Gießener Anzeiger - rgeheas MltaunterstÄidigemAngriffderLnflwaffederAchsemiächie von m oft«. a der Engländer, in unsere Italienische und deutsche Malta einen Flugplatz ließen. EchiomÄ' Boden drei Flugzeuge ii im Gebiet von Gall :iel wir wissen, verboten. Dafür schlagen sie lesens- k»erte Bücher vor, die in der Regimentsbibllothek zu liiben sind, oder sie machen einen besonders guten rilrn namhaft und wo und für wieviel Geld er zu ist. Oder sie helfen ihnen aucts bei der Korre- vondenz an die Lieben daheim; denn nicht alle amerikanischen Soldaten sind der englischen Sprache mächtig, und mancher Pole, Tscheche oder Serbe b-rnt erst aus dem Kasernenhof die Zunge des adop- der ersten Jahrgänge ließ sie sich in unmittelbarer Nähe der vielen neuen Lager nieder, so daß um die einzelnen Feldlager und Kasernen auf Befehl der Bundesbehörden in Washington Bannzonen von dreißig Meilen Durchmesser gelegt werden mußten, nachdem die Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten enorm angestiegen waren. In Pensa- cola am Golf von Mexiko, wo sich die größte Ausbildungsstätte für Marineflieger befindet, mußten kürzlich ganze Straßenblocks unter Quarantäne gestellt werden. Sonntag verbringen konnten. In anderen Orten wird die weibliche Jugend durch öffentliche Aufforderungen in Presse und Rundfunk ersucht, sich im Interesse der Sache sonnabends in rauhen Mengen auf den Tanzveranstaltungen der Garnison einzufinden. Die Erfolge dieser „Gestellungsbefehle" sind bisher allerdings recht zweifelhaft, und in den meisten Fällen „erfreut" sich das Militär im wahrsten Sinne des Wortes einer erdrückenden Mehrheit. Immerhin steht fest, daß weder Geld noch Mühe gescheut wird, um dem wehrhaften jungen Amerikaner das Soldatenleben so angenehm wie möglich zu machen. Es wäre jedoch falsch, aus dem Borhergesagten zu schließen, daß der Amerikaner verweichlicht ist und keine Anlagen für einen guten Soldaten besitzt. Schon die große Anzahl der vielen Deutschstämmigen in diesem Lande würde diese Annahme Lügen strafen, und auch der Amerikaner JnRordafrika vor Tobruk lebhafte Späh- lrupptäligkeit. Bei Sollum schossen deutsche Jagdflieger von sechs angreifenden britischen Kampfflugzeugen fünf ab. Bei dem Versuch des Feindes, am Tage in das besetzte Gebiet an der Kanalküste einzufliegen, wurden ohne eigene Verluste fechsbritische Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug im tuftkampf abgeschosfen. Einzelne feindliche Flugzeuge warfen Sprengbomben auf die I n f e l Helgo l a n d. Es entstanden lediglich Schäden in Wohnvierteln. Die Zivilbevölkerung hat einige Verluste an Toten und Verletzten. INarine-Artillerie schoß zwei der angreisenden britischen Flugzeuge ab. Sonst fanden keine weiteren Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet statt. Zn der Zeit vom 18. bis 21. Mai verlor der Feind zusammen 37 Flugzeuge, hiervon wurden 22 durch die Luftwaffe, drei durch Marineartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen elf eigene Flugzeuge verloren. erstehe» 'e Wan adriger. Wochen. ) W Mein, rote bis 106, 140 bis Salat N. Berlin, 22. Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im östlichen Mittelmeer erzielte am heutigen Tage die Luftwaffe im Kampf gegen die britische Kriegsmarine besondere Erfolge. Durch Bombenvolltreffer wurden vier britische Kreuzer und einige Zer- störer versenkt, ein Schlachtschiff und zwei weitere Zerstörer schwer getroffen. Oer Wehrmachiberichi Berlin, 22. Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage mit großem Erfolg britische Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer an. Bomben schweren und schwersten Kalibers trafen ein Schlachtschiff, sechs Kreuzer und einen Zerstörer. Auf vier Kreuzern entstanden Brände, ein Kreuzer zeigte Schlagseite. An den Angriffen beteiligten sich auch italienisch»e Torpedoflugzeuge. Im gleichen See- gebiet wurde ein feindliches Unterseeboot von einer Bombe getroffen und ein Handelsschiff schwer beschädigt. Oer italienische Bericht. Rom, 22. Mai. (DND.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: _ 2n Nordajrjka ag der Tobruk-Frost uerstag, -oen. l Frische begehen, it Gluck- (eiter der Faschistischen Partei, Graf Ruggeri« befanden. An dem Empfang nahmen der Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop und der Reichspressechef Dr. Dietrich teil. Aus dem gleichen Anlaß waren Botschafter Alfieri und seine Begleitung am Donnerstagmittag Gäste des Reichsaußenministers im Landhaus Fuschl. Hohe italienische Auszeichnung für General Rommel. MU haben sich i Meister Mersiche» n, in G!ei- uelen ober sieges mr- Sonntags ingen, eine dann niog- oder mehr MögKchleit General Gariboldi überreicht hier dem Führer des Deutschen Afrikakorps General Rommel (Mitte) das Eomtur-Kreuz des Ordens vom häuf- Savoyen schossen. Eines unserer Unterseeboote ist nicht zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt. Botschafter Alfieri beim Führer. Am zweiten Jahrestage des deutsch-italienischen Paktes. Obersolzberg, 22. Mai. (MB.) Anläßlich des zweiten Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes empfing der Führer am Donnerstag au dem Obersalzberg den kgl.-italienischen Botschafter Dino A l f i e r i, in dessen Begleitung sich Botschaftsrat Zamboni, Militärattache Mar ras, Ma- rineaUache Kapitän z.S. de Angelis, Lustfahrt- aüache Oberst Loucci mrd der Landesgruppen- ' liten oder Behaglichkeiten des Privatlebens zu sollen. Die einen sagten, die in den Feldlagem ein- I z stellenden Damen sollten die Mutter ersetzen, inniit die Jungen kein Heimweh bekämen, aber der merifanifcben Heeresleitung kam diese Begründung - b-nn doch zu unsoldotisch vor. Sie klang zu sehr k mch Verweichlichung. Amerikas künftige Landes- i-rteibiger, so sagte man, brauchten nicht wie Säug- Inge betreut zu werden. Was andere sagten, die ins Muttermotiv von vornherein ablehnten, geengte nicht bis in die breite Öffentlichkeit, und io rTilgte man sich schließlich auf die neutrale Bezeichnung „hoste ß". In der angelfächsischen Welt wird unter dem Be- pff „Hosteß" alles verstanden: Von der Gast- | Oberin in einem guten Privathaushalt bis hin- | imter zur Animierdame in einer Bar mit Samen« - bbienung. Jrn Einvernehmen mit Kriegsminister Mimfon (dieser ist mehr als siebzig Jahre alt!) wurden die hostesses in Senior- und Junior-Ho- sfscs eingeteilt. Das Mindestalter der Senioren i itt 35, das der Junioren 25 Jahre. Die Aufgaben ler Angehörigen beider Klaffen bestehen darin — j’j, darüber find sich die Gelehrten auch heute noch licht einig, obwohl bereits zahlreiche hosteffes un- 1 r großem militärischem Pomp eingestellt wurden. Me ihr zugeteilte Kompanie tritt an, präsentiert \qs Gewehr und nach dem Befehl „Rührt Euch erfolgt die Vorstellung durch den Kompaniechef. Bei Irsonders gut aussehenden hostesses, die übrigens Iieutnantsrang haben und gut bezahlt werden, läßt is sich unbeftätigteii Meldungen zufolge manchmal Iiigar der Bataillonskommandeur nicht nehmen, die Vorstellung persönlich zu überwachen. Jede Ka- '•rne, jedes Truppenlager verfügt je nach Größe iflber eine oder mehrere dieser hostesses, deren erste unter großem publizistischem Aufwand auch einer breiteren Öffentlichkeit in Wort und Bild gezeigt werden. Keine Mutter und keine Braut brauchte 'ch zusätzlich Sorgen zu machen? Außerdem ist eine chsolut einwandfreie Vergangenheit erste Voraus- Stellungen einzudringen, vereitelt worden. Gegen weitere feindliche Abteilungen richteten sich Gegenangriffe unserer Kavallerie-Abteilungen, die den Feind zurückschlugen. Eine hurricane wurde südlich von Pantelleria von der Marine-Flak abge- bombardiert, wobei am Brand gerieten. In Ostafrika ist Sidarno ein Versuch ft Futzball» nntag be« i Enkjchü« Ls, die am :eigtn. Es z W Vier britische Kreuzer im Ost-Mttelmeer versenkt Besondere Erfolge der deutschen Luftwaffe. I IUILCI | wv-/ ir'-'-------- ~ y ' n ,, der im letzten Wehrmachtbericht gemeldete Luftangriff auf Malta in der Nacht zum Donnerstag in mehreren Wellen erfolgt sei. Bald habe man ein riesiges Flammenmeer als Wirkung der vielen abgeworfenen mittleren und schweren Bomben feststellen können. Die mittleren Kaliber der feindlichen Flak in der Nähe der Arsenalstraße seien sicher sehr schwer getroffen worden, denn schon beim Anflug der zweiten Welle hätten diese nichtmehr gefeuert. Nur mit Maschinengewehren sei noch eine Abwehr versucht worden. Das Feuer vom Fort Angelo aus habe aber angehalten, bis Die Scheinwerfer erloschen seien. Ueberaus heftig fei auch das Abwehrfeuer vor dem Hafen von Malta gewesen. Der Flughafen von M i t a b a fei schwer beschädigt worden. Ein Stuka habe zwei englische Flugzeuge durch Brandbomben vernichtet. Ferner sei ein großes Gebäude in Brand geraten, das als Unterkunft gedient haben dürfte. Nach den großen Erfolgen des bis drei Uhr morgens dauernden Angriffs feien sämtliche Flugzeuge zu ihren Stutzpunkten zurückgekehrt. Ein ausaewdmetes Luftbild, das von einem italienischen Bombenflugzeug während eines Auf- klärungsstugcs aufgenommen wurde und deullich Hafenanlagen und Schiffe des hauptftutzpunktes 9 9 der britischen Luftwaffe auf Malta zeigt. (Atlantic-M.) 0:2(1* >6,1 Goldatenleben mit,,sex appeal" Von unserem A. L.-Berichterstatter. 'n w waren » n Vereinen Ä Äi 1 MSZUE erllebE S eine SchwbE ue daß w Jit W* (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, im Mai 1941. Als der jüdische Verleger einer großen Neuyorker (jitung, der Pseudo-Obeft Ochs Adler, vor Jahr nd Tag als erfter Amerikaner öffentlich die Ein- i hrung der allgemeinen Wehrpflicht , rlangte, um den bereits strauchelnden Engländern puen Mut zu machen, tauchten in der hiesigen »treffe sofort alle möglichen Vorschläge auf, die dar- df abzielten, einer widerstrebenden amerikanischen fugend den Gedanken an das bevorstehende Dienst- ilhr schmackhaft zu machen. Wer die moderne ame- !kanische Jugend kennt, weiß diese kluge Doraus- M zu würdigen. Disziplin und Enthaltsamkeit sind , hie Begriffe, die im „Webster", dem amerikani- fen Standard-Wörterbuch nachgeschlagen werden Innen. Im übrigen ist ungezügelte Lebensfreude ? Stumpf. Der „Jitterbug" (in freier Uebersetzung die „Zit- I prwanze") ist beispielsweise aus dem heutigen ? sreizeitleden der jungen Amerikaner beiderlei Geflechts einfach nicht himvegzudenken. Er ist der srototyp einer jener Formen, die mit der hierzu- • ttnde seit einigen Jahren in wildem rhythmischen ichütteltanz das Leben bejaht wird. Man sieht ihn df allen Tanzböden von Neuyork bis San Fran- isfo, ob er nun noch im schulpflichtigen Alter sicht oder bereits mehrere Semester ernster hoch- Mlstudien auf dem Rücken hat. Sogar in den Geschäftsräumen der berühmten, von dem preußi- f fen General von Steuden gegründeten Kadetten- ciftalt West Point ist er durchaus keine Seltenheit, t leer junge Amerikaner ist intelligent und sehr auf« । klärt, aber außerhalb des Ballsaales beschränken । pH seine Interessen vielfach auf Baseball und Foot- L liU, die beiden amerikanischen National-Sport- I cten. Die Ausnahmen bestätigen natürlich die Re- | 0, die, wie gesagt, plötzlich ein Ende finden sollte, i is Mr. Ochs Adler aus Neuyork die Wehrpflicht u t rlangte. Das soll nicht etwa heißen, als wollte ^Uisgerechnet Mr. Wer die männliche Jugend fhmeritas auf den rechten Pfad der Disziplin und i Ldatischen Einfachheit lenken, nein, seine Beweg- cünde als Verleger einer interventionistischen Zei- i ng waren andere. Aber die Tatsache bleibt be- ichen, daß die hiesige Jugend die Wehrpflicht zu- itchst als eine unbillige Zumutung und als einen Ersuch empfand, die zwölf Monate „chres Lebens- ichalts" zu berauben. Was lag angesichts dieser Situation für die Macht- hber näher, als in den Kasernen und Feldlagern I r Armee einen Ersatz für die Vergnüglich- DI. Jahrgang HH2( ttfcbetnt tägltch, außer Sonntags und Feiertags Aeilageu:Die Illustrierte SießenerFamilienblatter feetmat imBilü DieScholle MÄ»!.95 LbneJllustrierte . 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 wd) bei Nichterscheinen ,on einzelnen Nummern k,solge höherer Gewalt ->rrnsvrechansch!uß 2251 Vrabtanscyrist:„Anzeiger" Sostscheckl16s6Franks.-M l'bung für jede Anstellung. Eine der Ausgaben — wir kommen um Die Er- * iA2:L hrterung dieses Themas nicht herum — besteht dar- ■ rM 'n, den jungen Soldaten bei der Gestaltung =*9-btt Je u . leinet ’S *n^ten 1 lebet. ' könne unbbie "cht Und °ev|chat 8rettag,23.Mai,y4l Annahme von Anzeigen für die Rtittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags Aruetgeu-Preile i Änzeigemeil 7 Rvf. te mm bei 22 mm ZeilenbreNe, Terueü 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel S Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr Oie Pipe-Lines. Die irakischen Truppen haben in diesen Tagen die britische Erdölleitung von Kerkuk nach 5)aifa gesperrt und die ergiebigen Oelfelder von Mossul besetzt. Der französische Strang der großen Oel- leitung zum Mittelmeer ist nach der Niederlage Frankreichs Anfang Juli des vergangenen Jahres chon von britischen Agenten zerstört worden, cheute ließt also kein Mossulöl mehr nach dem Mittelmeer, und die ölhungrige britische Mittelmeerflotte muß künftig ihren Bedarf ays dem ferner liegenden persischen Golf über den Sueztänal herbeischaffen, o lange diese Verbindungslinie ungestört funktioniert. w Diese Oellinien, für die sich die englisch-amerikanische Bezeichnung Pipe-Lines eingebürgert hat, ind schon von Anbeginn an ebenso ein Streitobjekt gewesen wie das Mossulöl selbst Unter türkischer Herrschaft hatte das Gebiet lange in seligem Schlummer gelegen, bis 1902 das erste Del gefunden wurde. Wie es der „Zufall" wollte, machte diese unbiblische Entdeckung der britische Missionar H a r- w o o d. Die großen Erdölinteressenten begannen sich zu schlagen, und als die Türkei im Weltkrieg zusammenbrach, frohlockten die Sieger von damals über die leichte Beute. Aber bald lagen sie sich selber in den Haaren; Frankreich wollte das Del, und die Briten wollten es erst recht. Sie hatten den von den Franzosen aus Syrien vertriebenen Araberscheich Feisal zum König des Irak gemacht. Er besetzte Ende 1922 das Mossulgebiet und vergab die Oelkonzession, die rechtlich noch den Türken gehörte, an die Briten. Frankreich und die Vereinigten Staaten verzichteten jedoch ebenfalls nicht auf ihre Rechte. Die Genfer Liga sollte den Konflikt schlichten. Inzwischen hatten die Engländer die Griechen gegen die Türken in den Kampf geschickt, jedoch unterlagen die Griechen gegen Kemal Pascha. Schon damals hatten die Griechen die zweifelhafte Ehre, für die britischen Oelinteressenten zu sterben. Auf der Konferenz von Lausanne wurden Die Türken im November 1922 endgültig um das Mossulöl betrogen; Den Löwenanteil erhielten die Briten, Den Rest die Franzosen und Nordamerikaner. Das Delgebiet wurde im Jahre 1926 endgültig dem Irak zugeschlagen, und London hoffte, in König Feisal einen ausgezeichneten Vertreter seiner Sache zu haben. Die Franzosen machten gute Miene zum bösen Spiel, weil ihnen die Engländer nun endlich Den Einmarsch ins Ruhrgebiet gestatteten. Die Briten nutzten ihre Machtposition im Irak weidlich aus, zumal 1927 die erste sehr ergiebige Quelle erbohrt worden war: sie gab schon in drei Jahren 36 000 Tonnen Del. Bis Feisal im Jahre 1932 die Unab- jängigfeit des Irak ertrotzt hatte, flössen die bnti- chen Delquellen schon reichlich, politische und militärische Reservate hatte man sich ausbedungen, und als Feisal gelegentlich Widerstand leistete, ließen ihm die „Herren des plötzlichen Todes" die letzte Tasse reichen ... Um das Jraköl auf dem billigsten Wege über die unwirtlichen Gegenden zum Mittelmeer zu bringen, wurde die Verlegung von Pipe-Lines beschlossen. Es mußtest zwei fein, weil die französischen Interessenten sich nicht den britischen Freunden ausliefern wollten. Unter Feisals Nachfolger Ghazi I. wurde das Werk beschleunigt. Die Franzosen wollten ihre Leitung in ihr syrisches Mandat haben, die Briten nach dem in Nordpalästina gelegenen großen Hafen Haifa. Der Bau wurde 1927 begonnen, und im Juli des Jahres 1934 konnte das erste „grüne Gold" durch die Rohre gepumpt werden; die feierliche Eröffnung fand erst im Januar 1935 statt. Bei dem Bau der Pipe-Lines galt es, enorme technische Schwierigkeiten zu überwinden. Man daf sich also iricht wundern, daß die annähernd 1900 Kilometer langen Leitungen 15 ^Millionen Pfund Sterling in Gold oder 300 Millionen RM. kosteten. 23 S0N. tSjähij. Heinrich Geschäft ber zwei seinlom« Siebener Bewirt. Iah. öelbstrase ichts ließ ebene« - Buller, Familie [fen. Der teilet für Mangel- lensmittel lit feinem ch Slus- Schleich« is wieher« darben. Werten Landes. , Die Hostesies haben, um es kurz zu machen ,n Amerika viel Staub aufgewirbelt. Taufende luhlten sch berufen, aber nur wenige wurden auserwaytr ’ «m der Armeeleitung drohte ob Der Zweckmäßigkeit s idber Unzweckmäßigkeit dieser hochmodernen Matz- whme eine ernste Meinungsverschiedenheit auszu- k Rechen, und schließlich wurde ein Kompromiß ge- n unben, der in Den beiDen vorerwähnten zllte - | ! assen beredten Ausdruck findet. Aber trotz aller Deit- und Voraussicht hat eines nicht verhrnder werben können: Die amerikanische Prostitution ,olgt her in der Bildung begriffenen neuen Volksarmee ; Ächt ach Den Fersen. Bereits nach der Anshevuns vrStzlsche UntDerfttätsbrxderei H. tauge General-Anzeiger für Oberhessen Völlig neue Wege schlug vor einiger Zeit Die Chikagoer StaDtverwaltung ein. Man vermittelte,------, —o— . . ■ - „blinDe" Bekanntschaften zwischen jungen Chikagoer irischer, schottischer und englischer Abstammung hat Mädchen und Soldaten einer benachbarten Garni- manche guten soldatischen Eigenschaften. ailerDings. son, Die für sechs Dollar unD einigen Cent einen „Hostesses" könnten mir uns m Der deutschen mit Film, Tanz und Boxkampfbesuch angefüllten Armee nicht Dorfteilen! / .. Artillerietätigkeit. Italienische und deutsche Flug wU* zeuge haben Batterien und Nachschublager vor r x Tobruk bombardiert. Es wurden fünf Blenheim Rom, 23. Man (Europapreß.) Em Knegsbe- Bomber abgeschossen. ........... richterstatter des „Gwrnale d Italia berichtet, daß F^gzeuge haben auf 3^ ’n' den jungen Soldaten vei = « » r e r Freizeit zu helfen. Selbst nut den —an- tzie oiil' Izsoerteibigern auszugehen, ist ihnen allerdings, fo- sS, r W ™ 1: jfcöuLrl ’ THmShi fkrci * Gegen die Wasserversorgung Tobruks talkendecke hindurch, und Vie! LlSA-Handelsmanne unter staatlicher Kontrolle 3ebei Der * s llt herangetreten, ihnen ihre Flucht zu verzeihen zu erlauben, nach dem Irak zurückzukehren. 2« 3Hil »er Se ;!ir & iüebbe 3lad Ünäh lie bi llinge * Washington, 22. Mai. (Europapreß.) Das Repräsentantenhaus gab in namentlicher Abstim- finmg bei Anwesenheit von nur 100 von 400 Abgeordneten Roosevelt alle Vollmacht, die Handelsmarine der USA. nach Maßgabe des na- itionalen Bedarfs einzusetzen. Die Vorlage verfolgt leinen doppelten Zweck: 1.) die USA-Schiffe zwangsweise dazu zu veranlassen, mit der Verwaltung zu- ^ammenzuarbeiten unb 2.) die Preise von Einfuhrgütern durch die Begrenzung der Transportkosten zu kontrollieren. Der Antrag der republikanischen Minderheit, USA.-Schiffen die Fahrt ins Rote Meer Rn verbieten, wurde abgelehnt. Das Mitglied des Repräsentantenhauses, James Oliver, betonte, cntmeber solle man die Handelsflotte der USA. durch Konvoi schützen, oder die Schiffe vom Roten Meer fern halten. Die Fahrt ins Rote Meer bedeute den Auftrag zum Selbstmord für die betroffenen Seeleute. Die Mehrheit wandte dagegen ein, die Absperrung des Roten Meeres bedeute eine Einschränkung des Neutralitätsgesetzes, das Roosevelt die Vollmachten gebe, die Kriegs- N Deutsche Stuka-Bomben trafen »en Lebensnerv -er Festung Von Kriegsberichter Werner Mühlbradt. Amerikanischer Pessimismus Bon unserer Berliner Schriftleitung. zonen festzulegen. Die ausgedehnte Debatte über den Aenderungsoorschlag kennzeichnete die Antikriegs- und Antikonvoi-Stimmung der starken Minderheit, die wiederholt Beifall von der Tribüne erhielt. Der Führer der Opposition, Hamilton Fish, erklärte sich schließlich für die Vorlage der Mehrheit, warnte jedoch vor unerklärtem Krieg. Falls Roosevelt das Repräsentantenhaus um die Zustimmung für Konvois ersuchen würde, würde er um siebzig Stimmen geschlagen werden. Die angenommene Vorlage der Mehrheit sieht vor, daß während des jetzigen gemäßigten Notstandes oder spätestens bis Ende Juni 1943 jedes Schiff einen sogenannten Freischein der Marine-Kommission haben müsse, um bevorzugt Hafen, Docks und Bunker-Gelegenheiten henutzten zu können. Schiffe ohne Freischein weroen dadurch praktisch niemals diese Vergünstigungen erlangen können. Der Freisein bedeutet, daß das betreffende Schiff sich den Weisungen der Marine-Kommission hinsichtlich der Routen und Ladungen in jeder Beziehung unterwirft. sohle 300 Meter darunter; also mußte auf kürzestem Raume ein Höhenunterschied von 1000 Meter über-, wunden werden. Aber es wurde geschafft, und in normalen Zeiten lohnten sich olle Unkosten, denn allein nach Haifa wurden in der letzten Zeit alljährlich etwa 4 Millionen Tonnen Del gepumpt. Nun aber ist auch die britische Pipe-Line, die schon während der palästinensischen Aufstände von den Arabern oft angegriffen und beschädigt worden war, unterbrochen worden. In London war die Bedeutung der Leitung gerade während des Krieges oft genug unterstrichen worden; jetzt auf einmal mißt man ihr keine besondere Bedeutung mehr bei. Wenn das wahr wäre, hätte sie gar nicht erst gebaut zu werden brauchen. Und es ist doch jedem Laien offenbar, daß die britische Mittelmeer- flotte durch das Versiegen ihrer Oelquellen vor außergewöhnliche Schwierigkeiten gestellt wird. England muß sehen, wie es den Ausweg des Suezkanals frei yält und hat heute schon — wie auch die Dinge im Irak ausgehen mögen — in der für die Flotte lebenswichtigen Oelschlacht eine gewaltige Niederlage erlitten. L. H. Wieder normaler Handel zwischen Syrien und dem Irak. D am a s k u s , 23. Mai. (DNB. Funks'pruch.) Die irakische Regierung hat angesichts der neuen politischen Lage das von England über Syrien und Libanon verhängte Blockadesystem um gestoßen und beschlossen, den ^Warenaustausch mit den Levante st «aalen aus normaler Grundlage wieder aufzubauen. Dle Doppelleitung beginnt am Bergrücken Baba Gurgur bei Kirkuk in der Nähe des alten Ninive. Die Doppelstränge führen bis Haditha am rechten Ufer des Euphrat. Von hier aus führt die französische Nordleitung westlich durch das syrische Wüstengebiet bis Tripoli. Der britische Strang geht in südwestlicher Richtung weiter, liegt von der Abzweigung noch etwa 400 Kilometer auf irakischem Gebiet, um bann durch Transjordanien und Palästina nach Haifa zu führen. In den 15 Großtanks Haifas können heute 180 000 Tonnen Del gelagert werden, doch haben hier Fliegerangriffe der Achsenmächte schon beträchlichen Schaden angerichtet. Die Pipe-Lines müssen große Höhenunterschiede überwinden, so daß fünf riesige P umpwe r k e errichtet roerben mußten, ferner einige Hilfspumpwerke. Am Euphrat und Tigris mußten 40 Meter hohe Turme gebaut werden, an denen die Rohrleitungen — mit Riesen kabeln befestigt — hängen. Nach Ueberwindung der Wüstenzonen bot das Jordangebiet die größten Schwierigkeiten. Das Dftufer liegt 700 Meter über dem Meeresspiegel, die Tal- ord aus. Die Vereinigten Staaten feien aber auf ine erwartete Lieferung gänzlich unvorbereitet. Washington müsse dafür sorgen, daß die Kriegslieferungen der USA. sicher über den Atlantik gelangten. Mit dem Mutterlande sei auch das britische Weltreich zum Untergang verurteilt, schloß Glaßford, da die Besitzungen ohne seinen Hauptstützpunkt nicht lebensfähig und nicht zu halten seien. Die Rede, die vor englischen und amerikanischen Zuhörern sowie zahlreichen chinesischen Gästen gehalten wurde, hinterließ tiefen Eindruck, da sie die von englisch-amerikanischer Agitation ängstlich verschwiegene tatsächliche Lage Großbritanniens nackt und schonungslos enthüllte. Mehr Schiffe, Kanonen und Flugzeuge. Lausanne, 22. Mai. (Europapreß.) In einer Ansprache des Ersten Lords der britischen Admirali töt, Alexander, sagte, dieser: „Ich verlange dringend Schiffe und verlange sie in aller Kürze. Ich verlange mehr Kanonen und mehr Flugzeuge mit höherer Geschwindigkeit, ich verlange mehr Bodenabwehrkanonen, um die Flotte auf alle Fälle schützen zu können. Der gegenwärtige Konflikt ist ein Krieg der Waffenleistungen, für den sich Deutschland seit Jahren vorbereitete, und es ist jetzt an uns, es wieder einzuholen." Alexander drückte zum Schluß seine Hoffnung aus, daß die amerikanischen Verstärkungen die Defensiv schlacht in einen Schlußsieg für England verwandeln mögen. Auf wie schwachen Füßen diese Hoffnungen stehen, ersieht man aus den Berichten aus Washington. Engländer wollen Lissabon nicht verlassen. Lissabon, 22. Mai. (Europapreß.) Der Sonderkorrespondent des „Daily Telegraf)" in Lissabon teilt seinem Blatt mit, daß unter den zahlreichen aus verschiedenen Ländern des Kontinents nacy Portugal geflüchteten Engländern nur seh r geringe Neigung besteht, diese Dafc zu verlassen und in ihre Heimat zurückzukeh- r c n. Um sie zur Rückkehr zu zwingen, will das britische Schatzamt die Geldüberweisungen nach Portugal sperren. Die Verbindungen aus Portugal nach England sind sehr schwierig. Viele Engländer fallen bereits dem englischen Konsulat in Lissabon zur Last, weswegen auch der Konsul die Aufforderung zur Abreise aller reifefähigen Engländer aus Lissabon unterstützt hat. Oie Regierungsumbildung in Spanien Madrid, 22. Mai. (Europapreß.) Die Madrider Presse stand im Zeichen der Amtsübernahme der vier neuen Minister, die ihre neuen Posten mit grundsätzlichen Reden anaetreten haben. In der spanischen Oeftontlichkeit fällt auf, daß in allen Reden sehr stark die falangistischen Ideen unterstrichen wurden, womit zum Ausdruck gebracht werden sollte, daß diese Regierungsumbildung betont im Zeichen der falangisttschen und syndikalistischen Revolution stand. Der Amtsübernahme wohnte Außenminister Serrano Sun er zugleich als Prä- siebent der Junta Potttica bei. Man ist der Auffassung, daß die Position Serrano Suners nach wie vor führend ist. Der Sprecher des spanischen Außenamtes erklärte in der ersten Pressekonferenz, daß der Wechsel in der spanischen Regierung lediglich und ausschließlich den Zweck habe, den Zusammenhang der innenpolitischen Maßnahmen und die Gleichschaltung mit dcn Doktrinen der national- syndikalistischen Revolution herzustellen. uns stürzen andere Maschinen. In diesem kleinen Hafenbecken der einst fast um bekannten nordafrikanischen Stadt ist die Hölle los. Wie mag es dort unten schon aussehen? Seit Monaten zieht ein Fliegerangriff nach dem anderen über den Drt hinweg, während jetzt der zweite er, bitterte Erdkampfin seiner Umgebung entbrannt ist. Im Abflug bemerken wir im Gelände um Tobruk Zeltlager und Stellungen, Kraftfahrzeugansammlungen und Gräben. Unsere Bordwaffen sprechen, ihre Garben peitschen über die Ziele. „Stoppen", ruft der Flugzeugführer. Wir haben deutsche Stellungen erreicht. Wie mögen sich unsere Kameraden, die in ihren Wüstenstellungen liegen, gefreut haben, als sie wieder deutsche Luftwaffen« verbände in beachtlicher Stärke auf den vor ihnen liegenden Feind in und um Tobruk stürzen sahen. Wir werden sie weiter in ihrem schweren Kampfs gegen diese Festung begleiten. Luftwaffe unternahm Erkundungsflüge über Senne fbebba ne; Kampfflugzeuge belegten das dortige Flugfeld mit Maschinengewehrfeuer und beschädigten dabei 15 feindliche Flugzeuge. Außerdem beschossen sie mit MGs einen britischen Truppentransport. Die irakischen Polizeistreitkräfte beherrschen, unterstützt von Freiwilligen, vollkommen die Lage in der Wüste. Sie schossen ein feindliches Flugzeug ab, dessen dreiköpfige Besatzung ums Leben kam. Faluja von den Irakern zurückerobert. Damaskus, 23.IHat (Dllv.Funkfpruch.) Wie das irakische Oberkommando nach einer Meldung aus Bagdad mitfeilt, ist die Stabt Faluja am Euphrat zurückeroberf worden. Aaluja war vor wenigen Tagen von den Engländern beseht worden. Lustangriff auf britischen Flugplatz in Transjordanien. Bagdad, 22. Mai. (Europapreß.) Der englische Flugplatz bei Arnman in Transjordanien wurde am Dienstag überfallartig von der irakischen Luftwaffe angeariffen. lieber den Erfolg des Angriffs liegt noch keine Nachricht vor. Es ist dies das erstemal, daß die irakische Luftwaffe bte Engländer außerhalb des Iraks angreift. Alle Iraker scharen sich um Kailani. Damaskus, 22. Mat. (DNB.) Wie aus Bagdad gemeldet wird, hat Ministerpräsident Kailani durch feine feste Haltung England gegenüber nunmehr das Vertrauen auch solcher Politiker gewonnen, die bisher noch oppositionell zu ihm standen. Sie sicherten Kailani ausdrücklich ihre Unterstützung zu. Auch verschiedene der ins Ausland geflüchteten irakischen Staatsmänner sind an Kailani mit der Bitte „Wohin steuert Island?" Kopenhagen, 22. Mai. (DNB.) „Berlingsir Tidende" schreibt über den Loslösunigsbeschluß Des isländischen Mthings: „Die Kündigung des Bun- destraktates hat den vielen dänischen Freunden Islands keine freudige Ueberrafchung gebracht. — „National Tidende" bringt feine Verwunderung darüber zum Ausdruck, daß Island „mitten In einem brennenden Kriege, durch den alle Verbindungslinien Zwischen Dänemark und Island unterbrochen sind", feine ßo&löfung proklamieren zu müssen glaubt. „Politiken" stellt fest, daß der Althing nach allem zu urteilen durch seine Beschlüsse faktisch der normalen Prozedur einer Trennung der beiden Staaten voneinander vorgegriffen habe. In Dänemark werde eine Lösung der Beziehungen mit Island tiefstes Bedauern auslösen. „Faedrelandet" fragt: „Wohin steuert Island, was tauscht das Land für die Union mit Dänemark eint w o kann es so selb st lose Freunde f in* den wie die, welche es in Dänemark hatte?" Das Stockholmer „Aftonbladet" stellt fest, daß dee Vorgang aus Island nicht ganz mit dem überein- stimme, was man einen guten nordischen Stil nenne. Wenn auch der Wortlaut des Bündnisses eine Kündigung des Uebereinkommens im Jahre 1941 vorsehe, so sei der Zeitpunkt für innere nordische Reibungen s o u n g ü nst i g w i e nur mög« l i ch Die kleine Revolte in Reykjavik, die von Sou« veränitätsträurnen angehaucht ist, muß im Zusam« menhang mit dem Umstand betrachtet werden, daß Island gegenwärtig England zu militärischen Dispositionen heranzieht. Eigentümlicherweise scheint dieses Verhältnis demoralisierend auf die Politiker in Reykjavik gewirkt und eine politische Aktivität von ihrer Seite ausgelöft zu haben. Wenn man sich gerade in einer derartigen Situation von Dänemark trennt, so muß befürchtet werden, daß der zukünftige Weg zu einem A b h ä n g i g k e i t s- Verhältnis ganzandererArt fuhrt, als es bisher der Fall war. Rorges ff. Oslo, 22. Mai. (DNB.) Der 21. Mai ist der Gründungstag der „Borges ff" und der allge- meinen ff Norwegens geworden. 151 Kameraden aus den Reihen des Hird sind für die ff gemustert worden. Vor dem Reichssühver ff Himmler, der sie feierlich in die Schutzstaffel aufnahm, legten sie ihre Verpflichtung ab. Damit besteht nun in Norwegen innerhalb der „Nasjonal Sämling" als zweite politische Kampstruppe neben dem „Hird" Die allgemeine ff. In ihr haben sich aus den Reihen des Hird diejenigen Männer zusammengefunden, die mit ihren Familien den rassischen und charakterlichen Anforderungen der ff entsprechen und sich freiwillig den Bedingungen unterworfen haben. Die die ff an sie stellt. Der Aufnahme der Hird-Männer in die ff wohnte auch der Befehlshaber der deutschen Truppen in Norwegen, Generaloberst von Falkenhorst, bei. Der Stabschef des HiiQ, Saether, betonte in feiner Begrüßungsansprache, daß nunmehr Hirt und ff im Innern des Landes Schulter an Schulter stehen, um gemeinsam den Kampf für ein neues Norwegen durchzufechten. Der Reichsführer ff Himmler fetzte als Führer der norwegischen ff den Chef der norwegischen Polizei, Staatsrat Jonas Lie, ein, den er gleichzeitig zum ff-Stan* bartenfübrer ernannte. Dieser dankte dem Reichsführer ff, daß er ihm die Möglichkeit gab, sich während des Balkanfeldzuges in ocr Waffen-ff vor dem Feinde zu bewähren. Weiter richtete er herzliche Wort an Vidkun Quisling und an den Reichskvmmissar Gauleiter T«rboven. - - Wachsende Empörung in der mohammedanischen Wett gegen England Schon feit einiger Zeit kann man immer wieder in USA.-3eitunqen lesen, daß die Lage in England übsolut nicht rosig sei und daß die Hoffnungen auf fren englischen Sieg in den Vereinigten Staaten immer geringer würden. Nunmehr hat sich auch ein General der Bereinigten Staaten, der in offizieller Eigenschaft in London weilte, nach seiner Rückkehr aus England ebenfalls in pessimistischem Sinne über die Zukunft Englands ausgesprochen. Es ist kein geringerer als der Chef der Armee-Luftwaffe der Bereinigten Staaten, General Arnold. Wie die „Washington Post" zu berichten weiß, soll dieser General in feinem amtlichen Bericht festgestellt haben, daß England ohne aktive USA.-Hilfe nicht mehr allzuviele Monate aushalten könne. Der General steht auf dem Standpunkt, daß Bonrbenftugzeuge und Schiffe, die England wohl dringend brauche, doch nicht genügten, um den Siea Englands zu gewährleisten; trotz aller Materialhilfe — heißt es In diesem Bericht — kann England Hitler nicht belegen, wenn die nach England fahrenden Schiffe tm bisherigen Tempo weiter versenkt würden, so würde, wie der General prophezeit, in nicht allzu ferner Zeit der Zeitpunkt kommen, an dem man in England den Kampf als hoffnungslos aufgeben werde. Herrn Roosevelt wird dieser Bericht sicher nicht Rom, 22. Mai. (Europapreß.) Die englische Propaganda bemüht sich, die Aufstand sbewegung im Irak zu verkleinern und die Lage in der moharn- uredanifchen Welt in rosigem Licht darzustellem Vollkommen gegensätzlich zu dieser Darstellungsweise sind die wahren Verhältnisse. Zeichen einer tiefgehenden Unruhe sind in der mohammedanischen Welt festzustellen, und von Woche zu Woche verschärfen sich die englandfeindlichen Kundgebungen. Die arabische Welt, so äußert man in politischen Kreisen Roms, stelle sich immer england feindlich er ein, wie durch die Ereignisse der letzten Woche bewiesen werde. Die von den Arabern in Pa 1 ä - ftina in Brand gesteckte Oelleitung brenne nun seit drei Tagen. Trotz hohen Lohnzulagen gelinge ca auch nicht, die Araber zur Arbeit für England zu bringen. Auch die englandfeindliche Bewegung in Transjordanien greife rasch um sich. Emir Abdullah habe sich daher veranlaßt gesehen, nach Jerusalem zu reifen und englische Truppenverstär- lungen zu erbitten. Wegen der Angriffe der RAF. auf syrische Flugplätze und auf die wehrlose Bevölkerung des Iraks steigere sich auch in Syrien die (Erregung gegen England. Der Protest der irakischen Regierung gegen die Bombardierung von £030 retten durch die RAF. habe in Anatolien starken Eindruck gemacht. Der Haß der ägyptischen Bevölkerung gegenüber England beginne sich explosiv Luft zu lnachen. Unmassen von englandfeindlichen Flugschriften würden unter der Bevölkerung Aegyptens verteilt, in denen volle Solidarität der ägyptischen Bevölkerung mit den mohammedanischen Brüdern des Iraks gefordert werde. Auch i n I nd i e n fei die Lage gespannt. Hier sähen die Engländer nur in Massenverhaftungen ihr einziges Heil. Schließlich sei in Afghanistan eine wachsende (Erregung gegen die Engländer festzustellen. Erfolgreiche Angriffe bei Habbania und Faluja. Damaskus, 23. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach dem letzten Bericht des Hauptquartiers der irakischen Streitkräfte unternahmen diese an der Westfront erfolgreiche Angriffe gegen britische Truppenabteilungen bei Habbania und Faluja, unterstützt von starkem ArtMeriefeuer. Dem Feind wurden schwere Verluste an Menschen Und Material beigebracht. An der Südsront haben Irrafiftbe Truppen und Freiwillige britische Truppenansammlungen enger eingekreist und starkes Artillerieseuer auf sie gerichtet. Die irakische DNB. 22.Mai. (PK.) Don längerer Zeit aßen wir an einem späten Nachmittag in einem kleinen Haus in der Sirte. Ein Wagen fährt vor, ein deutscher General mit zwei Generalstabsoffizieren steigt aus und kommt herein. Sie haben foeöen eine Wüste nerkundungsfahrt beenbet und wollen diese nun auswerten. Die Erkundung galt vor allem den W a s s e r b r u n n e n. Mit Kennern des Landes 'uhren sie Quelle um Quelle ab, um sich selbst von ien Wassermöglichkeiten des Vormarschgeländes zu überzeugen. Der General faßt die Erkundungsergeb- niffe zusammen: „Ich brauche für meinen Verband täglich 150 000 Liter Wasser. Diese Mengen sind bis zum Punkt ... sichergestellt. Unterarzt A. wird noch eine genaue Untersuchung vornehmen und das Ergebnis melden." — Wir müssen jetzt an dieses kleine Erlebnis denken, das die lebenswichtige Bedeutung des Wassers für jede militärische Operation in diesem nord afrikanischen Wüstenstrei fen beleuchtet. Wieder sehen wir Generalstäbler an der Arbeit. In einer alten Ruine haben sie ihre Zelte ausge- chlagen,. Der Disch mit den Karten und Zielbildern teht heute bei dem herrlichen Wetter vor dem Zelt. In eingehender Beratung wird mit Hilfe italienischer Sachverständiger die Wasserversorgung Tobruks untersucht. Es ergibt sich, daß die große Masse der eingeschlossenen britischen Soldaten schon jetzt mit geringen Flüsstgkeitsmengen auskommen muß. An diesem empfindlichen Punkt soll nun an- gesetzt werden. Die letzten Quellen der Wasserver- orgung müssen einen wuchtigen Schlag erhalten. Jtaliemsche Kenner der Wasserverhältnisse Tobruks vermitteln ein klares Bild der Sage. Jeder Verband erhält sein Ziel. Auch das kleinste Pumpwerk wird Nicht vergess em Wir sind angetreten in der Nähe der Liegeplätze. Der Staffelkapitän unterrichtet seine Besatzungen über die Sage des Angriffsziels, einer Pumpanlage westlich der Stadt. ,Jch fliege unter Umstanden das Ziel zweimal an, wenn ich es bei dem ersten Anflug nicht genau ausmachen kann. Wir müssen das Ziel unbedingt treffen. Start 9.15 Uhr." Die schon vertrauten Formen der astikanischen Küste vor Tobruk sehen wir bald unter uns. Im Hintergrund hebt sich die Stadt ab, doch eine dicke Wolkenschicht breitet sich schützend über sie. Wir fliegen bas Ziel an, der Chef macht eine Kurve, wir folgen, fetzt liegt das angegebene Tal unter uns, dort wird das Haus mit dem Pumpwerk sichtbar, der Chef stürzt schon, wir sausen gleich hinterher. Der Flugzeugführer hat das Ziel genau im Visier, immer tiefer geht der Sturz. Die Bomben fallen. Gleich nach dem Abfangen kurven wir ein. Der Bombenfchütze meldet: ^Heute konnte ich einmal unsere Bomben selbst bis zum Ziel verfolgen, die erste Bombe lag kurz vor dem Haus, die zweite war ein Volltreffer, die letzten beiden schlu- sehr angenehm in den Ohren klingen, denn feine ganze Aktion für die Englandhilfe ist ja nur darauf aufgebaut, daß England so lange durchhalten werde, bis die Englandhilfe wirksam werde. Wenn nun schon der Chef seiner Armee-Luftwaffe mit so pessimistischen Ansichten aus England zurückkehrt, kann man es oersteyen, daß es Herrn Roosevelt die Sprache verschlagen hat. In der Tat soll die Verschiebung der „Plauderei am Kamin", die Herr Roosevelt am 27. Mai halten wollte, auf diesen Bericht zurückzuführen sein. Oie Ailantikschlachi. Die NSA. auf Schiffölieferungen gänzlich unvorbereitet. S ch a n a h a i, 22. Mai. (DNB.) „Die Atlantikschlacht geht für England verloren, seine Schiffsverluste find alarmierend. Da für fünf versenkte Schiffe höchstens zwei neue gebaut werden können, ist es nicht schwer, den Ausgang der Scklacht Dor- auszubestimmen. Die Niederlage Englands ist um vermeidlich, wenn ihm nicht größte Hilfe zuteil wird." Mit diesen Worten leitete Admiral Glaßford, der Chef der Pangtse-Kanonenboote der USA., einen Vortrag ein, den er im amerikanischen Klub hielt. England brauche Schifte, fo führte Glaß- gen hinter dem Haus ein. Um das Haus herum ftatti den eine Reihe von Zelten, die auch gleich mit Splittern eingedeckt wurden." — Wir sehen ing Abfkug eine einzige Qualm- und Staubwolke aus dem Tal emporfteigen. Weiter ostwärts stürzen sich unsere Maschinen auf ihre Ziele im Hafenbecken von Tobruk. Sie haben es heute morgen schwerer, Während unsere Ziele völlig frei von Wolksii waren, müssen sie durch eine Wolkendecke hindurch, stoßen. Die Flakarttllerie von Tobruk schoß heftig und Sprengwolken langen auch über der Wolken« schicht. Der erste Schlag war geglückt. Wir hatten un|ee Ziel getroffen, und auch die anderen Verbände mel, beten, daß sie trotz schlechter Wetterlage und ftarfet Flakabwehr gute Treffereraebnisse erzielt hatten. Nun muß der Erfolg ausgebaut und beim nächsten Angrift die Versorgungsanlagen von Tobruk erneut getroffen werden. Das Wetter war heute gut und Tobruk war frei von Wolken. Wir erhalten als neues Ziel eine Destillieranlage irn Haftn von Tobruk zugewiesen. Die Tobruk-Einsätze merben uns langsam zu einem festen Begriff, ein militä, risches Ziel neben dem anbern fordert hier die An, griffe unserer Luftwaffenverbände heraus. Bomben verschiebener Kaliber trafen sie schon in großer Menge und werden dem Feind weiterhin keine Ruhs lassen. In immer neuen Variationen pirschen wü uns an die Ziele heran und nehmen der Abweht die Möglichkeit, sich auf uns einzuschießen. Nun fliegen am Himmel von Tobruk wieder Wellen deutscher Kampfflugzeuge auf ihre Ziele zu. Der« band auf Verband kommt heran, Flugzeug unt Flugzeug läßt sich auf den Hafen herunter. Die Flakarttllerie verliert bei diesem Masseneinsatz die Uebersicht und begnügt sich mit dem Legen einer dichten Abwehrzone, an der vorbei wir in die Tiefe gleiten. Das Ziel ist erkannt, unsere Reihe fegt über die Desttltteranlage hinweg. Neben und unter Mß hch bet «°Ä toten im. ! er^nbe ht. Wt U E>m näthft.,, 5 sut la "tolen fc -°'-n «of:i n|to V" milfe tot dir g,, 'u-i S°nt„ ",,n Uch- n feine &»• pichen J. to toben, sig. «ber $ell,t “* in. Sei. j*uS$eiifl im Munter. 2i8! lseneinsatz ^gen «ine r >ndie XieiB 1 Rche fai ;n und unf.-; Mt fast m. bte Hölle bu n? Seit Mi. dem oirixrzi >er zweite ei. ing entbronre Gelände im ^astfahrzerij, Bordwaß>- rr die Ziel. • Wir hader en sich unsm unaen liear-, t Lustwassel" «n vor ihm stürzen sahn, oeren Kam^ *vww gepflegten und fortschrittlichen Zgbrikstionsverfsbren gefertigt. N neuERBURe ilnfßtc Zigaretten enthalten nicht nur die edelsten Rohstoffe - ausgewählte Orient-Tabake ohne jeden Zusatz - sondern werden auch in einem besonders GÜLDENRING 4 Pfennig mitti-n(id)tbarem Mundstück Dem deutschen Raucher dürfen mir unsere Marken Vüldenring und (Overstolz als ein Produkt hoher Zschleistung empfehlen! OVERSTOLZ 41/6 Pf. ohne Mundstück. BEIDE MARKEN wieder in der kugendichten FRISCHHALTEPACKUNG \\ GLQRIrI KHÜSEB DER Vertei- F 1 LM DER Zum Scheuern und Putzen stets benutzen! Jugendliche bis 5° 2317D Bübin- Familien- Drucksachen Verlobungeantelaen Vsrmählungsanzslge» bei Brühl,Schulstraße7 eaburtsanzslgsn N26 ber rosa Nährmitte btooKex {»wie für Kruder EMIL JANNINGS Gustaf Gründgens,Ferdinand Marian, Hedwig Wangel, Gisela Uhlen, Lucie Höflich, Werner Hinz, Max Gülstorff SPIELLEITUNG: HANS SIE I N HOFF Der Film aller Deutschen! Erstmalig ausgezeichnet mit dem höchsten Prädikat „DER FILM DER NATION“ noch bis Sonntag, den 25. Mal ainsohllelUlch Wo: 13.30| ]7.301 So: 11.00| |4.00| [l30 Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf? Jugend ab 14 Jahre zugelassen! Der Canbraf bes Landkreises Giehen. 3. 93.: Webe r. ÄS best-^B .S«"' .»Ä oin ÄJ &*,< 5 PQ1QST Giessen. Alle Verbraucher, die im Besitz der rosa Nähr- mittelkarten sind, erhalten in der 24. Zuteilung^ Periode eine Sonderzuteilung von 125 g je Person. Die Abgabe erfolgt auf die Ablchmtte ' ~'.änrmiUeMarten für Normalver- karte. Juden erhalten die 125 g Kunsthonig-Sonderzuteilung nicht. * Aufhebung der Bestellfcheinxflicht für Fleisch. Die Bestellscheine der Reichsfleischkarten für Normalverbraucher und für Kinder bis zu 6 Jahren, die bisher nur die Aufgabe hatten, den Verbraucher während der Zuteilungsperiode an einen bestimmten Fleischer zu binden, werden beseitigt. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß der weitaus überwiegende Tell der Verbraucher von der MöÄichkeit, nach Ablauf einer Zuteilunasperiode den Fleischer zu wechseln, keinen Gebrauch macht. Anderseits bereitet der gelegentliche Einkauf bei einem anderen Fleischer, z. D. aus Anlaß von Reisen usw. oer- sorgungsgemäß keine Schwierigkeiten. Durch die restlose Beseitigung der Bestellschein- pflicht für Fleisch erübrigt sich der Umtausch der Reichsfleischkarten ober ihrer einzelnen Abschnitte in Reise- und Gaststättenmarken für Fleisch. Die Bestimmungen über die Ausgabe von Reise- mrd Gast- ' stättenmarken für Fleisch in besonderen Fällen, also nicht im Umtausch gegen Haushaltskarten, werden hiervon nicht berührt. VI. Abgabe der Bestellscheine. . Bekanntmachung. Die Kleinverteiler haben den noch vorhandenen Bestand an Fischovllkonferoen zum 26. Mai 1941 dem Ernährungsamt aus Postkarte zu melden. Die eingelieferten Abschnitte zu je 100 Stück auf Bogen ausgeklebt, und die Listen über die abgegebenen Kolnserven sind ab 26. Mai, spätestens bis zum 31. Mai 1941 gegen Ausstellung einer Empfangsbescheinigung hierher abzuliesern. Die Empfangsbescheinigungen sind bis 15. Juni d. I. an die Großhändler wetterzugeben. Bis 20. Juni d. 3- hoben die Großhändler die Empfangsbescheinigungen mit listenmäßiger Ausstellung dem Landes- ernährungsamt Hessen, Abtl. A, in Frankfurt a. M, Bockeinheimer Landstraße 25, einzureichen und den noch vorhandenen Bestand an Fischvollkonserven mitanzugeben. Klein- und Grohverteiler, die die gesetzten Fristen nicht einhalten, können bei späteren Zuteilungen keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 23. Mai 1941. 2324V Der Oberbürgermeister der Stabt Gießen. Ernährungsamt, Abtl. B. Gemeinsame Bekanntmachung ter Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, xriedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Brir.: Lebensmittelbewirffchastung. Nach dem Erlaß des Herrn Reichs-Ministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 29. 4. 1941 sind lie dem Verbraucher zustehenden Lebensmittei- nengen für die Zeit vom 2. bis 29. Juni 1941 wie >3lgt festgesetzt worden: I. Laufende Lebensmittelzuteilungen. Die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Schweineschlachtfetten, Käse, Quark, Getreidenahr- tlitteln, Teigwaren, Kartosfelstärkeerzeugnissen, «affee^Lrsah- und Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiben gegenüber der 23. Zuteilungsperiode unverändert. Jeder Dersorgungsberechttgte erhält in der24.Zu- eilungsperiode eine Sonderzuteilung von 125 g Rimschonig (vgl. Ziffer IV). II. Abgabe von Fleisch und Fleischwaren. Der Umfang des Viehbestandes muß zur Erhal- :iung einer gesunden und leistungsfähigen Diehwirt- chast ständig den gegebenen Möglichkeiten der rZutero ersorgung angepaßt sein. Dafür ist bisher, ins- Besondere im Kriege, rechtzeitig Sorge get^lgen »orden. Dazu gehört auch, daß sich der Fleischver- Zrauch in Uebereinstimmüng mit der laufenden Fleischerzeugung befindet. Um dies auch für die Zukunft sicherzustellen, muß nunmehr vorsorglich eine entsprechende Aenderung der Fleischrationen tattfinden. Aus diesem Grunde werden die Ra- : tonen her Normalverbraucher über 6 Jahre und außerdem die zusätzlichen Rationen der Schwer- und Schwerstarbeiter von der 24. Zuteilungsperiode ab um wöchentlich je 100 g herabgesetzt. Die Nationen oetragen alsdann für Normalverbraucher 400 g, jur Schwerarbeiter 800 g und für Schwerstarbeiter 1000 g je Woche. Die Rationen für Kinder bis zu 5 Jahren und für Lang- und Nachtarbeiter bleiben unverändert. Da die Lang- und Nachtarbeiter auch die um 100 g gekürzte Fleischkarte der Normalve^ vraucher erhatten, erfolgt bei ihnen ein Ausgleich über die Zulagekarte, deren Einzelabschnitte über Fleisch und Fleischwaren um wöchentlich 100 g vermehrt sind. m Abgabe von Butter und Margarine. Der größte deutsche Film der bisher gedreht wurde 0SM der Landräte der Landkreise Msseld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach. (Gilt nicht für die Stadt Gießen.) Betr.: Die Abgabe von Fischvollkonserven. Nachdem die Ausgabe der Fischvolltonserven im allgemeinen beendet ist, können nunmehr diejenigen Versorgungsberechtigten Berücksichtigung finden, die infolge des Verlustes des abgestempelten Stammabschnittes der Nährmittelkarte für die 19. Zutet- lungperiode oder aus sonstigen Gründen von ihrem Bezugsrecht keinen Gebrauch machen konnten. Das Landesernährungsamt hat sich daher damtt einverstanden erklärt, daß bis zum 31. Mai d. I. Fischvollkonserven auch ohne Vorlage des genannten Stammabschnitts, jedoch gegen Abtrennung des Abschnitts N 26 der Nährmittelkarte der 22. Zuteilungsperiode, von den Einzelhändlern abgegeben werden. 2318E Die Dersorgungsberechtigten haben fuh wegen Abgabe der Konserven zunächst an denjenigen Einzelhändler zu wenden, bei dem sie seinerzeit die Bestellung aufgegeben haben. Im Falle dieser zur Abgabe von Konserven nicht mehr in der Lage ist, können die Konserven auch von einem anderen Einzelhändler bezogen werden. Im übrigen können Einzelhändler, deren Bestände für Nachlieferungen nicht ausreichen, unter Mitteilung des genauen Bedarfs Nachlieferung vom Großhändler erlangen. Der am 1. Juni d. I. noch vorhandene Bestand, über dessen Verwendung noch Weisung ergeht, ist von den Kleinverteilern unverzüglich (bis spätestens 2. Juni) dem zuständigen Ernährungsamt mittels Postkarte zu melden. In der Woche vom 2. bis 7. Juni haben die Einzelhändler die gesamten bei ihnen eingelieferten Abschnitte N 26 der Nährmittelkarte für die 22. Zuteilungsperiode, zu je 100 Stück auf Bogen ausgeklebt, bei den Kartenausgabestellen gegen Ausstellung einer Empfangsbescheinigung abzuliefern. Die Einzelhändler Haden die Empfangs!) esckeinigun gen bis zum 15. Juni d. I. an die Großhändler weiter- zugeben, von denen sie die Fischkonserven bezogen haben. Bis zum 20. Juni d. I. haben die Großhändler die bei ihnen eingegangenen Empfangsbescheinigungen mit einer listenmäßiaen Aufstellung dem Landesernährungsamt Hessen, Abteilung A, in Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25, einzureichen unter gleichzeitiger Meldung der bei ihnen noch vorhandenen Bestände. Diejenigen Klein- und Großverteiler, die der in dieser Regelung gesetzten Frist nicht entsprechen, können bei späteren Der- । teHungen keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 22. Mai 19*41. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach. Der Landrat des Landkreises Giehen. I.D.: Weber. illlllllllllllllllllllllinili Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVsrblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt eich die Beschaffenheit ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief umechläge,Postkarten. Rechnungen, SeSchäftekarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert euf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert f Brührsche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 lUHIIIIIIHIIlinilllllllllU Tür die Landräte der Landkreise Alsfeld, aen Friedberg. Giehen, Lauterbach sowie den Ober- bürgermeister der Stadt Gießen. Mit Rücksicht auf den in den Sommermonaten gu erwartenden Mehranfall an Butter wird der Butter- und Margarinebezug zur Einsparung von • Margarinerohstoffen ausländischer Herkunft dahin meu geregelt, daß die Butterratton der Normalver- braucher, der Jugendlichen von 14 bis 18 yabren nrnö der Kinder von 6 bis 14 AKen für bte 24. Zuteilungsperiode um 62,5 g erhöht wird. Zmr Ausgleich hierfür wird die Margarineratlon dieser Derbrouchergru-pven um 62,5 g herabgesetzt- Die Ge- ffamtfettratton bleibt mithin unverändert Für Die Kinder bis zu 6 Jahren bleibt es bei der bisherigen Regelung, da sie ohnehin ihre gesamte Fettration mtter erhalten. IV. Verteilung von Kunsthonig. 18 Jahren. Diese Abschnitte haben zur Erleichterung ÄsEüNNEMÜthUNg des Warenbezuges dereAusdruck „125g Kunsthonig- — ... —- Sonderzuteilung" erhalten. Die Verteiler haben die Abschnitte beim Verkauf des Kunsthonigs abzutrennen und nach Beendigung der Zuteiliungsperiode bei den Kartenausgabestellen gegen Bezugsscheine über Kunsthonig mit dem Zu- satz „N“ umzutauschen. Die blauen Nährmittelkarten für Selbstversorger berechtigen nicht zum Bezüge der Sonderzuteilung an Kunsthonig. Die Abschnitte N 26 dieser Karten sind demgemäß nicht mit einem entsprechenden Aufdruck versehen. Durch diese Sonderzuteilung wird die über die Reichsfettkarten für Kinder oorzunehmende laufende Verteilung von 125 g Kunsthonig je Kind nicht be» rührt. Jedes Kind bis zu 14 Jahren erhält mithin, oweit es rni Besitz der entsprechenden Karten ist, in der 24. Zuteilungsperiode 250 g Kunsthonig, und zwar je zur Hälfte aus seine Fett- und Nährmittel- Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheines 24 der Reichseierkarte unb des MarmelademBestellscheines 24 der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) in der Woche vom 26. bis 31. Mai 1941 bei den lern abzugeben. Gießen, den 21. Mai 1941. and?" .) „Mi* jsbeschluß diu ng des Sui" Freunden > ischung ei« Ft seine Aci- daß Jsioi» durch den ofls ■f und Jslm! vklamieren st -st, daß bi: eine BeMst Trennung b<- -gegrisfti sung der N" lern auslösei- t Island, nws Dänemark eiih eunde fifl' •X hatte?" lt fest, daß dit dem übereil' Mischen Ä ,es Bündmssr- ens im ir innere not- ie nur ms? die von «öl' Ü6 «3* 4 werden, ^milE herweste W eine poW u haben- W Situation «l ing'gkeu rt führt, Ost- Das Gommerprogramm des Rundfunks Aus dem Reich Haarwuchs >*1/ 2321 D sucht. 2330D Zwei 13 Monate alte 01764 ment We on öer Huhn W BerinfiOler-Wt! STADTTHEATER GIESSEN 2325 D_ Stadttheater von Das garantiert wirksame Mottenschutzmittel erhalt. Sie in der Vor allem: Burnus schont die Wäsche! Sie brauchen sie nicht mehr lange zu Kochen oder scharf zu reiben. And darauf kommt es ani Gründliche hauswlrtschast- licheAntersuchungen haben es bewiesen: Ein biologisch hochwirksames Einweich' mittel wie Burnus lost 3—Z!4mal mehr Schmutz aus der Wäsche heraus als das Einweichen mit un« genügenden ZNitteln. Deshalb ist das Waschen mit vurnvtz la elMch, Voll Gießen, Marktstraße 28 die Wäsche! Burnus löst den Schmutz biologisch — er geht Ins Einweichwasser über. Oie Faser selbst wird niemals angegriffen. So spart Burnus Waschmittel, Seife und Feuerung, fo nimmt es öle tote WaktMtett • Burnus' löst allen Schmutz e Burnus macht gleichzeitig das Waffer weich • Burnus spart Waschmittel und Seife • Burnus nimmt die halbe Wascharbeit ab • Burnus schont die Wäsche Den Burnus-Erfolg sehen Sie daran, wie schwarz und klebrig die Brühe nach dem Einweichen ist, wie sauber bereits Burnus wird auch heute betgeftellt. Weisen Sie also Vach- abmungen zurück — fragen Sie lieber noch einmal nach, wenn Sie Burnus nicht gleich erhalten können. Sie reichen mit einer solchen Oose Burnus lange, und die kleine 2Nühe wird Ihnen durch fünf große Vorteile gelohnt: Nachlässe von 3 bfeMv.H. erhalten Sie bet wiederholten Ver- bffentllchungen einer Anzeige / HÜTE DICH die Motten kommen 31. Freitag-Mietel 19.30 bis 21.30 Uhr Erstaufführung! (Einmalige Mietvorstellung) Bagatellen Lustspiel von Willy Grüb. Preise von RM 0.60 bis 3.10. Auf einer Arbeitsfahrt des Reichsgefundheitsfüh- oers Dr. Conti durch die Gaue Niederdonau, die Steiermark und die befreite Untersteiermark übergab Dr. Conti in St. Pölten eine neue Volks- pflegerinnenschule ihrer Bestimmung. Schiff gehörte der Reederei Imperial Oil in Montreal. Es ist auch mit erheblichen Marmschaftsver- lusten zu rechnen. Man nimmt an, daß das Schiff torpediert worden ist. Am 21. Mal 1941 verschied unser verehrtes Aufsichtsratsmitglied Herr Altbürgermeister Ludwig Lang II. im 68. Lebensjahr. Viele Jahre hindurch hat er uns seine Mitarbeit in so reichem Maße geschenkt, und damit dazu beigetragen, in den schlechten Zeiten unsere Kasse wieder auf gesunder Grundlage aufzubauen. Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten. Spar- u. Vorschub verein, Aktiengesellschaft. Großen-Linden, den 22. Mai 1941. nen Brotgetreide mehr abgeliefert hat als vor» langt wurde, obwohl die letzte Getreideernte insge» samt nur ein knappes Durchschnittsergebnis erbrachte. Der Minderertrag war zudem vor allem beim Brotgetreide zu verzeichnen. Es mußten des« halb in den letzten Monaten einige Sparmaßnahmen durchgeführt werden, wie die Be im ischungs pflicht und die Aufteilung der Brotkarte, um unsere gro« ßen Brotgetreidevorräte zu schonen und auch für die Folge noch eine ansehnliche Getreidereserve zu halten. Die Anbaufläche für Gemüse wurde schor 1940 um ein Viertel erweitert. Das Jahr 1941 wir- eine nochmalige Steigerung der Gemüseerzeugunz um 25 v. S). bringen. Infolge dieser Anbauauswei« tung und dank der Einfuhren wird die Gemüsever« sorgung in Deutschland im kommenden Winter noch reichlicher sein als im letzten Jahr. An Kartof, fein und Zucker wird es in der menschlichen Ernährung bei uns nie fehlen. Der kanadische Tanker „C a n a d o l i t e* 11309 BRT. sank an der Westküste Afrikas. Jahrgang 1923 für den weiblichen Arbeitsdienst. Der Geburtsjahrgang 1923 der weiblichen Jugend ist in der Zeit vom 26. Mai bis 21. Juni zu er« fassen. Stichtag ist der 26. Mai für die Erfassung der Dienstpflichtigen an Hand der Volkskartei un) der polizeilichen Melderegister. Die gegebenenfalls angeordnete persönliche Anmeldung der Dienst« pflichtigen wird auf die Zeit vom 26. Mai bis 21. Juni verteilt. Es werden auch Verheiratete, Verwitwete und Geschiedene sowie sonstige erfaßt, dir nach den Vorschriften zum Reichsarbeitsdienst nicht herangezogen werden. Der französische Tankdampfer „Sheherazade" (13 467 BRL) wurde von britischen Seestreitkäften aufgebracht. Der Tanker befand sich auf dem Wege von den Vereinigten Staaten nach Casablanca (Marokko). Die thailändische Regierung gab den Bau eines Luftstützpunktes und die Errichtung einer Staatsbank bekannt. Der neue Luftstützpunkt soll am Oberlauf des Nenam nordöstlich von Bangkok errichtet werden. Guy Williams, der Chef des britischen kommandos, ernannt worden. Am zweiten Jahrestag der Unterzeichnung des« deutsch-italienischen Bündnispaktes erschien in Berlin zum ersten Male die neue italienische Zeitung „I l C a m e r a t a". Die Zeitschrift hat die Aufgabe, Bindeglied zwischen den in Deutschland arbeitenden Italienern und ihrer Heimat zu sein. * Der bisherige Zivilkommissar in Montenegro, Graf Mazzolini, früher ita/ienischer Gesandter in Aegypten, ist vom König und Kaiser zum italienischen Oberkommissar für Montenegro ernannt worden. Graf Mazzolini führt nun als italienischer Kommissar die Verwaltung Montenegros unmittelbar im Namen und Auftrag des Königs und Kaisers. Eine Gruppe flämischer Verleger beendete in Heidelberg eine Studienfahrt durch das Reich. Die Gäste wurden mit allen Fragen des Buchhandels anb des Verlages bekanntgemacht. Einen Höhepunkt der Reise bedeutete die Buchhändler-Kantate in Leipzig. * In einer Rede in Neuyork erklärte der australische Gesandte Casey, daß Australiens Kriegs - k ost en im Jahre 1941 700 Millionen Dollar betragen und 20 v. H. des Nationaleinkommens ausmachen. Die Einkommensteuer hätte verdreifacht werden müssen. Die Kriegskosten für 1941 seien allein annähernd gleich hoch wie die gesamten Ausgaben innerhalb der 4V2 Jahre des Weltkrieges. * Nach einer Meldung aus Wellington ist der Chef des neuseeländischen Generalstabes, Generalmajor Dui gan, aus seinem Amt geschieden. Zu. seinem Nachfolger ist der britische Generalleutnant Sir Rinderbestand nicht vermindert werde. Die Milch- ablieferung hat im letzten Jahr die des letzten Friedensjahres um zweieinhalb Millionen Liter über« troffen. Sie ist in den ersten Monaten 1941 weiter gestiegen. Unter Berücksichtigung der Größe seines Gebiets und Rinderbestandes steht Deutschland heute mit der Buttererzeugung an der Spitze in der Welt. Die Buttererzeugung der Molkereien belief sich aufgrund 600 000 Tonnen. Einschließlich der Landbuttererzeugung werden sogar annähernd 700 000 Tonnen Butter produziert. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor der Machtübernahme. Der Staatssekretär erinnert weiter daran, daß die Landwirtschaft einige hunderttausend TonDer „Schmutzlöser" mit der Doppelwirkung BURNUS G.M.B.M« DAmUQl lange Frau sucht vormittags Beschönigung. Schr. Ang. unt. 01756 a.d.G.A. | Verkäufe | taÄstas IMnrg 4 infolge Todesfalles zu verkauf. Näheres durch Wirtschaftsprüs. Hermann Witt, Gießen, Hitlerwall 43. SONNTAG, 25. Mai 1941, 15.15 bis gegen 18 Uhr Zum 30. Male Kleine Preise Zum letzten Male ‘Nachmittags - Fremd en-Vor Stellung Sa&anini Operette in 3 Akten von Franz Lehar. — Musikai. Leitung: Arthur Apelt - Spielleitung: Harry Grüneke - Bühnenbild: Karl Löffler - Tanzleitung: Irmgard Trömel Preise von RM. 0.80 bis 2.60 ABENDS, 19 bis 22 Uhr Die un^aristfie 3€o für den Inhalt der Ameigen: Theodor Kümmel PllNr^. Instandsetzungen an Wohngebäuden. Durch eine Ergänzung des Reichsmietengesetzes ist jetzt die Möglichkeit, notwendige Instand« s e tzu n g s a rb e-i t e n an Wohngebäuden auf öffentliche Anordnung durchführen zu lassen, grundsätzlich auf alle Räume ausgedehnt worden, die Wohnzwecken dienen. Der Hundertsatz der Miete, der dafür beansprucht werden kann, ist j a u f 30 v. H. f e ft gelegt worden. Materialsuick Arbeitskräfte können im allgemeinen nur für lebensnotwendig^ Instandsetzungsarbeiten bereitge« stellt werden. Wenn trotzdem die Ausdehnung erfolgte, so ist das ein Zeichen dafür, welche Bedeu« , tung die Neichsregierung der Erhaltung des be« V stehenden Gebäudebestandes beilegt. Ein Verfall j des Hausbesitzes wie nach dem Weltkriege muß diesmal vermieden werden. Deshalb wird ein bringen« h des öffentlichen Interesses bestehen, daß so rasch wie möglich schädliche Auswirkungen der Kriegszeit auf i den Hausbesitz beseitigt werden. ffnfere Ernährung. Staatssekretär Backe vom Reichsernährungs- mimsterium betont im „Arbeitertum", daß es in dem heutigen Kampf auf Leben und Tod nicht entscheidend sei, ob beispielsweise die Fleischration immer ihre bisherige Höhe behalte oder nicht. Wichtig sei nur, daß überhaupt genügend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um das deutsche Volk satt zu machen. Er schildert nochmals die Gründe, die die Kürzung der Fleischration im Sommer notwendig gemacht «haben, und hebt dann die außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der Milchwirtschaft hervor, weshalb unser hoher wird immer größer, wenn Sie ein scblechtsitzendei Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinklemmung entstehen. Fragen Sie Ihren Arzt. Hat Ihnen dieser ein Bruchband empfohlen, dann kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt, ohna starren Eisenbügel, und wie viele Leidensgenossen sich mit Hilfe meiner Spczialausführungen sogar geheilt haben.-U. a. schreibt Herr August Koppen: „Teile Ihnen mit, daß mein Bruch sich durch das Tragen Ihrer Bandage so gebessert hat, daß ich als Maschinenschlosser mit 64 Jahren alle Arbeiten ohne Beschwerde verrichten kann. Als Dank können Sie dieses Dankschreiben veröffentlichep. Berlin-Schöneberg, Fregestraße 77, den 19. 6.1940. Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? lieber zeugen Sie sich kostenlos und unverbindlich in: Gießen, Montag, 26. Mai, von 2 bis 6 Uhr, im Hotel Kobel. Marburg, Dienstag, 27. Mai, von 9 bis 1 Uhr, im Bahnhofhotel. Friedberg, Dienstag, 27. Mai, von 3 bis 6 Uhr, im Hotel Deutsches Haus. 23isv i. BnHing, Spezialbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str. 1t Ebelstr. 3 vart. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 | Vereine | (Werness. Gebirgsverein Sonntag Wanderung Abfahrt 7.59 Uhr Langgöns. 01762 HUM w $■ gesucht für leichte sitzende Beschäftigung Hollmann-Werke, Wetzlar _____________________________2285 D Mliinta zu verkaufen. Wieseck Kornblumenstr.33 | Kaufgesuche | AU-Gold und Doublt auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier omo Bahnhofstraße 1 Telefon 4041 «m. Beschl. 404113. Spei. Umarbeiten v. alt. Tranringen | Verschiedenes| Gute VeiHerio in oder außer dem Hause ge- ,01 ^refeX^ LlL te» *« dienst Sä lts ttiti u,i e9«benenfon<: Mai L -ifatefe, jj,r! ^'enst nid,!- eböuden. tcMfeesfl instand, 9 b q u .?Su l*. M worben, rHofe bet kam, rt Natenal iwb « nur für ten berejtzr, Dehnung er« 'eiche Leber.! Wg des be« Mn VechH ge muß bie* em bringen« i i° rasch wir wegszeit auf SttilbetttttH te > tfc Solttü rt LNlINid; löiumfdjfin. i H. Bange 8. ( Mer Hani 8el kümael Ui ufsichts- u't in so agen, in gesunder Jten. schäft 2321 D sen lecbtsitzendti Brucheinkler 17t. Hat IhnM in kommen sj wie leicht uii x?n läßt ota« jdensgenos?™ u-ungen/0^ igust Koppa- •ich d’jrob * t hat, daß.ir- o alle Arbei'v'J n. Als -eröffeÄ »Äjft BUS. alW'®', iS*! alSvdk tenMale elioos Mu8iki . Ssrrv K M.l2l Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fSr Vberhesien)8rettag,2Z.Mai Ml Aus der Stadt Stehen. Oer Maikäfer. „Maikäfer flieg. Dein Vater ist im Krieg, Die Mutter ist im Pommerland." Nun ist der Maikäfer wieder da, nachdem schon im Winter vereinzelte vorwitzige Exemplare gekommen waren. Aber jetzt erscheint er nicht mehr einzeln, nein, in Gesellschaft guter Freunde burrt er lustig umher; nun — „Jeder weiß, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei." Und nicht nur Max und Moritz bedienen sich seiner heimtückisch für ihre bösen Streiche, es gibt auch andere schlimme Buben, die sich respektlos an würdigen Onkeln vergreifen und nicht bedenken, daß der Maikäfer, den sie zum Helfershelier ihres schwarzen Tuns machen, früher gleich der Schwalbe und dem Storch bei seinem ersten Erscheinen feierlich aus dem Wald eingeholt wurde. Noch im Verdunkelungszeit 23. Mai von 21.23 bis 5.16 Uhr. 17 Jahrhundert geschah das in Schleswig durch die spinnenden Mädchen. Eine alte Beschreibung des „maygravenfestes" von Ulrich Petersen besagt: „Ein sonderbarer Aufzug der vormaligen schles- wigschen Spinnradamazonen, einen cäntharidem oder Maykäser mit grünen Zweigen einzuholen, wobei denn hiesiges Rathaus mit grünem Busä)e ausgezieret." Später holten dann Kinder den ersten Maikäfer in die mit jungem Grün geschmückte Stadt ein. Der Maikäfer kündet ein fruchtbares Jahr. So heißt es 1625: „Item, wann es viel Maykäffer gibt, Helt man es auch für gute Jahr." Besonders ein gutes Weinjahr steht dann bevor: „Ein jeder Maikäfer hat ein Gläslein Wein auf dem Rücken", oder, meint der Elsässer: „E jeder Maikäfer bringt e Ohme Win, awer mer muß'm e abnehme." Trotz dieser günstigen Vorbedeutung wurde auch in früheren Zeiten der Maikäfer nicht immer gern gesehen und das mit gutem Grund. Denn wie Hebel sagt: „Im Frühjahr kommt alsdann der Maikäfer, frißt auch die Bäume kahl wie Besenreis." Im Frühjahr 1481 suchte der Bischof von Chur der Plage dadurch Herr zu werden, daß er die Maikäfer in ein ödes Tal verbannte, allwo sie verhungern sollten. Heute ziehen die Kinder in Scharen aus, um den „brummigen Braunrock", wie ihn Peter Dörfler nennt, von den Bäumen zu schütteln. Nur in einem Wäldchen bei Basel hat er eine Freistatt, wo er nicht gefangen werden darf. Anderwärts dienen die Tiere, die nicht ein un- rühmkiches Ende als Hühnerfutter nehmen, zum beliebten Kinderspiel. Schon Aristophanes spricht in den „Wolken" von den Knaben, die den Käfer zum Spiel an einen Faden banden. Im 16. Jahrhundert heißt es: „Die Maiokefer band ich an Feden unnd mussten mir zu er Hand fluegen ober kreisen." Bei diesem Spiel singen die Kinder verschiedene Reime. So das vorhin bereits angeführte: „Maikäfer flieg, dein Dater ist im Krieg", dessen zweite Hälfte im Jahr 1848 folgendermaßen obgewandelt wurde: „Der Hecker ist im Oberland und macht die Republick bekannt." Im Schwäbischen singt das kleine Volk unter anderem: „Mojakäfer predige, Moara kommt der Schwedige, Moara kontmt der Dilldilldumm, Bringt alle alten Weiber um." Im Elsaß heißt's: „Maikäfer, flij uf! Mach dinre Mueder d' Schir uf! D Judde kumme, d' Heide lumme, Welle mit dr reche, Welle dich un oini liewe Kinder alli zsamme ze dodt steche", oder aber: „Maikäfer, flieg o, flieg o, bi Suppele kocht, di Huseli brennt, dr Vater un d' Mueter fin d' Steg (Treppe) awe gheit." Hält das Kind den Maikäfer in der Hand, so spricht es im Schwäbischen: „Moja- küele, siz auf's Stüele, daß heint oder moara guet Weadder wird", während es in der Wetterau auk- fordert: „Mennche, Weibche, weis mer emal dei 'Spiegelche!" Auch zu mancherlei Redensarten gibt *ber „Eckernschäfer", wie er im Ravensburgischen Heißt, Anlaß. Der Elsässer sagt als Kosewort: ser Woche einen gewaltigen Eindruck der R ü Schont und schützt unsere Anlagen! Erwachsene bekundet Grmeinsinn. — Mütter, achtet auf die Kinder. Strafen vorgeht, darf sich niemand von ihnen beklagen. Denn Anlagen sind Gemeingut der gesam- ten Bevölkerung, und sie müssen dementsprechend Großdeutschlands siegreiche Wehrmacht in der neuen Wochenschau. 8 vergnügt sein wie ein Maikäfer", und „Das steht dem an, wie einem Maikäfer der Sabel". Sich unnötige Arbeit machen heißt im Schwäbischen: „Maikäfer nummeriere." Allgemein sagt man: „Er maikäfert", wenn einer über einer Rede brütet, d. h., sich zum Reden vorbereitet, wie der Maikäfer zum Fliegen. In Leipzig sagt man: „Er hat ä paar Mäikafer unter der Rase", und .meint damit einen Schnurrbart mit nichts anderes übrig, als den „Maikäfer" in einen „Maienkäfer" zu verwandeln-, so kann er auch im Dichterwald surren: Maikäfer flieg! L. B. geschützt werden. Ein anderes Kapitel des Unfugs betrifft die Feuermelder. Auch hier hat sich in der letzten Zeit wieder mehr gezeigt, daß Unfugstifter ihre Finger nicht von dem Alarmknopf lassen können, um durch falschen Alarm die Feuerwache nach irgendeinem Stadtgebiet zu „uzen". Daß es sich hierbei um einen gemeingefährlichen Unfug handelt, kommt solchen Rowdies offenbar nicht in den Sinn. Denn wenn die Feuerwache in einer solchen nutzlosen Viertel- stunde an einer anderen Stelle wirklich dringend gebraucht wird und nicht da ist, kann leicht das schwerste Unglück geschehen. Erfreulicherweise ist es in den letzten Tagen gelungen, einige dieser Unfugtreibenden auf frischer Tat zu fassen. Ein ganz empfindlicher Denkzettel in Form einer hohen Geldbuße wird ihnen deutlich machen, daß man von derartigen gemeinnützigen Einrichtungen, wie sie die Alarmanlage der Feuerwehr darstellt, nur in zwingenden Notfällen Gebrauch machen darf, daß sie aber nicht zum „Jux" vorhanden sind. Und wenn die hohe Geldstrafe nicht genügt, dann werden sich sicherlich auch Richter finden, die solche Burschen zu ebner mehrwöchigen oder mehrmonatigen Zeit der Selbstbesinnung hinter Schloß und Riegel setzen. B. die offenbar recht alt ist, da sie schon der Satiriker ! 80 cm Tiefe in der Erde befestigt batte, mußie man Philander von Sittewald zu Anfang des 17. Jahr- wahrnehmen, daß einige dieser Bänke herausge- ' 1 rissen und umgestürzt sind. Auch Hunde toben oft Hunderts bezeugt. rissen und umgefturzt sind. Zluct) Hunoe tonen cji Dem Sprachschatz des Volkes ist, wie wir sahen, in wilder Lebensfreude über die Anlagenflachen, der Maikäfer lieb und vertraut. Auf weniger ver- während ihr Herr unbekümmert feines Weges zieift trautem Fuß mit ihm steht die hohe Dichtung, und sein Schwätzchen macht. Vielfach treiben sich gibt es doch auf „Käfer" keinen anderen Reim als s Hunde auch herrenlos in den Anlagen herum. „Schäfer", und wer könnte den Maikäfer in jam-1 Wenn unsere Stadtverwaltung künftighin gegen bische oder ttochäische Verse einfügen! Do bleibt; alle diese Sünder mit strenge und entsprechenden Bei unseren Soldaten an allen Fronten herrscht eine siegesgewisse, unbeschwerte Fröhlichkeit. Das ist der Haupteindruck, den die am Samstag, 24. Mai, erscheinende neue Deutsche Wochenschau (Nr. 559) vermittelt. Ob wir das freudestrahlende Gesicht des -Hauptsturmführers Klingenberg sehen, der für seinen heldenhaften Einsatz bei der Besetzung von Belgrad vom Führer persönlich das Ritterkreuz verliehen und überreicht bekommt, ob wir in die Soldatengesichter blicken, die sich in ihrem Gastland kroattsche Bauern zum Kameradschaftsfest geladen haben, ob wir die Besichtigung unserer in Griechenland eingesetzten Truppen durch Generalfeldmarschall von Brauchitsch miterleben, überall ist Freude der Grundton aller Aeußerungen. Auch in den L ’ten Europas, die sich zur Neuordnung bekannt eben, ist der frische Geist der Wehrmacht eingezogen. Wir sehen den Führer der nationalsozialistischen Partei der Niederlande, Mus- s e r t, bei der Abnahme eines Vorbeimarsches seiner zum größten Teil aus der holländischen Jugend bestehenden Anhänger, schauen in die lachenden Augen tanzender Kroatinnen, werden berührt von dem leuchtenden Blick des ersten kroatischen Gesandten in Berlin, der dem Führer sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Daneben vermittelt der Wochenschaustreifen die- stungs - und Einsatzkraft der deutschen Wehrmacht und des uns befreundeten Japan. Bilder von einem japanischen Rüstungswerk zeigen, daß mit deutsch zu nennender Präzision auch im Fernen Osten gearbeitet wird. Einen überwältigenden Eindruck bekommen wir, wenn wir erleben, daß es in Deutschland möglich ist, schwere Kampfflugzeuge vom .Typ „J u 8 8" mit ihrem komplizierten Schaltwerk und ihrer imponierenden Größe in Massenfabrikation herzustellen, und mit Stolz erfüllt uns der Anblick neuer Schnellboote, von denen wir schon so große Erfolge hören konnten. Den krönenden dramatischen Abschluß auch dieser Wochenschau bildet der Einsatz. Angriff eines englischen Bombers auf ein deutsches Dorpostenboot! Mit Anspannung aller Kräfte gelingt es der kleinen, tapferen Mannschaft, das enAische Flugzeug zerschossen ins Meer zu zwingen. Und daraus als Höhepunkt, sitzen wir mit Oberleutnant Müncheberg hinter dem Steuerknüppel seiner Jagdmaschine und verfolgen einen englischen Jäger. Oberleutnant Müncheberg schaltete die in seinen Apparat eingebaute automatische Kamera selbständig im entscheidenden Augenblick ein. Die Aufnahmen wurden mit Zeitlupe gemacht, damit dem Beschauer im Film ein klares Erfassen der Situation möglich wird. Mft Stolz sieht das deutsche Dolk^ auch diesmal einen seiner Offiziere als Sieger. H. H. G. Xfornofuett. Tageskalender für Freilag. Stadtcheater: 19.30 bis 21.30 Uhr „Bagatellen". — Gloirka-Palast, Seltersweg: „Ohm Krüger". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Walzer um den Ste fansturm". Sladlihealer Gießen. Am heutigen Freitag wird das Lustspiel „Bagatellen" von Willy Grüb zum ersten Male aufgeführt. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Anneliese Garbe, Eberhard Kratz. 31. Freitag-Miete. (Einmalige Miet- vorstellung.) „paganini" zum 30. Male als Fremdenvorstellung im Sladllhealer Gießen. „Du herzgebobbelter Maikäfer!" oder er spricht i sehr klein gehaltenen Flügeln; eine Benennung, I Naturholzbänke aufgestellt und sie sogar bis zu davon, daß ein Mensch lache wie ein Maikäfer....... In Schwänen heißt's: „Der hat Sonntag un Werktag ei Kleid a wie e Maikäfer", oder „In sich hinein Feuermelder sind nicht zum Unfug da. Unsere Stadtverwaltung hat trotz mancherlei Schwierigkeiten der Kriegszeit auch in diesem Jahre wieder in dankens- und anerkennenswerter Weise unsere städtischen Anlagen unter Aufwand von erheblichen Geldmitteln und umfangreicher Arbeitsleistung schön Herrichten lassen. Weite Rasenflächen wurden im Verlaufe der ersten Frühjahrswochen umgegraben und mit Grassamen neu eingesät. Nun beginnt das junge Grün überall zu sprießen und gibt mit seinem frischen Frühlingsgewand dem Stadtbild ein schönes Gesicht. Das ist nicht nur in dem Anlagenring der Fall, sondern auch an anderen Stellen, beispielsweise vor der Universität, kann man diese Verschönerung bemerken. Ferner wurde durch die Anpflanzung von frischen Blumenbeeten oder Blumeneinsassungen das Anlaaenbild bereichert. Dazu wurden in den Anlagen noch zahlreiche neue Bänke zu den früheren ausgestellt. Diese lobenswerte Arbeit, die nur im Dienste unserer Gemeinschaft geleistet wird, müßte — so werden alle einsichtigen und verständigen Volksgenossen sagen — doch von jedermann mit dem gebührenden Respekt anerkannt und behandelt werden. Leider aber zeigt es sich, daß Gedankenlosigkeit, Unvernunft und zum Teil auch böser Wille vor diesen Werken für die Gemeinschaft nicht Halt machen. So kann man fast täglich bemerken, daß in den Anlagen Kinder und Erwachsene die Rasenflächen nicht in der gebührenden Weise achten. Es sind Fälle festgestellt worden, bei denen erwachsene Männer vor der Universität quer über die mit Gras ein gesäten und mit Blumen geschmückten Anlageflächen hinwegstiefelten, anstatt die breiten Gehflächen zu benutzen. Zufälligerweise waren Männer zur Stelle, die sich nicht scheuten, jenen rücksichtslosen Sündern die Meinung zu sagen und sie auf die Unverantwortlichkeit ihres Tuns kräftig aufmerksam zu machen. Am heutigen Freitagfrüh mußten Volksgenossen, die auf ihrem Wege iur Arbeit den Hindenburgwall in der Nähe der Joyannes- kirche passierten, die bedauerliche Wahrnehmung machen,. daß dort die schönen neuen Ruhebänke, die am gestrigen Abend noch ihrem Zwecke dienten, über Nacht von Flegeln umgestürzt worden find. Vorgestern fanden Fußgänger, die die Bergstraße, herunterkamen, am hellichten Abend (gegen 19 Uhr) hinter dem großen Baum am Jahn-Denkmal eine alte Chaiselongue umgekippt mit den Sprungfedern nach, oben liegen. Dieser Platz ist immer noch — zur Belehrung sei es betont — eine gärtnerische Anlage und kein Lagerplatz für Altmaterial, das übrigens eine bessere Verwendung finden kann als in den Anlagen weggeworfen zu werden. Don den Bänken beim Stadttheater, am Durchgang durch die Anlagen von der Bismarckstraße in Richtung Bezirkssparkasse, war vor einigen Tagen eine vollständig mit nassem Sand beschmiert. Hier handelt es sich offenbar um ein „Spiel" von Kindern auf dem Sandplatz, die von ihren Müttern nicht genügend beaufsichtigt worden waren. An dieser Stelle der Anlagen kann man täglich auch beobachten, daß Erwachsene sich vielfach nicht der breiten Wege bedienen, sondern an den Ecken und Kurven um „Abkürzungen" bemüht sind, die darin bestehen, daß sie an den Wegrändern immer weiter auf die Anlagen) lachen laufen und dort natürlich Schaden an- richten. Auf dem Trieb, wo die Stadt an dem Fußweg Am kommenden Sonntag, 25. Mai, wird im Stadttheater Gießen zum 30. Male die bekannte Operette „Paganini" von Ftnnz Lehar aufgeführt. Mit dieser Nachmittagsvorß ellung ist allen auswärtigen Theaterfreunden noch einmal Gelegenheit geboten, dieses Meisterwerk bet zeitgenössischen Operette zu besuchen. Die musikali^'ie Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Harry, Grüneke. Die Bühnenbilder stammen von Karl ßöffXcr, die Tänze sind einstudiert von Irmgard Trömel. .In den Hauptrollen: Gabriele Pofsinke, Gerti D^gt, Harry Grüneke, Christoph Neuland (Paganini). Die Dorstellung ist gegen 18 Uhr zu Ende. — Am Albend wird b:c Operette von Nico Doftal „Die ungarische Hochzeit" wiederholt. Ein Dort an unfert Hausfrau'n. Hausfrauen, erledigt eure (Ankäufe nicht in den Abendstunden, in denen die Berufstätigen einkaufen müssen! Seid Mrückhaltend in euren Anforderungen bei knappen Waren, denn auch die spät kaufende berufstätige Hausfrau muß ihren Anteil davon erhalten! Helft Verpackung sparen, i^dem ihr Taschen oder Netze und bei nassen Waren (^ B. Marmelade, Sauerkraut ufw.) auch Gefäße nm bringt! lieben legt schon zu Hause, was ihr fau^kn wollt. Das Plastisch Der Nome Bitte gencufb«a^',8n» 277 Honsaplasf ist quer-eloiVisch, d. h. seitwärts dehnbar. Das ist da# Besondere an diesem praktischen Schnellvii band. Er folgt jeder Bewegung, zerrt und behindert nicht Kleiw i/undeK Krühlingslied. Eine Geschichte von Joseph Baur. Es war vor Jahren, an einem schönen Frühlingstag. Der junge Bildhauer Steffen saß im {Barten* hinter seiner Werkstatt veim Frühstück. Der Himmel glänzte wolkenlos blau, warm schien die Sonne, es war ein Tag, so recht geeignet, ein besonderes Erlebnis zu bringen. Und er brachte es. Steffen öffnete ein neues ©las Honig, da fiel aus dem Deckel die Pappen- lidjeibe heraus und ein zufammengefalteter Zettel. Steffen faltete ihn auseinander. In zierlicher Schrift iitanb da mit Bkistift geschrieben: „Wenn Sie ein Mann find und jung und hübsch, und wenn Ihr Herz noch frei tft (dies unterstrichen), — dann möchte ich Sie kennenlernen. Bedingung: Sie rnüs- ' en an einem Abend bei Sonnenuntergang an der hinteren Gartenpforte der Jmkereischule Jrnrnenhos ein Frühlingslied fingen. Eine blonde Imkerin." Der etwas verblüffte Steffen dachte zunächst, Vies sei ein hübscher Spaß, den sich da wahrschein- ich nicht nur eine, sondern wohl alle die kleinen Imkerinnen draußen vor der Stadt leisten wollten. Zugleich aber bemerkte er mit leisem Unwillen, »aß sein Herz abenteuerlustig ein paar raschere Takte chlug. Er hatte also nicht übel Lust, den Helden tiefes Ulkes zu spielen. Warum auch nicht, dachte r schließlich und begann zu überlegen. Einen Ha- en freilich hatte die Sache noch: Mit seinem Sin» Jen konnte Steffen schwerlich ein Herz erobern. Dafür begann er um so luftiger zu pfeifen. Ihm «ar ein guter Gedanke gekommen., Der Abend hätte nicht schöner sein können. Kein Wölkchen trübte den verblassenden Schimmer des Himmels, rotgolden versank der Sonnenoall am himmelsrand. Steffen pirschte sich durch einen lid)t* grünen Birkenwald an den Garten der 3mrerep chule heran. Er trug einen kleinen Koffer bei sich. Ein verwilderter Fahrweg trennte die Umzau- ' ung des Gartens vom Wald, und am Waldrand ianb einsam eine Bank. Steffen ging daraus zu md setzte sich, nachdem er zuvor den Kosser oo- i inter verborgen hatte. Eine dichte Hecke verwerte i en Einblick in den Garten. Die bezeichnete Gar- snpforte war aus Brettern gefügt und oben nut Äächeldraht bewehrt. Eine Weile beobachtete Steffen den Schauplatz feines Abenteuers. Es war sehr still ringsum, auch das erwartete verhaltene Mädchengekicher jenseits der Hecke blieb aus. Nur em kleiner Fink saß auf der äußersten Spitze einer jungen Birke und zwitscherte eifrig seinen Schönwetterpfiff in den fried» famen Himmel. Steffen beugte sich hinter die Bank und machte sich an dem Koffer zu schaffen. Dann saß er wieder zurückgelehnt, und obgleich er seine Sippen lächelnd geschlossen hielt, ertönte auf einmal, gesungen von einer klangvoll weichen Män- ! verstimme das Lied: „Die linden Lüfte sind erwacht, sie säuseln und weben Tag und Nacht..." Jäh verstummte da der Fink auf seinem Baum. Aber auch das stillvergnügte Lächeln auf Steffens Gesicht schwand, während die zweite Strophe des Frühlingsliedes in den stillen Abend klang. Unruhig wanderte sein Blick die Hecke entlang. Nichts regte sich im Garten. Das Lied verklang. Steffen holte das Koffergrammophon hervor und klappte es nachdenklich zu. Mit langsamen Schritten entfernte er sich. Den i Garten würdigte er keines Blickes mehr. Aufgeregt begann da der kleine Fink wieder zu zwitschern. Steffen blickte nach ihm zurück — und babei sah er, wie über dem Gartentor blitzschnell ein blonder Madchenkopf verschwand. Ohne Besinnen lief Steffen zurück und machte sich flugs daran, über das Gartentor zu klettern. Die Verfolgte mar noch nicht weit garte nein» roärts gelaufen, als er über dem Tor auftauchte. Sie blieb stehen und rief mit halblauter Stimme: „Was fällt Ihnen ein, — geben Sie doch acht. Sie zerreißen sich die Kleider!" Steffen aber machte keinerlei Miene, sich abhalten zu lassen. Sie kam nun herbei und sagte plötzlich sanft: „Bitte bleiben Sie draußen, ich komme hinaus." Dabei sperrte sie das Tor auf. Den Schlüssel hatte sie aus ihrer Hosentasche genommen. Das ganze Mädchen steckte in einem dunkelbraunen Trainingsanzug, eie war sehr hübsch und mochte etwa zwanzig Jahre alt fern. Das Gartentor lehnte sie an. Draußen deutete sie auf Steffens Grammophon, das mitten auf dem Wege lag. „Vergessen Sie es nicht", sagte sie, „sonst können Sie ja doch nicht fingen." Sie gab sich plötzlich ganz unbefangen, währen- Steffen auf einmal schüchtern schien. Er bat jetzt um Entschuldigung und nannte seinen Namen. Sie gab ihm die Hand. Schelmisch sagte sie: „Von mir dürfen Sie nur den Vornamen wissen: Julia!" „Oh", verlor Steffen feine Schüchternheit, „bas trifft sich gut. Ich heiße mit Vornamen Romeo!" Sie blieb ernst. Plaudernd gingen sie langsam den verwilderten Fahrweg entlang. Ob sie denn jeden Abend bei Sonnenuntergang ans Gartentor gekommen wäre, wollte Steffen wissen. Natürlich, erklärte sie ihm lachend; genau um diese Zeit müsse sie zum letzten Mal nach den Bienen sehen. Sie bogen in einen Waldweg ein. Steffen sagte mahnend: „Eigentlich ein Leichtsinn, Fräulein Julia, mit einem wildfremden Mann diesen einsamen Weg zu gehen!" „Ach", erwiderte sie, „erstens bin ich geschützt, und zweitens sind Sie ungefährlich." „Oho", sagte Steffen, „was gibt Ihnen diese Gewißheit?" „Ihr Frühlingslied. Und daß Sie überhaupt auf meinen romantischen Vorschlag eingegangen sind." Sie hat nicht unrecht, dachte Steffen. Und wieso sie geschützt sei, wollte er wissen. Sie griff in die Hosentasche. Aha, dachte Steffen, sie hat eine Waffe. Aber er täuscht sich. Es kam eine Trillerpfeife zum Vorschein. „Ein Pfiff genügt", sagte sie, „dann kommt Ty- ras, unser Wachhund. Seine Feindschaft möchte ich niemandem raten." . Steffen streckte die Hand aus: „Hätten Sie so viel Vertrauen, mir das Pfeifchen zu geben?" sagte er ernst. Einen Augenblick zögerte sie. Dann gab sie ihm das Pfeifchen mit kameradschaftlicher Geste. Steffen steckte es ein. Er hob drohend den Zeigefinger: „Sehr schlecht, mein Fräulein", sagte er, „außer — Sie haben noch eine zweite Signalpfeife?" „Bestimmt nicht", sagte sie und drehte sofort ihre beiden Taschen um. Dabei fiel etwas heraus, wonach sie sich rasch bückte. „Was war das?" fragte Steffen unerbittlich. Sie öffnete die Hand und zeigte ein Puderdöschen. „Gut", sagte Steffen wie ein Lehrer. „Und mm will ich Ihnen beweisen, daß Sie doch eine sehr schlechte Menschenkennerin sind. Ich werde Ihr Vertrauen schmählich mißbrauchen ..." Gespannt wartete er die Wirkung feiner Worte ab. Doch das Mädchen blieb ganz ruhig und schüttelte nut lächelnd den Kopf. Steffen war entwaffnet. Er ,gab ihr die Signalpfeife zurück. Dann legte Steffen sachte den Arm um ihve Schultern und küßte sie. Sie ließ es geschehen^ Und ganz wie es sich gehörte, kam jetzt Hinterm Wald wie ein großer orangefarbener Lampion der ! Mond herauf. Die beiden versprachen einander alle kommenden schönen Abende. Uebrigens hieß sie wirklich Julia. Steffen machte seinem angenommenen Vornamen den ganzen Sommer hindurch alle Ehre, und schon im Herbst war Julia seine Frau. Die Schallplatte mit dem Frühlingslied aber wurde zum Familienkleinod erklärt. Und wenn sie die kleinen Steffens nicht zerbrochen haben, kann man sie im Garten hinter der Werkstatt auch in diesem Frühling wieder hören. Bärenjagd im Zoo. Beinahe wäre es kürzlich im Zoologischen Garten von Lissabon zu einer Panik gekommen, als versehentlich ein Wärter bei der Fütterung der Raubtiere die Tür des Bärenkäfigs offenstehen ließ. Der Mann entfernte sich nichtsahnend, und auch die Zuschauer merkten die offene Tür erst, als sich der riesige Braunbär an dem Gitter zu schaffen machte und die angelehnte Tür hinausdrückte. In wilder Flucht stob alles auseinander, während der Bär allerhand Unfug anrichtete. Zuerst jagte er die frei umherlaufenden Rehe bis zur Erschöpfung, und als er sie nicht einholte, drang er in das Innere des Affenhauses, wo die Insassen entsetzt auseinanderstoben. Beherzte Wärter griffen das Tier dann mit Wasserstrahlen aus einer Motorpumpe an; als endlich der Direktor des Gartens herbeieilte, stürzte sich das Raubtier auf ihn, der sich gerade noch in seinem Hause in Sicherheit bringen konnte. Aber auch hier hinein verfolgte ihn das gereizte Tier, das von der Veranda aus in das Zimmer drang und nur durch aus dem Kamin gerissene glühende Holzscheite von dem Verfolgten in Schach gehalten werden konnte. Als feine Bedrängnis aufs höchste gestiegen war, erschien zum Glück ein Polizist, der dem wütenden Tier durch einen wohlgezielten Schuß aus seiner Pistole den Garaus machte. erleichtert den Einkauf! Wenn ihr int Laden einmal warten müßt, so bedenkt, daß viele Kaufleute und Verkäufer einberufen sind. Eine Warnung für Ausflügler. Spaziergänger und Wanderer können jetzt immer wieder die Wahrnehmung machen, daß hier und dort im Walde oder dicht am Waldrand von Ausflüglern Feuer zum Abkochen oder Effenwärmen angezündet wurden, die oft größere Flächen entzündet und in Mitleidenschaft gezogen haben. Man trifft sogar Feuerherde an. die noch nickt eijunol abgelöscht sind und noch Glut hinterlassen haben, die bei einem Windstoß schweren Schaden anrichten kann. Obwohl das Abkochen im Wald oder am Waldrand wegen der damit verbundenen Feuersgefahr streng verboten ist und schwer bestraft wird, gibt es verantwortungslose Menschen, die sich über diese Anordnung Hinwegsetzen und nach der Rast ihres Weges gehen und das Feuer, das „ja doch ausgeht", einfach sich feLbst überlassen. Wer leichtsinnig unseren Wald in Gesahr bringt, begeht ein Verbrechen. Dabei mag erwähnt sein, daß auch das Anzünden vo n Gras flachen an Rainen, B ahndämmen ufw. verboten ist. ** Beim Spaziergang auf der Straße vom Tode ereilt. Am gestrigen Donnerstag gegen mittag befand sich der betagte Invalide Hemrich G r o ß h a u s. der in einem Altersheim in Frankfurt a. M. wohnte und sich zu Besuch in Gießen aufhielt, auf einem Spaziergang in der Marburger Straße. Plötzlich brach der bÄ)auerns- werte Mann zusammen und verstarb auf der Stelle. Ein herbeigerufener Arzt stellte einen Herzschlag als Todesursache fest. ** Zappel-Philipp im Luftschutz- raum. Sie kennen diesen Zeitgenossen? — Rein? — Um so besser, er wird durch die Lücke, die er hinterlaßt, mehr als ersetzt; denn er ist ein Störenfried, ein Lustschutzekel, einer, der uns durch feine Zappelei, durch feine nervöse Quatscherei auf die Nerven fällt, wenn wir uns im Luftschutz raum aufs Ohr gelegt haben, damit wir am nächsten Tage wieder arbeitsfrisch sind. Bei allem Wohlwollen — Herrn Zappel-Philipp oder fein weibliches Gegenstück mochten wir nicht mehr sehen! Wir begrüßen deshalb seinen Steckbrief in der „Sirene", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschntzbundes. Das gleiche Heft illustriert sehr wirksam und augenschem- lich auch die zehn Leitsätze, die das Merkblatt „Front gegen Feuer" zusammensaßt. Lies und lerne, es kommt auch aufchich an! Licher Bank. Lich , 22. Mai. Die L i ch e r B a n k e. G. m. b. H. hielt am Mittwochnachmittag in der „Stadt Gießen" chre diesjährige sehr gut besuchte Generalversammlung ob. Der Jahresabschstiß für 1940 zeigt ein Bild sichtbarer Aufwärtsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Es hat sich sowohl der Gesamtumsatz, als auch die Bilanzsumme wesentlich erhöht. Besonders der Sparvertehr erfuhr einen bedeutenden Zuwachs; 203 Sparkonten wurden neu eröffnet, so daß zu Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2312 Sparkonten verwaltet wurden. Au