Samstag,25.^Sonntag.2b JanuarMl d Samstag, 2ö. / soi Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Von Generalmajor a. D. Dr. Karl Haushofer, o. Professor an der Universität München' wenn er den Brautring der ab, nenn wir vermählen lische Marine unbenutzbar macht.' Rom, 24. Ian. (DRB.) Dem vor Tobruk ges während es ^u Drohen taktischen Ansandungen roanreno es ^u großen innreren zin-Tirunnri u m, -ouh. vww.j —*ö- gezmunaen ist, die unsere italienischen Wnifenbrü-' sprengten ehemaligen Panzerkreuzer „San Gior. s,. „ s.,___l ----«utAntnrunncnnffon OrÄ n, ' nin" mihrnoi hio rnmifrhp sRrpffp ebrende Nachrufe. Der libysche Kriegsschauplatz Küste in das Innere Afrikas aber dieses Innen «SÄFÄ^WEjEigegägB iTÄ'SÄ’Ä «“• •*».«»»« ”1«' nnigen Spott. So schnell „Wir vermählen dich, Meer, zum Zeichen einer immerwährenden und wahrhaften Herrschaft." So seit der sich Zchriftlettnng und Geschäftrstelle: Eietzen. Lchulftratze 7-9 —gunen • Insel - Stadt vom „Bucentoro" in die Adria versenkte und - gab damit ein Sinnbild für eine der gewagtesten geopolitischen Unternehmun- Len an Reichsbildung in der Weltgeschichte und politischen Erdkunde, die immerhin ein Jahrtausend . überstand (697—1797). Ihre überzeugendste Darstellung in der Kunst ist der aus dem Wasser steigende Markuslöwe des Carpaccio im Dogenpalast. Erst dreihundert Jahre währt die in weltum- spannendem Stil unternommene größere W i e • Lerholung eines verwandten Unternehmens von London aus-, und schon zeichnete der genialste Spottbildzeichner des Fernen Ostens ein doppeldeutiges Sinnbild darüber. Roch im Frühsommer 1939 konnte es eine Verherrlichung des Briten. Teichs sein, dessen König damals den schmalen Kultur- und Verkehrsstreifen durchfuhr, der den erd- umspannenden Ring des Weltreichs vom Atlantik zum Pazifik schloß. Schon seit dem Frühsommer 1940 aber konnte es mit dem aut der bedrohten Insel verdrießlich nach Kanada watenden Briten- llöwen so ganz anders gedeutet werden — während Der Atlantik seinen Dreizack präsentierte: 1939 vielleicht noch im Ernst, 1940 vielleicht schon im grim- R o m, 24. Januar 1941. England ist mit seinem ^afrikanischen Feldzug in eine Sackgasse geraten. Daran können auch die taktischen Erfolge nichts ändern, die es dank seiner Ueberlegenheit an Truppen und besonders am Material mit großen Verlusten erkämpfen konnte. Der Einsatz von 400 000 Mann und tausend Flugzeugen sowie des so kostbaren Kriegsmaterials — um das man die USA. täglich auf den Knien anfleht — wird durch die Besetzung eines Wüstcn- strei'ens längs des Mittelmeers nicht gerechtfertigt. Gelbft wenn die Engländer von Tobruk aus den hügeligen Landvorsnrung der Cyreimika rechts liegen lassen und d"n für Fahrzeuge besser benutzbaren Weg durch die Wüste wählen sollten, um unmittelbar auf Benghasi vorzustoßen, wäre kcrum viel für sie gewonnen. Jeder weitere Klammer Wüste bedinot weiteren Einsatz von Menschen und Material zur Sicherung der rückwärtigen Ver- bin-dungen. Man darf jedoch nicht vergessen, daß es immerhin geraume Zeit gedauert hat, bis der englische Vorstoß soweit vorgetragen war, und daß der hinhaltende Widerstand der tapferen italienischen Soldaten trotz einer zahlenmäßigen Unterlegenheit und einer noch emvfindlicheren an Material die Enaländer zu aroßen Opfern zwingt. Der afrikanische Feldrng kann für die Engländer nur zwei Zwecken gedient haben: Einmal einem vielleich befürchteten itali-nifchen Vorstoß auf die Zone des Suez-Kanals durch eine Gegenoffensive zunorzukommen, oder aber, was in ausländischen Beobachterkreisen meist ang-nowmen wird, durch einen P r e st i g e e r s o l g die Moral des italienischen Volkes zu erschüttern. Daß das leßtere nicht d-r Fall war. geht nicht nur aus der itotteni- scheu Presse und den zahlreichen Dertrauenskund- einem Viertel der Erdbewohner! Seinen Weltherrschaftsansnruch aber bestritten ihrem Entstehen als Reiche die Raumriesen USA. und der Sowjetbünde; Frankreich fügte gebungen hervor, die den unerschütterlichen Siegeswillen des italienischen Volkes zum Aufdruck gebracht haben, sondern erweist sich auch den im Lande Lebenden in den Gesorächen des täglichen Umgangs. Der Kriegswille Italiens ist nicht erschüttert, und fetzt, nach dem Treffen der beiden Führer der Achse und nach dem of- Kanalzone gezeigt haben. Was kann also England noch von dem Feldzug in Afrika erhoffen? Strategisch flöht es in? Leere, gebiet ist bis auf einige spärliche Oasen Wüste. Tobruk liegt in der Marmarica, an der Kü- stenstraße, die von B a r b i a an der ägnüfi'rhcn Grenze nach D e r n a. B e n g h a s i und entlang der Großen Snrte noch T r i v o l i s führt. Don B^udia bis Tobruk beträgt die Entfernung etwa 120 Kilometer. Die Engländer sind also an dieser Stelle rund 130 Kilometer in der Marmarica ooraedrun- gen, während die Italiener mnächst rund 220 Kilo- meter in die ägyptische Wüste eingedrungen waren. Oe mehr sich die Enaländer von d-'M Ausgangsort ihrer O'ttensive ent'ernen. um so schw'eriaer wird Stockholm, 24. Ian. (Europapreß.) Von britischer Seite wird jetzt zugegeben, daß die italieni- lchen Verluste an Heimattruppen minimal sind. Den Engländern fielen, so wird englischerseits erklärt, fast ausschließlich Eingeborenentrup- nen in die Hände. 0m übrigen wird der Widerstand der heldenhaft kämpfenden Italiener bei Tobruk in den jüngsten vom Kriegsschauplatz in England eingetroffenen Meldungen als überaus Phönikien, Athen. Karthago vergesse' sie schon in der Antike ähnliche Ersr ten. Immer wieder emnören sich bi' gegen die Inseln, die sich dem Meer wollen. der durch ihren verbissenen, autan^e'-unasvollen Ersatz recht verlustreich gestal^n. Nachdem di- erb^e moralische Schockwirkung auf da« italienische Volk nicht einaetreten ist und der Verbuch, das Schw-r- gew'cht des Krieges auf einen von England für aussichtsr'-ich ael>attenen Schwwlatz zu nerleaen und damit italienische Transvorkschiffe vor die Kanonen Venedigs und Englands Vermählung mit dem Meere. Vn»S und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei R. Lange schäft als „letzter Ritter" voll kaufmännischer und wirtschaftlicher Instinkte, nur ohne Folgerichtigkeit zu ihrer Verfolgung, die Schwäche Venedigs genau so in seiner Krise erkannten, wie heute Stalin und Molotow oder wie der japanische Admiral Gumpei Sekine die Schwächen der britischen Westmachtpolitik gegen die Achsenmächte in einer Aufsatzreihe im „Gaiko Jiho" schon 1939 beschrieb, ehe der Britenlöwe nach Kanada fuhr, um von dort aus die USA. für seine kommenden Festlandüberfälle gegenüber Europa einzunebeln. Er sah voraus, daß die Eingliederung von Böhmen und Mähren wie Memel durch Deutschland und von Albanien durch Italien die europäische Krisis beschleunigen werde, wie die venezianische Krise durch Maximilians Friaul-Politik und Frankreichs Mailand-Politik beschleunigt wurde; der Japaner glaubte aber, ihre wshrpolitische Klugheit würde die zahlenmäßig in Europa der Achse unter- legenen Westmächte zwar zu aufmerksamer Verfolgung der Entwicklung, aber nur zur Selbstverteidigung gegen unmittelbare „Aggression" gegen ihr eigenes Gebiet bewegen. Er schätzte scharf und klar die innere Kraftüberlegenheit der Achsenmächte so ein, wie sie sich 1940 offenbarte und sah vor allem den furchtbaren Nachteil der 4 Mill, brachliegenden Hektars in Großbritannien und die Tatsache der keineswegs beherrschten Norb- ee. Er hielt die deutsche Drohung fü" so stark, daß sie dem Britenreich das Wagen eines Krieaes gegen USA., Japan oder Italien verbieten müsse. Er entwickelte daraus seine Theorie der „basischen lebensnotwendigen Seefläch e", wie sie Venedig in der Adria, Japan im ostasiatischen Küstenmeerkorridor sah, und England nach seiner Meinung trotz aller Künste bei den Seekonferenzen zu Washington und London nicht besaß, während Deutschland Ostsee und Schwarzes Meer im Weltkrieg „kontrolliert" habe. Die britische Stützvunkt- theorie, die „Routentheorie" (z. B. Gibraltar, Matta, Suez, Aden, Colombo, Penang, Singapore. Hongkong) sei in Wahrheit der „regionalen Theorie", der Beherrschung tabensnotwendiaer Meeresteile, „ozeanischer Lebensräume" unterlegen; wenn sich auch beide durch eine beschickte Politik froie in Venedigs und Englands Glanzzeit) kombinieren ließen. Auch die USA. folgten m"hr der britischen Lehre. (Hawai. Mibway, Wake, Guam.) Die Achsenmächte aber hätten bereits vor 1939, n 1. °fcen.$ufa teinbera eich 'denfurt 1 m Einnahme von Anzeige« für die Miltagsnummer bistt'/.Nbr desVornnttags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 .'Hof. ie nim bei 22 nun Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell AbscMüueMengenüanel B Platzvorfchrift < vorherige Vereinbarung) 251 n mehr Die Nachrichten von den Kämpfen in Nordafrika bringen eine Menge von erschaff« SpinbelnwL s Guido rc genhisslmg t r „Kombick bewies M Form. sich aufs beste bewährt hatte. O e Engländer räumen die zähe Drrte digunq Tobrufs ein. -m-ruLnych-n »n» mtter. nnfn.f*»« o .enbarten. | menfJ||ent>e Bezeichnung für das westlich gelegene langer, » ; « « i i t n n i ? n unb für das östlich aeleaene L'byen Der panzerlrevzer „San O!vko!0". anglo-ttalienischen f "n Tunis, mähret d'e Cyrenaika im Osten an • Aegypten grenzt. Die Lufllinie zwischen der ägyptischen und tunesischen Grenze beträgt 1300 Kilometer, die Küstenlinie ist ehr^s, aber nicht sehr viel weil die Küste nicht tief gegliedert 'st. scheidung über das Mittelmeer ist nicht durch dis Eroberung Tobruks gefallen, sondern wird durch die Achsenmächte mit schlagenderen Mitteln Herberge- führt werden. EnaMe Msiolien. tu*’ M. Jahrgang Hr.2( Erscheint t aaltet), außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener^amilienblätier Heimat imBild DieScholle MonatS-Bczugsvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Cbne-alluitrierte 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei 'Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge boberer Gewalt Fernivrechanschluk 2251 Dwbtanschrift:„Anzeiger" Poufcheck 116»« Tranks. M ^rivolitanien und für das östlich gelegene L'byen erstreckt sich fast 1000 Kilometer von der Cyrenaika. Für diese B-reichnuna Cyrenaika Afrikas aber diefes Innen- taucht gelegentlich auch der Name Benghasi, manchmal auch Marmarica auf. Der Name Cyrenaika kommt noch von den alten Griechen her, der Name Benahasi sagt dasselbe in arabischer Sprache Der Ausbruch Marmarica bezeichnet eigentlich nur ein Teilgebiet der Cyrenaika. nämlich das etwa 3—400 Meter Hohe leicht gewellte Tafelland im Nordni-sten. Hauntstadt der Cyrenaika ii't der Hafen Benahasi. eine recht alte Siedlung, die jetzt fast 50 OOO Einwohner zählt. T o - bruk bagecyn hat sich erst als italienische Stadt ' Nh '^enteich yen bis ihhPn A.t: ! polnischen Freunde o'senbarten. , । Das geopolitische Experiment Venedig 'st ad- gelaufen, der Inselstaatsrest ist seit 1866 m feinem Festland aufgegangen; England steht an einer großen Wende seiner Geschicke; Japan und USA. haben an der Schwelle ihrer ozeanischen Laufbahn als Inselreiche die Wahl; sie stehen beide zur Zeit in großen Derfesttgungszustanben mit ihren eignen Kontinenten: Groß-Ostasien mit pan- asiatischen Hintergründen und Panamerika. Es i eine Weltstunde wichtiger Wahlen: auch eine Götterdämmerung der Inselreiche, nicht nur ur das größte Kulturvolk des Abendlandes Sem Nachbar dabei ist ein raumweites und zukunftstrachnges Sowjet-Eurasien. . . « Es ist bezeichnend, daß so ähnlich wie der berühmte britische Verfasser von „Ven’ce Prese™ ; aber auch Kaiser Maximilian I., der „Kaiser ohne Geld" G>senza denari“) und trotz seiner Eigen- •virgenbwtii ilt, weil x >9ens mit fr "ta»> ch-i» im ö&e ber|b °nhei^7l Ql eme K*.i f zwisch" d am 30 Je >n bishechf te Deutsch!^ jieler kor n den W. mit 15:14 M in aufregM haften W\ Dieser Sieg" je über die" den. u- , ßtube if' Ihre 6lu ft leifer Pf. .ahren ftortr lorderüch, k lebung-leitk? liefern ZE hmätag m ’Pf em er, Zielrichii g des sfachumt hat an k Schilauf c. oom 20. fc Er wird ) nt mitgegrtr ben. L e n entfenb? rschaften c irer ist A annschaft st-' Dblt PössiW feine Ofl motofow r Dachfeite^ r «E i*«« r. rte hm ein N* hafte an «nbJWS (t bei n«i|,c rfu» ***' >.n »erunW , antworte»" »gier n! M den- frin-'A' n W un6 9 Schlön W äs* u. a. durch ihre Spanienpolitik, die britischen Einkreisungsmöglichkeiten auch ozeanisch durchbrochen. Die Unvollkommenheit der Sperre von Gibraltar („nur ein Zahn in einem Oberkiefer"), durchschaute der Japaner auf Grund wehrgeopolitischer Erkenntnisse bereits mehr als ein Jahr früher, ehe sie offenbar wurde, und nicht nur unter italienischen, auch unter französischen Fliegerbomben lag, während die britischen Geschwader hafenflüchtig im Mittelmeer umherfuhren. Er erkannte den Hochseeflottenwert der Deutschen aus ihren Manövern in den spanischen Gewässern, ein Jahr, ehe die Welt durch die kühnste Landung großen Stils auf 2000 Kilometer geographischer Länge und 500 Kilometer Breite Nordeuropas angesichts einer zahlenmäßig weit überlegenen Flott" vom Nassen Dreieck bis zum Polarkreis ihren praktischen Beweis erfuhr. Es ist begreiflich, daß man in Japan für solche wehrpolitische Erfahrungsauswertung besonders hellhörig war in einem Augenblick, wo das Inselreich 1,6 Mill, qkm Festland, also das Zwei- einhalb'ache seines ganzen amtlichen Reichsgebiets, 16 v. H. der Land'läche des theoretischen Großchina, bei rund 5000 Kilometer Landfront besetzt und auf mehr als 7000 Kilometer nasser Front ozeanwärts zu sichern hatte. Immerhin: bet Venedig lag das Problem so, daß eine Insel von wenig mehr als 7 qkm Landraum einige 24 000 qkm ihrer „Terra Fsrma" und 130 000 qkm der Adria, un- gerechnet die beanspruchten Teile des östlichen Mittelmeerbeckens, unter ihrer Vorherrscha't zu halten versuchte; bei England galt dasselbe für eine 228000 qkm große Insel gegenüber einem Weltreich von 39 Mill, qkm und allen „Seven seas“ mit Bevormundung von rund 500 Mill. Menschen, der englifrfy?n Mittelmeei-flotte zu zwingen, sich als piM erwiesen hat. negiert b^r gnn’e Aufwand Gro^hri^n"iens in Nordafrikn feinen S'nn. Es war ein Verfuch am Rande der Geschehnisse einmal die Ini'iat've an sich ’u reif ' b"e hi^hpr immer in der §>-md der Ack^n-^chtt l D'e Sl'hfe laßt sich nher n-ch^ das aus der ftanb nehmen. Die k?mm»n^"' Ereianisi". die die B-deutunn der le^ttn Führer - ' mmenkunst m ae- aeh-ner Zeit en4tv,"fren werden durften dos wohl irt nicht zu ferner Zeit erkennen taffen. Englands Sioß ins Leere Von unserem Rch.-Korrespondenten. So schnell rächte sich das größere Meer, der Dzean, für einen ihm roiDer seine eigenste Natttr Angetanen Zwang durch eine einzige Macht, während die viel kleinere Adria auf der Achse zwischen Meftlichem und östlichem Mittelmeerbecken, die Vermittlungsbahn zwischen Abendland und Morgen- Hand, ihn für seine Königin so viel länger willig -oder unwillig getragen hatte, mindestens etwa vom Äahre 1000 bis zu dem Liga-Krieg gegen Venedig. Für alle Meere galt die Erkenntnis der Antike, daß che frei, „ihrer Natur nach allen offen ft e h e n" müßten (natura ompibus patere), daß sie ,^>er Menschheit gemeinsames Gut", keines Insel- reiches Monopol seien, daß kurzfristige, Ichnelle Entscheidungen jählings jede Vorgewalt auf ihm, jeden Anspruch auf „geschlossene Meere" wenden könnten. England hat früher Venedigs Geschichte aufmerksam und sorgfältig studiert; das Drama: „Venice preserved“ aus der Elisabeth- .Zeit von Otway zeugt dafür, wie sehr ihre Erkennt« nis in seinen großen Tagen in bas Schristtums- bewußksein des andern Inselreiches eingegangen mar. Und doch: „bis peccare in bello non licet.. ! ‘ Der bekannte Römerspruch hat das so sehr auf Prä- zedenzfälle erpichte Albion nicht überzeugt. Ein Churchill durfte doch denselben Fehler zweimal in Flandern, an den Dardanellen, in Nor- wegen begehen, und damit die von Shakespeare mit so glühender Beredsamkeit gefeierte Insel „das Kleinod, in die Silbersee gesetzt", in die höchste Gefahr bringen. Das konnte freilich gewiß nicht ihm nach seiner abenteuerlichen Spielerlaufbahn, aber idoch Köpfen, wie Lloyd George und seinem früheren Privatsekretär L o r d L o t h i a n , dem soeben verstorbenen Botschafter in USA., einem Halifax, den Leitern des Imperial-Institute, schon aus ben Erlebnissen Venedigs zum Bewußtsein kommen, was zwar nicht seine Schne, aber der alte Chamberlain schon 1899 an der Jahrhundertwende als drohende Möglichkeit erkannte und Kitchener 1909 voraussah. Lord 1 Gort stieg nach seinem Kontinentalfehlschlag triefend in Großbritannien an Land; Venedigs Vro- veditore ertrank nach einem ähnlichen wenigstens gio" widmet die römische Presse ehrende Nachrufe. Das Schiff, ein 1908 bereits vom Stapel gelaufener 9300-Tonnen-Panzerkreuzer, war mit vier Geschützen von 25,4-cm-Kaliber und acht Geschützen von 19-cm-Kaliber ausgerüstet. Er war seit dem Weltkriege nur noch als Artillerieschulschiff verwendet worden und mit seinem charakteristischen Rammsporn allen Angehörigen der italienischen Kriegsmarine bekannt. Bei Eintritt Italiens in ben Krieg war er nach Tobruk gesandt worden und hatte als Flakkreuzer und Küstenbatterie Verwendung gefunden. Zu diesem Zweck war seine Armierung durch 20 Flak- geschütze verstärkt worden, die Decks hatte man durch Sandsäcke gegen Fliegerbomben geschützt. Bereits am zweiten Kriegstage fielen von Bord des „San Giorgio" die ersten Schüsse gegen englische Kreuzer. Er hatte die e r ft e n T o ten der italienischen Kriegsmarine. Verbissen wiederholten die Engländer immer wieder ihre Angriffe von See und der Lust au . An einem einzigen Tage wurden 39 Torpedos . egen den „San Giorgio" abgefeuert, die in ben 'Torpedoschutznetzen gesunden wurden. Sväter wurde das Schi 's in unmittelbarer 1 Nähe der Küste an der Hafeneinfahrt verankert und mit Zement ausgegossen um ihn gegen Torpedo- : angri fe zu schützen. Nach dem Fall von Tobruk wurde das an Land festliegende Schiff gesprengt, nachdem es in acht Monaten heldenmütigen Kampfes mit seinen Mannen in der Etsch! 1 Denn Venedig hatte zur Zeit seiner Hochblüte als ' eine der führenden Mächte d.er Renaissance einen : ganz ähnlichen Umschwung erlebt wie England I 1940. Das war. als jählings alle Verbündeten der meerbeherrschenden Stadt — mit ihrem weiten Ueberseebesitz bei zu schmaler fester Bodenunterlage — erkannten, wie sehr sie um eines vermeintlichen Gleichgewichts der Krätte willen alle politischen Mitspieler betrogen hatte, und sich gegen sie wandten. Venedig bestand zwar die Gefahr und blieb, wenn auch mit zusammensinkendem Refwe- sitz, als ein bas Festland hemmendes Amphibium von Staat noch bis zum gewaltsamen Umbruch Italiens durch Napoleon am Leben. Aber Die staats- und volksvolitische Schöpferkraft war dahin und mit der führenden Rolle in den Geschicken des Abendlandes war es aus, so wertvoll uns heute noch die Berichte der venezianischen Beobachter an fremden Häfen für den Werdegang des Abendlandes find. Aber solche Werte gewinnen wir ta jetzt schon von der britischen Staat^kunst aus den deutschen Weißbüchern, die einen Teil der Aktenschatze heben, die in Polen und Frankreich und sonst rings an den Ufern des Atlantik in deutsche ^ande gefallen sind und einen kleinen Teilbestand des lichtscheuen Machtgewebes der noch vor kurzem so weit- ihm seit Faschoda und warf das Joch zu spät ab, um sein Festlandgesicht zu retten. Jetzt führen die Achsenmächte den „Befreiungskrieg", o-der um mit US-amerikanischem Verständnis zu rechnen, den „Unabhängigkeitskrieg" des Abend-- langes gegen feine Bevormundung durch eine briti'che Gleichgewichtstheorie, genau, wie ihn dieses selbe Abendland «gegen die Einmischung Vc^'-digs in alle seine Angelegenheiten auf G^ind feiner Geld- und Flottenmacht geführt hatte. ist die wehrgeopolitische Analogie der Ern- 'mentreihe Venedia, Enaland, Japan, USA. — V” DiellEA und-erKneg In diesen Tagen hat Franklin D. Roosevelt mit der Eidesleistung vor beiden Häusern des Kon« gresses die dritte Amtsperiode als Präsident der Vereinigten Staaten begonnen. Seine letzten Aeuße- rungen zur weltpolitischen Lage, mögen sie als Botschaften an den Kongreß offiziellen Charakter tragen, mögen sie als ,Plaudereien am Kamin getarnt sein, zeigen, daß der Präsident nach seiner Wiederwahl sich innerpolitisch stark genug fühlt, jede vorsichtige Zurückhaltung außer Acht zu lassen bei der Verfolgung seines Plans, aus den Vereinigten Staaten das Kriegsarsenal Englands zu machen. Roosevelts Entwurf eines Englandhilfe- Gesetzes, der augenblicklich dem Kongreß zur Beratung vorliegt, bestimmt, daß in den der Regie» rung der Vereinigten Staaten unterstehenden Rüstungswerken und Schiffswerften „jedes Verteidigungsmittel für die Regierung aller der Länder heraestellt werden kann, deren Verteidigung der Präsihpnt als lebenswichtig für die Verteidigung der USA. bezeichnet." Der Präsident soll ermächtigt werden, diesen Regierungen „jedes Verteidigungsmittel zu verkautan, zu übergeben, zu verpachten, zu lechen ober es ihnen im Tausch ober auf einem anberen Wege zukommen zu lassen." Roosevelt und seine Mitarbeiter haben nicht bamit Hinterm Berg gehalten, daß sie ausschließlich England meinen, besten Verteidigung für die Verteidigung der USA. lebenswichtig sein soll. Sie setzen sich mit einer solchen Politik einseitiger Kriegshilfe nicht nur in Widerspruch zu den von den Vereinigten Staaten selbst durch Unterschrift als für sie verbindlich an- erkannten Grundsätzen des Völkerrechts, wie sie' in der Haaaer Konvention von 1907 festgelegt sink^ deren Artikel VI einer neutralen Macht die unmittelbare unb mittelbare Abnabe von Kriegsschiffen, Munition ober sonstigem Kri"gsmaterial an eine kriegführende Macht verbietet, sie finben — worauf Rom, 25. Jan. (DRB Funkspruch.) Aq-nzia Sttfani weist nach einem Rückblick auf bie vergeb- lichen Bemühungen Englands zur K^iegsauswei- n, weil । fupg auf dem Balkan mit Nachdruck darauf hin, 1 wach-. tzaß die englische Regierung in bezug auf die Mög- mtinente pxt.n .-u..« >>:« wAinnmnA-« »tn»n ©mf nt irben,Uji sprach einst der Doge, zu behch Lagunen - Insel - Stadt liebfeit, zwischen die Achsenmächte einen Keil zu treiben, in einer völlig irrealen Welt lebt. Die Italiener hätten sehr wohl erkannt, daß Enaland der Feind ihrer Lebens, und Erpansionsrechte ist. Sie würden deshalb entschlossen an der Seite des verbündeten Deutschland gegen den Todfeind der euroväischen Ordnung kämpfen bis zum Endsieg. Darüber hinaus habe England geglaubt, mit seiner Offensive in Libyen sich die Vorherrschaft über das Mittelmeer sichern zu können. Aber auch von diesem Gesichtspunkt aus habe bie mit ungeheuren Kräften von den Engländern in der Cyrenaika unternommene Offensive keine Resultate erbracht unb werben auch fein solches erbringen. Nach den schweren Verlusten in ber jüngsten Schlacht in der Straße von Sizilien habe bte britische Flotte allem Anschein nach darauf verzichtet, das Mittelmeer als , Durchaangsstraße zu benutzen. Die deutschen und senen Einsatz der deutschen Flieger im Mtttelmeer italienischen Luft- unb Seestreitkräfte operierten in ist er zäher unb ft ä r f e r b e n n je. Ob aber einer Meise, die dieses Meer prakttsch für die eng- die Gefahr für den Suez-Kanal burch die englische «™- • ■— *-----" Gegenoffensive behoben itt, erscheint zweifelhaft, zumal sich nun auch beutsche Flugzeuge über der Oie LlGA. als Nachfolger des Empire. fion Nomuras pessimistisch beurteilt. Die Zer- tung .Miyoko" schreibt: „Wir fönen nicht genug unser Mitgefühl mit Admiral Nomura ausdrücken, der seine Mission als neuer Botschafter in Washing- ton zu einem Zeitpunkt' antritt, in dem die Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten so gespannt sind. Die augenblickliche fapanisch- nordamerikanische Krise ist nicht durch Japan verursacht worden. Sie hat vielmehr ihren Grund darin, daß die Vereinigten Staaten ihre Verteidi« gungslinie in den West- Pazifik Der« legt haben." Aehnlich skeptisch äußern sich auch die übrigen Blätter. Das Klottenerweiterungsprogramm der LISA. Washington, 24. Jan. (Europapreß.) Das Repräsentantenhaus nahm am Donnerstag mit 382 gegen zwei Stimmen ein umfangreiches Flotten- erweiterungsprogramm im Betrage von 909 Millionen Dollar an. Die Vorlage, die an den Senat weiterging, sieht 400 Millionen Dollar für 400 Marine-Hilfsschiffe, 315 Millionen für weitere Marinewerften un£) 194 Millionen für Verwaltungs- und Fabrikbauten vor. Dor dem Ausgabenausschuß des Repräsentanten'daufes erklärte der Vorsitzende des Marine-Ausschufses, Konteradmiral Ernerys- land, die USA.-Handelsrnarine habe seit Kriegsausbruch bis Dezember 1940 von 10,258 Millionen auf 9,389 Millionen BRT. abgenommen, weil rund 270 Schiffe das Register gewechselt und weitere 500 000 BRT. oder 62 Schiffe von Heer und Flotte übernommen worden seien. Außenpolitische Debatte in USA. Lindbergh äußerte Zweifel daran, daß es gelingen könnte, Deutschland auszuhungern und durch eine Blockade zur Niederlage zu zwm- gen. Eine Invasion in Europa setze „ein Zusammentreffen von mehreren Wundern" voraus. Es fei unklug, wenn die USA. sich feindlich gegen Deutschland, Italien und Japan stellten. Auf die Frage, was er von einem gemeinsamen Frie- densappell Roosevelts und des Papstes halten würde, antwortete er: „Ich bin überzeugt, daß dies ein konstruktiver Versuch wäre, kann mir aber nicht denken, was dabei herauskommen könnte." Auf die Frage, ob er nicht glaube, daß Staatssekretär Hüll besser Auskunft über die auswärts- gen Angelegenheiten geben könnte, sagte Lindbergh: „Ich habe den allergrößten Respekt vor dem Staatssekretär; aber wir haben eine Situation erreicht, in die wir nicht geraten wären, wenn auf Seiten der offiziellen Persönlichkeiten mehr Vorsicht geherrscht hätte." Eine weitere Frage, ob er einen Frieden für möglich halte, während der Stern Hitlers im Aufsteigen begriffen sei, beantwortete er mit der lakonischen Feststellung: „Ich sehe keine andere Möglichkeit. Das wäre allerdings nicht ein Friede, der mir besonders gut gefallen würde. Die Alternative ist jedoch ein vernichtender Krieg. Ein Friede, der jetzt kommt, wäre jedenfalls b e f s e r." Als der Abgeordnet Oberharter behauptete, die USA. feien sicherer, solange die britische Flotte bestehe, entgegnete Lindbergh unter dem Beifall der Galerie: ,Wenn die Sicherheit eines Landes von einem anderen abhängt, dann ist dies ein Mißerfolg. Ich wünsche keine Vernichtung der britischen Flotte; ich möchte aber nicht, daß das Schicksal der USA. von der Zukunft der britischen Flotte abhängt." — Die Zuhörer applaudierten lebhaft, als Lindbergh den Saal verließ. der deutsche Völkerrechtler Professor Viktor Bruns kürzlich hingewiesen hat — für ihre These auch keine Stütze in den Auffassungen der Völkerrechtler des eigenen Landes, deren angesehenster I. B. Moore in einem 1933 verfaßten Aufsatz erklärt hat: Das Verbot, das einer neutralen Regierung verwehrt, Waffen und Munition selbst zu liefern, gründet sich auf die unbezweifelbare Tatsache, daß die Lie« ferung solcher Gegenstände an eine Streitmacht eine direkte Stärkung ihrer militärischen Hilfsquellen und als solche eine Teilnahme am Kriege ist. Wenn eine Regierung dies tut, begeht sie dem Wesen nach eine Kriegshandlung. Tut sie dies zu Gunsten einer der beiden Parteien, so gibt sie ihre Neutralität auf und macht sich einer bewaffneten Intervention schuldig." Die amerikanische Völkerrechtswissenschaft müßte also sicher in den letzten Jahren chre Auffassung sehr gründlich geändert haben, wenn sie Roosevelts Englandhilse damit in Einklang bringen wollte. Der Präsident kennt natürlich genau die Schwäche seiner Jnterventionspolitik und weiß, daß sie völkerrechtlich unhaltbar ist, zumal es ja seine eigene Regierung gewesen ist, die unter dem Druck der öffentlichen Meinung gezwungen war, eine Reihe weiterer gesetzlicher Schranken zu errichten gegen die Wiederholung des Wilsonschen Experimentes einer Teilnahme der Vereinigten Staaten an über« seeischen Verwicklungen. Aber, wenn als Reaktion auf die katastrophale Wirtschaftskrise, die man als Folge der Teilnahme am Weltkrieg empfand, das strikte Waffenaussuhroerbot und die Johnson-Akte, die die Kredithergabe an säumige Schuldner unterband, die USA. aus allen etwa möglichen außenpolitischen Verstrickungen heraushalten sollten, wie sie sich im Weltkrieg durch den Einfluß des Rüstungskapitals und der Hochfinanz auf die Politik ergeben hatten, fo wurde alhu bald schon in diese Schranken vom Präsidenten selbst eine Bresche nach der andern gelegt in dem Bestreben, in den sich in Europa anbahnenden Konflikten zwischen Demokratien und autoritären Staaten Partei zu nehmen, wobei freilich vorerst mit Rücksicht auf die durch die Erfahrungen des Weltkrieges kopfscheu gewordene öffentliche Meinung das Gesicht der Neutralität nach außen hin wenigstens zu wahren gesucht wurde. Diesem Streben nach Unterstützung der Demokratien hinter der Maske der Neutralität diente vor allem die berüchtigte Klausel des „cash and carry“, die das Waffenausfuhrverbot zu Gunsten derjenigen Staaten beseitigte, die in der Lage waren, ihr in USA. gekauftes Kriegsmaterial bar zu bezahlen und auf eigenen Schiffen abzuholen. Aber es sollte sich bald erweisen, daß selbst dem reichen England mit seiner größten Handelsflotte der Welt diese ganz auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Klausel nicht genügte, so wenig wie die vielen anderen Lockerungen, die Roosevelt auf Grund seiner weitgehenden Vollmachten, zu Gunsten Englands eintreten ließ. So steh? an der Wende von der versteckten zur offenen Parteinahme das Englandhilfe-Gesetz Roosevelts. Diesen Schritt dem Volk der Vereinigten Staaten plausibel zu machen, genügen keine juristischen Spitzfindigkeiten und weitherzigen Gefetzesouslegungen mehr. Da mußte die Propagandamaschine der Hetze gegen die autoritären Mächte auf höchste Touren gebracht werden. Ein regelrechter Vernebelungsfeldzug gegen Vernunft und Logik mußte starten, um im amerikanischen Volk jenen Grad von Nervosität und Gereiztheit zu schaffen, den Roosevelt braucht, um unter dem Druck dieser künstlich/ entfachten Erregung im Kongreß seine Englandhilfe gegen die Feinde jeder Jnterventionspolitik so schnell wie möglich durchzubringen. Denn Eile hat man in Washington einmal, weil Englands Chancen, sich bis 3ur Aktivierung der amerikanischen Hilfe zu behaupten, nicht gerade hoch eingeschätzt werden, zum andern, weil die Rüstungen der Vereinigten Staaten selbst in kürzester Zeit auf den Höchststand gebracht werden müßten, um allen drohenden Gefahren begegnen zu können. Damit sind wir schon mitten in der ganzen abgrundtiefen Verlogenheit der Argumente, mit denen Roosevelt und fein Kreis dem Volk der Vereinigten Staaten die Englandhilfe unb das damit verkuppelte Ermächtigungsgesetz schmackhaft und dringend zu machen versuchen. Roosevelt behauptet, 'es gelte durch Unterstützung Englands die Sicherheit der Vereinigten Staaten, ja der gesamten „westlichen Hemisphäre" zu verbürgen, die durch einen Sieg der autoritären Staaten auf das äußerste bedroht würde. Und Roosevelts Freund Laguardia, der Oberbürgermeister von Neu- nork, setzt bereits eine Derdunkelungsübung an, um seinen Mitbürgern die Gefahren einer solchen Bedrohung recht eindringlich vor Augen zu führen und mit solcher beispiellos dummen Hetze die Stimmung zu schaffen, die Roosevelt für fein Englandhilfe- Gesetz braucht. Aber es spricht vieles dafür, daß es Roosevelt und seinen Leuten keineswegs tn erster Linie daran gelegen ist, aus demokratischem Solida- ritätsgefühl England zu helfen, weil sie ernsthaft her Meinung wären, wenn erst einmal England, der letzte Hort der Demokratie in Europa, zertrümmert sei, ziehe die gleiche Gefahr für die westliche Hemisphäre herauf. Das sind Argumente, die dazu herhalten muffen, die weitgesteckten eigenen imperia- listischen Pläne zu verschleiern, für deren Verwirklichung man den Augenblick des Zusammenbruchs des britischen Empire für gegeben ansieht. Weit davon entfernt, für die „Freiheit der Meere" zu kämpfen, die nach den Worten Roosevelts für die Sicherheit der USA. eine Lebensfrage ist, streckt man feine Fühler über Pazifik und Atlantik weithin aus, um beide Meere unter die Kontrolle der USA. zu bringen, bevor der Dreizack Neptuns den Händen Englands entsinkt. Wie sehr sich Japan durch das Vorrücken amerikanischer Flotten« und Flugzeugstütz« punkte, mit deren Hilfe die USA. die Weite des Pazifischen Ozeans zu Überbrücken trachten, in seinem eigensten Lebensraum bedroht fühlt, hat der japanische Außenminister M a t f u o k a erst in feiner letzten Rede vor dem Reichstag dargelegt. Washingtons Aspirationen laufen nicht minder darauf hinaus, in der Südsee Englands Erbe anzutreten, fo« bald sich dieses gezwungen sähe, hier seine strategischen Positionen, vor allem also Hongkong und Singapore, zu räumen und Australien sich selbst zu überlassen. Japan hat keinen Zweifel gelassen, daß es einer solchen Machtverschiebung innerhalb feiner Interessensphäre nicht ruhig zusehen könne, und es hat sich durch seinen Beitritt zum Dreimächtepakt jene Rückendeckung geschaffen, die es ihm gestatten würde, einer Beeinträchtigung seiner Interessen mit allen Mitteln entgegenzutreten. Die offene Animosi- tat, mit der die Vereinigten Staaten Japans Kampf um eine Neuordnung Ostasiens verfolgen, die wirt- fchaftlichen Boykottmaßnahmen und die Unterstützung Tschiangkaischeks sind vollkommen analog der poli- , tischen Linie, die Washington im europäischen Konflikt eingeschlagen hat. Matfuoka hat in seiner Reichstagsrede die Bereinigten Staaten noch einmal eindringlich gewarnt, ihre ftiedensfeindliche Politik auf die Spitze zu treiben. Er hat die Hoffnung auf eine Verständigung noch nicht aufgegeben. Aber auch Rom, 24.Jan. (Europapreß.) „Die vorgesehene Liquidierung des englischen Imperiums ist im schönsten Gange", bemerkt Gayda zur Abtretung der Inseln Tuckar und Morgan der Bermudas an die USA. Das englische Gold und die englischen Wertpapiere im Ausland seien nicht mehr ausreichend zur Bezahlung der Kriegsmateriallieferungen. Die Taten seien beredter als Worte. Auch durch die Erweiterung seines Besitzes und strategischer Stütz- punkte im Atlantik und im Stillen Ozean trete USA. an die Stelle Englands. Es folge den Spuren der von England drei Jahrhunderte lang betriebenen Politik. Je länger der Krieg dauere, je mehr werde er kosten und desto größere Stücke des britischen Imperiums könne USA. schlucken. Um eine Stützung der Gerechtigkeit, der Demokratie, des Christentums und so vieler anderer schöner Dinge handle es sich nicht, sondern nur darum, den mechanischen Zerbröckelungsprozeß des englischen Imperiums vorwärtszutreiben, um dadurch die imperiale Macht der Vereinigten Staaten zu vergrößern. Botschafter Nomuras Mission in Washington. Yokohama. 24.Jan. (Europapreß.) Der neue japanische Botschafter für Washington, Admiral Nomura, hat am Donnerstag die Reise nach den Vereinigten Staaten angetreten. Vor seiner Abreise i betonte er noch einmal seinen Willen, die immer schlechter werdenden Beziehungen zwischen Japan und USA. nach Möglichkeit zu verbessern. In der japanischen Presse werden die Aussichten der Mist Washington, 25. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Dor dem auswärtigen Ausschuß des Repräsentanten. Hauses betonte der amerikanische Flieger O b e r st Lindbergh, daß er nicht an die Gefahr einer Eroberung der Vereinigten Staaten glaube, solange die USA. gut gerü- tet seien, und sprach sich für einen beschleunig« tcn Ausbau vor allem der Luftflotte aus. Lindbergh wandte sich gegen den Leih« und Pachtvertrag, weil dieser die USA. näher zum Kriege führe und sie einen Schritt von der Demokratie entferne. Die Vereinigten Staaten verfügten über wenige Hundert mo- berne Kriegsflugzeuge. Es fei daher ein Fehler, im gegenwärtigen Augenblick noch Flugzeuge auszufuhren, während jede der kriegführenden Parteien in Europa Taufende von Flugzeugen besitze. Durch den Export trete eine direkte Schädigung der USA. ein. Lindbergh unterstrich sodann, daß die Vereinig« ten Staaten England ermutigt hätten, den Krieg zu erklären, als es darauf nicht vorbereitet war. Wenn die USA. ihre ursprüngliche Neutralität und ein vollständiges Waffenembargo aufrechterhalten hätte, dann wäre es überhaupt zu keinem Kriege gekommen. Frankreich würde dann heute noch ebenso dastehen wie vor dem Kriege und auch England, wäre besser gefah« ren. „Ich kann es mir sehr gut vorstellen, daß man in Europa zu einer friedlichen Einigung gekommen wäre. Der Krieg wäre auf diese Art hinausgezogen oder unnötig geworden." Auf die Frage des Abgeordneten Mundt, warum Lindbergh seine Meinung mit einer so großen Os- fenherzigkeit bekanntgebe, antwortete er: „Ich bin der Ueberzeuaung, daß der Krieg für uns eine Katastrophe sein wird, wenn wir uns in den Konflikt.einmischen. Ich erwarte von keinem Krieg, den wir führen könnten, einen Erfolg, wenn er eine Invasion-des europäischen Kontinents voraussetzt." keinen Zweifel darüber gelassen, daß Japan einen ihm aufgezwungenen Kampf nicht scheuen werde. „Sollten die Vereinigten Staaten", so sagte Mat- suoka, „in den europäischen Krieg verwickelt wer- oen und sollte Japan gezwungen sein, am Kriege teilzunehmen, so würde ein neuer Weltkrieg entstehen." Wie also der hemmungslose Imperialismus der USA. auf der Jagd nach Sicherung des britischen Erbes eines der wesenllichsten Spannungsmomente im Raum des Pazifischen Ozeans ist, so sind die Vereinigten Staaten auch im Atlantik auf dem Vormarsch. Vorerst freilich sucht man diese Offensive des nordamerikanischen Imperialismus noch zu tarnen mit der Notwendigkeit der Unterstützung Englands, „weil Englands Flotte", wie Roosevelt erklärte, „das Bollwerk der Sicherheit unserer westlichen Hemisphäre gegen die Angriffe der Diktatoren ist". Ader man traut der englischen Verteidigungskraft schon lange nicht mehr und wenn auch die sensationelle Behauptung der „Washington Post" Der Sinn des Englandhilfe-Gesetzes bestehe darin, ,,im gegebenen Augenblick die englische Flotte zu kaufen und sie von kanadischen Häfen aus operieren zu lassen", von Kriegsminister Stimson dementiert wurde, so hat er doch durchblicken lassen, daß das Gesetz es britischen Kriegsschiffen gestatten würde, in amerikanischen Häsen Reparaturen vorzunehmen, was in der Sache auf das Gleiche hinausläuft, zumal man weiß, daß zwischen London und Washing- ton Verabredungen bestehen, nach denen die englische Flotte im Falle eines Zusammenbruchs der Verteidigung der britischen Inseln nicht kapitulieren, sondern ihre Stützpunkte auf dem amerikanischen Kontinent suchen solle. Die Berechnungen, die Ma. rineminifter Knox in den Kongreßausschüssen über das Stärke Verhältnis der Flotten der drei autoritären Mächte zu der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten anstellte, sollten jeoenfalls den Abgeordneten die Notwendigkeit vor Augen führen, eine Niederlage Englands zu verhindern, weil sonst die USA. bei einer dann erforderlich werdenden Teilung ihrer Kriegsflotte auf Pazifik und Atlantik ins Hinter« treffen geraten werde. Aber ohne Rücksicht auf das ungewisse Schicksal der brittschen Flotte haben die Vereinigten Staaten im Atlantik ihre Vorkehrungen betroffen. Dazu rechnet einmal die Ueberlaffung von Flotten« und Flugzeugstützpunkten auf den britischen Besitzungen im Atlantik, die in weitem Bogen von Neufundland, der kanadischen Küste gegenüber, über die Bermudas und Bahamas zu den Kleinen Antillen im Karibischen Meer bis nach Trinidad vor der südamerikanischen Nordostküste und Guayana auf dem südamerikanischen Kontinent selbst den westlichen Atlantik sperren. Aber Washingtons Aspirationen gehen weiter. Nicht umsonst spricht Roosevelt ständig von der „westliche^ Hemisphäre" als einer Einheil, die es vor dem Zugriff der Diktatoren zu schützen gelte. Die panamerikanische Union ist eine seiner politischen Lieblingsideen seit jeher, und er hat es sich viel kosten lassen, sie in Südamerika populär zu machen, um mit ihrer Hilfe sein volitisches Geschäft zu machen. Nach dem Weltkrieg, Der die europäische Konkurrenz in Südamerika weitgehend ausgeschaltet hatte, hatten die Vereinigten Staaten dort dank ihrer Finanzkraft eine Vorherrschaft gewonnen, die sie auch politisch weidlich ausnutzten. Es war die Zeit der „Dollardiplomatie", die erst endete, als die Wirtschaftskrisis auch der Prosperität in den Vereinigten Staaten selbst ein Ende machte. Roosevelt und sein Staatssekretär Hüll versuchten es dann auf den panamerikanischen Kongressen von Montevideo, Buenos Aires und Lima mit der Politik des „guten Nachbarn", die eine enge wirtschaftliche, politische und auch militärische Zusammenarbeit zum Ziele hatte. Aber die iberoamerikanischen Nationen wünschten nicht nur ihre Unabhängigkeit zu wahren, sondern kamen auch wirtschaftlich nicht auf ihre Kosten, wenn sie sich auf Nordamerika einstellten, denn dieses hat selbst an all den Gütern Ueberfluß, auf deren Ausfuhr die iberoamerikanischen Staaten angewiesen sind. Nur bolivianisches Zinn und brasilianischen Kaffee kann man in den Vereinigten Staaten gebrauchen, aber Weizen und Mais, Baumwolle, Kupfer und Erdöl gehören in den Vereinigten Staaten selbst zu den Massenous- suhrgütern. Der Ausfall des europäischen Marktes durch den Krieg hat die iberoamerikanische Wirtschaft nun wieder in größte Schwierigkeiten gebracht. Die Vereinigten Staaten traten erneut als Kreditgeber auf und konnten an ihre Anleihen politische Bedingungen knüpfen, zumal England, das bisher eine maßgebende Rolle in der südamerikanischen Industrie spielte, aus naheliegenden Gründen als Widerpart der nordamerikanischen Be.1 ftrebungen ausfiel. Wenn es nun auch Roosevelt auf den panamerikanischen Konferenzen von Panama im Herbst 1939 und Havanna im Juli 1940 noch nicht gelungen ist, fein Ziel, einen gemeinsamen Rüstungsplan selbstverständlich unter Washingtons Führung, gegen den Widerstand namentlich Argentiniens und Brasiliens durchzusetzen, so läßt er doch nicht locker, wenigstens in der Form der Einräumung von militärischen Stützpunkten seinen Bemühungen um eine einheitliche „Derlei- higung" der westlichen Hemisphäre zu einem Erfolg zu verhelfen. Im Vordergrund steht dabei die La-Plata-Mündung. Aber während die Regierung von Uruguay anfangs dem Verlangen Roosevelts nachgeben zu wollen schien, hat sie der Einspruch Argentiniens wankend gemacht, und nun wird eine Konferenz der Anliegerstaaten des La-Plata- Stromes in diesen Tagen zu dem Problem der 'Verteidigung der La-Plata-Mündung Stellung nehmen, wobei das Bestreben deutlich ist, Nord- Eine neue Flagge für Marschall pstain Darunter befinden sich sieben — (Scherl-Dilderdienst-M.) goldene Sterne. Für Marschall P6 tarn, den Staatschef Frank« reichs, wurde eine neue Flagge geschaffen, die auf dem weißen Feld der Trikolore eine Doppelaxt zeigt, deren Schneiden ebenfalls die Farben Blau- Weiß-Rot tragen. Darunter befinden sich sieben was eine Durchbrechung des Ottawa-Abkommen; bedeutet, es sei denn, daß England Delgisch-Kon^ schon als einen Teil des Empire betrachtet» sowie Kokosnüsse und Palmöl beziehen. Die g e' f a m t e Gold Produktion des Kongo wird gegen eine Zahlung in Pfund Sterling an die Bank von England abgetreten. Die Kongoerzeugnisse werden nur mit den niedrigeren Empirezöllen belegt England streckt die Hand nach Französisch-Kongo. Nach einer Depesche der „Frankfurter Zeitung" aus Neüyork, zögert man in London, aus Furcht - vor einem endgültigen Bruch mit Vichy, den Inhalt eines Wirtschaftsabkommens übel Kamerun zu veröffentlichen und den General de Gaulle als Gegenzeichner zu nennen, da dieser nicht offiziell anerkannt wird, während ein ähnliches Abkommen über Belgisch-Kongk mit dem in London lebenden früheren belgischen , Finanzminister Camille (Butt unterzeichnet und veröffentlicht wurde. England will die gesamte Pro duktion Kameruns an Kakao, Palmöl und Nüssen, ! sowie einen Teil der Produktion an Kaffee und Bananen übernehmen. Zu dem Kongo-Abkommen wird bezeichnender« weise betont, es sei „auf freundschaftliche Weise" z«' j stände gekommen, was wohl heißen soll, daß e in beträchtlicher Druck angewendet wurde, bi» die belgische „Regierung" in London auf die meisten » Rechte über den Kongo verzichtete. England will im nächsten Jahre eine große Menge Kupfer amerifa nach Möglichkeit auszuschalten. Wie skeptisch man in unabhängigen Kreisen Südamerikas trotz der maßlosen Hetze, die auch hier von einer ganz unter dem Einfluß nordamerikanischer Dollars stehenden Presse gegen die autoritären Mächte betrieben wird, über Die uneigennützige Politik Washingtons denkt, zeigt eine Auslassung der brafilia- nischen Zeitung „Jmparcial", die schreibt, man sei des ewigen Geredes von einer Bedrohung der westlichen Hemisphäre müde. Wenn der nordamerika- Nische Staatssekretär Hüll behaupte, Südamerika sei am allermeisten gefährdet, dann sei es doch eigentümlich, daß England ausgerechnet angesichts dieser größten Gefahren südamerikanische Rüstung- transporte verhindere und die Südatlantik-Schifs- fahrt vor den Toren Brasiliens unter die besondere Polizeikontrolle der englischen Flotte stelle,, wofür ja der „Mendoza"-Zwischenfall einen neuen Beweis bilde. Derartige Ausführungen klingen wenig ermutigend für Roosevelts Pläne, und auch seine wirt- schaftspolitischen Projekte wird man in Südamerika, so schwierig die wirtschaftliche Lage Süd» amerikas augenblicklich auch sein mag, mit einiger Zurückhaltung aufnehmen Der Marineminister Knox hat schon von einer interamerikanischen Zollunion gesprochen als stärkste Waffe, um zu. verhindern, daß nach einer Niederlage Englands Südamerika als das reichste Rohstoffland der Well: einer Invasion billiger deutscher Jndustrieerzeug«- nisse ausgesetzt werde. Das Natürliche eines solchen: Tauschverkehrs, wie er bereits vor dem Kriege zwischen Deutschland und den südamerikanischen. Staaten zu beider Vorteil im Aufbau war, hat selbst Herr Knox nicht zu leugnen vermocht, man. wird also in Ruhe abwarten können, was man in. Südamerika selbst zu einer solchen Bevormundung. Washingtons in wirtschaftlichen Dingen zu sagen, hat Wie sehr aber die Vereinigten Staaten sich' anschicken, sich zur rechten Zeit und mit absoluter Kaltschnäuzigkeit Englands wirtschaftliches Erbe zu. sichern, zeigen nicht nur die Bemühungen um. Südamerika, sondern auch das Ausstrecken ihrer Fühler in den afrikanischen Raum In beit Verhandlungen Englands mit den USA über die- Lieferung von Material zur Aufrechterhaltung der unter den deutschen Bomben schwer leidenden britischen Kriegsindustrie scheint der von Washinatm ausgehende Plan Der Errichtung amerikanischer Fabriken in Den englischen Kolonien Westafrikasi aufgetaucht zu [ein, Die der Montage von Flugzeugen und her Vornahme von Reparaturen bienem sollen. Parallel damit lausen Bestrebungen dec Panamerican-Airways, neue Fluglinien von New Orleans über Puerto Rico nach Bolama in Portugiesisch-Guinea einzurichten. In Freetown, bem Hafen von Sierra Leone, der britischen Kolonie am der Küste Westafrikas, hak' sich neuerdings ein nordamerikanisches Konsulat etabliert. Man sieht, die Vereinigten Staaten fahren fort, sich für ihre Englandhilfe recht handgreifliche Vorteile zu sichern, die Roosevelts selbstlosen'Kampf für demoeigenartigen, freilich ganz eindeutigen Licht zeigen. Dr. Fr. W. Lange. SeneraMmarschall Keitel empfängt den Honvedminister der Thef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, gab zu Ehren des in ßerün weilenden ungarischen Honvedministers Bartha im Hotel Bristol einen Empfang. (Scherl-M.) Togal ist hervorragend bewährt bei 431 D GIESSEN AM OSVALDSGARTEN CEfiNUUW 9.2. 41 1 KgA) gegen In allen Apotheken Rheuma Ischias Nerven- und Kopfschmerz Aus der Tüte In die Vorratsgläser. All dieNahrungsmlttel slnddann richtig aufbewahrt. Nichts kann verderben, nichts vergessen oder verschüttet werden. Sehen Sie sich diese praktischen Vorratsgläser an. JB Kostenlos erhalten Sie das interessante, larb. illustr. Buch .Der Kampf jeReri Rheuma und Schmerz*, ein Wegweiser für Gesunde und Kranke, vom Togalwerk München 8^ Hexenschul) Erkältungen Unzähligen haben Togal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. Die hervorragende Wirkung des Togal :Q. unn Är7ipn ii Kliniken seit über 251 ahren be- NEUER Tanz-Kursus beginnt am Freitag, dem 31. 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An der englischen Ostküste wurden auf einem Frachtschiff von 12 000 BRT. nach Bombentreffern mehrere starke Explosionen beobachtet. Lin feindliches Flugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen. Der italienische Bericht. Rom, 24.Jan. (DHB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front wurden bei Spähtruppunternehmungen Gefangene elngebracht und automatische Waffen erbeutet. Unsere Flug- zeuge haben feindliche Truppen mit Bomben belegt. 3n der Lyrenalka hat unsere Luftwaffe feindliche motorisierte Abteilungen gründlich mit Bomben und Maschinengewehrfener belegt. Die feindliche Luftwaffe hat Der na bombardiert. 3m Westteil von Tobruk haben unsere Widerstandsnester den ganzen Tag durch hartnäckigen Wider- stand geleistet. 3n Ostafrika sind Kämpfe zwischen nuferen Einheiten und feindlichen motorisierten Verbänden an der Sudan-Froat sowie in Somaliland an der Kenia-Front im Gange, an denen sich unsere Luftwaffe stark beteiligte. 3m Aegäischen Meer überflogen feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 23. Januar die Stadt Rhodos und warfen einige Sprengbomben ab. Es wurde leichter Schaden an einem Wohnhaus ange- richte?. Opfer sind nicht zu beklagen. Das deutsche Fliegerkorps hat erneut Ziele auf Malta ange- । griffen. _________ Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8-jähnger Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann Ein-u.halbjährige Handelsfachklassen VolksscbulreifetL höherer Schulbildung, beiSekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen / Goethestr. 32. Ruf 2486. .Vogtsche Piivat-Hondelsschule Gießen. Goethestr 32 Mehr Milch, mehr Eier, hoch- bewertefe Kaninchen durch die gewürzte Futterkalkmischung Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld. Budmgen. ^riedberq, Gießen und Lauterbach sowie des Over- bürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Lierverteilung. A Auf den vom 13.1.41 bis 9.2.41gü(Hgen B stellschein der Reichseierkarte werden für jeden Ber^ sorgungsberechtigten 2 Eier ausgegeben, und zwar in der Zeit vom 27.1. ms Als Rechtsnachfolgerin kündigen nur hiermit gemäß Nr. 4 der Anlehensbedingungen mmtliche noch umlaufenden und noch nicht verlosten Stucke der Lchulüverichreibungen der Baugenossen'maft des Evang. Arbeitervereins zu Gießen zur Rückzahlung Di? Erreichung der Stücke nebst den Zins- und Erneuerungsscheinen hat bei unserer Geichaftsstelle, Gießen, Aulweg 26, zu erfolgen. Siir die Verjährung der Ansprüche >w.S der Anlechs gelten die aus den Wertpapieren ersichtlichen Be- stimmungen. Gießen. den 25. Januar 1941. Gemeinnützige Baugeuon enschaft 1894 e.G.m.b.H.,(Srenen Hch. Schneider. Rudolf Hahn. mO )i? ge'a;w Irfd »S- i., Wie |lt| Südamen!: er von tip/ -scher Na n Mächle h Politik & der brofilt eibt man t ung der wr norbflmerili Südaimi sei er dc: iet angG che Rüslurp itlantif«S Jeoormunbri | gen zu k i Staaten e mit abfohr liches Erbt:- Übungen isstrecken ip inum. Ij | JSA. über.1 Erhaltung ■■ leidenden W in Washinss arnerikanW ,n Westaful- : ige von A' j irafuren W \ [trebunfle" •; nien von J ilaina m v - Freetown,Cv den KoM' ieuerW " rt Mo" fr.W.L* .Hanb ^ong». .°n, js «i irnens Mne infame Lüge. Berlin, 25. Ian. (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus London stellte Luftfahrtminister Sin. c 1 a i r vor dem Unterhaus die dreiste Behauptung auf, daß im Fallschirm ab spring ende britische Flieger in mindestens 12 Fallen von deutschen Fliegern beschossen war. den seien. Diese Erklärung des britischen Ministers ist eine infame Lüge und eine unverschämte, nicht scharf genug zurückzuweisende Beschimp - fung der deutschen Soldatenehre. Deutsche Soldaten werden niemals auf einen hilflos gewordenen Gegner schießen. Darin hat die deutsche Wehrmacht seit jeher ein Grundgebot der sauberen Kriegführung und ein Gesetz der Mensch» lichkeit gesehen. Dagegen wird die britische Solda- tenehre für .alle Zeiten mit der Schande des „B a r a l o n g". Falles und des „A 1 t m a r k » Falles behaftet sein. Es ist aller Welt bekannt, daß die britische Agitation sich mit durchsichtigen Zweckmeldungen und lügnerischen Unterstellungen immer Vorbehalte zu schaffen bemüht, um heuchlerisch ihre künftigen Verbrechen im Lichte einer angeblichen Vergeltung erscheinen zu lassen. Das Neue Klavier — welch ein Erlebnis! V^er auch auf diesem neuen Instrument spielen wird - Kind oder Erwachsener -, er wird sich im Musizieren ihm innerlich verbundener fühlen; und die Freude des Spielens ist doppelt groß, der Genuß der Hausmusik noch tiefer und schöner 1 Sehen Sie jetzt bald die schönen Klaviere und Flügel in unserem Verkaufsmagazin an. 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Der Botschafter Frankreichs in Tokio wurde beauftragt, mit der japanischen Regierung alle Prozedurfragen hinsichtlich der Ausübung dieser Dermittlungsaktion zu regeln. Oie ^Campana" verschob ihre Ausfahrt Buenos Arres, 24.Jan. (Europapreß.) Der französische Dampfer „Campana", der am Donnerstag mit voller Ladung aus Buenos Aires nach Frankreich ausfahren sollte, hat die Ausfahrt auf unbestimmte Zeit verschoben. Wie verlautet, wird in Buenos Aires am Freitag der englische Kreuzer „N e w c a st l e" erwartet, der zur englischen Südatlanükflotte gehört. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Bel- sein des Generalkommissars z. b. V. Schmidt den Leiter der nationalsozialistischen Bewegung in Den Niederlanden, Adrian Anton Mussert, zu einer längeren Unterredung. , Reichsjugendführer vxmann, in desien Gefolgschaft Herbert Norkus in den Jahren des Kampfes marschierte, legte am Grabe und an der Mordstelle des jungen Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung einen Kranz nieder. Am Abend sprach der Reichsjugendführer über den Sinn des Opfers dieses jungen Mitkämpfers der Kampf- -eit. „ Der Führer hat auf Vorschlag des ReHchsmi- nisters des Auswärtigen dem Ehef der Personal- ’ (ibteÜung des Auswärtigen Amtes, MinrsteriaMrek. tor K riebe!, anläßlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres die Amtsbezeichnung Botschafter - verliehen. ' Der Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- paganda hat dem Heeresfilm „Der Sieg im W e st e n", der demnächst zur Uraufführung gelangt, ' folgende Prädikate zuerteilt: „Staatspolüisch wert- • voll und künstlerisch wertvoll", „volksbildend , „ju- gendwert", „Lehrfilm und feierlagsfrei". , verschiedenen Kombinattonen, die im Zusammenhang mit dieser Reise aufgetaucht waren, Stellung nahm. Der Honvodminister sei nach Deutschland gereift, so sagte Graf Teleki, um dort Besuche zu ma- chen, Besuche zu erwidern und mit der Führung 1 der deutschen Wehrmacht in Fühlung zu treten. Diese freundschaftliche Fühlungnahme zwischen der deutschen und der ungarischen Armee bestehe dauernd. Die Wiedereingliederung Nordsiebenbürgens, so sagte er weiter, bringe große Ausgaben mit sich, die um so schwieriger seien, als die Heimkehr der einzelnen Landesteile und nun Nordsieben, bürgens in rascher Aufeinanderfolge geschehen sei. Die außenpolitische Linie sei unverändert. Die Der- fassungsreform könne nur mit klaren Kopsen, reinen fänden, ungarischer Seele und mit völliger Ruhe gelöst werden. Rumäniens innerpolitifche Lage. Bukarest, 24. Jan. (DNB.) Staatsführer General Antonescu hat sich in einem Aufruf an alle Rumänen gewandt, in dem er angesichts der verwickelten innerpolittfchen Lage, die sich auf Grund von Unstimmigkeiten zwischen Regierung und gewissen Kreisen der Legionäre im Zusammenhang mit dem Wechsel in der Leitung des Innenministeriums ergeben hat, das rumänische Volk aufgefordert, sich fest hinter ihn als den unerschütterlichen Verteidiger des Landes zu stellen. Zusammen mit den Legionären würde eine Regierung zuverlässiger und fähiger Menschen gegründet werden. Der Führer der Eisernen Garde, H o r i a S i m a, hat einen Tagesbefehl an die Legionäre erlassen, in dem er feststellt, daß sich die innerpolitische Lage zu klären beginnt. Im Interesse der Staatsautorität forderte er die Legionäre auf, ihr normales Leben unverzüglich wieder aufzunehmen und gab feiner Hoffnung Ausdruck, daß in kürzester Zeit im Lande wieder vollkommene Ruhe und Ordnung hergestellt seien. In einem späteren Aufruf an das rumänische Volk konnte General Antonescu feststellen, daß die Autorität des Staate» überallher- gestellt rSäre. In einem Tagesbefehl an b t e Armee sprach General Antonescu feine Anerkennung für die Haltung der rumänischen • Truppen aus, welche die Ordnung im ganzen > Lande schnell wiederherstellen halfen. Durch ein - Dekret wurde die Ablieferung aller Waffen ange- Gießen, den 24. Januar 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Dudmgen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Over bürgermeister der Stadt Gießen: Der Landrat des Landkreises Gießen: Dr. Lotz. find fie iwirftlicft A so gesund • Seit vielen Jahren stehen Kneipp« Kräuterkuren im Dienste der Gesundheit und bieten Leidenden Linderung durch Kräfte derNatur. 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Im Sommer 1938 wurden diese hervorragendsten unga- rischen Kämpfer auf den Staatschef vereidigt und i von diesem durch Schwertschlag zum Ritter geschla- gen. Bartha kommt als ^onved-Minister nach Deutschland. Honoed bedeutet ursprünglich die bewaffnete ungarische Landwehr. Im neuen Ungarn versteht man jedoch darunter die gesamte Wehrmacht des Staates. Das Wort bedeutet' eigentlich Heimat- ßchutz. Der Reichsverweser, Admiral von Horthy, hat, wie aus der Geschichte des ungarischen Befreiungs, Sampfes bekannt ist, außerordentlichen Anteil an der Schaffung der ungarischen Wehrmacht. Sein erfolgreichster Gehilfe war dabei der frühere. General- fftabshauptmann und spätere Ministerpräsident Ju- llius von Gömbös. Das Diktat von Trianon Ihatte seinerzeit die ungarische Armee auf nur 35 000 Mann beschränkt. Sie war eine Söldner-Truppe, der Io gar Lustschußmaßnahmen verboten waren. Die Notwendigkeit der Abwehr kommunistischer «Gefahren bedingte die Einführung einer auf Frei- Willigkeit beruhenden Wehrpflicht. Im Dezember 1938 wurde dann die neue Wehrvorlage an- «genommen, die von Honved-Minister Bartha ver- dreien wurde. Die Wehrpflicht umfaßt die Zeit vom 12. bis 70. Lebensjahr. Die eigentliche Wehrpflicht bauert drei Jähret mit Ausnahme der Fliegertruppe äst nach zwei Jahren die Ueberführung in die Re- lerve möglich, die in drei Altersstufen bis zum >60. Lebensjahr geführt wird. Außer der Heeresdienstpflicht gibt es in Ungarn »eine Honved- Arbeitspflicht, die im Ernst- fall sämtliche ungarischen Staatsbürger, Manner und Frauen, vom 14. bis zum 70. Lebensjahr umfaßt. Innerhalb der gleichen Altersgrenzen liegt die .Luftschußpflicht. Für Militäruntaugliche gibt es eine Arbeitsdienstpfllcht. Ltngarns politische Linie unverändert. Budapest, 25. Jan. (Europapreß). Minister- Präsident Graf Paul Teleki hielt auf der Kon- serenz der Regierungspartei eine Rede, in der er auch auf die Reise des ungarischen Honvedministers Bartha nach Deutschland einging und gegen die ortmet, Me sich lm Besitz von Avsiperson-n Befrfr den. Gleichzeitig wurden alle öffentlichen Dersamm- lungen und Zusammenkünfte verboten. Eine Verlautbarung des Generalstabschefs der Armee bezeichnet die Nachrichten einer gewissen Auslandspresse als plumpe Lügen, wonach Angehörigen der rumänischen Armee ihre Pflichten nicht erfüllt hätten. Inzwischen geht das Leben in Bukarest wieder seinen normalen Gang. Die Llebersührung des Majors Döring. Budapest, 24. Jan. (Europapreß.) Der Zug mit der sterblichen Hülle des in Bukarest ermordeten deutschen Generalslabsmajors Döring, der a u f L e f e h l d e s Führers in das Reich über- geführt wurde, traf am Donnerstagabend in Budapest ein. Bei der Einfahrt des Zuges in die Bahnhofshalle spielte eine Honvedkapelle die beiden Nationalhymnen und den Rakoczi-Marsch. Eine Ofjiziersabordnung der ungarischen Honoed und der Lustsahrt-AtbachS in Budapest hatten auf dem Bahnsteig Ausstellung genommen. Als erster legte der Vertreter der Honved einen Kranz am Sarge nieder. Es folgten Kränze der deutschen Wehrmacht sowie von Staatspräsident Stephan von Horthy. Nach dieser Ehrung wurde der Wagen wieder geschlossen, und kurz darauf setzte sich unter den von der Honved-Kapelle gespielten Klängen des Liedes „Ich hatt' einen Kameraden" der Zug in Bewegung. In Wien traf der Sarg, begleitet von vier Offizieren, am Freitag ein. Im Ostbahnhof war zum Empfang ein Zug des Wachbataillons Wien ausgerückt. Der Sarg, der mit der Reichskriegsflagge geschmückt war, wurde auf den Leichenwagen gehoben, um seine Fahrt zum Zenttalfriedhos anzu- treten, wo am Samstag die Beisetzung stattfindet. *?, '/.Jdeo-v-1 Erleichterung D^^bnngt die leichte Maßej^e von Ibsi **^6iesser Friedrich sfr? Lieferant aller Kassert d. UtnerblndficM Vorführung durch: Niederhausen <4 Co. Gießen, Hui 8941 Klein im Preis KLElH8uCHUNG?;MASCH!NE MODEIL2 260 Für sofort oder alsbald Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr.'i 2 Lehrlinge ffit Wagen-u.Wetieüoü zu Ostern evtl, früher gesucht. Wir suchen zu möglichst baldigem Eintritt mehrere perfekte Stenotypistinnen sowie mehrere Anfängerinnen. Weiblicher, technischer Zeichner-Lehrling mit guter Schulbildung, sowie zeicbengswandl? Abilurienlin mit naturwissenschaftlicher Begabung gesucht. Sehr. Angebote u. 0296 an den Gieß. Anz. erb. • ----- •V* oi98 Horst-Wessel-Wall 25—27. 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Im Kellergewölbe, gegen das Tal hin lagen noch die alten Kugelbüchsen auf den Schießscharten, und an diesen urzeitlichen Prügeln hatte der Vater Röck seine Freude. Er rieb die Läufe blank und ölte die Schlösser und prüfte den Anschlag, und wo immer in der Gegend eine ahnungslose Kuh auf der Weide stand, er konnte sie jederzeit haarscharf aufs Korn nehmen. Denn der Vater Röck verstand mehr vom Kriegshandwerk als die jungen Dachse, er hatte unterm Kaiser gedient und einen Feldzug rnitge- macht. Das beschrieb er großartig, wie also die Jäger über ein ebenes Feld hin in die große Schlacht rückten, nach der Schnur ausgerichtet und Horn und Trommel dabei, und" gegenüber lag der Feind in einem verdammten Gemäuer und schoß heraus wie nach der Scheibe, aber da wich keiner. Wo einer fiel, trat der Hintermann in die Lücke. Einen Bäckergesellen neben dem Vater, feinen besten Kameraden, den warf es auch um, aber im Todeskampf rollte er ihm unter die Beine und verbiß sich in seiner Wade. Kein Wunder, daß die Fi^nt ein wenig aus der Ordnung kam, als der Tod den Flügelmann am Stiefel festhielt! Was aber tat der Hauptmann? Er sprang zornrot heraus im Pulverrauch und schwang den Säbel, — der linke Flügel, schrie er, der linke Flügel hängt! Darauf tat der Bäckergesell auch gleich seine Schuldigkeit und starb auf dem Fleck. Manchmal führte uns der Vater Röck diese wunderbare Begebenheit leibhaftig vor. Er ließ die ganze Kinderschar ins Gefecht rücken, und dann sprang er als Hauptmann heraus und beschwor das Verhängnis am Flügel mit seinem Stock Aber nicht immer glückte es ihm, die Schlacht zu retten.. Zuweilen endete alles vorzeitig mit einer Balgerei, wenn mich der Nachbar gar zu arg ins Bein gebissen hatte. Der neue britische BotsclMer in den Vereinigten Staaten, Lord Halifax, ist am Freitag in einem amerikanischen Hafen eingetroffen, von wo aus er sich nach Washington begeben wird. Der Botschafter hatte die Reise nach Nordamerika an Bord des 35 000 Tonnen großen Schlachtschiffes „King ©e« orge V" unternommen. “ » Präsident Roosevelt ernannte Dean A ch e s o n zum Unterstaatssekretär im Außenamt als Nachfolger des zurückgetretenen Unterstaatssekretärs Grady. Ache so n war 1933 stellvertretender Finanzminister. Die Brieftasche abhanden gekommen. Sofia, 24. Jan. (Europapreß.) Der nordamerikanische Oberst William >D o n o o a n hat, wie jetzt erst bekannt wird, während seines Aufenthaltes in Sofia Brieftasche und Paß verloren, die u. a einen größeren Geldbetrag enthielt. Wahrscheinlich ist beides i n einem Sofioter Nachtlokal italienische Tonschöpfer Giuseppe Verdi. Würdigung seiner Persönlichkeit finden unsere im heute erscheinenden Familienblatt. (Scherl-Archiv-M.) 64.J Vater Röck. Von Mrl Heinrich Waqqerl. In meiner Jugend, da gab es noch prächtige Leute in den weltfernen Tälern meiner Heimat Da lebte noch der Vater Röck, so uralt, daß ihm seine eigene Jugend nur vom Hörensagen bekannt roar. An drei Frauen erinnerte er sich, jede war einsichtig gewesen und hatte sich zum Sterben gelegt, als ihre Zeit um war, sie lösten sich der Reihe nach gleichsam in lauter Kinder auf. Und darum hieß der alte Röck für jedermann in der ganzen Gegend einfach der Vater. Zu meiner Zeit freilich war sein hitziges Blut schon lange ausgekühlt. Das Alter hatte die riesige Gestalt zusammengekrümmt, und vollends sein Gesicht war nur noch ein wunderliches Gebilde aus Falten und Furchen und Auswüchsen, da und dort mit weißen Haarbüscheln bestanden, es schien ein reiner Glücksfall zu sein, daß ihm wenigstens Nase Erfolgreiche deutsche Kriegsfinanzierung Ein Vortrag des Reichsbankvizepräsidenten Lange. n irt Bi oteutt Jahre, e« \\ t guter Ack fit aus bien' . ege einen ic n u. in jfitron fter n Herrn lr nzulernen ö späterer iberg Januar abend« \1 — w Der Erfolg der Kriegsfinanzierung wird noch dadurch unterstrichen, daß gleichzeitig die bisherige Zinssenkungspolitik fortgesetzt und der Kreditbedarf des Reiches unter immer besseren Bedingungen gedeckt werden konnte. Heute hat das Zinsniveau in Deutschland einen seit dem Welt- kriege nicht mehr gekannten Tiefstand erreicht. Die Reichsbank als Hüterin der Währung leiste bei der Kriegsfinanzierung wichtige Dienste. Sie sei nationalsozialistisch ausgerichtet und werde in diesem Geiste geführt. Wer davon ausgehe, daß eine Wahrung der Golddeckung bedürfe und daß im Kampf aller gegen alle das wirtschaftliche Ideal liege, werde unsere Wirtschaftspolitik nicht verstehen. Für uns hat die Vergangenheit bewiesen, daß unsere Währung durch die deutsche Arbeit stabil gehalten wird. Die großen Pläne der Altersversorgung, des sozialen Wohnungsbaues und der gerechten Löhne werden die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhöhen. Das Wohl des Arbeitenden wird sich immer auswirken in «einer Stärkung der Gesamtheit, in wachsender Produktivität und damit auch die Fundamente der Währung festigen, die auf der deutschen Arbeit ruhen. LennS geschaffen hat. Und wir Berliner sind immer wieder dankbar, daß man seine Schöpfung dadurch ehrte, daß man alle Versuche, aus dem Tiergarten einen englischen Park mit leeren und langweiligen Rasenflächen zu machen, stets rechtzeitig abgewehrt hat. Heute führt nun mitten durch den Tiergarten jene breit ausladende Autobahnstrecke, die als Ost- West a ch | e bereits Weltruf hat. Als diese Autobahn auf Geheiß des Führers angelegt wurde, gab es janunernbe Stimmen, die das Ende des Tiergar- ten-Jdi)lls voraussagten. Nichts von diesen trüben Prophezeiungen ist eingetreten. Im Gegenteil: diese Autobahn gehört zu den schönsten Deutschlands, denn man hat das Werk Lennös wohl zu wahren gewußt. Den östlichen Ausgangspunkt dieser „Tier- garten-Autobahn" bildet das Brandenburger T o r. In diesem Jahr sind es genau 150 Sabre her, seit es von der Hand des Meisters C. G. L a n g - Hanns in den Jahren von 1788 bis 1791 geschaffen wurde. Das Tor ist eine freie Nachbildung der Propyläen der Athener Akropolis. Dennoch aber hat es bedeutenden eigenkünstlerischen Wert Und so wurde es zum Wahrzeichen Berlins. Durch die Säulen des Brandenburger Tores ist oftmals die Geschichte marschiert. Siegreiche deutsche Soldaten durchschritten es 1814, 1815, 1864 und 1866, 1871 und zuletzt 1940, als die nach dem stolzen Siege im Westen heimkehrende Berliner Division auf dem Pariser Platz von Stadt und Staat feierlich empfangen wurde. Durch das Brandenburger Tor zog auch der Fackelzug am Abend des denkwürdigen 30. Januar 1933. Gerade in diesen Tagen finden unsere Gedanken zu diesem geschichtlichen Ereignis zuruck. Acht Jahre sind vergangen, als der Helle Schein der lodernden Fackeln und das leuchtende Rot der Hakenkreuzbanner die Zeitwende ankundigten. Und nun wartet und harrt das Brandenburger Tor des Tages, an dem die Säulen widerhallen werden von dem Marschtritt glorreicher deutscher Kämpfer und Sieger über eine Zeit und eine Welt, deren Grundfesten heute schon erschüttert sind. B. Brief aus der Reichshauptstadt Von unserer Berliner Schristleitung. Düsseldorf, 24. Jan. (DNB.) Auf, Einladung der Rheinisch-Westfälischen Börse sprach der Vizepräsident der Deutschen Reichsbank Kurt Lange über das Thema: „Erfolgreiche Kriegsfinanzierung". Für Deutschland ist der Krieg im Gegensatz zu England kein Geschäft, vielmehr muß hier die ge- famte Wirtschaft alle Kräfte hergeben und weitgehende Opfer bringen, damit die Mittel für die Kriegführung ausreichend zur Verfügung ftehen und wir den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit im nationalsozialistischen Sinne siegreich zu Ende führen. Wir haben den Liberalismus überwunden und werden in der Wirtschaft jedem Rückfall in li- beralistische Methoden entgegentreten. So ist der Krieg die große Bewährungsprobe auf den nativ- nalsozialistischen Grundsatz, daß die Wirtschaft den Au gaben des Staates zu dienen hat. Anders als im Weltkrieg kann dieses Mal ein erheblicher Teil der Staatsausgaben durch Steuern gedeckt wer- den. Es ist aber weder möglich noch angängig, die überschüssige Kaufkraft allein auf diesem Wege ab- zuschöpfen. Deshalb hat man dem Markt eine nach Laufzeit und Verzinsung wohlabgestimmte Auswahl von Kreditpapieren zur Verfügung gestellt. In die- fern Zusammenhang ist das Sparen nicht nur m der öffentlichen Verwaltung, sondern auch m der Wirtschaft und im besonderen für jeden einzelnen ein wichtiges Gebot. Gerade das Sparen der Volks- genossen ergibt erhebliche, Beträge, bei deren richtigem Einsatz Banken und Börsen unter Ausschaltung liberalistischer Spekulationsideen im Interesse der Kriegsfinagzierung herangezogen werden. Die Spareinlagen seien besonders seit Kriegsausbruch ständig gewachsen und haben allein bei den Sparkassen seit dieser Zeit einen Zuwachs von acht Milliarden Reichsmark erfahren. Die Leute, die in Washington die Politik machen, fühlen sich offenbar etwas isoliert und schlecht unterrichtet. Anders ist es kaum zu erklären, daß Roosevelt seine Sonderbeobachter in die Welt schickt, um seiner waghalsigen Außenpolitik vielleicht noch nachträglich eine festere Grundlage geben zu können. Nach China muß Herr Currie reifen, nach Europa eine ganze Reihe von Spähern, unter ihnen Herr Hopkins, der bereits in England nach dein Rechten sieht, und der Präsidentschaftskandidat W i 11 k i e, der noch auf dem Wege zur britischen Insel ist und dort wohl als Sonderanwalt der nordamerikanischen Finanzaristokratie auftreten soll. Ob allerdings die Beobachter aus dem fernen Dollarika immer die richtige Auffassung von ihrer Mission haben, wollen wir dahingestellt sein lassen. Wenn einer von ihnen jetzt ohne Reisepaß und Brieftasche von Land zu Land reifen muß, weil ihm diese wichtigen Papiere bei einem Bummel durch die Nachtlokale einer südosteuropäischen Hauptstadt abhanden gekommen sind, so zeugt dies jeden- jalls nicht von der unbedingten Blicksicherheit der Rooseveltschen Späher. Ueberbies scheinen uns Nachtlokale nicht der geeignete Ort zu sein, um Kulturfragen und ßebensraumprobleme in Europa zu studieren. nungsfroh fein Heim in der Gewißheit aufsuchen, daß er zur rechten Zeit seine — Flasche bekommt In diesen Tagen gedachten die Berliner eines Mannes voll großer Dankbarkeit. Am 23. Januar jährte sich der Todestag des früheren Berliner Gar. tendirektors Peter Joseph Lennö zum 75. Male. Ja, er hat sich ein dauerndes lebendiges Denkmal gesetzt in der Schöpfung des Tiergartens. Aus der Geschichte Berlins wissen wir, daß der weite Raum des heutigen Tiergartens einstmals eine Wildnis war, in der Friedrich der Große noch seine Jagden abhielt. Es war wirklich eine Wildnis mit Moorlöchern und Dickicht. Und es war keine ungefährliche Fahrt, um zu jener Zeit vom Berliner Schloß zum Charlottenburger Schloß zu gelangen. Wenn damals die schweren Torflügel des Brandenburger Tores hinter der Hofkutsche zuschlugen, dann gab es weder eine glatte und bequeme Chaussee noch einen Knüppelweg, sondern eben nur Tümpel und Sümpfe. Aus dieser Einöde nun hat Lenn6 den Tiergarten gestaltet und aus ihm — nach seinen eigenen, zuerst ausgesprochenen Worten — eine „Lunge" der Großstadt Berlin gemacht. Was Lennö geleistet hat, das empfindet jeder, der einmal den Berliner Tiergarten wirklich durchstreift und auch die Köstlichkeit der abseits gelegenen Wege und Pfade aufgesucht hat. Ist es im Sommer das dichte Laubdach, das Grünen und Blühen der Büsche, das den Spaziergänger erholsam umfängt, so ist es im Winter der Schnee und der Rauhreis, der den Tiergarten in eine Märchenlandschaft verzaubert. Das schönste aber sind wohl die Seen, deren baumbestandene Inseln und Inselchen romantische Winkel und Windungen erstehen ließen, auf denen im Sommer lustige Boote schaukeln und im Minter Schlittschuh gelaufen wird. Kurzum: es ist ein wundervolles, verträumtes Paradies, das Eine Veränderung gegenüber der Friedenszeit frat der Krieg im Berliner Verkehrswesen übrigens ^och hervorgerufen: Es wird abends nicht mehr so lief „zum Bie r" in d i e Stadt gefahren. Das bedeutet nun nicht, daß die großen Bierlokale ter Innenstadt verödet und vereinsamt liegen. Aber Kn den regelmäßigen Stammtischen findet man sich ! nicht mehr so oft und zahlreich zusammen. Berlin «ar nämlich trotz seiner rastlosen Tätigkeit auch $>* >n<** % Nun fragen sie einander weiter: nach dem Alter der Söhne — sie sind am gleichen Tage, am 13. August 1914, geboren; nach dem bürgerlichen Berus: sie sind beide Bäcker gewesen, nach dem Truppenteil: sie standen im gleichen Regiment, und es war ein und derselbe Unfall, bei dem beide tarben. Die Beziehung geht noch weiter: beide haben am gleichen Tage, wenn auch einstweilen weit voneinander und ohne sich begegnet zu fein, die Gesellenprüfung bestanden und sind dann, nach dem Eintritt ins gleiche Regiment, derselben Kompanie, derselben Stube zugeteilt, am gleichen Tage Unteroffizier und, nach ihrem Kennenlernen, Freunde geworden. Dann haben sie bei dem Unfall am 22. August 1939 einen gemeinsamen Tod gesunden. Da sie nie über ihre Beziehungen zueinander ausdrücklich nach Hause schrieben, wäre die seltsame Parallelität ihrer Leben und ihres Schicksals nie bekannt geworden, hätte der Zufall die beiden fremden Väter nicht auf einem Wege zusammengeführt, nicht in ein Gespräch gebracht und darin den einen nicht auf die Erzählung vom Unfalltod seines Sohnes. Das Erlebnisgewebe, das man hier in der Hand hält, das sich so allmählich, gewissermaßen fadenweise, enthüllte, wie es sich erst wob, ist seltsam und ergreifend wie das einer kunstvollen Novelle, die hier das fieben selbst dichtete. inutifl fleiut: com-MolE ii» II - Isenbor: , Telepli ? i| und nun, wie der Leutnant gleich feststellt, von dem nahen Posten, der angibt: jetzt sei der Rus die Postenkette entlang gekommen und er habe ihn nur weitergegeben. G. eilt zum Kompanieführer und meldet sich bei dem höchst erstaunten Hauptmann, der sagt, er habe keinerlei Befehl gegeben, Leutnant G. zu rufen. Dessen Unterstand aber wird, während er beim Kompanieführer ist, durch einen Volltreffer zerstört. Sofortige Nachforschung ergibt, daß der Ruf mitten in der noch unverändert stehenden Postenreihe sozusagen von selbst entstand: der dritte Posten, von dem zerstörten Unterstand an gerechnet, ist überzeugt, ihn gehört zu haben, der vierte gibt an, weder etwas gehört noch weiter- gegeben zu haben. Ein sehr viel harmloserer aber netter Zufall ist es, daß ein Soldat, der ganz jung den Weltkrieg mit- gemauit hatte und jetzt wieder durch Flandern und Frankreich marschierte, eines Tages in dasselbe Quartier kam, in dem er 1917 untergebracht war, und darin den vor mehr als zwei Jahrzehnten verlorenen Brotbeutel beim zufälligen Abrucken eines Futterkastens im Stall überrascht wiederfmdet. Weit verflochten und ein in seinem ganzen Geschehen höchst merkwürdiger Zufall, bei dem man durchaus das Schiffchen im Schicksalsgewebe hm und her schnellen zu sehen glaubt, wird von zwei Vätern und deren zwei jungen, beide durch Unfall ums Leben gekommenen Söhnen in der Presie mitgeteilt. Der Fall ist in mancherlei Beziehung lehrreich' besonders deshalb, weil man in ihm (wie überhaupt gelegentlich) zu erkennen glauben kann — ich habe mir die vorsichtigste Ausdrucksweise zum Gesetz gemacht! — daß eine besondere Schicksals- vemküpsung auch Wert darauf legt, gesehen und befann; zu werden. «wei alte Soldaten, der eine ein Wachmann aus der Eifel, der andere ein Flak-Unteroffizier aus Schlesien, kommen, ohne sich zu kennen, in ein Gespräch, da sie gerade desselben Weges gehen; irgendwo an der Mosel. Der Wachmann erzählt dem anderen im Laufe des Gesprächs, daß er einen Sohn gehabt habe, der auch Unteroffizier war, aber bei einem Autounfall umgekommen sei. Der Flak-Unteroffizier berichtet nun seinerseits, daß er bas gleiche Schicksal erlitten habe, auch sein Sohn sei Unteroffizier gewesen und habe bei einem Auto- unfall fein Leben eingebüßt. Das Datum dieser Unfälle, die sich in der Zeit der Kriegsbereitschaft ereigneten, hat sich den beiden Vätern tief ins Gedächtnis geprägt. Sie erschrecken fast, als sie fest- stellen, daß beide am gleichen Tage geschahen: am t 22. August 1939. abhanden gekommen, das der Oberst besucht hatte, um das Nachtleben der bulgarischen Hauptstadt zu studieren. Trotz der unverzüglich aufgenommenen Nachforschungen der Polizei ist die Brieftasche noch nicht wiedergefunden worden. Berlin, Januar 1941. Wer den Beweis dafür sucht, daß in Berlin die j Arbeit und das Leben ihren alten, gewohnten Gang | zehen und der Krieg dieser regsamen und oor- j imirtsftürmenben Stadt nichts anhaben konnte, der j braucht nur eins der vielen Berliner Ver- I | ehrs mittel zu benutzen, um in der Tat einen 1 erdrückenden" Beweis zu erhalten. Dieser goethi- che Zustand („in drangvoll fürchterlicher Enge") liiert daher, daß im Jahr 1940, das ja ganz im ^Zeichen des Krieges stand, die Beförderungsziffern / i u f 1,2 5 Milliarden gc fliegen sind! Diese 13a 1)1 stammt aus amtlichem Munde, Der jüngst \ wch außerdem verkündete, daß nunmehr in Berlin u ch die Autobusse mit einem Anhän - ,er fahren werden. Natürlich können diese An- Ibänger nicht auf allen Linien zugleich eingesetzt । werden. Aber, daß überhaupt schon Autobusanhän- ker fahren, ist ein Zeichen dafür, daß die Berliner Krkehrsgesellschaft rastlos eine Verbesserung des i ILerkehrs erstrebt und auch durchführen kann. Da- iir soll sich aber der Berliner nun auch bedanken, «dem er sich recht — höflich im Verkehr benimmt. : ' Lßer es noch nicht kann, der soll es in der Zeit ; >om kommenden Sonntag bis zum 8. März lernen, n der ein Wettbewerb „Höflichkeit und Hilfsbereit- ! . chast im Verkehr" stattfindet Diese Berliner „Höf- i ichkeitswochen" haben stets guten Erfolg gehabt, mb so kann man für die Zeit ab 8. März wohl ; Voraussagen, daß es eine Freude sein wird, mit jl-er U- oder Straßenbahn oder mit dem Autobus : u fahren. Es wird ein Zustand eintreten, „als ob | ioir alle Engel wären", worüber sich der Dezernent I iir das Berliner Verkehrswesen, Stadtrat Engel, | zanz besonders freuen wird. Und noch eine Neu- ■ irung wird es bald im Berliner Verkehr geben: i Studenten werden als Schaffner tätig I ein! Wer dann noch nicht höflich ist, dem wird bom „akademischen Schaffner" ein „prioatiffimum" ;l fiesen werden, daß feine Wirkung sicher nicht Der» i Ijehlen wird. Oie Hand des Schicksals i im Kriege. Von Wilhelm von Lcholz. Es ist nicht verwunderlich, daß die ungeheure Summe entscheidungsreicher Lebensschicksaie im Kriege, die Vermehrung und Steigerung der Gefahren, die der Krieg für sehr viele Menschen im Vergleich zu ihrem friedlichen Alltagsdasem — mit sich bringt, den sich als seltsam, merkwürdig, ge- jeimnisDoU, schicksalhaft ankügdigenden Zufall noch häufiger eintreten und bemerkt werden laßt, als dies in der geordneten Friedensruhe geschieht. Die geheimnisvollen Schicksalskräfte sind in dem gewissen Stillstand unkriegerischer Zeiten mehr ge- bunben, es bebarf Deftiger Anstöße, um fie in Be. aiequng zu bringen. In bem stch ergebenben Un. rnaB oon Geschehen, fobalb Krieg ift, baberi es bie verborgenen Mächte leichter, sich zu betätigen weil es bann nirgenbs Trägheit unb Beharren gibt, bas "ie sonst manchmal sesthalten mag. hl Unter ben zahllosen Knegs-Zusallen bdbeten Die aus bem Weltkriege schon eine befonbers zahlreiche Kruppe, in benen ein Krieger burch zufällige Um- ftänbe, Vorkommnisse, auch Traume unb Ahnungen oom Tobe errettet wirb Da >st. o'wa em ganz einfacher, häufig so ober ähnlich erzählter Fall. Ein Ramerab, oielleicht auch ein Vorgefetzter, bittet sei nen Nachbarn im Schützengraben ober an einer Lagerstelle, etwas zu rucken, ba er nicht genug IBlaft habe. Dies wenige Nucken ist eine ^chickfals- entidjeibung: ba, wo ber Nachbar Platz geworht unb ber um bas Rucken Vittenbe bequemer hin. singeldjoben hat, schlägt —. nach den B ch - meist kurz barauf schon — ein ländliches @ I ) > B I ein; ber, ber in ben sretgemachten Platz nachge j rückt ist, wirb getötet, ber, ber zur Seite gewm>en ist, eben baburch gerettet, (o botz es den Anschein gewinnt, bas Schicksal habe diesem letzteren den Tob zugebacht - bozu beburfte es KbeniaUs m Weltkriege mit seiner unenblichen Zahl von Ver Hüften nicht einer besonderen Sch'cksalshand die für -ine Rettung schon niet eher gebraucht wurde. Sehr weit ab oom Gewohnllchen aber liegt Dtes Heine Geschehnis: Zu einem Leutnant G., der m Unterstand sitzt, kommt ber gerufene Befehl, „teut nant K zum Kompanieführeri" be«'bt stch b ' nus, fragt ben bort stehenben Posten, ob er ge rufen habe? — Nein, er habe Überhaupt keinen «Ruf gehört. — Leutnant G. ift nun überzeugt, btz es eine Täuschung war, und tritt in ben Un jtanb zurück, als sofort wieder derselbe Rus ertönt Nie Stadt der Stammtische. In allen Kreisen und ii Schichten der Berliner Bevölkerung ging man zum k! Stammtisch, um sich einige Stunden der Erholung ind Erheiterung ztt gönnen. Damit aber ist es nun ,, t mehr so gut bestellt. Auch die großen Ber- IBliner Bierbrauereien, die jetzt ihre Jahresbilanzen »ziehen, haben diese Veränderung wohl bemerkt. Der _ t! Ausstoß von Faßbier ist zurückgegangen, worunter LjP „ ber der Bierkonsum im Gesamten nicht gelitten hat. Das Flaschenbiergeschäft nämlich hat ÄS |lrf) dafür im gleichen Umfang gehoben. Das heißt »en.i. 6. Hansen Copyright by Prometheus »Verlag Dr. Eich ade tr • Gröbcnxelt 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Sie sind verhaftet, Korn." Der Staatsanwalt ging voran. Bruchhausen gestattete dem Gefangenen noch einen kurzen Abschied von Frau und Äinbern. Dann nahm er Ihn am Arm. ,Lommen Sie, die Zelt drängt." Der kleine Trupp schritt die Dorfstraße hinunter. Boran gingen der Staatsanwalt und der Kriminal- rat Hinter ihnen folgten zwei Polizeibeamte mit Korn in der Mitte. Den Schluß bildete ein dritter Beamter in Uniform. Als sie in dem kleinen Saale des Gasthauses eintrafen, befanden sich dort schon die Teilnehmer zweier anderer Haussuchungen und berichteten, daß ihre Mühe vergeblich gewesen sei. „Wir bleiben hier, bis alle Meldungen eingegangen sind", entschied Doktor Fecht. „Und jetzt wollen wir einmal den Verhafteten vernehmen." Der Wirt stellte sein Wohnzimmer zur Verfügung, in dem Fecht, Bruchhausen, der Protokollführer des Staatsanwalts und ein Kriminalbeamter Platz nahmen. Der (Befangene saß in der Mitte des Raumes. Nachdem die Personalien festgesteUt waren, aus denen bervorging, daß Gustav Korn vierundfunfzig Fahre alt, verheiratet und Vater von sechs Kindern war, leitete der Staatsanwalt die Vernehmung ein. „Do waren Sie gestern nacht zwischen vier und sechs Uhr?" „Fch bin um fünf aufgeftanben und habe mich angezogen. Dann habe ich Im Stall die Kuh gefüttert und gemolken." „Dann haben Sie den Stall wieder verlaßen?" „Mit der Kuh war Ich um sechs Uhr fertig. Dann tarnen die Kaninchen, die Schweine und die Hühner an die Reihe." „Haben Sie dafür einen Zeugen?" „Nein, wo sollte der denn Herkommen?" „Schlafen Sie mit Fhrer Frau in einem Zimmer?" „9a. Aber sie merkt nichts davon, wenn ich aufstehe." „Also hat 9hre Frau auch heute früh nichts gemerkt, daß Sie bis fünf Uhr geschlafen haben und bann aufgeftanben sind?" „Nein." „Wann find 9hre Frau und Fhre Kinder auf« gestanden?^ „So gegen sieben. Sonntags schläft meine Frau immer ein bißchen länger als in der Woche." „Waren Sie beim Aufftehen 9hrer Frau mit allen Arbeiten In den Ställen fertig?" „Nein, noch nicht. Die Hühner hatte ich ja schon herausgelassen und den Schweinestall remgemacht. zlber das Schweinefutter kocht meine Frau selbst, und für die Kaninchen mußte ich noch Grünsutter schneiden." „Woher haben Sie das Gewehr?" „Das ist nod) aus dem Kriege." „9m Kriege hatte man doch nicht solche Waffen. Der Karabiner ist umgearbeitet." „9a, vor ein paar 9ahren habe ich ihn umarbeiten lasten." „Wer hat das gemacht?" „Ein Waffenschmied in Berlin. Er ist jetzt tot." „Wozu brauchten Sie das Gewehr?" „Fch habe früher mal gewildert." „Wann haben Sie es zuletzt in der Hand gehabt?" „Das ist schon lange her. Vielleicht vor zwei ober drei Fahren." „Der Zustand der Waffe ist aber so einwandfrei, daß das sicher nicht zutrifft." „Das Gewehr ist eben gut eingefetfet und lag sicher vor Feuchtigkeit." „Die Untersuchung durch beit Sachverständigen wird bas ergeben * „Fd) habe noch niemand erschossen, am allerwenigsten heute morgen den Herrn Kühlitz. Fch nicht. Wer weiß, wer dos getan hat" Korn brachte das seelenruhig hervor, lieber den Verlust der Waffe und die Folgen dieser Entdeckung hatte er sich schon getröstet. Und er glaubte nicht Im geringsten daran, daß ihm tatsächlich wegen Mordes Gefahr drohe. Der Staatsanwalt unterhielt sich leise mit dem Kriminalrat und wandte sich dann an den Polizeibeamten. „Bringen Sie Korn in den Saal und lassen Sie den Ortsbauernführer holen." Als die beiden das Zimmer verlassen batten, meinte Bruchhausen: „Fch kann mir nicht helfen, Herr Staatsanwalt, der Mann hat anscheinend ein sauberes Gewissen. Wenn er wirklich den Mord begangen hätte, würde er jetzt nicht so ruhig sein." „Fch hatte schon Fälle erstaunlicher Selbstbeherrschung bei Mördern. Der Augenschein trügt." „Möglich." Minuten vergingen. Dann kam der Beamte mit dem Ortsbauernführer herein. „Hier ist Herr Rahl, Erbhofbauer und Orts- bauemführer." Fecht und Bruchhausen nannten ihre Namen. „Herr Rahl, ich habe eine Bitte qn Sie. Don dem Mord wissen Sie zweifellos. Bei der Haus- fudiung im Gehöft Korns fanden mir eine Waffe, wie sie beim Mord gebraucht wurde. Nach dem Urteil des Sachverständigen stammt die Kugel, mit der Herr Kühlitz erschossen wurde, aus einem solchen Gewehr. Doktor Fecht wiederholte die Angaben des Verdächtigen über dessen Arbeit in der Zeit von fünf bis sieben Uhr morgens. „Bitte, suchen Sie das Anwesen auf und beurteilen Sie, welche Zeit man zur Durchführung der eben genannten Arbeiten braucht. Der Frau und den Kindern bitte ich nichts von dem Zweck 9brcß Besuches zu sagen. Fch werde Fhnen einen Beamten mitgeben." Der Erbhofbauer machte sich sofort auf den Weg. Fnzwlschen ließen sich Fecht und Bruchhausen von den übrigen eingetroffenen Haussuchungskommissionen erklären, daß nirgends etwas Verdächtiges gefunden worden war. Eine halbe Stunde nach feinem Weggehen kam der Ortsbauernführer zurück. Sein Bericht war knavp und klar. „Das Besorgen der Kuh nimmt fünfundzwanzig bis dreißig Minuten Zeit In Anspruch. Das Hühnerherauslassen bedarf überhaupt keiner Zeit, well nur die Klappe zum Stall hochgezogen werden muß. Den Schwcinestall kann man gemütlich in zehn Minuten relnmachen. Hochgeschätzt bat also Korn für alles, was er getan hat, einschließlich des Ankleidens eine Stunde und zehn Minuten gebraucht. Er ist hier auf dem Gut als flotter Arbeiter bekannt, so daß ich Ihm normaler» weise bestens funfundfünfzlg bis sechzig Mimtten Zeit für die Erledigung geben würde. Fch würde mich verpflichten, in drei viertel Stunden fertig zu fein, wenn Ich flott zupacke." „Fch danke Fhnen, Herr Rahl." Der Staatsanwalt schüttelte ihm die Hand. „Und nun bringen Sie mir mal Korn wieder herein", wandte er sich an den Gendarmen. Als der Verhaftete Platz genommen hatte, er» klärte Doktor Fecht ihm fachlich: „Lügen haben kurze Beine, Korn. Nach dem Gutachten des Orts- bauernführers, der bei Fhnen zu Hause sich alles angesehen hat, brauchten Sie für Fhre Morgen» arbeit in den Ställen bestenfalls eine Stunde und zehn Minuten, bei flotter Arbeit sogar nur' fünf» unvlerzig bis fünfzig Minuten. Wo also hoben Ei» die übrige Stunde verbracht?" Korn ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. ,Lch habe doch keinen Akkord arbeiten müssen. Da ich Zeit hatte, habe ich gemütlich gearbeitet Ein paarmal habe ich mir zwischendurch die Pfeife gestopft und bann auch mal nach dem Wetter gesehen." „Also steht eines fest, daß Sie, vorausgesetzt, daß Fhre Zeitangabe bezüglich des Aufstehens überhaupt wahr ist, über wenigstens eine Stunde, zwischen fünf und sechs Uhr heute früh, keine Rechenschaft ablegen können. Der Mord ist vor sechs Ubc erfolgt, vielleicht zwischen vier und fünf, vielleicht zwischen fünf und sechs Uhr. Sie haben Zeit genug gehabt, den Schuß anzubringen. Die Tatstelle liegt nur knapp zwei Kilometer von Fhrem Hause entfernt, für einen rüstigen Fußgänger ein Weg von sechzehn bis achtzehn Minuten, bleiben fünfundzwanzig Minuten für die Tat" Fetzt wurde Korn zum erstenmal aufgeregt „Daist nicht wahr, ich habe keinen Mord begangen. 94 war ja gar nicht dort im Revier. Fch habe nur nach ein paar Hasenschlingen gesehen, die ich gelegt hatte. „Aha." Doktor Fecht fixierte ihn scharf. „Warum haben Sie uns denn belogen?" „Weil ich nicht zugeben wollte, daß ich Schlinge» gelegt hatte." „Sie sind verhaftet und werden nach Berlin ini Untersuchungsgefängnis übergeführt" Dann ging alles in hastender Elle. Korn wurde« Handfesieln angelegt, und eine Viertelstunde später befanden sich die Berliner Beamten auf dem Rückwege. (Fortsetzung folgt) Oorfbuch, Heimai- und Krontbriefe •erben? ft* jt BenDalhi^: Br mfifftj Der Funkgefreite (Strafkammer Gießen dem in de. Ich mben • abteiluni werden. WM Brr flutikrratn Bahnhof Arterienverkalkung Mlpetibt ’lget H men! a HEU uuc hoher Blutdruck mit Her,unrohe, Lchwdrdeiae^hl, ^ervvfität, Ohr«- sauten -zirkulukioneftörunaen werden burdb Anmklcroaln wkksam b* * tämpft önl^lt tta-ZlutfaHe und Mrdölaufbotmone. «reift M» »et-Lw« dm von verschiedenen Jtirfchmpen her an. Packung bo £abL4llÄig L^vthek«. Hlxtztntsresscmt» HuftUinmyf^rift liegt t*bsr p«fnDg bei >tenbtr l bchukjchi vechtzt vs vSgel. soll den 6lrf mommen w' Sartenbchü hohem 6d)r! Man Ml Konzertabend teil und verlieh dem Sänger Karl Schultheis als 40jähriges aktives Sängermit- alied und Ludwig Münch und Heinrich W a gen - bad) für ihre 25jährige Tätigkeit im Borstand die Ehrennadel. Als Vertreter des Ortsgruppenleiters wies Pg. Lehrer Henkel in seiner Schlußan- spräche darauf hin, daß jedermann dem Rufe für das WHW. gerne Folge leiste. Die Leitung dieses wohlgelungenen Abends lag in den Händen des bewährten Chorleiters Robert Häuser (Watzen- born-Steinberg). Er verstand es durch gut gege. bene Konzerteinlagen die Zuhörer noch besonders in seinen Bann zuziehen. Lieferant auch Ihrer Krankenkasse nduntei^ ** K r i e g s a u s z e i ch n u n g. Der Funkgefreite iHans Haber mehl aus Gießen, Kleine Mühl- Saffe 3 wohnhaft, wurde durch die Verleihung des ij-Lnen Kreuzes ausgezeichnet. G. A.-Sport. Vom Skisport. Vilhelm-Dodaege-Gedächtnislauf. Dieser Lauf mutz vorerst verschoben Neuer Termin wird bekanntgegeben. tung in einem unbewachten Augenblick gehandelt hatte, mutzte mit schweren Schädelverletzungen nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden. Freude, datz Ähr alle in der Heimat so sehr um uns besorgt seid. Diese Verbundenheit von Heimat und Front soll auch immer unzertrennbar fein. Wir an der Front versichern Euch, datz jeder voll und ganz seine Pflicht tun wird — mag kommen, was iae Zeit beisammen. 24. Jan. Der Qe fange e r- ?r Ed-! irau«Aff Ä& jltlfÄ ' Otto fix, y? ' »s. r wird er von Beamten der Gießener Kriminalpolizei in Kassel abgeholt und hierhergebracht. Wie wir von anderer Seite noch hören, hatte sich Wirth in der Nacht zum Freitag nach Ankunft des Güterzuges in Kassel herumgetrieben. Er war Dann über eine unbesetzte Wegsperre hinweggestiegen und wieder auf das Bahngelände gelangt. Dort inachte er sich an mehrere mit Postpaketen beladene Wagen heran, aus denen er drei Po st pakete entwendete. Damit begab er sich zu einer an« öern Stelle des Güterbahnhofs, wo er auf einem offene« Güterwagen die drei Pakete aufriß. Ihm war es offenbar' darauf angekommen, sich Lebensmittel zu verschaffen, und in zwei der gestohlenen Pakete fand er denn auch wirklich Lebensmittel vor. Im Morgengrauen des gestrigen Tages, als man □uf längere Entfernung Sicht hatte, wurde er. von der Kasseler Bahnschuhpolizei auf dem Güterwagen bemerkt, dingfest gemacht und mit zur Bahnpolizei- wache genommen. Hier zeigte er Papiere vor, die ouf seinen Namen lauteten. Auf Rückfrage der Kasseler Bahnpolizei bei der Gießener Bahnschutz, pollzei erfuhr man in Kassel, welchen guten Fang man gemacht hatte. Daraufhin wurde Wirth an die Kasseler Kriminalpolizei abgeliefert. "tergang ' "buntem 3atii)af ekannt: 1 ®rbebiß einer 6* ^erlM Deutung gen... .....Wir Soldaten freuen uns immer, wenn man zu Hause an uns denkt, besonders, wenn dies in so rührender Weise geschieht. Der Inhalt des Päckchens ist bereits in Angriff genommen, und man merkt an den Plätzchen,' daß diese mit der ganzen Liebe und Hingabe der Frauen gebacken wurden..." .. Der Soldat freut sich über alles, was er bekommt, am meisten jedoch über das, was er aus der Heimat erhält. Besonders schön ist es dabei, daß die Schulkinder mit Leib und Seele bei der Sache sind..." r , . Aus dem Briefe können wir ersehen, daß zu Hause alles In Ordnung ist. So muß das sein, bann brauchen wir uns ja keine Gedanken zu machen... „... Auch meinen Kameraden gab ich Euren Brief zu lesen, und jeder freute sich mit mir..." . Du glaubst gar nicht, welche Freude Du mir mit Deinem Rundbrief bereitet hast. Du weißt, wie sehr mich alle Ereignisse in dem lieben Heimatdorf interessieren. Als alter Kampfgefährte begrüße ich Dein Bestreben, zwischen der Heimat und uns Soldaten ein enges Band der. gegenseitigen Erlebnisse herzustellen.. .Noch wissen wir nicht, was uns die nächsten Wochen bringen werden, doch eins wissen wir, daß wir Soldaten aus unserm schönen Dorf treu und tapfer unsere Pflicht erfüllen werden'... Recht herzlichen Dank für Euer Weihnachtspäckchen, mit dem Ähr alle mir viel Freude gemacht habt. Es hat mich ganz besonders gefreut, datz Ähr gerade an diesem Fest an uns Soldaten gedacht habt. Ähr alle wißt es, genau so haben wir auch an Euch gedacht. Da eilten unsere Gedanken heim ins Elternhaus, in das Dorf zu Euch allen. So war dieses Feldpostväckchen ein erneutes Zeichen der Verbundenheit der Front mit der Heimat... Noch wissen wir nicht, was uns das neue Äahr an persönlichem Geschick bringen wird. Eins aber wissen wir alle, daß unseren nationalsozialistische Gemeinschaft sich siegreich bewähren wird, in Not und Gefahr. Wir Soldaten wissen, daß Ähr in der Heimat genau so Eure Pflicht erfüllt, Eure Scklach'en schlagt, wie wir es auch tun ..." (Aus den Briefen eines jungen Offiziers, der in Frankreich zum Beginn der Offensive fiel.) "h- kiaher nur bei geschlossener Schneedecke und Glatteis, >enn dann sind Stämme und Aeste, wie alle Teile her Bäume mit einer Eisschicht überzogen, die der Zchnabel der kleinen Tiere nicht zu. sprengen vermag. Verschwindet der Schnee jo weit, daß es chneefreie Stellen und eisfreien Baumwuchs gibt, Yann höre man mit dem Füttern auf. Wenn aber ^füttert werden mutzt, lasse man gekochte Kartoffeln inb auch Brot fort. Brotkrümelchen kann man aber lösten und so auf den Futterplatz geben, datz sie j nicht naß werden. Knochen, an denen noch Fleisch- Äch finde den Gedanken, durch diesen Briefwechsel die Verbindung zwischen Heimat und Front aufrecht zu erhalten, sehr gut und auch sehr not- wendig, hat doch der kämpferische Soldat die frohe Gewißheit, daß in der Heimat alles glatt geht. Dann weitz auch er, wofür er kämpft.. . Ähr glaubt gar nicht, wie es uns freut, wenn wir derartige Schreiben aus der Heimat erhallen; denn dadurch bekommen wir immer einen genauen und schönen Ueberblirf über unsere Gemeinde. Wir hoffen, datz diese schöne Einrichtung weiterhin bestehen bleibt. Äch mutz offen schreiben, datz Ähr daheim andern Gemeinden in dieser Beziehung weit voraus seid, denn ich habe bis jetzt noch keinen In meiner Kompanie gehört, der derartige Schreiben erhalten hat..." r . Es hat uns hier sehr gefreut, daß sich die Parteigenossen bei den Erntearbeiten im Spätsommer und im Herbst restlos eingesetzt haben bei der Einbringung der Ernte. Denn unsere Gedanken waren doch die, wie wird es zu Hause mit der Ernte gehen, und ich konnte, als ich im November einige Tage in Urlaub war, feststellen, datz der Ernteein- satz in der Heimat großartig geklappt hat. Es ist deshalb für uns Soldaten auch ein schönes Gefühl, für die Partei und für das Großdeutsche Reich und besonders für unfern geliebten Führer unfern Mann zu stehen. Denn wir wissen, daß die Heimatfront gleichen Schritt hält mit der Front hier draußen... „Ich habe Euer Weihnachtspäckchen mit vielen Freuden erhalten. Herzlichen Dank dafür. Durch die vielen Liebesgaben aus der Heimat wurde uns das Weihnachtsfest schöner gestaltet, als mir selber dach» tcn. Daraus ersehen mir, daß Ihr fest mit uns verbunden seid und immer an uns im Felde denkt. Mancher alte Kriegsteilnehmer sagte heute: Ware cs doch auch so gewesen (im Weltkrieg), bann wäre bestimmt alles anders gekommen .. . Man ist doch immer froh, wenn man etwas aus feiner Heimatgemeinde erfährt, gerade zu Weih- nachten. Äst es doch das erste Weihnachtsfest, das ich fern der Heimat feiern muß. Aber in Gedanken ist man doch zu Hause bei den lieben Angehöri- veny, 1 itu i u , «um " - - " - - -.............. v u - und Schießmart Heinrich Steller Letzterer er- fcreis Wetzlar. BtHlS st^ste °fich NeVwe alte i’ " n Fnnncn B01N (3Cl'|l UNO Der onrnmuirg mvjKixi Schon kurz nach der Machtübernahme haben ein- draußen aber geben alle Örontbrlefe j^ugnis bie Meine Dörfer begonnen und in einem besonderen nun dort gesammelt werden. Einige kleine Auszüge ' Dorfbuch" die Geschehnisse unsrer Zeit aufge- sollen hier folgen: zeichnet, mit Bildern, Zeichnungen und Schrift- „...Ich glaube bestimmt, daß die Kameraden t stücken versehen, die dereinst von der Größe der Zell Spannung auf den zweiten Bench warten. Ähr zeugen sollen. Än diesen Büchern werden wohl auch habt ganz richtig in> Euremi Brief die «roßen n-schtchtUch-n Ereiqnisse erwähnt, aber s-r Bries oll «In« Bräcke-1-hl-w-nMlch-r' niemals in dem Ausmaß wie in größeren Werken, und Front. Möge doch diese Brücke bestehen bl Die Hauptsache für bas Dorfbuch ist ja immer die ben bis zum siegreichen Ende des Krieges. Sie wirb hör flicke G emeinfchaft, ihr Leben, ihr uns Frontsoldaten helfen, etmajge schwere. Stunden Denken mährend der umwälzenden Zeit. Davon soll leichter zu tragen und zu überwinden... ein autes Dorf buch Kunde geben: Wie die Dorf- „Für die Grüße aus der Heimal banfe ich Euch gemeinschaft einen neuen gewaltigen Abschnitt in j herzlich. Es ist für uns an der Front eine große nspektion ließe, Info Ion des ü ien find und ßelftir ie nach A ft erteilen ■ Wehrdezisl bung übe* i der Marin »eitergehrck Freude" fft. vundes im Pg. Hanf uenschaft mi Im W funben burc tn Ift es. V u oermM bet mn M Wirkung K' r (Cefunqr »..Frauenfchc' anzusehen mar. ------------------- , - . , in der Heimat mit den zur Wehrmacht einberufenen Kameraden mürbe zu Weihnachten durch Ueber- fenbung von Päckchen erneut zum Ausdruck gebracht. Der Ehrenvorsitzende Heinrich K e ß l e r VI. sprach über das Versicherungswesen. Nachdem Ka- merad Heinrich Ludwig Gerhard noch über ben Weltkrieg und über den jetzigen Krieg gesprochen hatte, schloß Kameradschaftsführer Serth den dienstlichen Teil des Appells in üblicher Weise. Anschließend verblieben die Kameraden beim Gesang aller und neuer Soldatenlieder und froher Unterhaltung noch einiae Zeit beisammen. * D a u b r i n g e n , 24. Äan. Der G e s a n g v e r- ein „Sängerlust" DaubrIngen wranftal- tete dieser Tage fein zweites Wintergilfskonzert roährenb des Krieges Zum Vortrag gelangte em reiches Programm von Liedern deutscher Meister. Damit hat der Verein bewiesen, daß er auch im Kriege ben hohen Stanb bes beutschen Liedes pflegt und als Werkzeug für ben Aufbau unseres großen Hilfswerkes benutzt. Än seiner Ansprache gedachte der Vereinsführer ber Gefallenen des Vereins und wies auf ben tieferen Sinn dieser Veranstaltung hin. Kreissängerführer Müller nahm an diesem stungen Der besten Gruppe, die beim Envwettramps in Gießen den Kreiswanderpreis Klasse B mit 204 Ringen errang. Sämtliche vier Schützen sind über 50 Jahre alt, und zwar Kamerabschaftsfuhrer Serth, Äoh. Arnold, Karl Nikolaus I. außer ben Kameraden auch eine Anzahl auf Urlaub befindlicher Solbaten begrüßen. Nach ber Ehrung der Gefallenen und der im verflossenen Äahre ver- ftorbenen Kameraden und nach dem Gedenken an unseren Führer erstattete Kameradschaftsführer Serth den Jahresbericht. Darin wies er besonders auf die guten Schießleistungen der Schützen- a hin und würdigte namentlich die Leiber besten Gruppe, die beim Endwettkampf 1 'unü> rÄ flR" Oer Muschenheimer Einbrecher in Kassel verhaftet. Er stahl vorher in Kassel noch Postpakete. Wie uns von der Kriminalpolizei Gießen mitge- wilt wird, wurde ber 17 Äahre alte Wendelin Wirth aus Muschenheim, der dort in der Nacht yum Montag ben Lanbwirt Karl Seipp bei einem Einbruch niedergestochen hatte, am gestrigen Frei- ag früh auf dem Bahnhof In Kassel f e ft g e n o m • men. Der Taugenichts, ber nach ber Bluttat in Muschenheim flüchtig gegangen war, hatte sich in »inen Güterzug eingescklichen und war mit tiefem als blinder Passagier nach Kasel gefahren. Dort wurde er von der Bahn- ‘ polizei erwischt und dingfest gemacht. Er wurde dann der Kriminalpolizei in Kassel übergeben, die eine Verhaftung vornahm. Am heutigen Samstag Amtsgericht Giesten. Der I. Sch. aus Offenbach a. M. hatte einen »Strafbefehl über eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen erhalten. In Gießen hatte er drei Frott er- Mürber, ein Hemd, ein Küchentuch und einen Koller mnd in Rohrbach zwei Handtücher entwendet. Gegen t>en Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein. 3n der gestrigen Hauptverhandlung wurde er zwar rüberführt, aber bas Verfuhren mußte auf Grund Des Amnestieerlasses eingestellt werden da dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden konnte, daß *r die Diebstähle nach dem Inkrafttreten des Am- mestieerlasses begangen hatte, und weil feine höhere als eine dreimonatige Gefängnisstrafe hatll wer hängt werden können. Die E. D. in Gießen war als Hausangestellte be- fschäftiat gewesen. Ährer Dienstherrschaft hatte sie »ein goldenes Armband und 100 RM. entwendet. Weller hatte sie ein von ihr gefundenes goldenes Armband nicht abgettefert, lonbern fld) ang--iAn-t 2cm Antra« dc« Anklag«vcrtret-r-> cnt|pre4«nb m-urde di- Itngetlagte wegen Diebstahls >n zwei K-llen und wegen Unterlchlagung in einem Falle au einer (9 e f a m t g e f ä n g n i e ft r a f c d o n Sinern Monat verurteilt. Straferfchwerend Hamen der grobe Vertrauensrnchbrauch d-r Dienst IherrfchHst gegenüber fowic der Umstand datz d e Angeklagte keine R-u- zeigte, in Betracht, straf mildernd dagegen das urnsafsende Gesianüm- und Die Jugend ber Angeklagten. Gießener Dochenmarktpreise. Machllehenbe Preise sind Händlerpreise und verstehen ssich für A-50arc Für B-Ware ober absallenbe Ware Howie für Selbsterzeuger liegen bie Preise niedriger * Giehen, 25. Jan. Auf dem heutigen Wochen- .markt kosteten: Molkereibutter, / kg Ka?toftAn Matte 30 Rpf-, Käse, das Stuck 8 bis v, Kartossein, yt kg 4,2, 5 kg 42, Wirsing, % kg 8 bis y, Weißkraut 7 bis 11, Rotkraut 8 bis gelbe Ruben S E 12 Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 8^ jFelbsalat ('lio) 8, Aepfel, H kg 30 bis 40, Lauch 20, Sellerie 16 Rpf. Landkreis Gießen. * 6telnba4,24. Jan. Die hiesige Krie per- kameradschast hielt ihren gut besuchten Iw) resappell In ber Gastwirtschaft des ^o^eraden verlach ab. Kamercchschaftsführer Serth tonnte Wie es scheint, ist es manchem Volksgenossen noch Immer nicht klar, welche verheorenben Wir- langen der Har^ffeK^er für die Volksernährung Laben kann, und es sind fick auch Volksgenoffen Ihren Pflichten in dieser Hinsicht ber Dolksgemein- ßchast gegenüber noch nicht bewußt. Dies zeigte ein gestern zur Verhandlung stehender Fall. Eine förau In Röthges hatte sich an verschiedenen orts- «oliz-ilich f-stg-fctztcn Kartoss-lkäs-rsuchtag-n nicht Beteiligt, ohne dafür eine ausreichende Entfchuldi- yung beizubringen. Eie hatte daraufhin durch Strafbefehl, gegen ben sie Einspruch einlegte, eine Geldstrafe von 20 RM. erhalten. In der Haupt- werhandlung vor dem Amtsgericht Laubarl) am 26. Oktober v. Ä. mürbe die Angeklagte überführt, tiaf) sie minbestens einmal nicht genügend entschul- vigt war, und sie würbe zu einer Gelbstrafe von 20,— RM. verurteilt. Gegen das Urteil legte sie »Berufung ein, bie gestern aber verworfen würbe. Nachdem nun alle Rechtsmittel erschöpft sinb, ist 1)08 Urteil bes Amtsgerichts Laubach rechtskräftig. Fast in jeher Gemeinde steht ein Ehrenmal, bas Iber beutschen Geschichte miterlebt, mie sie sich damit < an die ernsten Tage des Weltkrieges erinnert. Na- auch zu dem aroßdeutschen Volke stellt. ‘ men an Namen, alles Opfer für ein größeres Diese Dorfbücher einzelner Gemeinden haben Deutschland. Unwillkürlich sagen wir uns: Euer durch den Krieg viele Nachfolger erhalten. Das ist Opfer war nicht vergebens. Was Ihr einst im Geiste leicht zu verstehen: denn mit Beschämung haben mir I schautet, das wirb nun Wirklichkeit. feststellen müssen, daß vom letzten Weltkrieg eigent- i Deutschland steht wieder, wie vor 25 Jahren, un- lich doch gar viel hätte aufbewahrt werden können, ter den Waffen, aber wir kämpfen jetzt nicht gegen Es geschah leider nicht. Einige Gemeinden gaben i eine Well von Feinden, sondern dieses Mal steht wohl sogenannte Kriegsblafter heraus, die schließ- । der Gegner — England — uns allein gegenüber, lich doch wieder einschliefen. Trotzdem sind sie auch Alle seine Verbündeten wurden nlebergerungen. Nun heute noch eine Fundgrube für jeben Suchenden, steht unser stolzes Heer siegreich vom Nordkap bis Nachdem aber der Nationalsozialismus das ganze hin zu den Pyrenäen, treue Wacht haltend und neu deutsche Volk umgeformt und neugestaltet, nachdem sich vorbereitend auf den Endkamps. bas Bewußtsein ber Zusammengehörigkeit aller Wohl sinb schon zahlreiche Veröffentlichungen er- so tief Wurzel geschlagen hat ist es auch ganz na- schienen, bie von ben Taten unsrer Solbaten erzah- türlich, daß nun versucht wirb, dieses Geschehen für len. Wohl bringen Zeitungen, Zeitschriften und die Nachwelt, besonders auch für die dörfliche Ge- Rundfunk fast täglich anschauliche Berichte von den meinschaft, festzuhallon. Das kann einer nickt allein, Kriegsbegebenheiten, und wir überblicken die Ge- sondern bas gesamte Dorf muß hier Mithelfen, auch schehnisse, bie das Jahr 1940 gestalteten. Kommt uns die Jugend wird schon ihr Teil dazu beitragen. Es aber auch immer zum Bewußtsein, daß wir da sollen ja nicht nur Aufzählungen von Begebenhellen eben mitten drin stehen, daß wir eine Zelt deut- sein, sondern die lebendigen Menschen sollen scher Geschichte erleben, wie es nur wenigen Ge- hier wieder erscheinen, sie sollen bartun, roie fie n schlechtem beschieden ist? Unsere Männer, unsere diesen Tagen fühlten und handelten Es werden in Söhne kämpften mit in diesem Ringen! Sie kön- einem solchen DoAuch auch Gele Bilder erscheinen: nen erzählen, sie können stolz sein auf ihre Erfolge, denn in keinem Dörfchen fehlt heute ein Liebhaber Wenn einst ihre Kinder und Enkel herangewachsen ber Fotografie. — sinb und hören wollen von diesen Ta^en, bie mir eben erleben, dann sind sie es, die mit ihren Als ber Krieg kam und bie wahre Volksgemein- Krieqserinnerungen bie beutsche Jugenb von neuem schäft überall in Erscheinung trat, da gab es Stosse begeistern und mit Stolz erfüllen. und Begebenheiten genug, die wert waren, in Das Alle guten Kriegsbücher geben uns gewaltige Dvrfbuch aufgenommen zu werben. Bilder von bem Ringen, aber Einzelheiten, persön- Da tarnen bie Einquartierungen, bie uns volda- liehe Erlebnisse verschwinden darin. Die Mitkämpfer ten aus allen Teilen G.wßbeutschlands naher brach- aber, bie feine Bücher schreiben unb auch nicht große ten, ba gab es Arbeit für bie ^ouenschaft, ba wur- Ueberblide geben wollen, schildern gerade diese Ge. den die Verwundeten betreut, die Erntearbeiten schehnisse, die den großen Kampf näher ergänzen wurden gemeinsam geleistet, die Stadter kamen m unb erläutern. Neben umfangreichen Werken über bas Dorf und halfen, bann erschienen die^ ersten vergangene Kriege haben die persönlich gehaltenen Gefangenen usw. usw. Das sind alles aufrüttelnDc Tagebücher, die es ja aus allen bewegten Zei- Begebenheiten für ein kleines Dorf- ten gibt, Immer größte Aufmerksamkeit und Liebe Daneben aber gingen in jeber Stunde die Gedan- besessen. Was solche einfache Menschen erlebten, wie fen aller hinaus an die Front, zu ihren Soldaten, sie eine aufregende Zell betrachteten unb schilderten, die mitfampften, datz Deutschlands Feinde nieder, das zu lesen, ist immer von großem Reiz. gerungen wurden. Pckchen wurden gesandt nicht Wie wir heute hinausgewachsen sind über den.Ge- nur an bie eigenen Soldaten sondern an alle aus danken an bas Schicksal bes einzelnen, wie mir heute bem Dorf. Die Partei schaltete sich. ein- Derelru, nicht mehr in ber Jch.Form, sondern in der Wir. Schulen, alle dachten an ihre Soldaten und schickten Form denken und fühlen, fo muffen wir auch das Briefe, Bucher, Wwer und Lieb-»qab°m Dast all gesamte Geschehen betrachten. 5>ier und da wird es Sendungen au der Front große Freude und tncl wohl noch einzelne geben, di- ein besonderes Kriegs. Dankbark-rt aus,osten, das bewiesen d>e Brie,-, die tbgebuch suhren. Ob c- dereinst seinen Zweck ersüllt oon dort kamen. Mit tausend Faden war so die und den nachkommcndcn Geschlechtern Nähere- Heimat mit ihren Kampfern draußen verbunden kundtun kann? In manchen Fällen stch-rllch. E- kamen di- Si-ge-nachrichtcn d - fotzen Er. Aber die meisten Volksgenoffen fühlen doch, daß folge, und dann die Berichte der Telln-Hmer^ Wiebe, i nicht nur die Soldaten und ihre Führer im leuchteten da die Augen! Dann folgten die Auszeich- , Kriege stehen, ,andern das gesamte deutsche Volk, nungenl Aber auch D-rwund-t° und Tote gab es. Alle^Deutschen sinb zu einer unlösbaren Gemein- Bei ben Irauerfeiern zeigte sich ebenfalls bie Ge (haft verflochten. Unb wie wir in ber Familie^ das fchlossenheit des Dorfes. Daß wir deretttst von un» kleinste ©lieb dieser Volksgemeinschaft sehen, so fern Gefalleneri mehr wissen als heute von denen pannt sich von unsrer kleinsten Gemeinschaft aus ein aus bem Weltkriege, wo ost nur nad) bie Namen ÄiBDflCn Ü6eC bM ®r06bEUt,d,e °Ik Um- da ü?°bÜr^ dä-DoAuch, ’n Ä X Ä an n * einige ßidytbllber unb auch ein ßebenstairf der Neben ber Familie steht aber — nicht minder Kämpfer aufgezeichnet werben... eine gute Gemeinschaft — bas deutsche Dorf. Als bann dle Karten eintr^n, b^ Ansichten von Schon von ,-h-r warm hier di- Verhältnisse an- Pans, von sudfranzostfchen SKÄiteru von der sp°. d-r- gelagert als in d-r Stadt. DI- Menschen ken. Nischen Grenze, waren das keine Erlebnisse für die nen stch von Jugend an, ihre Freuden und Leiden Dorfbewchner? Sollen alle ^8- tragen st- g-m-infam. So erleben fie auch ben wisse einer großen .ffeili verschwinden, wie so man Krica Sie kennen alle Soldaten bes Dorfes, bie hin- ches andere? Nein! Auch hier tritt bas Dorfbuch auf auszogen, um für Grotzbeutfchlanb zu kämpfen, fie unb bittet: ^.rinat alles zu mir, ich sammle unb freuen sich über jeden Sieg, über jede Waffentat; hebe es auf für spatere Zellen! besonders stolz aber sind sie, wenn „ihre" Soldaten Da erzählt einer von ^£ $ampfen dabei waren, nicht ihre aus ber Familie, sondern ein anderer legte bie Telefonleitung nach Com Ea m ! Z Vfnrf I pieane, unb wieder ein anderer war habet, als sich Da?an sollten wir auch im Kriege denken, unb der Führer mit bem ©enerert Franco trat nicht nur in Ehrenbenkmälern zu ben zukünftigen in bem großen Geschehen wohl Kleine Mo sm kstein- Geschlechtern sprechen von ber Größe der Zeit, son- chen, bie aber für Dorf unb fein« Bewohner dern in lebendigen Schilderungen unb in beweis- unauslöschlich im Gebachtms haften sollen. Das kräftigen Anfchauungsstoffen, bie wir eben ohne Dorfbuch wirb dafür sorgen. große Muhe und ohne große Z°st°P,°r zusammen.^ Stimmung unserer SoDaten Kein Lehrgang auf bem hoherobskopf. Der geplante Lehrgang wirb ebenfalls auf nächsten Sonntag verschoben, falls bis zu btefem Tage bessere Schneeverhältnisse vorhanben sinb. Gustl Serouer Langlaussieger. Beginn der deutschen Skimelsterschaften. Än Spinbelmühle mürben am Freitaaoormittai bie zweiten deutschen Kriegs-Skimeisterschasten ml bem Langlauf über 17 km eingeleitet Sowohl sportlich als auch organisatorisch brachte man ein feste hängen, Hanf- unb Sonnenblumensamen wer« .711 ü kn gern genommen. Ebenso willkommen sinb fein it* verkrümelte Haferflocken. Meisterstück zustanbe. Die Krönung bes Ganzen war ber überlegene Sieg Gustl Berauers, erfochten gegen ein Felb, baß sowohl an Klasse als auch zahlenmäßig kaum einen Vorgänger aufzuwelsen hatte. Der Weltmeister beherrschte bas Felb ganz überlegen, nachbem ihm zunächst bis zum vierten Kilometer ber Tiroler Vinzenz Demetz recht nahe geblieben war, unb siegte In 56:45 Minuten mit fast zwei Minuten Vorsprung vor Demetz, ber 58:24 benötigte. Der an ber Schulter verletzte Joses G st re in kam in 59:17 als Dritter vor Alois Simon ein, unb schon als Fünfter unb erster Altersklassenläuser überguerte ber unverwüstliche Breslauer 2t. Herbert Leupold bas Zielband. Jugendfußball der Sp.-Dg 1900. Die 1. Jugend von 1900 empfängt am kommenden Sonntag die 1. Jugend von Heuchelheim Im vorigen Spiel gewannen bie Jungens von Heuchel- he-im mit 3:2 Toren. Man muß abwarten, wie sich die Jungens oon 1900 anstellen. Nack ber Niederlage gegen Grohen-Buseck wird die Äugend 1900s sich anstrengen müssen, um zu den ersten Punkten in ber Rückrunde zu kommen. Die erste Sportdienstgruppe zeigte sich am vergangenen Sonntag von der besten Seite: sie trat in Allendorf mit 7 Mann an. Trotz einer schweren Halbzeit verloren die Jungens von 1900 nicht Den Mut unb gewannen nach einem Halbzeitstand von 1:0 für Allendorf noch mit 3:1 Toren. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittags geschlossen. _____ c Staatsan^' ln9enSI*«* er sich «"16 men E Lügen W ne i ■ Emilie Buß Postinspektor Karl Jockel Verlobte im fast vollendeten 69. Lebensjahr. 26. Januar 1941 406D Ihre Verlobung geben bekannt 26. Januar 1941 0258 im Alter von 66 Jahren. Der Vorstand. Freie Aussprache. 439 D Margarete Müller. gesetzlichen Vorschriften. 250» Gießen, Selters weg 83, 25. Januar 1941. Staat!. Gesundheitsamt Chirurg, tiniv.-filini! Gießen Gießen. 8MÖ Mr.Mrer.MeMelki. .../6c- ul rlT 414 D Watzenborn-Steinberg, den 25. Januar 1941. rÜHRMACHERME^TERJUWELlER>| |Q1lst wrbeide Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen Am Mittwoch abend verschied plötzlich und unerwartet nach einem arbeitsreichen Leben mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater und Schwiegervater Großen-Linden, den 25. Januar 1941. Für die vielen Beweise herzlicher Teil* nähme bei dem Heimgange meines lieben Mannes spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus. Gießen Mühlstraße 6 Offenbach/Main z. Z. b. d. Luftwaffe Gießen-Klein-Linden, den 25. Januar 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. Januar, nachmittags %3 Uhr vom Sterbehause. Lützellindener Straße 5, aus statt. Die Beisetzung findet Montag, den 27. Januar, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Christ, geb. Größer Luise Christ Marie Happel, geb. Christ Karl Happel Werner und Martha Happel. Gießen, Marburger Straße 98, den 23. Januar 1941. Gießen Bleichstraße 34 Vornehm / GeschmackvollI Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die BrUhl'sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 In tiefer Trauer: Luise Jockel, geb. Bast Karl Jockel, Apotheker August Jockel, Steuerinspektor Gerda Jockel, geb. Werntgen. Äellmuih (Oberh.) z.Z. lm Felde Bet vielerlei Krankheit schützen Sie sich u. Ihre Familie, wenn Sie jetzt eine Blutreini. gungskur machen mit Sani. Drops aus 12 hochwirksamen Heilkräutern. Sani-DropS führen gleichjeitig mild ab. Packg. »u L-, 2.75 v. 7.- VttM. Drogerie E*ges,Seiteriw.68a Viktoria-Drog., Marktstr. 5 Löwen-Drogerie,Seltersw.89 Drog.WinterhoH, K.enzpl.9-10 5043V Zur Deckung der Unkosten zahlen Mitglieder 20 Pf., Nichtmitglieder 30 Pf. ._____________________ 387 D deshalb, warum rech.-, nende Wirtschafter zu der. yr— / 10। Verlages, Berlin Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt .Freunde der Natur find Freunde guter Bücher"» Anny Mathesius August Schneider Obergefreiter in einem Panzer-Regiment Montag, den 27. Januar 1941. vormittags werden wir bei Herr« MBwnMtenOofiii es in der Leishrivn bedeutet dies Vk Feile. Man versteh Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 26. Januar, nachmittags um 4 Uhr vom Sterbehause, Burgstraße 18, aus statt. Am Donnerstag, dem 23. Januar, Ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater. Großvater, Urgroßvater und Onkel Frd.Wilh. Naumann, Spengler im Alter von 84 Jahren sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Johannette Naumann, geb. Wagner nebst allen Angehörigen. Jdrtn Deutsche Kneipp-Vereinigung C.V. Ortsverein Gießen. Am Dienstag, dem 28. Januar, abends 19.30 Uhr, spricht im Burghof in Gießen, Burggraben 9 Herr Dr. Fabel, Watzenborn-Steinberg, über Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten Insbesondere wird hingewiesen auf die wichtigsten und verwickelten Vorgänge der Verdauung in ihrem Einzelablauf. Magen- u. Darmerkrankungen, Magenkatarrh, Darmträgheit, Gefahr der Abführmittel. Adolf Vogler Ingenieur Solid. Herr, 29 I., 1, 80.gr., ev., w. mit einem netten, ehrlichen, achtbaren Mädel bis z. gleich. Alter, in Briefwechsel zu treten, zw. spät. Heirat. Nur ehrlich gemeinte vertrauensvolle ausführliche Bildzuschrift w. erwünscht (Bild zurück), wobei Verschwiegenheit zugesichert und erwartet wird. Schriftl. Angebote unter 0267 an den Gieß. Anzeiger. Nach Gottes Willen entschlief am Freitagabend 10 Uhr sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Großvater und Schwiegervater Herr Johannes Christ Reichsbahnsekretär 1. R. eine gröbere Anzahl erstklassiger Ferkel zum Verkauf bringen. Aufforderung -er Bluispenderzenirale für Hessen! Chirurg.ÜniversiiätS-KlinihGießeni Die Chirurgische Universitäts-Klinik ist für Gießen uni Oberhessen als führende Blutspenderzentrale bestimmt Um die ihr gestellten Aufgaben ausführen zu fönnem, bedürfen wir der Mithilfe weiter Kreise der Bevölkerung von Gießen und Umgebung. Die Blutspendei sind nach den neuesten gesetzlichen Bestimmungen ir den Blutspenderzentralen organisiert. Alle Personell im Alter von 21 bis 50 Jahren, die sich zur Berfügunx stellen wollen, werden gebeten, sich zu der vorgeschrie^ benen Untersuchung und zur Organisation der BlD spendernachweise in den nächsten Wochen in der Chic. Universitäts-Klinik, Gießen, vorzustellen. Es haben siL erfreulicherweise schon früher eine Anzahl Blutspender zur Verfügung gestellt. Auch diese werden gebeten, sich bald nochmals hier vorzustellen, zur Erfüllung bet (HESSEN-NEUENWEG AM KREUZPIAIZ Nachlässe von 3 bis 20 v. M. en halten Sie bet wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige 1 Stillende Mütter! Liefert Eure überschüssige Muttermilch ab! Blei, tränke Säuglinge müssen zugrunde geben, wer! es ihnen an Muttermilch fehlt. Das muß und kann vermieden werden, wenn alle Frauen, tue über- schlissige Milch haben, diese unter der selbstvei« stündlichen Voraussetzung peinlicher Sauberkeit ab- spritzen oder abpumven. k WtWfot» denkt daran, daß Eure eigenen yinde, JIlUllvl, einmal so krank sein können. Helft das wertvolle Gut unseres Volkes erhalten. Durch io gespendete Muttermilch zeigtJhr in schomterWeise edelste .Hilfsbereitschaft und größtes Verantwor- tungöbewuktsein Eurem Volke gegenüber. wennJhr überschüssigeMilch Habt,dann JllUllvlf wendet Euch sofort an dieUnwersttatS- Mnderklinik Gießen, Hriedrichstr. 16, Anruf 20l»r,. Die dortige Zranenmilch-Tammelstelle gibt Euch iede weitere notwendige Auskunft, ebenso auL iede Hebamme und Fürsorgeschwester. .l.ach den Richtlinien der Neichsarbeitsgemeinschait für Mutter und Kind werden für den Liter rFrauenmilch NB!. 2,50 vergütet und während des Krieges außer der Nührmittelzulage für iede stillende Mutten noch 250 Gramm Fleisch und 125 Gramm Butter pro Woche als Sönderzulage gewährt. 505ID Universitäts- Staat!. Gesundheitsamt Kinderklinik Gießen Gießen Unser Treubundkamerad Herr Karl Jockel Postinspektor ist am 22. Januar plötzlich aus dem Leben geschieden Beerdigung Montag. 14 Uhr, Neuer Friedhof. ReicbstreQband ehemaliger Berufssoldaten. Standort Gießen. 409 D MASCHINE ?reifen - sie bedeutet Gewinn an eit und Geld und ist zuverlässiger FranzVogt &€o. Gießen Seltersweg 44, Ruf 2464 _ Heuchelheim, den 24. Januar 1941. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Januar, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehaus. Wllhelmstraße 24, aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe und allen denen, die unserer lieben Erna die letzte Ehre erwiesen, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Heinrich Sarnes. Gestern verschied plötzlich nach kurzem schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser innigstgellebter unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder, Enkel, Neffe. Pate und Cousin Hermann Koch lm blühenden Alter von fast 13 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenem Familie Wilhelm noch und alle Angehörigen. Aparte Anstecknadeln finden Sie bei Uhren- [388A 389 D Gießen (Liebigstraße 14), den 23. Januar 1941. 0282 401 Dl 413 D Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 24. Januar 1941. 400 D 118 D jDie Beerdigung findet am Dienstag, dem 28. Januar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, meine gute Tochter, unsere Schwester Marie Pohl, geb. Geisel entschlief nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 48 Jahren am 23. Januar 1941. Im Namen der Trauernden; Richard Pohl. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen Herrn Jakob Rau sowie die vielen Kranzspende^! danken wir herzlichst.