itilel 2 il 1411.32? einer Erfindung ie» Ultimi yranken. Mach löeenoigung oi^ europäischen Grotzraumwirtschaft und denen möglich sein, durch> das System o-r -u p I ) v zu werden. der übrigen Wirtschaftsräume zu werden. dem Mutterlandeabtransoortiert! @otbe5. Es könne jedoch die Moatichkeil bestehen. , Teil davon wahrscheinlich nach daß Gehe-mk au °l nm d.efe Vertrag- a f. Gold noch Devisen besähe. 'H Beeinflussung sowohl des industriellen Standortes wie der Ueberwindung der Marktferne der Landwirtschaft der peripheren Räume zu machen. Diese deutsche Tarifresorm wird allen Mitgliedern der neuen europäischen Schicksalsgemeinschaft Vorbild sein. Die Eisenbah^gütertarifpolitik bildet eines der vornehmsten Mittel der wirtschaftlichen Gesundung und Stärkung der Landwirtschaft und der Industrie des neuen europäischen Wirtschaftsblocks. Aber nicht nur was den Binnenmarkt anbelangt, steht die deutsche Eisenbahngütertarifpolitik vor einem entscheidenden Wendepunkt. Auch die Seehafentarife werden in den Dienst der Raumordnung gestellt werden müssen, so daß auch in dieser Hinsicht die deutsche Eisenbahngütertarispoli- tik Vorbild für die Derkehrspolitik der europäischen genommen wurden, die bisher nicht zur Kenntnis der französischen Oeffentlichkeit kamen. Man könne noch weiter gehen und fragen, ob Großbritannien nicht ganz oder teilweise sich das Recht über die Verfügung des französischen Goldes gesichert habe. Wenn es so sei, könne man die Worte VStains begreifen, daß Frankreich weder ses Kriege^ wird es i.._o—, ...... durchgehender Eisenbahn-Seefrachttarife und dasjenige kombinierter Eisenbahn-Donau-, Eisen- Allen Verkehrsmitteln wohnt eine st a a t e n b i l - dend e Kraft inne. Dieser Erkenntnis waren sich bereits die Merkantilisten bewußt; sie, bei denen das staatsbildende Moment im Vordergrund stand, förderten im Interesse der Schaffung einer nach außen abgeschlossenen Staatswirtschaft den Bau von Kanälen und Straßen. Die so frühe politische 5» SU. Q 'Annahme von An reiner» für die Mittqgsnummer bistt'/.Nbr desBormittags Anzelgen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Scilenbreite Aach lasse : WiederbolungMalstaffell AbichlüsieAtengenuanelö Plavvorfchrift (üorberme Vereinbarung) 25' n mebr Oie La-Plata-Konserenz. Internationalisierung des La-Plata-Stromes? Montevideo, 23. Ian. (Europapreß.) Wie man hier, aus eingeweihten Kreisen erfährt, soll auf der bevorstehenden La-Plata-Konferenz die Internationalisierung des La-Plata- Stromes und seiner Ouellflüsse beraten werden. Die Anregung dazu ist von Paraguay und Bolivien ausgegangen, die beide auch das Programm zu dieser Konferenz aufgestcllt haben. Mit der Internationalisierung des La Plata würden Bolivien und Paraguay einen direkten Z u - gang zum Meer erhalten, an dem Bolivien vor alltzch wegen seines Petroleumexportes interessiert wäre. Das Programm sieht weiter den Vorschlag zur Errichtung einer Zollunion zwischen den fünf La-Plata-Ländem vor, sowie die Gründung einer ständigen interngtionalen Kommission zur Förderung der Schiffahrt auf dem L-a Plata. Dieser Ausschuß würde auch für alle Fragen der Verteidigung des La Plata zu- Der „Mendoza"-Fall ein feindseliger Akt Brasilien regt Kollektiv-Protest der amerikanischen Jtepubl ken an. Zn Ltebersee Witter340002351$. versenkt. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag. Berlin, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: LininüberseeischenGewässern operle- rendes Kriegsschiff hat weitere feindliche Handelsschiffe mit zusammen 3 10 0 0 BR T. versenkt. Seine früheren Erfolge von über 100 000 BRT. wurden schon bekannlgegeben. Im Zuge dec bewaffneten Aufklärung versenkte ein Kampfflugzeug westlich Irland ein Handelsschiff von 3500 BRT. Außerdem wurden ein Hafen an der Südoskküste Englands und Bahnanlagen erfolgreich mit Bomben belegt. In der letzten R^chk griffen einzelne Flugzeuge verschiedene kriegswichtige Ziele an der britischen Ostküste an. Der Feind warf in den gestrigen Abendstunden in Westdeutschland wenige Spreng- und Brandbomben. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. Der entstandene Sachschaden ist gering. Eine Z vil- person wurde getötet; drei weitere sind leicht verletzt. Jagdflieger schoßen gestern zwei feindliche Flugzeuge ab, ein drittes wurde durch ITCarine- artillerie zum Absturz gebracht. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Aus dem neuen „Kladderadatsch" Verkehrspolitik und Großraumwirffchast Von Professor Paul Schulz-Kiesow, Hamburg, Mitglied der Akademie für Deutsches Recht. anlassen. Dorschlaa auf Aeuderung der omer ka ifchen Tteuh-olif^ione? A’üen l. ;eibun#si. 2:1. !?"» II- !i"n. Was ist aus Frankreichs Gold geworden? Womit England seine Einkäufe in USA. gezahlt. °rlen 6 & Heim g 5. ?6Ml urfen 3 L i, die zu V illen hier ic r nennen, t . schen iDleiflt: rschasien c : den jung!- ber am w. Kämpfen b; t wurde, fc der in steht fest, b.1 ir Zeit wirf- ©erätfumr- Kräften V ^ERiernand' kann leugnen, daß sich das Schwergewicht der gesamten Lisenbahngebarung langst auf die Preisfrage, auf die Tarife verlagert hat. Die Ei fen bahngütertarifpolitik ist eins der allerstärksten Mittel der raumpoliti chen Beeinflussung der Volkswirtschaft. Kein deutscher Eisenbahner betrachtet mehr die Eisenbahntarlse blokes Entgelt für die Beförderung, sondern steht in ihnen zugleich ein entscheidendes Mittel zur pofp ünenSetämpfunfl der mchei,vollen nunaen der deutschen Industnewirtschaft unö oe Notlage der Landwirtschast besonders der peripheren Räume. Wenn die deutsche. Staats,uhrunb. durch, drungen non der Erkenntnis, das erst eme neue Ordnung des deutschen Raumes d°- deutsche Dolk und die deutsche Wirtscha't für alle Heiten von sozialen Spannungen und Krisen b-sre.t m der Lage ist statt einen völligen Neuaufbau der W ich I vorzunehmen, sich darauf zu befd)ranfen, 1 handenen gesunden Teilraume E er zr. starken und die vernachlässigten agraren ^me Wo**« des alten und des neuen1 Öftens, nerflarft W mou ftrialifieren so verdankt dies Großdeutschland auem 'der Lriari-palitt, der Deutschen Re.chabahn Ausgabe einer künftigen Sanfreform ift w, in stärkerem Mast als bisher die Eisenbibngntert ri!> politik zu einem machtvollen Instrument der aktiven tiden z x, 'M U Großraurnwirtschaft sein wird. Im Mittelpunkt der zukünftigen Handelspolitik wird die Förderung des zwischenstaatlichen Außenhandels des neuen europäischen Wirtschaftsblockes stehen. Die Verkehrspolitik wird hierbei die Handelspolitik wirksam unterstützen. Es ist nicht unmöglich, daß man sich in Deutschland entschließen wird, gerade im Interesse der europäischen Großraumwirtschaft Seehafentarife durch durchgehende Eisenbahn-Seefrachttarife zu ersetzen, die sich von den Seehafentarifen ganz ähnlich wie die unbedingte und die bedingte Meistbegünstigung unterscheiden und durch die es möglich sein wird, verschieden hohe Begünstigungen je nach der örtlichen Bestimmung der Ausfuhr einzuräumen. Wie die deutsche Handelspolitik sich bewußt zu einer Abkehr von den Prinzipien der unbedingten Meistbegünstigung entschloß, so wird die deutsche Staatsführung zwecks Förderung der Verflechtung Großdeutfchlands mit der europäischen Großraumwirtschaft in zunehmendem Maße ihre Seehasentarifpolitik durch ein kunstvolles System durchgehender Eisenbahn-Seefrachttarise ergänzen. Die organisatorische Verflechtung der Verkehrsmittel wird sich aber nicht auf die Eisenbahn und die Seeschiifahrt beschränken. Rach Beendigung lieber übrigen Welt stehen. .. hauptträger des Außenhandels der europäischen Großraumwirtschaft mit der übrigen Welt wird die Seeschiffahrt sein. Während das Friedensdiktat von Versailles zur Zerrütterung der Weltwirtschaft führte, wird die der siegreichen Beendi- gung dieses Krieges folgende Neuordnung Europas die Wurzeln zu einer neuen Blüte der Weltwirtschaft legen. Von der Stabilität der neuen Weltwirtschaft werden die Konferenzen außerordentlich profitieren. In den kündigen kontinentalen Schisfahrtskonferenzen wird Deutschland die unbestrittene Führerstellung einnehmen. Die deutsche Seeschiffahrt wird den Konferenzen einen neuen Inhalt geben, der es diesen ermöglicht, weit besser als in der Vergangenheit zu einem Instrument des friedlichen Güteraustausches zwischen den Landern Einigung Frankreichs und Englands hatte nur deshalb Bestand, weil diese Länder mit Hilfe einer aktiven Derkehrspolitik frühzeitig auch zu wirtschaftlichen Einheit wurden. Wie die Erf_______v der Kammerschleuse im Jahr 1450 dank der politischen Einheit den Franzosen ganz anders als dem zersplitterten Deutschland einen großzügigen Kanalbau ermöglichte, so kamen die Fortschritte der Navigation und der Segeltechnik der Wirtschaft von Ländern mit günstiger Meereslage, die zugleich rechtzeitig für die Herstellung eines dichten Straßen- und Kanalnetzes gesorgt hatten, einseitig zugute. Tragischerweise waren die Errungenschaften der antiken Kultur auf dem Gebiet des Straßenbaues erst am Ende des 18. Jahrhunderts wieder erreicht worden. Das wirtschaftliche Uebergewicht Englands und Frankreichs gr genüber den kontinentalen Ländern Europas mußte so lange ungeschwächt andauern, als nicht der Landtransport mit Hilfe der Eisenbahnen vervollkommnet wurde. Es ist kein Zufall, daß Friedrich L i st sowohl der geistige Vater des deutschen Zollvereins wie des deutschen Eisenbahnsystems ist. Erst nach dem Auskommen der Eisenbahnen war die politische Einigung Deutschlands und Italiens möglich. Nunmehr war Deutschland in der Lage, den Vorsprung Englands auf industriellem Europas. Es darf niemals übersehen werden, daß die vec- kehrswirtschastliche Verflechtung Deutschlands mit den Völkern des neuen europäischen Wirtschasts- blockes nicht nur ein Problen^er Binnenschiifahrt, sondern zugleich ein solches ver Eisenbahnen, der Seeschiffahrt und des Kraftwagens ist. Eine aktive Derkehrspolitik der europäischen Großraumwirtschas setzt die Lösung des Problems der Zusammenarbeit aller Verkehrsmittel voraus, die ihre„Tonung in der Verwirklichung der organisatorischen Verflechtung aller Verkehrsmittel findet Deutschland wird dem europäischen Kontinent seine erprobten Wirtschastsiheen zur Verfügung stellen. Das gilt auch für das Gebiet der De^ehrs- Politik. Der große Wirtschaftsraum, der fid) um Deutschland herum bildet, wird nicht nur handelspolitisch eng verschmolzen werden; fein Schwerpunkt wird ber Binnenmarkt sein, hieraus hat bie Verkehrspolitik befonbers Zu achten. So "egt das Schwergewicht ber neuen großen Kanäle md)t beim Durchgangsverkehr vom Schwarzen Meer nach ben Häfen der Nord- und Ostsee andern bei der Erschließung der Binnenwirtschaft und der Erleichte- rung bes nachbarlichen Güteraustausches von Gebieten, bie wegen bes Fehlens von Derkehrsm tt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung weit.zuruck- Gorgen der Dominions. „Mein Besuch in Lonbon wirb bort höchst willkommen fein." Mit biefen Worten teilte ber australische Ministerpräsident Menzies s eine Absicht mit, in nächster Zeit nach Lonbon zu reisen. Die Formulierung fällt einigermaßen auf: bas Selbst» oerstänbliche versteht sich von sehbst, unb zum Selbstverständliche versteht sich von selbst, unb zum Selbst- präsibent eines britischen Dominions, das einen ganzen Kontinent umfaßt, in Lonbon ein gern ge» ebener Gast ist. Wenn Menzies biefen Tatbestand 0 demonstratio unterstreicht, so muh er Gründe dafür gehabt haben. Es liegt auf der Hand, daß er sich über diese etwas abseitige Herausstellung der Willkommensfreude in London über seinen Beuch nicht näher ausgelassen hat. In ber angloamerikanischen Presse finben sich zwei Kombinationsreihen. bie einen bringen feinen Besuch zu- ammen mit ber Anwesenheit bes amerikanischen Sonbergesanbten Hopkins in Lonbon, bie anderen vermuten, daß Menzies von sich aus sehr be» timmte Wünsche Australiens (unb Neuseeland) in London anmelben werde. Es liegt uns sehr fern, in dieses Rätselraten irgendwie einzutreten. Sicher ist nur, daß die Stellung der Gliedstaaten des britischen Weltreiches — dazu gehören Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika — schon in und nach dem Weltkrieg prekär wurde und jetzt geradezu problematisch geworden ift. Die „Reichstreue" dieser räumlich un- qehewy: groß und sehr dünn von Weißen besiedelten Gliedstaaten beruhte auf zwei mächtigen Pfeilern: auf der englischen Flotte und auf ber Finanz» kraft Londons. Die englische Flotte nahm ihnen militärische Auslagen ab; bie Finanzkraft Lonbons bot ihnen billiges Gelb für bie Erschließung ihrer weiten Räume. Darin ist ein sehr grünblicher Wanbel eingetreten. Die Vereinigten Staaten finb die Erben Englands geworden: sowohl was bie Fi» iwnzkraft als auch bie Hochseeflotte angeht. Die Gliebstaaten' aber werben unter Berufung auf bie Reich^reue in schärfster Weise zu Opfern an Gut unb Blut herangezogen. Starke australische und neuseelänbische Kontingente stehen in Aegypten. Alle Gliedstaaten müssen zur See aufrüsten. Die englische Flatt" aber ist durch die unglückselige Eurovavolitik Londons in den europäischen Gewässern, besonders im nahen Atlantik und im M'"el- meer festg"halten. Im Fernen Osten, der für Australien und Neuseeland von entscheidender Wiebtiakeit ist. führen b;e wenigen englischen Kreuzer und Flug» zeuggeschwaber bas reine Mauerblümchenbasein. B"i den letzten australüchen Wahlen vor eini- aen Monaten hat ber australische Min'sterpräsident Menzies f'">r seine Parteignivni"rung nur eine sehr knappe Mehrheit von zwei Stimmen heraus- >öf. :r- wird, b Men, fo JBobaea? & irftemal, K oefiihrt or Wen scheitert, Ml ibtuar indirekten dr Die Aul. $ Dreium e der W kann jeb» at. Auch 1 1 diesem 2c Gebiet aufzuholen. ' Auch bie großen Wirtschastsräume werben erst ( durch ben modernen Verkehr zusammengefügt. In 1 ber Tat ist ber Ausbau aller Verkehrsmittel und । noch mehr eine geschickte Derkehrspolitik die Dor- i aussetzung für die Herausbildung eines einheitlichen europäischen Wirtschafts raumes unter deutscher und italienischer Führung. Für das festländische Europa stellt Deutschland den räumlichen Mittelpunkt und zugleich die unentbehrliche Verbindung dar. Um nur ein Beispiel zu nennen, begann man sich in Deutschland ^erst seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus darüber klar zu werden, dqß für die wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands mit dem Südosten nicht nur ber Außenhandel, sonbern auch ber V e rkehr von ausschlaggebenber Bebeutung ist. Es ist daher kein Zufall, baß gerabe ber Nationalsozialismus bie Verbinbung zwischen Donau unb Rhein bzw. Ober, Elbe und Werra ernsthaft in Angriff genommen hat Neben dem riesigen K a n a l s y st e m , das Nordsee und Ostsee mit dem Mittelmeer verbinden wird entsteht ein großes europäisches Straßennetz, dessen Kernstück die Reichs autobahnen des Führers sein werden. Die Eisenbahnen als die großen interkontinentalen Verbindungswege, die sämtlich Deutschland zum Mittelpunkt habm fassen das kontinental-europäische Interessengebiet zusammen. Ebenso kommt in dem dichten Liniennetz der deutschen Seereedereien die gesamtkontinentale Schicksalsgemeinschaft zum Ausdruck. Schließlich bildet Deutschland das Luftkreuz Montevideo, 23. Ian. (Europapreß ) Eine Al'änberunn ^r Pan w^-B^lck-snsi» - «r b-c 'an- ständig sein, amerikanische Neutralitätszone wird Uruguays Jahrgang Ur. 20 Erschein! i a g 11 d). außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die.Illustrierte Gießener Familienblätier Heimat unBild DieSchvlle Monats-Bezngsvreis: Riit 4 Beilagen RTll.1.95 OhneFUustrierte 1.80 Zustellgebühr.. „ .25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 'Jturnmern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschluß 2251 Drabtanschrn't:„Anzeiger" Postscheck 116»6^rantf. M ;ter, d-r » iijammtn «• an denen IJ Platz naW fiste. > r !tor Fecht^ tarnen e* ■ Silberns !#• ie. >5 not außer^ Beim * nen 'S» mV» [t ein ft $ f^'i bahn-Elbe-Donau- unb Ober-Eisenbahntarife, unb unter gleichzeitiger Verfeinerung ber Durchfrachten- unb Sammelverkehre ber beutschen Seeschiffahrt aus allen beutschen Strömen eine enge organisatorische Verflechtung zwischen Eisenbahn, See- und Binnenschiffahrt herbeizu'ühren, wodurch Deutschland ein mächtiges, unangreifbares System der wirtschaftlichen Durchdringung des Südostens zur Verfügung stehen wird. Auch der Kraftwagen ist in diese organisatorische Verflechtung einzubeziehen. Was hier vom Standpunkt der Intensivierung des deutschen Außenhandels mit den Donau- ländern gefordert wird, gilt auch von den übrigen Teilräumen ber künftigen europäischen Großraumwirtschaft. Sie alle werden durch ein kunstvolles System der organisatorischen Verflechtung aller Verkehrsmittel eng miteinander verbunden und so erst zu einer wirtschaftlichen Einheit werden. Deutschland wird auch über die Derkehrspolitik bie europäischen Interessen wahrnehmen. Erst die Zusammenfassung aller Länder bes europäischen Kontinents macht Deutschlanb zu einem gleichberechtigten Partner ber, Weltwirtschaft, m ber sich längst große Wirtschaftsraume herausge- bilbet haben. Eine einheitliche Derkehrspolitik wird nicht nur ben zwischenstaatlichen Außenhanbel innerhalb der europäischen Großraumwirtschast fördern, sondern zugleich im Dienst des Außenhandels bes kontinental-europäischen Interessengebietes mit Der Beherrscher der Meere xyz -n Freitag, 24. Januar 1941 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Werhesfen r Wetttm; innschaft A j:: Karfreitag - en in mimt, um ■ kämpfen. V stattfindet, t i wir von V >n in bcr 6< h vielleicht^ en wird. fy Bedeut [en ist. Ri 0 de Ianeir 0 , 23. Ian. (Europapreß.) We- Vorschlägen. Uruguay beabsichtigt den früheren aen ter Aufbringung tes stanzösischen Dampfers Vorschlag erneut oorzubrmgen, bie 300'Mellen' flTO P n h n a a" burd) den englischen Hilfskreuzer Zone, die au der Panama-Konferenz festgesetzt "Asturias" innerhalb der panamerikanischen Lurte, durch eine 25-Meilen-Zone zu 'Äerheitszone hat ber brasilianische Außenminister e r s e tz e n. Die kürzlichen beL pnfhirpAenb ber amerikanischen Konvention an ben gu-2Nischen Hoheltsgewasser durch englisthe Kriege Note gerichtet, in schff/e sind d^r Anlaß, den früheren B-riÄl'na wi^.er hpr pr hpn ^orfaU als einen feindseligen^ au leben zu lassen. Der uruguayische Vorschlag wird A t^^be ichne?. In der Note heißt es: ° . | dem amerikanischen Neutralitätsausschuh m Rio de „Die brasilianische Regierung richtete chrerseits Janeiro unterbreitet werden, schön eine Protestnote an d i e britische Re- aierung und legte Verwahrung gegen dergleichen Vorfälle ein. Es ist darauf Hinzuwelsen, daß vom Standpunkt kontinentaler Interessen aus bas Vorgehen des britischen Kriegsschiffs als em feindseliger Akt innerhalb der kontinentalen Sicherheit szo ne gelten muh, wie sie von den amerikanischen Republiken durch bie Panama-Erklärung als von vitalem Interesse für ben frieblichen interamerikanischen Hanbelsverkeyr charakterisiert würbe. Da die amerikannchen Republiken die Kriegführenden darauf hingewiesen haben, die amerikanische Neutralität ^ respektieren und m ber S'cherheitszone von Handlungen Abstand zu nehm-n, soweit bie Sicherheit ber normalen Routen 1 der kontinentalen Schistahrt daburch gefahrbet wirb. ; appelliert bie brasilianische Regierung an bie Panama-Regierung unb bin et um Fühlungnahme mit ben übrigen amerikanischen Revubliken. um testzu- : st-ll-n, ob ber «eschilderle Fall derart ist. um einen Kollektivprotest ber amerikanischen : Republiken bei ber britischen Regierung zu oer- Daris 24 Ian (DNB -Funkspruch.) „Was ist Daladiers war, Englanb gegenüber eingegangenen aus "ben ^106Milliarden frcmzösis^n Goldes ge- Verpflichtungen. Habe er bas ©olt morben9" fragt „Inter-France" und erinnert an die ter ber Bedingung an b« USA. gegeben, haft Worte bes' Marschalls Pätain, bah Frankreich ohne Eng l a n b। j e tzt se i ne Ei n f a u f e Am - Golb und Devisen sei. Noch 1940 habe Frank- rlka mit dem franzosis ch e n G o l o reich etwa 115 Milliarden in Golb beses- machen könne? Es sei noch lange nicht alles klar fpn ffafH linmöalidt daß diese Summe in der Zeit über die Abkommen zwi chen Reynaud und Groh- NNN TOoi ^his^Iuni in' nichts zerflossenDie Käufe britannien vom 12. Dezember 1939 und dem 28 Mal °m Atf-l°nb könnten das Berschwinden des Goldes 1940. Reynaud habe eine gemeinsame Einsetzung nicht erklären Wie komme es aber, daß Frankreich der wirtschaftlichen und finanziellen Hilfsquellen der ini^Mai 1940 noch 100 Milliarden in Gold besessen j beiten ^nder vorgesehen Der Text er- STeut ?ni cht^meh r, Man wisse zwar, | wähne aber daß das Gold aus t........ wurde und daß ein —------, Dakar gekommen sei. Damit könne man auch Öen Angriff der Engländer auf Dakar erklären. Ein anderer Teil des Goldes aber, ber in bie USA. gegangen fei, hätte doch das Eigentum Frankreichs bleiben müssen. Hier berühre man die französisch-englischen Be- ziehunaon und die von dem früheren Ministerpräsidenten Reynaud, als er noch Finanzmimster geholt. In diesen Tagen hat Reuter offiziell bestätigt, daß die australische Regierung scharfe Polizei- Verordnungen „gegen die Aktivität und unterirdische Wühlarbeit" erlassen muhte, „die geeignet sind, die Kriegsanstrengungen zu beeinträchtigen". Nachrichten, die bei den australischen Streitkräften Unzufriedenheit Hervorrufen oder „Vorurteile" gegen die Musterungen Hervorrufen könnten, werden ebenso verboten wie Theater- oder Filmaufführungen „unloyaler und antipatriotischer" Natur. „Das läßt tief blicken" — um ein geflügeltes Wort zu zitieren; denn an sich ist Australien sehr „patriotisch" oder (wie die Engländer sagen) „loyal". Das Absonderlichste aber ist, daß die meisten englischen Gliedstaaten mit ihren ungeheuren Naturschätzen, mit ihren weiten Räumen und mit ihrer geringen Bevölkerungsdichte seit dem Weltkrieg wirtschaftlich absolut nicht zurechtkommen. Australien ist überschuldet, seine Anleihen werden schon seit mehr als zehn Jahren in 'London nur sehr ungern gezeichnet und Neuseeland hätte in den letzten Monaten schon Bankerott ansagen müssen, wenn nicht der Krieg die Londoner Finanzstrategen veranlaßt hätte, den Schleier finanzpolitischer Liebe über diesen ziemlich tristen Zustand zu breiten. Schon längst ist die finanzpolitische Blickrichtung der Gliedstaaten von London nach Neuyork gewandert. Die sozialen Probleme werden sehr scharf empfunden. Wir können auf diese weitschichtige Problematik in diesem Zusammenhang nicht im einzelnen eingehen. Sie wird vielleicht am besten illustriert durch einen Vergleich mit dem Spanien nach den großen Entdeckungen — jenem Spanien, das auch in Gold, Silber und Ueberfluß aller Art schwamm, aber doch von einem Staatsbankerott in den anderen taumelte, weil sich seine Bevölkerung und Regierung auf die Größe der natürlichen Hilfsquellen, nicht aber auf die eigene harte Arbeit verließ. Dr. Ho. Eine niederträchtige Greuellüge. C h i k a g o, 23. 3a*. (DNB.) Die Zeitung „Chicago Daily News" berichtet aus Washington, das Staatsdepartement habe Grund zu der Annahme, daß die deutschen Militärbehörden bei Verdun einen Bombenübungsplatz einzurichten beabsichtigten, der möglicherweise Amerikas größten Soldatensriedhof im Auslande, Romagne-fous- Monfaucon, einschließe. Die O8^.-Regierung habe, wie angenommen werde, um Erklärung gebeten und vermutlich die Gründe auseinandergesetzt, warum das USA.=$oIt nicht 15 OOO Soldatengräber Experimentierzwecken zuliebe bombardiert sehen möchte. Die Deutschen sähen anscheinend keinen Grund, warum einige amerikanische Soldatengräber verschont bleiben sollten, falls der Friedhof sich für den angeführten Zweck als am besten geeignet erweise. (!) / *_ Die jüdisch-plutokratische Verbrecherclique, die einen großen Teil der O5A.-Presse kontrolliert, setzt im Rahmen ihrer üblichen Hetzkampagne gegen die Achsenmächte von Zeit zu Zeit besonders gemeine und niederträchtige Greuel- lügen in die Welt, deren Inhalt in raffinierter Welse dazu angetan ist, die heiligsten Gefühle des amerikanischen Volkes aufzuwühlen. So wurde seinerzeit während der Schlacht um Frankreich die infame Behauptung aufgestellt, daß deutsche Truppen das kanadische Weltkriegs-Ehrenmal auf der Vimy-Höhe zerstört hätten. Der Zufall wollte es, daß einen Tag später der Führer diesem Ehrenmal einen Besuch abstattete und die zahlreichen in seiner Begleitung befindlichen Ausländer die völlige Gegen- standslosigkeit dieser Greuellüge mit eigenen Augen feststellen konnten. Es ist überflüssig zu betonen, daß auch an der neuen Greuelmeldung aus der Gangster-Hochburg Chikago kein wahres Wort ist. Die jüdisch- angelsächsischen Pressegangster haben sich diese Meldung genau so aus ihren schmutzigen Fingern gesogen in der alleinigen Absicht, das amerikanische Volk noch stärker gegen Deutschland aufzuhetzen. Das deutsche Volk, das auch gegenüber den Toten der ehemaligen Gegner die ritterliche Achtung hegt, die bei einer Kulturnation selbstverständlich sein sollte, wendet sich mit tiefem Ekel und heiligem Zorn gegen solche widerlichen Entartungen des propagandistischen Kampfes, die nur in der verantwortungslosen und verjudeten Presse der Demokratien denkbar ist. Zwei Mädchen. Bon Anton Schnack. Emma oder Jmma. abgeleitet von Imme, der fleißigen und unermüdlichen Biene; auch Emia, Jema, Ima und Emisa gerufen — zarte und leichte Laute, Namen und Rufe voll Wärme, fast wie Gezwitscher, Umschreibungen für das Häusliche, das Emsige und Mütterliche. Emma bürstete meinen Hut aus, wenn ich mich zu einem Ausgang vorbereitete. Emma nahm mir den feuchten Läget aus der Hand, wenn ich vom Fischfang heimkehrte, Wasserdünste und wilde Kräuterdüfte in die Gänge und Zimmer bringend. Sie l;eß die rotgesprenkelten Forellen und die mittagsblauen Schleien aus dem Holzfäßchen in einen Zuber springen und erriet mit einem abschätzenden Blick sogleich, wieviel ein jeder Fisch wog. Emma hat das Iagdnetz von der Schulter des Jägers gehängt und den bunten Fasanenhahn und das halbe Dutzend brauner Rebhühner in die gewölbte Küche getragen, wo es nach Wacholderbeeren und Thymian verheißungsvoll Duftete. Sie ging mit dem gebogenen Messer den knirschenden Gartenweg entlang und schnitt blaue Schwerllilien ab und stellte sie in einen weißge- brannten Krug. Sie vergaß nicht, einige Sellerie- köpfel und Lauchstengel aus den Beeten zu ziehen, und sie schüttelte sie ab, damit Erde und Sand aus dem Wurzelgefüge fielen. Sie schälte die Knollen mit Hurtigkeit, schnitt sie und warf sie in den Fischsud, der bitterwürzigen Dampf durch das offene Fenster ziehen ließ. Manchmal saß Emma an einem sauber gescheuerten Ahorn tisch, Tintenfaß und Schreibpapier vor sich, das blaß liniiert war; die Ungewohnheit des Schreibens drängte zwischen die vollen, dicken Lippen die Zunge, und das glattgescheitelte Mädchen schrieb und malte sorgfälttge Buchstaben, mit ausgewogenen Dick- und Haarstrichen, wie es sie zu schreiben auf der ländlichen Schule gelernt hatte. Wenn Emma damit fertig war, las sie sich den ganzen Brief halblaut und befriedigt vor. Es war darin die Rede von eingemachten Erd- und Stachelbeeren, von eingelegten Gurken, von den Tauben auf dem Dache und den Hühnern im Hofe, von der unerschütterlichen Treue, von der schönen Lkchrvetz und den einqyavtierteii Soldat^ ____ Oer Kampf um Tobruk Oie Auffassung in Rom * r e i 13 seit mutigen Gesicht; die Mundwinkel zuckten ständig, weil sie immer lachen oder lächeln mußten, die wei- Erzählung ihre innere Dramatik gibt; so ist das die Herzlichkeit und auch die stille fieiterfelt Ken oirrMgen Zätzy« blmktenz d» Wasgm rvgLtzüjBändcheü dazu angetan, m etaer urravMnMchen, tMtHeutjchey Gedichtbuches, kennen lernen- »eiterkeit dieses rund und frisch und von zarter Farbe wie ein von der Sonne gemalter Pfirsich. Im Alter von siebzehn Jahren dachte sie an die Gefährlichkeit der Manner. Sie hatte bereits die ersten jähen Küsse erhalten; sie schmeckten nach Wein und nach Tabak. Emmi hörte gern den verwehten Klang der Dreh- und Karussellorgeln auf den Iahrmarktsplätzen, die Wehmütigkeit der herumziehenden Musikanten, den Marsch der klirrenden Feuerwehrmusik, das Gedudel der Bauernkapelle und die flinken, gefühlvollen Schlager aus dem Radiokasten. Bauern-, Beamten- und Soldatenblut hatte die Reihe der Ahnen gemischt. Und damit kam die Kraft der Erde, die Strenge und Betulichkeit der Amtszimmer und die fahrende und bunte Abenteuerlichkeit bunter Uniformen in das Mädchenherz, das zwischen Ausgelassenheit und Beherrschung schwankte. Mit sechzehn Jahren bildete ihre warme Schönheit das Gerede der jungen Männer. Ein jubelndes Verlangen nach Leben blitzte aus den braunen Augen. Fröhlichkeit strahlte aus dem überfeinen den Angriff durchführenden fünf Divisionen erlittenen Verluste besonders schwer sind. Unsere Luftwaffe hat feindliche Truppenzu- sammenziehungen bombardiert. Die feindliche Luftwaffe hat Einflüge auf einige Ortschaften in Libyen unternommen, wo einiger Schaden verursacht wurde. In O st a s r i k a an der Sudan-Fronl Artillerie- und Spähtrupptätigkeit im Gebiet von Galla- bat. Feindliche Angriffe im Gebiet von Cheru wurden durch unsere Gegenangriffe abgewiesen, durch die dem Gegner empfindliche Verluste beigebracht wurden. 3m Aegäischen Meer versuchten feindliche Flugzeuge einen unserer Luftstützpunkte anzugreifen. Sie wurden durch das Feuer unserer Luftabwehr vertrieben, ohne irgendeinen Schaden verursacht zu haben. Ein Flugzeug wurde von unserer Flak getroffen und stürzte brennend ab. Ein anderes Flugzeug (Katapult-Flugzeug) wurde von unseren Jägern in der Rähe eines feindlichen Stützpunktes abgeschossen. 3n der Rächt zum 23. Januar haben britische Flugzeuge Einflüge auf Catania und eine andere Ortschaft auf Sizilien unternommen, ohne Schaden zu verursachen. gestelltes L , „ „ vor über drißig Jahren vom Stapel gelaufen ist, kommt. Der Engländer muß feine aus fünf Erdteilen zusammengezogenen beachtlichen Streitkräfte (über 400 000 Mann und über tausend Flugzeuge) in ständigem Kampf mit dem aufopfernden und tapfer hinhaltenden Widerstand der Italiener aufbrauchen, ohne daß er irgendeine für den Ausgang des ganzen Krieges bedeutsame Entscheidung erzwingen könnte .Nachdem der englische Versuch, eine Ablenkung vom Hauptkriegsschauplatz zu erzwingen, mißglückt ist, geht der Kampf in der Wüste weder um Afrika, noch gar um Italien selber, zwingt vielmehr die Engländer zu einem an dieser Stelle sinnlosen Aufwand. Oie „<3cn Giorgio-. Rom, 23. Jan. (Europapreß.) Die „S«n Giorgio", das italienische „Schlachtschiff", das die Engländer vor Tobruk vernichtet haben wollen, ist in Wirklichkeit, wie auch der italienische Wehrmachts- Der italienische Bericht Rom, 23.Jan. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Kämpfe örtlicher Bedeutung. in denen wir dem Feind empfindliche Verluste Zvgesügt haben. Feindliche Truppen wurden mit Bomben belegt, während eines feindlichen Einfluges auf eine albanische Ortschaft stellte eines unserer Jagdflugzeuge die feindlichen Flugzeuge, von denen es eines abschoh und die anderen zur Flucht trieb. Der äußerst heftige Kampf zwischen den Stützpunkten des Platzes Tobruk hat den ganzen gestrigen Tag angedauert. Erst am Rachmittag sind Australier in die Stadt selb st eingedrungen, wo alles in Brand gesteckt und das überalterte Schiff „San Giorgio" mit Dynamit in die Luft gesprengt worden war. Im Westabschnitt leisten noch einige Stützpunkte dem feindlichen Angriff hartnäckigen widerstand. Die in Tobruk kämpfenden italienischen Streitkräfte bestanden aus einer einzigen Division sowie einigen Marineabteilungen und Grenzwächlern. Der Feind selbst sieht sich gezwungen, zuzugeben, daß die von1 Liebesgeschichte beruht weniger auf der geschilderten Beziehung zwischen zwei jungen Menschen aus unserer Zeit als auf der Spannung zwischen Stadt und Land, welche dipse Beziehung belastet und der Emmi. Ich habe die eine heraufbeschworen, und hinter 'ihr tritt auch die andere mit dem Namen Emmi heran, der dem eintönigen Ruf der Goldammer im Heckenwege ähnlich ist. Sie hatte die saubere weiße Schürze' oorgebunden, woraus der Duft von Wiesenbleiche und warmer Bügelkammer stieg. Emmi stand auf der roten Sandsteintreppe des Wirtshauses „Zum grünen Baum". Sie hatte schon vielen Gästen, Handwerkern, Jägern, Fuhrknechten das kühle Glas schwarzen Bieres oder das Viertel eines Hellen schillernden Weines mit einem freundliche* „Wohl bekomm's!" auf die Tische gestellt. Emmi — Emmi, hatten viele Männerstimmen geflüstert — frech, zudringlich, bebend vor Erregung, schüchtern, sehnsüchtig, heiß oder zärtlich. Emmi — Emmi — hatten viele Handknochel geklopft an Türen zu ebener Erde ober an Türen in Mansarden, darum der Dachwind sang; zweimal geklopft, dreimal geklopft, bis ein Schlüssel knirschte ober ein Riegel klirrte ober auch ein spöttisches Gelächter ben Frechen von ber Türe jagte. Emmi — Emmi — lockten Ruse in bie Holz- und bleigefaßten Fensterscheiben hinein und Dämmerungsmüdigkeit eines schwülen Maiabenbs zitterte um bie alten, von Fachwerk durchzogenen Häusergiebel. rnachung mit der Regierung in Washington getroffen, derzufolge auf den Inseln Morgan und Tuckar Wasserflugzeugstützpunkte in Form von Verpachtungen auf 99 Jahre abgetreten worden sind. Atnerikaner verlassen Genf. Genf, 24. Jan. (Europapreß.) Die bisher noch in Genf verbliebenen internationalen Frauenorganisationen, vor allem die Zentrale ber amerikanischen Frauen« verbände, befinden sich in Auflösung. Das Mobiliar wird verkauft, und die Mietverträge sind aufgekündiat. Auch bei den sonst noch in Genf weilenden Amerikanern herrscht Auszugs- ; ftimmung und allgemeiner Ausverkauf. In Genf - werden nur noch einige Journalisten und bie Mitglieder ber konsularischen Vertretungen verbleiben. Oie Schweiz chartert zwei weitere tteberseeschiffe. Genf, 23. Jan. (Europapreß.) Die schweizerische Hochseeflotte wird um zwei Einheiten vergrößert. Das eidgenössische Trbnsport-Kriegsamt hat einen weiteren Dampfer für die Verschiffung schweizerischer Ausfuhrwaren nach U e b e r f e e gechartert. Es handelt sich um das jugoslawische Schiff „Ju r k o T o p i o" von 8250 BRT., das Ende Januar in Genua mit einer für die Schweiz bestimmten Ladung erwartet wird. Nach Löschung ber Labung soll ber Dampfer sofort mit schweizerischen Exportwaren nach Neuyork in See gehen und später, wenn möglich, einen direkten Pendelverkehr zwischen Neuyork und Genua versehen. Ein weiterer Dampfer, die „Glo- r i a", ist Ebenfalls jür den Warentransport Neuyork—Gpnua bereitgestellt. Rom, 23. Ian. (Europapreß.) In politischen Kreisen Roms wurde zu dem italienischen Wehrmachtbericht vom Donnerstag bemerkt, Tobruk (das etwa 115 Kilometer von der libysch-ägyptischen Grenze entfernt liegt) sei durchaus nicht von so starken Truppenverbänden verteidigt worden, wie die englischen Darstellungen behaupteten. Es habe sich nur um eine italienische Division gehandelt, die von einigen Einheiten der Marine und der Grenzwache verstärkt gewesen fei. Wie bei der Belagerung von Bardia ging dem Infanterie- und Pan- zerangriff eine heftige Beschießung vom Meer her voraus. Die Schiffsgeschütze der Alexandriaflotte feuerten die ganze Nacht hindurch in die befefttigte Hafenstadt, bie von der Besatzung zäh verteidigt wurde, obwohl die Stadt umzingelt war. Es war schon während der Belagerung Bardias einigen Panzerwagenabteilungen der Engländer gelungen, bis in bie Nähe von Tobruk vorzustoßen. Sie umgingen den durch eine Hügelkette beschützten Ort und drangen auf die Küstenstraße vor, die jenseits von Tobruk nach Derna^führt, dem nächsten befestig- ten italienischen Küstenort der Cyrenaika. Nach dem nächtlichen Seebombardement warfen bie Orientstaffeln der Royal Air Force Bomben auf die Befestigungen Tobruks nieder. Mit einer überlegenen Anzahl von Panzerwagen begann der Landangriff. Durch weitere Verstärkungen an schwerer Artillerie konnten- die östlichen, nach Bardia hin gelegenen Befestigungen überwunden werden, so daß eine Bresche entstand. Eine Entsetzung ber Stabt war in Anbetracht ber abgeschnittene* Küstenstraße un- möglich. Dey Engländern war es gelungen, bie Zufuhren für Tobruk von der Seeseite her zu sperren und durch die Benutzung des Hafens von Bar- dia schneller eigene Verstärkungen aus Aegypten heranzuholen. In Rom wird ferner darauf aufmerksam gemacht, daß das Gnfyire gegenwärtig seine gesamten militärischen Mittel in Nordafrika und in Ostafrika zusammengezogen hat, wobei es sich eines auten Teils ber neueren amerikanischen Cie- ferungen bebient. Eine Anzahl der von der Royal Air Force in Afrika eingesetzten Maschinen sind amerikanischen Ursprunges. Auch die Truppen kommen nicht nur aus allen Teilen des Empire, sondern unter ihnen befinden sich auch Teile der von P6- tain abtrünnigen französischen Kolonialtruppen, die de Gaulle von Westafrika aus dem englischen Ober» kommando in Aegypten zur Verfügung gestellt hatte. „Ehre den Verteidigern von Tobruk", ruft daher mit Recht Gayda im „Giornale d'Jtalia" aus, die in dem beredten Zahlenoerhältnis von weniger als 1:50 den vereinten Kräften zweier Feinde ftand- gehalter^ haben!" Den ausländischen Beobachtern dürfte sich hieraus und aus Presseäußerungen der Eindruck aufdrängen, daß es bei diesen Kämpfen nicht um an sich wenig bedeutende Wüstenplätze an- bericht vom Donnerstag feststellt, ein altes, b e - einiger Zeit außer Dienst Fährzeug. Das Schiff, das 1908, also war von den Verteidigern von Tobruk als Befestig u n g nach der Seeseite hin verwendet worden. Zu diesem Zweck hatten die Italiener das Fahrzeug mitZement gefüllt. Als dann Tobruk von den italienischen Streitkräften aufgegeben werden mußte, wurde die „San Giorgio" in die Luft gesprengt, um dem Feinde jegliche Möglichkeit einer spateren Verwendung des Schiffes zu nehmen. Oie akademische Jugend Italiens rückt freiwillig ins Feld. Rom, 23. Jan. (Europapreß.) Zur Zeit sind von den italienischen H o ch s ch u l e n große Scharen der faschistischen Universitätsjugend als Freiwillige an die Front abgegangen. Vor ihrer Abreise gaben sie in einer begeisterten Kundgebung vor dem Duce ihrem Kampfeswillen Ausdruck. Wie im Abessinienkriege und im Spanien« Feldzug fehlt auch in diesem Krieg die akademiscke Jugend Italiens nicht. Ein Land, das eine solche akademische Jugend habe, so erklärt „Giornale d'Jtalia", müsse siegen. ßinc Sondermarke mit dem Kopf des Führers und des Duce. Berlin, 23. Jan. (DNB.) Am 30. Januar läßt die Reichspost bei sämtlichen Postämtern und Amtsstellen eine Sondermarke ausgeben, deren Markenbild den Kopf des Führers und des Duce trägt Durch das neue Wertzeichen wird die deutsch-italienische Waffenbrüderschaft im gemeinsamen Abwehrkampf sinnvoll bargeftellt. Da» Wertzeichen zu 12 Pfennig und einem Zuschlag do* 38 Pfennig, der dem Kulturfonds zufließt, wurde »on Professor Richard Klein in München nach Lichtbildern des Reichsbildberichterstatters Professor Heinrich Hoff, mann entworfen. Auch die italienische Postverwal. tung gibt demnächst eine Markenreihe von sechs Werten in ähnlicher Ausführung heraus, deren Markenbtld neben den Köpfen des Führers und des Duce je einen deutschen und italienischen Soldaten zeigen wird. „Ourch feindliche Aktionen verloren." Eine vielsagende Mitteilung des britischen Generalpostmeisters. Amsterdam, 23. Jan. (DNB.) Der britische Generalpostmeister ließ im englischen Rundfunk be- kanntaeben, daß sämtliche Postsendungen von Neuseeland, Wellington und den englischen Südseeinseln, die für England bestimmt, zwischen dem 5. und 23« November aufgeliefert worden seien, urch feindliche Aktionen" verloren gingen. Dasselbe gelte für Drucksachen und Pakete, die in denselben Ländern zwischen dem 1. und 8. November sowie zwischen dem 21. und 22. November für England aujgegeben worden seien. Briefe und Drucksachen, beftimmt für Aden, Birma und Indien, die zwischen dem 9. und 14.11. in England zur Post gegeben worden seien, feien ebenfalls verloren. Dasselbe gelte für Post- fenbungen bestimmt für die französische Somaliküste, den Kongo, Madagaskar, Sansibar, Seychellen, Rhodesien und Südafrika, die in der Zeit zwischen dem 12. und 14. November sowie dem 9. und 14. November in England zur Post gegeben worden seien. Ferner seien alle Luftpostsendungen, gleichgültig für welche Teile des britischen Empires bestimmt, verloren gegangen, die man zwischen dem 12. und 14. November aufgeliefert habe. Heue amerikanische Stutzpunkte Neues für den Büchertisch. — Waldemar Bonseis: Das Anje- k i n d. Eine Erzählung. 179 Seiten. 4,80 RM. West- Ost-Verlag Werner Jöhren, Berlin SW 61 — (274) — Das Buch, feit Jahren vergriffen gewesen, liegt jetzt in neuer Aufmachung und bereits im 145. Tausend vor. Die Auflaaeziffer erinnert an die Zeit, als die Bücher von Bonseis die große literarische Mode waren; obwohl diese Zifter keineswegs etwa an die Verbreitung der „Biene Maja", des „Himmelsvolkes" und der „Indien fahrt" heranreicht, ist die Erzählung doch auch damals viel gelesen worden: in Stil und geheimnisreichem Naturgefühl an jene berühmteren Bücher erinnernd, aber nicht so an» mutig-heiter wie jene, sondern dunkel in der vielen heute gewiß schwer faßbaren • Schicksalsverkettung seiner wenigen Menschen, beschattet von Vergänglichkeit, blutiger Tat und jähem Tod. Hans Thyriot. — Norbert Bruchhäuser: Klaus und Gertrud. Blätter aus einem Lebensbuch. 63 Seiten. 1,20 RM. Ludwig Kichler, Darmstadt. — (267) — Der Heimatschriftsteller Norbert Bruchhäuser, der sich bereits mit seinem Bauernroman „Sanne" einen angesehenen Namen gemacht hat, gibt mit den „Blättern aus einem Lebensbuch" eine Mar und einfach erzählte Liebesgeschichte, deren Gestalten und deren Umwelt unserer engeren Heimat entstammen. Die kleinen Schicksale, von denen hier die Rede tft, sind kaum „unerhört" im Sinne einer bekannten Begriffsbestimmung, sie könnten eher alltäglich genannt werden, und eben deswegen können sie eine über den Bereich etwa einer privaten Herzensergiehung hinausreichende (Bültigfeit beanspruchen. Der eigentliche und, wenn man es recht verstehen will, erzieherische Wert dieser bäuerlichen gar nickt lehrhaften Form für unsere Heimat, für die Liebe zur Scholle, für das Land und die Arbeit auf dem Lande Gefühl und Verständnis zu wecken, ^u verbreiten und zu oertiefen: in der stillen Werbung für solche Gedanken und Werte liegt die tiefere, in gewissem Sinne aktuelle Bedeutung des schlichten Bändchens. Hans Thyriot. — Dr. Karl Hunger und Dr. Theodor San» aenmaier: Kurze Geschichte der deutschen D i ch t u n a. 256 Seiten. 4,80 RM. C. E. Buchners Verlag, Bamberg 1940. — „Die vorliegende Arbeit wendet sich an jeden, dem es um eine gedrängte Darstellung der deutschen Dichtung zu tun ist." Es ist ohne Zweifel ein gewagtes Unternehmen, die deutsche Dichtung von ihren Anfängen bis in die Gegenwart auf 260 Seiten darstellen zu wollen. Immerhin vermittelt das Buch, namentlich für die ältere und die klassische Zeit, eine brauchbare Uebersicht und erste Einführung. Die Dichtung der letzten fünfzig Jahre kommt allerdings, selbst wenn man die knappe Gesamtanlage berücksichtigt, ein wenig zu kurz; jedenfalls kann über die hier bevorzugte Verteilung von Raum und Gewicht gestritten werden, ebenso über die Auswahl: mancher Leser wird nicht unwichtige Namen vermissen, andere entbehrlich finden, wieder anderen nur in einer summarischen Auszählung begegnen (Kriegsdichtung; Bamberger Dichterkreis). Die Würdigung des Dichters Wilhelm von Scholz — „ein Jahrzehnt lang Dramaturg und Spielleiter in Stuttgart, fühlt sich besonders, von den Geheimnissen des Zufalls angezogen" — scheint uns, um ein Beispiel zu nennen, bei aller gebotenen Raumbeschränkung doch etwas dürftig. Begrüßenswert sind die guten und verhältnismäßig recht zahlreichen Bildbeigaben. rians Thyriot. auf den Bermudas. Stockholm, 23. Jan. (Europapreß.) Amtlich wird in London mitgeteilt, daß die Regierung der Vereinigten Staaten bei den Verhandlungen über die Verpachtung von militärischen Stützpunkten auf jj den Bermuda-Inseln bzw. den Kleinen Antillen den jg Wunsch geäußert habe, unabhängig von den bis- ö0 herigen englischen Zusagen die Errichtung । \ weiterer Stützpunkte zu erlangen. Es j j handelt sich um Stützpunkte auf „einer ober mehre« ren Inseln bei Great Sound" (Bermudas). 11 Die in dieser Frage zwischen England und den Ver- , । einigten Staaten geführten Sonderverhandlungen ।, sind nunmehr abgeschlossen worden. Der Gouverneur der Bermuda-Inseln hat eine Ab« — „Heimwe h", Gedichte von ßotte Bette. 76 Seiten. In Leinen gebunden 2,80 RM. Ehr. Belfer, Stuttgart. — (270) — Lotte Bettes niederdeutsche Gedichte, vielfach in Zeitschriften und Zei- hingen veröffentlicht und im Rundfunk^von ihr vor- getragen, erscheinen in einem hübsch ausgestatteten Bändchen. Die Verfasserin versucht in ihren Gedichten die Stimmen und Stimmungen der Menschen im niederdeutschen Raum einzufangen. Wem die Mundart keine Schwierigkeiten macht, der wird j n der ßen G'e aß® 65/80 4208 rwag»n gen . ",:®r«soh, Diese Drer . find bekannt \ »n. , \ Stabt \\ unix / l\\ £anti /I apiiänleulnaiit Prien dankt seinen Kameraden lelobte, dem derzeitigen utr w MAngnffausdas größte englischeAluminiumwerk • Oas Husarenstück einer tapferen deutschen Flugzeugbesahung. i) ame Bon Kriegsberichter HanS Heinrich Dienstbach. Glückwunschtelegramm. hatten. , . Aber Schweres kommt noch für sie. Alle nord- englischen Jäger sind nun rebellisch, alles lauoxt aus sie und die Chancen aus diesem Hexenkessel her» auszukommen, sind sehr gering. Im Tiefflug rasen sie durch das Loch Reh. So dicht an den Langen entlang, daß dem Mann unten in der Wanne die s-xaare xu Berge stehen Bäume, Fernsprechleitun. Kleine politische Nachrichten. In Brüssel fand anläßlich des Besuches des Korpoführers Hühnlein bei den Männern der Trans« portbrigade „Luftwaffe" ein Kameradschaftsabend statt, auf dem der 2^'sehlshaber des Lustgaues die NSKK.-Brlgade „Lustwasfe" in seinen Befehlsbereich übernahm. Nach erfolgreicher Feindfahrt mit seinem U-Boot zeichnet Kapitänleutnant Prien zwei seiner Besatzungsmitglieder aus. — (PK.-Kölle. — Scherl-Pi.) Der ungarische Hoiwedmlnister Vitez Bartha, der in-Berlin eintraf, war am Abend des 2.'l Januar Käst des Chess des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarsct>all Keitel, und folgt am 24. Januar einer Einladung des Oberbefehlshabers des Ersatzheeres, Generaloberst F r o m m in Vertretung des Oberbefehlshabers des Heeres. Führerinnen sollten sich stets bewusst sein, dass der Reichsarbeitsdienst einen Repräsentanten des neuen Deutschland darstclle und eine der markantesten Neuschöpfungen des nationalsozialistischen Reiches sei. Diese Erkenntnis müsse Führer und Führerinnen gerade hier auf diesem vorgeschobenen Posten zu einer ganz besonderen Haltung verpflichten. .... javanischen besuchte. Anlässlich 'en worbt- ibungtn Mmpirt Aschen bta enf. bisher not tionahr allem iii , grauen' Ölung. Joi 'ertrage fin! ch tn (N luszugt- uf 6er.' inb die Dlii1 i verbleiben lingcns. , _ irjf _ . Und nun kommt es zum schwersten Entschluß des Unternehmens. Etwa 8 Kilometer hinter dem Ziel reißt Leutnant Mündel den Vogel in dem engen Tal herum. Bis auf 3 Meter kommen die Flügelspitzen dem Berg nahe, bis auf 20 Meter wird die Maschine an tx?n Boden gedrückt. Der im Plan vor- gesehen gewesene Anflug aus der Ostrich- jung wird gewagt. Das unmöglich Erscheinende S'erung bn ungen üb« punkten qb| Antillen bet 'n den bit richtuns angen. ih oder mehn- ?Berhiubai) nb den Sto lhandluM orben. in t eine W hington gt- i r g a n un! Farm cor ! abgetretr Innerpoliiischer Burgfriede in Japan. VaS Parlament verzichtet auf Interpellation. - Vie Regierung vertagt die Wahlreform um ein Jahr. (Tibereu Blatt. , o ______ Und dann ist es soweit. Die beiden Iunkersmo- hren brausen auf und reißen die Ju über die lange Citartbahn. Vollgetankt bis zllm „Stehkragen , denn ls n- und Rückflug sind ein langer Weg, wuchtet b r brave Vogel die beiden schweren Bomben m den nächtlichen Himmel. Festes Vertrauen erfüllt die ocr Männer zu ihrer bewährten Maschine. Sie ha. b' n noch Zeit, zum letztenmal alles genau zu über- b nken. Der Kommandant, Oberleutnant F i d o^r r a r.chnet noch einmal seinen in monatelanger Arbe entstandenen Plan durch. Er weiß, daß er sich aus H Führer der Maschine, Leutnant Mündel, d- r vor seiner schwersten fliegerischen Aufgabe steht, r-rlassen kann, ebenso aber auch auf den Bordfun- kr Ol'erfeldwebel Bothe und den unten in der Aanne liegenden Bordschützen Un eroffizier L e m - b-erg, der in dieser kleinen Gemeinschaft noch eine b-sonders wichtige Aufgabe hat, von der ebenfalls ^Ä,woh0si^gedrosselt fliegen, denn der lange Weg r-rlanqt forglichste Einteilung des Brennstoffvor. tih, kommen sie nach erstaunlich kurzerZ ardschottland an, und holen nun imBogen aus r-ich der zerklüfteten schottischen Westküste. (elbst wenn sie von den britischen Horchgeräten er- fußt werden, kann niemand dort unten werken^wo- i’4 gen, Schlffsmasten, Sperrballone, alles ist im Wege. Aber mit fast nachtwandlerischer Sicherheit bringt der Flugzeugsührer die Maschine ost aus Meterabstand zwischen all diesen Hindernissen durch. Und nach einer halben Stunde versinkt hinter ihr Schottland, hinter ihr bleiben die verzweifelt suchenden englischen Jäger. Und wenig später wissen die vier ein- foiiicn Manner, daß sie den Feldfluahafen w eder erreichen werden. Eine fliegerische Tat ist geglückt. Sie haben ins Scl)warze getroffen und der englischen Rüstungsindustrie schwersten Sct)aden zugesügt. L)er Einsatz hat sich gelohnt. Persönlichkeit und Gemeinschaft. Dr. Ley vor westfälischen Betriebssichrer«. der Dämmerung, und es muß tief geflogen werden. Dann stehen sie bei der Insel Eigg, und nun folgt der Flug durch den Engpaß zwischen dem Sound of Arisaig und dem Loch Eil. Die Täler sind hier kaum 50 bis 80 Meter bryit, es ist eine fliegerische Meisterleistung, diese schnelle Maschine im Tiefflug hier durchzubringen. Dicht bepflastert ist das Loch Eil mit Handelsschiffen und kleinen Bewa- chungsschiffen. In drei Meter Höhe jagt der deutsche Vogel zwischen ihnen durch. Die vier Männer können in der Dämmerung sehen, wie die Schiffsbesatzungen munter werden. Dann ist der 1343 Meter hohe Ben Revis in Sicht, an dessen Fuß die Stadt Fort W I l l i a m und das ersehnte Ziel liegen. In einer Linkskurve chießt die Maschine dicht über dem Boden auf b i c Aluminium werke z u, die jetzt deutlich sichtbar sind. Schon ist die Flak dort unten munter ge- worden und speit dem Angreifer gut sitzende Lagen entgegen. Gespannt sitzt der Kommandant am Ziel- gerät. Jetzt müßte er die Bomben auslösen. Aber er kann sich nicht entschließen. Durch die Kurve schiebt die schnelle Maschine etwas seitlich, und die Bomben würden ihr Ziel vielleicht nicht treffen. Schon ist der Augenblick des Abwurfes vorüber und damit auch eigentlich die einzige Chance des Ge- Der Vorsitzende der bulgarischen Reserveoffiziers- Vereinigung, General a. D. S ch k o j n o f (, hielt im Militärklub von Sofia einen Vortrag über seine Reise durch die deutschen Schlachtfelder im Westen. Den Anlaß zu dieser Reise bildete die Ueberretchung einer Dankadresse des bulgarischen Reserveoffizierkorps an den deutschen General, der mit seiner Division in Nenilly als erster etngeriickt mar und damit auch das Bulgarien aufgezwungene Friedensdiktat symbolisch vernichtet hat. Oer Reid»e für H Seqdjeiii, eit dwiftfjg 9- unb u Am 25. Januar findet im neuen Auostelluntzs- gebäube ber Kunstakabemie i n Sofia die Eröffnung der unter ber Schirmherrschaft beo König» ber Bulgaren stehenben Ausstellung „N e u e b e u t- s che Baukunst- statt Die Auoslelluna wird ncranpaltet von bem Generalbauinspektor für ble Relchshauptstabt, Professor Albert Speer, und dem Oberbüraermelstcr der Stadt Sofia unter Förderung des Reichsniinisters des 'Auswärtigen unb bes Roichsmlnisters für Volksaufklärung unb Pro- paganda. __________ ___________ le Gefolgschaft zu leisten unb auf jegliche Interpellation zu oerzichten. Als Gegenlcistuna für biefe Haltung des Parlaments beschloß die Regierung, bem Parlament in biesem Jahre nur solche Gesetzentwürfe vorzulegen, bie für b i e V e r - voll tänbigung ber Wehrkraft erfor- b e r l ch seien, unb alle diejenigen Vorlagen zu- rückzu teUcn bzw. zurückzuziehen, die Auseinandersetzungen ober gar Konflikte Hervorrufen konnten. In Ausführung bieses Beschlusses trat bas Kabinett noch am Mittwoch zusammen. Unter bem Vor- sitz bes Ministerpräsidenten Fürst K o n o i) c wurde unter den 120 zur Vorlage an ben Reichstag be- stimmten Gesetzentwürfen eine Auslese getroffen. Unter ben gestrichenen Vorlagen beflnbct sich vor allem bas neue Wahlgesetz, bas von ben nationalistischen Reformkreifen entworfen uiib da- zu bestimmt war, bie bisherige Form bes Parlamentarismus enbgültig zu beseitigen. An biesem Entwurf hätten sich ble innerpolttischen Gegensätze wahrscheinlich entzündet. Statt dessen wird bie Regierung ein Ausnahmegesetz vorlegen, burch bas bie laut Verfassung im fommenben Avril fälligen Neuwahlen zum Reichstag, sowie ben Provinziallandtagen, Kreistagen unb Stadtverorb- Pflege der Kameradschaft utrb zur Pflege der sol-1 datischen Tradition verbreitet war, ist ein Beweis I Vier lote bei einem hauseinslurz in Salerno. bk schliefen, wurden unter den Trümmern be- Äus den TrümMern wurden vier Personen als Leichen geborgen. Vier Tote bei einem Deckeneinsturz in Pavia. In der Nähe von Pavia stürzte nachts in einem Bauernhaus die Decke ein, da auf dem Dachboden übermäßig viel Neis gelagert war. Bier Personen, weckte, und seine Auffassung vom Staat, wie sie in seinem „Antimacchiavelli" und seinem bekannten Ausspruch „Der Fürst ist der erste Diener seines Staates" zum Ausdruck kommt. Dann erstattete der Vizepräsident Geh. Justizrat Professor Dr. H e y - mann den Jahresbericht. Professor Dr. Defant Kameradschaften gehören, wie die älteste Kriegerkameradschaft Wangerin, die im Jahre 1786 gegründet wurde, dem NS.-Reichskriegerbund an. Festsitzung der Preußischen Akademie der Wissenschaften. ebenfalls von den Schneemassen erfaßt. Mehrere Personen wurden 600 Meter weit mitgerissen. Sie konnten sich erst in letzter Minute retten. Drei Schifahrer von einer Lawine getötet. In den waadtländischen Alpen ging eine riesige Lawine bei Föhnwetter unweit von Chätel—St. Denis zu Tal, als eine Gruppe von Schiläufern ihren Weg kreuzte. Drei Alpinisten wurden von den Schneemassen begraben. Grippe-Epidemie in Schweden. Schweden wird von einer Grippe-Epidemie heimgesucht. Aus verschiedenen Provinzstädten werden täglich bis zu 50 Erkrankungen gemeldet. In Stockholm macht sich bei den Banken und Postanstalten eine große Personalknappheit bemerkbar. Stellenweise ist ein „M u n d s ch u tz" eingeführt worden. Straßenbahnschaffner, Kellner, Bankbeamte __________ _____________, .... _______ ! In der Nacht zum Donnerstag stürzte in Eastel- für'das im Deutschen lebende Soldatentum. Diese San-Lorenzo (Salerno) ein vierstöckiges ..... '" *■" "" "" - Haus ein uni), begrub die Einwohner unter sich. Aus alter Welt. General von Eonta f. Im Alter von 84 Jahren starb in Frankfurt a. O. General der Infanterie a. D. v o n C o n t a. Seine Laufbahn begann als Fähnrich im Westfälischen Infanterie-Regiment Nr. 23. Dann war er Adjutant der 37. Infanterie-Brigade und Kompanie- chef im Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 95. Beim Generalkommando des XVI. Armeekorps im Infanterie-Regiment Nr. 98, im Garde-Grenadierregiment Nr. 5 und im Infanterie-Regiment N r. 116, tat er in den folgenden Jahren Dienst, um 1907 Kommandeur des Füsilier-Regiments Nr. 80 zu werden. Als Generalmajor kommandierte er die 18. Infanterie-Brigade und wurde im Januar 1914 Generalleutnant und Kommandeur der 1. Division in Königsberg. Seine Division führte er in den Schlachten bei Tannenberg und an den masurischen Seen zum Siege. Mit seinen ost- preußischen Regimentern kämpfte er in den Karpathen, erstürmte den Zwinin und machte den Siegeszug durch Galizien und Polen mit. Ende Juli 1916 wurde General v. Eonta Kommandeur des neu aufgestellten Karpathen-Korps. Seine Leistungen wurden im Oktober 1916 durch den Orden Pour le mdrite anerkannt. Mit dem IV. Reserve-Korps nahm er an der großen deutschen Frühjahrsoffen- sioe 1918 teil. Am 24. März wurde ihm in Anerkennung der hervorragenden Leistungen der ihm unterstellten und von ihm mit großer Tatkraft geführten Truppen das Eichenlaub zum Pour le msrite verliehen. Am 18. August 1918 erwarb sich General v. Eonta neue Verdienste in den schweren Abwehrkämpfen. Seine energische Führung wurde durch die Verleihung des Kronen-Ovdens 1. Klasse mit Schwertern belohnt. Ivojähriges Bestehen von Kriegerkameradschaften. Im Jahre 1941 können 25 Kriegerkame- Professor Dr. Richard Schorr, die B r a d l e y - i bisher durchweg noch keinen ernsten Charakter an- r a d s ch a f t e n auf ein hundertjähriges Bestehen Medaille, die von dem ordentlichen Mitglied genommen, greifen jedoch überdurchschnittlich schnell zurückblicken. Diese Kameradschaften wurden im der Akademie, Arthur von Auwers> aus Anlaß1 um sich. Stockholmer Aerzte sprechen von einer Jahre 1841 von gedienten Soldaten ins Leben ge- seines 50jährigen Doktorjubiläums im Jahre 1912 । täglichen Verdoppelung der Erkrankungen und rufen. Die Tatsache, daß schon damals das Streben für Hervorragende Forschungsarbeit auf dem Gebiete I glauben, daß der Höhepunkt noch lange nicht erzürn Zusammenschluß ehemaliger Soldaten zur, der Astronomie gestiftet worden ist.__________________I reicht ist._______________________________________________ berichtete über das jetzt abgeschlossene 16bänbige Werk, das die wissenschaftlichen Ergebnisse der deutschen atlantischen Expedition auf oem Forschungsund Vermessungsschiff „M e t e o r" nach zehnjähriger Arbeit — die Expedition selbst fand in den Jahren 1925/27 statt — darlegt. Professor Dr. We st ermann berichtete über die Sprachauf- ir a h m e n an Volksdeutschen aus Galizien, Wolhynien und Bessarabien, die u. a. für die Sippenforschung von erheblicher Bedeutung sind. Prof. Dr. Blutenandt hielt den Festvortrag über das Die Preußische Akademie der Wissenschaften beging die Feier des Geburtstages König Friedrichs . —-.......— des Großen und des Tages der Reichsgründung, graben. Sie konnten nur tot geborgen werden. Unter den Ehrengästen bemerkte man -die Reiche Ein Bauernhof durch Schnee ins Meer gedrückt, minifter Dr. Rust und Seldte. In seiner (Eröffn | $n der Gegend des Nordkaps auf norwegi- nungsansprache behandelte der Präsident der Akade- fd)em Gebiet ist ein aus mehreren Häusern bestehen- mie, ^-Oberführer Professor Dr. Wahlen, Fried-der Bauernhof durch einen Schneerutsch ins Meer rich den Großen, der die Aakademie durch Berufung hinausgetragen worden, wie aus Norwegen gemel- heroorragender Forscher und durch persönliche An- , det wird. Dabei kam eine Frau mit ihren drei teilnahme an ihren Arbeiten zu neuem Leben er- Kindern ums Leben. Ein weiteres Gebäude wurde Ehlnefifche Piraten. Vier mit etwa 60 chinesischen Piraten bemannte Dschunken überfielen vor einigen Tagen bie Insel Pingschau in der Hongkong benachbarten Mins-Bucht. Die Piraten, die unbemerkt von der Hongkonger Wasserpolizei gelandet waren, plünder. ten die Bewohner ter Insel aus und verließen Pingschau mit einer Beute von etwa 20 000 Dollar. Weiter nahmen sie 25 Chinesen als Geiseln mit Es ist dies seit Jahren die erste größere Aktion chinesischer Piraten in der früher wegen Seeräu. berei berüchtigten Bucht. Großseuer im Dubliner Schloß. Wie der britische Rundfunk meldet, ist im Dubliner Schloß (Dublin Castle), dem ehemaligen Sitz der britischen Regierung in Irland, ein Großfeuer ausgebrochen. Die Räume des Handelsministeriums hätten schwere- Schäden erlitten und eine Anzahl von Dokumenten sei vernichtet worden. Institut für Meeresbiologie in helfingör. Anfang Januar Übersiedelt das von dem dänischen Wissenschafller Dr.phil. Gunnar Thorsen auf her Insel Hven im Oeresund begründete Laborator.um für meeresbiologische Untersuchungen nach der Stadt H e l s i n g ö r , wo das Institut feine Forschungs- arbeiten zur Aufhellung der Zusammenhänge zwi- scheu Fischreichtum und Kleintierwelt der Meere fortsetzen wird. Dr. Thorsen, welcher sich mit der Ernährung der Fische beschäftigt hat und die Bedeutung einer genauen Kenntnis der Ernährungsverhältnisse der Meere für die Fischerei nachwies, hofft, nach den Untersuchungen über die Plankton-Tierchen im Sund fein Arbeitsgebiet auf d:e benachbarten Gewässer auszudehnen und durch systematische Erforschung und Kontrolle des Auftretens dieser für die Ernährung der Seefische wich- tigen Lebewesen die denkbar besten Voraussetzungen für eine Ertragssteigerung der Fischerei zu schaffen. Vüupudjctrtlener: Dr .trtebnd) ©ilbelm Lange Stellvertreter M HaupNchrUtietlers Ernst Blumschein. verantwortlich ür -foiitC und •■8über Dr. Fr. W. Lange für das pfeu'.ieton: Dr. Hans Thyriot; ür Stab' Gießen. Provin?, ^triidia-. u. Sport: Ecnn B.umiche i Druck uno Verlag Brühl.che Unirer'fie&- Vorführung kostenlos u.unverbindlich hießen Bahnho Straße 49 Ruf 3941 ASTRA addiert,saldiert und schreibt Statt Karten In tiefer Trauer: | Vereine | Erich Weidig, Oberleutnant d. Sch. Berlin, Gießen (Am Alten Friedhof 18), den 24. Januar 1941. statt. 377D 379 D I-iich: Drog. Zimmer. 129V 375D Gießener Anzeigers. 86SD Die Trauerfeier findet Montag, 27. Januar, um 13.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bitte ich abzusehen. Beginn um 14 Uhr. Finan amt Gießen, Friedberg, Alsfeld, Büdingen, Grünberg, Hungen, Lauterbach, Nidda, Schotten. Vermietungen^ Einfach möbl. Zimmer mit Schreibtisch, gut heizbar zu vermieten. Schr. Ang. unt. 0259 a. d. G. A. führung der Svzialausgleichsabgabe. Nähere Auskunft erteilt das Finanzamt. Gießen, den 21. Januar 1941. Tüchtige Zriseuse für sofort oder später gesucht Salon Gath Gießen 370D BahnhoMr. 62. Gestern verschied nach kurzer Krankheit meine liebe, fürsorgende, mir unvergeßliche Mutter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante SAMUM Mü.Hem nach der Natrrrschuyoerordnung 00m 18. Mür 1 1936 (91® CI. 1 Seite 181 und den ergänzenden Bestimmungen, aus führlid) erläutert von Professor Dr. W Weber, 0. ö. Pros, der 'Rechte und Refereni m Reichs- und Preußischen Ministerium füi Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und Prof. Dr. Walther Schoenichen Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6u oBermööer erioa.Win Wer Frau Til ly Weidig Ww., geb.Belloff kurz nach Vollendung ihres 57. Lebensjahres. 18. Freitag-Miete! 19-21.15 Uhr Des Meeres und der Liebe Wellen Trauerspiel von Grillparzer Preise von RM. 0.60-3.10. 824d Haus z. kaufen gesucht mit zirka 3x4-5= Zimmer - Wohnungen Baranzahlung 18.000 RM. Schriftliche Angebote unter 380D a. d. G. A. NSRL Kreis 8/Fachamt Radfahren. Am Sonntag, den 26.1. finden in der Turnhalle des T. V. 1846 MalMtarbe Zur Mitarbeit am Schreibtisch und zu gelegentlicher AuskunttSeinho- hing nn Stadtgebiet wird schreibgewandter, gewissenhafter Mann od. geeignete Frau zurZusammen- stellung eines großen Nachschlagewerkes f. mehrere Monate gesucht Näheres in der Geschäftsstelle des kaufen Sie sich sofort eine Flasche Husta-Glycin. Das bringt schnell Hilfe und wohltuende Linderung bei Husten, Halsschmerzen, Verschleimung usw. Fl. RM 1.- Drog. Win!erhoff, Kreuzplatz 9 Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69 Drog. Eigen, Seltersweg 66 Drog. Seibel, Frankfurter Straße 39 Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 ös Am Sonntag, dem 26. Januar 1941, ab nachmittags 4 Uhr, gemütliches Beisammensein |ry mit TANZ im Saale *z1js,/ des Burghofs. Tr Hierzu laden wir unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen herzlich ein. Deutsche Slenoerafenschalt Ortsverein Gießen. S7sv | Verkäufe Kinderwagen zu verkauf. n247 Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gießen. Anzeig. .Mündlich können 2iees>nur wenigen lagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige tagen Sieesnl'en Bekanntmachung. Nach der Zweiten Verordnung des Reichsministers der Finanzen zur Durchführung der Verordnung über die Erhebung einer Sozialausgleichsabgabe vom 24. Dezember 1940 (RGBl. I S. 1666, RStBl. 1940 S. 1065) sind die Vorschriften über die Erhebung einer Sozialausgleichsabgabe, die bisher nur auf Polen anzuwenden waren, auch auf Juden ausgedehnt worden. Hiernach haben jüdische Steuerpflichtige einen Zuschlag zur Einkommensteuer (Lohnsteuer) in Höhe von 15 vom Hundert des Einkommens als Sozialausgleichsabgabe zu entrichten. Jude ist, wer von mindestens drei der Rasse nach volljüdischen Großeltern abstammt. Als volljüdisch gilt ein Großelternteil ohne weiteres, wenn er der jüdischen Religionsgemeinschaft angehört hat. Als Jude gilt auch der von zwei volljüdischen Großeltern abstammende staatsangehörige jüdische Mischling, 1. der am 16. September 1935 der jüdischen Religionsgemeinschaft angehört hat oder danach in sie ausgenommen wird, 2. der am 16. September 1935 mit einem Juden verheiratet war oder sich danach mit einem solchen verheiratete, 3. der aus einer Ehe mit einem Juden im Sinn der Sätze 1 und 2 stammt, die nach dem 17. September 1935 geschlossen ist, 4. der aus dem außerehelichen Verkehr mit einem Juden im Sinn der Sätze 1 und 2 stammt und nach dem 31. Juli 1936 außerehelich geboren wird. Es ist für die Sozialausgleichsabgabepflicht einerlei, ob der Jude die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder ob er staatenlos ist. Arbeitgeber, die jüdische Arbeitnehmer beschäftigen, sind verpflichtet, die Sozialausgleichsabgabe zusammen mit der Lohnsteuer vom Arbeitslohn einzubehalten und an die zuständige Finanzkasse abzuführen. Der Reichsminister der Finanzen hat Lohnsteuerlabellen herausgegeben, die die Lohnsteuer einschließlich der Sozialausgleichsabgabe enthalten. Die Sozialausgleichsabgabe der Juden ist beim laufenden Arbeitslohn erstmalig von dem Arbeitslohn zu erheben, der für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. Dezember 1940 endet. Tie Sozialausgleichsabgabe der Juden von sonstigen (insbesondere einmaligen) Bezügen ist erstmalig von den Bezügen zu erheben, die dem Steuerpflick)tigen nach dem 31. Dezember 1940 zufließen. Die Vorschriften über die Erhebung der Lohnsteuer gelten auch für die um die Sozialausgleichs- abgabe erhöhte Lohnsteuer. Die Arbeitgeber haften hiernach dem Reich für die Einbehaltung und Ab- Aedbswtnterbttür Lotterie Stadttheater greif ag, 24.3flnuarioy Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) llr. 20 Zweites Blatt beginn ist. Eii m Main rie in der ist das Netz zu sehen, ein Korkstück nach dem andern . n k. . ....... X VT? O a Id Ul nächst nach Mast an sehen, aber wie erstaunt sind mir, als mir Das Z2M ♦ Dgl. Gieß. Anz. Nr. 18 vom 22.1.41. über front eude 40PI die große Tube* die kleine Tube: 25* > Sie Mimte \ einer tazeigi Oer Bäckerfranzl Von Karl Spengler. dickbäuchigen Gefäße. Wer dieser bemerkenswerten Erscheinung auf den Grund gehl, der findet bald Ursachen qenug^ Vor allem haben die Soldaten einen wesentlichen Anteil an der Bevorzugung der Flaschen. Flaschen lassen sich leicht transportieren, weshalb sie rasch m Die Lager und Kommandostellen gebracht werden kam nen, wo sich ein Bierhahn nicht immer als tauglich erweist. Auch in die Flakstellungen am Stadtrand dringt die Bierflasche ohne Schwierigkeiten, und dasselbe trifft zu bei den vielen Gemeinschottslagern, die im Zusammenhang mit den großen Bauvorhaben entstanden sind. Auf diese Weise hat die Bier, flasche einen größeren Abnehmerkreis als in ^rie- denszeiten gewonnen, und es läßt sich ohne Heber- treibung behauvten. daß setzt mancher den S'stuck aus der Flasche mit Eleganz nimmt, der vor dem Krieae dabei eine ziemliche Ungeschicklichkeit berate» Boden besteht aus eingelegtem Marmor. Der Mittelpunkt des Mailänder Lebens ist der Domplatz mit der sich anschließenden Galerie Viktor Emanuel. Diese Galerie hat die Form eines Kreuzes und ist rechts und links von eleganten Restaurants, Cafes und Läden flankiert, sie ist der beliebte Bummelplatz der Mailänder. Am Nordausgang der Galene befindet sich die „Piazza della Scala" mit dem Denkmal von Leonardo da Vinci und dem „Teatro della Scala", die Opernbühne von Weltruf. An einem Samstagnachmittag haben wir Ge- Lippen bringt. Ob es schneit oder regnet, ob Winterstürme heulen oder linde, märzliche Lüfte säuseln, für ihn geht immer die Sonne auf. Wenn aber der kommende Tag einen rosenroten Streifen im Osten vorausschickt, dann tritt Franzl mächtig in die Pedale und tremoliert mit all seiner jugendlichen Inbrunst: „Die Sonne geht auf--- Er ist ein Sonntagskind. Manchmal aber huschen doch auch Wölkchen grau und weiß darüber hm und werfen kurze Schatten. Der Meister raucht nämlich keinen Guten. Für ausgehende Sonnen mit spitzmäuligen Pirouetten und Tremolos hat er kein Verständnis. Und wenn es gar einmal passiert wie gestern--- Also gestern früh hatte Franzl wie sonst seine duftende Fracht Semmeln, Eierweckln und Kaisersemmeln geladen. Er windete mit der Nase m der Lu't und roch den März. Da trat er leidenschaftlich die Pedale: „Die Sonne geht auf — — — Jedenfalls hat er den Mann mit dem Handwagen zu spät gesehen. Als er die Lenkstange Herumriß, war's schon geschehen. Mitsamt dem Tragkorb hob es chn über das Rad hinweg mitten auf Nach achttägigem Aufenthalt in der schonen Stadt Mailand treten wir die Weiterreise nach G e n u a an. Wir fahren durch herrliche Gebirgslandschaften, über hohe Dämme und durch viele Tunnels. Nach 'dem Durchbruch der Apenninen, d. h. nach einer Fahrt durch einen über 8 Kilometer langen Tunnel, ' öffnet sich das malerische Tal der Polcevera. Nun anregend wirkt. Die italienische Kü, z flügel, Nudeln und Reisspeisen, stilwidrig empfunden werdeii. Und wenn bei einem Richtspruch etwa ein Gast zugegen ist, der sich nicht aufs Trinken aus der Flasche versteht, so wird er sich nichtsdestoweniger bemühen müssen, es den Männern vom Bau gleichzutun, auch wenn es ihm ________i unter den gegenwärtigen Voraussetzungen aber nur ein Bauerntum erfüllen, das in seiner äußeren und inneren Haltung gefestigt und klar und zielbewußt auf die kommenden Aus- Aus der Stadt Gieh Oer Schluck aus der Flasche. Durch Italiens Gaue im Kriege. Erinnerungen an die Heimfahrt mit italienischen Landarbeitern von Oderheffen nach Italien. Von C. Tidoni, Gießens) verdunkelungszcit 25. Januar von 17.54 bis 9.15 Uhr. rleichteruU tgebiete (£i zember 013) sind k nd deuW WM.. —— Bahnhofes fällt uns zur linken Seite das Denkmal des Entdeckers Amerikas, Der im Frieden durch die Erzeugungsfchlacht errungene Leistungsstand der deutschen Landwirt- r -L '1 r. ■ - cs -: ff am Hm' " Ul LU. .....—' ' . er V L wollen das Meer sehen. Es wird uns eine Fahrt mit der „Circonoallazione a Mare" (Rundfahrt Vollkornbrot macht die Wangen rot. Sein Nährwert und seine Bekömmlichkeit machen es zu einem hervorragenden Volksnahrungsmiltel. fen hätte. Allerdings zeigt sich hier auch eine Kehrseite. Der Beliebtheit des Flaschenbiertrinkens entspricht nicht die vorhandene Menge an Bierflaschen. Zwar verfugen die deutschen Brauereien etwa über 200 Millionen dieser snmpathischen Gemäße, doch ist diese Zahl einigermaßen knapv. und da die Glasmdu ttie gegenwärtig wichtigere 2Iufaalben hat, bleibt nichts anderes übrig, als durch rasches Leeren der Flaschen und Wiederfüllen mit der vorhandenen Menge auszukommen. Wodurch sich zweifelsfrei allerlei aussichtsreiche Perspektiven für denienigen erahnen, Der an dem Schluck aus der Flasche Geschmack geroon- nen hat. H.W.Sch. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 bis 21.15 Uhr „Des Meeres und der Liebe Wellen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Rosen in Tirol". — Lichtspielhaus Bahnhofsttaße: Was will Brigitte?" — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadtheaters. ___ Handschrift. Eine sehr breite! , Franzis linke Backe brannte höllisch und lief auf wie ein Fleischpslanzl. Dann bestieg er mit einer neuen Ladung fein Gefährt. Er roch Den März nicht mehr, achtete nicht auf den rosigen Himmelsstreifen im Osten. Leise tremo» lierend und melancholisch pfiff er vor sich hm: „Die Sonne geht auf---" Lenau wurde em Ge- dicht auf ihn gemacht haben. Das waren die Schatten, die dann und wann das Sonnenkind Franz! huschten. 1 fohti » ’biumidxi ’ ÜODqf i । ' »r Hmu htz römmn höher als ein Tisch, hatte zwei eiförmige Glasöff« nunqen und wurde in der Nähe des Fensters auf- gebaut. Der Besitzer der Herrlichkeit, Erzähler, Vorführer, Geldeinsammler und Erklärer in einem, fuhr sich unter den Gummikragen, räusperte sich und sprach also: „Mir wolle erscht die Schlacht bei Spichern nemme, bann es amerikanisch Erdbewe und Dann De Jwwerfall aus Port Arthur. — Erscht awrver die Gelder her, unner Drei Pfennig werd D e^b and Hut Des Mannes kreiste, füllte sich langsam, aber stetig mit Kupferzweiern unD Nlckel- fünfern unD unsere jungen Seelen wurden weiter in Dem GeDanken, in Den nächsten Minuten Den Sturm auf Die Spicherer Höhen zu sehen ... Und Den sahen wir. Wir sahen, rote unsere Deutschen Soldaten Den hohen, von den Franzmännern verteidigten Berg mit Dem brennenden Dorf hoch oben im zähen Sturmschritt erkämpften sahen die Pulverroolken über ihren Häuptern unD erlebten jitternb mit, was sich Da vor unseren jungen Augen Ä A ,en ** Hör. e,m bäni|(k len Qllj > 8”ld)uet r.xet »» !td) mit > ■9t hat; 2er ere- Icherei nej n über । ^gebiet c J und biL- le des L fische Uussetzv vischerei j Dicht vor uns stieg tapfer em iun?er Trommler Den RanD hinan, seine „Schwalbennester leuchteten auf Den Achseln, und seine HänDe gingen unentwegt über dem Kalbfell, wenngleich vor ihm sein Leutnant eben, Die ToDeskugel im Herzen nach vorne fallend, Den Degen in Die Lothringer Erde stieß. Es herrschte eine Stille beim Beschauen Dieser Bilder, die den ersten Krieg zeigten, den unsere jungen Augen sahen, Daß, wäre nicht das leise ichkeisenDe Geräusch gewesen, das Der Mann mit feinen. Die BilDer weiterschiebenDen Fmgern verursachte — man unsere Herzen wohl hatte schlagen hören. Dann, als Die Klasse durch roar Dne $reu6en Den Berg erobert hatten, zu Dessen Fußen sich heute noch Die9 „Goldene Bremm" lagert, Da fragte Der gutmütige Guckkastenmann, was mir nun sehen wollten. Unsere HänDe hoben sich: „Noch emol das- felbc— Da haben wir die Schlacht bei Spichern an diesem Tage mehrmals gesehen — und erlebt, mpif es Deutsches Mannestum war. Später einmal, im Jahre 1931, sah ich den Guck- taftenmann wieder. Den Kasten hatte er nicht mehr. Nach Guckkasten verlange nun niemand mehr, meinte er. Aber noch einmal habe ich an »hn und seine Bilder lebhaft gedacht, als im Fahre 1940 Die Urenkel Der Damaligen Sturmer als junge Soldaten unseres Führers Adolf Hitler Den gleichen kampferfüllten Weg schritten, unverzagt, aufrecht unD tapfer wie einst Die Ahnen vor siebzig Jahren. Zur Zeit unserer Großellern war noch das dunkles „Der wertvollste Bestandteil Des Getreidekorns, Yt Rogaenbwt^ls kräftige, gesunde Hausmannskost der Keimling, er ist sehr reich an brolog d)Mp apfdiaht Das Ellen weißen Weizenbrotes roar da-. wertigen Eiroeißstoffen, reich an Miner a lbestand- ! ven Zeno o Bei teilen, die sich in einem für den Körper günstigen legenheit, Die faschistische JugenD vor ihrem Dienst besichtigen zu können. NachDem wir ihrem munteren Treiben eine Zeitlang beigeroohnt haben, betteten wir eine in Der Nachbarschaft gelegene „tiatteria (Milchwirtschaft) unD lassen uns eine schone Portion Schlagsahne verabreichen. In Diesen Ratterten bekommt man außer warmer unD kalter Mstch caffe lalte (Kaffee mit reichlich Milch), auch Kakao, Brötchen und gekochte Eier. Erfrischungsstellen sind auch Die sogenannten „Bars", Die einen anDeren Charakter als bei uns in Deutschland haben; hier bekommt man jeDerzeit Die verschieDensten Getränke sowie belegte Brote. Besonders gern roirb Dort ein ,Amaro" (Bitter, mit Selterswasser) v o r Dem Essen getrunken, Da er außerordentlich appetit- Ein Feind des Fortschritts. Als Der Chemiker Emil Fischer (1852—1919), Dem Die künstliche Herstellung einer Form Des Eiweißes verdankt wird, in London auf Einladung einer gelehrten Gesellschaft seine aufsehenerregenDe Entdeckung demonstrierte, schloß er seine Rede mit den Worten: „Damit eröffnen sich Der Wissenschaft gewaltige Perspektiven. Es ist Ihnen bekannt, Daß Der Urstoss Der belebten Substanz, Der Träger Des Lebens über- Haupt, Das Protoplasma, im wesentlichen Eiweitz enthält. Vielleicht, meine Herren, gibt es jetzt einen Weg, das alte Homunkulusproblem zu losen, ja viel- leicht" — hier erhob der Gelehrte mit Bedeutung seine Stimme — „besteht sogar Die Möglichkeit, Menschen in Zukunft künstlich herzustellen ...! An Dieser Stelle hörte man einen Der Versamm- lungsteilnehmer zu seinem Nachbarn sagen, laut genug, Daß es jeDer vernehmen konnte: „Wissen Sie, Herr Kollege, ich bleibe Doch lieben bei der alten Ptechodel" SP« iche ist durch Reichtum an Geflügel, ’jcuoein unu Neisspeisen, Salaten unD Obst ausgezeichnet, als Nachtisch kommt jeweils der „formaggio“ (Käse) auf Den Tisch. Als Abschluß wirb noch Obst gegessen, Das in reicher Auswahl mit angeboten wird, seien es Aepfel oder Birnen, Apfelsinen oder Mandarinen, Feigen, Datteln oder Nüsse. Das Tischgetränk ist vornehmlich Wem, meistens Rotwein, Der in offenen Karaffen aufgetragen wird hierzu kommt noch eine Karaffe mit frischem Wasser zum Verdünnen des Weines, Die bet uns allerDings niemals in Gebrauch genommen wurde. ober ihren P ingegliebeck1 ) in ben tritt Arbeilgüf , wöcheiM ueiftei zu [■ -och für F i>, bas auf k RM. mono d), 0,50 0 ettage gen. Sie trägen (roear sgaben,^ -ohnsteuerlav nb, von he abzuzie^ chtung derN it L« find nicht e- t Arbeitg^ ächt vorlegt' cheitgeber.^ en Hlnzu iarf monA -glich, 1 aaebiet hm-.. H- M Lohs^t- ftage L M igung biKO Jeder kennt ihn, wenn er den Korb voll Semmeln auf Dem Rücken, in aller Herrgottsfrühe auf Dem FahrraD durch Die Straßen fegt, sich mit Dreißig Grad Neigung in Die Kurven wirft und Den freien Fuß aui Dem Pflaster schleifen läßt, Daß Die Funken spritzen. UnD Dazu pfeift er sein Lieblingslied. Es ist nicht immer dasselbe; aber so em rundes halbes Jahr bleibt er einer Melodie treu. Der Bäckerlehrbub weiß hierin eine starke Tradition hinter sich und nicht nur seine, denn seitdem Der pfiffige Schusterlehrling mit Den Sckaftjttefeln über Der Schulter und der grünen Schurze aus Dem StraßenbilD verschwunden ist, hat er auch Die seines AlterskameraDen aus Der Schuhmacherzunst zu wahren. Und Der Bäckerfranzl wahrt sie. Wenn ihn Autofahrer und Fußgänger gern hatten dann wäre er eben nicht Der Bäckerfranzl. Er pfeift au, alle. Er pfeift Pirouetten unD schmalzige Schleifer. Seine gegenwärtige Lieblingsmelodie ist-' "Die Sonne geht auf---Sie gefällt ihm so $ut, daß er sie seit vier Wochen nicht mehr von Die aufgeweichte Straße, Die Die Lastautos Des Neubaues nebenan zerwühlt hatten. „Du Hundsbua, Du nixiga!" schrie Der Mann nut dem HanDkarren im ersten Schreck, Da mußte er aber Doch lachen, als die Eierweckln und Horndln wie Die Schusser aus Franzl's Korb herauskollerten. Schweigend klaubte Franzl seine Ladung stückweise aus Dem Straßenkot unD fuhr heim. Ja, wenn Der Meister nicht mehr Da wäre, mit Der Meisterin hätte sich das schon leichter ausglei- chen lassen, aber, aber---! Der Meister roar noch Da. Bäckermeister schreiben eine merkwürdig kräftige unD auch sehr breite ” ‘ ’ i 2. kriegserzeugimgsschlachi Bezirksbauerntage der Landesbauernschast Hessen-Nassau. llttmäd)tiger! Die alte Treppen-Reutern die.hin- j ter allem Schweres und Schwarzes witterte muß e sich setzen, so war ihr der Schreck m Die Beine ge . fahren. Sie legte ihre knöcherne Hand an Das Ohr unb fragte ihren Enkel: „Was kimmt morje? __ Gin^ucftafte, Modder!" schrie der Bub, war, feine zerfledderten, weil von sechs Vorgeschwistern stammenden Schulbücher tn Den Die Blätter Der Weltgeschichte in Den Sauerteigtopf flogen, und raste seinen Gespielen nach. 1 Lerweilen ging in Den Bauernhäusern wo Schulkinder daheim waren, Der erbitterte Kampf mfenniae für Den Guckkasten-Genuß vor sich- SMere gab e/ allenthalben; Der Hasche-Peter, der cmen 6er größten Viehställe im Ort hatte ftm°m „Großen", dem Philipp, das Wort „Guck-Kast-n^ überhaupt nur noch einmal 3" erwähnen, 3 1 1 Zeit habe man Das aiuch nicht gehabt, zudem j jetzt für solche Sachen nicht Die rechte Z » IDJann mit feinem Guckkasten falle «I»« e^ fchasfen und nicht Öen Leuten das Geld aus oem S3n fM*er' ^ach^Mefen viele Kinder unruhig, ^r^ e^aÄ S ME gemach ÄS' S'ÄKÄK fragte er, Denn er ahnte, was Da gefpielt werden sollte. Sie waren in Drtmung . • • . öie auf Unterdessen saßen wir m Der d) mruDer heißen Kohlen. Mich hatte mein großer Brud^ mitgenommen, und ich suhlte jch im £ g»"K iTrJw bald an dem Wacholderfchnapsdunst, de^^ch 6em Lehrer mißfiel, aber bem etwas geahnte Geisteskraft verlieh. Sem Kasten war OerMann mit dem Guckkasten Von F. W. Schluckebier. Bolle Drei Dutzend Jahre sind es her, und ich konnte beim Dorskrämer gerade richtig aus den Ladmtisch gucken. Da stürtten eines Mittags Die „Großen" aus Dem Schul-Unterricht und meldeten atemlos: „Morje kimmt en Mann mit em Guckgruppenleitern und Bürgermeistern Die Richtlinien für Die zweite Kriegserzeugunasschlacht ausgeben und erläutern. Neben Den befonDeren Aufgaben unD AnforDerungen, Die Die Erzeugungsschlacht unD die Kriegsernährungswirtschaft an Das Bauerntum stellen, behanDeln Die Redner auch Die neuen Maßnahmen zur GetreiDe-, Milch- und Eierablieserung, sowie weitere für das LanDvolk wichtige Einzelfragen. So sind diese Versammlungen nicht nur politische Willenskundgebungen Des Bauerntums unD Höhepunkte Der winterlichen Versammlungs- arbeit Der LanDesbauernschaft, jonDern Dienen auch der engen Zusammenarbeit Des Reichsnährstandes mit Den maßgebenDen Stellen Der Partei unD Des Staates. Auf sämtlichen bisherigen Tagungen sprachen LanDesbauernführer Dr. Wagner oder Lan- desobmann W e i n tz. gaben ausgerichtet ist. Dieser notwendigen Ausrichtung Dienen Die im Rahmen Der Erzeugungsschlacht in Diesen Tagen begonnenen Bezirksbauerntage Der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, in Denen Die verantwortlichen Männer in Gegenwart Der Vertreter von Partei und Staat vor den Ortsbauernführern, Den Orts- gifdjen ^Deutung folgen Dem Keimling Die äußeren “ f . Kolumbus, auf, Das umgeben von großen Schichten des Korns, also das wus b^^fer, | ^[men einen herrlich"n Anblick bietet beitung Des Korns zu Feinmehl hauptsächlich in @ Qn ^n Abhängen des Apenmn auf- Kleie fällt. Die Ciweißstoffe Dieser Teile sind noch bietef einen wahrhaft großartigen An- wertvoller als Die Des Keimlin-gs Der Mineralstoff- ief)t un5 zuerst nach Dem Hafen.^Wir gehalt ist gut, von Vitaminen Vft Das Dttannn Blnilntr;n h(r^ Meer leben. Es rar reichlich vorhanden. 1UU uvl /)VllvunvMtlvl(|_____ w _____ ,, . . Wie sehen aus Dem Ergebnis dieser Untersuchung, zum Meer) empfohlen. Wir treten diese auch sofort daß die alte- Binsenwahrheit vom Wert des Voll- an Vorn Meer kommt eine scharfe Brise, D*ie uns e kornbrotes lange gebraucht hat, um wieder Allge- n« tur Brandung ein herrliches Schauspiel eroftneli '* I meingut zu werden. etwas unbehaglich dabei zumute sein sollte. geMtzt. Das Essen weißen Weizenbrotes war Da=; roertigen Elweißsto fen reich an Mineraweslau^, Es hat sich indessen herausgestellt, daß seit Kriegs- mals gleichbedeutend mit Krank- oder Altsein. Bei teilen, die sich in Einern für Den Ko p F ' 9 beginn der Umsatz an Flaschenbier sehr stark gestiegen unseren Eltern hat sich Diese Bedeutung zum erficht-, Mengenverhältnis vorftnden, unbJn^lNfebye ,------- * 9 ein Schluck aus der Flasche ist also häufiger lichen Nachteil Der VolksgesunDheit gewandelt, ^as.lich Vitannne ^ b-?ru^, etwas Etamin ^nd näI)ern ^ir uns Genua, getan worden, als in Friedenszeiten, woraus man Essen weißen Brotes galt als Züchen „fernerer n fernem sehr ^eMch u^ dre Beim Verlassen des schließen könnte, daß die Neigung gewachsen wäre, Lebensweise, während Das Roggenbrot nur gut ge- stufen des Vitamins, - ___linken Seite Das Denkma im Trinken aus Der Flasche eine größere Fertigkeit — ----- Oohon^.n-hnma anae- < zu gewinnen. Dieser etwas einseitigen Schlußfolge- rung stände noch eine andere gegenüber: daß nämlich Der Bierkonsum offensichtlich erheblich gewachsen sei. BeiDe Schlußfolgerungen treffen jeDoch nicht Den Kern. Nach Den Mitteilungen Der Brauereien (unD sie müssen es ja wissen) hat Das Flaschenbier vielmehr seinen Zuwachs gewonnen auf Kosten Der nug für Die Derbe, bäuerliche Lebensführung ange- ehen rourDe. Das roar mit ein Zeichen Der Auswirkung liberaler Ansichten. Freilich zeigte sich balD genug Der schäDliche Irrtum, den gerade Die städtische Bevölkerung zu büßen hatte. Bezeichnenderweise haben die um ihre Gesundheit immer sehr besorgten Schichten schon längst wieder Vollkornbrot verzehrt, bevor Der städtische Verbraucher ausreichend belehrt wurde. 2)erfc bekannte Ernahrungs- physialoge Professor Dr. S ch e u n e r t hat im Jahre 1937 als bestes Brot für den Aufbau des mensch-. lichen Körpers Das Vollkornbrot bezeichnet. Er stellt fest: * I Zugegeben: nicht jeDer vermag ohne weiteres aus er Flalche zu trinken, obwohl wir als kleine Kinder -last alle irgendwann mal an der Flasche gesogen -""p.-— -v—'<§"?------ v. „<<• H^nnnhon n». haben Aber etwa im Freien, sozusagen stehenden fchast muß im Kriege unter allen Umstanden g - G eine Flasche Bier leeren das kann nicht n>eri>en. Deshalb wird auch .m kommenden ^der. Uebung macht jedoch bekanntlich den Meister,' Jahr alles getan, um die Ernährung des Vastes und es gibt Berufe in Denen diese Hebung Ge- sicherzustellen. Die gewaltigen Ausgaben oer ttr- ;flogenheU ift ^um,%^^^ im Saugeroerbe9 I ^meugungs!^^la(^t tann —nrf.aen an heißen Sommertagen schwitzend auf Dem Gerüst sieht und Stein an Stein fügt, der empfindet es als eine Wohltatz wenn ihm in der Ruhepause ein ireundliches Helles winkt. Es ist selbstverständlich, Dafe dieser kühle Trunk direkt aus Der Flasche genommen roirD, eine anDere Handhabung würde von jaHen zünftigen Maurern zweifellos als äußerst an der Brandung ein herrliches Schauspiel eröffnet! Iroh des w^'nen Sonnensckcns muifen ">tt des kräftigen Windes wegen Schutz suchen. Wir setzen uns'dicht an der Brandung auf die Veranda eines Badehauses, die zu beiden Seiten gegen den heftigen Wind hinreichend Schutz bietet, und wo uns die wärmenden Strahlen Der Sonne angesichts Des stürmenden Meeres ganz besonders gut tun. Es sind nur zwei Schiffe draußen zu sehen, ein größerer Frachtdampfer, der von einem kleineren Sckiff mit weißem Anstrich begleitet ist. Wir gehen zu Fuß am Meere entlang zurück zur Stadt, kommen vorbei an neuen Hbchhauiern , , _ , , ...v , ' und stehen plötzlich an einer Anlegestelle für Fischer- Durch die Förderung des Leiters der Confedera- sind die in den letzten Jahren «ufgefvhrten Hoch- ^echs Fischer sind eben Dabei, Die weit außen »tone Fascista Laooratori Agricoltura wurde uns .bauten, zu Deren Errichtung ganze Straßenzuge a . ausgeIeflten Netze einzuziehen. Neugierig bleiben die Möa chkeit einer ausgeDehnten Reise durch Jta- gebrochen worden sind. ' roir stehen, um Den Leuten bei ihrer mühseligen lien aeneuen Am Montag, 9. Dezember, traten roir> Unser erster Spaziergang führt uns zuni schönsten yr(>eit zuzusehen. Fast endlos schlangelt sich das unsere Fahrt von Verona aus an. Sie führte zu-j Baudenkmal Oberitaliens, dem herrlichen Dom. Die- eingezogene Seil am Ufer hin, immer noch nicht nächst nach Mast and. Die Fahrt führt durch sts großartige Gebäude ist ganz au.^ weißem Mar- hQ5 ^etz zu sehen, ein Korkstück nach dem andern fruchtbares Land,' schöne fette Weiden, Reisfelder, map hergchellt und mit 100 Türmchen und unge- mirb an5 Lnd gezogen, das erwartete Netz laßt Wein- und Obstgärten. Hier fällt uns Die Eigenart führ 2000 Statuen verziert. Das Hauptportal des cbßr nocf) [ange auf sich warten. Da. em Puff: Des römischen Weinbaues besonders ins Auge; die Domes ist eine wunderbare Bronzearbeit, die in rofort eiten mehrere Fischer in langen Wassersttefeln Weinreben sind ungefähr in Mannshöhe mit Den kleinen Tafeln das ganze Leben Christi, davstellt. herbei, und mit vereinten Kräften werden nun Die Obstbäumen verbunden. Weinberge, wie wir sie am Gewaltig und von kaum vorstellbarer Große ist das lßblen ^nftrengungen zum Bergen des ausgewor- Rhein an der Mosel und am Neckar haben, kennt Innere des Domes. 52 wuchtige Marmorpfeiler cenßn Netzes angeseht. Langsam kommt das Netz man in Italien nicht. Dort erntet Der Winzer un- stützen das riesige Gewölbe, Der Fassungsraum des I -n b-ß b,e5 ufers. Wir hoffen, im Interesse Der ter wstentlich geringerem Aufwand an Arbeitskraft Domes wird mit 40 000 Personen angegeben, Der e|n großes Netz voll zappelnder Fische zu und kosten Trauben von kaum zu schildernder sdaix«». nnc Ntarmor. Der Reit- $orftminf finh wir als wir das Größe und Güte, die einen Wein ergeben, Der an Qualität schwer zu übertreffen ist. In Mailand erblicken wir den schönsten und größten Bahnhof Italiens, Der besonders den ffltarnujr. reichtum Dieses LanDes zur Schau ttagt Mailand ist der bedeutendste Industrie- und Handelsplatz Jta. liens und trägt die Bezeichnung .Herz Italiens . Es ist eine moderne Stadt, besonders eindrucksvoll vße Netz mit ganz kleinen Silberstreifchen beipickt vorfinden — Es sind Sardinenfischer. Wie ein Silberstrom ergießen sich die winzigen Fischlein aus dem Netz und werden in einen großen Korb geschüttet. Den mißmutigen Gesichtern der Äscher entnehmen mir, daß der Fang sie nicht befriedigt hat. Und erneut werden die Boote klar ge- | macht, es geht wieder hinaus, die Arbeit beginnt von neuem. Am anderen Morgen machen wir eine Rundfahrt über die Höhen von Genua und kommen bei dieser Gelegenheit auch zu dem berühmten „Campo Santo", dem Friedhof von Genua, der am Bergabhang ansteigend angelegt ist. Dieser Friedhof steht dem Cimitero Monumentale von Mailand an Pracht und Größe nicht nach, auch hier wie dort prachtvolle Denkmäler in Marmor gehauen, die durch den terrassenförmigen Aufbau — es sind über 350 Treppen — ganz besonders schön zur Geltung kommen. In der Stadt sind die herrlichen Paläste besonders interessant, die, wie uns erklärt wird, in der Hauptsache aus der künstlerischen Hand eines Schülers von Michelangelo, Galeazzo Alessi, stammen. (Fortsetzung folgt.) HHetneinM M krall W Steuöe Sportamt KdF. Heute, Freitag, von 16 bis 17 Uhr: Kindergymnastik Schillerschule, Schillerstraße. Anmeldungen im Kurs. Schwimmen von 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr im Dolksbad für Männer und Frauen. Georg Becker 80 Lahre alt. Der in Gießen und weit darüber hinaus bekannte Bauunternehmer Georg Becker in Gießen kann am morgigen Samstag in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen. Wurde schon vor zehn Jahren bei seinem 70. Geburtstag in diesen Spalten gesagt, daß man dem Jubilar trotz seines arbeitsreichen Lebens die sieben Jahrzehnte nicht im geringsten ansehe, so ist die gleiche Feststellung auch jetzt nach einem weiteren Jahrzehnt zu machen. Seine umfangreiche berufliche Tätigkeit in der Bauwirtschaft hatte ihn nicht gehindert, seine Kraft in langjähriger Tätigkeit auch für ehrenamtliche Aufgaben einzusetzen. Der evangelischen Gesamtgemeinde in Gießen stand er während langer Jahre bei den Beratungen von Bauangelegenheiten mit seinem umfassenden fachlichen Wissen und Können zur Seite. Eine Reihe von Jahren stellte er seine Kraft auch in dem früheren Gießener Stadtrat unserer Stadt ehrenamtlich zur Verfügung, und auch hier leistete er wertvolle Dienste. Nachdem am 1. Februar 1926 in Gießen eine Handwerkskammer- Nebenstelle eingerichtet worden war, übernahm er den Vorsitz und damtt die Leitung dieser Einrichtung der Handwerkskammer, um auf diesem Wege dem Handwerk im Gießener Bezirk ein guter Betreuer und Helfer zu sein. Mehrere Jahre lang war er ferner stellvertretender Vorsitzender der Hessischen Handwerkskammer in Darmstadt. Nach jahrelanger Mitarbeit trat er von diesen Aemtern zurück, um sich dann nur noch seinen eigenen beruflichen Aufgaben zu widmen. Sein Wirken im Dienste der Allgemeinheit, insbesondere des Handwerks, wird dem Jubilar eben- so unvergessen bleiben, wie seine vielfältigen Be- Ziehungen zu weiten Kreisen der Volksgemeinschaft in unserer engeren Heimat, in denen ihm allge- meine Wertschätzung dargebracht wird. Dem Jubilar gelten zu seinem morgigen 80. Geburtstage und zugleich für einen weiteren schönen Lebensabend auch unsere herzlichen Wünsche. Gietzen-Wieseck. Unsere Mitbürger Heinrich Deibel IX., Landwirt, und Ehefrau Margarete, geb. Reuter, Alten- Busecker Straße 2, können am 25. Januar bei guter Gesundheit und reger Anteilnahme am Zeitgeschehen das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Der Mann ist 1866 und die Frau 1868 hier geboren. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch. Ortszeit für den 25. Januar. Sonnenaufgang 9.19 Uhr, Sonnenuntergang 17.56 Uhr. — Mondaufgang 7.11 Uhr, Monduntergang 16.19 Uhr. Oie Sozialausgleichsabgabe. Die Vorschriften über die Erhebung der Sozialausgleichsabgabe waren bisher nur auf Polen anzuwenden. Durch Verordnung des Reichsministers der Finanzen haben nunmehr auch die Juden die Sozialausgleichsabgabe in Höhe von 15 v. H. des Einkommens zu entrichten. Arbeitgeber, die jüdische Arbeitnehmer beschäftigen, sind verpflichtet, die Sozialausgleichsabgabe zusammen mit der Lohnsteuer vom Arbeitslohn einzubehalten und abzuführen. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Bekanntmachung des Finanzamts im heutigen Anzeigenteil. Es empfiehlt sich für die Arbeitgeber, die besonders herausgegebenen Tabellen für die Lohnsteuer einschl. der Sozialausgleichsabgabe zu beschaffen. Oie Ost-Gteuerhilfe-Lerordnung. Die Ost-Steuerhilfe-Derordnung bringt ab 1. Januar 1941 für die Arbeitnehmer in den eingegliederten Ostgebieten weitgehende steuerliche Vergünstigungen. Die Vergünstigungen gelten auch für die Arbeitnehmer, die ihre dauernde Arbeitsstätte in den eingegliederten Ostgebieten, im übrigen aber ihren Wohnsitz noch im anderen Reichsgebiet haben. Die den Arbeitnehmern zustehenden steuerfreien Beträge sind von den Arbeitgebern bei Berechnung der Lohnsteuer zu berücksichtigen, ohne daß es eines Eintrags des zuständigen Finanzamts auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers bedarf. Näheres ergibt sich aus der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Oie Versorgungslage im Rhrin-M^in-Gebiei. Die allgemeinen Anlieferungen an Rindern, Schweinen und besonders an Kälbern waren in dieser Woche so reichlich, daß nicht nur der Bedarf überall hinreichend gedeckt wurde, sondern Kälber und Schweine für die Reichsstelle für Tiere herausgenommen werden konnten. Auch in der kommenden Woche wird die reichliche Belieferung anhalten. Der Bedarf an Vollmilch und übrigen Milch- erzeugnisien konnte voll gedeckt wenden; bei der Abgabe von entrahmter Frischmilch mußten jedoch Kürzungen vorgenommen werden. Die.Kartoffelversorgung erfolgt infolge der umfangreichen Einkellerungen nach wie vor reibungslos. Der geringe Bedarf der Zivilbevölkerung in den Großstädten kann aus den Lagern des Handels ohne weiteres sichergestellt werden. Auf dem Obstmarkt sind Aepfel weiterhin so reichlich angeboten, daß es möglich, ist, nunmehr Auslagerungsposten in andere, weniger gut oer? sorgte Gebiete umzuleiten. Die gute Versorgung mit Aepfeln wird auch im Februar noch anhalten. Während Apfelsinen nur in kleineren Posten hereingelangten, sind italienische Zitronen ausreichend am Markt vertreten. Auch in der Gemüseversorgung konnten durch Zufuhren von Kopfkohl aus Schleswig-Holstein und notwendig gewordene Auslagerungen der Bedarf im großen und ganzen gedeckt werden. Zurückstellung ländlicher Haus- wirtschastslehrlinge vom Arbeitsdienst. Auf Veranlassung des Reichsbauernführers ist die Frage der Einberufung von ländlichen Hauswirt- ' lchaftslehrlingen zum Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend vom Reichsarbeitsführer geklärt worden. Danach werden Lehrlinge zum Reichs- arbeitsdienft grundsätzlich — soweit es die Belange des Reichsarbeitsdienstes zulassen — erst nach Beendigung der Lehrzeit einberufen. Lehrlinge, die in der Zeit des Aufrufes in der Landwirtschaft tätig sind und sich über ihr Lehrverhältnis ausweisen, sollen demnach unter diese Regelung und werden von der Ableistung der Dienstpflicht bis nach beendigter Lehrzeit zurückgestellt. Zwei Todesurteile vollstreckt. LPD. Darmstadt, 23. Jan. Die Justizpresseftelle teilt mit: Am 23. Januar 1941 ist der am 17. Juli 1917 in Kriegfeld, Kreis Kirchheimbolanden, geborene Adolf Brand hingerichtet worden, den das Sondergericht in Darmstadt als Gewaltverbrecher und Volksschädling zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. Der arbeitsscheue und mehrfach vorbestrafte Brand hat unter Ausnutzung der Verdunkelung versucht, eine alloinreisende Frau aus einem fahrenden Zug zu werfen, um ihr Gepäck rauben zu können. Gestellt, hat er seine Verfolger mit geladener Pistole bedroht. Am 23. Januar 1941 ist der am 13. April 1905 in Offenbach a. M. geborene Georg Christ hingerich- tet worden, den das Svndergericht Darmstadt als Volksschödling zum Tode sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt hat. Der Verurteilte, ein 13 mal vorbestrafter gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, hat sich neben anderen Straftaten unter Ausnutzung der Verdunkelung als Einbrecher betätigt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Jan. Es notierten je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 40 bis 42,5; Bullen a) 43 bis 44,5, b) 40 bis 40,5; Kühe a) 4L5 bis 44,5, b) 38 bis 40,5, c) 32 bis 34,5, d) 18 bis 25; Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 41 bis 41,5; Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 35 bis 40; Hümmel b2) 50 bis 51, c) 38 bis 44, d) 25; Schafe a) 41 bis 44, b) 33 bis 37, c) 20 bis 29; Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, gl) Sauen 57,5. Marktverlauf: alles zugeteilt. gang der Spiele des kommenden Sonntags erwor« ten, die folgende Paarungen bringen: Tv. Lützellinden — Tv. Garbenheim Tv. Katzenfurt — Tv. Hochelheim Lützellinden ist sich zweifellos der Größe der Lus- gabe, die ihm diesmal zufällt, bewußt, und es roifo seinerseits alles tun, um ehrenvoll abzuschneiden. Auf der anderen Seite weiß auch Garbenheim, daß es im Falle eines Punktverlustes endgülttg ausge, schaltet ist. Auch Katzenfurt fällt diesmal eine wichtige Aufgabe zu. Es kann Garbenheim und Dorn- Holzhausen Wegbereiter sein, wenn es gelingt, Hochelheim eine Niederlage beizubringen. Daran,st aber nach Lage der Sache kaum zu denken. Denn man darf annehmen, daß sich Hochelheim bewußt ist, was ihm bevorsteht, und daß es deshalb mit aller Kraft nach einem günstigen Ergebnis streben wird. * Das erste Entscheidungsspiel um den Aufstieg |n die Klasse I wird zwischen Tv. Lang-Göns und Sp. G. Gardenteich in Lang-Göns ausgetragen. Beide Mannschaften sind als sehr stark anzusprechen und haben bis jetzt beständige Leistungen gezeigt. Ob es ihnen gelingt, sich auch diesmal voll einzusetzen und ihre stärkste Vertretungen mobil zu machen, ist nicht zu sagen. Auf jeden,Fall kann angenommen werden, daß sie alles tun werden, um die Oberhand zu behalten Jugendspiele: Tv. Heuchelheim — Mtv. Gießen 1. Tv. Klein-Linden — Sp. G. Großen-Buseck Tv. Lich — Tv. Watzenborn-Steinberg To. Hausen — Sp. G. Garbenteich Wetzlar-Niedergirmes — Tv. Katzenfurt 1 Tv. Atzbach — Tv. Krofdorf Tv. Oberkleen — Tv. Hochelheim Bei der Jugend gibt es diesmal eine ganze Anzahl wichtiger und interessanter Treffen. Irgendwelche Voraussagen zu treffen, wäre verfehlt, weil nicht feststeht, ob und inwieweit sich die Jungens mit den Platzverhältnissen abfinden werden. Lehrgang für Uebungsleiter auf dem Hokerodskopf. Da der Schisport in den letzten Jahren starken Aufschwung genommen hat, ist es erforderlich, daß für den nötigen Nachwuchs von Uebungsleitew und Fachwarten gesorgt wird. Zu diesem Zwecke wird am kommenden Samskagnachmtttag und Sonntagmorgen auf dem Hoherodskopf ein Lehrgang für Uebungsleiter, Kampfrichter, Zielrichter usw. durchgeführt. Die Durchführung des Lehrganges liegt in Händen von Bezirksfachwart für Schilauf Fritz Dörfner. Dieser hat an der 3. Reichsarbeitstagung des Fachamtes Schilauf auf dem Schneefernerhaus (Zugspitze) vom 20. bis 24. November 1939 teilgenommen. Er wird die Richtlinien, die ihm vom Reichsfachamt mitgegeben wurden, an seine Kameraden weitergeben. Kurze Sportnoiize«. Zwei Militär-Patrouillen entsendet Deutschland zu den Schi-Weltmeisterschaften nach Cortina d'Ampezzo. Mannschaftsführer ist Oblt. Gaum. An der Spitze der ersten Mannschaft steht Oblt. Meergans, die zweite wird von Oblt. Pössinger angeführt. * D i e deutschen Schimeisterschaften wurden am Donnerstagnachmittag in Spindelmühle im Beisein des NSRL.-Stabsleiters Guido von Mengden mit der feierlichen Flaggenhiffung eröffnet. Bei einem Probespringen der „Kombinierten" auf der Klausengrundschanze bewies Weltmeister Gustl Berauer seine prächtige Form. • Der 5. Turnländerkampf zwischen Deutschland und Ungarn wird am30. März in Stuttgart durchgeführt. In allen bisherigen deutsch-ungarischen Begegnungen siegte Deutschland. ♦ Deutschlands Handballspieler konnten in Göteborg vor 5000 Besuchern den Hallen- länderkampf gegen Schweden knapp mit 15:14 (6:4) Toren siegreich gestalten. Es war ein aufregender Kampf, in dem von beiden Mannschaften hervorragende Leistungen gezeigt wurden. Dieser Sieg ist der vierte in ununterbrochener Folge über die in der Halle überaus spielstarken Schweden. SJl.-^pOTt Nächsten Sonntag keine Kriegsmeisterschastsfpiele. Nach einer Mitteilung des Bezirksfachwarts für Fußball fallen am kommenden Sonntag alle Fußballspiele im Bezirk Gießen-Wetzlar aus. Lehrgang im Radballspiel des NSRL In der Turnhalle des To. von 1846 fand kürzlich der erste Lehrgang im Radballspiel statt. Dem Leiter des Lehrganges Gottlieb Häßler stellten sich 8 Mannschaften. Diese wurden von den Vereinen Aßlar, Wetzlar, G.R.V. 1885 mit je 2 Mannschaften, sowie Krofdorf und Wieseck mit je 1 Mannschaft gestellt. Es wurde jedesmal in Serien gespielt. Jede Mannschaft gab ihr bestes und nahm gerne die Belehrungen des Lehrgangleiters sowie des Kampfgerichtes an. Seriensieger wurden die beiden Mannschaften der G.R.V. 1885. Am Sonntag wurden dieselben Spiele in Wetzlar-Niedergirmes wiederholt. Hieran nahmen sämtliche Mannschaften teil. Es gab wieder schöne Kämpfe. Die Mannschaften waren wieder recht gut in Form. Zum ersten Male waren auch die Jugend- manNschaften vertreten. Hier waren es die Mannschaften aus Krofdorf und Wetzlar, die schon recht gutes Können verrieten. Am kommenden Sonntag, 26. Jan., findet der Lehrgang in der Turnhalle des Tv. von 1846 in Gießen seinen Abschluß. Sämtliche Mannschaften werden wieder daran teilnehmen. Diese Spiele werden in Punktspielen ausgetragen, um so die beste; Mannschaft aus dem Lehrgang zu ermitteln. Gleich-1 zeitig werden diese Spiele über die Spielstärke der Mannschaften, die 8 Tage später in Aßlar die Be- zirksmersterschaften austragen, Aufichluß geben. Oer kommende Handballsonntag. Die Tabelle der Handballbereichsklasse zeigt gegenwärtig folgenden Stand der Spiele: 1. Tv. Hochelheim 12:4 2. Tv. Dornholzhausen 14:6 3. Tv. Garbenheim 12:6 4. Tv. Kirchgöns 10:8 5. Tv. Katzenfurt 8:10 6. Tv. Lützellinden 6:12 An der Spitze steht also nach wie vor Hochelheim, bas allerdings noch zwei Spiele auszutragen hat. Dornholzhausen ist . fertig, wahrend alle übrigen Teilnehmer kurz vor dem Abschluß stehen (noch je 1 Spiel). Hochelheim muß beide ausstehenden Tref- fen gewinnen, um. Sieger zu werden. Tritt noch einmal ein Punktverlust ein, so werden Entscheidungsspiele notwendig, vorausgesetzt, daß auch Gar- benheim sein Spiel gegen Lützellinden gewinnt. Dornholzhausen aber wird dann in jedem Falle noch ein Wort mitsprechen. Man darf daher mit einiger Spannung den Aus- Umwege des Herzens Roman von H.H. Hansen Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eichener • Groben teil 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Großartig. Wir müssen also die Waffe suchen, die zu dem Geschoß paßt." „Sa. Aber nehmt euch in acht, denn es gibt eine ganze Menge von der Sorte." „Wird gemacht. Bielen Dank und Schluß jetzt." Bruchhausen kehrte in den kleinen Saal zurück und berichtete fast wörtlich das geführte Ferngespräch. „Also Hauptaugenmerk auf einen unbearbeiteten Militärkarabiner legen, meine Herren." Der Staats« anwalt wandte sich an die Versammelten. „Wir sind achtzehn. Fünf Haussuchungen finden statt. Entfallen auf jede einzelne drei Mann. Bei der Haussuchung in den Fällen der oorbeftraften Korn und Schulze werden Herr Kriminalrat Doktor Bruchhausen und ich anwesend sein. Ein Mann bleibt hier zur Entgegennahme von Ferngesprächen." Die Aufteilung der kleinen Trupps war schnell erledigt. In drei Dörfern mußten die Haussuchungen vorgenommen werden. Für jedes wurde einer der anwesenden Gendarmen als Führer mitgegeben. Eine Viertelstunde Jpäter waren alle unterwegs. * Die nächsten Erieignisse folgten Schlag auf Schlag. Kurz nach sechs Uhr begannen bei den fünf verdächtigen Personen die Haussuchungen. Die beiden erft- genannten Tlänrner der Liste wohnten in dem Dorfe, das der Mordstelle zunächst lag, und in dem die Polizei ihr Quartier aufgeschlagen hatte. Staatsanwalt und Kriminalrat begleiteten die drei für die Haussuchung bestimmten Beamten zu dem nur wenige Minuten von dem Gasthaus entfernt liegenden Hause des Tagelöhners Wilhelm Schulze. Er war zu Hause und gerade damit beschäftigt, seinen Kaninchen Futter zu geben, als die Beamten bei ihm auttauchten. Der Ortsgendarm nahm zunächst das Wort. „Schulze, HaussuchungSbefehl der Staatsanwaltschaft. Deffnen Sie uns alle Türen und Behältnisse." Der Mann richtete sich mit bedächtiger Langsamkeit aus feiner gebückten Stellung hoch. ,Mha, der Mord. Ich habe nichts damit zu tun. Ich habe reine Hände." Sein Blick fiel auf Fecht und Bruchhausen. „Sie sind wohl hohe Herren aus Berlin? Es ist eine Schande, daß man einen- ehrlichen Menschen, der nur aus Not und Hunger neunzehnhundertzweiund- dreißig einmal ein Reh geschossen hat, jetzt gleich für einen Mörder hält." Bruchhausen mischte.sich ein. „Lassen Sie erst mal das viele Reden, Mann. Wir tun nur unsere Pflicht." Schulze ging voran, öffnete alle Türen und machte den Eindruck, als habe er das allerbeste Gewissen. Doktor Fecht ließ ihn nicht aus den Augen, während die anderen sich damit beschäftigten, Zimmer für Zimmer, Schrank für Schrank, Stallgebäude, Keller, Bodenräume und Heuboden gründlich zu durchstöbern. Dielen und Wände wurden abgeklopft, um Hohlräume festzustellen. In die Schornsteine leuchtete man mit Stablaternen. Nach einer Stunde zog der Staatsanwalt Bruchhausen zur Seite. „Ich glaube kaum, daß hier etwas gefunden wird. Der Mann ist dafür zu ruhig." „Scheint mir auch so. Aber abbrechen möchte ich die Haussuchung noch nicht." „Natürlich nicht. Gehen wir inzwischen lieber mal zu Korn." Sie verließen das Grundstück und wanderten die Dorfstraße hinunter. Etwa hundert Meter hinter den letzten Häusern nach dem Walde zu lag das fragliche Gehöft. Als die beiden Herren den Hof betraten, war die Haussuchung bereits in vollem Gange. Ein Gendarm und zwei Beamte hatten die Durchsuchung von Stall und Scheune bereits beendet und wandten sich jetzt dem Wohnhause zu. Korn besaß einige Morgen Land und leistete für ein größeres Gut in i der Nähe noch Arbeit als Gespanrttührer. Er hätte sorglos, wenn auch bescheiden leben können, so daß es allen Bewohnern des Dorfes immer ein Rätsel war, warum der Mann die Straftaten begangen hatte. Bruchhausen beteiligte sich mit dem Etter des ab ‘en erfahrenen Draktikers sofort an der weiteren Arbeit, während Doktor Fecht auf Kom zuging. „Na.i haben Sie ein reines Gewissen? Cs ist Ihnen doch bekannt, warum die Haussuchung stattfindet?" ' Der Mann sah chn von der Seite an. „Mord? Nee, Gustav Korn läßt von so etwas die Finger. Zuschlägen mal, ja, das geht noch. Aber gleich um« bringen?" Er schüttelte den Kopf. Dem Staatsanwalt gefiel weder Haltung noch Gesicht des Menschen. Es war die typische verschlagene und brutale Physiognomie, wie sie gewalttätige Verbrecher auszeichnet. „Wo waren Sie denn vergangene Nacht?" „Im Bett, nur im Bett, Herr Kommissar." „Ich bin Staatsanwalt." „Entschuldigen Sie, das konnte ich Ihnen nicht an sch en. „Wann haben Sie sich denn schlafen gelegt?" „So um elfe herum." „Und wann sind Sie aufgestanden?" „Um fünf. Ich muß doch meine Kuh füttern." „Also waren Sie kurz vor fünf im Stall?" „Ja, das wird wohl so sein." '„Wird wohl sein? Das müssen Sie doch ganz positiv wissen." „Was positiv ist, weiß ich nicht. Wenn's was ge« gen's Gesetz ist, habe ich nichts damit zu tun." Anscheinend umging Korn eine präzise Antwort. Doktor Fecht folgte mit ihm den Beamten, die keinen Winkel ohne Untersuchung ließen. Die Zeit schritt langsam vorwärts. In der Küche saß eine Frau mit verängstigtem Gesicht und hatte drei Kin. der bei sich, von denen das älteste vielleicht vierzehn, das jüngste zehn Jahre zählen mochte. 'Nach einer Stunde hatte man die Parterreräume verlassen und ging nach oben, wo drei kleine Kammern lagen. Die Zimmer brachten keinen Fund. Bruchhausen war es schließlich, der eine Entdeckung machte. Er hatte sorgsam die ganzen Balken. Bretter und Latten des Daches abgeklopft und dabei einen Balken gefunden, der einen anderen Klang beim Draufichlagen von sich gab als die übrigen. .Kommen Sie mal her, Korn." Doktor Fecht beobachtete, wie der Mann zufam« menzuckte und hielt sich dicht an seiner Seite. Als sie bei dem Kriminalrat angekommen waren, fragte dieser: „Was ist denn mH dem Balken los? Er klingt so hohl." Korn antwortete schnell: ,.Da werden wohl die Würmer oder der Schwamm drin sein." „Nein, dann klingt es dumpf, aber nicht hohl." Der Kriminalrat untersuchte den Dalken Zoll für Zoll, konnte jedoch keinen Ritz und keine Deffnung entdecken. Die Angelegenheit kam ihm aber so verdächtig vor, daß er beschloß, von der Dachseite her den Balken weiter zu untersuchen. Zwei Beamte nahmen Korn in die Mitte, und der ganze Truvp verließ das Haus. Auf dem Hose wurde eine Leiter allgestellt, und Bruchhaufen kletterte zum Dach Kaum war er oben angelangt, als ihm ein Ruf der Ueberrgschung entfuhr. Der Balken hatte an seinen unteren Ende, das zwischen Ziegeln und Hausmauer etwas vorstand, einen Verschluß, der bei näherem Zusehen deutlich erkennbar war. „Den Mann feschalten. Fluchtversuch vereiteln/ Bruchhausen rief die Befehle von oben herunter. „Wird gemacht, Herr Kriminalrat", antwortete der Gendarm. „Reichen Sie mir mal einen Hammer hinauf." Korn stierte gläsern nach oben und war trotz seiner gegerbten Haut bleicher geworden. ,Lch mache Ihnen den Balken schon auf, Herr Kriminalrat." „Nee, Korn, das machen wir schon lieber selber.' Ein Polizist stieg die Leiter empor und gab Bruch' häufen einen Hammer. Nach ein paar Schlägen fiel ein fünfzehn Zentimeter Durchmesser aufweisendes Stück Holz aus dem ausgehöhlten Balken. Der Kriminalrat fuhr mit dem Arm hinein und brachte einen in Sackleinwand eingeschlagenen langen Gegenstand hervor. Schnell stieg er die Leiter herunter. „Na. Korn, was ist denn das?" „Ein Gewehr", gab der Mann zu. „Soso. Na, da gehn wir mal in Ihre Stube und besehen uns den Fund." Als fit alle in der Wohnstube standen, legte Bruchhausen seinen Fund auf den Tisch und wickelte ihn sorgfältig aus. Zum Vorschein kam eine Pirsch- । büchfe, für jeden ehemaligen Soldaten ganz offensichtlich ein umgearbeiteter Militärkarabiner. Doktor Fecht fixierte Korn scharf. „Mit einem solchen Gewehr ist in her vergangenen Nacht zwischen vier und sechs Uhr früh der Pächter der hiesigen Jagd, der Berliner Kapellmeister Kühlitz, er« schossen worden. Wo sind Sie um diese Zeit wesen?" „Im Sttll beim Füttern." ...fraben Sie dafür einen Zeugen?" . Nein. Meine Frau und die Kinder schliefen ba noch." (Fortsetzung folgt.)