{91. Jahrgang llr. 278 Ericheun i a g h d) äuget Sonntage und feiertags Beilagen: Gießener r>amilienblätter Heimat miBild-DieScholle Vezugsvreis: Monatlich... RM1.80 Zustellgebühr.. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernivrechanichlust 2251 Drahtanschrift:,.Anzeiger" Postscheck 1168« Frankl j M Samstag. 22. • Sonntag. 25. November 1941 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Schriftleitung und Geschäftsstelle: Gießen. Zchulstrahe 7-9 Druck und Verlag: vrühlscheUniverfitatrdruckereiS. Lauge Annahme von Anzeigen für die Mttagsnummer biS8l/3Ubr deSVormittagS Anzeigen-Breiie ■ Anzeigenteil 7 Rvi ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvt. »e mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlasse: Wiederholung Malstafsell Abschlüsse Aiengenstast'el B Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr ■ - ' M ÄerGenemlSschubinEngland Fünf Monate Ostfeldzug 100 km »00 (Karte: Scherl- Bilderdienst-M.) Inzwischen ist man angesichts des deutschen Wehrmachtberichtes etwas zurückhaltender geworden, und die Maulhelden Churchills müssen sich von einem militärischen Mitarbeiter der Neuyorker Zeitung „PM." sagen lassen, „man solle von der britischen 'Offensive in Libyen nicht zu viel erwarten." Es ist nicht das erstemal, daß die briüsche Maulosfensive der tatsächlicher, militärischen Lage um mehrere Pferdelängen vorauseilte, um nachher kleinlaut festzustellen, daß es so hätte sein können, wenn la wenn die deutschen Truppen nicht so verdammt gute Führer, hervorragende Waffen und unuber- wurden schwer beschädigt. 119 Handelsschiffe mit einer Tonnage von 385650 BRT und 89 weitere Handelsschiffe, deren Tonnage nicht gemeldet wurde, wurden versenkt, 122 Handelsschiffe wurden schwer beschädigt. Dazu kommt der ungeheure Verlust an Lokomotiven, Eisenbahnzügen, Munitions- Der plötzliche Wechsel in den höchsten Kommandostellen des britischen Heeres ist in der ganzen Welt als Sensation empfunden worden. Vor allem aber auch in England ist die Öffentlichkeit von diesem neuen Generalsschub, schon dem zweiten seit den, was nicht nur aus sentimentalen Gründen, sondern gerade auch im Hinblick auf den japanischen Führungsanspruch in Ostasien weiten Kreisen bedenklich erscheinen würde, wenngleich niemand die großen Schwierigkeiten verkennt, die das Beharren bei der traditionellen Schreibweise für die Fortent- wickluna eines hochindustriellen Landes in stetig zunehmendem Maße mit sich bringen muß. Das sind so etwa die Sorgen, die man sich in dieser Frage in den führenden Schichten des befreundeten Japan macht. Ich persönlich aber stehe noch immer vor der sehr viel einfacheren, aber für mich im Augenblick trotzdem sehr wichtigen Frage: Wie kann ich von einer noch so intelligenten Köchin o b=±=± In engen Lücken liegen diese italienischen MG- Schützen, ständig bereit, jeden feindlichen Ausbruchsversuch mit starker Feuerwirkung zu brechen. — (Scherl-Bilderdienst sLucej.) Der Wehrmachibericht. DNB. Aus dem FührerhauplquarNer, 21. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bel den Kämpfen im Donezbogen und im mittleren Abschnitt der O st front wurden weitere Fortschritte erzielt. Dor Leningrad brachen Ausbruchsversuche des Feindes in deutschem Abwehrfeuer zusammen. Dor der britischen ft ü ft e griffen Schnellboote in der Nacht zum 20. November einen stark gesicher- ten Geleitzug au und v e r s e n k t e n z w e i f e i n d- tiche Handelsschiffe — darunter einen Ian ker — mit zusammen 9000 BEI., zwei weitere Dampfer wurden torpediert und wahrscheinlich versenkt. Bei einem erneuten Nachtangriff kam es zum Nahkampf mit britischen Bewachern und Schnellbooten. hierbei wurde ein deutsches Schnellboot | durch Zusammenstoß schwer beschädigt. Mitten im Kampf wurde es von anderen Schnellbooten in Schlepp genommen, mußte aber auf der Rückfahrt aufgegeben und versenkt werden. Nach erfolgreicher Abwehr eines feindlichen Luftangriffes in den Morgenstunden kehrten alle übrigen Schnellboote in ihren Stützpunkt zurück. ft a m p f f l u g z e u g e, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, beschädigten bei Tage i m Seegebiet um England ein britisches Dorpostenboot durch Bombentreffer. 3n Nordafrika schreitet der Gegenangriff der deutsch-italienischen Truppen fort. Deutsche Zerstörer- und Sturzkampfflugzeuge zer- sprenglen britische Panzer- und ftraftfahrzeugan- fammlungen an der libysch-ägyptischen Grenze. Bei Marsa Matruk wurden militärische Anlagen mit guter Wirkung bombardiert. Der Feind verlor in Lnftkämpfen vier Flugzeuge. Jn der Zeil vom 12. bis 18. November verlor die britische Luftwaffe 43 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien sechs eigene Flugzeuge verloren. -Toto Grosse Sy rte KasrNunn Der deutsch-italienische Gegenangriff in Aordasrika Von unserer Berliner Schristleitung. zügen, Tankzügen und sonstiaen Transportmitteln wie z. B. mindestens 17 000 Lastkraftwagen. Von solchen Verlusten kann sich keine Armee der Welt mehr erholen, auch die bolschewistische nicht, zumal da die Sowjetunion mit dem Verlust von 1,7 Millionen Quadratkilometer ihres Landes drei Viertel ihrer Industrie verlor. Die ganze Größe der gewaltigen Leistung der deutschen Wehrmacht während der fünf Monate des Ostfeldzuges wird sich in Zukunft zeigen, denn auch der schärfste Widersacher des deutschen Kampfes gegen den Bolschewismus wird erkennen und zugeben müßen; daß der Bolschewismus während dieser fünf Monate vom deutschen Soldaten geschlagen worden ist. verlangen, daß sie seit ihrer Schulzeit von Schriftzeichen behalten haben soll, noch aus einer fremden Sprache und einem fremden Kulturkreis entstammen, und von denen ausgerechnet einige in dem Extrablatt vorkommen, dessen Inhalt ich möglichst rasch kennenlernen möchte? Warum soll sie aerade zu den nur zehn Prozent niaen laaen'ein ladhoerftänbiaer* japanif^er^teunb I Sriegsbeginn? offenbar völlig überrasch, worden. Sie «für diese Maßnahme, hinter der man fnmnlhierfe Beitraae der Taaesieitnnaen au lesen. I wohl die Regie Churchills vermuten dars sind Offenbar ist der Text ausgerechnet dieses Extra- schwer zu durchschauen Wenn in der amtlichen Les. blattes so ein tompfhierter Beitrag" Sein Wun- ->" der Wunsch nach Verjungung in den höchsten der ^also, wenn" nicht daraus wagten kaum bis I ^^ll-n der Generalität angegeben wird, (o Hingt neuefUn Schachzug gegen die Neuordnung Ostasien- nun^um F°-dmarsihall^ au-^dem °k^ Diecht erlange. | Ruheposten erhält, ist kaum zwei Jahxe älter als der zu seinem Nachfolger ausersehene, im 59. Le« bensiahr stehende General Sir Allan Brooke. Es müssen in Wahrheit also doch wohl andere Gründe maßgebend gewesen sein und es ist begreiflich, daß man in England sehr lebhaft darüber diskutiert. Die einen meinen, die Abhalfterung Der deutsche Wehrmachtberjcht vom 20. November teilte mit, daß i n N o r d a f r i k a die seit Tagen in Bereitstellung südlich und südwestlich S i d d i Omar erkannten britischen Kräfte am 18. November zu einem Vorstoß in Richtung auf Tobruk angetreten, diese aber durch sofortige Gegenangriffe durch deutsch-italienische Verbände unter schweren Verlusten zurückgeworfen seien. Am 21. November meldete das Oberkommando der Wehrmacht, daß der Gegenangriff der deutsch-italienischen Truppen in Nordafrika fortschreite. Aus diesen beiden Mitteilungen des deutschen Oberkommandos ergibt sich die militärische Lage in Nordafrika. Der seit langem vorbereitete und von der deutschen Aufklärung festgestellte Vorstoß der britischen Streitkräfte an der ägyptisch-libyschen Grenze kam somit den deutsch-italienischen Kommandostellen in Afrika । nicht überraschend. Die Engländer haben allerdings auf diesen Vorstoß große Hoffnungen gesetzt. Mit dem Beginn ihrer Operationen setzte schlagartig eine umfassende Offensive ihres weitverzweigten Propagandaapparates ein. Sie fühlten sich ihrer Sache scheinbar so sicher, daß sie ihre operative Zielsetzung prvpagan- distisch bereits als militärische Tatsache in alle Welt hinausposaunten. Mehr noch, sie sprachen bereits von der politischen und militärischen Auswirkung ihres erhofften Sieges, der ihre Armeen bis zur tunesischen Grenze führen soll und der die Ein- nähme nicht nur des libyschen Hafens Tripolis, fon- dern auch des — tunesischen Hafens Bizerta heraus- stellt. Alle Schreiberlinge Londons auch der sogenannten neutralen Länder beeilten sich, klarzumachen, daß damit eine vollständige Wendung der militärischen Lage eingetreten sei. Dills sei auf den Einfluß Lord ©orts zurückzuführen, der gegen Dill geltend gemacht habe, daß dieser sich so ausschließlich auf die Maßnahmen zur Verteidigung der britischen Inseln konzentriert habe, daß ihm die Uebersicht verloren gegangen sei, die Feldzüge in Libyen und auf dem Balkan erfolgreich zu organisieren, auch beherrsche er nicht die modernen Waffen und die auf ihrer Anwendung beruhenden neuen Kriegsmethoden. Es ist interessant, daß diese Kritik dem Lord ©ort zugeschoben wird, der einst selbst bei der Verjüngungskur, die der inzwischen wieder in die Kulissen zu- rückgetretene jüdische Kriegsminister Hore-Be- lisha im Jahre 1937 dem britischen ©eneralstab angedeihen ließ mit 51^ Jahren unter Uebergehung I einer Reihe älterer Generale Chef des Reichsgeneralstabs geworden utar, freilich bald General I r o n f i d e weichen mußte, der seinerseits am 27. Mai 1940 durch General Dill abgelöst wurde. Lord Gort ist der Mann Hore-Belishas, und dessen außerordentliche Betriebsamkeit, die durch sein Ausscheiden aus dem Kabinett eher neuen Auftrieb bekommen zu haben scheint, vermutet man auch hinter der Kaltstellung General Dills Lord B e a - verbrook, der bekannte Zeitungsmagnat und Minister für die Rüstungsindustrie, soll im 'Sinne Hore-Belishas bei Churchill vorstellig geworden sein. Ob es freilich dieser Initiative überhaupt bedurft hätte, erscheint manchen englischen Beobachtern zweifelhaft Sie erinnern daran, daß der Ministerpräsident vor nicht allzu langer Zeit den General Dill als den hervorragendsten Kopf der britischen Armee und ausdrücklich als denjenigen seiner militärischen Berater bezeichnete, dem er uneingeschränktes Vertrauen entgegenbringe Diese Lobes- Hymne lieh Churchill in dem Augenblick laut werden, in dem der britischen Kriegführung Untätigkeit und Ideenarmut vorgeworfen wurde. Um sich selbst als Chef der Regierung und hemmungslosestem Kriegstreiber vor dem Verdacht zu schützen, nicht genügend Initiative zu entwickeln und keine Berlin, 21. November. (DNB.) Die fünf Monate Ostfeldzug, die am 22.11. zu Ende gehen schließen mit einer stolzen Bilanz für die deutsche Wehrmacht ab. 1 700 000 Quadratkilometer wurden im Osten besetzt, 75 Millionen von den insgesamt 190 Millionen Bewohnern des gesamten Rußland wohnen in diesen besetzten Gebieten. Die sowjetische Wehrmacht verlor bis zu den am 20.11. vorliegenden Meldungen 3 792 600 Gefangene, 389 sowjetische Divisionen wurden zerschlagen und gingen mit ihrer Kampfkraft den Bolschewisten verloren. Die Sowjets haben mit einem Gesamt- ausfall von über 8 Millionen Svlda - t e n zu rechnen. Die R ü st u n g dieser Millionenmassen wurde entweder vernichtet oder geriet als Beute in deutsche Hand. Mehr als 22 000 P a n - zerkampf wagen, 27 452 Geschütze, 15 877 Flugzeuge wurden zerstört oder erbeutet. Die sowjetische Kriegs- und Handelsflotte in der Ostsee und im Schwarzen Meer wurde dezimiert. 47 Kriegsschiffe wurden versenkt, 54 Kriegsschiffe Der italienische Bericht. Rom, 21. Nov. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht meldet u. a.: Gestern entwickelte sich die Schlacht in der Marmarica weiter. Die italienischen und deutschen Panzertruppen gingen, nacl)- dem sie neuen Angriffen des Feindes hartnäckigen Widerstand geleistet hatten, zu Gegenangriffen über und schlugen die feindlichen Panzerverbände zurück, wobei zahlreiche Panzerwagen vernichtet und Gefangene gemacht wurden. Die Luftwaffe der Achsenmächte nahm aktiv an den Kämpfen teil. In der vergangenen Nacht bombardierten britische Flugzeuge von neuem Neapel, Brindisi und Messina. Es wurden Wohnhäuser getroffen. In Brindisi sind sechs Tote und fünf Verletzte zu beklagen, und in Messina, wo tue Bevölkerung beispielhafte Ruhe und Disziplin bewahrte, 26 Tote und 24 Verletzte. Jn Neapel keine Verluste Flakartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab. Vorgeschobener italienischer posten vor Tobruk. Tokio, im Herbst 1941. Auf der Straße klingelt es. Es muß der Zeitungsmann fein, der feine Anwesenheit mit einem halben Dutzend mit Draht zusammengebundener Glöckchen ankündigt. In unsere ruhige Wohnstraße, wo jeder Haushalt seine Zeitung im festen Abonnement bezieht, kommt für gewöhnlich kein Zeitungshändler Also muß es wohl ein Extrablatt sein. Bei dem Gedanken schrecke ich auf aus meiner Mittagsruhe, die in den Sommermonaten für den Ausländer in dem schwülen Klima Tokios eine unbedingte Notwendigkeit ist. Das journalistische Gewissen erwacht Was mag das Extrablatt wohl melden? Mit gemischten Gefühlen betrachte ich das Fetzchen Druckpapier mit feinen fremdartigen chinesischen Charakteren und japanischen Schriftzeichen. Es ist eine eigenartige Empfindung, wenn man als. erwachsener Mensch sich plötzlich wieder in die Rolle des Analphabeten zurückversetzt fühlen muß, denn das ist etwa der Eindruck, dem sich niemand entziehen kann, der ohne Kenntnis der japanischen Schrift nach Japan kommt. Das Schlimme aber ist, daß es erst durch viele Jahre intensiven Studiums möglich ist, auch nur soviel von der Schrift zu erlernen, um ein einfaches Extrablatt lesen zu können. Es bleibt also nichts anderes übrig, als meine Köchin zu bitten, daß sie mir den Inhalt dieses Extrablattes übersetzt. Sie ist gern bereit, rückt die Brille zurecht und versucht zu lesen. Sie versucht . aber so schnell geht es nicht. Nur daß Präsident Roosevelt wieder irgendetwas für Japan Unfreundliches unternommen hat, kann sie sofort feststellen. Im übrigen zieht sie das Hausmädchen heran und nun studieren sie beide gemeinsam das Blatt. Sie konsultieren eine Art von Wörterbuch, nicht etwa um die englische Bedeutung des ihnen auf Japanisch bereits verständlichen Textes festzustellen, nein, son- Das Extrablatt. - Kleines Erlebnis in Tokio Von unserem Dr. K. H. A.-Korrespondenten. dem um die Bedeutung einer ganzen Anzahl von ihnen nicht ohne weiteres geläufigen Schriftzeichen ihrer eigenen Sprache zu ermitteln. Der Leser glaube nun nicht etwa, daß es sich bei meinen beiden Hausgeistern um arme ungevil- dete Landpomeranzen handelt. Beide sind sehr intelligent, sie verstehen recht gut Englisch (Englisch ift vorläufig noch die verbreitetste Fremdsprache in Japan, obgleich Deutsch neuerdings rasch in Aufnahme kommt). Tadaki-San, die Köckin, spricht und schreibt sogar ein sehr gewandtes, saft fehlerfreies Englisch und führt ihr Haushaltsbuch in einer so mustergültig ordentlichen und übersichtlichen Form, daß sich mancher Portokassenrendant daran ein Beispiel nehmen könnte. Aber es ist für einen Japaner und eine Japanerin nicht so leicht wie für unsereins, die Muttersprache zu Papier zu bringen oder in ihr gedruckte oder geschriebene Texte zu lesen. Zwar gibt es eine Silbenschrift, Katakana genannt, die „nur" 48 Zeichen hat, aber sie reicht nicht aus, um mehr als das Allerprimitivste aus- zudrücken. Will man auch nur das einfachste Erzeugnis der Tagesliteratur verstehen, muß man schon zwei- bis dreitausend Charaktere der aus dem Chinesischen übernommenen Schrift kennen. Bis zum Begreifen eines Leitartikels ober eines Zeitschriftenaufsatzes langt auch solche Wissenschaft noch nicht, da mutz man wohl an die viertausend Zeichen beherrschen, und die Druckerei einer japanischen Tageszeitung besitzt Bleitypen fertig assortiert für rund zehntausend verschiedene Schriftzeichen. Es ist bewunderungswürdig, daß es unter diesen erschwerenden Umständen gelingt, die großen Tokioter Zeitungen mit der gleichen Geschwindigkeit und mit genau fo bis auf die Minute aktuellem Nachrichtenteil herauszubringen, wie das die Zeitungen in Europa oder Amerika fertigbringen, -ine Leistung, die nur durch hervorragende Organisation und vielfache Unterteilung des Satzes auf besonders geschulte Handsetzer erreicht werden kann. Es wäre nun aber zuviel verlangt, wenn man erwarten wollte, daß jeder Japaner und jede Japanerin in der Lage fein sollte, mit der gleichen Geschwindigkeit das Gedruckte auch zu lejen und zu verstehen Bei den Handsetzern handelt es sich um besonders geschulte Fachleute, für die diese beson- bere Kenntnis und Fähigkeit Beruf und Brot bedeutet. Wie aber steht es mit dem Durchschnttts- bürger, dem Mann, der Frau aus dem Volke. Auf der Schule wird zwar eifrig gearbeitet. Der Bil- bunqsdrang im japanischen Volke ist ungeheuer lebendig Der Staat fördert diesen Bildungstrieb mit allen erdenklichen Mitteln. Die Schulen sind durchweg gut eingerichtet Schon rein äußerlich fällt auf, daß die schönsten Gebäude m Stadt und Land gewöhnlich Schulen sind. Aber Jahre wertvoller Arbeit müssen darauf verwendet werden, um den Schülern lediglich das elementare Handwerkszeug aller weiteren geistigen Fortbildung, die Schrift, beizubringen. Die Angehörigen geistiger Berufe, die Tag für Tag mit der Feder bzw. mit dem Schreibpinsel umgehen, behalten dann das Gelernte, ergänzen es wohl noch burd) regelmäßige Lektüre, obgleich auch bei ihnen vielleicht manchmal burch bie rein technische unb physische Anstrengung bes Lesens' bieser komplizierten Schrift ein ungebührlich hoher Energieanteil in Anspruch genommen wirb wenn ich von physischer Anstrengung spreche, so sei erwähnt, daß manche lapamschen Aerzte den ungewöhnlich hohen Prozentsatz; d Brillenträger in Japan dem Augenpulver der chinesischen Schriftzeichen zuschreiben M Bestrebungen zu einer Aenderung des bestehen den Zustandes, etwa im Sinne des Ueberg g zu einer Buchstabenschrift, gibt es wohl; aber ö Schwierigkeiten find nicht zu unterfdjafcen Zahl der gleichlautenden Worte, bei denen ledigl ch die verschiedenen Schrif Zeichen die beabsichtigte Bedeutung einwandfrei erkennen lassen, soll beisplel weise im Japanischen größer fein aIs m ibe^« ^l’Jc anderen Sprachen. Di- ganze Japans hängt auf bas engste mit ber djinefi djen zusammen. Der Verzicht auf bte von CAm über nommenen ©barattere rourbe bie ^ur"d schne - Soldaten hätten, einer der Quellen der zapamschen Stultur aenajnei - ■ ~Wäila xj rgz£-*8arce v \ ßomba r Maarau^lonta/ \ eere Batterie ber Luftwaffe. An sie ... 2- ’■ * i Sarg, und nun ge Zug her Trauergäste zum altehr- »baten riebhof Berlins, auf ben In- * * i * der Wolga lagen. I IQZayreno Die cngu|u;e Jicyiciuny um «uj |uMu>^ verbreitet, als hätten die Gefahren auf dem Atlantik abgenommen, wurde jetzt für die Handelsmarine Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! LAMPEN OSRAM em« gor- und die werden: , in- i iflen j tum tue ; ijen" i ■ber» änb- wch. tafle i hwe- irur- I er- Dar- \ !chen „Er ngr bei | Nah. । rben. j latte, irl- >rohe ! 5 begrab. ! ckn: t ben Irohe Tagt! j ber jenen nmei- I eine ’rbin« öfung mor- müssen die richtige Wattstärke haben, um die nötige Licht- leistung zu geben. Osram-D-Lampcn größerer Wattstärken sind wirtschaftlicher. Die Osram-D-Lampe 60Watt/«20Volt gibt mehr als dreimal soviel Licht wie eine Osram-Lampe 25 Watt/220 Volt. Die Otram-Doppelwendel macht den Unterschied! r leuch' ertuM en. Kamp! Haupt- [bentob' in dop er war. ngenen' nutig^ r (eint ibischent rlongcn- mannir r ein«1 1 seinem iber d k Dunkelheit draußen — da soU es daheim schön hell sein! Osram zeigt den Weg zu richtiger Ausnutzung der verfügbaren Elektrizitätsmenge. Ost an- D- Lampen, bell *nd sparsam — so ist das Liebt am Nähtisch neblig / Glühlampen, in deren Schein Sie nähen und stopfen wollen. Genf, 22. November. (DNB. Funkspruch.) Während die englische Regierung die Auffassung „Wir heißen euch hoffen!" Von Alfred Hein. Quartiere im Gowjetland Bon Kriegsberichter Dr. Theo Goebel. Hauptichrfftl etter: Dr.yrtedrtch Wilhelm Lange. Ttellverireter des vmwtichriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und fctlber: Dr. Fr. W. Lange; für daS Feuilleton: Tr. Hans Dhyrwt. für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag-. Brühlsche Universitätsdruckerei «.Lange«.». Leriagsleiter: Dr.-Ing Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han- Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: DbeodorKümmel Pl.Nr.S. sieht, als könne er auch eisigen Temperaturen trotzen. Wenn es soweit ist, dann verkriecht sich wohl restlos alles, was zur Familie gehört — und das sind oft acht bis zehn Personen — auf den Ofen, hüllt sich in alte Schafspelze und neue Lumpen sowjetischer Herkunft und verschläft nicht nur die lange Nacht, sondern auch den kurzen Tag. Wir können die Quartiere zählen, in denen wir ein Ding gesehen haben, das wie ein vollständiges Bett ausscch. Ein Eisengestell mit Bretterbelag vertritt meist seine Stelle, Schafpelze und Lumpen machen das Bettzeug aus. Das Geschrei kleiner Kinder gehört zur nächtlichen Begleitmusik eines sowjetischen Quartiers. Die Bälge sind unglaublich verwöhnt, ständig beschäftigt sich irgendeine Mutter, Tante, Schwester oder Großmutter mit feiner Wm- geschnitten. Nicht nur in Gondar, das dauernd aus der Luft bombardiert werde, leisten die Italiener unter General Nasi bis jetzt zähen Widerstand, sondern auch in Culquabert unter dem Obersten Ug 0 lini, ferner in Feroaber und Gor- g 0 r a in der Nähe des Tanasees sowie in C e l g a und Ualagh, das den Briten nach dem Fall von Uolchefit den Weg von Norden aus versperrt. ©er Aolkspreis für deutsche Dichtung. In Berlin wurde die Kulturtagung des Deutschen Gemeindetages in Verbindung mit der Arbeitstagung der Dienststelle des Reichsleiters Rosenberg durchgeführt. Dieser dankte jenen, die für die Büchersammlung der NSDAK. für die Wehrmacht verantwortlich sind. Die Sicherung der geistigen Haltung fei eine der höchsten Aufgaben, damit dereinst der militärische Sieg zugleich auch ewige geistige Fruchtbarkeit der Nation bedeute. Der Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages, Dr. Z e i 11 e r, gab bekannt, daß der Volkspreis der deutschen Gemeinden für deutsche Dichtung an Bertold Gierer und Karl Götz verliehen wurde. Das preisgekrönte Werk von Karl Götz „D i e große Heimkehr" schenkt uns eine romanhafte Chronik von der Rücksiedlung der Wolhyniendeut- schen ins Reich. Eine Schilderung voll sinnbildlicher Kraft, die ergreifend und gewaltig wie eine alte Sage wirkt. Bertold Gierers preisgekrönter Roman „Geschlechter am See" ist erwachsen aus dem reichen Erbe des alemannischen Stammes, ein bedeutendes kulturgeschichtliches Gemälde her dramatisch bewegten Welt des deutschen Bauerntums im 14. Jahrhundert, dessen Schauplatz die Bodenseelandschaft ist. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Köhler, Kommandeur einer Aufklärungsgruppe, der weit im Rücken des Feindes und über dem stark geschützten Luftgebiet von Mos- kau kühne Aufklärungsflüge durchgeführt hat. * Der Führer hat dem Ingenieur Oskar M e ß t e r in Tegernsee aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um den deutschen Film die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Der Intendant des Reichssenders Danzig, Karl- Heinz B 0 e s e , ist auf einer Dienstreise im Auto Oer Kampf um Gondar. Rom, 21. November. (DNB.) Der starke Druck der Engländer auf das Gebiet von Gondar ist Gegenstand eines Berichtes des „Giornale d'Italia". Das Blatt betont die zahlenmäßige Überlegenheit der Briten. Der Feind greife das Gebiet in einer Umklammerung an auf einer Ausdehnung von 1500 Kilometer. Besonders an .Flugzeugen fei der Brite weit überlegen. Dazu komme, daß die einge- schlossene italienische Truppe keinerlei Nachschub, weder an Truppen noch an Material, erhalten könne. Seit sieben Monaten sei Gondar ab- Und schwer und schwerer hängt eine Hülle mit Ehrfurcht. Stille ruhn oben die Sterne und unten die Gräber. Betrachtet sie genauer und siehe, (0 melden im Busen der Helden sich wandelnde Schauer und ernste Gefühle. Don drüben rufen die Stimmen der Toten in diesem Goethegedicht zum emsigen Weiterleben auf: „Versäumt nicht zu üben die Kräfte des Guten!" Und die Toten halten schon die „Kronen in ewiger Stille" bereit, die der Lohn „ber Tätigen" sind. Am Schluß des Gedichtes aber erklingen aus dem Munde der Gefallenen die erzenen Worte: „Wir heißen euch hoffen!" Diesen Anruf der Toten haben wir all die Jahre nach dem Weltkriege deutlich gespürt; das Gefühl, die zwei Millionen damals feien „umsonst" gefallen, wurde schließlich unerträglich. Es nützte nichts, den Blick von den Gräbern weg- zuwenden und das „alte Leben" wie vor dem Kriege wieder beginnen zu wollen. Das „alte Leben" war längst nicht mehr da. Es galt, ein neue« Heben dem Dolkskörper einzuhauchen. Und der Geist dieses neuen Lebens wehte uns am klarsten und reinsten an mit dem unvergänglichen heldischen Seelenhauch, der über den Gräbern des Weltkrieges ruhelos umherschweifte, bis er endlich neue tapfere Tröger dieses Geistes in seinem Volke fand. Kein Geist der Rache war das, nur ein Geist ewigen Wachseins über den heiligen unveräußerlichen Gütern des Vaterlandes. Die den Geist vorangelebt und vorangestorben hatten, ruhten nicht, bis sie ihr Vermächtnis wieder in würdigen Händen wußten. Inzwischen haben es alte und junge Soldaten schlicht und kühn mit ihrem Blute abermals de- wiesen, daß der Tod nie zu teuer ist, um neues Leben im Volke anzufeuern. Jene aber, an deren Seite der gute Kamerad niedersank, schritten im Schatten dieses Todes um so lebensmutiger aus; mehr als tausend anfeuernde Worte verpflichtete sie der letzte Blick der Gefallenen zum Sieg über alle dem echten Geist der Nation abträglichen Kräfte. So kam es, daß aus Millionen namenlosen Kämpfern wieder wagemutigste deutsche Kriegstaten erwuchsen. „Die Zukunft decket Schmerzen und Glücke schrittweise dem Blicke; . doch ungeschrecket dringen wir vorwärts." zigkeit, und des nachts braucht er bloß den Schna- - iel aufzumachen, schon greift eine Hand nach ber klobigen Wege und rumst sie über die Bretter und 1 eine Wekberstimme quäkt eine leiernde „Melodie" ; dazu, aus ber uns die monotone Willenlosigkeit ' des weiten Ostens zu jammern scheint. Zehnmal wälzt man sich dabei wütend auf seinem Stroh, ' beim elften Male hat man gelernt, auch bas zu überhören, wie man so vieles zu übersehen und zu „überriechen" gelernt hat, vor dem man sich vor Monaten noch schaudernd abwandte. Da laust die Großmutter die Enkelin und spült dann unbefangen unsere Blechteller mit sehr wenig Wasser. Andere Völker, andere Sitten, die Armut der Sowjetherr, schäft wird die unkomplizierten Lebensgewohnheiten des Landes sicher nicht verfeinert haben. Manchmal begegnet uns beim Eintritt in die dämmrige, niedere Sttrbe ein alter, bärtiger Mann, dem der Schafpelz und die Fellmütze auf dem grauen Haar wie angewachsen erscheinen. Er begrüßt uns mit ber umständlichen, feierlichen Höf- lichkeit einer versunkenen Zeit, und eine wohlge- meinte, herzliche Gastlichkeit bewirtet die feldgrauen Gäste aus sagenhafter Ferne mit Milch, Gurken und Bratkartoffeln. Es gibt solche Häuser auf ben weltverlorenen Dörfern — und wir spüren sie auf, wo wir nur können — da scheinen 20 Jahre Bolschewismus vorbeigegangen zu sein, ohne mehr zu hinterlassen als einen Anteil an ber allgemeinen Verarmung. Hier und da begegnet uns ein ganzes Dorf, in dem ein guter Geist ein Stück des alten Rußland erhalten zu haben scheint, in dem die Häuser größer, die Stuben besser, die Menschen sauberer, sind und die Armut nicht bis zur Lum- penhaftigkeit gediehen ist. Dor ben Ikonen, ben Hei- ligenbifbem ber orthodoxen Kirche, in ber buntlen Ecke brennt in schöner Schale eine Delflamme. In diesen sauberen Stuben, bei freundwilligen, höflichen Menschen kann man ahnen, was das Volk in glück- licherer Zeit war und was es nach der Befreiung vom Bolschewismus wieder werben kann. Ich werbe nie ben zittrigen Alten vergessen, der uns mit feier- licher Gebärde in seiner großen, armen, leeren, aber tadellos sauberen Stube begrüßte, dem die Freudentränen über die zerfurchten Wangen rannen, als wir ihm verständlich machten, wir zögen nach Moskau, um Stalin und die Bolschewiken $u vernichten. Er saß mit seiner Frau ganz allein m dem Haus, seine Söhne, so jedenfalls verstanden wir ihn, hätten die Bolschewiken „liquidiert". Er bekreuzigte sich ein um das andere Mal und rief offenbar allen Segen des Himmels auf uns herab. Doch solche freundlichen Erlebnisie sind nicht allzu häufig im Lande der Sowjets. Nirgends begegnet uns in den Quartieren Feindseligkeit in Miene und Haltung, aber fast immer Dumpfheit. Schmutz, lumpenhafte Armut, ein Dunst von freud- loser, äußerster Beschränktheit des Daseins, bas die Hoffnung verloren hat. Ein Dorf ist so grau und farblos wie das andere und mutet an, als sei es allein in der Welt unter einem düsteren, endlosen Himmel. Wir wissen nicht, in wievielen wir schon genächtigt haben, selten merken wir uns die Namen, die oft soviel Silben haben wie das Nest Hütten. In ber Erinnerung werben sie uns wie eines erscheinen, ob sie an ber Düna, bem Dnjepr ober DNB. . . im November. (PK.) Es war eine schön-e Zeit, als mir unser Zelt aufschlugen wo es uns gerabe paßte, an einem Flüßchen, einem See, unter buftenben Kiefern, als die Abende einer mit- ben Sonne sich endlos dehnten und wir den Staub des heißen Tages schnell vergaßen Die Zeit^ift nun lange vorbei. Mit Schaudern dachten wir ost im Sommer an die Wochen und Monate, da wir in die Hütten der elenden Dörfer einziehen muhten. Nun, wir haben uns auch daran gewöhnt. Fast eben Abend klettern wir eine andere Stiege von )er schlammigen Dorfstraße hoch, tasten uns die Bretterbühne zwischen Stall und Wohnraum entlang und prallen nur noch selten vor der „Duft- wolke" zurück, die aus dem niederen Raum bringt, barin sich Großmütter, Weiber, Greise und Säuglinge unb Katzen um ben riesigen Ofen zusammen- brängen. Der Drang nach Warme erweist sich in ebem Fall stärker als die mitteleuropäische Emp- inblichkeit der Nase. Die Weiber sind mächtig in ber Ueber^ahl, nur ganz selten begegnen wir einem Mann im wehr- ähigen Alter, alle andern finb in ber Sowjetarmee untergegangen. Man hat den Eindruck, daß aber auch sonst die Weiber „hie Hosen anhaben", bas Mannsvolk lümmelt träge herum, hockt halbe und ganze Tage auf dem Ofen herum, hat wohl auch entsprechend wenig zu melden. Selten besteht das Woynhaus aus mehr als einer winzigen Küche und dem großen, allgemeinen Wohnraum. In ber Küche sieht es so aus, wie es vor Jahrhunderten auch ausgesehen haben mag. Holzlöffel, ein paar Gläser, äbierte Teller unb wenige in ber Form an Tonkrüge erinnernde Eisentöpfe machen den Hausrat aus, zu dem allerdings auch in den ärmlichsten Hütten meist noch der Samowar kommt, bas russische Requisit schlechthin. Ein Irrtum allerdings, wenn man zu dem Samowar, dem Bereiter ständig kochenden Wassers, auch ben Tee, ben „Tschai", er» warten würbe. Er fehlt restlos, so restlos wie ber Zucker. Wir hörten einmal ben ironischen ^Ausdruck „Stalin-Zucker" für Salz, er sagt alles aus über die Gründe einer unvorstellbaren Armut auch an den einfachsten Genußgütern des täglichen Lebens. Kartoffeln, Gurken, Zwiebeln und Weißkohl sind in federn Haushalt des Sowjetparadieses zu finden, damit ist aber auch schon ber normale Vorrat an Lebensrnitteln erschöpft. Morgens, mittags und abends steht der Eisentopf mit Kartoffeln im offenen Feuer in der Höhlung der gemauerten Ofens, ber ein Viertel der Stube einnimmt und so aus- Vichy , 21. November. (Europapreß.) Nach Nach- richten aus ber französischen Ostafrika-Kolonie Dschibuti dauert die britische Blockade mit aller «char.e fort. Britische Avisos halten sich Tag und Nacht m den Gewässern ber Kolonie auf unb unterbrechen jede Seeoerbinbung. Außerdem patrouillieren—stan-. big englische Schifte in ber Meerenge von Da-b-ek- Mandeb am Ausgang des Roten Meeres, um bte Derbinbung mit dem Jemen zu unterbrechen. Englische Flugzeuge überfliegen fast ständig das Gebiet der Kolonie. In letzter Zeit mußte die französische Luftabwehr in 21 Fällen bas Feuer eröffnen. General Weygands Abschied. Vichy, 21. November. (DNB.) General Weh- ganb bat anläßlich seiner Pensionierung an bte französische Armee in Afrika einen Ta- gesbefehl gerichtet, in dem er seinen Abschiedsgruh entbietet. Der Tagesbefehl schließt mit ber Aufforderung, stark und diszipliniert zu bleiben unb vereint hinter bem Marschall P6tain zu stehen. Diese Haltung berechtige zu allen Hoffnungen. Er hat sich Donnerstag nach Antibes an der Riviera begeben. Englands wachsende Verluste zwingen zur Verbesserung des Zeitungswesens eine neue Verordnung herausgegeben, die beweist, baß bte Gefahren beträchtlich gestiegen finb. Es hat in ber englischen Oeffentlichkeit unliebsames Aufsehen erregt, baß die Besatzungen torpebierter englischer Schiffe manchmal breißigTage unb länger in völlig unzureichenden Rettungs- booten auf hoher See umhertrekben mußten. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung sah sich die englische Regierung nun veranlaßt, neue Vorschriften für die Rettungsgeräte ber englischen Han- delsschiffe zu erlassen. Die Rettungsboote müssen mit Wasser, Nahrungsmitteln, Leucht- und Rundfunkgeräten ausgerüstet sein. Außerdem wird den Schiffseigentümern zur Pflicht gemacht, bte Schifte mit Rettungsflößen auszurüsten. „Datch Expreß gibt zu, baß diese selbstverstänblichen Maßnahmen bisher aus Sparsamkeitsgründen unterblieben sind. Seihe ieichrr n, hie lutttx h ber 1 unb 1 hat, riatio- Haydn 5 bem g vom rt bas IW tt bet jsmar» mied e märet. & I An fit b nun Mehr- m 2n- müden i t feint ;ernben ; 1 unter uff ßt- ßenigt 1 einer USA.-Eisbrecher für die Offenhaltung von Murmansk und Archangelsk. Washington, 21. November. (Europapreß.) Der U8ä..-Marinesekretär Knox machte in der Pressekonferenz bte Mitteilung, daß die vier 5000- Tonnen-Eisbrecher, die für d i e U S A.» K ü st e n « schiff ahrt gebaut werden, für die Offenhai- düng ber sowjetischen Eismeerhäfen Murmansk :und Archangelsk verwendet werden konnten. Knox fügte hinzu, daß diese Schifte aber in diesem Winter noch nicht zur Verfügung stunden, sie könnten er st im nächsten Jahr eingesetzt werden. „ Oer dänische Geschästsiräger in Bagdad fristlos enftofpn. Kopenhagen, 21.5too. (Europapreß.) Durch königlichen Beschluß wurde der dänische Geschäfts- hager im Irak und Iran, Botschaftsrat H. F e n s - j mark, fristlos aus dem Staatsdienst entlassen, weil er seiner Regierung den Dienst verwet- gert hatte. Das Justizministerium wurde ersucht, eine strafrechtliche Untersuchung emzuleiten. Als Grund für seine Dienstverweigerung gab Fensmark an, daß die augenblickliche Regierung nicht mehr die überwiegende Mehrheit des dänischen Volkes vertrete. Englische Internierungsmaßnahmen. Lissabon, 21.November. (Europapreß.) Mit bitteren Worten beklagt sich der englische Abgeordnete Bennett in einer Zuschrift an bte „Times über die vom Innenminister ergriffenen kopflosen Maßnahmen zur Internierung angeblich politisch Derbächtiger. Bisher seien 1 od5 Fälle solcher Internierungen bekannt, von denen sich bis heute 805 als unbegründet erwiesen hatten. Ohne Schuld hätten diese Personen in Gefängnissen schmachten müssen, ohne daß die Regierung irgendwelche Handhaben zu ihrer Verhaftung gehabt habe. Oie Blockade Dschibutis. Mit diesen unbekümmert in den sicheren Sieg hineinschreitenden Worten beginnt jenes an Helden- gräbern gesprochene Gedicht Goethes. Schrittweise ringen wir ber Zukunft Wall um Wall ab. Wir wissen zwar aus dem vorigen Krieg, baß bas „Neue", bas wir uns erobern wollen, immer verschieden cn'ssieht in unseren hoffenden Herzen und im gerechten halten des Schicksals. Aber der Voran- maych so oieu tapferer Toten gibt uns in allem noch so Schrecklichen trotzdem die schreckenlose Gewißheit, daß am Ende dieses Marsches ber unerschütterliche Sieg winkt, schöner als wir ihn ie erträumten, wenn wir nur nie „versäumen, die Kräfte des Guten zu üben". Denn wer sein altes Leben wie ein abgetragenes Gewand hinter sich warf, um ein neues zu erobern, das wieder deutlich spürbar mitten im Herzen drin zu keimen unb edle Frucht zu bringen beginnt, ihm kann nur Zwiefaches geschehen: Er füllt. Dann mahnt sein Blut unerbittlicher als bas ber Lebenden Denn die leben bleiben, wollen siegen. Die aber fielen, müssen es. Ober: er kämpft bis zum frönenben Sieg — unb kehrt ganz van selbst als „ber andere" beim, als ber mit bem Blut ber Gefallenen Geimpfte, der nun unb stets nach ihrem heiligen Vermächtnis handelt. So „läßt uns alle", um noch einmal Goethe zum Zeugen anzu- rufen, „ber Tob in völliger Ruhe, denn wir haben die feste Uebeneugung, baß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur". _______ in der Nähe von Könitz tödlich verunglückt. Boese kam 1925 zum Rundfunk und begann als Hörspiel- sprechet: unb Reporter beim Norbbeutschen Rund- funt Hamburg. 1933 wurde Börse Abteilungsleiter des Deuftchlandsenders. Jahrelang leitete er die großen politischen Ueberhxigungen der Partei und bes Reiches. 1939 übernahm er die Leitung des Senders Danzig. * Vertreter der ausländischen Männer und Frauen, die im freiwilligen Kriegs- unb Arbeitseinsatz in Deutschland stehen, trafen sich mit ihren deutschen Arbeitskameraden zu einer von ber Deutschen Arbeitsfront veranstalteten Kundgebung im Berliner Sportpalast, die unter dem Grundgedanken stand: , 350 Millionen schaffen für den Sieg" und auf der Dr. Ley sprach._______ erung nach dem Besitz von Konstantinopel und In- Uen. Der Landweg von Syrien nach Indien wird cis Randverbindung angestrebt. Aber darüber hin- cus wird die große Parole ausgegeben: „Der große 0ott, dem wir unsere Existenz verdanken ... gebattet mir, das russische Volk als zur zuküns - ltgen Herrschaft über ganz Europa - berufen anzusehen." Klarer kann nicht gesprochen oerben. Das ganze 19. Jahrhunbert steht im Zeichen ies zaristisch-moskowitischen Kampfes um Kon- lt a n t i n o p e l. Zwischen 1850 und 1907 wurde . gleichzeitig die Stoßrichtung nach Indien verstärkt. Nach dem Scheitern der f e r n ö ft l i dj e n siläne im russisch-japanischen Krieg kam die Zaren- legierung wieder auf das europäische Programm zurück und setzte mit jener Wühlarbeit auf )em Balkan ein, die zum Weltkrieg geführt hat. 5o weit ber reine Tatsachenspiegel. , Aber mindestens ebenso interessant ist die andere Tatsache, daß die Methodik von Peter dem drohen bis auf unsere Tage die gleiche geblieben ist. 3m Ziel ist ohnehin kein Unterschied. Der Griff , her Sowjetunion nach Finnland und nach den bat« Ischen Staaten ist genau so aufschlußreich wie der Lersuch, Bulgarien und die Türkei in ein moralisches Abhängigkeitsverhältnis von Moskau zu -»ringen, ober ber Bau ber Turksib-Bahn an die in- rische Grenze! Welches sind nun die Methoden? Peter I. und rlle seine Nachfolger spekulieren auf die innere j Uneinigkeit des mittleren und westlichen Europas. Sie sind in diesem Punkt als die Vertreter der größten Landmacht das genaue Gegenstück zu der Politik Englands als der größten Seemacht. Don vornherein arbeiten die Zaren (genau wie später Die Bolschewisten) mit ideologischen Mitteln. Die osteuropäischen Völker will Peter I. im Zarentum zu- fammenschließen und für ben Sturm auf Europa reifmachen, inbem er bas „russische" Volk — als □b es in diesem weiten Reich nur e i n Volk gäbe! — in ben Gebauten hineinpreßt, baß Europa greisenhaft fei und durch ein junges und frisches Volk erobert werden muß. Nach außen hin ist ihm die orthodoxe Religion das ideologische Kampfmittel. Man sieht, daß das, was Peter I. die „Religion" nannte, für die Bolschewisten der „Kommunismus" Ist Unb ber Glaube an die „russische" Jugend ist von den großen Schriffttellem des moskowitischen Gedankenkreises im 19. und 20. Jahrhundert ge- rabezu zum Dogma entwickelt worden. Diese Parallele geht bis in die Einzelheit. Peter I. fordert, daß „mit allen nur möglichen Mitteln" Heerführer und Gelehrte von den fortgeschrittensten Völkern Europas herangezogen werden. Der denkt dabei nicht an die „Spezialisten", die der Bolschewismus heranzog, wobei er genau wie Peter der Große Wert darauf legte, daß er „ber Vorteile anderer Nationen teilhaftig wird, ohne selbst etwas -inzubüßen"! Und wenn Peter I. verlangt, daß sich kein Stab „in alle europäifchen Angelegenheiten und Wirren jeglicher Art" einmischt, so haben die Bolschewisten durch die eine und unteilbare kommunistische Partei die in den einzelnen anderen Staaten nur „Sektionen" unterhält, aber in Moskau ihren Hochsitz hat, diese Einmischungspolitik in ein sozusagen vollendetes System ungeheuerlichster Frechheit gebracht. t_ Wer aber setzt den Siegel unter diesen Vergleich? Kein anderer als Josef Stalin! Er war es, der den „unhistorischen", also gewissermaßen wilden Bol- Chemismus liquidierte, die Militärpolitik der Zaren ; aufnahm, in ben Bahnen ihres Ausdehnunyswillens ■ wandelte und — jenes impevatorische Reiterstand- j bild Peters I in Leningrad (nach seiner Deseittgung) wieder aufrichten ließ und ben ersten „russischen Kaiser damit als seinen geistigen Ahnherrn anerkannte. Dr. Ho. Sichtbarer als an gewöhnlichen Werktagen der Nation ist der Tod wieder unter uns aufgestanden. Er nimmt scheinbar wahllos aus des Volkes Mitte den einen, der uns noch zu jung an Jahren erschien, um schon ans Sterben denken zu müssen, den andern, dem in der Fülle des Mannesalters nicht mehr das Soldatenglück hold blieb, das ihn vor zwanzig Jahren als jungen Krieger heil Heimkommen ließ. Aber wir wissen es nun aus dem Weltkriege, was wir vorher kaum ahnten: ein auf bem Schlachtfelb geopfertes Leben ist bte lebenbigfte Mahnung unb Verpflichtung an die Ueberlebenben. Vergossenes Blut ruft glühender zur Ehrfurcht als nur versiegtes. Goethe beutete in stolzen Strophen die Ehrfurcht Hoffnung, bie an Heldengräbern wach Gießen, Stephanstraße 35. 03908 Wir haben uns verlobt Station Saalburg. 4641D Hattenrod, im November 1941. 0392$. AeltererdiichWer (Vermietungen] SleWetiffironti (Wechselstrom), Berlin NO 54 z. Z. Im Felde KleineAuzeigen m Siebener Lnzetgei rortbea von Laute»da de achtel und geirinu Warum kostbare Seife verschwenden, wenn ALLPUTZ in vielen Fällen die gleiche — oft bessere Wirkung hat? Rohholzmöbel, Steinböden, Steintreppen, Ausgüsse und viele andere Gegenstände werden mit ALLPUTZ genau so sauber wie durch Schrubben und Abbürsten mit Seife und Wasser. Durch seine schmutzlösende u. scheuerwirksame Eigenschaft hilft ALLPUTZ nicht nur Mühe und Zeit sparen, sondern auch Seife. Und das ist wichtig, denn Seife sparen ist ein Gebot der Zeit. Gertrud Schäfer Herbert MaddSe Gießen HÜlebrandstr. 14 gesucht-. Schrift!. Angebote unter 03911 an den Giehener Anzeiger. Fahrkuh schw.-weih,2mal gekalbt, zu verk. Rodheim a.d.B., Adolf-Hitler- Str. Nr. 4. 4808 D Grob, handwerkl. Betrieb sucht eine tüchtige Buchhalterin welche mit allen vorkommenden Büroarbeiten vertraut ist. Dauerstellung wird zugesichert. Zeugnisse mit Lebenslauf erbeten. Schriftliche Angebote unt. 48060 an den (siebener Anzeiger erbet. THEATER der Universitätsstadt Gießen Spielplan vom 25.-30. November Dienstag, 25. November, 19 Uhr 13.Dienstagmiete u. HalbmieteA Ariadne. Mittwoch, 26. Nov., 18.30 Uhr Itfc Mittwochmiete u.HalbmieteB Carmen. Freitag, 28. November, 18.30 Uhr 13. Freitagmiete u. HalbmieteA Neuinszenierung: Der WildMchütz. Sonntag, 30.November,18.30Uhr Zum letzten Male: Zigeunerliebe. Weihnachts - A ussteliung oberhessischer Künstler Ölgemälde • Plastiken • Zeichnungen Dauer der Ausstellung: 23. Nov.-23. Dez. 1941 Besuchszeiten: Sonntags von 11 bis 13 Uhr Werktags von 16 bis 17 Uhr, später von 15 bis 16 Uhr Eintritt für Mitglieder des Kunstvereins frei, für Nichtmitglieder 0.30 RM., für Soldaten, Studenten und Schüler 0.10 RM. 480?D Gießener Konzertring 1941/42 (Arbeitegemeinschaft NSG. Kraft durch Freude, Theater — Konzertverein) Wir gewähren hypothekarische Darlehen mit und ohne Tilgung zu 4,5% Zinsen bei voller Auszahlung. Ihre Verlobung geben bekannt Liesel Schmidt Carl'Heinz Peter Ingenieur Sonntag, 23. November 11.30—12.30 Uhr 3. Morgenfeier Der Tod und das Reich Preise von 0.25 bis 0.75 RM. Danksagung. Allen denen, die uns in unserem großen Schmerz beim Heldentod unseres lieben unvergeßlichen Sohnes und Bruders, Gefreiter Karl Rau, M.G.-Schütze in einer Kr.-Fahr.-Abt., in Wort und Schrift ihre Anteilnahme an unserem schweren Leid, das uns betroffen hat, bekundeten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Nies für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, sowie den Jugendkameraden für die Kranzspenden. Familie Karl Rau II. Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand DiejenigePersou die am Donnerstagabend zrv.9u. 11 Uhr einen Damenschirm (Knirps) im Eatt Hettler mitgenommen hat, ro. geb., ihn dort am Büfett abzugeb. Meine liebe Schwester, unsere gute Schwägerin und Tante Fräulein Elise Espich ist heute nach schwerer Krankheit im gesegneten Alter von 79 Jahren sanft entschlafen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Espich. Lollar (Daubringer Str. 21), den 21. Nov. 1941. Die Beerdigung findet am Montag, 24. Nov., um 14.30 Uhr statt. isißD Frankfurter Hypothekenbank gegründet 1862 FRANKFURT Ä. M., Adolf-Hitler-Anlage 8 Wir suchen für halbe Tage Bürogehilfin mit Kenntnissen in Buchhaltung und Maschinenschreiben 479M VolksbankGießen e.G.m.b.H. Danksagung. Fürdie zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich meines 80. Geburtstages danke ich herzlichst. Konrad Lehr, Oberpostschaffn.I.R. Wilhelmstraße 51 03942/ Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, 41 aß unser lieber guter Sohn, Bruder, Neffe u. Vetter Georg Daniel Gefreiter in einem Inf.-Reg., Inh. des E.K. II in fast vollendetem 22. Lebensjahr im hohen Norden ebenso wie seinVater imWeltkrieg den Heldentod für sein Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Josefine Singer, verw. Daniel, geb. Bärin Max Singer, z.Z. im Felde Ursula u.HeinzSinger. GIESSENER VORTRAGSRING Goethe-Bund /Kulturelle Vereinigung/ Volksbildungs- stätteGießen in derNS.-Gemeinsch. „Kraft d. Freude Mittwoch, den 26. November 1941, abends 7.15 Uhr Neue Aula der Universität EUGEN ROTH liest Heiteres aus eigenen Werken. Stephanstr. 18 Lahnstr. 15 Gießen, den 22. Nov. 1941 Montag, 1. Dezember 19.15 Uhr, im Theater 3. Konzert, Gruppe A Nr. 2 Crrkesterkonzert Rhein• Mainisches Landesorchester Ausführende: Gastdirigent: Prof. Hermann Abendroth Solistin: Guila Bustabo, Violine Werke von Luig, Beethoven und Herrn. Götz Karten zu RM. 1.55, 2.05, 2.80 und 3.55 in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft d. Freude, Seltersweg 60, Teleph. 2141, und im Musikhaus Challier, Neuenweg 10, Telephon 2671. 4821D Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, für die Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Karl Kling II. Bahnarbeiter u R. sagen wir hiermit herzlichen Dank. Besonderen Dank auch Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte am Grabe. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Seibert V11L Gießen-Wieseck, den 20. November 1941. 4788 D Für die vielenAufmerksamkeiten und Geschenke zu meinem 50jährigen Geschäfts-Jubiläum sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank Heinrich Schmidt Wetzsteingasse 24 21. November 1941 ___________________03943/ Kreismusikerschaft Gießen - Fachschaft Musikerzieher in Verbindung mit der NSG. Kraft durch Freude. Sonntag, 23. November 1941, 17 Uhr, Neue Aula der Universität Zum Tag der deutschen Hausmusik yHozart-Gedenkfeier Ausführ.: Das Orchester der Hitler-Jugend Bann u. Untergau 116, unter Leitung von Fritz Braun, und Schüler der Musikerzieher. Bechsteinkonzertflügel aus d. Pianoh. R.Schönau, Gießen, Bahnhofstr.76 Eintrittskarten 0.80 RM., Schüler 0.40 RM bei Herrn E Challier Neuenweg 10, und in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Krait $ durch Freude“, Seltersweg 60. Der Reinertrag fließt dem WHW. des deutschen Volkes zu^ rommersham'en; 11 KG., Zohs.- Gemeinde. Kapelle Alter Tyrtcbbor. 10, Waltber; 11.13 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. i>ostr 11.15 KG. Giesten-Klein-Linden. 1O.3OKG.; 13.30, Walther. Giesten-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 10 G.-Abendm. für d. Jungen von Daubringen; 11.20 KG.; 14 Gedächtnisfeier. 2ich. 10, Kahn, Kollekte; 14, Naumann, Kollekte. ('-vana.Stadtmissivn, Löberstr. 14. Sonm., 23. 11., 2'ndacht; 13.30 S.-Sch.; 17 Predigt. — Mittwoch, 26.11., 17 Bibelstunde. Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Kulturellen Ver« eniignngund derVolksbildungsstütieGießenhabcn gegen Mitgliedsausweis freien Eintritt (G.B. und K. V. Kontr. Abschn. Nr. 5). Ebenso die Mitnlieder der GeseLschatt fflr Erd- und Völkerkunde (gegen Kontr. Abschn. Nr. 5). Mitglieder der NS.-Franenschaft.desLandschaftshundes Volksinm und Heimat erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von RM. 0,75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zu RM. 1,25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltnngsrlnges der HJ. erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0,30, Studen en und Militär zu RM. 0,40. [4774D 19—21 Uhr .78,0 Uraufführung ARIADNE Trauerspiel von Ernst Wilhelm Eschmann. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. Allpulz Hw)öbiJ— Küche und Zubehör, sofort zu vermiet. (»soiD Näheres: Liebigstr. 47 I. Großes, leeres Zimmer, heizb., Wasser, Gas u. Elektr., Lichtan- schluh, sev. Eingang, z. 1. Dez. z. vermiet. [03931 Nachfr.n.l7Uhr. C.Pulz, Landgraf-Phil.- Platz 5 H. gegen Allstrom- gerät z. tauschen gesucht. Schrift!. Ana. unt. 03929 an d. Gieh. Anz. Wer arbeitet Wagen zu einem Muff nm? - Schrift!. Ang. unt. 03935 an 0. Gieh. Anz. Schlafzimmer (gut erhalten), gegen bar z. kaufen gesucht. Sehr. Angeb. mit Preis unt. 03919 an d. Gieh. Anz. Wir suchen: Künstliche Augen fertigen wir naturgetreu für unsere Patienten F.M.lflülier Söhne —s WIESBADEN SS In Giebep: Univ.'Augenklinik, Kriedrichstr.18, am 26.,27.,28Jiov.l941. Zügel, bei Kass. u. Behörd. ""V MslMl'M nach Wieseck gesucht. [03944 Götze, Wieseck, Ludwigstr. 42. Gesund., junges Mädel (auch schulpflichtig) nachmittags zur Beaufsichtigung mein, drei Buben ges. 4766D Frau Kempff, Marburg.Str.65 | Verkäufe""] Vogelsberger Kuh mit guter Milchleistung, im Januar kalbend, zu verkaufen. [03927 Grosten-Linden, Franks. Str. 52. Simmentaler Rind (Notsch.), 1 % I. alt, z.verk.[o3v32 Wilh. Schmitt 5, Saasen. Wir suchen für Entwicklungsarbeiten und Reparaturen mehrere Feinmechaniker in ausbaufähige Stellungen. Verlangt wird gutes handwerkliches Können. Erwünscht sind Kenntn. in Elektro-Feinmech. An"eb. an IG-Farbenindustrie AG. Sozialabteil. Leverkusen - IG - Werk. 4689 V {Reidiskolonialbund in Verbindung mit der NSG. „Kraft durch Freude Sonntag, den 23. November 1941, 10.30 Uhr, spricht im Gloria-Palast Pg. Becker, Frankf./M., über Die Bedeutung der Kolonien Anschließend der koloniale Großfilm: Deutsche Pflanzer am Kamerunberg Kolonialschau aus dem Wetterauer Museum, Friedberg Kartenverkauf: Karten Verkaufsstelle d^r NSG.Kraft d. Freude, Seltersweg60, u. Gloria-Palast. Militäru.Schuler4O-), Erwachs. 80 SpiMröiile für Personal, eine Bank, gebraucht ob. neu. Schr. Ang. unt. 4795Pa.d.G.A. Zwei gut erhalt. Bestellen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03937 a. d.G.A. Drei» oder Vierräddien z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 4819Pa.d.G.A. Ein Baar SWWesel oder Reitstiefel, Gröhe 42, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03933 a. d.G.A. Kirchliche Anzeigen. ((<4. ---Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- dienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gienen. Sonntag, 23. November. Totensonntag. (Kollekte für Arbeit der weiblichen Diakonie.) Stadtkirche. 10, Schmidt: 11 KG., Mattb.-Gem.; 15.30, Gedächtnisfeier für unsere Gefallenen, Becker. T.ohanneskircke. 10, Wehrmackt- it. f^emeindegottesdienst, Liz. Juwelen S? alter Schmuck § GoldunSilber « alte Silbermarken » kauft 8 zum Höchstpreis N Carl ßrück S; _, Juwelier SS Giesstn KreuzplB 8 Tel. 3602 G.B.A.C411325 SS Simmentaler ( Kuh I unter 2 d. Wahl, $ die eine gefabr., -.verkauf. [4S13D 1 Steinback, Kirchstr. Nr. 30. Ein trächtiges Rind z. verkauf. [03954 , Heuchelheim, Marktstraste 13. 1 Vogelsberger Rind 18 Mon. alt, und 1 Rotsckeck- mutterkalb, 6 Wochen alt, zu verkaufen. [03936 Grosten-Linden, Alte Heerstr. 19. Dreiradiieferwagen in gut. Zustand, zum Taxpreis zu verkaufen. Sckr. Ang. unt. 4796Pa.d.G.A. Krankenlahrstuhl (neuwertig) und Zinkbadewanne z. verkauf. [03939 Crednerstr. 1. FastneuerKoffer- RadioeMvfänger „Körting", sowie Lautsprecher zu verkaufen. 4803D Günthers- graben 11 I. | Kaufgesuche") Schlachtsiegen laufend zu kaufen gesucht.458oV Gaststätte Zunfthof, Frankfurt a.M., Domstr. 10. Ein gut erhalt. Klavier z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03890 an den Gieh. Anz. | Mietgesuche~"| Nuh. Miet, sucht < 4-3immet- Woßnung Schr. Ang. unt. 03916 a. d.G.A. IbseschiWrng 1. St., 3 Zimm, u. Küche, Mans., mögl. Heizung«. Bad, z. 1. 4. 42 od. später von Pensionär ges. Schr. Ang. unt. 03821a. d.G.A. Junges Ehepaar sucht für sofort oder später möblierleWohnong (1-2 Zimmer u. Küche) Schr. Ang. unt. 03922 a. d.G.A. Nebenverdienst! Durch Uebernavme meiner Orts- Vertretung in Giehen können stch Bewerber!innen) einen Nebenverdienst verschaffen. Zu beliefern sind feste, Langjährige Abonnenten auf Bersicherungs- und Mode-Zeit- schritten. Schr. Angeb. unt. 4814V an den Giehener Anzeiger erbet. Maurer, Zimmerer Zementarbeiter Hilfsarbeiter finden dauernde Beschäftigung bei Gleitbau Klotz & Go. Eisenbetonbau, Hoch- und Tiefbau Frankfurt am Main. Zu melden bei Polier Hofmann, Baustelle Wehrheim im Taunus, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres geliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders, Heinrich Döring, Obergefreiter in einem Infanterie-Reg., erlitten haben, sprechen wir allen unseren herzlichen Dank aus. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Müller für die tröstenden Worte bei der Gedächtnisfeier. In tiefer Trauer: Familie Philipp Döring, nebst allen Angehörigen. Großen-Buseck, im November 1941. 03920 ZweiFrauenoderMädcben für leichte, saubere Packarbeit für halbe Tage gesucht. 02,10 Valentin Irey & Go. Hefegrohbandlung Giehen, Kaiserallee 31 z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03941 a. d.G.A. Liegestuhl f. einen Kranken gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03945 an 0. Gieh. Anz. Munöet f. sechs Personen z. kaufen gesucht. And.Fohannes- kircke 6 II. | Verschiedenes, Fräulein, anfangs 40, mit monatl. festem Einkomm., einigen tausend Mk. bar u. schuldenfreiem Einfamilienhaus, fucht sich zu verheiraten Zuschriften unt. 03928 a. d.G.A. Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 __OÖOJ___ ooohöoooTSi BÖXO-tlNÄ)CMTUMOiM Gießen, Bahnhofstraße. oder Pensionär für leichte Büro- 2-3 Zimmer arbe ten f. halbe oder ganze Tage v Jung.,berufstät. Ebevaar sucht , 2-Zimmerwohnöog - Schr. Ang. unt. 03940a. d.G.A. [Stellenangebote] Mmonn rüT sofortig. Eintritt von Auto- Revaratur werk- stätte gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 4762D an d. Giesten. Anzeig. MaDöiicheÄüshillE gesucht. [4802D Hefs.Untersnck.- AmtfürFnfekt.- Krankbeiteu, 9(m Steg 15. Lagerarbeiler(in) eventuell auch f. halbe Tage, gesucht. [4809Ü Benner, Krumm & Sauer, Bahnhofstr. 40. MädciienoderFrau z. Führung eines frauenlosen Beamtenhaushalt., । evtl. a. nur tagsüber, ges. [03938 F.Klebe, Crednerstr. 1. Zeitschriftenvertrieb sucht ver sofort für Giesten tüchtige und zuverlässige Liekevboien (auch Frauen) für nebenberufliche Tätigkeit. Radfahrer werden bevorzugt. Bewerbungen unt. 4777V an den Giehener Anzeiger._____ Zuverlässige Putzfrau für die Abendstunden gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers. <8nD Studentin sucht für sofort möbliertes Zimmer Sckr. Ang. unt. 03934 a. d.G.A. Tausch. Schöne, ausgeb. Mansarden- Wohunng von 6 Zimmern, gr. Klicke u. Diele, in schöner Cape, wird gegen eine 3—4-Zimmer- Wotznung ;. tausch, gesucht. Sckr. Ang. unt. 03930 a. d.G.A. 3nh CH.Schläfer 22./2S. November I94l llk. 278 Zweites Blatt Gießener Anzeiger lGenerai-Anzeiaer für Gderbeffen) Nun noch, Als Uhland die Geschichte des Gedichtes erzählt ters zu erkennen und las: Ludwig Uhland. Der -Eine aber legte einen Dichtersohn Tübingens. Silcher las das Gedicht noch einmal, und es war ihm, als spendete ihm ein Engel in seiner tiefen Traurigkeit über den Tod des Freundes wundersamen Trost. Er wollte das Gedicht abermals lesen, hörte aber ganz feine Klänge in seiner empfindsamen Seele, trat an das Spinett und spielte sich Dichter seine Weise vor. Es war ein feierlicher Augenblick, als sich Dichtung und Musik vom braven Kameraden in Gegenwart der beiden Schöpfer ver- kam der Text: „Ich halt' einen Kameraden, Einen bessern findst du nit. Die Trommel schlug zum Streite, Er ging an meiner Seite In gleichem Schritt und Tritt." mählten und Trost und Hoffnung spendend erklcm- gen. Ludwig Uhland saß wie gebannt in seinem Sessel. Als der letzte Ton verklungen war, gaben sich Dichter und Komponist die Hand, und Uhland sagte ergriffen: „Wann wir zwei längst nicht mehr sind — dies Lied wird bleiben, wird immer wieder gesungen unb gespielt werdend Oer Tod fürs Vaterland. Ansprüche großer Deutscher. Nichts ist ein Staat ohne Volk, ein seelenloses Triebwerk und mit aller ausgeklügelten Einrichtung nur ein ungeheures Dampfschiff. Nichts ist ein Volk ohne Staat, nur ein Schatten von Leben, entleibt wie die weltflüchtigen Zigeuner. Staat und Volk in eines geben erst das Reich, und dessen Halt- und Waltkraft bleibt das Volkstum. Immer geht vom Hauswesen jede wahre, beständige und echte Volksgröße aus. Im Familienaluck icbt die Vaterlandsliebe, und der Hochaltar unseres Volkstums steht im Tempel der Häuslichkeit. Das größte Geschenk Gottes an ein Volk ist die Wiederauferstehung aus Schmach und Unterjochung. Friedrich Ludwig Jahn. * Ich liebe mein Vaterland und seine Ehre und Freiheit über alles. * Ernst Moritz Arndt. Wenn es sich darum handelte, mein Land auf Kosten meines Blutes glücklich zu machen, wurde «h es bis zum letzten Tropfen vergießen. Friedrich der Große. igePeri> Sonnet' ndM.K c einen enfdM er miN en bat^ in dort t aW* irnwW* mit einer traurigen und doch männlich beherrschten, von Trost und Hoffnung wissenden Melodie zu dem Gedicht den Kummer über den Verlust des Freundes vom Herzen ... Wochen gingen dahin. Da traf Silcher eines Tages mit Uhland in der Universitätsbibllothek zusammen. Der Komponist ging auf den Dichter zu und erzählte ihm freudig, daß er seinen „braven Kameraden" vertont habe. „Schon wieder einer?" sagte Uhland barsch. „Vier Kompositeure haben sich schon dran versucht. Wo höret Sie denn das Lieble?"* Nun erzählte Silcher dem Dichter von seinem tiefen Leid, das ihn heimgesucht hatte und von dem Trost, der ihm zuteil wurde, als der Wind das Gedicht in seine Wohnung wehte. Ludwig Uhland wurde bei jedem Wort, das er von dem Erlebnis Silchers hörte, zugänglicher. Er blickte ernst vor sich hin. Ein Musiker, das war ihm klar, der das Gedicht durch den Tod eines wahren Freundes so stark erlebt hatte, war nicht mit den drei „Kompositeu- ren" zu vergleichen, die sich schon vorher daran gemacht hatten, dem Gedicht eine Melodie zu geben. Dann berichtete Silcher von der Unkenntlichkeit der Verse auf dem zugeflogenen Blatt und bat ihn um den vollständigen Wortlaut. Uhland versprach, ihn recht bald zu besuchen. Und dann war der Tag da, an dem Uhland und Silcher in der Wohnung des „Ich halt' einen Kameraden." Von Hermann Ulbrich-Hannibal. Komponisten beieinander saßen. Der Dichter erzählte ihm von dem SchicksalsweA des Gedichtes. Er hatte es ursprünglich „Kriegslied" benannt und es als junger Student gedichtet, als er sich mit Johann Peter Hebel befreundet hatte und von ihm um ein Gedicht für fein Sechskreuzerblatt gebeten worden war. Es ging aber in den un- Ich werde mich heute bei der Schlacht mehr aus- »etzen müssen als sonst. Er verläßt mich nicht und :zibt acht, daß ich nicht der Canaille (dem Femde) in die Hände falle. Bleib' ich, so bedeckt Er den Körper gleich mit seinem Mantel und läßt einen Wagen holen. Er legt den Körper in den Wagen and sagt keinem ein Wort. Die Schlacht geht fort, >md der Feind wird geschlagen! Friedrich der Große vor der Schlacht bei Leuthen zu seinem Adjutanten. ♦ Zum Opfertode für die Freiheit und für die Ehre seiner Nation ist keiner zu gut, wohl aber sind viele i,u schlecht dazu. Theodpr Körner. Gott ist es lieb, wenn die Menschen ihrer Freiheit wegen sterben. Was aber ist ihm ein Greuel.-' Wenn Sklaven leben. Heinrich von K l e l st. * Ich erkläre und beteuere der Welt und Nachwelt, iiaß ich mich rein fühle von jeder Selbstsucht, daß ich liegt wie keine andere im Schwabenland. Er schritt durch die Tür des schwarzweißen Fachwerkhauses nach der Kirche des Städtchens. Er sah den Trauerzug, der seinem jung verstorbenen Vater das letzte Geleit gab. Er ging durch die Rebenhügel und durch die Wälder, durch die er oft mit seinem Freund gestreift war. Er trat vor das frische Grab auf dem kleinen Gottesacker, wo der junge Mensch, der ihm am nächsten stand, in die Erde gesenkt worden war ... Es war ihm nicht möglich, die tiefe seelische Niedergeschlagenheit ob dieses Verlustes zu unterdrücken. Er erhob sich und öffnete das Fenster, um etwas frische Luft ins Zimmer zu lassen. Die Straße lag wie ausgestorben. Dor dem Nachbarhaus tanzte ein Blatt Papier in der Luft umher, das vom Wiyde hochgetragen und von den Regentropfen wieder heruntergedrückt wurde. Es wurde von einem Windstoß erfaßt und in das Zimmer des Musikdirektors geweht. Friedrich Silcher schloß das Fenster wieder und hob das Blatt auf. Es war ein verwischtes Albumblatt mit einem Gedicht. Er versuchte es zu entziffern, es war schwer. Die Tritte der Vorüber- gebenden und das Unwetter hatten es teilweise unlesbar gemacht. Aber mit einiger Mühe gelang es. „Der brave Kamerad". Das war die Ueberschrift. jeden Gedanken und jedes Gefühl in mir vor allen meinen Mitbürgern mit offener Stirn bekennen darf, daß ich mich nur zu glücklich fühlen würde, einst in dem herrlichen Kampf um Freiheit und Würde des Vaterlandes einen glorreichen Untergang zu finden! Karl von Clausewitz. ... Ich schwöre Ew. Königlichen Majestät, daß ich auf dem Sandhaufen ebenso ruhig wie auf dem Schlachtfelde, auf dem ich grau geworden bin, die Kugel erwarten werde. Ich bitte daher Ew. Majestät um die Gnade, bei dem, Urteil, das gefällt werden muß, auf meine Person keine Rücksicht nehmen zu lassen. Auf welche Art ich sterbe, ich sterbe immer wie Ew. Majestät alleruntertänigster und getreuester Untertan. General Yorck. * Soldaten, jetzt geht's in den Kampf: ihr sollt mich an eurer Spitze sehen; tut eure Pflicht! Ich schwöre euch, mich sieht ein unglückliches Vaterland sticht wieder! Yorck beim Aufbruch von 1813. pinbcr br l-r.. 5 Reiw 0.75 llil I NS scbBiS 3.10 p Hom» i<, Isle- ehe« . zweite und eine dritte Strophe folgten noch, gcucicn wuiucn wui. uvu >■» w.» ihr Sinn war nicht zu entziffern. Ergriffen ruhigen Zeiten verloren und kam nicht zum Ab- Friedrich Silcher das Blatt beiseite. ,Zch hatt' druck, sondern wurde erst von Justinus Kerner in .......Kameraden", sagte er laut vor sich hin. Dann einem literarischen Almanach zum ersten Male vernahm er das Gedicht wieder zur Hand und las: Üffentlicht. ______ . _____ „einen bessern findst du nit." Die Worte waren ?rfc nflf Früh stieg mit den düsteren Regenschauern, die seit dem Morgen über das Schwabenland herniedergingen, die Abenddämmerung von der Neckarhalde herab und verkroch sich in die idyllischen Winkel der engen, verträumten Gassen Tübingens. Es war einer der trüben Tage, an denen die Menschen ihres Lebens nicht recht froh werden und selbst das Gute, das ihnen der Tageslauf beschert, mürr sch hinnehmen. . Friedrich Silcher, der junge Musikdirektor der Universität, saß niedergeschlagen an seinem Schreibtisch und blickte verloren vor sich hin. Nun, wo ihm „einen venem v« ..... , 7?"' —C't- 1 schab i. Nr. 5). ibnnih •ittskai. tellung. nenwm ier £ voj [4774D zu! 4798P ING |dung> reude“ 15 Ufa >er5, ihnen bedeutete „Fest" die feierliche Absonderung und Auszeichnung eines Tages aus dem grauen Strom des Alltags, ob dies nun aus einem ernften, schmerzlichen Anlaß geschah ober aus einem □eiteren, fröhlichen. Der Tod stand früher auch dem Jeben viel näher als heute, die Menschen empfanden hre Verstorbenen als Wirklichkeiten, die ständig in aas Leben hineinragten, und das Totenfest wurde aielfach als ein Tag der Wiedervereinigung emp- unben; barauf beuten noch einige Bräuche hin, bie ich an manchen Orten bis heute erhalten haben, so jas Anzünben bes Seelenlichtes ober bie Herstellung tines befonberen Gebäckes, des „Seelenzopfes" oder jer „Totenknochen", von Kultgebäcken, bie ursprünglich als Totenspeise angesehen würben. Mer Totenkult beruht auf bem Bewußtsein, baß Jie Toten nicht „tot" finb, wie Anorganisches tot ist, jaß sie eigentlich auch nicht „abgeschieben", fon- jern trgenbmie noch mit uns verbunben finb, mit in em andern Wort, daß sie „verewigt" sind. Wo jiefes Gefühl das menschliche Bewußtsein durchdringt, da erwacht auch das Gefühl von der ungeheuren Uebermacht des Heeres der Toten, dem gegenüber das lebende Geschlecht nur wie ein tropfen im Meer ist. Conrad Ferdinand Meyer hat nem in seinem „Chor der Toten", einem seiner chönsten Gedichte, ergreifenden Ausdruck gegeben: Wir Toten, wir Toten sind größere Heere Als ihr auf der Erde, als ihr auf bem Meere! Wir suchen noch immer bie menschlichen Ziele — Drum ehret unb opfert! Denn nnfer finb viele! Unser ganzes Leben erscheint in diesem Licht ge- «ehen gewissermaßen oorgeformt von allen ben «ngezählten Geschlechtern, bie vor uns über bie 5rbe gegangen finb unb beren ftänbig anschwellen- jes Heer mit ben ßebenben zusammen erst bie unterbliche Gestalt bes eigenen Volkes geprägt hat. Die Brüber, bie ihr Leben auf bem Schlachtfelb Eingaben, haben es nicht umsonst geopfert. „Der Befallene wirb sich broben nicht nach ber Erbe um- wenben unb nach ihrem Lohn", so faßt bies Jean [Oaul in einem rou’ herbaren Bilbe. „Seinen Lohn ringt er selber mit hinauf; aber ihr genießt seiner • ier unten: ihr könnt wissen, baß kein Sterben iir bas Gute in einem All Gottes fruchtlos unb t)ne Zeiten- unb Völkerbeglückung fein kann unb . aß bie ungenannt in ihren Gräbern liegenben Ge- ippe ber Kämpfer bie Anker finb, welche unten unbesehen bie Schiffe ber Staaten halten." Ohne solche -Inter, an bie wir alle unzerreißbar gekettet' finb, würben bie Völker im Sturm ber Geschichte haltlos )«ahintreiben. Nationen fangen erst ba an sich zu Hilden, wo Dölkerstämme bie Gräber ihrer Töten als »eilige Verpflichtung empfinben. So steht bas feierliche Gebächtnis ber Toten am Ursprung ber Nationen unb bamlt am Ursprung aller Kultur. C. K. Aus der Stadt Gießen. 3um Totensonntag. Jeber ber Toten, bie ihr Leben für Deutschlanbs IHröße bahingegeben haben, bie unsere Grenzen chützten unb nun in frember Erbe ruhen, ist unver- c essen. Er ist unvergessen im Herzen von Eltern, jrauen, Bräuten, Kinbern, Geschwistern, Freunden. Unvergessen auch im Bewußtsein bes ganzen Volkes. Ein Tag bes Jahres ist nach alter Sitte m befonberer Weise bem Gebächtnis ber Toten ge- oeiht. Im November, wenn bas Jahr stirbt, begehen wir bas „Totenfest". Wir schrecken heute fast •urüd vor diesem Wort und reden im allgemeinen om Totensonntag, da der Begriff „Fest" für uns ?erknüpft ist mit der Vorstellung von etwas Fröhlichem, Lautem und unvereinbar mit ber ernsten Stimmung, von ber ein solcher Gebächtnistag beherrscht wirb. Frühere Zeiten empfanben barin an- in der Freude, sikhaus 48119 ADOX Ä Die SeWostenpreiserrechlnmg nach den LSS US- ;ortragenDen zeichneten toeJbfttoften und dem -°-kuI°t°ri,chm G-wmnaus. Pr°x>-^u. ln 6en n8(f,ften Iaflen *$2ie EkmentTbeTselblttoften waren Gegenstand in Alsfeld und Lauterbach ebenfalls vor Betriebs, »innphorthpr 9^ph*üfhtunaen Neben dem Mengenansatz Führern und Mitarbeitern aus dem Rechnungswesen und^der^Ben^ertung"d^er"von auswärts ^bezogenen ^urchgeführt und dürfte auch dort lebhaftem Inter- und der felbft b-ra-ftellten Werkstoffe wurden bei effe b-gezn-n. ■ x •• 1 das aUbewährte KPUCIQFOl Hustenbonbon 1 I>l W dW d ■ Uhl nur im Orangefrtutel (Nachdruck verboten.) 34. Fortsetzung. Bahn öu erreichen. 15. zu zu Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Ende Karin Betriebsappell bei Andreas Euler. In Anwesenheit des Parteigenossen Schmidt von der Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Ar- beitsfront wurden in einem Betriebsappell die neu und der selbst hergestellten Werkstoffe wurl den Fertigungslöhnen die Ansetzung der Fern- Karin Grunelius Roman von Guido K. Brand Dieser Tag schien ein schicksalhaftes nehmen. Oder war es ein Anfang, als Hause mit der Nachricht empfangen wurde, Gunther habe vom Hotel aus angerufen und bäte sie, ihn aufzusuchen? ... „Warum kommt er denn eigentlich nicht zu uns? erkundigte sich die Tante mit leicht gerunzelter Stirn. „Es wäre gar nicht so uninteressant, den Mann kennenzulernen, der einmal meine Nichte heiraten will? Sag ihm, daß ich ihn morgen zu sehen hoffe. Lade ihn zum Mittagessen ein, liebes Kind! Obwohl sie seit Tagen darauf gefaßt sein mußte, daß Günther nach München kam, machte sie die Vorstellung unruhig, ihn vielleicht in einer Mertel- 1 stunde in einer nüchternen Hotelhalle begrüßen zu Mele Stunden des Beisammenseins waren schon wieder vorübergegangen, ohne daß Bröger etwas anderes gesprochen hatte als von seiner wissenschaftlichen Arbeit, mit einer Nüchternheit unD geradlinigen Zweckhaftigkeit, die sich wie em Schukwall um sein Inneres aufbaute. Aber auch das Idjum Karin zu irritieren. Schließlich wußte sie selbst nicht, was ihr an ihm gefiel oder mißfiel, was er tun oder lassen sollte. In dieser halbverzweifelten «Stimmung schrieb sie an Günther, von dem sie bis letzt nur die Berliner Adresse wußte, und bat ihn fast hilfeflehend, er möge bald nach München kommen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, daß sie durch eine Aussprache mit ihm auf den rechten Weg zurück- gebracht würde. Aber dann wünschte sie wieder, daß er noch nicht käme, damit sie Zeit habe, sich allem zurechtzufinden. Mit diesen Gedanken war sie beschäftigt, als sie sich dem Odeonsplatz näherte und einen Ausgang aus einer Verwirrung suchte, der sie durch übermenschliche Arbeit Herr zu werden glaubte Sie muhte lächeln, als sie sich einredete, in das Luit- pold-CafS zu gehen, um sich abzulenken. Da sind wieder andere Menschen, sie höre andere Stimmen, sieht fremde Gesichter und begegnet vielleicht durch Zufall irgendeinem Bekannten. Aber wie unter einem magischen Zwang ging sie daran vorbei und blieb plötzlich wie angewurzelt vor den Auslagen einer Kunsthandlung stehen. Für Sekunden strömte das Blut heftiger aus dem Herzen. müssen, unter fremden Menschen halb schuldbewußt, halb widerspenstig ihm gegenüberzustehen. Wie ab- wesend konstatierte sie, daß es beinahe halb zehn wat. Vielleicht aber würde sie dieses Ereignis nicht so aufgewühlt haben, wenn sie nicht vor zehn Mi- nuten mit fast niederschmetternder Wucht an «Sam- pieri erinnert worden wäre. Es hatte gewiß nichts gegeben zwischen ihr unb Thomas Bröger, was sie nicht vor ihrem Innersten hätte verantworten können. Daß er sie damals in der Trattoria skizziert hatte, am Strand nach einer kurzen Unterhaltung ein Gemälde anfing, dessen Ende sie nie erlebte jetzt aber mit erschreckender Deutlichkeit vor sich sah, konnte wohl niemand als ein Vergehen bezeichnen. Nur das Zusammentreffen dieser seltsamen Umstände verwirrte sie. Als Karin die gold und braunrot getönte Halle des Hotels betrat, erkannte sie Günther sofort. Er war anscheinend freudig erregt aufgesprungen und ihr lebhaft, mit großen Schritten entgegengegangen. Merkwürdigerweise war sie in diesem Augenblick keines anderen Gedankens fähig, als den, daß sie sich sehr klein und in dieser Atmosphäre bedrückt vorkam, wogegen sie Günther in seinem Element sah. Diese große Welt, in der Gelb keine Rolle spielte, weil es im Ueberfluß vorhanden war, lag ihm, und als er so elegant und mit großzügigen Bewegungen auf sie zukam, schien er nichts vor ihr zu verbergen. „Karin! Donnerwetter! Gut siehst du aus!" rief er ihr entgegen. Sie wußte nicht recht, ob er es ernst meinte oder ob er aus irgendeiner Erinnerung heraus einen Vergleich zog. Denn sie konnte einfach nicht gut aus- sehen nach der anstrengenden Arbeit und nach den schlafverkürzten Nächten, die sie an ihre Aufgabe verschwendete. Melleicht meinte er aber auch nur das hellgraue Kostüm, das sie anhatte. „Guten Tag, Günther!" Das war alles, was sie herausbrachte, ein wenig gepreßt. Aber sie hatte nicht lange Zeit darüber nachzudenken, wie sie sich natürlicher geben konnte. Günther nahm sie beim Arm unb führte sie an seinen Tisch: „Entschuldige, daß ich ohne jegliche - Beachrichtigung eingetroffen bin. Aber es wickelte . sich alles fo schnell ab, das heißt, ich muh rasch noch i nach Darmstadt fahren! Wie geht es dir denn? Arden letzten Jahren geben. ♦♦ Schnell wieder erwischt. Nach einer Mitteilung der Kriminalpolizei wurden am Donnerstag hier zwei junge Bürschchen festgenommen, die in der Nacht zum Mittwoch aus einem Erziehungsheim in Mühlheim a. M. ausgerückt waren. Mit den beiden Ausreißern war noch ein Dritter heimlich abgerückt, wobei besonders bemerkenswert ist, d-aß das Trio nur mit dem Hemd bekleidet unb je eine Schlafdecke übergeworfen sich auf die Flucht- Wanderschaft gemacht hatte. Die drei zogen zunächst nach Sprendlingen, von wo der eine stammt, unb dort versahen sich alle mit Straßenkleidung, so daß sie wieder unter die Leute gehen konnten. Zwei Ausreißer, von denen der eine aus Gießen stammt, wollten unsere Stadt „beglücken", wurden aber sofort aufgegriffen und am gestrigen Freitag unter sicherem Geleit in das Erziehungsheim zurückge- bracht. Amtsgericht Gießen. Eine Frau in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten, weil am 11. «September noch gegen 22 Uhr die nicht verdunkelten Fenster ihres Schlafzimmers in schönster Beleuchtung weithin in die Dunkelheit erstrahlten. Gegen den Strafbefehl hatte sie Einspruch beim Amtsgericht erhoben, da- mit aber keinen Erfolg. Sie wurde vielmehr zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Dazu kam- men nun noch die Gerichtskosten. Wirklich: eine kost- beitest du denn immer fo lange? Gott, natürlich. Du hast es mir ja einmal geschrieben. Ist es wenigstens interessant? Komm, fetz dich! Trinkst du etwas? Herr Ober! Einen Augenblick! Nimmst du ein Glas Sekt mit Pfirsichen? Schmeckt herrlich! Also zwei!" bestellte er, als Karin mit dem Kops nickte. Während er sich mit dem Ober unterhielt, streifte sie ihn mit einem kurzen Blick. Irgend etwas an ihm gefiel ihr nicht Seine Fragen und sprunghaften Sätzewechfel hatten etwas Nervöses und Unsicheres. Auch feine Hände waren lebendiger als sonst. Das war also die erste Sekunde, vor der sie Angst gehabt hatte! Aber das war ja dumm von ihr. Sie spürte ja ganz deutlich, daß auch Günther einen Weg suchte, um über diesen unsinnigen Zustand hinweg- zukommen. Vielmehr wahrscheinlich, hinwegzutäu- schen. „Ich komme direkt von Rendsburg, Karin. Bißchen lange Fahrt, aber ganz interessant. Fabelhaft« Schule da oben, sage ich dir. Da werden die zukünftigen Farmgehilfinnen aber wirklich systematisch nach allen Regeln der Kunst ausgebildet. Wenn diese jungen Mädchen hinauskommen, können sie nicht nur etwas, sondern sie bringen den anderen draußen noch etwas bei. Ich habe ein paar dafür gewinnen können ... Aber du hast mir ja noch gar nicht gesagt, wie es dir geht?" „Danke, Günther! Ich habe dir ja noch nicht antworten können, weil du allein gesprochen hast, sagte sie, immer ein wenig beengt. Sollte das mit Rendsburg eine Spitze gegen sie fein, weil sie ihm diesen Dienst abgeschlagen hatte? „Entschuldige! Natürlich. Aber erzähl du jetzt mal! Uebrigens, um gleich die Angelegenheit mit deiner Ausreißerei zu bereinigen ... da wollen wir weiter kein Wort verlieren. Ich fjabe mich nicht so recht damit abfinden können, so am Anfang, als ich deinen Brief erhielt. Ich habe es dir wohl geschrieben. Aber bann, als ich mir die Sache doch besser überlegte, habe ich mir gesagt: Mein Gott, natürlich ist es Karin maßlos langweilig, und ich liege da in dem oben Krankenhaus, und wir beide haben voneinander nichts. Also wird es schon so recht fein, wie sie es gemacht hat. Und du bist nun zufrieden? Aber ... jetzt rede ich schon wieder eine Weile " (Fortsetzung folgt.) Die Bemühungen der staatlichen Wirtschaftslen- hing unb die Auffindung des volkswirtschaftlich gerechtfertigten Preises für Güter und Leistungen führten dazu, daß die Organe, der Wlrtschaftsst^ie- rung ihr besonderes Augenmerk der betrieblichen Kostenrechnung zuwandten. Durch eine Reche von Verordnungen unb Leitsätzen griff der Staat m die Kostenrechnung unb Preisbilbung em. Für ben seiner Bedeutung und seinem Umgang nach ständig wachsenden Sektor der öffentlichen Auftraggeber ergingen die Sonderoerfügungen der RPÖ. und der LSS. (Leitsätze für die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber) vom 15.11.1938. Zur Klärung der Zweifelsfragen wurde m einer Dortrasreihe, die von der Hauptftelle für Berufserziehung unb Betriebsführung in der Kreis- waltung Wetterau der DAF. durchaeftihrt wurde, zu dem ganzen Fragenkomplex der LsO. Stellung genommen. Referent war der Fachvertreter der Betriebswirtschaftslehre der hiesigen Universität, Parteigenosse Prof. Dr. A u l e r. Nach einer kurzen Einleitung über die Formen her Selbstkostenpreisermittlung, die Beschaffenheit des Rechnungswesens, die Selbstkostenpreis^rüfung durch die öffentlichen Auftraggeber unb die Auskunftspflicht des Auftragnehmers wurde der Auf- bau der Selbstkostenrechnung mach den LnO. behandelt. Aus ben Darlegungen des Redners ging hervor, daß der Selbstkostenpreis der LSO. sich aus Freude" und stattete den Verwundeten den Dank der Heimat ab für ihren heldenhaften Einsatz und ihr persönliches Opfer. Die hierauf abrollende Vor- tragsfolge umfaßte ein Wunschkonzert „Beschwingte Weisen", unter Mitwirkung der Kapelle Schlllinger und der Sängerin Gerda Brühl, sowie Auftreten des Musikalclowns Arnoldi. Überleitende Worte sprach Herr Kratz vom Theater der Universitätsstadt (Sie- jen. Der Werkchor erfreute durch Liedvortrage. Alle Darbietungen fanden lebhaften Beifall. In der Paufe wurde Bier und Rauchbares gereicht. Nach einem Dankeswort einer der begleitenden Aerzte im Namen der Verwundeten sprach der Betriebsobmann des Werkes das Schlußwort mit dem Gruß an ben Führer. Mit rührender Fürsorge hatten sich die Werksangehörigen um die Verwundeten bemüht und ihnen am Schluß^noch Die übrig gebliebenen Kuchen eingepackt. Die Feier kann als eine in jeder Beziehung wohlgelungene Veranstaltung echter Volksgemeinschaft gewertet werden. H.K. * ♦♦ Eine Achtzigjährige. Am kommenden Montag, 24. November, kann die frühere Lehrerin Fräulein Bertha Landmann, Hindenburgwall7 wohnhaft, in bester Frische 'Ujren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herz- liehen Glückwünsche dar. ** Frau Anny Assion, die wahrend mehrerer Spielzeiten am Theater der Universitätsstadt Gießen tätig gewesen ist, ist, wie uns geschrieben wird, für drei Jahre als Zwischenfach-Sängerin an die Dolksoper Berlin verpflichtet worden. ♦♦ Zum Reichstierfchutztag 1941. Der Leiter des Reichstierfchutzbundes, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. K r eb s, spricht anläßlich des Reichstierschutztages am Montag, 24. November, vormittags 11 Uhr, über den Reichssender Frankfurt a M. In feiner Ansprache wird der Reichstierschuhfuhrer auf die kulturell und volkswirtschaftlich wichtigen Aufgaben der Tierfchutzarbeit Hinweisen und einen Ueberblick über die Erfolge der Tierfchutzarbeit in Or. Scheibe nach München berufen. । Der Führer hat den Dozenten an der Universität < Gießen Dr. rer. techn. habil. Arnold Scheibe - unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Le- ; benszeit zum ordentlichen Professor ernannt unb : mit Wirkung vom 1. August 1941 als Nachfolger , von Geheimrat Professor Dr. Kießling mit der Leitung des Instituts für Ackerbau unb Pflanzenzuch- tung an der Technischen Hochschule in München ; unter gleichzeitiger Ernennung zum Direktor dieses Instituts beauftragt. - . Professor Dr.Scheibe, der aus Greiz in Thüringen stammt unb in München und Göttingen Landwirtschaft studiert hat, weilte im Sommer 1926 als Begleiter von Geheimrat Appel auf einer Studienreise in den Vereinigten Staaten unb in Kanada. Sodann war er von 1927 bis 1930 an der Biologischen Reichsanstalt in Berlin als Leiter des Laboratoriums für Getreiderost-Forschung tätig. Dom Sommer 1931 bis zum Winter 1934 war er als Sachverständiger für Pflanzenbau und Pflan- zenzüchtung im Dienste des türkischen Landwirtschaftsministeriums mit dem Aufbau unb der Leitung der türkischen Landes-Saatzuchtanstalt in Es- kischehir (Anatolien) beschäftigt. Vom März 1934 bis Februar 1935 arbeitete er als Sachbearbeiter der Sortenregisterstelle des Reichsnährstandes in Gießen. Anschließend ging er im Auftrage des Reichsforschungsrats, des Reichsernährungsministeriums und des Reichsnährstandes als Leiter der deutschen Hindukusch-Expedition im Jahre 1935 nach Nordwestindien, Afghanistan- und Persien. Nach Rückkehr der Expedition im Frühjahr 1936 wurde er mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und praktischen Auswertung der Sammlungsergebnisse betraut, und dabei war er in Gießen im Rahmen des Forschungsdienstes in Fragen der Züchtling von Getreidearten, Futter- und Oelpflanzen tätig. Im Jahre 1935 habilitierte er sich an der Universität Gießen für das Fach Pflanzenbau und Pflan- zenzüchtung. Durch die Heranzüchtung einer neuen ’ Oelpflcmze, des Saflor, und durch feine Vorträge über die Hindukusch-Expedition und die anschlie- ' ßende wissenschaftliche Auswertung ist Dr. Scheibe ' weithin bekannt geworden. Im jetzigen Kriege hat ' Professor Dr.Scheibe den Feldzug im Westen mit- . gemacht und ist dort mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden. In der Mitte einer hohen Wand, dem Beschauer gegenüber, hing, von kleineren Bildern umgeben, Landschaften, Skizzen und Aquarellen, in einem silberhellen Rahmen, von hundertkerzigen Lampen angestrahlt, ein seltsames Gesicht vor einer südlich glühenden Landschaft. Sie strich sich mehrere Male über die Augen, aber es änderte sich nicht das geringste in dem Raum. Die schwermütigen dunklen Augen blieben, das braune Haar, die hangenden Die Firma Heyligenstaedt & Comv. lud über hun- bert verwundete Soldaten unserer Lazarette in Begleitung ihrer Rot-Kreuz-Schwestern und Aerzte in das geschmückte Kameradschaftsheim zu einer ge- meinfamen Feierstunde mit Gefolgschaftsmitgliedern ein. Vorher besichtigten die Verwundeten in kleinen Gruppen das Werk und gewannen dabei einen Einblick in das Schaffen der Heimat. Dann vereinigte man sich an einer Kaffeetafel. Die Schwerverwundeten waren inzwischen in einem Omnibus herangeholt worden. Kaffee und Kuchen waren von den Gefolgschaftsmitgliedern gestiftet worden. Unter dem Leitspruch: „Soldaten der Front und Soldaten der Heimat in froher Gemeinschaft" verlebte man ein paar gemütliche Stunden bei einem auserlesenen „Kraft-durch-Freude"-Programm. Um die Ausgestaltung der Feier hatte sich der Kreisamtsleiter der NSKOV., Gravelius, besonders verdient gemacht. An den Tischen sahen mit den Verwundeten die Weltkriegsteilnehmer, die Kriegsbeschä- bigten, die Urlauber von der Front, die Arbeitsver- mundeten und -invaliden des Werks. Direktor Maas begrüßte die Gäste, darunter den Kreisleiter, den Kreisobmann der DAF., die Kreisfrauenschafts- leiterin. Den Vertreter der Industrie- und Handelskammer und den Kkeiswart der NSG. „Kraft durch geschaffenen Aufenthaltsräume der Firma Andreas Euler, Zigarrenkiftenfabrik in Gießen, an die Gefolgschaft übergeben. Gleichzeitig wurde das 25jährige Arbeitsjubiläum des Gefolgschaftsmitglie- des Heinrich F a b e r aus Großen-Linden in schlich' ter Form gefeiert. Der Betriebsführer, Partei- genösse W. Jung, übergab dem Jubilar einige sinnvolle Geschenke. Parteigenosse Schmidt von der Kreiswaltung der DAF. überreichte das Ehren- diplom der DAF. für 25jährige treue Dienste, und die Gefolgschaft bedachte ihren Arbeitskameraden mit Aufmerksamkeiten, die sie durch den Vorarbeiter Rudolf Weil, der schon nahezu 30 Jahre bei der Firma beschäftigt ist, übergeben ließ. Anschließend prach Parteigenosse Schmidt zur Gefolgschaft. Er wies darauf hin, daß jeder Gefolgsmann in Dem großen Freiheitskampf des deutschen Volkes restlos eine Pflicht erfüllen müsse. Aus jeden einzelnen komme es an, und jeder müsse da sein Bestes geben, wo er hingestellt worden sei. Parteigenosie Schmidt empfahl noch, über kleine Mißlichkeiten des Alltags hinwegzusehen und nur das große Ziel, die (Erringung des Endsieges, im Auge zu behalten und sich hierfür jederzeit voll und ganz einzusetzen. Arbeiter imi> Frontsoldaten in fchrne- Aemeinfchaff. Weihnachtssendungen frühzeitig zur Post. Die Deutsche Reichspost empfiehlt dringend Weih, nachtspaketsendungen und -päckchen möglichst schon in der ersten Dezemberwoche, spätestens aber bis Ende der zweiten Dezemberwoche einzuliefern. Wenn Pakete nicht vor dem Fest geöffnet werden sollen, wird angeraten, auf ihnen zu vermerken: „Erit Weihnachten offnen!" Wer seine Sendungen nicht spätestens bis Ende der zweiten Dezemberwoche ein- geliefert hat, kann nicht damit rechnen, daß sie rechtzeitig zum Fest zur Stelle sind. Haltbare Verpackung und genaue Anschrift sind Vorbedingung für richtige Ankunft. In jede Sendung ist ein Doppel der Aufschrift einzulegen. Gießener wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 22. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Rüben 7 bis 9 rote Ruben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 6 bis 10, Meerrettich 50, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, lho 10, Endivien 10 bis 17, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 6 bis 10 Rpf. Seltersweg: 2, 4.30 und 7.30 Uhr „Alkazar". — < Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 2.30, 4.45 und 7.30 Uhr „Das Recht auf Liebe". — Oberheffischer Kunst- verein: 11 bis 13 Uhr Weihnachtsausstellung ober- hessischer Künstler im Turmhaus am Brand. ) Theater der Universitätsstadt Gießen. Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns ge- j schrieben: Die mit großem Erfolg eingeführten „Fest- i abende dramatischer Bühnenkunst" finden mit 6er ! Uraufführung des Trauerspiels „Ariadne ihre würdige Fortsetzung. Es dürfte gerade im Krieae ein besonderes künstlerisches Verdienst sein, ein so schwieriges ernstes Werk, das sich um Erfüllung des alten Stoffes mit modernem Gedankeninhalt bemüht,, in einer festlichen Inszenierung zur Uraufführung zu bringen. Der Autor des Werkes wird der Uraufführung beiwohnen. In der Titelrolle wird Blanca B l a ch a zum erstenmal auf der .Gießener Buhne stehen. Die Schauspielmusik komponierte Otto Sollner, Der auch selbst Dirigieren wird. Tanzleitung. Andreas Volpert. Bühnenbild: Karl ßof er Am Freitag, 28. November, kommt Alben Lort- zings komische Oper „Der Wildschütz" in der Neuinszenierung von Max S ch w a r z e zur Aufführung. Das Libretto, das dieser Oper zugrunde liegt, ist in freier Bearbeitung nach KotzebuesLustspielDer Rehbock" geschaffen worden. Die musikalische Le tung hat Otto Göllner, Tanzl-itung Andreas Solpert, Chore Gerhard Hergert, Bühnenbild Karl Löffler. Eugen Roth liest in Gießen. Eugen Roth hat mit seinen heiteren Büchern auch in unserer Stadt eihe große Leser-und Hörer- gemeinde gefunden. Diese wird sich sicherlich freuen, daß es gelungen ist, zum erstenmal den Dichter nach Gießen zu einer Lesung aus eigenen Werken au verpflichten. So wird auch fein Gießener Vor- toagsaÖ ben der Goethe-Bund, die Kulturelle Vereinigung und die Volksbildungsstatte Gießen am 26. November veranstalten, viel Freude bereiten. ÄS-GeMMM M statt öütd! Stenöe An alle Theater-Abonnenten im lOer-Rlng! Die für Sonntag, 23. November vorgesehene 3. Veranstaltung mit dem Schauspiel „Veit Stoß ist auf Sonntagg, 30. November, verlegt. 4805D Besprechung zur Kohlenlage. Beratung vorsorglicher TNahnahmen. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger'hatte am Freitagnachmittag die zuständigen Vertreter der Partei-, Wehrmacht- und Behörden- Dienststellen Des (Baues Hessen-Nassau zu einer Besprechung über Die Kohlenlage emgelaDen. Die Tagung führte zu einer eingehenDen Ueberprufung Der gegenwärtigen Situation auf Dem Gebiete Der Kohlenversorgung und erarbeitete verschiedene ver- sorgliche Maßnahmen, mit denen möglichen Schwierigkeiten begegnet werden soll. bare Beleuchtung. Ein Mann in Watzenborn-Steinberg hatte sich an Dem Kartoffelkäfer-SuchDienst, zu dem er auf« gefordert worben war, nicht beteiligt und auch feine Bertretu -g geschickt. Er hatte seine Mitwirkung sogar kurzerhand abgelehnt in der Meinung, zu dieser Mitarbeit nicht verpflichtet zu fein. Das Ge- richt belehrte ihn eines anderen und verurteilte ihn zu 20 RM. Geldstrafe. Der K. M. in Gießen hatte vom Juni bis September an feiner Arbeitsstelle einige halbe und Mertelllafchen Weinbrand, sowie vier halbe Krüge Steinhager gestohlen. Der geständige Angeklagte routbe entsprecyend Dem Strafantrag zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. ♦ Ein Mann aus Großen-Bufeck war in Der Nacht zum 3. August in alkoholisiertem Zustand in die Wohnung einer fremden Frau eingedrungen und hatte sich Dort ungebührlich benommen. Das Nach- (Bärten von Sampieri, und wie mit flackernder Schrift strömten Die Buchstaben auf sie zu ... „Deut- sches MäDchen in Italien". Eine Blutwelle schoß ihr ins Gesicht — sie sah sich selbst, lebendiger als in einem Spiegel, Der kalt unD seelenlos jede Regung roieDergab unD nichts BleibenDes bewahrte. Sie erschrak |o tief, daß sie nicht einmal spürte, daß sich jemand ganz nahe an sie herandrängte und mit ihr auf das gleiche Bild schaute. „Ausstellung Thomas Bröger, Sampieri, Sizilien", las sie und wandte sich hastig um, als ein Herr meinte: „Finden «Sie nicht auch — em wunderbares Bild. Das könnte ich stehlen, wenn s mir der Prackner net verkauft! «Schauen Sie sich mal die Augen von dem Mädchen an!" Wie betäubt schwieg er, als Karin sich mit weit- aufgerissenem Blick abwandte. Er hatte, wie von einem Blitz überhellt, das Urbild erkannt, starrte noch sekundenlang auf das Gemälde und rief, rücksichtslos die neben ihm Stehenden beifeite schiebend, die Straße hinab: „Sie, Fräulein ...!" Karin überquerte wie eine Gehetzte die Ludwig- straße, riß das Türengitter an der Hinteren Plattform der abfahrenden Trambahn hoch Und ließ sich in Den Wagen hineinfallen. „Sic, Dös kost fei zwanzig Mark! schalt Der Schaffner unD zerrte sie in Die Höhe. Als sie sich umfaß, erkannte sie in Dem fahlen Schlußlicht einen laufenden Mann, Der sich vergeblich abmühte, Die immer schneller werDende gungszeiten und Die Bemessung des Wertes Der Arbeitsleistungen aufgezeigt. Von Den Gemeinkosten' waren Die Werkstoff-, Fertigungs-, Verwal- tungs- unD Vertriebsgemeinkosten, ihre Kostenar- ten, ihre Verrechnung nach Der direkten und der indirekten Zurechnungsmethode Gegenstand Der Ve- handlung. Besonders eingehend wurde Die verbrauchsbedingte Abschreibung Der Anlageteile an Hand praktischer Beisviele dargestellt, wobei die kalkulatorische Regelabschreibung von Der genehmi- güngspflichtigen SonDerabschreibung getrennt wurde. Nach« einem Ueberblick über Die verschieDenen Arten Der Sonderkosten, ihre Erfassung und Verrechnung wurde der kalkulatorische Gewinn mit fernen Bestandteilen, der Wagnis-, Zins- und Lelstungs- spanne, untersucht. Die Errechnung Des betriebe notwendigen Kapitals wurde an einem praktischen Beispiel gezeigt. Weiter wurden Die Verzinsung Des Kapitals, Die Berechnung Der Unternehmerwagnisprämie, Der Ertragssteuern auf Die Zins- unD Wagnisfpanne sowie Die Umlegung Der 2t fuhrförderungszahlungen und der öffentlichen Spen- den durchgefiihrt. Zum Schluß wurde die Verrechnung Des kalkulatorischen Gewinns und feiner (Elemente auf die Leiftungseinheit auf Grund von praktischen Unterlagen dargestellt. Die Ausführungen des Vortragenden zeichneten sich außer durch ihre Klarheit Durch eine glückliche Verbindung der Erkenntnisse Der theoretischen For- schuny mit geschickt gewählten Beispielen aus Der Praxis aus. SJl.-'fpOTt fpM folgte gestern vor dem Amtsgericht. Der Angeklagte wollte sich an nichts mehr erinnern können, da er sinnlos betrunken gewesen sei und infolgedessen seinen Irrtum in der Wohnung nicht bemerkt habe. Das Gericht brummte dem allzu eifrigen Zecher wegen Volltrunkenheit 80 RM. Geldstrafe auf und ließ dabei seine bisherige Unbestraftheit als Strafmilderungsgrund gelten. Immerhin ein kostspieliger nächtlicher Besuch. Landkreis Gießen. • Rödgen, 22. Nov. Nächsten Montag, 24. November, feiert Frau Katharine Kraushaar, die unter dem Namen „Schoufraa" im weitesten Umkreis bekannt ist, ihren 8 0. Geburtstag. Obwohl Alter und Altersbeschwerden ihren Rücken gebeugt haben, ist sie geistig noch rege, und ihr Mund „geht noch wie geschmiert". Mögen der Jubilarin noch viele schöne Tage beschieden sein. £ Garbenteich, 22. Nov. Am gestrigen Freitag konnte der Landwirt und Küfer Jakob Friedrich Düringer auf die Vollendung seines 7 5. Lebensjahres zurückblicken. Der alte Herr, der körperlich und geistig noch sehr rege ist, versieht noch immer sein Geschäft und hilft auch tatkräftig in der Landwirtschaft mit. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. )—( Ruppertsburg, 21. November. Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die hier seither /fast allmonatlich durch Filmvorführungen für Unterhaltung sorgte, erfreute nunmehr unsere Einwohnerschaft auch durch einen wohlgelungenen Theaterabend, der aut besucht war. Die Münchener Heimatbühne „Witz" spielte das Lustspiel „Der Unwiderstehliche". Besondere Freude bereiteten die musikalischen Darbietungen der Spieler. ftreis Friedberg. • Münzenberg, 20.Nov. Der hiesige Landwirt Gilbert Diehl und Ehefrau Anna, geb. Müller, konnten das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Der Jubilar versieht trotz seiner 70 Lebensjahre und einer erheblichen körperlichen Behinderung in Abwesenheit seiner beiden Söhne, die im Felde stehen, seinen landwirtschaftlichen Betrieb noch in mustergültiger Weise. Dem Jubelpaar nachträglich Unsere herzlichen Glückwünsche. Kreis Alsfeld. —Homberg, 20. November. Auf dem Schweinemarkt waren nur 32 Ferkel aufge- trieben. Es wurden 18 bis 25 RM. bezahlt. Bei lebhaftem Geschäft wurde alles verkauft. Fußball-Meisterschaftsspiele. VfB.-Äeichsbahn — Burgsolms Sportfr. Wetzlar — Luftwaffe Ehringshausen 1900 Watzenborn-Steinberg — Naunheim. Am morgigen Sonntag kämpfen wieder sämtliche 8 Mannschaften der Staffel Giehen-Wetzlar um die Punkte. Auf dem Waldsportplatz dürfte es zwilchen DfB.- Reichsbahn und Burgsolms zu einem spannenden und ausgeglichenen Kampfe kommen. Wenn VfB- Reichsbahn mit restlosem Einsatz kämpft, sollte ein Erfolg im Bereich der Möglichkeit liegen. Der Luftwaffe sollte es nicht schwer fallen, beim Tabellenletzten Sportfr. Wetzlar zu Sieg und Punkten zu kommen. 1900 ist bet Ehringshausen zu Gast. Wie hoch dort die Trauben hängen, mußte erst am vergangenen Sonntaa Watzenborn-Steinberg erfahren. Man hofft aber, dadurch, daß Kraft wieder den Sturm führt, auf ein ehrenvolles Abschneiden. Das Hauptinteresse dürfte wohl der Kampf Watzenborn-Steinberg gegen Naunheim in Anspruch nehmen. Gespannt ist man, ob es Watzenborn-Steinberg gelingen wird, den Siegeszug der Naunheimer zu unterbrechen. Schon jetzt sei darauf hingewiefen, daß die Spiele am 30.11. in der Staffel 9 Gießen-Wetzlar ausfallen, da an diesem Tage ein Werbespiel Stadtmannschaft Gießen — Rb.-Rot-Weiß Frankfurt auf dem Platze des VfB -Reichsbahn stattfindet. vfV.-Reichsbahn — FC. Burgsolms. DfB.-Reichsbahn hat den FE. Burgsolms zu Gast. Nach den bis jetzt gezeigten Leistungen beider Vereine ist eine Voraussage sehr schwer, doch halten wir die Neuaufstellung der Mannschaft der Reichsbahner für stark genug, einen knappen Steg davonzutragen. Man erwartet einen fairen Kampf, in dem der Bessere siegen soll. Bei den Reichsbah- nern wirken einige neue Svieler mit, die endgültige Aufstellung der Mannschaft steht aber noch nicht fest. Ehringshausen — 1900. Die Blau-Weißen müssen morgen zum FE. Ehringshausen, der neben den Naunheimern die be- ständiaste Leistung gezeigt hat. Für 1900 kann man es daher als günstigen Umstand bezeichnen, daß die Mannschaft durch Wenz, Ludolph und Monz, die seither in der Studentenelf tätig waren, ver- stärkt wird. Ob sich hierdurch allerdings der ae- wünschte Erfolg einstellt, bleibt abzuwarten. Die Gastgeber werden jedenfalls nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu bezwingen sein. Oportfl ib 4921 Oaubrinqen. In diesem Jahre kann der Sport-Klub 1921 Daubringen auf ein 20jähriaes Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß bestreitet die 1. Jugend am kommenden Sonntag auf dem Waldsportplatz ein Freundschaftsspiel gegen die als spielstark bekannte komb. Jugendmannschaft von BfB.-R./1900 Gießen. Da beide Mannschaften in der zur Zeit stärksten Aufstellung antreten, ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen. Handball. G a u k l a s s e. Mombach — Luftwaffe Gießen 8:6 (4:5). Beide Mannschaften zeigten ein gleichwertiges Spiel. Die Mombacher eröffneten den Torreigen, jedoch stellte der Linksaußen Sonnabend immer wieder den Gleichstand her. Es gelang sogar, mit 5:3 in Führung zu gehen. Leider verstunden es die Soldaten nicht, den Vorsprung zu halten. Der Platzmannschaft gelang es, einen weiteren Treffer zu erzielen. Nach dem Pausenpfiff war die Luftwaffe noch einmal erfolgreich. Mombach konnte den Gleichstand von 6:6 erzwingen. Im Endspurt waren die Platzherren die Glücklichen und konnten durch zwei weitere Treffer den Sieg sicherstellen. HJ.-Spiele im Bann 116. Watzenborn-Steinberg — Grüningen 2:7 (2:2). Mtv. Gießen — Lang-Göns 4:9 (2:4). Handball-Vorschau. Gauklasse. Lustwaffe Gießen — Rüsselsheim. In Den bisherigen Spielen konnte die Luftwaffe nur auswärts ihre Spiele und Punkte gewinnen. Der sonntägliche Gegner hat erst am Sonntag in Hanau 14:12 gewonnen. Weitere Resultate waren ein 7:4-Sieg über Mombach und eine 8:9-Niederloge gegen Pfungstadt. Die Ueberraschuna war jedoch der 6:5-Sieg über den vorjährigen Bereichsmeister SA. Frankfurt. Die Soldaten werden daher einen Gegner oorfinden, der erst nach restlosem Einsatz zu bezwingen ist. Der eigene Platz und die letzten Aufstellungen sind hoffentlich Vorteile, die zu einem knappen Siege der Luftwaffe genügen werden. Preisklasse. Mtv. Gießen — Holzheim. In der Kreisklasse ist man auf das erste Auftreten der Gießener Männerturner gespannt. Kann man die Aufstellungen wie in den Lahnpokalspielen bringen, so werden sie einen achtbaren Gegner abgeben. Holzheim wird von Anfang an auf Sieg spielen müssen, will man die weitere Tabellenführung behaupten. \ HJ.-Splele im Bann 116. Holzheim — Watzenborn-Steinberg. Watzenborn mußte am letzten Sonntag eine überraschende Niederlage hinnehmen. Auf eigenem Platz wird Holzheim versuchen, zu weiteren Punkten zu kommen. Dies sollte um so mehr möglich sein, da die Gäste mit Ersatz antreten müssen. .Lang-Göns — L i ch. Lang-Göns errang über den Mtv. Gießen einen überraschenden Sieg, obwohl die Punkte den Gießenern verbleiben. Die Gäste haben bis jetzt unterschiedlich gekämpft, da man immer eine andere Aufstellung bringen mußte. Um in die weitere Entscheidung noch eingreifen zu können, wird Lang-Göns alles aufbieten, um gegen die Gäste siegreich zu bestehen. D. J.-Spiel im Bann 116. Heuchelheim — Grüningen. Grüningen hat sich bis jetzt sehr gut behauptet. Ob es gelingt, in Heuchelheim zu gewinnen, ist fraglich, da die Kleinen auf eignem Platz noch keine Punkte verschenkt haben. Reese-Gesellsfhaft.Hameln Man verlange beim Einkauf ieviel mehr Waschpulver braucht mau für das linke Tuch? Dav Unke Handtuch ist viel sauberer. Muß man da nicht annehmen, daß -um Waschen dieses Handtuchs mehr Waschpulver verbraucht wurde? Das ist aber nicht der Fall 1 Das linke Tuch wurde nur länger und gründlicher eingeweicht. Wie kommt es nun, daß das Einweichen soviel Schmutz herauszieht? On einer guten Einweichlösung quillt die Wäschefaser auf. Dabei zerspringt die Schmuhkruste. Der Schmutz wird weich, hebt sich vom Gewebe ab und wird dann von der Einweichlösung festgehalten. Diese Schmutzlösung braucht natürlich Zeit. 0n zwei bis drei Stunden— wie manche Hausfrauen meinen — ist das nicht geschafft. Erst wenn man die Wäsche über Nacht, d. h. mindestens zwölf Stunden, in der Einweichlösung läßt, kann sich ihre Wirkung voll entfalten. Fe mehr von dem Einweichmittel Sie dabei nehmen, um so besser ist natürlich der Erfolg. Um so leichter ist dann auch bas nachfolgende Waschen, und um so weniger Waschpulver brauchen Sie. — Sie brauchen auch keine Sorge zu haben, daß gründliches Einweichen der Wäsche schädlich ist. Die Wäsche wird Im Gegenteil mehr geschont, weil sie dann nicht hart gerieben zu werden braucht. Aber ejns ist zu beachten: Niemals heiß ein- weichen! Wäscheschmutz seht sich aus den verschiedensten Stoffen zusammen: Fett, Eiweiß, Stärke, Farbteilchen, Nuß usw. 0n heißer Lösung gerinnen eiweißhaltige Beschmutzungen, wie Blut, Eiter usw.; sie werden — wie wir das vom Eierkochen her wissen — hart und geben häßliche Flecke, die sich nur schwer wieder aus der Wäsche entfernen lassen. Also am besten kalt oder schwachwarm ein- weichen und am andern Morgen gut spülen, bevor die Wäsche in den Kessel kommt. Das ist vielen Hausfrauen fremd. Aber man ertennl den Nutzen, wenn man mal darauf achtet, öle* viel Schmutz sich dabei aus der Wäsche löst. Auf diese Weise wird viel Waschpulver gespart. And noch einen Wink: Schütten Sie die gebrauchte Waschlauge nicht weg! ZumScheuen» von Fußböden, Fliesen uyd Fensterrahmer» leistet sie immer noch gute Dienste. Wenn Sie nicht gleich scheuern wollen, lassen Sie dir Lauge einfach solange stehen. Auf keinen Fall sollte man zum Scheuern heute Seife oder Waschpulver nehmen. Bei hartnäckigen Flek- ken nimmt man etwas Scheuerpulver auf bett Lappen. Dav sind einige kleine, aber wertvolle Tips füt die Lösung der Aufgabe: „Mit weniger Wasch* pulver bessere Wirkung!" Wer richtig einweicht, das Waschwasser vor Bereitung der Lauge enthärtet und die Waschlauge richtiA ausnutzt, kommt mit dem Waschpulver riet weiter. Das bringt nicht nur Gewinn für dem eigenen Haushalt und erleichtert die Arbeit, sondern leistet gerade jetzt im Kriege auch» unserer Volkswirtschaft wertvolle Dienste. Bekanntmachung. Die Lehrabschlußprüfungen Frühjahr 1942 — Kaufmannsgehilfen-Prüfung und Industrielle sacharbeitervrüfung — ftnden voraussichtlich im öebruat und März 1942 statt. l.n$Uleeeebrlinne, die bi- spätestens 30. Avril 1942 ihre Lehre beenden. L. Diejenigen Lehrlinge, die auf, Grund gan- besonderer Leistungen vor-eitlg zur Lehrabschlußprüfung zugelassen werden können. Die Anmeldung hierzu hat in der Zett vom 24. November brs 6. Dezember 1941 Ev erfolgen 48iso Anmelde'vordrucke sind auf unserer Dienststelle erhältlich. Der Anmeldetermin ist unbedmgt em- zuhalten. Industrie- und Handelskammer zu Gießen. llnotönong Ur. 3/41 des WelroirildNWöanöts Mu-Wau. vetr.: Ablieferung von Kartoffeln. NSG. Auf Grund der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen vom 27. 8.1939 (RGBl. ^5U Uno der Berordnung über ine öffentliche Bewirt schaftung von Kartoffeln und Kartoffelerzeugnissen vom 7. 9.1939 «RGBl. I, S. 1727) .sowie auf Grund der Satzung der KartoffelwrrtschaftSver- Hände vom 9. 5.1985 (RN VBl. 35, S. 251) m der Fassung vom 16.11.1936lRNVBl.36, S.579)wird ungeordnet: § * Zur Sicherung der Kartoffelversorgung im Gebiet des Kartoffelwirtschaftsverbande^ vessen- Nassau sind die Anbauer von Kartoffeln verpflichtet, alle angebauten Kartoffeln abauliefei^ foroeit he nicht im eigenen Haushalt oder ^ndwirtschafthchen Betrieb des Anbauers zur menschlichen Ernährung, -u Saalzwecken und zur Verbitterung an diezum landwirtschaftlichen Betrieb aehörigen Tiere im Rahmen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft unbedingt benötigt werden^ $ Als Ablieferung gilt — unbeschadet der Bor- schriften der 88 3 und 4 — nur die Lieferungan zugelassene Verteiler (Händler .oder Genossen schäft) auf Grund der ungeschriebenen Schluß- scheine. § 3 Anerkannte Pflanzkartoffeln, die nickt im eigenen Betrieb benötigt werden, dürfen vom Anbauer auch an andere als zugelassene BeAei^r, ub^egeben werden, falls der Käufer eine Bescheinigung des für ihn zuständigen Lrtsbauernftlhrers vorlegt, aus per hervorgeht, daß er die m Frage kommende Menge Pflanzkartoffeln für Saatzwecke imetgenen landwirtschaftlichen Betrieb benötigt. Die Bescheinigung des OrtsbauernftihrerS ist vom Käufer dem Anbauer (Verkäufer) zu übergeben und von diesem aufzubewabren. § 4 Abgeschlossene Anbau- und Lieferung^erlroge über Fabrikkartoffeln werden durch die Vorschriften Leser Anordnung nicht berührt. <2 den geltenden in allen Apotheken und Drogerien Kaufe Achtung! Achtung! zu den höchsten Tagespreisen! 275 A wenden zu wollen. TraumaPlast T9 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig Werkstätte Kurt Kling unn. fle^er Nadit. BindaflUteomelit Mark tetr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Schon blutet es. Wenn Sie nun krank feiert wollen, dann machen Sie «ich einen „bedeutenden", dicken, altmodischen Verband. Wenn Sie aber gleich weiter arbeiten wollen, dann genügt ein Stück von dem dünnen, straff sitzenden, heilungfördernden Wundpflaster_____________ Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2177 A J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Ankauf nur gegen sofortige Äaflc ">u SM-WM Hochzucht Deutsche Erstlinge pommerscher Herkunft, find jetzt prompt lieferbar Heinrich Hahn Samenhandlung Bahnhofstraße, Fernruf 3403. «srov Wnung des EanöesernODtungsflmtes ßefiro. Betr.: Verbot des Dämpfens von Kartoffeln. NSG. Auf Grund der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen vom 27.8.1939 (NGBl. I, S. 1521) wird zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln angeordnet: Das Dämpfen von Kartoffeln ist verboten. Ausgenommen sind angehackte Kartoffeln, deren Verderb zu befürchten ist, sowie Kartoffeln, dre wegen ihrer allzti geringen Größe für die mensck- liche Ernährung nicht verwertbar sind, wenn der zuständige Kreisbauernfübrer im Emzelfall auf Antrag ausdrücklich das Dämpfen dieser Kartoffeln genehmigt. $ $ Verstöße gegen diese Anordnung werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in (Traft 48171) Frankfurt/M., den 21. November 1941. Der Leiter des LandeSernabrungsamteS Hessen. I. V.: gez. Weintz. Die Anbauer haben t>ie ablieferungspflichtigen Mengen unverzüglich bereitzustellen und einem ortsansässigen Verteiler (Händler oder Genossenschaft) in Orten, in denen kein Verteiler ansässig ist, der Begebungskommission oder dem Ortsbauernführer zu melden. ä 8 6 Verstöße gegen diese Anordnung werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. Bet AMMin fWlfte und Miene Mnm,l Da ich in meinen ganzen Geschäften und Verkaufsstellen wöchentlich zirka 15 bis 20 Pferde und Fohlen benötige, bin ich in der Lage, bei Unglucksfällen, wodurch größere Verluste entstehen, als Selbstverbraucher die höchsten Preise zu zahlen. MMIWMi Willi WWW Sotimüiiö ”»“.6011101”,» fjÖtÖP 3mttuf41332 Ich bitte daher die Herren Pferdebesitzer. bei Abschaffung von Pferden u. Fohlen sich umgehend in diesen Bezirken auch bei Aotschlachtung an meinen Aufkäufer: £n«mig 3«n.!higencoO, Kreis Weid. Seracnf »!slel»371 Diese Anordnung tritt am 21.11.1941 in Kraft. Frankfurt/M., den 20.11.1941. , [ !■ s'ffnedeueu Ärzten! In Apotheken m 131 und 3.24. ■■■ fielt. GkMMlMlW Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Kosmetik Sterbefälle. Am 1.11.41. Reinbold Schneider, 8 Jahre, Gieften« Wieseck, Schustergasse 5; Reisevertreter Erich Schnee» aaft, 44 Jahre, Gieften, Rodheimer Strafte 43. 2.11. Elisabethe ^nortz, geb. Drescher, 50 Jahre, Gieften, Licher Str. >06. 3. ll.Ebit« u. Gemüsehändler Willi. Zimmer, 60Jahre, Wetzlar, NaubornerStrafte 158; Toris Uhl, 8 Atonale. Gieften, Kavlansgasse 21; Gerda Roth, 11 Monate, Gieften, Löwengasse 13. 5.11. Elisabeth Nau, geb. Jakob, 62 Jahre, Gieften, Marburger Strafte 38; Marie Seivv, geb. Haas, 56 Jahre, Gr.-Buseck, Kr. Gieften, Hitlerstrnfte 26. 6. 11. Kaufm. Angestellter Heinrich Wiedmever, 60 Jahre, Gieften, Wolkengasse 22. 7.11. Elisabethe Berber, geb. Dort, 78 Jahre, Gieften, Roonstr. 24. 9. 11. Elisabeth Knetsw, geb. Martin, 45 Jahre, Gieften, Horst-Wessel-Wall 25. 10.11. Reichsbank- oberzählmeister Karl Köhler, Gieften, 52 Jahre, Bruchstr. 9; Johanna Sänger, geb. Zimmermann, 39 Jahre, Niederquembach, Kr. Wetzlar; Bäckerge- Hilfe Karl Appel, 67 Jahre, Gießen, Wetzsteinstr. 16. 11.11. Polizei-Berw.-Obersekr. a. D. Ludwig Sier, 77 Jahre, Gieften, Roonstr. 34. 13.11. Eisenbahn» sekr. a. D. Friedrich Griffe, 82 Jahre, Gieften, Am Riegelvfad 26; Taglöhner und Landwirt Ludwig Krämer, 55 Jahre, Garbenteich, Kr. Gieften, Gie» ftener Str. 15. 15. 11. Susanne Heeg, geb, Triller, 64 Jahre, Gieften, Wetzsteingasse 4; Anna Luise Luh, 12 Jahre, Lützellinden, Kr. Wetzlar, Dorfstr. 158. Die Abgabe der Gewinnerklärung erleichtern unsere praktischen Helfer: für den Einzelhandel (1.65), für den Großhandel (2.90), für das Handwerk (2.90 erscheint in Kürze!), für die Industrie (1.65). Gewünschtes unterstreichen und als Drucksache einsenden an Buchhdlg oder Dr. Gabler-Verlag, Wiesbaden >19 4793 V in Gießen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet. Meßbare Reinheit? Buro-Masch inen VogTäXo Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 " Der gute Jungs Hustentee ab 65 Pfennig Spitzwegerichsaft gr.FL2.-M. Die guten Helfer für Sie! Kräuterhausmittel im Kräuterhaus JungS Gießen, in der Mäusburg 5 Jede Hausfrau weiß, daß sie Weiß-, Grob- und Buntwäsche nur mit dem entsprechenden Waschpulver, die wirkliche Feinwäsche nur mit dem „Waschmittel für Feinwäsche" waschen soll. Aber auch dieses Waschmittel muß in seiner Waschkraft bis zum letzten ausgenutzt werden. Exakte Untersuchungen mit dem Stufenphotometer von Zeiß — mit diesem Apparat kann man die Reinheit eines Stoffes messen — haben bewiesen, daß das „Waschmittel für Feinwäsche“ auf folgende Weise die größte Waschkraft hergibt: man setzt 1 Eßlöffel des Waschmittels mit 4 Liter handwarmem Wasser an und weicht die Feinwäsche, soweit sie farbecht ist, 3 Stunden ein. Dann erst wäscht und spült man wie üblich. Wer weiß, worum es heute bei der Wäsche geht, der nimmt zum Waschen stets das richtige Paket