Montag, 22. September Ml Gietzener Anzeiger Sonntag? und feiertags Ombtanichrist: „Anzeiger" Somckeck 1168« &rantf*/3R. titraf Oeseis Hauptstadt in deutscher Hand ht ke 1854 D itmadjuri! 3911A | ileinoeriei 8.0f(o6fi 3918D chen. weitere 51 Sowjetpanzer. Blick aus Kiew Unser Bild zeigt den Stadtteil Podol der ukrainischen Hauptstadt. — (Scherl-Archiv-M.) /IIN ■RE len Kiew auf dem Westufer des Dnjepr durch- Wochen. 3n kühnem Angriff drangen sie am geftri- pa Tage zusammen mit dem weichenden Gegner r die Stadt ein und hißten auf der Zita- illch. 1941 fin) 1941 M 3m Zusammenwirken mit Verbänden der Kriegsmarine und der Luftwaffe haben Truppen des Heeres Mitte September die der Rigaer Bucht vorgelagerten 3nfeln Worms und Moon genommen. Aus eigenem Entschluß stieß am 16. September der Hauptmann Pankow mit seiner Kompanie von Moon her über den vom Feinde teilweise zerstörten Damm auf den Ostteil der 3 n s e l O e s e l vor. Mit diesem Handstreich schuf er die Voraussetzungen für die im Gang befindlichen erfolgreichen Kampfhandlungen zur Eroberung der 3nsel. Die Luftwaffe bombardierte auch in der vergangenen Rächt Odessa und Moskau. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt versenkten Kampfflugzeuge in der Rächt zum 20. September aus einem Geleitzug o st - w ä r t s Hutt zwei Handelsschiffe, darunter einen Tanker, mit zusammen 17 000 BRT. Am Tage wurde vor der englischen Südostküste ein weiterer Frachter durch Bombenwurf schwer beschädigt. 3n Rordafrika griffen deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 19.9. die Oellager von Suez sowie Hafenanlagen von Port Said und Alexandria mit guter Wirkung an. Der Feind flog in der letzten Rächt mit schwachen Kräften nach Rorddeutschland ein. Einzelne Flugzeuge drangen bis in die Umgebung der Reichshaupt st adt vor. Durch Bombenwurf auf Wohnviertel in Stettin hatte die Zivilbevölkerung geringe Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie schoß zwei der britischen Bomber ab. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 2L. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt lekannt: 3u mustergültiger Zusammenarbeit haben Ver- lriude des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine einen neuen bedeutsamen Erfolg erzielt, trensburg, die Hauptstadt von Oesel, wurde h entschlossenem Zugriff genommen. Koon und Oesel sind damit fest in unserer aud. Rur noch versprengte Teile der Besatzung tun Oesel befinden sich im Westteil der 3nsel. 3hre lernichtung steht bevor. Oer Handstreich auf Oesel. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, )41 ,H. i - V Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt rgäste' be bttannt: d anbei? i Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, hatten berichtig» | 'nfanteriedivisionen des deutschen Heeres, von der rderung- Luftwaffe unterstützt, nach mehrtägigen Kämpfen W- Dt» stark ausgebauten Befestigungsgürtel indessen die Sturmpioniere die Boote wieder gewendet haben im feindlichen Feuer und die lange Fahrt ans andere Ufer wieder antreten, die nächsten Kompanien zu holen. Verwundete bringen sie mit und manchen Kameraden auch, der nun stumm für immer ist. Die ober die erste Fahrt überstanden otte Führung der sowjetischen Truppen geflüchtet mr, warf die gesamte Besatzung die Waffen weg nb gab den weiteren Widerstand auf. Wie gleich- rifig durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde je Stadt Poltawa, 120 Kilometer südwestlich will die Fahrt dünken. Nicht jede Seefahrt ist „lustig". Das Boot tanzt und stampft, die Bugsee kommt über, kein trockener Faden mehr am Leibe. Man lugt vorsichtig über Bord: Backbord und steuerbord pflügen andere Boote die See, Trümmer treiben auf ihr hier und da. Jetzt sind wir im Bereich des feindlichen Feuers. Deckungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Ruhig und gelassen aber stehen die beiden Sturmpioniere am Steuer. Regenböen rauben fast die Sicht. Fertig zum Absprung, rein ins Wasser, denn der steinige Sttand verbietet das Anlaufen. Schmal und eng zwar ist noch der Brückenkopf. MGs. rattern, Gewehre knallen, noch konnten die schweren Massen nicht übergesetzt werden. Aber sieggewohnt erringt das Regiment Schritt um Schritt. Wie Habichte stürzen sich dort vorn Zerstörer und Bomber auf die feindlichen Nester uni) schaffen der Infanterie Lust. Verstört kommen hier und dort einige Bolschewiken zum Vorschein. Im übrigen aber wehren sie sich weiterhin zäh und verzweifelt. Es nutzt ihnen nichts, der Brückenkopf wird gehalten und 'Schritt um Schritt erweitert. Als der Abend sinkt, steht es fest: der Feind weicht dank des Opfermutes der unvergleichlich tapferen Sturmpioniere und Infanteristen der ersten Wellen beim kühnen Sprung über See. gegen die baltischen 3nseln eingeleitefen Operationen. Die Luftwaffe versenkte nordwestlich der Krim ein Vorpostenboot, ein Kanonenboot sowie drei Handelsschiffe mit zusammen 10 000 BRT. und erzielte Bombentreffer auf einem sowjetischen Torpedoboot. 3m Kampf gegen Großbritannien belegten starke Kampffliegerkräfte in der vergangenen Rächt hasen- eiurichtungen und Versorgungsbetriebe von Southampton mit Bomben schweren und schwersten Kalibers. Treffer in Lagerhäusern, Docks und militärischen Anlagen der Stadt richteten beträchtliche Zerstörungen an. Line Reihe größerer Brände wurde beobachtet. Andere Kampfflugzeuge griffen mehrere Flugplätze sowie Hafenanlagen in Süd- und Ostengland an und versenkten nordostwärts The Dash einen Frachter von 4000 BRT. Ein weiteres größeres Handelsschiff wurde bescha- digt. 3m Kanalgebiet verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tag bei einem wirkungslosen Angriffsversuch 39 Flugzeuge, davon wurden 35 durch 3äger, vier durch ZHarine- DRB. AusdemFührerhauptquartier, 7. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Hanni: 3m verlaufe der o stwärts Kiew in Gang b findlichen Umfassungsschlacht haben die Armee Vs Generalfeldmarschalls v. Reichenau und die Panzerarmeen der Generalobersten v. K l e i st und 4 u d e r i a n starke Teile des umzingelten Feindes vernichtet und jetzt schon über 1 50 000 G e- |i n g e n e eingebracht sowie 151 Panzer- hmpfroagen, 602 Geschütze und unübersehbares fknstiges Kriegsmaterial erbeutet. Die Zerschlagung biT restlichen Teile des eingeschlossenen Feindes ist in v:Bern Gange. Weitere große Zahlen an Gefangenen und Beute stehen zu erwarten. DNB. ... 20. Sept. (PK.) „Die Artillerie unterstützt das Unternehmen durch einen Feuerschlag aller Kaliber. Die, Luftwaffe sichert den Luftraum mit Jägern. Kampfflugzeuge und Bomber greifen die befohlenen Ziele an. Kräfte der Kriegsmarine sichern von See her." „Noch eine Frage ...?" Nein ... es war alles klar. Und morgen in aller ng Darlehnfr oßhändler^ mber 1941 jiM1 M Die Llmfassungsschlacht ostwärts Kiew. gefomS Starke Teile des umzingelten Heindes vernichtet. — lieber 150 000 (Sef attgene. s.nnnhff r .. ...... — ... . ~ . Mitnahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags Anzeig en-Breiie: Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terl^eil 50 Rpf. le mm bei* 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüffe Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/* mehr in zurückweichende Marschkolonnen der Sowjets Hinein und fügten ihnen schwerste Verluste zu. In diesen Kämpfen, die zur r e st l o s e n Einschließung der Sowjets im Dnjepr- und Desnabogen führten, sind die Gefangenen- und Beutezahlen ständig im Anwachsen. Die Aufklä- ungsabteilung einer deutschen Infanteriedivision stieß am 19. 9. ostwärts des Dnjepr 40 Kilometer überbie eigene vorderste Linie hinaus vor. Trotz schwierigsten Geländes und beträchtlichen Widerstandes der Sowjets känzpfte sie sich weiter vor, erreichten einen wichtigen Feldflugplatz der Sowjets und brachten ihn nach kurzem harten Widerstand des Flugpersonals in ihren Besitz. Ostwärts des Dnjepr vernichtete in diesen Tagen eine deutsche Infanteriedivision ihren 300. Sowjetpanzer. Sowjetische Panzerabteilungen, die in den Kämpfen um Poltawa versucht hatten, durch massierten Angriff sich aus der Umklammerung zu befreien, schlug ein so heftiges deutsches Abwehrfeuer entgegen, daß ein Sowjetpanzer nach dem anderen mit gesprengten Gleisketten und zerschossenen Türmen brennend liegen blieb. In diesen Kämpfen vernichtete eine deutsche Infanteriedivision W Ad Sprung über See nach der Insel Moon Von Kriegsberichter Hermann Brüning. Dü6 Asowsche Meer erreicht. DJ1B. AusdemAtihrekhaliptquariler, M. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bifannt: Am Südflügel der deutschen Angriffsfrovt wurde i)»s Asowsche Meer erreicht. Voraussetzung hierfür war der heldenhafte Einsatz einer 3nfanterie- frinifion, die den Uebergang über den breiten Unter- louf des Dnjepr bei Verislaw — 60 Kilometer »ndostwärts Cherson — unter schwierigsten Ver- hrltnissen erkämpft und allen Gegenangriffen zum oh gehalten hatte. .. Die Vernichtung des im Raume ostwarts »>d südostwärts Kiew eingeschlossenen Geg- mrs schreitet fort. Die deutschen Verbände, die von ! Hasten her in Kiew eingedrungen waren, stießen ittieieNe*.9S*«Itra6t 7-9 Frühe würde das tollkühn scheinende Unternehmen gegen den Feind auf der Insel Moon starten. Vieles war bei feiner Vorbereitung zu bedenken ... Heer, Luftwaffe und Marine sollten bei diesem Handstreich auf das letzte Bollwerk des Feindes in der Ostsee Zusammenarbeiten. Alles mußte bis in das Letzte bedacht sein, der kleinste Fehler konnte ich katastrophal auswirken für die Männer, die da ich in Sturmbooten dem Feind entgegerfÄerfen ollten in einer von ihm eingesehenen Fahrt über den Meeeresarm zwischen dem estnischen Festland und der Insel Moon, die befestigt und gut bestückt ist. Alles kam auf vollständige lieber» ra schung des Gegners an. Insel Moon und Oesel ... Im Jahre 1917 schon einmal in aller Welt Munde, als die deutsche Marine zusammen mit Kräften des Heeres die Russen in kühnem Landungsunternehmen von kimmer ist. Die aber Die erste Fahrt uv, diesen Inseln warfen, die den Rigaischen Meerbusen haben, starten drüben wieder und wieder, nach Norden abschließen. Oesel ... bei dessen Ein- " ' ~'< lo£ xernivreckanschluß 2251 ^htanicyritt: „Anzeiger" ebiet der Dnjepr- tim flüchtenden Schiffe der Hauptamtes der Obersten SA.-Führung. Schon im April 1925 kam er zur SA.. Seit 1931 ab führte er die Standarten 74 und 79. Don 1932 bis 1933 war er Stabsführer der Untergruppe Hannover» Oft. und Führer der Standarte 411 Bremerhaven 1935 wurde er Führer der Brigade 62 (Unterweser), 1937 wurde er Chef des Personalhauptamtes. Mit Kriegsbeginn rückte er zur Wehrmacht ein und wurde im August 1941 Adjutant beim Befehlshaber ayf Kreta. Dollar geschätzt. Auf Grund des Testaments fielen neun Zehntel dieses Vermögens an den Präsidenten, der damit unter Hinzurechnung seiner eigenen auf über 100 000 Dollar veranschlagten Einkünfte zum neuesten Dollarmillionär aufsteige. Kleine politische Nachrichten. Für den im Osten gefallenen Oberbefehlshaber einer Armee, Generaloberst Ritter von Scho» b e r t, findet auf Befehl des Führers am Dienstag vor dem Heeresmuseum in München ein Staats, akt statt. * In einem Luftwaffenlazarett auf Kreta starb als Oberleutnant der Luftwaffe SA.-Obergrup° ^penführer Horst Raecke, Chef des Personal- DRV. ..., 20. Sept. (PK.) Die gewaltige Umfas- sungsschlacht in der Ukraine wurde nach der Einkreisung von vier Sowjetarmeen gleich zu Beginn der Angrisfsoperationöb, von einem überraschenden Sieg gekrönt. Die Festung, das letzte Sowjetbollwerk auf der rechten Seite des Dnjepr, wurde am 19. 9. nach hartem Kampf genommen.» Nachdem nördlich von Kiew in erbitterten Kämpfen der Uebergang über den Dnjepr bzw. den Desna errungen worden war, begann der konzentrische Angriff gegen die stark ausgebaute Befestigung von allen Seiten. Nach zwei Tagen hartnäckigen Ringens drangen die von Süden her vorstoßenden Divisionen der Armee des Generalfeldmarschalls von Reichenau als erste in die Befestigung ein. Die Zitadelle mit dem Arsenal und den in diesen Bezirken liegenden zahlreichen Kasernen wurde im Sturm genommen. Planmäßig wurde ein Stadtviertel nach dem anderen besetzt und der Widerstand der Bolschewisten niedergekämpft. Die ganze Stadt war für den Häuser- und Stta- ßenkampf ausgebaut. Minenwerfer, Drahtsperren, spanische Reiter, große^ Straßensperren, MG.- und Geschützstände in den evakuierten Vorstädten und eine mit Bunkern ausgebaute Kampfgasse sollten den Verteidigern den Widerstand bis zur letzten Minute ermöglichen. Arbeitermiliz wurde für die Verteidigung der Festung mobilisiert. Ganze GPU.- Englischer Tanker in der Bucht von Gibraltar gesunken. Madrid, 21. Sept. (Europapreß.) Der englische Tankdampfer „56" (8000 BRT.) ist nach einer hef- tigert Explosion in der Bucht von Gibraltar gesunken. Zunächst ging das Heck des Tankers unter, nach einer halben Stunde war er vollkommen in den Fluten versunken. Nach der Explosion war eine schwächere Explosion auf einem nur hundert Meter entfernten Transportschiff zu hören. Das Schiff blieb über Wasser und wies auch keine sichtbaren Beschädigungen auf. Die Tatsache, daß sechs englische Schnellboote und ein Torpedoboot ausliefen, um die Gewässer abzusuchen, weist darauf hin, daß die Engländer den Angriff eines Unterseebootes vermuten. In Teheran Geiseln festgesetzt. Oer neue Oollarmillionär: Präsident Roosevelt. Lissabon, 21. Sept. (Europapreß.) Präsident Roosevelt ist durch die Erbschaft, die ihm von feiner kürzlich verstorbenen Mutter zugefallen -ist, zum Dollarmillionär geworden, so berichtet die Neu- yorker Zeitschrift „Time". Die Mutter Roosevelts, die von ihrem Vater rund eine Million und von ihrer Mutter 200 000 Dollar geerbt habe, Habs kurz vor ihrem Tode ihr Vermögen auf über eine Million nes Kriegsfahrzeug und einen Transporter von 2000 BRT. Gasgenerator und Motorisierung Eine Gonderfchau auf der Wiener Herbstmesse. Das Ritterkreuz. Berlin, 20. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Generaloberst Stumpf, der als Chef einer Luftflotte im Kampf gegen Großbritannien feine Verbände zu harten Schlägen gegen die englische Der- sorgung an der Ost-, Nord- und Westküste Schottlands überlegen, zielklar und ftraff geführt und erneut entscheidende Erfolge errungen hat. Ferner an die Staffelkapitäne bzw. Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader: Oberleutnant U b b e n, Oberleutnant Graßner, Leutnant O st ermann, Oberfeldwebel S ch e n t k e, Oberfeldwebel Stech- mann, Oberfeldwebel Bühlingen und Oberfeldwebel Wurmheller. GowjetkriegSschiffe an der Schwarz-Meer-Küste versenkt. Berlin, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Bereits am 20. 9. wurden, von den aus der Jagorlitzki- Wie Kiew genommen wurde Von Kriegsberichter Oswald Zentner. Kiews Verteidigungswall wird zerbrochen Von Kriegsberichter Karlheinz Bogel. PK.....21. September. (DNB,-Funkspruch.) Nun endlich ist Kiew reif! Unsere Divisionen sind engge- fchlossen vor dem Verteidigungswall Kiews zum Angriff angetreten. Die tiefe Bunkerlinie, die großen Minenfelder, die Waldstücke und schwer befestigte Dörfer vor der Großstadt werden ein hartes Stück Arbeit sein, das wissen die Generalstabsoffiziere so gut wie die Infanteristen. Deshalb ist die Vorbereitung auch so sorgfältig getroffen worden. Wir verbringen die Nacht vor dem entscheidenden Angriff in Lesniki, südlich Kiew. Kurz hinter dem Dorf'ist die vorderste Linie. Frühzeitig kommt die Nacht und mit ihr das Ausflammen der Leuchtkugeln, die kurzen Feuerschläge der Artillerie und das Tacken der Maschinengewehre. Schließlich ist es 4 Uhr. Das erste Licht der Dämmerung läßt die Konturen der Höhen erkennen. Artillerie beginnt mit dem üblichen Morgengruh. An den Berghängen kleben die deutschen Soldaten. Bei jedem neuen Artilleriebeschuß sehen sie auf die Uhr. Aber es ist noch nicht so weit. Links der Sttaße nach Kiew erhebt sich ein steiler Höhenrücken, auf dessen Kamm ein deutscher Arttllerie-Beobachtungsposten neben dem anderen sitzt. Alle haben den $örer um und die Sprechmuschel vor dem Munde. Wir überblicken von hier aus das freie Gelände vor uns, in dessen Vordergrund die bolschewistischen Stellungen verlaufen. In der Mitte dieser baumlosen Fläche verläuft der Ort Pirogow o. Dann steigt ein neuer waldiger Bergrücken auf, und über ihm sehen wir Kiews markante Türme sich klar aus dem Morgendunst herausheben! Das ist unser Ziel! Mechts davon erkennen wir die große Effenbahn- brücke, die den Dnjepr überquert, und hinter ihr zwei weitere Brücken, die aus dem Stadtkern herausführen. Direkt unterhalb der Beobachtungsstellen verläuft nun d i e vorderste Linie. 500 Meter dahinter ist in einer kleinen Fabrik der Divisions- Gefechtsstand. Plötzlich bricht hinter uns das ohren- betäubende Krachen los. Nun pfeifen, rauschen und N e u y o r k, 21. September. (DNB.^Funkspruch.) „Times Herald" teilt mit, die USA.Regierung habe nunmehr Mittel und Wege gefunden, um die strategisch wichtigen Galapa gos-Jnseln Ekuadors unter ihre Kontrolle zu bekommen, nachdem sich die direkte Erwerbung als psychologisch ungünstig gezeigt hat. Aehnlich wie die Easttndia- und Hudson Bay Companys seinerzeit von England fast die souveränen Rechte erhalten hätten, um die britische Flagge auf der Erdoberfläche zu verbreiten, sei hier die „Pacific Development Company" gegründet worden, die auf Albemarle, einer der Galapagos- Jnseln, fast unbegrenzte Rechte genießen. Vor Jahresfrist beging Marineminister Knox die Indiskretion, öffentlich zu sagen, daß die Verhandlungen über Marine- und Luftstützpunkte auf den Galapagos im Gange seien, aber die Angelegenheit wurde alsbald vom Staatsdepartement demen- | friert und fortan als zu delikat für die Oeffentlichkeit behandelt. Hinter den Kulissen jedoch, so teilt „2t- mes Herald" Leiter mit, wurde der Plan ausgeführt, den Roosevelt selbst ausgeheckt hatte, als er auf dem Kreuzer Houston" bei Galapagos fischte. Die „Pacific Development Company" erhielt am 20. November 1940 die Vollmacht zur Uebernahme sämtlicher Rechte irgendwelcher Art auf Albemarle. Prompt erhielt die Gesellschaft zunächst 30 000 und am 19. Juli 1940 weitere 500 000 Dollar von der Washingtoner Bunde skreditbchörde. Die Regierung orgeln über uns hinweg die Granaten aller Kaliber. Dann treten unsere Nebelwerfer in Aktion. Dor den Stellungen der Bolschewisten wächst eine riesige Nebelwand auf, wie eine plötzlich hin- gestellte Kulisse nimmt sie dem Gegner jede Sicht. Das ist für die tapferen Infanteristen das Sianal zum Angriff. Wir können sie von unserem erhöhten Platz aus nicht sehen, so geschickt springen sie von Deckung zu Deckung. Wenige Minuten später wächst am Rande des Dorfes Pirogowo eine zweite Wand, ein Zeichen dafür, daß die erste Wand schon durchstoßen ist. Hell peitschen die Maschinengewehre in den Chor der Artillerie-Bässe hinein. Schon sind die ersten Häuser Ortes erreicht, aus dem uns nun die typischen Geräusche des Strahenkampfes erreichen. Die Artilleriebeobachter geben neue Siele, an ihre Batterien durch. Die Feuerwalze schiebt sich jenseits des Orts am Hang hoch, zertrümmert eine einzelstehende Ziegelei und liegt nun am Waldrande auf der nächsten Höhe. Einschläge und Pulverdampf haben die breite Mulde mit einer trüben Wolke angefüllt, aus der sich nur die Nebelwände noch herausheben. Infanterie bricht überall den hartnäckigen Widerstand der Bolschewisten, die Meter um Meter weichen müssen. Der Gegner belegt unsere Höhe und die ihm sehr lästig gewordenen Beobachtungsstellen. Dicke Brocken krachen, Splitter pfeifen und zwitschern, lieber dem Tal zerplatzen die Schrapnells der Sowjets, auf einer großen Sandfläche landen die unseren Stürmern zugedachten Schüsse. Es dauert sänge, ehe die bolschewistischen Geschützführer merken, daß dort nichts los ist. Kiews Verteidigungswall hat sich vom ersten Schrecken erholt und wehrt sich erbittert. Immer neue versteckte Widerstandsnester müssen von der Infanterie niedergemacht werden. Die Artillerie geht daran, bolschewistische Batterien, die erkannt wurden, zum Schweigen zu bringen. Langsam, aber sicher, schiebt sich der deutsche Ring an Kiew heran. Trübe Ahnungen in London. Madrid, 22. September. (DNB.-Funkspruch.) Wie „ABC." aus London meldet, mitt) das englische Volk nach einem wochenlangen Jllusionsrum- mel jetzt mit dem Zitat aus der Moskauer „P r a w d a" unsanft wachgerüttelt: „Der Krieg hat den Charakter eines Derzweiflungskampfes ange- nommen." In Londoner Zeitungen lese man jetzt: „Der Krieg farm ohne einen Feldzug gegen den Kontinent ni cht ge wonnen werden. Dieser Feldzug aber würde d i e I n s e l entblößen, und Hitler hat, wie Kriegsminister Margesson erklärte, nicht nur ein großes Heer im Osten, sondern er hat auch im Westen eine starke Streitmacht in Reserve... „Um Moskau den Widerstand zu ermöglichen, müssen wir ihm mit Menschen und Äriegspiateritil und allen erdenklichen Mitteln helfen, denn wenn die Sowjetunion fällt, dann ist alles verloren..." — „Die Deutschen befinden sich auf dem Luftwege 7 Minuten und auf dem Seewege IVz Stunden von der britischen Insel entfernt." „3ft jemand da", so schließt der spanische Berichterstatter seine Zusammenstellung von Zitaten aus englischen Zeitungen, „ber in der Haut der Briten stecken möchte?" Bucht im Kü steng Mündung und der Ki . , Sowjets drei Transporter und einige kleine Kriegsfahrzeuge versenkt. Die deutschen Kampfflugzeuge setzten ihre Angriffe auch am Sonntag fort und versenkten bei der Ausfahrt aus der Bucht einen sowjetischen Zerstörer, ein weiteres klei- Artillerie des Deutschen Afrikakorps zersprengte an der Sollum -Front britische Spähtrupps. Gleichfalls wiesen vorgeschobene Posten den Der» such der Briten, sich den deutsch-italienischen Stel» lungen zu nähern, ab. Regimenter waren im westlichen Bunkerviertel der Festung eingesetzt, um die Sowjetsoldaten zum äußersten Widerstand aufzustacheln. Alle diese Maßnahmen sind durch die Kühnheit des deutschen Umfassungsangriffes und durch die überlegene Kampfkraft und Moral unserer Soldaten zusammengebrochen. Die Bunkerbesatzungen, ausgesuchte Festungstrupps der Sow,et- armee, wurden in todesmutigem Sturmangriff nie« dergekämpft. Von dem Kampfgeist unserer Infanteristen zeugt die Tatsache, daß sie den Jrpen-Fluß, dessen Wasser schon jetzt eiskalt ist, in den einzelnen Abschnitten nachts durchwateten und dann, ohne die Uniform erst auszuziehen, zum Sturmangriff gegen die Bunker antraten. Die Artillerie hat durch massiertes Feuer schweren und schwersten Kalibers den Sturm auf die Festung nachdrücklich unterstützt. Die Luftwaffe hatte durch schwere Angriffe auf militärische Ziele schon am ersten Tage die großen Munitionslager der Festung zur Explosion gebracht. Riesige Rauchwolken standen stundenlang über der Stadt. Durch den Umfassungs- angriff ist die Absicht Stalins, aus der Stadt einen Trümmerhaufen zu machen, vereitelt worden. Die Kämpfe sind noch im Gange, und die Zahl der Gefangenen steigt von Stunde zu Stunde. Der Fall der Festung Kiew ist für die Sowjets der Auftakt des völligen Zusammenbruch der ganzen südwestlichen Front. an Betriebsstoff von monatlich 45 Millionen Liter, Im kommenden Vierteljahr werden weitere 6000 Lastkraftwagen mit Generatoren der Wirtschaft xur Verfügung gestellt'werden. Dazu kommt die Umstellung der Schlepper der Landwirtschaft auf Gasbetrieb. Demnächst folgen 125 Schiffe'^mit zusammen 35 000 PS. Im nächsten Halbjahr werden allein 33 000 Gasgeneratoren die Fabriken verlassen. Der Bedarf an Tankholz für 1941/42 ist mit rund 3 Millionen Raummeter bereitgestellt. ,Ln der Einführung des Gasgenerators als Energiequelle an Stelle des bisher gebrauchten flüssigen Kraftstoffes, geboren aus dem Zwang der Verhältnisse im Kriege", so schloß Generalmajor von Schell, „sehen wir eine Entwicklung, die auch für Friedensverhältnisse gangbar bleiben wird." Nach einem Willkomm an die Ehrengäste und einem Dankeswort an alle jene, die am Zustandekommen der Messe tatkräftig mitgearbeitet hatten, erklärte Reichsleiter von Schirach die Messe für eröffnet. Schon am ersten Tage erlebte sie einen starken Andrang von Besuchern aus nah und fern. Ankara, 20. Sept. (Europapreß.) Unmittelbar v or _ . . nach der Besetzung der iranischen Hauptstadt durch Wien, 21. Sept. (DNB.) Am Sonntag wurde sowjetische und britische Truppen die Wiener Herbstmesse eröffnet. Im Mittelpunkt wurde ähnlich wie in den anderen von den Sow- der Feier stand eine Rede des Generalbevollmach- jets besetzten iranischen Städten eine Reihe ira- tigten für das Kraftfahrwesen, Unterstaatssekretar nischer Notabein als Geiseln festgenom-im Reichsverkehrsministenum Generalmaior v o n men An dieser Festnahme beteiligten sich auch Schell. In diesem Jahre stehe im Mittelpunkt die britischen Truppen. Die Zahl der Verhafteten der Wiener Herbstmesse, so führte er aus, die ge- wird auf über 80 geschätzt. Unter ihnen befinden schlossene Schau „Heimische feste Kraft- sich ehemalige Minister und Abgeordnete. .Die st off e". Die Möglichkeit, aus Holz, Kohle, Torf Teheraner Polizei ist unter die Kontrolle der Be- und Holzkohle ein Gas zu gewinnen, das geeignet satzunqstruppen gestellt und darf Weisungen vom war, Motoren zu betreiben, war schon lange de- iranischen Innenministerium nicht mehr entgegen- fannt. Heute haben mir brauchbare G a s - nehmen. Die Teheraner Garnison wurde e n t - g e n e r a t o r e n. Wir wissen, welche Fahrzeuge w a f f n e t. Nur dem Schah wurde als Wache ein und wie sie sich zur Umstellung eignen. Wir haben schwaches Truppenkontingent belassen. eine ausreichende Produktion von Generatoren und 1 ’ , der benötigten Umbauteile, und roir haben em Tank- Zapamsche Offensive tn Gudchma. Holznetz im erforderlichen Umfange aufgezogen. Die ß.nntnn ->1 (fFiirnnnnreh 1 Die iava- Neuprodukti'on von Fahrzeugen stellt sich von vorn- 4? ÄitionsaS iÄSÄtrine ’n?u. Verteidigungslinie am Südufer des Sintiangflufses zu durchbrechen, setzen die Tschungkingttuppen am Nordufer des Milo den Japanern erbitterten Widerstand entgegen. Es heißt, daß die japanischen Vorhuten, denen es gelungen war, bei Hunglinchieh den Sintiang zu überschreiten, Tutoucheng nordwestlich von Changloncieh erreicht haben. von Ekuador erklärte, mit den Konzessionen nichts zu tun zu haben. Das war unnötig, da zwei Bürger von Ekuador, Carlos und Boliva Gil, als Ei» gentümer der Insel ihre Rechte an die USA.-Firma übertrugen. Der Sprecher des Marineministeriums bestätigte, daß die „Pacific Development Company" dem Ministerium bekannt sei, daß er jedoch angesichts der „polittschen Schwierigkeiten dort unten" nichts weiter sagen könne. USA -Flugstützpunkt an der Ostküste Uruguays. Montevideo, 22. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie die Zeitung „Tiempo" berichtet, ist die südlich des Forts „Santa Teresa" gelegene Insel Neara als zukünftiger Flughafen für Land» und Wasserflugzeuge ausersehen. Das Blatt ist bemüht, die „Notwendigkeit" der beabsichtigten Maßnahme mit den von USA.-Seite in Südamerika geflissentlich verbreiteten Behauptungen über angebliche Gefahren, die von den totalitären Mächten droben sollen, zu begründen. Daß USA.-Kreise hinter diesem Flug- Hafenbau stecken, beweist eindeutig folgender Satz: „Die entschieden demokratische Haltung Uruguays zeigt sich durch die Solidarität mit den Bestrebungen zur Verteidigung des Konttnents, denen die Bereinigten Staaten von Amerika vorstehen." Die Größe der Operation im Raume ostwärts Kiew soll durch diese Karte veranschaulicht werden. Der Angriff ging von den Grenzen eines Raumes aus, der dem Dreieck München — Köln — Stet» t i n entspricht. Im Verlauf der Kämpfe wurden die eingeschlossenen vier Sowjetarmeen dann auf einem Schlachtfeld zusammengedrängt, das der Größe des Dreiecks München — Stuttgart — Würzburg gleicht. Die Zeichnung überträgt maßstabgerecht beide Dreiecke aus dem deuffchen Raum auf den Kampfraum ostwärts Kiew. — (Zeichnung: Fischer. — Scherl-Bilderdienst-M.) Roosevelt geeist nach den Galapagos-Inseln. Kdiug» Orsoid Mohilew »Minsk üomel PripP Kursk* Konotop Charkow* Odessa 1 Smolmk Dnitpr N £ Dnjepropefrowsk Kriwojßog» «■•Korosten mW srbB Shitomir [Stuttgart-j* Berditsmew Kisdunew v Ä y ' WÄ \ im'* Poltawa rementschug ^ÜS'lMünJien \KJR Perwomdjsl KRIM Mg hm | Ö 'N. Dtk Stet« f einem öürz. aus den m nicht« oei B , als ®' l-ginno ifteriw DmpaTf >d) aip 1 untto* Verdunkelungszett 22. September von 19.20 bis 7.05 Uhr. hatten sich laut und angeregt, nur hin und wieder huscht ein Blick schnell einmal nach der Uhr. deren Aeiaer mit einem Ruck weiter schnellt. Ein junges Mädchen mit sehr viel Gepäck um sich herum be- mühlt sich krampfhaft, gleichgültig auszusehen, aber man merkt ihre Unruhe an ihren Augen. Immer noch steigen Reisende hastia die Treppe herauf, wer- fen einen Blick auf die Uhr und reihen sich dann den schon Wartenden ein. Eine dicke Dame kommt atemlos an und fragt, ob der Zug schon weg fei. Sie wird beruhigt. de südlich Uruguay' j trebungrk die liehen- । 5* Anneliese Bizarow als Jongleuse auf rollender Kugel und Sissy Klein aus verschiedenen Musikinstrumenten boten gute Leistungen. Wilhelmine floppe sang Lieder und Operettenmelodien. Kapellmeister W. Barth hatte am Klavier die Begleitung und Ausschmückung des Programms übernommen. Die Ansage und Leitung hatte August Schnitzler. Als Vartragsmeister lieh er auch den flumor zu Wort kommen und erzielte mit seinen verschiedenen Potpourris von Soldatenliedern eigner Zusammenstellung große Lachsalven. — 3n zwei Lazaretten sang am gestrigen' Sonntag der Gesangverein „Heiterkeit" unter Stabführung seines " Ehrenchormeisters Wilhelm Schüttler Volks« lind Soldatenlieder von Abt, Silcher. Stürmer ufw. Das Programm war schön zusammengestellt, die Chöre kamen in vortrefflicher Weise zum Vortrag. Oie Lazarettverwaltung dankte namens der Der- ivundeten, die reichen Beifall spendeten. — Am Freitag fand in den Ausenthaltsräumen eines Lazarettes eine gemeinschaftliche Kaffeestunde statt. Mit den Schwestern betreuten Frauen der Orts- rauenschaft Gießen die Verwundeten. Eine groß« Schar Mädels des BDM. unter Führung der Un- lergauführerin Inge Hack sorgte durch Gesang und ~>piel für die Unterhaltung. Kameraden der -SS 10^' Mörel HMmg-Möec Vornan von Horst Alernalft U. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) VI. Der Krach. »aren weder Britta noch Lydia so recht bei 0er Lache; allerdings mit einem gewissen Unterfchleo während Lydia erwartungsvoll und gespannt aus- 'cf), machte Britta einen mutlosen und fluchtberetten T ndruck. Kathi hatte nämlich am Morgen Den 9ltan > W Splel für die Unterhaltung. Kameraoen oer nüht, bii NSKOD. waren mit einigen auswarttgen Orts- ibme mil 1 irauenschaftsleiterinnen zu Gast. — In der ver- sljilenM lossenen Woche wurden durch die Ortsfrauenschaften Me »on fflrünbtrg, Sauter und Weiter-Hain den hie- hen \M Ilgen Lazaretten eine große Zahl gespendeter Ku- fern Flug- flen überlandt. Katers Laden' plünderte und die Beute Lydia ae- treulich zu Füßen legte; die Mühlbauer Rest, Die ten Toni umgirrte und Lydia erfolglos abspenstig M machen versuchte; und eine Schulfreundin von Sritta, Michaela Nebelschütz mit Namen, deren Kruder Marineleutnant war und zuweilen eine Sendung alter Knöpfe und Mützenbänder heim- sHickte. Die Kinder spielten „Preuhisch-Fanwimandl". Itt tolle Name war eine Erfindung Brittas, tote httte das Spiel aus den letzten Sommerferien mit- - ^bracht, die sie bei den Großeltern verlebt hatte, if«* J, ffr Bahrlcheinlich sand sie die Bezeichnung ine lw ! ^ordosten des Reiches üblich war, anstößig, Hell- t K M Vang entsann sich nämlich, „Preußisch'Fangamandl ) h seiner Jugend unter der Bezeichnung „Dridn- heischen mit Popoanschlag" gespielt du haben. Rein Cprachgelehrter hätte ihm jemals darüber Auskunft geben können, was es mit diesem merkwürdigen „Popoanschlag" für eine Bewandtnis hatte, Denn tafi das ominiöse Wort nichts mit dem ominösen Körperteil zu tun hatte, dafür bürgte feine deutliche Betonung auf der ersten Silbe. _ . „Preußisch-Fangamandl" mar eine Verbindung Frischen Greifen und Verstecken. Es war etn auf- ritzendes, schönes Spiel, und die Kinder waren hr aeroöhnlich unermüdlich dabei. Aber heute Inzwischen ist die Sonne verschwunden. Kühle und blausilberne Helligkeit bleiben zurück. Ich gehe fröstelnd den Bahnsteig entlang. Da steht etwas abseits ein Pärchen, das mit viel Lachen und vielen Worten voneinander Abschied nimmt; man merkt, keinem der beiden geht es sehr nahe. Vielleicht ist die Trennung auch nur kurz. Ein Blick auf die Uhr zeigt die Einfahrtszeit des erwarteten v-Zuaes, schon ertönt die Stimme des Aufsichtsbeamten: „Bitte zurücktreten!" Da kommt ein junaes Mädchen — ober ist es eine Junge Frau? — leichtfüßig die Treppe heraufgesprungen, ein paar langstielige dunkelrote Rosen in der Hand. Fauchend und dröhnend fährt der Zug ein. Türen werden aufgerissen und zugeschlagen, der Bahnsteig füllt sich mit hastenden, redenden und lachenden Menschen, aber ebenso schnell leert er sich auch, die Abreisenden sind eingestiegen, die Stufen hinunter wälzt sich schon der Strom. Ich schaue noch aus nach Müttern mit Kindern, denn ich habe NSV.-Bahnhofsdienst. Da sehe ich, wie sich ein Feldgrauer, der langsam ausgestiegen ist, suchend umsieht. Ein Name wird jubelnd gerufen: schon ist das junge Mädchen mit den Rosen zur Stelle, ihm zu helfen. Ein langer Händedruck, ein strahlendes in die Augen blicken, dann gehen beide langsam Hand in Hano dem Ausgang zu. E. L. St. Für unsere Verwundeten. In einem Lazarett wurde von ,^kdF." der Film „Der Mustergatte" mit der vorherlaufenden Wochenschau gezeigt. Die Vorführung war für die Verwundeten eine schöne Unterhaltung. — Diel Freude bereitete ihnen auch „Die lustige Stunde", die in einem Lazarett geboten wurde. Die Künstlerinnen Poldi Dolly in verschiedenen Tänzen, Aus der Stadt Gießen. Wiedersehen im Srteq. Ein später Seotemberabend auf dem Bahnhof. Die Sonne, die über Tag noch mit fast sommerlicher Wärme erfreut hat, läßt ihre letzten goldenen Strahlen über den Bahnsteig gleiten, auf dem ziemlich viel Menschen versammelt sind. Einige davon gehen unruhig auf und ab; ein junger Herr schwingt Dabei seinen kleinen Koffer unternehmungslustig hin und her. Andere stehen still neben -ihrem Gepäck und warten ergebungsvoll, wieder andere unter- St B Der neue Tag zog strahlend herauf. Kein Wolk- Mast p' trübte die Bläue des Himmels. Die Freunde t'bie M ter Hellwang-Kinder fanden sich schon am frühen „yf IN1 Morgen im Garten ein; der Stangl Toni, der Lydia teimlich liebte und von ihr auch ziemlich gnädig be- rbert ö^iebe, Heimat, Volk — stimmungsvoll zusammen. 3m einzelnen hörten wir A. W. von Schlegels ästhetische Romantikdeutung aus den „Dorlesungen über dramatische Kunst und Literatur", von Novalis den Traum von der blauen Blume aus dem „Ofterdingen" und Hymnen an die Nacht, von Brentano das Schwanenlied, von Tieck ein Stück aus „Oktavian", von Arnim eine Briefstelle, von Kleist „Was gilt es in diesem Kriege?" und den kleinen Scherz „Rätsel", ferner Gedichte von Hölderlin (Die „Hei- mat", „Gesang des Deutschen"), Eichendorff und Mörike. Lieder von Schubert („An die Musik"), Orgel-Abend mit Für die Orgelmusik gelten mehr als bei jedem anderen Instrument eigene Gesetze. Jedem anderen Instrumentalisten ist die Möglichkeit gegeben, den Ton in feiner Hervorbringung zu beeinflussen, sowohl hinsichtlich feiner Dynamik als auch feiner Farbe. Demgegenüber ist der Klang der Orgel allein durch ihren Mechanismus feftgelegt, jeder subjektive Aus- druck der Svielenden kann sich nur auf die rhythmische Durchgestattung und die Auswahl der verschiedenen Klangregister bzw. ihren künstlerisch bedingten Einsatz erftrerfen. Das Zurücktreten des Persönlichen hat eben für die Orgelmusik einen Stil heranreifen lassen, der in letzter Abstraktion die innere Struktur des Werkes im Lichte seiner Architektonik heraustreten läßt. So wird stets bei der Drgelmufrf die Polyphonie in freiester Führung ihrer Stimmen vorherrschen; andererseits wurzelt die Orgelmustk am tiefsten in dem Zeitalter instrumentaler Polyphonie des Barock. Darum ist eben 3oh. Geb. Bach der Inbegriff letzter, höchster (Entfaltung der Orgelmusik und im Widerschein der verschiedensten nachfolgenden Stilperioden auch geblieben. Zwar hat die Entwicklung des Orgelbaues der jüngsten Dergangenheit mit ihren frappierenden technischen Neuerungen vielfach auch die klangliche Gestalt über die innere Struktur des Werkes gestellt, und damit das innere Wesen dieser Musik in eine Klangwelt versetzt, die ihm nicht zusteht, ja leicht zur Verschleierung feiner Werke führen kann. Die letzten Jahrzehnte haben hier im Anschluß an Orgelinstrumente aus der Zett Bachs sich wieder auf die ursprünglichen Grundlagen und Gesetzmä- gipfelten besonnen. Die Beherrschung und Ausnutzung der Orgel ist stets von großen Meistem dieses Faches oft auf Generationen hinaus beeinflußt worden. Uns ist bekannt, daß Bach von Lüneburg aus nach Hamburg wanderte, um Reinken zu hören, und daß er in späteren Jahren längere Zeit bei Buxtehude verweilte, um hier für feine Praxis zu lernen. In jüngster Zett wissen wir alle von dem bestimmenden Einfluß, den Karl Straube und Günther Ramin für die Wiedergabe der Orgelmusik gewonnen haben. Schüler eines Großen zu fein, birgt oft die Gefahr in sich, über der Nachahmung des Vorbildes die eigenen Fähigkeiten zurücktreten zu lassen. Der bedeutende Lehrer soll mit seinem Einfluß die Kräfte des Werdenden zu eigenem, selbständigem Wirken wecken und ausreifen lassen. Daß dies durchaus im Bereich der Möglichkeiten liegt, das bestätigte der Orgelabend von Ernst Matthäus. Er hat bei den namhaftesten Meistem der Gegenwart fein Rüstzeug erhalten und bewies mit feinem Orgelabend, daß er zu selbständiger Gestaltung fähig ist. Die rein technischen Bedingungen stellte er im Deutsch« Romantik. Schumann („Mondnacht") und Hugo Wolf („Elfen- lieb" und „Der Gärtner"), sowie Balladen von Loewe ergaben eine stimmungsvolle Umschreibung musikalischer Ausdrucksformen Der deutschen Romantik. Die künstlerische Leitung der Morgenfeier hatte Herr Mund, Kapellmeister S ö 11 n e r begleitete behutsam und feinfühlig am Flügel. Als Sprecher wirkten Luise Prasser, Renate Freihen, W. M. Mund, H. Roux, H. Köchlina und L. Fischer; mit Gefangsvorträaen machten sich Liesel Schröter-Beckers (Lieber von Schu- mann und Hugo Wolf) und Hans Lott verdient, der besonders für die klangschöne und ausdrucksstarke Wiedergabe der Loewe-Lieder Heinrich ber Vogler" unb „Prinz Eugen" lebhaften Beifall erntete. Für eine stilvolle Ausstattung hatten Karl Löffler (Bühnenbilb), Willi Enbrich unb Ruth Lipfert (Kostüme) Sorge getragen. Intendant H. W. Klein hielt zu Beginn eine kurze Werbeansprache. — Es würbe ein entschiedenes Der- bienst einer Morgenfeier wie dieser sein, wenn bie Zuhörer, die übrigens mit lebhafter Anteilnahme folgten, von ben Vorträgen zu einer persönlichen Beschäftigung mit dem Gegenstände angeregt würden, zumal sich manche Prosastücke beim einmaligen Hören nicht ohne weiteres erschließen unb auch der Wortlaut der Gedichte im Gesangsoortrage nicht allenthalben verstanden zu werden pflegt. Hans Thyriot. Bach und Reger. Lause des Abends wiederholt unter Beweis mit flüssiger Handhabung ber Manuale und plastischer Sicherheit des Pebalspiels. Mit der Auswahl der Werke hatte er sich schwierige Ausgaben gestellt, denen er sich aber durchaus gewachsen zeigte. Die Fantasie in g-moll von I S. Bach durchdrang er, der Anlage des Werkes entsprechend, mit feiner Herausarbeitung der in der Thematik liegenden Kontraste. Die nachfolgende Fuge phrasierte er sehr plastisch unter sorgfältiger Herausstellung des thematischen Anteils der Neben- stimmen. Im Interesse ber Raumakustik wäre ein noch stärkeres Berücksichtigen des agogischen Akzentes empfehlenswert. Der Konzertgeber führte das Fugenthema mit sehr klangplastischen Registern ein. In Anbetracht ber Möglichkeit bes Orgelwerkes ließe sich für die Zukunft das allmähliche klangliche Erwachsen zu krönender Steigerung noch mehr erwägen. Die Durchführung der Choral-Partita „Christ, der du bist der helle Tag" war geschickt angemessen in ber Auswahl der Register für den jeweils die Gestatt der einzelnen Variation bestimmenden Text. Matthäus ließ seine klanglichen Gegensätze mit intimen innerlichen Wirkungen erleben und führte den Cantus firmus mit ausgeprägter Linie durch. Bachs Präludium in Es-dur, aus der Zeit höchster Schaffensfähigkeit, ließ er mit prunkhaftem Barockklang lebendig werden bei Betonung der thematischen Gegensätzlichkeit mit einer großen klanglichen Steigerung der Koda. Die Tripelfuge entwickelte er in ihrer Fünfstimmigkeit klar in den drei großen Durchführungen und führte sie zu steilem klanglichem Gipfel der Thematik des Schlusses. Das „Benediktus" aus der Orgelmesse von Max Reger ist eine wesentlich anders geartete Musik. Hier herrschen orchestrale Klänge vor, bedingt durch das zugrundeliegende kultische Erleben. Machtvoll erhob sich die große Steigerung, dazu in schönem Kontraste das klangvolle Entschwinden des Ganzen. Mit Präludium und Fuge in e-moll op. 85 legte Ernst Matthäus Zeugnis davon ab, wieweit er sich mit den Bedingtheiten Regerfcher Orgelmusik auseinandergesetzt hat. Das mehr rhapsodisch angelegte Präludium deckte er in seinen Einzelzügen auf, das chromatisch fundierte Fugenthema führte er In seinen Entwicklungsstadien klangplastisch durch. — Den Plan des Koyzertgebers, im Laufe des kommenden Winters das Werk Joh. Seb. Bachs an verschiedenen Orgelabenden zu Gehör zu bringen, wird man mit Interesse begrüßen können. Dr. Hermann Hering. Mannschaftswettbewerb der Betriebe. Am geftrigen Sonntagoormittag trafen sich bie Mannschasien ber am Betriebssport teilnehmenben Gießener Betriebe auf bem Sportplatz bes Männerturnvereins zu einem Mannschaftswettbewerb. Teilgenommen haben bie Betriebssportgemeinschaften von Martin Abermann, Bänninger, Bezirks- svarkasse, Buberus Lollar, Gustav Geisse, Schunk & Ebe unb Wilhelm Zimmer. Etwa 200 Sportler und Sportlerinnen zeigten ihr Können Im Ball- stoßen, 1000-Meter-Laus, Staffellaus, Wettsprung und Keulenzielwerfen. Teilweise wurden recht beachtliche Leistungen erzielt. Alle Teilnehmer waren mit Eifer bei ber Sache. Zu Beginn ber Veranstaltung hielt Kreiswart Schemel von ber NSG. „Kraft bunfa Freube" eine kurze Ansprache, in ber er aut bie Bedeutung des Betriebssports hinwies und bie Feststellung machen konnte, daß bei dem diesjährigen Wettbewerb gegenüber bem Vorjahr sich bie Teilnahme verdoppelt hätte. Unter Leitung von Karl Bettln wickelten sich die einzelnen Wettbewerbe reibungslos ab. Trotz bes Krieges und der Tatsache, bah viele Betriebsangehörige unter ben Fahnen stehen, kann es als ein großer Erfolg angesehen werben, baß sich noch so viele Sportler aus Den verschieben- ft en Betrieben zum Wettbewerb zusammen fanden. Sv konnte man auch noch ältere Jahrgänge im Sportdreß sehen, die sich ben an sie gestellten An- forberungen vurchaus gewachsen zeigten. Der Ablauf unb bas (Ergebnis ber Veranstaltung erwiesen, daß die Entwicklung des Betriebssports auf bem richtigen Weg ist. Sie wirb sich zweifellos in Zukunft günstig auch auf bieje^igen in ben Betrieben auswirken, Die bisher für bie sportliche Betätigung außerhalb bes Arbeitsplatzes, aber innerhalb ber Betriebsgemeinschaft aus irgenbwelchen Grünben noch nicht gewonnen werben konnten. Die Ergebnisse im Gesamtwettbewerb: a) bei ben Frauen: 1. Bezirkssparkasse Gießen 516 Punkte; 2. Schunk & Ebe 507; 3. Buderus Lollar (1. Mann- schäft) 490; 4. Gustav Geisse, Gießen, 469. 5. Buderus Lollar (2. Mannschaft) 442; 6. Bänninger Gießen 426 Punkte. b) Bei den Männern: 1. Schunk 8t Ebe (1. Mannschaft) 464 Punkte; 2. Buderus Lollar (4. Mann» schatt) 440; 3. Buderus Lollar (1. Mannschaft) 432; 4. Schunk 8t Ebe (2. Mannschaft) 417; 5. Bänninger (2. Mannschaft) 414; 6. Buderus Lollar (2. Mannschaft) 409; 7. Gustav Geisse 398; 8. Buderus Lollar (3. Mannschaft) 397; 9. Martin Abermann (1. Mannschaft) 381; 10. Bänninger (1. Mannschaft) 379; 11. Bezirkssparkasse 377; 12. Buderus Lollar (5. Mannschaft) 376; 13. Wilhelm Zimmer 306; 14. Martin Abermann (Lehrlings-Mannschaft) 269 P. Dornotizen. Tageskalender für Montag. Stadttheater: NSG. „Kraft durch Freude": 19.15 Uhr „Prinz von Homburg". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Immer nur ... du". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spiegel des Lebens". Jtaucfterfarfe in Butzbach. Lpd. Butzbach, 21. Sept. Die hiesigen Tabak- fachgefchäfte geben jetzt an ihre bisherigen Kunden Kontro5l ausweise für den, Bezug von T a » haftbaren aus. Die Karten erhalten nur Per- Sind Gichtiker Wetterpropheten? (58 ist eine alte (Erfahrung, ba6 GUbtlker und Rheumatiker bei Witterunaswecklel nerftärtte Schmerzen bekommen. Vielfach tritt Diese Verschlimmerung schon auf, ehe Die WetterverönDernng etnkritt. Neue Forschungen haben gezeigt. Da6 hauptsächlich Die Vlenöcrung einer Wetterlage auf Die Kranken wirkt, nicht Daß Wetter als JoMk8. Dieb beruht auf Dem sogenannten Vorbei,teoen Der Wetterfronten. Ob Dabet Der LuftDruck. Der öcud>- tigkeitsgLbalt Der Lust, Die Vnftberocgung ober anDere Faktoren auöschlaggebenD stnD. wissen wir noch nicht. Wohl aber kann sich jeDer Gichtiker unD Rheumatiker Diesen witterungSbeDingten Verschlimmerungen entziehen, wenn er rechtzeitig Togal nimmt. Togal ist Das seit 25 Jahren erprobte unD bewährte Mittel gegen Rheuma, Gicht, Hereuschuk, GtteDer- reiften. Ischias, Neuralgien, Grtov<100-Staffel beteiligten sich der Mtv. Gießen, der DfB.-R. Gießen und eine Staffel des LSV. Gießen. Für VfB.- Reichsbahn lief Dietrich als Startmann ausgezeichnet und übergab mit geringem Vorsprung an Dr. Luh. Als dann Weiler von Luh den Stab mit 5 Meter Vorsprung erhielt, konnten die beiden übrigen Staffeln nur 2. und 3. werden. Die erzielte Zeit von 45,6 Sek. ist ausgezeichneet und kann bei flüssigerem Stabwechsel noch verbessert werden. Ebenso gewann der DfB.-R. die Olympische Staffel gegen den LSD. In dieser lief Graßmann die 800 Meter und gab mit etwa 20 Meter Vorsprung ab Dr. Luh, Weiler und Decher mußten jedoch statt kämpfen, um mit etwa 5 Meter Vorsprung zu gewinnen. Damit gewann der VsB.-R. Gießen den vom Bezirksführer des RSRL. gestifteten Ehrenpreis. Während der Kämpfe auf der Bahn waren die Mannschaftskämpfer auf dem Gepäckmarsch unterwegs. Nach ihrem Eintreffen mußten noch Keulenzielwerfen und Hindernislaufen erledigt werden. Neben den leichtathletischen Kämpfen wurde ein Fußball- und ein Handballspiel mit verkürzter Spieldauer ausgetragen. Den Abschluß der Veranstaltung bildete die 20X%» Rundenstaffel um den Ehrenpreis des Kommandeurs. Gegen 18 Uhr waren alle Wettkämpfe beendet. Mit der Siegeroerkündigung und der Preisverteilung, die von dem Kommandeur persönlich vorgenommen wurde, nahm diese Werbeveranstaltung ihr Ende. In seiner Ansprache hob er kurz den Zweck und die Bedeutung dieser zugunsten des WHW. durchgeführten Werbeveranstaltung hervor und dankte allen, die am Gesingen dieses Tages beteiligt waren. Die Ergebnisse: 100-Meter-Lauf: Sieger: Oblt. Wagler, 11,4 Sek.; zweiter: Uffz. Gram, 11,6: dritter: Uffz. Zielen, 11,7; vierter: Uffz. Jose, 11,9; fünfter* ^g. Wurm, 12,0; sechster: Uffz. Dehse, 12,1 Sek. 4X100-Meter-Staffel: Sieger: 46,9 Sek.; zweiter: 48,5; dritter: 48,7; inerter: 51,2 Sek. 800-Meter-Lauf: Sieger: Hptfw. Becker, 2,06 Mn.; zweiter: Flg. Ockstedt, 2,08; dritter: Gefr. Reichert, 2,10; vierter: Obgefr. Heinz, 2,13; fünfter: Flg. Öttersdorf, 2,14; sechster: Flg. Rathenow, 2,24; siebenter: Gefr. RöNsch, 2,26 Min. In tiefer Trauer: Erna Donnerstag, geb. Höhn Jochen, Gert, Reiner, Bernd und alle Angehörigen. ä Gießen (Ebelstraße 31), Königsberg i. Pr., M.-Gladbach, Berlin, im September 1941. 03125 Tieferschüttert und schmerzerfüllt ■ßÄ erhielten wir die traurige, unfaß- bare Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, der treusorgendeVater seiner vier Kinder, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Oberstabsarzt Dr. Fritz Donnerstag Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse im Alter von 85 Jahren, am 12. September im Osten den Heldentod fand. Am 12. August fiel für sein Vater- land in den Kämpfen im Osten unser einziger, braver und hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder und Neffe Willi Otto Rinn Schütze in einem Infanterie-Regiment im 22. Lebensjahr. In tiefem Schmerz: Familie Friedr. Otto Rinn. Heuchelheim, den 22. September 1941. _______________________________________________3938D In schwerem Kampf fiel am 13. Sep- tember 1941 im Osten für Führer und Volk mein geliebter Mann, der beste Kamerad unserer beiden Kinder, mein jüngster Sohn, Schwiegersohn, unser Bruder, Schwager und Onkel Oberstleutnant Walter Glotz Inhaber des E. K. I und II und des Verw.» Abzeichens, Träger des Blutordens im Alter von 40 Jahren. In tiefem Leid: Margot Vivtz, geb. Freiin von dem Busache- Rlxa und Brigitte Glotz [Haddenhausen Friedr. Glotz, Pfarrer i.R., Gießen, Bleichstr. 48 Freifrau von dem Bussche-Haddenhausen Dr. Fritz Glotz, Reg.-Med.-Rat, Dresden-A. 16, Krenkelstraße 25 Prof. Dr. Ernst Glotz, Hauptmann, z.Z. Im Felde Jobst-Henning Frhr. v.d.Bussche-Hadden- mit ihren Familien. [hausen, im Felde Berlin-Wilmersdorf, Detmolder Straße 4. __3937D Kl eine Anzeigen m Gießener Anzeiger werden von Tauienden tvarfifru und aelei-n Ehrliches, fleiß. Mädchen f. Haus u. Kücke gesucht. [ 3897 D Hch. Faulstich, Bahnhofstr. 59. Wegen Verheiratung meiner jetzigen Hausge- hilsin suche ich für 1. Jan. 1942 AosgeMn für Haus- und Gartenarbeit. Krau TiNi Gntermuth Großen - Linden bei Gießen. 3940D Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Verkäufe "| 2 Stück vrima rotbunte UinttetlöWer gibt ab 3»39D Fr. Henneken, Gießen, Marburg. Str.65 Die DemscbeArbeitsfront D- NSG.„Krall(M Freude" Kreisdienststelle Wetterau Montag, 22. September, im Theater, 19.15 Uhrt 1. Veranstaltung im 16er-Ring: Prinz von Homburg Schauspiel von Kleist Donnerstag, 25. September, im Theater, 19.30 Uhr: Vortrag General der Flieger Quade über: Luftwaffe und Heer im bisherigen Kriegsverlauf Samstag, 27. September, im Theater, 19.15 Uhrt 1 Vorstellung im 8er-Ring: Prinz von Homburg Schauspiel von Kleist Montag, 29. September, im Gloria-Palast, 1930 Uhr: Triumph der Heiterkeit ein großes, buntes Programm mit auserlesenen Kräften deutscher Variet^bühnen. Karten im Vorverkauf für alle Veranstaltungen in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude“ Gießen, Selters- weg 60 Telephon 2141 3942 D Taptiicta oder Wan auch für halbtags gejucht. 3923D Homuth, Lndwigstraeie 611. / \ Ihre Vermählung geben bekannt Georg Schmidt Anny Schmidt, geb. Erb Homberg Gießen z. Z. im Felde Krofdorfer Str. 20 20. September 1941 \_______________________ 03146Z Hella Renate Die Geburt ihres ersten Kindes zeigen hocherfreut an Frau Magdalene Frommann Studienrat Emst Frommann Gießen, z. Z. im Felde 20. Sept. 1941 z. Z. Kath. Schwesternhaus _________________________03145z Am 11. August 1941 fiel bei einem Spähtruppunternehmen im Osten unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Konrad Schäfer Soldat in einem Pionier-Bataillon im blühenden Alter von 20 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Schäfer nebst allen Angehörigen und Verwandten. Nordeck, Aliendorf a.Lda., den 17.Sept.1941. 03109 Volkstümliche Naturwissenschaft in rcichbebilderten, leicht verständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. — Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Freude am Leben“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde PPLOST Giessen G LORI Ri „ Heute Montag Erstaufführung JOHANNES HEESTERS - DORA KOMAR FITA BENKHOFF - PAUL KEMP Eine neue, vom Uebermut und guter Laune übersprudelnde Tonfilmoperette der Tobis Tägl. 3.00, 5.15, 8.00 - Jugend hat kein. Zutritt! PAULA WESSELY PETER PETERSEN ATTILA HÖRBIGER REGIE: GEZA VON BOLVARY. Kampf, Opfer and Sieg eines Mfidchenbenens. Neuefte Deutiche W ochenfchau Heute Montag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 8, 5.15, 8 Uhr bis Mittwoch einschließl Jugend hat keinen Zutritt! __________________________________________________3936A 3879 D Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Die Abend-Lebrüemeinscliaften des Berufserziehungswerkes der DAF. für die Eisen- and Metall-, Ban- nnd kaufmännischen Berufe beginnen Anfang Oktober 1941. Anmeldung bis spätestens Ende September 1941. — Kostenloser Arbeitsplan durch den Betriebs ob mann oder die Dienststellen der DAF. Da* kalte iss seit ihm die Aipeit ganz verleidet. — Mit Esbit ist doch rasch was „Warmes" zubereitet. Trockenbrennstoff Esbit zum Wir men von Spei* und Trank tot überall erhältl. Preis 20 Tabletten mit kleinem Kochgestell 60 Pftf. Bezugsquellen weist nach der Hersteller i Erich Schümm, Esbit-Bren nstoff-Fabrik, Stuttgart W 109 Weitsprung: 1. Oblt. Wagler, 6,20 m; 2. Flg. Weigand, 6,13; 3. Uffz. Zielen, 6,08; 4. Uffz. Rost, 6,06; 5. Flg. Wurm, 6,00; 6. Gefr. Ehnert, 5,97 m. Speerwerfen: 1. Obgefr. Schneider, 48,22 Meter 2. Flg. Gernlein, 46,82; 3. Flg. Wurm, 45,52; 4. Obgefr. Heinz, 41,90; 5. U.-Arzt Rawe, 41,02; 6. Oblt. Poldrack, 39,51 m. Kugelstoßen: 1. Gefr. Lagemann, 12,00 m; 2. Uffz. Braun, 11,85; 3. Flg. Wurm, 11,11; 4. Gefr. Schindler, 10,75; 5. Obgefr. Schneider, 10,59; 6. Obgefr. Heinz, 10,24 m. Dienstgradstaffel (4 X 1 0 0 M e t e r): Sieger: 46,8 Sek.; zweiter 48,0; dritter 48,9; vierter 50,6 Sek. Olympische Staffel (offen für NRSL.» Vereine): Sieger: VfB.-Reichsbahn 3:44,2 Min.; 2. LSV. Gießen 3:45,9 Min. 20X'/r- Runden st affel um den Ehrenpreis des Kommandeur: Sieger: 8:34,7 Min.; zweiter 8:48,8; dritter 8:54; vierter 8:59,2; fünfter 903,2 Min. Offizier-Fünfkampf: 1. Obltn. Wagler, 93 Punkte; 2. Obltn. Zitzmann, 72; 3. Jnsp. Vey, 43; 4. Jng. Thomiczek, 35 Punkte. Allg. Klasse, Fünfkampf: 1. Obltn. Wagler, 121 Punkte; 2. Uffz. Rost und Gefr. Lage- mann, je 86; 3. Uffz. Zielen und Flg. Wurm, je 80; 4. Gefr. Wappler, 73; 5. Uffz. Frenzel, 67; 6. Uffz. Braun, 67 Punkte. Mannschaftswertung: Erste 312 Punkte; zweite 263 Punkte; dritte 251 Punkte. Wehrmannschaftskampf: Sieger: 22,142 Min.; zweiter 25:02,7; dritter 32:30,6; vierter 38:57,4; fünfter 42:36,7: sechster 47:02,4; siebenter 48:47,9; achter 60:30,3 Mm. 4X100-Meter-Staffel (offen für NSRL.» Vereine): Sieger VfB.-R. 45,6 Sek.; 2. LSV. 46; 3. Mtv. Gießen 48,1 Sek. Schweden st affel (offen für NSRL.-Ver- eine): Sieger: LSD. Gießen 2,09; 2. VfB.-R. 2,113 Minuten. 5000 -Meter -Lauf: Sieger: Hptfw. Becker 16,284 Min.; 2. Obgefr. Rother 17,498; 3. Flg. Schages 18,215; 4. Uffz. Breiters 18,545 Min. 400- Meter- Lauf: Sieger: Uffz. Rebischke 56 Sek.; 2. Flg. Grabenhenrich 56,2; 3. Flg. Ochs» stedt 56,4; 4. Uffz. Seiler 58,5; 5. Flg. Ulbrich 59 Sekunden. Schalke - Admira-Dresden—Holstein Die „letzten Vier" im Tschammerpokalwettbewerb heißen erwartungsgemäß Pokalverteidiger Dresdner SC., Schalke 04, Admira Wien und Holstein Kiel. Der DSC. hatte in Stettin gegen den LSD. Kamp leichtes Spiel und gewann mit 4:1. Das gleiche Ergebnis erzielte Schalke gegen Austria Wien. Holstein zeigte sich Jena mit 2:1 überlegen, und die Admira fertigte die Stuttgarter Kickers mit 5:0 ab. Deutsche Frauen-Handballmeistersch ast Das Hamburger Handballturnier um die deut* sche Frauen-Meisterschaft endete mit einem Siege des Nordmarkmeisters Concordia Hamburg, der gegen Reichsbahn Münster 7:3 (5:2) und gegen ®er» mania/Jahn Magdeburg 3:1 (2:1) gewann. Die übrigen Ergebnisse: Magdeburg — Hannover 74 7:5 (4:2); Münster — Hannover 7:2 (5:2).