Gletzener Anzeiger vienrtaq. ?3 Dezember Der Winter an der Ostfront Mars besucht den weißen Radscha Erbitterte Kämpfe im Dschungel Mlayas sucht, Tanks einzusetzen, doch bestände für diese heiratete. Baba iedoch übertraf ihre Schwestern bei weitem und wählte sich den Freistilrinaer Bob Gregory zum Lebensgefährten. Das Blut des Abenteuervorfahren scheint wieder durchgedrungen zu sein. Sir Charles Brooke, wie ihn seine englischen Landsleute nennen, oder Seine Hoheit der Radscha von Sarawak, wie er bei seinen malaiischen Untertanen heißt, gedachte sein silbernes Jubiläum zusammen mit der 100. Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem der Großonkel den Thron von Sa- rawak bestiegen hatte. Die jüngsten Nachrichten dürften nicht nur ihm, sondern auch der Negierung in London einige Zweifel an der Verwirklichung dieses Planes und an der Zukunft der britischen Herrschaft in Sarawak überhaupt eingeflößt haben. Die Auswahl unter den modernen englischen Flugzeugträgern ist nicht groß. Bis zum Jahre 1936 verfügte die englische Flotte nur über sechs Flugzeugträger, die sämtlich zwischen 1916 und 1919 vom Stapel liefen oder umgebaut wurden. Das waren die ersten Cntwicklungsjahre der Flugzeugträger. Zwei von Liesen älteren Typen, der „Glorious" (22 500 Tonnen) und der „Courageous" (22 500 Wonnen) sind ebenfalls versenkt. Die anderen vier alten Flugzeugträger leiden entweder unter zu geringer Schnelligkeit oder Reichweite. Erst mit der „Arc Royal" wurde ein moderner Flugzeugträgertyp geschaffen. 9m Jahre 1939 liefen vier Flugzeugträger vom Stapel. Davon wurden der „Jllustrious" (23 000 Tonnen) und der „Formidable" (23 000 Tonnen) Ende 1940 in Dienst gestellt. Die „Jllustrious" wurde von deutschen Sturzbombern vom 10. bis 13. Januar zu einem Wrack zusammengeschlagen und liegt seither in einem amerikanischen Ausbesserungshafen. Auch der „Formidable" wurde schon einmal schwer beschädigt, aber ist vielleicht aus dringendster Notwendigkeit wieder in Dienst gestellt worden. Die beiden anderen 1939 vom Stapel gelaufenen Flugzeugträger sollten ursprünglich erst 1942 der Flotte einverleibt werden. Der Bau eines Flugzeugträgers ist ungemein langwierig und nimmt mehr Zeit in Anspruch als der eines Großkampfschiffes. machte sich alsdann an die Regierung seines neuen Landes. So weit geht die Geschichte des Privatmannes James Brooke, dieser erkannte aber bald, daß er aus die Dauer nicht Privatmann würde bleiben können und daß es seinen malaiischen Untertanen ebenso schnell wieder einfallen könnte, ihn abzusetzen, wie sie ihn eingesetzt hatten. Darum wandte er sich an seine Heimat mit der Bitte um Schutz, der ihm auch gewährt wurde. Zunächst allerdings betrachteten ihn die Engländer wohl mehr als einen der zahlreichen spleenigen Landsleute, die die Welt und ihre Meere unsicher machten. Im Laufe der Zeit aber gewann man Verständnis für Sarawak, und als schließlich dort Erdölquellen entdeckt wurden, pries man in London das Schicksal, weil es wieder einmal einen Sohn Albions zur rechten Zeit an die rechte Stelle geführt hatte. erzeugenden Länder der Welt »nö stellt nur etwa ein Zehntel der rumänischen Produktion dar, aber das Del Sarawaks war für die Engländer so wichtig, weil es den Treibstoff für Flotte und Luftwaffe in Singapur, Indien und Australien lieferte. Trotzdem ist vielleicht sein Verlust für die Engländer nicht so wichtig wie sein Gewinn für die Japaner. Noch heute sitzt auf dem Thron ein weißer Radscha, James Brooke, der erste Radscha . dieser Dynastie, zog sich, nachdem die Zukunft seines Besitzes durch die britische Anerkennung gesichert erschien, ins Privatleben zurück und übertrug die Herrschaft seinem Neffen Charles Brooke. Dieser regierte bis in den vorigen Weltkrieg hinein, und als er 1917 starb, trat sein Sohn Charles die Regierung an. Dieser hat vor allem durch seine Töchter einige Berühmtheit erlangt. Die drei hübschen und wohlhabenden Prinzessinnen von Sarawak, die auf die wohlklingenden Namen Gold, ins. Aus dem Führerhaupkquarkler, ^.Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gic: bekannt: Ein im Atlantik operierendes Un- leiseeboot unter Führung von Kapitänleutnant g ig a l k torpedierte einen englischen Flugzeug. Ire ger. Das Schiff ist gesunken. Malaya bewiesen, denn die britische Admiralität war nicht in der Lage, den Schlachtschiffen „Prince of Wales" und „Repulse" zur Luftsicherung einen Flugzeugträger mit nach Ostasien zu geben. Der neue Verlust eines so wichtigen Kriegsschiffes steigert daher die britischen Schwierigkeiten und trifft Englands Flotte somit besonders hart. Tokio, 23. Dez. (Europapreß.) Die japanische Presse gibt ihrem Entsetzen Ausdruck über Einzelheiten, die von Massakern auf der südlichen PhilipAnnahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8' 9 Ubr desBormittags Anzeig en-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüneMengenstaffelK Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr dniischer Flugzeugträger durch drei Torpedo- liefier vondeuischem Ll-Vootim MM versenkt kleine bewegliche Festungen eingesetzt. Um sie herum hätten die Engländer Schützengräben und andere Verteidigungsanlagen gebaut, soweit die kurze Zeit des Rückzugs dieses zuließe. Das Feuer fei bei dem beschränkten Kampfraum äußerst dicht. Selbst die Truppen, die an den chinesischen Kämpfen teilgenommen hätten, hätten ein derartig konzentriertes Feuer noch nicht erlebt. Da Flankenangriffe oder Umgehungsmanöver gegen die feindlichen'Befestigungen im Dschungel unmöglich wären, seien die 'japanischen Truppen gezwungen, sich Schritt für Schritt schleichend an die feindlichen Stellungen heranzuarbeiten. Es gebe eben nur die Möglichkeit, entweder die Festungslinie zu erreichen oder zu fallen. Die bisherigen großen Erfolge der japanischen Truppen im Dschungel seien daher auch nur aus dem großen Kampfgeist und der Siegeszuversicht der Japaner zu erklären. Massaker auf M ndanao. Hif der Versenkung eines vierlen Flugzeugträger; hat die englische Kriegsmarine einen neuen Idjreren Verlust erlitten. Wie das DNB. zu der U des Kapitänleutnants Vigalk erfährt, spielte sich )er Angriff im Atlantik wie folgt ab: Das deutsche Il.ioot schoß auf den Flugzeugträger drei lor- Ie>o5 ab, die alle drei trafen. Der erste llflfeim Vorschiff, der zweite explodierte milk- Ich! ffs und der dritte im Achterschiff. Die Treffer führten zum Untergang des großen Lil egsschiffes. Bereits kurze Zeit nach dem ttnriff versank der Flugzeugträger in den wellen >es Atlantik. (uglands Flotte ist damit wieder um ein im Au- jeivlick für die Briten besonders wichtiges Kriegs- chff ärmer. Bei Kriegsausbruch besaß Großbri- tin-ien sieben Flugzeugträger, von denen meh- teri jedoch bereits veraltet und äußerst langsam tat sowie vier 1939 vom Stapel gelaufene Tteu* iallen. Von den über 22000 Tonnen großen Pqzeuglrägern sind drei — ..Courageous"^ ,6 orious" und „Ark Royal" — versenkt und f|l— „Iltustrious" und „Formidable" -)urch deutsche Fliegerbomben vor längerer Zeit iuf:r Gefecht gesetzt worden, wie einschneidend sich )i(v Einbußen auswirkten, hat die Katastrophe von p'men-Insel Mindanao berichtet werden. Auf Mindanao fanden die japanischen Truppen, so berichtet ein Augenzeuge, japanische Zivilisten, die von Ge- schoßgarben der Maschinengewehre durchbohrt waren, die die fliehende „amerikanische Soldateska" auf die japanischen Einwohner von Mindanao richtete. Bisher wurden von etwa 1900 japanischen Einwohnern 1200 in militärischen Schutz genommen. Don den restlichen 700 wird befürchtet, daß sie von den fliehenden Amerikanern verschlept wurden und weiterhin dem Terror des amerikanischen Militärs ausgesetzt seien. Der japanische Großangriff auf Luzon. Schwere Kämpfe um den Lingahen-Golf. S t o ck h o l m, 23. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach USA.-Meldungen aus Manila sind die Japaner mit einer riesigen T r a n s p o r t f l o t t e von 80 Schiffen erschienen und haben Landungen durchgeführt. Man gibt zu, daß es sich dabei um eine der kühnsten Unternehmungen dieser Art in der neueren Geschichte handele. General Mac Arthur versuche durch Entsendung von Heeres- und Luftstreitkräften nach dem Lingayen- Golf die schwere Gefahr auszuschalten, die durch diesen Angriff der gesamten USA.-Stellung in Ost- asien drohe. Eine Mitteilung des Washingtoner Kriegsdepartements spricht von heftigen Kämpfen im Lingayen-Golf, 240 Meilen nördlich von Manila. Die Stärke des japanischen Expeditionskorps wird auf sechs bis acht Divisionen geschätzt. Ach bei Davao auf Mindanao werde gekämpft. Der heftige Kampf, den die Japaner mit großen Kontingenten in Nord-Luzon eingeleitet hätten, dauere an. Durch die Landungen würden die Japaner Beherrscher der Küste Luzons von Aparri bis zum äußersten westlichen Punkt, dem Kap Bo- linao. Vier philippinische Schiffe von zusammen 13 188 Tonnen wurden versenkt. Weiterer Rückzug der Briten in Nordmataya. Schanghai, 23. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach Berichten aus Singapur gehen die britischen Streitkräfte in Perak (Nord-Malaya) weiter nach Süden zurück. Sie versuchen jetzt, Stellungen b e i Kuala Kangsa einzunehmen, während die Japaner auf Flößen den Perak-Fluß hinunter Verstärkungen heranziehen. Kuala K a n g s a ist ein wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt 18 Kilometer nördlich von Ipo, das als nächstes japanisches Angriffsziel bezeichnet wird. In Ipo befinden sich bedeutende Zinnbergwerke. .k.kio, 22. Dez. (DNB.) Einen anschaulichen ! Wt über die Kämpfe im Dschungel Malayas ili.'!dkr Sonderbßrichter von Tokio Asahi Schim- {ji.Cber aus dem malaiischen Operationsgebiet nach • wilfot zurückkehrte. — Die japanischen Truppen, I»iditoert der Berichterstatter, sammelten hier ihre Erfahrungen im Dschungelkrieg. Auf der In- jflfainan habe er zwar auch schon Dschungel ge- sü-r doch hielten diese auch nicht annähernd einen : »•‘fiieicf) mit den riesigen Urwäldern des malai- Gebietes aus, die so dicht seien, daß ein Durch- *- j^-n einfach unmöglich wäre. Fast alle Kämpfe invLkelten sich darum auf den wenigen gelben, auf die man angewiesen sei. Hier be- ' tptm sich auch die feindlichen Befestigungen } w Widerstandsnester. A u f schmälstem Raum I n sich jeweils erbitterte Kämpfe ab. ■n der vordersten Linie des Feindes kämpften f -9 n i) e r, berichtet der japanische Korrespon- itet. Stellten die in der zweiten Linie kämpfenden j [■ tH ä n b e r fest, daß weiterer Widerstand aus- fei, so zerstörten sie hinter sich Brücken Straßen. In vielen Fällen sei dadurch den J^csrn der Rückweg abqeschnitten, so «§ne zu hoffnungslosem Widerstand gezwungen i Ptc wen sie sich nicht ergeben, ober im Dschungel 1 kirnen wollten. Zwar hätten die Engländer ver» vrühlsche Univerfitätrdruckerei«. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen.^chulstratze 7-9 besser, als im Frühjahr oder im Sommer. Die gefrorenen Wege und die Eisdecken der Flußläuse ermöglichen außerdem einen leichteren Ver - k e h r als im Frühjahr und in regnerischen Sommertagen. Sobald der Mensch sich mit seiner Kleidung dem Winterklima Rußlands angepaßt hat, ist das Winterklima durchaus zu ertragen, und dazu wird ba- deutsche Volk mit der nach den Feiertagen einsetzenden Sammlung von warmen Wintersachen seinen Soldaten der Ostfront die beste Hilfe leisten. An das Heer. Abschiedstagesbefehl des General- feldmarschalls von Branchitsch. Berlin, 22.Dez. (DNB.Funkspruch.) Generalfeldmarschall von B r a u ch i l s ch hat sich mit folgendem Tagesbefehl von den Soldaten des Heeres verabschiedet: Soldaten! 2Rif dem heutigen Tage hatderFührerper- s ö n l i ch die Führung des Heeres übernommen. Gleichzeitig hat er meiner vor einiger Zeit ausgesprochenen Bitte staltgegeben, mich wegen eines Herzleidens von der Führung des Heeres zu entbinden. Soldaten! Fast vier Jahre habe ich als Euer Oberbefehlshaber das beste Heer der Welt geführt. Diese Jahre umfassen für Deutschland eine Fülle größter geschichtlicher Ereignisse und für das Heer größte soldatische Erfolge. Stolz und dankbar blicke ich auf diese Zeit zurück. Stolz auf Eure Leistungen, dankbar für Eure Treue. Große Aufgaben sind erfüllt, große und schwere stehen noch bevor. Ich bin überzeugt, daß Ihr auch diese lösen werdet. Der Führer wird uns zum Siege führen. Stahlhart den Willen, vorwärts den Blick! Alles für Deutschland! (gez.) von Brauchitsch, Generalfeldmarschall. Hauptquartier, 19. Dezember 1941. Thailand im ostasiatischen Ordnnngsblock. Zwischen dem japanischen Botschafter und dem thailändischen Außenminister Songgram ist, wie schon kurz gemeldet, ein Schutz- und Trutz- bündnis auf der Grundlage der Unabhängigkeit und Souveränität Japans und Thailands für die Dauer von zehn Jahren geschlossen worden. Damit ist das Land zwischen Indien und China, Thailand, offiziell in den ostasiatischen Ordnungsblock ein» getreten. Die Lage zwischen Französisch-Jndochina und Birma an einer geographisch und strategisch gleichermaßen begünstigten Stelle hatte Thailand zu einem der wichtigsten Angelpunkte der großen internationalen Politik gemacht. England und die USA. hatten seit langem alles versucht, um die Thailänder in eine Einkreisungsfront gegen Japan zu treiben. Im letzten halben Jahr wurde Thailand durch plaffvoll ausgestreute Gerüchte über einen angeblichen feindlichen Einmarsch Japans schwer beunruhigt und einer Neroenkrise unterworfen, die durch wirtschaftliche Druckmittel ergänzt wurde. Die Thalländer haben diese Nervenkrise bestanden und die Folgerungen daraus gezogen. Als im Vorjahre über die thailändische Forderung auf Rückgabe einiger von den Franzosen Jndochina angeschlossenen Gebiete ein Konflikt zwischen Bang- kok und der Vichy-Regierung drohte, witterten die englisch-amerikanischen Gangster Morgenluft. Dieser Konflikt aber wurde durch die besonnene Haltung Vichys und Thailands vermieden. Am 27. Juli 1941 marschierten thailändische Truppen in die beanspruchten Gebiete ein, am gleichen Tage trafen in Ausführung des Verteidigungsbündnisses zwischen Französisch-Jndochina und Japan japanische Truppen in Französisch-China ein. Durch Japans Schiedsspruch wurde der Gegenstand des Konfliktes aus der Welt geschafft. Die Vichy-Regierung und die Regierung von Bangkok unterwarfen sich dem gerechten und weisen Urteil Japans, das nicht darauf ausging, neue Konfliktstoffe zu schaffen, sondern die alten zu beseitigen. Das war eine diplomatisch entscheidende Niederlage Roosevelts und Churchills in Ostasien. Solange allerdings Japan noch nicht im Krieg mit Roosevelt und Churchill stand, hielt der wirtschaftliche Druck von Singapur auf Bangkok an. Oel z. B. erhielt Thailand nur aus Singapur. Die thailändische Währung, der Tical, mußte sich dem englischen Pfund anschließen. Die Gummiplantagen und die Zinnminen im südlichen Thailand gerieten unter englischen Einfluß. Der britische Gesandte in Bangkok, Sir Josiah Croßby, wandte alle Mittel an, um Thailand aus der ostasiatischen Prosveri- tätssphäre zu lösen und Japan der hauptsächlichsten thailändischen Produkte wie Reis, Gummi und -Korrespondent. So entschloß sich England im Jahre 1864, Sarawak als unabhängigen Staat unter der örtlichen Monarchie der Familie Brooke anzuerkennen. Die Vereinigten Staaten haben wenig später ebenfalls Sarawak anerkannt. Heute bildet dieser Staat einen sehr wichtigen Bestandteil des Britischen Reiches in , Ostasien. Das Staatsgebiet ist seit dem Herrschaftsantritt des ersten weißen Radschas allmählich vergrößert worden und entspricht ziemlich genau dem Gebiet Griechenlands vor dem Kriege. Die Bevölkerung von 442 000 Köpfen geht'vielerlei Berufen nach, und die Erzeugnisse der Landes gehören der Landwirtschaft und dem Bergbau an. Am wichtigsten aber sind heute die Oelfelder oon Miri und B a f o n g , deren Zerstörung die Engländer jetzt gerade bekanntgegeben haben. Zwar stand die Produktion dieser Gebiete erst an 14. Stelle der öl- Von unserem Li Stockholm, Dezember 1941. Die Landung japanischer Truppen an der Nordküste der Insel Borneo im Staate Sarawak weckt die Erinnerung an eine der merkwürdigsten und abenteuerlichsten Episoden in der Geschichte des britischen Weltreiches. Sarawak ist der M-a- laien-Staat mit europäischem Herrscher, dem weißen Radscha, der wohl hin und wieder in einem Reisebericht auftaucht, über dessen Vorgeschichte aber heute nur wenigen Menschen etwas bekannt ist. Im Jahre 1825 begab sich ein junger. Engländer, James Brooke, auf die Suche Nach Abenteuern und Vermögen als Offizier der ostindischen Compagnie nach Ostasien. Schon nach wenigen Jahren wurde er bei einem Feldzug in Burma schwer verwundet und als kriegsuntauglich in die Heimat zurückgeschickt. Unverbesserliche Abenteuerlust ließ ihn aber nicht lange ruhen, und schon nach kurzer Zeit befand er sich wieder auf dem Wege nach Indien. Diesmal widmete er sich nicht dem Kriegshandwerk sondern er erwarb ein ansehnliches Vermögen, für das er sich, weil ihm das Ruhigsitzen in Handelskontoren nicht behagte, ein stattliches Schiff kaufte. Er rüstete es mit allem Notwendigen aus, bewaffnete es mit Kanonen und warb eine tüchtige Mannschaft an. Dann fetzte er Segel und begab sich in das Reich der malaiischen Inseln, das Parad'es der Freibeuter und Viraten. Ein glücklicher Wind führte James Brooke an die Küste von Sarawak, als dort gerade ein Bürgerkrieg das Land verwüstete und Seeräuber die Küsten plünderten. Der Radscha Muda Kasim rief den weißen Fremdling um Hilfe an, die nur i ’erlin, 22. Dez. (DNB.) Die Kämpfe an der frsttont sind feit einigen Wochen von dem russi- |d)n Winter bedingt. Der russische Winter ist nicht nil dem westeuropäischen Temperaturunterschied wichen den Jahreszeiten zu vergleichen. Das Klima b|Uropas wird nicht mehr vom Atlantik her und tin Golfstrom beeinflußt, sondern ist ausgesprochen h; t i n e n t a I: auf einen kurzen heißen Sommer folx ein langer Winter, zwischen beide Jahres- leitin schiebt sich ganz plötzlich, fast über Nacht, Itr Frühling mit einer schnellen Schneeschmelze. 1 e Ostfront dehnt sich vom Weißen Meer i ü zum Schwarzen Meer, vom 70. bis Breitengrad also vom Polarnorden bis |un Riviera-Süden fast in der Höhe Nea- ijfeis Der Winter ist infolgedessen auf dieser Strecke Ikhr verschieden. Am Weißen Meer herrscht sMHschnittlich an 180 Tagen Frosttemperaturen, L! eine Temperatur unter 0 Grad, in Moskau ttd Gorki an 150 Tagen, in Leningrad, Drei, Sta- irtrab an 120 Tagen, in Odessa und auf der Krim itei nur an 60 Tagen. Diesen Frosttemperaturen richt die Lage der Schneedecke. Während k n Gebiet des Ural 90 cm und nordöstlich tzer Ißo^a 50 cm wird, mißt sie ayf der Linie Char- lov—Krim 20 cm und in der Höhe Odessa—Rostow ’ Ocm. Sie bleibt in Archangelsk 180 Tage ge- khlllen liegen, in Gorki 160 und in Moskau 150, h Siem 90, in Rostow 60 und in Odessa 40 Tage. 9hn darf sich auch den mittleren Temperatur- i fort schnitt des russischen Winters nicht zu kalt vor- ’ Jtellin: normalerweise beträgt der Ianuardurch- ‘fct von Murmansk bis Stalingrad 10 Grad. Die > kältesten Nächte werden im fernen Nordosten, ' Mn die deutsche Front nicht gekommen ist, mit •Hb s 50 Grad gemessen. Tiefe Temperaturen von ! M :i5 30 Grad an der jetzigen deutschen Ostfront liornen nur vorübergehend vor. Dis Kälte ist dabei für die Menschen nicht ganz IDe ipfinblicf) wie in Westeuropa, weil sie nicht in ferner, sondern in trockener Luft herrscht. ! $ Schneedecke übt eine wärmende Wirkung auf "l!-Behausungen aus. Dazu frieren alle Sümpfe i jj) Moraste zu. Die Luft wird rein und klar. ■ Quellen für Erkrankungen werden durch die ! Cif verringert. Darum ist der G e s u n d h e i t s - iin'ita n t) in Rußland während des Winters stets |fl. Jahrgang Nr.M «scheint täglich, außer ßmntags und feiertags Beilagen: Geßener ^amilienblättei (fcmat imBild DieScholle Bezugsvreis: monatlich ... RM.1.80 «l stell gebühr... „ -.25 Jd) bei Nichterscheinen einzelnen Nummern Aolge höherer Gewalt B,svrechanfchl»ß 2251 htanschrift: „Anzeiger" < scheckll68k^ranlf M. ,_____ v ' j zu bereitwillig gegeben wurde. Mit Hilfe seiner Waste im Dschungel kaum irgendeine D p e51 Schiffskanonen und seiner Matrosen gelang es , rationsmöglichkeit. Die Briten hätten des-. Brooke bald, dem Bürgerkrieg ein Ende zu machen Pearl und Baba hören — augenscheinlich ist „Baba" halb die Tanks auf den Dschungelpfaden a l s und die Seeräuber zu vertreiben Einmal narf) j auf Sarawakisch etwas noch Kostbareres als G^ld 6 f -: w Ä Ax ferschmiede und Zinngießer arbeiteten aufs Feinste, sogar die Porzellanfafrik rourbe,beschäftigt und lieferte die Ausstattung des prächtigen' PorzellankaM- nette und die Porzellane für die Zimmer. In eine völlig andere Zeit fühlt man sich zurückversetzt, durchwandert man die Säle Der Arnstedter ResÜ>enz in Denen Diese bezaubernde Puppenstadt ausgebaut ist. Wir betrachten mit Entzücken alle die kleinen Kunstwerke und werden gleichzeittg auf Die angenehmste Weise belehrt über Leben und Sitte der Damaligen. Wir belauschen die Hofgesellschaft beim Kartenspiel, die Dame bei der Toilette, neh' men teil an einer Vorstellung bei Hof, begleiten die Dame beim Besuch in der prunkvollen Wochenstube, wir schauen zu, wie das „Gesinde" die Betten macht und vertiefen uns schließlich in die kleinen Wunderwerke des Porzellankabmetts. Ganze Spalten könnte man füllen, wollte man erzählen vom Mode- magazin mit seinen kostbaren Stoffen, vom lustige" Treiben des Jahrmarkts (auch hier jede Ware aufs feinste und echteste vom Handwerker ausgefuhrt, nirgends „Geschnas"), vom Nonnenkloster, der Hof' apotheke oder dem Hoftheater. Kaum vermag man sich zu trennen von all den Köstlichkeiten, und man betrachtet, heimgekehrt, recht schnell die aus einer Kiste selbstgebastelte Puppenstube mit dem SW garten und ist ganz beschämt, daß das Mädel über alles so ehrlich entzückt ist und geradezu jubelt über Den Gartenschirm mit Tisch, Der mit Kunst doch leider so ganz und gar nichts, desto mehr aber m» Pappe und Kretonne zu tun hat. Carl Ludwig Noah Bantzer wurde 1857 in Ziegenhain als Sohn einer Marburger Familie geboren. Mit 18 Jahren bezog er Die Berliner Kunst- afaDemie, wurde Schüler von Thumann, Knille, Gussow und setzte seine Studien Dann in Dresden bei Pohle fort. Ein zweimaliger Aufenthalt in Pans örDerte sein künstlerisches Wachstum. Ende Der acht- ziger Jahre trat er mit feinen ersten Gemälden an die Oefsentlichkeit, kleinen Genrebildern, denen bald eine größere Komposition, das historische Stttenlnld „Wallfahrer am Grabe der hl. Elisabeth in Mar- bürg" folgte. Bantzer war Heimatkünstler im besten Sinne und mit der hessischen Landschaft, dem Wesen des hessischen Bauern innig verwachsen. Bon Den zahlreichen Gruppenbildern, in Denen sich das Wesen des hessischen Menschen und seiner Umgebung eindrucksvoll widerspiegelt, sind die bekanntestem „Abendmahlsfeier in einer hessischen Dorfkirche (1899, Berliner Nationalgalerie), eine Der be- Deutenden Leistungen des Künstlers, „Hochzetts- schmaus" (1904), „Hessischer Bauerntanz"mit dem Wogen der faltigen Frauenröcke. Daneben war Bantzer ein feinsinniger Porträtist (Bildnis seiner Frau, Bildnis von Geheimrat Woexmann, für Die Universität Gießen schuf er die Bildnisse von Ge- heimerat Behaghel und Geheimrat Krüger, und der Maler stimmungsvoller, weltabgeschiedener Land- schäften. Obwohl er alljährlich mit einer Schar von Schülern nach dem hessischen Malerdorf Willingshausen in der Schwalm zog, lag doch jahrzehntelang der Schwerpunkt seines Wirkens in Dresden, wo er seit 1896 als Professor an der Kunstakademie eine erfolgreiche Lehrtätigkeit aus- übte. 1918 kehrte er nach Marburg- zuruck, deren Universität ihm die Würde eines Ehrendoktors verliehen hat. Goldenes Doktorjubllaum Johannes Hallers. Der hervorragende Tübinger Geschichtsforscher und Geschichtsschreiber Prof. D. Dr. phil. Dr. jur. h. c. Johannes Haller beging sein goldenes Doktorjubiläum. Die Philosophische Fakultät Der Universität Heidelberg, die ihn ün Jahre , 1891 promovierte, wird das aus diesem Anlaß erneuerte Diplom* durch ihren Dekan und einen Fachvortreter dem Jubilar an seinem Wohnsitz m Stuttgart überreichen lassen. Haller der 1865 im Baltenland geboren wurde, lehrte von 1904 bis 1913 an der Universität Gießen. Seit 1932 ist er eremitiert. Eine Reihe seiner Schriften sind Der breitesten Öffentlichkeit bekannt geworben. HauvNchriftleUer: Dr. Friedrich Wllbelm Lange. SteUverire^r ve« HauptschristleiterS: Dr. Hnns Tl)l>rtot. NerantworiUch lür Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange,- für das ^eutlleton^Dr. Hans Thyttot, fw Stadl Gieken, Provin,. Wirtichast u. --vort: Ernst Blumschetn.beuü.), t.B.: Dr.Hans Thyriok. , m M Druck und Beriag: Brühlfche UnIversitätSdruckeret R. Lange K.S. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; 2Inrelgenle,ter: Han» Be«. verantwortlich für denFnbalt derAnxeigen:TheodorKümmel. Pi.NrL. Paris eigene BekleiDungshäufer (noch bis 1850), Die nur Den Bedürfnissen Der Puppendamen dienten, wenn auch solche Verschwendung wie zur Zeit Des Rokokos nicht mehr getrieben wurde. Doch hatten noch Die Puppen unserer Großmütter einen richtigen „trousseau“ mit „Toiletten" für alle Ta- geszetten und Gelegenheiten, zu einer jeden natürlich die paffenden Schuhe oder Stiefelchen, Die Kopfbedeckungen nicht zu vergessen. Nach 1870 schlug Deutschland Frankreich auch auf Dem Gebiet Der Spielwerkerzeugung auf der ganzen Linie, und mit Recht hieß es „Nürnberger Tand geht Durch alle Land". Weltberühmtheit er- langte namentlich auch Die Puppenstadt Sonneberg in Thüringen. (Auch im Meininger Oberland waren mehr als 25 000 Menschen mit Der Herstellung von Puppen beschäftigt.) Trumpf war nun das Puppen- kind vom Säugling bis zum Schulmädel oder zum Schulbuben, in allen Größen, aus, dem verschieden- ften Material. Wurden die Puppen früher aus einer Teigmaffe geknetet, aus Lappen, Zucker oder Honigkuchen hergestellt, waren sie „aus tragantzeug gemachte docken", so entstanden sie Dann aus Holz (namentlich Die schlichte, bäuerliche Puppe ist holzgeschnitzt), PappmaschL, Gummis Porzellan- Stoff, Zelluloid und so fort. Es gab nun Puppen, Die Die Augen schließen konnten, Die Papa unD Mama zu sagen vermochten, ja, sogar welche, Die laufen konnten. Besonders bekannt geworden sind die Puppen von Käte Kruse, von Marion Kaulitz, Margarete Steift und anderen. (Lotte Pritzel schuf mehr Zier- puppen für Erwachsene.) Jünger als die Puppe selbst ist ihre Behausung, Die im Naturlexikon von Hübner also geschlldert wird: „roortnnen alles, was zu einer Haushaltung, sowohl zur zierde, als zum pracht, als auch zur nothwendigkeit erfordert wird, sehr artig unD teils kostbar nachgemacht und geschicklich in den ge- mächern, zimmern, und daselbst befindlichen kästen und kisten, behältern und schränken eingetheilet und verwahret zu befinden". Das älteste Puppenhaus, von Dem wir wissen, ließ im Jahre 1558 Herzog Albrecht von Bayern durch Münchner und Augsburger Mnstler und Handwerker unfertigen; Schneider und Kachelmaler,. Kunstschreiner und Gold- schmiede, Die Gobelinweber und viele andere hatten ihr Bestes getan, um ein wahres Wunderwerk zu schaffen, das eigenttich Der kleinen Prinzessin ge- , hören sollte. Der Herzog war Aber selbst so ent- ahmte man Die Wirklichkeit nach.) Wirklich volkstümlich aber wurde das Puppenhaus durch ein von der Jungfer Anna Köferlin in Nürnberg hergeftelltes Dockenhaus, zu dessen Besichtigung sie die Kinder der Stadt lud. Ja, sie veröffentlichte sogar ein Flugblatt „Erzehlung, was in Dem von Anna Köferlin zu Nürnberg lang zusammengetragenen Kinderhaus, desgleichen nie gesehen, noch gemacht, anzutreffen 1631". Alle Welt war entzückt von diesem Haus, und jedermann wollte nun auch solch ein Dockenhaus besitzen, und zwar sollte es womöglich schöner und kostbarer sein, als das des lieben Nächsten: eine neue Mode war Da! Besonders kostbare Puppenhäuser gab es in Holland: fanden sich Dort doch sogar welche mit Sammlungen von chinesischen Porzellanen oder von winzigen Radierungen. Die Preise allerdings waren so gesalzen, daß Peter der Große das von ihm bestellte Puppenhaus nicht abnahm, sollte es Doch 20 000 Gulden kosten. Im Germanischen Museum in Nürnbera, im Münchener National- und historischen Staotmu- seum, im Museum zu Gießen und in manch anderen Sammlungen werden Puppenhäuser aufbewahrt, hei Denen uns immer wieder Die bis in jede Einzelheit künstlerische und gediegene Ausführung entzückt. Es ist auf kein Stück weniger Sorgfalt verwandt, als auf die Geräte. Der Menschenwohnung, in den Puppenküchen bewundern wir Die zahllosen kunstvollen Miniaturgefäße aus Kupfer, Zinn, Porzellan, die stets richtig sind in Den Grö- ßenverhältnissen: es wird nie vorkommen, daß wie in unseren heutigen Puppenhausern, etwa Bratpfanne und Taschentuch fast gleich groß sind. Den Vogel unter Puppenhaus-Erbauern aber- Bei Dem nächtlichen Seegefecht mit bolschewistischen Zerstörern in Der Burents-See wurde ** v .~ .- ••••:* • • > ~r / n... bekanntlich ein bolschewistischer Zerstörer versenkt, bilDung hat jetzt Die HandelsauMage für !Ar- ein zweiter schwer beschädigt. Inzwischen ift auch bette« unD Berufsschuhe s?wie für Ktnderschuhwerk dieser zweite beschäDigte Zerstörer versenkt roorDen. gesenkt. Darüber hinaus sinD für Heine StaDte und zu (Nachdruck verboten.) A. Fortsetzung. Verdunkelungszeit: 23.12. von 17.09 bis 9.30 Uhr. Im Beiprogramm läuft außer der Wochenschau ein naturkundlicher Kulturfilm* „Fliegende Früchte" mit interessanten Zeitraffer-Aufnahmen. Hans Thyriot. bis 16 Uhr das „Forellenquintett" von Franz Schubert. Ein buntes Unterhaltungsprogramm bringt Breslau von 16 bis 18 Uhr in seinem „Frohen Funk für alt und jung". Melodien aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck unter Leitung von Generalmusikdirektor Rudolf Schulz-Dornburg mit den Solisten Nata Tüscher, Carla Spletter, Lotte Schrader, Margarete Krii- mer-Bergau und Fritz Angermann werden von 18.10 bis 19 Uhr als Aufnahme aus einem öffentlichen Rundfunkkonzert gesendet. Den verbindenden Text spricht Käte Gold. Die Sendung „Du bist meine Lieblingsmelodie" von 19.15 bis 20 Uhr vereinigt wieder die ersten Orchester, die besten Solisten und namhafte Dirigenten zu einer bunten Folge schöner Melodien. „Das tönende Rundfunkbilderbuch" kommt von 20.20 mit einer Weihnachtsausgabe heraus und wird die beliebtesten Künstler von Rundfunk, Film, Oper und Kabarett bis 22 Uhr vorstellen. Aus dem Programm des zweiten Weihnachtsfeiertages nennen wir das „Orgelkonzert aus der Marienkirche zu Danzig" von 8 bis 8.30 Uhr, die Aufführung des „Struwelpeter" von Norbert Schultze unter Leitung des Komponisten von 11.15 bis 12 Uhr. Anschließend werden „Wiener Bonbons" von den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Franz LehLr, dem Unterhaltungsorchester des Reichssenders Wien und vieler Solisten dargeboten. Das Strub-Quartett spielt von 15 bis 16 Uhr Streichquartett F-dur, Werk 18, Nr. 1, von Ludwig van Beethoven und um 17.10 Uhr startet „Das glückhafte Schiff" zu einer Festtagsfahrt. Prof. Oswald Kabasta dirigiert von 18 bis 19 Uhr ein „Konzert der Münchener Philharmoniker" mit Werken von Weber, Schubert, Liszt und Beethoven. Don 19.15 bis 19.45 Uhr spielt Barnabas von Geczy. Das Abendprogramm bringt die Sendung „Wie es euch gefällt" mit ausgewählten Stücken aus dem „Zigeunerbaron" von Johann Strauß von 20.20 bis 21 Uhr. Die Solisten der Sendung sind: Tresi Rudolph, Marieluise Schilp, Marianne Lehmann, Aenne Maucher, Walther Ludwig, Hans Heinz Nissen, Georg Hann, Karl Wessely und Ernst Kurz. Die besten Kräfte der „Kleinen Kunst" bestreiten ein buntes Unterhaltungsprogramm von 21 bis 22 Uhr. „Flottes Tempo" und „Fröhlicher Ausklang" beschließen das Festprogramm um 2 Uhr nachts. Weihnachtsfreude für Front und Heimat Das Feiertagsprogramm des Großdeulfchen Rundfunks. preußische Kadetten anno i760 Ein Ufa-Film Karl Ritters im Lichtspielhaus. Explosion inRaumS Roman von H.C. Hansen CapyrigM by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b.MBndien „Schießen Sie los!" forderte Kriminaldirektor Ball seinen späten Besucher auf, als er ihn ins Zimmer geleitet hatte. Zch war heute abend bei der Familie Kabelt em- qeladen, und Fräulein Kabelt, die mir anfangs wegen ihrer ein bißchen scharfen Zunge etwas un- anqenehm vorkam, glaubte mich damit aus der Fassung bringen zu können, daß sie mir genau die gleichen Gedanken entwickelte, die Sie mit mir besprochen haben. Ich tat der jungen Dame den Ge- fallen und ließ sie bei dem Glauben, daß sie klüger gewesen sei als die ganze beteiligte Kriminalpolizei. Uebrigens ist es anerkennenswert, wie sicher sie die richtige Spur ausgenommen hat und klipp und klar von einem Doppelgänger, richtiger von einem maskierten Doppelgänger spricht. — Aber das hätte mich nicht dazu veranlassen können, Sie jetzt noch zu stören Als ich mit Fräulein Kobelt sprach, kam mir ein neuer Gedanke: Der einzige Mensch, der mit diesem Doppelgänger gesprochen hat, war die Sekretärin Aenne Barkow. Natürlich ist es durch- Aus der Stadt Gießen. Lärm im Kinderzunmer. Brigitte ist sechs Jahre alt und Heinerle neun, folglich ist er schon „groß" und soll nachgeben. Da t später mal „Mann' sein wird, wird ihm außer- em nahegelegt, gegen Damen doppelt nachgiebig u sein. Und das sieht er nicht ein. Er ist jung vnd unverbildet. Und ich — um zu erklären, woher jch dies alles weiß — wohne hier zu Gast, ich bin lern Heinerle und der Brigitte gegenüber „der tnkel". Anfangs, wenn ich allein mit ihnen war, still mein Buch las und mich in nichts mischte, waren fie noch zurückhaltend. Später, als sie sahen, daß i?r Onkel sich vollkommen zurückhielt, hielten sie reit weniger zurück, sie drangen vor, und da nun Brigitte Ansprüche hat auf die Katze Bussy, während Der Großdeutsche Rundfunk hat für die Weihnachtsfeiertage ein besonders sorgfältig ausgewähltes Programm zusammengestellt, um den ungezählten Hörern an der Front und in der Heimat Unterhaltung, Erhebung und Freude zu bereiten. Aus der Programmfolge seien hier die wichtigsten Sendungen mitgeteilt. Sie beginnt am 2 4. Dezember um 15.30 Uhr mit weihnachtlicher Musik „Dor der Weihnachtstür". Don 17.10 bis 18 Uhr wird eine Weihnachtsfeier aus einem Berliner Lazarett übertragen. Grüße zwischen Front und Heimat, Grüße aus aller Welt vermittelt die Ring- sendung von 18 bis 19.30 Uhr. In einem „Festlichen Konzert" bringt die Berliner Staatskapelle unter Leitung von Staatskapellmeister Prof. Robert Heger Werke unserer großen Meister. Klingende Weihnachtsgaben „Unter dem Weih nachts bäum" werden von 22.15 bis 24 Uhr gesendet; an dem bunten Programm sind der Chor und das Orchester der Staatsoper München unter Leitung von Meinhard von Zollinger und viele namhaste Solisten beteiligt. Der Weihnachtsabend Hingt aus mit „Besinnlicher Musik aus deutscher Vergangenheit" von 0.05 bis 0.45 Uhr. Das Programm des ersten Weihnachtsfeiertages beginnt um 6 Uhr mit dem Hafen» konzert. Weihnachtliche Tanzmusik und Volksweisen sind von 8 bis 8.30 Uhr zu hören. Ausschnitte aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebasttan Bach — in der Aufführung von Prof. Günther Ramin mit dem Thomanerchor und dem Stadt- und Gewandhausorchester Leipzig — werden von 9.30 bis 10 Uhr gesendet. Zu „Unvergänglichen Weisen" vereinigen sich von 10.10 bis 11.30 Uhr erste Orchester und Solisten. Chöre der Berliner Hitler-Jugend singen von 11.30 bis 12.00 Uhr neue und alte Weihnachtslieder. Don 12 bis 12.30 Uhr dirigiert Generalmusikdirektor Schulz-Dornburg ein „Festliches Konzert" mit Werken von Ludwig Stiel, Franz Schubert und Hans Pfitzner. Anschließend erklingt bis 14 Uhr „Das deutsche Volkskonzert". Die Kinder hören von 14.15 bis 15 Uhr das Märchenspiel „Tischlein deck' dich" in der Rundfunkbearbeitung von Eduard Reinacher mit Musik von Willi Maus, und am zweiten Weihnachtsfeiertag erzählt Wolter Richter in der gleichen Zeit (ab 14.30 Uhr) die Märchen „Dom Wolf und den sieben Geislein" und „Dom Pfannekuchen". Das Schneiderhan-Quartett und Friedrich Wührer (Klavier) spielen von 15.20 „Dann werde ich sofort alle Maßnahmen treffen und sie überraschend vorführen lassen. Ich gehe zum Präsidium und gebe entsprechende Anweisungen für eine Ueberwachung und Nachforschungen." Auf dieser Basis einigten sie sich, und Kammin fuhr sofort zum Präsidium, um die Beamten aus- zuwählen, die Aenne Barkow 'auf Schritt und Tritt zu folgen hatten. Damit war alles getan, was an diesem Tage getan werden konnte. Kammin blickte nochmals auf die Uhr und fand, daß er nur eine Stunde gebraucht hatte. Es war halb elf Uhr. Ob hei Kobelts noch alles da war? Eher ja als nein. In S)a\t besorgte er sich eine Taxe und fuhr zu dem Haus zurück, das er vorzeitig verlassen hatte. Die Fenster im Erdgeschoß waren sämtlich erleuchtet. Er. leichtert aufatmend, klingelte der Kommissar und hörte von dem Mädchen, das öffnete, die Gäste seien noch vollzählig anwesend. Als wäre er überhaupt nicht fortgewesen, betrat Theo Kammin den Salon und spähte umher, wo Karla steckte. „Da sind Sie ja wieder!" rief Kobelt erfreut. „Haben Sie den Verbrecher schon dingfest gemacht?" „Nein", sagte Kammin gelassen. „So schnell geht es auch bei uns nicht. Aber ich denke, in einigen Tagen etwa haben wir wenigstens ein Mitglied der Bande in der Hand." „Machen Sie keine Witze, Herr Kommisiar!" Kobelt wurde nervös. „Erst beschuldigen Sie unfern guten alten Möller der Fahrlässigkeit. Dann..." „Möller war sozusagen nur ein Versuchsballon", berichtigte Kammin. ,aft du vielleicht ein schlechtes Gewissen? Papa?" „Dummheiten! Wie kannst du nur so etwas sagen?!" Er war empört. „Es war nur Spaß. Hauptsache, daß Herr Kammin den Mörder fängt." Arthur Kobelt schüttelte verständnislos den Kopf. Der Kuckuck mochte sich bei einem Mädchen auskennen. re/2jep4ireu. Sßfessr a R ild? [z. Z. im Felde Annl Germer Gießen, im Dezember 1941. 5206 D 51 UL patz. 58O7D 621oD Am Mittwoch, dem 24. Dezember, und Mittwoch, dem 31. Dezember, werden unsere Schalter nur bis 13 Uhr offengehalten. — Am Samstag, dem 27. Dezember, bleiben unsere Schalter geschlossen Anstatt dich drüber aufzuregen, daff Schuhe schwer zu haben sind. sollst du die deinen besser pflegen. .Nimm Pilo-Lederbalsam. Kind!” BEZIRKSSPARKASSE _ COMMERZBANK DEUTSCHE BANK DRESDNER BANK HANDELS* UND GEWERBEBANK Zum Waschen. Putzen. Schrubben, Scheuem ward früherlhompson sSchwan genommen. Sei FIX zum Bodenglanz erneuern - die beiden werden wiederkommen. Für Schuhe. selbst in dieser Zeit, steht Pilo nach wie vor bereit. Im Übermaß, Gicht, Rheuma, Magen-, Darmkatarrh, sowie Arterienverkalkung, Saures Brennen, Gallen- u. Nierensteine sind Zeichen schlechter Magenpflege. Mit Sa! digestivus Nattermann bereitet man sich ein Heilwasser, das übermäßige Harnsäure ausschwemmt, das Blut u. die Säfte reinigt u. den Magen richtig pflegt. Die wohltuende Wirkung ist bald festgestellt Glas:1.25RMinApoth.u.Drog. MeHemtiel und ein Damen-Pelzmantel z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04353 a. d. G. A. kann, vielmehr nur einen Tropfen auf einen heißen Stein bedeutet. Hierzu muß noch folgendes festgestellt werden: Der Verbraucher, der heute kein Wild bekommt, ist dennoch keineswegs schlechter gestellt als derjenige, der das Glück hat, es zu erhalten. Denn ersterer bleibt dann eben seiner alten Gewohnheit treu und ißt Ochsen-, Schweine-, Kalb- oder Hammelflelfch, soviel ihm davon auf Grund seiner Fleischkarte zusteht, und letzterer genießt seinen Reh- oder Hirschbraten scheinbar in doppelter Menge (weil die Fleischmarken zum Bezug der doppelten Menge Wild berechtigen), in Wirklichkeit aber doch nicht mehr als der andere. Der Knochenanfall ist bei Wild nämlich bedeutend höher. Der Anfall von Wildragout, das bekanntlich ohne Marken abgegeben werden darf, macht noch nicht einmal 10 v. H. aus, ist also praktisch bedeutungslos. In Anbetracht dieser Sachlage muß daher an die Verbraucherschaft der dringende Appell gerichtet werden, bei der Nachfrage nach Wild den vorliegenden Verhältnissen Rechnung zu tragen und keine unerfüllbaren Forderungen zu stellen. | Vereine | ViBReichshaime V. Riehen. Zusammenkunft allerVereinsmit- glieder mit den in Urlaub befindlichen Sportkameraden am 2. Weilmachts- fciertag umlO 30 Ubr im Schivka- Frcitag, den 26. Dezember: 7 Ubr heilige Messe. 9 Uhr Hochamt. 11.15 Uhr Singmesse. 15 Uhr Festandacht. THEATER der Universitätsstadt Gießen Glne Men- Hiottflße zu verkauf. 04337 Neuenweg 18III gab Kreisstellenleiter Hartmann Erklärungen über die von ihm bereits mit den beiden Verwaltungen geführten Verhandlungen ab und legte zugleich die Vorschlagsliste der neu zu bildenden Verwaltung vor, die nur geringe Aende- rungen gegenüber der früheren Verwaltung beider Kassen aufweist. Die Generalversammlungen beider Institute sollen im März des kommenden Jahres den endgültigen Zusammenschluß beschließen, damit dann am 1. April 1942 der Zusammenschluß, m Kraft tritt. ** Auszeichnung. Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurde der Marineartilleriemaat Karl P r e i ß, Gießen, Wetzlarer Weg 80, ausgezeichnet. ** Landgericht und Amtsgericht Gießen bleiben vom 24. Dezember 1941 bis 4. Januar 1942 geschlossen. Näheres ist der heutigen Bekannt- machung des Landgerichtspräsidenten zu entnehmen. ** Am dritten Fe iertag geschlossen. Am Samstag, 27. Dezember, dürfen die Geschäfte des Einzelhandels — mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte — ihre Verkaufsstellen geschlossen hatten. . ** Fahrradanhänger bezugscheinpflichtig. Mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers ist angeordnet worden, daß neue bereifte oder unbereifte Fahrradanhänger ab 1. Januar an Verbraucher nur noch gegen Bezugschein abgegeben werden dürfen. Landkreis Gießen. * Großen-Bus eck, 22. Dez. Am Mittwoch, 24. Dezember, begeht Fräulein Adele Bornoz, Erzieherin im Schloß zu Großen-Buseck, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 8 0. G e - burtstag. Seit 50 Jahren steht sie im Dienste der freiherrlichen Familie von Nordeck zur Groheltern and alle Verwandten. Gießen-Wieseck, Heuchelheim, 19. Dezember 1941. 5212D Das Landgericht und das Amtsgericht Gießen werden in der Zeit vom 24. Dezember 1941 bis 4. Januar 1942 geschlossen. Nur zur Erledigung dringender Fälle wird in beschränktem Umfange, und zwar werktäglich von 10 bis 12 Uhr, der Dienstbetrieb aufrechterhalten; im übrigen ist der Sonntagsdienst wie bisher geregelt. 5209D Gießen, den 22. Dezember 1941. Der Landgerichtspräsident. Rabenau, hat ln dieser Zeit Freud und Leid redlich mit ihr geteilt und in vorbildlicher Treue und Gewissenhaftigkeit ihre Schuldigkeit getan. Als während des Weltkrieges im Schloß zu Großen. Buseck ein Lazarett untergebracht war, hat sie sich auch hier durch treue Mithilfe in der Fürsorge für die Verwundeten große Verdienste erworben. Möge ihr weiterhin ein ruhiger Lebensabend beschieden sein! — Am zweiten Weihnachtsfeiertag begehen die Eheleute Steinhauer Johannes Stein und Katharine, geb. Franz, das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar, das sich körperlich und geistig noch bei guter Gesundheit befindet, erfreut sich im Dorfe allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung. Auch wir wünschen dem Jubelpaare wei. terhin alles Gute! G. A.-Eport. Handball-Dorschau. Stadt Frankfurt — kreis Gießen. Im Rahmen der sportlichen Tagungen am 4. Ja- nuar 1942 wird nach dem Fußballspiel Eintracht Frankfurt — Gießen-Wetzlar das Handballspiel Stadt Frankfurt — Kreis Gießen folgen. Die Der- tretung der Frankfurter war schon in einem Wochen- endlehrgang zusammengezogen. Diese Leitung hatte der Internationale Spieler Sch unk, welcher auch in der Frankfurter Mannschaft mitspielen wird. Unsere heimische Vertretung stützt sich auf die Spieler der Luftwaffe Gießen, Holzheim und Gruningen. Leider ist es nicht möglich, vorher ein Uebungsspiel auszutragen. Trotzdem wird die aufgestellte Mannschaft einen achtbaren, Gegner abgeben. Faustball in Heffen-Tlasiau. Der Mitarbeiter des Gaufachamts für Turnen, stellvertretender Gauobmann für Sommerspiele, Kurt S ch ü ß l e r (Frankfurt a. M.), gab auf einer Tagung der Kreisobmänner für Sommerspiele in Mainz die Richtlinien für die neue Aufbauarbeit im neuen Sportgau Hessen-Nassau bekannt. Im Gau und in den Kreisen soll zu Beginn des neuen Jahres eine ausgedehnte Lehrgangsarbeit einsetzen, die mit einem Gaulehrgang in Worms am 31. Januar und 1. Februar 1942 beginnt. In den Kreisen kommen Kreismeisterschaften in Faustball und Korl zum Austrag, im Gau die Gaumeister- schaften in beiden Spielarten. Die Faustball-Gau- klasse wird in vier Staffeln zu je acht Mannschaften um den Gaumeister spielen. Die Staffel 4, die aus den aus dem bisherigen Bereich Hessen zum Gau Hessen-Nassau gekommenen Vereinen besteht, wird unter Führung des mehrmaligen hessischen Bereichsmeisters T v. 18 4 6 Gießen gebildet. Kreisobmann W e i s m a n t e l (Gießen) hat den Auftrag, die Staffel aufzustellen. Kurze ©portnofijen. Hessen-Nassaus Jugend -Rinder gewannen in Frankfurt-Eckenheim einen Vergleichs- kampf gegen das Gebiet Westmark überlegen mit 6:2 Punkten. ' Am 19. Dezember ist unsere liebe Ingeborg im Alter von 22 Jahren nach schwerer Krankheit sanft entschlafen. Die Beerdigung fand in aller StiUe statt. In tiefer Trauer: Walter Geilfus und Frau Reinhold Geilfus (Bruder), z.Z. im Felde. Gießen (Kaiserallee57), den 22. Dezember 1941 5213 D MWslsdeM in Gietzen zu vergeben. Schrift!. Angebote unt.5208D an den Gießen. Anzeiger erb. W In vorbildlicher Tapferkeit und treuer Pflichterfüllung fiel am 23. September 1941 an der Spitze seines Zuges im Osten unser lieber, guter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager und Enkel Hans Mank Unteroffizier und Zugführer in einem Infanterie- Regiment, Inhaber des Infanterie-Sturmabzeichens, die Verleihung des E.K. II stand bevor im Alter von 26 Jahren, kurz vor seiner Beförderung zum Feldwebel Im festen Glauben an den Sieg kämpfte er für Führer, Volk und Vaterland. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. . In tiefer Trauer: Friedrich Mank, Gastwirt, and Frau Anna. geb. Völzel Kurt Mank, Gefreiter, z. Z. Im Felde Toni Schmidt, geb. Mank Hans-Ulrich Schmidt, Veterinär u. Regts -Vet. Warum erhalte ich kein Das intereisiert die Hausfrau. ^ottesmenitotönnno Der MfiltlBC gkMM Metzen. Dienstag, den 23. Dezember: 17-19 und 20-21 Uhr Beichtgelegenheit. Mittwoch, den 24. Dezember; 14-15 Uhr Beichtgelegenheit. 15.30 Ubr Christmette mit Pre- dicht u. Weihnachtskommunion Donnerstag, den 25. Dezember: 7 Uhr Virtenmesse m. Predigt. 9 Uhr feierl.Hochamtm. Pred. 11.15 Uhr Singmesse m.Pred. 15 Uhr Vesper. Herrenmantel, mit Samtkragen (fl. Größe), Herrenanzug, schwarz/gestreift, (fl. Größe) zu verk. 04351 Wo? sagt d. Ge- schäftsst. d. G. A. Dienstag, 23. Dezember 15—17 Uhr 5157V Dornröschen Weihnachtsmärchen von Robert Bürkner. Preise von 0.30 bis 1.60 BM- NSG. Diese Frage wird heute sehr häufig sowohl an den Wildhändler als auch an die Stellen, denen die Wildbewirtschaftung übertragen worden ist, gerichtet, weil sich der Verbraucher als Fragesteller über die Lage auf dem Wildmarkt nicht klar ist. Der Verbraucher übersieht zunächst, daß die Nachfrage nach Wild heute — durch den Krieg bedingt — sehr viel größer geworden ist, weil viele Menschen Wild verlangen, die es in gewöhnlichen Zeiten gar nicht oder nur in sehr beschränktem Maße gekauft und verzehrt haben. Der Verbraucher denkt auch nicht daran, daß heute das Auslandswild, demgegenüber der Anfall von von Jnlandwild von jeher als bedeutungslos bezeichnet werden muß, fast vollkommen ausfällt. Es ist ihm wahrscheinlich auch nicht bekannt, daß die geringe Einfuhr von Auslandswild vor allen Dingen zur Versorgung der W e h r m a ch t dienen muß. Unter diesen Umständen muß es jedem vernünftigen Menschen klar werden, daß mit dem fast ausschließlich zur Verfügung stehenden inländischen Wild die derzeitige außergewöhnlich gestiegene Nachfrage auch nicht annähernd befriedigt werden KSLTjnHS In Jedem H*• Rucksack • Ist noch Platz f. • Esbit-Trodcen- • I Brennstoff, um ® k unterwegs ® • V ö' Speisen und ? • Getränke J • V1 zu erwärmen. * • Packung 20 Tabl. In einschlägi- 9 ® gen Geschäften käuflich. Auch G • zum Feldpostversand zugelassen. > • Bezugsquellen-Nachweis durch - O • HERST. ERICH SCHÜMM • STUTTGART.W 109 ••••••••••••• Reichseierkarte und Entwertung der Einzelab- schnitte; er ist auf die Stückzahl Eier auszustellen, die von der Hauptvereinigung für den jeweiligen Versorgungsabschnitt aufgerufen wird. Es muß also für jeden Dersorgungsabschnitt ein neuer Berechtigungsschein ausgestellt werden. An sonstige Bezugsberechtigte (Verteilungsstellen, gewerbliche Betriebe, Krankenhäuser, Gaststätten usw.) gegen Bezugschein. Die letztgenannte Neuregelung tritt am 12. Januar 1942 in Kraft. Weihnachten w r) zu Hause geblieben! Es ist zwar begreiflich, daß Sportler und Wanderfreunde die 'Weihnachtsfeiertage draußen in Feld und Wald verleben wollen, daß dieser oder jener von uns die Absicht hat, das Weihnachtsfest mit Verwandten oder lieben Bekannten zu verbringen. Aber in diesem Kriegswinter heißt es: Zu Hause bleiben, denn die Reichsbahn ist so überlastet, daß wir auf sie Rücksicht zu nehmen haben. Im Eisenbahnwagen, der in die weihnachtliche Waldstimmung hinausfährt, gebührt uns in diesem Jahre kein Platz. Nur unseren Soldaten steht er zu! Seien es die Urlauber, die mit einer Riesenfreude im Herzen zum Fest der Heimat zueilen oder seien es die Verwundeten, die draußen im verschneiten Winterwald Genesung suchen. Freuen wir uns, daß wir auch ein Scherflein zur Weihnachtsfreude unserer Wehrmacht beitragen können, indem wir ihr unseren Platz im Eisenbahnzuge überlassen. Welches Glück ersaßt manche alte Mutter, wenn sie mit ihrem Sohn, der aus Feindesland kommt, ein innig-frohes Fest feiern darf. Und wie zittert mancher Vater im Felde dem Augenblick entgegen, der ihm den Sprößling zum erstenmal im Leben zeigen soll. Auch sollen alle diejenigen, die im Arbeitsdienst stehen oder einer anderen Organisation unterstehen und weit der Heimat ihren Dienst tun, als schönstes Weihnachtsgeschenk die Möglichkeit einer Urlaubsreise erhalten. Verschieben wir also unsere geplante Reise und treffen wir zu anderer Zeit mit unseren Verwandten zusammen. Auch läuft uns der Winter ja nicht so schnell davon, so daß wir noch später zum Wintersport in den verschneiten Märchenwald fahren können. Schenken wir unseren Soldaten unseren Platz im Zuge, die sich unbändig auf das Wiedersehen in der Heimat freuen und die dieses herrlichste aller Weihnachtsgeschenke weitaus mehr verdient haben als wir. Deshalb rufen wir denen, die zu den Feiertagen.fortfahren wollten, mit frohem Herzen zu: „Zu Haus wird geblieben! Platz da für unsere Wehrmacht!" H. v. L. Gaststättengeseh und Lokalverbot. Im Gaststättengesetz war bisher keine Bestimmung enthalten, wonach es den Inhabern solcher Gaststätten, deren Besuch Angehörigen der Wehrmacht, der Polizei usw. in Uniform verboten wurde, untersagt ist, Speisen und Getränke an diese zu verabreichen. Es bestand lediglich die Möglichkeit, einem Gastwirt, der trotz eines über seine Gaststätte verhängten Lokalverbots Speisen und Getränke an die Uniformträger verabreichte, wegen ^Unzuverlässigkeit die Erlaubnis zum Gewerbebetrieb zu entziehen. Von dieser Möglichkeit kann nur in besonderen schweren Fällen Gebrauch gemacht werden. Bei den derzeitigen Verhältnifsen ist es nicht immer möglich, benUniformträgern sämtliche Gaststätten bekanntzugeben, deren Besuch ihnen untersagt ist. Zur Vermeidung unliebsamer Zwischenfälle war es daher notwendig, das Gaststättengesetz durch die in der vorliegenden Verordnung enthaltenen Bestimmungen zu ergänzen. Den Gaststätteninhabern ist es im Falle eines über sie verhängten Lokalverbots nunmehr verboten, an die in der Verordnung angeführten Uniformträger Speisen oder Getränke abzugeben, überdies werden die Gaststätteninhaber verpflichtet, die Uniformträger, die ihre Gaststätte betreten, alsbald auf das bestehende Verbot hinzuweisen. Gietzen-Klein-Lmden. Der Reichsbahnangestellte Ludwig F e i s e l, Frankfurter Str. 66, feiert am ersten Weihnachtsfeiertag feinen 8 3. Geburtstag. Er stammt aus Rettighaufen im alten hessischen Hinterland und kam in jungen Jahren nach Klein-Linden, von wo aus er jahrzehntelang seinen Dienst an der Eisenbahn versah. Zwei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel können dem geistig und körperlich verhältnismäßig noch recht rüstigen alten Herrn ihre Glückwünsche zum Geburtstag übermitteln. Zwei seiner Enkel stehen gegenwärtig im Wehrdienst. Auch mir gratulieren von Herzen. Zusammenschluß der beiden Wiesecker Kreditinstitute. Gestern fand in Wieseck bei Ludwig Weller IV. unter dem Vorsitz von Verbandsdirektor Fendt eine gemeinsame Sitzung der Vorstände und des Aufsichtsrats des Spar - und Vorschuß-Vereins und der Spar- und Darlehnskasse statt, die dem Zusammenschluß beider I n - stitute galt. Nachdem Verbandsdirektor Fendt auf die Notwendigkeit und die geltenden Bestimmungen zum Zusammenschluß hingewiesen hatte, Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- oienst, HG.-Abendrn. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen, Mittwoch, 24. Dezember. Heiliger Abend. Stadtkirche: 16, Christs. Schmidt. Nobanneskirche: 15.30, Christfeier, Lic. Wißmann. Kapelle Alt. Friedhof: 15,Kinder- Weihnachtsfeier, Walther. Tabelle WeßlarerWeg: 17,Cbrist- feier und Weihnachtsfeier 0. KG., Lic. Dr. Jost. Gießen-Mein-Linden: 16, Christfeier, Lic. Dr. Jost. Lollar: 18 G. Mainzlar: 20 G._____________ Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei • Danksagung. -5S7 Für die vielen Beweise liebevoller Teil- MgÄ nähme heim Heldentod meines gelieb- ten tapferen Mannes, Herrn. Schnedler, Major und Bataillonskommandeur in ein£m Inf.-Regt., sage ich meinen herzlichen Dank. Else Sdmed.er, geb. Wagener. Rind IV* Jahre alt, zu verkaufen. .04342 Ober-Bessingen, Hcisselsstraße 12. Auto Ovel Olympia, 1,3 Str., in sehr gutem mtö ge- vflegtemZustand 5fach gut bereift, mit allem Zubehör, zumTarwert sofort ausPrivat- hand zu verkauf. Anzusehen und Auskunft 5211O Kaiserallee 115 Geburtsanzeigen mi Brühl. OieBen Verkäufe | Brauner Wallach älteres Pferd, weil überzählig, zu verk. 04352 Herrn. Schmidt, Dorf-Güll, Lich-Land. kleiner Öfen mit Rohr abzugeben 04355 AnderKafernek Neuwertiger Puppenwagen zu verk. 04354 Wo? sagt d. Ge- schäftsst. d. G. A. KvvxHM" Pilo die zeitgemäße. Schuhpflegel