Beilagen: RM1.80 nDMaeWbr... „ ~-2° 3e ber«; Wbei Nichterscheinen * einzelnen Nummern Ege höherer Gewalt i-nivrechansckluß 2251 $aiN — tS» tl^kgang llr. ,49 ’Pre&M eint täglich, außer S T ^tags und feiertags r; Beilagen: Stz ssssse» ife JSfii» Mittwoch, 25. Juni Ml Metzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/,Ubr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zellenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüße Ntengenstaffel B Platzoorfchritt (vorherige Vereinbarung) 25"/o mehr vrühlscheUniversttairdnnk«ei8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ «ietz«n^chulftr-tzk 7-4 Letzte Tage in Moskau. die Angriffe der deutschen Luftwaffe geführt und Straßen sowie Eisenbahnen unbenutzbar ^gemacht worden. Oer vereitelte Dolchstoß. Von unserer Berliner Schriftleitung. Italienischer Journalist über seine Eindrücke. Italiens Beweggründe jhne leit. den n. Kartoffel i Bund üii lischkohl I! . 30 bis jj h 24, & bis 1X i 50, Obt? eschen, dü Artillerie und kannte auch ihre Zahl: 160 Divisionen, davon 60 gepanzerte, die übrigen beritten. Man wußte, daß die stärkste Ansammlung der sowjetrussischen Armee vom äußersten Norden Finnlands bis nach Rumänien sich an den beiden Keilen befand, die von der deutschen Grenze südlich Litauens und nördlich der Slowakei gebildet werden, so daß es klar erschien, daß der strategische Plan Rußlands den Ueberfall Deutschlands durch ein Zangenmanöver bezweckte. Moskau glaubt an den Ernst der Lage. Stockholm, 24. Juni. (Europapreß.) Moskau sieht sich jetzt schon gezwungen, die Bevölkerung auf den wahren Ernst der Lage vorzubereiten. So bringt die „Prawda" in ihrem Leitartikel vom Dienstag zum Ausdruck, daß bej: Gegner „außerordent- l i ch stark und gefährlich" sei, daß der Kampf den Sowjets große Verluste bringen und die gesamte Sowjetunion beträchtliche Opfer werde bringen müssen. stehen können. In den litauischen Dörfern wurden die oorruckenden Soldaten neugierig betrachtet: Abwar- Siefotm im „Vuy ig von U es Ober« ■ wegen ls finde! b münde,. wußte auch, daß diese Kräfte selbst noch dem nellen Abschluß des Balkanfeldzuges nicht gezogen, sondern vielmehr fortwährend iärkt worden waren. Man war sehr gut ichtet über die angriffsbereite Aufstellung der ssischen Truppen und der vorgeschobenen stand des v------- -------„ , , M v . - ~ harten Kampf die Widerstandsnester — es gab nichts, wäs diesen gepanzerten Riesen hätte wider- finel Satan, zialisAi, -- Leb», rabend ii et werb» oorgetragen. Die ersten Kämpfe im Hellen Morgen waren maßlos heftig. Einzelne Schützen, Kalmücken, Kirgisen, kleine hartwangige Asiaten ließen sich über ihren MGs und Gewehren zusammenschießen, ohne an Ergebung zu denken. Jedoch auch sowjettussische Betonbunker, elliche Kilometer von der Grenze abgesetzt, konnten den Vorstoß nicht aufhalten. Dichte Kolonnen schoben sich querfeldein nach Osten. Wege zu suchen hatte keinen Sinn, denn die vorhandenen Straßen waren zermahlene Staubrinnen, lieber die Felder bahnten sich so die Kompanien, Bataillone, Kolonnen, Sturmgeschutze und Panzerjäger einen Weg. Nachrichteneinheiten zogen längs dieser ausgefahrenen Wegschneisen ihre Kabel, und die Dormarschstraße war fertig. Die feindliche Artillerie schoß unregelmäßig, aber sie zwang zu Umwegen. Querfeldein marschierten die Infanteristen, keuchend, verschmutzt, durstig, erschöpft von der glutenden Hitze — bis zu 50 km in der unvergleichlichen Leistungsbereitschaft deutscher Soldaten. Emsig zogen die Pferde, kochend aber brummten Motoren der Lastwagen und Kübel, die fast ausschließlich im zweiten Gang langsam inmitten dieser Pferde und Infanteriekolonnen sich bewegen mußten. Der Kampf der Infanterie, immer wieder im Gefecht um kleine Waldstücke, um vereinzelte Bauernhöfe, um unfertige Bunker und ausgebaute Feldstellungen hielt den langen Tag über an. Immer wieder aber brachen die Begleitwaffen der Infanterie häufig auch die Artillerie selbst, den Wider- ' ’ • Feindes. Sturmgeschütze zerschlugen im In der letzten Nacht bombardierte die Luftwaffe Hafenanlagen an der Themsemündung und in Südostengland. Es entstanden Brände. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht in Nordwestdeutschland eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, durch die einige Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Mehrere Wohngebäude wurden getroffen. Nachtjäger schossen eins, Marineartillerie zwei Kampfflugzeuge ab. Ein Nachtjägerverband erzielte seinen 200. Nachtabschuh. Das Jagdgeschwader unter Führung von Oberstleutnant M ö l d e r s errang am 22.6. seinen 750. Luftfieg. -i|i( stütze. Das Ziel des Krieges fei Die -15.. "dang des Kommunismus und die Be - ° ..... m x r • Ä * '□rthl- Oer Wehrmachtbericht Führerhauptquartier, 24. 3uni. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten nehmen die Operationen der deutschen Wehrmacht unter großen Erfolgen ihren planmäßigen Verlauf. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge ein britisches Vorpostenboot und beschädigten zwei feindliche Handelsschiffe schwer. Bei dem Versuch britischer Flugzeuge, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei diesen Kämpfen gingen vier eigene Flugzeuge verloren. Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine beschoß feindliche Schiffe im Kanal. Oie Slowakei an der Seite Deutschlands. Preßburg, 24. Iuni. (DNV.) Der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Dr. A. T u k a hat am Dienstagmittag den deutschen Gesandten in Preßburg, Ludin, empfangen und ihm mitgeteilt, daß die Slowakische Republik nunmehr offiziell in den Krieg gegen die UdSSR, eintrete. Zugleich hat die slowakische Regierung folgenden Aufruf an das slowakische Volk erlassen: „An das lowakische Volk? In völliger Solidarität nit dem Großdeutschen Reich tritt dos lowakische Volk zum Schuhe der europäischen Kultur an seinen Platz. Teile unserer Armee haben die Grenzen der Slowakischen Republik überschritten, um sich der kämpfenden deutschen Armee anzu- chließen." Der Präsident der Slowakischen Republik, T i s o , hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet: „Im Augenblick, in welchem sich die Slowakei mit der Waffe in der .Hand dem Schicksalskampf der europäischen Gemeinschaft um die Rettung der Gerechtigkeit und Zivilisation anschließt, erlaube ich mir. Eure Exzellenz neuerdings von der Treue und Verbundenheit des slowakischen Volkes und seiner Regierung sowohl als auch von seiner unerschütterlichen Siegesgewißheit zu versichern. Gott segne unseren Entschluß? Der Führer hat darauf wie folgt geantwortet? „Eurer Exzellenz danke ich für Ihre telegraphische Mitteilung, daß die Slowakei an der Seite Deutschlands in den Schicksalskampf um die Zukunft Europas eingetreten ist, und für die Versicherung ihrer tteuen Verbundenheit. In der unerschütterlichen Ueberzeugung von unserem Recht bin ich gewiß, daß unseren Waffen ein voller Sieg beschieden sein wird. west c lv v yen v „ gereicht. Es sei jetzt Sache der Europäer, diese Mächte Front zu machen. Wenn sich die Niiland, 24. Juni. (Europapreß.) Unmittel» ■ ,or Kriegsausbruch hat der Sonderkor- ,ondent der „Ga zetta del Popolo" Moskau noch die deutsche Grenze erreicht. Er rf in seinem Blatt die Ereignisse der letzten n in der Hauptstadt der Sowjetunion. Danach -je Bevölkerung vollkommen ahnungs- unb ging wie gewohnt ihrer Beschäftigung Die Vergnügungsstätten waren überfüllt. Von freigniffen hatten nur die diplomatischen Kreise nis. italienische Gewährsmann schreibt: „Man So bizarr und grotesk es klingt, das dem Deutschen Reich durch einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt verbundene Sowjetrußland richtete fein ganzes Bestreben darauf, dem Deutschen Reiche alles andere als Freundschaft zu erweisen und war mit einem schier fanatischen Eifer bemüht, Deutschland, mit dem es sich zu einem Bunde der Freundschaft vereinigt hatte, so lange wie nur möglich in dem ihm aufgezwungenen Kriege festzuhalten, um ihm schließlich selbst den Dolch in den Rücken zu stoßen. Mit einer Doppelzüngigkeit sondergleichen wurde von Moskau aus nicht nur ein Spiel des Verrates, sondern auch der bewußten Kriegsverlön- gerung getrieben, das einzigartig in der Geschichte dasteht. Diese Doppelzüngigkeit der Moskauer Machthaber war es, die bas Deutsche Reich unb seine militärische Führung bisher verhinderte, die Entscheidungsschlacht gegen England zu schlagen. Der Füh- rer glaubte vom August 1940 ab, es im Interesse des Reiches nicht mehr verantworten zu können, gegenüber dem gewaltigen Äräfteaufmarfd) bolschewistischer Divisionen unsere Ostprovinzen ungeschützt zu lassen. Wie er in seiner Proklamation an das deutsche Volk feststellte, trat damit das ein, was die britisch-sowjetrussische Zusammenarbeit beabsichtigte, nämlich: die Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten, daß besonders luftmäßig eine radi- täte Beendigung des Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte. Vor allem glaubte* die Bolschewistenhäuptlinge, denBalkan als Netz benützen zu können, in dem man die deutsche Wehrmacht festhielt und sie von Aktionen an anderen Stellen ablenkte. Besonders auf Jugoslawien hatte man es abgesehen. So kam es, daß, wie in der deutschen Note an die Sowjetregierung bargelegt ist, im November 1940 ber sowjetrussische Generalstabschef sich zu Waffen- Worte zu machen. Die gelange fällt ihren Richterspruch : Sowjetrußland ist schul di g. Sowjetruhland war schuldig an unserem Bürgerkrieg, Sowjetrußland war schuldig am Tode Jose Antonios, Sowjetrußland war ebenfalls schuldig an dem Tode unserer Besten. Kameraden! Seid jetzt gewärtig der Stimme, die euch rufen wird! Seid bereit, sie zu der eigenen zu machen. Die Erledigung der Sowjetunion ist die dringende Forderung der Geschichte Europas." Nachmittag sammelte sich vor der britischen Botschaft eine große Menschenmenge, die ihren Unwillen über die Verschwörung Englands mit den Bolschewisten in Rufen wie „Nieder mit Sowjetrußland!", „Nieder mit England!", „Mörder!", „Gibraltar!" zum Ausdruck brachte. Die Demonstranten führten Fetzen einer englischen Fahne mit sich. In I ber britischen Botschaft wurden Fensterscheiben ein- Die Stellung Frankreichs. Einheit des Kontinents gegen die Feinde Europas. Zusammenarbeit des Kontinents verwirkliche, werde Üie französische Einheit gerettet sein. Marcel Deal vertritt im „Oeuvre" eine ähnliche Meinung. Es sei offensichtlich, daß der im Osten entbrannte Kampf auch die Zukunft Frankreichs entscheide. Der Zusammenbruch der Sowjets werde die Zukunft leichter gestalten und sowohl die kommunisttschen als auch die gaullistischen Hoffnungen zerstören, wie er em für alle Mal die Stalinschen Einflüsterungen und die Rückkehr des angelsächsischen Kapitalismus unmöglich machen werde. Es bleibe für Frankreich nur noch eines übrig: Sich ohne Hintergedanken und Widerspenstigkeit an bie Seite Deutschlands zu stellen, das für die Einheit des Kontinents, für die europäische Revolution und für die Verteidigung der gemeinsamen Ideale Europas kämpfe. Der „Petit Parisi e n sagt, das Frankreich des Marschalls Petam, das sich für die europäische Zusammenarbeit entscheiden werde, habe alles Interesse daran, daß die, un Dienste des Bolschewismus stehende sowietrusstsche Armee außer Gefecht gesetzt werde. Wntlifo kicher lebens h ,l° r. l ’Üe, tu». .UQfflllttj, Unter großen Erfolgen planmäßiger Verlauf -er Operationen im Osten 22 Feindflugzeuge bei Einflugversuch in die besetzten Gebiete abgeschossen. gestern. ). 4:0 M 12:3 (1:2) Mer 51 feste W ipieloerl^ Die in ii den sich p mit 0:2 iti pte er bau i verdient in Crchs wohl, daß feit dem Beginn des Feldzuges ugoslawien die sowjetrussische Regierung siege ijs -Wili s i e r t e und an ber Grenze starke moto- 18 x» unb Panzertruppen zusämmengezogen hatte. ?bren k. i S w1 * ie ''Deutsch« bblldWz, m 'M en Nh Spanien und die neue Lage. onstrationen gegen England und Moskau. — Ansprache des spanischen Außenministers Guner an die Madrider Demonstranten. Ropf- H einen tr«| x sehe"' I rnzusehen ist. Das Blatt sagt, Spanien erkenne deutschen Unternehmen gegen die Sowjet- seinen eigenen Krieg. Aus * diesem e würde Spanien nicht nur den Sieg wün- sondern auch selber dabei sein. Bisher Hit Deutschland gegen die zersetzende Wirkung des wismus einen eisernen Schutzwall geboten, aber, ba bas Reich die Offensive gegen die *v-n Mächte im Osten ergriffen habe, müsse Luropa hinter bem Reich stehen. Das Madriber kolistenorgan „P u e b l o" unterstreicht die sich leutlich abzeichnende Klärung der Fron- Heute, so sagt bas Blatt, sei für eine Zwi- iellung in Europa kein Platz mehr. Man müsse ■ ntmeber für bie eine ober die anbere Seite—-i-v-.-,----. ,Y ' ' fifeiben. Die Stellung Spaniens als Barrikabe geworfen. Die Polizei versuchte vergeblich, bte Bolschewismus fei bekannt unb ent- Menge zu serftreuen. Europas verjagt fei, solange könne auch in Europa keine Ordnung herrschen. „ . Der Corriere della Sera meint, Sow- jetrußland sei trotz allen heuchlerischen Versicherungen immer ber Feind der Achse gewesen. Es habe diese Feindseligkeit bis zuletzt zu verbergen gesucht, um die Achse irrezuleiten und die Lage auszubeuten Für Moskau sei ber europäische Kriege sofort als' ein Schlaraffenlanb erschienen, m bem es retch- lidie Beute für den Bolschewismus emheimsen konnte. „Regime F a s c i st a" betont, Deutsch- land habe ben aünftigen Augenblick ersaßt, um ben Verrat Rußlands zu bestrafen. Der Krieg hatte nicht mit bem Fortbestehen Sowfetrußlanbs enden können, das für alle Europäer em Feind des Fortschritts, der Ordnung unb der Zivilisation barfteüc. Die römische Presse meldet ferner, die ersten Operationen ber deutschen Streitkräfte hatten mit einem vollen Erfolg ihren erwartungsvollen Verlauf genommen. Beträchtliche Gebietsteile im Grenzgebiet feien von ben deutschen Truppen bereits b es e tz t worden. Auch bie Kriegshandlungen ber deutschen Kn e gs- marine seien erfolgreich gewesen. Heftig, aber ebenfalls erfolgreich sei um bie U c b e r g a n g e Über bie Flüsse im Grenzgebiet gerungen war- fceju Mit furchtbarer, zerjtörenber Mittung jerei; DNB. ... Im Osten, 24. Juni. (PK.) Der erste Marschtag im Osten geht seinem Ende entgegen. Die Haut ist von glühender Sonne unb beißendem Staub entzündet. Der geringe Winb trieb nur ben Staub von ben Wegen hoch, wenn er von ben tappenden Schritten ber Infanteristen, ben Hufen der Pferde und ben kreisenden Rädern ber vielen Fahrzeuge aufgewirbelt wurde. Der Angriff rollt. Nach ber Ueberwin- bung der sowjetischen Grenzstellungen, bie durch- roeg schwach besetzt waren, aber zäh verteidigt würben, wurde ber Jnfanterieangrifs nach Osten tenb waren bie Blicke, bann und wann hob sich eine Hanb zum Gruß. In einem Ort manbte sich ein Jude ab, als demonstriere er so seine Meinung. Diele Litauer sind hoch am Vormittag verhaftet worden: sie wurden ber Konspiration mit ben „Nazis" bezichtigt. Ein paar Mal nun schon haben wir in diesem Krieg Grenzen überschritten, aber noch niemals war die Differenzierung so stark, wie dieses Mal. Es sollen nicht die Straßen sein, die hierfür angeführt werden. Aber bie Häuser, die Pferde, bie Kühe sind anbers: das Bild ber Menschen unterscheidet sich von den Ostpreußen, die uns Wochen hindurch Gastfreundschaft boten so stark, daß wir wirklich glaubten, das Tor z u einer neuen Welt sei uns erschlossen. Litauer, bie deutsch sprachen, Sowjetarmisten, die als Gefangene verhört wurden, zeigten ihre lieber« raschung über bie deutsche Truppenausrüstung, über die vielen Fahrzeuge und insbesondere über die stattliche Zahl der Pferde, ihr Aussehen, ihr Leder- Z-ug. , In ben nächtlichen Stunben, bie jetzt hernieder« sinken, wummert bie feinbliche Artillerie. Die beutschen Geschütze antworte*. Solange nur ein Schein bes Tages noch sichtbar mar, marschierten auch bie Verbänoe bes Heeres nach Osten. Es gab kein Halten, keine Stockung mehr. Die Sowjetarmisten setzten sich ab. Kleine Verbänbe führen bie Nachhutgefechte, bis bie Dunkelheit alles verhüllte. Nur ber Himel ist silbern hell, als kenne er keine nächtlichen Schatten in biefer Zeit. Unb nun auch liegen bie3nfanteri|ten nach einem langen, kämpferischen, glutenb heißen Tag mit mehr als 50 Marschkilometern in ben Gräben, unter Weibenbüschen, hinter Bäumen unb wachen trotz ber erschlaffenben, enblosen Mübigkeit, während nur wenige schlafen dürfen. Die Infanterie vor allem führt diesen Feldzug im Osten wieder. Denn ihre.Unermüdlichkeit, ihr zähes Aushalten garantiert das Nachkommen aller Verbände. Der deutsche Infanterist, der sich stets gleicht, marschiert mit verkrusteten Lippen, entzünditen Augen, bie Aermel ber Feldbluse hochgekrempelt, bie Halsbinbe nun verstaubt aus bem offenen Kragen hängend, beloben mit Waffen unb Gerät, mit brennenben Füßen, und dennoch immer guten Mutes, trotz mancher Flüche, ausdauernd, angriffsmutig unb zuverlässig. P-ri-, 24. Juni. (Europapreß.) Die Ausdeckunz Dttnterlistigen bolschewistischen Doppelspiels unb ergische beutsche Reaktion haben in Paris vn ungeheuren Wiberhall gefunben. Man begreift L )af3 Deutschlanb für bie europäische Zwmsa- mb Kultur kämpft. Das Vorgehen Deutschlands als europäische Tat empfunden. Die Tatsache, Rumänien und Finnland an der Seite Deutsch- in diesen Kampf eingetreten sind, wirb als ires Zeichen bes neUentstehenden Europas ge- Jn Frankreich, bas sich nach seiner Nieder- :brib, 24.Juni. (Europapreß.) Die spanische ung ist am Montagabenb zu einem Kabinetts- fammengetreten. In bem Kommunique heißt Beratungen würden am Dienstag fortgesetzt n. Es wurde erklärt, baß bie neue, burch ben uch ber Feinbseligkeiten zwischen bem Großen Reich unb ber Sowjetunion entstandene besprochen worben sei. Das parteiamtliche Or- ,Arriba" veröffentlicht eine Stellungnahme, bie tliche Verlautbarung ber spanischen Regiere haben | Je hingegen kenne bas italienische Volk nicht, p Krieg werde ja auch nicht gegen bie russtschen ^nassen, sonbern gegen die Clique im «renn Oer erste Tag des Sturmlaufes im Oster, Von Kriegsberichter Dr. Joachim Fischer. In Madrid veranstalteten Tausende von Studenten unb Mitgliedern ber Falange eine große Kundgebung. Es würben Nieberrufe gegen Rußland und Enalanb ausgebracht. Im Parteisekretariat richtete Außenminister Ser« rano Suner an bie Menge folgenbe Ansprache: „Kameraden! Dies ist nicht ber Augenblick, viele 5om, 24. Juni. (Europapreß.) Die römische veröffentlicht eine kurze a m tl i a) e Be» t"id tung über bie Beweggrunbe, die Italien iortigen Teilnahme am Kriege gegen Rutz- »estirnrnt haben. Für diese Teilnahme seien ' hundertprozentige Solidarität mit Deutschland u* lEe bem Bolschewismus gegenüber tief femo- b-ftimmenb rtiij ** $ fff®- Eine Feinbschaft gegenüber^bem «ui ‘p Anassen, sonbern gegen bie Clique w» Sowjet-Heer geführt, auf das sich d s * stütze. Das Ziel bes Krieges fei die Ver- M ' n ittung bes Kommunismus und die B e - l n g der unterdrückten Volke r. Zahl- nlt rech Völker und Volkssplitter seien m verschlede- ,^chchZtttepochen der Geschichte mit Gewalt gezwun- % <'®6fli-nben, im Rahmen bes russischen Staates zu Diese Volkssplitter wollten sich m l t 11) r e m vereinen, und bte unterdruck- ü°raU \ ' Fe Tölter wollten unabhängig werden unv iit ?. L^!Ä?^>ngig leben. Selbst unter den Trainern un hatten separatistische Tendenzen best in. in Rußland keine Ordnung geschaffen und Di1)81 ^»ülschewlsmllZ nicht aus der Nachbarschaf tft"' auch # der des ? rt $011^ ™. ön Frankreich, bas ncy nacy lemei ^erniP^» »efonbers stark vorn Kommunismus bedroht Jenin $ M, und wo der Kommunismus mit dem aullis- iein irbiiß1 ^anb in Hand arbeitet, sieht man in ber Ak- Mploräcd !cs Führers eine innere Notwendigkeit. „Aujourd'hui" schreibt George S u a r e s , bie die beginne, sei die entscheidende für bte r ft ber europäischen Zivilisation. Im Osten und MM F M Z esten hätten sich Rußlanb unb Englanb — gonr^i'^ b:iben ewigen Feinbe ber Zivilisation bte 6-lnebp ber Europ Moskau hielt am Pakt mit England fest.! » Eden vor dem Unterhaus. dert er mnHPi p nn Ä f p i „ p 3n Saarbrücken nahm Reichsfinanzminister (9 :l?me.le t$m.t in Würdigung eiM hef'J uneingeschränkte Erhaltung ihres deutschen Volks. ^Pn^^bpn^ künstlerischen Persönlichkeit $ nfter' tums und das ungehinderte Bekenntnis zur natiod C b Gedenken. td Qn9e >"^0Z'alistischen Weltanschauung sowie die unge- Lenbachs Bismarck-Bildnisse 35 000 2t2H. , ' ÖQ5? hat Eden recht — um bei seinen Schlägen auf England von einem Verräter im Rücken nicht behin- tende Außenminister Welles erklärt, daß 8« amerika das System der Sowjets ablehnen nuil daß es aber doch notwendig fei, alle Gegner Seit lands zu unterstützen, weil Hitlers Soldaten Iteferungen an Jugoslawien unter der einen Bedingung, nämlich der Geheimhaltung gegenüber Deutschland, bereit erklärte. Als die jugoslawische Regierung sich später den Achsenmächten näherte, betörte Entwicklung ihres eigenständigen nationalen Lebens und die unbehinderte Anbahnung und Aufrechterhaltung nationaler und kultureller Beziehun- ;en zum deutschen Mutterland verbürgt. Die deut- che Volksgruppe kann nach Bedarf Organisationen, Einheiten und Einrichtungen zur freien ungehinderten Arbeit auf politischem, wirtschaftlichem und ozialem Gebiet aufstellen. Tatsache, daß in Europa der Gegenschlag geger b, bolschewistischen Angriff die Zustimmung aller frtj( Völker findet, haben es die amerikanischen Krieg, treiber nicht leicht, mit „demokratischen" Ph^ A A A A M Altif aIa f A M X 1 1 I A V U A t I A M SY3 aU AMH aI Ma a a .ll I deutende britische Streitkräfte haben eine der vor- ,Narodni geschobenen französischen Stellungen an der West- rtrtl n az- I avama a X a - f X I. f .... _ ■ r r rs. . Io üfsMcher ^schastüch ^roortrag n Dichtung J! „Mos/er ,ir Weg ins >'ch: „Stern - einer kurzer iPll verlief -in pe gar n jit (langen d< Mittelbaren A beiden ? nN Lyck R Nur ein p Somjetr iinfare einge jizhorst' Aot-Front iss den Pröll *rgen — imt M hören! Mim fS ® [ft und v'LH, da. ' * länge. Möglichkeit dazu schien, Moskau durch den Pakt zu binden. Es mußte den zweiten Weg wählen, als es über die wahren Absichten im Kreml Gewißheit hatte. Es mußte die Wege wählen, darin Meine politische Nachrichten Der Führer des schwedischen Freiwilligenkorps, General Linden, ist in Finnland zu einem Besuch eingetroffen. In einem Interview erklärte er, er wolle sich mit der Lage Finnlands bekanntmachen. * Auf einer Kundgebung der nationalflämischen Einheitsbewegung in Brüssel erklärte der Leiter der Bewegung, Staf de Clerqu, die Nationalflamen tunden in dem Kampf Deutschlands gegen die Sowjets auf feiten Deutschlands. Mehr als je müßten sie durch ihre Treue den Sieg der deutschen Waflen unterstützen. ♦ Wie Reuter meldet, hat.das Unterhaus einen neuen Kredit von 1 Milliarde Pfund Sterling (ungefähr 10 Milliarden RM.) für Kriegszwecke bewil- hgt. Sir Kingsley Wood erklärte, daß dieser für drei Monate genügen könnte. Die englischen Kriegsausgaben haben jetzt einen Tagesdurchschnitt von zehn Millionen Pfund Sterling (100 Millionen RM.) erreicht. P fr E 5'ori i Dl n i»fl> & > ”ur . in#,,i t» Lr 1« w«e ‘im ? 1940, m Prag, 23. Juni. (Europapreß.) Staatspräsident Dr. Hacha hat im Namen der Regierung des Protektorats folgende Erklärung abgegeben: „Die Entschließung des Führers, mit dem Bolschewismus abzurechnen, ist ein historischer Markstein in den Bemühungen um den Umbau Europas. Uns Tschechen hat diese Entscheidung ebenso vorbereitet gefunden wie stets in den Schicksalsstunden unserer Geschichte. Getreu unserer Geschichte entscheiden wir uns heute, wie bisher, stets fürs Europa, für soziale Gerechtigkeit ohne Gewalt und Blutvergießen, für unsere Tradition. Auch in lenen Zeiten, die für den Bolschewismus am günstigsten waren, hat ihm das tschechische Volk in jeder Richtung die Stirn geboten. Wir sind überzeugt, daß die stets siegreiche Wehrmacht des Groß- deutschen Reiches, die sich gestern in Bewegung gesetzt hat, der ganzen Welt in einigen wenigen Tagen zeigen wird, was hinter der aufgebauschten Fassade des Kommunismus steckt. Für das ganze tschechische Volk gilt ein einziges Gebot, eine einzige völ- kyche Pflicht: in Ruhe und absoluter Disziplin mit verdoppelter Kraft zu arbeiten an der uns anvertrauten Aufgabe, an dem Ernährungs- und Rüstungsplan des Großdeutschen Reiches." bardiert. In der Nacht zum 23. Juni kam es zu SahrCUfbcr 1941 einem Seegefecht auf der Höhe von Beirut. Ein geg- f K v ' nerifches Kriegsschiff wurde schwer beschädigt. L l.n Mem Jahre sinden^die Ba yreutLt «ft i “»t k (5 9etöa te tische Vertretungen Moskaus wurden als Zentren der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Nachrichtendienste gegen das Reich ausgebaut und talismus bestimmt im Voraus die Haltung der hatten die eindeutige Aufgabe, der Vorbereitung Tschechen." „A—Zet" hebt hervor man könne nur zum Kriege zu dienen. Daneben wurde illegale Zer- das russische Volk bedauern, das 'von den Bolsche- setzung, Sabotage Terror und kriegsvorbereitende misten in einen schweren Krieg verwickelt wurde. Spionage m Militärischer wirtschaftlicher und poli- „Die Haltung der Tschechen kann nur durch die klAr Hinsicht m großem Umfange betrieben. Freundschaft mit Deutschland bestimmt werden." So haben die Bolschewiken alles getan, um den „Narodni Politika" schreibt der Pakt Sowjetruß- Krieg zu verlängern, statt, wie es ihre Pflicht und lands mit der ehemaligen Tschecho-Slowakei war Ausgabe als Partner eines Freundschaftspaktes ge- ebenso wie die späteren Aktionen in Finnland im wesen wäre, die befreundete Macht in ihren Bestre- Balkanraum oder im Baltikum gegen Deutschland bungen, den Krieg sobald wie möglich sieareich zu gerichtet. „Heute tritt eine mächtige F r o n t beendigen, zu unterstützen. Wenn der Führer das der europäischen Völker gegen den Feind von Moskau betriebene Doppelspiel nicht rechtzeitig der Zivilisation an. Das bolschewistische Rußland erkannt und nicht in gewohnter Gründlichkeit die hat Jahre hindurch die Vernichtung Europas vor- Gegenmaßnahmen getroffen hätte, wäre dem Verrat bereitet. Jetzt aber hat Europa den Kampf gegen zur gegebenen Stunde der Dolchstoß gefolgt. So ist die rote Barbarei ausgenommen." der Dolchstoß vereitelt und die Absicht, den Krieg _________ zu verlängern, zunichte gemacht worden. Aus der gewollten Kriegsverlängerung der Moskauer Ver-1 f r? rätercligue wird eine gründliche Abrechnung, die uns den Arm gegen England frei machen wird. H. Ev. I * I Bulgarien übernimmt M- ** 1 die deutschen Interest en in der LldSSR. ' Berlin, 24. Juni. (DBB.) Die bulgarische Re-I k ? Ä gierung Hal sich auf Wunsch der deutschen Regierung I f' ' ..-3 bereiterklärt, den Schuh der deutschen Interessen im I ä Gebiet der UdSSR, zu übernehmen. I 3 Erklärung . -j der Protektoratsregierung. Xm Heutigei Mter die Un Miattiger Ko R bie Abfä Wz Lernd, । Ein Frankfurter Kun st Haus brachte ü seiner letzten Versteigerung eine gute Auswayl corn Bildern, Graphiken, Fayencen, Porzellanen, Wr' fen, Möbeln und Teppichen aus Privatbesitz, dtt einen stattlichen Käuferkreis angelockt hatten. **M selten ging ein Stück zurück. Die hohe Bewert^ der Gemälde hielt an, auch das Interesse für Po" zellan ist gewachsen, was aus den guten Preissci heroorgeht, die bezahlt wurden, wobei vor atieii Meißen stark gesucht war, aber auch Höchst uir) Frankenthal. Von den Bild-ern schossen LenbaH- „Drei Bismarckbildnisse auf einer Tafel" den W ab; fanden sie doch für 35 000 RM. (9000 M über der Schätzung) einen neuen Käufer. Werke des Niederländers Jan Mostaert und Thomas wurden gut bezahlt. Wilitärjubiläum von Generaloberst Haase. gann Moskau die Waffenlieferungen zu verschleppen. Aber nicht nur Jugoslawien wurde politisch, - und im geheimen militärisch unterstützt, Moskau Stockholm, 24. Juni. (DNB.) In Gegenwart versuchte auch, d i e T ü r k e i durch die Zusicherung des Sowjetbotschafters sprach der britische Außen- der Rückendeckung zu einer aggressiven Haltung Minister Eden vor dem Unterhaus. Das Haupt- gegen Bulgarien und Deutschland zu bewegen, kon- ä^l Deutschlands, so sagte Eden, sei das britische zentrierte selbst eine starke Truppenmacht an der Empire. Der Einmarsch in Sowjetrußland bedeute rumänischen Grenze und machte sogar plötzlich An- keinen Abschluß, sondern nur ein Mittel zur Er- fang April 1941 den Versuch, Rumänien mit re-chung seines wesentlichen Kriegsziels. Dxirch sei- einer parallel lausenden englisch-amerikanischen Ak- neu Angriff auf Sowjetrußland hoffe Deutschland tion zum Abfall von Deutschland zu veranlassen, die militärische Macht dieses ungeheuren Staates Diese deutschfeindliche Außenpolitik ging Hand in 3U brechen und sich somit von jeder vorübergehen- Hand mit einer ständig zunehmenden Konzentrie- den Unruhe zu befreien, wenn es sich zum Duell rung der gesamten verfügbaren russischen Streit- 9e9en England wende. Den im Jahre 1935 zwi- frcifte auf einer langen Front von der Ostsee bis scheu beiden Regierungen abgeschlossenen Vertrag zum Schwarzen Meer. Bereits Anfang 1940 mußte bezeichnete er als bestimmend und bindend für die das Oberkommando der Wehrmacht mit Befremden Haltung der Sowjetunion während der verflossenen feststellen, daß die Sowjetunion nicht nur ihre Jahre und stattete dem Botschafter Cripps außer- Westgrenze stark zu befestigen begann, daß sie nicht ordentlichen Dank dafür ab, „daß er durch seinen nur die bekannte tote Zone entlang der Grenze Einfluß den grundlegenden Wunsch der britischen schaffte und die Verlegung der Industrie in das Regierung, ihre Beziehungen „normal" zu halten, Innere einleitete, sondern daß sie in immer stei- bewiesen habe". Wenn Cripps nach Moskau zu- gendem Maße eine Verstärkung der Grenztruppen rückkehre, würde er als Berater und Leiter der vornahm. Im Laufe der darauf folgenden Monate H^se auftreten, die die britische Regierung der Sow- entwickelte sich das Bild dahin, daß sich, wie das jetunion zu gewähren gewillt sei. Oberkommando der Wehrmacht feststellte, von den Bei diesen Erklärungen, die deutlich das ver- 170 Schützendivisionen, den 33^ Kavalleriedivi- räterische Verhalten Moskaus beweisen und unzwei- sionen und den 46 motorisierten und Panzerbri- l^bar darlegen, daß die Sowjetunion seit dem Jahre gaben, über die die bolschwestische Armee insgesamt ^35 immer ein williges Glied der britischen Ein- verfügt, 188 Schützendivisionen, 20 Kavalleriedivi- kreisungspolitik geblieben ist, wird es von felbjt sionen und 40 motorisierte und Panzerbrigaden im ylnfallig, wenn Eden behauptet: „Wir in London westlichen Grenzgebiet befanden, während im übrb E?a*-en davon überzeugt, daß Deutschland hinter der gen europäischen Rußland nur mehr 27 Schützen- Nebelwand seines Nichtangriffspaktes die Sowjetdivisionen, 5)4 Kavalleriedivisionen und eine moto- "mou anzugreifen gedachte." risierte und Panzerbrigade und im Fernen Osten von Deutschland veröffentlichten Dokumente lediglich 25 Schützendivisionen, 8 Kavalleriedivi- vnd anderes untrügliches Beweismaterial offen- sionen und 5 motorisierte und Panzerbrigaden un- ^ren unwiderleglich die Tatsache, daß vielmehr tergebracht waren. Der russische Aufmarsch war also die Machthaber im Kreml den Pakt mit Deutschland immer näher an d i e deutsche Grenzevls Schutzschild vor sich hielten, hinter dem sie ihre vorgeschoben worden, wobei grenznahe Flug- militärischen Vorbereitungen abschließen wollten, Plätze mit starken Verbänden der Luftwaffe belegt um im August 1941 die Maske fallen zu lassen, wurden und die Erkundungstätigkeit eine auffallende Deutschland ist dieser Entwicklung, die es nicht ge- Zunahme erfuhr. wollte, aber auch nicht blind übersehen hat, zuvor- Diese Maßnahmen waren begleitet durch eine I gekommen. Einen Gegner wie Rußland, der im intensive und planmäßige Z e r s e tz u n g s a r b e i t Lebenskampf der Nation die Flanke bedrohen der Sowjetorgane gegen Deutschland. Gegen volks- konnte, musite es entweder gewinnen oder vernichdeutsche Umsiedler wurden GPU.-Methoden unter ken. Deutschland ist den ersten Weg gegangen Anwendung verwerflichster Mittel benützt. Diploma-1— mcht zum Schaden Rußlands — solange die Tokio, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) Unter dem Vorsitz des Premierministers K o n o y e fand am Mittwoch eine Verbindungskonferenz zwischen der Regierung und der Wehrmacht zur Erörterung der mit der neuen Lage in Europa zusammenhängenden Fragen statt. Ihr folgten län-gere .. . , Konferenzen zwischen dem Staatssekretär der Reichs- /SX-ae, i I Tomita , sowie dem Präsidenten, des «Vtr IStttOriiu ItH proienortn* ^anungsamtes, Generalleutnant Suzuki und den ?q ex1tM: \ , beiden Chefs der politischen-Abteilungen von Heer s r~a 9' ,, vunt. (Europapreß.) Der Ausbruch und Marine, Generalmaior Muta und Knnipi-- SiXsSFS w *.•* ’ä - ssä ». W U- ÄÄÄMffiSS”' «“*» -I >» 2 « es fein Geheimnis gewesen, daß das bolschewistische J Rußland nur auf die Ermüdung Deutschlands war- f aaa in tete, um dann in ganz Europa die bolschewistische lll IVIU Revolution zu entfachen. „So kämpft das arische V i ch y, 24. Juni. (DNB.) Wie im französischen Europa um Sein ober Nichtsein. An seinen Gren- Heeresbericht gemelbet wirb, haben in bem Küsten- gen lauert der Grusinier Stalin, der listig abwarten abschnitt die australischen Truppen zum Schutze ihrer wollte, bis sein Opfer durch den Krieg ermüdet ist, östlichen Flanke seit mehreren Tagen Offensivaktio- um es vann ebenso zu vernichten, wie er Rußland nen bei Djezzine unternommen. In erbitterten Nah- und das russische Volk vernichtet hat. Stalin hat sich kämpfen wurden sie von den französischen-Truppen ®er^ed>net Das Deutsche Reich hat den zurückgeschlagen. Die britischen Angriffe aus Mer- ? u tz der arischen Rasse in Europa dyajoun wurden ebenfalls abgewiesen. In dem Ge- ubernommen. Gleichzeitig wird auch der s l a - biet von Damaskus stießen gegnerische Ausfälle aus ^.l' e 2, ’ in Sowjetrußland von der bol- der Stadt auf den Widerstand der französischen !chewistischen Knute befreit. Im übrigen handelt es Streitkräfte. In der syrischen Wüste in der Gegend Och bei dem letzigen Kampf nicht um einen Kampf von Palmyra haben Fremdenlegion, Meharisten und der Deutschen sondern um einen Kampf Europas; Luftwaffe die vom Irak kommenden gegnerischen der ganze Erdteil die Wiege der arischen Kultur, motorisierten Einheiten zum Stillstand gebracht Be- wehrt sich gegen die rote Pest." deutende britische Streitkriiste haben eine der vor- Das* Blatt der tschechischen Arbeiter „Narodni geschobenen französischen Stellungen an der West- Zrace .schreibt: „Der Mos auer Verrat hat das grenze des Dschebel Drus angegriffen. Französische unvorbereitet getroffen. Du bol\dtäxnA ^agbflug^eue haben 6 britische Maschinen abgeschos- stische Zusammenarbeit mit dem englischen Kapi-isen. Die britische Luftwaffe hat erneut BeirM bom- Generaloberst Haase feiert am 25. Juni sM Jubiläum von 40 Jahren aktiver Dienstzeit.. ® wurde 1881 in Honnef am Rhein geboren und ven> brachte die erste Dienstzeit im württembergisch^ Feldartillerie-Regiment Nr. 65. Nach Besuch her Kriegsakademie erwarb er sich im Weltkrieg ald Truppen- und Generalstabsoffizier besondere Der« dienste. Als Abteilungskommandeur in einem 2lrti> lerie-Regiment wurde er 1932 Oberst, 1935 Kommoir- deur der 3. Division und 1938 Kommandierender neral des III. Armeekorps. Nach dem Feldzug in sah der Feldzug im Westen General Haase an b«? Spitze eines Armeekorps, mit dem er die Befestt' gung bei Nouzon und bei Messiöres—CharleoiK durchbrach, als Generaloberst steht er heute an de-t Spitze einer Armee. , geleitet i konnte Zeit die größte Gefahr für Amerika darstellen. L solchen Märchen muß sich ein maßgebender PoW, in USA. befassen, um den inneren Widersprich. ’ umgehen, der in Amerika gegenüber der Sriem Politik Roosevelts im Wachsen ist. Angesicht- K rll toerben, u ^inehinen. 'Sine andere M wenn die er|t( i in ie Goetsk. -tNj? * ÖI5J Än im B-ls an, 1 Milden. am 6- Apni ttt, mit der I :-:efünbigt w Staatsführer General Antonescu, der Oberbefehlshaber der rumänischen Truppen, die gemeinsam mit den deutschen Soldaten zum Kampf gegen bie Sowjetarmee angetreten sind. (Scherl-Archiv-M.) Japan und die europäische Kriegslage. Fe st spiele im gewohnten Rahmen als KriW .?^-nEnc festspiele vor Mitgliedern der drei Wehrmachtsink - und der Waffen-^, vor Verwundeten, Reilh»kl^ Rom, 24. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr- beitsdienstmännern, Arbeitern und Arbeiterii,i«! machtbericht hat folgenden Wortlaut: der Rüstungsbetriebe statt. Während im vergarg»! In Nordafrika haben gestern italienische und "5? Aahr die 12 Bayreuch am nächsten liegern^ deutsche Flugzeuge Befestigungswerke und eine An- Ju\ und mitteldeutschen Gaue beteiligt waren, sammlung von Kraftfahrzeugen in Tobruk bomd|£nyfn nun die 30 übrigen einschließlich der nm\\ barbiert. Im Verlauf ber Säuberung bes Kampfge- ^"H^6 publik untergebrachten italienischen $erd'^rifttum5fammer Hessen ° Nassau mundeten, besichtigte einige neuerrichtete öffent- ®rabe getragen. Ein Herzschlag hatte feinem Lt- liche Bauten und richtete vom Balkon des Regie- .n ein plötzliches Ende gesetzt und ihn mitten «n rungsgebäubes Begrüßungsworte an die SeoölfeJ e!JJcm rci4)cn und fruchtbaren Schaffen heraus.ce. rung, die ihm begeisterte Sympathiekundgebungen Friedrich Karl Butz wurde 1877 in Frai:!- bereitete. — Die unter bem Schutz des Königs von ’“rt am Main geboren. In feinen Adern floß (vii Italien stehende unabhängige Republik San Ma- ^lut unzähliger heffen-naffauifcher Bauern-, Hmö> rino liegt an der Ostküste Italiens in der Nähe Kerker- und Lehrergeschlechter. Alle seine Werkt van Rimini und umfaßt ein Gebiet von 61 qkm ^on denen wohl Italiener", „Italienfahrt", „®i mit etwa 15 000 Einwohnern. Dorf wacht auf", „Der schwarze Reiter", „Kaim^ /A.’a Ä um Gott", „Der englische Ianuskopf" „BenM' Lite oeutswe Volksgruppe m Kroatien, und „Kreuz des Südens" die bekanntesten fick ÄSLÄÄ>,«»’•>»a-s» i”*™ WISÄ“ L .S werden zu können. Die britisch-sowjetische ^usowweoorbeit. I gegen Deutschland zu arbeiten. Nebenbei winkt au Cripps geht zurück nach Moskau. noch bie Möglichkeit, durch Kriegslieferunger I r-. . n. c, . ,,c , . , Sowjetrußland Geld zu verdienen. Der betens 61 o cf f; o l m, 24. 3uni. (SuropapreB.) 6,r 6laf- 3eitu‘ng5t," r(eger 5) e a r ft erklärt im „New g forö Cripps wird auf feinen Posten Zuruckkehren §ournaH( American", dost Deutschland völlig im L meldet Reuter am D.enstag^ Emem R-uterberccht fei sich gegcn feine (finfreifunq ZU wehren di- L zufolge sprach der Sowi-tbotschatser M a t (11) bei L, «n b;gonnen müsse jetzt 2 Aubenmmister Eden vor um chm d,° Antwort der Europa gegen die Expansion des Bol ch-wA I geeint werden 'könne. Jedenfalls lassen die B-Ä J * ’ , „ n minn ‘ hn6 Lin F j,9 au5 Amerika durchblicken, daß. Sumner niWv ^nnh ! i durchaus nicht berechtigt ist, seine voreilige L,iv demnächst nach Moskau abreisen werte, ^hr'sche" 'm Namen des amerikanischen Volkes cbp lich aus Aegypten. Der Botschafter ber,Bereinigten 9 Staaten, Winant, habe ebenfalls mit Maifky eine Unterredung, anscheinend jedoch auf eigne Initiative Der Führer hat bem Generalbirektor ber bin, gehabt, um Maifky alle Hilfe anzubie- schen Staatsarchive a. D. Pros. Dr. Albert Br ten.' die er selbst geben könne. mann in Berlin-Dahlem aus Anlaß ber U Em beredtes Eingeständnis über bie Zusammen- enbung seines 70. Lebensjahres den AblersM arbeit zwischen Lonbon unb Moskau ist eine Aeuße- bes Deutschen- Reiches mit ber Wibmuna: u rung des diplomatischen Mitarbeiters des Londoner verdienten Erforscher deutscher Geschichte" Dcrl’iX. „Daily Expreß". Dieser versichert, daß Churchill, * auf die Gefahr, die für die Sowjetunion aus der * iSÄÄ’Ä'iÄ Eine Fanfare erklingt & tor b?t t. a 1 uer^-.i» Ülbtriiffi —rt. I Soft ^sprechendem fto tion heftig der ElftSTOCORN fl«' der Tageskalender für Mittwoch. Oeffrntkicher Vortrag der Universität issenschastlichen Institut: 20 bis 21.30 sonderung des Magensaftes erhöhen und den Darm beeinflussen, die Stoffe so aufzunehmen, daß sich ihre Heilkräfte im Körper voll auswirken können, weshalb man den getrockneten Blüten auch andere Heilteearten zufügt, um dadurch ihre Wirksamkeit zu steigern. Auf eine Tasse Wasser rechnet man einen Teelöffel Blütentee, und man läßt 10 Minuten ziehen. Trocknen soll man die Blüten der Königs- kerze ohne die Kelche und sammeln — wie alle Heil- teekräuter — nur bei trockenem, warmem Wetter. „Wer Salbei baut, den Tod kaum schaut!", heißt ein alter Spruch, und es steckt denn auch ein gutes Stück Wahrheit darin. Beim Salbei sind die Wirkstoffe — ein ätherisches Oel, Harze, Gerb- und Bitterstoffe, Kalk usw. — ausschließlich in den Blättern enthalten, wobei der Gartensalbei dem wilden, auf den Wiesen blühenden Salbei vorzuziehen ist. Zubereitet wird der Tee ebenso wie der Wollblumentee, und als wirksam erweist er sich seiner keimtötenden Eigenschaften wegen vornehmlich als Gurgelwasser bei Erkrankungen der Mundhöhle, des Rachens und des Zahnfleisches. Salbeitee besitzt jedoch noch eine wichtige Eigenschaft: er wirkt beruhigend auf die leicht erregbaren Organe der Schweißabsonderung ein, wodurch sich die oft so quälenden und den Körper schwächenden Nachtschweiße hemmen Und bekämpfen lassen. Salbeiblätter tun außerdem auch in der Küche gute Dienste: sie geben der Suppe einen würzigen Beigeschmack, schmecken gut, wenn man sie Hammelfleisch, Bratensoßen oder grünem Gemüse — be- sonders Spinat, oder spinatähnlichen Gemüsen — beimischt, und eignen sich zudem als Essigzusatz. Wer sich seine Heilkräuter selbst sammelt, darf nicht vergesien, daß Geschmacks- und Heilwert sehr durch die Art der Trocknung beeinflußt werden, und daß die Voraussetzung hierzu ist, daß das Sammelmaterial immer nur auf einer peinlich reinen Unterlage in dünner Schicht, im Schatten und in einem luftigen Raum ausgebreitet wird und gründlich, d h. bis zum völligen Brüchigwerden austrocknen muß. Hand. Das war wohl so, als wäre ein Wunder schehen: es gab auf einmal wieder Blumen in verdunkelungszett 25. Juni von 21.49 bis 4.59 Uhr. Minister Tau voreilig So endete eine Fahrt ins Grüne! Jo, wenn man sich mit Hühneraugen auf den Weg macht, sollte man lieber vorherElasto- corn mit dem Filzring drauflegen. Dann geht es mit dem Gehen besser, u. die Hühner- > äugen sind bald gewesen! L jomunq: We" g(!- alt. der W- ur tätigt ! 6O3ofn trollen ud : belieb!! : -r Bühim Mick ; brachte. irben. mrbe dn t. der M! )bmant! er Aki' i - Hamburg: Boysen: König, Soßna: Kosa, Kühn, Möller: Schön, Heinrich, Theilig, Droste, Gohlke. Mehrkampfmeisterschasten der Leichtathleten. Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Fünf- und Zehnkompf, die am 5. und 6. Juli in der Mitteldeutschen Kampfbahn in Erfurt vonstatten gehen, haben eine Beteiligung gefunden wie nie zuvor. Insgesamt sind es 56 Mehrkämpfer und 21 Mehrkämpferinnen, die um die Titel streiten wer. den. Alle gemeldeten Männer nehmen am Füns. kampf teil, während für den Zehnkamps 37 Bewerber eingetragen wurden. Leider fehlt der Doppel, sieger des letzten Jahres, Rudolf Götzner (Weiden), aber bei den Frauen verteidigt Lisa Gelius (Mün- chen) ihre Meisterschaft. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter der Hauptschriftleiters: Gruft Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotx für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschern^ Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerer R. LangeK. (Z. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenteiter: Hans Sed, Verantwortlich für bqn Inhalt der Anzeigen: TüeodqrKümmel Pl.Nr.tz, 5» öhren! jung ongewii Nr Chef des In L Oberkoni Uffl Monate lsthen von d de Lslinie lD: Ken, Meldun L) ostiv. Chol die der feKug besold Ci Orientiert Kommando hirjeugiing 0 jungen un B. In die Um zlusmä MM-r । Linen hmgew Ldeuischfeind! Mn Wehr feit Vorschub Macht weil Mise enffl E Meitung al E [Wmittel s jungen dl uge Zurückhl Erhalten ithÄ HS M l* ■ Es" ß*1' r L * fei i#?;, Um I1* KW Lui* heL fern [Hl**® hsM brechend un re 2 212/4 l|, WMt. P Wr Ito; Ssrs b bie Tel ,Äääe’r I. "’t tt > 6 IU '.“"9e !h5’!'h ^Myaneri |L; .^rinacht । ? V aus be *"W u, rtt.M Zweiter Blatt Mittwoch. 25. Zuni Ml Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefien) Ständige Grenzverletzungen EN Miete! jöffler. eine un- Ärmeen gegliedert ist und 49 Jnf.-Div., darunter JO bis3.lt die Festsetzung Die Technik Komintern in bieten verläuft sämtlicher Beteiligten. der illegalen Zersetzung durch die den von Deutschland besetzten Sein der Form ähnlich wie oben be- von 10 Jnf.-Div. *unb 2 Pz.-Brig. versammelt. Daraus geht hervor, datz sich jeden Augenblick ein: ungeheure sowjetrussische Truppenmacht, die in vier lichezH. lusquelle, > dadliitz elber oui, m >on baren, 'eichwch nft hch t geprägt; i!« ßer Miete! nßl ellang xoettke id iporte ade ikten Üolberg ind Agatk •Ä । 3ut^ Berlin, den 20. 6. 41. Oberkommando der Wehrmacht W. F. St/Abt. L. (l Op.) Nr. 001161/41 g. K. her, duw KackM" Bennehrvj it, die für W vorstoßend, d i e Verbindung mit der jugoslawischen Wehrmacht aufzunehmen, sowie die deutschen Balkankräfte von ihren Nachschublinien a b z u s ch n e i d e n. Die Voraussetzungen für einen angriffsweisen Einsatz wurden geschaffen, grenznahe Flugplätze angelegt, Dersorgungsbasen geschaffen, Panzerverbände herangeführt, die rückwärtigen Verbindungen verbessert und zahlreiche Vormarschmöglichkeiten durch das Gebirge zur Grenze geschaffen. Nur durch die schnellen und entscheidenden deutschen Waffenerfolge wurden diese Pläne durchkreuzt. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Jahre 1940 und 1941 eine ununterbrochene Kette von Verletzungen der deutschen Hoheitsgrenze durch die sowjetrussische Luftwaffe. So ist allein im Monat Mai 1941 die deutsche Grenze von svwjetrussi- schen Flugzeugen 27mal überflogen worden. Auch die Grenzverletzungen durch sowjetrussische Soldaten lebten mit Beginn des Jahres 1941 wieder auf und nehmen allmählich unerträgliche Formen an. Ein eindringliches Bild der außerordentlichen sowjetrussischen Truppenzusammenziehungen an der Westgrenze gibt die nachstehende Aufstellung: 1. 9. 39: 44 Schützen-Divisionen, 20 Kavallerie- Divisionen, 3 motorisierte und Panzer-Brigaden (zusammen etwa 65 Divisionen). 28. 11. 39: 76 Schützen-Divisionen, 21 Kavallerie- Divisionen, 17 motorisierte und Panzer-Brigaden (zusammen etwa 106 Divisionen). 1.5.1941: 118 Schützen-Divisionen, 20 Kavallerie- Divisionen, 40 motorisierte und Panzer-Brigaden, zusammen zirka 158 Divisionen. Das Oberkommando der Wehrmacht hat angesichts dieser Truppenoerstärkungen der Roten Armee nach und nach erhebliche Kräfte an die deutsche Ostgrenze verlegen müssen. Diese Umgruppierung ist unmittel- bar und ausschließlich durch den bedrohlichen sowjet- bech, 5 vehy ^inrvei^ Voises sa 5*1’1 £ «-1 Die gegen Deutschland gerichteteZersetzungsarbeil der UdSSR. Oer Bericht des Reichsministers des Innern und des Reichsführers ff und Chefs der Deutschen Polizei an die Reichsregierung. Berlin, 25. Juni. (DNB ) Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD. IV E. L. 17/41 gRS. erstattet am 10. Juni 1941 einen Bericht an den Reichsführer jf und Chef der Deutschen Polizei, dem wir folgendes entnehmen: Die zersetzende Tätigkeit der kommunistischen Internationale bis zum Abschluß des deutsch-sowjetrussischen Konsultativ- und Nichtangriffspaktes vom 23. 8. 1939 gegenüber den Achsenmächten, insbesondere gegen das nationalsozialistische Deutschland, ist allgemein bekannt. Die Hoffnung, Sow- jetrußland würde sich nach Abschluß dieses Paktes entsprechend den Dertragsabmachungen loyal verhalten und die Wühlarbeit gegen das Reich einstellen, war trügerisch. Im Gegenteil: Kommunistische Zersetzung, Sabotage- und Terrorversuche und äußerste Forcierung des militärischen, wirtschaftlichen und politischen Nachrichtendienstes waren die unverrückbaren — jedoch erkannten — Ziele der sowjetrussischen Machthaber. Das einzige, was man geändert hatte, war die Methode, die durch stets neue Formen und raffinierte Tarnungen der Abwehr dauernd neue Aufgaben stellte. I. Aufbau und Zielsetzung der Komintern Die kommunistische Internationale (Komintern) ist die sowjetrussische Organisation (Sitz Moskau) mit dem Ziel (§1 des Statuts): „Die kommunisti- chen Parteien aller Länder zu einer Weltpartei zu vereinen, für die Gewinnung der Arbeiterklasse sowie die Grundsätze des Kommunismus und der Diktatur des Proletariats zu kämpfen." (Noch heute gehören S ta l i n — als 1. Sekretär der Kommunistischen Partei der SU. — dem Präsidium des Erekutiokomitees der Komintern an, ebenso wie Molotow, ferner der deutsche Emigrant Pieck — als Vertreter der deutschen Sektion der kommunistischen Internationale, der französische Kommunistenführer T h o r e z und als Vorsitzender der aus dem Reichstagsbrand bekannte bulgarische Terrorist D i m i t r o f f. Mit einem intensiven Aufwand an Menschen unb Geld wurde gerade während des Krieges die Wühlarbeit der Komintern gesteigert. Ganz schrieben. Bereits vor der Besetzung der ehemaligen Tschecho-Slowakei war die Kommunistische Partei sehr rege, die aber vor allem nach Errichtung des Protektorats in ihrer Illegalität voll zur Auswirkung gelangte. Die Verbindung mit der Komintern und die Ueberwachung und Leitung der Parteiarbeit wurde durch das Generalkonsulat der UdSSR, in Prag aufrechterhalten und durchgeführt. Als Verbindungsmann zum fowjetrussischen Gens- zahlreiche motorisierte, 3 Pz.-Div., 12 Pz.-Brigaden und 7 Kav.-Dw. umfußt, von Osten und Südosten her gegen Ostpreußen und gegen das Mündungsgebiet von Bug und Narew nördlich Warschau in Bewegung setzen kann. • Ein solcher Angriff kann nach den vorliegenden Meldungen über die Belegung der sowetjrussischen Flugplätze nördlich der Pripet-Sümpfe von nahezu 2000 Flugzeugen unterstützt werden. Daß auch an der gesamten übrigen Ostfront die sowjetrussischen Kräfte in ähnlicher, wenn auch nicht solch ausgesprochener Masse konzentriert sind, wurde dem Auswärtigen Amt schon am 11. Mai eingehend erläutert. In den letzten Wochen hat sich das Lagebild über den Aufmarsch der Sowjettruppen nur insofern geändert, als in Südbessarabien ausschließlich schnelle Kräfte (Panzer-Div. und -Brigaden sowie motorisierte und Kav.-Div.) verlamMelt sind, wie eindeutig auf offensive Absichten schließen läßt. Abschließend muß das Oberkommando der Wehrmacht feststellen, daß eine derartige militärische Situation einem Staate gegenüber, mit dem ein Freundschaftspakt besteht, als einzigartig zu bezeichnen ist. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß Sowjetrußland diesen Pakt seit Monaten nur mehr als eine Sicherung betrachtet hat, um möglichst ungestört im Sinne Englands den gewaltigsten militärischen Aufmarsch seiner Geschichte gegen Deutschland zu vollziehen. Die Sicherheit des Reiches macht es erforderlich, diese Bedrohung unverzüglich zu beseitigen. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. I. A. gez. Jodl. (Europa wurde mit Aufrufen und Weisungen der einzelnen Ländersektionen überschüttet mit dem Ziel, die Anhänger der kommunistischen Ideologie zu angestrengtester und ausdauerndster Zersetzungsarbeit gegen den „imperialistischen Krieg Deutschlands" anzufeuern, nicht zuletzt, um durch diese Steigerung der Aktivität die für die Sowjetunion vermuteten nachteiligen Wirkungen des Paktabschlusses mit dem nationalsozialistischen Deutschland auszugleichen. II. Oie neue Methode der illegalen Zersetzungsarbeit. Infolge der rücksichtslosen Bekämpfung und Vernichtung der Kommunistischen Partei — von 1933 an — als notwendige Folge der kompromißlosen Kampfstellung des Nationalsozialismus waren in der Zeit vor dem Paktabschluß sowohl die schärfsten Bemühungen der Komintern vom Ausland her, als auch die — überwachte — Arbeit kleinerer Restbestandteile der KP., mit ihren AM. und BB- Gruppen (AM = Abteilung für Militärpolitik) (BB = Betriebsspionage) umsonst. Dem gesteigerten Druck der polizeilichen Abwehr gegenüber antwortete die Komintern mit methodischen Anweisungen einer verfeinerten Zersetzungstaktik. Durch fortlaufende Beobachtung wurde festgestellt, daß in den europäischen Ländern die Verbindungsstellen der Komintern erneut stark ausgebaut wurden mit dem alleinigen Ziel, die zersetzende und nachrichtendienstliche Tätigkeit nach Deutschland zu steigern. Eine Hauptverbindungsstelle bei der schwedisch-kommunistischen Partei in Stockholm ist eine der rührigsten und gefährlichsten Einsatzzentren der Komintern. Zur Arbeit gegen das Reich wurden ehemalige deutsche kommunistische Spitzenfunktionäre, die in langjähriger Ausbildung in Moskau und anderen Städten Europas geschult waren, bevorzugt benutzt. Sie wurden erstmalig im Jahre 1939 in das Reich eingeschleust. Einem der Gerissensten gelang es, in umfassender Weise mit den von früher her bekanntem Genossen in Berlin in Verbindung zu kommen und in systematischer Arbeit in Berliner Großbetrieben, in denen wehrwichtige Arbeit durchgeführt wurde, erneut kommunistische BetriebsGeheime Kommandosache. Betr.: Sowjetrussische Grenzverletzungen. - An das Auswärtige Amt z. H. Herrn Botschafter Ritter. Am 17. Juni 1941 um 8.25 Uhr überschritten bewaffnete russische Soldaten im Abschnitt des deutschen VI. AK. östlich der Romintener Heide bei Eiszeryszki (15 Kilometer westl. Kalvarija) die russische Grenze und bewegten sich sichernd auf deutschem Gebiet. Als deutsche Posten Gewehrschüsse auf die russischen Soldaten abgaben, nahmen sie Deckung. Nach einem kurzen Feuergefecht zogen sich dann die Russen wieder aus ihr Gebiet zurück. Dieser Vorfall ist im Zusammenhang mit dem gerade gegenüber Ostpreußen besonders massierten Aufmarsch sowjetrussischer Kräfte ein erneutes Anzeichen für die provokativen Absichten Sowjetrußlands. Seit 11. Juni d. I. sind allein gegenüber dem Grenzabschnitt Suwalki—Memel 20 Jns.-Div., zwei Pz.-Div. und 5 Pz.-Brigaden einwandfrei festge- stellt. In dem weit nach Westen vorspringenden Bogen um Bialystok sind 19 Jnf.-Div., 7 Kav.-Div., 1 Pz.-Div. und 5 Pz.-Brigaden zusammengezogen. Dahinter um Baranowitschi ist eine Reserve-Armee Der sowjetrussische Aufmarsch gegen Deutschland. Oie Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht über die geheimen militärischen Vorbereitungen der' LldGGR die N entiuertf r Handes Uchtes £ Wanne braM *■ inheE d us l den. 'NB. Berlin, 24. Juni. Oberkommando der Wehrmacht. ßeft / Abt. L (1 Op.) F. H. Qu., den 13.1.1941. $r. 00 110 2/41 g. Kdos. Geheime Kommandosache tetr.: Sowjetrussische Grenzverletzungen. An das Auswärtige Amt z. Hd. Herrn Botschafter Ritter. x vti 1« -Ä hat, fr yy I W I I I russischen Aufmarsch veranlaßt worden. Der Bedrohung, die aus dem Aufmarsch der fowjetrussischen Armee für Deutschland erwächst, entspricht der in ihr hochgezüchtete deutschfeindliche Geist, der dauernd geschürt und mad)gehalten wird durch eine feindselige Propaganda. Hierfür liegen zahllose Nachrichten auch von befreundeten und neutralen Beobachtern vor. Daraus ergibt sich, daß der Aufmarsch der Roten Armee im wesentlichen als abgeschlossen angesehen werden muß. Denn von insgesamt 170 Schützen-Divisionen, 33% Kavallerie- Divisionen, 46 motorisierten und Panzer-Brigaden befinden sich im westlichen Grenzgebiet: 118 Schützen-Divisionen, 20 Kavallerie-Divisionen, 40 motorisierte und Panzer-Brigaden, im übrigen europäischen Rußland nur 27 Schützen-Divisionen, 5% Kavallerie-Divisionen, 1 motorisierte und Panzer- Brigade, im Fernen Osten lediglich 25 Schützen-Divisionen, 8 Kavallerie-Divisionen, 5 motorisierte und Panzer-Brigaden. Es ergibt sich also das Bild, daß der russische Aufmarsch immer näher an die Grenze vorgeschoben worden ist. Die einzelnen Verbände des Heeres und der Luftwaffe haben in sich nach vorn aufgeschlossen: grenznahe Flugplätze sind mit starken Verbänden der Luftwaffe belegt worden. Die Erkundungstätigkeit hat auffallend zugenommen und ist teilweise durch höchste Offiziere mit großen Stäben ausgeführt worden. Alle diese Tatsachen, verbunden mit dem in der russischen Wehrmacht gezüchteten Vernichtungswillen gegen Deutschland zwingen notwendig zu dem Schluß, daß die Sowjetunion sich bereit macht, in jedem ihr geeignet scheinenden Augenblick zum Angriff gegen das Groß- deutsche Reich anzutreten. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Gez. Keitel. union bis zum 28. 11. 39 diese Truppen um 47 Divisionen und motorisierte und Panzerbrigaden verstärkt auf 76 Schützen-Divisionen, 21 Kavalleriedivisionen und 17 motorisierte und Panzer-Brigaden. Trotz der Beendigung des Polenfeldzuges wurden die Verstärkungen in großem Umfange fortgesetzt. So tarnen dis zum 12. 3. 40 mindestens weitere 16, wahrscheinlich sogar 25 Divisionen und motorisierte Brigaden neu hinzu. Die Gesamtstärke der lowjetrussischen Truppen im westlichen Grenzgebiet betrug danach Mitte März 1940: 86 bis 95 Schützen- Divisionen, 22 Kavallerie-Divisionen und 22 motorisierte und Panzer-Brigaden. Nachdem anfänglich die Zusammenarbeit der deutschen und sowjetrussischen Stellen an der neuen @ren,3e im früheren Polen scheinbar förderlich und reibungslos vor sich gegangen war, kam es im Winter 1939/40 immer häufiger zu ernsten Zwischenfällen. Diese Zwischenfälle enthüllten eine ausgesprochene Abneigung und deutschfeindliche Einstellung der sowjetrussischen Grenztruppen. Ihr Verhalten war völlig unbegründet, da man deutscherseits offen seine friedlichen Absichten zeigte und sich um ein friedliches Zusammenleben an der Grenze bemühte. Während die deutschen Grenzverletzungen sich meist als geringfügig und immer als unbeabsichtigt erwiesen, waren die sowjetrussischen Grenzverletzungen viel zahlreicher, ungleich schwerer und hatten häufig Todesfälle auf deutschem Gebiet zur Folge. Erst auf ernstliche Vorstellungen der deutschen Reichsregierung hin, sind die sowjetrussischen Grenzverletzungen wenigstens zeitweise zurückge- gangen. Bei der Besetzung der Baltischen Staaten durch Sowjetrußland war durch Verträge eine Höchststärke der Besatzung von insgesamt 70 000 Mann vereinbart worden. Diese Zahl ist zunächst nicht einmal erreicht worden. So war die Stärke der Besatzungsarmee am 28. 1. 39 53 000 Mann und am 1. 2. 40 57 500 Mann. Die Besetzung ging widerstandslos vonstatten jauch in der weiteren Besatzungszeit ist es in den besetzten Gebieten niemals zu einem Zustand gekommen, der eine Erhöhung der sowjetrussischen Besatzungszahlen militärisch erforderlich gemacht haben würde. Trotzdem ging die Sowjetunion, nachdem sie die drei Länder völlig einverleibt hatte, daran, diese Gebiete mit einer über st arten Truppenmacht aller Waffengattungen zu besetzen. Im Frühsommer 1940 hatte die Belegung eine Gesamtstärke von rund 250 000 Mann erreicht: zur Zeit stehen schätzungsweise 650 000 Mann in dem Gebiet der früheren baltischen Staaten. Eine weitere schwere Bedrohung Deutschlands stellte der Aufmarsch starker russischer Kräfte an der russisch-rumänischen Grenze dar. der im Oktober 1940 begann. Als im September 1940 auf Wunsch der damaligen rumänischen Regierung die Entsendung einer deutschen Militärmission nach Rumänien erwogen und später durchgeführt wurde, benutzte die Regierung der UdSSR, diesen Umstand zum Anlaß, erhebliche Truppenmengen des Heeres und der Luftwaffe in Bessarabien und in der Bukowina an der rumänischen Grenze zusammenzuziehen und dort zu belassen. Aufgabe dieser Kräfte war zunächst, durch Ausübung eines Drucks auf die Balkanstaaten den deutschen Einfluß auf dem Balkan zu mindern und die auf friedliche Durchführung gerichteten Absichten Deutschlands auf dem Balkan zunichte zu machen. Seit dem immer stärker werdenden Auftreten englischer Kräfte in Griechenland bestand jedoch die Aufgabe der an der rumänischen Grenze versammelten russischen Kräfte offensichtlich darin, bei der nach dem Putsch in Belgrad vom 27. März 1941 unvermeidlich gewordenen bewaffneten Auseinandersetzung einzugreifen und, in westlicher Richtung Geheime Kommandosache. Berlin, den 11.6.1941. rkommando der Wehrmacht url. Nr. 212/41 g. Kdos. Chefs Chefsache. Nur durch Offizier! In die Reichsregierung, über den Herrn Reichsminister des Auswärtigen. las Oberkommando der Wehrmacht hat die ^echsregierung fortlaufend darüber unterrichtet gc» tlen, wie sehr die militärische Haltung Sowjet- 7-f.ands in wachsendem Maße einen bedrohlichen Hc ratter angenommen hat. Wenn die politische Mung der Sowjetunion ein wechselndes Gesicht »(te und die Erfüllung der Verträge auf rvirt- llichem Gebiet im mefenHüben keine Deran- l!rng zu Beanstandungen gab, so hat sich doch in- ^ichen klar erwiesen, daß die militärischen Maß- kl-hmen der Sowjetunion eindeutig auf die Vor - eitung eines Angriffs auf das Deutsche «tijh eingestellt sind. Diese Entwicklung, die zu eii-m Großaufmarsch d er Roten Armee Din Schwarzen Meer bis zur Ostsee ge- bit hat, stellt sich wie folgt vor: ■ Um die Jahreswende 1939/40 bestanden noch klki» Besorgnisse für die Sicherheit der deutschen vürenze. Die Sowjetunion hatte bei der Liquidie- inj Polens eine äußerlich freundschaftliche Haltung fliegt. Bereits Anfang 1940 mußte jedoch mit Be- Inarben festgestellt werden, daß die Sowjetunion nur ihre Westgrenze stark zu befestigen begann, b-S sie nicht nur die bekannte tote Zone entlang br »Grenze schaffte und die Verlegung der ui 1 u ft r i e in das Innere einleitete, sondern Daß ft ii immer steigendem Maße eine Verstärkung bi Grenztruppen vornahm. äm 1. 9. 39 hatten in dem Gebiet westUS. der öi Archangelsk — Kalinin — Poltawa —-Westspitze tin gestanden: 44 Schützendivisionen, 20 Kavaue- kii-Äivisionen und 3 motorisierte und Panzer-Briga- Aus Anlaß des Polenfeldzuges hat die Sow,et- zellen aufzuziehen, um die Belegschaft zu zersetzen und sie zur Sabotage anzuleitep und dabei gleichzeitig Betriebsspionage auszuüben. Um die zum Einsatz gelangenden Spitzenfunktionäre, wie z. B. Arthur E m m e r l i ch , geb. 20. 9.07 in Niederwiesa, oder Willy Gall, geb. 3. 10. 1908 in Falkenstein (Vogtland), oder Rudolf H a l l m e y e r, geb. 3. ?. 08 in Plauen, oder Heinrich Schmeer, geb. 20. 3. 1906, gegen Zugriffe der Sicherheitspolizei (SD) weitgehend zu schützen, wurden sie über die vermutliche polizeiliche Arbeitsweise geschult. Die Schulung wurde durch den hier bestens bekannten Kommissar der GPU. Dmitrij Fedosejewitsch Kry- l o w betrieben. DM-von den obengenannten Spitzenfunktionären ausgebab^? Organisation arbeitete über eine inzwischen in Hamburg fest eingebaute Kurierstelle über Kopenhagen, Stockholm nach Moskau mit dem Ziel, gegen Erhalt von Geldmitteln und Weisungen über den wichtigsten Fabrikations- und Pro- duktionsstand neuartigster Waffen in Deutschland zu berichten. Der Draanifation oblag auch die laufende Herstellung zersetzender Flugblätter. Aus dem zuletzt — Ende Mai 1941 — an Emmerlich gelangenden Befehle der Komintern aus Moskau ist auffallend ersichtlich, daß gerade für die nächsten zwei Monate die Entsendung einer größeren Zahl weiterer Instrukteure, aufgegünbert nach den einzelnen Gauen des Reiches, vorbereitet und in Durchführung begriffen war. Da die fortlaufende Beobachtung durch den Umfang der Organisation nicht mehr in der Lage war, tatsächliche Schäden zu verhindern, erfolgte Ende Mai 1941 rechtzeitig der Zugriff unb F. H Qu., den 1. März 1941. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit, daß i den Monaten Januar und Februar wiederum, c gesehen von dem im Schreiben vom 13.1. erwähn- in Falle, an den verschiedensten Stellen der Demar- Mitionslinie sowjetrussische Grenzüberflüge statt- Dnden. Meldungen liegen insbesondere aus der Ge- enb ostw. Cholm unb Ostrolenka vor. Da in biefer t?genb bie beutsch-russische Jnteressengrenze durch Im Bug besonbers beutlich gekennzeichnet unb baher ne Orientierung aus ber Lust sehr leicht ist, ist bas ßiertommanbo ber Wehrmacht nunmehr zu ber Überzeugung gelangt, baß es sich bei ben Grenz- [ vrletzungen um bewußte Provokationen nbelt. In biesem Zusammenhang wirb auch auf bem Auswärtigen Amt bekannten Steuerungen jetrussischer Offiziere über deutsch-russische Spanngen hingewiesen, bie in ihrer haßerfüllten Art r deutschfeindlichen Propaganba nicht nur in ber ssischen Wehrmacht, fonbern auch im russischen lke Vorschub leisten. Das Oberkommanbo ber ehrmacht weist auf den Ernst ber hierburch mög- ermeife entstehenden Folgen hin. Die deutsche stwasfe ist nach wie vor zur äußersten Zurück- [tung angewiesen worben. Der Chef des Oberkommanbos ber Wehrmacht. Im Auftrage: (gez.) Jobl. * F. H. Qu., 6. Mai 1941. Der Obltn. b. R. Dollinger, Leiter ber Kartenstelle bu 291. Jnf.-Div., hatte ben dienstlichen Auftrag, irt bem Gefr. Gießen ber Div.-Kartenstelle bie burch Adensicht unb durch bie russischen Beobachtungs- Irme eingesehenen Räume zu überprüfen unb inau festzulegen. Bei Ausübung biefer Tätigkeit in c Nähe des Grenzgrabens wurde Obltn. Dollinger u 25.4. 41, um 16.30 Uhr, im Raum nordostwärts art Ramutten von einem russischen Posten beschos- r. Obltn. Dollinger und der Gefr. Gießen nahmen )|ort Deckung, stellten Uhrzeit und genauen Aus- haltsort fest und setzten daraus ihre Erkundun- , nunmehr allerdings in mehr als 100 m (Ent- nung von ber Grenze, fort. Einem in ber Nähe inblichen Beamten der Grenzoufsicht, der durch Schuß auf den Vorfall aufmerksam gemacht i, Hot Obltn. Dollinger ben Vorfall sofort mit» ! feilt. Obltn. Dollinger, bem ber Verlauf ber rtienje genau bekannt war, befanb sich einwandfrei ov deutschem Gebiet. Genaue Lageskizze wird bei» jrügt. Das Oberkommando der Wehrmacht muß aus hii| en Tatsachen in Verbindung mit den zahlreichen |t fortwährend noch steigernden Grenzüberflügen 6i: Ueberzeugung gewinnen, daß die sowjetrussische i^tresleitung alle ihr zur Verfügung stehenden Auf- flfcungsmittel systematisch einsetzt. Wenn auch die [Mkorbnungen des Oberkommandos der Wehrmacht, Mige Zurückhaltung zu bewahren, nach wie vor -mrechterhalten werden, so muß das Oberkommando ki Wehrmacht Hoch nachdrücklichst darauf Hinweisen, M sich aus dem Grade des Spannungszustondes ki nunmehr vorliegt, jederzeit bewaffnete Zusam- AeAstöhe, auch größeren Umfangs, entwickeln Ihnen. )er Chef des Oberkornrnndos der Wehrmacht. Im Auftrage: (gez.) Jodl. .1 l I &■ Sieh*" M "41 “5 . Nachdem bereits im Herbst des vergangenen Jah- i>5 vereinzelt Flugzeuge ber UbSSR. bie lemarkationslinie nach Westen in großer Höhe verflogen, teilt bas Oberkommanbo ber Wehrmacht rit, baß neuerbings am 10. 1.1941 bei Wojciecho- rice eine fremde Maschine bis tief über deutsches I (ebiet einflog. Flughöhe ca. 1200 m. Gestalt und Abzeichen ließen einwandfrei erkennen, daß es sich im ein Flugzeug der UdSSR, handelte. Das Ober- I mmanbo ber Wehrmacht wirb von Gegenmaß- ribmen zunächst absehen, hat aber Anweisung er» iitlt, etwaige weitere Grenzverletzungen fortlaufenb il melben. Das Auswärtige Amt wird von hier kitsprechend unterrichtet. , Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Im Auftrag: (gez.) Warlimont. 2725D ralkonsulat arbeitet der Taßkorrespondent und Pressereferent beim sowjetrussischen Generalkonsulat Kurt Böer (Jude!). Außer dieser Verbindung über das sowjetrussische Generalkonsulat bestand im Protektorat noch eine direkte Funkverbindung der Komintern mit Moskau. Die mit der Leitung dieses Kominterngeheimsenders in Prag beauftragten Funktionäre waren ebenfalls in einem Spezialkursus in Moskau auf der Schule für Radio-Telegraphie ausgebildet. Auf funkentelegraphischem Wege wurden von Prag aus Berichte über die allgemeine innenpolitische Lage, über die durch die Partei durchge- sührten Aktionen und entsprechende Befehle des Exekutivkomitees der Komintern aus Moskau empfangen. Die Funksprüche sind der vollendete Beweis für die unnachsichtige Revolutionsidee der Komintern, gerichtet auf die Vernichtung des Nationalsozialismus. Auch wurde die Feststellung getroffen, daß die Kommunisten in Frankreich von den diplomatischen Vertretungen der Sowjetunion in jeder Form mit Geld und Propagandamitteln ausgestattet werden. Auch hier spalte der Pakt vom 23. 8.1939 keine Rolle, höchstens insoweit, als man von diesem Zeitpunkt ab in indirekter Arbeit die Aktivität der französischen Kommunisten geaen Deutschland steigerte. Beweis hierfür ist ein Akt der „Suret£ nationale“ (franz. Geheimpolizei) betr. die franz. Tageszeitung „L'Ordre". Ausweislich der authentischen Unterlagen der franz. Polizei war an der im November 1939 durchgeführten Sanierung neben dem Chef des Pressedienstes der jugoslawischen Gesandtschaft, Vutzevitsch und Jacques Ebstein, Liebhaber der Lady Stanley, einer Schwester des Lord Derby, der tschechische Jude Otto Katz alias Karl Simon, der im sowjetrussischen Dienst stand, beteiligt. Im November 1939 hat der Sowjetbotschafter Suritz in Paris zusammen mit dem ehemaligen rot-spanischen Minister Negrin und im Januar/Februar 1940 mit dem Sekretär der Botschaft, Biriukoff, den Hauptschriftleiter der Zeitung „Bürs", in seiner Villa in Saint Cloud besucht und vereinbart, daß ein gewisser Etevenont als Beauftragter der sowjetrussischen Botschaft in der Verwaltung des „L'Ordre beschäftigt wird. Die Unterstützung wurde Ende März auf 800 000 Frcs. monatlich erhöht. Den kommunistifchen Führern wurde nach der Auflösung ihrer Partei in Frankreich der ausdrückliche Befehl gegeben, den „L'Ordre" als deutschfeindlich-zuverlässig zu lesen. III. Sabotage durch die Komintern. Bereits ein Jahrzehnt vor Ausbruch des Krieges war die Komintern dazu übergegangen, erprobte Kommunisten aller Sektionen nach Sowjetruhland zu beordern und sie dort im Sabotage- und Sprengstoffwesen zu unterrichten. Da die Komintern bei Verwirklichung ihrer weltpolitischen Machtgelüste stets mit der Möglichkeit einer krie- gerjschen Auseinandersetzung rechnete, gab sie Richtlinien heraus, die ihre Anhänger zu Terror- und Sabotageakten aufforderten und diese Gewaltver- brechen als politische Notwendigkeit hinstellten. Die Vielzahl der von der Sicherheitspolizei (SD.) im Reichsgebiet aufgedeckten Terror- und Sabo- tagegruppen, die aus Befehl der Komintern gegründet worden sind, ist bezeichnend für die Haltung der Sowjetunion dem Reich gegenüber. Sabotageanschlagsvorbereitungen gegen kriegswichtige Objekte, Brücken, Sprengungen wichtiger Eisen«- bahndurchgangsstrecken, Zerstörung und Lahmlegung bedeutender Industrieanlagen sind Angriffsziele dieser rein kommunistischen Gruppen gewesen, die auch Anweisung zu Attentaten gegen führende Persönlichkeiten des Reiches hatten. Neben den vom Secret Service gebildeten Schiffssabotagegruppen, deren Ziel schon im Frieden die Vernichtung deutschen Schiffsraumes war, bestand eine Komintern-Terrororganisation, deren Aufgabe in der Vernichtung der Schiffe derjenigen Staaten bestand, die seinerzeit im Antikominternblock zusammengeschlossen waren. Nachweisbar waren Mitglieder dieser Organisation bis Ende 1940 tätig und versuchten, von Dänemark aus erneut ins Reichsgebiet hineinzuarbeiten. Leiter dieser Organisation war der deutsche Emigrant Ernst W o l l w e b e r, Mitglied der Reichsleitung der RGO. (Rote Gewerkschafts-Opposition) und Abgeordneter der KPD. Er ist verantwortlich für den Einsatz der auf Weisung Moskaus gebildeten Sabotagegruppen in Deutschland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich und den ehemals baltischen Randstaaten. Er überwachte die Beschaffung von Sprengstoffen und verfügte über die von der Komintern bereitgestellten Geldmittel. Wollweber floh nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Oslo im Mai 1940 nach Schweden, wo er sich in Haft befindet. Don der Sowjetregierung sind bei der schwedischen Regierung Schritte unternommen worden, Wollweber nach Sowjetrußland auszuliefern. Auf die Tätigkeit dieser Terrorgruppen sind Sabotageanschläge auf 16 deutsche, 3 italienische, 2 japanische Schiffe zurückzuführen, die in zwei Fällen zum Totalverlust wertvollster Schiffe führten. Das Sprengmaterial stammte aus nordskandinaoifchen Erzminen und wurde den kommunistifchen Sabotagegruppen in Holland, Belgien und Frankreich durch holländische Seeleute über den norwegischen Erzhafen Narvik und den schwedischen Erzhafen Lulea zugeführt. Sowohl die holländische als auch die belgische Gruppe unterhielten einige Laboratorien, in denen sie Brand- und Sprengbomben herstellten. Die Sabotageanschläge auf den italienischen Dampfer „Boccaccio"^ und den japanischen Dampfer „Kasij Maru" sind auf diese Gruppen zurückzuführen. Sabotageaktionen gegen deutsche Schiffe in Amsterdam und Rotterdam konnten rechtzeitig verhindert werden. Auf das Konto der kommunistischen Sabotage- Gruppen in Dänemark sind insbesondere die An- chläge auf den deutschen Dampfer „Saar" im Ha- en von Reval und den deutschen Frachtdampfer „Phila" im Hafen von Königsberg zurückzuführen. Zündsprengstoffe und Zündschnüre kamen aus Schweden und wurden durch besonderen Kurier aus einem Herrenbekleidungsgeschäst in Malmö, wo sie lagerten, nach Kopenhagen transportiert. Wichtigste Hinweise für die Arbeit der Komintern gegen Deutschland haben sich auch durch die Aussagen weiterer kommunistischer Terroristen in Dänemark ergeben. Im Auftrage der Komintern errichtete Wollweber Stützpunkte auf den Ostseeinseln Dagä und Oesel. Sie sollten jedoch erst in Aktion treten, falls in einem Krieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion diese Inseln von deutschen Truppen in Besitz genommen würden. Die Sabotageakte sollten sich dann gegen U-Boot-Basen, Flugplätze und Oellager richten. IV. Oie sowjetrussische Spionage gegen das Reich. Ms durch den deutsch-russischen Grenzvertrag vom 29. 9. 39 Rußland die Früchte des deutschen Sieges über Polen durch einen erheblichen Gebietszuwachs in einem großen Umfange auch für fkh verbuchen konnte, hat es die Aufrichtung der deutsch-russischen Jnteresfengrenze dazu benutzt, die erstmalig wieder in Erscheinung getretene Landberührung mit dem Großdeutschen Reiche zum Einfallstor für zahllose Spionageagenten im Gebiet seines Nichtangriffspartners auszubauen. Die großzügige Aktion des Führers zur Heimführung der auf russischem Territorium lebenden Volksdeutschen wurde in schmählicher Weise zu obengenannten Zwecken ausgenutzt. Als die Volksdeutschen sich in Massen zur Umsiedlung meldeten, trat die GPU. auf den Plan, um viele unter Anwendung verwerflichster Mittel für eine Spionagetätigkeit zu verpflichten. Wenn auch die GPU. kaum praktische Erfolge zu verzeichnen hatte, weil die meisten dieser so mit Gewalt zu Spionageverpflichtungen Gepreßten auf deutschem Boden hiervon sofort Mitteilung machten, so bleibt trotzdem diese Tatsache als ein Schandmal für die Arbeitsmethoden der fowjetrussifchey Machchaber bestehen. Die deutschen Umsiedler wurden von der GPU. vorgeladen, stundenlang verhört und es wurde ihnen angedroht, daß sie von der Umsiedlung ausgeschlossen würden, wenn sie sich dem Ansinnen der GPU. nicht gefügig zeigten. Beliebt war auch die Methode, den Umsiedlern zu erklären, daß man zurückbleibende Angehörige als Geiseln behandeln würde, wenn sie es wagen sollten, in Deutschland Anzeige zu erstatten. Man drohte ihnen weiter, daß der lange Arm der GPU. sie auch in Deutschland erreichen würde. Auch Frauen wurden in dieser schamlosen Weise gepreßt. Es steht fest, daß die GPU. an etwa 50 v. H. der Umsiedler herangetreten ist, um sie durch erpresserische Drohungen oder riesenhafte Geldversprechunger^ zur Mitarbeit zu zwingen. In sechs Fällen besteht der dringende Verdacht, daß die GPU. Volksdeutsche gemordet hat, um deren Papiere für den unauffälligen Agentenschmuggel ins Reich zu benutzen. Seit dem Paktabschluß ging der russische Spezial- Spionagedienst dazu über, die russischen Vertretungen im Reich — und hier an der Spitze d i e russische Botschaft in Berlin — für feine Ausspähungszwecke einzuschalten. Als der russische Botschafter Schkwarzew durch den Botschafter Dekanasow ersetzt wurde, war dieser Wechsel das Signal zur Intensivierung der Ausspähung. Dekanasow, ein Vertrauter Stalins, war in Rußland Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Und wenn ich Fehler mache?" „Streiche ich sie nachher raus." „Das gibt doppelte Arbeit für die Stenotypistin —" „Ja. Leider. Aber unvermeidlich. Wiedersehen." Rasch umziehen. Sich menschlich machen. Den Fabrikdreck abspülen. Scheußlich, was man da an einem Tage auf die Haut bekommt! Ebensoviel schluckt man womöglich durch Mund und Nase ein. Und da hilft keine Brause. Scheußlich ! Dann steht er im Garten unter Brigittes Fenster. Das Gesicht voller Leuchten. Der Mund voller Lachen. Brigitte erwartet ihn bereits. Der Garten ist voller Frühling. Die Kastanien blühen schon. Und der Flieder, der viele weiße und. blaue Flieder! Schade, daß die Mandeln schon abgeblüht haben und die Forsythien mit ihren goldenen Glocken. „Kommst du?" ruft er. „Nein", lacht sie und schüttelt den Kopf, daß die Haare um ihre Stirne fliegen. „Was krieg ich dafür?" Er sieht sich um. Hinten an der Laube steht ein Busch mit halboffenen Fliederdolden. Mit einigen Sätzen ist er drüben und bricht ein paar Stiele. „Einen Arm voll Flieder!" Nissen wirft ihn zum Fenster hinein. Sie beugt ihr Gesicht in die duftenden Blüten. „Ein schöner Kavalier bist du! Beschenkst eine Dame mit gemausten Blumen." „Gemauste Blumen sind die billigsten." Brigitte bricht eine Dolde aus dem Strauß und schnickt sie Nissen ins Gesicht. Er fängt sie auf und führt sie schnell an die Lippen. Brigitte soll es nicht merken. Aber sie merkt es doch. „Was machst du, Nissen?" Er legt die Blüte behutsam in eine Falte seiner Brieftasche. „Die erste Blume von dir!" Brigitte ist plötzlich befangen. „Gib mir die Blume wieder!" fordert sie und bangt in ihrem neunzehnjährigen Herzen davor, daß er gehorchen könnte. „Wer „Doch!" „Hol' sie dir!" , Da wirft sie den ganzen Arm voll Flieder auf ihn. „Dann hole ich mir gleich den ganzen Strauß wieder." Sie freut sich über Nissens verblüfftes Gesicht. Einen Augenblick später steht sie neben ihm und hebt mit ihm gemeinsam die Stiele auf. „Und nun noch die eine", sagt sie unsicher. Und streckt die Hand hin. Sein Gesicht wird ernst. Viel zu emft. Zögernd tastet ihre Linke. Er hält sie fest und preßt zärtlich die Lippen auf ihre Finger — leise und andachtsvoll, noch vorsichtiger als vorhin auf den Flieder. „Wie schön ist die Welt!" seufzt Brigitte. „Ja! Schön ist die Welt." Nissen schwärmt. „Schön mit dir, Brigitte! Nur mit dir! Das ist wie ewiger Morgen. Ich möchte immer mit dir durch diesen ewigen Morgen gehen, Brigitte." „Kein Morgen ist ewig, Nissen! Das trunken- selige Herz des alten Griechengottes spricht aus dir!" „Laß es sprechen, Brigitte! Laß mich Dionysos sein! Namen sind Schicksale... Mir wird mein Name durch dich zur Erfüllung. Zeus hat mich zum König bestimmt, — durch dich!" „Laß uns ein Stück zusammen gehen." „Zur See?" „Ja, wenn du magst." Sie gehen. Schnell und im Gleichschritt. Unterwegs greift Brigitte den letzten Gedanken wieder auf. „Namen sind Schicksale? Ich fürchte mich vor dem Schicksal des Dionysos... „Pah! Er ist der Sohn des leuchtenden 8ett$r D Aus dem Reich qkm Fläche andere Betriebe, die rechtzeitig vorbereiteten, d r Halbtagskräfte statt feiner bekommen. ,Kein Unrecht, Kind, kein Unrecht! un WUL 1 li», XAVk L Vlll L1LU4., --- . mit dem Taschentuch über die Augen. Und w Blumen gebracht hat und daß ich sie gleichfalls an meinem Bette ausgestellt habe...' nie war zwischen den Linds und den Domitsiks yeuö unv ' ahor mn« om;rt Sie fährt noch einmal leise mit der Hand übst 'tnän nn? skuJ Mt Nissen Dominiks Blumen und geht hinaus. SdMtaS’Ä Ä dL BngUt- liegt lange schlaflos in dieser Mt meine nicht beschweren. Jffs nicht ganz gleichet (Fortsetzung folgt) P LV was die Allen tun? Wir sind die Jungen! Bit leben uns--uns!" „Wir leben uns!" Ein Schatten—, der Schaitsn feines Vaters greift hinüber in diese Abendfeisl und macht den Klang seiner Stimme dunkel. fühlt es mehr, als daß sie es hörte. „Halte beim? Seele fest, Nissen, es gibt keine Titanen mehr.. „Es gibt keine Titanen mehr, du hast recty, Brigitte. Ein Wunder ist gekommen. Das Wundst ist da." „Ja, Es ist da!" flüstert sie heiß beseligt. Und küßt ihn auf den Mund. Am Abend vor dem Schlafengehen stellt Brigittie Nissens Fliederstrauch neben ihr Bett. Nun kam der Duft ihr Träume von ihrem Liebsten bringen Nach einer Weile kommt ihre Mutter wie jebe-i Abend, setzt sich auf den Bettrand und schwaA von lieben und vertrauten Dingen. „Der Strauß ist von Nissen Dominik?" „Mutti!" _ * „Nachher bin ich bann doch die Frau von W» theus Lind und deine Mutter geworden", flustem liSÖ km lanj WlM zwi kimssat i im asiatische !b-8rtysch W-Sele im) und M, der ai i Sn Seen h Meer dk !:i!olsee a asiatische 'M große $ jür Son ■ gehörte, k beiden St ■ n:. Auch der I ümieltfr I Ä von beac vM gehören i ata die N Ober) ilin (3927 W japanisä ■Olten Kam „Ja, Mutti." Da nickt die alte Dame in ihrer füllen, guten Weise vor sich hin — lange, bedächtig. Und mMM plötzlich ihr Taschentuch und fährt sich über brt Augen. „Mutti, was hast du ...?" Frau Lind kehrt sich schweigend ab, geht Fenster und schaut hinaus in die Nacht. . „Ist es denn ein Unrecht, von Nissen Domini* Blumen zu nehmen, Mutti?" bittet Brigitte. Die alte Dame schüttelt ihren grauen Kopf- W” ft r ” w „Nicht des leuchtenden! Als Unterweltsdrache gab ihm der Vater das Leben." Nissen'muß lachen trotz Brigittes ernster Miene. „Du bist erstaunlich gebildet, Mädchen!" Sie läßt sich nicht stören. „Ich habe darüber nachgelesen. Selbstverständlich ! Auf der Schule lernt man nichts davon." Aus heißen Augen spricht sie weiter. „Aus dem Dunkel erwuchs sein Schicksal. Er spielt mit Sonnenstrahlen und bunten Blumen. Er sieht nur das Licht und fühlt nicht das Unheil, das hinter ihm steht. So wird er eine Beute der Titanen, die über ihn herfallen... Nein, Nissen, dein Name soll dir kein Schicksal sein!" Er macht das glücklich sorglose Gesicht eines großen Jungen. „Du vergaßest das Schönste, Brigitte." „Das Schönste?" „Dionys wurde wieder geboren. Pallas rettete sein zuckendes Herz aus den Pranken der Titanen. Wiedererwecker wurde er der Welt. Schönheit, Geist, Leben gingen von ihm aus." Und nun faßt er doch Brigittes Arm. Sie gehen gerade hinter einer Haselhecke. Da sieht sie keiner. „Schönheit! Geist! Leben! Sv möchte ich Wiedererstehen. Wiedererstehen durch dich, Brigitte. So will ich mich wiederfinden — wiederfinden in dir." Dann sitzen sie auf der hohen Düne über dem Meer. Auf die glatte Fläche zeichnet der Wind krause Streifen. Ein paar Möven schwenken im Schaukelflug über den Wellen. Rechterhand mündet der Fluß ins Meer. „Kallekallekalle Kiek--Kallekiek, Kallekiek — Kiek — Kiek!" kommt es aus dem Schilf. „Ein Rohrspatz", flüstert Nissen. Und dann knüpft er wieder an vorher Gesprochenes an. „Möchtest du mir das fein, Brigitte? — Das Wunder, das meine Seele rettet?" Sie nickt versonnen. „Du wirst es nicht leicht haben, Brigitte. Noch Rüffungseinsah -er Studenten. In Anbetracht der außerovdenttichen Leistungen, die gerade jetzt wieder von dem Soldaten im Kampf gegen die bolschewistische Armee verlangt werden, hat der Reichsstudentenführer auch die zur Zeit in der Heimat befindlichen Studenten, nachdem die Studentinnen dem Aufruf des Führers an die deutsche Frau Folge geleistet haben zum Einsatz in der Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt. Die Belange der Studenten werden, insbesondere was die Fortführung eines geordneten Studiums betrifft, weitgehend gewahrt. Die Urlaubsgrundsätze für den in der vorlesungsfreien Zeit stattfindenden Rüstungseinsatz sehen Befreiungen für Examensemester, Wehrmachtsangehörige und Kriegsversehrte vor. Der Einsatz erfolgt auf der Basis der Dienstverpflichtung, die vom Reichsarbeitsmsnister erlassen worden ist. Landversckickte Kinder helfen bei der Ernte. Auf ihren Wunsch werben Jungen und Mädel in den Lagern der Kinderlandverschickung dem Bauern wiederum bei der Einbringung der Ernte helfen. Bei den Lagern kommt nur ein Gruppeneinsatz in Frage, und zwar nur in den Orten, die vom Lager leicht zu erreichen sind. Da die Lager in den Aufnahmegebieten verstreut liegen, ist eine gute Verteilung von vornherein gewährleistet. Unter Führung ihrer Lehrer und HJ.-Führer werben die Jungen und Mädel nur zu solchen Arbeiten herangezogen, die ihrem Alter und ihrer Leistungsfähigkeit entsprechen. Oie Reichsautobahnen. Für den Bau und Betrieb der Reichsautobahnen ist im Jahre 1933 das Unternehmen „Reichsautobahnen" in der Rechts form einer juristischen Perlon des öffentlichen Rechts errichtet worden. Von Der Deutschen Reichsbahn gegründet, waren bisher die „Reichsautobahnen" verwaltungsmäßig eng mit dieser verbunden. Nunmehr wurde der Reichsbahn ein großer Teil der für die „Reichsauto, bahnen" tätigen Beamten jurücfgegeben. Neben Den verbliebenen Reichsbahnbeamten werden künftig unmittelbare Reichsbeamte tätig fein; auch die Angestellten und Arbeiter werben nunmehr von ben „Reichsautobahnen" selbst betreut. Damit haben die rabe jetzt begonnen werden sollte, kriegswichtig Betriebe im Stadtplan zu markieren. V. Grenzzwischenfälle. Abschließend muß noch darauf hingewiesen werden, daß seitens der Sowjets fortlaufend, aber seit Februar 1941 gesteigert, Gr enzzwischen, fälle hervorgerufen werden, die auf der deutschen Grenzbevölkerung im Osten wie ein Alpdnck liegen. Schuldhafte Erschießung deutscher Staate angehöriger und fortlaufende Abgabe von Schüssen von russischer Seite auf deutsches Hoheitsgebiet wechseln miteinander ab. Die gesamte, gegen das nationalsozialistische Deutschland gerichtete Tätigkeit der Sowjetunion zeigt an den aus der Fülle des Materials heraus» gegriffenen Beispielen, in welchem Umfang illegale Zersetzung, Sabotage, Terror und kriegsvorberei» tenbe Spionage in militärischer, wirtschaftlicher unpolitischer Hinsicht betrieben wurde. Diese feindlichen Bestrebungen haben nach dem Abschluß des Ko-i» sultativ- und Nichtangriffspaktes vom 23.8.1939 sich nicht vermindert, sondern sind im Gegenteil in Umfang und Stärke gesteigert worden. GPU. eine große Schwarzsendeanlage einbault Er mußte weiter ein kleines Hotel mit Bierlofit übernehmen und als Quartier für durchreisens russische Agenten bereitstellen. Er bekam Auftrage, sich an Spezialarbeiter der Rüstungsindustrie heran» zumachen. Allein in diesem Fall zahlte die GPU. rund 100 000 RM, um alle Vorbereitungen in die Wez? zu leiten. Für seine Schwarzsendeanlage hat ber russische Nachrichtendienst über Pakulat einen deut» schen Funker von der Firma Siemens geworben, den ihm die Sicherheitspolizei (SD.) — im Gegen, spiel — zur Verfügung gestellt hat. Der russische Nachrichtendienst rechnete fest damit, daß Pakulnt inzwischen ein zuverlässiges Vertrauensmännern^ von 60 Deutschen geworben hätte, die neben reich, liehen Spionageaufträgen auch zersetzend mirhn sollten. Das im Gegenspiel gesteuerte Netz hach bereits feine Ausdehnung bis Königsberg, wo gr- Leiter der Nachrichtenabteilung des NKWD, (des russischen Volkskommissariats des Innern), dem die GPU. als Spionage-Spezialabteilung angehört. Seine Aufgabe war, durch Vertrauensmänner in die Reichsbehörden Eingang zu finden und vor allem Berichte über militärische Stärke und operative Pläne des Reiches zu beschaffen. Sein Gehilfe war der GPU.-Angehörige und sogenannte Botschaftsrat" K o b u l o w, der eine intensive Tätigkeit auf dem Spionagegebiet entwickelte unter rücksichtsloser Ausnutzung seiner exterritorialen Stellung. Das Ziel ber russischen Spionage im Reich ging dahin, neben der rein militärischen Nachrichtengewin- nung die politische Planung des Reiches zu erfahren und durch Ausbau geheimer Schwarzfenbeanlagen an vielen Stellen Deutschlands Meldeköpfe bereit zu haben, die nach einem ausgeklügelten Chiffriersystem alle für Rußland wichtigen Meldungen durchgeden sollten. (Der deutsche Abwehrdienst konnte sich rechtzeitig einschalten.) Aus dem umfangreichen Material soll folgender Fall angeführt werden: Der Bäckermeister Wietold Pakulat aus Mari- ampol im Litauischen, der Mitglied des Deutschen Kulturbundes in Litauen war und in Berlin Verwandte besaß, wurde eines Tages nach Kowno vor die GPU. zitiert. Hier drohte man ihm, einen Spionageprozeß gegen ihn anzustrengen, da er Angehöriger des Kulturbundes war und zwecks Besuchs seines Bruders in Memel einige Male von Litauen nach Deutschland gegangen war. Dem verängstigten Manne versprach man Straffreiheit nur bann, wenn er sich bereit erklärte, unter ber Maske eines volksdeutschen Flüchtlings nach Berlin umzu- siedeln und dort nach bestimmten Weisungen für Rußland zu arbeiten. Unter Zurücklassung von Frau und Kind, die als Geiseln in den Händen der GPU. blieben, wurde er ins Reich geschickt. Trotz der Drohung, daß der Arm der GPU. lang sei, hat auch dieser Volksdeutsche sich mit der Sicherheitspolizei (SD.) in Verbindung gesetzt. In Berlin wurde Pakulat durch einen Mittelsmann ber GPU. aus ber russischen Botschaft mit Weisungen versehen. Er mußte eine Wohnung mieten, in bie die läge erreichte danach im Gebiet ber R e ichs« bahn 69 000, bei ber R e i chk s p o st 120 000 weibliche Arbeitskräfte, bei den Schienenbahnen bei Nahverkehrs etwa 20 000 und in ber Elektrizitätsversorgung rund 12 000 Frauen Die Nation braucht aber ben Einsatz von noch vielen weiteren weiblichen Arbeitskräften, die gegenwärtig noch außerhalb bes Arbeitslebens stehem. Noch mehrHalbtagS-Etellen für Kraue« Die Halbtagsbeschäftigung von Frauen in ben Betrieben hat sich gerade auch in ber Kriegszeit seSr bewährt. Schon jetzt gibt es noch eine große Anzaihl von Frauen, bie gern bereit finb, wenn man ihnen und den Kindern bie nötige Betreuung angedeihen läßt, eine solche Arbeit aufzunehmen. Die Gai> frauenwalterin Fr. Singer richtet deshalb einen Appell an die Betriebe, alle Arbeiten, bie in Halt' tagsbesetzung ausgeführt werden können, feM- stellen und bie übrige Arbeiten, soweit möglich, ba t« auf einzurichten. Dies läge im eigenen Interest Republi ’^hnbesr bnenie Mdbtöii Wnbigtei Untergt einerfe . . rum o ^evölkei «ton 166 2 J vertreten Cinw :*1 mit iS1*1 Pu lil. « SNig a tr. «ta „Reichsautobahnen" eine eigene Persona?« oerm altung erhalten. Die Direktionber seicht, autobahnen", bisher als leitende DienWelle brr ,Reichsautobahnen" organisatorisch selbständig, ist mit der obersten Reichsbehörde des General- infpeftors für das deutsche Straßen» wesen verschmolzen worden. Die Obersten Bauleitungen der „Reichsautobahnen", die als Organe des Unternehmens schon bisher Reichsbehörden waren, sind jetzt dem Generalinspektor unmittelbar nachgeordnet. Da infolgedessen eine Aenderung bt» Reichsautobahngesetzes erforderlich wurde, wurden gleichzeitig einige andere Aenderungen vorgenommen. So wurde die Möglichkeit geschaffen, die Eni- schädigung für enteignete Grundstücke i n ßaitb zu gewähren. Krauen bei der Reichsbahn. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark bre Frauen schon dem Appell gefolgt sind, im Kriexe ihre Arbeitskraft der Volksgemeinschaft zur Ve:- fügung zu stellen, bietet ein Bericht bes Seiten des Fachamts Energie-Verkehr-Verwaltung in brf DAF. Der Fraueneinfatz auf freiwilliger GrundJÄ □fiten un ;wöor L Breite - WKilme 0 ber 3 Men ol M Mb" in Eismeer m vor olle* Mt, Stv bis zu i hier He ft das Sl i Kiste des ifinben mir mit 0 ‘.Jjlanb von ■ 3(5156 Metei jfybung, dem l bas hoch [jjnb bas imt indessen I ! Gotische o ifiinb Se haben mi istr lange A ■ münbet, mi 18**1' - te» 50 - $«* Apolitisch bem 31q: des Betriebes, wenn er nicht zusehen möchte, w:e- nnhpre Betriebe, hie rerhheitin vorbereiteten, b4 f’ti genannt Rebelt und die meitrc chnbezirke, hat. Und starrt weiter in die schwarzen Schotten dS ||g000) Gartens. Schluckt ein paarmal. Fährtt sich xö\M i , mit dem Taschentuch über die Augen. Und sop ! linnen wieder: „Kein Unrecht, mein Kind. Aber ich । ^,7 SoqjÜ daran denken, daß mir auch einmal ein DonM s . voll L ■........~...... fe IN n-.l-Olt