Mittwoch. 24-September Ml iger, im September 1941. Nadelstiche fallen die Strah- T an neuen Kriegsmittel, vor allem oura? oie «u|uuu|F, > ist seine Bedeutung für das Mittelmeer zwar em- britischen Herrschaft. ten. Hält England Gibraltar finmer noch für un- litbehrlich? Haben der technische Fortschritt und Die ■ Knox fordert Aushebung desAeutralitätsgesetzes Von Charkow zum Asowschen Meer Mechanisierung des Krieges hieran etwas geändert? Las bedeutet der Besitz und was wurde Der Ber= Lift von Gibraltar für die britische Kriegführung Meuten? Kurz und schlicht: Was ist Gibral- führt wurden. Demonstrationen in Kostarika. San Jose de Costarica, 23. September. (DNB.) Die Zeitung „Epoca" schreibt zur „A n t i- Nazi-Demonstratio n", die am National' feiertag mit Genehmigung der Regierung von Co- starica stattfand: „Unparteiisch und ehrlich gesprochen müssen wir bekennen, daß der Kommunismus bei dem lärmenden Fest am 15. September aus Anlaß der Feier unserer nationalen Unabhängigkeit den Rahm abschöpfte und daß der Mittelpunkt der Versammlung unzweifelhaft der Führer der Kommunistischen Partei, Mora, war, dessen Rede von der bolschewistischen Menge am meisten applaudiert wurde. Tatsächlich gab uns die Darbietung, bei der rote Fahnen und der charakteristische kommunistische Radau vorherrschten, den Eindruck, daß wir es mit einer der vielen kommunistischen Kundgebungen zu tun hatten, die früher unsere Straßen überfluteten, aber diesesmal mit Unterstützung und offenbarem schütz ID er Regierung von Costarica. lar belaufen, sowie schließlich auf b r i trage mit 3,67 Milliarden Dollar. Deshalb hält England auch heute noch Gibraltar für einen seiner wichtigsten Stützpunkte. Durch die neuen Kriegsmittel, vor allem durch die Luftwaffe, Der Wehrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nachdem die Ausbruchversuche der im Raum ostwärts Kiew zufammengedrängten Kräfte erfolglos blieben, machen sich, wie durch Sonder- Meldung bekanntgegeben, zunehmende A u f l ö - ongserscheinungen des Feindes bemerkbar. An vielen Stellen haben Offiziere und Kommissare der Sowjets in feiger Flucht die Truppe verlassen, um sich einzeln in Sicherheit zu bringen. Trotzdem konnten sie ihrem Schicksal nicht entgehen. Die Zahl der Gefangenen aus dieser Schlacht hat sich inzwischen auf rund 3 8 0 0 0 0 erhöht. Mehr als 570 Vanz erwägen und 2100 Geschütze wurden bisher als Beute eingebracht oder vernichtet. Diese Zahlen find noch ständig im wachsen. 50 Sowjetdivisionen können als völlig vernichtet gelten. Unter den Gefangenen befindet sich der Oberbefehlshaber der 5. russischen Armee. Außer den bereits genannten Armeen sind an dem glücklichen Verlauf der Schlacht auch die Armeen des Generalobersten Freiherrn v o n w e i ch s »lies. Septem' 'Mtnhijj;. 'erschütltt. ! ©emetn.i Hensanivi,! von nmh und Xur< cher Wch n ©elfter« der Sport "gern auf hsstrchy. i. Fachgebiete af große, sührungei, lätzen uiti men Tauen in di» i soll di«- Bisher schon 380000 Gefangene in-erVernichtungsschlacht ostwärts Kiew jtliielW, ihr ** isaooW . 8.10 »* 16t- Ä Füirfzig Angehörige britischer Panzerverbände sind in den USA. eingetroffen, um die USA.-Tanks kennenzulernen. Später sollen sie in England als Instrukteure für die britischen Besatzungen von USA.-Tanks tätig sein. Oie LlGA. erwarten steigende Arbeitslosigkeit. Washington, 23. Sept. (Europapreß.) Die Behörde für die produktive Erwerbslosenfürsorge erwartet für den Nooernberrnonat einen Höhepunkt in der Arbeitslosenbewegung, vor allem in den Städten mit führender Konsumgüter- oder Seiden- industrie, obwohl das Produktionsbüro der USA. mit allen Mitteln eine Umstellung der zivilen Industrie auf den Rüstungsbedarf beschleunigt durchzuführen versucht und Aufträge in die von einer steigenden Arbeitslosenziffer bedrohten Bezirke selbst dann vergibt, wenn die Preise bis zu 15 v. H. hoher liegen. Die Zunahme der Arbeitslosenziffern m den USA. wird auf 1 bis 2 Millionen geschätzt. Die Zu- m* ist hat dH: izuhängen Hube noA u bringen elliert, bi? n und sie :e W huhmachn ir schnelle mit aus- 1 weicher e 1 ei| 1 Bent, 'er beibri e mitein, äußert Sieb. unLWaf, ‘hyriot l Im be W SSS*j $A1* Cromwells Vermächtnis Von unserem Dr. H. L.-Korrespondenten. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8't.Uhr des Vormittags Arueigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenttaffel B Plavvorschritt tvorheriae Vereinbarung) 25°/«» mehr Obwohl Englands Weg nach Indi'en in den letzen siebzig Jahren durchs Mittelmeer fubrte hat man in London niemals vergasen, daß .Gibraltar ursprünglich eine atlantische 6 ta t ton war. Serabe' bei Ausbruch des fetzigen Krieges wies man Gibraltar wieder eine wichtige atlantische Rolle BU. Die Verteidigung des Mittelmeeres übernahm England in der östlichen Hälfte wahrend d,e ,ran Zösllche Flotte den westlichen Teil zugewiesen er- -ielt. Gibraltar, welches natürlich den Mittelmee "treitträften der Alliierten zur Verfügung stand, richtete aber den Blick vor allem n ach - » rhm fiel, gemeinsam mit dem ziemlich sch $ Westindiengeschwader, der Schutz des mittleren und südlichen Atlanttk zu. Nach außen W^r muröe diese Rollenverteilung, als nach dem Gefech schen dem Panzerschiff „Graf Spee^ britüchen Kreuzern vor der Mündung des La Plata brttls-h Verstärkungen von Gibraltar herangezogen ^Der^Zusammenbruch Frankreichs machte es er- sorderlich, daß diese Dispositionen geändert vmrden lund daß Gibraltar stlh Mieder starker d telm e e r zuwendete. Gleichzeittg abe neTeitet Verkehr von und nach Indien ums Kap gellte werden, peil der Kriegseintritt Italiens den 9 Grell und spitz wie . , . Lu der Mittagsonne auf die Meerenge von G i - : tr a 11 a r. Nichts bleibt ihrer spähenden Schärfe erborgen, selbst in den geringen Schatten, den die Staubten Palmen um diese Stunde auf die iiranbpromenabe werfen, scheint ihre gleihenbe jrlligkeit einzudringen. Eine frische Brise, die - Mich im Osten ausspringt, kommt der Sonne zu Litfe und zerreißt die Dunstschleier vor der spa- ", jchen Küste, die sich in seltener Klarheit enthüllt, icharf stehen die Kanten der Gebirge gegen den ikllen Himmel, und dort im Nordwesten erscheint fgar Kap Trafalgar, im Oktober 1805 Schau- i atz von Nelsons Sieg über die französisch-spanische fgotte, der für mehr als ein Jahrhundert Groß- jritanniens Herrschaft zur See sicherstellte. Hundert icihre vorher hatte England Gibraltar den c paniern geraubt. Es lohnte sich vielleicht, zu fra- ,=n, ob Nelson ohne Gibraltar den Sieg von 'rafalgar hätte erringen können. Sicher ist jeden- «llö, daß der Sieg ohne den Besitz von Gibral- ir nicht in so entscheidender Weise hätte ausge- nertet werden können. Cromwells weit- chauende Erkenntnis, das sechs Fregatten in Gibraltar nützlicher seien als überall anders eine anae Flotte, wurde im Kampf gegen Napoleon !iurchschlagend bewiesen. Sett diesem Oktobertage i25 Jahres 1805 hat Gibraltar in der Empire-Stra- >gie der Briten eine überragend wichtige Rolle ge- ^Wenn heute die Machtmittel des britischen Weltliches wieder in starkem Maße zur Befestigung mb Verteidigung dieses Außenpostens aufgeboten »erben, so erhebt sich die Frage nach den Ueber- .•(jungen, welche diesen Maßnahmen zugrunde lie- Bnmpr nnrh für un- durchs Mittelmeer allzusehr gefährdete. Lediglich ein relativ geringer Verkehr nach dem Nahen Osten nimmt jetzt noch seinen Weg durchs Mittelmeer. Auch heute noch ist das eigentliche Mittelmeergeschwader in Alexandria stationiert, während das Gibraltargeschwader doppelte Aufgaben hat; denn der Weg nach Indien geht heute wieder wie vor dreihundert Jahren durch den Atlantik. Aber nicht nur zum Schutze des Verkehrs mit Indien richtet sich Gibraltars Blick heute wieder mehr nach Westen. Das Mittelmeer hat als Meer, das heißt als Operationsgebiet von Seestreitkräften nur noch zweitrangige Bedeutung, seit sein östlicher Zugang praktisch geschlossen ist. Die Entscheidung dieses Krieges fällt nach englischer Auffassung aus dem Atlantik. Ihn gilt es zu sichern, er ist das eigentliche Schlachtfeld. Ein Blick auf die Karte und ein paar Zahlen genügen, um Gibraltars Bedeutung für die Schlacht auf dem Atlantik zu erklären. Von Gibraltar nach Plymouth sind es 1050 Seemeilen, das heißt nur wenig mehr als bis nach Malta. Nach Neufundland sind es 2200 Seemeilen, das heißt nur wenig mehr als nach Haifa. Freetown an Afrikas Westküste ist 1700, Natal an Südamerikas Ostküste 3000 Seemeilen entfernt. Madeira liegt nur 610, die Kapverden 700, die Azoren 1130 und Dakar 1500 Seemeilen weit. Mit anderen Worten: ein starkes auf Gibraltar gestutztes Geschwader beherrscht den mittleren und südlichen Atlantik. N euy ork, 23. Sept. (DNB.) Nach Hüll forderte nun auch Marineminister Knox in einer Rebe in Massachusetts die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes, weil dieses die Absichten der USA.- Regierung lähme. Denjenigen, die versuchten Den Krieg von den Küsten der Vereinigten Staaten fernzuhalten, dürften keine Fesseln angelegt werden. Es dürfe keine Zeit versäumt werden, das Neutra- litätsgesetz aufzuheben. „ Ä . Der Berichterstatter der „New York Herold Tribüne" schreibt, daß zum ersten Male amerikanische und britische Journalisten d i e s o w 1 etische Front aufsuchen durften. Sie seien von den Sowjets jedoch nur in der Etappe he rum geführt worden. Von tatsächlicher Kampftatigkeit hatten sie kaum etwas gesehen. Das Blatt meint, fetzt, wo schlechte Nachrichten aus dem Osten kamen, wo Kiew gefallen sei und die Deutschen das Donez. und wahrscheinlich auch das Don-Gebiet gefährdeten, raufe man sich in Washington und in London die Haare und suche Wege, um den Sowiets Tanks, Flugzeuge und Geschütze liefern zui tonnen Dabei müsse man die Feststellung machen, daß dies ste u 1^e fchmiertger sei als noch vor wenigen Wochen. Man merke nun, in welch gefährliche Lage man selbst kommen ttferbe, falls die Sowjets zufam- menirädien. „New York Herold News" memt skeptisch daß die Ni-derringung Deutschlands nur durch den Marsch nach Berlin erreicht werden knne. Da,u müßten di- USA. zumindest mehrere Mül.w nen Soldaten opfern. Aber selbst dann sei noch keine Garantie für di- Erreichung des Sieges gegeben „Es ist daher bester für d-e Vereinigten Staaten", so folgert das Blatt abschließend wenn sie ausschließlich um di- eigene Sicherheit be- müht sind." Das Ziüstungsprogramm der USA. ; Washington, 23. Sept. (Europapreß.) Wie , das Produktionsbüro der Vereinigten Staaten mit- teilt wird das Rüstungsprogramm der r * USA. die Summe von insgesamt 66,19a Milliarden ! ar wert? Keine dieser Fragen kann ohne Betrachtung einer >arte beantwortet werden, doch kommt es darauf "n den Atlas an der richtigen Stelle aufzuschlagen. Leder die Karte des Mittelmeerraumes, die mel- -icht ein Italiener, dessen Heimat und Machtsphare - :or allem diesem Raum angehören, Heranziehen ( würbe, noch eine Karte Europas etwa um die Lage Gibraltars zur Heimatinsel zu betrachten, genügen Her. Nur eine Weltkarte reicht aus, um Die ( Sebeutung Gibraltars richtig einzuschätzen. Als Cromwell den ersten, erfolglosen Versuch zur Besetzung Gibraltars unternahm, verfolgte er einen tappelten Zweck: Schutz des britischen Handels und , Sehinderung der spanischen Handlungsfreiheit; denn Spanien war damals neben England die stärkste Seemacht, und der Handelskrieg gegen die spanischen Silberflotten aus Mexiko und Südamerika verbrach gute Beute. Daß Cromwell trotzdem vor :llem an den Schutz des eigenen Handels mit >zn- :ien auch in kommenden Jahrhunderten gedacht >at, kann um fo mehr angenommen werden, als wicht nur Spaniens Macht schon in deutlich sicht- »aren Verfall geraten war, sondern weil der Lord Protektor, welcher 1657 der East Jndia Company Ihre über zwei Jahrhunderte dauernde Form und Verfassung gab, als erster britischer Staatsmann »irklich weltumspannende Pläne seiner Po- litit zugrunde gelegt hat. Die Anschauungen Crom- »ells über die Bedeutung Gibraltars sind heule ) eshalb so bemerkenswert, weil sie in diesem Kriege »jeder Gültiakeit bekommen haben. Zur Zeit Cromwells nahm der englische Handel mit Indien zum größten Teil seinen Weg um das Kap der Guten Hoffnung, und nur em geringer Keil wurde Über die Levante und durchs Mittei- meer geleitet. Der englische Seeweg uach Indien Ährte um Afrika; sein Schutz oblag der 5 I o 11 e m Atlantik. Ihr galt es, Stutzpunkte zu schaf- ien, deren es zu Cromwells Lebzeiten noch keinen - innigen gab. Die GoldkÜst e und S t. H eie n a, >ie beiden ältesten britischen Kolomen m Afrika mürben erst in den Jahren 1672 73 erobert Beide ngen aber allzu weit vom Mutterland und können erst Bedeutung erlangen, wenn eme Zwiscyen- ttation geschaffen wurde. Hierfür war Gib rat- : a r der ideale Punkt, weil es außer dem Weg ums Kap auch noch den Verkehr mit der Levaitte schützen ’onnte. Daß Gibraltar gerade für das Mittelmeer »ie große Bedeutung gewann, die ihm der-Lau »es Suezkanals verlieh, konnten wohl weder Crorn well noch König Wilhelm HL, auf dessen Betreiben »er Felsen im Jahre 1704 besetzt wurde, voraus- Charkow wurde im Wehrmachtbericht vom Freitag zum erstenmal im Zusammenhang mit der Eroberung des berühmten Schlachtortes Poltawa genannt, der 120 Kilometer WSW. von Charkow entfernt liegt. Charkow ist der wichtigste Eisenbahn- knotenpunkt der ganzen Ukraine. Er übertrifft in dieser Eigenschaft noch Kiew. Die Entwicklung Kiews wurde durch den mächtigen Dnjepr etwas gehemmt. Die Flüsse um Charkow sind aber keine wesentlich technischen Hindernisse. Sie gehören alle dem Ober- lauf des Donez an, der unweit der Stadt nach Süden abfließt. Als Eisenbahnknotenpunkt kommt Charkow unmittelbar nach Moskau und Leningrad. Daher haben auch unsere Kampfflieger den Eisenbahnanlagen von Charkow und Umgebung schon wiederholt Bombengrüße gewidmet. Charkow liegt auf einem mäßigen Hochplateau von 100 bis 150 Metern mittlerer Höhe mit Steilabfällen an den Flüssen, die oft allein bewaldet sind. Denn der Wald wird hier schon zur Ausnahme. Er hat unseren Truppen in den westlichen Teilen der Sowjetunion viel zu schaffe gemacht, wo er 30 bis 60 v. H. des Bodens bedeckt. Hier in der östlichen Ukraine finkt fern Bodenanteil auf etwa 11 v. H. der Gesamtfläche! Eine Eigentümlichkeit der Erdgestaltung sind die nähme der Arbeitslosigkeit in Detroit, die allem durch die Halbierung bei .Automobilerzeugung ausgelöst wird, schätzt man für Dezember auf 100 000 Mann. Rechnet man vergleichsweise auf 100 Auto- arbeitet 30 Angestellte, die im Automobiloerkauf und Zubehörhandel usw. beschäftigt sind, so ist auch hier eine stärkere Arbeitslosigkeit zu erwarten. geschränkt worden; für den weiten atlantischen Raum ist aber der Besitz eines Stützpunktes m dieser Gegend heute noch so wichtig wie vor 200 Jahren. Das zunehmende angelsächsische Interesse an den französischen, portugiesischen und spanischen Besitzungen im östlichen und mittleren Atlantik beruht nicht zuletzt auf der Erwägung, daß man sich für den Fall des Verlustes von Gibraltar einen neuen Stützpunkt schaffen möchte, daß Madeira seiner geographischen Lage nach für den Atlantik die gleichen Dienste leisten könnte wis Gibraltar, beweist ein Blick auf die Karte. Der Verlust des Mittelmeeres würde für England einen schweren, aber keinen tödlichen Schlag bedeuten; er würde Gibraltar nicht entbehrlich machen. Der Verlust Gibraltars würde aber nicht nur den Verlust mindestens des westlichen Mittelmeeres bedeuten, er würde vor allem eine umstürzende Aende- rung der Atlantik-Strategie erforderlich machen. Deshalb die ständige Sorge und Fürsorge für die Felsenfestung, deshalb die fieberhaften Rüstungen und Vorbereitungen. Es sind jedoch nicht nur die strategischen Ueber- legungen, die der englischen Entschlossenheit, Gibraltar bis zum letzten zu verteidigen, zugrundeliegen; denn nicht erst der endgültige Verlust, schon die dauernde Belagerung würde die Festung als Flottenstützpunkt ausschalten. Spätestens dann schon W SSiÄeissra. ««ä* würde die Festung sich zu halten versuchen, weil sie Soldaten auch schon m der südlichenWestukrame zu einem Symbol britischer Herrschaft an den großen vorfanden. Sie sind erst auf nahe Entfernung sicht Straßes der Welt geworden ist. Gibraltar ist dem bar, werden durch Wolkenbruche ausgewaschen, Engländer nicht nur irgendeine Festung; es ist eme haben erst steile und dann ganz jähe^ Ränder auf britische Institution. Churchill, welcher sich gern als beiden Seiten und gehören gewiß n cht zu den Hüter und Vollstrecker geschichtlicher Mandate fühlt, Erguicklichkeiten der Fahrer. Charkow liegt an der mag wohl in Gibraltar ein Vermächtnis Cromwells Grenze zwischen dem Schwardenerze-Geblet und sehen. Der ragende Fels, die Säule des Herakles dem verhältnismäßigen schmalen Gürtel fetter Wei repräsentiert ihm und jedem Engländer die Dauer-1------ Hastigkeit, die „gottgewollte Unvergänglichkett Der Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Hb Jahrgang Nr. 227 TH Serben!!1 Beilagen: t 1 siebener Fam ilienblätter Ä: Nat rmVild DieScholle r S Berug-vreis: ijß? Monatlich.......RM1L0 U Ab non einzelnen Nummern M M nfolfle höherer Gewalt Avischiij rernwrechanschluß 2251 -Qtige na, vmhtanjchriit:„Anzeiger" IchveA Pomtbert 11 Gsr FrankljM. unr> \ Prob«! ^schi ui4 iln9ebaut bi( Operette* Die Reichsdeutschen im Lande zu Hetzen, fand seinen Ausdruck in Der Tatsache, daß Sterne und eine Teerbombe gegen das Botschaftsgebäude geworfen wurden. Die Polizei konnte schließlich nicht umhin, einzugreifen. Nachdem die Menge zerstreut war, wurden an dem Ort dieser von den Roosevelt-Jun- ,qern skrupellos inszenierten Demonsttation wettere Great Z a rm o u lh. , Erplosiostoffe, eine Brandbombe und Drei Flaschen Bei der Abwehr eines feindlichen Luftangriffes estgestellt. auf einen Geleilzug schossen Minensuchboote vier Bezeichnend für Die Taktik Roosevelts ist es. Daß i britische Flugzeuge ab. fast zur gleichen Zeit, in Der Die auf gehetzte Menge Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs- Dor Dem Botschaftsgebäude in der argenttmschen gebiet sanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. Hauptstadt Demonstrierte a u ch i n Sa ntia g o lb ’ De Chile „KunDgeber" vor dem Deutschen Konsulat aufmarschierten und Die Dort aus Anlaß Des chilenischen Nationalfeiertages gelsißte . Reichsflagge mit Steinen bewarfen und einige Fensterscheiben zertrümmerten. Auch an nnh oeib- anderen Stellen wurden deutsche, ttalienische und Dollar erreichen, sobald die neue Pacht- und Leih , abgerissen und Fenster eingewor- Norlage genehmigt ist Das b-deut-t g jstb-zeichnens daß die von Moskau bezohl- doppelung der im letzten Weltkrieg enorderrich bollchewistisch-n Zeitungen Chiles die Agenten gewesenen Auswendungen non rund 32 Milliarden gioolevelt-Kolonne leiern und zur Nachah. Dollar. Seit Juli .1940 ist durch Ausgaben unb Wei Städten °uf- Entleihungen über insgesamt 56,54 Milliarden Dal- " lar verfügt worden, wobei die Aufwendungen un. torBern ourt, ■ französischen Botschaft berücksichtigt geblieben sind, die vor der Einführung Buenos Aires kam es zu Zusammenstößen, des .^siC^ndhilt-ges-tz-s gemacht worden Bonner Elemente stießen Drohrufe gegen den fran. bis i-tzt beanspruchten Summe entfallen 24,61 Mü Botschafter und Marschall Pötain aus. Der liarden Dollar aus das Heer, 16,98 Milliarden M-i-yen ^ französischen Botschaft wurde mit und die von dem Juden Nathan K a l i n s k y ge- Die Hetze s,‘"" der Roos-v-lt-Ag-nt-n. 3m Kampf gegen sowjetische Seestreilkrafte und Deutschfeindliche Kundgebungen Transportschiffe hatte die Luftwaffe auch gestern südamerikanischen Hauptstädten, große Erfolge. Sturzkampfflugzeuge warfen fud- Aires 22 September (DNB.) Für li<6 Obeffa Einen ®rro3" *r“f™ L? TOittd, mit denen Roofevelt seine g-kaust-n Torpedoboot und -in vorposlenbool schwer und z-r en^n in Südamerika di- Hetz- gegen alles störten neun Frachter mit zusammen 15 000 Deutsche betreiben läßt, liegt ein neues bezeichnen- 3m Seegebiet von kronstadt versenkte Die be5 ^eugnj5 vor. Vor Dem Deutschen Botschastsge- Luftwaffe einen Kreuzer und einen Zerstörer. Auf bäuDe in Buenos Aires kam es am Wochenende einem weiteren Kreuzer und zwei Zerstörern rour- Lu „Demonstrationen" höchst durchsichtigen militärische Anlagen in C e n i n g r a D, ferner gegen Argentinien gestattet wivD, gegen das Reich und Eisenbahnverbindungen des Feindes um Brjansr^.^ Reichsdeutschen im Lande zu hetzen, sand seinen und Charkow sowie in Der Krim. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschiff- fahrt versenkte die Luftwaffe in der letzten Nacht ostwärts der humbermündung ein Handelsschiff von 8000 BRT. und bombardierte Den Hafen von Das Ritterkreuz Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: General der und au das viel zu übermütig und lebhaft, um auch nur für Sekunden zu verharren. Als er ihr wieder einmal entwischen wollte, fing sie ihn neckend ein, hielt leinen Kopf an sich gepreßt und zog eine dreifache Schnur der weißblühenden Winde um fein Gehörn. ®r wand sich in ihren Armen, stieß gegen ihre Schulter, zuckte und warf den Kopf empor, sah sie aus den schmalen Pupillen finster drohend an und als sie ihn freiließ, sprang er erlöst davon, mit dem Blumengewinde anzusehen wie ein Bote des gehörnten Pan. „Was treibt ihr, tolles Volk?", eine wohlbekannte Stimme ließ sie aufblicken. Jungenhaft froh, die Arme in die Seiten gestützt, stand Benno vor ihrem Ruheplatz und stieg die Stufen herauf, nur leise einen Fuß nach sich ziehend. Er griff nach dem Buche, klappte es auf. „Natürlich Märchen und kein Schulbuch, wie ich hoffte" — sie lachten sich an wie zwei Verschworene. Dann ließ er sich an ihrer Seite nieder: sie hörte feinen Atem hastig gehen und empfand wieder das quälende Mitleid, das sie oft, rätselhaft bedrängend, in seiner Nähe überfiel: Er war noch immer leidend, ein verwundeter Soldat. Man vergaß das nur leicht wieder vor seiner straffen Gestalt und dem frohen Ausdruck des fun- gen Gesichtes. Jetzt freilich sah er sie ernsthaft an und seine Stimme klang gedämpfter als sonst, als er fragte: „Weißt du, daß wir morgen abreifen muffen, der Franz und ich? Unsere Erholungszeit hier ist abgelaufen. Der Brief vom Truppenteil kam heute früh." Teresa senkte den Kopf. Es schwamm ihr vor den Augen und was sie in unmittelbarer Nähe vor sich sah: die Farnwedel, die sich zu beiden Seiten über bte Treppenstufen neigten, der Reflex der Sonne auf dem Boden, alles verschmolz vor ihren Augen in einen tanzenden Nebel. Drei Wochen lang waren sie und die jungen Soldaten gute Kameraden gewesen. Vor allem Benno war fast unzertrennlich von ihr geblieben: sie hatten miteinander die Zie- gen gehütet, im Garten gegossen und Beeren gedurft, hatten für des Mädchens Schulstunden gelernt und abends auf der Terrasse gesessen und Do- mino gespielt, während Teresas Mutter an den Va- ter schrieb oder die Wirtschaftsbücher durchsah. Manchmal hatten sie auch gesungen, Soldatenlieder und Abendgesänge, wie es ihnen gerade einfiel. Robert Vosch - fünfter Pionier der Arbeit Ehrung eines Erfinders und vorbildlichen Betriebsführers. Am Heldengrab des Armeeoberbefehlshabers Oie letzten Ehren für Generaloberst Ritter von Schobert. Von Kriegsberichter A. Haas. Zu einem Verzweiflungsangriff gegen die stetig vordringenden deutschen Truppen, die den Ring um die ostwärts Kiew einaeschlossenen Sowjetverbände immer'enger ziehen, setzten die Sowjets zwei Schwadronen Kavallerie an. Die Attacke brach im konzentrischen Feuer der deutschen Abwehrwaffen zusammen. Die Schwadronen wurden vollständig vernichtet. Wie die Gefangenen berichteten, hatten sen. Doch immer gehörte sein Herz dem Arbeiter, denn er ist aus dem Arbeiterstand hervorgegangen und fühlte sich für ihn mitverantwortlich. Im Mittelpunkt stand bei ihm stets der Mensch. Die Erinnerung an seine eigene harte Lehre ließ in seinem Werk schon 1913 eine Lehrlingsabteilung entstehen, in der die Lehrlinge nach seinen Grundsätzen und Richtlinien geschult und erzogen wurden. So war es auch selbstverständlich, daß die Boschwerke schon früh das Leistungszeichen für vorbildliche Berufserziehung erhielten. Zahlreiche Stiftungen zum Wohle der Schaffenden feines Betriebes kennzeichnen den Sozialvolitiker Robert Bosch, der, wie er selbst sagt, im Daseinskampf des deutschen Volkes um keinen Pfennig reicher werden will. Erholungsheime für Kinder, eine ausgedehnte Altersund Hinterbliebenenfürsorge, Stipendien für Begabte, Krankenhäuser für Arbeitsopfer und Gebrechliche sind das Werk Boschs, das ihn zu einem wahren Betriebsführer adelt. Ehrenmeister des deutschen Handwerks. Der Reichshandwerksmeister hat Robert Bosch anläßlich seines 80. Geburtstages zum Ehrenmeister des deutschen Handwerks ernannt. Robert Bosch ist aus dem Handwerk hervorgegangen: er war ursprünglich Mechanikergeselle und eröffnete dann als Meckanikermeister eine eigene Werkstatt, die er im Laufe der Jahre zu einem Unternehmen von weltumspannender Bedeutung aufgebaut hat. Dem Handwerk ist er immer eng verbunden geblieben, und das Handwerk ist stolz auf Robert Bosch, in dessen Wesen sich bestes Handwerkertum verkörpert. Die Ernennung zum Ehrenmeister des deutschen Handwerks bedeutet die höchste Ehrung, die das Handwerk zu vergeben hat: sie wird sehr selten verliehen. Reichsmarschall Göring war in den letzten Jahren der einzige Ehrenmeister des deutschen Handwerks. Der berühmteste unter den früheren Ehrenmeistern war Generalfeldmarschall von Hindenburg. Dies sollte nun aus sein. Teresa fühlte, wie ihr Herz dumpf schlug und wie sich in den Augenwinkeln Tropfen sammelten. Mit Anstrengung hob sie das Gesicht; ein schneller Blick zeigte ihr, wie brüderlich gut und ernst Bennos Augen auf ihr ruh- ten. Ein Druck kLl)mte sie; war es der Dust des Faulbaums, der Hauch des Wassers, der Schwertlilien und der Pfefferminzkräuter, oder ihr Kummer, der sie betäubte? Fast blind vor Tränen stand sie auf, griff eines der Bäckchen, das sich gerade eilfertig vorüberdrängte, am Halsband und sprang die Stufen hinab, lief den Weg unter den hängen- den Faulbäumen entlang, eilig gefolgt von den beiden anderen Tieren. er 2Äm Nachmittag fuhr sie mit der Mutter ins ijelö; sie hatten die Räder genommen, denn alle Pferde wurden für den Erntewagen gebraucht. Am Gerstenschlag hielten sie an, und die Vorschnitterin kam wie in Friedenszeiten und brachte der Gutsfrau und ihrer Tochter Sträuße mit langen bunten Sanbern, wie das in der Landwirtschaft Brauch war beim ersten Komschnitt. Die Mutter dankte freundlich und ließ sich das Band um den Arm knüpfen, dabei sahen ihre hellen Augen Teresa an unb beide wußten, zu wem ihre Gedanken gingen, zum Vater, der sonst über diese Felder geritten war und der nun draußen unter seinen Soldaten lebte. Die Mutter legte den Arm um Teresas Schultern: sie führten die Räder am Feldrain entlang ihre Sandalen streiften an Mohn und dunklen Rittersporn. „So ist es nun", sagte die Frau mit ihrer zu- vechchtlichen Stimme. „Vater denkt zu uns her, und unsere Wünsche treffen und kreuzen sich irgendwo im weiten Raum. Er fühlt es gewiß, daß wir bei ihm sind. — Und wenn nun unsere jungen Sol- baten wieder fort müssen, so ist es mit ihnen das gleiche: Benno wird die Stunden auf unserer Terrasse nicht mehr vergessen, glaube ich. Er sagte mir, es sei für ihn gewesen wie ein Stück Zuhause." Teresa mußte tief atmen. Es tat weh und tat doch so gut, daß die Mutter dies aussprach. Sie zog eine der schönen langgrannigen Gerstenähren an sich und fügte sie zu dem Strauß, den ihr die Schnitterin gegeben hatte. Ihr junges Herz fühlte bei aller Betrübnis eine tiefe Dankbarkeit, daß sie hier zuhause war, bei dieser aufrechten, frohgemuten Berlin, 23. Sept. (DNB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres Infanterie Felber, Kommandierender General eines Armeekorps, Generalleutnant Hänicke, Kommandeur einer Infanterie-Division, ^-Obersturmbannführer Oftenborff, im Stabe einer ^-Division, Oberstleutnant Sieckenius, Kommandeur eines Panzerregiments, Major H a n n i g, Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment, ^-Sturmbannführer Wisch, Bataillonskommandeur in der Leibstandarte Adolf Hitler, Leutnant West ermann, Kompanieführer in einem Kradschützen-Bataillon und Oberwachtmeister T h i e m, Zugführer in einer Aufklärungsabteilung. Sargen steht die Trauerparade, vor dem Grabmal stehen Offiziere aller Wehrmachtsteile Großbeutsch- lands und seiner öerbünbeteten sowie Unteroffiziere unb Mannschaften des Armeestabes. Die Trauerparade präsentiert, der Oberbefehlshaber des Heeres Generalfeldmarschall von Brauch! tsch, trifft ein, mit ihm der Staatsführer unb Marschall von Rumänien, Anton eseu. Feierliche Musik ver- hallt. Dann spricht nach den Worten bes Wahr- machtpfarrers der Oberbefehlshaber des Heeres von der Trauer über den Verlust eines Menschen von so offenem, selbstlosen Wesen und vom Stolz über die Hingabe dieses Lebens, damit Deutschland lebe. Unter seinen Worten ersteht noch einmal das Bild des Armeeführers, der schon im Weltkrieg als lunger Offizier mit dem höchsten bayerischen Kriegsorden ausgezeichnet worden war, der nach dem Weltkrieg sich dem Aufbau des deutschen Heeres gewidmet hatte, als Kommandierender General des Teresa unter den Tieren. Von Hedwig Forstreuter. Teresa pflückte eine lange Gerte im Gebüsch, befreite sie vom Laub und ließ nur an der Spitze ein breites Büschel Blätter stehen. Mit diesem Stab gedachte sie die jungen Ziegenböcke zu leiten. Mit Zuruf und Gertenhieb trieb sie bann ihre Pflegebefohlenen vorwärts, dem Teil des Parkes zu, der mit Schluchten, farnbewachsenen Hängen und saftigen Kräutern am Seeufer in fröhlicher Wildnis wucherte, fast unberührt von den ordnenden Händen der Gärtner. Hier durfte Teresa die Bäckchen ungehindert in den Schluchten klettern lassen. Sie konnte zuschauen, wie sie sich auf den Vor- derbeinen erhoben, um vorn Laub der Faulbäume, der Kastanien unb der großen Winden zu fressen, die sich mit dichtem Gerank von Baum zu Baum zogen. Manchmal half sie das Rankenwerk tiefer zu den gehörnten Köpfen herabzuziehen. Die Bäckchen sahen bann aus ben schräg gestellten Augen mit dem ganzen ßebensbrang der Kreatur in die grüne Wildnis hinauf, unb ihre länglichen Pupillen verengten sich noch mehr, wenn Teresa ihnen liebkosend die Stirn zwischen den Hörnern rieb. Sie glaubte bann oft, die Trennungswand zwischen ihr und den Tieren sei ganz dünn und es fehle nur noch ein letzter Schritt, die Sprache, um sich vollkommen mit ihnen zu verständigen. Auf erhöhten Tritten, durch Stufen erreichbar, standen van Zeit zu Zeft Bänke aus Naturholz am Wegrand. Teresa suchte eine von ihnen aus, die durch eine Lichtung der Uferbäume einen weiten Blick über ben See erlaubte, unb ließ sich nieder, zog ein Märchenbuch aus der Hirtentasche und begann, sich zurücklehnend, genießerisch zu lesen mit aller Hingebung ihrer fünfzehn Jahre. Die Tiere kletterten und klingelten in ihrer Nähe herum, ab und zu kam eins und stieß sie an die Schulter oder ans Knie, wie um sich ihrer Nähe zu vergewissern: der langsame schwarzhaarige Peter, noch mager unb etwas steifbeinig von seiner winterlichen Krank- beit; der kecke Fürst und ihr Liebling, ber kleine braune Tucki, ber wohl einen Augenblick lang den Kops an ihr rieb, aber im Nu wieder fortsprang. gedroht, sie würden leben erschießen, ber Anstalten mache, umzukehren oder sich zu ergeben. Im südlichen Teil der Ostfront versuchten die Bolschewisten durch heftige Gegenangriffe, die von Panzerkampfwagen unterstützt wurden, dem deutschen Vordringen entgegenzutreten. Don den deutschen Truppen wurden 2000 Gefangene eingebracht unb 34 Panzerkampfwagen vernichtet. Im R au m v o n P o l ta w a versuchten die Bolschewisten das weitere Vordringen ber deutschen Trup- Sen durch starke Gegenangriffe aufzuhalten. Zur nterstützuna ihrer Angriffe setzten sie Artillerie, Panzerkampfwagen und einen Panzerzug ein. Alle Angriffe wurden mit schweren Verlusten für bie Bolschewisten zurückgeschlagen. Die deutschen Truppen vernichteten 30 Panzerkampfwagen. Sturzkampfflugzeuge griffen Feld- und Artilleriestellungen auf ber Landbrücke zur Krim erneut mit gutem Erfolg an. Auf einem Flugplatz wurden Hallen und Gebäude schwer getroffen und zehn Flugzeuge zerstört. Mit dem Beauftragten des Führers, General, oberst Fromm, haben sich versammelt General der Artillerie W a ch e'n f e l b , Befehlshaber im Wehrkreis VII, General ber Flakartillerie Ze- uetti, Befehlshaber im Luftgau VII, die Reichs- leiter General ber Infanterie Ritter von Epp, Fiehler, Buch, Ley und Stabschef Lutze, Minister- Präsident Siebert, Gauleiter unb Staatsminister 2ßagner, Generale der altefi Armee und der rumänische Gesandte Bossy mit drei hohen rumä« mfdjert Offizieren. Nach dem Trauermarsch aus der As-dur’-Sonate von Beethoven würdigte Generaloberst Fromm Leben und Sterben des großen Soldaten. „Wie er als junger Offizier gewesen, so blieb er auch, so hoch er stieg, stets Führer und Kamerad zugleich. Sein letzter Weg zur Truppe galt der Vorbereitung jenes großen Sieges im Süden ber Sowjetunion, ber unseren Feinden zu ihrem Schrecken neu bewies, daß deutsches Heldentum unb deutsche Führungskunst unüberwindlich sind. Auch hieran hat Generaloberst Ritter von Schobert sein gemessenes Ver- dienst. Der Tob auf dem Schlachtfeld war eine ichone Erfüllung eines reichen Soldatenlebens." — Unter präsentiertem Gewehr und bei gesenkten »ahnen dröhnen dann noch einmal die Salven der Geschütze. Iran unter der Besetzung. Ockholm, 23. Sept. (Europapreß.) In Iran tft am Montaa eine neue Regierung gebildet roor- Den. Ferughi behält den Posten des Ministerpräsi- Baden-Baden, 23. Sept. (DNB.) Im Auftrage des Führers überreichte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley dem heute 80jährigen Dr. Robert Bosch aus Anlaß feines Geburtstages die Urkunde in Gold zur Auszeichnung „Pionier der A r - b e i t". Dr. Ley betonte, daß die Auszeichnung, die Dr. Bofch als fünftem Betriebsführer in Deutschland xuerfannt worden ist, der Ausdruck der besonderen Anerkennung für die großen erfinderischen Leistungen des Jubilars und seine unermüdliche Arbeit für Deutschlands technische und wirtschaftliche Entwicklung sei. Der Reichswirtschaftsminister hat an Dr.-Yng. e. h. Robert Bosch ein Glückwunschtelegramm gerichtet. Mit dem Namen Bosch sei der Aufstieg seines Werkes verbunden, dessen Erzeugnisse aus der Geschichte des Kraftwagen- und Flugzeugbaues nicht mehr fortzudenken seien. Der offene Blick Boschs für die Nutzbarmachung des technischen Fortschrittes und seine stete Sorge für die Angehörigen feines Werkes hätten die Firma Bosch zum Vorbilde eines deutschen Unternehmens gemacht. Bosch Entstammt als achtes von zwölf Kindern einer Gast- unb Landwirtefamilie in Albeck bei Ulm. Mit der Eröffnung einer eigenen Mechaniker- werkstätte im November 1886 begann seine erfolgreiche Erfinderlaufbahn. Das deutsche Volk hat Bosch die Magnetzünder an dem Verbrennungsmotor zu danken, eine technische Neuerung, die in wenigen Jahrzehnten die ganze Welt eroberte. Dieser (Erfindung schlossen sich viele kleinere an wie: Einführung des Scheibenwischers, des Boschhorns, des Suchers, ber Motorradbatterie, des Winkers, der Einspritzpumpen für Dieselmotoren, der Stopschluß- laterne, der Lichtmaschine, AnlassA^und Scheinwerfer. Auch auf dem Gebiet der Dtrfbioinbuftrie, im Bau von elektrischen Kühlschränken und Bohrmaschinen ist Bosch mit feinen Erfindungen führend gewesen. Der Unternehmer Robert Bosch hat fein Unternehmen über mancherlei Krisen hinwegsteuern müs- den, die dann übergehen in die Steppe. Um Charkow selbst finden sich viel Getreide und Zuckerrüben. Da die späten Winter oft streng, aber schneearm sind, ist bereits das Gebiet für Wintersaaten beschränkt und das Sommergetreide beginnt die Hauptrolle zu spielen. Weiter östlich gibt es nur Sommergetreide. Charkow ist im Gegensatz zu Kiew eine ganz junge Stadt. Das 250 Kilometer nördlich gelegene Drei wurde erst 1550, Charko 1650 gegründet. Wir lesen aus diesen Daten die Vormarschetappen Mos- kowiens ab. Zwei Jahrhunderte lang war Charkow eine sehr geruhsame Gouvernementsstadt. Erst mit dem Bau der Bahn von Moskau nach der Krim wurde es anders, und nun trat eine fast amerikanische Entwicklung ein, die die Einwohnerzahl von 1856 bis 1939, also in dem knappen Zeitraum von 83 Jahren, von 30 600 auf 833 000 Einwohner hinauf- trieb, so daß Charkow heute die viertgrößte Stadt der Sowjetunion ist, Kiew, das nach der neuesten Zählung 846 600 Einwohner hat, an Größe auf dem Fuß folgt unb mehr Einwohner zählt als Baku, Nischnij-Nowgorod und Odessa. Zu dieser fast gewaltsamen Entwicklung trug nicht wenig die Entdeckung der großen Bodenschätze im Donezgebiet bei. Ursprünglich wurden nur die Salzgruben von B a ch m u t ausaenutzt. Dann entwickelte sich in Iusowka, dem heutigen Sta- lino, ein rasch aufblühender Steinkohlenbergbau mit sehr guten Flözbedingungen. In Stalino werden verkokbare Fettkohlen gefunden, die die Basis großer Eisenwerke sind. Weiter nach Westen bis zum Fluß Woltschja erstrecken sich magere Flammkohlengebiete, nach Osten aber reiche Anthrazitvorkommen, in deren Mittelpunkt Schachty liegt, das vor acht Jahren Anlaß zu einem berüchtigten Schauprozeß wurde. Außerdem finden sich in dem donischen Höhenzug Blei, Zink, Nickel, Silber und sogar Golderze. So günstig die anderen natürlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Donez-Reviers gewesen sind, so ist es doch trotz der Nähe großer Flüsse nicht gerade verkehrsbegünstigt. Die Flüsse sind stark versandet und eine pflegliche Wasser- straßen-Technik steht erst in den Kinderschuhen. Das nahe Asowsche Meer, dessen Erreichung der Wehrmachtbericht vom 21. September nach der Bildung eines Brückenkopfes bei Berislawl — etwa 60 Kilometer oberhalb Cherson — meldete, ist sehr seicht und für große moderne Schiffe nicht zugänglich. Seine Höchsttiefe beträgt etwa 14 Meter, schwankt aber ebenso wie die Ausdehnung des Asowschen Meeres, das einem Haffmeer gleicht, sehr stark nach dem Wasserstand. Wenn der Südwest Wasser des Schwarzen Meeres in das Asowsche Meer treibt, ist es am tiefsten, sonst ganz seicht. Das Asowsche Meer ist etwa so groß wie die Provinz Brandenburg; es umfaßt 37 700 Quadratkilometer. Nördlich von chm bis zum Donez-Gebiet dehnen sich die Asowschen Steppen, bie ebenso wie das Meer nach der Stadt Asow genannt werden. An allen Fronten erfolgreich Berlin, 23. September. (DNB.) Im Kampf um bie Befestigungsanlagen von Leningrad versuchten die Sowjets wiederum vergeblich, das stete Vordringen der deutschen Truppen durch Gegenangriffe mit Artillerie- und Panzerunterstützung aufzuhalten. Die Bolschewisten verloren sieben schwere Panzerkampfwagen. In rollenden Angriffen wurden Artillerie- unb Jnsanteriestellungen der Sowjets mit vielen Bomben belegt. In ununterbrochener Folge griffen andere Flugzeuge die Bol- schewisten im Tiefflug mit Bordwaffen an. Bolschewistische Truppenansammlungen und Transport- folonnen wurden zersprengt. Die auf der Insel Oesel noch stehenden Reste der Sowjettruppen wurden in mehreren Wellen angegriffen. Feldbefestigungen, Artilleriestellung en und Bunker erhielten wirkungsvolle Treffer. Die nach allen Seiten abgeschlossenen Bolschewisten erlitten dabei schwere blutige Verluste. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden sowjetische Gegenangriffe zurück- gewiesen. Die Bolschewisten verloren in einem Divisionsabschnitt sechs Panzerkampfwagen, davon drei 52-Tonner. VII. Armeekorps Oesterreich und Sudetenland mit heimholen half ins Reich und in Polen wie im Westen Sieg um Sieg an die Fahnen feines Korps heftete. Im Feldzug gegen die Sowjetunion führte er feine Armee ebenso kühn wie siegreich. Unter seinen Waffentaten leuchten die Namen Kischinew/ Nikolajew, Dnjepr-Uebergang hervor. Wenn er seine Truppen im Kampf wußte, litt es ihn nicht am Kartentisch und Fernsprecher. Täglich fuhr er hinaus zu seinen Soldaten, lebendige Ver> binbuna mit seinen kämpfenden Truppen haltend. Keine Gefahr war ihm 3u groß, keine Entbehrung zu hart. Seine frische Art, sein soldatisches Wesen riß seine Truppen mit vorwärts zum Siege. Mit ihm fiel am Feind sein treuer Begleiter, Haupt, mann S u w e l a k, ein unerschrockener, tapferer Offizier, der ruhig und besonnen in jeder Gefahr sein Flugzeug führte. Generaloberst Ritter von Schobert und Hauptmann Suwelak sind abberufen zur großen Armee, ihr Geist aber lebt weiter, ihr Drang nach vorwärts, ihr Wille zum Sieg wird das deutsche Heer beseelen bis zum endgültigen Sieg unserer Waffen. Sodann legte der Oberbefehlshaber des Heeres, während die Trauerparade präsentierte, einen Kranz bes Führers und Obersten Befehls- Habers der Wehrmacht und einen Kranz des Ober- kommandos des Heeres vor den beiden Särgen nieder. Dann trat der von der Front herbeigerufene älteste Sohn des gefallenen Armeeoberbefehlshabers, Unteroffizier Schobert, an das Grab. Zum letztenmal erwies er seinem Vater in soldatisch fester Haltung die militärische Ehrenbezeigung. Ein rumänischer General sprach für eine rumänische Armee, die in Generaloberst Ritter von Schobert ihren großen Freund verloren habe. Der Staatsführer und Marschall Rumäniens, Antonescu, würdigte in rumänischer Sprache die Persönlichkeit des Gefallenen, legte einen in den Farben Rumäniens gehaltenen Kranz nieder und schmückte den Sarg mit einem Ordensband. Während in langer Reihe Generäle und Offiziere an die Grabstätte herantraten, kreisten in den Lüften mit dem Donnern ihrer Motoren Flugzeuge über der letzten Ruhestätte der beiden Gefallenen. Unter den Salutschüssen einer Batterie und dem Abschiedslied vom guten Kameraden senkten sich die Särge in die Erde hinab. Der Giaaisaki in München. München, 23. Sept. (DNB.) Für General- oberst Ritter von Schobert, Oberbefehlshaber einer Armee im Osten uno ehemaligen Kommandieren- den General des VII. Armeekorps hatte her Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht einen Staatsakt angeordnet in der Stadt seines rüheren Wirkens als Kommandierender General. Zwischen dem Heeresmuseum mit den Trophäen der ruhmreichen einstigen bayerischen Armee und dem Grabmal des unbekannten Soldaten war die Trauerparade angetreten. Aus dem Portal des Heeresmuseums treten Soldaten mit Fahnen und Standarten der neuen Wehrmacht und der alten bayerischen Armee. Witter, auf diesen Feldern, nahe dem See, der in tßrr.£crne °Lrtraut aufblitzte und unter dem hohen blahblauen Sommerhimmel, der sich in ber Fremde auch über dem Vater spannte. Sehr früh am anderen Morgen stand der kleine Jagdwagen vor dem Gutshaus, und das Gepäck der Reisenden wurde aufgeladen. Kurz und foß)a- usch knapp war der Abschied von der Haüsfrau. Ob Teresa die Zeit verschlafen- hatte? Ein Blick des Bedauern streifte die obere Fensterscheibe, in der na) die Mullgardmen blähten, bann zogen die Pferde an, der Wagen rollte fort. 9 Als er die Stelle erreichte, wo ber Waldweg bas Seeufer verläßt und zur Landstraße abbiegt, ließ ein helles Hallo die Pferde stutzen und den Kutscher langsamer fahren. Terese stand am Parkgitter, aus Den Z^'gen eines Haselstrauches tauchte ihr brau, nes Gesicht, von kurzem Gelock umgeben. Sie winkte mit einem hellen Tuch, die Bäckchen sprangen um sie hermn nur ihr Liebling Tucki stand neben ihr ^'gerichtet am Zaun und hatte Windenblüten um pas Gehörn aeschlungen, oben auf dem Gewinde fronte ein Kranz dunkelblauer Vergißmeinnicht, -olumen, die sie oft mit Benno am Seeufer gepflückt ljatte Diesen Kranz ergriff Teresa und warf ihn mit federndem Schwung in den Wagen, so daß er Den jungen Soldaten gerade vor die Füße fiel. Sie 10^ und winkten zurück. Benno sah bes Mädchens Augen durch Tränen ihn anstrahlen, erfüllt oon einem so starken Licht, daß eine fremde, bisher nicht bekannte Sehnsucht ihn ergriff. War mes noch ein Kind, das ihn so ansah? Welche 23 er- geschehen? Hatte ber Schmerz bes Abschieds sie geweckt? „Leb wohl, Benno, komm wieder!" Sie rief, doch ihre Stimme brach. Sie winkte von neuem, bann senkte der Kutscher die Peit che, der Wagen bog in bie Landstraße ein, unb als -Benno noch einmal zurückblickte, sah er Teresas Hopf dicht- neben dem umkränzten Gehörn ihres üieblingsbockchens, dem sie den Arm um den Hals gelegt hatte. Und so behielt er sie im Gedächtnis, ein blühen- Des Stuck Natur, untrennbar vom See, Wald unb Deren unb noch eins mit der großen All-Liebe. DNB...... 22. Sept. (PK.) Auf einem vorgeschobenen Divisionsgefechtsstand hat der Oberbefehlshaber unserer Armee, Generaloberst Ritter von Schobert, zusammen mit seinem treuen Piloten, Hauptmann Suwelak, den Heldentod gefunden. Nach ruhmvollen Siegen über die bolschewistischen Armeen ist der Heerführer selbst mit angetreten zum letzten Appell der Tausende, die für die Zukunft Großdeutschlands gefallen sind. Fern der Hei- mat, auf dem Boden, den feine Regimenter und Divisionen im siegreichen Dorwärtsdringen vom Bolschewismus befreit haben, an den Ufern eines mächtigen Stromes, in einem Hain von Silberpappeln und Linden haben Pioniere ihm die letzte Ruhe- statte bereitet. In eine vom Eisernen Kreuz gekrönte Mauer aus weißem Sandstein sind die zwei Gra- -----•/«•“•> nitblöde eingefügt, die seinen und seines Flugzeug- die politischen Kommissare hinter den Reitern Ma- führers Namen tragen. 96 9 schinengewehre in Stellung gebracht und ihnen an- * Hinter ben mit der Reichskriegsflagge bedeckten /. RcHlfssrrüssensammlufjg । ^absamtsleiter Ruder über weltanschauliche 5 Heere- Rottung sowie ein Vortrag des Landesobmannes e- eir^g §2urx Wetntz zur Versorgungslage. Des weiteren »e|eb!; :rach Brigadeführer Dörnemann über die Auf- )e5 Atz rben der SA. Dann hielt das Vorstandsmitglied ben der SA. Dann hielt das Vorstandsmitglied ■uge übe en. Uw ^schick •ie verdunkelungszett 24. September von 19.16 bis 7.08 Uhr. mIS "er J 'bberlijtztt [9en d 3n 3rö ildet listerpB frnten, während der bisherige Innenminister Lchaili Außenminister und General Makhjevan Zriegsminister wird. Das iranische Parlament ist zu ener Sondersitzung zusammengetreten. In Teheran u,d Täbris soll jeder öffentliche Verkehr durch die siwjetischen Truppen unterbunden worden sein. 2cm der durch die Sowjets besetzten Zone des Irans die ist es unmöglich, in Verbindung mit dem unbe- itzten Iran zu kommen oder eine Verbindung mit dm Ausland aufzunehmen. Ferner ist es untersagt, öe Grenze zu den Nachbarstaaten zu passieren. tzine Bortragsveranstaltung des Gauleiters chen. ®entrd. her eine andien» der W öehnnch dt sein» Seneral, Trophäe mee uti war & >rtal bti )nen uni der M Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Wie du mich wünschst< — Gloria-Palast, Seltersweg: „Immer nur ... Du". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spiegel des Lebens". Kreisleitung Wetterau. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 25.9. 41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Bett.: Sprechstunden des Kreisgeschäftsführers und des Kreispersonalamtsleiters. Die Sprechstunden des Kreisgeschäftsführers und des Kreispersonalamtsleiters sind wie folgt festgelegt: montags, mittwochs und freitags von 10 bis 13 Uhr. Außerhalb dieser Zeit kann eine Vorsprache nur in ganz dringenden Fällen stattfinden. Schadenverhütung in Wort und ^itb Der neue Schadenverhütungskalender 1942. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung gibt auch für das Jahr 1942 einen interessanten und belehrenden Schadenverhütungs-Bildkalender heraus, dre in 52 Bildblättern mit erläuternden Beschreibungen und Anregungen auf die Notwendigkeit der Schadenverhütung für den-einzelnen Volksgenossen wie für die Volksgemeinschaft verweist. Der Kalender will für den Verlauf des Jahres 1942 ein treuer Freund und Wegweiser sein, um vor Verlust und Schaden zu schützen. Er gehört deshalb in jedes deutsche Haus. Bestellungen nehmen schon jetzt die Ortsgruppen der NSDAP, entgegen. Glückwunschtelegramm nur noch als Brieftelegramm. Die immer noch zunehmende Menge der zu übermittelnden Telegramme hat Maßnahmen notwendig gemacht, durch die die unverzögerte Zustellung der wichtigen und dringlichen Telegramme sichergestellt werden soll. Der Reichspostminister hat daher mit sofortiger Wirkung angeordnet, daß Privattelegramme, die außer Glückwünschen keine anderen Jm Zeichen des Hakenkreuzes. Ein viertaufendjähriges Vermächtnis zur 1. Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42. Genetti- Qentrc jober im rie 5»* ie Neich, >on $pt, MM- tsminifa der ritt tun» rsch » )igte rben dr- frijier Stieg, ftefc zier s grch: r un(en' lies, boi UNtz-tM Qtenerd- tnes Str- mar e® ebens.*- gefenttn e oM Ne örelHellNmgMöel Vornan rwn -ijorst Blernach , LereA örn/K den ir > Genugtuung darüber, daß sie nun sogleich erreicht haben würde, was sie sich vorn ersten. Tage an gewünscht hatte. Kampflos das Feld raumen? Kathl war es, als ob ein paar verklemmte Zahnräder tn ihrem Innern den Fremdkörper, der das Getnebe zum Stillstand gebracht hatte, knirschend zermalmten und mit einem Ruck weiterliesen Sre stemmte die Fäuste in die Hüften und pumpte sich voll Lust. Ihr Busen hob sich und füllte den Raum. Hellwang hatte die Empfindung, die Atmosphäre verdichte sich, und er atme unter erhöhtem Druck. Also ich soll das getan haben ..." Kathi flüsterte es'beinahe. Sie ließ den Grimm ganz vorsichtig ab, wie man die Luft aus einem prall aufgepumpten Fahrradschlauch abläßt, wo man das Ventil ja auch zuerst ein wenig lockert, ehe man es vollends her- auszieht und den Druck zischend entströmen IflfcL Sie faßte Fräulein Zögling ins Auge: ,Zetzt werd ich Ihnen mal was sagen ... Und dann kam der Ruck, und das Ventil flog heraus: „Sie fe^ft haben das Zeug in die Flasche getan! Jawohl, Sie selbst, neamads anderes! Und weshalb haben « dees getan? Damit Sie endlich einen Grund haben, mich aus dem Haufe zu beißen! Und weshalb wollen Sie mich aus dem Hausse beißen? Deshalb weswegen Sie sich auch die Haar färben und sich pudern und die Lippen schminken und die Fingernägel lackieren! Hergekommen wie sie ls, hat ! ausgeschaut wie eine vom Jungfrauenverein uni) als ab ?ie nicht bis drei zählen könnt — aber nach vier Wochen is schsn angegangen mit der Verwandlung. Unö jetzt? Schaun S' Eahna die Jungsrau nur an, Herr Doktor." Aerr Doktor!" stammelte das Fräulein mit einer Bewegung, als suche sie hinter Hellwang- Rucken Schutz. fterr Doktor", höhnte Kathi, „jawohl, Herr Dok- tor! Vorne Herr Doktor unb hinten Herr Doktor und nir als Herr Doktor, dos ist alles, was Sic könn-n^und woraus Sie ’s abgesehen haben. Und mns Ihnen fehlt, ist nur noch das eine, daß der Herr D°N°r Aufgebot bestell. ...» 8.i rMfe gegen das Fräulein vor, Schritt vor Schritt schob ^.Lerr^Doktori" schrie das Fräulein gellend und n JG.-Farbenindustrie, Dr. Fr. ter Meer, von lchkbildvorführungen begleitet, einen Vortrag über Aus der Stadt Gießen. Erntehelfer. Auf dem Wege zum Amt holte mich ein jüngerer Berufskamerad ein. „Nun, wie war's im Urlaub?" brannte ich ihm nach den ersten üblichen Grußwor- ten die Zündschnur zu seinem jüngsten Erlebnis- stapel an. „Viel Wolken und Regen! Und stellen Sie siH vor, dabei war ich ausgerechnet auf dem Lande... „Auf dem Land? Na ja, da gehören Sie wohl auch zu den ganz Schlauen!" fuhr es mir in mildem Spott so heraus. „Wie meinen Sie das? — Ach so!" lachte er erleuchtet auf und schlug dabei mit der hohlen Hand einen symbolischen Bogen nach hinten. „Aber nein, ich war auf Erntehilfe!" ,Hawohl, so sagt man und meint wahrscheinlich so ungefähr dasselbe!" „Aber nein!" wehrte er lebhafter ab, „so wckr das nicht! Hören Sie! Also — in der Klinik fing es an. Ich heilte an einem Fahrrad uns all, mein Bauer war von einem seiner Pferde geschlagen worden. Als Leidensgenossen wußten wir uns manches auch aus Stadt und Land zu erzählen und in der Folge auch zu schreiben. Hier sehen Sie" — dabei zückte er einen Briefumschlag — „statt nur eines Poststempels deren zwei: einen rechteckigen, der in Fett- LTba/«Sc?.“ aurüi. Sein Aick fiel auf Ne Gosche mit her Loreley und dem F°rstel-o°n. „Di° I$a[dje stand doch nicht immer hier? fragte er. Ritifi kicherte böse . „Nein", antwortete Fräulein 3»gling, „ich habe t stets bei meinen Toilettesachen einem Schub- •d) der kleinen Kommode in Verwahrung gehab. Kathi kicherte zum zweitenmal. baR „Und wie kommen -sie zu der Vermutung, ö kuthi diesen Streich begangen hat. . „Sehr richtig!" fiel Kathi ein, ,bees_mocht l aa Ziin wissen, wie sie daraus timmt!' eie e id)t, daß Hellwang in einem Ton prach, der gar :1t nen Zweifel daran ließ, daß er m- derechuld- illge völlig einer Meinung mit dem Fraulein war i-b nur noch eine letzte Bestätigung brauchte, um ‘Tsi’/räum’f doch mein Z-mmer aus, und ich habe 't schon einige Male im Verdacht gehabt, d°8l ° it meinen pichen herumschnufselt. Ich habe h Zeichen gemacht..." „Danke, Fräulein Zögling das genügt. lrehte sich scharf um: „So, Kathi, und letzt I g - - mit doch einmal, wie Sie sich dws Äesch cht° ii!lären, und ob Sie vielleicht der Meinung sind. kS hier Heinzelmännchen am Werk waren Diesesmal kicherte Fräulein Zögling. Kathi kniff die Augen zusammen als ob s e piog ig kurzsichtig geworden sei. Sie brauchte el -»künden, um zu begreifen, daß sie auf ,De.L 9lnt- Pnften stand. Dort wartete Hellwang ausJ^e .. iort und überlegte wahrscheinlich schon, was rs Zeugnis schreiben sollte, und da sh j * tanlen Haß im Gesicht der Reuen und die helle wie auf bäuerlichen Geräten Ostdeutschlands eingeschnitzt und aufgemalt. Bewußt hat der Führer gerade dieses Symbol arisch-nordischen Menschentums als Zeichen des neuen Deutschlands wieder ausgenommen. Unter ihm steht heute ganz Europa geeint im Kampf gegen artfremde Mächte, und weny die 1. Reichs- ftrafjenfammlung des Kriegs-Winterhilfswerkes 1941/42 am 27. und 28. September gerade mit diesem Zeichen eingeleitet wird, so wissen wir, daß wir unter dem Hakenkreuz heute für ein viertausend- jähriges Vermächtnis unserer germanischen Vorfahren kämpfen. klammerte sich an Hellwanas Arm, „schützen Sie mich vor diesen infamen Verdächtigungen!" „Verdächtigungen, hahaha, die reine Wahrheit ist es!" m f Hellwang riß sich wie aus einer Betäubung empor. Sein Gesicht glühte. „Schluß!!" brüllte er Kathi an, „jetzt ist es aber genug! Ein Wort noch, und ich schmeiße Sie-eigenhändig hinaus!" ,Sie werden mir das Reden nicht verbieten!" brüllte Kathi zurück. „Jawohl, ich bin entlassen, das brauchen Sie mir nicht erst zu sagen, das weiß ich schon, und weil ich entlassen bin, deshalb red ich! Und versuchen Sie, mich anzurühren, dann geb ich aber für nix mehr eine Garantie! Ich hab' keine Angst vor Ihnen, und was ich zu sagen habe, das sag ich auch, auch Ihnen, Herr Doktor, nämlich, daß Sie sich weiß Gott wie gescheit Vorkommen und in Wirklichkeit genau so blöd sind wie alle Mannsbilder, und genau so treulos! Ihre Frau wird a rechte Freud' an Ihnen haben, wenn sie von droben zuschaug'n muß, wie diese Krampftutschn bei Tisch an Ihrem Platz sitzt und Ihnen schone Augen macht, und droben im Arbeitszimmer bei Ihnen umeinand'hockt und sich abends auf der Terrasse vor Ihnen spreizt ..." „Schützen Sie mich!" schrie das Fräulein mit irrer Stimme. Hellwang dräng gegen. Kathi vor. „•raus!" keuchte er und streckte den Arm gebieterisch zur Tür, „packen Sie Ihre Koffer und verlassen Sie das Haus! Auf der Stelle!" Er schob Kathi unaufhaltsam mit der Kraft einer ansahrenden Lokomotive durch die Tür und in den Flur hinein und sah, daß drüben die Kinder mit bleichen Gesichtern und tellergroßen Augen auf der Schwelle des Eßzimmers standen und der turbulenten, wahnwitzigen Szene als Zuschauer beiwohnten. Und plötzlich stürzte Britta vor und hängte sich an Kathis Rock.. „Nein, nein! Die Kathi darf nicht aehn! Sie hat ja nichts getan! Ich bin es ja gewesen! Ich habe den Lack in die Flasche getan!" Und in der nächsten Sekunde umklammerte auch Lydia Kathis Knie: „Ich auch! Wir beide waren es! Wir haben den Lack 'neingetan, wir!" „Von Kachi dazu angestiftet!" gellte das Fräulein Hellwang ins Ohr. Er preßte die Fingerspitzen Als ein uraltes arisch-germanisches Sinnbild wurde das Hakenkreuz vom Nationalsozialismus im Kampf arteigenen Menschentums gegen die lieber» griffe, fremder, jüdischer Lebensformen erneut an die Fahnen geheftet. Entstanden ist das Hakenkreuz aus der Darstellung der Sonnenscheibe oder Sonnenbahn, deren Bewegung durch vier oder mehr Speichen (Sonnenrad) dargestellt wurde. Diese Speichen können auch ohne Radfolge stehen und ergeben dann einen Stern oder ein Kreuz. Seine vier Speichenenden zeigen die vier Himmelsrichtungen an, die die Sonne durchläuft. Die Bedeutung der Sonne wird noch deutlicher, wenn die Speichenenden in gleichgerichteten Bögen oder Hyken auslaufen (Hakenkreuz). Darstellungen des vierfpeichigen Sonnenrades oder Hakenkreuzes finden wir in Mitteleuropa schon in arischer Urzeit (Jungsteinzeit) um 3000 vor unserer Zeitrechnung. Die Urgermanen als Kernvolk der Arier wandten das Hakenkreuz besonders häufig auf ihren Felszeichnungen und Bronzegeräten an. Manchmal stand es in der Mitte einer flammenden Sonnenscheibe. Später, in großgermanischer Zeit, als die Germanen im Kampfe mit den Römern standen und das Römerreich eroberten, ritzten sie das Hakenkreuz als Siegeszeichen auf ihre Schwerter und Schilde, und ihre Frauen trugen Hakenkreuze als Schmuckbroschen und Anhänger in Bronze gegossen oder aus Goldblech gearbeitet, wie uns em fränkischer Goldanhänger aus dem 6. Jahrhundert ober ein Schmuckstück einer thüringischen Priesterin aus der Zeit um 600 mit der Darstellung von vier Hakenkreuzen zeigt. Besonders lebendig sind die altschwäbischen Zierscheiben mit der Darstellung eines Hakenkreuzes oder dreier in Hakenkreuzform angeordneter Tierköpfe. Jm deutschen Dolksbrauch ist das Hakenkreuz bei allen Stämmen bis heute lebendig geblieben. Wir finden es ebenso an niedersächsischen Bauernhäusern druck das Dorf nennt und darunter in schwächeren Buchstaben mit dem Leitvermerk „über" das zuständige Postamt, das dann mit dem üblichen runden Stempel die Marke entwertet. Und gerade dieses „über" hat so etwas Erregendes und zugleich Ueberzeugendes, daß man in umgekehrter Richtung dort wirklich auf das Land kommt, in ein richtiges kleines Dorf weit draußen, so wie man es sich dor- stellt, jenseits von allem Stadtlärm in einem stillen Tal inmitten von Bergen, Wäldern, Wiesen, mit ßaufbrunnen..." „Aha, so sind Sie wohl als Dorfromantiter hinausgezogen?" fünfte ich doch noch einmal mitten in feine aufkeimende Gefühlsschwärmerei hinein. „Mag schon sein!" gab er lächelnd zu. „Entscheidend aber wurden Aufrufe, die Reichsbahn nicht mit unnützen Reisen zu belasten, Urlaubstage in Erntearbeiten einzusetzen, und als mir mein Kliniksfreund schrieb, daß sein alter Vater auf dem Wege ins Feld tödlich verunglückt sei, ging ich nicht, wie ich schon sollte, als Besuch, sondern als richtiger Erntehelfer..." „Und als was sind Sie zurückgekommen?" fragte ich gespannt. „3a, ich muß gestehen, in diesen Wochen habe ich meine Brotkarte einmal von der Rohstoffseite her erleben gelernt, ganz anders als so bei einem Sonn- tagseinsatz in der näheren Umgebung, mit allen Anstrengungen und Entbehrungen, die die bäuerliche Arbeit mit sich bringt ..." „Und bei der ich selbst ausgewachsen bin, bei der aber Ihnen vermutlich alle Romantik zum Teufel gegangen ist ..." „Was? Sie sind vom Land?" „Ja sogar von einem Dörfchen mit den zwei Poststempeln. Zu allem mußte ich mir auch noch meine Schulbildung, die Sie in der Stadt so nahe und bequem hatten, zweimal täglich mit einem mehr als einftünbiqen Fußmarsch durch Feld und Wald, Wind und Wetter erkämpfen. Aber gerade diese harte Jungenzeit weit draußen im Bauernhaus hat mir mit den Jahren hier in der Stadt einen eigenartigen Glanz gewonnen." „So sind Sie also auch ein Dorfromantiker", warf er nicht ohne Genugtuung ein. „Aber ein aufgeklärter, der weiß, daß der echte Dorfromantiker aus Mühe und Arbeit geboren wird, und Sie sind auf dem besten Wege dazu. Mein ältester Bruder — zwei seiner Söhne kämpfen im Osten — erwartet mich zur Hackfruchternte ... Mahnend schrillte die große Dienstuhr durch die langen Zimmerfluchten. Wir hier hören auf die Uhr, der Bauer draußen guckt nach dem Himmel", meinte er fast wehmütig. Mit langen Schritten stieg er die Treppen hoch nach der dreistelligen Nummer seines Dienstzimmers, während ich unter seinem Wunsch: -Usentnch haben Sie besseres Wetter bei der Herbstarbelt! hinter einer dunklen Tür im Erdgeschoß verschwand. R. D. , SärgJ Ifleru&J ________ , erbM I in deutschen Kautschuk. Der Pariser Staatsgerichtshos zur Unterdrückung trnmunifti d)er Umtriebe hat vier Kommunisten z:m Tode verurteilt. 13, darunter vier Frauen, utben zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Unter bn zum Tode Verurteilten befindet sich Jean Ea- ‘j ttslas, ein früheres Mitglied des Abgeordnetenhauses und des Zentralkomitees der Kommumstt- fo en Partei. Dem zur Zeit in Berlin weilenden italienischen Minister für nationale Erziehung, Giuseppe Bottai, nurte von der Technischen Hochschule Berlin in Verkennung seiner technisch-wirtschaftlichen Ver- d-nste um die Ausbildung der Ingenieure in feier Icher Promotion durch den Rektor Professor Dr. rorm die Würde des Dr.-Jng. ehrenhalber Der« li: hen. __ NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter S p r e n - fie r hatte das gesamte Führerkorps des Gaues trssen-Nassau zu einer Arbeitstagung ins Adolf- t ller-Haus nach Frankfurt einberufen. Er er cfnete die Tagung mit einem persönlichen Re- firat, das sich mit Gegenwartsfragen befaßte und bs weitere Ausrichtung für die kommenden Mo- iiite aufzeigte. Es folgten bann Ausführungen von Mitteilungen enthalten, im Jnlandsdienst nur noch als Brieftelegramme anzunehmen sind. Zu den In- lanbstelegrammen zählen auch die nach dem Protektorat Böhmen und Mähren, dem Generalgouvernement, dem Elsaß, nach Lothringen, Luxemburg und den neu eingegliederten Gebieten der Untersteiermark, Kärntens und Krains gerichteten Tele- gramme. Die Brieftelegramme werden bekanntlich nach den vollbezahlten Telegrammen wie Telegramme übermittelt, am Bestimmungsort aber wie gewöhnliche Briefe zugestellt,- sie werden künftig deshalb zeitiger aufzugeben fein als bisher. Höchstlöhne für Hausgehilfinnen. Der NS.-Gaudienst brachte am 20. September eine Mitteilung über Höchstlöhne für Hausgehilfinnen, die mir im „Gieß. Anz." vom 22. September veröffentlichten. Dazu übermittelt der NSG. heute folgende Richtigstellung: Bei der besprochenen Anordnung über Höchstlöhne für Hausgehilfinnen handelt es sich um eine Anordnung des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Rheinland, nicht um eine solche des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen. Der Reichstteuhänder der Arbeit Hessen hat von dem Erlaß einer solchen be- sonderen Höchstlohnanordnung mit Rücksicht auf die erst vor kurz'em von ihm herausgegebenen Richtlinien für Hausgehilfinnen (veröffentlicht in feinen Amtlichen Mitteilungen vom 25.3. 41, erhältlich im Verlag der Deutschen Arbeitsfront, Frankfurt a. M., Roßmarkt 10) Abstand genommen. Der Reichstreu, händer der Arbeit Hessen weist bei dieser Ge- legenheit jedoch ausdrücklich darauf hin, daß selbst, verständlich auch für Hausgehilfinnen der Lohn- stop gilt. Lohnerhöhungen für Hausgehilfinnen sind daher nur mit seiner vorherigen Zustimmung, die bei den Arbeitsämtern als seinen Beauftragten zu beantragen sind, zulässig. Lohnerhöhungen ohne diese Genehmigung sind strafbar. Papier oder Gefäße mitbringen. Viele Hausfrauen gehen immer noch zum Ein- kaufen und vergessen, Behälter oder Gefäße mitzu- nehmen. Warum muß man denn eine Galerie von Senfgläsern stehen haben, um zSletzt den Senf doch im Päpier nach Hause zu tragen? Marmeladegläser haben gegen die Schläfen. Ein Narrenhaus, dachte er verzweifelt, ein vollkommenes Narrenhaus ... „Nein, die Kathi hat von nichts was gewußt!" schrie Lydia, „ich bin von ganz alleine drauf gekommen!" „Die Kathi ist unschuldig, sie hat von nichts was gewußt!" beteuerte auch Britta. Kathi preßte die Kinder an sich. Wie eine gewaltige Glucke war sie anzusehen, die ihre Fittiche über die Jungen breitete und sich aufplusterte und bereit war, sie bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Eine atemlose Stille entstand.. Und dann ließ Hell- mang die Arme sinken. Er rutschte im Ganzen zusammen. Seine Gestalt schien auf einmal nur noch die Hälfte von dem Raum auszufüllen, den sie vor ein paar Augenblicken noch eingenommen hatte. „Um’s Himmels willen, Kinder", fragte er kraftlos, „warum nur, warum habt ihr das gemacht?" Britta lugte zaghaft zwischen Kathis Hüfte unb Arm zu ihrem Vater hinauf. Sie faßte Mut, als sie sah, wie vermöbelt er aussah und daß von die- ser Seite kein Angriff zu befürchten war. „Ach Gott, Konni", flüsterte sie und schluchzte ein bißchen, „weil wir doch gemeint haben, daß die Sieglinda unsere neue Mutter werden soll ..." „Und weil sie uns so arg z'wider ist", ergänzte Lydia dreister. Hellwang hörte eine Bewegung hm- ter sich. Ein kurzes Rauschen, als führe em rascher Windstoß durch einen entlaubten Baum „Unter diesen Umständen, Herr Doktor ..." Die Stimme von Fräulein Zögling war schrill und schien aus sehr großer Höhe zu kommen, als ob das Fräulein unglaublich gewachsen sei. Hellwang wagte nicht, sich umzudrehen. Es war ihm alles scheußlich peinlich. Er nickte in unbestimmter Richtung und hüstelte nervös „Unter diesen Umständen, allerdings ;.." murmelte er und trat zur Seite, um Fräulein Zögling die Tür und den Weg frei zu machen. Er drehte die Hände mit einer Bewegung nach außen, als wollte er andeuten, daß er persönlich van dieser Wendung genau so überrascht und vor den Kopf । geschlagen sei wie sie wahrscheinlich selber — daß darin aber so etwas wie das Walten einer Schick» salshand erblickte und nicht die Absicht habe, sich dagegen aufzulehnen. (Fortsetzung folgt.) Nachbildungen von antiken Schmuckstücken mit dem Hakenkreuzmotiv werden als Abzeichen in der ersten Reichsstraßensammlung des Kriegs-Winterhilfswer» kes 1941/42 am 27. und 28. September den Trägern viel Freude bereiten. Die fammehrte Organisation für diese Sammlung ist der NS.-Reichsbund für Leibesübungen (Scherl-Bilderdienst-NSV.-Reichsblldarchiv-M.) Der Beamie. Mit dem Beamtennachwuchs beschäfttgte sich eine «ngung, zu der Reichsbeamtenführer Hermann Neef Vertreter der Reichsbehörden, der Partei und der Wehrmacht geloben hatte. Ministerialdirektor Rü- tger, der Leiter der Abteilung Deutsches Beamten- tm hn Reichsministerium des Innern, würdigte Üjgenben und Vharakterhaltung des deutschen Be- enten, die in persönlicher Sauberkeit, in Treue und Pflichterfüllung besteche. Der Reichsbeamtenführer nterftrid) die ideellen Grundlagen und hohen sitt- lchen Werte, die dem Beamten sein besonderes Ge- päige geben. Jm nationalsozialistischen Deutschland |r auch für den Beamten das Wort von der freien lohn für den Tüchtigen wahr geworden. Der Auffeg Deutschlands sei nicht zuletzt der Arbeit des Itarnten zu danken. Auftakt zur Paracelsus-Zeier in Salzburg. Zum ersten Male erklang am Dienstagabend im f2sispielhaus die Paracelsus-Fanfare, die lr Salzburger Domkapellmeffter Meßner aus !nlaß der 400. Wiederkehr des Todestages des roßen deutschen Arztes Paracelsus komponiert hat. dreizehn Nationen haben ihre Vertreter zu dieser feier nach Salzburg entsandt, um damit ihren Dank ct jene große deutsche ärztliche Schule zu bekunden, Iren erster Bahnbrecher Paracelsus war. Auf der csten festlichen Veranstaltung sah man Reichs- ünifter Dr. Fri ck und Reichsgesundheitsführer Dr. kon ti. Stellen aus den Werken des Paracelsus, virgetragen von Johannes van Hamme, uermittel» . tm Einblicke in seine Gedankenwelt. Ein festlicher fgmnus von Max Mell faßte die Gefühle der Oegenroart für den großen Kämpfer und die dutsche Wissenschaft zusammen. Das Salzburger Mozarteum-Orchester unter der Leitung von Dr. lr. van Hoggstraten brachte die Kleine Nachtmusik tib die Hoffner-Sinfonie zum Vortrag. Den Ab- !j,luß bildeten Tanzvorführungen des Wiener (faatsopernbaUetts. Meine voliiische Nachrichten Das USA.sTlarineminifterium teilt mit, daß min- ' lüftens 24 britische Kriegsschiffe USA.^äfen ange» (ufen haben. Darunter befänden sich die Schlacht- sciffe „Malaga", „Rodney" und „Resolution'. $ F°r«ctzung. (Nachdruck oerboten.) „mit Spiritus, nur mit Spiritus", murmelte 'hllmang durch die Zähne und wagte nicht, Frau, .ie-n Zögling anzufehen, weil er fürchtete, f'ch dann -cht beherrschen zu kännen. Er st-Me di- Untertaf e q,5N soldlG iun0. & 'ertihra latsfühis u. toi, chkeit 6« umanii;: ,en St; ee, der i em W t Freck der klec! is ®ep:- püftl (sfr an $ Olk » «, jegen w M M, I > W\ sie viM i neben } Sea?? MiE! (»!»'■ e 'i-( -M? ritf- K eiche , SJl.-vfpOTt Um die Gaumeisterschast der Schützen Aufnahme in die 3910Ä 3966 D [Stellenangebote] [ Kaufgesuche | kauft 394 8D l tA/CDDC DRUCKSACHEN VVCHDC Brühl, Gießen I in ollen Apotheken und Drogerien. £ Molabon TraumaPlast Auch Sie können es sein. Denken Sie nur rechtzeitig an eine wirksame Abwehr der inneren Feinde Ihres Körpers. Entschlacken Sie Ihren Körper von zerstörenden Bakterien u. führen Sie THEATER der Universitätsstadt Gießen Monatspackung RM 1 — In Apotheken und Drogerien Gebrauchsfähige KMslMkll a 20 bis 30 Liter Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit danken wir, auch im Namen unserer Eltern Hans Hofmann Auguste Hofmann geb. Kreiling Heuchelheim, 24. Sept. 1941. nimmt Großmutter einen Leinenlappen. Der bindert zwar bei der Arbeit und es heilt nicht darunter. Aber dafür rutscht er dauernd und ist immer schmutzig. Im Ernst nehmen Sie lieber das heilende Wundpf lasier einjährige Handelsfach klasse Beginn 13. Oktober 1941. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32, Ruf 2486. Rückfalldieb und Gewohnheitsverbrecher. LPD. Mainz, 23. Sept. Der bereits vierzehn' mal vorbestrafte, jetzt 31 Jahre alte Kurt Sommer aus Braunschweig hatte sich vor der 2. Strafkammer Mainz wegen verschiedener Betrügereien zu verantworten. Er gab sich als Ferntransportunternehmer aus und täuschte Autounfälle vor. 3n Autoreperaturwerksiätten erzählte er von seinen angeblichen Autounfällen, erteilte Abschlepp- und Repa- raturaufträge, und erschwindelte sich bei dieser Gelegenheit Darlehen in Höhe von 20 bis 170 RM. Quittungen unterschrieb er mit falschen Namen. Wegen fortgesetzter Rückfallbetrügereien, schwerer Urkundenfälschung und Rückfalldiebstahls wurde er als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher zu vier Jahren Zuchthaus und 400 RM. Geldstrafe verurteilt. Außerdem wurde gegen ihn die Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Schweinemarkt in Gedern. * Gedern, 23. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 416 Ferkeln beschickt. Bei sehr schwachem Geschäft wurden je nach Alter und Qualität 16 bis 18 RM. für das Stück bezahlt. Es verblieb großer Ueberstand. General-Vertreter staatswich- Ligen, eingeführten Unternehmens sucht Herrn oder Dame mit Schreibmaschine und kleiner Bareinlage als Teilhaber (in) bei gut.Verdienst. Auch Nebenberuf!. mögt. Schrift!. Angeb. unt. 03162 an d. Gieß. Anzeig. Kindersaal - Helferinnen mindest. 18 Jahre alt, gesund, arisch, gut beleumundet, alsbald gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf und evtl. Zeugnissen sind zu richten an die Verwallnng [396sD der klinischen Univ.-Anstalten Gleflen, Frankfurt. Straße 63 I. Nach einem unermüdlich arbeitsreichen Leben und längerem Leiden entschlief gestern mittag mein lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Wilhelm Hofmann V. Schreinermeister im Alter von 69 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Artur Hofmann und Familie. Heuchelheim, Bad-Nauheim, 24. Sept. 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, 25. Sept., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus, Friedrichstraße 8, aus statt. Photo-Apparat zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 3957D an den Gießener Anzeiger erbeten. ^demßlut neueSöfte zu durch eine innere Reinigung mit sich bereits in allen Größen angesammelt, warum diese Auswahl noch vermehren? Auch zum Fleischeinkauf sollte man eine Schüssel mitbringen. Daß sich Sauerkraut in einem tiefen Gefäß einfacher nach Hause tragen läßt als im Papier, ist wohl klar. Nicht zuletzt sollte die Hausfrau bedenken, daß durch das Einziehen in das Papier und beim Umfüllen selbst ein paar Gramm der Nahrungsmittel verlorengehen, was sie mit etwas Ueberlegung leicht vermeiden könnte. Gießener Schlachtviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoieh-Berteilungsmarkt) in der Viehver- steigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 45, Bullen 34,5 bis 43,5, Kühe 14 bis 46,5, Färsen 40 bis 44,5, Kälber 35 bis 57 Rpf. je Vz kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,24, bl (135 bis 149,5 kg) 1,24, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,22, c (100 bis 119,5 kg) 1,18, d (80 bis 99,5 kg) 1,12, e—f (unter 80 kg) 1,08, gl (fette Specksauen) 1,24, i (Altschneider) 1,22, g2 (andere Sauen) 1,12, h (Eber) 1,12 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt. Strafkammer Gießen. Der A. P. in Gießen hatte in den Jahren 1938 bis 1941 als Buchhalter und Kassierer in einem Geschäft in Gießen Gelder, die er zur Verwaltung und Verbuchung erhalten hatte, für sich behalten, sowie nach und nach Gelder aus der Kasse entnommen und für sich verbraucht. Eine Kontrolle über den Angeklagten wurde nicht ausgeübt. Schon bald nach seiner Einstellung hatte er mit den Unterschlagungen begonnen. Der Angeklagte gab zu, etwa 6000 RM. unterschlagen zu haben, er räumte auch ein, daß es etwa 8000 bis 9000 RM. sein könnten. Der Bücherrevisor berechnete den Fehlbetrag weit höher. Der Anklagevertreter führte aus, der Angeklagte sei schon wiederholt und einschlägig vorbestraft, er habe sich eines groben Vertrauensmißbrauchs schuldig gemacht, und er beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Der Angeklagte wurde wegen Unterschlagung zu einer Gefängnis st rafe von zwei Jahren und sechs Monaten, auf die fünf Monate Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wurde abgesehen, da das Gericht zugunsten des Angeklagten annahm, daß er weniger aus verbrecherischer Neigung, als aus Schwäche, Haltlosigkeit und Leichtsinn und nicht ehrlos gehandelt habe. Die Vorstrafen haben aus den. Angeklagten nicht den nötigen Eindruck gemacht. Straferschwerend wirkten die Vorstrafen, die Höhe des unterschlagenen Betrags sowie der grobe Vertrauensmißbrauch. Mildernde Umstände wurden dem Angeklagten versagt. Landkreis Gießen. * Geilshausen, 24. September. Frau Helene D e ch e r t, geb. Göbel, Hierselbst, wird am morgigen Donnerstag, 25. September, in guter Gesundheit und geistiger Frische 7 5 Jahre alt. Der Jubilarin gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu ihrem morgigen Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. sqmMi oder Putzfrau auch für halbtags gesucht. 3923D Homuth, Lndwlgstrasse 611. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Wir suchen Leute zum Anlernen als Elektroschweißer Autogenschneider Kranführer Presser weiter Leute für leichte Hilfsarbeiten. wie Anstreichen, Verladen und Prüfen von Behältern usw. Da es sich durchweg um leichte Arbeiten handelt, kommen auch ältere Leute und Invaliden in Frage. Für Unterkunft ist bestens gesorgt. BemierlAConiD.. G.m.b.H. Apparate- und Behälterbau, Siegen. 3904V Mittwoch, 24. September 19—21.80 Uhr 391 jD 4. Mittwochmiete u. Halbmiete B Wie du mich wünschst Lustspiel in 3 Akten von Philipp von Zeska. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. Das Schießen auf die Gaume-isterschaft des Gaues Hessen im Deutschen Schützenoerband wurde in 3 Abteilungen gleichzeitig in Kassel, Gießen und Frankfurt a. M. durchgeführt. Das Schießen in Gießen wurde auf den städtischen Schießständen ausgetragen und stand unter der Leitung des Kreisschützenführers Eduard G 0 n d n e r, Gießen. Durch die wechselnde Sicht und auch dadurch, daß seit dem vorigen Gauschießen noch weitere gute Schützen zur Fahne einberufen wurden und sich die Schützen mehr aus älteren Jahrgängen wie im vorigen Jahre zusammensetzen, liegen die Ergebnisse zum Teil etwas niedriger wie im vorigen Jahre: immerhin kann man die Ergebnisse noch als gut bezeichnen. 136 Schützen waren angetreten. Auszug aus der Ergebnisliste. a) Kleinkaliber 50 Meter militärischer Anschlag 12er Ringscheibe (in den 3 Anschlagarten liegend, kniend und stehend frei- Ja, die Wirkung ist Lanu schnellet, wenn man nicht nur gegen die Lchmerz- empiindung, sondern auch gegen die Ursache der Lchmerzentslehung angeht — wie dies iWdabon tut. Melabon wirkt auf die schmerzempsindlichen Nervenendigungen wie auf das Schmerz- zcntrum im Großhirn. Durch diese zweifache Wirkung wird erreicht, daß die Kopfschmerzen so überaus rasch abllingen. Pckg. 72 Dsg. in Apotheken. Gratis Verlangen sie unter Bezugnahme auf diese Anzeige die interessante kostenlose Aufklärungsschrift über Melabon von Dr. Rentschler L Co., Laupheim 543 F zusammen, jedoch fehlte der Mann, der zu zählbaren Erfolgen einschoß. w.-Sleinberg 1. Jgd. — Leihgestern 1. Jgd. 4:1 (1:0). Im ersten Bannmeisterschaftsspiel dieser Serie standen sich am Sonntag in Watzenborn-Steinberg diese Mannschaften gegenüber. Das Spiel, geleitet von Schiedsrichter Hofmann (Gießen-Wieseck), trug den Charakter eines Lokalkampfes. Beiderseits wurde hart gekämpft, insbesondere setzten sich beide Hintermannschaften restlos ein. Nach anfänglich leichter Ueberlegenheit der Blau-Weißen aus Leihgestern hatten die Platzbesitzer etwas mehr vom Spiel, zu Erfolgen reichte es aber nicht. Zwei Minuten vor Halbzeit schoß Schmand einen zu kurz abgewehrten Ball über den Torhüter der Leih- gesterner hinweg, doch auf der Torlinie hielt der Verteidiger den Ball mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Harnisch zum 1:0. Nach Seitenwechsel verwandelten die Teutonen einen Eckball, wenige Minuten später hieß es 3:0. Bei einem weiteren Angriff wehrte Leihgesterns Mittelläufer den Ball im eigenen Strafraum wieder mit den Händen ab. E. Buß verwandelte den Elfmeter zum 4:0. Kurz vor Schluß überlistete der Gästesturm die einheimische Hintermannschaft, und der Ehrentreffer für den vorjährigen Bannmeister Leihgestern war nicht mehr zu verhindern. Turnverein Großen-Linden. Am Sonntag trafen sich die Jugendmannschaften der Stadt Gießen und Großen-Linden zu ihrem ersten Verbandsspiel um die Bannmeisterschaft. Nach wechseloollem Spiel konnte der rechte Läufer von Großen-Linden in der 30. Minute den ersten Torerfolg erzielen, dem Gießen bis zur Pause nichts entgegenzusetzen hatte. Nach dem Seitenwechsel übernahm Gießen die Führung. In kurzen Abständen fielen auf beiden Seiten die Tore, bis das Spiel mit 3:3 (1:0) abfchloß. Vorher spielte die 2. Jugend von Großen-Linden gegen die 2. Jugend von Launsbach. Das Spiel endete 1:1 (0:1). Höhl Wohn- und Schlafzimmer von berufstätiger Dame m gutem Hause für sofort oder water gesucht. Schriftl Angebote unt 39191) a. d. G. A Hessen-Nassau—Moselland 156 :166. Gebieksvergleichskampf der Hitler-Jugend. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde am Sonntag im Hochschulstadion zu Darmstadt der Gebietsvergleichskampf zwischen Hessen-Nassau und Moselland abgewickelt. Die starken Moselländer blieben mit 166:156 um 10 Punkte im Vordertreften, nachdem sie schon in den Dormittagskämpfen der B-Jugend mit 68:49 Punkten das bessere Ergebnis erziell hatten. Die Gäste hatten ihre stärkste Waffe in dem Deutschen Jugendmeister Kremer, der für sie drei Siege und wertvolle Punkte für gute Plätze herausholte. Die Hessen-Nassauer setzten außerordentlich tüchtig ein und holten in feinen Endkämpfen buch Siege über 100 und 1500 Meter gegen die favorisierten Moselländer heraus. Aber im Dreisprung gingen die erhofften Punkte verloren, obwohl der Moselländer Schwarz verletzt nur 13,08 Meter schaffte. Baumann (Hessen-Nassau) blieb mit 13,02 Meter weit unter seiner Bestleistung. Dafür blieb Hessen- Nassau aber über .4X100 Meter überraschend in Front. Hitler-Jugend Bann 116. Skeinbach 1. Jgd. — Dorf-Gill 1. Jgd. 0:1. Die 1. Jugendmannschaft der Sportgemeinde Steinbach empfing die gleiche von Dorf-Gill zum fälligen Rundenspiel. Vom Anstoß weg entwickelte sich ein schnelles Spiel. Nachdem die Gäste zu ihrem Siegestreffer gekommen waren, fielen die Gastgeber etwas ab und fanden sich zu keiner geschlossenen Mannschaftsleistung mehr zusammen. Steinbach 2. Jgd. — D.-Steinberg 2. Jgd. 0:0. Vorher standen sich ebenfalls im Rundenspiel die 2. Jugend von Steinbach und die gleiche von Teutonia Watzenborn-Steinberg gegenüber. Die Gäste, die nur mit 9 Mann antraten, konnten sich nicht richtig durchsetzen. Die Einheimischen fanden sich besser Hand jeweils 5 Schuß in 5 Minuten): 1. Reichsbahn Fulda 582 Ringe; 2. Reichsbahn Dillenburg 555 Ringe; 3. K.K.S.V. Blitzenrod 550 Ringe; 4. K.K.S.V. Frohnhausen (Dillkreis) 534 Ringe; 5. Schützenverein Kirchhain 516 Ringe; 6. Schützen- verein Friedberg 470 Ringe. Einzelschützen: Heinrich Appel, Gießen, 143; Hermann Sauer, Gießen, 118; K. Neeb, Gießen, 137; K. Heiß, Gießen, 147. Die vier besten Einzelschüßen waren: 1. H. Roth, Reichsbahn Fulda, 153 Ringe; 2. F. Schwab, Reichsbahn Fulda, 153 Ringe; 3. W. Trapp, Reichsbahn Dillenburg, 153 Ringe; 4. R. Hofmann, Hermannstein, 151 Ringe. Altersschützen-Mannschaften: 1. Schützenoerein Gießen, 554 Ringe, und zwar die Schützeck K. Dreyer 140; W. Georg 131; W. Scheidt 140; Gg. Schilling 143 Ringe. 2. Reichsbahn Fulda 488 Ringe. Die vier besten Altersschützen waren: 1. Gg. Schilling, Gießen, 143; 2. Konrad Dreyer, Gießen, 140; 3. Wilhelm Scheidt, Gießen, 140; 4. Jofef Liese, Fulda, 137 Ringe. b) Kleinkaliber, belieb igerAnschlag; Schützenmannschaften: 1. Reichsbahn Fulda, 596 Ringe; 2. Schützenverein Friedberg, 582 Ringe; 3. Postjport Gießen, 520 Ringe, und zwar die Schützen H. Kern, 132, Fr. Hill, 118, W. Flach, 128, H. Paul, 142 Ringe. — Die sechs besten Ein- zelschützen waren: 1. R. Hofmann (Hermann- stein), 160 Ringe; 2. H. Gabler (Friedberg), 158; 3. K. Heuser (Hermannstein), 154; 4. Fr. Schwab (Reichsbahn Fulda), 151, E. Rothmann (Fulda), 151; 6. R. Eich, 150 Ringe. — Altersschützen-Einzelschützen: Georg Schilling (Gießen), 150 Rinae, Willi Georg, 138 Ringe. — Alters- schutzenmannschaft (mit Diopter): Schützen- gilde Bad-Nauheim, 442 Ringe. c) Wehrmanngewehr 175 m (in den drei Anschlagsarten, 20kreisige Kopfscheibe). Schützenmannschaften: 1. Schützenverein Gießen, 861 Ringe, und zwar die Schützen K. Motz, 195 Ringe, W. Kunert, 221, H. Appel, 239, H. Wessels, 206; 2 Vorstädter Schützenverein Wetzlar, 774 Ringe. — Einzelschützen: August Manegold (Marburg), 204 Ringe, Heinrich Samer (Marburg), 204 Ringe. — Altersschützenmannschaft: Schützenvereiit Gießen, 814 Ringe, und zwar die Schützen K. Dreyer, 176 Ringe, Willi Georg, 206, W. Scheidt, 195, Georg Schilling 237 Ringe. d) Scheibenpistole 50 m (20er-Ringscheibe, 30 Schuß stehend freihand): Schützenverein Gießen, 1634 Ringe, und zwar die Schützen Georg Schilling, 437 Ringe, Heinrich Appel, 417, Willi Georg, 376, W. Kunert, 404 Ringe. e) Gebrauchsmäßige P i st o l e (10er-Figu- renscheibe, 25 m, in den drei Hebungen erstens Ge- nauigkeit, zweitens Fertigkeit und drittens Schnelligkeit: Mannschaften, je 3 Mann: 1. Reichsbahn Fulda, 729 Ringe; 2. Schützenverein Hermannstein, 705 Ringe. — Einzelschüßen: Fr. Schröder (Hermannstein), 92, 20 und 83 = 195 Ringe; K. Jestädt (Fulda), 71, 46 und 65 = 182 Ringe; W. Their (Hermannstein), 66, 47 und 46 - 159 Ringe. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein herzensguter, inniggeliebter Mann, der liebevolle Vater seines Kindes, unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Enkel, Schwager und Neffe Heinrich Eifert Leutnant in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 27 Jahren am 3. Sept. 1941 bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer, Volk und Vaterland gefallen ist. In tiefer Trauer: Hansi Eifert, geb. Kern und Töchterchen Ingrid Lorenz Eifert, Hauptmann und Frau Marie, geb. Habermehl Maria Eifert Wilhelm Erckmann, Leutnant, z.Z. Im Felde und Frau Erna, geb. Eifert Rudolf Eifert, Leutnant, z.Z. Im Felde und Frau Ubi, geb. Roth Karl Eifert, Uffz., z.Z. im Felde. Gießen, München,,Worms, im Sept. 1941. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ________________________________.__3953 D Todesanzeige. Am Dienstag, dem 23. September, verschied sanft nach kurzem Leiden unsere hebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Katharine Drehwald geb. Pfeiffer im 83. Lebensjahre. In stiller Trauer: Familie Wilhelm Drehwald und Kinder Familie Andreas Stieler Familie Karl Drehwald Familie Wilhelm Weber Georg Dönges. Großen-Buseck, Gießen, Langen Remscheid. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 25. Sept., um 15 Uhr, vom Trauerhause in Großen-Buseck, Anger 26, aus statt. 03168 Ordentlicher Laufjunge der evtl, radfahr. kann, täglich zirka 2 Stunden ges. Ld«,. 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