Mittwoch. ^2. GktoberMI Metzener Anzeiger °ltz (en. fen. Rüstungszentrum Stalins in deutscher Hand l -ßß ege Wehrmacht Feind nicht Insel Dagö bedrohlicher verlieren haben. Durch den Fall der ist die Situation um Leningrad noch geworden, als sie vorher schon war. Diese neuen Erfolge der deutschen zeigen, daß die deutschen Truppen den fahrt versenkten Unterseeboote im Atlantik sieben feindliche Handelsschiffe mit zusammen 38 200 BRT. Das große britische Walfangschiff „Svend Foyn" wurde durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Kampfflugzeuge vernichteten nordostwärts hüll ein Handelsschiff von 10 000 BRT. Ein weiteres großes Schiff wurde durch Bombentreffer beschädigt. 3n der letzten Rächt griff die Luftwaffe den wichtigen Versorgungshafen Liverpool sowie Häfen und kriegswichtige Einrichtungen an der englischen Ost - und Südostküsle an. Britische Bomber warfen in der Rächt zum 21. Oktober Spreng- und Brandbomben auf mehrere Orte in Rordwest- und Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Einiger Sachschaden wurde verursacht. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgefchossen. Slowakischer Staatsbesuch beim Führer Besprechungen im Geiste herzlicher Freundschaft und Waffenbrüderschaft. Der Wehrmachibenchi. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 21. Oktober. Dos Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche und italienische Verbände n o h m e n gestern das Gebiet um Stalino, eines der wichtigsten Rüstungszentren irnDonezbecken. in Besitz. S t a l i n o selbst wurde durch Gebirgsjäger genommen. Auf einem bedeutenden Jnduslrie- werk dieser Stadt weht die Reichskriegsflagge. Bei der Säuberung des Schlachtfeldes ostwärts von Brjansk fand der Oberbefehlshaber der sowjetischen 50.Armee, General Petroff, Mitglied des Obersten Sowjets, mit mehreren Offizieren seines Stabes den Tod. Kampfflugzeuge bombardierten wichtige Anlagen in Moskau und Leningrad. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschiff- zur Ruhe kommen lassen und daß es für ihren ungestümen Angriffsgeist keine Hindernisse gibt. Mit nicht zu überbietendem Elan und einem Heldenmut ohnegleichen sind sie daran, das Werk der Vernichtung des bolschewistischen Todfeindes zu vollenden. Wir wissen, daß sie jetzt noch Schwierigkeiten, die teilweise das Wetter mit sich bringt, zu überwinden haben, und wir danken es ihnen ganz besonders, daß sie trotzdem nicht erlahmen im Willen, den vollen Sieg an ihre Fahnen zu heften. E. : 5 ber Eroberung der baltischen 3nseln haben Seeff reif fr fift e unter dem Oberbefehl des .„ter B Msraladmirals Earls maßgebend mitgewirkt, jaer PMter dem Transport der Landungstruppen haben Ri Lurch Vorstöße in den Finnischen Meerbusen eine Dikenbedrohung durch die sowjetische Kriegsma- *e ausgeschallel, die feindlichen Minensperren in Gewässern um die baltischen 3nseln beseitigt durch Beschießung der feindlichen Stellungen »ti See her in die Landkämpfe eingegriffen. gltB Das Ritterkreuz. Berlin, 21. Okt. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Goring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Beier, Flugzeugführer in einem Nachtjagdgeschwader. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, an: ^-Obersturmführer Rentrop, Batterieführer in einer ^-Flakabteilung; Oberleutnant Hermann Wulf, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment, Oberleutnant R y l l, Kompanieführer in einem Panzerregiment; Oberwachtmeister G o l l - gttrie, 10 bi- 18 bi- sioltt mAnstrW fj. Bel new werden.** sehen, He* zen.auchb* ,, führt 1» neueKtf 10 In Ap0 ! 3t schwerem, von den Fliegerverbanden venerale der Flieger Freiherr v o n R l ch t b o - Im und Forster unermüdlich unterstütztem Rm- 9» haben die in der Heeresgruppe des Generalfeld- «-rlchall Ritter von Leeb zusammengefaßlen Bct- stöibe des Heeres und der Waffen-^ feit dem Be- ^>t des Oberkommandos der Wehrmacht vom v. jMf über 300 000 Gefangene eingebracht, 1 581 Vanzerkampfwagen und 4 063 Geschütze «teufet oder vernichtet. 3hr wichtigstes Operations- Ilvist mit der Einschließung von ceuin- liQÄ) erreicht. Die verzweifelten Ausbruchsversuche in Leningrad eingeschlossenen sowjetischen Strelt- Nle wurde durchweg unter schweren Verlus en Vegners abgewiefen. . vssenlliche Teile dieser Heeresgruppe und der iNi hinch lieg, oldklliü N Mi Dbtrlt M uni 1 einen i- Söag. en ho; mg ta uch bis war ii m* m ni6 ) Sonii: oenigr, er hin- nnschai: Velanxi ilttnaUme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/.Ndr desVormittaaS Anzein en-Pretie: Anzememeil 7 Nvi te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Nrn. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wtederboluna Lltalitastell Abicblülle Ntenaensiassel B Plavoorschriit (vorherige Berembarnng) 25°/«» meor Kein Feind mehr im baltischen Raum. lieber 300000 Gefangene und gewaltige Kriegsbeute. — Das wichtigste Operationsziel erreicht: Oie Einschließung von Leningrad. tetv len» bad), Zugführer und Führer von Voraus-Geschützen in einem Artillerieregiment. Eichenlaub für tapferen Regimentskommandeur. Berlin, 22. Oft (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem schwerverwundeten Kommandeur eines Infanterie- Regiments, Oberst Freiherr von Lützow, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer übersandte dem tapferen Kommandeur, der in diesem Kriege seine zweite Verwundung erhielt, folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 37. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hiller." Rumänische Ordensauszeichnungen für deutsche Wehrmachtführer. BukaIest, 21. Okt. (DNB.) KonigMichoel von Rumänien verlieh auf Vorschlag des Staatsführers und Oberbefehlshabers der rumänischen Streitkräfte, Marschall Antonescu, Reichsmarschall Hermann Göring den höchsten rumänischen Kriegsorden „Michael der Tapfere" in dritter, zweiter und erster Klasse. Dieselbe Auszeichnung wurde Großadmiral R a e d e r, Generalfeldmarschall von Brauchitsch und Generalfeldmarschall Keitel zuteil. Gleichzeitig wurde Generaloberst Halder mit der dritten und zweiten Klasse desselben Ordens ausgezeichnet. Der König verlieh ferner den Generalen I o d l und I e f ch o n n e k den Orden „Stern von Rumänien" erster Klasse mit Schwertern und mit dem Bande des Ordens „Militärische Tapferkeit". Der Chef der deutschen Wehrmachtmission bei den Operationsarmeen, Generalmajor h a u f f c, wurde mit dem Kriegsorden „Michael der Tapfere" dritter Klaffe ausgezeichnet. Neue gewaltige Erfolge Daß es sich bei den gewaltigen Niederlagen, die die Bolschewisten in den letzten Tagen an der ganzen Ostfront erlitten haben und die einen besonders sinnfälligen Ausdruck in dem gigantischen Siege der deutschen Wehrmacht in der Doppelschlacht von Wjasma und Brjansk fanden, um eine Erschütterung handelt, die das ganze Gefüge der sow- letischen Wehrmacht ins Wanken gebracht und das Stehvermögen der bolschewistischen Truppen so gut wie vernichtet hat, ist eine offenkundige Tatsache, die.wohl nirgends mehr, nicht einmal in London, bezweifelt werden dürfte. Wenn es noch eines besonderen Beweises dafür bedurft hätte, so wäre er jetzt in der vom Oberkommando der deutschen Wehrmacht gemeldeten Eroberung eines großen Teiles des Do nez deckens mit der Einnahme von Stalino gegeben. Daß diese beiden neuen gewaltigen Erfolge so rasch nach dem Abschluß von Wjasma und Brjansk der Welt gemeldet werden konnten, ist darin begründet, daß der Widerstand der noch kampffähig gebliebenen Sowjetarmeen und Sowjetreseroen schon erheblich nachgelassen hat. Die neuen Heldentaten der deutschen Wehrmacht sind um so höher zu veranschlagen, als sie nicht nur harte Kampfleistungen, sondern auch die schnelle Ueberwindung außerordentlich weiter Räume notwendig machten. Es handelt sich um Strecken von vier- bis fünfhundert Kilometern, die kämpferisch bewältigt werden mußten und zur Durchführung eines genau ausgearbeiteten strategischen Planes gehörten. Gerade die Schnelligkeit, mit der sich jetzt, bei der Eroberung des Donezbeckens, die Operationen vollzogen, gewährleistete einen raschen Erfolg, ohne daß sich der feindliche Widerstand vorher festsetzen und versteifen konnte. Gerade dadurch bestand die Möglichkeit, das Donezbecken nicht als eigentliches Kriegsgebiet benützen zu müssen und cs damit vor allzu großen Beschädigungen zu bewahren. Mit dem Donezgebiet verlieren die Sowjets eines der wichtigsten wehrwirtschaftlichen Zentren, aus dem sie vor allem die für die Kriegsindustrie unerläßliche Kohle bezogen haben. Der Verlust dieses „Kohlen- pottes" der Sowjetunion wird für die Machthaber des Kreml, die inzwischen nach Samara übergesiedelt sind, um so schmersticher sein, als ihre Wehrwirtschaft durch die Wegnahme des Erzgebietes von Kriwoi Rog, die Einschließung von Leningrad und das Zerstörungswerk der deutschen Luftwaffe ohnedies schon schwer gehandicapt worden ist. Aber nicht nur im Anschluß an den gigantischen Sieg in der Doppelschlacht von Wjasma und Brjansk sind neue gewaltige Erfolge erzielt worden, auch an anderen Stellen hat die Ostfront die deutschen Truppen in siegreichem Vorgehen gezeigt. So ist jetzt auch die Inse l Dagö in der Ostsee in deutsche Hand gekommen. Die Wegnahme dieser Insel bedeutet für die bolschewistische Kriegführung den Verlust einer wichtigen Position, der um so schwerer wiegt, als die Sowjets gerade im Raume von Leningrad nur mehr wenige Positionen zu Luflflolle des Geueraloberfk Keller sind schon vor längerer Zeil frei geworben und bei Operationen an anderen Stellen der Ostfront beteiligt. Wie Oagö erobert wurde. Von Kriegsberichts!: Dr. Woltereck. DNB. Bei der Kriegsmarine, im Oktober 1941. (PK.) Am Sonntag begann der Angriff gegen die letzte größere Ostseeinsel, die den Sowjets verblieben war, der Angriff gegen Dagö. Wieder einmal triumphierte jene mustergültige Zusammenarbeit aller drei Wehrmachtsteile, wie sie in dieser vollendeten Form nur bei der deutschen Wehrmacht zu finden ist. Der Kriegsmarine fiel dabei die außer- ordenllich wichtige Aufgabe zu, im Rahmen der Angriffe gegen die Insel Formationen des Heeres überzusetzen, Pionierfahrzeuge während der lieber- fahrt zu sichern und die Landung auf der Insel durch die Schiffsartillerie zu decken. In der Bucht von O e s e l herrschte mitten in der Nacht reges Leben und Treiben. Im blassen Schimmer des Mondes formierte sich untere kleine Armada, die sich aus Einheiten einer Minensuch- Flottille zusammensetzte, die im Ostfeldzug von Anfang an dabei war, vor allem dann, wenn etwas Besonderes anlag — und ihren Schützlingen, den Pionierfahrzeugen, auf denen gerade die letzten Männer und ihr Material verladen worden sind. Einen anderen Teil des Materials haben unsere Boote an Bord genommen. Kurz nach Mitternacht laufen wir aus und erreichen den für die Landung vorgesehenen Punkt n lie. I e M1 Hl 5 uni E M au» I e M M eNib I Nb I Ä islegiu^ cka j , fM I ?tvic, I eln uf®' | 434® »r ciN' | DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 21.Ott Auf Einladung des Führers weilten ber slowakische Staatspräsident Dr. Ti so und ber slowakische Winisterpräsibent Dr. Tuka, in deren Begleitung sich u.a. 3nnenminister Sano Wach und ber Verteidigungsminister General E a t l o s sowie ber stowakische Gesandte in Berlin, Eernak, und ber beutsche Gesanbte in Prehburg, Lubin, befanden, zu einem Besuch im Führerhauptquartier. Die politischen unb militärischen Besprechungen beim Führer verliefen im Geiste ber herzlichen Freundschaft zwischen ben beiden Völkern unb stauben im Zeichen ber Waffenbrüder- schaft, die burch ben Kampf deutscher und slowakischer Truppen gegen öedgjueinfatnen Feind erneut ihre Bewährung fina^M den Besprechungen nahmen der ReichsminisleMes Auswärtigen von Ribbentrop und der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, teil. Während ihres Besuches folgten die slowakischen Staatsmänner einer Einladung des Reichsauhen- ministers von Ribbentrop. Der Verteidigungsminister, General E a t l o s, und der Oberbefehlshaber des slowakischen Heeres, General Eunderlic, hatten mit ihrer militärischen Begleitung Besprechungen mit dem Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmar- schall Keitel, unb seinem Stabe. Anschließend fand ein Besuch beim Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldma^chall von Brauchitsch, in seinem Hauptquartier statt. ?am Abschluß des Besuches waren bte slowakischen Staatsmänner Gäste des Reichsmarschalls Hermann G ö r i n g in seinem Hauptquartier. Auszeichnung des slowakischen Verteidigungsministers. DNB AusdemFührerhauptquartier, 21 Oktober Der F ü h r e r und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem slowakischen Verteibl- aunqsmimster, General Catlos, das Großkreuz vom Deutschen Adler mit Schwertern und überreichte ihm diese Auszeichnung anläßlich seines Aufenthaltes im Führerhauptquartier. M. Jahrgang Nr. 25( (mcbeim (aglitto nutzer Sonntag? unb »Feiertags Beilagen: Metzener #>am tlienbläfter (timat unBild DieScholle Bezun-vreiS: rronailich.....RM1R0 Lunellgebühr.. „ -L5 guck bet Ricktersckeinen eon einzelnen Nummern fcifoige böberer Gewalt Dieser Besuch des slowakischen Staatspräsidenten und seiner Begleiter unterstreicht aufs neue die enge Kameradschaft und Waffenbrüderschaft, die die beiden Völker verbindet, deren Söhne Schulter an Schulter seinerzeit in Polen gekämpft haben und jetzt gegen den bolschewistischen Weltfeind kämpfen. Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht hat des öfteren bereits die Gelegenheit wahr genommen, den Mut und die Tapferkeit der slowakischen Truppen besonders hervorzuheben und zu würdigen. Wenn jetzt Staatspräsident Dr. T i s o und der slowakische Minister für die nationale Verteidigung in einem Augenblick, in dem die deutsche Wehrmacht mit den Truppen der Verbündeten von einem gigantischen Sieg zum andern schreitet, zum Führer kommen und von ihm herzlich auf genommen werden, bann bedeutet bas vor allem auch eine Anerkennung ber solbatischen Stiftungen ber slowakischen Armee unb barüber hinaus eine Besiegelung des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen dem Großdeutschen Reich und dem slowakischen Staat. Staatspräsident T i | o war einer ber ersten europäischen Staatsmänner, die den Anschluß an bas Groß- deutsche Reich suchten unb fanben. Er hat schon beizeiten erkannt, baß bas Schicksal bes Staates, besten Leitung er in bewegten Zeiten übernahm, am besten in einer engen Zusammenarbeit mit dem Groß- deutschen Reich aufgehoben ist, unb er ist biefer Erkenntnis seither treu geblieben. Das beutsche Volk begrüßt barum ben Gast des Führers unb seine Begleiter auf bas herzlichste unb gedenkt dabei auch mit den besten Wünschen der slowakischen Soldaten, die an der Ostfront in hartem, siegreichem Kampfe neben unseren Truppen fechten. Oie Insel Oagö genommen. DRV. Aus dem Führerhauptquartter, 21. Oktober. Das OKW. gibt bekanut: Dagö ist genommen. Damit sind alle bat- tljchen 3nfeln in deutscher yaud und der gesamte baltische Raum vom Feiude befreit. In vorbildlicher Zusammenarbeit mit Verbänden ter Kriegsmarine und der Luftwaffe war es einer Jifauteriedivision des deutschen Heeres bereits am U Oktober gelungen, auf der Südfpihe der 3nsel Äettaschend zu landen. 3n zehntägigen hartnäckigen EKzelkämpfeu wurde seitdem die 3nsel vom Feinde Räubert 3000 (Befangene fielen dabei in unsere Hand. Sechs Listenbatterien wurden zerstört. Reste der feiud- liien Besatzung wurden bei dem versuch, über See entkommen, durch Einheiten der Kriegsmarine mb der Luftwaffe vernichtet. Oer Abschlußbericht des OKW. VRV.Aus dem Führerhauptquartter, 21. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht B bekannt: vurch die heute gemeldete Besetzung der 3nsel Togo ist der baltische Raum nunmehr völlig vom Feinde befreit und damit der Zeitpunkt gekommen, auch über die Operationen zu berichten, die seit Anfang August im nördlichen Lbichnitt der Ostfront stattgefunden haben. Nach dem Durchbruch durch die SfaÜnlinie war der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Ritter eon Leeb im Zusammenwirken mit der Luftflotte ta Generaloberst Kelter die Aufgabe gestellt, die zchchen 3lmen- und Peipus-See stehenden Kräfte 6(1 Gegners zu schlagen, die Festung Leningrad io Süden abzuschließen sowie E st l a n d und die baltischen 3 n f e l n vom Feinde zu säubern. Iroh andauernd starker Bedrohung ihrer Ost- ftafe drehte die Waste der Armee des Generaloberst Busch zusammen mit der Panzerarmee des Generaloberst Höppner zunächst nach Rorden eia 3n überaus harten Kämpfen wurde die in un- tWöfamem Wald- und Sumpfgelände angelegte und tief ausgebaute Stellung des Gegners zwischen 3lm en - und Peipus-See durchbrochen, Mb ei rund 5000 Bunker im Rahkampf bezwungen M ausgedehnte Winenfelder mit mehr als 80 000 Bitten zu beseitigen waren. 3n weiteren heftigen tinpfen mußten sodann nördlich Luga ffär- tfeindliche Kräfte vernichtet werden, bevor der iff auf das F e st u n g s g e b i e t von L e - [nin grab beginnen konnte. Alle Versuche des Gejners, die Einschließung dieser Stadt durch Entlastungsangriffe beiderseits des 31men- ||ci zu verhindern, schlugen fehl. 3m Gegen- । «griff südlich des 31mensees wurde die hauptqe- fch durch Vernichtung zahlreicher feindlicher Divi- faiett beseitigt. Hand in Hand mit diesen Operationen stieß die !Ümee des Generaloberst von Küchler westlich te Peipus-Sees in breiter Front bis zur Küste Finnischen Weeres vor. llach der Wegnahme von R e v a t und P e r n a u Herbe die Landung auf den baltischen Inseln in die llye geleitet, während starke Telle der Armee Erblich des Peipus-Sees nach Osten vorgingen, um bti ben Kämpfen zur Einschließung von Leningrad ; Mgesetzt zu werden. ohne irgendwelche Zwischenfälle. Jetzt kommt die kritischste Stunde unserer Unternehmung. Die P i o- niersahrzeuge laufen die Insel an, während unsere Boote sich gegenüber ber Lan- bungsfteöe auseinanberziehen unb auf Position legen, um mit ihrer Artillerie sofort einzugreifen, wenn unsere Lanbungstruppen auf Wiberstanb stoßen. Eine spannungsreiche halbe Stunbe vergeht, bann haben bie ersten Sturmboote bas Lanb erreicht. Anbere Pionierfahrzeuge folgen unb laben ihre Besatzungen aus. Die Sowjets f i n b an- scheinen!) völlig überrascht, benn unsere Truppen finben nur ganz geringen Wiberstanb vor, ber in kurzer Zeit gebrochen wirb. Nun unternehmen bie Minensuchboote ben Patrouillenbienst entlang ber Küste von Dagö. Hierbei werben wir von ber Insel aus mit A r - filierte beschossen. Teilweise liegen bie Einschläge sehr nahe an ben Booten, eines bavon wirb burch Splitterwirkung beschädigt. Wir erwidern das Feuer, nebeln uns ein und wechseln die Position, um erneut einzugreifen. Im Laufe des Tages werden unsere Boote mehrmals beschossen, jedoch erzielt der Feind keine weiteren Treffer. Inzwischen gehen bie Operationen auf Dagö erfolgreich weiter, wie wir von Borb aus beutlich burch bas Aufflammen immer neuer, zum Teil sehr großer Explosionen unb Bränbe auf ber Insel feststellen fönnnen. Auch bie Luftwaffe ist sehr intensiv an ber Arbeit, unb wir können beutlich beobachten, wie unsere Flugzeuge über ben feinblichen Stellungen kreisen unb ihre Bomben ablaben. So begann ber Angriff auf bas sowjetische Dagö. loff?®’rnßA« Rrant^Si. dröhlsche UnhHrfttäfrbradertt R. tauge General-AnzeigerfürOberhefsen *Ti«i«»ew,3Sd)»11lraft« 7-9 - ..... Aeichskriegsflagge auf Förderturm in Sialino. Sowjetregierung siedelt aus. Es hat seinen guten Sinn, daß Gebirgsjäger Stalino, eines der wichtigsten Rüstungszentren im Done.zbecken, eingenommen und auf einem hohen Förderturm dieser Stadt die Reichskriegsflagge gesetzt haben. Das hat sogar einen doppelten Sinn: Das Donezbecken hat seinen Namen, weil es in dem weit nach Osten vorspringenden Donez-Don- Bogen liegt. Aber das ist nur eine seiner erdgestalt- lichen Eigenarten. Nach Norden und Nordwesten und Westen ist das Donezgebiet durch einen zweiteiligen Höhenzug begrenzt, der sich bis fast 400 Meter erhebt. Der eine Flügel gabelt sich zum Do- nez hin, der andere zum Schwarzen Meer. Dieses Randgebirge des Donezbeckens darf man nicht ganz vergessen, weil es dieses Gebiet eben als „Becken" erscheinen läßt. Und darum hat es seinen guten Sinn, daß hier auch Gebirgsjäger eingesetzt waren. Aber die Flaggenhissung in Stalino hat offenbar noch einen anderen symbolischen Sinn: Die Stadt hieß in alten Tagen Jusowka. Die alten Tage von Jusowka sind noch nicht lange her. Denn erst um das Jahr 1890 begann die Erschließung der reichen Kohlenfelder durch französisches, belgisches und auch deutsches Kapital — in der Nähe befand sich die Hartrnannsche Lokomotivenfabrik, die schon damals 7000 Einwohner beschäftigte — und diese Erbschaft traten nach 1917 die Bolschewisten an. Im Zuge der Fünfjahrespläne wurde Jusowka zu einem gewaltigen Eisen- und Stahlzentrum entwickelt, wobei die Erze von Kriwoi Rog, von Kertsch (auf der Halbinsel Krim) und aus dem nördlichen Teil des Donezreviers herangeholt wurden. Jetzt wurde es auch nach Stalin in Stalino (Stadt des Stalin) umgewandelt, und die neu errichteten Eisenhütten bekamen den Namen Stalinwerke. Wenn jetzt in dieser Stadt die Reichskriegsflagge weht, so schließt sich für sie eine Epoche. Eine andere Epoche beginnt, in der der Name Stalin nichts mehr zu sagen hat. „nichts" oder höchstens der berühmte Wassertropfen auf die glühende Herdplatte. Dieser Ausfall schlägt um so mehr zu Buch, als die Kohlengruben von Kakakstan 1200 Kilometer von dem großen Hüttenwerk in Magnitogorsk entfernt und außerdem erst im Anfang ihrer Entwicklung sind. Die sehr großen und verkokbaren Steinkohlenvorkommen von dem (sibirischen) Kusnezk sind gar der Bahnlinie nach 2000 Kilometer vom Ural (!) entfernt und eben darum einfach nicht praktikabel. Wir erwähnen diese Einzelheiten nur, weil Engländer und Amerikaner schon jetzt große Geschichten von den mittelsibirischen Steinkohlengruben erzählen. Zu ihrer Beruhigung sei gesagt: über alle diese Dinge hat schon vor etwa 14 Jahren der in Ostfragen sehr bewanderte alte Georg Cleinow, der frühere Herausgeber der Zeitschrift „Die Grenzboten", mit Hilfe der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft in seinem wohldokumentierten Standardwerk „Neu-Sibirien" nicht nur das Sach-, sondern auch ... das Bild material zusammengetragen. Dr. Ho. Sih der Sowjetregierung nach Kuibyschew (Samara) verlegt. Stockholm, 21. Okt. (DNB.) Der Sitz der R e - gierungder UdSSR, soll Reuter zufolge nach Kuibyschew (Samara) an der Wolga, etwa 880 Kilometer südösllich von Moskau, verlegt worden sein. Oie Zustände in Moskau. Tokio, 21. Oktober. (Europapreß.) Aus Moskau berichtet „Japan Times" über die Zustände nach der Abreise des diplomatischen Korps. Sowjet- armisten sind danach über alle Stadtteile verteilt. Die Warenhäuser beginnen auszuverkaufen und lange Volksschlangen belagern die Läden. Auf die Nachricht von der Abreise des diplomatischen Korps packten Tausende von Moskauern ihre Sachen und strömten zu den Bahnhöfen, doch verweigerte die Eisenbahn die Ausgabe von Fahrkarten. Die Staatsbanken schlossen ab 16. Oktober ihre Schalter. „Starke Unzufriedenheit gärt in der Stadt angesichts der Handlungsweise der Regierung, welche die Staatsbehörden in eine sicherere Zone entfernte, ohne Rücksicht auf die Wohlfahrt und die Sicherheit der Einwohner Moskaus." London und Moskau. Madrid, 21. Oktober. (Europapreß.) Zwischen London und Moskau sind schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten zum Ausbruch gekommen, wie Assia dem „Pa" am Dienstag aus London zu melden weiß. Während man britischerseits darauf dringe, die noch vorhandenen Reste der Sowjetstreitkräfte zu retten, schienen die sowjetischen Machthaber den Hauptwert auf die Verteidigung Moskaus zu legen. Die Engländer bemühten sich, die Sowjets davon zu überzeugen, daß die Erhaltung der sowjetischen Streitkräfte für eine etwaige spätere Offensive gegen Deutschland notwendig sei. Dagegen seien die in London über die Sowjetabsichten einttefferrden Nachrichten nicht geeignet, diese brittschen Hoffnungen auf die Zukunft zu erfüllen. Tapfere hessische Infanteristen. Kompanie macht 120 Gefangene und erbeutet ein Geschütz. — Erfolgreicher Vorstoß eines Stoßtrupps. Mit Stalino haben die Deutschen einen der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte des weitverzweigten Verkehrsnetzes des Donez-Ge- bietes in ihre Hand bekommen. Stalino zählte 1939 gegen 500 000 Einwohner. Die Stadt hat besondere Bedeutung für das Donez-Becken durch ein großes Kraftwerk, ein umfangreiches Hüttenwerk mit Hochöfen, Marttnöfen, Bessemerbirnen und Walzwerken. Ein anderes Hüttenwerk zeigt seine Bedeutung allein schon durch seinen Namen „Stalin". Der Rü- stungs- und Jndustrieaufbau der Sowjetunion wurde zu einem großen Teil in Stalino konzentriert. Außerdem befinden sich in Stalino Stickstoffwerke, die besonders Kunstdünger für die ukrainische Landwirtschaft herstellen, Trikotagenfabriken, Werke für Holzbearbeitung und vor allem Waffen- und Munitionsfabriken. Stalins Aufenthalt ist nicht genau bekannt. Dis in die letzten Stunden wurde berichtet, daß er noch in den Kellern des Kreml weile. Das kann eine Zweckmeldung zur Verhütung einer Panik gewesen sein. Aber sicher ist, daß die eigentliche Sowjetregierung mit ihrem technischen Apparat Moskau verlassen und sich nach Samara jenseits der Wolga begeben hat. Die jetzt begonnene Besetzung des Donezbeckens ist ein großes Ereignis und vollendet das, was mit dem Vorstoß deutscher schneller Verbände gegen den Unterlauf des Dnjepr und der Besetzung des Erzgebietes von Kriwoi Rog am 14. August begonnen wurde. Das Erzgebiet von Kriwoi Rog lieferte 61 v. H. der gesamten sowjetischen Erz förderung. Die Steinkohlenförderung im Donezgebiet betrug im Jahr 1938 : 80,7 Millionen Tonnen bei einer sowjetischen Gesamtproduktion an Steinkohle in Höhe von 132,9 Mill. Tonnen. Der Zufall will es also, daß das Donezrevier ebenfalls 61 o. H. der sowjetischen Steinkohlenerzeugung produziert. Aber diese Zahl trügt. Kohle ist nicht gleich Kohle. Die übrigen Kohlenvorkommen in der europäischen Sowjetunion und im Ural, also etwa im Gebiet von Moskau oder in der Umgebung von Magnitogorsk, oder' in Kasakstan, liefern entweder gar keine verkokbare Kohle oder in ganz ungenügenden Mengen. Zur Verhüttung von Erzen aber ist eine verkokbare Kohle notwendig. Mit anderen Worten: In der ganzen europäischen Sowjetunion bis zum Ural gibt es keinen Koks zur „Beschickung" von Hochöfen. Mit Mühe und Not wird man einige wenige Millionen Tonnen mobil machen können, aber das ist eben Lpd. Im Verlauf der Kämpfe während der letzten Septembertage erhielt eine Kompanie eines hessischen Infanterieregimentes den Auftrag, die Stärke, Gliederung und Bewaffnung der gegenüberliegenden Sowjets zu erkunden. Nach gründlicher Vorbereitung brach die Kompanie bei Nacht völlig überraschend in die sowjetischen Stellungen ein und vernichtete die Bolschewisten in ihren Unterständen und Erdlöchern durch Handgranaten. Im Anschluß daran kämmten die deutschen Infanteristen eine langgestreckte Ortschaft durch und nahmen eine dem Westrand des Ortes vorgelagerte Höhe. Hier hatten sich die von dem deutschen Vordringen überraschten Bolschewisten soweit gesammelt, daß sie ernstlichen Widerstand leisteten. Im kühnen Schwung wurde der Widerstand hier und in einer nordwestlich der Höhe ausgebauten Stellung rücksichtslos und schnell gebrochen. Mit 120 G e - f a n g e n e n und einem erbeuteten Geschütz kehrte die Kompanie zurück, nachdem sie den Sowjets bei geringsten eigenen Verlusten bluttge Verluste mindestens in Höhe der Gefangenenzahl zuaefügt hatte. Am gleichen Abend schlich sich ein Stoßtrupp einer anderen Kompanie dieses Regiments unter Führung eines Unteroffiziers durch die Horchposten und die erste Linie der Bolschewisten. Mit Handgranaten und blanker Waffe brachen die deutschen Infanteristen in die zweite sowjetische Linie ein. Hier wurden acht Bolschewisten gefangen genommen, sechs fielen im Nahkampf. Beim Rückzug durch die erste sowjetische Linie gab es ein heftiges Gefecht mit den Sowjets, die inzwischen auf den deutschen Stoßtrupp aufmerksam geworden waren. Die deutschen Infanteristen machten in diesem Kampf weitere 15 Gefangene und vernichteten zwei sowjetische Maschinengewehre. Zehn Bolschewisten fielen im Nahkampf. Ohne eigene Verluste kehrte der zahlenmäßig nur kleine Stoßtrupp mit 23 Gesänge- nen und wertvollen Erkundungsergebnissen über Stellungen und Stärke der Bolschewisten zurück. Eine Panzerdivision kämpsle sich dnrch nach Örel. In vier Angriffstagen 220 Kilometer kämpfend gewonnen. Von Kriegsberichter Herbert Hahn. DNB. ... (PK) Nach der Schließung des Feindkessels ostwärts Kiew winkten unserer Panzerdivision ein paar Ruhetage. Das heißt: „Ruhe" ist in diesem Zusammenhang etwas übertrieben; es galt die Flanke nach Osten zu sichern; es galt, Waffen, Geräte und Fahrzeuge instandzusetzen; es galt — wie immer nach dem Kampf — sich rüsten zu neuem Einsatz, zum Angriff in nordost- wärtiger Richtung. Die Sowjets vermuteten von dem neuen Stoß in ihre Front offenbar nichts. Vielleicht glaubten sie, daß nach der Schließung des gewaltigen Feindkessels ostwärts Kiew unser Blick noch immer nach Westen, zu den eingescklossenen Armeen, gerichtet sei. Da aber durchbrachen eines Morgens unsere Panzer die feindliche Linie nach Nordost, vernichteten im ersten Ansturm etwa ein Dutzend Feindpanzer, darunter etliche schwerste, trieben die übrigen vor sich her und stießen tief hinter die gegnerische Linie vor. Die große Straße nach Nordosten w a r u n s e r ; was an Feindkräften nicht vernichtet wurde oder nicht schnell genug zum Rückzug kam, wurde seitwärts abgedrängt und der sicheren späteren Vernichtung ausgeliefert. Was tafs, daß die Nachbarverbände zu beiden Seiten mangels brauchbarer Vormarschwege unser Tempo nicht halten konnten! Wir hatten nur ein Blickfeld: die große Straße nach Nordosten; nur ein Ziel: Vorwärts! Es ging unvorstellbar rasch vorwärts; zumindest dort, wo sich die große Straße (die in unserer Heimat ein mittelmäßiger Feldweg wäre), feindwärts zog. Noch am Abend des ersten Angriffstages wurde die 50 Kilometer entfernte Stadt S e w s k genommen, die von den letzten flüchtenden Feindpanzern hinhaltend verteidigt wurde. Tags darauf fiel der Ort Dmitrowsk, vor dem die Sowjets zahlreiche befestigte Stellungen aufgeben mußten. Von der Flanke wurden indessen 30 Feindpanzer gemeldet; sie haben den Angriff auf die deutsche Panzerrollbahn bis zur Stunde noch nicht gewagt. An anderer Stelle drückten feindliche Jnfanterieeinheiten gegen unsere Dormarschstraße, die sie zu überrennen oder wiederzugewinnen versuchten: Sie hatten Pech, denn gerade Zn jedem (Strumpf ein Loch. Von Ralph Urban. Der Herr ging eine Weile neben Olga und betrachtete ziemlich eingehend ihr Profil. Dann fiel er etwas zurück, um bald wieder auszuholen. Jetzt wird er gleich entern — dachte das Mädchen und beschleunigte den Schritt. Richtig schob er sich auch schon so knapp an sie heran, daß man meinen konnte, sie wären ein Paar. Olga ging noch rascher, der Herr ebenfalls. „Wenn wir so weitermachen", sagte er, „erreichen wir einen Durchschnitt von fünfzehn Stundenkilometer. Ein Glück, daß die Geschwindigkeit für Fußgänger noch nicht polizeilich begrenzt ist." „Begrenzt hingegen ist meine Geduld", sprach Olga. „Ab!" „Trotzdem sind Sie mein aroßes Erlebnis", behauptete der junge Mann. „Mein Name ist Hans Haselmann." „Da kann man nichts machen"", erklang es eisig. „Außerdem schließe ich grundsätzlich keine Bekanntschaften auf der Straße." „Das sagt meine Tante auch. Aber wenn ich Sie hier um einen Tango bitten dürste, wäre vielleicht der Form Genüge getan?" „Sie langweilen mich entsetzlich", zischte Olga. „Wollen Sie mich endlich in Ruhe lasten?" „Gut", sprach der Mann mit Verzweiflung im Kehlkopf. „Ich muß Ihnen nur noch sagen, daß Sie in jedem Strumpf ein Loch haben." Olga zuckte zusammen. „Das ist nicht wahr!" „Doch, ich schwöre!" Das Mädchen sah an sich herab. „Weiter oben", meinte Herr Haselmann. Olga war rot geworden und zog unwillkürlich das etwas kurz geratene Röckchen herab. „Was mache ich denn da?" „Vor allem kein Aufsehen. Dort drüben ist ein Eaf6; ich darf Sie doch einladen?" „Sie sind ein schrecklicher Mensch", seufzte das Mädchen und ging mit. Nachdem sie Kaffee bestellt hatten, nahm Olga die Handtasche und begab sich hinaus, um den Schaden zu besehen. Wütend kehrte sie zurück. Herr Haselmann zog das Genick ein. „Nicht nur, daß Sie mich durch Ihre dreiste Lüge in Verlegenheit brachten", kam es über ihn, „geschworen haben Sie auch noch. Pfui, schämen Sie sich, ich möchte gehen." „Augenblick", flehte Haselmann. „Sie hatten solchen Eindruck auf mich gemacht. Ich mußte Sie kennenlernen. Verzeihen Sie mir daher den kleinen Schwindel. Außerdem war mein Schwur richtig, Sie haben in jedem Strumpf ein Loch." „Wo, wieso?" „Hier!" zeigte der junge Mann aus vorsichtiger Entfernung. „Wenn Ihre Strümpfe keine Löcher hätten, könnten Sie gar nicht hinein." „Entsetzlich albern", seufzte Olga gequält. „Herr Ober, zahlen." „Gleich, nur noch eine Minute", bat Herr Haselmann, „seien Sie doch nett. Ich möchte Sie Wiedersehen." „Ich denke nicht daran." „Aber meine Nummer darf ich Ihnen geben", sagte er und zog die Brieftasche, „vielleicht rufen Sie mich doch an?" „Todsicher", höhnte das Mädchen, „gleich morgen früh." „Um zwei Uhr ist es besser", sagte Haselmann und kritzelte mit seiner Füllfeder auf etwas in seiner Brieftasche, das er dann klein faltete. „Ich habe leider keine Karte, nehmen Sie bitte das hier." Um Ruhe zu haben, nahm Olga das zusammengeknüllte Papier und warf es unbesehen in die Handtasche. Dann stand sie auf. Um Punkt zwei Uhr am nächsten Nachmittag klingelte der Fernsprecher auf dem Schreibtisch des Herrn Haselmann. „Ja, Fräulein Olga?" meldete sich der junge Mann. „Was fällt Ihnen denn ein", erklang es nicht mehr unfreundlich aus dem Hörer, „mir Ihre Telephonnummer auf einen Zwanzigmarkschein zu schreiben? Ich merkte es erst, als ich zu Hause war." „Weil ich ganz richtig hoffte, daß Sie mich dann doch anrufen würden", meinte Herr Haselmann. „Natürlich muß ich Ihnen das Geld zurückgeben", sagte Olga. „Erwarten Sie mich um acht in jenem CafL" Der Stimmungsumschwuna bei Olga war vollkommen. „Wenn ein Mann für ein fremdes junges Mädchen zwanzig Mark riskiert", hatte ihre Mutter nämlich gesagt, „dann lebt er erstens in großzügigen Verhältnissen, und zweitens muß er heftig verknallt fein. Du kannst also ruhig hingehen." Es wurde ein sehr netter Abend. Als er sie gegen Mitternacht nach Hause begleitete, gingen sie Arm in Arm und eng aneinandergeschmiegt. „Ich bin ja so glücklich", flüsterte Haselmann, „daß du gekommen bist — weil ..." Da küßte er ihren Mund. — weil du ohne uM»«nicht leben könntest —, dachte das Mädchen. — weil ich sonst nll^Mußte, wovon ich ohne die zwanzig Mark bis zum Insten hätte leben sollen —, dachte der junge Mann. Und beide waren selig. Aequatornacht in der Mark. Neuartige Züchtungsversuche. Aequatornacht in der Mark? So etwas gibt es doch gar nicht. Wirklich nicht? Nun, wer schon einmal Gelegenheit hatte, die Arbeiten auf den riesigen Versuchsfeldern und in den Gewächshäusern des Kaiser- Wilhelm-Jnstituts für Züchtungsfor- f ch u n g in Müncheberg in der Mark kennenzulernen, wurde eines besseren belehrt. Dort sind nämlich Wissenschaftler in emsiger Forschung seit vielen Jahren tätig, unseren Kulturpflanzen neue Eigenschaften anzuzüchten. Müncheberg ist z. B. die Wiege der Süßlupine. Hier sind Millionen von Pflänzchen chemisch untersucht worden, bis schließlich fünf Pflänzchen herausgefunden worden waren, die keine Bitterstoffe (Alkaloide) enthielten. Bis dahin war nämlich die Lupine als stickstoffspeichernde Pflanze nur als Grün-Dung verwendbar. Das Vieh aber verschmähte die Pflanze wegen ihres bitteren Geschmacks. Das hat sich völlig geändert, seitdem es gelungen ist, aus den ursprünglich entdeckten fünf bitterftofffreien Pflänzchen Zuchtstämme hercmzu- züchten, die ohne Rückfall auch, in den nachfolgenden ^entiin tis und ft Str ijltn M der w s'ch ch ein I schwersten Ausmaßes; um einzelne Stadtteile, wie etwa das Dahnhofsviertel, wurde noch nach Einbruch der Dunkelheit hart gerungen. Ab« die Panzer und die motorisierten Schützeneinhenten, die gemeinsam den Südring um die Stadt gelegt hatten und ins Weichbild eingedrungen waren, ge. feuernd über den hohen Bahndamm kletterten. Was dann kam, war ein Straßenkampf [iit, in i «tau 1 an hundert Stellen brennende Stadtsilhouette zu V, betrachten, während die vordersten deutschen Panzer ....... “ M i)l|l91 1-5 letzte Wedot Damit Lage" litt)en J iÄellr U ke > Mstrafi Mr e ||i nicht M Be: nrs aus Molen Men dort war unser Kradschützenbataillon im Vormarsch, das den Sowjets einen vernichten'! den Empfang bereitete. Die Panzerspitze rollte in- dessen unentwegt weiter vor. Die feindliche Luftwaffe, nachdem dem Gegner unsere Stoßrichtung klargeworden war, tat zwar das äußerste, um sowohl die Kämpfe wie den Vormarsch der Nachschubkolonnen zu stören; unsere Jagdabwehr, untere Flat und die Unerschrockenheit der deutschen Panzertruppe aber wurden auch damit fertig. Die Stadt K r o m y, bereits 170 Kilometer hinter der Ausgangsstellung des Angriffs, fiel am Abend des dritten Tages in deutsche Hand. Unübersehbar waren die Fahrzeuge, Panzerwagen, Geschütze und Munitiontransporte, die der Feind, zerstört oder unversehrt, an der Straße liegen lassen mußte; in langen Reihen zogen die Gefangenen den deutschen Koloynen entgegen. Am Nachmittag des vierten Tages stand die Pan. zerspitze vor der Großstadt Drei und formierte sich zum Angriff auf dieses bedeutende Industrie- und Rüstungszenttum. Noch stiegen auf dem nahen 1 Sowjetflugplatz die feindlichen Bomber auf, um ihre Last über den angreifenden Deutschen abzuladen, noch schoß die gegnerische Artillerie aus der Stadl' heraus auf das südliche Vorfeld; noch brach wildes Schützenfeuer aus den Waldstücken, die Drei rechts^ und links umsäumten. Auf der Bahnlinie, die füb- j lich der Stadt vorbeiführt, bewegte sich noch ein I Sowjetzug, als die deutschen Panzer zum Angrift | anrollten. Die deutsche Artillerie nahm inzwischen I Bahndamm, Stadt und Flugplatz unter schwerstes» Feuer; und es war ein grausam schönes Bild, biei! VT® \tf* st J»’* B-rI liii* vnintej iMelkik iinJ«. wannen stündlich an Boden; und am Morgen des , fünften Angriffstages, nach einem Vorstoß von k'^oot mehr als 220 Kilometer, zog der beutfdjc. Diese 2 Stadtkommandant in Drei ein, in jene Stadt, die frote fml von den Sowjets für eine der großen Basttonen. Qrt vor dem Raum von Moskau gehalten wurde. idien an Neuyork Sitz der kommunistischen Internationale? Schanghai, 21. DEL (Dstasiendienst des DNB.) Wie die hiesige chinesische Zeitung „Tschunghuajih- pao" aus gut unterrichteten Sowjetkreisen erfahren haben will, soll auch die Dritte Internationale angesichts der kritischen Lage Moskaus und der Verlegung der Sowjetregierung bereit sein, ihren Sitz nach sichereren Plätzen zu verlegen, wo ihre Tätigkeit von der Fortdauer des Krieges unberührt bleibt. Es fei beschlossen worden, als eines der neuen Zentren der kommunistischen Internationale Neu- y o r k vorzusehen, wo die kommunistische Aktivität zufriedenstellend fortgesetzt werden könne. Die Angelegenheit sei bereits auf der Moskauer Konferenz besprochen worden. Die Vertreter der USA. hätten inzwischen ihrer Regierung darüber berichtet, und Washington habe stillschweigend zugestimmt. 30-Millionen-Oollar-Kredit für die Sowjetunion. Washington, 21. DEL (Europapreß.) Nach einer am Montag von Finanzminister Morgen- thau abgegebenen ErElärung hat das USA.-Schatzamt der Sowjetunion einen Kredit uon 30 Millionen Dollar gegen künftige Goldlieferungen eingeräumt. Weiter gab der Minister bekannt, daß zum Wochenende sowjetische Goldlieferungen eingegangen sind, mit bene« die Sowjetunion den ihr vor etwa zwei Monate« eingeräumten Kredit von 10 Millionen Dollar abgedeckt hat. Die Abdeckung des neueinqeräumtc« Kredits von 30 Millionen Dollar soll im Laufe eines halben Jahres erfolgen. Washington hat diese« Betrag aus dem Stabilisierungsfonds des Schatzamtes bereitgeftellt Man nimmt an, daß die sowjetische Regierung für diese 30 Millionen vor allen» Kriegsmaterial aller Art in den USA. einkaufe« will. Xnlat Wen de V unter I teils do hr Run 8er ft Nash liroention rwnt)" '-Nischen Mw fiar I In eine ! ch zu mi r (Englan Iren 3a| k USA. * lä nermi üer ,r to schor Ittyen mü »USA..: p 0ps Wort ' ’ungstr t«n Sei mdsuch verstehe W ist 5« Wie Reuter aus Wafhington meldet, erklärte» hohe Beamte des nordamerikanischen Landwirtschafts-Departements, sehr wahrscheinlich müsse dis Sowjetunion in Kürze die Vereinigten Staate« um die Lieferung von Lebensmitteln unho besonders (Betreibe angehen. Dies sei eine Folge Generationen süß geblieben sind. Heute kennt di- deutsche Landwirtschaft nur noch die Süßlupine, bie ein hervorragendes eiweißhaltiges Futtermittel geworden ist. Das ist nur e i n Beispiel aus den mannigfaltige« Pflanzenzüchtungsoersuchen, die in diesem ynftitui vorgenommen werden. Man könnte noch von viele« Erfolgen berichten die unter Auswertung dec neuesten Erkenntnisse der Vererbungsforfchung erzielt worden sind. Darüber wird ein neuer Ufa- Kulturfilm unterrichten, der unter Leitung do« Dr. Ulrich K. T. Schulz entstanden ist: „Pflanzen als Helfer im Vierjahresplan". Aber diese Aequatornacht in der Mark? Nun. auch sie gehört zu den wissenschaftlichen Mitteln, um eine Pflanze zu einem Leben zu zwingen, bas ihc bisher fremd gewesen ist: die ölhaltige Sojabohne zum Beispiel, die für die Margarineherstellung eine wichtige Rolle spielt. Da aber die Sojabohne eine Pflanze südlicherer Breitengrade ist, wollte sie siÄ den Umweltserscheinungen unserer Breitengrade nichtt fügen. Der Tag war ihr zu lang ... In den Trope» bricht nämlich früh am Abend die Dunkelheit Herei« und währt zwölf Stunden. Die Sojabohne ist als« von Natur aus eine Langschläferin". Und bafür fehlten ihr bei uns mit den langen Sommertage» unb ben kurzen Nächten bie entsprechenben Um- roeltsbebingungen. Die Erbmasse empörte sich gegen das viele Licht. Die Sojabohne schoß ungeheuer in® Kraut, blühte zu spät und reifte nur selten. Was tun? Nun, man „schwinbelte" ihr in Müncheberg» den äquatorialen Tagesablauf vor ... Punkt 6 W abends wurden sie „schlafen geschickt". Die Gärtnec in Müncheberg rollten einen auf Schienen laufende« Kasten über die Kulturen. Und dann blieb es bis 6 Uhr früh Nacht ... Auf diese Weise wurden jene Pflänzchen heraus» gefunden, die sowohl bei Kurztag als auch bea Langtag früh reiften, unb die dann bie Eltern jenen Sojabohnen würben, denen das „Schlafbedürfnis der Aequatornacht erbmäßig nicht mehr so sehr zu- setzen konnte, sondern zu brav wachsenden unb ernte» reichen Kulturpflanzen geworden sind, bie sich nllC dem Tagesablauf unserer Breitengrade abgefunbeir haben. H. M* * Fortseh 8ie ein hotte Mb E •taiben 'Ne« f "S* Sei 3°n her Wfi SM Slnm jfer ? flotte iiWen, Mle teAta Ä D VCbe» s K tz K fiel ">» Ein, Der Sowjetunion frei zu bekommen. Das nzvisihr urch Versenkung des einen oder anderen Darnp- Ichwech frs aus feindlichem Geleit zu stören, sondern wie- schen -ß.) 7 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) uie Nb.-scnwesiernbvuai i ««« ----- n .. e:„ erkannten Kranken- und Säugl.ngspflegeschulen des Gaues _e^_ Weitere Auskunft durch das Amt für Volkswohlfahrt, Gauleitung Hessen-Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17. 4363V es M inghuaji! Grundsteuer und Hauszinssteuer bei Kriegsschäden an Grundbesitz Ausbildung: iVijihrige Lernzeit, staatliche Prüfung, praktisches Jahr. Fortbildung: Operation^-, DiiU Säuglingsschwester usw. Aufstiegsmöglichkeiten: Juogschwesternfihrerin, Oberschwester, Oberin. Gehalt nach neuem Tarif. e. • Johann A. Wülfing Berlin SW 68 Einsatz der Relchsbund-Schwester: Krankenhäuser, Sanatorien. Kinderkliniken. Mütter*. Säuglings- and Kinderheime und Krippen, vorbeugende Familienhilfe auf dem Lande, krankenpflege- rische Tätigkeit im Ausland. Werkschwestern. iniM -in % von 0 ertung neuer । lenni^ zlupi"^ >nnittO Damit sind nach den Meldungen von nur vier Lagen wieder über 1 00000 BRT. feind - ichen Handelsschiffsraumes allein durch nsere Unterseeboot-Waffe ausgeschaltet worden. Die urch keine Gegenmaßnahmen zu brechende An- riffskraft der deutschen Unterseeboote ist danach rieber einmal eindeutig erwiesen. Sie begnügen ch nicht damit, die britische Dersorgungsschiffahrt irbe n? |en. einheitki 'M «ilii Wen, t> >rgen it oh vo- r deG Stobt, K BastioiL ■be. Ang, sondern um die Aufhebung des Neu - tralitätsgesetzes durchzusetzen. Die republikanischen Senatoren Austin (Vermont), Bridges stiew Hampshire) und Gurney (Süd-Dakota) brachen eine Vorlage ein, das gesamte Neutralitätsge- sch zu widerrufen, weil dadurch einmal die Moral in England und der Sowjetunion gestärkt, zum andren Japan zurückgehalten'und eine Verwicklung dtr USA. in einen zwei-Ozean-Krieg wahrscheinlich vermieden würde. Die Isolationisten erinnern heran, daß derartige Vorfälle, wie mit dem Zer- Hörer ,Searn y", erwartet werden und keines- solls schon jetzt zu einer offenen Kriegserklärung iiihren müßten. Admiral Pats Stirling jun. schreibt, dis USA.-Flotte befinde sich im Schiehkrieg, wo der- attige Opfer zu erwarten seien. AbhSren türkischer Rundfunksendungen von Briten r erboten. Ankara, 21. Oft. (Europapreh.) In den Haupt- dten derjenigen Länder des Nahen O st e n s, unter britischer Kontrolle stehen, wurde eits vor einigen Wochen das Abhören feindlicher Rundfunksender unter Androhung hoher Ge- gnisstrafen verboten. Wie jetzt in türkischen Re- rungskreisen bekannt wird, wurde von den bri- li|(i)en Behörden angeordnet, daß unter feindlichen ndfunksendungen auch solche aus der Türkei verstehen sind. Auch das Abhören dieser Sen- ßngen ist mit schweren Strafen bedroht. Ud^dwWle*v$eWAJeit sind pharmazeutischoPräporote, die schon seit Jahrzehnten zur Erhaltung der Gesundheit unschätzbare Dienste leisten. Sie erleichtern das Leben und schützen vor manchem Ungemach. Unsere Präparate haben in allen Teilen der Welt zahllosen Menschen geholfen. SANATOGEN FORMAMINT KALZAN noch i Angri- ruette - n erten. ikoinf 'e Sich Ä !>- ÜO ! sichln. Ilm r Leben auszugleichen, das bis dahin friedlich und gradlinig verlief. — „Entschuldige, Karin. Ich muß doch eben einmal feststellen, ob ich die Richtung habe!" unterbrach Günther, als sie, mütterlich besorgt, sich nach seinem Befinden erkundigte. Sie wurde sich selbst böse, als ihr plötzlich zum Bewußtsein kam, daß Günther nun seit langen Stunden am Steuer saß, immer voller Wachsamkeit und Anspannung, während sie, ungewohnt des stürmischen Ablaufs der Ereignisse, vor Müdigkeit eingeschlafen war. Wie konnte sie auch nur eine Sekunde lang die Augen schließen, während unter ihr ein Kontinent wie ein Filmstreifen ablief, Gebirge sich mit Sandwüsten und Steppen ablösten, Urwälder und ausgedörrte, silberglitzernde Salzflächen wie ein bunter Bilderbogen vorüberglitten. Dazwischen kauerten die Lehmhütten der Negerdörfer, kleine Städte mit weißen Moscheen. Irgendwo wirbelten Hunderte von Elefanten Staub auf, um aus dem Busch an die Wasserstelle zu kommen, stürmten Riesenherden von Gnus oder Büffeln, aufgeschreckt durch den rasenden Lärm der Motoren, die hochgepeitschte Angst selbst, über den Sand. Giraffen stelzten grotesk im Galopp in das hohe Riedgras, Gazellen flogen wie Pfeile über die Buschinseln, die sich wie dunkle Flecke von dem Hellen Sand abhoben. Es war alles so neu und wunderbar für sie, daß sie Stunde um Stunde sprachlos, voll innerer Ergriffenheit hinunterschaute. Nicht weniger aber war sie fast demütig beglückt, daß sie in einem weißen Riesenvogel über all diese Schönheiten und Seltsamkeiten hinschweben konnte, daß Günther neben ihr mit der größten Ruhe zwischen Fort Lamy und Khartum peilte. An nichts konnte sie ausmachen, ob er das Steuer um einige Grade drehte, oder ob die Maschine wie immer geradeaus flog. Im Grunde war es etwas Herrliches, sich unter dem Schutz und in der Kraft eines Menschen zu wissen, dem endlose Räume nur dazu vorhanden schienen, um durchquert zu werden, dem die Zeit nicht mehr galt als eine Brücke, auf der er von einem Weltteil zum anderen gelangte. Sie hätte Günther etwas über alle Maßen Liebes sagen und Gutes tun wollen, so dankbar schlug ihr Her;.____________________________ Llniformiräger und Reichskleiderkarte Weitere Einzelheiten. , erflfa Santo" :en test ö emeB Einsatz der NS.-Schwester» _ . NSDAP, und Ordensburgen Der Kapitän, mit dem er auf einer Karte den Weg, den er weiter verfolgen wollte, besprach, staunte nicht einmal so sehr über dis Leistung des Deutschen, als vielmehr über die Zumutung Günthers, ein junges Mädchen wie Karin einer solchen Hetzjagd auszusetzen. Er tat es mit so viel Scharm und einem galanten Lächeln, daß Karin rot wunde und protestierte. Auf sie brauche man keine Rücksicht zu nehmen. Aber erst nach einem Lunch, bei dem der italienische Offizier viele Worte zum Lobe Deutschlands und auf die große Freundschaft ihrer beiden Führer sprach, und Günther keineswegs schüchtern, sondern — Karin bewunderte ihn wieder einmal — elegant sich bedankte und mit ein paar kühnen Gesten dem Kapitän antwortete, wurden sie endgültig entlassen. Winkende Hände, im Winde sich leicht wiegende Palmen, weiße, blendende Häuser blieben zurück, als Karin noch einmal hinunterschaute. Schnurgerade Chausseen tauchten auf, lange Kolonnen von Lastwagen schleppten sich quer durch die Wüste, die sich nach einem harten und unerbittlichen Willen aufschließen und verwandeln sollte in blühendes Land für Tausende italienischer Kämpfer. Geometrisch angelegte Siedlungen, verstreut und doch um einen Kern geschart, teilten die Landschaft in riesenhafte Gevierte, hinter denen sich wieder das unbebaute Land, auf neue Siedler wartend, dehnte. Auch Karin fühlte sich jetzt von einer merkwürdigen Erregung ergriffen. Langsam zerfiel Afrika unter ihr. Europa, das sie nur aus den Erzählungen ihres Vaters, aus Andeutungen auf dem Merckhof kannte, in dunklen Erinnerungen von der Schule her hatte, tauchte mit dem unendlichen Blau des Mittelmeeres vor ihr auf. Europa — Deutschland —, das alles hatte den geheimnisvollen Schimmer des Unbekannten für sie. In Deutschland und Italien ist etwas Neues aufgebrochen, etwas Großes und Gewaltiges, das wie ein Sturm über die Welt hingeht und sich auch einmal über Deutsch-Ostafrika ausbreiten wird. (Fortsetzung folgt.) Karin Grunelius Roman von GuiöoK.Vranü Kr, 4 ie «f« l, bend ik 'erseht 'He w °" Mite; j torgu >.4.-Sch§ bit v' je Soll , ber 5 ijetifp mit bi« i Mock Dollar i igeräuto ?aufe ei'! hat di! les A-1 ß bie I» , vor aü' emfto! pstu>. Irf* Dlitidv teW; »WA nÄ denU 0 flirr' leubtH v M :5, blieb ktzten Meldungen bewiesen haben — vor dem Zu- jriff der deutschen Unterseeboote ebenfalls nicht lehr sicher sind. Dort ift bekanntlich vor kurzem uch ein britischer Zerstörer durch ein deutsches Un- rseeboot versenkt worden. Diese Dernichtungsschläge der deutschen Untersee- iote sind für Churchill besonders bitter in einer eit, in der das Ausbleiben von Nachrichten aus loskau das Ende des bolschewistischen Bundesge- raffen an kündigt. Der Kampf um das Neutralitätsgeseh Washington, 21. Oft. (Europapreß.) Die in- ilrventionistischen Senatskreise benutzen den ^earny"-Zwischensall nicht nur, um eine Aende- Sie beobachtete, daß seine Lippen ganz blaß und leblos waren und hatte selbst das Gefühl, schrecklich durstig zu sein. „Willst du etwas trinken?" fragte sie besorgt. — „Nicht nur das! Frühstücken will ich!" lachte er. Mit dem Ergebnis seiner Peilung schien er zufrieden zu sein, denn er kümmerte sich nach Einstellung des Selbststeuergerätes kaum um die Maschine. „In zwei Stunden hoffe ich in Kufra zu sein. Vielleicht, daß wir Tripolis gar nicht brauchen. Das wäre eine Verkürzung von mindestens dreihundert Kilometer bis zur italienischen Küste." Karin verstand nicht viel von dieser technischen Geographie. Sie hatte sich in seine Hand begeben und fühlte sich wohl neben ihm. Unterdessen hatte sie aus einem Koffer, der mit anderen hinter ihrem Sitz aufgebaut war, Zwieback, Schokolade, Zitronensaft und Zucker genommen, träufelte den Saft auf ein paar Stücke und reichte sie Günther hinüber. Achtlos schlürfte er knabenhaft, kaute ohne Geschmack. Diel wichtiger schien ihm die Möglichkeit, daß er nicht nach Tripolis zu fliegen brauchte. „Aber die Engländer in Khartum haben dich doch dort angekündigt!" warf Karin ein, obgleich sie weder für noch gegen eine Landung war, einfach aus dem Grunde, weil sie sich keinen Begriff davon machen konnte. — „Dann bestellen wir eben unser Kommen ab!" Ohne sich lange zu besinnen, rief er auf dem ihm bekannten Zeichen den Flughafen von Tripolis an und verständigte sich mit dem Kommandanten. Einige Zeit später kam Kufra in Sicht, nach dem furchtbaren Einerlei der Wüste endlich Palmen, menschliche Siedlungen, Leben. 5. Trotz des fast leidenschaftlichen, mit südlichem Temperament gefeierten Empfanges wollte Günther nicht lange bleiben. Plötzlich hatte es ihn wie ein Iagdsieber gepackt, das alle Müdigkeit überwand. Er legte sich nur zwei Stunden in ein kühles Zimmer und war gegen elf Uhr schon wieder auf dem Startplatz. Zwölfhundert Kilometer hatte er sich von hier aus bis Sizilien errechnet, wenn ihn keine Abdrift auf dem Mittelmeer zu Umwegen zwang. Die Wettermeldungen lauteten günstig. In sechs Stunden mußte er Modica erreicht haben. nähme von Schirmmützen für Männer, Burschen und Knaben ausgedehnt worden. Auch für Trauer- Hüte gilt die Kleiderkartenpflicht. Die Liste der nichtbezugsbeschränkten Waren hat eine Erweite- runa erfahren durch Aufnahme einiger Leder- artirel Hinzugekommen lind Ledergürtel und Kleidung aus Fischleder. Kleidung aus Gummi oder Austauschstoff ohne Spinnstoffe war bisher punkt- frei. Jetzt sind auch die Regenmäntel aus Austauschstoff punktpflichtig, jedoch nur mit der halben Punktzahl. Pelzwaren wurden bisher punktfrei albgegeben und repariert. Jetzt sind bei der Abgabe und bei der Reparatur von Pelzwaren für das Futter so viel Punkte abzutrennen, als der verwendeten Menge Futterstoff entspricht. Des Verlustes des reichen Getreidegebietes der llkraine. Die Beamten erklärten, daß das Getreide nach W l a d i w o st o k geschickt werden solle, um |bas sibirische Getreide für den europäischen Teil di« nette v. trie« lux 1 nah, unii- bzuladk, er 6fti mißt tel rch ■ dielü erholen auch ihre Angriffe gegen einen einmal i-faßten Geleitzug mit Härte und Zähigkeit. Hinzu kommen noch die empfindlichen Kriegs- chiffs Verluste der Briten, wie die anläßlich .'S letzten Angriffes im Nordatlantik gemeldete ersenkung von zwei britischen Zerstörern des Gents und eines britischen Bewachungsfahrzeuges in 2t Straße von Gibraltar, die — wie die Aus der Stadt Gießen. Das Tagebuch. Dor mir liegt em Tagebuch. Es ist etwas besonderes daran, denn es wurde von einer ganzen Schule geschrieben. Buben und Mädel einer Schule erzählen darin ihre Ferienerlebnisse. Um die Blätter haben sie Einfassungen von bunten steifen Blümchen gemalt und zwischen ihre Berichte haben sie Bilder geklebt, deren Unterschriften etwa lauten: „Mein Bauernhof" — „Unser Ferienheim" — „Unser Badeweiher" — „Meine Ferieneltern" — ..Meine Freundin Rest" — „Der Hofhund Karo" usw. Da erzählen sie von ber Reise ins unbekannte Ferienland, von der Ankunft, von ihren vielfältigen Erlebnissen, von neuen Freundschaften und fröhlicher Gemeinschaft im Erholungsheim. Und von dem immer ein bißchen bitteren Abschied. Der kleinen Barbara hat am meisten das gute Essen imponiert. Getreulich zählt sie auf, was es da alles gab. „Einmal hatten wir Pfannkuchen mit Preiselbeeren, da hab ich mir den Bauch vollgestopft." Bloß die Puddingsuppe hatte sie „dick". Der 12jährige Wolfgang war auf einem großen Bauernhof. „Ich ging den ganzen Tag mit dem Sepp. Das war der Großknecht und mein Freund. Wenn ich groß bin, werde ich Knecht beim Bauern." Die Grete kam in eine Kuranstalt. „Es war ein ganz richtiges Bad, wo immer viele Leute hinkommen. Wir wurden jeden Tag ein paarmal geduscht. Zuerst hab ich gekrischen, aber dann gefiel es mir sehr gut . . Franzl hatte sich besonders mit dem Schäfer des Dorfes ange-freunöet. „Der wußte viele schöne Geschichten. Sein Hund mochte mich zuerst nicht leiden, aber^bann mochte er mich sehr gern. Wenn sich ein Schaf verlaufen hatte, dann gingen der Hund und ich es immer suchen." Für Willi war das größte Erlebnis bie Dorfschmiede. „Der Schmied war sehr freundlich unb hat mir immer alles erklärt. Einmal Durfte ich mit ber großen Zange das glühende Eisen halten. Wie er aber zuschlug, bat es mich tüchtig herumgebeutelt." Fast jeder dieser Berichte schließt mit einem bedauernden: „Es war schade, als die schöne Zeit herum war. Es war meine schönste Zeit, bie ich nie vergessen werde in meinem ganzen Leben." Run ein Leben ist lang. Dieses Leben birgt noch soviel in sich für diese jungen Menschenkinder, daß wohl auch das größte Erlebnis ihrer frühen Jugend darüber in den Hintergrund treten wird. Eines aber wird nicht verloren gehen: Die neue Kraft, die gestärkte Gesundheit, der Zuwachs an Lebensfrische unb Lebensmut, die diese Kinder dem Erholungswerk der NSD. verdanken. Ida Bammert-Ulmer. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19 Uhr „Veit Stoß". — Gloria- Palast, Selte^sweg: „Komödianten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe, Männer und Harpunen!" — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 23. Oktober 1941, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Flugmodell-Veraleichsfliegen im Dienst des KWHW. Der Sturm 6/75 des NS.-Fliegerkorps veranstaltet am Sonntag, 26. b. M., von 10 Uhr bis 16 Uhr ein Flugmodell-Dergleichsfliegen auf den Wiesen hinter dem Gericht. Außer den Segelflugmodellen werden Nurflügel-, Enten- und Motorflugmodelle vorgeführt. Die Veranstaltung wird durchgeführt im Rahmen der zweiten Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk. Verdunkelungszelt 22. Oktober von 18.11 bis 7.57 Uhr. 3n vier Tagen über 1OOOOO BRT. Berlin, 21. Oktober. (DNB.) Innerhalb weni- ger Tage verzeichnete bie deutsche Unterfee« loots-Waffe den zweiten glänzenden Erfolg Während am Wochenende die Versenkung von zehn eindlichen Schiffen mit zusammen 60 000 BRT., barunter drei Tankern, gemeldet werden konnte vermerkte der Dienstag-Bericht des Oberkommandos er Wehrmacht neuerlich einen erfolgreichen Schlag ber deutschen Unterseeboote. Sieben feindliche Handelsschiffe mit zusammen 38 200 3RT. sind diesmal das Ergebnis. Dazu kommt och die schwere Beschädigung des britischen Wal- wgschiffes „Svend Foyn" von 14 596 BRT. durch lujrpebotreffer. In Verbindung mit der Ausgabe der dritten Reichskleiderkarte hat der Reichswirtschaftsminister die Verordnung über die Verorauchsregelung für Spinnstoffwaren in einigen Punkten geändert. Wie bisher erhalten Verbraucher, die von einem öffentlichen Bedarfsträger ober von einer Anstalt voll mit Bekleidung versorgt werden, keine Reichsklerder- karte. Neu ist die Bestimmung, daß die Reichs- kleiderkarte binnen drei Tagen bei ber Kartenstelle abzugeben ist, wenn jemand in ein solches Der- sorgungsverhältnis eintritt. Bisher betrug diese Frist einen Monat, bei Einberufung zur Wehrmacht sogar drei Monate. Bei Beendigung des Dersor- gungsverhältnisses erhält der Verbraucher die Reichskleiderkarte nach Abtrennung derjenigen Anzahl von Bezugsabschnitten, die auf den. Zeitraum der vollen Versorgung anteilsmäßig entfällt. Verbraucher, die teilweise mit Bekleidung versorgt werden, erhalten die Reichskleiderkarte. Verbrauchern, die zum Tragen einer Uniform verpflichtet sind, können von den vorgesetzten Dienststellen Uniformbezugscheine erteilt werden. Bei Verbrauchern, die teilweise mit Bekleidung versorgt werden oder Uni- formbezugscheine erhalten, werden die Bezugsrechte der Reichskleiderkarte entsprechend verringert. Neu ist ferner die Bestimmung, daß im Wege der 23er- fteigerung oder des zwangsweisen Verkaufs bezugsbeschränkte Spinnstoffwaren nicht an 23er- braucher abgegeben werden dürfen, auch nicht gegen Bezugsberechtigung. Zur neuen Neichskleiderkarte ist ergänzend mitzuteilen, daß außer Bekleidungsgegenständen wie bisher buntgewebte und bedruckte Tischdecken, Gedecke und Mundtücher aus Kunstseide und Zellwolle sowie Handtücher und Frottiertücher auf Punkte bezogen werden dürfen. Im übrigen gibt es Bettwäsche und Bettwaren, Tisch-, Haus- und Küchenwäsche, Decken, Vorhänge und Gardinen, Dekorationsstoffe und Oberbekleidung aus Leder nach wie vor auf Bezugschein. Die Punktpflicht der Hüte ist auf Kopfbekleidung jeder Art mit Aus- stücke erst bann fortgeschrieben, wenn ein Ersatzbau errichtet wurde oder wenn feststeht, daß ein Ersatzbau nicht errichtet werden wird. War bas zerstörte Gebäude steuerbegünstigt, so ist die Vergünstigung auch für den Ersatzbau zu gewähren, wenn es sich um ein Gebäude derselben Art handelt. An Billigkeitsmaßnahmen bestimmt der Erlaß: Der Steuerschuldner bat die laufende Grundsteuer und etwaige Steuerrückstände aus den Entschädigungen und Beihilfen zu entrichten. Besondere Bllligkeitsmaßnah- men wegen Ertragsminderungen kommen aus Anlaß des Sachschadens nur dann in Betracht, wenn die Einnahmeausfälle usw. durch die Entschädigung nicht voll oder nicht mehr gedeckt werden. Die Entschädigungen und Beihilfen können nicht sofort nach Eintritt des Schadensfalls festgesetzt und ausgezahlt werden. Die Gemeinden haben daher vor der Auszahlung im erforderlichen Umfang Stundung zu gewähren. Für die H a u s z i n s ft e u e r gelten die vorstehenden Anordnungen sinngemäß. Neubauten unb durch Umbauten ober Einbauten neugeschaffene Gebäude, teile, bie als Ersatz für kriegszerstörte Gebäude ober Gebäudeteile aus dem jetzigen Krieg errichtet werden, sind nach dem bestehenden Recht hauszinssteuerfrei. Gebäude oder Gebäudeteile, die der Hauszins- fteuer unterliegen und im jetzigen Krieg zerstört worden sind, müssen deshalb in jedem Falle hauszinssteuerfrei gestellt werden. Diese Freistellung ist von Amts wegen durchzuführen, wie der Minister bestimmt. Reich ersetzt bei Kriegsschäden an Grundbesitz dem geschädigten Eigentümer nicht nur bie Kosten der Instandsetzung oder des Wiederaufbaus, sondern auch den sogenannten Nutzungsschaden zum Ausgleich entgangener Einnahmen und zusätzlicher Ausgaben. An Unternehmen ber gewerblichen Wirtschaft, deren Betrieb wegen eines Kriegsschaden- s'alls ganz oder teilweise stillgelegt werden mußte, können an Stelle der Entschädigung Beihilfen zur Deckung der fortlaufenden Betriebskosten für die Dauer ber Stillegung gewährt werden. Beihilfefähig sind u. a. die auf betriebseigenen Grundstücken lastenden Steuern. Wenn hiernach ein materieller Schaden bei Kriegsschäden an Grundbesitz in keiner Weise unberücksichtigt bleibt, kann die steuerliche Behandlung von dieser Tatsache ausgehen. Der Reichsfinanzminister hat deshalb gemeinsam mit dem Reichsinnenminister eine Regelung zur Grund- unb zur Hauszinssteuer getroffen. Für bie ©runbfteuer gilt hiernach: Sachschäden, die in einer Beschädigung von Grundbesitz, insbesondere von Gebäuden bestehen, sind aus Gründen ber Derwaltungsoereinfachung steuerlich nicht zu berücksichtigen. Die Besteuerungsgrundlagen gelten weiter. Billigkeitsmaßnahmen sind möglich. Werden beschädigte Gebäude in einem anderen Umfang wiederhergestellt ober durch die Instandsetzung erheblich verbessert, so sind die Besteuerungsgrundlagen nach den geltenden Vorschriften fortzuschrei- ben. In den Fällen, in denen Gebäude zerstört wor. den oder als völlig zerstört anzusehen sind, werden die Besteuerungsgrundlagen ber betroffenen Grund- r n a tio> •(aus ml sein, Ihr» , wo i‘r. unberük der neu» ile Dien AW , Die Ük Konfkn: >A. M chtet, wi nt )if W\ di-S I, m Schwesteradienst - Berat und Schule fur’s Leben u „A A«, Rpfrfisbnnd der Freien SAwestern und Pflegerinnen e. V. stellen lautend junge Mldel und Frauen im Alter von 18 bii 88 Jahren all Lernschwestern in den staatlich an- Die NS.-Schwesternschaft und ner Gaoeg ein. — Weitere Ausbildungvsiätten im übrigen Beichsgebiet werden durch die Keicbsdienststellen der Schwesternschaften Berlin W 62. KurfürsUnstraße 110. vermittelt Wie ein Wunder schien Karin bas alles. Noch nie- itcls hatte sie einen Sonnenaufgang zwischen Him- itt( unb Erde erlebt, noch niemals glaubte sie, der lerbenben Nacht, bie sich im Westen noch mit langen vkhatten festhielt, unb dem Aufblühen ber Frühe 1° nahe gewesen zu sein. öon ber Sonnenglut übergossen lehnte Günther tfcas zurück. Der stark gewölbte Rücken brückte ille Müdigkeit aus, bie sich in ber ftunbenlangen Wtrengung nächtlichen Wachens am Steuer in ihm «izesammelt hatte. Das stammende Rot übertönte tit Blösse seines Gesichts, aber der Widerschein in Itt Augen blieb in einem leichten Schleier seines kckes hängen. (Er hatte Karin geantwortet. Warum sollte er chr kirn böse sein, wenn es ihr gutes Recht war, die ^>cht schlafend zu verbringen? Waren die letzten Saje mit den Vorbereitungen, bie schnellen Entlasse für manche Dinge, die sonst Tage der Reife beuchten, bie langen Unterhandlungen, bie sie mit ihttm Vater in der Merckschen Familie über tausend ith abertausend Dinge hatte, nicht zu viel für sie. welch rührender Aufmerksamkeit hatte sie ihm gehört, wenn er mit geometrisch geraden Linien einer großen Karte, die bis an die Nordsee tilgte, ben Weg aufzeichnete, ben sie nehmen rour= kti ... vom Meru aus über Nairobi nach Norden ks Khartum, dann schräg durch die Libysche Wüste hd) Tripolis, hinüber an das italienische Ufer, über 8o-n, Mailand. München nach Berlin, wo er sich pri dem Rangsdorfer Flugplatz angemeldet patte. lausende von Kilometern wurden hier mit einer litten Handbewegung über Kontinente gezogen. wenigen Tagen sollte sie zum erstenmal in ihrem ^len jenes Land sehen, aus dem ihr Vater, ihre । »utfer stammten — Deutschland. Dirklich, es gehörte viel Kraft unb Liebe eines folgen Herzens dazu, um biefen Einbruch in ein 6 GX sind gut und ein besonderer Genuß von A-Z Sie hält, was ihr Name verspricht, sie ist wirklich mild! Med. teckn.Assistentin sucht für möglichst sofort Zimmer mit oder ohne Verpflegung. Schr. Ang. imt. 03503 a. b G.A. Zur Uhr das schöne Band Medizinerin sucht schönes Zimmer mitHeizungzum 15. November. Schr. Ang. unt. 03524 a.d. G.A. Gesucht für sofort oder 1. November einte Zimmer m. Zentralheiz., fliehend.Wasser, Bett,Tisch,Chai- selongue.Wäsche wird aestellt. Rau Wenöelftein. Schriftl. Angeb. unter 03518 an d. Giek. Anzeig. T)HI1EAVJDER der Universitätsstadt Gießen Taittcke meine moderne 6-Zim.-Wokmg. mit Bad, Heiz., Warmwass - Versorgung, in best. Wohnlage u. ge- vflegt.Hausegeg EiD.auiiiienhaos i 6 Zimmer) od. gleichwertige ö Zimmer-Wohn. Schriftl. Angeb. unter 43600 an d. Gieh. Anzeig. MEMPHIS 4 Pf. HI. SORTE 5 Pf. NIL 6 Pf. Kaufe Stutzflügel Pianos J Beschreib ing und Preisangebote an R. Schönau Bahn'-ofstraße 76 Tel. 3269 Plötzlich und unerwartet verstarb mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager August Heß, Schreinermeister im 63. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Elise Heß, geb. Hanltsch Georg Heß und Frau Erna, geb. Datz Hermann Fröde und Frau Elisabeth, geb. Heß Walter Schafmeister u. Frau Emmi, geb. Heß und 2 Enkelkinder. Gießen 'Grabenstr. 11), Brooklyn, Wißmar, Nürnberg. Beerdigung Freitag, 24. Oktober 1941, 14 Uhr. 03528 Heute nacht verschied nach längerem Leiden im Alter von 67 Jahren meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwägerin Frau Katharine Mack, geb. Maid Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Mack, Förster 1. R. Hausen, den 21. Oktober 1941. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 23. Oktober, nachmittags 2.30 Uhr statt. 03520 Klavier zu laufen gesucht. (4168D