Dienstag, 25. gebruar M ver- er- zielsicher einer Nr begannen 41 Ar mitten in einem großen Zusammenbruch sten von ihnen im en die Parteigenossen, die mei- - unh b.qm^f deutschen &Hen Krieg iten von ihnen im Bronnhemd oder n 8uigtitDun8en. Mil fit es ober taten, darum muh iormen der Äampfformationen und ölteoetuna „Tritt gesaßt!" tr-Mni ebnifli tii unb M blei id )re Mtißii Den hji uaenb ity ölen epro ?iem Zahn chasien 'Senlirap italieniith ?n Zabi a ilgendmoW i, Ponuaii ei und U» genbiüfimf Gäste ie len in Ml aus, Lpm i (jiöbode» iitietjiingfl igen, 'JJIÄW igefchmbn Uni) darum sind die häufigen Rückblicke des Führers auf die Entwicklungsgeschichte feiner Bewegung 2D anders hin — in dis. Sandwüsten Nordafrikas - hinverlegt. Wir müssen ihnen jetzt' nachlaufen, Jier wir werden sie finden. Wo wir sie treffen, werden wir zuschlagen. Und wir werden fte treffen, inb zwar dort, wo der Schlag am empfindlich- ^gs^lag in der Natur des Anlasses, aus dem die Sehe gehalten worden ist, daß der Führer mit der ebeoollen Anteilnahme des Mannes, der als Trauer eines phantastischen Aufschwunges seiner Bergung unter Mitkämpfern sprach, auf die Einzel- leiten, insbesondere auf die seelischen Antriebe die- «r Bewegung in den schärfsten Kampfzeiten aus- Rettung und Wiederaufrichtung Oer Führer spricht Parteigenossen und Parteigenossinnen! Nationalsozialisten! hl rufen worden ist, auch nur eine soldatische sein i"nn. So ist die ganze deutsche Nation jetzt ange- ?ten und wenn das Kommando erschallt: „Tritt - - • ~ itt.t v —.jx:..«» Dr. Ho. Annahme von Anzeige« fiir die Rtittaasnummer bis8'/-Nhr de-'. Vormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf.te mm bei 22 mm Zeilenbreite, TeNteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Aten gen staffel B Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25*/o mehr triump^y macht, ton Gormi!^ e belcgtr^ ! M« Flacht«"^ Gehrig m-Netrr^ «uf.ti tert d» * ■ i* j tarn Ld Fert K Villach bie^y + * s M l D \ i üon "uliüs Ä-Üb und Christian ffleber. Biele Dum öert Hände recken sich dem Führer entgegen. Im Namen aller grüßt ihn Adolj Wagner der Gauleiter des Traditionsgaues Er weist dar- auf hin daß der Führer sich anichrcke m diesem Mre den gigantischsten Entscheidungskamps der deutsch'n Geschichte zu schlagen. „Wir wissen alle , so erklärt Adolf Wagner, „daß Sie, mein Führer, den Kriea nicht gewollt haben. Bon dem Tage an, an dem Sie von dieser Stelle aus das Programm der NSDAD. verkündeten, kannten Di? nichts anderes als Arbeit und Sorge für das Wohlergehen des deutschen Volkes. Nur Verbrecher wollten das nicht begreifen, und sie konnten dann auch Are Arbeit nicht ungestört vollziehen ^ssen. D"sdalb faoen ss. Jahrgang Nr. 4? .„.trheint täglich, außer L agS und Feiertags «-ilagen: Die Illustrierte KÄr^amilienblätter WimRild DieScholle x-onats-VeziigsvMs: s°,t 4 Beilagen NM. 1.95 dne Illustrierte . 1.80 iiiiiellgebubr.. ,, --25 ni bei Nichterscheinen Kn einzelnen "N'ummern Holfle höherer Gewalt ^cnsvrechanschluß 2251 t m b tanfebnft: „An ze i ger" Asckerk 116s«Tranks. M tung in der Welt gesehen und durchgeführt hat. Es ist kein Wunder, daß Adolf Hitler von diesem Bewußtsein tief durchdrungen ist, und dieses Bewußt- sein ist so lebendig, daß auch durch das „Kapitel vom rauhen und herzlichen Ton" Helle Lichter jener wahren Humorigkeit huschen, die sich nur emstellLN, wenn sich Ueberlegenheit bewahrt fühlt. Sie kommt so recht zum Ausdruck, als der Führer sagte: „Ge- rade jetzt fühle ich mich besonders frisch, es kommt der Frühling... es kommt die Zeit, daß in diesem Augenblick Millionen deutscher Soldaten genau fo denken " Soldatisch durch und durch wie der Fuh- Haben wir nicht schon genug Parteien?" — Wenn die neue Bewegung wirklich nichts anderes hatte sein wollen, als eine Fortsetzung und Vermehrung der alten Parteien, dann allerdings wäre dieser Einwand wohl zu Recht erhoben worden, denn Parteien gab es ja damals mehr als genug. AVer es war das doch etwas Anderes als alle damaligen Parteigründungen. Es entstand eine Bewegung, die zum ersten Male erklärte, daß sie von vorn herein nicht beabsichtigte, die Interessen bestimmter Volksschichten zu vertreten. Keine Vertretung bürgerlicher oder proletarischer Interessen, keine Vertretung von Land oder Stadt, keine Vertretung katholischer, aber auch keine protestantischer Belange, keine Vertretung einzelner Länder, sondern eine Bewegung, die zum ersten Mal in den Mittelpunkt aller ihrer Gedanken das Wort „Deutsches Volk" setzte. Sie war auch keine Klassenpartei insofern, als sie sich weder der rechten noch der linken Seite verschrieb, in die man damals die Nation zu trennen versuchte, sondern hatte von Anfang an nur ein Ziel im Auge: Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit. Damit begann ein heldenhafter Kampf, der von Anfang an fast alles übrige gegen die Bewegung führen mußte und auch geführt hat. Aber 'n dieser Zielsetzung lag das Entscheidende, und daß ich heute nach 21 Jahren wieder vor Ihnen stehen kann, ist nur dieser Zielsetzung zu verdanken. Dieser klaren eindeutigen Zielsetzung, die die Bewegung nicht zur Dienerin einzelner bestimmt umgrenzter Interessen machten, sondern sie darüber hinweg zu einer einzigen Aufgabe erhob: dem deutschen Volk im gesamten zu dienen und seine Interessen über alle augenblicklichen Spaltungen hinweg wahrzu- «« I ien. ««4 h tnittihll 8*41 ien, ^11 Mim das Kommando erschallt, wird Deutschland marschieren Oer Führer spricht auf der Parteigründungsfeier in München. nen, daß es hier zu einem klaren Sieg kommen würde. Und das war ja das Entscheidende. Wenn die Nation nicht endgültig zerfallen sollte, Dann mußte aus diesem Kampf, wenn er schon unausbleiblich war, eine Seite als hundertprozentiger Sieger heroorgehen. Aber das war schon damals ausgeschlossen, denn die Bewegungen begannen sich in sich selbst aufzulösen und zu zerspalten. Ihr Elan war längst verlorengegangen. Das Burger- tum spalteten sich auf in unzählige Parteien, Vereine, Grüppchen, Berbändchen, hinter ihnen Vertretungen von Stadt und Land, von Hausbesttz und Grundbesitz usw. — Und auf der anderen Seite die sich immer mehr zersplitternden marxistischen Richtungen, Mehrheitssozialisten, unabhängige Sozialisten, Kommunisten, radikale Kommunisten, Kommunistische Arbeiterpartei, Syndikalisten usw. Wer kennt diese Gruppen noch alle, die damals gegeneinander fochten? Jedes Plakat war eine Kampfansage, nicht nur gegen die gegnerische Welt, sondern auch oft gegen die eigene. Diese beiden Lager, die uns damals gegenübertraten, mußten auf die Dauer zur vollkommenen Auflösung unseres Volks- körpers im Innern führen und damit naturgemäß zum Verbrauch der ganzen deutschen Volkskraft. Ganz gleichgültig, ob innerpolitisch oder außenpolitische, ob wirtschafts- ober machtpolitische Fragen zu entscheiden waren: Keine der großen Ausgaben der Zeit konnten gelöst werden ohne den gesamten und konzentrierten Kräfteeinsatz der Nation. Vor unseren Augen stand damals Versa il les. Als ich hier in diesem Saale zum ersten Male au - trat, da war mein ganzes politisches Denken erfüllt von der Verpflichtung, gegen diese schandbarste Unterwerfung aller Zeiten zu protestieren und die Station zum Kampf gegen sie aufzurusen. Außenpoll- tisch bedeutete dieses Diktat die vollkommene Wehr- losmachung und Rechtlosmachung der deutschen Nation Gerade diese außenpolitische Lage zwang zu einer klaren Entscheidung. Das Schanddiktat war bestimmt, die deutsche Nation für ewige Zeiten zu versklaven. Man hat keine Begrenzung dieser Skla- : verei gesetzt, sondern man sagte von vornherein: i Mir wollen nicht festlegen, was ihr zu zahlen habt, i weil wir selbst noch gar nicht wissen, was ihr zah- - len könnt. Wir wollen daher das von Zeit zu Zeck : immer wieder aufs neue festsetzen; ihr verpflichtet euch nur von vornherein, daß ihr alles das bezahlen werdet, was wir verlangen." — Das haben damalige deutsche Regierungen dann auch getan Die Erfüllung dieser Verpflichtung mußte Deutschland für ewige Zeiten zum Untergang bringen. Und wenn es ein Franzose aussprach, daß das Ziel eigentlich sein müßte, 20 Millionen Deutsche zu beseit i g e n — bann war das keineswegs Phantasie! Es war bamit tatsächlich d i e Zeit auszur ech• nen, in der die deutsche Nation 20 oder 30 Millionen Menschen weniger zählen würde. Dieser schon rein wirtschaftlich gefehenen unheilvollen Versklavung trat die deutsche Nation nun i n zwei große Heerlager ajrfpaltet ent- gegen. Beide hatten ganz andere Auftastungen, aber beide hofften auf Internationalismen. Die einen mehr auf intellektueller Art, wie es ihnen entsprach, sie sagten: „Wir glauben an das Weltaewissen, an die Weltgerechttakeit; wir glauben an den Völkerbund in Genf." Die anderen waren etwas mehr proletarisch und sagten: „Wir glauben an die internationale Solidarität" — und so was ähnliches. Aber alle glaubten an irgend etwas, das außerhalb des eigenen Volkes lag. Eine sehr bequeme Methode, sich zu retten, indem man hofft, daß andere kommen, um einem zu Helsen! Demgegenüber vertrat die neue Bewegung ein* öZ S Mf Hitlers seinen Sieg Heine Krönung erfahren hat. «... auch in Die Ankündigung, datz der " V c^uhaufes «diesem Jahre wieder im ^estsaal des Hofbr Y^ 3u seinen ältesten Weigenoffen Ihatte sich wie ein Lauffeuer in ber S)aupt| 'Bewegung verbreitet. Im Nu war unt> jc Ibräuhaus führenden Straßen dicht g nxqGt>unq mäher die Stunde des Beginns der Kundgevu^ lherannahte, umso mehr drängte sch «hinter dem Spalier der ^'^bsperrmannmi ' ium den geliebten Führer zu sehen und ihm -uz "“Der' grohe Sefffaat be. fioibmuDaufe^ft^ud) 'm diesem Jahre ohne .wettere gleiche blieben. Er bietet m seinem 2le h an ■ Bild wie vor 21 Jahren. Kopf Vie mei- d°n tanken lifW" in'b=n Uni Wir standen damals mitten i n e i n e m g r o » i ßen Zusammenbruch. Versailles lastete drückend auf uns, und es war selbstverständlich, daß sich überall einzelne Menschen beklommenen Herzens aufmachten, um einen Weä zu suchen, der aus diesem namenlosen Unglück Herausfuhren konnte. Die Ursache dieses Zusammenbruches wurde verschieden gesehen. Ohne Zweifel waren schwerste poli- tische Fehler gemacht worden — nicht etwa nur in den Jahren des Krieges, sondern bereits viele Jahre vorher. Man sah das Ungewtt- ter kommen. Man sah gewisse Hetzer in der Welt — und es sind die gleichen, die das Geschäft uuch heute wieder besorgen — ganz Europa gegen Deutschland »u mobilisieren. Obwohl sich nun günstige Gelegenheiten geboten hätte, diesen Hetzern entgegen^ treten, und zwar rechtzeitig «ntgegenzutreten, haben die damaligen Reichsführungen hier politisch versagt. Auch seit Beginn des großen Kneges mar Die politische Führung nach innen und außen oenkbar ungeschickt, psychologisch durch und durch fehlerhaft gewesen. Nur auf einem Gebiet darf man ihr fernen Vorwurf machen: Den Krieg hatten sie nicht ge- wollt! Im Gegenteil — denn hatten sie den Krieg gewollt, bann würde sie sich sicherlich auf ihn anders vorbereitet und einen günstigeren Zeitpunkt gewählt haben. Nein, ihr größtes Verbrechen, wenn man einen Fehler so bezeichnen darf, war, daß sie nicht selbst die entscheidende Stunde fand und damit zu einer günstigeren Zeit handelte, obwohl sie doch wußte, daß der Krieg unabwendbar war. Es sind auch militärische Fehler gemach worden, viele militärische Fehler, aber trotzdem bleibt eine Tatsache bestehen: lieber vier Jahre hat per deutsche Soldat als solcher unbesiegt dem Feind seine Stirn geboten! Ein Heldenepos einmaliger Art hat sich in diesen vier Jahren abgespielt. Ganz gleich, wie groß unsere Siege heute sein mögen und wie groß die Siege der Zukunft sein werden — immer wirb bas beul che Volk mit andächtiger Rührung und tiefer Ergriffenheit aus diese große Zett des Wttttrieges zurückblicken, da es vereinsamt und von aller Welt verlassen einen heroischen Kampf focht gegen eine ungeheure Uebermacht der Zahl, gegen eine gewaltige Ueberlegenheit des Materials und trotzdem standhielt — bis ein Zusammenbruch em- trat, den nicht die Front verschuldete, sondern der aus dem Verfall der Heimat kam. Damit kommen wir zum eigentlichen und entscheidenden Grund, zur wirklichen Ursache des damaligen Zusammenbruchs. Das deutsche Volk lebte chon seit Jahrzehnten in einem sich vollziehenden inneren Verfall. Es waren zwei Welt en, in die die Nation damals auseinanberfiel. Sie sind uns alten Nationalsozialisten heute nur noch allzu bewußt, denn mit diesen Welten haben wir gerungen und gekämpft. Zwischen ihnen standen wir und aus ihnen heraus hat sich unsere Bewegung langsam geformt. Sie erinnern sich noch, meine alten Parteigenossen und -Genossinnen, des damaligen Bildes des politischen Lebens, erinnern sich noch all der Plakate der zwei großen Begriffe, die miteinander stritten: Bürgertum auf der einen-, Proletariat auf der anderen Seite, Nationalismus hier, Sozialismus dort — zwischen diesen beiden eine Kluft, von der man behauptete, daß sie nie überbrückt werden könne. Das bürgerliche nationalistische Ideal war eben nur bürgerlich, das sozialistische war nur marxistisch. Das bürgerliche Ideal war gesellschaftlich begrenzt, das marxistische international unbegrenzt. Im Grunde genommen aber waren beide Bewegungen 'bereits steril ge» worden. In der Zeit, in der ich zum erstenmal hier l auftrat, konnte gar kein Vernünftiger damit rech- Bewegung in sich wieder Das starke Schutzmittel einer eisernen Disziplin entfaltete, das kann bei einer Bewegung nicht wundernehmen, die sich von dem ~~ -■*] weniger wunder ..... v... ein großes Wissen und einen intuitiven Blick, kühnes Wagen und zäheste Geduld Ui sich vereinigt. Denn das sind ja gerade die Eigenschaften, die den Sinn jeder Disziplin ausmachen, die sie immer neu beleben und gestalten, ohne die die Disziplin zum simplen Ka- Metzener Anzeiger .^General-Anzeiger für Oberhessen das erste M jerturnier I jeben über'] . her beim cherte sich H )er M" emannen I Mchener q ; gegen W\ lalifizierlttP eben. ziea enM I Marie« idlp'il *1 irisierte W-.J ):0) Wl )ie Schnei verteidig 1 [Is dentis Ifltte rsprung, Der 24. Februar ist für uns immer ein Tag griffener Erinnerung. Und mit Recht! Denn an diesem Tag begann die Bewegung aus diesem Saal den staunenswerten Siegeszug, der sie an die Spitze des Reiches führte und damit zur ©eftaltenn des deutschen Schicksals machte. Auch für mich bedeutet dieser Tag sehr viel. Es ist, glaube ich, sehr selten, daß ein Politiker 21 Jahre nach seinem ersten großen öffentlichen Auftreten vor Die gleiche Gefolgschaft Eintreten kann, um ihr dasselbe Programm zu wiederholen, wie am ersten Tage, daß em Mann 21 Jahre das Gleiche predigen und auch das Gleiche verwirklichen durfte, ohne sich auch nur einmal von feinem früheren Programm entfernen zu müssen. Als wir im Jahre 1920 in diesem Saal zu- fammentraten, da erhob sich bei vielen die Frage: „Ach schon wieder eine neue Partei. Weshalb? l nehmen. fen sie Der gerechten Strafe zugeführt werden. D a s Recht steht bei Adolf Hitler. Darum wird Adolf Hitler siegen." Immer wieder branden bei diesen Sätzen des Gauletters Die Heilrufe durch Den Festraum. Nachdem ^olf Wagner noch unterstrichen hatte, Daß Die englische Plutokra- tie unweigerlich Den Weg ins Verderben gegen müsse, bat er im Namen Der alten Parteigenossen Den Führer, zu ihnen 3U sprechen. Der Führer betritt Das Podium. Er blickt Die Reihen seiner alten Parteigenossen entlang. Ein freudiges Lächeln liegt auf feinen Zügen. Immer wieder erhebt er Die Hand zum Gruß. Dann stummt die Kundgebung. Der Führer spricht. Wieder weilte, wie immer an Tage, Der Führer im L-- - . . Kampfgefährten, um zu ihnen zu sP^/yen. Es sind 21 Jahre vergangen, seit Adolf Hitler zum ersten Male seine 25 Programmpunkte verkündete. Eine eherne Tafel im Fest^m^ I Hofbräuhauses, der diesen Tag Der eigentli )c ■ Parteigründuna erlebte, bezeichnet die Stelle, I Der aus der Führer - sein politisches ©laubdisbe Kenntnis zur Rettung und Wiederau richtnnc Deutschlands in eine bewegte Versammlung ' Somit auch in das tief niedergedruckte und ent- । mutigte deutsche Volk gerufen dot. Freilich waren -- damals nur menige, die die K aus ' brachten, an dieses in einem DeutfchlonD der i Schmach und Erniedrigung utopisch kliNgende P I ^ramm der Ehre, Freiheit und Zukunft zu_gla"b-.m Knd noch weniger waren bereit für die Erfüllung Dieter Leitsätze Der jungen Bewegung, die sich eb erft anschickte, sich ihren ^g ms Deut che Volk z^ | Dehnen, alles einzusetzen, Hab und Gut z mnd im Kampf um ein neues DeuMand >e v ihr Leben hinzugeden. Es t übermenschlich Ueberzeugungskraft und wayry i Kanatischer Mut und Wille dazu, sich.^ni Kamps mnd Einsatz für ein Programm zu bekennen, ZU desien Verwirklichung jede Voraussetzungi z Kören. - „ Kchien. Heute ist das Programm von damals zum.zu y° ^^orenftöße! Die Parteigenossen er- \ Lebensaesetz d e r deutsch e n Nation g. ! / @rimminoer, der traditionelle Trager der I nvorden. Die Alte Garde des Führers a er> Blutfahne, betritt mit d:m Feldzeichen der Be- | Adolf Hitlers Programm durch Kampf und g Regung den Saal. Dann schmettern die Tone des [ «führen half, versammelt sich ^ohr fur ^chr.^am ^odenweiler Marsches durch den Saal. Und nun I 24 Februar zu einigen stunden stolzen o brauft Dem Führer, Der auch diesmal wieder im l iinnernl an einen Kampf, Der unter Den t ^uftüuöe^^9tomm ^nDer Freud I Umständen begann, Der aber dennoch »m Qiroß (i ,9 Der Führer chrettet das Spalier seiner I Führer von Himmler, von Gauleiter Adolt Wagner. Nuyrer, rrhriftinn Weber. Viele hun- 3tn Hssbräuhauö-Festsaal. 8"-'«»Ä Ereile. lemer a i geschmückt Auch die Frauen, Die Damals schon zur Bewegung stießen, tragen wie aUe Das goldene-Ehrenzeichen, viele der Manner das höchste Ehrenzeichen Der Bewegung, Den Blutorden In ihren Reihen fehlt auch letzt wieder mancher der tapferen Kämpfer Der Deutschen Freiheitsbewegung, der draußen vor dem Feinde blieb. Der große runde Tisch neben dem Rednerpult, an Dem Der Führer Damals seinen Platz hatte, ist wioDer fur d e Par ^ genossen freigehalten. Die mit ihm an Diesem Tisch faßen. Unmittelbar vor Dem sahnengefchmuck en ReDnerpult sitzt Schwester Pia, Die ^^n^ige Blut- orben5trägenn Der Bewegung, dr^ionalsozialistische Kampflieder und Märsche Durchbrausen Den ©aal, oft übertönt von Den Heilrusen, mit Denen Die engsten Mitarbeiter Des Fuhrersbegrußt werden. Die Zurufe' gelten Franz Taver Schwarz, Dr. Ley, Rit- ter^ön^Epp, Frick, Fiehler, Esser, Amann Huhn- lein, Lutze, Rust, Dbneforge, Siebert und vielen an- >eren bekannten Männern Der Bewegung. Bald sind Der Führertisch unD feine Umgebung besetzt. Viele Gauleiter unD fübrenDe Manner der Haupt- siadt Der Bewegung sitzen beisammen. In Den Nebenräumen haben noch 500 Poetische Kelter des Kreises München Gelegenheit erhalten Den Führer I>r Kriegsmarine Die Versenkung von 215 000 Ton- Bewegung nicht wunDernehmen, i l en feindlichen Schiffsraum Durch Hochfeeftreitkräfte Weltkriegserlebnis herschrieb, noch L mb jl-Boote im Laufe Der letzten beiden läge ge-: nehmen bei einem Führer, der ei reibet. Davon feien 190 000 Tonnen Durch U-Boote! irib wieDerum 125 000 Tonnen allein aus einem mjigen Geleitzug herausgeschosfen roorDen. Man muß genau Hinsehen, in welchem Zusam- .. . . lenbanq diese große Erfolasmeldung steht. Eben gestalten, ohne Die Die Diszi Der Führer Davon, daß Italien zahlreiche Davergehorsam heruntersinkt _____________V n__Xflw.Ui.Xn. bzit-itvn Gnh hi» hnitfir «t B-w-gung 'N den Icharsilen Kamp [jenen au, . $emeflung siihlt und denkt heute auch Mrlich einqing Wer sich darüber wundes hat d c b'a£‘nebuf^ro »us dem Staub unfaßbarer u scharen, Die Die Unbedingtheit Des starken rufen mhls hat, Das nicht angekränkelt ist von Den Be- Ä die. gefabtl-" mlrd Deutschland marfchterenl „unverbildeten" breiten Volksschichten meinte. Das meinte er auch, wenn er Hie ganz besondere Rolle Der Frauen in Den Anfangszeiten der nationalsozia- Äm 24. Februar 1941 waren es 21 Jahre, daß! listen Bewegung heroorhoo und sie geradezu Düs be- i! |tr Führer in einer stürmischen, ja blutigen ständigste Element, besonders in schlimmen Zeiten !ch--°r der Ke^ schichte mich und meine Gegner ansehe, dann w>ru mir Nicht bange beim äbwSgcn unserer ®el nnun gen. Wer sind sie lch°n. d'ese Ego sten. I°d e(an- ihnen tritt nur em für bie Intercne des. hinter ihnen allen steht entweder d-r Iud- oder der eigene Geldjack. Sie sind nichts als B-r> 5 C ? Un- umi2 *- 'N*- Ä hinter u . Md sich gegen die Verkümmerung ihres Lebensrechtes wehrt Und zugleich hat Musst- lini an den tapferen und beständigen etnsachen, bedürfnislosen und fleißigen Sohn des italienisck-cn Volkes appelliert Er hat deutlich unterschieden zwt- chcn einzelnen Gliedern einer Oberschicht, die nu- gelt und im pfiffigen Opportunismus denkt, wahrend die Geschichte Italien vor die große Bewährungsprobe gestellt hat. Das ist Mussolini aus der Seele gekommen. Denn er ist ein Sohn der itaheni- chen Erde und "des italienischen Volkes und er suhlt als solcher Er suhlt als solcher tn der Zeit, da er sich als Gewerkschaftler um das Wohl und Wehe der italienischen Arbeiter flimmerte, die in Deutschland, in der Schweiz und in Italien arbeiteten. Er fühlt sich auch heute als solcher . er, der den Waffengang Italiens mit England gewagt hat, an den die frühere Generation auch nicht im Traume denken konnte _ , . f. , Benito Mussolini wäre fein Sohn der italienischen Erde und des italienischen Dolfes, wenn er ich nicht auch als Nachfolger des römischen Reiches empfände, dessen organisatorisch-kulturell-milltarische Leistung unserem Erdteil ein Gepräge gegeben hat, dessen Spuren bis heute unverwischbar haften. Er erinnerte die Italiener von heute an die Schlecht oon Cannae, an jene düsteren Tage in ber Ge- chichte des alten Roms, wo der Schreckensruf durch sie Straßen der kapitolinischen Stadt raste: „Hannibal ante portas!" Und auf Cannae folgte die Schlacht von Zama, in der sich Publius Cornelius Scipio den Beinamen „Africanus" erwarb und das stolze Karthago in den Staub demütigte. Das römische Weltreich ist so recht eigentlich bet Cannae entstanden. Damals wuchs Rom innerlich über sich selbst hinaus, daß es auch militärisch über seinen bisherigen Umkreis hinauswuchs, war die Folge. In diesem Sinne predigt Mussolini seinem Volke den Haß gegen England, den kalten unerbittlichen Haß, der tief im Herzen und in der Seele wurzelt und ein unentbehrlicher Faktor für den Sieg ist Er will, daß sein Italien über sich selbst im Kampf gegen England hinauswächst, genau so wie das alte Rom im Kampf gegen Karthago seine eigentliche Protze gewonnen hat. Dr. Ho. ©er Eindruck der Muffolinirede in London. So stehen wir Nationalsozialisten jetzt vor einem neuen Kampfjahr. Wir wissen alle, daß es große 'Entscheidungen bringen wird. Wir sehen mit einer unerschütterlichen Zuversicht in die Zukunft. Wir sind durch die härteste Schule gegangen, die Menschen zuteil werden kann. Wir wissen, daß dieses unermeßliche Opfer nicht u m s o n st geroefen fern kann, denn wir glauben auch hier an eine Gerechtigkeit. Was haben wir in diesen Jahren alles getan, wie- haben wir uns bemüht, wie haben wir uns abgequält, immer nur ein Ziel sch ziuge: unser Volk! Wie haben sich die Millionen da- für hingegeben. Wie sind Hunderte und Tausende dafür gefallen. Die Vorsehung hat uns nicht umsonst diesen wunderbaren Weg gehen lassen. AM Tag der Begründung dieser Bewegung haberch eine Erkenntnis ausgesprochen: Einst hat unser Volk ungeheure Siege errungen und es ist oann zuer,i undankbar und u n e i n s geworden, es hat sich an sich selbst versündigt, und die Strafe der Vor sehung hat es dafür getroffen. Wir sind mit Recht geschlagen worden. Wenn ein Volk sich sehr vergißt, wie es das deutsche damals gMn hat wenn es aller Ehre und aller Treue plötzlich glaubt ledig zu fein, dann kann ihm die Vorsehung nichts. an- iberes zufügen als eine jo harte, bittere Beleh 9- Zukunft ihm bringen. Ja. sogar noch viel besser, weit ich mir nämlich cinbilbe, dah es woht schon immer ein deutsches Volk gegeben hat und seit über tausend Jahren ein Deutsches Reich, dah es aber niemals die deutsche Einigkeit gegeben hat, dah es niemals das gab, was wir heute besitzen, eine gefchtof- sene Organisation unseres Volkes, und dah es auch nicht immer die Führung gegeben hat, die das deutsche Volk heute besitzt. (Tosender Beifall.) Und da kann ich meinen Gegnern bei aller Bescheidenheit noch eines sagen: ich habe es schon mit vielen demokratischen Gegnern ausgenommen. Bisher bin ich Immer noch ats Sieger aus diesem Kampf hervorgegangen. Ich glaube, auch dieser Kampf findet nicht unter anderen Verhältnissen statt. Die Grähenordnung ist die gleiche. Ich bin jedenfalls der Vorsehung dankbar, dah, nachdem dieser Kampf schon unausbleiblich war, sie ihn noch zp meinen Lebzelten ausbrechen Heb und zu einer Zeit, zu der ich mich noch frisch und rüstig fühle. (Lin Beifallssturm ohnegleichen.) Und gerade jetzt fühle ich mich wieder so frisch! Es kommt der Frühling, der Frühling, den wir alle begrüben. (Die alten Parteigenossen jubeln dem Führer mit ungeheurer Begeisterung und tosenden Heil-Rufen zu.) Es kommt wieder die Zeit, in der man die Kräfte messen kann; und ich weih, dah bei aller Einsicht in die furchtbare harte des Kampfes in diesem Augenblick Millionen deutsche Soldaten genau so denken. Das ganze deutsche Volk steht hinter feinen Soldaten iflel. ten die H| ich bin toi >a noch Ich» 3d) bin orl »ersetz^! er mit Ml i der glich I sftürme.) I hrmach! I ch! die ott I efeffen bat I näßig ach I einer bellt I Mr haben I das ]tin I sondern ich I ’o mir bin-1 uusgemhl-1 taten in Ne I inet führen I gebildt I oDJafft, I Und hinln ifl fehl» fdjcDoll ib Inmitln I fe nalio-1 g, die wi I en AusM wieder eim I ie die ack lefihen. chismus fffr nd Slaol- Linhtil zefüge ilden.d^ le. MW n Innern M Öffnungen ri itterung, wieder 0ir-*| .n Die Revoi^I oluHonä« 1 Leute -1 r von MJ enNj Ä AS K uflbN Ivo , (fflijlll1 "k-lsv Iw»", ht n)W<1L n ®ir h’J? n-;rf| KHr inn fri'irPip ÄS 'Jfy AK n * 17 * *** Regime arbeitet feit mehr als zwei Jahrzehnten an der Entwicklung dieser Möglichkeiten, aber für die Riesenanfpriiche eines modernen Krieges sind doch die natürlichen Bodenoorfommen schmal. Die italienische Halbinsel und Sizilien bilden als solche nur insoweit eine unmittelbare Heimatfront, als es sich um die Abwehr von Luft- oder See- angriffen handelt. Und hier springt uns allerdings ein Unterschied mächtig ins Auge: Bis zum Aus- qanq des Weltkriegs galt es als ungeschriebenes Ge- fetz in der auswärtigen Politik, daß Italien niemals einen Waffengang mit England wagen könne. Der mächtige Gebirgsrücken des Apennin, der sich von der Po-Cbene durch die ganze Halbinsel bis an ihre südliche Spitze zieht und in den Gebirgen Siziliens eine Fortsetzung findet, hat die 'Eisenbahnen in unmittelbare Küstennähe gedrängt. Dort waren die dem Beschuß durch die englische Flotte ausgesetzt. Der Vorteil der Seestrategie war bis zum Weltkrieg ihre potentielle Allgegenwart, die ein rasches Auf- tauchen und Wieder-Bgrschwinden erlaubte. -Die Abwehrmittel zu Lande waren viel langsamer in der Bewegung. Der Küstenschutz Italiens hatte also in der ganzen Ausdehnung des Landes sehr stark sein müssen, auch an schweren Waffen. Das überstieg das geldliche und wirtschaftliche Leistungsvermögen Italiens bis 1922, dem Jahre des Machtantritts Mussolinis. Erst der Duce hat die maritime und Luftabwehr Italiens derartig entwickelt, daß die Rücksicht aus die überaus leichte Verwundbarkeit der langen Halbinsel, Siziliens und Sardiniens, in den Hintergrund trat. Dieser heute vielleicht allzu, wenig beachtete Tatbestand muß mit äußerster Klarheit herausgestellt werden, wenn wir das große-Werk Benito Mussolinis in seiner ganzen Bedeutung erst begreifen und dann würdigen wollen. Im Lichte dieses Tatbestandes müssen auch die englischen Angriffe in Tarent, Genua und Süditalien gelesen und verstanden werden. Es sind isolierte und im strategischen Sinne zwecklose Angriffe gewesen. Ihre Isoliertheit ist es 1 gerade, die sie in schärfsten Gegensatz zu der allge- .meinen und überwältigend starken Bedrohung Jta , liens durch England vor dem Machtantritt des i Faschismus stellt. Mussolini hat den Haß seines Volkes gegen Eng- i land aufgerufen. Das ist nicht der Haß des Minder- ! wertigen, sondern der Haß gesunder Menschen, der dieser naiven Masse zu schlucken gibt. Im Sommer hatte Churchill verlangt, daß im Falle, wo der englische Boden vom Feinde betreten würde, alle Engländer sich in Heckenschützen verwandeln sollten. Nach dem Urteil des französischen Offiziers ist cs sicher, daß die Engländer bas tun würden, denn sie würden nicht denken, daß eine solche Haltung ihnen Repressalien zu- ziehen könnte-, selbst wenn sie daran dächten, mürbe sie bas nicht abhalten. Sie legen ben menschlichen Verlusten viel weniger Bebeutung bei als wir, wenn einer stirbt, nun so ist bas traurig, „aber es ist nichts zu machen". „Es ist ben einfachen Leuten unmöglich", so schließt ber Bericht, „bie Perfibie unb die Verrätereien ihrer führenden Persönlichkeiten zu ahnen. Sie lassen sich foppen, übers Ohr hauen, in Kanonenfutter verwandeln, aber sie beklagen sich darüber nicht". Daß an dieser hier gekennzeichneten Verdummung und Verrohung der englischen Massen auch jetzt fortdauernd weitergearbeitet wird, zeigt em eng- Uscher Rundfunkbericht über bie Wirkung ber letzten deutschen Bombenangriffe auf Swansea. Es heißt darin: „UeberaU sieht man Lächeln. Selbst Genf, 24. Febr. (DNB.) Die Action Frankist veröffentlich Eindrücke eines französischen Marineoffiziers, der nach dem Waffenstillstand aus Großbritannien, wo er gefangen war, nach Frankreich zurückkehrte. 'In diesem Bericht heißt es: Die Moral des Engländers besteht aus Gewissenlosigkeit, eitler Ruhmsucht und Sorglosigkeit. Eine Familie, deren Haus durch eine Bombe zer- tört rooren ist, wird am nächsten Morgen auf dcn noch rauchenden Trümmern eine britische Flagge hissen, die eine Aufschrift trägt: „We can take it (Wir können das ertragen.) Ein Ladeninhaber, des- sen Haus ebenfalls beschädigt ist, wird den Rest seiner Ware auch im Freien auf dem Bürgersteig stolz verkaufen neben einer Tafel, welche bie Aufschrift trägt: „Business as usual!“ (Verkauf wie immer.) Das englische Publikum glaubt alles, was ihm bie Zeitungen sagen. Es hat die Ueber- Zeugung, bie Zeitungen lügen nicht. Ich habe während fünf Monaten drei bis vier Zeitungen täglich gelesen, wovon einige von lokalem Interesse waren, und ich war erstaunt über die Menge und die Enormität ber Schwindelmeldungen, welche man Den Stier > bei -en Hörnern gepackt Die Rede des Duce ist von einer Klarheit und von einer so allgemeinen Uebersicht, daß zu dem von ihm angeschlagenen Thema an sich kaum etwas Erläuterndes zu sagen ist. Italien hat in den letzten Monaten einige Enttäuschungen erlebt. Der Duce hat zunächst von diesen Enttäuschungen ge- sprachen. Er hat den Stier bei den Hornern gepackt. Der Duce konnte nichts Besseres tun. Seme männlich-offene Art schlägt ben Engländern bie Waffen ihrer routinehaften Agitation aus ben Hänben ... jener Agitation, die im Dunkeln wühlt, aufhetzt, Verdachtsmomente verbreitet und tben deshalb sofort unfruchtbar wird, wenn die Tatsachen zu Worte kommen und zugleich ein kräftiger Wille sich mit magnetischer Gewalt dem eigenen Volke mitteilt. Mussolini hat dabei auch um Verständnis für Italien geworben. Unb bazu hatte er alles Recht Wie ber einzelne Mensch, so sieht auch jedes Volk zunächst immer den eigenen Umkreis. Die Große der Ereignisse zwingt aber auch uns Deutsche dazu, ein klein wenig diese Scheuklappen abzulegen und uns in den Standpunkt und Gesichtskreis eines am beren Volkes, in biefem Falle des italienischen Volkes, hineinzudenken und hineinzuleben. Das Eigenartige des Krieges, den Italien fuhrt, ist, daß es keine eigentliche Heimatfront hat, die entscheidenden Kämpfe in Albanien, in Libyen unb in Abessinien werden über See geführt.JDie Fronten in diesen Kriegen sind viele tausend Kilometer lang. Die Nachschubverhältnisse gestalten sich ganz verschieden: in Albanien gehen sie glatt von- tatten, mit Nordafrika ist die Verbindung schon chwieriger unb Abessinien ist — im Wesentlichen — isoliert. Italien ist in ben Krieg eingetreten nach- dem es toon durch den Feldzug in Ab-,simen 1935/36 und ben Felbzug tn Spanien 1936/39 stark in Anspruch genommen war. Die Starke dieser Inanspruchnahme kann nicht gemessen werben an ber deutschen Rüstungsstärke, sondern an ben vor- hanbenen wirtschaftlichen Gegebenheiten in Italien selbst. Italien hat keine Kohle, keine Erze, keine allzu großen Wasserkräfte. Natürlich hat es auch etwas Kohle und auch etwas Erz, und das faschistische tum aroBen Appell ber faschistischen Kampfverbänbe aus Anlaß ber großen Rebe bes Duce waren auch Angehörige der deutschen Luftwaffe auf der Pia^a Venezia aufmarjchiert. (Bildtelegramm: Associated-Preß-M.) Wir haben jetzt ein Jahr unvorstellbarer Erfolge L hinter uns, auch schwerer Opfer, wenn auch nicht f äm ganzen gesehen, so doch im einzelnen. Wir wissen □ber, daß uns diese Erfolge nicht geschenkt worden jjinb, sondern daß unzählige deutsche Männer zunächst an der Front in höchster Tapferkeit ihr Leben sinsehten und auch Dtzt unentwegt einsetzen. Was I jo viele unserer Männer in unseren Regimentern Seiften, in unseren Panzern, in unseren Flugzeugen, l muf unseren U-Booten, auf unseren Schiffen unb l überall sonst in unseren Formationen, ist etwas ! Einmaliges. Es hat noch niemals bessere unb noch | niemals tapferere Solbnten gegeben! (SÖieber er- I ijebt sich, brausend der Beifall!) Wir Nationalsozia- ! listen sind besonders stolz auf sie, denn wir sind ja । «selbst nichts anderes als eine einstige alte Frontpartei, k die Frontpartei des Weltkrieges. Von dort 1 finb wir einst zurückgekommen, Ingrimm im Herzen, iDuterfüUt und zugleich mit Gram belastet, die «schände empfindend, die man unserem tapferen Walke damals angetan hat. Wir, die wir dieses -ganze Ringen des Weltkrieges mitmachten, wissen ja niflm allerbesten, was unsere Soldaten heute leisten: :und ich kann von diesem Platz aus ihnen allen nur Ibas eine sagen: Unsere Herzen, die Herzen aller •alten Nationalsozialisten sind bei euch: es sind bie Herzen von lauter Kämpfern. Wie viele sind unter uns, bie selbst zerschossen sind aus dem •Großen Kriege. Wie viele, die verwundet waren, wie viele, die ihn sonst mitmachten. Sie haben alle I brennenden Herzens die Etappen verfolgt, die unsere I Armeen in diesem Jahr zurücklegten. Jeder einzelne I Ort — er hat ihnen so viel gesagt. Es war für sie I eine ungeheure Genugtuung, jetzt das | verwirklicht zu sehen', wofür sie damals unter einer I schrecklichen Ungunst jahrelang Blut um Blut hin- I gegeben haben, und was sie leider doch nicht erreichen konnten. Sie sind so stolz auf ihre Sohne heute, auf die jungen Soldaten des Dritten Reicbes. (Tosende Beifallsstürme.) Niemand kann ihnen das । besser sagen als die Partei dieser alten Kampfer, die selber einst vom Großen Krieg zurückkehrten, die Schmach ber Heimat nicht erbulben wollten unb sofort im Innern einen neuen Krieg anfingen, den i Krieg gegen die Zerstörer unferers Vaterlandes und unserer Heimat. Stockholm, 24 Febr. (Europapreß.)Jn Conbon erklärt man, bie Sonntagsrebe Mussolinis habe grunbsätzlich nichts Neues gebracht. In 'ben Kommentaren wirb jeboch ber Schwerpunkt auf zwei Dinge gelegt: 1. auf bie starke Betonung Mussolinis, baß Italien sich in unverbrüchlicher Treue hinter bas mächtige Deutschland stelle, unb 2., daß Italien bis zum E n d - sieg marschieren werde, ganz gleichgültig, was immer auch die Zukunft bringen möge. Man hat den Eindruck, daß die englischen Hoffnungen, durch eine Verstärkung der englischen Kriegführung gegen Italien Rom von der Achse loslösen zu können, jetzt selbst in London aufgegeben worben sind. England in nneriräglicher Spannung. Stockholm, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einem Stimmungsbericht aus London wird darauf hingewiejen, daß je weiter das Frühjahr vorrückt, desto unerträglicher die Spannung wird, die über dem englischen Volke liegt, dessen Nerven schon durch die Schrecken des Herbstes und des Winters bis zum äußersten beansprucht worden sind. Noch vor sehr kurzer Zeit habe die Regierung durch allerlei optimistisch gehaltene Erklärungen die Stimmung zu verbessern gesucht und vor allen die taktischen Erfolge General W a o e 11 s in Nordafrika für diesen Zweck propagandistisch aus- • gebeutet. Diese Zeit fei jetzt vorüber, und die Regierung habe ihre Taktik bemerkenswert^rweise plötzlich geändert. Man bereite nunmehr mit allen Mitteln die Bevölkerung auf neue und noch schwerere Selben als in ben letzten Wochen und Monaten vor. Man kenne in britischen Regst- rungskreisen die Schwächen des englischen Verteidigungssystems trotz aller großen unb bombastischen Erklärungen seh» genau unb mochte rechtzeitig vorbeugen. Die größte Sorge der Regierung zur Zeit fei, einer Panik in entscher» benbem Moment entgegcnzutreten. „Ruhmsucht und Sorglosigkeit." Bericht eines ans England zurückgekehrten französischen Lffiziers. Durch Seestreilkräfte 217300 VRT. versenkt. Aus stark gesichertem Geleitzug 125000 BRT. durch Unterseeboote versenkt. Japan läßt sich nicht einschüchtern. Moehle 19 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 111 943 BRT. versenkt. Ein weiteres Unterseeboot meldet die Versenkung von zwei bewaffneten Handelsschiffen mit zusammen 7000 VRT. 3m Millel- meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Derna ein feindliches Handelsschiff von 10 000 BRT. 3m Seegebiet südlich Irland wurde ein größeres Handelsschiff schwer beschädigt. Ls blieb mit Schlagseite liegen. Bei einem Vorstoß stärkerer Zagdfliegerverbände gegen die britische Südküste stellte sich der Feind nicht zum Kampf. Kampffliegerverbände griffen in der letzten Rächt erneut kriegswichtige Ziele in hüll mit gutem Erfolg an und bombardierten ein Flugzeugwerk in Südengland sowie Dockanlageu und Rüstungsbetriebe in London. Der Feind flog in das Reichsgebiet weder bei Tage noch bei Rächt ein. Bei einzelnen nächtlichen Einflügen in das besetzte Gebiet wurde neben unbedeutendem Sachschaden eine geringe Anzahl Personen getötet oder verletzt. Tokio zu sabotieren und Mißtrauen unter den Teilnehmern auszustreuen versuchten. Japan müsse energisch auf den Erfolg der Konferenz hinarbeiten und damit Störurigsoersuche der angelsächsischen Mächte, die die Aufrichtung der japanischen Führerschaft im Fernen Osten befürchten, zum Scheitern bringen. Tausend Nordamerikaner verlasse' Schanghai. Stockholm, 24. Februar. (Europapreß.) Am Dienstag wird der nordamerikanische Dampfer .„President Coolidge" Schanghai mit tausend Passagieren, die zum größten Teil aus nordamerikanischen Frauen und Kindern bestehen, verlassen. Die Reisenden kamen auf Aufforderung ihrer Konsuln aus dem besetzten Teil Chinas zurück. Die USA. ais Kriegslieferant. Washington, 24. Febr. (Europapreß.) Die Richtung der USA.^Politik läßt sich ilo. an der Ge währuna von Ausfuhrlizenzen für Waffen ablesen. Während im ganzen Jahre 1940 reichlich 88 v.H. aller Lizenzen für England und das Empire ausgegeben wurden, waren es allein im Dezember des Vorjahres nicht weniger als 95,5 o. H. Ein weiterer stetiger Kunde war Holländisch-Jndien, das im Jahre 1940 insgesamt 3,5 v. h. der Ausfuhrlizenzen erhielt. Der Monat Dezember des Vorjahres war in diesem Falle unverändert. Insgesamt erhielten im Jahre 1940 Lizenzwerte für Waffen: England und das gesamte Empire 771 Millionen Dollar, Holland 33 Millionen Dollar, Frankreich 33,5 Millionen, Mittel- und Südamerika 10 Millionen, während sich der Rest von 25 Millionen Dollar aus verschiedene andere Staaten verteilte. diejenigen, die Freunde oder Angehörige verloren haben, lächeln, während sie sich mit Stolz über die letzten Ereignisse unterhalten". Der Rundfunksprecher mochte vielleicht glauben, damit etwas besonders Rühmenswertes gesagt zu haben. Wir würden in solchen Worten eisiger Gefühlskälte nur eine Beleidigung des eigenen Volkes erblicken können. Sachwalter der Wallstreet. Der USA.-Bizepräfident Wallace gegen eine soziale Neuordnung. Berlin, 24. Febr. (DNB.) Der neugewählte Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Henry Wallace, hielt seine erste Rede seit der Amtsübernahme. Er wiederholte darin die unfinniaen und unbegründeten Behauptungen über deutsche Beherrschungspläne, wie wir sie aus der amerikanischen Presse und den Reden des Präsidenten Roosevelt kennen. Selbst ein so ausgemachter Deutschenfeind und übler Hetzer wie der Jude Laguardia Hatter dieser Tage zugeben müssen, daß über- hauptkeinAnhalt bestehe, einen deutschen Angriff auf die Länder jenseits des Atlantik für möglich zu halten. Vizepräsident Wallace aber malt als Schreckgespenst an die Wand, nach der Niederlage Englands würde Deutschland versuchen, „auch die Vereinigten Staaten zu beherrschen". Es ist ein Gedankengang, der in nichts eine Stütze findet; er ist so unlogisch, daß er nur Menschen vorgetragen werden tonn, denen durch systematische, jahrelange Agitation jedes selbständige und klare Denken ausgetrieben worden ist. Wallace gab aber wenigstens zu, welche Hintergründe diese Hetze hat: Die Plutokraten der Wallstreet fürchten um ihre fetten Schachergewinne, die Bank- und Börsenfürsten haben Angst, daß sie nach einer sozialen Neuordnung der alten Welt nicht mehr uneingeschränkt die Preise und Produktionsmethoden diktieren können! „Die einzige Hoffnung, wenigstens einen Teil der Dor- kriegsmärkte für Weizen, Baumwolle, Tabak und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse zu halten, liegt in der Niederlage Deutschland s", erklärte Wallace. Man will also Deutschland und die anderen europäischen Länder in der alten Abhängigkeit halten, es paßt den Herren der Wallstreet nicht, daß sie es nicht mehr in der Hand haben, ganzen Völkern den Brotkorb höher hängen zu können, daß sie nicht mehr von ihrem Tisch aus über die Zukunft, die Größe und den Wohlstand Deutschlands und der übrigen europäischen Staaten entscheiden. Sie merken, die Herren Plutokraten, daß dieser Krieg eine soziale Neuordnung bringen- wirb, die sich bis in die fernsten Ecken der Welt auswirkt. Und darum lassen sie den Dollar und das Pfund spielen und scheuen fein Mittel der Lüge und Verleumdung. Aber nichts wird ihnen helfen. Die Macht des Goldes ist dahin. „England kämpst nicht Amerikas Kampf" Die Opposition gegen das EnglandhMe-Gesetz. Washington, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Im Senat wurde die Aussprache -über das Gesetz zur Englandhilfe fortgesetzt. Dabei kamen einige Redner der Opposition zu Wort, die wiederum die Politik RoosEUs aufs, schärfste angriffen. So ernannte der demokratische Senator E l a r k an, fein Kampf sei eigentlich zwecklos, weil die Strömung bereits zu stark sei. Clark erklärte, England kämpfe nicht Amerikas Kampf, sondern für genau I das gleiche, wofür es bisher schon gekämpft habe, | für wirtschaftliche Ueberlegenheit, für Gold, handel und die Machterhaltung der herrschenden Klasse. Auch der progressive Senator L a f o I e 11 e betonte, daß England nicht Amerikas Krieg führe. Er forderte, die bereinigten Staaten sollten sich der eigen en Verteidigung zuwenden, und warnte davor, in der Welt eine Pollzistenrolle spielen zu wollen. Die Vereinigten Staaten sollten den Versuch aufgeben, die ganze Welt zu beherrschen, ehe sie nicht für das eigene Volk anständige Häuser gebaut und ein Programm für die Gesundheitsbetreuung und die Berlin, 24. Febr. (DRB. Funkspruch.) Unter- feeboote griffen einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkten in zahlreichen hartnäckigen Angriffen 1 2 5 000 B R T., bar- unler einen zur Sicherung eingesetzten Hilfskreuzer. Der Geleitzug wurde aufgerieben. Andere Unterseeboote versenkten, teilweise ebenfalls aus Geleitzügen heraus, zahlreiche feindliche Handelsschiffe. Das Gesamtergebnis der Unterseebootserfolge erhöht sich damit einschließlich der im OKW.Berichl vom 24. 2. 41 gemeldeten Teilergebnisse auf 1 9 2 3 0 0 BRT. Weitere Erfolge von Seestreitkräften bringen die heute gemeldeten Verluste des Feindes an handelsschiffsraum auf insgefatnt 217 300 BRT. Der Wehrmachtberichi Berlin, 24.Februar. (DRB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Moehle versenkte vier feindliche bewaffnete Handelsschiffe mit zusammen 33 100 BRT. Damit hat Kapitänleutnant Mailand, 24. Febr. (Europapreß.) Der „Cor- riere della Sera" berichtet aus Schanghai, die große Aufmachung der Landung australischer Truppen in Singapür und der Beschluß der nordamerikanischen Regierung, neue Marine- Truppen auf den Inseln Guamund Samoa zu stationieren, werde in politischen Kreisen Ost- asiens als ein vergeblicher Einschüchterungsversuch gegen Japan betrachtet. Die Landung einiger tausend Mann Australier in Singapur und die Ankunft eines indischen Kontingents in der Meerenge könne die Lage nicht wesentlich verändern in einem Sektor, in dem England phantastische Summen für Befestigungen und militärische Vorbereitungen ausgegeben habe. Der japanische Generalstab habe wohl gewußt, daß die Meerenge nicht ohne Truppen bleiben könne. Die berühmte Konferenz der Admirale habe vorgesehen, daß 3 0 0 0 00 Mann in der Meerenge Wache halten. müßten, während jetzt an Seeleuten und Soldaten erst 5 0 0 00 Mann vorhanden seien. Wenn ein japanischer Plan gegen Singapur bestehe, so werde es sich um einen Plan gegen 300000 und nicht gegen 50000 Mann handeln, der zugleich von der Voraussetzung einer starken Flottenkraft ausgehe, die gegenwärtig durch ihre Abwesenheit glänze. Japan werde sich kaum durch die Landung einiger tausend Mann Australier. in Singapur beeindrucken lassen. Gegen englische Intrigen in Lndochina Tokio, 24. Febr. (Europapreß.) „Japan kann nicht dulden, daß England Jndochina zu a n 11 - japanischen Maßnahmen aufstachelt und Thailand bedroht", sagt „Hoch! Shimbum". Es werde immer klarer, so fährt das Blatt fort, besonders nach den setzten diplomatisch-strategischen Entwicklungen im Süden, daß England und USA. die thailändisch-indochinesische Vermittlungskonferenz in Krankenfürsorge des ganzen Volkes aufgestellt hätten, ehe nicht für die Alten Sicherheit und für die Jugend Möglichkeiten zum Fortkommen geschaffen seien. A > ■ Der italienische Bericht Rom, 24. Febr. (DRB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Montag hat solgenbeu Wortlaut: An der griechischen Front Artillerie- unb Spählrupplatigkeit. Unsere Verbände der Luftwaffe haben erfolgreich militärische Anlagen, Straßen und rückwärtige Verbindungen des Feindes bombardiert. Unsere Jagdflieger haben im Luftkampf mit gegnerischen Jagdfliegern fünf Glosier-Flugzeuge abgeschossen. Drei unserer Bomben sind nicht zurückgekehrt. JnRordafrika brachen sichbeiGiarabud heftige feindliche Angriffe wiederum an dem zähen Widerstand unserer heldenhaft kämpfenden Truppen. Unsere Flugzeuge haben erfolgreich im Gebiet von fiufra Truppen uyd krafkwagenzüge mit Splitterbomben belegt. Einheiten des deutschen Fliegerkorps haben in Libyen einige feindliche Stützpunkte an. gegriffen. Verschiedene feindliche schwere Krast. fahrzeuge gerieten in Brand. Ein Flugzeug wurde am Boden zerstört. Ein feindlicher Flottenstühpunkl wurde wirksam bombardiert. Ein anderer deutscher Luftwaffenverband hat im östlichen MUltelmeer einen in Fahrt befind, lichen Flottenverband angegriffen und dabei eine große Einheit von nicht feststellbarer Bauart sehr schwer getroffen, so daß mit ihrem Untergang ge. rechnet werden kann. Im Gebiet des Aegäischeo Meeres haben auf der Insel Lesbos unsere Flugzeuge erfolgreich feindliche militärische Anlagen bombardiert. In Ostafrika haben zwei unserer Kompanien westlich von Ailmani (Sudan) feindliche überlegene Kräfte angegriffen, die nach hartnäckigem Widerstand unter großen Verlusten an Mann und Material zum Rückzug gezwungen wurden. 3m unteren Sudan dauern die Kämpfe an. Unsere Flugzeuge haben im 3uba-Gebiet seitliche Anlagen und Truppen bombardiert. Unsere 3agdflieger haben eine hurricane abgeschossen. Kleine politische Aachrichten. Marineartillerie beschoß mit Erfolg mehrere feindliche Handelsschiffe, die in der Nähe von Dover den englischen Kanal zu durchqueren versuchten. Unter dem Eindruck des schweren Beschüsses drehten die Schiffe ab und zerstreuten sich. * Im Adolf-Hillev-Haus in Frankfurt am Main überreichte der Stellvertretende Gauleiter Linder im Auftrage des Gauleiters am Jahrestage der Parteigründung im Rahmen einer Feierstunde an Mitglieder der Sektion Gauleitung für fünfzehnjährige und zehnjährige aktive Tätigkeit in der Partei die Dienstauszeichnung her NSDAP. ♦ Der Führer hat dem Professor Geheimen Hofrat Dr. jur. ing. E. H. Otto Zwiedineck, Edler von Südenhorst, in Gräfelfing bei München aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung feiner hervorragenden Verdienste um die Volkswirtschaftslehre die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Die Vergebung des diesjährigen West mark« Preises, die ursprünglich am 2. Mär§ in einer Feierstunde im Gautheater Westmark in Saarbrücken stattfinden sollte, muß auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Das Luftschutzkommando von Sofia hat im Rahmen der Ausbildung der Luftschutzwarte am Sonntag die Hausbewohner der Hauptstadt zu einer Hebung einberufen. Die Organisation des Luftschutzes in Sofia wird rasch ausgebaut, um für einen etwaigen Ernstfall gerüstet zu sein. Der ehemalige französische Marineminister (Sampln d) i ist in Marseille im Alter von 58 Jahren gestorben. In den Vorkriegskabinetten war (Sam- pinchi zusammen mit Mandel, Reynaud und Sar« raut einer der eifrigsten Kriegshetzer. Campinchi, der die Advokatenlaufbahn eingeschlagen hatte, betätigte sich bereits in jungen Jahren in der Politik und war lange Zeit Präsident der Radikal-Sozialen Partei. * Der geschäftsführende argentinische Präsident Castillo hat die italienische Luftfahrtgesellschaft Lati ermächtigt, einen wöchentlichen Flugdienst für Fluggäste und Güter zwischen Rom und Argentinien über die Afrikaküste, Brasilien, Uruguay einzurichten, der gegebenenfalls nach Santiago de Chile verlängert werden kann. yaupnd)arUeiter: Dr .trtebndi Wilhelm Hange <5telWeinciei oN pauindjrutieirero Ernst Blumschetn. SeraniworlliL fit Polin unb Mder Dr. ftx. W. Lange für das Reit* leton: Dr. HanS Thyriot; üt Stab. Gießen, Provnv, u. Sport: $ntii -ti.umiche i. Druck und Verlag Brüksticki? Unirer'itatiDcucferet R. Lange s. G. Verlaoelener Dr.» Ing. Erich Hamann Änzergenle-ter Hane Deck. fnben Inhal' bft iHtveiireiv Hieobntltfiwimfi Vl.Ne.S Gießen (Sfeinstraße 43). den 23. Februar 1941. 067! Werbe-Drucksachen liefert Brühl, Gießen Die Trauerieier findet am Mittwoch, dem 26. Februar, nachmittags 2V2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Gießen, Goethestraße 54, Dessau-Klein-Kühnau, den 25 Februar 1941. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und sonstigen Aufmerksamkeiten bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen Hans Keitzer, Reichsbahn-Zugführer sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Frau Pauline Keitzer, geb. Stürner Tilly Keitzer Rudy Keitzer und Familie. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Wagner Gg Eidmann und Frau, geb Wagner Gg. Schupp Witwe, geh, Wagner W. Stork und Frau, geb. Wagner. Aelfer.,erfahren. Digel* nut Nockkennt- niffen gesucht. Angeb. mit Ge- haltsanivrüchen utu.884D an den Gietzen.Anzeiger Sonntag morgen verschied unerwartet meine liebe, unvergeßliche Frau, unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgrobmutter, Schwägerin und Tante Marie Wagner, geb. Hahn im 89. Lebensjahr. Hausgehilfin für über mittags oder auch nur vormittags ges. Gutenbergstr 19 0673 Mietgesuche I 2-4-3immer- Mnim von Einzelperson zum 1. Avril ob. später gesucht. Angebote unter 0679 an den Gießen. Anzeig. Handwerker sucht f. sofort o. später WoWe od. einfach möbl. Zimmer. Schr. Ang unt. 0680 a. d. G. A. | Verkäufe Hochtr. Vogelsb. Rind zu verkaufen. Näheres bei 87aD WilbelmWeigel Allendorf Lahn Mühle.__ Radio (Gleichstrom) für 60 RM. zu verkaufen. 06?7 Wo? sagt dteGe- schäftsft. d. G. A. Damenlahrrad (Ballon) neuwertig, zu verkaufen. Schr. Angeb. unt. 0678 andenGieß.Anz. 100 Ifm. aus Holz, weih gestrichen, zu verkaufen. 0675 Licker Str. 59 „Stadt Lich". Gut erhaltene We zu verkaufen. Ludwigstr. 6 v. Achtung! Achtung! RithW Quartett, Leipzig in der Stadtkirche Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! nicht Mittwoch abend sondern 87sD Montag, den 3. M&r», um 19%Uhr (%8Uhr abds.) 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Klare und lichte die soziale Betreuung des Volkes fortführen. Raumgebung, Helle Einrichtung, fliehendes Wafler großes Scuppe umfaßt, deren Einzelbestandteile man mit !1, 8 2, 83 usw. bezeichnet. Der Mensch braucht liolich 1 bis 2 Milligramm (das ist der tausendste S»i( eines Grammes!) Vitamin A, ebensoviel vom Etamin Bl und B2, nur ’/so Milligramm Vita- Jin C und sogar nur x/5oo Milligramm Vitamin D. Jie Mengen der übrigen Vitamine sind noch kleiner. Der Mensch besitzt nicht die Fähigkeit, in seinen lrganen aus den Nahrungsmitteln Vitamine selbst ^ bilden, wie dies manche Tiere vermögen. Viel- !-hr muß er sie zusammen mit der Nahrung auf» lernen. Einige Vitamine sind zudem nicht hitze- ! ständig und werden durch Kochen zerstört. Dies Ulte die Hausfrau bei der Zubereitung der Spei- in besonders beachten. Das Vitamin A findet sich im Rindfleisch, Fi- ?en, Butter, Eiern und in der Milch. Aber weit rötere Mengen sind im Gemüse, besonders Boh- i?n, Erbsen, Grünkohl, Karotten, Rosenkohl und tyinat enthalten. Dies Vitamin erhöht die Wider» iandskraft gegen Infektionskrankheiten. Sein Feh- in oerusacht außerdem Wachstumsstörungen. Fer- i-r glaubt man gewisse Augenkrankheiten (u.a. die Nachtblindheit) mit diesem Vitamin heilen zu Binnen. „ Vom Vitamin B, der kein einheitlicher Stoff i|t, (»nötigt der Mensch besonders Bl und B 2. Das fehlen des ersteren bewirkt Störungen des Stoff- : r echsels. Es kommt besonders reichlich vor in @rün« !»bf, Wirsing, Spinat, Linsen, Aepfeln, getrockneten lilaumen und Kartoffeln. Weiter in Butter, Schweinefleisch, in der Milch und im Eidotter. Je- bd) sind in Mengen, die mit den aufgezählten iflanzlichen Nahrungsmitteln dem Körper zuge- !ihrt werden, völlig ausreichend. Vitamin B 1 wird lurch längeres Kochen zerstört und unwirksam. : !* emgegenüber ist das Vitamin B 2 hitzebestandig. ks ist ebenfalls für das -Wachstum notwendig. Sein fehlen hat gewisse Hautkrankheiten zur Folge. Es tommt in den gleichen Nahnmgsmitteln roie das die soziale Betreuung des Volkes fortführen. Im Rahmen dieser Arbeit eröffnete Gauamtsleiter Fuchs am 19. Februar Aartal, ein neues Müttererholungsheim der NSV. Wer Tau. n 58 Jahrs 1 mar tollt) und to . Tampinchf en hatte, br- i der Polik.! ikal-Sozials Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht veranstaltete die NSG. ,Kraft durch Freude" für die Verwundeten in unseren Lazaretten eine Tonfilmstunde mit dem Film „Der Tag yach der Scheidung" und der Ufa-Wochenschau. Die Darbietung fand bei den Verwundeten eine sehr beifällige Aufnahme. An einem anderen Tage hatten die Lazarett^ insassen eine interessante Dichterstunde. Nach einer einführenden Ansprache des Leiters des Goethe- Bundes, Dr. Otto Henning, las der Dichter Otto N o m b a ch, der im Rahmen der Gießener Kunstwoche in der Aula aus feinen Dichtungen gelesen hatte, den Verwundeten ebenfalls fesselnde Ausschnitte aus seinem Schaffen vor. Oberstabsarzt Dr. Neumann-Spengel sprach dem Dichter und ,e Präsiden: sellschafl A !nst für W Argentinier iay einzuch de Chile dk- „Es ist ein Dank des Vaterlandes an das deutsche Volk, wenn seinen Müttern und Kindern die schönsten Stätten unserer Heimat als Erholungsstätten gegeben werden",' sagte Gauamtsleiter Fuchs in leinet Eröffnungsansprache zu den zum ersten Erholungsaufenthalt anwesenden Müttern des neuen Müttererholungsheimes der NSV., Aartal bei Bad Schmalbach. Der Gauamtsleiter sprach mit besonderer Genugtuung davon, daß es der Partei möglich war, gerade in Kriegszeiten ein solches Heim zu errichten, das wie noch zahlreiche andere Heime im Gau Hessen-Nassau der Gesundheit schaffender oder kinderreicher Mütter dienen soll. Die NSDAP, erfüllt somit in der Aufbauarbeit der NSV. und ihrer sozialen Einrichtungen eine Dankes- pflicht an das deutsch« Volk, dem der Dank des Vaterlandes lange genug mit leeren Worten versprochen und nicht eingelöst worden war. Sechzig Mütter können sich hier erholen. Ausgedehnte Buchen- und Tannenwälder schmücken die Taunushöhen um Bad Schmalbach und das freundliche Aartal, nach dem das neue Mütter- erholungsheim der NSV. benannt mürbe. Zn einem viele Morgen großen Park steht dort das NSV.- Heim, das aus zmei Hauptgebäuden und zahlreichen Nebengebäuden besteht, mit Treibhäusern, die den Blumenschmuck für das Heim spenden, mit Geflügelgehegen und einer Fasanenanlage, die den Müttern, die hier bei der NSV. zu Gast sind, durch ihre Pracht und Schönheit Freude und Unterhaltung bieten. Ein Rudel Damhirsche, das sich in den Dickichten des Parkes aufhält, wechselt zur Freude der Frauen hin lind wieder über deren Spazierwege, und alles in diesem einzigartigen Erholungsheim führt zu einer Loslösung von den Sorgen des Alltags. Rund sechzig Müttern aus Stadt und Land bietet Aartal in oierwöchentlichen Kuren Erholung und Entspannung. setzten blieben nicht modern, dagegen bevorzugte man lange Zeit ft art- parfümierte. Obwohl sie immer" noch sehr teuer waren, war der Verbrauch darin oft übertrieben. Philipp III. schenkte seiner Braut 200 Paar, und als Anna von Oesterreich starb, fand man in ihrem Nachlaß 300 Paar. Auch Napoleons Vorliebe für dieses Kleidungsstück war groß: 1806 soll er 230 Paar isabellfarbige und 42 Paar pelzgefütterte verbraucht haben! Den größten Einfluß nahm die Mode auf seine Länge, besonders beim Damenhandschuh: er reichte je nach Lust und Laune bis zum Handgelenk, zum Ellenbogen oder bis auf den Oberarm. Eine Schauspielerin, die dünne Arme hatte, brachte den langen Handschuh in Mode, der so weit war, daß er Falte an Falte schlug. Noch zu Anfang dieses Jahrhunderts trug man Handschuhe im Theater und im Konzertsaal. Heute hat uns Frau Mode nach langen nüchternen Zähren wieder hübschere Handschuhe beschert, und sie sind ebenso wie der Box- ober Fechthandschuh ober ber Gummihandschuh des Arztes — für jebermann unentbehrlich. ' Men hsk! -ck, Edin bei Wch Lebensjahr» 'erdienste u Medaiil, Verdunkelungszeit 25. Februar von 18.53 bis 8.19 Uhr. Vitamin Bl vor. Besonders wichtig für den Menschen ist das Vi- limin C. Sein Fehlen bewirkt Störungen tm Mc- leralstoffwechsel (Zahnerkrankungen, schlechtheilende l aut- und Knochenverletzungen), Herzstörungen und Lkorbut. Das Vitamin C kommt in sämtlichen Ge- lüfearten und im Obst- überreichlich vor, wird aber iurch Kochen so gründlich zerstört, daß nur em sehr Bringer Teil dem Körper zugeführt wird. Eine ' usnahme bildet nur die Kartoffel, deren Vttaniin- -shalt auch durch die-Hitze kaum vermindert wird. :ie im Frühjahr auftretenben Ernnidungserlchel- mngen sind ebenfalls auf den Mangel an Vita- tiin C zurückzuführen, was damit zusammenhangt, hft zu dieser Jahreszeit Obst und Gemüse knapp smd. Das Vitamin D schließlich heilt die „Englische l rankheit" und fördert das Knochenwachstum. Es limmt in unseren Nahrungsmitteln nur selten und ti geringen Mengen vor, z. B. in Pilzen, in ber Gtditoatui* b bt J'OiM ul fr Hani ArrH itjmuWr. f ta Ha»- vfytödtSmann mdrfeh Wieder einZünfhunderter in Gießen. Am Sonntagnachmittag kaufte ein Besucher der Veranstaltung „Frohe Stunden bei Wilhelm Busch" im Gesellschaftshaus (Klub) von einem Losverkäufer der Winterhilfs-Lotterie ein Los. Der Käufer hatte das Glück, daß ihm das Los einen Gewinn von 500 RM. brachte. Neben den unterhaltsamen Darbietungen des Nachmittags bereitete ihm also auch dieses Glückslos wirklich „frohe Stunden". Zn Gießen konnten bisher von -der Geschäftsstelle der Winterhilfslotterie rund 18 000 RM. an Gewinnen ausgezahlt werden. Die Lose dieser Lotterie, die bis jetzt regen Absatz hatten, dürften auch weiterhin bei allen Volksgenossen Interesse finden. Veranstaltungen für unsere Verwundeten. aufs Spiel setzen müssen, während unten im Dorf ihre Frauen und Kinder in Angst und Sorge auf die Rückkehr warten. Daraus entwickelt sich ein schwerer Konflikt im Hause des Lehrers, der sich eines Tages vor die Wahl zwischen feiner Frau und der auf Leben und Tod verschworenen Männerkameradschaft der Bergwacht gestellt sieht. Es ist keine leichte Entscheidung, die da ausgetragen werden muß, und es ist auch nicht die einzige Entscheidung, um die es hier geht: man sieht in den knappen, schnell wechselnden Szenen die ganze kleine Dorfgemeinschaft, es zeichnen sich die Beziehungen und Verbindungen ab, die zwischen den niedrigen Häusern hin und her laufen und die innerhalb Des kleinen Kreises der Dorfgemeinschaft nicht minder schwere Entscheidungen und Alltagsschicksale andeuten. Es ergibt sich daraus eine Verflechtung von Szenen und Personen, die an eine romanhafte Anlage des Stoffes denken läßt. Die hieraus erwachsende Einheitlichkeit des Eindrucks wird unterstrichen durch einen Dialog, der knapp, unsentimental und endgültig-abschließend in seinen Formulierungen ist; sie wird vor allem gestützt durch die Geschlossenheit der Spielgemeinschaft der Darsteller. Unter den männlichen scheinen Attila Hörbiger, Heinrich H e i l i n g e r, Richard H ä u ß l e r und Willi Rösner, unter den weiblichen Viktoria von B alias k o , Winnie Markus, Franziska K i n z und Hansi K n o t e ck bei aller Knappheit und Sprödigkeit am schärfsten profiliert und charakteristtsch voneinander abgesetzt. A. I. L i p p l führte straff, volkstümlich und wirkungssicher Regie, vom Kameramann Oskar S ch n i r ch vortrefflich unterstützt. — (Bavaria.) •'s* "S 3auatt k “Sn 4; t am Atz in Cinbtf tostage ierftunbe Q w fün|^ )keit m h DAP. Im Vorprogramm läuft die neue deutsche Wochenschau; aus ihrem Inhalt: Besuch der jugoslawischen Regierungsvertreter auf dem Berghof; Bilder aus der Ordensburg Sonthofen; Appell der DAF. vor Dr. Goebbels im Sportpalast; Tag der deutschen Polizei; aus der Werkstatt des Bildhauers Arno Breker; Skiweltmeisterschaften in Cortina; Sani- tätsübung im Gebirge; Fernkampfbomber gegen England. — Auf der Bühne sieht man zwei Artisten in einem äußerst gewagten und halsbrecherischen Luftakt. Hans Thyriot &11»lt k des l£ Schon früh, im 6. Jahrhundert, werden sie bereits nachgewiesen, übernahm die Geistlichkett die Handschuhe, die bei der Messe angelegt wurden Bel der Bischofsweihe wurden immer auch ein Paar Handschuhe überreicht. Angefertigt wurden diese aus Seide auf dem Handrücken reich verziert, gewöhnlich mit einem Kreuz in Goldstickerei oder einem anderen christlichen Zeichen. Zm 8. Jahrhundert werden Handschuhe als Besitz und Schmuck hochstehender Personen häufig, erwähnt, weißes Leder wird als bas pafsenbfte Material bezeichnet. Es ist nur nicht sicher, ob es sich um Fäustlinge oder Fingerhanb- schuhe hanbelte. Wahrscheinlich hat man bie Finger nicht vor bem 11. Jahrhundert ausgearbeitet. Seit biejer Zeit beginnen auch bie Damen Hanbschuhe w tragen. Diese Mobe ist sicher schnell allgemein geworben, obwohl die Handschuhe, aus Seide oder Leder — wobei Ziegen-, Hasen-, Hirsch- und Hundsleder verwandt wurde — noch lange eine große Kostbarkeit blieben. In Wien befindet sich ein Paar aus bem Krönungsschatz der Hohenstaufen: außen und innen aus rotem Purpurstoff, der mit ßaubornamen« ten in Goldstickerei bedeckt ist. Der freie Raum ist mit Perlen ausgenäht. Außerdem tragen sie noch große Perlen, Edelsteine und Zierstücke in Emaille. Im 13. Jahrhundert ist der Handschuh bereits ein selbverständlicher Bestandteil der Kleidung beider Geschlechter, und Mode und Sitte bemächtigen sich seiner. Seit der Verbrauch größer geworden war, konnte man sie nicht mehr im Hause Herstellen; es entsteht das Gewerbe der Handschuhmacher, die sich in Schottland schon 1165 zu einer Innung zusammenschließen. Um die Wende des 15. Jahrhunderts' kommt zu d^m Handschuh aus Leder ober Stoff ber gewirkte, dem ber gestrickte bald folgt, doch blieb der aus Leber der beliebteste. Zn der Form überwog der Stulphandschuh. Für die Jagd mit dem Falken hatte man solche aus Büffelleder. Mann und Frau trugen Handschuhe von gleichem Schnitt, die anscheinend viel zu weit und zu groß waren. In englischen Museen gibt es welche, die der Königin Elisabeth oder Maria Stuart zugeschrieben werden: ihre Größe kann den Händen ihrer schönen Trägerinnen unmöglich entsprochen haben! Das Besetzen der Handschuhe mit Perlen und Edelsteinen hatte aufgehört, auch die gesttckten und mit Fransen be- W #11* SS*., 5^ .UcW? Taunus. Wenn hier eine Mutter müde von den alltäglichen Mühen, von der Enge ihrer Stadtwohnung und der Farblosigkeit ihrer Großstadtstraße an das Fenster ihres Zimmexs tritt, in dem sie mit zwei ober brei erholungsbebürfttgen Frauen behaglich untergebracht ist, bann kommt ihr im Duft aus Erbe unb Wäldern und im Fernblick auf die friebvolle Landschaft deutlich die stille Kraft der Natur entgegen, bie auf keinen Menschen ohne Einfluß bleiben kann. Diese Einbrücke, gepaart mit den Erlebnissen eines -wochenlangen kameradschaftlichen Zusammenlebens unter geschickter und verantwortungsbewußter Menschenführung, gibt dieser neuen Einrichtung ber NS.-Dolkswvhlfahrt im Gau Hessen- Nassau ihren besonderen Wert, beren Auswirkungen nicht für kurze Tage, sondern ein Leben lang und unserer sowie späteren Generationen zum Nutzen gerechnet werden können. Gesund, gestärkt und fröhlich gehts wieder nach Hause. Wenn es anfangs auch mancher Mutter verwun- berlich und unbegreiflich Vorkommen mag, baß sie während ber Kriegsze'it von zu Hause fortgehen und an eigene Erholung denken foll, in einer Zeit, in ber doch alle Kräfte auf das äußerste angestrengt sein müssen, so sieht sie doch recht bald ein, daß diese Erholung von größtem Nutzen ist. Man must sich zwar erst an das Wohlbehagen gewöhnen, einige Wochen nicht mehr für sich selbst sorgen, einkaufen und, was auch wichttg ist, einteilen zu müssen. Alles, was an Pflichten und Mühen auf den Schultern einer Hausfrau und Mutter lastet, wird vost anderen Händen abgenommen, und behagliche Sorgfalt breitet sich um unsere Mütter aus. Nach der Rückkehr in bie Familie fühlen biefe bann selbst, baß sie gesundheitlich gestärkt, leistungsfähiger und fröhlicher geworden sind. in allen Schlafräumen sowie aufmerksame Betreuung und vorbildliche Verpflegung sollen gerade diesen Müttern den Sinn für die angenehmen Seiten des Lebens erhalten. Wohin auch der Blick aus den Fenstern des Heimes fallen mag, er führt über Wälder unb Auen eines ber schönsten Teile bes dem Goethe-Bund den herzlichen Dani der Verwun- beten Solbctten für die genußreiche Stunde aus. Am Sonntagvormittag erfreute der Gesangverein „Sängerkranz" G r ü n b e r g, unter Leitung eines Chormeisters Nicolai (Großen-Buseck), die Verwundeten mit einem Gesangskonzert. Die Sanger boten wertvolle Schätze aus Dem reichen deutschen Liedgut, die sie in feiner künstlerischer Form zu Ge» hör brachten. Den freundlichen Spendern und ihrem musikalischen Leiter wurde der herzliche Dank der Hörer für die schöne Feierstunde mit lebhaftem Beifall kundgegeben. Bei dieser Gelegenheit sei einmal hervorgehoven, daß es außerordentlich erfreulich und anerkennenswert ist, unsere Gesangvereine auf dem Gebiete ber Lazarettbetreuung in dieser schönen Weise mitarbet« ten zu sehen. Die Vereine haben sich mit dieser künstlerischen Tätigkeit ein neues Ziel ihres Wirkens int Kriege gesteckt, das alle Unterstützung verdient. Hier» durch wird auch unseren jungen Männern in Stadt und Land ein Betätigungsfeld für ihre Freizeit er» schlossen, bas ihr Interesse finben und zu reger Mitarbeit in den Gesangvereinen anregen dürfte. »Ohne Dampf" in ber Straßenbahn. Seit vorigen Sonntag ist nun auch für die Fahrgäste der Gießener Straßenbahn und für die Benutzer ber städtischen Omnibusse ein Rauchverbot in Kraft. Für die Anordnung, die in anderen Städten, u. a. auch in Frankfurt a. M., schon seit längerer Zeit gültig ist, rirnr eine Anregung von höherer amtlicher Stelle bestimmend, daneben aber auch die Tatsache, daß in den überfüllten Straßes- bahnwagen schon mancherlei Beschädigungen von Kleidungsstücken von Fahrgästen durch brennende Zigarren und Zigaretten vorgekommen waren. Warum erwerben wir das Leistungsbuch? Gfs. Von einem Mitglied der Jugendgruppe der NS.-Frauenschaft wird uns geschrieben: Ziel bei? Erziehungsarbeit der Zu gend gruppe der NS-- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes ist die verantwortungsfreudige und oolksoerpflichtenbe Persönlichkeit. Wir wollen die mütterlichen Kräfte in uns wecken und sie auf der Grundlage der nationalsozialistischen Weltanschauung ausrichten, ausbilden unb einsetzen, um in unserem Leben als mütterliche Frauen vor unserem Volke bestehen zu können. Sechs Kurse bes Reichsmütterdienstes geben uns hierzu bas nötige Können. Deshalb ist der vollständige Besuch dieser Kurse eine Grundbedingung zu unserem Leistungsbuch. Wir haben je einen Kurs im Kochen, Nähen, in ber Säuglingspflege unb häuslichen Krankenpflege, einen über Erziehungsfragen unb Kinderbeschäftigung unb bert letzten über Heimgestaltung. Zum Leistungsbuch gehört ferner bie Ableistung einer sanitären Kurzausbilbung beim Roten Kreuz. Außerdem wird ein freiwilliger Ehrendienst von sechs Wochen zur Erlangung des Leistungsbuches verlangt. Dieser Ehrendienst kann entweder durch praktische Hilfsarbeit in der Wohlfahrtspflege ober im Fabrikdienst ober bei der Erntehilfe abgeleistet werden. Da wir fast alle im Beruf stehen, bedeutet es für uns schon ein Opfer, die Bedingungen für das Leistungsabzeichen zu erfüllen, denn wir müssen ja alles in unserer Freizeit und in den Ferien abbienen. Der Erntedienst ist aller» dinas ein kleiner Ausgleich, man ist den ganzen Tag in frischer Lust, unb trotz ber vielen Arbeit kam ich doch recht erholt von diesem Urlaub heim. Danach war ich noch in der Offenbacher Lederfabrik tätig. Eine ältere Arbeiterin hat dadurch einen bezahlten Sonderurlaub erhalten. Der Fabrikdienst ist nicht leicht, aber guter Wille hilft über vieles hinweg. Die Arbeit der anderen lernt man dadurch mit ganz anderen Augen ansehen und schätzen. Es war mein schönstes Weihnachtsgeschenk, als ich von meiner Kreisjugendsührerin das Leistungsbuch bekam, unb rchen horinöd"^ ’ 9^ 9eTi “sic" BrgroßorH‘" Iflw jrflo*che i reuzp*8^® ,i Selten I weg* »Sil iirte'S | lahnhoWy «• Milch und im Fflchfleisch. Glücklicherweise ist die vom Organismus benötigte Menge nur äußerst gering. Die übrigen Vitamine sind noch nicht restlos erforscht. Ihre Bedeutung ist noch nicht geklärt, weil sie in so winzigen Menden Vorkommen, daß sie nur schwer nachzuweisen sind. Vornoiizen. , Tageskalendrr für Dienstag. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Madame Butterfly". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Schatten des Berges", -r- Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Re- gine". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz. Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird Puccinis Oper „Madame Butterfly" wiederholt. Die musikalische Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Max Schwarze a. G. (Deutsches Theater Wiesbaden), Bühnenbild Karl Löffler. 22. Dienstag-Miete. X Ortszeit für den 26. Februar. , Sonnenaufgang 8.21 Uhr, Sonnenuntergang 18.57 Uhr. — Mondaufgang 8.18 Uhr, Monduntergang 19.27 Uhr. Kreissängertag in Gießen. Am kommenden Sonntag findet in Gießen der diesjährige Kreissängertag des Sängerkreises 3 Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes statt. Vor ber Tagung gilt eine Heldengebenkseier unter Mitwirkung des Bauerschen Gesangvereins und des Lieberkranzes Gießen der Ehrung der Gefallenen. Zu der Tagung hat der Sängerkreisführer Karl Müller die Vertreter aller Gesangvereine und bie Chorleiter eingelaben. Gloria-Palast: ,3m Schatten des Berges." Dieser umfangreiche Film, für ben Rudo Ritter, Josef Friedrich P e r k o n i g und A. I. Lippi das Drehbuch schrieben, schildert Schicksale einer kleinen Dorfgemeinschaft „im Schatten des Berges". Der Berg ist, worauf mit Recht hingewiefen wurde, hi^r nicht allein, wie man es vielfach findet, malerische Landschaftskulisse, sondern wesentlicher Schauplatz und gewissermaßen ein mitspielendes Element: er bestimmt die Schicksale, die sich im Dorfe abspielen. Es gibt da eine Felswand im Berg, die immer wieder Todesopfer fordert und trotzdem immer wieder Bergsteiger anzieht und zur Bezwingung reizt. Wenn ttotz allen Warnungen der erfahrenen Dorfbewohner sich einer ober zwei an bie Besteigung wagen und in Not geraten, bann ist es Sache der Bergwacht, sich aufzumachen und jene zu bergen — wobei bann nicht einer ober zwei, sondern vielleicht zehn oder zwanzig Männer wiederum ihr Leben Beftmarh ay in eins LaarhM e Zeit v n. Der Handschuh. Von Emma Luise Stoltenberg. „Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht ..." 1*15 war nicht schon, nicht wahr, aber die Dame Intte ‘es auch verdient: „Da fällt von des Altans Rand ein Handschuh von schöner Hand zwischen den Tiger und den Leun mitten hinein." • (teilen Sie sich das mal vor! Der Ritter, der ihn r ieder herausholte, zeigt zwar der Dam«, daß er £tut hatte, aber er „verläßt sie zur selben Stunde . Für gewöhnlich begnügten sich die Schönen ja euch, ihren Verehrern ben Handschuh — als Zecher irrer Gunst — unter milderen Bedingungen ZU uber- 1 ssen. Zur Zeit ber ritterlichen Frauenverehrung tagen die Ritter bei Turnieren ober m ber Schlacht d n Hanbschuh ihrer Dame am Helm. Auch bei den Süttern untereinander fiel dem Handschuh eine große talle zu. Wollte einer einen anderen heraussoroern, f schlug er ihn mit seinem Handschuh. Das war eine , Weiöigung, bie zum Zweikamps führte, ^lach finroerfen eines Handschuhes bedeutete eine5jer■ - , f irberung. Unsere Redensart „Jemandem den FehDe Handschuh hinwerfen" stammt noch daher. Für Den Sviser war der Handschuh ein Zeichen femei bird> seine Uebersenbung verlieh er ben Labten das Ttarktrecht. Aber auch als Zeichen ber Untertänig, fit galt ber Hanbschuh: Kloster Arnsburg bei (3ie° ß n hatte z. B. bem Lanbgrafen von Hessen drsem Grund Handschuhe zu überreichen. So sehen wir, wie wichtig ber hanbschuh wa^ per seit wann gibt es ihn überhaupt unb wie wutile e hergestellt? Schon in frühester Zeit muß bas diirfnis nach einem Schutz ber Hand Zur E st 9 b r Hanbschuhe geführt haben, ^n machte s. lfrlz ober Fell. Schon Xenophon berichtet als Me hiirbigfeit baft bie Perser im Winter Hanbsch h Illigen unb Plinius erwähnt sie als unentbeh b im Ernten von Spartgras. Von einem. 9™^'^ pinschmecker im Gefolge Mexanbers bes G^^ rtiirb gemelbet, baß er den Brotteig von sein [c n mit Handschuhen kneten ließ! Aus der Gtadi Gießen. Von den Vitaminen. Die Seefahrer früherer Zeiten beobachteten, daß n bei langen Reisen von Krankheiten befallen wur- tob die sofort wieder verschwanden, wenn sie am t nb tarnen und frische Kost zu sich nahmen. Gemüse Obst erwiesen sich als besonders gute Heil- n ttel. In ihnen mußte also eine Kraft stecken, bie j» Krankheit überwand. Des Rätsels Lösung ge« lag erst der Wissenschaft, die die Abwehrstoffe in d-sen Nahrungsmitteln vor etwa 30 Jahren auf- hben konnte. Man gab ihnen den Namen „93ita= ne", was soviel wie Lebensstoff bedeutet. Vitamine sind Stoffe, bie neben den Nahrungs- n tteln für den menschlichen Körper lebensnotwendig ftd. Don diesen unterscheiden sich die Vitamine aber Liburd), daß sie vom Organismus nur in aller- tinften Mengen benötigt werden. Mittlerweile hat Dnn auch erkannt, daß es mehrere Arten von Vitali nen gibt, die man zur Unterscheidung mit ben üuchstaoen A, B, C, D usw. bezeichnet Darüber jnaus weiß man, baß z. B. das Vitamin B auch t eber kein einheitlicher Stoff ist, sondern eine ganze Die beste Nahrung nützt uns nichts, wenn wir schlechte Zähne haben, denn mit schlechten Zähnen können wir nicht gründlich kauen und dis Nahrung richtig aufschließen. Unsere Zähne bleiben aber nur dann gesund, wenn wir sie richtig pflegen. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne vor allem gründliches Kauen, eine vernünftige Ernährung und die regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege fia Hai in -uftschuz. (t der hllly Organisch, s isgebaut, in zu sein. ! lag litte* pticciDbfl l-flt ich bin stolz, mich damit ein ganz klein wenig in den Dienst des Volkes gestellt zu haben. Gienen-Klein-Linden. In der Wirtfchaft von Fritz Weller hielt am Sonntagnachmittag der Turnverein Klein- Linden 1 889 feine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Der Beauftragte des Vereins, Turnkamerao Weih, der seit einem Jahr die Geschäfte des Vereins wieder führt, begrüßte die Versammelten und richtete herzliche Begrühungsworte besonders an den Vertreter der NSDAP. Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, dah der Verein eine starke Aufwärtsentwicklung genommen hat. Es konnten im letzten Jahr 33 neue Mitglieder ewige- nommen werden. Erstmalig wurde der Gemeindesporttag durchgeführt. Er war ein voller Erfolg für den NSRL. Von dem Schrenzer-Turnfest konnten 9 Turner als Sieger heimkehren. Stark war auch die Beteiligung am Ortssporttag im Gießen, der Besuch der Turnstunde war gut. Dank des Einsatzes einiger junger Turner konnte das Geräteturnen wieder aufgenommen werden. Um die Verbindung mit den einberufenen Kameraden aufrechtzuerhalten, wurden die Kameraden durch Zusendung von Liebesgaben erfreut; auch für die Zukunft soll diese Einrichtung beibehalten werden. Der Kassenbericht des Kassenwarts Wilhelm Ufer zeigte, daß ein Einnahmeüberschuß von rund 100 RM. vorhanden ist. Die Rechnung fand die Genehmigung der Generalversammlung. Auf Anregung des Vertreters der Partei wird auch in diesem Jahr, wie in den vergangenen Jahren, ein Beitrag für das Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. Turnkamerad Weiß lud noch zum Besuch des großen Ausscheidungsgerätwettkampfes in Gießen am 9. März ein. Die alljährliche Maiwanderung soll mit dem Bezirkswandertag am 22. Mai verbunden werden und nach Finsterloh bei Wetzlar führen. Auf Anregung der jüngeren Turner soll eine Veranstaltung zum Besten des WHW. durchgeführt werden. Neben einem Werbefilm für deutsches Turnen will man Turnübungen mancherlei Art zeigen. Als Tag wurde der 15. März vorgesehen. Nachdem der Beauftragte des Vereins allen Mitarbeitern herzliche Dankes- worte gesagt, schloß der Vertreter der NSDAP., Pg. Wilhelm Germer, die Hauptversammlung mit dem Treugelöbnis für den Führer. ♦ ** Sängertreffen In Gießen. Der am Sonntag anläßlich seines KdF.-Singens in den Lazaretten hier weilende Gesangverein „Sänger-- kranz" Grünberg stattete seinem Bruderverein „Heiterkeit" Gießen in dessen Vereinslokal „Schip- kapaß" einen Besuch ab. Nach herzlicher Begrüßung wurde besonders dem 84jährigen Sangesbruder und früheren Vereinswirt Jean Arnold der Dank der Gäste übermittelt für sein Verdienst, eine gute unb dauernde Freundschaft zwischen den beiden Vereinen hergestellt zu haben. Gemeinsam gesungene sowie Einzelchöre beider Vereine, umrahmt von Einzeldarbietungen von Sangesbrüdern, ließen die Stunden nur allzu schnell verrinnen. Mit dem Wunsch, weiterhin gute Freundschaft zu pflegen, wurde den Gästen aus Grünberg der deutsche Sängergruß mit auf den Weg gegeben. ** Oberhessischer Gebirgsverein, Zweigverein Gießen. Am Treffpunft Licher Straße trafen sich am Sonntag 30 Wanderer vom Oberhessischen Gebirgsverein zur Februar-Wands- rung. Auf schönen Waldwegen ging es am Hohe Wartberg vorbei nach Annerod. Durch Feld und Wald führte der Weitermarsch nach Steinbach zur Mittagsrast. Nach ausgiebiger Stärkung, wozu eine kräftige Suppe wesentlich beitrug, ging es über Garbenteich und Hausen zum Schiffenberg. Nach der Schlußrast wurde von Dort der Heimweg angetreten. ** Richtigstellung. Zu unserem Bericht über den Vortragsabend in der Universität am 29. Januar mit einem Vortrag des Gauwagenwarts Müller (Frankfurt a. M), über den KdF.-Wagen wird uns von dem Vortragenden berichtigend mit» geteilt, daß die Angabe, der Volkswagen habe ein Kühlerthermometer, unzutreffend ist. Der KbF.- Wagen habe wohl einen Oelkühler zur Kühlung des Schmieröls, er habe aber kein Kühlerthermometer. Umwege öes Herzens Roman von H.S. Hansen Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eichacker • Grobenteil 34 Fortsetzung ^Nachdruck verboten.) Der Angeklagte zog daraus die Folgerungen, die er mit dem im Blute wohnenden Gesetz begründete. Er gab Kühlitz eine Chance. Das war ritterlich. Kühlitz machte Einwendungen, die Koßmann nicht anzuhören gewillt war. Er drehte sich um und suchte den für den Kugelwechsel notwendigen Abstand zu gewinnen. Da setzte Kühlitz seiner feigen Charakterlosigkeit die Krone auf, indem er hinterrücks zweimal auf den Freund schoß, einmal mit Schrot und einmal mit einer Kugel. Daß er den Schrotlauf abdrückte, beweist, wie sehr er gewillt war, zu töten. Der Schrotschuß bot ihm die größte Sicherheit zum Treffen. Das war der Gipfel der Gemeinheit. Mit Schrot schießt man Niederwild. Es ist unweidmännisch und ein Vergehen gegen das Gesetz, Schrot selbst für ein Reh zu verwenden. Um wieviel mehr muß diese Auffassung für den Gebrauch gegenüber einem Menschen gelten. Der Herr Staatsanwalt hat darauf htngewiesen, daß Kühlitz zweimal vorbeigeschossen habe. Seine Erklärung für die Fehlschüsse aus schlechtem Gewissen und Aufregung lasse ich gelten. Aber der Herr Staatsanwalt vergißt, daß Kühlitz einen Drilling hatte, dessen dritter Lauf noch geladen war. Welcher Mensch wagt es, von dem Angeklagten zu- verlangen, daß er nach zwei vergeblichen Schüssen des Kühlitz auch noch den dritten abwarten sollte, bevor er selbst schoß. Er hob seine Waffe und tötete den hinterlistigen und feigen Gegner. Jeder Mann an seiner Stelle hätte das gleiche getan. Es lag unbedingt Notwehr vor, da jeden Augenblick der dritte- Schuß aus dem Drilling kommen konnte. Ich beantrage daher Freisprechung des Angeklagten, und zwar nicht wegen Mangels an Beweisen, sondern weil er unschuldig ist aus dem Recht der Notwehr." Diesmal hatte Frau d'Oleron ein zuversichtliches Lächeln und faßte die Hand ihres Sohnes. Der Angeklagte aber blieb nach wie vor völlig unbewegt. Justizrat Hirte gab die letzten Darlegungen. Weit- ausgreifend entwarf er ein Bild von dem Werdegang Hannes Koßmanns, schilderte ihn als Weltkriegssoldaten und Ingenieur, als Erfinder und Kaufmann, als Betriebsführer und Helfer bei der Krise des Bankhauses feines Schwiegervaters. Selbst tue Geschworenen zeigten in ihren Mienen besondere Aufmerksamkeit, als der alte Rechts- Winterkampfspiele der HI. am Bann 117 Mainz mit 11:8 (2:3) Toren gegen 81 Frankfurt gewonnen. Der Handball am vorigen Sonntag. In Garbenheim war der Tv. Wetzlar zu Gast Zwei Mannschaften trafen auf die Einheimischen. Während die Jugend verlor, konnte eine Kombination der Platzbesitzer die Wetzlarer sicher und veo Nach längerer Aussprache wurde die Verteilung der durch den Gartenwirtschaftsverband zur Verfügung gestellten Handelsdünger oorgenommen. Frankfurt a. M. einen interessanten Vortrag üb» „Notwendige Maßnahmen im Gartenbau" Aus. gehend von den Forderungen der Kriegserzeugungs. schlacht betonte er, auf allen Gebieten des .©arten- schwanden wie die Falten in der Stirn. Die Auge^ röteten sich etwas und wurden trübe von den fall1* gen Tropfen, die er nicht mehr zurückhalten konnte (Schluß folgt!) Oer Reichslportführer und Ritterkreuzträger £t. pössinger. Schweinemarkt in Alsfeld 3 Alsfeld, 24. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkl entwickelte sich flotter Handel. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 30 bis 35, 7 bis 9 Wochen alte 35 bis 40, Läuferschweine 40 bis 60 RM. pro Stück. Es verblieb kein Ueberftanb. candkceis (öießen kreis Friedberg. BUtzbach, 24. Febr. Der hiesige Obft» uni> Gartenbauverein hielt im Saale des „Deutschen Hauses" seine diesjährige Generalversammlung ab. Vereinsführer Bullmann gab zunächst den Jahresbericht bekannt, in dem er erfreulicherweise eine wesentliche Besserung der Baumpflege in der hiesigen Gemarkung Mitteilen konnte. Der Kampf gegen die Obstbaumschädlinge werde trotz Kriegszeit noch verstärkt werden. Wie bisher, müsse dem Gemüsebau weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Fenster- und Balkonschmuck könne noch mehr als bisher gefordert werden. Die Jahresrechnung, von Dereinsrechner H ü 11 c n b e r > g e r vorgelegt, schloß mit einem Ueberschuh ab. Anschließend hielt Gartenbaudirektor Lange aus endet, als sich Justizrat Hirte erhob. „Lieber Herr Koßmann! Meine Worte geltet Ihnen allein, deshalb nenne ich nicht einmal d8i Damen in meiner Anrede. Unsere Glückwünschir haben Sie heute mittag schon empfangen. Seien Sie nochmals versichert, daß wir alle uns mül Ihnen freuen und für die Genugtuung danken, Ihnen geworden ist. Gestern abend war ich, wie Sie schon von mir in der Verhandlung gehört baber, in einer Betriebsversammlung Ihres Werkes. Mich alten Mann hat das Erlebnis bis zu Tränen ge* rührt. Ich gäbe wer weiß was darum, wenn iä eine solche Summe von Treue, Liebe und Anhäng' lichkeit mir im Leden hätte erwerben können, (p war ein Sturm von dreitausend Herzen für Si". Ein einziger Schrei kam von allen Lippen, de- Ihnen, dem Gefolgschaftsführer galt." Hirte qri'ss neben seinen Stuhl und entnahm seiner Aktentaschr ein Bündel Papiere. „Hier habe ich einen Brief R Sie, der die Unterschriften von dreitausend Männeri und Frauen Ihrer Fabrik trägt. Wenn Sie dielst gläubigen unb treuen Menschen jetzt enttäusche- Herr Koßmann, dann habe ich das letzte Wort nnt Ihnen gesprochen und bedaure für den Rest meine* Lebens, jemals für Sie plädiert zu haben. Ich W den Brief jetzt vor." Langsam und mit ausdrucksvoller Betonung ve«', las er die Treuekundgebung und die damit verbuk bene Bitte. Koßmann hörte aufmerksam zu. Anfang zeigte er einigen Unwillen. Dann wurde fein weicher. Die harten Winkel neben dem Mund oec* von Mtv. Gießen und Spvgg. „ , . ein mehr als überraschendes Ergebnis. Nach beider- fettigem restlosen Einsatz gewann Mtv. Gießen sicher mit 7:5 (2:2). Das Treffen war zum Schluß recht hart, so daß es zu zwei Platzverweisen lam bient mit 13:4 (6:2) schlagen. Das Lokalspiel der beiden Jugendmannschaften ~~ ~ [. 1900 Gießen hackt ron ihnen nachdrücklich eingeprägt hatte. Koßmann war es nicht aufgefallen, daß seine Schwiegermulls: kurz vor Beginn des Essens zum Telephon geeint war und ein hastiges Gespräch geführt hatte. Das Wetter war so ausgezeichnet, daß der Kaffer im Garten genommen werden konnte. Bis gegen Abend spielte Koßmann mit feinen Jungen. Sabel gewann er wieder Farbe im Gesicht und lochte ein paarmal laut und vergnügt auf. Es war, als fsi ein Bann von ihm gefallen. Frau d'Oleron flüsterte ihrem Sohn zu: „3d glaube, Richard, daß er über das Schlimmste hinweg ist. Paß auf, heute abend stimmen wir ihn noch um, und er bleibt auf seinem Posten." „Ich weiß das noch nicht so bestimmt, Mutte». Hannes hat eine fürchterlich dicken Kopf, der nicht leicht nachgibt. Ich habe sogar Angst, daß er iw Deputation überhaupt nicht anhört." „Er wird eben überrumpelt" Jim halb acht Uhr trafen die beiden AnnMi ein. Koßmann begrüßte sie unbefangen, unb |ii gingen alle zu Tisch. Kaum war das Essen bs> endet, als sich Just' ' „Lieber Herr Ki Bei den Winter-Wehrkämpfen in Garmisch-Partenkirchen in Anwesenheit von Reichssportführer von Tschammer und Osten und Stabschef L u tz i beteiligten sich eine Anzahl SA.-Männer, die jetzt im Dienste der deutschen Wehrmacht stehen. Hie: begrüßt der Reichssportführer den Ritterkreuzträges Leutnant Pössinger, der an der 4 x 8-knn- Meldestaffel der Klasse A teilgenommen hat. Aus der engeren Heimat s« “»Sä auszuführen sind. Ferner sprach der Redner über Busch- und Beerenobstbau. Die 6. Winterkampfspiele der HI. wurden Montag in Garmisch-Partenkirchen nach der Begrüßung der ausländischen Mannschaften mit den ersten Vorkämpfen eingeleitet. Don 200 Springern erfüllten nur zehn nicht die geforderten Bedingungen. In den ersten Spielen der Eishockey-Zwischenrunde siegten in der Gruppe A Ostland über Sudetenland 4:1 und Wien über Düsseldorf 2:0, in der Gruppe B Schwaben über Kö(n/Aachen mit 5:3 und Kärnten über Schlesien mit 2:1. < Leihgestern, 24. Febr. Der Landwirt Johann Georg Häuser, Hindenburgstraße 34 da- hier wohnhaft, kann am heutigen Montag seinen 8 0. Geburtstag begehen. Der alte Herr erfreut sich noch einer verhältnismäßigen guten Gesundheit und Rüstigkeit. In jungen Jahren in der Werk- zeugmaschinensabrik Heyligenstaedt in Gießen beschäftigt, widmete er sich später ganz der Landwirtschaft. Im Weltkriege, Anfang September 1914, fiel sein Schwiegersohn, so daß seitdem alle Arbeit auf seinen Schultern lag, die er dank seiner guten Gesundheit bis ins hohe Alter bewältigen konnte. Nun haben feine beiden Enkel, von den der ältere der hiesige Ortsbauernführer, der jüngere Bürgermeister unserer Gemeinde ist und seit Kriegsbegmn im Felde steht, ihm die Hauptarbeit abgenommen, so dah dem allezeit freundlichen Manne ein ruhiger Lebensabend beschieden ist. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. □ Laubach, 23. Februar. Lehrer Wilhelm B e ch t h o 1 d trift am 1. März d. I. in den endgültigen Ruhestand. Aus diesem Anlaß fand in der Schule eine würdige Abschiedsfeier statt, in der zunächst der Leiter der Schule, Lehrer G a u b , Herrn Bechthold den warmen Dank der Schule für seine treue, hingebende Arbeit aussprach. Er hob besonders hervor, wie sehr Lehrer Bechthold die körperliche (Ertüchtigung der Jugend seit jeher am Herzen lag und daß er fein ganzes Können dafür einsetzte. Auch daß die Laubacher Jugend in so großer Zahl schwimmen lernte, verdankt sie ihm. Als Kollegen sehe man ihn ungern scheiden, er war allen lieb und wert. Anschließend gab Lehrer Bechthold einen kurzen Rückblick auf fein berufliches Leben. Er setzte in der dritten Generation die gute Tradition einer Lehrerfamilie fort, die mit dem Dorfe Nieder-Mockstadt eng verbunden ist. Fast 90 Jahre lang wirkten die Glieder der Familie dort in enger Volksverbundenheit. Vor genau 47 Jahren ist Bechthold vom Seminar in Friedberg abgegangen. Nach kurzer Tätigkeit in verschiedenen Orten setzte er in Nieder-Mockstadt die segensreiche Arbeit seines Vaters und Großvaters weitere 10 Jahre lang fort. Im Jahre 1914 wurde er nach Laubach versetzt. Am Weltkrieg nahm er von Mitte 1916 bis zum Ende teil. Nach feiner Rückkehr machte er sich durch den Bau eines Siedlungshauses hier bodenständig. Ortsgruppenleiter Pg. Pott sprach im Namen der Stadt und der Partei. Er dankte Herrn Bechthold für die aufopfernde Hingabe, mit der er sich unter immer schwieriger sich gestaltenden Schulverhältnissen dem Unterricht und der Erziehung der Laubacher Kinder gewidmet hat, und wiederholte, was schon Lehrer Gaub betont hatte, daß Bechthold auch Neuem stets offen blieb, was er vor allem dadurch bewies, daß er schon im Jahre 1931 der NSDAP, beitrat und während der Kampfjahre ihr treuer Verfechter war. Er wünschte dem Scheidenden völlige Wiederherstellung feiner Gesundheit, damit er, frei von der nervenaufreibenden Lebensarbeit, sich seines Hauses und feiner Familie, insbesondere auch der Weiterentwicklung feiner vier Söhne, die z. Z. alle im Heeresdienst sind, erfreuen möge. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit überreichte Herr Gaub dem scheidenden Berufskameraden im-Namen der Schule blühende Blumen, die Stadt widmete ihm ein gehaltvolles Buch als Abschiedsgabe. )—( Ruppertsburg, 24. Febr. In der zweiten Versammlung unseres Obst, und Gartenbauvereins in diesem Jahre, die gut besucht war, sprach Obst- und Gartenbauinsvektor Rentsch aus Friedberg über die Beseitigung bzw. Milderung von Frostschäden im Interesse unserer Obstversor- ^gung^r^eigte^iedurchrichtigePfleg^mdDün- anmalt mit erhobener Stimme und^ast feierlich schilderte, welche Eindrücke er am Abend zuvor in der Betriebsversammlung der Koßmannschen Fabrik gewonnen hatte. Diesmal hob auch der Angeklagte den Kopf. Eine dunkle Rote überzog fein Gesicht und er ballte die Hände zu Fäusten, um seiner (Erregung Herr zu werden .,. Anschließend wandte sich der Verteidiger dem Leben des Erschossenen zu und zog eine Parallele zu dem Dasein Koßmanns. Er zeichnete die charakterlichen Unterschiede so kräftig nach, daß sie jeden überzeugen mußten. „Wer will den ersten Stein auf den Angeklagten werfen, auf einen Mann, dessen ganzes Leben klar und übersichtlich vor uns liegt, der keinen Flecken aufzuweisen hat, auch in einer Zett, da sich für viele Männer die Grenzen ihres Ehrgefühls bedenklich verschoben? Vieles ist hier erörtert worben, aber bei den Zeugenvernehmungen konnte auf das wichtigste Moment des ganzen Prozesses nicht eingegangen werden und der Herr Staatsanwalt hat es unterlassen. Was ist es denn, das die Verhandlung vor dem Schwurgericht gegen Hannes Koßmann aus der langen Reihe ähnlicher Fälle heraushebt? Worin liegt das Hauptcharakteristikum des Prozesses? Nicht in der Erschießung eines Wichtes, der kaum die ehrliche Kugel wert mar. Nicht darin, daß der Angeklagte eine geachtete und weithin sichtbare SteüungMm Leben einnimmt. Bezeichnend für ihn und damit für uns alle, die wir an der Urteils- finbung interessiert sind, ist die männliche Haltung Koßmanns. Gewiß, daß er sich stellte, um einen Unschuldigen vor dem Schafott zu retten, ist nur die ehrliche Tat eines Mannes. Aber ich wage zu fragen, wieviel unter hundert hätten ebenso gehandelt wie er? Den Prozentsatz abzugeben ist unmöglich, aber keiner wird bezweifeln, daß viele, sehr viele an seiner Stelle geschwiegen hätten. Der Angeklagte aber trat hervor. Er stellte sich dem Richter unb sagte: Ich war es. Mit mir werden noch viele überzeugt sein, daß er nur in Not- wehr handelte. Es wäre daher unbillig, dem Ange- flagterr vorzuhalten, er habe mit seiner Selbst» stellung wenig riskiert. Er hat immerhin, wie die Anklage beweist, riskiert, wegen Totschlages verurteilt zu werden. Er hat aber mehr getan, indem er alle die Folgen auf sich nahm, die er ursprünglich vermeiden wollte. Der Oeffentlichkeit gegenüber be» kennt er sich zu seiner Tat unb ihren Grünben. Wer würde den Mut haben, irgendeinen Buchstaben von der Darstellung des Angeklagten zu bezweifeln? Wer so für feine Tat eintritt, lügt nicht Das Schicksal hat ihn davor geschützt, Kühlitz im Zweikampf zu töten, wofür der Angeklagte hätte bestraft werden können. Er beging feine Tat in Notwehr, die nicht bestritten und angezweifelt werden kann." Atemlose Stille herrschte, als sich der greife An- walt niederliest. Sie würbe unterbrochen burch die nüchtern-gefchästsmäßige Feststellung des Vorsitzen» den: „Angeklagter, Sie haben das letzte Wort." „Ich habe nichts mehr zu erklären." Koßmann sagte das bestimmt. Darauf zogen sich Gericht unb Geschworene zur Beratung zurück. Nur zehn Minuten dauerte es, bis der Obmann der Geschworenen dem Gericht den Wahrspruch seiner Männer verkünden konnte. Abermals eine Viertelstunbe später betrat das Gericht wieder den Saal. In die feierliche und gespannte Ruhe, die über allen lag, klang wuchtig und bedeutungsvoll das Urteil: "Der Angeklagte wirb freigesprochen. Die Kosten bes Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last." Der Zuschauerraum geriet in/ Bewegung. Alle hatten bas Bebürfnis, ihren Beifall kunbzutun, hielten sich aber aus Respekt vor der Würde des Gerichts zurück. Sie lauschten atemlos der Be- aründung, die kurz und bündig war. Das Gericht hielt Notwehr für erwiesen. Dann wurde die Der- Handlung geschlossen. Hannes Koßmann hatte seit der Urteilsverkündung alles stehend angehört Es überkam ihn eine aufrüttelnde und alle Winkel feines Herzens durchdringende (Erregung. Frei! Endlich wieder frei! Dann legte sich drückend und lastend wieder der Ge- danke an den bevorstehenden Abschied auf feiner Seele. Sein Werk, feine Fabrik, feine Mitarbeiter, Berlin, alles würde hinter ihm bleiben. Vor dem Gesetz unschuldig, in der eigenen Ehre ungekränkt, aber belastet mit der Schande, die über seine Familie gekommen war,' würbe er in alle Zukunft die Nähe von Bekannten fliehen. Als die Richter den Saal verlassen hatten, drängten sich die Anwälte und die Angehörigen Koßmanns beglückwünschend um ihn. »Wir treffen uns alle später in der Wohnung meines Schwiegersohnes." Frau d'Oleron reichte mit glückstrahlendem Gesicht den Anwälten die Hand, hing sich bei Hannes ein. und verließ mit ihm, gefolgt von dem in seinem Selbstfahrer sitzenden Sohne den Saal. Dann suchten sie aber Zuflucht in einem Büro, um sich den neugierigen Blicken der Zuschauer zu entziehen unb betraten erst die Straße, als sich die Menge verlaufen hatte. * Gegen zwei Uhr nachmittags trafen sie vor dem Hause Koßmanns ein. Die Kinder empfingen ihren Vater mit Jubelgeschrei und stürmischen Umarmun- gen. Bei Tisch wurde nicht ein Wort über die Er- eigniffe der beiden letzten Tage laut. Die Hausangestellten hielten sich zurück und vermieden sogar ängstlich jeden ausfallenden Blick, was Fran d'Öle» kreis Wetzlar. (D Krofdorf, £3. Februar. Unser Mitbürge: Heinrich Krieger beging- am vergangenen Sonntag in körperlicher und geistiger Frische feinen 9 0. Geburtstag. Der Jubilar, der seit 191t hier wohnt und vorher u. a 22 Jahre lang in Launsbach tätig war, ist Veteran yon 1870/71. Der Turnverein in Launsbach zählt ihn zu leinen Ehrenmitgliedern. Die Ereignisse unserer großer Zeit verfolgt der alte Herr noch mit großem Interesse. — Das Fest der goldenen Hochzei, begingen der ehemalige Pflasterer Karl Leib uni Frau Anna Margarete, geborene Leib, Haupt strahe 216 wohnhaft, in guter Gesundheit. Den brcl Jubilaren unfern herzlichen Glückwunsch. Gebietsnieisterschasten der HZ. Das HJ.-Gebiet Hessen-Nassau wickelte am Wochenende mit schönem Erfolg seine Meisterschaften im Geräteturnen, Ringen, Gewichtheben, Judo und Saalradsport in der Mainzer Stadthalle ab. 350 Hitlerjungen und Mädels vom BDM. nahmen daran teil, so daß oft Felder von 50 und mehr Bewerbern zustande kamen. Es wurden gute Leistungen gezeigt. Im Mannschaftskampf der Turner nahm in der A-Klasse die Frankfurter Turngemeinbe „Eintracht" (Bann 81) eine Sonderstellung ein und siegte mit 716 P. In der Klasse B entschieden nur 6/io P. zu Gunsten des Tv. Vorwärts Bockenheim (Bann 81) mit 601 P. vor Tv. Erbach (Bann 87) mit 600,5 P. — Die Elnzelmeisterschaft im Siebenkampf holte sich Jakob Germann (14/118 Arheilgen) mit 128 P. vor A. Wilz (287 Klein-Krotzenburg) mit 126,5 P. Ausgezeichnetes Können wurde auch im Radsport geboten, lieber!egen gewann A. Kempf (115 Darmstadt) mit 201,5 P. die Einer-Meisterschaft im Kunstfahren, im Zweier triumphierten Roth/Scher er (80/RV. Wiesbaden-Erbenheim), im Sechserkunstrei' gen der RV. Mainz-Bischofsheim (Dann 117), im Zweierradball Rothengarter/Weitzel (Bann 115 Rüsselsheim). In den fchwerathletischen Meisterschaften gab es- folgende Endsieger: Ringen: Fliegen: Arnhold (115 Arheilgen), Bantam: Schlachtenmüller (81 Frankfurt), Feder: Schuhmacher (117 Mainz), Leicht: Wink (117 Büdesheim), Welter: ©raff (81 Frankfurt), Mittel: Kraft (304 Alsfeld), Halbschwer: Kuhn (117 Mainz-Weisenau), Schwergewicht: (Kuhn (117 Mainz-Weisenau). Gewichtheber»Dreikampf: Feder: H. Dotzel (304 Alsfeld), Leicht: L. Schott (304 Alsfeld), Mittel: H. Kurz (304 Alsfeld), Halbschwer: G. Braun (304 Alsfeld), Schwergewicht: H. Sperrling (117 Bingen). — Judo: Bantam: Großer (80 Wiesbaden), Feder: Dieser (81 Frankfurt), Leicht: Horn (117 Mainz), Mittel: Schmitt (81 Frankfurt), Halb- schwer: Ziersch (81 Frankfurt), Schwergewicht: Schneider (81 Frankfurt). Ein Einlagekampf im Hallenhandball wurde vom