8kitstao,25. September |04t m; i 4 HjjI .45^, 1 41, Qi' .00 m. 41;? «4 ! iltmnbmr von tliurinrii für die i)iittrtfl»nuinmrt bi»S'/.Ubv befVumnlttmi» «luriflrifVrrile t Viiurtneiuctl 7 Wpi «c mm bet LS nun Mriktibtvtte, Wertteil 50 Not. ir mm bei 70 nun ?klknbr»ltt WrtrfihiUr t t\.UcbcrbolunfllNnlftrtncll VlbldilünelVcnnenHnHd ö VhUumddjrtlt (iwvberuif vkrrmlmnntn > wi* mrbr Zayrgang Nr. 226 eter1agS iBftlnorn: t ebener ihinulienblä riet imat lmBUd DieDcholle Bezua^vreidr -onalltck... NM 1.80 ZisteUgebübr... ,, -LV „ich bet ^licbtcrfcoetnen Hin einzelnen Nummern Ufolne böberer (Kiewalt zernwrechanschlutz 2251 MÄtanlchritt:,,Anzeige^ iofttoen IlGtwitrnntL M Gießener Anzeiger «»LSLLu^ General-Anzeiger ssir Oderhessen -zssse*' Aus der Zitadelle von Kiew a u V sowje- Gießen laortf» Tod und 1. Dai Austria erlegen. 'm mll ilflein ibewerd Treib irden Treffer in mehreren Flakbaltcrlen erzielt, lhr Abwehrfeuer elnstellten. tl - M i b I < rid •o tnl< gellen Rin. lebischh V Och». Uftrty rWofl e deut- i Siegt eg, Kl en Ger. in. Tie roer 71 Die Schlacht im Dnjepr-Desna-Boqen -lusbrnchdversnchL gescheitert. Berlin. 22. September. (DMB.) Vie Angriffe 11600 ftilomeler westlich C n Rochelle einen Tan- |i,|i*er Cuftflreltträfte auf Sowfelfchiffe ter von 6000 BRT. und griff in der letzten Rächt In Seegebiet f üblich Odeffa würben auch mit guter Wirkung kriegswichtige Anlagen an der Montag erfolgreich fortgesetzt. Durch Bomben- englischen Süboslküste an. «Mreffer würbe ein ft r e u 3 e r 111 Brand ge- ^analgebiet schaffen denlfche 3äger bei der gorfen unb ein Torpedoboot fo schwer be- ^ibtvcbr feindlicher Cinslngversuche am gestrigen tydblgt, bah eo die Sowjet» auf Straub fetzen Iaflf tll heftigen Cuftfänipfeu 2 9 britische gissten, weiterhin wurden zwei Transport- j|Ug tcufle bei nur einem eigenen Vertust ab. fblffe von 2000 unb 1500 BRT. versenkt Flakartillerie unb Vorpostenboote brachten je ein »b ein weitere» von 2000 BRT. durch Brand unb ^,^„0 feindliche» Flugzeug znm Absturz. jrploOon vernichtet. Ein Vorpostenboot und drei s| liiere Schiffe von zufammen 4500 BRT. wurden Jschädigt, ftampfstugzeuge warfen auf Hafen- »tagen und verteidigungssteil un- |- n der Bolfchewiften in der eingefchlossenen Stadt Mfa Bomben. 3n zahlreichen kriegswichtigen Fie- bi der Stabt wurden Brände entfacht. Auherdem zu besiegen. Das Ritterkreuz V1» 1 8:3< J 8'594,1 h;| Dbllul ■M im. j, | * 61; 1 puntt.; | 22,1a I 38:51,41 «5511,1 N. 16; | L-ÄI.» t. 2.1111 bamüfrr uon 12 000 BRI. ! ferer tustnrnsse In irresührender Welse mit den Verlusten an Flugzeugen in Verbindung zu bringen. hierzu ist festzustellen, das, die deutsche Lusl- wasse nicht nur au« Fliegerverbäuden besteht, son- bern auch ble custnachrichten unb Ftakverbände umfasst. Ein Teil ber letzteren ist stänbig Im Erd fampf eingesetzt, um ost bldit hinter den vorberen Insanterie-Linien bei ber Abwehr van Panzer kampfwagen und der Bekämpfung von Vnnkern mit zuwirken. 3bre Verluste sind in den bekannt- gegebenen Gesamtzahlen der tustwasse enthalten. Schwere Verluste im Kriegshafen Kronstadt. Wn| ^jC Erfolge des deutschen LuftangrifsS en bcrfelbcn Art erzielt. , Da» Schlachtschiff ,,O k t o d c r - R e v o I u 11 o n | jeljärt neben der am 18. 9. gleichfalls schwer b^ mädlgten „Maral" zu den schwersten Schlacht- Kiffen der sowjetischen Kriegsmarine. Ls hatte unc Wasserverdrängung von 23 256 Tonnen und »ar bestückt mit zwölf S0,S-cm.Kanonenundsechs. ^ehn 12-cm-Äallber, neben leichteren Geschützen von 1,5'cm.Äallber, sowie vier Torpedorohren von -Wcm-Kaliber. Das Schi besah auherdem SchUu tervorrichtungen für Seeslngzenge «ei dem Umbau 1931 erhielt es schwere Kräne zum Einsetzen von rorpedo-Motorbooten. Die Besatzung betrug 1-3 ■Kann. __ \ Der Webrmacbtbericht. DJtB.Uuebem Jfl»r«rt>auplqu«rlltr 22. Sept Dav Oberkommando der Wehrmacht gib Berlin. 22. Sept. (DNB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Bvrfchlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Bitlerkreuz des Lifernen Kreuzes an: general btr Infanterie Schubert, ftominanblercnber Oleneial eine« Armeekorps, Generalleutnant v. Knobel», dorff, Kommondellr einer Panzerdivision, Obeisl Iniv Kommandeur eines Okblrgvjäger-Negilnenlo, Oberleutnant Freiherr von M a e r tf tin, Kompaniechef in einem Panzerregiment, Dberleub I nant IHobe, Kompaniechef In einem Kradschützen' Bataillon, Feldwebel 0, o l d b r u n " e r, Äudttbwr In einem Insanterie-Begiment und («efre len B f r - | ger In einem Fufanlerie-Negimenl. ferner auf Bvrfchlag des Oberbefehlshaber« der Luftwaffe a Oberfeldwebel Heller, Flugzeugführer In einen Zerstürergefchwoder Er wurde al» Votfe für elm Stukagruppe zum Angriff auf englische helfen an der nordofrikanifchen Küste eingesttzt, von 14 feindlichen Jagdflugzeugen anaeflrlffen, konnte sich sedoch der Gefahr durch Sturz lug en - ziehen Als er jedoch erkannte, bah ble feindlichen Jäger ble Stukagruppe anarelfen wollten kehrte er sofort um und nahm ben Luftkamps lnlt bem vier. Berlin, 22. September. (DBB.) Der Bing um blc im Dnstpr-Desna-Bogen eingeschlossenen toot»- icttrirppen wurde in eite r v e r e n gl. verschie- deneii Stellen unternahmen ble volschewlsUn uer- gebliche Versuche, aus dem Kessel auvzubrechen. F weit vorgetragenem Angriff fliehen die deutfcheii Truppen lies in die zurückslulendeii Sowjedverbande hinein. Andere brutsche Einheiten gingen gegenI bl, Ä-Ianre und in den Bücken ber zurückweldien-beu Bolschewisten vor. Die Sowsets hatten nuebeium sdnvere blutige Verluste. Mit IVO 900 Gesaimenen und blutigsten Verlusten In den disherlgen Kamp- sen sind etwa 30 sowjetische Di visionen I D e r n i d) I e t worden. Da ble Gesanaenenzahlcn und die Mveren Verluste der Bolschewisten ständig wachsen, wird sich die Zahl der vernichteten sowj. tifaben Divisionen noch weiter erhüben KMö stark ble Vermischung der sowjetstcheu Bei bände schon jetzt ist, ergibt sid) daraus, das, an einer Stelle Oh - sangene gemadft wurden, die au» 34 oeildylcbnien SowsetdiVisionen stammten. Weiterer Noden^ewinn im Kampf um Leningrad. Berlin 22. Sept. (DBB.) Im Kamps um die Verteiblgungsanlagen von Leningrad durchbrach eine deutsche Infanteriedivision eine von den Vol- fchewlsten züh verteidigte B u N k et l In t e^ 3m Sturm nahm ble Infanterie eine Ortschaft und tim wichtige >)ohc. Bei weiterem Vorgehen ilberschritt die Division einen Fluhlaus und gewann weiter Boden Die Division wehrte schwere Gegenangriffe bei Boifchewtstcn, die von zahlreich,n schwer,n Panzerkampfwagen unterftiitzt wurden, ab. Bud) Im Nachbarabschnitt drangen die deutschen Truppen weiter vor. »or dem Abschluh. T h . Die Luftwaffe war am gestrigen Tage iablrekDen Ungtlflen auf forofetlfd)«- b«- Ion brr« erfolgreld). 51c n r r f c n 11 c ... jen Meer einen *fcu 1 et. ,n>cI 3""»- ' «nb ein Jlakfchlff forok neun Raubet di i f | e mit lufammen etwa 25 °00 .'Il||r »eifere kric^chiffc unb ftuel «rohe f)anbel»l” ■ .. rn(r Idimerer ftreurcr niet Bombenootltreffer. 3”"" mürben brel ZerffSrcr. ein Mlnenfuchbool unb Elanonenboot burd) Volltreffer >>'^«>>>0' U n t e r f e e b o o t e griffen wie durch Sonber, melbungen bekanntgegeben, Im . . . feindliche Meteitflig- unb ein ein kl- fab renbe« fianbel»|d)lff an. 5n barkm ftamp^ « lenkten fle 13 fdjmer b e t a b e n e 5 barunter vier Tanker, mit pifammen *2 5 ( Liu weitere» Schiff wurde durch Torpedo ff ’^UCuftwaffe verfeuHe am S-flrigen Tage criiivn u.u über bat kubier -f.V“Xe D-Mpfer oarfaA. 3" Heber da« Unternehmen, da« flch ^n iiber unrf befeftigten Aafen von ÜRalla rldjletc, wurde oom Weinb bi«l)er uoch nicht» bekanntge- nur fvissen nur, dah das aus den beglu BSfcslr-FWsfi Gibraltar- Unternehmen, bad infolge bet gro- lelmlad) (Iberlegeueu ffltflner au Innerhalb me- nlgcr Minuten gelang ihm der ildfchitfi non drei brlll|d)CU Iagdfluggeugen unb ba« im Ifmnmrne derhueugeu be« felltblldien 'llerbanbeo, ferner auf »orfdilaa be« 0derbcf,hl«hal>er« der Nrieg«makin« an Fregattenkapitän Kurt 'm eg her, dem al« «omnmnbanl eine« In llberfielfdjtn Gemliflern operierenden heulfdien S)ll|»treuger« unter ben fchtuk- rigften Borauefehungin <‘« gelang, 13 |«lnblld)e .l)anbel«|d)l||e mit über Hl) »Oll Will, gu »erfenken. (SnafandS RüffmifliKprohuffioii um 30 Prozent gesunken. Stockholm, 23. Sept. (Mill .fltmflpntd)) 21 Iberinan D 'lUlnffon, ein Mitglied de. Ne d>»|- |ung»au«|rbu||e« he« enalifdpm 211'» »ntinilieriititt«, wandte |ld) In einer Hiebe uor 'JlItftUng.art)eitern g e g e n „b e n u n vernünftig e n 0 p II in l e • Bitti, ber In den lebten Wache» |ell -Hegtim ber Mümpfe In ber - vwleiunion von englischen ZsiMn» lifn und vernnlworilidzz'n laalomdimerii gepreeugi > wurde". Die Folg, diese» künstlich eräugten OpH- Überlegeueu feindlichen Krüsten anstininn unn ourm bleie» Einsatz sämtlichen Schissen eines dentsd,en Geleitzuges mm Anlaufen des 'Bcftlinmungeone* istcherte Der Kampf auf dem Atlantik Hal seine 0igensiändigkeit. Allein, Im Augenblick hilft fr ber Ostfront, weil er den Engländer unfrei in feinen Bewegungen mad)tf Mimische «Sturmboote versenkten im Hasen von Gibraltar Tanker und Mnitivnsdampser. hen Entfernung des Linsatzorteo von den Aus- gangopunkten den beiden vorausgehenden llnt.r. nehmen Überlegen war, konnte nicht geheim IV*leiten werden, da fld, die Oxplofton und dtw Ver. ckuvinden von vier Dampfern aus der Nett, unv hu -äsen von Gibraltar vor ben Augen der Spanier ereignete. So kann das itolhnischr Volk heute stolz iiiinilttefbar den Erfolg verbuchen, der von Männern errungen wurde, ble unter b e kühnsten seiner Sühne gezählt werden m Isen, die nach langer, geduldiger Vorbereitung kaltblütig tun Feind und dem Iah entgegengehen; aber da, tu e da» lateinische Sprichwort sagt, das Glück Dein Kühnen lächelt, gelingt es Ihnen and», den Tod Große Erfolge zur See. Bon nuferer Berliner Schristleitung. Die Seerüstungen der Sowsets wirkten sldr bei Kriesausbruch Insofern für sie ungünstig aus. als der Schwerpunkt der Sowsetflotte nach wie vor in der Ostsee lag, diese aber für giotzere Operation»- moglidikeiten aussiel, da die Ostsee burd) Minen praktisch gesperrt ist und keiner der uns feindlichen Flotten Angrlffsmoglichkeiten bietet. Zwar halle nach Aufsaugung Estlands, Velllautto unb Litauen» ble Basis der Sowjetmacht zur See sid, gegen Detltschland vorgeschoben uub ble Bolschewisten waren bemüht, vor allem V l b a u zu einem Flöt- tenstützpunkt auMilbaiien, aber es zeigte sich bald, dah ohne Ansdiltisz an die freie See and) eine noch fo starke Flottenrüstung unwirklich bleibt, (leden- all» war die Sowsetflotte hu Schwarzen Meer und In der Ostsee ein geschlossen, Derstschland beherrscht die Zugänge zu diesen Meeren, und mll der Verengerung des bolsdrewlslischen Operollonsraume» rückt die Gefahr für die Sowsetflotte heran, and) ihre letzten Flottenstützpunkte zu verlieren, Mil dem Verlust der ehemaligen baltischen Republiken wurde In der Ostsee die Sowsetflotte Immer mehr in den Finnischen Meerbusen zurückgedrängt, die Be- | brohung Leningrads lieh and) diese Zuflucht gefährdet erscheinen, K r o n st a d I unweit Leningrad bedeutet die wichtigste Floitenbasis für die Ostsee- I macht der Bolschewisten. In den Sowsets halle jahrelang ein 'Hielt zwischen den Anhängern der Grofckampssdstsfe und der leichteren Kriegsfchiife geherrscht Die Anhänger einer unliegenden Nlchtnng wurden nad> < owset- inelhaben liguidiert Die Grosikainpstdiifftheorie siegle. Bei Uriegsausbrud) befanden fld) vier Grohkampfschiffe auf ben .Hellingen, eins davon Ist In Nikolajew In die Hände der Deulsd)en gefallen, die drei anderen liegen unfertig bei Leningrad Die schweren Kreuzer find zum I eil fertig geworden, aber sie haben inzwischen bereit» f'innerste Verluste erlitten. Der neueste OgW -Bericht meldet, dah ein ältere» Schlachtschiff „Oktober Nevolnllon , das an» dem Jahre 1011 stammt und .'3000 Tonnen I Wasserverdrängung Hal, sdjwer befd)ädigl worden ist, ebenso der nnvberne schwere Kreuzer „K l r o w 1(8000 I aunen), während fein aeN fchlcken konnten, und jetzt wirb »tu I neuer groher ürfolfl gemeldet. Nicht weniger als 13 schwer b,ladene Sdstsse mll zusammen 5. .M BNll wurden hu Atlantik burd) deutsche U-Boote ncrlenft, darunter vier kostbare Tanker. Sie ind besonder» wertvoll. H2 ÖOO BNT. entsprechen etwa >11)0 000 Gewichtotonnen ober einer Million Poppel- Lentnei Wenn and) einzelne Wagen der Deutschen I Nelch'üwhn und) aufnahmefähiger sind, fo nimmt inan bod) an, dah ein Etseichahnwagaon im Durch- schnitt io Tonnen trägt. 100 000 Gewichtstonnen entsprechen also 10 000 0 isenbohnwaggons. Aus- hrüiflld) wird bemerkt, dah ble d)IJ|e „schwer be- laben" waren Engländer unb Amerikaner sehen fld) I I><-1 ril- g('vminib,ii mehl Ohilci o n her- erriefen, durch die d a » V o r s ch ' - ' '' " " " e r i s s e n wurde. Da» <5d)lff mismus, der damit rechnete, die Sowjetheere würden den Engländern die Aufgabe, die Deutschen zu schlagen, abnehmen, habe zu einer gefährlichen Verminderung der britischen R ü - stungsproduktion geführt, die in manchen Bezirken um über 30 Prozent gesunken sei. Der lange Arm. Die Luftwaffe hat einen langen Arm und greift sich weit ab von den Küstengewässern die englischen Schiffe. Das ist an sich eine alte Sache. Aber sie wird neu durch eine Steigerung der Reichweite auf bisher ungeahnte Entfernungen. Der Wehrmachtbericht vom 22. September meldet, daß die Luftwaffe am Sonntag 1600 Kilometer westlich La Rochelle einen Tanker von 6000 BRT. versenkt hat. Es handelt sich dabei nicht um einen reinen Zielflug, sondern das Fernkampfflugzeug muß in dieser Entfernung sein Opfer er st suchen und sichten und dann wieder zur Küste zurückkehren. Man wird vielleicht schätzen dürfen, daß dieses Fernkampflugzeug mit Hin-, Patrouillen- und Rückflug 4000 Kilometer zurückqelegt und während des größeren Teiles dieses Fluges auch die Bombenlast getragen hat. Die bisher weitesten Wirkungsentfernungen deutscher Fernkampfflugzeuge waren zu Kriegsbeginn die Shetlands-Inseln und späterhin Versenkungen in den Gewässern südwestlich von Cadiz. Zum Vergleich sei darauf hingewiesen, daß die gesamte Ostfront von der Kolahalbinsel bis zum Schwarzen Meer etwa 3000 Kilometer mißt, also in ihrer Ausdehnung nicht die von diesem erfolgreichen Fernkampfflugzeug zurückgelegte Strecke erreicht! Littleton verhandelt im Nahen Osten- Ankara, 22. Sept. (Europapreß.) Eine amtliche Mitteilung der transjordanischen Regierung gibt bekannt, daß der britische Minister für den Rahen Osten, Oliver Littleton, in Amman weilte, wo er die Möglichkeit eines syrisch-trans- jordanischen Zusammenschlusses besprach. Littleton erklärte, daß für die Dauer des Krieges eine wesentliche Veränderung des gegenwärtigen volitischen Status in Vorderasien nicht zu erwarten sei, da die verschiedenen Interessen nicht auf einen Nenner zu bringen seien. Gtapellauf der „Maffachusett 3*.\ Washington, 22. Sept. (Europapreß.) Das neue nordamerikanische 35 000-1-Schlachtschiff „Mas- sachusett 3" soll am Dienstag unweit Boston vom Stapel laufen. Die „Massachusetts' ist ein Schwesterschiff der drei vor 16 Monaten vom Stapel gelassenen Schlachtschiffe „North-Carolina", „Washington" und „South-Dakota". Französisch-Westafrika hinter pstain. Vichy, 22. Sept. (Europapreß.) Der Generalgouverneur von Französisch-Westafrika, General B o i s s o n, erklärte in Vichy, daß mit Ausnahme d^s Tschaügebietes sich das gesamte Französisch- Westafrika fest in französischer Hand befinde. Keine einzige Verkehrslinie sei durch die de- Gaulle-Bewegung gestört. Die ihm in Französisch- Westafrika unterstellten sieben Regierungsbezirke stünden rückhaltlos hinter der Politik des Marschalls Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Dr.-Ing. e. h. Robert Bosch zu seinem 80. Geburtstage in Würdiaung seiner Verdienste um die Entwicklung des deutschen Kraftfahrwesens herzliche Glückwünsche übermittelt. ♦ In der Nacht zum 19. 9. versuchten die Briten, Spähtrupps gegen die deutsch-italienischen, Stellungen im westägyptischen Grenzgebiet vorzuschicken. Die' Briten näherten sich, von Panzern unterstützt, länas der Küste, wurden aber durch das Feuer der Achsentruppen zum Stehen gebracht und mußten sich zurückziehen. * Zwei italienische Motorschiffe mit Truppen, die in einem Geleitzug fuhren, wurden auf der Höhe von Tripolis durch Torpedos versenkt. Nahezu sämtliche an Bord befindliche Soldaten und die Schiffsmannschaften wurden von den geleitenden Kriegsschiffen und von anderen Einheiten gerettet. Oie Einnahme der Insel Oesel. Der Name der Insel Oesel haftet gut im deutschen Ohr: vielleicht weil in den schweren Kämpfen vom 11. bis 20. Oktober 1917 der Dichter Walter Fl ex auf Oesel fiel. Der Wehrmachtbericht vom 20. September teilt mit, daß zunächst die kleineren Inseln Worms und Moon genommen wurden. Don Moon stieß am 16. September Hauptmann Pankow über den teilweise zerstörten Damm vor, der Moon mit dem Ostteil der Insel Oesel verbindet. Die vier baltischen Inseln sperren den Eingang zum Rigaer Meerbusen. Man kann noch zu ihnen zählen die Insel Runü, die weiter südlich gegen Riga zu liegt, und die Insel K y n ö vor der Bucht von Pernau. Die größte dieser Inseln ist Oesel mit einem Umfange von 2618 qkm und 40 000 Einwohnern. Sie ist räumlich um fast ein Fünftel größer als Anhalt, wird aber nur von einem Siebentel der Einwohner bewohnt. Die Insel scheint durch Halbinseln und durch Vorgebirge ziemlich gegliedert. Aber diese Gliederung nützt der Schiffahrt wenig. Es gibt nur wenige Buchten, die für Schiffe zugänglich sind und Landungen erleichtern. Gerade darum war die Heldentat der Kompanie des Hauptmanns Pankow wichtig. Die Insel D a g ö umfaßt nur 960 qkm, ist also etwas größer als das Stadtgebiet von Berlin. Die Inseln Moon und Worms sind gar nur 207 bzw. 93 qkm groß, ernähren eine bescheidene Bevölkerung von Fischern und Bauern und gewinnen nur Bedeutung als Sprungbrett vom Festland zu den größeren Inseln Oesel und Dagö, denen sie vorgelagert sind. Die Bolschewisten haben die Inseln 1940 besetzt, ihre Bevölkerung sofort ausgesiedelt und Befestigungsarbeiten unternommen. Denn die Inseln, die der Rigaer Bucht vorgelagert sind, liegen zugleich am Südeingang des 400 km langen Finnischen Meerbusens, in dessen hinterstem Winkel Kronstadt SEE REVAL K Ristna Hapsal Matsuia Fitsand Karra I Bujen rHdKjai pdmm< Kege.' A Rappei FINNLAND Jb (HELSINKI O 20 40 i । r KM PERNAU =-~ PAGO 7 K.TMK0M Emmast mAa ~ c rA—JoTA ^- < =— Hunds Ort =w Hainasc? und Leningrad liegen. Eben darum haben sich die Bolschewisten auch im Frieden vom März 1940 das Besatzungsrecht der Stadt und Halbinsel H a n g ö am Nordeingang des Finnischen Golfes vorbehalten und auf diese Weise eine Sperrlinie zwischen Hangö im Norden und den baltischen Inseln im Süden errichtet. Diese Sperrlinie ist in den letzten Tagen illusorisch geworden. Deutsche Flottenverbände operieren bereits tief im Finnischen Golf. Die Schlacht in der Nogaischen Steppe. Zwischen Onjepr und Asowschem Meer. Von Kriegsberichter Gerhard Errrskötter. DNB. ... 22. Sept. (PK.) Budjenny wußte, um was es ging, er hoffte auf die N o g a i f ch e Steppe, hoffte, diesmal den deutschen Vormarsch im Süden zum Stehen zu bringen. Als wir die Dnjepr-Brücke passiert hatten und auf dem Damm zwischen Sümpfen, Weidengruppen und Buschwerk ostwärts wollen, begegnete uns eine endlose Gefangenenkolonne. An der Spitze troddelt ein Kamel. Lächelnd bestaunen die Fahrer der Nach- schubregimenter die seltene Trophäe. Das den Sowjets abgenommene Tier ist derbe st eGrußder Steppe. Mit seinem Meldereiter geriet es in Gefangenschaft. Staub — Staub — Staub. Gluthitze, kaum Wasser. Meilenweit kein Baum, nur ab und zu dürre Hecken, hier und da ein Melonenfeld. Dörfer? Ein paar verfallene Lehmhütten. Sonst nichts als die Unendlichkeit der Ebene, dunkelarünes Meer eines harten Grasteppichs, unterbrochen von mageren Kornfeldern, das ist die Nogaische Steppe. Alle Vorteile sind hier beim Verteidiger, beim Bolschewisten. Sie können die wenigen vorhandenen Brunnen — meist haben die Schächte eine Tiefe von 60 Meter — verschütten oder vergiften. Sie brauchen nur zu warten, bis der Gegner in Sicht kommt, um ihn in dem deckungsarmen Gelände mit Feuer au überschütten. Es genügt, wenn ihre Bomber in die Hecken werfen — sicherlich stehen dort irgendwelche Fahrzeuge in Deckung — so kalkulierte auch Budjenny. Nach menschlichem Ermessen mußte die Erweiterung des kleinen Brückenkopfes der Ger- manski leicht zu verhindern sein. Ein Massenaufgebot der bolschewistischen Artillerie versuchte tagelang durch schwerstes Feuer den Fortgang der deutschen Operationen zu ersticken. Keinen Meter wichen jedoch unsere Feldgrauen, im Gegenteil, sie gewannen weiter Boden. Mit Unterstützung der eigenen Artillerie gelang alsbald ein Durchstoß. Wütende Gegenstöße der Sowjets wurden erfolgreich abgewiesen. Auf dem nördlichen Flügel des Brückenkopfes aber mußte eine deutsche Infanterie- Division feststellen, daß ein weiteres Vorgehen infolge stärksten Artilleriebeschusses der Bolschewisten Selbstmord gewesen wäre. Sogleich wurden nun entsprechende Bewegungen durchgeführt, um den Widerstand der Sowjets zu brechen. Während die Infanterie den Feind in hinhaltenden Gefechten band, stießen Aufklärungsabteilungen vor, um einer anmarschierenden Division den Weg zu ebnen. Bald stellte sich heraus, daß die gegnerische Front an einem Punkt schwächer war. Hier griff die neue Division an, drückte die Sowjets zuruck und schwenkte dann nach Osten ein. Denn es galt, in den Rücken der bolschewistischen Artillerie zu kommen. Diese Bewegungen führten zu vollem Erfolg. In der vorgesehenen Zeit waren die starken feindlichen Kräfte vom Westen, Norden und Osten her umschlossen. Nur im Süden konnte das Hufeisen nicht mehr vor Einbruch der Nacht zum Ring zusammengeschmiedet werden, so daß einige motorisierte Batterien der Bolschewisten der Vernichtung entgingen — nur für wenige Stunden. Denn Kampffliegerverbände der deutschen Luftwaffe zersprengten am folgenden Morgen die mit knapper Not Entflohenen. Durch den kopflosen Rückzug dieser Artillerieeinheit, die anstatt nach Osten nach Süden weggedrückt wurde, geriet außerdem die weichende Front der Sowjets in heillose Verwirrung. Die Hauptmasse der von Gebirgsjägern und Infanterie eingekesselten Bolschewisten aber blieb auf der Strecke. Die Feldgrauen siegten in der Steppenschlacht. 3500 Tote ließen die Sowjets am Platze, mehrere tausend Gefangene und zahlreiche Geschütze, Maschinengewehre sowie große Mengen Munition wurden eingebracht. Beispiele unvergleichlichen Heldentums von namenlosen Soldaten prägten jene Phase des Kampfes. Ohne sich von dem Feuersegen der sowjetischen Artillerie beeindrucken zu lassen, stürmten die Männer mit dem Edelweiß an, breit auseinandergezogen wie auf dem Exerzierplatz, dem Gegner geringste Zielmöglichkeiten bietend. Im Nahkampf griffen Gebirgsjäger und Infanteristen Batteriestellungen der Bolschewisten an. Sie schossen die Bedienungen von Geschützen nieder und rieben sowjetische Kompanien auf, die sich zum Schutz der Artillerie davor eingegraben hatten. Blitzschnelle Stellungswechsel der motorisierten sowjetischen Bat- Geschlagene Maulhelden. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Nachrichteypolitik des feindlichen Auslände, hat sich in den letzten Wochen wieder einmal bi, auf die Knochen blamiert. Der Londoner Rundfunk brachte es fertig, am 13. September zu behaupten, „kein einziger Nazi" befände sich noch östlich de; D n j e p r, alle seien sie zurückaeschlagen und vertrieben worden. Am aleichen Tage aber vollzog sich 200 Kilometer östlich von Kiew die Bereinigung der beiden Heeresgruppen von Bock und von Rund, stedt zur Einkreisung und Vernichtung der Armeen Budjennys. Noch am 20. September wagten die ! englischen Lügenpolitiker, der Welt zu erzählen, Kiew sei noch keineswegs von den Deutschen erobert, sondern von Straßenkämpfen erfüllt. Wenige Stunden später aber mußten auch die hartgesottenen Londoner Lügner zuaeben, daß Kiew von den Sowjets geräumt sei. Diese Entlastungsoffensivr zugunsten der bolschewistischen Verbündeten ist als» gründlich mißlungen. Sie findet jedoch eine Wieder, kehr in der neuen Behauptung des Londoner Rund, funks, daß Smolensk von den Bolschewisten vollständig eingekreist sei. Die Briten haben nicht genua an den früheren Niederlagen, die ihre Maul- offensive erlitt, als sie täglich behaupteten, Smo. lensk sei in Händen der Sowjets, obwohl diese Stadt schon wochenlang von den deutschen Siegern beherrscht wurde. Wie man sieht, lassen sich die Heim, strategen in London durch keine noch so große Bla. möge davon abhalten, die Welt mit immer neuen Märchen zu erfüllen. Man sollte es nicht für möglich halten, daß es angesichts solcher Tatsachen noch Leute gibr, die dem britischen Rundfunk Glauben schenken oder gar die Neigung empfinden, seine Schwindeleien heimlich abzuhören. Wer das tut, sündigt nicht nur wider das Gesetz, sondern auch gegen den Geist der Wahr- heit und des Anstandes. Wir Deutsche haben es wahrhaftig nicht nötig, uns um das Geschwafel feindlicher Sender zu kümmern. Sie lügen seit mehr als zwei Jahren, während unsere tapferen Soldaten ; einen herrlichen Sieg nach dem anderen erkämpfen und mit ihrem kostbaren Blut bezahlen. Im tag, lichen Leben gilt das alte Sprichwort, daß man keinem glaubt, der einmal lügt, weil damit seine Glaubwürdigkeit für alle Fälle erledigt ist. Die englischen Sender lügen nicht erst seit Smolensk und angesichts der schweren Niederlage, die ihre Verbündeten bei Kiew erlitten haben, sie treiben dieses dunkle Handwerk schon seit Jahren. Wer auf sie hören will, wird wider seinen Willen in trübe Stimmungen versetzt, er wird zum Saboteur des Geistes der Zuversicht und der Kraft, den unser Volk für sich beanspruchen kann. Wir glauben, daß gerade die letzten großen Ereignisse dazu beigetragen haben, aufklärend zu wirken, denn sie haben uns bewiesen, daß der deutsche Nachrichtendienst das volle Vertrauen des ganzen Volkes verdient. terien zwangen immer wieder zu krastverzehrenden i Nachstößen. Bis auf 20 Meter ließen die Sowjets I unsere Soldaten herankommen, knallten ihre Gre- ! naten im direkten Beschuß auf den Steppenbodeir \ Doch eifern vollendeten die Angreifer ihre Ausgabe, \ und schließlich gab es feinen Ausweg mehr für 1 frie Zerschlagenen, als Gefangenschaft oder wilde i Flucht. Damit aber war b i e ganze Verteidigung s f r o n t, die Budjenny hinter dem Dnjepr I errichtet hatte, zusammengebrochen. Deutsche Bomber und Jäger sahen am nächsten Tage im ' Raume nördlich der Krim nur noch in wüsten, Durcheinander ostwärts rollende sowjetische Kolon» - nen. Pausenlos wurden diese lohnenden Ziele mit Bomben belegt. Unterdessen formierten sich die Infanteristen zu neuen Angriffen ... Der Vormarsch durch die Nogaische Steppe geht planmäßig weiter. Das öde Land hat seine Schrecken verloren. Längst wissen unsere Feldgrauen, daß die sowjettschen Bomber zwar viel schmeißen, aber selten treffen, und daß sie täglich weniger werden. Durst? Nun, dagegen hat die Wehrmacht längst vorsorgliche Maßnahmen getroffen. Jede Kompanie führt genug Wasser mit, und außerdem wachsen hier herrliche saftige Melonen! Hart war die erste wohl entscheidende Schlacht in der Nogaischen Steppe. Manches Heldengrabi kündet von dem Opfermut des deutschen Soldaten, aber der Tod des Tapfersten öffnete uns die Straße zum endgülttgen Sieg über den Feind, der heute noch verzweifelt um eine Sache kämpft, die schon verloren ist. Du und der Film. Von Jürgen Schüddekopf. Der große Zauberer der Zeit heißt Film. Der Tag vor 45 Jahren, als Max S k l a d a n o w s k y zum erstenmal im Berliner Wintergarten bewegte Reisebilder vorführte, ist die Schwelle zwischen zwei Zeitaltern: dem filmlosen und dem filmischen. Seitdem ist der Film eine Sphinx geblieben, die ihr Gesicht und ihre wahren Züge zu verhängen liebte. Wahrscheinlich wirb es erst einer gUmge« schichte der Zukunft ganz klar werden, daß erst im Kriege, den uns England aufzwang, der Film seine wirkliche Wesensbestimmung und den legitimen Platz seiner Aufgaben fand: der umfassendste Aus- druck unseres ganzen Seins zu werden. Die Kriegswochenschauen zeigten zum erstenmal, in welchem Umfang das Zelluloid fähig ist, die seelischen Spannungen der Zeit und damit ihr großes Gesamtbild auszunehmen und wiederzugeben. Bis dahin, und das dürfte nock eine ganze Strecke Weges sein, ist der Film uns, seinen Besuchern — ja, was ist er eigentlich für dich? Du ziehst den Mantel an, gehst um die Ecke in dein Stammkino, und wenn du zu Hause den Mantel wieder aus- gezogen, die Kartoffeln fürs Abendbrot geschält oder dich an deine Briefmarkensammlung gesetzt hast, denkst du: Kino ist doch sehr hübsch als ablenkende Unterhaltung, in die man sich mit seinen täglichen Stümmerniffen, den großen und den kleinen, flüchten kann. Ein Hitterjunge, im Jahre 1925 geboren, geht mit ganz anderen Vorstellungen in den Film, als der Besucher, der schon 1925 oen Film erlebte (und nicht nur den schwarzweißen Bilderzug an sich vorüberziehen ließ). Dieser Hitlerjunge in das Publikum von morgen, und er ist, um es gleich zu sagen, wahrscheinlich auch das ideale Publikum, das der Film braucht. Er weiß viel besser als du und ich, was er vom Film will: ein Bild der Wirklichkeit, in der er an einem winzigen und oft isolierten Platze steht, ein B i l d d e s Lebens, an dem er einmal Anteil haben will, das er erkennen und begreifen möchte, und zwar ein Bild in der Raffung und Klarheit, wie es der Kamera, und nur ihr möglich ist. Aber natürlich will er nicht nur das. Wie das Schauspiel nicht die einzige Form des Theaters ist, sondern wie zwischen Komödie und Tragödie, zwischen tiefsinniger Heiterkeit und tragischer Größe viele lebensfähige und lebensberechtigte Formen des Theaters entstanden find, wirb auch der Film viele Formen haben. Der Unterhaltungsfilm wird da sein, der Abenteuerfilm, das Lustspiel und das Singspiel, um nur einige zu nennen; aber sie alle werden nicht mehr aus dem himmelblauen Wunschland der Zelluloid-Traumschlösser stammen, sondern Züge des Lebens tragen, in dem auch du stehst. Jeder kennt die Kräfte, die im Film am Werke sind: den Regisseur, den Autor, den Kamera-Mann, den Architekten, den Schauspieler, den Beleuchter, den Maskenbildner, und alle die unzähligen Berufe, die in dem weitverästelten, unendlich mühsamen Arbeitsprozeß Film eingesetzt sind. Die meisten kennen auch die Kräfte, die im Hintergrund des Films am Werke sind, angefangen beim Produktionsleiter, der ihn betreut, und beim Leiter der Firma, die ihn herausbringt, bis zu den Männern des Staates, die ihn fördern. Stets aber werden alle Gestalter des Films in Zukunft eine der Kräfte einzukalkulieren haben, die am entscheidendsten den Film beeinflussen; das bist du, das ist das Publikum des Films. Der deutsche Film zählte im vergangenen Jahr eine Milliarde Besucher. Das ist eine enorme Zahl. Aber es ist nicht nur ein schönes und stolzes Zeichen für die Kriegsarbeit des deutschen Films. Es tft auch und vor allem eine Verpflichtung. Diese eine Milliarde jährlicher Besucher bedeutet: der Film muß eine Kunst f ü r alle sein, mir alle wollen den Vorbildern unseres Lebens in ihm begegnen. Der Film als echte Volkskunst, das ist eine herrliche und schwere Kunst. Dem neuen deutschen Film ist sie mit einigen seiner letzten Spitzenleistungen geglückt, in denen er in die unmittelbarste Wirklichkeit unserer Tage gegangen ist, wie z. B. in dem Tobissilm „Kampfgeschwader L ü tz o w". Daneben sind es besonders die Filme, in denen im Bilde der deutschen oder Weltgeschichte Züge der Gegenwart geklärt wurden und gleichzeitig Vorbilder kämpferischen Lebens aufgerichtet werden, wie es in dem Tobisstlm „Bismarck" geschah, wie es Veit Harlans „Großer König" tun wird und unter welthistorischen Aspekten ,2hm Krüger" mit Emil Iannings. In dieser Stunde kommt es auf das Publikum an, ob der Film auf der Linie der Volkskunst weiter- arbeiten kann, oder aber ob du ihn nicht als Ausdruck. der Zeit und deines Schicksals, sondern als Amüsier- klamauk mit gelegentlichen ernsten Untertönen an» sthen willst. Der Fllm hat, nicht ohne seine und deine Schuld, dreißig Jahve Entwicklung vertun müssen, weil er den falschen Flitter aus der Wunschtraumkiste des Jahrmarktes nicht überwand, auf dem er zur Welt gekommen ist. Der Film ift dabei, den Jahrmarkt endgültig zu liquidieren. Nun ist es höchste Zeit, daß auch wir den Jahrmarkt überwinden, daß wir uns nicht mehr uns schnell Hut und Mantel anziehen und denken: na ja, das ist eben „Kintopp", und draußen, da geht das Leben weiter. Das Leben ist in die deutschen Filme eingezogen, dasselbe Leben, das du leben mußt, tagaus, tagein, regiert im Kino; nur in seiner unendlichen Vielfalt und seinem weiten Reichtum eingefangen in dem winzigen Auge der Kamera, das für dich hungrig alle Räume der Geschichte und der Welt durchzieht. Sieben auf einen. Eine Blücher-Anekdote von Fritz Nölle. Während des Siebenjährigen Krieges schlug sich Schweden auf die Seite der Gegner Friedrichs oes Großen, fiel in Rügen und Pommern ein und schar- mützelte hier und dort, ohne daß es zu einem rechten Kampfe gekommen wäre, denn der Preußen- känig achtete diesen neuen Feind wenig und mußte zudem seine Truppen anderwärts gebrauchen. Der junge Blücher sah in Rügen das Husarenregiment Mörner, verliebte sich in den bunten Rock und trat als Fahnenjunker bei den Schweden ein, und kein Zureden brachte ihn zurück. Er fühlte sich zum erstenmal im Leben wahrhaft in feinem Element, war immer an der Spitze, wenn es einen Handstreich galt, und nie ging es ihm toll genug her. Als sie eines Tages dem preußischen Husarenregiment Billing gegenüber lagen, versuchte er mit jungenhaften Foppereien die Gegner aus ihrer Reserve zu locken, die sie auf Befehl einhielten, weil ihnen eine andere Aufgabe gesetzt worden war. Doch reizte er einen alten Husaren so zum Zorn, daß er auf den Naseweis einstürmte, ihn gefangen zu nehmen. Das gelang ihm auch, denn Blüchers Pferd stürzte, von einer Kugel getroffen. Der bärenstarke Gegner hob den leichtfertigen Fähnrich zu sich in den Sattel und lieferte ihn bei den Preußen ab. Blücher kratzte und fauchte, denn dies ging ihm sehr gegen hen Strich, und er ahnte noch nickt, daß hier das Schicksal eingegriffen hatte, um ihn. auf eine bessere militärische Laufbahn zu bringen. Spater erinnerte er sich mit Lachen an diese Gefangennahme, wurde er doch so ein preußischer Sol. bat, kam zu den rechten Leuten und hatte Erfolg. Nach langen Jahren nun — Blücher war längst General geworden — meldete sich ein eisgrauer Krieger bei ihm, entpuppte fick als der Husar, der ihn damals überlistet, und wuroe mit Freuden emp- ß?rWn' Gast geladen, bewirtet und beschenkt. Blücher horte Einzelheiten, die ihm schon entfallen waren, und freute sich, seine Dankesschuld abtragen zu können. Um so größer war seine Verwunderung, als sich nach einem halben Jahr ein zweiter Krieger mei- dete und ebenfalls an gab, er habe seinerzeit den Fähnrich zu den Preußen herübergeholt, und war jener aus Schlesien, so stammte dieser aus Posen, wußte andere Einzelheiten und trug die Nase just im Gesicht wie sein Vormann. Blücher wollte hier kein Richter sein; auch dieser wurde gastlich bewirtet und beschenkt, und ebenso ging es den fünf anderen, die im Lauf der Zeit noch dazukamen und alle das gleiche Verdienst für stF> 'n Anspruch nahmen. Jetzt aber war Name und Wohnung der alten Helden genau vermerkt worden, und Blücher machte sich den Spaß, alle sieben zu sich einzuladen, stellte sie einander vor, ermahnte sie zur Friedfertigkeit und forderte sie auf, sich nun auf den richtigen zu einigen, weil es ja nur einer sein könnte. Als er nach einer Viertelstunde wieder m das Zimmer trat, erwartete er, verlegene Gesichter zu sehen — aber dem war nicht so, vielmehr blickte jeder den anderen eisern an, und ihr Sprecher erklärte, jeder beharre bei feiner Aussage — es blieb also dem General Blücher überlassen, sich den echten auszusuchen. Blücher schaute alle der Reihe nach scharf an, kniff die Brauen über der Nase zusammen und mckte dann. ,Hhr habt alle recht", sagte er schmunzelnd, „der einzige, der geirrt hat, muß ich selbst sein, da ich nur einbildete, es wäre nur einer gewesen, der mich damals gefangennahm. Sieben taten einen Streich — so hört es sich auch besser an im Buch der Geschichte — und nun wollen mir den Abendschoppcn kommen lassen." kann. - die bett tob dies der Aufklärungsfilm gegen die Volks- i, uni bei !-ankheit Krebs „Jeder Ächte", von dem so früh erstorbenen Reaisseur Walter Ruttmann, der Film ten Zusehends, die Sträucher leuchteten schon ganz Haus, als fürchte er, das Badezimmer in Flammen y "... nhiir hnc ?trniiloin iinfor hpn Tnimrtiprn einer ein» (Nachdruck verboten.) L. Fortsetzung. weist den Weg zur richtigen Zahnpflege en. eh« er« ge- von Tschammer, Reichssportführer. Unbestimmte Verurteilung fürZugendliche. Am Sonntag wurde in München die Reichswoche \>t den deutschen Kulturfilm eröffnet. Staatssekre- lir Gutterer wies darauf hin, daß ein erheb- lcher Teil der Kulturfilmschaffenden in den Pro- pgandakompanien stehe, daß es aber trotzdem mog- lch gewesen wäre, die Kulturfilmproduktion auch tm f liege aufrecht zu erhalten. Der deutsche Kulturfilm labe schon immer Pionierarbeit geleistet, denn i>enn er auch in seinen Kindertagen.ein armseliges : afein in Schaubuden fristen mußte, so gab es doch ivn ihrer Aufgabe besessene Männer, die den Km- urjilm mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mit- I' in förderten. Seit 1934 ist der Einsatz eines Kul- 1-rsilms in jedem Programm obligatorisch. Heute t- dsr Mindestaufwand für die Herstellung emes Kulturfilms 20 000 RM. Außerdem fließen aus !-m Hundertsatz der Theatereinnahmen lausend Rittet in den Kulturfilm-Förderungsfonds. So rurde das Kulturfilmwesen ein hervorragendes Jn- (rueient volkskultureller Arbeit. Eine Anzahl Kul- ,__c:t__:r* ■ fcror fwrnnrrriripnben UUflll6 :erftorbenen Regisseur Walter Ruttmann der Film Melder durch Beton und Stahl von Anton Kut- •r, der Film „Der Flußkrebs" von Dr. Gero Pne- -iel, der Film „Kurenfischer' von Clarissa Äreyer, der Film „Ein Landbrieftrager von Wolf »art, der Film „Dorfmusik" von Dr. Ulrich Kay- -r, der Film „Steinmetz am Werk von Professor Vatter Hege und als den besten Farbkulttlrflttn los Werk von Dr. Ulrich K. T. Schulz „Friedliche uagd mit der Farbkamera". Einen Sonderpreis irhielt der Aufklärungsfilm „Ein Wort von Mann jiu Mann" von Friedrich Luft. Im allgemeinen weiß der erwachsene Mensch, wo bei seinem Handeln die Grenze Zwischen richtigem und falschem Tun liegt, sehr genau. Aber gerade die m ihrem Urteil sonst sichersten Menschen beginnen oft in dem Augenblick zu schwanken, wenn ihr persönliches Wohl Mittelpunkt aller Dinge bildet: wenn sie krank sind oder sichere Anzeichen dafür sprechen, daß eine Krankheit heranschleicht. Es wäre richtiger, der Gefahr sofort vorzubeugen, sich der bewährten Gegenmittel zu bedienen, sich zu schonen und vielleicht auch den Arzt zu Rate zu ziehen. Aber da meldet sich sofort falsches Heldentum, ein Ehrgeiz, der in jedem steckt: man will sehen, ob der Körper sich nicht auch so helfen kann. Es sieht zwar schon böse aus, aber vielleicht wird es doch nicht so schlimm. Deshalb wird man doch nicht gleich... Wo liegt die Grenze? Es ist für jeden heute selbstverständlich, daß er mit einem Schnupfen oder mit einer lästigen Erkältung — und mag sie im Augenblick noch so unangenehm sein — nicht den Kranken markiert, seine Arbeit versäumt und andern zur Last fällt. Aber — und vor den folgenschweren Auswirkungen des andern Extrems stehen Aerzte nur zu oft — es ist gleichfalls nicht richtig, eine fühlbare Krankheit leichter zu nehmen, als es lichkeit bekämpft. Aber nicht nur im Keller finden unsere Vorräte Liebhaber, sondern auch in der Speisekammer. Auch dort können sie, wenn man nicht dauernd hinter ihnen her ist, manchen empfindlichen Schaden anrichten. Wo Vorräte in schlecht durchlüfteten und dunklen Räumen aufbewahrt werden, stellt sich vor allem die Mehlmilbe ein, von der außer Mehl auch Graupen, Grieß und Grütze, ferner Räucherfleischwaren und Käse bedroht sind, und die, da sie ziemlich kältefest ist, in den Vorräten auch überwintert. Vermittle Nahrungsmittel sind aber gesundheitsschädlich und selbst als Tierfutter erst nach Ueberbrühen mit kochendem Wasser brauchbar. Deshalb muß man sogleich eingreijen, wenn man die wie Mehlstaub aussehenden, winzigen und sich ruhelos durcheinander bewegenden Pünktchen in den Vorräten wahrnimmt. Auch hier ist das wirksamste für ihre Bekämpfung gut ist. In ihrem natürlichen Bedürfnis, immer nur für andere da zu sein, übersehen besonders Frauen leicht die Grenze, wann es für sie Zeit ist, auf sich selber Rücksicht zu nehmen. Zwar geschieht es im- Sie ..." „Beherrschen Sie sich!" fiel Hellwang - ein, das Fürchterliche ausgesprochen ward, „und klären Sie mir endlich, was hier überhaupt SerTteichsfportführer zur ersten Reichs- straßensammlung für das KWHW. Ein kranker Zahn kann den ganzen Körper vergiften. Grund genug, um es nicht dazu kommen zu lassen. Reichswoche für den deutschen Kulturfilm. verdunkelungszelt 23. September von 19.18 bis 7.06 Uhr. r gar fe. heilch ur ujüc er Dch haben 6 leit inif Solbad 3m ty daß Ulli: mit Die ent. lensk mi ihre B den dies« r aus V in tckr oteur bt- len uch uten, M zu lch'> sie hate htendien' tiJitnl, bfi ^leniiie mer aus bester Absicht, wenn die Mutter sich mit Aber man wird auch diese Hemmung überwinden einer beginnenden Krankheit lange herumschleppt können, wenn man sich darüber klar ist, daß durch und bis zur letzten Kraft für die andern sorgt, falsche Rücksichtnahme Kräfte vergeudet werden, die Denkt man aber weit tn die Zukunst, so ist es ein I unwiederbringlich verloren sind. L. R. i, daM ■ aßnahM Nasser int istige üh je Schleü jeßengrJ Soldair. die Sich der HM die s-hn MürelHellMngMöer Vornan von Horst Blernath ^lurg DDL- ■ Schützt die Nahrungsmittelvorräte Schädlinge im Keller und in der Speisekammer. Ehrgeiz am falschen Platz. Keine verschleppten Krankheiten. Oie Grenzen fraulicher Aufopferungsfähigkeit. Fräulein Zögling goß etwas aus der Flasche mit dem roten Etikett in eine Untertasse. Sie kämmte das feuchte Haar aus der Stirn, scheitelte es und begann, die Flüssigkeit aus der Loreley-Flasche mit einer Zahnbürste in langen, gleichmäßigen Strichen auf dem Scheitel zu verteilen. Sei es nun, daß Der farblose Lack sich zu zäh verstrich oder daß chn Die Verbindung mit dem Wasser rascher erstarren ließ jedenfalls hielt Fräulein Zögling betropfen mne und rührte mit der Zahnbürste die Flusigkeit in der Untertasse mißtrauisch auf. Äm nächsten Augenblick aber stieß sie auch schon, vielleicht in der Meinung, daß hier mit einer Säure ein Attentat auf ihre Schönheit aber Gesundheit verübt werden sollte, einen gellenden Schrei aus. Weiß der Himmel, was die beiden Schuldigen erwartet hatten. Solch einen furchtbaren Schrei und die darauffolgenden völlia hysterischen Hilferufe jedenfalls nicht. Hellwang sprana aus feinem Liege- 'tubl auf und rannte an den Kindern vorbei ms bestürzt und erschüttert, denn es war ihr völliger Ernst, daß das Fräulein plötzlich den Verstand verloren haben müsse. Fräulein Zögling zitterte am ganzen Leibe, ihre Stimme überschlua sich: „Wollen Sie es etwa auch noch zu leugnen versuchen?! Sie — Herbst ist sogar imstande, uns gelegentlich so mit Wärme und Sonnenschein zu überraschen, als seien wir noch im schönsten Sommer. Aber die Lichtverhältnisse sagen uns deutlicher als alles andere, wo- !)in die Reise geht. Am 23. September haben wir die wichtige Erscheinung der Tag- und Nachtaleiche, die man nur zweimal im Jahre, zum Frühlingsund Herbstanfang, beobachten kann. Der Name sagt, was der Vorgang bedeutet: Tag und Nacht sind einander genau gleich, sie währen zwölf Stunden. Aber während im Frühling von diesem Zeitpunkt ab die Tage ständig zunehmen, schwindet jetzt der Tag, so daß es sehr bald spürbar wird, wie sehr die Nacht an Zeit gewinnt. Es ist eben nicht von der Hand zu weisen, daß der Herbst die Ausgabe hat, eine Brücke zu schlagen von der schönen zur rot herüber. „3 moan, die Kirschen werden aa bald zem sein , bemerkte Söhnchen. Hellwang nickte träg. Es bestand keine Veranlassung zu Warnungen und Drohungen. Die Kirschen hingen für Söhnchen zu hoAe Liegestühle der beiden Mädel lagen in der Nähe der Derandatür. Wenn Britta den Kops em wenig nach links drehte, konnte sie durch die offenen Türen des Hauses bis in die Diele hineinsehen. Sie hörte Kathi in der Küche mit Dem Geschirr klappern und hörte auch, wie Fräulein Zögling ihr Zimmer verließ, herunterkam und das Badezimmer sorg ältig hinter sich absperrte. Britta schloß die Augen. In ihrer Vorstellung erlebte sie alles, was jetzt geschah, so deutlich, als hätte das Haus Wände aus Glas. Sie sah, wie Fräulein Zoglmg die Spange aus der Nackenrolle löste und wie sie das auf die Schultern fallende Haar mit einem scharfen Ruck des Kopfes nach vorn warf, wie sie sich über die Waschschüssel beugte und Die Flechten in die Seifenlösung tauchte, wie sie Die Kopshaut mit Den Fingerspitzen massierte, und wie Der Dicke eetfeiy schäum ihren Kopf in eine nnnenDe weiße Haube hüllte, Die in Den Spülwassern zerschmolz. UnD Dann ... eingestoßen hätte. „Was ist geschehen?" keuchte er und wischte sich mit dem Aermel Die Schweißtropfen von Der Stirn. Er konnte an Fräulein Zögling unD in Dem Raum nichts entDetfen, was einen Schrei und Hilferuf gerechtfertigt hätte. ,Zch dachte im ersten Augenblick, es wäre eine Säure", schluchzte Fräulein Zögling, „aber es ist nur ein nichtswürdiger, gemeiner Streich ..." Hellwang verstand kein Wort davon, unD er ließ es sich auch Deutlich anmerken, Daß er kein Wort verstand, denn wenn Männer mit gescheiten Gesichtern einmal dumm aussehen, dann sehen sie aber auch gleich so dumm aus, daß es fast erschreckend ist. Aber ehe er dazu kam, eine weitere Frage zu stellen, reckte Fräulein Zögling den Arm mit einer anklagenden Gebärde gegen Kathi aus, die hinter ihm in das Badezimmer eingedrungen war, und schrie: „Das ist Ihr letzter Streich, Sie gemeines, unverschämtes Frauenzimmer, Sie!" „Sie ist narrisch geworden ..." stammelte Kathi Nacksichnecken sind schon in Der freien Natur kein "befonDers schöner Anblick, entDedt man sie aber im Vorratskeller, so ist es eine wenig erfreuliche Angelegenheit, weil sie Dort viel SchaDen anrichten können. Da ist Die weißgrau bis schwarz gefärbte große Wegschnecke, Die sich zwar gewöhnlich im Freien aufhält, jeDoch nur zu gern auch in Die Keller kriecht unD sich an Den hier lagernDen Vorräten gütlich tut, wobei sie neben Frischobst und Kürbissen auch gelbe Rüben, Rotkraut unD Kohlrüben bevorzugt. Außer Dieser überaus gefräßigen, bis zu 15 cm langen Nacktschnecke macht sich auch Die etwas kleinere, gelb bis orangegelbe Keller- schnecke an Die Kellervorräte heran unD frißt so ziemlich alles an, was ihr in den Weg kommt, ob es nun Obst oder Fleischvorräte sind, oder Kartoffeln, Gemüse, süße Backwaren oder gar Del. Besonders wird sie von Aepfelvorräten angelockt. Da sie nur während der Nacht heroorkommt, bemerkt man leider den Schaden meist erst, wenn es bereits zu spät und der Schädling wieder verschwunden ist. Auch andere unerwünschte Kostgänger gehen an unsere Kellervorräte, und zwar die Kellerasseln, die Früchte und Gemüse anfressen und ebenfalls nur nachts auf Nahrungssuche gehen, sich aber fast immer nur in tiefgelegenen und zugleich lichtarmen und feuchten Kellern aufhalten, hingegen flache, trockene Kellerräume meiden. Das gilt auch für Die Kellerschnecken, die überhaupt nur in feuchter Umgebung leben können. Man schützt Daher Die Vorräte am besten vor ihnen, indem man Die Kel- , lerfeuchtigkeit Durch fleißiges Durchlüften nach Mog- unwirtlichen Jahreszeit. Daß Der Herbst als Romantiker auftritt, sichert ihm viel Sympathie. Dieselbe Freude und Hingabe an Die Natur, Die Der Frühling mit seinen unzähligen Wundern zu entfachen weiß, kann auch er Hervorrufen. Als Meister Der Farbe versteht er es in der Tat, prachtvolle Effekte zu erzielen. Man braucht nur einmal an einem schönen Herbsttag hinaus zu wandern ins Freie, um Den Stimmungszauber zu spüren, mit Dem Die Jahreszeit aufwartet. Die Wälder scheinen sich im Feuerrausch zu ver- zehren, vom hellsten Gelb bis zum dunkelsten Rot sind alle Abstufungen der Farbe vertreten, und welchen Standpunkt man immer auch gewinnen mag: überall ist das Bild Der Natur voller Glut und schönstem Sinnenreiz. Doch leib er werden Die Blätter immer mehr und mehr fallen, und eines Tages steht das Gezweig kahl da. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr ,Zch bin kein Casanova". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Immer nur ... Du!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spiegel Des Lebens". Verdunkelungssünder zu Kuß. Was schon alles ist über die Pflichten Der Kraft- unD Radfahrer während Der Zeit Der Verdunkelung geschrieben worden! Bis auf verschwindend wenige Ausnahmen haben diese denn auch Disziplin gezeigt. Nun sei auch einmal Dem Fußgänger ein Wörtchen über seine Pflichten gesagt! Allmählich hat ja auch Der Fußgänger gelernt, Der Bestrafung für unangebrachte Leuchtsignale mit Taschenlampen u. Dgl. aus Dem Wege zu gehen. Nur — Dem Rad- fahrer geht er noch nicht aus dem Wege, weil er der Meinung ist, dieser habe nicht nur hinten am Schutzblech ein Katzenauge, sondern auch noch zwei nach vorn gerichtete. Die die Dunkelheit durchbohren Dorbeugungsmittel eine trockene Vorratskammer, Denn Die gleichen Nahrungsmittel, in trockener Luft lagernD, finD vor Den Milben sicher. Zwei andere Milben — Die Dörrobst milde und eine Laufmilbe — befallen Backobst jeder Art. Zeigt sich in den Rillen der runzligen Haut getrockneter Pflaumen ein grauweißer Belag, so kann man gewöhnlich auf Milbenbefall schließen, aber das Unglück ist in diesem Fall nicht allzu groß, weil Der Schaden durch gründliche Reinigung der Früchte behoben werden kann. Schlimmer machen sich in Den Trockenfrüchten Die Räupchen Der Dörrobst schabe bemerkbar. Denn sie finD nicht nur sehr freßlustig, sondern sie verunreinigen Die Fruchtvorräte auch Durch ihre Gespinste. Sie beschränken sich übrigens keineswegs auf Trockenobst, gehen vielmehr ebenso gern an Vorräte von Hülsenfrächten, Gewürzen, getrockneten Wurzeln, Kräutern, Sämereien und Zucker. Ein FreunD von Backobst ist ferner Der kaum einen halben Zentimeter lange, hellbraune Getreide« platttäfer, Der sich sogar in Den Vorräten verpuppt. Er frißt auch Teigwaren, ist jeDoch häufiger in größeren Vorratslagern zu finden als in Der häuslichen Speisekammer. Wo Die Kornmotte — der „Weiße Kornwurm" — auftritt, finden sich in Vorräten von Backobst und getrockneten Pilzen ab und zu auch ihre etwa einen Zentimeter langen gelblichen Räupchen. Alle Diese unerwünschten Nutznießer von unseren Nahrungsmittelvorräten fernzuhalten, ist eine Pflicht, Die sich von selbst versteht. Lagern Die Vorräte in luftigen, trockenen Räumen, ist Die Gefahr nicht groß, wiewohl man auch Da selbst Die sinnloses Sich-Aufopfern und falscher Heroismus, Der nur Dem Augenblick Dient. Unendlich viele Frauen haben sich dadurch schwere gesundheitliche Schäden für ihr Leben zugezogen, Daß sie nicht rechtzeitig an ihre eigene Gesundheit Dachten. So sehr es in allen anDeren Fällen anzuerkennen ist, wenn jemand sich zusammenreißen kann und kleinen Unpäßlichkeiten nicht unterliegt, muß Dann, wenn eine ernste Erkrankung zu befürchten ist ober Der Arzt Dies bereits einroanDfrei festgestellt hat, alle Energie auf schnellste Genesung verwandt werben. Oftmals ist eine ganze Portion Willenskraft, besonders auch seitens bes Kranken selber, bazu nötig. Rücksichtnahme auf Die Umgebung, Die Familienangehörigen unb wen es sonst betreffen mag, ist bann absolut fehl am Platze. Denn je ausschließlicher ber Kranke bie Hilfe Der anberen in Anspruch nimmt, besto schneller wirb er in ben meisten Fällen von seinem Leiben befreit sein. Größter Egoismus ist hier also größte Rücksichtnahme, benn erst ber Kranke beginnt für seine Umwelt eine Last zu werben, ber nachlässig ist in Dingen, bie seine Genesung fördern würben. Was für die eigene Familie gilt, trifft auch für die weitere Umgebung zu. Man muh, wenn man ernsthaft krank ist und die ärztliche Verordnung auf strenge Bettruhe lautet, den Mut und das Selbstbewußtsein haben, die Nachbarin um Hilfe zu bitten. Hilfe annehmen ist besonders für eine Frau im allgemeinen schwerer, als selber helfend zuzugreifen. könnten. Lieber Fußgänger! Der Radfahrer sieht, nachts gerade wegen seiner Beleuchtung, Die ihm ja nicht den Weg zeigt, sondern Die übrigen Verkehrsteilnehmer auf fein Daherkommen aufmerksam machen soll, nicht weiter als bis aufs Vorderrad, denn bie Derdunkelungsoorschrift verbietet ihm ja einen weit- reichenden Lichtstrahl! Sein Licht leuchtet Den anderen, nicht ihm selber. Die lieben Anderen aber tollen sich vorsehen, Dem Rabfahrer nicht vors Licht unb bamit vors Rad zu laufen.__________________ Fräulein Zögling ging voran und di- Mädel olgi-n ihr; Söhnchen durst- noch -m-Weile bei einem Dater bleiben. Lydia zog Britta an der i»°nd hinter sich her. In der Diele Ichnupp-rt-n - >eide wie aus Verabredung zur Küche hm- aus !«r°n geöffneter Tür unoerkennbar bitter schari- Seesischduste strömten. Ach wenn te tm stillen -ehosst hatten. Kathi würde versöhnlicher Jem,Jo wurden sie leider enttäuscht. Kathi vergaß nicht und -athi verzieh nicht. Erbarmungslos wurden dem "abeljau morgen thüringisch- Kartos,elkloße mit iwiebelsauce folgen, und übermorgen todsicher Sp Mit, gräßlicher, pampiger, grüner --pmat, und zum Ibenbeflen aufgewärmter Spinat, und dann, schau iigster Gedanke, Kartoffelpuffer mit Sauerkraut. Lydia preßte Brittas Hand, in ihren dürren Singerchen steckte eine erstaunliche Kraft. ,,»erraten Denn t/was tust ...!“ zischelte sie ihr drohend ms »hr und funkelte Britta aus ganz schmalen Augen chlitzen gefährlich an. Britta schüttelt- wortlos den Sopf. Der alte Mut kehrte in ihr ^?rz zuruck. Mochte wegen der Flaschengeschichte in wottes • amen auch Blitz, Bonner und WJ iereinbrechen, so schlimm wie Kathis kalte Rache üir ihre Schwatzhaftigkeit konnte das übelst- G- oitter nicht (ein' das st- von Sieglinda- ober Lonnis Seite her bedrohte. ’Rein, Kathi mußte Der oljnt werben. Das war schon ein Opfer wen. Fräulein Zögling band die GummiMrze um unö liieg warmes Wasser in die Schussel laufen Lyd.a nachte den Ansang. Sie biß die Zahne zusammen -.nd ertrug tapfer unb ohne Mucken das Brennen - er Seife in den Augen und das scheutzl-ch- 3'^" in der Kopfhaut, als Fräulein Zoglmg mit dem 8amm durch die nassen, verzottelten Dann kam Britta an die Reihe - unb Meßl'ch wch Söhnchen. Bald saßen sie alle drei nebenJell »ang in ber Sonne. Bie Lust kochte Über den inM aus selben Solnhoser Platten. Bie Johannisbeeren reif- W °u, Aus der Stadt Gießen. Oer Herbst ist da. Unermüdlich Dreht sich Der Zeiger der Zeit. Aus Tagen werDen unmerklich Wochen, unb ehe man's gedacht, finD wieDer einige Monate vorbei. Kein Wunder, Daß auch Die Jahreszeiten sich oft schneller erfüllen, als Den menschlichen Wünschen manchmal lieb ist. Jetzt haben sich abermals Die Drei Monate erschöpft, bie bem Sommer vorbehalten waren, unb wieber tritt ber Herbst seine Herrschaft an. Er kommt als farbenfroher Geselle, ber noch manches muntere Lieblein zu spielen weiß, aber in seinen Gesängen ist auch bie Rede vom Werben unb Der- gehen, von Tob unb Wiederkehr. Er ist froh unb besinnlich, heiter unb ernst, je nachbem, wie ber Tag es erheischt, Dem er heute ein strahlendes unb morgen ein Düsteres Aussehen zu geben vermag. Mit bem 23. September übernimmt ber ijerbft alljährlich Das Feld, um uns allmählich bem Winter entgegenzuführen. Vorerst ist natürlich vom Winter noch nichts zu spüren, im Gegenteil, ber 'zehret ! Soivjtk ihre (h ipenteta AufK mehr fi: ter M ging $ roch nif- e, um i»1 u bring?' dieses jscher &■' tteW ®ar M' eis^ Husar> i üben be|N i entfallt d abtrag?1 ! iq, als ■’s«1" und f !us E , 9lafe F auch mt> f der E Mi ■ ’RamtJ“ ' •tt ii>»»^ en"* tf, (14 i**’ ober bas Fräulein unter Den Trümmern einer ein- gestürzten Decke zu finDen. Von Der anderen Seite eilte Kathi herbei, nicht weniger verstört als Hell- roang. Wenn es sich auch um Die Neue handelte, so schien hier Doch ein Fall vorzuliegen, wo Volks- ;emeinschaft vor Die persönlichen Gefühle ging. 5m BaDezimmer rauschte laut Das Wasser in Die Wanne. Fräulein Zögling hatte nämlich beibe Hähne zugleich aufgebreht unb versuchte unter Jammerlauten, „bie Säure" vom Kopf zu spülen, ehe sie ihre zer- ftörenbe Wirkung auf Haut unb Haar ausüben konnte. Es war leider eine völlig ungeeignete Maßnahme, Denn Der Lack begann unter Der Einwirkung bes Wassers zu verharzen, und Die Haarsträhnen, bie mit ihm in Berührung gekommen waren, verklebten unb verwutzelten sich zu weichelstockartigen Gedilben. Draußen rüttelten Hellwang und Kathi an Der versperrten Tür unD waren schon Dabei, Das Schloß mit vereinten Kräften zu sprengen, als Fräulein Zögling über Dem Wassergeplätscher enb- lich Den Lärm horte unb Den Riegel zurückschob. Beinahe hätte es noch in Diesem Augenblick ein richtiges Unglück gegeben, benn Hellwang Drückte so heftig gegen Die Tür, Daß er, als sie nun so plötzlich nachgab. Dem Fräulein auf ein Haar Den Schädel schehen ist!" „Mein Haar!" jammerte Fräulein Zögling unb zerrte an Den verklebten Strähnen, bie ihr in Die Stirn hingen. Hellwang konnte nichts besonberes an ihnen entberfen. „Was ist mit Ihrem Haar?" fragte er zornig. Das Blut ftieg ihm zu Kopse. War bas eine Art, wegen nichts Das ganze Haus unb womöglich noch bie Nachbarschaft zu alarmieren?! ,Lch benutzte ein Haarwasser ..." Fräulein Zögling beutete zitternb auf Das Glasbrett unter bem Spiegel, auf Dem zwischen Den Zahnputzgläsern Der Familie Die Flasche mit Der Loreley unD bie Unter« Lasse stauben; „es ist ein Svezialmittel zur Pflege blonber Haare ... Unb Diese unverschämte Person hat es ausgeschüttet unb Dafür eine schmierige, ekel« pofte Flüssigkeit in bie Flasche getan ..." ,^)a?I" rief Kathi empört, „was soll ich getan haben? „Tun Sie nur nicht so, als ob Sie nichts Davon wissen!" schrie Fräulein Zögling unb fuchtelte mit ben Händen vor Kathis Gesicht, „biesmal hilft kein Lügen unb Verstellen! Aber Das 4age ich Ihnen. Diese NieDertracht wirb Ihnen teuer zu stehen kommen. Ich werde Sie anzeigen! Das ist Körperverletzung! Das ist ..." „Ruhe!" Donnerte Hellwang Dazwischen. Er war gerabe Dabei, Die leicht opalqierenDe Flüssigkeit in Der Untertasse zu untersuchen. „Das ist Lack! stellte er fest, „es ist zweifellos farbloser Lack, Derselbe Lack, mit Dem ich vor ein paar Tagen die Angelruten eingelassen habe, Emaillelack ..." Für einen Augenblick war er nahe Daran, tn ein Gelächter auszubrechen. Das völlig fehl am Platze gewesen wäre. „Wie bekommt man Das Zeug aus den Haaren?" ächzte sie. (Fortsetzung folgt) rteiii' m LiW . Deich Tage ii i Ms he ftol» i Ziele e ch bie Sormarf! Der deutsche Sport sammelt am 27. unb 28. Sep- tanber für bas Kriegs-Wintirhllfswerk bes beut- iaen Volkes. Damit find meine Äameraben unb timctablnnen in Stabt unb Lanb zu neuer Höchst- Ostung aufgerufen. Die enge Verbunbenheit von loft unb Leibesübungen im nationalsozialistischen 7tsD Braugasse 6. markt kosteten: Markenbutter, Y kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, W l;MO i * 6) M 1PI «h kp Bee M M dki Ei td, ch re ft fiÖ 8 tid m I «i Ai $5 * Ul THEATER der Universitätsstadt Gießen W Meine Sprechstunden am Mittwoch, dem 24. September, fallen weg.Krankheit noch einmal ans Frau B. Gulden 1869D seit 35 Fr.W. Henkel. Sprechet. Jed. Mittwoch Gießen, Am Riegelpfad 32,9-17 Uhr. Montagabend. Gießener Wochenmarktpreife. G i e ß e n , 23. Sept. Auf dem heutigen Wochen- L $ Am 17. Sept, verschied in Baden-Baden unsere liebe Schwester, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Johanna Scherrer, geb. Prell nach schwerem Leiden im Alter v. 65 Jahren Wilhelm Prell Auguste Prell Hans Karl Scherrer, Wehrmachtpfarrer, z.Z. im Felde Philippine und Hanneliese Scherrer Margarete Scherrer, geb. Gemer Nordhild und Wulfila Scherrer. x Baden-Baden, Langestraße 105, Karlsruhe, Schumannstraße 9, Gießen, Kreuzplatz 5, im September 1941. Am 22. September 1941 entschlief mein lieber Mann, unser guterVater, Großvater, Schwiegervater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Wilhelm Schäfer, Schmiedemeister im Alter von 56 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Schäfer, geb. Alles Willi Schäfer, z.Z. im Felde, und Familie nebst allen Angehörigen. Eberstadt, Heuchelheim, Steinbach, Gießen, Friedberg. Die Beerdigung findet Mittwoch, 24. Sept., um 14 Uhr, vom Trauerhause in Eberstadt, 5 kg 50, Wirsing, kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 25, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 30, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 10, Frühäpfel 20 bis 35, Birnen 30 bis 45, Lauch 20, Sellerie 20, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 12 Rpf. Herbstpflege der Vogelnistkästen. Es wird in vielen Fällen unmöglich fein, während des Krieges neue Bogelniftkäsien zu beschaffen und aufzuhängen. Die bereits vorhandenen Geräte sollten daher nach Möglichkeit die Brutzeit 1942 aushalten. Mancher älterer Nistkasten würde den Winterstürmen, der Nässe und Kälte nicht mehr standhalten, wenn er nicht ausgebessert und gereinigt würde. Alte Nester, tote Vögel, Vogelflöhe usw. müssen überall entfernt werden. Dabei wird gleichzeitig festgestellt, welche Vogelart den Nistkasten den Sommer über bewohnt hat und ob Jungvögel ausgeflogen sind. Für diese Arbeiten und Feststellungen gibt eine kostenlos erhältliche Flugschrift der Vogelschutzwarte Garmisch Auskunft. Witwer, 34Jahre, mit 2 Kindern, evangel., neues Eigenbeim, vom Lande, z. Z. in Gießen, wünscht sfräul.od.Witwe zur baldigen Heirat kennen zu lernen. Zuschriften unter 03158 and.Gieß. Anzeiger. Bild erwünscht. Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken,vir herzlichst Karl Kaiser und Frau Marie, geb. Becker Garbenteich, den 23. Sept. 1941 _________________________03154/ Danksagung. Für die warme Anteilnahme beim Heim gang unserer lieben Entschlafenen Frau Henriette Wahl, geb. Benner sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 22. September 1941. Zuverlässige, kinderliebe Hausgehilfin Für die vielen Aufmerksamkeiten zu unserer goldenen Hochzeit danken wir hiermit herzlich Julius Dickor£ und Frau Anna geb. Krüger Gießen. 23. September 1941 s___________________________03149/ $ Dank sagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unsres guten Vaters Herrn Karl Felsing sagen wir hiermit herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Ködding für die trostreichen Worte, der Kriegerkameradschaft für die letzte Ehrenbezeigung, den Schulkameraden und all denen die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Anna Felsing, geb. Holler und Kinder. Giehen-Klein-Linden. Der hiesige Turnverein hatte seine Mitglieder für Samstagabend zu einer Mitgliederversammlung in die Wirtschaft Fritz Weller eingeladen. Der stellv. Vereinsführer Karl Weiß, gedachte zunächst der großen Taten unserer unvergleichlichen Wehrmacht und widmete den Gefallenen des Vereins einen ehrenden Nachruf. Sodann rief Turnkamerad W e i ß zu stärkstem Einsatz für das Kriegswinterhilfswerk auf. Die erste Straßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag wurde den Vereinen des NSRL. aufgetragen. Mehr als 20 Turnerinnen und Turner meldeten sich freiwillig zu diesem Dienst für das Winterhilfswerk. Weiter wurde noch darüber beraten, im kommenden Winter eine Abendveranstaltung zum Besten des WHW. durchzuführen. Der Uebungsabend der Hanüballabterlung wurde auf Dienstag, der für die Fußballabteilung auf Freitag festgelegt; die Mädchenabteilung turnt Was vna Allendorf (Lahn), 22. Sept. (Aus der Arbett unserer Schule.) Im September 1935 wurde in unserem Dorfe in Verbindung mit der hiesigen Spar- und Darlehnskasse eine Schulsparkasse gegründet. Seit diesem Zeitpunkt gelangten durch die Kinder in der Schule 10 382 RM. zur Einzahlung. Ausbezahlt wurden im gleichen Zeitraum an zur Entlassung kommende Schüler 6152 RM. Diese Zahlen zeigen, welcher Segen von einer Schulsparkasse ausgeht. Seit dem 1. April dieses Jahres wurden von unserer Schule folgende Mengen A l t- material abgeliefert: 930 kg Papier, 185 kg Knochen, 980 kg Lumpen und 3300 kg Alteisen. An getrockneten Heilkräutern wurden 157 kg zusammengebracht. Einen sehr guten Erfolg hatte auch die Seidenraupenzucht in diesem Sommer. Die Kokonernte ergab über 10 kg. Daneben erhielt unsere Schule für vorzügliche Pflege der M a u l - beeranlage den 1. Preis in'einer Prämie von 30 RM. Von den sieben Aeckern Flachs in unserer Gemarkung wurden sechs von den Schülern allein gerupft, am siebenten beteiligte sich auch noch die NS.-Frauenschaft. Gegenwärtig zählt unsere Schule 98 Kinder und wird infolge des Krieges als emklafsiger Betrieb geführt. Schweinemarkt in Hungen. * Hungen, 22. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 331 Ferkeln beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 8 bis 10 RM., 8 bis 10 Wochen alte 11 bis 15 RM., 10 bis 13 Wochen alte 16 bis 20 RM. das Stück. Das Geschäft verlief langsam, es verblieb Ueberstand. Schweinemarkt in Buhbach. * Butzbach, 23. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 385 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 RM., 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 17 RM., 8 bis 10 Wochen alte 17 bis 20 RM. das Stück. Der Handel verlief schleppend, es verblieb großer Ueberstand. mit £ fäji in fai, eifli s Din hji itn ftat Ui h fön Tagesmädchen oder Pute auch für halbtags gesucht. 3923D Homnth, Lndwlgstrasse UI. Gestern starb nach schwerem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter MarieZieglerWwe.,geb.Zimmer im 71. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Ziegler. Villingen, den 23. September 1941. Die Beerdigung findet Mittwoch, 24. Sept., nachm. 3.15 Uhr, vom Sterbehaus aus statt. __3949D 3 1 kleinsten Borratsmengen von Zett zu Zett durchsehen muß. Steht aber nur ein dunkler, feuchter Raum zur Verfügung, dann heißt es ständig aufpassen, für peinliche Reinlichkeit und gute Durchlüftung sorgen und immer wieder nachsehen, ob sich nicht da und dort ein Schmarotzer eingenistet hat und zu unserem Schaden sein Unwesen treibt. M. A. v. Lütgendorlf. Das inteteffiert-* —Sie fiausfrau! Umtausch von Brot- tu Zuckermarken. NSG. Die Möglichkeit des Umtausches von Brot- in Zuckermarken hat bei den Verbrauchern vielfach zu der Befürchtung geführt, daß mit dieser Maßnahme festgestellt werden soll, ob die derzeittge Brotration den Verbraucherbedürfnissen entspricht, und ob nicht gegebenenfalls eine Kürzung dieser Ration möglich ist. Demgegenüber wird ausdrücklich betont, daß die Umtauschaktion einen solchen Zweck in keiner Weise verfolgt. Jeder Verbraucher kann daher seine Brot- in Zuckermarken gemäß den gesetzlichen Bestimmungen umtauschen, ohne daß sich hieraus irgendwelche Nachteile für seinen zukünftigen Brotverzehr ergeben werden. Schweigen statt Schwätzen. Was Wachsamkeit im letzten Augenblick verhinderte. NSG. Eine Begebenheit. Der Monteur H. P. arbeitete in einem bekannten Rüstungsbetrieb in N. Die Erzeugnisse des Werkes sind von wichtigster Bedeutung für die kämpfende Truppe. Obwohl das Unternehmen aus vielen großen Gebäuden und Montagehallen besteht und in ihm riesige Schlote unablässig qualmend als Merkmale ununterbrochener Arbeit zum Himmel ragen, befindet sich in ihm ein sog. Engpaß. Das ist ein Arbeitsraum, durch den die gesamte Produktion kurz vor ihrer vollständigen Fertigstellung gehen muß. In ihm arbeitete der Monteur H. P. Er wußte genau, daß alles zum Stillstand verurteill ist, wenn in diesem Engpaß etwas geschieht. Wenn es feindlicher Einwirkung gelingen würde, diese wichtige Arbeitsstätte zu zerstören. Der Genannte war sich klar darüber, daß ihm mtt seiner Beschäftigung an dieser Stelle großes Vertrauen entgegengebracht wurde. Statt darauf stolz zu sein und sein Wissen als heiligstes Gut unantastbar verschlossen in sich zu tragen, plauderte er das eines Tages aus, was verschwiegen werden mußte. Auch der, dem er es erzählte, konnte die Neuigkeit nicht für sich behalten, und so ging das Geheimnis von Mund zu Mund bis zum Ohr eines Lumpen, der in feindlichem Solde stand. Allein der scharfen Wachsamkeit der Werkpolizei und des Pförtners war es zu verdanken, daß der Verbrecher kurz vor seiner Absicht, eine Dynamitpatrone in dem Engpaß zur Entladung zu bringen, verhaftet werden konnte. Wochenlang hat er an der Ausführung dieses Sabotageaktes gearbeitet. Wie gesagt, die Wachsamkeit der Aufsicht hat alles im letzten Augenblick vereitelt. Wäre es anders gekommen, dann hätte der Monteur H. P., den seine gerechte Strafe ereitt hat, den Tod vieler braver Arbeitskameraden verursacht und darüber hinaus der kämpfenden Front auf lange Zeit unentbehrliches Rüstzeug vorenthalten. Er schwätzte statt zu schweigen. Unbarmherzig hat chn die Vergeltung getroffen. Dienstag, 23. September ** 19.30—22 Uhr 8913D 4. Dienstagmiete u. Halbmiete B Ich bin kein Casanova Komödieln 3 Akt. v. Otto Bielen Preise von 0.60 bis 3.10 RM. 1 h lüo 6t! '•J. !- f: im Ä j-i riri Ml M Bös K St lot Ein Gespann WM-VappM eingetragen im Reichsverband für Zucht u. Prüfung deutschen Warmblutes, abzugeben (auch ohne Dringlichkeitsbesch.) durch Viehverwertungsgenossenschalt Marburg Maximllianenhol-Bemsdor! Fernsprecher 2404. 8346d Eine Kunstgernemde in ©rünberg. + Grünberg, 22. Sept. Die Stadtverwaltung hat in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zur Förderung des kulturellen Lebens der Stadt und ihrer Umgebung eine Kun st gemeinde ins Leben gerufen. Diese soll jedem Volksgenossen die Möglichkeit verschaffen, an den kulturellen Gütern unseres Volkes teilzunehmen. In gleicher Weise betätigte sich im vorigen Jahre der annähernd 200 Mitglieder umfassende Feierabendring. soweit dessen Mitglieder ihre Mitgliedschaft nicht gekündigt haben, werden sie als Mitglieder in die neue Kunstgemeinde überführt. Die Mitgliedschaft ist für die 1. Platzgruppe mit 12 RM., für die 2. mit 9,60 RM. festgesetzt worden. Durch diese niedrigen Preise, die gegenüber den Tagespreisen eine Ermäßigung von bis zu 50 v. H. ausmachen, ist es für jedermann möglich, die Mitgliedschaft zu erwerben. Vorgesehen hat die Kunstgemeinde für die Veranstaltungszeit von Oktober 1941 bis April 1942 insgesamt 12 Veranstaltungen, davon 5 Theaterborstellungen, 3 Vorträge, 2 Konzerte und 2 Bunte Wende. Die Theateraufführungen werden gegeben von der Rhein-Mainischen Landesbühne, dem Stadttheater Gießen und einer großen Bauernbühne, die Bunten Abende von der Gauvariete- bühne, die zwei Konzerte umfassen ein Kammerkonzert und ein Operettenkonzert des Rhein-Mai- nischen Landesorchesters. Landkreis Gießen. $ Steinbach, 23. Sept. Morgen feiern die Eheleute Heinrich Eberhard Haas und Frau Margarethe, geb. Becker, das Fest der silbernen Hochzeit. — Der in vielen Kreisen bekannte frühere Zimmer- meister Louis Heinrich Roth kann am morgigen 24. September feinen 8 0. Geburtstag feiern. Der alleinstehende alte Herr erfreut sich noch großer geistiger Frische und einer für sein Alter guten Gesundheit. Beiden Jubilaren unsere besten Glückwünsche. z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03150 a.d.G.A. Gebrauchsfähige MWWen ä 20 bis 30 Liter Gloria-Palast: „Immer nur - ©u!' Eine Film-Operette der Tobis nach einem Dreh» buche von F. V. E cka rdt, in Szene gesetzt von Karl A n t o n ; das beliebte Thema: Werdeganz einer Operette mit großer Ausstattung, mit Parade, schlagern und zwei Filmstars in den Hauptrolle« nebeneinander, welche sich im Lause ihrer gemein, samen Bemühungen um das aroße Werk ineinander verlieben. Eine so ideale Uebereinftimmung do« Bühne und Leben würde aber für einen ausge. wachsenen Spielfilm nicht hinreichen. Deshalb muß das Thema mit allerhand wirkungsvollen Zwischen« fällen sowohl gewürzt als auch in die Länge ge« zogen werden. Zu diesem Zweck sind der schwefel, gelbe Konkurrenzneid, der Ehrgeiz, der traditionelle Krach auf der Generalprobe, die Eifersucht und der freundlich weltersahrene Scheidungsanwalt probate Erfindungen. Der Spielleiter Karl Anton hat alle diese Spezialitäten bekömmlich gemischt und in den Gang der theatralischen Ereignisse eingebaut; zum Schluß ist natürlich alles in Ordnung, die Premiere und auch die Ehe. In den Hauptrollen: Dora K o m a r, die in Willy Forsts „Operette" \ ihren ersten Erfolg hatte, mit angenehm weicher, \ biegsamer Stimme, und Johannes H e e st e r s , ein Spieltenor von bestrickender Eleganz. Fita Benk« hoff und Paul Kemp, die Manager der beiden Stars, fechten drollige Konkurrenzkämpfe mitein, ander aus. Im großen Ensemble tun sich außerdem u. a. Paul Henckels als Theaterdirektor, Fritz Kämpers, Wilhelm B e n d o w , Erich F i e d. l e r , Ruth Buchardt, Hans L e i b e l t und Wal« ter Janssen hervor. — In Beiprogramm läuft die neue Wochenschau. Hans Thyriot. Wochenende im Zeichen des WHW.-Sportes. Zum zweiten Male tritt am 27. und 28. Septem» der der deutsche Sport für das Kriegswinterhilss. werk an und wird auch hier feinen unerschütter« lichen Einsatzwillen durch eine umfassende Gemein, schaftstat beweisen. Nachdem die Reichsstraßensamm« hing im letzten Jahr mit einem Ergebnis von rund 15 Millionen schloß, haben die ©portier und Turner diesmal den Wunsch, es in echt sportlicher Weise zu einem neuen Rekord mit einer wahren Meister- schaftsleistung zu bringen. Wieder acht der Spott mit seinen vielen Tausenden von Anhängern auf die Straße uyd gibt damit dieser Reichsstr aßen- fammhmg wieder ein besonderes Gepräge. UeberaÜ. werden die Kämpfer aller Fachgebiete chre Sammlungen durch Wettkämpfe auf großen Veranstaltungen, aber auch durch Vorführungen heiterer und ernster Art auf öffentlichen Plätzen und Straßen würzen, und wieder werden ihnen Tau« sende dabei zuschauen und ihre Spenden in die Büchsen werfen. Das Jahr 1940 muß und soll diesmal noch übertroffen werden. Schuhe rechtzeitig zum Schuhmacher. Der-Reichsbeauftragte für Lederwirtschaft hat alle Schuhmacher verpflichtet, ein Plakat auszuhängen, das die Verbraucher auffordert, ihre Schuhe noch bei trockenem Wetter zum Schuhmacher zu bringen. Es wird weiter an den Verbraucher appelliert, die Schuhe trocken und gereinigt einzuliefern und sie rechtzeitig zu bringen, ehe sie größere Zerstörungen zeigen. Man spart dadurch dem Schuhmacher Zeit und Material und trägt vor allem zur schnelleren Versorgung der Volksgemeinschaft mit ausgebesserten Schuhen bei. KleineAnqeigen m Gießener Anzeiger roerben von tauienöen 6*a