Mittwoch, 23. Juli (♦b Jahrgang Ur. 173 Erscheint täglich, außer L-onntags und F-eieriags Beilagen: H ießener Fam ilienblätter Heimat unBilü-DieScholle Bezugspreis: Lronatlich-------RM1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 liefe bei -Sttchterschernen eon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Seruivrechanschlust 2251 rmlhtanjchrist:„Anzelger" 1 omefeerr 116sk Frankl-M. Llnnafeme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvi- ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rpf. te mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malsiasiell Abschlüsse Drengenttaftel B Platzoorschrist (vorherige Vereinbarung) 25 /o ment Gietzener Anzeiger .«.LLL»^eneral-AM Der erste Vergeltungsangriff auf Moskau Moskau, das Zentrum der Sowjetunion Roosevelt ohne Maske. Von unserer Berliner Schriftleitung. Wie der Bolschewismus das Werkzeug des Juden- tums zur Gewinnung der breiten Massen eines Volkes ist, so ist die Freimaurerei das jüdische Mit- tel, um die intellektuellen Kreise, vor allem Politiker, Wirtschaftler usw. in seinen Bann zu ziehen und ich hörig zu machen. Bolschewismus und tfrei- naurerei sind also die beiden großen Fangarme, die raffiniertesten Mittel zum Zweck der Errichtung einer alljüdischen Weltdiktatur. Es ist, wenn man diese Tatsachen kennt, keine Ueberraschung mehr, daß R o o s e v e l t, ein Schrittmacher dieser jüdischen Weltherrschaftsbestrebungen, einerseits mit den Bolschewisten gemeinsame Sache macht und zum anderen einen h o h e n G r a o in derWeltfreimaurerei innehalt. In den Akten einer norwegischen Freimaurerloge sind fetzt ensationelle Funde gemacht worden, die die Logen- ätigkeit des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika eindeuüg nachweisen. Es handelt ich um ein Bilddokument, das man nur in emge- weihten Kreisen gezeigt hat, sonst aber vor der übrigen Oeffentlichkeit als großes Geheimnis hütete. Wir sehen auf diesem Bild Roosevelt in der typischen Freimaurertracht inmitten von Juden und anderen bekannten Personen des öffentlichen Lebens der USA. Die Aufnahme wurde in einer Neuyorker prwegischen Freimaurerloge. Zusammen mit der Aufnahme wurde ein Begleitbrief des 3leu- prfer Freimaurers Knut Vang vom 23.11.1935 Kunden, in dem Vang über die Entstehung des Aldes folgendes berichtet: Aus dem F ü h r e r h a up t qu a r t ie t, jjf. 3utt (DRV.) Das Oberkommando der Wehr- nacht gibt bekannt: Die Durchbruchsoperationen der deut- shen Wehrmacht und ihrer Verbündeten haben die sowjetische Verteidigungsfront in zusammenhanglose Gruppen zerrissen. I roh zähen örtlichen Widerstandes und hartnäckig «sführter Gegenangrifse läßt sich eine einheitliche Führung des Feindes nicht mehr >r kennen. An der gesamten Ostfront schreiten die auf Zerschlagung und Vernichtung der einzelnen Kräftegruppen der Sowjetwehrmacht hin- Z elenden Operationen stetig fort Als Vergeltung für die bolschewistischen Cuff- »ligriffe auf die offenen Hauptstädte der Verbünde- i*n Vukarest und Helsinki griff die Luftwaffe m der letzten Nacht erstmalig M o s k a u an. Starke K.ampfsliegerverbände bombardierten bei guter Erd- fcht in rollenden Angriffen militärische An- ligen des bolschewistischen Verkehrs- und Rustungs- Zentrums. 3m Bereich des Kreml und des 2uo5- ! wa-Vogens riefen Bombenvolltresfer zahl- Photographie wird Ihnen eingeschrieben zugesandt, und ich bitte Sie, diese den rechten Händen zu übergeben." Der Vries schloß mit einer nochmaligen dringenden Aufforderung, die Angelegenheit mit ..äußerster Diskretion" zu behandeln. 3n der Mitte des Bildes ist USA.-Präsident Roosevelt deutlich zu erkennen. Er trägt die Freimaurerschürze mit den Insignien des 3 2. Grades. Neben Roosevelt steht der Großmeister der Grohloge von Neuyork, Owens, hinter beiden sieht man die Söhne des Präsidenten James Roosevelt und Fr a n k l i n Roosevelt. Die übrigen Gestalten sind führende Männer des öffent- relche Grohfeuer und Flächenbrände hervor. Gebäude hoher Kommandostellen und Verwaltungsbehörden der Sowjets sowie Versorgungsbetriebe der Stadt wurden zerstört oder schwer getroffen. Im Seegebiet um England erzielten Kampfflugzeuge Bombenvolltreffer auf zwei großen Frachtschiffen. Andere Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht Hafenanlagen im Südosten der Insel. Am Suezkanal belegten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 22. Juli militärische Anlagen mit Bomben aller Kaliber. Jäger schossen bei Versuchen des Feindes, am Tage die K a n a l k ü st e anzugreifen, sechs britische Flugzeuge ab. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an verschiedenen Orten S üh we st d e u t s ch- lands Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und verletzten. Vorwiegend Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädigt, Flakartillerie schoß eines der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. Loge gemacht. Roosevelt im Lendenschurz, das ist die treffendste Charakterisierung dieses Kriegstreibers und seiner jüdischen und judenhörigen Freunde, die tue verbrecherischen Kulissenschieber der nordamerikanischen Politik sind. Eindringlicher als es durch das m Norwegen aufgefundene Bild geschieht, kann die weltverschwörende niederträchtige Geheimherrschast dieser verantwortungslosen internationalen Verbrecherclique wohl kaum aufgezeigt werden. Wer erinnert sich in diesem Zusammenhang nicht der dunklen Rolle, die die Freimaurerei in den Jahren vor 1914 und im Weltkriege selbst gespielt hat. Auch damals machte das Judentum die Logen der Welt mobil, um diesen Krieg vom Zaune zu brechen und die Kriegsbeute für die Wallstreet zu sichern. Zwischen damals und heute besteht in dieser Hinsicht überhaupt kein Unterschied. Alle die plutokrati- schen Kriegsverbrecher, die diesen neuen englischen Slrieg auf dery Gewissen haben, sind Angehörige der Logen, und immer, wenn sie sich gegenseitig über den Kanal oder über den Atlantik Besuche abstatteten, hat man freimaurerische Verbrüderungsfeste gefeiert, von denen allerdings die Oeffentlichkeit aus verständlichen Gründen niemals etwas erfahren durfte. Im Zirkel der Loge wurde die Wslt- verschwörung gegen Deutschland ausgeheckt, und gerade Franklin D. Roosevelt ist einer ihrer eis- rigsten Schrittmacher seit jeher gewesen. Mit welchem Fanatismus dieser durch seine Herkunft auch mit jüdischem Blut infizierte Präsident der Vereinigten Staaten und Hochgradfreimaurer dem Kriege nachläuft, offenbarte erst jetzt wieder eine Adresse, die er an den USA.-Kongreß richtete und aus demagogischen Gründen sogar auf Schallplatten ausnehmen und im Rundfunk übertragen ließ. Seine Adresse befaßte sich mit der Verlange- der einjährigen Dienstzeit im USA.- Heere. Wie die ganze Kriegspolitik Roosevelts auf der Lüge von dem angeblichen Weltherrschaftsstreben Deutschlands aufgebaut ist, so mußte auch in diesem Falle wieder eine Lüge her, um die kriegstreiberische Forderung des Präsidenten zu begründen. Er besah die Frechheit, Deutschland erneut als aggressiv hinzustellen und zu behaupten, • jeder deutsche Erfolg bringe die Gefahr näher an die westliche Hemisphäre heran, weshalb er mit • dem Schicksal seines Landes nicht Vabanque spielen > könne. Dabei ist Roosevelt neben Churchill einer : der größten Vabanque-Spieler der internationalen - Politik, ein zynischer Abenteurer, der sich aus dem Stalins Militärdiktatur. Rom, 22. Juli. (Europapreß.) Auf Grund der in Rom vorliegenden Nachrichten stellen die römi- chen Blätter fest, daß die Ernennung Stalins zum Volkskommissar für die Verteidigung, die einer Militärdiktatur gleichkomme, beweise, daß die bolschewistische Militärmaschine nicht so laufe wie sie lausen sollte. Der „Rote Zar" wolle alle Zügel der Militärmacht in den Händen haben. Die furchtbare Strenge des Marschalls Ti moschen ko scheine Stalin nicht ausreichend zu sein, der mehr Vertrauen zu seiner grausamen Energie und zu dem Schrecken habe, den allein schon sein Name einjage. Stalin baue in diesem tragischen Augenblick offensichtlich mehr auf den politischen Aufbau des Bolschewismus, der anscheinend nur mehr allein die blutigen und verzweifelten Anstrengungen des Volkes erzwingen könne, dke der Kreml benötige. Die „Stampa" schreibt, das Mißttauen Stalins erstrecke sich auf jeden siegreichen oder unbesiegten General; Stalin wittere überall die möglichen Führer eines Staatsstreiches. Zugleich habe er durch die Uebernahme des Oberkommandos dem Streit zwischen den Marschällen ein Ende machen wollen. Mit der Ernennung Timo s ch e n k o s zu seinem Vertreter habe er diesem eine Autorität über den unfähigen Woroschilow und den mittelmäßigen B u d j e n n y gegeben. Ti- moschenko solle die nach Moskau führende Straße verteidigen. Vom militärischen Standpunkt aus betrachtet sei der Beistand, den Stalin gebe, sehr gering. Wenn jedoch Stalin in einer Zeit der völligen Niederlage die Verantwortung für die weiteren militärischen Operationen übernehme, sei es offenbar, daß er keine andere Möglichkeit gefunden habe, um der Auflösung der sowjettschen Wehrmacht Einhalt zu tun. Der neue Chef der sowjetischen Politischen Polizei sei bekannt als derjenige, der das Gemetzel unter der „Alten Garde" Lenins organisiert habe. Seine Ernennnung zeige, baß Stalin eine neue Welle des Terrorismus für notwendig erachtet habe. .5. I en Berlin, 22.Juli. (DRV.) Wie bas DRV. er- Unter Bild zeigt eine Ansicht nom Kreml, dem Sitz der obersten S°°jetm°chth°ber. - (Sch-E) und Moskau endlich als drittes Rom zählte. Der Bolschewismus, verkörpert in der III. Internatw- nale, nahm den tatarisch-byzanttmsch-moskowtti chen Herrschaftsgedanken einschließlich der mystischen Tarnung dort auf, wo ihn unfähige Trager dieser in der ursprünglichen Form überalterten Ideen aus ihren schwachen Händen hatten entgleiten laßen. Sektiererhafte Unterströmungen kamen dazu. Das herrschaftslüsterne Judentum sah die Chance und fette sich an die Spitze. Die Qualifikation dieser bolschewistischen Juden war vielfach, daß sie lesen und schreiben konnten. Das genügte: nach der vollkommenen Ausrottung der alten Oberschicht. Don dieser aeiftia erbärmlich schmalen Basis aus belebten sie den alten herrschaftsanspruch Moskaus unter dem tichen Lebens in USA., unter ihnen (stehend Fünfter von links) der berüchtigte Jude La Guardia, seines Zeichens Oberbürgermeister von Reuyork. Bezeichnend ist, daß diese Aufnahme für die Oeffentlichkeit wiederholt nachdrücklichst gesperrt wurde. Sie belegt dokumentarisch die enge Verbundenheit des Kriegshetzers Roosevelt mit jüdischfreimaurerischen Kreisen, in deren Witte die teuflischen Pläne ausgeheckt wurden, nach denen diese Dunkelmänner mit dem Präsidenten an der Spitze die USA. in die Katastrophe des Krieges treiben | wollen .. tirnmen. ntet Sehr strenges Verbot wurde verhängt, SBen nein Bild an die Oeffentlichkeit kommen zu lassen, fcer privat habe ich das Interesse, der 10. Provinz ene Kopie als Geschenk zukommen zu lassen. Die breite den Weistergrad. Bei dieser Gelegenheit hatte ich die besondere ihre, diese geschichtliche Begebenheit zu verewigen, (in Gruppenbild vom Präsidenten mit seinen bei Söhnen, stehend hinter ihm, wurde aufge- anderen Vorzeichen der Erlösung der Welt durch die III. Internationale. Sie waren die letzte und hemmungsloseste Verkörperung der Moskauer Kreuzspinne; über ihnen heulen die Stukas. Von Moskau und dem Kreml saat ein altes mos- kowitisches Sprichwort: „Hebet Moskau geht nur der Kreml, über den Kreml nur der Himmel". Die Stadt ist die Erbin von Kiew, dessen große Bedeutung und dessen Reichtum durch die Tataren-Ein- fälle vernichtet wurden. Nördlich von Kiew aber entwickelte sich Moskau als Trägerin des überaus einträglichen Handels mit Pelzen, Salz und Holz dort, wo die Moskwa schiffbar wird. Die Moskwa mündet in die Oka, und die Oka ist wieder ein Nebenfluß der Wolga, des größten Stromes Europas. Nach allen Seiten hin verfügte schon das alte Moskau über gute Karawanenwege, die sternförmig nach allen Windrichtungen ausgehen. Und diese Gunst der zentralen Verkehrslage hat sich auch Moskau zu bewahren gewußt, als die Eisenbahnen die alten Landwege ersetzten. Moskau ist der größte Eisenbahnknotenpunkt der Sowjetunion. In neuester Zeit haben die Bolschewisten in gewandelter Form auf die Wasserstraßen zurückgegriffen, die in der Frühzeit des menschlichen Verkehrs eine so große Rolle gespielt haben. Kanäle verbinden heute Moskau mit der Ostsee, dem Weißen Meer, dem Eismeer, dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer; 1935 stellte Marschall Woroschilow schon die Prognose, daß das künftige Moskau die Hafenstadt und der Umschlagsplatz von fünf Meeren sein werde. Moskau liegt auf sieben Hügeln zu beiden Seiten der Moskwa, die in starken Krümmungen Eine Aufnahme des amerikanischen Präsidenten, die in den Akten einer norwegischen F ausgefunden wurde (Freimaurer-Gruppenbild). — (Scherl-Bilderdienst-M.) Mit dem deutfchen Lustangriff aus Moskau ist >as Kernstück der europäischen Sowsetumon upe ' ationsgebiet geworden. Das ist em lalbeftanb -Mbolhafter Bedeutung. Moskau war m feine «anzen, nicht sehr langen Geschichte — bie Stabt fit napp sechs Jahrhunderte altl — immer-IN »ahrs Kreuzspinne. Es übernahm von den Tataren, m deren Herrschaft seine Fruhzeit fallt. die bchstal inbekümmerten tzerrschastsmethoden. vonl Byzanz, Her Hauptstadt des oströnnlchen Reiches, das JSeai siner Theokratie, einer absoluten Skäatsfuhrung, »ie sich auch den religiösen glauben dienstbar mackte Sein hohes Ziel war es: das „Dritte Rom tu fein, wobei die moskowitische Geschichtsauffassung Das eigentliche Rom als erstes, Byzanz als z Roosevelt als Freimaurer entlarvt. Sensationeller Fund in Osloer Freimaurerloge. — Roosevelts Bild sollte geheim bleiben das Häusermeer durchzieht. Vor dem Weltkrieg unterschied man fünf Hauptteile, die durch Mauern oder Boulevards von einander getrennt waren: den Kreml, die Kitai-Gorod, ursprünglich die Tataren- stadt, später der Hauptsitz des Verkehrs, der Börse und der großen Kaufhäuser, weiter die Bjely Go- rod, die „Weiße Stadt", die mit ihren vielen Palästen und öffentlichen Gebäuden und glänzenden Läden der eleganteste Stadtteil war, ferner bie „Erdstadt", sogenannt nach den früheren Erdwallen, und schließlich die zahlreichen Arbeitervorstädte, die ursprünglich meist Textilfabriken, heute alle Industrien beherbergen. Das bolschewistische Moskau ist in zehn „Rayons" geteilt. Riesige Büropaläste amerikanischen Stils sind für die zentralen Sowjetbehörden errichtet worden. Die Einwohnerzahl Moskau ist von 1,6 Millionen im Jahr 1912 auf 4,14 Millionen im Jahr 1939 gestiegen. Das Wort Kreml stammt aus dem Tatarischen und bezeichnet eine Stadtsestung oder einen burgartigen alten Stadtteil verschiedener russischer Städte. So findet sich z. B. ein Kreml auch m dem inzwischen eroberten Pskow (Pleskau) am Peipus- See. Fast zum Eigennamen ist aber der M os- rauer Kreml geworden, der auf einem 43 Meter über der Moskwa hoch gelegenen Hügel in der Form eines unregelmäßigen Dreiecks mit einem Umfang von zwei Kilometer errichtet ist. Seme 20 Meter hohe, mit Zinnen und 18 Türmen geschmückte, im Jahre 1487 erbaute Mauer umschließt Staatsgebäude, Paläste, Kasernen, früher auch Kirchen und Klöster. Nur fünf Tore fuhren durch die Kremlmauer und damit in das Allerheiligste der Sowjets, die sich hier 1918 etabliert haben. Italienische und deufi.che Architekten haben am Kreml mitgebaut; einzelne seiner Gebäude wie der Große Kreml-Palast, sind erst vor knapp hundert Jahren errichtet worden. Hut. sind in den Akten einer norro egi- syen Freimaurerloge sensationelle Unterligen über die Logentätigkeit des nordamerikanischen scäsidenten Roosevelt gefunden worden. Ls hindelt sich um ein geheim es V ilddoku- oenf, das Roosevelt in Freimaurertracht |n kreise von Juden und bekannten Personen des zsentlichen Lebens als Witglied einer Reu- tjorfer Loge zeigt. Das Dokument wurde von fdo auf dem schnellsten Wege nach Berlin gesandt, uit der deutschen Oeffentlichkeit übergeben zu wer- frn. Das Dokument sand sich in den Akten einer rb, ' des int, J Ile- . j der i „Es ist mir eine große Freude, etwas Inter- k> s a n t e s für das Archiv des Stammhauses beitrugen zu können. Am 7.11. war der Präsident der im ler. Staaten. Bruder Franklin D. Roof e- aus ielf, in der Architekt-Loge in Reuyork anwesend, stes uo seine beiden jung ff en Söhne James nb Franklin jr. in den 3. Grad aufgenommen wurden. Sein ältester Sohn Elliot hat Leben der Hm traft seines Amtes anvertrauten Millionen nordamerikamscher Bürger nichts macht. Die Gefahr, von der Roosevelt spricht, ist das alte Schreckgespenst, mit dem er immer wieder das Volk in den USA. einzuschüchtern versucht. Diese Gefahr existiert in Wirklichkeit gar nicht, sie ist nur eine fixe Idee, ein Produkt der Phantasie dieses Kriegsverbrechers, ohne die er seine Kriegspolitik überhaupt nicht betreiben könnte. Er sprach davon, daß die internationale Lage viel ernster als vor einem Jahre geworden sei. Warum dies so ist, wagte er nicht zu untersuchen, denn gerade Roosevelt hat einen großen Beitrag zu dieser Verschärfung der Lage in der Welt geliefert. Er selbst ist oer Träger der Gefahr für die sogenannte westliche Hemisphäre, indem er nämlich mit Mischer Hast und freimaurerischer Geschäftigkeit dem Kriege nach- iagt, von dem der anständige und vernünftige Bürger in den Vereinigten Staaten gar nichts wissen will. Roosevelt kann aus seiner Haut nicht heraus, weder was seine Abstammung betrifft, noch hinsichtlich seiner Zugehörigkeit zur internationalen Freimaurerei. Von ihm etwas anderes zu erwarten als die Hetze zum Krieg, würde dasselbe bedeuten, als wollte man verlangen, daß aus einem Wolf ein Schaf wird. H. Neuer Auftrieb der Kriegspsychose. Roosevelt fordert Dienstzeit-Verlängerung. Washington, 22. Juli. (DRB.) Roosevelt forderte am Montag in einer Botschaft an den Bundeskongreß die Verlängerung der einjährigen D i e n st z e i t für die aktiv Dienenden, die Nationalgarbe und Reservisten. Roosevelt begründete seine Forderung einer längeren Dienstzeit damit, daß, wenn diese nicht verlängert würde, die Nation ein er nft e 5 Risiko auf sich nehme und die Armee sich innerhalb von zwei Monaten m Auflösung befinden müßte. Die internationale Lage sei heute viel ernster als vor Jahresfrist, und die Auflösung der großen Organisation durch Entlassung der in Ausbildung befindlichen Soldaten könne nicht verantwortet werden. Die deutsche Eroberung vollzöge sich nach sorgfältigem Plan, und jeder Schlag bringe die G e - fahr.näher an die westlicke'Hemisphäre heran. Amerika könne daher mit dem Schicksal seines eigenen Landes nicht Vabanque spielen. ♦ Das Vabanguefpielen ist nun gerade ein Charakteristikum Roosevelts. Bedenkenlos setzt er das Schicksal seines eigenen Landes aufs Spiel, indem er es durch seine demagogischen Beschwörungen i m - mer tiefer in d i e Kriegspsychose hin- eintreibt. Nur mit der bekannten ßüge von einem drohenden deutschen Angriff auf die westliche Hemisphäre vermeint er, die Zustimmung des Kongresses zur Dienstzeitoerlängerung erzwingen zu können. Er muß die Gefahr besonders düster malen, da er sonst die große Opposition nicht Niederhalten kann, die sich gegen seine unpopuläre Maßnahme gebildet hat. Die starke Opposition aber spiegelt die Tatsache wider, daß das ganze amerikanische Volk ein Gefühl dafür hat, daß die von Roosevelt verlangte Dienstzeitverlöngerung nicht der Sicherheit der Vereinigten Staaten dient, sondern ausschließlich im Dienste der Vertiefung der Kriegspsychose steht. Roosevelt muß seine Maßnahme also gegen den Willen des Volkes durchsetzen, und das kann er nur durch Lügen und demagogische Beschwörungen. Das Echo in Nom. Rom, 23. Juli. (DNB. Funtspruch.) Das Bild Roosevelts als Freimaurer wird von der römischen Presse als äußerst wichtiger Beitrag zum Verständnis der Politik des Präsidenten bezeichnet. Dieses Bilddokument, so schreibt „Messaggero", ist der unwiderlegbare Beweis für Roosevelts Abhängigkeit von der Freimaurerei und zeigt, daß der Krieg gegen die Achse einer vom Präsidenten gegenüber seinen Logenbrüdern übernommenen Verpflichtung entspricht. Roosevelt könne in der Tat nur in dem von den Juden, Bolschewisten und Ueberbleibseln der Demokratie gewünschten Sinne handeln. Das fei d i e Ursache der kriegshetzerischen Politik des Weißen Hauses. „Popolo di Roma" stellt fest, daß Roosevelt zu der schlimmsten Sorte von Juden und Freimaurern gehöre, „nämlich zu jenen, die sich schämen, es öffentlich zu zeigen". Wenn man das in Oslo aufgefundene Bild betrachte, so könne man sich nicht mehr wundern, daß der amerikanische Präsident eine den Interessen der Juden und Freimaurer entsprechende Politik verfolge. Interessant fei dieses Bild aber auch deshalb, weil gerade Roosevelt die heftigsten Feldzüge gegen die Geheimbünde oder die vom Ausland abhängigen Vereine gutgeheißen hat. Vielleicht werde Roosevelt dabei gedacht haben, daß Judentum und Freimaurerei in diesem Fall nicht vom Ausland abhängen, weil ja die Vereinigten Staaten heute die Hochburg der Freimaurerei und des Judentums sind. Allerdings handelt es sich um die Vereinigten Staaten Roosevelts, denn es gibt auch noch ein anderes Amerika: das Amerika der Amerikaner! Das Ritterkreuz für tapfere Afrikakampfer. Berlin, 22. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Cramer, Kommandeur eines Panzerregiments, Hauptmann Gierga, Kompaniechef in einem Panzerregiment, Oberleutnant Senf ft von Pilfach, Kompaniechef in einem Panzerregiment und Leutnant Zahn in einer Panzerjäger-Abteilung. Oberstleutnant Cramer führte in Nordafrika als Kommandeur sein Panzer-Regiment im Nacht- marsch unter schwierigsten Verhältnissen vor Ca- puzzo. Dann griff er schwere englische Panzer an und gab damit den Ausschlag für die günstige Entwicklung der Lage vor Tobruk. Ebenso ist die Gewinnung des Halfaya-Passes zu einem wesentlichen Teil ihm zu verdanken. — Hauptmann Gierga griff in Afrika zahlenmäßig stark überlegene schwer aepanierte englische Kampfwagen ab, obwohl sich feine Panzerkompanie fast völlig verschossen hatte und stärkstem feindlichen Feuer ausgesetzt war. Die feindlichen Panzer wurden aus nächster Entfernung mit den letzten verfügbaren Granaten dis auf einen vernichtet. — Oberleutnant6e n f f t vonP ilsach griff in Afrika mit feiner Panzerkompanie zahlenmäßig weit überlegene schwer gepanzerte englische Kraftwagen gn. Er vernichtete einen Teil, vertrieb den Rest urtb ermöglichte den weiteren Vorstoß der Abteilung in den Rücken des Feindes. — Leutnant Zahn hat mit nur einem 5-ew-Pakgeschütz den starken feindlichen Panzervo-rstoß aus Capuzzo auf Bardia abgewehrt. Er drang dann in Capuzzo ein und vernichtete dort sechs Panzerwagen. Nach dem Ausfall seines Geschützes konnte er erst nach heftigem Widerstand gefangen genommen werden. Es gelang ihm aber, den Engländern zu entkommen. Das Ritterkreuz für zwei tapfere Flakoffiziere. Berlin, 22. Juli. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Haupt- Von Kriegsberichter! DNB. ..., 22. Juli. (PK.) Zum ersten Male hat in der Nacht zum Dienstag die deutsche Luftwaffe zu einem gewaltigen Schlag auf kriegswichtige Ziele der bolschewistischen Hauptstadt ausgeholt. Der Schein der untergehenden Sonne liegt über dem Rollfeld, als wir eine Maschine in kurzem Abstand hinter der anderen, zu dem Flug nach Moskau star- ten. Brausend ziehen die Flugzeuge über das Land, und stoßen weiter vor in das Kriegsgebiet Brennende Dörfer, das Aufblitzen der Abschüße der schweren Artillerie, die Leuchtspurfäden der MG.s zeigen uns, daß dort unten, bei unseren Kameraden vom Heer auch in dieser Nacht der Kampf nicht ruht und daß die deutschen Truppen immer weiter vorwärtsstürmen. Die Frontlinie, die wir uns zu Beginn unseres Fluges auf unsere Karten eingezeichnet haben, stimmt schon an einzelnen Stellen nicht mehr. Wesentlich weiter sind unsere Truppen in feindliches Land eingedrungen. Doch dann lassen wir die Frontlinie mit chren Bränden und Granateinschlägen hinter uns, und vor uns liegt das weite Land. Drunten ist alles ruhig. Nur selten flackert em Scheinwerfer auf, setzt ein Abwehrgeschütz einmal ein paar Granaten an den Himmel. Noch immer ist von Moskau nichts zu sehen, aber da vorn, wo immer Scheinwerfer am Himmel umhergeistem, wo über dem Horizont eine dunkelrote Wolke steht, da wird wohl die Hauptstadt der Internationale liegen und die Wolke Bolivien im Schl Oie deutsche Antwort auf eine ui Berlin, 22. Juli. (DNB.) Im Zuge der nord- amerikanischen Erpressung und Vergewaltigung der kleinen mittel- und südamerikanischen Staaten mit Hilfe von wirtschaftlichen Druckmitteln und politischen Drohungen hat sich die bolivianische Regierung bereitgefunden, unter falschen und in ihrer Tendenz durchsichtigen Anschuldigungen den deutschen Gesandten Hermann Wendler als persona ingrata zu erklären und seine Abreise zu verlangen. Die deutsche Reichsregierung hat auf diesen allen Regeln des Völkerrechts hohnsprechenden Akt der bolivianischen Regierung^ durch ihren Gesandten Wendler folgende Note überreichen lassen: „Die bolivianische Regierung hat mir am 19. Juli milteilen lassen, daß sie mich nicht mehr als persona grata ansehe und meine Abreife bis zum 22. Juli wünsche. I rgeudwelche Gründe, die dieses Vorgehen der bolivianischen Regierung rechtfertigen können, sind mir oder der Reichsregierung nicht mitgeteilt worden und liegen selbstverständlich auch nicht vor. Die von einem Vertreter der bolivianischen Regierung nachträglich der Presse gegenüber angegebene Begründung kennzeichnet sich von selbst als völlig freie Erfindung, die jeder Grundlage entbehrt. Im Auftrage der Reichsregierung lege ich deshalb gegen /»/ pf d» * 1 Schändliche Behandlung im London« Oie Leiterin des französisch D i ch y , 22. Juli. (DNB.) Nach neunmonatiger Inhaftierung im Hollaway-Gefängnis in London zusammen mit 1200 der Zugehörigkeit zur 5. Kolonne verdächtiger Frauen traf am Samstag Madame N i c o l l e, eine der ersten Leiterinnen des französischen Roten Kreuzes, in Dichy ein, nachdem Marschall Pötain mit Hilfe der USA.-Botschaft in Vichy ihre Freilassung erwirkt hatte. Madame Ni- colle war als Leiterin des französischen Roten Kreuzes im September 1940 imAuftragder französischen Regierung als Vertreterin des französischen Roten Kreuzes nach London gesandt worden. Nach einem viertägigen Aufenthalt in London wurde sie von Scotland Hard verhaftet, ohne daß ihr hierfür ein Grund mitgeteilt wurde. Frau Nicolle wurde nach einer neunmonatigen Gefängniszeit bei unwürdigster Behandlung Anfang Juni 1941 aus der Zelle entlassen, und, von Polizeikommissaren und einer Aufseherin begleitet, nach einem englischen Hafen befördert. Dort erwarteten sie sechs weitere Polizeikommissare, die chr zur Begleitung auf das Schiff mitgegeben wurden. Frau Nicolle mar während der Ueberfahrt niemals ohne ständige Ueberwachung. Sie durfte mit niemandem sprechen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt kam sie erst Anfang Juli in Lissabon an. „Das menschliche Leiden im Weltkrieg und im letzten Krieg haben mich nicht so erschüttern können wie das Leid der 1 2 0 0 Frauen im Holloway-Gefängnis von Lon- d o n“, erklärte Frau Ricolle. „In diesem Gefängnis beftnden sich alle Frauen, die in Eng-' land verhaftet wurden, weil man sie verdächtigte. der 5. Kolonne anzugehören — Engländerinnen, die Deutsche geheiratet hatten, die die deutsche Staatsangehörigkeit wieder ablegten, denen man aber die Rückgewährung der englischen Staatsangehörigkeit verweigerte usw. Unter ihnen befinden sich Frauen deutscher Geschäftsleute, Diplomaten und Beamten, Auch die Frau des Schwarzhemdenführers Sir Oswald Mosley, mit anderen Frauen von Anhängern der Mosley-Bewegung. Es handelt sich um ein Gefängnis, das weder mann Fromm, Abteilungskommandeur In einem Flakregiment: Oberleutnant Jäger, Zugführer in einem Flakregiment. Hauptmann Fromm hat sich vor allem in den Abwehrkämpfen in Nordafrika hervorgetan und mit feiner Abteilung schlachtentscheidende Erfolge errungen. Bei den dreitägigen schweren Kämpfen um Sollum vernichtete er mit seiner Abteilung allein mehr als 80 feindliche Panzer. Oberleutnant Jäger zeichnete sich als Führer eines 8,8-cm-Flakzuges bei der Bekämpfung eines Festungsmassivs der Metaxas-Linie aus. Trotz stärkster Gegenwirkung feindlichen Artillerie- und MG.-Feuers führte er seinen Trupp vor und konnte 30 Bunker, acht Panzerkuppeln und zwölf sonstige Ziele außer Gefecht setzen. Nartin Winkelmarm. zeigt, daß es dort schon ganz erheblich brennen muß. Die sowjetische Flakabwehr wird immer häufiger. Schon stehen 30, 40, 50 Gespensterarme am Himmel, flitzen wild und aufgeregt durcheinander und suchen, suchen. Und was vorher eine rote Wolke war, das breitet sich vor unseren Augen, schon jetzt, wo wir noch gar nicht alles überblicken können, als Flammenmeer aus, wie mir es bisher noch fetten zu sehen bekamen. Nun sind wir mitten über dem Ziel. Unter uns tobt eine infernalische Höllenglut. Ganze Anlagen brennen lichterloh und dicker, undurchdringlicher Rauch zieht langsam und träge über das Ruinenfeld, das die deutschen Bomber zurückgelassen haben. Dort unten, wo die verführten Dolksmassen in den Kellern sitzen, muß in diesen Stunden die Hölle los fein. Explosion auf Explosion blitzt auf. Neue Feuer entftehen, alte werden immer wieder aufgepeitscht, und immer noch gibt es kein Ende, immer noch fällt Bombe auf Bombe auf kriegswichtige Ziele. Auch wir haben unsere Last abgeladen, haben die Einschläge beobachtet und drehen nun ab. Noch im Abdrehen erfassen uns die Scheinwerfer, die wir erst nach vielen Kurven loswerden. Aber dann geht es auf Heimatkurs. Noch einmal ein langer Flug, bis wir wieder landen. Bei Tageslicht sind wir gestartet, bei Tageslicht sind wir zurück. Dazwischen liegt eine Nacht des Schreckens, die an dem Bestand des Bolschewismus gerüttelt hat. epptau der LlGA. gerechtfertigte Herausforderung. das allen Regeln des internationalen Verkehrs hohnsprechende Vorgehen der bolivianischen Regierung schärfste Verwahrung ein. Die Reichsregierung hat sich ihrerseits veranlaßt gesehen, dem bolivianischen Geschäftsträger in Berlin mitzuteilen, daß er nicht mehr persona grata sei und Deutschland innerhalb von drei Tagen zu verlassen habe." ♦ Die bezahlte Arbeit der gegenwärtigen bolivianischen Regierung wird begleitet von einer Hetztirade Smnner Welles, der sich wieder einmal in wüsten Verdächtigungen gegen Angriffsabfichten der Achse auf Südamerika ergeht, und von der Kongreßbotschaft des Präsidenten Roosevelt, der auf dem Hintergrund der bolivianischen Episode die Bedrohung der Vereinigten Staaten durch Deutschland zeichnet, um die einberufenen Jahrgänge der USA.-Nationalgarde gegen den Willen des amerikanischen Volkes und der Nationalgarde selbst unter Waffen halten zu können. Es ist offensichtlich, daß Roosevelt und seine Hörigen in Bolivien nichts anderes bezwecken, als durch eine großangelegte Terrorwelle die nationalen Kräfte Boliviens durch eine Verhaftungsaktion auszu- {(halten, um damit den Bodett für eine koloniale Abhängigkeit Boliviens zu bereiten. ?n gegen Frauen. r LnternierungSgefängniS Hollaway, m Roten Kreuzes berichtet. eine hygienische Einrichtung kennt, noch Licht in den Zellen hat, ein Gefängnis, in dem nur diejenigen Rahrung erhalten, die Geld haben. Wenn ich nicht über Bargeld verfügt hätte, wäre ich zugrunde gegangen. Das Frauen- st erben in diesem Gefängnis ist fürch ter- l i ch. Die Frauen sterben buchstäblich den Hungertod. Die geringste Auflehnung hat die schärfsten Sanktionen zur Folge. Ich weigerte mich eines Tages, die abscheulichen Klosetteinrichtungen zu reinigen und wurde sie- ben Tage in die Dunkelzelle geworfen. Schwangere Frauen wurden nicht aus dem Gefängnis entlassen und kamen in der Zelle nieder. Aerztliche Behandlung gab es kaum. Mütter und Kinder starben am Tage der Geburt in der Gefängniszelle. Ich entsinne mich einer Frau eines Deutschen von 60 Jahren, die durch Kälte, Hunger und Mangel an Hygiene sterbenskrank in diesem Gefängnis liegt. Kurz vor meiner Entlassung sprach ich noch mit ihr. Sie war zum Skelett abgemagert. Insgesamt sehen diese 1200 Frauen nur eine Viertelstunde jeden Tag am Morgen und am Rachmittag den freien Himmel. Selbstverständlich hatten zu all ihrem Leid die Frauen im Holloway-Gesängnis auch unter den furchtbaren Bombardierungen zu leiden. Das Märtyrertum der Frauen vom Holloway- Gesängnis in London und die Behandlung, die ich selbst zu erdulden hatte, haben mich in einer Weise umgewandelt, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte, obwohl ich in meinem Leben schon viel Leid gesehen habe. Ich habe mich in diesen furchtbaren neun Monaten immer wieder gefragt, wie es möglich ist, daß die Engländer fähig sind, in den meisten Fällen völlig unschuldige Frauen in einem mittelalterlichen Gefängnis mit mittelalterlichen Methoden zu guälen. Ich bin in meinem Lande und auch in England und in den USA. jahrzehntelang als englandfreundlich bekannt gewesen. Heute kann ich es nicht mehr sein. Ich habe Am ersten Tag des zweiten Monats. Von unserer Berliner Schriftleitung. Am ersten Tag des zweiten Monats des Ostfeld. zugs, am 22. Juli, meldet der Wehrmachtbericht zwei wesenlliche Tatbestände: Einmal haben die Durchbruchsoperationen der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten die sowjetische Verteidi- gungsfront in zusammenhanglose Gruppen zerris. sen, und dann hat die Luftwaffe zwischen beit frühen Abendstunden des 21. und den frühen Mor. genftunben des 22. Juli zum ersten Mal Moskau mit großem Erfolg angegriffen. Der Luftangriff auf Moskau ist als Vergeltung für die tückischen Luftangriffe ber Bol- schewiki auf bie finnische Hauptstadt Helsinki und auf die rumänische Hauptstadt Bukarest erfolgt Aber dieser Luftangriff fügt sich zugleich den Ope- rat Ionen des deutschen Oftheeres ein. Die Zet> reißung der sowjetischen 23erteibigung5front gelangt erst dann zur vollen Auswirkung, wenn d i e Bahn- und Straßenverbindungen int Rücken der Sowjetarmeen nicht mehr benutzbar sind. Seit Tagen hat die deutsche Luftwaffe diese wich» tigen Verbindungswege bereits lahmgelegt. Don Moskau gehen bie meisten großen Eisenbahnlinien ber Sowjetunion aus, viele von ihnen haben ge- radezu kontinentale Bedeutung. In Moskau gibt es nicht weniger als neun Fernbahnhöfe. Die Haupt» eisenbahnlinien führen nach Riga, ßeningrab, Ja» roslawl—Archangelsk, Kasan—Swerblowsk—Sibi» rien, Rjasan—Samara—Sibirien, Saratow—Astra» chan, Charkow—Rostow—Kaukasus, Charkow- Krim, Kiew—Odessa und schließlich nach Smolensk- Warschau. Don Bebeutung firtb auch bie natürlichen und künstlichen Wasserstraßen Moskaus sowie bie Flugplätze. Moskau ist bas „Luftkreuz" der Sowjetunion. Don hier aus bestehen Luftlinien nach Charkop, Kiew, Odessa, ber Krim, dem Kaukasus, Iran, in bas sowjetische Mittelasien und in die Nord-Mongolei. Die Sowjets haben es sehr eilig gehabt, der Wett durch ihren Rundfunk zu versichern, daß die starken deutschen Luftangriffe keinen großen Schaden anaerichtet hätten. Aber tn einer eigentümlichen Weise hat sich der Sowjetrund' funk selbst dementiert: er war kaum zu verstehen. Offensichtlich ist ein schwacher Hilfs senb er benutzt worden. Die Bolschewiki haben im wörtlichen und im bildlichen Sinn so oft anderen den roten Hahn aufs Dach gesetzt. Nun haben sie weitleuchtenbe Großfeuer und Flächenbrände von den Fenstern des Kreml aus, in dessen Nähe allein 12 schwere Treffer erzielt worden sind, sehen können. Bemerkenswert ist, daß bie Luftabwehr trotz zahlreicher Flakbatterien wirkungslos gewesen ist. Unsere Verluste sind trotz des starken Einsatzes von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen minimal. Der Wehrmachtbericht vom 22. Juli hebt hervor, baß trotz ber Zerreißung der sowjetischen Verteidigungsfronten in zusammenhanglose Gruppen und trotz bes Ausfallens einer einheitlichen Führung des Feinbes zäher örtlicher Wiberstand und hartnäckig geführte Gegenangriffe festzustellen sind. Dis Einzelmitteilungen über die Panzerkämpfe int Dnjestr-Abschnitt, bei Porbow und Witebsk sind Bei- piele. Erwähnt fei noch, daß im nördlichsten Kampf, abschnitt- bie Haltung ber finnischen Truppe und Zivllbevölkerung schlechthin hervorragend ist. Dr. Ho. am Sonntag dem Vertreter bes amerikanischen Roten Kreuzes in Vichy, Allen, das Leib dieser Frauen geschildert. Er schüttelte nur den Kops. Ich habe in meiner Schilderung nichts übertrieben. Herr Allen hat heute meinen Bericht an den Präsidenten bes amerikanischen Roten Kreuzes abgesandt. Ich habe diesem Bericht hinzugefügt, daß ich an bas menschliche Gewissen appelliere, damit dieses um chuldige Leiben aufhört, .daß man zumindest bie Kranken und Siechen aus dem Gefängnis entläßt und in Krankenhäuser schafft. Im Gefängnis von Holloway zu Lonbon befinden sich Frauen im Alter von mehr als 60 Jahren dis zu jungen Mädchen von 16 Jahren. Sie sterben, sie lechen dahin oder werden vom Wahnsinn befallen. Ich bin nun nach Frankreich gekommen und kenne nur noch eine Pflicht: Nämlich für bie Befreiung dieser 1200 Frauen bis zum äußersten zu kämpfen. Große Erfolge deutscher Panzertruppen. Berlin, 22. Juli. (DNB.) Panzertruppen des deutschen Heeres vernichteten am 20.7. in heftigen Kämpfen im Raume von Porch ow große Teile sowjettscher Panzerkampfwagen. Mit uner- chutterlicher Treffsicherheit schossen bie Deut- chen 98 Sowjet-Panzerkampfwagen bei außerorbentlich geringen eigenen Verlusten ab. * Im zügiaen Vorgehen im Dnjestr-Abschnitt machten deutsche Panzertruppen am 20. Juli 10 00 0 Gefangene und erbeuteten oder vernichteten 220 Sowjetpanzerwagen und 40 ©e- chütze. * Zu heftigen Gefechten zwischen deutschen und Sowjet-Panzerkampfwagen kam es am 20.7. i m RaumevonWitebsk. In breiten tief gestaftel- ten Wellen stießen die Sowjet-Panzerkampfwaaen 'egen die deutschen vor. Sämtliche Angriffe Der Bolschewisten brachen im deutschen Feuer ufammen. Die Bolschewisten wurden unter hweren Verlusten zurückgeschlagen. Don ungefähr 130 angreifenben bolschewistischen Panzerkampf- Shnn^^H^te ein'e keutf^e Panzerdivision Der italienische Bericht. Rom, 22. Juli.^ (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Die Flugzeugstützpunkte von Malta wurden in ber Nacht auf ben 22. erneut von unseren Stift- ftreitträften bombardiert.' 3n Norbafrika wurden an der Tobruk- Front erneute feindliche Angriftsversuche glatt abgemtefen. Flugzeuge der Achse haben in Tobruk Verteidigungsstellungen, Batterien und Kraftwagen- parks^nit Bomben belegt. Nordöstlich von Marsa- Luch' haben deutsche Flugzeuge einen englischen Tanker angegriffen und versenkt. Der Feind führte Einfluge auf Bengasi und Derna durch. In O st a f r i f a hat eine unserer aus ttaHieni-' scheu und eingeborenen Truppen bestehende Kolonne ber Garnison von Uolchefit eine bewaffnete Aufklärung erfolgreich bis in die feindlichen Stellungen hinein durchgeDhrt. 05!c ter und Kreisleiter auf Grund persönlich geölter Erfahrungen und Kenntnisse auf den ein- n Tfen«. efM B der in seiner :rbe; br^' Weil »Sä#«»«-Arzneimittel sich überall in derWeli millionenfach bewährt haben. Sie vereinigen in sich die Ergebnisse Wissenschaft« lieber Forschung mit jahrzehnte- W erlch - ini ten M r r tj ri 0 Bayer) langer, praktischer Erfahrung. Ley W rma nationalsozialistischer Grundhaltung, die zu Der Mensch hieß in diesem Falle Leronika uno « aktuellen Gegenwartsfragen, besonders aus war gewiß nicht älter als IV» Jahr, wie er da in t , Gesichtswinkel der Kriegslage gesehen, einzu- einem Straßenbahnwagen aus des Vaters Arm £ Mn ist. Um all diese aufgetauchten Probleme I faß. Der Vater hatte in der Fülle einen schweren i uri ^besonders anschaulichen und praktischen Be- Stands Nickt allem, daß er sich auf em paar kum- rt -Wl"' unterziehen. nahmen einzelne Gau- merlichen Quadralzentirnetern gegen den Andrang w IV m ibt As, ko en rii ie frj «ul tlinitl den fe Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26, bl 135 bis 145,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,24, c (100 bis 119L kg) 1,20, d (80 bis 99,5 kg) 1,14, e—f (unter 80 kg) 1,10, gl (fette Sauen) 126, i (Altschneider) 1,24, g2 (andere Sauen) 1,14, h (Eber) 1,14. RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. ‘erk » di, fahr karten. _ iirg werden nicht gegeben. lerDor, Bene? in uni ihmz Hail, d. Di! fe in b$ei. lampfi e un) Ho. Aus der Stadl Gießen Veronika und die Blümchen. ** Nichtöffentliche Sitzung d er Rats- Herren. Oberbürgermeister Ritt e r hat die Rats- Herren unserer Stadt zu einer nichtöffentlichen Sitzung auf morgen, Donnerstag nachmittag m den Sitzungs aal des Stadthauses, Bergstraße, zusam- menberu en. Die Beratung gilt dem Haushaltsplan für 1941 und der dazu gehörigen Haushaltssatzung. Amtsgericht Gießen. Sie war nicht kleinlich im Stehlen, die A. H. aus Oberscheld, die zuletzt in Gießen in Stellung war. In allen Häusern, in denen sie arbeitete, fand sie Dinge, die chr gut gefielen, und alsbald „orgam- Abend des 20. warf ein feindliches Flugzeug Bomben auf das Wohnviertel der Ortschaft rarino (Provinz Ealtanisseta). Es gab -e und 16 Verwundete unter der Aivilbevölke- Arbeitstagung des Führerkorps der Partei. en ' Mip j grw jJ un«' Deut' n ,7. tffi- nk K R her tru steh )e n u N hte mften chwei. Da ist schon der löffelförmige Bug, der in ferner Gestaltung völlig von anderen Schrffsformen ab- weicht, weil er dem Schiffsrumps die Möglichkeit geben muß, auf die Eisdecke aufzulaufen und sie mit Hilfe des Schiffskörpers ernzudrucken. Auch das Heck muß eine ausfallende Form haben, denn der Eisbrecher ist gezwungen, oft rückwärts zu fahren und dabei das Eis beiseite zu schieben. Da ist die Oie Gießener Hütte der Sektion Sießen-Oberheffen des Deutschen Alpenvereins. oorläufig ist er noch leitender tarnt der Dominik-Werft. Und da wirb er teure Pstrcht tun ^Was^bann kommen wird, darüber braucht er sich heute noch nicht den Kopf zu zerbrechen. ♦ Sos G^ckM^mit den beiden Eisbrechern für Kap Aorn hat sich als ein Mißgriff herausgestellt. Die Norddeutsche Werst hat keine Erfahrungen aus dem Gebiet dieses Dampfertyps. Lind hat sich durch stine Gehässigkeit gegen Friedrich Dommck m eme Verlegenheit hinemmanovnert, dre chn noch viele Haare kosten wird. Auf dem Gößbichl, 2239 m hoch, bei Gmünd in K ä r n t e n liegt ein Haus, das von fernen Bauherren, den Mitgliedern der Sektion Gießen-Ober- f Hessen des damaligen Deutschen und Oesterrelchr- > schen Alpenvereins (heute kurzweg Deutscher Alpen- verein) die Gießener Hütte benannt wurde. \ Sie hat zwei gemütliche Tagesaufenthaltsräume, , eine Reihe von Uebernachtunaszimmern, em Ma- j tratzenlager und ein größeres Touristenzimmer. Die ; einzelnen Raume sind mit Bildern aus der Stadt , Gießen geschmückt, zahlreiche Einrichtungsgegen- stände im ganzen Hause erinnern durch ent- i prechende Beschriftung ebenfalls an unsere Stadt. < ilm 24. August 1913 wurde sie in Gegenwart von Vertretern der Sektion Gießen eingeweiht. Aus jener Zeit stammt ein Hüttenbuch, das uns setzt zur Einsichtnahme vorlag. Es handelt sich um em 240 Seiten starkes Buch, das den Besuchern der Hütte zur Einzeichnung ihrer Personalien und der Angaben über ihr Wohep und Wohin vorgelegt wurde, das zugleich in einer Spalte „Bemerkun- kungen" dem Gast die Möglichkeit gab, seine Meinung über die Hütte selbst, die Unterkunft über Wege und Witterung, landschaftliche Schönheiten ufa). Lundzutun. . „ , .. Das Gästebuch beginnt mit einem von Professor Dr. Richard Trapp, Oberstudienrat a. D. m Gießen, verfaßten Gedicht „Zur Einweihung der Gießener Hütte am 24. August 1913". Darm bringt der Verfasser die Empfindungen zum Ausdruck, von denen die Gießener Alpinisten bei her Schaffung ihrer Hütte auf dem Gößbichl erfüllt waren, und die er ausklingen ließ in den Worten: „Vor Not, Gefahr und Stunneswuten Bewahr dich Gottes Gnadenhand! Er mög dich schirmen und behüten Du Gießner Heim im Kärntnerland! Ferner befindet sich auf einer der ersten Seiten des Buches ein von dem inzwischen verstorbenen Oberstudiendirektor Dr. Otto A l t e n d o r f Meßen) verfaßter „Prolog zum 25fährigen Stiftungsfeste der Sektion Gießen des Deutsche» und Oesterrelchischen Alpenvereins, gesprochen von Montana, der Fee der Hochalmspitze , in dem die engen Beziehungen zwischen der Gießener Hütte und ihren Paten m der Stadt an der Lahn gefeiert werden. Die erste Eintragung als Gast in der Gießener Hütte machte Professor Hedderich lElehen), Vertreter der Sektion Gießen, am 14. August 1913, als Zweck seines Besuches gab er die Besichtigung der Hütte an. Dann folgten für das erste Jahr der Hütte bis zum 17. Oktober 1913 insgesamt 192 Besucher-Eintragungen, unter denen sich auch viele Gießener befanden. Den größten Teil aller Huttenbesucher stellten naturgemäß die Touristen aus den verschiedensten Gegenden des damaligen Oesterreich insbesondere aus dem Kärntner Lande. Daneben fanden aber auch viele Deutsche aus dem Reich den Weg zur Gießener Hütte Das schicksalsschwere Jahr 1914 brachte am 30. Juni den Wiedereinzug des Hüttenwarts unv am 5 Juli als ersten Gast wiederum den Professor Hedderich aus Gießen als Vertreter der Gießener Sektion. Mit dem Ausbruch des Weltkrieges im August 1914 fanden die Besuche iuf der Gießener Hütte ein vorzeitiges Ende. Am 24 August schrieben sich die letzten Besucher, zwei Touristen aus Gmünd, in das Gästebuch em. Am 8. Oktober Eisbrecher ist gezwungen, oft rückwärts und dabei das Eis beiseite zu schieben. Konstruktion der Propeller aus Nickelstahl, die gegen massives Eis arbeiten müssen, ohne Schaden zu nehmen. Da ist die besonders große Steuerfahiakeit, die dem Eisbrecher in der schmalen Fahrrinne kurze Wendungen gestattet. Da ist die.große Anzahl wasserdichter Schotten, die das Schiss beim Leckschlagen gegen das Versinken sichern — da ist ... da ist ... da sind hundert und wieder hundert Fragen an die Lind im Eifer des Wettbewerbs gegen Friedrich Dominik nicht gedacht hat und die jetzt beantwortet werden müssen. Aber es ist schwer, heute die richtigen Fachet« für solche Spezialaufgaben zu bekommen. Der Im genieur, der hente etwas kann, ist tn fester Stellung. Lietzendorf kann etwas. Er hat früher auf einer Elbmger Werft" Eisbrecher gebaut. , . « Wenn man ihn wenigstens zu emer beratend en Mitarbeit auf der Norddeutschen Werft gewinnen könnte, dann wäre einem schon geholfen. Aber man weiß nicht, wie er sich dazu stellt. Denn, was man da von ihm verlangt, ist nicht ganz korrekt. Lietzendorf ist ein Angestellter der Konkurrenz. Wenn man auch selber als Aufsichtsrat eine Pendel- stellung hat — das System läßt sich auf einen An- gestellten nicht ausdehnen! Das ist eine dumme Situation. Noch dazu, wo Lietzendorf damals in der Beschwerdesache gezeigt hat, daß er in Ehrbegriffen verdammt peinlich denkt. .... Dabei — juristisch gesehen, ist das doch kern Unrecht, was Lind von chm verlangen möchte. Er soll keine Geheimnisse verraten, sondern bloß ... Bloß der Konkurrenz helfen soll er! Es wird nicht leicht fein, das gerade einem Mann wie Lietzendorf klarzumachen. Aber in der Not frißt der Teufel Fliegen. Natürlich kann man nicht mit der Tür ins Haus lettij lisländer, die von Schanghai n a ch I a p a n e- wollten und bereits japanische und manbscyu- ii Bifen und die Durchreiseerlaubms der lyra-1 ^^^^llsUeimMain'Iostekn Öchsen 42,5 bis hm Militärbehörden hatten, erretten auf ®ei ?7 Sen 41 bis 51,5 Kühe 13,5 bis 48,5, Färsen 27 0 ans lofio in lientfin t ein eG - : en ba 6 n 47 Bullen 41 ms d , fallen. Aber im Laufe eines zufälligen Gespräches indet sich vielleicht Gelegenheit, dem Ingenieur auf »en Zahn zu sichten. . Ohne große Mühe bringt Lmd heraus, wo der Gesuchte seine Mahlzeiten einnimmt. Ein paar Tage später sitzt auch er m der kleinen Weinstube zum Abendessen. Als Lietzendorf eintritt ist Lind schon da. _. .Kommen Sie her!" meint er. ,Leisten Sir mir ein bißchen Gesellschaft, wenn Sie nichts Besseres vorhaben." Er ruft das in so netter Art, daß der Jngemeur sein Mißtrauen überwindet und Platz nimmt. Lind winkt dem Kellner. „Noch ein Glas! — Sie trinken doch bei mir mit?" lädt er sein Gegenüber ein. „Eine ganze Flasche ist mir sowieso zuviel. Ich habe in letzter Zett etwas mit meinem Herzen zu tun." Er ächzt ein wenig. „Es ist ichon em Leid, wenn man alt wird." Der Kellner bringt das Stammessen. Es paßt wenig zu dem teuren und schweren Wein, den Lmd trinkt. Kein Wunder, wenn er davon Herzbeschwerden bekommt. . Während der Ingenieur ißt, beginnt Lind zu plaudern. Aber so geschickt er das auch macht, Lietzendorf merkt doch sehr bald, daß sein Tischpartner etwas auf dem Herzen hat. Aber er denkt nicht daran, ihm dabei zu helfen. Er ist ihm einmal auf den Leim gegangen. Nie wieder passiert ihm das! _ Trotzdem ist auch ihm dieses zufällige Zusammentreffen angenehm. _ u . Er ist mit der Ausarbeitung seiner Erfindung vorangekommen, und wenn auch noch längst ein Abschluß nicht zu erwarten ist, dann kann es ooch kein Fehler sein, mal vorsichtig die Fühler auszustrecken, ob Herr Lind etwas davon halt. Man wirb nicht dümmer davon, wenn man die Meinung eines solchen Mannes hört, der in großen Summen zu denken gewohnt ist. . Aber Konrad Lietzendorf hat inzwischen gelernt, daß es nicht klug ist, bei Lind mit der Tur ms Haus zu fallen. Er kann warten. Um so mehr kann er das, als doch anscheinend sein Gegenüber von ihm auch etwas will. (Fortsetzung folgt.) Das Blumenpflücken ist eine unausrottbare und weithin verbreitete Betätigung des Menschen, und wenn es sich in artigen Grenzen hält und nicht in Flurschäden ausartet, ist nicht -mal so viel dagegen zu sagen. Keinesfalls aber darf es sich in Gebieten abspielen, die dem Schutze des Publikums empfohlen sind, auf daß die gesamte Mitwelt eine Freude und ein Wohlgefallen daran hat. Indessen das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. 1 Der Mensch hieß in diesem Falle Veronika und _ar gewiß nicht älter als IV2 Jahr, wie er da in j einem Straßenbahnwagen auf des Vaters Arm Probleme faß- Der Vater hatte in der Fülle einen schweren fierte" sie diese Sachen für sich, selbstverständlich still und heimlich, bis schließlich die rechtmäßigen Eigen- tümer das spitzbübische Treiben der holden Amanda entdeckten und sie natürlich hinausbeforderten, So stahl sie in einem Hause einen Siegelring, den sie als Altgold „versilberte"; in einem anderen Hause brachte sie unrechtmäßigerweise ein Paar Schuhe an sich, m einem weiteren Hause, in dem sie dann als „Perle glänzte, galt ihre besondere Liebe einem Topf mtt 1% Kilo Schmalz, der von ihr .'kassiert wurde, in diesem Hause versuchte sie auch ^en mit einem Nachschlüssel zu offnen. Mittlerweile mar aber mit Amanda der bekannte Krug so lange zum Brunnen gegangen, bis er zerbrach, d. h. die Diebin wurde zur Anzeige gebracht und wußte sich nun vor dem Amtsgericht in Gießen wegen Diebstahls in drei Fällen und wegen eines versuchten 'Aweren Diebstahls verantworten. Da sie bisher noch nichts auf dem Kerbholz hatte unb auch ohne weiteres ge- ständig war, ließ das Gericht ihr mildernde Um- stände zugute kommen. Sie kam daher mit z me t M 0 naten Gefängnis als ausreichende Ge- 1 legenheit zum Nachdenken noch glimpflich davon. W Z. Gauleiter und Reichsstatthatter S p r e n- hatte die Gauamtsleiter, Kreisletter und Führer l Liederungen zu einer internen Arbeitstagung tdolf-Hitler-Haus in Frankfurt a. M. einbe» ni. Im Mittelpunkt dieser Tagung stand die Er- L!r deutsches Unterseeboot versenkte am 21. Juli östlichen Ostsee ein sowjetisches Un- rl> e b o 01, ohne daß dieses von seinen Waffen inch machen konnte. * . I „Veronika, das darfst du nicht", sagte der Vater Menbatterien der deutschen Kriegsmarine nah- und redete sonst noch eine Menge, um das Kind tt am 21. 7. an der lettischen ftüftc leiste DOn ber Unrechtmäßigkeit seines Vorhabens zu etische Seestreitkräfte unter Feuer, überzeugen. Aber derlei Ermahnungen sühnen zu nach der ersten Salve sank ein sowietisches nichts, der Vater mußte Veronika das Händchen schiff nach schwerer Detonation. Die Bolsche- festhalten, damit sie sich an der künstlichen Flora drehten daraufhin ab und entzogen sich, der vergriff. 1 deutschen Feuerwirkung. Ob nun der Vater nicht auspaßte, ob Veronika * zu schnell war — mit einem Mal geschah es. »kchsmarschall Göring empfing in seinem „Blumbe" sagte das Kind verzückt, griff Zu, und quartier den stellvertretenden kroatischen da hatte es ein Händchen voll Blumen gegrapscht =fübrer und Minister für die Landesverteidi- und den Hut dazu, auf dem sie wuchsen. Die be« Marschall Kvaternit. troffene Dame kreischte einen Juchzer, die Fahr- W * gäste taten ihrer Fröhlichkeit feinen Zwang an, der r. 9fTl. .rnnrt hpr froatikhen Marine-Frei- Bater stand betreten da. Veronika betrachtete mit ^L NnWSos^ ®DWmiSmUT^nriZn“jä fageü, fo^eiu^nd" erstehe i^em Emsatzort emgetroften. „och nicht, daß man keineswegs Blumen von m v m Damenhüten pflücken darf, und manchereiner mag seoelt ersuchte den Bundeskongreß um Bewil- . Anen S^ß daran haben — ja, aber wenn von 1,25 Millionen Dollar für den Bau ir^enbn)er glaubt, es mache einem Vater Spaß, D neuen HeNumfabnk. einen Hut, den feine Tochter einer fremden Dame * . vom Haupte pflückte, der ziemlich erbitterten Eigen- jfe ^Bereinigten Staaten haben Großbritannien tümerin mit gestammelter Entschuldigung zuruck- fti« Anleihe von 425 Millionen Dollar gewährt, zugeben, so irrt sich der. r^es Geld soll England ermöglichen, die unter dem $$ ^uß es ja schließlich wisse». Veronika ist 'vMLease-Gesetz von USA. gelieferten Waren zu „ümlich meine Tochter. H. 1. 1914 wellten noch einmal ein Zimmerpolier und fein Helfer aus einem benachbarten Orte zur „Nach, schau auf der Gießener Hütte", die im Jahre 1914 insgesamt 75 Personen Unterkunft geboten hatte. Dann kamen die Jahre des Weltkrieges, in denen der Gößbichl mit der Gießener Hütte im Kampfgebiet der damaligen Alpenfront lag. Es folgten die ersten Nachkriegsjahre, in denen niemand m deutschen Landen Lust zu Alpentouren hatte zumal in jener Zeit auch die politischen Verhältnisse im Kärntner Lande noch sehr ungeklärt waren. Erst im Jahre 1921, also nach rund siebeniähriger Schließung, bezogen am 29. Juni der Hüttenwart und die Wirtschafterin sowie die Köchin die ©ie- jener Hütte wieder. Vom 5. Juli 1921 ab fam auch der Touristenverkehr wieder in Gang. Unter den zahlreichen Besuchern jenes Jahres sind in dem Gästebuch neben der Mehrzahl von Touristen aus Oesterreich und Kärnten auch Freunde der Gießener Hütte aus Gießen und Umgegend, unter ihnen wie- herum Professor Hedderick als Vorsitzender der Sektion Gießen vermerkt. Insgesamt waren es rund 500 Freunde der Alpen, die in jenem Jahre die Hütte in Anspruch nahmen. Am 22. September 1921 wurde die Besuchszeit des Jahres abgeschlossen. Seitdem haben bann Jahr für Jahr Hunderte von Männern und Frauen die gastliche Statte Der Sektton Gießen auf dem Gößbichl bei Gmund besucht. Das uns vorliegende Gästebuch reicht m einen Eintragungen bis zum 27. Juli 1931. Nun legt ein zweites Buch zum Einschreiben der Be- facher auf der Hütte aus. Es ist ein vielseitiges Stück deutscher Landsmannschaft, das in den Gaste- eintragungen in diesem Buche erkennbar wird. Neben Touristen aus Kärnten und Oesterreich, Die infolge der geringeren Entfernungen naturgemäß in jedem Jahre am häufigsten in der Gießener Hütte Einkehr halten, findet man in dem Gästebuch alle Gegenden unseres deutschen Vaterlandes vertreten; vom äußersten Zipfel Ostpreußens, von her abgelegensten Ecke Schlesiens, von der We» tüfte, der Nordmark, von den Gestaden der Nordsee über alle deutschen Gaue b-is herunter in die u Tientsin keine Eisenvayn' s , ^fe 14 Rpf. je ©rünbe für die Gmretfenermetge. | bis geb^nbgcmirflt. Für Schweine wur- ilnb Konrad Lietzendorf arbeitet weiter Tag für Tag und danach jede Nacht bis bald tn den grauenden Morgen hinein. So treibt er es eine Weile. Dann spürt er, daß er den Raubbau an seinen Kräften nicht ewig aushalten wirb. _ Wenn auch her Achtstundentag' keine göttliche Jnstttutton sein dürste — fünf, oft gar nur wer Stunden Nachtruhe ist auf die Dauer doch zu wenig. Und noch ein anderer Gedanke kommt ihm. Wenn der junge Dominik mit feiner Erfindung Erfolg hat — und er wünscht ihn ihm von ganzem Herzen — was wird dann aus seiner eigenen? So selbsttos denkt kein Mensch, daß er das Ergebnis seiner Arbeit in den Papierkorb werfen Auch Konrad Lietzendorf will weiter im Leben! Was er sich hier in langen Nachtstunden abringt, bas soll ihn einen Sprung vorwärts tragen, einen recht weiten, hoffentlich! Das zu wünschen und zu erstreben ist sein gutes Recht. Keiner kann etwas dagegen haben. Selbst Nissen nicht. Denn wenn auch die Anregung zu der Arbeit von ihm ist — Lietzendorf hat sie ihm viel- fach bezahlt durch die Unterstützung bei seinen eige- nen Arbeiten. Don ihm stammt ja das wissenschaftlich« Rüstzeug, mit dem der andere seine Erfindung aufbaut. Wer gerecht ist, muß das zugeben. Und wer nicht so gerecht denkt Konrad Lietzendorf zieht die Schulter hoch. Auch wer nicht so gerecht denkt, wird sich fügen J zu unterziehen, nahmen einzelne Gau- merlichen Quadratzentimetern gegen den Andrang - H 0 «- -----c m—1. —f-r:* —, von allen Setten zu behaupten hatte, er mußte ja , auch auf dies Kindchen Veronika achten. Denn Arbeitsgebieten in gründlichen Referaten zu Veronika war mit aller Macht darauf aus Blumen nzelnen Themen Stellung. Die Arbeitstagung 5U. pflücken, mitten m der Straßenbahn, ich bitte so für jeden Teilnehmer wertvolle Anregun- ^! ....... x vermittelte die weitere Ausrichtung und vor „Aumbe! sagte $^ro,ntfsi,h9:. gangbare W-ge praktischer Maßnahmen in grapfchte nach den hundert Blümchen die e ne & hör fnmmpnhen Mocken Dame gleich nebenan auf ihrem Hut hatte, beit der kommenden W ch „Blumbe!" sagte bas Kinbchen anbächttg und wollte Kleine pvlitifthe burd>aus bi€ Blümlein von ber Dame Hut pflücken. r ———- Verdunkelungszeit 23. Juli von 21.27 bis 5.25 Uhr. W Käüch^Twnnnik ist fein Leben karg nut len Lob gewesen. Aber die neue Schaffens- Ä? Lietzendorfs beginnt chm so zu > -Hier häufiger ein anerkennendes Dort Hramfr W ftni aber wundert er sich über das eltfame V li In, mit dem der Cheftngen.eur hierft-r qmt *6# 'N Ws ob er im stillen dem Lob -'ne andere 1,1fkiimg gäbe, oder als ob er nrrt fein «1 htirn bei andern Dingen wäre — weit hinaus 0°^ ’tii das, wovon eben die Rede rst. Die Dominiks. >ag'l Roman von Hellmuth Böttcher. te"" NKvrtsetzung. (Nachdruck verboten.) chnitt fe Wunsch der Japaner ist gescheit wie das 0. 3ü lH-, das sich di? Leute da hlnten in Ostasren er otf' iiik-nEen. Ein Gasmotor arbeitet billig und zu 10 1 Ic'fia. Der dafür gebraucht Anthraztt 0* Orah als Kohle, nimmt also weniger Raum 'Jnb gleichzettig spart man das Gasol, das die Mimotaren verschlingen, und braucht Nich iBtb dafür den Russen oder andern Landern tn fe teÄ SSM« £ ÄJ-•«.« «Ä fi 1 ri b sondern wohin und zu welchem Zweck |ie ^'"fiich'Nhinenbau ist eine Kunsll Und^e jede fti- hat er fein doppeltes Echos, Das Echos das , ' 1 Schaffen felber liegt, uti> das zweite das di II. I» Schaffen Sinn und Krönung ?°rlechll tir . di- Reißbretter im Büro des Ehefingemeurs b sich mit Skizzen und Konstruktionen. In den ■■ 'Stinten liegen lange Berechnungen. ; -S-nn Dominik dann und wann das Zimmer „'S? iig ndorfs betritt und die Arbeiten prust, dann D er sich im stellen zugestehm daß m de^ >ne offenbar nicht nur eine starke technische B kng ruht, sondern auch ein bedeutender, uner |ren * Dornotizen. D( deutsche Gesandte in Paraguay, Dr. Hans Tageskalender für Mittwoch. Lj =8 ü f in g , ist nach schwerer Krankheit gestor- Deff entlief) er Vortrag der.Universität 20 bis jn der paraguayanischen Hauptstadt Asun- 21.30 Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Institut, Licht- fit tefaefeht worben bildervortrag Pros. Dr. Glöckner über Malers unb p $ 6 ♦ Dichtung". — Gloria-Palast (Seltersweg): ,,23enu3 Di portugiesische Freundschaftsmisston für Bra- vor Gericht. — Lichtspielhaus (Bahnhofitratze): M unter Führung des ehemaligen Außen- „Der Mann, von dem man spricht. Atters und Generalkommissars der im verlange- TtrAtihfffinh ift TXnlfäfdtUä jSabr abgehattenen 300-Jahr-Feier, Dr Dan- BraN0|LyUy Ift ^0»rSfcyUY. •u ist an Bord des Dampfers ,/Serpa Pwnto ^a5 Feuer vernichtet, ist unwiederbringlich M/raMio de Janeiro abgereist. verloren. Der Dersickerungsschutz sür den Betro- "L r * \ fenen Hilst diesem wohl, aber volksroirtscha lieh blei- nf k raile Amerika-Finnen, die im letzten fim ben die Werte zerstört Die deutschen ofsentlichen '^rMowjetischen Krieg als Freiwillige nach Finn- Berstcherungsanstalten haben ESgerechnet, daß m l'S aetommen waren haben sich jetzt von neuem Deutschland m leber Minute Sachguter lw Werte NUK7mg- 3"il* am finnifchen Frei- °°n 750,- «m. vernichtet werden. Der Schaden L horcht srklärt trifft den Einzelnen Wie die Gemeinschaft. Brano. m d.ihlD°mpf bereit erklärt., *aben ift also Bolksfchaden, und andererfeits ist 'm ? 2r Gnretber der Informationsabteilung der ja« Brand chutz demnach Bolksfchutz. Das gilt befon- Lp irchen R«7e>mng te lt mit, daß Außenminister bers im Kriege. Jeder Brand hilft dem Femb II o a bneits^am Samstag die B o t I ch a f - Darum ist forgfaltiger Ernte,chutz Pfllcht all r 5 irtirDeulftblanbs und Italiens empfan- Bauern und Landwirte. Jeder aber muh tzilfe \ len, auch auf diese Abschnitte Nährmittel in Gi'l> stätten oder auf Reisen beziehen können, können ii bei den Ernährungsämtern auf Antrag die Abschnitte N1 und N 2 in Reise- und Gaststätten- marken für Nährmittel umtauschen. C. Abgabe von Nährmitteln. Die Einzelabschnitte N11—N 20, N 30 und. N il berechtigen wie bisher zum Bezüge von insgefmni 300 g Nährmitteln auf Getreidegrundlage. Die hir:- von in Teigwaren zu beziehende Menge bleibt jeboit gegenüber der bisherigen Regelung unverändert. Die Rationen an Kartoffelstärkeerzeugnissen ('M schnitte N 21 St. und 22 St.) und an Kaffee-Erft^ und Zusatzmitteln (Abschnitte N 23 und N 24, N32, N 33) bleiben gleichfalls unverändert. IV. Reise- und Gaststättenmarken für Brok. Die Reise- und Gaststättenmarken für Brot fnl mit Wirkung vom 28. Juli 1941 so zu behandeln wie die „^"-Abschnitte der Reichsbrotkarten. Sie bi- rechtigten daher von dem genannten Zeitpunkt ad nur zum Bezüge von Roggenerzeugnissen bzw. zu« anteilmäßigen Bezüge von Mischbrot. Es bestehl somit keine Möglichkeit mehr, die nicht mit einem „R" versehenen Abschnitte der Reichsbrotkarten ‘it solche Kleinabschnitte umzutauschen, die den Bepj von Weizenerzeugnissen gestatten. Reichseierkarke. Die eingeführte Reichseierkarte verliert am 27.3^ 1941 durch Zeitablauf ihre Gültigkeit. Mit den Ct1 bensmittelkarten für die 26. Zuteilungsperiode langt deshalb eine neue Reichseierkarte zur Ausgabe, deren Gültigkeit sich wiederum auf sechs 3» teilungsperioden (26—31) erstreckt. Die Reichseierkarte darf wie bisher an Selbst«el> foraer in Eiern nicht ausgegeben werden. Ad Selbstversorger gelten Personen, die Hühner ods Enten zum Zwecke der Eigenversorgung mit Eien oder gewerbsmäßig halten, wobei die Zahl der $ haltenen Hühner oder Enten gleichgültig ist. V Reichseierkarte darf auch nicht für die Zeit ars gehändigt werden, in der die gehaltenen Enten ok« Hühner nicht legen. Werden VersorgungsberechW während der Laufzeit der Reichseierkarte Selbstv^ forger in Eiern, so haben sie die Karten zurück^ geben. Die Kartenausgabestellen haben, sobald ß von solchen Fällen Kenntnis erhalten, die Reicks eierkarte einzuziehen. V. Abgabe der Bestellscheine. Die Verbraucher haben die Bestellscheine ein* schließlich der Bestellscheine 26 der ReichseierkaÄ und der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) in der Woche vom 21. bis 26. Juki 19411J den Verteilern abzugeben. 308Ä Gießen, den 21. Juli 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingcn Friedberg, Lauterbach und Gießen sowie den Ober- bürgermeifter der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. L o tz. |Wohnungstausch| 2-b.Mng. gegen S-MM zu tauschen ges. Angebote unter 02434 an den Gießen. Anzeig. [Stellenangebote] liilntiiiig für einige Stunden in d. Woche zu sofort gesucht. Angebote unter 02427 a.d.G.A. Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 21.Juli. Die hiesige Klel^I kinderschule wurde am Sonntag im 50.Jah>rl ihres Bestehens durch den Ortsgruppenleiter in NSV. übernommen. — Am Samstagabend stM die Inspektion der hiesigen Freiwilliges Feuerwehr, die durch HI. und eine Mädche,, gruppe verstärkt ist, durch Kreisfeuerwehrinspektsr Bouffier (Gießen) statt. Bei dieser Gelegen!^ wurde auch die Motorspritze von Großen-Lindy von einer Gruppe der dortigen Feuerwehr doi= geführt. * Allendorf (Lah n), 22. Juli. Am Moritz wurde im unserer Schule die erste Kokonernte d«r diesjährigen Seidenraupenzucht vorgenon- men. Die 2 Gramm Seidenspinnerbrut dazu trosq am 15. Juni ein. Die kleinen Räupchen schlüpstq schon in den nächsten Tagen und entwickelten sh in der kurzen Zeit von 4 Wochen infolge des warmen Wetters und des ausgezeichneten Futters ga^ vorzüglich. Bereits am 12. Juli begann das GiJ! spinnen, das nach wenigen Tagen beendet mar. ; Das Kokonergebnis mit nahezu 5,5 Kilo ist ad1 ganz hervorragend zu bezeichnen. Eine zwette von ebenfalls 2 Gramm schlüpfte Anfang Juli uii| ist eben im besten Wachstum. Die Raupen werde, I in 2 bis 3 Wochen zum Einspinnen kommen, Altmaterialsammlung unserer Sckft, l e r im Juli brachte wieder ein sehr gutes Ergej, ms. An den Althändler abgeliefert wurden 934 Eisen, 365 Kilo Papier, 255 Kilo Lumpen, 22 Kid Knochen. Die durchschnittliche Punktzahl auf bei einzelnen Schüler betrug somit 40, gegenüber Z im Juni. Alle Kinder, die sich einsetzten, erhielte je nach ihren Punkten eine Gabe, vom einfache Kriegs- und Kolonialheft bis zum wertvollen Buchi, wie dies in den vorhergehenden Monaten auch trat An der Heilkräutersammlung beteiligt sij unsere Schule in diesem Jahre ebenfalls in gaq erheblichem Maße. Größere Mengen von HeilpM zen wurden bereits gesammelt und abgeliefert. | Ruhepause für die Hühneraugen! ) Aber nachher auf dem Nachhauseweg geht es wieder lost Er sollte doch lieber Elastar corn mit dem Filzring drauft legen, dann wäre es schnell vorbei mit den Hühneraugen* Aelter. Ehepaar WvNIMW 2 leere Zimmer, eigen. Möbel, in schöner Gegend. Angebote unter 3080Pa.d.G.A. Gesucht zu sofort nelle Schlafstelle Angebote unter 02424 an den Gießen. Anzeig. (Semeinfame MmlmMm der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Lebensmittetbewirtfchastung. Nach dem Erlaß des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 18.6.1941 find die dem Verbrauches zustehenden Lebensmittelmengen für die Zeit vom 28. Juli bis 24. August 1941 (26. Zuteilungsperiode) wie folgt festgesetzt wovden: L Laufende Lebensmittelzuteilungen. Die laufend gewährten Nationen an Brot, Mehl, Fleisch, Schweineschlachtfetten, Butter, Margarine, Teigwaren, Kartoffelstärkeerzeugnissen, Kaffee-Ersatz- und -Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiben gegenüber der 25. Zuteilungsperiode unverändert. Jeder Versorgungsberechtigte erhält auch in der 26. Zuteilungsperiode an Stelle von 125 g Nährmitteln 125 g Reis. Die Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, haben ferner die Möglichkeit des Bezugs von 125 g Hülsenfrüchten an Stelle von 125. g Nährmitteln. Regelung der Warenabgabe auf die Reichsfettkarten. Abgabe von käse und Quark. Die von vornherein nur für eine beschränkte Zeit vorgesehene Erhöhung der Käseration kommt in Fortfall, so daß also wieder 187,5 g Käse und 125 g Quark zur Verteilung gelangen. Die Reichsfettkarten haben eine entsprechende Umgestaltung erfahren. * III. Regelung der Warenabgabe auf die Rährmittelkarten. A. Bezug von Reis. Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind (rosa Nährmittelkarten für Normalverbraucher, Jgd.), erhalten auch in der 26. Zuteilungsperiode die Möglichkeit, an Stelle von 125 g Nährmitteln die, gleiche Menge Reis zu beziehen. Auf allen rosa Nährmittelkarten sind deshalb wieder die fünf Einzelabschnitte N 6—N10 zu einem Abschnitt N 6/N10 zusammengefaßt, der entsprechend seinem Aufdruck zum Bezug von 125 g Reis berechtigt. Die Verteiler haben diese Abschnitte bei der Abgabe der entsprechenden Mengen Reis abzutrennen und getrennt von den übrigen Abschnitten der Nährmittelkarten bei den Kartenausgabestellen nach Ablauf der 26. Zuteilungsperiode zur Ausstellung von Empfangsbescheinigungen (nicht Bezugscheine) einzureichen. Die Empfangsbescheinigungen, aus denen die Anzahl der eingereichten Abschnitte hervorgehen muß, sind ordnungsgemäß aufzubewahren. . Der Abschnitt N 6/N 10 ist zum Reisbezug in Gaststätten nicht geeignet. Soweit Verbraucher daher lediglich auf den Besuch von Gaststätten angewiesen sind, können sie den Abschnitt N 6/N 10 der Nährmittelkarten in Reise- und Gaststättenmarken über Nährmittel umtauschen. B. Bezug von Hülsenfrüchlen. Den Versorgungsberechtigten, die nicht Selbstversorger sind (rosa Nährmittelkarten für Normalverbraucher, Jgd.) wird die Möglichkeit gegeben, an Stelle von 125 g Nährmitteln 125 g Hülsenfrüchte zu beziehen. Es gelangen nur die beim Kleinhandel lagernden, aus den früheren Zuteilungen noch vorhandenen geringen Mengen an Hülsenfrüchten zur Ausgabe. Die Versorgungsberechtigten dürfen deshalb nicht bestimmt damit rechnen, die wahlweise zur Verfügung gestellten Waren zu erhalten. Nährmittel können jedoch in jedem Falle bezogen werden. Die Einzelabschnitte N1 bis N 5 der rosa Nährmittelkarten sind zu diesem Zwecke zusammengezogen in drei Abschnitte N1 bis N 3, lautend über insgesamt 125 g Nährmittel oder Hülsenfrüchte. Werden hülsenfrüchle abgegeben, so haben die Verteiler die Abschnitte N 2 und N 3 zusammenhängend abzutrennen. Diese Abschnitte sind zu ordnen und aufzubewahren. Ihre Verwendung als Zuteilungsgrundlage wird zu gegebener Zeit be- tonders geregelt. Milch und Speisen brennen nicht an mitFrebo-Ring CarlSdiunck Bahnhofstr. 66. [Verschiedenes] Kabinen- Koffer f. einige Wochen dringend z.leiben oder zu kaufen gesucht. Eilangebote erbeten unt. 02440 andenGietz.Anz. MWM o. Soldat liegen gelassen im 7Uhr Zug Wetzlar — Gießen nm 28. Juni. Bitte nb- geb. anBalmhof Gießen (Fundbüro). 02436 Größeres hrsoaaulo zum Umbau geeignet, oder umgebauter Wagen z. kaufen gesucht. Angebote unter 02435 a.d.G.A. Wenig gebrauchte Personenwagen (mögl. Bauj. 1939) gesucht. OPEL. Automobile Gießen o Ruf 2847 § „Gaygenau" sechsgliedrig, mit Anschluß- u. Abzugsrohr zu verk. Wo, sagt die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. l02443 Gut erhaltener Ack«W mit Matratze zu verkaufen 02439 Bleichstr. 44 H. 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Es br I mit cc j otkack den & * nmen! lenüli ls A itteln f sind itt N2 Nh jabejid ten ii prechk! n der ie 21t: net h mfen t : in L fönntr: bitl ML bedeckt. Die Schürze deckt nicht nur bie Vorder- bahn des Rockes, sondern lhre äußeren Ränder treffen sich in der Hinteren Mitte, und so ist die Schürze auch ein richtiger Schutz für Aas Kleid. Aus zwei verschiedenen Kleidern, vielleicht aus einem einfarbigen und einem gestreiften, wird ein ehr hübscher Kittelschurz, welcher genau so gut auch als Kleid getragen werden kann. Sehr gut sieht es aus, wenn der Rücken einfarbig und das Vorderteil gestreift oder geblumt ist. Die Taschen und der Kragen oder die Manschetten können dann als Vermittlung wieder einfarbig gearbeitet roer= den. Bunte Kattun- oder Vistrakleidchen, welche sich wieder gut waschen und bügeln lassen, sind mmer praktisch und wirken zusammen mit emer vielleicht durch einen bunten Zierstich ober em buntes Bort- chen belebten Kittelschürze recht häuslich. Kops- tucher in allen Farben und auf die verschiedensten Arten getragen, machen das Bild lustig und farben- froh, mb en dem praktischen Wert, den s^ haben., Hemdchen, Höschen, warme und praktische Strumpfe, einfache und sportliche Schuhe, Söckchen aus verschiedenen Wollresten, Wolljackchen, warme Blusen aus alten Kleidern und ein einfacher Rock gehören mit dazu Als Rock kann ein BDM.-Rock verwendet werden. Allerhand Blusen können bei dieser Gelegenheit aufgetragen werden. Plattierte Stumpfe sind natürlich praktischer als ganz dünne, denn erstens sind sie wärmer und dann brauchen wir nicht L viel zu stopfen. Im Sommer gehen wir barfuß in hol^schuhen. Wer allein nicht nut solch einer Ausstattung zurechtkommt, der hole sich Rat beim Deutschen Frauenwerk, Abteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft. Als Zuckerzugabe rechnen wir für je 1 kg Erd- beeren, Himbeeren, reife Stachelbeeren, 50 g ;>uder, für je ein kg Johannisbeeren, Rhabarber, Sauer- kirschen, Heidelbeeren, Holunderbeeren Brombeeren, Eberesche, Hagebutten 100 g Zucker. Bei Mischungen, die sehr zu empfehlen finb tme z. B. zwei drittel Rhabarber, ein Drittel Erdbeeren, 80 bis 100 g Zucker aus 1 kg Früchte, bei zwei Drittel Johannisbeeren, ein Drittel Himbeeren die gleiche Zuck er- menge und bei einhalb Sauer-, einhalb Süßkirschen 80 g Zucker, auf 1 kg Frucht. Den Zucker streuen wir jeweils zwischen die zerkleinerten und evtl, entkernten Früchten; wir können auch die Fruchte schon einige Stunden vorher mit dem Zucker hm- stellen, der Saftbildung ist das sehr dienlich. Wenn das Wasser im Topf kocht, so rechnen wir eine Stunde für den Entsaftungsvorgang wahrend- dem öffnen wir den Topf nicht. Rach ^laiif dieser Stunde nehmen wir den Deckel mit dem Tuch und den Früchten ab und füllen den Saft noch heiß m die vorher gut vorbereiteten, gezauberten unb für die Saftaufnahme schon erwärmten Flaschen. -Mir füllen die Flaschen randvoll bei Gummikappenver- chlutz, man lagert die Flaschen mit Fruchtbr-l tehend, während sie sonst liegend aufbewahrt wcr- Neben all dem Schönen, daß die Sommerzeit uns bringt, tritt aber auch häufig etwas weniger erfreuliches, das unsere Hausfrauen und Mutter immer wieder von neuem geschickt macht, em. Die allseitig so gefürchteten Obst- und F r u d) t f a f t.f l e cf e . Wenn's möglich ist, bestreuen wir sie sofort Mit Salz und waschen sie mit etwas heißem Wasser aus. . Auch Zitronensaft hilft sie vertreiben. Man kann I erspart. ,„PF halten (Schweselsäden anzünden am vcpea m Konservendosen. Stofs darüber halten). Aber Vorsicht hiermit bei gefärbten Stoffen! Auch bie Grasflecken machen uns immer wieber Kummer, wenn sie bei einem Ausflug in Wald und Feld hinterher unsere Kleider ober Anzuge „zieren . hier Hilst Spiritus ober Wasserstoffsuperoxyb, mit dem man bie Flecke leicht betupft. Bei Spintusbe- hanblung aber vermeiden, daß der Fleck vorher mit Wasser in Berührung kommt! Auch Harzflecke hat es schon bei manchen Wanderungen gegeben. Im allgemeinen können wir uns auch da nut Spiritus helfen, nur bei empfindlichen Stoffen nimmt man Aether. Und T i n t - n s l - ck - i'nden sich leider auch immer wieder ein. Tinten- und Rostflecke be träufeln wir mit Zitronensaft und l-g°n bas Stuck h <» Sanne Für Flecke von roter Tinte nehmen mir jedoch Schwefeldämpfe. Und Kopierstiftflecke? Hier hilft Zitronensaft oder käufliche Zitronensäure. Acht unb einfach ist es so gosagt wenn wir un nun die kleine Mühe machen und uns die verschiedenen Mittel merken. Man kann sich auch e kleine Fleckentabelle irgendwo m der Küche an bringen um sie jederzeit zur Hand zu haben, bann ist manche Aufregung und manche Verstimmung I erspart. den. Flaschen, die Fruchtsäfte mit keinem oder wenig Zucker enthalten und sterilisiert wurden, bekommen auch den Korken mit Bandschlinge. Man kann dazu aber auch Reste von Kunstdarm verwenden, die wie Schweinsblase benützt werden. Kunstdarm wird an* geleuchtet, gut abgetrocknet und stramm über bie Flaschen gezogen. Währenb man festhält, muß eine zweite Person ben feuchten Binbfaben herunllegen unb fest verknoten. Auch Dunftobstglaser verschließt! man mit Schweinsblase ober Kunstlederbarmresten. Es ist auch möglich, baneben einmanbfret saubere Leinwanblappen, bie in hanbliche Vierecke geschnitten würben, zu verwenben unb darüber noch dreifache Glashaut zu geben. Beibes muß mit feuchtem Binbfaben fest verknotet werben. -Noch ein Rat: Wirb Tomatenmark in engen Flaschen aufbewahrt, so kann man diese auch mit einem Mullapp en verschließen, wenn man eine 2 ms -3 mm höbe Schicht reines Oel auf den Inhalt gießt. Das Oel findet später beim Kochen Verwendung. Rezepte. Buttermilchkaltschale. 1 Liter Butter- milch Liter Wasser, Zitronenschale, Zucker nach Geschmack, 40 g Stärkemehl. Das mit kaltem Wasser angerührte Stärkemehl gibt man in das kochende Wasser und läßt garkochen. Wenn etwas abgekuhlt, gibt man die Buttermilch dazu, schmeckt mit Zltro. nensaft und Zucker ab. cm U' Hit M periodc > z«-r i6el« ierben. - i mit i*‘R lig 'll . jt« - (Sn»' isbtr# 1 6* -n i»l 'die Fruchtqrützeaus Beerenobstrückständen. Beim Süßmosten (Dampfentsaften) und Gewinnung von Fruchtsaft vorhandene Rückstände von Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und dergleichen werden mit Wasser gemischt erhitzt, heiß durch grobes Sieb gepreßt und die dickflüssige Masse gesüßt, erhitzt und auf Liter 60 g Grießmehl ober 55 g Saga ober 50 g Kartoffelmehl darin unter Rühren gargekocht. (Beim Fehlen saurer Sorten ist etwas Zi- tronenschale nötig.) In ausgespulter Schussel er- starren lassen. Mit Vanilletunke Suppenteller verspeisen. (Holsteiner heimatgencht.) Auch als Abendessen sehr gut. Kirschenstrudel. 375 g Mehl, 1 Ei Salz, etwa % Liter lauwarme Milch, 750 g Sauerkirschen, Semmelbrösel, Milch zum Bestreichen, Zucker nach Geschmack. Mehl auf ein Brett sieben, in die Mitte das mit Flüssigkeit und Salz verquirlte Ei geben und alles von der Mitte aus zu einem elastischen Strudelteig verarbeiten, den man, mit einer Schützet bedeckt, % Stunde ruhen läßt. Dann rollt man ben Teig bünn aus, gibt darauf die entsteinten, abgetropften Sauerkirschen, die man mit Zucker und Stoßbrot vermischt hat. Der Strudel wird zusammengerollt, mit Milch ober Wasser bestrichen und auf einem gefetteten Blech hellbraun gebacken. ^T ten 'iüU ■pol’/ beim Heimkommen eine Kleinigkeit das zweite, das um 13 Uhr kommt, hat gefrühstückt und ißt mit bem ersten, der Mutter und dem Kleinkind zusammen eine warme Zwischenmahlzeit. Gibt es ein warmes Gericht, das sofort gegeben werden muß und durch Stehen ja auch an Nährwerten embuß n würde, kann es so bereitet werben, daß das Schul- kind, das um 13 Uhr fortgeben muß, noch als Schlußspeise kurz vor 13 Uhr etwas davon abbekommt, vorher aber schon vm anderes Hauptgericht gegessen hat. Damit bas Kleinkind auch um 18.15 Uhr nach mit am Tisch sitzen kann, wird es mittags länger schlafen gelegt ober morgens etwas später hochgenommen, hat der Vater st^n bereits im Betrieb eine warme Mittagsmahlzeit genossen, ißt bie Familie nach bem angegebenen Plan mittags bie Hauptmahlzeit unb gemeinsam mit dem Vater abends ein warmes Abendbrot. Das wäre natürlich für die Kinber eine noch glücklichere Losung, damit nicht bas Schwergewicht des Essens spat auf die Abendmahlzeit verlegt zu werden braucht. Aber bieses Beispiel zeigt, daß bei gutem Willen, immer ein Weg gemeinsamer und regelmäßiger Mahlzetten gesunden "werben kann. Und so verwickelt wie bei diesem Beispiel liegen meistens die Verhältnisse nicht einmal. LIL Dampfentsasien mit wenig Zucker. Mit geringen Zuckermengen einmachen, ist eine sehr begehrenswerte und wünschenswerte Sache geht boch unser Zuckervorrat immer schneller zu Enbe wie er eigentlich soll. Das evtl. Nachzuckern in ber Zeit des Verbrauchs ist nicht so schlimm, da es sich ja dann immer nur um kleinere Portionen handelt. Wir müssen aber vorsichtig zu Werke gehen, daß wir unser Einmachgut nun auch wirklich haltbar machen und nicht durch mangelnde Sorgfalt oder auch unerprobte Rezepte verderben lassen. Di schönste Saftgewinnung ist bestimmt die des Dampf - entsaftens, bei dem wir bie Werte bes frischen Obstes weitgehenbst erhalten unb baburch also auch gesund- heitlich besonbers wertvolles Ein machgut gewinnen. Ohne große Apparate anzuschaffen, können nur in unserem Sterilisiertopf ober einem ähnlich großen Topf gut bas Entsaften burchführen, inbem wir auf ben Boben des Topfes einen Untersatz (alter Teller ober Drahtrost) legen und barauf eine entsprechend große Schüssel stellen zum Auffangen des Saftes Den Topf füllen wir handbreit mit Wasser. Heber den Topf legen wir ein entsprechend großes, sauber ausgekochtes, durchlässiges Tuch, das wir mit einer feuchten Kordel festbinden und in das mir bas zu entfaftenbe Obst hineintun Zwischen Obst unb Deckel kommt ein Bogen festes Pergament- ober Cellophanpapier. Nachbem wir den Deckel aufgelegt haben, lösen wir die Kordel unb binden die Tuch- enben über ben Deckel zusammen. Beim Sterili- fiertopf dichten wir dann noch das Thermometerloch und können bann mit bem Entsaften beginnen. unV insgtk ,2ie! leibtjf :änben liffen i!1 ffee=Ür 424, bl uTiI w'55 ÄS: 6'en a*u am gemeinsamen Familientisch zu vereinen Doch - und zwar wirb um 18.15 Uhr, wenn also der Vater ich frisch gemacht, umgezogen und etwas vom Weg erholt hat, gemeinsam die Hauptmahlzeit ^wgenom- men Das Schulkind, das um 11 Uhr aus der Schule kommt, hat Frühstücksstullen Mltgehabt oder ißt Leider gibt es manches Kind, das keinen Freund h(\ fein Gefühl für Kameradschaft besitzt oder an- ng men will. Da meiden z. B. ängstliche und schüch- iferie oder besonders empfindliche Kinder die Ka- mrabfd)aft, unb zwar oft, wenn sie in ber Schule mi: gefunben stürmischem Draufgängertum Gleich- ßjriqer zusammengeraten. Wesensfremb ist bem MiÄternen und ernpstndlichen Kinde der robuste N ährte. Er kann sich ihm nicht anpassen, wird im llrflang mit ihm unlustig. Vielleicht fehlt ihm auch Mut, um die Freundschaft des anderen zu nrben. Da wäre eine grobe, spöttische Behandlung Erzieher falsch, denn sie untergräbt noch mehr dc- Selbstbewußtsein. . 22 ferner gibt es den kleinen Pessimisten, per im- auf tot gedrückt herumläuft, die Welt grau in grau er sich si-hü Auch ihm fehlt es an Selbftuev- ethi- fcuen, und täglich verkommende, kleine Unannehm- einic- lic ketten belasten seine Kinderseele schwer. Er lernt n M aber seine ständig weltschmerzliche Stimmung ,u* : ffi ber Anlaß, daß er den Anschluß an bie Kame- süiotl ®>en verpaßt. Er wird gemieden und sucht die in\. Lisamkeit. Ein ähnliches Schicksal erleiden oft em= ieiin? Ho i lebende Kinder, wett ihnen durch die raum- ei . lice Abgeschiedenheit seelische Erlebnismoglichkeiten -—Uten. Unwillkürlich werden sie wortkarg unb oep ossen, ja es kann sogar so weit gehen, daß sie ui lreiwilligen Schweigern entwickeln. , , t . , .. ■ ^»luch aus einem ausgeprägten Gefühl des Ge- (gefjt das schulentlassene Mädel ^s Hauswart- hßtwerdens, was aber meist auf einem Irrtum ^oftliche Jahr oder in eine sonstige hauswutschaft- 1 ruht, entwickelt sich ein empfindlicher Mangel an [id)e Tätigkeit oder Berufsausbildung, dann hat die Lldstbewußtsein. Denn die Zahl der wirklich ge- Mutter alle Hände voll zu tun, Kind zweckend nten Kinder, sei es nun bei Gleichaltrigen oder spachend auszustatten. Dies ist nicht immer ga z i,lhrern ist gottlob selten. Größer ist, wie gesagt, Ißi(L benn bje Kleidung, die das Madel für die Zahl ber9Stinber, die in dem Wahn leben, ge- gebraucht hat, wird nicfjt immer restlos ifet 3u werden. Diese Annahme ist manchma dem für bie Hausarbeit eignen, hier handelt es M -itzlichen Eintreffen eines Nesthäkchens äUZusthrei- barum, daß das Madel praktich und doch auber in wobei sich ältere Geschwister vernachlässigt, ja cmgezvgen ist. Sommerliche und winterliche ^r bar gehaßt fühlen. Ein Nesthäkchen aber kann ^ttskeiber sind wichtiger als das .'^.Son^ags- ffnirfiiAPoit foirht au einem unleidlichen Ka- „ßchniittagsausgehkleid'. Em Arbeitskieid aus z e atten SommerNeidern hergestellt ist Zweckentsprechender als der Versuch, em altes Ballkleid zu einem Arbeitskleid ummodeln zu wollen. Schurzen sind besonders wichtig, denn sie schonen die Kler- der und sehen zugleich schmuck und (auber aus. Kopftücher schützen die haare vor Staub und vermeiden zugleich, daß vielleicht einmal ein gar zu vorwitziges härlein in den Suppentopf fallt und ! damit die ganze Freude an dem mit so viel Muh Tin Gd^l^öu ein emunle ib I id) e n Ka- ^^^^^Ein^beitskleib E^vei traben entwickeln, wenn es die Eltern verhüt-1 -----h^rnpffeüt. ift zweckentfpre- c2ln, verwöhnen, ihm jeden Wunsch von den Augen sehen, so daß es bald zum Mittelpunkt der Fa- y.üe wird. Es gewöhnt sich daran, alle zu kom- ynnbieren und ist enttäuscht, wenn die Gleicholtt - m für sein Gebaren kein Verständnis zeigen. Not- drungen zieht es sich zurück und wird Emzelgan- ir Auch Einzelkinder neigen dazu, ihre Umgttmng t tnranntfieren. Eltern, denen man diesen ,v,v LNgsfehler vorhält, meinen, daß sie selbst ihrem zubereiteten Essen verdirbt Aeider- i nde aenua Umgang, Freund und Kamerad fein Zunächst werden wir nicht gleich mit der Meioer- innen.9 Doch ist bas eine irrige Ansicht, denn nur fa^te bewaffnet in bie Stabt l^uftn und uns - ßtrnidic Beziehungsfähigkeit kann unter Gleich- überlegt nur neuen Stoff kaufen, sondern ^e Reste otrigSi oder Altersnahen entstehen. Nach Möglich- ^b Mckkiste wird susamm^ mit den schon vor- ,it sollen Eltern danach trachten, dw'Erziehung h^^nen Kleidern und Wäschestücken das ihre o z irer verschieden gearteten Kinder m der Richtung uns mit roemg Punkten und wen g Geld z Et lenkem daß diese sich von jüngster Jugend an einer red)t netten und praktischen Aussteuer zu ver -den Gedanken der Gemeinschaft einzuleben ler-^lfen. Aus einem zu Nein gewordenen Katwn- »s-tt-r •" - - ob als Dirndl oder als Sportkleid verarbeitet, wird zum Schutz von einer Schürze aus lauter Resten Auch die Butterkühler aus Ion haben 6*^0' I EÜndm"°m einen schimmligen Geruch anzunehmem Man kann «chw°,eld°mps ihn neutralisieren, wenn man bem Kuhlwasser etwas besten m Salz zusetzt unb bie Kühler gelegentlich innen unb Aber Vorsicht außen mit starkem Salzwatzer bürstet. Auch bie Abwaschlappen bebürfen im Sommer besonderer Aufmerksamkeit. Sie bleiben sauber, wenn man sie von Zeit zu Zeit in kaltes Essigwasser legt, dem man ebenfalls Salz zugesetzt hat. Run noch zwei Ratschläge zur Arbeitsersparnis: Zwiebeln, grüne Bohnen, Schnittlauch und andere Krauter sind sehr rasch fein geschnitten, wenn man sie nicht mit Dem Messer, sondern mit einer Schere schnippelt. Zum Mohrrübenputzen benutze man einen Metallputzlappen, wie man ihn zum Scheuern der Kochtopfe benutzt — das schont bie Hände unb geht schnell Die heißen Sommertage verlangen von der Haussau besonbere Aufmerksamkeit in der Küche, d- Tiit Nahrungsmittelverluste permieben «e^en. selbst bei bester Organisation laßt es sich mcht im- rer t>etmeiben, baf einmal. Hefte non einer M- üit übrig bleiben ober daß fleisch, Gemüse usw. licht erst unmittelbar vor dem Berbrauch gekauft „erden können, sondern eimge 3°^ 'ieuen bleiben irüllen Da liegt denn tue Gefahr des Berdervens Äe Vm allem tst jedes Fleisch gegen marme ' miperatur empfindlich und verliert an Farbe In iiesem Falle Hilst etwas Sodawafser, mit dem tian es (falt) em- bis T-t2''^'vnnnoHt= leefer Prozedur sieht es wieder srsichi und Ich aus. Soda ist Überhaupt ein «Utes Huftnuit h der sommerlichen Küche: Salate, bte mett ge norden sind, sprisie man kurz vor Gebrauch< mü Iiiner dünnen Spöalbfun?। ob unb roaMn b« m '.ehmen oder zu waschen, m: eine tiese^ Schussel mit Salzwasier, dem man sie erst unmllklbar vor der Zubereitung entnimmt. Angeschnittene Zitronen selben ftisch und setzen keinen Schimmel an. wenn ÄS 8 E ff« 'uch an. Das gleiche gilt auch sur g Zum Bedecken von Näpfchen und Top m^miiolch besten eignen sich gut ge1°uberte Blumentop,unter (atze aus Ton, da sie nicht °brut ch°n können. K°n^ '"L 'S Ä »an S Die Sommerhitze ber ^^.frau 3U sch fi ..*Ler un: ich auch im übrigen Kuchen -reich Mitunter^un^ angenehm aus. Da ift 3. K Der entftrömen. den Sommermonaten oft schlechte Dus l - Um sie zu beseitigen, besser nach, siganz 1°"» halten, lasse man ständig °'N etwa hanbgrotzes vma Soda im Ausguß liegen, bas neuert wird, wenn es ZU schwinden g rammt um n uyi ; übL Luch^-rursachen. 13 Uhr, das dritte muß um 14 Uhr besser Währenb für L, Erhaltung -ber Kräfte bient, ist es bie ©runblage für den Aufbau l- - . . . fs ZWL fi»« überbimenfionale Entwicklungen, Zurückbleiben ober Frühreife eintreten können. Aber nicht allein richtige Zusammensetzung der Ernährung unb bie Menge spielen eine Rolle, fon- bern von großer Bedeutung ist bie regel mäßige Enn ahme ber Mahlzeiten, ba sich der Organismus aus di- Zufuhr van Nahrw-tt°n zu b°. stimmten Zeiten einstellt unb darauf maltet. So m alfo "ine Häufung von Mahlzeiten ebenso ichadlich, wie große^ Zwischenräume, unb es sollte niemals, besonders bie Hauptmahlzeit nicht, das Essen um Stunden verschoben werden. exn normalen Zeiten ist bas alles eine Frage der Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit der Mutter und Hausfrau, heute wirb man sofort einmenben, daß Leberstunben bes Vaters, Ueberbeanspruchung ber Mutter, langes Warten beim Einkauf, evtl, ihre Ve rurstätigteit oder stundenweise Beschäftigung, ja, auch bie verschiebenen Schulzeiten ber Kivder selbs, chr Eingespasintsein in Dienst unb Ehrendienste reaelmäfuaen Mahlzeitenplan unmöglich & & Äen den physischen Momenten Such bie seelischen Einflüsse eine Rolle spielen, muß bafür gesorgt werden, baß sich die Sa^ilie roe n i g- . ft e n 5Se i n m a I 3U gemeinsamer Mahlzeit am Fa- milientifd) einfinbet, von dem Ruhe unb Kraft und ; Beglückung ausstrahlen muß. Selbst wenn dadurch 1 ^ etwas früheres Aufstehen ober wahrend des ' Taaes eine Zwischenmahlzeit notwendig werben : soü?e, muß bie Versammlung um den Eßtisch möglich gemacht werben. Nehmen wir ein Beispiel. Das eine Schulkinb kommt um 11 Uhr aus der Schule das andere um Aus der Stadt Gießen. Bezirke der Schönheit. Das Farbenspiel des Sommers gleicht einem bunten Feuerwerk. Es sprüht und blitzt im reizvollen Wechsel und man braucht nur die Augen zu öffnen, um die prächtigen Erscheinungen wahrzunehmen. Einladende Bezirke der Schönheit haben sich aufgetan, sie locken an allen Wegen und scheinen eigens dazu errichtet, ein Loblied auf die Jahreszeit zu singen. Es gibt Vorgärten in der Stadt, die saubere Ordnung und gepflegte Ruhe atmen. Da ist der Rasen mit Sorgfalt geschnitten und jeder Weg fein säuberlich geharkt. In ausgerichteter Reche prunken dort hochgezüchtete Rosen mit ihren gelben und roten Blüten, daß man einen wahren Farbenrausch zu sehen meint. Andere Vorgärten tragen wieder mehr das Gesicht der Ursprünglichkeit. In ihnen wachsen der prachtvoll blaue Rittersporn und die stolze Königskerze, Malven zeigen sich in chrem etwas altmodischen Kleid, und an den Seiten ge- dechen üppige Hecken. Dann und wann stößt man in einer Straße auch auf eine Steingartenanlage, in der in farbigem Durcheinander alle Gewächse wuchern, die charakteristisch sind für diese hübsche Art der Gartenkultur. Ueberall aber, ganz gleich, ob bei den Rosen oder zwischen den Büscheln des Thymian, wohnt die Schönheit gleich einer Göttin, der alle mit Freuden huldigen. Im Bereich der Stadt ist so mancher stille Bezirk der Schönheit. Da sind vor allem neben den Voraärten die Anlagen, in denen der Sommer seine Faroenfeste feiert. Wer aber bei einem Spaziergang das Beieinander der Straßen und Gassen verläßt, der findet draußen vor der Stadt idyllische Fleckchen, die wieder auf ihre Weise die Schönheit lobpreisen. Wie prächtig nimmt sich bei näherer Be- trachtung ein Feldweg aus, auf dem neben dem breitblättrigen Wegerich das bescheidene Hirtentäschel, die heilkräftige Kamille und die blaue Glockenblume wachsen. Oder man sehe sich einmal ein Rasenstück näher an, das in seiner unendlichen Vielgliedrigkeit sofort an das bekannte Bild des deutschen Meisters Dürer erinnert. Wieviel Schönheit zeigt in der Mittagssonne ein unter Weidenbüschen versteckter Bachlauf, und welch stimmungsvollen Eindruck vermittelt erst der stille Gang durch den sommerlichen Wald. Ein mit dem lockenden Rot der Weidenröschen und des Fingerhut bedeckter Hang bietet einen ebenso malerischen Anblick wie die beschauliche Freundlichkeit eines Wiesengrundes. Der Sommer hat die Leuchtkraft seiner Farben über der Landschaft entzündet und dadurch die reizvollen Bezirke der Schönheit geschaffen, die jedem Freude bereiten, der nicht achllos an ihnen vorübergeht. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskaleuder «für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Venus vor Gericht". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lachparade". Prof. Dr. Sessous 6SIahre alt. Der ordentliche Professor und Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtuna an der Universität Gießen Dr. phil. George Ses ° sous kann am morgigen Freitag, 25. Juli 1941, in bester Frische seinen 65. Geburtstag begehen. Der Jubllar ist durch sein Wirken im Dienste der deutschen Landwirtschaftswissenschaft, insbesondere auf dem Gebiete des Pflanzenbaues und der Pflanzenzüchtung, weit über seinen Gießener Wirkungskreis hinaus im Reich bekannt geworden, und seine Forschungsarbeiten haben die besondere Aufmerksamkeit der Fachwelt wie auch der führenden Stellen des Reichsnährstandes gesunden. Prof. Dr. Sessous stammt aus Berlin. Er studierte an den Universitäten Jena und Bonn und war dann Assistent in Jena, wo er bei Geheimrat Edler promovierte. Mehrere Jahre lang arbeitete er dann in Ostpreußen im Dienste der dortigen Generalkommission, hierauf widmete er sich den speziellen Arbeitsgebieten des Pflanzenbaues und der Pflanzenzüchtung. Als Saatzuchtleiter wirkte er bis Ende 1911 in Quedlinburg. Das Jahr 1912 brachte ihm eine große und für einen Wissenschaftler besonders lockende Aufgabe. Er wurde von der damaligen Reichsregierung als landwirtschaftlicher Sachverständiger in unsere frühere Kolonie Samoa entsandt, wo er im Dienste des Gouvernements sich mit den Aufgaben der Pflanzenforschung und Pflanzenzüchtung, wie auch des Pflanzenbaues der Kolonie beschäftigte. In dieser Tätigkeit wurde er durch den Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 überrascht. Damals wurde ihm neben seinen eigentlichen Dienstpflichten noch die zeitweilige Vertretung des Gouverneurs Dr. Schultze-Ewerth übertragen. Als die Australier und Neuseeländer im Dienste des damaligen englischen Krieges unsere Kolonie Samoa raubten, wurde Professor Sessous als Zivilgefangener interniert und nach Neuseeland verbracht, wo er bis zum Ende des Krieges festgehalten wurde. Heber diese Zeit seines Lebens hat der Jubilar vor einigen Jahren in interessanten Lichtbildervorträgen in Gießen und in der Umgegend berichtet. Nach dem Weltkrieg war sein weiteres Wirken auf Samoa unmöglich geworden. Er kehrte nach Deutschland zurück und übernahm hier die Leitung der Saatzucht der Firma Strube in Schlanstedt. Später folgte er einem ehrenvollen Ruf als landwirtschaftlicher Sachverständiger nach dem türkischen Thrazien. Noch in den Anfängen seiner dortigen Arbeit erreichte chn im Jahre 1926 der Ruf als ordenllicher Professor für Acker- und Pflanzenbau an der Universität Gießen, wo er seitdem als Forscher und Lehrer auf dem Gebiete des Pflanzenbaues und der -züchtung und als Direktor des Universitäts-Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung in tatfroher und unermüdlicher Arbeit wirkt. Durch feine Tätigkeit hat die Landwirtschaftswissenschaft in Gießen in hohem Maße an Bedeutung und Geltung in der wissenschaftlichen Welt, wie auch in der landwirtschaftlichen Praxis gewonnen. Sein Wirken wurde u. a. dadurch anerkannt, daß er zum Obmann der Reichsarbeitsgemeinschaft „Pflanzenbau" im Forschungsdienst der Landwirtschaftswissenschaft, ferner in den Deutschen Forschungsrat, den wissenschaftlichen Stab des Reichs- bauemführers, berufen wurde. Weiterhin ist er Mitglied des Kuratoriums des Kaiser-Wllhelm-Jnfti- tuts für Züchtunasforfchung. Neben den Arbeiten, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben, hat Professor Sessous seit Jahren auch durch eine umfangreiche schriftstellerische und Vortragstätigkeit in weitem Ausmaß an der Aufwärtsentwicklung der deutschen Landwirtschastswissenschast und an der Förderung der praktischen Arbeit unserer Bauern und Landwirte mitgewirkt. In den letzten Jahren wandte er sein Interesse und seine Arbeitskraft besonders der Einführung der Sojabohne in Deutsch- Sucht und bekämpft Brandplättchen! Bat und Auskunft erteilt der Reichslustschutzbund. er sich noch täglich Gartenarbeiten. Auch wir brin» gen dem alten Herrn unsere herzlichen Glückwünsche dar. G. A.-Spori. 1. Der Gegner hat Brandplättchen in den verschiedensten Formen, Farben und Größen abgewor- sen. Mit weiteren neuen Formen muß gerechnet werden. Wer ein Brandplättchen oder sonst einen verdächtigen Gegenstand findet, hat die Pflicht, die Polizei sofort zu benachrichtigen. 2. Die meisten Brandplättchen bestehen aus Zelluloidtafeln mit m Mull gepackten Pyosphorstücken. Auch kleine, sandfarbene, lose Phosphorstücke wird man finden. Vor dem Abwurf sind alle Packungen mit Flüssigkeiten getränkt, die erst an der Luft verdunsten. Je eher das Gelände abgesucht wird, umso größer der Erfolg. 3. Die Brandplättchen sind nur am äußersten Rande anzufassen. Zum Aufheben eignen sich Zangen, zangenförmiger Draht, Holzstöcke, an deren Ende ein Nagel ohne Kopf eingeschlagen ist, mit dem das Plättchen aufgespießt werden kann. In jedem Fall: Vorsicht vor Brandoerletzungen! 4. Bei planmäßigem Suchen sind Eimer mitzu- führen, die zu einem Viertel mit Wasser gefüllt sind, um das gefahrlose Wegschaffen zu ermöglichen. Niemals ein Plättchen in die Tasche stecken, mit dem Trocknen erfolgt die Entzündung. 5. Werden in Feldern oder Wäldern Plättchen gefunden, die sich schon entzündet haben, sind sie durch Austreten oder Ausschlagen zu löschen oder Verbunkelungszeit 24. Juli von 21.25 bis 5.27 Uhr. mit Erde abzudecken. Wer ein entstehendes Feuer entdeckt, muß die Ablöschung versuchen oder entsprechende Meldung erstatten. 6. Die aufgelesenen Brandplättchen sind an eine Sammelstelle zu bringen. In einem ausgeworfenen Erdloch können sie unter Aufsicht abbrennen. Der Gegner wird auch die es Mittel vergebens anwenden. Der deutsche Men ch kennt die Gefahr und wird ihrer Herr! Einige Mahnungen zur Reisezeit. Baum für alle bei weiser Beschränkung. Das Hauptmerkmal des Fremdenverkehrs im Kriegssommer 1941 ist eine außerordentlich starke Besetzung aller Heilbäder, Kur- und Erholungsorte, so daß in vielen dieser Orte auf Wochen hinaus keine Unterkunft mehr zu haben ist. Es besteht ein ausgesprochenes Mißverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, das naturgemäß in der Hauptreisezeit sich am empfindlichsten bemerkbar macht. Dieser Zustand hat sich aus verschiedenen kriegsbedingten Vorgängen uiw Erscheinungen entwickelt. Die entstandene Bedrängnis wird mcht nur verursacht durch die beträchtlich vermehrte Zahl jener Gäste, die sich da und dort aus der Anwesenheit vieler er- holung- und heilungsuchender Wehrmachtangehöriger, volksdeutscher Umsiedler, Volksgenossen aus luftgefährdeten Gebieten, Sendlingen der Kinderlandverschickung und aus dem infolge allgemein größerer Arbeitsintensität stärker hervortretenden Ausspannungs- und Erholungsbedürfnis weiter Volkskreise ergibt sondern vor allem auch durch größere Seßhaftigkeit der meisten Gäste und durch den kriegsbedingten Ausfall einiger besonders leistungsstarker Fremd enverkehrsgebiete. Aber Raum für alle hat unser sckönes großdeut- sche Reiseland, und niemand braucht auf wohlverdiente Erholung und Entspannung, auf den Gebrauch unserer vielfältigen Hellschätze zu verzichten, wenn das reisende Publikum den vom Leiter des Fremdenverkehrs in Deutschland, Staatssekretär Hermann Esser, ergangenen Appell befolgt und bei der Zeitwahl und Bemessung seiner Erholungs-- und Kuraufenthalte die unter den gegebenen Umständen nötige Einsicht und Selbstbescheidung bekundet. Man hat von einer Zwangsbewirtschaftung der Erholungsaufenthalte durch Zulassungs sch eine usw. abgesehen und sich mit regulierenden und aufenthaltsbeschränkenden Maßnahmen begnügt, um so dem Eigennutz vieler, die es sich finanziell und zeitlich erlauben können, ihre Erholungsaufenthalte zum Schaden anderer Volksteile übermäßig auszudehnen, einen Riegel vorzuschieben. Es wurden vom Beherbergungsgewerbe für die Hauptreisezeit nur noch Abkommen über drei bis vier Wochen abgeschlossen, sofern nicht vom Arzt ein längerer Kur- oder Erholungsaufenthalt verordnet wird. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind auch schutzbedürftige ältere oder gebrechliche Personen und Mütter mit Kindern unter sechs Jahren, sofern sie aus solchen luftgefährdeten Städten kommen, die von der erweiterten Kinderlandverschickung erfaßt werden. Dabei ist jedoch anzustreben, daß solche Personen andere Frenckenverkehrsorte als Heilbäder und hell- klimatische Kurorte aufsuchen, um diese ihrer eigentlichen Zweckbestimmung zu erhalten. Die Reisebüros sind angewiesen, beim Abschluß von Pauschalabkommen in gleicher Weise zu verfahren. In Zusammenarbeit zwischen Beherbergungswesen und örtlichen Fremdenverkehrsstellen wird auf eine sinnvolle Lenkung des Reiseverkehrs dadurch hinge- wirkt, daß freie Unterkünfte sofort gemeldet und die Auskunftsstellen von dem jeweiligen Stand der Besetzung auf raschestem Wege benachrichtigt werden. Auch die Aerzteschaft wird sich an dieser Reiselenkung beteiligen, indem sie nur die wirklich Hell- bedürftigen in die Hellbäder und Kurorte verweist. Von den zuständigen Stellen ist eine Reihe von Geboten aufgestellt worden, die für die Sommer- erholungsreisen des Jahres 1941 zu beachten sind. So wird u. a. an das reisende Publikum appelliert, Reisepläne auf einen späteren Zeitpunkt zurückzustellen, wenn man nicht gezwungen ist, während der Schulferien zu reifen. Niemand soll sich aus überfüllte Reiseziele persteifen, da es abseits von dem großen Gästezudrang noch unendlich viele andere, nicht, minder genußreiche Erholungsaufenthalte gibt. Geeignete Unterkunft muß rechtzeitig bestellt werden, wobei man nicht damit rechnen darf, daß schon beim ersten Versuch einer Zimmerbestellung alles klappt. Fahrten ins Blaue sind unzeitgemäß und können bittere Enttäuschungen bringen. Die Reisebüros und Auskunftsstellen stehen für die Reiseberatung zur Verfügung. Sie sind über noch vorhandene Unterkunftsmöglichkeiten unterrichtet und können aussichtslose Bemühungen ersparen. Es ist schließlich zweckmäßig, ferne Reiseziele zu vermeiden und das Augenmerk mehr auf die nähere und weitere Umgebung des Wohnsitzes zu richten. land zu mit dem Ergebnis, daß auch auf diesem Gebiet seine Forschertätigkeit beachtenswerte Erfolge erzielte, die vom Reichsnährstand anerkannt wurden. Aber nicht nur im Kreise der Fachwissenschaftler und der führenden Stellen des Reichsnährstandes, sondern darüber hinaus auch in weiten Kreisen unserer Universität und der Bevölkerung unserer engeren Heimat wie der praktischen Landwirtschaft im Reich überhaupt genießt der Jubilar hohes Ansehen als Wissenschaftler und als Mensch, wozu auch seine frische und liebenswürdige Art im persönlichen Umgang und seine stete Bereitschaft zu Rat und Hilfe in hohem Maße beigetragen haben. Den Lesern des „Gießener Anzeigers" ist Professor Sessous durch seine Aufsätze aus dem Gebiete der Landwirtschaft und durch seine fachlichen Belehrungen in unserer Beilage „Die Scholle" seit Jahren ein guter Bekanter und zugleich ein geschätzter Wegweiser zu erfolgreichen neuen Arbeitsmethoden. An seinem morgigen 65. Geburtstage werden über den Kreis der Universllät hinaus weite Bevölkerungskreise in Stadt und Land gern des Jubilars gedenken und ihm für fein ferneres Leben herzliche Wünsche mit auf den Weg geben. Auch wir bringen Professor Sessous unsere besten Wünsche zu diesem Tage und für feine weitere Arbeit im Dienste unserer Volksgemeinschaft dar. Die Beiträge zur DAF. Zur Vermeidung von Irrtümern wird seitens der DAF. darauf hingewiesen, daß die in den letzten Tagen angekündigte Neuregelung der Beitragsberechnung erst mit dem Wirksamwerden der neuen gesetzlichen Lohnsteuertabelle, d. h. zum 1. Oktober 1941, in Kraft treten kann. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten also die seitherigen Beitragsvorschriften gemäß den Bestimmungen über die Zugehörigkeit zur DAF. bzw. den einschlägigen Merkblättern. Schallplatte» für unsere Soldaten. Zur Betreuung der Truppe in ihrer Freizeit sind Schallplatten besonders erwünscht. Ihre Herstellung ist von der Beschaffung von Altmaterial abhängig. An alle Volksgenossen ergeht daher die Bitte, Schallplatten zu sammeln und der Wehrmacht zur Verfügung zu stellen. Auch abgespielte ober beschädigte Platten werden gern angenommen, da sie zur Herstellung neuer Platten verwendet werden können. Die Sammelstelle des OKW. ist die Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, Berlin W 62, Kleiststraße 10/12. Umtausch von Lebensmittelkarten vor der Reste ihrer Arbeit. Der Reichsernährungsminister erinnert deshalb in einem Erlaß nochmals eindringlich daran, daß die Ausgabe der Lebensmittelkarten und der Reise- und Gaststättenmarken sowie der Umtausch von Lebensmittelkarten in Reise- und Gaststättenmarken durch die Kartenstelle erfolgt, in bereu Bezirk ber Versorgungsberechtigte feinen staubigen Aufenthaltsort hat. „Meisterabend froher Unterhaltung-'. Von der NSG. „Kraft durch Freude" wird uns mitgeteilt: Wenn am 4. August im Gloria-Palast Gießen der große „Meisterabend ftoher Unterhaltung" steigt, dann wirb auch Rudi S ch u r i ck e, bekannt von zahlreichen Schallplatten und vielen Rundfunksendungen, mit von der Partie fein. Er hat sich längst als Solotenor die Herzen aller Freunde der frohen musikalischen Laune erobert. Die gefeierte und beliebte erste Soubrette des Metropoltheaters Berlin und des Staatlichen Gärtnerplatztheaters München, Maria E i s e l t, bringt einige ihrer schönsten und erfolgreichsten Operettenschlager und Tanzszenen. Don Kurt Pratsch- Kaufmann, dem vielseitig begabten und sympathischen Künstler, werden berühmte Filmstars, Sänger und Sänaerinnen parodiert. Frohe Laune wird auch das Wiener Wohlgemut h-Ter- zett, drei beliebte Wiener Straßensänger, zaubern. F e l o v i s , der ausgezeichnete Schweizer Jongleur, zum ersten Male in Deutschland, Kennt und Paddy Frindt, die unerreichten Equilibristen, und P o n n y und P o n p o n , das groteske Tanzpaar, werden das Publikum aufs beste zu unterhalten wissen. Im ganzen ein Programm, bas alle Erwartungen erfüllen wirb, die ein anspruchsvolles Publikum an den Verlauf eines guten Abends stellen wird. Gießener Dochenmarklpreise. Nachstehende Preise sind Handlerpreise und verstehen sich für H-Ware. Für 8-Ware ober abfallenbe Ware sowie für Selbsterzeuger liegen bie Preise niebriger. * Gießen, 24. Juli. Auf dem heutigen Wdchen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, % kg 9, Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 16 bis 20, rote Rüben 10 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 35, Erbsen 25, Mischgemüse 10, Tomaten 45 bis 50, Zwiebeln 15, Rhabarber 15, Stachelbeeren 25, Johannisbeeren 25, Blumenkohl, bas Stück 10 bis 50, Salatgurken 25 bis 40 Rpf. Es wird immer wieder, insbesondere von Kur- und Badeorten darüber geklagt, daß Kur- und Erholungsreisende die Lebensmittelkarten ihres Wohnortes mitbringen und behaupten, es fei ihnen vor der Abreife erklärt worden, ber Umtausch in Reise- unb Gaststättenmarken könne am Orte bes Erholungsaufenthaltes oorgenommen werben. Für bie Kartenstellen ber Kur- unb Badeorte bedeutet das eine untragbare Erschwerung * * Ein Fünfundsiebzigjahriger. Am morgigen Freitag, 25. Juli, begeht ber Obermaschinenmeister i. R. Anbreas Schröder in Gießen, Bruchstraße 22 wohnenb, bei bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar ist in Mainz-Kastel geboren und stand während vieler Jahre den maschinellen Anlagen in den Gießener Kliniken, sowie feit Errichtung ber Lan- des-Hett- unb Pflegeanstalt bis zu feiner Pensionierung ben dortigen Anlagen vor. Heute widmet Studentinnen kämpfen in Darmstadt. Das Hochschulstadion in Darmstadt ist am Wochenende der Schauplatz der Reichswettkämpfe ber deutschen Studentinnen in der Leichtathletik, im Schwimmen und Tennis, die von Vorführungen gymnastischer Art unb Rasenspielen umrahmt werben. In mehreren Disziplinen wirb es hier zu einer Neuauflage ber deutschen Meisterschaftskämpfe kommen, denn unter der akademischen Jugend befinden sich zahlreiche deutsche Spitzenkönnerinnen. In der L e i ch t a t h l e t i k, wo die Entscheidungen am Samstag und Sonntagnachmittaa fallen, dürfte über 100 Meter unb 200 Meter in der Kölnerin Grete Winkels die Siegerin gegeben fein, wobei natürlich viel davon abhängt, ob Erika Bieß von ihrer kürzlichen Verletzung wiedergergestellt fein wird. In btefem Fall hat sie auch über 80 Meter Hürden gute Aussichten. Sonst müßte hier bie Wienerin Gird, bie schon eine Zeit von 12,5 in biesem Jahr erzielte, als Favoritin gelten. Im Kugelstoßen startet mit ber Magdeburgerin Lore Grebe eine 12-Meter-Werferin, weitere sieben Bewerberinnen können Weiten über 11 Meter nachweisen. Mit dem Diskus erzielte Hanny Parb (Köln) schon 39 Meter, ihr wirb wohl ber Sieg nicht streitig gemacht werben können. Ursula Klotz (Frankfurt am Main) war bei den Deutschen Meisterschaften nicht ganz auf der Höhe, vielleicht gelingt ihr in Darmstadt im Speerwerfen ber Sieg, sie trifft aber auch hier auf mehrere Athletinnen, bie über 40 Meter gut fino. Im Weit- und Hochsprung sind mit ber deutschen Rekordhalterin Christel Schulz (Münster) und Luise Lockemann zwei klare Favoriten gemeldet, im Weitsprung wird aber auch die Münchenerin Friedel Mayerhofer zu beachten fein. Viel klarer ist die Lage im Schwimmen. Gerda Daumerlang (Nürnberg) braucht wobl im Kunstspringen keine Gegnerin zu fürchten. Heber die 100-Meter-Rücken und 100-Meter-Kraul startet die Vorjahrsmeisterin Pietsch (Münster) mit den besten Aussichten, im Brustschwimmen ist die Innsbruckerin Mösinger kaum zu schlagen. Stark umkämpft sind bie Turniersiege im Tennis, wo sich 100 Bewerberinnen eintrugen. Im EinzÄ rechnet man mit einem End erfolg ber Berlinerin Isolde Kröhling. Stadtmannschaff Gießen — Universität Gießen. Am heutigen Donnerstag findet auf dem Wald» sportplatz das Rückspiel der genannten Mannschaften statt. Wie erinnerlich, siegte im Vorspiel die Stadtmannschaft nach einem schönen Spiel überlegen. In der Zwischenzeit konnte die Hniversitätsmann- schäft die in dem Spiele aufgezeigten Mängel durch Neueinstellung von Spielern ausgleichen, so daß sie gegenüber dem Vorspiel an Spielstärke gewonnen haben dürfte. Es wäre daher verfehlt, die Stadt- Mannschaft trotz ihres großen Erfolges gegen Borussia Fulda, als überlegenen Sieger schon jetzt an- zusehen. Wenn auch ihr Sieg nicht zweifelhaft sein sollte, so glauben wir doch, daß die Mannschaft der Hniversität sie zur Entfaltung des ganzen Könnens zwingen wird. Die Stadtmannschaft spielt in ber gleichen Aufstellung wie in dem Spiel gegen Borussia Fulda. Ersetzt sind lediglich Fett und Luther durch Schelle unb Meermann. Fußball im Turnverein Allendors/Lahn Mendorf (Lahn, 1.3g6. — Kr.-Linden 1.3gb. 1:1. Anläßlich des Ortssporttages weilte bie 1. Jugend- Mannschaft von Großen-Linden in Allendorf. Das Spiel begann mit raschen Angriffen ber Gastgeber, bie durch die aufmerksame Abwehr ber Gäste zu keinem Erfolg führten. Die Gäste übermanben jedoch diese Drangperiode schnell unb gingen ihrerseits zu schnellen unb gefährlichen Angriffen über. Dor allem mar es ber linke Flügel, ber bas einheimische Tor oft in Gefahr brachte. Die Seiten wurden torlos gewechselt. Kurz nach ber Pause gingen die Gäste durch schönes Zuspiel in Führung. Durch diesen Erfolg der Gäste angespornt, drängte Allendorf stark und konnte auch ben verdienten Ausgleich erzielen. Die letzten Minuten gestalteten sich sehr abwechslungsreich, jedoch ließen bie aufmerksamen Torhüter keine Erfolge zu. Das Spiel verlief in durchaus fairem Rahmen. Vom Handball. Spiele um den Lahn-Pokal. In der Gruppe Gießen nimmt die Luftwaffe die erste Stelle ein. Im Spiel gegen Holzheim gelang ihr ein klarer Sieg. Grüningen hatte man feine Siegesaussichten in Lang-Göns eingeräumt 3n der Gruppe Wetzlar kam überraschend Katzen- furt durch einen knappen Sieg von 9:7 über Gar- benheim in Öen Vordergrund. Hochelheim siegte tm ersten Spiel gegen Dornholzhausen mit 12:6 Toren. Lützellinden muß auf bie Teilnahme an ben Spielen verzichten, da der Verein die meisten Spieler zur Gebietsmannschaft abstellt. Luftwaffe Gießen — Holzheim 15:9. Beiderseits wurde ein anständiges Spiel geführt Die Platzmannschaft war den Gästen etwas überlegen. Holzheim gelang es durch restlosen Einsatz, eine höhere Niederlage zu vermeiden. Laug-Göns — Grüningen 5:6 (2:2). Man hatte mit einem Siege der Platzmannschaft gerechnet. In der ersten Hälfte war das Spiel offen. Nach dem Wechsel kamen beide Mannschaften abwechselnd in Führung, bis Grüningen ein glücklicher Sieg gelang. Gesellschaftsspiele. Auf dem Lang-Gönser Platz herrschte Hochbettieb. Zwei Jugend- und eine Schülermannschaft wurden noch eingesetzt Lang-Göns 1. 3gb. — Grüningen 1. 3gb. 13:5. Die Jugendmannschaft machte es bester als die Erste, ihr gelang ein hoher Sieg. Lang-Göns 2. Jugend — ttiebertteen 7:7 (2:5). Auch die zweite Jugendmannschaft errang einen achtbaren Erfolg gegen die starke Gästemannschaft. Die Schülermannschaft mußte eine Niederlage von 5:9 (3:5) Toren gegen die von Grüningen hinnehmen. 21tfo. Gießen 2. 3gb. — Heuchelheim 2. 3gb. 7:2 2Mv. Sportbienstgr.—Heuchelheim Sporfbienftgr.l0:2 Die Jugendmannschaften beider Vereine waren sich im Feldspiel gleichwertig, jedoch vermißte man bei Heuchelheim den Torschuß. Dadurch gelang ber Platzmannschaft ber Sieg. Im Spiel ber Sportbienftgruppen kam der Mtv. diesmal leichter zum Sieg als im Vorspiel. Der Sturm ber Gießener war schußfreubiger, dagegen war bei Heuchelheim die Hintermannschaft sehr schwach.