entscheidung fällen, wie weit man mit dem Widerruf des Gesetzes gehen wolle. Das Hauptziel fei die Verteidigung der Ration, sagte er weiter. Man sollte dieses Ziel nicht durch „Einzelheiten" verwirren, wie etwa welche Flagge ein Schiff führe oder ob es mit einem Geschütz bewaffnet fei. Derartige Einzelheiten feien unbedeutend, wenn man einer Gruppe gegenüberstehe, die versuche, die gesamte Welt zu beherrschen. Es fei zweifellos, daß Handelsschiffe auf Grund internationalen Rechts bewaffnet werden dürften — behauptete der Rechtsverdreher —, das einzige, das dem im Wege stehe, fei -bas Reutralitätsgeseh. * In immer neuen Wendungen und Windungen versucht Roosevelt, seine eigenen, von ihm selbst unterschriebenen Gesetze zu umgehen und sein Volk in den Krieg hineinzuhetzen. Die Opposition meint, eine Kriegserklärung sei Angelegenheit des Kongresses und droht demgemäß, den ganzen Komplex der Fragen dem Kongreß vorzulegen. Inzwischen aber hat Roosevelt seine Lautsprecher auf das amerikanische Volk losgelassen, zunächst, wie berichtet, seinen Außenminister Cordell hüll, der für die Roosevelt sucht den Konflikt Das Aeutralitätsgeseh ist ihm im Wege. Sie ötti^tltoangWtr Äoman von Horst Nernakh Fräulein Zögling warf den Kopf zurück. Die nassen haare und die verklebten Strähnen flogen scharf nach hinten. Einen Moment sah es so aus, als treffe sie noch Vorbereitungen für eine Schlußansprache — hellwang duckte sich bereits —, dann aber schob sie die Oberlippe empor, daß die blinkende Zahnreihe sichtbar wurde, sie preßte die Zungenspitze gegen die oberen Schneidezähne und gab einen Laut von sich, der wie der Ansatz zu einem verächtlichen Gelächter klang. Es war ein Zischlaut mit einem kurz knallenden T davor. In der nächsten Sekunde fegte sie mit starr geradeaus gerichtetem Blick an hellwang und an Kathi vorüber, an die sich noch immer die Kinder wie die Kücken an die Henne drängten. Später flog oben die Tür ihres Zimmers zu. hellwang hob das Gesicht und stieß einen langen Seufzer aus. „Eine schöne Geschichte^ die Sie da angerichtet haben, Kathi", sagte er matt und hüllte sich enger in feinen Bademantel. Es schien ihn zu frösteln. Kathi grinste flüchtig, es war ein geschmeicheltes Grinsen, daß er ihr die Urheberschaft dieser Geschichte zutraute; aber ehrlich, wie sie war, wollte sie sich nicht mit fremden Federn schmücken, und sie wehrte mit einer handberoegung ab, die hell- roang an die höfliche Gebärde eines umjubelten Dirigenten erinnerte, der einen Teil des Applauses seinem Orchester zukommen ließ. „Kinder ... Kinder ...!" murmelte er kopfschüttelnd; er sah Britta und Lydia nacheinander mit langen, düsteren Blicken an — und schloß den Mund. Das waren nun seine Töchter, die Luisa ihm geboren hatte; mein Gott, was für eine heillose Rasselbrut. Vollerthun würde sich kranklachen, wenn er ihm die Geschichte erzählte; Vollerthun Die umfassendste Verdunkelung, die Australien bisher erlebte, wurde Sonntag nacht in Sydney durchgeführt. Heber eine Stunde war die Riesenstadt in tiefstes Dunkel getaucht. Es ist zu verschiedenen Unfällen gekommen. * Der britische Tanker „Beaverdale" (9937 BRT.) ist von einem Unterseeboot 300 Meilen von der Küste Irlands entfernt versenkt worden. Die Mannschaft soll gerettet fein. Der Tanker gehörte der Canadian Pacific-Reederei. Das in britischen Diensten fahrende Motorschiff „Segund o" (4414 BRT.) ist im Nordatlantik versenkt worden. Der Frachter befand sich auf dem Wege von den USA. nach England und yatte Kriegsmaterial an Bord. * In den Vereinigten Staaten sind zwei bekannte italienische Sänger, der Baß Baccaloni und der Tenor Pandi, verhaftet und nach Ellis Island übergeführt worden.. Die Sänger waren soeben erst von einer Konzertreise in Argentinien zurückgekehrt und von der Metropolitan Opera in Neuyovk erneut verpflichtet worden. prüfte die Bestände im Vorratsschrank. „Dann muß eins vom Stangl Puderzucker holen und das andere Schnee schlagen, damit wir fertig werden. Ich hol' derweil 's Kompott aus dem Keller. Mögt ihr Erdbeeren oder Mirabellen dazu?" „Weißt Kathi", schnurrte Lydia, „wo ich zwei Omelettes auf alle Fälle essen tu, moan i schon, du holst beides 'rauf." Kathi zag die linke Schulter hoch: „Ich weiß nicht, ob ich das tun berf", kicherte sie und in ihren Augen glitzerte es boshaft, „da werdet ihr schon das Fräulein fragen müssen ..." — Sie kannte sich diesen kleinen Triumph nicht verkneifen. Aber fo war sie nun einmal geschaffen, wen sie haßte, den haßte sie sozusagen übers Grab hinaus. Fräulein Zögling übrigens verließ das Haus, ohne daß Hellwang, Kathi oder die Mädel etwas bemerkten. Söhnchen war der einzige Zeuge ihres Auszuges. Er stand bei den Johannisbeeren und Zupfte, da er schon entsetztlich satt war, nur noch die reifsten und süßesten herunter. Seit geraumer Zeit bedrückte ihn schon ein Bedürfnis, zu dessen Erledigung jedoch ein Entschluß notwendig war, den er nicht recht aufbringen konnte. Beim Anblick von Fräulein Zögling, die so oft die Helferin in feinen kleinen Nöten gewesen war, begann er plötzlich lebhaft auf der Stelle zu treten und erwartete eine aufmunternde Frage; denn wie die meisten seiner Altersgenossen hatte auch Söhnchen die Eigenschaft, verbotene Dinge sehr selbständig, erwünschte aber nie freiwillig zu erledigen. Sah das Fräulein ihn nicht? Bemerkte sie denn nicht feine Not? Er rief sie vorwurfsvoll und kläglich an. Aber das Fräulein hörte nicht auf ihn. Das Fräulein rauschte vorüber. Sie schaute nicht nach rechts und nicht nach links, sie ging so schnell, sie rannte fast, als brenne das Haus hinter ihr. Söhnchen blickte ihr betroffen nach. In feinem kleinen Herzen quoll eine heftige Bitterkeit auf. Kein Mensch kümmerte sich um ihn. Passierte aber etwas, dann hieß es nachher, er solle sich schämen. Er setzte sich langsam in Trab. Hoffentlich war nur die Haustür nicht zu- gefperrt. Allzuviel Zeit hatte er nicht zu verlieren. Die Haustür war geschlossen. (Fortsetzung folgt) Aufhebung des Neutralitätsgesetzes eintrat, das von Roosevelt 1936 mit der Begründung erlassen wurde, man müsse das amerikanische Volk vor den Kriegshetzern und vor einer Neuauflage des Wilson-Abenteuers und feiner Kriegsgewi nnftler schützen. Prompt kam nach Cordell Hüll auch noch ein größerer Lautschreier, der berüchtigte Marineminister Knox. Dieser Fanatiker sagte, die Schlackt der Sowjetunion sei von direkter weit- tragender Bedeutung für die Situation der USA., die Kriegsschiffe der USA. müßten also an einem anderen Kampf „für die menschliche Freiheit", will sagen, Roosevelts utopische Weltmachtpläne, teilnehmen, nach einem anderen Bericht hat Knox sogar die Teilnahme des amerikanischen Landheeres an Expeditionen über See gefordert. Mit großem Geschrei hat nun die amerikanische Judenpresse den Fall „Pink Star" auszuwälzen versucht. Roosevelt faf) sich bemüßigt, diesen Fall auf einer Pressekonferenz näher zu umreihen. Und dieses Schiff, das nicht zur USA.-Flotte gehörte, sich innerhalb eines feindlichen Verbandes bewegte, sei in den grönländisch-isländischen Gewässern versenkt worden. M i t Fug und Recht, wird jeder, der nicht in der seltsamen Geistesverfassung Roosevelts ist, sagen. Der Herr des Weißen Hauses will die Unterstützung des im Todeskampf stehenden England mit allen Mitteln. Dabei ist ihm das Neutralitätsgesetz im Wege. Verfassungsbestimmungen und Völkerrecht spielen für ihn keine Rolle. „Derartige Einzelheiten sind unbedeutend!" Was tut es da schon, wenn das versenkte Schiff gar nicht unter USA.-Flagge fuhr, wenn es sich in einem britischen Geleitzug befand, bewaffnet war und schließlich doch auf dem Umweg über Island zum Kampf gegen Deutschland bestimmtes Kriegsmaterial nach England bringen sollte? Das sind „unbedeutende Einzelheiten" für den Kriegssucher Roosevelt! Er wünscht den bewaffneten Konflikt, der es ihm möglich macht, den Widerstand des größten Teiles des USA-Volkes zu besieaen, den alle Hetze und alle Verdrehungen und Agitationsmanöver nicht niederringen konnten. Nach Wildwestmanier fetzt sich Roosevelt über alles Recht hinweg und steuert stur und bedenkenlos seinem Ziel — dem Krieg — zu. „Meinst, Kathi, daß wir sie jetza los sind?" fragte Britta und deutete mit dem Daumen nach oben. „Für ewige Zeiten!" antwortete Kathi feierlich. Ihre Worte fanden eine akustische Bestätigung, denn die Geräusche, die durch die Decke nach unten drangen, ließen keine andere Deutung zu, als daß dort in eiligem Aufbruch Schubläden ausgeräumt. Schränke geleert und Koffer gepackt wurden. Lydia strich unruhig um Kathi und um den Tisch herum, auf dem Hackbrett und Messer zum Abteilen der Koteletts schon bereit lagen: „I hätt' so gar koan Gusto auf Fisch ...", druckste sie hervor. „Ja, Forellen roann’s wären!" seufzte Britta gedehnt. „Es ist aber Dorsch!" stellte Lydia rauh fest und warf Kathi einen vorwurfsvollen Blick zu, der zu sagen schien: Undank ist der Welt Lohn. Kathi kratzte sich die Wange: „Mei', Kinder, mir grauft's ja selber davor, aber i kann doch dees Trumm Fisch net in die Aschentonne schmeißen!" „Des grab nicht!", meinte Britta, „aber zerpflücken könnt' man's und einen Fischsalat draus machen mit a roen'g Mayonnäse, was meinst?" „Hm, ja, dees gengat scho", murmelte Kathi halb- geschmolzen, „des war fürs Abendbrot; aber in einer Stund' soll's Essen auf dem Tisch stehen — und ich hab' doch nichts als ein paar Dar im Haus ..." „Eier ...?" Lydias Zungenspitze fuhr lüstern heraus, und Britta preßte die Hände gegen den Bauch. Kathi sah die .aufleuchtenden Gesichter der Mädel, und als käme ihr die Erleuchtung gleichzeitig, rief sie: „Richtig! Daß ich nicht gleich drauf gekommen bin! An Spinat könnt' ma machen!" „Kathi!" schrien die Kinder entsetzt. „Habt's ihr denn was andres gemeint?" fragte Kathi scheinheilig, und an ihrem Grinsen begriffen die Kinder, daß sie ihr richtig auf den Leim gegangen waren. Schaumomelettesl" brüllten sie entzückt. Kathi geftaltigen Erscheinungsformen der Verwirklichung dieses Zieles. Auch die nationalsozialistische Volks- pflege und damit das Winterhilfswerk des deutschen Volkes hat hieran ihren Anteil. Für den Soldaten wird eine Wohlfahrtspflege, deren Arbeit sich in einzelnen mildtätigen fürsorgerischen Handlungen erschöpft, nichts bedeuten können. Der Wert einer richtig verstandenen Volkspflege, die in ihrem Schaffen den Pulsschlag der Volksgemeinschaft verspürt, die durch ihre Arbeit an der Zusammenfassung und Stärkung der Volkskräfte mitroirtt, wird aber auch von dem Soldaten bejaht werden, dem der äußere Schutz des Volkes anoertraut ist. Denn nur auf dem Boden eines gefunden und starken Volkes können jene sittlichen Kräfte erwachsen, von denen oben gesprochen wurde. Ein durch soziale Nöte geschwächtes Volk wird nie in der Lage sein, dem Soldaten bei seinem kämpferischen Einsatz die erforderliche Unterstützung zu geben. Deshalb muß zwischen Front und Heimat eine ständige Wechselwirkung vorhanden sein. Wie die Heimat aus den von ihr mobilisierten inneren Kraftströmen Reserven der Front zuführt, so wirkt die Front durch ihren heldenhaften Einsatz beispielhaft für die ständige innere Bereitschaft der Heimat. Zu dieser Bereitschaft ruft auch das'Kriegswin- terhilfswerk des deutschen Volkes auf, wenn es nunmehr mit seiner ersten Reichsstraßensammlung an die Oeffentlichkeit tritt. Es wird damit aber auch gleichzeitig dokumentiert, daß die soziale Arbeit in Deutschland keinen Augenblick ruht, auch nicht während der härtesten Auseinandersetzung mit unserem Gegner, ja, daß sie gerade dann in verstärktem Maße fortgesetzt wird. Wie anders enthüllt sich demgegenüber die ganze Heuchelei der Plutokratie, von der man gerade in diesen Tagen in einem Organ der amerikanischen Schwerindustrie die für ihre Einstellung bezeichnende Erklärung lesen formte: „Dieser Krieg, in dem unsere gesamte westliche Zivilisation auf dem Spiele steht, ist die unpassendste Gelegenheit, die man sich nur denken kann, sogenannte soziale Reformen zu verlangen. In Kxiegs- zeiten sind soziale Fragen nicht am Platze." Dort Verneinung — bei uns unbedingte Bejahung und Bekenntnis zur sozialen Tat! Auch insoweit zeichnen sich also die Fronten klar ab. Wenn in den nächsten Monaten der WHW.-Helfer neben seiner beruflichen Tätigkeit für das Win- terhilfswerk des deutschen Volkes ehrenamtlich arbeitet, so geschieht dies in dem Bewußtsein, damit in dem Kampf um die Zukunft unseres Volkes einen wertvollen Beitrag für die Volksgemeinschaft zu leisten. Durch seinen 'Ansatz beweist er dem einzelnen Volksgenossen: „Ich stehe hier in der Arbeit des Volkes, ich unterstelle mich dem Gesetz der Gemeinschaft. Ich will durch meine Arbeit diese Gemeinschaft mitschaff en, und ich will sie nicht nur durch diese Arbeit schaffen, sondern auch durch die Leistungen, die durch meine Arbeit erst ermöglicht werden, gestalten." Diese Arbeit schafft die Klammern zur Bildung der Volksgemeinschaft. Das Win- terhilfswerk soll deshalb auch, wie der Führer es einmal vor Jahren anläßlich einer WHW.-ErÖffnung ausgesprochen hat, bestehen bleiben als eine ständige Erziehungsaufgabe des deutschen Volkes. Denn die Volksgemeinschaft ist kein leerer Begriff. Um sie muß immer wieder gerungen werden, auch sie unterliegt dem Gesetz des Wachsens, Reifens und Werdens. Vornehmlich unter diesem Gesichtspunkt will auch die Tätigkeit des ehrenamtlichn WHW.- Helfers betrachtet fein, der in feiner Arbeit den Gedanken der Volksgemeinschaft in die Tat um setzt, der dafür sorgt, daß die Forderung des Einstehens jedes einzelnen für die Gesamtheit immer wieder von neuem gelebt und erfüllt wird. Ohne Einsatz und ohne Opfer ist ein Sieg unmöglich — das ist eine Erkenntnis, die sowohl für die Front als auch für die Heimat gilt. Wenn aber von dem deutschen Soldaten an der Front das höchste Opfer, das Opfer feines Lebens gefordert wird, wenn man sich die Opfer vor Augen hält, die die Mutter durch ihren Sohn, und die.Frau durch ihren Mann für die Erhaltung unseres Volkes bringen, fo treten dahinter alle anderen Opferleistungen zurück. Denn über dem materiellen Opfer wird immer der ideelle Einsatz stehen! Der Heimat erwächst für das diesjährige Winterhilfswerk mehr denn je die Aufgabe, durch Leistung und Tat zu beweisen, daß sie des Heldentums unserer Soldaten würdig ist, daß sie . durch ihr Opfer der Volksgemeinschaft dient, für die der deutsche Soldat Gesundheit und Leben eingesetzt hat. Denn seien wir uns darüber klar: „Was uns allen das Leben wirklich lebenswert in dieser Welt erscheinen läßt, das ist", nach einem Wort unseres Führers, „unser eigenes Volk, unser Deutschland. In unserem Volk — da stehen wir, mit diesem Volk leben wir! Mit diesem Volk sind wir verbunden auf Gedeih und Verderb. Dieses Volk zu erhalten, ist unsere heilige und höchste Aufgabe. Kein Opfer ist dafür zu groß!" schon, der hatte leicht lachen. Ihm war alles andere als lächerlich zumute ... Diese Bälger! — Toll! — Er unterdrückte stirnrunzelnd ein aufkeimendes Gefühl der Hochachtung. Das fehlte ja noch gerade! Und er ärgerte sich über seinen lahmen Abgang. Pädagogisch gesehen war das ein nie wiedergutzumachender Fehler. Sie mußten ja Hnnehmen, daß er mit ihrem frechen Streich geradezu einverstanden war. Und was sie sich überhaupt gedacht hatten ...! Sieg- linda Zögling ihre zukünftige Mutter ... Das war wirklich das einzige Lächerliche an der ganzen Geschichte! Eine absurde Idee! Und selbstverständlich steckte dabei Kathi dahinter. Aber nun gut, wie war Kathi auf diesen wahnsinnigen Gedanken gekommen, er hätte in Fräulein Zögling jemals etwas anderes gesucht und gesehen als eben seine Haushälterin, als die Erzieherin seiner Kinder? Oder?--- Hellwang starrte auf die Spitzen seiner Schuhe hinab. Er zog die Zehen an und streckte sie wieder. Und langsam färbte sich sein braunes Gesicht dunkler. Es war eine Welle, die den ganzen Körper zu überfluten schien und vom Halse her über die Wangen zu seiner Stirn stieg. VII. Der Brief. Die Kinder hockten bei Kathi in der Küche. Aus dem Tisch stand eine weiße Schüssel mit blauem Rand, in der Schüssel befand sich Essigwasser, und in dem sauren Bade schwamm ein Trumm von einem Kabeljau, um den Geruch der langen Reise von Cuxhaven zu verlieren. „Ja, nun sagt's nur amal, wie in aller Welt ihr auf diesen raffinierten Einfall gekommen seid", sagte Kathi, und mit unverhohlener Bewunderung fügte sie hinzu: „Ich hab' hin und her überlegt, was man ihr antun könnt', aber nie im ßebetf wär' i af dees temma!" Lydia zuckte geheimnisvoll mit den Schullern. „Ja mei", antwortete sie und senkte den Kopf wie ein Künstler, der von seinem gelungenen Werk nach dem Ursprung der Idee befragt bescheiden schweigt und den neugierigen Frager Ehrsucht vor Niederländisch-Jndien. Tokio, 24. Sept. (Europapreß.) Die ersten fas panischen Rückwanderer aus Holländisch-Ostindien, die in Japan eintrafen, berichteten über ein man« gelndes Interesse der Bevölkerung Nieder« ländisch-Ostindiens, sowohl der Eingeborenen als auch der Holländer, an der kürzlich eingeführten allgemeinen Wehrpflicht. Desertionen und Dienstentziehung durch vorgetäuschte Krankheiten seien an der Tagesordnung. Die Unzuverlässigkeit der Eingeborenentruppen sei im Wachsen. In einem Streit zwischen Eingeborenensoldaten aus Java und Celebes wurden über dreißig Soldaten getötet und verwundet. Zur Stärkung der Wehrhaftigkeit der holländischen Kolonien befinden sich seit einiger Zeit eine größere Anzahl englischer, nordamerikanischer und australischer Soldaten in Bandoeng, um die mechanisierten Streitkräfte Nie- derländisch-Jndiens zu verstärken. Nachdem bis Dienstagmorgen tausend Japaner aus Niederländisch-Jndien nach Japan zurückkehrten, sind jetzt noch 3500 Japaner, darunter 400 Frauen und Kinder, zurückgeblieben. Die Rückkehr dieser japanischen Kaufleute, die in der Mehrzahl schon seit vielen Jahren in Niederländisch-Jndien arbeiteten, wurde durch die Einfrierung der gegenseitigen Guthaben notwendig. London widerruft Handelserleichterungen für die Schweiz. Stockholm, 24. Sept. (DNB.) Wie in London amtlich bekanntgegeben wird, glaubt London den Handelsvertrag der Schweiz mit Deutschland durch einen Widerruf d er Tran sp o r t erleichte r u n g e n, die bislang der Schweiz zugestanden wurden, beantworten zu müssen. Der Transport von Rohmaterialien und Jndustrieprodukten unterläge, wie es in der Verlautbarung heißt, in Zukunft den Blockadebestimmungen. Kleine politische Nachrichten. Kampfflugzeuge griffen ein Wasserkraftwerk der Sowjets nördlich der Kandalakscha-Bucht, der südwestlichsten Bucht des Weißen Meeres, an. Der Staudamm und das Turbinenhaus wurden zerstört, das Umspannwerk schwer beschädigt. * Deutsche Fernkampfbatterien nahmen am Mittwoch einen feindlichen Geleitzug unter Feuer. Die Schiffe wurden zum Abdrehen gezwungen. Einheiten der italienischen Luftwaffe griffen im Mittelmeer einen feindlichen Geleitzug an. Ein bewaffnetes Handelsschiff von 2500 Tonnen wurde getroffen und sank schnell. Ein weiteres Handelsschiff von 1000 Tonnen blieb schwerbeschädigt liegen. Ein U-Boot versenkte im östlichen Mittelmeer einen Pe- troleumtanfer von 12 000 Tonnen. * An Stelle des vor einigen Tagen gefallenen Generals Ioanitziu wurde der bisherige Landesverteidigungsminister Korpsgeneral Jofif I ac o- b i c i zum Chef des rumänischen Großen Generalstabes ernannt. Landesverteidigungsminister ist interimistisch Marschall Antonescu selbst. Mit der Geschäftsführung ist der Unterftaatsfetretär für das Landheer General C. Pantazi betraut worden. . ♦ Einheiten der schwedischen Küstenflotte haben etwa 60 sowjetische Seeleute, die sich in Booten in die schwedischen Hoheitsgewässer geflüchtet hatten, interniert. Kopenhagen, 15.September. (Europapreß.) Der kurze Besuch britischer und kanadischer Truppen auf Spitzbergen hat — nächst Grönland — ein neues Gebiet der Arktis in das geographische Wörterbuch dieses Krieges gefügt. Daß der Aufenthalt der „Eroberer" einer unbefestigten Inselgruppe nicht von langes Dauer war, läßt sich einmal aus ihrem eigentlichen Namen „Svalbard" (die kalte Küste) erklären, anderseits beginnt in wenigen Wochen schon die lange Polarnacht auf Spitzbergen. Man hat also wohl Eile gehabt, noch „vor Anbruch der Dunkelheit" heimzufinden. Spitzbergen ist, soviel bekannt, erstmalig im Jahr 1194 von norwegischen Seefahrern aufgefunden worden, nach jahrhundertelangem Vergessen durch den holländischen Polarforscher Willem Barents 1596 neuentdeckt und in das geographische Bild der Arktis eingefügt worden. Die Besitzergreifung der umgetauften Svalbavd-Jnfeln für die holländische Krone wurde indessen dem Entdecker von England streitig gemacht, und der westliche Teil Spitzbergens von den Briten annektiert. Von hier aus betrieb eine zahlreiche W a l f a n g f l o 11 e im 17. Jahrhundert ihre Jagden, die zur vollständigen Ausrottung des Walfisches in diesen Gewässern führten. Damit geriet das Eiland neuerlich in Vergessenheit, bis um die Jahrhundertwende mit der Ermittlung großer Steinkohlevorkommen Spitzbergen neues Interesse gewann. Norwegen, England und Rußland erhoben gleichzeitig Forderungen auf Uebertragung des wieder wertvoll gewordenen Gebietes. 1920 endlich mußte man sich bequemen, die Oberhoheit über Spitzbergen den Norwegern als den ersten Entdeckern zu übertragen. Wie die weitere Entwicklung klar gezeigt hat, betrachteten sowohl England als auch Rußland die formelle Anerkennung der norwegischen Souveränität als reine Komödie. Man wußte sehr gut, daß Norwegen nicht imstande sein würde, seine Oberhoheit gegen Hebergriffe zu wahren, so daß die i Mitt- ier. Die n Gene« Landes- 3aro« Zeneral- Mit der für da; orten. uftralien ydney Niesen- zu ver- )en etwa i in die n, internen im Ein be» wurde relsschiff jen. Ein nen Pe- er! der ier füh« m. Der zerstört, bekannte und der inb über- i erst non kehrt und •neut ver- Qpaner ehrten, grauen dieser 1 schon irbeite. fettigen iz. London on den d durch leich. standen ort von terldge, nft den ^9 der sinden Äscher, ten in e Nie. ' (9937 ilen von den. Die - gehörte britischen o" (4414 den. Der en USA. Bord. ja. n°n. l,eber, n al; *tn honen ^Qn{. ^oer. °chsen. 'ldaten M Ö * J“' ann M das o”’ werden. (er. Mögt ich i»“ >ch°".w Ach ä ) in ch/e» ihr ;ie konnte fen-M sie W* US- 05 tel «* >uge cereit o"* nur «j gerou®1 ,u * iw* "e> (Konti gab einen In Aus dem Reich ie und allen der letzten Runde seinen ersten Turniersieg erzielte. Reichsgesundheitsführer Dr. eindrucksvollen lleberblitf über beiten, Zah. Kobe 100 Schweres Eisenbahnunglück In Japan. Ein Eisenbahnunglück auf der Strecke nach 15 Kilometer westlich von Himeji hat über alter es se i. Gegen Zweckcnifremdung der BeherbergungSbeiriebe. Reichsleiter Rosenberg hat als Nachfolger des im Ostfeldzug gefallenen Oberbefehlsleiters Gotthard Urban den Leiter des Hauptamtes Lehrplanung, Pg. Dr. Stell recht, zu seinem Stabsleiter ernannt. die wegen hohen Alters oder ganz miserablen Gebisses kein Vollkornbrot erhalten. Alle anderen aber, einschließlich der Magenkranken, erhielten Vollkornbrot. Aus seiner großen Erfahrung an Tausenden von Kranken könne er feststellen, daß derjenige, der, ohne ein miserables Gebiß zu besitzen, behaupte, Vollkornbrot nicht vertragen'zu können, der psychischen Führung bedürfe. Eines sei allerdings zu beachten: Vollkornbrot dürfe nie frisch geges- sen werden. Es sei um so bekömmlicher, Todesopfer gefordert. Das Unglück entstand dadurch, daß zwei Personenzüge zusammenstießen, wobei drei Wagen entgleisten. Der Zusammenstoß ist auf eine Störung der automatischen Sigiwlan- lagen in einer kleinen Station bei Himeji zurück- zuführen. des Gegners und muhte sich mit remis befinden. Bogoljuoow Aus aller Well, weitere Ehrungen für Rodert Bosch. Das Ritterkreuz für tapfere Gturzkampfflieger. Berlin, 24. Sept. (DNB.) Der Führer Hauptfchriftletter: Dr.yrtcdrtch Wllkiclm Lange. Stellvertreter M HaupilchrlsllelterS: Ernst Blumfchetn. «lcrantworUtch füi Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Langem für da« genilleton: Dr. .vmi« Thndot; für Stadt GJlcf.cn, Provinz, Wirtlchaft u. Sport: Ernst Blumlchetn. Druck und «erlag: «rühi|d)i- Universtiätsdruckeret R. Lange » «. Berlagvlciter: Dr.-Ang. Erich Hamann,' Anzetgenleiter: Han« Leck. Bcrantlvorllich für den Inhalt der Anzeigen: rlicodorKümmel Pl.Nr.tt. * Im Münchner Rathaus wurde die 2. Kriegsarbeits- tagung des Reichsbundes deutscher Seegeltung eröffnet. * In Oslo wurde ein KdF.-Künstlerheim eröffnet, das den bei der Truppenbetreuung in Norwegen eingesetzten Künstlern zur Verfügung gestellt wurde. Reichsamtsleiter Klemme übergab das Heim an den Wehrmachtsbefehlshaber in Norwegen und überreichte im Auftrag von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley als Geschenk für die deutschen Soldaten in Norwegen eine Spende von 500 Musikinstrumenten. * Kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres ist bei Sprottau Hauptmann a. D. Eberhard Graf von Kalkreuth auf Nieder-Siegersdorf, Obersiegersdorf und Zyrus gestorben. Kalkreuth war viele Jahre Präsident des Reichslandbundes. Anerkennung feiner vorbildlichen Förderung der Dolksaesundheilspflege und in besonderer Würdigung feiner persönlichen Verdienste, die er sich durch Schaffung großzügiger Einrichtungen um die medizinische Forschung und die Entwicklung der Heilkunde erworben hat, verlieh die medizinische Fakultät der Universität Tübingen Robert und muhte sich nut remis begnuaen. setzte sich gegen Lundin durch. Richter ging gegen Rabar sofort ^um Angriff über und gewann. Rohacek stolperte über Leepin, der damit in Salzburg, 24. September. (DNB.) Am Tage, an dem vor 400 Jahren in Salzburg Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, nach einem von fanatischem Drängen erfüllten Wander leben die Augen schloß, versammelten sich die Ver treter des Reiches, der Partei, der Wehrmackst, der deut chen und ausländischen Wissenschaft^ und der Heilvraxis zu einer Gedenkfeier im Salzburger Festspielhaus. Reichsminister Dr. Frick betonte, daß diese friedliche Gedächtnisfeier für einen großen deutschen Mann, Arzt, Naturforscher, Chemiker und Philosophen mitten im Kampf um die Freiheit und Weltgeltung des deutschen Volkes stattfinde, und sei nur einem Volk beschicken, das von hohen Idealen erfüllt sei und dabei auch die realen Kräfte in sich trage, diese Ideale zu Derroirflid)en. Idealismus und klarer Blick für die Wirklichkeiten des Lebens vereinigten sich auch in Paracelsus und machten ihn zum vorbildlichen Arzt und Forscher. Seinem Volk habe er sich aus seiner deutschen Seele heraus ver- bunden gefühlt wie kein Arzt vor ihm. Rang und Reichtum hätten ihm nichts gegolten. Dafür höbe er den kleinen Mann aus dem Volke geliebt, habe aus seiner Erfahrung heraus gelernt und das Gute gesucht, wo er es gesunden habe. Kompromißlos sei er für das eingetreten, was er für wahr erkannte als eine echte Kämpfernatur mit eisernem Willen. Dom Judentum und artfremder Geisteshaltung habe er nichts wissen woÜen. Das körperlich und geistig Minderwertige habe er ab gelehnt. Was Paracelsus vor 400 Jahren an gestrebt habe, das werde im Ge- sundheitsdienst des neuen Reiches verwirklicht werden. Aerzlliches Denken und Handeln sei Dienst am Volk geworden. Zum Wohle von Volk und Reich für die Erhaltung und Hebung der Gesundheit, des Erbgutes und der Rasse des deutschen Volkes zu wirken, sei die schönste und höchste Aufgabe des Arztes. Die paracelsus-Sedächinisseier in Salzburg Gründung einer Paracelsus-Gesellschaft. NSG. Durch Erlaß des Führers gegen die Zweckentfremdung des Beherbergungsraumes wurde dem in letzter Zeit bedrohlich gesteigerten Erwerb von Beherbergungsbetrieben durch Behörden und private Unternehmen und ihre Umwandlung in Bürohäufer, Gefolgschafts- und Erholungsheime ein Riegel norgefi^obcn. Für den Fremdenverkehr ist dieser Führererlaß besonders zu begrüßen, da gerade in der Kriegszeit der Bedarf an Beherbergungsraum für für und erholungsbedürftige Volksgenossen angewachsen war, und auf der anderen Seite die Unterbringungsmöglichkeiten geringer wurden. In Zukunft wird es nicht mehr ohne weiteres möglich fein, Beherbergungsbetriebe ihrem eigentlichen Zweck zu entziehen, ohne daß die Belange des Fremdenverkehrs berücksichtigt worden sind. Oer Sieger im Europa-Schachturnier. In der letzten Runde des Eurova-Schachturniers in München landete der Schweoe Stoltz einen schnellen <5ieg gegen Opocensky, der eine gewagte Eröffnung spielte und nach einem Fehler verlor. Dr. Aljechin versuchte gegen Mroß zehn Stunden lang ein Damenendspiel mit einem Mehrbauern zum Siege zu führen; er scheiterte aber an der Zähigkeit Die Partien Nielsen — Kieninger, Cortlever — Rethy und Fuester —Foltys endeten unentschieden. Mit zwölf Punkten in der Gesamtwertung ist Stoltz Sieger im Europa-Schachturnier. Seine Hauptstärke liegt im Kombinationsspiel; er bevorzugt ruhige Er- Öffnungen und leitete im Mittelspiel meist zu weit berechneten Angriffen über. Dr. Aljechin lieferte einige geniale kombinatorische Leistungen, doch zeigte er in anderen Partien verschiedentlich Unsicherheit. Lundin legte feine Partien auf Sicherung an und ging erst' dann zum Angriff über. Bogoljubow spielte nicht gleichmäßig genug^ Richter konnte sich in der zweiten Hälfte in die Spitzengruppe voror- der Däne Nielfen spielte unauffällig und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Hauptmann Blasig, Gruppenkommandeur, Hauptmann Bruck, Staffelkapitän und Stabsfeldwebel B-ock, Aufklärungsbeobachter, sämtlich in einem Sturzkampfgescbwader. Hauptmann Blasigs Gruppe bahnte in zahlreichen kühnen Sturz- und Tiefangriffen der schwer kämpfenden Infanterie den Weg. In dem 14tägigen Kampf um Salla ist seiner Gruppe das Hauptverdienst der Einnahme dieses starken Festungsblocks zu danken. Im Kampf K stark geschützte Stützpunkte um Murmansk e seine Gruppe fünf sowjetische Zerstörer und fünf Frachtschiffe versenken. -- Hauptmann Bruck zerschlug fowjetrufsische Panzerbereitstellungen und Truppenansammlungen im Raum von Brest- Litowsk und in der Westukraine und zerstörte gegen stärkste Flakabwehr eine zäh verteidigte Dnjestr- Brücke. — Stabsfeldwebel Bock vermochte als Auf- klärungsbeobachter eines Stukageschwaders in über 200 Feindflügen Aufklärungsergebnisse und Bildunterlagen au erfliegen, die wegen ihrer unbedingten Zuverlässigkeit für den Einsatz des Geschwaders von entscheidender Bedeutung waren. Das Ritterkreuz erhielten ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres: General der Infanterie H e i n r i c i, Kommandierender General eines Armeekorps, Generalleutnant L i ch e l, Kommandeur einer Infanteriedivision, Generalmajor Leyserm, Kommandeur einer Infanteriedivision, und Hauptmann Pankow, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment. ben des Paracelsus, dessen umfassende Bedeutung darin bestanden habe, daß in ihm der Arzt, der Naturforscher und der Weltweise zu einer unlöslichen Einheit verbunden gewesen seien. Er habe den Begriff der auf Beobachtung begründeten Erfahrung in das deutfche Geistesleben eingefiihrt und damit der Heilkunde und der Naturforschung einen ganz neuen Geist eingeflößt. In den Mittagsstunden versammelten sich die Teilnehmer an der Paracelsus-Feier i in alten Sebastian-Friedhof am Grabe des Paracelsus. Reichsgefundheitsführer Dr. (Konti, (Bauleiter und Reichsstatthalter Dr. Rainer sowie Der- treter des Auslandes legten Kränze am Grade nieder, das würdig erneuert worden ist. Ein Empfang den die Reichsregierung den Gästen gab, benutzte Reichsminister Dr. Frick, um die Vertreter des Auslandes zu begrüßen. Folgende Staaten hatten Vertreter nach Salzburg entsandt: Italien, Japan, Ungarn, Rumänien, Slowakei, Finnland, Kroatien, Spanien, Portugal, Dänemark, Norwegen, Niederlande, Schweden, Schweiz, Frankreich, Belgien, Ecuador, A^entinien, Bolivien, Peru. Am Nachmittag sand im großen Saal des Mozarteums die Gründung der P a r a c e! s u s - G e s e 11 s ch a f t statt, in deren Rahmen ein Paracelsus-Forschungsinstitut sowie eine Paracelsus'Bibliothek geschaffen werden sollen. Auch die Schaffung eines Paracelsus-Museums sowie die Betreuung der Para- celsus-Gedenkstätten in Salzburg und an anderen Orten gehören zu den Aufgaben der Gesellschaft. Die Stadt Salzburg stellte ihr das Sterbehaus des Paracelsus als Heun zur Verfügung. Das Präsidium der Gesellschaft übernahm Reichsgesundheits- sichrer Dr. (Konti, der in einer Ansprache Dr. Din gelber) (München) und Bürgermeister Lorenz (Salzburg) zu Vizepräsidenten bestellte. Ausländsabteilungen an Deutschlands Hochschulen. Die Pflege der wissenschaftlichen Beziehungen der deutschen Hochschulen zum Ausland hat eine erfreuliche Entwicklung genommen. Die Zahl der Hochschullehrer, die im Ausland Gastvorträge und Gastvorlesungen gehalten haben, ist immer stärker angestiegen. In gleicher Weise hat auch der Besuch deutscher Hochschul- und Forschungsinstitute durch ausländische Gelehrte zugenommen. Auch das Studium ausländischer Studierender und die Teilnahme deutscher Gelehrter an internationalen Kongressen haben bis zum Kriege und, mit Ausnahme des durch den Krieg stark behinderten internationalen Kongreßwesens, sogar bis in die Gegenwart eine erfreuliche Entwicklung erfahren. Es war weiter möglich, auch der deutschen Hochschuljugend den Zugang zu den ausländischen Hochschulen offenzuhatten. Alle an den Hochschulen bestehenden Einrichtungen zur Pflege der allgemeinen wissenschaftlichen Auslandsbeziehungen der Hochschulen oder zur Erfassung und Betreuung der an ihnen studierenden Ausländer werden nun unter dem Namen „Ausländsabteilung der Universität in ..." zusammenge- faßt. Ihr Leiter untersteht dem Rektor, bezüglich der Verwaltung dem Kurator. Einem Beirat der Ausländsabteilung werden auch die Dekane, der Dozen- tenführer und der Studentenführer angehören. Für besondere Aufgaben können Arbeitsausschüsse gebildet werden. Vollkornbrot — das künftige Friedensbrot. Im „Deutschen Aerzteblatt" sagt Prof. Köt- schau, Nürnberg, daß die Einführung des Bollkornbrotes eine Maßnahme der Gefundheits führung ist. Sie geschah zufällig im Kriege, sei aber keineswegs durch den Krieg bedingt, sondern eine ärztliche Forderung nach gesunder Le- bensweise. Das Vollkornbrot fei das zukünftige Friedensbrot. Der Arzt werde auch dem Kranken, ganz besonders aber dem Gesundenden das Vollkornbrot als das gesündeste Brot empfehlen. Prof Kötschou teilt mit, daß es auf seiner Klinik vielleicht fünf bis zehn Prozent Kranke gebe, Bofch die Würde eines Doktors der Medizin ehrenhalber. — Die Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für naturgemäße Lebens- und H e i l w e i s e ernannte Robert Bosch zum ersten Ehrenmitglied des deutschen Volksgesimdhaitsbun- des. — Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Strölin schenkte dem Ehrenbürger der Stadt ein Anwesen zur Schaffung eines Paracelsus- Museums. Oslo feiert den Skalden Snorre Stnrlasson. Die norwegische Hauptstadt steht im Zeichen des 700jährigen Todestages des isländischen Skalden Snorre Sttirlasson, zu dessen Ehren ein würdiges Denkmal an hervorragender Stelle der Stadt ein- geweiht wurde. Kommissarischer Staatsrat Dr. Lunde hob die Bedeutung Snorre Sturlassons als germanischer Heldensänger und Geschichtsschreiber hervor. Seine „Edda" und sein Werk „Heimskringla" gehörten zu den größten Denkmälern germanischer Kultur. Eine Festsitzung in der Osloer Universität beschloß die Veransialltungen. Line Annsthalle für Rostock. Auf einer Feier zum 100jährigen Jubiläum des Rostocker Kunstoereins gab Oberbürgermeister Volg- mann die Absicht des Baues einer Rostocker Kunst- Halle bekannt, für die zunächst 100 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt wurden, 50 000 von der Gemeinnützigen Gesellschaft und weitere 50 000 Reichsmark von der Stadtverwaltung. Zwei Todesurteile im Soester Gistmordprozeh. In Arnsberg verurteilte die Strafkammer die Witwe Emma Risse und ihren Liebhaber Franz Wulf wegen gemeinsamen Mordes zum Tode. — Im September 1934 verstarb^ der Seilermeifter Franz Risse, ein angesehener Soester Bürger. Als Todesursache wurde ärztlicherseits Herzerweiterung angegeben. In Wirklichkeit ‘"aber war Risse von feiner Ehefrau und ihrem Liebhaber, deren ehebrecherischen Beziehungen er im Wege stand, ver- giftet worden. Das Verbrechen blieb längere Zeit verborgen, bis endlich die Gewifsensgualen der Frau Riffe jo unerträglich wurden, daß sie sich einer Nachbarin anvertrante. Dadurch kam nach heben Jahren die abscheuliche Tat ans Tageslicht. — Als Frau Risse von der Polizei verhaftet wurde, erklärte sie, ihre Tat durch die Todesstrafe sühnen Marschall Pätain, der sich auf einer Besich- tigungsreife in den Departements Savoyen und Over-Savoyen befindet, hielt in Ehambery eine Ansprache, in der er erneut die Grundlagen des neuen französischen Staates umriß und zahlreiche Reformen auf konstitutionellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet anfünbigte im Hinblick auf die Notwendigkeit der Restaurierung des lokalen, provinzialen und regionalen Lebens hin. Nach längerem Aufenthalt in Deutschland, wo er zahlreiche Kriegsgefangenenlager besuchte und Verhandlungen mit den deutschen Behörden geführt hatte, ist der Beauftragte der französischen Regierung für die Kriegsgefangenen, Botschafter Georges Scapini, in Paris eingetroffen. * Die unter Führung des ehemaligen Ministe'rprä. sidenten Imredy stehende Partei der ungarischen Verjüngung und die aus der Pfeiikreuz-Partei aus- getretenen Dissidenten haben sich zufammengeschlos- en. Die neue Partei führt den Namen „National- ozialrsttscher Parteibund der ungarischen Derjün- mng". — Sie umfaßt 32 Abgeordnete und tritt im Parlament unter der Führung Jmredys auf. Der Führer hat dem Ministerialrat i. R. @cl). Medizinalrat Professor Dr. med. vet. h. c. Richard Edelmann in Dresden aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um die tierärztliche Wissenschaft die GoethS-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. zu wollen. Dabei blieb sie auch in der Verhandlung. Wulf dagegen bestritt zunächst jede Schuld, bestätigte jedoch nach der Beweisaufnahme in Punkten das Geständnis der Angeklagten. Zum Waschen eignet sich dieses Wasser aber weniger. Der KalkgShatt macht das Wasser hart. Sobald dann Seife oder seifenhaltige» Waschpulver mit diesem harten Waffer in Berührung kommt, bildet sich Kalkseife. Kalkseife aber schäumt nicht und hat auch keine Reinigungskraft mehr. Wan muh also noch mehr Waschpulver nehmen, um die Wäsche einiger- mähen sauber zu bekommen. Sehr oft braucht man doppelt soviel! All diese Seife bzw. das Waschpulver kann man sparen, wenn man das Wasser vor dem Waschen weich macht. Man muh nur kurze Zeit vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll eines guten Enthärtungsmittels im Kessel verrühren. Diele Hausfrauen staunen, mit wieviel weniger Waschpulver sie bann auskommen! Die Waschlauge schäumt viel besser als früher und reinigt viel gründlicher. 3m Haushalt gibt es überhaupt manche Gelegenheiten, durch überlegtes Wirtschaften Seife und Waschpulver zu sparen. Einmal durch Einsparen von Wäsche : Mundtücher zum Beispiel lassen sich durch Papierservietten ersehen. Statt der Tischdecken nimmt man — wenigstens am Alltag und im kinderreichen Haushalt — am besten Wachstuch. Kleine einfache Holzbrettchen als Untersetzer für Kaffeekannen, Kompottschüsseln usw. verhindern ein schnelles Fleckigwerden der Tischwäsche usw. Jede findige Hausfrau entdeckt sicherlich noch wettere solche Möglichkeiten. Die beste Sparmöglichkeit bietet aber1 bae Waschen selbst. Diele Hausfrauen welchen nur kurz unb ungenügend ein. Sie müssen dann den Schmutz unter Verwendung von viel Waschpulver erst mühsam herauswaschen. Richtiges Einweichen über Nacht mit Bleich« soda, Soda ober einem anberen Einweichmittel löst bagegen schon ben gröhtenTeil besSchmutzes. Wer grünblich unb vor allem lange genug einweicht, schont bie Wäsche, spart Waschpulver unb Arbeit. Denken auch Sie künftig beimWaschen an biefe kleinen Winke l Sie leisten bamit nicht nur sich selbst unb Ihrem Haushalt, soubern auch ber beutschen Volkswirtschaft wertvolle Dienste! Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Arbeitsvergebung. Auf- dem Submissionswege sollen für bie Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft m. b. H., Wetzlar, in Ehringshausen sämtliche Arbeiten für 40 Wohnungen vergeben werden. Angebote für die einzelnen Lose können soweit vorrätig, ab Montag, 29. Sept. 1941, in unserem Büro in Wetzlar, Altes (Gymnasium (Lotteschule), Arnsburgergasse, abgeholt ober dort schriftlich angefordert werden. Die Eröfsnungstermine finden am Dienstag, dem 14. Oktober 1941, ab 9 Uhr vormittags auf unserem Büro unserer Außenstelle in Wetzlar statt. Nassauische Heimstätte W.m.b.fc. ivvinzielle Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen, Frankfurt am Main, Hermann-Göring-Ufer 13, 3969 d DieAbend-lehrgemeinscliäiier des Berufserziehu ngsWerkes der DA 1 für die Elsen- and Metall-, Bau- und kau! männlichen Bernie beginnen Anfang Oktober 1941. Anmeldung bis spätestens Ende Sep tember 1941. — Kostenloser Arbeitsplan durch den Betriebsobmann oder dir Dien«» stellen der DAF 3879 k Kann man am Gewitter Geld verdienen? Wenn man alles Regenwasser sammeln unb bamit Wäsche waschen würbe, könnte man viel Gelb oerbienen. Denn Regenwasser läht bie Seife im Waschpulver ganz anders schäumen als Leitungswasser. Wenn die Lauge aber gut schäumt, bann wirb auch die Waschkraft richtig auvgenutzt! Man spart Waschpulver? Verstehen Sie jetzt, wie man mit Regenwasser Waschpulver sparen und Geld verdienen könnte? 9Dä? kommt es aber, dah die Waschlauge aus Leitungswasser so viel schlechter schäumt? Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die Erde verschiedene Mineralien, unter anberm auch Kalk, auf, ehe ev ab Quell- ober Lettung-wasser wieber zutage tritt. Diese Mineralien geben dem Wasser oft einen feinen unb eigenartigen Geschmack. Sie kräftigen bie Gesunbhett, ja sie heilen sogar bei gewissen Krankheiten. -ßtoiM nimmt Großmutter einen Leinenlappen. Der hindert zwar bei der Arbeit und es heilt nicht darunter. Aber dafür rutscht er dauernd und ist immer schmutzig. Im Ernst: nehmen Sie lieber das heilende Wundpflasler in allen Apotheken und Drogerien. Trauma Plast g N U M a W M TW» 4a MIT UND OHNE MUNDSTÜCK L Tieferschüttert und schmerzerfüllt »gnm erhielten wir die traurige, unfaßbare *Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, unser hoffnungsvoller Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe 6 Hans Stock Feldwebel in einem Kradschützen-Bataillon nach zweijähriger glücklicher Ehe im Alter von 26 Jahren bei den Kämpfen im Osten am 29. August den Heldentod für sein Vaterland starb. In tiefem Schmerz: Frau Gerda Stock, geb. Lorenz Familie Karl Stock Familie Hermann Lorenz und alle Verwandten. Gießen, Bensheim-Schönberg a.d. Bergstr. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ---- ----------03153 Nach schwerer Krankheit verstarb [hiyM am 20. September in einem Reserve- lazarett unser herzensguter, einziger hoffnungsvoller Sohn und lieber Bruder, Schwager und Onkel Friseurmeister Willi Lotz Oberschütze in einem Infanterie-Regiment im Alter von 29 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Fr. Lotz Familie Adolf Wagner. Gießen, den 23. September 1941. Die Trauerfeier findet statt am Freitag, dem 26. September, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Am Samstag, dem 20. September entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter Großmutter und Urgroßmutter Frau Katharine Staubach Wwe. im Alter von 85 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Joseph Staubach Gießen, Crednerstraße 34 Marie Scbridde, geb. Staubach Nürnberg, Obere Birkheim. Str. 2 Den 23. September 1041. Im Sinne der Verstorbenen fand die Trauerfeier in aller Stille statt. --- 03181 Soll man Kak- toon rasieren ? Sicher nicht. Man bat schon seine Not, die eigenen Stacheln los zu werden. Machen Sie Ihr Rasierwasser mit Trockenbrenn- > Stoff Esbtt beih, dann Ist die i Prozedur kurz 1 u. schmerzlos. I üeberall erhöht k Prelx 20Tabletten I mH kleinem Koch- j Seriell 60 Pia. A Bexufcquellen 7 weist ncch der ti Hersteller: Erleb I khumm, Esbll- 1 Bremsion Fabrik X StQttiart W 109 | Mietgesuche | Junges Ehepaar sucht bald o.spät. 1 leeres Zimmer mit Kochgelegenheit Schrifti. Angeb. unt.03184anden Gietzen. Anzeig. Einfach möDI.Simmet mit Ofenheizung von alt. Dauermieter gesucht. Schr. Angeb. unt. 39770 a.d. G.A. Mödizimmer gesucht. (397xD Stadtwerke Gießen Hammstrahe 35. Mediziner sucht ab 1. 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Heinz Jörg Ole Deutsche Arbeilslronl NSG. „Krall durch Freude' Kreisdienststelle Wetterau Montag, 29. September 1941, 19.30 Uhr, Gloria-Palast, Gießen Alzey, den 17. September 1941 Volkerstrahe 33 Für sofort 1-2 Mann für leichte Nebenbeschäftigung einige Tage in d. Woche gesucht. Radfahren Bedingung. | 3973d Vorzusprechen Gr.Steinwegl7. Unsere drei Mädels haben ein Brüderchen bekommen Marie Merker, geb. Dommes Oberleutnant Ädarfi Merker z. Z. im Felde | Kaufgesuche | Kaufe sofort Trainings-Anzug oder Schihose Grös;e 44-46. Schr.Angeb.unt. 3981Da.d.G.A. \ 03178/ Das beliebte 38830 Landbrot (Roggen- Misch brot) ist wieder eingetroffen 2-Kilo-Laib 58 Pf. Hch.Kalbfleisch Liebigstrahe 66 Fernruf 3685 Ireibankverkauf im 26. September 1941. 8M3a von 8- 9 Uhr Nr. 961-1030 von 9-10 Uhr Nr. 1031-1100 von 10-11 Uhr Nr. 1101-1170 vonll-11.30 Uhr Nr. 1171-1210 am 27. September 1941: von 8- 9 Uhr Nr. 1211-1280 von 9-10 UhrNr. 1281-1350 von 10-11 Uhr Nr. 1351-1410 Es wird Fleischbrühe ausgegeben Stadl. Schlachthos, Gießen. lipM!» oiler Wau auch für halbtags gesucht. 3923d Ilomnth, Lndwlflstrasse 611. Bekanntmachung. In Durchführung der Verordnung zur Anpassung der verbrauchergenossenschaftlichen Einrichtungen an die kriegswirtschaftlichen Verhältnisse vom 18. Februar 1941 werden die gesamten verbrauchergenossenschaftlichen Einrichtungen unter Erhaltung ihres volks- und wehrwirtschaftlichen Leistungsvermögens in das Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront übergeführt bzw. eingewiesen. Der Verkauf in den Läden geht unverändert weiter. Mit dem Tag der Einweisung des Gemeinschaftswerks sind die Geschäftsguthaben der Mitglieder zur Rückzahlung fällig. Zwecks Vorbereitung der Auszahlung der Geschäftsguthaben fordern wir daher alle Mitglieder auf, ihre Geschäftsanteilkarten durch unsere Verkaufsstellen oder direkt bei der Zentrale gegen eine Bescheinigung einzureichen. Der Tag der Auszahlung und die Auszahlstellen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Diejenigen Mitglieder, welche ihre Anteilkarten mit den Rückvergütungsmarken bereits abgcliefert haben, erhalten gelegentlich der Auszahlung der Rückvergütung eine Bescheinigung über die Ablieferung ihrer Anteilkarte zugestellt. Gießen, den 24^Septembcr 1941. Verbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.H. Triumph der Heiterkeit ein großer, bunter Abend mit: J. Cherrier und Gould, der unerreichte komische Tanzakt 2. Rostando, der ausgezeichnete Jongleur 3. Josef Lobers, der urwüchsige Komiker 4. 2 Akkordeon-Babys 5. Gustl Goede, die charmante Tanz-Soubrette 6. Jimmy Hogan, der Mundharmonika-Virtuose u. a. EINTRITT: RM. 3.00, RM. 2.50, RM. 2.00 und RM. 1.00 Ringmitglieder und Angeh. der Wehrmacht erhalten Ermäßigung Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. , Kraft durch Freude“. Gießen, Seltersweg 60 (Telefon 2141). ----—---- — E0 Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen | Verkäufe | 1 Paar schwarze und braune neue Daiiiensporlschöhe Gröhe 35-36 zu verkauf, (omso Plockstr. 11 III. Gebrauchsfähige korllslMen ä 20 bis 30 Liter kauft 3948D Braugasse 6. Aquarium zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03183 an denGieben.Anz. Nr. 228 Zweites Blatt GIchener Anzeiger iSeneral-Anzeiger für Gberheffen) vonnerstag. 25. September VH. Aus dem Reiche der Krau. A. B. nt auf jeb AUS ZWEIERLEI MATERIAL n."JW MAGGI5 SUPPENWÜRFEL da? Wohl jeder Kaufmann sagt gern ja Und sagt er nein, nehmt den Verzicht vernünftig hin und grollt ihm nicht! Aus braunem Wollstoff ist ba» und samtfarbenem SV leib rechts mit den langen, dem kleinen ')l o 11 f r a g e n. Aus zweierlei Material sind Heute die beiden schlichten, eleganten H e r b ft 11 e \ b e r. Dav kleid links ist aus d u n k e l b I a u e m u n d Hellgrauem, weichem W a l l st o s s gearbeitet, — statt einem Gürtel Hält ein Schlauch (aus dem dunkelblauen Material) die Taille zusammen. 3ni Rücken ist das Kleid mit kleinen 6 f o f | F ii o p- fen geschlossen. die Halskette ist aus Hellgrauen Pers e n. eine gerade Fläche entsteht Man stellt bao Ul oji|; es ergibt den Stamm be*\ 'IMUttiv Die halbe o« mate mlrb oben hinaus gestülpt als Pilzkops und mit ben seingeschnittenen Oiweissreslen bestreut VI b* grüner Doldbodon eignet sich gehackter Schnittlaml) ober Petersilie. Zu einer Tomaten sülze treibt man geschmorte Tomaten bnrch ein Sieb, würzt mit < "lz, Osslg nmb eotl. Zucker, gibt gehackte, gowgelb ne- bünstete Zwiebel» dazu, nerlängerl ben entstände- neu Brei durch Wasser mib nerrtlhrt Ihn mit ge> niigenb (Gelatine ober einem anderen WellermlHel, nm eine feste Sülze zu erreichen Die Sülze wird nach dein Orkallen gestürzt und s.hmeckt ausgezeichnet zu Brot-, Pell- ober Salzkm tosseln Doch nicht alle Tomaten sollen nie Id) verzehrt werden. Wir sind |n froh, Im in ter on.h nltamln« reiche Kost zu haben. 11 mb daher mlrb T a in n I e n - drei e Inne Tod) t, bellen Herstellung sehr leicht und bequem ist. Gewaschene und zerkleinerte 'To. malen kocht man langsam aus, rührt sie bnrd) ein festes Sieb, lässt den entstandenen Brei einkochen, nm Ihn bann In kod)endeni Zustand In Ftaschen ul füllen und sofort zu oerschllessen Vluf die al eiche Weise kann man fld) Tomate n mark Herstellen, r»।»11> list » hierbei ratsamer, den besonders ibn r elnnefodden Brei In Einmachgläsern unteruibrlnneit und darin bis aus 75 Grad zu erhissen. Diese« Oin- mad)gut hält viele Monate und man kann fld) während des ganzen Winters bnmll schmackhafte Suppen und Tunfen zubereiten. Vlnd) als BlÜrzä VI kaltem Fleisch mundet Tomatenmark, wenn mau es besonders pikant abschineckt, und zwar mit etwas Ossig, geriebener Zwiebel und einem winzigen hiss- dyen geriebenen Meerrettich. II. v. L. Nezepie Waschen ohne (Scifcnforfe. Ach, ich komme |o Ichlechi mit meinen Waich- Mitteln aus! Bel der Sparerei ist der Waschtag wirklich keine Freudel" Das ist so ein Stoss euszer der Hausfrauen, den man ost hören kann. Gewiss, wenn man alles, also Weisswäsche, Buntwäsche und Feinwäsche mit den zu geteilt en Waschmitteln wascht, dann muss man |d)on genau aufpassen und eintci- len Aber es gibt einen guten Ausweg. Feinwäsche, Strümpfe, auch Wollstriimpfe, Pullover, Backe, Handsd>uhe, ja sogar Buntwäsche, wie z.B. Kuchen- schürzen, muss man gar nicht in einer «eifenläsung waschen. Alle diese Dinge wäscht man in — K a r • tosfelwasser —, und zwar kann man sowohl bas Abkochwasser geschälter Kartossel.1 als auch Kartoffelwassei benussen, bas man (Id) durch Ab- fodien der rohen, sauber gewaschenen Stnrto fe fd)n. len herstellt. Diese handwarme Flüssigkeit hat ein Schmusslösungs- und Reinigungsvermögen, bas dem as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS K ü r b I o fl e m ü f e: I kg Kürbla. 1 bis 5 grosse, möglichst saure Aepsel, 30 Speck, Zwiebel aber Vnnd), Salz, ein Achtel Liter Wasser, fanre Gurke Die Zwiebelwürfel dünstet man In Fett an, gibt ben vorbereiteten geschnittenen Kürbis bazu, ebenso bie geschnittenen Aepsel, lässt alles bräunen, füllt mit heissem WaHer ans, lässt gar kochen mib mischt bie in Würfel geschnittene Gurke barunter. 600 d Kürbis, 1 a Zwiebel — — >ine Kürbiosuppe: l. „ . ober Land), Suppengrün, 20 y Fett, 40 g h ....... lvoiser, Salz, Petersilie Fein- engen Aermeln und . ... - ist ebenfalls (mit Stoffknöpfen) Im Rücken geschlossen, ber Gürtel mit ber Sd) leife ist aus bem braunen Material geschnitten. B eibe Formen eignen fld) gut zum Verändern und (£ r fl ä n z e n getragener KleiderI Tomaten. Zunächst einnuil von der sofortigen Verwendung, von der roh zu geniessenden Tomate über die geschmorte zur Suppe, 1 unke und dem erfrischenden Salat Dav olle sind Berwenbungssormen, bie jede Hausfrau kennen wird. Bemerkt sei hierbei nur, bah bie r o h e n T o m a teuf d> e I b e n als Brotbelag je mod) Geschmack Mit roher Zwiebel ober Schnittlauch und Salz gewürzt werden können, wenn man es nicht vorzieht, den süsslichen Gefchmack zu betonen und etwa» Streuzucker darüber zu streuen. Ein wohlsd)meckenbes Blittagessen ist bie gefüllte la m o I e. Dazu höhlt man feste Früchte halb aus, nachdem man einen dicken Deckel abgeschnitten hat. Das ausgesihabte Mark wird nun mit eingeweid)ten Semmeln, etwas 0 iaustausd)inlt« lei, Salz, gebockter Pehrsille und etwas seingeriebe- ncn, getrockneten Pilzen zu einer Fülle nennischt, die man in die aiioflehöblte» Früd)te hineingibt. And) kann man statt ber Semmeln gargekochte- Graupen verwenden imb ein wenig geriebene Zwiebel unter die Fülle mischen. Den obgeschnitteneni Deckel der Tomate deckt man nun wieder darüber und dünstet die Tomaten ganz langsam eine gut» halbe Stunde lang in etwas Fett meld). Auch Hierbei schadet die Beigabe von vorher angebraunter Zwiebel nicht. Rur wenig Wasser bars beim Dün- len angegossen werden, um keine zu lgnoe Tunk» Vi erhalten. Diese wirb mit etwas Mehl sämig ge- macht. Dazu reicht mau am besten Reis, Kar tos sein ober Graupen. 0 in appetitliches Abendbrot für die Kinder, das Ihnen wegen des hübschen Aussehens and) noch niet Freude bereitet, ist der „Fliegenpilz". Hierin benötigt man ein hartgekochtes 01, eine halbe leite Tomate und etwas Schnittlaml) oder grüne Graupen, 1 / Liter '2*,.., —„, , - , geschnittene Zwiebel und Suppengrün werden in Feit angedünstet, den gewürfelten Kürbis und die Graupen gibt man zu, mit Wasser auffüllen, falzen und garkochen Die gehackte Petersilie wird kurz vor dem Anrichten darübergestreut. H e r z h a s t e o M o h r e u g e m ü s e. ff bin 1 l nicht ein» mal ratsam, sich, schon jeszt völlig in seiner Kleidung auf den Winter umzustellen. Die dicken wollenen Sachen haben nod) Zelt', aber eine Jacke, einen Umhang ober einen Schal sollte man Immer bei ber Hanb haben, and) wenn wir bas eine ober andere Kleidungsstück einmal umsonst mitsd)leppen müssen. Bor allem aber ist tu ärmere Unterwäsche unbedingt zu Empfehlen, aud) wenn dadurch bei uns Frauen die schlanke Linie etwas gemildert wird. Gewiss, man stirbt nicht sogleid) an einer kleinen Erkältung, aber ein richtiger „ausgewachsener Schnupfen" birgt meistens bi'11 Keim zu vielen nod) solgenben Erkältungen in sich und bedeutet zumindest vorübergehend einen Ausfall an Arbeitslust und Spannkraft. Und flevabe das können mir uns in ber heutigen Zeit, wo es auf jeden Handschlag antommt, nicht leisten. P- St. Die Ausstattung unserer Jüngsten. der Selsenlosung saft gleichkommt. Besonders Wall- fachen werden bnrd) eine Wäsche mit Kartosselwas- er auffallend meid) und schön. Für verschmutzte Küchenschürzen kann man das Wasd)wasser selbst- versländlid) heisser Dermeinben als für Feinwäfd-e. Sollten bie Kartoffeln fid) schlecht kod>en, b. I). Im Abkochwasser kleine Kartoffelteilchen herumfchmim- men, so giesst man es zweckmässig vor der Benutzung als Waschwasser öurd) ein gesäubertes Tnd), in bem bann die Kartoffelslückchen zurück- bleiben. Das Abkochwasser eines Tages wird nun nicht für bie ganze „kleine Wäsche" auoreichen, ba muss man eben sammeln. Allerdings sei ermähnt, dass man das Abkochmasser nicht langer als zwei Tage aufheben kann. Wer die wöd-entliche „kleine Wäsche" mit Kartofselwasser wäscht, bem verblei- bei) reid)lid) Waschmittel für öle grosse Hauohalts- wäsche, und die Sorge vor blefem Tage Ist damit verschwunden. einen Teil ber Wäsdie aus Antrag durch besondere Bezugscheine. Auch bie Bettwäsche des Kindes gibt c\> auf Bezugichefne Beim Einkauf ber Bettwäsche empfiehlt es sich, Fertigware zu nehmen, bie für Kinder in besonders guter Dualität hergestellt rollt. And) sonst sind die Kleinen bevorzugt. Moltonware z B gibt es nur auf Karten, damit ihr Berbrauch auf jeden Fall sldxrgestellt ist Die Auspussung des Körbchens stosst and) auf keine Schwierigkeiten Oo hat sich bei den Müttern allmählich der Braud) gebildet, dazu Hellen, waschbaren Sommerstoff zu nehmen. der in Falten gelegt am Rande des Körbchens befestigt wird. Rad) einem halben Fahr, wenn das Kleine aus dem Korb kommt, nimmt die Mutter diesen nicht verschnittenen Stoff wieder zurück und arbeitet sich eine Bluse daraus, so dass Ihr ihre Punkte nicht verloren geben. So kann die Mutter ohne Sorgen ber Ankunft des Kindes entgegensehen und alles vorberetten. Der kleine Säugling aber kann „sich freuen", denn eine fertige und komplette Aussteuer erwartet ihn. E. v. S. Salz abschmeckt und über die Möhren gibt. Denken Sic an Jhrc Sp.irbücbfcl So mancher Eitra Groschen bann hinein# kommen, wenn Sie beispielsweise zmn Fähnepntzen die gnteBivea Zahnpasta be- nahen. Die grobe Tube kostet nur 40Vfg, beiden Wolljäckchen und das Müsschen lassen fld) mit kleinen Wollresten — evtl, räufelt man etwas unnötiges auf — selbst Herstellen Für irgend etwas ri'idyt aud) der kleine Rest, und hdt man wirklid) kaum mehr als einen langen Faden, bann gibt es immer noch ein Paar Fäustlinge. Die Wickeltücher ind Gegenftäubc. die man nur bie ersten 0 bis 8 Wochen benötigt, upb sich deshalb leicht von einer anderen Mutter borgen kann. Auch mit Jäckchen und Hemdchen kann man sid) leicht behelfen. Alte Flicken von Haus- und unmoderner Leibwäsche lassen fld) gut verwerten. Die Reste von Herrenunterhosen eignen fid) besonders gut für die Zäckchen, und wie tolz wird ber Bat er fein, wenn er aud) etwas bazu beiträgt. Kein Flicken ist zu klein, um nicht Immer nod) eine Verwendung zu finden, und zu guterletzt ergibt es noch ein Lätzchen. Der Mutter fallt es ausserdem leicht, ein paar Punkte für das Kind zu neben. Denn sie, bie in diesen Monaten keinen Aufwand an Garderobe zu mad)cn braucht, bekommt das Umstandskleid und So bitter im einzelnen das Bezugfchelnfystem manchmal ersd)eint, so tröstlid) ist es zu wissen und 'zu merken, dass im Rahmen des Möglichen alles a-»tan wird und uidito vergessen ist. And; für das Kleinste sogar für das Ungeborene, wird gesorgt. Fünf Monate vor ber voraussichtlichen Geburt be- kommt die Mutter bereit« dl.' Kleiderkarte für den Säugling. Immer wieder beklagen es liebe Grossmütter und Tanten, dass sie nid>t das winzigste und niedlldiste Stück „ohne" kaufen können. Um den wirklid)en Bedarf zu decken und gerecht zu verteilen, hat es fid) Über als richtiger erwiesen, alles pnnktpfllchtig werden zu lassen und ber Mutter die Auswahl und praktische Verwertung zu überlassen. 150 Punkte, wie ein Erwachsener, bekommt der kleine Erdenbürger. Aber ausserdem ist die Punktwertung bei ihm bedeutend günstiger, während beim Erwachsenen die Kleiderkarte nur zur notwendigen Ergänzung seines Verschleisses gebadjt ist, bedarf der Säugling einer vollkommenen Ausstattung und Einkleidung. So braucht er zu einem Wintermantel keine 75 Punkte zu opfern, sondern sein Mäntelchen kostet nur 12 Punkte. Die beste Vergleichsmöglichkeit ist die Meterware, hier gilt ein Punkt der Säuglingskleiderkarte nicht weniger als der ber anderen Kleiderkarten, nur lässt sich für ben um ein vielfaches kleineren Reugeborenen erheblid) mehr aus einem Meter Herstellen als für einen ausgewachsenen Menschen. Das wld)tigste und notwendigste Ausstattungsstück des Säuglings, die Windel, ist besonders entgegenkommend bewertet und kostet nur einen Punkt. Die Säuglingskleiderkarte mit ihren 150 Punkten sieht eine M i n d e st a u s st a 11 u n g vor. Dazu rechnet man gewöhnlich 6 Semdchen, 6 Jäckchen, 24 Windeln, 12 kleine Moltoneinlagen ober auch Fleckchen genannt, 3 grosse Wickeltücher, 1OJBaum- mollhäschen, 2 Wolljäckchen mit einem Mützchen zur Ausfahrt und 2 Badehandtücher. Alle anderen not- wendigen Sachen wie Rabelbinden und Gummiunterlagen gibt es extra. Fast jeder Mutter stehen irgendwelche Restbestände einer Saugt ngoaus tat- jung, sei es von ihrer Mutter, Schwiegermutter, älteren Schwester, Schwägerin oder Freundin, zur Verfügung. Sollte aber wirklich der seltene Fall eintreten, dass sie ganz auf fid) selbst angewiesen Ist, so braucht sie sich auch Hann nicht m.t der obenerwähnten Ausstattung zu begnügen. 22 Punkte lassen sid) zum Beispiel leicht einsparen wenn ma auf die kleinen Babehandtücher verzidstet und statt dessen je zwei eigene Frottierhandtücher zusammen' näht. Glaubt man, dass der eigene Haushalt nid) für eine Weile vier Handtücher nnssen kann so kauft die Mutier auf ihre - oder warum nicht gar auf die Kleiberkarte des Vaters — die Tncher. Die Ehrendienst des Sports am Wochenende. Am kommenden Samstag und Sonntag macht der gesamte deutsche Sport Ehrendienst für das Kriegs-Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Meister und Meisterinnen, mit und ohne Titel, gehen ebenso wie der Reichssportführer und seine Mitarbeiter in Stadt und Land mit der Sammelbüchse auf die Straße. Sie haben den berechtigten Ehrgeiz, in dieser ersten Reichsstraßensammlung des Jahres das vorjährige Rekordergebnis, das mit dem Vertrieb von 36 Millionen Hitlerbüchlein zuftandekam, diesmal mit 51 Millionen Hakenkreuzsymbolen noch zu übertreffen. Ihre Vorbereitungen sind gewaltig. Mit unaezählten kleinen und großen Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen und fast allen Kampfstätten werden sie die Millionen ihrer Anhänger mobilisieren. Und die Groschen aus den Büchsen werden zusammenfließen mit den Eintrittsgeldern zu einer Meisterschaft des deutschen Sports im Sammeln. Oie Veranstaltungen in Gießen. In der Zeitfolge der sportlichen Veranstaltungen zum Besten des Kriegs-WHW. ist für den S t a d t - kreis Gießen folgendes vorgesehen: Samstag, 27. September. 16 Uhr im Seltersweg: Opferschießen, veranstaltet vom Schützenverein Gießey, neben dem Gasthaus „3ns Lotze" und neben der Metzgerei Meister: am Stadttheater: Runde der Tischtennisspieler um die Stadtmeisterschaft (VfB.-R. gegen 1900 Gießen): auf Owaldsgarten: Runde der Faustballspieler (Turnverein 1846/ Luftwaffe, Bezirkssparkasse u. a.)., 18 Uhr auf Oswaldsgarten: Handballspiel Mtv. Gießen — Luftwaffen-SV. 20 Uhr: Im Gloria-Palast im Rahmen der üblichen Vorstellung Reck- und Bodenturnen der Kreisriege. — Im Gasthaus „Hindenburg": Filmabend der Gießener NSRL.-Gemein- schaften: a) Werbefilm „Mach mit! Deutscher Sport im Kriege"; b) Turn-Länderkampf Deutschland — Finnland 1941. — Im G a st h a u s„Z um Burghof": Filmabend: Aus der Wunderwelt der Dolomiten. Sonntag, 28. September. 10 Uhr am Stadttheater: Kinderturnen, Frauenturnen mit und ohne Gerät. (Ausführende die beiden Gießener Turnvereine.) — Parkplatz an der Stadtkasse: „Sport der Zuschauer", u. a. Tischtenniskämpfe, Elfmeterschießen, Korbballwerfen, Kegeln, Opferschießen, Tauziehen. — Am Oswaldsgarten: Fortführung der Faustballrunde. 14 Uhr am Oswaldsgarten: Werbemarsch zur Hauptveranstaltung am Schwanenteich. Marschstraßen: Von Oswaldsgarten durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Horst-Wessel-Wall, Sel- tersweg, Neuenweg, Neuenbäue, Gartenstraße, Lud- wigsplatz, Kaiserallee, Moltkestraße zum Schwanenteich. 15 Uhr am Schwanenteich: „Bunte Schau der Leibesübungen", u. a. Rollschuh-Kunstlaufen, Tennisschaukämpfe, Kinderturnen, Geräteturnen der Turnerinnen, Ruder- und Kanu-Kurzstreckenrennen um die Stadtmeisterschaft, Barrenturnen und Pferde- springen (mit Federsprungbrett) der Kreisriege, Korbball und Flugballspiele der Turnerinnen. Gymnastik und Tanz der Nachrichtenhelferinnen. — VfB. - Sportplatz: Fußball Gießen-Stadt — Gießen-Land. 20 Uhr im G lo ri a - P ala st, im Rahmen der laufenden Vorstellung, Tanz und Gymnastik der Turnerinnen (Mtv. und Tv. 1846). Jn Zukunst nur noch Pellkartoffeln! Oer Schälverlust von rund 15 t>. £. muß vermieden werden. Wenn uns ein schöner rotbackiger Apfes anlacht und zum Anbeißen verlockt, so denken wir — ehe wir ihn verzehren — bestimmt nicht daran, diesen vorher etwa abzuschälen. Denn erstens pflegen wir heutzutage sparsam mit unserem kostbaren Obst umzugehen und zweitens hat uns die moderne Er- /nährungsforschung gelehrt, daß dicht unter der Schale wertvolle Vitamine in besonders reichlichem Maße verborgen sind, die beim Schälen verlorengehen würden. Sicherlich wird mancher einen Vergleich zwischen einem rotbackigen Apfel und einer unscheinbaren graubraunen Kartoffel als etwas zu kühn bezeichnen, auch wenn die Kartoffel zuweilen unter dem schönen Namen „Erdapfel" bekannt ist. Und es soll hier auch nicht empfohlen werden, die Kartoffel mitsamt der Schale zu verspeisen, nur damit beim Schälen keine wertvollen Kohlehydrate und Mineralstoffe verlorengehen. Denn gerade bei dieser K bietet sich in dieser Hinsicht ein ganz beer Ausweg in der Pellkartoffel, die den Verlust an wertvollen Stoffen auf ein geringes unvermeidliches Ausmaß herabdrückt und gleichzeitig zu sparsamstem Verbrauch zwingt. Den letzten Grund werden manche nicht als wichtig genug gelten lassen wollen, denn Kartoffeln — so meinen sie — ernten wir doch in Deutschland in genügendem Maße. Gewiß, wir werden auch in diesem Jahr mit einer guten Kartoffelernte rechnen können. Aber wenn man sich die Tatsache vor Augen hält, daß jetzt im Kriege jährlich rund 10 Millionen Tonnen Speisekartosseln mehr verbraucht werden als im Frieden, und man zugleich di« damit verbundenen zusätzlichen Transportprobleme bedenkt, so wird jeder Einsichtige schnell die Notwendigkeit erkennen, daß auch eine gute Kartoffelernte nicht von der Pflicht entbindet, mit dieser Frucht sparsam umzu- gehen und jede Verschwendung zu vermeiden. Und das Kartoffelschälen ist nun einmal eine Verschwendung, die wir uns in der heutigen Zeit nicht leisten können. Dies gilt besonders für Gaststätten, Werkküchen und Kantinen. 2^uch sie sollten dazu übergehen, in Zukunft nur noch Pellkartoffeln auf den Tisch zu bringen. Auf diese Weise ist es möglich, die Kartoffelschälmaschine stillzulegen. Schon beim Schälen der ungekochten Kartoffeln mit der Hand kann man ckiit einem Schälverlust von rufrd 15 v. H. rechnen, beim Kartoffelschälen mit der Schälmaschine ist aber ein Schälverlust von ungefähr 30 v. H. bestimmt nicht zu hoch gegriffen. Aber auch unsere 1 Haushaltungen sollten grundsätzlich nur noch Pellkartoffeln verwenden. Die weitverbreitete Ansicht, daß die Sammlung der Küchenabfälle durch die NSV. für die Schweinemast von der Notwendigkeit entbindet, die Kartoffeln dünn zu schälen, ist völlig falsch. Wenn wir in Zukunft vor einer dampfenden Schüssel Pellkartoffeln sitzen und uns der kleinen Mühe des Abpellens unterziehen müssen, so sollten wir aber noch an etwas anderes denken. Je sparsamer wir nämlich mit den Kartoffeln umgehen, um so mehr können für die Verfütterung in der Diehwirtschast abgegeben werden. Je mehr Kartoffeln für die Mast von Schweinen bereitgestellt werden können, desto besser ist es um unsere künftige Fleisch, und Fettversorgung bestellt. Und im Hinblick darauf dürfte uns keine Unbequemlichkeit und Mühe zu groß sein! Aus -er Stadt Gießen. Respekt vor dem Schlaf. Ein ruhiger Schlaf bedeutet für den Menschen fast noch mehr als Nahrungsaufnahme, denn von seiner Beschaffenheit hängen körperliches Befinden rpie Gesundung der Nerven ab. Für den erwachsenen Menschen rechnet man eine siebenstündige Nachtruhe, wenngleich es zu allen Zeiten Menschen gibt, die mit weniger Stunden Schlaf auskommen. Die Anzahl der Stunden ist im allgemeinen durch das Lebensalter bedingt. Der Säugling schläft fast ununterbrochen in das Leben hinein, die drei- bis fünfjähviaen Kinder bedürfen neben eines frühen Zubettgehens einer ausgedehnten Mittagsruhe, sind natürlich, da sie zeitig niedergelegt wurden am Morgen frühzeitig auf, sehr zum Leidwesen der Mutter, die gerade am Sonntagmorgen gern noch ein halbstündiges Nickerchen machen möchte! Werden sie älter, ist es eine Plage für die Erzieher, die Jugendlichen morgens zur Schule oder zur Lehre rechtzeitig aus den „Federn" zu bekommen. Jn den Entwicklungsjahren braucht der Jugendliche besonders viel Schlaf. Alte Leute dagegen sind mit wenigen Stunden zufrieden. Ganz gleich, wie lange der Mensch schläft — seine Ruhe muß respektiert werden, ob er gesund oder krank, alt oder jung ist, ob es sich um Ruhestunden nach der Nachtarbeit oder um ein Mittagsschläfchen handelt! Letzteres darf übrigens nur auf eine Viertel- bis eine halbe Stunde ausgedehnt werden, da es sonst schlapp und übellaunig macht. Und in dieser Beziehung wird von den Kindern meist sehr gesündigt: Unsere kleinen Trabanten sind fast alle kleine Egoisten, die auf dem Standpunkt stehen, daß für sie die ganze Familie ständig zur Verfügung zu stehen hat, deren Eltern auch vielfach so abgöttisch in sie verliebt sind, daß sie sich wegen jeder Kleinigkeit von den Kindern, stören lassen. Das ist natürlich nicht richtig. Der Respekt vor dem Schlaf eines Menschen muß jedem jungen Menschenkinde eingeschärft werden, denn der ruhige Schlaf ist Bedingung für das Wohlbefinden. Da die Kleinen überhaupt dazu neigen, im Eifer des Spiels sich zu überschreien, fällt ihnen das Ruhigsein für den Anfang bestimmt nicht leicht. Allmählich aber werden sie es lernen, auf Zehenspitzen zu gehen, die Stimme zum Flüstern zu neigen, die Türen vorsichtig zu schließen, wenn jemand im Hause zu schlafen beabsichtigt. Hot das Kind erst den Respekt vor dem Schlaf gelernt, dann schläft es auch selbst schnell ein. Wenn es sich mittags an die Mutter ankuschelt, um deren Nickerchen zu „bewachen", dann wird das Rücksichtnehmen auf die schlafende Mutter langweilig. Man darf sich nicht bewegen, darf sie auch durch Aufstehen nicht stören; und in diesem stillen Warten überrascht dann der Sandmann das Kleine, das zu Mutters großer Freude noch eine ganze Stunde schläft, wenn Mutter schon längst wieder ihre Hausarbeit aufnahm ... Wer seinen Kindern rechtzeitig den Respekt vor dem Schlafe lehrte, kann keine Scherereien mit ihnen hoben, wenn ein Krankheitsfall dos ganze Haus in Aufregung bringt. Gleichermaßen sind keine Derhaltungsmaßnahmen^ mehr im Luftschutzkeller notwendig. Jedes Kind, das den wichtigen Wert des Schlafes kennenlernte, verhält sich ruhig im Keller, wenn es merkt, daß andere Hausbewohner, die am nächsten Morgen wieder ihrer Arbeit nachgehen müssen, dort unten weiterschlafen möchten, um möglichst wenig von der notwendigen Nachtruhe einzubüßen. ' H. v. L. Tageskalender für Donnerstag. Stodttheater: 19.30 Uhr Vortrag General der Flieger Quade über „Luftwaffe und Heer im bisherigen Kriegsverlauf". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Immer nur Du!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Pedro soll hängen". Oie We^rüverw chung im Kriege. Im Reichsgesetzblatt ist eine Abänderung der Verordnung über die Wehrüberwachung veröffentlicht worden. Darin werden zunächst die kriegsmäßigen Verkürzungen der Meldefristen bekannt- gegeben. Die Meldungen bei jedem Wechsel der Wohnung oder des dauernden Aufenthaltsortes sind binnen 48 Stunden zu erstatten. Ferner ist der zuständigen Wehrersatzdienststelle zu melden: Der Antritt und die Rückkehr von einer Reise, einer Wanderschaft oder einer Arbeitsaufnahme außerhalb des dauernden Aufenthaltsortes, wenn diese länger al? 14 Tage dauert. Wenn der Aufenthalt an dem neuen Arbeitsort voraussichtlich länger als 60 Tage dauert und dort eine Wohnung oder Schlafstelle bezogen wird, hat der Wehrpflichtige sich beim Wehr- Meldeamt (Offiziere und Referveoffiziersaywärter im Feldwebelrang sowie Wehrmachtbeamte und Wehrmachtbeamtenanwärter im entsprechenden Rang beim Wehrbezirkskommando) des bisherigen Wohnorts persönlich oder schriftlich unter Vorlegung bzw. Einsendung des Wehrpasses abzumelden und beim Wehrmeldeamt bzw. Wehrbezirkskommando des Arbeitsortes anzumelden, auch wenn die Wob- nung am bisherigen dauernden Aufenthaltsort bei- behalten wird. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Aufnahme der Arbeit freiwillig ober auf Grund behördlicher usw. Anordnung (z. B. eine Dienstverpflichtung) erfolgt Im übrigen bleiben die Meldepflichten im bisherigen Umfange für alle Wehrpflichtigen bestehen. Ihre genaue Beachtung ist im Kriege mehr denn je Ehrensache jedes Wehrpflichtigen. Oie Kriegsmarine stellt Freiwillige ein. Die Ausstellungen des Wettbewerbes „Seefahrt ist not" haben gezeigt, in welch erfreulichem Maße in der Heranwachsenden Jugend das Verständnis ür deutsche Seefahrt und ihre Bedeutung für un- ere Zukunft entwickelt ist. Das gleiche Verständnis ür Seemannschaft hat sich bei den Seesport-Wettkämpfen der Marine-Hitler-Jugend gezeigt. Jetzt bietet sich Gelegenheit, dieses Verständnis auch durch die Berufswahl zu beweisen. Junge Männer, die ihre Vorbildung als Lehrling in einem Handwerk oder Anlernung in der Industrie beendet haben, können mit einer Einstellung in die Kriegsmarine bereits zum 1. November 1941 ober zum 1. Januar 1942 rechnen. Lehrlinge und Anlernlinge werden erst nach Beendigung ihrer Berufsvorbildung ein- berufen; denn bei der Vielseitigkeit des Dienstes an den hochwertigen Einrichtungen unserer Kriegsschiffe muß die Kriegsmarine auf eine gute und aogefchlofsene Vorbildung der Mannschaft aller Laufbahnen Wert legen. Im Leben an Bord unserer Schiffe hat auch die Musik ihre besondere Be- deutung. So besteht jetzt auch für junge Musiker Gelegenheit, nach beendeter Berufsausbildung in die Kriegsmarine einzutreten Alles Nähere ist aus dem Merkheft für Freiwillige „Wie komme ich zur Kriegsmarine" zu ersehen, das in jeder Wehrersatz, dienststelle zu haben ist. Bewerbungen sind möglichst umgehend an das zuständige Wehrbezirkskommando zu richten. Wegfall der Roggenmehlbeimischung zum Weizenmehl. Die HVGuF. hat durch eine Anordnung die Beimischungspflicht vom Roggenmehl zum Weizenmehl mit Wirkung vorn 1. Oktober ab aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt ab haben also die Mühlen Weizenmehl der Type 1050 nur noch ohne Beimischung von Roggenmehl herzustellen. Der Preis für die Weizenmehltype 1050 erhöht sich dadurch um 25 Reichspfennig je 100 Kilogramm. Auch die Typen- auf- und -abschläge erfahren entsprechende Aende- rungen. Roggenmehl der Type 997 darf ab 1. Oktober nicht mehr hergestellt werden. Die noch vorhandenen Bestände sind aufzumischen oder, soweit dies nicht möglich ist, zur Beimischung in der bisher' vorgeschriebenen Form zu verwenden. Das nach dem 30. September noch mit der bisher vorgeschriebenen, Beimischung in Verkehr kommende Weizenmehl muß mit dem Buchstaben „M" besonders gekennzeichnet werden. Rammelt Doaelbeeren! Der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung teilt mit. Die Vogel- oder Ebereschenbeere ist nur nur giftig, wie oft angenommen w'rd, sondern ein bei geeigneter Behandlung wertvolles, zusätzliches Nahrungsmittel, das in größten Mengen gesammelt zu werden verdient, lieber die richtige Ernte und den Versand an die eine zweckmäßige Verarbeitung gewährleistenden Stellen geben die Kreissachbearbeiter und Sammelstestenleiter der RfH., deren Anschrift bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfahren ist, Auskunft. Hur noch schöne Reiseandenken. Schon oft wurde die Frage „Reiseandenken" Gehandelt und von den verschiedensten Stellen aus beleuchtet. Ein wahrer Feldzug gegen den Andenken- kitsch wurde geführt, aber leider ohne den gewünschten Erfolg. Nachdem nun die Leitung des deutschen Fremdenverkehrs und die Reichskammer der bildenden Künste erneut den Kampf gegen den Andenkenkitsch ausgenommen haben und über ihre Landesverbände bis in die einzelnen Gaue und Gebiete vorstoßen können, ist jetzt ein Instrument geschaffen, um die allgemein als lästig empfundenen Entgleisungen auf diesem Gebiet« zu beheben Die Vorarbeiten in unserem Gau sind in guter Zusammenarbeit .zwischen der Landesleitung der bildenden Künste und dem Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main soweit gediehen, daß in diesen Tagen Material für eine Re-ichswanderschau zur Verfügung gestellt werden konnte. Diese Wanderschau wird Auswüchse der Reiseandenken zeigen und in einer Gegenüberstellung neue, zeitgemäße und auch künstlerisch wertvolle Reiseandenken ausstellen, die im wahrsten Sinne des Wortes Reiseandenken sind und dementsprechend einen Wert repräsentieren, ohne die besonderen Charakteristiken der einzelnen Landschaften oder Städte, ihrer Bodenschätze, Industrie und handwerklicher Kunst zu entbehren. Vergleichsschießen der Znngschützen. Mit dem Schießen auf die Gaumeisterschaft (vgl. den gestrigen Bericht) war auch ein Vergleichsschießen. der Jungschützen verbunden. Geschossen wurde auch hier mit Kleinkaliber militärischer Anschlag in den drei Anschlagsarten von jeweils 5 Schuß in 5 Minuten auf die 12kreisige Ringscheibe, 50 Meter Entfernung. Mannschaften je 4 Jungschützen: 1. Schützengesellschaft 1926 Gießen 520" Ringe, und zwar Fritz Helfenbein 138, E. Reinstädtler 130, Peter Dunkel 126 und Kurt Petri 126 Ringe; 2. Schiit- zengesellschaft 19?5 Nidda 502 Ringe; 3. Schützenverein Gießen 495 Ringe, und zwar W. Sauer 101, H. Kraft 126, I. Hölzel 135 und E. Beigang 133 Ringe; 4. Schützengilde Herborn 492 Ringe; 5. Schützengesellschaft Haiger 469 Ringe; 6. Vorstädter- Schützenverein Wetzlar 455 Ringe; 7. Schützenverein Assenheim 450 Ringe; 8. K.K.S.V. Salzböden 445 Ringe, und zwar A. Bepperling 131, M. Rük- ker 87, O. Hettche 106 und H. Klein 121 Ring«; 9. K.K.S.V. Launsbach 406 Ringe, und zwar E. Rolzhausen 106, W. Balser 89, E. Eckhard 99 und H. Debus 112 Ringe; 10. K.K.S.V. Dreihausen 395 Ringe; 11. Peichsbahn Diez 379 Ring«. Die zehn besten Jungschützen waren: 1. Paul Rink, Herborn, 142, 2. Fritz Helfenbein, Gießen, 138, 3. Joachim Hölzel, Gießen, 135, 4. Friedel Vogt, Nauborn, 134, 5 W. Eckhardt, Nidda, 134,. 6. E. Beigang, Gießen, 133, 7. R. Trodt, Nidda, 133, 8. W. Manegold, Marburg, 131. 9. R. Bepperling, Salzböden, 131 und 10. E. Reinstädtler, Gießen, 130 Ringe. Als Anerkennung für gute Schußleistung konnte der Kreisschützenführer Ed. G o n d n e r an eine Anzahl Mannschaften Kleinkaliberpatronen verteilen. Gießener Dochenmarktpreise. * G i e ß e n , 25. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 50, Wirsing, % kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Bohnen, grün, 30, Meerrettich 80, Kürbis 10, Lauch 20, Sellerie 20, Salat, das Stück 10 bis 12, Salatgurken 20 bis 30, Einmachgurken, y. kg 20, Endivien, das Stück 12 bis 15, Rettich 10 bis 15 Rpf. * ** Aus der Praxis — für d i e Praxis. Zuverlässigkeit, Fleiß und Können sind die Voraussetzungen für jede hochwertige Berufsleistung. Auch heute suchen unzählige deutsche Volksgenossen weitere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten. Im Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront kann jeder Berufstätige so lernen und so üben, wie er es aus der Praxis gewohnt ist. Die neuen beruflichen Lehrgemeinschaften für Erwachsene beginnen in den frühen Abendstunden der nächsten Tage. Beratung und Anmeldung bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsfront. ♦* Deutsches Frauenwerk, Gießen- Mitte. Am Montag, 29. September, 20.15 Uhr pünktlich, findet im „Burghof" der Gemeinschafts. abend statt. Es spricht Frau Toni Beller über „Hilfe der Herzen und Hände, würdig der Front'. ** Schöne Erfolge eines Gießener Sportlers. Bei den von der ff» und Paftzei- Sportgemeinde Niederlande vom 19. bis 21. September im Olympia-Stadion in Amsterdam ver- anstalteten Leichtathletik-Wettbewerben . errang Kriegsverwaltungsinspektor Malkomesius aus Gießen bei starker Beteiligung — auch aus den übrigen besetzten Gebieten im Zehnkampf den 3 Preis. Im Wettkampf der Teilnehmer aus den Niederlanden war er 2. Sieger Aus der engeren Heimat. Kunstgemeinde Laubach. □ Laubach, 24. Sept. Es ist sehr erfreulich, daß man auch in diesen schweren Zeiten die tultu- rellen Belange auch in den kleineren Städten nicht außer acht läßt. Von diesem Gedanken geleitet, hat die Stadtverwaltung Laubach in Verbindung mit der Kreisdienststelle Wetterau der NSG. „Kraft durch Freude" eine Kunst gemeinde gegründet, ■■«■■■■■■■■■■■ Verdunkelungszeit 25. September von 19.13 bis 7.10 Uhr. deren Bestrebungen durch den Deutschen Gemeinde- tag unterstützt werden. Für den Winter 1941/42 sind zehn Veranstaltungen geplant; drei Vorstellun- gen der Rhein-Maimschen Landesbühne, zwei Kon- zerte des Rhein-Mainischen Landesorchesters, zwei Bunte Abende und drei Vorträge. — Wie die Grün- dungsverfammlung zeigte, herrscht in allen Kreisen der Laubacher Bevölkerung lebhaftes Interesse an den vorgesehenen Veranstaltungen, für deren planmäßige Durchführung die Stadt Laubach die Garantie übernimmt. Verhängnisvolles Spiel mit einer Sprengkapsel. * Schotten, 24. Sept. Jn dem Nachbardorfe E i ch e l f a ch f e n hatten zwei Jungen eine Sprengkapsel gefunden, die der eine von ihnen mit einem Hammer bearbeitete. Dabei explodierte der Sprengkörper und verletzte die beiden Jungen schwer. Einer mußte wegen Gefähr- düng der Augen der Augenklinik in Gießen zugeführt werden, der andere kam mit schweren Ver» letzungen an den Beinen und am Kopfe in das hie- sige Krankenhaus. Vom Zug überfahren und getötet. * Lauterbach, 24. Sept. Auf der Bahnüber. führung der Landstraße bei Rimlos wurde heute vormittag gegen 8 Uhr ein Milchfuhrwerk, das von einer Zugmaschine gezogen wurde, von der Lokomotive eines Personenzuges überfahren. ,Dabei wurde der 72 Jahre alte Bauunternehmer Andreas B o n a ck e r aus Heblos, der auf dem Milchfuhrwerk saß, von der Lokomotive eine Strecke weit mitgeschleift und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Das Fuhrwerk selbst wurde zertrümmert, die Zugmaschine beschädigt. Der Lenker der Zugmaschine, der 33 Jahre alte Wilhelm Zinn aus Heblos, kam mit einer leichten Verletzung am Kopfe davon. Sträfling sprang aus dem Zuge. Lpd. Marburg, 24. Sept. Auf dem Transport nach dem Zuchthaus versuchte ein aus der Gegend von Halle stammender Sträfling dadurch zu entfliehen, daß er, ehe fein Begleiter es hindern konnte, zwischen Cölbe und Marburg aus dem Zuge f p r am g. Dabei erlitt er so schwere Rippen- brüche und innere Verletzungen, daß seine Ausnahme in die Marburger Klinik erfolgen mußte. Beamter oder nicht? Eine wichtige Entscheidung des Sondergerichts Frankfurt. Lpd. Der 56jährige Postfacharbeiter Peter Götz hatte Feldpostsendungen in die Säcke zu füllen. Dabei eignete er sich verschiedene Sendungen an. Götz kam wegen Unterdrückung von Postsendungen, Urkundenvernichtung und Amtsunterschlagung vor das Sondergericht Frankfurt a. M. und war auch des Verbrechens gegen die Volksschädlingsverordnung angeklagt. Jn der Verhandlung kam es darüber zu einer Aussprache, ob der Angeklagte als Beamter anzusehen sei. Während der Verteidiger dies verneinte, weil der Angeschuldigte nur mechanische Arbeit geleistet habe, vertrat der Staatsanwalt den gegenteiligen Standpunkt mit dem Hinweis, daß auch die nur mit mechanischer Arbeit betrauten Kräfte hoheitsrechtliche Funktionen zu erfüllen hätten. Das Sondergericht entschied erstmalig, daß ein solcher Angeklagter nicht als Beamter im Sinne des Gesetzes zu gelten habe. Der Angeklagte wurde jedoch als Dolksfchädling erachtet und wegen seiner strafbaren Handlungen zu 15 Monaten Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Handball. Krofdorf — Holzheim 11:16 (5:12). 3n der Kreisklasse wurde die neue Runde mit bem Spiel Krofdorf — Holzheim eröffnet. In einem Kotten Spiel, das in jeder Hinsicht befriedigte, führte sich Krofdorf trotz der Niederlage gut ein. Holzheim bestimmte sofort das Tempo und nutzte jede Tormöglichkeit aus, so daß es zu einem Pausenstand von 12:5 für die Gäste kam. Nach dem Wechsel kamen dann die an sich körperlich schwächeren Krofdorfer besser auf. Zum Teil boten fie gleichwertige Leistungen und konnten ein annehmbares Endresultat erzielen. Lang-Göns 3gd. — W.-Steinberg 3gb. 10:7 (5:1). Ein spannendes Spiel gab es in Lana-Göns. Die Platzmannschaft zeigte in der ersten Hälfte die beste- ren Leistungen. Man rechnete mit einer hohen Niederlage der Gäste. Nach dem Wechsel liefen diese st.doch zu großer Form auf. Lang-Göns mußte sehr kämpfen, um aus dem Treffen als knapper Sieger hervvrzugehen. Heuchelheim 3gb. — 7Mv. Gießen 3gb. 17:5. Heuchelheim Schüler — 7Ntv. Gießen Schüler 2:12. Da Heuchelheim eine Absage erhielt, sprang der Mtv. ein. Leider konnte dieser nur eine schwache Mannschaft stellen. Die Heuchelheimer bestimmten dadurch das Spielgeschehen. Die Kleinen der Gießener boten eine sehr gute Leistung. In beiden Spielabschnitten beherrschten sitz das Spielfeld.