Auzeigerr-Preise: Nachlässe: General-Anzeiger für Oberhessen Sstscbeck11686Franks^M. vrjchlscheUnivttfitattdruckereiLQmge Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr Zchrlstlettung »nd Seschästrstelle: Siehen, Zchulstrahe 7-9 Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B p,. Jahrgang Nr. 20( ! erscheint täglich, außer ! Honntags und Feiertags Beilagen: ! » ebener Familienblätter HünatimBild-DieScholle Bezugspreis: \ Monatlich....... RM 1.80 Mellgebühr... „ -25 bei Nichterscheinen IDtn einzelnen Nummern itrolge höherer Gewalt jBya. A e Montag.25.August lM GiehenerAnzeiger ~s re Boo- rung, die er mir eines Nachts gewährte! ... uns blieb danach nichts weiter übrig, als uns der geleimten Inselgruppe anzunehmen." Gemeint waren die Philippinen, von denen der gleiche Präsident erklärte: „Unsere nunmehrigen Besitzverhältnisse auf den Philippinen bieten uns wirtschaftliche Möglichkeiten, die eine kluge Staatsführung nicht übersehen darf. Jedenfalls ist es auch angebracht, für die Erweiterung unseres Handels alle Mittel anzuwenden ..." Und Whitelaw Reid, einer der Friedenskommissäre und Herausgeber der „New Port Tribüne" sagte: „Der Stille Ozean befindet sich jetzt in unserer Gewalt. Machen wir den rechten Gebrauch von unserer Erwerbung, so werden die Bereinigten Staaten in der Lage sein, aus dem Stillen Ozean einen amerikanischen Binnensee zu machen." Roosevelt denkt nicht anders, wobei es ihm und der- hinter ihm stehenden Kaste selbstverständlich allein darauf ankommt, die „Erweiterung des Handels mit allen Mitteln" anzustreben, und dabei nicht nur die wirtschaftspolitische Stellung der USA. zu stärken, sondern vor allem auch die machtpolitische. Die strategischen Linien, die Roosevelt dabei im Auge hat, kreuzen allerdings gefährlich die japanischen. geweitet wurde und damit von Roosevelt selbst ad absurdum geführt worden ist. Was damals als Wirtschaftspolitik gedacht war, ist inzwischen reine Machtpolitik geworden, was selbstverständlich auch den Gegensatz zu Japan immer schärfer Herausstellen mußte, wobei die innere Logik der Argumente und — wenn man so will — der moralische und ethische Unterbau zweifellos auf feiten der Japaner ist, während Washington in der Vergangenheit mit hohlen Phrasen arbeitete, auf die Roosevelt aber schon lange verzichtet hat, um den brutalen Machtstandpunkt um so schärfer herauszukehren. Frömmelnde Heuchelei und Zynismus findet man hier in einer seltsamen und — neben den Engländern — nur den Pankees eigenen Mischung. So erklärte McKinley, der als Präsident der USA. Hawaii und die Philippinen schluckte, am 1(5. September 1898: „Nacht um Nacht wanderte ich im Weißen Haus auf und ab. Ich fiel auf die Knie und bat den Allmächtigen um Erleuchtung und Füh- fommen auf. Im Kampf um die wenigen von den Bolschewisten noch besetzten Brückenköpfe am Dnjepr hatten die Sowjets ihre befestigten Feldstellungen durch Eingraben von schwersten Panzern verstärkt. An mehreren Stellen gelang es den deutschen Soldaten in unvergleichlicher Angriffskraft, diese Stellungen zu durchbrechen uni) weiter einzudringen. In dec am Dmerr gelegenen Stadt Tscherkassy Oer Dnjepr-Brückenkops Tscherkassy in deutscher Hand. In der Ernte kommt es jetzt auf jede Stunde an! NSG. Die sichere Einbringung unserer guten Ernte ist für die Ernährungswirtschaft von größter Bedeutung. 3n rastloser Arbeit hat das deutsche Landvolk alle Voraussetzungen dafür geschaffen, aber es fehlt dem Bauern an schaffenden Händen, die die Ernte einbringen helfen. Partei- und Volksgenossen! helft alle mit! Stellt Euch sofort zur Verfügung! Jede Hand ist wichtig, keiner soll abseits stehen! Wer unsere Ernte eiu- bringen hilft, schlägt eine Schlacht für den deutschen Sieg! Meldet Euch bei den Ortsgruppenleitern und Orts- bauernführern! Frankfurt a. 211, den 23.8.41. Gez.: Sprenger. Oie Antwort an Churchill. Berlin, 25. Aug. (DNB.) Zur gleichen Zeit, als am Sonntagabend über den deutschen Rundfunk die Sondermeldung in alle Welt ging, daß unsere Unterseeboote der englischen Seemacht wieder einen schweren Schlag versetzten, indem sie aus einem mit allen Mitteln gesicherten Geleitzug 25 Handelsschiffe mit zusammen 148 200 BRT. und dazu noch einige Sicherungsschiffe versenkten, sprach in London Churchill über sein Treffen mit Roosevelt. Zwei Ereignisse „irgendwo auf dem Atlantik" spielten hier zusammen: Geheimnisvolles Geranne der Kriegsoerschwörer und die Tat deutscher Seeleute. So hat Churchill, ohne daß er es ahnte, die einzige Antwort erhalten, die diesem Feind des deutschen Volkes gebührt. Churchill war es — daran erinnern wir uns gerade in diesem Augenblick —, der b e r e i t s 19 3 6 in einer Unterredung mit dem USA.General Wood wörtlich sagte: „Deutschland wird zu stark Wir müssen Deutschland vernichten." Diesem Leitsatz ist griff deutscher Sturzkampfflugzeuge auf den Hasen von Tobruk besonders erfolgreich. Vombenvolltreffer setzten Flakbatterien außer Gefecht, zerstörten Hlu- nitionslager und beschädigten mehrere Schisse. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht mit guter Wirkung Stapelplähe des Feindes bei Marfa Matruk. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. In der Zeit vom 22. Juni bis 23.August verlor die britische Luftwaffe in Kämpfen über Großbritannien, im Seegebiet um die britische Insel und in Nordafrika sowie bei Angriffen auf das Reichsgebiet und die besetzten Gebiete insgesamt 1 044 Flugzeuge. Davon schossen Verbände der Luftwaffe 916, Einheiten der Kriegsmarine 128 britische Flugzeuge ab. Während der gleichen Zeit gingen im Kamps gegen Großbritannien 127 eigene Flugzeuge verloren. estnischen Küste genähert und versuchten mit ten an das Land zu gelangen. Deutsche Panzerjäger nahmen sofort Schiffe und Boote unter wirksames Feuer und vernichteten die Bolschewisten. Im mittleren Frontabschnitt wurden bei einer Säuberungsaktion zersprengte sowjetische Truppenteile mit mehreren hundert Mann festgestellt. Die Bolschewisten hielten sich im Wald verborgen, wo sie dem deutschen Zugriff zu entgehen hofften. Deutsche Abteilungen umzingelten die Sowjets und rieben die zersprengten Teile voll- Großer deutscher Erfolg im Atlantik. 25 Handelsschiffe mit 148200 MT. versenkt. - Ll-Boote zersprengten stark gesicherten britischen Geleitzug auf dem Wege nach Gibraltar. Aus dem Führerhauptquartier, 24.August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unterseeboote und in überseeischen Gewässern operierende Kriegsschiffe melden die Vernichtung von insgesamt 2 5 feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 148 200 VRT. hiervon haben die Unterseeboote allein in mehrtägiger Verfolgung und nach hartem Kamps aus einem von England nach Gibraltar bestimmten Geleitzug 21 Handelsschiffe mit insgesamt 122 000 VRT. herausgeschossen. Darüber hinaus haben sie von den Sicherungsstreitkräften einen Z e r st ö r e r der „Asridi"-Klasse, eine Korvette und einen V e - wacher versenkt. Nur acht Schissen dieses stark gesicherten Geteitzuges gelang es, in die portugiesischen Hoheitsgewässer zu entkommen. Weitere Erfolge an allen Fronten Oie Seefestung Otschakow in deutscher Hand. Neuzeitliche Lruppensiihrung Bon Major a. D. von Keiser. In früheren Zeiten, als die Heere noch klein waren und die Kämpfe in geschlossenen Abteilungen , ausgefochten wurden, waren die Räume, die die Truppen auf dem Marsche, in der Unterkunft und auch in der Schlacht einnahmen, von so geringer Ausdehnung, daß die Truppenführung noch verhältnismüßig einfach war. Die vormarschierenden oder versammelten Truppen waren jederzeit schnell gefechtsbereit, der Feldherr gab seine Befehle mündlich an seine Generale und Regimentskommandeure, die einzelnen Regimenter oder Bataillone wurden auch in der Schlacht durch persönliches Kommando ihres Führers geleitet, und die Verständigung zwischen der oberen und unteren Führung erfolgte entweder durch direkte mündliche Aussprache oder durch die einfachsten Nachrichtenmittel, Meldereiter, Meldegänger, Hornsignale. So war es noch in den Schlachten Friedrichs des Großen, und selbst in den Entscheidungsschlachten der deutschen Einigungskriege wie Königgrätz und Gravelotte-St. Privat, deren Verlauf von Moltke größtenteils noch persönlich von einem „Feld- herrnhügel" aus übersehen werden konnte, war die Führung der Truppen, ihr Einsatz in den Kampf nach dem Willen des Feldherrn, noch kein besonders schwieriges Problem. Das wurde erst anders, als die kämpfenden Heere zu Millionenmassen anschwollen und sich über so gewaltige Räume ausdehnten, daß die höheren und mittleren Führer von den meisten Truppen ihres Befehlsbereiches durch weite Entfernungen getrennt waren. Das gilt sowohl für den Vormarsch gegen den Feind wie für die Schlacht selbst. Der Aufmarsch solcher Truppenmassen zum Kampf aus der Tiefe der Marschkolonnen heraus erfordert sehr viel Zeit. Er muß darum rechtzeitig vor dem Zusammenstoß mit dem Feinde befohlen werden. Dazu aber müssen die höheren Führer über die Verhältnisse beim Feinde, über seinen Anmarsch oder seine Verteidigungsstellung, seine Stärke und Zusammensetzung^ die Stellung feiner Reserven usw. genau informiert sein. Darüber ist heutzutage eine sehr weit vorgetriebene Aufklärung, die sich bei Offensivunternehmungen großer Heere auf Hunderte von Kilometern erstreckt, eine gebieterische Notwendigkeit geworden. Auch in der Schlacht selbst können der Feldherr und die sonstigen höheren Führer siegverheißende Entschlüsse nur dann fassen, wenn sie dauernd über die Lage beim Feinde durch Meldungen der Aufklärungstruppen auf dem Laufenden gehalten werden. Aus den unzähligen Meldungen der Aufklärungsflieger, der Aufklärungsabteilungen und Spähtrupps entsteht schließlich — ähnlich einem Mosaikgemälde — ein Bild des feindlichen Aufmarsches im Geiste des Feldherrn, das durch dis Meldungen der einzelnen Truppenteile von der Front dauernd ergänzt wird und die Grundlage für die Führerentfchlüffe und die Befehle für die Kampfaufgaben der Truppenteile bildet. Immer von neuem erkennen wir auch in diesem Kriege die entscheidende Bedeutung der Aufklärung für die Führung und die Kampferfolge unserer Truppen. Die dauernden Aufklärungsflüge unserer mit den feinsten photographischen Apparaten ausgerüsteten Fernaufklärer über England unterrichten das Oberkommando der Wehrmacht auf das Genaueste über die militärisch wichtigen Anlagen des Landes, über die Häfen und Flughäfen, über Docks und Speicher, über Truppenübungsplätze und Munitionsdepots. Ohne diese vorbereitende Auf- klärungstätigkeit wären die erfolgreichen Angriffe unserer Kampfgeschwader, bei denen jeder einzelne Flieger sein Ziel auf Grund der Aufklärungsergeb- Koriin 24. Aug. (DNB.) Im nördlichen Frontabschnitt drangen deutsche Abteilungen w einem Fluß vor und nahmen im kühnen Hand- ftrei» mehrere zum Teil erst t>or kurzem gebaute Sriegebrücten. Trotz heftigen Widerstandes stiegen sie auf bas besetzte Ufer vor und kämpften den bol- rLmiftifdien Widerstand nieder. Die «owjets er- men schwere blutige Verluste Außerdem wurden zahlreiche Gefangene sowie Snegsgerat aller Art einqebracht. Eine deutsche Div.ston durchstieß z w ,- kck-n Peipus - u,nb Jlmen-See eme stark ausaehaute Verteidigungsstellung der Somiets, stürmte über hundert zum leil ftart betonierte Bunker und setzte sie außer Gefecht, -im gleichen Abschnitt nahmen die Truppen einen Ort der ebenfalls durch zahlreiche Betonbunker modernster Bauart befestigt war D,e deutsche Wach- lamkeit an der estländischen Küste verhinderte einen sowsetischen L a n d u n g s o e r s mch. M BoMewisie» batten Lck mit drei Säiüen der er treu geblieben. Zusammen mit dem übrigen pliutokratischen Gelichter betrieb er tue Einkreisung des Reiches, nutzte jedes Mittel, den Haß gegen Deutschland zu schüren und wurde schließlich zum Vertreter eines Kurses der britischen Kriegspolitik, der gekennzeichnet ist durch die Hungerblockade gegen ganz Europa, durch ständige Völkerrechtsbrüche und Vergewaltigung kleinerer Staaten und vor allem brutalste Ueberfälle der englischen Luftwaffe auf die Zivilbevölkerung. Dieser zynische Weltbrandstifter glaubt jetzt durch Phrasen und Tiraden nach dem Muster der 14 Punkte des unseligen Wilson das deutsche Volk betören und für die Unterwerfung und Beherrschung durch Plutokraten und Bolschewisten reif machen zu können. Es gibt keine Antwort, die das Dreigestirn Churchill —Roosevelt — Stalin empfindlicher trifft als d i e Sprache der Waffen. Die neue Tat der deutschen U-Boot- männer macht Churchills neue Ergüsse vor der Welt lächerlich, noch ehe sie zur Kenntnis gebracht waren. hatten sich die Bolschewisten in den Häusern verbarrikadiert. In hartnäckigen Strahenkämpsen brachen deutsche Infanteristen schnell den letzten Widerstand und setzten auf eine im Dnjepr gelegene Insel über. Dabei wurde ein ganzes Sowjetbataillon vernichtet. Die Seefestung Otschakow, ein Stützpunkt der Bolschewisten für leichte Seestreitkräfte im Schwarzen Meer wurde von einer deutschen Division in kühnem Ansturm nach Ueberwindung hartnäckigen Widerstandes schwerster sowjetischer Küstenartillerie und der Seestreitkräfte genommen. Ein Versuch der Bolschewisten, durch breit angelegte Minenfelder ein Eindringen in die Stadt zu verhindern, war ohne Erfolg. Bisher wurden über 2000 Minen aufgeräumt. Die blutigen Verluste der Sowjets find un- aewöhnlich hoch, außerdem wurden 800 (Befangene eingebracht. Bisher wurden gezählt: 18 im Kampf genommene Flugzeuge, 31 Geschütze, über 100 Maschinengewehre, 27 Granatwerfer, 10 000 Schuß Artillerie-Munition, Tausende von Handgranaten und ungezählte Mengen kleiner Waffen und Munition. Machdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Washington, August 1941. Oie Roosevelt-Administration geht seltsam ver- schungene Wege. Am 26. Juli veröffentlichte der Pusident seine Exekutiv-Order über die Einfrie- riirg der japanischen Guthaben, gleichzeitig wurde bei gesamte Wirtschaftsverkehr zwischen den USA. un) Japan unter scharfe Kontrolle gestellt, die phi- jipstnische Armee und Flotte der Führung der peinigten Staaten übergeben und auf Hawaii M hnahmen getroffen, die für den oberflächlich Ereilenden und Außenstehenden schon sehr nach Piloerdampf schmeckten, obgleich es sich auch hier nu um eine „Vorsichtsmaßnahme" handelte. Als bim London mit Pauken und Trompeten in dies miewöhnlich laute Konzert einfiel, erklärte Roofe- De|, daß die Lage „keinen Grund zur Beunruhi- ga g" gäbe und er mit der „Potomac" einen jener geleimniSDoUen Fifchzüge antreten könne, wobei di, jetzige Fahrt sogar von allerlei Gerüchten um» gclen wurde, die heute durch die Atlantik-Be- geinung mit Churchill ihre Begründung gefunden Pen. ; fßas es mit der Beruhigung der Lage auf sich hafe, wurde am 7. August offenbar, als Associated Pich aus London meldete, daß der Grad der mili- tkiiischen Hilfe Englands für Thailand „be- jtinmt werde durch die Bereitschaft der Vereinigten Maten, mit Aktionen einzugreifen, die stärker sein als wirtschaftliche Blockade". Es handelte sich hiebei nicht etwa um eine unverbindliche Presse- äGerung Londons, sondern um eine offizielle Erklärung, die außerordentlich aufschlußreich ist. Sie offenbart nämlich, daß zwischen England und den UlA. diplomatische Verhandlungen stattgefunden hchen, wobei England der treibende Keil war, um bi, USA. im Fernen Osten auf eine Politik der Srteroention um jeden Preis festzulegen, die DNB. Ausdem Führerhauptquarlier. 24. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „, _ . 3n der Ukraine nahmen deutsche Truppen den bisher vom Feind noch zäh gehaltenen vnjepr- Brürf entopf Tscherkassy. Nordwest - ,jch Kiew wurde d!e Verfolgung des geschlagenen Gegners auf und über den Dnjepr forf- gejeftt Südlich des Ilmensees wurden stärkere sowjetische firäfle geschlagen und über den Lv- warlfluhzurückgeworfen. Mehr als 10 000 Gefangene und umfangreiche Beule fielen in unsere fianb Die in Estland kämpfende» Truppen dringen im konzentrifchen Angriff auf Reval vor. Der beiderseils des Ladogasees von unserem tinnischen verbündelen mit besonderer Zapferteil geführte"Ungriff macht weiterhin gute Fortschritte. Tn Nordafrika war am 22.August ein An- Pazifischer sjankee-LmperiaK'smus Von unserem Bk.-Berichterstatter. [id Roosevelt angesichts der entschlossenen Haltung toians und der prompt einsetzenden japanischen Li-gestungsmaßnahmen wahrscheinlich noch einmal Endlich überlegt hat. Diese englische Erklärung vjid in Washington als eine Verschiebung der Ver- enwortung auf die USA. angesehen, sollte es im tjrnen Osten zu einem Konflikt kommen, eine Acht in die Öffentlichkeit, um das festzustellen, MS auf diplomatischem Wege anscheinend nicht ge= hingen ist. Diese Durchkreuzung des fein einge- < Welten Rooseveltfchen Spiels, durch Drohungen, 1 iMch die mehr oder minder offen gezeigte Bereit- 1 ifcft auf Wünsche des Gegenspielers — in diesem ' gell Japans — einzugehen oder sie schroff abzu- ’ , ljnen, ohne sich selbst dabei einzusetzen, ist in ; Lishington sichtlich unangenehm ausgefallen. 1 I Die Lage ist jetzt so, daß die amerikanische Presse ' I tii aus London berichten läßt, daß die USA. und < | frglanb immer „massiver werdende Schritte gegen • Äpan" unternehmen, aber von Washington fehlt liirzu jedes präzise Stichwort, wenn man von der Märung Hulls absieht, daß die japanische Einkrei- fiirg nur eine Folge sei des japanischen Vordrw- CB5 in Gebiete, in denen es sich umringt finde. Hse Erklärung ist selbstverständlich sehr anfecht- Bar, denn von japanischer Seite könnte mit größe- i Recht geltend gemacht werden, daß es sich m lochina sozusagen immer "och vor der eigenen Ar befinde, was man von den U$A. und erst recht IM von England behaupten kann, deren ganze I Schichte in diesem Gebiet eindeutig aus eine wirt- sihistliche Vorherrschaft, ja auf einen unverhullten Imperialismus hinweist, der von England zur Zeit I flif lauten Mitteln vorgetrieben wird, wobei Lishington ganz offensichtlich auf dem Wege über kn Fernen Osten — also durch eine sehr gefährliche ! tintertür, die sich jederzeit als Falltür heraus= leien kann! — indeneuropaischen Krieg ttlo ckt werden soll. Wenn Japan heute mjemer Mfe ein Einkreisungsspiel mit brutalsten Mi tein tib eine Erpressungsaktion feststellt, so hat England ! kl dieser Offensive ganz bestimmte Nebenabsichten, Üi die man sich in Washington allem Anschein nach iof) nicht so erwärmen kann, wie man es in London für wünschenswert hält Qas hindert nicht, festzustellen, daß Roofevett Vstverständlich keinen Augenblick von feinem stch ureckten Ziel im Fernen Osten ablaßt. Er halt im liqenblick die Einschaltung eines ..retardierenden Üiments" für notwendig, ubertaßt England die 3m- icrioe, wobei er sorgsam bedacht ist, sich IN keiner Üiise festzulegen. Von London aus gesehen steht lie Lage so aus, daß man bereit ist, loszuschlagen, •b;r nicht ohne die USA. Von Washington aus ge- fen stellt sich aber für Roosevelt das auberordent- ti wichtige Problem, eine Entscheidung zu /retten, li« sicherlich nicht auf den Fernen Osten beschrankt «i-be und außerdem müßte die innere Situation ki USA. von Roosevelt bei der.Erwägung eines hlchen Schrittes sehr sorgsam berücksichtigt werde _ «i- moralische Kriegsbereitschaft der U forcieren, hat man bisher in Wa hington m schem Bedacht vermieden. Em zu hastiger Sehr t Ur diesem Wege wurde das Spiel der Rooseveu «ique, bas sich durchaus Nicht »auf die !Rebrheit de Dotierung berufen kann, empfindlich stören 3«i allen diesen Ueberlegungen des gegenwa l^n Standes der Dinge darf aber niemals oer 'ei en werden, daß Roosevelt gewillt »tteln die von Japan proklamierte Neuordnung h Dftafien zu verhindern, um glelchZe^'g ffr6. ks den Dollar-Imperialismus auch m diesem 4 w zur Geltung zu bringen. Er kann r Eue ziemlich lückenlose Ueberlieferung beruf^ Ls f'i-b zu wenig beachtet, daß die Erklärung . 'oes, die sich gegen „Ausdehnung '' äifd)cn 'CConifierunqspläne" irgendeiner P . Mt richteten, sich auf die pa z, f ifche Küpe eog, wobei damals vor allein Rußland . Vieler war, das sich 1815 auf den .Hawa'i ^em -Hetzen wollte! Als dann Japan ewige Jahrzeyn^ "4er in immer wieder staunenswerter Sch § Großmacht Hexanwuchs, begayn da■ A W mit der Doktrin, dis ML Mexwltz a vollständig aufgerieben werden. Jagdverbände chossen 12 sowjetische Flugzeuge ab. Mit vernichtender Wirkung griffen deutsche Kampfflugzeuge nördlich Smolensk feindliche Feldbe-festigun- gen und Flakstellungen an. Der Bombenangriff ließ am 24.8. auch in motorisierte Kolonnen und Narschformationen der Sowjets hinein, wobei tarke Truppenkonzentrationen des Feindes zer- chlagen wurden. Nachdem die Kampfflugzeuge sich ihrer Bomben entledigt hatten, griffen sie den Feind mit Bordwaffen an und fügten ihm weitere schwere Verluste zu. Ein stärkerer Verband der deutschen Luftwaffe unterstützte die Operationen des Heeres im Raume zwischen Gomel und Kiew durch Angriffe auf starke feindliche Truppenan- ammlungen und Durchmarschstraßen mit besonderem Erfolg. Ein Straßen- um d Ei s e n b a h n- k n o t e n p u n k t von besonderer Bedeutung für den feindlichen Nachschub wurde überraschend mit zahlreichen Bomben belegt. Der Angriff traf auf dichtgedrängte Marschkolonnen der Sowjetarmee und große Fahrzeugansammlungen. Einwandfrei konnte die Zersprengung großer marschierender Berlin, 23. Aug. (DNB.) Die Schlacht um und nördlich Gomel, die am 20. August mit der schweren Niederlage der Sowjetwehrmacht in diesem Raum ihren Abschluß fand, hat die Masse zweier Sowjetarmeen zerschlagen. Die Schlacht setzte bereits am 10. August ein, als Jnfanterie- und Panzerdivisionen südostwärts Kritsch e w, das rund 110 Kilometer südlich von Smolensk liegt, stärkere Sowjetkräfte eingekreist und mit ihrer Vernichtung begonnen hatten. Mehrere Divisionen der Sowjets waren hier eingeschlossen morden. Sie versuchten immer wieder durchzubrechen, wurden in hartnäckigem Kampf aber zusammengedrängt. Ihre Lage wurde verzweifelt, als ein verstärktes Infanterieregiment von Norden her in den Kessel hineinstieß. Die eingekesselten Sowjets wurden vernichtet oder gefangen genommen. Schon Mitte August waren 20 000 Gefangene, 32 Panzer, 85 Geschütze und ein Panzerzug hier in deutscher Hand. Der zweite Stoß begann von Westen her südlich Rogatschew, das 80 Kilometer südlich Mogilew und 100 Kilometer südwestlich Kritschew am Dnjepr liegt. Hier erzwangen deutsche Infanteriedivisionen den Uebergang. Sie überwanden die zäh verteidigte Dnjepr-Linie, während andere Kräfte westwärts des Sosh, also im Raum zwischen Dnjepr und Sosh, nach Süden vorstießen. Deutsche Divisionen kesselten eine weitere Feindgruppe im Raume südostwärts Rogatschew ein und vernichteten sie. Fast 20 000 Bolschewisten mußten sich gefangengeben. Während die Sowjets im Kessel südostwärts Rogatschew vernichtet wurden, drangen deutsche motorisierte Infanterie- und Panzerverbände o st ° märte des Sosh, also südostwärts Kritschew, in mehreren Angriffswellen nach Süden vor. Der konzentrische Angriff auf Gomel führte am 19. August zur Eroberung dieses wichtigen Eisenbahn- und Straßenknotenpunktes, den Marschall Timoschenko zu seinem Hauptquartier gewählt hatte. Ostwärts von Gomel drang der Angriff aus dem Raum von Kritschew und Roslawl bis in die Truppenteile und die Zerstörung zahlreicher Flugzeuge beobachtet werden. In der Ukraine bombardierten Kampf- und Sturz- kampfoevbände die fliehenden Truppen des Sowjetmarschalls Budjenny. Schwere Angriffe richteten sich gegen motorisierte Kolonnen der Sowjets, die sich vergeblich dem Bombenhagel der deutschen Kampfoerbände zu entziehen versuchten. Els sowjetische Panzer wurden vernichtet, sechs weitere beschädigt. 175 Lastkraftwagen wurden zerstört. Bei Angriffen gegen drei Flugplätze gelang es, 30 Flugzeuge, die startbereit am Boden standen, durch Reihenwurf zu vernichten. Die Maschinen gerieten schon nach den ersten Bombentreffern in Brand. Im Luftkampf schossen Jäger sieben Sowjetmaschinen ab. Im Seegebiet ostwärts Odessa wurde ein sowjetischer Tanker von 8000 BRT. schwer beschädigt. ,Auf einem Fluß wurde ein Schleppzua mit sieben Kähnen versenkt. Bei einem Angriff auf sowjetische Kanonenboote auf der Desna, einem Nebenfluß des Dnjepr, versenkten Kampfflugzeuge einen Monitor. Ein weiterer Monitor mußte schwer beschädigt auf Strand gesetzt werden. Die Schlacht bei Gomel. Das Ritterkreuz für vorbildliche Truppenführer. Gegend südostwärts Klinzy, also etwa 100 Kilometer ostwärts von Gomel. Damit wurde den Sowjetarmeen die Möglichkeit eines Rückzuges nach Osten abgeschnitten. Sie mußten sich zur Schlacht um und nördlich Gomel stellen. Teile von 17 Schützen-, zwei Panzer- und fünf Kavalleriedivisionen, eine motorisierte Division und zwei im Marsch herangeführte Luftlandebrigaden wurden vom deutschen Angriff gepackt, geschlagen, vernichtet oder gefangen genommen. Die Zahl der Gefangenen wuchs in diesem Raum nach den neuesten Meldungen auf 87 000. 169 Panzerkampfwagen, 912 Geschütze und zwei Panzerzüge fielen in deutsche Hand. Außerdem wurden 38 Sowjetflugzeuge am Boden erbeutet. Die Schlacht um und nördlich Gomel hat dank der unvergleichlichen Kampf- und Marschleistungen der deutschen Truppe, dank der Ueberlegenheit der deutschen Waffen und der deutschen Führung den Weg für die weiteren Operationen frei gemacht. * Alle die hier genannten Orte sind Kleinstädte, aber durch ihre strategische Lage bemerkenswert. Sie gehören mit den meisten übrigen Städten am Waräger-Weg von der Düna zum Dnjepr zu den ältesten Städten und Festungen im ganzen osteuropäischen Raum. Wer sich mit der Kriegsgeschichte früherer Zeiten beschäftigt hat, wird immer wieder von Bewunderung erfaßt, wie auch in fast vorgeschichtlichen Zeiten der Späherblick alle strategisch wichtigen Punkte in primitiven SiedlungsräuMen auswählte. Es ist ein sehr eigentümliches Gefühl zu sehen, daß diese Orte — bisher weltvergessene Nester — jetzt wieder eine ähnliche Rolle spielen. Rogatschew liegt etwas oberhalb des Treffpunktes der zweigleisigen Nord-Süd-Bahn von Witebfk dnjeprabwärts — diese Bahn entspricht dem Waräger-Weg — mit der ebenfalls zweigleisigen West- Ost-Bahn von Minsk über Gomel und Klinzy nach Brjansk. Dieses Klinzy stellt gleichzeitig die Wasserscheide zwischen dem Sosch und der Dessna dar, zwei östlichen Nebenflüssen des Dnjepr. nisse zugeteilt erhält, unmöglich. Ebenso unmöglich wären die blitzschnellen Erfolge unserer großen «oen in Polen und Norwegen, im Westen, auf alkan und jetzt in Sowjetruhland, wenn die höchste, höhere und mittlere Führung in den Luft- auftlärern und in den motorisierten und berittenen Erdaufklärungsabteilungen nicht ein so vortreffliches Erkundungsmittel in der Hand hätten. Freilich mit den Aufklärungsmitteln allein ist es nicht getan, eine der wesentlichsten Ausgaben der Führung ist es, sie so gegen den Feind anzusetzen und ihnen Ziel und Aufgabe so zu bemessen, daß die Aufklärunasergebnisse auch wirklich volle Klarheit über die Lage beim Feinde verschaffen._ Denn nur wenn der Feldherr weiß, wo der Feind seine Hauptkräfte versammelt, wie er sie gegliedert, wo er die Masse seiner Panzerkräfte zusammengezogen und wie er seinen Luftausmarsch vollzogen hat, ist er imstande, seine Truppen an dem erfolgversprechenden Frontabschnitt zum entscheidenden Stoß in die Flanke und den Rücken des Feindes zu führen. Denn darauf allein kommt es an; nicht der „ordinäre Sieg", wie Schliessen den reinen Frontalsieg genannt hat, sondern nur die Umfassung der feindlichen Hauptkräfte, das Abschneiden ihrer rückwärtigen Verbindungslinien, wenn möglich ihre vollständige Umzingelung kann die militärische Vernichtung des Feindes, das Ziel jedes Feldzuges, herbeiführen. An diesem ewig gültigen Grundsatz jeder Truppenführung hat sich feit Cannae, ganz gleich ob mit Pfeil und Bogen oder mit Granaten, Bomben und MG.-Geschossen gekämpft wird, nichts geändert. Geändert hat sich nur die Form, haben sich die Mittel, mit denen die Flanken und Rückenumfassung erreicht wird. Lange Zeit schien es zweifelhaft, ob eine so vollständige Umzingelung und Vernichtung neuzeitlicher Massenheere überhaupt noch möglich wäre. Im Weltkriege konnte sie keiner von beiden kriegführenden Parteien gelingen, weil die Entwicklung schneller und gleichzeitig kampfkräftiger Truppen nicht Schritt gehalten hatte mit der gewaltigen Vergrößerung der Kampfesräume nach der Breite und Tiefe. Erst die heutigen Panzer- und motorisierten Verbände, die Hunderte von Kilometern an einem einzigen Tage zurücklegen können, haben der Führung die Möglichkeit zur überraschenden operativen Umfassung auch stärker und ausgedehntester Feindheere gegeben. Wie solche gewaltigen Umfassungsoperationen angesichts durchlaufender feindlicher Befestigungslinien von größter Stärke und Tiefenausdehnung zu führen sind, das hat Deutschlands heutige militärische Führung der Welt durch eine Reihe geradezu klassischer Umfassungssiege bewiesen. Porbe- dingung ist der Durchbruch durch die feindliche Front, der allerdings wohl nur bei gleichzeitiger Ueberlegenheit der Führung, der Truppen und der Kampfmittel zu erreichen ist. Eine Hauptrolle hat bei allen deutschen Durchbruchssiegen die glänzende Zusammenarbeit der Panzertruppen mit den Lustkampfverbänden gespielt, die tn langjähriger Friedensarbeit einen Höchstgrad der Leistungsfähigkeit erreicht hatten. Und wie verschieden auch im einzelnen die umfassenden Operationen nach geglücktem Durchbruch von der obersten Heeresleitung angesetzt wurden, maßgebend war für alle der gleiche Führungsgedanke: Höchste Ausnutzung der Schnelligkeit der Panzer- und motorisierten Verbände, um, durch den weichenden Feind rücksichtslos hindurchstoßend, ihm die tiefste Flanke und den Rücken abzugewinnen und durch die in Eilmärschen nachfolgenden nichtmotorisierten Truppenverbände die Einkreisung des Feindes zu vollenden. Freilich ein „Rezept" zur Erringung des Sieges gibt es heute fo wenig wie in grauer Vorzeit. Denn die neuzeitlichen Waffen, die Panzer- und motorisierten Verbände sowie die Luftwaffe, stehen allen großen Heeren gleichermaßen zur Verfügung. Wenn trotzdem die deutsche Wehrmacht alle ihre Feinde vernichtend geschlagen hat, so nur deshalb, weil ihre Führung es in genialster Weise Derftgnben hat, das neueste Kriegswerkzeug, den Motor zu Lande und in der Luft, mit geballter Kraft an entscheidender Stelle, d. h. gegen Flanke und Rücken des Feindes einzusetzen. Käkisalmi in finnischer Hand. Helsinki, 23. Aug. (DNB.) Das Hauptquartier der finnschen Wehrmacht berichtet: Unsere Kriegsoperationen nordwestlich vonLadoga endeten in zwei Einkreisungen. Die verstärkte 168. sowjetische Division wurde auf die Landspitze s ii d- lich von Sortavala gedrängt. Die Hauptstärke dieser Division wurde vernichtet. Die Ueberbleibsel zogen sich nach Valame im Ladoga-See zurück, wo jedoch mehrere Schisse und Flöße unterwegs versenkt wurden. Die Kriegsbeute fft groß. Die sowjetische 142. und die 198. Division wurden nach der östlich von Hitola gelegenen Insel Kilpula verdrängt. Die Sowjets machen Versuche, die Reste dieser Divisionen abzutransportieren. Die Verladebrücken werden aber unablässig von der finnischen Artillerie beschossen. Aus der Linie Ilmee - Hii - tola wurde ein Angriff in direkt südlicher Richtung als tiefvordringender Keil bis nach Vuokfi gerichtet. In dem Kampf wurde die aus der Gegend von Moskau zu Hilfe gesandte 265. sowjetische Division völlig zersprengt. Die 155. Division wurde nach schweren Verlusten aus das West- u f e r des Vuokfi zurückgeschlagen. Mehrere kleine zu Hilfe gesandte Abteilungen sind umzingelt und vernichtet worden. Bei der Ausbreitung des Angriffskeils ist das Ufer des Vuokfi von Enfo nach Kiviniemi in die Hände der finnischen Truppen gefallen. Käkisalmi wurde am 21. August von Süden her erobert. Die finnische Presse berichtet, daß 90 v. H. der Stadt vernichtet sind und daß alle Brücken gesprengt wurden. Ferner wird geschildert, wie die Bolschewisten vor der Einnahme der Stadt gehaust haben, soweit sich dies noch aus den vorhandenen Spuren schließen laßt. Erfolgreicher Einsatz der Lustwaffe. Berlin, 24. Aug. (DNB.) Im Nordteil wurden im Raum um Re o al starke Feldbefestigungen der Sowjets erfolgreich mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und die von Süden und Südosten nach Petersburg führenden Eisenbahnlinien teilweise aufgerissen Marschierende Kolonnen der Sowjets, die sich auf dem Rückzug befanden, konnten trotz eiliger Flucht dem Bombenhagel der deutschen Kampfflugzeuge nicht entgegen und erlitten schwere blutige Verluste. Insgesamt wurden 53 Sowjetflugzeuge abgeschossen und 48 am Boden zerstört. Im mittleren Abschnitt wurden 4 2 Eisenbahn z ü g e, die zur Ausnahme fliehender Truppen bereitstanden, durch Reihenwürfe schwer beschädigt. 500 Waggons wurden zertrümmert oder brannten aus. 12 sowjetische Marschkolonnen konnten Berlin, 23. August. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz an General der Kavallerie v. Mackensen, Generalmajor Duevert, Oberstleutnant im Generalstab Franz, Major von La Cheval- l e r i e, Hauptmann Luhe und Unteroffizier A l - brecht. * General der Kavallerie von Mackensen hatte mit seinem Korps bei der Brechung des sowjetischen Widerstandes bei Wlodzimierz, in der siegreichen Panzerschlacht westlich von Zlurce, der Einnahme von Luck und der Festung Rowne, dem Durchbruch durch die Stalin-Linie und der Einnahme von Schi- tomir entscheidende Erfolge.—Generalmajor Due - o e r t hat sich in den Kämpfen um Luck ausgezeichnet, der Fall der Festung Rowne war ein weiteres Beispiel seiner Entschlossenheit. Bei den Kämpfen um Sluzk durchstieß er die Stalin-Linie und drang bis zur Straße Zwiahel—Schitomir vor. — Oberstleutnant i. G. Franz zeichnete sich am 30.6. bei einem Durchbruch des Gegners aus. In Abwesenheit des Divisionskommandeurs organisierte er eine Widerstandslinie und zerschlug den Angriff des durchstoßenden Feindes. Hierdurch konnte ein Ausbruchsversuch aus dem Kessel um Bialystok verhindert werden. — Major von L a Chevallerie brach in den Kämpfen um Jonava schweren feindlichen Widerstand und warf den sich zäh und hartnäckig verteidigenden Feind aus dem Militärlager Rukla, wodurch der weitere Vormarsch zur Gewinnung der Düna vorgenommen werden konnte. — Hauptmann Lutze warf den Gegner aus der Waldzone ostwärts von Ruda. Jeden feindlichen Widerstand brechend, öffnete er, feiner Division die Enge bei Krakowiec und machte ihr den Weg auf Jawo- roff frei. — Unteroffizier Oskar Albrecht nahm, als im Zelwianka-Abfchnitt am 30. 6. 35 sowjetische Panzer die Abwehrstellung seines Regiments in Rücken und Flanke zu durchbrechen versuchten, an der Spitze mehrerer Panzerabwehrwaffen den ungleichen Kampf auf, über die eigenen vordersten Linien vorstoßend, vernichtete er trotz stärksten feindlichen Widerstandes auf nahe Entfernung drei schwere Feindpanzer und beschädigte zwei weitere schwer. Mit Handgranaten gelang es ihm, einen weiteren schweren Panzer zur Explosion zu bringen. * General der Kavallerie Eberhard von Mackensen wurde am 24.9. 1889 in Bromberg als Sohn d e Generalfeld marschalls von Matten f e n geboren. Nach der Reifeprüfung studierte er an der Universität Lausanne und trat 1908 als Fahnenjunker beim ersten Leibhusaren-Regiment Nr. 1 ein. 1914 Regimentsadjutant, wurde er im Weltkrieg in Truppen- und Generalstabsstellungen verwandt und 1918 als Hauptmann in den Generalstab der Armee versetzt. Nach dem Zusammenbruch war er im Grenzschutz Ost und wurde 1929 Major, 1932 Oberstleutnant, 1934 Oberst und Chef des Stabes der Inspektion der Kavallerie, 1937 Generalmajor, 1939 Cef des Stabes der Heeresgruppe V, 1940 General der Kavallerie. Weitere Ritterkreuze für heldenmütigen Einsatz. Berlin, 23. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Fronhöfer, Oberstleutnant B o r o w i e h, Oberleutnant O h r l o f f, Stabsfeldwebel Simm und Unteroffizier B r a k a t. * Oberstleutnant Fronhöfer durchbrach am 25.'6. den feindlichen Widerstand bei Utina und ermöglichte den raschen Vormarsch in Richtung Düna- burg. — Oberstleutnant Borowietz stieß auf Zbaraz vor, wobei er 92 feindliche Panzer, 28 Geschütze und anderes Gerät vernichtete. — In der Schlacht bei Witebsk stellte Oberleutnant O h r l o f f an der Spitze seiner Panzerkompanie die Verbindung mit einem hartbedrängten Kradschützenbataillon her, griff den Feind an und trug so dazu bei, die Lage am SüdMgel seiner Division sicherzustellen. — Stabsfeldwebel Alfred Simm nahm bei Potyliez durch Handstreich mit zwei Gruppen die feindliche Terrassenstellung auf der Höhe und besetzte den Schlüsselpunkt der feindlichen Stellung südlich von Rawaruska. — Unteroffizier Otto Bra ° k a f gelang es, bei dem Kampf in Drohiezyn eine größere sowjetische Abteilung zu vernichten und eine Pak, ein SMG. und mehrere Maschinengewehre zu erbeuten. Das Ritterkreuz für den gefallenen Generalmajor Lancelle. Berlin, 23. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor L a n c e 11 e, Kommandeur einer Infanteriedivision. * Am 26. Juni beabsichtigte der Gegner mit einer aus Kraftwagen und Kampfwagen bestehenden Kolonne gegen Die Flanke der Division zu stoßen. Generalmajor Lancelle warf sich dem Feind an der Spitze eines Pakzuges, eines Sturmgeschützes und einiger Radfahrer entgegen und vernichtete in zähem Kampf drei Panzer, 16 Geschütze, acht Pak und zahlreiche Maschinengewehre, Lastkraftwagen und anderes Gerät. Am 3. Juli stand ein Regiment seiner Division im Angriff gegen einen vom Gegner besetzten Wald ostwärts von Kraslava, um einen Brückenkopf über die Düna zu erweitern. Generalmajor Lancelle beteiligte sich am Nahkampf, wobei ihn die tödliche Kugel traf. Ein Heeresflak-Abzeichen. Berlin, 23. August. (DNB.) Die Einführung eines Heeresflak-Abzeichens wurde vom Oberbefehlshaber des Heeres genehmigt. Das Abzeichen kann von Flak-Kompanien und leichten Batterien der Leeres-Flak-ArtilleriK her mindestens fünf Abfchüj- Oos Wochenende. Die umfassende und allgemeine Bewegung an der Ostfront hält an. Sie gab schon der Woche vom 17, bis zum 24. August das Gepräge. Am Samstag, dem 16. August, konnte im Rundfunk bereits angedeutet werden, daß die gesamte Ostfront wieder stark nach vorwärts drängt. Und dann kamen nacheinander di? großen Meldungen: von der Besetzung der Süd, Ukraine bis ans Schwarze Meer und den innerstem Dnjeprbogen, von der Schlacht nördlich und um Gomel, von der Front vor Leningrad. Was her Wehrmachtbericht vom 24. August meldet, fügt sich in diesen weitgespannten Gesamtkomplex ein. Die Sow. jets haben an den nicht sehr zahlreichen Bahnübergängen über den Dnjepr versucht, Brücken, köpfe zu halten. Es ist schon berichtet worden^ daß sofort gegen diese Brückenköpfe starke Angriffe angesetzt wurden. Der Wehrmachtbericht vom Sonntag verzeichnet nun, daß unsere Truppen „den bisher vom Feind noch zäh verteidigten Brückenkopf von Tscherkassy" in kühnem Angriff eingenommen haben. Das Wörtchen „noch" deutet darauf daß mit den übrigen Brückenköpfen, die die Sowjet am Dnjevr zu halten versuchten, im wesentlichen, schon Dor#er Schluß gemacht wurde. Tscherkassy liegt 160 Kilometer unterhalb von Kiew. Der folgend-! Satz des Wehrmachtberichtes schließt unmittelbar an die Kämpfe bei und nördlich von Gomel air und verzeichnet die Verfolgung des geschlagenen. Feindes nordwestlich Kiew auf und über beit Dnjepr. Südlich des Ilmensees wurden stärkere: Sowjetkräfte geschlagen und über den Low art, beit wichtigsten Zufluß des Ilmensees zurückgeworfen. Damit ist jede Neigung zu einer Gegenoffensive, etwa in Richtung auf Pleskau—Pskow im Keime er« stickt. In Nord west ^Estland bringen deutsche Truppen im konzentrischen Angriff auf Reval oor, das zusammen mit Baltisch-Port sowie den Jnselit l*ine Eie rkeA : D°m iütt w-i- b°r fm unnti Durch Ueberschreibung größerer Aufträge für die Wehrmacht und Behörden, die vordringlich zu bearbeiten sind, sehen wir uns genötigt, die Annahme von PrivatauftrSgen außer Uniformen zu reinigen und Trauersachen zu schwarz in der Zeit vom 26. Aug. bis 6. Sept. 1941 zu sperren Färberei Braubach SFischer Seltersweg 69 3514V Telefon 2627 K kroatischen Heimat sein. Der offiziöse „Hrvatski Narod" betont, daß diese Erklärung alle von der feindlichen Agitation verbreiteten Gerüchte entlarve. Das Ziel der ausländischen Falschmeldungen sei es gewesen, in Kroatien Besorgnis hervorzurufen und zugleich auch andere europäische Staaten zu beunruhigen und damit eine Mißstimmung gegen die Achsenmächte zu wecken. Für Kroatien liege es int eigenen Interesse, wenn es alle militärischen Vorkehrungen der Achsenmächte unterstütze, da ein Sieg der plutokratischen oder bolschewistischen Gegner die Freiheit Kroatiens und den Bestand des kroatischen Volkes gefährden würde. Die geopolitische Lage bestimme klar, welche praktischen Verpflichtungen sich aus diesen Tat- insbesondere gegenüber Italien ergeben. >n Zugjtz, >, Willi 8.C rie beteil® iehen M Statt besonderer Anzeige. Mein geliebter Mann, unser guter, treuer Sohn, Schwiegersohn und Bruder Dr. Friedrich-Karl Wieher Gefreiter in einem Infanterie-Regiment fiel am 31. Juli 1941 in den Kämpfen im Osten. In tiefer Trauer: Evalulse Wieher, peb. von Conta Superintendent Wieher und Frau Oberst von Conta und Frau auch Im Namen der Geschwister. "Der'"Zivilkommissar menamen Feinde zu unterstützen. Eine solche Zu- ckr°II ttalienl- s°mm°n°rbL wird auch der beste G°r°nt für d.e Statt jeder besonderen Anzeige. Nach einem Leben der Pflichterfüllung «chied plötzlich im 82.Lebensjahr unserlieoer Vater, Schwiegervater, Schwager, und Onkel Sanitätsrat Dr. med. Hermann Fritz prakt. Arzt i. R Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Otto A. Fritz. Gießen (Memeler Str. 4), den 23. August 1941. Die Einäscherung findet Mittwoch, 27. August. 14 Uhr, in d. Kapelle des Neuen Friedhofs statt Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bitten wir abzusehen. 355ou bei N iprefc.) W Wmiral W nahe halbs^ ir hüll- ils allgem^'l über eine Hände filij Million M ich Saturn'.'I In Bielefeld fand die erste Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Freiluskerziehung statt. Im Auftrage des Ehrenpräsidenten, Gauleiter Wächtler, sprach Reichshauptstellenleiter Stricker (Bayreuth). Er nannte als Aufgaben der Gesellschaft den Kampf für eine gesundheitsfördernde bodenverwurzelte Jugenderziehung, für eine Schule, die von Licht, Luft und Sonne durchflutet ist, für einen Unterricht und eine Erziehung, die mit der Heimat und ihren Kräften eng verbunden sind. Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, bezeichnete die Freilufterziehung als Erbpflege im besten Sinne des Wortes. Im Teutoburger Wald soll ein Deutsches Institut für Freiluft- erziehung errichtet werden. Im Jahre 1942 ist in Rom der 4. Kongreß für Freilufterziehung vorgesehen. Zu seiner Vorbereitung findet in den nächsten Wochen eine deutsch-italienische Freundschaftstagung statt, mit der eine Ausstellung über Freilufterzie- hung in Bayreuth verbunden ist. 3m Jähzorn. Unter der Anklage des versuchten Totschlags mußte sich der 30jährige Kurt R. vor der 15. Berliner Strafkammer verantworten. — Der Ange- klagte hatte am 21. Februar d.I. eine um sieben Jahre ältere Frau geheiratet, die er erst wenige Wochen vorher kennengelernt hatte. Die übereilt geschlossene Ehe gestaltete sich beinahe vom ersten Tage an unglücklich. Es kam häufig zu Streitigkeiten. Der Grund hierfür war hauptsächlich in dem übermäßigen Zigarettenverbrauch der Frau zu suchen, eine Leidenschaft, die mit dem bescheidenen Einkommen des Angeklagten nicht in Einklang zu bringen war. Ferner kam hinzu, daß R. noch für ein voreheliches Kind der Frau zu sorgen hatte. — Das Paar war erst eine Woche lang verheiratet, als schon die Frau ihrem Mann ein Lager in der Küche aufgeschlagen und ihm erklärt hatte, daß sie ihn von nun an nur mehr als U n - t e r m i e t e r betrachte. Vier Wochen nach der Hoch- zeit kam es wieder zu einer Auseinandersetzung, wobei die Frau den Angeklagten gemein beschimpfte und eine Kaffeetasse nach ihm warf. In sinnloser 550 000 Kilowatt eingebauter Leistung von den Sowjets als das größte Wasserkraftwerk Europas bezeichnet. Dieses Kraftwerk, das mit Hilfe ausländischer Svezialisten gebaut wurde, mar das Schaustück aller Jntourist-Führungen in der Ukraine. Der Bau des 760 Meter langen Staudammes für das Kraftwerk bezweckte neben der Wasserstauung zugleich eine solche Erhöhung des Wasserspiegels, daß die bisher unbefahrbaren Stromschnellen des Dnjepr jetzt selbst von größeren Schiffen passiert werden können. Ain Iserturm zu Diksmuide, dem flämischen Kriegerdenkmal und Symbol flämischen Freiheitskampfes, fand eine Feier zu Ehren der Kämpfer statt, die ihr Leben für Flandern ließen. In Anwesenheit führender Männer des flämischen Lebens und Vertreter der deutschen Militär- und Zivilverwal- tung wurde in der Krypta des Iferturmes ein Ge- döchtnisgottesdienst abgehalten. Zwei flämische Führer brachten den Kampfeswillen aller Flamen zur Schafffung einer völkischen Einheit Flanderns zum Ausdruck. Kgram, 23. August. (DNB.) Der kroatische Ä-atsführer erließ eine Verlautbarung, in der es Mh Die Regierung des verbündeten Königreichs Dialien hat der kroatischen Regierung mitgeteilt, N sie es für unumgänglich geboten erachte, das S ii ft e n g e b i e t von Fiume bis Monte- negro im Intereffe der Kriegführung in eine er, ed liehe militärische Bereitschaft zuversetzen. Die Durchführung der militärischen Maßnahmen mache es notwendig, daß das mili- tnjche Kommando entsprechenden Einfluß auf die Gelegenheiten der öffentlichen Sicherheit und des amtlichen Verkehrs erhält. Die kroatische Regre- Mg ist glücklich, daß sie in der Frage des genietm firxm Schutzes der Interessen des unabhängigen Amtes Kroatien und des verbündeten Königreiches ton zur Unterstützung dieser Maßnahmen bei= tojen kann. Deshalb wurde der Gesandte Dr. ; itrcic zum Zivilkommissar ernannt, um ote Zwtt- Haltung in diesem Gebiet den miU arlschen Ab° Das Onjepr-Industriegebiei. Der Vorstoß ' der deutschen Truppen in den Dnjepr-Bogen richtete sich nach der Besetzung der wichtiaen Eisen- und Manganerzgebiete von K r i» w o i R o g und Nikopol gegen einen weiteren bekannten ukrainischen Jndustriebezirk. Dieses Gebiet mit den Städten Dnjepropetrowsk, Dnjepro- dsershinsk und Saporoshje, bekannt unter dem Namen Dnjepr-Kombinat, ist nach dem Donez- decken das wichtigste Industrierevier der Ukraine. Das Dnjepr-Gebiet ist ein Hauptstandort der Eisenhüttenindustrie der Sowjetunion. Seine Bedeutung verdankt es der Nähe der Eisenerze (Kriwoi Rog), Manganerze (Nikopol) und der Donez-Kohle. Dieses Gebiet liegt auch Verkehrs- mäßig sehr günstig, da über den JDnjepr der An- chluß an das Schwarze Meer besteht. Die während der Fünfjahres-Pläne aufgebaute Industrie dieses Gebietes ließ die Bevölkerung von Dnjepro- letrowfk, Dnjeprodfershinsk und saporoshje in sehr chnellem Tempo anwachsen. Die Bevölkerungszif- ern betrugen 1939 für Dnjepropetrowsk 500 000, ür Dnjeprodfershinsk 150 000 und für Saporoshje 300 000. Zu den wichtigsten Werken dieses Industnegebie. es gehören das Dserfhinfkij-Werk in Dnjeprodfher- hinsk, das Petrowskij-Werk und das Lenin-Werk in Dnjepropetrowsk sowie das elektrometallurgische Werk „Saporofhstahl" in Saporoshje. Die Kapazität dieser Werke beträgt an Roheisen 4 Millionen Tonnen, an Stahl 4,9 Millionen Tonnen. Das ist jeweils fast ein Drittel der Gesamtproduktion der Sowjetunion an Roheisen, Stahl und Walzgut im Jahre 1937. Da es sich bei dieser Produktion hauptsächlich um Fertige rzeugnisse wie z. B. Stahlguß, Werkzeugftahl, Walzmaterial für den Wagen-, Automobil- und Flugzeugbau handelt, bedeutet der Verlust dieses Industriegebietes eine weitgehende Lähmung der sowjetischen Jndusttie. Mit dem Ausfall der Erzeugung sind zugleich alle die auf ihr aufgebauten weiterverarbeitenden Industrie* zweige schwer getroffen. In Dnjeprodsershinsk und Dnjepropetrowsk befinden sich außerdem wichtige Betriebe der Rüstungs- industrie und besonders Werke zur Herstellung von Geschützen und Munition. Saporoshje besitzt Anlagen der Flugmotorenindustrie sowie eine Aluminiumfabrik, die ungefähr die Hälfte der Aluminiumerzeugung der Sowjetunion stellte. Das Dniepr-Gebiet ist ein sehr bedeutendes Zentrum der ukrainischen Energieerzeugung. Mit den Großkraftwerken von Saporoshje und Dnjeprodfershinsk besitzt das Gebiet zwei Energieerzeuger, die über die Versorgung des Dnjepr-Kombinats hinaus die Erzgebiete von Kriwoi Rog und Nikopol sowie zum Teil das Donez»Becken mit Strom versorgen. Das Wasserkraftwerk von Saporoshje wurde mit Aus aller Wett. Julius Petersen gestorben. Professor Julius Petersen ist auf seiner Besitzung in Murnau (Oberbayern) gestorben. Petersen, der 1878 in Straßburg i. E. als Sohn eines späteren Reichsgerichtsrats geboren wurde, hat sich nach feinem Studium in öeipzig, Lausanne, München und Berlin bei Erich Schmidt, Roether und Wölfflin schon in seinen ersten Bestrebungen dem Zeitalter des Weimarer Klassizismus genähert. 1904 erschien sein Buch „Schiller und die Bühne", nach seiner Promotion in Berlin wurde er Mitarbeiter an der Säkularausgabe von Schillers Werken. Nach kurzer Tätigkeit in Sale (USA.) und Basel wurde er Ordinarius in Frankfurt und 1920 in Berlin. Seine Arbeiten behandelten Themen der Goetheforschung: „Die Entstehung der Eckermannschen Gespräche" (1925), „Goethes Faust auf der Bühne" (19^9). Mit feiner „Wefenbestimmung der deutschen Romantik" lieferte er einen wesentlichen Beitrag zum Methodenstreit der Literaturgeschichte. Daneben hat Petersen zahlreiche andere Werke — darunter 1934 „Die Sehnsucht nach dem Dritten Reich in deutscher Sage und Dichtung" — veröffentlicht und ist auch als Herausgeber verdienstvoll tätig gewesen. Ihm verdanken wir die Hempelsche Ausgabe dsr Lessingschen M^rke, Goethes Briefe an Frau von Stein, die Klinkhardt- und die Faksimile-Drucke li- terarifcher Seltenheiten, die theatergeschichtlichen Forschunaen, das Jahrbuch der Kleist-iGesellschaft. Er war Präsident der Goethe->Gesellschaft nach dem Tode Gustav Roethes. Wie weit sich fein Ruf als Literarhistoriker und Goetheforscher ausgebreitet hat, bekunden zahlreiche Ehrungen, die ihm, dem Nach- folger Erich Schmidts auf dem Berliner Lehrstuhl während feines reichen und fruchtbaren Lebens zu- teil geworden sind. So war er EhreiHdoktor der Universitäten Amsterdam und Sofia. Ein deutsches Institut für Freilufterziehung. Wut ergriff R. daraufhin ein Beil und schlug auf die Frau ein. Diese wurde so schwer verletzt, daß sie zwei Monate in Lebensgefahr schwebte. — Unter Berücksichtigung der Begleitumstände und des Gutachtens des medizinischen Sachverständigen kam das Gericht zu einer milden Beurteilung des Falles. Die Strafe wurde auf eineinhalb Jahre Gefängnis festgesetzt. Eine krähe stahl 14 000 Kronen. Ein Genossenschaftsangestellter in der Slowakei hatte auf dem Postamt in Pudlein 14 000 Kronen für die Molkereigenossenschaft in Toportz abgeholt. Auf dem Rückweg ging er auf das Feld, wo seine Frau arbeitete und hinterlegte das Geld bei ihr, weil er noch etwas besorgen wollte. Die Frau wickelte das Geld in ein Handtuch ein, das sie dann in ihren Handkorb legte. Als sie weiterarbeitete, sah sie plötzlich eine Krähe zu dem Korb fliegen, das Handtuch herausnehmen und damit davonfliegen. Die Frau versuchte eine Verfolgung des ungewöhnlichen Diebes. Die Krähe flog aber in die Wälder und war bald entschwunden. Aus Toportz machten sich sofort einige Leute auf, um in den Waldungen das Handtuch mit dem Geld zu suchen. Doch blieben ihre Nachforschungen bisher ergeb» nislos. HoupttchrifUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschrislleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. 23. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thnriot. tbeurl.), i. B.: Dr. Fr, W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Berlaa: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange K. G. Derlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hane Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen :Dheodor Kümmel. Pl.Nr.6. Bekanntmachung. Lelr.: Ladenzeit und vorübergehende Geschäfts, schlleßungen. Ich weise auf folgende von der Landesregierung festgesetzten Grundsätze über die Ladenzeit und vor- übergehende Geschäftsschließungen hin: Die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufszeiten sind unbedingt einzuhalten. Ladenschluß ist für Lebensmittelgeschäfte um 19 Uhr; für alle anderen Geschäfte in den Sommermonaten um 19 Uhr, in den Wintermonaten (Oktober bis März) um 18 Uhr; Sämtliche Sonderverkaufszeiten (insbesondere für Geschäfte mit Mangelware) werden sofort aufgehoben; nur in begründeten Fällen können Ausnahmen bewilligt werden. 3. Schließungen von Geschäften zur Durchführung von Betriebsferien sind grundsätzlich unstatthaft; sonstige vorübergehende Schließungen können nur gestattet werden, wenn besondere Gründe oorliegen; bei Erkrankungen und Erholungsbedürftigkeit sind amtsärztliche Atteste vorzulegen. 4. Alle nicht genehmigten Geschäftsschließungen sind sofort aufzuheben. 5. Zuwiderhandelnde Geschäftsinhaber werden bestraft. 3544C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Gewerbepolizei. 1.23.: gez. Nicolaus« intern. Der IW* »tabef * )res con alondub er=ili । W di-L e -nilE 3IanÖ f Proip.d-Chem.Lab. [Schneider,Wiesbaden! filllllllllllÄ Kleine Am eig en richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat. Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnxeiger jllllllllUlllllllllllllllllll 1 2. Mti Ulich Dies i 4iü MIT UND OHNE MUNDSTUdf Statt Karten Nachdruck verboten Ohne Gewähr 8. Ziehungstag 20. August 1941 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen Gießen, den 25. August 19411 26. August 1941 3558 D/ Tanz- Unterricht ¥ 3543 D 36608 248847 305233 8031 12833 52793 59240 77708 ÖQ5 10. Ziehungstag 22. August 1941 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 91092 190814 zu Heute Montag Wiederaufführung 99652 8545 A Es bekannt. 3559D 20 v. S. erhalten Sie Chr. Inderthal, bei wiederholten Auf. Gießen,SelterswegBS nahmen einer Anzeige Lsbend FÄR 8 ERE I GEBR. CHEM. 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Die klaren und schönen Aufnahmen, die dem Buche beigegeben sind, vertiefen und befestigen den Eindruck der Lektüre auf eine vorbildlich anschauliche Weise. Wer etwa um ein Weihnachtsgeschenk für seinen Jungen verlegen ist, wird mit Siebolds Buch bestimmt das Richtige treffen. Gießener Anzeiger Hugo Bermühler Verlag,Berlin-Lichterfelde ist heute von so großer Wichtigkeit, daß deren Bedeutung gar nicht überschätzt werden kann. Kluge Hausfrauen wissen schon lange, daß sich gute und wertvolle Kleidungsstücke durch fachgemäße Chem. Reinigung oder Umfärbung in der Regel wie neu herstellen lassen, wobei Kleiderpunkte gespart und teure Anschaffungen vermieden werden können. Wenn auch die Lieferzeit heute infolge der enormen Beanspruchung unseres Werkes von öffentlicher und privater Sehe naturgemäß etwas länger dauert, als man dies von früher gewohnt ist, so dürfen wir hierfür sicherlich Ihr Verständnis voraussetzen. An der Güte der Ausführung lassen wir es nicht fehlen. 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Diele Mer Fingerhute fitzen in einer einseitig gementen Traube an einem stolzen, kraftvollen Schaft, frr allen Wildwuchs in seiner Nachbarschaft arm« lmg überragt. Die stattliche Größe und das pran- »irtje Purpurrot seiner vollen Blütentraube lassen Mi Fingerhut auf jeder kargen Waldblöße oder Einigen Halde, wo später die Heide blüht, als Irrende Zier weithin leuchten, so daß kein Auge sie versehen kann, zumal die Blütenstäbe meist grup« piiweise beisammenstehen. Aber Mensch und Tier meiden die lodernde »rächt. Nur einzelne Insekten schwirren an und brauschen sich in den geräumigen, nach unten Verdunkelungszeit 25. August von 20.27 bis 6.16 Uhr. hegenden Blütenglocken, ohne Schaden zu nehmen, jis starke Gift, das in allen Teilen der Pflanze jährlich braut und aus den widerlich schmeckenden Jättern gewonnen wird, ist als Digitalis ein be- knntes medizinisches Herzmittel. Der Stechapfel. Er verdankt seinen Namen den stacheligen Frucht- tofeln, die zwischen den großlappigen Blättern des ^lästigen strauchartigen Nachtschattengewächses fijcn. Wenn die vier Klappen aufspringen, streuen si! wie Pandorabüchsen den Unsegen ihrer giftigen Limen aus. > Zur Blütezeit tritt der üble Geruch der Pflanze hiter dem starken Duft zurück, den die langen r^renförmigen Blüten verbreiten, sobald sie sich irt Einbruch der Dunkelheit öffnen. Ihr schimmern- i)5 Weiß leuchtet dann geheimnisvoll, daß die ichtschwärmer sie nicht übersehen. Sie schweben irenb vor den Kelcheingängen und saugen mit rrroüten Rüsseln den süßen Saft aus den Nektarinen. Die Blätter des Stechapfels finden ebenso re die des Fingerhuts in der Heilkunde Derwen- fcn.g. Die Tollkirsche. Die glänzend schwarzen Beeren, die in bleibenden Lichen sitzen, locken wie reife süße Kirschen aus fcm Dickicht der Blätter, von denen immer zwei, ei großes und ein kleines Blatt, wie ungleiche ^Ichwister beisammensitzen. Der Beeren zauberi- st?s Gefunkel erinnert an nachtdunkle, verführe- tiche Augen verliebter Frauen, die schon in alten Alten um die kosmetische Verwendung des giftigen Airopin Bescheid wußten, das den Glanz des Auges chöht und die Pupille erweitert. Nicht umsonst hcht die Tollkirsche bella donna: schöne Frau. Merkwürdigerweise schadet Drosseln und Amseln k Genuß der außerordentlich giftigen Beeren, der s bc Menschen Betäubung, Schwindel, ja den Tod r,-ursacht, in keiner Weise. Die meterhohe Pflanze wie alle Nachtschattengewächse stark verzweigt I uit) hat braune bis violette Blütenglock^n. P. B. Dornotizen. Tageskalender für Montag. I NSG. „Kraft durch Freude" im Stadttheater 19.30 ijllllr „Ein Maskenball". — Gloria-Palast, Selters- Rvg „Stukas". — Lichtspielhaus/ Bahnhofstraße: l^cute abend bei mir". kLerbürgermeister Ziffer Präsident der hessischen Brandversicherungskammer. | Vlach einer Veröffentlichung in der neuesten Aus- V pe des Ministerialblattes des Reichs« und Preußl- * |d?n Ministeriums des Innern ist Oberbürger- ! iriüfter Ritter (Gießen) zum Präsidenten der h'sischen. Brandversicherungskammer ernannt wor- bn. Alles für das Rote Kreuz. Mm Samstag und Sonntag konnte man in den iplraßen eine kleine Bibliothek der Heldentaten un- jt leier tapferen Feldgrauen kaufen, nette Büchlein ■ vielen eindrucksvollen Bildern vom Kampf und Zahlreiche Mitglieder und Gäste des Zweigs Gie- ßen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins machten am Samstagabend im Geiste einen Besuch in dem schönen Lande unserer bulgarischen Verbündeten. Die Gelegenheit dazu gab ein Lichtbildervortrag des Studienassessors Dr. Karl Settermann, der an der Deutschen Schule in Sofia wirkt, zur Zeit in Gießen auf Urlaub weilt und als Mitglied d^s Gießener Zweigs des Deutschen Alpenvereins sich hier heimisch fühlt. Der Leiter des Zweigs Gießen, Direktor Wrede, konnte mit Genugtuung an dem sehr zahlreichen Besuch im Gasthaus „Hindenburg" dem Vortragenden das große Interesse für seinen Vortrag bekunden. Dr. Settermann gab den gespannt lauschenden Hörern zunächst in großen Zügen anhand einer Karte einen Ueberblick über Bulgarien und seinen Landschaftscharakter, der vor allem durch große Gebirgszüge mit dem Salfan als Hauptstück gekennzeichnet ist. Hierauf führte er die Hörer an Hand prächtiger Suntbilöer zu den Hauptsehenswürdigkei- ten in Sofia, und von hier aus begannen dann die für den Abend angeftinbigten Hochgebirgsfahrten durch die wunderbare Gebirgswelt des Landes. Die Wanderfahrt führte zuerst in die in nächster Nähe von Sofia gelegenen Gebirge, dann ging es südwärts durch das Perim-Gebirge, anschließend wurden die Rhodopen besucht, zum Schluß lernten die Fahrtteilnehmer an einigen Stellen noch den Balkan kennen. Auf diesen Hochgebirgstouren gab der Vortragende interessante Vergleiche mit den Alpen, gleichzeitig machte er mit der Tier- und Pflanzenwelt der Gebirge bekannt. Er zeigte in einer Fülle von wunderbaren Farbphotos die packende Schön- Sieg in Belgien, Frankreich, Norwegen oder auf dem Balkan, äußeres Zeichen der 2. Reichsstraßensammlung für das Deutsche Bote- Kreuz. Wieder hatten sich zahlreiche Helfer und Helferinnen der Sammlung zur Verfügung gestellt, in erster Linie die Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes, die Mitglieder der NS.-Kriegsopferversorgung und des NS.-Reichskriegerbundes, zu denen sich die immer fleißige Jugend, die Hitlerjungen und BDM.-Mädel, gesellten. Schon am Samstag wurde überall fleißig verkauft, und neben den Groschen rollte auch mancher Fünfziger in die roten Büchsen. Viele begnügten sich keineswegs mit einem Büchlein, sondern sie ruhten nicht eher, bis sie alle fünf beisammen hatten, denn die Sammlung von Abzeichen, die sich mancher angelegt hat, soll ja vollständig fein. Noch am Samstag spätabends wurde in den Gaststätten eifrig gesammelt, wobei die alten Weltkriegssoldaten unermüdlich die Sammelbüchsen herumreichten und mit freundlicher Aufforderung noch viele Fünfer, Zehner usw. .locker machten". Und wie am Samstag, so war auch am gestrigen Sonntag die Sammeltätigkeit noch rege im Gange. Alle Sammlerinnen und Sammler haben sich verdient gemacht, und die Spender können das erhebende Bewußtsein haben, daß sie mit ihren Gaben wieder einem guten Zweck ihre Förderung haben angedeihen lassen. Sportplatz-Einweihung bei Schunk & Ebe. Die Firma Schunk 8r Ebe, die vor kurzem mit dem Gaudiplom für hervorragend? Leistungen ausgezeichnet wurde, feierte am Freitagnachmittag in einem Betriebsappell die Fertigstellung ihres Betriebssportplatzes. Der auf dem- Fabrikgelände nach dem Abendstern gelegene Platz ist von der gesamten Gefolgschaft in freiwilligen Überstunden hergestellt worden. An der Feier nahmen teil der Kreisleiter, der Gauobmann, der Kreisobmann und andere Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, Vertreter der Wehrmacht, der Landrat, Vertreter der' Industrie- und Handelskammer, der Bürgermeister der Gemeinde Heuchelheim sowie andere geladene Gäste. Nach dem Aufmarsch der Gefolgschaft erstattete der Betriebssportwart Bernhardt Meldung an den Betriebsführer Ludwig Schunk. Der Betriebsführer übergab in einer Ansprache den Sportplatz an den Betriebsobmann. Er hob anerkennend her- heit dieser Berge und dabei manche Besonderheit des Landes, sowie bedeutende geschichtliche Mittelpunkte des bulgarischen Lebens, wie z. B. das Rila- Kloster. Daneben machte er mit der Bevölkerung und ihren Lebensgewohnheiten, insbesondere mit dem kernigen bulgarischen Bauerntum, den Schafhirten usw. bekannt, gleichzeitig zeigte er hübsche Ausschnitte aus dem bulgarischen dörflichen Leben. Am Schlüsse feiner Darlegungen vermittelte er durch Wort und Bild noch einen kurzen Einblick in das bulgarische Volkstum in feiner Gesamtheit, dazu zeigte er in zahlreichen Bildern die buntfarbigen und kostbaren Nationalkostüme, die eine Sehenswürdigkeit für sich darstellten. In etwa 1'Xstündiger fesselnder Erzählung bot der Vortragende ein Bild dieses schönen Landes und seiner Bewohner, das. unsere Sympathie für diesen Verbündeten unseres Volkes nur noch mehr vertiefen konnte, zumal aus den Schilderungen des Redners hervorging, daß unsere Soldaten auch jetzt wieder mit großer Herzlichkeit von der bulgarischen Bevölkerung ausgenommen worden sind und unseren Männern dieses Land und seine Bewohner sehr gut gefallen haben. Direktor Wrede konnte im vollen Einvernehmen mit den Hörern dem Redner am Schluffe des sehr beifällig aufgenommenen Vortrages herzlichen Dank für feine interessante Schilderung aussprechen. Der Abend war ein guter Gewinn für den Zweig Gießen des Deutschen Alpenvereins, für die Besucher selbst und nicht zuletzt auch für die herzliche^ Beziehungen, die unser Reich mit dem schönen bulgarischen 'Lande und seinen Bewohnern verbinden. vor, daß der Gedanke der Schaffung eines Betriebssportplatzes aus dem Kreise der Gefolgschaft selbst entsprungen sei und die Durchführung in freiwilligen Ueberftunben, trotz notwendiger Verlängerung der produktiven Arbeitszeit, einen Beweis für die Durchdringung der Gefolgschaft mit den Gedanken der Deutschen Arbeitsfront bildet. Nur mit Bedauern könne man bei einem Vergleich zwischen dem Früher und dem Heute feststellen, wieviel Energien früher in inneren Kämpfen verbraucht worden seien, die, richtig angesetzt, zu einer Verschönerung und Ausgestaltung des deutschen Lebensraumes führen. In tiefer Dankbarkeit müßten wir des Führers gedenken, der das Unvorstellbare fertigbrachte, die Herzen von 60 Millionen Deutschen auf ein einheitliches und gemeinnütziges Wollen auszurichten. Die Daheimgebliebenen könnten ihren Dank für die unfaßbaren Taten der Wehrmacht nur dadurch abstatten, daß sie im großen wie im kleinen für die Bedürfnisse der Wehrmacht arbeiten und Körper und Geist gesund erhalten. Der Platz wurde dann dem Andenken der drei gefallenen Kameraden aus dem Betrieb gewidmet. Betriebsobmann V o l k m a n n dankte dem Betriebsführer für die Zurverfügungstellung des Geländes und versicherte, daß die Gefolgschaft wie hier, so in allen Fragen der Betriebsgemeinschaft immer hinter ihrem Führer stehen werde. Er übergab die Verwaltung des Platzes dem Betriebssportwart Bernhardt und forderte ihn auf, den Betriebssport im Sinne des Gemeinschaftsgeistes ordnend zu führen. Betriebssportwart Bernhardt versicherte, mit seiner ganzen Person dafür einzustehen, daß die Gefolgschaft restlos für den Gedanken des Betriebssportes gewonnen werde, im Interesse einer körperlichen Ertüchtigung, die dem einzelnen wie dem ganzen Volke zugute komme. Anschließend sprach Gauobmann Becker. Er verwies auf die Taten unserer Soldaten an der Front, die es der Heimat ermöglichen, in Sicherheit zu leben und ihrer Arbeit nachzugehen. Die Errichtung des Sportplatzes sei ein Teil dessen, was Dr. Ley im Leistungskampf der Betriebe jedem einzelnen Betrieb als Zielrichtung gegeben habe: nicht nur Sport einzelner Gruppen, sondern Sport der Gesamtheit sei es, der jedem einzelnen zugute käme und das Volk jung erhalte. Die Zusunftsaufgaben seien so gewaltig, daß wir alles daran setzen müß- Meerschweinchen. Von Richard Gerlach. II Rur zwei Haustiere stammen aus der tztter und das Meerschweinchen. Die Moschusente Kd das Lama zählen kaum mit. Es ist erstamtlich sitnig für einen ganzen Erdteil. Auch diese Tiere Kd nicht von den weihen Ansiedlern sondern von fci Indianern gezähmt worden. Verglichen mit öen »mstieren der Alten Welt, mit Hund, Bmb, Sqwein, Pferd, Esel, Kamel, Schaf, Ziege Huhn, S-ms, Ente, Taube, Katze, Seidenraupe und Liene wtmen sich diese Amerikaner nur kümmerlich aus. )iü haben die menschlichen Kulturen und Wirft chiftsformen nicht verändert. Der Puter wird tonigftens als Festtagsbraten geschätzt. Die ^n- ■iianer versveisten zwar auch das Meerschw^nchen, «b r in Europa hat man ihm nur m wenigen senden Geschmack abgewinnen können Die Rev ttben brachten es als Spielzeug für die Kinder aus ku oder Paraguay mit. ..... vermutlich hat gerade dieses harmlose Geschöpf französischen Philosophen Descartes veranlaßt ki: Tieren die Seele abzusprechen Noch Buffon N, daß sie das Aussehen von Automaten haben /ii für die Fortpflanzung eingerichtet sind. In ver htt kann ein Meerschweinchen viereinhalb Monat, ivchdem e- selbst geboren ist, schon wieder Junge L- Welt bringen, obwohl es erst richtig aus Wachsen ist, wenn es doppelt so alt ist. ? Die Bezeichnung „Schweinchen" wird -mem kwr, Mmn man ein weißes Meerschweinchen von hinten Mit. Wohl fehlt das Schwänzchen, aber- vte -an, es sich bäuchlings dahinschiebt erinnert sehr an W er grunzendes Stalltier. Dazu kommt, ß (Pi quiekende Stimme einige Aehnlichkeit h • Milden Meerschweinchen gleichen als muntere Nag ik-e, welche die Pfoten zum Schnäuzchen Huben, Nr Behendigkeit eher großen Mausen Bei den !e,ahmten aber ist der Kopf dick und schwer g i v irden, so daß sie die Halme und Blatter lieber Boden in die Zähne fassen. * . Es sind spaßige und genügsameTiere, unk k freßlustig hintereinander in ihrem . ||*4 wenn der alte Bock seinem Harem m seltsamen Orgeltönen knurrend den Hof macht, so wird es nicht leicht jemand geben, der nicht über soviel bescheidene Einfalt lächelt. Sanftmütig von Natur, brauchen sie ihre Zähne nicht gegen den Menschen und lassen sich alles gefallen. Der Wissenschaft haben sie große Dienste erwiesen, denn Gifte und Impfstoffe lassen sich an ihnen beliebig ausprobieren. Auch hat man an ihnen sehr schön die Kreuzungen der Rassen studieren können. Es gibt das silberfahle Kurzhaar, die weißen mit roten Augen, die zweifarbigen und dreifarbigen Angorameerschweinchen mit abstehenden Haartollen, einfarbig gelbe und braune und Kreuzungen in allen Schattierungen. Werden die Züchtungen mit wilden Meerschweinchen gekreuzt, so kommt die alte rehfarbene Färbung wieder zur Herrschaft. Tiere deren Vorfahren seit vielen Jahrhunderten nur den' Stall kennen, mögen autvrnatenhaft in ihren Begehrungen und Bewegungen werden, besonders wenn sie nur auf Hübschheit und nicht auf irgendeine Charaktereigenschaft gezüchtet sind. So erscheinen uns die Merschweinchen wie lebende Spielsachen. Fern jeder Bosheit, sind sie immer sauber und adrett. Trotzdem sind sie nicht eigentlich stumpfsinnig, sie unterscheiden ihren Pfleger von Fremden und begrüßen ihn mit Gequiek. Unter den Nagetieren sind sie die possierlichsten. Oer künstliche Gugelhupf. Als der berühmte Chemiker Adolf von Bayer im Jahre 1875 auf den Münchener Lehrstuhl Justus von Liebigs gerufen wurde, fand er im Etat einige merkwürdige Ausgabeposten. Da waren angeführt mehrere Pfund Mehl, Zucker, Rosinen, eine Anzahl Eier und ähnliche schmackhafte Dinge Er wunderte sich natürlich darüber und verlangte Aufklärung. Bereitwillig teilte der Diener ihm darauf mit, der Herr Geheimrat Liebig habe doch injeinem Laboratorium alle möglichen „künstliche Sachen" hergestellt, wie Säuglingssuppe, künstliche Sahne, künstlichen Kaffee und anderes Da wären die Diener auf den Gedanken gekommen, auch ihrerseits etwas derartiges herzustellen, und zwar hätten sie es mit „künstlichem Gugelhupf" versucht — dazu habe man eben alle diese Zutaten gebraucht.. C. K. Son starken Männern. August der Starke ist durch nichts anderes so volkstümlich geworden als durch die erstaunlichen Leistungen seiner Muskeln. Es wird von ihm erzählt, daß er in Warschau erst einen, dann zwei Grenadiere mit steifem Arm aus dem Fenster herausgehalten habe, und ebenso soll Händel eine Sängerin, die sich nach Primadonnenart feinen Wünschen nicht fügen wollte, ergriffen und aus dem Fenster gehalten haben, bis sie fügsam war. Auch ein Hufeisen konnte August der Starke zerbrechen, und dieses Kraftstück ist dann zu einer Lieblingsvorführung der starken Männer geworden. Mag es dabei auch vielleicht nicht immer ganz ehrlich zugegangen sein, indem das Hufeisen durch Behandlung mit Säure oder beim Härten vorher präpariert war, so sind doch auch verbürgte Leistungen dieser Art bekannt. Ein gewisser John Grün zerriß im Jahre 1905 in Paris auf Grund einer Wette zwei vorher von Fachleuten untersuchte Hufeisen in 44 und 23 Sekunden. Ein Harry Scherer vollbrachte das Kraftstück in 30 Sekunden. Das Hufeisen wird jedoch in den meisten Fällen nicht eigentlich zerrissen, sondern „verdreht". Auch beim Kettensprengen, das häufig vorgeführt wird, pflegt meist der Trick vorzuliegen, daß die Ketten oder einige ihrer Glieder „glashart" gehärtet find und so bei einem plötzlichen Ruck durch Anspannen der Oberarm- und Brustmuskeln wie Glas zerspringen. Sehr viel Hebung und große Kraft gehört zum Zerreißen von Kartenspielen, bei denen eine Präparation meist nicht möglich ist. Spezialisten haben es durch langes Training so weit gebracht, daß sie 3—5 Spiele auf einmal zerreißen können. Wie hierbei, so kommt auch beim Zerreißen von Geldstücken die Finger- trnft in Frage. Ein bekannter Athlet zerbrach zehn Einpfennigstücke in wenigen Minuten. Zum Zerbrechen von Talern, worüber auch berichtet worden ist, ist jedoch kaum ein Sterblicher fähig. Ein sehr starker Mann war der Zar Alexander III. von Rußland, der einmal bei einem Besuch einer Eisengießerei einen Block von zwei Zentner ohne weiteres in die Höhe hob. In alten Chroniken wird sehr viel von starken Männern berichtet. So erzählt die Chronik der Stadt Graz von Franz Andreas von Favrat, der als preußischer Hauptmann den ten, das Leben des einzelnen zu verlängern. Hierzu, diene der Sport, wie alles, was den Körper gesund erhalte. Der Gauobmann gab dem Wunsch Ausdruck, daß die gesamte Belegschaft mit dem Betriebsführer auf dem eingeschlagenen Wege weitergehe, Leistungszeichen an Leistungszeichen reihe und schließlich als höchstes Ziel die goldene Fahne erwerbe. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer fand die em« drucksvolle Feier ihren Abschluß. Zur Frage des Kartoffelverkaufs. Um Unklarheiten zu vermeiden, wird hiermit nochmals daraus hingewiesen, daß die Anordnung Nr. 2 vom 1. 8. 1941 des Kartoffelwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau nach wie vor besteht. Auf Grund dieser Anordnung dürfen Kartoffeln nur an ortsansässige Verbraucher abgegeben werden. Der Verkauf an Händler und Genossenschaften ist nur dann gestattet, wenn diese im Besitz des vorgeschriebenen Frühkartosfelschlußscheinheftes sind. Um sich Weiterungen zu ersparen, wird auf die strikte Einhaltung dieser Anordnung hingewiesen. * ** Von der Obuslinie nach Klein- Linden. Seit einigen Wochen ist der Bau der Obusliyie in der Frankfurter Straße im Gange. Ein Heute beginnt unser neuer Vornan Oie drei Hettwang-Kinder von Horst Biernath großer Teil der Maste für die Stromleitung ist bereits gesetzt. Nun wurde auch im Vorort Klein- Linden in diesen Tagen mit der Arbeit begonnen. Die Anwohner der Frankfurter Straße und des Vororts Klein-Linden sehnen die Zeit herbei, daß sie endlich dem Verkehrsnetz der Stadt angeschlossen werden. ** Einen Riesenpilz im Gewicht von 4 Pfund, einen Bovist, sand ein Pilzsammler am gestrigen Sonntag auf einer Wiese bei Allendorf a. d. Lumda. Der Pilz hat eine kugelrunde Form. Der Finder will den Riesenpilz einer Schule zum Anschauungsunterricht für die Kinder übermitteln. 3n den Bach gestürzt und ertrunken. * Stockhausen (Kreis Gießen), 24. Aug. Ans dem Wege zu einem Grasstück schritt der 76 Jahre alte Landwirt Heinrich Kauß von hier an dem <5 e e n bad) entlang. Der alte Mann wurde dabei, wie schon oft, von einem Schwindelanfall betroffen, durch den er zusammenbrach. Er fiel unglücklicherweise in den Bachlauf und konnte sich nicht mehr herausarbeiten. Als man den Bedauernswerten einige Stunden später vorfand, war leider der Tod bereits eingetreten. Kommen Kopfschmerzen vom Magen! Sehr fräuftß sogar! Die Zusammenhänge zwischen Magen und Kopsnerven sind sehr eng und vielgestaltig. Aber Äopsschmerzen können auch viele andere Ursachen haben. Hierbei ist an Ueber- anstrengung, rheumatische Störungen und eine grobe Anzahl anderer Erkrankungen zu denken. Das kann nur der Arzt entscheiden. Wirklich nachhaltig helfen kann dann auch nur eine gegen die Ursache gerichtete Behandlung. Daneben braucht der Kranke aber doch vtelsach ein Kopfschmerzmittel, das ihn wenigstens zeitweise von seinen 'Schmerzen befreit. In manchen Fällen, so bei rheumatischen und nervös bedingten Kopfschmerzen, kann diese Hilfe sogar eine dauerhafte sein. Ein seit 25 Jahren bet Kopf- und Nervenschmerzen wie auch bei Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe und Erlältungskrankheiten bewährtes Mittel ist Togal. Togal fördert die Heilung und stellt Schaffenskraft und Wohlbefinden bald wieder her. Keine unangenehmen Nebenerscheinungen? Togal verdient auch Ihr Vertrauen! Es gibt keinen Togal-Ersatz! Sie bekommen Togal rum Preise von Mk. —.89 und Mk.2.I9 in lebet Apotheke. Kostenlos erhalten Sie das interestante. farbig illustrierte Buch „Der Kampf gegen Rheuma, Nervenschmerzen und Erkältungskrankheiten" vom Togalwerk München 8—£>/14 Siebenjährigen Krieg mitmadjte, er habe seinem durchgehenden Pferde mit einem etwas ungestümen Griff in die Mähne fpfort den Hals gebrochen, und er konnte mit einer Kanone, die dreipfündige Kugeln schoß, wie mit einer Muskete exerzieren. Einer der ersten Kraftmenschen, die ihre Leistung für Geld sehen ließen, war Johann Karl von Eckenberg, von dem die Chronik der Stadt Harzgerode erzählt. Er soll u. a. eine sechs Fuß lange Bank, auf deren einem Ende ein Trompeter saß, an dem anderen Ende mit den Zähnen in die Höhe gehoben haben. Was regelmäßige Hebung für die schon von Natur mit besonderen Kräften ausgestatteten Menschen bedeutet, zeigt das Beispiel des Wiener Athleten Jagendorfer, der es im Laufe der Jahre dahin brachte, daß er mit dem Mittelfinger der rechten Hand eine Last von 550 Pfund heben konnte. Oer faule Apfel. Gegen Ende des Jahres 1826 wurde in Wien eines der beliebten Zaubermärchen Ferdinand Raimunds uraufgeführt. Es wurde ein rauschender Erfolg. Der als Schauspieler und Dichter gleich berühmte Verfasser, der selbst eine der tragenden Rollen spielte, wurde sehr gefeiert. Raimund war voller Freude. Als die Vorstellung zu Ende war, bat er einige seiner Freunde zu einem Abendessen, um auch sie an seinem Erfolg teilnehmen zu lassen. Man tafelte vergnügt und brachte manchen Trinkspruch auf den Dichter aus. Einer der Anwesenden aber brachte eine eigenartige Bitte vor: „Wir haben heute deinen Triumph miterlebt", sagte er zu Raimund, „vielleicht kannst du uns nun aber auch einmal von einem deiner Mißerfolge erzählen!" Raimund erzählte: „Es war vor Jahren. Ich trat in Preßburg in „Der politische Kannegießer" des Dänen Holberg auf, und die Zuschauer schienen mit meiner Leistung durchaus nicht zufrieden zu sein. Man sparte nicht mit Mißfallenskundgebungen, ja sogar mit faulen Aepfeln wurde nach mir geworfen. Aber, ihr werdet's nicht glauben, es wurde doch an jenem Abend auch Beifall geklatscht, nämlich in dem Augenblick, in dem der faulste Apfel an meiner linken Backe zerschellte!" £. K. Schüssel für den Tisch und die Marmelade für den Winter zu liefern. Die drei Goldparmänenbäume verdankten ihr Dasein nur den Bitten der Kinder; das Beil schwebte sozusagen ständig über ihren un« fruchtbaren Kronen. Britte, die älteste, besann sich deutlich darauf, daß die Büsche einmal ein paar Aepfel getragen hatten. Jetzt waren ihre Wurzeln wahrscheinlich in den Kies gestoßen, sie brachten es noch zu einer kläglichen Blüte, aber nie mehr zur Frucht. Ab und zu ernteten die Kinder Ba« nanen von den Zweigen, die Konrad Hellwang mit Zwirn dort befestigt hatte; die Kinder vergalten es ihm, indem sie ihn Zigarren pflücken ließen, die von feinem Rauchtisch stammten. Was gab es noch in Hellwangs Garten? Zwei Weichselbäume und eine Herzkirsche, einen Marillen« bäum und zwei Zwetschen, und Blumen natürlich. Bauernblumen, die überall wucherten und sich selbst aussäten, wo ein Stück Erde frei war. Akelei und Ritterfport, lodernde Helianthusstauden, Goldruten und Tränende Herzen. Im Frühjahr schüttelte der Goldregen seine leuchtenden Rispen aus, und ein wenig später läuteten die Veigelien den Sommer ein. Der gelbrote isländische Mohn eröffnete den Reigen, kaum daß der Schnee die zartgrünen Feder« blätter freigab, und zu Allerseelen trotzten noch immer mit braungefrorenen Stengeln die weißen und roten Chrysanthemen den vorwinterlichen Hagelschauern. Das Hauptstück aber und der Stolz der Hellwang« kinder, mit dem sie vor ihren Freunden prunkten, war „der Teich". Konrads Meisterwerk; ein Beton« bassin mit dem stattlichen Durchmesser von gut sechs Meter, in der Mitte hüfttief. Wer Planschbecken dazu sagte, zog sich den Groll der ganzen Familie zu. — Eine üppige Trauerweide tunkte ihre Zweige melancholisch in den Wasserspiegel, und ihr Schatten hielt die Temperatur des Beckens auch an heißen TagSn frisch. Hier herrschte im Sommer ein heiteres Badeleben, zu dem sich die Greiffinger Jugend aus weitem Umkreise einfand. Die Wasserrechnungen, die der Gemeindebote Pranftl pünktlich an jedem Ersten kassierte, brachten zwischen Juni und Sep' tember Luisas ausgeklügelten Haushaltplan jedes« mal ins Wanken. (Fortsetzung folgt.) Vezirks-Tum- unb Sporttag in Gießen. Am 10. August hatte die Bezirksführung zum ersten Male zum Bezirks-Turu- und Sportlag in Gießen aufgerufen. Leider konnte damals die ißer= ansialtung nicht durchgeführt werden, und die etwa 1200 Wertkämpfer, Wettkämpferinnen und Kampfrichter konnten zum größten Teil ihre Wettkämpfe nicht durchführen. Rur die Schwimmer, Radfahrer, Schwerathleten und das Fachamt Tennis trugen ihre Wettkämpfe aus. Trotz der großen finanziellen Belastung für viele Vereine waren zum gejtrigen „zweiten Versuch" über 450 Turner, Turnerinnen, Sportler und Sportlerinnen, Aktive und Jugend erschienen. In den verschiedenen Stufen der Turner wurden gute Leistungen gezeigt. Ganz besonders spannend war der Kampf zwischen Ludwig Herbert und seinem Vereinskameraden Anton Kaiser von der Luftwaffe, den Herbert besonders durch seine ausgezeich. net geturnte Ringeübung für sich entscheiden konnte. Die HI. und das Jungvolk stellten guten Nachwuchs für das Geräteturnen. Auch die Turnerinnen zeigten gut durchgearbeitete Hebungen an den Geräten und den Handgeräten, und ganz besonders stark war die BDM.-Klasse vertreten. Großes Interesse fand das Endspiel um den Lahnpokal, das Turn- und Sportverein Nieder- girrnes gegen den Luftn^affensportoerein überlegen gewinnen konnte. In den Einzelwettbewerben — 100-Meter-Lauf, 800-Meter-Lauf, 30OO.Meter- Lauf, Weitsprung, .Hochsprung, Kugelstoßen ■ der Männer, 100-Meter-Lauf und Hochsprung der Frauen und den 4X10O-Meter°Staffeln der Männer, Frauen und Jugend — wurden Spitzenleistungen Geboten, die zeigten, daß im Bezirk 8 des RS.-Reichsbundes für Leibesübungen neben der sehr wichtigen Breitenarbeit auch die Spitzenkönner gefördert werden. Ein Fußballspiel des Sportkreises Wetzlar gegen Sportkreis Gießen endete mit einem 5:2-Sieg der Einheimischen. Die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer folgten den Vorführungen mit viel Interesse und spendeten den guten ßeiftunaen reichen Beifall. Bezirksführer Stein konnte Kreisleiter Backhaus und die Vertreter der Wehrmacht, des Oberbürgermeisters und des Kommandeurs der Schutzpolizei begrüßen. Nach einer Körperschule, vorgeführt durch eine Einheit der Luftwaffe, marschierten die Sieger zur Siegerehrung auf und wurden von Bezirksführer Stein Kreisleiter Backhaus gemeldet. Dieser hob die Einsatzbereitschaft aller Beteiligten hervor, die es ermöglicht hatte, den Sporttag durchAufüh- ren, wies auf den vorbildlichen Einsatz der Truppe an der Front hin und überreichte dann den ersten Siegern der einzelnen Klassen die Ehrenpreise. Nach der Siegerehrung, dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Lieder der Nation schloß Bezirksführer Stein den diesjährigen Berirks-Turn- und Sporttag. Auszug aus -er Siegerliste Turner • Unter ft ufe, Di erkämpf: 1. Heinz Junker, To. Großen-Linden, 76,5 P.; 2. Walter Bill, Tufpo. 03 Wetzlar-Niedergirmes, 69 P.; 3. Wilfried Kehm, Tv. Alsfeld und Walter Best, Tv. Waldgirmes, je 65,5 P. Hitler-Jugend, Klaffe A, Geräte- Dreikampf: 1. Kurt Neufer, Tv. 1846 Gießen, 59 P.; 2. Ludwig Mertz, Tv. Dillenburg, 55 P.; 3. Theo Pfaff, To. 1846 Herborn, 52,5 P. Hitler • Jugend, Klaffe B, Geräte« Dreikampf: 1. Erhard Swoboda, Tv. Sinn, 54 P.; 2. Helmut Jakob, To. 1846 Herborn, 53 P.; 3 Adolf Menger, To. Heuchelheim, 51 P.; 4. Rudi Weinandt, Tv. Großen-Linden, 48,5 P.; 5. Heinrich Friedrich, To. Grünberg, 48 P. Deutsches Jungvolk, Klasse A, G e - räte-Dreikampf: 1. Alfred Schleenbecker, Tufpo. '03 Wetzlar-Niedergirmes, 53 P.; 2. Erwin Freidhof, Tv. 1846 Gießen, und Hans Langsdorf, Tv. Großen-Linden, je 50,5 P.; 3. Karlheinz Nickel, Tv. Herborn, 49,5 P. Deutsches Jungvolk, Klasse B, G e - räte-Dreikampf: 1. Richard Schleenbecker, Tufpo. 03 Wetzlar-Niedergirmes, 53,5 P.; 2. Erhard Kling, Tufpo. 03 Wetzlar-Niedergirmes, 48 P.; 3. Hans Roll, Tufpo. 03 Wetzlar-Niedergirmes, 46 P. Turnerinnen - Unterstufe, Geräte - Vi erkämpf: 1. Anneliese Döbus, Tv. 1862 Wie- feck, 72 P.; 2. Christa Dreyer, Mtv. Gießen, 71 P., 3 Gretel Welsch, Tv. Oberscheld, 69 P.; 4. Hilde Junker, Großen-Linden, und Elisabeth Schäfer, Tv. Lich, je 68 P. Turnerinnen, BDM.-Klasse, Geräte- Dreikampf: 1. Hildegard Stein, Tv. Alsfeld, 55 P.; 2. Edith Küthe, Tv. 46 Gießen, Lisa Gors- ler, Tv. Alsfeld, je 54 P.; 3. Hilde Weckmüller, Tv. 47 Wetzlar, 53 P.; 4. Jnaeborg Meßner, Tv. 47 Wetzlar, 52 P.; 5. Gretel Kirftein, Mtv. Gießen, 51 Punkte. Leichtathletik Dreikampf.' Männer, Klaffe I: 1. Gustav Weiler, DfB.-R Gießen, 60 P.; 2. Ernst Decher, VfB.-R. Gießen. 53; 3. Victor Zielen, LSV. Gießen, 52; 4. Willi Munzert, VfL. Lollar, 50; 5. Hans Dietrich, VfB.-R Gießen, 48 Punkte. Männer, Klaffe II: 1. Fritz Hettenhausen, LsV. Gießen, 74 P.; 2. Willi Schütz, VfB. Aßlar, Turnen. Turner-Ober stufe, Neunkampf: 1. Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen, 164,5 P.; 2. Anton Kaiser, Luftwaffe (Tv. 1846 Gießen), 160 P.; 3. Karl Lettin, Tv. Wieseck, 149,5 P. Turner = Mittelstufe, Sechskampf: .1- Karl Schlicht, Tufpo. 03 Wetzlar-Niedergirmes, 106 P.; 2. Willi Simon, Tv. Dillenburg, 99 P.; 3. Karl Schuster, Tv. Wetzlar, 94 P. 4. Herb. Theuer- meifter, Tv. 1846 Gießen, 93,5; 5. Willi Frey, Tv. Wieseck, und Paul Lieb, LSV. Gießen, je 92,5 Punkte. 71; 3. Willi Keiner, VfB. Aßlar, 67; 4. Richard Jlge, VfB. Aßlar, 66; 5. Karl Ruppert, Tufpo. Radheim, 62 Punkte. Männer, Altersklasse I: 1. Rudolf Schmidt, Duspo-Gem. Radheim, 62 P.; 2. Adolf Rücket, Tuspo-Gem. Rodheim, 61; 3. Otto Leidich, Tv. ©rüningen, 59; 4. Wilhelm Ferber, Waldgirmes, 53, 5. Walter Schmitz, SA.-Kampfspielgem. Gießen, 52 Punkte. Männer, Altersklasse II: 1. Walter Zerndt, VfB.-R. Gießen, 67 P.; 2. Adolf Müller, Postsport Gießen, 63; 3. Ludwig Hasfelbach, Tufpo- Gemeinde Rodheim, 57; 4. Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 56; 5. Christian Brück, Sportgemeinde Steinbach, 47 Punkte. Männer, Altersklasse III: 1. Philipp Götz, Postsport Gießen, 63 P.; 2. Ludwig Petri, To. 1846 Gießen, 59 Punkte. Frauen, Klasse I: 1. Lotte Lauer, VfB.-R. Gießen, 51 P.; 2. Ilse Ueckert, Nachr.-Helf., 47; 3. Gertrud Zimmermann, To. 1846 Herborn, 40; 4. Gertrud Behner, Reichsbahnsportgem, Dillenburg, 39; 5. Gertrud Muhl, VfB.-R. Gießen, 38 P. Hitler-Jugend, Klasse A : 1. Hans Fel- ler, Rb.-Sportgem. Dillenburg, 65 P.; 2. Hans Kir- stein, Mtv. Gießen, 63 P.; 3. Günther Ankel, Rb.- Sportgem. Dillenburg, 60; 4. Hermann Süffel, Tv. 1860 Lich, 59; 5. Hans Rinn, To. Heuchelheim, 58 P. Hitler-Jugend, Klaffe B : 1. Rudi Hai- ner, Mto. Gießen, 69 P.; 2. Günther Wolkewitz, Mto. Gießen, 62; 3. Reinhold Seipp, Tv. Leihgestern, Heinz Rumpf, Tufpo Holzhausen b. Wetzlar, Helmut Martin, Steindorf, je 55 P.; 4. Werner Hofmann, Postsportgem. Gießen, 54; 5. Willi Will, Tv. Treis a.d. Lda., 53 Punkte. BDM. - Klasse A: 1. Gertrud Hörder, Tv. Klein-Linden, 38 P.; 2. Lotte Seifert, Tuspielverein Naunheim, 34 P.; 3. Gertrud Schäfer, VFL. Lollar, 32 Punkte. BDM.-Klasse B: 1. Gisela Zimmer, VfB. Gießen, 70 P.; 2. Liselotte Meilinger, VfB. Gießen, 61 P.; 3. Hedwig Wolf, VFL. Lollar, 58 P.; 4. Anita Rohrmann, Reichsbahnsportgem. Dillenburg, 54 P.; 5. Ria Sorg, Tv. Wetzlar 1847, 53 P. Deutsches Jungvolk, Klasse I: 1. Heinz Nau, To. Klein-Linden, 58 P.; 2. Erich Hoßbach, Tv. Klein-Linden, 45 P.; 3. Karlheinz Weller, Tv. Klein-Linden, 40 P.; 4. Karlheinz Volkmar, Spv. 05 Wetzlar, 39 P.; 5. Willi Kreiling, To. Heuchelheim, 34 Punkte. Deutsches Jungvolk, Klasse II: 1. Hans Georg Stacker, Rb.-Sportgem. Dillenburg, 66 P.; 2. Wilhelm Spang, Rb.-Sportgem. Dillenburg, 54 P.; 3. Erwin Wickel, Rb.-Spörtgem. Dillenburg, 53 P>; 4. Weber, Tv. Heuchelheim, Dieter Lotz, To. Heuchelheim, je 51 P.; 5. Otto Nesseldreher, Tv. Heuchelheim, 50 P. BDIM., Klasse A: 1. Erika Rumpf, Tufpo. Holzhausen-Wetzlar, 89 P.; 2. Liselotte Schleen- becker, Tv. Heuchelheim, 73 P.; 3, Else Schmidt, Tv. Ne öeei WmiGKlM Vornan von Horst Hiernach I. Das Haus. Das alte Dorf Greiffing lag jenseits der Würm an der kurvenreichen, dem Flußauf folgenden Landstraße, auf der an Sonntagen die Kette der zum Starnberger See schnurrenden Wagen und Motorräder nicht abriß. Das andere Greiffing, die Kolo- nie oder Siedlung, einer der beliebtesten Vororte Münchens, breitete sich mit ihren rund tausend Häusern und Villen im Windschutz der Greiffinger Lohe langgestreckt um die Bahnstrecke herum aus. Die.ersten Villen stammten aus den neunziger Jahren; Kommerzienratsoillen mit Erkern, Türmchen, patinierten Kupferhauben und mächtigen Garagen, in denen die Ansätze der Futterkrippen und Abflußrinnen noch deutlich zu erkennen waren, und wo zwanzig motorisierte Jahre irgendeinen alten Duft nach Stall, Pferden und Heu nicht zu überwinden vermochten. Der Himmel allein weiß, was jene wohlhabenden Gründer der Kolonie bewogen haben mag, ihren Gelüsten nach Stille und Landluft gerade in Greif- fing zu frönen. Der einzige Vorteil war die Nähe der Stadt, die man in zwanzig Minuten Bahnfahrt erreichen konnte. Der Wald ist im Mühltal schöner, die Landschaft weiter westlich abwechslungsreicher und der Boden fruchtbarer als gerade hier, wo eine jämmerlich dünne, ausgelaugte Humusschicht in der Kiesmoräne ständig zu versickern droht. Es war jedenfalls kühn von der Gesellschaft, die das Greiffinger Siedlungsgelände parzelllen hatte, ihre Grundstücke als ideale Bau- und Gartenplätze zu empfehlen. Kein Wort gegen die Vorzüglichkeit des Baugeländes! Man konnte den Kies, sobald man die vermorschten Fichtenstumpen entfernt, den Humus abgestochen und auf ein Häufchen zur Seite geschaufelt hatte, sofort für den Beton der Kellerwände und Tragdecken hernehmcn; einen sauberen, scharfen Kies mit dicken Schichten erstklassigen Schweißsandes darin. Aber Gartengrundstücke? Das war der blanke Hohn. Alljährlich im Frühjahr und Herbst wurden hier Waggonladungen Torfmull eingestreut, und die Greiffinger Bauern machten als Düngerlieferanten ihre vorteilhaftesten Geschäfte. Denn es gab wahrhaftig einen Gartenverein Greiffing, und feine Mit- glieöcr veranstalteten sogar Ausstellungen ihrer Erzeugnisse und verteilten Ehrenpreise. Da waren Birnen, Aepfel, Kürbisse, Melonen, Pfirsiche, Trauben und Gemüse aufgebaut und zur Schau gestellt, die nicht Greifsings magerem Boden, sondern einem südlichen Fruchtparadies zu entstammen schienen. Borsdorfer, von Saft und Süße strotzend, Butter- birnen, die auf der Zunge verschmolzen... jawohl, hätte dieser Verein eine Devise und ein Bundeslied gehabt, so hätte sein Wahlspruch mit einem Trotzdem und das Lied mit dem Wort Obwohl beginnen müssen. Jedenfalls, wer sich in Greiffing ansiedelte und nun meinte, die Besorgung von fünf Tüten Gemüsesamen und zehn Jungstämmen Busch- obst berechtige ihn schon zu den kühnsten Hoffnun- gen bei der Herbstausstellung, der wurde bitter enttäuscht. Er erntete statt der Karotten ein paar Bü- Ichel wilder Minze und von den Obstbäumen ein wenig Brennholz, gerade genug, um eine Tasse Pfefferminztee zu kochen. Man darf behaupten, daß Greifsings Früchte aus dem Schweiß ihrer Erzeuger wuchsen. Und das waren zumeist alte Ehepaare, lauter a. D.s, pensionierte Offiziere, Staatsanwälte, Reichsbahnräte I. Klasse, Richter, Gymnasialprofessoren, Superintendenten und Bankdirektoren, die hier in ihren hübschen Häusern für ihre Gärten lebten. Die alten Damen und Herren werkelten von Sonnenaufgang bis zum Einbruch der Dunkelheit, verteilten ungeheure Mengen von humusbildenden Stoffen und Düngemitteln auf Baumscheiben und Beete, spritzten Kupferkalk und Katakilla, Fusibar und Vitriol gegen jegliches Ungeziefer, harkten die Kieswege, putzten die Solnhofer Platten der Sonnenterrassen, schoren die Rasenflächen, sprengten Wasser, fleißig, zäh und unermüdlich, als müßten sie jetzt, nachdem das Alter ihrem beruflichen Ehrgeiz den Spielraum geraubt hatte, erst recht beweisen, daß sie noch Daseinsbe- rechtigung hatten. Und bei Gott, in Greiffing Trauben und Pfirsiche zu ziehen, war fein Kinderspiel! Als die Hellwangs sich vor zwölf Jahren in Greiffing anfiebelten und in der Mozartstraße ihr Haus bauten, hatten auch sie selbstverständlich diel Heuchelheim, 66 P; 4. Erika Bender, Tv. Heuchelheim, 52 P.; 5. Lucie Wenzel, Tv. Großen-Linden, 46 Punkte. B D I M., Klasse B: 1. Leni Kröck, To. Heuchelheim, Martha Happel, To. Großen-Linden, je 72 P.; 2. Lotti Spengler, Tv. Heuchelheim, 63 P.; 3. H. Neide!, Tv. Heuchelheim, 59 P.; 4. Gertrud Benner, Tv. Heuchelheim, 58 P.; 5. Elli Hofmann, Tv. Heuchelheim, 53 P. Einzel-Wettbewerbe. 10 0 Meter, Männer: 1. Gustav Weiler, VfB.-R., 11,5 Set.; 2. Hans Dietrich, VfB.-R., 11,6 Sek.; 3. Walter Zerndt, VfB.-R., 11,9 Sek. 8Q0 Meter, Männer: 1. Grasmann, VfB.- Reichsbahn, 2,7,2 Min.; 2. Erwin Neidel, WM. To. Heuchelheim, 2,10,6 Min.; 3. Hanno van Bentheim, Mtv. Gießen, 2,17 Min. Weitfvrung, Männer: 1. Gustav Weiler, VfB.-R. Gießen, 6,31 Meter; 2. Hans Dietrich, VfB.-R. Gießen, 5,77 Meter; 3. Ernst Decher, VfB.-R. Gießen, 5,72 Meter. Hochsprung, Männer: 1. Manfred Ruk- kelshaufen, Mtv. Gießen, 1,65 Meter; 2. Ernst Decher, VfB.-R. Gießen, 1,55 Meter; 3. Hans Dietrich, VfB.-R. Gießen, 1,50 Meter. 1 0 0 Meter, Frauen: 1. Lotti Lauer, VfB.-R. Gießen, 13,5 Sek.; 2. Inge Meßner, Tv. Wetzlar, 13,9 Sek.; 3. Elfriede Funk, Wetzlar-Niedergirniec 14,4 Sek. 4X100-Meter, HI.: 1. VfB. Aßlar 48g Set.; 2. Mto. Gießen 49,3 Sek. 4X100-Meter, Männer: 1. DfB.-R. ßen 47,5 Sek. Wanderpreis der Spielerklaffe:Ä Aßlar. 4X100-Dteter, Frauen: 1. VfB.-R. Gießen 1. Mannschaft 57,7 Set.; 2. Tv. 47 Wetzls 58,4 Sek.; 3. VfB.-R. Gießen 63 Set. Hochsprung, Frauen: 1. Rosemarie Rol° fes, Mtv. Gießen, 1,35 Meter; 2. Lotti Lauer VfB.-R. Gießen, 1,35 Meter; 3. Gretel Welsch, Oberscheld, 1,35 Meter. Kugel stoßen, Männer: 1. ßagemanit LSD. Gießen, 12,80 Meter; 2. Fritz Jughardt, Mtv. Gießen, 11,22 Meter; 3. Fritz Hettenhausen, Gießen, 11,13 Meter. 3000 Meter, Männer: 1. Helmut Grabmann, VfB.-R. Gießen, 9,26,6 Min.; 2. Rudolß Rother, LSD. Gießen, 9,59,4 Min.; 3. Karl Schin» kel, VfB.-R. Gießen, 11,24 Min. 3000 Meter, HI. - Klaffe: 1. Hans Rinn. To. Heuchelheim, 10,25,1 Min.; 2. Günther Hett. 1900 Gießen, 10,25,3 Min.; 3. Hans Schmück, IM Gießen, 10,57,7 Min. Oie Laienspiele. Endspiel um den Lahn-Pokal. Niedergirmes — Luftwaffe Gießen 22:10 (11:5). Beide Mannschaften traten in etwas veränderter Aufstellung an. Für die Luftwaffe wirtte sich dies nachteilig aus. Das Spiel begann für die Soldaten verheißungsvoll. Ehe sich die Girmeser versahen, stand das Spiel schon 2:0. Dann kamen die Gäste jedoch auf. Durch Flügelspiel erzielten sie bald den Ausgleich und die weitere Führung. Die Soldaten verstanden es nicht, ihre Spielweise zu ändern. Man versuchte immer wieder, durch kurzes Jnnenspiel zu Erfolgen zu kommen. Der Torwart der Luftwaffe mußte durch Verletzung mehrere haltbare Bälle durchgehen lassen. Nach dem Wechsel gab Girmes wiederum den Ton an. Der Soldatentorwart mußte infolge feiner Verletzckstg bald ausfcheiden. Der Ersatzmann versuchte sein möglichstes zu halten. Wohl erzielte die Luftwaffe noch einige Treffer, konnte aber die Niederlage nicht mehr verhindern. Girmes gewann verdient. Schiedsrichter Leidich (Grünin- gen) war ein gerechter Leiter. Stadtmannschast Giehen gegen Wetzlar-Naunheim komb. 5:2 (2:0). Im Rahmen des Bezirks-Turn- und Sporttages standen sich diese Mannschaften auf dem Universi- tätssportplatz zum Spiel gegenüber, das Gießen verdient für sich entscheiden konnte. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Bei Gießen vermißte man Meermann, Deeg und Marg. Während der ersten Halbzeit diktierte Gießen das Spielgeschehen, man muh allerdings berücksichtigen, daß die Gäste anfangs nur 9 Mann zur Stelle hatten, erst später, als sie vollzählig waren, klappte es besser. Bei Gießen konnte der linke Flügel mit Schelle und Mobs besonders gut gefallen. Bester Aufbauspieler war Möbs, der auch fast sämtliche Tore einleitete. Die Gäste hatten in Mittelläufer Diddlapp und Mittelstürmer Rühl ihre besten Das Spiel verlief sehr fair, zeitweise konnte man auch schönes Zuspiel beobachten. Die Gäste hatten Anstoß, jedoch wurde der Angriff sofort abgestoppt, und schon zog Schelle auf und davon, sein Schuß verfehlte nur knapp das Ziel. Bereits nach 15 Minuten Spieldauer«konnte die Stadtrnannfchaft in Führung gehen. Eine schöne Vorlage von Möbs über die Verteidigung hinweg brauchte Ehmann nur einzuköpfen. Die Gäste, die bis dahin nie richtig zum Zuge kamen, werden immer mehr in die Verteidigung gedrängt. Einen schön hereingegebenen Eckball köpfte Mäbs auf das Tor, den der Tormann nur mit Mühe meistern konnte. Ein schönes Zusammenspiel schloß letzterer mit dem zweiten Treffer ab. In der zweiten Halbzeit erschien die Gästernann- schast vollzählig. Jetzt wurden auch die Angriffe weitaus gefährlicher, und Gruchmann im Tor mußte manchesmal fein Können unter Beweis feilen. Rühl versuchte sein Heil in Weitschüssen, und chon glaubte man an einen Gegentreffer, doch der charf geschossene Ball sprana von der Querlatte zurück ins Feld. Ein schönes Kopftor von Ehmann, wieder von Möbs vorgetragen, stellte den 3:0- Stanb her. Erst jetzt kamen die Gäste zu tyrem: ersten Tor, das der Mittelstürmer für Gruchmann, unhaltbar einschoß. Während die Stadtmannschaji; durch Möbs und Willinger noch zweimal erfolgreich war, konnten die Gäste durch ihven Mittelstürmer nur noch ein Tor entgegensetzen. Deutscher Leichtathletik-Weltrekord. Einen großartigen Weltrekord stellte die deutsch Nationalstaffel beim Braunschweiger Leichtathletik, fest am Samstag über 4 X 800 m auf. Mit Segbert Grau, Kaindl und Harbig drückte sie die Weltbesl leistuna der Amerikaner ganz beträchtlich auf 7:30^ Gute Leistungen gab es auch in den übrigen Wett, bewerben. Scheuring gewann die 200 m in 21,7. Raff die 5000 m in 14:45,5 und Mersch sowie Luthet sprangen 7,03 m weit. Bei den Frauen sicherte sich die Hessenmeisterin Jockel (Bad Orb) die 200 m in 25,8 vor Rest Kurz (Frankfurt a. M.). Sieben Spiele um den Tschammer-pokal Sieben Spiele der dritten Schlußrunde im Wett- bewerb unserer Fußball-Dereinsmannschaften um den Pokal des Reichssportführers wurden am Sonn« tag abgewickelt. Mit zwei Ausnahmen waren ein- drucksvolle Siege, zumeist der Heim-Mannschaften an der Tagesordnung. So bezwang der Pokalver« tridiger Dresdner SC. den SV. 96 Mägde« bürg mit 9:2 (4:2), Austria Wien den fchlefi« fchen Meister V/R. Gleiwitz gar mit 8:0 (2:0), unb Holstein Kiel schaltete Berlins letztes Aß, Blau, weiß, mit 4:0 (1:0) aus. Höchst eindrucksvoll ist auch der Erfolg der Stuttgarter Kickers, die als letzte die Fahne der süddeutschen Bereiche im Pokal hochhalten, über den zweimaligen Pokalgewinner und letzten Endspielteilnehmer 1. FC. Nürnberg mit 4:1 (2:1). Wien hat mit Adrnira, die den SV. Waldhof knapp mit 1:0 (0:0) bezwang, noch ein zweites Eisen im Feuer. In die vierte Schlußrunde zog auch der letzte Vertreter der zweiten Klasse, LSD. Kamp, mit einem in Köslin errungenen 3:2 (l:l)-Sieg über den DfB. Königsberg ein. Unglücklich kämpfte in Jena der FD. Metz, der sich trotz überlegenen Spiels gegen die starke Abwehr des Mittemeisters nicht durchsetzen konnte und mit 0:3 (0:1) gegen den 1. S D. Jena einging. Zu den sieben Siegern kommt in der am 24. September zu spielenden vierten Schlußrunde noch der Gewinner der Begegnung zwischen Schalke 04 und Schwarzweiß Essen am 31. August. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. August. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45,5 bis 47,5, b) 41,5 bis 43,5, c) 36 bis 38,5; Bullen a) 43,5 bis 45,5, b) 40,5 bis 41,5, c) 36 bis 36,5; Kühe a) 44 bis 45,5, b) 39,5 bis 41,5, c) 33 bis 35,5, d) 20 bis 26; Färsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 37,5, d) 24 bis 29; Kälber (Sonderklasse) 65 bis 74; andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 47 bis 50, d) 32 bis 40; Hämmel b2) 49 bis 51, c) 38 bis 44; Schafe a) 44, b) 35 bis 40, c) 15 bis 28; Schweine a) 63, bl) 63, b2) 62, c) 60, d) 57, e) 55, gl) 63. Marktverlauf: zugeteilt. Absicht gehabt, in Zukunft nur vom eigenen Baum zu essen unb die Gemüseplatten für den Abendtisch aus dem eigenen Garten zusammenzustellen. Bodensrische, knusperige Rettiche, knackende Zuckererbsen und vielleicht sogar Spargel ... na gewiß doch, weshalb nicht auch Spargel? Major Habedanck, der linke Nachbar, und Direktor Beyerlein, der Nachbar zur Rechten, hatten beifällig interessiert über den Zaun geguckt und Hellwang das Versprechen abaenommen, den Spargel bestimmt auf der Gemüseschau des Greiffinger Gartenvereins Flora (e. 23.) auszustellen. — Im nächsten Jahr hatte Konrad Hellwang von der Baumschule Pröbsl in Seeshaupt eintausend kniehohe Thuya bestellt und mit Luisa diese Bäumchen im Kreuzverband rings um das ganze Grundstück gepflanzt. Fünf Jahre später hätten die lieben Nachbarn schon auf Trittleitern steigen müssen, um über Hellwangs „Spargelkulturen" hinweg blinzeln zu können. Jetzt stand das kleine Haus mit feinem unbaju» warischen Namensschild „Gode Wind", das eine Namblerrose schamhaft verdeckte, und mit seinem breiten roten Satteldach hinter rauschenden, dunkelgrünen, undurchdringlichen Wänden. Nur das Einfahrtstor gab einen schmalen Durchblick auf ein etürf der holzverschalten Westfront und auf die wmzige Garage frei. Das andere alles barg sich im Sichtschutz der nie gestutzten, üppig wuchernden Hecke. Und das andere war kein Garten im Sinne ber pensionierten Majore unb Reichsbahnräte außer Diensten, eher hätte man es eine Anlage nennen können. Da war einmal ber Rasen, Gott, kein empfindlicher englischer Teppich wie der drüben bei Beyerleins, wo der alte Herr Direktor zusam- menzuckte unb mit merfroürbigen Verrenkungen gleichsam gewichtslos hinüberschlich, wenn den Kin- bern einmal ber Ball ins Nachbargrunbstück flog. Nein, Hellwangs Rasen war ein ehrliches Stück Grünfläche, auf bem bie Kinber nach Herzenslust herumtoben durften, und goldene Butterblumen, wilde Maßliebchen und zahllose Gänseblümchen wuchsen darin, aus denen sich die Mädels bunte Kränze wanden. Den langen Einfahrtsweg säumten Stachel- und Johannisbeersträucher, anspruchslose Sorten, die aber genug trugen, um in der Reifezeit täglich eine