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e mm bei 70 mm .'(eilcnbreite *)<(trhlrt0e ’ TOieberbohmn 'JUlalfta^ell Äb'rt)lOiwMe>rnen'label B Plavovr'chnft r vorher.ye Berembarnnn > 25“/« mehr (9b Jahrgang Nr. 279 Chncbeuu lagiitt) aunet Sonntag, unb Feiertage Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBilb-DieScholle Beizugsvrels: Monatlich... RM1.80 BufteUgebübt.. -.25 Auch bei Nichtericbemen vonchemzelnen Nummern infolge höherer Gewalt stermvrechanfchluf, 2251 Drabtamchrift:„An4eiger" Poltsche ' 11 ß«K Krankl. M Gietzener Anzeiger °..,,.^;!...^Genrral-Anzeiger für Oberheffen Die Einnahme von Rostow nute vereitelt. Die Wiedereröffnung der Reichsuniversität Straßburg wird." Nunmehr sprachen im Auftrag aller deutschen Hochschulen der Rektor der Universität Frankfurt a. M. zugleich auch im Namen des Wissenschaftlichen Instituts der Universität Straßburg in Frankfurt a. M, ferner Vertreter des Do- zentenbundes, der ehemaligen Hochschullehrer und Schüler in Straßburg und der Präsident der deutschen Akademien, Dr. Dahlen. Der Rektor Prof. Dr. Schmidt überreichte sodann dem Generolrefe- renten beim Chef der Zivilverwaltung im Elsaß, Oberstadtkommissar Dr. Ernst-Straßburg, die Ur- künde eines Ehrensenators der Universität Straßburg und weiter einer Reihe von um die Universität verdienten Persönlichkeiten, darunter elsässischen Volkstumskämpfern, die Urkunde des Ehrenbürgers der Reichsuniversität. Am Nachmittag erfolgten die Gründung der Gruppe des NSD.-Studentenbundes und ihrer Kameradschaften und der Altherrenschaften des NS-Altherrenbundes der deutschen Studenten. Der neue Hochschulringführer und bekannte elsässische Dolkstumsvorkämpfer Kreisleiter Bickler und der bevollmächtigte Vertreter des Reichstudentenführers Dr. G melin sprachen. Oer OKW.-Bericht vom Gamstag. DRV. A u s d e m Führerhauptquarlieh 22. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben schnelle Truppen des Heeres und Verbände der Waffen-ff unter dem Oberbefehl des Generalobersten v. kielst nach heftigen Kämpfen dle Stadt Rostow am Unterlauf des Don genommen. Damit ist ein Handels- und Verkehrszentrum in unsere Hand gefallen, das für die Weiterführung des Krieges von besonderer Bedeutung ist. An den zu diesem Erfolg führenden Operationen find die Luftwaffenverbände unter Führung des Generals der Flieger, Ritter von Greim, hervorragend beteiligt. Auch in anderen Abschnitten der Ostfront wurde Im Angriff weiterer Raum gewonnen. Vor Leningrad brachen mehrere durch Panzer- und Tiefflieger unterstützte Ausbruchsversuche stärkerer Kräfte des Gegners zusammen, hierbei wurden 15 feindliche Panzer vernichtet. Auf der britischen Insel erzielten Kampfflugzeuge bei Tage Vombenvolltreffer in Lisenbahn- onlagen nördlich von Rew Castle. In der vergangenen Rächt wurde ein Flugplatz an der englischen Südwestküste bombardiert. In Rordafrika stehen die deutsch-italienischen Truppen seit dem 19. Rovember auf breiter Front im schweren Kampf mit starken britischen Panzerverbänden. Die Schlacht dauert an. Am 20. Rovember fiel in den Kämpfen an der Ostfront der Kommandierende General eines Armeekorps, General der Infanterie v. Briefen. den den Sowjets nur noch 30 000 Kilometer wenig leistungsfähige, eingleisige Eisenbahnen. Das ist unendlich wichtig. Denn der Raum kehrt sich gegen den, der die Verkehrsmittel nicht beherrscht. Dr. Ho. Rostows Bedeutung. Rostow ist nach Odessa, Sewastopol und Datum der wichtigste Hafen am Schwarzen Meer. Sein Hauptumschlag besteht aus Getreide. Die Kais ziehen sich an beiden Seiten des Don entlang, der **<*ry\ ~ *7,’""". _ • « h n m 50 km weiter sich mit breiter Mündung in das es Tabakfabriken, Mol er , niffnhnhn^ Asowsche Meer ergießt Die Stadt selbst liegt auf Besondere Bebeuttmg geben Rostow die Elsenbahn einer Anhöhe am rechten Ufer des Don. Sie galt Verbindungen und die Erdolleltung die die^nstge chon vor dem Kriege 1914/18 als die modernste ist, die das kaukasische Delgrblet wlt der Sowjet Stadt Südruhlands. Inzwischen hat sich die Ein- union über Land verbindet. In der Hand der Deut wohnerzahl mehr als verdoppelt. Sie beträgt heute schen bildet Rostow daher einen Ri e g e l zwischen Über %. Million. Rostow wird von den Sowjets1 der Sowjetunion und dem Kaukasus. Deutschland wirkungslos. Europa, ja, bte Welt da- gegen immun zu machen, ist ebenso ein Dienst an der Wahrheit wie an der Sicherheit der Volker. Indem die deutsche Geisteswissenschaft, vor allem die Englandwissenschaft, in objektiver, kritischer Geistesarbeit in die letzten Verwurzelungen der englischen Kulturideologie und Geistesverfassung hineinstößt, tritt sie in die vorderste Front einer geistigen Klärung und Erneuerung Europas. So wird dieser Krieg zugleich ein geistiger Doryang der Selbstbefreiung eines Kontinents nicht nur von der Bedrohung durch ein zwietracht- säendes und von der Zwietracht lebendes England, andern zugleich die Befreiung von dem Alpdruck einer f e e l i f ch - g e i ft i g e n B e v o r m u n d u ng durch eine anmaßende unwahrhastige Doktrin. So begehen wir, schloß der Minister, diese Feierstunde in der festen Zuversicht, das die Universität Straßburg, ihres alten Ruhmes eingedenk, an der Grenzscheide zweier Völker nicht nur eine Stätte freier Wissenschaften sein, sondern auch zu ihrem Teil an der Befreiung und Einigung Europas mitwirken als Zentrum der Maschinen- und Mühlenindustrie bezeichnet. Zwei große Werke sind in der ganzen Sowjetunion bekannt. Das eine Werk ist die größte sowjetische ßanbmafdiinenfnbrir „Roßjemasch eie beschäftigt über 20 000 Arbeiter Das andere Werk ist eine der vier großen Autofabriken der Sowjet- union. Es ist erst vor kurzem fertig geword-m und sah die Erzeugung von 40 000 Kraftwagen jährlich vor. Daneben gibt es zwei weitere Maschinen- fabrifen mit je 6000 Arbeitern und eine große An- zahl leistungsfähiger Mühlen. Die Gebrauchsguter, inbuftrie ist neben den spezialisierten Rustungs- werken die vor allem Munition hcrftpUnn. für sowjetische Verhältnisse gut entwickelt. Außerdem gibt Reichsleiter Amann. Berlin, 23. November. (DNB.) Reichsleiter Max Amann, der Präsident der Reichspresse- tammer, vollendet am 24. November das 50. Lebensjahr. Bereits im Weltkriege Frontkamerad des Führers, ist Reichsleiter Amann einer der ersten Kämpfer der NSDAP, gewesen und seit nunmehr über 20 Jahren an führender Stelle der Partei und seit der Machtergreifung im neuen Reiche tätig. Im Jahre 1921 übernahm Reichsleiter Amann die Leitung des Verlages des „Völkischen Beobachters und hat darauf den Zentralverlag der NSDAP., das heute größte Verlagsunternehmen des Reiches, aufgebaut, an dessen Spitze der Reichsleiter heu^ noch steht. Nach der Machtübernahme widmete sich Reichsleiter Amann als Präsident der neugeschaf- fenen Reichspressekammer der Säuberung und Neu- orbnung des deutschen Verlagswesens, dessen Men- hing er sich mit einer dem deutschen Volk bekannten Tatkraft widmet. z Bevorstehender Staatsakt in Berlin. Manifestation der antibolschewistischen Weitfront. B e t (i n , 23. November. (DNB.) Anläßlich de» Zahreslage» de» Abschlusses des Antikominlernpaktes vom Fahre 1936 werden am 24. und ?5- November ) y- reiche führende Staatsmänner der im antibolfchewiftifchen Kampf vereinten Mächte.in Berlin eintreffen, um ihrem Kampfeswillen gegen den Deltbolfchewismus Ausdruck zu verleihen. Die Zusammenkunft der Staatsmänner beginnt am Dienstag mit einem feierlichen Staatsa OieSowjetS wollten nur eineAiempause Britische GewaUherrschast in Rahost. Don Tag zu Tag mehren sich die Anzeichen dafür, daß die Briten den Ausbruch einer offenen Krise in den von ihnen unterdrückten und beherrschten Ländern des Vorderen Orients nur noch durch schärfere Erpressermethoden und offensichtliche Gewaltmaßnahmen verhindern können. Ob wir nach Aegypten oder nach Iran, nach Syrien, Palästina oder dem Irak blicken —: überall herrscht Enttäuschung, Unruhe, Verbitterung, Mißstimmung und die Erkenntnis, daß an dem furchtbaren Elend, an der Teuerung und Hungersnot, an der skrupellosen Ausbeutung der Bevölkerung nur die Engländer die Schuld tragen, wobei hinzukommt, daß die deutschen Erfolge im Kampf gegen den Bolschewismus nicht ohne Rückwirkungen in diesen Ländern geblieben sind. Das englische Prestige hat in gleichem Maße verloren, wie die Briten glauben, die endlose Schraube ihrer Erpressungen und Aus- beutungsmanöver weiter anziehen zu können. Blicken wir zunächst nach Aegypten, wo sich, die englische Ausbeutungswirtschaft am stärksten und nachhaltigsten bemerkbar macht. Da sich dieses Land, das einst die Kornkammer des alten Roms war, vortrefflich zum Anbau von Baumwolle eignete, entwickelte sich die ägyptische Landwirtschaft unter englischer Herrschaft zu einer völlig einseitigen Baumwollkultur, die heute auf Gnade und Ungnade von den Briten abhängig ist, da die englischen Kapitalgesellschaften die riesigen Bewasse- rungsanlagen bauten, für die die bis aufs Blut ausgepreßten Fellachen 40 v. H. ihrer Baumwollernte abgeben müssen. Aber nicht genug damit, England erklärte, daß es nur noch die Hälfte des gewohnten Quantums Baumwolle abnehmen könne, und zwar nur zu einem herabgesetzten Preise, weil es die Käufe sonst nicht durch englische Lieferungen kompensieren könne. So mußte der ägyptische Staat die andere Hälfte der Ernte aufkaufen, und da er das aus eigener Finanzkraft nicht konnte, ein Darlehen von 17,5 Millionen Pfund in London auf- nehmen. _ , , , ...... Schließlich frißt die englische Besatzung buchstab- lich das Land arm! Für die Bedürfnisse der britischen Nahostarmee muß alles zur Verfügung gestellt werden, während das ägyptische Volk Hunger und Not leidet. Nach den Berechnungen des in Kairo erscheinenden Blattes „Balagh" sind nicht weniger als 5,1 Millionen Sack Getreide erforderlich, nm den Unterschied zwischen Ernteaufkommen und gefteiger- tem Bedarf auszugleichen, was geradezu katastrophal angesichts der Tatsache genannt werden muß, daß Brot 80 v. H. der ägyptischen Volksnah- rung darstellt. Und wie es mit der Baumwolle und dem Getreide steht, so ist es auch mit der Fleisch- Versorgung. Der ägyptische Versorgungsminister er- klärte dieser Tage, daß die britischen Behörden ihre Truppen mit dem Fleisch aus dem Sudan versorgen sollten, während sie aber vorwiegend ihren Bedarf in Aegypten deckten. Also auch hier Not und Mangel! Außerordentliche Empörung hat es außerdem erregt, daß die Suez-Kanal-Gesellschast — eine der reichsten Kapital-Gesellschaften, deren Reserven so groß sind, daß sie davon den Kanal noch einmal vollständig neu bauen könnte! — ihren vorwiegend ägypti chen Arbeitern und Beamten die Gehälter sperrte, weil durch die deutschen Angriffe.auf das Kanalgebiet die Einnahmen empfindlich zuruckge- gangen seien. Die Kanal-Gesellschaft laßt also die Aegypter auch hier für den von den Briten heraus- beschworenen Krieg büßen. . Und wie in Aegypten ist es auch in den übrigen Straßburg, 23.November.(DNB.) Mit einem Festakt wurde am Sonntagmittag die R e i d) s u n i- versität Straßburg wieder eröffn et In der neu hergerichteten Universitäts-Aula versammelte sich eine grobe Zahl oon Ehrengästen mrt dem ssiXSwfi® Robert Wagner, dem Chef der Präsidialkanzlei des Führers Staatsminister Dr. Meißner, den enge Bande an Straßburg knüpfen, und dem stell- vertretenden Kommandierenden General und Befehlshaber im Wehrkreis V und im Elsaß, General der Infanterie Oßwald Neben dem Nednerpo- dium standen Fahnenabordmingen der Wehrmacht, der nationalsozialistischen Bewegung und der Studenten des Langemarck-Studiums. Nach einem Musikvortrag des Orchesters der Stadt Straßburg unter Leitung von Generalmusikdirektor Dr Hans R o ß b a u d und einer Ansprache des Rektors der Reichsuniversität Straßburg Dr. Kar Schmidt, wies Reichserziehungs^nister R dann auf die Bedeutung und die geschichtliche Der gangenheit des deutschen Schicksalsbodens hm und forderte Lehrende wie Lernende auf, in das Erbe der kämpfenden Geschlechter nut den Waften des Geistes einzutreten und für eme Erneuerung kämpf rischen, nur der Wahrheit verschworenen IWer- aeiftes eines erwachten Europas zu' wirken. Wo in Europa noch Lebenswille mit abendländischem Kuh turbewußtsein verbunden ist, hat man sich dem RUchaelskampf des Führers angeschlossen. fn, die Welt vor der scheinbar unverständlichen abstoßenden Haltung des'englischenGeistes, der diesen Verrat am Leben und am Geist des Abend- rnnhe« mit der heuchlerischen Miene eines ehren- werten Verteidigers dieser selben Höchsten Guter frftrimfnq unb mit frecher Sicherheit vollzieht. Hier SÄ’ “u schaffen mit den Waffen unbestechlicher wissenschaftlicher Beweisführung ist eine ebenso not- ro mnrnii^fehuna des geistigen Neubaues eines ; ÄXng & HSchst-n Güter solidarischen , Europas Ivie die eines politisch geeinten und n ststier^W'irtschastsfreiheit unabhängigen Europas auf : de" Fundamenten der grosi-n Waffentaten des ; ^^angelsächsischen Ideologie, di- all da- zu um- Schanghai, 22. November. (DNB.) Der amerikanische Journalist C a r o l l, der für die United Preß in der Sowjetunion weilte, berichtet: Während die sowjetische Zensur alle offene Kritik an der Achse seit August 1939 unterdrückte, haben die Mitglieder der Kommunistischen Partei in der ganzen Sowjetunion weiterhin gegen den Nationalsozialismusagitie rt. 3n Mos- tau sprach ich mit Sowjetstaatsangehörigen und Ausländern, die nach der Unterzeichnung des foro- jetisch-deutschen Paktes antinationalsozialistischeu Vorträgen beigewohnt hatten. Der Ton, in dem diese gehalten wurden, unterschied sich kaum von den Reden Litwinows in Genf in den Jahren, in denen er vergeblich versuchte, eine Front gegen Hitler zu organisieren. Dies ist eine der zahlreichen Tatsachen, die zeigen, daß Stalin nur hoffte, eine Atempause zu gewinnen, in der er die sowjetische Position stärken könne. Stalin und feine Regierung haben die Zeit voll- auf genützt, und hätten sie noch ein weiteres Jahr gehabt, so wären sie vermutlich unbesiegbar und gegen jede Invasion gefeit worden. Die größte Schwäche der Sowjetunion war ihr Mangel an Facharbeitern, Ingenieuren und Technikern. Die Fünfjahrespläne waren ein Versuch, die wenigen verfügbaren gelernten Arbeitskräfte auf die Schwer- inbuftrie, die für eine moderne Militärmacht unerläßlich ist, zu konzentrieren. Bei Ausbruch des europäischen Krieges wurde die Erzeugung von Luxusgütern herabgesetzt. Die Sowjets konzen- trierten olle Geschicklichkeit und Tatkraft auf die Kriegsvorbereitungen. Natürlich hat auch die sowjetische Armee selbst die Atempause ausgenutzt um einige der Schwächen, die während des stnmfchen Krieges zutage traten, zu beheben. Der Führer mußte fühlen, daß es notwendig war, zuzuschlagen, bevor die Sowjets allzu stark wurden. Der Bericht Carolls zeigt wieder, wie unehrlich Stalin und seine Geossen im Sommer 1939 handelten. Heute geben sie sich nicht einmal die Muhe mehr, ihre hinterlistige Gesinnung zu bemänteln. Daß ihr Betrugsversuch an Deutschland, der im Einverständnis mit d^n britischen Plutokraten unternommen wurde, gescheitert ist, dankt Europa der Wachsamkeit des Führers. Er hat rechtzeitig die bolschewistischen Machenschaften erkannt und den heimtückischen sowjetischen Ueberfall in letzter Mi- fassen beansprucht, was an Wahrheit und Wert existiert und mit der es sich allein lohnen soll zu leben, die überall den Segen des Höchsten für sich in Anspruch nimmt und Die in der Geschichte zu verwirklichen das Gesetz der Menschheit sein soll, ist erst im deutschen Menschen von heute em Gegner erwachsen, dessen kritische, kompromißlose Erkennt- nisart die letzten Verwurzelungen der engli^en Kulturideologie und Kriegspropaganda durchschaut und der ihnen gegenüber zugleich durch die sichere Gewißheit der Wahrheit und des Wertes des Eigenen gefeit ist. Eben darum aber erlebt die englische Kulturideologie eine Krise wie nie zuvor. Es sei die größte Ueberraschung des Enaländers daß die Welt, die ihm heute entgegenstehe, in sich selbstsicher und gegenüber den Methoden und Argumen- ten seines ideologischen Kampfes unverletzlich sei. Das England, dessen Geheimnis, immer oben zu bleiben, darin bestand, daß es selbst sich nie em- setzte und andere Völker seine Kriege fuhren ließ, versagt sich auch der geistigen Auseinandersetzung und zieht sich auf die unangreifbare Jnselstellung feines von Gott gegebenen Richterauftrages zuruck, letzter Hüter von Recht, Moral und Religion zu fein. Es ist eine der größten Kuriositäten der Geschichte des menschlichen Geistes, wenn England, das klal- ische Land des wissenschaftlichen Pofitivismus und des politischen Utilitarismus, jetzt seine ganze gei- tige Vergangenheit leugnet und sich zum Wort- ührer eines reinen Geistesidealismus und einer mi- itanten Ethik aufroirft, wenn England jetzt einen Dualismus von Geist und Macht postuliert den man dem Vokabelschatz des deutschen Idealismus entlehnt hat — und dabei ausgerechnet sich selbst, den skrupellosen Vertreter eines geradezu naiv realistischen Machtdenkens, die Rolle des Geistes, d. h. als des Vertreters des Göttlichen dieser bedrohten Welt, zuerkennt. Es weiß sich erkannt und fühlt sich durchschaut Es sucht daher sich und sein unsicher gewor- benes Wesen in jener Welt zu bewahren und zu erhalten, in der kritische Selbstbesinnung und (Er- kenntniskritik als Verstoß gegen „ewige Wahrheiten erscheinen r „ Die gefälschten geistigen Waffen Englands sind , so 'fuhr der Minister fort, „gegenüber dem erwachten Mit der Einnahme von Rostow stehen die beut- schen Truppen am anderen Ende der Ukraine. Le- . gen wir gar die sowjetische Derwaltungseinteilung zugrunde, so liegt Rostow schon jenseits der Ost- grenzen der Ukraine. Die Bolschewisten untergeben zwei große Verwaltungseinheiten: 1. Großrußland und 2. die Ukraine. Das Gebiet von Rostow rechneten sie zu Großruhland, in dessen Rahmen es eine Provinz war. Am 31. August 1939 war die vorgeschobenste deutsche Stadt im Südosten Ratibor; von dort sind es in der Luftlinie nach Rostow am Don 1600 Kilometer. Genau soviel wie von Berlin bis zum Aetna auf Sizilien ober von Freiburg nach Gibraltar oder von Klagenfurt nach Ankara, der Hauptstadt der Türkei. Sie berühmte Luftlinie ist in der Regel ein Notbehelf der Geographen. Sie ist keine Wirklichkeit.Sie ist ein Maßstab und keine Marschstrecke. Und am wenigsten eine Marschstrecke, bie kämpfend .prütfgelegt werden mußte Der End- kampf um Rostow war nicht leicht. Die Bolschewisten verteidigten die Stadt mit 3ngrimm. Timo- schenko, der hierher versetzt war, versuchte den Ruf zu wenden, daß er ein General ohne Fortune sei. Er tat alles, um die Stadt, die im Nahbereich der Eingang zum innersten Donezbogen ist, im Fern- bereich aber der Eingang zum Kaukasus und zum Kaspischen Meer, mit allen Mitteln zu halten. Die mit äußerstem Aufgebot herangezoaenen neuen Truppen warf er in den Kampf; er hoffte aus bte Überschwemmungen, die die weitere Umgebung in ein Sumpfgelände verwandelten. Noch vor wenigen Tagen ließ er mitteilen, daß das ganze Dor- gelände mit Minen übersät sei. Es half alles nichts, Rostow ist gefallen. , Wir sprachen eben vom inneren Donezbogen. f)ur wird bie str°t°gi,ch° Bedeutung von Stostow om unmittelbarsten sichtbar. Rostow hegt 95 Kilometer unter bet Mündung des Donez in den Don. Gehen wir längs der Eisenbahn, die vom Kauka- fue nach Moskau führt, nordwärts, so stoßen wir zunächst aus die in amerikanischem Tempo entwickelte Bergwerkstadt Schachty, d>- °us gewalhgen Borkommen besten Anthrazits ruht. Wetter nach Norden sinden wir Worofch'lowgrad, dar sruher Lugansk hieß. Rostow ist das iudl.che, W°r°,ch>- lowgrad-Luaansk das nördliche Ende des inneren Donez-Don-Dogens. Aber Rostow korrespondiert im strategischen Sinn nicht nur mit W°r°lch'l^Se°d, andern auch mit Charkow, ja mit Tula. Wir er Innern uns, daß am 25. Oktober d>° Einnahme von Charkow und des 75 Kilometer nordöstlich gelegenen «erkehrsknotenpunktes Belgorod gemeldet wurde^ Am 1. November hieß es, daß der Oberlaus des Donez — vermutlich oftlick, von Charkow ,, mehreren Stellen überschritten worden istschier liegen also etwa östlich von Charkow und bei Ro stow die Ansatzpunkte zu einer Umsassimg des auße ren Donezbagens. Gehen mir von Charkow etwa 500 Kilometer nach Norden, so kommen wir nach Tula, wo in den letzten Tagen hest'ge Kumpi' ftaltqefunben haben. Etwas >m Osten von Tula heg bie Quelle des Don, also desHauptslusiesderlud östlichen Sowsetunion, soweit sie zum Emzugsge biet des Schwarzen Meeres gehört Flüsse und Bahnen bedeiiten m der s^?benamnmi Sowsetunion unendlich viel. Ein Blick auf d>° Kar. zeigt, daß das Eisenbahnnetz m der Sowietumon an zwei Punkten verhältnismäßig d-chtma^>? f- in der Ukraine und in ^r Umgebung Wn M°ok°u. Jenseits der großen Verbindungsbahn Moskau Rostow—Kaukasus scheint sich schon renn °^«r^ch bas C'rseirbahnnetz in ben weiten Stepp n 3 lieren. Darauf weist eine überaus bedeutungsvolle Mitteilung hin: Das fowjettfche Elfenbahnnetz h eine gesamte Streckenlänge oon etwa 94 000 SWo Meter Daoon sind 50 000 Kilometer 'M deMchen Besitz. Diese Rechnung ist aber noch mel iU gunsttg. Gerade die als in Besitz der Sowieto noch nngenv mene Strecke Rostow—Woronefch-Moskau oder w ihnen oerbliebenen Bahnen um Moskau und L-mn grab sind durch die Lustwaffe weitgehend iohwg legt. Die transsibirische Bahn oon rund 9300 ROo Meter führt ein Sonderdasein. In Wahrheit v Ländern. Die Ermordung des Muftigegners Fachri Nafchafchibi in B a g d a o , die Massenverhaftungen in Iran, die Unterdrückungsmethoden in Sy- r i e n und P a l ä st i n a beweisen, daß alle schönen Worte nichts nutzen und erst recht nicht jene Pläne, einen „arabischen Staatenbund" zu errichten, der natürlich bestenfalls die Rolle einer englischen Kolonie spielen würde. Man kennt die Rolle der Zionisten und ihres Leiters Chaim Waitzmann, man weih um die Absichten, die England durch einige wenige bestochen? Familien verwirklichen möchte, wie etwa die des ermordeten Raschaschibi und den Emir von Transjordanien. Sowohl der Emir Abdullah als auch das Haupt der christlichen Rascha- schibi-Familie waren die im britischen Sold stehen- oen Antreiber des motzen „Neuorünungs"-Planes, dellen Krönung in ver Ausrufung des großen syrischen Königreiches bestehen soll, das Syrien und Transjordanien und die vorwiegend arabischen Teile Palästinas umfaßt, dem dann ein jüdischer Rest- float in Palsästina und eine christliche Libanon- Republik angegliedert werden sollen. Abgesehen da- von, daß die Zionisten in London und Washington viel weitergehende Pläne haben, hat die Ermordung Rascyaschibis, des Hauptwortführers dieses schändlichen Planes zur völligen Unterdrückung der Araber, der Weltöffentlichkeit gezeigt, wie stark die Empörung bereits um sich gegriffen hat, wie groß die Spannungen geworden sind, die sich aus dem Gegensatz der britischen Ausbeutungs- und Verskla- vungspolitik und dem nationalen Freiheitswillen der Araber ergeben. Kein Wunder, daß in all diesen Ländern eine Regierungskrise die andere ablöst und daß die Methoden, zu denen England greift, immer offensichtlicher den Parolen widersprechen, die Sir Walter M o n ck t o n als Leiter der britischen Propagandazentrale für den Rahen Osten verkündet! Monckton, Der sich mit dem jüdischen Agitator Losowsky in Moskau zwecks „Coordinierung" der englischen und bolschewistischen Lügenmethoden traf, soll ein Gegengewicht gegen den islamitischen Rationalismus schaffen; aber ständig wachsende Lebensmittelnot, ja, nagender Hunger, wirtschaftliche Unterdrückung und politische Gewaltherrschaft sind so gewichtige Argumente, daß sie heute in den arabischen Ländern nicht mehr durch abgedroschene Phrasen übertönt werden können, zumal in jedem nationalen Araber der Verrat Englands nach dem Weltkrieg lebendig in Erinnerung ist. Weder der englische Imperialismus, noch der Bolschewismus haben heute im Vorderen Orient Aussichten auf Erfolg. Bkn. Unruhe und Hungersnot. Lissabon, 22. Roo. (Europapreß.) Befürchtungen vor Ueberfällen auf Eisenbahnlinien „ und Landstraßen zwingen die englischen Militärbehörden in Iran, wie die „Times mitteilt, diese Transportwege von Militär und Polizei bewachen zu lassen. Die Hungersgefahr in Iran habe man bisher nur dadurch abwenden können, daß man Lebensmittel aus der Sowjetunion und Indien nach dem Iran einführte. Aber man müsse damit rechnen, daß diese Zufuhren, vor allem die aus der Sowjetunion, in absehbarer Zeit aufhörten, lieber die türkisch-syrische Grenze hat ein großer Flüchtlings st rom eingesetzt. Zahlreiche Syrier und Libanesen verlassen bei Nacht das Land, um den Verfolgungen der britischen Behörden zu entgehen. Der gesamte Personenverkehr im unterägyptischen Eisenbahnnetz ist auf Anordnung der britischen Militärbehörden auf ein Minimum redu- ziert worden. So verkehrt beispielsweise zwischen Kairo und Alexandrien täglich nur noch ein Zugpaar. Der Kliegertod des Oberst Mölders. Berlin, 22. Nov. (DNB.) (Ein hartes Geschick hak es gefügt, daß die deutsche Luftwaffe wenige Tage nach dem Heimgang des Fliegerhelden aus dem Weltkrieg, Generaloberst Udet, nun auch den (Scherl-Bildarchiv-M.) Kühnsten und Besten ans den Reihen ihrer jungen Jagdflieger verlor: Der Inspekteur der Jagdflieger, Oberst Werner Wälders, ist am 22. November auf einem Dienstflug mit einem Kurierflugzeug, das er selbst nicht steuerte, b e i Breslau tödlich abgestürzt. Born Feinde unbesiegt, fand der Sieger in 115 Luftkämpfen auf so tragische Weise den Fliegertod. Die Leistungen und Erfolge dieses von glühendem Kampfgeist beseelten erst, 28jährigen Offiziers sind ohne Beispiel. Am 15. Juli 1941 verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht dem Kommodore Oberst Wälders nach feinem 101. Luftsieg im Freiheitskampf des deutschen Boltes als erstem Soldaten der Wehrmacht die höchste Tapferkeitsauszeichnung: das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In Würdigung der einmaligen Berdienste des Obersten Mölders hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verfügt, daß das bisher von Wälders zu so gewaltigen Siegen geführte Jagdge- schwader in Zukunft seinen Namen trägt. Zugleich hat der Führer für Oberst Wälders ein Staatsbegräbnis angeordnet. Werner Wälders wurde 1913 in Gelsenkirchen als Sohn eines Sludienrates geboren. Er besuchte bis zur Reife das Realgymnasium in Brandenburg und trat 1931 in das 32t 2 ein. 1935 trat er zur Luftwaffe über und ging als Angehöriger der Legion (Eonbor 1938 nach Spanien, wo er im Kampf gegen den Bolschewismus mit 14 Abschüssen der erfolgreichste Jagdflieger der Legion wurde. Wit dem Spanienkreuz in Gold mit Brillanten ausgezeichnet, kehrte er zurück. Im Wärz 1939 wurde er Kommandeur einer Jagdgruppe. Nach seinem 20. Abschuß im Kampf gegen England verlieh ihm der Führer im Wai 1940 das Ritterkreuz. Kurze Zeit später schon wurde Wölders Wajar und Kommodore eines Jagdgeschwaders. Als zweiter Offizier der Wehrmacht erhielt er aus Anlaß seines 40. Luftsieges am 22. 9. 1940 das Eichenlaub. Nach seinem 50. Abschuß wurde er Oberstleutnant. Bei Luft- kämpfen über der französischen Kanalküste am 26. und 27. 2. 1941 brachte Wölders seinen 60. Gegner zum Absturz. Born Beginn des Oslfeldzuges bis zum 17. 7. 1941 schoß das Jagdgeschwader Mölders 500 Sowjetflngzeuge bei nur drei eigenen Berlusten ab und konnte damit insgesamt 1200 Luftsiege verzeichnen. Mölders selbst errang seinen 72. Lustsieg. Der Führer verlieh ihm die Schwerter zum Ritterkreuz. Nach Abschuß des 82. Gegners Übertraf Möt- ders sogar die Erfolge des besten Weltkriegsfliegers Manfred v. Richthofen. Am 17.7. hatte er im Berlauf des Krieges insgesamt 101 Luftsiege erzielt. * Nacheinander hat die Luftwaffe drei schwere Verluste erlitten: Udet, Werra und jetzt auch Werner Mölders. Es ist auch in den Einzelheiten ein sonderbares Zusammentreffen: Allen drei Fliegern wird nachgerühmt, was Reichsmarschall Göring feinem tödlich verunglückten Freund Udet am 21. November zum Abschied zugerufen hat: „Du warst der froh- Oie Schlacht Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront wurden weitere Angriffs- erfolge erzielt. Im SeegebietumEngland wurden in der vergangenen Nacht zwei Handelsschiffe mittlerer Größe durch Bombentreffer schwer beschädigt. Mit dem Berlust eines dieser Schiffe ist zu rechnen. Weitere Luftangriffe richteten sich bei Tage gegen Industrieanlagen in Schottland. In der letzten Nacht wurden Hafengebiete an der englischen Südoslküste erfolgreich bombardiert. In N o r d a f r i k a haben die deuffch-italienischen Berbände in erfolgreichen Kämpfen mit den aus südostwärtiger Richtung vorgegangenen britischen Krästen über 260 p a a z e r k a m p f w a g e n und rund 200 gepanzerte Fahrzeuge vernichtet. Starke, durch Panzer unterstützte Ausbruchsversuche der Besatzung von Tobruk wurden durch die italienischen Linschliehungskräste abgewiesen. In hefttgen Lustkämpfen verlor der Gegner 25 Flugzeuge. Durch Luftangriff auf einen britischen Flugstützpunkt wurden mehrere Bombenflugzeuge am Boden zerstört. Die Schlacht in Rordafrika dauert unter schweren Kämpfen an. Stukas und Zerstörer gegen motorisierte Kolonnen in derMarmariea Berlin, 24. Nov. (DNB.) Deutsche Sturzkampfstieger starteten unter Jagdschutz am 22.11. in lichste... Mtt Licht und Freude erfülltest Du uns, wenn wir Dich sahen. Optimistisch warst Du wie Dein ganzes Tun und Handeln. Lusttg konntest Du sein, damals als ganz junger Jagdflieger und auch jetzt als Generaloberst unserer Luftwaffe." In 115 Luftkämpfen war Oberst Mölders siegreich. Einmal, nach dem 25. Luftsieg, sprang er mit dem Fallschirm aus seiner Me 109 ab, die nicht mehr zu retten war. Er landete hinter den feindlichen Linien, wurde gefangengenommen, dann befreit. Und jetzt begann seine Siegesserie vom 25. bis zum 115. Luftsieg. Er, der an den Fronten den Feind gesucht und gejagt hatte wie kein zweiter, stürzte als Fluggast im Kurierflugzeug über heimatlichen Fluren ab. So folgte er, der 28jährige, der jüngste Oberst der deutschen Wehrmacht, seinem Vater zur großen Armee... sei- nem Vater, den er nicht mehr gekannt hat, der als Reserveoffizier 1915 fiel, als Werner Mölders ein Bübchen von zwei Jahren war. Das große Schicksal und das große Opfer, das gelegentlich in Todesanzeigen für so manche Familie anklingt, tritt bei Mölders ins hellste Licht. Solche Schicksale sind tragisch im eigentlichen Wortsinn. Es ist aber mehr als die Tragik, die uns aus der Schwindsucht eines Mozart oder Schiller, aus dem Selbstmord eines Kleist oder Diesel, aus der Taubheit eines Beethoven anspricht. Denn: So strahlend diese Genies, so widersinnig ihr Schicksal — bei Mölders reicht die Tragik sehr viel weiter aus dem persönlichen in den volkhasten Umkreis, ganz so, wie in den „alten Mären". Der Zusammenprall der Schicksalsmächte hat in ihm einen Mann getroffen, der aus dem lieber- persönlichen wirkte und dessen frohsinnige Natur das Erhabene dieses Wirkens für seine Kameraden und das deutsche Volk unterstrich. Dr. Ho. 3n Breslau aufgebahrt. Breslau, 24. November. (DND.-Funkspruch.) Die Leiche des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen deutschen Fliegerhelden Oberst Mölders wurde in der Kapelle eines Breslauer Reservelazaretts aufgebahrt. Weiße Chrysanthemen und das dunkle Grün von Lorbeerbäumen bilden den Schmuck des kleinen Raumes, der von flackerndem Kerzenschimmer erhellt wird. In der Mitte steht der offene Sarg von Oberst Mölders. Das Fußende ist mit der Reichskriegsflagge bedeckt. Rechts und links sind die Särge der beiden mit ihm tödlich verunglückten Kameraden, des Oberleutnants Kolbe als Flugzeugführer und des Feldwebels in Tlordafrika. mehreren Wellen gegen englische Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugkolonnen in der Marmarica. Bet kühnen Tiefangriffen mit Bordwaffen konnte die vernichtende Wirkung der Bomben von den Besatzungen klar erkannt werden. Zerstörerflugzeuge zersprengten über der Wüste eine größere Kolonne von Panzerspähwagen und setzten mehrere Wagen außer Gefecht. e Oer italienische Bericht. Rom, 23. Nov. (DNB.) Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag meldet u. a.: Zn der Marmarica dauerten die Kämpfe an der ganzen Front von der Grenze zwischen der Cyrenaika und Aegypten und Tobruk an. Unsere Divisionen wiesen alle Angriffe des Gegnrs glatt ab, der neue und schwere Verluste erlitt. Die Division Ariete allein hat über 250 Panzerfahrzeuge zerstört, darunter 55 Kampfwagen. Die deutschen Divisionen haben britischen Panzereinheiten in hartem Kampf erhebliä-e Verluste zugefügt. Es wurden u. a. mehr als 200 Kampfwagen zerstört. An' der Tobruk-Front haben die deutschen und italienischen Truppen dem Gegner bei der Vereitelung aller Ausfallsversuche aus Tobruk große Verluste zugefügt. Luftwaffe und Bodenabwehr haben 15 Flugzeuge abgeschossen. Die Flakbatterien der Division Pavia schossen weitere zwei Flugzeuge ab. Acht eigene Flugzeuge gingen verloren. Eine motorisierte Kolonne des Feindes, die isoliert in der Cyrenaika-Wüste vorging, wurde von italienischen und deutschen Luftwaffenverbänden angegriffen. Ueber 100 Panzerkraftfahrzeuge und Lastkraftwagen wurden in Brand gefetzt. Während eines Unternehmens nördlich von Bardia geriet eine feindliche Flotteneinheit in Brand und scheiterte auf den Klippen der Küste. In O st a f r i ka wurden am Nachmittag des Hobie als Bordmechaniker, ausgestellt. Zwei Ofst- ziere der Luftwaffe halten die Totenwache. Nach der Aufbahrung legte der Kommandeur einer Luftkriegsschule im Auftrage des Reichsmarschalls ©Öring einen Kranz nieder. Später legten Kränze nieder Gauleiter und Oberpräsident Hanke, ein Vertreter des stellvertretenden Kommandierenden Generals, ein Vertreter des Luftgaues, der Polizeipräsident und der Oberbürgermeister von Breslau. Die U e - berführung nachBerlin findet am Montagnachmittag statt. Ein Rachruf Görings. Berlin, 24. Nov. (DNB.-Funksvruch.) Reichsmarschall Göring widmet Oberst Mölders im „Völkischen Beobachter" folgenden Nachruf: „Tief erschüttert und auf das schwerste getroffen von diesem harten Schicksalsschlag, steht bas deutsche Volk an der Bahre seines größten Helden im Kampf um Deutschlands Freiheit und Ehre, in stolzer Trauer um den Offizier, der bis heute als einziger Soldat der deutschen Wehrmacht die höchste Tapierkeits- auszeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, in Siegesbewußtfein und Bescheidenheit trug. Ehrfurchtsvoll senken sich die Fahnen aller Waffenteile der deutschen Wehrmacht vor dem ruhmgekrönten jüngsten deutschen Obersten, dem ob seiner edlen Gesinnung und seines überragenden Heldentums die Herzen aller, der Vorgesetzten wie der Karrte- raben und Untergebenen, entgegenschlugen, der sich die Liebe und Bewunderung der begeisterten deutschen Jugend wie kein anderer in diesem Kriege erworben hatte. Ergriffen nimmt mit mir die deutsche Luftwaffe nun Abschied von dem Tapfersten aus ihren Reihen, dem vorwärtsstürmenden Kämpfer, der in mehr als 1000 Luftschlachten stets Sieger blieb und in beispielhaftem Angriffsgeist 115 feindliche Flugzeuge vernichtete. Unbesiegt in allen Kämpfen ist der hervorragendste deutsche Flieger, der Offizier, der allen Vorbild war und Immer bleiben wird, das Opfer eines tragischen Unfalles geworden. Sieg und Ruhm ist an feinen Namen geheftet, der in der Geschichte dieses Freiheitskrieges und der deutschen Zukunft ewig fortleben wird. Durch die enge Verbundenheit, die ich stets für diesen jungen Kameraden empfand, trifft mich fein Tod persönlich aufs tiefste." Cmst Wilhelm Eschmann: „Ariadne". Uraufführung am Theater der Universitätsstadt Gießen. Es ist notig, um dieses Stück* * in feinen Andeutungen und Zusammenhängen zu verstehen, sich einiger vielleicht vergessener Namen und Begebenheiten aus der. griechischen Mythologie zu erinnern. Ariadne war die Tochter des kretischen Königs Minos und der Pasiphae, deren stterköpfiger Sohn Minotauros von Minos im Labyrinth gefangen gehalten und mit je sieben Jünglingen und Jungfrauen gefüttert wurde, welche die Stadt Athen alle neun Jahre als schrecklichen Tribut nach Kreta schicken mußte. Don solcher Plage befreite der Königssohn Theseus seine Vaterstadt: er erschlug das Ungeheuer mit dem gefeiten Schwert, das ihm Ariadne gegeben hatte, und mit Hilfe ihres berühmten Garnknäuels fand er auch den Weg aus dem Labyrinth zurück. Dann flohen beide vor Minos' Zorn zu Schilf nach Naxos; hier wurde Ariadne — die Sage ist in Variationen überliefert, die verschiedene Deutungen ermöglichen — von Theseus verlassen und vom Gott Dionysos zur Gemahlin erhoben. Die alte Fabel hat, vielfältig anregend, von der Antike bis zur Gegenwart ihre Spuren in der Kunst hinterlassen: eine vatikanische Marmorplastik zeigt die schlafende Ariadne; Tizian und Caracci malten sie an der Seite des Dionysos; Danneckers Frankfurter Gruppe bildete sie als Braut des Gottes auf einem Panther reitend. Melodramatische oder opern- hafte Fassungen des Stoffes kennen wir von Georg Benda, Haydn und Richard Strauß. Nur flüchtig, Erscheinung und Machtfülle des Gottes begleitend und untermalend, dienen Musik und Tanz als Hilfsmittel der mythologischen Dramaturgie dem Trauerspiele (in Versen und vier Bildern) von Ernst Wilhelm Eschmann, der als Mitherausgeber des „XX. Jahrhunderts" , durch die „Erdachten Briefe" und durch sein „Griechisches Tagebuch" bekannt wurde. Wie in der antiken Amphitryon-Fabel, die in Kleists Lustspiel ihre letzte und gülttgste Deutung ♦ Ernst Wilhelm Eschmann: Ariadne. Trauerspiel. 72 S. Eugen Diederichs Verlag, Jena. erfuhr, ein Spiel zwischen Oottheit und Menschen, aber der Zusammenstoß der irdifchen und der überirdischen Welt erzeugt in Eschmanns Stück eine Verstrickung, die nicht nur im ursprünglich physischen Sinne tödlich wirkt. Als Ariadne und Theseus, von Kreta fliehend, mit einem Schiff voll Gold und Brot und Wein in Naxos landen, ist den ahnungslos glücklich Liebenden ihr Schicksal schon verhängt; der Priester der Insel tritt Theseus in den Weg, der Ariadne noch vor der Heimkehr nach Athen ins Brautgemach führen will: ,cher Gott, den ich verkünde, fordert von dir die Gattin". Theseus' freiwilliges Opfer werde Dionysos gnädig stimmen und den Fluch von der Insel nehmen, die von Mißernte und Hungersnot bedroht ist. Während Theseus, zuerst empört, die Unwiderruflichkeit der ihm von der Gottheit verhängten Fügung anerkennt, gerät Ariadne in einen bestürzenden und verwirrenden Aufruhr ihres Herzens, das sich von Theseus enttäuscht und dem unbekannten Gotte fremd und feind fühtt. Doch erscheint Dionysos ihnen mild, in Gestalt eines jungen Hirten, und als Bittender: er hat Ariadne ausersehen unter den Irdischen um ihrer Vergänglichkeit willen; in ihr will er die Erde umarmen, will er, der ewigen Jugend der Götter müde, irdischer Vergänglichkeit teilhaftig werden. Von der hinreißenden Werbung des Gottes erst schnell Überwunden, muß Ariadne mit wachsender Verstörung, endlich mit Entsetzen die Unvereinbarkeit irdischen und göttlichen Wesens erkennen: als Dionysos sie in fein Reich einführt, Bäume und Felsen tönen und tanzen und Sternbilder reden läßt, empfindet sie Grenzen und Geborgenheit ihres Daseins: „Ich will nicht ... entrissen werden dem oertrauten Grund, um in das Grenzenlose zu ver- wehn ... Ich vermag es nicht, den Wandel deiner Fülle zu ertragen und den gestirnten Weg mit dir zu gehn ..." Der Gott muh schmerzlich die Unerfüllbarkeit seines Erdentraumes einsehen: „Glücklicher Theseus! Stolzer Sterblicher, für den Dionysos verachtet wird, dein Bild besiegt des Gottes Gegenwart. Ariadne, geh! Dein Wille macht dich frei!" Aber Ariadne kann auch nicht mehr zu Theseus zurück, seit sie einmal die dionysische Welt hat erfahren dürfen: „Der Erde nun für immer fremd, den Göttern feind, bin ich verdammt im Leeren taumelnd"; zwischen zwei Welten, zu denen sie keinen Zugang findet, weiß sie nur noch den schmalen Ausweg in einen freiwilligen Tod. In dem Augenblick, ha sie sich ins Meer stürzt, ist aber das Wunder geschehen, ist der Bann von Naxos genommen; während Dionysos, die Insel und den mit den Seinen nach Athen heimkehrenden Theseus segnend, „sich der Erde enthebt", während Priester und Inselvolk zum Freudenfest in die Stadt hin- unterziehen, antwortet den klagend nach Ariadne rufenden Nymphen nur Echo, „die niemals ernste": der Klang des Namens ist alles, was von der Kreterin auf Naxos zurückbleibt. Dies etwa sind die Umrisse eines tragischen Götter- und Menschenspieles, in welchem Eschmann dem antiken Mythos einen neuen Sinn zu geben sucht, in gedankenschweren und bilderreichen Versen die unüberschreitbare Grenze aufweisend, die beide Sphären trennt: in ihrem Zusammenprall bleibt der Mensch, hüben und drüben entwurzelt und heimatlos, der Selbstvernichtung anheimgegeben, zurück. Die dichterisch reinsten Partien des Trauerspieles gelangen Eschmann, wie uns scheint, in der wohl aus dem nachkl-ingenden Erlebnis seiner griechischen Reise gewonnenen Gestaltung des Dionysos und feiner Ausstrahlung auf die irdische Welt, in der Schilderung seiner Herrschaft durch Theseus, und in seiner Werbung und Wesensentfaltung vor Ariadne. — * Den unbestreitbaren Schwierigkeiten einer bühnenmäßigen Materialisierung des in mehrfacher Hinsicht fernen Stoffes juchte die von Herrn Mund geleitete Inszenierung durch weitgehende Einbeziehung opernhafter und ballettmäßiger Elemente zu begegnen. Die von Herrn Söllner geschriebene und dirigierte Bühnenmusik intoniert und begleitet streckenweise melodramatisch den Bühnenvorgang und überbrückt die Derwandlungspausen; unter geschickter Verwendung originaler altgriechischer Melodien erscheint sie in ihrer feierlichen Gehaltenheit und wuchtigen Akzentuierung dem Charakter des Trauerspieles angemessen. Ein von Meer und hohem Himmel begrenztes Bild der Insel hatte Herr ßöff- l e r stilgerecht entworfen. Für die bewegten Gruppen der Naturwesen und Nymphen war die von Herrn Dolpert geführte Tanzgruppe eingesetzt. Im übrigen war Oberspielleiter Mund um fpracb» liche Gliederung und Disziplinierung spürbar ebenso bemüht wie um eine theatralisch wirksame Belebung des Dialoges in den Ausstrahlungen des Dionysischen: der Erscheinung der Sternbilder (mit projizierten Tierkreis-Symbolen) und der Entrückung des Gottes in der Wolke (Schlußbild). Bianca B l a ch a spielte die Ariadne, eine dunkelhaarige, geschmeidige Erscheinung, den umfangreichen Text mit Sicherheit verwaltend und beherrschend; das Schwanken der Kreterin zwischen den irdischen und überirdischen Bereichen fand in der sich steigernden Verstörung und ohnmächtigen Verzweiflung ihren schauspielerischen Höhepunkt. Herr C. B. Schmidt war Dionysos. Die darstellerisch hohe Anforderungen stellende Rolle wurde auf eine sympathische Weise menschlichen Maßen und Umrissen angenähert, ohne an natürlicher Majestät und distanzhaltender, durch ausgeprägte Artikulation und gemessene Gebärden betonter Würde einzubüßen. Herr K ö ch l i n g unterstrich als Theseus das Iüng- linghafte, den aufbegehrenben Trotz und die ergebene Fügung in das Walten der göttlichen Macht. Herr Funke war ein Priester von strenger Hoheit und, in einigen Augenblicken, visionärer Entrückung, Herr Fischer ein kriegerischer Herold. Die Stimmen der Sternbilder wurden von den Damen Freihen, Kneip, Rau und Herrn Zeppen- f e l d , die drei Nymphen von den Damen Schmitz, Ifjomae und Jaenicke gesprochen. — Den dankbaren Beifall am Ende der pausenlosen Aufführung konnten mit den Darstellern auch der Autor, der Komponist und der Spielleiter entgegen« nehmen. — In einer Pressebesprechung vor der Premiere sprach nach Begrüßungsworten von Oberbürgermeister Ritter Intendant Klein über die Schwierigkeiten dieser Uraufführung, über Autor, Stück und Bühnenmusik, während Herr Eschmann einiges von der durch ein Bild Tintörettos angeregten Konzeption seines Trauerspieles erzählte, das keine humanistischen Tendenzen verfolge, sondern einer natürlichen Bindung an die eroiaen Gegenstände griechischen Namens entsprungen sei. Hans Thyriol J « Aus -er Sia-i Gießen Tag der Deutschen Hausmusik. Ama allen ausge- oylt ihegelegt, sich doch mich sehr freuen, n und mit diesem machen wurden, (Nachdruck verboten.) W. Fortsetzung. Karin hatte das Gefühl, daß Günther um irgend' ne Sache herumredete. Er schien einem Gedanken ..«x tniHöi- ftrtft ihn ment zu ver-1 nicht nt woni eine vyuiuiuit xj- , . « ■ war die Reise hierher ganz gut. Ich habe viel ge ,Im Namen meiner Freundinnen Lotte Grütz. u* Verdunkelungszeit 24.11. von 17.17 bis 8.56 Uhr. einverstanden erklärt, daß die Ernuhrungsämter, insbesondere in den Großstädten, die Abgabe von Zwiebeln von der Abtrennung oder Abstempelung eines Abschnittes eines örtlichen Bezug sau »weises abhängig machen. Die Ernährungsämter haben sich vor Einführung einer derartigen Regelung mit den örtlichen Garbenbairwirtschastsverbänden ms Benetz- men zu setzen. Juden erhalten keine Zwiebeln. vann habe ich mich eben ent! Rendsburg zu fahren. Es war Pa63* würde die Engländer ganz aus dem Spiel lassen, Günther. Wenn du länger m Deutschland (eben würdest, das kennenlerntest von dem wir da drüben keine Ahnung^ haben, bann^^re^^wahr^ w politisieren - .. . - nickt das Persönlichste gesagt fatten^ Wenn Karin auch der gl°.-tzn Ansicht nrnr Reidy 's im Lits m bie- ; e M ipfim trauet ; Soldat erkeiis- ' m unb reifes, I. Ehr- fenWIe : ’rSnlen edlen ntums Käme- *r sich i beul- Kriege ie beut- pietflen Äflmp Sieget ) ieinb- t allen W> i InN1 llnfallri Nonien slrieae? n wirb, für die- nch feto ■ Offr ch bet 'negs. loring nieder rtretet *rali, Witt ! Ue. cmta- ouch^, tWC tot?6 DOfl^ fllM V; Karin Srunelius Roman von Guiöo k.Vranö bti N firne Sache herumredete. nachzulaufen und vor lauter Hast, ihn nicht zu oer- licren, iprad) er im Zickzack, Sie lächelte. Im Vrunde kam er ihr vor wie ein großer Junge. Der iilbstand, vor dem sie sich 1° fürchtete und den sie -auch spürte, als er vorhin auf sie zugekommen war, hatte sich merklich verringert. Wie durch eine Wand getrennt kam sie ihm näher, aber sie hoffte, mich diese noch zu überwinden. . . „Das macht doch nichts, Gunther! Sprich dich rruhig aus und erzähle, so viel du willst. Wir Huben Noch Zeit. Dor allem möchte ich eins wsisen. fleht es dir gesundheitlich? „Was machen deine Rippenbrüche und so weiter?" Oberhessischer Kunflverein. WeihnachtSausstettung oberhessischer Künstler im Turmhaus. e an btt niete 9lott Di. 8 1 in ■ K Hört unb Der. große lerieit zeuge Eine rt m ilieni. 'Sris. 'kraft» emei eine rtterte bei ner, Marga Lohse, Lern Dierfurth und Annemarie Gärtner teile ich Ihnen mit, dah sie sich entschlossen haben, eine Stellung bei den Farmern in Deutsch, bst anzunehmen, und sie erwarten zu gegebener Zeit die diesbezüglichen Anweisungen. Ich wurde ......n, wenn Sie Ihr Versprechen wahr- machen ipuiu^h, mich so bald wie möglich nach drüben zu holen. Ich stelle mir die Tätigkeit auf dem Merckhof sehr nutzbringend vor. Geben Sie uns bald Bescheid an Ihre Eva Rumelm , las Karin mit einigem Erstaunen. „Das ist ja wirklich ulkig!" meinte sie, seine Worte wiederholend. „Besonders aber dieses Fräulein Rümelin?! Aber wieso auf dem Merck- Hof? Habt ihr denn eine Hilfe notig? Ich habe niemals so etwas von deiner Mutter gehört. „Nein, da hast du ganz recht. Das war ja auch nur so von mir dahingesagt, dah sie eine Stellung auf unserer Farm haben könnte , suchte er aus- n W bie vo« ingefeti. 11P^ r ebenfo Belebung Dionys'' itt proji- itriM x bunktl' umfang' bbehett- chen den ö in del gen Lek' sw •ftelleriR 'auf ein« unb Ui* estätM MA iiubußen. agM m Ni erN itru^ M 6^ Damen tpP^ fler berichten. Aber es blieb noch eine Spanne, denn Günther erzählte von den Nachrichten, die er aus dem Merckhof hatte. Ihr Vater hatte wieder einmal feine Eltern besucht, es ging allen ausgezeichnet, und man hätte ihm nahr^.22, , n . ein deutsches Flugzeug zu kaufen und nut diesem den Rückflug zu machen! Von der Versicherung bekäme man ja ein ganz schönes Stuck Geld, wie aus Nairobi auf Grund des Unfallberichtes gemeldet ^Immer meh^fiei Karin auf, dah Günther^ Hal- tung unfrei war. Oder gelang es ihr nicht Sie künstliche Trennung zu überwinden? Vielleicht würde es sich ändern, wenn sie einmal zum Sprechen käme? Aber eigentlich redete er doch von Dingen, die so gar nicht in die Situation hineln- Ein Mädchen wartet. In der Bahnsteighalle fluten die Menschen auf und ab. Das Abschiednehmen und Erwarten nimmt kein Ende. Die Gesichter wechseln, aber sie spiegeln immer wieder die gleichen Regungen des Herzens: ernste Nachdenklichkeit, stille Trauer, unbändige Dorsreude und lachendes Glück. Zuweilen leuchten einen in der knappen Sekunde einer flüchtigen Be. geanung aus großen Augen abgründige liefen an unb man geht noch eine Zeittang in stillen Gedan- ken mit ihnen. „Entschuldige, daß ich die Briefe nicht mitgebracht habe. Ich hätte sie dir natürlich gleich vorlegen sollen. Hast du übrigens etwas gehört?" Karin konnte nur verneinend antworten. Außer den Zeugnissen hatte sie bisher keine Nachricht er- halten. Noch ehe sie aber davon anfangen konnte, was sie seit ihrer Trennung in München getan hatte, kam einer der blaugekleideten Hoteljungen an den Tisch und überreichte Günther auf einem silbernem Tablett ein Telegramm. „Herr Günther Merck?" fragte der Kleine mit einer höflichen Verbeugung. Hastig riß Günther das Papier an sich, öffnete es mit unbeherrschten Fingern und überflog seinen Inhalt. Ein kurzes, unmotiviertes Lachen netz ^o^ukig"^ meinte er mit einem Kopfschütteln und warf den Umschlag auf den Tifch. „Sie können es allem Anschein nach nicht erwarten! Ohne eigentlich tiefer in den Sachverhalt ein- bringen zu wollen, fragte Karin nur so nebenbei: "^Ach^st)"'' Es handelt sich um die zukünftigen Barmerinnen aus Rendsburg. Donnerwetter haben £ie es eilig! Da lies einmal!" Er reichte ihr das glüser auf den Tisch gestellt. Hier und da drang durch eine Tür bie Musik aus dem Barraum her- aus. Ununterbrochen kamen und gingen gutaussehende Frauen und Männer an die Rezeption, holten ihre Zimmerschlüssel oder fragten nach Poft. Eine unaufhörliche Bewegung, das leise Summen von halblauten Stimmen, hier und da ein kurzer Befehl an einen der jungen Hoteldiener, gaben dem Raum etwas Nervöses, das sich irgendwie auf die K, November Me unbesiegten Abteilungen von (ulauabert-Fercaber. nachdem sie zum Jampfe mit dem Bajonett und Handgranaten über- (-gangen waren, von der erdrückenden zahlenmäßi- (»n Überlegenheit des Feindes überwältigt Bei (er heldenhaften Abwehr zeichnete sich das Cara- Inieri-Bataillon ruhmreich aus. Nach Erschöpfung 1-r Munitionsvorräte hat dieses Bataillon bis zum ttzten feine Gegenangriffe mit der blanken Waffe Urchgeführt. Fast alle Carabinieri lind gefallen. An 1-r Front von Celga wurden heftige feindliche lngriffe von unseren Verbänden abgewieseN. EIN italienischer Verband von Jagdflugzeugen, )e neue und verbesserte Merkmale aufweisen, ge- r■ L: — — , — X liA Herste Befehlshaber ber Wehrmacht verlieh auf oerfi, !t0rschlag bes Oberbefehlshabers ber Kriegsmarine drein _____ - ,, , ks Ritterkreuz an Kapitän zur See Weniger, preßt. Die Augen, mehr nach innen gekehrt, werden jiapitänleutnant Mü tzelburg und Kapitänleut- ant Mengersen. — Kapitän zur See Weniger int als Chef einer Sicherungsbivision 61 feinbliche 'luazeuge und acht feindliche Schnellboote abge- Hoffen bzw. versenkt. In Erfüllung seiner Führer- nifaabe ist er bei einer Unternehmung im Kanal-1 ,,, „ . -eilet gefallen. — Kapitänleutnant Mutzelburg hat von den halb geschlossenen Lidern bis auf einen Zs Kommandant eines U-Bootes elf Handelsschiffe schmalen Schimmer verdeckt. Das Mädchen geht mit Tiit 75 000 BRT. und einen Zerstörer versenkt. - kleinen Schritten ruhelos auf unb ab. Einige Male apitänleutnant üRengerfen hat als Kommandant Mjt ?s nach ber Uhr, wobei es fairen Handschuh , nes U-Bootes 19 Handelsschiffe mit 128 271 BRT. mit einer anmutigen Bewegung am ©eienf yurnrf- nb einen Zerstörer versenkt. klappt. Es laßt sich durch nichts unb wiemai^) aus * fernem inneren Gesammelt- unb Dersuntensein her- Der Führer und Oberste Befehlshaber der cmsreiben Es märtet, ganzes Denken und Wehrmacht verlieh auf Dar,»lag de, Oberbefehls- Sinnen ist Warten. Das Hangen und Bangen steht Ätzers der Luftwaffe das Ritterkreuz an Hauptmann aL‘Uerftlerutnant>I,?t>,n^rnr, »« ».-.Wogen^nebbe^ Cer^rmortete ^ug °tamatn®UJ A'HsomDa'nieAe'Mn'einem Sntan^erie! 3näb‘,>enB •fl>eint bleicher, müder geworden. Doch -utnant M a ch, Kompaniechef in einem Infanterie fämpft die Enttäuschte ihre Mutlosigkeit -sgiment. nieder unb fragt ben Schaffner nach der nächsten Oh^das ist aber nickt schön von dir gewesen! Wenn du ihr schon Hoffnungen gemacht hast, und das gebt doch daraus hervor, dann mußt du sie auch erfütien. Was ist es denn für ein Mädchen? 1 forschte Karin jetzt hartnäckig. Sie nahm das leie- | gramm noch einmal zur Hand und überlas die einzelnen Namen halblaut. Fast buchstabierte sie ' den letzten vor sich stin ... „Ihre ®na ^u- ganz nett ... so richtig Natur, ein bißchen handfest, zupackend, ganz klug und eben begeistert von ihrem noch in der Ferne liegenden Ziel be- schrieb er das Mädchen, bas ihn mit hrem Telegramm ein wenig in bie Enge getrieben hatte. .Blond, blaue grosie Augen, ein paar schone Hände, trotz ber Arbeit ... scheint überhaupt em quter Kamerad zu sein. Ich konnte es mir schon denken, daß sie und ihre Freundinnen bei uns eine kleine Auffrischung bedeuten wurden. Eine notwendige Blutzufuhr sogar! ereiferte er sich gegen den Schluß. (Fortsetzung folgt.) Schon zu allen Zeiten hat die Musik im Werden < unb Geschehen unseres Volkes eine bedeutsame Rolle < gespielt. Bei allen Gelegenheiten feierlicher Art war : unb ist bie Musik vertreten, ohne sie können wir uns 1 eine Feier überhaupt nicht benken. Unb ist es nur bas Lieb, bas einer Stimmung treffenden Ausdruck gibt. Eine ganze Reihe aroher unb größter Werke oerbanten jolchen feierlichen Anlässen ihre Ent- tehung, bas Wirken unb Schaffen unserer Meister: Bach, Beethoven, Brahms u. a. bietet ber Beispiele genug. Die tragenben völkischen Gedanken ber Zeiten sind In ben Nationalliedern festgehalten, bie zu ben höchsten Gütern bes Volkes zählen. Die überragende Bebeutung ber Musik für unser Volk ist schon immer erkannt worben, besonbers aber seit jenen Zeiten, als sie burch bie großen Tonbichter Heinrich Schütz, Ioh. Seb. Bach, Hänbel und deren Zeitgenossen sich eine vorherrschende Stellung vor ber Musik ber übrigen Völker erobert batte. Das große Erbe, bas uns jene Meister überliefert hatten, wurde in ben folgen- ben Jahrhunberten würbig unb erfolgreich bewahrt. Man muß über bie musikalische Urkraft unseres Volkes staunen, die in rascher Folge eine kaum glaubliche Zahl genialer Musiker hervorbrachte unb bas musikalische Ansehen Deuftchlanbs mit neuem Glanz umgab. Namen wie: Haybn, Mozart, Beethoven, Schubert, Wagner, Brahms, finb noch lange nicht erschopfenb für jene Zeit, bie uns heute noch mit berechtigtem Stolz erfüllen barf. Es ist nun Pflicht jebes musikliebenden unb musikalischen Menschen, bas große Erbe jener Männer, in bem ein gutes Stück beutscher Seele festgehalten ist, stets lebenbig zu erhalten. Mit ben Feiern an Gedenktagen ist es keineswegs allein getan. Ein geistiges Erbe muß immer wieder neu erobert werden; unb bas kann nur geschehen durch eindringlichste und unermüdliche Arbeit jedes einzelnen. Wer sich biefer strengen Zucht entzieht, wird stets an ber Oberfläche bI<3nCnbtefem Jahre gebenfen wir des 150. tobes- tages Mozarts. Dieser Meister bedeutet für uns einen überragenden Höhepunkt im musikalischen Geschehen des deutschen Volkes. Ehrfurchtsvoll stehen wir vor ber gewaltigen Hinterlassenschaft biefes begnadeten Mannes, die er nach einem kurzen Leben zurückließ. Welches Gebiet ber Musik man auch betrautet, immer wirb man feinen Namen unter ben Besten finben. Man genügte deshalb nur einer । Ehrenpflicht, wenn man feiner in diesem Jahr de- : sonders a-dachte. Im Romertfaat, in ber Schule unb i in der Musikerziehung ftanb fein ^ame ^enan. i Auch die Kreismusikerschaft Gießen (^v^lchaft Mu- , sikerzieher) hatte sich die Pflege Mozartfcker Werke befonbers angelegen sein lassen. Eine bantbare^aber -utnant war er Kommandeur einer Infanterie? Tageskalender für Montag. Division. Im Dezember 1940 zum General der In- . . Freude": im Stadttheater, ■nnterie befördert, «*^.bSrb®ba5rnUanntm 19.30 Uhr'/ Gastspiel des GauvavietSzu^es. — Glo- ■nonbierenben General eines A. K. ernannt. | , ri /coiher Iuaaefellen Am 18.9.1941 mußte sich General Bi-raw ent-1 WrfuMn ßile- ihlteßeN' ■ ab er trotz b-'d-rf-lsiger ^N°^enbedro. >ng-bakt ,ah^ und plaudert ,° «ich. Nach dem Weltkrieg war der damalig- Ma- vergnügt daß man d e Verwandelte kaum wieder- !,r Bierow u. a. eine Zeit lang zur sinnischen Armee erkennt. Atter an ihr ist wehende Freude und flattert nb zur Teilnahme an österreichischen Truppen,- wie die Bänder der Matrosenmütze Im Winde. Ibungen kommandiert. 1935 wurde erals Oberst .. Kommandeur des I. R. 3 6. Als General- Spitze des Vereins steht, für feine aufopferungsvolle TANZ-UNTERRICHT Saltral IGLORlfl 03950 Mit; 4823 A 03961 Neueste deutsche Wochenschau Neueste Wochenschau 24. Dezember 1941 verpachtet werden. 4829C Tue geregelten Stuhl .4 Padtun q (75 St) RAf, 145 t-PPLQST Giess.eri PARADIES Heute Montag Wiederaufführung Täglich 2.30, 4 45, 7.30 Uhr fugend hat keinen Zutritt! Heinz Rühmann H. 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Allgemein hatte man mit der Möglichkeit gerechnet, daß die Steinberger den Siegeszug der Gäste aufhalten würden, oder aber sie zur letzten Kraftanstrengung veranlassen würden. Der Trefferunterschied läßt hierauf nicht schließen, ja es scheint sogar ein kampfloses Fügen zweier Holzfuhrwerke infolge Nutschens des Kraftwagens auf der glatten Landstraße gegen zwei Bäume. Bei dem Anprall wurde Frau Otto aus dem Wagen herausgeschleudert und blieb mit schweren Kopfverletzungen auf der Landstraße liegen. Posthalter Otto wurde in dem Wagen eingeklemmt und so schwer verletzt, daß er bald darauf verstarb. Die schwerverletzte Frau mußte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Müde Füße durchSaltratT wieder frisch! // Ihrt Füße ich merzen vor Übermüdung und Überanstrengung. Ein Fußbad mit Saltrat macht sie wieder frisch und kräftig! Fragen Sie gespielte, jetzt besonders aktuelle Nachtmusik. Es ist zu hoffen, daß der diesjährige Tag der Hausmusik sich auch werbend auswirkt und der schönen Kunst neue Jünger zuführt. Heinrich Blaß. Zuverlässige, ehrliche manniicUe ofl. weibl. Kraft für Büro- und Lagerarbeiten, 'evtl, auch halbtags, von Süß- waren-Großhandlung gesucht. Kann auch angelernt werden. Schriftl. Bewerbungen unter 4826 D an den Gießen. Anzeig. Bekanntmachung. Verpachtung von Plätzen zum Verkauf von Christbäumen in der Stadt Gießen. Zum Verkauf von Christbäumen soll ein Platz von etwa 100 qm im Hofe des städtischen Verwaltungsgebäudes, Gartenstraße 2, für die Zeit vom 10. bis wiederholt nach Saltrat, wenn Sie es beim ersten Versuch nicht gleich erhalten. Den* ken Sie vor allem an Saltrat* wenn Sie das nächste Feld*’ postpäckchen fertig machen! Morgen gleich besorgen! • Schreiben Sie euflhren Einhole- • zettel,,E$bit-Trocken-Brennstoff" J fürs Feldpostpödcchen. Eibit • wärmt Speis' und Trank. Käufl. * in eimchl. GeschäftrPackg. 60 Pfg. • Zum Feldpostversand zugelassen. • Bezugsquellen-Nachweis durch, M HEIST. ERICH SCHÜMM STUTTGAIT-W109 Nach kurzer, schwerer Krankheit ist mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel J ustizoberinspektor Wilhelm Stetter am 21. November im Alter von 58 Jahren in Worms verschieden. Die trauernden Hinterbliebenen. Worms, Schillerstr. 22, Gießen, Steinstr. 19, Hannover, Lindenfels, den 23. Nov. 1941. Die Beerdigung findet am Dienstag, 25. Nov., 15% Uhr, auf d. Neuen Friedhof in Gießen statte 4827 D Danksagung. Anläßlich des Todes meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter, Großmutter, Schwester, Tante und Gote sage ich für die erwiesene Anteilnahme herzlichsten Dank. Besonderen Dank der Schwester Anna für die liebevolle Pflege und Herrn Pfarrer Naumann für seine lieben und trostspendenden Worte am Grabe, sowie allen, die unserer lieben Verstorbenen durch ihr letztes Geleit und Kranz- sowie Blumenspenden die letzte Ehr6 erwiesen. Im Namen der Trauernden: Gg. Keller. Lieh, den 24. November 1941. Vogels- berget im Jan. 6. mal kalbend, 1- und 2-spännig gefahren und 1 Stück Jungvieh unter 2 die Wahl zu verk. «saiD Waldgirmes Nr.74 Danksagung. Allen den lieben Menschen, die uns bei der Krankheit und dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen ihre so wohltuende Anteilnahme erwiesen, sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Elisabeth Grisse. Gießen, im November 1941. Heute Montag Lichtspielhaus Täglich 2.30,4.45,7.30 Uhr. Jugend hat keinen Zutritt 4822 A- Anmeldungen für unsren diesjährigen Studenten-Kursus werden bis 25.November entgegengenommen Tanzschule BÄULKE Wolfstraße 31, Tel. 3835 4792 D Zuverlässige Futzfrau für die Abendstunden gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. «suD 60 Jahre alt. Professor Dr. Albert Fromme, der leitende Arzt der chirurgischen Abteilung des städtischen Krankenhauses Friedrichstadt in Dresden, begeht am 25. November seinen 60. Geburtstag. Er ist ein Sohn des vielfach verdienten früheren Professors der Geodäsie an der Universität Gießen, Geheimrat C. F. F. Fromme, dem Gießen sein Stadttheater verdankt. Nach seinem Medizinstudium an den Universitäten Gießen und Berlin war Albert Fromme Assistent am Hygienischen Institut in Göttingen und dann am Johannishospital in Bonn, später Oberarzt an der chirurgischen Universitätsklinik in Göttingen, wurde dort als Dozent zugelassen und wirkt seit etwa anderthalb Jahrzehnten in Dresden, wo seine ärztliche Kunst in hohen Ehren steht. Für unsere Verwundeten. Dieser Tage veranstaltete die Jugendgruppe der Frauenschaft unter Leitung von Pgn. Ritter in einem Lazarett einen Singabend. Schöne Volkslieder erklangen in Gängen und Sälen, wo Verwundete die Chöre dankbar hörten. — Am Freitag veranstaltete KdF. unter dem Motto „Beschwingte Weisen" durch die Kapelle Sch i Hin ger einen genußreichen Nachmittag. Nach Wunsch der Verwundeten kamen die schönsten bekannten Weisen zu Gehör. Otto Müller auf Harmonika, Niko Kiefer auf Trompete erfreuten mit ihren Soli, wie Karl Wiegand durch die Refraingesänge und die exakte Klavierbegleitung gefiel. Die Sängerin Gerda Brühl ergänzte mit guter Sopranstimme durch einige Operettenmelodien das Programm. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin W r e d e spendeten die Ortsfrauenschaften Allertshausen, Geilshausen, Lumda und Odenhausen eine große Zahl Kuchen für die hiesigen Lazarette. Vergangene Woche wurde durch die Ortsfrauenschaft Garbenteich eine Anzahl Kuchen an die Verpflegungsstelle des Roten Kreuzes am Bahnhof gespendet. Alle Spenden wurden von den Verwundeten dankbar begrüßt. ** Die Schützengesellschaft 1926 Gießen beging dieser Tage, der Zeit entsprechend im engeren Rahmen, bei Kamerad Heinrich D e ch e r t ihr läjähriges Bestehen. Der Dercinsführer Eduard G o n d n e r gab dabei in einer Ansprache einen Rückblick auf die Gründung und den Werdegang der Schützengesellschaft und dankte allen Vereinsmitgliedern für ihre treue Mitarbeit, der es zu verdanken fei, daß die Schützengesellschaft heute 112 Mitglieder und 28 Jungschützen zähle. Schließlich dankte der Vereinsführer noch besonders den Mitgründern Heinrich Ruhl, Richard Glagow und Karl Schneider und übergab dann die vom Deutschen Scyützenverband im RSRL. eingegangenen Urkunden nebst einem Schreiben des Gauschützenführers, Oberstleutnant Franck Lindheim (Hann.-Münden), dem diesjährigen Schützenkönig Kamerad Hans VfV.-Reichsbahn — Vurgfolms 3:5. Das Spiel endete mit einer großen Ueberraschung, denn als die DfB.er mit Wiegel, Burkhardt, Spatz, Leutheuser II., Ziegler, Fröhlich, Keth, Heß, Schardt und Morcik aufliefen, war man von einem Sieg der Platzmannschaft überzeugt, da Burgsolms mit einer sehr jungen, körperlich schwachen Mannschaft antrat. Das Spiel bewies aber einmal mehr, daß Feldüberlegenheit und besseres Können noch keinen Sieg ergeben. Der Sieg und die Punkte wurden in diesem Spiel leichtsinnig verschenkt. Die, jungen Burgsolmser kämpften von Anfang bis zum Ende mit einer Verbissenheit um den Sieg, der ihnen auch durch Schnelligkeit und Eifer glückte. Die Hauptstärke lag in dem Sturm, und zwar konnten der Rechtsaußen, Mittelstürmer und Linksaußen gut gefallen. Diese brachten immer wieder den Ball in den Strafraum der Reichsbahner und schafften so sehr gefährliche Momente, die aber von dem Tormann gut gemeistert wurden. Die Läuferreihe und Hintermannschaft der Burgsolmser zerstörten gut und schafften immer wieder in ihrem Strafraum freie Bahn. Bei den Reichsbahnern war es umgekehrt. Die Hintermannschaft sowie Läuferreihe machten einige Schnitzer, welche den Burgsolmsern zu leichten Toren verhalfen. Schlitz stand auf verlorenem Posten, Leutheuser konnte das Umspielen nicht lassen und verlor dabei meistens den Ball. Burgsolms hatte durch Schnelligkeit und Eifer die Torchancen der Reichsbahner im letzten Moment immer wieder zunichte gemacht. Die Gäste gingen durch den Mittelstürmer und Halbrechten durch Fehler der Hintermannschaft in Führung. Dann ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn sah es aus, als hätten sich die Reichsbahner etwas vorgenommen. Nach schönem Zusammenspiel des rechten Läufers mit dem Rechtsaußen konnte Heß den hereingegebenen Ball zum 2:1 verwandeln. Nach dem Anstoß erhielt Zieg- ler den Ball und verlängerte zu Fröhlich, der mit scharfem Schuß den Ausgleich erzielen konnte. Die Hintermannschaft von Burgsolms war etwas durcheinandergekommen, Schardt benutzte die Gelegenheit und verwandelte einen schön durchgespielten Ball zur 3:2-Führung Die Freude der Anhänger währte nicht lange. Ein Mißverständnis und schlechte Deckung des linken Läufers ergeben den Ausgleich durch den Rechtsaußen. Durch diesen Erfolg aufgemuntert, bestürmte der Burgsolmser Sturm die Hintermannschaft der Reichsbahner und konnte mit 4:3 in Führung gehen. Die Reichsbahner hatten den großen Fehler begangen und die Mannschaft umgestellt, aber falsch. Der gute Rechtsaußen spielte auf einmal in der Verteidigung und Ziegler ebenfalls. Durch diese Umstellung und Nichtoerstehen der Hintermannschaft konnte Burgsolms noch ein messe viel Jugend befand, war herzlich und verdient, sEduard G^ondner, der fett 15 Jahren an der Einen würdigen Abschluß gab die von dem Orchester "" " v e”" ' ' c*"t **' der Hitler-Jugend unter Leitung von Fr. Braun wetteres Tor ernteten und nahm so den Sieg trn6 die Punkte mit nach Hause. Obwohl die Reichsbahner im großen ganzen spir- lerisch besser waren, hat Burgsolms durch feinen Eifer und Ehrgeiz den Sieg verdient. Man sollte in Zukunft in der Mannschaftsaufstellung vorsichtiger sein, damit nicht so leichtsinnig die Punkte ver> schenkt werden. Ehringshausen — 1900 3:1. Die gestrige erstmalige Mannschaftsaufstellung ließ vorerst den erforderlichen Kontakt vermissen. Dadurch hatten die Platzbesitzer ein merkliches Plus. 1900 wurde ganz in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Ungenaues und überhastetes Schießen ließ die Gastgeber vorerst zu keinem Erfolg kommen. Erst in der 18. Minute gelang es dem rechten Läu. fer, einen von Bötz abgewehrten Ball ins Netz 311. befördern. Dadurch steigerte sich der Druck der Platzbesitzer noch mehr. 1900 überstand dies jedoch vorerst, ja, es kamen jetzt sogar verschiedene Angriffe der Blau-Weißen zustande. Und gerade hierbei kamen die Ehringshäuser zu ihren Erfolgen. Eine weite Vorlage aus der Hintermannschaft nahm der Halblinke der Gastgeber auf, der abseits stehend« Mittelstürmer hinderte Bötz am Eingreifen und so kamen die Ehringshäuser zu ihrem zweiten Erfolg. Beim dritten Erfolg war die Situation fast dieselbe. Dem den Ball führenden Halbrechten ging Bötz ent. gegen. Dadurch geriet der Rechtsaußen ins Abseits, wo er den zugespielten Ball erhielt und mühelos einsenden konnte. Zwei Erfolge, die den Platzbesitzern auf billige Art in den Schoß fielen. Nach dem Wechsel klappte es bei den Blau-Weißen etwas besser. Hier und da kam das Tor der Ehringshäuser mehrmals in Gefahr. Zu Erfolgen fehlte jedoch die letzte Konsequenz. Zwischendurch kamen die Gastgeber wiederholt zu gefährlichen Angriffen. Und obwohl Bötz durch eine absichtliche Tätlichkeit durch den Mittelstürmer verletzt den Platz verlassen mußte, konnten die Platzbesitzer zu keinem zählbaren Erfolg mehr kommen. Im Gegenteil, gegen Schluß hatten die Blau-Weißen noch manchen guten Moment, wo- bei es Kraushaar vergönnt war, den Ehrentreffer zu erzielen. Ehringshausen hatte in dem Mittelläufer den besten Mann auf dem Platze. Seine beiden Neben, leute standen ihm nicht viel nach. Hierdurch pro. fitierte die Verteidigung, die sich der Angriffe der Blau-Weißen mit Erfolg entledigen konnte. Den größten Nutzen hatte der Sturm, der immer unimmer wieder mit Bällen versorgt wurde. 1900 in der Aufstellung Wenz, Schuck, Bötz, Carstens, Muhl, Weniger, Heberer, Kraushaar, Kraft, Monz, Lu« dolph kam erst in der zweiten Hälfte zur Geltung. Die Hintermannschaft konnte einigermaßen gefallen. Der Sturm kam durch die gute Leistung der geg« nerischen Läuferreihe wenig zur Entfaltung. Schiri Marscheck, Wetzlar, war gegenüber dem überaus harten Spiel der Platzbesitzer zu nachsichtig. Veranstaltungsring der Hitler-Jugend Mittwoch, den 26. November 1941 Dichterstunde mit EttseuKoth im großen Hörsaal der Universität Beginn: 16 Uhr Kartenausgabe nur an Einheiten Banndienststelle. SlHltag, den 29. November 1941 2. Veranstaltung Dschungel Schauspiel von Frank Beginn: 18 Uhr Kartenausgabe erfolgt ab Montag, den 24. November 1941. («tssD Schriftliche Angebote find bis spätestens Samstag, den 6.12.41, 12 Uhr, im Stadthaus, Bergfttahe 20, Zimmer 28, einzureichen. Gießen, den 23. November 1941. Der Oberbürgermeister. I. 21.: gez. Gravert. Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Ooefr bürgermelsters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. Auf den Bestellschein Nr. 30 der Reichseiertarte werden in der Zeit vom 17. November bis 14. Dezember 1941 4830D 2 Eier ausgegeben, und zwar auf den Abschnitt a und K Gießen, den 20. November 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Der Ocmdrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. [Verschiedenes] Esbit Kocher- und Trocken - Brenn - stoff,eingetroffen CarlSchunck Bahnhofstraßeßß Gloria-Palast (Erna-Sack- Abend) 03652 Portemonnaie mit Inhalt verloren. Abzugeben geg. Belohnung Horst-Wessel- Wall 49 I. Fräulein Liselott Ein fröhliches Spiel nach demTheaterstück,.Glück im Haus“ mit MA6DA SCHNEIDER ALBERT LIEVEN • MARIA SAZARINA OSKAR SIMA - PAUL WESTERMEIER Spielleitung: Johannes Guter | Vermietungen | 2 leere Räume und Küche an alleinstehende Person abzugeb. Schr. Ansr. unt. 4828D a.d.G.A. | Mietgesuche | Ruh. Miet, nicht 4-3immet- MMW Schr. Ang. unt. 03916 a.d.G.A. Dom Fußball. Reichsbundpokal-wiederholung (2. Vorrunde). In Königsberg: Ostpreußen — Berlin/Bran- denburg 4:5 (3:4). Städlespiel. In Münch en: München — Sofia 1:1 (1:0). Vergleichstreffen. In H amburg: Nordmark — Südfchweden 3:2 (1:2). Meisterschaftsspiele in Hessen-Nassau. KSG. Wiesbaden — Eintracht Frankfurt 1:2; Wetzlar 05 — Hanau 93 4:1; Dunlop Hanau — RSG. Rotweiß Frankfurt 1:5; FSV..Frankfurt — Union Niederrad (Fr. Sp.) 3:2; in Bensheim: Bergstraße — Darmstadt 98 (Fr. Sp.) 1:5. Kurhessen. SC. 03 Kassel — BC. Sport Kassel 1:4; SpV. Kassel — Hermannia Kassel 0:1; RSG. Borussia Fulda — BV.06 Kassel 2:1; VfL. 1860 Marburg — SG. Petersberg 1:4. Oie Bezirlsklaffe am Sonntag. DfB.-R. — Burgsolms 3:5. Sportfr. Wetzlar — Luftwaffe 0:10. Ehringshausen — 1900 3:1. , W.-Steinberg — Naunheim 0:7. Die Spiele der Bezirksklasse am gestrigen Sonntag brachten neben den erwarteten Ergebnissen auch manche Ueberraschung. Bei aller Gefährlichkeit der Burgsolmser hatte man, wenn auch nicht mit einem vollen Erfolg, so doch mit einem Teilerfolg der Platzbesitzer gerechnet. Im Verlaufe des Kampfes, bei der 3:2-Führung, schien dies auch einzutreten. Den Schlußangriffen der Gäste war man jedoch nicht gewachsen. Ä.D.-V.-Manlel mit Pelzkragen, Gr.46( neuwert.) zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 03947 a. d.G.A. 1 WpeMl (Eiche)m.Puppe und Inhalt zu verkaufen 03957 Großer Steinweg 14 II | Kaufgesuche"] Gut erhaltenes Sporiwagelchen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03948a. d.G.A. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Götz. Kamerad Götz dankte dem bewährten Ver- eins sichrer, Unterkreis- und Kreisschützenführerin das Schicksal gewesen zu sein. Kuni Die Geburt eines gesunden Mädels zeigen hocherfreut an Maria Diefholz geb. Schnell Fritz Diefholz z.Z. Obergefr.bei d.Wehrmacht Gießen, Wolkengasse 24, den 22. November 1941 (z. Z. Kath. Schwesternhaus) K____________________ 4832 D/ Samstag verschied nach kurzem schwerem Leiden unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwä- gerin Martha Fiedler im 67. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Die Kinder. Gießen (Ebelstr. 30), den 24. November 1941. Die Einäscherung findet am Dienstag, 25. November, nachm.“/43 Uhr statt. Sinöetiüosen gut erhalt.,sowie MelMMine (Mod.Adler7)zu verkaufen 03949 Lessingstr. 8 v. (StommopDon m. Plattenschrank sow. 2flammiger Wetö mit Tisch zu verk. Löberttr. 19 II. Eine komplett eingerichtete,gut erhaltene Menituöe einPupventisch- chcnnebst2Stühl- chen,einePuvv.- Schaukel, eine Puppen-Hand- nähmascbin.nebst einigen Spielen günstig abzugeb. ferner 1 Wandspiegel, Paneelbrett, u. 2 ledern. Handkoffer. 039511 Näheres Hitlerwall 29 1.1 Studentin sucht für sofort möbliertes Zimmer Schr. Ang. unt. 03934 a.d.G.A. | Verkäufe | Ford Eifel ohne Gummi, 18220 km gelaufen, zum Schätzungswert zu verlaufen. 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