W Ml Jahrgang Nr. 200 »Meint täglich,, außer ............zcintags und Feiertags lt'e, von oj ie spätllkiiWW deutsche Front ist seit dem Beginn dieser Infanterie auf dem Marsch li Walderok N. bolte"- n"’ Verbündeten sprechen eine eherne Sprache. Oberkommando der. Wehrmacht gab in einer Korden zog sich der Ring um Petersburg durch ezwingung von Narwa und Nowgorod immer laufen Kip n große; 5 nt der Nies wird i d Schrei! i erdenden Auseinandersetzung zwischen Europa Iftbbem bolschewistischen Nihilismus in ständi-- lk Bewegung geblieben, auf der ganzen 1 schnell z bedenklich Merz sM Zchriftleltung und Geschäftsstelle: Gietzen, Zchulstrahe 7-9 ja genommen, die Einkesselungsschlacht von Ml stick—Minsk gewonnen. Die andere bolsche- it ständiger Bewegung Von unserer Berliner Schriftleitung. r nunmehr zwei Monaten, am 22. Juni, stieß ^Befehl des Führers die deutsche Wehrmacht auf ster Front zum Abwehrkampf gegen den ge- lügen Sowjetaufmarsch an der deutschen Ost- We vor. In den ersten sieben Tagen hat der he Wehrmachtbericht nur in größter Kürze d> Allgemeinheit über die Operationen berichtet, kam 29.Juni wurde der erste zusammen- Äsende Bericht des OKW. gegeben, in 1 Sondermeldungen wurde die erste Reihe lir Erfolge der Allgemeinheit bekannt. Die eine istarscharmee des Bolschewismus im Raume von ^Litowsk war zertrümmert, Wilna und Kowno Oer Wehrmachtbericht. DJ7B. Aus dem Führerhauptquartier. 22. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nach zweimonatiger Dauer des O st f e l d z u g e s steht die deutsche Wehrmacht mit ihren Verbündeten in ungebrochener Kraft tief inFein- d e s l a n d. Auf der gesamten Front sind d i e Operationen in vollem Fluß. In der Sübufraine werden die letzten Stützpunkte des Gegners am D n j e p r planmäßig und unter schwersten Verlusten des Gegners beseitigt. Nordwestlich Kiew weicht der Feind weiter hinter den Dnjepr. 3m Raum ostwärts Gomel wird die Verfolgung des geschlagenen Gegners fortgesetzt. An der Front vor Leningrad und in Estland kämpfen sich unsere Truppen st e t i g vorwärts. Auch die Angriffe an der finnischen Front beiderseits des Ladogasees gewinnen täglich an Boden. In einer Folge schwerer Vernichtungsschläge Hal die Sowjetwehrmacht unvorstellbare blutige Verluste erlitten. Seit Beginn des Feldzuges sind nunmehr über 1 2 5 0 0 0 0 Gefangene eingebracht, rund 14 0 0 0 Panzerkampfwagen und 1 5000 500 g M % Liter $ ilch und Gi i Eierkch ben geschl Tag und Nacht sind die deutschen Kolonnen in den riesigen Weiten des sowjetrussischen Kampfgebietes auf dem Marsch, um den Feind zum Kampf zu stellen und zu vernichten. Gewaltig sind die Leistungen unserer Infanterie, die auch jetzt trotz aller Modernisierung des Krieges die Königin des Schlachtfeldes ilt fiier sieht man Waffen--- unter fast tropischer Sonnenglut bei der Verfolgung des Feindes. '* 1 1 (---PK.-Augustin-Scherl-M.) Anzeigerr-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rpf. te mm bei 70 mm Zeilenüreire Nachlässe: Wiederholung Malstastell Abschlüsse Mengenllaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mebr Samstag, 23. / Sonntag, 24. August (Oll ▲ ▲ Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer Ey JFBkjXW bis8'/,Ubr des Vormittags Nach zwei Monaten Ostfeldzug. Schwere Vernichtungsschläge: 1250000 Gefangene. 14000 Panzer, 15000 Geschütze und 11250 Flugzeuge verloren die (Sowjets. - Oie Operationen überall weiter in vollem Fluß. »L * »i» burch " kinde, J? nd madji1 sollst dich »ntormeldung einen Ueberblick über die zahlen- 8§zen Verluste des Feindes. Fünf Viertel Mil- Gefangene, rund 14 000 Panzerkampfwagen M15 000 Geschütze sowie 11 250 Flugzeuge sind Mrgebnis. Etwa die Hälfte der Flugzeuge wur- oor allem in den ersten. Feldzugstagen) am 1 zerstört, die übrigen in Luftkämpfen und Flakartillerie heruntergeholt. Der Wehrmacht- von demselben 22. August fügt hinzu, daß owjetwehrmacht „unvorstellbar blutige Ver- erlitten hat. Schon fünf Viertel Millionen gene sind schlechterdings „unvorstellbar". Ge-> Zahlengrößen gehen eben über die menschliche iuung hinaus. Man kann sie nur illustrieren, nmittelbaren Anschauung werden sie dadurch m nicht, weil eben unser optisches Sehvermö- stl?hysische Grenzen hat. Fünf Viertel Millionen gene in einer einzigen Dreierkolonne mit sej durchschnittlichen Entfernung von einem Me- n Glied zu Glied ergeben einen Bandwurm fiflill? Kilometern. Das entspricht der Entfernung n Freiburg im Oberrheingebiet bis Wesel am -rrhein. Aber niemand kann diesen Riesenband- von Freiburg nach Wesel übersehen. Pla- ^sch vorstellbar ist er also nicht. Und die blutigen Mfte des Feindes sind noch viel größer. lEr Wehrmachtbericht vom 22. August leitet diese “teoän äväb’w fe|öS,lZ^Ü "K-etzenid« jobei A R*«' irtofseln, t* g 'Heitel 1, evtl. BuE Derben geri” ischt. Man g geben, dU ge werben! iber auf tid Geschütze erbeutet ober vernichtet worden. Die Sowjetluftwaffe verlor insgesamt 1 1 2 5 0 Flugzeuge, davon wurden 5633 am Boden zerstört, die übrigen in Luftkämpfen und durch Flakartillerie abgeschossen. Außerdem wurde schon jetzt der feindlichen krlegs- führung durch die Wegnahme wichtiger Roh st off- und Industriegebiete schwerster Schaden zugefügt. An der britischen O st k ü st e beschädigte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht zwei feindliche Frachter durch Bombentreffer. An der K a n a l k ü st e brachen Angriffsversuche der britischen Luftwaffe auch am gestrigen Tage zusammen. Jäger und Flakartillerie schossen 2 6, Marineartillerie drei feindliche Flugzeuge ab. Ein Sperrbrecher der Kriegsmarine schoß vor der Atlan- tikküste ein britisches Kampfflugzeug ab. In Nordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentreffer auf zwei Leichten britischen Kreuzern bei S i d i B a r a n i. Truppen- und 2Ha- terialausladungen in Tobruk wurden mit Bomben aller Kaliber belegt, drei britische Jagdflugzeuge in Luftkgmpfen abgefchossen. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. Weitere Fortschritte an allen Fronten. Berlin, 22. Aug. (DNB.) Die deutschen Truppen schlugen am 20. 8. nordwärts Smolensk einen sowjetischen Angriff unter blutigen Verlusten für die Bolschewisten zurück. Sowjetische Panzer blieben in wohlgezieltem deutschen Abwehrfeuer bewegungsunfähig liegen. Der Versuch der Bolschewisten, die Panzer abzuschleppen, scheiterte durch das starke deutsche Störungsfeuer. In kurzen heftigen Kämpfen arbeiteten sich die deutschen Abteilungen an die anderen sowjetischen Panzer heran und zerstörten 40 Panzerkampfwagen. Vom 17. bis 20. 8. vernichtete allein die in diesen Kämpfen eingesetzte deutsche Division, außer den vor den sowjetischen Linien liegen gebliebenen, insgesamt 70 sowjetische Panzer. ' Im Raum von Gomel hatten Sowjetverbände neue schwere Verluste. Die Zahl der Gefangenen erhöht sich ständig. Ostwärts von Gomel vernichteten deutsche Truppen erneut 15 sowjetische Panzer, darunter einen 32-Tonner. Auch eine Anzahl Geschütze wurde erbeutet. Im Raum von Narwa machten die deutschen Truppen 6000 Gefangene, vernichteten zehn sowjetische Panzerkampfwagen, 51 Geschütze, 34 Maschinengewehre sowie 400 Granatwerfer und brachten den Bolschewisten hohe blutige Verluste bei. Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe. Berlin, 22. Aug. (DNB.) Im nördlichen Teil oer Ostfront bekämpften deutsche Flugzeuge am 21. 8. mit guter Wirkung sowjetische Truvpen- ansarnrnlungen und motorisierte Kolonnen. Artilleriestellungen der Bolschewisten wurden Tnit Bomben belegt. Brücken im Raum nordostwärts des Ilmensees wurden durch Volltreffer zerstört. In Nord-Estland richteten sich erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen sowjetische Kraftwagen, die in Bereitschaft standen. Die Bolschewisten verloren durch diese heftigen und erfolgreichen Angriffe viele Menschen und Kriegsmaterial. Im Finnischen Meerbusen wurde ein sowjetisches Handelsschiff von 5000 BRT. aus niedriger Höhe angegriffen und durch einen Volltreffer so schwer beschädigt, daß es nach einer heftigen Explosion in Brand geriet und kurze Zeit darauf sank. Im Raum von Leningrad sowie ost- und südostwärts von Leninarad vernichteten deursche Kampfflugzeuge bei Angriffen auf insgesamt acht Flugplätze 35 sowjetische Flugzeuge am Boden. 16 sowjetische Maschinen wurden in Luftkämpfen von deutschen Jägern.abgeschossen. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auch am 21.8. wieder sowjetische Schiffsziele im See» gebiet von Odessa mit Erfolg an. Südlich von Otschakow wurde ein Zerstörer durch Bombeneinschläge unmittelbar am Heck schwer beschädigt. Ein sowjetisches'Dorpostenboot wurde von deutschen Jägern im Tiefangriff erfolgreich mit Bordwaffen beschossen. ol9enbf« 'N Ach, W n unb hi 'U.dik^ Nicht ( ■S W nie t w Der „Flügel". Don besonderer Seite wird uns geschrien ben: Die Berichte des OKW., die die gewaltigen Er- folge der Heeresgruppe Rundstedt meldeten, hatten sich hinsichtlich der übrigen Teile der Ostfront auf die lakonische. Feststellung beschränk^ daß die Operationen planmäßig und erfolgreich verliefen. Es mag sein, daß die Welt angesichts der eindrucksvollen Fortschritte des rechten deutschen Flügels dieser sachlichen Bemerkung keine rechte Aufmerksamkeit schenkte. Zu unrecht — denn inzwischen haben die letzten Meldungen aus dem Führerhauptquartier bewiesen, daß die Initiative der deutschen Führung sich nicht auf diesen an das Schwarze Meer' angelehnten Flügel beschränkte. Die im Zentrum operierende Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Bock hat nach den vernichtenden Schlägen der Schlachten von Bialy- stok —Minsk und Smolensk nun im Raum von Gomel dem Gegner erneut eine schwere Niederlage bereitet. Oestlich des gleichen Dnjepr, an dessen Unterlauf die Kameraden des rechten Flügels Budjennys Divisionen zu Paaren trieben, liegt das Kampfgebiet, in dem Teile von 25 Divisionen sowie zwei — freilich im Landmarsch herangeführte — Luftlandebrigaden bis auf einen Rest von 84 000 Mann, die den Weg in die Gefangenschaft antreten mußten, vernichtet wurden. Mit Hunderttausenden von Soldaten verlor die bolschewistische Führung in dieser Schlacht die unersetzliche Ausstattung dieser Verbände. Zu den Taufenden der bisher erbeuteten Geschütze kamen weitere 850 hinzu. Man braucht nur einmal zu überlegen, wieviel Arbeitsstunden — vom Material ganz abgesehen — die Herstellung der fast 1400 Geschütze erfordert, deren Erbeutung in den Wehrmachtberichchn allein der letzten sieben Tage gemeldet wurde, um sich klar- zUmachen, welchen materiellen Aderlaß die Sowjetwehrmacht in diesen Kämpfen erlitten hat. Dazu kommen die blutigen Verluste, deren außerordentliche Schwere die deutschen Berichte immer von neuem betonen und die früher oder später, jede zahlenmäßig noch so starke Wehrmacht zum Weißbluten bringen müssen. Schon dieser Erfolg der mittleren Heeresgruppe war eine böse Ueberraschung für alle die, die an die Nachrichten aus London und Moskau glaubten. Man erzählte sich dort, daß die deutsche Wehrmacht sich bei ihrem „Pyrrhus-Sieg" in der Ukraine so verausgabte, daß die Operationen an den anderen Frontabschnitten zwangsläufig angehalten werden mußten. Nun kommt bekanntlich ein Unglück selten allein. Und so folgte denn der Nachricht von der Niederlage von Gomel am 21. August die Meldung, daß auch die dritte Heeresgruppe einen wichtigen Erfolg errungen hat. Der gemeldete Durchbruch durch schwer befestigte, hartnäckig verteidigte Stellungen zwischen Ilm en- und Peipus- fee, der zur Besetzung der Städte Nowgorod, Kingisepp und Narwa führte, ist dabei nur ein Anfang. Wir können in Ruhe abwarten, was das OKW., das sich zunächst auf die Mitteilung von einem weiteren siegreichen Vordringen unserer Truppen beschränkt, zu gegebener Stunde über den weiteren Verlauf dieser Kämpfe des linken Flügels berichten wird. Seit Cannae hat der „F l ü g e V dere Rolle in der Kriegführung gefpi_ hoher Kunst entwickelte heutige Führung kennt in ihrer Elastizität nicht mehr die starre Festlegung auf Pläne, wie sie im Herbst 1914 den seiner Aufgabe nicht gewachsenen rechten Flügel zum Verhängnis der ganzen Front werden ließ. Sie läßt dem Gegner nicht die Zeit, sich auf einen Abschnitt einzustellen, der den Schwerpunkt der Operationen bildet, sondern kommt bald hier, bald da zum Zuge. Die souveräne Art dieser Führung stützt sich auf die meisterhafte Beherrschung des Einsatzes flankierender Gruppen, die den Gegner überflügeln und ihn in immer neue Kessel zwingen. Das Verfahren, Stoßkeile anzusetzen, die dann zu solchen Umfassungsbewegungen ausholen, führt mitunter dazu, daß eigene Verbände sich nach drei Seiten gegen den Feind zu wehren haben. Daß sitz dessen ungeachtet die befohlenen Bewegungen unbeirrt durchführen, ist ein stolzes Zeugnis für das Können auch der Unterführer. Heute erntet auf den Schlachtfeldern des Ostens nicht nur die Ausbildungs- und Erziehungsarbeit der Truppe ihre Erfolge, sondern auch die unermüdliche Arbeit Les Generalstabes, der im Sinne des Schlieffenwortes „Diel leisten, wenig hervortreten, mehr fein als scheinen!" in stiller und kaltblütiger Ueberlegenheit seine Aufgabe meistert. Die Führung der Sowjets hat in der letzten Zeit mehrfach hohe Befehlshaber vor Kriegsgerichte gestellt, weil sie ihnen die Schuld an den Niederlagen beimißt. Das wird an der Unterlegenheit der Bolschewisten nichts ändern. Der deutsche Soldat beweist in diesem gigantischen Feldzug einmal mehr, daß er mit vollem Recht für sich den Ruf, der beste Soldat der Welt zu fein, in Anspruch nimmt. erstenmal gebraucht der Wehrmachtbericht den Ausdruck: „An der Front vor Leningrad"." Der Wehrmachtbericht vom 21. August hatte bereits die Eroberung von Nowgorod, Narwa und Kingisepp gemeldet. Kingisepp, eine unter ihrem alten NaMen Jamburg bekanntere kleine Stadt von etwa 10000 Einwohnern ist nur als Brücke über die Luga wichtig. Kingisepp-Iamburg liegt bereits am östlichen Ufer der Luga, stellt also einen Brückenkopf dar. Mit diesem Bericht über die Kämpfe an der Front vor Leningrad korrespondiert der Satz „Auch die Angriffe an der finnischen Front beiderseits des Ladogasees gewinnen täglich an Boden." An der Westseite des Ladogasees liegt die Karelische Landenge, die im Winterfeldzug des sowjetisch-finnischen Krieges von 1939/40 so heftig umkämpft war. Die wichtigsten Städte sind Wiborg und Kex- holm. Kexholm ist bereits in finnischer Hand. Am Ostufer des Ladogasees befindet sich wiederum eine breite Landbrücke bis zum Onegasee. Ihr wichtigster Ort ist Petrosawodsk, das dort liegt, wo die Murmansk-Bahn das Ufer des Onegasees berührt. Nach zwei Monaten äußerst erbitterter Kämpfe stehen unsere tapferen Truppen heute in einem eroberten Gebiet, das an Größe das alte Deutschland einschließlich des Gouvernements und des Protektorats übertrifft, lieber 800 Kilometer sind unsere Soldaten durch Hitze und Regenschauer, über Sümpfe und Straßen, die nicht einmal Landwege in europäischem Sinne sind, marschiert. Was unsere Truppen geleistet haben, dafür gibt es keine europäische Vorstellung. Sie hatten mit einem stumpfen Gegner zu tun, der sich bis zuletzt verteidigte, und haben ihn überwunden. Sie haben die hefige Luftwaffe, die Stalin zum Angriff auf Europa bereit- gestellt hatte, zerschlagen, seine riesenhafte Maschinerie des Krieges weitgehend unbrauchbar gemacht, Millionen gefangen und noch mehr vernichtet. Unter dem Druck der rastlosen Verfolgung schmolzen die Truppen Stalins dahin. Eine neue Dampfwalze sollte Europa überrollen. Das war die Hoffnung Stalins, das der Traum Churchills und Roosevelts. Sie sind zerschlagen worden, -und das deutsche Schwert und der deutsche Geist haben über den satanischen Vernichtungswillen gesiegt. Die Bilanz dieser acht Wochen ist der deutsche Triumph! I ib von iDomei uit: ,-y,..’ ; ^eindes fortgesetzt wird. Schwer schlag Satz des Wehrmachtberichts zu Bach- lier Front vor Leningrad und in Estland kamp j.ch unsere Truppen stetig vorwärts. Zum i -lj tzrund einer Ermächtigung Stalins den ne» .Wb Staudamm habe sprengen [affen, roomtt d ’s 1 lange zentralukrainische 3nbuftnegebiet lahm- sei. Das bedeutet also biß Stillegung des Äbel'r,l ostukrainischen Industriegebietes E ne io i We Sprengung hat zur natürlichen ^ge Ml o^l-rgehende Uederschwemmung am unteren ö T'ch;r,macht aber auch den Dnjepr in seinem gam V n langen Sauf bis Dnjepropetrowsk wesentlich weitere Angaben des Wehrmachtberichts 52-Sluquft besagen, daß der Femd nvrdwest ff w 1 Kiew zurückweicht, daß also Öte nor uns ' b -r ir im Anschluß an die Schlacht von Gomel an° g -d.vete Angleichung der bisher bestandenen Em |f>Wng rasch vorwärtsschreitet. Diese Mekmng 'N ergänzt durch die B-mercung daß ,m Raum W UlPKPIIPr Z1IHP ,on einzelnen Nummern 11 « BW - itäge höherer Gewalt srUesseiu. General-Anzeiger für Oberhessen lr sagen! J?tc ttifn he Ar.griffsarmee bei Lemberg war zernie'rt. kam der Sturm auf die Stalin- öeilpn-flt e- Sie wurde genommen. Im Norden war der ^Mnk sche Meerbusen erreicht. Im Zentrum wurden 'U ■$Jin g^ßen Einkesselungsschlachten von Witebsk Ad Smolensk riesige bolschewistische Armeen ver- Vt. ober gefangengenommen. Dann kamen mit „^itung einer neuen Phase ber Kämpfe bie Er- Oas Kiiü MMe ber letzten Wochen unb Tage. Nach ber Be- J» sollte |yl jjxg Bessarabiens und dem Ausräumen des jf0 von Uman wurde Odessa eingeschlossen, Niko- M Unb W jel genommen, dann Cherson. Im Zentrum süd- iibeilMIhIsmolensk wurde mit dtzr Schlacht bei Gomel Va jieue Schlüsselstellung des Feindes erobert, und ma einz tolpert ist,. .. ~ __ » t gar no^KM' vorn Finnischen Meerbusen bis zum Schwar- $aue 11 *^cer befinden sich unsere Truppen und die chicklWiMirjlnde unserer Verbündeten in siegreichem Vor- Mutler iWsinlw. Das Schicksal der Massen Stalins und sei- ir ünmo!IfflF gewaltigen Kriegsrüstung ist unabwendbar, blich lügen London und die Hetzer Roosevelts. KtTatsache'n der Vernichtung ihrer bolschewisti- Mehl, 1 Mesl^ y 1 xjjcijiiiiuu/ivciiujl wm w«. i- ------ —- 'rMke.U.Ws!rllung mit den schlichten und eindringlichen jben ein: „Nach zweimonatiger Dauer des Ost- cheln vm^ fkü|ages steht bie beutsche Wehrmacht mit ihren übergefte SEIeibr nbeten in ungebrochener Kraft tief in Few- L qiienn' b slaib. Auf ber gesamten Front sinb bie Ope- ,n 2W A'str.tli en in vollem Fluß." Wie sehr bie Ope- hjnB n t ren am Beginn des dritten Feldzugsmonats u in sind, sagen die nachfolgenden Sätze: „In , . -d r: Übukraine würben bie letzten Stützpunkte bes ihren, - r;_ (’ ei^rs westlich vom Dnjepr planmäßig unb unter m noch fester ften Verlusten für ihn beseitigt." Was hier so eln, 40 y trcDt skizziert würbe, kann in seiner weittragen- ch selbst^/ b m Bebeutung kaum überschätzt werben. Denn üblich 'n MW bim äußersten Dnjeprbogen liegen bie großen M in 5:tu= und Elektrizitätswerke von ieln init &!l T'.rje propetrowsk und Saporoschie. Sie ein zerpsWü unter Mithilfe deutscher Ingenieure erbaut iillen Dong le-oiyn und versorgen die ganze Oftukrame — bie U ÄW v ir uns besetzte Westukraine trägt überwiegend । haiu, I^N^uirtschastlichen Charakter — mit elektrischer ö nircie. Die Energieerzeugung ist so groß, daß die * fehl msgedehnten Kohlenbergwerke m dem etwa 0f< : 3 X) tis 400 Kilometer entfernten Don^zrevier ben i-ten gar nicht verbrauchen können. Es sinb bes- mm n ben letzten Jahren große Ebelstahlanlagen kochten , ^ f Aluminiumhütten errichtet worben. Eine Ifoabat , ’p. - e" ic:ii.-be Nachrichtenagentur gibt unter Vorbehalt ;gnze > e w Reibung roieber, wonach Marschall Bubienny Vz ■«*»■ m._ u ■ ... rr--(Sinftna nPrt TIC3 W ■ Oie LlGA. und Tschiangkaischek. fn England wird er an den Sitzungen des englischen Kriegskabinetts teilnehmen, dessen Mitglied er noch ist. Von unserem rt.-Berichterstatter. Um Menzies London-Reise. Schanghai, im August 1941. Eine Fülle der widersprechendsten Meldungen kommt aus Tschunking. Aber eins ist jedem Mann im Fernen Osten klar: Der Feldzug gegen den Bolschewismus beraubt Tschunking der nachhaltigsten Unterstützung gegen die Japaner und hat Marschall Tschiangkaischek in eine Lage gebracht, die man wohl verzweifelt nennen möchte. Was an Kriegsmaterial überdieBurmastraße kommt, ist sehr gering. Der Hauptstrom kam aus der Sowjetrepublik, und er ist versiegt. Kein Wunder, daß die Stimmung bei den chinesischen Japangegnern trübe ist, denn die Fanfarentöne, die zu Beginn des Jahres aus Tschunking kamen, waren sehr unecht und bezweckten nur, die USA. zu größeren finanziellen Anstrengungen zu bewegen. Damals hatte Tschunking noch Stalin im Rücken. Heute ist diese Rückendeckung fortgefallen, und die Wendung zur Rooseveltpolitik ist gleichsam ein Vorstoß in den nebulösen Raum ohne greifbares Resultat. Allerdings hat das Geschwätz der amerikanischen Hetzpresse, Tschunking-China verteidige zusammen mit dem Bolschewismus die demokratischen Freiheiten der USA. und Britanniens — man spricht von den oroßen ABGDemofratien, also von Amerika, Britannien und China —, eine Zeitlang die Tschunkingpresse über die furchtbare Zeit der Spannung hinweggegaukelt, aber diese Epoche ist zu Ende, und die Dinge sehen sehr ernst aus. Uebri- gens ist die Formel vom demokratischen Tschunking, die jetzt von seinen Diplomaten mit Augurenlächeln so bereitwillig in ihren für die amerikanische Oef- fentlichkeit berechneten Auslassungen wiedergegeben wird, eine Farce, die jedem hierzulande ein mitleidiges Lächeln ab nötigt, denn die Demokratie ist in Tschunking niemals lebensfähig gewesen. Sie ist eine richtige Rooseveltentdeckung, und stammt erst aus dem Dorfrühjahr 1941. Man kann genau den Zeitpunkt der Entdeckung dieser chinesischen Demokratie mit dem Auftauchen des persönlichen Botschafters des Mister Roosevelt in Tschungking festsetzen. Anfang Februar 1941 erschien Roosevelts Assistent Currie, überbrachte Grüße Roosevelts an Tschiangkaischek und bemühte sich, innerhalb weniger Wochen „die Wirtschaftslage des unbesetzten China", wie es offiziell hieß, zu studieren. Currie sollte die Stärke der verschiedenen Gruppen innerhalb der Tschungking-Regierung ftu- dieren, gleichzeitig sollte über die Aussicht, eine neue Anleihe von Roosevelt zu bekommen, verhandelt werden und schließlich wurde das Ganze umrahmt von den üblichen Sensationsmeldungen aus Washington über gewaltige Flugzeuglieferungen, die bevorständen und auf die Tschunking heute noch wartet. In Wirklichkeit überbrachte Currie ein Ultimatum Roosevelts, wonach die Kämpfe zwischen Tschiangkaischek und den kommunistischen Heeresgruppen aufhören müßten. Currie berichtete Tschiangkaischek, ein amerikanischer finanzieller Beistand hänge von der vollständigen Aussöhnung zwischen Tschiangkaischek und den kommu- nistischen Generalen ab, Tschiangkaischek unterwarf sich diesem Ultimatum. Als Currie nach vierzehn Tagen sich heimwärts begab, kam eine U S A.» Militär Mission nach Tschungking, die die Ueberwachung der Zusagen Tschiangkaischeks übernehmen sollte. Und dann blies auf einmal die Trompete der amerikanischen Judenpresse ihre Ent- deckung eines echt demokratischen Chinas in alle Winde ... Roosevelt tat pflichtschuldigst das Seine und erklärte Mitte März, die USA. würden allen angegriffenen Nationen helfen, und die Tschun- kmger Zeitung „Fakung Pao" schrieb denn auch am 17. März, die Demokratien der ganzen Welt die Tschungking-Demokratie eingeschlossen, ergriffen jetzt die Politik der gegenseitigen Hilfe. So hoch gingen die Erwartungen der Tschunking- Regierung, daß ein Mitglied der Tschiangkaischek- Regievuna, Dr. Kung, seiner angeblichen Ueber- zeugungJj^brud gab, Japan werde von Tschiang- kaischehM^Mesem Jahr geschlagen werden. Bezeich- nenderw^Wlauchten in der amerikanischen Presse seitdem von Ait zu Zeit Meldungen über angebliche Erfolge von Tschiangkaischek-Truppen auf, von denen man aber in China selbst nichts verspürte. Im Mai erhielt dann Tschunking neben einer Unzahl amerikanischer Ingenieure, die sich „studienhalber" dort einfanden, eine Fünfzig-Milli o n e n - D o ll a r - A n le i h e, die als Stabi- lisierungsanleihe verwendet werden sollte. Sie war schon im Oktober, dann im Dezember 1940 zugesagt, aber verschoben worden, tyis Currie dem Präsidenten Roosevelt über die Dringlichkeit dieser sogenannten „Stabilisierungsanleihe" Bericht erstattet hatte. Als Mitte Mai der amerikanische Botschafter Leson Johnson aus Tschunking verschwand, hielt Tschiangkaischek eine Rede, in der er bezeichnenderweise sagte, so lange die finanzielle Hilfe der USA. sicher sei, könne Tschunking allein den Kampf gegen Japan ausfechten, ohne fremde Soldaten oder Schiffe. zu benötigen. Tschungking erhielt auch einige amerikanische Kampfflugzeuge,'' und Roosevelt verstärkte seine feindselige Haltung gegen Japan. Aber das französisch-japanische Abkommen über Jndo- china warf alle seine Pläne über den Haufen, und im Juli war Tschunking wieder so weit, neue Hilfe von den USA. erbitten zu müssen. Als Antwort darauf sandte Roosevelt weitere Sachverständige, diesmal Transport- und Verkehrssach» verständige, nach Tschunking, wo man einigermaßen erstaunt war, nur vi-ese „Hilfen" zu erhalten, zumal die Auszahlung der sog. Stabilisierungsanleihe noch immer nicht voll erfolgt war. Roosevelt, der sich inzwischen einen speziellen Berater für China zugelegt hatte, wollte ein riesiges Programm durchführen, um China in die Kriegs- front einzureihen. Wie es heißt, beabsichtigt er, Flugplätze in Tschunking, Kweiyank und Pünnan zu errichten, 6 0 0 Flugzeuge zu entsenden und zwischen Sibirien und Lantschau eine Eisen- v a h n zu erbauen. Von China aus soll Japan, von Sibirien aus Europa mit Hilfe der Bolschewisten angegrifen werden, alles in der Hoffnung, daß der Bolschewismus dem europäischen Vordringen kräftigen Widerstand bieten könne. Aber diese uferlosen Pläne sind bereits jetzt konterkorriert. Tschunking erhält praktisch keinerlei sowjettsches ober amerikanisch-englisches Kriegsmaterial, bie Japaner haben Tschunking zerniert unb Tschiangkaischek hat nur die Freude, von den USA. als demokratisch anerkannt zu wissen, was er mit dem stillen Lächeln des Orientalen hinnimmt, der weiß, daß amerikanische Worte keine Tatsachen sind. Britisches Uebereinkommen mit Tschungking. Stockholm, 22. Aug. (Europapreß.) Von einem chmesisch-brittschen Uebereinkommen üb ex die Verteidigung der Burma-Straße berichtet Havas aus Schanghai. In der Meldung heißt es, daß die Burma-Straße in vier Sektoren eingeteilt worden sei, von denen zwei von chinesischen und zwei' von britischen Streitkräften verteidigt werden sollen. Die Tschungking-Regierung habe eine besondere Armee für diesen Zweck aufgestellt, die mit den britischen Streitkräften zusammenarbei- ten soll. Rach einer Domei-Meldung aus Schanghai sind in Burma zwei Tschun gking- DiVision e n eiitaetroffen. Sie werden an der Nordgrenze Thailands stationiert. Halifax in England eingetroffen. Stockholm, 22. Aug. (Europapreß.) Ein neuer Abschnitt ist in den umfangreichen englisch-nordamerikanischen Verhandlungen mit der Ankunft des britischen Botschafters in Washington, Lord Halifax, in England eingetreten. Während seines Aufenthaltes Stockholm, 22. August. (Europapreß.) Der australische Marineminister Hugh fritifierte im australischen Parlament die Ablehnung der Arbeiterpartei zu dem Vorschlag, den Ministerpräsidenten Menzies nach London zu senden. Der Platz des Mi- nisterpräsidenten Menzies sei in London, erklärte Hugh. Der Leiter der Arbeiterpartei, Curtin, erklärte, es sei notwendig, daß die brittsche Regierung australische Gesichtspunkte auch dann berücksichtige, wenn ein anderer als der australische Ministerpräsident im britischen Kriegskabinett vertreten sei. Australiens Verteidigung könne nicht allein von Australien gehandhabt werden. Australien sei nach wie vor abhängig von wichtigen Materiallieferungen aus England. Australien sei Großbritanniens Verbündeter auf der Basis der Gleichberechtigung. folglich sei es Großbritanniens Aufgabe, eine Repräsentation Australiens im britischen Kabinett möglich zu machen. Oer Weg über Wladiwostok. Erhöhte Aufmerksamkeit in Japan für Roosevelts Unterstützungsmaßnahmen gefahren sei, habe die japanische Regierung die Nordamerikaner bei der Erlangung einer Passage nach Schanghai unterstützt. Die 22 Diplomaten unb weitere Bürger der Vereinigten Staaten, die sich inzwischen die Abreiseerlaubnis durch die japanischen Behörden besorgt hätten, würden in der nächsten Woche ungehindert nach Schanghai ab r e i s e n können. Tokio, 22. Aug. (Europapreß.) In der Pressekonferenz erklärte der Sprecher der japanischen Regierung, daß die Unterstützung der Sowjetunion über Wladiwostok unverändert die ganze Aufmerksamkeit Japans beanspruche. Juristisch seien d i e Straßen von Tsuschima und Soya, die für die geplanten Transporte benutzt werden müßten, wohl offene Meeresstraßen. Aber die Angelegenheit könne keineswegs allein vom Standpunkt des internationalen Rechts betrachtet wer- öen. Viele andere Überlegungen spielten dabei eine gewichtige Rolle. Der Sprecher erinnerte an den Fall des Dampfers „Afama Maru", der auch außerhalb der territorialen Gewässer Japans sich zugetragen habe unb trotzdem im japanischen Sinne erledigt worben sei. In der gleichen Konferenz betonte der Sprecher der japanischen Regierung gegenüber den aus den Vereinigten Staaten kommenden Verdächtigungen, das 22 nordamerikanische Diplomaten, die nicht mit dem Dampfer „Coolidge" abreisen konnten, als Geiseln zurückgehalten würden; solche Ueberlegungen lägen dem japanischen Geist absolut fern. Die japanische Zivilisation sei viel zu alt, und in Japan sei man viel zu stolz, um Fremde als Geiseln festzuhalten. Nachdem die „Coolidge" ab- Einfrierungs-Verhandlungen gescheitert. Mailand, 22. Aug. (Europapreß.) Die seit der gegenseitigen Sperre der japanischen Guthaben in Washington geführten Verhandlungen mit Japan, um durch einen modus vivendi die gegenseitige Spannung zu beheben, sind gescheitert. Wie der „(Fernere della Sera" aus Tokio erfährt, haben in den Verhandlungen, die rund vierzehn Tage dauerten, beide Parteien auf ihrem Standpunkt bestanden. Die Vereinigten Staaten sollen in Tokio mitgeteilt haben, daß die Verhandlungen zu keinem greifbaren Ergebnis führen könnten, solange Japan seine Politik gegenüber den Vereinigten Staaten nicht ändere. 3m Ausfichtswagen durch die Mandschurei. Von unserem Dr. A -Korrespondenten. Unser Mitarbeiter in Tokio ist kurz vor Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges auf seinen Posten zurückgekehrt und schildert in einem zweiten Artikel die Fortsetzung seiner Reise durch die Mandschurei nach Japan. Vergleiche auch die Reiseberichte im G. A. vom 14. und 27. Mai und vom 16. August. . Tokio, Juli 1941. Wir hatten in M a n d s ch u l i Glück, wir konnten bereits am Mittag des Tages unserer Ankunft die Reise nach Harbin fortsetzen. An sauber gehaltenen kleinen Bahnhöfen vorüber braust der Expreß nach Osten. Die Soldaten, die auf den Bahnsteigen verweilen, nehmen Front zu dem vor- überfahrenden' Zug, eine Art Ehrenbezeigung, die wohl kaum uns Reisenden, sondern der Regierung gilt, die dieses technische Wunderwerk mitten in der asiatischen Steppe in mustergültiger Ordnung hält. Diese Steppe wird nur streckenweise von großen Sümpfen abgelöst, in denen es von riesigen Schwärmen der großen Trapper wimmelt. Erst als wir uns allmählich Harbin nähern, weicht die Steppe zurück und macht Feldern Platz, auf denen hauptsächlich Mais und Weizen angebaut werden. Die großen Soja-Bohnenkulturen beginnen erst südlich von Harbin. Die Dörfer rechts und links der Bahn sind von großen dunkelgrauen Lehmmauern umgeben, eine Erinnerung an die nur wenige Jahre zurückliegende Zeit, in der der Bauer seines Lebens und Eigentums keine Minute sicher sein konnte. Unter japanischem Einfluß ist die Banditengefahr endgültig gebannt und die militärische Zugbegleitung hat heute nur noch symbolische Bedeutung. Harbin hieß früher einmal das „Paris des Fernen Ostens". Diesen Namen verdankt es natürlich weniger seiner städtebaulichen Anlage als seinem Nachtleben, das ein Abglanz des Pariser Betriebs, wie man ihn sich in Ostafien vorstellte, gewesen sein soll. Heute ist es damit vorbei. Japan hat dem Amüsierbetrieb ipi eigenen Land wie auch in den unter seinem Söhutz stehenden Gebieten des Festlandes ziemlich enge Grenzen gezogen. In Harbin freilich laßt man die Zügel noch etwas lockerer als anderswo. Hier ist das russische Element von allen fernöstlichen Städten am stärksten. Harbin ist die größte Insel der nach der Revolution geflüchteten Anhänger des zarististschen Regimes, die auf etwa 300 000 Menschen geschätzt werden. Daher sind die Straßennamen nicht nur in chinesischer und japanischer, sondern auch in russischer Sprache halten, russische Kirchen in großer Zahl geben neben ein paar modernen Hochhäusern dem Stadtbild eine besondere Note. Russisch sind die Pferdedroschken, durchweg russisch die Taxi-Chauffeure, und schließlich sind auch die meisten Gaststätten, jedenfalls die für europäischen Geschmack in Betracht kommenden, in russischen Händen. In einem der zahlreichen Nachtlokale besteht das Publikum zum großen Teil aus japanischen Offizieren. Der Wirt aber, der Kellner, die Barfrauen und Tänzerinnen, die das Programm bestreiten, in den Pausen aber die Gäste unterhalten, sind russisch. Russische Tänze und russische Lieder bestimmen das Programm. Die Sängerinnen und Tänzerinnen sind nicht übel. Harbin ist die erste Station in der „Karriere" der zahllosen russischen „Künstlerinnen", die in den Nachtlokalen des Ostens von Schanghai, Tientsin bis nach Saigon und Bangkok auftreten. Bis Schanghai gilt die Laufbahn als aufsteigend. Wer ober dort noch immer keinen Ehepartner gefunden hat, für den geht es unerbittlich bergab. Die Melodien und Tänze des alten Rußlands sind nicht gerade heiter, und auch in den Pausen zwischen den Darbietungen, in denen abwechselnd deutsche Walzer- und amerikanische Jazz-Musik gespielt wird und sich ein paar Pärchen in dem leicht hügeligen Parkett drehen, kommt nicht viel Stimmung auf. Die Japaner tanzen überhaupt nicht« und auch die übrigen Gäste scheinen daran kein großes Vergnügen zu finden. Es ist eben nicht mehr wie in alten Tagen, als hier der Champagner floß. Heute trinkt man Flaschenbier oder allenfalls einen Wermut oder Whisky, dafür aber zu astronomischen Preisen, denn bie. Zufuhr wird immer knapper, die Verfälschungen immer häufiger, und die japanische Antiluxus-Gesetzgebung tut ihr übriges. Unter diesem Luxusverbot leidet auch das Einkäufen. In den großen Kaufhäusern von Tschu- rtn, die im ganzen Fernen Osten bekannt sind, hält man sich peinlich an die Vorschriften-über Höchstpreise nicht nur für Pelze, sondern auch für viele andere Dinge des täglichen Bedarfs, durch die der Verkauf von teuer importierten, aber zum Teil auch von einheimischen Waren unterbunden wird. In den kleinen Läden der Chinesen, Russen und Juden legt man dagegen das Gesetz mit einem Körnchen östlichen Salzes aus. Auch der Devrsen- schleicbhandel mit den vielen verschiedenen Sorten fernöstlichen Geldes blüht hier noch. Von Harbin nach Darren fährt einmal täglich in beiden Richtungen der Asia-Erpreß, der Stolz der mandschurischen Bahnverwaltung. Er ist schnell, denn er legt die annähernd tausend Kilometer lange Strecke in 12 Stunden zurück. Seine Wagen sind sehr komfortabel, und von den großen Fenstern der Aussichtswagen hat man ein immer wechselndes Panorama vor sich. Der hohe Stand der Ackerwirtschaft, riesige, mit modernen Traktorpflügen bestellte Felder vermitteln eine Anschauung von der großen kulturellen Leistung Japans. Das Wort von der neuen Ordnung in Ostafien erhält auf dieser Reise für den Neu-Ankömmling zum erstenmal greifbare Bedeutung. Auch später, als wir von Mukden aus durch die reizvollere Berglandschaft Koreas fahren, haben wir erneut Gelegenheit, die japanische Kolonisationsarbeit zu überblicken. Auf den Hügeln und Bergen, soweit das Auge reicht, sieht man überall dort,, wo Ackerbau nicht möglich ist, die Aufforstungen, alle verhältnismäßig jungen Datums. Sie werden im Laufe der Zeit nicht nur eine Reichtumsquelle werden, sondern auch für das Klima Koreas Wirkungen von großer Bedeutung haben. Im übrigen haben wir hier in Korea gute Gelegenheit, die unendliche Mühe zu begreifen, die der Reisan - bau von dem asiatischen Bauern erfordert. Ueber- all längs der Bahn dehnen sich die Reisfelder mit ihrem komplizierten Bewässerungssystem, und auf den Feldern sehen wir die Männer und die Frauen, diese meist in ihren langen, aber zur Arbeit hochgeschürzten zarten pastellfarbenen Gewändern an der Arbeit. Fusan erreichen wir im Abenddunkel. Nur noch ein kurzer Weg über die Korea-Straße und die Tsufchima-Straße trennt uns von Japan. Die See ist ruhig, und der Vollmond steht am Himmel. Morgen erwartet uns das Land der Kirschblüte, das sich in atemraubendem Tempo ^u einer der größten Militärmächte der Welt entwickelt und sich die Aufrichtung einer neuen Ordnung in Ostafien zur Aufgabe gemacht hat. Oie „Earnavon Eastle" neun Monate in Reparatur. Montevideo, 22. Aug. (Europapreß.) Nach neun Monaten erschien der britische Hilfskreuzer „Carnavon Castle" wieder im Hafen von Montevideo. Die Zwischenzeit verbrachte das Schiff auf den Docks der britischen Malvinen-Jnseln zur Ausbesserung der schweren Beschädigungen, die es im Kampfe mit einem deutschen Hilfskreuzer im Herbst 1940 erlitt. Die „Carnavon Castle" war damals unmittelbar nach dem verlustreichen Gefecht für eine kurze Zeit in den Hafen von Montevideo eingelaufen, aber erst jetzt bei Wiederauftauchen des Schiffes wird bekannt, wie schwer die Beschädigungen und wie groß die nö«' albei Ernte in den italienischen parkanlaM ■Wi |HB on 1' i’jee isbv jifffn No« flößte Inbetr Hie f sck «die in eh Jene YB u Wende Wider W' Wehren (Stoffen Lcho Qiogi lk für Oie wirtschastliche Bedeutuij von Cherson. zeugträger war mit schwerer Schlagseite dem W| benhagel ausgesetzt, der verschiedene Brände aE gelöst und 80 Mann getötet hatte. Das Schcl konnte nur noch mit Mühe einen Hafen erreiche *ter Mrde kf ’N $ öt Pe ,t!O Uten ii'.’b c ’«inen probe nr. fr Änn t tmhe Mn N girftei ttiiten bejo ei Ife5 r. Solen den, Die der Bürgermeister für bie Farnmen Einberufenen zur Verfügung stellte. Auch in und Mailand ist mit der Ernte der Kartoss^ und des Gemüses in den städtischen Anlagen K" gönnen worden. . . Deutscher Sprachunterricht in rumänischen Schulen. Bukarest, 22. Aug. (Europapreß.)' Nach eiw Verordnung des Unterrichtsministeriums beginn das neue Schuljahr in Rumänien am 9. Septems Das neue, Schulprogramm sieht bereits i n zweiten Klasse der Mittelschule wöchea’ lich zwei Stunden Unterricht in der deutsch^ Sprache vor, die in der dritten Klasse auf Stunden erhöht werden. Von der fünften Klasse können die Schüler zwischen Deutsch und Jtal» nijch wählen. fier W kn m ijib 6 i.rn je nM :5 K «gen t chem. ben -er d lit br Eine legen gingen pmenli am hi’ rifjtut ffliorge Mailand, L„. —ö~r. — - städtischen Parks Italiens, die für die Dauer W Krieges mit Kartoffeln und Gemüse bei* baut worden sind, hat jetzt die Ernte b e gorr* n e n. Im Stadtpark Valentina in Turin konn^ allein 1500 Doppelzentner Kartoffeln geerntet den, die der Bürgermeister für die Faisiilien Werken, insbesondere für bie Herstellung von So?, serven, Teigwaren und Spirituosen sowie mit gn fieren Getreidemühlen vertreten. Verluste waren, die das Gefecht mit dem deutschs, Schiff unter der Mannschaft erforderte. Französischer Offizier aus Madrid entführt. Britischer Botschafter als Handlanger des Secret Service. Madrid, 23. August. (Europapreß.) Der fr® zösische Marineoffizier Kapitän Läblache-Coin b i e r war bei Dakar in die Hände der Briten n fallen und als Gefangener in England viele & chen hindurch ein für Großbritannien unangendb mer Beobachter gewesen, um so mehr, als er m loyaler Anhänger des französischen Staatsch- Marschall P6tain ist. Aus England gelang ihm to Flucht nach Portugal, von wo er sich Spanien begab. Er stieg in Madrid im W „Nacional" ab unb setzte sich sofort mit dem fr® zösischen Botschafter Francois Pie tri unb bri französischen Marineattache in Verbindung. Da die Briten befürchten mußten, daß der fr® zösische Offizier aus eigener Anschauung objektiv Berichte über bie wirkliche Lage Englands erstatt» würde, schaltete sich der britische Botschafter ec: Samuel Hoare ein, er erteilte den beiden beritt tigten Agenten des britischen Intelligenz Service in Spanien, Langley und Harris, b«i Auftrag, den französischen Offizier f e ft 3 unefr men und AU verschleppen. Kapitän Lablache-Combier wurde gewaltsam h ein Auto mit dem Abzeichen des biplomatW Korps gezerrt und dort mit einer Injektion einjp schläfert, von deren Wirkung er erst erwachte, dti sich der Wagen der Entführer bereits in einem lernen Dorf Andalusiens befand. Hier schlug der fr®'* | des Geheimdienstes erklärten jedoch, daß es fid) un I g-iitfi einen verrückt gewordenen britischen Diplomat * handle, der in ein Sanatorium gebracht werbe. Das Auto fetzte feinen Weg in rasender Fah^ l 3 inne auf USA.-Werst. Stockholm, 22. Aug. (Europapreß.) Der 23000 Tonnen große britische Flugzeugträger ft r i 0 u 5" befindet sich zur Ausbesseruna schwebt Beschädigungen, die er durch Luftangriffe in M .... Nähe von Sizilien und Malta erhalten hat, aW einer nard amerikanischen Werft. Wiwn „Jllustrious" ist einer der modernsten Flugzei^ träger der englischen Kriegsmarine. Sie wurde eon nach Ausbruch des Krieges in Dienst gestellt M diente als Stützpunkt für 40 bis 45 Flugzeuge. Ruder des Schiffes war gebrochen, unb der W ll nauenvepen porraniuy^ . 22. August. (Europapreß.) In ;«;? Rttntf 'M, Per W\ Mit der Einnahme von Cherson durch beutfä I Truppen am 21.8. haben die Sowjets wieder ojg,I bedeutsame Hafenstadt am Schwarzen Meer starker Jndustrieentwicklung verloren. Cherson, rund 100 000 Einwohner zählt, liegt an der W. düng des Dnjepr in dem Dnjepr-Busen. Der Ha-^ von Cherson ist durch einen Kanal von 68 Kilom Länge mit der See verbunden. Als MittelM^ eines ausgedehnten Getreideanbaugebiets ist fön ein wichtiger Umschlagplatz für Q«, treibe, auf das der weitaus größte Teil des samten Hafenumschlags, der sich im Jahre 1934 a ,1 V2 Million Tonnen stellte, entfällt. Der Hafen os, fügt über Dockanlagen, Oe Hanfs fonn* ausgedehnte Silo-Anlagen. Für die Schwor mee'r-Flotte, und zwar sowohl für die HandelsM als auch für die sowjetische Kriegsmarine, wQT(ii die Reparaturwerften und das Schiffsbaukombio- von Cherson von großer Wichtigkeit, wie überbau?, auch der Kriegshafen von Cherson von & beutung ist. Die Stadt Cherson ist als Stands von Anlagen der Rüstungsindustrie sowie von n,h,! brauchsgüterindustrien bekannt. So befinden sich i Cherson Werke für die Munitionsherstellung sow, Kampfwagen- und Panzerkampfwagenfabriken. $ Cherson sind außerdem größere Fabriken für lmü wirtschaftliche Maschinen und Reparaturwerke m Kraftfahrzeuge neu erbaut worden. Neben i- chemischen Industrie und der Glasin bu ft r i e sind noch die Texttlindustrie, die Lede rittI ftrie und die Pelzindustrie zu nennen. Die ßebeu, I mittel- und Genußmittelindustrie ist mit mehrer«, I zösische Kapitän um sich und schrie um Hilfe, so tflihtabt Die Bevölkerung aufmerksam wurde. Die Mgeniw I .unbci Das Auto setzte seinen Weg in rasender FWlttke 1 fort und erreichte mit feinem Opfer tatsächlich Ei ' b r a 11 a r. Dort passierte es jedoch nicht den M 3 malen spanisch-britischen Grenz üb er gang, fontan - • entzog sich der spanischen Kontrolle. Der ftanzösiD Offizier war in dem andalusischen Dorf ubemu! durch eine Injektion betäubt worden, so daß er tonen weiteren Widerstand leisten konnte. Die schwere Verletzung der spanischen Landes setze durch den britischen Botschafter Sir Satmiil Hoare löst allerdings kein allzu großes ErstM nen aus, da feine Beziehungen zum britischen»^ heimdienst aller Welt bekannt sind. Während M Weltkrieges leitete er nicht nur selbst den Inte-' gence Service in Rußland, sondern er hat sM sogar ein umfangreiches Buch unter dem Dr! „Das vierte Siegel" veröffentlicht, in dem er förri damaligen Konspirationen unb Machenschaften aller Welt bekanntgegeben hat. Flugzeugträger »Lllustrious^ Aus dem Reich chen Sich | gelang ät rt müh' md n Das alte Nowgorod berg. unter^1 Wilhelm Schäfer erhält den Goethe-Preis. Slobin einen Kessel, in welchem sich Reste sechs Divisionen befanden. Tausende von Ge- Dann kam die marschierende Infanterie >ran. In den Abschnitt der Kavalleriedivision zog fer tcufä^ii | och nicht in □ Übergang, kl k Der 1 en, daß bir » chauung O V Englands -itz » ! votschch. 1 )en beiden k-1 Jntelliz, und Hani- I ier festzch rde gemalte )es diple r Injektion erst erwch ;its in einir ir schlug te > um Mfe, irbe. Die ch, daß es ifchen is Korps verhalten. Mit ungeduldigen Herzen gen die Schützen während dieser Tage in den Erd- tchern, schwitzten in der brennenden Sonne, froren den kalten Nächten und zogen sich die Zeltbahnen ier den Kopf, wenn der Gewitterregen strömte, tit brennenden Augen sahen sie nach Süden. Dort cg Gomel, dort saß Marschall Timoschenko. Eines Morgens um 4 Uhr aber ging es los. 9m Schutze des schweren Feuers unserer Artillerie si egen-die Infanteristen aus ihren Erdlöchern und gngen vor. Sturmgeschütze bahnten einzelnen Re- amentern den Weg. Jäger und Zerstörer kreisten cn Himmel und stießen wie Raubvögel in die zu- ricfflutenben Bolschewisten, die im Schutze des Ztorgennebels zu entkommen versuchten. In ein- rlnen Dörfern und Waldstücken hatte der Feind je im Morgendunst durch Getreidefelder vorkom- vende Infanterie nicht zeitig genug bemerkt. Hier wurden die Bolschewisten eingeschlossen und trotz hftiger Gegenwehr mit Pak und Maschinengewehren aus ihren Widerstandsnestern herausge- shossen und vernichtet. i wo er fichj Madrid nn: üt dein W 'Oerie. 0er «Hi hri. handliH ce. L Mß.) for ii ib[ad)e«( ■ )e der B iglanb Dielt. « lnien unor^ 8 mehr, als 11 Entlastung des verantwortlichen Unternehmertums Aenderung von Steuergesehen. Der Weg nach Gomel Von Kriegsberichter K. H. Britz. ebene v ; enN ! M l n8 W 5 Serjc': SÄ K *; »i« ik V'5 ®» wwie jj. ?eN*t s- Nein,' S-M “Wen ü, 'en- H ' «e &k '[mit#;, '“uns»■ 1 tat ei Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptschrifüeiterL: Ernst Blumschein. BerantwoiÄlch für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot. (beutl.), t. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: (Senft Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitLtSbruckerei R. Lange K. 0. Verlags lei ter: Dr.-Jng. Erich Hamann; An,eigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. Reiches; ringsum Bronzestatuen, die verschiedene Personen der russischen Geschichte darstellen. Auf dem Platz befindet sich auch die Sophien- kathedrale, ein bemerkenswertes Denkmal russischer Baukunst. Im westlichen Haupteingang sieht man die berühmten Kraßungschen und Plotzkschen Türen, wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Auftrage des Bischofs Alexan- der von Plotzsk in Magdeburg von Meister Ri- quinus gefertigt und später von russischen Kaufleuten für Nowgorod erworben. Die Kirche hat sechs Kapellen und Altäre. Sehenswert find auch die mächtigen Kronleuchter und die Sigtunschen Türen am Eingänge zur Geburtskapelle, die die Now- goroder 1188 auf einem Kriegszuge aus der schwedischen Stadt Sigtuna entführt haben sollen. Ueberschreitet man die Wolchow-Brücke, so gelangt man auf die Handelsseite. Hart an der Brücke lag südlich der sogenannte slawische Konez, der Hauptsitz des kommerziellen'und politischen Lebens. Der große Platz, auf den man von der Brücke tritt, war im Osten und Süden von den verschiedenen Kaufstätten, dem Deutschen und Ples- kauschen Hofe eingerahmt, an die sich nach rechts ein schlanker hoher Turm schloß, in dem zeitweilig die Wjesche-Glocke hing, die die Volksversammlung einzuläuten pflegte. F. B. Drei Sowjettransporter im Finnischen Meerbusen versenkt. Berlin, 23. Mug. (DNS. Aunkspnich.) Bei laufenden Operationen in der östlichen Ostsee stießen leichte deutsche Seestreitkräfte auf sowjetische Zerstörer und Vorpostenboote, die durch Artilleriefeuer vertrieben wurden. Den Bolschewisten wurden außerdem Verluste durch Vlinentreffer beigebracht. Drei Transportschiffe der Sowjet- armee, die aus einem Hafen am Finnischen Meerbusen ausgelaufen waren, liefen auf Minen und sanken. Die deutschen Operatiqnen werden planmäßig fortgesetzt. Kleine politische Nachrichten. Fernkampfbatterien der deutschen Kriegsmarine nahmen feindliche Schiffseinheiten im Kanal unter Feuer und zwangen sie zum Abdrehen. Ein starker britischer Spähtrupp blieb am 20. 8. erneut vor den vorgeschobenen deutsch-itall'emschen Sicherungen um Tobruk hängen. Nach Verlust zahl- reicher Männer zogen sich die Briten mit ihren Resten zurück. * Ein deutsches Aufklärungsflugzeug sichtete nordostwärts der Farör-Jnfeln über See ein britisches Flugboot vom Muster Sunderland. Die deutsche Boriibesatzung konnte bereits beim ersten Anflug so schwere Treffer in dem britischen Flugzeug anbringen, daß dieses kurz darauf ins Meer stürzte und versank. SÄ ten I $ er Lin, 22. Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird eine Verordnung veröffentlicht, die zunächst die Beseitigung des Mißverhältnisses in der B e - Steuerung des verantwortlichen U n • ternehmertums gegenüber dem anonymen Kapital vorsieht. Die natürlichen Personen unterliegen seit Beginn des Krieges dem K r i e g s z u - schlag zur Einkommen st euer, die Kapitalgesellschaften dagegen unterliegen nicht einem Kriegszuschlag zur Körperschaftssteuer. Die Beseitigung dieses Mißverhältnisses geschieht durch eine einkommensteuerliche Entlastung des verantwortlichen Unternehmertums, also der buchführenden den Emzelgewerbetreibenden, der Mitunternehmer von Personengesellschaften und der buchführenden Land- und Forstwirte, und durch stärkere B e - l a ft u n g der Kapitalgesellschaften. Dadurch wird einer unerwünschten Entwicklung vom verantwortlichen Unternehmertum zum anonymen Kapital entgegengetreten. Die steuerliche Entlastung besteht darin, daß während der Dauer der Erhebung des Kriegszuschlages zur Einkommensteuer auf An- t r a g 5 0 v. H. des nicht entnommenen (Dero i n n e s aus Gewerbebetrieb, höchstens aber 10 v.H. des gesamten Gewinnes aus Gewerbebetrieb, von der Einkommensteuer und vom Kriegszuschlag zur Einkommensteuer frei blei» ben. Unternehmer und Mitunternehmer sollen da» durch angeregt werden, einen möglichst großen Teil ihres Gewinnes im Betriebe zu belassen« Die stärkere Belastung der Kapitalgesellschaften be< steht darin, daß von unbeschränkt Körperschaftspflichtigen, deren Einkommen mehr als 50 000 RDd- beträgt, und von allen beschränkt Körperschafts» pflichtigen ein Kriegszuschlag zur Körper« schaftssteuer in Höhe von 25 v. H. erhoben wird. Die Verordnung sieht weiter vor, daß die U r * künde n st euer vom 1. September 1941 ab nicht! mehr erhoben wird. Die Beseitigung führt zu eines Arbeitsentlastung in der Wirtschaft und in der 23er« waltung. Der Erwerb gewisser Forderungsrechts wird durch die Verordnung von der Wert« papier ft euer befreit. Die Maßnahme führt zu einer Verbilligung der Kredite. Auch auf di- Kostengestaltung der Landwirtschaft wird sich dis Kreditverbilligung günstig auswirken. Schließlich sieht die Verordnung eine bessere Anpassung deS Vorauszahlungen auf die Einkommensteueü und Körperschaftssteuer an veränderte Einkonv mensverhältnisse vor. 11t «n1!!/ kd'-L! &te. W tische" Nowgorod, früher Groß-Nowgorod, einst die größte und reichste, russische Stadtrepublik, wird in Anbetracht seiner früheren Bedeutung nur noch die jtüie Hauptstadt des Gouvernements genannt. Die trabt liegt zu beiden Seiten des Wolchow, der sie in die Sophien- und Handelsseite teilt und über hn eine hohe eiserne Drücke führt. Nowgorod, d. h. „$teue Stadt", im Gegensatz zu Aldaigjeborg (alte Habt ober Ladoga) wurde in den ersten Jahr- Hunderten christlicher Zeitrechnung als Holmgard sinselstadt) von skandinavischen Wikingern gegrun- Bt Im Jahre 862 tarnen die Waräger (Nor- mmnen) unter Rjurik ins Land. Sie nahmen das linfe Ufer des Flusses ein, wo heute der Kreml sLht Im 11. und 12. Jahrhundert wuchs die Macht ; Nowgorods. Durch ihre Eroberungszüge bis zur Msee traten die Nowgoroder in Beziehungen zu Visby, wo damals der baltische Handel seinen 'Mittelpunkt hatte; sie besaßen dort eine zeitlang 1 ifc-e Faktorei und ließen umgekehrt Anfang des 11. Jahrhunderts eine deutsche Niederlassung m Nowgorod zu: den Deutschen Hof Die mächtige Entwicklung Nowgorods im Mittelalter beruhte auf ii'fer Verbindung, die es durch Wolchow, Ladogasee urb Newa mit der Ostsee unterhielt Nowgorod war siegreich gegen die Mongolen, Heb aber aus Politik mit dem Großchan der Gol- Len Herde in gutem Vernehmen, ffite_b.e: »oder gegen Westen zur Ostsee ->°rfchntt°nfo fangen sie siegreich zur Wolga und.nochi Nocken »er. Aus dieser Zeit stammt der Spruch. ..Wer hin wider Gott und Äroh-Nowgorod? Wer das itifce Reich dauernd zusam-nenzuhalten, °rEe fa Nowgorodern die Nachbarschast der russtschen Firsten nicht. Ms die Volksoersammlung arst An- tiien der kühnen und ehrgeizigen Mar,et len Blutbad umgekommen sein. Die Grondung 6i Petersburgs und vielfache Feuersbrünste voil- - mieten den ^uin der einst so blühenden Fre'stadt ,1 Bon der eisernen Wolchow-Brucke, von der sich Mich ein schöner Blick auf das Keorgskloster - nes feier ältesten und angesehensten Rußlands,^1030 durch Moslaw I. gegründet, und den Amensee öffnet, siiirt westlich eine etwas ansteigende Straße zum kml der am linken Ufer gelegenen 'la großen Kremlplatz steht d°- Ä-Hre 1862 dichtete Denkmal für das t°us°nd ah ge Besteh Ri6tanbs: auf einem runden Socke mit flen -neuer lilöern Dreier um Rußland verdienter Manner ruht ' « großer Reichsapfel, darauf die kniende Russa iirL der an das Kreuz gelehnte^Schutzenge^^ DNB. ..., 22. Aug. (PK.) In Gomel, am mittleren Snjepr, lag das Hauptquartier des Marfchalls Tinos chen ko, Oberbefehlshaber Mitte der bolfche- oistifchen Westfront. Von hier aus wollte er der iurd) die Stalin-Linie gebrochenen deutschen Armee, tte sich wie ein eherner Keil bis über Smolensk vor- ceschoben hatte, in die Flanke fallen und sie von foren rückwärtigen Verbindungen abschneiden. Nur eine deutsche K a v a l l e r i e d i v i- ton schützte in den ersten Tagen der bolschewisti- hen Massenangriffe die südliche Flanke nserer Panzer und motorisierten Korps, die ohne Rücksicht auf den Feind links und rechts der Vor- ^arfchftraßen nur eine Parole kannten: „Vorwärts, ormärtsl". Die weit auseinandergezogenen kchwadronen — sie hatten zum Teil einen Abschnitt pn 1500 Meter — gruben sich in Erdlöchern ein nb wehrten in erbitterten Kämpfen bie anrollenben tenschenlawinen des Ostens ab, die in den MG.- arben dahinschmolzen. Der von der Stadt Frankfurt a. M. alljährlich am Geburtstag Goethes verlieheneGoethe- Preis wurde in diesem Jahre dem Dichter Wilhelm Schäfer z-uerkannt. Schäfer ist in Ottrau in der Schwalm geboren, zog dann aber mit den Eltern in das Rheinland, wo er als Lehrer wirkte. Später ging er nach Berlin, nach Paris und in die Schweiz, um als Dreißigjähriger an den Rhein zurückzukehren. 23 Jahre hat er die Zeitschrift ,/Die Rheinlande" herausgegeben. Er schrieb die „Rheinsage/r", war ein Erneuerer des deutschen Anekdotenschatzes, schilderte das Leben Kari Stauffers, Pestalozzis und Huldreich Zwinglis und gab dem niedergebrochenen deutschen Volke Halt und Stütze in den „Dreizehn Büchern der deutschen Seele". Novellen schließen sich an, Romane aus Geschichte und Leben gegriffen, schließlich das Erinnerungsbuch „Meine Eltern". Zahlreiche Reden und Aufsätze sind weiter Zeugen ber Arbeitskraft Wilhelm Schäfers. Von der Universität Marburg wurde der Dichter mit dem Ehrendoktor ausgezeichnet. 1937 erhielt er den von der Rheinprovinz gestifteten „Rheinischen Literaturpreis". Die feierliche Heb ergäbe des Goethe-Preises an Wilhelm Schäfer erfolgt am 28. August im Goe- thehaus im Hirschgraben zu Frankfurt a. M. Einberufungen zur Ingenieuroffizier- Akademie. Zum Beginn des Wintersemesters 1941/42 soll eine Anzahl Soldaten, die bereits an einer Technischen Hochschule das Fachgebiet Maschinenbau, Elektrotechnik ober Bauingenieurwesen stubiert Gonderbeauftragter für Wirtschasts- führung und Wirtschastseinsatz. NSG. VNt einer Verfügung vom 20. August 1941 hak Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger dem Gauamtsleiter Wilhelm A v i e n y einen Sonderauftrag erteilt. Die Verfügung hat folgenden Wortlaut: „3m Hinblick auf die entscheidenden Aufgaben der NSDAP, im Rahmen der Wirtschaft habe ich Gauamtsleiter Avieny den Sonderauftrag der Wirtschaftsführung und des Wirtschaftseinfahes mit dem heutigen Tage übertragen. Parteigenosse Avieny führt für diesen Sonderauftrag die Dlenst- bezeichnung „Sonderbeauftragter für Wirtschaftsführung und Wirtschaflseinsah-. Gauamtsleiter Avieny ist mir mit diesem Arbeitsgebiet unmittelbar unterstellt.- Tagung des Führerkorps der Partei. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte die Gauamtsleiter, Kreisleiter, Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände für Freitag, den 22. August, zu einer Tagung in das Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a.M. einberufen. Zu Beginn des Führerappells würdigte der Gauleiter im Rahmen einer Gefallenenehrung den heldenmütigen Einsatz der deutschen WehrmaHt im Osten und gedachte dabei insbesondere der führenden Parteigenossen des Gaues Hessen-Nassau, die m diesem geschichtlich gewaltigen Ringen gegen den Bolschewismus den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland gefunden haben. Der Gauleiter dehan- delte dann die verschiedensten Fragen und Aufgaben, die der Partei in der kommenden Zeit gestellt sein werden. Auch Probleme aus dem Sektor der WirtschcLst und Personalfragen wurden dabei eingehend erörtert. Abschließend svrach Oberbereichs- leiter Schirmer über sein Aufgabengebiet im Rahmen der Dienststelle des Reichsleiters 'Rofen- n Armeekorvs. Seine Divisionen unterliefen den ngriff Timofchenkos utib warfen ihn zurück. Wäh- -nd nun die Schlacht um Smolensk tobte, mußte Am 21. 8. 1941 tarn es, wie schon im Wehrmachtbericht gemeldet, zwischen Sidi el Barani und Sollum zu ßufttämpfen mit britischen Bomber- und Jägerformationen. Der Feind verlor dabei insgesamt 13 Flugzeuge, darunter vier Bomber. Die deutschen Flugzeuge erreichten ohne Schäden ihre Einsatzhäfen. Die meisten ausländischen Handelskammern in Alexandrien haben ihre Büros geschlossen. Nur noch die türkische Handelskammer hält ihren Betrieb aufrecht. ___________________________________________ en Dor den, so konnte, arischen W after 6ir J . zu E zum W Wahl? M lern er p' [ unter ds I in dem? ! Machens^ fuflrW' erst. . | mpreß) | MtrMs- sbeskE ruftanM/: erhalten ,en ö«* 45 3* h haben, als „Bewerber für die aktive Ingenieur«, offizierlaufbahn" einberufen werden. Die Truppens teile werden dafür sorgen, daß alle Soldaten, die dis grundsätzlichen Bedingungen erfüllen, hiervon Kenntnis erhalten: Wehrmachttauglich im Sinns der Friedensanforderungen; Mmdestwehrmacht- dienstzeit von neun Monaten, davon mindestens zwei Monate bei einem Feldtruppenteil; Reifezeugnis einer Vollanstalt; mindestens ein Semester, abe« nicht mehr als sechs Semester absolviertes Studium des Maschinenbaues an einer deutschen Technischen Hochschule. Hauptschulen für da« Land. Der NS.-Lehrerbund weist darauf hin, daß dis kommende Hauptschule eine wichtige Rolle bei deik kulturellen Stärkung des Dorfes spielen und damit der Landflucht entgegenwirken werde, soweit diese durch das Fehlen von weiterführenden Bll- dungsstätten auf dem Lande bedingt mar. Di- strebsame Landjugend kam häufig schon im schukß pflichtigen Alter nach der Stadt in Pension, uni dort höhere Schulen zu besuchen, und entfremdet- sich vielfach damit sckon frühzeitig dem dörflicben Lebenskreis. Von besonderer Wilhtigkeit für oas Land fei die Möglichkeit des Zufammenschlufses von Nachbargemeinden zu Schulverbänden zwecks Scha'ffung von Hauptschulen. Auf diese Weise könnten mehrere Dörfer gemeinschaftlich eine vierklassig- Hauptschule erhalten, die für das einzelne Dorf wahrscheinlich nie in - Frage gekommen wäre. Es fei geplant, bestimmte Hauptschulen mit Heimen für Schüler und Schülerinnen zu. verbinden. Durch diese Einrichtung werde praktisch jedes überbürd)* schnittlich beaabte Landkind in die Lage versetzt, eine Hauptschule zu besuchen. Da sich die Hauptschulpflicht auch aus die Mädchen erstrecke, kämen neben der Vorbereitung für Berufs- und Fachschulen aller Art, für ^Handels- und Technische Schulen, Lehrerbildungsanstalten usw. auch die für das Land so bedeutungsvollen Bildungsmöglichkeiten hauswirtschaftlicher, pflegerischer und sozialer Art in Betracht. Fahrgelder als Werbungskosten. Jeder Gefolgsmann kann auf seiner Lohnsteuer^ karte Werbungskosten und Sonderausgaben eintragen lassen, wenn diese 39,— RM^ im Monat übersteigen. Die Fahr^lder für dis Fahrten.zwischen Wohnung und ArMtsstätte wer. den als Werbungskosten anerkannt. Dies gilt aber nicht, wenn der Gefolgsmann aus persönlichen Gründen seine Wohnung an einem solchen Ort nimmt, in dem die Gefolgschaftsmitglieder des Betriebes üblicherweise nicht wohnen. Die Wohngemeinde muß zürn Einzugs- und Sied< lungsgebiet der Arbeitsstätte gehören« Das ist von den Finanzbehörden bisweilen eng ausgelegt worden. Die Deutsche Arbeitsfront hat deshalb dem Reichsfinanzministerium gegenüber zum Ausdruck gebracht, daß es bei der gegenwärtigen Arbeitseinsatzlage erforderlich sei, Die Fahrgelder als Werbungskosten großzügig anzuerkennen, da aus Gememden zahlreiche Volksgenossen an weiter entfernt liegenden Arbeitsstätten arbeiten. Der Reichsfinanzminister hat entschieden, daß die Fahrgelder in den ‘fiur Prüfung gelangten Fällen als Werbungskosten anerkannt werden. Ditz weitherzige Auslegung ist damit anerkannt. Witwenrenten der Unfallversicherung find steuerfrei. Bezüge aus einer Krankenversicherung und arider reichsgesetzlichen Unfallversicherung und Sachs leiftungen aus den übrigen Zweigen der Reichs» oerficherung sind ein-tommenfteuerfrei. Auch Renten, die Witwen von verunglückten Arbeitnehmern aus der reichsgesetzlichen Unfallversicherung erhalten, sind steuerfrei. fangenen wurden aus den Wäldern und Sümpfen herausgeholt. Inzwischen stieß eine Kavallerie-Division entlang der Straße weiter nach Süden vor. Kilometer um Kilometer trabten die Pferde, fast ohne feindlichen Widerstand. In überstürzter Flucht hatten sich die Sowjettruppen bis kurz vor Gomel zurückgezogen. Deutsche Bomber halfen ihnen auf die Sprünge. Große schwarze Trichter gähnen links und rechts der Straße in dem morastigen Boden. Die Splitter der krepierenden Bomben aber hatten Menschen, Pferde und Fahrzeuge zerfetzt. Flak, Traktoren, Lastautos und Personenwagen standen dort, verlassen von ihren Bedienungen und Fahrern. Unsere Flieger hatten vorgearbeitet. Die Straße selbst wurde nicht beschädigt, sondern für unseren Vormarsch erhalten. An den Trümmern des vernichteten Feindes vorbei rollen in kaum unterbrochener Folge unsere Nachschubkolonnen. Aus allen Wäldern und Dörfern strömen Trosse hervor, die unsichtbar dort während des Verhaltens des Korps gelegen halten. Soldaten der Verkehr sauf sicht stehen an gefährdeten Stellen und leiten an Straßenkreuzungen die Fahrzeuge zu ihren Truppenteilen. Schon sind auch Wegweiser nach deutschem Muster ausgestellt, mit großen gelben Richtungsschildern. An einem widsti- gen Straßenkreuz z.B. lesen wir von Westen nach Osten „Rogatschew—Smolensk" und von Norden nach Süden „Mogilew^Gomel". Mit nicht nachzuahmender Präzision folgen die rückwärtigen Dienste dervorgehendenFront. Gleich 'hinter der kämpfenden Infanterie ziehen Nachrichtentruppen ihre Kabel. Auf den Telegraphenmaisten sitzen die Soldaten und legen Blankdrahtleitungen. Rote Fahnen mit einem weißen „F" bezeichnen FernsprechstMn, von denen aus Stäbe und Truppenteile zu erreichen sind. Rote. Kreuz-Flaggen zeigen Verbandsplätze an. Auf vor. bereiteten Gefangenensammelstellen strömen müde, gleichMtig und abgehetzt die @efangenen zusammen. Ganze Straßenteile hat der Feind mit Minen verseucht. Pioniere sind schon dort und räumen die gefährlichen Felder. Abgebrannte Holzbrücken werden sofort wieder hergestellt und Sperrgräben zugeschüttet. Dicht hinter den Pionieren folgen die Baubatarllone und bessern die Straßen aus. Und wer am Morgen noch, als er der kämpfenden Truppe mit seinem Munitionsfahrzeug folgte, verminten Stellen, abgebrannten Brücken, anderen Straßensperren und großen Schlaglöchern auf behelfsmäßigen Umleitungen mühsam auswich, der findet am späten Nachmittag schon eine geglättete Straße vor. Gomel, das als vorge-. schobene Bastion unter dem Befehl Marschall Timoschenko s die stürmenden deutschen Divisionen aus- halten und zum Ausgangspunkt chrer Mederiage werden sollte, Gomel ist gefallen. Waschpulver und Seife muß man klug ein teilen und auf Wäsche und Körperpflege beschränken. Bei den meisten anderen Reinigungsarbeiten leistet ATA die gleichen Dienste, ; ä’25'26/41 ---—----:_ _______— — Im Hauptamt Ordnungspolizei sand zu Ehren des gefallenen Kommandeurs der ^-Polizeidivision^ Generalleutnant der Polizei, ^-Gruppenführer Mülverstedt, eine Gedenkfeier statt. General bet Polizei Daluege hielt die Gedenkrede. Schon am zweiten Tage war die wichtige Straße lLogilew — Gomel am Ostufer des Dnjeprs Eg kurz vor Gomel vom Feinde frei. Ein tiefer Keil litte sich hier in die Front des Gegners geschoben. ..... Jas Korps schwenkte nach Westen ein und bildete i e t ri jer zusammen mit einem vom Westen vorkommen- rbinbunq. I in Korps südostwärts der Städte Rogatschew Stenotypistinnen 3517 D 3538 D Lützellinden, den 20. August 1941. 3531 D im 72. Lebensjahre. In stillem Leid E Am 22. verschied nach längerem Leiden meine liebe, im 47. Lebensjahre. Großen-Buseck, den 22. August 1941. 'g. unt. 02738 a.d.G.A. 3536 D 3 sagen wir unseren Dank. Philipp Römer und Familie. Hamburg-Groß-Flottbek 23. August 1941. 02778 Stellenangebote — in allen Apotheken und Drogerien. Trauma Plast 21Ct6^ffC von 3 20 v. s. erhalten Eie bei wiederholten Auf« nahmen einer Anzeige anpassungsfähig und mit guter Allgemeinbildung, denen die Möglichkeit entwicklungsfähiger Mitarbeit geboten werden kann. Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften, Gehaltsansprüchen und Angabe des frühesten Dienstantrittstermins sind zu richten an die Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter TVir suchen zum möglichst baldigen Eintritt gewandte und bestens geschulte OGI Wer Bahnhofs- Gaststätten Bad-Nauheim. schone 4-Zimmer Wohnung zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02796 a.d.G.A. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Unger Familie Krauskopf Emilie Bernhardt nebst Angehörigen. gute Frau, unsere unvergeßliche Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwägerin und Gote Frau Katharine Henfe, geb. 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Unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, mein einziger Bruder, unser guter Schwager und Onkel Erich Lenz Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment an seiner schweren Verwundung am 17. August 1941 in einem Kriegslazarett im Osten, im blühenden Alter von fast 29 Jahren, in soldatischer Pflichterfüllung für sein Vaterland den Heldentod starb. In tiefer Trauer: Johannes Lenz IV. und Frau Luise, geb. Zimmermann Heinrich Lenz und Familie. Heute entschlief sanft nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Vater, unser Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Bürky Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß am 26. Juli 1941 in den Kämpfen im Osten unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Neffe, mein innigstgeliebter Bräutigam Heinrich Unger Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment in treuer Pflichterfüllung, im blühenden Alter von 23 Jahren, den Heldentod für Führer und Vaterland fand. Für täglich Tapie gesucht. [3537D Fremdeuvension Kübel, Bahnhofstr. 471 Stahlwerke Braunschweig G.m.b.H. Personalabteilung Watenstedt über Braunschweig PUTZFRAU zum Reinigen der Büroräume gesneht. 3534D Peter JOS. Möbs, Seifenfabrik Gießen, Rodheimer Straße 74 im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jakob Bürky Käthe Bürky, geb. Büchner Karl Heinz Bürky. Grünberg, den 22. August 1941. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 24. August, nachmittags 4.30 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Ein iilen HenmdiKl sichern Sie sich durch die Belieferung der festen Bezieher einer wöchentlich einmal erscheinenden Zeitschrift. Meldung bei 131340 MiMlLiSMMM.r.Sk. MM neuwertig, zu verkaufen. [02771 A. Kugelberg 34 Am 31. Juli 1941 fiel im Osten für Führer und Vaterland mein lieber Mann, unser guter Vater, mein treuer Sohn, Bruder, Enkel und Schwiegersohn, unser lieber Schwager und Neffe Studienassessor Dr. phil. Wilhelm Fay Leutnant und Bath-Adjutant in einem Inf.-Regt. Inhaber des E. K. II. im Alter von 33 Jahren. In tiefer Trauer: Anneliese Fay, geb. Lotz Erna Engel, geb. Fay und Kinder Ingrid, Wilfried und OUnther Wilhelm Heinrich Leidich Katharine Fay, geb. Leidich Lina Lotz, geb. Uhl und Angehörige. Gießen (Tannenweg 11), Grüningen, im August 1941. 3530 D üaiisgeiio oder Htigsie gesucht. [3519D Stevhanstr. 38. Gesucht z. 1. Oktober ein in allen Hausarbeiten erfahrenes TOÖM 02777 Frau Reinewald, Gieften, Franks. Str. 10. JuugeFrau sucht für ein. Stunden am Tage leichte Migiiiig. Schr. Ang. unt. 02786 a.d.G.A. | Verkäufe | Vogelsberger Som frischmelkend, z. verkauf. [02770 Alten-Buseck, Schwarztorweg Ein Vogelsberg, gelerntes rrrnd mit Kalb zu verkaufen. [3527D Hattenrod, Erbsengasse Nr. 4. 4 WM Bürorüiime mit gröberem Lagerraum, in guter Lage, zusammen oder auch getrennt, zu vermiet. [3321p Näh. A. Becker, Kevlerstrafte 9. Televbon 3804. Büro lParterrezimm. z. 1. 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Und dann * er — noch mit dem Lächeln auf den Zügen — Mfk Richtung, wo der Feind und der Tod hockte. Li fühlte ich mich an senen Zugmelder erinnert, Abschied von seinen Kameraden ich Wochen erlebt hatte. In der lächelnd vorgebrachten ! „Schwer?" war auch die gefaßte Heiterkeit , der in jeder Minute zum Sterben bereit ist, Ion im Leben über das Leben hinausgewachsen !chts von Ironie, Spott oder gar Galgenhumor «te ius dieser Frage geklungen. Mit allen seinen m aden da vorn stand dieser Sturmmann jen- ir ^glicher Angst, jenseits des Wunsches und Wil- s, as Leben zu erhalten, um des Lebens willen, tzdle lebten nur für den Befehl, und der lautete: Stellung ist zu halten. Im Morgengrauen ijitas Bataillon zum Angriff an und wirft den M bis zum Bachgrund!"____________________ listische Ergebenheit war, sondern eben jene Heiterkeit, die jeden überkommt, wenn er nahe vor dem ewigen Tor steht, das sich jeden Augenblick öffnen kann. Die Grenze zwischen Tod und Leben, sonst auch in Gedanken peinlich gemieden, schwindet plötzlich dahin. Warum ich diese Beobachtungen und Gedanken mitteile? Um die Allzulauten stiller zu machen, um ihnen den billigen Mut zu nehmen, mit einem zur rechten Zeit sich einstellenden Wort Verständnis für das vorzutäuschen, wofür ihnen eigentlich die Begriffe fehlen. Es gibt eine unzählige Weltkriegsliteratur über das Thema vom Heimkehrer, der nicht 'heimfand in die Herzen und in das Leden der Da- heimgebliebenen. Manchem tat sich der Mund erst nach zwanzig Jahren auf, um vom Krieg zu sprechen. So lange hatte er gebraucht, um sich äußerlich daran zu gewöhnen, daß es unschicklich sei, das Erlebnis des Todes, der Todesnähe und der Todesbereitschaft so nahe bei sich zu tragen. Verbaut euch nicht — wie einst gegenüber den Weltkriegsteilnehmern — das Verständnis für die Männer dieses Krieges, wenn sie heimkehren. Ueber- schüttet sie nicht mit Phrasen, versucht nicht, sie „restlos zu verstehen". Erst gewinnt eine neue Einstellung zum Tode und zum Sterben. Begreift wirklich, was es heißt, daß die toten Kameraden „im Geiste mitmarschieren". Lernt, daß der Tod Teil des Lebens ist wie die Geburt! Lernt, daß jeder Soldat das erfahren hat! Wenn ihr das gelernt habt, dann bedarf es keiner großen Worte mehr. Dann werden wir uns alle in der gleichen Unerschrockenheit zusammenfinden und ohne Furcht uns körperlich nahefühlen „den toten Helden der jungen Nation". Nichts wird uns von ihnen trennen, sie werden Bestandteil unseres Lebens als Nation sein, so wie wir wissen, daß jeder seinen eigenen Tod als Tell seines Lebens in sich trägt — als Teil seines Lebens für Führer und Volk. die Fröhlichen einen Augenblick nachdenklich stimmt. Wenn es Ritter darauf ankam, den jungen deutschen Kämpfer von seiner menschlichsten Seite zu zeigen, so ist ihm dies vor allem durch eine sehe fein abgetönte Individualisierung des Kameradenkreises dieser Stukagruppe gelungen. Daß hier die unverblümte Sprache der Front herrscht, ist ebenso selbstverständlich wie die Strammheit des Dienstes mitten im zwanglos-kameradschaftlichen Zusammensein. Nicht ganz so selbstverständlich scheint uns der Brückenschlag zur Heimat gelungen zu sein. Einer der Stukaoffiziere kommt nach schwerem Absturz in ein Heimatlazarett und erlebt nun nach seiner Genesung, ein Mann, der für die ernsten Musen bisher nur ein Lächeln hatte, durch eine Wagner-Festaufführung in Bayreuth gleichsam eine seelische Wiedergeburt. Das ist nicht von der gleichen überzeugenden Unmittelbarkeit des Geschehens wie die Frontepisoden, die einen wunderbar geschlossenen und starken Eindruck hinterlassen. Chefarzt des Heimatlazaretts, Else , gut einfühlende Schwester. Sie alle vereinigen sich mit den vielen hier nicht Genannten zu einer Spiel- Heine Ann? ächten sich v Bevölkerm engeren Lei Damm: zeigen in die- matzeitung,. Gießener Diese Männer waren frei geworden vom eigenen Ich bis zu einem solchen Maße, daß sie bereit waren, es fraglos und selbstverständlich hinzugeben. In solchen Augenblicken höchster Erfüllung des Lebens, da sich Tod und Leben engstens berühren, stirbt es sich leicht. .In solcher Bereitschaft aber sind alle, die heute den Angriff vortragen, morgen die Stellung halten gegen den aus der Umklammerung mit aller Kraft herausdrängenden Feind. Es muß jedem aus eigener Erfahrung das Organ wachsen, mit dem er dies alles versteht. Ich hätte wohl nur die Worte gehört, nicht aber den mitschwingenden, bestimmenden Unterton, hätte ich nicht jene 14 Stunden Artilleriefeuer hinter mir gehabt, die uns alle selbst nahe an die Schwelle zwischen Sein und Nichtsein brachten. Wir lagen in einem kleinen Wäldchen, als uns plötzlich wütendes Artilleriefeuer der Sowjets überfiel. Gewaltig widerhallten die Einschläge der schweren Kaliber zwischen den Bäumen. Ohne daß ein Abschuß auszumachen gewesen wäre, hämmerten die Einschläge einer flankierend schießenden Kampfwagenkanone in den Wald. Kaum für eine halbe Stunde konnten wir einmal aus unseren tiefen Löchern herausklettern und auf deren Rändern sitzen, schon trieb uns ein naher Einschlag oder ein heransausendes Pfeifen wieder hinein in den schützenden engen Schacht. Von morgens 6 Uhr bis nach 20 Uhr dauerte der Beschuß. In unser aller Augen stand die gleiche große Frage, wenn nahebei wieder eine Granate krepierte und es durch die Zweige auf uns herabrauschte von Splittern und abgeschlagenen Zweigen — die Frage: „Wo wird der nächste Einschlag sitzen? Trifft er uns alle hier, in diesem Loch, das dann unser gemeinsames Grab sein würde?" Doch dann ging eine Wandlung mit uns vor, die mit dem Wort Gewöhnung nicht erklärt ist. Es kam ninchen in grünlich grauem Pelz blickten ihn neugierig an, sie kannten keine Furcht. Svenssons fiebrige Augen suchten den Horizont ab: nichts! Aber dort: ein Keuchen entrang sich seiner gequälten Kehle — endlich Wasser. Ein kleiner Tümpel schimmerte hinter dichtem Gestrüpp. Svensson verließ die Bahnlinie und lief, ja er stürzte auf das blinkende Wasser zu. Plötzlich blieb er stehen, nur wenige Meter vom Wasser entfernt, seine Hand fuhr nach der Kehle, um den entsetzten Schrei zu ersticken: ein Bär, ein großer, zottiger grauschwarzer Bär! Das Tier starrte ihn an, die weißen Zähne blinkten, die linke Dorderpratze hing halb erhoben in der Luft. Svensson hatte noch nie einen Bären gesehen,' der nicht durch ein Eisen- gitter von ihm getrennt war. Er taumelte, er rannte, sein Fuß, verfing sich in einer Wurzel, hart schlug sein Kopf irgendwo auf — dann wurde es schwarz um ihn. Der Bär kam langsam näher, sein Fell hing schlaff um den ausgezehrten Körper. Er hatte einen beißenden Hunger nach dem Winterschlaf. Und dort war etwas, was gerade für ihn richtig mar; ein riesiger Strauch, vollbesetzt mit eingetrockneten Wacholderbeeren! Sorgfältig kletterte der Bär über den ausgestreckten Menschenkörper hinweg. Seine Tatzen schaufelten die bitteren Beeren in seinen hungrigen Schlund ... — — — Erst sechs Stunden später fand der Lappe Gavaluu, der mit seiner Renntierherde vorbeikam, ganz zufällig den bewußtlosen Mantt. Gavaluu betrachtete aufmerksam die Bärenspur und wußte sofort, daß es sich um einen kräftigen, männlichen Bären handelte und er beschloß, sich das Fell zu sichern. Er hatte keine Angst, daß seiner Herde von dem Bären etwas geschehen könne, denn die finnischen Bären ---fressen nur Pflanzen!., Aber das ahnte Einar Svensson nicht es ging ihm erst viel, viel später auf, als er das furchtbare Erlebnis von seiner Begegnung als waffenloser Mensch mit dem Bär in der finnischen Ocdmark erzählte. Man lachte, und riet, bei der nächsten Jagdexpedition ins Unbekannte eine Tüte Wacholderbeeren mitzunehmen... eine arme Kreatur geworden, nach der keiner fragte. Kleine graue Vögel schossen über ihn hinweg, Ki aie das Gefühl, schon eine Ewigkeit lang h: en, und es war kein Ende abzusehen. i. er stieß der Zug so, daß es durch Mark unv itotele ihm von den Verlusten, die eine andere Kom- (ijnie an diesem Tage gehabt hatte. Ich winkte ab: wollen uns nicht gegensetig das Leben schwerer nötig." Da lächelte der Sturmmann: Jeder einzelne Feldzug dieses Krieges zeigt immer eindrucksvoller, was man im Jahrhundert der Technik am wenigsten für möglich gehalten hätte. Grade die kaum noch zu überbietende Motorisierung und Mechanisierung der modernen Heere hat, jedenfalls in der Hand des deutschen Soldaten und der deutschen Kriegführung, die Befreiung des Menschen von dem dumpfen Druck eines stupiden, ausweglosen Materialkampfes gebracht. Panzer- und Stukageschwader haben das ruhmreiche Erbe Ziethens und Seidlitzens, Laudons und Radetzkys angetreten. Panzer und Stukas sind so zu volkstümlichen Symbolen eines Krieges geworden, in dem die Bewegung wieder zur alles beherrschenden operativen Idee erhoben werden konnte. Die Heimat und mit ihr viele alte Soldaten des Weltkrieges haben diese Wandlung in Wochenschauen und P.-K>Berichten bewundernd und ergriffen in bis dahin nie für denkbar gehaltener Anschaulichkeit miterleben dürfen. Freilich, das menschliche, das persönliche Erlebnis des Krieges konnten auch sie selten so unmittelbar vermitteln, wie es notwendig ist, um den Krieg von allen Seiten zu begreifen. Hier tritt der Spielfilm wieder in sein Recht, aber er darf es nur, wenn die Hand eines' Mannes ihn gestaltetz der wie Professo» Karl Ritter mit dem Blick und-Spürsinn des Künstlers die Haltung und das Verantwortungsgefühl des Soldaten verbindet. Ritter, selber Weltkriegsstieger und Generalstabsoffizier, hat schon in seinen Werken „Unternehmen Michael", „Urlaub auf Ehrenwort" und „Pour le merite“ das Gesicht des Weltkrieges für den Film geschaffen und damit Eindrücke hinterlassen, die unvergessen bleiben werden. So war er gewiß der rechte Mann für die nicht leichte Aufgabe, dem deutschen Volk ein soldatisch wie menschlich gleich treffendes Bild vom Leben, Kämpfen und Sterben jener zu geben, die so glücklich sind, den schneidigen Angriffsgeist und die nimmermüde freudige Einsatzbereitschaft der Jugend in erster Linie zu verkörpern. in ob. Ef-Ml Hause für 2 - 3 Tage A Zevtemb Schrift!. unt.3509D.ii-. | Gieh.ÄM' 'Das Drehbuch zu diesem mit den höchsten Prädikaten ausgezeichneten Film schrieb Karl Ritter selbst zusammen mit Felix Lützkendorff. Es ist die knappe, unpathetische Sprache des schlichten Soldaten, der Humor unfr schlagfertigen Witz an ihrer Stelle ebenso zu schätzen weiß, wie er auch rvieder mit zusammengebissenen Zähnen sein Letztes hergibt, wenn es nottut, und im Eintreten für den andern selbstverständliche Kameradenpflicht steht. An der Kamera stand Heinz Ritter, der Sohn des Regisseurs, seine Bilder sind ungeheuer lebendig und wirklichkeitsnah. Die Musik schrieb Herbert Windt, sie hat, ohne sich vorzudrängen« etwas von den zündenden Rhythmen der Front, kennt aber auch die heiter auflockernden Töne froh* lichen Lagerlebens. Aus dem großen Ensemble, des* sen ausgezeichnetes Zusammenspiel als die beste Unterstützung der Absichten Ritters wir schon nannten, fällt Carl R a d d a tz als Gruppenkommandeur auf durch eine sympathisch überlegene Haltung, die seiner Gruppe Rückgrat und Vorbild ist. Hannes Stelzer ist ein burschikos forscher Oberleutnant, Ernst von Klip st ein nimmt mit guter Laune seine unendlich lange Pechsträhne, Otto Eduard Hasse spielt sehr warmherzig den Grup- den Beamten ausfragte. Er konnte den Mann schlecht verstehen, er sprach nordfinnischen Dialekt, aber so etwas wie „eine gute Stunde" schien er doch herausgehört zu haben. Das war ärgerlich, eine Stunde Aufenthalt hier mitten auf freier Strecke! Man konnte ein bißchen die Beine strecken, die Luft in dem eingeschlossenen Abteil war stickig und rauchig. Svensson beschloß auszusteigen und ein bißchen auf und ab zu gehen. Keiner hätte später sagen können, warum Einar Svensson auf der linken Seite des Zuges ausftieg, und nicht dort, wo die anderen Passagiere herumstanden. Auf jeden Fall befand er sich plötzlich allein auf dem Bahndamm, stieg über die niedrigen Drahtleitungen hinweg und ging ein paar Schritte über den weichen frühlingswarmen Grasboden. Es roch würzig und frisch, befreit atmete er auf, er fühlte sich plötzlich hineingewirbelt in eine Welt, die er nicht kannte: die große, weite, schweigende Natur. Doch wenn er sich umschaute, so sah er dicht hinter sich den braunen Leib des Expreßzuges stehen, und das beruhigte ihn. Ein Windstoß fegte heran und riß ihm den Hut vom Kopf, den neuen, teuren Hut, das einzig anständige Exemplar, das er in Abo hatte auftreiben können. Er stieß einen unterdrückten Fluch aus und rannte hinter dem Flüchtling her. Der kollerte, tanzte und hüpfte, aber dann hatte er ihn endlich gefaßt. Als er schwer atmend trockenes Moor und kleine Zweige abwischte, hörte er plötzlich einen gellen Pfiff: zu seinem unbeschreiblichen Entsetzen setzte sich der Zug langsam in Bewegung, eine weiße Dampfwolke quoll unter den Radern der Lokomotive hervor und hüllte die Gegend, wo er stand, in Nebel. Svensson stolperte vorwärts, er rief, ja, er brüllte — aber vergebens, die Räder liefen schneller und schneller — der Zug verschwand in der Ferne. Zuerst lächelte Einar Svensson, ein dummes, einfältiges Lächeln, weil er überhaupt nicht wußte, was er tun sollte. Der Zug war weggefahren, zusammen mit seinen Koffern, feinen Ausweis- papieren, ja mit allem, was zu dem zivilisierten Menschen Einar Svensson gehörte. „Das geht doch nia-t , murmelte er verstört, „ich kann bo* nicht hier stehen bleiben, ich muß nach Rovaniemi und dann weiter nach Kittilä". Aber dann wurde ihm klar, daß er ganz allein war, DÖ..tg verlassen, ohne jede Möglichkeit, sich mit einem Menschen in Verbindung zu setzen. Aus dem Fahrplan wußte er, daß ein Gegenzug nicht vor dem nächsten Morgen zu erwarten war. Svensson beschloß, an der Bahnlinie entlang zu gehen, irgendwann mußte doch einmal ein Bahnwärterhaus kommen, Menschen, ein Telephon. Gab es überhaupt Menschen, die ohne „Stukas" ein Karl-Mer-Film der Ufa Karl Ritters „S tu k a s" ist kein Spielfilm im landläufigen Sinne. Das ungeheuer Erregende dieses Films wird nicht durch eine kunstvoll dramatisch zugespitzte Handlung erreicht, es gibt keine „Rollen" in diesem Film, also auch keine Stars, wohl aber ein hervorragendes Ensemblespiel einer Mannschaft — man kann es kaum anders nennen —, die etwas vom Geist der Front verspürt hat und ihn der Heimat zu vermitteln vermag. Es sind ähnlich wie schon in dem Heimkehrer-Film Karl Ritters „lieber alles in der Welt" lose aneinandergereihte Szenen, in denen sich ein ungeheures Tempo und größte gegenwartsnahe Unmittelbarkeit ausdrücken. Eine Stukagruppe im Westfeldzug, wie es damals Hunderte in todesmutigem Einsatz und kurzen fröhlich-übermütigen Ruhestunden gegeben haben mag, sehen wir in einer prachtvollen Kameradschaft, die die verschiedensten Charaktere und Temperamente ohne alle kleinlichen Gefühle der Rivalität zu äußerster Hingabe verbindet. Mit ihr erleben wir die vielfältigen Einsatzaufgaben der Stukawaffe. Bald gilt ihr Angriff der Zertrümmerung eines Forts, bald der Zerschlagung eines Panzerangriffs, bald der Vernichtung aus Dünkirchen fliehender britischer Transportdampfer im Kanal, bald der Störung des feindlichen Rückzuges auf den verstopften Straßen Nordfrankreichs, auf denen die Stuka- Bomben einer geschlagenen Armee den letzten Widerstandswillen rauben. Es sind Bilder von dokumentarischer Treue, die sich scharf einprägen und dadurch, daß sie als Erlebnis der Stukagruppe episodenhaft eingeflochten sind, außerordentlich lebendig werden. Jeder dieser Einsätze fordert von jedem Mann der Stukabesatzungen vom Gruppenkommandeur bis zum Bordfunker höchste Anspannung aller Nerven, sie löst sich dann während der kurzen Kampfpausen in jungenhaft ausgelassenem Treiben, bei dem es keinen Spaßverderber gibt, wenn auch besinnlichere Naturen wie der Gruppenkommandeur und der Arzt ihre Entspannung in ernster Musik finden und das Gedenken an manchen beim Feindflug gebliebenen lieben Kameraden auch 3« der großen Oede Von Sickor SiganPiiän. en ' $ euzpl.8 MC411325 MM aemeinschaft, der es unter Karl Ritters Regie gei hingen ist, die Welt der Stukas für uns Daheim^ gebliebene lebendig zu machen. (Gloria.) Dr. Fr. W. Lange. man an U» lN;.^ !\ rahl stieg an einer ns steht, [rt nicht Verhält, st- samt- • Außer. ^htopf, Ochste räterzu. eher, ge. L kochen, inmalan 3328 A Telephon leben konnten? Ja, da lief der Telephondraht an der Bahnlinie entlang. Svensson siel die Ge|cyichte ein aus den australischen Wüstenstrecken, wo die Telephonlinie die einzige Rettung Verirrter ist. Man schneidet den Telephondraht durch, wartet an der Stelle, und wenige Stunden später ist schon eine Patrouille da, um ihn zu holen. So etwas ging hier wohl nicht, er hatte auch keinerlei Handwerkszeug bei sich, um einen Draht durchzuschneiden. Eine Nagelfeile war alles, was er zufällig in der Manteltasche fand. Er stolperte die Schienen entlang. Endlos streckten sich die Schienen ins Weite, keinerlei Anzeichen irgendeiner menschlichen Wohnung. Stunden vergingen. Svensson konnte auf dem Schotter und den Holzschwellen nicht mehr laufen. Die Sohlen seiner dünnen Stadtschuhe hingen in Fetzen. Die Zunge lag ihm wie Blei im Mund, er mußte irgend etwas trinken, wenn er nicht wahnsinnig werden wollte. Aber er wußte, wenn er die Bahnlinie verließ, dann war es um ihn geschehen. Aus dem gut rasierten, gepflegten Mann war penarzt, der körperlich und seelisch seine Kameraden väterlich betreut. Albert Hehn, Herbert Wilk und Karl John sind in guten Abschattierungen weitere Stukaofsiziere, Beppo B r e m macht mit köstlich bajuvarischem Humor den Hauptfeldwebel Putzenlechner, Heinz W e m pe r den um seine Maschinen rührend besorgten Oberwerkmeister. Eduard r’ ' ist mit behaglicher Güte der aretts, Else Knott eine sich sein können, der dem Leben schon wie einem Flennen, Fernen, Ueberwundenen gegenüberstand, bilrer. den Schritt durch das dunkle Tor ohne Zö- IM5U tun. Da reichten Gedanken und Worte der fil'avr nicht mehr hin. — Neue Aufgaben erstanden Ms MS noch an diesem selben Tage, an dem mit jungen Rottenführer Führer, Unterführer tänner der Kompanie von feindlichen Kugeln getroffen wurden. hen später. Wieder liegt das Bataillon der in schwersten Gefechten. Meine Aufgabe üch am Gefechtsstand des Bataillons fest. Als eiwagenkraftrad Granatwerfermunition nach brachte, nahm ich die Gelegenheit wahr, mit- en in die vorderste Linie. Ein Sturmmann uns die Munition ab. Der B-Kradfahrer be- ffl.2003roettes Blatt W -: urtberte uns nicht, wir hatten es aus seinen v Hjfen herausgehört. So gelöst, so frei hatte nur Zeitschriften. Im August-Heft der Monatsschrift „Die K u n st" (Verlag F. Bruckmann, München) berichtet Fritz Hellwag über die Künstlerpersönlichkeit des Malers Hasso von Hugo, Ulrich Christoffel spricht zu den plastischen Werken von Lothar Otto. Paul Clemen geht den Weg von Alfred Rethel, dem Schöpfer monumentaler Wandmalereien, der 1848 den Zyklus von sechs großen Holzschnitten „Auch, ein Totentanz" schuf, zu dem rheinischen Künstler Werner Heuser, in dessen, aus neun großen Tafeln bestehenden „Totentanz", das bei den großen deutschen Meistern vom Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte Thema „Triumph des Todes" wieder auflebt. M. G. Sarneck weist auf den vielversprechenden, aus Nordbayern stammenden Maler Ulrich Ertl hin. Ulrich Christoffel -gedenkt des Malers Ludwig Bolgiano zu feinem' 75. Geburtstag. Zahlreich find die Abbildungen von Werken der genannten Meister. Der zweite Teil des Heftes zeigt neue Möbel und Räume der Reiner K.--G., Berlin, die ein ausgezeichnetes handwerkliches Gefühl und einen formsicheren Gestaltungswillen verraten. Eins glückliche Hand verrät Architekt Reinhold Schulz, Goslar, mit dem aus einer Bauernhofanlage gestalteten Birkenhofwohnhaus. Eine gute städtebauliche Lösung bildet das von Architekt Quante, Düsseldorf, geschaffene Doppelhaus sowie einige Eigenheime, deren angegebene Grundrisse und Erstellungskosten interessieren. Praktische Anregungen für Wasserbecken im Wohngarten gibt Architekt I. Schweizer, Glarus-Basel. Schließlich bringt das Hei! noch phantasievolle Plastiken von Michael Schilkin aus der größten europäischen Porzellan- und Fayencefabrik Arabia AG. in Helsinki und „werkgerechte" schmiedeeiserne Arbeiten der Stolberger Werkgemeinde. Wschen Sein und Nichtsein. Von Dr. Arthur Benn (^-PK.). LDi hereinbrechender Dunkelheit hatten wir zu- ßjmlien ein Schützenloch gegraben, der als Zug- j-eli-T eingeteilte Rottenführer und ich. Als das Ach fertig war, fand sich der Zugführer noch zu As. Dicht aneinandergedrängt hockten wir drei in jjejcii Loch und warteten, durch heiß aufzischende Arien der Maschinengewehre immer wieder aus Ibm dünnen Schlaf gerissen, auf den jungen Tag. Jim .30 Uhr brachen wir zum befohlenen Angriff aus Asim Löchern. Nach zehnstündigem Gefecht war t;>r ieinb bis zur vorgesehenen Linie zurückgeworfen. Kilt andere Kompanie löste uns ab. Die Kompanie ihre Gefallenen und Verwundeten. ßzMin hatte auch den Rottenführer gefunden, der Ml Vortage mit mir das Schützenloch grub. Der Zu- Ml sollte es, daß ich mit dem Zugführer zusammen Mtzch vor dem schwerverwundeten Rottenführer Kni Ein Geschoß war ihm durch den rechten Kiefer Aid wahrscheinlich in den Kopf gedrungen. Er blu- Ke tarf und verfiel sichtlich. gpjeem drückte er die Hand, und jedem sprach er As seinem kranken Mund ein Abschiedswort zu. K lang wie ein Bedauern aus diesen Worten, daß M rin fortmüsse von all denen, die mit ihm zu- j mi en die Schicksalsgemeinschaft der Kompanie ge- Ml hatten. titer dieser Abschied ließ noch, einen anderen Ton thrtiorechen, der klang so: „Nun gehe ich auf eine K#! Reffe. Euch alle lasse ich zurück. Wer von uns tut 5 nun besser, ihr oder ich? Wer von uns geht K* rfimereren Wea? Seht, ich aehe den meinen len muck ilber x/ci xjuä iv“u/iv **•**' SSnir: ßu f ch Stahl klirrend auf Stahl. Svensson hatte , vöH öie begriffe von Zeit und Raum verloren, In - * ä - ..... r ' - fnnrt Wiul _ ______________ cing! Plötzlich^schlügen die Bremsen an, der •O J rlangsamte die Fahrt, schlürfte und knirschte J W'hnb mit einem Ruck. Man hielt mitten auf dZt Strecke. Neugierige Passagiere steck en den Kchj rum Fenster hinaus, ein Bahnbeamter kam wl ! iiem Werkzeugkasten gelaufen und irgendwo be^,T den Rädern zu klopfen. Em dünner i iuVl |utg an einer Wagenachse auf. Ewige ere stiegen aus, um neugierig zuzuschauen, w^i'1 iQ ’i|, fintr Svensson, der hochgewachsene blonde - Y Maus Abo, dem man die schwedische Abstam- o'nöl. von weitem ansah, obwohl seine Familie kW «eit vier Generationen in Finnland saß, war Kn * c Uein im Abteil. Der Zug hatte nur wenige lialig Elfterere, denn erst ganz langsam beginnt das A aW im nördlichen Finnland nach den Wunden, ßVp bii? .'r letzte kurze, aber schwere Kampf gekostet v„ ^Unlieber aufzublühen. Einar Svensson blickte keNnE 6* nie Scheiben: draußen flog graugrünes Land » vockj Birken und niedriges Gestrüpp, dazwischen NÄB crJW< Strecken Heideland. Nun lag ber erste E l'- bchimner von Frühling über der Landschaft, und llUA/D feo Uir man weiter südlich schon ein ganzes S uck Ä 0 Mi'dn Sommer vorgerückt. In den vielen Wasser- Sfreff Mi. zurückgeblieben von der Schneeschmelze, spie- W*. 8e ü Ich ein beinah grünblauer Himmel. Ja, letzt “ e- schön hier oben in Lappmarken, nur ganz Beit später, und die blutgierigen Räuber, die er, stürzen sich mit ihrem Millionenheer über nschen. Der Zug keuchte und rasselte, ab und gftitc, frei und gelassen ..." Nicht ich allein hörte Mtst' Ton aus den Abschiedsworten des Kameraden. Me, die dem Todgeweihten die Hand drückten, M aKEu- er zuwinkte, und die er mit erhobener Rechten Jg jfüf e, alle hörten diesen Ton, der halb von Schmerz Mirdfcittert war, mehr jedoch in befreiter Heiterkeit T* < Mwg. Verschieb GeM ÄÜI 3n der Etappe unserer Lebensmittelversorgung. Ein Blick in die Organisationsarbeit hinter dem Berkaufstisch ing1 ! ttmi Ufer das Wasser im Sonnenlicht. An dem steilen Ein Die! Oder: ölen Die die eine süddeutsche Schule zierte. (Ob sie heute noch Wauss h. zueinander. Auch wenn man ihn noch so auf! wmen Nachdruck verboten. Schluß. sogar an Versöhnung. ■Nn ( fr b UkS N;. Ifirfer I inben ■»qorc W le un M rauen Er! Eir wie immer. Nur in den Augen glimmt es Schein. ouen ’ÄW ■eilige »und! ine u 1 ive Vielleicht hat sie sogar recht? Recht? Wahrscheinlich! Wenigstens soweit w» Acht Tage großen Fortschritts auf der ganzen Linie — das ist das erfreuliche Kennzeichen des bisherigen Verlaufs der Spinnst o f f s a m m l u n g in unserer Stadt. Konnten wir am Donnerstag voriger Woche berichten, daß in den Sammelstellen der verschiedenen Stadtbezirke die gespendeten alten Kleider und Lumpen sich zu Bergen häuften, so können wir heute die erfreuliche Tatsache verzeichnen, daß diese Berge mittlerweile um das mehrfache angewachsen sind. Große Packen vom Lumpen sieht man zusammengeschnürt ausgestapelt zum Abtransport bereit liegen. Daneben häufen sich die bisher noch nicht sortierten Mengen an Spinnstoff-Altmaterial aller Art. Man sieht, viele unserer Gießener Hausfrauen haben bereits gründlich Musterung in ihren Schränken und Schubkästen gehalten. Und was ist dabei alles zutage gefördert worden! Es ist schlechthin unmöglich, im einzelnen hier aufzuzählen, was alles da aus der Tiefe des Vergrabenseins in den Haushaltungen hervorgeholt wurde. Es sind nicht nur Flicklumpen und ähnliche Abfälle,'die im Haushalt keinerlei Verwendung mehr finden können, es sind auch vielerlei andere Sachen, von denen man bisher geglaubt hatte, daß man sie nicht entbehren könne. Und nun hat man doch die Ueberzeugung gewonnen, daß sie durch die Spinnstoff-Sammlung einem besseren Zweck zugeführt werden, als wenn sie daheim im „Stoffgrab" weiter liegen würden. Auch die Männer haben die Sichtung in ihren alten „Herrlichkeiten" umfassend vorgenommen, und sie hab-n dabei namentlich an ausgedienten Kragen und Krawatten, verbrauchten Stoffhandschuhen, unausbesserlichen Strümpfen urfb ähnlichem eine Fülle von Zeug zusammengebracht, das durch die Sammelstellen seinen richtigen Platz zur Wiederverwendung finden wird. Der Besuch der spendenden Frauen und Mädchen, der sammelnden Buben und aller übrigen Spender in den Annahmestellen der Spinnstoff- Sammlung ist im Verlaufe der letzten acht Tage ständig stärker geworden. Es geht geradezu wie am laufenden Band. In einer einzigen Annahmestelle konnten gestern im Verlaufe einer kurzen Zeit annähernd 50 Spender fast im Gänsemarsch hereinspazieren, ihre stattlichen Lumpen- und Altkleiderpakete abgeben, die festgestellte Gewichtsmenge ihrer Spende vernehmen und dann voll Befriedigung über ihren Beitrag zur Förderung unserer Kriegswirtschaft und damit zur Erringung des deutschen Sieges die Sammelstelle verlassen. Die Jugend ist weiterhin mit Eifer bei der Sammlung dabei; zwischen den in unserem Bericht am vorigen Donners- bigkeit: „Und dann — morgen — morgen — fangen- Namen. Die Jugend hat viel vor uns Alten voraus. Sie kann hoffen. Sie darf auch noch glai^ Transportwagen finden. Durch das bisherige Ergebnis der Spinnf Sammlung Huben, viele Gießener Hausfrauen wiesen, daß sie auch bei dieser Sammelaktion der das Herz auf dem rechten Fleck hatten urfi verständnisvoller Weise dem Ruf des Führer; folgt sind. Diejenigen Hausfrauen, die bisher keine Zeit und Gelegenheit gefunden hatten, Spende für diese Sammlung abzugeben, um sicherlich die kommenden Tage benutzen, um ihre Gabe im Dienste für Volk und Vaterland, Rufe des Führers entsprechend, noch beizusteri Soweit sie dazu Erleichterung und Hilfe braun sind die NS.-Frauenschaft und die Hitler- zu jeglicher Hilfeleistung stets bereit. Deshalb die Parole: Nur ausräumen, was e behrlich i st, und alles fort zu den S® melstellen! W l nad iftreii HB Lind läßt das Papier sinken. Seine Augen finden sich zum erstenmal mit denen Nissens zusammen. So stehen sie eine Weile. Es ist wie em Bündnis. Friedrich bemerkt es. Sein Blick verfinstert sich. Zu viel gelitten hat er im Leben unter diesem Manne, um ihm vertrauen zu können. Ein Mann wie Mattheus Lind lernt nicht mehr um! Der fängt den Blick auf. Aber er läßt sich nicht irritieren. Er schaut einfach an Friedrich vorbei. Und sagt zu Nissen: „Da werden wir also in Zukunft viel miteinander zu tun haben." Er bringt das in einer so scharmanten, einladenden Art, daß Nissen aufhorcht. „Ja!" sagt er. Nichts weiter. Es ist ein Bekenntnis. Sollte es doch einen Weg geben, den Konflikt zwischen den beiden Häusern zu begraben? Gibt es vielleicht doch einen Sinn in Lietzendorss so sinnlos erscheinendem Tod? Lind scheint ähnliches zu denken. „Wir müssen das alles ausführlich durchsprechen", meint er. „Auch mit Ihrem Vater." Um seinen Mund spielt ein neues, seines Lächeln. „Ich spreche nicht bloß als Aufsichtsrat der Dominik-Werst ich spreche von der Zukunft meines Schwiegersohnes!" Der Staatsanwalt hot inzwischen die Toten fort- schaffen lassen. Nun versiegelt er die Werkstatt. „Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind", erklärt er. Er wendet sich an Dominik. „Macht es Ihnen was aus, Herr Direktor, wenn Sie mich mit Ihrem Wagen zum Gerichtsgebäude mitnehmen? Ich habe sehr viel Zeit versäumt." Friedrich überlegt eine Sekunde. Jedoch ehe er antworten kann, hat Lind schon entschieden. „Sie können meinen Wagen haben. Ich fahre mit Herrn Dominik. Wir haben noch Geschäfte." Er betont das letzte Wort besonders und dreht sich zu seinem alten Gegner um. Der steht mit verschlossenem, abweisendem Gesicht. Er glaubt nicht an den Frieden. So sehr er sich danach auch sehnt. So schnell vergißt man nicht die bittere Lehre eines ganzen langen Lebens in Feindschaft. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 8 Verdunkelungszeit 23. August von 20.32 bis 6.13 Uhr. 24. August von 20.29 bis 6.15 Uhr. iDfi 6 Ml Ml Dl vorhanden ist?) Hier lehret man die Jugend in Gottesfurcht und Tugend; verbläuet auch den Hintern den ungezognen Kindern und zieht daraus mit Müh und Not fein täglich Brot. fr Ä Men '«Men. tönen । Lumpenberge wachsen in Gießen Besucher am laufenden Band. - Alle räumen und bringen! 1 liberal fr bi, (Kmäi findet man ein Marterl: Hier ist ertrunken Barbara ßentner, sie wog mehr als dritthalb Zentner, Gott geb ihr in der Ewigkeit nach ihrem Gewicht die Seligkeit. Auf einem Grabsteig in Nesselwang (Allgäu) kann man lesen: Allzufrüh seiner tiefbetrübten Witwe, mähte der Allmächtige den Lebensstengel dieses Mannes ab. Ein Marterl im Oetztal verkündet: Wanderer, steh und weine. Hier ruhen meine Gebeine. Ich wollt', es wären deine. anderes: Christliches Andenken an Josef Hierlinger, der ohne menschliche Hilfe ums Leben gekommen' ist. (Tauferertal.) Hier ruht in Gott Franz Söllhuber, 26 Jahre lebte er als Mensch, 37 Jahre als Ehemann. (Grabstein in Ober-Audorf.) schönste Inschrift dürfte aber wohl die sein, Der Junge hat gut reden, denkt er. Aber ar®-, ’Jtefy wird man jetzt wenigstens wieder können. Und keine Majorität wird einen dabei mehr ' .7^ § In der Ferne tauchen die Schornsteine minik-Werft in den Himmel. Um sie herum M die Hellinge ihr Netz aus Balken und Spanten. Versperrungen, aus Kranen, Drähten und Sei -'. Ein Dröhnen liegt in der Luft: Musik der M Das da, was da wartet — das ist sein Leben Also — hat der Junge vielleicht doch rechte reiche andere Jungen pilgern in vorbildlicher ie Last ckD sA lenamittelmarfen ausgestellt wird, und ohne den innen zui tzM lUbeitrstunden, die in der „Etappe", d. h. nach der lussrauen bi I $irfauf53eit noch in der Wohnung zu leisten sind. Tpendenpelr hn noch s»13 norgen können, bei * uj diese 38ffi beantragte! -aben. enden btefa 1 Wendbaren il er, ist gepfc merere . zugscheine vom Lieferanten keine Ware ausgehän- ditt werden darf. Für unsere kleinen Geschäftsleute tirö die Bäcker- und Metzäermeister ergeben sich so- Hch im Laufe jeder Woche noch manche zusätzliche -':tz *#4 gen über bensmütei 3U. liefern d uue fein^i t ein fein«” ein Lichi^, am erfan; i Zeit. Softer bei uns ^4 j ij :zu uns.^' j familie. j - Er zogeu^ 1 f h einmal, z |;Die kaufenden Hausfrauen können dem Gefchäfts- ncnn und feinen Mitarbeitern das Schaffen er- lii ifern, indem sie Käuferdisziplin bekunden. Dazu Wärt in erster Linie, daß die nichtberufstätigen ! Wuen ihre Einkäufe vormittags etwa bis gegen 11 Uhr oder nachmittags etwa bis gegen 18 Uhr !l<6»bigen, damit in den übrigen Stunden die berufs- imbenen Frauen die Möglichkeit des ruhigen ungestörten Einkaufs haben. Denn die Berufs- ht läßt nun einmal den werktätig schaffenden uen nur wenige Stunden am Tage Freizeit Erledigung ihrer häuslichen Einkäufe. Man soll Einkäufe auch nicht bis auf die letzte Minute msschieben, sondern beizeiten zu den Geschäften m; das gilt namentlich für den Verbrauch der ensmittelmarken, deren Gültigkeit über die ganze sorgungsperiode läuft, die man also nicht bis M letzten Tage aufspeichern, sondern über die li ze Gültigkeitsdauer hinweg verteilt verbrauchen iD Wenn sich die Einkaufsbesuche unserer Haus- rauen in den Geschäften so verteilen, wie es hier ch dem Wunsche der Geschäftsleute erneut emp- f s in i auf bi; «n ist. " R die r tnuf S 3apar , oh; hington efiaae GUS Lo in un; un iede- fang i 3 nur e in G Erklc । denn i iMt na btfinbi von Schichte i Güliche S Ptrialisi lauten ■hgtor fernen ntertür, Üfn fanr ein eine (£ dieser i J* oie ma: M für tu ■f hir Nftäi bedien > fablick mtnfe* Gießen, den 24. August 1941 ____________________________02767 z V/'V