Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen 71. Gieß; eins beltir r 2.S1 :hiedes rlorei aW-. ZazM iraer. ’ | .uch die Flak, die Marineartillerie und '! Ü( Borvostenbaote redeten mitunter ein ge- reuzer und (Karte; Scherl-Bilderdienst.) öpfner n Tanz Aorilz“ Kroll erl ander Gigll hoff the berg 3.00 ritt* ti. r 21t.! in, ade ai L irandl Zchristlettvng und Geschastrstelle: Stehen, Zchulstrahe 7-9 Berlin, 24. Juli. (DNB.) Der britische Luftfahrtminister Sinclair mußte am Mittwoch in der Unterhaussitzung die Unterlegenheit der britischen Luftwaffe zugeben. Er versicherte dem Hause, daß die britische Regierung „keine Anstrengung scheut, um zuerst die Parität und dann die Ueberlegenheit über die deutsche Luftwaffe zu erreichen." Sinclair gibt damit zu, daß die Angriffe der britischen Luftwaffe auf besetztes und Reichsgebiet zu schweren Mißerfolgen der der deutschen Luftwaffe nicht gewachsenen britischen Luftwaffe geworden sind. r Iptattonen der deutschen Wehrmacht und ihrer kündeten trotz starker örtlicher Gegenwehr und, Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitättdruckerel 8. Lauge den, errang Oberstleutnant G a l! a n d seinen und 72. Luftsieg. Sinclair gibt Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe zu. Ifaleriger Wegeverhältnisse ihren planmähi - |im Verlauf. 5 larke Kampffllegerverbände belegten auch in der kten Nacht wehrwirtschaftliche und militärische An- tym der Stadt Moskau mit Bomben aller L Uber. i 1941 |bet nnf: i Fel6 | im der gesamten Ostfront nehmen die HM Die britische Luftwaffe erlitt am gestrigen Tage bei Versuchen, die Kanalküste anzugreifen, eine ihrer schwer st en Niederlagen. Jäger schossen 46, Flakartillerie und Vorposlenboote je 3, Marineartillerie 2 britische Flugzeuge ab. Damit verlor der Feind innerhalb weniger Stunden 54 Flugzeuge. Bei diesen Luftkämpfen gingen drei eigene Flugzeuge verloren. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe in der letzten Nacht Häfen und militärische Anlagen an der D e st - und O st k ü st e Englands. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orlen Südwestdeutfchlands Spreng- uni) Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Der entstandene Schaden ist unbedeutend. Wieder 32 Briteuslugzeuge abgeschoffen. Berlin, 24. Juli. (DNB.) Nach beim OKW. vorliegenden Meldungen erlitt auch am Donnerstag die britische Luftwaffe bei Angriffsversuchen an der Kanalküste im Raum von Calais bis La Rochelle sehr schwere Verluste. Nach bis jetzt vorliegenden Meldungen wurden insgesamt 32 britische Flugzeuge abgeschossen, davon 27 in heftigen Luftkämpfen, der Rest durch Flakartillerie. Die neuerliche Niederlage ist für den Feind um so empfindlicher, als allein an einem schmalen Küstenabschnitt 9 viermotorige Kampfflugzeuge zum Absturz gebracht werden konnten, wobei 37 De- sahungsmitglieder in Gefangenschaft gerieten. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. Am 23. Iuli befanden sich unter den abgeschossenen Flugzeugen ein viermotoriges Bombenflugzeug, 8 Brislol-Blenheim-Kampfflugzeuge und 40 Jagdflugzeuge des Musters Spitfire. Bei den Kämpfen, die im Raum Calais—Ostende und teilweise auch über holländischem Küstengebiet durchgefochlen würfe.' je fallen. Der Wehrmachtbericht. ! MV. Aus dem Führerhauptquartier, 52(11111 Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ger-i 8rettag,25.IullM1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Ameigen-Preise: Anzeigenteil 7 Nrrf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Keilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüße Mengenitaffel B Plaboorichrift (vorherige Vereinbarung) 25 la mehr üimpfe abspielten. Oder man sah sie, winzig, sil- le-n, wie spielend einander umkreisen, und das täusch ihrer Maschinengewehrgarben wehte säst 1 । iriörbar, wie ein feines Schnarren, zu uns her- Großkampftag am Kanal Von Kriegsberichter Dr. Hermann Weninger. mann. , Oberleutnant Eppen hat sich in weit über 100 Feindflügen als Staffelkapitän eines Sturzkampfgeschwaders hervorragend bewährt und durch seine rücksichtlos Üurchgefuhrten Angriffe entscheidend in die Kämpfe der Gebirgs- und Panzerdivisionen in Griechenland eingegriffen; vielfach wurde dadurch erst der weitere Vormarsch der Truppe ermöglicht. Er versenkte mit seiner Staffel einen Zerstörer und zehn Schiffe von insgesamt 50 000 Tonnen, erzielte Volltreffer auf vier Kreuzern und einem Zerstörer. Oberfeldwebel Wenigmann hat als Flugzeugführer in einem S t u r z k a m p f g e s ch w a d e r in über 100 Feindflügen durch feine unerschrockenen und todesmutigen Angriffe starken Anteil an den Erfolgen seiner Gruppe. Bei der Riederkämpfung der Befestigungen der Metaxas-Linie und der Vernichtung des Feindes bei Klidi hat er durch feinen rücksichtslosen Einsatz und seine hervorragende Treffsicherheit maßgeblichen Anteil. Die Vernichtung eindlicher Artilleriestellungen, die den Durchbruch einer Infanterie-Division ermöglichte, starke jugoslawische Kräfte wurden dadurch abgeschnitten, ist seinem Einsatz zu danken. Im Seekrieg erzielte er einen Volltreffer auf einem Leichten Kreuzer und versenkte einen Tanker von 4000 Tonnen, Azoren in ihren Einflußbereich einzuziehen versuchten, die Souveränitätsrechte Portugals zu vertreten und die Unteilbarkeit des portugiesischen Imperiums vor aller Welt zu bekräftigen. Richt ohne Ironie erinnern portugiesische Blätter im Hinblick auf die heutige Lage daran, daß in jenen Tagen zwei Länder, Brasilien und Großbritannien, Portugal bei dieser Geste gegen den Pankee-Jmperialismus unterstützten» Brasilien durch Entsendung des Kreuzers „Floriano", England durch Entsendung der Schlachtschiffe „Australia" und „Severn" sowie durch eine Erklärung des englischen Konsuls in Funchal, der vor dem Throne des Königs „the cordeal and brotherly feelings“ . Königs Eduards VII. gegenüber Don Carlos zum Ausdruck brachte. Seitdem hat sich die politische Konstellation verschoben. Während Brasiliens Freundschaft Portugal gegenüber unverändert geblieben, ja- eher noch stärker geworden ist, steht England aus Opportunitätsgründen heute aus der Seite der Vereinigten Staaten, die unter fadenscheinigen Vorwänden ihre Hände nach den portugiesischen Inseln im Atlantischen Ozean aüsstrecken möchten. Die Therorie von der „westlichen Hemisphäre", die Präsident Roosevelt zur Vernebelung der nordamerikanischen Raubpläne ausgeheckt hat, ist wohl nirgendwo auf eine so scharfe und geschlossene Ablehnung gestoßen wie in Portugal, das sich dadurch direkt bedroht sieht. Einer der hervorragendsten Diplomaten Portugals, der ehemalige Botschafter Augusto de Castro, hat in dem von ihm herausgegebenen Blatt „Diario de Roticias" als erster Roosevelts Begriff einer „amerikanischen Totalität" ad absurdum geführt und nachgewiesen, daß zwischen den Völkern Westeuropas und Südamerikas eine engere Bluts-, Ideen- und sogar Interessengemeinschaft bestehe, als zwischen Südamerika und Nordamerika. Die „westliche Hemisphäre", die Roosevelt in Gegensatz zu einer „östlichen Hemisphäre" bringen wollte, sei lediglich eine dem Hirne des nordamerikanischen Präsidenten entsprungene Fiktion, und wenn man schon durchaus bestimmte geographische Zonen gegeneinander abgrenzen wolle, dann wäre es weitaus richtiger, von einem „Euro-Amerika" im Gegensatz zu Nordamerika zu sprechen. Das zustimmende Echo, das aus den iberoameri- kanischen Ländern berübergedrungen ist, hat nicht nur die Richtigkeit dieser Auffassung bestätigt, son-' dern darüber hinaus Portugal ermutigt, seine Beziehungen zu diesen Staaten, vor allem zu dem traditions- und blutsverwandten Brasilien zu stärken. Zwei portugiesische Freundschaftsmissionen weilen zur Zeit in Brasilien, die eine geführt von dem Leiter des portugiesischen Propagandasekretariats (das unserem Propagandaministerium entspricht), Antonio Ferro, einem der ausgezeichnetsten Publizisten des neuen Portugal, die zweite unter der Leitung des ehemaligen Außenministers und Generalkommissars der Dreihundertjahrfeier, Dr. Julio Bantas, und des bereits genannten Botschafters Augusto d e Castro. Genau wie die Reise des Staatspräsidenten Carmona nach den Azoren, so war auch die Entsendung dieser beiden Missionen schon vor vielen Monaten beschlossen worden, zu einem Zeitpunkt, an dem man das spätere „Vorprellen" der Vereinigten Staaten in den europäischen Bereich unter dem Deckmantel der „Hemisphären-Theorie" Roosevelts nicht vor- Jahrgang llr. 175 fficbemt täglich, außer Anntags und feiertags Beilagen: idJ*' ZeßenerFamilienblätter Jjl Hvnat unBild DieScholle lny Bezugspreis: A Monatlich... ... RM 1.80 rq - H stellgebühr... „ -.25 ’ bei Nichterscheinen 10 h nn einzelnen Nummern ZiH rirclge höberer Gewalt aiMivrechanschluß 2251 'LManichritt:,,Anzeiger" lt. Sscheckll686Franks,M. ec, hatte es noch kein Ende aefunden. Keine SLnbe verging, in der nicht die Luft erfüllt war ulw.,uDni Geräusch der Motoren. Deutlich unterschied jotoi'-' rcii den steigenden und singenden Ton kurbelnder ; frier und das ruhige Brummen der Bomber. Das . inr ; «iftc spielte sich in großen H ö h e n ab und ■£ ,c ein Kampf der Jäger unter sich, so ' >°H oft, daß nur die weißen Kondensstreisen am »men Himmel den Ort anzeigten, an dem sich Die .Die Lustschlacht im Westen. id) [.(i W ;m natürlicher Weise Hot der Feldzug im Osten als .clls Interesse an sich gezogen. Täglich aber werden , di jz'ere und zähe Leistungen in Der Schlacht um en. Atlantik, in Libyen und auf der Dauerwacht flI vielen anderen Stellen vollbracht. Die Meldung D5N Abschuß der 54 britischen Flug- ,uge „in der großen Luftschlacht am Kanal" M einen Operationsraum in den Vordergrund, indem es schon 'feit dem 16. Juni sehr hart 3U-- iTb ß'!3- Damals starteten die Engländer eine Luft- 'ofmsioe ... zweifellos, weil sie über die internen !öi Behänge in Moskau im Bilde waren und dem er- । Rotten sowjetischen Bundesgenossen Courage • : rn-fyn wollten. Sicher mag auch mitgewirkt haben, me Großbritannien in Libyen und in Kreta fein ■Q9( lärisches „Gesicht" verloren hatte, daß insbe- E?-so^ere am Einsatz der Luftwaffe heftig Kritik in n ^'"'feidanD selbst geübt wurde und daß deshalb den nc 1" 20l.inern um Churchill der Nachweis am Herzen A (a; die englische Luftwaffe sei noch am Leben. !tzi.che agitatorischen Rücksichten haben sicherlich 3U ifip sehr große Rolle gespielt, da es ja galt, nicht nii im englischen Weltreich, sondern auch in den IB. einen guten Eindruck zu machen. Schließlich hcic man auch aus aller Welt Freiwillige zum i. NiM^ritt in die britische Luftwaffe aufgefordert, und W hörte diese Welt aus Libyen und aus Kreta nur ist -Hinsbotschaften. In der Zeit vom 26. Juni bis on t03uli einschließlich wurden über dem besetzten eiiii-&:net allein 190 englische Flugzeuge abgeschossen. Hssetzte einen Nasenstüber nach dem andern. Jetzt ——fov ein großer Schlag im Raum Calais—Ostende - ,qe bH werden. Es wurde eine verlorene List schlacht. 54 abgeschossene britische Flug- fyi ,$e ü bei nur drei eigenen Verlusten: das ist das 'Eisbnis dieses Kampfes am 23. Juli. Die Eng- ~ ’ (ä)ier wurden bis über niederländisches Küsten- M geict gejagt, ehe sie zum Abdrehen nach Westen zum Versteckspiel in den Wolken kamen. Kurz po:*er hat der diplomatische Korrespondent der poilchlpre5" die große Posaune geblasen: „Im Westen das Dröhnen der britischen Bombenflugzeuge — -bo1 Woche zu Woche stärker." Mit den 54 englischen (arte fiiwugen ist auch die große Posaune in die Nord- „Auch hier ist Portugal." Von unserem Rg.-Korrespondenten. ' NB. ..., 24.Juli. (PK.) Gestern war Groß- hr. pftag am Kanal. Der größte seit Beginn der tn ischen „Luftoffensive". Am frühen Morgen fing »an, und als die Dämmerung hereingebrochen J kein Ende aefunden. Keine der nicht die Luft erfüllt war Lissabon, Juli 1941. Der portugiesische Staatschef General Carmona trifft in diesen Tagen an Bord des stattlichten Dampfers der Handelsflotte Portugals, der „Car- oalho Araujo", zu einem etwa vierwöchigen Besuch auf den Azoren ein. Der offizielle Charakter dieser Reise^ wird dadurch unterstrichen, daß der Dampfer von mehreren Kriegsschiffen eskortiert wird, und sich zwei Minister, der Innenminister Dr. Pais de Sousa und der Marineminister de Bettencourt, in der Begleitung des Präsidenten befinden. In gewissen interessierten Kreisen des Auslandes hoc man versucht, dieser Reise von vornherein jede politische Bedeutung abzusprechen und sie lediglich als den Abschluß der Besuche hinzustellen, die General Carmona in früheren Jahren anderen überseeischen Besitzungen Portugals abgestattet hat. Demgegenüber ist zunächst festzustellen, daß Reisen portugiesischer Staatsoberhäupter nach Teilen des Kolonialreiches durchaus nicht zu den Alltäglichkeiten gehören. Als General Carmona vor genau drei Jahxen, im Juli 1938, seine Fahrt nach den westafrikanischen Provinzen antrat, war dies überhaupt das erstemal, daß ein portugiesischer Staatschef sich zu einem Besuche des Imperiums entschloß. Damals wie heute hatte diese Reise einen ausgesprochen politischen Hintergrund: Es galt gegenüber böswillig in die Welt gesetzten Gerüchten, daß eine europäische Macht ihre Augen begehrlich auf den portugiesischen Kolonialbesitz gerichtet habe, die Zusammengehörigkeit des Mutterlandes und feiner überseeischen Besitzungen zu betonen. Der Besuch Carmonas in Westafrika wurde ebenso wie feine etwa ein Jahr später erfolgte Reise nach Portugiesisch-Ostafrika unter das Motto gestellt: „Aqui tambem e Portugal". Es ist daher gewiß kein Zufall, wenn dieses Schlagwort: „A u ch h i e r i st P o r t u g a 1!" heute, anläßlich des Besuches des Staatspräsidenten auf den Azoren wieder hervorgeholt wird. Gewiß, an sich ist dieser Besuch schon seit den Afrikareifen Carmonas geplant gewesen, ohne daß dafür aber ein bestimmter Zeitpunkt in Aussicht genommen worden wär. Menn ausgerechnet im gegenwärtigen, mit Spannungen geladenen Augenblick die Zivilgouverneure der drei Verwaltungsbezirke der Inselgruppe, also Staatsbeamte, sich im Flugzeug nach Lissabon begeben, um die Einladung der Jnsel- bevölkerung an den Staatschef zu erneuern, und wenn dann der Besuch schon auf wenige Wochen später anberaumt und von der portugiesischen Presse mit großem Stimmaufwand angekündigt wird, dann können nur ganz naive Gemüter annehmen, daß es sich bei all dem um ein rein zufälliges Zusammentreffen der Ereignisse handele. Im Gegenteil liegt hier eine bewußte und sogar sehr zielbewußte politische Demonstration, eine sehr energische Bekundung der unlösbaren Zugehörigkeit der Azoren zum portugiesischen Mutterlande vor, für die es übrigens in der neueren Geschichte Portugals einen Präzedenzfall gibt. Als im Jahre 1901 der König Don Carlos und die Königin Amelia in Begleitung des auf den Azoren geborenen Ministerpräsidenten Hintze und des Marineministers de Soufa über einen Monat lang auf der Inselgruppe weilten, um die Treuekundgebungen ihrer Bevölkerung entgegenzunehmen, ging es darum, gegenüber den Vereinigten Staaten, die damals schon die daß unsere. Flak zum Schuß kommt und von unseren Jägern ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft gefordert werden muß. Die wenigen Kampfflugzeuge, die unter den vielen Jäaern 'einfliegen, müssen sich in so großen Höhen halten, daß sie militärische Ziele nicht wirksam bekämpfen können. Nicht einmal eine Beunruhigung der Zivilbevölkerung wird erreicht. Es gibt hier keinen Alarm, die Arbeit geht weiter, jeder ist das Brummen in der Luft längst gewohnt, kaum daß sich einmal die Köpfe nach oben wenden, wenn em Luftkampf größeren Stils ausgefochten wird, so wie heute. Im übrigen geht jeder seinem gewohnten Tagwerk nach. Aber die angreifenden Engländer stürzen vom Himmel. 54 an einem Tag. An einem Tag, an dem nicht eine Bombe ihr Ziel traf, nicht der Schatten eines Erfolges erzielt werden konnte. Der Eindruck, den wir schon lange hatten, wurde heute, an diesem Tag an der Kanalküste, zur Gewißheit: die englische Luftwaffe verblutet an einer Offensive, die ihr nichts einbringt, nichts einbringen kann. Das Ritterkreuz für Gturzkampfflieger. Berlin, 24. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberleutnant E p p e n und Oberfeldwebel Wemg- Bhitiges Wort mit. Dann dröhnten die Abschüsse fy'erer Batterien über die Küste hin. Die leichten Sctterien hatten lange nichts zu tun und gaben ihm die Hoffnung auf, noch zum Schuß zu brimen. Was da zuweilen in rasender Fahrt dicht c die Steilküste brauste und sich dann in schwm- rregenöer Schnelligkeit hochschraubte, das waren 4 *re eigenen Jäger. Und doch war äußerste -^och- iirtteit geboten, die auch ihren Lohn erhielt. Es am späten Nachmittag, als plötzlich auch Die fielen Batterien in unserer Nähe zu feuern be- ?imen. Nur sekundenlang, dann stürzte eine bren- toDe Spitfire ins Meer. Sie war plötzlich unmittel- to vor der Batterie aufgetaucht und hatte sie i m 'iüf f lu g angegriffen. Aber die Kanoniere kten gelernt, nach stundenlangem, ermüdenden Werten dennoch blitzschnell zu handeln, wenn ihre >tmde gekommen ist. Aie Hauptlast Des Kampfes aber trugen Die väg e r. Wo der Feind nur immer auftauchte. Da Mxn sie zur Stelle. Die VerbänDe wurden zer- Jrngt, gejagt und zum Kampfe gestellt. Oberft- äliant Galland führte sie an. Abschuß aus vthuß wurde gemeldet, ruhmbedeckte Jagdflieger feen ihren Siegen neue hinzu, junge Flieger •fen sich die ersten Lorbeeren. '.fypät am Abend, als sich mit der Dunkelheit Ruhe Land und See breitete, überschauten wir das r-fsbnis des Tages. Zwölf feindliche Ein- M e großer Formattonen kristallisierten sich aus Fülle Der turbulenten Ereignisse heraus. 5 4 ' mdliche Flugzeuge waren im ganzen zur cke gebracht. Viele stürzten ins Meer, noch ehe ' :iie französische Küste erreichten. Wir haben Drei "Menge verloren. Seit Wochen trägt nun Die Wiche Luftwaffe diese Angriffe gegen Die fran- sjjche Küste vor. Sie erreichten Damit Vichts, als Island (dan.) Reykjavik Frederiksda! Lissabon' Annobon&p.) Limd Faroer (.dan.) Shelland# V? (brj S! Helena fbn Jamaika (br.) itlCARAGUA Madeira • (porU Kanarische J" J • (span.)*- porforicofVSt! o Pernambuco ^Guadeloupe (fr.) Martinique (fr.) • ■Barbados (br.) Nord- x V DÄNE# j k fax Boston Siew York ’ton Bermuda L (br)) » Trinidad (br.) W.d Voffls Ti EU.. 4/^ Neufundland Kapverdische ausahnen konnte. Aber die portugiesische Presie macht kein Geheimnis daraus, daß diese Freund- schaftsmissionen gerade erst durch die mittlerweile eingetretene internationale Entwicklung ihre wahre Bedeutung erhalten haben. Die Tragweite dieser Besuche, so schreibt das „Diorio d-es Lisboa", gehe wett über den Rahmen internationaler Höflichkeit hinaus, sie müßten als Demonstrationen reiner, gegenseitiger Freundschaft zwischen zwei Völkern gewertet werden, die die gleiche Sprache sprächen, deren Herzen im gleichen Takt schlügen, die in der Vergangenheit Hand in Hand gegangen seien und die auch Hand in Hand dem gleichen Schicksal entgegenschreiten wollten. Wie die gesamte „Hemisphären-Theorie" Roosevelts, so hat auch die darauf gegründete Anmaßung des Präsidenten, daß sich die Vereinigten Staaten der portugiesischen Inseln im Atlantischen Ozean, dieser „Vorpostenstellung der westlichen Hemisphäre", bemächtigen müßten, sobald sie nach nord- amerikanischer Auffassung von den Achsenmächten bedroht seien, in Lissabon entschiedenste Zurückweisung gefunden. Schon in der Erklärung der portugiesischen Regierung vom 9. Mai, in der Ministerpräsident Salazar sich gegen jede Verletzung der Souveränität Portugals verwahrte, und in der Note, die nach der berüchtigten „Kaminplauderei" Roosevelts Washington übermittelt wurde, wurde mit größtem Nachdruck darauf hingewiesen, daß die portugiesischen Inseln.„nicht Gegenstand einer Bedrohung durch einen krieafüh- renoen Staat oder eine dritte Macht" gewesen seien. Die Lissaboner Presse drückte sich noch deutlicher aus. Die Inselgruppen, so schrieb „A Voz", seien von einer deutschen Bedrohung so weit entfernt wie der Mond von einer Besetzung durch die Amerikaner und „O Seculo" erklärte rund heraus: „Die portugiesischen Inseln im Atlantischen Ozean können nur durch die Kanonen englischer und amerikanischer Geschwader bedroht werden." Den wahren Charakter des „neuen, gefährlichen Imperialismus^ der Vereinigten Staaten aber enthüllte „A Voz mit der schonungslosen Feststellung: „Die Mißachtung, mit der das Oberhaupt der amerikanischen „Demokratie" sich über die Souveränität der kleinen * Völker hinwegletzt, ist typisch amerikanisch und liegt ganz in der Linie des Verfahrens, das die Vereinigten Staaten gegenüber Kuba, Panama und den Philippinen angewandt haben." Island war damals von den amerikanischen Truppen noch nicht besetzt worden, sonst hätte das Blatt auch diese Insel mit aufzählen können. Aber das völkerrechtswidrige Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen Island hat die Portugiesen lediglich in der Ueberzeugung bestärkt, daß die plutokratischen und imperialistischen Demokratien, die angeblich für die Rechte der kleinen Länder kämpfen, jeder- zeit bereit sind, sich über diese Rechte hinweazu- setzen, wenn ihnen dies in ihre Rechnung vaßt. Das portugiesische Volk weiß, daß die Macht bei den Engländern und Amerikanern liegt, aber es ist dennoch entschlossen, sein Recht, seine Souveränität über die Inseln, die seit Jahrhunderten portugie- sischer Besitz sind, bis zum Aeußersten zu oertet- folgen. „Wer die portugiesischen Inseln haben will, muß sie erobern", stellt „A Voz" knapp und klar fest. Die Truppenentsendungen nach den Inselgruppen haben daher in der letzten Zeit foemon- strativen Charakter angenommen. Bisher dürften etwa 25 OOO bis 30 000 Mann aller Waffenaat- tungen nach den Azoren und Kapverdischen Inseln geschickt worden sein. Weitere Transporte werden folgen. Die Befestigungsanlagen auf den Inseln sind in Verteidigungszustand versetzt worden. Zweifellos wird General Carmona während seines Aufenthaltes auf den Azoren sich durch persönlichen Augenschein von der Wirksamkeit der ergriffenen Abwehrmaßnahmen überzeugen. Falls man sich — und Auslassungen nordameri- konischer Blätter lassen darauf schließen — in Washington etwa in der Hoffnung wiegen sollte, daß sich die portugiesische Regierung zu einem „Schutzvertrage" — nach dem Muster des isländischen Besetzungsabkommens — oder gar zu einem „Hilferuf" an die Amerikaner ober Engländer bereitfinden werde, so kann man dort diese Spekulation ruhig begraben. In Portugal regiert kein Jonosson, sondern Dr. Oliveira Salazar, dessen höchster Ehrgeiz es immer gewesen ist, seine Begriffe von persönlicher Anständigkeit und Ehre auch in der Politik durchzusetzen. Die Portugiesen werden kämpfen, sie werden in diesem Kampfe vielleicht unterliegen und dadurch vor aller Welt und vor der Nachwelt erneut die Parole bekräftigen, unter der General Carmonas Reise vor sich geht: „Aqui tambem e Portugal!" — „Auch hier ist Portugal!" Von Portugal nach Portugal. Carmonas Reise nach den Azoren. Lissabon, 24. Juli. (Europapreß.) Der por- tugiesische Staatspräsident General Carmona bat, wie schon gemeldet, am Mittwochabend an Bord des Dampfers „Carvalho Araujo" feine einmonatige Reife nach den Azoren angetreten, durch die Portugal feine Souveränitätsrechte auf die atlantischen Inselgruppen und die Zusammengehörigkeit der Inseln und des Mutterlandes vor aller Welt bekräftigen will. Vor feiner Abreise gab der Staatschef eine Erklärung ab, in der er betonte, daß er nur „von Portugal nach Portugal" reife. Er fei sicher, daß er in den atlantischen Gebieten Portugals die gleiche starke, entschlossene und feste Vaterlandsliebe finden werde wie im Mutterland und im ganzen portugiesischen Reich. Die Presse widmet dem Präsidenten anläßlich dieser „Souveränitätsreise" — diese Bezeichnung wurde von dem portugiesischen Innenminister geprägt — herz- ‘ liche Begleitworte und unterstreicht erneut, daß es sich um eine Kundgebung der „nationalen, unzerstörbaren und dauernden Solidarität" handele. Island unter angelsächsischem Terror. Minderheit im eigenen Lande. Kopenhagen, 24. Juli. (Europapreß.) Zur Sammlung aller in Skandinavien lebenden Isländer zum Kampf für die Befreiung des Vaterlandes von der Fremdherrschaft rufen im „Faedrelandet" zwei aus Island entflohene Anhänger der dortigen nationalsozialistischen Bewegung auf. Nach dem Bericht der beiden Isländer wurde unmittelbar nach foerAnkunftderenglifchenBefatzungs- truppen auf Island eine „schamlose Verfolgung der Partei und ihrer Mitglieder" eingeleitet, die fraglos inzwischen zu einem Verbot und der Auflösung der Partei geführt haben dürste. Einer wurde nach den Orkney-Inseln verschleppt und interniert. Doch gelang es ihm, auf einem dänischen Dampfer von den Inseln zu entkommen. „Wir haben unser Vaterland verloren", so erklärte er, „benn die englisch-norbamerikanische Invasion macht die isländische Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land und muß katastrophale Auswirkungen für Sprache und Zukunft unseres Volkes mit sich führen. Darum kämpfen mir für ein freies Island und feine Zugehörigkeit zum Norden und den germanischen Völkern des Kontinents. Wenngleich heute die Brüder in der Heimt von einer aktiven Beteiliguna am Kampf für Islands Freiheit abaefchnitten find, so ist der Sieg doch gewiß", erklärten die beiden Isländer im „Faedrelandet"; Island müsse wieder befreit werden und einen würdigen Platz bei der kommenden Neuordnung Europas erringen. Nordamerikanische „Humanität". Die römische Presse zum Kaufmann-Plan. Rom, 24. Juli. (Europapreß.) Der Vorschlag des Juden Kaufmann, die Vernichtung des deutschen Volkes durch Sterilisierung der Männer und Frauen nach dem Siege der Plutokraten durchzuführen, wird von der römischen Presse als Beweis dafür ange- prangert, zu welch furchtbaren Ergebnlsien die Menschheit unter der Herrschaft der Juden und der Angelsachsen gelangen würde. Die nordamerikanische „Humanität" habe den Elektrischen Stuhl, die Gaskammer, das Verhör dritten Grades und andere „Köstlichkeiten" erfunden, und dies alles, um den Tod von Verbrechern „schmerzlos" zu machen. Diese „menschenfreundlichen" Betätigungen seien aber bisher nur gegenüber dem einen ober anderen Gangster angewandt worden, der es nicht verstanden habe, sich die Polizei wohlgesinnt zu machen. Nun werde aber diese Art der „nordamerikanischen Menschlichkeit" von den jüdischen Beratern Roosevelts sogar gegenüber einem ganzen Volke empfohlen. An diesem Vorschlag könne man aber abschätzen, was in einer Welt geschehen würde, in der Juden, Engländer, Nordamerikaner und Bolschewisten die Oberhand hätten. „Messaggero" meint, in jedem Ordnungsstaat würde ein gefährlicher Narr vom Kaliber des Juden Kaufmann von Staats wegen u n f ch ä d- l i ch gemacht. In USA. aber werde das Werk dieses Geistesgestörten unter staatlicher Förderung in Millionen von Exemplaren zur Schürung des Haffes gegenüber dem deutschen Volk verbreitet. portugiesische Truppen für die Azoren. Ministerpräsident und Kriegsminister Fr. Oliveiro Salazar nirtunt die Parade neu abruckender Truppen ab. — (Atlantic-M.) vS; •W1 -. i mA 1 1 jpp : HX« ' vT - - Der italienische Lust- und Seesieg im Mielmeer. Oer italienische Bericht. Rom, 24. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Am gestrigen Tage war das mittlere Mitte l m e er der Schauplatz einer heftigen See- und Luftschlacht, die für unsere tapferen Mannschaften siegreich endete. Bereits vom Morgengrauen an und den ganzen Tag über hatte die Lufterkundung die Bewegungen eines beträchtlichen feindlichen, von Schlachtschiffen, Kreuzern, Torpedobooten und Flugzeugträgern gesicherten Geleitzuges beobachtet und gemeldet, Der sich in West-Ost-Richtung bewegte. Der feindliche Schiffsverband wurde wiederholt von unseren Luftstreitkräften angegriffen, die ungeachtet der hef- tigen Luftabwehr und der zahlreichen Jäger dem Feind schwere Verluste zufügte. Es wurden versenkt: Ein Dampfer von 15 000 BRT. und ein Dampfer von 10 000 BRT., der mit Munition beladen war und in die Luft flog. Torpediert wurden: Ein Kreuzer von 10000 Tonnen vom Typ „Southampton" und ein Kreuzer von 8000 Tonnen. Bombardiert und getroffen wurden: Ein Schlachtschiff, ein Kreuzer, ein Torpedobootszerstörer, ein Dampfer großer Tonnage und ein nicht näher bezeichnetes Schiff. In verschiedenen Luftkämpfen wurden sieben feindliche Flugzeuge abgeschossen. Drei der unseren kehrten nicht zu ihren Stützpunkten zurück. Viele unserer Besatzungen kamen mit Verwundungen zurück. Bei kühnen Angriffen der Torpedoflugzeuge haben sich besonders die Mannschaften der Flugzeuge unter dem Kommando des Hauptmanns M a g a g n o l i und der Leutnante C i p r i a n i und Robene ausgezeichnet. Anschließend in der Nacht haben leichte Einheiten unserer Marine in kühnem Angriffsgeist die britischen Schiffe angegriffen. Ein Schnellboot unter dem Befehl des Fregattenkapitäns Forza hat ein großes, nicht näher bezeichnetes Schiff versenkt, während ein anderes Schnellboot unter dem Kommando von Kapitänleutnant P a s c o l i n i einen Torpedobootszerstörer versenkte. Allen unseren Einheiten gelang es, sich aus dem Gefecht loszulösen und mit nur ganz leichten Schäden zu ihren Stützpunkten zurückzukehren. Die Rettung der Schiffbrüchigen der versenkten feindlichen Schiffe ist im Gange. In der Nacht zum 23. Juli hatte eines unserer U-Boote mit Torpedos ein Schiff von großer Tonnage des gleichen Verbandes torpediert. Am 22. Juli haben feindliche Flugzeuge einen unserer Dampfer versenkt. Die gesamte Besatzung ist gerettet. Viele von ihnen sind verwundet. In Nordafrika sowohl an der Front von Tobruk wie von So Hum fein Ereignis von Bedeutung. Die Luftwaffe der Achse hat die Anlagen von Tobruk sowie Ansammlungen englischer Kraftfahrzeuge in der Umgebung von Bir Habata bombardiert. In O st a f r i f a haben feindliche Abteilungen gegen unsere vorgeschobene Stellung im Gebiet von Gondar einen Uederrumpelungsversuch unternommen. Sie wurden durch unser sofortiges Eingreifen in die Flucht geschlagen. Am gestrigen Nachmittag haben feindliche Flugzeuge einen Einflug auf Travani unternommen. Die sofort in Tätigkeit tretende Bodenabwehr hat einen Bomber vom Typ Blenheim abgeschofsen. Ein Ueberlebender der Besatzung wurde gefangengenommen. „Ein Tag des Ruhmes." Rom, 24. Juli. (Europapreß.) „Gestern war ein Tag des Ruhmes für unsere Marine und Luftwaffe", so schreibt „Giornale d'Jtalia" zu dem großen Erfolg der italienischen Luft- und Seestreitkräfte. Drei Punkte müssen dabei hervorgehoben werden. Als erster: Wieder einmal ist der Beweis erbracht, daß im mittleren Mittelmeer Italien mit seinen Schiffen und Flugzeugen den Weg vom Atlantik nach dem Suez-Kanal beherrscht. Ferner haben Italiens Seeleute und Flieger aufs Neue ihren Mut und die Beherrschung ihrer Waffen bewiesen. Damit trägt Italien weiter seinen Teil an diesem Kampf bei. Endlich beweist der Erfolg die Güte der Zusammenarbeit zwischen Flotte und Luftwaffe. Dies ehrt in gleichem Maße die oberste Führung wie jeden ein- zelnen Mann." Italiens Reaktion auf den englischen Vorstoß, so schreibt „Tribuna", sei blitzschnell Erfolgt und von größtem Angriffsgeist beseelt gewesen. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, daß die bisher nur mit Vorsicht eingeschätzten englischen Verluste sich in Wirklichkeit als noch größer Herausstellen. Unter Bewachung der GPU. Wie die reichsdeutsche Kolonie aus Moskau abtransportiert wurde. Wien, 25. Juli. (DNB. Funkspruch.) Gesandtschaftsrat Starke von der Presseabteilung der deutschen Botschaft in Moskau, der mit der reichsdeutschen Kolonie aus Moskau am Mittwochabend in Wien eintraf, gab dem Wiener DNÄ.-Vertreter eine Schilderung der Ereignisse bei Kriegsausbruch in der sowjetischen Hauptstadt. Die Tatsache der Kriegserklärung wurde der Moskauer Bevölkerung erst in den Mittagsstunaen des Sonntags bekanntgegeben. Man hatte oen Eindruck, daß die Bevölkerung den Dingen fast teil- n a h m l o s gegenüberftanb. Die Mitglieder der deutschen Botschaft und das gesamte Personal wurden zunächst unter brutaler Mißachtung politisch- diplomatischer Gevflogenheiten in ihren Häusern interniert und unter ft arte Bewachung der GPU. gestellt. Am 24. Juni abends wurden die Reichsdeutschen schließlich in ein mit Stacheldraht umgeoenes und mit Maschinengewehrständen versehenes bolschewistisches Arbeitslager in Kustrowo übergeführt. Nach Tagen der Ungewißheit erfuhren die Reichsdeutschen endlich, daß sie zur sowjetisch- armenisch-turkischen Grenze abtransportiert werden sollten. Während die aus Ber, lin nach der Sowjetunion heimkehrenden Sowjet- Bürger mit einem von der Reichsregieruna zur Verfügung gestellten Sonderzuge fuhren, alle erdenklichen Bequemlichkeiten genossen, und auch auf Kosten ber Reichsregierung verpflegt wurden, mußten die Reichsdeutschen aus der UdSSR, unter den widrigsten Begleiterscheinungen mit einem primitiv zusammengestellten Zug ber Holzklasse fürlieb nehmen. Sie durften den Zug nur selten verlassen. Ihre Lebensmittel mußten sie selbst kaufen. Die Verpflegung war völlig u n z u - reichend. Die sanitären Verhältnisse ließen stark zu wünschen übrig, so daß mehrfach Krankheiten auftraten. Am 6. Juli erreichten die Reichsdeutschen L e n i n t a r an der sowjetisch-armenisch-türkischen Grenze. An die Reise durch die Osttürkei nach Ankara denken die Reichsdeutschen wohl noch lange und gerne zurück. Die türkische Regierung hat alles auf. geboten, um die Deutschen mit Autobuskolonnen über das armenische Hochgebirge in das Innere des Landes zu bringen. Von der Bevölkerung wurde die deutsche Kolonie aus Moskau überall herzlich Faia Morgana aus USA. Bon unserer Berliner Schriftleitung. Die Machthaber in USA. und in England müssen der Welt gegenüber das dringende Bedürfnis füh» len, ihr durch die bolschewistische Partnerschaft stark belastetes Gewissen reinzuwaschen. Sie können es natürlich nur dadurch, daß sie Versprechungen machen, sich nach dem Kriege zu bessern, daß sie gewillt sind, sozusagen eine Welt aufzubauen, in der eitel Friede, Freundschaft und natürlich — ihre Geldsackinteressen herrschen. Für Amerikr wurde von Roosevelt der Unterftaatsfefretär Sunt, n e r Welles vorgeschickt, um der Weltöffentlich« kett Sand in die Augen zu streuen, sie von den schamlosen Uebergriffen Roosevelts in Jbero-Ame. rifa, von den katastrophalen Niederlagen der Sowjets und ber nach wie vor außerordentlich pre. kören Lage Englands abzulenken. Sumner Welle, hielt eine echt amerikanische Rede. Mit einer Impertinenz, die nicht nur uns auf die Nerven fällt, setzt er voraus, daß alle Länder der Erde nur darauf warten, daß Amerika endlich seine Mission der Weltverbesseruna und der Verbreitung einer allgemeinen Glückseugkeit antritt. Sumner Welle; fordert für ine Zett nach dem Kriege eine wirklich Abrüstung, damit ,Fie Welt im Frieden leben könne" und zum andern fordert er „bas natürlich Recht aller Völker auf wirtschaftliche Gleich b e r e ch t i g u n g". Mit einer Unverfrorenheit, die nicht mehr übertroffen werden kann, fuhr Welle, fort: „Solange ein Volk ober eine Regierung ei« Monopol über natürliche Hilfscmellen und Rohmaterialien innehat, die alle Völker benötigen, kann es keine Gerechtigkeit unb keinen ^rieben geben." Seit bem Jahre 1933 hat der Führer nicht einmal, sondern fünfmal ausführliche Angebote gemacht, die Rüstungen der europäischen Länder zu begrenzen, gewisse Waffen ganz abzufchaffen unt die Anwendung anderer streng zu reglementieren. Der Führer hat weiter immer wieder darauf hin- gewiesen, daß es nicht anginge, daß ein Volk fast alle Güter ber Erde beherrscht ober kontrolliert, während die anderen vor der Tür stehen und höflich bitten müssen, von den Rohstoffen ber Welt auch ihren Teil abzubekommen. Aber noch etwas: Sumner Welles kritisierte auch den Völkerbund, der versagt habe, weil ihn gewisse Mächte dazu benutzt hätten, ihre eigenen politischen und wirtschaftlichen Ziele burchzusetzen. Würde bas ber Vertreter einer Großmacht erklärt haben, deren Neutralität über jeden Zweifel erhaben ist, könnte man diesen Worten einiges Ge- willkommen geheißen, in Ankara ebenso wie später 1 in Istanbul, wo vor allem die reichsbeutsche Kolonie zum Empfang erschienen war. In Istanbul gönnten sich die Reiseteilnehmer eine mehrtägige Erholungspause, die sie. auf dem dort liegenden, i erst kürzlich in Dänemark erbauten rumänischen j Dampfer „Befsarabia" verbrachten. In Istanbul j verließ auch ber deutsche Botschafter in Moskau, I Graf von der Schulenburg, die Reichsdeutsche Kolonie, um mit dem Flugzeug nach Berlin zurückzukehren. Der rumänische Gesanote in Moskau und frühere Außenminister Gafencu stieg in Sofia aus, um sich nach Bukarest zu bt« I geben. Interessant ist, daß mit dem Sonberzug auch eine Gruppe Reichsdeutscher fuhr, die mit dem Sibi- < rien-Expreß aus den Vereinigten Staa- t e n nach Europa kam. lieber die Verhältnisse in Moskau selbst erklärte | Gesandtschaftsrat Starke, daß der Sowjetarbeiter auch heute noch zumeist von Kohl, Kohlsuppe unb Schwarzbrot lebe. Kleidungsstücke unb Schuhwerk verschlängen viel Geld, da ein Paar Schuhe 300 Rubel kosteten, was dem Monatseinkommen eines Bauarbeiters entspreche. Die Versorgungslage Mos. (aus dürfte sich inzwischen stark verschlechtert haben. Schon während des finnisch-sowjetischen Winterkrieges machte sich in Moskau, wie auch in den Provinzen ein starker Brotmangel bemerkbar, ber in noch ausgeprägterem Maße auf dem flachen Lande zu verspüren war. Oer ehemalige Berliner Sowjet- botschaffer verschwunden. Rom, 25.Juli. (Eurovapreß.) Der ehemalig Sowjetbotschafter in Berlin, Dekanosow, i]t, J pie der „Tribuna" aus Ankara gemeldet wird, zwar im Sonderflugzeug von Ankara nach Moskau a b-> ! geflogen, seitdem aber in der Sowjethauptftadt i nach seiner ersten Unterredung mit Stalin n i cht mehr gesehen worden. In diplomatischen Kreisen nimmt man an, daß Dekanosow von der GPU. auf Befehl Stalins verhaftet worden fei. Amerikanische Pressevertreter, die den Versuch gemacht j hatten, den ehemaligen Berliner Sowjetbotschafter | zu befragen, sind davon unterrichtet worden, daß Dekanosow augenblicklich nicht in der Lags sei, sie zu empfangen. GowjetischerTruppenauSbildungSplatz überraschend genommen. Berlin, 24.3uli. (LNB.) Eine deutsch- Aus- ] flärungsabteilung stieß am 23. Juli durch ein von Bolschewisten besetztes Waldgebiet in Richtung Leningrad vor unb brachte einen sowjetische» I Truppenausbildungsplatz mit Kasernen- | anlagen, Waffen und Fahrzeugkolonnen in deutsche Hand. Nach harten Kämpfen hatten deutsche Panzerspähwagen und Kradschützen die bolschewistische | Sicherung durchbrochen, drangen gegen den Uebungs- platz vor, auf dem gerade Rekruten Gefechtsdienst | hatten. Das überraschende Erscheinen der schnellen f deutschen Einheiten rief bei den Bolschewisten so große Bestürzung hervor, daß die Rekruten kopflos I in die deutschen Geschoßgarben hineinliefen. Wie l sich auf Grund von Oefangenenausfagen heraus- stellte, waren hier 15 - bis 16jährige Jungkommunisten aus Leningrad vor einigen lagen . zusammengezogen worden, um in aller Eile für । den Frontdienst ausgebildet zu werden. Oer Vorstoß der Ungarn. Budapest, 24. Juli. (Europapreß.) Der Chef | des Honvedaeneralstabes gibt am Donnerstag bekannt: „Unsere Truppen stießen in den letzten Tagen unter ständigen Nachhutkämpfen mehrere | Hu nbert Kilometer o ft m ä r t s vor. Schwere k Kämpfe wurden mit dem Feind ausgefochten, dec I am Bug Nachhut st eUungen bezogen hatte und sich zäh verteidigte. Im Verlaufe dec Kämpfe machten wir viele Gefangene. Der Verlust > des Feindes an Toten unb Verwunbeten ist noch • größer als bie Zahl ber Gefangenen. Wir haben 12 gebrauchsfertige Geschütze, einen Kampfwagen und eine noch nicht zu übersehene Zahl von Maschinengewehren erbeutet, unsere Verluste waren gering- Der persönliche Mut einzelner Unterführer hat besonders wertvolle Erfolge gezeitigt." Pak sichert den Vormarsch Lieber dem brennenden Moskau Met Oer Kreml zu Moskau üplltt .10 20 sch eG foul _5C -39 _30 H (; 8lj it 6 'er»! iiä Hern e ar il h ifleni *7 ertlo: el 9 11 jur zu Diefem Zweck behandeln sie den gesamten Aeroamerikanischen Kontinent heute bereits wie eine ruszubeutende Kolonie und suchen sich die Stütz- Mkte nach eigenem Ermessen aus, gleichviel ob k in der westlichen oder östlichen Hemisphäre legten." Oberst MölderS vom Führer empfangen DRV. Aus dem Aührerhauptquarller, 24.3ull Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing heule in Gegenwart des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, den erfolgreichsten deutschen Jagdflieger, Oberst TNölders, und überreichte ihm das ihm nach feinem 101. Abschuh verliehene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Die angelsächfische Bedrohung Franzofisch-Lndochinas. ■J: lüty'l Teeko-Frvchttee in der Pockung oder im hygienisch ver packten Aufgußbcutel ist ein ausgezeichnetes Austauschgetränk für den bekannten „Teekanne"-Tee. Er schmeckt an kalten Tagen heiß, im Sommer kühl gestellt am besten. Man überbrüht ihn einfach mit kochendem,Wasser; dann verdünnt man ihn nach Belieben mit kaltem Wasser und gibt Zucker und etwas Zitronensaft daran. Auch Kindertrinken ihn sehr gern. Teeka-Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeutel sowie Meta-Fixminze, der aromatische Pfefferminztee im Aufguß- beutel, sind überall zu habeni helli ein vc' htui'i jetW beufl* Gut getarnt sichert deutsche Pak den Uebergang unserer Truppen über einen^Flutz, über dessen jenseitigem Ufer schwere Rauchwolken aus einer von den Bolschewisten m Brand gesetzten Stadt aufsteigen. — (PK.-Trautvetter-Scherl-M.) nischi- toski Relfy ) 1' die ■ enc. zubt igouc i B )tQC' xn&i rbeiln pe uit uhrar1 heK i ein« -M hak in h" ar, dr sich sprechungen zu brechen. Proteste gegen die Schwarzen Listen w 'Ui ti Ifl" d n r ä M isieil 'N. ® hrk^ iltl1' 'N- Hu. s Ah;s 3» All Ale des Weltjudentums verfolgen, die sich völlig -entisch mit der britischen Plutokratie erklärt loben und im übriaen keinen Zweifel darüber Assen, daß sie selbst Danach trachten, die Welt zu ^herrschen und alle Rohstoffbasen in ihren Besitz .^ bringen. Nur aus diesem Grunde schielen sie ja Aaehrlich über den Pazifik nach China und Indien, Oie Hoffnung auf schlechtes Wetter. Der neue englische General ist gefunden: es ist der General Wolkenbruch. Es ist richtig, daß am Südflügel, also in Bessarabien und Po. doli en seit vierzehn Tagen heftige Regenfälle niedergegangen sind, die den Vormarsch der deut« chen Truppen erschweren. Aber sie bleiben den Sow- ettruppen des hier kommandierenden Marschalls Budjenny hart auf den Fersen, sintemalen auch die Wolkenbrüche die Eigenschaft haben, über Gerechte und Ungerechte niederzugehen. Dieselbe Hemmung, die den in rastloser Verfolgung — so sagte.der Wehrmachtbericht vom 23. Juli — befindlichen deutschen Truppen auferlegt ist, trifft auch den weichenden Feind. Nur wenige Brücken führen über den Dnjepr unterhalb Kiew; das Westufer des Dnjeprs ist wesentlich höher als das Ostufer, das die Sowjettruppen erst gewinnen müssen; und end. lich dürfte der an sich hier schon recht breite Dnjepr Hochwasser führen, was den durcheinandergeschüttel. Buenos Aires, 24. Juli. (Europavreß.) Die Proteste argentinischer Wirtschafts, kreise gegen die Schwarzen Listen der Vereinig, ten Staaten mehrten sich. Führende argentinische Handelshäuser wandten sich direkt an das Außenministerium. Die Verkündung der Schwarzen Listen durch die Washingtoner Regierung wird als ein Manöver betrachtet, um die argentinische Konkurrenz im Zusammenhang mit der bevorstehenden Unterzeichnung eines neuen Handelsvertrages zwischen Argentinien und den Bereinigten Staaten möglichst a u s z u s ch a l t e n. Man hofft, daß die argentinische Regierung die Schwarzen Listen ebenso nachdrücklich zurückweisen wird wie ten Sowjettruppen nach ihrer schweren Material« einbuße einigermaßen die Rettung erschweren wird. Der englische Optimismus für die Sowjets verdeckt nur schlecht die eigene Angst. Liddell Hart, der als Militärschciftsteller einen Ruf hat, hebt — ganz im Sinn unserer Darlegungen — hervor, daß die Sowjets in letzter Zeit mit sehr viel Verbindungs- schwierigkeiten zu tun gehabt hätten. Und große Massen in weiten Räumen zu bewegen, sei an sich ungemein schwierig. Das gelte besonders, wenn man an den schnellen Bewegungskampf der Deutschen denke. Der wesentliche Unterschied aber sei, daß die Deutschen technisch und organisato- risch iyrem Gegner weit überlegen seien. Sie verständen, wie in früheren Feldzügen, auch diesmal ihre Nachschublinien gegen die Bolsche- wisten trotz allen „Partisankrieges" offenzuhalten. Dagegen sei ein beruhigendes Moment, daß „die sowjetische Luftwaffe und die sowjetischen Panzer noch immer in Tätigkeit seien". Das ist der Trost Liddell Harts. Er wird ausreichen ... bis zur nach, sten deutschen Veröffentlichung der Sowjetverluste an Panzern und Flugzeugen. Deutschland Führer und Volk trennen zu wollen. Das haben schon Chamberlain und Churchill vergeblich versucht. Deutschlands Einiakeit ist weder durch feindliche Waffen noch durch scheinheilige Der- von Schmuck und Kostbarkeiten, die längst in alle Winde zerstreut sind. Die „Rote Treppe" wurde übrigens nicht von den Bolschewisten so genannt, sie hieß schon früher so, vielleicht von dem Kupfer- dach, das einst die Treppe deckte, vielleicht auch nach dem vielen Blut, das ihre Stufen gerötet hat? Denn auch me Geschichte des Zarentums ist eine Geschichte voller Grausamkeiten und Willkür. Am Kopf dieser Treppe empfing Iwan der Schreckliche den Boten des zu den Polen geflüchteten Fürsten Kurbskij. Er stieß ihm seinen scharfen Eisenstab durch den Fuß und hörte dann, auf den Stab ge- stützt, die Vorlesung der Botschaft an! Gegenüber der Mariä.Himmelfahrtskathedrale, ihr in der Form ähnlich und nur wenig jünger, erhebt sich die Kathedrale des Erzengels Michael, die Grabkirche der Zaren bis zu Peter dem Großen, zwischen ihr und dem Großen Palast, auf dem höchsten Punkt des Kreml, die K a t h e d r a l e Mariä Verkündigung aus dem 15. Jahr- hundert, die einstige Tauf- und Trauungskirche der Zaren. Im ganzen umschließt der Kreml etwa em Dutzend großer Kirchen und eine ganze Reche Kapellen, unter den ersten die Alexiuskirche des 1365 vom Metropoliten Alexius gegründeten Tschudow- Klosters, einst der Sitz des Metropoliten von Mos- kau. Nicht weit davon hängt zu Füßen des fünf Stockwerk hohen und mit über 30 Glocken gefchmück- ten Turmes Iwan Welikij die „Zarenglocke , die größte der Welt, 8 Meter hoch, mit einem Um- fang von 20 Meter, so daß 200 Menschen in ihr stehen können, über 4000 Zentner schwer. Sie wurde nur zu den feierlichsten Anlässen in Bewegung ge- etzt und verkündete einst dem russischen Volke, wenn ein neuer Zar den Thron bestiegen hatte. Längst liegen die Kirchen verödet, sind die Glocken des Kreml verstummt. Aber auch die größeren und kleineren, älteren und neueren Paläste, die Schatz- kammer, die berühmten historischen Kanonen an der Nordfront der Kaserne, alles, was früher besichtigt werden konnte und dem russischen Volke teuer war, ist jetzt schon lange versperrt. Dqn den fünf Toren, die in den Kreml führen, sind zwei geschlossen, von den drei übrigen eines Stalin allem vorbehalten, und auch durch die beiden anderen kommt niemand ohne strenge Kontrolle hinein oder hinaus. In dem allen majestätischen schneeweißen Genchtsgebaude haben früher fast alle Sowjetgrößen gewöhn aber eit einigen Jahren wurde für sie außerhcüb des Kreml jenseits der Moskwa ein neues Warmhaus in plumpem modernen Stil errichtet, während das (3«id)tsgebäube nur den R-g'erunzsburos oorbe. halten blieb. Nur Stalin allein hauste dort in un. heimlicher Einsamkeit zwischen den Büros, Kas-rnen, . Parteischulen und -klub-, oerodeteki Palästen, . leeren Kirchen oder Museen, m die sie umgewandelt : wurden. Das russische Volk hat sem altes stolzes , Sprichwort: „lieber Moskau geht mir der Kreml, , über den Kreml nur der fummel , schon lange ver- l Fluß. Im Weiterflug ließen wir unsere schweren Kaliber auf einen der wichtigen Kopfbahnhöse Moskaus fallen. Im Reihenwurf streuten wir die Abstellgleise, auf denen mehrere lange Eisenbahnzüge standen, mit Bomben ab. Wir beobachteten, wie Lokomotiven und Wag. gons von den Detonationen zur Seite geschleudert wurden und sich über die vielen Schienenstränge Tokio, 24. Juli. (DNB.) „Die brllische Fernostpolitik verschärft sich", so erklärt „Yomiuri Schirn- bun" unter Hinweis auf die Entsendung Duff Coopers nach Fernost. Die Vorgänge in Syrien hätten der de-Gaulle-Gruppe in Französisch- Jndochina Auftrieb gegeben, es sei anzünehmen, daß sie sich nunmehr offen gegen Sapan stellen werde. Die Zeit sei gekommen, daß Japan entschlossene Gegenmaßnahmen ergreife, um diese gefährliche Entwicklung zu verhindern. Japan könne unmöglich mit gefalteten Händen zuschauen, daß England sich der de-Gaulle-Gruppe in Fran- zösisch-Jndochina bediene, um vollendete Tatsachen zu schaffen. — „Tokio Nitschi Nitschi" berichtet aus Hongkong, daß England sich mit Tschungking und der de-Gaulle-Gruppe über em geheimes Militärabkommen verständigt hatte, um Französtsch-Jndochina zu besetzen. „Mandschuria Daily News" schreibt, das Einbeziehen von Grönland in die westliche Hemisphäre, der wertvolle Erwerb der britischen Inseln von Kanada bis Trinidad, der kürzliche Raub von Island, eines freien unabhängigen Landes in Europa, seien das Resultat der letzten Rooseveltschen Operationen. Diese aggressive Ausweitungspolitik sei unter heuchlerischer Mißachtung aller amerikani- schep Prinzipien verfolgt worden. Im Fernen Osten ei die Politik der Ausweitung spezifisch gegen Japan gerichtet. Roosevelt und seine Leute woll- ten Japan erdrosseln und eine Wirtschaftsdik- tatur über die ostasiatischen Nationen zu ihren Gunsten errichten. Die nordamerikanische Hilselei- ftunq für Tschungking trage den Charakter einer militärischen Unterstützung, um die chinesischen Menschenmassen für Die Ausweitungspolitik Der Vereinigten Staaten im Fernen Osten auszuwerten. Die USA. suchten zusammen mit Großbritannien eine Einkreisung Japans zu erzielen, um Japan in seine territorialen Gewässer zurückzuweisen. Japan müsse sich daher darauf vorbereiten, diese gemeinsamen Aktionen zwischen den Vereinigten Staaten, England und der Sowjetunion, die den norbameri. ramschen Einkreisungsplan vervollständige, wirksam zu bekämpfen. Oas pariser Echo. Paris, 24. Juli. (DNB.) Die Meldungen aus dem Fernen Osten über die Bedrohung von Jndo- china durch England und Tschungking bestimmen das Bild Der Pariser Tageszeitungen. Die Situation kompliziert sich im Fernen Osten, schreibt Der „Petit Puristen". England und Tschungking bereiten eine Besetzung Der französischen Kolonie vor. Wenn die legen. Dieses Weltverbesserungsprogramm aber auch yodj mit 14 Punkten Wilsons in Zufam- «entrang Sst bringen und zu behaupten, daß, wie linst Die Thesen Wilsons, auch die Ausführungen Sumner Welles geeignet feien, im deutschen Volke Zriedenshqftnungen au erwecken, ist von einer Lächerlichkeit, die tödlich wirkt. Das deutsche Volk 11 tnnff öm britische Bedrohuna sich präzisiere, werde die fron- zösische Kolonie schwere Stunden erleben Das „Oeuvre", stellt heraus, daß England und die Gaullisten zusammen mit Tschungking eine Invasion der französischen Kolonie Indochina und seine Teilung vorbereiteten. Der „Matin" stellt fest, daß Japan die Engländer überwache. Ihre Absichten auf Jndochina würden schwere Konsequenzen haben. „La France au Travail" schreibt: Engländer, Chinesen und Gaulliften schicken sich an, in Indochina einzufallen. Aber Japan verfolgt aufmerksam die Entwicklung der Ereignisse. Wavell geht nach Moskau. Schanghai, 24. Juli. (DNB.) Wie die Zei- tung „Sin Wan Pao" aus englischen Kreisen erfährt, soll der kürzlich zum Oberbefehlshaber^ in Indien ernannte General Wavell in Kürze nach Moskau abreifen. Er solle angesichts des deutschen Vormarsches in der Sowjetunion, durch Den sich England in Indien bedroht fühle, mit den militärischen Führern Der Sowjetunion über eine militärische Zusammenarbeit zwecks Aufrichtung einer gemeinsamen Abwehrfront Verhandlungen aufnehmen. Kleine politische Rachrichten. In dem seit dem 16. Juli fest in deutscher Hand befindlichen Smolensk, das von den Bolschewisten an zahlreichen Stellen in Brand gesteckt wurde, ist jetzt Ordnung eingekehrt. Die Brände wurden durch rückwärtige deutsche Verbände gelöscht. Die Aufräumunas- und Säuberungsarbeiten in allen Stadtvierteln schreiten gut voran. * Die „New York Times" fordert die Besehuna der englischen Kolonie Sierra Leone in Westafnka durch die USA. Sierra Leone liegt zwischen Französisch- Guinea und Liberia, ist 80 000 qkm groß und hat eine Bevölkerung von VA Millionen Menschen. * Die Regierung der USA. hat zwei weitere ita- lienische Schiffe beschlagnahmt. Es handeU sich um den 5074 BRT. großen in Genua beheimateten Dampfer „San Giuseppe" und Den Dampfer „Vit- torino , die beide im Hasen von Norfolk (Virginia) vor Anker lagen. Einen neuen Grenzzwischenfall zwischen peruani- scheu und ecuadorianischen Grenzposten gab die peruanische Regierung bekannt. Danach haben ecuadorianische Soldaten, die am rechten Ufer des Der Kreml, jetzt das Zentrum Der bolschewistischen i । Schreckensherrschaft, der nun zum erstenmal von 3er deutschen Luftwaffe getroffen wurde, ist nicht, i ®ie sich vielleicht manche vorstellen, eine Burg, iondern ein Stadtteil, Der älteste befestigte Eeil Moskaus, ein unregelmäßiges Fünfeck, das »on einer 2 Kilometer langen, etwa 20 Meter 3hen, zinnen- und turmgefrönten Mauer umgeben i|t und in [einem Innern Kirchen, Klöster, Paläste, Safernen, Arsenale und Verwaltungsgebäude um- chließt. Auf einer Anhöhe an der Moskwa gelegen, beherrscht der Kreml das ganze Stadtbild, mnb wer vom änderen Ufer des Stromes, etwa vom Fofienkai ober von der Morawetzkij-Brücke zu ihm !)inauffd)aut, umfaßt mit seinem Blick Die ganze steingewordene Geschichte Rußlands seit den Anfängen des Großfürstentums Moskau, also seit dem A4. Jahrhundert. Freilich ist von den ältesten Teilen vieles den häufigen Feuersbrünsten und Kriegskatastrophen 511m Opfer gefallen und später neu errichtet worben. Alle Jahrhunderte haben an dem Kreml gebaut, ei..gerissen und wieder gebaut, so daß hier Oebäube aus bem 14. Jahrhundert unmittelbar neben solchen aus dem 19. Jahrhundert stehen. Doch j tm dieser Uneinheitlichkeit und mit seinen riesigen Dimensionen macht das ganze einen großartigen, halb asiatischen Eindruck. „Voila Rome tatare! rief die geistreiche Frau von Stasi unwillkürlich aus, als sie von dem fast 100 Meter hohen Slotfenturm Iwan Welikij auf das Gewirr von vergoldeten Türmen, patinageschmückten Kuppeln unb weißschimmernben Fassaben hinabblickte Der größte und neueste Bau des Kreml, der Droße Kreml-Palast, erst im 19. Jahrhundert nach dem Brande von Moskau an Der Stelle mehrerer alter hölzerner und steinerner Paläste mit verschwenderischer Pracht errichtet, umschließt zugleich den ältesten Bau, die aus dem Ü4. Jahrhundert stammende Kirche Spas na Boru, Buf deutsch „Erlöser im Walde" Schon der Name »führt uns in die früheste Geschichte Moskaus ijurütf, denn hier erhob sich die erste hölzerne Kirche, •als noch die Hügel, die jetzt vom Kreml und der iStadt Moskau bedeckt sind, unendliche unberührte Waldungen trugen. Im Jahre 1330 ließ Iwan l Kalita, als nach Uedersiedlung des Metropoli en ®on Wladimir nach Moskau dieses auch zum geht- wichen Mittelpunkt des Russentums geworben war, das hölzerne Kirchlein abreißen unb eine Kirche aus ^Wie eng *maren im alten Rußland Kirche unb spalast stets verbunden! Dom „Heiligen Flur des Troßen Kreml-Palastes führt die ..Note Treppe , wich .Löwentreppe" genannt, unmittelbar tn D e Kathedrale Mariä fii m m e l fa ftrt, Me innstige Krönungskirche der Zaren und Grabstätte fcr Patriarchen, im 15. Jahrhundert tn bnzantinisch- wmbardischem Stil erbaut, mit chrer riesigen, 42 Bieter hohen Kuppel und vier Nebenkuppe n Die größte Kirche des Kreml, im Innern einst glitzernd^gessem lmAi4gußbeutel 1/1 Oie Renntler-ivifion bricht auf? Von Kriegsberichter Karl Schwarz. Grenzflusses Zarumilla in Stellung lagen, peruanische Wachen am linken Ufer des Flusses angegriffen. Es entwickelte sich ein Feuergefecht, bei dem die Peruaner die angreifenden ecuadorianischen Soldaten zurückschlugen. Vizeadmiral a. D. William Michaelis vollendet in diesen Tagen sein 70. Lebensjahr. 1910 bis 1913 war er 'Abteilungschef im Admiralstab der Marine, 1913 bis 1915 Kommandant des Linienschiffes „Thüringen", in den beiden folgenden Jahren Chef des Stabes der Hochseestreitkräfte, 1920 vorübergehend Chef der Admiralität. In dieser und in anderen Dienststellungen hat er sich um den Neuaufbau der Kriegsmarine besondere Verdienste erworben. * Am 24. Juli vollendete Vizeadmiral Wilhelm T ä g e r t sein 70. Lebensjahr. Als Kommandant der „Mecklenburg" und nach dem vorübergehenden Kommando auf „Goeben", und als Kommandant des Schlachtkreuzers „Seydlitz" hat sich Vizeadmiral Tägert während des Weltkrieges hervorragend bewährt. Er war Chef des Stabes der Mittelmeer- Division und später in verschiedenen hohen Kom- niandostellen tätig. Der Präsident der Vereinigung zwischenstaatlicher Verbände und Einrichtungen, ^-Obergruppenführer Lorenz, hat zum Nachfolger des auf Kreta gefallenen Vizepräsidenten Dr. Springer den Parteigenossen Heinz Bollert ernannt, der gleichzeitig die Geschäftsführung der Stiftung Deutsches Auslandswerk übernimmt und als Mitarbeiter des Staatssekretär Dr. Syrup macht im Reichsarbeitsblatt Angaben über die Zahl und die Zusammensetzung der am 1. April 1941 im Gebiet des Großdeutschen Reiches beschäftigten fremden Arbeitskräfte. Es wurden rund 1,25 Millionen Männer und 0,25 Millionen Frauen, zusammen also 1,5 Millionen fremde Arbeiter gezählt, die sich je zur Hälfte auf die Landwirtschaft sowie auf die gewerbliche Wirtschaft verteilten, außerdem ist ein gewisser Hundertsatz in der Hauswirtschaft und den Angestelltenberufen tätig. Am stärksten ist unter den Herkunftsländern das ehemalige Polen mit 873 000 Zuwanderern vertreten. Dann folgen das Protektorat mit 150 000, Italien mit 132 000, die Niederlande mit 90 000, Belgien mit 87 000, die Slowakei mit 69 000, das ehemalige Jugoslawien mit 48 000, Dänemark mit 31000, Frankreich mit 25 000, Ungarn mit 21 000, die Schweiz mit 17 000 und sogar die Sowjet-Union mit 10 000 Arbeitskräften. Rund 17 000 Arbeiter stammen aus den übrigen europäischen Ländern. Dabei handelt es sich nur um freie Arbeiter. Vor einigen Monaten wurde die Zahl der in der deutschen Wirtschaft eingesetzten Kriegsgefangenen auf etwa 1,4 Millionen beziffert. In dieser zuletzt erwähnten Zahl sind inzwischen einige Verschiebungen eingetreten: eine sehr erkleckliche Zahl neuer Kriegsgefangener ist hinzugekommen, französische Gefangene wurden zum Teil in ihre Heimat entlassen. Es liegt in der Natur der Sache, daß es sich bei den meisten der neu eingestellten ausländischen Arbeitskräfte um ein Provisorium handelt. Die technische Bewältigung dieses Provisoriums war nur möglich durch unsere ausgezeichnet eingearbet- teten Arbeitsämter, die auf Grund ihrer jahrelangen Erfahrungen im Inland auch den so viel schwierigeren Zustrom aus dem Ausland zu regulieren in der Lage waren; dank ihrer Mithilfe ist es auch gelungen, die Kriegsgefangenen nicht mechanisch einzusetzen, sondern ihre Befähigung an der zweckdienlichsten Stelle zu verwenden. Daß es bei einer Aufgabe, die in der Unterbringung von insgesamt drei Millionen fremdsprach- Präsidenten des Werberates der deutschen Wirtschaft Professor Dr. Hunke auch weiterhin in dessen Eigenschaft als Leiter der Abteilung Ausland im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sein persönlicher Referent bleibt. ♦ Auf einer Kundgebung der NSDAP, in Schroda bei Posen übergab Gauleiter und Reichsstatthalter Greiser in einem symbolischen Akt an alle im Reichsgau Wartheland eingesetzten Umsiedler die Einbürgerungsurkunden und sprach den Männern der Umsiedlungskommission seinen besonderen Dank aus. * In Asuncion wurde für den verstorbenen deutschen Gesandten in Paraguay Dr. Hans Karl Büsing unter Erweisung militärischer Ehrenbezeugungen eine Trauerfeier abgehalten, an der die Spitzen der Militär- und Zioilbehörden sowie das Diplomatische Korps teilnahmen. Außenminister Argana gedachte in herzlichen Worten des verstorbenen Gesandten, der sich im langjährigen Wirken allseitige Wertschätzung und Freundschaft erworben habe und nun, fern der Heimat, vom Tode ereilt worden sei. Als Doyen des Diplomatischen Korps sprach der italienische Gesandte Dr. Toni. * Der stellvertretende kroatische Staatsführer und Verteidigungsminister Marschall K v a t e r n i k ist nach mehrtägigem Aufenthalt in Deutschland wieder in der kroatischen Hauptstadt eingetroffen. Er begab sich zum Staatsführer Dr. Pawelitsch, um ihm Bericht zu erstatten. lichen Arbeitskräften besteht, gelegentlich zu indwl- duellen Bemängelungen kommen kann, ist nicht verwunderlich. Das Gesamtproblem ist gemeistert worden. Die Persönlichkeit von Dr. Syrup, der sich seit langen Jahren — auch schon während der Krisenjahre 1930/33 — mit dieser Aufgabe befaßt hat, gibt die Gewähr dafür, daß über dem Heute das Morgen nicht vergessen wird. Zunächst einmal wird Sorge getragen, daß die Beziehungen zwischen den Wanderarbeitern und ihrer Heimat nicht abreißen. Es wird für die Zukunft nicht an eine Seßhaft- machung dieser Ausländer (mit allen Unerquick- lichkeiten wie der sogenannten Unterwanderung oder einer unnatürlichen Vermischung von Völkern und Rassen) gedacht. In sehr vielen Fällen erfolgt die Beschäftigung ausländischer Arbeiter auf Grund von Staatsverträgen. Immer und überall aber wird dafür gesorgt, daß die Arbeitsbedingungen klar geregelt werden. Damit wird schon mancher „Stein des Anstoßes" vorbeugend beseitigt. In vielen, nicht in allen Fällen werden die ausländischen Arbeitskräfte von Deutschland etwas nach Hause nehmen: die Kenntnis produktiver Methoden, den Sinn für Ordnung und Reinlichkeit, den Begriff davon, wie sich eines zum andern fügt, wenn ein übergeordneter Wille sinnvoll waltet. Dr. Ho. Aus aller Wett. Frauenmörder Ogorzow hingerichlek. Der vom Sondergericht Berlin als Volksschädling und Gewaltverbrecher zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Paul Ogorzow ist hingerichtet worden. Ogorzow hat in mehreren Fällen unter Ausnutzung der Verdunkelung auf der 8-Bahn Frauen überfallen und aus dem fahrenden Zug geworfen. Er hat ferner auch in einem Laubengelände des Berliner Ostens mehrere Morde und Mordversuche an Frauen begangen. Im Glocknergebiet abgesiürzt. Eine Seilschaft, die aus vier Many. bestand, wollte im Glocknergebiet in die Pallavicini- PK. An der norwegisch-finnischen Grenze bei Boris Gleb.--Kirkenes am nördlichen Eismeer war seit Tagen ein Heerlager, die Transportschiffe spien immer neue Truppen, immer mehr Waffen und Gerät aus, die staubenden Straßen und die Holzhäuser hallten wider von dem festen Tritt und frohen Gesang marschierender Kompanien, und das ewige Licht des arktischen Sommers ließ die emsige Zeit der Vorbereitungen als ein unaufhörliches Band fließen. Ueberall in der Tundra wuchsen die Biwakzelte zwischen Moor, Moos und Krüppelgehölz. In einem für das Laienauge verwirrenden Hin- und Herschieben der einzelnen Einheiten in einem denkbar schwierigen, wüsten, beinahe unbewohnten Gelände vollzog sich der Aufmarsch: Die Renntierdivision trat an. Wenn man die Länge und Gefahr der Transportwege, den Zustand der insgesamt nicht mehr als zwei bis drei Straßen, die unvorstellbare Schwierigkeit der Unterbringung größerer Truppenverbünde in der kahlen, felsigen, moorigen Einöde von Kirkenes in Erwägung zieht, so muß man diesen Aufmarsch als ein Meisterwerk präziser Generalstabsarbeit ansehen. Keine Armee der Welt hätte uns das nachmachen können. Jedes Fahrzeug, das zur Division gehört, trägt auf den Türen oder sonst an sichtbarer Stelle in leuchtend weißer Farbe einen schönen R,enntierkopf mit mächtigem Gehörn. Es ist das Tier dieser Breiten, mit dem wir im Winter so vertraut geworden sind. Aber nun erst, da es Erkennungsmarke und Talisman unserer Division und das Zeichen unseres Vormarsches geworden ist, ist es wirklich unser Tier. Wie ging das Warten doch auf die Nerven! Es lag etwas in der Luft, man konnte es förmlich mit Händen greifen. Aber was war es? Der Soldat fragt nicht viel, er handelt. Vor einem Zeltlager in der Tundra fand ich einen Bataillonswimpel, auf dem der steirische Panther kunstvoll gestickt war, fürchterlich und feuerspeiend. „Wann geht es los?" fragte ein blonder Krauskopf aus einer Zeltöffnung heraus. „Ich weiß es auch nicht, Kamerad." Enttäuschtes Gesicht: die ewige Warterei hätten sie alle gründlich satt; lieber dreißig Tage Vormarsch als noch einen einzigen Tag warten, — und wenn das Warten auch noch so lustig sei, mit Biwak, Ziehharmonika und Wäsche im — Wildbach. Aber nun ist dem Tatendrang abgeholfen. Es ist die kürzeste „Ngcht" des Jahres, denn die Sonne steht zur Mitternacht noch eine Handbreit höher als bisher. Als eine der Haupteinheiten der Streitkräfte des Siegers von Narvik ist die Renntierdivision in dieser Sonnwendnacht zum Aufbruch angetreten. Wie die birkengeschmückten Wagen einer E i s r i n n e einsteigen. Hierbei stürzte der Führer der Seilschaft über den schmalen Eispfad und riß eine drei Kameraden mit in die Tiefe. Alle vier kürzten etwa 400 Meter tief ab. Den Rettungstationen Heiligenblut, Kals und Salzburg gelang es, die Abgestürzten zu bergen. Während drei von ihnen nur noch als Leichen aufgefunden wurden, konnte der vierte in schwerverletztem Zustande in das Kreiskrankenhaus Lienz übergeführt werden. Polnische Schwerverbrecher hingerichlek. Der 1886 in Pinnewitten (Kreis Kulm) geborene Franz Szczutkowski und der 1898 in Rüste c (Kreis Last) geborene Urbanski, die das Sondergericht in Rostock wegen gemeinschaftlichen Mordes zum Tode verurteilt hat, wurden hingerichtet. Die Verurteilten, zwei polnische Schwerverbrecher, haben 1923 in Mecklenburg fortgesetzt schwere Diebstähle begangen und einen Gendarmeriebeamten ermordet. Den Tätern gelang es pfingstlichen Herrenpartie sieht die endlose Kette der motorisierten Vorausabteilung als ein fahrbarer Wald auf der Straße vor dem Schlagbaum der finnischen Grenze aus. Die Feldküchen rauchen, denn wir müssen hier einen halben Tag und eine halbe Nacht stehen, bevor es losgeht. Immer mehr junge Birken muß der dürftige Wald hergeben, um alle die Lkw.s und Pkw.s, die Zugmaschinen und die Kräder gegen Fliegersicht zu tarnen. Frohe Er- wartuyg kommender Ereignisse beseelt die Truppe, die Spitzenkompanie Gebirgsjäger weiß sich vor Stolz gar nicht zu fassen, daß sie aus all der vielen Bataillonen der Division ausgewählt ist, al- erste deutsche Soldaten den Gruß der Völkergemeinschaft über die Grenze des nun in gemeinsamem Kampf verbündeten Nachbarlandes zu tragen. Aber die Nacht der Sonnwende ist kalt und grau. Nichts von goldener Mitternachtssonne. Wir stehen schon Stunden. Ein kühler Regenschauer fällt. Dax ist gut/ da bleibt wenigstens unser Schmuck schön und grün. Auf der Wiese hinter dem Straßengraben ist schnell aus ein paar Feldsteinen ein Feuerloch gebaut, und bald schart sich die lustige Landsknechtschar um Feuer und Rauch. Die 95jährige Lappenfrau vom Grenzwärterhäuschen läßt sich auch anlocken; so etwas hat sie in ihrem langen Leben noch nicht gesehen. Ein Unteroffizier findet sich, der ihr in einem seltsamen finnischen Kauderwelsch unsere Komplimente zu Füßen legt. Da kichert sie in die tausend Falten ihres alten ledernen Gesichtes hinein und wünscht uns alles Gute. Hals- und Beinbruch, ja, das wünschen wir ihr auch, und Heil und Sieg und fette Beute. Es wird spät und später. Die lange so geheimnisvolle Zeit „T" rückt heran. Der Wagen mit dem schwarz-weiß-roten Divisionsstander kommt. Die Uhr zeigt 2.15. Eine Trillerpfeife ertönt laut hallend. Diele, viele Motoren brummen auf. Kradstcherung setzt sich an die Spitze. Die Stabsoffiziere treten noch einmal mit Karten und Plänen an den Wagen des Generals. 2.30 Uhr. Auf die Sekunde pünktlich setzt sich die Vorausabteilung in Bewegung. Pak und Flak, Säger und Pioniere, Krad und Artillerie: nur strahlende, freudige Gesichter. Es geht los, es geht los! Unser Sommer ist endlich gekommen. 2.30 Uhr war „I". Aber nun ist „T" nicht mehr die große Unbekannte. Unbekannt ist nichts mehr, auch nicht die Zukunft; was heute noch „T" ist, wird morgen Sieh fein. Das weiß jeder Soldat, es spricht aus den Augen und aus der Haltung jedes Mannes. Die R e n n t i e r d i v i s i o n marschiert. Jir Freundesland hinein, dem Feindesland entgegen. Das Ziel dieser Nacht heißt Petsamo, der finnische Eismeerhafen, auf den die Sowjetunion so gern, die Hand legen wollte. damals, noch Polen zu flüchten. Sie konnten nunmehr festgenommen werden., Das Todesurteil an zwei Verdunklungsverbrechern vollstreckt. Der 1922 in Neuhaus bei Paderborn geborene Georg Hansmeier und der 1922 in Paderborn geborene Albert Huevelmeyer, die das Sondergericht in Bielefeld als gefährliche Gewohnheits- Verbrecher, Volksschädlinge und Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hatte, wurden hingerichtet. Die Verurteilten hatten zahlreiche Einbrüche verübt und dabei die Verdunklung ausgenutzt. Sie führten Waffen mit sich und hatten auf einen Verfolger geschossen." Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K.l?. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.tz, Fremde Arbeitskräfte in Deutschland. ** * * * äil Seltene NAturarkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden r Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden er eingemeindeten Vororte Wieseck und «iwn SS. $etr^<Ä IÄnbahnhMes.^ £b« bigstraße/Ecke Bahnh°fstr-ch°- out ten im Se terstor und im Seltersweg/Ecke ™ LLLMMN- LVLZ-W-LM fonbere auf den Linien des Obus-Betriebs, die nach lefter Möglichkeit schon in naher A^it durchgesuh werden sollen, es wurde aber auch nicht verkannt, rtpmiiip tedmifdie und personelle Schwierig- . geplante Schaffung einer Btunnenanlage_nt8_er. Jugend entgegen. Der Reichserziehungsminister hat deshalb auch den Sport als Pflicht für unsere Studenten festgelegt. Unsere Studenten und Studentinnen sollen Vorbild für die ganze deutsche Jugend sein. Zu den im Schloßhof im offenen Viereck ange tretenen über 1000 Studentinnen gewandt, erklärte der Gauleiter: „Während der Student durch ferne fnortlicbe Erziehung immer harter werden soll, ollt ihr Studentinnen anmutiger und liebreizender werden, als gesunde deutsche Mutter der Zukunft chliehen ab: a) des Elektrizitätswerks im Er- b) c) d) e) Die Tür wird von den kleinen Händen auf- gestoßen, das Sonnenlicht flutet und umfaßt die Kindergestalt, die im gleichen Augenblick geblendet wird und zögernd auf der Schwelle steht. Aberim nächsten Augenblick breitet sie die Arme aus, wieder knallen die Schuhsohlen auf dem Iu^den, und mit einem jubelnden Ruf strebt das Kmd strauchelnd dem neuen reichen Tag entgegen. (Berechtigte Uebertragung aus dem Schwedischen, Jnterpreß-I ble^"' Gauleiter ging dann auf den Sinn des 1 gegenwärtigen geschichtlichen Ringens °tn- ' der -Präsident Roosevelt sich als Freimaurer L' erwiesen auch im diesen Tagen eines entscheidend n Kampfes ihren gefunden Willen, wie er letzt Darmstadt finnfälligen Ausdruck finde. Abschließend wünschte der Gauleiter den Studen- tinnen b ften (Erfolg in ihrem sportlichen Streben, !n dem nicht jede Siegerin, aber jede eme oorb.ld- »OB Adolf Scheel, erklärte hierauf die Reichs wettkämpfe der deutschen Studentinnen für eröffnet 7nd verpflichtete die Wettkämpferinnen feierlich zu °^Di? Beransta/tüng mdet- mit der Kleinen Kantate über Wenn alle untreu werden nach Motten von ' Max 'von Schenkendorfs aus eine alte Geu, enwe.se 1 m$ieC1$ßetttämpfe beginnen am Freitag mit den ■ Vor ämpfen, während im Hessischen Lande-museum gleichzeitig eine Ausstellung „Aus der Arbeit der deutschen Studentin", die zum erstenmal einen E m- blick in den umfassenden Kriegsemsatz unserer Studentinnen gibt, eröffnet wird. bie Wichtigkeit der £eibeserfüd)ligung beim Ausbau des neuen Deutschlands und für die Zukunft des deutschen Volkes erkannt und als Verpflichtung sestgelegt hat. Diesem Wunsch des Führers kam die Aufgcfchloffenhctt der deutschen '^Auk'L^bL? tes W ° h n u n g s b a u e s konnte im letzten Jahr lediglich das Doppelt)aus mit 8 Wohnungen sür alleinstehende Personen irn qärtengßbkT fertiggefteUt werden, welches durch die Gemeinnützige Wohnungsbau-G. m. b. H. erste Der „Trichter", eine Erfindung der Tobis ursprünglich als heitere Einlage tm großen Pro gramm gedacht, bringt jeweils eine l^olge bunter, merkwürdiger, meist komischer Bilder aus aller Welt - ohne Handlung, ohne Zusammenhang, bloß zum Anschauen, Staunen und Lachem In der ^ach varade" hat man eine ganze Serie von Tobis- Trichtern hintereinandergespannt, und es entsta eine 2lrt von Panoptikum, m welchem gdm uno Variete hauptsächlich den Eindruck bestlmmem M kann nicht alles aufzahlen, was e- da zusehen gibt Mit die interessantesten Aufnahmen bilden die Ausschnitte aus stummen und tönenden Filmen von Jannings, ein Stück schauspielenscher: Entwlck- lungsgeschichte. Jupp Hussels, Willi Schaeffers und den kürzlich verstorbenen Rudi G o d d e n hort man als Ansager. Werner Kroll, vielen aus dem Rundfunk bekannt, erweist sich wieder als em Parodist von verblüffender Treffsicherhe t; wenn man die Augen zumacht, meint man tatsächlich Gigli, die Leander oder Peter Sgelboff 3u seinerseits auch im Bilde erscheint. °r hat aber chon wirksamere Sachen gebracht als --^b°rabubu Der Komponist Franz Grothe spielt, KiNten e i b e r q singt, Hans Albers rast als ^>er geant Berry wildwestlich durch die Gegend, die Scala-Girls tanzen, auch der Berliner Wintergarten ist vertreten, dazu eine Reihe von drolligen Tierbildern und aufregenden Sportaufnahmen. Zu auterletzt eine Folge von größtenteils überaus geift- und geschmacklosen Kuriositäten aus dem Lande der sogenannten unbegrenzten Moglichkeil enDas ist keineswegs alles, sondern nur em Ausschnitt aus dem kunterbunten Vielerlei, das es m der „Lach- parade" zu hören und zu sehen gibt Stammen« fassend wird man sagen dürfen, daß eme solche Serie nur ausnahmsweise einen normalen Spiel film ersetzen kann. Semen eigentlichen Zweck wiro der einzelne „Trichter" als lustiges, auflockerndes Einschiebsel erfüllen. — Außerdem sieht man die neue Wochenschau, die schon ange3e^t^rouroe^^^ hängen, die die Lichtflut ausschließen, - und draußen zwitschert ein Buchfink. Da erwachte: w der etwas im Kinde zum Leben, elne Crlnnerung, ein Bild, das neu ist, aber doch wohlbekannt, und halb unbewußt wird ein Wort geformt: „Tip — tip — tippa! Tippa! Mit zeigendem Finger wird die Hand zum Fenster ausgestreckt, der Triller wiederholt sich. Erstaunt erkennt ihn das Mädchen. Die Augen werden noch größer als sonst, und der Mund steht offen. Aber ' sie kann ihrer Verwunderung und ihrem Vergnügen keinen anderen Ausdruck geben, als durch die Wiederholung tippa, tippa, und eifrig mit der Hand in die Richtung ZU Zeigen, woher der Triller kommt. Die Welt um sie füllt sich en Tag mit neuen Erscheinungen, und selbst dre Fähigkeit, ihnen Ausdruck zu verleihen ist neu. Das ist vielleicht das Wunderlichste m all dem Wunder licken zu dem sie erwacht ist. Und wenn die Mutter sich über das Bett beugt, bann zappelt schon der kleine Körper in ungedul- : big em Tatendrang. Es gibt so viel zu enckecken, so viel zu fühlen und zu erleben — mcht em ■ Augenblick darf verloren gehen. Unaufhörlich werden d!e Hände nach neuem ausgestreckt, das untersucht werden muß, da ist em Knopf wltten aus = dem Bäuchlein, da ist ein Band, da eine eigene Träne, da ist die Uhr aus dem Nachttisch, ein Duch, Blumen in einem Glas — ein Füllhorn ergieß seinen flutenden Inhalt von sonderbaren Dmgen, und jetzt ist der letzte Knopf' der Schurze gejnopft, bie Schuhe an die Füße gezogen. Sie bekommt Kontakt mit dem Fußboden, und lw gleichen Augenblick macht sich ein Wesen frei und wirft sich dem neuen Tag entgegen. Die Schuhsohlen knallen auj dem Fußboden in hastigem, unsicheren Takt,, tapp tapp — tapp, die Schritte richten ficb, gegen bie Tür wo ein Funken lockenden und verführerischen Nach dem Dorbericht zum Haushaltsplan ist die • - -' der Stadt nicht ungun ft i g. - qnnraen ist neu, voll der merkwürdigsten ■» 2*5 Fi* m™£ slr.s kääJ w W kleim §onb einen festen Gr.ff um bie nächste Bettsprosse. Oetä —" den fte hervorstäht, Ist so »er- mäßig hoffnungsfreudig, daß sie eme gauze Weile schweigend liegt. Währenddesten bewegt sich der Et tem°Reichsstutentenführer, daß er die Reichs- mett ämp7e nach Darmstadt gelegt habe, und be- UV8WM scheu Studentinnen begrüßen zu tonn™. Daß untere deutsche Jugend fp°rt»ch - fc großen Aufstieg genommen ha . i n -rster Linie dem Führer zu danken, derfchonlSZZ machen. . ÄÄ Ät ist ein wenig zu- . mal^aur^fage ich ausweichend und hole eine^Klammer, die gerade auf dem Fensterbrett liegt. Ich nehme sie und presse meine Nase damit »u9 Das mag furchtbar lustig oder lächerlich aus- ^ehen, denn das Kerlchen lacht aus vollem Halse- Da habe ich.also ein herrliches Spielzeug entdeckt. Nie wußte ich vorher, was man alles mit einer c simplen Wäscheklammer anstellen kann. Fch ttemme j fetn meine Backe, auf meine Finger, ich ver- zaubere sie und lasse sie wieder erscheinen, mein Sohn freut sich wie ein König darüber. Schließlich erfinte $ den allerletzten Trick Ich Hemme bie Klammer an die Tifchkante ^frAeßest nor. sichtig ab. Mit einem lauten Klack Jpringt sie tos und dem aufschreienden Dackel aus den Hals. Der Erfolg ist ein augenblicklicher. Matchias hat sofort mit einem köstlichen ^lachter meE Bnlle gepackt und nach Peter geworfen. Sie rst M ge blieben, und wir beginnen sogleich ein neues Spiel. Wir lesen jetzt Zeitung. Interessiert betrachtet er mit mir die Bilder. Ich erkläre sie ihm, er W tmd von der Seite an, sein kleiner Zeigesinger fahrt auf ^^Abl^.^sagt er lachend. Ich fahre ihm gerührt über feine wirren blonden Haare. Meinen Adler m Wir machen mit viel Lachen noch eine ganze Reihe herrlicher Spiele, dann ist Mutter schon wie- konnte nicht ins Kino gehen!" fugt sie. .Ach habe zuviel an euch beide denken müssen. Wi/ sind beide hochrot im Gesicht von unseren b Mutter nimmt Matthias aus feinem Stuhl steht UNS beide nackeinander an und meint. <-^0 00 war eben die höchste Zeit, daß ich ge ormnen bin! Da find wir beiden Manner sehr beschämt. Verbraucherhöchstpreise SSS Bsws MEYIZ SZMZ-Sr-- WuS MM mich 'M an meinen Platz in der eMosen Reihe. iorberungen an die Leistungsfähigkeit der Stadt gestellt werden mußten, so war es doch mogl die Säiuldentilqung planmäßig welterzufuhren und runb 5640M,- ÄPbishert^ Schulden damit a - mtraaen. Die Lage der Stadtkasse unb der Kassi der Stadtwerke war jederzeit flüssig, beide> sin immer in der Sage gewefen, den an sie gefteUten Anforderungen zu entsprechen. Auch die Stadtwerke haben an allen ®e- für Epeisefrühkartoffeln. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt folgende Ver- braucherhöchstpreise für Speisefruhkartofseln be- a) Kleinverteilerpreise ab Laden und Marktver- b) Abgabepreise des Erzeugers an Verbraucher ab ’ 20. bis 30. Juli 1941: Weiße rote, blaue Runde^gelbe Lange^gelbe a) —,08l RM. —085 RM. —09 RM. b) —,085 RM. ADOX I . ■■ ' ■ Mein Sohn und ich. Von Ernst Heyda. i Mutter ist in die Stadt gegangen; sie darf heute । sogar ins Kino gehen. Ich will einmal mit ihm aUcin fein. Da lächelt niemand verschmitzt, wenn ich "^Wo^er "sollte' ich auch alles so genau wissen! Ich bin nun Über ein Jahr Soldat, und er ist siebzehn ^Ich^habe ihn also in seinen Stuhl gesetzt und habe mir in der Konditorei Leckereien holen lassen Die ißt er genau so gern wie ich. Dazu kr^gt er ab unb zu einen Löffel Kaffee, damit es besser rutscht- Nach einer Weile hat er genug. Er mmntt das letzte Stückchen und, wirft es auf die Grde. Sofort lt Beter, der Dackel, da, der auf solche Gelegenheiten lauert. Unser Junge schreit vor Seligkeit reißt mir das letzte halbe Nuhtortchen aus der Hand, ehe ich nur aufpaffen kann, und wirft es Peter zu. Nun ist nichts mehr da. Er entdeckt plötzlich das Hoheitszeichen auf meiner Uniform und tippt dagegen. Fragend schaut mich das Kerlchen an. ..... . ,Das ist ein Adler!" erklärte ich, „-M Adler! Er schaut immer noch hin, sagt aber nichts, dann wendet stch fein Blick, er hat die Uhr gesehen. „Da! sagt er, und hebt die kleine Hand. „Neil?" fragt er. „Neitl", daraus kann ich nichts ro°Tmh der Kriegsverhältniffe kann die Finanzlage dek Stadt in jeder Weife als gesund bezeichnet werden. Sleuerausfchlagsfahe und Derkehrswünfche. Sn der Aussprache mit den R°tsherren.teilte der So schaute er schon aus meine der Ahn: Augen von reinstem^Bl j dessen einem unendlich ttaren ll na(i) erschlossen in und betrachtete verwundert d rätselte am lieben «Rock und die hohe H heftaunte die Halbdunkel des ^‘"^J^a^Lnen Bilderrahmens. Schnörkel des schien gald ne^» » ^nisse Ich trug "Er Freuden un ^^.^h. unter das Bild, das ernst I mir der Wenn ich es red)t mar^ rnu Urahn mehr als Rater und M , ^üd-ern und ein scheues, stilles Kmd und f 3 &eT-en her Bildern leichter einen Weg a 3 ä^ten waren, wen, und wenn -- s^re Egan$ D°n dem Da^ an. m meiner Kind- nach innen gericksieten Traum l Leben m beit erwachte und mst bemj ™ n in Ur- Berührung kam, sah tch mit and gebens, Bos- aroßvaters Antlitz. Widerstande ^n ' Seit her Menschen Zweistl an ^r^etgemn^ dies alles ließ nt^ch sehnsüchtig z Vergangenen, schauen. Denn das Dämmerlicht des aus dem das Bild si^rube hie meinem Träumen und Vvrftellunge entsprachen. Mit- eigenen Wunschbild n°m Leben den- unter war em leists Verwunde " ein a.t'irä' ” «... per^ingen0 We. Das Wb meinem eigenen Heim, und ub e und ich ein Bübchen 3^Lm enWvr de^e Etlrn, tzärlein und Munk> dem Ur°h myt Bald waren es zweiKmd , oie [.^n Leben erfüllten und nicht ^ben des Ahns Träumen. Wohl forschte ich dem Moen mein nach, weil meine Kinder ^m gl ch Wirklichkeit, Leben war s-tzt °^llt von glu-hast°r , und ich ht-lt mit M«nsch-n Zwn prach-. gehörten, und nicht mehr mit V münickt bezeichnet. Ferner wurde die Jnangrifst nähme der Verbreiterung des Selterswegs durch den Abbruch des Schulzeschen Hauses begrüßt in der Hoffnung, daß diese Maßnahme bald werter Beratung mit den Ratsherren sttzte Oberbürgermeister R 11 ter durch ^me Beschluß fassung den neuen Haushaltsplan m Kraft. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: '.Venus vor Gencht « — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lachparade . Lichtspielhaus: „Lachparade«'. Lpd Darmstadt, 24. Suli. Vom 24. bis 27 Juli werden in Darmstadt die Reich sw ett- k ä m v e "er gro ßdeutschen Student.n° nen durchaefuhrt, zu denen sich 1200 Te.lnehmenn- mn aus allm Teilen Deutschlands für d.e Örtlichen Wettkämpfe sowohl ^ ine kulturellen Rahmenoeranstaltungen -wg-suuden ^ben. Am Donnerstagabend wurden tm Glockenhof Des ziuen Schloßes zu Darmstadt di° W°ttkampft erchsne. goblreicke Ehrengäste aus Partei, ötaat, v macht Wissenschaft und Sport waren anwe end, außerdem die Vertreterinnen von 14 ausländischen SÄäSÄÄS »ÄSaS SS «SÄ - ^Nock Glockenspiel und Bläserruf folgte eine kleine ÄÄ Äs , Sftate die Gäste herzlich w.llkommen hwß. t Gauleiter Sprenger Westn "ein Vogel' oder fliegendes Laub — etwas, was sich bewegt. Sie sieht ihn an — haben noch Dunkel aus dem Reich des Schlafes m sich Der Daumen bewegt fid) metter; nach den Seiten, krümmt sich und erweckt ihre Neugierde. Sie nimmt die andere Hand S" Hrlst- 9 Sie dreht sich am ganzen Körper, alle Muskeln setzen sich in Bewegung, und tm nächsten Augenblick hat sie sich aufgesetzt. Die Hand hat chren Griff um die Sprosse losgelassen, der Laut, den sie stellen 7usstieß, ist vergessen. Alles ist neu, mcht nur der Morgen in seiner Gesamtheit, sondern sede Stunde sit neu, und.sie stößt von neuem aus: Jhr°ganzes"Zimmer ist voller Wunder und Ueller- rafchinqen5 Der Schlaf der Nacht hat den gestrigen Tag aus gelöscht, und nichts anderes ist übrig geblieben als ein glückliches Wissen vom beben. Do Licht und Wärme, Bewegung, von einer ständig wechselnden bunten Mannigfaltigkeit. Da irgendwo auf der anderen Seite der Bettsprosten warte eine übervolle, unentdeckte Welt. Sie hellt beid Arme, läßt sie wieder fallen, so daß die Hande auf die Decke schlagen. ii™a7n!bi*m Wort konzentriert stch «As We- sentliche ihres Bewußtseins. Das ist die Stutze, die Sicherheit im Dasein. Und sofort erwacht em Will in bestimmter Richtung: hinaus, zum Esten zum Laufen dort, jenseits des Zauns der Sprossen. Etwas rührt sich im Halbdunkel. Und sie wiederholt, leiser und ruhiger, gleichsam konstatierend. '^°Hwas"ist von gestern und allen anderen Tagen Übriqgellliellen - gerade diese Mama das Hinten Unter- ist das Beständig, und als wove sie über ean solch und plötzlich eigentümliches Faktum nachdenken, sitzt ,ie ' ' ganze Weile fchweigeiü). . Oithis “irSSÄSi».*« des kleinen Mädchens fangt einen Te^l des Lick^ das einen dichten Strahlenkranz um das rosige Antlitz bildet. Es wendet sich jetzt zu den Sonnen- 1 jiccken auf der Wand, gegen die Decke, zu den Dor straße, eingeladen. Wie sich aus dem von Oberbürgermeister Ritter gegebenen Erläuterungen ergibt, ist oer ordentliche Haushalt, der mit einem Bettag von rund 11035190,- RM. abschließt, ausgeglichen. Die Ausgaben des Außerordentlichen Oberbürgermeister Ritter hatte die Nutsherren . 6 er Staat maji uuy “ 'V,»* für Donnerstag nachmittag zur Beratung der Ha, . F^^^ 3 burd) die Kriegsverhältmste erhöhte An- haltsfatzung nebst Haushaltsplan der Stadt G H n x----------- s;» fioiftunnsiäbiatett der Stadt für das Rechnungsjahr 1941, .ferner der Wirt- fchafts- und Sonderhaushaltsplane der stadtsichen Werke und Nebenkosten in das Stadthaus, Berg- andervDtschläge für den Sonntag voltshausen. Don hier der uns nach Kirchner- nacyyaltige Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen. Einen erheblichen Teil der Rohstoffe bilden die arm im Stadtmannschast - Universität 7:0. 39. Fortsetzung. (Nachdruck verboten. ) Eme der wichtigsten Aufgaben des Krieges ist die werden! Hilf auch du es den Männern erleichtern, nachhaltige Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoff die neben ihrer täglichen Arbeit noch diesen z. T. fen. Einen erheblichen Teil der Rohstoffe bilden die sehr schweren Dienst leisten! Du fragst: Wie kann im Lande anfallenden Altstoffe aller Art. Diese kann ich denn helfen? Zunächst, sei freundlich und hilfs- Ppitipr {frsiHfl mni+ion Ifvnh tkr« a-v- w.av**. s;A ft:___ _____r... a,:____< » Die Dominiks. Roman von Hellmuth M.Vüttcher. Erdhaufen—Rodenhausen—Weipoltshausen—Kirch, vers—DaldhausKrofdorf—Gießen. Kampf in der Sowjet-Tiacht Die neue Deutsche Wochenschau. Altstoffe sind Rohstoffe! Oie Sammlungen sind freiwilliger und notwendiger Kriegsdienst. das noch möglichst umfangreich. Sie vergessen da» bei, daß die staatlichen, städtischen und sonstigen öffentlichen Büchereien alles viel besser und jedem jederzeit zugänglicher haben. Darum sei abschließend nochmals darauf hinge» wiesen: Schafft Platz in Eurem Hause, und versorgt die Wirtschaft mit den notwendigen Rohstoffen. Alt» stoffe sind Rohstoffe! Am Vormittag werden die Wettkämpfe, die aus turnerischen Mehr» und volkstümlichen Dreikämp» fen bestehen, durchgeführt; außerdem beginnen die Faustballspiele. Nach der Mittagspause gibt es Bezirksmannschaftskämpfe in Weitsprung, Kugelstoßen und Ballweitwurf, Vorführungen der Turnerinnen des Bezirks Gießen, Geräteturnen der De» reichsriege und die Endspiele der Faustballm-^nn- chaften. Die Siegerehrung kann schon am frühen Nachmittag erfolgen, so daß anschließend noch Zeit verbleibt für gesellige Kameradschaftspflege. uns keiner streitig machen, und ihre Beschaffung erfordert keine Devisen. Hier kann jeder dazu beitragen, den Anfall dieser Altstoffe zu vergrößern und damit der Wirtschaft besonders jetzt im Kriege große Dienste zu leisten. Altstoffe gehören nicht m den Mülleimer. Gib ste den freiwilligen oder den Pfiichtfammlern, damit sie der Wiederverwertung zugeführt werden können. Altstoffe sind Rohstoffe. Versuchsmaschine anweisen", sagt er. „Die werden Sie ja wohl brauchen können!" Lietzendorfs Gesicht wird hell. „Sie nehmen mir damit eine schwere, letzte Sorge vom Herzen. Und ich erkläre mich zum Dank dafür bereit, Ihnen ein Vorkaufsrecht auf meine Ersin» düng einzuräumen." Lind gießt den letzten Wein in die Gläser. „Das setze ich selbstverständlich voraus!" sagt er „Prosit." Die Gläser klingen heftig zusammen. Als Lietzendorf das seine wieder hinstellt, sieht er, daß es zersprungen ist. ♦ Der „Jranler", das Dreißigtausendtonnenschkff, geht seiner Vollendung entgegen. Die Helling ähnelt jetzt einem gigantischen Ameisenhaufen und scheint zugleich Koloß von Rhodos und Pyramiden Die sieben Wunder früherer Jahrtausende wachsen zu» sammcn in einem einzigen Werk. Friedrich Dominik verbringt täglich viele Stunden auf dem Bauplatz. Heute ist er in Hemdsärmeln. Jedes Kleidungsstück ist zuviel bei der Gluthitze dieser Iullsonne. Der Bürodiener kommt, bringt einen Brief und bittet um Quittung. Unwillig über diese Umständlichkeit — bei der Dominik-Werft geht nichts verloren — gibt er dem Manne seine Unterschrift und steckt den Brief gedankenlos in die Hosentasche. Geht erst hinüber züm Schwimmdock, ordnet etwas bei der Bedienung des Gitterkranes^ hat eine Besprechung mit Lietzendorf wegen der Motorbauabteilung, entscheidet eine Meinungsverschiedenheit über eine offensichtlich mit verschriebenen Maßen übertragene Werkzeugzeichnung Endlich ist das Dringendste erledigt. Er holt den Brief hervor, reißt den Umschlag herunter und wirft einen Blick auf den handgeschriebenen Tert. t "Sehr geehrter Herr Direktor! Ich beabsichtige, meinen Besitz in Aktien Ihres Werkes abzustoßen. Cs handelt sich um das Ihnen bekannte Paket von nominell Zweihundertsiebzigtausend Reichsmark. Da Ihnen das Vorkaufsrecht an diesem Posten zusteht ..." Friedrich Dominik beginnt wieder zu frösteln er ist sa auch noch in Hemdsärmeln. Ohne sich trotzdem nach seiner Jacke umzusehen geht er zum Dürohaus und schickt erst von dort vfv.-Relchsbahn — Arledberg-Fauerbach. Die Reichsbahner haben, mi| viel Ersatz an» tretend, das Vorspiel knapp verloren. Jetzt kommen die Gäste auf den Waldsportplatz und treffen damit auf eine sehr starke Mannschaft des Gastgebers, die entschlossen ist, die Vorspielnieoerlage auszugleichen. Sollten die Gäste die gleiche Leistung wie auf eige» nem Gelände zeigen, so ist diese Ausgabe nicht un» lösbar. Die Gießener spielen mit Ziegler II., Schlitz, Ziegler I., Mark, Möbs, Weniger, Ehmann, Kraft I., Kraft II., Deeg, Erb. Gestützt auf die hervorragende Läuferreihe sollte der Sturm ein eindeutiges Torverhältnis sicherstellen können. Hessisches Bereichs-Alterstreffen in Lich. * Der NSRL.-Bereich XII Hessen führt am nächsten Sonntag in Lich sein diesjähriges Alterstreffen durck, das nicht nur aus dem Bezirk Gießen, sondern auch aus entlegeneren Gebieten des großen hessischen Bereichs besucht werden wird. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung sind im Auftrage des Bereichs vom NSRL.-Bezirk Gießen getroffen worden. Stellvertretender Bezirksführer Hans Stein und seine Mitarbeiter, vor allem Bezirks- fachwart für Turnen Karl Daupert (Wieseck), Bezirksmännerturnwart Karl Reuter (Gießen) und die Kameraden vom Turnverein Lich haben ihre Anordnungen so getroffen, daß auch diese Kriegsver- anstallung zu einem Erfolg und zu einem wertvollen Beitrag des Einsatzes in der Heimat werden wird. Nachkommen zeigen zu können, was für ein tüchtiger Sportsmann Sie waren. Meinen Sie wirklich, Sie oder Ihre Kinder sehen später da nochmal herein? Nein! Darum weg damit! Schafft Platz, und gebt der Wirtschaft die Io dringend benötigten Rohstoffe! Und was im Haushalt hier und da vorkommt, ist in den Vereinen und Betrieben, Behörden und sonstigen Stellen die Regel. Jede Stelle glaubt, ihr eigenes Archiv haben zu müssen. Und , . ... -x,------,------ ie einen, um ste zu vernichten, die andern, um ste für sich zu retten, was daran noch zu retten ist. „Unb wer garantiert mir dafür", fragt Lind, „daß Sie wirklich diese Unterseekreuzer bauen können?" Ueber Lietzendorfs Gesicht huscht ein Zucken der Uederlegenheit. „Es könnte fein", sagte er, „daß meine Arbeiten !ebr schnell zu einem greifbaren Ende führen, und >aß ich Ihnen nicht bloß Pläne, sondern auch die ertige Apparatur bald vorführen kann, wenn Sie mir die Zeit dazu geben." Lind blickt überrascht auf. 2Tus seinen Augen starrt der Blick eines Satans. „Ich werde Ihnen die Mittel zum Dau einer । Oer Frrßballsonniag. vfe. Warburg — Sportfreunde Wehlar. Als letztes Spiel der Bezirksklasse findet diese Begegnung in Marburg statt. Für den Stand der Tabelle ist bas Ergebnis ohne Bedeutung, denn selbst im Falle eines Sieges der Wetzlarer bleiben sie am Tabellenende stehen. Da die Wetzlarer ihre Mannschaft in letzter Zeit verstärken konnten, ist der Ausgang des Spieles offen. Mr benutzen die Bahn über Nieder-Walgern bis zur Station Erdhausen, gehen durch bas Dorf unb verfolgen, schwarzen Strichen nach, ben Weg, ber nach Rodenhausen führt; vor Eintrstt in den Wald prächtiger Rückblick nach ben Hinterländer Bergen; wir achten auch auf bie, die Straßenkehre kürzenben Verbinbungswege. Unser Weg, ber sich zwischen ben Schneebergen und dem Hemmerich hinzieht, bringt uns nach dem am Fuße Des Hernrnerichs liegenden Dorf Robenhausen. Von hier benutzen wir zunächst bie Straße, bie nach Seelbach führt. Wo sie auf die Querstraße stößt, gehen wir einen Feldweg geradeaus unb durch ben Wald, kommen auf ben Fahrweg Seelbach—Weipoltshausen unb auf biefem nach bem zwischen zwei Bergen eingebetteten Wei- voltshausen. Von hier aus nehmen wir ben Fußweg, Der uns nach Kirchners bringt, wo wir blaue Striche antreffen, denen sich später noch gelbe Punkte zu- gefellen, bie uns nach bem Forsthaus Waldhaus geleiten. Wenn wir von Kirchners zum Wald emporsteigen, bietet sich nochmals ein prachtvoller Rückblick auf bie durchwanderte Strecke und nach den Hinterländer Bergen. Dom Waldhaus benutzen wir entweder bie schöne Waldstraße ober ben mit blauen Strichen bezeichneten Weg durch bas an» Sie Schlacht Im Osten erfaßt sehr große Raume. Das zeigen die Bilder der am Samstag er» scheinenden neuen Deutschen Wochenschau, die Aufnahmen vom Ladoga-See über Minsk unb Smolensk bis nach Bessarabien enthält. Die Landschaft wechselt, die Stufe der Zivilisation in diesen Landstrichen aber ist überall Die gleiche: elende Bauernyütten, grundlose Wege, Wege, deren Beschaffenheit sich seit Der zaristischen Zeit nicht geändert hat. Don diesem allgemeinen Hintergrund hebt sich in ben Wochenschaustreifen diesmal besonders die Leistung des einzelnen Mannes ab. Wir sehen die in ihren Standort zurückkehrenden Kreta-Kämpfer, deren Fallschirmjägeruniform zum Symbol höchster Einsatzkraft geworden sind, wir erblicken die Gesichter der jungen europäischen Generation, die aus Holland, Frankreich und Spanien zu den Waffen eilt, um gegen den bolschewistischen Weltfeind zu kämpfen, unb wir erleben nochmals mit ungeheurem Schneid vorgetragene Angriff unserer Sturmpioniere. Einen hervorragenden Anteil an den Erfolgen gegen die Sowjets hat — wie diese Wochenschau schlagend beweist — die Artillerie, die in diesem Kriege weit vorn steht und die Infanterie so zügig unterstützt, daß man die bewunderungswürdige Leistung der Heeresführung selbst als Laie im Bild vor Augen hat. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Eindrücke, bie man burch diese Wochenschau von der Beschaffenheit der Gebäude in der Sowjetunion bekommt. Neben den steifen, kalten Parteivalästen stehen unmittelbar die einstöckigen Hütten Der Bevölkerung. Guterhaltene Synagogen machen sich breit neben Kirchen, die man als Garagen benutzt hat; breite behäbige Bauernhöfe entpuppen sich als getarnte Bunker Der Stalin-Linie. Man hat dort einen Scheinstaat aufgerichtet, aber selbst die scheinbaren Verhältnisse sind nicht frei von einem trivialen Zug. Die militärisch interessanten Aufnahmen sind diesmal Bilder von nächtlichen Angriffen ber Panzerwaffe vor Petersburg. Diese Silber stoßen in ihrer unheimlichen Einbnnglichkeit weit vor in künstlerisches Gebiet. Der Eindruck ber vorzüglich geschnittenen Nachtaufnahmen läßt sich nur vergleichen mit einem Wirklichkeitserlebnis, bas in gleicher Stärke eben nur ein Künstler mittelbar in uns Hervorrufen kann. Es find übermenschliche Kräfte dort am Werk, Kräfte also, hinter denen Menschen stehen, die einen übermenschlichen Willen in sich verkörpern. H. H. G. einen Lehrjungen nach bem Kleidungsstück, das irgendwo hänaen muß. Er wird es schon finden, wenn er die Augen aufmacht. Sein Finger liegt während des Befehls bereits auf bem Rufknopf des Haupttelephons. „Hast du einen Augenblick Zeit, Nissen?" Er legt den Hörer auf, ohne eine Antwort abzuwarten und nimmt den Brief von Frinzka wieder vor, um ihn weiterzulesen. „... Da Ihnen das Vorkaufsrecht an diesem Posten zusteht, so trete ich zunächst an Sie heran unb bitte Sie um Ihr bestes Gebot. Ich werde annehmen, daß Sie von bem Vorkaufsrecht keinen Gebrauch machen wollen, wenn ich nicht innerhalb eines Monats eine bindende Rückäußerung von Ihnen In Händen habe. Ich empfehle mich Ihnen als Ihr sehr ergebener Otto Frinzka.* Nissen ist inzwischen hereingekommen und hat schweigend Platz genommen. Ohne ein Wort zu saaen. reicht der Vater ihm den Brief. Nissen überfliegt bie Zeilen. „Großartig, Vater! Da geht ja das in Erfüllung, was du dir dein Lebtag gewünscht hast! Du kriegst endlich deine Majorität wieder." Dominik ist nicht so froh. „Meinst du?" Eine Frage, die keine Antwort will. „Natürlich, Vater! Freu' dich doch! Das erspart uns einen kostspieligen Prozeß, und du bist deine Sorge los!" „Wie hoch schätzt du den Wert der Dominik- Werft?" Nissen muß erst rechnen. „Nach unserer letzten Jahresbilanz und den doch immerhin rerfü ansehnlichen stillen und offenen Re- fernen vier Millionen — also das Doppelte des Akt'>nkanitals." ^.Die 187 v. H., bie Schild als Briefkurs nennt, waren also angemessen?" ..Nat-iirlich, Vgter. Ich würde jedenfalls für die Ma'ontat noch mehr opfern, wenn's not täte " ", „Meinst du?" Dominik macht ein verkniffenes ffl^firht. „finft du vielleicht die kleine halbe Million Reichsmark bei dir?" „Ach so!" Hm. Verflucht! (Forffetzung folgt) mutige Fohnbachtal nach Krofdorf, um von hier auf bekanntem Weg heimzuwandern. Dauer ber Wanderung 5Vs Stunden. Rodheim—Himberg—Schwalbenmühle—Ahbach —Heuchelheim—Gießen. Der Frühzug ber Biebertalbahn bringt uns nach Robheim. Kurz nach ber Bechtholbschen Wirtschaft zeigen uns blaue Dreiecke ben Weg durch ein schma» les Gäßchen hinab in bas Tal unb jenseits hinauf zum Wald bes Himbergs, an dessen Eingang sich ein reizvoller Ausblick über das Biebertal, nach den Burgen unb dem Dünsberg bietet Auf stillen Pfaden geht es nun waldeinwärts an dem von der Sage umwobenen Frauenkreuz, später an ben aus dem Siebenjährigen Krieg stammenden sog. Schwedenschanzen vorbei, über ben Gipfel bes Berges, ben Königstuhl hinab in bas liebliche Schwalben» bachtal. Wir gehen nun die Talstraße abwärts bis zu einem nach links abzweigenben Felbweg (ein an einem Baurn angebrachtes Schild bezeichnet die Stelle), den wir einschlagen uno alsbald nach der malerisch im Talgrund gelegenen Schwalbenmühte mit guter Einkehr gelangen. Ein Feldweg, ber später in einen breiteren Weg übergeht, bringt uns nach Atzbach unb von hier über Heuchecheim nach Gießen. Wanderzeit 4V- Stunden.